cen für Erscheint in Leipzig Mittwoch, Freitag, Sonntag. de- Bestellungen nehmen an alle Postanstalten u. Buchhand- lungen deSJn-u.Aus!andes. m- ttet aaf Filial- Expeditionen für die Vereinigten Staaten: F. A. Sorge, Box 101 Hobokeu, N. J. Peter Haß, 8. W. Corner Third and coates str. Philadelphia. Abommnentsprets für ganz Deutschland !M.60Ps. pro Quartal. Monats- Abonnements werden bei allen deutschen Postanstalten aus den 2ten u. 3ten Monat und auf den 3ten Monat besonders an- genommen; im Kgr. Sachsen u. Hrzgth. Sachs.-Altenburg auch auf den Iten Monat de» Quartals a 54 Pf. Organ der Sozialistischey Arbeiterpartei Deutschlands. Inserate, die Abhaltung von Partei-, Vereins- und Vottsversammlungen, sowie die Filial- Expeditionen und sonstige Partei-Angelegenheiten betreffend, werden mit 10 Pf., Anzeigen mit 25 Pf. die dreigespaltene Pettt-Zeile berechnet. Privat- und Bergnügungs- fc III. Sonntag, 26. September. 1875. De« Abonneute« des„Bolksstaat" zur Nachricht, daß die wiederholten Verspätungen im Erscheinen des Blattes dem ■ Umstände zuzuschreiben sind» daß mit dem Umzüge der Druckerei ' Zugleich eine Vergrößerung derselben erfolgt ist. )i Um nicht einzelne Nummern deS„Volksstaat" gänzlich auS- tmT tasten lasten zu müssen» hatten wir unsere Dispositionen urfprüng- llrth stch so getroffen, daß zunächst die zum.,Volksstaat"-Druck ersorder- !ehr» liche Maschine in unser neues Lokal tranSportirt wurde, dessen nt« gänzliche Fertigstellung bis zum Beziehen uns bis längstens Mitte hier September bestimmt zugesagt war. IL,, Der Umzug selbst, der allerdings einige über unsere ursprllng- des liche Berechnung hinausgehende Zeit beanspruchte, besonders aber außer zeder Berechnung stehende Zwischenfälle und sich als unerläßlich herausstellende Veränderungen in der Anlage, die heute noch nicht vollendet ist, machten das von rechtzeitige Fertigwerden und Expediren deS„Volks- staat" feit Wochen zur Unmöglichkeit.— !L Hätte eS sich nur um einen Umzug gehandelt, so träfe uns die ept.» Unzufriedenheit der Abonnenten ganz und gar mit Recht, und wür- den wir keinen Augenblick anstehen, uns schuldig zu bekennen. Nachdem wir aber von Neubauten und damit von Anderen ab- hängig wurden, wird man uns die stattgehabten Verspätungen Sj nicht allzu hoch anrechnen. io" Wir bitten besonder« alle Freunde und Parteigenossen unsere — L- heutige Erklärung in Rücksicht zu ziehen und nach Kräften dazu beizutragen, daß unser Unternehmen durch diese Zwischenfälle ' keinerlei Nachtheil erleidet. Leipzig, den 24. September 1875. Die Druckerei und Expedition des„Volksstaat". - rat" Erklärlicher Weise haben die vorstehend geschilderten Zwischen- ?,£ fälle ihren nachtheiligen Einfluß auch auf die Herstellung des ' Partei-Kalender«„Z>er arme Konrai»" ausgeübt und uns z, um einen vollen Monat mit der Fertigstellung desselben zurück- geworfen. Der Kalender wird nunmehr bestimmt am 16. Oktober tajjt zum Versandt gelangen, und hoffen wir, daß die Parteigenossen und Freunde in Anschauung Dessen, waS ihnen mit dem dies- Ifthrigm Kalender geboten wird, sich entschädigt finden«erden rhl« für ihr lange? Warten. D. O. � Au die Parteigeuosie« und„Bulksstaat"-Aboune«ten. - 7: Mit Anfang de« nächsten Monats beginnt ein neues Quartal und erlauben wir unS,-unferesFreunde und Parteigenosse» auf das f., Abonnement der Parteiblätter aufmerksam zu wachen. WaS schon -1— oftmals unseren Genossen zugerufen wurde, wir wiederholen eS ,, wieder: Parteigenossen! Sorgt für Verbreitung unserer Presse, denn unsere Press:.ist unser- Stärke! So poch auch vaS gesprochene Wort anzuschlagen ist, so noth wendig auch die persönliche Agitatton ist, das geschriebene Wort wirkt mehr und vor Allem nachhaltiger als jede auch noch so gute .. jttnb gehaltvolle sRedc. Darum, Parteigenossen! Trachtet vor L. Allem darnach, �daß unsere offiziellen Parteiorgane,„Neuer Social- -.