Erscheint in Feipsig Mittwoch, Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- langen desJn-u.Auslsndes. Fkkial- Expeditionen für die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Boi 101 Hobokfjn, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and eoatea str. Philadelphia. AbonnementsPrei» für ganz Deutschland 1M.V0Ps. pro Quartal. MonatS- Abonnements werden bei allm deutschen Postanstalten auf den Lteu u. Sten Monat und auf den 3len Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat des Quartals a 54 Ps. Organ der Sozialistischen Arveiterdartei Deutschlands. Znserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit ly Pf.,— Privat- und Veranüaunas- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Nr. 89. Ireitag, 6. August. 1875, Die Arbeit. Von Johann Most. !sie sich die Gründe hiefür in unrichtiger oder wenig steus unvollkommener Weise. Sie meinten, wenn die Arbeitslöhne den Betrag �übersteigen würden, der zur Beschaffung der nothweudigen Lebens- !bedürfniffe erheischt ist, so müsse eine raschere Volksvermehrung Ohne Arbeit ist die Menschheit— man mag einen noch so und demgemäß, kraft der Concurrenz, wieder eine Verringerung niedrigen Culturzustand in» Auge fassen— nicht im Stande, zu des Arbeitereinkommen« Platz greifen; und wenn dagegen der existire». Selbst der Jäger im Urwald muß sich mit dem Auf- Lohn unter jenen Durchschnittssatz herabsänke, so müßte durch suchen und Aneignen von Nahrungsmitteln beschästigeu, wenn er Nothkrankheiten u. dgl. eine Abnahme der Arbeiterbevölkerung und nicht verhungern will. demnach eine Schwächung der Concurrenz, refp. eine Lohnsteigerung Die Arbeit ist aber größtentheils eine unangenehme Sache, eintreten. Dies sind aber Theorien, welche durch die Praxis nicht weshalb mau sich auch nicht darüber verwundern kann, daß schon in den ftüh-st-n Zeiten das Bestreben vorherrschte, sich der Arbeit zu entledigen und Andere für sich arbeiten zu lassen. Zum Ar- veiten für Andere hatte aber natürlich kein Mensch Luft, daher kamen Zwangsmittel in Anwendung. So lange die Menschen zerstreut wohnten, war ein solcher Arbeitszwang nicht leicht durchführbar, aber sobald sie, wenn auch bewiesen werden. Die vermeintlichen anmittelbaren und mittelbaren Wirkungen allgemeinen Steigen« oder Sinkens der Arbeitslöhne würden sich nur in längeren Zeitepochen offenbaren können, also innerhalb solcher Perioden, deren Ausdehnung die raschlebige Großproduktion gar nicht ertragen könnte. Der mit der modernen ErzeugungSart untrennbare Wechsel von ProsperitätScpochen und Krisen wirkt noch so kleine Gemeinwesen bildeten, entwickelte sich die Unter-! zwar auf dieselbe ebenfalls in großartigem Maßstabe verheerend jochung der Einen durch die Andern. Und je höher der Cultur- ein, allein hier handelt e« sich doch immer nur um etliche Jahre zustand sich gestaltete, desto zahlreicher wurden auch die zwang«- de« Auf- oder Niedergang», während die Unregelmäßigkeiten solcher werfe Beschäftigten, desto fester wurzelt« sich die Institution der Lohnbewegungen, wie sie angenommen wurden, ganze Menschen- Sclaverei ein. Ob man den eigenen Stamm in Kasten eintheilte alter lang da« eine Extrem herrschen ließen, ehe dessen Consequenzen und so dienende und herrschende Klassen schuf, ob auf dem Wege zum andern führen könnten. der Kriegführung, oder vermittelst förmlicher Menschenjagden, oder Da« allgemeine Sinken der Arbeitslöhne unter da« Niveau wie sonst noch em Theil der Menschheit inS Joch der Sclaverei der nothwendigsten Lebensbedürfnisse wird nicht durch die daraus! sondern überlassen ihn finsteren Misanthropen— ander» kann gespannt wurde, ist ziemlich gleichgültig— auf jeden Fall waren! entstehenden Hungerkraukheiten-c. und die sich dadurch ergebende man Solche nicht nennen, welche der großen Mehrheit des Volkes es zunächst die Stärkeren, welche die Schwächeren zur Arbeit Verringerung der Arbeiterschaft paralisirt, sondern durch den allge-�für immer und ewig ein Knechtschaftsdasein wünschen.— Wir VwotWovt• ttiiis fviXfaiUtvt Vm.«-Vvav. Vita i n /tafelt a Kanan fRavfc/sffvitfta sfÄ TTtltVlPn tTRth�rft.mVs Vitt» Ar(idttatiViart Ö>f■.ffjyt Vat-s«.». r:.~W � 1 arY\.1______ r..."1 w... CWTf.• i.____ w...... 1 f... 1. 1. der Erstere mehr Arbeiter anstellen und mannigfaltigere Combi» Nationen und Eintheilungen beim Erzeugungsprozesse vornehmen konnte, als der Letztere, so brachte sich diese» Berhältniß bei der maschinenmäßigen Waareuschöpfung erst recht zur Geltung. Damit war dem großen Kapitalisten ein bedeutender Vorsprung beim all» gemeinen Concurrenz-Wettrennen vor dem kleinen gegeben, und sein Sieg konnte nicht zweifelhaft sein. So gut nun die Großproduktion im Allgemeine» da» kleine Handwerk nach und nach wegfegt, so gut schiebt da» größere Kapital das kleinere allmälig bei Seite, rcsp. in seine Tasche; und die Consequenz dieses Vorgang» ist der totale Triumph de» Starken über den Schwachen, da» Entstehen etlicher General- Kapitalisten oder— wenn man sich da» Aeußerste denken will— eine» Einzigen, dem da» Gesammtkapital gehört, auf der einen und die Besitzlosigkeit sammt der damit verbundenen proletarischen Situa- tion der VolkSmasseu auf der anderen Seite. Weshalb nun ein derartiger Zustand, der offenbar ein viel unnatürlicherer wäre, als jeder bisher dagewesene, ein unabäuder- licher, ja nur ein solcher sein sollte, der längere Zeit ertragen und geduldet wird, vermögen wir nimmermehr einzusehen. Die Arbeit hat zwar bisher immer nur schlechte Tage gehabt, aber e» wäre wirklich zu bedauern, daß e» überhaupt ein Meu- schengeschlccht gibt, wenn für die Arbeit niemal« gute Tage kommen sollten.� Wir geben un» diesem wüsten Glauben nicht hin, Preßten; und späterhin wurden die so geschaffenen Verhältnisse al» �gesellschaftliche Ordnung" ausgegeben und für unantastbar und unabänderlich erklärt. Mit der Zeit stellte sich indeß das reine Sclavensystem doch al» unpraktisch heraus, und man suchte und fand allerlei andere Formen, unter denen die Arbeit der Einen zu Gunsten der Andern flüssig gemacht werden tonnte, wie z. B. die Leibeigenschaft, die Hörigkeit u. s. w. Die modernen, die sogenannten civilisirteu Völker kennen der- artige Abhängigkeitsverhältnisse formell nicht mehr. Die Arbeiter sind da so„frei", wie jeder Andere. Und doch arbeiten sie jähr- aus, jahrein so gut wie ohne persönlichen Nutzen, denn ihre ma- teriellen Verhältnisse bleiben immer dieselben; sie leben fortwährend von der Hand in den Mundl Obendrein nimmt ihre Zahl be- ständig zu, und die Zahl Derer, welche sich im Stande der Wohl- habenheit befinden, nimmt ab, weil sich der Gesammlreichlhum vermöge der centralifirenden Wirkung der heutigen Produktion»- weise iu immer wenigeren Händen anhäufen muß. Woher diese» seltsame, gutmüthize, zuftiedene Verhalten dieser„freien Arbeiter"? Die Antwort darauf geben die Institutionen de« heutigen Eigen- thum» und der gegenwärtigen Produktion. meinen Widerstand, welchen die arbeitenden Klassen derartigen �sind vielmehr der Meinung, daß der Arbeit, und uur ihr, die Lohnreduktionen entgegensetzen. Auch liegt e« im Interesse der Zukunft gehört, die Zukunft, welche sie vermittelst einer höheren Arbeitgeber selbst, eSjiicbt bis zum Aeußersten in dieser Richtung Gesellschaftsordnung für alle Leiden der Vergangenheit und Gegen Um produciren zu können, muß man nicht nur Arbeitskraft, sondern auch Arbeitsinstrumente und so viele LebenSunttelvorräthe haben, al« man zur Existenz bis zu dem Zeitpunkte benöthigt, wo das Resultat der Arbeit realifirbar wird. Der Wilde de» Urwaldes war leicht im Stande, sich sei» Handwerkszeug anzuschaffen; eS bestand etwa blos in einem Stein, einem Knittel oder dgl., und da seine Arbeit nur aus direkt verbrauchbare Artikel für ihn selbst gerichtet war, so handelte es sich allenfall« um etliche Stunden Hungern», bis irgend ein Fang gemacht war. Aber man braucht nicht bis zum jagenden Wilden zurückzugehen; man kann einfach auf'» kleine Handwerk blicken. So lange diese« herrscht, ist eine große Anzahl von Menschen ohne allzu große Anstrengung im Stande, sich so viel zu erwerben, al» zum selbstfiändigen Betriebe eine» Gewerbe» nolhwendig ist. Bildet dagegen einmal die Groß- industrie den allein lebensfähigen Faktor der Gütererzeugung, so wird die Situation eine ganz andere. E» handelt steh da nicht mehr um Werkzeuge und Borräthe schlechthin, sondern um Werk- zeug- und VorrathS-Massen. Nur wer damit versehen ist, kann im Großen produciren. Daran» ergibt sich, daß nur der Reiche ein Gewerbe selbstständig zu betteiben vetmag, während der Arme beeui besten Willen nicht» auf eigene Faust produciren, seiner Ar- beitSkraft keine Waarengestalt geben und sich dafür Gegenstände, die seinen Bedürfnissen entsprechen, eintauschen kann. Wa» bleibt dem Besitzlosen also Andere» übrig, vorausgesetzt, daß er nicht den Einsall hat, verhungern zu wollen, al« sich beim Reichen„frei- willig" zu vermiethen?