Erscheint in Leipzig Mitlwoch,Freitag, Sonntag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- mngen des In- u.Auslandes. Filinl- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Lox 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and ooatea str. Philadelpliia. Abonnementspreis für ganz Deutschland lM.!ioPf. pro Quartal. Monats-Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den Sien u. Lten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenbnrg auch auf den Iten Monat des Quartals k 51 Pf. Organ der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Zuserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 10 Pf.,— Privat- und BmmümuiaS- Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Nr. 102. Sonntag, 5. September. 1875. Politische Uebersicht. — Todtmarschiren. AuS Schleswig schreibt daS dar tige„Wochenblatt" unterm 31. Aug.:„Unsere GarnisonS- und KantonnementS-Truppen sind heute Morgen nach Rendsburg ab gerückt.— Leider haben sich die Folgen der forzirten Märsche in traurigster Weise geltend gemacht. Das Garnisonlaza- reth ist nicht im Stande, die Zahl der Kranken aufzu- nehmen, schon gestern wurde eine Anzahl Kranke per Bahn in die Lazarethc von Flensburg und Apenrade zurückbesördert. Auch die TodeSsälle mehren sich so, daß in dem Leichenhause bei dem hiesigen Garnisonlazareth kein Raum für die Särge ist. Sollte eS wahr sein, daß im Lazareth eine TyphuS- Epidemie ausgebrochen ist?"— DaS ist daS LooS unserer Söhne und Brüder, welche dem Moloch des Militarismus in den Rachen geworfen werden. Ob die Todtmarsckirten auch„auf dem Feld der Ehre" geblieben sind? Der TyphuS ist beiläufig im SchkS wiger Lazareth ausgebrochen. — Es kracht nach allen Richtungen in den„Schöpfungen� Schulze'S und feiner Hirfch-Duucker'fchen Anhängsel. Ueber letztere bei Gelegenheit erbauliche Einzelheiten. WaS elftere betrifft, so folgt ein skandalöser Bankrout dem anderen. DaS Falliment der Düsseldorfer Äewerbebank haben wir bereit» angezeigt. Mau schreibt uns darüber noch auS Düsseldorf: „Spiethoff, der Direktor der G-werbebank ist mit seinem Bruder Eigenthümer des nationalliberalen BlättcheuS„Düsseldorfer Anzeiger". Auf besondere Empfehlung Schulze-Delitzsch'S ist er zu dem Posten gekommen, den er so hübsch ausgefüllt hat.— Es find bis jetzt wohl ein Dutzend Versammlungen abgehalten, um Zeichnungen entgegenzunehmen; aber es ist wenig Aussicht vor- Händen, daß die llnterbilanz gedeckt wird; spricht man doch stellen- weise davon, sie erreiche die Höhe von 4—500,000 Thlr. Auf jeden Fall wollen die Mitglieder, wenn der gerichtliche CoucurS aufgehoben ist, außergerichtlich liquidircn. „In der ersten Bürgerversammlung, welche zur Besprechung deS fatalen Falls anberaumt war, hatte man allgemein da» Auftreten Schulze'S erwartet. Doch hatte dieser für gut befunden, sich nicht Zu zeigen. Erst gegen Ende der Versammlung cutschuldigte der Borsitzendc ihn mit Krankheit, als einer der Redner eine hier- auf bezügliche Anspielung machte und von ihm zu wisse» wünschte, weshalb er dem Spiethoff diese wichtige Stelle übertragen habe. „Ein gewisser Bürgermeister, Mitglied de« VerwaltungratheS einer andern Gewerbebank, meinte, man müsse die Bank auf jeden Fall stützen; sonst ginge der ganze Kleinhandwerker- und Gewerbe- stand zu Grunde und die verderblichen Lehren der Sozial- Demokratie würden ungehindert Eingang finden". Wenn Dieser Herr geglaubt hatte, hiermit Eindruck zu machen, so täuschte er sich gewaltig; denn obgleich er eine minutenlange Kunstpause eintreten ließ, so blieb doch der erhoffte Beifall aus; ein Hand- werker meinte mir gegenüber, die Schulze'schen Genossenschaften seien durchaus„faul" und die„verderblichen Lehren der Sozialdemokratie" doch nicht so ganz„ohne". „DaS Organ der hiesigen Klerikalen, das„Düsseldorfer Volks- blatt" triumphirte und spielte den Zusammenbruch der Bank als höchsten Trumpf auS; allein eS zeigte sich bald, daß auch Klerikale barin verwickelt sind; so sitzt ein Herr M., ein ächter„Schwarzer", wit ungefähr 30,000 Thlr. darin".