Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen des In- �Auslandes. Filial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Bor 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and ooates str. Philadelphia. Alioimemeiltipreis für ganz Deutschland 1M.t>0Pj. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei alle» deutschen Postanstalten auf den-tten u. lilen Monat und auf den öten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachse» u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat bw Quartals a 51 Pf. Organder sozialdemolrattschenArbeiterparteiund der internationalenGelverksgenossenschasten. Inserate, dt««l Haltung von Partei-,«ereine- Ml»«»iteoers ammlnngen, sowie die Filial. Expeditionen und sonstig« Partei-Augelegwhette» betreffend,«erden mit 10 Pf., Anzeigen mit 35 Pf. dt» dreigespalteue Pettt- Zeile berechnet. — Privat- uod Vergnügung«- Äl,-. 50. Sonntag, 2. Mai. 1875. Sämmtlichen Parteigenossen, insbesondere denen von Leipzig, zur Kenntniß, daß die letzte Partei- Versammlung beschlossen hat, in den Wahlkampf ein- zutreten, und ist Parteigenosse A. Bebel einstimmig als Candidat aufgestellt. Wir fordern sämmtliche Parteigenossen auf, sofort Sammlungen zu veranstalten und deren Erträge an die Expeditton des„Volksstaat" abzuliefern. Die Wahl findet Dienstag den 11. Mai statt. Das Comitö. Politische Uebersicht. — Die Selbstmorde in der Armee. Die von uns mit fletheilte Notiz der„Vossischen Zeitung" hat den Reptilien Kopf schmerzen verursacht, und ein Reptilicublatt, daS keinen Ruf mehr zu verlieren hat, die„Neue Frankfurter Presie", sucht die häßliche Thatsache der zunehmenden Selbstmordepidemie in der deut- scheu Armee au« der Welt zu lügen. Zu diesem BeHufe giebt e«, wie die„Bosstsche Zeitung" nachweist, unrichtige Zahlen an, aber selbst au« dieseu unrichtigen Zahlen erhellt, daß die Zahl der Selbstmorde in den letzten Iahren gestiegen ist. Di- „vossische Zeitung" bringt, nachdem sie da« Reptil abgefertigt, folgende den letzten Nummern de«„Frankfurter Journals" und „Eorrefpondenten von und für Deutschland", also gut reich«- freundlichen Blättern, entnommene zwei Correspondenzen zum Abdruck: «Mainz, LS. April. Am letzte» Freitag Abend sprang ein Soldat de« 87. Regiment« von der Schiffbrücke iu den Rhein und verschwand vor den Augen zweier herbeieilenden Kameraden, die ihn retten wollten, alsbald unter dem Waffer.— Fast zu derselben Stunde traf zu Limburg bei den Verwandten eine« kürzlich in diese« Regiment eingereihten jungen Mann:», welcher vi« dahin in Frankfurt in einem größeren Fabrikgeschäste mit einem recht ansehnlichen Gehalte angestellt war, ein vom 23. d. M. datirte« Schreiben ein, worin derselbe seinen Entschluß, sich da» Leben zu nehmen, ankündigt und anführt, daß ihm an jenem Tage ein in dem Briefe genannter Lieutenant wegen eines an sich unbedeutenden Versehens bei dem Bayonnet-Exerciren vor der ganzen Compagnie zwei Ohrfeigen gegeben habe tc. Dem hierher geeilten Schwager de« Manne« wurde die letzte Angabe bestätigt. Weitere Anhalt«-Punkte scheint er jedoch von den betreffenden Chargirten nicht erlangt zu haben und hat sich de« halb heute noch nach Wiesbaden begeben, um dem Kaiser den Fall vorzutragen. „München, 25. April. Vor einigen Tagen wurde im eug> lischen Garten der Einjährig- Freiwillige Hardt vom 1. Infanterie-Regiment schwer verwundet aufgefunden; derselbe hatte sich eine Kugel knapp unter dem Herzen in die Brust ge fchoffen, weil er, wie er in seinem Notizbuche angab, die ihm von seinem Hauptmannc gewordene Behandlung nicht mehr ertragen könne. Obwohl die Kugel nicht ganz au« dem Körper entfernt werden konnte, besteht Hoffnung, das Leben de« jungen Manne« zu erhalten. Auch ein Mufik-Untcroffizier de« Infanterie- Leibregiments machte dieser Tage einen Selbst Mordversuch, indem er, auf dem Bette liegend, da« Gewehr gegeu sich abdrückte, jedo» fehlschoß(v. h. wohl; sich nicht tödtlich verletzte). Auch dieser befindet sich z. Z. im Militärlazareth iu ärztlicher Behandlung." — Da« deutsche Gefängnißwesen wird hübsch beleuchtet durch eine Erklärung, welche der flüchtige Redakteur eine« ultra montanen Blatte«(de«„Düfleldorser Volksblatte«") Joh. Fußl an gel unterm 8. d. au« Venedig erläßt, und in welcher er der Behauptung entgegentritt, er