Nr. 42 SONNTAG, 1. April 19S4 iSoilalfomflIraKfcfrgg fltocfrgiMa# Verlag; Karlsbad, Haus„Graphia"— Preise und Bezugsbedingungen siehe Beiblatt letzte Seite Aus dem Inhalt: Zeichnet Kriegsanleihe! Ins Zuchthaus für die Freiheit Was kostet Hitlers braunes Heer? Kriegsgewinnler heute und morgen Das Schicksal der Mark Sperrmark fällt Wann folgt die Binnenmark?— Schwere Krise der Reichsbank Am 1. April beginnt das neue E t a t- iahr. Wir haben von Anfang an hier darauf hingewiesen, daß erst von diesem Zeitpunkt an, dann aber auch mit steigender Intensität sich die finanziellen Schwierigkeiten zeigen werden. Freilich offiziell darf darüber nichts gesagt werden. Die deutsche Budget- Sebarung ist völlig undurchsichtig geworden, sie ist überhaupt ein einzig dastehender Skandal. Selbst im faschistischen Italien wird das Budget vollständig yeröffentbcht, der Kammer unterbreitet, "i der Kommission beraten und so oberflächlich und beengt diese Beratungen sind, so eingeschränkt und nahezu wirkungslos die Kritik bleibt, eine gewisse Information der Oeffentlichkeit ist doch vorhanden, Einnahmen und Ausgaben sind halbwegs bekannt und das in letzter Zeit sich rasch vermehrende Defizit bleibt nicht verborgen. In Hitlerdeutschland aber Ist der Etat von vornherein dadurch gefälscht, daß die wichtigsten Ausgaben— die Summen für Arbeitsbeschaffung und Kriegsrüstungen— zum größten Teil nicht im Etat erscheinen, sondern durch Wechselreiterei finanziert werden, deren Ausmaß absichtlich verschleiert wird. Dabei findet eine Veröffentlichung des gesamten Etats überhaupt nicht 111 e h r statt und der Himmel weiß, wann j"!5 diesmal jener„Finanzielle Ueber- bj'ck" beschert sein wird, der we- "'gstens die großen Posten des 'veichshaushalts enthielt und in der„libe- ■"alistisch-marxistischen" Aera zur Erkennung der Bilanzwahrheit Erhebliches Unstete, Diesmal werden wir mit der kurzen dteilung abgespeist, daß der Etat a u s- g liehen ist Darauf waren wir na- Urlich gefaßt, da ja beliebig große Aus- «abesummen seit der neuen Finanzgeba- jederzeit aus dem Etat herausge- oinmen werden können. Nun war der eue Etat nach der Angabe des Reichs- fanzministeriums im letzten„Finan- 'ellen Deberblick", der im August 1933 Schienen war, mit 917 Millionen 0rbelastet. Man hätte also wohl ®'ge Angaben darüber erwarten können, le denn das Gleichgewicht hergestellt mlü �ein Wort davon! Auf Treu Dd Glauben sollen wir hinnehmen, daß er neue Etat mit rund 6,4 Milliarden eichsmark m Einnahme und Ausgabe Y ändert Das bedeutet gegenüber dem °r'a,lr eine Erhöhung der Einnahmen, v, Ausgaben um je rund 500 Millionen. 19� S'n<' �ere'ts Faul® �es Jahres d eine Reihe Steuerermäßigungen Etaj führt worden. Zugleich mit dem hat das Kabinett auch ein Gesetz � �abschiedet, das die Arbeitslosen- letzj ennäßigte. Diese erbrachte im jet»» �tatiahre 530 Millionen; sie wird a.t um aoo Millionen gesenkt. Auf der p. eren Seite sind 150 Millionen für neue pe ,tanr. Heim „Hochverrat von Zentrum und Bayrischer Volkspartei" In Walter Baoneistcrs Nationalverlag, Ber- lin-Charlottenburg, hat ein gewisser F. Wai- ther Ilges ein Buch erscheinen lassen:„Hochverrat von Zentrum und Bayerischer Volkspartei. 1918— 1933. Die geplante Aufteilung Deutschlands. Enthüllungen über die französisch-bayerischen Pläne zur Aufteilung des deutschen Reiches und Errichtung eines Do- naustaaten-Bundes". Das Buch wird vom Verlag als„eine politische Sensation ersten Ranges" angekündigt und weiter wird gesagt: Auf der Anklagebank sitzen die Führer des Zentrums und der Bayer. Volkspartel. Die Zusammenarbeit des Bauerndoktors Dr. Heim, des Prälaten Kaas mit den Separatistenlumpen Dorten, Mathes usw. wird hier zum erstenmal restlos aufgedeckt Das Buch enthüllt den Landesverrat der Schwarzen, den großzügigsten Versuch von Volks- und Hochverrat, der je in der Geschichte vorgekommen ist Wenn das Volk dasungeheurcVerbrechen der schwarzen Verräter einmal ganz durchschaut hat, wird der Tag kommen, an dem es die Heim und Konsorten über die Grenze jagt Das Buch Walter Ilges ist die geeignetste Waffe, die letzte Dosis schwarzen Giftes ans unserem deutschen Volke für immer • und ewig auszutreiben. Es ist unter den heutigen Verhältnissen natürlich ganz ausgeschlossen, daß sich die angegriffenen Zentrumsfübrer zur Wehr setzen. Sie sind in dieser Beziehung mit den Führern aller anderen Parteien— selbst die Deutschnationalen nicht ausgenommen— „gleichgeschaltet". Der alte deutsche Rechts- grundsatz„Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede, du sollst sie hören alle beede" ist aufgehoben. Lumpenhunde regieren, Ehrenmänner sind Freiwild. AiifienpolUisdier Betriebsunfall „Wir sind Deutsche, gleichviel ob Minderheit oder Mehrheit, und als Deutsche sind wir die besten! Weim in ganz Polen nur zwei Deutsche wohnen würden, so wären sie mehr als die Millionen Polen, denn sie sind eben Deutsche! Wilhelm Stapel in„Der christliche Staatsmann". Nicht so laut, Heber Herr' Stapel! Damit es die Polen nicht hören. Führer und Rassehund In„Wild und Hund" Nr. 12, vom 23. 3. 1934, finden sich die folgenden geheimnisvollen Ankündigungen: „10. Juni, Schwenningen, Rasse- bnndeschau mit Führer! 10. Mai, Dortmund: Rassehunde- schau mit Führer!" Also der Führer soll auch auf der Hundeschau gezeigt werden? In Deutschland ist halt alles auf den Rassehund gekommen! Hetfluden lügen Nazi sind sichtlich entrüstet. Die„Lügenab wehrstelle der NSDAP" erklärt die Behauptung, in Deutschland werde zur Zeit ein neuer Boykott jüdischer Geschäfte durchgerührt, für eine„Hetzlüge" der amerikanischen„Hetzjuden" Untermyer und Dickstein. Schön, aber was war dann der große Judenboykott vom 1. April 1933? Und was sind die nationalsozialistischen Blätter, die heute noch täglich zur Boykottierung, zur wirtschaftlichen und geseiischaitlichen Aechtung aller nicht rassenreinen Arier auffordern? Sie sind unermüdliche Lieferanten von Greuelnachricbten und darum, mit der Liigen- abwehrstelle der NSDAP zu reden,„Exponenten des internationalen Judentums. im 6mm yetsfiid am etsteu ffuü Vom Betriebsrat der Belegsdbaft zum Vertrauensrat des Unternehmers Kimdigungsschntz nach dem 1. Mai Am 1. Mai 1934 soll das Versklavungsgesetz zur„Ordnung" der nationalen Arbeit in Kraft treten und damit soll der letzte Rest des deutschen Arbeitsrechts unter dem üblichen Festgeheul der Nazis hinweggefegt werden. Das fundamentale Recht der Belegschaften, wie es im Betriebsrätegesetz und in den Verordnungen über die Vertretungen der Betriebsräte im Aufsichtsrat und über die Vorlegung der Betriebsbilanz— bestanden hat, wird aufgehoben. Deutlicher denn je kommt zum Ausdruck, daß eine soziale Entwicklung, die nahezu ein halbes Jahrhundert bis weit in die Vorldegszeit zurückgreift, zur Rückbildung gebracht werden soll. Schon im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts waren in der deutschen Gewerbeordnung und in einzelnen Landesgesetzen die ersten Ansätze zur Bildung von Arbeiteraussehüssen gegeben. Im Hilfspdienstgesetz von 1916 waren die Arbeiter- und Angestelltenausschüsse obligatorisch gemacht worden. Schließlich erfolgte die gesetzliche Verankerung im Betriebsrätegesetz von 1920, das den Arbeitnehmern einmal die sozialpolitische Interessenvertretung gegenüber dem Unternehmertum gewährleistete, zum anderen aber auch den Anfang einer betriebswirtschaftlichen Kontrolle bildete. Im Dritten Reich, das angeblich die soziale Ehre des Arbeiters retten will, wird zum„Feiertag der Arbeit" jedes Minimum von Mitbestimmungsrecht der Arbeiter und Angestellten zerstört. Es ist nicht wahr, daß der bisherige Betriebsrat durch einen Vertrauensrat ersetzt werden soll. Der tiefere Wahrheitsgehalt der Hitlerschen Maiproklamation 1934 ist vielmehr, daß der Betriebsrat der Arbeiter und Angestellten zerschlagen wird. Dagegen soll der Unternehmer zur Unterdrückung und Zersetzung seiner Gefolgschaft eine besondere gesetzlich anerkannte