Neuer Vorwärts Sozialdemokratisches Wochenblatt Verlag: Karlsbad, Haus„ Graphia" Preise und Bezugsbedingungen siehe Beiblatt letzte Seite Nr. 186 SONNTAG, 3. Januar 1937 Aus dem Inhalt: Ein Hitlerjahr in Zahlen Arbeiter, ich schwöre dir... Der Haß gegen den Geist Wachsende Gegenkräfte Ein schweres Jahr Krisen des Friedens und des Rechts Festigung der Demokratie Ein stürmisch bewegtes Jahr ist vor-[ tatur, wenn die Wehrpflichtigen vor Weih- noch glauben machen, daß pünktlich am Versorgung mit Brot und Getreide, bei imüber, ein Jahr voll größter Machtverän- nachten ihre Kriegsbeorderung für den 30. Januar 1937, dem Ablauf der berühm- mer weiter absinkenden Löhnen, macht derungen und Machtschwankungen, voll Fall der Mobilmachung erhalten, wenn ten vier Jahre, die Hitler verlangt hat, sich das Volk selbst ein Bild davon, wie die drohender Gefahren, voll herzbeklemmen- Frauen ihre Mobilmachungsbeorderung zu programmäßig die herrlichen Zeiten begin- herrlichen Zeiten aussehen, denen es entder Enttäuschungen und Hoffnungen. In dem Hilfsdienst für den ersten Mobilma- nen, die er bei seinem Machtantritt ver- gegengeführt worden ist. diesem Jahre hat es eine Zeit gegeben, in chungstag schon heute ins Haus geschickt sprochen hat? Bei Fleisch- und Fettkarten, Das Gefühl dafür, daß die wahnwitzige der die europäische Demokratie einen Tief- erhalten! Wie will die Diktatur dem Volke bei immer wachsender Schwierigkeit der Kriegsrüstung der Diktatur an den letzten punkt ihrer Schwäche gegenüber dem Die Systemjustiz wütet Die illegale Sozialdemokratie bleibt ungebrochen außermachtgierigen Nationalismus der faschistischen Diktaturländer, gegen den Unterdrückungs- und Versklavungswillen der europäischen Gegenrevolution erreicht zu haben schien. Der Fall Abessiniens, die Lähmung des Völkerbunds von außen und innen her, die Zerreißung des Locarnovertrages, der faschistische Angriff auf Am 11. Dezember fand der sogenannte sich alle angeklagten Genossen Spanien, die Nichtinterventionspolitik, das Brotfabrikprozeß mit der Ur- ordentlich tapfer gehalten haben. Selbst politische Hand- in- Handspiel von Italien teilsverkündung gegen die Hauptangeklag- der Staatsanwalt, der die schwersten und Deutschland und ihr gemeinsames ten sein Ende. Der Prozeß war in mehre- Strafen beantragte, mußte die heldenmilitärisches Vorgehen in Spanien waren ren Abteilungen durchgeführt worden, und hafte Haltung der Angeklag um Mitglieder der Belegschaft der Bochuebenso viele Krisen des Friedens und des in jedem Fall wurde den angeklagten So- ten und ihre völlige Unbescholtenheit mer Konsumbäckerei» Wohlfahrt. Sie internationalen Rechts. Der machtgierige zialdemokraten und Gewerkschaftlern die anerkennen. Nationalismus hat die demokratische Idee illegale Fortführung der So- 38 Jahre Zuchthaus Schritt für Schritt zurückgedrängt. Er hat das Gesetz des Handelns an sich gerissen. Deutschlands fängnis; Zimmermann zu 1½ Jahren Gefängnis; Frau Goelsch zu 1½ Jahren Gefängnis. Es handelt sich bei diesen Verurteilten * wurden im Frühjahr dieses Jahres verhaftet, und ihre Verurteilung erfolgte ebendes friedlichen Nebeneinanders der Völker zialdemokratischen Partei Jetzt erst wird auch ein anderes falls wegen Vorbereitung zum Hochverrat. und des und Vorberei übernationalen Rechtsprinzips Schreckensurteil gegen So Bei dem Angeklagten August Clou, der zu tung zum Hochverrat zur Last gezialdemokraten bekannt, das in 4% Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, legt. Man verfolgte in diesem Prozeß wie Hamm am 17. Oktober verkündet wurde. handelt es sich um einen mehr als 60 Jahre derum die in der letzten Zeit üblich ge- Auch hier handelt es sich um einen Pro- alten Parteigenossen. Aber eben an dem Punkte, wo er von wordene Praxis, in den einzelnen Teilprozeß gegen Sozialdemokraten, denen illegale der Zerstörung des Rechts zu offen macht- zessen Mitangeklagte als Zeugen Tätigkeit für die Sozialdemokratische Parpolitischen Gewinnen vorwärtsschreiten nehmen und die Aussagen der Verhafteten tei Deutschlands vorgeworfen wurde. Der jeden einzelnen unserer Genossen sind, die So erschütternd die harten Strafen für wollte, ist er auf eine Schranke gestoßen. und Angeklagten gegeneinander auszuspie- Prozeß fand unter Ausschluß der Oeffent- in diesen Prozessen der Schreckensjustiz Von Spanien, wo der internationale Falen. Diese Methode hat auch im Brotschismus eine Durchbruchsschlacht gewin- fabriksprozeß dank der tapferen Haltung rigen erhielten erst Wochen nach der Ver- sind sie auf der anderen Seite doch ein lichkeit statt. Selbst die Familienangehö- des Dritten Reichs zum Opfer, fielen, so nen wollte, geht eine Renaissance aller Angeklagten keinen Erfolg gehabt. kündung des Urteils Nachricht über die in überzeugender Beweis von der Gesindes Freiheitswillens, eine Wieder- Trotzdem wurden in fast allen Fällen diesem Prozeß verhängten Strafen. Nach nungstreue der Sozialdemoerhebung der europäischen Demokratie aus sehr schwere Zuchthaus- und ihrer tiefsten Schwäche aus. Die Nicht- Gefängnisstrafen verhängt. den uns bis jetzt vorliegenden Mitteilun- kraten, die auch nach fast vierjähriger interventionspolitik Englands und Frankgen wurden in diesem Prozeß folgende So- Diktaturherrschaft nicht müde geworden Nun hat auch der Prozeß gegen die 18 zialdemokraten verurteilt: reichs, die in ihren Anfängen eine Preissind, unter den größten Gefahren den gabe des Rechts und der Sache der De- Hauptangeklagten stattgefunden. Er wurde Fritz Künk el- Gronau zu 3 Jahren Kampf für Freiheit und Recht in Deutschund 9 Monaten Zuchthaus; Joseph land zu führen. Die Tatsache, daß alle mokratie war, beginnt nach dem Abwehr- vor dem Volksgerichtshof durchgeführt, Wallbraun- Herne zu 5 Jahren Zucht- diese siegen der spanischen Regierung vor Ma- der fast zwei Wochen in Düsseldorf hinter Prozesse unter Ausschluß haus; D y me l- Herne zu 4 Jahren 6 Mo- Oeffentlichkeit durchgeführt werden, daß drid ihre Funktion zu wandeln. Eine Ernaten Zuchthaus; Wollmeier- Herne die deutsche Presse Berichte über diese mannung der demokratischen Mächte, eine Tendenz, vor den steten Kriegsdrohungen zu 3 Jahren und 9 Monaten Zuchthaus; Prozesse nur nach ausdrücklicher Genehder faschistischen Mächte nicht mehr zuPaul Völkel- Herne zu 3 Jahren und migung des Propagandaministeriums ver9 Monaten Zuchthaus; Kaiser- Reck- öffentlichen darf und daß, selbst rückzuweichen, wird am Ende des Jahres sichtbar. linghausen zu 3 Jahren und 6 Monaten Veröffentlichungen erfolgen, keine Namen Zuchthaus; Winter- Herne zu 3 Jahren und keine Angaben über die in den einzelund 3 Monaten Zuchthaus; Braunernen Prozessen verhängten Gesamtstrafen Herne zu 2 Jahren und 6 Monaten gemacht werden dürfen, beweist deutlich, Zuchthaus; Kürbitz- Herne zu 2 Jah- wie groß die Furcht der angeblich allmächren und 6 Monaten Zuchthaus; Buchtigen Diktatur vor dem heldenhaften räder- Recklinghausen zu 3 Jahren und Kampf der illegalen sozialdemokratischen 6 Monaten Zuchthaus; Frau Thy- Bewegung ist. rock- Gladbeck zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus. Diese stürmische politische Bewegung hat ihre Rückwirkungen auf Deutschland gehabt. Die Hoffnungen und die Stärke der deutschen Demokratie haben in diesem Jahre gleichermaßen geschwankt. Es gibt eine große ununterdrückbare demokratische Meinungsströmung in Deutschland, deren Kern die Volksmassen bilden, die unter dem geistigen Einfluß der Sozialdemokratie gestanden haben. Keine geistige Blockade, keine Absperrung von der Wahrheit, kein Terror vermag diese Meinungsströmung zu vernichten. Eine stetig wachsende Zahl von Beweisen für Gesinnungstreue, Opferwilligkeit und Solidarität im Kern dieser Bewegung, von geistiger Ausstrahlung weit über diesen Kern hinaus bei besonderen Anlässen bezeugt das Vorhandensein und die Wirksamkeit der geistigen Strömung der deutschen Demokratie. Wie könnte es verschlossenen Türen verhandelte. Urteile sind außerordentlich hart. Die der wenn Der Hauptangeklagte, der ehemalige Parteisekretär Genosse Hermann Runge- Mörs, wurde zu 9 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Genosse Ludwig Lude- Stolberg, früher Gewerkschaftsangestellter, erhielt eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren. Genosse Lude ist schwer lungenkrank. Weiter wurden verurteilt: Genosse Adam Rompy- München- Gladbach, Textilarbeiter, zu 5 Jahren Zuchthaus; Genosse Wilhelm Alex- München- Gladbach, früher Angestellter des Textilarbeiterverbandes, zu 3 Insgesamt erhielten die hier namentlich Jahren Zuchthaus; Genosse aufgeführten Parteigenossen eine ZuchtEduard Dietz, Eisenbahnarbeiter, hausstrafe von 38 Jahren und kung auf die immer unruhiger werdende zu 3 Jahren Zuchthaus; Genosse 6 Monaten. Damit ist aber die Liste Stimmung der Bevölkerung bleibt. Im Josef Offermann- München- Glad- der Verhafteten noch nicht erschöpft. Es Gegenteil, wenn das deutsche Volk auch bach, Textilarbeiter, zu 5 Jahren fehlen uns noch einige Namen von weiteren aus nur unscheinbaren Notizen der gleichZuchthaus; Genosse Ernst Mitangeklagten, die infolge der hermeti- wie große Zahl von Männern und Frauen geschalteten Presse erfahren würde, eine Gno B- Essen, früher Parteisekretär, zu schen Abschließung aller dieser Prozesse 4 Jahren Zuchthaus, und Genosse gegenüber der Oeffentlichkeit erst im Dr. Schiefer zu 21½ Jahren Laufe der Zeit veröffentlicht werden Zuchthaus. können. Gegen diese acht Angeklagten wurden Noch ein Schreckensurteil Man ist sich darüber klar, daß eine detaillierte Veröffentlichung aller dieser Terrorprozesse ohne abschreckende Wirdas schwere Los der Mißhandlungen durch die Gestapo und der qualvollen jahrelangen Haft in den Zuchthäusern des Dritten Reichs auf sich nehmen, wenn sie die Namen der früheren Vertrauensleute der anders sein, wenn täglich die Tatsachen also nicht weniger als 40 Jahre Zucht- Ein dritter Prozeß und gegen sozialdemokratischen freigewerkdes täglichen Lebens laut von dem spre- haus verhängt. Weitere acht Angeklagte westdeutsche Sozialdemokra- schaftlichen Organisationen in der Liste chen, was die Propaganda der Diktatur erhielten ebenfalls mehrjährige Zuchthaus- ten wurde ebenfalls vom Oberlandesge- der verurteilten> Staatsfeinde lesen würhinwegzuleugnen oder zu verschweigen oder Gefängnisstrafen wegen Vorbereitung richt Hamm in der Zeit vom 12. bis 15. den, wenn sie fast täglich schwarz auf weiß sucht! Immer stärker wird in den Volks- zum Hochverrat oder wegen Beihilfe zur November durchgeführt. Auch dieses Ver- sehen könnten, mit welchem Heldenmut massen das Gefühl dafür, was die Diktatur Vorbereitung des Hochverrats. Lediglich fahren endete mit harten Zuchthaus- und Männer und Frauen aus dem Volke für bedeutet. Die Dauer der Diktatur wirkt zwei Angeklagte wurden wegen Mangel an Gefängnisurteilen. So wurden verurteilt ihre Gesinnung einstehen, dann würde sich anders als eine vorübergehende Unter- Beweisen freigesprochen. Alle Angeklag- die Genossen: drückung. Sie weckt nicht ein kurzes ten haben eine anderthalbjährige UnterAufflammen von Empörung, aber sie weckt suchungshaft und schwere Miẞhandlungen wachsende gefestigte Erkenntnis des We- in der ersten Zeit ihrer Haft hinter sich. sens der Diktatur und damit Festigung Die Verhandlung wurde völlig geheim und Ausbreitung des Willens zur Freiheit durchgeführt, selbst die Urteilsverkündung und Demokratie. Wo bleibt die Wirkung erfolgte unter Ausschluß der Oeffentlichder falschen Friedensbeteuerung der Dik- keit. Trotzdem ist bekannt geworden, daß in immer weiteren Kreisen der BevölkeArno Schroepfer zu 6% Jahren rung die Gewißheit verstärken, daß der Zuchthaus; Alfred Jorke zu 6½ Protzenbau des Dritten Reichs auf Sand Jahren Zuchthaus; August Clou zu errichtet wurde und daß auch in Deutsch4½ Jahren Zuchthaus; Heinrich land der Kampf zwischen brutaler Gewalt Ruhrpieper zu 3 Jah- auf der einen und den Ideen der Freiheit ren Zuchthaus; Bernhard und des Rechts auf der anderen Seite mit Broeckelwirth zu 2. Jahren Ge- dem Sieg der Freiheitsidee enden wird... gesetzt in Deutschland. Die eine ist das Gefühl: Hakenkreuz über Danzig Dunkle Ankündigungen und immer stärkerer Terror auszuziehen. Reserven der deutschen Volkswirtschaft| zehrt, daß sie alles auf die Karte eines gewissenlosen Machtexperiments hat, wird in den Volksmassen immer lebendiger. Was die eindringende Wirtschaftskritik von außen erkennen läßt, ahnt die Während die Danzig- polnischen Verhand-| Gerüchte, die davon sprechen, daß in Dan-, Zuhörer teil. Sämtliche Verhafteten befinMasse des Volkes aus dem täglichen Le- lungen über das Verhältnis der Freien Stadt zig die Absicht bestehe, die Verhand- den sich im Danziger Polizeigefängnis. ben: daß die großen Linien der Politik der Danzig zum Völkerbund und die Regelung lungen zu verschleppen und über Am Donnerstag, dem 17. Dezember, hat Diktatur, in eine ausweglose Situation hin- des Danziger Verfassungskonflikts in der die Januarsitzung des Völkerbundsrates hin- die politische Polizei den evangelischen GeistVorwoche vermutlich auf kurze Zeit lichen Heck, der als einer der Wortführer einführen, an derem Ende die Gefahr eines unterbrochen wurden, hat der polnische der bankverzweifelten Gewaltstreiches Im Zusammenhang mit verschiedenen Er- der Bekenntniskirche in Danzig bekannt ist, Außenminister Beck am Freitag, dem 18. klärungen von offizieller polnischer Seite in Haft genommen. Eine Woche vorher wurde rotten Diktatoren stehen kann. Zwei Stimmungen werden darum immer allgemeiner Dezember, dem auswärtigen Ausschuß des gewinnt ein Vorgang, der sich in Danzig kü- z- bereits ein anderer Bekenntnispfarrer, Walpolnischen Sejm ein Exposé über die pol- lich abgespielt hat, besonderes Interesse. Die- ter, verhaftet. Die Ursache der Verhaftunnische Außenpolitik abgegeben, in dem er ser Tage verbreitete die amtliche Polnische gen ist unbekannt. das geht nicht gut! Die andere ist auch