Hab- sich der Berbüßung mehrerer Gefänguißstrafen durch die Flucht entzogen. Der Grund für feinen Entschluß, sich für einige Zeit in ein mildere« Klima zu be geben, sei der, daß eine einmonatliche Haft im Januar ihn körperlich vollständig entkräftet habe. Sein Arzt sei in Folge deffen der Ansicht gewesen, wenn er die 4—6 Monate, deren Berbüßuvgen ihm noch bevo, stehe, auf gleiche Weise zw bringen müffe, so werde er da« G-fängniß wahrscheinlich nicht lebend verlassen. Herr Fußangel giebt an, ein durch seinen Recht« beistand bei der königlichzn Regierung ,n Düffeldorf eingereichte« Gesuch um Gewährung der Selbfiverpflegung habe keine B-rü» fichtigung gefunden, ja e« sei nicht einmal beantwortet worden. Die ganze Zeit hindurch habe seine Nahrung, da er die Gesänge uißkost nicht genießen konnte, nur au« Wasser und Roggen- bror bestanden. In den ersten vierzehn Tagen seiner Haft sei ihm der Gebrauch von Büchern und Schrerbmaterialien versagt worden, und al« e« dem Auwalt endlich gelungen, letztere Ver- günstigungen auszuwirken, hat man ihm Stubeugenossen gegeben deren Anwesenheit jede« Studium unmöglich machte, einen„zo- tenden HandlungSdieuer" und einen zudringlichen rohen Bauern- lümmel.— Am Mittwoch brachte Windthorst die skandalösen Gefängmß zustände im preußischen Abgeordncteuhause zur Sprache und e« eutspanu sich eine längere Verhandlung, über die wir in nächster Nummer eingehend berichten werden. Genug: die Regierung ge> stand ein, daß sie nicht« gethau hat, um eine Befferunz herbn- »»führen. Der Justizminifier wetteiferte mit dem Minister de« inneren, fich der von ihnen vertretenen Sache würdig zu zeigen.— — Trotz der Krisi« hat die Chemnitzer Aktenspinnerei in dem letzten Jahre ein ganz hübsche« Geschästchen gemacht. Nachstehend geben wir nach der«Chemnitzer Freien Presse" den ausführlichen Bericht über die Geschäftslage der Aktienfpinuerei: „Die Fabrik verarbeitete im letzten Jahre 2,7S3,39S Pfund Baumwolle und erzeugte darau«: 1,352,361 Pfund Watergarne, 634,663 Pfd. Mediogarne, 86,230 Pfd. Zwirne, 2,572,754 Pfd. in Summa, oder 139,934 Pfd. mehr als 1873. Die Garnver- käufe betrugen: 1,693,550 Pfd. Watergarne, 560,991 Pfd. Medio- garne, 95,490 Pfd. Zwirne, 2,355,031 Pfd. in Summa, oder 49,006 Psd. mehr al« 1873. Der Erlös au« den Garnverkäufen betrug 900,596 Thlr. oder 93,142 Thlr. weniger al« 1373. Der Gewinn au» dem Waaren- Conto beträgt 117,232 Thlr. Nach Abzug der IahreSspeseu an BerwaltungSkosten und der Abschreibungen, sowie nach Rückstellung von 27,000 Thalern Jahreszinsen und Tilgungsrate für die Anleihe stellt sich ein Netto- Ueberschuß von ca. 38,665 Thalern für 1874 heran«, so daß zuzüglich der 121 Thlr. Rest von 1873 38,686 Thlr. vertheilbar bleibe«. Hiervon erhalten die Aktionäre pCt. Dividende(auf 333,333V, Thlr. Aktienkapital), während 9997 Thlr. dem TilgungSfond der Priorität«- Aktien, 2866 Thlr. dem Reservefond üderwiesen, 1423 Thlr. Tantiömeu gewährt und restliche 1070 Thlr. auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Rechnungsabschluß balancirt mit 1,258,920 Thlr." „Der Appetit kommt beim Effen," sagt da« Sprüchwort; mau kann also nicht wissen, ob die Aktionäre, trotz der 7 pCt. und um die„Industrie zu heben", zu dem Camphausen'schen Universal- mittel greifen und, dem Zuge der Zeit folgend, den Arbeitern eine kleine Lohnreduktio» in aller Freundschaft offeriren. Da« erste Mal wäre e« nicht, daß nach derartigen Rechnungsabschlüssen den Arbeitern der Schmachtriemen etwa« fester angezogen würde und 14 pCt. Dividende find ja immer ein besseres„Geschäft" al« 7 pCt. — Der wrgen Mord«, Mordbrennerei, Raub« und Nothzucht steckbrieflich von der spanische» Regierung verfolgte Do» Alsouso, au« dem alte» infame» Söuig«geschlecht der Bonrbon«, hat mit seiner gleichfall««eze» niederträchtiger Hand- lungen steckbrieflich verfolgten Frau(einer deutschen Fürsten- tochter) ein Asyl i» Gratz(Oestreich) gesunde». Die dortige Be- völkeruug ist aber l» pnneto der Moral nicht so tolerant wie die österreichische Regierung, und am 28. April kam e« vor der Woh nung de« saubere» Paare« zu Ausbrüche» de« öffentliche» U» willens. Der„Staat" fühlte sich durch diese Demonstrationen gegeu da« hoch- und höchstzeborn« Gesindel„bedroht", Soldaten wurden requirirt, und die Menge, mit Blutvergießen