Lakaiengruppe zur Verfügung haben. Mit Wirkung vom 1. Mai wird der Lohn lediglich auf der Grundlage ein- zelbetriebilcher Regelung gefunden werden, um so die letzten Schranken einer hemmungslosen Ausbeutung des Lohnarbeiters niederzureißen. Es gibt dann in Deutschland keine Tarifverträge mehr. Annähernd 12 Millionen Menschen werden ihrer kollektiven Tarifrechte beraubt, die Lohnsätze vom Unternehmer oder vom Treuhänder der Kapitalisten festgesetzt Das Wahlverfahren des sogenannten Vertrauensrates ist offenkundiger Betrug. Die Belegschaft soll zwar m geheimer Wahl über eine Kandidatenliste entscheiden. Diese Liste enthält aber keine Vorschläge der Arbeitnehmer, sondern solche des Unternehmers und des Obmannes der �fazibetriebszelle. Die Belegschaft darf die Liste annehmen oder ablehnen. Im Falle der Ablehnung erfolgt die Berufung durch den Treuhänder. Die Belegschalt erhält den Vertrauensrat des Unternehmers aufoktroyiert. Um den Propagandaschwindel zu vollenden, wird als Auftakt zum 1. Mai 1934 Märchen vom erhöhten Kündigungsschutz in tausend Variationen verbreitet, als wäre den deutschen Arbeitssklaven nach dem 1. Mai ihr Arbeitsplatz gesichert Arbeiter und Angestellte können, so wird verkündet, nach einjähriger Betriebszugehörigkeit im Falle der Kündigung binnen 2 Wochen beim Arbeitsgericht auf Widerruf der Kündigung klagen. Die Errungenschaft soll darin bestehen, daß das bisherige Einspruchsrecht durch den Anspruch auf Klagemöglichkeit ersetzt worden sei. Die braunen Gesetzesmacher verschweigen dabei, daß das Antragsrecht an das Arbeitsgericht an zwei Voraussetzungen gebunden ist Der Gekündigte kann nämlich nur klagen, wenn die Kündigung durch die Lage des Betriebes bedingt ist und wenn sie eine unbillige Härte darstellt. Diese beiden Voraussetzungen sind aus dem§ 84 des Betrfebsräte- gesetzes abgeschrieben, in dem das Einspruchsrecht bei Kündigungen geregelt war. Es kommt aber hinzu, daß künftig eine solche Klage ausgeschlossen ist, wenn die Kündigung auf der Betriebsordnung beruht, bei dereu Gestaltung die Belegschaft wiederum völlig ausgeschaltet ist. Außerdem muß in den Betrieben, die einen Vertrauensrat haben,(mindestens 10 Beschäftigte), dieser eine Bescheinigung geben, daß die Frage der Weiterbeschäftigung im Vertrauensrat„erfolglos beraten" worden ist Der Anspruch auf Widerruf der Kündigung steht demnach auf dem Papier, denn Unternehmer, Vertrauensrat und Treuhänder handeln als die natürlichen Gegner des gekündigten Arbeiters oder Angestellten. Für Entlassungen in größerer Anzahl soll der Unternehmer verpflichtet werden, dem Treuhänder unter Einhaltung einer vierwöchentlichen Sperrfrist vorher Anzeige zu erstatten. Auch hier waren die Bestimmungen der Stillegungsverordnung, die am 1. Mai außer Kraft gesetzt wird, wesentlich weitergehend. Alle übrigen Rechtsgarantien des bis. herigen Kündigungsschutzes im§ 84 BRG„ wie z. B. Einspruchsrecht bei Maßregelung, bei Kündigung ohne Angabe von Gründen oder bei Weigerung von Arbeiten, die dem Arbeits. vertrag widersprechen, sind aus dein „verbesserten Kündigungsschutz" des Hitlerregimes sorgfältig ausgemerzt worden! Die Kündigung von Mitglieden des Vetrauensrates soll angeblich überhaupt nicht mehr möglich sein. Es wird jedoch verschwiegen, daß jeder Kündigungsschutz des Vertrauensrates in demselben Augenblick erlischt, in dem er vom Treuhänder der Arbeit von seinem Amte abberufen wird. Vielleicht wagt eine Bcn legschaft das Experiment, den Vertrauensrat zu veranlassen, auch nur in einem Falle ihre Arbeitnehmerinteressen wahrzunehmen, der Vertrauensrat hätte dann Gelegenheit, außerhalb des Betriebes über die Tücken dieses Kündigungsschutzes nachzudenken. Aber schließlich bedeutet ja eine Klage auf Widerruf der Kündigung in keiner Weise die versprochene Verlänge- ung der Kündigungsfristen der Arbeiter. Der einzige Kündigungsschutz, der noch besteht, liegt im§ 122 der Reichsgewerbeordnung, die unter den„System- Parteien" geschaffen worden war und noch nicht aufgehoben ist Danach hat der Arbeiter eine Htägige Kündigungsfrist.„Die größere Sicherheit" zur Erhaltung des Arbeitsplatzes besteht also nur darin, daß den Arbeitern die Wahrnehmung ihrer in der Gewerbeordnung gegebenen Rechte durch das neue Sklavengesetz nicht mehr gewährleistet ist. An die Stelle der Rechtssicherheit ist die Willkür des Führers getreten, Das ist die Mai-Gabe Adolf Hitlers an die Arbeiter! Sie wird ihnen Veranlassung geben, nachzudenken darüber, was der Erste Mai früher für sie war und was er jetzt ist Die befohlenen und erzwungenen Heilrufe werden auch dieses Mal ertönen. Aber der heute noch gedämpfte Protest wird wachsen: Unheil Hitler! j)jiz UpüsdiMikfitkftiüP Bonzen! Wie es jetzt in den Gewerkschaftsverbänden aussieht Die Mitglieder der Verbände zahlen nach wie vor Beiträge- Streikunterstützungen und Arbeitslosenunterstützungen werden nicht mehr gezahlt. Wo bleibt das Geld? Es fließt einem ständig wachsenden Heer von braunen Gewerkschaftsbeamten zu! Wie ein Heusohrek- kenschwarm haben sich die braunen Anwärter auf die Gewerkschaften gestürzt und fressen die Kassen kahl! Hier sind neue Beispiele für das unheimliche Anwachsen dieses Bonzen Schwarmes. In den Verbänden wurden Angestellte beschäftigt: früher jetzt Lugau(DMV)......... 2 4 Würzen(DMV)........ 3 4 Bautzen(DMV)........ 2 5 Leipzig(DMV)........ 22 35 Dresden(DMV) mit Radeberg.. 30 53 Frankfurt(DMV) OV u. Bezirksleitung 8 16 Gießen(DMV)........ 1 6 Limburg........... 1 2 Riesa-Großenhain(DMV)•... 5 8 Freiberg 1. Sa......... 1 3 Döbeln........... 2 3 Erfurt(Gesamtverband Bezirksleitung) 2 10 Erfurt(Gesamtverband Ortsverwal tg.) 2 10 Zur Korruption im Großen kommen Lumpereien im Kleinen. In Altenburg wurde die Kasse der Kreisleitung des DMV Ende Januar geprüft und sie soll angeblich gestimmt haben. Am anderen Tag fand man den im Dienst ergrauten strammen 24jährigen Kassierer Richter erschossen. Einen Nachruf hat er bisher von der trauernden Verbandsleitung nicht erhalten! „Ein paar Flaschen Kupferberg Gold?" „Natürlich! Aber erstens ist ja der Kupferberg jetzt nach der Aufhebung der Steuer durchaus erschwinglich und außerdem bekommt er immer glänzend-- 1" Er bekommt ihnen sogar ausgezeichnet. den braunen Bonzen. Vorerst wenigstens noch. Bis die betrogenen Massen eines Tages mit diesen einzigartigen„Sozialisten" abfahren werden, daß ihnen neben Hören und Sehen auch die Lust nach dem„durchaus erschwinglichen" Kupferberg-Goki vergeht! Aus Bayern Bonzen saufen Sekt! So etwas liest man wortwörtlich in der Hitler-Presse: „Der Veranstalter war der deutsche Automobil-Klub?" „Zusammen mit dem Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps.." „Wahrscheinlich habt ihr lange in Dahlem gefeiert?" „Etwas spät ist es ja geworden.... Sehr nette Leute, Musik, ein bißchen Tanz,.." Der 43jährige geschiedene Spengler Ludwig D i e 1 1 von hier wurde am 3. März von der hiesigen Polizei wegen Verbreitung von unwahren Gerüchten über das Konzentrationslager in Dachau, festgenommen und in das hiesige Landgerichtsgefängnis eingeliefert Die Schutzhaft muß erst geklärt werden. Bayr. Ostwacht 6. März. Auf Anordnung des Stadtkommissars für Sohwandorf wurde der Hilfsarbeiter Joset K n e r e r am 7. März 1934 wegen Beleidigung des Arbeitsdienstes u. a. in Schutzhaft genommen und in das hiesige land- gerichtliohe Ausburghilfsgefängnis eingeliefert. Bayer. Ostwacht 10. März. Am Freitag abend kurz nach 9 Uhr versuchte sich in seiner Zelle im hiesigen Ge- richtsgeiängnis der verheiratete 33iäbrige Maurer und Schutzhaitgefangene Max Rott aus Kelheim mit einer Resierklinge die Pulsader der linken Hand zu öffnen. Der Selbst- raordkandidat wurde aber noch rechtzeitig gesehen. Mit dem sog. Zeiserlwagen wurde er im verletzten Zustande in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder gebracht Rott der vom Juni bis Dezember 1933 schon im Konzentrationslager Dachau war, sollte am heutigen Samstag nach dort gebracht werden. Bayer. Ostwacht 10. März. Auf Veranlassung der hiesigen politischen Polizei wurde am Freitag vormittags der verheiratete 38jährige Maler Frz. Xaver B-- mes von Regensburg-Stadtamhof wegen abfälliger und beleidigender Aeußerun- g e n über die Reichsregierung, den Reichskanzler und der NSDAP in Schutzhaft genommen und in das hiesige Landesgerichtsgefängnis eingeliefert Bayer. Ostwacht, 10. März. Hof.