�./Demokrat" zu Berlin und„Volksstaat" zu Leipzig, immer mehr und mehr Verbreitung im Volke finden. Denke Keiner, eS sei genug, wenn er eines von den beiden genannten Blättern liest; nein, jeder Parteigenosse muß es sich zur steht hier unzweifelhaft eine Lücke in unserer Gesetzgebung, die auszufüllen ist, und dürfte die« um so nothwcndiger sein, als im deutschen Reiche noch diejenigen Institutionen fehlen, welche be- stimmt sind, Schäden im Seewesen an« Licht zu ziehen; wir meine» B. eine Reichs-Seebehörde, welche die Ursachen der Schiffs- uufälle feststellen läßt, oder eine Ober-Seebehörde, welche alle auf das Marinewesen Bezug habenden Vorkommnisse und Einrichtungen beaufsichtigt, wie solche z. B. in England und Oesterreich bestehen. Den Einwand, daß die deutsche Flotte in besserm Zustande jsei als die anderer Nationen, und daß daher solche Gesetze vorläufig nicht erforderlich seien, lassen wir nicht gelten, denn gerade dadurch, daß die Schiffseigcnthllmer wissen, daß das Auge des Gesetze« über sie wacht, wird in Deutschland eine tüchtige Marine dauernd erhalten bleiben, und wir werden Krisen vermeiden, wie sie Eng- land jetzt durchmacht. Geeignete Palliativmittel, rechtzeitig ange- wandt, sind stets drakonischen Gesetzen, die zu spät erlassen oder lässig gehandhabt werden, vorzuziehen." Nun, da hätten wir ja den so sehnlichst erwarteten Plimsoll: die Reichsregierung. Ob aber diesem von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" so bereitwilligst offerirten Plimsoll auch da« erforderliche Vertrauen feiten» der in Frage stehenden Arbeiter wird entgegengebracht werden, daran zu zweifeln haben wir starke Ursache. Jedenfalls werden die deutschen Schiffszimmerer gut thun, sich bis auf Weiteres auf ihre eigene Kraft zu verlassen und mit gewohnter Energie auf die Beseitigung bestehender Uebelstände hin zuarbeiten. Selbst ist der Mann! SOZ rtei. cm- sich uue Iffen ctei« >1 Pflicht und Aufgabe machen, immer neue Abonnenten, neue Leser den Parteiorganen zuzuführen und so am Wirksamsten für die Ausbreitung unserer Grundsätze und Jveen wirken. Die Reaction, verkörpert in unseren herrschenden Klassen, haßt nicht« mehr als unsere Presse, und daher auch das Bemühen derselben, ihr daS Leben so sauer wie möglich zu mache». Dieses Bemühen unserer Gegner zu vereiteln, gibt eS kein besseres Mittel als die Verbreitung dieser so sehr verhaßten Presse. In jeder Hütte, in jeder Familie— überall, wo Proletarier oder mit der in der heutigen Gesellschaft als heilig erklärten kapitalistischen AuS- b-nwng nicht einverstandene Männer wohnen, muß unsere Presse ung ewe Heimstätte finden, damit nicht bloS die Unzuftiedenheit um che» Dr. chter ig«« »Ol sich greife, sondern auch Klarheit über die Mittel zur Abhilfe der heutigen gesellschaftlichen Krebsschäden unter die Massen gebracht verde. Deshalb Parteigenossen! Seid unermüdlich in der Ver- dreitnng unserer Parteiorgane:„Neuer Social- Demokrat" und .Volksstaat"! Der Erfolg wird nicht ausbleiben! Hamburg, 22. September 1375. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Vorstand der soz. Arbeiterpartei. I. A.: I. Auer, C. Derossi. Politische«ebersicht. —„Ist denn kein Plimsoll da?" fragt der Borstand d-S gemeinen deutschen Schisfszimmerer-BereinS". Die Antwort cheint gegebe» zu sein in den nachsolzenden en„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die diese Frage atzen der osfiziö nch also ausläßt:.. »Nach dem Stande der jetzigen deutschen Gesetzgebung ist cS vlr zulässig, daß die Landesregierungen auS eigener Initiative Auswanderungsschiffe besichtigen lassen, während den SeemannS- Aitern auf Beschwerden s-itenS der Schiffsmannschaft da» Recht zusteht, den Rumpf oder die Ausrüstung de« betreffenden Schiffes ?}* Proviant, Ketten» Ankern:c. zu prüfen. Ueberladuug und lihlerhafte Stauung wird gar nicht in Betracht gezogen. Es be- — Noch ein Beitrag zur Geschichte der Behandlung politischer Gefangener in Deutschland. Ein Parteigenosse theilt uns mit: Daß im„Rechtsstaate" Preußen unsere, wegen politischen Vergehen bestraften Parteigenossen nicht besser als Diebe behandelt werden, ist heute allgemein bekannt; neu ist jedoch die Thatsache, daß dieselben schlimmer als Diebe, Hehler, Bauern- fänger jc. behandelt werden, d. h. daß man diese» Letzteren weit mehr Begünstigungen zugesteht als Erstcren. Im königlichen Stadt' vogteigefängniß in Berlin wird der thatsächlichste Beweis hierzu geliefert. Dort sind eine Anzahl, dem Handelsstande angehörender Gefangenen detinirt, welche zum größten Theile wegen Unter schlagung, Fälschung, Diebstahl te. bestrast wurden, und zwar Einige davon mit 5—6 Jahren Gefänguiß und Aberkennung der Ehrenrechte. Diese Leute sind nun den verschiedenen Kanzleien als Schreiber zugetheilt und werden in Folge dieser Eigenschaft mit viel Zuvorkommenheit behandelt. So erhalten dieselben mit dem ersten Tage ihres Eintrittes in die Kanzlei Lazarethessen erster Form und zwar ohne ärztliche Verordnung, was sonst absolut nothwendig ist. Ferner