-- Am 21. August hatte in Düsseldorf eine von unseren Partei- genossen veranstaltete Versammlung statt, in der die Angelegenheit jur Sprache kam. Wir lassen den uns zugesandten Bericht: Düsseldorf ä. ä. 22. August folgen: „Gestern Abend fand in der Centralhalle hier eine VolkSver- sammlung statt mit der Tagesordnung:„DaS Schulze-De- litzsche'jche Genossenschaftswesen und die Düsseldorfer Gewerbcbank". Bekanntlich hat e» in der Gewerbebank gekracht, Und hatten sich in Folge der aufgestellten Tagesordnung auch wohl diele Neugierige eingefunden, denn die Versammlung war über alle Gewohnheit stark besucht. Herr DreeSbach als Referent beleuchtete zunächst die Schulze'schen Genossenschaften und die angeblichen guten Zwecke derselben, stellte ihnen sodann die Bestrebungen der Sozialisten gegenüber, und gab eine klare Auslegung der Stich- wort-„StaatShülfe" und„Selbsthülfe", dabei bemerkend, daß man gegnerischer Seit« nicht anstehe, gelegentlich StaatShülfe zu bean- Ipruchen, während man die Forderungen der Sozialisten im wahren Sinn de» Wort» Selbsthülse nennen könnte.— Redner ging nun »uf die hiesige Gewerbebavk näher ein, und sprach sein Bedauern »US, daß jetzt eine große Anzahl hiesiger Bürger theilweise durch ihre Leichtgläubigkeit an den Bettelstab geratheu könne. Der- selbe geißelte in scharfer Weise die Wirthschaft einiger Leiter und insbesondere de» früheren Direktor» dieser Bank. Letzterer soll dämlich die„Selbsthülfe" praktisch getrieben, und sich vom »armen Schlucker" zum reichen Essigfabrik-, Seifenfabrik- und Buch- Druckerci-Besiyer„emporgeschwungen" haben. Nebenbei bemerkt, ist selbiger auch Mitbesitzer de» hiesigen„Anzeigers", der von jeher »m Platze war, wenn eS galt, die Sozialisten mit Koth zu bewerfen. Nun, es wurde dem„Anzeiger" vom Referenten und einem andern Redner gehörig heimgezahlt, obwohl nicht mit gleicher Ätünze.— Die Anwesenden folgten dem Vortrage deS Referenten wit gespannter Aufmerksamkeit, und wurde derselbe»st durch stür- wischen Beifall unterbrochen.— Der Vorsitzende, Herr Stein- Däuser, gab noch seiner Verwunderung über Herrn Schulze- Delitzsch Ausdruck, daß derselbe trotz Einladung eS nicht der Mühe Werth hielt(resp. seinen Gesundheitszustand vorschützte), durch per- sönlicheS Erscheinen in Düsseldorf die Berwickelungen der Gewerbe- bank lösen zu helfen. Herr DreeSbach ermahnte schließlich die Anwesenden, auS den Vorgängen bei der hiesigen Gewerbebank eine Lehre für die Zunkunft zu ziehen. Folgende Resolution fand fast einstimmige Annahme: „In Erwägung, daß die Schulze-Delitzsch'schen Genossenschaft»' banken nicht im Stande sind, irgend welchen Einfluß auf die Verbesserung der Lage des Arbeiterstandes auszuüben, erklärt sich die Versammlung mit dem Referate deS Herrn DreeSbach einverstanden und ist überzeugt, daß nur durch Verwirklichung der sozialistischen Idee jedwedem Schwindel das Handwerk gelegt werden kann." Der„Rückgang" wurde dadurch illustrirt, daß über 30 Mann der sozialistischen Arbeiterpartei beitraten. C. Maaß." Wir werden unS mit der Düsseldorfer Gewerbebank und den Praktiken ihrer Leiter und Patrone noch zu beschäftigen habe. Jetzt „ein anderes Bild"! Auch in Ernstthal(Sachsen) ist dieser Tage ein Schulze'scheS Institut„krachen" gegangen: der donige Vorschußbankverein. DaS Direktorium desselben, daS selbst- verständliib möglichst zu vertuschen sucht, macht den Mitgliedern deS Vereins durch Circular bekannt: „Durch gewissenloses Gebühren de» frühere» Di- rektorS Stockmar und KaffirerS Schobert mit den Vereins- geldern bei Ertheilung von Vorschüssen sind große Verluste entstanden. ES ist durch den jetzigen Kasstrer auf Grund der sehr mangelhaft geführten Bücher eine Bilanz gezogen worden, nach welcher die Passiven die Aktiven um die enorme Summe von 156,818 Mark 92 Pf. übersteigen. Diese» ganz colossale Manko ist entstanden, wie bereit» erwähnt, durch leichtsinnige, bereitwillige große Vorschüsse ohne genügende Deckung, durch Einlassen in gewagte Spekulationen, durch jähre- langes Vertuschen von Verlusten und Berechnung von Zinsen solcher Kapitalien, welche bereit» al» verloren zu betrachten waren, und durch Hinzuschlagung solcher Zinsen zum Kapital; durch fort- gesetzte Täuschung der Mitglieder und Verthcilung eines imaginären Reingewinne«, eine» Reingewinne«, der gar nicht vorhanden war". Am Schluß heißt e«:„Die gerichtliche Liqui- dation zu vermeiden, giebt e« nur einen Weg; wollen wir diesen detreten, so müssen wir einmüthig zusammenstehen, da» Fehlende einzahlen, resp. zu decken snchen!", Nun— ob die Liquidation vermieden wird oder nicht, die Mitglieder müssen blechen, und die Kleingewerbtreibenden, welche von dem Verein„Rettung" erwarteten, müssen für ihre