Nr. 109. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando; Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zetle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gemertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. 41 Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonne und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Rmt 1, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die kleine Umsturzvorlage. Es ist kein Zweifel mehr, das Centrum besteht auf seinem Schein: Erst die lex Heinze, dann die Flotte! Die klerikale Weltpolitik muß der marinistischen Weltpolitik vorangehen. Sonnabend, den 12. Mai 1900. ihre Gefahr. So gewiß die Leihbibliotheken ihr Bedenkliches haben, eine derartige, auf die weitesten Kreise berechnete spottwohlfeile Universal- Bibliothek wirkt noch verderblicher."( S. 20.) * Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Politische Uebersicht. Der Neichstag Berlin, den 11. Mai. „ Heines Buch der Lieder" ist in allen drei Katalogen zu finden. Gerechten Tadel verdient Reclam wegen der ungesichteten Herausgabe der Bürgerschen Gedichte, von denen eine große Bahl beschäftigte sich in seiner Freitagssigung mit dem sogenannten Jm Reichstag haben die Centrumsredner sich gestellt, als ob die fittlich sehr anstößig ist... Gleicher Nachlässigkeit macht sich die Mantelgesez, das die Einrichtung der Schiedsgerichte lex Heinze eigentlich gar nichts so Schlimmes sei. Sie richte fich Universal- Bibliothet schuldig bei Aufnahme von Werken fremb- wie einen Mantel- daher der Name- um die gesamte lediglich gegen die industrielle Afterkunft, die mit der Unzucht Geländischer Autoren, unter denen die Franzosen vorzugsweise berüd- Invaliden- und Unfallversicherung ausbreiten soll. Die Reschäfte treibt. Die wahre Kunst werde nicht im mindesten ein- fichtigt find. Da prangen vor allem die Vertreter der Demimonde- Invaliden- und Unfallversicherung ausbreiten soll. Die Negeschränkt. Freilich haben sich die Herren selbst im Eifer des Poesie: Alexander Dumas jr. mit der„ Kamelien- Dame" und gierungsvorlage in der Fassung der Kommission atmet den Stampfs oft genug verraten, daß ihr Streben dahin geht, die mit ihm wetteifernd in der Ehebruchs- Dramatik und Unzuchts- reaktionären, einseitig kapitalistischen Geist, der die ReichsNovellistik" About, Augier, Sardou."( S. 21.) regierung und die kapitalistischen Parteien auszeichnet und geistige Freiheit überhaupt auf den Jnder zu der deutschen ,, Socialreform" das Gepräge giebt. Alle Anträge, setzen. Aber es ist trotzdem eine dringliche Aufgabe, den Klerikalen " Den antichristlichen Tendenzen eines Ebers, Dahn"...( S. 23). welche wir gestellt hatten, um eine Umgestaltung des Gesezes im Geist, aus dem das Gefeß hervorgeht und in dessen Nichtung es demokratischen Sinn und im Interesse der Arbeiter herbeiwirken soll, mit aller Schärfe zu zeichnen. Die lex Heinze ist nichts„ Kein Wunder, daß die Leih, Schüler und selbst zuführen, scheiterten an der ehernen Mauer des Kapitalistenweniger als eine Harmlosigkeit, es ist eine schwerste Kulturgefahr. Strafanstalts Bibliotheken nicht einwandfrei sind. Derartige rings. Namentlich mißlang es uns, aus dem§ 20 die BeMan muß sich erinnern, als was die lex Heinze dem Klerika- Samunlungen sollten unter feinen Umständen Ablagerungsstätten ftimmung herauszubekommen, daß die Berufsgenossenlismus gilt. Sie ist ja ein Teil jenes verruchten Umsturzgesetzes, u de l werte fein. für glaubensfeindliche und sitten verderbliche ( Es werden dann folgende erwähnt) fchaften berechtigt" sein sollen, den Arbeitsnachweis das der Reichstag seiner Zeit beseitigt hat. In der lex Heinze lebt Der dreißigjährige Krieg in vier Erzählungen von Ferd. 3u organisieren. Bei dem ungeheuren Einfluß der Beder Unhold wieder auf, und will man ihre Tendenz ermessen, so Schmidt, Kaiser, König und Bapst( Spamers Verlag), rufsgenossenschaften, in welchen der deutsche Kapitalismus eine muß man sich der Aera der Umsturzvorlage erinnern. Damals Zimmermanns Weltgeschichte,„ Ulrich von Hutten, der Streiter für seiner wuchtigsten Waffen für den Klassenkampf besitzt, wird fprachen die Ultramontanen mit größerer Offenheit ihres Herzens deutsche Freiheit" von Göhring( Teubner), D. Müllers Deutsche aus der Berechtigung" ein Monopol werden. tiefftes Sehnen aus. Was die Klerikalen jetzt von der lex Heinze Geschichte, Deutsche Geschichte von Otto Kämmel.( S. 24.) Ueber die Wichtigkeit des Arbeitsnachweises braucht hier hoffen, haben sie damals verraten. nicht geredet zu werden. Der Arbeitsnachweis in den Händen gedrückt hat, die Gründung von Organisationen zur Maßregelung der Arbeiter". Es ist ein Angriff auf die Gewerkschaften, wie er nicht schlimmer gedacht werden kann. Und die focialdemokratische Fraktion sieht sich vor die Frage gestellt, ob sie, wenn bei der dritten Lesung die Bestimmung nicht " Ibsens Hedda Gabler" zeigt eine folche Fülle gefällt, überhaupt in der Lage ist, für das Gesetz stimmen zu können. meiner und verderbter Charaktere und einen solchen Tynismus in Es wäre gut, wenn sofort aus Arbeiterkreisen und insder höchst unwahrscheinlichen Handlung, daß man das Stück schon besondere von seiten der Gewerkschaften nachdrücklich die Bordellluft, die uns aus dem Ganzen entgegenweht, vermehrt über die Stimmung der deutschen Arbeiter feinen Zäuschungen aus diesem Grunde verwerfen muß. Die abstoßenden Einzelheiten, Brotest erhoben würde, damit die Reichstags- Mehrheit sich noch den peinlichen Eindruck.( S. 83.) hingeben kann. Namen zu nennen, 11117 " Es existiert mun ein aufklärendes litterarisches Zeugnis, das die denen die meisten gefährlich sind. Aus letterer Kategorie führen des Arbeitgebers bedeutet, wie Molkenbuhr sich ausEine Ergänzung unfrer Journale bilden die Bigblätter, von Anschauungen und Wünsche des Centrums verdeutlicht. Im Jahre wir den„ Kladderabatsch", an. Man braucht nur feinen 1895 veröffentlichte der Pfarrer H. Rody zu Oestrich a. Rh. eine an eine Lache von Schmutz und Broschüre„ Die moderne Litteratur in ihren Beziehungen zu Glauben äßendem Gift zu erinnern. Mit chnischer, orientalischer und Sitte. Randgloffen zur Umsturz- Borlage". In diesen Rande Gewandtheit.( S. 29) gloffen tritt unverfälscht und unverhüllt das klerikale„ Endziel" herbor; sie begründen auch die lex Heinze, so wie sie jetzt das Centrum durchzudrücken sucht. Ein paar Citate, aus jenem Buch ohne weitere Erläuterung zusammengestellt, werden hinreichen, um die Geistesknechtschaft zu illustrieren, der die herrschende Partei das deutsche Geistesleben auszuliefern strebt: 0 Wir stehen nicht an zu behaupten, daß die auf natura= Listischen Bahnen sich bewegende Kunst ebenso verderblich für"... anrüchige Stüde, insbesondere die Haubenlerche" die Volksseele ist als die pornographische Litteratur."( S. 4.) und" Nora".( S. 34.) % Herr Size, der Socialspecialist des Centrums, stimmte für die Auslieferung des Arbeitsnachweises an die Berufsgenossenschaften, nachdem er gegen unsern Antrag auf Einführung Unfre Kunstsammlungen, Ausstellungen, Galerien und Kunst- Im Prozeß des Familienmörders Konrad zu Berlin ist des allgemeinen Wahlrechts in die Berufsorganisationen gevereine sind für die gebildeten Städter vielfach an die Stelle der aftenmäßig festgestellt worden, daß auf seine unerhörte Lasterthat stimmt und damit geholfen hatte, die Berufsgenossenschaften Gotteshäuser getreten. In diesen Hallen der Kunsttempel sammeln die Lektüre, von der er das Gute nicht begriff, das Schlimme und fich regelmäßig die Kunstfreunde, um ihr Auge zu ergögen, ihr Einliche aber in sich aufnahm, von entscheidendem Einfluß war zu einseitigen Stlasseneinrichtungen zur Unterdrückung der ArGemüt zu erbauen, ihren Geist zu bilden. Diese Darstellungen und doch hat Konrads Lektüre sich auf Bücher beschränkt, von denen beiter zu machen. Nach der gestrigen Haltung des Herrn der platten Alltäglichkeit und des gemeinsten Nihilismus nur ein Teil eigentlich schlecht genannt werden darf; der größere Saplans wird auch den katholischen Arbeitern, die am -durch Kupferstich, Holzschnitt, Photographie, Lichtdrud 2c., unzählige Teil derfelben gehört der klassischen Litteratur an."( S. 59.) festesten an ihn geglaubt haben, die Erkenntnis aufdämmern, Male vervielfältigt und verbreitet erregen bei den Weltkindern daß er auf dem Boden des Kapitalismus und im Lager der das größte Interesse."( S. 5.) Manche Museen, Galerien, Kunst- Ausstellungen find für Arbeitgeber steht. unschuldige und ernste Gemüter überhaupt nicht mehr zugängNicht bloß in den Galerien, Ausstellungen und Theatern, lich. In den Kunsthandlungen find die Kopien malerischer Radt- tadthagen, Moltenbuhr und Fischer- Sachsen unsre Die Beratung des Mantelgesetzes, in der die Genossen sondern auch auf den Straßen, öffentlichen Plägen und Brücken, an heiten zu finden neben den Werken des trasfesten Unglaubens. Ob Privat- und Staatsgebäuden, in Cafés, in den Auslagen der Läden, die fünstlerischen Darstellungen Situationen und Scenen aus der Anträge verteidigten, nahm die ganze Sigung bis 6 Uhr in ja selbst auf den geweihten Stätten des Todes treten alten Geschichte und Mythologie oder aus modernen Opern und Anspruch. uns diese vielfach verkommenen Kinder der modernen Muse, Dramen enthalten, es sind fast mur Darstellungen, für welche die Bor Festsetzung der nächsten Tagesordnung brachte Singer erzeugt mit Pinsel und Meißel, mit Stift und Nadel, mit großer Gesetze der Religion und Sitte keine Bedeutung mehr haben. Der die Zettelungen zur Sprache, die in parlamentarischen WinkelBudringlichkeit und oft mit beleidigender Unverschämtheit ent- Nuditäten- lufug ist nicht nur ein schreiender geworden, er wird konventikeln gesponnen werden, und deren an andrer Stelle gegen. Stößt man doch an frequenten Straßen auf Bilderläden, die auch noch mit windigen Gründen zu rechtfertigen gesucht."( S. 68.) eingehende Erwähnung geschieht. Es handelt sich darum, die faft nur eine Kollektion ganz und halbnacter weiblicher Gestalten und pikanter Darstellungen mit mehr oder weniger lex Heinze und das Fleisch beschau Gesetz durch " Das bayrische Kultusministerium des Freiherrn von Lutz Ueberrumpelung vom Reichstag annehmen zu lassen. Da frechen Attitüden aufweisen."( G. 5/6.) empfahl seiner Zeit für Bibliotheken der Wolfs- und Präparanden schulen den bei O. Spamer in Leipzig erschienenen, o 8 m os für man Ueberrumpelungen nicht vorher öffentlich ankündigen darf. Diese aufgeblasene und selbstgenügsame Wissenschaft verkündet die Jugend" zur Anschaffung. Ein nicht geringer Teil der so hat man es nicht gewagt, den Seniorenkonvent, d. h. heute ihre auf recht schwankender Grundlage aufgebauten Lehren Jllustrationen dieses Buches bot Nuditäten der unanständigsten die ordnungsmäßige Konferenz der Vertrauensmänner zu mit apodiktischer Gewißheit und stellt sie ohne Scheu der Art. Die christliche Bibellehre war in dem Buche gröblich ver- berufen. göttlichen Offenbarung entgegen; sie stellt ferner diese legt und seine Menschenkunde" baute sich auf die Verwerfung Leider war der Herr Präsident nicht anwesend, als Lehren nicht bloß den Kreisen gelehrter Theoretiker zur Beurteilung der Berichte der heiligen Schrift auf. Darwins Descendenztheorie" Singer seine Anfrage stellte. Und der zweite Vicepräsident bor, sondern macht sie auch täglich durch die Zeitungen einer Unzahl war in dem Buch eine streng wissenschaftlich begründete Wahrheit" Schmidt wußte natürlich von nichts. Halbgebildeter mundgerecht, ja predigt sie von allen Lehrstühlen genannt.. Bei der Schilderung der verschiedenen Gruppen des hoher wie niederer Ordnung herab dem ungebildeten Publikum. Menschengeschlechts werden in diesem für die Bibliotheken der VolksIn den Augen der gläubigen Katholiken wird der modernen und Präparandenschulen vom Kultusministerium empfohlenen Buch Wissenschaft niemals das Recht einer schrankenlosen Forschung Dinge erzählt, daß man einen Leitfaden für Hebammen- Institute der noch übrigen Unfallgesetze. zuerkannt. Die Schranke bildet vielmehr eine Autorität und in den Händen zu haben glaubt. Die in den zweideutigen zwar die göttliche."( S. 7.) Annoncen liberaler Blätter angekündigten Schmuzbücher können nicht scheußlicher sein, als dies ministeriell approbierte Buch für die Jugend."( S. 69.) Erlaubt ein Staat, daß der Unglaube von den öffentlichen Sehrstühlen herab vorgetragen und verfochten wird, so unterbindet er sich die Lebensadern, und die seelenvergiftende Doktrin wirkt um so verderblicher, weil sie in eleganter wissenschaftlicher Form die Grundlagen des Staates gernagt."( S. 12.) # In der Sonnabendsizung werden wir wohl mehr hören. Nächste Situng: Sonnabend 1 Uhr. Zweite Beratung Das Herrenhaus hat sich am Freitag wieder auf unbestimmte Zeit vertagt. Die überaus reichhaltige und buntscheckige Tagesordnung, die in der legten Eizung erledigt wurde, ist ein Beweis dafür, daß die Selbst die Umschläge der Schulhefte fonnte man bisweilen mit" Herren" in Wirklichkeit die gebornen Gesetzgeber sind. Wir möchten schamlosen und zweideutigen Bildern bedeckt finden, mit Karrikaturen, ein Barlament auf der Welt lennen lernen, das im stande ist, in welche den Nuditäten Kaulbachs und Matarts an die Seite wenigen Stunden ein so reichhaltiges Material zu bewältigen. Sie gestellt werden können. Angeblich klassische" Terracotta- Figuren, blasen die Gesezvorlagen in die Luft wie Ranchringe. Agrarfragen, Die Ehre der Bibel und die Ehre der Wissenschaft fordern welche gröblich den Anstand verlegen, an hervor wie das Gesetz über die Gewährung von Zwischenkredit bei Rentengleichmäßig, daß einer solchen Popularisierung der Wissenschaft ragender Stelle im Erter ausgestellt, so daß die Vorüber- gütern, Berkehrsfragen, wie die Sekundärbahnvorlage, Kulturfragen, gesteuert werde."( S. 13.) gehenden den Anblick kaum vermeiden können, und daß die Kinder wie die Regulierung der Weichsel- all das wird in einem auf dem Schulwege diese Figuren betrachten. Der Ingeschmack ist einzigen Atemzuge erledigt. und daneben widmen die Jammervolle und und poesielose Berfegungs- berart, daß ehrbare Personen manche Sammlungen und gewisse Herren noch einen Teil ihrer kostbaren Zeit der Hochprodukte wie„ Sodoms Ende" von Sudermann. Ornamente an Monumentalbauten nicht ansehen dürfen; und manche wichtigen Frage, wie man am besten den wilden Kaninchen gitteratur- Unrat aus Paris und Skandinavien. Straßen find wegen der Propaganda der Unsittlichkeit ohnehin den Garaus machen kann, die angeblich die Land- und Forstwirtschaft unpafsierbar."( S. 70.). so sehr schädigen. Nach dem Eifer, mit dem die Herren sich auf die Bertilgung der Kaninchen gelegt haben, muß man annehmen, daß „ Wenn aber öffentliche Herabjegung der Religion, Ehe 2c. nach„ Die glaubenslofen Proletarier werden eher Totschläger, Atten diese Ziere fast eine noch gefährlichere Landplage find, als die der Umsturz- Vorlage strafbar sein soll, mit welchem Rechte dürfen täter u. dergl., als Berehrer unsrer Slafftter."( S. 92.) Socialdemokraten. Vielleicht gelingt es dem hohen Haus, das so Schriften wie die erwähnte( Mirza Schaffy!) straffrei ausgehen? oft ohne Erfolg die Socialistentötung betrieben hat, wenigstens in Und der Halbgott der vornehmen Welt, Bodenstedt, sah noch zu„ Unsere Bewunderung vor dem dichterischen Genius darf uns Bezug auf die Staninchen sein Ziel zu erreichen. Lebzeiten seinen Mirza Schaffy in Hunderttausenden von Exemplaren nicht verleiten, vor seinen moralischen Blößen die Augen zu vers Daß die edlen Herren bei so angestrengter Thätigkeit keine Muße verbreitet und in allen Litteraturblättern über die Maßen gerühmt. schließen."( S. 94.) finden, die zahlreichen Betitionen, die noch auf der Tagesordnung Sein Geist ist der der jetzigen öffentlichen Meinung. Die 80. Auflage standen, einer eingehenden Beratung zu unterziehen, ist leicht ersichtist gedruckt in der vormaligen Oberhofdruckerei unter Reichslich. Und doch scheinen die Leute, die sich von einer Petition an verwaltung", also in Reichs- Typen!"( S. 20.) das Herrenhaus Erfolg versprechen, nicht alle zu werden. ( S. 15.) ** Die umfangreichen Kataloge Reclams, Meyers und Hendele enthalten neben manchem Guten auch viel Giftkraut, das besonders unter der Jugend nie wieder gutzumachende sittliche Verheerungen anrichten tann, gewiß auch angerichtet hat. Gerade in der großen Berbreitung und allgemeinen Zugänglichkeit dieser Bibliotheken liegt Wir wollen es mit diesen Proben flerifaler Denkart einstweilen genügen lassen, Man kann der lex Heinze dankbar sein, daß sie Gelegenheit giebt, in diese Unterwelt der modernen Sultur hineinzuleuchten. Es soll dem Centrum, wenn es denn einmal die wertvollsten Errungenschaften menschheitlicher Arbeit frech anzutasten wagt, auch im ferneren Verlauf der Heinze- Kampagne nichts erspart bleiben. Die Geheimbündelei der Heinze und FleischbeschanMänner zeitigt immer schönere Blüten. In seinem Eifer für die lex Heinze geht das flerital- tonservative Startell gegen die Kunst so I weit, daß der parlamentarische Feldzugsplan bezüglich dieser Gesetze Ein Profefforenftreit, der auch eines gewissen politischen nicht von dem, Seniorentonvent, sondern in einer Besprechung des Die Regierung legt Wert darauf, daß außer dem Flottengejek, Bräsidenten mit einigen Vertretern der agrarisch- heinzeschen Mehr- die Unfallversicherungs- Gesetze, das Reichs Seuchengesetz und das Interesses nicht entbehrt, ist zwischen zwei Gelehrten der Universität Münzgesetz erledigt werden. Ob außerdem das Fleischbeschaugeses Heidelberg ausgebrochen. Seine Ursache ist auf eine Mengerung heit verabredet worden ist. Die Vertrauensmänner der ganzen linken Seite mit Aus- und die lex Heinze, fowie die Novelle zur Gewerbe- Ordnung noch zurückzuführen, die der Hofrat Dr. Osthoff, Professor der Philoam Neckar, ein cifriger zur Beratung gestellt werden, ist noch immer nicht entschieden. logie in der schönen Musenstadt nahme der nationalliberalen Fraktion, die man großmütig zuließe erwünscht wird es bezeichnet, auch die Seemannsordnung noch Freifinnsmann, auf dem vor etiva 14 Tagen zu Offenburg stattwaren von dieser Besprechung ausgeschlossen, deren Resultat in zu verabschieden, deren erste Lesung die Kommission allerdings noch gehabten Parteitag der badischen Volkspartei gethan hat. In der dem Beschluß gipfelt, das Fleischbeschau Gesetz nach nicht beendet hat. Im Abgeordnetenhause wird die Kommission Debatte über die Stellungnahme des demokratischen Landtags- Abdem vereinbarten Kompromiß- und die lex Heinze vor der für das schlesische Hochwassergesetz heute die erste Beratung zum Abgeordneten Heimburger zu den Wünschen des orthodoxen Protestanzweiten Beratung der Flottenvorlage unter Da ch schluß bringen, um Mitte nächster Woche in die zweite Beratung der tismus in Baden äußerte nämlich Prof. Osthoff, man habe seiner Zeit und Fach zu bringen. Die Parole lautet also: Erft Vorlage einzutreten. Sodann ist der schriftliche Bericht festzustellen. von einem Mitglied der naturwissenschaftlich- mathematischen Fakultät lex Heinze und Fleischbeschau- dann Flotte! Die nationale Das Plenum tönnte frühestens unmittelbar vor Pfingsten das Gesetz in der Heidelberger Hochschule spöttischeriveise gesagt, er fürchte nur Gott Wasserpolitit des Centrums wird von der lex Heinze abhängig zweiter und dritter Lesung erledigen, das Herrenhaus also nicht eher als nicht, sonst alles in der Welt". Durch diese Aeußerung fühlte sich gemacht. Der Präsident soll übrigens in tinger Beurteilung der bis nach den Pfingstferien in die Beratung des Gejeges, selbstverständlich der Geheime Nat Professor Königsberger betroffen und zunächst eine kommissarische, eintreten. Auf die Verabschiedung machte seinem Kollegen hicrivegen auch jiofort auf schriftlichem Wege Situation seinen Freunden abgeraten haben, auf der Verhandlung gerade dieser Vorlage wird aber von der Regierung und von den ernstliche Vorstellungen. Professor Osthoff bedauerte, wie der der lex Heinze zu bestehen. Aber die schwarze Brigade besteht Abgeordneten besonderer Wert gelegt. Heute wird im Ab- Straßb. Post" berichtet wird, in seinem Antwortschreiben auf das auf ihrem Schein: Ohne lex Heinze feine Flotte!! Die nächsten geordnetenhause der Bericht über das Warenhaussteuer- lebhafteste, Herrn Königsberger durch jene in der Hiße der Debatte Wochen werden zeigen, wer Recht behält, der Präsident oder die Gesetz festgestellt, das im Plenum voraussichtlich noch lebhafte gesprochenen Worte verlegt zu haben, und erklärte sich zur öffentlichen lex Heinzeschwärmer. Debatten entfesseln wird. Auch diese Vorlage dürfte, wenn Zurücknahme seiner Aeußerung bereit. Rach weiterem Briefwechsel Charakteristisch ist der Umstand, daß die Auswahl der Teil- auch die Kommissionen des Herrenhauses bereits gewählt sind, dort gab sich Prof. Königsberger mit diesem Anerbieten unter der Benehmer an der Besprechung, unter Umgehung des Seniorenkonvents, im Plenum schwerlich vor Pfingsten noch an die Reihe kommen. dingung zufrieden, daß die Zurücknahme bis zum 7. Mai früh in der von dem Präsidenten unter dem Gesichtspunkt der Obstruktion vor: Das Abgeordnetenhaus nimmt zunächst am Dienstag, 15. Mai, seine Frank. 