Nr. 124. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Dummer mir illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 18 ng Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben. werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sorn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Hmt I, Br. 1508. Zelegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Galliffet's Rücktritt. Donnerstag, den 31. Mai 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. " dem Fraktionsvorsitzenden des rechten Flügelchens der ließen sich Vorkehrungen treffen, daß die Wählerlisten einigerRegierungsmehrheit, eingebrachte rettende Resolution abgefaßt. maßen vollständig bleiben. Jedenfalls beweisen die AusNeben der„ Billigung der Regierungshandlungen", das heißt lassungen des Schweinburgblatts, wie wie gefährlich es Die stürmischen Scenen, die sich in der französischen der schonenden Maßregelung des Hauptmanns Fritsch, spricht ist, mit der Reichstag sich wenn der Regierung Kammer am Montag abspielten, haben zum Rücktritt des die Resolution das Vertrauen der Kammer aus zur„ Hingabe in ein Handelsgeschäft einlassen wollte, um Diäten zu ver Kriegsministers Galliffet geführt. Galliffet hat in der Nacht der Armee an das Vaterland und die Republik". Eine wenig langen. Das ist eine Angelegenheit, in der teine Partei, der bom Dienstag zu Mittwoch an den Ministerpräsidenten abgeschwächte Wiederholung der berüchtigten Huldigungs". das Reichstags- Wahlrecht wertvoll ist, der Reaktion die Spize folgendes Telegramm gerichtet:" Ich habe die Ehre, Sie resolutionen der Kammer an die Armee aus den Zeiten der eines Fingers reichen darf, wenn sie nicht bei der ganzen zu bitten, dem Präsidenten der Republik meine Demission Dreyfuskrise... Hand erfaßt werden will. unterbreiten zu wollen. Ich bin sehr leidend und Nur um diesen Preis konnte das Ministerium seine Mehr meine durch meine jüngste Krankheit erschütterte Gesundheit heit von 50 Stimmen zufammenhalten. Der drohende Zollkrieg mit Amerika. gestattet es mir nicht, allen Aufregungen des Augenblicks Von dem im Repräsentantenhause eingebrachten Antrag Uebrigens mag vielleicht auch Méline den Regierungs. Widerstand zu leisten. gez. Galliffet." fieg erleichtert haben, indem er mit unbelehrbarer Hartnäckig. Bailey, der verlangt, daß der Präsident als Antwort auf das in Es ist anzunehmen, daß nicht nur Gesundheitsrücksichten feit am Schluß der Sigung die Debatte auf den Boden der Kraft getretene Fleisch beschau Gesez eine Broklamation.er. zur Demission des französischen Kriegsministers geführt haben, socialistischen Gefahr hinüberzerrte. Wiéline, der Nähr- laffen solle, die für alle in Deutschland erzeugten oder fabrizierten fondern auch gewiffe Gegensätze, die sich in der Montagssigung vater der nationalistischen Demagogie, der sich zum„ Ver- Waren, die zum Verbrauch über Häfen der Vereinigten Staaten ein zwischen Galliffet und dem Ministerpräsidenten Waldeck- Rousseau teidiger der Republik" gegen den Socialismus aubietet, ist neführt werden, eine Zollerhöhung von 10 Broz. festießt, haben wir herausstellten. Die nationalistisch- reaktionäre Presse hat jedoch, der wirksamste Redner für die Regierung in den Augen aller unsern Lesern gestern bereits Kenntnis gegeben. wie es scheint, zu früh triumphiert, wenn sie glaubte, infolge des aufrichtigen Republikaner. Es wäre num ganz föstlich, wenn es nicht zu empörend wäre, Rücktritts des in der Armee angesehenen Galliffet das verhaßte Von den Socialisten haben neun Abgeordnete mit welch dreister Unschuldsmiene die agrarische Deutsche Tagesztg." Ministerium der republikanischen Verteidigung auseinander( Vaillant, Zévarès und Genossen) sich der Abstimmung ent- diese Androhung von Zollrepreſſalien aufnimmt. Das Blatt schreibt: gesprengt zu sehen. Es ist Waldeck- Rousseau gelungen, sofort halten im Votum über die Billigung der RegierungsWas sich Herr Bailey eigentlich gedacht hat, wird aus dieser einen Nachfolger für den Poſten des Kriegsministers zu handlungen", alle andern stimmten für die Regierung. In Mitteilung nicht ganz klar. Wir wissen von keinem deutſchen Geſetze, finden. General André, Kommandeur der zehnten in Paris der Abstimmung über die„ Hingabe der Armee 2c." enthielten das Prohibitivzölle auf amerikanische Fleischprodukte legen will. Wenn garnisonierenden Division, hat das Kriegsportefeuille über sich 26 Socialisten, während die andern mit den 501 Ab- der genannte Herr an unfern Bolltarif und das neue Bolltarifgesetz nommen. General André gilt als treuer Republikaner und ist geordneten aller Parteien dafür stimmten Sein einziger gedacht hat, so hätte er mit seinem wunderbaren Antrag noch warten vor einiger Zeit den Nationalisten unliebsam bekannt geworden, Abgeordneter votierte gegen eine Formel, die der„ Armee" fönnen. Sollte er aber an das Fleisch beschau- Gesez ge als er ihre Schmähblätter aus den Kajernen der ihm unter eine priviligierte Sonderstellung einräumt. dacht haben, so würde er mit der von ihm eingebrachten Bill bestellten Truppenteile entfernte. Man muß jedoch in der gegebenen Situation be- weisen, daß er von der deutschen Gesetzgebung feine Ahnung hat. Dennoch wird der Rücktritt Galliffets die bisher stets scheiben sein: es ist fast eine Heldenthat, daß die Kammer Wir brauchen unsern Lefern nicht auseinanderzusetzen, daß darin erfolglosen Unternehmungen der Nationalisten, das Ministerium wegen des Fritsch, der ja die„ Armee- Ehre" verkörpert, von Zöllen absolut nicht die Nede ist. Das ganze Vorgehen beweist zu werfen, neu ermutigen. Die Situation bleibt überaus ge- wie jeder andre gegen die Civilgewalt rebellierende aber, wie man in den Vereinigten Staaten entschlossen ist, den spannt und jeder Tag kann neue Wirren über Frankreich Militär, nicht das Ministerium gestürzt hat. Und zwar eine 3o11frieg vom Zaun zu brechen. Die gesamte deutsche hereinbrechen sehen. desto größere Heldenthat, als General Galliffet durch Preffe müßte in der Verurteilung dieses Vorgehens einig sein." Unser französischer Korrespondent schildert die Bedeutung feine plögliche Entfernung aus dem Sigungsfaal das Gerücht Diese Dreistigkeit erreicht ihren Gipfelpunkt in der Aufforderung Der Vorgänge, die zum Abgang Galliffets führten, in einen veranlaßte, er wolle aus Protest gegen den vom Minister an die Regierung, ja keine Nachgiebigkeit gegenüber unsren Bettern Brief vom 29. d. M. folgendermaßen: Hat auch die Schlacht mit einem Sieg des Ministeriums präsidenten gebrauchten Ausdruck Felonie" feine Demission jenseits des Oceans" zu beweisen, sondern ihnen ,, ohne jede Rück. geendet, so war ihr Verlauf desto beschämender für die französische Volksvertretung. Ich denke dabei nicht so sehr an die wüsten Auftritte, an die berechnet. tolle Raserei der reaktionären Parteien das ist in der Berlin, den 30. Mai. Rammer namentlich seit dem Beginn der Dreyfuskrise zu einer Die Verkürzung der Wahlagitation. gewöhnlichen Erscheinung geworden, sondern an den Umstand, daß die Opposition es überhaupt wagen durfte, Das Gerücht, daß dem Reichstag gnädiglich Diäten gedie ebenso rebellische wie schmutzige That des Hauptmanns währt werden sollen gegen eine reaktionäre Verstümmelung Fritsch zu einer Ministersturz- Aktion auszubeuten, daß die der Wahlvorbereitung. findet einige Bestätigung durch Seitdem im März d. J. in Konitz der Gymnasiast Winter ers Schuldigen sich als Ankläger geberden durften, während die Aeußerungen des Schweinburg- Organs. Es lohne sich, meinen Opfer der generalstäblerischen Ränte fleinlaut die Rolle von die Berliner Politischen Nachr.", angesichts der großen Be- mordet und gerstückelt worden ist, ohne daß es gelang, den Schuldigen Angeklagten sich gefallen lassen mußten. deutung, welche eine Verminderung der Dauer zu entdecken, benugt eine gewisse Presse den Fall, um ihre partei Der schüchterne Versuch Waldeck- Rousseaus, die Handlung und Schärfe der Wahlagitation für unser politischen oder finanziell- spekulativen Geschäfte zu treiben. Es fänt des Fritsch mit dem wahren Namen" Felonie" zu be ganzes Volksleben haben würde, schon der uns nicht ein, Vermutungen über die Motive und die Urheber der zeichnen, wurde durch die Mundtotmachung des Miniſterie National- Zeitung", die ihre allem Libera- die in bewußter Bosheit oder in engftirniger Beschränktheit die Mär in eine ernste Prüfung der Frage einzutreten." That zu äußern. Noch weniger diskutieren wir mit den traurigen Gesellen, präsidenten geahndet. So daß selbst seine Verteidigungsrede ihm im Halse stecken blieb und er nach der einstündigen lismus verhöhnende Begeisterung für eine Beschränkung der vom Ritualmord mit wonnesam verzüdten Geberden verkünden. Eine Unterbrechung der Sigung sich entschuldigen mußte unter Wahlagitation von neuem ausströmen läßt, sieht sich also in andre Erscheinung aber verdient mit ein paar Worten erörtert zu der werden. Es ist die Art, wie namentlich antisemitische Blätter und die den üblichen Lobeswendungen für die„ loyale" Armee!... ehrenvoller Gedankengemeinschaft mit dem Blatte Für dieselbe Armee", in deren Reihen die Fritsche als Centralverbändler und notorischen Feinde des Reichstags parteilose Sensationspreffe ein eignes Untersuchungsgericht einHelden gefeiert werden und über deren Geist selbst General Wahlrechts. Die Bedeutung des tückischen Plans wird gerichtet und mit der größten Skrupellosigkeit Tag für Tag Personen Galliffet in der letzten Senatssigung unzufriedene Worte vielleicht auch der National- Zeitung" offenbar werden, wenn des Mordes beschuldigen. äußerte!... Hingegen durften die nationalistischen Redner sie die weitere Begründung der Berliner Politischen Nachungehindert die patriotische That" des Fritsch verherrlichen. richten" beachtet. Diese führen aus: Es bleibt also dabei: die Offiziers- Uniform heiligt alles, und jeder Fritsch darf darauf rechnen, durch eine„ Felonie" gegen die Civilgewalt sich die patriotische Lorbeerkrone zu erwerben und das von ihm verratene Ministerium in Gefahr zu bringen. " $ einreichen. " Politische Uebersicht. " ficht die Zähne" zu zeigen. Was kümmern auch unsre harmlosen Junker die Folgen eines Bollfriegs mit Amerika. Die Industrie und das Proletariat mögen ja die Sache ausbaden. Mag der Arbeiter, dessen Fleischfonsum man ohnehin geschmälert hat, sich an die billigere und gefündere vegetarische Kost gewöhnen! Der arbeitslose industrielle Arbeiter kann sich ja als freudig bewillkommneter Landproletarier an Startoffeln mäſten! Konik. 22 Dies Verfahren ist nicht einmal originelles Erzeugnis. Es ist vielmehr eine elende Nachstümperung der Praktiken der niedrigsten Die Regierung ist auch jetzt in der Lage, den Wahltermin Standalpresse Wiens, die z. B. im Fall des Polnaer Mordes ihre so früh festzusetzen, als die Vornahme der Wahlen technisch möglich ist. Junerhalb 14 Tagen läßt sich bei kurzer Bemessung der eignen privaten Untersuchungsrichter und Staatsanwälte aushielt Frist füglich die Auslegung und Feststellung der Wähler- und dieses mit Lügen, Berleumdungen und Verrücktheiten aller Art listen sowie die Vornahme der Wahlen ermöglichen. Aber diese operierende Nebengericht im Stil der Hegenprozesse Ermittelungen, Frist reicht nicht entfernt aus, um daneben auch noch die Verhöre, Gutachten, Urteile fabrizieren ließ. - unter Wählerlisten neu aufzustellen. Nach den bestehenden Bestim Genau die gleiche gewissenlose Methode äfft man jetzt muungen dürfen neu aufgestellte Wählerlisten aber nur während Vorantritt der dringend einer Mehrung ihres Abonnentenstandes bc= des ersten Jahres nach Aufstellung der Wahl zu Grunde dürftigen Staatsbürger- Zeitung"- bei uns nach. Es ist erstaunlich, gelegt werden. In den weiteren vier Jahren der Wahl mit welcher Ungeniertheit man irgend welche Personen, ohne die periode muß also sowohl bei allgemeinen Neuwahlen wie bei den häufig vorkommenden Ersaywahlen nach den bestehenden Vor- Spur eines Beweises, des schwersten Verbrechens, das es giebt, verschriften eine Neuaufstellung der Wählerlisten erfolgen. dächtigt. Die Halluzinationen von Schwachsinnigen und das Gefafel von Hier ist der Punkt, an dem eingesetzt werden muß, wenn, Schwindlern wird mit größtem Ernst und breitester Ausführlichkeit was zur Vermeidung einer allzu langen und heftigen von den Zeitungsreportern auf Grund„ eidesstattlicher Versicherung" Agitation im höchsten Grade erwünscht wäre, die Zeit zwischen aufgenommen und als lauterste Wahrheit den arnten Lesern vorder Ausschreibung und der Vornahme der Reichstagswahlen auf gefeßt, die sich bei der Lektüre diefer läppisch- wirren Ammenmärchen vierzehn Tage verkürzt werden soll. Um eine entsprechende und tollen Greutelgeschichten wie in einem Irrenhause vorkommen Aenderung des Reichswahlgesezes würde es sich daher gegebenen müssen. Kein Kolportage- Roman nach dem Muster des ScharfFalls handeln, nicht um eine Veränderung der Reichsverfassung: richters von Berlin stopft so wildes Beug zusammen wie diese Ohne Zweifel stehen einer entsprechenden Aenderung dieses Im Regierungslager lautet die Parole des Tages:" Fort mit der Dreyfus Affaire!" Die Nationalisten, die dieselbe Parole im Interesse des Vaterlands laut verkünden, suchen in Wirklichkeit, die Notwendigkeit dieser Parole ins Unendliche zu verlängern, um gegen die dreyfusistische" Regierung immer von neuem auf dem Boden der Dreyfusaffaire Sturm laufen zu können. In dem Augenblick, wo die letzten Flämmchen der Affaire erlöschen würden, hörte ja die verhaßte Regierung auf,„ dreyfufiftisch" zu sein. Daher werden von den Vaterlandsrettern jene Flämmchen fünftlich immer wieder mit neuen Machenschaften und Ränken genährt. Daß aber die Nationalisten dieses plumpe heuchlerische Spiel treiben dürfen, während das " Dreyfus- Kabinett" nichts so aufrichtig wünscht und wünschen Gesetzes erhebliche praktische Schwierigkeiten entgegen. Sie sind täglichen Konizer Specialberichte, die ja zudem nicht mit Romanmuß als die Dreyfusaffäre endgiltig los zu werden, aber, wie das Beispiel andrer Länder zeigt, nicht absolut unüber gestalten, sondern mit lebenden Personen wirtschaften. windlich." Heute wird irgend ein Meyer, morgen ein Lewy, als ob das ist ein deutlicher Beweis dafür, daß auch das gegenwärtige Ministerium nichts oder fehr wenig an Die Reaktion will zwei Fliegen mit einer Klappe garnichts wäre, der fürchterlichen That nicht nur beschuldigt, sondern dem Kräfteverhältnis der in in der Dreyfus- Strife aufschlagen. Nicht nur eine gründliche Vorbereitung der Wahlen es wird anch haarklein bewiesen, daß fie die Schuldigen sind. Das einandergeplatten Faktoren geändert hat, daß die foll vereitelt werden, sondern noch eine weitere funda reizt dann wieder besondere Judenblätter", ihrerseits christliche jezige Parteigruppierung im Parlament bloß ein politischer mentale Vorbedingung des allgemeinen Wahlrechts will Namen auf die Tafel der Mörder zu setzen. So geht das elle Spiel Notbehelf gegen die organischen Uebel ist, an denen die man zerstören. Jezt hat jeder Wähler nach Ausschreibung endlos weiter. der Wahl die Möglichkeit, sich in die Wählerliste einRepublik frankt. Das Infamfte und zugleld Dimmste leistet auf diefem Gebiet Leon Bourgeois, der in elfter Stunde der be- tragen zu lassen, auch wenn er im Verlauf der Legislatur die edle Staatsbürger- Zeitung." Es hätte fulturhistorischen Wert, was dieses Ahlwardteinmal zusammenstellte, drängten und mundtot gemachten Regierung zu Hilfe eilte, periode seinen Aufenthalt gewechselt hat. Der Vorschlag der wenn wußte und konnte nichts wirkjameres vorbringen, als die Be B. P. N." raubt diese Möglichkeit. Gerade die fluttuierende Organ in den letzten Monaten erst als lauterste Wahrheit schuldigung gegen die Nationalisten, die Dreyfus- Affaire Arbeiterschaft würde davon schiver getroffen. Das Wahlrecht lang und breit bewiesen hat, un es dann ein paar Tage später in wieder entfachen zu wollen, und ferner die Beteuerung, daß selbst würde durch diesen hinterlistigen Trick vielen Tausenden wenigen versteckten Zeilen verlegen zu widerrufen. Wir erinnern nur an das A gezeichnete Taschentuch der Frau des Kreis Schuldie republikanischen Parteien das meiste für die Armee getan von Wählern entzogen werden. man haben. Dementsprechend war auch die von ihm nebst Allerdings muß eine Verkürzung der Wahlagitations inspektors, von dem die„ Staatsbürger- Zeitung" auf Grund durchaus Belletan, dem Führer der Linksradikalen und jambert, periode nicht notwendig die angedeuteten Folgen haben. Es zuverlässiger findlicher Zeugenschaft bewiesen hatte, daß es der - von all dem Tochter Alma des verhafteten Jaraelski gehörte Wahnwiß zu schweigen, den das Blatt täglich in den von ihren Agenten unternommenen Privatverhören zusammenkehrt. " Das Beispiel der Staatsbürger Zeitung" hat auch bereits in unfern Zeitungsfitten Nachfolge gefunden. Es gehört bereits zu den Obliegenheiten einer Zeitung, die etwas auf sich hält, eines Tages die Welt mit der frohen Kunde zu überraschen, irgend eine ahnungslose, mit Namen genannte Person habe diesen oder jenen Mord voll: bracht. So enthüllte neulich ein Berliner Sensationsblatt aus der Scherl- Fabrik nach den Angaben einer offenbar gestörten Frau, daß ein Spandauer Arbeiter der Urheber sämtlicher ungefühnten Morde sei, die in den letzten Jahren in Berlin und Umgebung sich ereignet haben. Deutsches Reich. Attentatsgerüchte. Das gewissenhafte Wolffiche Telegraphenbureau verbreitet folgende Meldungen, die wir in der Reihenfolge veröffentlichen, wie sie uns zeitlich von dem genannten Bureau zugegangen sind: I. Gegenüber dem erivähnten Vorzug des kommunalen Arbeitsnachweises erhebe sich doch die Frage: Wird dieser Organismus nicht unter dem Vorwand der Unparteilichkeit das Recht der Verständigung aufheben, welches unumgänglich notwendig ist, um zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Band der Solidarität zu knüpfen, ohne welches fein Unternehmen gelingen fann und fein socialer Friede möglich ist? Eine zweite Einwendung ist folgende: Went dem Arbeiter zu viel Leichtigkeit im Stellenwechsel geboten Das Gerücht, daß Unter den Linden auf den Kaiser ge= wird( unentgeltliche Arbeitsvermittelung, niedrige Reisekosten), schossen sei, ist vollständig erfunden. Ein Geistestranfer, dann wird ohne Zweifel durch die Lockung des hohen Namens Courbert, angeblich Friedrichstr. 