(Schutzhaft) Wegen Verbreitung ehrenrühriger unwahrerGerüchte über führende Person lieh k ei ten der NSDAP in Hof wurden der verheiratete Sattler Hans Dobeneck und der Praktikant Frisch von Hof in Schutzhaft genommen. Bayer. Volkszeitung, 12. März. In Dietfurt wurde der Bauer Josef Waff- 1 e r von Oberbürg in Schutzhaft genommen, weil er sich m äußerst aufreizender und hetzerisdber Weise über das Erbhofgesetz geäußert hatte. Bayer. Volksztg., 13. März. Mitterteich.(In Schutzhaft genommen) wurde der 28Jährige verheiratete Hilfsarbeiter V. W ü h r t da er sich am Biertisch zu beleidigenden Aeußerungen gegen die Reichsregierung hinreißen ließ. Bayer Volksztg., 14. März. Die wirklichen Sympathien, die man in den Kreisen der ehemaligen Bay. Volkspartei unserer Bewegung entgegenbringt, erhellten blitzartig aus einem Vorkommnis, das sich gestern im Pfarrhaus St. Heinrich in Fürth abgespielt hat. Die Hauhälterin in jenem Pfarrhaus, eine gewisse Cäcilie Müller, erlaubte sich im Laufe einer Unterredung eine Bemerkung gegen unseren obersten Führer, die wir nicht wörtlich ausdrücken wollen. Eine derartige Gesinnung bedeutet wirklich den Höhepunkt der Unverschämtheit Wir haben zu unserer Freude erfahren, daß die Angelegenheit auch schon in den Händen der politischen Polizei ist und sehen einer exemplarischen Bestrafung der Cäcilia Müller entgegen. Fränk. Tageszeitung, 15 März. Cäcilie Müller bereits in Schutzhaft. In unserer gestrigen Ausgabe haften wir unsere Entrüstung ausgesprochen über eine Aeußerung der Haushälterin des Pfarrhauses von St Heinrich. Heute können wir mitteilen, daß die Haushälterin Cäcilie Müller bereits gestern in Schutzhaft genommen wurde- So wird es in Zukunft allen ergehen, die ihr freches Mundwerk zur Beleidigung unseres Führers auftun. Wer den Führer beleidigt beleidigt das deutsche Volk. Fränk. Tagesztg., 16. März. Liebe Leser! Zwingende Gründe, denen Ich mich nieb' verschließen konnte, bestimmen mich, die begonnene Artikelserie„Religiöses Führertum l"1 Zeichen der Mitra" zu unterbrechen- Dr. Speckner. Bayer. Volksztg.(Organ der Bayer. Volkspartei), 10. März. Mehr Selbstmorde! Wie oft hat Hitler in seinen großen Frie* densreden die deutsche Selbstmordstatistik et* wähnt? Schuld an den vielen Selbstmorden seit 1918 war natürlich Versailler Vertrag pln5 Marxismus. Man hätte also annehmen dürfen. daß nun im Dritten Reich das Leben zu schön ist, um es satt zu kriegen. Nun finden wir im„Reichsgesundheits- Blatt", das dem Reichsinnenminister Frick untersteht, vom 21. Februar 1934 folgende Ziffern über die in den deutschen Großstädten wif 100 000 und mehr Einwohnern gezählten Selbstmorde; Januar 1933...... 445 Januar 1934...... 477 Das ist amtliche Greuelpropaganda: E'n Jahr Hitlerregime und die Selbstmorde nehmen nicht ab, sondern zu. Auch sonst enthält die vom Reichsgesundheitsamt herausgegebene Veröffentlichung beachtenswerte Ziffern zur deutschen Bevölkerungsentwicklung in letzter Zeit. Als erste' haben es die neudeutschen Beglücker erreicht. daß die Zahl der geschlossenen Ehen von 769 im Januar 1933 auf 11 728 im Januar 1934 a"' gewachsen ist Die andere Seite der„Regeneration des deutschen Volkes" sieht so 305' 1- die Zahl der Totgeborenen stieg in der er' wähnten Vergleichszeit von 523 auf 576; 2- Zahl der Gestorbenen im ersten Lebensjahr (ohne Totgeborene) erhöhte sich von 1330 a«1 1467: 3. statt 335 Frühgeburten im Januar 192.• weist die amtliche Statistik 377 für Januat 1934 aus. Nr. 42 BEILAGE "l&iKrIJonBörfe 1. April 1934 Wer diktiert dem Diktator? Der Klassendbarakter der braunen Herrsdiafi Die Nationalsozialisten schwören mit Leidenschaft, daß ihr Regiment die Ueber Windung jeder Klassenherrschaft, insbesondere auch der kapitalistischen Klassenherrschaft über die Arbeiter sei. Hitler hat den Arbeitern zugerufen, er sei ihnen der„Garant" dafür, daß mit der Abschaffung ihrer politischen und wirtschaftlichen Rechte keinerlei Bedrückung der Arbeiter durch die Kapitalistenklasse eintreten werde. Aber wer garantiert Hitler? Oder stel len wir die Frage genauer; Könnte Hitler, selbst wenn er das ernsthaft wollte, bei dem jetzigen Stand der Dinge die Arbeiter durch seine Person vor der Ausbeutung und Bedrückung des Kapitalismus schützen? Hitlers äußere staatspolitische Machtstellung läßt sich am ehesten mit der eines absoluten Fürsten des achtzehnten Jahrhunderts vergleichen. Aber wie aus dem stolzen„Der Staat bin ich!" eines Ludwig XIV. oft ganz falsche Schlüsse auf das gezogen worden sind, was ein absoluter König in Wirklichkeit tun und lassen konnte, so wäre es ähnlich verfehlt, aus der absoluten Führerstellung Hitlers den Glauben an seine innerpolitische All- Wacht abzuleiten. Schiller hat eine ganz große dramatische Szene geschrieben, in der er seinem Marquis Posa vor dem König Philipp nie- derknieen läßt mit dem Rufe:„Sir, geben �ie Gedankenfreiheit!" Auf Tieferblickende wirkt der knieende Freiheitsschwärmer 'eicht lächerlich der da meint, man brauche sich nur der Seele des absoluten Herrschers zu bemächtigen, um den absoluten j-taat in seinen Grundfesten umwälzen zu hönnen. Marquis Posa Ist ein weltfremder Utopist, ganz gleich, ob er seine Hoffnungen auf Philipp oder auf Carlos setzt: " enn Philipp nicht den Carlos ermorden, sondern ein Regiment Posa etablieren u'ürde, so wäre er höchstwahrscheinlich ani Schluß selber der Ermordete. Der absolute Herrscher des achtzehn- jn11 Jahrhunderts war keineswegs der Mann, der alles konnte, was ihm beliebte, sondern er war der Exponent der Klas- sonherrschaft des Adels, In Frankreich, Spanien und anderen katho- 'schen Ländern, auch der mit dem Adel eng versippten Geistlichkeit Daß :le in Wirklichkeit herrschende Schicht �eni König in seiner Vorstellung jeden y"len ließ, daß sie ihm Willkür und Lie- �rljchkeit bei der Befriedigung privater ■cliiste im weitesten Maße erlaubte, war j.Ur die stillschweigende Gegenleistung da- Ur' daß der König in allen entscheidenden P?' tischen Fragen den Willen der e r r e n s c h i c h t befolgte und vor ."e,n ihre Klassenherrschaft über die ließ �e'Eenen Bauern unangetastet .Ein Friedrich II. von Preußen, einer der jv'stig aufgeklärtesten Gestalten unter den absoluten Herrschern, hätte gewiß ähnlich behauptet, wie Hitler die Arbeiter zu ctlützen vorgibt, er schütze seine Bauern: r gäbe ihnen bei Mißernten und Kriegs- �wüstung Saatgetreide, baue ihre zer- in,0r�en Wohnhäuser wieder auf, er habe l"1 Ealle des MüllerArnold dem Mül- gegen den junkerlichen Grundherrn 5ciit gegeben und die anders urteilenden ins Konzentrationslager— pardon, ich Kei .'er ins«Konzentrationslager— pa "'e Festung Spandau geschickt 3tA"es recht: Aber daß ein vernünftiger ,"Wirt die Kuh, von deren Ertrag er ,• gut pflegt und nicht duldet, daß sein er Knecht durch Schläge das Tier rui- '• ändert nichts an der Tatsache, daß .Bauer die Kuh, und nicht die Kuh den i ern ausbeutet! Das Entscheidende ist „Wfs: Friedrich, der die Schädlichkeit i rneanca, acr oie owuauuv�mcn ju borlebtheit der Leibeigenschaft von 'ich"1 begriff, konnte ihre Milderung ;"Wohl nur auf den ihm unterstehen- I1UI aul UC1I IUI|i Staatsdomänen durchsetzen. "oni adligen Gutshof endete Een die Macht dieses„absoluten" Herrschers! Und schließlich war er es auch, der nach Ueberwindung der Nöte des siebenjährigen Krieges strenger als irgend einer seiner Vorfahren darauf sah, daß die Offiziersstellen der Armee und die höheren Verwaltungsposten ausschließlich dem Adel reserviert