3tg." erfolge, die auch dem die beleidigende Wendung ents Plenarsizungen wieder auf. Auf der Tagesordnung stehen außer haltenen Verhandlungsbericht Raum gegeben hatte. Infolge irgendwelcher genommen worden ist. Die Vertreter der socialdemokratischen und fleineren Vorlagen die Interpellation Hirsch wegen Versandung des Hindernisse erschien die Osthoffiche Erklärung jedoch um einen Tag der drei freisimmigen Fraktionen wurden von der Mitwirkung an den Memeler Hafens, sowie der Antrag Mendel- Steinfels wegen der verspätet, was zur Folge hatte, daß Prof. Königsberger inzwischen geschäftlichen. Dispositionen ausgeschlossen. ländlichen Arbeiternot. die ganze zwischen ihm und seinem Kollegen Osthoff gepflogene Korrespondenz durch Abdruck in einer Heidelberger Tageszeitung der Oeffentlichkeit übergab. Welchen Ausgang nunmehr der Streit der beiden gelehrten Herren nehmen wird, bleibt abzuivarten.t bet bet Abgeordneter Singer brachte diese Angelegenheit bereits am Schluß der heutigen Reichstags- Sigung zur Sprache. Vicepräsident Schmidt teilte unter Heiterkeit des Hauses mit, daß auch ihm nichts bekannt sei von den Verhandlungen, die der erste Präsident mit Mitgliedern des Hauses gepflogen habe. " " Reichsfeuchen- Gesetz. In der 24. Kommission des Reichstags wurde am Freitag die zweite Lesung des Reichssenchen- Gesezes erledigt. Gegen die Beschlüsse erster Lesung wurden nur umwesentliche Aenderungen vorgenommen. Folgende Resolution wird dem Plenum unterbreitet:„ Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, einen Gesezentwurf vorzulegen, welchen baldigst für das ganze Reichsgebiet eine allgemeine obligatorische Leichen ich an vorgeschrieben wird." Die Germania" bestätigt mittlerweile, daß das Centrum die lex Heinze an Bord der Flotte in Hafen bringen will: Die zweite Beratung der Flottenvorlage steht damit( mit der lex Heinze) nur insoweit in einem rein zeitlichen, nicht fachlichen Fort mit der Freizügigkeit! Das alte Rezept wider die Zusammenhange, als' darauf gerechnet werden kann und von den Landflucht der ländlichen Arbeiter, bestehend in der Aufhebung der Mehrheitsparteien darauf gerechnet werden muß, daß die Mit- Freizügigkeit, wird von der„ Deutschen Tageszeitung" wieder einmal Ein andres Mittel zur Beseitigung der glieder der Mehrheitsparteien vollzählig im Reichstag an- in Borschlag gebracht. wesend sein werden, wenn sie wissen, daß in unmittel- Leutenot gäbe es nicht. Die armen Notleidenden könnten keine barer Aufeinanderfolge die lex Heinze und höheren Löhne zahlen. Außerdem vermöchten auch höhere Löhne die Flottenvorlage zur Entscheidung gebracht die Landarbeiter, die einmal einen Einblick in die paradiesische werden sollen. Es ist ein gerade der liberalen Auf- Lebensweise der industriellen Arbeiter gewonnen hätten, nicht ans faffung vom Parlamentarismus durchaus widersprechender platte Land zu fesseln, weshalb es denn den Junfern nicht zu verund unnatürlicher Zustand, daß es einer parlamentarischen argen ist, daß sie gar nicht erst einmal den Versuch mit Zahlung Minorität gelingen kann, durch Obstruktion die Ma- höherer Löhne machen. Auch der Import der ausländischen darum fort mit der jorität nicht nur zu unterdrüden, sondern offen zu Arbeiter sei nur ein Palliativmittel berhöhnen. Das darf sich nicht mehr wiederholen. Die reizügigteit! Mitglieder der Mehrheitsparteien sind es der von ihnen ver Wenn man freilich von der Beschränkung der Freizügigkeit spreche, tretenen Sache wie ihrer eigenen Ehre schuldig, die Ob so seze man sich heftigeren Angriffen aus, als durch eine Gottesstruktion der Minderheit mit allen geschäfts- lästerung. ordnungsmäßig zulässigen Mitteln nicht zu einer Dabei haben wir nicht einmal unbeschränkte Freizügigkeit; Bergewaltigung der Mehrheit auswachsen zu lassen." denn die allgemeine Schulpflicht ist sicher eine Beschränkung Die Germania" bekennt, daß das Interesse ihrer eignen Partei- der Freizügigkeit, welche bei uns ungefähr bis zum vollendeten 14. Lebensjahre dauert. gänger für die lex Heinze nicht groß genug ist, um ohne die Verkoppelung mit dem Flottengeses eine beschlußfähige Heinze- Majorität zit erzielen. Sie hofft, daß es ihrer Partei mit Hilfe der Wafferpolitik jest gelingen werde, ihre funftfeindlichen Pläne durch zuführen. Das Geschimpfe des Centrums- Blatts von ,, Vergewaltigung der Mehrheit" und dergleichen bekundet nur den Groll der Centrums- Dunkelmänner, daß ihre Uebermacht im Reichstag vor der Linken kapitulieren mußte. Der Centrumsgroll würde sich mit mehr Berechtigung gegen die Abgeordneten der cignen Partei richten, welche durch ihr Fernbleiben die Beschluß unfähigkeit des Hauses bewirkten. Die Linke wird sicherlich darauf beharren, daß das unfaubere Heinze- Geſetz nur zu stande kommt, wenn seine Befürworter in genügender Zahl erscheinen. Ohnedem wird das Centrum weder mit allen geschäftsordnungsmäßig zu läffigen Mitteln" noch durch Benutzung der Flotten- Schwimmblasen an das Ziel feiner Heinze- Wünsche gelangen. " Die Gärung in Spanien 220 Millionen ca. „ Dieser Schulzwang ist aus der Volks überzeugung hervorgegangen, daß die Kinder ein Mindestmaß von Schul fenntnis, also hauptsächlich im Lesen, Schreiben und Rechnen, besigen müffen, che sie in das Erwerbsleben treten. Betrachtet man aber die überall hervortretende sittliche Verwilderung des Volks, das Anwachsen der Roheitsverbrechen, die steigende Zahl der jugendlichen Verbrecher, dann muß man zu der Einsicht kommen, daß wir noch viel nötiger ein Mindest map von Erziehung brauchen; das kann man aber nicht mit dem Abschluß der Volks schulbildung, sondern höchstens beim 18. Lebensjahre als vor handen ansehen." Wie bescheiden, die Abschaffung der Freizügigkeit nur für junge Landproletarier bis zum Alter von 18 Jahren zu verlangen. Es wäre dann aber wenigstens gut, wenn man die Landjugend nicht erst vom 14. Jahre ab den Junkern zur Erziehung" übergabe, Randproletarier ernstlich an die Scholle gefeffelt werden sollen, was sondern bereits vom dritten oder vierten Jahre ab. Wenn die braucht es da erst noch des Schulunterrichts? 1896 äußerte ja schon err v. Butttamer Selin:" Die Kinder haben zum Kartoffelsammeln immer übergenug gelernt." Warum sollen fie da außer dem Kartoffeljammeln überhaupt etwas lernen?! Finanzielle Schwierigkeiten. Aus Dresden wird uns berichtet: Die süddeutsche Volkspartei vernationalliberalisiert zusehends. Süngst stimmten Angehörige der Partei begeistert in die Flottenhymne ein. Jetzt hat sich eins ihrer Mitglieder, ein Dr. Heimburger, Pomme cin lebhaft für Getreidezölle aufgeworfen und, was noch viel bedeutsamer, das führende Organ der Volkspartei in Württemberg, der Stuttgarter Beobachter" hält den schützenden Schild über den Getreidezollschwärnier: „ Auf dem Parteitag der Volkspartei in Baden hat unser Freund Dr. Heimburger zutreffende Worte zur Agrarfrage gesprochen. Sie haben in der Presse vielfach Beachtung gefunden, und die Gegner glauben, etwas neues darin entdeckt zu haben. Als ob es nicht ein alter demokratischer Grundsatz wäre, daß da, wo die Selbsthilfe nicht ausreicht, Staatshilfe einzutreten hat; und als ob es nicht selbstverständlich wäre, daß dieser Grundsatz für die Landwirtschaft feine Linie weniger gilt, als für andre Berufsstände. Oder will das Außergewöhnliche darin entdeckt werden, daß Heimburger jagt: Eine gewisse Zahl( 3ollhöhe) wie 3,5 oder 2 oder 4 M. Kann man nicht als feststehende heilige Zahl betrachten? Es wird noch keinem Demokraten eingefallen fein, z. B. den 3/2 Mark- 3oll für ein unverrüdbares Evangelium zu erklären. Man weiß heute schon fast sicher, daß die nächsten Handelsverträge eine Getreidezollverschiebung bringen werden. Es wird aber doch niemandem einfallen, glauben zu wollen, daß aus principieller Festhaltung gerade am 31½ M.- 30 irgend ein Handelsvertragsfreund die Handelsverträge verwerfen wird. Es ist daher recht naiv, zu meinen, die„ Gesinnungstüchtigfeit" eines gerade an die Heiligkeit und Unfehlbarkeit des 31/2 M.- Bolls, der an de praten werde dadurch beeinträchtigt, daß er nicht auch nicht programmatisch ist, glaubt." Früher sprach die süddeutsche Boltspartei von Staatshilfe für die Schwachen. Jetzt ist die Losung: Staatshilfe behufs Arbeiteraushungerung! 9 Bei der Landtags Erjahwahl im Wahlkreis Basimgen Strug( Bauernbund) 378, Röfiger( imparteiisch) 338, Otto( frj.) ( Sachsen Meiningen) erhielt Wehder Sonneberg( Soc.) 450, Einige kleine Orte fehlen. Es wird Stichwahl 248 Stimmen. zwischen dem Socialdemokraten und dem Bauernbündler stattfinden. Stuttgart, 10. Mai.( Eig. Ver.) Der württembergische and tag steht jezt unter dem Zeichen der nahenden Auflösung und wird um so eifriger Flidarbeit geleistet, damit man den Wählern kommenden Neuwahlen. Nachdem das große Reformiert gescheitert, bei der Wahlagitation wenigstens etwas zeigen kann. Eine der gehaßtesten Steuern in Württemberg, deren Aufhebung oder Ablösung bei den letzten Wahlen alle Parteien versprochen hatten, die nimmt immer bedenklichere Formen an. In einer ganzen Reihe von sogenannte 1 mg eldsteuer, ist nun glücklich, ein wenig nen Städten ist es zu ernsthaften Zusammenstößen gekommen. Wenn es aufgeputzt, beibehalten worden, und die Regierung hat ausdrücklich auch Polizei und Militär gelingen wird, die Unruhen auch diesmal erklärt, daß sie in die Abschaffung der drückendsten Härten des zu unterdrücken, so wird es doch zu keinem Frieden kommen, die Gesezes nur aus dem Grund einwillige, weil sie damit die Frage Gärung wird sich bei der ersten günstigen Gelegenheit wieder in der Beseitigung des Umgelds aus der politischen Diskussion ver Steuerverweigerungen und Straßenrevolten Luft machen. Auch unser Sachsen hat seine brennende Dedungsfrage". Der schwinden laffen wolle. Das Umgeld ist eine Getränke. Die sociale und polititische Zerrüttung des Landes läßt keinen Landtag hat vom außerordentlichen Etat über 23 Mill. abgestrichen, steuer. eine Wirtschaftsabgabe auf Obstmoſt und Wein, welche dauernden Frieden aufkommen. Der Krieg mit Amerika, dem der gleichwohl bleibt noch ein Bedürfnis von 98 Mill. übrig, so daß von den Wirten in der Weise erhoben wird, daß der Wirt Tange Guerillafrieg auf Kuba und den Philippinen vorausging, unter Berücksichtigung der Kursverlifte eine neue Anleihe von mit der Steuerbehörde seinen Umsatz veralfordirt. hat Spanien tiefe Wunden geschlagen und seine ohnehin trostlosen 110 Mill. aufgenommen werden muß. Schon längst ist die hat den Effekt, den Wein ohne Unterschied der Qualität mit 11 Bf., Finanzverhältnisie noch trostloser gemacht. Oder ist es nicht ein Balancierung des Etats nur dadurch herbeizuführen gewesen, daß den Obstmost mit durchschnittlich 2 Pf. pro Liter zu belasten, jedoch trostloser Zustand, daß die Verzinsung der Staatsschuld allein fast die man Forderungen, die in den ordentlichen Etat gehören, in den nur der Wein und der Most, der in Wirtschaften ge= Hälfte sämtlicher Staatseinnahmen verfchlingt? Namentlich wenn außerordentlichen Etat cingeschoben hat. Zahlreiche dringliche Aus- trunken wird, während die Getränke, welche der wohlhabende im Etat außerdem noch die Ausgaben für Pensionen, stehendes gaben find zurückgestellt oder eingeschränkt. Die Beamten werden Wein- und Mosttrinker in den Keller lcgt, stenerfrei Heer und Marine noch mit fie Bejetas ungemütlich, weil mit den erhofften Wohnungsgeld bleiben. Die Volkspartei und der socialdemokratische Bertreter figurieren, d. h. die Hälfte der übrig bleibenden Hälfte der zuschüssen abermals vertröstet worden sind, und geben ihrem hatten einen Antrag auf Abschaffung des Umgelds Staatseinnahmen verschlingen. Kein Wunder, daß unter solchen Mißfallen durch unhöfliche Briefe an den Kammerpräsidenten Aus eingebracht mit der Motivierung, die Hälfte der Stener durch eine Umständen die Einnahmen nicht ausreichen und die Regierung druck. Woher foll aber der Landtag die für die Wohnungsgeld Erhöhung der Erträgnifie der Einkommensteuer, die andre Hälfte neue Steuerquellen zu erschließen sucht. Umsomehr, da das Kabinett Zuschüsse erforderlichen 6 Millionen nehmen? Die Staatskassen sind durch eine Gewerbesportel für Wirte abzulösen. Die Stener hat den thörichten Ehrgeiz hegt, das Heer zu reorganisieren und die ja alle leer und vor den allgemeinen Zuschlägen zur Einkommen cinen Ertrag von ca. 2 Millionen. Mit der Vertagung der Steuervernichtete. Marine durch Neubauten wieder in die Höhe zu stener fürchtet man sich. Die Situation ist also höchst unbehaglich. reform entfiel diefer Antrag von selbst und es blieb nur noch eine bringen. Die Regierung, die diese Dinge kommen fah, brachte im vorigen Abänderung einzelner Bestimmungen im Rahmen des Gesetzes, welche Während dergestalt die Steuerkraft rücksichtslos angespannt Landtag eine Steuerreform ein, die sich vorzugsweise auf die Ber- hauptsächlich die Erhebung betreffen und den Schankwirten zu gute werden soll, ist der Nationalwohlstand nichts weniger als gewachsen. mögenssteuer stügte, bekam aber ihre schönen Projekte von den kommen. Handel und Industrie haben sich nicht entwickelt, Einfuhr und Aus- Konservativen zerrissen vor die Füße geworfen. Sie stedt jetzt die Gestern beriet die Kammer über die Einführung eines Centrums fuhr sind seit mehr als einem Jahrzehnt stationär geblieben. Auch Hände in die Hosentaschen und läßt die Dinge gehen; durch Bump antrags, betreffend Viehversicherung mit Staatsunterist nicht abzusehen, wie bei dem gegenwärtigen Regierungssystem oder Zuschläge zur Einkommensteuer ist allemal Geld zu beschaffen. stützung. Die Kommission hatte vorgeschlagen, die Regierung die wirtschaftliche Stagnation einem Aufschwung weichen sollte. Da hat sich kurz vor Schluß der Session der Landtag zu einer ent- um den Entwurf einer Vichversicherung mit Staatsunterstützung Dr. Mehnert und Georgi, die Führer nach bayrischem Muster zu ersuchen. Die gegenwärtigen Unruhen tragen denn auch das Charakteristikum, scheidenden That aufgerafft. Gegen Bedenken, hatte die Volkspartei daß sie nicht vom Proletariat, sondern von der Bourgeoisie insceniert der Konservativen und der Nationalliberalen, bieten der Regierung Antrag worden sind. Namentlich die Handelskammern haben fich neue Steuern an, die 6-7 Millionen bringen und das Staatsschiff waltungskosten zu hoch werden könnten, und so nahm der wie schon im vorigen, so auch in diesem Jahre an der Organisation wieder flott machen sollen. Bei der Einkommensteuer soll die Landtag unter Ablehnung des Kommissionsantrags einstimmig des Widerstands gegen das herrschende System beteiligt. Die Progression von 4 auf 5 Broz. erhöht werden und die Veranlagung den volksparteilichen Antrag au, der lediglich die Subventionierung Schließung der Läden, Cafés, Theater 2c., ist diesmal in Madrid mit 3 Proz. tiefer als bisher einießen. Zugleich soll eine Ver- der bestehenden Orts Viehversicherungsvereine durch den Staat und zahlreichen andren Städten noch in größerem Umfang durch mögenssteuer auf das„ bewegliche" Vermögen gelegt werden. Von wünscht. Eine Centralisation nach bayrischem Muster fand keine geführt worden, als im vorigen Jahre. Die öffentlichen einer Kapitalrentensteuer wollen die Antragsteller absehen, da sie zu Gnade vor den Augen des Landtags. Demonstrationen fanden zuerst im Theater, dann auf der Straße wenig abwerfe. Dagegen sollen die Gemeinden zur Erhebung einer Auch eine Warenhaussteuer Debatte hatten wir heute im statt, und zwar in einer Weise, daß bereits Blut geflossen ist. Gewerbesteuer verpflichtet werden, damit sie die Einkommensteuer Landtag anläßlich einer Petition des Schugvereins für Handel und Die Regierung hat vorläufig noch keine Absicht bekundet, nach und die fünftige Vermögenssteuer nicht zu sehr mit Zuschlägen be- Gewerbe" um Erlaß einer solchen Stener. Die Regierung erhob zugeben. Sie hofft noch, wie im vorigen Jahre, den Widerstand laiten und dadurch dem Staat das Geschäft verderben. durch Staatsminister Pischer schwere Bedenken gegen Das Ganze ist ein Kompromiß zwischen den Konservativen und eine solche Steuer, die eine Steuer auf billigen durch Unnachgiebigkeit und die bewaffnete Gewalt zu unterdrücken. rationellen Betrieb sei. Höchstens Bielleicht wird sie sich schließlich doch zu kleinen Konzeffionen in der Nationalliberalen, das nur mit Ach und Krach zu stande gekommen Einkauf und Recht den Gemeinden das Steuerpolitik verstehen. Zu geordneten Verhältnissen wird sich ist. Besonders hart wurde die Gewerbesteuer von den Bürgermeistern fönne gegeben werden, die Spanien indessen erst nach einem langwierigen socialen und Gemeindevorständen des Hauses bekämpft, aber Georgi hielt Warenhausstener bis zu einer gewiffen Grenze felbständig zur Entwidlungsprozeß durchringen fönnen, dessen Dauer einst- fchüßend seine Hände über die Kompro- Mißgeburt, und so wurden Besteuerung heranzuziehen. Alle bürgerlichen Parteien beteiligten weilen noch gar nicht abzusehen ist. Gegenwärtiglliegt nur alles im Argen. die Vorschläge schließlich in namentlicher Abstimmung mit 64 gegen sich um die Wette an der Mittelstandsretterei. Bolkspartei, Noch ist die Zahl der parasitischen Elemente, der Pfaffen und 6 Stimmen angenommen. Der Finanzminister nahm das Steuer- Centrum, deutsche Partei und Konservative verlangten einHidalgos. Legion. Noch bestehen 70 Proz. der Bevölkerung aus bouquet nicht persönlich in Empfang, aber sein junger Mann" war da. stimmig eine Warcubaussteuer zum Schutz des gewerblichen Analphabeten. Noch fündet sich kein Umschwung der wirtschaftlichen Derselbe roch daran und rümpfte bedenklich die Nase. Er machte Mittelstands. Nur der Vertreter der Socialdemokratie, Abg. Verhältnisse an. Erst nach dem Sieg der durch die Entwicklung der auf eine ganze Reihe von Schwierigkeiten aufmerksam und ließ un- slob, trat dem demagogischen Schwindel entgegen und begründete Industrie wenigstens zur wirtschaftlichen Herrschaft gelangten verblümt durchblicken, daß das ganze Steuermachwerk eine ziemliche feinen Standpunkt damit, daß er die Wirkung eines derartigen Ge Bourgeoisie fönnte aber erfahrungsgemäß auch die proletarische liderliche Arbeit sei. Aber als höflicher Mensch sagte er zu, daß die fezes für den Schutz des Mittelstands bestritt und die Konzentration Stlaffenbewegung fulturellen und politischen Einfluß gewinnen. Regierung gern bereit sei, die Vorschläge in Erwägung zu nehmen der Betriebe als ein immanentes Gesetz der kapitalistischen und zu sehen, ob sich ein befriedigendes Gesetz daraus gestalten Produktionsweise eingehend nachwies und mit drastischen Beispielen lasse, falls ein diesbezüglicher ständischer Beschluß an sie gelange". aus allernächster Nähe belegte. Die Debatte über die WarenhausHier stedt der Pferdefuß, denn zwei Tage vor Schluß des Landtags steuer wird morgen fortgesetzt.ist eine Beratung in der ersten Kammer nicht mehr möglich, und Arbeitsplan der Parlamente. Eine parlamentarische Kor- damit fällt die Voraussetzung eines ständischen Beschlusses". Wahrscheinlich wirft die Regierung den Herren Dr. Mehnert und respondenz meldet: Ju unterrichteten Kreisen gilt es jetzt als sicher, daß die Georgi ihre Stenerprojekte jetzt eben so vor die Füße, wie diese es Session sowohl im Reichstag wie im Landtag über einst mit den Projekten der Regierung gethan haben. Aber was Pfingsten hinaus, bis Ende Juni, sich erftreden wird. dann? Deutsches Reich. diesen weil die Wer Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Am Donnerstag verhandelte die Essener Straffammer gegen den aus Berlin gebürtigen Klempner Gustav Müller wegen Majestätsbeleidigung. Die bea leidigende Aeußerung, die sich gegen die Person Wilhelm II. richtete, ist im Kreise von Bekannten des Angeklagten gefallen. Die Ver Handlungen wurden unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt. Das Urteil lautete auf 3 Monate Gefängnis. Die Rheinische Zeitung" meldet: Wegen Majestätsbeleidigung, des deren er sich am Abend nor Kaisersgeburtstag zu Osberghausen in einer Wirtschaft schuldig gemacht haben soll, wurde von der Strafkammer zu Köln der frühere Lehrer. jetzige Kommis und Handlungsreisende Joseph Günther aus Osberghausen bei verschlossenen Thüren zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Des Drefchgrafen Selbstverteidigung. Der edle Graf Pückler- Klein- Tschirne ist, wie bereits gemeldet, von dem Bezirksausschuß in Glogan unwürdig seines Amtes befunden worden und seines Postens als Amtsvorsteher enthoben worden. Damit verliert Preußen seinen originellsten Amtsvorsteher, und es ist bedauerlich, daß der Bezirksausschus so wenig Verständnis für den Humor des Grafen gezeigt hat. Warum soll Graf Büdler nicht weiter in klirrender Bildersprache Bildung und Aufklärung verbreiten? " Das hat der Graf Pickler auch selbst vorwurfsvoll gefragt, als er in der folgenden großartigen Verteidigungsrede seines Wesens Wollen und Streben enthüllte. Diese Rede aber lautete, der Staatsbürger- Zeitung", diesen Reichs- Anzeiger" von Klein- Tichirne zufolge, fo: Zunächst, meine Herren, bemerke ich, daß ich mich in meinem Leben stets so benommen habe, wie es sich ziemt für cinen föniglich preußischen Amtsvorsteher und für einen preußischen Edelmann, und ich möchte doch denjenigen sehen, der es wagen sollte, mir irgend eine unehrenhafte Handlung vorzuwerfen; dem Manne würde ich ins Gesicht springen mit der Schärfe meines guten Schwertes und würde ihm beweisen, was es heißt, mich ungerecht zu beleidigen. Heutzutage aber werden verständige Leute vor den Kopf gestoßen. Wenn die Regierung so weiter fortfährt, dann wird allerdings bald der Zusaminenbruch erfolgen, die Katastrophe und das Debacle und dann werden die Herren Minister, die Herren Präsidenten und Oberpräsidenten, die Geheimen Räte und alle die Herren vom Grünen Tisch, die werden dann zuerst zu Grunde gehen. Spanien. " " mit einer der erstklassigen europäischen Mächte kaum mehr als eine Wolfffchen Depeschenbureaus" neuere Mitteilungen: Ueber die Unruhen in Spanien bringt folgendes Telegramm rage der Zeit bleiben. Mit jedem Jahr wird der Drud der anschwellenden Bevölkerung in talien und Madrid, 10. Mai. Saragossa wurden heute mittag die Läden geschlossen. Im Laufe wie Italien große Ansiedelungen In Madrid, Valladolid, Burgos und Deutschland größer und schon haben sowohl Deutschland ihrer Völker in Siddes Ministerrats erklärte Ministerpräsident Silvela in Bezug auf die amerita, besonders in Brasilien und Argentinien. Es ist Grund Schließung der Läden, die Regierung achte alle politischen Meinungen, zu der Annahme vorhanden, daß die deutsche Regierung seit langen werde aber die Ordnung energisch aufrecht erhalten. In Bezug auf Jahren Brasilien als ein günstiges Gebiet für deutsche die Unruhen in Barcelona erklärte der Ministerpräsident, dieselben Kolonisation betrachtet hat. seien das Werk einer feden Minorität. Gerüchtweise verlautet, eine Die Argumentation des englischen Blatts ist nur die unsrer amtliche Depesche melde, daß in Valencia crnste Unruhen aus Weltmachtpolitiker. Wie oft hat man darüber geklagt, daß gebrochen seien. die überschüssige deutsche Volkskraft dem Ausland zu gute komme, Dies Telegramm erhielt durch. eine Privatdepesche der„ Bosi. daß deshalb Siedelungstolonien erworben werden müßten. Man darf sich also nicht darüber beschweren, daß Amerika jetzt ver 3tg." folgende Ergänzung: Madrid, 11. Mai. Der gestrige Schluß der Geschäfte in ständlich Drohungen ausstößt und England- wenigstens thut das sich Amerika als Bundesgenossen offeriert. ganz Spanien war fast überall, besonders aber in Madrid, Valencia die Sunday Special" und Sevilla, von Tumulten begleitet, wobci Gendarmen durch Steinwürfe verlegt, Aufrührer verwundet und ver= Partei- Nachrichten. haftet wurden. In Valencia wurde ein Mann getötet. In Barcelona ging's noch bedenklicher her. Ein förm= Wahlmache. Die Kreuz- Zeitung" kann es sich nicht ver licher Straßeukampf fand statt. In einem südlichen Vorort neifen, über unsre gestrige Notiz zu der Wahl im Wahlkreise Offenwurden Barrikaden gebaut. Die Aufrührer schossen auf die burg- Scht einige wirklich recht unangebrachte Bemerkungen zu fuüpfen. heraustürmende Gendarmerie. Diese mußte durch Sappeurs und Sie findet unter anderm darin den besten Beweis, daß die Abgabe Mineurs verstärkt werden zur Einnahme der Barrikaden. Viele focialdemokratischer Stimmen hauptsächlich eine Folge der Wahlmache Aufrührer wurden getötet, die ganze Straße war blut- und erst in zweiter Linie die Erscheinungsform einer wirklich getränkt. Bestimmte Angaben stehen noch aus. Die Regierung revolutionären Gesinnung ist". ist entschlossen, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Heute wird über Barcelona der Kriegszustand verhängt. Barcelona, 11. Mai. Gestern abend erneuerten sich die Ruheftörungen. Einige Voltshaufen errichteten Barrikaden und empfingen die Gendarmerie mit Gewehrschüssen. Die Gendarmerie erwiderte das Feuer. Es wurden auch von Terrassen und Baltonen auf die Gendarmerie Schüsse abgegeben. Wie es heißt, wurden mehrere Perfonen verwundet. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Ordnung ist wieder hergestellt. Es geht das Gerücht, daß der Belagerungszustand erklärt werden soll. " Wahlmache" ist ein recht gefährliches Wort im Munde der Herren Konservativen; konservative Wahlen sind allerdings in der Regel das Ergebnis einer schamlofen Wahlmache unter Mißbrauch der wirtschaftlichen und der öffentlichen Macht, die in den Händen der konservativen Macher liegt. Die Krenz- Zeitung" möge die Berichte der Wahlprüfungskommission über konservative Wahlen, zum Beispiel über die des Herrn v. Löbell, des Herrn v. Stumm, des Herrn v. Bolenz usw. usw. studieren fie hat es vermutlich auch gethan dort kann man erfahren, von wen Wahlmache getrieben wird. Wir betreiben keine Wahlmache und wir brauchen keine; wir brauchen nur Aufklärung und Aufrüttelung der Massen, die von den Konservativen systematisch in Unwissenheit und Trägheit erhalten, und nur erst, wenn diesen die socialdemokratische Agitation auf den Nägeln brennt, durch Wahlmache mit Gewalt an die Irne getrieben werden. Sevilla, 11. Mai. Gestern fanden hier Ruhestörungen statt; man schleuderte Steine in die Räume des Militärkasinos. Die Man hat mir vorgeworfen, ich habe durch meine Reiterfeste, Gendarmerie trieb die Menge auseinander, welche Widerstand zu die ich mit den Bauern der Umgegend von Zeit zu Zeit ver- leisten fuchte. Mehrere Civilpersonen und einige Polizeibeamten anstaltete, die Würde des Amtsvorstehers verletzt. Nu, meine wurden verwundet. Das Militär besetzte die Straßen und stellte die Herren, ich bin allerdings mitunter bei Morgengranen, wenn Ruthe wieder her. die andren Lente noch in den Federn lagen, mit TrompetenEin Herold- Telegramm aus Paris meldet: Der„ Soir" bes geschmetter durch die Dörfer geritten; da ist die ganze richtet aus Madrid, daß die gestrige Sundgebung der Kaufleute und demokratische Presse über mich hergefallen, weil sie unfähig Industriellen im ganzen Land allgemein gewesen ist. Aus 49 Soupt war, zu verstehen, was ich mit diesem Stitt beabsichtigte; und 60 andren Provingstädten find gleichlautende Meldungen einich hatte damit einen ernsten socialen Zweck im Ange: ich gelaufen, daß fämtliche Läden und Magazine geschlossen ge- weiterreichende Pläne zu sein. Schon am Tage nach der Maifeitr wollte die Bauern etwas aufrütteln aus ihrem folossalen wesen find. Stumpffinn und wollte fie durch Reiterfeste enthusiasmieren Barcelona, 11. Mai. Heute Nachmittag erfolgte abermals und begeistern. Wir preußischen Edelleute haben die heilige Ver- ein Zufammenstoß zwifchen Unruhestiftern und Polizei. Der Wagen pflichtung uns zu fümmern um bie Leute; wir müssen die und Straßenbahn- Verkehr ist eingestellt. Massen wieder fammeln um unsre alten und berühmten Fahnen; denn wenn wir dies nicht thun, dann kommen die Ein altes Muster in neuer Auflage. Wir teilten schon mit, daß man in Halle einen Prozeß wegent Veranstaltung eines verbotenen Umzugs vorbereitet und daß man fich dazu 31 Teilnehmer an dem Maispaziergange ausgesucht hat. Diefer Inzugsprozeß scheint aber nur die äußere Form, für viel wurde in der bürgerlichen Bresse Halles die Behauptung aufgestellt, daß an der Maidemonstration guhälter in großer Zahl beteiligt gewefen feien. Unser Hallesches Parteiblatt frat dieser Behauptung mit der nötigen Entschiedenheit entgegen. fonnte man die Sache als abgethan ansehen, Damit da mant Diese Annahme criveist sich nunmehr doch als zu optimistisch. Bulgarien. freisinnigen und demokratischen Hezer, welche den Leuten den Maßnahmen, um den Aufstand zu unterdrücken Zur Bauernerhebung. Die Regierung ergreift energische wohl zu der Annahme berechtigt fein konnte, daß irgend ein von der Ve- moralisch verkommenes Subjekt diese für anständige Leute längst größten Infium vorreden, und dann geht sie auf, die häßliche feitigung der Zehntsteuer und andren Schritten zur Hebung, der abgethane Verleumdung der Socialdemokratie des Zeilenhonorars und giftige Saat, wie Sie ja alle ſehen: tönnen hier im troftlofen Lage der revoltierenden Bauern hört man natürlich nichts. wegen wieder einmal hervorgehucht habe. Gloganer Kreise; denn nirgends in ganz Schlesien haben wir so Die Offiziere und Unteroffiziere zweier Compagnien verbummelte, so troftlose und so jammervolle volitische und ſociale des in Nu stich uk garnisonierenden Isfer- Regiments. Es schreibt jetzt der Hallesche" Generalanzeiger": Verhältnisse wie hier; warum? weil die Judenbaude in der sowie der Kommandant desselben Regiments. Oberst Georgiew, hierigen Gegend regiert und weil ein großer Teil des Streises find infolge der Vorgänge von Trestenit in militärgerichtliche diesem Gesindel nachläuft, anstatt energisch Front dagegen zu untersuchungshaft genommen worden. machen; hier muß mit eiserner Faust dazwischengeschlagen werden, sonst kommen wir nicht heraus aus dieser jüdischen Jammerwirtschaft. Die beiden genannten Compagnien stehen im Verdacht, sich allzu willig von den fie umringenden Bauerumaisen haben entivaffuen u lassen. Auch sind bereits Kriegsgerichte in den unter Belagerungszustand gestellten Bezirken konstituiert worden. Um völlige Nuhe herzustellen, beabsichtigt die Regierung, die Reserven mehrerer Jahrgänge einzuziehen, um die Dörfer von waffenfähigen Mannschaften zu entblößen. Eine Maßnahnte, die nur eine neue wirtschaftliche Schädigung der Bauern bedeuten würde. Rumänien. " Ich bin ferner angeklagt, durch meine antisémitischen, Reden die Würde des Amtsvorstehers verlegt zu haben: ich wünschte nur, meine Herren, daß jeder Amtsvorsteher feine Pflicht so erfüllen würde, wie ich, und überall so energisch für Deutichtum, Christentum und Vaterland einträte, dann würden wir bald bessere sociale Zustände im Lande haben, als jetzt, und brauchten us nicht herumzuärgern mit einem fremden, her: gelaufenen Volk. Ich habe mir durch meine politische Thätig- Bukarest, 10. Mai. Ein Lehrer Namens Constantiniu, welcher teit schon die größten Unannehmlichkeiten zugezogen; ich habe infolge eines gegen ihn durchgeführten Prozesses seiner Stelle ent zweimal vor Gericht gestanden, ich bin zweimal angeklagt und hoben worden war, erschien heute beim Unterrichtsminister Istrati in zweimal freigesprochen worden. Nehmen Sie sich ein Beispiel. Audienz. Nachdem er einige erregte Worte an den Minister gemeine Herren, an jenen schneidigen Richterkollegien; das waren richtet hatte, zog er einen Revolver aus der Tasche. Anwesende BeMänner, die das Herz auf dem richtigen led hatten dienstete entwaffneten Constantinin und übergaben ihn der Polizei. und die ihre.Volksgenossen nicht im Stich ließen Beim ersten Verhör erklärte er, er habe in Gegenwart des Ministers in schwerer Stunde. Aber auch von ihnen erwarte Selbstmord verüben wollen. Die Untersuchung wird flarstellen, ob ich heute, daß Sie Sich als rechte Männer, als wahre Christen, es sich um einen Wordanschlag oder einen Selbstmordversuch ala wadere Batrioten zeigen und ein freisprechendes Urteil handelt. fällen werden; denn Sie sind ja Menschen, die menschlich fühlen und ein Gewissen in der Brust haben, das Ihnen laut und vernehmlich fagen wird, daß diefe ganze Auflage haltlos und ungerechtfertigt ist. Sollten Sie jedoch dennoch zu einem verurteilenden Erkenntnis gelangen, dann werden Sie es an sich selbst erfahren, was es heißt, unschuldige Leute zu verurteilen." Twz dieser Rede ist der edle Graf verurteilt worden, und zwar bon feinen eignen Standesgenossen. Er wird min seine Reiterfeste als Privatmann ausführen müssen; aber er mag sich vor dem Groben Unfug Paragraphen in acht nehmen. Daß dieser Mann, au dessen geistiger Verfassung füglich kein Zweifel bestehen kann, als Führer von den Antisemiten beschlagnahmt wirdtennzeichnet diese Partei. Ausland. Oestreich Ungarn. Afrika. Kumaffi gefallen? Aus Affra, der an der Goldküste gelegenen Hafenstadt, wird dem„ Renterschen Bureau" gemeldet, daß das Gerücht umlaufe, daß Sumaisi, die Ashanti Stadt, in der der Gouverneur mit den Hauffatruppen eingeschloffen ist, gefallen fei. Bom Kolonialamt wurde auf Anfragen mitgeteilt, daß keine Bestätigung des Gerüchts vorliege. Die Telegraphenlinie nach Brahsu ist unterbrochen. Der Aufstand gewinnt an Ausbreitung, auch hat es den Anschein, als ob die Stämme der Akims, Krohus und Shorangas heimlich mit den im offenen Aufruhr befindlichen Stämmen fonspirierten. Amerika. 9 " " Go " Bur Maifeier. Das socialdemokratische Wolfsblatt" schreibt mit Bezug auf unsre Mitteilung, daß gegen Herrn Swienty und dreißig andre Teilnehmer, am Spaziergang" wegen Veranstaltung cines verbotenen mizugs beziehungsweise Teilnahme an demselben Etrafanzeige erstattet ist: werden wir also noch eine zwveite Maifeier vor Gericht erleben. Uus wird diese gewiß Vergnügen bereiten, ob der Polizei auch, ist eine andre Frage." Es ist wohl ohne weiteres anzunehmen, daß die Polizei derartige Anzeigen des Vergnügens" wegen nicht er jocial, stattet. Aber auch das Vergnügen des demokratischen Organs dürfte eine wesent liche Einschränkung erfahren, wenn auf der Auflagebank neben bisher unbestraften Arbeitern auch seche notorische Lattcher und Zuhälter Plaz nehmen." int Dazu schreibt unser Hallesches Parteiblatt unter anderm: „ Es wird sich die Gelegenheit finden, an Gerichtsstelle, die fajamlose Verlogenheit der hiesigen Bresse, die besonders den Berichten über unsre Maifeier zu tage getreten ist, gebührend zu brandmarken; vielleicht gelingt es auch, in so manche dunklen Gänge hineinzuleuchten. Wenn nicht alles trügt, ist die Teilnahme einiger anrüchiger Elemente an der Maifeier, die von uns selbstverständlich beim besten Willen nicht hätte verhindert werden können, eine perfide Spigelthat ge wesen. Die Bassermannschen Gestalten, die bei dem Rencontre am Paradeplay im Hintergrunde Steine zu sammeln aufingen, sahen ganz danach aus, als ob sie bestellte Arbeit verrichteten." „ Mancher Umstand, der uns nachträglich bekannt geworden ist, läßt nur den Schluß zu, daß gewisse Leute der Maifeier mit großen Hoffnungen entgegengesehen haben. Vielleicht gelingt es, den Schleier zu lüften. Es ist nichts so fein gesponnen, als daß cine focialdemokratische Spürnase nicht dahinter zu kommen ver möchte." Es scheint denmach wirklich, daß der planmäßig angelegte Versuch vorliegt, das um seine wirtschaftliche und politische Befreiung fämpfende Proletariat dadurch zu diskreditieren, daß man es in Zum Fall Root. Die Rede des Striegsministers Noot scheint Busammenhang bringt mit Zuhältern, diefem Abschaum der forrupten nach einer Korrespondenz der Rhein- Westf. 3tg." aus New York bürgerlichen Gesellschaft, der ein ebenso elles Kennzeichen dieser Gedenn doch nicht auf eine bloße Verstimmung, sondern auf ernstliche fellschaft ist, wie beispielsweise die harmlosen". Man ist geneigt, Befürchtungen zurückzuführen zu sein, die die Vereinigten Staaten beut einen solchen Versuch kindisch zu finden. Indes, er wird bezüglich deutscher Stolonialerwerbungen in Brasilien hegen. Heiße gemacht und es wird dafür gesorgt werden, daß die Unternehmer Die studentischen Raufereien vom 9. Mai haben sich am es doch jagar, daß das Staatsdepartement die Konsuln in Süd- gründlich abgeführt werden. Bormittag des 10. Wai wiederholt. Wieder war das Vestibule der amerifa und in Deutschland zur besonderen Berichterstattung auf Universität zum Stampfplay ausersehen worden. Als die Mitglieder gefordert habe. Die Berichte des amerikanischen Generalkonsuls in Maifeier in Rußland. Die diesjährige Maifeier in i Ina dreier klerikaler Studentenverbindungen in Couleur erschienen, Sio de Janeiro, Engen Seeger, verrieten allerdings feinerlei Be- verlief glänzend. Schon einige Tage vor dem 1. Wai wurden in war das für die deutsch- nationalen Studenten das Zeichen forgnis, obwohl darin den wirtschaftlichen Bestrebungen des deutschen der ganzen Stadt Flugblätter verbreitet, in denen die Arbeiter, Die forderungen dargelegt wurden. Die Blätter wurden sowohl in den ihren Opfern zu trennen. Die fleritalen Studenten wurden zum Deutschen, heißt es in einem Bericht, zählen zwar 300 000 Köpfe und Säufern verteilt, als auch allenthalben angeklebt. Selbst in den Thore deutsch nationale Studenten wurden dem Rektorat vorgeführt. Der Rektor verbot bis auf Ginfluffies fehr ifoliert und feien auf Wahrung ihrer Rósafen auf ihren kleinen ruppigen Pferdchen, die Knute im Sattel, hielten sich trotz ihres großen finanziellen und kommerziellen Theatern sah man sie. Ain 1. Mai felbst war das ganze Militär auf den Beinen. weiteres das Farbentragen und bedrohte fünftige Unruhestifter mit nationalen Eigentümlichkeiten bedacht, allein fie den schärfften Maßregeln. Nachmittags wiederholten sich die Erceffe. bewiesen auch keinerlei Abneigung gegen ihr adoptiv durchritten vom frühesten Morgen an die Straßen. Die klaffens Deutsch- nationale wie klerikale Studenten versuchten in geschlossener Waterland. Auch seien unter den 300 000 Deutschen noch feine bewußten Broletarier ließen sich aber dadurch nicht einschüchtern. Kolonne ins Parlament einzudringen. Es kam zu heftigen 200 beutsche Unterthanen. Natürlich verweist auch die„ Rhein- Westf. Gegen 8 Uhr früh kamen sie heraus aus den Höhlen des Blends Raufereien mit der Polizei, die schließlich das Eindringen der Zeitung" das Gerücht von der Abficht deutscher Kolonialeriverbungen und begannen, sich auf dem Newsky Prospekt zu sammeln. Männer beiden feindlichen Haufen nicht verhindern konnte. Nach lebhaftem Debattieren zwischen Studenten und entbehren, jedenfalls tragen die flottentollen Blätter vom Schlage kennzeichneten sich die Demonstranten. in das Bereich der Fabel. Mag das Gerücht auch jeder Begründung und Frauen, jung und alt ftrömte herzu. Durch rote Bändchen Nach kurzer Zeit war der 23achleuten wurde vier Studenten gestattet, in das Par- der Rhein- Westf. Ztg." für die Entstehung desselben in erster Linie Newsky Prospekt fowie die benachbarten Straßen von einer tausend Tamentsgebäude einzutreten. Die vier Studenten begaben sich die Berantwortung, find doch gerade sie es gewesen, die zu löpfigen Menge dicht gefüllt, die nun begann, sich in musterhafter zun christlich- socialen Reichsrats- Abgeordneten Dr. Weistirchner und Gunsten der Flottenvermehrung stets auf die angebliche Notwendig- Ordnung durch die Straßen der Stadt zu bewegen, begleitet von berichteten ihm über die heutigen Vorgänge an der Universität. teit hingewiesen haben, den vielen Hunderttausend Deutschen im den Kojaken, die die Mitte der Straßen einhielten. Zwei Stunden Die Herren Studenten werden wegen ihres thätlichen Wider Ausland durch eine starke Flotte Schutz zu gewähren. Fühlen sich dauerte der Riefenspaziergang um 10 Uhr ging alles wieder stands gegen die Polizei schlimmstenfalls mit ein paar Tagen Karzer die Deutschbrasilianer, die man dabei stets in erster Linie ruhig auseinander. Das Militär verhielt sich ruhig und deshalb davonkommen, während die Warschauer Arbeiter wegen ganz des mit im Auge hatte, in Brafilien wohl, fo war auch Eindruck der Demonstration auf das Bürgertum der Stadt war ein fam es zu feinerlei Störungen und zu keinerlei Verhaftungen. Der selben Vergehens mit lebenslänglicher Verbannung das Gerede von dem Schutz dieser ausgewanderten Deutschen nach Sibirien bestraft und ihre östreichischen Brüder überflüssig. Und wenn auch die Regierung an Kolonial- fehr tiefer. in ähnlichen Fällen schon zu schweren Kerferstrafen verurteilt erwerbungen in Südamerika nicht denken sollte, so haben doch unfre In Kijew wurde am 1. Mai ein Flugblatt verbreitet. In Weltmachipolitiker derartige Projekte mehr als einmal mit bestem den Flugblättern werden neben den reinen Arbeiterforderungen, wie Achtstundentag, Ausdehnung der Arbeiterschutz Gesetzgebung. Behagen erörtert. Das Ausland fonnte dies müßige Geschwäß gar London, 11. Mai. Unterhaus. Unterstaatssekretär Bro drid nicht anders deuten, als jetzt die Londoner Sunday Special", die Koalitionsfreiheit 2c., auch allgemeine politische Forderungen erhoben. So fordern sie Preßfreiheit, Oeffentlichkeit des Gerichtsverfahrens teilt mit, daß wegen des Angriffs chinesischer Dorfbewohner auf die sich über den Fall Root wie folgt ausläßt: britische Kommission, welche die Grenze des Gebiets von Wei-... Roots Rede hat große Eenfation hervorgerufen, aber im fiir alle, auch für die politischen Prozeffe, Gleichberechtigung der haiwei reguliert, die chinesischen Mitglieder der Kommission ge Grunde genommen ist es gar keine Frage, daß er vollständig Nationalitäten und Konfeffionen usw. bis zu einer konftitutionellen Verfassung. wünscht hätten, die Fortsetzung der Grenzregulierungsarbeiten hinaus recht hatte. Wenn die Vereinigten Staaten sich damit begnügten, zuschieben, der Leiter der britischen Kommission sei aber angewiesen die Monroe Doktrin auf Nordamerika อิน beschränken, Nachwehen der Maifeier in Italien. Socialistische Bürgers worden, die Arbeiten fortzusehen, gleichviel ob die chinesischen würde die Gefahr einer Stomplikation mit europäischen Mächten nicht meister verschiedener Städte hatten den Tag der Arbeit dadurch Kommissare sich daran weiter beteiligen oder nicht. Dem britischen bestehen, aber sobald die Vereinigten Staaten sich zu der Auffassung geehrt, daß sie die Schulen an diesem Tag geschlossen und den ersten Kommissar seien Verstärkungen gesandt worden, und er habe neigen, daß keine europäische Macht das Recht besitzt, in Südstädtischen Beamten und Arbeitern freigegeben hatten. Die Bürgera gefterit gemeldet, daß die Lage im allgemeinen beruhigend sei.- amerika in irgend einer Weise zu intervenieren, muß ein Krieg meister diefer Städte find darauf auf Anweisung des Ministers von wurden! England. . B " hren Aemtern suspendiert worden. Das ist geschehen in Lecco, 1 Jahr 1898 beigefügt erhielten die Mitglieder: auf der Reise sezlich vorgeschriebenen Form entbehrte. Diese Ansicht bekämpfte Suzzara, Gublia und andren Städten. Die Gemeinderäte der ge- 114 882,37 m.( 115 177,51 M.), am Orte 159 205,75 M.( 141 688 M.), der Verteidiger in der Berufungsinstanz, indem er darauf verwies, nannten Städte haben aber ihren Bürgermeistern Vertrauensvoten wegen Maßregelung 33 834,30 m.( 41 399,20 m.) beim Umzuge daß eine im 14. Bande der Entscheidungen des Reichsgerichts in ausgestellt und wollen den Maßregelungen Widerstand entgegen 11 228,61 M.( 7755 M.), in außerordentlichen Rotfällen 476 M.( 407,30 m.), Civilsachen abgedrudte Entscheidung feinen Zweifel darüber laffe, bei Krankheit 458 899,32 m.( 872 138,13 m.), bei Invalidität daß die Anficht des Schöffengerichts eine irrige und die Benußung sezen. Eine Landeskonferenz der Socialdemokraten Siebenbürgens 82 632,25 W.( 67 949 M.), in Todesfällen 25 316,40 M.( 19 197,50 M.), faffimilierter Unterschriften zulässig sei. Die Straftammer war derwird während der Pfingstfeiertage in Kronstadt abgehalten werden. für Rechtsschutz 963,23 M.( 797,20 m.), die Verwaltungskosten bes felben Ueberzeugung, fie hob das erste Urteil auf und wies die trugen 59 642,91 m.( 43 054,46 M.) und sonstige Ausgaben in der Sache an die erste Instanz zurück, damit der Angeklagten nicht eine Hauptverwaltung 63 016.15 M.( 38 181,18 m.). Instanz verloren gehe. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Abrechnung weist eine sehr hohe Krankenziffer auf. Von der gefamten Mitgliederzahl entfallen auf jedes Mitglied 12 Krankentage. Ünter Buhilfenahme, der Krankheits- und Sterblichkeitsstatistik ist feftzustellen, daß 30,5 Proz. aller Patienten an Brust und Lungenfrankheiten leiden und 62,6 Proz. aller Gestorbenen der Berufsfrankheit zum Opfer fielen. Die Berliner Gewerkschaftskommiffion hat ihren Jahresbericht für das Jahr 1899 herausgegeben. Die Broschüre enthält eine übersichtliche Zusammenstellung der Thätigkeit des Kartells. Auf Trotz der allgemein günstigen Geschäftsperiode fehlt es 1124 Mit den Inhalt einzugehen erübrigt sich, nachdem wir bereits früher von dem mündlichen Bericht, der den Delegierten erteilt wurde, aus: gliedern an Arbeitsgelegenheit, auf jedes Mitglied berechnet kommen führlich Notiz genommen haben. Allen, die sich für die Gewerkschafts- im Jahr 15 Tage Arbeitslosigkeit. Mit der in Liquidation befind bewegung interessieren, ein zusammenfassendes Bild der Berliner lichen Invalidenkasse hat der Verband ein Vermögen von rund Lohnkämpfe und der nützlichen Thätigkeit gewerkschaftlicher Organi 3 Millionen Mart. Der vereinbarte Tarif ist in 995 Orten bei fationen gewinnen wollen, fann die Broschüre empfohlen werden, sie 3070 Firmen mit 34 000 Gehilfen durchgesetzt. ist zum Preis von 20 Pf. in der Buchhandlung Vorwärts zu haben. Die Lohubewegung der Schuhmacher der besseren Maßgeschäfte ist in dieser Woche zu Ende geführt worden. Es hat sich bei dieser Bewegung hauptsächlich darum gehandelt, einige Ungleich heiten in dem Tarif, welche nach dem Streit vom Jahre 1896 bestehen blieben, auszumerzen. Dieses ist auf dem Wege der Verhandlungen erreicht worden. In Betracht tamen namentlich sechs Werkstätten, welche ca. 120-150 Arbeiter beschäftigen. Die Lohnerhöhungen betrugen bei den betreffenden Artikeln 25 Pf. bis 1,25 m. pro Paar. Die Aussperrung der Berliner Stockarbeiter ist beendet. Wie bekannt, wurden am 1. Mai 80 Stodarbeiter ausgesperrt. Darauf haben die Arbeiter folgende Forderungen an die Fabrikanten gestellt: I. Die Anerkennung des 1. Mai als Feiertag und Freigabe des= selben für die kommenden Jahre. II. In den Werkstätten, wo noch einzelne Kollegen unter dem Minimallohn arbeiten, denselben einzus führen. III. Wo noch Ueberstunden ohne 25 Prozent Aufschlag gearbeitet werden, auch diesen zu bezahlen. Versammlungen. Eine gut besuchte Versammlung der Dachdecker tagte am Mittwoch im Englischen Garten. Gehl referierte über: Die StreifKlausel in den Bauverträgen der Unternehmer mit der Stadt Berlin. Dem Redner wurde für seine Ausführungen reicher Beifall gezollt. Die Resolution, welche energisch Protest gegen derartige Maßnahmen erhebt, wurde wie in den 4 großen Bauhandwerker- Bersammlungen auch hier einstimmig angenommen. Zum Punkt 2: Ob die Beschlüsse der Meisterschaft auch zur Durchführung gelangt sind, wurde berichtet, daß die Vereinbarungen Nur bei der Firma Hartleib ist Unfre Juftiz. Die Staatsanwaltschaft in 2 bed hat gegen bei allen Firmen bewilligt sind. den Genossen Sasch wegen Vergehens gegen§ 158 der Gewerbe- nicht bewilligt. Diese ist aber mehr ein Gerüstverleihgeschäft, wo Ordnung Untersuchung eingeleitet. Kasch soll durch die Notiz, daß Dachdecker weniger in Frage kommen. Sodann wurde die Mitteilung von dem Ableben des Kollegen das Gewerkschaftstartell über alle Braunbier- Brauereien den Boylott verhängt habe, und durch die Notiz, daß Zuzug von den Fabriken Joseph Hente gemacht, welcher durch Absturz verunglückt war. Die fernzuhalten sei, welche ihre Arbeiter ausgesperrt haben, sich der Verrufs: Bersammlung ehrte das Andenken in der üblichen Weise. Erklärung schuldig gemacht haben. Auch gegen die Kartellkommission Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am fcheint man auf demselben Wege vorgehen zu wollen; wenigftens entfaltet 6. Mai feine ordentliche Generalversammlung bei Graumann, die Kriminalpolizei eine eifrige Thätigkeit in Sachen des Braunbier Naunynstr. 