-- Eo wenig nun der Berkäuser irgend einer anderen Sacke, fall« er nicht alleiniger Besitzer derselben— Monopolist— ist, einen belrebigen Preis dafür fordern kann, so wenig kann Derjenige, welcher seine Arbeitskraft verkaust, hiefür nach Belieben For- deruugeu stellen; und so gut der Preis aller Waaren bei freier Conkurrevz durch diese auf die Herstellungskosten eingeschränkt wird, so gut ist die» hinsichtlich der Arbeitskraft der Fall. Die Markt fchwankungeu gehen zwar auf und ab, aber der Durchschnitt»- prei» bestimmt sich nur durch die iu der Waare verkörperte Ar- beitsmeuge. Darum kostet die Arbeitskraft, welche ein Mensch innerhalb eineS JahreS zu verausgaben vermag, so viel, al» zu deren Erzeugung Arbeit aufgewendet wird, nämlich, faßbarer au» gedrückt, so viel, al» der Arbeiter per Jahr an Waaren(an kry- stallifirter Arbeit) konsumiren muß, um arbeitsfähig zu fein. Alle«, wa» dem zu widersprechen scheint, wie zeitweilig— etwa in ProsperitätS-Epochen—, sei e« vermittelst Einstellung der Arbeit oder wodurch immer, erzielte Lohnsteigerungen u. s. w., gehört lediglich unter die Rubrik der Marktschwankungen. Die Unabänderlichkeit diese» wirthschastlichen(Lohn-) Gesetze» in der Aera de» Imisser faire, laissez aller(Laßt machen, laßt gehen) haben die meisten Natioualötonomen konstatirt, nur erklärten kommen zu lassen. Als man in England im ersten Drittel diese» Jahrhunderts die Lage der arbeitenden Klassen so sehr verschlechtert hatte, daß durch ein Fortschreiten auf dieser Bahn nothwendig eine allgemeine Degeneration hätte eintreten müssen, da schritt wohl oder übel der Staat ein, d. h. da steckte da« Kapitalisten-Par- lament den einzelneu Kapitalisten allmälig sich verengernde Schranken, über welche hinau» ihm die Ausbeutung der Arbeiter verboten ward. Wa» die Annahme einer beständig wachsenden allgemeinen Lohnerhöhung anlangt, so ist dieselbe auch nicht durch die daran« entspringende Bevölkerungszunahme und deren reaktionäre Folgen eingeengt, sondern vielmehr durch da» ganze Wesen der modernen Produktionsweise selbst. E» liegt in diesem Wesen, die Kräfte der Natur in immmer höherem Maßstabe der Waarenerzeugung dienst- bar zu machen und somit menschliche Arbeitskraft damit zu ersetzen. Durch diese» Verfahren ist die Möglichkeit gegeben, die gleiche Waarenmenge unter Zuhilfenahme von immer mehr Natur- und immer weniger Menschenkrast herzustellen, also einen Theil der Arbeiter„überflüssig" zu machen. Diese„übclflüsfigen" Arbeiter werden nun fteilich durch da» fortwährende Entsteheu neuer Pro- duktionSzweige zum größeren Theile absorbirt, allein trotzdem existirt beständig eine Arbeiterreserve, eine Anzahl zeitweilig unbeschäftigter Arbeiter. Und diese Arbeiterreserve belagert den Arbeitsmarkt mehr al» genügt, um beständige Lohnsteigerungen ein- für allemal auszuschließen. Jeder Hinweis auf wider- sprechende Lohnbewegungen, die sich bei einzelnen Geschäftszweigen manchmal vorübergehend vollziehen, ist hinfällig, weil e» sich da nicht um Erscheinungen handelt, welche der modernen Produktion im großen Ganzen anhaften, sondern um Abnormitäten, die irgend welchen, zufällig zusammentreffenden, außergewöhnlichen Umständen geschuldet sind. Also— wir wiederholen c»—: das Einkommen de« Arbei- ter» beschränkt sich durchschnittlich, gleichviel, wie hoch der Werth de» dafür Geleisteten sein mag, auf denjenigen Betrag, der zur Befriedigung der nothweudigen Lebensbedürfnisse erforderlich ist, weil ein Tiesersinken den Arbeiter, also die bewegende Kraft der Produktion ruiniren würde, und weil andererseits da» Höhcrsteigen durch den Arbeiter-FreifttzungS-Prozeß großprodukriver Entwickelung und der damit unterhaltenen Ueberbietung der Nachftage durch da« Angebot verhindert wird. Zum Schluß noch einen Blick in die Zukunft, welche der Arbeit muthmaßlich bevorsteht! Die große Industrie ist die Tochter de» kleinen Handwerk», aber freilich ein sehr bösartige» Kind, da« seine Mutter langsam um'« Leben bringt. In ihren ersten Stadien unterschied sich die Großproduktion vom kleinen Handwerk hauptsächlich dadurch, daß ste mehr Arbeiter al» diese» räumlich nebeneinander beschäftigte. Diese» Nebeueiuander-Arbeiten Bieler führte ganz von selbst zur Theilung der Arbeit. Die Arbeitstheilung, einmal al« vor- thcilhast erkannt, mußte nothwendiger Weise zu immer weiteren Theilungen und Untertheilungen führen, bi» zuletzt die einzelnen Hantirungen ganz wenige Handgriffe erforderten und nur in be- ständigen Wiederholungen bestanden. Damit war aber die Er- zeugung von Werkzeugmaschinen provozirt, und dieselbe ließ auch in der That nicht lange auf sich warten. Die Werkzeugmaschinen erforderten mehr und mehr mächtige Triebwerke, und dieser Um- stand führte zur Produttion immer großartigerer Bewegung»- maschinell. Endlich war durch die solchermaßen sich entwickelnde Industrie eine dementsprechende Entfaltung de» Handel» geboten und so die Nothwendigkeit eine» möglichst raschen und sicheren Verkehr» gegeben; e» entstanden TranSportinstrumente von früher nie geahnter Großartigkeit. wart entschädigen wird. Man studire die moderne Arbeiterbewe- gung und man wird zugeben müssen, daß eine ähuliche Erscheinung die Welt noch nicht gesehen hat. Und doch ist dieselbe vorerst nur ein kleiner Keim, der aber alle Merkmale an sich trägt, die dafür zeugen, daß sich darau» mit Naturnothwendigkeit ein kräf- tiger Baum entwickeln muß, dessen Zweige sich über die ganze iultivirte Welt erstrecken werden, und in dessen Schatten dereinst die Menschheit vom Jahrtausende laugen Ringen auszuruhen im Stande fein wird. Festrede am ersten Stiftungsfeste der sozialistische» Arbeiterpartei gehalten den 25. Juli 1875 im Garten der„SiegeShalle" zu Stuttgart von Dr. A. Dulk. Arbeiter! Freunde! Volksgenossen! Wir babeu Euch zu einem Verbrüderungsfeste geladen, zum ersten Stiftungsfeste der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschland». Wohl könntet Ihr meinen, da» sei ein Parteifest nur— aber Ihr irrt! e» ist ein Volks-, ein MenschheilSfest. Wenn wir un« noch Partei nennen müssen, so ist der Grund davon nur die festgesetzte, die Partei-Ordnung de» Klaffenstaate», in dem wir leben, jene Ord- nung, welche die Hochgeborenen abscheidet durch Erziehung und Sitte vom Volke, welche eine herrschende Partei— den kapitalistischen Bürgerstand, mit Vorrechten und Gewalt umgürtet— gegenüberstellt dem großen, dem kapitalloseu, dem— nicht zu seiner Schande sei es gesagt— dem arbeitenden Volke! Wir aber, Freunde und Volksgenossen, wir wollen keine AuSschließlichkeit! Die Partei der Arbeit— so nennen wir un»— ist ja nothwendig und Vernunft- gemäß aller Bürger Partei! Oder«er könnte ein wahrer Mensch, ein rechter Bürger sein wollen und sich von der Arbeit ausschließe»? Und wenn wir den Namen dieser Grundthätigkeit und Würde jedes Bürgers, den Namen der Arbeit zur Parteifahne erheben, so hat daS die tiefe sittliche Bedeutung eine» neuen Prinzip« für da« Staatsleben, de« Grundsätze», daß Arbeit, wie ste die Quelle aller Menschengüter ist, so auch Jedem die allgemein menschlichen Güter gewähren soll! Daß Rechte, von denen jetzt der vierte Stand ausgeschlossen ist, der Arbeit gehören sollen, nicht der Ge- burt, nicht dem Kapital! Wrr fordern und bekennen iu diesem Namen das Evangelium von der Solidarität, d. i. der Gegen- seitigkeit und Gemeinsamkeit alles Menschenleben«, gegenüber den Ausschließungen und Bevorrechtungen de« Klassenstaats! Und ob da» Wort auch fremd klinge, e» erneut doch nur da« alte Evan- gelium der Christenheit und aller Menschheit, da« Jesu« und Buddha, Zoroaster und Konfutfe*) und alle Boten de« Heils ver- ") Zum näheren Berständniß der drei hier aufgeführte« Namen fei für die Leser, welche in unseren Volksschulen über genannte Reformatoren absichtlich nicht belehrt werden, folgende kurze Erklärung gegeben: 1) Buddha, d. h. Weiser, lebte im 6. Jahrh.». Chr., war der Stif- ter«der vielmehr Reformator der indischeu Religion; ein höchste«, unficht- bare«, weise», gerechte«, gürige«, barmherzige« und allmächtige« Wesen re- giere die Welt, zu dem der Mensch nur durch Tugend gelangen könne, der Böse aber müsse zur Strafe iu Thierkörpera heramwandelu. Diese Re- ligion hat namentlich in Japan und i» der Mongolei Eingang gefunden. 2) Zoroaster war der Reformator der perfischen Bolk«rellgi«n. An den südlichen Abhängen des Kaukasus in Asten geboren, zelchuete er sich als ein überaus begabter Mensch aus und wurde, wie alle großen Lehrer, gleich Mose« und Jesu«, durch zahlreiche Legenden, übersinnliche Dtchmngen und Wunderglauben verherrlicht. Er entwickelte die Ideen de» sittlichen Guten und Bösen oder den Gott de« Licht» und der Finsterniß. Al» da« Sinnbild dÄ Lichts oder de» Guteo betete« seine Anhänger da« Feuer an. Die Religion Zoroaster'« fand schon um da» Jahr 2500 v. Ehr. im großen n-<■,_ q/ c.'i-. t Perserreiche Eingang und wurde als Staatsreligiou anerkannt. Seine War nun schon ber bloßer Therluug der Arbelt, ber der ma- bedeutenden Einfluß auf die jüdische und mithin auch auf die nufak, urmäßigen Produktionsweise, der größere Kapitalist leichter> christliche Religiou ausgeübt. Der Islam verdrängte später die Lehren im Stande, möglichst billig zu produciren, als der kleinere, weil Zoroaster'«. lünteten unter nahen und fernen Völkern! Denn in der Gemein- samkeit ist daS Gute, ist die Gerechtigkeit, ist die Liebe. Sei es Sache, fei es Mensch, gut, gerecht ist eS nur in dem Maße, als eS allen Menschen gut, gerecht ist und nicht einem Einzelneu. Dem Nächsten also thun, wie uns gethan«erden soll, das ist Solidarität, da» ist das höchste Menschcngesetz aller Zeiten und Zonen und die Folge solcher Botschaft, ob Konfutse und Zoroaster, ob Buddha, Jesus oder Mohammed sie verkitndete, ist sie nur gleichsam die Folge von Jahresringen am Baume der Menschheit, fortwachsend in Stamm und Zwergen. Aber verkündet immer neu m«ß ste werben, denn wenn die Propheten todt sind, werden ihre Worte aufbehalten al« heilige Buchstaben, werden todre Lettern in Gold gefaßt und— angebetet! aber befolgt werden sie nicht! Die Lippen reden, beten und plappern davon, indeß das Herz wiederum in die Bereinsamung der Selbstsucht versiakt. Oder was ist heute Jesu Lehre unter uns? Liebe Deinen Nächsten als Dich selbst— sprach er— aber selbstsüchtig, ruhig, als ob kein Christus gelebt und kein Christ diesen stolzen Gottes- uamen des Meisters für sich selbst in Anspruch genommen hätte, tritt der reiche Christ dea Armen, der Starke den Schwachea, der Hohe den Niedrigen— ist Habsucht, Neid, Krieg die erste Loosung und das vorherrschende Gesetz vom Nächsten zum Nächsten; ohne Scham und Scheu sehen eS die Frommen im Lande, wie jährlich Taufende von unschuldigen Kindern, im Elend geboren und er- zogen, auch geistig und sittlich dem Leben deS Elends entgegenge- führt werden in lichtlosen oder verpesteten Schulen, in verpesteten Fabriksälen, wo der physische Keim in ansteckender Gesellschaft, wo der sittliche Keim der Gesundheit gebrochen wird für das Leben. Oder sind nicht die uothwendigsten LebenSgüter, Pflege und Nahrung, Sittlichkeit und Bildung im christlichen Staate der Nächstenliebe ein Vorrecht der Geburt und des Geldes geworden? Ist nicht Armuth ein Fluch, unter dem Sittlichkeit, geistige Fähig- keit und Kraft zu Grunde gehen und selbst die physische Lebens- kraft im Schweiße des Angesichts es oft nicht weiter als zum Ber- kommen und zum Verkrüppeln zu bringen vermag? Und wird nicht der Arme, auch wenn Roth und Verzweiflung ihn zum Fall trieb, ungleich dem reichen Betrüger, unbarmherzig angefaßt und gestrast für die K-ankheit, die ihm anerzogen ward?