Leichtgläubigkeit schwer büßen. Merkwürdig aber, und wohl nicht purer Zufall ist, daß diese Schulze'schen Heilanstalten so frequcnte Herbergen für Schwindler geworden sind. —„Wie die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Beamten und Arbeitern, in Wirklichkeit aussteht," so schreibt man un» aus Wilkau(in Sachsen)„davon einige Beispiele: Der 43— 44 Jahr alte Walzcnmeister B. Rindel in Arbeit zu Königin-Marienhütte, wurde eines Versehen» halber— und vielleicht war es das nicht einmal— vom Obermeister nach Haufe geschickt. DeS andern TagS stellte sich Rindel dem Herr» In- genieur B. vor, und fragte, mit welchem Recht ihn der Ober- meister nach Hause geschickt habe. Da bemerkte der Herr Ingenieur: So etwas ließe ich mir nicht zweimal sagen, so viel Ehrgefühl besäß' ich, daß ich daun gleich ganz ginge!— Besagter Rindel ist Familienvater. Er hat 6—7 Kinder, wovon 5 noch unerzogen sind. Ueber 20 Jahre hat er seine PensionSgelder in die Knapp fchaflSkasse gezahlt und weil über 40 Jahre alt, bekommt er auf einem andern Werke, oder bei dem Kohlenbergbau keine Arbeit mehr! Und unter solche» Umständen appellirt man an daS Ehrgefühl de« Arbeiter«!? Wir müsse» da frage», wa« versteht den» der Herr Ingenieur«nter Ehrgefühl? Ist nicht Rindel nach Mög- lichkeit chikanirt, ist er nicht als„übelflüssig" betrachtet worden? Und Rindel ist in der ganzen Gemeinde als ein fleißiger,»üchterner und überhaupt braver Ma»n bekannt.— Hier aber»och ein anderer Fall: Der in Cainsdorf wohnende und al« arbeiterfreundlich und nüchtern bekannte Walzcnmeister Friedrich Eiseureich, der 26 Jahre zu Königin-Marienhütte, davon 8 Jahre al« Walzen- meister und 11 Jahr- al« Vorwalzer beschäftigt gewesen ist, hat vor circa 2 Monaten da« Unglück gehabt, daß ihm in der Nacht- fchicht 2 Walze» zu Bruch gingen, woran er, wie er sagt, weniger oder eigentlich gar nicht schuldiger Theil ist. Der herbeigerufene Obermeister, welcher schlafend in seiner Expedition angetroffen worden sein soll, gab Eiseureich einstweilen andere Arbeit, und wurde letzterer TagS darauf degradirt, sodaß ersetzt alSHülfSarbeiter in der Schienenhalle für 25 Gr. pro Tag arbeitet, währenddem er zuvor als Walzcnmeister 2 Thlr. pro Tag verdiente. Er soll ge- äußert haben, daß er sofort von der Hütt- abgegangen wäre, wenn er nur anderwärt« Arbeit und Aufnahme in eine Kasse fände. Eisenreich ist 43 Jahre alt und noch sehr rüstig. Die Kasse— die KnappschaftSkasse— dieser Hemmschuh für die freie Bewegung der Arbeiter, ist eS, die sie zu Sclaven macht. Zu diesem Fall sei noch bemerkt, daß am 23. August a. f. eine T- Eisenwalze zu Bruch ging, als der Herr Ingenieur dabei stand. I» mau sagt sogar, er habe selbst kommaudirt.*) Ob da der Walzenmeister auch abgesetzt wird?— Ein dritter Fall: Der Vorwalzer C. Bret- schneid» in Wilkau wurdi von dem Obermeister Rüffler mit einer Zange auf da« linke Haudgelenk geschlagen und ist letzterer scho» über 14 Tage arbeitsunfähig. Rüffler war schon früher einmal wegen ähnlicher Rohheiten degradirt und eS bleibt abzuwarte», wie eS dieseSmal ausfallen wird, sowie ob Rüffler den vollen ♦) Die Marienhütte hat nämlich durchweg militärische Einrichtungen, z. B. Brigade 1, 2 u. s. f., Eompagnie» u. dergl. Durchschnittslohn an Bretschneidcr bezahlen muß, oder ob Bret- schneid» auf Kosten der Knappschaft kurirt wirv. Letztere» wäre eine Hintergehung der Statutea, eine berechnete Benachtheiligung der Knappschaft. Wir werden nach Ausgang der Sache weiter berichten. Der alte Harkort mag Vorstehende» in seinen Arbeiter- (Fabrikanten- oder Beamten?)-Spiegel aufnehmen. Und der Herr Ge- werkS-Anwalt Hirsch in Berlin kann diese 3 Fälle in seine Harmonie» Bibel mit einreihen lassen. Wir können und werden mit Mehrere« dienen." —In diesen Tagen hat der„Cougreß" stattgefunden, welchen Herr Bräuer mit seinen Anhängern zur Bekämpfung und Zersplitterung der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands nach Hamburg be- rufen hatte. Zur Erreichung ihres Zweckes, eine zahlreiche Be- schickung deS genannten CongresseS herbeizuführen, ließen die Ein- beruf» kein Mittel unversucht; sie kirrten, logen und schmähten, allein vergebens. Ihre Kampfweise war zu plump, al« daß nicht Jedermann sofort die an Größenwahnstnn krankenden Einberufer durchschaut hätte. So viel wir erfahren haben, waren auf dem Cougreß 12 Delegirte erschienen, darunter 4 aus Hamburg, 2 au» Altona, Sauthof auS Harburg, Gevecke aus Bremen, Reinecke au» Ham bei Hamburg, Röthing und Liebisch au» Leipzig und ein Mann aus Holstein, der nur 1 Stimme, die feines Bruder», vertrat. Die Zahl der vertretenen Stimmen wurde aus 592 an- gegeben. Beschlossen wurde, einen allgemeinen deutschen Arbeiter- verein zu gründen(Sitz Hamburg), mit der weisen Bemerkung „soweit die« die Bereinszesetzc gestatten." Im übrigen wurden für die paar Mann, denn mindestens die Hälfte der vertre- tenen Stimmen ist als aufgeschnitten zu streichen, alle Einrichtungen de« ehemaligen Allgemeinen deutschen Arbeiterverein» copirt(24 Mann im Vorstand ic.). Die Verhandlungen waren ein Muster von Unbedeutendheit und Wirrwarr. Ohne Rückhalt muß daher gesagt werden, daß der Bräuer'sche Congreß eine Fehlgeburt war, welcher zu ihrer Krönung nicht« mehr fehlt, al» ein Prästdium Liebisch oder Röthing, um dann am Fluch der Lächerlichkeit zu sterben. — Parteigenosse Guukel au« Sangerhausen, dessen am 3. August wegen MajestätSbeleidigung erfolgte Verhaftung wir chon meldeten, ist am 10. August zu vi» Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Ist da» nicht„affenartige Geschwindigkeit?" Ju»ere Partei-Aagelegenhetten. An die Parteikasse gelangten seit dem 18. August folgende Gelder für: ». Unterstützungsfond: Elberfeld d. Harm M. 16.32, Meißen d. Thieme 13.41, Achim Arbeiterfest d. Müller 21.65, Achim Stiftungsfest de» Männerturnclubs 3.10, Elmshorn d. Maschmann 30.30, Ham- bürg Cig.-Arb. bei Bergmann u. Jungermann 3.00, Lindenau d. G. Müller v. Arb.-B. 12.00, Stuttgart d. Bringmann v. Mitgl. des LesevereinS 7.00, Zeitz d. T. G. 1.00, Hamburg v. Ahl»« 3.00, WolfenbUttel d. I. Hirsch 4.80, Seligenstadt d. Burkard 8.00, Verden d. Günter 3.80, Hamburg v. Allg. d. Gypser- u. Stuckatur Arb.-V. 116.25, Frohburg v. Cig.-Arb. v. SobertSky 3.15, Preetz d. D. Breite 13.00, Hamburg d. Frau Jaland vom Fest des Arb.-Frauen-V. 36.70, Elberfeld d. Harm ges. auf ein» Landpartie 10.37, Würzburg d. Höpfner 1.50, Erlangen d. Kunst- mann 6.00, Seth d. Sarau 1.45, Potsdam d. F. Haburg 3.00, Itzehoe d. Stange v. N. 3.00, Kiel d. Starck 3.65, Forchheim d. G. Endres 1.40, Wald b. Solingen d. F. Wilhelm 5.00, Barmen v. H. W. 20.20, Hamburg d. Nagel ges. bei d. Tobten- sei» Lassalle'S 137.10, Hamburg v. DetgenS d. Koitkamp 3.00, Altona v. Petzold 1.30, Altona v. Dehmke'« Ciz.-Fabrik 6.00. d. Agitationsfond(freiwill. Beiträge): Lüneburg d. Walther 4.50, Itzehoe d. O. Matthaei 6.00, Altona v. Klüssendors'S Schneiderwerkstatt 6.00. v. Wahlfond: Elmshorn d. Maschmann 9.00. von den Orten, welche ans der Rcstantenliste v. 25. Aug. d. I. stehen, sind, al» ihren Verpflichtungen nachgekommen, zu streichen: Baden, Friedrichstadt, Forchheim, GeringSwalde, Kappel, Kirch- Hain i/L., Klein- Steinheim, Lechhausen, Lüneburg, Mainz, OldeS- loe, Potsdam, Reichenbach i/V., Rochlitz, Schweina«, Staßfurt, Vegesack, Boest b/K. Die übrig«» Orte werden hiermit nochmals dringend an ihre Pflichten gegen die Parteikasse erinnert. Die Beiträge für August müssen laut Organisation bis zum 15. Eeptbr. an den Unterzeichneten abgesandt werden. Mit Gruß! Hamburg, 1. September 1875. Namens de» Vorstandes: August Geib, RövingSmarkt 12. Gewerksgenossenschaftliches. Allgemeiner deutsch» Schueidervercin. Leipzig, 4. September. Sämmtlichen Schneidergehilfen zur Nachricht, daß wir, da unsere Forderung Seitens des Prinzipal» nicht bewilligt worden ist, heute die Arbeit eingestellt haben. Die Arbeiter im E. Berthold'schen Geschäft. Kall« a. i>. S., 3V. August. Am 11. d. Mt». fand hiersclbst im Rosenthale eiue öffentliche Versammlung statt, in welcher Höppner aus Berlin, der grade vom Congreß kam, über„Zweck und Nutzen der Gewerkschaften« mit gntem Erfolg referirte. Eine weitere Versammlung hielten wir am 13. August ab, und sprach in dieser Versammlung der Unterzeichuetc über den Congreß und die Generalversammlung in Leipzig. Beide Versammlungen waren gut besucht und haben sich eine Anzahl �CoUegen dem Verein angeschlossen. ü Mit Brudergruß IuliuS Beyer. s Kieße», i. September. In einer Versammlung am 31. August fand die Wahl des AuSschuffe« und gleichzeitig die Constituirung desselben statt und zwar in folgender Weise: Erster Vorsitzender I. Gg. Wagner, zweiter Borsitzender H. Velten, Geschäfts- fithrer B. Klerx, Hauptkassirer W. Lohrey, Beisitzer P. Weichsel. Wir geben das Resultat den Mitgliedern mit dem Bemerken be- kannt, daß etwaige Einwendungen dagegen von heute ab in vier Wochen eingereicht werden müssen. Mit Brudergruß B. Klerx, Neustadt]!). 201. „ der Mauufaktur-, Fabrik- und Hand- arbeiter beiderlei Geschlechts.(Sitz Weimar). Liangensatza, 22. August. Auch wir wollen endlich einmal ein Lebenszeichen von uns geben. Die Arbeiterbewegung schreitet hier langsam aber sicher vorwärts. Daß fast sämmtliche Arbeiter den Prinzipien der hier bestehenden GewerkSgenossenschaft hul- digen, sich aber nicht entschließen können, derselben beizutreten, ist wohl nur auS der Furcht, denunzirt zu werden, zu erklären, da Maß' regelungen oder auch wohl Arbeitsentlassungen die Folge wären. Darum, GewerkSgenossen, mache eS sich ein Jeder zur Pflicht, so viel wie möglich die der Gewerkschaft noch fernstehenden Brüder zu ermuthigen, daß sie sich anschließen an den Bund, um ge- meinschaftlich daS Wohl des ArbeiterstandeS zu fördern. Sucht eS ihnen klar zu machen, daß sie nur in geschlossenen Reihen allen Maß- regelungen Trotz bieten können. Mögen die uns noch Fernstehenden dies bedenken. Es ist des Arbeiters eigenster Bortheil, wenn er einer Organisation angehört, denn dann ist er auch in der Lage, den Preis seiner Arbeitskraft mit zu bestimmen, waS namentlich den hiesigen Arbeitern sehr noch thut, da ihr Lohn weit unter 3 Thlr. steht. Darum laßt fahren alle Furcht und tretet ein in den Bund, um mitzukämpfen für das Wohl Aller! Allgemeiner Tischler-(Schreiner-) Verei». Osnabrück. Der Strike dauert fort. Arbeiter, laßt Euch nicht durch Lügenberichte täuschen. niemals eine sozialistische Broschüre gelesen hat, wollen wir ihm nicht verdenken, daß er im Gegensatze zu seinen anderen Parteige- uossen die soziale Frage für unlöslich erklärt, wollen wir ihm auch nicht verübeln, daß aber der Rheinländer Kremer Napoleon I. als Autor der französischen Gesetzbücher hinstellt, dürfte doch etwaS zu stark fein. Herr Kremer wird auch nicht wissen, daß fast die ganze ultramontans Partei im Reichstage für die 4 Millionen Dotationen gestimmt hat. Gegen solche Niederträchtigkeiten, wie die oben geschilderten, haben wir nur eine Antwort, nämlich die, daß bei einer derartigen Einladung die Sozialdemokraten alle an Ort und Stelle sein werden. Den Parteigenossen deS Landkreises Köln rufen wir zu: sorgt unablässig für die Verbreitung der Partei blätter! Correspondenzen. Arnnstfurt a. M. Den Parteigenossen von Frankfurt und Umgegend diene zur Nachricht, daß Herr Heymann in Sachsen- Hansen zu Volksversammlungen und zur Todesfeier Lassalle'S seinen Saal verweigert hat. Ich glaube, daß die Parteigenossen eS ihrer Ehre schuldig sind, das Lokal diese« Herrn in Zukunft zu meiden «nd in anderen Wirthschaften SachscnhausenS zu verkehren. Z. Irnnkfurt a. M., 29. Angust. Parteigenossen(aber nur aus der nächsten Umgebung von Frankfurt), welchevon hier einen Redner wünschen, mögen sich nicht mehr an Unterzeichneten, sondern an Herrn Heinrich Mattseld, Zeil 47, bei Herrn Pfuhl, wenden. DieS auch allen auswärtigen Genossen zur Aufklärung, welche meine frühere Correspondenz mißverstanden haben. Karl Ibsen. Ans de« Landkreise Köln.(Unsere Gegner. Schluß.) Wir begaben uns Mittwoch, den 23. Juli, zu etwa 10 Par teigenossen nach Nippes. Die Versammlung, welche als Katholiken Versammlung einberufen war, war von den Einwohnern der 4 oder 5 umliegenden Dörfer besucht, wie die nltramontanen Zei- tungen meldeten. Die Geistlichen hatten sich auf der Redncrbühne postirt. Herr Aremer hielt einen etwa'/«stüudigen Vortrag über ultraooontane Politik. Redner führte unter Anderem an,„die Ultra- montanen können nicht reichsscindtich noch staatSgesährlich sein. Wären wir rcichSfeindlich, so würden wir unsre eignen Feinde sein.« Dann hob er hervor,„wir haben doch unser Geld in den vielen Aktienunternehmungen deS Reiche« angelegt. StaatSge- fährlich können wir ebenfalls nicht sein, denn wir wolle» keinen liberalen noch demokratischen Staat. Wir sind Anhänger der legi- timen Monarchie; für uu« ist da« Königthum von GotteSgnaden uothwendig.« Dann theilte Herr Kremer mit, daß er einem Herrn Schumacher in Bayenthal da« Versprechen gegeben habe, eine da- selbst angefangene Diskussion hier weiter fortzusetzen. Der Herr Vorsitzende in Bayenthal habe aber den größten Fehler gemacht, daß er Schumacher da« Wort ertheilt habe, denn wir brauchen uns doch keine sozialistischen Programme auseinandersetzen zu lassen. Daun, sagte Herr Kremer, habe er die Frage an Herrn Schumacher zu richten, ob er das in Bayenthal Gesagte noch ein- mal kurz resumiren wolle. Schumacher verlangte das Wort. Aber der Herr Abgeordnete hatte mit dem Scheunenthore gewinkt. Der Herr Vorsitzende rief:„Hier bekommt Niemand da« Wort als bloS der Herr Abgeordnete; wenn Jemand etwas will, er komme nach unser« katholischen Bürgerverein, dort werden wir Jeden widerlegen.« Der Herr Kremer, welcher Schumacher nach Nippes eingeladen, welcher in seinem Vortrage in Bayenthal wiederholt betont hatte, daß er nicht blo« Abgeordneter der Ultramontanen, sondern des ganzen Kreise« sei, und auch Jedem Rede stehen wolle, rief: Ich füge mich! Schumacher verlaugte da« Wort zur Ge- schästSorduunz, um eine Erklärung abzugeben. Jetzt wurde er von allen Seiten umzingelt und bedroht. Den Polizeibeamten, welcher iuterveuiren wollte, bedrohte man ebenfalls. E« wurde unsrerseits wiederholt an Kremer und an de» H-rrn Vorsitzenden appellirt, um dem Skandale Einhalt zu thun, aber Niemand rührte sich, trotzdem die beiden Herren in der Lage waren, mit ein paar Worten die Situation zu ändern. Al« Schumacher, dem man Rock und Hemd zerrissen hatte, fort war, bedauerte der Herr Kremer, daß Schumacher so große« Unrecht geschehen, und suchte dann(der Gegner war ja fort) die in Bayenthal gemachten Ein- würfe zu widerlege». Der Herr Landtagsabgeorductc sprach sich für die indirekte Besteuerung au«, der Bauer mit dem Hunde- karren wurde wieder gegen die Forderung der Gleichberechtigung in« Feld geführt, die Statistik, auf welche sich die Sozialdemo- kratie stütze, beweise nicht«. Er habe über die Eisenbahnfrage nicht sprechen wollen. Die französischen Gesetzbücher seien kein Resultat der französischen Revolutionäre, sondern seien von dem conserva- tiven Napoleon verfaßt. Man solle sich vor Denjenigen hüten, welche, um de« Erfolge« sicher za sein, sich in eine Arbeiterjacke steckten. Denn dies seien nicht immer Arbeiter. Raoul Rizault von der Pariser Commune sei kein Arbeiter gewesen, jedoch immer im Arbeiteranzuge herumgewandelt und habe meistens im Freien geschlafen. Derselbe sei aus allen WirthShäusern herauSgewors-u worden, und dergleichen Zeug mehr. Daß der Bewunderer und Bcrherrlicher der carlistischen Mordbrennereien in der„Germania« An die Metallarbeiter Berlins! Collegen, BerufSgenoffen! Wohl Wenige sind unter Euch, die sich nicht schon die Frage vorgelegt haben, wodurch d'e heute Herr- schenden Mißstände aus dem Gebiete der Industrie entstanden seien; wohl Wenige, die nicht daS Mißliche ihrer Lage empfinden und von dem Wunsche nach Besserung beseelt sind. Aber mit frommen Wünschen ist auf einem Gebiete, wo sich zwei Factorcn, die Arbeit und da« Kapital, schroff gegenüberstehen, nicht« auS- zurichten. Dort heißt es handeln und nicht, in der Hoffnung auf bessere Zeiten, die Hände müßig in den Schoost legen; dort gilt es den Kampf für eigene« Recht, für eigene Interessen. Euch zu erklären, daß dieser mit den Waffen de« Gesetze« zu führende Kampf nothwendig ist, wäre überflüssig; man braucht nur einen Blick in die jüngste Vergangenheit und auf die Gegen- wart zu werfen, um sich von dieser Nothwendigkeit zu überzeugen. Blicket hin auf die grade in der Metallarbeiterbranche zahl- losen Arbeiterentlassungen, die im verflossenen Winter statt- gefunden, und deren Reihe noch lange nicht geschlossen ist; blickt hin auf die zahlreichen Lohureductionen, die sowohl im Staat«- wie im Privat-Bctrieb inscenirt wurden, und erinnert Euch darau, daß direct von Seiten der Regierung hierzu die Losung au«- gegeben wurde; betrachtet Euch das widersinnige Treiben, das man in einer Zeit, wo die Arbeit stockt, wo viele Fabriken und sonstige gewerbliche Institute den Betrieb vollständig eingestellt haben, anstatt, wie eS naturgemäß erscheint, die Arbeitszeit zu vcr- kürzen, dieselbe trotz der wenigen vorhandenen Arbeit hinauf schraubt, weil mau weiß, daß sich Viele, die schon wochcn- ja monatelang brodlos sind, finden werden, die, durch die Roth ge- trieben, sich den gestellten Bedingungen fügen. Fasset alles dies ins Auge und dann fragt Euch, ob e« nicht an der Zeit sei, Hand anS Werk zu legen, um hier Besserung zu schaffen, um für die Zukunft derartige Bedrückungen unmöglich zu machen durch daS Zusammenschaare» Aller zu einer starken mächtigen Organi- sation, die im Stande ist, es mit der Kapitalmacht aufzunehmen. Nur durch die Vereinigung der Kräfte können wir etwas Er- sprießliche« erreichen, al« Emzclac niemals. Als solche sind wir den Sandkörnern gleich, die ein Windstoß hin- und herwirbelt; aber wie Millionen und aber Millionen Sandkörner die Düne bilden, die im Stande ist dem heranwogenden Meere Hrlt zu gebieten, ebenso werden auch wir mit einer starken Organisation im Stande sein, jedweden Unterdrückungsgelüsten einen festen Damm entgegen zu setzen. Collegen! ES handelt sich nicht erst darum, einen neuen Bau vom Grunde au« zu beginnen. Schon seit Jahren existirt, über einen großen Theil Deutschland« verbreitet, die Metallarbeiter- GewerkSgenossenschaft, deren Thätigkeit schon an manchen Orten segensreich gewirkt hat. Auch hier in Berlin hat dieselbe seit lange Boden gewonnen, doch hat bis heute sich noch der bei weitem größte Theil der Berliner Maschinenbauer und sonstigen Metallarbeiter, trotz Ermahnungen und Aufmunterungen, von derselben fern gehalten und dadurch die ActionSfähigkeit derselben beschränkt. Zeigt jetzt, Metallarbeiter Berlins, daß Ihr durch die Er- fahrungen gewitzigt seid, daß Ihr eingesehen habt, daS Gute snlle un« nicht in den Schooß, e« müsse dafür gekämpft werden; und tretet ein in unsere Reihen, um mitzuwirken für Euer eigenes Interesse, für das Interesse Aller. Jeder von Euch ist uns will- kommen uud Keiner darf fehlen; Alle sind berufen, un« nach Kräften ihre Mitwirkung zu zollen. Die Metallarbeit-r-Gewerksgenossenschaft hat e« sich zur Auf- gäbe gemacht, ihren Mitgliedern zu jeder Zeit, in jeder Lebens- läge hilfreiche Hand zu bieten, indem sie die Mitglieder, welche aus irgend welcher Veranlassung ihr Domicil wechseln, durch ein nach der Entfernung berechnetes Reisegeld unterstützt, indem sie Denen unterstützend zur Seile steht, die wegen ihre« Eintretens für die Arbeitersache brodlo» werden, und den feiernden Collegen wieder Arbeit zu verschassen bestrebt ist. Zugleich ist mit der GewerkSgenossenschaft eine Kranken- lasse verbunden, die nicht, wie die Berliner ZwangSkassen, die Mitglieder ihrer Ansprüche verlustig gehen läßt, sobald sie den Wohnort wechseln, sondern der Jeder angehört, solange er seine Beiträge bezahlt, mag er sich befinden in welchem Winkel Deutsch- laudS er will, und sogar jenseits der Grenzen. Selbst bis über den Tod hinaus sorgt die Metallarbeiter-GewerkSzeuossenschast für ihre Mitglieder, indem sie bei vorkommenden Sterbefällen durch ein Beerdigungsgeld den Angehörigen unter die Arme greift. Ihr seht, Collegen! Daß diese Organisation allen Ansprüchen gerecht wird, daß sie bemüht ist, die Mitglieder innerhalb der heu- tigen mißlichen Verhältnisse zu schützen und za stützen, wo sie kann, daß sie aber auch da« große gemeinsame Ziel nicht auS den Augen verliert: die vollständige Befreiung der Arbeit vom Drucke de« Kapital«. Deshalb rufen wir Euch nochmals zu: Ermannt Euch, tretet ein in unsere Reihen und reicht un« die Hand zum gemeinsamen Wirken, Ihr alle seid herzlich willkommen! Berlin, im September 1375. Im Auftrage: O. Stalten. L. Döring. Mitglieder können jeden Sonnabend Anguststr. Nr. 30 auf- genommen werden. A iefkaflea der Exqeditiou: Berlin Verband der Klempner: J)r Annouceukont» ist bi« aus heutige Annonce beglichen. Quittung F Tlbrhrn Eßlingen Ab. 12,00. Schr. 1,50. Dmbchr Schw.-Gmstüd ©cht. 4,38. verband der Klempner Berlin Ann. 0,70. Rhldr Fran- kenberg Schr. 3,00. Cigarrenarb. Berlin Ann. 0,30.»©chlz Sora» Schr. 3,50. F Asch Innsbruck Schr. 18,83. Strch Wald Schr. 5,70. Meiallarb.-Se«. hier Ann. 4,20. Arb.- Part. Stötteritz Ann. 0,80. Stil Apolda An». 2,50. Bll» Düsseldorf Ab. 1,00.«lisch Uelzen Schr. 7,86. Schmnn Mainz Schr. 6,00. 3 Lbsch Mittweida Ab. 2,60. Für den NnterstütznugSsonV. 2 Mark al« 2 Prozent Abzug für gewaschene und nenerkauste Hüte vom Parteigenosse» v. M. Diehl, Nenreudnitz. Sin Maurer 1 M. Montag, 6. Sept., Abend« 3 Uhr: Z wei öffentliche Versammlungen. 1) Nannynfiraße 27 bei Renz. Die Borgänge in der Herzegowina. Soziale« und Politische«. Res. Herr Bernstein. 2) Landwehrstr. 11 bei Meister. Vortrag von Kustermanu.— Dienstag, 7. September Abend» 8 Ubr: Drei öffentliche Versammlungen. 1) Ackerstraße 63 bei Qualitz.— 2) Besandbrnnne»,©chwedenstr. 15 bei Werner.— 3) Moabit, Warnstädt'« Lokal,«lt-Moabit Rr. 8. Bortrag.— Di«k»ssi°».— Verschiedene«. Um zahlreiche Betheiligung bittet_ A. Heinsch.[1101 Qäftt-ftit Sonntag, den 5. Sept., Vorm. 10 Uhr, in Bogel'» Lokal, Alexanderstraße 31: Oeffevtliche Versammlung sämmilicher Cigarrenarbeiter. T.-O.: 1) Abrewnung der gesammelten Gelder. 2) Bortrag von Böttcher. 3) Die Wickelmacherfrage. Res. F.W. Fritzsche. 4) Ber- schiedene». Die Tom Mission. s?0j (tturfttt Verband der Klempner und BerufSgenossen. ■vHi HU Montag, den 6. Sept., Abend» 3 Uhr: Aeffentttche Versammlung. Dresdenerstr. 85. T.-O.: Bortrag und Diskusfion. W. Beinkämpen, Bev. s50) Fachverein der Tischler. nSvi-K Montag, den 6. September: Ordentliche Generalversammlung. T.-O.: 1) Monatliche Abrechnung. 2) Da« System der Accord« arbeit und der Wirkuug»kreis desselben. 3) Das Statni der Produktiv« genosseufchast. Die Mitglieder werdeu ersucht, recht zahlreich zu erscheine». XL. Die gewöhnliche« BereinSfitznngen finden jeden Montag, von 8 Uhr ab im vereiu«lokal, Streitzenggasse Nr. 10a bei Z. Jona« statt. Der Vorstand. flOO) ftamlhltvtt vorläufige Anzeige. �HUUUUy Sonnabend, den 18. Sept.: Großes Vereinigungs-Fest. Nähere» später._ I. A.: H. Bindemann. slOOj iirt»!»»»,. Metallarbeiier- Gewerkschaft. Montag, den 6 August, Abend» 8 Uhr: Versammlung, Nicolaistiaße Nr. 33 bei Fröhlich. T.-O.: 1) Rechenschaftsbericht. 2) Diskusston über da» Protoko der Generalversammlnng. Zahlreiche» Erscheinen wird erwartet.— Aufnahme neuer Mitglieder. XL. Montag, den 13. August: Versammlung.— T.-O.: Die ueue Kranken- u. Sterbekasse. Alle Mitglieder müssen erscheiam.[100] Ooi»■«*» Allgem. deutscher Schneiderverein. Nächsten Montag, Abends 8 Uhr im Saale des Thü- ringer Hofe», Bnrgstr.: Gäste willkommen. Versammlung. (w) D. B. sSOs Leipzig Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 6. September: Mitgliederversammlung bei Richter, Roßplatz Nr. 9. T-O.: Jährlicher Bericht der Krankenkasse und Gewerkschaft. Sozialer Bericht.— Ausnahme uener Mitglieder. Der Bev. s60j «Pst mir» Agitations-Tomitö. Mittwoch, den 8. Sept., Abend» 9 Uhr, im Arbeiter- bildnngsoerein: Versammlung. Sämmtliche Parteigenossen, welche aus dem Tirculair verzeichnet find, haben zu erscheinen. Ebenso ersuchen wir die Parteigenossen vom Leip« ziger Landkrei«, Vertreter zu dieser Versammlung zu senden. Kirsten, Vors. s70s Fest der Gewerkschaste«. Sonnabend, den 11. September in der Tonhalle. Sonccri, Festrede, Ball.— Einlaß 6 Uhr.— Anfang 7 Uhr. Arbeiter und Arbeiterfreunde find frenndlichst eingeladen.— Zahl- reiche Betheiligung wird erwartet._ DaS SomitS.[150] inßVttftrtrft(f Sonntag, den 12. September findet in �'ssktilmU� II» wi» sämmtlichen Räumen der Schlosse'scheo Liegenschast ein Großes Volksfest statt, btstehend in Toncert, Fenerwerk und Ball. Festrede wird gehalten von W. Liebknecht.— Entrö 12 Kr. ü Person. Alle Parteigenosse» von nah und fern find eingeladen. I. A.: T. Ulrich.[100] Gewandte und solide Colporteure finden dauernde« Engagement in T. Kettel'S Volksbuchhandlung in Apolda.(2b)___[125] N. Picstf, Weureudnitz. Stotteritzer-Weg Ur. 17 empfiehlt den geehrten Parteigenossen sein Lager von Filzhüte», Mützen, Schlipse«-c. Alte getragme Filzhüte«erden jede Woche gewasche», gefärbt und moderaifict.[125] Borck-Fond. Seit letzter Abrechnung gingen noch ein: Bremerhafen d. Slauck v. L. Wolfersdorf M. 3,00, Darmstadt Liste 1 d Fenchtmann 4,96. Großenhain auf Liste d. O. Kufahl 6,21. Groß-Gerau«. Knöllinzer 3,06. Retzschka» auf Liste d. A. Rentzsch 4,20. Würzburg». Th. Lutz 1,00. Hamburg, 1. Sept. 1875. August Gcib, RödingSmartt 12. Hamlmrger Social-Deiuokraten. Dienstag, den 7. September, Abends halb 9 Uhr, in Stadli'« Etablissement(früher Tütge«) Balentinskamp 41: Außerordentliche Volksversammlung. T.-O.: Sine neue Thai der hiesigen Sozialisteo. Referenten: Lütjen», Hokemeyer und Breul. Um größtmöglichste Verbreitung de» Borstehenden ersucht die Partei- genossen. I.«.: A. Hörig, Sichholz 53. Roch Eins! Die Herren«orstände der resp. Gewerkschaften hier, bitte ia Nr. 100 d. Bl. nachzusehen, damit die rückständigen Annoncengebühren pr. April, Mai, Juni und Juli geordnet werde».— Die Beträge könne« an mich gezahlt werde». Srgebeust Der Ob.[150] verantwortlicher Redakteur: H. Rindt in Leipzig. Redaktion Hohestr. 4, Expedition Zeitzerftr. 44, in Leipzig. Druck und Verlag der Benoffenschasttbnchdmcktrei tu Leipzig.