Erschkint In Ltlp?il; Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstaften u. Buchhandlungen des In- n.Austandes. Filial-Expeditionci: für die Bereinigten Slaa eti: F. A. Sorge, Box 101 Hobokan, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coatea Btr. Philadelphia. Abotiiiementspreis für ganz Deutschland 1 M. Wj Pf. pro Quartal. MonatS- Adouncments werden bei allen deutsche» Postanstalten auf den Steu u. iften Monat und auf den Zten Monat besonders angenommen; im Ägr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altcnbure auch auf den Iteu Monat des Quartals a d4Ps. OrgandersozialdemokrattschenArbeUerpatteiunddermternattonalenGewerksgenossenschafte«. Huterete,»i««'h-lttmz s?u Partei-,««tinfl, und«a'lsverfamrtilvngeu, sowie die Mal- Expeditionen und sonstige Partei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 10 Pf.,— Privat- und Bergnügnngs- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltme Petit-Zeile berechnet. Nr. 41. Sonntag, 11. Aprit. 1875. In den letzten Tagen hat die deutsche Sozialdemo« kratie zwei Veteranen verloren: am 6. April starb in Paris Zlorit/ Hess, und Tags darauf in Baden-Baden Heorx Herwegh. Zur Einigung ans gewerkschaftlichem Gebiete. Hamburg, den 6. März 1875. Soeben lesen wir einen Ausruf von bekannten Vertretern ver» schiedener Gewerkschaften,»n welchem dieselben mittheilen, daß sie beauftragt sind, eine Conserenz der verschiedenen sozia- listischen Gewerkschaften D-utschlanbS in nächster Zeit zu- fammenzuberufen, um dann auf derselben sich über die Art und Weise der gewerkschaftlichen Organisation zu verständigen, welche eintreten soll, nachdem durch den Wegfall deS politischen Hader» unter den deutschen sozialistischen Arbeitern auch aus diesem Ge biete die Möglichkeit der Bereiuigung der streitenden Brüder ge> geben ist. So erfreulich nun diese Schritte sind, wird die Freude doch sofort wieder getrübt, wenn man steht, daß zu gleicher Zeit von sonst tüchtigen Partcigen offen, welche Gewerkschaftsleiter sind, auf eigene Faust vorgegangen und ans die innerhalb der gesammtcn Bewegung vorgehende Umwälzung keine Rücksicht genommen wird. Wir meinen hiermit den von Freund W. Bock in Gotha aus die Pfingstfeiertage nach Coburg einberufenen Congreß der Ge- werkschast der Schuhmacher. Bekanntlich waren auch die deutschen sozialistischen Schuh- maeber bisher in zwei Lager gespalten, in den»Allgemeinen deutschen Schuhmacherverein" mit dem Sitz Berlin, und die»Gewerkschaft der Schuhmacher" mit dem Sitz Stutt- gart. Ersterer Berein ist in Folge Machtspruchs der Berliner Ge- richte aufgelöst und besteht sonach rechtlich nicht mehr, indeß haben dessen frühere Mitglieder in verschiedeneu Städten Deutsch- landS unter ihren Eollegen noch denselben Einfluß wie früher, und wird e» kein Testend orf fertig bringen, diese Thatsache zu be- seitigeu. Die Form kann zerbrochen werden, die Sache bleibt Diese Erfahrung werden die Vcrtilger der Arbeiterbewegung ä la Teffendors wohl noch recht oft macheu müffen, wenn sie von der kulturkampswüthigeu ReichSregieruug noch längere Zeit in Brod und Lohn behalten werden. Die aufgelösten Elemente mit den noch organifirt�en Ange- hörigen deS SchuhmachergewerkeS in eine einzige Organisation zu vereinigen, muß gewiß jetzt Aufgabe und Streben der gesammten Angehörigen dieser Branche sein; aber andcrntheilS muß, um die Einigung Herbeizuführen, auch dafür gesorgt werden, daß den bis- her feindlichen, oder sich doch fremd gegenüberstehenden Elementen eine Brücke gebaut wird, welche eS ihnen ermöglicht, zusammen- zukommen. Diese Brücke, glaubten wir, sollte auf der von den Herren Kappell, Rieck und Groß einberufenen Conserenz aller sozialisti- scheu Gewerkschaftsvertreter gebaut werden. Auf der Conserenz, so dachten wir, wird eine Verständigung zwischen den einzelnen Gruppen hergestellt, dann aber auch zugleich dafür gesorgt, daß durch Auf- stellung eine» Normalstatuts, Bestimmung eine» Gewerkschafts- Organs, Fixirung eines MinimalbeitragS k. endlich einmal in die deutsche Gewerkschaftsbewegung jene Einigkeit kommt, welche vor Allem nothwendig ist, wenn Ersprießliches aus derselben hervor- gehen soll. Wir wissen, daß einzelne der hervorragendsten deut- scheu Gewerkschaften schon seit Jahren daran arbeiten, eine Ber- bündung(nicht Verschmelzung) der verschiedenen GcwerkschaftSver- bände herbeizuführen, aber leider bis heute ohne Erfolg. Ist es auch auf dem Magdeburger Union« Congreß