auseinander- gisprengt. Der königliche Mörder, Mordbrenner und Nothzüchter kann, nebst seiner würdigen Gattin, die Früchte seiner Räubereien ruhig und in Frieden fortgenießen; eine Anzahl ehrlicher Bürger sind z» Krüppeln geschossen und geschlagen, oder im Gesängniß — der Staat ist gerettet. — Im Kohlenbecken von Charleroi(Belgien), da« in der Geschichte der Arbeiterbewegung berufen scheint, al« Versuch« scld für die Brutalität der besitzenden Klassen zu dienen, ist aber mal« ei» gewaltsamer Conflikt herbeigeführt worden. Nachdem schon vor einigen Tagen gemeldet worden, daß die Arbeiter(ver- muthlich durch Lohnherabsetzunge» provozirt) die Arbeit eingestellt hatten und in Folge dessen Militär aufgeboten worden war, wird unterm 23. April au« Brüssel telegraphirt:„Die Arbeiter ver- suchten in einer Grube die Stricke der Kohleuwagen abzuschneiden und die Wagen in den Schacht zu stürzen. Die GenSdarmerie konnte nur mit Mühe der Aufrührer Herr werden. Herbei- geholte �Verstärkungen(aller Wahrscheinlichkeit nach da« schon vorher aufgebotene Militär) haben endlich weiteren Ausschreitungen vorgebeugt". Bei sämmtlichen früheren Couflikten im Kohlen- decken von Charlaroi war e» die bewaffnete Macht, welche die „Ausschreitungen" verübte, während die Arbeiter mit größter Mäßigung vorginge». So wird e« wohl auch diesmal gewesen sein. Warte» wir wahrheitsgetreue Berichte ab. —»u« Südwale« keine»eueren Nachrichten. Die Nach- richt vom Aushören de« Strike«»nd der Aussperrung war offen- bar eine Ente. Gewerksgenossenschaftliches. Gewerkschaft der Schuhmacher. An die Schuhmacher Deutschland«! Nur kurz noch ist die Zeit, welche un« von dem Kongreß ro Coburg trennt, und«ollen wir nicht versäumen, noch einmal unfern Mahnruf:„Auf zum Kongreß nach Coburg" an sämmt- liche Schuhmachergehilseu Deutschland« ergehen zu lassen. Mögen die Geuossen allerort« sich zusammenschaaren, um durch gegenseitige Verbindung die Vertretung durch eigene Delegirte zu ermöglichen Wo die« jedoch nicht ausführbar ist, ersuchen wir, die Mandate bis spätesten« den 10. Mai an den Unterzeichneten einzusenden. Die gewählten Delegirten fordern wir nochmal« auf, wenn irgend möglich, Sonnabend den 15. Mai in Coburg zur Borversamm lung, welche aus Abend« 8 Uhr festgesetzt ist, einzutreffen. Al« Congreßlokal ist der kleine SchießhauSsaal bestimmt; die Zosam- menkunft der Delegirten findet i» der Knops'schen Restauration, Iudengaffe, statt. Die Delegirten werdeu am Bahnhose durch Comitämitglieder, an rothen Schleife» kenntlich, empfangen. Gotha. I. A.: W. Bock, FritzelSgasse 27. Oolst». Folgende Anträge wurden zur Generalversammlung gestellt: Pforzheim: Die Generalversammlung wolle den 8 5 de« Gewerkschaft«- Statut« wie folgt ändern:„Antheil>an den Rechten der Mitglieder erlangen die Eintretenden erst dann, wenn sie 3 Monate, da« Recht auf Reiseunterstützung, wenn sie 6 Monate lang u. s. w." Fürth(Steiner): Zu§ 6 de« GewerkschaftS-Statut«:„So- bald ein Antrag auf Ausschluß eine« Mitgliedes vorliegt, ist eine Kommission zu wählen, welche die Angelegenheit zu prüfen hat und ist erst nach dem Gutachten derselben über den Ausschluß Beschluß zu fassen." In Rofeuhain ist der Berkehr im FrühlingSgarten außer dem Wi-s-nthor.— In Fürth i. B. im Gasthau« zum Mohrenkopf, Sterngaffe.— In Bamberg ist da« Mitglied Michael Bogel am 5. April au« der Gewerkschaft ausgeschlossen worden.— Nachdem von mehreren Postämtern die Annahme von Abonnement« auf den„Wecker" verweigert wurde, so diene hiermit zur Kenntniß, daß der„Wecker" im PostzeitungSkatalog Nr. 3635». im dritten Nachtrag eingetragen ist. Eine an de» Generalpost. Direktor Stephan gerichtete Beschwerde wird hoffentlich eine Aenderuug in dieser Handlungsweise der Postbcamtcu eintreten lassen.— De» Mitgliedschaften Offenbach, Mjjhlhxim a. d. R. und Rochlitz zur Notiz, daß wir selbstverständlich uns au der von Hamburg vor- geschlagenen Conferenz, wie überhaupt an den Einheitsbestrebungen b-theiligeu, und zwar nicht erst, nachdem wir von letzteren Mit- gliedschaften hierzu aufgefordert, sondern weil es wohl jedem ver- nünftigen Arbeiter einleuchtet, daß ein Aneiuanderschließen der Gewerkschafte» Bortheile für die Betheiligten bietet. Ein frommer Wunsch wird eö aber bleiben, eine Verschmelzung sämmtltcher Ge- werkschafteu zu hoffen. Mit Brudergruß I.