129 wohnhaft, drehte sich, Berdienftes die Entvölkerung der Landgemeinden der Landgemeinden gefördert als Se. Majestät die Straße Unter den Linden heute vormittag und die Industriestädte mit unbrauchbaren Leuten be passierte, vor dem Hause Nr. 10 um, hob die Rodschöße Täftigt. Schlumberger stellt dann die Behauptung auf, gerade die und schlug sich mit der Hand an das Gefäß. Die ungelernten Arbeiter, deren Verwendung infolge der VervollSistierung erfolgte unter großem Auflauf. II. tommmmung der Maschinen im Abnehmen begriffen sei, bilden die Das Gerücht, daß Unter den Linden auf Seine Majestät den hauptsächlichste Kundschaft der Arbeitsnachweise und WohlthätigkeitsKaiser geschossen sei, ist vollständig erfunden. Ein Geisteskranker, inſtitute und werden von den socialistischen Agitatoren Namens Courbert, angeblich Friedrichstr. 129 wohnhaft, machte 3m Bürgerkrieg angetrieben(!). Ein besonders hohes Maß von socialpolitischer Einsicht wird sich, als der Kaiser die Straße Unter den Linden heute vormittag man dem Mülhauser Großfabrikanten nach derartigen Leiſtungen passierte, vor dem Hause Nr. 10 durch unanständiges wohl nicht zusprechen können. Seine Anschauungen sind so sehr von Betragen bemerkbar und wurde deshalb festgenommen. patriarchalisch- reaktionärem Geist beeinflußt, daß der verbohrteste Die Siftierung erfolgte unter großem Auflauf. f. strautjunker Oſtelbiens sich ihrer nicht zu schämen brauchte. e unter II. Bei der Vernehmung des verhafteten Courbert ergab sich, daß derselbe gar nicht wußte, daß im gleichen Moment, wo er durch sein Betragen die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich richtete, der Kaiser vorbeigefahren war. Der ganze Borfall spielte sich rein zufällig zur gleichen Zeit ab. Die Post" hat den Vorfall bisher nicht benügt, um ein Ausnahmegeses zu fordern. Es wird schon noch kommen. Wir sind nun die allerlegten, die irgend einer Beschränkung der Preßfreiheit das Wort reden wollen. Aber höchst auffällig ist es doch, mit welchem Gleichmut man es erträgt, daß ein unbescholtener Bürger als Mörder denunziert wird, während sonst die Staatsanwaltschaft bei uns doch sofort einzuschreiten pflegt, wenn einer Standesperson in derberer Form eine unliebsame Wahrheit gesagt worden. Der falsche Vorwurf, einen Mord verübt zu haben, scheint demnach Yeichter zu wiegen als eine den Thatsachen entsprechende Kritik eines Schußmanns, dem etwa Mißhandlungen vorgeworfen werden. Diese Zimperlichkeit, die man sonst gegenüber der Presse hegt, ist in der Konizer Angelegenheit völlig verschwunden. Jeder darf täglich eine beliebige Anzahl von Mördern namhaft machen. Es muß sich angesichts einer so löblichen Toleranz der Behörden im Volk der Glauben festsetzen, daß es zwar ein allgemeines Menschenrecht sei, schuldlose Personen eines Mordes zu zeihen, daß es hingegen im Interesse des Staats nicht zu dulden sei, wenn man einen prügelnden Gendarmen seines Eine diplomatische Sendung. In der Deutschen Amts unwürdig nennt. Und auch sonst zeigt man im Konizer Fall Tageszeitung" lesen wir: eine Milde, die in den Annalen des preußischen Staats unerhört ist. Kürzlich wußte die Presse davon zu berichten, daß der Landrat Wenn in Berlin ein Arbeiter an einer Straßenecke friedlich v. Ezdorf in einer vertraulichen Sendung von un auf Streifposten steht, so ist das eine Ausschreitung, gegen die geheuerer Wichtigkeit nach England geschickt worden Wenn aber int man vorgehen muß. der Konizer Gegend sei. Jezt wird mitgeteilt, daß der Herr Landrat beauftragt worden fortgesetzt Excesse gegen werden, jei, in England Eber für die königliche Herrschaft ruhige Bürger Cadinen zu kaufen. die unter einem blöden Aberglauben leiden, so sucht man durch möglichste Unthätigkeit die Gemüter zu beschwichtigen, und kein Rheinbaben und kein Thielen äußert sich gegen die Ercedenten mit jener Schneidigkeit, die sie den ruhig und gefeßlich für ihre Ziele kämpfenden Angestellten der Berliner Straßenbahn gegenüber für nötig befanden. " Vom Kronprinzen. Der Kronprinz ist am Mittwoch als aktiver Offizier in die Armee eingetreten. Sein Vater hat bei dieser Gelegenheit eine Rede gehalten, in der er u. a. sagte: Einer weitverbreiteten Unfitte des Unternehmertums bei der Bewerbung um städtische Arbeiten sind die socialistischen Vertreter im Gemeinderat der Stadt Wilhausen i. E., unsre Parteigenossen Bueb und Hickel, zu Leibe gegangen. Sie hatten dort den folgenden, dieser Tage zur Verhandlung gekommenen Antrag eingebracht: ,, Der Gemeinderat wolle beschließen: Es ist in den Lastenheften über die Ausführung städtischer Arbeiten eine Klausel aufzu nehmen, wonach die Unternehmer verpflichtet sind, den Lohn ihrer Arbeiter in derjenigen Höhe zu zahlen, die sie in ihren eingereichten Offerten selber angegeben haben." Genosse Bueb führte bei Begründung des Antrags aus, es habe sich kürzlich gelegentlich der Vergebung der Arbeiten für die städtische Kanalisation herausgestellt, daß die Unternehmer in ihren Offerten bedeutend höhere Löhne für ihre Arbeiter angeben, als diese in Wirklichkeit erhalten, und daß in den Kostenüberschlägen unter den aufgeführten Arbeitslöhnen auch diejenigen Summen inbegriffen lägen, welche die Unternehmer, sei es als Gewinnrate, fei es als Geschäftsauslagen und dergleichen, für sich beanspruchten. Der Antrag prinz den Bildungs- und Entwicklungsgang, wie er für die hervor, in deren Verlauf Bueb namentlich dem größten Ban Nachdem seine faiserliche und königliche Hoheit der Kron- und feine Begründung durch Bueb riefen eine äußerst rege Diskussion preußische Armee und ihre Offiziere vorgeschrieben ist, durch unternehmer Mülhausens, dem klerikalen Stadtrat Böhm, Wir halten, wie gesagt, die Duldsamkeit und Milde, von der gemacht und vollendet hat durch das Bestehen eines durch Aufdedung seiner diesbezüglichen unlauteren Praktiken schwer die Konizer jetzt profitieren, für das richtige Verfahren der ramens, welches die Vorgesezten mit der töniglichen zusezte. Der also Angegriffene suchte sich mit dem Hinweis darauf Behörden, ebenso wie wir die der Presse gewährte Freiheit bedingungs- Belo bigung zu belohnen gebeten haben, stellte ich ihn nun zu verteidigen, daß es bei den Unternehmern von jeher jus Tos billigen, aber man möge doch wenigstens die Lehre daraus ziehen, mehr als aktiven dienstthuenden Offizier in die Reihen meines Regi- gewesen sei, den eigenen Verdienst, die Geschäftsauslagen, die Gedaß man ernste und gesetzliche Bethätigungen der bürger- ments ein. bühren für die verschiedenen Versicherungen, die Kosten der Abnutzung lichen Freiheit nicht zu draugsalieren braucht, wenn man jogar der bereitet werden kann, soweit ist alles geleistet worden. Soweit überhaupt ein junger Offizier für seinen Beruf vor- bezw. Erneuerung des Werkzeuges 1. dgl. bei den Berechnungen der Es wird Submissionsofferten auf die Arbeitslöhne zu schlagen, Lüge, Verleumdung und Gewaltthätigkeit freien Lauf läßt. mun an ihm sein, in der geschichtlichen, alttlassischen und daß den Arbeitern die in solcher Weise berechneten Tagelöhne Atmosphäre, die in den Reihen dieses Regiments weht und die niemals voll ausbezahlt worden seien. Bueb bezeichnete eine derseine Fahnen umspielt, den Dienst in allen seinen Phasen kennen artige Handlungsweise als durchaus inkorrekt und unehrlich und setzte es auch durch, daß der Gemeinderat beschloß, an das Bürgermeisteramt das Ersuchen zu richten, es möge feststellen, in welchem Verhältnis bei außerkontraktlichen Leistungen die bezahlten Löhne zu den eingereichten Offerten ständen. Klerikalen. er die Die Parteien in der belgischen Kammer. Nach den nunmehr vorliegenden, wohl ziemlich end- zu lernen... giltigen Ergebnissen wird die Kammer wie folgt zufammen3ähigkeit in der Unwarhaftigkeit muß der Märkischen gefekt sein: Kleritale 85, Liberale 34, Socia- Volkszeitung" des Herrn Dasbach bezeugt werden. Das Blatt will listen 32, Christliche Demokraten 1. Die beharrlich den schmählichen Flottenverrat feiner Partei durch die Majorität der Klerifalen wird demnach nur noch 18 Stimmen alte dunime Finte verdeden, daß die Socialdemokratie bei der Kosten Aus der badischen Kammer. Karlsruhe, 29. Mai. betragen. Sind nicht alle Mitglieder der flerifalen Partei deckung für die Flotte sich als Hüterin der Börseninteressen gezeigt( Eig. Ber.) Eine gründliche Abfuhr wurde den durchlauchtigsten, zur Stelle und stimmen nicht alle geschlossen, so wird ihre habe. Es jagt: hochgeehrtesten Herrn der Ersten badischen Kammer" durch den Majorität eine sehr zweifelhafte sein. Wie wir aber schon cr Wir verhalten uns, so sagt er( der Vorwärts") ablehnend Führer der Nationalliberalen in der gestrigen Sitzung der Zweiten örtert, beginnt die klerifale Partei immer mehr ihre feste gegen Stenern, die zu einem uns umannehmbaren Zwed aufge- Kammer zu teil. Die badische Regierung hatte in das diesjährige wendet werden sollen. Wie läßt sich das mit der von den social Budget die Summe von 30 000 M. für Beschickung der Pariser WeltGeschlossenheit zu verlieren. Trotzdem wird die demokratischen Mitgliedern der Budgetfommission ab- ausstellung durch Arbeiter eingestellt. Durch einstimmigen Regierung fich zunächst ja noch am Ruder er- gegebenen Erklärung zusammenreimen, daß, wenn sie auch Beschluß der Zweiten Kammer wurde diese Position um 20 000 m. halten. Ob sie sich aber auf die auf die Dauer wird be- Gegner der Flottenvorlage feien, fie, falls lettere von einer Mehr erhöht and der Regierung das Recht der Ueber haupten können, das wird Summe heit bewilligt werden sollte, doch ein Interesse daran hätten, mit schreitung großen Teil von dieser zum großen zugestanden. Der Finanz dent Verhalten der Rechtsliberalen( Dottrinären) abdafür zu sorgen, daß die Kosten den stärkeren Schultern minister Buchenberger hat zwar dagegen Opposition geaufgeladen würden?" macht; allein hängen. Diese werden zwar voraussichtlich für die Schul diesen die Ziveite Stammer faßte trozdem Das reimt sich sehr gut zusammen. Die focialdemo- Beschluß. Die durchlauchtigsten Herren des andern hohen Hauses" reform, die Gewissensfreiheit und dergleichen Forderungen fratischen Mitglieder der Budgetfommiffion konnten principiell gegen dagegen nahmen an diesem Beschluß der Zweiten Kammer Anstoß der Demokratie eintreten, dagegen sind sie auf dem Ge- jede für den Marinismus bestimmte Steuer stimmen, als und versuchten, dieser Belehrungen über das Budgetrecht zu erteilen. biete der Socialpolitik ebenso unsichere Kantonisten, wie die es fich nicht mehr darum handelte, einer besseren In der der gestrigen Situng der Zweiten Kammer, fam, Steuer das Stimmenübergewicht gegenüber einer schlechteren zu gelegentlich der Verabschiedung des Finanzgefeßes, der Abg. Wie dem aber auch sei, die Linke wird, mit oder ohne die sichern. Daß die Kostendeckung bei der jetzigen Flottenvorlage nicht Fiefer auf die anmaßende Kritik der„ erlanchten Herren" wies Mit scharfen Worten Unterstützung der Doktrinären, auch in der neuen Kammer den auf die schwächern Schultern gebürdet wurde, hatte die Socialdemo- zurüd. Belehrungen Kampf gegen die Regierung fortjeßen. Sie hat eine hohe Mission tratie fchon vorher durchgesetzt. Wenn die Märk. über das Budgetrecht der Zweiten Kammer, wie sie seitens der Ersten zu erfüllen: Belgien aus den Händen der Pfaffen zu befreien, Bolfsztg." dies Verdienst der Socialdemokratie zu bestreiten versucht, Stammer erfolgt wareit, zuriid. Die gweite Stammer habe durchaus der systematischen Volksverdummung wie sie von den Klerikalen früheren so heuchelt sie schlechtes Gedächtnis. Das Centrum hat in forrett gehandelt; überdies befäße die Erste Kammer kein BudgetJahren bei Militär- und Marinevorlagen feit 1884 mit Erfolg betrieben worden, ein Ende zu machen. mals für den Schutz der unbemittelten Steuerzahler gewirkt. Esto feggen". nie bewilligungsrecht und habe deshalb in diesem Falle überhaupt nichts In diesem Kampf um die Schule werden die Socialisten ebenso bedurfte erst des langjährigen Drängens der Socialdemokratie, um Finanzminister Buchenberger, der zu der Kritik der Ersten Kammer die Führung nehmen, wie sie es sind, welche die notwendigen das Centrum abzuschreden, daß sie zur Wandlung in die militaristische den eigentlichen Anlaß gegeben hatte, versuchte sich durch eine diploReformen auf socialem und wirtschaftlichem Ge- Regierungspartei nicht auch die weitere Belastung der Steuerzahler matische Rede aus der für ihn unangenehmen Situation herausbiete mit aller Kraft herbeizuführen bestrebt sein werden. zufügte. Noch in den Beratungen der jetzigen Flottenvorlage würde zuvinden. Die Korrektheit des Vorgehens der Zweiten Kammer Eine fernere Aufgabe, und gewiß nicht die am wenigsten die Centrumspolitik dazu geführt haben, daß die Mehreinnahmen hat auch er anerkennen müssen. Die durchlauchtigsten Herren" wichtige, welche die Socialisten in der neuen Kammer zu er- Verwendung gefunden hätten. Auch hiergegen wurde erst durch die vertretern der Zweiten Kammer Belehrungen über das Budgetrecht aus der geplanten Erhöhung der Getreidezölle zu Marinezweden dürften jetzt auf einige Zeit die Inst verloren haben, den Volts füllen haben, das ist die Herbeiführung eines andren Wahl- lebhafte Demunziation dieser drohenden Gefahr seitens der Social zu erteilen. gefeges. Das allgemeine, gleiche Wahlrecht, Pro- demokratic vorforgliche Abhilfe gefchaffen. Das Centrum hat im Landtag einen Gefeßentwurf auf portionalwahl, ohne das Mehrstimmen. Diese Thatsachen werden natürlich nicht hindern, daß das Das- A bänderung der Wahlkreiseinteilung eingebracht. recht, muß die Losung sein. Um die Majorität bachblatt fein unreinliches Geschwäß fortsetzt. Es wäre ein unbe- Auf je 25 000 Seelen soll ein Abgeordneter entfallen. Die Städte der gegenwärtigen Regierung endgültig zu brechen, ist rechtigtes Verlangen, daß das Blatt des au Gerichtsstätte fattsam ge- Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heidelberg und diese weitere Demokratisierung des Wahlrechts notwendig, fennzeichneten Geschäftskaplans in politischen Dingen reinlich Pforzheim bilden für sich je einen abgeschlossenen Wahlbezirk mit und die Liberalen, die sich immer noch mit der Hoffnung handeln soll. mehreren Abgeordneten. tragen, die Klerikalen wieder einmal in der Regierung abDie bisher bestandenen Städteprivilegien find als fortdauernd Aus Hessen. Landtag.( Eig. Ber.) Die heutige Sigung der löfen zu können, müssen sich wohl oder übel mit dem Ge- Zweiten Kammer brachte eine lange erbitterte Debatte über die angenommen; nur find den Städten Mannheim, Karlsruhe und danken vertraut machen, daß sie das nur vermögen mit Hilfe angefochtene wahlin Gießen Land. Der nationalliberal- Freiburg 5, 4 und 3 Mandate zugedacht, statt der bisherigen 3 der Socialdemokraten. Nicht gegen, sondern mit ihnen freifinnig- antisemitische Kandidat Leun hat seinen Sieg einer groben refp. 2. Der Gesezentivurf wird zweifellos, falls er überhaupt noch auf fönnten fie regieren. Um eine genügend große feste Gesegesverlegung, der Verkürzung der Wahlzeit in dem Arbeiterort diesem Landtag zur Beratung kommt, eine Mehrheit auf sich verHeuchelheim durch Vorrücken der ihr um 10 Minuten, zu verdanken liberal- demokratisch socialistische Mehrheit gehabt. Statt die Wahl mun, wie der Ausschuß anfangs beschlossen zu erhalten, muß aber das plutokratische Mehrstimmen hatte, furzer Hand zu kassieren, hat die Kammermehrheit sich durch recht beseitigt werden. Ob die Liberalen diese Situation allerlei von Herrn Leun und seinen Freunden veranstalteten Er richtig erfassen und ihre Politik dementsprechend einrichten hebungen" die Ueberzeugung beibringen lassen, daß am Wahlresultat werden, bleibt abzuwarten. wahrscheinlich" durch den erwähnten„ Formfehler" nichts geändert worden sei. Was die Stärte der Parteien nach der Die Abgeordneten Cramer, David und Ulrich verwiefen vergeblich auf die schlimme Natur und die principielle BeStimmenzahl anlangt, so marschieren die Kleritalen deutung einer folchen Wahlrechtskürzung hin. Bergeblich führten mit 992 000 an der Spize, dann folgen die Liberalen sie den Nachweis, wie haltlos und windig das von der Gegenpartei und Radikalen mit 476 644, Socialdemokraten: herbeigeschleppte Beweismaterial fei. Nur zwei Abgeordnete, Noad 464 813, Christlich Demokraten: 48045, Un abhängige: 9818, Ieritale Dissidenten: 10 376, Socialistische Dissidenten: 3572. die Notwendigkeit der Kenderung der jezigen Wahlkreis einigen. Die Regierung hat auch schon auf früheren Landtagen Einteilung zugegeben. Trozdem wird fie, falls der Geſetz entwurf zur Annahme gelangt, demselben nicht zuftinument. entwurf zur Annahme gelangt, demselben nicht zustimmen. Sie ſtützt sich darauf, daß eine Aenderung der WahlkreisEinteilung bei gleichzeitiger Revision der Verfassung in Bezug auf die Wahlrechtsfrage vorgenommen werde. Da aber zwischen der Mehrheit der Volksvertretung einerseits und den Nationalliberalen, der Ersten Kammer und der Regierung andrerseits Landtag vollständig ausgeschlossen ist, so bleibt alles beim alten. eine Einigung in Bezug auf die Wahlrechtsfrage auf diesem Landtag vollständig ausgeschlossen ist, so bleibt alles beim alten. ( natt.) und Guntrum( freif.), gaben der Gerechtigkeit die Ehre und Amtliches Resultat der Wahl in Nürnberg. Nürn stimmten mit uns für die ungültigkeit. Die übrigen stimmten, wie berg, 30. Mai. Bei der Reichstags- Ersatzwahl im 1. Wahlkreise der Abg. Oriola berichtete, aus rein objektiven Gründen" für die( Mittelfranken) wurde Dr. Albert Südekum( Soc.) mit Wenn man in Betracht zieht, daß in Flandern die Gültigkeit. Damit ist ein Bräcedenzfall für„ luge" Wahlvorsteher 22 045 Stimmen von 37 864 abgegebenen Stimmen gewählt. FabrikSocialdemokraten in vielen Orten die Aufstellung eigener ber Stammer aber ist durch diese Verhandlung im Lande sicherlich geschaffen, der noch recht böse Früchte tragen kann. Das Ansehen befizer Seiler( fortschrittlich- liberal) erhielt 14 432 Stimmen. 