die Danziger Frage berührte. Der pol- Telegrafenagentur, daß es den polnischen Am Mittwoch, dem 16. Dezember, wurde die Sorge und die Furcht, daß die Diktatur nische Außenminister hat in diesem Zusam- Verhandlungsführern gelungen sei, den Se- der als Sozialdemokrat bekannte Arbeiter. den Krieg entfesseln könnte. Bei- menhang betont, menhang betont, daß es sich entgegen nat der Freien Stadt Danzig zu veranlas- Radtke gemeinsam mit seiner Frau zu den gemeinsam aber ist die Ueberzeugung, anderslautenden, nationalsozialistischen Dar- sen, in Zukunft eine völlig unparteiische Ar- einer Vernehmung auf das Kriminalbezirksdaß die Dinge so oder so einer Entstellungen bei den Danzig- polnischen Ver- beitsvermittlung durch die Arbeitsämter in büro Danzig- Langfuhr bestellt. Als Grund scheidung entgegentreiben. handlungen nicht allein um die Frage des Danzig stattfinden zu lassen. Insbesondere wurde angegeben, daß Frau Radtke ei te Die Diktatur hat im Laufe des Jahres Verhältnisses Danzigs zum Völkerbund, son- habe sich der Senat verpflichtet, bei den abfällige Aeußerung über das nationalsoziakeine Rückfragen nach listische Winterhilfswerk gemacht habe. 1936 diese Stimmungen noch durch den dern auch um die Regelung spezieller Danzig- Arbeitsuchenden oder Parteizugehörigkeit Radtke wurde während seiner Vernehmung nationalistischen Rausch über- polnischer Fragen handle. von fünf in Zivilkleidung befindlichen Persotönen können. Die Zeiten des Anfangs- sogar in den Vordergrund seiner Betrach- durchzuführen. tungen gerückt, indem er erklärte: Kürzlich hatte sich nun der als Sozial- nen mit Stöcken und Stühlen aufs rausches des Nationalismus aus dem Jahre >> Bei der Behandlung der Danziger An- demokrat bekannte Arbeiter Luck, Va- schwerste mißhandelt. Seine Frau 1933, die Tage des Taumels, der Siegesgelegenheit muß ich betonen, daß es hier ter von neun Kindern, eine Arbeitsstelle versuchte sich dazwischen zu werfen, wurde feier ohne Sieg, sind allerdings in Deutschum unsere lebenswichtigen Interessen geht. Arbeiter bei der Firma Dykerhoff& Wid- aber mit Gewalt aus dem Zimmer entfernt, land längst vorüber. Die PropagandaBoden liegenden blutkunststücke sind abgenützt. Die nationalweiter eingeschlagen sozialistische Partei ist längst nicht mehr die zusammenhaltende Kraft des Systems wenn sie es überhaupt jemals gewesen ist. Die innere Kraft des Systems schwankt heute mit den Bewegungen der europäischen Politik. Wo wie in Deutschland die Volksmassen von eigenem politischen Urteil künstlich ferngehalten werden sollen, wo weder in Parlament noch in Presse die Zusammenhänge kritisch aufgehellt werden können, sind es nicht die langsamen und schwer durchschaubaren Schritte diplomatischer Verhandlungen, die meinungsbildend wirken, sondern weithin sichtbare Ereignisse, in denen der Gegensatz der Weltanschauungen zum Ausdruck kommt. So war es in jener Zeit, als der Völkerbund Abessinien noch nicht preisgegeben hatte. Die Empörung der europäischen Demokratie über den Friedensbrecher Mussolini, der Sanktionsbeschluß des Völkerbundes, die Hinwegfegung des Hoare- Lavalplanes waren von stärkster Wirkung auf die im Verborgenen lebenden demokratischen Kräfte in Deutschland. Weite Volkskreise in Deutschland haben damals erfaßt, daß hier das auf der Grundlage der Demokratie ruhende internationale gegen den Rechtsbruch stand Recht und sie Er hat diese ibrer nationalen Was die Sicherung der Respektierung dieEs handelte sich um eine während auf den am ser durch den Danziger Senat klar und ent- mann verschafft. schieden festgestellten Interessen betrifft, Beschäftigung bei Fundierungsarbeiten für überströmten Radtke so ist unser Standpunkt einfach und un- den Bau eines Speichers in Danzig- Neufahr- wurde. Schließlich erschien ein Ueberfaliabänderlich: in dieser Sache kann nichts dem Polizeipräsidium geändert werden. Wenn wir unsere Rechte wasser, dessen Auftraggeber der in gemein- wagen, der R. nach entschieden verteidigen, so wissen wir zu- samer polnisch- danziger Verwaltung bef'nd- brachte. Während der Mißhandlungen hatte gleich die Rechte der Freien Stadt zu liche Danziger Hafenausschuß ist. Das Dan- sich auf der Straße vor dem Kriminalbro ziger Arbeitsamt hatte zunächst seine Ein- eine Menschenmenge angesammelt, die durch Zu dem Danziger Verfassungskonflikt übergehend, erklärte Beck sodann: Was willigung zum Antritt der Arbeitsstelle durch die Schreie des Mißhandelten herbeigelockt den Konflikt Danzigs mit dem Völkerbund Luck gegeben, Zwei Tage darauf, am 7. war und in empörte Rufe ausbrach. betrifft, 80 haben wir auf Wunsch des Dezember, wurde Luck die Arbeitsbewilligung In den Danziger Landgebieten unVölkerbundrates die Aufgabe übernommen, jedoch entzogen und zwar, wie ausdrücklich ternimmt die NSDAP augenblicklich einen den anläßlich des Besuches eines deutschen erklärt wurde, auf Veranlassung der natio- großen Werbefeldzug, um die Bevölkerung achten. Kreuzers in Danzig ausgebrochenen Zwisich als trotz dem Terror bewundernswert standhafan dle schenfall beizulegen, und haben eine vom nalsozialistischen Arbeitsfront mit der Be- unter Drohungen zu veranlassen, Völkerbundrat angenommene Aufklärung gründung, daß neue Arbeitsstellen nur von Mitglieder der NSDAP und anderen nationalerreicht. Gegenwärtig führen wir mit Mitgliedern der SA, SS oder sonstiger na- sozialistischen Organisationen einzutragen. Danzig günstig verlaufende Verhandlungen über die Wahrung unserer Rechte und in- tionalsozialistischer Organisationen angetre- Alle diese Versuche scheitern jedoch an der teressen im Zusammenhang mit den neuen ten werden dürften. Bestimmungen des Senats und zwecks Bei Luck handelt es sich im übrigen um ten Haltung der Danziger Landarbeiterschaft. Beilegung der Schwierigkeiten, die zwi einen im Jahre 1933 vom Danziger Städti- Die Danziger Behörden haben schen dem Vertreter des Völkerbundes und dem Senat entstanden sind. Die Dan- schen Betriebsamt aus politischen Gründen» gleichgeschaltetene städtischen und staatziger Fragen verursachen manche Verle- entlassenen Arbeiter, der seinerzeit wegen lichen Angestellten in Danzig, Zoppot. Megenheit und haben dies seit Jahrhunderten dieser Entlassung beim Hohen Kommissar genhof und Neuteich folgendes Rundschre! getan, doch bin ich überzeugt, daß die des Völkerbundes in Danzig eine Petition ben ergehen lassen:» Wie uns von der Prägegenseitigen Interessen es uns ermöglichen werden, auf unserem großen Han- eingereicht hatte. Der Völkerbundsrat ent- sidialabteilung des Senats mitgeteilt wird.. delsweg vernünftige, Formen des Zusam- schied im Januar 1935, daß Luck Gerech- sind Sie mit den Beiträgen zur Danziger Armenlebens zu finden.<< tigkeit zu widerfahren habe, da seine Ent- beitsfront im Rückstand. Wir machen Sie merkung, daß die polnische Außenpolitik lassung einen Verstoß gegen die Danziger darauf aufmerksam, daß Sie dienstliche(!) bedeutet habe. Trotz diesem Nachteile zu erwarten haben, wenn Sie Ihren sich nicht zersplittern dürfe und sich auf Verfassung solche Angelegenheiten beschränken müsse, Beschluß hat der Danziger Senat Luck nicht Verpflichtungen nicht nachkommen.< Die die die realen Möglichkeiten Polens nicht wieder in seine alten Rechte eingesetzt! Der Schreiben tragen die Unterschrift des jeweiüberschritten. Allerdings käme auch nicht eine Flucht vor der Verantwortung für das Fall Luck hat seinerzeit, als ein Charakte- ligen Dienststellenleiters. von Polen übernommene Erbe in Frage.< ristikum für die Verhältnissse in Danzig, die Wie das gesamte Exposé des polnischen gesamte internationale Oeffentlichkeit De- lager in Jenkau, Kreis Danziger Höhe, das Außenministers, so enthalten auch diese schäftigt. Redewendungen, die die Danziger Frage beAußenminister Beck schloß mit der Behaben ihre Schlußfolgerungen für Deutschland daraus gezogen. Damals bereits ist treffen, wenig Neues und lassen über die Großes Aufsehen hat in Danzig die Naches sichtbar geworden, daß in einem Lande, Haltung Polens in der Frage des Danziger richt hervorgerufen, daß sämtliche das so despotisch regiert wird wie Deutsch- Verfassungskonfliktes kaum weitergehende Danziger Kreisleiter der NSDAP land, die Demokratie als geistige Strömung Schlüsse zu. Allerdings hat Beck von einem unter Führung des Gauleiters unter der Decke lebendig ist weit über günstigen Verlaufe der augenblicklich statt- Forster am Freitag, dem 18. Deden Umfang hinaus, den illegale Organisa- findenden Verhandlungen gesprochen, jedoch zember, in Berlin je eine Konfetionen jemals erreichen können und daß wird man die Richtigkeit dieses Urteils erst renz mit dem Reichskanzler Hitsie geweckt und neubelebt werden kann durch die in den Verhandlungen erzielten Er- ler und dem Reichspropagandadurch eine entschiedene demokratische gebnisse bestätigt sehen müssen. Die pol- minister Dr. Göbbels gehabt haben. Politik außerhalb Deutschlands. Aber die- nische Oeffentlichkeit verfolgt den Ablauf Ueber den Inhalt der Besprechungen ist bisser Fall hat auch gelehrt, welche tiefe der Verhandlungen nach wie vor außer- her nichts bekannt geworden. Enttäuschung die Preisgabe des Rechts, ordentlich stark interessiert, zumal sie immer die Kapitulation der wieder durch aufsehenerregende und beundemokratischen Rechtsidee vor der Macht hervorruft. Der Terror gegen die nichtnationalsoziaIm nationalsozialistischen > Schulungsauch von zahlreichen reichsdeutschen Mitgliedern der NSDAP besucht wird, wird in letzter Zeit von den Vortragenden insbesondere die Außenpolitik behandelt. Der Staatskommissar und Oberbürgermeister von Berlin, Lippert, der kürzlich in Jenkau als Vortragender weilte, erklärte hier, in Uebereinstimmung mit anderen Rednern, u. a.: Jedem Danziger und auch jedem Deutschen müsse eingehämmert werden, daß Deutschland in Osten Land branche, und daß es sich dieses J.and nehmen müsse. Polen werde eben weiter nach Osten rücken müssen und könne sich an russischen Gebieten schadlos balten. Der Gedanke von neuen Landerwerbungen durch das Reich, so betonte Lippert, müsse in nächster Zeit immer stärker propagiert werden. ruhigende Meldungen auf den Gefahrenpunkt listische Danziger Bevölkerung schreitet im in Danzig aufmerksam gemacht wird. Ent- übrigen auch während der Danzig- polnischen Jeder Rückzug der demokratischen scheidende Bedeutung mißt man den Ver- Verhandlungen weiter fort. Mächte, jede Hinnahme eines Rechtsbru- handlungen selbstverständlich in Danzig bei, Am Mittwoch, dem 16. Dezember, wurden ches stärkt die geistige Macht der Dik- wo die Bevölkerung täglich den unerhörten in Danzig der Amtsrichter Kielinger Die Gauleitung der NSDAP in Danzig tatur, fördert die nationalistische Macht- Druck und Terror der Nationalsozialisten zu ferner der Regierungsrat Blach und die Ge- bereitet augenblicklich eine große Aktion zur ideologie, schwächt die Grundidee, auf der spüren hat, und wo auch die polnische Min- richtsassessoren Froese und Dr. Walter Verdeutschung polnischer Familiennamen. die sich die innere Opposition in allerbreite- derheit sich darüber klar ist, daß mit der von der politischen Polizei verhaftet. Bei den in Danzig bekanntlich sehr häufig vorkomster Front sammeln könnte, die Idee, daß völligen Gleichschaltung Danzigs für sie eine Verhafteten handelt es sich sämtlich um men, vor. In Rundschreiben an die Mitgliedas Recht die Völkerbeziehungen regeln ähnliche Leidenszeit heraufziehen würde, wie Mitglieder der Zentrumspartei. Den Anlaß der nationalsozialistischer Organisationen müsse, und daß also die Unterstellung des sie heute schon die nichtnationalsozialisti- zur Verhaftung bot ein Vortrag, den Kielin- werden Erleichterungen der Formalitäten bei ganzen Volkes unter den Machtzweck sche Mehrheit der deutschen Danziger Be- ger in einem Privatzirkel über das Thema einer Namensänderung in Aussicht gestellt. nicht eine sittliche Tat der Diktatur, son- völkerung durchzumachen hat. Besonders be-» Demokratie gehalten hat. Die übrigen Interessenten wurde der Rat erteilt, sich diedern ein nationales und internationales unruhigt ist man in Danzig durch gewisse Verhafteten nahmen an dem Vortrag als serhalb an die Ganleitung zu wenden. Verbrechen darstellt. Die Schwäche der europäischen Demokratie im Laufe des 1. WohnungsJahres 1936 hat der deutschen Diktatur und Zuversicht der innerdeutschen demo-| beizuspringen, die sehenden Auges in die Kriegsbereitschaft nach innen hin Prestige gegeben und kratischen Opposition vervielfachen würde. Krise und kratischen Opposition vervielfachen würde. Krise gesteuert ist, weil sie bösartige> Jeder Eigentümer von Kraftfahrzeukein Regierungssystem ist so empfänglich Er würde dem deutschen militaristischen Pläne verfolgt hat, dann wird sie der deut- gen ist verpflichtet, der Zulassungsund so empfindlich gegenüber dem Wandel Nationalismus sein durch Rüstung und schen Demokratie einen großen Dienst stelle u. a. Anzeige über folgende Verändes Prestiges wie die Diktatur. Solcher Rheinlandbesetzung gewonnenes Prestige erweisen. derungen zu erstatten: Prestigegewinn hemmt das Wachstum der nach innen entreißen. Wenn die deutsche Die Bewegung der innerdeutschen De- wechsel, auch wenn der Wechsel innerhalb inneren Opposition, er erschwert es der Diktatur keine nationalistischen Erfolge mokratie vollzieht sich unter den schwer- des gleichen Zulassungsbereiches erfolgt; 2. inneren demokratischen Opposition, ihr oder Scheinerfolge nach außen mehr vor- sten Bedingungen. Es sollte eine der wich- Außerbetriebsetzung des Kraftfahrzeuges, Bewußtsein von den Schlacken des Natio- weisen kann, wenn sie auf Grenzen der tigsten Lehren des Jahres 1936 sein, daß auch wenn sie nur für kurze Zeit ernalismus zu befreien, er gibt dem System brutalen Gewalt und der Erpressung stößt, die deutsche Demokratie nicht aus eigener folgt; 3. Verkauf des Kraftfahrzeuges; 4. Gelegenheit zu plebiszitären Kunststücken, so muß sie ohne Ablenkungs- Kraft Europa vom Hitlerismus befreien technische Aenderungen am die es stärker erscheinen lassen als es ist. möglichkeit die volle Wucht kann, wenn die Schwäche der europäischen Kraftfahrzeug( Aenderungen des Aufder innerdeutschen Problema- Demokratie gegenüber seinen Rechtsbrü- baues, Auswechselung des Motors, AnschafDarum sind die spanischen Er- tik aushalten. Dann erheben sich chen ihn stärkt, und daß die wahre Be- fung eines Beiwagens zu einem Kraftrad). eignisse für Deutschland von großer hinter den neuesten wirtschaftlichen Ge- friedung Europas und die Wiederherstel- Die Zulassungsstellen sind durch das Bedeutung. Von einem Endsieg der spa- waltmaßnahmen riesengroß die Fragen: lung des internationalen Rechts nicht mit Reichsverkehrsministerium angewiesen, bei nischen Demokratie über die Kräfte des wozu? und was dann? Wenn die euro- der deutschen Diktatur, sondern nur mit Nachlässigkeit der Meldepflicht mit streninternationalen Faschismus würde eine ge- päische Demokratie begreift, daß es nicht einem demokratischen Deutschland mög- gen Strafen vorzugehen.