推 t St Te na Ie m 01 dz 01 E en nt. 01 en Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Bostanstalten u. Buchhandlungen des Jn- u.Auslandes. Filial Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Der Volksstaat Organ der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Abonnementspreis für ganz Deutschland 1. 60 Pf. pro Duartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Bostanstalten auf den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders angenommen; im gr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.- Altenburg auch auf den 1ten Monat des Quartals à 54ẞf. Inferate, die Abhaltung von Partei-, Bereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Bartei- Angelegenheiten betreffend, werden mit 10 Pf., Privat- und BergnügungsAnzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit- Belle berechnet. Mittwoch, 7. Juft. Nr. 76. Abonnements- Einladung. Couvertsendungen wöchentlich 3mal 10 Mart. " " 1 unter 1875. Der nächsten Nummer des ,, Volksstaat" wird eine leite- Berhältniffe fteht, ist er berechtigt, feine Arbeitskraft entweder Herr Hirsch und die deutschen Gewerkvereine. Beilage beigegeben, enthaltend: ,, Antwort an den selbst zu verbrauchen, oder fie einem Dritten gegen ein Aequivalent auf eine bestimmte Zeit zu überlassen. Ein bauerndes, lebensläng- batirt vom 21. April und schließt mit den Worten: Lassen Sie Die in Nr. 70 von uns mitgetheilte Botschaft des Herrn Hirsch 21 Bekenner des Theismus. Von A. Douai." liches Ueberlaffen der Arbeitskraft höbe das Recht der freien Perfönlichkeit auf, machte den Arbeiter zum Hörigen; deshalb hat die sich nicht beirren durch die Berbächtigungen Einzelner: bie nächste Gesetzgebung aller Länder mit freien Arbeitern Kündigungstermine Zukunft wird Ihnen tar zeigen, wer Ihr Vertrauen verdient und für jeden Arbeitskontrakt vorgesehen. wer nicht! In Liebe zu den Arbeitern, im Glauben an die geMit dem 1. Juli begann ein neues Quartal, und for zeugt werden, muß aber, um Waare zu werden, für den Besizer Die Arbeitskraft, burch deren Gebrauch alle Lebensmittel er- rechte Sache mit treuem Gruß! Ihr Freund und Anwalt Dr. Mar Hirsch." 0] dern wir deßhalb zu zahlreichem Abonnement auf das wöchentlich überflüssig sein; er muß ihren Gebrauchwerth nicht für sich benutzen Rascher, als Herr Hirsch vielleicht geahnt hatte, zeigte bie dreimal erscheinende Parteiorgan auf. fönnen, oder doch andere Gebrauchswerthe, die er im Tausch er- nächste Zukunft", wie die Gewerkvereinsmitglieder ihm vertrauen. Der Preis beträgt 1 Mart 60 Pf. pro Quartal, 54 Pf. halten kann, nöthiger gebrauchen. Die Arbeitskraft Es ist mit dem Vertrauen überhaupt eine eigene Sache. Wer pro Monat für ganz Deutschland. welchem Wort wir den Inbegriff aller leiblichen und geistigen Bertrauen verlangt, fezt sich zu dem Bertrauenden in gewisser Alle deutschen Postanstalten nehmen Abonnements entgegen. Fähigkeiten eines Menschen verstehen, welche zur Herstellung eines Hinsicht in die Positur eines Bormundes; das Vertrauen ist ein Denjenigen Abonnenten, welche das Blatt per Kreuzband Gebrauchswerthes in Bewegung gefeßt, angewandt werben- bie carte blanche*), welche der Vertrauende nur zu häufig auf alle beziehen, wird dasselbe bei dreimaliger Zusendung in folgender Arbeitskraft ist aber nur bann im Stande, Gebrauchswerthe 3 bas bischen genossenen Vertrauens auf seine Autorität hin auch zu möglichen Neußerlichkeiten hin ausstellt. Wer aber, wie Herr Hirsch, produziren, wenn fie einen Stoff vorfindet, an dem sie sich bethä- ferner verlangt, der ist schon auf den Punkt angelangt, wo man Weise berechnet: tigen fann. Der Mensch kann keinen Stoff hervorbringen, er tann für Deutschland und Luxemburg 3 Mark 50 Pf.; nur die ihm von der Natur gebotenen Stoffe umformen, fie in ihm auf Schritt und Tritt mißtrauen muß. Es darf uns daher für die Schweiz, Serbien, Belgien, Scandinavien, Italien, eine Gestalt bringen, in der sie seinen Zweden entsprechen. Dazu nicht wundern, wenn dem Protest der Fabrik- und Handarbeiter die Niederlande, Großbritanien, Rumänien, Portugal, bedarf er wieder der Arbeitsmitci, der Werkzeuge; er muß auch trotz der am 21. April erlassenen Botschaft ein weiterer Proteft Spanien, Türkei und Vereinigten Staaten von Amerika während der Arbeitszeit, in welcher er ben nenzuschaffenben Ge- fast auf dem Fuße folgte. Dieser Protest geht von dem Gewerk4 Mark; brauchswerth herstellt, feinen Unterhalt haben, Nahrung, Kleidung, berein ber Töpfer und Berufsgenossen aus und batirt vom 3. Mai. Der Protest lautet: für Frankreich 5 Mark, Wohnung u. bgl. Sobald nun der Besizer der Arbeitskraft Protest. Stoffe, Werkzeuge und Unterhalt befigt, wird er nicht baran ben1mal 4,80 Mart. fen, den Gebrauchswerth seiner Arbeitskraft einem Anderen an Der am 3. Mai 1875 zu Berlin im Bereins- Local, LinienDer Abonnements- Betrag ist bei Bestellung einzusenden. überlassen, da er durch jenen Besis in den Stand gesezt ist, selber ftraße 30 tagende Generalrath des Gewerkvereins ber deutschen Töpfer und Berufsgenoffen erklärt sich mit diesem Proteft gegen Für Leipzig und Umgegend ist der Abonnementspreis neue Gebrauchswerthe herzustellen. So lange der Befizer der Arbeitskraft also auch im Besitz der die zu Ostern d. 3. vom Verbandstage gefaßten Beschlüsse, die Sei( mit Bringerlohn) auf 1 Mart 80 Pf.( 18 Ngr.) pro Quartal Produktionsmittel ist, fann seine Arbeitskraft nicht zur Waare Verbands- Invalidenkaffe betreffend, vollständig einverstanden und und 60 Pf.( 6 Ngr.) pro Monat festgesetzt. Man abonnirt werden. Die Trennung der Arbeitskraft von dem Besik der Pro- ersucht ihren Generalsecretär, dieses Schriftstück sämmtlichen Ortsge bei der Expedition dieses Blattes, Zeigerstraße 44, und bei buktionsmittel ist nun die Folge vieler allmälig entstandenen vereinen unseres Gewerkvereins zu unterbreiten. Colporteur Müller. Für die Umgegend von Leipzig bei den Rechtsinstitutionen, z. B.: des Privateigenthums, namentlich an Motivirung des Protestes. Filialexpeditionen: Volkmarsdorf, Reudniß, Neuschöne Grund und Boden, aus dem ja alle Rohstoffe gewonnen werden;§ 8 des Verbandsstatuts bestimmt, daß 6 Wochen vor Zu30] feld, 2c. 2c. bei Frau Engel, Reudnik, Feldstr. 14, Hof 1 Tr., des Erbrechte u. vgl. Durch die Consequenzen der aus diesen sammentritt des Verbandstages die Tagesordnung desselben feftfür Gonnewiß 2c. bei Teubert, Bornaischestr. Nr. 19, für Rechtsinstitutionen hervorgegangenen Verhältnisse ist der Arbeiter geftellt werde. Später eingehende Anträge fann der Verbandstag Kleinzschocher und Umgegend bei Fleischer, Schloßgasse 13 das die er in den allgemeinen Tauschverkehr zu werfen und dafür die hat der Verbandstag über die Dringlichkeits- Anträge des Sachjest gezwungen, mit seinem einzigen Befiß, seiner einzigen Waare, mit/ Majorität für bringlich erklären. Diesem Statut entgegen, für Thonberg und Neureudniß bei 3schau, für Plagwiß ihm unentbehrlichen Lebensmittel einzutauschen vermag, mit seiner verständigen Herrn Dr. Zillmer gar nicht abgestimmt. Es ist de und Lindenau bei Schuster, Merseburgerstraße Nr. 26, Arbeitskraft auf dem Markte zu erscheinen, und sie, wie jebe andere nicht gut anzunehmen, daß der Verbands- Anwalt Herr Dr. Mar b für Gohlis 2c. bei D. Peutert, Hauptstraße Nr. 19, für Waare, feilzubieten. Kann er seine Waare nicht vertauschen, so Hirsch und Herr Dr. Billmer erft in legter Stunde zu der UeberStötteriß bei Fr. Vogeniz, Hauptstraße Nr. 38. muß er, ba ihm alle anderen Eriftenzmittel fehlen, verhungern; berzeugung gekommen sein sollten, ber Lebensfähigkeit der Kaffe brohe Für Berlin wird auf den Volksstaat" monatlich für 75 Pf. Hunger zwingt ihm also in vielen Fällen einen Tausch, einen Ar- Gefahr und bedinge dadurch die Dringlichkeit der Anträge. ( 7/2 Sgr.) frei in's Haus abonnirt, bei Trautmann, beitecontraft auf, der in grellem Widerspruch zu seiner persönlichen mehr glaube ich, daß die genannten Herren diese Ueberzeugung schon längere Zeit vor Zusammentritt des Verbandstages gehabt Manteufelstraße 25, vorn 3 Tr.; Rubenow, Brunnenstraße Freiheit steht. Dieser Zustand liegt nun durchaus nicht in der Natur des haben würden, wenn wirklich Gefahr im Verzuge sei. Um so Menschen, benn die Natur bringt nicht auf der einen Seite Be- unbegreiflicher erscheint es in letzterem Falle, daß so hochwichtige fizer von Geld und Waare, auf der andern Seite Besizer von Anträge, wie die Erhöhung der Beiträge und Erniedrigung ber Arbeitskraft hervor; diefer Zustand liegt auch nicht in den Grund- Pensionsgelder nicht vorher publizirt worden sind, damit sich die gefeßen der menschlichen Gesellschaft, denn die menschliche Gesell- Verbandstagsabgeordneten darüber vollständig flar werben fonnten Bei Berweigerung der Annahme des Abonnements für Juli Sei- chaft hat bestanden, ohne daß eine derartige Trennung der Ar- und auch die Meinungen und Ansichten ihrer Wähler hörten. tens einer Boftexpedition, wollen sich die Betreffenden auf das Circular beitskraft von den Broduktionsmitteln existirte; dieser Zustand ist Gegen die Erhöhung der Beiträge hätte sich wohl Niemand gebom 16. März 1872 Nr. IV 2463 A berufen, wonach Monate abonne- nur eine Stufe in der Culturentwickelung der Menschheit, über sträubt und sträuben können, wenn die Nothwendigkeit bazu vorments auf ben„ Boltsstaat" im Königreich Sachsen und Herzogthum welche hinweg und durch welche hindurch der Weg zu höherer Gul- gelegen hätte; dies schreibt ja auch der§ 4 unferes BerbandsInvalidentaffen- Statuts vor. Die plögliche Erhöhung der Beiträge Sachsen- Altenburg zulässig find. tur und