Sonderausgabe: Pariser KongreD Redukdon und Verlag s Karlsbad, Haus„Graphla" Tel,<081 Prel» der Einzelnummer 1� � j J f\ (!ni Vusland Iii 2�) i\.C Aiulaodspreise Argentinien.. Belgien..., Bulgarien... Ranzig.... Deutschland.. Bstl nd.,,, Finnland... Frankreich.. Großbritannien. Holland.... Italien..... Jugoslawien.. Lettland... Nr. 12 Sonntag, 3. Sept. 1933 BeingspreU Im Quartal 1/ � j q (Im inaland kc 21.-) JVC i O." (Im j Aualandspreisc Litauen.... Luxemburg,. Norwegen... Oesterreich., Palästina... Polen..... Portugal.., Rumänien•• Saargebiet.. Schweden.•• Schweiz••. Spanien••• fc:-.: Sozialdemokratisches Wochenblatt Komml neuer Weltkrieg? Wir Vaterlands� losen Der Staatsangehörigkeit verlustig erkilrt Die Hitler-Regierung hat 33 deutsche Reichsangehörige, unter ihnen die Genossen Breitscheid, Grzesinski, Hansmann, Scheidemann, Max Sievers, Stampfer und Wels der deutschen Reichsangehörigkeit für verlustig erklärt und die Beschlagnahme ihres Vermögens angeordnet Die genannten Sozialdemokraten teilen ihr Schicksal mit radikalen Pazifisten, wie Friedrich Wilhelm Förster und ultra-radikalen Kommunisten, wie Max Hölz. Schriftsteller von Weltruf, wie Heinrich Mann und Lion Feuchtwanger, vervollständigen das bunte Bild. Was die Sozialdemokraten betrifft, nie zu vaterlandslosen Gesellen erklärt worden sind, so waren sie zum großen Teil im Gegensatz zu zahlreichen Mitgliedern der Hitler-Regierung während des Krieges Soldaten und Im Schützengraben. Sie haben stets nach besten Kräften der Sache des arbeitenden V o!- kes in Deutschland gedient und werden das selbstverständlich auch weiterhin tun. Daran kann kein Beschluß der In Berlin regierenden Verbrechergesellschaft etwas ändern. Von l h r vaterlandslos erklärt zu werden, ist n u r e i n e Ehre. Und die feierlich angekündigte Vermögenskonfiskation spielt gegenüber den furchtbaren Opfern, die die Funktionäre der Arbeiterbewegung drinnen im Dritten Reich zu bringen haben, keine Rolle. Für die Zukunft aber soll es nicht ohne Bedeutung bleiben, daß sich die gegenwärtigen Machthaber in solcher Weise über den bürgerlichen Begriff des heiligen Eigentums hinweggesetzt haben. Sie haben erst das gesan«e Ver- niögen der sozialistischen Arbeiterbewegung gestohlen; sie gehen jetzt dazu über, zur Befriedigung ihrer persönlichen Rachegelüste auch Einzelpersonen„entschädigungslos zu enteignen". Heute kann man sich nicht ohne Schmunzeln daran erinnern, daß Herr von Hindenburg einst seine Unparteilichkeit als Reichspräsident vergaß und Persönlich eingriff, als die e n 1 1 h r o n- ten Dynastien Deutschlands in Gefahr geraten waren, auf verfassungsmäßigem Wege entschädigungslos enteignet zu werden. Gegen die entschädigungslose Enteignung von Sozialdemokraten hat er nichts einzuwenden. Er feiert vielmehr jnR den Enteignern zusammen Freuden- teste und läßt sich von ihnen Millionen Schenken. Aber es wird ganz bestimmt nicht hnmer so bleiben wie es Ist Die anti- kapitalistische Sehnsucht der 95 Prozent aller Deutschen, von der einst Gregor Strasser sprach, wird sich auf die Dauer durch den Lärm der Feste nicht betäuben 'assen. Der Tag der Abrechnung �'■"d kommen. Und dann wird entschädigungslos enteignet werden, nicht aus persönlichem Rachebedürf- uis oder zum Zweck der persönlichen Bereicherung, sondern zum Wohle des Manzen arbeitenden Volkes. . Die entschädigungslose Ent- eisnung ist auf die Tagesord- ""ng der deutschen Politik ge- stellt. Sie wird von ihr nicht wieder verschwinden! Hitler, die Hoffnung aller Feinde Deutsdilands P a r 1 1, Ende Aagust. « Versucht mau, aus den Zeitungen aller Richtungen, aus Gesprächen mit Politikern und Unterhaltungen mit dem Mann auf der Straße ein Bild von dem zu gewinnen, was in Frankreich heute die allgemeine Meinung ist, so ergibt sich ungefähr das folgende: In Frankreich gibt es bestimmt keinen Menschen, der einen neuen Krieg will. Dazu tst die Erinnerung an die vergangenen furchtbaren vier Jahre noch viel zu stark. Widerwille gegen den Krieg war In der ersten Zelt nach der Machtergreifung Hitlers das entscheidendste Gefühl Man empfand:„Hitler ist Krieg!" und lügte sogleich erschrocken hinzu: „Nur das nicht!" Selbst wenn die Regierung anders gedacht hätte, wäre sie genötigt gewesen, in ihrer Außenpolitik diesem Massenempfinden Rechnung zu tragen. Hitlers Erklärung vom 17. Mal stieß auf allgemeines Mißtrauen. Sie stand zu allem, was sonst als oifizielle Meinung der neuen Machthaber Deutschlands In Erscheinung getreten war, In so schneidendem Gegensatz, daß man sie unmöglich für echt nehmen konnte. Dennoch schul sie eine gewisse Erleichterung. Wenn der deutsche Reichskanzler, so dachte man, beute so warm für den Frieden spricht, kann er morgen doch nicht losschlagen. So war man wenigstens die Sorge um die allernächste Zelt los. Und ähnlich dachte man über den Viermächtepakt Es kam aber der Koullikt mit Oesterreich. Es kamen wilde Reden der Unterführer, Zwischenfälle an allen Grenzen, und es kamen die Nachrichten, die meldeten, daß ein ungeheueres Aufrüsten im Gange sei. So konnte man sich nicht mehr damit beruhigen, daß unmittelbar kein Krieg drohe, man begann den Krieg zu fürchten, der sich für eine nähere oder fernere Zukunft vorzubereiten schien. „Deutschland rüstet, nm uns zu über lallen!" das war die Meinung, die sich nun überall verbreitete. Aus ihr ergab sich die Frage, ob mau warten solle, bis Deutschland Imstande sei, seine kriegerischen Absichten zu verwirklichen. Diese Frage beantwortet man Jetzt allgemein mit Nein. Also Präventivkrieg? Nein, den Präventivkrieg will, vielleicht von ein paar extremen Nationalisten abgesehen, niemand. Aber was man allgemein will, das ist die Präventiv- aktion gegen den Krieg und gegen die deutschen Rüstungen. Deutschand soll gezwungen werden, die bestehenden Verträge zu respektieren. Wie kann ein solcher Zwang wirksam ausgeübt werden? Frankreich hat die Weltmeinung geschlossen für sich. Das gibt ihm aber noch nicht die Sicherheit, daß es nicht bei einer diplomatischen Ollenslve in die Isolierung geraten könnte. Frankreich will nicht allein bleiben. Frankreich will auch nicht vorangehen. Darum blickt