blieben! Im allgemeinen war im absoluten Staat schon durch die Erziehung und ständige Umgebung des Monarchen dafür gesorgt, daß er streng in den Anschauungen des Adels aufwuchs und lebte, andere Anschauungen gar nicht, oder von vornherein mit dem Makel des Verdammungswürdigen behaftet, kennen lernte. Wo aber, seltener Fall, ein Monarch sich von den Anschauungen seiner Umgebung emanzipierte, da zeigte sich sofort wie politisch bedeutungslos seine persönliche Meinung blieb. Hat etwa der Atheismus, dem Friedrich II. huldigte, zum Siege des Atheismus in Preußen geführt? Nein, die Freigeistigkeit des Monarchen war eine ihm persönlich gestattete Laune. Die Orthodoxie herrschte auch unter dem Freunde Voltaires in Preußen. Friedrich selber würde den Vorschlag, seine Gottlosigkeit zur Staatseinrichtung zu erheben. sicher als den eines Wahnsinnigen betrachtet haben. Und hinternach zu Hitler. Hitlers persönliche Machtfülle mag, gemessen an den Beschränkungen, die eine Demokratie dem leitenden Staatsmann auferlegt, ungeheuer erscheinen, sie ist doch nicht größer als die eines Ludwig XIV. oder Friedrich II. Allerdings sind die Mächte, in deren Namen Hitler regiert, nicht so leicht zu übersehen, wie die hinter den Ludwigen und Friedrichen stehende adlige Sippschaft. Geschickte„Tarnung" ist ja eines der Hauptmittel nationalsozialistischer Herrschaft. Aber man betrachte einmal klassenmäßig Hitlers nächste Umgebung, es ist ausgesprochenes Bürgertum mit feudalem Einschlag oder wurzelloses Abenteurertum mit militaristischen Neigungen. Heß, der in Aegypten geborene Sprößling eines Levante-Großkaufmanns, Göring, der Fliegeroffizier, Frick, der typische höhere Beamte, Göbbels, der Akademiker, Ley, der Chemiker, Epp, der General, ganz zu schweigen von den Coburger und Lippeschen Prinzen, dem Auwi und ähnlichen Reklame-BIaublütern,— es ist nicht ein einziger unter ihnen, der im Proletariat wurzelte. Und Hitler selber? Wer„Mein Kampf" zu lesen weiß, der erkennt, daß Hitlers Kampf stets ein Kampt gegen seine proletarische Ab- Caliban Ist das Deutschland? Mit der Seele eines Volkes steht es wie mit der des Einzelnen: sie ist im aufgeregten Zustande noch schwerer zu ergründen, als in normalen Zeiten. Und doch muß gerade der politische Mensch sie kennen, wenn er nicht an seiner Nation vorbei denken will. Schon deshalb lohnt es sich, Walter Rod es Buch„Deutschland ist CaÜban''(Europa Verlag Zürich) zu lesen. Es bedeutet nicht nur eine geistreiche, satirische Auseinandersetzung mit der Phraseologie und Amoralität des Dritten Reiches, sondern auch eine Fundgrube psychologischer Offenbarungen. Caliban ist jener ungeschlachte, tierähnliche Inselsohn in Shakespeares Komödie„Der Sturm", ist die personifizierte Wildheit, Treulosigkeit. Rohheit und Gehässigkeit So erscheint Hitlerdeutschland einem großen Teil der Weit Aber ist dies das deutsche Volk? Man weiß, wie Despotien die Wesenheit eines Volkes fälschen, wie die Zwangsjacke einer Diktatur das Antlitz einer Nation verzerren können. Das hat man m den letzten zehn Jahren an Italien hinreichend erlebt In diesen Verzerrungen werden höchstens die Züge jener Schichten, Gruppen, Banden und Bonzerien offenbar, die sich der Herrschaft bemächtigt haben. Und deren deutsches Bild sieht durch Kodes Brille gesehen, so aus: Kein Volk rühmt seine Redlichkeit und Treue mit derart bewegtem Augcnaufschlag, wie das deutsche, und doch gibt es nichts Treuloseres als jene NSDAP, der 17 Millionen Wähler zuströmten. Das Tierischste des braunen Hunnentums jedoch ist weder seine Untreue, noch sein Appell an den Sklavensinn, sondern jene tiefe Hu- raorlosigkeit die eine teutonische Spezialität zu sein scheint „Daß die Leute in Deutschland Hitlers musikalisches Schauerdrama pathetisch nehmen, statt sich vor Lachen auszuschütteln, beweist am besten ihre hoffnungslose Zu- rückgebliebenheit..." Man bringt ihnen den Stechschritt wieder bei und redet ihnen ein, deutsch sein heiße zu marschieren, um zu marschieren. Bis der Marsch ins Blaue zum Kriegsmarsch ausartet Dabei bleibt das Freibeutertum aller poHti- schen Konjunkturen mit obenauf, das Lumpenproletariat wie die Lumpenbourgeoisie, nämlich der Teil des Bürgertums, der nicht vom ehrsamen Berufsbetrug lebt sondern von Gelegenheitsgeschäften, Berufshasard, kommerzieller Glücksritterei.„Es ist kein Zufaü, daß alle Lumpen auf der ganzen Erde für Hitler sind.. Aus all diesen Mängeln, Gebresten und Krankheiten verkrachender Schichten, verwirrter Proletarier und sonstiger deutscher Untertanenmassen konstruieren gegenwärtig die Speichellecker und Theoretiker der Hitlerei allerhand nationale Vorzüge aus der Witz- losigkeit den deutschen Ernst und die„deutsche Würde'', aus Blaßgesicht und Blaßkörper, aus Rasseloslgkelt die nordischen Rassenmerkmale des Edelgeschlechts. Mangel an Gleichgewicht, an kritischer Vernunft und Selsbtzucht dächten sie in mystisch-schöpferische, unberechenbare Urtriebe um. „Die deutsche Republik war im Begriffe, aus dem Deutschen einen Menschen zu machen, und dies mußte vorhindert werden..." Mit Lüge, Radio, Gummiknüppel und bestialischer Gewalt brauner Banden, die von der Reaktion losgekoppelt wurden. Daraus ergab sich ein organisierter Raubzug gegen„Juden und Marxisten'', durchgeführt mit der Routine gerissener Händlcrseelen, vergleichbar nur den korruptesten Bürgerkriegsexzessen in altgriechischer Verfallzeit von denen Polybios schreibt; „Man geht gegen diejenigen vor, welche den Demagogen Im Wege sind, damit die einen das Gut der anderen an sich nehmen l. Der Diktator, schließt Rode, ist ein Räuberhauptmann, dem das Gemeinwesen anheim gefallen Ist Gegen solche Weltgefahr müsse von den Verbannten und Verjagten alle aufgerufen, müsse Tod und Teufel mobil gemacht werden. Diese funkelnde Streitschrift geschrieben von einem Wiener Juristen, zeigt den beklemmenden Eindruck, den das Deutschland von heute bei freiheitlichen Geistern Jenseits der Grenzen macht Aber so richtig der Seelenzu- stand eines Teiles dieses Volkes gesehen ist— handelt es sich dabei nicht um den kleineren Teil? Zwanzig Millionen antifaschistischer Wähler sind der Hitlerpsychose nie verfallen, andere erwachten unter der Dcspotenpedtsche längst aus der Hypnose. Das würde sich sofort deutlicher zeigen, wenn auch nur ein Minimum Redefreiheit da wäre! Vor freien Wahlen zerstöbe die aufgeblasene braune Caleba- narie. Und um dem Ausland vorzutäuschen, hinter ihren Verbrechen stünde die Nation, lassen die Hitlers„ihr Volk'' von Naziprofessoren und feilen Skriben— als gleichentartet, gleichdelirierend, gleichkannibalisch erscheinen. Pensionsberechtigte Calibane, staatsbeamtet und hochdotiert betrommeln die seidene Hemdbrust und kreischen im Namen" eines stumm gemachten Volkes! Bruno Brandy. kunft, nicht für die proletarische Klasse war. Inzwischen hat sich die Herrschaft der kapitalistischen Klasse weitgehend demaskiert Die„Arbeitsfront" mit Krupp an der Spitze, der Wirtschaftsbeirat in dem unter lauter Vertretern des Bürgertums ein einziger und auch nur sogenannter Vertreter der Abeiter sitzt, waren die ersten äußeren Anzeichen der sich konsolidierenden Kapitalistenherrschaft. Völlige Klarheit schafft das neue Gesetz, das den Unternehmern zum„Führer" über die„Gefolgschaft" der Arbeiter bestellt und ihm damit eine ähnliche Stellung gibt, wie sie unter dem absoluten Königtum der feudale Gutsbesitzer über seine leibeigenen Hintersassen hatte. Inzwischen entblödet ein Ley sich nicht, öffentlich zu erklären: Auf seinen Reisen durch Deutschland sei das erhebendste für ihn gewesen, daß keiner der vielen hundert Arbeiter, die er gesprochen habe, ihn danach gefragt hätte, ob er neue Tarife oder Lohnerhöhungen in der Tasche habe.