zu Pfingsten vorigen JahreS gelungen, in Bezug auf die Organ-Frage bis zu einem gewiffen Punkte eine Verständigung herbeizuführen, so find doch die Hoffnungen, welche Einzelne auf jenen Congreß setzten, arg getäuscht worden. Die Gewerkschaft«-Union, an deren Verwirk- lichung schon seit 1870 und früher, wenn auch unter verschiedenen Namen, gearbeitet wird, sie ist auch seit Magdeburg ein frommer Wunsch geblieben und wird, wenn man nach den Vorgängen, wie sie feiten« der Verwaltung der Schuhmachergewcrkschaft in Scene gesetzt sind, schließen darf, wohl noch länger ein frommer Wunsch bleiben. Wir hatten un« der Hoffnung hingegeben, daß, angeregt durch die Vereinigung der politischen Parteien, nun auch auf diesem Gebiete endlich einmal Ernst gemacht wird, und begrüßten e« de«- halb freudig, als von hier aus die Initiative ergriffen wurde, als deren vorläufige« Resultat der oben erwähnte Auftuf zu be- zeichnen ist. Da wir nun in dem Vorgehen der Schuhmacher- gewerkschast eine Störung de» Einigung«- Gedanken« erblicken müffen, erheben wir unsere Stimme dagegen, um, wenn möglich, vor übereilten Schritten zu warnen. Man wird nun fragen, was wir wollen?— Nun, das ist bald gesagt.— Bor Allem erwarten wir, daß die von Hamburger Mitgltedern der verschiedenen Gewerkschaften zur Einberufung der Conserenz beauftragte Commissiou die Conserenz möglichst bald zusammcnberust; dann aber stellen wir an die Conferenz-Mitglieder die Anforderung, daß sie praktisch arbeiten, d. h. sich nicht mit langen Auseinandersetzungen über daS, wa« war, sondern mit dem, wa« werden soll und muß, beschäftigen; und hierzu zählen wir vor Allem folgende, bereits oben angegebene Punkte: 1) Ein Normalstatut. In demselben müffen der Minimal satz der Beiträge, die Wanderunterstützung und die auf Gegen- seitigkeit beruhenden Bedingungen vor Allem festgestellt werden. Dann muß in demselben der Geist der Gewerkschaften, deren Zweck und Ausgabe scharf präcifirt werden, daß kein Mißverständ- niß möglich ist. 2) Verständigung über ein gemeinsame« Gewerkschaft«- Organ. Selbstverständlich ist, daß, wenn mehrere Gewerkschaften unter einander sich verbinden, sie auch ein eigenes GewerkschaftS- Organ haben müffen— ein politische« Parteiorgan genügt durch- auS nicht. S) Müffen sich die Conferenz-Mitglieder über eine eventuelle Central- Berwaltung einigen.(Schluß folgt.) Politische Uebersicht. — Anläßlich der jetzt durch die Luft schwirrenden KriegSge- rächte machen wir auf die im„Erzähler" befindlichen Auszüge auS dem»Bericht" Jule» Favre'S aufmerksam. Man ersteht daraus, wie außerordentlich leicht e» dem Fürsten Bismarck fällt, die Kriegsfrage zu stellen. Die betreffenden Enthüllungen sind beiläufig nicht dementirt worden. Interessant ist auch, waS Favre über die Politik deS Fürsten Bismarck mit Rücksicht auf die pa» riser Commune sagt. Doch davon gelegentlich mehr. — Der Convent und die Gründer. In„lZallois, Histoire de la Convention nationale"(Geschichte deS Nation al- kouvent«), Band 5, S. 78 f., lesen wir: »Ein Mitglied de« Convent«, Perrin, wurde angeklagt, der Gesellschaft der Lieferanten angehört zu haben, während er zugleich Mitglied der Kauskommisfiou war. Der Convent hatte eine Er- kläruug erlassen, daß er in seiner Mitte kein Mitglied dulden werde, da« unter dem Verdacht stehe, zum Nachtheil des öffentlichen Vermögens im Interesse seine« Privatvermögen« zu arbeiten. Dieses Gefühl war diefer Versammlung würdig; sie zeigte sich darum auch unerbittlich gegen den Mann, welchen sie als einen Betrüger (xrsvarieateur— Uutcrfchläger) ansah. DaS betreffende Mit- glied ward, ohne Rücksicht auf die Würde, mit der eS bekleidet war, vor die Schranken des Gerichts gebracht und zu 12 Jahren Eisen, mit Kstündiger Ausstellung am Pranger(exposs pendant Bix henrea anr nn tabonret) auf dem Revolutionsplatz verurtheilt. Die Strafe wurde vollstreckt, und Perrin starb bald nachher im Gefängniß." Nicht wahr, Ihr Herren Gründer,— all Ihr Empfänger von »Trinkgeldern": Provistonen, Dotationen ,c.; all Ihr Lieferanten, die Ihr Euch auf Kosten de« Staat», de« öffentlichen Vermögens bereichert; all Ihr sinnreichen Gesellen, die Ihr Euere Aemter, Eueren politische» Einfluß, Euere Reich»- und LandtagSmandate dazu be- nutzt,»im Interesse Euere« PrivatvermögenS zu arbeiten"; all Ihr genialen Politiker, die Ihr zugleich»Lieferanten" oder gar Fa- brikanten seid,— nicht wahr, Ihr Blüthen de« heutigen Staats und der heutigen