R- 3>kÄdon und Verlags Karlsbad, I laus„Graphia" Tel. 1081 PreW der Einzelnummer 17' v 4 A f\ Im.4a,Iand hd 2�) l\.C 1«4�7 Aoslandsprcise biozelDoinm TiertzJjkhr1 Argentinien... Pes. 0J0 Pes?.60 Belgien..... Frs. 2.— Fr». 24.— Bulgarien.... Lew 8.— Lew. 96.— Dtnrig..... Ould 0.30 Guld. 3.60 Deutschland... Mk. 0.25 Mk. 3.- E»U nd..... E.Kt 0.22 E. Kr. 2.64 Finnland.... Fmk 4.— Fmk 48.— Frankreich... Frs. 1 JO Frs. 18.— Oroflbritannlen.. d. 4.— sh. 4.— Holland..... Gld. 0.1S Gld. 1.80 Italien...... Lir 1.10 Lir. 13.20 Jugoslawien... Dln. 4.50 Dln. 54__ LetUand.... LaL 0.30 Lat. 3.60 Nr. 20 Sonntag, 29.0ktober 1933 BezngmpreU Im Quartal 1/ v q (Im Ausland Kc 24.-) JVC 1 0.- Anslandspreise Linzelnnmm vicrteljährl. Litauen.... Luxemburg,. Norwegen... Oesterreich.. Palästina.,, Polen..... Portugal... Rum9nien.. Saargebiet., Schweden... Schweiz,,. Spanien.., Span Unga Ungarn. USA... . L1L . B. Frs, . Kr Sch Müs . Zloty Esc. Lei F. Ft. .Kr Frs. Pes. PengO Dollar 0.55 2.- 0.35 0.40 18.- 0.50 2- 10.- 1.50 0.55 0.30 0.70 0.35. 0.08 Llt. B.Fi. Kr, Schill. Müs Zloty Esc. Lei F. Fi Kr Frs Pes. PengB Dollar 6.60 24.- 420 4.80 216.— 6.— 24- 120.— 18— 420 3,60 8.40 Professor von Arnim, früheren„Stabschef der SA für den Bezirk Brandenburg". So oft während der ganzen bisherigen Prozeßdauer von dem Verteidiger des Anklägers, pardon, eines der Angeklagten Irgend ein Zeuse vor diese Sorte Reichsrichter trat, durchleuchtete der sehr gründliche Doktor Bünger vermittels wcitausholendcr Inquisitionsfragen das Vorleben des Aussagenden. Er schonte sich und die Zeugen nicht. Und was er versäumte, holte der Obcrrcichsanwalt Doktor Werner nqch. Als Helldorf und seine Zeugnis-Stütze Arnim am Zeugentisch standen, fiel weder von der Richter-, noch von der Ankläger-, noch von der Verteidigerbank eine unbequeme Frage nach dem. was man sonst Vorleben und Vorstrafen nennt Man hat es in diesem Kreis der Ehrenmänner für überflüssig gehalten. Es hätte ja auch nicht„zur Sache" gehört, daß der Herr Graf jener aus dem September 1930 bekannte Pogromheld vom Berliner Kurfürstendamm ist dem das Gericht im Geiängnis-Urteil die Lügenhaftigkeit und die Unglaubwürdigkeit seiner Angaben bescheinigte. Wenn man im neuen Deutschland SA-Gruppenführer und Polizeipräsident von Potsdam ist, hat man eben kein Vorleben, ist man schlechtweg Ehrenmann. Das gilt natürlich auch für den Zeugen von A r• n i m, den Hitler und sein R u s t(der Kultusminister mit dem„Jagdschein") zum„Professor für Wehrwissenschaft" an der Technischen Hochschule zu Berlin-Ghar- lottenburg gemacht haben. Nun, es gibt einige Leute, die diesen Professor doch näher kennen, als ihn Herr Doktor Bünger kennenlernen wollte. Sie wissen, daß dieser Arnim, als verabschiedeter Hauptmann aus dem Felde zurückgekehrt, sich so rot wie nur denkbar gebärdete, mit Hilfe seiner sexuellen Veranlagung ein Pöstchen zu ergattern versuchte. Sie wissen auch, daß er, weil ihm das nicht gelang, sich selbst zum Major beförderte und sich selbst den„Pour le merite" verlieh. Worauf er prompt und nahrhaft Anschluß an die„nationalen Kreise" fand. Man hat, noch knapp vor einem Jahre, dem elgen- gebackenen Major und Pour-le-merite-Rittcr das schwarz auf weiß in einer Berliner Zeitung vorgehalten. Doch ein„Ehrenmann" wie er hat es ja nicht nötig, sich gegen derartige Behauptungen zu verteidigen... wird da* Berichte Gobbels Sklaven Ueber den Reichstagsbrandprozeß deutsche Publikum durch gefälschte beschwindelt Selbst Fotos werden ins Gegenteil umgelogen. Die„Hamburger Illustrierte" bringt ein Bild aus dem GerichUsaaL Daran' der Angeklagte in der bekannten vornüber- 1 hängenden Haltung eines geistig verfallenden (Menschen. Darunter steht: „van der Lübbe in seiner typischen Stellung vor dem Richter. Er ist nach wie vor wortkarg und gibt nur wohlabgewn- gene Antworten." Aus unverstümmeiten Prozeßberichten i*' zu ersehen, daß Lübbe idiotisch iacht und lallü nicht ein zusammenhängender Satz kommt—■ wie auch die ausländische Presse feststellt-* aus dem Munde dieses Menschen, der läng*' für Krankenbehandiurig reif ist Die gleichgeschaltete Presse aber hört nur„wohlabgewogene Antworten". Wie schrieb doch kürzlich der deutsche Korrespondent von„He' Volk?"