«.: W. Bock. ßo5»rg, 26. April. Die heutige Versammlung ist durchaus nicht einverstanden mit den Erklärungen der Offenbacher, Mühl- heimer und Rochlitzer Collegen, so gut dieselben gemeint sein mögen. Namentlich sind dieselben jetzt schlecht angebracht, da der Schuhmacher-Congreß vor der Thür steht. Ist denn bei de« Schuhmachern, welche schon in der Organisation stehen, nicht»och viel zu wünschen übrig? Und wie steht e« erst mit de» übrigen aus? Befestigen wir un« erst richtig, dann e« ist eine Centrali- sation nicht nur leicht, sondern selbstverständlich. Mit den übrigen Gewerkschaften steht e« theilweise nicht besser, bei manchen noch schlechter al« bei un». Lernen. wir erst pünktlich sein in Betreff der Verpflichtungen, ohne letztere ist eine gediegene Bereinigung gar nicht denkbar. Also auf zum Congreß uach Coburg, Ihr Schuhmacher. Da« Empfang». Comit« hat sich konstituirt, e» werden von demselben stet« 2 Mitglieder auf g-em Bahnhofe sein, die an rothen Säileiftn erkennbar find. Th. Simon. Stuttgart, 27. April. Die hiesige Mitgliedschaft steht sich i« Folge de« von den Hamburger Parteigenossen gemachten Borschlag« betreff» Abhaltung eine« allgemeinen deutschen Gewerkschaft« Con- gresse« zu folgender Erklärung veranlaßt: In Anbetracht, daß nicht nur die BorortSvcrwaltung, sondern auch viele Mitglied- schaften der Schuhmacher-Gewerkschaft bereit« die nöthigen Vor- kehrungen zum Congreß getroffen haben, so daß durch Nichtab- Haltung de» Schuhmacher- Congreffe« eine Störung in unserer Gewerkschaft befürchtet werdeu könnte, erklären wir uns mit dem Vorgehen unsrer Verwaltung ganz einverstanden und wünschen, daß die entstandenen Zwistigkeiten(Bon Zwistigkeiten kann gar nicht die Rede sein. D. R.) zwischen den Hamburger Partei- geuossen und»nsrer Verwaltung im Interesse de« Ganzen bald- möglichst beigelegt werden. Wir bemerken hierbei, daß wir die Vereinigung sämmtlicher deutscher Gewerkschaften freudig begrüßen, und bitten, zu diesem Zweck solche Vorkehrungen zu treffen, daß da« Mitwirken sämmtlicher Gewerkschaften möglich ist. I.«.: H. Schick, Bev. ßöln, 18. April. In der BereinSsttzung de« Fachverein« der Echuhmachergesellen von Cöln und Umgegend am 12. April stand auf der Tagesordnung:„Der Schuhmacher-Congreß in Coburg". Rachstehende Resolution wurde einstimmig angenommen:„In Erwägung, daß 1) die Verhältnisse aus gewerkschaftlichem Gebiete den Gewerkschaft«- Congreß al« verftüht erscheinen lassen, 2) daß da« Vorgehen der VorortSverwaltung der Schuhmachcrgciverkschaft ein einseitige« ist, erklärt der Fachverein der Schuhmachcrgeselle« von Cöln und Umgegend, den Schuhmacher-Congreß nicht zu beschicken." Unser unentgeltliches Arbeitsvermittlung«- Bureau befindet sich im„Schwarzwald", Steitzenggasse 37, bei Herrn Mademann, und ist dasselbe täglich(mit Ausnahme der Sonnabende, Sonn- und Feiertage) jeden Abend von 8 bis 10 Uhr, jedoch de« Mon- tag» Morgens von 9— 12 und Abend« von 6— 3 Uhr geöffnet. Die zureifenden College« wollen fich bei geschlossenem Bureau ge- fälligst an den BereinSwirth wenden. Der Fachverein der Schuhmacher- Gesellen von Cöln und Umgegend. I. A.: Karl Becker, Schriftführer. Wcingartengasse Nr. 15. verei« der Sattler«nd BernfSgenossr«. Ziresden. Collegen I Durch Beschluß de« Verein« findet die Generalversammlung hier statt; möge e« fich nun auch lede Mit- gliedschaft zur Pflicht machen, die Generalversammlung zu be- schicken. Die hiesige Mitgliedschaft hat beschlossen, sür freie« Logi« der Delegirten zu sorgen, wir ersuchen daher alle Delegirten, un« recht bald zu schreiben, wann sie kommen und ob ste von unfcrm Anerbieten Gebrauch machen»olle», damit wir Alle« recht- zeitig besorgen können. Briefe sind zu richten au Ernst Lange, Amalienstraße Nr. 4, 4 Tr., bei Kaiser. MetallarbeitergewerkSgenossenschaft. Lechhausen. Der Strike der hiesigen Metallschläger ist durch de» Berrath mehrerer Gehilfen, welche die Arbeit nuter den alten Bedingungen aufgenommen haben, mißglückt. Da unter den obwaltenden Umständen ein längerer Kampf aussichtslos wap wurde die Arbeit gestern in fämmtlichen Werkstätten wieder auf' genommen. Näherer Bericht folgt. Mit Gruß Der Bev.: A. Lichtensteiger. Arauuschwelg. Genossen! Nachstehend bringen wir Euch Sr Kenutniß, daß