gehen sie ohne Aufsicht in der Freistunde spazieren; dieselbe dauert jeden Mittag eine Stunde und am Abend gewöhnlich eine halbe Stunde, Sonntag nicht ausgenommen. Alle anderen Gefangenen gehen an Wochentagen nur eine halbe Stunde und an Sonn- und Feiertagen gar nicht spazieren. Auf Verlangen wird den bezeichneten Günstlingen auch daS Studium einer fremden Sprache erlaubt. Unserm Parteigenossen Stäger hingegen, der im gleichen Gefängniß 6 Monate abzubüßen hatte (wegen Beleidigung des„beliebtesten Mannes in Deutschland", wie der Staatsanwalt sich ausdrückte) hat man einen Antrag aus Be- willigung einer ganzen Freistunde täglich abgewiesen; desgleichen verweigerte man demselben die Erlaubniß zum Studium der fran- zösischen Sprache. Auch gestattete man ihm erst nach.wiederholten Beschwerden da» Tragen der eigenen Kleider unv die Jsolirhaft; isolirteS Hpazierengehn in der Freistunde wurde ihm verweigert, und so war er denn gezwungen, mit circa 35 Untersuchungsgefangenen im„Gänseschritt" zu marschiren. Lazarethessen wurde demselben 12 Tage vor seiner Entlassung verabreicht, nachdem bereits heftiges Blutspeien und Abnahme der Kräfte eingetreten war.— Also giebt man sich in Deutschland Mühe, die gemeinen Verbrecher möglichst zu schonen und die politischen Auchverbrecher zu Grunde zu richten! 2/ (Wie poetisch sich daS nationalliberale Blatt ausläßt, warum nicht gar: Der Meister entflammt in edlem Zorn!), nimmt einen Ge- genstand, der ihm auf fein Geheiß von seiner Frau gereicht wurde, und zerschmettert mit einem Schlage dem Gesellen den Hirnschädel, so daß der Getroffene sofort leblos zu Boden stürzte. Der Uu- glückliche lebt zwar noch, indeß ist keine Hoffnung auf Genesung vorhanden." So die„Rhein- und Rnhrzeiwng"; weiter kein Wort, keine Bemerkung über die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit, nicht einmal einen derben Rüffel für den Arbeiter, der die Rohheit be- saß, dem Herrn Meister wegen Zahlung seines wohlverdienten Lohnes Borstellungen zu machen; wofür freilich dem Arbeiter das „Unglück" pafsirte, daß fein Schädel von einem Werkzeug deS „Jähzorn«" zerschmettert wurde. Da Harkort nur mit Rohheit, aber nicht mit Jähzorn zu thun hat, so kann ihm daS Cnltur- stückchen leider nicht zur Berücksichtigung empfohlen werden. DaS Sonderbarste ist, daß die„Rhein- und Ruhrzeitung" sich jeder Beileidsbcmerkung darüber enthält, daß der„Herr" Meister so zum„Jähzorn" gereizt wurde." Soweit unser Correspondent! Betrachten wir uns das von ihm entrollte Bild noch einmal: Auf der eine« Seite: Der Proletarier, welcher seinen „Herrn" wegen„verkürzter Zahlung von Lohn", d. h. wegen Uebervonheilung, wenn nicht gar Betrug,„in ganz ruhiger Weise" „Vorstellungen" macht;— auf der anderen Seite: Der Bourgeois„in Zorn entflammt" übet jene ganz ruhigen Vor- stellnngen, ausgerüstet mit einem„Gegenstande", den er sich zum Zwecke rohester Gewaltthätigkeit herzureichen läßt, den Schädel des Proletariers mit einem Schlage zer- schmetternd.---- Die„Rhein- und Ruhrzeitung" hat recht: auch wir haben solchen Thatsachen keine Silbe hin- zuzufügen!! — ConstanteS Kapital und variables Kapital. Wie verschwindend klein daS variable Kapital im Verhältniß zum constanten Kapital ist, zeigt wieder zur Evidenz der Bericht der Aktiengesellschaft Bredower Zuckerfabrik für die Campagne von 1375. Anderweitige AuSgabpn: Steuern 62,650 Thlr. Kohlen Rüben Materialien u. Kalkstein Versicherungsprämien Geschäftsunkosten 29,209 90,121 2,769 2,113 11,215 Löhne: 20,191 Thlr. 193,077 Thlr. 20,191 Thlr. Das Verhältniß des constanten Kapitals zum variablen Kapital ist also beinahe wie 10:1. Bei einer Fabrik, die beinahe für 100,000 Thlr. Rüben in einer Campagne verarbeitet, ist eS wohl nicht zu hoch gegriffen, wenn wir die Zahl der Arbeiter auf mindestens 150 während der Campagne annehmen. Rechnen wir aufjeden Arbeiter oderjede Arbeiterin 3 Kinder, so sind eS 600 Seelen, auf die sich 20,191 Thlr. vertheilen; es kommen also auf jede Seele jährlich 33V, Thlr. zu verzehren. Dagegen scheinen un« die Geschäftsunkosten mit 11,215 Thlr. sehr hoch zu sein, wie wohl jeder Unbefangene zugeben wird. — Die Reichstreue ein Geschäft. Ganz schamlos wird dies eingestanden von der„Deutschen Bereinscorrespondenz"(einem unter dem speziellen Patronate deS Herrn v. Sybel stehenden uationalliberalen Partei-Organ). In dem betreffendenArtikel wird ganz offen Klage darüber geführt, daß die Regierung die„staats- treuen Katholiken", soweit sie sich im Beamtenstande befinden, nicht hinreichend zu belohnen und zu weiterem Eifer anzuspornen verstehe; die Folge dieser Unterlassungs- sünde sei, daß diese sonst im Culwrkampfe so„zuverlässigen" Beamten an den Absichten der Regierung irre würden und es nach und nach für klüger und vortheiihafter fänden,„nur passiv zu bleiben, sich farblos zu zeigen und die möglichen Eventualitäten abzuwarten." Also nur, wenn's„etwas einbringt", ist daS Pack „reichstreu". Wir danken für die Offenherzigkeit.