Gesellschaft, eS war»verkommenes",»unmoralisches Gesindel, da« in dem französischen Revolutionskonvent faß, und eS ist doch hübscher im Neuen Reich der Gottesfurcht und Grün dersitte? — Da« Risiko der Arbeit. Manschreibt unSauS Dort- mund: »Der Jndustric-Moloch, welcher auch in hiesiger Gegend in der Suche nach Arbeiter-Fleifch und-Blut fein Möglichste« leistet, hatte sich am 3. April die HermannS-Hlltte bei Hörde(1 Stunde von hier) zum blutigen Schauplatz seiner Thätigkeit auSersehen. Der»Dortmunder Zeitung" wird darüber Folgende« geschrieben: Hörde, 4. April. Ein auf der HermannShütte vorgekommener schrecklicher Unglücksfall versetzte am gestrigen Tage die Bewohner unserer Stadt m die größte Auftegung. Der Hergang desselben war im Wesentlichen folgender. In der Gußstahlfabrik war man gestern Mittag in der neuen Schmelzhütte mit Gießen beschäftigt. DaS fertig-flüsstge Metall war eben au» dem Converter in die Gießpfanne geleitet, als durch einen unglücklichen Zufall(vielleicht durch einen Anstoß der Gießpfanne an den Converter) die Gieß- pfanne umschlug, und sich die glühende, etwa 16,000 Pfd. flüssigen Stahl enthaltende Masse plötzlich in die mit Arbeitern angefüllte Gießhütte ergoß. DaS Metall spritzte nach allen Seiten hin und richtete unter den in dem Räume an- wesenden Arbeitern die schrecklichsten Verwüstungen an; elf Personen wurden an den verschiedensten Theilcn ihre« Körper» mit sürchterlichcu Brandwunden bedeckt, so daß einigen von ihnen Fetzen von Fleisch am Körper herunterhängen; drei der- selben waren so total verbrannt, daß an deren Auskommen nicht zu denken ist. Außer den elf Arbeitern wurden noch verschiedene andere, in weiterer Entfernung von der Gießpfanne stehende Per- sonen mehr oder weniger erheblich verletzt. Die Unglücklichen wurden unter den gräßlichsten Schmerzen in drei sofort zur Stelle geschaffte Kutschwagen gehoben und nach dem Krankenhause der HermannShütte tranSportirt; mehrere Aerzte begaben sich bald darauf an da« SchmerzenSlagcr der Verwundeten.— Es erregt dieser Unglücksfall um so mehr allgemeine« Bedauern, al« die Verunglückten zum größten Theil Ernährer starker Fa- Milien sind." »Soweit der Bericht, den ich dahin ergänze, daß bereit« 2 der verunglückten gestorben sind. Wie e« nun möglich geworden, daß eine so große Gießpfanne, welche so ungeheure Mengen von flüssigem Metall aufnehmen kann und daher offenbar mit der größten Vorsicht ausgestellt werden muß, umschlagen konnte, muß die Untersuchung ausweisen." — Theorie und Praxi». In der Theorie ist der große Fortschrittler, Herr Franz Duncker in Berlin, ein Gegner der Kinder- und der Nachtarbeit(S.„Gewerkoerein"). In der Praxi« ist der große Fortschrittler, Herr Franz Duncker in Berlin, ein Freund der Kinder- und Nachtarbeit. Siehe nachstehende« i» großen auffälligen Lettern gedrucktes Inserat der„BolkSzeiwng", welche Eigenthum de« besagten großen Fortschrittlers, Herrn Franz Duncker in Berlin, ist: „1 Knabe zum Bogcnfanaen (Nachtarbeiter) wird verl. Potsdamerstraße 20.'� Also zu lesen in dem Beiblatt der Nr. vom 7. Januar diese« JahreS.*)„Potsdamer straße Nr. 20" ist die Druckerei(wenn wir nicht irren auch Wohnung) de« großen Fortschrittlers, Herrn Franz Duncker in Berlin. Wir überlassen eS dem atbeiterfreund- lichen GewerkvereinS-Gründer Franz Duncker sich mit dem Buchdruckereibefitzcr Franz Duncker auseinanderzusetzen. Der Fortschrittler Franz Duncker wird wohl die Vermittlung übernehmen und den Beweis liefern, daß vollständige»Harmonie" herrscht zwischen Theorie und Praxi». E« ist ja fortschrittliche Art, da« Gegentheil dessen zu thun, was man eigentlich thun müßte, und jeden praktischen Faustschlag in« Gesicht der Theorie als die wahre, allein praktische Bethätigung der Theorie hinzustellen.— — Zum»Culturkampf" gegen die Rothen. Der frühere Redakteur de«»Neuen Sozialdemokrat", Pfeifer, ist von der Anklage wegen Verletzung de«§ 130 de» Reichsstrafgesetzbuchs in zwei Instanzen fteigefprochen. Der Staatsanwalt hätte gern eine Gesängnißstrafe von drei Monaten durchgedrückt.— Wegen Abdruck« eine» Artikels au« dem nicht mehr existirendeu Berliner „Sozialist" ist gegen den Redakteur de« ebenfall« eingegangene» »Frankfurter Volksfrcuud", W. BloS, die Untersuchung auf Z 130 de« Reichsstrafgesetzbuchs eingeleitet. Auch der„Neue Sozial- demokrat" hatte den Artikel gebracht, aber selbst Tessendorff, der doch gewiß gern ein Hühnchen mit den Sozialdemokraten rupft, konnte in dem Artikel nicht« Strafbare« entdecken. Also blinder Eifer, weiter nicht»!