in unserer gestrigen Mitgliederversammlung der eschluß gefaßt wurde, dahin z« wirken, daß uusere diesjährige Generalversammlung mindesten« bi« 4 Wochen nach Beendigung de« Lechhauscr Strike»*) verschoben wird, damit nicht da« Eine auf da« Andere schädlich einwirke. Sollte diese unsere Ansicht nicht zur Geltung gelangen, so würden wir befürworten, die Ge ueralversammlung schon am 2. Pfingstfeiertage zu eröffnen. Im Auslrag: H. Körting, Bev. Aranuschweig. GewerkSgenosien! Im Nachfolgenden bringen wir die zur Generalversammlung eingelaufenen Anträge zu Eurer Keuninißnahme: 1) Anträge auf Aenderong der Gewerkschaftsstatuten. Antrag der BorortS-Berwaltung: Die Generalversammlung wolle beschließen, den§§. 3, 4, 29, 30 und 36 folgende Fassung zu geben: ß. 3. Jede« Mitglied der Metallarbeiter-Gewerkschaft muß, falls sich eine Mitgliedschaft am Orte befindet, derselben angehören; ist eine solche nicht vorhanden, so ist eS gestattet, sich einer der »uiirten Gewerkschaften anzuschließen. ») Bei Aufnahme in die Gewerkschaft ist ein Eintrittsgeld von 60 Pfennigen zu entrichten. b) Der wöchentliche Beitrag für jede« Mitglied bettägt 15 Pfennige. «) 3/« der Gesammteinnahme der Eintrittsgelder und Bei- träge am Orte sind bis zum 15. jeden Monats für den vorhergehenden nebst Abrechnung an die Hauptkasse ein zusenden. d) Zu den Aemtern der Gcnofienschaft ist jede» Mitglied wählbar, sobald nicht§ 6 Absatz d dies verbietet. § 4. Antheil an den Rechten der Mitgliedschaft erlangt der Eingetretene erst dann, wenn er 8 Wochen der GewerkSgenoffen fchaft beigesteuert hat. Diese Rechte können keinesfalls durch Vorausbezahlung der Steuern erlangt werden. § 29. Stirbt ein Mitglied oder dessen Frau, so werden, falls der Betreffende mindestens Ein Jahr gesteuert hat, 36 Mark al« Beittag zur Deckung der Beerdigungskosten verabfolgt, wenn solche binnen 14 Tagen reclamirt werden. % 30. Anspruch auf Unterstützung zu erheben ist einem Mit- aliede nur dann gestattet, wenn eS durch sein Eintreten für die Arbeiterfache brotlos, oder in seiner Menschenwürde gekränkt wird, sowie auch, wenn durch allgemeine Krisen oder Brandunglück Arbeitslosigkeit eintritt. In letzteren Fällen jedoch nicht länger al« 4 Wochen.(Schluß unverändert.) § 36. Um ihre Jntressen nachdrücklich zu wahren und alle Beschlüsse und Anordnungen den Mitgliedern zur Kenntniß bringen zu können, ernennt die Genossenschaft den„Volksstaat" und die „Union" zu ihren Organen. Letztere ist obligatorisch einzuführe» und geht den Mitgliedern unentgeltlich zu. Berlin: Antrag von Döring und Schneider. Z. 30. Alle Anordnungen, welche der Ausschuß in Bezug auf die Erhöhung oder Ermäßigung der Beiträge zu treffen ge- »öthigt ist, müssen 4 Wochen vor dem Erhebungstermin durch die Gewerkschaftsorgane veröffentlicht werden. Zu Z 27. Die Abrechnungen der Hauptkasse erfolgen viertel- jährlich(quartaliter) und müssen bi« zum 16. des folgenden Monat« durch die GewerffchaftSorgane zur Kenutniß der Mitglieder ge- langt fein. Erfurt. Antrag der Mitgliedschaft: § 3. Der wöchentliche Beitrag ist auf 12 Pfennige fest- zustellen und ist dafür die„Union" den Mitgliedern gratis zu liefern. § 29. Stirbt die Frau eine» berechtigten Mitgliedes, so erhält dasselbe ebenfalls das unter dieser Norm festgestellte Beer- digungSgeld; dies wird jedoch nur Ein Mal ausgezahlt. § 31, Alle Unterstützungen bei StrikeS werden nur als Darlehn durch die Person des betreffenden Bevollmächtigten am Orte an jeden einzelnen Strikenden gegen Schuldscheine verab- reicht. Nach beendeter Arbeitseinstellung sind jedoch diese Darlehne von allen Betheiligten, welche ihre Pflichten treu erfüllt haben, al« Quittung zu betrachten. Gedruckte Schuldscheinformulare mit Firma der Genossenschaft sind vom Ausschuß mit dessen Beglaubigung zu liefern. Leipzig. Antrag von Kirsten und Fölk: Zu§ 2. 1)Die Generalversammlung wolle beschließen, eine statistische Untersuchung der Arbeitsverhältnisse und Lebensmittel- preise vorzunehmen und zwar auf Grund des tz 2 Absatz b deS Gewerkschaftsstatuts in der Form, daß die Generalversammlung eine Kommission beauftragt, ein Circalar auszuarbeiten, auf dem fämmtliche zu untersuchende Verhältnisse angegebeu und jeder Mit- gliedschaft oder sonstigen Vereine eine Anzahl solcher Exemplare zur Ausfüllung zusendet, und zwar sollen dieselben nach dem von unS eingesandten Entwurf ausgestellt werden; ferner ist die Kom- Mission beauftragt, statistische« Material über die Sterblichkeitsziffer der verschiedenen Gewerbe zu sammeln und dann die Resumö» in geordneten statistischen Tabellen in einer Broschüre zu veröffent- licheu. 