<< waltige Wirkung ausstrahlen, die Kraft ihre Aufgabe ist, einer Diktatur helfend lich ist. ( Deutsche Zeitungsmeldung.), Zur Ausbürgerung von Frauen und Kindern Eine natlonalsorfaHstische»Begründung« Ein ausgebürgerter deutscher Flüchtling wurde in einer akademischen Gesellschaft in England über die Ausbürgerung von Frauen und Kindern durch die Hitlerdiktatur befragt Er gab wahrheitsgemäß Auskunft Ein englisches Mitglied der »Anglo-German-Fellowship« bezweifelte die Richtigkeit der Angaben und stützte sich dabei auf die»Frankfurter Zeitung«, die zwar ausführlich über die Ausbürgerung der Politiker berichtete, aber die Aechtung von Frauen und Kindern bis herab zu fünf Jahren vorsichtig umging. Der Chefredakteur Kircher, der lange in England gelebt hat, weiß sehr genau, was er den Engländern nicht erzählen darf. Der attackierte deutsche Emigrant stellte dem Engländer frei, sich bei der»Frankfurter Zeitung«, der»Kölnischen Zeitung« und dem»Westdeutschen Beobachter« Auskunft zu holen. Das ist inzwischen geschehen. Die»Frankfurter Zeitung« hat nach einer Pause von über einer Woche noch nicht herausgetiftelt, wie sie dem Engländer antworten kann, ohne bei ihm oder bei ihren nationalsozialistischen Vorgesetzten anzustoßen. Die»Kölnische Zeitung« zog sich mit einer Postkarte aus der Affäre; Sehr geehrter Herr____! Auf Ihr Schreiben vom 7. d. M. erlauben wir uns, Ihnen mit gleicher Post eine Nummer dm-»Kölnischen Zeltung« zu schicken, In der Sie cle von Ihnen angeschnittenen Fragen benun- delt finden. Mit vorzüglicher Hochachtung. M. Du Mont Schauberg, Vertrieb. Leider sind aber»die angeschnittenen Fragen« in der Zeitung gar nicht behandelt, sondern es ist nur die amtliche Schimpferei auf die Ausgebürgerten wiedergegeben, ein Ton, der allerdings auf jeden Engländer besonders aufklärend wirkt. Den Mut zu einer ausführlichen Antwort brachte nur der nationalsozialistische »W estdeutsche Beobachter« auf. Hier ist sie: Sehr geehrter Herr! • Wir freuen uns, aus Ihrem Schreiben zu ersehen, daß man sich in Ihren Kreisen ernsthaft mit den deutschen Problemen beschäftigt. Gerne kommen wir Ihrem V/unscu» räch und geben Ihnen Aufklärung'n berug auf die Ausbürgerung(expatrlated) von Frauen und Kindern, die niemals Politik gemacht haben. Es handelt sich in diesen Fällen, wenn Deutschen die Staatsangehörigkeit von ge- setzeswegen abgesprochen wird, regelmäiJ's um solche Leute, die ihren Wohnsitz außerhalb Deutschlands haben, und die sich nachgewiesenermaßen an Ihrem neuen Wohnort aktiv hochverräterisch gegen Ihr früheres Vaterland betätigten. Selbstverständlich kömen die Frauen und Kinder dieser Hochverräter, die Ja ebenfalls durch Ihre Emigration beweisen, daß sie zumindest mit den Taten des Mannes einverstanden sind, nicht welter deutsche Staatsbürger bleiben. In bezug auf die Kinder Ist zu sagen, daß die dauernde Unterweisung und Erziehung von Kindern durch ausgesprochen aktiv tätige Staatsfeinde unbedingt dazu führen muß, diese Kinder auch wieder zu Feinden Deutschlands zu machen. Ganz anders verhält es sich bei denjenigen, die sich zwar früher politisch betätigt haben, die aber nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler von einer weiteren Betätigung gegen den Staat absahen und In Deutschland blieben. Ihnen geschieht nicht nur nichts, sondern wir haben treffende Beispiele dafür, daß aus reiner Ueberzeugung frühere Kommunisten sich zum Nationalsozialismus bekehrten und heute froh sind, sich ehrenamtlich im Sinne des Nationalsozialismus für die Volksgemeinschaft zu betätigen. Auch jene Politiker, die nach der Machtübernahme zwar nicht auswanderten und Im Ausland Hochverrat trieben, die aber in Deutschland selbst versuchten, die KPD und andere verbotene Partelen wieder aufzurichten, wurden nicht auspatrüert, sondern sie wurden nur festgenommen, um zu verhindern, daß sie weiteren Schaden anrichten. Selbstverständlich ist auch keine Rede davon, deren Frauen und Kindern die deutsche Staatsangehörigkeit abzusprechen. Im Gegenteil, der national sozla- listische Staat bemüht sich, gerade diese. nach unserer Ansicht Irregeführten, wieder zu nützlichen Mitgliedern der Volksgemeinschaft zu machen. Zurück zum Hauptteil Ihrer Anfragen und kurz zusammengefaßt: Der Staatsbürgerschaft für verlustig erklärt werden nur dauernd im Ausland lebende, sich aktiv hoohver- Ein Hitlerjahr In Zahlen Geständnisse des Statistischen Reidisamtes In einer Untersuchung des Statistischen Reichsamts, veröffentlicht in»Wirtschaft und Statistik«, 2. Novemberheft, über»Die deutsche Wirtschaft im Herbst 1936« wird als Ziel der staatlichen»planvollen Bedarfslenkung nach höheren als bloßen Markterwägungen« bezeichnet,»alle Kräfte auf jene Investierungen zu lenken, die für Deutschlands militärische und wirtschaftliche Sicherheit von Nöten sind«. Die Bewaffnung hat also vor allen anderen Erfordernissen den Vorrang, diese werden zugunsten jener zurückgedrängt Konsequenterweise wird denn auch vom Statistischen Reichsamt»als Widerspruch hierzu betrachtet«, daß»die Verbrauchsgüterindustrien neuerdings über besseren Absatz und erhöhte Produktion berichten, nachdem sie in allen Monaten vom Frühjahr 1934 bis Ende 1935 auf tiefem Stand verharrten«. Man müßte eigentlich annehmen, daß das Uebergreifen der Kon- junktur von den Produktionsmitteündu- Strien auf die Verbrauchsgegenstände als Zeichen einer normalen Konjunktur begrüßt wird, im Dritten Reich wird aber ein solcher Zustand nicht als fördernswert angesehen, sondern geradezu befürchtet, daß»der Verbrauch den Vorsprung der Investitonen einholen werde«. Es ist eben das Ziel»einer planvollen Bedarfslenkung«, mit allen Mitteln zu verhüten, daß die Versorgung der Bevölkerung nicht ihre »Sicherheit« gefährde, worunter die Sicherheit verstanden wird, früher oder später einem Weltbrand zugetrieben zu werden. »Das nationale Interesse verlangt«, meint das Statistische Reichsamt,»den größtmöglichen Einsatz der Produktivkräfte für Investitionen, nämlich für die Erstellung von Anlagen, die Einfuhr ersparen und Deutschland sichern sollen; die reinen Konsuminteressen werden sich diesem Erfordernis unterordnen müssen.« Reallohn»eher leicht erhöht« Das Statistische Reichsamt stellt fest: »Der Nominallohn des deutschen Arbeiters ist Infolge längerer Arbeitszelt bei gleichbleibenden Tariflohnsätzen gestiegen.« Wie steht es bei»längerer Arbeitszeit« mit dem Reallohn? »Wenn auch die Nominallohnentwicklung für einzelne Arbeltsgruppen mit der Erhöhung der Lebenshaltungskosten nicht immer Schritt halten konnte, so hat demgegenüber der Mangel an Facharbeitern in einzelnen Gewerbezweigen bereits zu Lohnstelgerungen für diese Arbeitsgruppen geführt, die die Erhöhung der Lebenshaltungskosten überboten.«* Ist der Reallohn nun im Gesamtdurchschnitt gestiegen, gleichgeblieben oder gesunken? Darüber erteilt das Statistische Reichsamt eine sehr schüchterne Auskunft: »Im Gesamtdurchschnitt hat sich Jedenfalls das Realeinkommen des deutschen Arbeiters entgegen ausländischen Pressemeldungen seit der Machtübernahme keineswegs verringert, sondern eher leicht erhöht.« Im September 36 war nach»Wirtschaft und Statistik« das Arbeitsvolumen»erstmals nach der Krise wieder größer als 1929, dem Jahr bester Beschäftigung vor Anbruch der Krise«. Trotzdem ist das Realeinkommen bestenfalls»leicht« erhöht gegenüber dem Tiefstand der Konjunktur. Das wäre kein Anlaß zu besonderer Bewunderung für das Regime, schon eher eine Erklärung dafür, daß»der Kampf um die Beseitigung der Arbeitslosigkeit in keinem anderen Land mit auch nur annähernd gleichem Erfolg geführt worden« sei»wie in Deutschland«. Aber selbst die Feststellung dieses mageren Lohnergebnisses eines angeblich beispiellosen Produktionsaufschwungs wird mit einem»jedenfalls« und dann noch mit einem»eher« diplomatisch abgeschwächt. Der Versuch einer Widerlegung der»ausländischen Pressemeldungen« kommt also fast ihrer Bestätigung gleich. Versdilechterfe Ernährunu; Daß es trotz Erzeugungsschlacht nicht gelungen ist, durch heimische Erzeugung zu ersetzen, was der Versorgung durch Einfuhrdrosselung entzogen worden ist, wird indirekt zugegeben, mit der Feststellung, daß zwar die Verkaufserlöse der Landwirtschaft im Wirtschaftsjahr 1935- 1936 die des Wirtschaftsjahres 1932/33 um 2,4 Milliarden übertrafen, daß aber »dieses günstige Ergebnis« nur teilweise auf größere Mengen, die abgesetzt wurden, in erster Linie auf höhere Preise zurückzuführen« ist.»Gestiegen sind vor allem die Preise der Erzeugnisse, die in geringeren Mengen als im Vorjahr abgesetzt wurden(Schlachtvieh und Vieherzeug- nisse).« Von 1932 bis 1935 war das Arbeitseinkommen von 26 auf 32, also um 6 Milliarden gestiegen. Etwa ein Drittel davon sind demnach nicht für die Ernährung selbst, sondern für ihre bloße Verteuerung draufgegangen. Die Versorgung hatte sich aber nicht verbessert, denn wenn die helmische Erzeugung nach amtlichem Geständnis nur wenig hat gehoben werden können, so muß die zur Ernährung verfügbare Menge von Lebensmitteln»eher« abgenommen haben, denn die Lebensmitteleinfuhr betrug selbst 1932 noch im Monatsdurchschnitt 127 Millionen, 1936 nur noch 79 Millionen. Die deutsche Gesamteinfuhr war von 389 Millionen 1932 auf 350 Millionen 1936 zurückgegangen, also nur wenig verändert, die Lebensmit- teleinfuhi1 also zugunsten der Aufrüstungseinfuhr verdrängt worden. Weniger Fett, mehr Wein In einer Untersuchung über»die Entwicklung des Verbrauchs an Nahrungsund Genußmitteln seit 1928«(»Wirtschaft und Statistik«, 2. November-Heft) heißt es: »Je Kopf der Bevölkerung ist der Verbrauch auf einzelnen Gebieten der Ernährung gegenwärtig ebenso hoch wie 1928 oder sogar höher. Insbesondere trifft dies für die Grundnahrung des deutschen Volkes, Brotgetreide und Kartoffeln, Im ganzen zu.« Aber bereits im Elendsjahr 1932 wurde von der»Grundnahrung des deutschen Volkes« mehr verzehrt als im guten Konjunkturjahr 1928. Warum wohl? Weil Kartoffeln und Roggenbrot als Ersatz herhalten müssen, wenn teurere Nahrungsmittel unerschwinglich geworden sind. Es ist also kein Zeichen wachsenden Wohlstandes, sondern eher das Gegenteil, wenn auf den einzelnen, 1936 ebenso viel Kartoffeln entfielen wie 1928, zugleich 10 Prozent mehr Roggenmehl, aber dafür 7 Prozent weniger Weizenmehl. Mehl und Kartoffeln insgesamt wurden je Kopf verbraucht 1932 5 Prozent weniger als 1928, 1936 1 Prozent mehr, wobei allerdings zu beachten ist, daß diese Berechnungen Schätzungen sind, deren Verwendung das Statistische Reichsamt selbst als Versuch bezeichnet. Aber in anderen nahrhafteren, wenn auch teureren Nahrungsmitteln bleibt der Verbrauch im letzten Jahre noch hinter 1932 zurück, und zwar bei Fleisch, Eiern, Fetten, Käse und selbst Kartoffeln. Es scheint also, daß die Ernährung seit dieser Zeit des Tiefststandes, aus dem Hitler das deutsche Volk retten wollte, e h e r s c h 1 e c h t er a 1 s besser geworden ist. Allerdings; es gibt auch Nahrungsmittel, von denen auf den einzelnen durchschnittlich mehr entfällt als 1932 und sogar als 1928, z. B. Südfrüchte, aber es ist mehr als zweifelhaft, ob mit ihnen in Gestalt von Marmelade das fehlende Fett ersetzt worden ist, denn es sind nur die Prozentzahlen der Veränderungen angegeben, aber es fehlen die absoluten Vcr- brauchsmengen. Kann man aber annehmen, daß die Leute, die Fett entbehren müssen, dafür mehr W e i n �trinken? Wohl kaum. Es gibt nämlich kein Genußmittel, dessen Verbrauch im Dritten Reich dermaßen gestiegen ist. 1936 ist mehr Wein getrunken worden als In irgendeinem anderen Jahr seit Beendigung der Inflation, um zwei Drittel mehr als 1932 und um 40 Prozent mehr als selbst 1928. Die einen opfern auf dem Altar der Volksgemeinschaft Fett, damit die anderen mehr Wein trinken können. Das ist der soziale Ausgleich im deutschen Sozialismus! G. A. F. räterlsch gegen Deutschland beteiligende Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.