„Der deutsche Journalist ist ein willenloser Sklave des Propaganda* ministcriums geworden...* Folter in Deutsdiland Der„Manchester Guardian" veröffentlicht EntbOIIungen aus deutschen Gefängnissen: „Ein Mann, der kürzlich von der Geheimpolizei verhaftet wurde, hat mir seine Erfah- wichtigen zum Beweis- rungen mitgeteilt Er würde um vier Uhr raor- thema gehörenden Tatsache M e i n e i d ist Unbequeme Fragen Im Prozeß um den Reichstagsbrand hat das Gericht dem Angeklagten Dimitroff die Einsichtnahrae in das sog. Braunbuch verweigert obwohl sein Inhalt ständig Gegenstand der Verhandlungen bildet Dieses Verfahren ist skandalös, aber nur allzu begreiflich: Das Braunbuch enthält u. a. auch die amtlichen Erklärungen der Preußischen Regierung zum Reichstagsbrand im Wortlaut, und es könnte doch einer der Angeklagten auf den Gedanken kommen, den durch und durch erlogenen Inhalt dieser Erklärungen mit den Zeugenaussagen zu konfrontieren. Für das, was dann entstehen könnte, ein einziges Beispiel: Am 1. März brachte die Presse eine Meldung„aus Reglerungskreisen'*, d. h. eine Mitteilung, die von der Regierung auf der Pressekonferenz des gleichen T a- ges gemacht worden war. Diese Meldung knüpfte an eine frühere offiziöse Verlautbarung an, wonach die Menge des gefundenen Brandmaterials und die Zahl der Brandherde im Reichstag auf eine Miodestzahl von 7 bis 10 Tätern schließen lasse(schon die öffentliche Erörterung dieser amtltcben Feststellung wür- 1 gens durch Läuten geweckt. Ab er die Tür öffnete, kamen zwei SS.-Mäuner, die Revolver in der Hand hielten, herein. Sie griffen Ihn plötzlich an, trotzdem«r keinen Widerstand versuchte, und einer von den beiden schlug ihm ein Auge blau. Dann durchsuchten sie seine Wohnung nach Waffen und verbotenen Schriften. fanden aber nichts. Nach der Suche schafi- Je höchst delikat sein— deshalb erfolgt sie ten sie ihn hinunter auf die Straße zu einem auch nicht). Die neue Meldung„aus Regie-! großen Motor-Lastwagen, In dem ungefähr 30 rungskreisen* will nun die Verwunderung dar-' andre Menschen Männer und Frauen saßen, über, daß von dieser angeblich so großen Zahl alles Bewohner derselben Straße. Die Mehrheit der Täter nur der ein e, van der Lübbe, ver- von ihnen hatte, soviel er wußte, keine Bezfe- haftet werden konnte, einigermaßen beschwichtigen. Zu diesem Zweck kommt sie mit der hochinteressanten Vermutung heraus, daß die anderen Täter eventuell durch die unterirdischen Gänge, die im Zusammenhang mit den Heizungsanlagen das Reichstagsgebäude selber und das Gebäude des Relchstagspräsldcntcn verbinden, entkommen sein könnten! Siehe da! Dies ist also der Ursprung der Spur zu Göring.— eine Mitteilung aus Regierungskreisen an die Presse! Aber uns Interessiert diese Sache noch aus einem zweiten Grunde: An dem gleichen Tage, an dept das Braunbuch dem Angeklagten hung zu irgendeiner politischen Partei. Einige waren Juden und einige„Arier". Er selbst war lange Zeit Mitglied der sozialdemokratischen Partei gewesen, hatte aber niemals irgendeine Beziehung zu den Kommunisten. Die Gefangenen wurden nach dem Hauptquartier der Geheimpolizei in der Prinz-Albrecht-Straße geschafft, wo ihre Namen und Adressen notiert wurden. Dann wurden sie in das„Columblahaos44, Tempel hol, überführt, wo sie gefangengesetzt wurden." „Drei Tage später wurde mein Gewährsmann zum Verhör gebracht Er wurde im besonderen gefragt ob er irgendwelche verbotenen Schriften aufbewahrte. Er sagte, daß ef keine habe und er fügte hinzu daß er sich niemal* an irgendeiner Aktion gegen das gegenwärtig Regime beteiligt habe oder in irgendein®' Weise mit Personen verbunden sei, die solch® Aktionen planten. Man sagte ihm daraufhin' daß er fünf Minuten Zelt habe, über di® Sache nachzudenken. Nachdem die fünf Minuten vergangen waren, wurden die Fragen wie* derhoit und er gab dieselben Antworten �i® seien, so sagte er, die Wahrheit und er kön«® nicht aussagen, daß er verbotene Schriften besitze, wenn er wisse, daß er keine im habe. Er wurde in einen Keller geschafft.