— In Frankfurt a. M. ist da« Mitglied de« Allgeweinen deutschen Arbeiterverein«, Klein, von der Anklage, gegen den wie e» scheint extra für die StaatSretter fabrizirteu § 130 sich vergangen zu haben, fteigefprochen worden. Der Staatsanwalt hatte die Kleinigkeit von einem Jahr Gefängniß be- antragt.— Weiter sind in diesen Tagen C. Becker und Schweckendieck vom Allgemeinen deutschen Arbeiterverein au» der Haft entlassen worden. Becker hatte 9 Monate in Plötzensee und Schweckendieck 3 Monate in Stettin Gefängnißstudien auf Staatskosten getrieben.— Zum Schluß haben wir noch die fteu- dige Mittheilung zu machen, daß Walster gestern, am 7. April die 25. Haft glücklich überstanden hat. Gewerksgenossenschaftliches. MetallarbeitergewerkSgenossenschaft. Arannschweig.(Berichtigung.) Der in Nr. 38 de«„Volk»- staat" enthaltene Bericht über den Stand der Differenzen in Lech- hausen ist irrthümlich au» Chemnitz statt au» Braunschweig datirt; ebenso sind die dort verzeichneten Gelder nicht Ngr., sondern Kreuzer. C. Schubert. Techhaus««. Allen Genossen zur Nachricht, daß die in Nr. 38 de»„Volksstaat" erwähnte Arbeitseinstellung der hiesigen Metall- schläzer nun erfolgt ist, da die bezeichneten Forderungen im We- sentlichen abgelehnt wurden. Bei dem Strike sind 55 Arbeiter und Arbeiterinnen direkt betheiligt, darunter ist ein größerer Theil verhcirathet; e« werden deshalb die Genossen allerort« ersucht, wenn der Kampf längere Zeit andauern sollte, un« nach Kräften zu unterstützen. Mit Gruß und Handschlag! Albert Lichtensteincr, Bevollmächtigter, KrankenhauSgassc Nr. 417. Gewerkschast der Schuhmacher. Hotha. Genosse Haug in Freiburg i. B. ersucht die Mit- gliedschasteu Konstanz i. B. und Pforzheim, sich mit ihm wegen Be- schickung de« CongresseS und der Generalversammlung in Verbindung zu setzen. Wir empfehlen sämmtlichen Mitgliedschaften ein geordnete« Vorgehen, d. h. sie mögen sich mit den zunächst ge- legenen Städten in Verbindung setzen. Die thüringischen Mit- gliedschaften, welche keinen eigenen Vertreter senden, wollen sich mit Unterzeichnetem ins Einvernehmen setzen. Walther in Chemnitz: Bericht kam für diese Nummer de« „Wecker" zu spät. Ich mußte für Ihre Sendung 27 Pf. Porto zahlen. Bei dieser Gelegenheit mache ich darauf aufmerksam, daß Kreuzbänder nicht» Geschriebene« enthalten dürfen. Bericht in Nr. 5, jedoch ohne Petition.— Desgleichen kam von Stuttgart der Bericht zu sptit. Warum senden die CarlSruhcr Genossen nicht die Einschreibe- gebühr an die Verwaltung, wenn sie nicht so viel Muth besitzen, *) Daß wir da» betr. Inserat ein Vierteljahr in der Briestasche behalten, möge Herr Duncker uns vergeben. Wir haben so viel zu thun — in Folge de«„Rückganges". R. d. v.) q ie Mitgliedschaft aufrecht zu erhalten? Wir meioen, e« ist nicht. Einer fand, der diesem unwürdigen Katzbuckeln steuerte, darüber ehrenhast gehandelt, die Statuten der Gewerkschaft zu verbrauchen und die Gelder zurück zu behalten. Mit Gruß!__ W. Bock. Brrei» der Sattler und Berufsgenosse«. ZSerfin, 1. April. Allen Parteigenossen und Arbeiterfreunden, die stch für da« Emporkommen der Gewerkschaften interesstreo, zur Nachricht, daß am 1. und 2. Pfingfifeiertage, den 16. und 17. Mai, die Generalversammlung de« Verein« der Sattler und Beruf«- genossen in Dresden stattfindet. Da e« von größter Wichtigkeit ist, daß in allen»amhaften Städten Mitgliedschaften gegründet werden, die beste Gelezenhnt hierzu aber dadurch geboten wird, daß die Städte, welche am Vereine noch nicht bethciligt sind, we- nigsten« zur Beschickung der Generalversammlung bewogen wer- den, e« aber bei unserer immerhin noch schwachen, an agitatorischen Kräften armen Organisation unmöglich ist, eine genügende Wirk- samkeit zu entfalteo, so ersuchen wir alle diejenigen Parteigenossen, welche Bekanntschaften unter den Sattlern und Berufsgenossen haben, mit deren Hülfe Versammlungen einzuberufen, und unter Hinwei« auf die Nothwendigkeit der Beschickung der Generalver- sammluug für dieselbe hinzuwirken. Parteigenossen! Bedenkt, daß in den Gewerkschaften große Vortheile für die Arbeiterklasse liegen, und daß wir selbige nach Kräften fördern müssen. In nachfolgenden Städten befinden sich bereit« Mitglied- schaften: Berlin, Dresden, München, Offenbach, Hamburg, Magde- bürg, Mainz, Bremen, Leipzig, Hannover, Barmen, Darmstadt, Chemnitz, Brauuschwcig, Stuttgart, Crimmitschau