(Die Arbeiter werden wohl gewußt haben, was auf solche Frage erfolgt wäre!) Das sei ihm, Ley, ein Zeichen, daß die Arbeiter keine höheren Löhne, sondern gar nichts anderes wollten als ihre„Ehre" wiederhergestellt sehen! Daß solche Redensarten zwar nicht auf die Arbeiterklasse, wohl aber auf das Bürgertum wirken, kann man aus der englischen„Times" sehen, deren Korrespondent mit einer gewissen Bewunderung berichtet, daß sich jetzt Krupp und Thyssen persönlich und zu Fuß an jeder Demonstration ihres Personals beteiligen müßten. Wobei er nur vergißt, das Entscheidende hinzuzufügen, daß solche Beteiligung gegen früher keinen Stachel mehr hat, weil es ja jetzt Demonstrationen für und nicht gegen die Chefs sind! Es ist aber Tatsache: Ein paar symbolische Verneigungen, die nichts kosten und keinem weh tun, sind der ganze Preis, den das Bürgertum für die volle Durchsetzung seiner Klassenherrschaft zahlt. Wie das Eintopfgericht des Fabrikanten am ersten Sonntag des Monats die beste Garantie für den Braten der übrigen neunundzwanzig Tage ist, so garantiert der einmalige Fußmarsch mit der Belegschaft den Krupp und Thyssen nicht nur ihr Luxusauto auf allen übrigen Wegen, sondern die restlose wirtschaftliche Ausbeutung derer, denen sie die„Ehre" des gemeinschaftlichen Spazierganges erweisen. Von dem zweireihigen„Einheitsanzug" in vier Qualitäten mit und ohne Maßarbeit gar nicht erst zu reden! Der Nationalsozialismus ist ein ganz fest gefügtes System kapitalistischer Klassenherrschaft. Die völlige Entrechtung der Arbeiterschaft ist getarnt durch äußere„Ehrungen", die den Arbeitern dargebracht werden und die samt und sonders dadurch charakterisiert sind, daß sie die Ehrenden nichts kosten und den Geehrten nichts einbringe. Die„Garantie" Hitlers für die Arbeiter hat sich bereits als völlige Niete erwiesen. Und sie müßte sich als Niete erweisen. selbst wenn Hitler ein ganz anderer wäre als der er wirklich ist Der Sieg des Dritten Reiches, die völlige Zerschlagung der Kampforganisationen des Proletariats, die Beseitigung aller seiner politischen Rechte — sie haben die Machtposition der kapitalistischen Herrschaft dermaßen gefestigt, die tatsächliche Gewalt dermaßen in den Händen der Besitzenden konzenfriert, daß kein Einzelner daran etwas zu ändern vermag, er möge so mächtig sein, wie die Phantasie es sich nur auszudenken vermag. Hitlers Macht gilt und besteht nur solange, wie er Vollstrecker des kapitalistischen Machtwillens bleibt. Julius Civilis. Kriegsgewinnler gestern, heute, morgen Der Bund Hitler-Thyssen und sein tieferer Sinn Ein militäriscber Mitarbeiter sendet uns die nachfolcenda Be- trachtuns, in der er von seinem Standpunkt aus— dem Standpunkt der nationalen Verteidlaung— die materiellen Hlnterjründe eines gigantischen Volksbetrugs enthüllt Das Gesicht des Krieges hat sich grundlegend gewandelt Das wird allgemein gesehen. Was sich daraus aber an wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen ergibt wird weniger oder überhaupt nicht beachtet Und doch Ist es so wichtig, daß beispielsweise die deutschen Ereignisse, das Werden der Hitlerdiktatur, der Kamp! zwischen NSDAP und Reichswehr usw. ohne das Betrachten der Beziehungen von Krieg und Wirtschaft, Militär und Politik, überhaupt nicht verstanden werden können. Ein General wird gestürzt Daß der General von Schleicher in erster Linie vom Großgrundbesitz und der Schwerindustrie gestürzt wurde und die Wiedergeburt der Harzburger Front ihre wesentliche Ursache im allgemeinen Haß gegen die Politik des Generals hatte, ist bekannt. Weniger aber weiß man, daß dieser Haß eine verflucht materielle Grundlage hatte, und die sogenannte„nationale Erhebung** ein Akt der widerlichsten Interessenvertretung war, die es vielleicht jemals in der Geschichte gegeben hat Die lautesten Patrioten, die lärmendsten Nationalisten kämpften gegen den General, weil dieser, die Folgerungen aus dem Weltkrieg ziehend und das Gesetz seines Berufes erfüllend, dazu überging, unter Mißachtung der junkerlichen und schwerindustriellen Sonderinteressen die Wirtschaft und darüber hinaus den gesamten Staat und die Gesellschaft nach den Gesichtspunkten moderner Kriegsfübrung zu organisiereu. Deutschland, das sich in seiner Wehrfähigkeit beengt fühlte, mußte bestrebt sein, sieb in militärischer Hinsicht auf all den Gebieten zu stärken, wo es überhaupt nicht nach Aufrüstung aussah. aber doch Aufrüstung in der modernsten und denkbar wirksamsten Weise war. Hieraus erklären sich u. a. Schleichen Verstaatlichungsabsichten in Industrie und Landwirtschaft Und die nationalen Ertieber? Die haben diese Bestrebungen nicht nntersttttzt, sondern sich gegen diese Vorbereitungen zur nationalen Erhebung in ihrer Welse„national" erboben. Sie schrien wüd und laut„Bolschewismus auf dem flachen Lande", sie lärmten gegen die„Bürokratisie- rang der Wirtschaft" und kamen sich uient Ilcheriich dabei vor, obwohl ihre Konzerne als Staaten im Staate rein technisch nicht anders als bürokratisch verwaltet werden. Sic schrien:„Wahrung der Privatinitiative!'*, als wären sie mir die Besitzer einer kleinen Klitsche in trgendeinera Winkel Deutschlands, nicht aber die Herren mächtiger AktjengcseU- schafteo und durchaus entpersönlichter Konzerne. Man schrie gegen„Planwirtschaft und Sozialismus in Jeder Form", wie sich Gehelmrat Dulsberg von der I. G. ausdrückte, kämpfte um die Reprlvatlslenmg der öffentlichen Wirtschaft und sabotierte also das militärische Programm der Reichswehr überall und In Jeder Form. Aufrüstung— Ja! Aber doch nicht um den Preis unserer Herrschafts- stellung! Aufrüstung— ja! Aber doch nicht durch Abrüstung unserer Macht und unseres Profites! Nein! Planung? Natürlich anchl Wir großen Konzerne planen Ja! Und das kann und soll auch ausgebaut werden. Aber w 1 r müssen planen, nloht der Staat! Und das erste Gebot dieser Planung muß der Mehrwert, nicht aber Wehrwert sein. Nieder mit Schleicher! Hier lagen zwei Strömungen im Kampfe. Und die Frage war: wer frißt wen? Der Staatsapparat, in diesem Falle mit dem Generalstab an der Spitze, suchte die Wirtschaft zu beherrschen, die Wirtschaft ihrerseits suchte den Staat für ihre Zwecke zu annektieren. Die Wirtschaft siegte. Vorläufig. In diesen Blättern wurde, insbesondere in den Artikeln von Dr. Richard Kern, gezeigt, wie die„Entstaatlichung" und die Ausplünderung des Reiches erfolgte. Die Theorie dazu gab Herr Schmitt, der auf tiefstem Herzen versicherte, daß.jeder Sozialismus am deutschen Menschen scheitern müßte". Jeder Sozialismus, auch der„feldgraue", wie man die Bestrebungen Schleichers hier und dort zu kennzeichnen pflegte. Auch sprach man ironisch von„Generalsozialismus". Heute heißt es „Bolschewismus". Natürlich! ... und im Kriege? Alles schon mal dagewesen. Die Weltgeschichte wiederholt sich nur, sagte ein Philosoph, der zweifellos im Unrecht ist, manch- mal aber in gewisser Hinsicht recht hat Denn im Jahre 1917 wurde ein General von denselben Herren gestürzt, die heute in„nationaler Erhebung" machen. Und die Erhebung gegen diesen General— G r 5 n e r ist sera Name!