1898 erhielt Oertel 22 598 Stimmen. Die socialdemokratischen Kandidaten unterlassen haben, um dem Kandidaten der nicht gestiegen. Wenn sie selber dazu mithilft, das Vertrauen des Stimmen sind also trotz der persiden verleumderischen Ausschlachtung Oppofition zum Sieg zu verhelfen, so dürfte feststehen, daß Bolts in die streng unparteiische Handhabung der Wahlvorschriften des traurigen Falles Oertel während der Wahlcampagne nur um diese ungefähr dieselbe Stärke haben, wie die Liberalen. Die zu erschüttern, so öffnet sie der Wahlforruption Thor und Thür.- 553 Stimmen zurüdgegangen. Rechtsliberalen und die Klerikalen sind es aber, die fast allein Ein Großunternehmer über den kommunalen Arbeitsvon dem Mehrstimmenrecht profitieren, denn die Proletarier nachweis. Man schreibt uns aus Mülhausen: Von der Juhaben in ihrer überwältigenden Mehrheit doch nur je dustriellen Gesellschaft" in Mülhausen i. E. war ein Preis auseine Stimme abzugeben. Vergleicht man die Stimmen geschrieben worden für die beste Arbeit über den Stellennachweis, zahl mit der von 1894, 100 zum legten Mal allgenteine Wahlen vorgenommen wurden, währenddem sonst immer nur die Hälfte der Deputierten ausscheidet, ergiebt sich, daß die Socialdemokraten seit jenem Jahre 140 000 Stimmen zugenommen haben. Ausland. Schweiz.p 2 um den sich ein Herr aus Ludwigsburg durch Einreichung eines Neue Ausweisungen aus der Schweiz. Aus der Schweiz längeren Auffages über jenes Thema bewarb. Er kam darin zu wird uns geschrieben: Abermals hat der Bundesrat in Bern die fofonders in Württemberg eingeführt ist, demjenigen der Arbeiter oder Cattaneo, Moroni und Sarcinelli, welche den Borstand dem Schlusse, daß der kommunale Arbeitsnachweis, wie er be- Ausweisung von drei italienischen Socialisten, der Genossen um unternehmer vorzuziehen sei, weil er das größere Maß von Un- der Berner Organisation der italienischen Socialiſten bildeten, be parteilichkeit garantiere. Ueber diese Arbeit hatte der Großfabrikant schlossen, weil sie bei der Geburtstagsfeier des Königs Humbert im An Mandaten haben die Socialdemokraten, die bisher in Th. Schlumberger in Mülhausen der Gesellschaft einen Bericht verflossenen Monat März vor der italienischen Gesandtschaft in Bern der Zahl von 28 vertreten waren, neu gewonnen 12, dazu erstatten, in dem er seinem gepreßten Kapitalistenherzen in mit den Rufen:„ Nieder mit der Regierung, nieder mit dem König, gegen verloren 8, so daß die Zunahme 4 Size beträgt. folgender Weise Luft machte: ( nieder mit der Gesandtschaft!" demonstrierten. Wir halten solche bleiben. ; Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An die Eisenbahner Berlins! Die Aufnahmestellen sind folgende: Wilhelm Henze. Peters: burgerstr. 41; Friz Preuß. C., Neue Friedrichstr. 20; Hermanu Schulz. N., Schwarzkopfstr. 15, Robert Arendt, N., Wriezener: ftrage 21: Franz Hauser, Schöneberg. Sedanst: 31; Karl Burgenger. Rummelsburg, Kantstr. 44 Der Verband der Eisenbahner Deutschlands. . Herr Steinert war so freundlich und versicherte den Maurern, wenn sie den Lohn beanspruchten, den andre Meister zahlen, so würden junge Maurer angestellt und die alten bekämen überhaupt feine Arbeit mehr. Demonstrationen in fremdem Land für ebenso ungtvedmäßig tvie politisch wertlos, außerdem lag die Erfahrung vor mit der vor mehreren Jahren von den jogen. Unabhängigen" in Zürich vor dem dortigen italienischen Konsulat ausgeführten Demonstration, die mit der Ausweisung einer ganzen Anzahl der Beteiligten endete. Biel höheren Wert als solchen Demonstrationen legen wir der stillen und Kollegen! Es wird Euch bekannt sein, wie bei Beratung einiger Arbeit wieder aufzunehmen, Troy alleden haben die Maurer sich nicht bewegen lassen, die ausdauernden Arbeit in der Organisation bet. Aber wir finden auch Petitionen der Eisenbahnangestellten, die um. Erhöhung ihrer Ge- Annoncierens in den Provinzblättern, in denen Maurer zu 50 Pf. trob allen Suchens und die Ausweisung wegen einer so unbedeutenden Sache für uns hälter baten, der Herr Minister v. Thielen jede Erfüllung der Bitte Lohn für Berlin bei Herrn Steinert geiucht werden, ist es faum geberechtigt, weil viel zu weitgehend, und bedauern fie, daher, ablehnte. Das Resultat der Verhandlungen im Abgeordnetenhause lungen, einige Streifbrecher aufzutreiben. namentlich im Interesse der Demokratie, sehr. Der Basler war, daß die Beamten und Arbeiter jede Hoffnung aufgeben müssen, Vorwärts" und die Arbeiterstimme" fordern die Arbeiterorgani- eine Besserung ihrer dürftigen Gehaltsverhältnisse erwarten zu Baugruben in verschiedenen Teilen der Stadt zum Schaden der Da die Arbeiten nun schon 3. Wochen ruhen, die aufgeworfenen fationen der ganzen Schweiz zur Erhebung flammender Proteste können. Auch gelegentlich des Streits der Straßenbahn- Passanten nicht zugeschüttet werden können, so wäre es wohl angegen die Ausweisung auf, doch wird die Aufforderung ohne Erfolg Angestellten sind von den Herren v. Thielen und Rheinbaben gebracht, daß die städtischen Behörden ein Wort mit dem UnterDer ebenfalls in Bern weilende italienische Genome Ansichten geäußert, die flar zeigen, was wir von jener nehmer sprächen, damit er seiner Verpflichtung nachkommt. Berganini hat bei demselben Anlaß vom Bundesrat eine Ber Seite zu erwarten haben. Es bleibt uns mithin nichts andres warnung erhalten. übrig, als uns zu organisieren, um unire Lage zu verbessern. Viele Die Bäckermeister Berlins nahmen am Dienstag in acht VerBern, 28. Mai.( Eig. Ber.) Die Verwerfung der Ber: lands beigetreten. Leider steht noch ein großer Teil der Organi- richtet wird erkennt die Meisterschaft allgemein eine Lohnerhöhung bis unirer Kollegen sind bereits dem Verband der Eisenbahner Deutsch- iammlungen Stellung zum bevorstehenden Streit der Gesellen. Wie be= ficherungsvorlage beherricht in nachhaltiger Weise das fation fern. Un diefe wenden wir uns mit der Bitte: Kollegen. 20 Broz. als berechtigt an und wird diese allgemein auch bewilligen; öffentliche Interesse und die Preise fünt immer noch ihre Spalten holt das Versäumte nach! Laßt Euch als Mitglieder in den Ver- die Forderung: Abschaffung von Rost beim Meister, wird mit langen, mehr oder weniger weisen und zutreffenden Be- band der Eisenbahner Deutschlands aufnehmen! trachtungen, die natürlich je nach der Stellung des Blatts betnicht grundsäglich abgelehnt, dagegen wird Logis außer schieden sind. dem Die Gegner, der kapitalistisch manchesterlich rundweg abgelehnt. Hause wegen der damit verbundenen Betriebsstörung föderalistisch ultramontane Mischunaich, haben die ganze ter ficht auf die Familie Kost und Legis außer dem Hause gewährt Verheirateten Gesellen soll mit Rüd flojene Woche Festtage gehabt, an denen sie sich vor Freude und werden; die Forderung der Gefellen auf Anerkennung des Gehilfen Siegesjubet taum zu faffen wußten; fie feierten die verwerfende michheit als ben dusun bon politischer und focialer Weisheit, nachweise- Bureaus wird rundweg verworfen. Den Meistern wurde felbständiger Urteilsfraft und Willensstärte und als den wahren geraten, mit ihren Gesellen perfönlich in Interhandlungen zu treten, Fort der Freiheit. Von den vielen Projekten, die sie vor sonst aber etwaige Unterschriften dritten Personen nicht zu geben. der Volksabstimmung dem Versicherungsgesetz entgegenstellten. Die Aussperrung der Etnccateure der Firma Junkersdorf Bezüglich der Abwehrmaßregeln wurde bekannt gegeben, daß ist es aber auffallend ftill geworden und aus etwa 60 deutschen Städten die Meisterschaft zugejagt hat, beim vor dem Einigungsanit. einzig der schweizerische Bauerujekretär Dr. Laur veröffentlichte im Berner Bund" Ausbruch des Streits Arbeitskräfte nach Berlin zu senden. Die AbwehrDas Einigungsamt trat gestern nachmittag 3 1hr zufammen. fommission der Meister tagt dann beständig, die Bädermeisternene Vorschläge, wonach die Krankenversicherung in der sehr redu Als Beisitzer fungierten die Arbeitgeber Israel und Sauer und Radfahrklubs vermitteln den Verkehr in den einzelnen Bezirken. zierten Form wieder aufgenommen werden sollte, daß vom Bunde die Arbeitnehmer Robert Ahrens und Alwin Körsten. Alle Kosten werden aus dem Streifabwehrfonds beglichen. Die mur die unentgeltliche Abgabe von Arzneien und andern Heilmitteln Den Vorsitz hatte Gewerberichter Dr. Gerih. Daschütt als besserfituierten Bäckermeister und diejenigen, welche vom Streif zu leisten wäre, während die Entschädigung für den Lohnausfall in Vertreter der Arbeitnehmer legte ausführlich dar, weshalb 22 Stucca- weniger berührt werden, haben weitere petuniäre Hilfe zugejagt. franken Tagen den freiwilligen Stranfenfaffen wie bisher überlassen teure des Herrn Junkersdorf durch die Freie Vereinigung der Unter- Einzelne Meister wollen ihren Gefellen außer Lohnerhöhung während bleiben sollte. Dagegen lehnt sich der Vorschlag des Bauerniekretärs nehmer auf die schwarze Liste gesetzt find. Er erklärte der Dauer des Streits doppelten Lohn zahlen. Die wilden" Sprechbezüglich der Unfallversicherung an den eben verworfenen Gejezz- die Darstellung der Angelegenheit, die der Vorwärts" in seiner meister( private Arbeitsvermittler für Bäcker) sollen energisch entwurf an. Die für die Durchführung seiner Vorschläge erforder- Rummer vom 29. Mai enthält, für die allein richtige, und be- bekämpft werden und alle Meister gehalten sein, nur von den lichen jährlichen 10 Millionen Frauten möchte er aus der Erhöhung mängelte die Angaben, welche die Vertreter der Arbeitgeber bei ihrer nnungs- Sprechbureaus Arbeitskräfte zu entnehmen.der Alkoholzölle, namentlich des Weinzolles, herausschlagen. Der Anrufung des Einigungsamts zu Protokoll gegeben haben. So wäre Meistern, die schon vorher den Streit als ins Wasser gefallen" beEinigen Wann tönnte der Sekretär des deutschen Bundes der Land- cs falsch, daß der 1. Mai bei der Verhängung der Sperre über die zeichneten, wurde mit Hinweis auf den Streit der Straßenbahnwirte fein. Von der socialdemokratischen Presse hatte ein einziges Firma Junkersdorf irgend welche Rolle gespielt Fate. Blatt, die Berner Tagwa cht", zur Verwerfung des Ver- Ausstand Zum Angestellten entgegengehalten. daß man mit allen Eventualitäten zu und zur Sperre fei es vielmehr ficherungs- Gejeges aufgefordert, jedoch insofern ohne Erfolg, als in deshalb lediglich rechnen habe. Einen Brotboykott fürchten die Meister nicht. Anders gekommen, weil die Kollegen mit den Stucca- feits wollte man bestimmt wissen, daß es auf eine Ueberrumpelung der Stadt Bern doch eine Mehrheit für das Gesch sich fand. Sie teuren P. und I. wegen ihres unsolidarischen Ver- der Meisterschaft abgesehen sei und daß der Streit am Freitag, den schreibt in ihren Betrachtungen 1. a. Möchten die Lehren dieser haltens nicht hätten zusammen arbeiten können. P. und T. bätten 8, Juni, ausbrechen soll. Campagne der schweizerischen Socialdemokratie Rückgrat, Charakter, ihnen nicht nur Gegenstände weggenommen, die sie bei der Arbeit Slugheit und eine würdige Taktik bringen. Wir haben die Vor- notwendig brauchten, sie hätten auch verschiedene von ihnen mit Der Bauunternehmer: Verband in Spandau hat den lage aus fachlichen Gründen bekämpft. Aber auch Brügel bedroht. Außerdem wäre von den beiden die festgelegte Maurern auf die von diesen gestellten Forderungen insofern einiges politische Erwägungen legten das Rein nahe. Arbeitszeit täglich um mindestens ein halbe Stunde überschritten Entgegenkommen gezeigt, als derfelbe beschlossen hat, den StundenWir werden in Zukunft jedes Gesez verwerfen, worden. Ferner hätten die Kollegen von Herrn Junkersdorf lohn von 50 auf 55 Pf. zu erhöhen.( Die Maurer hatten 60 Pf. bis uns die Machthaber den Nationalrats entgegen der Angabe im erwähnten Protokoll nicht ver- Stundenlohn gefordert.) Auf die von den Gefellen geforderte Verproporz und die Volkswahl des Bundesrats gelangt, B. und T. gänzlich zu entlassen, sondern nur, fie fürzung der Arbeitszeit( neun Stunden pro Tag) sind die Untergeben haben." Diese Obstruktionspolitik haben die Berner von den Bauten fortzunehmen, wo die Masse der Kollegen in Lohn nehmer nicht eingegangen. Eine sehr start besuchte MaurerGenoffen in der Frage der Salzpreiserhöhung mit Erfolg arbeite. Bei der Ablehnung dieser Forderung seien Streit und versammlung, welche am Montagabend tagte, beschloß mit Eingeübt und sie haben als weiteren Erfolg derselben erreicht, Sperre unausbleiblich gewesen. Darauf hätten dann die ver- stimmigkeit, dem Vorschlage des Referenten Schulze und andrer Daß der Berner Regierungsrat beschlossen hat, dem Kantonsrat die einigten Arbeitgeber die 22 Ausständigen auf die schwarze Liste Kollegen entsprechend, die Bewilligung des 55 Pf.- Stundenlohns als Annahme der socialdemokratischen Motion auf Einführung der gebracht. ein nicht weit genug gehendes Entgegenkommen seitens der Proportionalwahl desselben( des Kantonsrats) in dem Sinne zu Arbeitgeber zu betrachten, und besonders die Forderungen der Geempfehlen, daß die Regierung den Auftrag erhält, vorläufig über die fellen nach Verkürzung der Arbeitszeit aufrecht zu erhalten. Einige bezüglichen Gesetze und die damit gemachten Erfahrungen in andern Kantonen zu berichten. Redner forderten, daß die Maurer ihren Forderungen durch den Streit Nachdruck verleihen möchten. Die Versamunlung gab dem jedoch nicht statt, sondern beauftragte zwei Stollegen, mit dem Vorstande des Arbeitgeber- Verbands zunächst mündlich zu verhandeln. Diese Verhandlung hat inzwischen stattgefunden, ein Resultat jedoch nicht gehabt, weshalb sich die Lohntommission noch einmal schriftlich an den Arbeitgeber- Verband gewandt hat. " England. Zum Aufstand an der Goldküfte. London, 29. Mai. Eine amtliche Depesche an das Kolonialamt teilt mit, daß ein kleiner britischer Truppenteil, welcher aus Haussas bestand und von einem englischen Offizier befehligt wurde, von einer viel stärkeren Abtelling chantis bei Stivioja angegriffen wurde. Der Offizier und mehrere Haussas wurden getötet. Italien. Herr Junkersdorf gab zu, daß sich in das Protokoll ein Irrtum eingeschlichen habe. Er will aber etwas von einer gänzlichen Entlassung B's und T's gehört haben. Deutsches Reich. Lohnbewegung der Straßenbahn- Angestellten. vor Herr Kleefeld, der Vorsitzende der Freien Vereinigung der Die Freunde des verworfenen Gesetzes ergehen sich in Unter- Meister, erflärte sich für den Frieden. fuchung der Ursachent des bedauerlichen Volksentscheides, deren sie Herr Krebs, einer der Vertreter der Arbeiter, betonte, daß es viele anzuführen wiffen. Wir erwähnen davon nur die be- sich hier nur um die Erledigung der Sache Junkersdorf handeln könne. fannte tieffigende konservative Gesinnung und daherige Ab- nicht um allgemeineer Fesischungen. Und diese seirledigt, wenn neigung des Schweizervolts gegen das Neue, schlechte Einkommens- folgendes zugestanden werde: Die Ausgesperrten werden von Herrn berhältnisse der Arbeiter, geschäftliche Strise in der Stadt Zürich, die Junkersdorf wieder eingestellt und zwar zu den letzten Bedingungen, jabrzehntelangen Hetzereien der bürgerlichen Presse gegen die Arbeiter- d. H. zu einem Minimallohn von 7 M. täglich bei 81/ 2stündiger bewegung und alle ihre socialen Bestrebungen, wodurch der sociale Arbeitszeit. Die schwarze Liste wird abgeschafft. P. und T. sind Gedanke überhaupt und allgemein diskreditiert wurde. Die Unzu- mit den andern zusammen auf den in der schwarzen Liste an friedenheit mit den politischen Zuständen, unter denen überall geführten Bauten nicht zu befchäftigen. Meister Kleefeld bittet, qut besuchten Versammlung in der Nacht vom 29. zum 30. Mai Die Straßenbahnangestellten in Stettin haben in einer sehr die Arbeiter zurückgescht und find, der Eigennutz der Bauern und Handwerker, die Selbstfucht der unter den alten Bedingungen". Was P. und T. angehe, so mögen anlagt ist dieser Beschluß durch die strikte ablehnende Haltung in ihren Rechten verkürzt es bei der Wiedereinstellung der 22 zu belaffen und nur zu sagen: gut besuchten Versammlung in der Nacht vom 29. zum 30. Mai einstimmig beschlossen, sofort in den Streik einzutreten. Ver tapitalistischen Kreise usw. Das socialdemokratische Bolfsrecht" in sie sich ja gegen die Grundfäge der Arbeiter vergangen haben. Die Zürich, das übrigens wader und in zahlreichen Artikeln für das Arbeitgeber fönnten fich aber doch als Handhabe zur Durchführung Die Direktion hatte nur lächerlich geringe Zubilligungen gemacht, der Direktion den Forderungen der Angestellten gegenüber. Bersicherungsgesetz eintrat, erinnert an die 1893 auf dem Arbeiter dieser Grundsäge nicht gebranchen lassen. Seien Sie," bemerkt Herr darunter die, daß das bisherige Anfangsgehalt von 62 m. pro tage in Zürich beschlossene Resolution, in der es heißt:" Die Kleefeld zu den Vertretern der Arbeiter gewandt, doch gegen die Monat auf 67 W. erhöht werden sollte, während die Angestellten schweizerische Arbeiterschaft wird jeden Entwurf der Kranken- Leute großmütig." Herr Caspary von der Unternehmerind Unfallversicherung ablehnen, der nicht auf die unentgeltliche Vereinigung wünschte die Frage vom Einigungsamt entschieden, ob die Erhöhung ihres Anfangsgehalts von 62 auf 75 M. ver Krankenpflege gegründet iſt", und daran anknüpfend schließt das es überhaupt berechtigt sei, Sperren zu verhängen. Er schlug vor, langten. Auch lehnte die Direktion jede bindende Erklärung Blatt feine Betrachtungen:„ Die Kranken- und Unfallversicherung ist zu bestimmen, daß Sperren nicht cher ausgesprochen werden dürften, darüber, daß fie keine Maßregelingen bei denjenigen Angefallen, es lebe die unentgeltliche Krankenpflege!" Damit wäre der bis ein Schiedsgericht aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern sich mit gestellten, die bei dieser Lohnbewegung beteiligt sind, neue Weg gezeigt, aber es wird ein weiteres Jahrzehnt danern, der Sache beschäftigt habe. nehmen wolle, ab. Bewilligt wurde freilich die selbstverständehe ein positiver Erfolg erzielt werden kann, wenn es dazu über- Nach langer Beratung machte der Vorfißende Dr. Gerth gegen durch ihre Vorgesetzten. Noch in letter Stunde, am Dienstag, liche Forderung einer besseren Behandlung der Angestellten haupt jemals tommnt. 