und Pirna. Nähere Auskunft über da« nöthige Material und die Zurück- erstattung etwaiger Kosten giebt der Unterzeichnete. Auch werden alle arbeiterfteundlichen Blätter ersucht, obige Notiz aufzunehmen. Für den Vorstand: C. Henke, Vorfitzender. Ackerstraße 27 u. 23. Correspondenzen. Kamvurg, 6. April. Heute morgen wurden die Mitglieder de« Ausschusses der sozialdemokratischen Arbeiterpartei durch poli- zeilichen Besuch überrascht. Es handelte stch um eine Requisnion deS Staatsanwalts in Forst, auf Grund deren die hiesige Pvli- behörde die Haussuchung vornehmen mußte. Der Herr Staats anwalt in Forst wollte von den dortigen G-uossen an den Aus- fchuß gerichtete Briefe haben, die indeß leider nicht vorhanden waren, und verlief die Nachsuchung in Folge dessen resultatlos. Soviel uns bekannt, find anläßlich einer Haussuchung bei unfern Genossen Behr in Forst Briefe von dem früheren AuS-!schaster schußsekretär Geib, sowie auch von Auer gefunden worden. So Eigenthümcr zurückgegeben, ja der Advokat Francke, der mehr den unschuldig nun dieselben an stch auch find, so steht man doch, �Eindruck eincS unreifen Gymnasiasten als eines ManneS macht, welch lästige Folgen daS Aufheben von längst erledigten Werth-> war dreist genug, zu erklären: die„Genossenschafter" seien jetzt losen Bliesen hat. Möchten eS sich doch unsere Partei- und Ge.Eigenthum deS LokalkomitöS, und könne dasselbe mit ihnen machen sinnungSgenoflen ei» für allemal zur Regel machen, alle auf was eS wolle. Genug, die„Genossenschafter" waren und blieben Parteiangelegenheiten bezüglichen Briefe ,c., wenn sie nicht als Be verschwunden. Aber trotz der chineststeu Mauer, die um die lege unumgänglich nothwendiz sind, sofort nach Erledigung zu Delegirtcn gezogen war, um sie vor jeder Berührung mit fremden vernichten. Wie viele Scheerereien find nicht den einzelnen Ge- Elementen zu bewahren, konnte eS nicht verhindert werden, daß Nossen au« alten Briefen ,c. schon entstanden. Diese Mahnung am dritten Ve:handlungStage dennoch„ Genossenschafter�" und müssen wir, gelinde gesagt, unser Erstaunen auSdrückeu. So schweifwedelnd die„Spitzen" der Gewerkvereine sich nach „Oben" gerireu, so despotisch rückstchtSlo« ist die Haltung der- selben„Spitzen" nach„Unten", gegen die einztlneu Mitglieder, ja gegen ganze Lokal-Vereiue. Tin Beispiel wird uns da» zeigen. Bekanntlich ist in Nr. 36 de»„VolkSstaat" eine« Zwiste« erwähnt, der zwischen dem unter der Leitung de« Dr. Hirsch stehenden Ccntralrath der Gewerkvereine und dem Berliner OrtSverein der deutschen Gold- und Silberarbeiter ausgebrochen ist. Im September vorigen Jahre» legte, wie bekannt, der bis- herige Vertreter der Goldarbeiter im Centralrath sein Amt nieder, und nun wählten die Mitglieder des Berliner Lokalvereins mit großer Majorität Herrn Holzwarth al« Delcgirten. Darauf schrieb Herr Polke in Vertretung deS Anwalttj, Dr. Hirsch, am 1. Oktober den Berliner Goldschmieden: der Centtalrath erkenne die Wahl deS Herrn Holzwarth nicht an, weil derselbe ein Sozial- demokrat sei, und fordere de« Lokalverein auf, einen neuen Ver- treter zu wählen, widrigenfalls der Lokalverein au« de« Verbände der deutschen Gewerkvercine auSgcschloffen werde. AllcS Protestireu gegen die statutcnwidrize Haltung deS Central- raths half nichts. Durch Uebergang zur Tagesordnung wurden die Rechte der Goldarbeiter zu Grabe getragen. E« blieb den Goldarbeitern nicht« übrig, als sich beschwerdeführend an den Ber- bandStag zu wenden. Der„Genossenschafter", da« Organ der deutschen Gold- und Silberarbeiter, brachte zu diesem Zwecke eine Erklärung, in welcher gegen die Maßnahmen de« CentralrathS protcstirt wurde mit dem Ersuchen an die Delezirten, sich der Sache der Goldarbeiter anzunehmen. Aber alle Versuche, die Ex-mplare des„Genossenschafter", welchen auch die Nr. 36 des „Volksstaat" beigegeben war, an die Delegitten zur Vertheilung zu bringen, scherterten. Der Vorsitzende Andreack wollte von der Sache nicht« wissen, und verwies den mit der Verlheilung Be- auftragten an das Leipziger Lokalkomits. Hier war aber guter Rath theuer. Der Vorsitzende de« Lokalkomits'S war der Advokat und„radikale" Stavtoerordnete Francke, der zweite Borsttzeude war der Lehrer, vuljjo Wanderlehrer in spe, Pache, also zwei Persönlichkeiten, von denen in dieser Sache wenig erwartet werden konnte. Die übrigen Mitglieder des LokalkomilöS— nur Arbeiter, soviel wir wissen—, die sich hübsch bescheiden an die Ein- fiangSthüren halten postiren lassen, zeigten wenig Lust oder be- aßen nicht den Muth, sich ihrer ungerecht gemaßregelten Ver- bandSgcnossen anzunehmen. Schließlich nahm ver Lehrer Pache die„Genossenschafter" mit dem Versprechen in Empfang, dieselben zurückzugeben, falls das Lokalkomitö in seiner Gesammtheit den Beschluß fassen sollte, die Vertheilung zu verweigern. Die« Ver- sprechen wurde jedoch nicht erfüllt. Die Ex.mplarc deS„Genossen- gelangten weder zur Vertheilung noch wurden sie dem Sriefkaße» der Redaktion. L. bei Zürich: War schon abgedruckt, wird aber nicht schadm. An R. geschrieben.