— —Köstlich verfprochenhatsich neulich der österreichische CultuS- minister Stremayr, der bei einer Schnlgründungsfeier folgenden Toast vom Stapel ließ:„Wo früher Deutsche zusammenkamen, da bauten sie zuerst ein WirthshauS, heute bauen sie aber vor Allem Schulen, und überbieten einander in Großartigkeit der- selben." Der gute Mann dachte an die Moltke'sche Bildungs- anstatt und sagte Schulen statt Kasernen. — Montag, den 20. September, trat unser Parteigenosse August Kapell seine dreimonatliche Hast in Plötzensee an. — Moral und Humanität auf Seite der Besitzenden. Man schreibt uns aus Mühlheim a. d. R.: „Die„Rhein- und Ruhrzeitung" liefert einen Beitrag zur Roh- heitsstatistik, welcher durch die zarte Darstellung fast ebenso cha- rakteristisch ist, wie der gemeldete Thatbestand selbst. Die Cor- respondenz lautet wörtlich: „Essen, 20. September. „Der Jähzorn hat gestern hier wieder feine Opfer ge- fordert. Zu einem in der Steinstraße wohnenden Steinhauer-! meister kam gestern Nachmittag ein früherer Geselle, der jenem wegen verkürzter Zahlung von Lohn Vorstellungen, aber in ganz ruhiger Weise, machte. Der Meister entflammt darauf in Zorn — Seit dem 21. d. MtS. wird der„Neue Sozialdemokrat" in der Berliner GenossenschaftSbuchdruckerei gedruckt. Die AuS- stattung ist vortrefflich; unser Bruderorgan, wie die Partei über- Haupt, hat mit dem JnSlebentreten dieser Druckerei einen tüchtigen Schritt vorwärts gethan.— Der„Nürnberg-Fürther Sozialde- krat" zeigt in seiner letzten Nummer an, daß er von Neujahr an ohne Preiserhöhung in bedeutend vergrößertem Format er- scheinen wird.— Borigen Sonntag wurde die Probenummer des von den Hamburger Parteigenossen gegründeten OrganS: Ham- bnrg-Altouaer Volksblatt ausgegeben. Das Format ist dop- pelt so groß als das deS„Volksstaat", und die Ausstattung läßt nicht« zu wünschen übrig. Auch eine Illustration fehlt nicht. Vom 1. Oktober an wird daS„Hamburg-Altonaer Volksblatt" unter der Redaktion von Hasenclever und Hillmann wöchentlich 3 Mal erscheinen. Wir hoffen, bald mehr solcher„Rückgänge" ver- zeichnen zu können.— Jnaere Partei-Angelegeuheite«. Parteigenossen! Wie schon im Juli mitgetheilt wurde, findet der erste Abschluß der Parteibücher(Kasse) am 1. October d. I. und von da ab laut Organisation regelmäßig vierteljährlich statt. Allen Parteigenossen muß daran gelegen sein, auf Grund der ersten Abrechnung die Leistungsfähigkeit der Partei übersehen zu können. Dem entsprechend ist eS Pflicht der Agenten, alle noch rückständigen Beittäge für Juni, Juli und August spätestens bis zum 30. d. M. an die Parteikasse einzusenden. Bis jetzt haben über 400 Orte ihre Pflichten gegen die Partei- lasse erfüllt. Die Agenten nachstehender Orte werden dringend er- sucht, sich über die ihnen im Juni zugestellten Beitragsmarken durch Abrechnung binnen 8 Tagen auszuweisen: Aalen, Alfeld, Allstedt, Altchemnitz, Amberg, Auerbach, Bam- berg, BenSheim, BischofSwerda, Bonn, Brandenburg, Bredstedt, Bretzenheim, Burgdamm, Bürgel, Clausthal, Constanz, Eisenach, Fechenheim, Fischbach, Frankenhausen, Frankfurt a. d. O., Frei- berg, Friedrichshagen, Gera, Geyer, Ginnheim, GlaiShammer, Greffrath, Glüna, Harthau, HeidingSfeld, Heinstadt, Hilmars- hausen, Hemelingen, HerSfeld, Jügesheim, Kelsterbach, Klrchheim, Kirch-Steinbeck, Klein-Auheim, Köthenövorf, Lilienthal, Lobberich, Lößnitz, Luckenwalde, Lüttringhausen, Magstadt, Meiderich, Mittel- buchen, Mühlheim a. d. Ruhr, Mühlheim a. M., Mühltroff i. V., MünchenbernSdorf, Neuwied, Neustadt a. d. Orla, Neu-Heppens, Niederhaßlau, Nienburg a. d. S., Nienburg a. W., Nordhaaseu, Olbernheim, Plauen, Ploen, Praunheim, Rostock, Rödelheim, RummelSburq, Schneeberg, SchopperShof, Schönebeck, Schwb.-Gmünd, St. Tönis, Stargard i. P., Süchteln, Teuchern, Tübingen, Vlotho, Weimar, Wildenfels, WittgenSdorf, Wörlitz, Zschorlan. Hamburg, 22. Sept. 1375. Mit Gruß! Namens des Vorstandes: Aug. Geib, RödingSmarkt 12. Gewerksgenossenschaftliches. Kopenhagen.