Bildung führt. Die Expedition des ,, Volksstaat". Da nun die Waare Arbeiterkraft vertauscht werden soll, tritt une erscheint indeffen doch noch nicht als so nothwendig den durchaus zuerst die Frage entgegen: Wie groß ist denn ihr Tauschwerth? nicht ungünstigen Kassenverhältnissen gegenüber. Nach Abzug der Für diese Waare, wie für jebe andere, gilt das von Marr 10% Verwaltungskosten und der an die 22 Invaliden zu zahlenaufgefundene Gefet des Werthes. Der Werth der Arbeitskraft ben Benfionsgelder, erhält die Kaffe durch die Zinsen und Mitbesteht in der zu ihrer Herstellung gesellschaftlich nothwendigen, all- glieberbeiträge einen jährlichen Zuschuß von über 13,000 Thalern. gemein menschlichen Arbeit, gemessen nad Zeit. Soweit die Ar- Von diesem Ueberschuß tönnten nöthigenfalls noch 147 Invaliden Aus unseren früheren Untersuchungen wiffen wir, daß jebes beitskraft Tauschwerth ist, repräsentirt sie selbst nur eine gewiffe unterstützt werden, ohne die Fonds der Kaffe anzugreifen. Bis Ding unter gewiffen Bedingungen Waare werden kann. Es ist Quantität vergegenständlichter gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit. Diese Invalidenzahl erreicht ist, haben wir wohl aber wieder einen zuerst nothwendig, daß der Besizer der Sache frei baftehe, burch Die Arbeitskraft ist aber tein selbstständiges, für sich allein be- Berbandstag. Die Erhöhung der Beiträge hätte demnach wohl lein persönliches Abhängigkeits- Berhältniß gebunden sei und also stehendes Wesen, sie ist eine Eigenschaft, eine Fähigkeit des leben- bis zu diesem Zeitpunkte hinausgeschoben werden können, ohne der das Recht und die Fähigkeit befizen muß, frei über die Sache zu bigen Menschen. Die Herstellung der Arbeitskraft sett also die Raffe Gefahr zu bringen. Alsdann hätte der Sachverständige verfügen, welche er fortgeben, vertauschen will. Die Sache selbst Existenz des Menschen voraus; ist der Mensch einmal da, so be- Herr Dr. Billmer nicht mit Hypothesen, also Muthmaßungen, über muß einen Gebrauchswerth haben, muß zur Befriedigung eines steht die Herstellung der Arbeitskraft in der Erhaltung des ar- bie zunehmende Invalidität, wie der Herr es jest thut, sondern Bedürfnisses dienen, weil eine durchaus unbrauchbare Sache von beitsfähigen Menschen. Um den Menschen zu erhalten, ist eine mit Thatsachen auftreten können, vor benen jeder Zweifel verftummen mußte. Niemandem im Tausch angenommen wird. Endlich muß diese gewiffe Quantität von Lebensmitteln nothwendig; die Erhaltung Sache für ihren Besitzer überflüssig, oder doch entbehrlich sein, denn der Arbeitskraft ist also identisch mit der Erhaltung des Menschen senden von Mitgliedern der Invaliden- Kaffe die Hoffnung auf Es will mir ferner nicht als Recht erscheinen, in all ben Tauwas man nicht entbehren fann, fann man auch nicht fortgeben. fie läßt sich greifbar darstellen in einem Quantum Lebensmittel; Für die heute auf dem Markt als Waare erscheinende Arbeits- ihr Werth ist also auch gleich dem Werth dieser Lebensmittel. Bei eine fich steigernde Pensionsunterstützung nach längerer Beitragszeit traft treffen nun alle diese Bedingungen zu; wir müssen aber der Arbeit wird jedoch Muskel, Nerv und Hirn verbraucht, welches im Fall der eintretenden Invalidität zu erregen und Jahre lang barauf hinweisen, daß es erst der ganzen, vorangegangenen geschicht- wieder erfest werden muß, wenn der Mensch arbeitsfähig bleiben zu nähren, um diese Hoffnung jest urplöglich, ohne allen Grund lichen Entwickelung bedurft hat, um diese Bedingungen zu schaffen, soll; das Quantum Lebensmittel muß also so groß sein, daß hier- und Ursache, zu zerstören. unter benen allein die Arbeitskraft zur Waare werben fonnte. Wenn man vorgiebt, baß ber jetzt aufgestellte Normalfaz von en 5이 501 тай 50 hu br 75 50 " Nr. 34 im Laden; 3. Ehmann, Schwedenstr. 1, 2 Tr. Die Redaktion und Expedition des ,, Volksstaat." An die Abonnenten in Sachsen. Nationalökonomie. X. Die Waare, Arbeitskraft". burch alle durch die Arbeit verausgabte Lebenstraft wieder erfest Viel So lange die Sklaverei bestand, war von einem Tausch der wird. Nun sind aber die Bedürfnisse der Menschen je nach den 1½ Thaler wöchentlicher Pensionsunterstüßung nur vorläufig, bis Arbeitskraft nicht die Rebe; der Mensch mit seiner Arbeitskraft flimatischen, natürlichen und gesellschaftlichen Zuständen und Eigen- fich die Kaffenverhältnisse gebeffert haben, bestehen soll, so ift dem uwurde wie ein Stück Bich verkauft, er ging ganz, mit Haut und thümlichkeiten der Länder verschieben. In heißen Ländern genügt u entgegnen, daß es sich mit dergleichen Instituten wie die BerBaar, mit Fleisch und Knochen in den Besitz des Käufers über; leichte Kleidung, Wohnung und Nahrung; in kalten Ländern i bie Steuerschraube erst in Bewegung gefeßt, dann ist an eine bands- Invalidenkasse genau so verhält, wie mit einem Staat. Ist ur ist war selbst 2c. Erhalmerr jeibt eine Waare, ein Ding, das man seines Gebrauchs- wärmere Kleidung, fettere Nahrung, Heizmaterial curba Steuerermäßigung nicht mehr zu denken; und hat man hier die twerthes wegen vertauschte; er war nur ein„ beseeltes Werkzeug", tung des Menschen und seiner normalen Arbeitskraft unbedingt er wie Ariftoteles treffend ben Sllaven nennt. Auch bei der Leib- nothwendig. Andererseits ist der Umfang der sogenannten noth- Benfionsunterstützung heruntergebracht, so dürfte die Erhöhung eigenschaft und Hörigkeit fonnte die Arbeitskraft noch nicht zur wendigen Lebensmittel bedingt von der Culturstufe, auf der das derselben wohl in nebelgraue Ferne gerückt sein. Uebrigens ist durch diesen Beschluß die Gegenseitigkeit, die bisher das GrundWaare werden; der Arbeiter, der sein Leben lang gezwungen ist, Land und die Arbeiter stehen. Holzschuhe schützen den Fuß so gut eine bestimmte Zeit im Jahre oder auch das ganze Jahr, hindurch wie Stiefel; früher war der Gebrauch der Leberstiefel noch nicht prinzip unserer Organisation war, vollständig aufgehoben. für den Herrn zu arbeiten, hat nicht das Recht, frei über seine gewohnheitsmäßig bei den Arbeitern; heute ist er es, heute gehören be Arbeitskraft zu verfügen, fie gegen Lohn oder Unterhalt nach den Stiefel zu den gesellschaftlich nothwendigen Lebensmitteln. Im ba auch nicht ein einziger Paragraph des Verbands- Invalidentaffenftatuts von einer möglicherweise eintreten tönnenden RebuciGesezen des Waaren- Austausches fortzugeben, er fann nicht bei Gegensatz zu andern Waaren enthält also die Werthbestimmung fteigenbem Werthe einen höheren Preis erlangen; die Leibeigenschaft der Arbeitskraft ein historisches und moralisches Element; ihr rung der Pensionsgelder handelt. unb bie Börigkeit finb in dieser Hinsicht nur geringfügige Modi- Werth ift gleich dem Duantum von Lebensmitteln, welche gewohn Weiterer Ausführungen bedarf es wohl nicht, um die vom fitationen der Sklaverei. heitsmäßig in einem Lande zur Erhaltung des Arbeiters nothErst in dem Augenblide, in welchem der Arbeiter das Recht wendig find. 14 90 einer freien Berfon erlangt, die zu Niemandem in einem Abhängig( Schluß folgt.) Der gefaßte Beschluß ist zugleich aber auch ein statutenwibriger, Berbandstag in Leipzig gefaßten Beschlüsse als mit unseren Sta*) Eigentl.: weiße Karte, weißes Blatt Bollmacht, die der Empfänger nach Belieben ausfüllen kann, unbeschränkte Bollmacht. tuten unvereinbar erscheinen zn lassen und jedeS Mitglied des Gewerkoereins Oer deutschen Töpfer und BernsSgenossen zu veranlassen, sich diesem Protest anzuschließen. P. Raab. „In Liebe zu den Arbeitern!"— Die Gewerkvereinsmitzlieder pfeifen auf Ihre Liebe, Herr Hirsch, sie verlangen Gerechtigkeit und strenge Handhabnng der Statuten. Wie es aber mit der Gerech- iigkeitSliebe deS Herrn Hirsch beschaffen ist, erhellt am Besten auS einem uns ebenfalls gedruckt vorliegenden Protokoll der Berliner Borortsversammlung des Gewerkvereins der Fabrik- und Hand- arbeiter vom 3V. Mai d. I. In dieser Versammlung wurde der Protest des Gewerkvereins der Fabrik- und Handarbeiter einstimmig gut geheißen und am Schluß der Versammlung die Frage angeregt, ob die in der Borortsversammlung gefaßlen Beschlüsse nicht dem „Gewerlverein" zur Veröffentlichung zugestellt werden sollten. Sämmtliche Redner erklärten sich dagegen,„da— wie es in dem Protokoll wörtlich heißt—, die Anwaltschaft(Dr. Hirsch) und Redactiou(Polle) seit dem Verbandstage wiederholt die Aufnahme von Kundgebungen der Protesterheber zurückgewiesen, und nur alle Mittheilungen der Gegner aufgenommen hat." Namentlich machte Herr Lintz geltend, daß die Anwaltschaft sich nicht scheue, die Protesterheber für deren eigenes Geld zu verdächtigen und zu schmähen, und deshalb müsse man die Protokolle vervielfältigen und an alle Bereine senden, damit die BerbandSgenossen außerhalb Berlin« wüßten, wie eS in Wahrheit um die streitige Angelegenheit stehe. Dieser Antrag wurde denn auch einstimmig angenommen. ES befindet sich serner ein von Gustav LaSkau unterzeich- neteS gedrucktes Aktenstück, welches gegen Herrn Jsaac, den ersten Borsitzenden de« CentralrathS der deutschen Gewerkvereine Beschul- digungen schleudert, über die wir uns vor der Hand Schweigen auferlegen müssen, weil sie nur vor dem Crimiualrichter Erledigung finden können. Auch soll ein gewisser Jemand, der zur Zeit de« Häuserschwindels sich sehr warm für die Beschaffung billiger Arbeiterwohnungen interessirte, durch diesen selben Schwin- del sich um 84,000 Thaler bereichert haben. In öffentlicher Ge- werkoereinSsitzung darüber zur Rede gestellt, gab dieser Jemand zu, in einem Falle 13,000 und in dem andern 18,000 Thaler durch Häuserverkäufe erworben zu haben. Aber für heute genug von diesem Unrath! ES ist Zeit, daß die GewerkvereinSmitglieder an die Arbeit gehen und gründlich KehrauS machen. Politische Uebersicht. — Die„Kreuzzeitung" fährt mit ihren Enthül- lungen über Bleichröder-BiSmarck fort. In einem weiteren Artikel sagt sie: „Die beiden DioSkuren Delbrück- Camphausen arbeiteten seit ihrem Eintritt in da« Ministerium vereint an der finanziell-wirth- schaftlicheu Wiedergeburt erst des norddeutschen Bunde« und dann de« neue» deutschen Reiche«. Wie weit aber beide Herren die „intellektuelle Urheberschaft" dieser Wiedergeburt zu verantworten haben, daS bedarf noch einer näheren Beleuchtung. Wir haben bereit« bemerkt, daß Herr Camphausen diese Urheberschaft rund- weg von sich abgelehnt hat. Bon Herrn Delbrück denteten wir ebenfalls an, daß er wohl kaum die intellektuelle Urheberschaft" der ueudeutschen Finanz- und Wirthschaftspolitik für sich in Anspruch zu nehme» geneigt und in der Lage sein werde, wenn man von den mehr unschuldigen und minder bedeutenden Maßnahmen ab- strahirf. Und so war unsere Aufmerksamkeit auf den den höchsten Regierungskreisen so nahestehenden Herrn v. Äleichröder gelenkt werden."