7 Uhr abends folgenden Vergleichsvorschlag, der von beiden Parteien angenommen wurde: Die Aussperrung wird aufgehoben und die nachmittag und dann bis 12 Uhr nachts ersuchten die Angestellten des Herrn Junkersdorf zu den vor der Sperre geltenden Bestimmungen, antwortete, erklärten die dadurch Erbitterten sofort einstimmig schwarzen Listen werden zurückgenommen. Die Arbeiter werden seitens bezüglichen schriftlichen Gesuche der Angestellten mit faltem Schweigen um weitere Verhandlungen. Als die Direktion aber auf die dies und zwar 81/2 stündige Arbeitszeit und 7 M. Minimallohn, wieder den Streif. Von der Versammlung aus wurde dann sofort ein eingestellt. Die eventuelle Wiedereinstellung von P. und T.( sie batten mittlerweile selbst die Stellung aufgegeben) darf nur zu den Frühausflug auf das Land unternommen, so daß seit Mittwoch frih obigen Bedingungen stattfinden.- Bon beiden Vertretungen werden der gesamte Betrieb der Straßenbahn ſtillſteht. je drei Mitglieder zu einer Kommission gewählt, die bei jeder Lohn: Direktion den Betrieb wieder aufzunehmen, doch ist ihr dies bis Mit ungeübten Führern und jungen Lenten versucht die überraschte differenz und bei sonstigen Streitfragen in Thätigkeit tritt. Den Die focialistischen Kandidaturen für die italienische Vorsitz in der Kommission führt ein Arbeitgeber, der von den Arbeit- jetzt nicht geglückt. Von den sonst verkehrenden 60 Wagen befinden Deputiertenkammer. Man schreibt uns: Alle Parteien entwickeln gebern gewählt wird und dessen Name dem Vertrauensmann der sich nur etwa sechs im Betrieb, und diese verkehren auch nur auf den noch in zwölfter Stunde einen fieberhaften Eifer, um ihren KanLinien im Centrum und auf der Ringbahn. Arbeitnehmer mitzuteilen ist. Kommt in der Kommission feine Von den Angestellten der Kölnischen Straßenbahn didaten zum Siege zu verhelfen. Die Parteien der äußersten Linken, Ginigung zu stande, so bleiben den Parteien weitere Schritte vorhaben 600 in einer Versammlung beschlossen, eine Reihe von Forded. h. die verbündeten Socialisten, Radikalen und Republikaner, die behalten. Maßregelungen dürfen von keiner Seite vorgenommen runtgen zu stellen, die eine Besserstellung des Dienstverhältnisses zum für die Zeit des Wahlkampfs alle trennenden Unterschiede vergessen Zweck haben. Unter anderm verlangt man ein Anfangsgehalt für haben, um gemeinsam gegen die drohend das Haupt erhebende Schaffner von 90 M. und für Kutscher von 100 m. monatlich. für Reaktion zu Felde zu ziehen, haben zusammen 175 Kandidaturen Hilfsarbeiter und Stallleute einen Tagelohn von 3,50 bis 4 2. aufgestellt, von welchen 76 auf die Socialisten entfallen, die mit Der Ausstand der Maurer bei der Berliner Kanalisation. Ferner fordert man die Errichtung einer Pensionskasse und Beschwerde großer Siegeszuversicht in den Kampf gehen. Die bewährten Seit 3 Wochen ruhen die Maurerarbeiten bei der städtischen fommiffion. Die Bahn befindet sich in städtischer Verwaltung. Die Führer und die bisherigen Vertreter der Partei im Parlament Sanalijation in Berlin. Die Maurer verlangen mit ihren Kollegen Angestellten erwarten bis zum Freitag eine entscheidende Antwort: find fast alle wieder aufgestellt, und zwar: Badaloni in Badiapole auf den Hochbauten in Bezug auf Lohn und Arbeitszeit gleichgestellt Die Direktion der Hannoverschen Straßenbahn hat fine; Berenini in Borgofandomnino; Costa in Budrio und in Jmola; zu werden. Diese ihre Wünsche haben sie in einer Eingabe der schließlich doch etwas eingelenkt und mit einer auf den Depots geBertesi in Carpi; De Felice in Catania 2( 2. Wahlkreis); Rondani städtischen Bauverwaltung unterbreitet, wurden aber von dort ab- bildeten Kommission verhandelt. Man ist geneigt einige von den in Coffato; Pescetti in Florenz 3; Ferri in Gonzaga, in Ravenna 2 gewiesen mit dem Bemerken, daß Herr Maurermeister Steinert Gemaßregelten wieder einzustellen. Bezüglich der monatlichen Lohnund in Nom 2; Catanzaro in Livorno 2: De Marinis in Mercato, erklärt habe, eine genügende Anzahl von Maurern bei 10stündiger zahlung soll eine Regelung dahin erfolgen, daß den Angestellten der Sanseverino und in Salerno; Turati in Mailand 5; Cicotti in Arbeitszeit und 50 Pf. Stundenlohn zu bekommen. Nach dieser Er- Zohn für 27 Tage garantiert wird. Es soll dies angeblich im Mailand 6; Agnini in Mirandola und in Modena; Beltrami flärung haben die Maurer die Arbeit niedergelegt. Interesse der Angestellten liegen. Darüber hinaus wird bezahlt, in Pallanza; Albertelli in Parma 2; Bissolati in Pescarolo; Interessant ist nun, wie der Unternehmer, Maurernieister wenn durch Verschulden der Direktion mehr als 4 freie Tage pro Podrecca in Pietrasanta Prampolini in Reggio Emilia; Steinert, den Vertrag der organisierten Maurer mit den Monat eintreten würden. Bezüglich der Dienstzeit ist ebenfalls ein Morgari in Turin 2; Trebes in Turin 8; Nofri in Unternehmern benngt hat, um bei Bergebung der städtischen Zugeständnis erfolgt und zwar dahin, daß für Schaffner Turin 4. Außerdem kandidieren: Berboglio in Alessandria; Camerini Kanalisationsarbeiten seine Mitbewerber aus dem Feld zu schlagen. 11% und für Wagenführer 10% Stunden angefeßt find. Neberin Aquila; Ratti in Asti; Bafili in Benevento; Majroni in Herr Maurermeister Steinert steht bei Vergebung der Maurer- stunden sollen nach der Höhe des Gehalts bezahlt werden und nicht. Bergamo; Rigola in Biella; Ciotti in Campi Bisenzio; Balmeri arbeiten der Kanalisation ohne Konkurrenz da, weil er seinen Ar- imter 30 Pf. pro Stunde. Die Angestellten werden in einer Verin Castelmaggiore; Lucci in Cerretto Sannita; Fingoli in Citta beitern und Maurern einen so niedrigen Lohn zahlt, wie ihn fein sammlung entscheiden, ob sie sich mit dem Gebotenen zufriedengeben ducale; Meoni in Collevaldelsa; Noseda in Como; Maffi in andrer Berliner Unternehmer zahlen kann. Crescentino; Masino in Empoli; Pieraccini in Florenz 4; Fontani Nach dem Tarifvertrag vom vorigen Jahre beträgt der verin Gallarate; Chiesa in Genua 1; Villa in Leno; Soldi in Lodi; einbarte Lohn der Maurer zur Zeit 621/2 Pf. pro Stunde bei neunCafentini in Lucea; Noe in Messina; Maino in Mai- stündiger Arbeitszeit. Herr Steinert zahlt nur 50 Pf. bei einer einen Lohntarif zu vereinbaren. Nur einer verhält sich ablehnend, land 2; Borciani in Montecchio; Casilli in Neapel; zehuständigen Arbeitszeit. Als die Maurer fich endlich aufrafften es ist das der Maurermeister Quiatkowski. Die Lohnkommission Gatti in Ostiglia; Piccarolo in Oviglio; Marchesano in und zur einmütigen Arbeitsniederlegung griffen, da ermahnte Herr der Maurer hat deshalb über das Geschäft des Genannten die Palermo 4; Giacomo Ferri in Perficeto; Barazzini in Steinert die Gesellen, doch ja in ihrem eignen Interesse Sperre verhängt. Piacenza; Battelli in Pisa und in Urbino; Bottai in Pontassieve; die Arbeit wieder aufzunehmen, da fieals alte Ges Rossi in Porto Maurizio; Mombello in Savona; Cabrini in sellen doch anderswo feine Beschäftigung fänden. Wenn Gefährdete Staatseinrichtungen. Der Stuccateur Schie Sauazzaro; Bergamasco in Santa Maria Capua; Mombello in man bedenkt, daß die meisten Maurer zehn, fünfzehn und mann sprach in einer Versammlung der Stuccateure in Chem San Remo; Vicentini in San Demetrio; Pizzorno in Santhia; zwanzig Jahre während der Sommermonate bei der städtischen nis, wobei er fich gegen den§ 131 des Strafgesetzbuchs vergangen Lerda in Voltri; Montemartini in Stradella; Cagno in Turin 1; Kanalisation beschäftigt sind, bei den Neubauten der Kanäle in den haben soll.§ 131 stellt unter Strafe, wer erdichtete oder entstellte Cirio in Turin 5; Lilia in Tortona; Gottardi in Treviso; Mufatti engen nasjen Baugruben, bei Reparaturen der alten im Betrieb bein Venedig 1; Monticelli in Venedig 2; Cicotti in Vigevano; Vigna findlichen Kanäle in Räumen sich bewegen, welche mit stinkenden, in Vignale; Danieli in Volterra. Außerdem sind noch zwei Protest giftigen Gafen angefüllt find, so wird man es begreifen, wenn die fandidaten aufgestellt. Arbeiter sich gegen diesen humianen Unternehmer auflehnen. werden. Die Arbeit wird am 31. Mai früh wieder aufgenommen. wollen. In Striegau ist es den Maurern gelungen, mit ihren Meistern Thatsachen, wissend, daß sie erdichtet oder entstellt sind, öffentlich behauptet oder verbreitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen der Behörde verächtlich zu machen. Das Landgericht. Chemnitz verurteilte Schiemann zu 6 Wochen Gefängnis. Die Barbiere in Kiel bitten den Zuzug fernzuhalten, da sie mitt ihren Principalen in Differenzen stehen. Ausgewiesen wurde aus Elberfeld der aus Ungarn gebürtige Posamentier Loewensohn. Der Ausgewiefene war ein thätiges Mitglied seiner Gewerkschaft und wird angenommen, daß dies der Grund der polizeilichen Maßregel war. Die Orts- Krankenkasse der Mechaniker, Optiker und ver:[ wollte, wurde auch dieser Beweis erbracht. Erozdem wurde die wandten Gewerbe in Berlin hatte am 31. Dezember 1899 Haft aufrecht erhalten. Am Mittwoch, 2. Mai, lehnte die Strafs 8364 männliche und 1361 weibliche Mitglieder. Die Einnahmen aus fammer die von der Verteidigung beantragte Haftentlassung ab. Beiträgen und Eintrittsgeldern beliefen fich auf 218 189 M. Aus- Das Kammergericht trat diesem Beschlusse bei. Es ist nicht ganz aufgeklärt, worauf es zurückzuführen ist, daß gegeben wurden 23 405 M. für Arzthonorar, 25 510 M. für Arznei und andre Heilmittel, 124 985 M. Kranken- und Sterbegeld, mun am Montag auch Willy Gluth entlassen worden ist. Was in Der Ausstand der Glasmacher in Usch( Posen) ist ver- 23 068 m. an Heilanstalten. Die Verwaltungskosten beliefen sich der Presse darüber mitgeteilt wird, kann nur so verstanden werden, daß man den Umschwung der Auffassung plausibel zu machen mieden, da die Firma schließlich den Wünschen der Arbeiter nachgab., auf 13 319 M. Das Vermögen der Kaffe beträgt 190 320 M. Maßregelungen sollen nicht stattfinden und über die Beseitigung von 3693 Erkrankungsfälle mit 69 400 Strankheitstagen und unter den Im Laufe des Jahres kamen unter den männlichen Mitgliedern versucht. Ohne Zweifel hätte Willy Gluth spätestens zu Anfang des Mißständen soll mit der Lohnkommission verhandelt werden. weiblichen Mitgliedern 741 Erkrankungen mit 15 992 Krankheitstagen Monats entlassen werden sollen. Ja, er hätte gar nicht erst vor. Es kommen demnach auf jede Erkrankung eines männlichen verhaftet werden sollen, weil man an ihm nicht die Kratwunden És Mitglieds 18,79 Krankheitstage und auf jede Erkrankung eines weib- fand, die nach dem Befunde Frl. Medenwaldt ihrem Mörder zugefügt lichen Mitglieds 21,58. Auf ein männliches Mitglied entfielen bei haben muß. Von diesen ist nachher in den Berichten nie mehr die einem Durchschnittsbestand von 7999 8,67 Krankheitstage, auf ein Rede gewesen!!! weibliches Mitglied bei einem Durchschnittsbestand von 1214 aber 13,17 Krankheitstage. In Bromberg dauert der Streit der Maurer, Bauarbeiter und Tischler unverändert fort. Die Bildhauer in Posen befinden sich jetzt in der vierten Woche im Streit. Die meisten find abgereift, andre werden in Kürze folgen. Der Streit der Maurer in Wiesbaden zeigt erfreulicher weise bei den angeworbenen italienischen Streifbrechern ein starkes Hervortreten des Solidaritätsgefühls. Bweimal ist es bisher den Streifenden gelungen, einen Trupp Italiener abzuschieben, felbst eine fehr aufmerksame Bewachung der angeworbenen Aushilfskräfte seitens der Meister und der Polizei verhinderte nicht, daß die italienischen Arbeiter die univürdige Stellung, die man ihnen zumutete, abTehnten. Andland. Der ganze Hergang ist ein beachtenswertes Zeugnis der Bes fangenheit, die sofort über das menschliche Urteil Macht gewinnt, Der chinesische Handel im Jahre 1899. Wir entnehmen wenn dies Urteil durch jenes Interesse getrübt wird, das sich bei den dem soeben erschienenen Bericht der chinesischen Zollverwaltung an einer wichtigen Sache Mitwirkenden und an einer aufgetauchten folgende Zahlen: Im Jahre 1899 betrug der gesamte chinesische Meinung Beteiligten sofort einstellt. Außenhandel 460 Millionen Taels( ein Tael etwa gleich 3 M.), d. i. 21 Millionen mehr als 1898. Die golleinfünfte betrugen 26 Millionen, gegenüber 1898 3 Millionen mehr. Die Ausfuhr betrug 195, die Einfuhr 264 Millionen Taels. Am meisten zugenommen hat die Einfuhr aus Amerika und Japan. Das Verfahren gegen die Familie Gluth. Aus der Schweiz. Der schweizerische Typographen Der Tonnengehalt der Schiffe, die in den chinesischen Häfen anbund zählte nach seinem soeben erschienenen Jahresbericht Ende 1899 famen, betrug 5 479 000 Tonnen gegen 4 927 000 Tonnen im Jahre 1801 Mitglieder. Seine Kaffeneinrichtungen leisteten folgende Unter- 1898. Hieran war England und seine Kolonien mit 59 Proz. bestügungen: Reiseunterstügung 5722 Fr., Arbeitslosenunterstüßung teiligt, China mit 24 Proz., Japan mit 7 Proz., Deutschland mit 4066 r., an 48 invalide Mitglieder 16 671 Fr., an trante 5 Proz., Frankreich mit 2 Proz. und Schweden, Rußland und Amerika 37 981 Fr. und an Domizil wechselnde 465 Fr. Das Vermögen mit je 1 Proz. der allgemeinen Kasse beträgt 45 493 Fr., der verschiedenen Unterstüßungstassen zusammen 115 318 Fr. und der lokalen Krantentassen 87 926 Fr. Die Zahl der in schweizerischen Druckereien aufgestellten Segmaschinen beträgt 16. Jn St. Gallen haben die Zimmerer durch einen eintägigen Streit einen Minimalstundenlohn von 48 Cts. erreicht, doch können ganz junge und gebrechliche Arbeiter ge- Am Dienstag, 10. April wurde Fr. Bedenwaldt ermordet und ringer entlohnt werden. Die Sattler in Biel haben die zehnſtündige beraubt. Die That wurde erst am andern mittag entdeckt. Sie Arbeitszeit, Freigabe von Kost und Logis, 25 Proz. Lohnzuschlag war mit einem Handverksinstrument( Stechsentel) begangen. Die für Ueberzeitarbeit und noch einige fleinere Forderungen bewilligt Ermordete hatte sich gewehrt; unter ihren Fingernägeln fanden erhalten. Und darum mußten sie 41/2 Wochen streiten. In Basel sich Haut und Blut; sie mußte also ihrem Feinde Kratwunden sind die Polizisten in eine Lohnbewegung einbeigebracht haben. getreten mit folgenden Forderungen: Erhöhung der Vergütung für den Nachtdienst, Sicherstellung einer angemessenen Entschädigung für außerordentliche Dienstleistungen, wie Cirkus- und Theaterwache, 52 freie Tage im Jahre 2c. Die Unterschriftenbogen zu der bezüglichen Petition cirkulierten auf allen Bolizeiposten. In der Maschinenfabrik der ungrischen Staatsbahn in Budapest ist ein Arbeiterstreit infolge von Lohndifferenzen ausgebrochen. Ueber 2000 Mann sind ausständig. Aus der Frauenbewegung. holt auf dem Hofe hatte„ baldowern" sehen. Gegen diesen richtete Der erste Verdacht fiel auf einen Unbekannten, den man wieder sich die erste Bekanntmachung des Polizeipräsidiums, in der 1000 M. Belohnung ausgesetzt wurden. Am Donnerstagabend( 12. April) war aber auch schon die Familie Gluth der Polizei verdächtig geworden, und zwar, wie aus den verschiedenen Mitteilungen an die Presse hervorgeht, zunächst aus teinem andern Grund als aus dem Umstand, daß der Mord mit einem Stechbeutel vollführt worden ist. Die Brüder Gluth wurden Donnerstag schon sistiert, aber in der Nacht wieder frei gelassen. Der Krieg. Die Engländer in Johannesburg. London, 29. Mai.( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage enthalten.) Feldmarschall Roberts telegraphiert aus der Johannesburger Vorstadt Germiston: Wir sind hier heute nachmittag, ohne ersten Widerstand gefunden zu haben, ein getroffen. Von unsrer Centrumskolonne sind bis jest teine Verluste gemeldet und nur sehr wenige von der Kavalleries Division und der berittenen Infanterie- Division. Der Feind erwartete uns erst morgen und hat deshalb einen Teil des Eisenbahn- Materials zurückgelassen. Wir halten den Knotenpunkt der Eisenbahn, welche Johannesburg mit Natal, Pretoria und Klerksdorp verbindet, besetzt. Die Stadt Johannesburg ist ruhig. Die Minen sind, wie ich erfahre, unbeschädigt. Ich werde morgen früh den Kommandanten auffordern, sich zu ergeben. Ich erwarte keinen Widerstand und gedenke morgen mittag mit dem Heere in Johannesburg einzuziehen. Von General Buller liegen folgende Meldungen vor: Mount Prospect, 29. Mai. Die britischen Truppen haben beherrschen. Die Boeren richteten gestern abend ein wirkungsloses sehr starke Stellungen besetzt, welche Majuba und den Laingsnet Feuer auf die britischen Stellungen. Die britischen Vorposten auf beiden Flügeln waren heute in ein Gefecht verwickelt. Eine Zwölf fünder- Batterie verhinderte die Boeren, ein Geschütz auf einem Hügel am Bothapaß aufzustellen. Newcastle, 29. Mai. Eine Proklamation des Generals Buller kündigt an, daß die britischen Truppen nunmehr durch Transvaal rücken und daß den an der Marschstraße wohnenden Personen jeder Schuß gewährt werden wird, vorausgesetzt, daß sie sich neutral ver halten, daß die Bewohner jedoch mit ihrer Person und mit ihrem Eigentum verantwortlich gemacht werden, falls die Eisenbahn oder britischen Soldaten in der Nähe ihrer Wohnungen verübt werden Telegraphen beschädigt, oder wenn eine Gewalttätigkeit gegen einen sollte. Es bergingen acht Tage, ohne daß etwas ermittelt werden konnte. Einige Verhaftungen wurden wieder aufgehoben. seinen Söhnen, Billy und Georg( in der ersten Mitteilung hieß es: Dann erst verhaftete man den Tischler Gluth und zwei von Max und Georg). Am Donnerstag, 19. April, früh 51/2 Uhr, wurde die Verhaftung ausgeführt und zwar zunächst auf feinen andern London, 30. Mai. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Berdacht hin, als den aus dem Stechbeutel. Die Haussuchung ergab Prospect eröffneten heute früh ein heftiges Feuer auf die Stellungen Newcastle von gestern gemeldet: Die Schiffsgeschitze in Mount einige Funde, welche den Verdacht bestärkten: Blutige Schuhe und der Boeren bei Pogwani und Laingsnet, das vom Feind ohne Erfolg Kleider des ältesten der beiden Söhne. die Untersuchung an einen der bei der Ermordeten gefundenen Besonders heftete sich erwidert wurde. frisch gefeilten Schliffel; Georg Gluth, der in einer Schlosserei Wie die leitenden Kreise in England über arbeitete, hatte sich einen hatte sich einen Schlüssel gefeilt; mau nahm die Annektion der Boerenrepubliken an, daß er auch den bei der Ermordeten gefundenen gefeilt habe. und die künftige Verwaltung derselben denken, verrät Das Alibi dieses Georg wurde zwar als bald nachgewiesen. folgendes Telegramm: Das hätte die Polizei stugig machen sollen. Sier jeste aber Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiterinnen Oestreichs. Die Organisationsbestrebungen unter den östreichischen Arbeiterinnen haben in den letzten Jahren recht erfreuliche Erfolge erzielt. In den der Gewerkschaftskommission angeschlossenen Organisationen befanden fich im Jahre 1892: 4263 weibliche Mitglieder, 1896: 5761 und 1899: 9206. Soweit die eigentlichen fachgewerblichen Organisationen in Betracht kommen, finden sich die meisten Arbeiterinnen erklärlicherweise in den Organisationen der Textilindustrie; fie stiegen von 1040 im Jahre 1892 auf 1950 im Jahre 1899. Die stärkste Zunahme weisen die Organisationen der graphischen Gewerbe von 320 auf 1147 und die Glas- und keramischen Gewerbe von 313 auf 949 auf und sodann die Branche der Nahrungs- und Genußmittel von 11 auf 310. Sonst finden sich noch nennenswerte Zahlen weiblicher Mit glieder in den Organisationen der Bekleidungsindustrie mit 433, o fortjene verhängnisvolle menschlichkeit ein, der Londoner Konservativen sagte Lord Salisbury noch folgendes London, 30. Mai. In seiner gestrigen Rede bei dem Festmahl Bergbau 187, Baugewerbe 104, Eisenbahn, Berdie gern glaubt, was sie wünscht. Man machte also den Schluß, über die Regelung der südafrikanischen Frage: kehrs- und Transportwefen 105. Im Bergbau und Bau- den ein unbefangenes Denken ablehnt, daß Willy die Kleider Georgsteine Sicherheit erlangen, so lange wir den beiden gewerbe bedeuten die Zahlen gleichfalls eine sehr erhebliche Steige- getragen und von Georg den Schlüssel erhalten habe. So verkündete rung seit 1892. 11 11 r auch dann der Polizeibericht am Sonnabend, 21. April, daß taum noch lich unabhängigen ein Stückchen einer wirts Regierung Iaffen. Unfre ein 3 weifel an der Thäterschaft des Willy Gluth bestehe. Berantwortlichkeiten find doppelt; wir müssen die vernachlässigten Man behauptete, daß nur ein schwächlicher Bursche die That voll eingeborenen Rassen schützen und andrerseits unsre Politit so leiten, führt haben könne; deshalb könnte der Vater Gluth nicht in Betracht daß, so weit es möglich ist, Versöhnung an die Stelle der AbUeber die Arbeiterausschüsse und die Vertretung der Arbeiter tommen; höchstens als Hehler man hatte Geld bei ihm gefunden, bei Lohn- und sonstigen Streitigteiten macht der bremische Gewerbe- dessen Erwerb er nicht nachweisen konnte. Endlich aber ging ein neigung und des Zwistes tritt. Alles steht aber hinter einem ErInspektor einige recht wohlwollende Bemerkungen in seinem neuesten, abenteuerlicher Bericht durch die Blätter über Willy Gluths Be- fordernis zurück, nämlich dem, daß in dem ganzen Gebiet feine geheime Bewegung unter Personen bes schon einigemal erwähnten Jahresberichte. Es heißt darin: nehmen an der Leiche. Vor dem gräßlich zugerichteten Leichnam sei " Der schwierigste Punkt bei diesen Streitigkeiten bleibt immer er erdfahl zusammengebrochen. Der erfahrene Kriminal- tehen darf, die der Königin oder dem Reiche feindSociales. die Wiederanstellung entlassener Arbeiter und zwar derjenigen, die die Ansprüche der Arbeiter beim Arbeitgeber vertreten und damit das Odium der Aufhezerei auf sich geladen " " beamte", so hieß es, war nun von der Schuld des jungen Menschen überzeugt. haben. Dem tönnte vorgebeugt werden durch Arbeiterausschüsse, andern Spuren vernachlässigt. Ebenso lag bereits ein ganz einwandfreier Nachweis der Blutflecke auf Stleidern und Stiefeln des Georg Gluth vor: May Gluth, ein dritter Sohn, hatte sich den Daumen verlegt und stark geblutet. Staaten ich gesinnt sind. Rette Meldungen. Wir können Pretoria, 29. Mai.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Die englischen Truppen, welche am Sonnabend den Vaalfluß in der Nähe von Vereeniging überschritten, griffen gestern die Boeren bei Witwatusvand an, wurden aber von den Boeren unter Louis Botha zurückgeschlagen. Die Boeren, welche den ganzen Tag heftig beschossen wurden, gelang es, die englischen Stellungen zu nehmen. Die Verluste der Engländer sollen beträchtlich sein. Großer Brand in London. Von diesem Augenblic an hat man offenbar die Suche nach das heißt nicht solche, die nur auf dem Papier stehen, Die Gesundheit der Frau Gluth war durch die Verhaftung der deren Mitglieder vom Arbeitgeber der Mehrzahi Angehörigen schwer erschüttert. nach ernannt und den Arbeitern unbekannt sind, sondern solche, Am Sonnabend, 21. April, nachmittags wurde der Vater Gluth die, von den Arbeitern erwählt, die Pflicht haben, in regelmäßigen aus der Haft entlassen, die Söhne nicht. Sigungen die Wünsche derselben in Gegenwart der Arbeitgeber zu sowohl der Verdacht, Schon am Dienstag, 24. April, meldeten Sie Berichte, daß prüfen. der sich au Damit würde zugleich ein weiterer Grund zu Ver- sowohl der Verdacht, den Schlüssel fuüpfte, ſtimmungen beseitigt werden, nämlich der, daß andre Arbeiter aus während Georg Bluth lein gelernter Sloffer it. Lehte Nachrichten und Depelthen. hinfällig dieser sehr forgfältig gefeilt fei, ganz andren Gewerbegruppen mit mangelnder Sachkenntnis das während Wort für ihre Kameraden zu führen gezwungen sind, weil die Beteiligten sich aus naheliegenden Gründen der Maßregelung als Wortführer nicht aussehen wollen und können. So wie die Sachen heute liegen, sind die Arbeiterausschüsse meistens Blutflecken am Hemde des Georg Gluth, die nicht wohl von Bittoria- Viertel ein heftiges Feuer aus. Zahlreiche große wertlos und die Erfahrung ist mehrfach gemacht worden, daß der Wunde des Bruders Mag herrühren konnten, fanden am Freitag, der Arbeiterausschuß von Lohnbewegungen erst Kenntnis erhielt, 27. April, ihre Aufklärung durch die Bernehmung eines Mädchens, nachdem der Ausstand proflamiert war. Andrerseits genügt mit dem Georg Gluth Umgang gehabt hatte. es jedoch auch nicht, daß der Arbeitgeber oder die Direktion in In diesem Moment stellte sich zum zweitenmal die verhängnisvornehmer Zurückhaltung sich bei den Sigungen vertreten läßt, bolle menschlichkeit" heraus, durch welche man sich in eine Meinung fondern gerade die Anwesenheit der maßgebenden Personen, die verliebt, an deren Ursprung oder Fortgang man beteiligt ist. Trop persönliche Bekanntschaft mit den Mitgliedern des Arbeitsausschusses dem alle Verdachtsmomente soweit entfräftet waren, daß man auf sowie die gegenseitige Aussprache werden außerordentlich viel dazu den Rest hin zur Verhaftung nicht geschritten wäre, hielt man die beitragen, Schärfen rechtzeitig zu mildern." einmal verhängte Haft aufrecht. Man behauptete, daß die Sache mit dem Schlüffel und den Blutflecken auf den Schuhen des Georg Gluth nicht genügend aufgeklärt sei. Nachher stellte sich heraus, daß auch auf den Schuhen des betreffenden Mädchens fich Blutflecke befunden hatten. Eine folche Stimme in der Wüste wirkt immer wohlthuend; es wird aber eine Stimme in der Wüste bleiben. Nur wenn sich die Arbeiter starke gewerkschaftliche Organisationen schaffen, die den Unternehmern Respekt abzwingen und sie zwingen können, in Streitfällen mit den Beamten der Organisation zu verhandeln, und die Arbeitsbedingungen überhaupt durch Verhandlung mit der Organisation festzustellen, nur dann wird der Vertreter der Arbeiter- Willy nicht. forderungen nicht mehr als ein Aufhezer gelten, den man maßregelt. Zur Zentenot. Auf dem Gute des königl. Amtsrats Wilhelm Nagel in Giebichenstein bei Halle wurde den 44 polnischen Arbeitern so verdorbenes Fleisch gereicht, daß sie es nicht effen konnten. Sie gingen zur Revierpolizei, um Hilfe zu erbitten. Ein Schußmann tam, ging zum Juspektor und erklärte dann nach einer Besichtigung des Fleisches, daß es genießbar fei. " bor, London, 30. Mai.( B. H.) Heute nachmittag brach im Queen Läden befinden sich in dieser Stadtgegend; es herrscht die Be fürchtung, daß das ganze Stadtviertel eingeäfchert werden könnte. Mehrere Feuerwehren wurden zur Bekämpfung des Brandes requiriert. Der Schaden beträgt schon jezt mehrere hunderttausend Pfund Sterling. Brüssel, 30. Mai.( B. H.) Das Journal de Brugelles" berichtet, daß der Abgeordnete Janson auf sein Kammermandat zu Gunsten seines Senatsmandats verzichtet. Fremdenverfolgung in China. London, 30. Mai. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Beting von gestern gemeldet: Der hiesige Korrespondent des„ Reuterschen Bureaus" und zwei andre Europäer ritten heute nach Fengtai, um den von den Bogers angerichteten Schaden, der auf eine halbe Million Taels geschätzt wird, zu besichtigen. Als die Herren durch das Süd- Thor nach Beling zurückkehrten, fanden sie die Straßen bon Soldaten bejezt; sie wurden von den Soldaten mit Steinen beworfen, ritten aber im Galopp durch und erlitten einige leichte Verlegungen. Georg Gluth, deffen Alibi vom ersten Tag an nachgewiesen war, wurde am Sonnabend, 28. April, aus der Haft entlassen, Am 22. April hatte das Berl. Tageblatt" geschrieben: " Die Untersuchung in der Medenwaldtschen Mordsache hat insofern eine bemerkenswerte Stlärung erfahren, als der alte Gluth bereits wieder aus der Haft entlassen ist. Auch sein Sohn Georg wird jedenfalls noch heute auf freien Fuß gesezt. Gegen beide Schuß der fremben Gesandtschaften find Truppen- Detachements der Aus Tientsin wird dem genannten Bureau berichtet: Bum lag von vornherein weder der Verdacht der Mitthäterschaft noch der als Mitwisser verschiedenen auswärtigen Mächte, jedes hundert Mann start, nach ihre Verhaftung wurde lediglich deshalb verfügt, um einer Befing beordert worden, der Vicefönig lehnt es aber ab, die Be Als die Arbeiter sahen, daß ihre Beschwerden bei der Polizei förderung dieser Detachements auf der Eisenbahn von Tientsin nach Verdunkelung des Thatbestands vorzubeugen. Für die Kriminalpolizei tam von vornherein nur Willy Gluth als aku find fünf russische und ein englisches Kriegsschiff eingetroffen; Beting ohne Genehmigung des Thung- li- Yamen zu gestatten. In nicht auf das nötige Verständnis zu rechnen hatten, thaten sie, was Thäter in Betracht. in solchen Fällen den Arbeitern als legtes Rettungsmittel erscheint: fie gingen zur Redaktion unfres Parteiblatts in Halle und brachten Wir müssen dem genannten Blatte die Verantwortung für diesen bon legterem wird jezt eine Abteilung gelandet. In Tientsin dort ihre Beschwerden vor, die sich auf das Effen im allgemeinen Bericht überlassen; eine Richtigstellung durch die Behörde wurden 108 Amerikaner mit einem Maschinen- und einem Feldgeschütz erstreckten. Hier fanden sie auch Hilfe. Es wurde eine fachmännische ist nicht erfolgt. Dazu hätte um so mehr Veranlassung vorgelegen, gelandet; Tientsien ist nicht in Gefahr. als in dieser Meldung den Behörden ein Vergehen oder Verbrechen Untersuchung des verabreichten Fleisches veranlaßt und der vereidigte vorgeworfen, das nach den§§ 341 und 239 des Strafgesetzbuchs Grandenz, 30. Mai.( W. T. B.) Der„ Gefellige" meldet: Große ers Handelschemiker Dr. W. Lenz in Halle gab folgendes Gutachten ab: mit Zuchthaus, mindestens aber mit drei Monaten Gefängnis be- regte Volksansammlungen fanden in der Nacht zum Mittwoch in der Die Vorprüfung ergab, daß das Fleisch einen efelerregenden straft wird. Denn eine Verhaftung auf Kollufions-( Verdunkelungs-) Danzigerstraße in Konig statt, da irrtümlicherweise vermutet wurde, Geruch besaß, welcher auf bereits eingetretene Verwesung Berdacht ist nur gegen Angeschuldigte, nicht gegen Zeugen oder An- der Fleischermeister Hoffmann sei verhaftet. Eine Anzahl Fenster gehörige statthaft. jüdischer Einwohner wurden eingeworfen. Eine Compagnie des InGegen Willy Gluth trat nun jene unheilvolle Verschiebung der fanterie- Regiments Nr. 14 ist, um größeren Unruhen vorzubeugen, Stollen ein, die es bald dahin bringt, daß dem einmal Verdächtigen von hier nach Konig abgerückt. die Beweislast aufgebürdet wird. Er sollte sein Alibi nachweisen. Paris, 30. Mai.( B. H.) Die Gemeinderäte wählten hente Wenn man den Aussagen der Angehörigen Glauben béimeffen den Nationalisten Grebauval zum Präsidenten des Gemeinderats. Verantwortlicher Redacteur: Panl John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drnd und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. schließen läßt. Hiernach wird die Probe als verdorben erklärt. So schafft man Leutenot und so bringt man auch den rüdständigsten polnischen Arbeitern bei, daß sie nur von den Socialdemokraten die Wahrung ihrer Interessen zu erwarten haben. Mr. 124. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 31. Mai 1900. Partei- Nachrichten. Zum Parteitag. Der Stadtrat von Mainz hat auf ein Gesuch unfrer dortigen Genossen die Stadthalle zur Abhaltung unsres Barteitags für die Zeit vom 16. bis 23. September zur Verfügung gestellt. Parteipresse. Die Leipziger Volkszeitung" erhöht vom 1. Juni ab ihren Abonnementspreis um 10 Pf. pro Monat, so daß sie von da ab 70 Pf. mit freier Zustellung, 60 Pf. bei Selbstabholung fosten wird. Begründet wird die Maßregel hauptsächlich mit der durch den Papierring herbeigeführten Erhöhung der Papierpreise. Ein historisches Dokument. In Dolzheim bei Wiesbaden fam in einer öffentlichen Verjammlung auch das Parleijubiläum zur Sprache. Dabei teilte ein dortiger Genosse mit, daß er im Besize der Einladung zu einer lafsalleanischen Versammlung in Biebrich aus dem Jahre 1867 sei, die bei der Restauration der Dolzheimer Kirche unter dem Altar vorgefunden wurde. Gerichts- Beitung. mittel " 1 gering do. Bauch beantragte eine nachdrückliche Beſtrafung, da der Angeklagte den geMarktpreise von Berlin am 29. Mai 1900 Kartoffeln, neue, D- Ctr. bildeten Ständen angehöre, und gerade von denjenigen, die so bereizen, gut D. Ctr.| 15,25| Rindfleisch, Keule 1 kg ächtlich auf die Juden herabblicken, verlangt werden müsse, daß sie in Bezug auf Bewahrung von Sitte und Anstand mit gutem Beispiel vorangehen. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten auf Grund der Beweisaufnahme wegen der Beleidigungen zu 100 M. Geldstrafe und wegen der Mißhandlung zu zwei Monaten Gefängnis. mittel gering +) Gerste, gut Roggen, gut " 8,-6, 1,60 1,20 1,20 1, 3,60 P 15,15 Schweinefleisch " " Kalbfleisch " 1,60 1, Sammelfleisch 1,60 1, 14,80 14,20 Bittter 2,60 2, 39 mittel gering 14,10 13,60 Eier 60 Stüd 3,20 2,20 " 13,50 13, Rarpfen 1 kg 2,20 1,20 15,50 15, " Aale Bander 2,80 1,40 " 2,60 1, " Nichtstroh Erbsen 14,90 14,40 14,30 13,70 Hechte. 