(Es dürfte allerdings schwer fallen, Jemandem eine Staatsangehörigkeit zu nehmen, die er nicht besitzt. Red. d. N. V.) Diese Fälle müssen vorher untersucht und bewiesen sein. In diesem und nur In diesem Falle, fallen auch die nächsten Angehörigen unter die Ausbürgerung. Da Ihre Anfragen vielleicht auch In Deutschland weite Kreise interessiert, werden wir uns erlauben, Ihre Anfragen nebst einer kurzen Beantwortung unsererseits in unserer Zeltung»Westdeutscher Beobachter« zu behandeln und Ihnen nach Erscheinen ein Belegexemplar zuzustellen. Mit vorzüglicher Hochachtung »Westdeutscher Beobachter« Schrlftleltung. gez. Havertz. Es wäre im»Neuen Vorwärts« Raumverschwendung, die Verlogenheit und die Verdrehungen in diesem Briefe aufzuzeigen. Es genügt hier mitzuteilen, welchen Eindruck er auf den anfragenden Engländer gemacht hat; ... Sie waren leider schon abgereist, als ich die Antworten von zwei deutschen Zeitungen empfing. Die»Frankfurter Zeltung« hat noch nicht geantwortet. Meinem in unserer Abendgesellschaft gegebenen Versprechen entsprechend, legte ich unserem Mr. Chairman und nun Ihnen die Antworten in Original vor. Ich habe gleichzeitig an Mrs...... geschrieben, daß ich Im Irrtum war und Sie im Recht, denn aus der Antwort geht wirklich hervor, daß tatsächlich unpolitische Frauen und Kinder ihr Bürgerrecht als Deutsche verloren haben. Ich verstehe den Brief der Zeltung aus Köln so, daß der deutsche Staat die Trennung der Frau und der Kinder von Vätern verlangt, die wegen einer verbotenen politischen Gesinnung ins Ausland gegangen sind. Ich versichere Ihnen als Christ, daß mich diese Auffassung von Ehe und Familie abstößt und bitter schmerzt, und als britischer Staatsbürger füge Ich hinzu, daß ich für diese Aechtung und Verfolgung von Menschen mit einer gegnerischen Ueberzeugung gar kein Verständnis habe. Ich war etwas In Versuchung, da« den Herren in Köln zu schreiben, Jedoch denke ich, daß es richtig ist, bei so sehr großen Meinungsverschiedenheiten nicht eine Korrespondenz fortzuführen. Sie wissen, daß ich mich als Christ nicht erbittern lassen darf, leb bin nur sehr traurig für Ihr Vaterland und für die Menschen, die Deutschland und Großbritannien sich verstehen lassen wollen. Trotz Ihrem großen Pessimismus möchte ich hoffen, daß der häßliche und rachsüchtige Geist, der nicht nur aus diesem Briefe, sondern leider noch viel mehr aus den Abdrucken dieses Blattes spricht, die Sie mir zugesandt haben, bald überwunden werden wird und wir auch politisch einem Deutschland begegnen, das den vielen lieben Menschen aus Deutschland entspricht, denen wir hier begegnen.— Es wäre so sehr schön, wenn wir uns bald wieder sprechen und vielleicht ein wenig besser verstehen würden. Ihr etc. etc. SA hat Angst— wovor? Die deutsche Presse meldet aus Tilsit: »Eine der vielen Aufgaben der SA besteht darin, durch ständ'ge Einsatzbereitschaft deutsches Volksgut vor Zerstörung durch Katastrophen o d e r v e r- brecherlsche Elemente zu schützen. Um min gegebenenfalls die TUalter SA in möglichst kurzer Zelt alarmieren zu können, hat die Standarte 41 gelbe Flaggen mit einem schwarzen Kreuz verteüt, die im Alarmfalle an belebten Punkten der Stadt gehißt werden. Außerdem werden auch die Wagen der Straßenbahnen dieselben Fahnen führen. Die Tilsiter SA kann dadurch Im Falle der Not Jederzeit zur Stelle gerufen werden.« Bei großen Katastrophen läuten die Glocken, tuten die Sirenen, funkt das elektrische Werk Lichtsignale, gibt es hunderterlei Möglichkelten, eine Stadt in der Größe von Tilsit binnen zehn Minuten bis auf den letzten Mann zu alarmleren. Gegen»verbrecherische Elemente« sollte die Polizei genügen. Außerdem sind Militär, Polizei und Feuerwehr— ohne Irgendwelche Fähnchen— Jederzeit rufbar.— Vor wem hat die SA eigentlich Angst? Na. denn mal los! Ein brauner Jesaias. »Jedenfalls werden die deutschen synthetischen Stoffe oder mlnderprozentlgen Brie eher den billigsten Weltmarktpreis erreicht haben, ehe eine neue stabile Ordnung des zwischenstaatlichen Handels und Verkehrs wieder aufgerichtet ist.« Da dieser Wiederaufrichtung eigentlich nur noch Hitler sich in der Welt widersetzt, wir seine Chancen aber nicht mehr für sehr beträchtlich halten, müssen sich doch wohl die IG-Farben ein bißchen beeilen. Oder etwa nicht, lieber Pg. Werner Waltz, der du so, in der letzten Nununer der»Zeitschrift für Geo- pollük« unter die ganz großen Seher und Weissager im Kranze der Völker gegangen bist? Wachsende Gegenkräfte Die Abwehrtendenzen gegen die Kriegst r eiberei der Diktaturen Die auswärtige Politik ist ganz einfach, so lange sie als feindliches Spiel entgegengesetzter Ideologien erscheint und besonders für die, die selbst Gefangene dieser Ideologien sind. Sie wird außerordentlich kompliziert, sobald man die mannigfachen Wirtschafts- und Machtinteressen zu erfassen sucht, die in Wirklichkeit die Konstellation bestimmen. Ist unsere Auffassung richtig, daß die Wirtschaftsführung und die den Diktaturen immanente expansive Machtpolitik sie zur Eroberung bereits entwickelter, reicher Rohstoff- und Kolonialgebiete treibt, daß es in ihrem Sinn um die Neuvcrtei- lungderWelt, um die Umkehrung der bisherigen Verhältnisse von»Haben« und »Nichthaben« geht, dann ist der russischdeutsche Gegensatz sekundär, dann ist die antibolschewistische Propaganda für Deutschland und Italien ein Mittel, die Westmächte von Rußland und Rußland von Europa abzusprengen und für ihre auswärtige Politik Stützen in den reaktionärsten Schichten der anderen Länder zu fin den, wie es für Japan das Mittel ist, für seine Durchdringung Chinas zuletzt doch die Beihilfe der»vom Kommunismus bedrohten« chinesischen Regierung zu erhalten, eine Politik, die bei der Angst des chinesischen Handels- und Bankkapitals nicht ganz aussichtslos erschien. Die akute Kriegsgefahr, die nach der Erklärung Leon Blums im August dieses Jahres bestanden hat, hatte sich ja im Westen, in Spanien, und nicht im Osten heiausgebildet und sie besteht fort. Denn alle Weltmachtpolitik beruht auch heute noch auf der Beherrschung der Meeresstraßen und Spanien hat seit seinem Insel- und nordafrikanischen Besitz die Schlüsselstellung für den Weg durch das Mittelländische Meer, und für die Verbindung Frankreichs seit seinem Kolonialreich inne. Nicht um Faschismus und Bolschewismus geht es den Diktaturen in Spanien, sondern um die entscheidende Ausgangsstellung im Kampf diese unmittelbare Gefährdung der Welt- Andeperseits war weder die demokratische noch die sozialistische Ideologie in England und Frankreich 1933 bis 1936 stark genug, um der«rjutschen und italienischen Diktatur in der Außenpolitik mit der nötigen Entschiedenheit entgegenzutreten, so unendlich leichter es damals gewesen wäre. Erst die Eroberung Abessiniens, diese unmittelbare Gefährdnung der Weltstellung Englands, erst die Besetzung der Rheinlande, die unmittelbare Bedrohung Frankreichs brachte die Wendung. Die englische Politik hat seitdem eine gnjn Mürzende Wandlung erfahren. Der Machtpolitik der Diktaturen wird die eigene Macht entgegengesetzt. Die Aufrüstung beginnt und wird mit zäher Energie durchgeführt Flotte und Luftwaffe werden in schnellem Tempo verstärkt, die Stützpunkte überall und besonders im bedrohten Mittelmeerraum ausgebaut Der schwerste Punkt in Englands Kriegsbereitschaft bleibt das Heer. Das Freiwilligensystem versagt und der Zwang zur Dienstpflicht widerspricht aller historischen Tradition; aber selbst diese Ueber- Heferung erscheint heute nicht mehr so unerschütterlich; Bedenken werden geäußert und eine Aenderung liegt nicht mehr ganz außer dem Bereich der Möglichkeit. Unterdessen zählt England auf die Stärke der kontinentalen Abwehrkräfte. Das von der von Sozialisten geführten, von den Kommunisten unterstützten französischen Regierung eingebrachte, von der Kammer fast ohne Opposition angenommene Militärbudget ist das größte in der Geschichte Frankreichs; und dazu treten die Heeresveretär- kungen Belgiens und Hollands. Und mit der militärischen Unterstützung vollzieht sich die Aenderung der englischen Außenpolitik. Kein Ärbeiterparteiler beschimpft mehr einen Minister, der für ein engeres Verhältnis zu Frankreich eintritt, wie das noch vor kurzer Zeit Duff Cooper passierte. England und Frankreich haben kein Schutz- und Trutzbündnis vereinbart, Gott bewahre, von Bündnissen will man nicht sprechen, aber eine Schutz- und Trutzvereinbarung, eine gegenseitige Garantie gegen jeden Angriff, die sie noch dazu auf Belgien und Holland ausdehnen, und mit Enthusiasmus ist die Ankündigung in beiden Ländern von allen Parteien begrüßt worden... Aber brauchte man schon früher an der englisch-französischen Solidarität im Ernstfall men gute Fortschritte machen. Italien hat bei einem Angriff im Westen nicht zu zweifeln, so bedeutet es den bedeutsamsten Fortschritt, daß England im schärfsten Gegensatz zu seiner früheren Haltung jetzt offen proklamiert, daß seine Anteilnahme an europäischen Konflikten durchaus nicht auf den Westen beschränkt ist. In jeder seiner letzten Reden ist der englische Außenminister weitergegangen und deutlicher geworden. Kürzlich führte er aus: »Wenn ich sagte, daß Englands Friedensinteressen geographisch begrenzt wären, würde ich einen falschen Eindruck erwecken. Unsere Lebensinteressen liegen zwar in einem bestimmten, umschriebenen Raum, aber unser Friedensinteresse ist weltweit... Wir können uns nicht an diesem oder jenem Teil der Welt für uninteressiert erklären in der vagen Hoffnung, daß die Ereignisse dort uns nicht berühren können. Wir dürfen weder uns selbst noch andere durch irgendeine dieser bequemen Doktrinen täuschen lassen, daß wir in einem westeuropäischen Glashaus in Sicherheit leben könnten.« Eden teilt damit— und er hat diese Warnung dann im Unterhaus noch verstärkt— den Diktatoren mit, daß sie nicht auf Neutralität Englands rechnen dürfen. wenn sie im— Osten angreifen. Dieser Durchbruch der Erkenntnis von der Unteilbarkeit des Friedens in England hat seine guten Gründe. Sie beruht auf der Einsicht, daß die Westmächte auch besiegt werden könnten, ohne daß sie direkt angegriffen zu werden brauchten. Denn wenn erat Deutschland, Italien und Japan ihren Machtbereich über die schwächeren Staaten ausgedehnt hätten, dann wäre ihre Stärke groß genug, um England und Frankreich zur Kapitulation zu zwingen. Und deshalb die englische Warnung. Hat diese Aenderung der englischen Politik bereits eine Wirkung gehabt? In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, daß Besprechungen zwischen England und ltalien über ein Mittelmeerabkom- England die Versicherung gegeben, daß es mit dem General Franco keine Verhandhingen über Gebietsabtretungen geführt habe oder zu führen beabsichtige, und man will daraus auf die Möglichkeit eines allgemeinen Abkommens über die Erhaltung der gegenwärtigen Machtverhältnisse im Mittelmeerraum schließen. Man wird dieser Nachricht zunächst mit einiger Skepsis gegenübertreten müssen. Denn der Sieg Fran- cos über die spanische Republik bedeutete auch ohne Gebietsabtretungen, die ein schlechter Start für ein nationalistisches Regime wäre, einen Sieg Mussolinis und Hitlers, die über ganz Spanien— und Portugal dazu— im Emstfall verfügen würden. Aber auf der anderen Seite darf die Bedeutung der wachsenden englischen Entschiedenheit auch nicht gering eingeschätzt werden. Im Verein mit der engen Zusammenarbeit mit Frankreich bedeutet sie, daß die Werbekraft der D'ktaturländer auf die kleineren Staaten rasch abnimmt, bedeutet sie vor allem für die Mittelmeerländer den wieder erstarkten Schutz des mächtigen Imperiums, und damit werden auch die Bestrebungen schwächer, diesen Schutz in einem Kompromiß mit Hitler oder Mussolini zu suchen. Mit allen Mitteln wirtschaftlicher Beeinflussung und politischer Propaganda hatte namentlich Deutschland versucht, die Kleine Entente und den Balkanbund zu sprengen, einzelne Staaten für sich zu gewinnen, und so die politische Konstellation, die seit der Rheinlandbesetzung und der Schwächung Frankreichs ins Wanken zu kommen schien, zu seinen Gunsten zu ändern. Nun droht die englische Haltung, diese Bemühungen zu vereiteln. Ob dies hinreicht, Mussolini dazu zu zwingen, Zeitgewinn zu suchen und die Machtauseinandersetzung zu verschieben, ob es hinreicht, die akute Angriffbereitschaft der italienisch-deutschen Kooperation zu hemmen, das hängt — und das ist der frevelhafte Wahnwitz der Diktatursysteme— von den subjektiven Entschlüssen der Diktatoren ab. Dr. Richard Kern. Die besten Demokraten Die Demokratien bekennen sich zu ihren Regierungamethoden, aber kein Diktator will sich richtig zu seiner Diktatur bekennen, sondern sie sind alle Demokraten. Durch die Nazipresse geht ein Artikel gegen»Edens Ideologie«: »Ehe parlamentarische Demokratie und das Parteiensystem nach britischem Muster haben sich In vielen anderen Ländern als unzweckmäßig erwiesen. Sie haben es in ihnen nicht vermocht, wirklich eine enge Verbindung zwischen Volk und Regierung herzustellen... Es kommt auf die wirkliche Volksverbundenheit der Regierung an. und für diese Verbundenheit hat In Deutschland der Nationalsozialismus die nötigen Grundlagen vorbildlich geschaffen.« Die»wirkliche Volksverbundenheit« der braunen Bonzerie ist so stark, daß selbst die letzten Reste von Theaterkritik nicht mehr geduldet werden können, weil sie diese Verbundenheit gefährdeten. »Im nationalsozialistischen Volksstaate kann die Regierung jederzeit offen an das Volk appellieren. In England, also dem Musterlande der parlamentarischen Demokratie. ist das nicht ganz so klar.« Im Dritten Reiche ist nicht einmal ein Wahlkampf nötig, weil es. oh Wunder, nur eine Partei gibt. Die Verbundenheit zwischen Regierung und Staat ist so stark, daß auch nur ein Tag freier Agitation als unerträgliche Bedrohung dieser Harmonie empfunden würde, denn es ist die Frage, ob dieser Staat diesen Tag überlebte. Darum mag auch das Volk keine Meinungsf reiheit...»Bei uns wird offen und eindeutig gefragt und geantwortet...« Und zwar mit Ja oder Nein. Wer mit Nein stimmt, riskiert eine entsprechende Erziehungskur, so stark ist die Volksverbundenheit der Despoten. Ueborsteigen die Neinstimmen 5 Prozent, so korrigiert das Volk sein Votum schon beim Stimmenzählen, so stark ist usw. usw. Bleibt nur ein Schluß: »Da sind wir»Wilden« doch bessere Demokraten als jene Muster, die Herr Eden uns vorzuhalten beliebt.« Haben wirs nicht gesagt? Die Nazis sind die besten Demokraten, die echtesten Liberalen, die heroischsten Vertreter der(geheimen) Gedankenfreiheit. Frühere Despotien bekannten offen:»Wer Knecht ist soll Knecht bleiben und das Maul halten. Seid Untertan der Obrigkeit...