— erfolgte aus denselben Gründen wie die gegen Schleicher, der von Gröner entdeckt und gefördert wurde. Gröner war zwar nicht Reichskanzler, aber Verantwortlicher des Kriegsamtes, dessen Aufgabe es war, die Versorgung von Heer und Bevölkerung sicherzustellen, soziale und den Ausgang des Krieges bedrohende Gegensätze mit abstellen zu helfen usw. Gröner kämpfte im Kriege nicht n u r gegen die hohen Löhne, sondern auch gegen die hohen Unternehmergewinne. So forderte er z. B, nach der Unterdrückung des Munitionsarbeiterstreikes 1917, daß der Staat nun auch zur Kontrolle der Gewinne übergehen müsse. Aber was denkt sich denn dieser General! Er hat eine sehr idealistische Auffassung vom Kriege. Was nützt uns denn der Krieg, wenn wir an ihm nicht verdienen können. Also weg mit Grönert Und Gröner verschwand! Die Wut über Dm war noch viel größer, als er die Forderung erhob, die lothringischen Gruben zu verstaatlichen, damit der kämpfende Soldat wisse, er kämpft nicht für Sonderinteressen, sondern für Staat und Nation- Nach Brauweiler, einem nationalen Schriftsteller, sollen die Herren der Industrie daraufhin erklärt haben: unter diesen Umständen hätten sie kein Interesse mehr am Kriege! Es sind dieselben Herren, die sich heute wieder mal national erbeben, und es ist einer der kostbaren Witze der Weltgeschichte, daß ausgerechnet sie vorgeben, mit allen Landesverrätern Schluß zu machen. Die spätere Geschichtsschreibung wird dazu bemerken, daß die Landesverräter lärmend brüllten„Haltet den Dieb". Auf Grund der„Urkunden der Obersten Heeresleitung" wollen wir noch etwas die Rolle der„Privatunternehmer" bc- lenchten. Hindenburg schreibt am 18. Juni 1918 an den Reichskanzler: „Es ist nicht möglich, die Regelung der Löhne dem Unternehmertum zu überlassen, wenn die Arbeitskräfte an bestimmte Werke gebunden und ihre Arbeitsleistung durch behördliche Eingriffe auf der Höhe gehalten werden. Vielmehr wird es notwendig sein, die Lohnfrage und in logischer Folge auch die Gewinne des Unternehmertums in staatliche Regelung zu nehmen. Letzten Endes würde damit eine gewise Militarisierung der Rüstungsbetriebe eintrete«, die auch deshalb er wünsch t ist, weil sich in manchen Betrieben bereits Gedanken an die spätere Friedenswirtschaft breit machen, die der Kriegswirtschaft durchaus unzuträglich sind(Zurückhalten mit Erfindungen, Fertigung kriegsunwichtiger Gegenstände)... Ich möchte in diesem Zusammenhang noch erwähnen, daß durch meine Vorschläge auch die größere Möglichkeit gegeben ist, endlich an ein wirksames Erfassen des Kriegsgewinns heranzugehen, eine Ver- billigung der Gegenstände des täglichen Bedarfs herbeizuführen und auf solcher Grundlage auch die Löhne in der Rüstungsindustrie auf ein Maß zu senken, das dem gesunden Verhältnis der Kosten des Lebensunterhaltes zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten entspricht..." Das ist praktisch ein staatskapitai istisches Programm. Es konnte im Kriege nicht verwirklicht werden, weil die Widerstände dagegen sehr stark waren. Immer wieder wurden die Forderungen des Gencralstabes sabotiert und Ludendoni führt darauf die Niederlage des Krieges zurück. Wenn es so ist, dann kam der „Dolchstoß" aber nicht von den Gewerkschaften, die in den„Dokumenten der OHL" recht gut wegkommen, sondern voc den.dreien Unternehmern". An einer Stelle beißt es direkt;„Wolle man eine militärische Kontrolle(über die Unternehmen F. W.) einführen, so seien hiermit die Arbeitnehmer einverstanden, nicht dagegen die Arbeitgeber, die sich militärischen Behörden nicht fügen wollten." Ludendorff schreibt am 8. Dezember 1917: „Die Gewinne In der Kriegsindustrie und der sonstigen Kriegslieferanten sind ganz zweifellos zum großen Teil über jedes gerechte Maß hinaus hoch. Sie kosten dem Staat unermeßlich viel Geld. Ich begrüße daher die Bestrebungen zur Einschränkung der Kriegsgewinne-.. Es ist dabei wobl mit Widerstand seitens der Lieferanten zu rechnen." Solche und ähnliche Klagen kehren immer wieder. Unverkennbar ist ein gewisser Gegen- satz zwischen Kriegsführung und Wirtschaft| Der Generalstab erreichte seine Ziele fast nie. Ludendorff zog ebenso wie andere Generale entsprechende Lehren aus diesen Erfahrungen. In seinen Erinnerungen schreibt er S, 268: Selbstverständlich wäre eine planmäßige, der Größe der Aufgabe gerecht werdende Umstellung unserer Friedensindustri« in die Kriegsindustrie, die schon tm Frieden vorbereitet oder während der ersten beiden Kriegsjahre planmäßig durchgeführt würde, erheblich besser gewesen, als dieses plötzliche Anschwellen der Kriegsindustrie(durch das Hindcnburgprogramm F. W.). Di® Oberste Heeresleitung fand aber solch« ideale Verhältnisse nicht vor, sondern mußte handeln. Es ist immer dasselbe, vorher geschieht nichts Genügendes, die Kritik tadelt dies, findet aber keine näheren Angriffspunkte. Wird aber etwas geschaffen, entsteht etwas, bildet sieb sogar ein mächtiger Bau, dann hat die Kritik etwas, wo sie einsetzen kann..." Ludendorff hat für sich Folgerungen gezogen: Umbau der Wirtschaft In seiner nun auch verbotenen„Volkswarte" hat er die Kriegsnotwendigkeiten zum Programm erhoben. Verstaatlichung gefordert intensive Landwirtschaft usw. In manchen Fragen kann er ab«1 nicht mehr richtig mit(es geht ihm da wie seinem alten Nebenmann Hindenburg) und so hat er das Weiter- und Zuendedenken, aber auch das mühevollere Verwirklichen dieser Kriegsnotwendigkeiten jüngeren und anpassungsfähigeren Soldaten und Generalen ül>er* lassen. Und die haben erkannt ähnlich wie Bismarck seinerzeit in benig auf die Eisenbahn» daß Vereinbarungen, Kontrollen usw. nicht K®' r.ügen, sondern die Wehrmacht auf dem Umweg über den Staat den zu repräsentieren si« in Deutschland stets bemüht war. selbst rvr Wirtschaftsmacht werden muß. Zu einer Wirtschaftsmacht aber, die in wesentlichen Punk- PergamonaUar arlsdi und Sonstiges Bin Bar Maar Kunstfreund schreibt uns: So verwirrt wie die Uebersohrift, die ich hinsetzte, so verwirrt sind die Vorkommnisse, die zn berichten sind. Zunächst eine kennzeichnende Anekdote, die man sich in diplomatischen Kreisen erzählt: Ein Botschaftsrat der Türken beschwerte sich bei seiner Mutter, die in Smyrna wohnt, darüber. daß er auf der Berliner Straße des öfteren„als Jude" angepöbelt worden sei Die Mutter verwunderte sich dessen, weil der Sohn doch tiefschwarze Haare habe. Die Juden Kleinasiens sind überwiegend rotblond. Wie weiland Tusnelda, * Nicht gar so weit von Smyrna liegt Pcr- gamon. Dort wurde vor Jahrzehnten ein grandioser AKar ausgegraben und nach Berlin verfrachtet, wo er seit langem eine Zierde der Museen ist Zur Besichtigung dieses Werkes wurden im Rahmen der„Kraft durch Freude" die Belegschaften kommandiert, dazu Stürme und Standarten. Die Einladung verhieß einen Vortrag; Der PergamonaUar ein Meisterwerk d c n t s c h e r Arbeit Denn erstens sei der Altar von Deutschen ausgebuddelt worden und zweitens seien die Leute von Pergamon Arier, auch blond gewesen. Bei dem Anmarsch zum Masscnekl der Arbeitsfront gab es Pappschilder; Post Finanz, Justiz. Die Beamten der Museen, Theater oder Bibliotheken waren nicht eingeteilt worden; sie sollten unter„Sonstiges" paradieren. Erst als sie sich weigerten, bekamen sie ein würdigeres Etikett Generaldirektor Kümmel, Gewicht zwei Zentner, und alle sonstigen Direktoren der Museen und wissenschaftlichen Anstalten treten wöchentlich einmal nicht nur zum Exerzieren auch zu einer Unterweisung an; es wird ömen von Uniformierten beigebracht daß die bisherige Gelehrsamkeit eine einzige Fälschung sei, weil(siehe Pergamon) alle große Kunst und Weisheit arischen Ursprung habe- J n s t i, der einstige Direktor der National- gaieric, wurde zum zweiten Kustos der Kunstbibliothek befohlen; das beißt er muß hn Lesesaal Bücher ausgeben und aufpassen, daß die Leser sieb gut betragen. Wozu bisher sogenannte„Subalterne" ausreichten. • Rosenberg, Frick und Schnitze-Naumburg haben wieder einmal und wohl endgültig über Göbbcls gesiegt Alle sogenannten„Expressionisten" werden ausgefegt; Bar lach, Nolde(von dem kürzlich Göbbels noch ein Bild kaufte) usw. dürfen nicht mehr öffentlich gezeigt werden. Dem Göbbels wurde sein Assistent W e i d e m a n n, ein Mann mit einigem Kunstverständnis, auf Befehl Hitlers fortgenommen. auch aller sonstigen Aemter entkleidet Frick heiratete die Tochter des Schultzc-Naumburg. Das Niveau der deutschen Kunst ist endlich„total". Die Berliner Zeitungen zahlen als Honorar für Artikel über könst- lerisdie und wissenschaftliche Themen Jetzt fünf bis zehn Pfennige für die Zeile. Schreiben darf nur, wer im Kataster steht Immer wieder wird Leuten, die sich unbeliebt machen, die Erlaubnis entzogen. Als kürzlich ein hundsmiserables Stück von Angermayer allgemein abgelehnt wurde, wurden die Zeitungen verwarnt Zu Ministerredcn, die Jetzt meist vor„e 1 e'- gantem Publikum" gehalten werden, ergehen Einladungen auf Bütten. Jeder Besucher wird beim Betreten des Hauses genau registriert