6,50 5,50 Barsche 9,70 6,- Schleie 40, 25,- Bleie 45, 25, Strebje 70, 30, Spiritus. Spiritus loco nnverändert. W 2,40 1,20 1,80 0,80 " 19 3,- 1,20 1,40 0,80 per Sdjot 12,- 3,-Wegen Mikhandlung feines Schwagers stand gestern der †) Safer, gut mittel Privatier Dr. Rauter v. Rüdiger vor der 5. Straffammer des gering Landgerichts I. Er hatte gegen ein Urteil des Schöffengerichts, welches ihn seiner Zeit zu 50 M. Geldstrafe verurteilt hatte, Berufung Hen eingelegt. Ursprünglich war auch sein Vater, der Baumeister Rauter v. Rüdiger mit angeklagt gewesen, das Schöffengericht hatte diesen Speisebohnen aber freigesprochen. Der Kaufmann Hugo Bellgart hat die Tochter Linjen *) ab Bahn. †) frei Wagen oder ab Bahn. des Baumeisters wider dessen Willen geheiratet und aus diesem Produktenmarkt vom 30. Mai. Getreide. Der Frühmarkt war Umstande entwickelte sich eine bittere Feindschaft zwischen Schwiegervater bezw. Schwager und Schwiegersohn, die zu ganz abnormen, sehr still, da effektive Ware fuapp ist, und die östlichen Provinzen hohe Preiſe seiner Zeit in der Oeffentlichkeit auch besprochenen Verhältnissen bezahlen. Mittags entwickelte sich für die Lieferungen ein lebhafteres Geschäft bet vorwiegend fester Tendenz. Besonders Weizen setzte höher ein, führte. Vater und Bruder hatten schließlich Frau Bellgart bewogen, doch auch Roggen fonnte sich gut behaupten, da ungünstige Saatenstandihren Ehemann zu verlassen, dieser hatte längere Zeit feine Kenntnis berichte aus Schlesien stimulierten. Schwächere Preismeldungen Oestreich von ihrem Verbleib, endlich erfuhr er, daß seine Ehefrau ungarns wurden durch festere Notierungen in Nordamerika paralysiert. Ein Stück antisemitischer Propaganda der That führte in einer von ihrem Vater gemieteten möblierten Stube logiere. Er Späterhin trat am Weizenmarkt auf Gewinnrealisationen, am Roggenmarkt geſtern den Kaufmann Wilhelm Bec tel bor das hiesige Schöffen behauptet, daß er am 4. September auf den eignen Wunſch seiner auf bitter eigen wertes aber gefiern, für born etwas ichibäder, gericht. Der Kaufmann Nathan Hartmann hatte gegen ihn eine Ehefrau sich aufgemacht habe, sie zu besuchen. Er habe sie nicht zu stellten sich für Weizen wenig über gestern, für Roggen vorn etwas schwächer, Privatklage erhoben und behauptete, von ihm beleidigt und mißhandelt Hause getroffen und mehrere Stunden auf sie gewartet. Dann sei für Herbstsichten behauptet. Hafer war behauptet bei minimalem Handel, worden zu sein. Der Privatkläger wurde eines Tags von dem aus fie in Begleitung ihres Vaters erschienen und habe nun bei seinem Mais fest auf Amerika. Rüböl gab auf Pariser Anregung 0,20 M. nach. einem Café der Friedrichstraße kommenden Angeklagten angerempelt Anblick ein so heftiges Nervenzittern bekommen, daß sie nur mühsam Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 30. Mai 1900. Amt: und als er sich dagegen auflehnte, bedroht. Der Angeklagte soll nach die Treppe hinaufgeführt werden konnte und sich ins Bett legen licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 638 Rinder, dem Zeugnis des Herrn Hartmann in drohender Haltung auf diesen mußte. Der Vater, der mit in die Wohnung gekommen sei, habe 5253 Kälber, 1392 Schafe, 14 584 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund zugegangen sein und ihm zugerufen haben: Verfl Judenjunge! fich unter Ausstoßung einer Drohung entfernt, sei aber in Be- oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund Ich warte schon längst darauf, einem Judenbengel ein paar hinter gleitung feines Sohns, des Dr. R., zurückgekehrt und dieser habe in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten die Chren geben zu können!" Der Angeklagte holte dann noch sich, mit einer Reitpeitsche bewaffnet, in die Thür Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht selbst einen Schuzmanu herbei und verlangte von diesem Schuß gestellt und mit ihm Streit angefangen. Dabei habe der ausgemäſtete und ältere ausgemäftete 00-00; c) ntäßig genährte junge und gut gegen die angeblichen Belästigungen durch den Privatkläger. Der Angeklagte, der Offiziers- Aspirant sei, ihm zugerufen: Sie genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere Beamte ging mit den beiden Parteien auf einen nahegelegenen Haus- dämlicher Kommißknippel", worauf er erwidert habe:" Dann sind und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-50. Färsen und flur und während er noch damit beschäftigt war, ihre persönlichkeiten Sie ein degradierter Wachtmeister!" Nummehr habe der Angeklagte Stübe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; festzustellen, schlug der Angeklagte über den Arm des Schußmanns die Reitgerte erhoben und auf seinen Kopf losgeschlagen, so daß er b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren hinweg den Privatfläger plöglich mit der Faust ins Auge, so daß eine 4 Centimeter lange und 2 Centimeter tiefe, bis auf den Knochen 00-00; c) altere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere legterer längere Zeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. gehende und start blutende Wunde davon getragen habe und 19 Tage Kühe und Färfen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-47; e) gering genährte Kühe und Färsen 41-43. Kälber: a) feinste Mast Troß dieser Behandlung war der Privatkläger in einem vorigen arbeitsunfähig gewesen sei. Der Angeklagte bestritt entschieden, ge- tälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 71-74, b) mittlere Maftkälber Termin bereit, auf einen Vergleich einzugehen, er verlangte nur schlagen zu haben, und behauptete, von seinem Schwager zuerst be- und gute Saugtälber 60-65, c) geringe Saugtälber 50-55, d) ältere, gering durch den Mund seines Vertreters, Rechtsanwalt Blaschtauer, leidigt worden zu sein. Der Schlag mit der Neitpeitsche und die genährte( Freffer) 00-00. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast daß der Angeklagte sein Bedauern aussprechen und 50 W. an die damit hervorgerufene Verwundung wurde jedoch von einem un Hammel 60-63, b) ältere Maſthammel 53-58, c) mäßig genährte Unterstügungstasse der jüdischen Gemeinde zahlen solle. Der parteiischen Zeugen bestätigt. Während Rechtsanwalt Dr. David Hammel und Schafe( Merzschafe) 47-50, d) Holsteiner NiederungsVergleich scheiterte, da der Verteidiger Schweine: a) vollfleischige der feineren. des Angeklagten, fohn ausführte, daß sich der Angeklagte in dem Zustande der Ehren- fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Rechtsanwalt Dr. Werthauer, gleichzeitig die Erklärung Notwehr befunden, erklärte Rechtsanwalt Dr. Hertwig, daß An- Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 44-45, verlangte, daß Privatkläger auf jeden weiteren Bußanspruch gesichts der ganzen Sachlage und der Stärke der Mißhandlung die b) Käser 00-00, c) fleischige 42-43, d) gering entwickelte 39-41, verzichte. Da der Angeklagte außerdem die Widerklage erhob und erkannte Strafe außerordentlich milde erscheine. Derselben Ansicht e) Saiten 37-38. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieb ungefähr die. hierzu Beweisanträge gestellt wurden, mußte damals der Termin war auch der Gerichtshof, der auf Verwerfung der Berufung Hälfte unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich bei dem überreichlichen bertagt werden. Im neuen Termin versagten die Beweise zur Wider- erkannte. Angebot schleppend; es wird faum ausverkauft. Bei den Schafen blieben flage, während der Thatbestand nach den Behauptungen des Klägers ctwa 100 Stüd unverkauft übrig. Der Schweinemarkt verlief schleppend und wird nicht ganz geräumt. Schwere, fette Ware war vernachlässigt. ini allgemeinen festgestellt wurde. Rechtsanwalt Dr. Blaschkauerl A. Jandorf& Co * C. Spittelmarkt 16/17. SW. Leipzigerstr. 64. SW. Belle- Alliancestrasse 1-2. Bullen: Bambusstuhl 260 Bambusbank hell M. bell 732. 50 M. Bambustisch. Hocker, hell. 15 Bauerntisch 250 Feldstuhl 35 P Triumphstuhl 1 hell, Platte ca.72 × 45 cm. 331 Fussbank, hell, 90 Pr. 23 DL. Triumphstuhl mit Armlehne.:::: Triumphstuhl mit Armlehne u. 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Für die Verwaltung: P. Hoffmann. Freie Volksbühne V. Abteil.: Sonntagnachm. 2 Uhr im Carl Weiss- Theater: 3. Abschiedssouper. gende Fassung: " Die Kaffenbeiträge betragen 2,7 Proz. des im§ 10 festgesezten durchschnitt: lichen Tagelohns und zwar: pro Woche 17 Tage) pro Tag abgerundet zur Dreiteilung auf für Mitglied. d. 1. Kl. 66 Pf., 937 Pf. 2. 45 " " " " 3. 33 " " 群 " n " " " 4. 24 M 63/7" 45/7" 33/7" " " D." 18 " 24/1" § 62 erhält folgende Fassung: Alle die Kaffe betreffenden Bekannt haus", den Gastwirtsgehilfen", die " Deutsche Gastwirte Zeitung" den „ Berliner Lokal Anzeiger" und den " Vorwärts" veröffentlicht, außerdem werden die Rassenvertreter zu jeder Generalversammlung schriftlich einbedien Tagebuch des alten Somter 1. Abschied vom Regiment. Aus dem Einakter- Cyklus„ Die machungen werden durch das„ Gaft: Befreiten" von O. E. Hartleben. von Oscar Wagner. Du bon 2. Fritzchen. Drama in 1 Akt von Hermann Sudermann. Aus dem Anatol- Cyklus von A. Schnitzler. Achtung! Ordner. 2. 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Stadtverordneten Versammlung stehen u. a. folgende Punkte: Ein Innungsmeister als gerichtlicher Sachverständiger. kontrollierbare Zeitungsmeldung, gegen die immerhin Mißtrauen anVorschläge des Ausschusses für die Wahlen von unbefoldeten Ge- In einem Prozeß zwischen einem Möbelgeschäft und dessen Kunden gebracht ist. Neumann leugnet jede Schuld. meindebeamten und des Ausschusses für Petitionen. Bericht ist der vor einigen Tagen in der Wahl durchgefallene Obermeister Eine Korrespondenz meldet über den verhafteten Neumann noch, erstattung über die Vorlage, betreffend den Erlaß eines Kreß von der Tapezierer Junung als Sachverständiger über daß dieser von Beruf Schlosser ist und schon mehrfach wegen Weiter ergeht die Orts statuts bezüglich der Anstellung der Kommunal- die Angemessenheit der Preise zur Abgabe eines gerichtlichen Einbruchs im Zuchthaus gesessen hat. - Desgl. über die Anträge fich Mit Gutachtens aufgefordert worden. In diesem Gutachten", Storrespondenz folgenden Mutmaßungen: Mutmaßungen: Fräulein twar gliedern der Versammlung, Sie hörte das betreffend eine Erhöhung der datiert vom 11. Mai 1900, befindet sich ein Passus, in welchem der Medenwaldt schwerhörig, fast taub. Alterszulagen der Gemeindeschullehrer und der ganze Jugrimm des Herrn„ Sachverständigen" gegen die organi Slingeln oft nicht, wenn es nicht besonders start war. wissenschaftlichen Lehrerinnen bezw. die Anstellung von drei Lehrern fierten Tapezierergehilfen zum Ausdruck kommt. Es man nimmt nun an, daß sie es auch überhörte, als Neumann bei als Gemeindeschullehrer. Borlagen, betreffend die einstweilige heißt dort: ihr flingelte, um in seiner gewohnten Weise einzubrechen und zu Verausgabung der für die Ausarbeitung der Projecte usw. der neuen Im allgemeinen ist die Klage des Publikums resp. stehlen. Der Einbrecher wurde, während er die Behältnisse durchsuchte, Gasanstalt bei Tegel, sowie andrer Neubauten entstehenden der Knudschaft gerechtfertigt, daß Preise und Arbeiten nicht im von Fräulein Medenwaldt, die sich zunächst in dem kleineren, einfenftrigen Kosten die Aufbringung der Mittel zur Herstellung der Entwässerungs- Einklang stehen; es liegt dies durchweg an den Zimmer hinter dem großen zweifenstrigen aufhielt, überrascht. Da anlagen für die Hofjäger- Allee- die unentgeltliche Abtretung bezw. die Arbeitnehmern, welche bei hohem Lohn bemüht Neumann sehr viel auf dem Kerbholz hatte und einer langjährigen Belastung der zum Bau der Eisenbahn Lichtenberg- Friedrichsfelde- sind, nicht zu viel zu leisten, und ist es kaum Zuchthausstrafe entgegensehen mußte, so trug er fein Bedenken, die Wriezen erforderlichen Parzellen von den in der Feldmark Friedrichsfelde möglich, wirksam dagegen anzufämpfen. Dieses Verräterin aus dem Wege zu räumen. Er stach so lange auf fie belegenen Wasserwerks- Ländereien den Verkauf eines in der Feld- Resultat versichere ich wahrheitsgemäß, dessen Richtig ein, bis sie sich nicht mehr rührte. Sein Opfer verblutete sich dann mart Kaulsdorf gelegenen Wasserwerks Grundstücks an den fönig- keit auf den ein für allemal von mir geleisteten Sach- langfam, während er die Beute zusammenraffte und entkam. Alles, lichen Eisenbahn- Fistus die Anwendung der Erträge der Friedrich verständigen Eid." was bei Neumann in seiner Schlafstelle und bei seinem Helfer an Wilhelm- und der Jubiläums- Busagstiftung für das Rechnungsjahr Es muß den Wert eines gerichtlichen Gutachtens ungemein er- Seleidungsstücken n. i. w. vorgefunden wurde, ist dem Gerichtschemiker 1899 anderweitige Regelung der Gehaltsverhältnisse der ordentlichen höhen, wenn der zur Abgabe desselben berufene Mann die Arbeiter Dr. Jeserich übergeben worden. Dieser soll die Sachen daraufhin Lehrer an den städtischen höheren Mädchenschulen die Errichtung darin als faule Subjekte denunziert, denen das Publikum die untersuchen, ob sie Blutflecke oder Reste von solchen enthalten, die eines Feuerwehrdenkmals die Leistung eines Gewerkers von den Unternehmern geforderten hohen Preise zu danken habe. beim Auswaschen zurückgeblieben sein könnten. zuschusses zu den Kosten des Baues und der Unterhaltung Jammerschade, daß die Junung die Verdienste des Herrn Kreß so Auf Veranlassung des Oberpräsidenten der Provinz Brandens des Mittelland Kanals, die Feier des Milch- arg verkannt und den Braven nicht wieder zum Obermeister ge- burg haben diejenigen 26 Ortschaften, die den Deutschen Tierschutzfestes durch die Böglinge der Waisen Erziehungsanstalt wählt hat. verein mit dem Hundefang beauftragt haben, gleichlautende zu Rummelsburg, die Weiterführung der Kaiser- Wilhelm- 3n der Taktik der prenkischen Heuchelchriften, die Armee Verträge geschlossen. Für diese ist der zwischen dem Magistrat der straße bis zur Lothringerſtraße- und die Beteiligung der als Schule der Zucht und Sitte hinzustellen, paßt vorzüglich eine Stadt Berlin und dem Tierschutzverein bestehende Bertrag au Stadt Berlin ant dem kanalunternehmen BerlinStettin durch Uebernahme der Garantie für einen Teil der durch Mitteilung, die wir im Berl. Tagebl." finden: Die Marschlieder Grunde gelegt mit Aenderungen, die durch die örtlichen Verhältnisse die Kanalabgaben nicht gedeckten Betriebs- und Unterhaltungskosten decent. Werden sie auf der einsamen Landstraße gesungen, so wird unfrer Soldaten sind zum großen Teil nichts weniger als bedingt sind. des Kanals, sowie der zur Verzinsung und Tilgung des auf kein Mensch daran Anstoß nehmen, denn jeder weiß, wie sehr 3 Uhr wurde der Telephonbetrieb in Berlin„ wegen GewitterEinstellung des Telephoubetriebes. Gestern nachmittag gewendeten Baukapitals erforderlichen Beträge. Die Wahl der ein flottes Licd das Marschieren erleichtert, und man läßt es Vertrauensmänner für den neuzubildenden Ausschuß zweds Aus- passieren, wenn der Text sich auch nicht innerhalb der durch die neigung" eingestellt. wahl der Schöffen und Geschwornen 2c. für das Jahr 1900. lex Heinze gezogenen Grenzen hält. Umsomehr aber ist es zu Der Polizeipräsident giebt bekannt: Judem ich auf die Das Plenum der städtischen Baudeputation hat jetzt unter verurteilen, wenn derartige Lieder in der unmittelbaren Nähe eilgehilfen Ordnung für die Stadtkreise Berlin und dem Vorsiz des Stadtrats Voigt beschlossen, behufs Verbreite bewohnter Häuser und in belebten Straßen ge- Charlottenburg vom 27. Juli 1899 verweise, mache ich wiederholt rung der Alten Jakobstraße zwischen Oranien und fungen werden. In der Berlinerstraße in Charlotten darauf aufmerksam, daß diejenigen Personen, welche in Berlin: Stallschreiberstraße neue Baufluchtlinien festzusetzen, so daß die burg hört man jekt, wvie 1113 bon dort geschrieben die Prüfung bestanden haben, ihr Prüfungszeugnis sogleich nach Straße daselbst eine Breite von 16 Meter erhält und der Engpaß wird, fast fast an jedein Vormittag von den von der Feld- Empfang dem königl. Bezirksphyfitus Herrn Sanitätsrat Dr. Granier, beseitigt wird. Zwischen der Strom- und der Levezowstraße soll dienstübung oder vom Schießplatz zurückkehrenden Soldaten Wallstr. 3'4, persönlich vorzulegen haben und daß sie verpflichtet eine Uferstraße mit Ladestellen von 30 Meter Breite hergestellt, der Berliner Garnison Lieder singen, die dem durch die find, jeden Wohnungswechsel und auch das Aufgeben ihres Berufs fowie die Festsegung von Baufluchtlinien auf dem Borsigschen erwähnte lex berühmt gewordenen Abg. Rören die Haare zu demselben Herrn mündlich oder schriftlich anzuzeigen. Noch wird Grundstück für eine neue Straße herbeigeführt werden. Berge stränben würden. In der Bürgerschaft Charlotten- bemerkt, daß die Heilgehilfen- Ordnung bei R. Schöz, Luisenstr. 36, Tie Einheitsstufe der nach dem Ortsstatut vom 7. und burgs macht sich darob eine starke Erregung bemerkbar, für 10 Pf. zu haben ist. 19. März 1877 bon den Verpflichteten für Pflasterung und die um so berechtigter erscheint, als die singenden SoldatenUnterhaltung neuer Straßen zu erstattenden resp. zu tragenden Kosten abteilungen meist zur Beit des Schulich lufies die find nach Beschluß der städtischen Tiefbau- Deputation für das Jahr 1900, Berlinerstraße passieren. Den Soldaten des in Charlotten unter Beibehaltung von 20 Pf. zur Unterhaltung für Nebenstraßen von burg garnisonierenden Königin Elisabeth Regiments ist das 13,50 M. auf 14 22. und für Hauptstraßen von 14,50 erhöht worden. Die feit einigen Jahren in auf 15 M. Singen innerhalb der Stadt aufs strengste verboten, und auch für plan wird morgen zur Begutachtung und Genehmigung der städtiin Berlin übliche die Soldaten der Berliner Garniſon iſt unſres Wiſſens vor wenigen geschmackvolle Benutzung der Giebelwände zu Reklame- Jahren ein Kommandanturbefehl ergangen, indem ausdrücklich darauf zweden soll auch auf die Zäune der Abbruchfläche des Köllnischen aufmerksam gemacht wurde, daß das Singen innerhalb der Berliner Rathauses und der wasserseitigen Grundstücke der Wallstraße Anwendung Vorortgemeinden nicht gestattet ici. Es wäre zu wünschen, daß das finden. Die Tiefbau- Deputation hat daher beschlossen, die betreffenden Verbot, das anscheinend in Vergessenheit geraten ist, den TruppenAngebote von Unternehmern der Grundeigentum- Deputation zur Er- törpern der Berliner Garnison wieder in die Erinnerung gerufen ledigung zu überweisen. Herr Stadtrat Dr. Münsterberg hat die fürzlich von mus gemeldete Aufforderung, ein Preisrichteramt bei der Pariser Ausstellung zu übernehmen, mit Rücksicht auf seine anderweiten Amtsgeschäfte abgelehnt. Doch wird er sich voraussichtlich im Juli nach Baris begeben, um als Delegierter des Berliner Magistrats an den dort stattfindenden internationalen Wohlfahrtstongreffen teilzunehmen. ro Die städtische Kanalisations Deputation hat gestern beschlossen, die gesamten Bahnhofsanlagen Stralau Treptow an die Berliner Kanalisation anzuschließen. g Lokales. Die Religion würde. H " Aus Anlaß der an den beiden Pfingstfeiertagen statt. findenden Frühkonzerte beabsichtigt die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn am Sonntag den 3. und Montag den 4. Juni einen besonderen Fahrplan für einen Frühverkehr einzurichten. Dieser. schen Verkehrsdeputation und der Polizei eingereicht werden. Es sollen anf den für die Frühkonzerte hauptsächlich in Betracht kommenden Linien, und zwar Hajenheide- Müllerstraße, HasenheideSchönhauser Allee, Gesundbrunnen- Kreuzberg, Görlizer Bahnhof Savignyplaz, Briß- Secstraße, Küstriner Plaz- Uhlandstraße und Ringbahn von 5 Uhr morgens an Wagen in Abständen in 8. bis 10 Minuten, für die Linien mit elektrischem Betrieb mit Anhänge verkehr folgen. Massenklagen gegen Gastwirte beschäftigen augenblicklich die hiesigen Gerichte. Stlägerin ist die Stontursverwaltung des gastwirt- Beim Abbruch eines Schornsteins verunglückt ist gestern schaftlichen Spar- und Kreditvereins, eingetragene Genossenschaft mit nachmittag um 4% Uhr der Schornsteinfegermeister Hubenthal aus mbeschränkter Haftung. Die Klage- Anträge stüßen sich auf inter- der Struminestraße 92 zu Charlottenburg. Auf dem Grundstück Kirchschleife, die sich der im Jahre 1884 verstorbene Restaurateur Meyer, straße 17 wurde ein zwei Stock hoher Schornstein in der Weise absowie der seit 2 Jahren flüchtig gewordene Restaurateur Busse als getragen, daß Hubenthal jich an dem Giebel des höheren Rebenhauſes Vorsitzende des klagenden Vereine zu Schulden kommnen ließen. Die an einem Seil herabließ und an diesem schwebend die Arbeit aus Flucht des Busse erregte damals in Gastwirtskreisen ungeheures Auf- führte. Die Polizei warnte ihn und gab ihm auf, ein Hängegerüst sehen, da sie den Zusammenbruch des Spar- und Kreditvereins. der anzubringen. Hubenthal aber arbeitete so weiter, bis um 4 1hr ursprünglich unter dem Namen Deutscher Kellnerbund" gegründet das Seil riß und er in die Tiefe stürzte. Mit einem Schädelbruch war, nach sich zog. Meyer und Busse haben sich ganz beträcht- und inneren Verletzungen wurde er bewußtlos nach dem Krankenlich an dem Genossenschafts Vermögen vergriffen und dann hanje gebracht. unrichtige Bilanzen aufgestellt, teils, um ihre Unterschlagungen zu Eine Kindesentführung beschäftigt augenblicklich die Behörden. verdecken, teils, un neue Mitglieder zu födern. Die JahresIn der Ritterstr. 