....„E« ist bekannt, daß Herr v. Bleichröder mit dem Fürsten-ReichSkanzler vielfach verkehrt. Und mit wie vorstch- tig-kluger Berechnung Herr v. Bleichröder jedes nicht durchaus unumgängliche persönliche Hervortreten in der Oeffentlichkeit auch vermeidet, so sind wir doch genügend darüber informirt, daß der- selbe nicht»ur in den persönlichen Finanzangelegenheiten des Fürsten Reichskanzlers, sondern auch bezüglich der Reichs' Finanz- und Wirthschaftspolitik mit Erfolg seinen Rath vernehmen läßt. Daß dabei mitunter auch Umwege benutzt, absichtlich zuweilen mit der erforderlichen Auswahl dritte Personen vorgeschoben werden, thut dabei nichts zur Sache. Herr v. Bleichröder verhält sich überhaupt so vorsichtig, daß er eigentlich niemals öffentlich gesehen wird, daß nicht einmal seine Photographie in den Schaufenstern, noch fein Porträt nebst Biographie in den illustrirten Blättern erscheint. Er wünscht durchaus nur hinter der Scene als großer Regisseur zu agiren. Denn aus guten Quellen wissen wir, daß die wichtigsten finanzwirthschaftlichen Gesetze de« neuen deutschen Reiches der„intellektuellen Urheber- schaft" des Herrn v. Bleichröder zu verdanken sind. Um den Einfluß de« Herrn v. Bleichröder auf die Herren Delbrück- Camphausen würdigen zu können, ist aber eine wichtige Thatsache nicht zu übersehen. Der Fürst-Reichskanzler hat nämlich, so weit unser Urtheil und unsere Informationen irgend reichen, den Herren Bleichcöder, Delbrück, Camphausen die intel- lektuelle Inspiration der norddeutschen WirthschaftS- gesetzgebung so zu sagen vollständig in Eutreprise ae- geben. Der sonst so penetrante Verstand de« Fürsten, sein praktischer Blick und seine so eminent-selbstständige Urlheilsgabe, scheinen vor den Fragen der Wirthschastsgesetzzebung absichtlich Halt zu mackien, um dieselben Männern zu überlassen, deren Standpunkt wir klarzulegen bemüht sind." In einem späteren Artikel, welcher uns aber noch nicht vor liegt, deckt die„Kreuzzeitung" die persönlichen Beziehungen deS Fürsten Bismarck zu Herrn Bleichröder aus. Den sehr pikante- Inhalt läßt nachstehende Jeremiade der„Magdeburger Zeitung" errahen. Diese« ehrenwerthe Organ de» Nationalliberalismus jammert: „Nicht blo« die Minister Camphausen und Delbrück sind nach Angabe der„Kreuzzeitung" von dem Bankhause v. Bleichröder abhängig, sonder» in viel höherem Grade steht unter der Bot- Mäßigkeit de« Herrn Gerson v. Bleichröder der Reichskanzler Fürst Bismarck. Das altcouservative Blatt erzählt uns, Bismarck habe nur wegen feiner„intimen" Beziehungen zu Bleich- röder Gesandter in Frankfurt, Petersburg und Paris sein können, denn in solcher Stell»ng braucht Jemand viel Geld und Bismarck sei von Hause aus nicht wohlhabend gewesen. E« wird uns die Vorstellung aufgedrängt, zufolge dieser jähre- langen Verbindungen de« jetzigen Kanzlers mit dem Herrn Bleich- röder habe der Banquier über den Kanzler volle Gewalt, denn wie instnuirt wird, wünschte Bleichröder Dr. Delbrück's Be- rnsung in da« Präsidium de« Bundeskanzleramtes, und demzufolge bemittelte der Bundeskanzler die Ernennung. Hernach trug Herr Bleichröder Verlangen, Herrn Camphausen als Finanzminister zu wisseu, also beeilte sich Bismarck, auch Camphansen mit einem Portefeuille zu bedenken. Jetzt verfügte nun der inzwischen ge- adelte Banquier über de» Kanzler, über de» ersten Beamten im ReichSkauzleramte und über den Ches des preußischen Finanzressorts, kurz, Herr Gerson v. Bleichröder erlaugte im Staate Allgewalt, denn die drei genannten hohen Beamten wäre» seine Creaturen, sie hatten nach des Banquier« Pfeife zu tanzen. Ist denn aber wohl Derartige« zu behaupten erhört? und w:nn es wahr wäre» hat Deutschland seit Begründung des norddeutschen� Bundes geschlafen? und ist also ganz unter der Hand auS dem deutschen Reiche ein Iobberstaat geworden, de» der Berliner Börse erster Speculaut,»ämlich Herr v. Bleichröder, regiert? Derartig ist das Bild, das die„Kreuzzeitunz"»on unseren politischen und wirthschaftlicheu Zuständen entwirft. Eben so kühn, wie neu erscheint die Mittheilunz von zu IntimitätSbe- Ziehungen zwischen dem Fürsten Bismarck und dem genannten Banquier; eS versteckt sich ia ihr eine so ungeheure Portion von Bosheit, daß man unwillkürlich auf den Gedanken kommt, e« solle, wie ehedem gegen Dr. Wildeck, jetzt gegen den Reichskanzler ein „EnthüllungS"-Manöver aufgeführt werden. Man mnthet dem Publikum allen Ernstes zu, e« solle sich in Bismarck einen Börsenspekulanten ersten Range« vorstellen, denn de« Reichskanzler« Bekanntschaft mit Bleichröder datirt der Ankläger von der Frankfurter Periode Bismarck'«, also von Anfang der SOer Jahre, und seitdem hat sich die Bekanntschaft zu„Intimi- tät" erweitert. Die fünf Milliarden erhielten, so insinnirt man weiter, Herr Bleichröder und Genossen zur ersten Benutzung und zur Ausbeutung des Staate« wie des Publikum». Nun, wir werden ja sehen, wie die anderen Anklagen sich ausnehmen, die noch ausstehen, namentlich aber sind wir Alle gespannt darauf, mit was für thatsächlichen Belegen diese kolossalen Behauptungen und Anschuldigungen werden bewiesen werden." So die Magdeburgerin. Ihre Verwunderung, wie Jemand behaupten könne, daß das„neue Reich" ein„Jobberstaat"(Grün- derstaat, Schwindlerstaat) geworden, ist etwa« zu naiv, und be- weift, wenn unerheuchelt, daß zwar nicht Deutschland, wohl aber die Redaktion der„Magdeburger Zeitung"„seit Begründung de« Norddeutschen Bundes geschlafen" hat. Wa« endlich den Fürsten Bismarck angeht, so läßt eine Thatsache sich durch keinen Staats- anwalt und keinen Stipendiaten de« Reptilienfonds au« der Welt schaffen: Fürst Bismarck war arm al» er a» die Regierung kam, uno ist jetzt vielfacher Millionär. Nachschrift. Der betr. Artikel der„Kreuzzeitunz" ist un« inzwischen zugegangen. Es sei, heißt'« darin,„ein Grundsatz der regierenden jüdischen Bankpolitik mit den leitenden Staat« männern möglichst viele persönliche, finanzielle Berüh rungSpunkte zu gewinnen."-- „So weiß man, daß die Schulden des Hrn. v. Beust feiner Zeit demselben stet» in nächster Nähe Verbindung mit den hohen Finanzkreisen erhalten haben, und e« ist fast selbstverständlich, daß Herr v. Beust seine Informationen über die in der Finanz- und Wirthschaftspolitik in Oesterreich innezuhaltende Richtung ganz vor- zugSweise bei den ihm so nahe stehenden hochfinanziellen Kreisen geschöpft hat. ES sind sogar Mittheilungen vorhanden, welche die seiner Zeit überraschende Thatsache, daß Herr v. Beust nach dem Kriege 1866 Lenker der österreichischen StaatSgeschicke wurde, mit den Schulden des Herrn v. Beust und dem Einflüsse der hoch- stnanziellen Kreise in Wien in Verbindung bringen wollen. Aller Welt bekannte Thatsache ist, daß mit der Aera Beust in Oester- reich gleichzeitig die großartige Aktien- und Börsenschwindel Aera in Szene ging, welche angeblich einen„Aufschwung der Volkswirthschaft" herbeiführen sollte, dagegen in Wirklichkeit Oesterreich dem Rande deS wirthschaftlicheu Verderbens nahe ge bracht hat, während allerdings die hochfinanziellen Gönner de« Herrn v. Benst reiche Ernten gehabt haben. „Auch mit dem Fürsten Bismarck sollen, schon ehe er Mi nister in Preußen wurde, hochfinanzielle Kreise in nähere Berüh- rung getreten sein. Die intimen Beziehungen de« Herrn v. Bleichröder zum Fürsten dürften, mindesten« indireft, schon an die vorministerielle Zeit de« Fürsten anknüpfen, al« derselbe, um mit dem kpärlichen preußischen Gesand tengehalte und ohne erhebliches Vermögen seinen Souverän in Petersburg, Pari« und Frankfurt repräseutiren zu können, allerdings guten Rath in finanziellen Dingen haben mußte"— u. f. w. Wir sind begierig darauf, ob Fürst Bismarck die„Kreuzzeitung" vor die Schranken des Gericht« laden wird. Sonst ist er ja mit seinen Strafanträgen schnell bei der Hand, und so ist er noch nicht angegriffen, so noch nicht„beleidigt" worden. — Zur Lage der Bergarbeiter. Der„Concordia" ist die Statistik der preußische« Knappschaftsvereine für da« Jahr 1873 zugegangen, der sie folgende Ziffern entnimmt: „Die Gesammtzahl der Knappschaft«-Mitglieder betrug im Jahresdurchschnitt 1873 2SS,403, gegen 231,462 in 1872 und 208,162 in 1871; die Gesammteinnahme 3,419,595 Thlr. 13 Sgr. 11 Pf. gegen 2,805,310 Thlr. 4 Sgr. 5 Pf.; die Ausgabe 2,954,607 Thlr. 8 Sgr., gegen 2,579,313 Thlr. 17 S�r. 11 Pf im Vorjahre. Das schuldenfreie Vermögen der Bereine wuchs von 5,111,712 Thlrn. 7 Sgr. 4 Pf. am Anfange 1373 auf 5,702,572 Thlr. 20 Sgr. 2 Pf.— ES bestanden im Ganzen 88 Knappschaftsvereine auf 2S27 Bereinswerken, worunter 2725 Bergwerke, 185 Hüttenwerke und 17 Salinen, mithin 107 Werke mehr al» im Vorjahre sämmilich in 1873 neu eröffnete. Die Zahl der ständigen Arbeiter oder KnappschastSgenoflen betrug 1873 im Durchschnitt 128,676 gegen 117,501, die der unständigen 126,732, gegen 113,961 im Borjahre; erster: hat sich also um 9,5 pCt., letztere um 11,2 pCt. vermehrt, während 1872 die Vermehrung der ständigen 15,4, der unständigen 7,6 pCt. betragen hatte. Wir haben schon früher bemerkt, daß sich auch hier- auS ein Schluß auf die Einstellung vieler neuer Arbeiter in 1873 ziehen läßt.— Invalide wurden im Laufe von 1873 im Ganzen 2197 Genossen, worunter 2003 ständige. Durch Verunglückunz bei der Arbeit starben 307 ständige und 237 unständige— 2,33 P.M.*) gegen 2,40 im Vorjahr; durch andere Todesursachen 2226 == 8,72 p. M. gegen 10,50«n Vorjahr(in welchem in einigen Bezirken Epidemien ausgetreten waren).— Der Gesammtbestand von Ganzinvalideu am Schluß von 1373 war 11,272), von Halb- invaliden 422. Das durchschnittliche Lebensalter beim Eintritt der Ganzinvalidität war 1873 49,8, gegen 49,0 im Vorjahre, also hinter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre doch immer noch um 1 Jahr und hinter dem höchsten Alter dieser Periode (54,25 in 1865) um 4,5 Jahre zurückbleibend. Die durchschnitt- liche Lebensdauer in der Ganzinvalidität ist bei de» Knappschafts- vereinen(feit den letzten 10 Jahren) 12,11, bei den Halbinvaliden 10,45 Jahre; e« starben nämlich durchschnittlich 3,26, resp. 9,57 pCt.(in 1873 7,93, resp. 7,36 pCt.). Da« durchschnittliche Lebensalter beim EinKitt in die Halbinvalidität war 1873 43,7.— Die Zahl der von den Vereinen im Laufe de« Jahre« unterstützten Personen belief sich zusammen aus 61,557, nämlich 12,875 In- *) Pro Mille, d. h. aus'» Tausend; wie p. T. pro Cent auf's Hundert. validen, 17,634 Wittwen und 30,988 Waisen. Außerdem wurde für 52,876 Kinder Schulgeld bezahlt. Auf 1000 active ständige Mitglieder kamen am Jahresschluß Ganzinvalide 35,«i QQ Halbinvalide S,«)'22 Wittwen 124,« vaterlose Waisen 136,«? on» mutterlose„ 16.� m'11 416,8,. t Di: Gesammtauszabe für laufende Unterstützungen betrug Thlr. 1,510,894. 15. 7. gegen 1,215,706. 29. 10. im Vorjahr; hiervon kamen durchschnittlich bei 13 größeren Bereinen 1373 1372 1371 auf die Ganzinvalideu 65,5 59,3 54,? „„ Wittwen 32,. 23,? 27,? „„ Waisen 10.« 9,z 8,5 Im Ganzen ist jedoch der Durchschnitt, wie man aus den be- treff:nden Angaben entnehmen kann, ein niedrigerer, unv beträgt für die Invaliden(einschließlich der Halbinvaliden, über welche Spezialauzaben fehlen) 61,,, für Wittwen 23,, uad für Waisen 3,,. Krank wurden im Lause de» JahceS 137,638 beitragende Mitglieder— 530� auf 1090 im Jahresmittel vorhandene. Auf einen Krankheitsfall kamen 16, zz Tage. An Kcankenlöhnen wurden gezahlt Thlr. 463,050. 6. 8., für Gesundheitspflege überhaupt 1,035,333. 26. 8. Für Bezräbnißkosten wurden ausgegeben 42,639. 16. 7.; für außerordentliche Unterstützungen 48,325. 10. 10. für Schulunterricht 93,154. 6. 3., für BerwaltuugSkosten 133.606. 6. 3.— 3,i8#/o der GesammtauSgabeu.— Auf den Kopf der im Jahresmittel vorhandenen KaappschaftSgenossen(ständige und un- ständige, Beurlaubte und Kranke) entfielen von den Einnahmen an laufenden Beiträgen Thlr. 6. 17. 2. gegen 5. 27. 1. im Bor- jähr, und auf die WerkSeigenthümer 5. 20. 6. gegen Thlr. 5. im Borjahr; sonstige Einnahmen 1. 3. 1., also zusammen 13. 10. 9. Dagegen Ausgaben 11. 17. 1., macht auf den Kopf einen Ueber- schuß von Thlr. 1. 23. 3. DaS schuldenfreie Capitalvermögen betrug Thlr. 40. 13. 10. auf den Kopf der ständige« Mit- glieder." Diese Ziffern beweisen, waS eine Organisation zu Wege bringen kann. Schade nur, daß die Knappschaftskassen in einer Weise verwaltet sind, welche den Segen in Flach ver-vandelt. Statt freie Arbeiterkassen, sind e« AlmosensondS der Arbeitgeber für gute, fügsame Arbeiter. Die Verwaltung der Kaappschaststasseu befindet sich nämlich, wenn auch nicht auf dem Papier, doch in Wirklichkeit ausschließlich fast in den Händen der BerzwerkSbesitzer. Man fasse diese Thatsache ins Auge und bedenke, daß durch die KaappschaftSkassen für die Bergarbeiter in KrankheitS-, Ja- validitätS- und Sterbefällen, und nach dem Tod der Bergarbeiter für die Wittwen und Waisen gesorgt werden soll, und man stelle stch nun vor, daß ein Bergarbeiter seiner Rechte an die Kasse verlustig geht, wenn er au« der Arbeit ent- lassen wird— welches AbhängigkeitSverhältniß! Wie leicht kann der Bergarbeiter mit seinem Brodherrn in Conflikt kommen! Nur so lange er sich duckt, sich fügt, Fußtritte ruhig hinnimmt, ist er sicher. ES ist daher geradezu eine Lebensfrage für die Bergarbeiter, die Verwaltung der KaappschaftSkassen, die direct oder iudirect au« ihren Einzahlungen entstanden sind, auch in ihre Hände zu be- kommen. So lange die BergwerkSbesttzer in der Verwaltung der KnappschaftSkassen da« erste Wort sprechen, so lange sind die Bergarbeiter aus Gnade und Ungnade denselben überliefert; und die Zähigkeit, mit welcher die BergwerkSbesttzer die Kassen in ihre» Händen zu behalten trachten, mag den Bergarbeitern beweisen, wie wichtig es ist, daß sie ihnen dieselben entziehen. ES wird da» zwar lange und schwere Kämpfe kosten, aber der Preis ist des Kampfe« werth._ — Ueber den Strike der Weber in Brünn läßt stch eine Bourgeoiszeitung, das„Neue Wiener Tageblatt", folgender- maßen au«: „Schon im Jahre 1369 begannen die Weber zu stciken, die Differenzen wurden jedoch gütlich beigelegt, da die Fabrikanten stch in Unterhandlungen einließen. Ein Normaltarif wurde ver- rinbart, aber die Einführung desselben in die Länge gezogen, biS die Maikrise von 1873 ausbrach. Die Katastrophe an der Wiener Börse wirkte auf die Brünner Webemanufaktur in verheerender Weise zurück, und eine beträchtliche Zahl der Fabrikanten suchte ein Mittel stch zu erhalten in einem Appell an die Opferwilligkeit ihrer Arbeiter. Sie veclangten, sie sollen die Wucht der Krise ihnen ttazen helfen und ihnen durch Lohn-Nachlässe die verhäng- nißvolle Zeit überdauern helfen. Die Arbeiter gingen darauf-in, sie verzichteten zeitweilig auf die Errungenschaften des StrikeS von 1869 und willigten in vorübergehende Lohnreduktionen. ES ist die« ein Zug von Opferwilligkeit und Anhänglichkeit, wie er in der Jndustriegeschichte kaum wiederkehrt. Die 1369 vereinbarten Tarife waren somit außer Kraft gesetzt, und die Fabrikanten zogen sie auS dem Archiv der Gewerbebehörde, wo sie sie deponirt hatten, zurück. Die Nachwehen der KcifiS hielten an, und die Fabrikanten gingen in der Reduktion der Löhne weiter und weiter. Die Tarife, die einen auch sie bindenden Lohnvertrag bildeten, waren beseitigt, und sie bedurften der Zustimmung der Arbeitel weiter nicht. Alle Fabriken reduzirten, aber nicht alle in gleichest Maße. Einige Fabriken begnügten sich mit einer Reduktion uw 15—20 pCt., andere aber nahmen Lohnabzüge in der Höhe von 40—70 pCt. vor. Einige beließen die Entlohnung der Zuricht- arbeit, andere hatten ihre Abschaffung mit den Arbeitern verein- bart. Die Reductionen vollzogen sich successtve, aber stetig, unv in der dem gegenwärtigen Strike unmittelbar vorangehenden Zeit war der Durchschnittslohn der Weber in Brünn effektiv um 66 pCt. niederer als der im Jahre 1369. Dieses fortwährende will- kürliche Herabdrücken der Löhne machte den Arbeitern endlich klar, daß sie gar zu naiv und verkanenSseliz sich der Tarife von 1369 begeben hatten, und sie sannen auf Mittel, die begangene-- Gutmüthigkeit wieder Hut zu machen. Ein von ihnen zu diese« Zwecke erwählte« Comitö richtete am 21. September v. I. ei« Schreiben an die Handelskammer, in welchem sie die Intervention derselben erbaten, zur Herbeiführung einer neuen billigen Verein- barung mit den Fabrikanten. Die Handelskammer lehnte diese Einmischung ab und verwies die Arbeiter an den„Verein der Schafwollindustriellen". Dieser machte Anfangs prinzipielle Ein- wände, erklärte die gleichmäßige Tarisirung der Löhne als mit den Brünner Platzverhältnissen und FabrikSusancen unvereinbar Maschinerie und Garn ist m den einzelnen Fabriken verschieden — und brach die Verhandlungen schließlich ganz ab, da er i» eine Erhöhung der so stark reducirten Löhne nicht zu willigen entschlossen sei. Die Arbeiter wandten sich nun an den Statt- Halter, der am 21. Februar d. I. eine Deputatton derselben e«- pfing. Am 16. März wurde diese Deputation zum Polizeidirekior beschieden, der ihr im Auftrage de» Statthalters eröffnete, daß er von den Fabrikanten die Zusage erhielt, daß sie mit den Arbei- tern in Verhandlung treten werden und die Vertreter derselben noch im Laufe derselben Woche(der 16. fiel auf einen Dienstag) zu einer Besprechung einladen werden. Die Woche verging, eine zweite und dritte, die Einladung kam nicht. Die Arbeiter wandten sich abermals an den Statthalter und an den Handelskammer- Präsidenten, die auch die Fabrikanten an die Einhaltung ihres Versprechens mahnten. Doch diese erklärten, von keinerlei Unter- Handlungen etwa« wissen zu wollen. DaS war das Ultimatum: nun war der Strike unvermeidlich." Man sieht, die Fabrikanten haben e« verstanden, die Noblesse der Arbeiter nach Möglichkeit auizunlltzen. Einen Lohnabzug nach dem andern haben sich die Arbeiter gefallen lassen, Jahre lang haben sie gedarbt, und da» Alle», um den Fabrikanten„die ver- hänguißvolle Zeit überdaucm zu helfen". Und wa« ist der Lohn für diesen schlecht angebrachten Opfcrmuth? Jetzt, wo die Arbeiter die Zeit gekommen glauben, daß ein Lohnausgleich auf dem Wege der Unterhandlung stattfinden könne, weisen ihnen die Fabri- kanten zum Dank die Thttr. Heißt daS nicht die Niedertracht auf die Spitze getrieben? Aber nicht genug damit, treten auch die Behörden auf die Seite der Fabrikanten. Alle strikeuden Ar- beiter, die nicht Oestcrreicher und die iu Brünn nicht ortSange- hörig sind,«erden„abgeschoben".(Es sind darunter verheirathete Arbeiter, die bereits 10 Jahre und darüber in Brünn arbeiten) Die ortSangehörigeu Arbeiter droht man zwangsweise zur Arbeit zurückzuführen. Und, wie schon bemerkt, eine Menge Verhaftungen siud vorgenommen worden. Nun, eS ist möglich, daß die schlecht orgauisirten Brünner Ar- beiter dem vereinten Widerstände der Fabrikanten und de» Staats unterliegen werden, aber das ein« Gute wird eine etwaige Nieder» läge der Ausstehenden zur Folge haben, nämlich: daß die Arbeiter zu der Einsicht gelangen, daß jede freiwillige Nachgiebigkeit gegenüber den Fabrikanten eiu Fehler ist, und daß sie von Seiten de« Heu- tigen Staates nie und nimmer auf Unterstützung rechnen können. Und diese Erkenntniß ist höher anzuschlagen al« ein glücklich durch- geführter Strike. — Wofür der Staat Geld hat und wofür nicht. Kürz- lich fand bei Pari« eine jener großen Thierquälereien, genannt Wettrennen statt. Der Staat hatte für die„noble Passton" der„noblen" Gesellschaft al« ersten Preis die Summe von 100,000 Frank« ausgesetzt, und der Gemeinderath von Paris die Hälfte zu dieser Summe beigesteuert. Al« vor 2 Jahren in der Rationalversammlung dieselbe Summe gefordert wurde, um einer Anzahl französischer Arbeiter den Besuch der Wiener Weitaus- ftellung zu ermöglichen, da war kein Geld zu haben, weil man die Berührung der französischen mit den deutscheu Arbeitern fürchtete. Nun, die ftanzösischen Arbeiter gingen doch nach Wien und wur- den von ihren deutschen Brüdern aus'« herzlichste ausgenommen. Die Nutzanwendung hiervon aber ist, daß die herrschenden Klassen mitsauunt ihrem Staat aufgehört haben, die Trägerinnen der Cultur zu sein; waS sie Cultur nennen, daß ist nur ihre Cultur— eine Cultur, die, weil sie die Ungleichheit der Mensche» will, sich �lo« durch den ärgsten BarbariSmuS halten kann. J«»ere Partei- Aagelegeaheite«. Zu Agenten de« Vorstandes wurden ferner ernannt für: Altenburg C. Arnold, L. Kamprad. Altona W. Rawe, H. Lensch. Bayreuth C. Wendel, A. Schweitzer. Breslau K. P. ReinderS, I. Kräker. Coburg I. Heymann, I. Kästner. Danzig R. Schlömp, Schulz. Dessau F. König, F. Schumann. Dörnig- heim L. Groß, E. Boos. Düsseldorf W. Wcntker, F. Tutzauer. Frankfurt a. M. H. Prinz, K. Ibsen. Göttingen I. Kanth, A. Stolle. Großenhain W. Günther, F. Geher. Höchst a. M. t. Lang, PH. Scheerer. Hülben i. B. S. Fischer, A. Wetzel. tzehoe C. Kreuzberg, I. Ackermaun. Kappel O. Gerber, f. Hesse. Kiel-Gaarden Chr. Stark, H. Ramm, F. Muß. Meißen G. Freitag, I. Weber. Mittweida G. Gladewitz, E. EimS. Müssen(?). Neumünster I. H. Rohweder, H. Butenschön. Neu:,- dors G. Otto, I. Naumann. Nowaweß C. Wille, W. S-idel. Pforzheiol F. Petri, I. Killer. Ronsdorf I. Gutekunst, A. Kro- nenberg. Rückingen H. Bamm, Ph. Viel. Schülp P. N. CiSmer, P. WieschhorfS. Schw.-Hall N. Kröner, 233. Dreher. Soune- berg N. S. Horn. Sossenheim C. Klein, Moock. Stuttgart K. N-stler, G. Jäger. Tönning I. A. Lange, Chr. Peter«. Wiesbaden H. Schuster, K- Hiutermeyer. Wir bitten, bei neuen Anmeldungen die genauen Adressen beider Agenten anzugeben. Mit sozialdemokratischem Gruß! Hamburg, den S. Juli 1875. I. A.: I. Auer. Derossi. Die Versendung der Protokolle de« zu Gotha vom 22- bis 23. Mai stattgehabten S o z i al i st e n- C o u g r e s s e s hat begonuen, und ersuchen wir die Parteigenossen derjenigen Orte, welche viel- leicht bei der Zusendung überscheu worden sind, dies sosort hier- her zu berichten. Der PreiS des Protokoll« beträgt pro Stück 25 Pf. Hamburg, 22. Juni 1875. Der Borstand der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. I A: I. Auer, C. Derossi, große Rosenstraße 36, II. Gewerksgenossenschaftliches. Allgemeiner deutscher Schueiderverei«. Nürnberg, 26. Juni. College», unsere alljährliche General- sammlung rückt heran, und wird dieselbe hoffentlich ein Wende- >kt in unserer Bewegung werden. Ein altes Sprüchwort sagt: oth lehrt beten", welches iu verständliche« Arbeiterdeutsch über- ; lautet:„Noch vereinigt". Blicken wir zunächst auf da« Rin- und Kämpfen um unsere Existenz in uuserer Centralisatron, > wir müssen uns sagen, daß viel Zeit und Kraft vergeudet rde zu nutzlosem, gegenseitigem Bekämpfen. Der im Ansang so in ausblühende Allgememc deutsche Schneiderverein war nach zem Bestehen der Schauplatz der Zerrissenheit, der gegenseitigen feindung. Der Zwietrachtsteufel war über Nacht gekommen und te auS dem begonnenen Wert ein elendes Wrack gemacht. Die Spal- . trat em und machte beide Theile ohnmächtig. Nur wenige taliedschafteu blieben der Ccntralisation treu und mit unsäglichen jhen und Opftnt am Leben erhalten. Jahre vergingen, bis daß wieder eine größer- Ausbreitung erlangten. Der Ruf nach ceiniauna der überall ertönte, hallte auch iu uns wieder und cte zur Einberufung-iu-S allgemeinen deutschen Schueiderkon- se« im Jahre 1872 nach Leipzig. Die Anhänger der beiden social-demokratischen Fraktionen waren erschienen; ebenso hatten sich einige Vertreter der Hirsch-Duncker'schen OrtSvereine eingefunden. Es sollte eine gemeinschaftliche Organisation geschaffeü werden, unbekümmert um die politischen Ansichten der einzelnen Personen. Allein die als so dringend nothwendig erkannte Organisation kam nicht zu Stande; sie scheiderte schon bei der Gründung an Polizei- schwierigkeiten. Es kann nun nicht meine Aufgabe sein, alle Ein- zelheiten, wie dies zugegangen ist, hier zu wiederholen; es genügt für uns das Resultat, daß wir weitere drei Jahre getrennt kämpfen mußten, daß wir durch die Zersplitterung unserer Kräfte unfern gemeinsamen Gegnern keinen wirksamen Damm in ihrer Aus- beutungSwuth entgegensetzen konnten. Mit Freuden wurde daher die Vereinigung der beiden socialistischen Fraktionen begrüßt, und die Hoffnung lebte mit Macht wieder auf, daß nun endlich der Geist Ihn Einigkeit sich auch über die Gewerkschaften ausbreiten, und diese zu gemeinsamer Orgauisation führen werde. Die Ver- einigung der Schuhmacher ist schon erfolgt; wollen wir zurückbleiben? Nein und abermals nein! Bereits ist der Anfang in Berlin ge- macht; an uns ist es, die Vereinigung zu einer allgemeinen zu machen. Zu diesem Zweck wird zu gleicher Zeit mit uuserer uäch- st en« stattfindenden Generalversammlung ein allgemeiner Schneider- kongreß einberufen, welcher das Werk der Vereinigung vollenden soll. Auf denn, Kollegen, zur Generalversammlung, auf zum Kon- greß! Es ist Zeit, höchste Zeit, daß wir Mann an Mann auf dem Kampfplatz erscheinen, wenn wir nicht vollständig vernichtet werden sollen. Hat nicht schon die Krisis durch Lohnreduktion und Arbeitsmangel uns in daZ tiefste Elend gestürzt, so ist da» famose Rezept des preußischen Ministers Camphausen vollends dazu au- gethan, um uns selbst unsere kleinen Portionen noch zu beschneiden. Unter solchen Umständen ist e« unsere unabweisbare Pflicht, all unsere Kraft aus einen Punkt zu onzentriren, wenn wir nicht selbst an unS zu Mördern werden wollen. Fort mit Allem, waS ur,S bisher getrennt hat, fort mit aller Kleinigkeitskrämerei und Selbstsucht! Unsere Ehre, Gesundheit, Leben, unsere Familie, Alles steht auf dem Spiele. Nur im gemeinsamen brüderlichen Zusammenwirken Aller ist die Möglichkeit gegeben, dem vollständigen Untergange zu entgehen. Es ist deshalb Pflicht aller Mitglied- schaften, aller Lokal-, Fach- und Sttikevereine, Delegirte zum Kon- greß zu entsenden. Aber auch Ihr, Kollegen, die Ihr bisher noch gar keiner Bereinigung angehört, die Ihr, so zu sagen, zwischen Himmel und Erde hängt, erwacht auS Eurem dumpfen Dah inbrüten, au« Eurem verderblichen Dusel, rafft E"ch auf, um Thcil zu nehmen an dem gemeinsamen Kampf, der ja auch für Euch ge- führt wird. Laßt Euch nicht durch den Kostenpunkt abschrecken, denn bei ernstlichem Wollen ist jede Schwierigkeit leicht zu über winden, und sollte wirklich die eine oder andere Stadt nicht im Stande sein, an« eigenen Mitteln einen Delcgirten entsenden zn können, nun, so ruft Versammlungen ein, verständigt Euch mit den Nachbarstädten und entsendet dann für zwei oder drei Orte einen gemeinschaftlichen Delegirten; eS wird dadurch keinem Orte zu schwer fallen. Versteckt Euch' nicht hinter die faule Ausrede: „Wenn die Bereinigung zu Stande kommt, wenn die Sache vor- wärt« geht, dann werden wir uns schon anschließen." denn da« ist schlimmer, als wenn Ihr gleich direkt dagegen sein würdet. Der Mann, der eine Verbesserung seiner Lage wünscht und wünschen muß, darf nicht auf der faulen Bärenhaut liegen und warten, bis ihm von den Anderen die gebratenen Kastanien aus dem Feuer geholt werden. Er muß selbst thätig sein, selbst mitkämpfen und ringen, seine ganze Kraft mit einsetzen, dann, aber auch nur dann, ist der Sieg zu erreichen. Kollegen allerort«, laßt deshalb den Ruf nach Bereinigung und Befreiung nicht ungehört vorüber- rauschen, ziehet nicht vie Zipfelmütze des deutschen Michels über die Ohren, sondern tretet heraus aus Eurer Zurückhaltung, au« Eurem dumpfen todesähnlichen Zustande! Ermannt Euch zur rettenden That! Auf, zur Generalversammlung! Auf, zum Kon- greß! Alle Arbeiterblätter werden um Aufnahme gebeten. Mit Brodergruß: Julius Baumann. Nürnberg. Mit der nächsten General- Versammlung findet auch statutengemäß die General-Versammlung der GewerkschaftS- Krankenkasse statt, und werden wir den ersten Jahresbericht zu prüfen haben. Obwohl mir im Augenblick der Stand der Kasse und die verschiedenen Zahlen speziell nicht gegenwärtig sind, glaube ich doch die Ueberzeugung aussprechen zu können, daß meine im vorigen Jahre aufgestellte Berechnung gerechtfertigt ist. Ich habe in einem Artikel im„VolkSstaat" nachgewiesen, daß bei einer Mttgliederzahl von 5— 600, bei der gegenwärtigen Steuer und der Höhe des Krankengeldes, die Krankenkasse auf die Dauer nicht bestehen kann. Bei einem durchschnittlichen Krankenstand von 1— 2 pCt. reicht die wöchentliche Einlage nicht hin, um die Krankengelser statutengemäß auszahlen zu können. Die Aufnahmegebühr eines Mitgliedes, sowie die Steuer im ersten Vierteljahr sollen und müssen den Reservefond bilden, können also bei der Berechnung gar nicht in Betracht gezogen werden. Um in dieser Hinsicht vollständig klar zu werden, mag folgende Zu- sammenstellung dienen. Di- wöchentliche Einlage beträgt pro Mitglied 1'/, Sgr. Legen wir der Berechnung eine Mitgltederzahl von 600 zu Grunde, so beträgt die wöchentliche Einnahme 30 Thaler, macht per Jahr 1560 Thaler. In allen Krankenkassen, in welchen ich Einsicht in die Geschäftsbücher habe, beziffert sich der durchschnittliche Minimal- Krankenstand ans 2 pCt. Setzen wir nun, um ja nicht zu hoch zu greifen und nach den günstigsten Verhältnissen zu rechnen, bei unserer Krankenkasse«inen durchschnittlichen Kranken- stand von 1>/z pCt. an, so ergiebt sich bei 600 Mitgliedern die Zahl von 9 Kranken pro Woche. Jedes Mitglied erhält 4 Thlr. Krankenunterstützung, da« macht also wöchentlich 36 Thaler oder pro Jahr 1872 Thaler, mithin stellt sich dann die Rechnung wie folgt: Einnahme: AuSgabe: Bleibt Defizit: 1560 Thlr. 1872 Thlr. 312 Thlr. Die Mitgliedcrzahl 600 thut Nichts an der Sache. Nehmen wir die doppelte oder vierfache Mitgliederzahl an, so wird unter den gegebenen Verhältnissen das Defizit eben auf das Doppelte oder Vierfache steigen. Es bleibt uns also blos die Frage zu be- antworten:„Ist der Krankenstand durchschnittlich so wie oben an- genommen, oder ist er günstiger oder ungünstiger?" Wie bereits Eingangs bemerkt, liegt mir der Jahresbericht nicht vor, ich kann also da« Ergebniß nicht hier anreihen. Angenommen, der Kranken- stand sei günstiger und wir hätten nur Vit pCt. durchschnittlich Kranke, so haben wir an Einnahme: 1560 Thlr., Ausgabe: 1569 Thlr. Die Einnahme reicht also gerade knapp hin, um die AuS- gäbe zu decken. Wir haben aber noch einen AuSgabeposten, der, wenn auch nicht hoch, eben doch vorhanden ist, und zwar sine mäßige Entschädigung für die Verwaltung, Statuten, Mitglieds- bücher, Porto ic. in Betracht zu ziehen; es müssen also diese Ausgaben vom— Reservefond gedeckt werden. Wollen wir aber sehr gesund sein und nur 1 pCt. Kranke durchschnittlich annehmen, so haben wir eine AuSgabe von 1243 Thalern, bleibt also eiu Ueberschuß von 312 Thalern jährlich, wovon die übrigen AuS- gaben, die ich oben erwähnt habe, noch in Abzug zu bringen sind. Ist denn aber daS Verhältniß wirklich so günstig? Keine«- weg«! Der Jahresbericht, deß bin ich fest überzeugt, weist keinen derartigen Ueberschuß auf.— Und wenn wirklich in diesem, im ersten Jahre, der Gesundheitszustand eiu f» ausgezeichneter war, ist das für uns eine Garantie, daß e» immer so bleiben wird? DaS wird wohl Niemand zu behaupten wagen. Ich habe aber bi« jetzt nur die möglichst günstigen Fälle iu Betracht gezogen, wie nun, wenn ungünstigere eintrete»? ES ist obeu nach- gewiesen, daß bei einem Krankenstand von l'/a pCt. schon daS hohe Deficit von 312 Thalern vorhanden ist; bei durchschnittlich 2 pCt. Kranken erreicht aber dasselbe die Höhe von S36 Thlrn., woran« klar hervorgeht, daß, wenn die« nur ein halbe« Jahr lang der Fall ist, die Einlagen und der Reservefond mitsammt der ganzen Kasse beim Teufel sind. Man komme mir nicht mit der Phrase, daß ja der Ausschuß ermächtigt ist, im Nothfalle die Steuern sosort zu erhöhen, da« hat absolut keinen Werth und würde, wenn e» dazu käme, bei den Mitgliedern nur böse« Blut machen. DaS Kassengeschäft ic. ist dadurch stet« einzelnen Per- sonen überantwortet—(Um Mißverständnissen vorzubeugen, be- merke ich, daß damit keineswegs dem jetzigen Ausschüsse zu nahe getreten werden soll, im Gegeutheil verdient derselbe unser vollste« Vertrauen und unsere» Dank.)—, von deren Geschick oder Ua- geschick daS Wohl oder Wehe uuserer Sache abhängt. Wir wollen derartige ticfeinschneidende finanzielle Maßregeln von der allein zuständigen Generalversammlung getroffen sehen, dann kann Nie- mauden ein Vorwurf treffen. Man hat vorige« Jahr auf der Generalversammlung die Anträge d-r Nürnberger Mitgliedschaft (Erhöhung der Beiträge) verworfen, trotzdem daß unser Delegirter energisch dafür eingetreten ist. Boo Ostern an hat bereits die hiesige Mitgliedschaft beschlossen, die vorige« Jahr verworfenen Anträge abermals zu stellen, und ich erlaube mir deshalb, dieselbe« hier sosort folgen zu lassen: 1) Erhöhung der Beiträge von 1'/- auf 2 Sgr. pr. Woche; 2) die Aufnahmegebühren sind von 5 auf 10 Sgr. zu erhöhen, und 3) beantrage ich persönlich, von neu eintretende» Mitgliedern daS erste Vierteljahr pr. Woche Z Sgr. statt 2 Sgr. zu erheben. Nur auf dieser Grundlage ist es möglich, allen Ansprüchen ge- recht zu werden und Bestand uud Lebensfähigkeit der Kasse zu sichern. Verlassen wir uns nicht auf da« blinde Glück, sondern ge- wärtigen wir stet« da« Gegentheil. Unter den jetzigen Verhält- nissen ist eS nicht möglich, die Krankenkasse auf die Dauer leben«- fähig zu erhalten. Es wäre doch mehr wie Thorheit, wollten wir, um ein Beispiel zu gebrauchen, erst dann eine Feuerwehr organi- streu, swenn da« Hau« bereit« an allen Ecken brennt. Deshalb, Collegen, prüft genau, rechnet selbst nach und eS wird sich Euch die Ueberzeugung aufdrängen, daß wir keine andere Wahl haben, als die obigen drei Anträge anzunehmen, wenn wir uns nicht selbst auf daS Schwerste schädigen wollen. Ich ersuche also alle Bevollmächtigten, in den Versammlungen die Anträge diskutire» und darüber Beschluß fassen zu lassen, und die betreffenden Dele- girten genau zu instruiren. In Eurer Hand liegt die Entschei- dung; möge sie zu unser Aller Wohle ausfallen. Mit Brudergruß! Juliu» Baumann. «llgemeiner deutscher SchiffSzimmerer- Verein. Kamöurg, 2. Juli. Hiermit mache ich allen Bevollmächtigten bekannt, mit der Wahl de» Vorstandes vorzugehen, da dieselbe bi« zum 14. Juli vollzogen werden muß. Mit sozialdemokratischem Gruß H. Groß. Allgemeiner Tischler-(Schreiner) Verein. Verlin, 1. Juli. Da an dem heutigen Tage der Strike in Osnabrück ausgebrochen ist, so fordere ich nochmals sämmt- liche Tischlergesellcn DeuffchlandS auf, nicht nach Osnabrück zu gehen, vielmehr den Zuzug von dort streng fern zu halten, damit der Versuch der dortigen Arbeitgeber, den Collegen einen so er- bärmlichen Accordtarif aufdrängen zu wollen, daß dabei nicht zu leben oder zu sterben ist, au unsrer Einigkeit zu Schanden werde. Siegreich müssen unter allen Umstände» die Osnabrücker College» aus dem Kampfe hervorgehen, weil andernfalls dasselbe Manöver auch an andern Orten versucht werden wird. Unter- stützungen sind zu senden au Orthwein, bei Pille, Kamp Nr. 50, Osnabrück. W. Schmitz, Vorsitzender. GewerkSgenossenschaft der Manufaktur-, Fabrik- und Hand- arbeiter beiderlei Geschlechts.(Sitz Weimar). Nkanen, den 28. Juni. Unsre Mitgliedschaft ist durch die Aussperrung in der mechanischen Weberei von Böhler und Sohn erst lebensfähig geworden und macht Dank den Maßregelungen, welche fast wöchentlich in genannter Fabrik vorgenommen werden, immer mehr Fortschritte. Die Gemaßregelten kommeu in der Regel zu uns und lassen sich aufnehmen, und es vergeht keine Woche, in welcher wir nicht einige neue Mitglieder zu verzeichnen haben. Die Mitglied erzähl wächst zwar langsam aber stetig fort. Unsere Mitglieder sind bereits in mehreren Fabriken beschäftigt, wo sie zu wirken suchen» soviel eS ihnen möglich ist, ohne ihre eigene Existenz zu gefährden, und ist eS unser eifrigste« Bestreben, auch die übrigen Fabriken noch zu gewinnen, dann wird e» hoffentlich»och besser werden. Wir haben c» hier mit einem harten und steinigten Boden zu thun, aber wir gehen mit festem Muth an die Arbeit, und stoßen wir auch auf große Steine, so suchen wir sie auS dem Wege zu räumen. Nach vieler Arbeit muß das Feld doch endlich urbar und fruchtbar werden. Unsere Zusammenkünfte sind regelmäßig jeden Freitag in Baum'S Restauration. Schützenstraße, in welchem Locale auch der„VolkSstaat" ausliegt. So haben wir doch endlich einen Wirth gefunden, welcher mit und für uns ist. Anch haben wir durch Ankauf einiger Brochüren, und durch Schenkung solcher von Seiten einiger Mitglieder eine kleine Bibliothek errichtet, von welcher auch NichtMitglieder Gebrauch machen können. Wir beabsichtigen dadurch immer neuen Anhang zu gewinnen, und hat die Erfahrung schon gelehrt, daß wir in dieser Beziehung keinen Fehlgriff thaten. Aber mit Bedauern habe» wir den Zwist zwischen emigen Mitgliedschaften und der BorortS-Verwaltung vernommen, und lag der Grund unseres langen Schweigens darüber darin, daß jwir un« sagten, die BorortS-Verwaltung werde und müsse doch endlich eine definitive Erklärung abgeben. Diese Erklärung kam, und hat sie Unterzeichneter, wie alles Vorhergehende den Mit- Brieffaßten Duittung. gliebern zur Berathung vorgelegt. Es wurde nun beschlossen, Jahr mit den Waffen erobert, müssen wir 50 Jahre lang mit] folgendes zu veröffentlichen: den Waffen schützen." Die Milliarden haben uns feinen Segen der Redaktion. Vertrauensmann in Langensalza: Ihr Bericht " Die Mitgliedschaft Blauen erklärt, daß die Vororts- Ver- gebracht, sondern nur Schwindel, man erwartete einen guten Ge- würde uns unzweifelhaft eine Anklage, an denen wir überdies keinen waltung allen ihren Wünschen und Anforderungen sowohl in fchäftsgang, aber nur Geschäftslosigkeit trat ein. Die Weisheit Mangel baben, zuziehen! auch haben Sie für gut befunden, uns Ihren der Agitation, wie in Zusendung von Material 2c. jederzeit der Minifter gipfele darin, das Sparen und Lohnreduciren zu 3u spät für diese Nr.- Schr. in Langenbrüd: ad rem heißt, zur Namen zu verschweigen. Marten lagen nicht bei. Wirths Berlin: bereitwillig und rechtzeitig nachtam, und zollt derselben ihre predigen, nun so möchten sie bei sich selbst anfangen, da laffe fich Sache; durch ein Bersehen scheint die Uebersetzung vergeffen worden zu vollfte Anerkennung. Das Auftreten der Braunschweiger Ge- schon sparen, und Lohn, resp. Gehalt reduciren. Nachdem der fein; der Sozialdemokrat" wurde 1874 im, Bolleftaat" als Arbeiterblatt noffen ist als ein ehrgeiziges zu betrachten, weil sehr deutlich Vorsitzende und andere Parteigenossen die Parteiblätter sowie die empfohlen, weil wir damals noch keinen Grund hatten, ihn nicht für ein wirkliches zu erkennen ist, daß man den Vorort nach Braunschweig ver- sozialistischen Schriften empfohlen und zum Anschluß an die Partei Arbeiterblatt, d. h. für ein die Jutereffen der Arbeiterpartei förderndes legt fehen möchte. Da nun die Erfahrung im Kleinen wie im aufgefordert, wurde die Versammlung geschlossen. Blatt zu halten. Seitdem ist das aber anders geworden, der„ SozialGroßen sehr häufig gelehrt hat, das solche Regierungen, resp. thun." 3. A.: C. F. Riete. demokrat" hat die Maste fallen gelaffen und verfolgt, zum Glüd mit Berwaltungen, welche fich auf Boften drängten, in der Regel Kellinghusen, 29. Juni.( An die Leser der Parteiblätter.) mehr Eifer als Geschick, das einzige Ziel: Die deutschen Arbeiter von teine guten waren, so giebt die Mitgliedschaft Plauen des- Da sich jetzt schon die neue Partei conftituirt hat, ist es auch enem zu verneinigen zu weffen Nutzen, bas brauchen wir Ihnen nicht zu sagen. halb den Delegirten der Generalversammlung den Rath, in unsre höchste Pflicht, mit aller Energie für das Wachsen derselben der Wahl des Bororts sowie der Berwaltung vorsichtig zu einzutreten. Jedoch ist hier und in der Umgegend eine Lässigkeit ber Expedition. Bmann Ludwigshafen: Wenn Gewünschtes aufsein." eingetreten, wie fie wahrlich in einer bedeutungsvollen Zeit, wie zutreiben, werben wir Ihnen solches zusenden. Wir waren anfänglich Angesichts bes bevorstehenden Gewerk- ber jezigen, nicht am Blaze ist. Parteigenoffen! Sollen wir der Expedition. Bon Lngfld Cöln Ab. 3,20. Stgr New- York Ab. fchafts- Congreßes gegen Abhaltung einer Generalversammlung, da vielleicht vor den andern holstein'schen Arbeitern beschämt dastehn? 1.80. Arb.- Bild.- Ber. Gloggnitz Ab. 7,20. Brmun Frankfurt Schr. jedoch die Gewerkschafts- Conferenz zu Gotha beschloß, daß jede Sollen wir, da in ganz Deutschland mit frischem Muthe an der 2,00. Th. Gggenbrgr Graz Ab. 3,60. Wld Bonn Ab. 2,50. Mr Gewerkschaft vor dem Congreß eine Generalversammlung abhalten Verbreitung unserer großen Idee gearbeitet wird, müßig zusehen? hier b. 24,00. gut gen Schr. 3,00. Mutfl hier Ab. 1,25. Krs folle, so fügen wir uns diesem Beschluß und werben uns zwar auf Dies wäre eine Schande für jeden Arbeiter, der seine Lage nur München Ab. 104,57. Bu Wien Ab. 6,00. Efnhr Mannheim ber Generalversammlung vertreten lassen, können aber nur den einigermaßen erkannt hat. Darum, Parteigenossen, tretet immer Schr. 2,90. Thmr hier Ab. 2,50. fnat Bier Ab. 10,44. Stfnote Congreß burch einen eignen Delegirten beschicken, da unsere Mittel wieder von Neuem ein für die Menschenrechte! Wag man uns Neujat Ab. 1,88. Der Zwidan Ab. 9,00. Tort Connewitz Ab. 6,00. noch zu schwach find. diefelben auch noch so streitig machen, endlich muß der Sieg boch 0,55. Banz Stötteris b. 45,85. Arb.- Bild. Ver. Hüttenberg Ab. 1,80. Sr. 1,45. pfr Bchmn u. Wir hier Ab. 3,30. Gb Hamburg Schr. Mit brüderlichen Gruß unser werben! Hauptsächlich wenden wir uns noch an die Leser Sfmnn Jägerndorf ab. 1,80. Munr Pforzheim Ab. 6,00. Schrmm 3. A.: Heinrich Schent, Vertrauensmann. des Bollsstaat", da sich dieselben stets von unsern Zusammen- Langebrüd Schr. 1,60. Rw tona b. 4.17.& Mhlhrn Crimizfünften ferngehalten haben. Ist die Bereinigung in ganz Deutsch- schau Schr. 107,60. Brbm Gotha Schr. 18,00. Gtb Meiningen Berlin. Abrechnung der freiwilligen Unterstüßungsgelber land anerkannt, so hoffen wir aber auch, daß die hiesigen So- Sr. 13,80. Si Altona b. 56,25. Cifall Bug. Schr. 5,23. Fr für mich, resp. meine Familie während meiner 16monatlichen zialisten teine Ausnahme machen werden. Es paßt sich nicht für endr Graz Ab. 5,49. Schmbt Römerstadt Ab. 6,23. Gefängnißhaft. einen rechten Sozialisten, die Oeffentlichkeit zu meiden, und des Fond für Gemaßregelte. Im Ganzen find eingegangen 785 Thlr. 15 Gr. halb fordern wir alle Diejenigen, welche sich als solche bekennen, Bon Dr. T. hier, 1,50. Davon find gezahlt von den Berliner Tischlern 602 Thlr. 11 Gr., auf, Sonntag, den 4. Juli, in der um halb 8 Uhr stattfindenden Für die Hinterbliebenen Bard's Ueberschuß von 2 Frühconcerten 129 Thlr. 9 Gr., von den Arbeiter- Bersammlung, bei Gastwirth Harder zu erscheinen Lifte 1 durch Schps Leipzig 35,25. Collegen in Hamburg erhalten 11 Thlr. 24 Gr., von den Col- und der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands beizutreten. Genoffenschaftsbuchbruderei. legen in Altona erhalten 5 Thlr. 1 Gr., von den Collegen in Mit sozialdemokratischem Gruß Strüwen. Klett.*) Antheilscheine bez. Antheilquittungen erhielten ferner: in Leipzig Flensburg erhalten 10 Thlr. 15 Gr., von den Collegen in Stettin erhalten 6 Thlr. 15 Gr., von den Collegen in Bremen fich die Coburger Baugewerksmeister dem Bunde der deutschen Altona goburg, d. d. 26. Juni. Zur Enquete. Bekanntlich haben R. S. 6,00. Social- demokratischer Arbeiterberein. erhalten 15 Thlr., von den Collegen in Rostock erhalten 5 Thlr., Baugewerksmeister angeschlossen. Die besagten Herren Meister hatten Summa 785 Thlr. 15 Gr. natürlich nichts Eiligeres zu thun, als in allen Theilen den Ver- fohns Salon: Davon find als Fond zurückgelaffen 17 Thlr., Herrn Schweken- ordnungen oder den Statuten des Meisterbundes nachzukommen. biet überwiesen 30 Thlr., und mir, resp. meiner Familie zur Un- So haben sie unter Anderem hier in allen Werkstätten, Bau- Tagesordnung: Fortsetzung der Borstandswahl und Berschiedenes, terstützung 738 Thlr. 15 Gr. gezahlt worden, wofür ich allen plägen u. s. w. Arbeiterverordnungen angebracht, mit so verschie- Nur Mitglieder und Solche, die es werden wollen, haben Zutritt. hiefigen, sowie auswärtigen Collegen hiermit meinen herzlichen benen Paragraphen, die die Absicht dieser Herrn so recht an den A. Forschner.[ 70 Dant aussprechen. Berlin, den 22. Juni 1875. Tag lezen, woraus ganz glatt und kahl zu ersehen ist, daß man Cöln Sonntag, ben 11. Juli, halb 11 Uhr Morgens, im Schloß W. Schmit, den Arbeiter noch unter ben Hund zu bringen sucht. Da ist Bors. des Allg. Tischler-( Schreiner)- Bereins. z. B. der Arbeiter verpflichtet, Ueberstunden zu arbeiten, so lange Arbeiterversammlung. Berlin. Gleichheit vor dem Gesek. Barteigenosse Heinsch es dem Herrn Meister beliebt; er ist verpflichtet, auf Verlangen Bortrag des Herrn Rittinghausen. hat an Hrn. Tessendorf folgendes Schreiben gerichtet: Berlin, auch Sonntags zu arbeiten; er ist verpflichtet, in eine zahlungs- Cöln ben 17. Juni 1875. Ende vorigen Jahres habe ich der Staats- fähige(?) Unterstützungs- oder Krantentaffe zu steuern, aber nicht anwaltschaft beim hiesigen tgl. Stadtgericht eine Denunciation wegen außer Landes, und natürlich nur in eine solche, die von Berlegung des Vereinsgefeßes gegen den Landwirthschaftlichen Con- ben Herrn Baugewerksmeistern gutgeheißen wird u. f. w. m Schloß Bensberg, Heumarkt Nr. 68 statt und labet zu recht zahlgreß eingereicht, diefe Denunciation auch in dem, von den Staats- Den ganzen Klabberabatsch hier wiederzugeben, wäre Thorheit, und reichem Besuch die Parteigenoffen und Abonnenten ein anwälten gern und genau gelesenen Boltsstaat" abbruden laffen. ich will deshalb auf den eigentlichen Grund meiner Berichtigung Bie jezt habe ich nun nicht erfahren, daß eine Untersuchung ohne Weiteres übergehen. Befagte Arbeiterverordnung sollte nun gegen die reichen und vornehmen Herren eingeleitet ist, während doch auch erst bem wohllöblichen Stadtmagiftrate zur Genehmigung Hamburg man mir, bem Arbeiter, wegen desselben Bergehens so schleunig unterbreitet werden; letterer hatte aber, bevor er die Genehmigung ben Prozeß gemacht hat, daß derselbe bereits in 2. Instanz er- ertheilte, vorgezogen, erst einige Arbeiter darüber zu vernehmen, Tebigt ist. welche ihr Gutachten darüber abzugeben hatten. Tagesordnung: 1) Abrechnung. 2) Wahl eines neuen BevollmächDa ich Willens bin, die Probe, ob bei uns die reichen Leute Aber welche sind da wohl am besten darüber zu vernehmen? tigten. 3) Wahl eines Delegirten zur Generalversammlung in Leipzig. mit anderem Maße gemeffen werden als die Arbeiter, noch vor Nun, dafür haben die Meisterbündler schon gesorgt, fie wußten 4) Die Vereinigung der Deutschen Tischler, und das Protocoll bes den nächsten Wahlen durch alle Instanzen zu treiben, bitte ich um auch die richtigen zu treffen, die die Vormundschaft einiger A. Mertens.[ 70] bie die Vormundschaft einiger Tischler-( Schreiner)-Bereins. gefälligen schleunigen Bescheid über den Berbleib der qu. Denun- hundert Arbeiter zu übernehmen sich berufen fühlten. Von 2 bis Donnerstag, den 8. Juli, Abends halb 9 Uhr: Große öffentliche Cigarrenarbeiter- Bersammlung Mittwoch, den 7. Juli, Abends halb 9 Uhr in HeinBersammlung. Bensberg: [ 40] Jeden Donnerstag, Abends halb 9 Uhr finden bis auf Weiteres regelmäßig: Arbeiterversammlungen ciation. Mit bekannter Hochachtung. An die Staatsanwaltschaft 3 Werkstätten wurde je ein sogenannter Bolir( 1) auf das Rath- Hamburg Johann Mestopp, Agent der social. Arbeiterpartei Deutschlands.[ 70] Gewerkschaft der Holzarbeiter. Mittwoch, ben 7. Juli: Generalversammlung. [ 90] Große öffentliche Schneiderversammlung. L.- D.: 1) Berathung der Statuten- Vorlage. 2) Bortrag von Herrn Matthäi. 3. J. Boß.[ 50] Social- demokratischer Arbeiterberein. beim tgl. Stabtgericht, zu Händen des Hrn. Teffendorff hier." haus beorbert, die zu Allem Ja und Amen sagten, und man Königsberg i. r., 30. Juni. Am legten Sonntage, ben fonnte da auch wieder mit Recht sagen:- der Herr wird seine in Stadli's( früher Tütges) Salon, Balentinskamp 41. 27. Ds. fand hier ein Arbeiter- Sommerfest statt, bas einige Diener loben!- Die wohl geschulten Herren Bolire gaben T.- O: Was vermögen die Gewerfoereine gegenüber dem ehernen Mitglieder des hiesigen sozialdemokratischen Wahlvereins in der natürlich ihre Zustimmung zu dieser famosen Arbeiterverordnung. ökonomischen Lohngesetz? Referent Herr F. W. Fritsche aus Berlin. sog." Neuen Bleiche" arrangirt hatten. Nachdem Maschinen- Und warum nicht?- Ihr Gang ist Ihnen sicher gebankt worden, 2) Interpellation. 3) Der Copenhagener Strike. J. Betters. bauer Schwarz die Feier durch einen Prolog eröffnet hatte, hielt und so lange Sie die sogenannten Pr.... find, geht Sie ja Zu dieser Versammlung ist besonders Herr H. Heinemann ein( 26) geladen. der Vorsteher des genannten Vereins eine kurze Feftrebe, in welcher auch diese Arbeiterordnung nichts an. Ich erlaube mir nun er, den Begriff der Freude populär definirend, auseinandersetzte, aber die Frage: Warum wurden feine Arbeiter( Nichtpolire) Hamburg Orpheum, Neustädter- Neustraße: Donnerstag, ben 8. Jult, Abends halb 9 Uhr, im wie die Basis jeber berechtigten Freude die Arbeit sei, die über- in einer größeren Anzahl vernommen, anstatt dieser Polire? Hat haupt Allem, was auf materiellem und geistigem Gebiete exiftire, man vielleicht befürchtet, die Arbeiter wären womöglich gefcheidter erft Werth verleihe. Der eigentliche Repräsentant der Arbeit sei oder flüger wie diese Polire? Es mag sein, wie es will, so viel aber gegenwärtig der Handarbeiter und Proletarier zugleich. steht fest, Arbeiter hätten diese famose Dreffurkarte nicht aner Ein Hoch auf den Königsberger Arbeiterstand schloß die Ansprache. fannt, fie wäre verworfen worben. Wundern aber muß ich mich, Leipzig Donnerstag, ben 8. Juli, Abenbe halb 9 Uhr: Gesang, musikalische Aufführungen, declamatorische Vorträge, daß diese Polire ben Schein nicht wenigstens beffer zu wahren Tanz und verschiebene Beluftigungen, wie Stangentlettern, eine fuchten, und durch ihre Dienstwilligkeit fich ebenso wie den ArGeneralveasammlung im Bellevue, Kreuzstr. Berloosung für die anwesenden Kinder und Anderes vereinigten beitern und ihren Familien den Strid um den Hale legen. Die L.- D.: Caffen- Abrechnung.-Neuwahl des Borstandes. Anträge dann die Festtheilnehmer bis zu später Abendstunde. Augen werden ihnen auch noch geöffnet werden, fie haben sich der Mitglieder. Cöln, 6. Juni. Heute fand hierselbst unter dem Borsize selbst eine Falle gestellt, wohl bekomm's ihnen! Schumacher's eine von circa 800 Personen besuchte Boltsversammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Bahlteich über den Reichstag und die gegenwärtige wirthschaftliche und politische Lage Deutschlands referirte. Rebner führte aus, der zu gründen, biene zur Nachricht, daß der Unterzeichnete eine große Anträge auf Statutenänderung. Die Mitglieder werden auf§ 26 ber Den Parteigenoffen, welche gesonnen sind, einen Lokalverein Windmühlenstr. Nr. 7 statt. T.- D.: Rechenschaftsbericht der Kassirer. Bericht der Revisoren. Reichstag, das Produkt des allgemeinen Stimmrechts, habe, bas Anzahl Vereins- Statuten, welche den gefeßlichen Vorschriften ent- Statuten aufmerksam gemacht. Eintritt nur gegen Borzeigung bes Bolt in seinen Erwartungen getäuscht, man habe aber wohl nicht sprechend abgefaßt find, auf Lager hält und derselbe gern bereit ist, Quittungsbuches. Der Ausschuß. 3. A.: H. Schiffel.[ 80] mehr erwarten fönnen, ba bas allgemeine Stimmrecht von der auf Verlangen Probeexemplare zuzusenden. Der Preis beträgt regierenden Macht unter Bebingungen gegeben worden, bie beffen pro 100 Stid 1,50 Rm. Ausübung der Majorität des Bolts unmöglich machte. Darauf An die Parteigen offen. Der Borstand.[ 50] Joh. Kappler. Leipzig Sonnabend, den 10. Suli findet die viertelfährliche Der Preis der Bereins- Geschäftsbücher ist folgender: Kaffen- Klabbe 120 Blätter enthaltenb, 1,20 Rm. Desgl. 80 80 " " " Mitglieder- Beitragsliste 80 80 " " " Desgl. Kaffen- Conto 40 50 " " " Desgl. 80 40 80 " " " 50 " " " Krantentafe der Holzarbeiter Gewerkschaft. Generalversammlung, Mittwoch Abend: Ausschuß- und Empfangs- Comitee- Sigung. D. O.[ 40] An de Parteigenoffen im 19. fasfischen Wahlbezirt. Sonnabend referire ich in Schneeberg über ben Reichstag. Bitte die Bersammlung anzumelden. Sonntag bin ich in Lößnit, auf den Arbeiterfeft, wo ich Parteigenoffen aus dem ganzen Bezirk zu treffen boffe. Mit sozial- demokr. Gruß Im Separatabzug erscheint: 28. Liebknecht. Eine Erinnerung an Georg Herwegh. Breis pro Eremplar 10 Bf. Außerdem verfügt derselbe über eine große Anzahl Bereinszerlegte Redner den Reichtag in die verschiedenen Fraktionen und Geschäftsbücher. Dieselben sind solid gebunden und den Bereinen fennzeichnete jebe in scharfer Weise; in Bezug auf die Arbeiter- bestens zu empfehlen. partei fei zu bemerken, daß sie nur sehr wenige Bertreter habe, die Die Buchführung ist praktisch und für die Revision leicht übernoch dazu wenig zum Worte gelaffen würden. Die politische Be fichtlich eingerichtet. deutung des Reichstage spiegele fich in den Worten:„ Macht geht vor Recht" trefflich wieder. Der Bundesrath und die Minister thun was sie wollen; mit Hülfe der Regierungspartei machen fie die übrigen Bertreter des Reichstage machtlos und mundtodt. Der Reichstag folle doch ein Gegengewicht gegen die Regierung sein, und paffen demnach Beamte, Abelige und sonstige Werkzeuge der Regierung in den Reichstag wie der Bock in den Garten, Um die Höhe der Auflage bemeffen zu können, wollen die Bestellungen fie tönnen nicht für das Interesse des Boltes eintreten, weil fie Jeber Berein, welcher noch keine geordnete Buchführung besißt, fleunigt gemacht werben. sonst das ihrige schädigen. Die Leute dieser Sorte haben aber muß sich bestreben, je ein Exemplar der brei vorgenannten Bücher Leipzig, 5. Juli 1875. Die Expedition des Boltsstaat." im Reichstag die große Majorität. Eine Hauptforderung der anzufchaffen. Allen meinen Freunden, besonders denen in Berlin, Gruß und HandRegierung sei immer die Vermehrung des Militärs und der Steuern Für Bereine, welche unter fünfzig Mitglieder zählen, genügt fchlag zuvor, bann theile ich hierdurch mit, daß von jest ab meine gewefen; es sei eine traurige Wahrheit, daß das Militär( junge fräftige bie fleinere Ausgabe, welche zusammen 1,80 Rm. loftet, größeren oreffe ift: Männer) von alten schwachen Männern, Frauen und sogar Rindern Bereinen ist die andere Ausgabe zu empfehlen, deren Gesammt- A. Euß, Genf, Pre- l' Evêque 35, bei Joh. Ph. Beder.[ 100] erhalten werden muß. Das Contrattbruchgeses sei ein Ausnahme- preis( 3 Bücher) 2,80 Rm. beträgt. gesetz, in allen andern Civilangelegenheiten würde nach dem CivilAn unsere Filialexpedition in Amerika. Das Geld ist bei Bestellung mit einzusenden. Die ftrafgesetzbuch gerichtet, hier aber, wo es gelte den Arbeiter nieber Zusendung erfolgt unfrantirt, falls nicht 50 Pf. Rm. für Porto zubrüden, solle der Staatsanwalt die Untersuchung einleiten, und der Bestellung beigefügt sind. einen Criminalprozeß machen. Im sogenannten, Culturkampfe" nehme die Sozialdemokratie weber für die eine, noch für die andere Seite Partei, sie sei hier wie überall gegen alle Ausnahmegeseze. Hamburg, den 26. Juni 1875. Mit sozialdemokratischem Gruß C. H. Kottamp, Kornträgergang 54 und 55. *) Dieser Aufruf ist uns leider für die Sonntagsnummer zu spät zuDie politische Lage Deutschlands spiegele sich in den Worten gegangen, wir bringen ihn aber, obgleich die betr. Bersammlung schon Molite's wieder:" Wir haben an Achtung nach Außen gewonnen, vorüber, trosdem zum Abdruck, da der größte Theil des Jubalts feines allein Liebe uns nirgends erworben. Was wir in einem halben wegs veraltet ist. R. d. V. Hälfte herabgesetzt. Da hierdurch das Abonnement fich wesentlich billiger Seit 1. Juli ist der Portotarif für Kreuzbandsendungen um die ftellt, so erwarten wir, daß für Zunahme des Leserkreises des„ Boltsstaat" tüchtig agitirt wird, und sehen zahlreichen Nachbestellungen entgegen. Die Expedition des Boltsstaat." Berantwortlicher Redakteur: 5. Nindt. Redaktion Hobeftr. 4, Expedition Zeigerstr. 44, in Leipzig. Drud und Berlag der Genossenschaftsbuchbruckerei in Leipzig.