(Telegraphische Depesche.) Cigarrenarbeiter- strike in Malmoe, Schweden, ausgebrochen! Zuzug fernzuhalten. ___ Johnsen. Allgemeiner deutscher Schneiderverei«. chiehe«, 22. Sept. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Congreß- Protokolle zum Versandt fertig sind, und ersuchen wir, Bestellungen baldmöglichst folgen zu lassen. Ein jedes Mitglied muß so viel Interesse an unserer Sache haben, um ein Exemplar zu kaufen. Die Protokolle werden, um die Beschaffung leicht zu machen, zum Selbstkostenpreis, pr. Exemplar 15 Pf., abgegeben, weshalb wir die Bestellungen in Partien erbitten, weil die Porto- Ausgaben sür'S Einzelexemplar zu groß sind. Die Bevollmächtigten wollen in ihren Mitgliedschaften für regen Vertrieb sorgen und die Bestellungen entgegen nehmen, wobei wir bemerken, daß der Besteller uns für den Betrag der Sendung verantwortlich sein muß. An unS nicht genau bekannte Genossen können nur gegen Einsendung des Betrages Exemplare verabfolgt werden. Durch unliebsame Störung in der Druckerei sind wir noch nicht im Besitze der Statuten:c., werden dieselben aber in den ersten Tagen bekommen. Mit brüderlichem Gruß Der Ausschuß. _ S. A.: B. Kl-rx. Correspondenzen. Leipzig, 22. September. Gelogen wie telegraphirt— dies Wort erlangt immer mehr Berechtigung. Ueber das Resultat der LandtagSwahl in Leipzig war in allen deutschen und vielen ausländischen Zeitungen ein Telegramm zu lesen, daß Herr RechtS- auwalt Freytag nur 380— statt 521— Stimmen erhalten habe. Die„Frankfurter Zeitung-, die ebenfalls getäuscht worden war, berichtigt die Fälschung im viHgestrigen Abendblatte mit dem Be- merken, daß der Telegraph gelogen habe. Ein erfreuliches Zeichen für uns, daß die Gegner den„Rückgang" jiur auf solche Weise an den Mann zu bringen im Stande sind.— Urkomisch ist beiläufig das Gejubel der hiesigen Nationalliberalen über ihren Wahl- sieg. Wahlsieg setzt Wahlkampf voraus, ihr Herrchen, und daß ihr diesmal in euerer bisher unbestrittenen LandtagSdomäne einen Kampf hattet, beweist, daß euere Macht im Sinken ist. Das merkt euch. Und noch Eins. Der Leipziger Bezirk, welcher die letzte Wahl hatte, enthält in runder Summe 5000 Landtags- Wähler, davon stimmten für euch, die zersplitterten Stimmen euch zugerechnet, etwas über 1300, für uns 521. Weit über 3000, nahezu zwei Drittel der Wähler haben sich enthalten— für euch wollten sie nicht stimmen, weil sie euch kennen, für uns nicht, weil sie unS nicht kennen. Wir werden dafür sorgen, daß sie unS kennen lernen und— von euch keine bessere Meinung bekommen. Auf Wiedersehen bei den nächsten Wahlen! Krusithal, den 19. Sept. Obgleich die Volksversammlung, die Bebel gestern vor 8 Tageu bezüglich der Landtagswahlen hier abhielt, ausgezeichnet verlief, und wir, nach der allgemeinen Stim- mung zu urtheilen, siegen mußten, ist es doch anders gekommen. Unser Candidat erhielt 75 Stimmen, der Gegner 80. Aber wie wurden diese erobert? Trotzdem der hiesige Bürgermeister Wahlvorstand war, und in dieser seine Stellung verpflichtet gewesen wäre, sich jeder Agitation zu enthalten, fizurirte er mit vollem Titel unter dem Aufruf deS liberalen WahlcomitöS. Ein solches Verfahren ist, gelinde gesagt, eine Taktlosigkeit. Höchst anmaßend und das Ge- setz mit Füßen tretend, benahm sich auch der zweite Wahlvorsteher, Stadtralh Wilhelm Bayritz, der mit Wilhelm Reinholb sich vor die HauSthüre des Wahllokals stellte, die Wähler fragte, wen sie wählen wollten, und wenn einer für Bebel stimmte, versuchte, ihm den Zettel auS der Hand zu nehmen und gegen einen mit dem Namen Penzig'S umzutauschen. Dem Wähler Heinrich Franke gegen- über bedienten sich diese sauberen Herren deS Ausdrucks: in diesen Zettel(mit Bebel's Namen) könnten sie Wurst hinein wickeln. Wil- Helm Beier'S Zettel wurde auch umgetauscht. F. Reichelt, ein alter, ehreuwerther Mann, der aus Jrrthum in die RathSexpedition trat, weil er dort das Wahllokal vermuthete, begegnete darin seinem Vetter, dem Stadtkasstrer Fritz Reichelt, welcher ihm seinen Zeltel mit Bebcl'S Namen aus der Hand nahm und ihm dafür einen mit dem Namen Penzig schrieb, sagend: einen Mann wie Bebel dürfe er nich t wählen. Ich könnte noch mehrere ähnliche Fälle au- führen, die erwähnten werden jedoch genügen, um zu beweisen, wie eS kam, daß die Gegner siegten. K. (ES ist ganz schön, daß unS diese Ungeheuerlichkeiten mitge- theilt werden; aber gab eS denn