damit man sofort feststellen kann, wer etwa sich fn der fünften Reihe geräuspert hat als Httler sich zum Bayern ernannte oder so. • Dies nur eine kleine Handvoll von Bagatellen, die beweisen, wie Stupidität und geistiger Pauperismus, dazu Intrigen und Korruption sich im Hitlerrcich entwickeln. Heß Stumpfsinn! Das»Stachelschwein« ohne Stacheln Der literarische Ausbeuter des letzten Sachsengeenigs, der Huraorist Hans Reimann, hat sich das Recht auf die Leitartikel- Honorare der gleichgeschalteten„Berliner Morgenpost" gesichert In seiner Jugend Schaf- fensblüte waren ihm die..Morgenpost" und ihr Leserstamm nur willkommene ModeUe für seinen Humor. Jetzt schwitzt er in diesem Musterblatt für VoIIblutspießer zeilenlang Hit- lertrene aus. Sein Gesinnungssalto ist nicht von Pappe. Im Januar 1927 begann er mit der Herausgabe der literarischen Monatszeitschrift „Das Stachelschwein" für die er auch als verantwortlicher Schriftiefter zeichnete. Voüc drei Halbjahre haben er und seine Mitarbeiter, unter denen u. a. Karl Schwarz, Erich Weinert, George Groß und Walter Mehring zu finden waren, den furor tcutonicus, den pr®0" ßischen Koramißstiebe! und die deutsche Gartenlaube mit Witz und Bosheit auf die Seit®n seiner Zeltschrift genagelt. Der Hitlerknabe Hänschen orakelte damals stramm hitlerfcindlich; „Wie deutsch ein Teil der Tschechoslö* wakei ist, beweist die Reaktion, die s'00 mausig macht wie allerorten, aui Hiti®1 schwört und sich rechter als rechts ic' bärdet"(„Stachelschwein". Februar l'�* S. 26.) Unter seine verantwortlichen Schriftleitet' flügel nahm er diese köstliche Studie über de" Oberosaf, dem er neuerdings„Mottenpost- Weihranch spendet: „Und der Hitler hat natürlich fan Löwen* bräukeUer gesprochen(Intelligenten ist der Eintritt verboten I). Wer mag ihm nur den guten Plakattext entworfen haben:„Stres«* mann, der Kandidat von Frankreichs Gn»' den"? Das sah nämlich originell aus uD versprach viel überraschenden Blödsli"1- Aber ein Schmarren wars. Bleiernde Lang®* weile senkte sich über alle Hakenkreuz®- als der bleiche, leidlich schneidig aussehend® Adolf seine endlosen Wirtschaftstabcllen las und historische Verleumdungen von l8' bis 1918 ausgrub. Ein gleichgültiges Sann"®* snrium wirtschaftspolitischer, machtpol'"' scher und rassenhetzerischer Phrasen- Ne"0' los. Fadenscheinig. Die hinterhältige Red®" wendung vom zu erwartenden Dank der französischen Freimaurer machte den u''®11 Kohl auch nicht fett Und noch vor schlichen sich viele unverkennbare Anhänf®r ten(Patentaustansdi, Produktlonsansbau, Eln- und Ausfuhr, Außenpolitik usw.) von anderen Voraussetzungen ausgehen muß als die private industric. Aber zu Hirera Erschrecken war der Widerstand dagegen unerwartet heftig. Die «Privatinitiative"' erneuerte vor Schreck, daß der Generalssozialismus siegen könnte, das inzwischen wieder in die Brüche gegangene Harzburger Bündnis— und der„Frontsoldat" Adolf Hitler ging mit den Krlegsgewhmieni gegen den General! Die Kriegsgewinnler haben auch an dem Krieg, der kommt, wieder die größten Verdienste. An der Spitze Herr Thyssenl Wenn die braunen Herren nicht Subjekt, sondern Objekt ihrer Gesetze wären, wenn sie sich Ihnen zu beugen hätten, statt andere sich davor beugen zu lassen, sie hingen zum großen Teil wegen Landesverrat am Galgen. Auch dann schon, wenn es nach den Ehrbegriffen und Rüstungsauffassungen eines modernen Generals ginge! Aber es geht eben nach den reinsten Pro- vitinteressen der Herren Thyssen und Co. Und das ist ihr Glück, ihre Rettung. üos pAkimfest iet Juden Im Lichte der neuen nationalsozialistischen Forschung Es hilft nichts! Wenn man den Geist hegreifen will, der das neu« Deutschland beherrscht, muß man immer wieder zum «Stürmer" greifen. Man lese aufmerksam, was dieses führende Blatt des Dritten Reiches über das jüdische Purirafest zu erzählen weiß. Es ist kein Spaß! Es ist ernst R, d.„N. V." Die Juden feiern das Purimfest in der ganzen Welt Sie feiern es einheitlich und nach bestimmten Richtlinien. Diese sind im Talmud niedergelegt Dort steht geschrieben: «Der Jude Ist verpflichtet am Purirafest sich zu betrinken, daß er die fünf Finger an der Hand nicht mehr zählen und Mann und Weib nicht mehr voneinander unterscheiden kann."(Orach cajjim 695, 2. Talmud, Me- gilla 7 b). Der große Haman. Dem Purimfest liegt ein geschichtliches Er- «ienis zu Grunde, das ebenso voll ist von Bhit und Mord und Fressen und Saufen und Huren, wie dieses sogenannte.fest" selbst Es handelt sich um die Nledcrmetzc- lung der Antisemiten im Perser- zeich zur Zelt des König Xerxes. Der Jude hat diese„Nacht der langen Messer" und ihre Vorgeschichte fein säuberlich niedergeschrieen. Sie ist nachzulesen tm Buch Esther 2. bis Kapitel. König Xerxes war der gewaltige Herrscher Perserreidies, das von Indien bis nach Afrika reichte. Er hatte einen Mimster, der ihn hervorragend beriet und den er zum obersten Kanzler seines Reiches machte. Dieser hieß B a m a n. Mit großartigem und scharfem Bäck hatte Minister Haman bald anter diesen �elen Völkern eines als das gefährlichste und �hädlichste herausgefunden. Es war nicht ein Volk, das wie die anderen hu eigenen Lande khlo. Es war das Volk der Juden. Minister Haman hatte erkannt, daß dieses Volk s�ifie eigenen Talmudgesetze hatte. Daß es die "'ohtjuden betrog und bewuchert« und aus- taubte. Daß es überall emporstieg und mächtig und seine Macht ebenso verderblich aus- nützte, wie es die Juden ta Deutschland nach Kriege taten. Und ebenso, wie in Deutschland Warner entstanden und den Juden den Kampf ansagten, ebenso war es ehedem im Perserreich. Die geile Esther. Ehe Juden aber hatten des großen Judengegners Haman Absicht schon seit langem erkannt. Sie wußten, daß Haman unbestechlich war und daß ihn nichts von seinem großen Ziele abhalten konnte. Da machten sie sich an den alternden König Xerxes heran. Seine Leidenschaften peitschten sie auf. Sie verführtet] ihn zum Trünke und zur Ausschweifung. Die schönsten Jungfrauen holten sie zusammen, darunter eine geile und schamlose Jüdin. Sie hieß Esther und war die Nichte eines jüdischen hohen Beamten. Dieser hatte den Namen Mardochai. Er war der Gegenspieler des großen Judengegners Haman. Das alte Testament berichtet: „Und der König gewann Esther lieb über alle Weiber. Und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin." Damit hatten die Juden erreicht was sie wollten. Der König hatte das eigene Volk und Blut verraten, er hatte sich in die Schlingen der Jüdin Esther begeben. Diese umstrickte den Gottvergessenen mit allen Mitteln der Raffiniertheit Sie lud ihn ein au Gelagen und brachte ihn mit Speisen und Trank und Tanz vollständig von Sinnen. Hamans Tod. In diesem Zustande der Besoffenheit und der sinnlosen Gier hetzte sie Ihn gegen Haman auf: ,Es sprach der König zu Esther, da er Wein getrunken hatte: Was bittest Du, Königin Esther, daß man Dir gebe. Du kannst das halbe Königreich fordern, es soll geschehen. Esther, die Königin antwortete: Hab ich Gnade vor Dir gefunden, o König, so gib mir mein Leben und das meines Volkes. Denn wir sollen umgebracht Werdern.. Da sprach der König: Wer fst der, der solches sinnt? Esther sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser böse Haman."(Altes Testament; Buch Esther.) Die Jüdin Esther forderte von dem König, daß er den Judengegner Haman aufhänge. Der König tats. In derselben Nacht aber brach in ganz Per- sfen der jüdisch-boischewistisc'ne Aufstand aus. Bezahltes Großstadtgesinde) erhob sich unter Führung der Juden. Sie metzelten alle Judengegner nieder. Es war die„Nacht der langen Messer". Das Fest Der nächste Tag war ein Freudenfag. Die Juden fraßen, soffen und hurten und feierten den gelungenen Massenmord. Die Juden feiern das Purimfest in der ganzen Welt Und sie werden auch in diesem, wie in jedem Jahre wirkliche Menschenopfer suchen und finden. Denn das sei hier gesagt: Der Nichtjudc, der da glaubt die Juden würden an diesem Tage nur symbolisch handeln ist lächerlich naiv. Es gibt Juden, die schlachten heute noch ihre Opfer genau so ab, wie dies ihre Vorfahren in der Purimnacht taten. Dr. Martin Luther hatte die Juden völlig durchschaut als er schrieb: „AH ihres Herzens ängstlich Seufzen und Sehnen gehet dahin, daß sie möchten mit uns Heiden umgehen, wie sie zur Zeit Esther in Persia mit den Heiden umgingen."