— Darum rufen die Arbeiter, die Sozialisten rn die Welt: das öffentliche Recht deS KtaffenstaatS hat kein Herz, daS richterliche Gesetz nicht Gegenseitigkeit noch Gleichheit, die öffentliche Moral nicht Liebe! Darum sind sie eS, wie zu Christi Zeiten, die Armen und Ge- drückten, die Enterbten und Elenden wieder, welche das uralte Evangelium der Menschheit neu aufnehmen und erfassen und es lehren in neuer Sprache als daS Gesetz der Solidarität, al« das Gebot der Gemeinsamkeit und Gleichheit aller Menschen in Pflicht und Liebe; die Sozialdemokraten sind eS, die Fischer und Schrei- ber und Teppichmacher von ehemals, welche jene kommunistischen Forderungen Jesu und der Apostel, die da« Christenthum im Ent- flehen beherrschten, neu erheben im Schooße der Gesellschaft. Einen Stand nur kennen und wollen sie, den Stand de« Menschen, den Stand de« Arbeiters für alle Bürger im Staate; ein Recht und eiu Gesetz für Arm und Reich, für Keinen ein Borrecht; Pflicht von der Arbeit zu leben und vollen Arbeitsertrag für Jeden, Un- terricht, Bildung, geistige Gesundheit als Staatsflicht für Alle; Gemeinsamkeit, brüderliche Hülfe und Menschenliebe in Arbeit und Genuß, in Leid und Freude vom Nächsten zum Nächsten! Und wie sie diese Forderungen, diese Moral der Nächstenliebe begonnen haben zu begründen im Berkehr unter einander, durch die Bildung von Associationen, Gewerkschaften und Genossenschaften, in deuen die Solidarität, d. h. die Gegenseitigkeit und Liebe und nicht mehr der Egoismus herrscht und Gesetze giebt: so tragen ste dieselben Forderungen auch hinaus in da« große Leben des Volks- organiSmuS, in Gesetzgebung und Rechtsschöpfung deS Staates! Unsere Stimmen müssen wir erheben im gesetzgebenden Rathe des Volkes, im Reichstag diese« Lande», daß die große Ordnung deS öffentlichen Leben« eine Ordnung des Heils, der Gerechtigkeit, der Brüderlichkeit und Gleichheit für Alle werde! Darum, wenn, wie e< in nächster Zeit an uns tritt, der Träger der Volksstimmung, des VolkSwillenS in unserem Kreise gewählt wird, zaudert nicht, Freunde und Volksgenossen! sammelt und gebt Eure Stimmen dem Vertreter der sozialistischen BolkSforderunzeu, den wir aufstellen.*) Denn nicht Borrechte wollen wir, sondern gleiche» Recht, Be- freiung, Bildung, Hülfe für alle Volks-Genossen, Solidarität der Gesellschaft gleichwie in einer großen Familie! Und wie wir da- heim im Volke, unter den Gliedern einer Familie die Eintracht begründen, den Frieden bewahren wollen, so wollen wir den Frieden wahren auch nach außen, unter den Staaten, im großen Cultur- leben der Völker! Denn soll die Bildung und Wohlfahrt gedeihen daheim, soll Liebe und Menschlichkeit blühen im eigenen Staate, so darf kein ehrgeiziger Fürst, darf nicht Lust an Macht, Mehrbe- fitz und Gewalt die Nation zum Kriege nach Außen treiben, zum Kriege, der die heiligen Bande der Menschheit rücksichtslos zer- reißt. Und die Gefahr ist groß in unserer Zeit! Wir aber sagen: Bekämpft Euch nicht, ihr Völker! Ehrgeiz locke Euch nie, am Wagen der Gewalt zu ziehn! Bricht erst der Brand au«: stürmt die Feuerglocke Wie jenseit«, diesseits auch!— die Genien flieh'n! Die Genien der Arbeit und der Liebe, Entfesselt wüthen nur der Thierheit Triebe! DaS Eisen, segnend in die Erd' gesenkt, Bringt blut'ge Frucht im HerzenSblut getränkt. Dann werdet Ihr, wie Macht und Schlacht entscheiden, Verbrannte Städte und verwüstet Land, Die Menschen, wohlgezählt gleich Vieh der Weiden, Al» Preis dem stärkeru Rausbold zuerkannt. g) Konfutse oder Toufuciul, ein chinesischer Reformator, leite im 6. Jahrhundert v. Ehr., Prediger der Weisheit, Tugend, Gerechtigkeit, zugleich großer Staatsmann, Mnister, Dichter, Schriftsteller und Sitten- lehrer. Bon allen vorgenannten Religionen ist die Lehre Buddha'« die heute am weitesten verbreitete. Man zählt 740, 029, 000 Verehrer de« Buddha und Brahma, 394,961,000 Christen, 172,965,000 Mohammedaner, 116 Mi«. Heiden nnd 4,700,000 Jaden.— Die sozialdemokratische Lehre unterscheidet sich dadurch von allen früheren, daß sie den Sittengesetzeu der ganzen civilisirten Menschheit äußere Formen in der wirthschastlichen und politischen Organisation des Volke» geben will: durch Einführung der genossenschaftlichen Produktion im Großen und Regelung der Co». sumtion durch den Bolksstaat. Merkwürdiger Weise tauchen im Lande de« Bnddha-Glauben«, in China, gegenwärtig dieselben reformatorische» Gedanken ans, wie tu den eivilisirten Staaten von Saropa und«merika. ») Zu der demnächst stattfindenden Nachwahl in Stuttgart für den deutschen Reichstag ist der Redakteur der„Süddeutschen B-lkSzeitung«, C. Hillmann, als C-ndidat der sozialistischen Arbeiterpartei aufge. worden. Der— Euer H:rr— behängt Euch dann mit Ocdea, Doch zieht er Euch, weil stärker er geworden, Die Zügel straffer, schärfer Euch durch'« Maul— Nicht Ruthen meyr— Skorpionen für den Gaul! Nein, laßt Euch nicht von Haß und Macht berauschen, Von Eifersucht und Stolz, von Ehrgeiz nicht! Sucht Glück Ihr, müßt Ihr sauftern Kiängen lauschen, In denen Lieb' zu Mensch und Menschheit spricht. Nur in de« Friesen« heiltgea Accorden Ist Bildung, Arbeit süße Frucht geworden. Verbrüderung macht alle Menschen reich Und in der Liebe nur sind alle gleich. Darum haben wir Euch, Freunde, zusamminberufen— nicht, daß Ihr Euch nur an einem Parteifeste freuet, sondern an Menschen und mit Menschen freuet, die den Frieden, die Bildung und da« Glück für Alle wollen, die täglich dafür kämpfen in ihren Kreisen, mit der festen Hoffunz, mit der innigen Ueberzeuzunz, daß die Zeit de« Siege«, der G:rechtigkeit, der Gleichheit und Liebe für Alle kommen werde, wie ein verheißene», unfehlbare« Evangelium! Nicht Rang noch Stand, nicht die vielfachen Interessen de» Leben» sollen uns trennen und abwendig macheu, die G:miinsamkeit und Pflicht zu suchen und zu halte», die allen Menschen so natürliche« wie göttliches Gesetz ist! Da» Gute wollen wir, das allen Menschen gut ist! Un» schiert nicht Ranz, uns schiert nicht Stand: Hiuweg der Trennung Schmach! Ob weich die Hand, ob hart die Hand, Wer fragt beim Mann danach! ES rollt in un« da» gleiche Blnt, Und gleich sind wir iu Lieb' und Math. Reicht her die Hand zum Bruderbund, Macht-inen großen Kreis, Uud ruft's hinaus in's Weltenrund, Bon Lieb' und Freiheit heiß: Wir«ollen Alle, frei uud gleich, Nur Brüder sein im Weltenreich. Politische Uebersicht. — Zu dem Kapitel: Wie Deutschland seine Helden lohnt, nöthigt uns die mehrfach laut gewordene Meinung, der in voriger Nummer d. Bl. erwähnte Invalide Hailer habe doch jedenfalls die zur Stillung seiner Schmerzen erforderlichen großen Quantitäten Morphium von Staat« wegen unentgeltlich erhalten, folgende, die Thatsachen, wie sie eben sind, richtig stellende Bemer- kung hinterdreinzuschicken. Der unglückliche Hailer hat— trotzdem seine jammervoll geringe Pensiou nicht einmal zu seinem und seiner Familie nothdürftigsteu Lebensunterhalte ausreichte— dennoch die unentbehrlichen Medikamente, darunter Morphium für 170(1 fl., bislang au« eigener Tasche bezahlen müssen. Da dazu seine Pension natürlich nicht ausreichte, hat er sich Wucherern anvertrauen müssen. Jetzt endlich hat sick die Hofapotheke dazu bequemt, diesem einen unserer unglücklichsten„Hetoensöhne*, der, so lange er sein bevauernSwertheS Dasein auch hinschleppen kann, niemals da« Morphium wird entbehren dürfen, dieses Me- dikament ohne Entgeld zu liefern. Bevor die Sache in die Oes- fentlichkeit drang, hat sich weder bei den betreffenden Behörden noch in der ganzen Reichsfreundschaft auch nur eine einzige mitleidige Seele gefunden, die deu Armen wenigstens von der quälenden Sorge um die Mittel zur Erleichterung seiner schmerzensreichen Existenz befreit hätte!!! — Propaganda für den Sozialismus. isjEin wenig tröst- liches Bild giebt ein Mainzer Blatt von den ländlichen Verhält- msseu in Hessen. Daß der ländliche Wohlstand in stetigem Ab- nehme» begriffen ist, heißt e< in einer Ernteübersicht deS Blatte«, zeigen die massenhaften ZwangSversteizerunzen. Da» Oppenheimer Kreisblatt vom 21. Juli verkündigt nicht weniger al« 17 Zwangsversteigerungen. Die« ist der gewöhnliche Anfang de» gänzlichen Ruine» der VermögcnSverhältnisse der kleinen Bauern. Wer die ländlichen Verhältnisse einigermaßen kennt, der weiß, daß, wen» einmal einem Bauern Kühe oder die fämmtliche CreSzenz seiner Felder versteigert wird, die Unmöglichkeit vorliegt, sein Budget iu Ausgaben und Einnahmen in da« Gleichgewicht zu bringen. Ist dabei da« kleine Gut nicht frei von Belastunzen, dann fällt er in die Hände der Wucherer, der Bampyre, die ihn umkrallea, bis die unglückliche, jammernde und händeringende Familie auS ihrem sauer erworbenen Besitze verdrängt ist. Fälle man kein kalte« egoistisches Urtheil; denn die Mißgeschicke treffen oft den fleißigsten Arbeiter, ohne daß er sie abwenden kann. Er kommt ohne Ver- schulde» mit Weib und Kind an den Bettelstab. Wo findet sich für einen solchen bedrängten Landmann eine helfende Hand? Nirgends!!!!