— Quittung. der Expedition. B. Fach», der Spengler Wien Ab. 4,93. Hfmu» Eimsbüttel Ann. 3.00. Ldwg hier Schr. 0 50. I Mllr. hier Ab. 9.00. «rbr hier Ab. 1.60. Oertl hier Schr. 1.75. S. Horch» Söln Ab. 95.50, Ann. 4.50. Frbr«osel»b. 4.30. F. Wllk TemeSoar Ab. 2.21. Wlsch Wiesbaden Schr. 10.55. Mllr hier Ab. 15 00. Wlo« hier Ab. 3.50, Brbm Gotba Ab. 24.00. Schwchhrdt Wien Ab. 12 89. Tbrt Connewitz Ab. 24.00. Arb. Lesever. Dorawitz Ab. 5.52. Schuhmachergew. Hamburg Ann. 0.60. Lst hier Ab. 21.60. Thmt,«eskemet Schr. 2.70. E. Tltzt Wien Ad. 12.33. W. Sch. Reichenberg Ab. 47.30, Schr. 21 00. F. «ldt Bergheim Ab. 1.00. Ist Breslan»na. 0.60, Schr. 12 00. Pstnrdr hier Ab. 1.80. I. S. Wien Ab. 9.21 F A Rtr Gelenau Schr. 7.60. E. Mllr Glauchau Ab. 155.20. Schr. 27.80. S. A Rlr Gelenau Ann. 1.25. Rhwr Bremen Ann. 2.70. I. Schrmm Laugebrück Schr. 2.00. Brnr Zwickau Schr. 15 00 W. E. St. Johann Saarbrücken Schr. 8.73. Smnn Würzbrrg Ab. 2.48. Thmr hier Ab. 1.20. Hschrth Reudnitz Ab. 3 60. F. Liflr Linz Schr. 7 60. I. Mllr. hier Ab. 15.00 P. Stff Salonik Ab. u. Schr. 16.00. L. Nowktsch hier Ad. 1.80, Schr. 2.32. Wmr Ebemuitz Ann. 0.50. E. Schwchbn Wien Ab. 12.17. H. Rtw Berlin Ann. 10.50. Cigarrenarb. Berlin Ann. 1.00. Byr Frankfurt Ann. 0.45, Schr. 1 26 Grd Stötteritz Ab. 1.60. Koud(. p«l.»e«uhrrgeltr. Von Fr. Krgff hier 3.00. Antbeilscheine F. Z. 30.00. GeaosseuschaftSbuchdruckerei. bez.«ntheilquittungen erhielten ferner: Ja Leipzig ilt auch für die Parteigenossen jener Orte, wo bisher seitens der olizei nicht nach dem Rezept Tessendorff'S verfahren wurde. Mögen die Parteigenossen stets de« Bibelspruches eingedenk fein: „Der Teufel geht herum wie ein brüllender Löwe" tc. und setzen wir hiuzu— man weiß nicht, wen er verschlinget. Myka«. Am ersten Osterseiertag fand eine Conferenz von Vertretern der Sozialdemokratie au« Reichenbach, Mylau und Netzschkau, zur Prüfung de« neuen Programm- und Orga- ganisationSentwurfS statt. Nach längerer lebhafter Debatte wurde derselbe biS auf Abschnitt 3, Punkt 3 deS Programms anerkannt. Dieser Punkt, welcher lautet:„Entscheidung über Krieg und Frieden durch die Volksvertretung", soll dahin abgeändert werden:„Ent- scheidung Uber Krieg und Frieden durch da« Volk". Ferner wurde einstimmig beschlossen: an den Ausschuß den Antrag er- gehen zu lassen, wenn möglich dafür zu sorgen, daß der Congreß während der Pfingstsertage*) abgehalten wird. Friedrich Fischer. ßhemnih, 6. April. Ja der öffentlichen Parteiversammlnng der Sozialdemokraten, welche am Sonnabend in der Linde statt- fand, referirte Vahlterch in emgehender Weise über den Pro- gramm-Entwurf und über dessen Entstehung. Nach der sich an das Referat anknüpfenden kurzen Debatte wurde folgende Re- folution vorgeschlagen und schließlich angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit dem Programm uud der „Volksstaate" zur Circulation gelangten. Und bei dieser Gelegen heit war e«, daß der Groll, den die Spitzen der deutschen Ge- werkvereioe gegen die Sozialdemokratie hegen, seine lächerlichste Grimasse schnitt. Polcke, ein Mensch, der, woraus wir schwören möchten, auS jedem anderen Grunde, nur nicht au» Liebe zur Sache, für die Gewerkocreine wirkt, stürzte auf den Delegirtcn für Forst, der gerade den„VolkSstaat" la«, wie ein Besessener loS und riß ihm das unschuldige Blatt aus der Hand und in Fetzen. Der Delegirte für Forst, verblüfft, als ob ihn der Blitz getroffen hätte, sagte kein Wort zu dieser lächerlichen Unverschämtheit. So springen die„Spitzen" mit den Mitgliedern der Gewerk- vereine um, ganze Vereine werden ausgeschlossen und gehen ihrer eingezahlten Gelder verlustig, wenn sie es wagen, über die sozial- politische Lage der Arbeiterklasse anders zu denken als Dr. Max Hirsch und seine Trabanten. Nun, noch ist nicht aller Tage Abend; und je ärger eS der„große Max" treibt, je eher kommt er zu Falle, was für die deutscheu Gewerkvercine sicher kein Un- glück ist. Huiitung III.