27, ab. Herr Dr. Sommerfeld sprach in einem sehr lehrBoykotts. Die Unternehmer werfen tausend Arbeiter aufs Pflaster reichen Vortrag über„ Gewerbekrankheiten, deren Ursachen und Verund schneiden ihnen durch Verrufserklärung jede Möglichkeit ab, hütung." Dem Vortrag folgte eine furze Diskussion. Alsdann gab anderweitig Arbeit zu finden. Dagegen hat die lübijche Staats- der erste Staffierer Hensel die Abrechnung von der Urania- Vorstellung, anwaltschaft nichts einzuwenden. Genosse Stasch warnt vor Zuzug, die einen Ueberschuß von 20,90 M. ergab. Es folgte die Abrechnung da genügende Arbeitskräfte vorhanden sind, und die libische vom ersten Quartal 1900. Einer Einnahme von 995,25 M. stellt sich Staatsanwaltschaft erblickt darin eine Verrufserklärung! eine Ausgabe von 818 M. gegenüber, mithin verbleibt ein UeberDa zweifle noch einer an unsrer Rechtsgleichheit! schuß von 177,25 M. Als Delegierte zum Kongreß der lokalAusgewiesen. Auf Anordnung der bayrischen Regierung ist organisierten, durch Bertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften der Fabrikarbeiter Plantschitsch in München, aus Steiermark ge- werden die Kollegen Kleinlein und Haffner gewählt. Unter Vereinsbürtig, aus dem bayrischen Staatsgebiete ausgewiesen. Als Be- angelegenheiten ersuchte Kollege Bröjel, da die öffentliche Schuldengründung für diese Maßnahme giebt Herr Minister v. Feiligi tilgungskommission demnächst ihre Abrechnung giebt, die noch an, daß es nach dem Heimatsgeich mit Rücksicht auf die öffentliche restierenden Kollegen um sofortige Abrechnung. Nengewählt in die Wohlfahrt geschehe. Wie unser Münchener Partei Organ mitteilt, Arbeitsnachweistommiffion wurden Somrow und Kirchhöfer. Neu fann in dem Verhalten des Ausgewiesenen unmöglich diese Be- aufgenommen wurden 5 Kollegen. gründung eine Rechtfertigung finden. Der Betreffende arbeitet seit Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufseinem Jahr, während seines ganzen Aufenthalts in München, un genossen( Bahlstelle III) tagte am 8. d. M. im Dresdener Garten. Mehrere Arbeitersekretariate an einem Ort. Die durch unterbrochen in ein und demselben Geschäft. Aus seinem früheren Das Mitglied enkel hielt einen mit Beifall aufgenommenen den„ Vorwärts" bekannt gewordene Thatsache, daß in Waldenburg Arbeitsverhältnis fann er geradezu glänzende Zengnisse aufweisen, Bortrag über die Entstehung und Entwicklung unsrer Schrift. Gos Freunden der Arbeiter", von den Unternehmern errichtet wird, steht politisch ist der Mann nie thätig gewesen, nur an der Gewerkschafts- dann wurde unter Vereinsangelegenheiten beschlossen, im Monat bewegung nahm er teil. Das mußte also in Bayern die öffentliche Juli eine Dampferpartie zu arrangieren. Zum internationalen nicht vereinzelt da; auch in Nürnberg haben die Unternehmer sofort wohlfahrt stören! Wie sonderbar, während in Berlin nicht enden Kongreß bemerkt Dübelt, daß er demselben keine so große Be nach Errichtung unsres Arbeitersekretariats eine Auskunftstelle der wollende Freundschaftsbezeugungen zwischen den Monarchen beider deutung beimeffent fönne. Anstatt einer internationalen sei es deutsch- freifinnigen Partei" errichtet, ebenso besteht in München Staaten Deutschlands und Oestreichs ausgetauscht wurden, werden die richtiger eine nationale Widerstandstaffe zu schaffen. Hierauf wurde neben unsrem Arbeitersekretariat eine ähnliche Einrichtung der Centrumspartei und in Frantfurt a. M. erhält das Justitut für Genterthanen unsrer so befreundeten Nachbarn zum Reich hinaus beschloffen, nicht mehr als zwei Delegierte nach Paris zu schicken, fomplimentiert. und zwar je einen Druder und Lithographen. meinwohl neben unsrem Arbeiterfekretariat eine private Einrichtung gleicher Art. Bemerkenswert ist freilich, daß die Arbeiter durch die Benutzung dieser Justitute beweisen, daß sie ein sehr hohes Vertrauen zu unsren Einrichtungen, dagegen ein außerordentlich geringes zu den Sonkurrenzunternehmungen haben. Bezeichnenderweise gilt dies auch für die unorganisierten und die ländlichen Arbeiter. Diese Forderungen haben die Fabrikanten jetzt unterzeichnet und ist die Arbeit wieder aufgenommen. Für die Zukunft dürften die Herren Stodfabrikanten die Aussperrung ihrer Arbeiter nicht so leicht fertig betreiben. Deutsches Reich. neben unsrem Arbeitersekretariate ein zweites von den wahren Suciales. Alters: und Invalidenversicherung. Nach den Zufanimenstellungen des Reichs- Versicherungsamt liefen am 1. April d. 3. 343 341 Jnvalidenrenten und 194 869 Altersrenten. Lohnbewegungen der Lederarbeiter. Die Weißgerber in Die Unfallversicherung beim fächsischen Bergbau. Es Eklingen sezten auf dem Wege der Verhandlung eine Lohnerhöhung waren beim sächsischen Bergbau 1899 im ganzen 28 435 versicherungsvon 22,20 M. auf 24 M. und für Accordarbeiter entsprechende zu pflichtige Personen beschäftigt. Die Zahl der angemeldeten Unfälle lagen durch, für Lederfärber wurde der Stundenlohn um 3 Pf. erhöht. In derselben Weise erreichten die Weißgerber in Megingen betrug 3891; das ist bei rund 300 Arbeitstagen auf den Tag 12,97 eine Lohnerhöhung von 19 M. auf 20 M. und für das Winter- Unfälle. Unfallentschädigungspflichtig wurden davon nur 269, alle halbjahr die zehnstündige Arbeitszeit. In Neumarkt i. Schl. haben übrigen blieben in den Grenzen der Krankenkassenentschädigung. am 9. Mai sämtliche Weißgerber die Arbeit eingestellt, weil ihnen Tödliche Unfälle tamen 43 vor, 98 hatten dauernde teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folge. ihre Forderung: die Verkürzung der Arbeitszeit bon 11 auf 10 Stunden nicht genehmigt worden ist. Die Weiß- diente ein Arbeiter durchschnittlich im Steinkohlenbergbau 1076,71 M., Nach der Summe der anrechnungsfähigen Löhne berechnet, verbie Lohgerber und Lederzurichter gerber in Königsee und in Breslau befinden sich zur Zeit behufs Lohnaufbesserungen und im Braunkohlenbergbau 860,50 m., im Erzbergbau 812,89 m. und Berkürzung der Arbeit in Unterhandlungen. In den Lohgerbereien im Stallbergbau 772,25 M. 0 Im Verein der Fliesenleger sprach am 8. Mai Genosse Hinrichsen über Zweck und Nugen der Arbeiter- Organisationen". Alsdann wählte die Versammlung das Mitglied Franz Keller zum Delegierten für den am 24. bis 26. Mai stattfindenden Kongreß der Bertrauensmänner Centralisation. Ein Antrag, den Beitrag zum Streitfonds auf 50 Pfg. pro Woche zu erhöhen und die Kollegen, die nur drei Tage arbeiten, zu einem Beitrag von 25 Pfg. zu ver pflichten, wurde angenommen. Sodann wurde beschlossen, die regel mäßigen Versammlungen jeden ersten Donnerstag im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, stattfinden zu lassen. Der Krieg. Weiterer Rückzug der Boeren. Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts vom 10. Mai, 9 Uhr abends befagt: Ich hatte heute einen erfolgreichen Tag. Ich trieb den Feind von einem Ort zum andern. Die britischen Truppen von Piening u. Knecht in Elmshorn find Lohnverkürzungen vor- Ein Monopolbetrieb, aber fein staatlicher Muster- befinden sich jetzt 8 Meilen nördlich vom 8andfluß. gekommen. Seitens der Arbeiterschaft besteht die Absicht, falls sich betrieb ist der fachsen- meinigenſche Dach- und Tafelschieferbruch, Die Kavallerie und die berittene Jufanterie befinden sich in Venters die Angelegenheit nicht durch Verhandlung beseitigen läßt, energisch über beffen Arbeiterverhältnisse wenig erbauliche Dinge im vorigen burg. die Division Tucher bei Deelfontein, die Truppen Hamiltons dagegen Front zu machen. Die Weißgerber in Grimma feßten eine Jahr bekannt wurden. Wie wenig die ökonomischen Verhältnisse mit Kavallerie in Broadwood. Als ich zuletzt von ihnen hörte, waren Lohnerhöhung ohne Arbeitseinstellung durch von 21 auf 22,50 M. eine Sparsamkeit bei den hygienischen Einrichtungen und bei der fie auf dem Marsche nach den Kreuzwegen in der Nähe von BentersHamilton begegnete hartnädigem und legten laut gegenseitiger Vereinbarung diesen Lohn auf zwei Entlohnung der Arbeiter rechtfertigen, beweist der Rechnungsabschluß burg begriffen. Jahre fest. Das ernſteſte Bestreben ist bei den Lederarbeitern darauf für das Jahr 1899. In demselben betrug der Reingewinn Widerstande. Die Brigade Smith Dorrien war einige Stunden gerichtet, die elfstündige Arbeitszeit, soweit diefe noch vorhanden, in 3 229 893 m. gegenüber 2674 035 M. im Jahr 1898. Die Löhne, damit beschäftigt, Samiltons Nachhut zu schüßen. Die die zehnstündige zu verwandeln. Ein leichtes wäre es, das durchzu- die Lebensverhältnisse, die Arbeitszustände der dort Beschäftigten bisher gemeldeten Verluste sind unbedeutend. So ganz tampfesunlustig scheinen nach dieser Meldung die setzen, wenn nicht leider an jenen Orten die Organisationszugehörig haben an der Steigerung des Förderungswerts keinen Anteil. Boeren denn doch noch nicht zu sein. teit zu wünschen übrig ließ. Der Achtstundentag in einer indischen Baumwollspinnerei. Auch im Rüden von Lord Roberts beginnen die Boeren Wie rachsüchtig das Unternehmertum gegen unliebfam Im Februar wurde in einer Baumwollspinnerei Coorla( Swadeshi wieber Bebenszeichen von sich zu geben. Ein Telegramm besagt: gewordene Arbeiter die Hungerpeitsche schwingt, zeigt folgender Fall: Mills") der Achtstundentag an Stelle des bisherigen Zwölfftundentags Thabandhu, 10. Mai. Infolge einer Besprechung der Einem früher bei der Firma Becker, Eisengießerei in Leutsch bei eingeführt, wobei gleichzeitig jedem Arbeiter, der früher nur eine Boerenführer ist der Feind nach Süden zurückgekehrt und Leipzig, beschäftigt gewesenen Former, der wegen seiner Beteiligung Maschine zu bedienen hatte, die Ueberwachung zweier Maschinen hat jetzt eine Linie östlich von Thaban chu inne, welche fich am borjährigen Formerstreit jenen unmenschlichen Beschluß der überwiesen wurde. Die Löhne wurden so geändert, daß der Verdienst 20 Meilen von Norden nach Süden erstreckt. Die Kavallerie des zweijährigen Aussperrung über sich ergehen lassen mußte, war es der Arbeiter durch die Reduktion der Arbeitszeit nicht vermindert Generals Brabant hatte ein Gefecht mit einer feindlichen Patrouille. endlich nach langer Arbeitslosigkeit gelungen, in einer Fabrik in wurde, und trotzdem ergab sich eine Herabsetzung der Produktions- Man erwartet, daß es von neuem zum Kampfe kommen Markranstädt als Tagelöhner Arbeit zu erhalten. Der Fall wurde tosten um 25 bis 33 Proz.! Der Achtstundentag wurde so durch wird. jedoch ruchbar und der Unternehmer sah sich veranlaßt, den Arbeiter geführt, daß je 4 Stunden ununterbrochen gearbeitet wird; zwischen wieder zu entlassen. Dieser hat sich bereits viermal an feine den beiden vierstündigen Arbeitszeiten ist eine einstündige Bause für frühere Arbeitsstätte gewandt; hier ist ihm auch erklärt worden, daß die Mahlzeit eingeschaltet. Die Produktion der Swadeshi Mills ist Former eingestellt werden können, aber der Fabrikbefizer Beder sowohl der Quantität wie der Qualität nach dieselbe wie früher weigert sich ganz entschieden, ihn wieder zu beschäftigen und verweist unter der zwölfftündigen Arbeitszeit. Die Arbeiter verdienen dasihn an andre Geschäfte. Aber anderwärts ist es ihm um so weniger selbe, und die Betriebskosten sind wesentlich geringer. möglich, Arbeit zu erhalten, weil ihm im Bureau der Metallindustriellen kategorisch der notwendige Arbeitsschein verweigert wird. So ist es diesem Arbeiter, der weder vor noch nach dem Streik jemals eine führende Rolle spielte, nicht möglich, in Leipzig und Umgegend Arbeit zu erhalten, selbst nicht einmal außerhalb seines Berufs. Und dies alles nur deshalb, weil er von einem ihm gesetzlich zustehenden Recht Gebrauch machte und an seinen Berufsgenossen nicht zum Verräter wurde. Ein grober Unfug. Von der Erfurter Polizei erhielt ein verübt. Gerichts- Beifung. Auch General Buller scheint sich endlich rühren zu wollen. Wenigstens läßt folgendes Telegramm darauf schließen: Durban, 10. Mai. Bei den Truppen Bullers herrscht Icbhafte Thätigkeit, es werden aber keine Mitteilungen über die gegenwärtigen Bewegungen durchgelassen. Letzte Mitteilungen. Maseru, 10. Mai.( Meldung des Neuter'schen Bureau's). Die Freistaat Boeren konzentrieren sich in beträchtlicher Stärke in Ein großer Einbruchsdiebstahl- und Schlerprozeß wird Berteidigungs- Stellungen auf den Hügeln des Korannabergs oftam 15. d. M. die 3. Strafkammer des Landgerichtsbeschäftigen. wärts von der Linie Thabandhu- Winburg. General Rundle bezog Es handelt sich dabei um die Folgen der Aushebung eines großen gestern nacht ein Lager am Kleinen Leeuwfluß zwischen Thabanchu Hehlernestes in dem Keller des Obsthändlers Joseph Lüttgens, und Ladybrand. Friedrichstraße 52, welche der Kriminalpolizei im Februar d. J. ge Seidenstoffe Malergehilfe folgendes Strafmandat zugeschickt: aufgefunden, die aus dem Einbruchsdiebstahl bei Feibusch u. Sie haben am 15. April d. J. abends gegen 11 Uhr als Preuß, Leipziger- und Markgrafenstraßen- Ede, herftammten, ferner Die Torpedoboot- Flottille streifender Maler auf dem hiesigen Personen- Bahnhof Streit wurden zahlreiche andre gestohlene Sachen, Tuchballen, Gardinen, ist auf ihrer Sprizfahrt in Bingen angekommen. Dem in Wiesposten gestanden, hierbei den Fleischer Jülich angehalten und ge- Wäsche, Defatursachen 2c. aufgefunden, endlich founte die fragt, ob er ein Maler sei und somit groben Unfug Polizei in der Lüttgensschen Privatwohnung noch ein großes baden erscheinenden Rhein. Courier" wird darüber aus Bingen Lager gestohlener Gegenstände aller Art mit Beschlag bebom 11. Mai gemeldet: Heute mittag traf die Torpedoboot- Flottille hier ein und wurde Die Uebertretung wird bewiesen durch den Malermeister legen. Nach und nach wurden außer dem Lüttgensschen Ehepaar Theodor Jülich. noch 11 Personen zur Haft gebracht, die zum Teil als gefährliche von den Spizen der Behörden, den Vereinen und einer großen Es wird deshalb hiermit gegen Sie auf Grund des§ 360, Sollidiebe der Polizei fchon lange befannt sind. Am zahlreichsten Ehrentrunk kredenzt und darauf Burg Klopp besichtigt. Heute nachMenschenmenge empfangen. Im Rathaus wurde den Offizieren ein 11 des Strafgesetzbuchs eine Geldstrafe von 9 M., an deren Stelle, vorbestraft ist der Cigarrenmacher Robert hasse, in der Ver wenn sie nicht beizutreiben ist, eine Haft von drei Tagen tritt, brecherwelt der„ Brillenaffe" genannt, neben ihm werden der mittag fand im Hotel Victoria ein Festmahl statt. Während deshierdurch festgesetzt." Schlächter- Anton", der kleine Baul" und andre Vertreter der Verfelben traf ein Telegramm des Großherzogs von Hessen Wenn es nicht ein recht betrübendes Zeichen unsrer Rechts- brecherwelt auf der Anklagebant Plaz zu nehmen haben. Da die ein, in welchem der Großherzog mitteilt, daß er am Montag mit der zustände wäre, dann könnte man über den polizeilichen Einfall nur Berhandlung einen großen Umfang annehmen dürfte, wird sie im Flottille nach Mainz zu fahren gedente. herzlich lachen, man bekommt immer mehr Respekt vor dem nie kleinen Schwurgerichtssaal stattfinden. Zu den 25 von der StaatsLemberg, 11. Mai.( B. H.) Die Situation im Streikgebiet mangelnden Geschick der Polizei und Gerichte, dem groben Unfug anwaltschaft geladenen Zeugen haben die Rechtsanwalte Dr. der Holzarbeiter nimmt ein ernites Aussehen an. Es find immer noch neue Seiten abzugewinnen. Schwindt und Dr. Berthauer noch eine Reihe Entlaftungszeugen maffenhafte Broklamationen aufrührerischen Inhalts verbreitet, Der Verband deutscher Buchdrucker veröffentlicht foeben geladen, so daß etwa 40 Beugen zu vernehmen sein werden. was als Beweis gilt, daß die Bewegung einen politischen seinen Geschäftsbericht vom Jahre 1899. Danach zählt der Verband Die Benuhung von Faksimile- Unterschriften bei Eingaben Charakter annimmt. Bisher find 10 Compagnien Infanterie, am Schlusse des Jahres 27 187 Mitglieder. Es bedeutet das eine an das Gericht ist jüngst in der Berufungsinstanz auf ihre Berech- 2 Compagnien Jäger und eine Schwadron Husaren in das Streik Zunahme von 1815 gegen das Vorjahr. Die Gesamteinnahmen des Vertigung hin von der Straflammer geprüft worden. Für ein Dienst gebiet abgerüdt. bands, einschließlich des Restvermögens der in den Verband überführten mädchen, welches mit einem Strafmandat in Höhe von 3 M. be- Frankfurt a. M., 11. Mai.( B. H.) Die„ Frankf. Zeitung" liquidierten bayrischen Invalidenkasse in Höhe von 123 600 M., betrugen dacht worden war, erhob Rechtsanwalt Dr. Schwindt Einspruch und meldet aus New York: In Manila wurde eine Verschwörung Unter den Vers im Berichtsjahre 1586 525,54 M., die Gesamtausgaben 1005 097,29 m., so beantragte richterliche Entscheidung. Der betreffende Antrag an das entdeckt und 100 Verhaftungen vorgenommen. daß ein Ueberschuß von 581 428,25 M. oder ein Vermögen von Gericht war mit seiner Faffimile- Unterschrift versehen. Das Schöffen: hafteten befinden sich auch Beamte. 3000 Insurgenten haben Balan 2 688 251,14 m.( gegen 2 106 822,89 M. in 1898) erzielt wurde. gericht verwarf den Einspruch, weil es der Meinung war, daß im südlichen Luzon gestürmt und die amerikanische Garnison geer infolge der Anwendung der Fatfimile- Unterschrift der getötet. lungen war. Wie erinnerlich sein dürfte, wurden babet Geiben. Lehte Nachrichten und Depeschen. An Unterstützungen in Slammer find die Beträge für das Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil berantwortlich Th. Glocke in Berlin. Drud und berlag von Mag Babing in Berlin Sierzu 2 Beilagen. Nr. 109. 17. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 12. Mai 1900. Reichstag. § 1 wird bis zur Erledigung der übrigen UnfallversicherungsHandelsstand genommene Laien. Die Wahl foll für die einzelnen halte, werde durch die Mitteilung, daß er vielleicht Tuberkulose habe. Schiedsgerichte gesondert erfolgen, entsprechend der Wahl zu den sehr niedergedrückt und mutlos werden. Die Arbeiter selbst wünschen Gewerbegerichten. Jetzt ist es so, daß die Behörden in den einzelnen aber Mitteilung von dem Gutachten, um ihr Recht vertreten zu 191. Sigung. Freitag, den 11. Mai, 1 Uhr. Bezirken die Kandidaten vorschlagen. In den Wahlkörperschaften ist tönnen. Auch kann dadurch verhindert werden, daß die Aerzte Dinge Am Bundesratstisch: Graf Posadowsky. Zunächst wird auf Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission vielfach aber keine Möglichkeit gegeben, sich über die Kandidaten zu in die Gutachten schreiben, die sie nur durch Zuträger erfahren haben dem Rechtsanwalt Dr. Lüd in Zittau die Genehmigung zur Einverständigen. Wenn aber die Schiedsgerichte Bertrauen genießen sollen, und die eigentlich nicht hinein gehören. Ich bitte Sie den Antrag leitung einer Privatllage gegen den Abg. Fischer- Sachsen( Soc.) muß der Kreis der Wähler, die die Betreffenden wählen, so viel wie anzunehmen. möglich erweitert werden.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Der Antrag wird abgelehnt.§ 8 angenommen. versagt. Die Gewerbegerichte erfreuen sich zweifellos bei den Arbeitern Hierauf wird die Beratung der Novelle zu den Unfallversiche- großen Vertrauens. Sie haben aber auch keine vorentscheidende Soll dem Verletzten nicht die Vollrente bewilligt werden, weil er in Als Sa beantragen die Socialdemokraten einzufügen: rungsgesehen bei dem Mantelgesch fortgesetzt. $ 1 Instanz, die das Verfahren von vornherein in falsche Bahnen leiten einem andern als seinem bisherigen Berufe noch etwas erwerben fonnte. Hier find nun die Berufsgenossenschaften als erste ent- könne, so find Sachverständige aus dem Berufszweige, in dem für Gefeße zurüdgestellt. scheidende Behörde geblieben. Da follten Sie aber wenigstens nicht den Berlegten noch eine Erwerbsmöglichkeit vorhanden sein soll, vor noch in der zweifen Instanz eine Instanz schaffen, die sofort dem Mißtrauen der Arbeiter mit Notwendigkeit begegnen muß. Unſer der Entscheidung zu hören." Von einem Antrag läßt sich ohne Schwierigkeiten durchführen. Es ist vielfach vorgekommen, daß man nicht die Vollrente zubilligt, Komplizierten Verwaltungsapparat fann nicht die Rede sein. Was den zweiten Antrag betrifft, so sind bisher wohl die Berufs- weil der Verlegte noch in dem oder dem Berufe etwas verdienen könne. genossenschaften, nicht aber auch die Fachvereine als Organe anerkannt. In der Regel stützt man sich da auf das Zeugnis des Arztes. Wenn Das ist eine Ungerechtigkeit, die zu beseitigen wir als selbstverständ- dieser sagt, der Mann ist nur zu 40% erwerbsunfähig, nimmt man fiche Forderung betrachten. Ich bitte um Annahme beider Anträge. ganz mechanisch an, daß er noch zu 60 Proz. in andren Berufen er( Bravo! bei den Socialdemokraten.) werbsfähig ist. Wir ersuchen Sie daher, hier die Bestimmung aufzunehmen, daß zunächst Sachverständige vernommen werden. Staatssekretär Graf Posadowsky § 2 ohne Debatte angenommen. §3 handelt von den Schiedsgerichten und beginnt wie folgt: Die Entscheidung von Streitigkeiten über Entschädigungen auf Grund der Unfallversicherungs- Gefeße wird den gemäß§ 108 ff. des Invalidenversicherungs Gesetzes errichteten Schiedsgerichten über tragen." Diefem Satz beantragen die Abgg. Albrecht und Genossen( Soc.) folgende Fassung zu geben:" Die Entscheidung von Streitigkeiten über Entschädigungen auf Grund der Unfallversicherungs- Geseze wird besonderen Kammern der Gewerbegerichte und und nach Maßgabe dieses Gesezes in der Art der Gewerbegerichte Hierauf werden die socialdemokratischen Anträge abgelehnt, zu errichtenden landwirtschaftlichen Schöffengerichten übertragen," der Paragraph wird in der Fassung der Regierungsvorlage an eventuell nach Abs. 1 des§ 3 folgenden neuen Absatz einzuschalten: genomment. Die Worte in§ 62 des Invalidenversicherungs- Gesetzes und deren Bezirk sich über den Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde nicht hinaus ersteckt" werden aufgehoben." Für den Fall der Ablehnung auch dieses Antrags folgenden neuen Sag einzuschalten: Bei der Wahl der Arbeitervertreter auf Grund des§ 62 des Invalidenversicherungs- Gesezes, sind für die Entfcheidung von Streitigkeiten über Entschädigungen auf Grund der Unfallversicherungs- Geseze auch Vorstände solcher eingeschriebener oder auf Grund landesgefeßlicher Vorschriften er richteter Hilfskaffen wahlberechtigt, welche die im§ 75a des Krankenversicherungs- Gesetzes vorgesehene Bescheinigung befizen, aber sich über den Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde hinaus erstreden." Abg. Molkenbuhr( Soc.): 87 lautet in der Kommissionsfassung: Abg. Fischer- Sachsen( Soc.): Abg. Molkenbuhr( Soc.): hält den Antrag nicht für ausführbar. Die Berufe, in denen der Verletzte noch erwerbsfähig sein kann, werden gewöhnlich sehr häufig fein, Bei der Verhandlung über Unfälle aus der Land- und Forst: so daß eine Vernehmung von Sachverständigen aus all' diesen Bewirtschaft sowie aus dem Bergbaubetriebe sind Beisiger aus diesen unmöglich wäre. Nur wenn ein bestimmter Beruf in dem schiedsBerufszweigen zuzuziehen, sofern nicht besondere Ausnahmeverhält- gerichtlichen Entscheid genannt wäre, wäre diese Bestimmung ausniffe einzelne Abweichungen rechtfertigen. Im übrigen kann der Vorsitzende des Schiedsgerichts auf Antrag führbar. Das ist jedoch fast nie der Fall. Es wird gewöhnlich nur heißen, der Mann fann nicht mehr schwere Lasten tragen usw. der Berufsgenossenschaft, der Ausführungsbehörde oder eines Ent- nebrigens wird die Einrichtung der territorialen Schiedsgerichte, die fchädigungsberechtigten zur Verhandlung und Entscheidung in einem ich für den Eckstein des ganzen Gefeßes halte, es schon von selbst einzelnen Fall, abweichend von der festgesetzten Reihenfolge, Beisiger mit fich bringen, daß nur Sachverständige in den Schiedsgerichten aus den Betrieben derjenigen Berufsgenossenschaft oder Ausführungs- fizen. behörde zuziehen, welcher der Betrieb, in dem sich der Unfall ereignet hat, angehört. Sofern solche Beisitzer nicht vorhanden sind, können Beisitzer aus solchen Betrieben Es ist eine Thatsache, daß in sehr vielen Urteilen der Schiedsstimmt werden, die dem Betrieb, in welchem sich der Ungerichte den Verlegten empfohlen wird, in bestimmten Gewerben Arbeit zu suchen. Daher ist unser Antrag durchaus nicht undurch= fall ercignet hat, wirtschaftlich nahe stehen. Hat der Worfigende einen solchen Antrag abgelehnt, so kann vor Beginn der führbar. Außerdem kann ja der Verletzte ſelbſt die Frage aufBerhandlung eine Entscheidung des Schiedsgerichts über den Antrag werfen, was meint ihr für einen Beruf, der für mich noch geeignet wäre, und wenn dann einer oder der andre Beruf genannt wird, ist beansprucht werden, welche endgültig ist." Die Abgg. Albrecht und Gen.( Soc.) beantragen, diesen die Vernehmung eines Sachverständigen sehr leicht ausführbar und durchaus notwendig.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Baragraphen zu gestalten wie folgt: " Zu den Verhandlungen über lufälle sind die Beisiger derjenigen Berufsgruppen oder Ausführungsbehörden zuzuziehen, welchen der Betrieb, in dem sich der Unfall ereignet hat, angehört. Sofern folche Beisitzer nicht vorhanden sind, können Beisitzer" usw.