alles gespannt auf England. Eine französisch-englische Entente würde mehr bedeuten als eine Verdoppelung des Drucks, denn sie würde auch die Beteiligung aller kleineren Nachbarstaaten Deutschlands zur Folge haben. In England Ist nach der Presse zu urteilen, die Stimmung gegen Hitler-Deutschland viel schärfer als in Frankreich, wo die Presse bisher von der Regierung gezügelt worden Ist. Die englische Regierung hat einen ähnlichen Einfluß auf die Presse ihres Landes nicht ausgeübt. Sie bat der öffentlichen Meinung freien Lauf gelassen. Aber auf dem Parkett der Diplomatie war sie bisher womöglich noch vorsichtiger und zurückhaltender als ihre Kollegen In Paris. Neuerdings Jedoch glaubt man hier, daß die englische Regierung im Begriffe sei, ihre Passivität aufzugeben, und die diplomatische Offensive zu ergreiien. Daß in diesem Fall eine englisch-französische Einheitsfront sofort in Erscheinung treten würde, versteht sich von selbst Man erwartet also, daß England Im Herbst bereit seht wird, gemeinsam mit anderen Mächten von Deutschland die Einstellung des Propagandakriegs gegen Oesterreich und die Wiederabrüstung auf den vertragsmäßigen Stand zu verlangen. Das bedeutet dann Verzicht auf die rapide Militarisierung Deutschlands, die einzige reale Funktion der NSDAP., und Auflösung aller Wehrverbände der SA., der SS., sowie des Stahlhelms. Man weiß natürlich, daß die Annahme solcher Forderungen durch Ireundschaltüchc Ermahnungen nicht zu erreichen ist. Nur wenn die Hitlerregierung fürchten wird, das Reich könnte zu Bruch gehen und sie selbst könnte unter den Trümmern begraben werden, erst dann wird sie sich zur Annahme so schwerer Bedingungen bequemen, deren innerpolitische Folgen gar nicht abzusehen sind. Die Hitler-Regierung wird vor die Entscheidung gestellt sein, ob sie der diplomatischen Niederlage, der sie nicht ausweichen kann, auch noch die militärische hinzufügen will. An einen Sieg Deutschlands glaubt kein Mensch. Man ist vielmehr fast davon überzeugt, daß Frankreichs Ueberlegen- helt durch seinen Rüstungsvorsprung und seine Bündnisse bis auf weiteres vollkommen gesichert Ist. Kommt es zum Krieg, so wird es danach ein deutsches Reich nicht mehr geben. • i Das ungefähr sind die Meinungen, die man in Frankreich jetzt allenthalben aussprechen hört. Der Herbst droht mit Stürmen. Ob sie sich bald wieder in ein sanftes Säuseln verwandeln, oder ob sie sich zu einem Orkan steigern werden, der vernichtend über Europa hinwegfegen wird, vermag keiner vorauszusagen. Man sieht hier In Hitler den Mann, der die ganze Welt gegen Deutschland geeinigt hat, und man fühlt sich stark gegen ihn. Auch die extremsten Nationalisten blicken hoffnungsvoll In die Zukunft. Ihr Ziel Ist Deutschlands Untergang und Ihre Hoffnung heißt Hitler. Leasings Ermordung Der faschistisdier Terror In der(SR. Wieder knallte in der Tschechoslowakei der Revolver eines hakenkreuzleri- schen Halunken, wieder wurde ein Vertreter der Menschlichkeit das Opfer vertierter, antisemitischer Meuchelmörder. Wieder fiel einer, dessen Name als Schriftsteller und Forscher in der Kulturwelt hohen Klang hat. Mit Professor Lessing ist ein Mann von hoher Begabung und reinem Idealismus gemeuchelt worden. Die Universität Hannover verlies er, weil ihm die Nazimeute das Bleiben unmöglich machte. Dieser Mann war ihnen zu aufrecht, zu demokratisch-republikanisch. Die akademischen Hakenkreuzbengel demonstrierten gegen ihn mit allen bei ihnen üblichen Mitteln. Nach dem Siege der braunen Betrüger ging er ins Ausland, ohne sich politisch zu betätigen, ja er war sogar der allzu sachlichen Meinung und sprach sie öffentlich aus: es sei nicht zweckmäßig, wenn reichs- deutsche Verjagte das deutsche Hunnenregime vom Ausland her bekämpften. Jedoch der braunen Mordkanaille ließ es keine Ruhe, daß dieser reine Denker, dieser Mensch idealistischen Wollens noch lebte. Noch ist der Mörder nicht gefaßt, aber man weiß, in welchen Kreisen er zu suchen ist Nach den bisherigen Meldungen können keine Zweifel darüber bestehen, daß die Hintermänner der Mörder in Deutschland sitzen. Für Ergreifung des Prof. Lessing war seit Wochen eine größere Belohnung ausgesetzt So wie im Saargebiet schon mehrmals Verfolger oppositioneller Flüchtlinge gefaßt werden konnten, häufen sich in der CSR. die Beweise, daß Naziinstanzen der CSR. ganz planmäßig mit deutschen Hitlerorganen an der Verfolgung von Emigranten arbeiten. Hier einige Fälle aus jüngster Zeit: In wenigen Tagen findet in Pilsen der Prozeß gegen den SS-Führer Leonhardt aus Markneukirchen statt, der überführt wurde, den Kommunisten Lippert über die Grenze gelockt zu haben, um ihn, wie L. jetzt selbst zugibt, Lippert beim geringsten Widerstand zu erschießen. Seine Kumpane lagen schußbereit im Walde dicht an der Grenze. SA-Leute aus Oberwiesenthal rückten bewaffnet gegen die Hütte der Naturfreunde in Wlcsenthal vor und griffen dabei tschechoslowakische Grenzer an. Dieser Tage wurde die Wirtin des Nachbargebäudes verhaftet, weil Beweise vorliegen, daß die Frau den Oberwlesentbaler SA-Leuten Hille geleistet hatte. Der SA-Führer Richter, Oberwiesenthal, fuhr eines Tages einem reichsdeutschen Juden im Auto nach Karlsbad nach, um seine 'Entführung durchzuführen. Richter ging mit seinen Kumpanen eine Wette ein, daß er unbemerkt zurückkommen könne, well ihn die Bevölkerung jede Hilfe biete. Der Versuch, ein Attentat gegen S c h e I- d e m a n n durchzuführen, als er In Karlsbad war, ist noch In frischer Erinnerung. In Karlsbad kann fortgesetzt beobachtet werden, wie Nazi versuchen. Quartiere der Emigranten zu erlorscben. Die Nebenabsichten: siehe die Ermordung Lessings. Einem Nazi In Joacblmstbal konnte ein Brief abgenommen werden, als er die Chemnitzer Krimlnalpolltlzei darüber verständigte, wo sie Emigranten finden kann. In Katharinaberg hatten die Hak- kinger alle Vorbereitungen getroffen, um einen sächsischen Parteisekretär zurückzu- belördero. In Asch rühmen sich die Nazi, daß im Ort deshalb kein Emigrant Zuflucht suche, weil sie Ihn schnell nach Bayern melden könnten. In der Nähe von R u m b u r g lockten die Hakenkreuzler ebenfalls einen Kommunisten über die Grenze. Es häufen sich die Fälle, in denen Briefe von Verwandten der Emigranten eintreffen— in Wirklichkeit sind es Briefe der Nazis, die Flüchtlinge an die Grenze zu locken suchen. Einzelheiten zeigen, wie suJetendeutsche Nazi dabei Posten stehen. Wollen die Nazis noch immer leugnen, daß es sich in diesen und anderen Fällen um verbrecherisches Zusammenarbeiten zwischen den Faschisten diesseits und jenseits der Grenze handelt? Mögen die Schüsse, die einen so edlen Friedensfreund wie Lessiug mordeten, der Kulturwelt endlich ein Signal sein, das sie zu energischer Abwehr der braunen Mordpest aufrüttelt! Die Pariser Ergebnisse II. Internationale, Kriegsgefahr und Einheitsfront Wohltat mit Gebrüll Im neuen Deutschland wird die Fürsorge abgebaut, die Arbeitslosenunterstützung gekürzt, die Krankenpflege eingeschränkt, der Arbeitslohn bis unters Existenzminimum gesenkt— wer nichts hat, bekommt etwas: nämlich die Erlaubnis, zu verrecken. Um recht deutlich zu dokumentieren, daß gelegentliche Almosen nicht um der Notleidenden, sondern um der Reklame willen verabreicht werden, soll die Organisation der Winterhilfe des deutschen Volkes in diesem Jahre dem — Reichspropagandaministerium übertragen werden. Barmherzigkeit als neuester Reklametrick, getreu dem christlichen Grundsatz;„Laß die Rechte nicht wissen, was die Linke tut!" Zum Aushängeschild ist selbst der Verhungernde noch gut genug. Pleite in Leipzig Die„Erste Messe unter nationalsozialistischer Alleinherrschaft" hat mit einem katastrophalen Mißerfolg geendet. Das Manöver, gleichzeitig eine„braune Messe" zu veranstalten, zu der die mitteldeutsche Industrie, das Handwerk und das Gewerbe kommandiert wurden, hat diese Katastrophe nicht aufhalten können. Der einzige Erfolg ist, daß die Zahl der Aussteller um 300 höher angegeben werden kann als im Vorlahre. Aber da die tausend Teilnehmer der„braunen Messe" doppelt gezählt wurden, so ändert das nichts an dem Rückgang der Zahl der Aussteller. Die Aussteller aus dem Ausland, vor allem aber die Käufer des Auslandes, fehlten fast vollständig. Die Hotels, die sonst zur Messe stets überfüllt sind, hatten alle noch freie Zimmer. In dem führenden Leipziger Hotel, Hotel Astorla, das sonst bei jeder Messe wochenlang vorher ausverkauft ist, sind am Messesonntag 70 Zimmer frei gewesen. Die U m s ä t z o auf der Messe gingen noch stärker zurück als> Des Dichters Sendung«< Sitzt ihr nur immer, reimt zusammen, ward mit Bedacht das Beste ausgewählt, braut ein Ragout aus anderer Schmaus aber wie schwülstig, leer und oberflächund blast die kümmerlichen Flammen lich mutet schon dies ,, Beste" an! Welch aus eurem Aschenhaufen h'raus! Goethe. Wer das braune Deutschland in Reim hohles Pathos, welcher Lärm um Nichts und Prosa verherrlichen will, muß allerlei und welche grauenhafte Mißhandlung menschenfreundliche Eigenschaften mit- der deutschen Sprache! So sieht das aus: bringen: Seelenblindheit, Herzenstaubheit, Hans Friedrich Blunck: Selbstbelügsamkeit. Er muß ein stummes Gewissen und dafür eine beredte Zunge haben, er darf das Schreien sinnlos Gefolterter nicht hören. Nein, es ist nicht leicht, ein neudeutscher Dichter zu sein! ,, Duck dich und heuchle!", heißt die Parole. Mit klaren, volksverständlichen Worten ist nichts getan ein undurchdringlicher Schwulst muß die Stimme der Wahrheit übertönen. Viel ist in der braunen Literaturen zu hören von der Verwurzeltheit in Blut und Boden", von ,, rassischem Vollmenschentum" und., arischer Sendung"- nichts von Menschlichkeit, Gradheit und Gedankenfreiheit. 39 Im gleichgeschalteten Reclam- Verlag erschien ein Buch„, Des deutschen Dichters Sendung in der Gegenwart". 28 mehr oder minder braune Schriftsteller kommen darin zum Wort. Uns genügen ein paar kurze Proben, die eine Berliner Literaturzeitschrift veröffentlicht. Sicher ,, Ein Volkstum wird wesentlich in seiner Dichtung. Seine Taten und seine Toten sollen sich den Nachkommenden im Glanz erheben." Hans Grimm: Wilhelm Schäfer: Unsere kämpfenden Donnerkeil gegen die jüdische Jazz..Je breiter einer wirken will, um so ge- seuche", gegen die geile Schlagerproduktion, ringer muß er seine Ansprüche einsetzen: die dem armen Deutschland am Mark friẞt. diese alte Erfahrung bedeutet, daß die Men- Und in der Tat er ist just der Mann, dem ge als solche das Niederziehende ist."( Darum hat Schäfer, der einst ein anderer zu es wohl ansteht, auf die jazzenden Mitmusisein schien, sich gleichschalten, sich von der kanten herabzusehen. Hat er doch selbst in ,, Menge als solcher" niederziehen lassen. seinem Leben nur volksliedhafte, unschuldsDie Red.) reine, tief gemütvolle Kompositionen geschaffen. So lautete zum Beispiel der Refrain seines Das sind sie, die braunen Dichter, in all ihrem Schwulst! Sprachverdreher, wortreiche Nichtssager, gehorsame Wich- Opus 9: tigtuer auf Stelzen! Wir rechten nicht mit der Weltanschauung dieser feilen Skribenten. Denn wir finden keine darin, wir finden nur ,, Und von was dürfte vor solchen Mög- Sprachverleumdung, und setzen an den lichkeiten zum Elend und zur Größe der Schluß, was der gleichgeschaltete HerDichter anders sagen als von jenem bedeu- mann Stehr zu dem braunen Dichteralbum tenderen, so entsetzlich unbekannten Teile schwulstet: des Einzellebens, der vom Geschicke der Nation bestimmt wird und der wiederum das Schicksal der Nation bestimmt, und das heißt eben von der mühevollen Wirklichkeit des immer wieder unterschlagenen Ganzen?" Hanns Johst: schenkt worden." ,, Ach du mein kleiner Hampelmann! Sei doch hübsch brav und hör mich an und zappel, trampel, hampel, strampel mit Gefühl, ganz wie ich will! O du mein süßer Strampelschatz, gib mir mal schnell' nen duft'gen Schmatz! Ich hab dich lieb, du Hampelmatz, mein Herzensdieb, du Schmeichelkatz, du süßer Fratz! Mein Strampelschatz!" Ist das nun eigentlich höhere Kunst oder ist es nicht vielmehr ein typisches ,, undeutsches Mit dem Buch ist der Menschheit so Kurfürstendammprodukt", das sich in nichts etwas wie ein geistiges Grammophon ge- von anderen Schlagermätzchen unterscheldet? Jawohl, ein Grammophon! Die Nazi- Heute macht Strampelschatz in höherer arischer bonzerie leiert an der Kurbel, und aus dem Kunstmoral, heute schimpft Hampelmatz weidlich auf den Kulturbolschewismus der Schlagerfabrikanten und betet mit Augenaufschlag: ,, Herr, ich danke dir, daß ich nicht bin wie jene!" ,, Hilfe kommt letzten Endes und tiefsten Trichter röhrt es, daß die Hunde heulen. Strampelschatz als Wahrer neudeutscher Kunstinteressen Man sieht wenn ,, undeutsche Schlager nicht gefragt sind, reisen die Herren von der Art des Dr. Fritz Stege in Kunsterneuerung Sinnes nicht aus Betteleien mit Banknoten und Hochvaluta, sondern die Hilfe kommt aus der Wiedergeburt einer Glaubensgemeinschaft. Die Geburtsstunde des Dramas war an der Kultstätte der griechischen Götter, und als das Mittelalter an Flagellanten und Schwarmgeister, an Bauern und rebellische Ritter zu zerfallen drohte, riß das Mysterien- des für deutsche Kultur" waltet als Geschäfte machen sie auf alle Fälle. Von spiel die Schau der Lebenden aus den fla- hoher brauner Würdenträger der Musikkritiker hundert braunen Kulturbonzen haben 99 solche chen Vorgängen des Genusses und Verder- Dr. Fritz Stege seines Amtes. Die Stirn Strampelschätze in ihrer Vergangenheit, an bes zur Einsicht in die tiefere Begründung in sittliche. Falten gelegt, schleudert er seinen die sie nicht gern erinnert werden. unsres Daseins." In der Musikabteilung des„ Kampfbun Vierter Tag. welchen ungeheuren Vorteil eine Koalitions- einem sozialistischen Deutschland und Kultur untergehen soll. Von dieser regierung unter sozialdemokratischer Füh- den demokratisch sozialistischen Ländern des Ueberzeugung erfüllt, rung in diesen Jahren der Reaktion und ka- Westens. pitalistischen Krise bedeutet. Grumbach( Frankreich) Fünfter Tag. Spaak,( Belgien). und muß die Arbeiterklasse ihren Kampf gegen den zerfallenden Kapitalismus, gegen den Faschismus gegen den Krieg verschärfen. Erkämpft die sozialistische Demokratie! trotz Tod und Martern und Gefahr. Diese todes mutige Jugend, die aus unserer Bewegung hervorgegangen ist, ist die einzige Hoffnung auf die künftige Einheit der Arbeiterklasse. Ich glaube nicht an das Entgegenkommen der kommunistischen Instanzen, aber ich glaube an diese kämpfende Jugend, die weniger parteigebunden Es muß hier ausgesprochen werden, daß es ist als wir es waren und die nun aus der Be- Moskau will die Einheit nicht und selbst in jeder Partei der ganzen Internationale so etwegung und aus dem Kampfe heraus jene neue die deutsche Katastrophe hat die Einheit des was wie ein Problem der Generationen gibt. Einheit formt und gestaltet, die genügend stark deutschen Proletariats nicht zustande gebracht. Die Treue, mit der Genossen wie Adler, Vandersein wird, um die der Einigung widerstreben- Aber worüber ich sprechen will, ist die dro- velde, Renaudel, wie viele andere zur Demoden Kräfte zu überwinden. hende und brennende Frage des Friedens, der kratie stehen, ehrt sie und erklärt sich als eine In den Ländern, in denen der FaschisAbrüstung. Niemand im Saale verhehlt sich Art Erkenntlichkeit gegenüber dem politischen die gegenwärtige Aufrüstung Deutsch- Regime, das ihnen ermöglicht hat, die großen mus gesiegt hat, kann die faschistische Diktalands. Durch diese Aufrüstung wird eine Si- Erfolge ihres Lebens zu erringen. Aber wir, tur nur durch die revolutionäre Ertuation geschaffen, die uns vor neue Probleme wir Jüngeren, sind in einem anderen poll- hebung der Volksmassen gestürzt stellt, an denen wir nicht mit geschlossenen tischen Augenblick zur Bewegung gekommen, Augen vorübergehen dürfen. Die Frage ist, ob wir kamen zu ihr nach dem Kriege, wir haben werden. Die revolutionäre Macht, aus der Rewir einfach die Formeln aufrechterhalten dür- nicht mehr eine blühende Demokratie gesehen. volution gegen den Faschismus hervorgeganInternationale müsse ganz neue Wege befen, die wir hatten, ehe diese Tatsachen ein- sondern eine Demokratie, die in Trümmer gen, wird nicht nur den Faschismus entwaffschreiten. Es ist auch nicht möglich, daß die getroffen sind. Wenn es sich um einen Krieg geschlagen ist, und was wir heute verlangen, Internationale eine einzige für alle gülti- handelt, der eine Folge der vom Drit- ist darum nicht dieselbe Darlegung der tradi- nen, sondern auch in kräftigen Schlägen seine ge Taktik, die sich in Formeln pressen ten Reich entfesselten Situation tionellen Politik der Demokratie, die in vielen wichtigsten wirtschaftlichen Grundlagen, das läßt, aufstelle. Gerade weil sie das versucht ist, welche ist dann die Situation in den an- Ländern Bankrott gemacht hat, sondern die Privateigentum des Großkapitals und des Großhat, ist die Kommunistische Internationale deren Ländern? Das Ziel ist, wie Aufhäuser Darlegung einer neuen Taktik, die den neuen grundbesitzes vernichten, die Basis der neuen heute in eine Krise der Unaktivität geraten. gestern sagte, die Zusammenarbeit zwischen Erkenntnissen Rechnung tragen soll. Die Internationale kann nur die allgemeinen Regeln niederlegen, die in jedem Lande nach dessen besonderen Verhältnissen, nach dessen Cordero( Spanien). Ich gehöre nicht zu denen, die sagen, die geographischen und geschichtlichen, politischen Otto Bauer über das Manifest und wirtschaftlichen Besonderheiten angewendet werden müssen. In der Nachtsitzung von Freitag auf Samstag, die den Abschluß der Internationalen Konferenz bildete, wurde der Bericht der Kommission, die das Manifest auszuarbeiten hatte, von Otto Bauer erstattet. Die Woche des 9. November soll zu einer Gesellschaftsordnung erobern und auf dieser Grundlage eine sozialistische Demokratie aufbauen. In den Ländern, in denen die Demokratie fortbesteht, muß die Arbeiterklasse die FreiWoche der Manifestation der internationalen heitsrechte des Einzelnen und des Volkes, die Arbeiterklasse gegen den Faschismus ge- Herrschaft des allgemeinen Wahlrechts, und die Freiheit der Gewerkschaften mit Einsatz Diese Manifestationen müssen verbunden wer- ihrer ganzen Kraft verteidigen. Aber sie muß den mit der Pflicht der Solidarität für die Opfer macht werden. Andersen( Dänemark). Er spricht zuerst in seiner Eigenschaft als Berichterstatter der Kommission für politische Flüchtlinge: Die Kommis- Bauer wies eingangs seiner Rede auf die sion hat am Montag abend eine Sitzung abge- schwere Wirtschaftkrise und ihre Folgen, sowie des deutschen Faschismus. Wir wollen die sich dabei bewußt sein, daß die Demokratie halten und die Lage in Deutschland diskutiert. auf die Niederlage der deutschen Sozialdemo- Massen zum Kampfe führen, indem wir sie auf- die Massen nur dann festzuhalten und vor der Die erste Frage, die Lage in Deutschland und kratie, der größten Sektion der Internationale fordern, jede Aktion des moralischen und ma- verlogenen Demagogie des Faschismus zu bedie Verfolgungen in Deutschland selbst, hat hin. Er führt aus, daß die Wirkungen dieser teriellen Boy kotts der deutschen Geeine Reihe von Einzelheiten an den Tag ge- Niederlage andere sind auf die dänische und waltregierung zu unterstützen, die der bracht, aus denen hervorgeht, daß zur Zeit in schwedische Sozialdemokratie, andere auf die Internationale Gewerkschaftsbund beschlossen Deutschland etwa 50 bis 60 Konzentra- englische und andere auf die deutsche Arbeiter- hat. tionslager bestehen. Man hat berechnet, schaft. Es stehen große internationale Probleme von daß sich in diesen Konzentrationslagern zur Wir müssen vor allem fragen, sagte Bauer, zur Diskussion, von welchen wir fordern müsZeit etwa 50.000 Menschen befinden. Man was die Arbeitermassen in dieser Stunde brau- sen, daß sie in allerkürzester Zeit auf die Tahat berechnet, daß die Familienangehörigen chen. Wir müssen an diese Maßnahmen denken gesordnung des Völkerbundes gestellt der Gefangenen der Konzentrationslager wohl und nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich werden: 1. die Rüstungen in Deutschland, 2. etwa 150.000 Menschen sein werden. Man hat zunächst von der Arbeiterschaft meines Lan- die Angriffe Deutschlands auf Oesterreich und weiter berechnet, daß durch die erwähnte des spreche. Bauer schildert nun die Situation schließlich 3. der Angriff auf das durch interGleichschaltung garantierte Recht der Organisationen etwa der zur Hoffnungslosigkeit verurteilten Arbeits- nationale Verträge 300.000 Personen aus ihrer Arbeit und ihrem losen in Oesterreich und der Beschäftigten, die Danzig. Verdienst gebracht worden sind. Man hat fer- gut organisiert sind, aber trotz ihrer gewerk- Die Vertreter der Internationale haben zuner berechnet, daß hier in diesem letzten Falle schaftlichen Organisationen heute unter dem sammen mit den Vertretern des IGB. den Entes wohl etwa 900.000 Familienangehörige sem Druck der Krise sich dem Lohndruck kaum wurf der Resolution zur Abrüstungsfrage auswerden. Die Berechnungen der deutschen Ge- widersetzen können. Diese stehen nun unmittel- gearbeitet, die neben der allgemeinen Resolunossen gehen darauf hinaus, daß es vielleicht bar unter dem Eindruck der deutschen Nieder- tion angenommen werden soll. Diese Resolu1½ Millionen sein werden, die in dieser Weise lage. Die österreichischen Arbeiter müssen tion übernimmt den Beschluß des internationabetroffen worden sind. Was die einen Kampf auf zwei Fronten führen, wundern len Gewerkschaftskongresses in Brüssel, der Sie sich deshalb nicht, wenn die österreichische den Generalstreik als den entscheidenden BeArbeiterschaft in eine Stimmung der Entmuti- griff im Kampfe gegen die Kriegsgefahr ergung gerät. Deswegen müssen wir sagen, was klärt. Falls der Krieg dennoch ausbrechen sollte, wird die Arbeiterschaft ihre Freiheit und Unabhängigkeit und Willensfähigkeit wahren. Während des Krieges darf das internationale Band nicht zerrissen werden. Neuer Vorwärts Ich bestelle den Neuen Vorwärts" und erwarte regelmäßige Lieferung von nächster Nummer an. Name und Vorname Wohnort und Postanstalt Straße und Hausnummer Diesen Bestellschein bitte ausfüllen, ausschneiden und an: Verwaltung Neuer Vorwärts", Karlsbad, ČSR., Haus Graphia", senden. Zahl der politischen Flüchtlinge betrifft, hat man berechnet, daß es etwa 200.000 sind, die sich im Ausland befinden, und schen Optimismus geben kann. der Arbeiterschaft wieder ein Stück soizalistivon denen etwa 50.000 als politische FlüchtlinBauer bespricht die Spaltung im Soge bezeichnet werden können. Die Zahl der zialismus und erklärt: Es ist meine tiefste sozialdemokratisch organisierten Flüchtlinge Ueberzeugung, daß die Spaltung der Arbeiterbeträgt etwa 3000. Dazu kommen dann noch klasse heute weniger denn je gerechtfertigt Bauer warnt auch davor, daß sich die ArGewerkschafter, Reichsbannerleute und andere werden kann. Das fühlen heute Millionen von beiterschaft zu einer Kriegspolitik verleiten politische Flüchtlinge. Aber die Zahl vermehrt Arbeiter, auch die kommunistischen sehen lasse, unter dem Vorwand, daß der Krieg zu sich noch immer und es ist klar, daß die Lage jetzt, daß es dafür steht, die Demokratie zu Befreiung eines Volkes vom Faschismus gedieser Genossen eine sehr schwere ist. Diese verteidigen und umgekehrt wird eine noch so führt wird. Schließlich bespricht Bauer das politischen Flüchtlinge sind ja in den meisten entschiedene Feststellung, daß wir einen Sieg Problem der Miliz und erklärt, auch jetzt Fällen ohne Geld und fast ohne Kleider über der Demokratie wünschen, heute dort, wo müssen wir das Recht eines jeden, auch des die Grenze gegangen, nur mit den Kleidern, der Faschismus ist, nicht zur Wie- deutschen Volkes auf Gleichberechtigung, aber wahren vermag, wenn sie den Volksmassen die sie gerade am Leibe hatten. Die politischen dereroberung der bürgerlichen für ein deutsches Volksheer proklamieren. Kein durch kräftiges Handeln ihre Fähigkeit beFlüchtlinge befinden sich in den verschieden- Demokratie führen. Bauer wendet sich Gewehr mehr, kein Maschinengewehr für den sten Nachbarländern Deutschlands, aber sie sind doch sehr ungleich verteilt. Es ist wahr- dann den Aktionen zu, die die Internationale Gewaltapparat, der das deutsche Volk nieder- weist, sie gegen den Kapitalismus zu schützen, scheinlich nicht notwendig, in dieser Konferenz erst zu berichten, welche Zahl sich in den verschiedenen Ländern befindet. Aber die Lage ist in allen Ländern für diese Menschen dieselbe, nämlich daß die Arbeitsbeschaffung für diese Flüchtlinge fast unmöglich vorschlägt. hält. Sozialisten aller Länder! die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, die sozialistische Umwälzung der Gesellschaft einzuleiten. Die Demokratie kann wirksam nur verteidigt werden im Kampfe um die Erweiterung der politischen zur sozialen Demokratie. In den Ländern, in denen der Faschismus Der Pariser Kongreß der Sozialisti-| Massen des Kleinbürgertums und der Bauernschen Arbeiter- Internationale hat nach schaft benutzt, um die Arbeiterklasse niederfünftägigen Beratungen folgende Reso- zuwerfen und das ganze deutsche Volk einem die Demokratie unmittelbar bedroht, muß die lution nach dem Vorschlag der Kommission beschlossen: ist und wahrscheinlich auch sehr schwer bleiben wird, solange die eigenen Arbeiter dieses Landes von einer so furchtbaren Arbeitslosigkeit betroffen sind, wie zur Zeit. Uebrig bleibt also, um diesen Menschen zu helfen, augen- Die Weltkrise des Kapitalismus, eine Krise blicklich nur die Unterstützung. Die Kommis- von unerhörter Ausdehnung und Schwere, sion hat darum beschlossen, die Konferenz auf- zeigt, daß der Kapitalismus die produktiven zufordern, ein Manifest oder eine Deklaration herauszugeben, um eine internationale Samm- Kräfte, die er selbst entwickelt hat, nicht mehr lung zur Unterstützung unserer unglücklichen zu nutzen, die Reichtümer, die die Arbeiter Genossen zu organisieren. unter seinem Kommando schaffen, nicht mehr Zur allgemeinen Debatte möchte ich einige zu verwerten vermag. Zum Hindernis des Worte sagen. Nichts wäre gefährlicher, als daß nackten Lebens der Volksmassen geworden, die Arbeiter aus dieser Diskussion den Ein- stellt der Kapitalismus selbst seine Ueberwindruck bekämen, daß jetzt durch diese Ereig- dung, den Aufbau einer sozialistischen GesellWege und ganz neue Kampfmethoden erfunden schaft, auf die Tagesordnung der Weltgewerden könnten, die sozusagen auf wun- schichte. derbare Weise zum Ziele führen würden, ohne die aufbauende Arbeit an allen Fronten, die wir früher geleistet haben, an der nisse und unsere Diskussion hier ganz neue während Verfall des Kapitalismus Arbeiterklasse zum Kampf mit allen Mitteln entschlossen sein, sie darf kein Opfer scheuen, terroristischem Despotismus zu unterwerfen. Die neuen Formen einer staatlich kontrol- um Angriffe des Faschismus abzuwehren. lierten und organisierten Wirtschaft können zu Uebergangsformen vom Kapitalismus zum Sozialismus werden, wenn der Staat von den Arbeitern und Bauern beherrscht wird und die Macht des Staates über die Wirtschaft ihr Gegengewicht findet in freien Organisationen der arbeitenden Klasse. Aber dieselben Formen der staatlich kontrolAuch die kommunistischen Arbeiter können angesichts der blutigen Mißhandlung und völliger Entrechtung der deutschen Arbeiterklasse durch die faschistische Diktatur nicht verkennen, daßt es für die Arbeiterklasse eines jeden Landes lebensnotwendig ist, dfe demokratischen Einrichtungen als Bürgschaft ihrer Bewegungs- und Kampfesfreiheit zu verteidigen. lierten Wirtschaft führen zur furchtbarsten Staatssklaverei, wenn der Staat, der die Wirtschaft beherrscht, ein vom Volke nicht kontrollierter Despotismus ist, der alle individuelle Freiheit und alle Freiheit der Andererseits haben die deutschen ErOrganisation vernichtet. Die Wirtschaftskrise eignisse die sozialdemokratischen Arbeiter Front der Partei und der Gewerkschaften, an Schon jetzt hat die Weltkrise die Struktur hat ferner die Gegensätze zwischen den Staa- in ihrer Ueberzeugung bestärkt, daß dort, wo der wirtschaftlichen und kulturellen Front. Darum warne ich auch vor Redensarten, die der kapitalistischen Wirtschaft wesentlich ver- ten und die reaktionäre Tendenz der wirt- die Bourgeoisie den Boden der Demokratie man dann und wann hören kann und die auch ändert. Die liberal- individualisti- schaftlichen Absperrung der einzelnen Staaten verlassen, sich dem Faschismus in die Arme dieser Diskussion gehört wurden. sche Entwicklungsphase des Ka- gegeneinander und damit die Zersetzung der geworfen und der Arbeiterklasse die demokraZum Beispiel, daß die Ereignisse in Deutschtischen Kampfmittel entrissen hat, kein andeland das Ende des Reformismus be- Pitalismus ist zu Ende. Unter dem Weltwirtschaft wesentlich verstärkt. Das durch die Weltkrise des Kapitalis- rer Weg zur Befreiung führt als der des redeuten. Ist das nicht auch eines der Schlag- Drucke der Krise entwickelt sich in beschleuworte, die eine gefährliche Illusion und eine nigtem Tempo ein kontrollierter, organisierter mus auf das Höchste gesteigerte Massen- volutionären Kampfes. Angesichts der gefährliche Verallgemeinerung darstellen? Die monopolistischer Kapitalismus. Ander- elend und die durch die Weltwirtschafts- Erfahrungen in der Geschichte ist die FortKonferenz braucht hier nicht Vorträge über dänische Politik zu hören; aber Sie wissen alle. seits ist ebenfalls durch die Winschaftskrise krise hervorgerufenen Erschütterungen dürfen dauer der Spaltung daß dort seit 4% Jahren eine Koalitionsregie- die Demokratie in den Ländern, in denen sie die Arbeiterklasse nicht entmutigen. Sie muß klasse nicht zu rechtfertigen. Die rung besteht. Wir haben in unserer Politik nicht schon vor dem Krieg starke Wurzeln erkennen, daß sie die Folgen der Entwicklung S. A. I. lehnt daher alle Einheitsfrontmanöver Konzessionen machen müssen, wir geben das geschlagen hatte, schwer erschüttert worden. des Kapitalismus sind, die die' Menschhelt not- ab, die nicht der internationalen Einigung, sonzu. Aber auch die Arbeiter und die Klein- In Deutschland haben Großkapital und Groß- wendigerweise zum Sieg des Sozialismus füh- dern nur dem Kampie innerhalb der Arbeiterbauern und der Mittelstand haben vergrundbesitz die Verzweiflung der verelendeten ren wird, wenn nicht die menschliche klasse dienen, sie erneuert jedoch die Erklästanden, DIE MONATSSCHRIFT: der ArbeiterSOZIALISTISCHE REVOLUTION! ERSCHEINT AB OKTOBER! rung Ihres festen Willens, alles, was in ihrer Macht ist, zu tun, um die zersplitterten Kräfte der Arbeitermassen zusammenzuführen, Die S.4.I. erhebt top der ganzen zi> TÜisierten Welt ihren leidensdiaft- lidien Protest gegen die Hitler» barbarel. Sie sendet den mißhandelten Opfern des deutschen Faschismus, den Brüdern In den Gefängnissen und in den Konzentrationslagern, den ihrer Ernährer beraubten Frauen und Kindern in Deutschland, sie sendet vor allem jenen heldenmütigen deutschen Genossen ihren brüderlichen Gruß, die, von Mißhandlungen und Folterungen bedroht, die sozialistische Idee in Deutschland lebendig erhalten. In brüderlicher Solidarität mit dem deutschen Volke ruft die S. A. L die Arbeiter und die Völker der ganzen Welt zum Kampf auf gegen den Faschismus, den Todfeind der Arbeiterklasse, der Freiheit und des Friedens. Die Beschlüsse Die Konterenz beschiieBt: 1. Alle sozialistischen Parteien haben in der Woche des 9. November, des Gedenktages der deutschen Revolution, Manifestationen gegen den Faschismus zu organisieren. • 2. Alle sozialistischen Partelen werden ihre Solidarität mit den Opfern des Faschismus, mit den Frauen und Kindern der eingekerkerten Genossen, mit den aus ihrer Heimat Vertriebenen bekunden, indem sie die S a m m 1 u n- gen für die Opfer des deutschen Faschismus, die durch den Matteottlfonds organisiert werden, mit aller Kraft fördern. 3. Die SAI. unterstützt alle Bemühungen der moralischen Aechtung und des materiellen Boykotts der deutschen Machthaber. 4. Die SAI. fordert, daB alle freien Völker gegen die Bedrohungen des Friedens durch den deutschen und italienischen Faschismus zusammenwirken. Die SAI. fordert, daß die demokratischen Regierungen alle den europäischen Frieden gefährdenden Fragen auf die Tagesordnung des Völkerbundes setzen, die der Sieg Hitlers in Deutschland aufwirft, insbesondere die Aufrüstung Deutschlands, das Vorgehen gegen Oesterreich und das Volk von Danzig, dessen verfassungsmäßige Freiheitsrechte international garantiert sind. Die Konferenz nimmt die gemeinsame Resolution des IGB. und der SAI. hinsichtlich des Kampfes gegen den Krieg an. Sie anerkennt für Deutschland wie für alle Länder den Anspruch auf Gleichheit der Rechte und Pflichten, aber sie wiedersetzt sich jeder Wiederaufrüstung des kriegerischen Apparates, der das deutsche Volk niederhält S. Die SAI. ruft zum Kampf gegen die durch den Sieg des Faschismus vervielfachte Kriegsgefahr. Die Arbeiter der demokratischen Länder dürfen sich zum Kriege auch nicht unter dem Verwände verlocken lassen, daB der Krieg im Interesse der Befreiung der Völker vom Faschismus geführt werde; die Völker haben es erfahren, daß ein Krieg, als Freiheitskrieg gegen despotische Gewalten gerühmt, mit imperialistischen Friedensdiktaten endete, die in den besiegten Nationen den Nationalismus gestärkt und dadurch die Wiederaufrichtung noch schlimmerer despotischer Gewalten herbeigeführt haben. Wenn trotz des unter der Führung des IGB. und der SAI. erfolgenden Widerstandes der Arbeiterklasse der Krieg dennoch ausbrechen sollte, haben die Arbeiter der in den Krieg verwickelten Länder, selbst der angegriffenen Länder dennoch die doppelte Pflicht: einerseits die völlige Unabhängigkeit und Aktionsfreiheit ihrer Organisationen zu wahren; andererseits ihre Beziehungen zu den Internationa. len aufrecht zu erhalten, um für die raschest mögliche Einsteilung der Feindseligkeiten zu wirken. Weg mit dem Kapitalismus! Die Konferenz ist überzeugt, daß die Bedrohung der Zivilisation der Menschheit durch den Aufstieg des nationalsozialistischen Faschismus Vereinheitlichung der internationalen Aktion, Innigere Solidarität, engeren Zusammenschluß der Aktion der Arbeiter aller Länder erfordert. Indem sie alle Zugeständnisse an den Nationalismus, jedes Paktieren mit ihm zurückweist, fordert sie im Namen der 30 Millionen Arbeltslosen in der Welt, im Namen der verelendeten Massen der Arbeiter und Angestellten, im Namen der ungezählten pauperisierten Kleinbürger und Bauern, im Namen der um ihr Recht auf Arbeit betrogenen J u- gend, im Namen der aus ihren Wunden blutenden, ihrer Freiheit beraubten, an ihrer Menschenwürde geschän- deten Opfer des Faschismus die Völker der Welt zum Kampfe auf gegen die Barbarei des Faschismus und des Krieges und gegen ihre letzte Wur- zel, die Barbarei der kapitalistischen Gesellschafts. Ordnung. Rassenquatsdi Irrsinn für Kindergehirne. Auf dem deutschen Turnertag hat H i t- 1 e r eine Philippika gegen die liberalisti- sche Periode geschmettert, die durch ihr „Halbwissen" die Menschen verdorben habe. Liest man Adolf Hitlers„Mein Kampf", so findet man als Grundlage dieses Politikers das traurigste Viertels- und Achtelswissen. Ganz besonders gilt dieses von der Rassentheorie, die ja die Grundlage des gesamten nationalsozialistischen Denkens bildet. Nicht ein einziges Resultat dieser Lehre ist wissenschaftlich so erforscht oder bewiesen, daß es auch nur mit einiger Sicherheit als feststehend betrachtet werden kann. Das hindert den politischen Nationalsozialismus aber nicht, die gewagtesten und extremsten Behauptungen von ein paar einseitigen Dilettanten auf dem Gebiet der Rassenforschung als bewiesene Grundwahrheiten zu behandeln und daraufhin sich z. B. das Recht anzumaßen, einen Teil der Menschen zwangsweise unfruchtbar zu machen. Doch das Dritte Reich geht noch weiter: die Gehirne urteilsloser Schulkinder sollen künftig mit komplettem Irrsinn vollgepfropft werden. Der etwas komische„Heldenvater" R u s t, der in Preußen für den Unterricht als Minister verantwortlich zeichnet, erläßt im Zentral- blätt seiner Verwaltung„Richtlinien für den Geschichtsunterrich t", um die Jugend von jeder Einsicht in das wirkliche geschichtliche Werden w e g- zuleiten. Der Verlauf der Jahrtausende wird danach mit Gewalt unter das vorgefaßte Schema derRassen- t h e o r i e gepreßt und auf diese den geschichtlichen Ereignissen eine Deutung gegeben, die mit den Ergebnissen aller ernsthaften historischen Forschung in s c h r e i- endem Widerspruch steht. So schreibt der Erlaß vor: Die Lehrbücher haben mit einer Darstellung der Urgeschichte Mitteleuropas(Eiszeit) zu beginnen und zu zeigen, wie bestimmte Rassen(Neanderthal, Aurignac, Cromagnon) Träger arteigener Kulturen gewesen sind... Den Weg nach Vorderasien und Nordafrika nehmen wir mit den frühesten nordischen Einwanderungen, die bereits im fünften vorchristlichen Jahrtausend stattgefunden haben müssen(!!). Eine entscheidende Beeinflussung der Geschichte Vorderasiens iSt erst das Werk der ursprünglich nordrassischen Inder, Meder, Perser sowie der Hettiter. Der Schüler muß die Schicksale dieser Völker als die seiner eigenen Blutsverwandten erleben, die schließlich unter der Uebermacht fremdrassigen Blutes zugrunde gehen, nachdem sie in Indien und Persien Hochkulturen geschaffen haben. Karlchen Krause wird mit Verwunderung hören, was so alles seine„eigenen Blutsverwandten" sind, aber er bekommt davon nach dem Rust'schen Lehrplane noch mehr geliefert: Die Geschichte der Griechen hat abermals vom mitteleuropäischen Räume auszugehen. Die nordischen Griechen bildeten als Eroberer die Herrenschicht des Landes. Der Kampf der Stände beruhte hier im Süden auf einem Gegensatz der Rassen. Daher war mit der Aufhebung der ständischen Unterschiede durch die D e- m o k r a t i e und mit der nunmehr einsetzenden hemmungslosen Vermischung der Rassen, beschleunigt durch die zunehmende Kinderarmut, das Schicksal der nordischen Rasse in Griechenland besiegelt. So geht der Schwulst fort bis in die Gegenwart. Eine Auseinandersetzung vom wissenschaftlichen Standpunkt aus lohnt so wenig wie eine Diskussion mit den Phantasien eines Fieberkranken. Man kann mit genau der gleichen wissenschaftlichen „Beweiskraft" etwa behaupten, daß die von den Spaniern in Amerika ausgerotteten Azteken die Nachkommen der 10 Stämme Israels gewesen seien, daß Napoleon seiner Ahnenreihe nach ein Chinese war, oder daß vor 50.000 Jahren bereits Ger- manenherzöge in dem damals dichtbesiedelten Gebiet um den Südpol regiert hätten. Man weiß nur nicht, was furchtbarer ist: daß derlei Afterwissenschaft den Hirnen ahnungsloser Kinder eingepaukt wird, oder daß eine Lehrerschaft, die immerhin imstande sein müßte, sich von der Un- verantwortlichkeit ihres Tuns Rechenschaft abzulegen, gleichwohl dazu sich hergibt... Die Krawalle in Breslau Zu den Zusammenstößen zwischen Breslauer SA und SS im Gafä Heyer und anderen Breslauer Vorgängen erhalten wir von einem Augenzeugen nachstehende Berichte. Mitte Juli berief der Breslauer Polizeipräsident Heines eine Versammlung der Breslauer Stabwache, der sogenannten Heinesgarde ein und erklärte ihnen, daß auf der Führertagung in München die Nebenformationen aufgelöst wurden. Dazu gehört auch die Breslauer Stabswache. Er überführe sie jetzt in die SA und hoffe, daß sie dort genau so ihre Pflicht erfülle wie in der Stabswache. Einige SA-Leute riefen ihm zu, wo denn die versprochenen Posten blieben! Heines erklärte, sie könnten nicht in öffentlichen Stellen und bei Behörden untergebracht werden, weil sie schon zu erheblich vorbestraft wären. Darauf brüllte fhm einer dieser braunen Gardisten zu: er sei ja genau so ein Zuchthäusler wie sie und warum gerade er eine solch hohe Staatsstellung einnehme?! Dem Fememörder wurde die Sache nun unbehaglich, er ließ seine SS-Horden gegen die Rebellen los. Sie sollten verhaftet werden. Die Stabwache setzte sich jedoch zur Wehr und schlug die SS-Leute in die Flucht. Heines ließ nun das große Ueberlallskommando der Schutzpolizei kommen, die mit blankgezogenen Seitengewehren auf die Stabswache losdrosch, wobei es 5 Tote und 54 meist Schwerverletzte gab. Die entwaffneten Leute wurden dann nach Breslau-Kletschkau überführt „Kopf hod), Lüdemann!M Oberpräsident Lüdemann wurde nach seiner Verhaftung im Juli in das Breslauer Polizeipräsidium gebracht Am nächsten Tage erfolgte die öffentliche Führung durch die Straßen Breslaus— mit SA-Bedeckung, begleitet von einem johlenden Hakenkreuz-Mob. Als er abends halb 8 Uhr dann zu Fuß vom braunen Haus in das Dürrgoyer Lager gebracht wurde, ging der Marsch auch durch das Arbeiterviertel und wurde zu einer Demonstration für den Gefangenen. Die organisierte Arbeiterschaft rief ihm von der Straße und aus den Fenstern immer wieder zu:„Kopf hoch, Lüdemann, es wird schon wieder anders werden!" Lüdemanu antwortete durch Zuwinken und bekundete damit seinen Mut und seine Zuversicht Im Lager Dürrgoy wurde er am Freitag dem 28. Juli durch den Staatssekretär L a m m e r s aus Berlin besucht Lödemann erzählte Lammers die ganzen Vorgänge seiner Ueberführung, sowie die Behandlung im Lager Dürrgoy und machte aus seiner Meinung kein Hehl. Staatssekretär Lammers schrieb sich dies alles auf, Lüdemann kam am nächsten Tage in die sogenannte Vorzugsbaracke und wurde etwas besser behandelt Das Breslauer Lager hatte eine Belegschaft von über 300 Kommunisten und 100 Sozialdemokraten und Reichsbannerleuten. D i e Kommunisten behandelten unsere führenden Genossen auf die gemeinste Art und Weise. Dadurch hatten unsere Genossen sehr viel zu leiden. Hinter Lüdemann jedoch standen sehr bald die meisten Kommunisten des Lagers, weil er aufrecht und mutig dem Staatssekretär Lammers die ganzen Zustände aufgedeckt hatte. Kein Kommunist hatte es bis jetzt fertiggebracht, bei Besuch von Kommissionen irgendwelche Beschwerden vorzubringen. Der Lagerkommandant Heinze wurde nach dem Besuch des Staatssekretär Lammers im Dürrgoyer Lager abgesetzt Einige SA-Leute des Lagers hatten an der Frau der Genossen Bürgermeister Mache einen Erpressungsversuch um Geld verübt, daraufhin wurden sie in Polizeiuntersuchung genommen. Herausgeber: Ernst Sattler. Karlsbad. Verantwortlicher Redakteur: Wenzel Horn, Karlsbad. Druck:„Graphia", Karlsbad. Wenn Sie ein Haus oder ein Geschäft irgendwo in England kaufen oder verkaufen wollen „so schnell wie möglich" schreiben Sie an Thomas& Francis Häuser- und 6üteragenten, 42, Grove Road, South Woodford London, E. 18. Groß-Brittanien Du hast doch irgendwo In der Welt einen Deutschen als Freund oder besitzt im Ausland Verwandte und Bekannte, die gern etwas über Deutschland erfahren möchten. Bitte teile uns deren Adressen mit. damit wir ihnen den..Neuen Vorwärts anbieten und einige Probeexemplare zuschicken können. An den Verlag des„Neuen Vorwärts". KARLSBAD. HAUS..GRAPHIA" Ich nenne folgende Adressen von mir bekannten Deutschen, denen der.fleue Vorwärts" zuzuschicken ist.