*) Für die Hinterbliebenen Aorck's gingen seit dem 8. März d. I bei dem Unterzeichneten ein: Organisation der Deutschen Arbetterparter im großen Ganzen„ 0 � b Auer Mark 2,00. einverstanden. Sie ist zwar der Meinung, daß sowohl dem Brouuschweig, d. W. Bracke jr. 55,80. Programm, als auch der Organisation noch manche Mängel �h�uitz. Holzarbeilerg-w-rkschast 1. 8ka:e 9,17; Club Vorwärts 5,80; anhaften, hält aber diese Mängel nicht für so wesentlich, daß Schuhmachergewerkschast 6.30. Couftaaz, d. H. Suhlmann 7,00. Erfurt, d. Thomas Kühn von der Holzarbeitergewerkschaft aus Liste 4, 5, 6, 7, 8 24,60; auf Liste 1, 2, 3 Metallarbeitergewerkschast 3,25; Liste 1(weiß) Schubmachergewerkschafl 12,15. Aalkensteia, d. Rod. Poller 6,00. Frankfurt a. R.. Buchbinderverein d. P. Matthe» 9,00. Groitzsch, v d. Schuhmachergewerkschast d. L. Kahnt 3,00. Halderstadt, v. F. Topf 3,00. Hamburg, Liste 62 d. I. v. Hall 6,67; Liste 253 d. Carl Detfinger 1. Rate 2,55; Liste 282 d. M. Kirn 10.20; Liste 255 d. Stapel 12,50; v. Auer 3,00; von Polster 00,50; Liste 23 d. Burmester 13,00; Liste 16 d. H. Schultz 1. Rate 11,95; Liste 20 d.«ohn sie die Verwerfung der Vorlage uöthig machten. Leipzig. Dritter Berbaudstag der deutschen Gewerkvereine.(Schluß.) Mit den„ Arbeiterkammcrn" war die Tagesordnung des ersten Tages erledigt. Die an den drei folgen- den Tagen zur Berathung gekommenen Punkte waren mehr innerer Natur und sind daher für die Allgemeinheit weniger von Interesse, so daß wir von deren Besprechung füglich Abstand nehmen können. — Der Eindruck, den wir von dem VerbandStagc empfangen haben, war kein guter. Den brennenden TageSfragen ging man mit einer fichtlichen Scheu au» dem Wege, und wo der„Anwalt" Dr. Hirscb eS nur ermöglichen konnte, machte er seinem gepreßten Herzen in freilich mehr albernen als treffenden Ausfällen gegen die Sozial- demokratie Luft. Ueberhaupt wollte eS uns bedünken, als ob Herr Dr. Hirsch eS stch zur Aufgabe gestellt hätte, die augenscheinlich sehr stark im Abnehmen begriffene Abneigung vor den sozialistischen______________ „Irrlehren" wieder zu beleben, denn er allein war eS, der sich in�Mgnch'x», v. Joh. Jäger 3,00, der Rolle eine» SozialistentödterS gefiel. Doch das vergessen wir Nürnberg, d. L. Grill.nberger 44,85. gern, war e« doch der„große Max", der da bellte. Was wir Regensburg, Fachverein d. Tischler d. P. Lindinger 6,00. aber entschieden rügen müssen, und wa« der Würde deS Verbands- tage« geradezu in« Gesicht schlug, war die geflissentliche Liebe- dienerei gegen„hohe" Persönlichkeiten. Keine Viertelstunde ver- ging während de« ersten VerhandlungStageS, ohne daß der Vor- sitzende Andreack bald„die Ehre", bald„da« Vergnügen" hatte, bald diesen KreiSdirektor, bald jenen Stadtrath jc. jc.„im Namen deS BerbandStageS" herzlich willkommen zu heißen. Für die Ar- beiter, die da gekommen waren, gab eS kein Willkommen. Freilich, was„wiegt" auch ein simpler Arbeiter vergliche» mit einem„angesehenen" Herren! Daß Herr Dr. Max Hirsch und seine Trabanten vor Servilität nach„Oben" überfließen, finden wir begreiflich, daß aber unter den 28 Delezirten sich auch nicht Wahlverein der sozialdemokratischen Arbeitervartei. OtlH» Montag, den 12. April, Abend» halb 3 Uhr: Versammlung im Locale TafS Mittelhau»(Garten- Salon), Blllckeiistraße 10a, an der Jannowitzbrücke. Tagesordnung: Bortrag de» Herrn Baumanu.„Der Rückgang der Sozialdemokratie".— Neue Mitglieder werden ausgenommen. Da e» außerordentlich schwer fällt ein feste« BereinSlokal m bekommen, so werden die Mitglieder ersucht, recht zahlreich z» erscheinen, indem wir nur dadurch in den Stand gesetzt werden, den Ansprüchen, welche man an un« stellt, gerecht zu werden. Den Mitgliebern der Lesezimmer- Commisfioa zur Nachricht, daß Dienstag Abend halb 9 Udr bei Wach Besprechung wegen Beichaffung eine» Lesezimmer statisindet. DerBorstand. Die Mitglieder werden ausgefordert, ihren Verpflichtungen für die Monate März und April nachzukommen. s1.60j Mittwoch, den 14. d. M., Abend« 8 Uhr, in Grätz'» ■Ovl llll� Salon, Brunnenstraße 140: Oeffentlichc Cigarrenarbeiter-Versammlung. Tagesordnung: 1) A-rechnunz. 2) Die Snquste über die Verhältnisse der Arbeiter und Lehrlinge. Referent: E. Bernstein, D i e Eommission. s60j Breslau Montag, den 12. d. M., Abd». 8 Uor, im Lokal« de» Hrn.