in Ernstthal kein sozialdemokca- tische« Wahlcomitö, das solchen stechen Ungesetzlichkeiten mit aller Energie entgegentrat und die anmaßenden Gegner in die Schranken der Gesetze verwies? Wenn solche Dinge in einer Stadt passtren, in welcher die Partei so vielen Anhang hat und bei allen Reichs- tagSwahlen eine so immense Majorität für den sozialdemokratischen Candrdaten abgab,«aS soll man dann vom Lande erwarten? Der vorliegende Fall zeigt, daß unsere Parteigenossen selbst häufig da, wo sie daS klarste Recht auf ihrer Seite haben, eine fast unbegreif- liche Zurückhaltung und Aengstlichkeit— um leinen schlimmeren Ausdruck zu gebrauchen— offenbare«. Lassen wir uns unser klare« Recht unter der Hand wegnehmen, dann dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn die Gegner uns mit Fußtritten zu trak- tiren versuchen. R. d. V.) Iransifurt a. M. Allgemeiner Agitationsbericht. In Nach- stehendem gebe ich, mit Ausschluß der schon von einzelnen Partei- genossen gebrachten Berichte einen Ueberblick über unsere Agitation während der letzten Monate. Den 7. Juni wurde zu Frankfurt eine Volksversammlung abgehalten mit der Tagesordnung:„Das Gottesgnadenthum". Den 9. fand daselbst die Berichterstattung über den Gothaer Congreß statt. Am 11. Juni hatte ich zu Bornheim die Berichterstattung. Den 12. Juni referirte ich zu Harlan. Den 14. hatte ich zu Osfenbach den politischen Wochen- bericht. Den 16. referirte ich zu Frankfurt. Den 19. zu Born- heim. Den 23. Nachmittags in einer Bäckerversammlung zu Frank- furt. Den 23. AbendS in einer Volksversammlung über die Tages- ordnung:„Das heutige System des Liberalismus. Am 26, referirte ich zu Höchst. Am 27. Morgens fand zu Frankfurt eine zahlreiche Volksversammlung statt mit der Tagesordnung:„Die Enquete", wozu der Regierungsrath John(dieser auch brieflich) sowie die Vertreter der Presse durch Plakate eingeladen waren Der Herr RegierungSrath sagte in einem Schreiben sein Erscheinen ab. Nach längerer und klarer Debatte wurde eine Commisfion beauftragt, zum RegierungSrath zu gehen, um ihm die Ansichten der Versammlung über die Enquete zur Kenntniß zu bringen. Die Parteigenossen G. Müller, Prinz und Unterzeichneter haben den Austrag der Versammlung erfüllt und über 3 Stunden mit dem RegierungSrath reserirt. Die„Frankfurter Zeitung" hat seinerzeit über diese interessante Versammlung einen ausführlichen Bericht gebracht. Den 28. referirte ich zu Hanau über die so zialistische Arbeiterpartei Deutschlands. Am 30. fand zu Frankfurt eine Volksversammlung statt und referirte ich über:„Die Kunst und Wissenschast im Alterthum, im heutigen Staat und im Zu knnftSstaat.» Den 3. Juli referirte ich zu Bornheim über die indirekten Steuern. Am 4. fand zu Offenbach eine Parteicon- fcrenz statt. Am 5. hatte ich zu Niederrath über„Organisation der sozialistischen Arbeiterpartei" zu referiren. Den 6. zu-Offen- dach über die Enquete. Den 7. zu Frankfurt über die Frage: „Was ist Freiheit?" Am 14. hielt ich zu Frankfurt eine Volks- Versammlung ab mit der Tagesordnung:„Die Maschinen und ihr Einfluß auf die Arbeit." Den 17. sprach ich zu Groß-Auheim und den 18. zu Klein Krotzenburg über„Organisation der so- zialistischen Arbeiterpartei Deutschlands." Am 19. hielt ich zu Offenbach eine Versammlung ab. Am 20. sprach ich im Frank- furter Schreinerverein über den Einfluß der Großproduktion aus daS Handwerk. Am 24. fand zu Mühlheim a. M. eine Volts- Versammlung statt, in welcher ich über die sozialistische Arbeiter- Partei Deutschlands referirte; desgleichen am 25. zu Groß- Stein- heim. Am 26. zu Hanau über„das System des Wahlrechts." Am 31. zu Offenbach in Parteiaugelegenheiten. Am 1. August sprach ich zu Klein-Auheim über die sozialistische Arbeiterpartei. Am 5. referirte ich in einer Volksversammlung zu Wiesbaden über die Bestrebungen der Arbeiterpartei. Am 6. in einer Schuhmacher- Versammlung zu Wiesbaden über„die Großproduktion und ihre Folgen." Den 7. hielt ich zu Offenbach eine Versammlung ab mit der Tagesordnung:„DaS heutige System des Liberalismus." Am 9. sprach ich im Frankfurter Wahlverein. Den 10. rm Frank- surter Schreinerverein über die Arbeiterbewegung in England. Den 14. zu Bornheim über die projektirte Bier- und Petroleum- steuer. Am 15. hielt ich zu Mainz die Festrede. Den 16. sprach ich im Frankfurter Wahlverein über daS Thema:„Wie man die soziale Frage löst." Am 13. in einer Volksversammlung zu Frank- furt über die Opferwilligkeit der Großen und Mächtigen und die der Armen. Am 19. in einer Schuhmacherversammlung zu Frank- furt über die Arbeiterbewegung in England. Am 24. in einer Schreinerversammlung über„Arbeitslohn und Lebensmittel." In der am 25. abgehaltenen Volksversammlung zu Frankfurt referirte ich 1) über„Thier- und Menschenschutz", 2) über den Fabrikanten- tag zu Cassel. Am 27. zu Bockenheim über die Sedanfeier. Am 29. hielt ich zu Wiesbaden die Festrede. Zum Gebächtnrßtage des Todes Lassalles hielt ich am 4. September zu Offenbach and am 5. zu Frankfurt die Festrede. Am 6. hatte ich im Frankfurter Wahlverein zu referiren. Carl Klein. Kreslau.(Hirsch-Duncker'fche Versammlung.) Die am Dienstag, den 7. Sepiember im Casperkc'schen Lokal, MatlhiaSstraße hier, ab- gehaltene öffentliche Versammlung des Hirsch-Duncker'schen Gewerk- vereiuS der Fabrik- und Handarbeiter war gut besucht; daS Bureau kam in die Hände der Sozialisten, und wurde gewählt als erster Vorsitzender ReinderS, als zweiter Just und als Schriftführer Kriemichen. Das Resultat der Bureauwahl ver-! anlaßte Herrn Huhn(Hirsch-Duncker'scher), zu erklären, daß er unter solchen Umständen da« Lokal verlasse; zugleich forderte er seine Freunde vom Gewerkverein aus, dasselbe zu thun, da sie nicht gewillt sein könnten, unter sozialistischem Vorsitz die Ange- legenheiten des GewerkvereinS zu erörtern. Aber nur Wenige leilleten der Aufforderung Huhn'S Folge, darunter der Wander- lehrer Keller»c. Huhn und Keller gingen augenscheinlich, um so der Vertheidigung am besten anS dem Wege zu gehen! Die Herren Sasse und Landgraf aus Berlin referirten Über den Conflrkt, welcher auf dem letzten VerbandStag zu Leipzig durch das statuten- widrige Vorgehen deS Herrn vr. Max Hirsch hervorgerufen wurde, und einen Protest nach sich gezogen hat, dem sich ein beträchtlicher Theil der Mitglieder angeschlossen hat, worüber Hr. Max Hirsch außer sich ist und seine Zuflucht zur Lüge und Verläumdung gegen die Protesterhcber nimmt. DaS nutzt ihm aber nichts, denn trotz alledem mehren sich die Opponenten» so daß Hirsch sich schon ge- äußert hat:„Berlin ist für unS verloren, suchen wir die Pro- vinzen zu erhalten". Dazu sind besonders die Herren Huhn (Buchbinder) und der Wanderlehrer Keller auS Beuchen auser- sehen. DaS wird ihnen aber wohl sehr schwer werden, denn auch m der Provinz hat man Kenntnisse von den 84,000 Thlrn., welche Herr Hirsch mit der Häuserspekulation verdient hat, und auch von den 21,000, welche der Herr Isaak in Charlotlenburg betrügerischer- weise sich angeeignet hat. Die Herren Referenten hatten für ihre Aussagen auch zugleich das Beweismaterial bei der Hand. Außer- dem sprach noch sehr treffend der Silberarbeiter Herr Ansorge gegen den E)r. Hirsch; derselbe warnte die Mitglieder des Gewerk- vereiuS, sie möchten sich nicht mehr von Hirsch an der Nase her- umführen lassen, sondern demselben den Rücken kehren. Auch gegen die Erklärung Huhn'S, daß die Mitglieder der Gewerkoereine daS Lokal verlassen sollten, um nicht mit den Sozialisten zu tagen, wandte sich der Redner, indem er erklärte, er sei schon längst da- rüber im Klaren, daß die Mitglieder deS Gewerkvereins mehr und mehr ins Lager der Sozialisten gedrängt werden. Nur Schubert (Maschinenbauer) erbarmte sich deS vr. Hirsch und versuchte den- selben in Schutz zu nehmen. Daraus sprach noch ReinderS; der- selbe führte auS, daß er nicht gegen die Person des Hirsch, son- dern vielmehr gegen daS Prinzip deS G-werkoereinS sei, und wider eine derartige Organisation stetS ankämpfen werbe, wenn sie auch von andern Personen gegründet sei. Zum Schluß wurde von Herrn Jacob(Mitglied deS GewerkvereinS der Fabrik und Hand- arbeiter II) folgende Resolution eingebracht: „1) Das Vorgehen deS vr. Max Hirsch in Berlin gegen ein- zelne Mitgliener deS GewerkvereinS der Fabrik- und Handarbeiter ist nicht zu beschönigen, sondern zu verachten. 2) Weil Hirsch per- sönliche Fragen von der allgemeinen Sache nicht zu trennen vermag, und weil ihm jedes Mittel zum Zweck recht ist, so ist er auch nicht fähig, unparteiisch einer Arbeiter-Organisation vorzustehen. Zu dieser Resolution brachte Herr ReinderS noch folgendeu Zusa? ein: 3) Die Organisation der Gewerkoereine ist nicht im Stande, die soziale Lage deS arbeitenden Volkes zu verbessern." Die ge« fammte Resolution mit dem ReinderS'schen Zusatz wurde daraus einstimmig angeuommen. Mit sozialdemokratischem Gruß H. Nebel, Ketzerberg 30, 2. 