*'0 er gezwungen wurde, sich vollständig zn e®1' kleiden und wo er nackt dasGcslch' nach unten, auf einen Tisch gcles' wurde. Zwei Mann hielten seine Arme, ein dritter hielt ein nasses Tnch vor seinen Mnnd, u01 Schreie zu ersticken und vier Mann schlugen ihn mit Pferdepeitschen- Danach wurde er aufs neue zu den Bcant'®0 gebracht die Ihn vorher befragt hatten, wurde das gleiche gefragt und gab die gleichen An'* werten. Er wurde daraufhin wieder In<-el1 Keller geschafft und zum zweiten Mai in def gleichen Weise geschlagen. Die Operati"® wurde am nächsten Morgen wiederholt, so d3 er dreimal im Verlauf von elf Ston' den geschlagen wurde. Nachdem er ru1" dritten Mal geschlagen worden war. wurde®f noch dreizehn Tage lang Im Gefängnis gehalt®0, also sechzehn Tage Im Ganzen." Die Folterung blieb ohne den �ew0nscll'e,, Erfolg. Refchstagswalil THovember 1933 Wozu noch Reichstag?— Diätensdiieber im Reldh und in Preußen.„Gewählter46 Reichstag— ernannter Staatsrat!— Was ist überhaupt Verfassung?— Konfusion statt Aufbau Die Tatsache, daß zum 12. November auch sogenannte Reichstags wahlen ausgeschrieben wurden, hat überrascht Die Vornahme angeblicher Volksabstimmungen oder Plebiszite liegt durchaus im Zaren von Preußen die Staffage zu bilden hat, wofür er mit 12.000 Mark pro Kopf und Jahr allerdings noch fürsthcher bezahlt wird als die Statisten des Reiches. Man hat versucht, der Auflösung der Land- Wesen der Diktatur: es gibt Leute, die tage einen antipartikularistischen auf vor der Einführung der Weimarer Verfas- Reichsvereinheitlichung gerichteten Sinn sung eben aus diesem Grunde vor der: zu unterlegen. Aber dieser Versuch schei- Volkswahl des Reichspräsidenten und dem tert an der Tatsache, daß der preußische Volksentscheid gewarnt haben; sie sahen Staatsrat nicht mit den Landtagen zu- die Möglichkeit eines Mißbrauchs der Demokratie zu antidemokratischen Zwecken voraus. Dieser Mißbrauch wird nun in vol lern Umfang geübt, ihm entspricht die gleich aufgelöst worden ist Der augenblickliche veriassungsrecht- liche Zustand— sofern man in Deutschland überhaupt noch von Verfassung und sächlich beseitigt, aber rechtlich ist ihre Aufhebung noch gar nicht ausgesprochen, weil man nichts an ihre Stelle zu setzen weiß. Zerstörung, Auflösung und gesetzlose Willkür, das sind noch immer die Kennzeichen des staatsrechtlichen Zustandes, in dem sich Deutschland befindet Aus dieser Gärung ist die Blase der sogenannten Reichstagswahlen aufgestiegen. Sie werden an einem Sonntag stattfinden, wie die Sozialdemokratie seit Jahrzehnten gefordert und schließlich durchgesetzt hat. An ihnen werden sich die Frauen beteiligen, denen die Sozialdemokratie das Wahlrecht erstritten hat Es werden Wahlzellen dastehen, die zwischen Konservativen und Sozialdemokraten jahrzehntelang Kampfobjekt waren, bis end- Audi Norwegen marxistisdi! jKarttWl � ix j r�i t_- jx t• j i uuciuaupi iiul.ii vun vcria�i Veranstaltung des Plebisz.tschwmdels am Recht sprechen kann_ ist also s0 t>e. . o\ember in jeder Weise. schaffen, daß im Reich ein pro forma„ge- Ganz anders steht es mit den R e i c h s- wählter*4 Reichstag besteht, in Preußen f a g s w a h 1 e n. Die Nationalsozialisten aber ein vom Ministerpräsidenten freihän waren seit je Gegner des Parlaments. Sie dig ernannter Staatsrat Wenn auch haben darum konsequenter Weise allen Kewählten Volksvertretungen, vom Reichstag bis hinab zum Gemeinderat des kleinsten Dorfes, sämtliche Befugnisse genommen. Der am 5. März gewählte Reichstag durfte niemals in seiner richtigen Zusammensetzung und dann auch nur zweimal zusammentreten: das einemal, um die Punktionen der Gesetzgebung auf das Keichskabinett zu übertragen, und das an- deremal, um der Außenpolitik dieses Kabinetts seine Zustimmung zu erteilen. Daß dieses ohnmächtige Rumpfparlament beseitigt wird, wundert keinen. Daß an seine Stelle die Wahl eines neuen Reichstags befohlen wird, hat Erstaunen hervorge- fufen. Was soll dieser neue Reichstag? Er �ird ausschließlich aus Nationalsozialisten und gleichgeschalteten Prominenten begehen, die im Sinne der nationalsozialistischen Parteiführung unbedingt zuverlässig sind. Ein Aufgabenkreis ist ihm nicht zugewiesen. Nach Mitteilungen