« Was waren das für verkommene. verlogene, feige Systeme! LetylerGrad der Entmannung Die»Frankfurter Zeitung« unter unmittelbarem Nazi-Kuratel. Es verdichten sich die Flüsterinformationen um die»Frankfurter Zeitung« und ihren hitlerbeflissenen Herrn Kirchner. Die letzte, wahrscheinlich sogar zuverlässigste Version geht dahin, daß zwar Herr Kirchner weiterhin die Außenpolitik des Blattes im bisherigen gesinnungsverlumpten Geist der totalen Gleichschaltung weiter betreiben darf, aber sich ganz auf dieses Ressort beschränken soll und alle innerpolitische Seitensprünge bei Kazett-Gefahr zu vermeiden hat. Dafür soll das Blatt in der Person> aus der die antifaschistische Front 40 Prozent der Versammlung. Der harmlose Sang» Freut Arbeiterstammrolle. Die letzten sozialen Schublade gezogen<<. Was heraussprang Stimmen gewonnen. Eine neue Verschär- Euch des Lebens ist wesentlich beruhi- Hemmungen, wie Nachtbackverbot oder war eine Vertröstung an den deutschen fung der Arbeitsfrontorganisation hat sich gender, als die Aufwühlung der sozialen Arbeitszeitverordnung hat das Jahr 1936. überwunden. Der Zehnstundentag wird Bauern und den deutschen Arbeiter, sie als notwendig herausgestellt. Die DAF Frage. sollten noch vier Jahre warten, dann werde wird mit der sog.» Gewerblichen Wirt- Dann gings im rasenden Schritt an die 1937 als Normalarbeitszeit gelten können. Am Jahreswechsel triumphiert im Dritbestimmt alles besser werden. Und am 8. schaft« zusammengeworfen. Die Aemter Gestaltung der Kriegssozialpolitik. Im Februar 1933 erklärte Hitler den neugie- der DAF wurden damit von den Unter- Zeichen des nahenden Burgfriedens wurden ten Reich die Fettkarte, weitere Rarigen Journalisten:» In zehn Jahren wird nehmern und ihren Beauftragten durch die Arbeitsgerichte und die Spruchinstan- tionierungen können folgen. Höher entes in Deutschland keinen Marxismus mehr setzt, der Ley war dem Reichswirtschafts- zen der Sozialversicherung nahezu beschäf- lohnte Arbeiter könnten die Gefahr einer geben. Im September 1934 prophezeite minister und Exponenten des Großkapitals tigungslos. Die Steigerung der Wohnungs- vermehrten Kaufkraft und damit die Einder faschistische Diktator das tausendjäh- Doktor Schacht unterstellt. not wurde mit dem Hinweis auf die not- fuhrnotwendigkeit von Bedarfsgegenstänrige Reich. 1936 wurde zum Jahr der Mo- wendigen Kasernenbauten verständlich ge- den aus dem Ausland heraufbeschwören. Als einen Tag nach der ersten Hitler- bilmachung von Wirtschaft macht. Die Sozialversicherung machte Das Regime blockiert seine Arbeiterschaft Maifeier 1933 die Arbeiter arglistig, über- und Arbeit für den Krieg. Am 7. durch weiteren Leistungsabbau erhebliche und empfiehlt ihr, den Riemen enger zu fallsartig und brutal ihrer Gewerkschaften März 1936 signalisiert die faschistische Beitragsüberschüsse. Vermögensreserven schnüren. Kanonen statt Butter heißt entberaubt und entwaffnet waren, erklärte Diktatur mit Rheinlandbesetzung und Zer- für die Sozialrentner brauchen nicht mehr weder Beschränkung der Lebensmittel für der Ehren- Ley: reißung des Locarnovertrages die Kriegs- angesammelt zu werden. Etwa 50 Prozent das Volk oder europäische Verständigung > Wir griffen zu, um die Rechte der Ar- bereitschaft. In Spanien kämpfen deut- der Ueberschüsse fließen in die Kriegs- über einen internationalen Güteraustausch. beiter zu schützen, Arbeiter, wir griffen zu, sche Soldaten gegen die demokratische Re- kasse des Reiches. Die» nationale Frei- Die faschistische Diktatur hat sich geum Deine Rechte, Dein Geld, Deine Einrich- gierung. Die Scheinparole der Landesver- heit<< wird zum Ersatz für die Alters- und gen das Volk für den Krieg enttungen zu retten... Nicht als ob wir damit teidigung wird von wilden Expansionsge- Invalidenfürsorge. Kaum ein Zehntel aller| schieden. Brot und Arbeit war den Werktätigen die Gewerkschaften zerstören und zerschla- lüsten abgelöst. Der Krieg ist noch nicht Arbeitslosen werden von der Arbeitslosenvier Jahren versprochen worden, gen wollten. Im Gegenteil... Arbeiter, ausgebrochen, aber der Krieg gegen die versicherung überhaupt nur noch unter- vor ich schwöre Dir, wir werden nicht nur Arbeiterschaft Deutschlands ist schon im stützt. Die Beiträge der 12 Millionen Ver- Kriegsgefahr und Not sind das Ergebnis sicherten belaufen sich auf 1,4 Milliarden von vier Jahren Hitlerregime. Der Veralles erhalten, was sich vorfindet, wir wer- vollen Gang. Der Glaube an die Wirkung der Propa-| RM, die Unterstützungsausgabe der Ver- such, das deutsche Volk durch eine beden Schutz und Rechte des Arbeiters weiter gandamaschine hat sich zwar behauptet, sicherung auf 250 Millionen. Die Arbeiter triebsame Außenpolitik des Kraftmeieraufbauen.< aber er reicht nicht mehr aus, man kennt und Angestellten, die da glaubten, daß tums und Bluffs von seinen inneren SorUnd Schuhmann fügte hinzu: >> Würden wir die Arbeiter betrügen, dann die Ungläubigkeit der Arbeiter. Im Mit- somit eine Beitragsermäßigung am Platze gen abzulenken hat zur glänzenden Isoliegebührt uns die Kugel«. Die erste der selbst telpunkt der Kriegsvorbereitung steht auf sei, wurden belehrt: es geht nicht. Der rung geführt. Isoliert von außen, aber gestellten Bewährungsfristen geht zur Neige, allen Gebieten, nicht zuletzt in der Arbei- dem Reich zufließende Beitragsgewinn von auch separiert im Innern, bramarbasiert rund einer Milliarde RM ist Wehrbeitrag. das faschistische Regime seine Neujahrsdas wirtschaftliche und und soziale Fiasko der terfrage, die Zwangsorganisation. Die Angst vor der Opposition macht Wer sollte schließlich die proklamationen in die Welt. Volksverderber läßt sich nicht länger verbersich erstmalig bei den sog. Vertrauens- Kriegskosten aufbringen, Eines ist gewiß. Das Ringen gen. Noch bilden Machtapparat und Propaganda den kugelsicheren Panzer für die Be- rätewahlen geltend, die am 3. und 4. April wenn nicht die» Gefolgschaf- um die Seele des deutschen Arbeiters ist für Adolf Hitler trügér. Ihre Kugeln aber brachten Tausende stattfinden sollten. Die Wahlparole war ten ihrer Retter ausgesetzt<. Der Arbeiter hat nach vier Jahren aufgehört, freier Arbeiter zu sein, er ist, alles Arbeitsrechts beraubt, zum Arbeitssoldaten geworden. Die Verheißungen vom Her mit dem höheren Lohn! Brandstifter und Verschwörer men<, 1. Parteitag im September 1933 sind verflo- Als Gustloff erschossen worden war, wie-| fahrtslinien mit ihren Büros das sind die allem gute Fühlung mit den arabischen Nagen, der Nürnberger Parteitag 1936 hatte sen Schweizer Blätter auf die vergiftende Stützpunkte. Filialen der Gestapo, geheime tionalisten. Unruhen, Kämpfe zwischen Araihm als letzten Ausweg aus der Krise nur Tätigkeit hin, die er als Leiter der national- Menschenfallen. Fünfzig solcher Ortsgruppen bern und Juden flammen auf. Im Hinternoch den imperialistischen Krieg zu zeigen. sozialistischen Geheimorganisation in der und Nazifilialen hat die Madrider Regierung grunde Ribbentrop. In England erklärt Die hitlerdeutsche aufgedeckt. Die Hauptführer wurden bei er: » Deutschland wünscht die Freundschaft Kriegsarbeit aber heißt unbegrenzte Ausbeu- Schweiz entfaltet hatte. National- deutschen Großfirmen und ihren spanischen Großbritanniens, den germanischen Völkern tung durch Lohnabbau und verlängerte Ar- Presse bestritt das entschieden. beitszeit.>> Das Wort unmöglich«, sagt der sozialistische Verschwörergruppen im Aus- Vertretungen angestellt. gebührt die gemeinsame Führung der Welt<< so etwas gibts gar nicht. Weder in Was das Buch über die Tätigkeit in Afrika und Asien schuren Ribbentrops Kriegswirtschaftsdiktator,» gibt es nicht«. land Hunger und Krieg, das war die Nürnberger der Schweiz noch in anderen Ländern. Wie dieses braunen Apparates berich- Freunde und Gehilfen gegen England. Triumskrupellos aber die braune Verschwörung im tet, ist grauenhaft. Da wird Menschenraub phierend berichtet einer seiner Drahtzieher: Perspektive für den deutschen Arbeiter. dafür bietet Spanien betrieben, Betrachten wir die Entwicklung des deut- Ausland arbeitet, deutsche Reisende werden über-» Von Indien her über Aegypten bis zu den schen Faschismus vom Standort der Arbeiter- ein trauriges, tragisches Beispiel. Am dritten wacht, denunziert,» in Behandlung genom- Grenzen des Suez, am Rand der großen Wüfrage, so zieht sich durch alle Etappen der Tage des Franco- Putsches nahmen die Milisobald sie ahnungslos in der teuren ste, überall gärt es...< vier Jahre die Zielsetzung, wie ein roter Fa- zen in Barcelona bei der Landesgruppe Spa Heimat landen. Deutsche Pfarrer werden Ab und zu beschwert sich Göbbels, daß den hindurch: Die Diktatur macht nien der NSDAP und einigen ihrer Mitglieder bespitzelt, ihre christlichen Predigten mit man in Spanien und Frankreich nicht rascher Haussuchung vor. den Arbeiter wehrlos, der Kapi- gründliche Das Randbemerkungen an die deutschen Heimat- vorwärts kommt., Die Volksfront diesseits talismus beutet ihn aus. Material, das dabei gefunden wurde, ergab behörden geschickt. Spanische Firmen, spa- und jenseits der Pyrenäen wird als Hindernis Das Jahr 1933 war bestimmt, die Organi- mehr und noch Schlimmeres, als man erwar- nische Politiker, Hotels und Cafés werden der braunen Propaganda erkannt und berannt. Zum ersten Male seit Hitler zur überwacht. Ein Heer bezahlter Spitzel wim- Der Waffenschmuggel, nach Spanien, sationen der Arbeiter zu zerstören. Einige tet hatte. Monate schwankten die Nazis, einen Stände- Macht gelangte, wurde ein so umfangreiches melt umher. Die Presse wird korrumpiert, die Konspiration mit der faschistischen ReDie Stände- Illusion war und belastendes Material gefunden. Aus Zehn- durch Inserate gekauft, Wirtschaftsspione aktion gegen die spanische Souveränität ist indes bald zerstoben. Von da ab beherrschte tausenden von Briefen, Rundschreiben und pirschen einher. Es gibt auch mal Krach im von Anfang an eine Spezialaufgabe der natiodie Harmonie zwischen faschistischer Dikta- Anweisungen war die Auslandswühlerei des Spitzelbetrieb, einer schwärzt den anderen an. nalsozialistischen Landesgruppe. Schon 1914 tur und Kapital das Feld. Hakenkreuzes, seine Verschwörung gegen den Kampf um die braune Futterkrippe, Cliquen- versprach Wilhelms Regierung den Spaniern Im ersten Halbjahr 1934 drohte in der Frieden und gegen die Demokratie bis in ihre kämpfe mit gemeinsten Mitteln und sexuellen Gibraltar, wenn sie gegen England in den Periode der Meckerer und Kritikaster eine letzten Verästelungen zu Diese Perversionen. Kurz, der braune Sumpf, Krieg eingreifen würden. Diese Linie wird man braunen Verschwörer führt wie Auflockerung der schaffenden Volkskreise bis Tätigkeit der von unzähligen schmutzigen vom Dritten Reiche bösartig weitergeführt. in die Reihen der proletarischen National- direkt in den Aufstand der Rebellen hinein. Affären aus Deutschland her kennt, tut sich Dafür sitzt man ja auch bereits auf den Kasozialisten. Die nationale Revolution mußte narischen Inseln und richtet dort KonzenFranz Spielhagen hat dieses blutige auf. blutig liquidiert, die Kameraden am 30. Juni Anklagematerial zu einem Buche verarbeitet: Die Wühlarbeit erstreckt sich auch nach trationslager für deutsche Meckerer ein. Im ermordet werden. Die Bahn für eine totali-» Spione und Verschwörer in Spa- Afrika. Tetuan ist das Hauptquartier. Auf Großen wie im Kleinen wird Deutschlands täre Arbeitsfront war frei, nachdem schon nien«.( Editions du Carrefour.) Ein Tuch die Mauren und Araber wird faschistische Mittelmeer- Herrschaft vorbereitet. Dazu gevorher die NSBO von» alten Kämpfern ge- ist plötzlich von einem Spitzel- und Spionage- Hetzliteratur losgelassen, Konsulate begün- hört, daß Franco siegt. Dieser netz weggezogen worden. Es liegt offen und stigen Schmuggel aller Art, antisemitische reinigt war. Propaganda- Apparat, diese Bedes Lesers. Harmlos Pamphlete reizen zu Pogromen auf, Hitler stechungs- und Korruptions- Maschinerie ko1935 beginnt die Ablenkung von nackt vor dem Blick Rund 3 Millionen Peseta den innerwirtschaftlichen Not- nach außen, bösartig in der unterirdischen wird den Eingeborenen als Retter, die franzö- stet Geld. ständen durch nationalistische Praxis, herrlich getarnt all die großen und sische und englische Herrschaft als Verderb- werden jährlich für diese Wühlarbeit auf der Aktionen und eine agressive kleinen Stützpunkte. Deutsche Konsulate und nis hingestellt. Das geht von Hand zu Hand, Iberischen Halbinsel ausgegeben. Man denke Gesandtschaften, Handels- und Industrie- bis in die Karawansereien A equatorial- sich dazu die Summen für die gleiche WühAußenpolitik. staat zu errichten. erkennen. ihn Die Welle der Begeisterung, die nach betriebe, Lufthansa, Importhäuser, Schiff- Afrikas. Die braunen Agenten halten vor lerei in anderen Ländern! Mag das deutsche Volk dafür ausbluten und auf Fett verzichten. Ab und zu muß auch die Winterhilfe herhalten. So hat die braune Landesgruppe Spanien die im Jahre 1935 gesammelten Winterhilfsgelder nicht zur Unterstützung von Bedürftigen verwendet, sondern sie hat die Summen mit Genehmigung ihrer vorgesetzten Behörden für den Bau des Braunen Hauses in Barcelona ausgegeben. Alle Länder haben ihren Spionageapparat, aber diese ausländischen Hetzorganisationen sind etwas anderes, haben in der Geschichte kein Beispiel, kein Vorbild. Mit dieser Wühlarbeit werden ganze Völker unterminiert, bedroht, korrumpiert, werden Unruhen angezettelt und Kriege provoziert. Die Welt befürchtet, eines Tages könnte ein europäischer Reichstagsbrand ausbrechen. Er ist schon da. In Spanien lodert er seit fünf Monaten. Wie raffiniert und planmäßig der Brand angestiftet wurde, das nachlesen. kann jeder in Spielhagens Buch Auch hier wurde erklärt, daß ein kommunistischer Aufstand für den 28. Juli 1936 geplant sei und daß die Armee sich erheben mußte, um den Untermenschen zuvor zu kommen. Wie beim Reichstagsbrande behaupten die gelehrigen Schüler des Hakenkreuzes, daß ausreichendes Material über den geplanten Aufstand vorliege und zur gegebenen Zeit veröffentlicht werde. Wie beim Reichstagsbrand wird dieses Material der Oeffentlichkeit bis heute unterschlagen. Wer hat dieses Material je zu Gesicht bekommen? Niemand. las: Ehers Friedensbotschaft und die deutsche Leserin In einer deutschen Zeitung schildert eine trätieren? Sieht sie eine Nacht der langen Frau die Beklemmung, die sie erdulden muß- Messer, für die einst die Nazis schwärmten? te, als sie dieser Tage ein illustriertes Blatt Sieht sie etwa Bunker und steinerne Stehsärge? Oder die in Konzentrationslagern ge» Ich blätterte weiter. Meine Augen schundenen Pfarrer, von denen vor nicht allstarrten entsetzt, und bald schüttelte zu langer Zeit ein christlichsoziales Blatt der mich ein fassungsloses Schluch- CSR. berichtete? Oder die Marokkaner und zen. Herrgott, ist so etwas Entsetzliches deutschen Truppen auf Francos Seite? wirklich menschenmöglich im 20. Jahrhundert...? In grausiger Deutlichkeit sah ich sie nun vor mir, die gemarterten, schier zu Fetzen zerschundenen Körper von Geschöpfen, die doch einst at mende Menschen gewesen gleich mir...» Nicht weiter, um Gottes willen, blättere nicht weiter<, durchzuckte es mich,>> wirf die Zeitung durchs Zugfenster, du hast keine Männernerven, du bist eine Frau...!