{Erlanger Aasgabe Bd. 32.) Die Juden seufzen nicht nur danach, sie 1 handeln auch. Mancher geheimnisvolle Mord, { der nicht aufgedeckt werden konnte, ist nichts j anderes als ein Opferraord für das Purimfest lm März des Jahres 1929(zur Zeit des Purimfestes) wurde in Gladbeck der Primaner Helmut Daube, ein prächtiger blonder Junge, durch Sdiächtschnltt getötet. Seine Leiche fand man vor dem Hause seiner Eltern, Und im März des Jahres 1932(ebenfalls zur Zeit des Purimfestes) wurde die Dienstmagd K a s p a f in Paderborn durch die Juden Meyer(Vater und Sohn) ebenfalls geschäch- tet und in kleine pfundgroße Fleischstückc zerschnitten. Beide Morde waren Purimfest- 0 pf e r m or d e. Und Tausende und aber Tausende von Morden könnte man diesen anfügen. Und wir wissen, der eine große Purimmord, nach dem das ganze Weltjudentura lechzt, ist der Mord an dem Führer und an seinen Kampfgenossen, Die Juden werden sich täuschen. Die große Wcltenweode ist gekommen. Die Weltenwendc, in der nicht mehr der Jude, sondern der Arier siegen wird. Dieser Sieg aber, das wissen wir und das ahnt Alljuda: dieser Sie® bedeutet des jüdischen Weltfeindes Untergang. Wir haben nichts weiter hinzuzufügen, daß dieser Text mit Streichung einiger Stellen wirklich dem Lieblingsblatt des deutschen Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler entnonimen ist Tatsadien gegen Lügen Seit Jahresfrist speit der deutsche Rundfunk die immergleichen Verleumdungen gegen Demokratie, Marxismus,„marxistischen Landesverrat" und die Errungenschaften von 1918. Da wird die Geschichte in einer Weise umgelogen und entstelit daß sich davon jeder mit Entsetzen abwenden mußte, der die letzten zwei Jahrzehnte mit durchlebt hat.Aber dte braunen Demagogen vertrauen der Vergeßlichkeit der Menschen, der Unwissenheit der jungen Generation und den Schedterhaufen. auf denen die Dokumente der Wahrheit verbrannt wurden. Datum Ist es Aufgabe des antifaschistischen Schrifttums, die politischen Tatsachen der letzten Jahrzehnte immer wieder ans Licht zu ziehen und sie den faschistischen Lügen immer wieder gegenüber zu stellen. Aus diesen Gründen rollt die soeben von Jürgen Rakos im Vertrieb der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei der CSK. (Prag, Slezskä 13) erschienene Broschüre «Vom Enstehen und Vergehen der Deutschen Republik" ein Stück Geschichte von 1918 bis 1933 auf. erörtert die Frage, warum Deutschland den Weltkrieg verlieren mußte, den Kampf der Sozialdemokratie für den Verständigungsirieden, die Notrufe und dringenden Waffenstillstandsforderungen Hindenburgs und Ludendorffs vom 28. September 1918— also sechs Wochen vorm 9. November— die Bedingungen Wilsons, zu denen die Forderung gehörte, daß dem deutschen Volke wirkliche demokratische und parlamentarische Rechte gegeben und für die Daner gesichert werden müßten. Dann folgt die unsagbar schwere, von rechts und Hnks immer wieder befehdete und sabotierte soziale Aufbauarbeit. Als Hitler den Kanzlerposten übernahm, waren alle Scheunen gefüllt, alle Lager voll— als Ende 1918 die Volksbeauftragten ihre Arbeit begannen, war ein Trümmerhaufen zu liquidieren, lohte ihnen der Haß der Welt gegen die„Boches" entgegen. Als der Faschismus die Republik ergaunerte, hatte sie Achtung und Vertrauen der Welt für Deutschland zurückerobert und viel Terrain zurückgewonnen, während dasselbe Land heute, nach einem Jahr Naziregime, wieder allein steht auf weiter Flur und im Osten, im | Westen wie Im Süden auf die wichtigsten deutschen Belange in aller Form und geradezu landesverräternsch verzichtet hat. Gleichzeitig treibt die Hitlersche Rüstungspoli- , tik trotz aller Friedensbeteuenmgpn auf eine ' neue Weltkatastrophe zu. Man glaubt nicht, mit wieviel Dummheit ein Volk regiert werden kann! Der Verfasser belegt seine Ausführungen mit unwiderleglichen Dokumenten, charakterisiert auch das Versagen der Republik im Kampfe gegen die Reaktion und die Mitschuld der Kommunisten. Strittig werden einige seiner Auffassungen nur dort, wo er die Fragen sozialistischer Wirtschaftsumgcstaltung berührt So wenn er meint die Sozialisierung sei schon deshalb gewagt oder unmöglich gewesen, weil jeder Staatsbesitz dem Zugriff der Entente unterlag. Das mag ein Grund gewesen sein, aber viel hemmender war wohl der Umstand, daß die Sozialdemokratie aut revolutionäre Arbeit dieser Art überhaupt nicht vorbereitet war. Aehnllch liegt es mit der Agrarreform. Dodi das sind Nebenfragen der Schrift; in ihren Hauptlinien stellt sie die historische Wahrheit den braunen Schwindeleien gültig gegenüber, und da die Menschen Vcr- geßmaschinen sind, werden solche Erinnerungen für Alte wie Junge wieder nötig. B. Br. Jähnend hinaus."(„Stachelschwein", Juni 1S)28. S. 9/10.) «Steher die hakenverkreuzte Elite, deren �1t>e jetzt seinen Redaktionssessel erwärmt, �ttete er. Seine Parodiesammlung„Von Karl May j5 Max Pallenberg in 60 Minuten" enthält e:ne originelle Fassung der Hakenkreuzhymne: «Blondine saß auf einem Stein Mit sieben Siegeln! Blondine saß auf einem Stein Hnd putzt ihr Hakenkreuzlein rein! Blondinchen saß auf einem Stein Ofropax vobiscum! Blondinchen kreuzte Betn mit Bein Hnd schmetterte die Wacht am Rhein!" (S. 32/33.) loschen dachte bestimmt nicht dran, was aus üitn diese ooch werden kann, als er den Ariern diff, V/, Visitenkarte verfaßte: •-Deutschland konfessionell: Ein sehr in- orentes Gebiet, aber immerhin nach eine �rt Dreiteilung. Erstens Juden, welche durch eiben des angeborenen Geldbeutels das putsche Nationalvermögen vermehren. frabreim nach Wolfram von Eschenbach. . Seitens Nichtiuden. Diese schimpfen auf ne und beweisen damit ihre Existenz. Drit- �ns Zwitter."(„Stachelschwein*1, Oktober 1927. S. 3.) Oej ,�n die Hitleriken Jeden Alters und Püp.,.clUes nicht die Vergißmchmicht- Häns v,13 Um 90 �rad verochcnbIaH Herausgeber: Ernst Sattler; verantwortlicher Redakteur: Wenzel Horn- Druck: ,.G r a p h 1 a": alle in Karlsbad- Zeitungstarif bew. m. P. D. ZI. 159.334/vn-1933- Der„Neue Vorwärts" kostet im Einzel' verkauf innerhalb der CSR. Kö 1 40.(für ein Quartal bei freier Zustellung Kö 18.—). Pr®'5 der Einzelnummer im Ausland Kö 2.—'bi- 24.— für das Quartal) oder deren Gepenwcf in der Landeswährung-(die Bezugspreise das Quartal stehen in Klammern): Argentinien Pes. 0.30(3.60). Belgien Frs. 2—(24.-). � garien Lew 8—(96.—), Danzig Guld. (3.60). Deutschland Mk. 0.25(3.—). Estland t- Kr. 0.22(2.64). Finnland Fmk. 4.-(48.-'- Frankreich Frs- 1.50(18.—). Großbritannie- d. 4—(Sh. 4.-). Holland Cid. 0.15(1.80) Rahe11 Llr. 1.10(13.20), jugoslawien Din. 4.50(M.�* Lettland Lat. 0.30(3.60) Litauen Lit 0.55(6.60'- Luxemburg B. Frs 2.—(24.—), Norwegen K'" 0.35(4.20). Oesterreich Sch. 0.40(4.80). P?: lästina P. Pf 0.018(0.216), Polen ZlotyO-5" (6.—). Portugal Esc. 2.—(24.—). Rumänin Lei 10.-(120.-). Saargebiet F Fr. 1.50(W-T'Jn Schweden Kr 0.35(4.20), Schweiz Frs. f-fV (3.60). Spanien Pes. 0.70(8.40). Ungarn PcnJ 0.35(4.20). USA 0.08(0.96). Einzahlungen können auf folgende Postscheckkonten erfolgen: Tschechoslowake'- Zeitschrift.Neuer Vorwärts". Karlsbad Pr!T 16.149. Oesterreich:..Neuer Vorwärts". Kar bad. Wien B-198.304. Polen:„Neuer Vorwärts' Karlsbad. Warschau 190.163. Schweiz; Vorwärts". Karlsbad Zürich Nr. VIH 14.®°'' Ungarn: Anglo-Cechoslovakische und PCaSf, Creditbank. Filiale Karlsbad. Konto Vorwärts". Budapest Nr. 2029. Jugoslawie»* Anglo-Cechoslovakische und Prager Crem' bank. Filiale Belgrad Konto„Neuer wärts" Beograd Nr. 51-005. Genaue BezeiC1* nung der Konten ist erforderlich.