der Presse, die zweifellos inspiriert sind, soll der Reichstag nur noch zu repräsentativen Zwecken Unberufen werden, wenn die Regierung aus außen- und innenpolitischen Gründen Volksbegeisterung zu markieren für notwendig hält Zu diesem Zweck also sollen «eichstagsabgeordnete gewählt werden. auf je 60.000 Stimmen ein Stück, so daß bei einer erzwungenen Wahlbeteiligung von 42 Millionen 700 erprobte Anhänger Hitlers als„gewählt" proklamiert werden �örden. In Wirklichkeit wird wohl die �ahl der Abgeordneten 600 bis 700 betrafen. Von einer Abänderung des Diäten- fesetzes ist bisher im Reiche noch nicht die Rede gewesen, so daß mit 600 bis 700-- ersonen zu rechnen ist, die neben der qq,. deutsche Gesandte;„Hitler will, daß wir nordische Frauen heiraten! Welche reifahrtkarte eine Jahreseinnahme von nehnie ich nun? Socialdemokraten, Kopenhagen ''00 Mark beziehen werden für nichts an-------------------------------- deres, als für ihre Bereitschaft alle paar: Monate einmal zu einer Rede des Führers der eine wie der andere nichts weiter als ••Heil!" zu rufen. Die SA würde das bedeutend billiger dachen. Die Landtage sind aufgelöst, sie werden nicht mehr neugewählt In Preußen �'erden ihnen wohl für die anstrengende Jätigkeit die sie seit dem 5. März ausgeübt haben, die Diäten für zwei Monate im betrage von 1200 Mark pro Kopf nachge- *chmissen; dann Ist Schluß— bis auf den Justizobersekretär K e r r 1, der neben seinem Justizministergehalt auch noch das Zukommen eines Landtagspräsidenten �eiterbezieht, bis die Geschäfte des Land- abgewickelt sind. Diese Abwicklung �'ird voraussichtlich recht lange dauern, p die mit ihr betrauten Beamten keine J-ist haben, in Pension zu gehen— für sorgfältige Beaufsichtigung ihrer Nichtigkeit bleibt Herr Kerrl als Justizmini- ster und Landtagspräsident starker Dop- fslverdiener, Was aber wird aus dem berühmten preußischen Staatsrat, den Göring in seiner prunkvollsten Uni -— ua OWSIIVI•••••-----— ,°rm auf dem Thronsessel Friedrichs des endet erklärt, aber ,roßen sitzend, eingeweiht hat? Er ist Icbt aufgelöst, er besteht weiter, wenn aucb er natürlich nichts zu beraten und ein kostspieliges Marionettentheater ist, so bleibt doch der Unterschied der ideellen Konstruktion auffällig. Es entsteht der Eindruck, als wäre die Ausschreibung von Reichstagswahlen ein Gegenzug gegen die staatsrechtliche Erlindertätigkeit des Herrn von Preußen. Das wäre der alte Kampf. zwischen den beiden Seiten der Wilhelmstraße in verschärfter Form und in keiner Weise „Reichsvereinheitlichung". Damit kommt man zu der entscheidenden Frage: Was ist eigentlich in Deutschland staatsrechtlich los? Daß alle Bürgerrechte restlos beseitigt sind und es nur noch Untertanen gibt wie in den Zeiten des krassesten Absolutismus, ist ohne weiteres klar. Man sieht genau, wer sich, ohne Widerstand leisten oder auch nur Widerspruch äußern zu können, regieren lassen muß, aber man sieht nicht, wer regiert und nach welchen Satzungen regiert wird. Zwar hat Hitler schon längst die Revolution für be- eln geschriebenes Verfassungsrecht des Dritten Reiches besteht auch noch nicht einmal in den ersten Ansätzen. �hts zu beschließen, sondern nur für den Die Verfassung von Weimar Ist zwar tatlich die Sozialdemokratie die Wahrung des Wahlgeheimnisses und damit saubere Wahlen erreicht hatte. Die vorschriftsmäßigen Wahlurnen, Wahlzettel, Wahlumschläge usw., alles wird da sein. Aber es wird nur noch ein leerer Apparat ohne Inhalt sein, weil es ja eine wirkliche Wahl, eine wirkliche Entscheidung nicht mehr gibt und überhaupt Irgend ein Recht des Staatsbürgers nicht mehr existiert Das alles sieht mehr nach Irrenhaus und Gespensterkarneval aus als nach einem gesunde Dauerhaftigkeit verheißenden Neuaufbau. Es scheint, daß die Brutalität der Unterdrückung m einer gewissen Proportion steht zu der inneren Unsicherheit und Direktionslosigkeit Eine Weile kann man so regieren, gewiß! Aber lange...? Die arische Hexe Irrsinn der Judenhetze Aus den Blättern des Dritten Reiches grinst der Wahnsinn. Im Wochenblatt der„Arioso- phen"(vom 8. Oktober 1933) wird ein Kapitel eines antisemitischen Machwerkes über Rassengeschichte nachgedruckt. Als Verfasser zeichnet ein Karl Weinländer. Darin wird allen Ernstes nachgewiesen, daß von den Juden auch die Hesen- und Ketzerverbrennungen erfunden wurden, um die Rituaimorderei fortzusetzen und die Arier völlig zu verderben. „Zahlreiche scheingetaufte Juden schlüpften in den christlichen Priesterstand, um die Kirche zu einem Instrument des Hebräischen Bundes umzugestalten..." Damit beginnt die katholische Arierverfolgung und nun erklärt sich auch, „warum die grauenvoll gemarterten und lebendig eingeäscherten Menschen fast ausnahmslos den schönsten arischen Typus trugen Huß z. B. mußte nicht etwa auf den Scheiter� häufen, weil er ein Ketzer, sondern weil er, wie im Bild gezeigt wird, ein Urarier war. Auf diese niederträchtige Weise konnte„die Austilgung der erbtöchtigsten Teile des deutschen Volkes unauffällig geschehen..." Ab und zu wurden zwar auch Juden verbrannt, in Spanien war das zur Zeit der Inquisition sogar die beliebteste Form der antisemitischen Pogrome, aber das stört Hitlers Ariosophen nicht: der sagenhafte„Hebräische Bund" war eben so raffiniert, daß er gelegentlich nur so zum Scheine tausende eigener Rassegenossen mit verfeuerte, Objektivität zu heucheln und die besten Germanen um so massenhafter zu erledigen: „Im ganzen rechnet man die Verluste an besten Menschen arischer Rasse durch die Ketzer- und Hexengerichte auf rund 9 b i s 10 Millionen Menschen. Einen besseren und grauenhafteren Weg zur Austilgung der wertvollsten rassischen Bestandteile des deutschen Volkes hätte der Hebräische Bund gar nicht finden können. Zum Himmel schreit das unge- sühnte ungeheuerliche Verbrechen, das hier am deutschen Volke und an der arischen Rasse verübt wurde!'* Selbstverständlich waren auch der„Kreuz- zngschwindel", die„schwarze Pest" und der „Dreißigjährige Ketzerkrieg" jüdische Erfindungen zwecks Germanenausrottung und Ras- severderbnls. Aber dieser Quatsch ist doch nicht errist zu nehmen, das ist doch Klappsmühle!— kann man hier einwenden. Zugegeben, jedoch das Blatt und der Verfasser des irrsinnigen Elaborats bekennen sich begeistert zu ihrem„Führer Hitler" und gehören zum faschistischen Lager. In der Demokratie wurden solche blutige Rasschetzereien gelegentlich verboten, mindestens trat Ihnen die Vernunft der Gesunden öffentlich entgegen. Das ist vorbei. Weh ches Blatt könnte im Dritten Reiche wagen, gegen solche gemeingefährliche Exzesse blank zu ziehen? Ungehemmt tobt sich dieser Irrsinn aus und treibt unter Hitlers Protektorat die offene Hetze zum Judenmord. Hopla! „Der SA.-Mann", das in München erscheinende„Organ der Obersten SA.-Fflhrung der NSDAP," bringt einen Aufsatz von Oberst a. D. Max B 1 ü m n e r über die Technik im Weltkrieg, in dem sich folgende goldene Worte finden: Die Deutschen, das Volk der Denker, neigen leider dazu, die Verwertung neuer Gedanken Ihrer Erfinder und Gelehrten, häufig anderen Völkern zu überlassen. So wars bei Lilienthals Flugversuchen, bei der Elektrischen Straßenbahn, bei den Herzschen Wellen. Der Physiker mit dem unsterblichen Namen. der die nach ihm benannten Wellen entdeckt hat, war nach neudeutscher Auffassung keines- weg ein dem deutschen Volke gehörender Gelehrter. Herz war nämlich— ein Jude! Lebte er noch, so wäre er längst von seinem Lehrstuhl entfernt. DasBraunhemd unpfändbar Das Braunhemd darf nach einer Darlesung von Landesgerichtsdirektor Staudt In der .preußischen Justiz" nicht gepfändet werden, da es sich um ein Kleidungsstück handelt, das für den Bedarf des Schuldners unentbehrlich ist. LIBRAIRIE STOCK 155 rue St Honor*- Paris 1er. TÄ; Central 38-70 (M6tro: Palals-Royal)' Alle deutschen, französischen und engl. Bücher. Lieferung nach allen Ländern „NEUER VORWÄRTS" hier zu haben Sofortige Auskünfte Uber bibliographische Fragen Entrüstung in ESA« Elnwanderungskommission untersucht die i\azi-lliri triebe Dr. L. New York, Mitte Oktober. Mit der ins Unerträgliche gesteigerten Nazipropaganda im Auslande, der versuchten Gleichschaltung des Auslandsdeutschtums, der Zerrüttung der deutsch-amerikanischen Organisationen und den Enthüllungen der Presse über die unterirdischen Wühlereien der Hakenkreuzler ist das Naziproblem auf ame rikanischem Boden in eine entscheidende Phase getreten. Keine Beschwichtigungsversuche und Dementis können die Tatsache aus der Welt schaffen, daß in den amerikanischen Volksmassen tiefe Empörung über diese dem amerikanischen Denken und Fühlen widerlichen Machenschaften Platz gegriffen hat. Wie in der übrigen Welt, so kann das Hitlerregime und sein stiefelleckendes nationales Satellitentum auch hier die völlige Isolierung Deutschlands konstatieren. Die Tatsachen der letzten Wochen sprechen ihre eigene Sprache. Die Tagung der machtvollen American Legion in Chicago zog eine deutliche Grenzlinie gegen die deutschen Tyrannen, verdammte die brutale Unterdrückung elementarer Volksrechte und nahm sich insbesondere die Tätigkeit der hiesigen Nazis als „unamerikanisch und den Bestand der amerikanischen Staatsprinzipien bedrohend" aufs Korn. Parallel dazu holte die bedeutsame Konferenz der American Federation of Labor zu harten Schlägen aus und verurteilte das Nazisystem in einer Sprache, die an Schärfe kaum überboten werden kann. Die internationale proletarische Boykott- fr o n t ist dank Hitler jetzt auch durch Amerika wirkungsvoll ergänzt worden. Was der mit überwältigender Mehrheit angenommene Boykottbeschluß der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung bedeutet, braucht bei dem außerordentlich gesteigerten Einfluß der organisierten Arbeiterschaft unter der NRA nicht näher erläutert zu werden. Die deutsche Wirtschaft wird die Folgen des neuen Schrittes zusammen mit den verschärften Kampfmaßnahmen der anderen Gruppen bald am eigenen Leibe merken. Das neue Deutschland ist in den Augen Amerikas gerichtet Daran werden auch die Mätzchen der mit dem Gclde des deutschen Steuerzahlers hochbezahlten Nazipropagandisten— derselben schwarzweißroten Propagandisten, die sich schon einmal in den Kriegsjahren hierzulande hoffnungslos diskreditiert haben— nichts ändern können, Als Krönung dieser Stimmungen kommt Jetzt die Mitteilung, daß die Einwanderungskommission des Bundeskongresses eine Untersuchung der Naziintrigen hierzulande beschlossen hat. Wie der Kommissionsvorsitzende bekanntgab, ist so viel und so wohl begründetes Beschwerdenmaterial eingelaufen, daß trotz der Sommerferien des Bundeskongresses eine unmittelbare Untersuchung— ein für amerikanische parlamentarische Verhältnisse ungewöhnlicher und nur durch außerordentliche Umstände gerechtfertigter Schritt— notwendig erscheint Laut zuverlässigen Quellen sind seit der Machtergreifung Hitlers über 300 angebliche deutsche Konsulatsbeamte und„Diplomaten" für Propagandazwecke nach Amerika geschickt worden. Sie sollen hier unter dem Deckmantel offizieller Immunität ihr vergiftendes Handwerk ausüben. Wenn es etwas gibt, was die amerikanische Oeffentlichkeit trotz aller amtlichen Abschwächungsbemühungen zur Weißglut aufpeitscht, so ist es diese systematische Brun- der demokratischen Kräfte Amerikas getäuscht haben. Natürlich weiß das deutsche Volk nichts von den neuen Gewitterwolken, die sich auf dieser Seite des atlantischen Ozeans zusammenziehen. Wenn ihm die Augen aufgehen werden, mag es zu spät und Europa nur noch ein Trümmerhaufen sein. Erdolchte Doldistoßluge Hitler gibt sie preis „Daß wir einen Krieg verloren haben, das wissen wir. Wir wissen aber auch, daß wir uns so lange mutig und tapfer verteidigt haben, als es nur überhaupt g i n g." So sprach, laut Bericht der gleichgeschalteten Presse, Hitler zu einem Koresponden- ten des„Daily Mail". Hitler gibt damit vollständig die Dolchstoßlflge preis, mit der er bis zu seiner Machtergreifung alle seine politischen Geschäfte besorgt hatte. Früher. hatte es geheißen, der Krieg sei gar nicht verloren gewesen und die deutschen Truppen hätten noch um den Sieg kämpfen können, als ihnen die sogenannten„Novemberverbrecher" den Dolch in den Rücken stießen. Wenn das nun nicht mehr wahr sein soll, wenn der Krieg verloren war, als er endete— dann ist die Behauptung, erst die Revolution habe den Verlust des Krieges herbeigeführt, ein für allemal als infame Löge entlarvt Hitler hat diesmal ausnahmsweise die Wahrheit gesagt freilich nur die halbe Wahrheit. Er hat vergessen hinzuzufügen, daß Tausende der Männer, die Deutschland verteidigt haben,„solange es nur überhaupt ging" in den Konzentrationslagern von braunen Schandbuben mißhandelt werden. Hitler wird auch bestimmt nicht die Konsequenzen ziehen, die sich aus seiner neuen Erkenntnis ergeben: er wird vielmehr am 9. November wieder über Dolchstoß und Novemberverbrecher schwätzen. Auf einen Widerspruch mehr oder weniger kommt es Phrasenhelden solcher Art gar nicht an. Religion in Ketten Die Torgänge In der evangelischen Kirche Die Vorgänge, die sich zur Zeit in der evangelischen K irchenbe wegung in Deutschland abspielen, sind weit über den Kreis der zunächst Beteiligten hinaus von Interesse. In ihnen spiegelt sich der krasse Widerspruch zwischen evangelischer Freiheit und totalem Staat, zwischen naturalistischer und dogmatischer Claubensauffassung, letzten Endes zwischen politischer Freiheit und Despotie. Der Vertreter des Staates in der neuen Kirchenorganisation, der Reichsbischof Müller, setzte sich in Eisenach in einer öffentlichen Kundgebung der Lutherwoche mit den all zu schroffen völkischen Erneuerern auseinander. „Es ist irreführend, unwahr und gefährlich", sagte er,„wenn man von der Gefährdung des Staates durch kirchliche Aktivität spricht Der Staat Adolf Hitlers steht auf dem Boden positiven Christenturas!... Positives Christentum arbeitet durch Verkündigung, nicht durch Gewalt" Wir haben nichts davon gehört daß Herr Müller dagegen protestiert hat daß sozialistische Geistliche in Konzentrationslager gesperrt worden sind Darum ist es nur Heuchelei und demagogische Rücksichtnahme auf die starke Wirkung der Protestkundgebungen der libera= len Theologen der Universitäten Berlin, Bonn und Marburg, wenn er in seiner Rede weiter sagt:„Wer der Ansicht ist den Boden positiven Christentums nicht betreten zu können, wird von unserer Kirche auch dann nicht belästigt und bestimmt nicht verfolgt werden." Die Scheinkonzession an die liberalen Theologen macht Herrn Müller und seinen offiziellen Nazis viel weniger Kopfzerbrechen als der jüdische Ursprung des Christentums, der ihm bei den Rassegläubigen des Dritten Reiches so viel Mißkredit einträgt." Manche unserer Kameraden in der deutschen Freiheitsbewegung sehen die Dinge des kirchlichen und religiösen Lebens deshalb falsch, weil sie zu sehr verständnismäßig an die Fragen und an das Geheimnis des Innenlebens herangehen. So sagen sie: Christus war ein Jude, darum ist auch das Christentum verludet W i r nenvergiftung, von der gerade Amerika in den wollen nichts davon wissen!" Jahren vor Kriegseintritt manches bezeichnende Stücklein erlebt hat Franz von Papen, ehemaliger Militärattache in Washington, Hitlers Schrittmacher und Vizekanzler im Kabinett des„Volks"kanzlers weiß davon zu erzählen. Ziehen wir die Bilanz dieser acht Monate, so muß gerade vom sozialistischen Standpunkte offen festgestellt werden, daß die amerikanische Oeffentlichkeit unter dem Einfluß und der Führung der lediglich an den deutsch-jüdischen Problemen interessierten Elemente gestanden hat Das war zweifellos verständlich und auch propagandistisch wertvoll, führte aber in der Praxis dazu, die klaren Linien der großen Auseinandersetzung;„Hier Freiheit und Fortschritt dort mittelalterliche Tyrannei und Faustrecht", zu verwischen. Heute bat sich darin eine gewisse Klärung durchgesetzt, die Dinge haben ihren richtigen Platz gefunden und werden entsprechend gewertet Diese Klärung ist vor allem der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der amerikanischen Sozialisten zu danken. Wenn die amerikanischen Parasiten und Profitler des Hitlerschen Machtapparates, die Ortsgruppen der Nazis, die„Freunde des neuen Deutschland" und alle die anderen verkappten Organisationen sich dem süßen Glauben hingeben, daß die Zeit ihres Triumphs herannaht, dann werden sie erkennen, daß sie sich wie ihre Vorgänger vor 16 Jahren in der Stärke Kommt man mit solchen feigen Redensarten um die Tatsache dieser„erblichen Belastung" herum? Zu gleicher Zeit wie Müller in Eisenach sprach der Leipziger„völkische" Universitätsprofessor Ernst Bergmann, im überfüllten Auditorium maximum der Universität Berlin. Er verlangte die Errichtung deutsch- theologischer Fakultäten an den Universitäten und die„Verkündung des Evangeliums der deutsch-nordischen Seele" in den Schulen. Die altgermanische Odinsreligion sei die„heilige Schrift der Menschheit". Das positive Christentum mit seinem Glaubens- und Gewissenszwang müsse abgelehnt werden. Das Christentum sei„zeitfremd, vor 2000 Jahren unter semitischer Führung entstanden." Heute brauchen wir eine„Natur* und Bildungsreligion. einen bejahenden Wirklichkeitsglauben, keine weltflüchtige Entsagungsreligion." Aber es kommt noch schlimmer. Das Christentum ist auch„artfremd". Sein Schuld- und Erlösungsglauben, die Messiasidee, das Sühneopfer Christi, sein Pazifismus und Internationalismus seien durchaus„nnger- manisch."„Das Christentum ist noch nie so unzeitgemäß wie im Dritten Reich gewesen. Wer Christentum und Nationalsozialismus vereinen zu können glaubt, Ist weder echter Christ noch echter Nationalsozialist," so schloß Professor Bergmann seine Rede, und der größte Teil der uniformierten SA- und SS- Studenten trampelte stürmischen Beifall. Herr Rosenberg, der einstmals in seinepi deutschen Mythos Aehnliches lehrte, ist heute „offizieller positiver Christ". Aber die Illusionen, die die völkische Freiheitsbewegung, als sie noch nicht offiziell an der Macht war, erweckte, wirken weiter. Das gleichgeschaltete Christentum als nationalsozialistische Staatskirche, kann niemand befriedigen; es ist ebenso der Ausdruck unzulänglicher Gewalt, wie es die nationalsozialistische Heilslehrc und ihre Realisierung im Dritten Reich überhaupt ist Noch sind die Gegenbewegungen gegen diese ungeistige Zwangsherrschaft zu schwach, aber schon heben sich überall die geistigen Vorboten einer kommenden Revolution ab und zu ihnen gehören auch die Vorgänge im religiösen Lager. Der Theologensturm Das gibt's auch? Jawohl, den Trupp stürmender Pastoren gibt's neuerdings im Dritten Reiche auch. In gleichgeschalteten deutschen Blättern kann man lesen, daß er bei der Tagung der evangelischen Nationalsynode in Wittenberg kürzlich zum ersten Mal in Erscheinung trat. Als Gründer figurieren der bekannte Kriegsgarnschieber und Jetzige sächsische Statthalter Mutschmann(der jüngst aus einer Villa verwiesen werden mußte, die er sträflicher Weise requiriert hatte) und der Landesbischof Goch. Ueber das Ereignis wird berichtet; Die jungen Theologen waren in eine graue Uniform gekleidet auf dem Arm eines jeden prangte das Zeichen des Kreuzes in Verbindung mit dem Hakenkreuz. Besonders ausgewählte SA-Standartenführer vermitteln den Mitgliedern des Theologensturms die Ausbildung. Ziel der jungen Theologen soll sein, Nationalsozia- lisrrus und Protestantismus zu jener Einheit zusammenzufassen, die für alle Ewigkeit dauern soll. Bald wird diese Art der Erziehung der Jungen Gottesmänner in allen deutschen Gauen heimisch sein. Das Ist wie gesagt keine Gottlosenmeldung. sci.dern die neue Reformation zu Ehren der braunen Bestialität die Verschmelzung der „Religion der Liebe" mit dem Ungeist blinden Hasses. Wie einfach klar, und ehrHch muten demgegenüber jene alten Religionen des Orients an, die da geboten: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Im Dritten Reich aber dürfen die Braunen den Andern Auge und Zahn ausschlagen, während die Hakenkreuzkirche diese Andern lehrt auch noch die linke Wange hinzuhalten. Im Ganzen ist der Theologensturm in Feldgrau— Bibel in der Linken, Handgranate in der Rechten— eine drastische Illustration zu Göbbels' christlichen Friedensrede.« In Gent Mittel und Wege J)cr Deutsche?', jetzt Organ der Arbeitsfront(Herausgeber Dr. Ley), ist in Oesterreich verboten worden. Da trumpft er auf: „Wir werden Mittel und Wege finden, unseren Gesinnungsgenossen jenseits der Grenzen weiter vom Inhalt des deutschen" Kenntnis zu geben." Wir verstehen ans.,, Herausgeber; Ernst Sattler. Karlsbad. Verantwortlicher Redakteur: Wenzel Horn, Karlsbad. Druck:„Graphia" Karlsbad Zeltungstarii bew, m. P.D. ZI. 159.334/VI1-1933. 4chtung! 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