( wic oben). Eventuell: #M bc= Unser Antrag bezweckt, daß die Gewerbegerichte, die jetzt seit zehn Jahren in Deutschland bestehen, ausgebaut werden sollen zu trauen der Arbeiter, derjenigen Personen, über deren Angelegenheiten fie entscheiden sollen. Vor zehn Jahren schwärmte man selbst in Regierungskreisen für diese Institute. Weshalb ist diese Begeisterung jetzt geschwunden? An Vertrauen bei den Arbeitern haben die Gerichte nicht verloren, ebenso wenig bei den Unternehmern. Höchstens möchte der Centralverband Deutscher Industrieller diese Gerichte gern aus der Welt schaffen. Der einzige Grund für die Abneigung gegen Diese Gerichte bei der Regierung liegt darin, daß mit ihnen eng ververbunden das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht ist, nach dem die Beisitzer gewählt werden. Gerade dieses Wahlrecht aber Abs. 1 zu streichen und in Abs. 2 die Worte Im übrigen" zu hat den Gerichten des Vertrauen der Arbeiter verschafft. ersetzen durch:„ Es". Daher beantragen wir, daß besonderen Kammern dieser Schließlich beantragt der Abg. Nöfice Dessaut( wildlib.), in Gewerbegerichte die Entscheidung von Streitigkeiten über Ent- bf. 1 vor zuzuzichen" einzufügen: im übrigen die sonstigen Bei schädigungen auf Grund der Unfallversicherungs- Gesetze übertragen fizer". werde. Die Vorlage weist die Rechtsprechung in lufallsachen den Schiedsgerichten des Invalidenversicherimgs Gesetzes zu. Es giebt Wir sind der Ansicht, daß Sachverständige bei allen Entscheidungen aber unter den Beisitzern in diesen Gerichten Leute, die mit der über Unfälle zuzuziehen sind. Eine Zweifel des Verlegten, ob seine Unfallversicherung überhaupt nichts zu thun haben. Außerdem sollen Behandlung auch fachgemäß sei, darf überhaupt nicht aufkommen. anch die Beisiger durch die eingeschriebenen Hilfskaffen usw. nur Schwierigkeiten in der Ausführung unfres Antrags liegen nicht vor. gewählt werden, wenn diese über den Bezirk der unteren Verwaltungs- Aber wären auch wirklich verwaltungs- technische Schwierigkeiten vorbehörden nicht hinausgehen. Dadurch sind die Mitglieder einer handen, dann müßten diese zurückſtehen, wo es gilt, dem Verletzten ganzen Reihe folcher freien Hilfetassen von der Wahl zu den eine fachgemäße Behandlung zu teil werden zu lassen. Sollten Sie aber Schiedsgerichten ausgeschlossen. Um das zu verhindern, haben wir diesen unfren Antrag ablehnen, dann bitten wir dringend, den Absatz 1 zu unsern ersten Eventualantrag gestellt. Durch die Annahme unseres streichen, damit alle Arbeiter gleich behandelt werden. Es liegt doch legten Antrags würde erreicht werden, daß in allen Kreisen der gar kein Grund vor, den im Bergbau verlegten Arbeiter besser zu Versicherten die Beifizer gewählt werden können. Ich bitte Sie um behandeln als den verletzten Fabritarbeiter.( Bravo! bei den Socials Annahme der Anträge.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) demokraten.) Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.) erklärt, gegen den Paragraphen stimmen zu wollen, da er das Princip der territorialen Schiedsgerichte an Stelle der Abgrenzung der Schiedsgerichte nach Berufszweigen für verfehlt halte. Es würde dadurch nur erreicht, daß Leute über Sachen urteilen, die nicht in ihr Fach gehören. Abg. Stadthagen( Soc.): Geheimrat Caspar: Der Antrag wird gegen die Stimmen der Socialdemokraten abgelehnt. § 10 bestimmt die Organisation des Reichs- Versicherungsamts. Abg. Hofmann- Dillenburg( natl.) beantragt, das Wort„ Spruchkammern" durch Senate" zu ersetzen, im Interesse der Gleichstellung mit dem Reichsgericht. Staatssekretär Graf v. Posadowsky bittet, dem Antrag nicht stattzugeben, sondern das gute Wort Spruchkammern beizubehalten. Abg. Kirsch( C.): Ich bitte ebenfalls, das gute deutsche Wort beizubehalten. Ich wünschte nur, daß die verbündeten Regierungen auch sonst statt der Fremdworte deutsche Worte einsetzen. Der Antrag Hofmann wird angenommen. § 15 setzt im Gegensatz zur Regierungsvorlage, die von vier Mitgliedern spricht, fest, daß die Entscheidungen des Reichs- Verficherungsamts in der Besetzung von fünf Richtern erfolgen. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, daß die Regierung gegen die Fassung der Kommission erhebliche Bedenken habe. § 15 wird in der Fassung der Kommission angenommen. § 15 a ist von der Kommission in das Gesetz eingefügt worden und bestimmt, daß die Entscheidung von drei vereinigten Spruchfammern einzuholen ist, wenn es sich um eine noch nicht festgestellte Auslegung gefeßlicher Bestimmungen von grundfäßlicher Bedeutung handelt oder wenn die Spruchkammer in einer grundsäglichen Rechtsfrage von der Entscheidung einer andern Spruchkammer ab= weichen will. Es ist schon hervorgehoben, daß es ummöglich ist, in allen Fällen Der Abg. v. Richthofen( f.) beantragt diesem Paragraphen sachverständige Beifizer bei den Entscheidungen über Unfälle zuzufolgende Fajjung zu geben: ziehen. Deswegen braucht man doch aber nicht soweit zu gehen, daß Will eine Spruchkammer des Reichs- Versicherungsamts in ciner sachverständiger Beisiger nicht allen Arbeitern gewährt werden kann, Spruchkammer abweichen, so ist die Sache zur Entscheidung an eine erman, wie der Vorredner sagt, wenn die Wohlthat der Zuziehung grundfäßlichen Rechtsfrage von der Entscheidung einer andern foll sie überhaupt keinem Arbeiter zu teil werden. Ich kann daher weiterte Spruchkammer zu veriveisen. Diese entscheidet unter dem Vorsitz die Anträge der Abgg. Albrecht 11. Gen. nicht zur Annahme empfehlen. des Präsidenten des Reichs- Versicherungsamts in der Besetzung mit Dagegen ist mir der Antrag Röside durchaus sympathisch; ich bitte zwei nichtständigen Mitgliedern des Reichs- Versicherungsamts aus den vom Bundesrat gewählten Mitgliedern, zwei ständigen MitAbg. Röficke- Dessau( wildlib.): gliedern, zwei richterlichen Beamten und je einem Vertreter der Durch die Annahme meines Antrags würde ein großer Teil Arbeitgeber und nehmer. An Stelle der zwei nichtständigen können dessen erreicht werden, was auch die Abgg. Albrecht und Gen. mit ständige Mitglieder des Reichs- Versicherungsamts zugezogen werden. Das Gleiche gilt, wenn eine Spruchkammer von der Entscheidung Wir bedauern zwar die neue Regelung der Schiedsgerichte, ihrem Antrag bezweden. Die Herren gehen allerdings bedeutend der erweiterten Spruchfannier abweichen will. haben aber darauf verzichtet, Abänderungsanträge zu stellen und weiter und perlangen, daß sachverständige Beifizer aus jeder Abg. v. Richthofen- Damsdorf( l.) empfiehlt seinen Antrag, werden für die Kommissionsfassung stimmen. einzelnen Berufsgruppe zuzuziehen sind. Der Herr Regierungsvertreter hat aber überzeugend nachgewiesen, daß dies nicht möglich weil er das von der Kommission beschlossene sehr komplizierte Verist. Nehmen Sie aber meinen Antrag an, dann wird wenigstens fahren wesentlich vereinfache. Geheimrat Caspar bittet ebenfalls, den Antrag Richthofen an ein Teil dessen, was die Herren Socialdemokraten mit ihrem Antrag bezwecken, erreicht werden. zunehmen: Geheimrat v. Wödtke bittet um Annahme der Kommissionsvorschläge. Die territorialen Schiedsgerichte feien auf dem Gebiete der Unfallversicherung cine ihm zuzustimmen. anabwendbare Notwendigkeit und er sei überzeugt, daß sich diese Reuerung in der Praris bewähren werde. Abg. Frhr. v. Richthofen: Abg. Hoffmann- Dillenburg.( natl.). erklärt sein Einverständnis mit den Kommissionsbeschlüssen. Die Anträge der Socialdemokraten werden abgelehnt,§ 3 in der Kominissionsfassung angenommen. § 5 Abs. 1 überträgt der für den Siz des Schiedsgerichts zu ständigen Landes- Centralbehörde oder der durch sie bestimmten andren Behörde die Entscheidung darüber, wieviel Beisiger von dem Ausschusse der Versicherungsanstalt aus folchen Berufsgenossenschaften oder Ausführungsbehörden zu wählen sind, die im Bezirke des Schiedsgerichts vertreten find. Die Socialdemokraten beantragen, diesem Absatz 1 folgende Fassung zu geben: Damit schließt die Diskussion. Der Antrag der Socialdemofraten wird gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt; der Antrag Röside dagegen wird mit großer Mehrheit angenommen, desgleichen die so veränderte Kommissionsfassung. $ 7a ist von der Kommission nen eingefügt worden und be= stimmt, daß das Schiedsgericht zu Beginn eines jeden Geschäftsjahrs in der ersten Spruchsizung aus der Zahl der am Size des Schiedsgerichts wohnenden approbierten Aerzte diejenigen auswählt, die als Sachverständige bei den Verhandlungen vor dem Schiedsgericht in der Regel nach Bedarf zuzuziehen sind. Abg. Frhr. v. Stumm Halberg( Rp.) beantragt den§ 7a zu streichen. Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.) " Die für den Sitz des Schiedsgerichts zuständige LandesCentralbehörde oder die durch fie bestiminte andre Behörde ent scheidet, wieviel Beisitzer aus folchen Berufsgenossenschaften oder Ausführungsbehörden zu wählen sind, die im Bezirk des Schiedsgerichts vertreten find. Die Verteilung ist entsprechend der Zahl der Der Beschluß der Kommission ist überflüssig und unpraktisch. in den einzelnen Berufsgruppen beschäftigten Personen festzusetzen. Es geht nicht an, auch die Schiedsgerichte unter die Vormundschaft Die Wahl erfolgt für die einzelnen Schiedsgerichte gesondert, ent- der Aerzte zu stellen. Warum soll der Arzt auch durchaus da sprechend der Wahl zu den Gewerbegerichten. Die Bestimmung des § 4 Abfas 1 Sat 2 findet Anwendung( Erstreckt sich der Bezirk des wohnen, wo der Siz des Schiedsgerichts ist? In der Mehrzahl der Fälle liegt das durchaus nicht im Interesse der Schiedsgerichte. Schiedsgerichts über Gebiete oder Gebietsteile mehrerer Bundes- Uebrigens schafft die Bestimmung auch gewissermaßen Aerzte erster ſtaaten, so wird die Bestimmung, ſofern ein Einverständnis unter und zweiter Klasse, d. h. solche, die das Schiedsgericht seines Verden beteiligten Landesregierungen nicht erzielt wird, vom Reichs- trauens für würdig hält, und solche, bei denen das nicht der Fall ist. Tanzler getroffen. Abjat 2 des Paragraphen setzt fest, die zur Vertretung der Ich bitte Sie den Paragraphen abzulehnen. Arbeitgeber bestimmten Beisiger für die Berufsgenossenschaften aus den stimmberechtigten Mitgliedern der Genossenschaften, deren gesetzlichen Vertretern und bevollmächtigten Leitern für die Ausführungsbehörden aus den Beamten der Betriebe, für welche die Ausführungsbehörde bestellt ist, zu wählen sind. Den Vorständen der Berufsgenossenschaften und den Ausführungsbehörden ist Gelegenheit zu geben, geeignete Personen in Vorschlag zu bringen. Die Socialdemokraten beantragen das Recht, geeignete Per fonen vorzuschlagen, auch für die Fachvereine der Arbeiter. Abg. Stadthagen( Soc.): Abg. Gaulcke( frs. Vg.) beantragt, die Worte in dem Antrag v. Richthofen je einen Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer" zu ersetzen durch je zwei Vertreter der Arbeitgeber und Arbeit nehmer", und erklärt sich mit dieser Modifikation für den Antrag Richthofen. Abg. Stadthagen( Soc.) tritt für die Kommissionsfaffung ein. Abg. Gaulde jei der Bater des Kommissionsantrags und sollte doch sein Kind jetzt nicht so verleugnen. Der Antrag Richthofen wird mit dem Amendement Gaulde angenommen. § 20 bestimmt: Die Berufsgenossenschaften sind berechtigt, unter Berücksichtigung der landesgefeßlichen Vorschriften Einrichtungen zu treffen 1. zur Versicherung der im§ 96 des Gewerbe- UnfallversicherungsGefezes.§ 117 des Unfallversicherungs- Gesezes für Land- und Forstwirtschaft,§ 110 des See: Unfallversicherungs- Gejezzes bezeichneten Personen gegen Haftpflicht; 2. zur Organisation des Arbeitsnachweises; 3. zur Errichtung von Rentenzuschuß- und Pensionskassen für die Mitglieder der Berufsgenossenschaft, die bei ihr versicherten Personen und die Beamten der Berufsgenossenschaft sowie für die Angehörigen dieser Personen. Die Teilnahme an diesen Einrichtungen ist freiwillig. Wird je= Abg. Trimborn( C.) verweist als Berichterstatter darauf, daß der doch eine Haftpflichtversicherung bei einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft eingerichtet, so find die Berufsgenossen vers Paragraph in der Kommission einstimmig angenommen ist. Der Antrag Stumm wird abgelehnt,§ 7a angenommen. pflichtet, derselben beizutreten, falls dies in der Genossenschaftsversammlung mit Zweidrittelmehrheit beschlossen wird. Soweit es $ 8 giebt dem Schiedsgericht die Befugnis, denjenigen Teil sich um Haftpflichtansprüche aus der reichsgefeßlichen Unfallversicherung des Betriebes, in dem der Unfall vorgekommen ist, in Augenschein zu handelt, darf bei der Einrichtung unter i nicht mehr als zwei nehmen. Im Absaz 4 des Paragraphen, der lautet:" Dem Schiedsgericht 2 sind die Arbeiter in gleichem Umfange wie die Arbeitgeber an der Drittel durch Versicherung gedeckt werden. Bei der Einrichtung zu eingereichte Urtunden sind sowohl der Berufsgenossenschaft als auch Verwaltung zu beteiligen. dem Verlegten rechtzeitig mitzuteilen; imvieweit ärztliche Zeugnisse in gleicher Weise mitzuteilen sind, unterliegt zunächst der Entrichtungen Borte inwieweit bis Borfizenden" zu streichen. Beschlüsse der Genossenschafts- Versammlung, durch welche Einwerden, sowie Auch bei diefem Antrag gehen wir wieder von dem Gedanken cheidung des Borsigenden", beantragen die Socialdemokraten, die die hierfür erlassenen Statuten und deren Abänderung bedürfen der Abg. Fischer- Sachsen( Soc.): aus, daß es notwendig sei, daß die Beifiker sachverständig sind. Dieselbe Forderung wird in verschiedenen Petitionen von Arbeitern erhoben, Gerade bei dem Schiedsgericht, 100 der Verletzte Bereits in der Kommission von 1897 wurde ein Antrag anpersönlich erscheint, ist es nötig, daß Sachverständige dabei sind. genommen, der ebenfalls verlangt, daß dem Verlegten und der Auch wenn es sich um rein bürgerliche Interessen handelt, geht man Berufsgenossenschaft das ärztliche Gutachten unter allen Umständen davon aus, daß die Beisiger sachverständig sein sollen. So sind zum mitgeteilt werde. Man hat nun den Antrag aus Humanitätsgründen Beispiel bei den Handelskammern zwei von den Richtern aus dem abgelehnt. Ein Mann, der seine Verlegung nicht für sehr schwer Genehmigung des Bundesrats. Dazu beantragt der Abg. Hofmann- Dillenburg( natl.): a) den Eingang und Ziffer 1 dahin zu fassen:„ Die Berufsgenossenschaften sind berechtigt, Einrichtungen zu treffen 1. zur Versicherung der Betriebsunternehmer und der ihnen in Bezug auf Haftpflicht gleichgestellten Personen gegen Haftpflicht“; b) in Riffer 3 Abs. 2 den zweiten Say: c) dem Abs. 3 am Schlusse hinzuzufügen: Die Berufsgenossenschaften unterliegen auch in Bezug auf dieje Der Abg. Fischbeck( fri. g.) beantragt, den§ 20 zu streichen. Ferner beantragt der Abg. Gamp( Op.), in Abs. 2 die Worte ,, nicht mehr als zwei Drittel durch Versicherung gedeckt werden" zu erfeßen durch eine Versicherung gegen vorjäglich herbeigeführte Unfälle nicht stattfinden". Die Abgg. v. Waldow und Reihenstein( f.) und Genossen beantragen in Absatz 2 die Worte von Wird jedoch" bis beschlossen wird zu streichen. Schließlich beantragen die Abgg. Albrecht und Genossen( Soc.) | Abg. Gamp( Rp.) bittet das Reichsfeuchengefeß in der nächsten Woche zur Verhandlung zu stellen, da dessen schleunige Erledigung von der Regierung gewünscht werde. Vicepräsident Schmidt sagt Erwägung dieses Vorschlags zu. Schluß 6 Uhr. die Ziffern 1 und 2 und Abſay 2 zu streichen, eventuell dem Ab- 12. Verbandstag des Centralverbands deutscher Brauer elder verwendet werden. Ab- 12. Die hiernach zur Organisation und Verwaltung des Arbeitsnachweises heranzuziehenden Arbeiter sind von dem Versicherten auf Grund des für die Gewerbegerichte maßgebenden Wahlrechts zu wählen." und Berufsgenossen. Dresden, 9. Mai. Bird jedoch eine Haftpflichtversicherung bei einer landwirtschaft stattgefunden haben soll.( Sört! hört 1 tints.) Allerdings Donnerstag stattfand, Protest gegen die Einführung einer, rigorosen lichen Berufsgenossenschaft eingerichtet, so sind die Berufsgenossen hat eine Besprechung des Gesamtvorstandes unter Ausschluß Arbeitsordnung. Wie aus dem Vortrage des Referenten teinide verpflichtet, derselben beizutreten, falls dies in der Genossenschaftsdes Präsidenten fattgefunden, un wie alljährlich über hervorging, handelt es sich um eine Instruktion für die Schaffner berjammlung mit Zweidrittel- Mehrheit beschlossen wird, eine Ehrung für diefen zu beraten.( Heiterfeit.) leber( Mitfahrer) der Wirtschaftsgenossenschaft. Die Instruktion besteht zu streichen; die Geschäftslage weiß ich nur so viel, daß beabsichtigt wird, die zwar schon seit längerer Zeit, fie ist aber seit dem legten Streit Unfallgefege möglichst hinter einander zur Erledigung zu bringen. der betreffenden Arbeiter stillschweigend zum größten Teil außer Ob es notwendig fein wird, in der nächsten Woche eine oder die Kraft gesetzt worden, sie soll aber jest in etwas verandre Vorlage einzuschieben, fann ich nicht übersehen. Das Flotten- änderter Form von Arbeitern durch Unterschrift an gesez wird jedenfalls in nächster Woche noch nicht zur Verhandlung erkannt werden. Zur Kennzeichnung der Instruktion. hob der kommen, da die Budgetkommission ihre nächste Sigung erst auf Referent einige Bestimmungen derselben hervor. So müsse Dienstag angesezt hat." der Schaffner für eine Ledermappe, die nur 1,25 M. wert sei, an die Genossenschaft 2 M. zahlen, er werde verpflichtet, Trinkgelder, die ihm für gewisse Verrichtungen von den Hausbesitzern zufließen, an die Genossenschaft abzuliefern, und des Sonntags solle der Schaffner den Wagen waschen. Für Verstöße gegen die Instruktion seien eine ganze Reihe von Geldstrafen vorgesehen, aber es werde nicht gesagt, wozu die StrafDie Diskussionsredner waren übereinstimmend gegen die Anerkennung der Arbeitsordnung. Unter anderm wurde hervorgehoben, daß die Schaffner nicht nur zum Wagenwaschen, sondern auch zur Instruktion des Sonntags erscheinen müssen. Ein Redner erzählte, daß er wegen einer GefälligIm hübsch ausgestatteten Saale des Gewerkschaftshauses in der feit, die er bei Ausübung seiner Arbeit als Schaffner der WirtschaftsAlbrechtstraße begannen heute die Verhandlungen des deutschen fie umfaßt 14 Buntte, deren wichtigste lauten: Die Zattit bei einer Strafe von 20 M. belegt worden sei, die ihm von der Kaution Streits, die Frage der Tarifgemeinschaft und die Erledigung einer Brauer- Kongreffes. Die Tagesordnung ist eine sehr umfangreiche, genossenschaft einem Hausbesitzer erwiesen, entlassen und noch mit abgezogen wurde. Die Versammlung beauftragte eine Somigroßen Anzahl von Anträgen aus allen Gauen Deutschlands. Die mission, bei der Direktion der Wirtschaftsgenossenschaft vorstellig zu Verhandlungen leiten Wiehle Hannover und Ahlers- Dresden werden und die Zurücknahme der genannten Jnstruktion zu verlangen. als Vorsitzende. Der Vorsitzende des Verbands Bauer Hannover berichtete Die Stellmacher nahmen in ihrer Versammlung am 9. Mai über die Thätigkeit des Vorstands und anschließend hieran gab den Bericht über die Verhandlungen mit den Jnnungsmeistern entsta gerl- Hannover den Kaffenbericht. Die letzten zwei Jahre gegen, die sich mit den Lohnforderungen der Arbeiter beschäftigten. ergaben nebst einem Staffenbestand von 14 957,58. eine Einnahme Die Meister haben mit schwacher Majorität der Einführung der neunvon 214 682,98 M. An Eintrittsgeldern wurden 8138 W., an Bei- stündigen Arbeitszeit zugestimmt und eine entsprechende Lohnerhöhung trägen 142 264,49 M., an freiwilligen Beiträgen zur Unterſtügung bewilligt. Aufgabe der Stellmacher wird es nun sein, diese Forde von Streits 31183,05 m., an Abonnements und für Inserate rung ftrifte zur Durchführung zu bringen, denn Zustimmung der 3049,18 M., für Protokolle 412,55 W., aus zurückgezahlten Unter- Meister dürfte nur mit Rücksicht auf den Holzarbeiter Verband erstügungen 362,78 M., aus vorhandenen Fonds 12 000 W. vereinnahmt. folgt sein, der den Arbeitern eine Stütze ihrer Forderungen bot. Außerdem gingen 2318,10 9. an sonstigen Einnahmen ein. Die Von der Kommission wurde den Kollegen vorgeschlagen, Sonnabend Ausgaben betrugen für Verwaltung 83 838,10 9. bei der Lohnzahlung ihren Arbeitgebern zu erklären, daß von Mon tag ab neun Stunden mit der entsprechenden Lohnaufbesserung gearbeitet wird mit dem Hinweis auf den Beschluß der Innung. Sollten sich Arbeitgeber hiermit nicht einverstanden erklären, so foll am Montag die Arbeit nicht wieder aufgenommen werden. Für die Kollegen, welche in den Streit treten, findet Montagvormittag 10 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, eine Versammlung statt. Abg. Gamp( Rp.): Im Gegensatz zum Abg. Fischbeck bin ich der Meinung, daß es fehr freudig zu begrüßen ist, wenn den Berufsgenossenschaften die Möglichkeit gegeben wird, die Haftpflichtversicherung in den Streis ihrer Thätigkeit einzubeziehen. Ich bin nur gegen die Beschränkung, daß die Versicherung höchstens zwei Drittel des Schadens betragen darf. Abg. v. Richthofen- Damsdorf(.): Auch ich würde die Aumahme des Antrags Fischbeck aufs äußerste bedauern. Ich bin ein Freund der Berufsgenossenschaften und bin bereit, ihnen auch andre Aufgaben zuzuweisen als die Unfall versicherung. Ich bin mur mit dem Abfag, den ich zu streichen bitte. nicht einverstanden, da er ein Ausnahmerecht für die land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften darstellt. Abg. Fischbeck( frf. Vp.)[ auf der Tribüne schwer verständlich] befürwortet seinen Antrag. Die Berufsgenossenschaften hätten mit der Unfallversicherung genug zu thun. Dieselben Gründe, die für die Einbeziehung der Haftpflichtversicherung sprächen, könnten anch für die Einführung der Feuerversicherung und noch ganz andrer Aufgaben geltend gemacht werden. Staatssekretär Graf Pojadowsky: Ich möchte Sie dringend warnen, zwangsweise den Beitritt zu ben Versicherungskassen herbeizuführen. Auch dagegen bin ich, daß man sich gegen den vollen Schaden versichern kann, denn dann hat die Regreßpflicht so gut wie keine Bedeutung mehr. Es passieren Unfälle, die auf die gröblichste Fahrläffigkeit der Unternehmer zurückzu führen sind. Würde nun der volle Schaden ausbezahlt werden, so würde das sicher dazu beitragen, daß die Sorge für die Aufrecht erhaltung der Unfallverhütungs- Vorschriften abnimmt. Das aber wäre zu bedauern. Ich bitte Sie daher, nur den Antrag v. Waldow Abg. v. Waldow- Reihenftein( f.): anzunehmen. Ich halte die Gefahr der Haftpflichtversicherung nicht für sehr groß. Ein gwang darf aber in dieser Beziehung nicht ausgeübt werden. Man darf eben niemand zu seinem eignen Glücke zwingen. Es muß jedem überlassen bleiben, sich gegen Haftpflicht gut verfichern wie und wo er will. Ich bitte Sie daher, meinen Antrag anzunehmen. Abg. Molkenbuhr( Soc.): 4 = An Unterstützungen zahlte der Verband insgesamt 110321,04 m., davon betrug die Arbeitslosen Unterstützung 18 048,61 W. Die Strankemmterstügung 17 569,15 M.; für Unterstützung an gemaßregelte Kollegen 5801,61 W.; für in Not geratene Kollegen 970 M.; für Umzugstosten 512,30 M.; für Rechtsschutz, Strafen und Gerichtsfoften 3412,63 M.; für Streit unterstügung im Beruf 60 466,67 W. und für Streifs andrer Gewerkschaften 2032. Am 1. Januar 1900 betrug der Kassenbestand 4553,39 M. Bis zum 31. März 1900 betrugen die Einnahmen 17 823,57 9., die Ausgaben 7279,67 M., so daß am 31. März ein Kaffenbestand von 10 543,90 m. vorhanden ist. Außerdem hat der Brauerverband noch einen Streitfonds, dessen Betrag sich am 31. März 1900 auf 8853,87 m. stellte, sowie einen internationalen Unterstügungsfonds, dessen Bestand am gleichen Tage 2258,84 m. betrug. Das gesamte Vermögen des Verbands belief sich somit am 31. März 1900 auf 21 656,61 M. Der Bericht über die Preise, den der Redacteur der Brauer- Zeitung", Strieg- Hannover gab, führte zu feiner größeren Debatte. Ein Antrag, wonach den am 9. Mai 1849 Gefallenen ein Strana gewidmet werden soll, wird sofort einstimmig an genommen. Zum Bericht der Breßlommission fand keine Debatte statt. Darauf wurde den drei Verbandsbeamten und den übrigen Es ist eine Forderung, die den Arbeitern unverständlich bleiben Kommissionsmitgliedern Decharge erteilt. wird, daß ein Unternehmer, der so fahrlässig einen Unfall herbeigeführt hat, daß gegen ihn auf Grund des Haftpflichtgefeges vorgegangen werden fann, fich Dresden, 10 Mai. A Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 13. Mai, vorm. 8 Uhr im oberen Saal des Englischen Gartens", Alexanderstr. 27c: Versamma fung. Freireligiöse Borlejung. Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Wilhelm Bölsche: Weltbild und Himmelsbild." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Ortsverein der Maschinenbau- und Metallarbeiter( Berlin III.) Sonntag, den 13. Mai, vormittags 91%, Uhr, Versammlung bei Gohlke, Beuffelftr. 22: Monatsbericht. Never Mißstände beim Arbittsnachweis der Eisenindustriellen. Herrenpartie. Radfahrerverein Courier. Fahrt nach Werder Sonntag 6 Uhr morgens. Start: Rheinsbergerstr. 39. Nochmals Herr Schlaikjer. Wie gründlich Herr Schlailjer den Verein kennt, den er in dem bekannten Tone von oben herab Ratschläge zu erteilen für gut befindet, zeigt die gestrige Erwiderung, in der er meine Wenigkeit, den Vorsitzenden, als Bühnenleiter" angreift. Er weiß anscheinend nicht einmal, daß die Bühnenleitung Sache des Vorstands und Ausschusses ist, dem der Vorsitzende durchaus in demokratischer Weise, als bloßes Mitglied eingeordnet ist. Die heutigen Beratungen beginnen bei dem Punkte Agitation. gegen diefe Haft- Der Verbandsvorsitzende Bauer Hannover nimmt hierbei Vers Dics nebenbei. Echlimmer ist es, daß Herr Schlailjer in pflicht verfichern kann. Je teurer dem Unternehmer ein Unfall zu anlaffung, den bestehenden Agitationskommissionen zu empfehlen, seiner Antwort das elementarste Erfordernis jeder Diskussion, den stehen kommt, desto mehr wird er für Verhitung der Unfälle jorgen. mit Stollegen der Orte, wo sich noch keine Zahlstelle des Verbands guten Willen, den Gegner überhaupt zu verstehen, vermissen läßt. Wenn er gegen jeden Schaden des Unfalls versichert ist, wird ihm befindet, persönlich in Verbindung zu treten, befürwortet aber Sch sagte: Nach Schlaitjers Nat einen Dramaturgen anstellen und nicht daran liegen, Unfälle zu verhindern. Was dann die Be- im übrigen, dem Hauptvorstand, da er die Kosten zu tragen habe, bezahlen, hieße: die Wolfsbühne zu einer experimentierenden Seceffi fugnis zur Organisation von Arbeitsnachweisen betrifft, fo tönnen auch die Agitation zu überlassen. Außerdem sprechen hierzu noch onsbühne machen, also den Charakter, mit dem fie groß geworden, wir uns auch davon nichts Gutes versprechen. Diese Arbeits- 35 Mebner, wovon die meisten die Bildung von fest abgegrenzten ändern wollen; und ich fügte hinzu, daß diese Aenderung schon nachweise werden sich gestalten wie der Arbeitsnachweis des Verbands Agitationsbezirken befürworten. Angenommen wurde nach östündiger wegen der Dürre der dramatischen Produktion ganz unfruchtbar erder Metallindustriellen,( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten) es Debatte ein Antrag, die Agitationsfommiffionen aufzuheben und die scheine. Herrn Schlaifjer fällt es gar nicht ein, auf diese Erwägungen werden lediglich Organisationen zur Maßregelung von Arbeitern Agitation den Hauptvorstand in Verbindung mit den Zahlstellen einzugehen. Statt dessen produziert er, wiederum in jenem bekannten sein.( Sehr wahr bei den Socialdemokraten.) Die Arbeiter er regeln zu lassen. Ebenso der Antrag, daß der Verband in Gaue Ton, auf den er nach seinen Einleitungsworten noch besonders stolz halten Starten, mit denen sie Umfrage halten müffen. Diejenigen eingeteilt wird, die zugleich als Wahlkreise für den Verbandstag zu fein scheint, ein paar alberne Infinuationen, die darauf ab Arbeiter aber, die irgendwie sich mißliebig gemacht haben, erhalten gelten. Zu den Vorarbeiten zur Gan Einteilung wird eine zwecken, meine Ablehnung als Ausfluß einer Ignoranz, die von die Karten nicht, so werden direkt von den Unternehmern arbeits- Kommission, bestehend aus sechs Personen, eingesetzt, die so- bramaturgischer Thätigkeit noch überhaupt nie etwas hat läuten willige Leute an der Arbeit verhindert werden. Diese Arbeits- fort ein sog. Gaureglement auszuarbeiten hat.- Gin Antrag Seleine hören, hinzustellen. Und um den Effekt nody traffer zu machen, nachweise würden nur den offenen Krieg zwischen Arbeitern und Hamburg, nach welchem der Hauptvorstand eine Broschüre zur fommt als Nachschub dann die in ihrer bodenlosen Uebertriebenheit Berufsgenossenschaften proklamieren.( Sehr richtig! bei den Social Agitation herausgeben soll, wird angenommen. Ein weiterer Antrag, wahrhaft haarsträubende Behauptung, daß jede Bühne einen demokraten.) Ich bitte Sie, den ganzen Paragraphen abzulehnen. regelmäßige Agitationstouren festzuseßen, wird ebenfalls angenommen. Dramaturgen hat. Abg. Dr. Size( C.): Darauf wird in die Beratung der allgemeinen Anträge, welche Dieselbe Schaumschlägerei zeichnet den Versuch des Herrn sich in der Hauptsache mit der Entschädigung der örtlichen Funktio- Schlailjer, aus, zwischen meiner Ablehnung seines Borschlags und näre befassen, eingetreten. Es wird beschlossen, den Funktionären einem Citat aus den Boltsbühnen- Heften einen Widerspruch herausnur die baren Auslagen, Versänmniffe usw. zurückzuerstatten, sowie zukonstruieren. Eben weil die Stunft, auf die wir gehofft... nicht 50 Pf. für jedes an einer Sitzung teilnehmende Mitglied zu gekommen ist", eben darum ist der Vorschlag, einen besonderen bewilligen. Die Beiträge zu den örtlichen Gewerkschafts- Dramaturgen anzustellen und unter Aufgabe unfres alten Charakters fartellen sollen aus den Verbandsmitteln gezahlt werden. eine Versuchsbühne verkannter Talente zu werden, besonders thöricht. leber Tattit bei Streifs referiert lein Hamburg. Denn was nicht da ist die von uns zuerst erhoffte Kunst Dieser führte aus: Es sei falsch, von Bewegungen, die auf eine wird auch der bestbezahlte Dramaturg nicht finden können. Wo verbesserung der Lage, Verkfirzung der Arbeitszeit 2c. hinauslaufen. bleibt da der Widerspruch, Herr Schlaitjer? Leugne ich etwa ein Streit wirksam durchgeführt werden, so sei im stillen der Boden jett entgegenstelle, daß sich überhaupt Veränderungen in der Lage schon monatelang vorher den Unternehmern Stenntnis zu geben. Solle damit, daß ich den alten Charakter der Volksbühne Ihrem Proder Bewegung zu eönen, dann aber, und zwar gleich nach Fehlschlagen unfres Vereins vollzogen haben mögen? Und wenn nicht, was der Einigungsverhandlungen mit den Unternehmern, plöglich und beiweist der von Ihnen angezogene Saß für den gewünschten In der Abstimmung wird der Eingang und Ziffer 1 des ersten energisch I oszuschlagen. Den Unternehmern imponiere man Widerspruch? So flar die Absicht, so dunkel sind die Deduktionen. Abjayes nach dem Antrage offmann Dillenburg( natl.) ver- müßten beim Ausbruch des Streits alle Vorbereitungen gründlich - bei folchen Verhandlungen durch Ruhe und Sachlichkeit. Ferner Höchst bezeichnend für die Logik von Herrn Schlailjer ist In Absatz 2 wird nach dem Antrag v. Walbow eigen getroffen und alle Personen zur Leitung des Streits schon vorhanden sein. stein( t.) der zweite Saz gestrichent. Aber auch andre Gewerkschaften sind zu benachrichtigen, da gerade bei einer Zu Absatz 3 wird der Zusag des Antrags Hoffmann- Dillen- Brauerbewegung dieje eine große Rolle spielen. Dasselbe gelte von burg angenommen. Bierboykotts. Bei letteren müsse auch den Arbeitern in der Umgegend der betreffenden Orte Mitteilung gemacht werden, um zu § 22 enthält Vorschriften fiber das Infrafttreten der einzelnen verhüten, daß diese mit dem boykottierten Bier überschwemmt Bestimmungen der Unfallversicherungs- Gesetze. Es besteht ein Bedürfnis, berufliche Arbeitsnachweise einzuführen. An der Verwaltung sind ja Arbeiter und Arbeitgeber in gleichem Maße beteiligt. Der Arbeitsnachweis wird also durchaus segensreich wirken. Natürlich müssen die Arbeitervertreter auf Grund des geheimen Wahlrechts gewählt werden. Gegen eine solche Bestimmung würde der Bundesrat nichts haben. Abg. Molkenbuhr( Soc.): Herr Hiße ist wirklich sehr naiv, wenn er das glaubt. Nach der Haltung der Regierung beim Invaliditätsgesetz ist daran nicht zu denken. Nach der jetzigen Fassung wird sich die Sache so gestalten, daß die Arbeitgeber die Arbeiter ernennen, welche dem Arbeitsnachweis angehören. Damit schließt die Diskussion. ändert. Die übrigen Anträge werden abgelehnt. würden. Die interessante Debatte, die sich dem Neferat anschloß, bewegte Der Abg. v. Richthofen( f.) beantragt dazu: Die Bestimmungen des§ 8 des Gewerbe- Unfallversicherungs- sich durchaus im Einn des Referenten. Gesezes und§ 11 des Unfallversicherungs.Geseges für Land- und Forstwirtschaft( Verhältnis zu Krankenkassen und Armenverbänden) treten erst am 1. Januar 1902 an die Stelle der bisherigen Bestimmungen. Der Antrag wird nach unwesentlicher Debatte angenommen. Ebenso der Nest des Gesetzes, sowie folgende Resolution: Die Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag thunlichst bald einen Gesetz entwurf vorzulegen betr. Unfallversicherung der bei Rettung oder Bergung von Personen oder Sachen verunglückten Personen. Sierauf vertagt sich das Haus. Derlammlungen. das endlich auch die Entdeckung des fleinen demagogischen Stniffs"; einer Demagogie, die in meinem Himveis liegen soll, daß der Dramaturg. dessen Nutzen ich bestreite, aus Arbeitergroschen bezahlt werden müßte. Warum Demagogie? Nun, ruft Herr Echlailjer, werden nicht auch die Schauspieler, der Regisseur, der Kaffierer aus Arbeitergrojchen bezahlt?! Die Demagogie besteht also anscheinend darin, daß man zwischen notwendigen und nicht notwendigen Ausgaben, da wo es sich um Arbeitergroschen handelt, einen Unterschied nacht! Coviel zur Charakteristik von Herrn Schlaitiers Kampfess weije. Wenn ich in meinem ersten Artikel beiläufig erklärte, daß, nach den Kritiken des Herrn Schlaitjet, im Schiller- Theater gegen Gine Delegiertenversammlung der Straßenbahnschaffner über andern Bühnen Alles Licht sei" und daß diefe feinen Privatmeining Lesern hinlänglich bekannt nub Wagenführer hat in der Nacht zum Freitag in den Armin feine so habe ich Damit Thatsachen konstatiert, ballen stattgefunden, nachdem die Beamten der jämtlichen Depots wäre, Den Vorwurf be ihre Vertrauensmänner gewählt hatten. Diese Versammlung hatte die sich nicht gut abstreiten lassen. nur den Zweck einer Vorbesprechung, bei welcher die der Direttion wter Parteilichkeit habe ich damit gegen ihn nicht erhoben und der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft zu unterbreitenden nicht erheben wollen. Ich will annehmen, daß feine Stritifen immer Forderungen beraten wurden. Diefelben lauteten: Erhöhung des die unmittelbaren Eindrücke, die er im Theater erhielt, wieder Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( Unfallversicherungs- Gesek Anfangsgehalts auf 100 W. und des Höchstgehalts auf 150 M., spiegelten. Aber wenn diese Eindrücke dauernd derart waren, daß Einführung einer neunstündigen Arbeitszeit, zu welcher die die Stritiken fiber das Schiller- Theater eine bei Herrn Schlailjer für Land- und Forstwirtschaft.) Pausen auf den Endstationen sowie die Zeit vom Dienst ganz exceptionelle Färbung des Lobes und der AnDas Wort zur Geschäftsordnung erhält erkennung annahmen, und Alvar in solchem Maße, daß Abg. Singer( Soc.): Es herrscht Ungewißheit im Hause antritt auf dem Depot bis zur Abfahrt, sowie diejenige von fiber Sie Geschäftslage des Hauses, die noch vergrößert wird der Beendigung der letzten Fahrt bis zur erfolgten Abrechnung zu das auffict und in wenig freundlicher Weise gedeutet wurde, dann durch Gerüchte über die Dispositionen, welche für die nächste rechnen fet, die möglichst ftritte Durchführung der den Beamten hätte man von der Selbjitritit des Herrnt dylaiffer vielleicht erwarten Es soll unter dem Vorsiz des zustehenden 4 freien Tage im Monat. Bei ausnahmsweiser Nicht- dürfen, daß er, bei der eigentümlichen Haltung, die er zuni Schiller Woche getroffen sein solleit. Präsidenten Grafen Ballestrem, der leider nicht anwesend ist, eine bewilligung eines solchen eine Entschädigung von 60 Pf. pro Dienst Theater einnahm, gegen die Objektivität seiner Eindrücke in Besprechung über die Geschäftslage stattgefunden haben, zu der die stunde. Schließlich wird noch die Einführung der Pensionskaffe und gewiffem Grabe mißtrauisch geworden wäre; man hätte vielleicht gesamte Linte dieses Hauses nicht zugezogen worden ist.( Bört! die Versegung des Ober- Inspektors Stabenow mid des Ober- erwarten dürfen, daß sein Talt, durch eine solche Selbstfritit hört! links!) Dort soll beschlossen sein, das Fleischbeschaugefey und Kontrolleurs Krause gefordert werden. Die Delegierten werden die geschärft, ihn, um auch den Schein der Parteilichkeit zu vermeiden. ihn drängen würde, die kritischen Berichte fiber eine Bühne, an der die sogeit. lex Heinze in der nächsten Woche auf die Tagesordnung Forderungen in der nächsten Woche der Direktion unterbreiten. er selbst interessiert war, in andre Hände abzugeben. Es ist Herrn zit fetzen. Ich erlaube mir daher, an den giveiten Herrn Vicc präsidenten die Bitte zu richten, uns mitzuteilen, welche Dispofitionen Schlailjers Schuld, wenn ich, durch seine Brovokation am Schlufie für die nächste Zeit getroffen find. gezwungen, in dieser Sache, die sa mit der Freien Volksbühne“ gar nichts zu thun hat, so deutlich werden mußte. Conrad Schmidt But Blenstagnacht ist eine große Versammlung im Feenpalast geplant, in der ble Forderungen nochmals eingehend beraten werden follen. Vicepräsident Schmidt Elberfeld: Mir ist nichts bekammt von Die Müllfutscher und Mitfahrer der Wirtschaftsgenossenschaft einer Besprechung, die unter dem Vorsitz des Grafen Ballestrem Berliner Grundbefizer erhoben in einer Bersammlung, die am 9 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Sonnabend, den 12. Mat. Opernhaus. Das eherne Pferd. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Schwarmgeister. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Geschwister. Untreu. Anfang 72 Uhr. Lessing. Liebelei. Jephtas Tochter. Anfang 72 Uhr. Berliner. Berlin bei Nacht. Anfang 71%, Uhr. Neues. Im Eril. Anfang 7 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7%, Uhr. Westen. Belle- Alliance- Theater. Urania fel Bräfig. 99 Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv Um 5 Uhr: Dieſelbe Borstellung. Ermäßigte Preise. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Abonnements für die Sommer Saison 1900. M ( 15. Mai bis 1. September.) Tägliches Programm: Jm Part: Grosse Militär Konzerte. Variété- Vorstellung. Otto Wetzel& Coder Arbeiter Elite Veriété. Vorstellung. Mechanische Schuhfabrik mit Dampfbetrieb. Jeber Handwerker Weltbekannte Illumination. Elektrische Zauberbäume. Im Theater: Erstklassige Gastspiele. Abonnements: 5 M. bezw. 3 M. für die ganze Saison gültig täglich an der Theaterkaffe. 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. W. Noacks Theater, Letzte Woche! 35 Die Geisha. Anfang Togo- Neger 7½½ 15. 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Mai nachmittage 76995 ftatt 76 945. 16. Ziehung d.4.Klasse 202.Kgl. Preuß.Lotterie. 654( 3000) 799 914 116009( 500] 16 251 506 22 615 44[ 3000 Biehung vom 11. Mai 1900, nachmittags.. Kur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 53 127 201 588 807 54 1148 89[ 300] 314 487 773 86 816. 2029 82 219 333 64 481[ 500] 541 669 71 865 3084 210 65 77 448 822 80[ 500] 979 4012 44 78 97 200[ 300]. 41[ 500] 430 [ 5000] 43 50 975 5167 316 403 93 768 852 66 930 6107 [ 3000] 77 404 17 50 84[ 1000] 589 625 79 891 916 7112 242 359 [ 3000] 67 486 556[ 3000] 90 654 94 746 885 929 71 90 97 8087 186 250 945 58 9095[ 500] 217 67 97 377 582 843 10062[ 300] 130 60 311[ 1000] 34 437 82 540 43 766 93 823 951 11057 137 201 12 85 305 69 483 549[ 3000] 692 775 [ 500] 857 92[ 300] 913 59 12031 90 96 221 529 697 727 870 989 13071 111 246 315[ 500] 85[ 500] 96 477 764[ 300] 969 14025 478 535 645[ 3000] 51 723 90 912 33 77 15085 121 293 305 536 648 773 83 16189 269 435 902 37 17484 534 95 764 834 96 957[ 300] 88 18020[ 300] 207 519 37 644 704 19402 31 552 20028 98 235 301 405 94 571 706 13 819 919 49 21364 424 536 37 54[ 3000] 68 641 48 728[ 3000] 851 918 22261 363 ( 3000] 407 584[ 500] 821 23013 49 90 613 751 902 68 24101 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873 220182 357 555 61[ 500] 738 807 11 91 221091 137 256 [ 500] 557 80 674 961 222050 64 356[ 300] 495 519 61 626 42 59 884 223056 148 267 90 91 560 671 746 807 9 76[ 3000] 86 931 38 224307[ 300] 46 96 97[ 300] 514( 300) 55 54 661 921 225252 413 617[ 300] Im Gewinurad: verblieben: 1 Gewinn an 500 000 1 zu 150 000 Mt., 1 au 40.000 W., 2 3 30 000 2, 3 an 13000 WL, 11 zu 10000 m, 15 a 5000 R1, 276 zu 3000 9, 239 u 1000 Mt., 315 au 500 Mt. Berichtigung. In der Lifte som 11. Mai vormittags. felt 313 151 mit 230 ML Berantivortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 109. 17. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Sonnabend, 12. Mai 1900. wohner am Orte tie verwüstet aussehen; auch nicht eine einzige Vortragenden erhöht wurden und außerdem eine Steigerung der Familie sei von den Verheerungen verschont geblieben, welche die Mietspreise eintrat, fönnen wir trotzdem die Kassenverhältnisse Coats giebt es in den Gasanstalten für die Kleinen Leute triebenen Agitation, angerichtet hätte. Masse, aufgeregt infolge der Konizer Affaire und der damit be- als günstige bezeichnen. Gewiß wäre zu wünschen, daß Im Haufe des Brief- trotz der erhöhten Ausgaben eine größere Mitgliederzahl die Schule in diesem Jahre höchstwahrscheinlich nicht mehr, denn die gesamte schreibers feien sämtliche Fenster des Vorderhauses ein ganz unabhängig von sonstigen Einnahmen machte, doch konnte dieses verfügbare Produktion dieses Jahres ist von dem Verwaltungs- geschlagen und beinahe alle Waren aus dem Ziel troz aller Agitation unter den Arbeitern nicht erreicht werden. direktor an mehrere Großhändler verkauft worden. Schaufenster gestohlen worden; mit Messern und Aegten, Wir hoffen jedech, daß dieses in Zukunft gelingt. Sehr bezeichnend für die Verwaltung der Gaswerke ist es, daß von so heißt es weiter, drang eine Bande bei vorher geschlagenen Waisen Es ließen sich im vorigen Jahre 538 Mitglieder einschreiben, diesem Vorgang die Gasdeputation sowie ihr Borsigender ein und zertrümmerte alles, was an Möbeln in der nämlich 82 Damen und 456 Herren. Davon waren politisch wie Stadtrat Nams lau erft etwas erfahren hat, als an der Thatsache sämtliche Fenster, sondern auch Kronleuchter und Bänke zertrümmert. allein 196. Dem Berufe nach gehörten am meisten Tischler der Schule Wohnung vorhanden war. In der Synagoge feien nicht allein gewerkschaftlich organisiert 121, politisch allein 17, gewerkschaftlich So der vom Anfang dieses Monats datierte Brief. an, nämlich 50, dann folgten Arbeiter 33, Buchdrucker 26, Kaufleute 20, Schlosser 19, Schuhmacher 18 2c. Unter den weiblichen Mitgliedern. waren 19 Schneiderinnen, 8 Buchhalterinnen, 8 Näherinnen. Auch gehörten 7 Studenten der Schule an. nichts mehr zu ändern war. Um der dadurch entstehenden Not in etwas zu begegnen, hat die Brennmaterialien Deputation beim Magistrat den Antrag gestellt, die 300 000 hektoliter, welche ihr für die Schulen usw. zur Verfügung stehen, an die Kleinen Abnehmer zu verkaufen, und in den städtischen Schulen und Anstalten wieder zur Kohlenfeuerung überzugehen. Es ist aber faum anzunehmen, daß der Magistrat darauf eingeht, da erst im vergangenen Jahre diese Anstalten ihre Feuerungs- und Heizanlagen für Coatsfeuerung eingerichtet haben. Die Arbeiter haben sich also auf noch höhere Coatspreise einzurichten, denn die Händler werden ihren Vorteil schon wahrzu nehmen wissen. Wir möchten aber doch fragen, wie der Verwaltungsdirektor Jänide zu einem solchen Verfahren kommt. Rochen ihm die tausend und abertausend Kleinen Kunden, die jahraus jahrein ihren Hausbedarf hektoliterweise in den Anstalten Holten, vielleicht zu sehr nach Armut? Man sieht, am guten Willen, es dem Mittelalter gleich zu thun, fehlt es den vom" Lichte des Socialismus noch nicht auf geklärten Maffen in jener dunkeln Gegend kaum. In Berlin liegt es an der Intelligenz der Bevölkerung, wenn über den beklagenswerten Bahn der Bachler und Bindewald gel a cht wird. Im dunklen Osten kann ihre Art aber noch Unheil genug anrichten. Der Bericht enthält am Schluß den auch von uns lebhaft gehegten Wunsch, daß es der Schule auch ferner möglich sei, dazu beizutragen, daß Wissen und Bildung in immer weitere Kreise der Arbeiterschaft eindringe, daß die Schule ungehindert in ihren ferneren Bestrebungen ihr Teil dazu beitrage, daß für den großen Befreiungskampf der arbeitenden Klasse immer mehr Stämpfer heran gebildet werden. Die Stadtverordneten- Versammlung erhält als Bundesgenoffin des Scharfmachertums von den Blättern dieser Zunft verdientes ob gespendet. Die, Post" hält den am Donnerstag gefaßten Beschluß für den allein richtigen". Deutlicher noch jagt faure Amt ist Herrn Schweinburg aus Anlaß unires gestrigen. Herrn v. Thielen als Socialpolitiker zu rechtfertigen, dies die Streuz 3eitung", daß bei den Stadtverordneten eben das Leitartikels übertragen worden. Um mit einer Lohnerhöhung für die Geschäftsinteresse in Frage gekommen sei. Bei den nahen Beziehungen eines großen Theils der Stadt- Eisenbahn- Arbeiter renommieren zu können, hütet Herr Schweinburg verordneten zu den Unternehmerkreisen würden die Herren fich in fich, auch nur eine der vielen Zahlen des von uns veröffentlichten ihr eignes Fleisch schneiden, wenn sie den Magiftrat Grlaffes zu erwähnen; der Offiziofus fommt vielmehr mit dem ernstlich zu einer Maßregel bestimmen wollten, welche deren Ber- Scherz, daß die 10 und 20 Pf., die den Arbeitern fortan in den ersten drei und sechs Monaten mehr gewährt werden dienst empfindlich schmälern, unter Umständen sogar sollen, unt im siebenten Jahr ihm wieder entzogen zu ihre Existenz gefährden fann." im stande feien, die Leistungsbaß von einer übermäßigen Jnanspruchnahme werben, in der That im stande feien, derart zu heben, Inanspruchnahme bei solchem Niesenlohn nicht die Rede sein kann. Der offiziösen Komit wird aber die Krone aufgesetzt durch die Auslassung, Die Anschlagfäulen. Da der bestehende Vertrag mit der Firma Naud u. Hartmann im April nächsten Jahres abläuft, so hat bae fähigkeit der Zweieinhalbmark- Männer bas Magistratskollegium beschlossen, die weitere Bergebung des bek Vielleicht daß bei dieser Gelegenheit die Bevölkerung ihre Kommunalcensoren los wird. Zur Frage der Streifflaufel. Bei der Vergebung der Arbeiten für das Hauptgebäude des IV. Krankenhauses hat das Magistratskollegium bestimmt, daß diese Arbeiten derjenigen Firma übertragen werden, welche die Aufnahme der Streita flausel nicht verlangt; dagegen soll der Paragraph betreffend die Konventionalstrafe in Wegfall kommen. Jm Grunde ist dies ja auch eine Stonzession an das Unternehmertum, aber immerhin blici daraus der Versuch, die Empörung der Bevölkerung über den vorgestrigen Beschluß der Stadtverordneten Versammlung ein wenig zu beschwichtigen. Lokales. die Kreuzzeitung" hat ja in soweit recht, als die finansielle Bon einer Existenzgefährdung zu reden, ist zwar Thorheit, aber verordneten die eigentliche Ursache des arbeiterfeindlichen Beschlusses Bundesgenossenschaft mit dem Unternehmertum bei manchen Stadt gewesen ist. Die moralischen Folgen dieser fommunalen Verbrüderung mit den Freunden des Zuchthausentwurfs schildert die Volts- Beitung" treffend in folgenden Worten: J daß, wenn die Eisenbahnverwaltung durch Erhöhung ihrer Löhne tüchtige Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft und Industrie heranzieht, sie nur einer socialen Pflicht genügt, wenn sie den davon betroffenen Kreisen der Bevölkerung einen Ausgleich durch Verminderung der Zahl ihrer Arbeitskräfte gewährt." Die Berliner Arbeiter ersehen aber wieder einmal darans, was fie von dem Kommunal- Liberalismus zu erwarten haben, der im Roten Hause sein Wesen treibt. Das Herz dieser Spielart von Liberalismus ist allemal da, wo des Kapitalismus Fahnen wehen. fundenes Fressen abgabe, wenn feine Vertreter thöricht genug wären, Eine Tölpelhaftigkeit, die für das Agrariertum ein geStäme es darauf an, eine Aktiengesellschaft zur Diskreditierung des Liberalismus und eine Genossenschaft zur Förderung der zu befürchten, daß die Leutenot" durch den Reiz der Thielenschen Socialdemokratie zu begründen, wahrlich, unter den Arbeiterlöhne vergrößert werden könnte. Liberalen der Berliner Stadtverordneten Versammlung fände man Die Ausdehnung der Haftpflicht auf die Automobilen, so Specialitäten auf diesem Gebiete, die selbst die höchften an fie ge- schreibt man uns, ist eine durchaus zeitgemäße Forderung; sie ist stellten Anforderungen noch übertrumpfen würden. Wer einmal die um so berechtigter, als die Zahl der Automobilen auch in Berlin von Geschichte des Niederganges des bürgerlichen Liberalismus in Tag zu Tage eine größere wird. Die Anregung zur Ausdehnung der Deutschland schreiben will, der findet im Roten Hause zu Berlin Haftpflicht auf die Automobilen( Kraftwagen oder Selbstbeweger). klassisches Material." ift ausgegangen vo der juristischen Gesellschaft in Berlin, an der Kirche, welches uns zur Besichtigung in liebenswürdiger Weise Bor einigen Tagen ging durch die Berliner Tagespreffe eine Notia sympathisch gegenüber stehen. Aus den Kreisen der Bade- Angestellten wird uns geschrieben: und das preußische Justizministerium soll diesem Antrage Das neue Bürgerliche Gesetzzur Verfügung gestellt ist. Gleichzeitig wird eine fleine Regatta 1. Januar d. 3. erst in Geltung stattfinden. Um 1/25 Uhr Spaziergang nach Treptow. Um 5 Uhr wonach eine Frau in der Volks- Bade- Anstalt an der Schillingsbrücke Bortrag in der Treptower Sternwarte über„ Die Er- ertrunten fei, angeblich infolge eines Unglücksfalls. Es ist zu bewundern, getreten ist, weist in dieser Beziehung schon jetzt eine Lücke auf, in: dem die Automobilen nicht namentlich in den die Haftpflicht beforschung der Venusoberfläche". Abends Beobachtung der Benus daß solche Fälle nicht häufiger vorkonumen, da die Angestellten dieser handelnden Paragraphen mit aufgeführt worden find. Es wird sich durch das Riesenfernrohr. Billets zur Treptower Sternwarte find fiberbürdet werden, das ihre Kräfte nicht mehr ausreichen, um da also ein Nachtrag, der diesen Forderungen gerecht wird, d. H. der die Achtung, 1. Wahlkreis! Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß die Mitglieder des Wahlvereins am Sonntag, den 13. d. M., einen Ausflug nach Stralau und Treptow machen. Treffpunkt um 1/23 Uhr im Bootshaus des Rudervereins„ Vorwärts" in Stralau herausstellen. Besizer von Automobilen haftpflichtig macht, bald als notwendig Also doch! Dent Beschlusse, Herrn Dr. Langerhans das brenbürgerrecht zu verleihen, ist gestern das Magistratsfollegium beigetreten. zum halben Kassenpreis bei Mörschel, Jüdenstr. 35, Moll, Klostertraße 101, Preuß. Neue Friedrichstr. 20, Felgentreff. Dresdenerstr. 38, belfend eingreifen zu fönnen, wo unter normalen Verhältnissen noch Oppel, Fischerstr. 35, II., und bei den Bezirksführern zu haben. Rege morgens 6 Uhr geöffnet; um 3/46 Uhr muß das Personal zur Steffe Hilfe möglich wäre. Die Voltsbadeanstalten werden jest täglich Beteiligung erwartet Der Vorstand. sein. Da mun nicht jeder der Angestellten in der glüdlichen Lage ist, Achtung, V. Wahlkreis. Am Sonntag, Punkt 7 Uhr in der Nähe solcher Anstalt wohnen zu können, so müssen die früh Flugblattverbreitung zu der event. erforderlichen Neu- meisten 1 bis 11/2 Stunden früher aufstehen, um zur rechten Aus Aulas des Festschmucks, der den Berliner Steuerwahl. Sammelpunkte: I. Abteilung Willners Lokal, Winsstr. 59; Beit am Platz zu sein. Abends werden die Kassen um 8 Uhr zahlern 98 000 m. tosten soll, ist dem Baumeister im städtischen HochII. Abteilung Täschners Lokal, Gollnowstraße 6; III. Abteilung geschlossen. Gewöhnlich wird es 81/2 bis 88/4 Uhr, ehe die letzten bau, Herrn Magdorff, vom Kaiser von Oestreich das Ritterkreuz Knöpfchs Lokal, Hirtenstraße 10; IV. Abteilung Wittchows Lokal, Badegäste die Anstalten verlassen haben. Am Montag und Sonne des Franz Joseph- Ordens verliehen worden. Kleine Hamburgerstr. 27; V. Abteilung Gründers Lokal, Johannis- abend find die Anstalten eine Stunde länger geöffnet. straße 9. Die Genossen des V. Wahlkreises müssen vollzählig An den gewöhnlichen Tagen haben, Hin- und Rückweg eingeschlossen, Im wunderschönen Monat Mai. Ein fleines Schnee und pünktlich antreten. An die Genossen der andren die Angestellten also 16 Stunden zu thun, während am Montag und gestöber gab es gestern vormittag gegen 11½ Uhr. Die geKreise richten wir das Ersuchen, uns bei dieser so wich Sonnabend die Arbeits- 2c. Zeit auf 17 Stunden verlängert wird. fürchteten drei Eisheiligen" haben ihre Herrschaft angetreten. tigen Verbreitung zahlreich zu unterstützen. Am Sonntag und an den Feiertagen dauert die Arbeit bis Mittag Der Vorstand. für alle Angestellten, mit Ausnahme der Wannenfrauen, die bis nach Der Arbeiterschaft zur Nachricht, daß das Lotal Eis mittags 3-4 hr die Wannen zu reinigen haben. Freilich ist jedem feller, Chauffecstr. 88, der Arbeiterschaft zu Versammlungen zur Angestellten ein Nachmittag in der Woche zu seiner Erholung frei Berfügung steht. Die Lokalkommission. gegeben, wenn aber in die Woche ein Feiertag fällt, so fällt auch der Erholungstag aus. Mittelalter um 1900. g Ein Geschenk von 100 Palmen ist dem hiesigen„ Verein zur Förderung der Blumenpflege bei Schultindern" durch den Garteninspektor Weidlich gemacht worden. Die Balmen sollen jedoch nicht einzelnen Schulkindern überlassen, sondern unter die dem Berein beigetretenen Schulen verteilt und von den an der Blumenpflege beteiligten Kindern gemeinschaftlich gepflegt werden. Auch die städtische Parkdeputation wird in diesem Jahre wieder Blumenerde zum Umtopfen und gut bewurzelte Stecklingspflanzen durch den Verein unter die Schulen verteilen laffen, Der Rebbach der Großen Berliner. Nach der soeben verBetrachtet man die Extravaganzen gewisser sich als national öffentlichten Jahresrechnung nahm die Große Berliner Straßenbahn geberdenden Kreise, so fann man faum zu einem andern Schlusse im Jahre 1899 aus dem Betriebe 20 348 094 M. ein. Als Rein kommen, als daß Deutschland in dem Zeitalter eines bis dahin die Summe von 5 357 938 m. in Rechnung gestellt. gewinn zu Dividenden, Tantiemen und Reservefonds wird davon Eine hartnäckige Selbstmörderin. Bei einem Fabrikanten unerhörten technischen und naturwissenschaftlichen Fortschritte gerade- Summe erschöpft sich aber feineswegs der ganze Gewinn. Es In dieser in der Alten Jakobstraße Nr. 66 diente seit nem Tagen eine neune, wegs wieder ins Mittelalter, da wo es am finsterſten tommen hinzu 438 012 m. Obligationenzinsen, 68 487 m. Hypotheken zehnjährige Ernestine Philippi, die aus Groß- Lichterfelde zuist, hineintaumelt. ete Das am meisten beachtete Agrarier Etwas Auffallendes war an dem jungen Mädchen gezogen war. blatt zinsen, dann 600 000 M. Zuschuß aus den Betriebseinnahmen läßt feinen Tag vergehen, unt mit heißer Inbrunst die Wiedereinführung des bestialischen Mittels einem Erneuerungsfonds und 300 000 m. an einen Amortisationsfonds, nicht wahrzunehmen. Gestern morgen furz nach 7 Uhr wunderte sich der Prügelstrafe zu fordern, und das Organ der Die gebildet werden neben den die Materialabuugung darstellenden Ab- die Hausfrau, daß dem Milchmann, der wiederholt flingelte, nicht bieſigen Antisemiten sucht erfolgreich Gläubige für das schreibungen. Dazu kommt, daß die Abschreibungen auf gewissen Konten geöffnet wurde. Sie ging in die Küche und sah das Mädchen in einem Ritualmord märchen. Dieser Tage wurde durch Handzettel, fordern würde. So find z. B. bis auf je eine Mart die folgenden aufgedreht und sich in die Nähe gesezt, um das Gas einzufangen. Die viel reichlicher bemessen find, als die ordentliche Abnutzung dies er- dichten Gasdunst angekleidet dasigen. Es hatte den Hahn des Gasrohrs auf dem die Worte standen" Deutsche, es handelt sich um Konten heruntergeschrieben: Werkstatt Maschinenkonto, Mobilien- Frau ließ schleunigst den in der Nachbarschaft wohnenden Hausarzt das Leben Eurer Kinder" zu einer Versammlung fonto, Untensilientouto, Geschirrkonto, Bekleidungskonto, wofür die holen, der auch schon nach 5 Minuten erschien. Es gelang ihm, die eingeladen, in der Reichstags- Abgeordneter Bindewald, sowie Summe von 285 600 W. angesetzt ist. Danach ist ohne Berüid schloffen gewesen sein, dennoch zu sterben. Während der Arzt, der Bewußtlose ins Leben zurückzurufen. Diese muß aber fest eutder Redacteur der Staatsb. 3tg." Dr. Bachler über den sichtigung der viel zu reichlich bemeffenen Abschreibungen der wirt fie foeben gerettet hatte, mit der Familie ihrer Dienstherrschaft eine Blutmord zu Konig" sprachen. In den hier gehaltenen Vorträgen redete Dr. Bachler, nach dem Bericht seines Blattes, triebsergebnisses. Rechnet man dazu noch die 1656 434 M. Abgaben en ft er hinaus und blieb mit zerschmetterten Gliedmaßen auf liche Gewinn mit ca. 634 Mill. M. zu berechnen, gleich 1/3 des Beaffe Staffee trant, stürzte sie sich aus dem zweiten Sto aum davon, daß die Juden das Menschenblut gebrauchten, an die beteiligten Gemeinden, die gleichfalls als Unternehmungssich damit von dem verunreinigenden Umgang mit Christen zu reinigen; und Dr. Bindewald tam, um einen Beweis gewinn zu betrachten sind, so beträgt dieser sogar rund 81/2 mill. m. dem Hofe liegen. Nun erwies sich auch die ärztliche Kunst als unvermögend, das Leben zu erhalten. Die Unglückliche starb nach dafür zu erbringen, daß es Ritualmorde gäbe, nicht etwa in gleich etwa 40 Broz. der Einnahmen. Ueber das, was das Unteranekdotenlüfternem Scherz, sondern in vollem Ernst bis auf Staiser nehmen seinen Arbeitern als Lohn zukommen ließ, giebt die Ab- trieben hat, ist nicht bekannt; irgend eine Andeutung hat sie darwenigen Minuten an einem Schädelbruch. Was sie in den Tod geKonstantin und Bapst Innocenz zurück, denen jüdische Aerzte rechnung leider keine Auskunft; die Löhne find enthalten in den über weber mündlich noch schriftlich gemacht. Die Leiche wurde beBetriebsausgaben, die auf einem Poften mit 10 913 285 m. an- fchlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Kinderblut als eilmittel empfohlen hätten. Das find ganz diefelben Mittel, die vor etlichen Jahrhunderten gesetzt sind. Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt jetzt 68 625 000., In der Straffache gegen den Bankier August Sternberg im Schwang waren. Die Judenverfolgung in Bern, welche 1287 in wovon im vorigen Jahr 44 250 000 m. dividendenberechtigt waren. follen nach Mitteilung einiger Blätter in letzter Zeit neue polizeiKonstanz anhob, wurde mit der Beschuldigung eingeleitet, daß die Die Kapitaldividende betrug 10% Proz. liche Vernehmungen stattgefunden haben, die auf eine Ausdehnung Juden ein Knäblein mit Radelstichen getötet" hätten, weil Seit dem 1. Januar 1900 ist die Neue Berliner Pferdebahn des Verfahrens schließen ließen. Das ist, wie gemeldet wird, nicht sie christlichen Kinderblutes zu ihren religiösen Bräuchen be- Gesellschaft, die im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Mart Betriebs- richtig. Neue Bernehmungen finden nicht statt, bevor das Reich 3burften. In Franken wurden 1298 unter Anführung des Edlen von einnahme erzielte, mit der Großen Berliner vereinigt. Die Geleis gericht über die Revision, die der Verurteilte gegen das ErMintfleis an 100 000 Juden abgeschlachtet darum daß sie große länge der vereinigten Gesellschaften beträgt nunmehr 415 363 Meter, fenntnis der Straffammer angemeldet hat, entschieden haben wird. Bosheit getrieben mit unsres Herrn Leichnam". Solcherlei meldet die Chronit etliche Jahrhunderte hindurch. Der Schäferei- Bruder- wovon bis 1. Januar 199 847 Meter zum elektrischen Betrieb ein- Fällt die Entscheidung zu Ungunsten des Verurteilten aus, dann ist schaftstag in Rothenburg ward bis in die nenere Zeit begangen zum laufen bis 1919 in Berlin und Treptow, bis 1922 in Rieser anstellt, aber nur zur Stüße der Anklage in dem bisherigen Umfang, gerichtet sind. Die Straßenbenutzungs- Verträge der Gesellschaft es allerdings möglich, daß die Anklagebehörde nene Ermittelungen Andenken daran, daß ein sonst einfältiger Schäfer" 1392 etliche Juden Dabei ertappt hatte, wie sie in hebräischer(!) Sprache sich über eine Brunnen- Schönhausen, bis 1937 in Charlottenburg, Schöneberg, Rigdorf, nicht zu ihrer Ausdehnung. Zu einer solchen liegt tein Anhaltsvergiftung verabredeten, was zur Folge hatte, daß sämtliche Juden amorte, Briz und Reinickendorf, bis 1948 in Wilmersdorf. 1949 in Tempelhof punkt vor. soweit es ging, verbrannt wurden. So geht es weiter durch und bis 1959 für die Chaussee zwischen Berlin und Tegel. Zur Beschränkung des Straßenhandels, für die abermals das Mittelalter bis ins 15. Jahrhundert hinein, wo die aus dem Die Arbeiter- Bildungsschule hat in diesen Tagen ihren Jahres- in den Kreisen der Hausbefizer und Geschäftsleute lebhaft agitiert Ritualmord- Aberglauben entsprungenen Gräuel von den Gräueln der bericht herausgegeben. Die Schule hatte am 31. März 1900 das wird, schreibt uns der Vorstand der Freien Bereinigung selbständiger Segenverfolgungen abgelöst wurden. neunte Jahr ihrer Thätigkeit vollendet. Der Bericht äußert sich andelsleute mit Unter- und Oberfrüchten", daß er mit dem Warum nur diese dunkelsten Blätter aus der Geschichte des darüber: Abgesehen von den vielfachen Wechsel und der ungleich- Inhalt der an Polizeipräsidium und Stadtverordneten- Versammlung Christentums aufschlagen? Judenbratereien im mittelalterlichen mäßigen Beteiligung der Mitglieder, welche die eigenthümlichen gerichteten Petition, wonach die Waren der Straßenhändler mehr Sinu find troz etwaiger geheimer Herzenswünsche unfrer in der Verhältnisse der Großstadt gerade für ein Arbeiter- Bildungs- Institut mals am Tage amtlich revidiert werden sollen, vollständig Religion der Liebe erzogenen Urteutschen nicht mehr gut möglich. In mit sich bringen, fann man auch im verflossenen Jahre auf eine einverstanden sei. Nur wäre es dann nicht mehr wie recht Berlin werden fie es auch faum zu ein paar eingeworfenen Fenster- gedeihliche Entwicklung der Schule zurücbliden. Die Beteiligung und billig, daß die gleiche Kontrolle auch über die seßhaften scheiben bringen. Anders jedoch in jenen Gegenden, die, dank der ließ zwar in einzelnen Unterrichtsfächern manches zu wünschen übrig, Händler verhängt würde. Lächerlich sei aber das in der Petition Herrschaft des Junkertums, der Nation der Denter fast als Schimpf war aber im allgemeinen befriedigend. Ist es auch diesmal nicht ausgedrückte Verlangen, daß die Straßenhändler jedesmal den Stand, und Schande anhängen. möglich gewesen, die Mittel zur Erhaltung der Schule allein aus wo sie waren verkauft hätten, mit Desinfektionspulver In einem Privatbrief aus Hammerstein in Westpreußen, den Mitgliedsbeiträgen und dem Schulgeld zu beden, weil um bestreuen sollten. Mit demselben Recht könnte verlangt werden, daß der uns vorliegt, ist mitgeteilt, daß die Häuser der jüdischen Ein- der Schule tüchtige Lehrkräfte zu gewinnen die Honorare der 3. B. die Kinderwagen, die den seßhaften Händlern vielfach zum Barentransport dienen müßten, farbolisiert würden. Der Nat, daß| Bissenswertes von Bergfagen und Aberglauben, der sich ans Berg- unfähigkeit des Bedachten gemeint sein könne. Stadtrat ein jeder zunächst vor seiner Thür fehren möge, fei namentlich bei steigen Inüpfte, von der poetischen Verherrlichung der Alpen, in der Bohm erwiderte nur wenig. diesen Herren angebracht. fich von Schiller bis zum Fremdenbuchkrizler herab die Kultur- Sofort nach dem Schluß der 31/2 stündigen Verhandlungen bes Zu der Flucht des Klavierfabrikanten Adolf Herbst aus in der Ablenkung von Flüssen und in Riesentunneln offenbarten. Urteil wird den Parteien schriftlich zugestellt werden. menschheit versuchte, sowie von den Wundern der Technik, die sich schloß der Senat, die Entscheidung auszusehen. Das der Gneisenaustraße, über die wir gestern berichteten, wird uns mit Interessant war ferner, wie Herr Dr. Werner an einzelnen Beispielen geteilt, daß die von bürgerlichen Blättern gebrachte Darstellung, den vielbeklagten Wechsel von der gastlichen Aufnahme des Wanderers prozeß wird in Nr. 89 des„ Thür. Courier" berichtet: Anfang Ueber ein befremdliches Urteil in einem Krankenkassens wonach der Flüchtige seinen Arbeitern durchaus gerecht geworden beim Herrn Curatus bis zum modernen Hotelkomfort schilderte, ein März 1897 ließ der Gärtner Ernst Riese in Bergjulza im Auftrag fei, unrichtig ist. Die sämtlichen 32 Arbeiter der Fabrit haben fei, unrichtig ist. Die sämtlichen 32 Arbeiter der Fabrik haben Wechsel, der allerdings in Zusammenhang stehen mag mit der uner- des Baron v. Gerstenbergt in dessen Waldungen Buschholz ihre Lohforderungen, die sich bei Einzelnen bis auf 200 9. belaufen, müdlichen Energie, die den Alpenverein befeelte, immer neue Aufstiege schlagen. Am 8. März die Arbeit hatte 5 Tage gedauert beim Amtsgericht anmelden müssen; ferner hat sich herausgestellt, daß Herbst die den Arbeitern abgezogenen Invaliden- und Kranken- u schaffen, die Alpenwanderungen immer mehr zu erleichtern. Eine vor- waren die Arbeiter mit den ihnen angewiesenen Schlägen fertig, und faffen- Beiträge seit längerer Zeit im eigenen Interesse verwendet zügliche Sammlung guter Lichtbilder kam dem Redner in seinem aus Anlaß dessen gab Riese ein Faß Bier zum besten. Auf dem gehat. Dem Verschwundenen fallen außerdem Operationen mit Vortrag sehr zu ſtatten. Es waren zum Teil Meisterstücke photo- meinschaftlichen Nachhausewege abends 8 Uhr tam der Arbeiter Friedrich falschen Wechseln zur Last. Bereits am 4. Mai lief bei graphischer Technik, die die Gletscherbildungen oft mit beinahe Berguer zu Fall und zog sich einen Beinbruch zu. Obgleich nini dem Schwager des Herbst ein von diesem geschriebener Brief plastischer Deutlichkeit dem Auge vorführten. Riese die Jahre zuvor Arbeiter in gleicher Weise 2-3 Wochen lang, cin, in dem mitgeteilt mitgeteilt stand, stand, daß man Bekanntlich ist der Vortrag des Herrn Werner nicht der erste, beschäftigt und feinen derselben zur Krantenkaffe an seine Leiche im Landwehrkanal finden würde. Dieser Versicherung stehen womit in der Urania die dankenswerte Aufgabe unternommen gemeldet, noch Alters- und Invalidenbeiträge die Gläubiger des Herbst mit starken Zweifeln gegenüber; all wurde, von der Schönheit der Alpenwelt auch denen einen Begriff gezahlt hatte, ging er nach dem geschehenen Unfall abends 10 lihr gemein wird angenommen, daß der Verschwundene sich im Ausland zu geben, die bisher nicht das Glück gehabt haben, das Hochgebirge zum Gemeindevorstand in Bergfulza, um Bergner zur Kranfenfajje befindet. Als Kuriofum fei noch berichtet, daß der Fabrikant feiner zu sehen. In den früheren Vorträgen wurde das Hauptgewicht auf anzumelden und andern Tags bekommt Bergner, der noch nie Zeit auf die Mitteilung seiner Arbeiter, daß sie den ersten Mai die Dekorationseffekte gelegt: Theatermaler und Maschinen- einer Krankenkasse angehört hat, einen Krankenkassenschein zugeschickt. eigentlichen als Feiertag begehen würden, geantwortet hat, er werde ihnen Sollen wir wählen zwischen Schöpfer des Erfolges. Dies fam zur Kenntnis des Krankenkassen- Vorstands und die Maifeier diesmal schon besorgen. Das hat Herr Herbst denn sollen wir wählen zwischen beiden Vorführungsarten, beiden Vorführungsarten, so v. Gerstenbergt die an Bergner ausgezahlten Krankengelder, Apothekerja auch, wie die vorstehenden Mitteilungen zeigen, auf recht originelle ziehen wir entschieden die gehaltvollere des Herrn Dr. Werner toften usw. nicht zurückzahlen wollte, wurde diefe Angelegenheit Weise gethan. trotzdem sie sich mit einfachen Hilfsmitteln begnügt. der Aufsichtsbehörde übergeben. Diefe entschied, daß v. Gerstenbergt Auch glauben wir, daß die Vereinsgäste der Urania beim etwaigen die Auslagen im Betrage von 133 M. an die Krankenkasse zurüc Anhören des neuen Vortrags sich ähnlich entscheiden werden. Zuzuzahlen habe. Gegen dieses Urteil strengte v. Gerstenbergt Klage reider Gülle wir hier nur wenig andenten konnten, hinfort in etwas gewiesen. Hiergegen legte er Berufung ein, und das Landwünschen wäre noch, daß Herr Werner seinen Vortrag, von dessen an, wurde jedoch vom Amtsgericht Apolda kostenpflichtig aba langsamerer Sprechweise hielte. Durch einen Sturz vom Sängegerüft ist Freitagnachmittag Ter 4 bing but are Metascience yer verunglüdt. alte Dachdeckermeister Rudolf Löschte aus Königchaussee 73 zu Löschke, der auch Anstreicherarbeiten macht, stand mit vier Gesellen auf dem Gerüst in der Höhe des zweiten Stocks an dem Hause Rölfestr. 128 31 Neu- Weißensee. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte auf die Straße hinab. Mit einem Schädelbruch und schweren inneren Verlegungen wurde der Verunglückte, nachdem ein Arzt ihn verbunden hatte, durch einen Lüchschen Rettungswagen bewußtlos in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Handelsfrau Bertha Lange, des Dienstmädchens Klara Galle, des Sinaben Willy Burr, des Bildhauers Valentini, der Schifferfrau Graßuick zu den rätselhaftesten gezählt werden müssen. die meister waren vor, Auf der Treptow- Sternwarte spricht Direktor F. S. Archen hold am Sonntagnachmittag 5 Uhr über„ Die Erforschung der Venus: oberfläche" und abends 7 Uhr über„ Ausflug in die Sternenwelten". Wit dem Riesenrefraktor wird von 2-9 Uhr die Benus und von 9-12 Uhr abends der durch seine Lichtveränderungen merkwürdige Sternhausen M 5 in der Schlange gezeigt. Aus den Nachbarorten. Vermischtes. da gericht Weimar, Civiltammer I, wies vor kurzem die Fors berung der Krankenkasse kostenpflichtig zurück mit der Begründung, daß, wie Niese schon dem Gemeindevorstand in Bergfulzu erklärt habe, Bergner noch ungefähr 1/2 Tage hätte zu arbeiten gehabt, mithin versicherungspflichtig gewordent sei. Diese lange Arbeitszeit des Bergner hätte aber Niese bei Beginn derselben nicht voraussehen können. Thatsächlich hat aber Die reorganisierte Kriminalpolizei. Die Medenwaldische ein Enkel Bergners den Rest der Arbeit in zwei Stunden fertig geMordaffaire ist noch immer in ein geheimnisvolles Dunkel gehüüt. Ober- Schöneweide. Heute Abend findet bei John, Wilhelminen- bracht. Gegen dieses Urteil legter Instanz ist eine Berufung nicht Wilhelminen- bracht. Auch die Haftentlassung des Tischlergesellen Willy Gluth Hofstraße 19, cinc Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins statt. zulässig, und so hat die Krankenkasse außer dem Berlust des Streit ist eine Frage der Zeit. Es ist nicht der leiseste Anhalt dafür vor Vortrag. objekts noch die bedeutenden Kosten des ca. drei Jahre dauernden handen, wer die That verübt habe. Voraussichtlich wird also auch der Medenwaldtsche Mord zu den ungefühnten hinzutreten, woch Genosse Dupont einen Vortrag über Gemeinde- Socialismus. Potsdam. Im socialdemokratischen Wahlverein hält am Mitt: Prozesses zu tragen. wodurch deren Zahl auf 15 in den letzten zehn Jahren angewachsen Außerdem stehen außerordentlich wichtige Organisationsfragen auf ist, von denen die an den Prostituierten Nitsche, Thiele, Singer, der Tagesordning. Günther, ferner an der Krankenpflegerin Helene Schweichel, der Zur Konizer Mordaffäre wird der Danz. 3tg." geschrieben: Der Verein der Badeanstalts- Juhaber von Berlin und den Auf welche Weise Ernst Winter getötet worden, darüber fehlt auch Vororten ist beim Magistrat in Charlottenburg sowie bei den noch immer jeder nähere Anhalt. Die bisherige genaue Unterdortigen Stadtverordneten vorstellig geworden, die fernere Ver- fuchung der Zeichenteile hat nur Bermutungen zugelaſſen, über abfolgung medizinischer Bäder in der Volksbadeanstalt Krumme- welche zunächst noch das Medizinalfollegium in Danzig sein Guts Wie aus Swinemünde berichtet wird, sind dort vor kurzem straße zu inhibieren, da sich hierdurch die privaten Anstaltsbesiker achten abgeben soll. Nach Ansicht der ſecierenden Aerzte iſt der Tod in der Swine die Leichen zweier unbekannten Damen aufs schwerste geschädigt fühlen. Die Stadt Berlin hat i. 3, wie an Verblutung eingetreten. Diese kann aber ebenso wohl durch gefunden worden. Erst nach dem Begräbnis wurde festgestellt, daß der Verein anführt, auf Anregung desselben Vereins die Ver- einen Stich in die Pulsader oder die am Oberschenkel entlang die Damen aus Berlin waren und gemeinsam den Tod im Wasser abfolgung medizinischer Bäder ebenfalls aufgehoben. Hoffentlich ist laufende große Blutvene in ganz furzer Zeit herbeigeführt worden gesucht hatten. Es waren die Frau und die Stieftochter des hiesigen der Magistrat von Charlottenburg weniger darauf bedacht, der sein. Die Annahme, daß der junge Winter in der Narkose bei einem Magistratssekretärs G. Sie hatten sich im Zwist von ihm ärmeren Bevölkerung die Möglichkeit zu nehmen, sich auf verhältnis Zahnarzte gestorben" und sodann zerstidelt worden ist, ist, wie der getrennt, um zusammen in den Tod zu gehen. mäßig billige Weise die Wohlthat medizinischer Bäder zu verfchaffen. Graud. Gej." jetzt wieder berichtet, nicht haltbar. Dagegen spricht Der Eigentümer einer Brillantbrosche im Werte von 3000 m. Aus Treptow wird uns geschrieben: Die Straßenbahn- die vollständige Blutleere der Körperteile. wird gegenwärtig von der Kriminalpolizei gesucht. Das Schmid gesellschaft der Firma Siemens u. Halste hat im Gegensatz stick befand sich im Besitz der kürzlich in Leipzig verhafteten beiden 34 den unerschütterlichen Principien der Großen Berliner zuweilen internationalen Juwelendiebe und zeigt in der Mitte einen roten auch an ihr Bublikum gedacht, und, nicht zum wenigsten zu ihrem Topas, eingefaßt mit blauen Diamanten, sowie fechs teine Halb- Vorteil, manche Anordnung im Interesse der Fahrgäste getroffen, an monde mit je sechs Brillanttropfen in der Mitte. Da sich die die die„ Große" ihr Lebtag nicht denkt. Vielleicht kommt sie, Gauner vor ihrer Verhaftung nachweislich in Berlin aufgehalten wenigftens an Sonntagen dem neuerdings im Publikum wie auch haben, so wird der Eigentümer der Brosche in Berlin vermutet. unter ihren Schaffuern lantgewordenen Wunsche nach Be= sprengung eines Teils der von ihr befahrenen Wegstrecke nach. Preußische Gastfreundschaft. Weil er eine Ausweisung Vor allem an der Endstation war es bei der Dürre der letzten Tage erhalten hatte, ist der bei der Mutter in der Kastanien Allee vor Staub nicht auszuhalten. Die Ausgaben für diese Wohlthat wohnhafte, gegenwärtig beschäftigungslose Kaufmann Adolf I dürften kaum in Betracht kommen und durch das Renommé, das sich aus dem Fenster gesprungen. Er ist ruffischer Staatsangehöriger, die Gesellschaft durch eine solche Maßregel verschafft, reichlich ein hatte sich lästig gemacht“ und sollte Berlin verlassen. Da gebracht werden. er sich der Ausweisung nicht fügte und in Berlin verblieb, sollte er festgenommen und nunmehr mittels Zwangspasses ab geschoben werden. Als ihn Kriminalbeamte aus seiner Wohnung Pappel- Allee 32 abholen wollten, sprang er aus einem Fenster des crsten Stockiverks und verstauchte sich den linken Fuß. I. wurde mun nach dem nächsten Polizeirevier gebracht, dort aber in Ansehung der bei dem Sturz erlittenen Verlegung wieder freigelassen. = Bei den Arbeiten am Schinkelplatz verunglückte heute morgen gegen 9 1hr der verheiratete, 44 Jahre alte Arbeiter Friedrich Weirauch aus der Oberbergerstr. 46. Mit acht Arbeitsgenossen war Weirauch dabei, das schwere cijerne Geländer an der Schloßbrücke umzulegen. Plöglich ficl das Geländer um und schlug Der Brand eines Güterwagene erregte gestern morgen um 11 Uhr auf dem Ringbahnhof Tempelhof lebhaften Schrecken. wie es heißt, war der Wagen mit einer Säure gefüllt, welche sich entzündet hatte. Der Brand drohte sowohl auf die Bahnhofshalle wie auf andre Güterwagen überzugreifen, und das Personal hatte besondere Mühe, cinige beladene Viehwagen vor dem Verbrennen zu schüßen. Ein mit Schweinen beladener Wagen war in solcher Gefahr, daß er ausgeladen werden mußte. Es foftete lebhafte Anstrengungen, die Gefahr zu beseitigen. Gerichts- Beitung. Das Gemeinde Wahlrecht der Schlafburschen und der = Jn Bartschin bei Inowrazlaw ist in der Nacht zu gestern ein Brand ausgebrochen, der die ganze Stadt in Asche zu legen droht. Ein 15jähriger Luftmörder. Aus Lissa wird berichtet: Der Mörder der vierjährigen Tochter des Schneidermeisters Schwengler in Storchnest ist in der Person des 15jährigen Sattlerlehrlings Schwiearz verhaftet worden. Der jugendliche Mörder hat seine That bereits eingestanden... Ein schrecklicher Unglücksfall hat sich in Elberfeld er eignet. Bei den Abbruchsarbeiten eines Privathauses stürzte nachmittags plöglich das Nebenhaus, in welchem sich noch eine Anzahl Leute befanden, ein. Einzelne fonnten, durch verdächtiges Suistern aufmerksam gemacht, sich rechtzeitig retten, während andre unter den Trümmern begraben wurden. Die Feuerwehr ist cifrinst mit den Rettungsarbeiten beschäftigt; bis gestern ist eine schrecklich verstümmelte Leiche aus den Trümmern hervorgeholt worden. Man befürchtet, daß auch Kinder, welche mit Holzsuchen beschäftigt waren, begraben sind. Aus Straßburg meldet die Frantf. 3tg." Ein schanerliches Familien drama ereignete sich in Lemberg bei Bitsch. Der 28 jährige verheiratete Zimmermann Schubert aus Niederbronn drang in einem Anfall von Wahnsinn nachts zwischen 12 und 1 1hr mit einem Revolver und einem kleinen Säbel bewaffnet in das Haus feines in Lemberg wohnenden Schwiegervaters, des Suf schmieds Faber, ein, tötete zunächst mit dem Säbel im Stall nach der Bordschivelle über. Während die andern Arbeiter die nicht durch drankenhauspflege Unterstützten beschäftigte gestern einige Stück Vich und steckte sodann das Haus in Brand. Als Faber dazu. So geriet er mit der linken Hand gerade zivischen die Bord Berliner Gemeinde Wählerliste für 1899/1900 waren vier Schlaffeinem Säbel einen Stich in die Brust, so daß Faber nach einigen schwelle und eine Leiste des stürzenden Geländers. Der Ringfinger burschen nicht aufgenommen worden; die Stadtverordneten Ver Minuten verschied. Uninittelbar darauf brachte er dem Sohne Fabers wurde ihm dabei ganz abgequetscht, auch die drei andern Finger so fammlung hatte dann aber deren nachträgliche Aufnahme beſchloſſen. zwei schiere Stichwunden bei. Das Haus Fabers is wie das weit, daß sie nur noch lose an der Hand hingen. Nur der Daumen Den Beschluß focht der Magistrat mit der Klage an und machte einen Versuch, über die Grenze zu entkommen, wurde jedoch it Nachbarhaus wurden ein Raub der Flammen. Schubert machte wurde weniger verletzt. Der Verunglückte wurde nach der nahe geregenen Unfallstation V in der Brüderstraße und von dort in ein geltend, daß nach§ 5 Abs. 5 der Städte- Ordning als selbständiger Philippsburg in einem Eisenbahnzuge von einigen Gendarmen feſtKrankenhaus gebracht. Preuße im Sinne des§ 5 Absatz 2 nur angesehen werden könne, wer einen eignen Hausstand habe. Echlafburschen hätten genommen. Er leistete bei seiner Verhaftung heftigen Widerstand, Auf eine eigene Art verunglückt ist gestern mittag die feinen eignen Hausstand und seien darum zu den Kommunalwahlen verwundete einen der Gendarmen mit seinem Säbel und verübte 17 Jahre alte Witwe Wilhelmine Scheider aus der Stralsunderstr. 61. nicht zuzulaffen. Der Bezirksausschuß erkannte dann auch das einen erfolglosen Selbstmordverfuch, indem er sich mit dem Sävel Als sie in der Nähe ihrer Wohnung über den Bürgersteig ging, hin, daß die Betreffenden nicht in die Wählerliste aufzunehmen seien. einen Stich beibrachte. In das Gefängnis zu Bitsch verbracht, machte rannte ein Händler, der eine Gastwirtschaft aufsuchte, die alte Frau Die Stadtverordneten- Versammlung legte Berufung ein. Ihr Ver- Schubert abends seinem Leben durch Erhängen ein Ende. um. Sie stürzte so unglücklich, daß sie sich den rechten Oberschenkel treter, Juftigrat Friedemann, fuchte des längeren nachzuweisen, Rettung aus Secnot. Aus Bremen wird gemeldet: Dia brach und in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. daß gerade die Entstehungsgeschichte des§3 der Städte- Ordnung den Rettungsstation Nimmersatt der Deutschen Gesellschaft zur Bei der Arbeit verunglückte gestern nachmittag am Alerander- Erkenntnisgründen des Bezirksausschusses widerspreche. Im Absatz 5 Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 10. Mai von der hier ge bes§ 5 heiße es allerdings: Als selbständig wird nach vollendetem fenterten russischen Galeasse„ Madda Sophia". Kapitän ufer der 33 Jahre alte Bretterträger Mar Janke aus us der Pappelallee 129. Beim Abladen trafen ihn herabfallende Bretter an den 24. Lebensjahr ein jeder betrachtet, der einen eigenen Hausstand Grosbach, sechs Personen, darunter ein Kind, durch das RettungsBeinen so schwer, daß ein Schuhmann des 5. Reviers ihn in ein hat 2c. Damit folle aber nicht gesagt werden, daß der boot der Station bei heftigem Nordsturm gerettet. Strankenhaus bringen mußte. eigene Hausstand ein durchaus notwendiges Erfordernis der Ein gottesfürchtiger Schwindler. Das spurlose Verschwinden Selbständigkeit sei. Vielmehr habe damit mir beispielsweise des Bürgervorstehers und Tapetenhändlers Spind erregt gegenwärtig ein Fall von Selbständigkeit genannt werden Der in Stade großes. Ausschen. Der Verschwundene hat nach der Gesetzgeber habe lediglich an die Selbständigkeit im wirtschaft Tapeten- Zeitung" bei vielen seiner Mitbürger Darlehen in belichen Leben, an die Unabhängigkeit vom Hausstande eines andern deutender Höhe aufgenommen, andrerseits geringfügige Schulden gedacht. Schlafburschen, die sich selbst ernähren, jeien in diesem gewissenhaft bezahlt und bei einem Bantier fogar ein Guthaben Sinne selbständig und unabhängig. von mehreren hundert Mark hinterlassen. Um seinen Stredit zu heben, unternahm Spind im letzten Winter einen größeren Umbau feines Wohnhauses, die neue Hausthür trägt die Inschrift:" Jesus Sirach 7, Bers 1: Thue nichts Böses, so widerfährt Dir nichts In einen Kessel mit ficdender Lauge fiel gestern nachmittag der 24 Jahre alte Arbeiter Bernhard Jaworski aus der Potsdamer straße 86a in einer Fabrik auf dem Grundstück Breitestr. 28. Er verbrihte sich an Händen und Füßen sehr schwer und mußte von der Unfallstation in ein Strankenhaus gebracht werden. Marktpreise von Berlin am 10. Mai 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, nene, D- Cir. Rindfleisch), Neule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch 118 " " mittel gering " " Roggen, gut " 14,90, " " mittel gering " Stalbfleisch Butter Feuerbericht. In den beiden letzten Tagen erfolgten ins Stadtrat Bohm, als Vertreter des Magistrats, berief sich ohne gejamt nur fünf Alarmierungen. Freitagnachmittag gingen Blumen- weitere Ausführungen auf das Urteil des Bezirksausschusses. Straße 13 Portieren in Flammen auf. Donnerstagabend 10 Uhr Es folgte sodann der Vortrag in der zweiten Sache, die das Wahlwar Dorfstraße 37 in einem Posamentierladen ein Brand zu berecht der durch Krankenhauspflege Unterstügten betrifft. Der Böses!" Gefälschte Wechsel von ihm follen in großer Zahl umfeitigen, der einen Boften Ware einäfcherte. Zur selben Zeit inußte Magistrat hatte auch in diesem Falle gegen die Stadtverordneten- Ver- laufen. Wie verlautet, foll Sp. die Namensfälschungen schon seit Leipzigerstraße 130 ein Schaufensterbrand abgelöscht werden. Sturz jammlung geflagt, weil sie die Aufnahme von 6 Bürgern in die Wähler- etwa 10 Jahren betrieben haben. vorher hatte Grenadierstraße 35 der Fußboden in einer Tischlerei liste beschossen hatte. Der Magistrat behauptete, die Leute hätten in dem Feuer gefangen. Nachmittags 5 Uhr brannte Blumenstraße 57 in der Aufstellung der Wählerliste voraufgegangenen Jahre Armen der Färberei von Baul Felber der Abzug eines Ventilators, doch unterstügung im Wege der öffentlichen Armenpflege erhalten. Weizen, gut D.- Str. 15.war die Gefahr bei Ankunft der Wehr bereits beseitigt. Sie selbst oder ihre Angehörigen waren nämlich auf Kosten der Stadt in Strantenhäusern verpflegt worden; sie hatten sich aber zu raten= Straßensperrung. Die Solmsstraße von der Gneisenau bisweiser Abzahlung der den Strankenhäusern von der zur Bergmannstraße wird behufs Umpflasterung vom 14. d. M. bis Armendirektion ausgezahlten Beträge verpflichtet. Der Bezirksauf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. ausschuß sah dennoch darin eine Armenunterstügung, die das Im Wissenschaftlichen Theater der Urania" ist ein neuer Wahlrecht ausschließe, und gab der Klage des Magistrats statt. Gerste, gut Projektionsvortrag gehalten worden. In den Alpen ions Die hiergegen eingelegte Berufung der Stadtverordnetenund jetzt" heißt das Thema, über das ein berufener Mann, Versammlung begründete ebenfalls Justizrat Friedemann. In Safer, gut Herr Dr. R. Werner vom Vorstand der Sektion Berlin des feiner 11/ 2stündigen Rede legte er zunächst dar, wie unbillig es wäre, deutschen und östreichischen Alpenvereins, wie vorgestern so auch noch vom Wahlrecht Leute auszuschließen, die regelmäßig ihre Steuern an weiteren Abenden sprechen wird. In dem Vortrag kommt der bezahlten und durch ein ganz unverschuldetes, vorübergehendes Er- Nichtstroh Kulturhistorifer und der fundige Naturfreund in gleichen Rechten cignis in Zahlungsschwierigkeiten geraten seien. Dann erörterte er en zum Wort; mit einem leisen, wenn auch gutgemeinten Anflug von unter Verwertung eines sehr umfangreichen Materials aus Erbsen Speisebohnen Schulgelehrsamkeit erzählt Herr Dr. Werner uns von den fernen der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und dem praktischen Linsen Sagen, da Hannibal ohne Bädecker über den Kleinen Leben die Frage, ob Krankenhauspflege überhaupt als Et. Bernhard zog, ging dann zu den Barbaren des Nordens Armennuterſtügung im Sinn der Städte- Ordnung angesehen und einiger Käufe für die Provinz verkehrte der Frühmarkt bei etwas be über, die 113 v. Chr. die Alpen hinabstiegen, und begann schließlich werden könne. Er verneinte dies und machte geltend, es Tebterem Handel in fester Haltung. Weizen und Joggen erzielten 0,50 M. die modernen Barbaren aus der Köpniderstraße naturgeschichtlich zu ginge aus der Entstehungsgeschichte der Städte- Ordnung hervor, daß höhere Preise. Mittags hörte jedoch die Stauflust wieder auf, das Geschäft schildern, die auf der Berliner Hütte im Zillerthal nichts andres anzufangen im§ 5 mit Armenterstützung aus öffentlichen Mitteln" nur eine verfiel in feine bisherige Unthätigkeit, und die durch den günstigen Saatenwiffen, als einen Nachmittagsffat zu drejchen. Wir erfuhren weiter viel Unterstüßung wegen vollständiger wirtschaftlicher standsbericht des Acerbandepartements in Washington veranlaßic matte " " " " mittel gering Eier " 14,60 14, 13,90 13,40 13,30 12,80 15,40 14,90 Karpfen Plate Bander 8,- 6." 1,60 1,20 1,20 1, 1,60 " " 1,60 Hammelfleisch " 1,60 2,60 60 Stüd 3.60 2,20 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,40 " mittel " gering " 14,80 14,40 14,30 13,90 5,50 4,50 8,- 5,60 " 40, 25, 2,60 1, " Hechte " 2,20 1,20 Bariche 1,60 0,80 " Schleie Bleie 19 3,- 1,40 1,20 0,80 45, 25, 70,- 30, Strebe per Schott 12,- 3, Produktenmarkt vom 11. Mai 1900. In Folge des falten Weiter Witterungsübersicht vom 11. Mai 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand ram Windrichtung Windstärke Wetter Tenip. n. G. 5º 6.4 R. Stationen 712 Gramm 150,50 Abnahme im laufenden Monat, do. 147,50-146,75-147,25 Abnahme im Juli, do. 146,25-145-145,25 Abnahme im September mit 1,50 M. Mehr oder Minderwert. Tendenz: matter.- Safer, loco per 1000 Stilogramm: Feiner pommerscher 144-153, mittel 138-148, medfen: burgifcher feiner 144-153, mittel 138-143, westpreußischer feiner mittel Bofener feiner mittel schlesischer feiner ab Bahn. Normalgewicht 450 Gramm 134,50-134,25 2. auf Abnahme im Juli. Tendenz: schwächer. Mais: Amerif. mired loco 115 frei Wagen. Abnahme im laufenden Monat 112, Abnahme im Sep Swinemde. 763 SSO 2616. bed. tember 107,50. Tendenz schwach. Gerste per 1000 Kilogramm: Futter- Hamburg 763 S 3yeiter 3wolfig gerfte, leichte 128-136 M., schwere 137-146 M. Weizenmeyi: 00: Berlin 4 heiter 19,25-21,50 Mt. Tendenz: still. Roggenmehl: 0 und 1: 19,35 bis Frantf./M. 763 NO bedeckt 4 aris 20,75 7. Abnahme im Juli M., Abnahme im September M. München Tendenz: fli: Wien Rüböl für 100 Kilogrammi mit Faß in Mark, loco Abnahme mit laufenden Monat, 57,80-57,60-57,80 Abnahme im Oktober. ab Tendenz feft. Spiritus mit 70 M. Verbrauchsabgabe ohne Faß 49,70 M. frei Hans Saltung der nordamerikanischen Börjen frat nunmehr auch bei uns in Wirkung und führte in Folge dessen einen Rüdgang der Preise für Brot getreide herbei. Roggen, für den die bekannten stimulierenden Momente noch immer einigermaßen in Betracht kommen, gab nur etwas um 0,50 M. nach, während Weizen, besonders für Sommer und Herbstlieferungen, bis 1 M. im Preise zurückging. Für Safer ließ die Kauflust nach; Tendenz feste fest ein, gab jedoch späterhin ebenfalls nach. Zum Schluß gab auch Roggen noch weiter nach. Spiritus loco unverändert. 23 eigen per 1000 Kilogramm: Märkischer gelber 150, M. ab Bahn, en per Savelländer M., polnischer weißer bunter M. frei Berlin, sächsischer( 765 Gramm)- M. ab Boden. Normalgewicht( 755 Gramm) Abnahme im laufenden Monat, do. 154-153,75 Abnahme im Juli 156, Abnahme im September mit 2 M. Mehr oder Minderwert. Tendenz: matter. Roggen per 1000 Kiligoramm: Schlesischer flamm und mit Beruch Märkischer( 722 Gramm) 148,-, do.( 716 Gramm) Babu, Oderbrucher( 715 Grámm)-- M., ab Bahn. Normalgewicht Achtung! Vergolder. Achtung! Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin). Montag, den 14. Mai, abends präc. 8 thr, in den Arminhallen, 1:19 Kommandantenstraße 20( großer Saal): Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1900. 2. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung in Brandenburg. 3. Abrechnung vom Stiftungs: feft. 4. Reuwahl des Hauptvorstands und der Revisoren. 5. Verschiedenes. Bei der Hochwichtigen Tagesordnung wird das Erscheinen eines jeden Mitglieds erwartet. 225/10 Eintritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuchs! Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Eduard Klage, Brinzen- Allee 45, ám 7. Mai bon der elektrischen Bahn überfahren wurde und seinen Ver legungen erlegen ist. Die Beerdigung findet heute, Sonnabend, nachmittags 52 Uhr, von der Leichenhalle des St. Pauls- Kirchhofs( Plößensee) aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwünscht 247/61 TH Der Vorstand. Deutscher Achtung, Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen! Metallarbeiter- Verband. Montag, den 14. Mai, abends 81/2 Uhr: Zwei große öffentl. Versammlungen. Für den Südosten und Osten: im Lokale des Herrn Graumann, Naunyn: Straße Nr. 27. Für den Norden und Wedding: im Konkordia- Variété, Brunnen: Straße Nr. 154. Tages Ordnung: 1. Die wirtschaftliche Lage der Konfektionsarbeiter nnd die Stellung: nahme der Konfettionäre zum§ 137 a der neuen Gewerbe- Ordnungs- Novelle: 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 164/13 Arbeiter und Arbeiterinnen der Konfektionsbranche, erscheint in Ait betracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung recht zahlreich in diesen Bersammlungen. Der Vertrauensmann: Ad. Ritter. Todes- Anzeige. Am 7. Mai nachmittags 1/2 Uhr verunglückte unfer langjähriges Mit glied, der Gürtler Paul Paesike. Ehre seinem Undenken! Die Beerdigung findet heute Soun abend 6. Uhr von der Leichenhalle des straße- Krugsteg, aus statt. neuen Sichtenberger Kirchhofs, Dorf: Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Donnerstag 12% Uhr verstarb nach furzen schweren Leiden unser innig Verband der Graveure, Ciseleure deltebrer Soht u. verw. Berufsg. Deutschl.( Filiale Berlin.) Dienstag, 15. Mai 1900. abends 8 1hr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag: Aus der Geschichte der Arbeit“. Referent Reichstags- Abgeordneter E. Rosenow. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ganz besonders darauf aufmerffam gemacht, daß die Bersammlung pünktlich um 8 Uhr eröffnet wird. 74/5 Der Vorstand. [ 980b Alfred Kupferschmidt im Alter von 4 Jahren. Die tiefbetrübten Eltern. Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. d. M., nachm. 2 Uhr, vom Krantenhaus Bethanien( Bethanien: 11fer) quis, ftatt. Todes- Anzeige. Affen Kollegen zur Nachricht, daß der Kollege Berband der Möbelpolierer. Carl Adam, Versammlung am Montag, 14. Mai, abends 8 Uhr, bei Dicke, Ackerstr. 123. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Weyl: Stampf um die Ge fundheit. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit. 4. Verschiedencs.. Montag, 21. Mai, abends 8% Uhr: Außerordentliche General Versammlung. Näheres stehe nächsten Sonnabend. 146/15 Die Streitlisten haben folgende Kollegen noch nicht abgeliefert: Reinh. Nöpke, Pallijadenstr. 40; Hugo Bleile, Nirdorf, Thomasstr. 8. Der Vorstand. Brunnenstraße 150. Adolph Neumanns Volksgarten, 000 Personen fassend.) Bühnen- Verband ,, Apollo". Jeden Sonntag Konzert, Theater: und Specialitäten Vorstellung. Ju Saal Tanz. Anfang 4 Uhr. Beitrag 10 Bf. Die Kaffeeküche ist von 5 Uhr geöffnet. [ 9796] Der Vorstand. Franz Tutzauer, Möbel und Polfterwaren. Franz Tutzauer, welcher am 4. d. Mr. verunglückt ift, an den erlittenen Brand: winden am 8. Mat verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13., nachmittags 5 Uhr, vout Leichenschauhaus, Hannoverschestraße 6, aus nach dem neuen Nazareth- Kirchhof an der Dalldorfer Chauffee statt. Ehre seinem Andenken. Der Vorstand der Filiale Berlin des lnterstützungs: vereins der Kupferschmiede Dentschlands. Centralverband deutscher Brauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Tischlermeister. Berlin N., Brunnenstr. 152. am 9. d. M. 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Sollte ich aber entsprechende Nachbestellungen auf Artikel Ihres Katalogs machen können, behalte ich das Messer als Geschent. Ort, Straße, Hausnummer, Poft( deutlich): Name, Stand( recht deutlich): Paul Köpich verstorben ist. 9836 Beerdigung aur 13. d. 9., nachm. 3 1hr, von der Leichenhalle Friedrichs: hain nach dem Auferstehungs- Kirchhof in Weißensee. Um zahlreiche Beteiligung ersucht. Der Borstand. J. A.: Preuß. Centralverband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle Rigdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Dienstag, den 8. Mai, unser Kollege, das Ehrenmitglied Gustav Welschenbach im Alter von 39 Jahren an den Folgen seines vor 5 Jahren erlittenen Unfalls verstorben ist... Die Beerdigung findet Sonnabend, den 12., nachu. 4 Uhr, vom Trauer: haufe, Bergstr. 121, aus nach dem Rirdorfer Kirchhof, Rudowerstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 137/10 Der Vorstand. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines guten Mannes fowie für die vielen Frangipenden fagen wir allen, besonders den Kutschern und Mitfahrern der Firma Karl Scheller, unsern innigsten Dank. Witwe Augufte Zietlow und Söhne. 7786 Arbeiter Radfahrer- Verein 99 Berlin". 11/13 Morgen 6 Uhr ab Königsthor( Greifs walderstraße) nach Eberswalde ( j. Mühle), ca. 50 im. 11/15 Gäste willkommen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Ber die Filialen aufgelöst find. fammlungen von jest ab am ersten Donnerstag in Monat bei Wilke, Andreasstr. 26, am dritten Donners tag bei Raabe, Kolbergerstr. 23. In dem Möbel- und Polsterwaren- Magazin Zähne von 2 Mk. Don Wilhelm Müller, Gericht- Straße Nr. 10, am Hochplay, faufen Sie komplette bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen, Reelle Garantie. Teilzahlung. Reparaturen in 2 Stunden. Plombieren 1,00. Zahnreinigen. Zahnziehen wirklich schmerzlos! Sprechstunden 8-8, Sonntags 8-4. Blumenstraße 25, fowie einzelne Möbel. Polsterwaren und Teppiche zu nic R. 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