2) Alle drei Jahre eine solche Untersuchung vorzunehmen. Saatfeld. Antrag der Mitgliedschaft: Zu§ 3. Die Generalversammlung möge beschließen: 1) daß eine Mitgliedschaft von 60 Mann die Summe von 100 Mark und eine Mitgliedschaft von 100 Mann die Summe von 200 Mark in der OrtSkasse behalten darf. 2) Der Beitrag für das Organ„Union" soll mit der wöchent- lichen Steuer erhoben werden und zwar 12 Pfennige pro Woche und Manu. Zu 8 29. Wenn die Frau eines MitgliedeS�stirbt, soll der Mann 18—36 Mark erhalten. Werdau. In der Versammlung vom 17. d. M. wurde zum 1. Punkt der Tagesordnung, die Delegation zur Generalversamm- lung betreffend, einstimmig beschloffen, au» finanziellen Rücksichten für diesmal von der Beschickung der Generalversammlung abzu- sehen, dafür aber derselben folgende Anttäge zur Beachtung, resp. Beschlußfassung zu unterbreiten: 1) ES ist dringend nothwendig, daß die Generalversammlungen stet« im Mittelpunkt von Deutsch- land abgehalten werden, damit e» auch kleineren Mitgliedschaften möglich ist, dieselben zu beschicken.— 2) Dahin zn wirken, daß eine plan- und regelmäßige Agitation für die Gewerkschaften von tüchtigen und bewährten Männern baldigst inS Werk gesetzt werde. Anträge für Aendernna resv. Ergänzung de« Kranke»- kaffcnstatntS. Antrag von Döring und Schneider in Berlin. 1) Sämmtliche Unkosten, welche die Verwaltung der Haupt- krankeukasse verursacht, werden au» der Hauptkasse der Gewerk- fchaft gedeckt. 2) Der Geschäftsführer und Hauptkafstrer erhalten bei Jahres- schluß eine, dem Umfange de« Geschäft« angemessene Gratification nach einem gewissen Prozentsatz. Leipzig. Antrag von Kirsten und Fölk. Bctheiligung der Lehrlinge an der Krankenkasse oder Grün dung einer besonderen Kasse. Nürnberg. Unterzeichneter erlaubt sich, nachfolgenden Antrag der Generalversammlung zu unterbreiten: ES muß Jedem einleuchten, daß bei einem Krankheitsfalle eine Unterstützung von 4 fl., wie sie bei der Krankeukasse der Metall- arbeiter-Gewerkschaft ausbezahlt wird, eine sehr unbedeutende Hilfe für einen Familienvater ist, und ein Solcher daher gezwungen ist, noch einer oder mehreren Kasse» beizutreten, welche die Ausbeutung nicht selten systematisch betteiben, von den Groschen der Arbeiter staunenerregende Remunerationen an ihre Verwaltungen bezahlen, wogegen dann diese mit deu angehäuften Kapitalien de« verein« auf eigene Rechnung Wucher treiben u. s. w., während wir unter den jetzigen Umständen nicht im Stande find, auf diese Kassen einen Einfluß auszuüben. Es ist deshalb dringend zu wünschen, daß in unserer Krankenkasse noch eine Klasse errichtet wird, welche bei entsprechendem Beitrage(vielleicht 12 Pfennige) eine weitere Unterstützung von 6 Mark bezahlt, während e« jedoch jedem Mit- gliede freisteht, dieser Kasse beizutreten oder nicht. ES wird dieser Antrag um so gerechtfertigter erscheinen, da diese« System bei vielen Gewerkschaften schon eingeführt ist. Mit Achtung Kier«, OrtSkasfirer. Wir ersuchen nun die Bevollmächtigten allerort« für die Di» kusston obiger Anttäge in den nächsten Mitglieder-Bersammlungen Sorge zu tragen, die Wahlen der Delegirten vorzunehmen und un« so schnell als möglich von dem Resultat der letzteren in Kenntniß ii« setzen. Mitgliedschaften, welche nicht selbstständig einen Delegirten zu enden vermögen, ersuchen wir, ihre Mandate an Unterzeichneten oder an die Adresse de« Bevollmächtigten in Mannheim einzu- enden, da' daselbst mehrere Genoffen bereit sind, Mandate zu über- nehmen. Ebenso wäre die Bereinigung mehrerer Mitgliedschaften behuf« Absendung eine« eigenen Delegirten zu empfehlen. Noch machen wir daraus aufmerksam, daß für die DelegationS kosten der diesjährigen Generalversammlung nicht, wie im Magde- burger Protokolle Seite 13 bemerkt, Zuschüsse au« der Hauptkasse gewährt werden köanen. Mit Gruß und Handschlag Die BorortS-Verwaltung. I. A.: C. Schubert. gleicher unentgeltlicher Unterricht in der Volksschule. Ja alle» höheren BildungSanstalten ebenfall» unentgeltlicher Unterricht. E» wurde bei diesem Punkt hervorgehoben, daß nur Derjenige, ob arm oder reich, die tüchtigsten Stellen im Staate bekleiden soll, welcher die Fähigkeiten dazu besitzt, und zwar von Volk«- und nicht von GeldsackSgnadeu. Im Auftrag de» BerttauenSmanne« Th. S. N�tefkafte» der Redaltton. I. B. in Halle: Wir Hnuen die Briefe wegen Stoff- andränge« nicht abdrucken. Quittung der Expedition, kl. Trtmnn Berlin Abonn. M. 120.30. Drflr Linz Schr. 3 00. Smsn Flensburg Schr. 8.00. Mn« Altona Ann. 3.00. Angrmnn hier Ab. 1.20. A.