®. Scholz, Wehnerstr. u. Kl. Äroschengaffen-Ecke: Volksversammlung. TageSordn.: Die Arbeiterbewegung seit dem Auftreten Ferd. Lassalle'». Zu zahlreichem Erscheinen ladet ein(£. Just.[50] Gera Gewerkschaft der Holzarbeiter. Zn dem am 18. April stattfindenden Ball in Tuba, Burk- Hardt« Lokal, ladet Freunde und GefinnungSgenoffen freundlichst ein. __ Der Borstaad.[100] tftittttflttril Gewerkschaft der Holzarbeiter. Mittwoch, den 14. April, Aoend« halb 9 Uhr: Ver« sammluug bei Herrn Eckhardt, im Schoppenstehl 22.— Tagesordnung: Vortiag von Wolf. Der Bevollmächtigte. s40j Krankenkasse der Gewerkschaft der Holzarbeiter. Sonnabend, den 17. April, Abend» Punkt 8 Uhr, Wind- mllhlenstraße 7: Vierteljährige Generalversammlung.— T.-O.: Wahl de» Borstande«. Statutenänderung. Abrechnung der Kassirer. Jede» Mitglied hat nach g 26 zu erscheinen Der Borstand. s50> Leipzig Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 12. April: Mitgiiederbrrsammlnng bei Herrn Schreiber, Münzgasse 3.— T.-O.r Sozialer Wochenbericht. Diskussion über Beschickung de» Schuhmacher- Eongreffe« resp. General» Versammlung. Weitere Anträge zur Generalversammlung. Ausnahme neuer Mitglieder. Zahlreiche« Erscheinen ist Pflicht. Der Bevollmächtigte. s70j Leipzig Allgemeiner deutscher Schneiderverciu. Montag, den 12. April, Abend» 8Uhr: Versammlung bei Jakob, Peter«str. 15(goldner Arm). Gäste willkommen. s30J Berichtigung. In der Annonce de» Sohliser Arbeiter- verein» (s. vor. N.) muß e« statt Leih diblivthek Bibliothek heißen. Da ich Ende April voa hier(Dresden) nach Breslau zur Ordnung von Privatangelegenheiten reise, so bitte ich Parteigeuossen und Freunde, welche wünschen, daß ich in den Orlen, die ich aus dieser Reise berühre, wie Lübau i.©., Görlitz, Banzlau, Liegnitz Versammlungen abhalte, sich baldigst mit mir in Verbindung zu setzen. Max Kayser. Dresden. „Dresdner VolkSdote", Palmstraße 20. Den Parieigenossen zur Nachricht, in Magdeburg wohne. ich sitzt Waagestraße 10B. Wilhelm Klee».[50] Geburts- Anzeige. Am 28. März wurde un» ein munterer Knabe geboren, und da er die Taufe entbehren konnte, in'« Disstdeutenregister«iugetragen. Gelenau, 31. März._ Karl August Reuter u. Frau. s125j Warnung! Paul Becker, Huimacher, qebüriig au» Berlin, bisher Kolporteur de» „Neuen Sozial-Demokrat" für Fran ksurt a. M, hat siw seit dem 4. d». von hier heimlich eaifernt mit einer bedentenden Summe Geldes, den Abonnenten de»„Neue» Sozial-Demokiai" gehörig. Wir ersuchen alle Sozialdemokrateu de« In- und Auslande», sowie knon. o;»! 971 h p, I?««)>nnvin,(.r aor»«vir er Uchtn alte«ojiaioemvrrateu dt« �u- unv Ausianoc», owle 5�5 sozialdemokratischen und Arbeiterblätter, über den Aufenthalt de- den Arbenern der Tieck ,ch.n«tieselettensabr»), Liste 26 d. � Becker sofortige Nachricht an den Unierzeichueien gelangen zu lassen. Frankfurt a. M., 8. April. I. 81.: H. Beyer, flOO] alte Mainzergasse 80. von Schöne 2,18. Luckenwalde, auf Liste d. F. Haase 7,15. Mainz, aus Liste 1 und 2 d.� H. Hempe 15,36. *) Ist leider nicht möglich, au» zwingenden Gründen, die zu ver- össeuilichen wir nicht berechtigt sind. R. d. B. Sömmerda', Gewerkschast d. Holzarbeiter d. Kohlschmidt 10,85. Stade, Holzarbeitergewerkschaft durch Wildstake 28,30; auf Listen durch A. Wegener 14,75; Siiftungsball der Gchneidergewerkschaft durch Wegeuer 6,20. Stollberg, Verein Liederkranz d. Frenzel 2,00. Utopien, von 2 kosmopolit. Schulmeistern 3,50. Wondsbeck, gemüihl. Gesellschaft bei Anton Wolf 3,90; Liste 555 d. G. Pletiuer Fabttk Söchiing u. Springmüller 5,75. Wiesbaden, auf 2 Listen d. K. Hiniermeyer 14,55. Wolsenbüitrl, Metallarbeitergewerkschast d. Wiehe 3,30; Holzarbeiter- gewerkschast d. Wiehe 4,20. Zürich, aus 2 Listen d. Bd. Uhle 43,56. Weitere Beiträge nimmi eutgegeu. Hamburg, 3i. März 1875. August Geib, RödingSmarkt 12. *) In Leipzig durch einen widrigen Zufall verspätet. R. d. B. Steinmetzen- lSesuch. E« können 2 gute solide Ardeiter in Grabstein und Monument, der eine in Granit, der andere in Sandstein, die seldststäudig und gut nach Zeichrungen arbeiten, dauernde Arbeit und hohen Lohn erhalten bei T. F. Petersen, Steinmetz.[1,75] Heide, Schleswig-Holstein_(3c)_ Sattler finden sofort dauernde und lohnende Arbeit. Militär-Effecten-Fabrik W. A. Wolff. Nachfolger/ Frankfurt a. Main. [2.25] Lerautwo etlicher Redakteur. R. Seifsert. Redakiivu Hohestraße 4, Expedition Ze.Kerstraßi 44, in Leipzig, Druck und Verlag der GevosseaschaftSduchdruckerei in Leipzig.