< Was liest sie, was sieht sie? Greuel in den deutschen Konzentrationslagern? Liest sie etwa in den authentischen Berichten, die darüber erschienen? > Und weiter blättere ich die Seiten um. Nein, sie verdienen den Namen» Mensch< nicht, diese vertierten.... Fratzen, die mir da mit schreckhafter Deutlichkeit entgegenblicken, und deren Träger wenig anderes tun, als Bluturteile zu unterschreiben und zu vollziehen...< deutsche Volksgenossen noch ihr Heil in dem erblicken, was jene» Führer<, deren Aussehen allein schon dämonenhaft wirkt, verkünden und säen?<< Jetzt hakt es aus! In einer deutschen Zeitung, im Königsberger Naziblatt ist eine solche Attacke gegen die braunen Diktatoren möglich? Ist die Hungerrevolte ausgebrochen? Verfiel ein Blatt dem Wahrheitsdelirium? Nein, nichts von alledem, beruhigt euch, zumal sich ja auch die Dame gleich wieder in der Gewalt haben wird: > Einen Trost jetzt<, flehte ich innerlich, » ein Gegengewicht gegen all das Böse, das ich nun gesehen habe und das mich bis zum Zittern erregt.<< Und um meine Nerven zu beruhigen, griff ich nach einer der anderen illustrierten Zeitungen. Sie brachten deutsche Bilder, von den Führern des Staates, von Land und Volk. Und ich empfing, gleichsam wie ein Geschenk, den Trost, nach dem es mich gerade jetzt so heiß verlangte!<< Und damit hätten auch wir endlich das Schwerste überstanden. Vorher nämlich Was denn, was denn? Bluturteile unterschreiben... Sie meint doch nicht etwa... meint doch nicht etwa die vielen Todesurteile, die in Deutschland seit dem Reichstagsbrande an Marxisten vollzogen wurden? Zugegeben, schlimm ist das alles, aber wer > Und wie von geheimen Zwang getrie- wird deshalb So schreien! Einige andere ben, blätterten meine Finger weiter. Die in mir aufsteigende Uebelkeit wurde Delinquenten wurden übrigens begnadigt, rei- schilderte die Dame in jenem Naziblatt das erstickt durch erlösendes Weinen, ner Zufall, daß es keine Politischen, sondern Entsetzen, dem sie verfiel, als sie> Antidurch den von neuem brennend in mir durch die Bank Frauenmörder waren. komintern<, das neueste Sonderheft des aufquellenden Haß gegen alle die- Oder schreit sie wegen der neuen Todesstrafe, braunen» Illustrierten Beobachters<, durchjenigen, die um der Verwirklichung ihrer blätterte. Es ist ausschließlich gegen Rußalles zerstörenden Idee willen, durch Meere die dem droht, der mit einigen hundert Mark von Blut, Grauen und Chaos schreiten...< über die Grenze geht? land gerichtet und sozusagen eine bebilderte Ja, was um Gottes willen hat sie da? Ist Weihnachtsfriedensgabe Eher Konzerns... Die Waffen zum Franco- Putsch lieferte es deutsch, ein schwaches Weib Deutschland vorher und nachher.» Aus einer aufgefangenen Dokumentation der Rebellen ist ersichtlich, daß die Lieferungen an deutgriffen, bis zum 10. November 1936 den Wert von 230 Millionen Reichsmark erso zu mal» Wie können denkende Wesen, wie kann ein Volk Vertrauen haben zu solchen > Führern russische Bolschewismus, auch im Film be- Liebe zweier Menschenkinder Bolschewismus« in Spanien» seine Bandene gonnen hat. Sechs Filme stehen ganz un- die nach unsäglichen Mühen und Qualen aus Bilder in sich aufzunehmen. Aber auch bewaffne. Die Methode> Haltet den Dieb!< ter diesem Motto...> Staatsfeind Nr. 1< wird der roten Hölle fliehen können. Neben die die Landesgruppen bemühen sich, wird von den faschistischen Diktatoren zu die große Auseinandersetzung mit dem Bol- sen politisch betonten Themen wird um die Herstellung von eigenen ein Film sich mit den durch den Filmen aus ihrer Wahlheimat.< einer Spezialkunst entwickelt. schewismus, wird ein dokumentari Nationalsozialismus geschaffe- Der deutsche Film steht im Dienste des Die Betroffenen werden die präzisen An- isches Ausmaß sein, wird den> Begaben des Buches als Verleumdung bezeich- glückern der Menschheit die Maske vom Ge- nen Institutionen beschäftigen... neuen deutschen Militarismus, er ist weder Kunst noch Unterhaltung, sondern Propanen, aber das Ableugnen wird diesmal unmög- sicht reißen, und wird die ArbeitsmethoEin anderer Filmreklameartikel des> Völganda. lich. Alle Angaben sind im Buche durch fak- den und Tarnungen zeigen, deren sich kischen Beobachtere, der sich mehr dem similierte Dokumente belegt. Die Beweise diese Geißel der Menschheit bedient.» Mein Geschäft mit der Heimat widmet, ist Ufas Klage befinden sich in den Händen der Madrider Sohn, der Ministere, nach dem Bühnenstück in mancher Hinsicht noch deutlicher. Balken- In der letzten Generalversammlung der Regierung. Die Schuldigen stehen am von Mirabeau, wird die Satire auf den überschrift:> Er trägt die Heimat in die Welt. Ufa gab es allerhand Qualm. Die Aktionäre Pranger, die Brandstifter wurden sozusagen Parlamentarismus, seine Auswüchse, Der Film im Dienst der Auslands- räsonierten über den schlechten Geschäftsmit der Lunte in der Hand photographiert seine Korruptionserscheinungen, wird ein organisationen der NSDAP gang. Wieder gäb es für das abgelaufene es wäre num Sache der zivilisierten Mensch- ironisches Filmkapitel aus überwundener Zeit gelmäßige Filmaufführungen für Geschäftsjahr keine Dividende, die Gehälter heit, dieser Brandstifterei entschiedener ent- sein. Ein Film um Bela Khun wird sich mit die Auslandsdeutschen. Die Orts- der Vorstandsmitglieder seien zu hoch, die gegenzutreten, als bisher. den Revolutionswirren in Ungarn beschäfti- gruppen filmen ihre großen Tage<): Stargagen ebenfalls, die Filme mangelhaft. gen, Hauptschauplatz ist die Budapester Oper,> Im Rahmen der Gesamtarbeit Geheimrat Hugenbergs, so liest man in den Rahmen bildet die Oper> Tosca<, die der Auslandsorganisationen der der Nazipresse,> erwiderte als AufsichtsratsGöbbels Film- Propaganda weibliche Hauptrolle wird Maria Cebotari NSDAP spielt der Film eine nicht vorsitzender, daß der Vorstand keineswegs > Die Ufa meldet: Von den 30 Filmen ihres spielen. Zwei Filme greifen auf unwichtige Rolle. Das wird doppelt Schuld daran sei, daß die Gesellschaft keine Verleihprogrammes 1936/37, das im Juli d. J. Weltkriegs ereignisse zurück, verständlich, wenn man erfährt, daß die in Dividende ausschütten könne. Es gäbe angekündigt wurde, werden bis Januar sämt-> Unternehmen Michael bringt eine Episode aller Welt verstreut lebenden Deutschen durch hier Dinge, deren man nicht Herr Hche Filme fertiggestellt sein bis auf zwei vom heldenmütigen Kampf einer kleinen die wahr und beredt sprechenden Bilder sei...< Albers- Großfilme, deren Herstellung, im De- Schar im Trommelfeuer der Westfront, er soll ein Stück Heimat, ihre Arbeit, ihr Wesen Das ist ein deutlicher Stoß gegen Göbzember beginnend, unmittelbar nacheinander eine Verherrlichung von Mannesmut und und Wollen vermittelt bekommen... Vier- bels. Denn zu diesen» Dingen« gehören die erfolgt. Mit dieser außerordentlich beschleu- Kämpfertum werden, ein Heldenlied vom mal im Jahr gehen diese Kurztonfilme, Zensur, der Maulkorb, die politische Gebunnigten Fertigstellung ihrer Filme hat sich die Grauen Soldaten<<;> Freibeuter ist der wie man sie nennen möchte, in alle Welt hin- denheit und die dadurch bedingte Engigkeit Ufa bemüht, den Anregungen von Titel eines Films, der sich die Taten des aus, um den Auslandsdeutschen und Humorlosigkeit der deutschen Filme. -:: Der Haß gegen denn es kamen Stücke nach London, durch zu erreichen wäre, wenn Schu-| Schwager, der Professor B- r von E- g ist Paris, Amsterdam und Petersburg so bart unter einem scheinbaren bei mir und wünscht Sie kennenzulernen.<< J das freie Wort mannigfaltig war doch der Verdruß, den oder seinen Sitten und Lei-» Der kennt mich ja schon von StuttMenschenraub aus dem 18. Jahrhundert. Zweibrücken und selbst der französische wande auf unstreitig Herzogl. Chronik schreiben. Doch ich ich mir damit zuzog. Die Höfe Mainz und denschaften anpassenden Vor- gart her, und dazu muß ich morgen meine Doch ich gehe mit Christian Friedrich Schubart, Dichter, Pu- Hof glaubten darin beleidigt zu sein und Würtembergischen Grund und Ihnen, mein Chronikblatt soll dennoch ferblizist und Musiker, war einer der Sterne der verlangten Widerruf. Eine aus Berlin emp- Boden gelockt und daselbst so- tig werden.<< Geniezeit, der Zeit der Lenz und Klinger und fangene Anekdote, die ich aufnahm, hetzte fort gefänglich niedergewordes jungen Goethe. Die literarische Tat sei- mir die ganze dasige Hofmusik auf den fen werden könnte. nes Lebens war seine> Deutsche Chro- Hals... Ueberdem war ich fast alles Mein letztes Blatt war das siebente Stück des 1777. Jahres und meine letzte Gleichwie aber die gute Ausführung öffentliche Arbeit das angehängte Memento nike, die er seit dem Jahre 1773 herausgab. Schutzes beraubt. Ich war nicht Bürger dieses gnädigsten Auftrags hauptsächlich mori für Kunstrichter. Seine kräftigen Aufsätze sicherten ihr für die in Ulm, nicht in Aalen, nicht in Geislin- auf der strengsten Geheimhal- So willig und so ohne alle Vorsicht eilte damalige Zeit ungewöhnliche Verbreitung, sie gen;-war nur Weltbürger, dessen Rechte tung des Ganzen beruhet; also wollen ich in die mir gelegte Schlinge... Ich gaben ihm große Popularität aber sie zo- man zwar im allgemeinen, aber nicht in auch Se. Herzogl. Durchlaucht Sich zu ihm speiste mit meinem Todesengel und brachte gen ihm auch den Haẞ der weltlichen und besonderen Fällen gelten läßt.<< kirchlichen Machthaber zu. Nur einen Hut voll von der Freiheit Englands hatte er für Der Befehl zum Deutschland gewünscht er büẞte es mit physischer und moralischer Vernichtung. Her. zog Karl Eugen von Württemberg SchilDecretum Stuttgart den 18ten Jenner, 1777. Oberamtmann Scholl in Gnaden ver- den Tag ziemlich vergnügt zu. Nach dem sehen, derselbe werde hierinnen, so lieb Konzert holte mich mein Weib ab und ging ihme Höchstdero Herzogl. Huld und Pro- so stumm, so schwertragend neben mir Menschenraub tection nur immer seyn kann, das unver- nach Hause, daß ich sie über ihre Schwer>> Dieser sich nunmehr zu Ulm auf- brüchlichste Stillschweigen gegen jeder- mut zur Rede setzte.» Ich weiß nicht, wie lers Tyrann ließ ihn einkerkern. haltende Mann fährt bekanntermaßen in mann beobachten, und überhaupt nach sei- mir ist«, sagte sie und ließ eine Träne Ich schlief das letztemal in ihren Der Haß gegen den Geist und die Freiheit, seinem Geleise fort, und hat es bereits in nen theuren Pflichten klug und behutsam fallen. so sanft und ruhig, als ich lange der ihn verfolgte, die Willkür, die ihn mit der Unverschämtheit so weit gebracht, daß zu Werke zu gehen sich nach Kräften be- Armen fast kein gekröntes Haupt und kein Fürst streben. Zeit nicht geschlafen hatte... Hilfe eines Schurkenstreichs gefangen nahm, das ist nicht eine Geschichte aus dem 18. auf dem Erdboden ist, so nicht von ihm Der Tag brach an; ich stand auf, kleidete mich an. Meine Kinder schwiegen um Jahrhundert, sondern eine Geschichte in seinen herausgegebenen Schriften auf mich herum, meine Gattin bangte. Der von heute. So wie sie Schubart selbst, in das freventlichste angetastet worden, welCarl, H. z. W. u. T.< Schlitten klimperte vor dem Hause, der seiner Lebensbeschreibung schildert( Schu- ches Se. Herzogl. Durchlt. schon seit gebarts Leben und Gesinnungen. Von ihm selbst raumer Zeit auf den Entschluß gebracht, mich in Baumstark führen sollte.» Leb' Der Schurkenstreich wohl, Weib!« Sie bot mir die Hand, ward im Kerker aufgesetzt), zeigt sie wie im dessen habhaft zu werden, um durch >> Den 22. Jänner 1777 kam der Kloster- bleicher, alle Muskeln ihres Angesichts Lichte eines Blitzes die Ewigkeit des Ringens sichere Verwahrung seiner Person die zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Frei- menschliche Gesellschaft von diesem un- amtmann Scholl von Blaubeuren, den ich zitterten.>> Kann denn dieser Fremde nicht Und das war das letzte heitsdurst und kalter Niedertracht der Mäch- würdigen und ansteckenden Gliede zu rei- schon ehemals kennenlernte, zu mir und zu dir kommen?<< lud mich zum Mittagessen im Baumstark. Wort aus dem Munde meiner Lieben. Ich tigen. Die Männer des Dritten Reiches sind nigen. Sich dieserwegen an den Magistrat zu Ich hatte eben Musik und wollte abends eilte die Stiege hinunter, bestieg den die Nachahmer der Tyrannen von damals. Ulm zu wenden, halten Höchstdieselbe für Konzert geben. Ich nahm indes seine Ein- Schlitten. Mein Sohn, dem das Liktorgezu weitläufig und dürfte vielleicht den vor- ladung an. Als ich mit ihm hinging, sagte sicht des Klosteramtmannes wie Wurm>> So sehr sich inzwischen meine Chronik gesetzten Endzweck gänzlich verfehlen er ganz furchtsam:» Sie könnten mir einen samen zuwider war, schrie aus dem Fenster in und außerhalb Deutschland ausbreitete machen; wohingegen solcher am besten da- sehr großen Gefallen erweisen... Mein mir nach:» Papa, kommen Sie bald!