£rtz Eeblenz Schr. 18.00. Böttcheroerein Berlin Ann. 1.10. Ldmun Altona Schr. 2.30. Br»h Mainz Lb. 12.50, Schr. 12.00. Rdlph Hannooer Ann. 0.60. Mllr hier Ab. 81.00. Eon« Dresden Ann. 2.26, Schr. 2.04. Hrbst hier Ab. 2.00. Srml Tübingen Schr. 11.71. Fond f. pol.Scmaßrrgelte. Bon Mllr in Laufigk 2.50. Für die onSgesPerrttn Arbeiter der vogel'sche» Fabrik. Melallarb.-Sew. hier 1,71. Durch Löbel hier 1,50. Bon Ott» au» Werdan 3,70 Bon Formern der Krause'schen Fabrik 1,75. Berichtigung. In Nr. 45 muß e» heißen: Vom Verein Senuefelder- tand 15,00, und mcht Sängerbund. Anzeigen ze. Die rechts in s] angegebene Ziffer bedeutet den Preis der betreffenden Annonce in Reichspfennigen. Au die Vorstände der deutschen Gewerkschaften, sowie der localen Fachvereine. Nach reiflicher Ueberlegung ist der Beschluß gefaßt, die Eon erenz der Gewerkschaft«- und localen Fachverein«- Vorstände erst nach dem Sozialisten- Congreß— welcher am 23., 24. und 26. Mai tagt— sowie»ach der Generalversammlung des Allgem. deutschen Arbeiterverein« und dem Congreß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei— welche beide am 26. und 27. Mai tagen, statt- luven zu lassen, weil dadurch unbedingt Reisegelder gespart wer- >en und der Bereinigung der Gewerkschaften auch, wie wir hoffen, durch die dann beschlossene definitive Bereinigung der »olitischen Fraktionen eine sichere Unterlage gegeben sein wird. Die Conserenz wird demzufolge erst am 23. Mai stattfinden, und wird durch baldige Bekanntmachung iu den Parteiorganen der Ort, wo dieselbe stattfinden soll, angegeben werden; auch wer- den die Borstände, welche Adressen eingesandt haben, noch schrist- liche Einladungen erhalten. Mit sozialdemokratischem Gruß! Otto Kapell, Berlin, Waldemarstraße 66. H. Groß, Hamburg, St. Pauli, Bergstraße 23. H. Ricke, Braunschweig, Schöppenstädterstr. 50. ') Ist inzwischen zu Ungunstm der Strikenden beeudtgt. R. d. V. Correspondenzen. ßrimmitschau In der Parteiversammlnng vom letzten Sonn- abend wurden die letzten Paragraphen de« Programms und fämmt- liche Punkte des Organisationsentwurfes durchberathen und mit Einstimmigkeit angenommen, mit Ausnahme eines PaffuS, betref- 'end die Absetzbarkeit der ConttolkommissionS-Mitglieder. NraKe(Oldenburg). Sonntag den 18. April fand Hierselbst n der Centtalhalle eine von ca. 300 Personen besuchte BolkSver- ammlung statt. August Kath und Slauck au« Bremerhafen zatten zugesagt, in dieser Versammlung zu sprechen. Ersterer war edoch durch Krankheit am Erscheinen verhindert; so übernahm eS Slauck allein, den Anwesenden„die Lage der arbeitenden Classen' auseinander zu setzen. Sein einstündiger Vorttag wurde von Allen ehr beifällig ausgenommen. Viele Frauen und Beamte, letztere n Uniform, waren anwesend, da da« BereinSgesetz in Oldenburg denselben den Besuch der Versammlungen mcht verbietet. Be- merkenSwerth ist, daß einige Steuerbeamte sich nach der Lersamm- long persönlich bei Slauck bedankten und ihn baten, recht bald wieder eine Versammlung abzuhalten,«a« er auch zusagte. Da» Bureau bestand au« Georg MehrenS als erstem, Loui« Oet- ken als zweitem Vorsitzenden und Unterzeichnetem als Schriftführer. Am Abend fand iu demselben Lokale ern Ball statt, arrangirt von den SchiffSzimmereru. Slauck hielt die Festrede. Bi« zum frühen Morgen vereinte da« Fest, welche« in schöner, ruhiger Weise ver- ies, die Arbeiter. Möge der Saame bald gute Früchte tragen! Mit sozialdemokratischem Gruß Marti» Wiese. ßoburg, 10. April. Heute wurden die Berathungen über den Programmeutwurf für die deutsche Arbeiterpartei von den hiesigen Parteimitgliedern zu Ende geführt. Dieselben empfehlen dem Con- ?reß folgende Zusätze und Anmerkungen. Zu III. erster Absatz 1, intcr Staat und Gemeinde zn setzen: denselben müssen Diä- ten gezahlt werden; III, 2) in der Fassung anzunehmen wie sie die„Züricher Tagewacht" vorschlägt; III, 3) zu setzen statt BolkSverttetunz: durch da« Volk. Für III, zweiten Absatz 1) empfehlen die Coburger Mitglieder folgende Fassung: Allgemeiner Wahlverein der sozialdemokratischen Arbeiterpanet. Montag, den 3. Mai, Abend, 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im EafS Mittelb an«, Brückenstr. 