20 wohnt eine Witwe of om mit einer siebenabschlüsse wiesen stets erhebliche Ueberschüsse auf, obgleich große jährigen Tochter Margarethe. Ihr Mann, der vor zwei Jahren starb, Interbilanzen vorhanden waren. Um den Generalversammlungen Er brachte in feine zweite foll dem Volke erhalten werden und zu diesem Zweck plagt man, den vermeintlich günstigen Stand der Kasse plausibel zu machen und war früher Hansbefizer in Rügenwalde. wenn auch ohne den gewünschten Erfolg, die armen Kinder in den Decharge zu erhalten, wurde ein gewisser Häling als angeblich he aus der ersten einen Sohn mit, der jetzt in Hamm in Westfalen Gemeindeschulen unausgesezt mit dem Erlernen von Bibel- gerichtlicher Bücherrevisor vorgeschoben, nach dessen Be- lebt. Bei seinem Tode vermachte er ein bedeutendes Vermögen sprüchen und geistlosen Gesangbuchversen, sowie mit mindestens einem glaubigung der Geschäftsbücher dann stets Entlastung erfolgte. Enter fleinen Tochter aus der zweiten Ehe. Das Mädchen besuchte die 22. Gemeindeschule in der Brandenburgstr. 78/79. Als die Sleine halben Dugend wöchentlicher Religionsstunden. In den höheren sprechend den fingierten Ueberschüssen kamen dann Dividenden an gestern mittag nach Schluß des Unterrichts die Schule verließ, wurde und mittleren Schulen wird fein so großer Konjum religiöser die Sparer zur Verteilung, deren Stückzahlung jetzt im Silageweg erfie von einem Mann in Empfang genommen. Dieser brachte fie sie von einem Mann in Empfang genommen. Dieser brachte sie Gegenstände für nötig gehalten, dort sind zwei Religionsstunden in stritten wird. Hiervon werden selbst ehemalige Sparer betroffen, die trotz ihres lebhaften Sträubens und lauten Schreiens in eine Droichte, der Woche schon völlig ausreichend. Jetzt hat man in einem feltenen feit mehr als 10 Jahren der Genossenschaft gar nicht mehr an die er auf der Straße bereit hielt, und fuhr mit ihr davon. Ihr vom Kulturfortschritt durchbrungenen Moment in der städtischen gehörten. Viele Wirte lassen es gar nicht auf eine Stlage ankommen, Echreien und Weinen machte zwar die übrigen Kinder und die Schulverwaltung fogar den verständigen Gedanken erwogen, sondern erstatten einfach die beanstandete Dividende an die Stonkurs Straßengänger auf den Vorgang aufmerksam, es kümmerte sich aber niemand darum, da man den Zusammenhang nicht kannte. Anob nicht wenigstens für die höheren und mittleren Schulen maffe zurück, da das Gericht meistens dem Klageantrag beitritt. Straßengänger auf den Vorgang aufmerksam, es fümmerte sich aber der Religions- Unterricht völlig zu beseitigen sei. Es wird Andre Schuldner, namentlich unverheiratete, die Berlin den Rücken scheinend ist der Entführer der Stiefbruder aus Hamm. nämlich mitgeteilt: kehrten, sind nicht aufzufinden. Der flüchtig gewordene Busse soll sich " Zur Beratung über die Neuregelung des höheren und übrigens in Berlin versteckt halten, ohne daß es bisher der Polizei mittleren Schulwesens in Berlin ist, wie gemeldet, von den gelungen ist, seiner habhaft zu werden. städtischen Behörden eine gemischte Deputation eingefegt Wird ein Pressünder unter Anklage gestellt, so macht es Er galt bisher als bemittelt, da er unter Assistenz seines Vaters worden. Eine Hauptrolle spielt in dieser vom Stadtverordneten einen höchst gemütvollen Eindruck, wenn eines schönen Morgens ein und eines Bruders gegen 20 derartige Geschäfte in Berlin ber Dinje angeregten Angelegenheit δαξ Bestreben, den Schumann sich in seiner Wohnung einfindet, um im Auftrage waltet. Dienstagabend saß er mehrere Stunden in der in demselben Religious Unterricht in den Schulen umzugestalten der Justizbehörde nachzuforschen, ob der Staatsverbrecher auch im Hause befindlichen Restauration beim Startenspiel und entfernie sich bezw. wie dies bereits in Frankreich geschehen ist, gänzlich stande sei, die kosten des gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens furz vor 11 Uhr. Nach etwa zehn Minuten kehrte er zurück und bekanntlich( am 30. Oftober 1886) ein Gefez erlassen, welches den zu tragen. Der Genuß eines solchen Schauspiels bleibt wenigstens veranlaßte unter den wenigen Gästen noch eine Würfelpartie. Berlin einem Redacteur hinfort versagt. Der Justiz Kaum hatte diese begonnen, als sich in der Gast Einfluß des Klerus auf diese Elementarschulen( écoles primaires) minister hat nämlich durch eine allgemeine Verfügung vom stube, die unmittelbar alt die Schusterwerkstelle: grengt, beseitigte, die dem geistlichen Stande angehörenden Lehrer durch 19. b. Wits. angeordnet, daß in Zukunft bei Feststellung der ein starker Rauch sowie Petroleumgeruch bemerkbar machte. weltliche erfekte und den Religionsunterricht ganz abschaffte. An Fähigkeit des Angeklagten zur Kostenzahlung die Behörde um Der Nauch drang durch ein Luftloch, das von der Gaststube die Stelle des letzteren trat der sogenannte Moral- Unterricht eine Auskunft zu ersuchen ist, der die Ausstellung von Armuts- nach der hinter der Schusterwerkstatt liegenden Schlafſtube des Lange ( instruction morale). Da in Frankreich( ſeit 1882) der Schulzwang zeugnissen in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten zuſteht. Es find führt. Während nun schleunigst die Feuerwehr herbeigerufen wurde, besteht, so werden jährlich ca. 6 Mill. Kinder an den durch öffentliche dies in den Städten mit föniglicher Polizeiverwaltung die Gemeinde- stürzten andre Personen nach der Brandstelle, die in der Schlafftube Mittel unterhaltenen Volksschulen( deren Zahl ca. 81000 beträgt) ohne behörden, im übrigen in den sogenannten alten Provinzen und in des Lange lag. Die starke Berqualmung verhinderte jedoch ein Vorunter ihnen, deren Eltern die Mittel dazu haben, auf häuslichen räte und in der Rheinproving und in Hessen- Nassau überall die kurzer Zeit ablöschte. Da unschwer festgestellt werden konnte, daß Unterricht angewiesen. Der Moralunterricht, eine allgemeine Sittenlehre, foll so eingerichtet sein, daß er allen Religions. Bürgermeister. In Berlin hat in Zukunft die Armen- Betten und Möbel start mit Petroleum begossen waren, so wurde Sittenlehre, soll so eingerichtet sein, daß er allen Religionsverwaltung des Magistrats über die Vermögensverhältnisse der der Geschäftsinhaber vom Plaze weg verhaftet. Nach einer Version bekenntnissen gleichmäßig gerecht wird; feine Einführung ersoll der Verhaftete zeitweilig au geistigem Defekt leiden. leichterte der Umstand, daß die Bevölkerung zu ihrem Angeklagten Auskunft zu erteilen. der Als Brandstifter verhaftet wurde in vorletzter Nacht ber 21jährige unverheiratete Schuhmacher Rudolf Lange, der Brandenburgstr. 20 eine Besohlanstalt eingerichtet hat. überwiegenden Teil ein und derselben Religion angehört In der Medenwaldtschen Mordsache glaubt die Polizei eine Bei der Arbeit schwer verunglückt ist gestern vormittag die ( 98 Proz. derfelben sind Katholiken). Um sich nun über die neue Spur gefunden zu haben. Sie vermutet nämlich, in einem 14jährige Else Beischwang aus der diüdersdorferstr. 56. Sie geriet einschlägigen Verhältnisse genauer zu informieren und der hiesigen am 17. d. m. verhafteten Arbeiter Neumann den Mörder. Er in einer Buchbinderei in der Landsbergerstr. 109 mit der rechten Schuldeputation darüber Bericht erstatten zu können, foll, wie foll, wie sich jetzt herausgestellt hat, zehn bis zwölf Einbrüche bei Sand in eine Preßwalze, die ihr vom Gelent bis zu den Fingerwir hören, der städtische Echulinspektor Dr. von Gigydi alleinstehenden Damen verübt haben. Die Diebstähle fielen nach ipizen Haut und Fleisch von der Hand Herunterriß, selbst die Sehnen Pankow mit den auf Stosten der Stadtgemeinde nach Paris zu Angabe des Neumann stets in die Zeit von 1/210 bis 1 hr( am und Knochen wurden bloßgelegt und zum Teil ebenfalls beschädigt. entfendenden Beamten, Technikern, Lehrern zc. fich dorthin begeben. Tage), also in diefelben Stunden, die allein für die Wordthat in Der Arbeitgeber brachte die Berunglückte mit einer Droschte in ein Dr. von Gigydi, der den Muf eines ausgezeichneten philosophischen Frage kommen. Es soll ferner feststehen, daß N. in der Krankenhaus. Schriftstellers genießt, wird sich zunächst mit dem franzöfifchen Gegend Stromstaße mehrere Einbrüche verübt hat, Im Rausche verunglückt und ertrunken ist der am 10. d. M. Unterrichtsministerium in Verbindung setzen." und zwar einige Tage vor dem Word. In seiner Wohnung von Berlin nach Spandau übergesiedelte 41jährige NechtsanwaltsDieser Gedanke wird selbstverständlich ein schöner Traum bleiben, ist angeblich eine Liste von Lehrerinnen gefunden worden, die er in Bureaugehilfe Siebeneiche. G. hatte etwas viel getrunken und und das Unkengeschrei der fonservativen und um den Einfluß den nächsten Tagen noch besuchen" wollte. Bei dieser Haussuchung nahm auf der Rückkehr in seine Wohnung den Weg aut Bollwerk ibrer Interessenten bangenden pfäffischen Presse ist daher ein recht wurden aber noch zwei Ringe und ein Portemonnaie gefunden, entlang, wobei er an der Schleuse kopfüber in die Havel stürzte. unnötiges Vergnügen. Bald genug wird der ja ans Duden ge- welche durch eine Freundin der Ermordeten als Eigentum des Obgleich er von einigen dort vor Anker liegenden Schiffern sofort wöhnten Schulverwaltung von der Regierung flar gemacht werden, Fräulein Medenwaldt rekognosciert worden find. Von Wichtigkeit Obgleich er von einigen dort vor Anker liegenden Schiffern sofort daß sie schon um des Scheins willen selbst in den höheren ist ferner, daß ihm nachgewiesen werden konnte, am Tage des Mordes herausgeholt wurde, war er bereits eine Leiche. Die angestellten Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Schulen, geschweige denn in der Volksschule, von einer Erschung um 1/2 10 Uhr im Mordhause gewesen zu sein. Er hat am genannten Ans dem D- Zuge heraus verhaftet wurde auf Requisition des Religionsunterrichts durch den ethisch gleich höher zu bes Tage in dem Hause Bredowstr. 25, das denselben Hof mit wertenden Moralunterricht nichts wiffen will. Es gehört ja dem Hause Birkenstraße 42 hat, geklingelt und dort herumgefragt, des Berliner Polizeipräsidiums auf Bahnhof Echneidemühl eine Russin, die sich Jenny Sachs nannte. Das aus Kiew gebürtige andrer Anstalten nach Dahlem dort der Grund und Boden an Wert| Verhöre zu bestehen gehabt. Bezüglich Hoffmanns scheint eine Katastrophe junge Mädchen wird beschuldigt, gelegentlich seiner Rüdreise von gewinnen muß. Dem Finanzminister sollen jetzt schon für die frei- bevorzustehen. Das Belastungsmaterial foll fich wesentlich vermehrt Amerika nach Rußland fein 21/ 2jähriges Kind furz vor der Abfahrt werdenden Teile der Domäne 40 Millionen Mart und mehr geboten haben. Wie übrigens verlautet, soll der Erste Staatsanwalt Settes des Zugs in Berlin hilflos zurückgelassen zu haben. Die Verhaftete worden sein. Von den Bodenreformern und von andrer Seite sind gast in Konig für einen andren Posten in Aussicht genommen sein wurde mit dem nächsten Zuge nach Berlin zurückgebracht. deshalb schon Schritte eingeleitet worden, die darauf abzielen, ohne und demnächst die Stadt verlassen. Der„ Berl. 3tg." wird noch Straßensperrungen. Die Pappel- Allee, von der Buch- Schädigung des Fiskus im allgemeinen Interesse die Domäne an gemeldet, daß Schlächtermeister Hoffmann thatsächlich wieder verHolzer bis zur Stargarderstraße ist behufs Impflasterung vom gemeinnützig wirkende Baugenossenschaften in Erbban haftet werden soll. Die Polizeibehörde sträubt sich nur, weil die An28. ds. Mis. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, pacht" auf Grund der§§ 1012-19 des BGB. über„ Erbbaurecht" fammlungen vor dem Polizeigebäude, als Hoffmanns Siſtierung in ebenso der große Weg von der Charlottenburger Chauffee bis gegen steigende Grundrenten aufzuteilen und zu bebanen. Bei dem der Stadt bekannt wurde, einen bedrohlichen Charakter annahmen. zur Brücken Allee behufs Neubeschüttung der Chauffeedecke vom Geist, der zur Zeit im Finanzministerium herrscht, werden diese, An- Nach einer andern Meldung soll Böhlte nicht verhaftet sein, 5. Juni d. J. ab. träge taum auf ein Entgegenkommen zu rechnen haben. sondern sich auf Veranlassung Hoffmanns freiwillig wieder nach Konig begeben haben. In Koniz ist der befürchteten Unruhen wegen cine Compagnie Infanterie eingerüdt. Polizeilich beschlagnahmt wurden vier Leichen von Personen, die eines plötzlichen Todes starben oder Hand an sich legten. Die Tischlerswitive Bertha Pförtner aus der Fischerstr. 23 bekam in der Küche plötzlich ein heftiges Erbrechen und war nach wenigen Minuten tot.- Der von seiner Frau getrennt lebende frühere Zimmermann Julius Fritsch, der seit vier Wochen bei dem Roßschlächter Meichsner beschäftigt war und wohnte, wurde, als er eben einen Tisch abgewaschen haite, von einem Unwohlsein befallen, brach auf der Kellertreppe zusammen und starb nach fünf Minuten. Der Koppelfnecht Franz Jasjak, der die Nacht über in der Luisenstr. 20 in einem Stall beschäftigt gewesen war, wollte gestern morgen über einen großen Holzplatz himveg nach dem Schiffbauerdamm gehen, fiel auf dem Platz um und starb auf der Stelle. Der Hausdiener Wilhelm Freiberg, der bei dem Gastwirt Christians in der SchönRheumatismus und war infolge seiner oft wie geistesabwesend. In der vergangenen Nacht erhängte er sich. Das Prater- Theater in der Kastanien- Allee eröffnet am ersten Pfingsttage mit einem Schauspiel- und Specialitäten- Ensemble seine Sommersaison. Theater. Die Gesellschaft des Deutschen Volts Theaters ans Wien bringt heute( Donnerstag) im Deutschen Theater Anzengrubers Volksstück„ Alte Wiener" zur ersten Aufführung. Morgen( Freitag), ant Sonnabend und am Sonntag, abends, gelangt Hermann Babrs Wiener Stüd„ Der Star" mit Frau Odilon und den Herren Kramer und Kutschera in den Hauptrollen zur Wiederholung. Jm Apollo Theater findet am Freitag, den 1. Juni, die Aufführung der ganz neu einstudierten und glanzvoll ausgestatteten Burlesten- Operette Venus auf Erden" statt. Für die Morwis Oper im Schiller Theater ist, abweichend von den Einrichtungen des Schiller- Theaters für die Schauspielvorstellungen, neben dem vierzehntägigen auch ein achttägiger Turnus für die festen, d. h. an den Tag gebundenen Abonnements eingerichtet. Die Preise für dieje festen Abonnements bieten eine bedeutende Ermäßigung und sind an allen Anschlagsäulen ersichtlich. Die Ausgabe dieser Abonnements findet in der Billetabteilung des Theaters und in der Trautweinschen Buchhandlung statt. Der Beginn der Opernsaison ist in diesem Jahre auf den 14. Juni an gesetzt. Aus den Nachbarorten. Tellerei. " Vereinskalender. Aenderungen " d. " Abends Männer Arbeiter: Der Deutsche Verein für Fortbildungsschulwesen wird den diesjährigen fünften Fortbildungsschultag am 6. und 7. Oktober in Görlig abhalten. legungen. ( Nana! D. 8-9 Uhr. Arbeiter Bildungsschule, Neue Roßftr. 3. Donnerstag: Bibliothek Lefe: und Diskutierklubs. Donnerstag: Brüderlichfeit", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. bei Haseloff, Landsbergerstr. 8.- Freies Zechenunglück. Aus Recklinghausen, 29. Mai, berichtet Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15., Frante, Pallisadenstr. 9. man: Auf der Zeche Schlägel und Eisen" zersprang gestern ein Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsitzender: Schwungrad. Ein Arbeiter wurde von einem Eisenstück an die Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Seifrit, Wand geschleudert und getötet, ein Monteur erlitt schwere Verdidicinſtr. 16. in Otto Blaad, Strelißerjir. 10, Sof 2 Steppen. Connerstag." Abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Von der Sonnenfinsternis am 28. Mai. Den Hamb. chor St. Urban", Pros, Annenstraße 9. Vorwärts II", Ad. Neu Korr." berichtet ein Telegramm aus Oporto: Die totale Sonnen: mann, Brunnenstr. 150.„ Süd- Ost I", Becker, Köpnickerstr. 191. finsternis hat sich bei schönem Wetter vollzogen, es war ein groß Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Friedenstr. 67.- Gesangv. Berliner artiger, unvergeßlicher Anblick. Der von den Astronomen vermutete haufer allee 145 befchäftigt luar taste in den letzten Tagen steer Chauſjeejr. 104. –„ Viebesluit I", Fürſtenwalde a. b. Spree, Seufel, Schloß Stern zwischen Merkur und Sonne war deutlich ſichtbar. Aus New York wird der 3tg." Morgenroth II", Köpenick, Stippefohl, Schönerlinderstr. 5. Butunft II", Belten i. d. M., Grunow, Wilhelmstr. 19. Fröhlich", richtet: An allen Punkten zur Beobachtung der Sonnenfinsternis Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Bineta", Schmidt, Swinemünder wurden vorzügliche Resultate erzielt. Das Regierungs- Observatorium ftraße Wach auf", Hilgenfeld, Bergstr. 60. Alpenrose", Kunze, in Barnesville machte 24 Aufnahmen während der Totalität der Forsterstr. 36. Deutsche Eiche II", Brandenburg a. S., Winkels Salon, Verfinsterung. Das Marine- Observatorium erlangte vier SpektrumSchumann, Hochstr. 