<<,.. Rechtlos Eintopf bei ganz 容 feinen Leuten Ein Beitrag zur Gastronomie der nationalsozialistischen» Volksgemeinschaft. den Einsatz den. Neue Kriegswaffen Deutsche Kampf- Schnellboote ohne Schiffsschrauben Auf die entscheidende Umwälzung, die der Es ist die pikfeine, nur von höheren Lebewesen meist weiblicher Natur geliebte und Seekrieg in der Nordsee und Ostsee durch der neuen deutschen Kampfgelesene Zeitschrift> Die Dame, die jetzt Auskunft über die> Volksgemeinschaft Adolf Schnellboote erfahren wird, ist schon von verHitlers vom berechtigten und unabweisbaren schiedener Seite aufmerksam gemacht worStandpunkt der Verdauung gibt. Es geschieht in einer ihrer letzten Nummern vermittels einer Plauderei des sonst ein wenig aus der Mode gekommenen Romanciers Friedrich Freksa: er ist es, der den Eintopf« als letzte und edelste Frucht Lebensbaume des >> deutschen Sozialismus< erkannt, durchschaut, auf seine moralischen ebenso, wie naturalhaften Bestandteile hin gewissenhaft durchwühlt hat. am Das heißt: wohlgemerkt, der Eintopf der » feinen Leute«, um bei Göbbels und seinem Sprachkatechismus für solche, die noch immer darauf hineinfallen, zu bleiben! Der Eintopf der noblen Pinkels! Soll das ein Unterschied sein, wenn grüne Erbsen schließlich unter jeder Klassenordnung eben grüne Erbsen sind und bleiben und wenn der blaue Heinerich nicht blauer wird, auch wenn man ihn noch so sehr in der wahren und vorgeschriebenen nationalsozialistischen Gesinnung aufbrüht-? Nun, wir werden durch Freksa hinreichend belehrt. Ruhm sei, wem Ruhm gebührt! Vielleicht war es nur ein Versehen des Metteurs, daß sich dicht neben die genannte Frekasche Kostprobe, die das in jedem Betracht ist, in gotisch der Kernspruch der > Winterhilfe< in jener» Damen«-Nummer breitbeinig aufgepflanzt hat: > Laßt Deutschland Im ärmsten Bruder erleben, Daß die Kraft des Glaubens In Ewigkeit Zu opfern bereit Uns wiedergegeben: Jeder für alle So erfüllt sich die Zeit!<< Zeit oder Eintopf auf jeden Fall> erfüllt sich hier etwas sehr ostentativ und naturwissenschaftlich genau; wir werden's gleich sehen! Es ist nur eine reichlich komplizierte, mit mannigfachen Schwierigkeiten teils aus dem Gebiete der organischen Chemie, teils der Moralphilosophie verbundene Angeelegenheit das mit dem Eintopf der feinen Leute. Warum nicht Eintopf, wenn sie so glorreich einst vor dem Bolschewismus bewahrt worden sind? Das sollen sie nicht auf Gesamthubvolumen: 30 Liter Motorenleistung: 1250 Pferdestärken Armierung: zwei 50- cm- Torpedorohre Bemannung: 4 Mann Geschwindigkeit: 80 km in der Stunde. Ueber diese moderne Ausrüstung hinaus waren aber noch einige wichtige technische Auch über die Angriffstaktik, die diese Anforderungen an das Kampfboot zu stellen, Boote gegen größere Einheiten anwenden, ist die, wie sich zeigte, der bisher allgemein verman sich klar. Die Kampfboote werden ein wendete Antrieb mit Schiffsschrauben nicht winziges, für die Schiffsartillerie schwer er- mehr erfüllen konnte. reichbares Ziel mit unerhörter Geschwindigkeit heranbrausen. Im richtigen Abstand Hat sich ein Kampfboot in rasendem Tempo seinem Schußziel auf Torpedier- Entwerden sie zwei Torpedos aus den Lanzier- fernung genähert, so muß es innerhalb von rohren stoßen. Dann drehen sie sich am Ort wie Pferde auf den Hinterfüßen und mit gleicher Geschwindigkeit wieder aus dem Schußbereich. rasen Daß ein solches Manöver nur mit der ganzen Exaktheit eines wirklich modernen Seekriegmittels erfolgreich durchgeführt werden kann, ist klar. Eben darum hat Deutschland allen Wert darauf gelegt, technische Einzelheiten dieses Schnellboottyps nicht bekannt werden zu lassen. Trotzdem ist es den Baufirmen nicht möglich, die Produktion so abzudichten, daß nicht nach einiger Zeit auch Einzelheiten der Boote rekonstruiert werden können. Aus einer Reihe von Daten dieser Baufirmen, die, nebensächlich und unkenntlich erscheinend, die deutsche Militärzensur passierten, ergibt sich: Wasserverdrängung: 15 Tonnen Gesamtlänge: 16 Meter Motorenzahl: 2 Schweröl- Diesel Bootsachse unter dem nun flachen Hinterteil der Kampfboote. Die neuen Propeller gleichen Wasserrädern. Der rechte davon dreht sich im Uhrzeigersinn, der linke entgegengesetzt. Die einzelnen Propellerschaufeln gehen wie Ruderblätter durch das Wasser. Beim Rückwärtsstoßen drücken sie mit ganzer Fläche, beim Vorwärtsgehen werden sie automatisch mit ihrer schmalen Kante durch das Wasser gezogen. Durch Hebelstellung werden die automatieinzelnen Propellerschen Bewegungen der schaufeln geändert. Dadurch kann Stoppen und Wenden mit durchgeführt werden. ganzer Maschinenkraft Sekunden auf geringste Fahrgeschwindigkeit abstoppen können. Es muß nun bei kleiner Die Ersetzung der Schiffsschraube durch Fahrt auf die Stampfbewegungen der See den in Deutschland konstruierten und im wenig reagieren, um dem Torpedo eine stabile Bodensee in langen Versuchen ausprobierten Abschuẞbasis zu geben. muß das Boot, ohne noch einen Meter dem Jetzt, im Augenblick nach dem Abschuß, Schußziel näher zu treiben, wenden und zurückrasen. mit Voith- Schneider- Propeller, bringt den deutsche schen Kampfbooten ohne Zweifel eine taktiSchiffsschrauben ausgerüsteten Typen. Ueberlegenheit gegenüber den Nach amtlichen Mitteilungen besaß schraube und die durch sie bedingte Boots- 17 Kampf- Schnellboote, für die man Alle diese Bedingungen konnte die Schiffs- Deutschland am 1. April 1936 angeblich nur form nicht mehr erfüllen. Die in der Längs- eine Bauzeit von 1929 bis 1935 angab. Nach wurde für diesen Schiffstyp zum Alteisen ge- vier Kampfboote im Bau sein. Dabei ist es Schiffsschraube diesem amtlichen Bauplan sollten weiter bloß worfen und durch den Voith- Schneider- Pro- sicher, daß allein von dem geschilderten, mit peller ersetzt. Voith- Schneider- Propellern ausgerüsteten achse der Boote kreisende zudem bis zweiunddreißig Das Prinzip der Schiffsschraube, die sich Kampfboottyp in einigen Monaten Jahres in das Wasser wie in eine Schraubenmutter August dieses hineinschraubt, ist aufgegeben. Die Voith- Schiffe in Dienst gestellt wurden. Schneider- Propeller stehen senkrecht zur bazillus entdeckt worden ist. Ein bißchen| Steuerzahler erster Klasse, der Mercedeskulturhistorischer Senf drauf und dieselben Benz- Fahrer, kurz aller, die der Führer< Deutschen finden ihre Regenschirme äußerst und sein Ribbentrop mit Hilfe des Mikado schmackhaft. Freksa weiß um diese National- und der» gelben Gefahr« programmäßig vom tugend. So beginnt er denn seine Enthüllun- Bolschewismus bewahrt, folgendermaßen gen über den> besseren« Eintopf ungefähr so, feierlich losgehen: als käme er von nächtelanger Forscherarbeit direkt aus dem Britischen Museum: >> Die Eintopftage sind volkstümlich geworden. Sie haben ihren Sinn erfüllt, wenn auf der wohlgeschmückten Tafel(!) das Gericht erscheint und das Gedenken an die Volksgenossen wachruft, für die ein solcher Topf ein Festmahl ist. Aber hat sich denn schon einer erinnert, daß Eintopfgerichte die echte Speise der Urzeit darstellen? Vor Tausenden von Jahren war der Kochtopf das Zeichen mutterrechtlicher Kultur...< Ja freilich, wie könnte nach dieser geund den Knieen oder doch in den Bäuchen dan- wichtigen Feststellung ein Deutscher, ken? Freksa demonstriert, wie es zu machen geht Ing. Kurt Doberer. >> Man kann natürlich... noch hinzutun: Reste von Hühner- und Gänsefleisch, sehr klein gewürfeltes Schweinefleisch oder auch Schinken und Reste von Wildfleisch...< nun ja, natürlich kann man das> Es muß vor allem bemerkt werden, daß diese Art von Volksgemeinschaft, in der man der Eintopf nicht umgestürzt werden darf so sinnig, geschmackvoll und wohlschmeckend etwas erlebt, in einer Suppenterrine oder großen Schüs- sim ärmsten Volksgenossen<< sel. Es gibt eine ganze Reihe von Geschir uns möglichst lange erhalten bleibt. Und da ren, die an sich sehr ästhetisch wirken, sei allerdings das Hakenkreuz vor! Weltanschauliche F. E. Roth. Tanzlehrer so zum Beispiel Jenauer Glas oder auch blanke, nicht russige Kupfer- und Zinnkessel. Da kann man in ein schönes großes Gefäß von Jenaer Glas auf dem Grunde Sauerkraut, darüber zerstampfte gekochte Kartoffeln, mit Milch purreeartig angesetzt, anbringen; würze diese Kartoffeln ein wenig mit Zwiebel oder Thymian, und darauf Im Dritten Reich wird alles obrigkeitlich tue Würstchen, nicht zu dicke Scheiben selbst die Tanzlehrer müssen erledigt fetten Schweinefleisches und gut abgehäutete, in Stücke geschnittene Schweins-, parteiamtlich abgestempelt werden. Der Präwäre er selbst General der Flieger, einen Schafs- und Kalbszungen.< sident der Reichstheaterkammer hat im Eintopf als standesunwürdig noch verschmäDa soll, mit Jenaer Glas, mit blanken Rahmen einer Anordnung, betr. StandesWenn der Deutsche irgend einen bitteren hen, wenn er hört, daß es sich um keinen ge- Kupferkesseln, mit Thymian, mit fetten ordnung für die deutschen Tanzlehrer« eine Geschmack auf der Zunge, einen üblen Geruch wöhnlichen, sondern eben um einen mutter- Schweinefleischscheiben, mit Kalbs- und an- Prüfungsordnung erlassen. Die Prüfung ist es deren Zungen so ein Eintopf nicht sein Mut- praktisch, mündlich und schriftlich. In der in der Nase und einen seelischen Floh in der rechtlichen Topf handelt?! Zwar ist das wäre gelacht! schriftlichen Prüfung muß eine Reihe von Herzgegend mit sich herumträgt, wird ihm ein bißchen unlogisch, das Phänomen schon terrecht' rausschinden Und wenn's dann noch folgendermaßen Hauptfächern bearbeitet werden. Dazu gehöer sich klar machen gleich volkstümlich zu nennen, kann, mit welchen wissenschaftlichen Zusam- erst auf verschlungenen Wegen ins Neander- weitergeht und das so in Bildern, daß es ren:>> Allgemeine Wirtschaftslehre< es in seiner ganzen selbst dem größten Staatsfeind und verbissen-»> Die das warme Wasser im la gen des Nationalsozialismus tun hat. Laẞt einen echten Deutschen Grippe Größe zu verstehen. Aber das macht ja erst sten Antifaschisten verbrecherischen, jüdisch verseuchten Gau-( allgemeine Staatslehre, Rassekunde, Kulturzuerst sieht er dann im Brockhaus den Appetit, nicht wahr? und von wem der Influenzapolitik)<. Und nun kann das mit dem Eintopf der men zusammentreibt-: sofort wohler, wenn menhängen er es bei besagtem Phänomen zu -haben nach, wann tal klettern muß, um wenn man und weltanschaulichen GrundFür mein freies Gemüt war * Schubart war auf dem Hohen Asperg Deutsche Berufswahl >> Die Verwendung der Schüler der OrdensDa flog ich nun an der Seite meines auf Befehl seines durchlauchtigsten Her- ihnen kaum für ein paar Tage Bedürfnisse| tiefste, dicht an Verzweiflung grenzende Führers über beschneite Gefilde weg; weg zogs Arrest an. Ich hielt es für Scherz, hinterlassen. Was werden sie sagen, wenn Schwermut. Ich saẞ ganze Stunden starr von Freunden, die ich viele dunkle Monde weil ich den Herrn von Varenbühler noch die Nachricht auf sie hindonnert: dein und unbeweglich auf meinem Strohbette, betrachtete die öde, schweigende Wand und nicht mehr sehen sollte mit dem Dolche von Ludwigsburg her sehr genau kannte. Mann, euer Vater ist gefangen?< Schauer fuhr durch mein Gebein, als den eisernen Ring, der darin eingemauert der Ahnung in der Seele. Ich hatte Mühe, Aber seine betroffene Miene und einige beTränen abzuhalten.>> Es wird dir doch kein stimmtere Ausdrücke bewiesen mir bald sich der Asperg vor mir aus seinem blauen war, um mich nach dem Befehle des FürUnglück begegnen?« das war alles, was ich den vollen Ernst seines Auftrags.» Ich Schleier enthüllte.> Was wird dich dort er- sten daran zu ketten, wenn ich nur im gedachte, was mir wie ein geflügelter Feuer- hoffe, der Herzog werde mich nicht unge- warten?« so dachte ich, als der Wagen ringsten was versehen sollte. Ich sah mich pfeil in der Seele brannte. Mein Führer, hört verdammen, noch weniger mich im bereits vor der Festung stille hielt. Der schon in der Kette und hörte sie rasseln ganz in seinen schwarzen Entwurf ver- Kerker verfaulen lassen.<< Das sagte ich Herzog war selbst zugegen und bezeichnete am zitternden Arm und klirren am bebensunken und vielleicht die Vorteile berech- mit einer Fassung, die für einen so flüch- den Kerker, in dem man mich verwahren den Fuße. nend, die ihm ein Fang dieser Art ver- tigen Menschen, wie ich war, nicht stärker sollte.- Wem man mit eiskalter Hand ins Herz nichts Schrecklicheres als die Kette.<< schaffen konnte, sprach nur sehr wenig und männlicher sein konnte. Der Major greift, dem ist's nicht banger als mir. Der und ich sonst so redseliger Pilger war zur zeigte viel unverstelltes Mitleiden im Ant- Kommandant Rieger, ein durch seine rasche Bildsäule erstarrt. Zwei auf Gebirgen stehen- litz. Scholl aber ging mit seinem Weibe im Tätigkeit, süße und bittere Schicksale, gute zehn Jahre gefangen. de zerstörte Schlösser, dicht bei Blaubeuren, Zimmer herum und wimmerte:» Mir ist's und böse Gerüchte in Deutschland sehr beweckten meine Phantasie, und ich streifte leid! Gott weiß, mir ist's leid!<< Ob sein kannter Name, kam sogleich zu mir; ich eben in den heroischen Zeiten des alten Mitleid unverstellt war, mag Gott ent- empfahl mich seinem Mitleid; mein Führer Deutschlands herum, als der Schlitten hielt scheiden der Seelenblicker. Das er- nahm Abschied, und ich wurde in den Turm und ich von meinem Begleiter in sein Zim- wähnte Mädchen fuhr von der Kunkel auf geführt, dicht am Zimmer vorbei, von dem burgen im künftigen Dienst ist durch den und barg ihr tränendes Gesicht in die der Herzog und seine Gemahlin herunter- großen Bedarf der NSDAP an vielseitig ausmer geführt wurde. gebildeten Führernachwuchs durchaus geDer erste Eintritt ins Zimmer weissagte Schürze. Graf Sponeck blieb kalt, als Ober- schauten. Jetzt rasselte die Tür hinter mir zu, sichert.