10», an der Jrnnowitzbrücke. Geburtstagsfeier Dr. Zohann Zacoby's. „Die drei Zanberformelu von Dr. Johann Jacohy", Vortrag de» Herrn Bernstein. vtrein«- und Parteigenossen thnt Eure Schuldigkeit. Neiner fehl«. Der Vorstand.(100! Allgemeiner Böttcher-(Rüper-) Verein. vkll-ll» Dienstag, den 4. Mai, Abend» präci» 8 Uhr, im Heise- scheu Lokal, Laudsbergerstraße 15: Geschlossene Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Diskussion über da» verein«,»nd Rrav ken- Unter- stütznngS-Statnt. F. Gragert. Dienstag, den 11. d. M.: Delegirten. Wahl.(SOj In beiden Versammlungen ist zahlreiche« Erscheinen nothwendig. Montag, den 3. Mai, Abend« 8 Uhr, G-hlis W. in der„Oberschenke": Volksversammlung. Tagesordnung: Der Reichstag und die Sozialdemokratie. Referent: Liebknecht.__(2b)_[60] i\ et ,,, 1, ,, f n Montag, den 8. Mai. Abends halb 9 Uhr: �uUlllUlH Große Schnhmacherdersammluna in Tütge'S Salon, Baleuttnskamp 41.— Tagesordnung: Beschickung de« Schuhmachercongresse» und Bortrag. Eollegen, jetzt gilt e«, aus dem Platze zu sein! A. Seidel, Balentinskamp 95—96 über Nr. 4, 2. Etage.[60] ÄitMtfiM't«» Sozialdemokratischer Arbeiterverein. �UHlUnry Montag, den 3. Mai, Abend« 9 Uhr: Versammlung im Llnbsaal de« Eooventgarten», neustädt. Fahlentwiete 69. TageS«rd- nung: Die Schlußberathung der Orgauisattou; Wahl eine« Delegirten. Mitgliedskarten sind vorzuzeigen._ Peter.[50] ftrttMhttvn Sozialdemokratischer Arbeiterverein. �nUlUUiH Sonnabend, den 8. Mai, in«lett'S Gesellschaft«- garten, Wexstraße 8,(Anfang Abend» halb 9 Uhr): Großes Vokal-«nd Iustrumental-Coucert nebst Ball. Festrede van August Getb. Raffenprei» 60 Pfennige. Karte» im Borau» 45 Pfeuutge. Damen frei. Karten sind zu haben bei Burmester„Stadt Berlin", großer Neumarkt 44;— Geib, Rbdingsmarkt 12;— Neefer große Johannis- straße 11; ferner in den Bersammlungeu. Zu zahlreichem Besuch ladet ein(2a) Da» Eomite.[225] Sonnabend, deu Geschlossene Mitgliederversammlung. Abrechnung. Berschiedeue«. _______ H. Rudolph.[60] Qwiftltitt Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 8. Mai, Abend« 8 Uhr: Mitzlteder-ver- sammlung bei Richter, Roßplotz 9(Trianon).— TageSordn.: Delegirten- wähl. Sozialer Bericht. Gewerkschaftliche«. Erscheinen Aller ist Pflicht. D. B. div. Reisegeld wird aaSgezahlt Tauchaerstr. 21 b. Hrn. Richter. _ Herrn. Kräubtg, Bev.[70] Agitation«-EomilS. Mittwoch, den 5. Mai, Abend« halb 9 Uhr im Lokal de» Arbeiter bildungSverein«._ D. v.[30] Leipzig (folhtlet Sonntag, den 2. Mai:«bendnnterhaltnng der Turner de« ArbeiterbildungSdereinS im Saale de«„Eldorado". Freunde und Gönner sind hierzu fteundlichst eingeladen. Ansang halb 7 Uhr._ Der Borstand. Unserm Freund und Genossen Georg Schombacher bei seiner Abreist von hier ein herzliche« Lebewohl mit dem Wunsch, daß er auch anderwärts so eifrig und unermüdet kämpfen möge. _ Einige Zreunde in Dresden.[100] Verlag von W. Bracke jr., Braunschweig. Sozialdemokratische Schriften/ Wiederverkäufer erhalten Rabatt. PreiSverzeichniß ftanco gegen franc». Wir empfehlen deu Lesern de«„BolkSstaat", sowie überhanpt einem Publikum, daß sich für die hentigen gesellschaftlichen Zustände iuteressirt da« Lesen der iu unserem Berlage iu Berlin erscheinenden „Social-Aolitischen Matter" »um Abonnement. Der AbonnemeutSprei» beträgt für wöchentlich einmalige Lieferung pro Quartal 10 Egr., pro Monat 4 Sgr. AbonnementSprei« iu Monat»- heften ist 4 Sgr. pro Heft. Evlportmre und Buchhändler erhalten entsprechenden Rabatt. Bestellungen nehmen alle Buchhändler und Tolporteure, sowie ans Wochenlieferungeu auch alle Postanstalten entgegen. Berlin im Dezember 1874.(m. 2-]-) s400] Redaktion und Expedition de»„Renen Social-iDemokrat". Berantwortlichcr Redakteur: H. Rindt. Redaktion Hohestraße 4, Expedition Zecherstraß« 44, iu Leipzig. Druck und Verlag der GenoffeuschastSbachdruckerei sin Leipzig.