32a. Hauptstraße. Freiheit III", Neu- Weißenice, Königchaussee 38. Loreley", Photographien. Ferner wird berichtet, daß Witts Planet Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollen: Ero 3 von Professor Hove in Denver, Amerika, unweit des weberstraße 3. ,, Kornblume", Gold Gr. Frankfurterstraße 133. Liedes Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102." Oberon", Gründer, Frühlingspunktes im Zeichen des Widders aufgefunden worden sei. Morgengrauen" In Algier, wo an 70 Beobachter in Bouzareah vereinigt waren, Köpniderstr. 100.- Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. ( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( ndchm. 4-6 Uhr). Süd- Ost II", darunter Direktor Archenhold von der Treptower Sternwarte, ist die udwig, Wrangelstr. 86. Möbelpolirer", Stautsch, Fruchtstr. 61. Gersten: Sonnenfinsternis bei wolkenlosem Himmel verlaufen. Der die Sonne ähre", Sommer, Grünftr. 21. Waldkapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65. verdeckende Mond war von einer blendenden filberweißen Corona " Oranienburger Vorstadt", Humboldthallen, Hussitenstr. 40. Gefangy." Greiheit IV", Bernan, Elysium, Berliner Thor. –„ Steinnelle", umgeben, aus der eine Protuberanz, etwa in Pfeilform, fast gegen den Zenith gerichtet war. Die Teilnahme der arabischen Bevölkerung Sachs, Lindowerstr. 26. Sängerluft", Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. Hoffnung III", Friedrichsberg, Böfer, Friedrich Karlstr. 34. Sene: an dem Naturschauspiel äußerte sich in einem tausendstimmigen felder II", Brandenburg a.., Lehmann, Kl. Gartenstr. 1a. Felsen Geheul bei dem Wiedererscheinen der Somme. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauch Beraubte Leichen. Wie man aus Koblenz berichtet, waren burg", Scheere, Blumenstr. 38. firaße und Kaiser- Allee Ede. Solidarität II"( Maurer), Potsdam, die Leichen des bei der Bootskatastrophe bei Bingen im vorigen Boigts Blumengarten, Spandauerstr. 33." Freiheit West", Werner, " Sangeslust I", Reimann, Putbuserstr. 30. Freiheit Monat vernuglückten Oberlehrers Dr. Ridert aus Neisse und des Bülowstr. 59. Nord", Burgsdorf, Wildenowstraßen Ede. Berein Wilhelmberg- Hohen Kaplans Henn aus Wiesbaden der Uhren und Börsen beraubt. Schönhausen", Hohen Schönhausen, Krause, Berlinerstr. 12. Typographia", Grubenunglück. Aus Dortmund wird telegraphiert: Durch Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Bölferfrühling", Höhlle, Oranien vorzeitiges Losgehen eines Sprengschusses verloren auf Zeche Freie Straße 109. Liberté", Lint, Wrangelstr. 86. Vogel und Unverhofft" drei Berglente das Leben, ein vierter Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen wurde tödlich verlegt. im Vereinskalender sind zu richten an Eugen Raschte, Rirdorf, Mahlower Ueber ein Eisenbahnunglück in Rußland wird aus fraße 1, IV. Donnerstag:„ Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgstraße 56.„ Columbus", Hübner, Plan: Ufer 75. Glüh Chaboro ist gemeldet: Ein Militärzug mit der 3. Batterie der licht II", Burmann, Liebenwalderstr. 27. Kamerun", Badtke, Tilsiter 2. Artillerie- Brigade entgleiste; 9 Waggons wurden zertrümmert, ftraße 48.„ Glühlicht I", Neu Weißenfce, Schröder, Streustr. 3. 8 Mann verlegt. Letzteren wurde rechtzeitig ärztliche Hilfe zu teil, Unverzagt I", Lehmann, Koppenſtr. 17.„ Grüner Hain", Bariz, man hofft, daß sie mit dem Leben davon kommen werden. Die Cotheniusstr. 3. Feste Brüder", Rirdorf, 3acher, Hermannstraße 232. Merifaner", Heisgen, Beters: Ursache des Unglücks scheint die zu sein, daß bei der vorVirginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Alter Hussit", Glauniger, Usedomstr. 28." Eiserne Pfeife", genommenen Ernenerung von Schwellen die Schienen nicht befestigt burgerstr. 48. Logan, Schulftr. 113. Berolina", upsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. wurden. Du ahust es nicht", Schmidt, Tilſiterstr. 32. Feigenblatt", Adam, Ryfejtr. 5. Mailuit", Straßburger, Neu- Weißensce, Elsaßstr. 16. Grüne Rose", Kube, Friedenstr. 91. Colorado", Klinge, Reinickendorfer Klub 1900", straße 55." Fidelio", Stephan, Laufizer Blas 12. Ruppert, Adalbertstr. 82. chor Borwärts", Nixdorf, Münzer, Bergstr. 7. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Orchester " Zitherklub Nordstern", Berger, Templinerstr. 11. Zitherflub Menzenhauer", gem. Chor, Neue Königstr. 26. Bergnügungsverein Waldesgrün", Hoppe, Schlesischestr. 46. Berein Fiebigicher Tanzschüler und Schülerinnen", Brunnenstr. 49. Sfat Klub, Grand: Rauchklub Sternspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Schwarz, Dimte, Winsstr. 56.- Lese- und Diskutierklub„ Südost", Tolls: dorf, Görligerſtr. 58. Monat bei Wilfe, Andreasstr. 26. Arbeiter Radfahrerverein Berlin". Jeden ersten Donnerstag im Jeden dritten Donnerstag im Monat G. K. 79. Schschärfe normal. Bruchanlage, kenntlich durch Erweite: bei Naabe, Kolbergerstr. 23. rung des äußeren Leistenrings oder Hervorwölbung der verdünnten BauchArbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turno. Fichte", Berlin, wand beim Husten. Oberflächliche Narben am Hinterkopf. Sie fönnen abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abteilung, Aderstraße 67; 7. Lehrlings: fich immerhin darauf gefaßt machen, daß Sie für den Dienst ausgehoben Turnverein„ Eiche", Köpenick, Damen: Abteilung, Wasserthorstr. 31. Abteilung von 1/ 28-110 Uhr, Hotel Klein, Wilhelmsplatz.„ Freie Turnerschaft Rirdorf- Bris", III. Schüler- Abteilung abends 612-81 1hr, III. Männer- Abteilung abends 8-10% Uhr, Thomas( Apollo- Theater), Hermannstr. 48-50. Arbeiter Stenographenverein Stolze"( Einigungssystem), Be Ungeziefer. Bezirk Nord- West, sirt Stiden, Gräsestr. 82, bei Jahn, abends 81 Uhr. C. S. h. 16. Ein solches Institut besteht. Die Adresse ist: Moabiter Klubhaus, Beufelsir. 9, abends 81% Uhr. Institut National de la Surdité 7, Rue de Londres, Paris. Wer hin: Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Berfchreibt, erhält unentgeltlich ein Exemplar, der Zeitschrift„ La Meeinssigung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8 Uhr. dicine des Sens zu bemerken ist aber, daß es Fälle giebt, in denen alle Verband deutscher Barbiere, Friseure zc.( Zweigverein Berlin.) Donnerstag, den 31. 3. M., abends 10%, 1hr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, bis jetzt bekannten Mittel, die zum Teil sehr loftspielig sind, versagen. K. 7. Die Gewerbe Ausstellung in Moabit war 1879, die HygieneBersammlung. Vortrag des Kollegen Deichsel über: Gewerkschaftliche Fort: Ausstellung 1882. schritte.. alia Gret Schöneberg. Die Kommission, welche über die Vergebung der bon der Stadt zur Reise nach der Pariser Weltausstellung bewilligten Zuschüsse zu beschließen hatte, hat von den zur engeren Wahl gestellten 14 Bewerber folgende 5 Handwerksgefellen gewählt: Buchdrucker Ihlow( Reichsdruckerei), Zimmermann Frommelt, Schlosser Böttcher, Buchbinder Feldt und Klempner Ba a d e. In heftigster Weise wenden sich nunmehr gegen diese Auswahl die Bereine der Handwerksmeister und Gewerbetreibenden. Sie be haupten, die Stadtverordneten hätten beschlossen, drei Arbeitgeber und zwei Arbeitnehmer zu entsenden und nicht, wie hier geschehen, 5 Arbeitnehmer, junge Leute, die vielleicht gar nicht daran denken, sich in Schöneberg ansässig zu machen.(?!) Ginstimmig wurde von den Herren beschlossen, gegen die erfolgte Auswahl Protest zu erheben. Die ,, Weftliche Vorortbahn" beabsichtigt nach der Beendigung ihres langwierigen Streites mit der Gemeinde Wilmersdorf, ihre im Depot zu Schöneberg, bisher untergebrachten elektrischen Wagen nach dem neuen Depot in der Westfälischen Straße zu bringen, da dasselbe im Mittelpunkte der Hauptverkehrslinien liegt. Für die Schaffner und Wagenführer bedeutet diese Verlegung eine wesentliche Dienst erschwerung. Denn erstlich wohnen sie zum größten Teile in Schöneberg, und dann sind kleinere Wohnungen in der näheren Umgebung des Bahnhofs gar nicht zu finden, ja, es erscheint ausgeschlossen, daß man in absehbarer Zeit derartige Häuser in jener teuren Gegend bauen dürfte. Der stundenweite Weg zu dem neuen Bahnhof und von dort wird also für die Betreffenden ein sehr unangenehmer und unbezahlter Zuschlag zu der an und für sich schon ziemlich langen Dienstzeit fein. Zuchthaus kontra Lentenot. Die Regierungspräsidenten haben ein Rundschreiben an die Landräte erlassen, wonach diese aufgefordert werden, ihren Bedarf an Strafanstaltsgefangenen für Tändliche Arbeiten nach Maßgabe der in den in Frage kommenden Bezirfen herrschenden Zentenot anzugeben. Es sollen dafür pro Mann und Tag 1,10 M. Entschädigung gezahlt werden, doch müssen die betreffenden Landwirte für„ verschließbare und sichere Räume" forgen, wo die Strafgefangenen unter Aufsicht eines eigens dazu bestellten Aufsehers untergebracht werden solleit. In dem vielbesprochenen Prozeß um das Seebad Wilmersdorf ist jetzt die Gemeinde Wilmersdorf in erster Justang verurteilt worden, einen Vorfluttanal bez, einen Abzugsgraben zur Entwäffering des Sees herzustellen. Damit wäre die Existenz dieses Sees ernstlich in Frage gestellt. Der Gemeindevorstand hat daher Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt und erhofft vom Kammergericht eine für sich günstigere Entscheidung. abends 7 11hr, im Hörsaal des Botanischen Instituts, Dorotheenstraße 5, Psychologische Gesellschaft zu Berlin. Donnerstag, den 31. Mai, Dr. Richard Meyer: Ueber die Beschränktheit menschlicher Spracherfindung. Gäste wollen sich vor Beginn beim Vorstand melden. Vermischtes. Aus Calumet in Michigan wird gemeldet, daß auf der Calumet und Hecla Kupfermine am Sonntag Fener aus gebrochen ist und infolgedessen alle Schächte bis auf 5 mit Lehm verschlossen worden sind, um den Zutritt der Luft zu verhindern. Die Beamten glauben, daß der Brand beendet ist, aber die Schächte werden nicht eher wieder geöffnet, bis man darüber Sicherheit hat. 3000 Menschen sind durch das Feuer brotlos. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und 3. 3. 93. In Schneidemüht. Freitag von 7-9 Uhr abends statt. werden. Dresden. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Frankfurt a. M., Gr. Hirschgraben 17. K. M. 86. Fragen Sie an in der Redaktion der„ Boltsstimme", 1099. Wir sind leider nur im Besitz von Mitteln gegen politisches Witterungsübersicht vom 30. Mai 1900. morgens 8 1hr. Stationen Barometer ſtand mi Wind: Windstärke Wetter Temp. n.. 6° 4° R. Stailonen Barometers fland mm Windrichtung Windstärte 12 Haparanda 769 Wetter Temp. n. 6. 555555° 6. 1° 9. NO 2 wolfig 2 heiter 10 765 NO. 1 bedeckt 11 Petersburg 767 DO 14 Cort 773NNO 12 Aberdeen 7739 19 Paris 7689 1moltent 3Nebel 13 10 3bedect 10 3 bedeckt 10 2 bedeckt 14 Frankf./Mt. 764 97 3 wolfig 3 bedeckt 21offig Berliner Wetterbureau. Partei- Speditionen: Die Preise für die Dampferfahrten auf dem Tegeler See In der Konizer Mordaffaire ist der Schlächtermeister und Swinemde. 764 find, wie wir fürzlich meldeten, erhöht worden. Zu dieser Nachricht Stadtverordnete Hoffmann wieder auf freien Fuß gesezt Hamburg läßt uns Herr Karl Holz mitteilen, daß seine Schiffe eine Aus- worden; einige Zeitungen wollen wissen, daß dies in Rücksicht Berlin 764 28 nahme machen, er fahre nach wie vor zu den alten Preisen. auf die bedrohliche Stimmung der Bürgerschaft des Orts München 764 23 Vom Gemeinfinn der Grundstücksbesitzer. Der von den geschehen sei. Jetzt ist der frühere Gefelle des Fleischermeisters Wien 760 NW Eigentümern Bock und Jakobi beantragten Regulierung der Sedan- Hoffmann, wohlte, in Marienburg verhaftet und Wetter Prognose für Donnerstag, den 31. Mai 1900. straße in Weißensee von der Wörthstraße bis zur Linden- Allee er- nach Konig geschafft worden. Trotzdem Wöhlke nur ein Jahr Rühl, vielfach heiter, zeitweise wolfig bei meist nur schwachen nördlichen teilte die Gemeindevertretung die Zustimmung; ebenfalls wurde die gelernt hat, und Hoffmann als Inmungsmeister auf eine vier- Winden; keine erheblichen Niederschläge. Bereitwilligkeit der Gemeinde, von einem Teil der Gürtelstraße die jährige Lehrzeit hätte halten müssen, wurde er gleich nach dem Mord Auflassung entgegen zu nehmen und so der Bebanung zu erschließen, an Winter von Hoffmann zum Gesellen gemacht, verließ bald festgestellt. Nach einem früheren Beschluß der Gemeindevertretung Darauf Konig und nahm eine Stellung in einem Gasthause in Tuchel sollte legteres nur dann geschehen, wein die betreffende Gesellschaft an. Aber auch da war seines Bleibens nicht lange. Zu der Haftein ca. ein Morgen großes Terrain der Gemeinde unentgeltlich entlassung des Fleischermeisters Hoffmann wird noch berichtet: zum Bau von Schulhäusern überläßt. Die also in ihren heiligsten" Mur in der wohlbegründeten Besorgnis, daß, falls Hoff- Berlin vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Große Rechten getränkte Gesellschaft beschritt den Beschwerdeweg, und hier mant in Haft behalten würde, Ruheſtörungen unaus rankfurterstr. 133, of part.-SO.: Frig Thiel, Staliterftr. 35 v. part. sechster Wahlkreis( Moabit): Start Auders, Salzwedelers durch wurde zwar die moralische, aber nicht die rechtliche bleiblich seien, wurde die vorläufige Haftentlassung verWedding und Oranienburger Berpflichtung der Gesellschaft, ein solches„ Geschenk" zu machen, fest- fiigt, obwohl die Unschuld Hoffmanns nicht klar erwiesen ist. straße 8, part. im Laden. Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesund. gestellt. Nach dessen Freilassung trat auch eine sichtliche Beruhigung der Be- brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. RosenDie Angelegenheit der Errichtung eines Gewerbegerichts völkerung ein; troßdem wurde fast die gesamte Gendarmerie derthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, in Weißensee wird nächstens in der dortigen Gemeindevertretung Ungegend in Koniz konzentriert. Hoffmann wird so scharf be- Kastanien- Allee, 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, zur Beratung kommen. obachtet, daß eine Flucht ausgeschlossen erscheint.(!) Er Sesenheimerstr. 1. Ede Goethestr., v. 1 Treppe. Dem Nationalheros will nun auch Spandau ein Denkmal ist ein Mann von etwa 50 Jahren, ist Stadtverordneter und erfreut dorf: Th. Müller, Berlinerftr. 132/133, rechter Seitenfi. und W. Nidel: sezen. Ein Komitee, an deffen Spize der Oberbürgermeister steht, fich des besten Rufs. Hoffmanns Haus liegt nahe dem Leivys in Augustaftr. 3, v. I. Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl hat bereits seit Jahren die nötigen Mittel zusammengesammelt; mun der Danzigerstraße. Der Hinterausgang führt zu einer der engen elt, Berlin O., Friedrich Karlstr. 4.- Grünau: Engel, Dahmeftr. 6.Rixdorf: Ostermann, Erfftr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, fordert der Magistrat von der Stadtverordneten- Bersammlung für Gaſſen, die zum Mönchsee hinabführen. Auch befißt Hoffmann an Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Ober- Schöneweide: Nieder- Schöneweide: die„ Einfassung und Enthüllung des Bismard- Denkmals" das be- diefem eine vom Haus aus leicht erreichbare Cismiete. Bei Hoffmann wurde Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Johannisthal: Senftleben, scheidene Simmchen von 1000 M. Unfre Vertreter im Stadthause gleich nach Entdeckung des Mordes die erste Haussuchung vor Karl Weber, Cigarrengeschäft. Adlershof: Max Worbs, Wiegerstraße 4. werden natürlich gegen eine derartige Verwendung städtischer Gelder, genommen, doch verzichtete man damals auf die Besichtigung der Restaurateur. im Interesse der schwer belasteten Steuerzahler Protest erheben. Wohnräume. Inwiefern sich seither das Belastungsmaterial wesentlich Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerfir. 1. Die Spandauer haben riesig viel Geld für die Anschaffung eines vermehrt hat, ist nicht bekannt. Hoffmann und Tochter wurden nach Friedenau- Steglitz: S. Bernjee, Kirchstraße 15 in Friedenan. brauchbaren Straßenpflasters reicht es aber nicht. der Sistierung auf dem Polizeibureau einem mehrstündigen Verhör Beſtellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, Baumschulenweg: und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. unterzogen, während gleichzeitig im Hause eifrige Nachforschungen verre bs, Baumschulenweg 32, of linfs II. Neu- Weissensee: Krebs, Gegen die Neberfüllung der ländlichen Schulen hat sich der anstaltet wurden. Im Lewyschen Hause wurde ein Darm beschlagnahmt, Spediteur se inrich Bachmann, Lehderstr. 1, part. links. RummelsLandrat des Kreises Niederbarnim in einer Verfügung an die der ein Menschen darm sein soll, als solcher jedoch bisher nicht burg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Gemeindevorstände gewendet, worin diesen auferlegt wird, in allen mit Sicherheit erkannt wurde. Auch soll im Hoffmannschen Anßerdem ist fämtliche Parteilitteratur fowie alle wiffenfchaftlichen -HO und mehrklassigen Schulen mehr als 70 Schulkinder auf je eine fehlte an der Leiche des Ermordeten der Inhalt des Unterleibs. zu tragen. - Deutsch- WilmersFällen, wo noch in einklassigen Schulen mehr als 80 und in zwei- Saufe ein Darm beschlagnahmt worden sein: wie erinnerlich, werke dort zu haben. Auch werden Inserate für Lehrkraft entfallen, für Beseitigung der Ueberfüllung ernstlich Sorge Entlastend für Hoffmann war, daß diefer am Tage des Todes den Vorwärts" entgegengenommen. Winters bis zum Abend Besuch in seiner Wohnung gehabt hat, Futter für die Grundstückswucherer. Die Domäne Dahlem unter andren den eines Geistlichen. Als schwer belastet erscheint Um genaue Angabe der Adresse wird bei Berlin wird im nächsten Jahr pachtfrei. Die Baudeputation be- nach der„ Berl. 3tg." der Interfuchungsbehörde neuerdings auch schäftigt sich schon mit dieser Thatsache und redmet damit, daß durch der Schneidermeister Plath und der Lehrer Weichel dringend gebeten. die Berlegung des Botanischen Gartens, der Sternwarte und Sie befinden sich zwar auf freiem Fuß, doch haben sie täglich lange Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Trud und Verlag von Max Bading in Berlin. Bitte ausschneiden: