Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonnlag. Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Vuchhand- mngen des Jn-u.Auslanöes. Filial-Expeditioncu str die Bereinigten Staaten: F. A. Sorge, Hör 101 Hoboken, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Tbird and ooates str. Philadelphia. Organ der Sozialistischen Arbeiterbartei Deutschlands. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Volksversammlungen, sowie die Filial-Expeditisnen und sinstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 1h Pf., Anjeig»« mit 25 Hf. die dreigespaltene Petit-Zeile berechnet. Adonnementsprels für ganz Deutschland IM. 60 Pf. pro Quartal. Monats-Abovnements werden bei allen deutschen Postanstalten auf den L:cu u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenbnrg auch auf den Iten Monat des Quartals i 54 Pf. Privat- und BergnügmigS- Ur. 106. Wittwsch> 15. September. *875. Äsrl Marx übtr Strikes A«d Arbkittr-KoaIitio«t»..So lange die Kapitalisten eines an Rohprodukten reichen Landes (Der„Gleichheit- entnommen) km �!anJV fÜi�en 0.ber f�e. ¥tn (Fortsetzung.) Heißt da» aber, daß eS nach dem Sturze der alten Gesellschaft eine neue Klassenherrschaft unter muer polnischer Macht geben wird? Nein. Die BesreiungSbedingung der arbeitenden Klasse ist die Besei- tigung jeder Klasse, ebenso wie die BefreiungSbeding»»g des dritten Stande«, des BllrgerstandeS, die Beseitigung aller Stände war. Die arbeitende Klasse wird im Verlauf ihrer Eutwickelung die alte bürgerliche Gesellschaft durch eine Assoziation ersetzen, welche die Klassen und deren Antagonismus(Gegensatz, Widerspruch) ausschließen wird, und e« wird genau genommen keine politische Macht mehr geben, da die politische Machr gerade die offizielle Zusammenfassung deS Antagonismus in der bürgerlichen Gesell- schast ist. Bis dahin ist der Antagonismus zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie der Kamps einer Klaffe gegen eine andere, ein Kampf der getragen zu seinem höchste» Ausdruck, eine vollständige Revo- lut'on ist. Darf man sich übrigen« wundern, daß eine Gesellschaft, die aus dem Gegensatz der Klaffen beruht, zu eineui brutalen Wider- spruch führt, zu einem Handgemenge? Sagt nicht, daß die sozial- Bewegung die politische ausschließe! ES gibi keine politische Bewegung, die nicht zugleich eioe soziale wäre. Es liegt in der Ordnung der Diuge, daß nur da, wo es keine Klassen und k-iuen Klassengegensatz mehr geben wird, die sozialen Evolutionen aufhören werden politische Revolutionen zu sein. Bis dahin wird immer am Borabend jeder allgemeinen Umarbeitung der Gesellschaft das letzte Wort der sozialen Gesellschaft sein:„Der Kauips oder der Tod; da« blutige Ringen oder das Nichts.„„So ist die Frage unbezwingbar gestellt.-- Nachdem wir nun am Schlüsse deS Kapitels über StrikeS und Arbeiter Koalitionen angelangt sind, wollen wir jetzt zu jenen -Stellen zurückkehren, die ein längeres Verweilen und größere Auf- merlsamkeit erheischen, um dieselbe» genügend würdigen zu können. Wir fanden am Eingang des Kapitels, daß es keine allgemeine Veriheuerung gebe» kann, daß wenn der Preis jeder Sache zu gleicher Zeit mit dem Lohn steigt, sich nicht der Preis, sondern nur der Ausdruck ändert, während Proudhoa behauptet, daß eine allgemeine Erhöhung des Arbeitslohnes eine allgemeine Preis- steigerung der Waaren bewnkt, die ihrerseits eiuen Rothstand her» vorruft. Da aber die Waarenmasse»ach Proudhon's Unterstellung die- selbe bleibt, und ebenso daS Preisverhältniß der verschiedenen Waareu, hat sich offenbar nichts geändert al» ihr GeldauSdruck. Dasselbe findet wirklich statt, wenn der Goldwcrth sinkt, wie dies in Folge der in Calisornien und Australien neu eröffucten Gold- quellen der Fall war. In der That beruht Proudhon's Ansicht auf der grundfalschen Borstellung, daß der Werth der Waareu auS ArbeitSlohu, anstatt. �— aus Arbeit besteht, von welcher nur ein Theil den Arbeitslohn �benützeu zu können, rn welchen eS ihue« der Gang der Industrie «setzt, während der andere den Mehrwerth für de» Kapital stcn! klaubt, eine Lohnerhöhung oder ArbeitSzeitverkürzuug zu erlange». ! Freiwillig werden die Kapitaliste» niemals weder da« eine noch Findet also eine allgemeine Lohnerhöhung statt, so entspricht ihr eine allgemeiue Erniedrigung dcS Mehrwcrios, rrspik-ir-e de« genug hohe Profite gestattet, bleibt daher ei» derartiges Laud selten «ehr alS eine Borrathskammer, in welcher Rohstoffe für Länder aufgespeichert werde», in welchen die Waarenproduktion auf hoher Stufenleiter betrieben wird. Nur,«euu ihnen da« Kapital auf solche Weise nicht mehr genug hohe Profite abwirft, gehen sie an die Anlegung von Fa- briken, in welche» sie die Rohprodukte gewinnbriugcud verarbeiten lassen. E« fällt ihnen aber dabei gewiß nicht ein, Maschine» an- zuwende», so lange sie die Arbeiter für lange Arbeitszeit mit Hungerlöhnen abfertigen können, die eS ihnen erlaubt, mit ihren Erzeugnissen wenigstens den inländischen Markt gegen die auSläu- dische Konkurrenz behaupten zu können. So wurden z. B. die Leinwandfabriken Böhmens, Mährens und Schlesiens bis zum Ausbruch de« deutsch sranzöstschen Kriege« fast ohne Maschine» betrieben, und in den übrigen Textilfabrikcn Oesterreichs wurden dieselben auch nur allmählig eingeführt und lassen noch heute viel z« wünsche» übrig. Dafür sind aber auch die Arbeitslöhne über zwei- und dreimal niedriger al« in den übrige» Ländern, abgesehen davon, daß sie IS— 16 Stunden länger al« die euglischeu Arbeiter und Arbei terinneu sich abrackern müssen. Nur bessere Arbeitslöhne oder kürzere Arbeitszeit werden die Besitzer der österreichischen Textilfabriken zwingen, diese Industrie entwickeln zu helfen, weil sie sich dadurch geuöthigt sehen werden, so viel Maschinen als möglich anzuwenden, um ihre Profite nicht verkleinert zu sehen. Cardir-, Borspinu-, Hechel- und Egrenir- Maschinen(Lottou-Üm), die Lpinuinx-Dstrostlög, Selfacting mules*)(selbstspinnende Mulemaschine), mechanische Webstühle ,c. werden nur dann überall eingeführt werden. Diese Maschinen würden die Fabrikaute» allerdings wieder, au« schon früher auge- gebenen Gründen, zwingen, ihre Fabrikate früher oder später zu verwohlseilern. Dafür würde eS aber auch dem Bauer in Oesterreich- Ungarn nicht einfallen, sich sein Garn auf dem altbekannten Spinnrad selbst zu spinne» und auf dem Handwebstuhl zu weben, weil er es bei nur halbwegs anderweitiger Beschäftigung vortheil- haster fände, Leinwand oder Tuch fertig zu kaufen�*). Wir verhehle» un« allerding« nicht, daß durch Maschiuenan- wenduug die Lage der arbeitenden Klasse oft eine noch schlimmere wiid. Die« hängt aber nicht von den Maschinen ab, sondern von der kapitalistischen Anwendung derselben einerseits und von dem Maugel au Solidarität unter den Arbeitern andererseits. Die Maschine» sind an und für sich betrachtet ein unermeßlicher Fortschritt der Judustrie, und kommunistisch angewandt würden sie nicht nur zur Vermehrung des wirklichen„Nanonal-ReichthumS- beitragen, anstatt, wie gegenwärtig, nur de» des Grundbesitzer» und Kapitalisten zu vermehren, sondern auch die Arbeitszeit auf ein beschränktes Maß herabzusetzen erlaube», anstatt wie gegenwärtig freie Zeit Denjenigen zu gebe», die aus Kosten der Arbeiter in EauS und BrauS lebe». Bis aber dies der Fall fein wird, ist eS nothwesdig, daß sich die Arbeiter verbüudeu, um wenigsten« die günstige» Momente Profits, während die Preise der Waareu im Allg-Bi-xer. unverändert bleiben. Wir; sagen im Allgemeinen, weil, wie Ma,x zeigt, eine allgemeine Lohnerhöhung sogar eine PreiSerniediigung der Waaren mit sich bringt und zwar jener, Me vorzugsweise mit Maschinen hervorgebracht werden. Worauf läuft aber überhaupt daS ganz- Geschwätz von Proodhon hinaus? Einfach darauf, daß die Lohnerhöhungen den Waaren Preiserhöhungen vorangehen. In der Wrrkllchkeit jedoch trage» sich die Dinge umgekehrt zu, als im Gehir» de« Herrn Proudhon. Nachdem sich die Kapitalisten eine Zeitlang bei einer Steigerung der Waareu ihre Säcke gefüllt haben, fiuden sie sich nach und nach gezwungen, auch den Arbeitslohn, wenn auch nicht in demselben Maße alS sie die Preise der Lebensmittel des Arbeiters(worunter nicht nur Speise uu» Trank, fordern auch Wohnung, Kleidung rc. zu verstehen sind) in die Höhe getrieben haben, zu erhöhen. Die Lohnerhöhung ist also Folge und nicht Ursache der erhöhte» Waareupreise. Wenn uu« die Erfahrung einerseits zeigt, daß die Lohnerhöhung Folge der Waarenpreissteigerung ist, zeigt sie unS andererseits wieder, daß hohe Löhne Ursache de« Fallen« der Waarenpreise sind. Werden einerseits die Industriezweige, die im Verhältuiß zum konstanten Kapital(Baulichkeiten, Werkzeuge, Rohstoff- ,c.) weniger variable« Kapital(für Arbeitslöhne bestimmtes Kapital, d. t. Lohn- fonds) anwende», al« die übrigen Industrien, durch die Konkurrenz gezwuugeu, ihre Waaren zu verwohlseilern, werden wieder andrer- seitS die Kapitalisten durch die hohen Arbeitslöhne, die sie geben Müssen, augespornt, die Arbeiter durch Maschine» zu ersetze». In Ländern wie in Industrien, in welche» mau Arbeiter für Spottlöhne haben kann, fällt eS den Kapitalisten nicht ein, Ma-„„ ,r....... t,4.inC.. Ar b Wa f rb i n rn ante' st unfl) Als bicfc Akute von ihrem Erfinder Erompton benutzt wurde tchlnen anz»weudcn. Ob die Industrie durch Masch(1766), hatte fie nur 30 Spindeln; Anfang dieses Jahrhundert» hatte sie einen Aufschwung bekommt oder nlcht, daran liegt d-u KaPitallst-n attflemetn 200. in bell 30a UBl) gegenwärtig 400 �da« andere geben; fie geben nur, wen» sie einer Masse gegenüber- flehen, in welcher jeder Einzelne die Interessen der Gesammtheit, die Gesammtheit das Jutereffe jede« Einzelnen zu vertreten festen Wille»« ist— Koalition. Ein Fabrikant, der 10—100 Arbeiter beschäftigt, kann leicht 1—10 Arbeiter entbehren, und so„mir nicht« dir nichts- diejenigen an die Luft fetzen, die fich nicht z« den Schülern der Carey-Bastiat» Schulze-Dclitz'schen„Harmonie- lehre- bekenne» wolle», deshalb— Koalition. Will der Fabrikant irgend welche Verordnungen treffen, die die Arbeiter in der einen oder andern Art schädigen— Koalition. Koalition der Arbeiter überall, wo e« nur gilt die Arbeiter- iuteressen zu wahren. E« ist daher albern, die Trades-UnionS oder permanente Koa- litio», wie fie Marx nennt, als nutzlos darstellen zu wollen. Die Fabrikgesetzgebung Englands, die verkürzte Arbeitzeit daselbst(50 bis 66 Stunden pro Woche) zeigen, welchen Nutzen die Arbeiter davon ziehen köuncn. Es kommt zuweilen sogar vor, daß die Arbeiter, die einer Trade«- Union angehören, in ein»nd derselben Fabrik besser be- zahlt werden, al« die Nichtunionisten. Doch hätten die Koalitionen auch keinen andern Erfolg, als da« Klassenbewußtsein der Arbeiter wachzurufen,«nd so da« Lügen- gewebe der harmonischen Interessen zu zerreißeu, würden sie un« dennoch größere Dienste leisten, als alle jene politischen Harlekin«, die mit Geriugschätzung auf dieselben blicken, jemals zu leiste» im Stande fein werden. Andererseits würde eS aber auch von Mangel au Erkcnntniß in der Arbeiterklaffe zengcn, weun sie über den Kampf, de» sie täglich führt und zu führen hat, daS Endziel anch nur einen Augenblick vergäße, und welches die Emanzipation der Arbeiter- klaffe ist. So lange aber die Grundbesitzer und Kapitalisten die politische Macht in Händen haben, werden sie dieselbe immer benützc»,«m in erster Linie ihre ökonomischen Interessen zu wahren und der Beftemng der Arbeiter stet« neue Hindernisse in de» Weg zn legen, weshalb die Erlangung der politischen Macht eine Haupt- Pflicht der Arbeiterklasse wird. Bis diese errungen ist, heißt eS kämpfen, kämpfen und immer wieder kämpfen, bis die Emanzipation de« Proletariats zur That geworden ist. Sozialdkmokratie und Murkerökonomie. „verdammt- wenig; wa« fie beschäftigt, ist, ihr Kapital so viel als möglich zu vermehren. Was liegt dcnselbe» daran, ob die dis 1200 Spindeln. ) In Ungar» existirt nur eine Flachs- und Hanispinnerei, die 140 Rohprodukte in demselben Land verarbeitet werden, in welchem sie. Arbeiter, größtentheils Frauen, beschäftigt, obwohl die ungarischen Krön «zeugt wurden, oder audcrSwo,»m als„fertige- Waare wieder Länder jährlich ungesähr 100,000 Cmtner Flachs produziren. Die Spm lwportirt zu werden, so lange fie sich nur dabei bereichern könne»?�nirei ist in Käsmarck. Jedem ekelt vor dieser Barbarenherrschaft. Macchiavelli. I. Die Kritik des Herrn von der Goltz. Im Buchhandel erschien kürzlich die Rede deS Herrn vo» der Goltz welche er am diesjährigen GeburtSseste deS deutschen Kaiser« in der Stadt deS Philosophen Kaut abhielt. Da« ftagliche Flugschriftchen betitelt sich:„DaS Wesen und die Bedeutung der deutschen So- zialdemokratie-. Der Herr Professor kommt darin zu folgenden Aussprüchen: 1)„Herr vo« Treitschke hat in überzeugender Weise nachgewiesen, daß die sozialdemokratischen Tendenzen durch»nd durch unsittlicher Natur sind-. 2)„ES wäre besonders wünschen«- werth, wenn der Berein für Sozialpolitik(die Kathedersozialisten) in der energischsten Weise gegen jede Gemeinschaft mit soziatoemo- kratischen Prinzipien und Bestrebungen protestirte". 3)„Der ganze moderne Sozialismus leidet an innerer Unwahrheit. Die sozialistischen Führer üben eine despotische Gewalt aus die ihnen folgende Menge auS und geben trotzdem vor, für die Frei- .heit zu kämpfen. Der Sozialismus strebt anschciuend nach geistiger Ausklärung der untern BvlkSklassen, sucht aber trotzdem den Gebrauch aller der Mittel, welche zur Geistesbildung diene« köuuen, den Arbeitern zu verleiden jc. Der moderne Sozialismus ist des- halb im emiueutestsa Sinne des Worte« unsittlich und keine Rück- sichten dürfen den gewissenhaften, für da« Wohl seine« Volke« be- sorgten Mann abhalten, dies Urtheil unumwunden auszusprechen-, 4)„Daß große Städte, i» welchen so mancherlei Volk zusammen- läuft und unreine Elemente am leichteste» ihr gewissenloses Spiel treiben können, für sozialistische Agitationen ein besonder« dank- bares Feld abgeben, bedarf keiner weitereu Erklärung-, 6)„Ich kann in gewissem Sinne ihm(Professor Schmoller) auch zustimmen, wenn er behauptet, eS gebe uebeu den leidenschaftlichen, unehrlichen sozialdemokratischen Führern a»ch solche, die persönlich höchst acht- bar seien. Die« schließt aber nicht auS, daß auch die ehrlichen Führer gemeinschädliche und verbrecherische Ziele verfolgen. Ro- beSpierre war auch ein ehrlicher und in mancher Beziehung sehr achtbarer Mann; sein ehrlicher Fanatismus verleitete ihn aber zu den größten Gräselthaten-. Da« sind im Gröberen die Vorwürfe, welche der Herr Dr. Freiherr von der Goltz den Sozialdemokraten macht. U« hä- mischen Entgegnungen vorzubeugen, bemerke ich, daß mit obige» Sätzen keineSwegeS etwas entstellt,„aus de« Zusammenhange ge- rissen- wurde— im Gegentheil da« Durchlese» de« Original« macht einen wesentlich drastischeren Eindruck in der augedeuteten Richtung. Ziehen wir nun die Summe dessen, wa« Herr von der Goltz auS den Bestrebungen der Sozialdemokratie gezoge». Nach ihm verfolgen die Sozialisten Deutschland«„eminent unsittliche Zwecke und verbrecherische'Ziele-. Der Herr Professor hat leider ver- gessen, unS eine Definition feines Begriffes von„Sittlichkeit- und „Verbrechen- zu geben. Angesichts dieser Thatsache läuft die Rhe- torik des KönigSbcrger Gelehrten daraus hinaus, w«s der ernste Sozialist Dr. Dühring schon vor 10 Iahren ein„Raisonnement ins Vage- nannte. Wir müssen also mit den hie und da eia- gestreuten Andeutungen vortieb nehmen und kommen damit z» deu in der Bourgeoisie gang und gäben Gemeiuerklärungen, beziehent- lich Dogmen über„Sittlichkeit". I. Die sozialdemokratische Forderung absoluter politischer und wirihschastlicher Gleichberechtigung der Judividnen im Staate wird von dem Herrn Professor nicht mit logischen Gründen als un- thunlich zu widerlege» versucht,— aber doch für„nusittlich" erklärt. II. Daß die heutige ZwangSehc, welche die völlige Unterord- nung der Frau bedeutet, kein natürliche« Recht de« Manne«, wohl aber ein historisches Unrecht ist,»nd daß der Sozialismus auf Gleichstellung des WeibeS consequenterweise dringen muß. steht der Herr Professor der National Oekonomie nicht ein, widerlegt eS auch»icht,— erklärt diese Ansicht aber für„unsittlich-. III. Daß die Retigioneu auf die Völker»ur immer ent- zwciend gewirkt; daß die Geschichte der Religionen die Geschichte der furchtbarsten MenschheitSgräuel ist; daß ferner der Glaube an überirdische Wesen die Nationen immer von ihre» wahren Hu- manitätSidealen ab und nutzlose« Schwärmereien zugewendet hat; daß CultuS und Bevormundungssystem Begriffe sind, die sich völ- lig decken und deshalb von der jugendfrischen Sozialdemokratie mit Bewußtsein und endgültig in die Antiquitätenkammer der MenschheitSverirrunge« geworfen werden,— alles diese« widerlegt Herr von der Goltz nicht, aber er erklärt es doch für„un- sittlich"! Aber was ist denn eigentlich„Sittlichkeit"? Giebt e« ein im Aelher schwebende« allgemein verbindliches Stttengesctz? Und wenn, sind die Pfaffen und ihr muckerischer Anhang mit einem himmlischen Patent ausgestattet, dahmgeheud, daß sie allein wissen und lehren können, was„Mich" und was„unsittlich« ist? 14 Shill. bis 3 Pfund 14 SM. o&ne die Kost, welche nzch� Professor v d. Goltz stellt eZ in Fczze, od die in einii'N Ober aber— liegt in allen Menschen ein naturliche« Gefühl, der eig-n-nAnzab- vcS Pros, von der Goltz a»f 6 Pfund jährlich! Ängib-ii de» E.zquet-bericht-Z g-uiachle Schätzung für den Gels- Zu begreifen, was recht und unrecht, sittlich oder schamlos ist?, abgeschätzt ist— eine Schätzung, welche, wie niedrig sie scheinen werth der Kost der männlichen und weiblichen Dienstboten aus trrfffiv öhö*' Vma s-»»*»,'*>»>> r* � iCl CHT....w er' r, s» m.« 1 ✓,■ o, r,*. Welch' letztere Natur- Moralistik indessen mehr oder weniger von maz, doch wahrscheinlich ganz richtig ist. Anzenommen selbst, daß den staatlichen� und gesellschaftlichen Einrichtungen, sowie den tli- diese Zaylcn die Löhne v�u beiden KUssen von Arbeitern nicht matischen Einflüssen beeinträchtigt wird. Die erstere Anschauung ist die religiöse, historisch überlieferte, und ihr einziger Zw-ck: das Boll zu zügeln. Die zweite Erklärung ist die natur»lssenschastlich-philosophische, hervorgegangen aus dem Streben nach Wahrheit und abzielend die Befreiung des menschlichen Geschlechts von der himmlischen und irdischen Monarchie. Daß die Gesammtheit der Wittcrungs' Verhältnisse einen bedeutenden Einfluß auf die örtlichen Sittenan- schauungen hat, brauche ich dem gelehrten Herru nicht erst zu er- örtcrn; daß aber auch die politischen und gesellschaftlichen Einrich- tungen und Mißeinrichtungen eines Landes eine ganz wesentliche Einwirkung auf die Sittlichkeit haben, scheint der neue Cato nicht zu wissen. Wenn die strenge Wissenschast erkannt hat, daß die AuSbeu- tung dcS Menschen durch den Menschen thatsächlich besteht; ferner, wenn dann die Ausgebeuteten sich vereinigen, um dieses ganz ent- schieden„unsittliche"„historische Recht" in ein natürliches Recht umzukehren, s» erklärt die deutsche Mucker-Oekonomie:„daS ist ein Verbrechen". Aber halten wir uns nicht mit Dingen auf, die jedem Unbe- fangeuen klar sind wie das Sonnenlicht, sondern gehen wir zu den andern mehr oder weniger plumpen und trivialen Auslassungen Uber. Der sreiherrliche UniversttäiSlehrer empfiehlt seinen Freunden höher angeben,«lS sie wirklich sind, so beweisen dieselben, daß die Lage der Arbeiter miserabel ist. Ich will hier einige einzelne Beobachtnnzen wiedergeben, welche ich bei de» Leuten machte, mit welchen ich in Berührnng kam. Ja der Stadt Oppeln selbst klagte«ir mein Gastwirth, daß er jetzt sechs Pfund und 5 Pfand 3 Shillings richtig sei. Jh fürchte, daß die oben gemachte Beschreibung dieser Kost die Rrchtizkeit dieser Schätzung bestätigt. Trotz aller dieser Eatbehrunz und Dürftigkeit, oder vielleicht wegen derselbe», macht die schlesische Lanobeoolkeruag diese» De- striktes nicht den Eindruck, als od st: sich sehr gedrückt fühle. Die- selbe ist ein g-dnldiger Menschenschlag nnv mit Wenigem zufrieden. dem Manne für eine einzelne Tagesarbeit IS Pcnce(12'/» Sgr.) Die letziere Eizenschaft besonders erregt die immer erueute B: zahlen müsse, und daß er seiner Magd ei»en Lohn von 3 Pfund; Wanderung und da» Lob der gat situirtea Alass-a ia Deutschland. 1 A ♦ 1 1 1\t/\& i O i-v rfl*(«-v*\ e, i\i\\ v*%*«•«« wXaC cv rc o ex..:. l___ e.e f.___..: x. l... p.. r. m �. pl. a< r»... 9 14 Shilling«(25 Thlrn.) gebe. Wenn nun in dieser Jahreszeit der Man» für eine einzelne TageSarbeit, welche höher bezahlt wird, als forldanernde Arbeit, in der Stadt bloS IS Pen«(12'/, vzr.) erhält, so ist anzunehmen, daß der Lohn auf dem Lande erheblich niedriger ist. Auf den Dörfern ring« um Oppeln fand ich, daß der Tagelohn für Männer ungefähr 9 Pen«(7'/, Sgr.), für Frauen 6 Pence(S Sgr.) betrug, während im Winter die Männer froh waren, wen» sie 4 Pence(3 Sgr.) Tagclohn, die Frauen für noch viel weniger, Arbeit erhielten. Diese Löhne geben einen sprechenden Beweis von der erbärmlichen Lage der schlesischen Arbeiter. Mit de« Einkommen, welches dieselben repräsentiren, ist es heutigen Tage» unmöglich, irgend welchen Komfort des Lebens zu beschaffen. Die Leute selbst sehen niedergeschlagen und kraftlos auS; ihre Gesichter sind färb- und freudlos. Ihre Kleider stud von Leinwand oder, wenn von Tuch, sehr abgetragen und geflickt. Ihre Wohnungen sind elende Hütten (siehe oben 2) etwas, waS ungefähr eine Wirkung hervorbrächte, mit einem oder höchste»« zwei Fenstern. Dieselben sind meist ge wie daS Anbellen de« Mondes durch die bekannten Vierfüßler, baut von Holzschwarten, in den Fageu mit Lehm verschmiert. ES wäre in der That eine markerschütternde Nachricht, wenn die Wenn sie mehr als ein Zimmer enthalten, so ist daS zweite von „Rotheu" eine« Morgens im„BolkSstaat" oder„Neuen Sozial- demokrat" lesen, daß die kathedersozialistelnde Muckerassociation jede Gemeiuschaft mit dem Sozialismus energisch ablehnt. WaS der Verfasser der„ländlichen Arbeiterfrage" mit dem unter Punkt 3 Angegebenen meint, wird in einem 2. Abschnitt seine Würdigung finden. Denn hiermit geräth er auf daS positive Gebiet, d. h. er steckt damit das rostige Schwert seiner Kritik in die(sehlende) Scheide und greift nach dem gothisch geformten Bau- stein seiner„Verbesserungsvorschläge". Das denunziatorische Avis(Punkt 4) bedarf keines Commen- tars. Die colossale Zahl der Mitgtredsr der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands in Hamburg-Altona, Berlin und andern großen Städten wird wissen, was sie von der Bornirtheit solcher Ammen- märchen im Gewände einer seinsollenden Wissenschaftlichkeit zu halten hat. DaS Beste kommt zuletzt. Also es hat erst des Herrn Schmol- ler bedurft, um unfern geehrten Nationalökonomen davon zn über- zeugen, daß nicht alle Führer der Sozialdemokratie Raub- und Meuchelmörder, Mordbrenner, Gauner und Spiritisten sind.„Ver- brecherische Ziele" verfolgen sie allesammt, aber es giebt doch einige darunter, die wenigstens privatim, unter sich, ehrliche Leute sind,— Alle haben gemeinschädliche Zwecke im Auge.— DaS ist jedenfalls nicht genügend deuttich ausgevrückt! Es soll wohl heißen, sie sind dem Gemeinen schädlich! Bon der Tiefe deS geschichtlichen Blickes des Herrn v. d. Goltz zeugt daS kurze, der Gouvernantenmoral desselben angemessene Ur- theil über Maximilian RobeSpicrre. Ich will hier den«irklichen Volkshistoriker Held sprechen lassen, weil er gerade einer der Ersten war, der an die Stelle deS allgemein üblichen einseitigen Klassen- urtheilS in der Geschichtsschreibung den allgemein menschlichen Staudpunkt setzte. Er sagt(Held und Corvin, Weltgeschichte, Band 4, Seite 255):„Man macht sich von der Schreckensherrschaft gewöhnlich deshalb eine falsche Vorstellung, weil man die Zahl der Opfer nicht genau kennt, welche sie forderte. Deshalb wollen wir sie hier anführen. ES wurden während der ganzen Thätigkeit des Revolutionstribunals nicht mehr als 1862 Personen zur Guillotine verurtheilt.— Also werden i» den kleinsten Schlach- ten, durch welche die Heere von Despoten ein für die Freiheit aus- gestandene« Volk niederdrücken, an einem einzigen Tage mehr Frei- heitSmänner zum Besten der Tyrannei geopfert, als durch die ganze Schreckensherrschaft zum Besten der Freiheit KnechtschaftSbe- flissene geopfert worden sind". Lat sapienti!*) Die elende Lage der dentschen Landarbeiter wird von einem scharf beobachtenden Engländer, Mr. Smith, der namentlich Schlesien bereist hat, im„Manchester Guardian«, unter Kennzeichnung der schönfärbenden„Ehrlichkeit" de« frommen Pro- sessorS von der Goltz(Verfassers deS famosen EnquLtebericht») wie folgt geschildert: Die ländlichen Arbeiter im Regierungsbezirk Oppeln zerfallen in JahreSlöhner, welche von dem Arbeitgeber Wohnung und Kost empfangen(Gesinde) und in Tagelöhner. Von den Letzteren haben Einige, aber nur die Minderzahl, zwei bis drei Acre« Land(6, 89 bis 1,20 Hektare) oder etwa« mehr und ein kleines HauS als Eigenthum; Andere pachten sich oder erhalten von den Arbeit- fiebern ein Stück Land zum Anbau von Kartoffeln. Manche der landbesitzenden Tagelöhner halten eine Knh, znweilen auch mehr als eine; dieselbe ist für ihre HauSwirthschast von großem Werthe. Trotzdem ist die Lage derjenigen Tagelöhner, welche Land und Kuh besitzen, uickt so sehr viel besser, al« die Lage derjenigen, welche Beides entbehre». Mancher Maun, der Land und Kuh be- sitzt, lebt doch täglich auf der Grenze de« Verhungern« bei unauS- gesetzter Arbeit. Es ist kaum zu sagen, daß zwischen dem land- besitzenden und dem«ichtlandbesitzendea Arbeiter in Schlesien ein erheblicher Unterschied hinsichtlich der Ernährung und der Wohnung bestehe. Auch kann man kaum einen große» moralischen Vorzug in der Lage de« Mannes, welcher eine halb verhungerte Kuh und einen»erschuldeten Kartoffelacker besitzt, im vergleich zu der Lage eines Tagelöhners erblicken, dessen ganzes Vermögen nicht«ehr als 20 Schillinge werth ist. Dem Bericbt des Prof. von der Goltz ist der-Vorwurf ge- macht worden, er stell- sich auf die Seite der Arbeitgeber; nach meiner Erfahrung im Regierungsbezirk Oppeln ist dieser Vorwurf wohl begründet. Aber auch die in dem Bericht angegebenen Zahlen zeigen mir, daß die Lag- der ländlichen Arbeiter rn Schle- sien schlechter ist, als die Lag- derselben Klasse in irgend einem Theile England». Der Enquvtebericht»iebt»ämlich als Tagelohn für Männer im Winter 7**), im Sommer 10 Pence an, für Frauen im Winter 4, im Sommer 5 Pence. Der Jahreslohn eines männlichen Dienstboten beträgt nach dem Bericht 2 Pfund einer zweiten oder dritten Familie bewohnt. Ein Professor, welcher in der Nachbarschaft gewohnt hatte, versicherte mir, man könne in derselben Stube eine gestorbene Mutter, eine Familie von Kindern und eine Heerde Gänse sehen. Selbstverständlich lassen solche Wohnungen und solche Löhne keinen Auswand für Hausgeräthe zu. Man findet in diesen Baracken als HauSgeräth höchstens ein Bett und einige tanneue Bretter au- statt der Stühle und Tische. Unter demselben Dach ist der Kuh- stall und unmittelbar der HauSthüre gegenüber, in einer Eatfer- nnng von fünf oder sechs Fuß, die Düngergrube, in welcher aller Unralh auS dem Kuhstall und dem Hause gesammelt wird. Hieraus mögen die Leser jersehcn, daß der schlesische Arbeiter sich keines idealen Heimwesen« erfreuen kann. Selbst die Kuh, welche die eine Hälfte der elenden Hütte bewohnt, ist ein bemit- leidenswerthes Geschöpf. Sie ist halb verhungert und überarbeitet. Ihre Nahrung kenne ich nicht, aber von ihrer Arbeit war ich oft ein unwilliger Beobachter. Sie dient al« Pferd sowohl, wie als Ochse»nd als Kuh. Sie pflügt, sie zieht den Wszen, sie stleift Holz herbei,«nd dann hat sie noch eine kleine Gabe von Milch E« scheint denselben nicht aufzufallen, daß eS eben so wenig für den ländlichen Arbeiter eine Tugend ist. damit zufrieden zu sei«, iu einer Baracke zu wohnen und sein Weib zu einem Lastihiere zn macheu, al« eS für den reichen Man», welcher sich eines stattlichen, mit allen Bequemlichkeiten ausgestalteten Hanse« und der Gesell- schast einer netten Frau und einer schönen Tochter erfreut, eine Ehre ist, dem armen Manne, welcher ohne solche„Guadenzaben" (mörviez) durchkommen muß, ein selbstgefälliges und scheinheiliges Lob zu ertheilcn. E« ist eine Thatsache, welche de« großen„Kulturstaat" keine«- wezs zur hohen Ehre gereicht, daß nicht nur nichts geschehen ist, um das Elend der halbverhungerten, in Schlesien und anderwärts befindlichen Arbeiter zu mildern, sondern daß man sogar äugen- schcinlich wünscht, dieses Elend zn vertuschsu. Fürst Bismarck hat seine Kriege zu führen und seine Armeen z» unterhalten; die glücklichen Kapitalisten tragen als solche, mit einigen wenigen rühmlichen Ausnahmen, kein Verlangen, den Preis der Handarbeit zu erhöhen. So ist das arm- elende Volk darauf angewiesen,„sich durchzuschlagen", wie man hier sagt, und daS Ende und Aufhören der Hungerqualen in dem Grabe zu suchen. DieS die Schilderung des Hrn. Smith, der kein Sozialdemo- krat, aber sin ehrlicher und zuverlässiger Mann ist. Mit dem kläglichen RechtfertigungSoersuch des Hrn. von der Goltz werden wir unS in einer der nächsten Nummern beschäftigen. Politische Uebersicht. — Bürgerlicher Dünkel und after-demokratische Thor- heit. Der bürgertich-demokratischen Mehrheit der Stadt Mann- heim ist, ihrer Meinung nach, vor Kurzem von einem Mannheimer nationalliberalen Blatte eine schwere Beleidigung zugefügt worden, indem sie von demselben mit der Bezeichnung„Proletarier mit oder ohne Glacehandschuhen« belegt wurde. Diese„Beleidigung" mußte durch folgende, in einer von mehr als 1000 Personen be- suchten„Bürgerversammlung« beschlossene Resolution wieder ab gewaschen werden:„Die durch ein hiesiges Organ der national liberalen Partei erfolgte Charakterisirung der Mehrheit der hiesigen für ihren Besitzer oder dessen Kunden zu liefern. Und, trauriger j Bürgerschaft mit dem AuSorucke„Proletarier" enthält eins schwere Weise, ist die Lage der Ehefrau deS Arbeiter« nicht im Geringsten besser, als die Lage seiner Kuh. Die Frau hat früh und spät ebensowohl die Arbeit eine« ManneS, wie die Sorge für die Kin- der auf sich. Manche Männer verlassen ihre Heimath auf Monate, um in den Bergwerken oder sonst irgendwo Arbeit zu suchen. Während dieser Zeit haben die Frauen alle Arbeit auf dem eigenen Lande zu verrichten oder, wenn sie nicht so glücklich sind, Land zu besitzen, müssen sie ans den benachbarten Gütern zur Arbeit gehen. Ich sah auf den Feldern mehr Frauen als Männer in Thätigkeir. Ich sah dieselben die Egge ziehen, den Kartoffelacker umgraben, Düngerwagen auf- uud abladen, al« Handlanger bei Maurern Hilfe leisten, den Thon au« den Thongruben nach den Ziegelöfen schaffen, als Hufschmiedsgesellen in ver Schmiede arbeiten. Na- türlich werden dieselben in sehr frühen Iahren sch»n alt; da« Fehlen der Schönheit, die positive Häßlichkeit dieser verhältnißmäßig noch junge» Frauen ist äußerst traurig. Die Kinder werden noth- wendiger Weise vcrnachlässtgt. Ich sah eine vollständige Wieder- holung jener pathetischen, in„de« PflügerS GlanbenSbekenntniß" beschriebenen Scene von dem verlumpten Man» und der elenden Frau an der Spitze deS Pfluge« und dem kleine» Kinde, am Ende der Furche liegend. Die Nahrung dieser Leute entspricht ihrer sonstigen Lage. Die- selbe besteht vorzugsweise auS Kartoffeln. Fleisch ist ein LuxuS- artikel, dessen sich wenige einmal iu der Woche erfreuen, die meisten bloS 2 bis 3 Mal des JahreS. Brod wird nur in kleinen Quantitäten genossen. Glücklicherweise kann man Milch für einen Penny pro Liter kaufen; Milch und Buttermilch bilden deshalb den nahrhaftesten Theil ihrer Lebensmittel. Eier scheinen nur selten gegessen z» werden. Unglücklicherweise haben die meisten Arbeiter kein Federvieh; besitzen sie Hühner oder Gänse, so sind es immer nur wenige; in diesem Fall sammeln sie sorgfältig deren geringe Erzeugnisse auf, um sie zum Markt zu bringen. Ich erhielt von einem wohlnnterrichtetcn Arbeiter in einem Dorfe bei Oppeln eine detaillirte Beschreibung von den Mahlzeiten, die man einem männliche» Dienstboten in dem Hause eines wohlsttuirtcn, mittelgroßen Grundbesitzer« vorsetzt. E« möchte belehrend sein, dieselbe hier zu wiederhole». Jedoch muß ich daran erinnern, daß die Lebensweise eine« armen Tagelöhner« weniger reichlich sein möchte. In einem solchen Hause steht die Dienstmazd um 3 Uhr auf, weckt die»brige» Hausgenossen und bereitet das Frühstück, welches um 5 Uhr eingenommen wird. ES besteht au« saurer, folgender- maßen zubereiteter Suppe. Am Abend vorher wird ein wenig Mehl genommen, in lauwarme« Wasser gethan, auf den Heerd� gestellt«nd dies läßt man gähre»; am andern Morgen wird dies gegohrene Mehl mit einer Anzahl Kartoffeln gemischt»nd bildet, wa« man die saure Suppe nennt. Die« ist die erste Mahlzeit des Tages. Die nächste wird um 3 Uhr eingenommen und besteht gewöhnlich aus einem Stück Brod und etwas Spirituosen, die man„SchnapS" nennt,»der statt deS letzteren etwas Brannt- wein. Auf meine Frage:„kann der Dicnstbote so viel Brod haben als er wünscht?" erhielt ich die Antwort:„durchaus nickt". Darauf kommt daS Mittagessen um 12 Uhr. Oft, aber nicht immer, enthält der Kückenzettel Fleisch. Die zugemessene Quantität ist etwa ein Pfund aus vier oder fünf Personen. Diese kleine Quantität Flei'ch hat indessen zuerst Suppe liefern müssen; aber natürlich, waS das Fleisch verliert, gewinnt die Suppe und iu einer oder der anderen Form kommt e» den Genießende» zu Gute. Die Suppe wird gewöhnlich gemischt mit Mehl oder ge- riebenen Kartoffeln. Um 4 Uhr bekommt der Dicnstbote wieder ein Stück Brod, aber dann keinen Branntwein oder„Scknaps". Beim Abendbrod ist die Hauptschüssel Buttermilch. Bei dem Küchenzettel de« Tagelöhner« fällt gewöhnlich daS Fleisch und der Schnaps aus. Und ich muß sagen, daß das halbverhungerte ♦) Senug der W-ishntl R. d. B. Aussehen düser armen Leute vollständig die einstimmrg- Angabc '•) Das Psnnd Sterling— 20 Mark, enthält 20 aller von mir befragten Arbeiter bestätigte, daß sie nur bei sehr >-); der Shilling ist also— uusner Reichsmaick, �thellt sich � G-!egevh-it-n sich animalischer Nahrung oder geistiger Getränke erfreuen. linge),.. P-uce(Mehrzahl von Penny), Pfennigen. 1 Penny ist also— 10 preußischen geistiger Beleidigung derselben, die mit Entrüstung auf ihre Urheber zurück- gewiesen wird. Die Bürgerversammlung beklagt eine Parteipole mik,| welche, einer leidenschafilichen Herrschsucht entsprungen, das Ansehen und die Ehre der Stadt nach Außen gefährdet., und in ihrer persönlich-beleidigenden Tendenz den Frieden der Gemeinden im Innern auf's Tiefste zu erschüttern geeignet ist." Uns erscheint diese Resolution viel kompromittirender(kom- promittirend: blosstellend.) als ihre Ursache: wir halten den AuSvruck Proletarier für einen unter den gegenwärtigen Verhältnissen ehrenvollen— findet man doch die Vertheidiger der Menschenrechte mit ganz seltenen Ausnahmen ausschließlich in den Reihen deS notorischen Proletariats— steht und fällt doch der Fortschritt der Menschheit mit der geistigen und materiellen Befreiung der schon zu Millionen mit dem vollen Bewußtsein ihrer Kulturmisston erfüllten Proletarier! Wer sich heute über die Bezeichnung Proletarier entrüstet zeigt, ist noch viel be- schränkter als jener Pharisäer, der gegenüber de»„Zöllnern und Sündern", welche daS Christenthum gestiftet haben, sich an � die Brust schlug und ausrief: Ich danke dir, Herr, daß ich nicht! bin, wie Dieser Einer! — Ist auch nicht übel. In einem Treuener Blatt, dessen Namen wir leider nicht angeben können, weil unS die Titelssite nicht mit zugesandt ist, finvet sich folgende kuriose Anzeige vor: „An die Arbeitgeber und Hausbesitzer TreuenS! Einsender haben sich dahin geeinigt, Denjenigen, welch- mit Abführung ihrer Commnn-Anlagen länger al« zwei Termine in Rückstand verblieben sind, ferner Arbeit nicht mehr zu geben, beziehentlich das LogiS zu kündige«, und fordern hierdurch Arbeitgeber jeder Branche, sowie Hausbesitzer auf, sich dieser Vereinigung anzu- schließe», da auf diese Weise zu hoffen steht, daß die wenigen Anlagen, welche dem Arbeiter und einem großen Theil der Miethbewohner angesonnen werden, nicht auch vom Arbeitgeber und Hausbesitzer mit übertragen werden müssen. Nähere Mittheilung erfolgt auf geehrte Anfrage snb 3. L, F.& E. postlagernd Treuen. 8. L. F. E. K.& K." ES ist nur gut, daß sich die Einsender dieser Anzeige in da« Kleid der Anonymität gehüllt haben, ihre„menschenfreundliche" Absicht würde sie sonst sicher mit dem Staatsanwalt, der ja be- kanntlich jede absichtliche Jnteressenschädigung zu verfolgen hat, in Berührung gebracht haben. Außer obiger Aufforderung„au die Arbeitgeber und Hausbesitzer Treuen?« finden wir aber in de« Treuener Blättchcn u. A. noch die Anzeige eines Brasilianische» AuSwanderungSagenten vor, und eins weitere, in der gegen ein Honorar von 15 Mark versprochen wird, die Trunksucht mit oder ohne Wissen deS Trinkers gründlich zu heilen. Die eben erwähnt-' Heilkunst ist aber erst kürzlich vor Gericht als leerer Schwindel entlarvt worden, und was es mit der Auswandernng nach Bra- sitien auf sich hat, das wissen unsere Leser. Wir glauben, die« dürfte zur Charakterisirung des Treuener BlärtchenS, welches sich nicht scheut, auf die Schädigung der Arbeiter gerichtete Anzeige« aufzunehmcn, hinreichen. — Nationalliberale Wahrheitsliebe. Die von Professor Biedermann redigirte„Deutsche Allgemeine Zeitung« beginnt ihre» Bericht über die jüngste Blamage der Leipziger Nationalliberale» mit folgendem Satz:„Die vom Comilö für die Wahl des Adva- katen Krause auS Dresden auf gestern Abend angesagte Wähler- Versammlung(Centralhalle) war zahlreich besucht und verlies ohne jede Störung, da man jene Elemente, von denen sich Stö" rungea erwarten ließen, fern gehalten hatte." Allen Respekt vor dem Muth, eine Versammlung zu der man, außer den Wähler», ausdrücklich auch„die Parteigenossen und Freunde unserer(der nationalliberalcu) Sache" eingeladen hat, und die trotzdem, einer Stadt mit 100,000 Einwohnern und 15,000 Landtags Wählern, blos von höchstens 350 Personen besucht war, „Wählerversammlung" und„zahlreich besucht" zu be" zeichnen. Und Hut ab vor der kühlen Unverschämtheit des Schluß- Passus, die erst vann voSständig gewürdigt werden kann, wenn man erwägt, daß der Blum'sche Polizeistreich ganz darauf be- rechnet war, zu Ruhestörungen zu führen, und ohne vie politische Schulung der Sozialdemokraten auch unfehlbar dazu geführt häile. Und die„Deutsche Allzemeine Zeitung" trägt an der Stirn die stolze Devise:„Wahrheit und Recht, Freiheit und Gesetz!" Prächtige Harmonie zwischen Theorie und Praxis.— .— Die Beschäftigung von Kindern unter IL Jahren i« de« Fabrike» ist reich«, esetzlich verboten. Kürzlich nun hat der konservative Bcreiu von Sachsen ein Flugblatt herausgegeben, in welchem enthüllt wird, daß in einem— leider nicht geuannteu — Dorfe, von 310 Schultinderu nicht mehr und»icht wcuiger als 86 mmderjährige Kinder zur Fabrikarbeit augehalten werden. Und solcher flagranten GesetzeSveiletzuug gegenüber getrauen sich die Atbeitgebcr noch, den Arbeiter» ein Contraktbruchgesetz auf- halsen zu wollen, weil hier und da ein Arbeiter contraktbrüchig geworden ist? Getrauen sich die Arbeitgeber noch, von einer Be- schränkung de« CoalitiouSrechtS der Arbeiter zu sprechen, welches doch die einzige legale Waffe ist, mittelst welcher sich dieselben der Uebergriffe seitens der Arbeitgeber erwehre» können? Freilich, für die Kapitalisten die Freiheit der Ausbeutung, für die Arbeiter der Zwang zur Arbeit; für die Kapitalisten der Gewinn— für die Arbeiter der Hungerloh». Nicht wahr, so wäre eS recht? — Kapitalistische Ausbeutung in Rußland. In Süd- rußland giebt es, ebenso wie überall, wo die kapitalistische Produc- tionSweise in Blüthe steht, Fabriken, wo Tag und Nacht gearbeitet wird. Die Arbeiter wechseln von 12 zu 12 Stunden, ohne Unterschied des Geschlechtes und Alter«. Auch Kinder werden zu Nachtarbeiten verwendet. Zum Schutz der Thiere hat die Bourgeoisie„Schutzvereine" gegründet. Thierquälerei ist aus „Menschlichkeit" verboten— für die Arbeiter giebt es keine Mensch- lichkeit. In Kasan giebt eS eine Fabrik, in der 260 Kinder zehr, Stunden täglich arbeiten. In einer anderen Fabrik giebt cs 2S Prozent Kinder. Die Arbeitszeit ist von 2 Uhr früh bis 9 Uhr Abend«, also— neunzehn Stunden. Der Lohn ist ohne Unter- schied 5 Kopeken— gleich 10 Kreuzer. Neunzehn Stunden Arbeit für Kinder, ist das nicht offenbarer Kindermord?! Neunzehn Stunden Arbeit für Erwachsene, ist das nicht Menfchenquälerci? Wie könnte der Fabrikant aber sonst genügend„Entbehrungslohn" erwerben? Wie könnten die Reichen sonst durch„Sparsamkeit" reicher werden?— Wie weit eS kapitalistische Sparsamkeit bringen kann, beweist der russische Kaufmann Maljzov. Derselbe besitzt die Kleinigkeit von 107 Fabriken, 47�5 Quadratmeilen Landeigenthum, 20 Werst Eisenbahn, 8 Dampsschlffe ic. Er„unterhält" 128,354 Arbeiter und zahlt ihnen-inen über alle Beschreibung „sparsamen" Lohn. Da« ist das R-z-Pt, wie man durch„Spar- samkeit" reich werden kann. Die Arbeiter brauchen eS blos nach- zumachen— nicht wahr Herr„Dr." Schultz- auS Delitzsch? — Parteigenosse Stäger, welcher wegen MajestätSbeleidigung eine Gesängnißhaft von 6 Monaten zu oerbüßen hatte, ist nach überstandener Hast am 2. September aus der Strasanstalt Plötzen- see entlassen— und sofort ausgewiesen worden. Stäger ist Schweizer. Bringt man diese Thatsachc in Verbindung mit der Zeitungsnotiz, daß betreff« der Ablieferung Ausgewiesener zwischen Preußen und Oesterreich ein Uebeceinkommen getroffen sein soll, so gewinnt es fast den Anschein, als ob wir einer neuen AuSweisungS-Aera zusteuerten. Nun, uns soll'S recht sein. Ge- schadet habe» u«S die Ausweisungen von Parteigenosseu seither nicht und sie werden uns auch fürdcr nicht schaden. UebrigenS ist „unser" Tessendorf von einer Erholungsreise nach Berlin zurück- gekehrt. Es kann also wieder losgehen. — AuS Colditz, 10. September, wird uns geschrieben: Der Prozeß wider Paatzsch und Genossen ist nunmehr in allen In- stanze» entschieden und daS erste Urtheil bestätigt worden, nach welchem die Augeklagten Paatzsch, Krauß, Müller und Andreä zu 14 Tagen Gefängniß, Böttger und Weiße zu 6 Mark Strafe und Jeder zu einem Sechstheil der Kosten, welche in Summa Summa- rum die Höhe von 200 Mark erreichen dürsten, verurtheilt wor- den ist. Daö Verbrechen, dessen die Verurtheilten sich schuldig ge- macht haben, besieht in der Vertheilung staatsgefährlicher Wahl- aufrufe, bei der Nachwahl zum Reichstage vorigen Jahres. Es ist dies hier der erste Prozeß, welcher gegen die Sozialisten ange- strengt worden ist. Die Verurtheilten fühlen sich durch ihre Be- strafung in ihrer sozialistischen Ueberzeugung nur gekräftigt. — Parteigenosse Leyendecker von Mainz stand vor Kurzem vor den Schranken der Strafkammer, angeklagt, in einer Schneider- Versammlung den§ 130 des D. St. G. verletzt zu haben. Trotz der glänzenden Vertheidigung des Herrn Dr. Beinganum wurde Leyendecker zu 2 Monaten verurtheilt. Die StaatSanwalischast hatte 6 Monate beantragt. Leyendecker hat sofort die Appellation angemeldet. Gewerksgenossenschaftliches. MetallarbeitergewerkSgenoff enschaft. Keilöroun. Alle Metallarbeiter werden hiermit darauf aufmerksam gemackt, nicht in die von der„Maschinenbaugesellschaft Heilbroun" immerwährend ausgeschriebenen Stellen, als Gießer, Dreher, Schmiede u. s. f. zu gehen, da genanntes Geschäft wegen schlechter Bezahlung einen starken Wechsel hat. Die Accorde sind «icht fix, sondern der Werkführer berechnet nach seinem Ermessen, und was am Zahltag verabfolgt wird, muß genügen. NB. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Berei« der Sattler und Berufsgen offen. Uerlitt, 10. September. In die, in Ztr. 104 des„Volköstaat" veröffentlichte Abrechnung der Hauptkasse pro August hat sich ein unliebsames Versehen emgeschlichen. Unter der Einnahme fehlen Siei Posten, und zwar: Von durchgereisten Mitgliedern abgezogene eiträge Mrk. 2,0, ein Protokoll 0,25. Summa 2,25. Das Versehen ist bei der Uebertragung aus dem Hauptbuch in den Bericht für den„Volksstaat" geschehen. Th. Weber, Kassirer, Berlin SW., Simeonstr. 6, Hos 4 Tr. , Allgemeiner deutscher Schueidervereiu. Ureme», 7. September. Die Chemnitzer Collezen werden aufgefordert, in Betreff der uns angeblich gesandten und nicht quittirten Strike-Untttstützungsgelder bei den damaligen Strike- Kassirer A. Post, Baztstr. Nr. 1, unverzüglich zu reklamiren. Mit collegialischem Gruß I. A.: Fr. Fellerman». Rreme«, 10. September. Da« ArbeitSuachweisungS Bureau, welches wir mit der Innung bisher gemeinschaftlich führten, ist von derselben wieder aufgehoben worden; wir haben deshalb so- gleich unser eigenes ArbeitSnachweisungS-Bureau wieder hergestellt, woselbst unentgeltlich Arbeit nachgewiesen wird, und empfehlen eS allen zugereiste» Collegen auf's Beste. Da« Bureau befindet sich auf unserm Verkehr, Haukenstr. 25, beim Gastwirth Lahmcyer. Da die Angelegenheiten mit der Innung sich noch in der Schwebe befinden, so ersuchen wir alle auswärtigen Collegen, den Zuzug nach hier möglichst fern zu halten. Mit Brudergruß I. A.: Fr. Feller mau». NB. Alle arbeitersteundlichen Blätter werden gebeten, von Obigem Notiz zu nehmen. Gewerkschaft der Schuhmacher. Mai«;, 5. September. Arbeiter! Collegen! Am 19. September tagt in Mainz der erste mittelrheinische Schuh- mach er tag. Aus diesem soll gemeinschaftlich berathen werden, wie die Collegen iu diesen Orte», in denen Alle« noch in tiefem Wiuterschtafe liegt, aufzuwecken sind. So wie die Sonne im Frühling durch ihre heißen Strahlen AlleS, wa« in der Natur schläft und todt ist, zum Leben ruft, so soll ein Jeder daS Samen- korn der Erkenutniß, das ihm zu Gebote steht, au«säeu, damit eS Wurzel faßt uud Früchte weckt. Jeder Arbeiter muß seine Klaffen- läge erkennen lernen. Gerade unser Geschäft ist eS, i» dem so sehr viele Mißstände herrschen, die eine vollständige Reorganisation erheischen. Und eS bedarf eineS unermüdlichen Ringens und KämpfenS. Keine Mühe und kein Opfer darf gescheut werden, damit auS dem geringen Anfang ein große« Ganze wird. Bor Allem unseren Franksurter Collegen möchten wir zurufen, nicht kleingläubig zu sein und sich mit Vorurtheilen zu befassen! Soll für da» große Ganze etwas geschaffen werden, so bedarf e« einer einheitlichen Organisation. Daß Arbeitertage schon stattgefunden haben, die dem nicht entsprochen, waS man von ihnen erwartet hat, wollen wir nicht bestreiten, aber von einem Hieb fällt kein Baum. Darum aus Collegen nach Mainz! Tagesordnung: 1) Die Agitation und die Verbreitung derselben. 2) Die Organisation und die Befestigung derselben. 3) Gründung von Agitation«- ComitöS. 4) Die Bewegung im Allgemeinen. Das Versammlungslokal ist steingasse bei Herrn Zappe, WallauischeS Lokal, wo die Delegirtea biS spätestens halb 10 Uhr Morgens eintreffen möchten. I. K... Correspondenzen. Leipzig, 3. September. Vorgestern Abend fand hier im Saale der„Tonhalle" eine Volksversammlung statt, welche zur TageSord- nung hatte:„Die Sedanseier" uud„Das Leben und Wirken Ferdinand Lassalle'S". Dr. Otto-Walster aus Crimmitschau hatte daS Referat übernommen. Redner unterzog das Sedaufest einer strengen Kri- tik. Er sprach etwa Folgendes: Will man ein Fest feiern, so muß man sich fragen, was wohl für eine Veranlassung dazu sei. In früherer Zeit hatten die Todtenfeste große Bedeutung und das Nächstliegende wäre, die Sedanseier, für ein Todteusest zu halten. Taufende von Menschen sind an diesem Tage hingeschlachtet worden; es fand ein Hauptvölkermorden statt, und deShaib will man den Tag feiern? Denken wir unS aus daS Schlachtfeld— da finden wir zerschlagene, zerstochene, zerschossene und auf alle mögliche Weise verstümmelte Körper; wird uns da nicht ein Gefühl tiefer Trauer beschleichen? Wollen wir uns darüber freuen, daß am Sedantaze ein Volk daS andere»iedergefchmettert hat?— doch, wenden wir unfern Blick hinweg von diesem Bilde und fragen wir uns, was hat unS der Sedantag gebracht?— Da sagen unsere Gegner, daß so viele Menschen bei der Schlacht umgekommen sind, das ist zwar zu bedauern, aber daS läßt sich nicht ändern. Wen» auch der Schlachttag an sich nicht Veranlassung zu einem Freudenfest ist, so sind es doch seine großartigen Errungenschaften. Der Sedantag hat die Deutschen zu besseren Bahnen hinübcrgeleitet. Au» ihm ist die deutsche Einheit und Freiheit herausgewachsen.— Wir haben jetzt wirtlich eine außerordentlich- Einheit, angemall mit schwarzweißrothen Farben, nur hat sich leider auch seit dieser Zeit der Begriff„ReichSfreundlichkcit" und„Reichsfeindlichkeit" heraus- gebildet, und, was sehr zu denken giebt, bei dieser Vereinigung ist der älteste Sohn ver Familie, sind die Deutschen in Oesterreich, hinausgeworfen worden! So wie mit ver Einheit uud noch schlimmer steht e« mit der Freiheit. Wir sind frei geworden, merken»sie nichts davon? Freilich dürfen Sie nicht mehr so frei sprechen als früher.— Wir haben jetzt deutsche Preßfreiheit, und — seit der Zeit wandert ein Redakteur um den andern ins Ge- fängniß. Man staunt, wie jetzt mit Worten und Begriffen, die das Volk lieb gewonnen hat, ein Spiel getrieben wird uud wie man sucht, darauf ein anderes Wappen zu prägen, um sie als reichsübliche Münze in Umlauf zu bringen.— BiSm arck ist auch freistunig,— er hat eS selbst gesagt. Bismarck ist ein Mann deS Volkes, er hat sich sogar ausdrücklich verbeten, daß Jemand ihm gegenüber vom Volk sprechen dürfe.— Bismarck ist auch Volk und— wa» für Volk. Nun lebt der Mensch aber nicht bloS von Einheit und Freiheit, er will auch etwas anderes ge- nießen.— Dazu haben wir ja fünf Milliarden von Frankreich erhalten. Mit diesen kam der große industrielle Aufschwung! Hunderte von Fabriken wurden gebaut, die Arbeiter langten nicht zu, man dachte schon daran, chinesische Kuli« nach Europa einzu- führen. Doch, gleich einem Riesenluftballon, der in ein Häufchen Lumpen zusammenfällt, wenn ein Junge einen Schlitz mit einem Taschenmesser dreiu macht, ist auch der industriell- Aufschwung hinabgesunken zu einem Häuschen Luuipen!— Der Sedantag hat unS aber Frieden gebracht und daS ist viel werth. Wir werden Frieden haben, denn Moltke hat im Reichstag gesagt, daß wir fünfzig Jahre mit den Waffen schützen müssen, waS wir in einem Jahre mit den Waffen erobert haben. Wir haben nun auch El- saß und Lothringen annexirt, weil eS früher zu Deutschland ge- hörte. Allerdings ist eS eigenthümlich, daß Elsaß-Lothrinzen von Deutschland nichts wissen will,«nd eS ist nicht gerade takt- voll, Jemandem seine Liebe aufzuzwingen. Wenn sich ein Kind lieber dem Stiefvater anschließt, so ist daS kein gutes Zeichen für die Mutter. Elsaß-Lothringen haben wir auch genommen, um unsere Grenzen zu defestigeu. Dabei hört man leider immer wieder, daß der Friede gefährdet ist, und daß der Kriezsminister jede« Jahr sagt: wir müssen das Reich wehrfähiger machen und mehr Soldaten haben. Wir haben zwar mit den Züadnadelge- wehren Oesterreich und Frankreich geschlagen, aber sie reichen nicht mehr auS,— Mausergewehre müssen wir haben! Ja wir können die Gewehre auch bezahlen. Wir haben ja fünf Milliarden. Zwar stehen uns neue Steuern in Aussicht, unter anderen Petroleum- steucr(Petroleum ist ja nun einmal wie bekannt„reichsfeindlich"!), doch soll vor allem die„Börse" besteuert werden.— Doch ich denke, wenn es mit dem„Krachen" so fort geht, wird wohl von der Seite wenig Wteuer zu erheben sei». Trotzalledem wird Sc- dan gefeiert. Fahnen werden an die Luft gehangen, sogenannte Festrede» werdet geredet und wir werden morge» sehen, wie die Spitzen der Intelligenz hinter einem Leichammel herlaufen, der eS vielleicht übermorgen vorzieht, nach Amerika»»«zuwandern, weil ihn sonst der Staatsanwalt beim Ohrläppchen kriegen möchte. Am Schlüsse seiner Rede erwähnte Walster noch de«„Hermanns- fest-S" und wies nach, daß Hermann nicht« weniger als der Be- freier der Deutschen vom Römerjoche gewesen sei, da»och Jahr- hunderte»ach seinem Tode die Römer Castelle in Deutschland inne gehabt hätten. Der lebhafte Beifall, der dem Redner zu Theil wurde, beweist die Stimmung der Versammlung uud die Stellung der Arbeiter zum Sedantage. Motteler bestieg»un die Tribüne: Der Sedantag ist für un» ein Tag der Rechenschaft, ein Tag, an dem wir Rechenschaft von unfern Gegnern fordern müssen. Wir wissen, daß daS Jahr 1366 ein Vorspiel deS JahrcS 1870 war; eS ist un» bekannt, daß Sc dan nur die Fortsetzung von Sa- dowa gewesen ist.— Wir sehen, daß man seit der Zeit bemübt ist, die Völker mit äußere» Angelegenheiten zu beschästigen, seit die Arbeiterbewegung in Deuffchland Fuß gefaßt hat, seit Lassalle dem Volk zurief: Proletarier vereinigt Euch!... M. H. Dieselbe Presse, die heute da« Volk anfeuert, den Sedautag zu feiern, war es, welche laut aufjubelte, als der meineidige Präsident der fran- zöstschen Republik, Bonaparte, den Kaifcrthron in Frankreich er- richtete und auf sein Banner schrieb: DaS Kaiserreich ist der Friede. Die Presse war es, die seinem Thun und Treiben lauten Beifall zollte. Di-selbe Presse, die heute daS deutsche Volk für den Sedantag zu begeistern sucht, war cs, die damals immer und im- mer wieder in die Welt hinausposaunte: daS Kaiserreich ist der Friede— nicht bloS für Frankreich, sondern für Deutschland, für Europa.— AlleS lag im Staube vor der Allmacht und Weisheit Bonaparte's. Als die Internationale im Jahre 1866 gegen den Bruderkrieg protestirte, als wir für den Frieden plaidirten, da ver- höhnte und verlachte man unS. Als wir bei der Ueberschreitung der Mainlinie sagten, daß dieses einen französischen Krieg zur Folge haben würde, da verhöhnte man unS, nannte unS Kleinstaatler und Vaterlandslose. Wie habe» sich die Dinge gestaltet? Die Presse versuchte alles Mögliche, da« deutsche Volt gegen daS fran- zösische aufzuhetzen. Es kam der französische Krieg, eS kam Sc- dan, wo an einem Tage 10,000 Leichen und nicht weniger als 30,000 mehr oder weniger schwer Verwundete daS Schlachtfeld be- deckten. Napoleon zog mit einer Schaar von Köchen uud Dienern auf das schönste Schloß Deutschlands. Geben uns diese Umstände Veranlassung, Sedan zu feiern? Bei dieser Gele- genheit will ich«och erwähnen, was die Leipziger Einwohner für da» Sedaufest zu bezahlen haben. Die Notizen sind der Haupt- rechuung der Stadtkasse zu Leipzig für daS Jahr 1874 ent- nommen. In diesem Jahre wurve auSgegebcn für daS Sedanfest und bei ähnlichen Gelegenheiten: Feier des Geburtstags deS Kaisers 153 Thlr. 16 Gr. Feier deS 2. September 1,223 Thlr. 12 Gr. 4 Pf. Aufwand, welcher bei der Durchreife Sr. Majestät des deutschen Kaiser« erwachsen ist, 25 Thlr. Aufwand zu den Fest- lichkeiten bei Gelegenheit der Anwesenheit der kgl. Majestäten in hiesiger Stadt, in den Tagen vom 28. Januar bis mit 1. Febr. 1374 6,970 Thlr. Beitrag an die Schützenzesellschaft 107 Thlr. 22 Gr. Feier des Geburt«tagS Gr. Majestät deS Königs 679 Thlr. 7 Gr. 5 Pf. Beitrag zum Aufwand für die Be- wirthung der Mitglieder des sächsischen Forstvereins 200 Thlr. Summa: 9,362 Thlr. 27 Gr. 9 Pf. oder 23,033 Mark 79 Pf. Wir sind leiver wegen de» Raummangels genöthigt, un« mit diesen wenigen Sätzen aus der Rede, die den lebhaftesten Beifall fand, zu begnügen. Zum Schluß sprach Walster in würdiger Weife über den zweiten Punkt der Tagesordnung, hervorhebend, daß Lassalle der Bahnbrecher der sozialistischen Ideen in Deutsch- land gewesen sei, dem die deutschen Arbeiter deshalb zu Dank ver- pflichtet seien. Nachdem noch Ramm einig- wohl zu beherzigende Worte an die Versammlung gerichtet, zum Eintritt in die Partei und zum Abonnement auf sozialistische Blätter aufgefordert hatte, nahm die Versammlung folgende Resolution einstimmig an:„Die von liberaler Seite veranstalteten sozeuanuten National- und Sie- gesfeiern sind nichts Anderes, als vergebliche Versuche, die kritische Lage der innereu wirthschaftlichen Verhältnisse Deutschlands vor dem Volk- und nach auße» hin zu bemänteln uud das Bewußtsein der politischen Unsicherheit deS R-icheS abzuleugnen. „Sie erkennt in der Feier des SedantageS die Absicht, den na- tionalen Haß zwischen Franzosen und Deutschen fortgesetzt anzu- schüren und somit das Volk für die«eiteren Bestrebungen der deutschen Kriegspartei greigneter zu machen. Deshalb protestirt sie entschieden gegen den Versuch der Presse und ihrer Brodherren, die Sedanseier als aus dem BolkSbedürfniß und VolkSgemüth her- ausgewachsene« Nationalfest darzustellen und das Volk für die späteren Folgen der liberalen Sünden mit verantworlich zu machen. „Sie protestirt serner gegen den Mißbrauch der Jugend zu politischen Schaustellungen, sowie gegen die Anmaßung einer Haß und Nationaldünkel predigenden Minderheit, im Namen deS ganzen Volkes sich nach inneu und außenhin aufzuspielen und zu diesem Zwecke endlich noch den VolkSsäckel in Anspruch zu nehmen". Daraus wurde die Versammlung— die trotz des Regenwetters von ca. 1000 Personen besucht war— geschlossen. E. K. Kkeinischocher"). In der«m 18. August abgehaltenen und sehr zahlreich besuchten Volksversammlung in H. Lange'S Restauration rcferirte Herr Naturheillehrcr Löwe auS Leipzig über„daS neue Jmpfgesetz" zur größten Zufriedenheit der Versammlung. An den ersten Punkt anknüpfend, referirte Trost über„die Zwangs- impfung i» unserer Schule" unter großem Beifall. Trost stellte zunächst folgende drei Fragen an den anwesenden Gemeindevor- stand: 1) Ist der Gemeinderath von der, von Herrn Dr. Götz auS Lindenau, al« Bezirksimpfarzt, am Sonnabend, den 14. Aug., vorgenommenen Zwangöimpfunz in unserer Schule in Kenntniß gesetzt gewesen, oder nicht? 2) Ist die Zeit von'/«9 Uhr ab Unterrichtszeit, oder nicht? 3) Zahlt die Gemeinde dem Herrn Dr. Götz die von ihm geforderten 1'/, Mark pr. Kopf der Impf- linge, oder nicht? Der Gemeindevorstanb Herr Rammelt erklärte Folgende»: Der Gemeinderath sei, eben so wenig wie er selbst, von der Impfung in Kenntniß gesetzt worden. Auch sei von »/«9 Uhr Vormittags ab keine Unterrichtsstunde mehr. Nach zwei- *) Wir veröffentlichen nachfolgende Eorrespondenz mit dem ausdrücklichen Bemerken, daß die Spalten des„Volksstaat" einer thatsächlicheu Berichtigung au« Grundsatz niemal« verschlossen sind. R. d. B. waliger Interpellation erklärte derselbe zur dritten Frage, daß der Gemeinderath mit Herrn Dr. Götz sich dahin verständigt habe, daß derselbe sich mit 1 Mark zufrieden gebe, trotzdem bei einer Versammlung der Impsärzte bcsckloflen wurde, die Impfung nicht billiger als für IV» Mark per Kopf der Impflinge vorzunehme». Trost verlas hieraus den Z. 6 deS Jmpfgesetzes, welter lautet: „Die öffentlichen Impfungen werden durch amtliche Impsärzte un- entgeltlich bewirkt"— und den§ 9a, Abs. b:„Die Jmpsinstitute geben die Schutzpockevlymphe an die Impfärzte unentgeltlich ab, und haben über Herkunft und Abgabe derselben Listen zu führen." Die Versammlung wählte sodann die unterzeichnete Commission behufS AuSarbeiwng eines Protestes gegen das Jmpfgesetz und gegen daS Borgehen des Herrn Dr. Götz. Die Commission hat nun folgenden Protest ausgearbeitet und veröffentlicht denselben aus Anordnung der Versammlung:„Die Impfung an und ffür sich, sowie da« am 1. Juli d. I. in Kraft getretene Jmpfgesetz mit seinen Consequenzea steht mit den Forschungen der modernen Wiffenschaft in direktem Wiverspruch, und ist als ein grober Ein- griff in die Rechte der Eltern und Bormünder den Kindern gegen- über zu betrachten.— Gegen daS Borgehen deS Herrn Dr. Götz: 1) Hat die Schule zu Kleinzschocher einen weit edleren Zweck für die Bewohner und deren Kinder, al« daß sie als Impfanstalt verwendet werden sollte. Z) Ist die vorgenommene Impfung eine Zwangsimpfung, weil dieselbe ohne vorherige öffentliche Bekannd machung, also ohne Wiffen der Eltern und deS Gemeinderathes auf deren Kosten geschäftsmäßig vorgenommen wurde. 3) Ist die Forderung, pr. Kopf der Impflinge 1 Mark, gesetzwidrig, da daS Jmpfgesetz unentgeltliche Lymphe und unentzeltliche Impfung vor schreibt, und wird hiermit Dr. Götz aufgefordert, seine Geldsor derung öffentlich durch gesetzlichen Nachweis zu begründen." Die Commission: Franz Trost. Carl Fleischer. Emil Menzel. Stötteritz. Auch wir hatten unser„Sedanfest". Während die MordSpatrioteu am Napoleonstein ihren Hepenfabbath aufführten und sich tüchtige Räusche und Schnupfen zulegten, hatten wir eine sehr zahlreich besuchte Volksversammlung zur Besprechung deS neuen Programm« und zur Constituiruug der Partei. Hofmann hatte den Vorsitz, Liebknecht daS Reserat. Die Definition deS Wort« „Cultur" bot Gelegenheit zu einer Beleuchtung des BiSmarck'schen Culturkampfes und der herrschenden MordScultur mit obligatem Mordcultus. Räch Schluß der Versammlung ließen sich fünf und vierzig Mitglieder einschreibe», wag um so mehr sagen will, als viele der Anwesenden sich schon in Leipzig Karten gelöst hatten. MühlHanse«, 3. September. Am 1. September Abends 8 Uhr halte der Altgeselle der Maurer eine Versammlung auf die Herberge einberufen. Tagesordnung: 1) Abänderung des§ 2 deS KrantenkassenstatutS, 2) Besprechung über ei» Vergnügen. Zu dieser Versammlung war Herr Kappler auS Coburg erschienen, und wurden Herr Kappler und ich vom Altgesellen eingeführt. Nachdem die Maurer ihre Angelegenheiten besprochen hatten, theilte der Altgeselle den Versammelten mit, daß ein College auS Coburg anwesend sei, um hier einen Vortrag zn halten, waS die Anwe- senden auch sofort mit Freuden begrüßten. Darauf ertheilte der Altgeselle Herrn Kappler daS Wort. Redner sprach nun in einem beinahe zwei Stunden laugen Vortrag über die Arbeiterbewegung und über das un» Arbeitern ungünstige Hastpflichtgesetz; dabei wies er darauf hin, daß wir blos durch die Vereinigung aller Arbeiter den uns drückenden Uebelständen abhelfen könnten. Nach- dem der Redner noch über das LehrlingSwcsen gesprochen, kam er schließlich zu einer sehr klaren und äußerst beifällig aufgenommenen Auseinandersetzung bezüglich der Vortheile und Nothwendizkeit de« Maurer- und SteinhauerbundeS, worauf sich sofort eine vorläufig 31 Mann starke Mitgliedschaft konstituirte, die sich �schon in der nächsten Mitgliederversammlung erheblich vergrößern wird. Nun auf, Ihr Maurer und Steinhaucr MühlhausenSl Zeigt, daß Ihr Männer seid, die ihre Lage zu verbeffern suchen, tretet alle dem Maurer- und Steinhauerbund bei, denn bloß durch Einigkeit köuuen wir zum Siege zelaugen. Vereinzelt sind wir nichts, vereinigt Alle«! I. B.: H. Pölitz. Die Adresse deS Bevollmächtigten lautet: Chr. Gottfr. Thomas, Kilingsgaffe Nr. 117. Ztorlutuni». Sonntag, den 5. Sept. fand eine Conferenz der Rheinisch-Westphälischen Bergarbeiter statt. Dieselbe wurde Vormittags 11 Uhr eröffnet. Tagesordnung: Berathung und Feststellung eine« Statuts eines allgemeinen Bergarbeiter- Verbandes für Rheinland und Westphalen. Vertreten waren au« den OberbcrgamtSrevier Dortmund die drei Bezirke: Dortmund, Essen und Bochum. Anwesend waren Bormittags circa 400 Berg- mteiter. Alle« verlief nach Wunsch. Von V«2 bis 3 Uhr Pause. Hierauf gemeinschaftliches Mittagessen der Delegirten. Bei Wiebereröffuung der Versammlung gab Ebert einen kurzen Bericht über die Lage der sächsischen Bergarbeiter bezüglich ihrer Stellung zu den Knapp- schajlSkassen, dem er einige statistische Mittheilungen bezüglich der ent- stehenden Krankheiten k. zu Grunde legte. Er wies vor allem darauf hin, wie»öthig eS sei, statistische« Material über Verdienst, Arbeitsbedingung, Wohnungen, Berunglückungen, Maßregelungen u. dgl. m. zu sammeln. Hierauf wurde die Berathung der Sta- tuten fortgesetzt; fie endete SV, Uhr. Es wurde noch die Wahl de« Vorstandes vorgenommen und V»? Uhr die Versammlung durch den Vorsitzenden mit einer kräftigen Schlußrede und einem drei- fachen Hoch auf daS nunmehr festgestellte Statut geschlossen. Der Geist der Versammlung war ein guter; vor allem zeichneten sich die Delegirten von Gclsenkirchen und Dortmund au». Der erste Schritt für Rheinland-Wcstphalen ist gethan, und wäre zu hoffen, daß sich daselbst die Bergarbeiter auch allseits rührten und dem ihr zu:„Laßt Euch die Waffen nicht aus der Hand nehmen, sou- dern vertheidigt die errungene Verfassung." Hierüber vor Gericht gestellt, wurde er freigesprochen, indem der Gerichtshof annahm, Lassalle habe ganz Recht gelhan, die Bürger aufzufordern, selbst mit den Waffen die errungene Verfassung zu vertheidigen. Dann erwähnte Redner seine Schriften, sein System der erworbene» Rechte, jenes große juristische Werk, seinen Heraklit den dunklen, die Menge von Agitationsschriften, seine Borttage, welche derselbe in Berlin und in den Rheinlanden gehalten, seine RonSdorfer Rede, worin Laflalle den Arbeitern zurief:„Möge, wenn ich de- seitigt werde, irgend ein Rächer aus meinen Gebeinen auferstehen", und den Schwur, welcher dort geschworen würbe, der immer aufs neue von Arbeitern geschworen wird. Tausende von Rächern sind schon auferstanden und verbreiten seine Lehre weiter und weiter. Redner legte dann den Kampf mit seinen prinzipiellen Gegnern klar, und verlheidigte Lassalle gegenüber einem Redner des Volks- bildungsvereins, welcher vorigen Winter in gemeiner Wesse auf Laffalle geschimpft. Die Versammlung folgte mit der gespanntesten Aufmerksamkeit den Ausführungen des Redners. Sie erhob sich zu Ehren des großen Tobten, und brachte ein dreimaliges be- geisterte« Hoch auf ihn aus. Ein Antrag zu einer Tellersammlung wurde angenommen. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen, jedoch blieben die meisten Versammelten noch beisammen, und sangen be- geistert«och mehrere freiheitliche Lieder. Auch war der Gesang- verein anwesend und unterhielt die Versammelten mit einigen an- gemessenen Liedern. So verlief denn doch daS Fest in einer dem Tage würdigen Weife. Mag mau uns auch eine eigentliche Feier deS Todestages verbieten, in aller Herzen bleibt dieser Tag doch ein Festtag, daS kann man nickt verbieten. Mit sozialdemokratischem Gruß. C. Lochte, Schriftführer. Den Knopfarbeiter» Deutschlands hiermit zur Kenntniß. daß Herr I. Winkelmaun, bisher erster Vor- sitzender in der Centralcommifsion, Berlin verlassen und in Offen- bach eine Meisterstelle angetreten hat, infolge dessen ist Herr A. Brendel zum Leiter der Centralcommifsion ernannt worden, und sind von nun an alle Briese in Sachen der Vereinigung sämmtlicher Knopfarbeiter Deutschlands zu adresstren an A. Bren- del, Knopfarbeiter, Berlin, 0, Dresdener Straße 130, H. IV. College«! Wiederum müssen wir eiue kleine Ermahnung an Euch ergehen lassen, denn nur wenige Orte sind es, die sich auf unsere mehrfachen Erlasse rege gezeigt haben von so vielen Knopsfabrike« Deutschland«. College» I denkt an Eure elende Klassenlage. Fa- milienväterl denkt an Eure Familie!— Daher College» tretet Alle ein in den Kampf für unsere gerechte Sache, vcrinigt Euch, und berichtet uns, daß Ihr Euch anschließen wollt, um dadurch recht bald die Zeit und den Orr des Kongresses bestimmen und die Borlagen zum Kongreß zur Vorberathuug verschicken zu können. — Mehrere Orte giebt es auck.nack denenwir anCollcgen bneslicheAn- fragen gerichtet, und dringend um Antwort ersucht haben, welche aber bis heute noch nicht erfolgt ist; wir ersuche» die betrcffeuden Orte hiermit nochmals unS zu antworten. Frisch auf, Collegen, legt Hand anS Werk und nicht zurückgeschreckt! Alle Arbeitcrorgane werden ersucht, dieses zur Veröffentlichung in ihren Spalte» auf- zu«ehmeu. Die Centralkommisfion in Sachen der Bereinigung sämmtlicher Knopfarbeiter DeutscklandS. I. A.: A. Brendel, Borsitzender. C. Sckeer, Sckrtfisührer. Sonnab end, den 13. September st. c., Abends 8 Uh« CClllU im„Deutschen Kaiser" Lothringerstraße 37: Großes Sommer-Fest, veranstaltet vom„Deutschen Tabakarbeirer-Herein". I. Theil: Concert der Kapelle des Hauses. Quartett und Solo- Gesänge, ausgeführt von Theatersängern.— Nähere« die Programme. II. Theil. Großer Ball. Entrö für Herren 30 Pf. Für Damen 25 Pf. Herren, die am Tanze theilnehmen, zahlen SO Pf. extra.— BillctS find Sonnabends im Kassenlokal und zu jeder Tageszeit beim Unter- zeichnete» zu haben. Parteigenossen werden fteundlich dazu eingeladen. (2d) DaS zest-Comitö. sZ7S) Berichtig»»?. VJlillll Die Versammlung der Aigetn. Kranke»- u»d Sterbe» lasse de« Tigarren-». Tabackarbeiter-Sereins findet nicht Mittwoch, de» 15. September statt, sondern hat bereü» Sonntag, de» 12. Sept. statt» gesunden._ Der Vorstands Den Delegirten und Gästen zur Nachricht, daß der Westphälische Ligarrenarb-itertag am 19. u. 20. Sept. i« Lokale der Wwt. Riestrath am NebeUwall Hierselbst stattfindet. Zur Abholung der Delegirteu werde» die Tomitömitglieder am Bahn« Hofe sei«; dieselben find am rothe» Schleifen erkennbar. ___ Für da« tomtts: H. Heitiriuck. s60j Donnerstag, de» 16. September, Abend» halb 9 Uhr, im Schloß LcnSierg: SozialisteuverfamAluug. T.-O.: 1) Lokale Abrechnung n»d Vorschlag eine» nenea Agenten. 2) Berath»ng über ein Arbeiterfest. 3) Die orientalische Frage. ____ Der Agent.[60] Donneistag, den 16. September, Abends 9 Uhr, tn �lllUllUi|l Alett'S Gesellschaftsgarten, Wexstraße: Ocffcuiliche Cigarrenarbeiter-Bersammlung. T.-O.: 1) Schlußabrechnung über die eingegangenen Strike-Gelder. 2) Vortrag von Walter, die Heransgabe de« Hamburg-AlUnaer Lokalblattes C. H. Kotkamp. Es ist Pflicht eine« jeden Eollegeu am Platze zu fein.[70] j Cöls Mittwoch, 15. September, Abend» halb 9 Uhr, in Klett'S GesellschaftSgarten, Wexstraße 5: �)effentliche Schneiderversammlung. T.-O.: Da«„Hamburg. Altonaer BolksblaU". Referent: Hr. Rade»» hausen a»s Altona. Um zahlreiches Erscheinen ersucht.__ Z Bgj.[60] Am Sonnabend, den 18. Septbr., in Stadli'» Etablissements, Balentmskamp 41: Großes Bereinigungsfest der Sozialistischen Arbeiterpartei, bestehend in Eoncert, Ball und veklamatorischen vorträzeu, unter Mitwlr» knng der Liedertafel„Lassallea". F-strede. Saalossnung 8 Uhr.— Anfang 9 Uhr.— Herren-Karien im voran» 30 Pf, Damen-Karten 20 Pf., an der Kasse Herren-Karten 40 Pf., Damen.Karte» 30 Ps.— Karten sind i» alle» Versammlungen, bei den tomüSmiigliedern und in allen belanuten Wirlhschaften zu haben. ___(3b)_ Da« Eomits. ftltmftttfit Die hiesigen Mitglieder der Schuhmacher. Gewerk- schast veranstalten a»f Samstag, den 18. Sept., eine» Ball, z wozu alle Schuhmacher Augsburg» und der Umgebung eingeladen sind. (Lb) Der Be».[50] Leipzig K irslnur» der Redaktion: Leuschke: Ihr Bericht kann wegen Gtoffandrang« erst in einer der nächsten Nrn. erscheinen. Gruß!— A. Z. Reudnitz: Können Sie— im NoihfallI— für die Wahrheit Ihrer Mittheilung persönlich einsteheu?— H. Sch.: An solch' einen Unglücksfall, wie da» Abbrennen de« Dorfes Babienten am Sedantage tinnen wir keine Partei- Polemik knüpfen.— I. Sch. Wiesbaden: Der Stoffüberfluß zwingt nn« leider, da« von Ihnen Eingesandte mit vielem Anderen für diese Stummer zurückzulegen.— I. K. Braunschweig: Ucberlasseu wir den Hamelenser Bahnhossrestaurateur, der das'.inbezahlbare Weinglas, au» welchem der durchreisende Heldengrei» getrunken, triumphirend aber nn- vorsichtig um da« Haupt schwingt nnd am Kronleuchter zerschellt, ruhig seinem Schmerze I M. N. Dresden: Bon G. n. T. noch nichts eingelaufen. der Expedition: Gewerkschaft der Schuhmacher in Hamburg: Die Annoncen im Juli Rr. 78, 81, 84, 35 zu M. 2,50. find gar nicht, für die Annoncen im August in Nr. 87, 88, 90, 96 zu M. 2,30. find nur 90 Pf. bezahlt. Ihr ZahlnngsnachweiS ist nur von April bis Juni. Mje. Hamburg: Der gewünschte Zusatz zur Annonce konnte zu späten Eintreffen« wegen, nicht mehr gemacht werden. Q n i t t u n g Hsmnn Zwickau Ann. 0,40. Mje Hamburg Ann. 1,06. Kupfmb. Berlin Ann. 1,80. Schuh«. Simsbüttel Ann. 1,50. Gel», der Holzarb. Cöln Ann. 2,70. Fr« Werthei« Schr. 0,45. Hppnr Berlin Ann. 6,00. Mngl Baimen Ann. 6,00. Wttkwsky Birnbaum Schr. 1,55. Fhrnbrg Verden Schr. 2,20. Hbr. Stuttgart Ab. 5,40. Hbnr Meerane Ann. 6,00. Sffe Patschkan b. Glogau Ab. 1,60. H Phlpp Graz Schr. 5,50. «lsld Pest Schr. 5,40. Leipzig Agitation»> Eomitö. Mittwoch, den 15. Sept., Abend« halb 9 Uhr: Siftnni D. D.[30 ■ü .31". Freitag, den 17. Sept., Abend» 8 Uhr, kl. Windmühlen- straße Rr. 14. Restauration von Dtezmann. �30] (Xtnf f»m it Sonnabend, den 18 Septemder, Abends 8 Uht7 (m großen Saale de« Gasthofe« zum„Löwen": chroße Golksversammlung. Vortrag von«isenzarten und Prtzold au« Leipzig. Alle« Nähere die Plakate.(2a)[SO] Fond für Gemaßregelte: Von Dr. T. hier, 1,50. Montag, de» 20. September, in Lnbder« Salon, (Eimsbüttel). chroßes Geröruderungs-Kest Bekanntmachung für Hamburg. Am Sonnabend, den 18. Sept. erscheint in 30,000 Exemplaren die Probenummer de» von den hiesigen Eoztatisten gegründerten„Hamburg- Altonaer BolkSblatt".— Annoncen hierzu nehmen bl« Donnerstag, den 16. Sept. entgegen: Für Ottensen: Eolporteur Heerhold, Babrenfelderstraße „ Altona: Rabe, Bdlerftraße 17. „ Wand»b«ck: Z. Groß, Reue Königstraße 34. „ Hamburg: Hrinemann, Kircheustraße 8. „. Ünlbel, Steinstraße 18. sowie die Expedition iu der Druckern de« Hrrn. Philipscn, Amelungstr, Str. 5. S« kostet die 5gesp. Petttzeile»der deren Raum 25 Pf. Ergebenst Die Sommisston.[375] Aufforderung. Ich fordere Herrn Karl Beisiegel,(Schriftsetzer) in der Nähe bei Kreuznach heimathsberechtigt auf, mir unter allen Umständen sobald al» möglich Nachricht von seinem Ausenthalt zu geben. I. Nrthing, Buffemergaffe 5, Heidelberg.[150] j der Eigarrenarbeiter Altona« und Umgegend, bestehend au» Concert, Ball und Festrede, unter Mitwirkung mehrerer Liedertafeln, arrangirt von der Mitgliedschaft des deutschen Tabal- arbeitervereinS.— Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr.— Karten -,.... im Voran« ä 40 Pf., gültig für einen Herrn nebst Dame(Kassenprei« vereine beitreten. DaS Statut wird auf einer späteren Conferenz'50 Pf.) sind bei«. Bockmann, Bürgerstr. 132, R. Earlson, Bär- — Congreß— nochmals geprüft werden. Die geschaffene Ver-�gerstr. 80, sowie bei sämmtlichen Eomitvmitgliedern und in allen Ber- einigung ist vorläufig nur für Rheinland-Westphal-n, soll aus sammlungen zu haben.— Der Ueberschuß ist zur Wahlagitation bestimmt. eiue Vereinigung sämmtlicher deutscher Bergarbeiter nach und nach hingestrebt werden. Zur Zeit ist cS deshalb nicht gut möglich, weil verschiedene Berggesetze bestehen, das Knappschaftskassenwesen gegenseitig abweicht, sowie auch die kolossalen Massen zu vereiuigen eine nicht leicht zn bewältigende Arbeit ist. Nreme», 31. August. Heute hielten wir zur Feier des Todes tageS Ferd. Lassalle'S eine Volksversammlung ab, worin Freund Frick über„daS Leben und Wirken Ferd. Lassalle'S" einen auS- führlichen Vortrag hielt. Indem ich, sagte er, hier über daS Leben nnd speziell über das Wirken Ferd. Lassalle'S spreche, erfülle ick eine Pflicht, welche ich gerne erfülle.— Rtdncr bedauert, daß wir dieses Thema nicht aus einem Feste besprechen könnten, weil man unS dasselbe voriges Jahr»erboten habe, vielleicht fei man der Mei:. ng gewesen, daß die Todtenfeier Lassalle'S die Sedanfeier verdunkele. Dann legte er das Wirken Lassalle'S in dem Jahre 1348 dar. Als die Regierung die Verfassung, welche 1843 e-- rungen, ja welche beschworen worden, beseitigt, und an deren Stelle eine andere mit dem Klassenwahlzcsetz gesetzt hatte, stand er vor der Kölner Bürgerwehr, welche man entwaffnen wollte, und rief DaS Comils.[300 vSSlärt»»-» Mittwoch, den 15. Sept. Abend« hnlb 9 Uhr, in Hein- mlUHll söhn» Salon: Versammlung de« sozial-demokratischen Brbeiteroereiu». T.-O.: Abrechnung für Monat August und Verschiedene«.— Nur Mitglieder und solche die es werden wollen, haben Zutritt «. Forschner.[70] Donnerstag, den 16. Sept., Abend« 8 Uhr, Sophien- straße 15: Große Generalversammlung sämmtlicher Schneider. Referent Herr Mathay auS Hamburg.— Nähere« Mittwoch an den Litfaßsäulen. L. Höppncr.[50] Breslau Borbäufige Anzeige. Sonnabend, den 13. September: Mgemeinkö Arbeiterfest, im Springer'schen Saal, Gartenstraße 16. Da« Nähere die Plakate.— Zu zahlreichem Besu-be ladet ein Da« Festkomitö.[150] Socialistische Theaterstücke. Eine Sammlung dirse« Inhalt« beginnt soeben unter vorstehende« Titel bei nn« zu erscheinen und zwnr in einer unbestimmten Anzahl zwangloser Litsernngeu. Jede Liesernng ist für sich»erkäuflich. Hiervon ist bereit« erschienen: Nr. 1. Ein Schlingel. Eine nattonalökouomisch-soziale Humoreske von Z. v. ton Schweitzer. In 1 Akt. Sinzeln-Prel» dieser Lieferung: 40 Et«.— 35 R.-Pf.— 20 Kr. östr. W. XL. Die zur Anffllbrnng de« Stücke«(als Rollen ,c.) nöthigen Sxepl. liefern wir für Fr. 1. LS CtS.— Ml. 1. 50 R.-Pf.— 1 80 Kr. östr.».-- Zu vorstehenden Preisen»ersenden wir frauco und nehmen wir dabeV auch österreichische» Geld, ohne Rücksicht auf hiesigen Agioverlust, für voll. (Kleinere Beträge können iu Briefmarleu eingesandt werden). Die Versendung erfolgt jedoch stet» nur gegen baar, resp. mit Nachnahme (Postvorschnß). Für Aiederverkäuser größeren Rabatt, jedoch dann die nnfrankirter Bersendnng. BoltSbuchhandlnng(Z. Franz), Zürich, j 3b)(Stets genügende Adresse.)[500] Verantwortlicher Redatteur: H. Rtndt tu Leipzig. Redaitioo Hohestr. 4, Expedition Zeitzerftr. 44, tn Leipzig. Druck und Verlag 9« Genoffenschastsbnchdcnckerei in Leipzig.