Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen desJn-u.Auslandes. Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Vor 101 Hodolren, N. J. Peter Haß, B. W. Corner Third and ooatea str. Philadelphia. Abonnementspreis für ganz Deutschland IM. 61) Pf. pro Quartal. Monats-AbouneinentS werden bei allen deutschen Postanstalten auf den Lten u. 3ten Monat und auf den Ztcn Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den ltcn Monat des Quartals a 51Ps. Organ der Sozialistischen Arveiterdartei Deutschlands. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 10 Pf.,— Privat- und Vergnüaunas- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. ZTr. 69. Sonntag, 20. Juni. 1875. Die Enquete über die Arbeitsverhältmfse, welche von der R-ichSregierung in Szene gesetzt worden ist, hat keinen anderen Zweck, als Material zu neuen Unterdrückungsmaß' regeln zu liefern, und insbesondere die Durchsetzung des Con� traktbruchgcsetzeS zu ermöglichen. Wer die maßgebenden P-v fönen kennt, mußte das von vornherein erwarten. Jetzt ist jeder Zweifel durch die vor Kurzem veröffentlichten amtlichen Frage- bogen beseitigt worden. Die Fragen lauten: A. Lehrlingsverhältnisse. I. 1) Ist eS üblich, den Lehrvertrag schriftlich zu schließen oder erfolgt der Regel nach nur eine mündliche Vereinbarung im Anhalt an gewohnheitsmäßige Grundsätze, und sind mit letzterer Hebung besondere Nachtheile verknüpft? II. 2) Welche Dauer ist für die Kündigungsfrist im Lehv verhältniffe üblich? 3) Empfehlen sich Bestimmungen, um dem unüberlegten Eingehen und Auslösen von LehrlingSverträgen enb gegenzuwirken? insbesondere durch Einführung einer kurzen Probe- �eit, von deren Ablauf die bindende Kraft deS Lehrvertrags bedingt ist? durch Einführung bestimmter Kündigungsfristen, von kürzerer Dauer in den ersten, von längerer Dauer in den späteren Jahren der Lehrzeit? III. 4) Empfiehlt e» sich, die Lösung der Lehrverhältniffe zum Zwecke deS UebcrgangeS in einen anderen Beruf(Gewerbe- ordnung§ 122) zu erschweren, insbesondere durch die Verpflich- tung zur Zahlung eines Reugeldes? durch die Verpflichtung zur Einhaltung von Kündigungsfristen? IV. 5) Pflegt Beginn, Unterbrechung und Ende der täg- liten Arbeitszeit durch da» Ermeffen deS Arbeitgebers bestimmt oder aber durch den Lehrvertrag oder gewohnheitsmäßig geordnet zu feiu, und knüpfen fich hieran für die Lehrlinge besondere Ge- fahren einer Uebcrlastung mit Arbeit oder einer gesundheitSwidri- gen BeschäfiigungSweisc? 6) In welcher Weise pflegt die Bcr- Wendung der Abende und der Sonntage geregelt zu sein? inSbe- sondere: Findet der Besuch der FortbildungS- Schulen an den Abenden und Sonntagen auf Seiten der Arbeitgeber Erschwerun- gen? Eventuell, genügen zur Beseitigung dieser Erschwerungen die bestehenden Borschriften? 7) Ist die Heranziehung der Lehrlinge zu häuslichen Dienstverrichtungen üblich? insbesondere der Art, daß die gewerbliche Ausbildung der Lehrlinge gefährdet wird? und zur Fernhaltung dieser Gefahr die bestehenden Vorschriften nicht ausreichen? V. 8) Ist die Entrichtung eines Lehrgeldes— für die ganze Dauer oder für einen Theil der Lehrzeit— üblich, oder pflegt Lehrlingen— sei eS vom Antritt der Lehre, sei eS von einem späteren Zeitpunkte ab— ein Loh» gezahlt zu werden? VI. S) Pflegt die Dauer der Lehrzeit in jedem einzelnen Falle verabredet zu werden, oder ist sie gewohnheitsmäßig bestimmt? 10) Ja welcher Weise pflegt da» Ende der Lehrzeit und der Uebergang in den Gesellen stand bekundet zu werden? insbesondere ». wird dem Lehrling nach Schluß der Lehrzeit üblicher Weise ein Zeugniß ertheilt? b. würde eine Bestimmung, welche den Ab schluß der Lehrzeit an ein solches Zeugniß bindet, durchführbar und nützlich fein? VII. 11) Wird der eigenmächtige Austritt der Lehrlinge aus ihrem Lehrverhältniffe vorzugsweise im Ansänge oder in dem sdäteren Theilc der Lehrzeit wahrgenommen? 12) Welche Mittel empfehlen sich, um dem entgegenzutreten? Insbesondere: a. Ist es möglich und räthlich, den Wiedereintritt in da» aufgegebene Lehrverhältniß zu erzwingen? b. Empfiehlt eS sich, dem Arbeit- geber Anspruch auf eine Entschädigung zu gewähren? und zwar demjenigen gegenüber, welcher NamenS deS Lehrling» den Lehrver- trag abgeschlossen hat? demjenigen gegenüber, welcher, von dem Verhalten deS Lehrling« unterrichtet, ihn in Arbeit nimmt oder darin behält? c. Läßt sich eine solche Entschädigung unter Berück- firf-tigung de» Zeit, für welche der Lehrling noch gebunden war, auf bestimmte Sätze feststellen? Till. 13) Wird überhaupt zwischen Lehrlingen und Gesellen eine feste Grenze noch gezogen, oder bestimmen sich Stellung, Be- schäftigung und Löhnung dieser Arbeitnehmer wesentlich nach der thatsächlichen Leistungsfähigkeit der Einzelnen? 14) Bedürfen im letzteren Falle die jüngeren AlterSklaffen einer Vorsorge nach den vorher angedeuteten Richtungen, und sind auch im ersteren Falle einzelne oder alle der etwa für nöthig erachteten Anordnungen auf gewiffe AlterSklaffen der Lehrlinge zu beschränken? B. Gesellenverhältnisse. I. 16) Pflegt bei der Annahme eine» Gesellen eine Kün- diguugSfrist ausdrücklich verabredet zu werden, oder erfolgt die Annahme im Anhalt an gewohnheitsmäßige Kündigungsfristen? 16) Ist die Wahrnehmung häufig, daß die Gesellen an eine län- gere Kündigungsfrist gebunden sind als ihre Arbeitgeber? 17) Ist die gesetzliche Kündigungsfrist(G.-O.§ 110) überwiegend mit Bortheilen oder Nachthcilen verknüpft? II. 18) Findet sich die Einrichtung häufig, daß der Arbeit- geber einen Theil deS fälligen Lohne? bis zum Ende deS Arbeits- vertrage» zurückhält, und welche Nachtheile oder Bortheile sind mit einer derartigen Einrichtung verknüpft? III. 19) Ist es üblich, den abgehenden Gesellen über die Dauer oder über den Werth ihrer Arbeit Zeugnisse zu er- theilen, und wird durch dieselben da» Fortkommen der Gesellen erleichtert? IV. 20) Giebt eS Innungen, welchen beizutreten auch Gesellen baS Recht haben, und erscheinen derartige Einrichiungea ersah- lungsgemäß geeignet, die Beziehungen zwischen den Gesellen und ihren Arbeitgebern zu fördern? 21) Ist eS angänglich, den Arbeit- gebern und ihren Gesellen in derartigen Verbänden völlig gleiche Rechte zu gewähren? V. 22) Welche Mittel empfehlen sich, um dem eigcnmäch- tigen Austritt ans der A beit bei Gesellen entgegen zu wirken? Insbesondere: a. Empfiehlt eS sich, dem Arbeitgeber Anspruch auf eine Entschädigung Demjenigen gegenüber zu gewähren, wel- cher einen Gesellen, von dessen eigenmächtigem Austritt auS dem früheren Arbeitsverhältnisse e» unterrichtet ist, in Arbeit nimmt oder darin behält? b. Läßt sich eine Entschädigung, unter Be- rücksichtigung der Zeit, für welche der Geselle noch gebunden war, auf bestimmte Sätze feststellen? C. Fabrikarbeiterverhältnisse. I. 23) Pflegt bei Armahme von Fabrikarbeitern eine Kün- digunsfrist oder aber beiderseitig daS Recht zur sofortigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses auSbedungen zu werden? 24) Ist die ge- fetzliche Kündigungsfrist(Gew.-O. ZZ 110, 127) überwiegend mit Bortheilen oder Nachtheilen verknüpft? II. 26) In welchen Zeitabschnitten pflegt die AuSlohnong der Arbeiter zu erfolgen? Findet sich die Einrichtung häufig, daß der Arbeitgeber einen Theil deS fälligen Lohnes bis zum Ende deS Arbeitsoertrages zurückhält, und welche Nachtheile oder Vortheile sind mit einer derartigen Einrichtung verknüpft? III. 26) Ist die Aufstellung von Fabrikordnungen üblich und pflegt die Abfassung und Abänderung derselben von dem Arbeit- geber allein oder unter Mitwirkung von Arbeitern zu erfolgen? 27) Enthalten die Fabrikordnungen häufig Bestimmungen, welche für den Arbeitgeber günstigere Arbeitsbedingungen als für den Arbeitnehmer begründen? 23) Empfiehlt eS sich, den Erlaß von Fabrikordnungea in diesen ober anderen Punkten unter gesetzliche Beschränkungen zu stellen? IV. 29) Empfiehlt eS sich, im Falle de» eigenmächtigen AuS- tritt? eines Fabrikarbeiters aus der Arbeit, dem Arbeitgeber einen Anspruch auf Entschädigung gegenüber Demjenigen zu gewähren, welcher, von dem Verhalten de» Arbeiter» unterrichtet, ihn in Arbeit nimmt oder darin behält? Politische Uebersicht. — Vollzug der Gefängnißstrafe. Am 14. d. kam im preußischen Abgeordnetenhaus die schon erwähnte Interpellation Windthorst'S zur Verhandlung. Die Interpellation lautete: „Hmer Bezugnahme auf die allgemein bekannten Verhandlungen im deutschen Reichstage und im Hause der Abgeordneten über die Vollziehung der Gefängnißstrafe erlaube ich mir die gehorsamste Anfrage an die königliche StaatSrcgicrung zu richten: ob und welche Anordnungen in Beziehung auf den Vollzug der Gefäng- nißstrafe nach Erlaß de» deutscheu Strafgesetzbuche«, insbesondere in Beziehung auf die Beschäftigung und Selbstbeköstigung der Ge 'angenen erlassen worden sind. Abg. Windthorst(Meppen) verweist zunächst auf die im R-ichSlage und hier schon über denselben Punkt stattgehabten Ver- Handlungen. Es handelt sich statt Versprechen für die Zukunft vielmehr darum, jetzt sofort den Gefangenen eine menschenwürdige Behandlung zu gewähren. Seit der letzten Interpellation über denselben Gegenstand sind mir eine große Menge von Zuschriften darüber zugegangen, au« denen ich ersehe, daß da« Gesängniß- wesen in der ganzen Monarchie sehr im Argen liegt, namentlich aber in der Provinz Posen. Da» wird bei dem Gesetzentwurf über die Strafvollstreckung zu berücksichtigen sein. Eine Aenderung dieser Verhältniffe dürste freilich Millionen kosten, allein da« Opfer muß gebracht werden. Wa« die Behandlung der politischen Ge- fangenen betrifft, so geht die Beschränkung, der dieselben unter- liegen, zu weit. Man läßt die Redakteure sogar in Mußestunden keine Zeitungen lesen, man nöthigt sie zur Zwangsarbeit, und na- mentlich wird über die Beschränkung deS Rechtes der Selbstbc- köstigung viel geklagt. Es kommen wegen de» Genusses von Speisen, die ihnen nicht zusagen, viele Leute krank auS dem Ge- sängmsse. Der Verlust der Freiheit ist für Leute von der Stel- lung der oben Bezeichneten wahrlich schon au und für sich eine strenge Strafe, man darf nun dieselben nicht auch noch den Ver- blechern gleich behandeln. Daß eine solche Unterscheidung eintreten muß, geht aus den Verhandlungen des Reichstages über da« Strafgesetzbuch hervor, bei dessen richtiger Auslegung eine humane Handhavung das Richtige zu leisten im Staude sein wird. Minister de» Innern Graf Eulenburg. Die Beschlüsse de» Reichstags in dieser Angelegenheit lauten dahin: den Herr» Reich»- kanzler aufzufordern, dem Reichstage den Entwurf eme« Gefäng- nißgefetzes, sowie eine« Gesetzes über die Strafvollstreckung bald- möglichst zugehen zu lassen. In derselben Sitzung, in welcher dieser Beschluß gefaßt wurde, sprach der Reichstag noch bei Ge- legenheit einer Petitton den Wunsch au», daß noch vor dem Zu- standekommen eines Gesetze» über die Strafvollstreckung der Boll- zug der Strafen im Sinne des§ 16 de« ReichSstrasgesetzbuche» sicher gestellt werde. Ich habe schon bei Gelegenheit einer früheren Interpellation hervorgehoben, daß ich mich in Folge jener Be- schlüsse mit dem Reichskanzleramte in Verbindung gesetzt und an- gefragt habe, ob und wann diese Frage dort in Angriff genom- men werden würde. Man hat mir geantwortet, daß die Vorar- betten dazu im Gange wären, daß e« aber zweiselhast sei, ob die« selben so schnell zu einem Abschluß gelangen würden, daß e« mög- lich wäre, die Vorlage bereits in der bevorstehenden Session an den Reichstag gelangen zu lassen. Auf diese Antwort hin habe ich nun mein Augenmerk aus den zweiten Theil der Beschlüsse des Reichstages gerichtet und auf die von dem Herrn Interpellanten vorgebrachten Gesichtspunkte nat eine Verfügung erlassen, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Ich habe darin gesagt, daß es wesentlich darauf ankäme, daß der diesbezügliche Circularerlaß vom November 1861, der die Ar- beitS- und die BeköstiguvgSfrage behandelt, aufgehoben werde. Die Anordnung de» Z 5 jene» CircularerlasseS, daß Personen nur dann zu Arbeiten angehalten werden sollen, wenn es in der Ge- fangenanstalt an Gelegenheit zu einer ihren Fähigkeiten ange- messenen Beschäftigung fehlt und wenn sie nicht zugleich im Stande sind, für ihre Beköstigung selbst zu sorgen— diese Anordnung hat neuerdings mehrfach zu Beschwerden Anlaß gegeben. Da« be- mängelte Verfahren, heißt eS in meiner Verfügung, steht mit dem § 16 de« ReichSstrasgesetzbuche» in Widerspruch, welcher die Her- anziehung zu zwangsweiser Arbeit nur davon abhängig macht, daß die Betreffenden auf eine ihren Fähigkeiten und Verhältnissen an- gemessene Weise beschäftigt werden sollen. Ich ordne daher, unter Aufhebung de» Z 5 de« CircularerlasseS an, daß fernerhin ledig- lich nach Vorschrift deS§ 16 des ReichSstrafgeseybucheS zu ver- fahren ist. Die Bestimmung darüber, ob die Selbstverpstegung zu gestatten ist, bleibt dem discrctionären Ermessen der königlichen Regierungen überlassen, sie sei aber überall da zu versagen, wo eine Berurtheilung wegen Diebstahls k. vorliege, oder wo bei Verübung des betreffenden Vergehens eine besondere Rohheit z« Tage getreten sei. Abg. Windthorst(Meppen) beantragt Besprechung der Änter- pellation. Da hinreichende Unterstützung da ist, tritt da« Hau» in diese Besprechung ein. Abg. Windthorst führt auS, daß diese Jnstruklioa den Intentionen deS Reichstage» nicht entspreche, da sie der Leidenschaft der Regierungspräsidenten kein Ziel fetze. Sosort nach Zusammentritt des Reichstags werde er die Angelegen- heit wieder zur Sprache bringen, er bedaure aber, daß e« wieder Preußen sei, welche» zur Besprechung diese» ThemaS Veranlas- sung gebe. Commissär deS JustizministerS Geheimer Justizrath Starke corrigirt s?) verschiedene Angaben des Vorredner« und geht dann sehr ausführlich auf die Entstehungsgeschichte de«§ 16 und den Begriff»politischer Gefangener- ein. Er beschreibt dann die Art der Beschäftigung und der Selbstbeköstigung in Plötzensee, das noch vor einigen Tagen von einer Anzahl von Abgeordneten besucht und besichtigt worden sei. Er sagt, daß diese Anstalt übrigens die einzige fei, in der Selbstbeköstigung nicht gestattet werde, da von StaatSwegen eine sogenannte Mittelkost den- jenigen Gefangenen verabreicht werde, denen sie auf ärztliche Au- ordnung vorgeschrieben sei. E« werde dadurch ia ausreichender Weise für Erhaltung der Gesundheit der Gefangenen gesorgt, und die Zahl der Erkrankungen in der Anstalt belaufe sich denn auch auf nur 1,8 pCt., in allen anderen Strafanstalten sei der bekannte Durchschnittssatz von 4—6 pCt." Damit war die Sache erledigt. Resultat: im Wesentlichen bleibt Alle» beim Alten! Ob der Reichstag auch diese Ohrfeige einstecken wird? — Moderner ConstitutionaliSmu». In derselben Sitzung de» Abgeordnetenhauses richtete Windthorst eine zweite Jäter- pellation an da« Ministerium, betr. die Nlchtbestätigung de« Ober- bürgermeister» Kaufmann von Bonn. Ein skandalöserer Fall läßt sich nicht denken: Hr. Kaufmann hatte 24 Jahre lang da» Bürgermeisteramt zu allseitiger Zufriedenheit bekleidet; vor Kurzem wird er von Neuem gewählt und— die Regierung versagt die Bestätigung. Einziger, natürlich nicht ausgesprochener Grund: der Mann ist Katholik und ein Gegner der BlSmarckischeu Kirchen- Politik. Wohlan— Windthorst formulirte am Montag seine Interpellation. Minister Eulenburg rührte sich nicht. Der Kammer- Präsident fragt ihn hierauf, ob er zur Beantwortung der Jäter- pellation bereit sei. Nun erhebt sich Graf Eulenburg und erklärt mit dürren Worten:«die Regierung lehnt die Beantwor- tung dieser Juterpellation ab.- Dieser Faustschlag in» Gesicht de» Abgeordnetenhauses brachte einige„Bewegung- hervor; aber die bewegten Massen wurden bald wieder ruhig, und man setzte die parlamentarische Comödie fort. Der Regierung aber danken wir, daß sie da« Feigenblatt de» Absolutismus ungenirt von sich geworfen hat.—(Nachträglich erfahren wir, daß die Na» tionallibcralen durch die Erklärung Eulenburg« zu„Heiterkeitveranlaßt wurden.„Heiterkeit" über einen empfangenen Fußtritt, da» ist ächt— nationalliberal.) — Kullmanniade. Der österreichische Bismarck- Attentäter Wiesinger stand dieser Tage in Wien vor Gericht und legte da« kostbare Geständniß ab, daß er sich bloß deshalb zu einem Mordversuch auf unseren Reichskanzler bereit erklärt habe, um die Jesuiten zu compromittire» und dem Hrn. Reichskanzler eine Waffe für den Culturtampf zu verschaffen. Der Mann wurde freigesprochen. Wie die Berliner Reptilien sich mit diesem Urtheil abfinden werden, wollen wir ruhig abwarten, erlanben un» aber einstweilen die Frage: hat da» Geständniß Wiesinger'S nicht Diejenigen moralisch gerechtfertigt, welche gleich un», die ver- muthung hegten und aussprachen, daß eS sich bei dem Attentat Kullmann'S nur darum gehandelt habe,„dem Hrn. Reich»- kansier eine Waffe für den Culturkampf zu verschaffen"?—_ Aremerhafen. Am 10. Juni stand Arthur Slauck vor dem hiesigen Schöffengericht, um sich wegen Verletzung de» Z III deS ReichSstrafges etzb uch« zu verantworten. Zum ersten Male wurde hier gegen einen Sozialdemokraten verhandelt, man kann sich daher den Aerger verschiedener Schreiberseelen denken, al« da» Resultat der 2Vzstündigen Sitzung„kostenlose Freisprechung- er- Ich habe demnach im vorigen Mo- gab. Der Staatsanwali hatte 20 Tage Gesängniß beantragt. Altona, 16. Juni. Gegen Parteigenosse Walther wurde dcS gesammmte» MenschenlooseS auf dieser Erde gerichtet. Hau- wollen Sie bei dortiger Post reclamiren. Die Ueberweisung Ihrer Expl. wegen eines am 23. November 1874 in Heide i. D. gehaltenen Vortrag?:„Professor Schmoller und die Gegner der Sozialdemo kratie", die Anklage erhoben, StaatSeinrichtungen geschmäht zu haben(Z 131 dcS Strafgesetzbuches). Vom Kreisgericht zu Itzehoe wurde er am 14. April d. I. zu 3 Monaten Gefängniß vcrnr- theilt(der Staatsanwalt hatte bloß 100 Rm. ev. 20 Tage bean tragt), und die Berufungsinstanz(AppellationSgericht zu Kiel) hat dieses Urtheil bestätigt. Ferner wurde Waltber wegen eine» am 27. April d. I. in Mölln i. L. gehaltenen Vortrag« auf§ 130 de« Strafgesetzbuches auge klagt, verschiedene Klassen der Bevölkerung von Mölln zu Ge» waltthät/ gleiten angereizt zu haben; da« KreiSgericht zu Ratzeburg erkannte zedoch am 9. Juni auf kostenlose Freisprechung. Man sieht, der Culturkamps blüht! J«uere Partei-A«gelege»heite». Für die Gemaßregelten ging in diesen Tagen bei mir ein: Barmbeck, von den Maurern am Gasometer M. 19,20. Braunschweig, durch Bracke, Ueberschuß deS allgemeinen Ar- beiterfesteS vom 1. Pfiugsttage M. IS. Hamburg, 16. Juni 1L7S. August Geib, RödingSmarkt 12. deln wir weiter in diesem Sinne bis auch uns der kühle Rasen an Jbren künftigen Wohnort müssen Sie durch die Post, bei welcher deckt, so haben wir ihn mehr erfreut, als durch ein„stilles®ie abonnirten, vollziehen lassen. A. Hppur. Berlin: Die Annoncen f. jjp vß Juni betragen M. 4.30. ohne� die heutige Annonce. Gewerksgenossenschaftliches. Gewerkschaft der Schuhmacher. Holha. In der am 14. d. MlS. abgehalteneu Mitgliederversammlung wurde die Verwaltung wie folgt constituirt: Fr. Bockerodt, stellvertretender Lorsitzender, A. Köllein, Haupt- kasfirer, Ullr. Köhler, Schriftführer. Revisoren: die Herren C. Porschen, D. Groß und W. Salzmann. Ferner bringen wir zur Keuntniß, daß die Protokolle nickt 10 Pf., sondern IS Pf. kosten, indem Satz, Druck und Papier höher kommt, als vorher berechnet war. Dasselbe wird ca. 3 Bozen stark. Nur gegen Einsendung des Betrage« werden laut Beschluß deS CongresseS Protokolle verabfolgt. Gruß I. A. der Verwaltung: W. Bock, FritzelSgasse 27. MSgeln. In der am 12. Juni abgehaltenen General-Ver fammlung wurde da« Mitglied Karl Rabitsch auS Altenburg, wegen Verletzung deS Z 6 deS GewerkfchaftS-StatutS, ausgeschlossen. Wir bitten dicS zu beachten. I. A.: Anton Schmalfuß, Bev. Kamvttrg. Berichtigung. Die Briefe für den AufstchtSrath sind nicht, wie in Nr. 66 des„BolkSstaat- fleht, Sichleulwiet, sondern: Köster, Neuß, Fuhlentwiete Platz 70, Haus 1, I. Etage Ham bürg zu senden._ Köster. GewerkSgeuosseuschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Haud- arbeiter beiderlei Geschlechts.(Eitz Weimar). Dresden. Nachdem eS zwischen der VorortS-Verwaltung und einem Theilc der Mitglieder unter der Leitung der Braunschweiger Genossen zu der Alternative gekommen ist, daß die Vorort«- Ver- waltung bis Sonntag den 20. d. den Ort und die Zeit des ab- zuhaltenden CongresseS anzugeben, oder im Weigerungsfälle die Braunschweiger Genossen die Einberufung eines solchen in die tand nehmen würden, sehe» wir uu« hiermit veranlaßt, für letztern all unsere Zustimmung zu den Ausführungen der AugSburger Genossen betr. den AbhaltungSort zurückzunehmen, erklären aber für ersteren Fall unsere frühere, bereit« ausgesprochene Ansicht aufrecht zu erhalten, indem wir unS im gegenwärtigen Zwiste nur der Majorität der mit den Braunschweiger gehenden Mitglied- schaften fügen, und sprechen hiermit die Hoffnung auS, daß unsere süddeutschen Genossen, in Anbetracht der wichtigen Aufgaben dieses CongresseS recht zahlreich selbstständigeDelegirte dahin senden mögen und empfehlen wir denselben, eine freiwillige Zeichnung für Beträge zur Deckung der Congrcßkosten einzuführen, die bei dem guten Sinne der Genoffeu unzweifelhaft die gewünschten Resultate er geben wird. ES zeichnet mit genossenschafklichem Gruß Der Geschäfts- Ausschuß der Dresdner Section. I. A.: R. W. Sauer, Strehlen b. Dresden, Josephstr. S, II. Correspondenzen. Aerlin, 12. Juni. Gestern haben wir unfern Freund Rei- mann hinausbegleitet zu seiner letzten Ruhestätte auf dem neuen Jacobikirchhof bei Brietz. Reimann war nicht blo« von de« Ber- liner Parteigenossen als langjähriger, eifriger und erfahrener Ge- vosse geschätzt, auch die auswärtigen Parteigenossen, namentlich die Mitglieder de« Allgemeinen deutschen SchneidervereinI, mit denen er ja vielfach auf Coogressen und AgitationSrcisen znsammeage- kommen ist, werden ihn seiner reichen Erfahrung, seines unermüd- lichen Eifers für die Sache des Proletariats, seines graden, schlich- ten Charakter«, wie seine« oft scharfen aber immer treffenden Witze? und Humor» wegen in gutem Andenken behalten, lind bei all seinem Humor hat er doch im Leben viel mehr Leid als Freud' erfahren. Oft war er, namentlich in ftüheren Jahren, in bitterer Roth; er konnte manchmal feine Wohnung nicht verlassen, weil er, der Schneider, nicht« anzuziehen hatte, und oftmal« hatte er nicht Kartoffeln zum Sattessen und mußte mit hungrigem Magen und frierend fein Lager aussuchen. Nur mit übermäßigen Anstrengungen gelang es ihm, in schlechten Zeiten sich und seine Familie zu er- halten. Als e« ihm später etwas besser ging, war seine sonst kräftige Gesundheit gebrochen. Zwar schleppte er sich noch mehrere Jahre hin und durch reichliche und starke Gaben Chinin konnten die Aerzte die Fiebererscheinungen gewaltsam unterdrücken, aber sein Leiden beseitigen konnten sie nicht. Und zuletzt brachen auch die Folgen der starken Chiningaben durch; die Uaterleibswasscr- sucht warf Reimann hoffnungslos auf da» SchmcrzenSlager nieder, von dem ihn nach achtzehnwöchentlichen furchtbaren Leiden, trotz der sorgenden Obhut seiner treuen Pflegerin, nunmehr der Tod erlöst hat. Zwar war in letzter Zeit in Folge der unsäglichen Schmerzen sein Humor geschwunden, aber mtt klarem Geist nahm er bis zum letzten Tage an dem Leben der Partei innigen Antheil, noch erfreut durch die sich vollziehende Einigung sämmtlicher So- zialdemokraten Deutschlands, die er, ein Feind allen Fanatismus', von jeher gewünscht und erstrebt hatte. Die Liebe, die er sich in den Herzen der hiesigen Parteigenossen erworben, gab sich in dem zahlreichen Trauergeleite kund, das feinem Sarge folgte. Das hier übliche Ersuchen deS Kirchhofdiencr« aber um«ein stilles Gebet für den Verstorbenen", hätte unser Reimann nicht für nöthig gehalten. Er war kein Freund des„Betens" und Hoffen? auf em besseres„Jenseits"; er war ein Mann dcS Handelns und Denkens, und wenn er selbst auch wenig frohe Stunden im Leben gehabt hat, so war sein unermüdliches Trachten doch auf Besserung Aomawes, 6. Juni. Die auswärtigen Partei- und Ge- finnungSgenossen werden glauben, die Bewegung hier fei gänzlich eingeschlafen, da wir schon lange nicht« haben von unS hören lassen. Dem ist aber nicht so. Zwar müssen wir bekennen, daß e» jetzt etwa« faul geht, doch ist die« nur dem schleckten Ge. sckäftSgange zuzuschreiben.— Nun ein Wort über die Agitation. Müßig sind wir durchaus nicht gewesen, e« wurden von Neujahr bi« jetzt S oder 6 Volksversammlungen abgehalten, die alle der Größe de» Saale« angemessen für gut besucht erklärt werden können. Von Erfolgen können wir freilich nicht viel berichten, denn der JndifferentiSmuS ist augenblicklich stark, indeß ist die Stim mung auch keine schlechte zu nennen, und müssen wir uns au eine bessere Zeit vertrösten. Was der schlechte Geschäftsgang au der einen Seite un« nimmt, da« giebt er uns auf der anderen Seite zehnfack wieder, indem er, wa« unsere Gegner in ihrer Oberflächlichkeit übersehen, auch dem deokträgsten Arbeiter die Schädlichkeit der heutigen Produktionsweise vor Augen führt, ihn, sozusagen!, mit der Nase darauf stößt. Die Früchte der so prak tisch gewonnenen Erkcuntniß reifen nicht schnell, aber sicher, und werden Diejenigen mit Schrecken erfüllen, welche vom„Rückgänge" faseln.— Aarmen, 7. Juni. In der heute Abend stattgesundenen Volksversammlung, in welcher Kühl als erster, Mangel als zweiter Vorsitzender, und Unterzeichneter als Schriftführer thätig waren, referirte der Reichstagsabgeordnete Herr Julius Bahl teich und erläuterte in einer mehr als zweistündigen Rede daS Programm der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands. Die Versammlung war von 5— 600 Personen besucht, alle An wesenden hörten dem Redner mit großer Aufmerksamkeit bis zu Ende seines Vortrags(12 Uhr) zu, wo sodann der Vereinigung wie dem Referenten ein donnernde« Hoch ausgebracht wurde. Die Arbeiter BarmenS werden noch lange an diesen Abend denken. Mit Gruß W. Zimmermann, Schriftführer. Kanuover, 12. Juni. Parteigenossen! Durch das Ab leben de» bisherigen RcichStagSabgeordnetcn de« 8. Hannoverschen Wahlkreise« sind wir in die Lage versetzt, wieder einmal unsere Kraft gegenüber unseren reactionären Gegnern jzu erproben und mit allen unS zu Gebote stehenden Mitteln in den Wahlkampf einzutreten. Wie bei unfern Leipziger Parteigenossen wurden auch hier ein zelne Stimmen laut, ob es, angesichts der GeschäftSkcise, welche unS tiefe Wunde» geschlagen hat, nicht rathsam sei, sich als Partei zu einer motivirten W-hlenthaltnng zu entschließen; aber die« wurde fast einstimmig, weil es dem Parteiinteresse zuwiderhandle, abgelehnt. Denn schon bei der letzten ReichStagSwahl vereinigten wir nahe au 4000 Stimmen auf unseren Candidaten und kam es in Folge dessen zur engeren Wahl zwischen dem partikula- ristischen und dem nationalliberalen Candidaten, wobei sich die Herren beiderseitig im Buhlen um unsere Gunst zu überbieten suchten. E« tritt nun selbstverständlich die Pflicht an uns heran, durch eine mit verdoppelten Kräften in Scene zu setzende Agitation die frühere Scharte auszuwetzen und unserer Partei den Sieg zu er- ringen. Es wird uns zu diesem Zwecke gerade die Geschäftskrise als gutes Agitationsmittel dienen, um den uns bi« dato fern- stehenden Arbeitern die Augen darüber zu öffnen, was sie von den unS gegenüberstehenden Gegnern— Liberalen oder Partikularisten — zu halten haben. Aber zu einer kräftigen Agitation gehört Geld. Da nun die letzte Wahlcampazne kaum 1'/, Jahr vorüber ist, und wir un« selbstverständlich noch nicht vollständig von den da- maligen Anstrengungen erholt haben, da uns ferner da« hier durchgemachte AuslösungS-Experiment auch materiell bedeutend ge- schädigt hat, so können wir Euch nicht verhehlen, daß wir hier einen schweren Stand haben, und wenden uns somit an Euch, Parteigenossen, mit der Bitte unS in diesem Kampfe zu unter- stützen. Da wir, nebst den Stuttgartern, die Ersten sind, welche nach definitiv vollzogener Vereinigung den Wahlkampf auftiehmen, liegt es in unser Aller Interesse den Wahlkampf durch gemein- same Anstrengungen siegreich durchzuführen, damit die Gegner nicht Ursache haben, in die„Rückgang«"-Posaune zu blasen. Also thut Eure Schuldigkeit! Nur dann wird e« auch uns möglich fein, voll und ganz unsere Aufgabe zu erfüllen. DaS Wahl-Comitö. NB. Sämmtliche Gelder sind an unseren Casflrer W. Knollmann, Gr. Barlinge 16 zu senden. Jorst. Seit dem 29. September 1874 ist die hiesige Mit- gliedschaft geschlossen und nun ist man endlich daran gegangen, ein weiteres Andenken an diese That hervorzuzaubern, und es ist wieder das alte Lied:„Uebertrctung de« BereinSgesetzi«." E« wurden am 8. d. M. die Genossen Carl Urban wegen Verstoß gegen die ßZ 8, 8 und 16 zu 55 Mark oder 11 Tagen Gefängniß, Wobußa wegen Verstoß gegen die§§ 8 und 16 zu 30 Mark oder 6 Tagen Gefängniß und endlich Drefchner wegen Verstoß gegen die ZZ 8 und 16 zu 15 Mark oder 3 Tagen Ge- fängniß verurtheilt. Quittung: Kmk Berlin Ann. 0,50. Qva Oggersheim Magdeburg Ab. 0.60. Lss Danzig Schrft. 12,63. Ab. 16,12. H. Dtzr Zwickau Schrft 53,00. Schr. 3,60. Flhnrt O. Loschst' Lausanne 3,00. Fond für Gemaßregeltc. V. Bk hier 1,00, v. Weberzenoffenschaft Geriugswalde d. Brukmnu Für die Hinlerblicbcue» YorckS durch H. Dtze Zwickm 12,00. GenosseuschaftSbuchdruckerei. Anthilscheine bez. Antdeilquittungen erhielten ferner in Zwickau T. H. D. 3,00. I. N. das. 3,00. Berlin Gonnzag, den 20. Juni, Nachmittag» 4 Uhr, Sofien« straße Nr. 15: Große« Schuhmacher-Berbrüderungs-Fest, verbunden m t großem Vokal- und Jnstrumental-Concert. Nach dem Loncerc großer LommeruachlS-vall. Entree a Person 25 Pf. Herren die am Tanz thecknehmen, zahlen 50 Pf. nach. Der Ueberschuß ist zur Agitation für unsere Gewerkschaft bestimmt. Um zahlreiche« Erscheinen der Eollegen und Gesinnungsgenossen ersucht__ E. H. Szimmath. s275s Berlin Wabloercin der social-demokratischen Arbeiterpartei. Donnerstag, 24. Juni, Abend« 8 Uhr bei Bogel, Alexauderstraße 31: General-Versammlung. Tagesordnung: Allgemeiner Bericht. Kassenbericht. Antrag auf Auflösung des Vereins.— Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist e» Pflicht eine» jeden Mitgliedes zu erscheinen. Präsenzliste liegt auf.(2a) Die MontagSoersammlung fällt aus.— Nach der Bersammlung gemüthliche» Beisammensein. Der Vorstand. slOOf Berlin Allgemeiner deutscher Schueidervercin. Montag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr: Sitzung des VcrguügungScomitee im Vereinslocal, Wallstr. 3 und 4. Mittwoch, dea 23. Juni, Abends 3 Uhr in demselben Local: Mitgliederversammlung. _ I. A: L. Höppner. I60s (ttaitlrier Sonntag, den 27. Juni c. im Gasthau« zur„goldue» Krone" zu Connewitz: Sommersest der Gewerkschaften. Alle» Nähere siehe Plakate. Di? Comitee. slLstj Leipzig Gewerkschaft der Schvhmacher. Montag, den 21. Juni, Abend« 8 Uhr: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Socialer Bericht. Dlscussion über die Gewerkschaft? Tonferenz. Fragekasten.®. 8.[50] i Witten Sonntag, den 20. Juni, Nachm. 4,1111�11111;tC( n- Witten � 5 � � Äop?)cn6etg; Bergarbciter-Bcrsammlnng. Tagesordnung: Die Bereinigung der Bergleute. Parteigenossen seid am Platze. H. Winner.[50] Montag, bin 21. Jnni, aus dim Schützenhofi in Großes Sommerverguügen, bestehend au» Concert und Ball nebst Kinderverguügeu. unter Mit- Wirkung der Former- Liedertafel und des Quartett»„Lassallea" au« Ottensen. Herrenkarle incl. Dame 30 Ps. Damenkarte 15 Pf. Kassenpreis 45 Pf. Ansang 4 Uhr Nachmittag. DaS Camitee. Karlen sind an den bekannten Stellen zu haben.[250 Malergehilfen acht H. Eric, Schwalbachir Straße 22, Wiesbaden. (O. (lok) 3407) [75 Aufforderung. Die Parteigenossen, Oscar Rosenhain,, Pvsameniier, au« Apolda, Karl Schreiber Buchdrucker an« Köln Adolf Herr« Schuhmacher (au» Königreich Würitembirz) wollen mir sofort Ihre Adressen einreichen Eonstanz.____ B. Waßmer. Bertrauensmaun[60 Unterzeichneter bittet die Parteigenossin, welche den Aufenrhalt» Ort sowie die Adresse de« �.n�eto Crasatto Zimmermaler au« Trief wissen, ihn davon sofort zu benachrichtigen. Toburg, den 16. Juni 1875. Carl Kramer, Glaser, VertraueuSmann.[50] Neu! Im Verlag von Aug. Bergmann, Barmen, Ol««.| Oberdörnerstr. 27, ist erschiene«: vt-I-U» Dir sämmtliche« ReichStagSabgeardaeteu der Sozialistischen Arbeite» Partei Deutschlands, nebst Lassalle, ia Groß-Format. Preis eine» Exemplar» in elegantem Rahmen Reichsmark 4.00 ohne Rahmen„ 1.50 „„„„„ per Dtzd.„ 14.40 Wiederverlänser erhalten Rabatt. Bestellungen nimmt entgegen der Verleger sowie C. I. Suhl, Gewerbe chulstraße 98.[3b][25! Dritter Namensaufruf der Abonnementsrestanten Leipzigs und Umgegend. Zänel, Lackierer, Braustr. 3, Mark 3,00. Niemann, vor dem Wind milhlenthor 11,35. Schmidt, Dresdener Bahn 1,75. Winkler, Dres« dener Bahn 3,50. Zirkenbach, Dresdener Bahn 5,25. Stedert 1,75. Retchenbach b. Becher 5,30. Kuntze, Frankfurterstr. 10,35. Kießling b. Perlitz 1,75. Richter, Friedrichstr. 7,70. Wagner, Friedrichftr. 8,75. Hesse, Gerichtsweg 1,75. Wolf, Hohestr. 3,00. Albant, Lützowstr. 10,00. Herchert, Schuhmacher 6,50. Bretschneider,»tuck. 5,2i. Müller, For- «er 3,00. Watzelt, Schneider 1,75. Oberländer, Schneider 6,00. Linke, Schneider 6,60. Grenzdörser, Wieseustr. 2,40. Büchner, Buchdrucker 4,30. Uhltch, Steinsetzer 1,75. Rudel 1,80. Sattler, Readnitzerstr. 4,95. Jakob, im Bad Mtldmstein hier 3,50. Böhme, Lackirer, Thalstr. 5,45. Franke, Böttcher 2,60. Türk, Lindenau 12,10. Fiedler, Maurer 2,40. Herbst, Maurer 1,55. (Forts, folgt.) Nach dreimaligem vergeblichem Namensaufruf]: wird die Beitreibung durch den Anwalt vollzogen werden. Die Expedition de?„Volksfiaat" Zeitzerstrahe 44. Vrieskaste« der Redaktion: A. in Berlin: Wir danken für die freundlichen Mit- theilungen, und werden bei passender Gelegenheit Gebrauch davon machen. In«ine Zeitungspolemik können wir un« eben mit Hn. Liebisch nicht einlassen. Der famvs« Eongreßbericht im Hamburger„Sozialdemokrat" ist überdies von zu gelungener Komik, als daß wir dem Bersasser bös sein können. der Expedition: Fromann Baden: Bitten um genaue Angabe Ihre» Wohnorts, da die Schriftensdg. von der Post wieder an uns zurück kam. F.'str. in Arolsen: Die Sonntagsnummer v. 30. Mai Wir empsehlen den Lesern de»„Volksüaat", sowie überhaupt eine« Publikum, da« sich für die heutige» gesellschaftlichen Zustände interesfip da» Lesen der in unserem Beilage in Berlin erscheinenden „Sociat-Dolitischen Matter" zum Abonuemeut. Berlin im Dezember 1874.(m. 2-[-) Der AbonnementSpreiS beträgt für wöchentlich einmalige Lieferu» pro Quartal 10 Egr., pro Monat 4 Sgr.'AbonnementSpreiS in Monat? heften ist 4 Sgr. pro Heft. Colporteure und Buchhändler erhalten entsprechenden Rabatt. Bestellungen nehmen alle Buchhändler und Eolporteure, sowie a» Wochenlieserungen auch alle Postanstalteu entgegen. Redaktiou und Expedition des„Renea Social- Demokrat". Bekanntmachung. Mit Beginn des 3. Quartals— 1.[Juli 1875— werbt Bestellungen auf den„BolkSftaat" für Leipzig und Zlmgege« direkt bei Unterzeichneter oder durch die Eolporteure nur gegen Vorausbezahlung, gleichviel ob Quartals- oder Monatsabonnement, angcnommv Die Filialexpeditiouen sowohl als Diejenigen, welche per Kre» band oder Eouvert beziehen und nach Berfluß von 8 Tagen nip dem Ersten jeden MonatS die AbonnementSdeträge nicht eingesav> haben, erhalten keine weitere» Zusendungen. Die Restanten, namentlich von Leipzig und Umgegend, werbt ersucht, baldigst ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Erpedition des„Volksstaat� VtraniworUiwcr mtuütittxt. H. Rindi. Redakliou Hohestragt 4, Ervedttion Ztitzerstraß« 44, in Liipzig. Druck und Verlag der GeuossenschastSbuchdruckerei in Leipzig.