0.50 Fond siir Gemaßregelte: B. Arbeiterverein Nenschönefeld 3,35. Einem Unterbeamten daselbst Berlin Sonnabend, 25. September, Abends 8 Uhr: Zwei öffentliche«rbriterdersammlungen. 1 1) Gratweil's Bierhallen. 2) Martannenstr. 31, Industrie- Hallen. An demselben Tage findet auf dem Gesundbrunnen in Psenz' Lokal, Panlstr. 25 eine große Volksversammlung statt. Montag, den 27. Sept., Abends 8 Uhr, Landwehrstraße 11 bei Meister: Die normale Produktion und die Sittlichkeit. Vortr« von Adam.— Verschiedenes. Dienstag, 28. Sep., Abends 3 Uhr. 1) Ackerstr. 63 bei Clualih' Der indirekte Mord. Vortr. von Liesländer. Berschiedene«. 2) Alt- Moabit bei Wormstädt. Bortrag von Baumann. Verschiedenes. Die Gesinnungsgenossen w, erden dringend ersucht, in allen Bejirt» auf dem Platze zu sein. Zl. Heiusch.[140] Zur Beachtung! Sonnabend, 3. Oktober, findet auf Tivoli a» Kreuzberge eine große Volksversammlung statt.— Die verschiedene» Vereine bittet Dieses zu beachten. Der Ob.[30] ülot-litt Sonntag, den 26. September, Nachmittags 4 Uhr: VtchßßN Sophicustroße 15: Stiftungsfest des Jachverems der vereinigten Knopfarbeiter! Berlins. Programm-Billet« 30 Pf., vorher 25 Pf.— Das Nähere die Programm» Da der Ueberschuß zu einem wichtigen Agilationszweck verwendet wird, so bitten wir alle andern Eorporationeu und Parteigenossen u» ihre gütige Unterstlltzuuz. Es haben sich auch Unterzeichnete zur Aufgab« gemacht, mit aller ihrer Kraftanstrengung dieses erste Fest, zu einem de> schönst» aller Feste zu machen._ DaS Festcomitö.[300] rt Ml, Mittwoch, den 29. Sept., Abend« halb 9 UM Vv-UU» Ii* im gefale des Herrn Weiureis, ThieboldSgaß Nr. 100: Versammlung der Mitglieder der GenosseuschastStischlerei. Tagesordnung: Wichtige Besprechungen.— Ersuche alle Mitglied» zu erscheinen. Der Vorstand[70] flQmfmr-tV Dienstag, den 28. Sept., Abends halb 9 Uhr, 9 -LUllll U III � Stadly's Etablissement, Valentinskamp 41: Volksversammlung. T.-O.: Vortrag des Reichstagsabgeordaeten Hasenclever.—® ersucht um Berbreitung_ A. Hörig, Eichhol; 53.[60s Gewerkschaft der Schuhmacher. Montag, den 27. Sept., Abends halb 3 Uhr: VörsÄMmIliiiA. T.-O.: Gewerkschaftlichlö.— Fragckasten.— Aufnahme neuer Mit glieber._ Der Ben.[50], Arbeiterverein. r Montag, den 27. Sept. Nenschönefeld v. Leipzig Abends 8 Uhr, im vergschlößch-n: GrkZlMosskiie MitgliederYersammluiig. _______ Der Vorstanv.[50], Lp. tL ��2. (w) [20L „Der l8oteu, Organ der Klempner und verw. Berufsgenossen. Monatlich 2mal. Der Abonnementspreis beträgt pro Quartal 40 Pf.— Alle Post anstalten nehmen Bestellungen darauf an, wie auch die Expeditco Hamburg, gr. Drehbahn 3la.(2a)__ SB. Metzger.[80 Ermäßigte Preise! Bon heute an gebe ich die bei mir erschienen» Lassalle'schen Schristd an die Parteigenossen zu folgenden Preisen ab: (?. 103) Lassalle, F., Antwortschreiben Arbeiter-Lesebuck — Arbeiter-Prozramm — Die Wissenschaft und die Arbeiter — Erimiualprozeß III. Heft — Indirekte Steuern — An die Arbeiter Berlin» — Erwiderung aus die Recension der Kreuzzeitung — Ueber BersassungSwesen. Wa» nun? Macht und Recht 20 — Die Philosophie Fichte'S 15 — Zur Arbeitersrage 15 Versendung nur gegen Baar(unter Beifügung de» Porto'S) oder P Vorschuß. Braunschweig, 15. September 1375. W. Bracke jun.[5501 10 bei Part. Ei» Pf. Pf 8 15 10 15 20 20 10 10 Sodalistische Theaterstücke. Eine Sammlung diiseS Inhalt« beginnt soeben unter vorstehend« Titel bei uns zu erscheinen und zwar in einer unbestimmten Anz» zwangloser Lieferurigen. Jede Lieferung ist für sich»erkäusli Hiervon ist bereits erschienen: Nr. 1. Ein Schlingel. Line natioualökonomisch-soziale Humoreske von I. B von Schweitzer. In 1 Ali. Einzeln-Prei« dieser Lieferung: 40 Et«.— 35 R.-Pf.— 20 Kr. östr. k NB. Die zur Aufsührung de« Stücke«(als Rollen sc.) nöthig Exepl. liefern wir für Fr. 1. 80 CtS.— Mk. 1. 50 R.-Pf. 80 Kr. östr. ÜB.------ Zu vorstehend» Preis» versend» wir franco und nehmen wir t auch österreichisches Geld, ohne Rückstcht aus hiesig» Agioverlust, für v (Kleinere Beträge können in Briefmarken eingesandt werden).•J�T' Versendung erfolgt jedoch stets nur gegen baar, resp. mit Nachna! (Postoorschuß). Für Wrederverkänfer giößeren Rabatt, jedoch dann uasrankirter Versendung. Voiksbuchhauvinng(Z. Franz), Zürich 3c)_(Stets genügende Adresse.) BerarnlliortUw.r Redalreur: H. Riirdr ru Leipzig. Redaktion Hodestreße 4, Expedinou Zeiizerstraße 44, ru Leipzig. und Verlag der SMossenschastSduchdruckerer in Leipzig.