— So treibt die Entwicklung der ökonomischen Ver- Hältnisse auch de« Bauern in« Elend, weckt ihn auf au» dem po- litischen Stumpfsinn und zeigt ihm den Weg in da« Lager deS Sozialismus! — Ueber den„Kulturkampf" gegen die«Frankfurter Zeitung", der mit reichsüblicher Energie fortgesetzt wird, bringt die„Frkf. Ztg." selbst folgendes Bulletin: Frankfurt, 2. Aug. Die wegen Zeugnißverweigerung zunächst mit Zwangshaft bedrohten Redacteure der„Frankfurter Zeitung", die Herren Curti, Sewigh und Dr. Stern, wurden heute früh zwischen 7 und 3 Uhr»erhaftet, und zwar die Herren Curti und Sewigh in ihren resp. Wohnungen, Herr Dr. Stern auf der Straße. Sie sind nach dem Gefäagniß auf dem Klapperfelde ge- bracht worden. Ja derselben Sache wurde heute auch Herrn Dr. Holthos da» bekannte Urtheil des ObcrtribunalS verkündigt und ihm bis zum Mittwoch 12 Uhr Mittag« Frist für etwaige Aussagen gegeben. Wird dem Verlangen de« Gerichts bis dahin nicht entsprochen, dann soll auch gegen Herrn Dr. Holthos die ZwangShaft vollzogen werden. Um 11'/- Uhr hatte der jetzt ver- antwortliche Rcdacteur der«Frankfurter Zeitung", Herr Eouard Sack, Termin vor dem Rügcrichtcr, um ebenfalls zeugeneidlich über den Geraer 2-Correspondenten vernommen zu werden. Wie seine College« nnd au« den gleichen Gründe« verweigerte Herr Sack jede Aussage. Für die Behauptung, daß er noch ei« besonderes Jneeresse bei der Sache habe, machte er geltend, daß er vor Herrn Otto Hörth verantwortlicher Redacteur der«Frankfurter Zeitung" gewesen und al« solcher auch jetzt wieder sungire, daß ferner alle Artikel, Correspondenzen»., welche da» Schulwesen betreffen, von ihm bearbeitet würden. Der Herr Rügerichter fand diese Erklärungen nicht für ausreichend und»erurtheilte Herrn Sack zu 30 Mark; bei fortgesetzter Weigerung wurde ihm ebenfalls ZvaagShaft an- 1 gedroht. Gegen dieses Urtheil kann bis Donnerstag Abend Be- fchwerde erhoben werden.— De» Siege« dürfen sich in diesem Falle die hochobrigkeitlichea � Kalturkämpfer noch küneSwegS rühmen. — Ueber die Landtags« ahlen in Bayern stellen die bayerischen Blätter Betrachtungen an, bei welchen sich immer deut- licher herausstellt, waS für eine saubere Art von Sieg eS war, über den der deutsche ReptiliSatuS Jubelhymnen angestimmt hat. Nach einer Znsammeastellung deS„Volksfreund" wurden im ganzen! Lance 5685 patriotische unv 3896 liberale Wahlmänner gewählt. E» wurden somit 1789 Wuhlmänner ulttamontanerseitS mehr gewählt als liberale— eine Zahl, welche, dea Wahlmann auf 500 Seelen gerech»et, eine Bevölkerunuz von 391,508 Seelen repräseatirt, und ans welche, 62 Wuhlmänner für einen Abzeord- neten gerechnet, 29 Abgeordnete treffen müßten. Dem Ausfall der Urwuhlen entsprecheac, müßten also 92 ultramontan: Abgeorc- aete 63 liberalen gegenüberstehen. Wie wird Ihnen, lieber Schulze vom Mittelrhein? Die Drei- hundertmarktraube ist sauer— was? — Der Strike der Maurer und Zimmerer in Schwerin ist nach einer der„BolkSzeitnaz" zugegangenen Mittheilung nach einer Dauer von 17 Wochen beendet. Die„BoltSzeitung" weiß i ferner z» erzählen, daß die einzig; Konzesston, welche die Arbeit- nehmer erlaugt haben, in einer Berläuzerung der anderthalb- ständigen Mittagszeit um eine halbe Stunde besteht, wogegen sie auf ihre ursprüngliche Forderung, daß die Arbeit um 6 Üyr, an- statt wie bisher um 7 Uhr Abend» aufhören solle, verzichtet habe«. Die Arbeitszeit soll von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends dauern. Wenn man davon die zweistündige Mittagszeit und die festgesetzte Stunde für Frühstück uud B-Sperzeit abrechnet, so verbleiben al» reine Arbeitszeit volle 10 Slunde», die ä 35 Pf. bezahlt, 3'/- M. Tagelohn für die jetzige längste Arbeitszeit ergeben. — Bezüglich de» Brünner Strike» bringt die„Gleichheit" folgenden Aufruf: An die Arbeiter Oesterreich«! Sieben Wochen dauert bereits die Arbeitseinstellung der Weber in Brünn und ihr völliger Abschluß ist vorläufig nicht zu erwarten. Zwar hat ei» Theil der Strikenden Brünn verlasse», ein Anderer nach Gewährung einer Lohnerhöhung die Arbeit aufgenommen, I allein eS befinden sich noch immer mehrere hundert Genossen im Ausstand. Voraussichtlich dürften alle überhaupt nicht mehr Be- schäsligung finden, da die Fabrikanten theilweise den Betrieb ver-'! ringerten, mechanische Webstühle aufstellten und auf dem Lande arbeiten ließen. Der Strike ist der Hauptsache nach zu Gunsten der Arbeiter entschieden, da eine gleichmäßigere! Zahlung, sowie eine nicht unbedeutende Lohnerhöhung durchzeseyt wurde. Begreiflicherweise ist die Rothlage»nter den Strikenden! groß, umsomehr da ein ziemlicher Theil der einlaufenden Unter- stützungen für die anläßlich de» Strike» Jahastirten oerwendet! werden mußte. Wir forveru daher alle Arbeiter auf, unbeirrt durch die tendenziösen Nachrichten der TazeSblätter, e» sei der Strike zu Ende, die Unterstützungen kräftigst fortzusetzen. — Der Klassenstaat und die Arbeiter. Der Strike der 2000 meist italienischen Arbeiter au der GotthardlSbahn bat ein unerwartet schnelle» Ende genommen, und der„freien" Schweiz, al» i der Schiedsrichterin gebührt der Ruhm der denkbar brutalsten Re- Präsentation de» Klassenstaats. WaS die Arbeiter wollten, hatte nicht im entferntesten auch nur dea Anschein einer Revolte, und! doch traten ihnen die Schweizer Behörden, ohne nur dea Versuch! zu Unterhandlungen zu machen, mit Wlffenzewalt gegenüber; diesem provokatorischen Anftretea allein ist eS denn auch zu danken, daß die l Arbeiter sich zu aussichtsloser Gegenwehr hinreißen ließen. Man lese nur, waS die„Frkf. Ztg." hierüber mitzutheile« weiß. Sie schreibt:» „Am Gotthard find weit überwiegend italienische Arbeiter be- � schästigt, die mit erstaunlicher Zähigkeit bei verhältnißmäßiz sehr niedrigen Lohnsätzen zu arbeite» pflegen. Die Arbeit ist mühsam,' gesundheits- und lebensgefährlich. Der Tunnelbau hat bereits eine große Anzahl Menschenleben gekostet, ohne jedoch die Verwaltung. mit Pensionen zu belasten. Eine der unerttäglichsten Erscheinungen! im Tunnel war der Rauch und häufig schon sollen die Arbeiter! darum gebeten haben, für eine bessere Ventilation zu sorgen. Ob! diese Forderung unerfüllbar war, wollen wir hier unerörtert lassen; sie fand keine Erhörung und hierin soll die erste Ursache der tiefen Verstimmung zu suchen sein, die unter den Arbeitern Platz griff.! ES trat der Wunsch nach Lohnerhöhung hinzu, und beide» füqrte! am 27. d. M. zur ArbeitSeiristellunz, au der sich unzefähr 2000 Personen beiheiligten. ES ist natürlich, daß eine solche Menschen- � menge die Straßen deS kleinen OrteS füllte und wohl auch hiel; und da zu Verkehrsstockungen führte, waS namentlich bei der P oft der Fall gewesen sein soll. Aber auch hier war es vornehmlich! die Absicht, Briese in die Heimath zu senden, welche die Ansamm- lung veranlaßte. Aach nicht der geringste Exzeß ist in der Zei� de» Strike« vorgefallen, und keiner der Bürger der Stadt hat! über ungebührliche« Betragen Klage geführt. Der Eingang zum Tunnel allein war von Arbeitern besetzt, um die NichtstrikendeN von der Arbeit abzuhalten. In Uri traf die Bitte um schleunige! Absendung von militärischen Kräften ein. Bon wem die Bitte ausging, erfuhren wir nicht, die Emen sagen, von der Directioa, die Anderen, vom Göschener Gemeindecath. Ob nun der hohe Stand Uri praktisch gehaadelt�ca. 20 Man» Freiwillige mit Gewehren bewaffnet, nach dem S:rile-Octe zu senden, da« wird man leicht selbst ermessen können, jedenfalls im- ponirten diese Freiwilligen nicht uno als sie am 23. Nachmittag» gegen die Arbeiter vorrückten, begrüßten sie zahlreiche Steinwürfe, woraus ste zwei Salven abgaben, da» Todtenregister de« Gott- Harb um drei Nummern bereicherten und etwa 14 bis 15 Ber-� wundete erzielten. Jetzt stieg die Erbitterung der Arbeiter in furchtbarer Weise und man muß es der Besonn-aheit ihrer Führe» danken, daß nicht noch schrecklicheres Unheil zu beklagen ist. Am Abend lief in Uri folgendes SiegeS-Telegramm ein:«Straße» und Anhöhen überfüllt von Italienern. Steinregen auf Sol- date«, Feuer tödtete und verwundete Italiener. Sendet Leute, Waffen und Munition." Nacht« 10 Uhr traf ein weitere» Tele- gramm ein:„Wenig Leute, wenig Munition, HilfSmanaschaft noch- wendig, ansonst Verhaftungen unmöglich. Mehrere Todte, einig' Verwundete. Zusammenrottungen unterdrückt. Straßen momeata» gänzlich leer". Den Arbeitern in ihrer großen Mehrheit hatt' ursprünglich nicht« ferner gelegen, al» den Behörden Widerstaat zu leisten. Sie haben auf deu Straßen keinen Bürger belästigt, sie haben keine Barrikaden gebaut und nur einer Anzahl Steia- würfe da« Blutbad zu verdanken. Sie zerstreuten sich jetzt un« die Straßen wurden frei. Am nächsten Msrgea 6 Uhr ging vo» Uri eine SuSzugeS-Kompagnie nzcb dem Strike-O-te, sie hatte nur noch Kerhaftungeu vorzunehmen, zu deren Bollstrecknng es den Freiwilligen au Muth gefehlt hatte. Wäre diese Kompagnie am voraufgezangenen Nachmittage an Ort und Swlle gewesen, das ganze Unglück wäre sicher verhütet worden. Außer den Berhaf- tungen fanven 80 Entlaffunzen statt uud die Leute arbeiten nun wieder, aber noch waltet die tiefste Entrüstung vor und eS wird lange dauern, ehe zwischen den Arbeitern und den Beamten der Direktion ein normale» Verhältnis geschaffen wird.> — Die Konfiskation de«»Zeitgeist", welche während der Vorbereitungen zur LandtazSwahl stattfand, ist nunmehr von dem AppellationSzericht zu München aufgehoben worden. Die Münchener Polizei hat also wieder einmal gezeigt, daß sie sich ent- weder absichtlich nicht in den Schranken de« Gesetze« hält oder baß sie nicht weiß,«a« Nichten« ist. — Avi« für den Denunzianten Scheller. Unsere Leser werden sich noch erinnern, daß gegen unfern Mitredacteur Seiffert auf eine Denunziation de« genannten Schiller hin Seiten« de« Bataillon«- Commandos in Coburg Anklage erhoben worden war wegen verleumderischer Beleidigung. Grund zur Anklagt gab eine Coburger Correspondenz, in welcher einem Unteroffizier John nach- gesagt wurde, er sei Schuld, daß ein Rekrut einen Schenkelbruch erlitten habe. Nachdem der Einsender der Correspondenz mit seiner Zustimmung vor Gericht genannt war, schien der ganze Prozeß einschlafen zu wollen, da außer einer Vernehmung seit Monate» hier in Leipzig nicht« geschah. Jetzt hören wir, daß der Unter- ossizier Jobn von de« Coburger Militärgericht zu einer'/4jährigen Festungshaft verurtheilt sein soll.— Armer Scheller! Wie werden Sie nur, wenn sich die Mittheilunz bewahrheitet, al« guter Reich«- treuer den Schmerz verwinden, die bösen Reichsfeinde umsonst de- nunzirt zu haben! Gewerksgenossenschaftliches. Allgemeiner deutscher Schneiderverein. Gießen. Abrechnung der Gewerkschaft für 2. Q-artal 1875. An Bestand vom 1. Quartal Mark 1937.39. Einnahmen: Von Wolfenbüttel 4. Qu. 1874 5.59, Halle a. d. S. 2. Qu. 1875 24.73, Landshut 18.SV, Augsburg 16 60, Leipzig 53.33, Bayreuth 9.00, Stade 36.72, Erfurt 1. Qu. 2.44, 2. Qu. 5.57, Fürth 13.71, Chemnitz 6.96, Stuttgart 14.36, Barmen 11.83, c-' Mainz 6.17, Nürnberg 84.81, Gießen 15.43 Bamberg 11.30, Magdeburg 13.80, Würzburg 4.00, Constanz 3.39, Pforzheim 1.20, Wolfenbüttel 1. Qu. 5.58, Berlin 2. Qu. 39.30, Gotha 11.76, Bremen 28.50; Summa: Mark 2387.49. Hiervon ab die Aus- gaben für Monat April, Sterbegeld nach Nürnberg 36.00, AuS- lagen für Agitation 30.00, Vergütung für die GeschästSsührung «0.00, Conto-AuSlagen 22.79; für Mai, Auslagen für Agitation 24.00, Sterbegeld nach Nürnberg 36 00, für 2000 Aufruf- 23.00, für 500 QuittungSbücher 60.00, Porto-AuSlagen 7.80; für Juni, Auslagen für Agitation 12.00, Sterbegclv nach Berlin 36.00, Porto-Axslagen 11.75; zusammen Mark 359.34. Bleibt Bestand der Kaste: Mark 2028.15. Bestand der Strikegelder 163.77, hiervon Zuschuß nach Erfurt 13.00, bleibt Bestand 150.77. Abrechnung der Kraukenkasse: An Bestand am 1. Quartal 1375 Mark 403.55. Einnahmen von Halle a. d. S. 2. Qu. 23.49, LandShut 23.65, . Augsburg 26.00, Leipzig 49.90, Bayreuth 6.00, Stade 19.36, Erfurt 1. Qu. 4.25, 2. Qu. 5.79, Chemnitz 5.58, Barmen 3.44, Nürnberg 10.10, Gießen 12.48, Bamberg 6.10, Würzburg 10.32, Constanz 3.23, Pforzheim 2.93, Berlin 2.00, Gotha 11.06; gi-bt zusammen Mark 639.73. Hiervon ab die Ausgaben, Zuschuß nach Chemnitz 13.00, Berlin 75 00, Berlin 24.00, Ulm 19.50, Schw.- Gmünd 33.00, für 500 QuittungSbücher 45.00, an Porto-Aus- lagen 1.20; giebt zusammen 215.70; bleibt Bestand Mark 424.37. Mit brüderlichem Gruß Der Ausschuß. I. A.: B. Klerx. Gießen. Nachstehend bringen wir, allerdings sehr verspätet, welche Schuld größtentheils an den betrff. Einsendern liegt, die noch eingegangenen Anträge für die Generalversammlung, zur all- gemeinen Kennmiß. Die Mitgliedschaft Braunschweig stellt folgende Anträge: „Da eS erfahrungsgemäß feststeht, daß Mitglieder, welche der Krankenkasie de« Allgemeinen deutschen Schneidervereins angehören, sich noch anderweitig in Krankenkasten befinden, welche« rnfofern leicht zu Mißbräuchen Anlaß geben könnte, als ein solche« Mitglied bei ungünstigen Zeitverhältnisten auS materiellen Gründen schein- bar erkrankt, und somit der Kaste ein unnöthiger Schaden zugefügt würde, stellt die Braunschweiger Mitgliedschaft folgenden Antrag: „Die diesjährige Generalversammlung wolle beschließen: daß den Mitgliedern der Krankenkaste des Allgemeinen deutschen SchueidervereinS die Pflicht auferlegt werde, sich ausschließlich nur obengenannter Kassen zu bedienen und von auderweitigen Kranken- kästen keinen Gebrauch zu machen." Betreff« des Sterbegeldes für»erheirathete Mitglieder stellt außerdem die Braunschwciger Mitgliedschaft zu Gunsten der Ge- werkjchastSkafle folgenden Antrag: „Die diesjährige Generalversammlung wolle beschließen: daß daS im tz 9 de« Gewerkschafls Statuts besagte Sterbegeld im Be< trage von 36 Mark für solche Mitglieder, welche sich noch kein volles Jahr in der Kasse befinden, aus die Hälfte, also 18 Mark, reduzirt und der volle Betrag erst nach Ablauf de« vollen Jahre« ausgezahlt werde." „Die Generalversammlung wolle in Erwägung ziehen: Die Braunschweiger Mitglieder erkennen wohl den materiellen Werth, welchen die Nürnberger Anträge haben, an, halten die Annahme solcher Anträge jedocb nichl für zeitgemäß. Die Generalversamm- lung wolle deshalb beschließen: den Ausschuß wiederholt zu ermäch- tigen, nach Bedürfniß eine Urabstimmung zu veranlassen uud das Resultat in 14 Tagen, vom Tage de« AuSschreibenS an, den Mit- gliedern bekannt zu geben, und demnach die Anträge Nürnbergs mit Ausnahme de« erstern, welcher die Erhöhung der Beiträge ausspricht, sowie den Antrag von Baumann zu Gunsten der Agitation für die Gewerkschaft und den Kranken-UnterstützsngS- bund zu verwerfen." F. Mumme stellt an die Generalversammlung den Antrag: „den vorjährigen Hauptkasfirer für die überjährige Verwaltung zu entschädigen, indem er nur mit fünf Thaler bedacht wurde." Die Mitgliedschaft Berlin stellt folgende Anträge. § 13 der Statuten folgende Fassung zu geben: u) Berechtigte Mitglieder, welche sich auf der Reise befinden, erhalten in allen Orten, wo sich ein Bevollmächtigter de« Vereins befindet, Reisegeld. Die Unterstützung beträgt für jede in gerader Richtung zurückgelegte Meile 10 Pf., jedoch ist der R-is-ud- ver- pflichtet, in jedem von ihm berührten Orte, wo sich ein Bevoll- mächtizter befindet, da« Meilenzeld zu erheben, widrigenSfallS derselbe der Ansprüche auf daS zu erhebende Meileng eld für die über- schlagenen Orte verlustig ist. Unter allen Umständen werden jedoch nur höchstens 15 Meilen vergütet. Wiederholt an einem Orte u. s. w. u. s. w." § 22. Dem ersten Satze folgende Fassung zu geben: „DaS Vermögen de» Vereins ist�in guten zinstragenden Staats- papieren in einer u. s. w." In§ 1 Geschäftsordnung die Worte:„und in dieser al« Vertreter veS Ausschusses den Vorsitz zu führen", gänzlich zu streichen und folgenden Paragraphen einzuschalten: „Die Controlkommifsion ist verpflichtet, die geschehene Prüfung der Bücher(Z 17 veS Statut«) und deren Befund im Berein«- orgau jedesmal bekannt zu machen. Sonstige Anträge. 1) Sämmtliche Bücher der Bevollmäch- tigten sind»ach einem Schema anzulegen und zu führen; Zweck, leichtere Kontrolle derselben. 2) Alle jetzt vorhandenen und von den Mitgliedschaften geführten Bücher sind der diesjährigen Gene- ralversammluug einzuschicken und zur Revision vorzulegen. Zweck: Einsichtnahme und Stand der Bücher sowie Führung derselben, durch die Geueralversammlung zu prüfen.(Schluß folgt.) �Gewerkschaft der Schuhmacher. Mußlheim a. d. Ruhr. Das unentgeltliche ArbeitS-NachweiS- Bureau befindet sich Zwiebelreihe Nr. 3, woselbst auch die Reise- Unterstützung in Empfang genommen werden kann. Mit Gruß Im Auftr.: I. Zinkhann. Darmstadt, 2. August. College»! Ja Nr. 3 de«„Wecker" fordert College Steiner in Köln verschiedene Mitgliedschaften auf, ein Agitatio»S-Comit6 zu gründen. Wie nothweadig diese« ist, müssen wir in Darmstadt täglich erfahren; seit hier die General- Musterung vorbei ist, find verschiedene Mitglieder abgereist, an deren Stelle kommen lauter Richtmitglieder zugereist, und wir sind daher gezwungen, immer wieder von Neuem zu agitiren, dabei werden dieselben alle auf der„Heimath" abgefaßt und in Arbeit gebracht, und schwer hält eS dann, dieselben zum Eintritt in die Gewerkschaft zu bewegen. Diesel muß anders werden, wir müssen außerhalb agitiren, einer einzelnen Mitgliedschaft fällt das aber zu schwer, während eS durch einmüthige« Zusammenwirken sämmt- licher Mitgliedschaften leicht erzielt werden kann. Hierzu dürfte sich ein Schuhmachertag, und al« Mittelpunkt hiesiger Gegend Mainz empfehlen, auf dem dann gemeinsam die Agitation beratheu und geregelt werden könnte, wir ersuchen daher unsere Mainzer College», die Sache in die Hand zu nehmen, damit wir vorwärts kommen.- Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß unser Stiftung«- fest nicht am 3., sondern am 15. August stattfindet. Mit Brudergruß A. Meisel. Gewerkschaft der Maurer uud Zimmerer. KhtMnitz, 30. Juli. So freudig wir aucb die Bereinigung der Arbeiter auf politischem und genossenschaftlichem Gebiete be- grüßten, so müssen wir doch gestehen, daß manche Vorkommnisse uns auf das Unangenehmste berührten. Unsre nordischen Collegen haben bei der Vereinigung der Zimmerer die Verhältnisse in Mittel- und Süddeutsch'and zu wenig berücksichtigt. Wenn wir auch zugeben, daß nur durch vermehrt- Opfer Bedeutendes erzielt werden kann, so hat doch ein Beschluß der Generalversammlung der Zimmerer böfeS Blut in Menge erzeugt. Namentlich, daß von Seiten der Generalversammlung nicht die geringste Rücksicht auf unsre Krankenkasse genommen wurde. Seit Jahren, fast schon zur Zeit der Gründung der internationalen Gewerkschaft der Maurer und Zimmerer, sind jene beiden Gewerke fest mit einander ver- Kunden. Die centralistrte Krankenkasse trug größtentheils dazu bei, daß wir eine stattliche Mitgliederzahl aufzuweisen hatten. Nun beschließt man auf der Hamburger Generalversammlung, die Maurer und Zimmerer zu trennen. Es mag dies im Interesse beider Gewerkc in mancher Hinsicht gut sein— aber durch jene Trennung gehen sämmtliche Zimmerer ihres Anrechte« auf die Krankenkasse verlustig. Glaubt man etwa, daß die» Freude erregt, wenn man den Mitgliedern nunmehr zumuthet, sich nicht nur gc- trennt zu organisiren, sondern daß die Zimmerer auch ihre Kran- kenkasse fallen lassen sollen? Unsre ganze Agitation wurde bi« jetzt hauptsächlich dadurch getragen, daß wir die Zwangskassen energisch bekämpften. Wie soll dies nun fernerhin noch geschehen, da die einzige freie Krankenkasse, die die Zimmerer bi« jetzt in ihrer Gewerkschastskasse gehabt, ihnen durch den Machtspruch der Hamburger Generalversammlung genommen ist? An jener Klippe droht bei uns die Einigung zu scheiteru. Sämmtliche Zimmerer in unsrer Gewerkschaft haben erklärt, lieber sich vollständig von der Arbeiterbewegung fern zu halten, al« auf ihre Krankenkasse zu verzichten. Dadurch verlieren wir hier unsere besten Kämpfer. Mög sich die. neue Verwaltung entschließen, unseren Verhältnissen Rechnung zu tragen, geschieht die« nicht, so wird sich herausstellen, daß auf lange Zeit hinaus nicht nur in Chemnitz, sondern auch in andern sächsischen Städten der Versuch, die Bauhandwerker zu organisiren, sich al« fruchtlos herausstellen wird. Hoffend, daß die Verwaltung sich Obiges überlegt uud Abhülfe schafft, zeichnet mit sozialdemokratischem Gruß Hermann Knof, Bevollm. Gewerkschaft der Holzarbeiter. Attoua, 1. August. Ferner gingen von nachbenannten Ort- schafren Gelder zum 2. Quartal an die Hauptkasse ein: Mühl- hausen Mrk. 21,95; Chemnitz 106,43; Pforzheim 11,40; Bremen 4,27; Mannheim 61,40; Neustadt a.O. 15,63; Wiesbaden 14,67; Gebers« 11,52; Neustadt a. d. H. 13,77; Potschappel 34,22; Burg- städt 3,46; LandShut 37,85; Plauen 49,21; GenossenschastSbuch- druckerei in Leipzig an Zinsen 60,00; deSgl. für verkaufte„Union" 00,60.— Da immer noch einige wenige Orte ihre Pflichten der Hauptkasse gegenüber im zweiten Quartal nicht erfüllt haben, sehen wir uns genöthigt, die betreffenden Bevollmächtigten resp. Kassirer anzuweisen, ihres Amtes für die Zukunft besser zu warten, damit wir doch endlich den Mahnungen über Herausgabe der Haupt- kassenabrechuung überhoben sind. Hermann Somann. Correspondenzen. Aerlitt. Sonntag, den 25. Juli, fand im oberen Saale der Gratweil'schen Bierhallen eine öffentliche Versammlung der Sattler Berlin« statt. Aus der Tagesordnung stand als erster Punkt: „Die Arbeitslosigkeit der Sattler Berlin«, ihre Ursachen und die Mittel zu deren gänzlichen Beseitigung." Al« zweiter Punkt: „Die Coucurreuz der Arbeitgeber uud ihr Verhalten zu einander." In das Bureau wurden Coenen als erster, Wirth« als zweiter Vorsitzender, und Unterzeichneter al« Schriftführer gewählt. Ueber den ersten Punkt referirte Herr Köhler in klarer, allgemein ver- ständlicher Weise. Er legte die Ueb-lstände der heutigen Produk- tionSseise in treffenden Züge» blos; zeigte weiter, wie durch diese ProdukaouSweise G-schäfiSknsen entstehen, die dann in ihrer Folge Arbeitslosigkeit und Maffcnarmuth haben. Der nachfolgende Redner, College C. Henke, sprach speziell über die augenblicklich so trau- rigen Zustände unter den Sattlern Berlin«, und legte e« den- selben warm au'S Herz, aus der jetzigen Zeit Lehren zu ziehen, sich jetzt envlidb der Organisation der Sattler DeutschlaavS anzu- schließen, um durch diese Organisation bei besserem Geschäftszange Vortheile zu erreichen. Die drei nachfolgenden Redner, Cocuen, Weiß und Dastig sprachen sodau« noch hauptsächlich über den Unterschied der beiden bestehenden Organisatioaeu der Sattler: des OrtSvereinS und de« Bereine» der Sattler und BerufSgeaossea. Die Harmonielehre, welche in dem erster-» Berein hauptsächlich gepredigt wird, wurde treffend beleuchtet, ebenso da« ganze Thun und Treiben der Leiter der Gewerkvereiue. Der Verein der Sattler und Berufsgenossen habe sich mit vollem Ernst die Aufgabe gestellt, die materielle sowie die geistige Lage der Collegen dauernd zu verbessern, zu diesem Zwecke sei e« aber nothweadig, daß alle dem Verein beitreten. Zum Schluß wurde folgende vom Unterzeich- ucteu eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:„Die heu- tize Versammlung der Sattler Berlin» erklärt sich mit den Au«- führungen des Referenten sowie aller nachfolgenden Redner voll- ständig einverstanden; sie erklärt ferner, daß eS, um den traurigen Verhältnissen in dem Sattlergewerbe abzuhelfen, Pflicht eine« jeden Collegen ist, in den Berein der Sattler uud BerufSzeuossen einzutreten, um dadurch den traurigen Zuständen ein Ende zu machen." Der zweite Punkt der Tagesordnung wurde der vorgerückten Zeit halber vertagt. Th. Weber. Kumenz.(Allerlei aus der Obeclausitz, dem sogenannte« sächsischen Mecklenburg.) Am 22. April hielt der Wanderlehrer sür Volksbildung, Herr Lippert, im hiesigen Gewerbeverein einen Vortrag über:„Das Wesen der Lehre Darwin«." Der Zutritt war auch Nichtmitgliedcrn gegen ein Entrse von 3 Gr. gestattet, nur die Mitglieder de« Arbeiter-Bildu»g«vcreinS(Schulze Delitzsch) kamen etwas billiger weg; obgleich mir die 3 Gr. Enlröe zu ciuem Bortrag von einem jedenfalls gut bezahlten Wanderlehrer für Volksbildung beinahe al« ein Attentat auf die Arbeitcrbörsen er- scheinen wollte, wurde dennoch hingegangen. Warum auch nicht, giebt man doch auch nach Befinden ein paar Pfennige für einen Redner iu einer sozialistischen Versammlung, damit dieser seine Fahrt bezahlen und vielleicht ein paar GlaS Bier trinken kann, oder, wie unsre G-gner sagen:„damit er sich von Arbeitergroschen mästen kann." Letztere« würve jedoch auf Herrn Lippert nicht gut anwendbar sein, da derselbe schon ziemlich gemästet ist.— Ueber den Bortrag im Allgemeinen nur so viel, daß der seiner Zeit im „BolkSstaat-Erzähler" über daS gleiche Thema erschienene Aufsatz jedenfalls gründlicher und erschöpfender war. Für eine derartig zusammengesetzte Versammlung mag ein solcher Vortrag auch al« unpraktisch erscheinen. Verschiedene« wäre auS demselben crwäh- uenSwerth, so z. B.: die Nachfolger Darwin'« wären in„ge- fährlichen" Naturauschauungcn begriffen und dergl. mehr; auch ging'S nicht ohne einen süß lächelnden Blick aus die deutsche, und einen bösen Blick auf die französische Gelehrtenwelt ab; doch schloß Herr Lippert seinen Vortrag mit den Worten:„Die Lehre von Darwin wird wenigstens zu einer vernünftigeren Naturanschauung führen„können""! Wenn letzteres auch im Lager des Herrn Lippert der Fall fein„könnte", wäre der Vortrag immerhin von Nutzen gewesen. Wendt. ßamenz. Die sozialistische Arbeiterpartei zählt jetzt hier circa 30 Genossen, welche Zahl sich jedenfalls vermehren wird. Ueber daS Programm der neuen Partei sprach Redakteur Kaiser in einer hier stattgehabten Versammlung in anerkennenSwerthester Weise unter dem Beifall der Anwesenden. Da trotz Aufforderung kein Gegner sich zum Wort meldete, so ist anzunehmen, daß ein solcher überhaupt nicht anwesend war. Wann werden unsre Freunde und Gesinnungsgenossen, die sich auf der Bierbank viel aus ihre soziaUstische Ucberzeugung(?) zu gut thun, diese« durch die That beweisen, indem sie der Partei bntreten?— Wann wird mau in unfern Nachbarorten der Partei, die für Alle da« wahre M-nschenthum erstrebt, die Hand reichen? Wer da will, daß die heutigen ungerechten Zustände beseitigt werden, der trete der sozialistischen Arbeiterpartei bei und kämpfe in ihren Reihen, eingedenk de« Wahlspruchs: Vereinzelt sind wir nichts, vereinigt Alle«. Wendt. Nreska«, 20. Juli. Die Notiz in Nr. 85 d. Bl. über die hiestze Reicksenquete bedarf nachstehender Erläuterung: Das Obcrpräsidium hat die Enquete in 2 Theile gelheilt und die Fragen Nr. 1—24 dem Stavtrath Hrn. Dr. Mark, Nr. 25 u. ff dem Fabrikinspektor Herrn Bergassessor Fries überwiesen; Erstcrcr hat also die Untersuchung über die Verhältnisse der Lehrlinge und Gesellen. Letzterer über die der Fabrikarbeiter vorzunehmen. Ob eine solche Trennung der Fragen im Interesse der Sache gutzu- heißen ist, glaube ich nicht; die Motive dieser Bornahme sind mir unbekannt.— Auch ist eine scharfe Grenzlinie zwischen den Funk- tiouen der genannten beiden Herren nicht bemerkbar. So hat Herr Mark z. B. auch die Ardeiter der großen Schneiderwerk- stätteu(in denen 50—30 Mann sind) zu vernehmen, obschon man voch diese in Anbetracht der Art ihrer Verwendung zur Großproduktion nicht mehr zu den„Gesellen" zähl n kann. Hieraus wird sofort klar, daß die hiesige Enquete keine besou- der« gründlich- werden kann trotz dem guten Willen der beiden Herren, die damit beauftragt sind. Herr Stadtrath Mark ladet (wie mir mitgetheilt wird— und darauf bezieht sich auch die Notiz in Nr. 85 d. Bl.) nur wirkliche Haudwerker vor zum Verhör, während Herr Fabrikinspektor Fries folgende, mir erst nachträglich zu Gesicht kommende Annonce in den Zeitungen er- lassen hat: „Fabrikbesitzer, Fabrikdireetoren und Fabrikarbeiter, sowie mit den Fabritveryältnissen verrrautc Personen, welch- zu den vom Reichskanzleramt angeordneten Erhebungen über die Verhältnisse der Fabrikarbeiter iu dem diesseitigen Regierung«- bezirk noch vernommen zu werden wünschen, werden ersucht, sich am 5., 6. oder 7. dieses Monat«, Vormittags zwischen 9 und 12 Uhr iu dem Amtslokale de« Unterzeichneten, Vorwerksstraße 10, zu diesem Zweck eiusiaden zu wollen. Breslau, den 1. Juli 1375. Bergassessor Fries, Kgl. Eichung«- und Fabrikinspektor für Schlesien." Auf diese Annonce hin theilte Parteigenosse Kräcker Hrn. Fries mit, daß e« für Arbeiter unmöglich sei, Bormittag«(von der Arbeit weg) zu ihm zu kommen; er möge daher die Sprechstunden auf dieMbenvstunden und de» Sonntag verlegen. Diese Zuschrift wurde umgehend bejahend beantwortet, mit dem Ersuchen, daß Kräcker seine Bekannten davon in Kenntuiß setzen möge. Er hat dies gethau, aber nur sehr Wenige(darunter Rebel. Sims und noch Einige) sind der Aufforderung, mit dem Fabrikinspektor zu conferirtn, nachgekcmmen.— Auch Herr Mark hat Just und Kriemicken ersucht, ihm Parteigeuoflen unter den Gesellen zu nennen, die er verhören könnte, und sein Bedauern darüber anS- gedrückt, daß die meisten Arbeiter, die er bis dahin citirt, gar nichts Rechtes aus seine Fragen zn antworten wußten. Wie sollte daS auch möglich sein in einer Stadt, in welcher so viel Schnaps getrunken wird! Wie ich au» der heutigen Zeitung ersehe, ist auch ReinderS vom Fabrikinspektor vernommen worden. Andere werden sich noch melden. Nachträglich erhalte ich auch Einsicht in einen liihographirten Fragebogen, welchen der Fabrikinspektor den Arbeitern zur AuS- süllung übergiebt. Der Schluß deflelben lautet: «32. Da nach dem Wunsche des Ministers jede Vernehmung mit Feststellung und Aufzeichnung derjenigen Personalien beginnen soll, welche für Beurtheilung dcS WertheS(«eil. der Aussagen!) von Bedeutung sind—(dahin gehören: Name, Alter, Berus«- j NationalitätSgefasel rc. rc. abstreift. Zur Entwicklung deS sozialen stellung, ob Fabrikbesitzer oder Direktor, Dauer der gegenwärtigen Keimc bei den hiesigen Arbeitern tragen, abgesehen von der„Henne- Stellung, verschiedene Orte, an welchen die Person in ihrem Berufe berger Zeitung-, welche da« Rezept des Minister« Camphaufen: thätig gewesen, ob dieselbe einer Körperschaft oder einem Vereine längere Arbeit, weniger Lohn al« besonder« geeignet betrachtet, die angehört, bez. sich zu einer sozialen Partei oder Richtung bekenni)— l Industrie zu heben, die Fabrikanten nicht unbedeutend bei. Auch so wird nebenstehend auch um Beifügung dieser Notizen ergebenst der„Arbeiterspiegel- deS Herrn Hartort hat die Arbeiter zum C. Hillmann al» Candidaten aufgestellt haben. Die National- liberalen wollen den Präsidenten der württemberger zweiten Kam- mcr, Holder, aufstellen. Suhl, Da e« da« erste Mal sein wird, daß von hier ein Bericht in einem unserer Parteiorgane erscheint, so wird sich bisher Mancher in dem Glauben gewiegt haben, al« gäbe eS hier gar keine Sozialisten, allein dem ist nicht so. E« fängt auch hier schon ganz gewaltig zu brodeln und zu kochen an, und die Feinde der Arbeiterbewegung selbst tragen unermüdlich dazu bei, daß die- selbe auch hier in Fluß kommt. Zwar sind wir nur ein ÄeineS Häuflein, da sehr Viele aus Furcht, bei ihren Arbeitgebern denuu- zirt zu weiden, sich scheuen, offen Farbe zu bekennen. Nnn, die Zutuust wird auch diese Fessel sprengen und dann dürsten auch jene Arbeiter mit fortgerissen werden, bei denen der PartikulariS- muS so eingewurzelt ist, daß ein strebsamer Mensch oft jahrelang zu thun hat, eh' er all den in der Jugend aufgehäuften Wust von ersucht.- Der Fabrikinspektor versichert jedoch ausdrücklich, daß diese Er» Mittelungen keinem Spionirzwecke dienen sollen.— München, den 28. Juli. Vorgestern Abend fand hier in den Lokalrtäten des Kreuzbräu eine ungemein zahlreich besuchte, sogar von den gegnerischen Blättern„imposant- genannte VolkSversamm Nachdenken angespornt. ES fällt mir nicht ein, jeden einzelnen Arbeitgeber hier für einen Vampyr zu halten, aklein die Thatsachc steht fest und kann mir von Confusionsräthen und Betrügern nicht in Abrede gestellt werden, daß die Arbeitgeber als Classe darauf angewiesen sind, ja den Beruf haben, die Arbeitskraft ihres Ar- bester« möglichst auszunutzen. Es giebt auch hier Arbeitgeber, lung statt, in welcher der ReichStagSabgeordnete Hasenclever welche diese Ausnutzung mit den Geboten der Humanität in Har einen Vortrag über da« Thema„die Erfüllung deS Menschheit«- monie zu setzen bemüht sind, aber Ausnutzung ist Ausnutzung! zwecks m materieller und sitilicher Beziehung durch den SozialiS- � Einer der größten Arbeiter�AuSbeuter aber ist der Waffenfabrikant mu«- hielt. Der Erfolg derVersammlung zeigte sich in derAnwerbung Sauer. In der Fabrik deS Herrn Sauer vergeht kein Samstag, von ungesähr 100 neuen Parteimitgliedern. Zum Schluß fand fich der überwachende Polizerkommissär noch veranlaßt, einen Be- weis für seine Achtung der„gesetzlichen Ordnung- zn geben, in- dem er die von dem Vorsitzenden Oehme angeregte Sammlung zur Deckung der TageSkosten in einer geradezu rohen Weise verhinderte, obwohl er so gut, wie Jedermann in Bayern, weiß, daß ein Beschluß deS obersten Gerichtshofes derlei Sammlungen aus- drückUch erlaubte.(Unfern Münchener Genossen werden ihre Rechie und da« Ansehen deS betreffenden Gerichtsbeschlusses dem hoffnungs- vollen Jünger deutscher Gewaltpolitik gegenüber jedenfalls zu wahren w.ffen! R. d. V.) wo nicht, ohne daß e« den Arbeitern früher angezeigt würve, Abzüge er folgen. Zur näheren Eharaklerifirung dieses sauberen Herrn diene folgendes: Einige Arbeiter ließen sich durch den Lehrjungen einige Maß Bier holen. Dreß mußte unser Fabriks-Pascha bemerkt haben, denn sofort verfügte er sich in die Werkstatt und wartete da die Ankunft deS Lehrjungen ab. Als letzterer ankam, fuhr ihn der der Fabrik-Pascha an und verlangte den Krug zur Musterung de« Inhalt», worauf er sofort befahl, da«. Bier auszuschütten. Ter Befehl wurde natürlich(!!) sofort vollzogen Wohl Manchem mag bei dieser Scene das Blut ins Gesicht gestiegen sein vor ohnmäcktigem Zorn über solche Unverschämtheit. Aber die Arbeiter mußten cS Hamburg Mitglieberuersammluug»er sozialistische» Arbeiterpartei Deutschlaud« in Stadli'««valon, Balentiuskamp 41. T.-O.: Besprechung über da« Localblatt und die Aff»üa't»n«bach- druckerei. T. H. Aotk-iMp.(70 Gonnadind, den 7. August, _ Abend« 9 Uhr: Geschlasseue Mitgliederversammlung der Klempner und ver- wandten LcrusSgenoffen bei Eckhardt, Schoppenstehl 22. T.-O.: 1. Abrechnung. 2. Wichtige Lereill«a»geleginheiten. Um zahlreiches Erscheinen bittet_ Fr. Beyer, Beo. 170! Leipzig Metallarbeiter- Gewerkschaft. Montag, den 9. Aug., Nikolaistr. 38, bei Fröhlich (Goldner Riug) Hauptversammlung. T.-O: Zweck u. Nutzen der Gewerkschafteu. Ref.: Leupold.— Beschwerteführung Zuckschwerdt'S gegen die Localbeamten. Zahlreiche« Erscheinen wird erwartet._[60] itoibiliet Die unentgeltliche ArbeitS-Verm ttlung für Tapezierev sehilsen befindet sich RannstSdtersteinweg 74,(goldne Laute)._(36)_[30 Ohltrrit I GörgcS, früher in Berlin, kl. M,rku«str. 9, liU)lll|. wird zur schleunigen Mittheilung seiuer Adresse auf- gerufen.— Bertrauensleute und Parteigenossen, die Auskunft geben können, werden darum gebeten. Leipzig, 2. Aug. 1S75. Die BolkSftaat- Expedition, Zeitzerstr. 44. Für Berlin und Umgegend. Zum Jahrmarkte, vom 11. bis 14. August, stehe ich Alexander- platz 9. Reihe 3. Stand, und empfehle den Parteigenossen mein Lager von�Tuch, Backskiu und Flaaelle, sowie fert. wall. Hemden. Wrhaelt, Tuchmacher a. Braudenburg a. H., Kurftr.47.[150] Zürich, 30. Juli. Vielleicht intcreffirt es Ihre Leser zu er- � erdulden, denn vereinzelt sind sie ohnmächtig, sie können nur klagen. fahren, t aß am 23. d. M. der sattsam bekannte Hr. v. Sckweitzer handeln können sie nur, wenn sie sich zusammenschaaren, sich or- in GieSbach am Brienzer See, wohin ihn eine Vergnügungsreise ganisireu. In dieser Erkenntniß beschlossen wir in nächster Zeit gesührt hatte, nach kurzer Krankheit gestorben ist. Das Urtheil der Arbeiter über den Mann steht fest, ich brauche ihm also keinen Nachruf zu widmen. Stuttgart, 2S. Juli. Der„Beobachter" berichtet über die letzte Sitzung de« hiesigen GemeindcrathS u. Ä. Folgende«:„Cir. Gesuch der hiesigen Sozialdemokraten, zur Feier der Vereinigung fättiMtlicher deutscher Arbeiterparteien einen festlichen Umzug mit Musik, Gesang, Fahnen und sonstigen Emblemen und rother Fahne mit der Ausschrift:„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" von der Müller'scheu Brerbrauerei in der Charlottenstraße über die Königs- straße bi« in die Siegeshalle veranstalten zu dürfen, veranlaßt eroe längere Debatte. Es stehen sich 4 Ansichten gegenüber. Die Minderheit der Polizeiabtheilung, in deren Schovß die Sache schon erwogen worden, will den Umzug überhaupt nicht gestatten; die Anficht wird hauptsächlich von Professcr FraaS vertreten. Die Mehrheit der Polizeiabtheilung dagegen will den Umzug unter ge- wissen Beschränkungen, die mau den Festiheilnehmern auferlegt und für deren Erfüllung man sich vorher von den Führern der Sozial- demotraten Garantie geben läßt, wohl zugeben. Diese Ansicht wird hauptsächlich von Dr. Haidlen und Gemeinderath Reiniger vertreten. Auch der Oberbürgermeister neigt sich ihr zu. Hier eine Gewerkschaft der Metallarbeiter hier zu gründen. Arbeiter Bleibe keiner zurück, wo eS sich um die heiligsten Interessen deS AibeiterstandeS handelt, laßt Euch nicht mit jener Redensart be tbören:„Spart und lebt genüzsam." Ich frage, waS haben sich die Arbeiter im Allgemeinen durch die gute GeschästS-Eovjunctur am hiesigen Platze erspart? Mit wenig Ausnahme nichts. Eine Ausnahme machen allerdings auch jene Zwittermenschen, die sich Me ster nennen und den Druck von oben nach unten abwälzen� um nicht zu kurz zu kommen. Noch einmal rufe ich Euch zu erscheint zahlreich in der Versammlung, und organistren wir unS dann werden sich auch die Herren Fabrikanten nicht alles zu thun getrauen, was sie sich sonst ertauben. __ Anton Habel. Fond f. pol.««maßregelte. Bon Dr. T. Leipzig 1,60.__ Sruoffcnschastsbnchdruckerri. Antheilscheine bez. A»theilquittungen erhielten ferner: ürn H. L. 15,00. in Kaiserslau Briefkasten der Redaktion: H. P. in Salzburg: Wenden Sie fich nach Hamburg.— An den Einsender de« MielhSoertrags bezüglich»er Arbciterwohnungeu zu Mllhlhetm: Wenn wir den Namen der betreff gegen beantragt Gemeinderath' Lautenschlage'r, von jeder Spcctali- nicht nennen dürfen, so verliert die Sache den größten Theil ihre« strung der Beschränkungen abzusehen, vielmehr d-n Umzug zu ge statten unter der Borautsetznng, daß die Polizeibehörde genügende Borsorge treffe, um jede Störung oder Gesetzesübertretung zu ver- hindern. Ihm pflichten die Herren Elben und Josenhau« bei, wenn man einmal den Umzug überhaupt gestalte. Gemeinderath Levt will nur einen lautlosen Umzug, ohne Gesang, Abzeichen, Fahnen, ja selbst ohne Musik zugeben. Gemeinderath Walther hält da« Beibieten deS Umzug« für eine» Mißgriff. Vor der Abstimmung zieht FraaS seinen Antrag zurück. Bei Vornahme derselben wird der von Levi mit allen gegen 4, der der Mehrheit der Polizeiabtheilung mit 10 gegen 8 Stimmen«bgelehnt und endlich der Antrag von Lautenschtager mit 11 gegen 6 Stimmen angenommen. Htemit ist aber noch keine Erlaubuiß gegeben, viel- mehr nur der Stadtdirection, welche dieselbe zu ertheilen hat, das Gutachten de« Gemeinderaths über das Gesuch ausgedrückt.— In Württemberg weht also immer»och ein etwas liberalerer Wind als sonstwo im„Reich-. Dabei kann aber die Ordnung auf die Dauer nicht recht bestehen. Der Stuttgarter Gemeinderath wird entweder fich beffern oder darauf gefaßt sein müffen, in die aller- höchste Ungnade der„eiserneu Durchlaucht- zu fallen! Stuttgart.(Zum Rückgang.) Sonntag, den 25. d. M., feierten die Stuttgarter Parteigenossen das erste Stistnngssest der Partei. Dasselbe nahm seineu Anfang um 3 Uhr Nachmittag«. Die Theiloehmer hatten sich in der Charlortenstraße zum Festzuge gesammelt und zogen, mehr als 2000 Personen stark, durch die Stadt, voran ein starkes ausgezeichnetes Musikkorps, inmitten die prachtvoll gestickten Fahnen der Liedertafeln„Lassallia- und„Hel- vetia". Der Zug bewegte sich der„SiegeShalle- zu, woselbst bald olle Lokalitäten sammt Saal und Garten vollgepfropft waren, was bei einer Menschenzahl von nahezu 4000 nicht zu verwundern ist Trotzdem das Bier vieles zu wünschen übrig ließ, war der Vor- rath doch bald erschöpft. Sieben Stuttgarter Arbeitergesangver- eine mit ihren trefflich gesungenen Liedern, sowie da» staik besetzte Orchester riefen den BeisallSstnrm wiederholt heraus. Das Fest- blatt, die„Stuttgarter Brenn- Nesseln", sab man in fast jeder Hand. Die Festrede de» Herrn Dr. Dulk fesselte die Aufmerksam- keit aller Anwesenden.*) Mit krästiger, weithin erschallenver Stimme und fichtlicher Begeisterung kennzeichnete derselbe die Bedeutung de» Tage» und die Grundsätze ver Sozialisten, und rauschender, unendlicher Beifall belohnte den Redner. Diese Rede wird als Flugblatt erscheinen. Dem Feste, welches in Folge eines heran- nahenden Gewitter« etwa« gestört wurde, wohnten viele auswärtige Gäste bei. Aufgefallen ist, daß sämmtliche Stuttgarter Blätter, der demokratische„Beobachter" nicht ausgenommen, die doch sonst fast jeden„Kaminbrand" in die Welt hinausposaunen, über die ganze großartige Feierlichkeit stillschweigend hinweggingen. Jedenfalls ist da« Fest cm gute« Borzeichen zur bevorstehenden ReichStagSnachwahl, zu welcher, wie bekannt, unsere Genoffen •) Die Festrede geben wir weiter oben al« besonderen Artikel. D. R. Onitiung der Expedition: Krbr Groitzsch Ann. 1.50. Gew. der Holzarb. Gotha Ann. ö. 70. Kttlr Sangerh. Ann. 0.60. Wmr Ehemn. f.Khlr.Mag debg. 15,60. Endre« Angsb. Ab. 60.00. Schltz Hamb. Ab. 17.20, Schr 45.00. Rdgr Halle Ann. 0.35. Gntsch Likirch Schr. 1.00. Much Zittau Schr. 33.55. Kurl Luze Ab. 1.80. Hlmg Rheydt Schr. 0.70. Hlzschn Mannh. Schr. 0 60. Mrtn Schmölln Schr. 6.00. Kmfl» Hamb. Schr. 91.50. Tapez.-Ver. Leipzig Ann. 0,90. Frdr Dölitz Ab. 0.55. Rmr hier Ab. 0.60. Mllr h. Schr. 1.92. Hs>. stein u. V. h. Ann. 3.25 Bchhm h. Ab. 1.35. Gtlr Liudeaau Ann. 1,00. Schwrz h. Ab. 1.20. Exp. d. Dr.„B." dch Evans Schr. 37.50. Hdlch h. Ab. 18.00. Lppl öiaisersl. Schr. 0.75. A. Fnk b. Ab. 1.10. Mllr Rchbch«un. 0.50� Schr. 2.50. Ssrt hier Ab. 6.00. I. Rohwer Bremen«un. 6.25(v. 19. Juli). Anzeigen:e» Samstag, den 7. August, beim Bierbrauer L i n d n e r: Oeffentliche Sozialistenvcrsammlung. Im Auftrag: A. Hohenreiner. s40] varme» Sonntag, den 8. August, Abend« halb 7 Uhr: Seneralversammlong des Arbeiter»WahldereinS bei Berger, Rödiger Straße. Tagesordnung: Abrechnung und Festangelegenheit. Nur Mitglieder und Solche, die e« werden wollen, haben Zutritt. Karten vorzeige«! Der Borstand.[70] Atsvl i« Metallarbciter-GewcrkSgenoffenschast. Honnabeud, den 7. August, Abend« halb 9 Uhr, Au'uststr. 80, b. Hrn. Macke: Monat»-«ersammlung. Tagesordnung: 1. Kassen« und RcvifionSdericht. 2. Verschiedene«. Ich fordere die Mitglieder auf, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. _ L. Dötting.[290]; Berlin Sonnabend, 7. August, Atenb« 3 Uhr: Oeffentliche Versammlung in G r a t w e> i'« Bierhallen, oberer Saal. Vortrag von August Kapell. Um zahlreiche Betheiligung bitlet Aug. Heinsch. Montag: Zwei Bersammlnngeu, 1. Nannynstr. 27.— 2 Landwehrstr. 11._[70] Breslau T.-O.: Da« K. P. Reinder». E« ladet ein Montag, den 9. August, Abend« 8 Uhr, bei Hrn. G. Scholz, Wehnerstraße 1: Oeffentliche Bersammlung. preuß. Ministerium u. die Arbeüerbewegung. Ref.: C. Just.[60] föffem Sonntag, den 8. August, Bormittag« 11 Uhr, im Saale de« Herrn Brandenberg, Grabeupraße 13: Sozialisten- Versammlung. T.-O.: ReichSfteundlich u. Reichsfeindkich. Ref.: Raspe. Der Agent.[50] Gewandte und solide Colporteure finden dauernde« Engagement in C. Settels Bolksbuchhandlung in Apolda._&>)___[125] Vorläufige Anzeigt. Im Verlage der GenosienschastSbuchdruckerci zu Leipzig erscheiut und ist durch die Buchh»»»lu»g»eS„VolkSstaat" in Leipzig und durch die Expedition de»„Reuen Sozialdemokrot" in Berlin zu beziehen: Der arme Conrad. Jöusirirter K&lender sir das arbeiteilde Volk auf da« Jahr 1876. In 12 Bogen(circa 100 Seiten) wird dieser Kalender außer dem protestantischen, katholischen und griechischen Kalendarinm — GeschichtSkaleuder— Wetterregeln— Auf- und Unter- gang von Sonne und Mond, Tage«länze, Planetenerscheiuungen— Verzeichniß der Messen und Märkte— Gedichte— Sinn- sprächen— Anekdoten v. s. w. enthalten: Beiträge von Rob. Schwetchel(eine Novelle: Florian Geyer'« Heldentod), Otto-Walster, Aug. Bebel, J°h. PH. Becker,. Joh. Most, F. W. Fritzsche, Wilh. Hasenclever, Wilh Liebknecht, Wilh. Hasselmann. Jllustratione»: Ein Titelbild, die Stiftung de« Bruderbundes, „der arme Lonrad" darstellend; die Bildnisse von Heß und Herwegh;«ine Mustercolonie von R-b.Oweo; Monat«- Vignetten. Alle diese Illustrationen sind von bewährten Künstler» gezeichnet und in Holz geschnitten. Bei dieser gediegenen und reichhaltigen Ausstattung kostet der Kalender geheftet nnr 40 Pf., gebunden und mit Schreibpapier bmchschossen KO Pf., gegen baar»der Postvorschuß. Wiedcrverkäofern angemessener Rabatt."ML Leipzig, im Juli 1875. Die Genossenschastsbuchdruckerei. HL. Die Parteibläiter werden ersucht, von obiger Ankündigung Notiz zu nehmen. Im Verlage von W. Bracke jr. iu vraunschweig erschien: Molks-Kalender für 1876. 15 Bogen gr. 4. Gehestet 50 Pf., mit Schreibpapier durchschossen und gebunden 75 Pf. Juhali: Erklärung de» Titelbilde«.— Neuer(Gregorianischer) Kalender und Erklärung desselben.— Geistliche Zeit- und Festrechnung de« Jahre« 1876, nebst den Büß- und Bettagen für die deutschen Länder und Städte. — vergleichende Zusammenstellung der jüdischen Feste und der Zeit- rechnung nach dem neuen Kalender.— Die Jahreszeiten von 1876. — Kalendarinm für die 12 Monate mit protestantischem und katholischem Kalender, de« Auf- und Untergang von Mond und Soune, der Tages« länge, den Planetenerscheinungeu, einem Blütben-, einem Schreib- und einem GeschichtS-Kaleuder.— Astrouomische MUttzeilangen.— Sonn- und Mondfinsternisse de» Jahre« 1876.— Tabellen: zur Stellung einer Uhr; über Ebbe und Fluth der Nordsee; zur Bergleichung der Münzen, Maße und Gewichte; Korn- oder Fruchtrechnung uach altem und neuem Selde; Zinttabelle; neuer Portotarif z Wechselstempel; TrächtigkeitS- Tabelle;— Einige Data der neueren Geschichte.— Statistische».— Ewigkeit«> Kalender.— Vermischte», allerhand nützliche Mittheilungen, Mittheilungen au« dem Thierreiche.— Der Kartoffelkäfer.— Die Dreh« krankheit der Schase.— Die Reblau«, mit 3 Abbiiduugen.— Anecdoten und Miscellen.— Gedichte: Der Raubschütz, von Nie. Lenau; Brot, nach Pierre Dupont von F. F-eiligrath; Der deutsche Kcktser, von Hoff- mann von Fallersleben; Neue Sötter und alte Leiden, von Karl Beck; Sonntagsfeier, von Prutz; Jahr au» Jahr ein, von Goethe; Schwindel- haber, von Ludwig Uhland; Karl I, von Heinrich Heine; Katechisation, von Goethe.— Beiträge von Bernhard Becker: Der Trüffelbau und da« Trüffelsuchen.— Da« allgemeine Stimmrecht.— Die Hinrichtung von Ferro, Roffel und Bourgeois.— Die Eingeborenen Australien«.— Sitten der Indianer.— David Livingstoue.— Au« dem Privatleben de« General» Santerre.— Die Turkomanen.— Bon Dr. A. Otto- W alster: Sin Gesellschaft»«««:. Eine zeitgemäße Geschichte.— Au« dem Leben Einiger von Satte» Gnaden:— Bon F. W. Fritzsche: Gewerk- vereine, die Innungen der Neuzeit.— Von Joh. Most: Wer verschulvet die meuschtichen Krankheiten?— B»n August Gerb: Neue Sprüche.— Bon W. Bracke: Da» Spectrum, mit 2 Figuren. Messen und Märkte. Da« Berzeichniß ieguift die preußischen Regierungsbezirke Magdeburg, Merseburg, Erfurt, Münster, Minden, Kassel, Wiesbaden und Schleswig. Holstein, die Länd-r Braunschweig, Anhalt, Oldenburg, Aaldeck, beide Lippe, Lauenburg, beide Mecklenburg, unsere drei Hansastädte,' die Landdrostiien Hannover, Hildesyeim, Lüneburg, Stade, Osnabrück und Aurich, die reußischrn Lande, Sachsen, Hessen und da« gesammte Thüriugeu, sowie die Hiuplmärlie de» übrigen Deutschland«, inSgtsnmmt 2000 Marktorte. Wiedervtlkäufer erhalten Rabatt, indem dlrect»oil der Verlagdhand- lung zu folgenden Preisen in Partien abgegeben werden: Gehestet 10 St. 4«., 100«St. 30 M Gebunden 10 St. 6 M. 50 Pf., 100 St. 55 M. E« wird indeß nur gegen baar»der Postvorschuß abgegeben. Braunschweig. 28. Juli 1875.(4a)_ W. Bracke, jr. Berantwoniicher Redalinu: H. Rtndl tu Leipzig. Redaktion Hoheßr. 4, ExpedtUoa Zeitzerstr. 44, in Leipzig. Druck und'Verlag der Senoffenschaftibr'chdru'-ret in Leipzig.