<<( Völkischer Beobachter<, 10. Noschon nichts Gutes. Da war niemand, der forstmeister war ihm ein Fang nichts in einem grauen, vember 1936.) Neues. Des Mitleids ganzen vollen Trost und ich war allein mich bewillkommnete, war alles so stille wie in einem Leichenhause. Selbst mein sprach das Angesicht des blaubeurischen düstern Felsenloche allein! Ich stand und Führer verließ mich, und ich war nun bei Oberamtsmanns Oetinger. Er drückte mir starrte vor Entsetzen wie einer, den die Ueberfüllung des Berufs des Lehrers und einem Mädchen allein, das traurig an der brüderlich die Hand, sprach mir Mut zu donnernde Woge verschlang und dessen der Lehrerin an höheren Schulen vorzubeugen. In Sachsen hat man sich daher entKunkel saß und mir, so oft die Spindel auf und gab mir seine Handschuhe auf die Seele nun im schaurigen Scheol erwacht. Hier in dieser Schauergrotte, in diesem schlossen, von den Abiturienten und Abitudem Boden kreiste, mit stillem Mitleid in Man erlaubte mir, an mein Weib zu Jammergeklüfte sollte ich 377 Tage Leben rientinnen der höheren Schulen des die Augen sah. Ich nahm ein Buch vom GeDie Mandarins sagen: Es 1937 nur eine noch festzusetzende Zahl zum es war Sebaldus Nothanker. Da schreiben, aber meine Hand war gelähmt. verächzen! Studium für das Lehramt an höheren Schulen fielen mir Chodowieckis Pfaffenphysiogno- Ich aß nichts zu Mittag und stieg, wie ein gibt nur eine Hölle das Gefängnis. mien mit neuem widrigen Eindrucke ins Ge- Missetäter vom gaffenden Pöbel umflutet, Diese Hölle schlug nun ihre Flügel über mir sicht. Und nun öffnete sich plötzlich die in den Reisewagen. Der Major saß bei mir zusammen; hüllte mich ein in ihre schreckTüre, der Major von Varenbühler trat an und war stummer als ich.» Oh, mein Weibliche Nacht und geißelte mich mit ihren Prüfung für das höhere Schullehramt erder Spitze des Grafen von Sponeck, des und meine Kinder!« nur dies dachte ich, seufzte ich, stammelte ich.» Sie sind am Als die Betäubung mit ihrem eisernen wünscht oder Voraussetzung ist.<(> Leipziger blaubeurischen Oberamtmanns und meines Führers herein und kündigte mir Bettelstab«, sagte ich zum Major,» ich habe Arm von mir ablieẞ, da versank ich in die Neueste Nachrichten<, 7. November 1936.) simse Reise... Flammen! >> Noch immer erscheint es notwendig, einer Jahres zuzulassen... Die Anordnung gilt sinngemäß für diejenigen Oberprimaner, die einen Beruf ergreifen möchten, für den das Bestehen der Buchdrucker tagen im Dritten Reich Verhöhnung einer qualifizierten Arbeiterschaft In der Geschichte der Arbeitergewerkschaften nehmen die deutschen Buchdrucker eine hervorragende Stelle ein. Die Anfänge ihres zentralen Berufsverbandes reichen bis in die Zeit der Revolution von 1848 zurück. dern die Betriebe.<< > Es muß dahin kommen«, orakelte Ley, spondent< liefert dazu wertvolle Beiträge. So > daß in den Städten nicht die Denkmäler müssen die Arbeiter in einem Betrieb in A, und Museen Sehenswürdigkeiten sind, son- der ein gut getäfeltes Direktionszimmer besitzt, täglich 25 Mann stark ihre Kleider >> unter einer Stiege aufeinander hängen und sich unter der Stiege umkleiden. Das Klosett und die Waschgelegenheit teilt der Buchdrucker mit seinen 25 Kameraden Kameradschaftsgeist verschönt die Arbeit. Schließlich» randbemerkt der» KorresponNach den vorstehenden Lageberichten dürften allerdings die noch beschäftigten Betriebe im graphischen Gewerbe bald Sehenswürdigkeiten werden. zu dent« einige Löhne vom März 1936, die, soDer erste> Nationale Buchdruckerverein< hatte sich im Juli 1848 auf der damaligen Mainzer Tagung ein vorbildlich soziales ProDer Korrespondent< klagt in seinen Randgramm gegeben. Ebenso ist der erste Setzerbemerkungen, daß bei den Bildungsveranstalund Druckertarif, in dem zum erstenmal vertungen ganze Gefolgschaften ausfallen. Es sei tragliche Schiedsgerichte vorgesehen waren, damals geschaffen worden. In der Folgezeit durch Umfrage festgestellt worden, daß die weit es die Statistik des Dritten Reiches gewar die gewerkschaftliche Buchdruckerorga- Einladungs- und, Mahndrucksachen über das aus der Zeit der nisation ein Vorbild für solidarische Selbst- Betriebsbüro nicht hinauskommen, sondern im stattet, zum Vergleich >> marxistisch- liberalistisch republikanischen hilfe und berufliches Ausbildungswesen. Die Tischkasten< unerledigt liegen bleiben. Wir Parteien anregen. Entschuldigung der Betriebsorganisierten Buchdrucker waren Pioniere möchten der späteren staatlichen Sozialpolitik, sie führer annehmen, daß sie die Parole Görings wußten die Selbstverwaltung der Arbeiter-» Kampf dem Verderb<< allzu ernst genommen schaft zur höchsten Entfaltung zu bringen. die Gewerkschaft Reichsbetriebsgemeinschaft haben. zur Bruttowochenverdst. 56.51 RM 61.10 bis 114.02 RM 42.25 RM 50.82 Gruppe Jahr männl. Gehilfen 1936 1932 männl. techn. Hilfspersonal weibl. techn. Hilfspersonal 1936 1932 1936 1932 23.86 2 27.42 39 im Die Leipziger Tagung hat auch bescheideEs blieb dem deutschen Faschismus vorbehalten, die hohe sittliche und ethische Be- ner Weise unterlassen, auf die neueste sozialdeutung, wie sie dieser Berufsgewerkschaft politische Errungenschaft der Buchdrucker innewohnte, in ein hohles Pathos von> Kame- aufmerksam zu machen. Die RGB Druck teilt erst nachträglich mit, daß zur> Ermittlung radschaft umzubiegen, der Betriebskosten seit Oktober d. J. Tages- Für das Steindruckgewerbe bewegt sich durch eine zettel zur Einführung gelangt sind, die jeden der Lohnabbau seit Hitlers Machtantritt Druck ersetzen zu wollen. Arbeitsvorgang festhalten. Diese schikanöse gleichen Ausmaß. Die Leipziger Tagung der Arbeitskontrolle bezweckt die genaue» Lei- Reichsbetriebsgemeinschaft Druck sollte Zeugstungserfassung«. Nach diesem übelsten An- nis ablegen für die Möglichkeit, die Notwentreibersystem soll der» gerechte Lohn<< er- digkeit und den Erfolg der kameradschaftmittelt werden, daher der Name» Leistungs- lichen Zusammenarbeit zwischen Betriebslohne. führern und Gefolgschaften«. Sie hat Zeugnis In Leipzig hatte man die Tagung mit abgelegt für die Erfolgsmöglichkeiten, die der einer Ausstellung» Schönheit der Arbeit im Faschismus den Unternehmern auf Kosten graphischen Gewerbe« verbunden. Der» Korre- ihrer Arbeiter gewährt. Geradezu lächerlich wirken die Berichte, die jetzt im» Korrespondent< über die Reichstagung veröffentlicht werden, die Ende November in Leipzig stattgefunden hat. Was mußten diese geistig hochstehenden Arbeiter an seichten Bierreden und Jahrmarktsrummel über sich ergehen lassen, wie durfte die Stadt des Buches, die sich anschickt im Jahre 1940 die 500- Jahr- Feier Gutenberg zu begehen, von braunen Barbaren entweiht werden, die Deutschlands beste Literatur geschändet haben. Ehre der ArGesundheit- Nebensache Diese Tagung war lebendiger Anschauungsunterricht für den kulturellen VerNach ihrer Machtübernahme haben die werden, daß die Bewilligung von Kuren auch fall des Dritten Reiches und für die Nationalsozialisten im Sozialversicherungswe- vom Standpunkt der Kasse billiger sei als die Mißachtung der sen viele Verschlechterungen eingeführt. Sie Gewährung von Leistungen im Krankheitsfall. beite. Die Buchdruckkunst hatte zunächst haben im Interesse der Unternehmer die Eine Heuchelei ist diese Aeußerung desim Gleichschritt zum Betriebsappell der Krankenkassenbeiträge herabgesetzt, noch wegen, weil die Nationalsozialisten die KurFirma Gieseke& Devrient aufzumarschieren. mehr aber die Leistungen der Krankenkassen und Erholungsheime der Krankenkassen zum Der Betriebsführer meldet seinem Reichs- an die Versicherten eingeschränkt. Richt- größten Teil veräußert oder vernichtet, und betriebsgemeinschaftsleiter die angetre- linien an die Krankenkassenärzte wurden er- zehntausenden kräftigungsbedürftigen Versitenen Gefolgschaften, der in ein lassen, in denen die bisherigen Merkmale für cherten die ganzen Jahre hindurch einen Kur> Sieg Heil< auf den Führer ausbricht. Dieser das Vorliegen einer erwerbsunfähig machen- aufenthalt unmöglich gemacht haben... Betriebsappell hatte, wie es heißt,» allen den Erkrankung nicht mehr als ausreichend Lange vor den Nationalsozialisten haben Teilnehmern echten und rechten Auftrieb ge- anerkannt wurden. Darüber hinaus wurden die unter sozialdemokratischer Verwaltung geben. Ein in weiten Kreisen der schaffenschikanöse Kontrollen eingeführt und Ein- stehenden Ortskrankenkassen gerade auf den Buchdrucker unbekannter Pg. Ebenböck richtungen, die zur Wiedergenesung und Er- diesem Gebiete Vorbildliches geleistet. Frei> Gemeinschaftssinn, Gemein- holung erkrankter Mitglieder dienten, wie lich wurden damals die Beiträge zur Fischaftstat und Kameradschaft, einige Kurheime usw., beseitigt. nanzierung dieser hervorragenReichsinnungsmeister legten sihr Bekenntnis zur Gemeinschaft ab. Es wird Dieser weitgehende Abbau der Lei- den sozialen Leistungen verwendet. vom» Bildungsstreben der Nazis geredet und Ley be- stungen wurde für die Nationalsozialisten Das Dritte Reich nimmt sie, um damit Kahauptet auf einer Massenversammlung in zum Zwang, da Leipzig, wider besseres Wissen: erzählte von > Gerade der intelligente Arbeiter, zu dem ja vor allem der graphische zu zählen ist, ist heute in den Betrieben der erste Vorkämpfer des Nationalsozialismus.< Konjunktur Das Geld fliegt omill auf die Straße In Düsseldorf wird gegenwärtig an der großen Reichsausstellung für 1937> Schaffendes Volk« gearbeitet. Ein Dr. G. Dietz berichtet darüber in der deutschen Presse: dratmeter und » Von dem äußeren Umfang dieser Düsseldorfer Ausstellung mögen ein paar trokkene Zahlen einen Begriff geben. Das Gesamtgelände beträgt 780.000 Quadratmeter.( Die Gesolei 1926 umfaßte nur 350.000 Quadratmeter!) Die Rheinfront allein ist 1,5 Kilometer lang. 3.75 Kilometer Straßen wurden denen angelegt, an Tausende von Volksgenossen monatelang gearbeitet haben. Die Gartenanlage, die als Daueranlage erhalten bleibt auch später ein wesentlicher Anziehungspunkt Düsseldorfs sein wird, beträgt 280.000 Quadratmeter, der Hauptfestplatz ist 28.000 Quagroß!... Hunderte von großen Bäumen wurden ge pflanzt, 1100 Laubbäume, 448 Pyramidenpappeln, 750 Hainbuchen, 15.000 Blütenund Laubsträucher, 100.000 kleine Sträucher. Da, wo bis vor einem halben Jahr noch Wüstenei war, wird man bald eine Gartenanlage bewundern, die in Deutschland nicht ihresgleichen hat. 250.000 Tulpen werden im Frühjahr ihre leuchtenden Tulpen in die Weite der niederrheinischen Landschaft tupfen. Wasserkünste in zauberhafter Beleuchtung werden die Nacht phantastisch er hellen, und eine dreieinhalb Meter hohe Leuchtfontäne wird zischend in den Himmel schieBen.< Ueberschrieben ist diese Hymne:» Eine Ausstellung wächst aus der Erde.< Sie wächst nicht aus der Erde. Herr Schacht weiß, woher so etwas wächst. Manchmal wächst es ihm sogar zum Halse heraus. Der neue Partikularismus Vom Geschäftssinn der Ley- Bonzen. In den» Schlesischen Monatsheften< > Blättern für nationalsozialistische Kultur des deutschen Südostens<, wohlgemerkt jammert ein brauner Irgendjemand, wie folgt: » Die verständnisvolle kameradschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Gaudienststelle Schlesien, der NS- Gemeinschaft > Kraft durch Freude« und dem Landesfremdenverband Schlesien und die im Verfolg dieses Zusammenwirkens durchgeführten Werkmaßnahmen sind die Gründe des bisherigen Erfolges. Schlesien hat als ausgesprochenes Reiseland wohl auch berechtigten Anspruch darauf, eine aktive, zum mindesten eine ausgeglichene KdF Reisebilanz zu haben, das heißt nicht mehr Züge an andere Gaue abzugeben, als VOD Schlesien aufgenommen werden.< Es tut sich was in der hitlerdeutschen » Volksgemeinschaft und im endlich verwirklichten» Einheitsreich Jedem Deutschen ein Autos das Quartal stehen in Klammern) Argentinien des Pes. 0.30( 3.60), Belgien: Belg. Frs. 2.45( 29.50) sollte der Luxusaufwand auf Kosten Bulgarien Lew 8.-( 96.-) Danzig Guld 0.45 Volkes populär gemacht werden. ( 5.40). Deutschland Mk. 0.25( 3.), Estland E. Kr. 0.22( 2.64), Finnland Fmk. 4.( 48,-), Frankreich Frs. 1.50( 18.-). Großbritannien d 4.( Sh. 4.-). Holland Gld 0.15( 1.80), Italien Lir. 1.10( 13.20). Jugoslawien Din. 4.50 ( 54.). Lettland Lat. 0.30( 3.60). Litauen Lit. 0.55( 6.60). Luxemburg B. Frs. 2.45( 29:50), Pt 0.020( 0.216), Norwegen Kr. 0.35( 4.20). Polen Zloty 0.50( 6.-). Portugal Esc. 2.( 24.). Rumänien Lei 10.-( 120.-). Schwéden Kr. 0.35( 4.20). Schweiz Frs. 0.30( 3.60). Spanien Pes. 0.70( 8.40). Ungarn Pengo 0.35 ( 4.20). USA 0.08( 1.-). übriggeblieben. Wir lesen da: weiter herabgedrückt. Wenn darum Obwohl noch lange nicht jeder Deutsche seinen Wagen hat, liegen doch eine Menge Anzeichen vor, die darauf schließen lassen, >> In Brandenburg wurde nach Beendigung der Arbeiten für die Olympiade der Oberregierungsrat Dr. eine Reihe von Arbeitskräften wieder ent- Grünewald vom Reichsarbeitsministerium in lassen. In Pommern mußte ein größerer der Zeitschrift» Ortskrankenkasse< die FestBetrieb in Stettin schließen, wodurch sich die Lage in diesem Bezirk verschlechterte. stellung trifft, daß die Inanspruchnahme der In den Bezirken Nordmark, Rhein- Kassen durch diejenigen, die infolge der Entland und Sachsen war die Beschäfti- behrungen langjähriger Arbeitslosigkeit gungsmöglichkeit nur vorübergehend besser, krankheitsanfälliger waren, zurückgegangen im Arbeitsmarktbezirk Köln mußten verschiedene Großdruckereien wegen Arbeits- sei, so spricht das keineswegs für eine fort- daß die Konjunktur der deutschen Automobilindustrie stark zurückgeht. Halten wir mangel Entlassungen vornehmen. In Hes- schreitende Besserung sen wurden männliche Personen wenig an- hältnisse im deutschen Volke, sondern daftir, uns an die offizielle Statistik über die Neugefordert, meist nur zur Aushilfe. In Mit- daß ein großer Teil der Versicherten auf die zulassung von Kraftfahrzeugen. Sie weist für 0.40( 4.80). Palästina P vor der Leiter eines mit der der Gesundheitsverdie letzten Monate folgende Zahlen aus: 54.440 Stück 50.610 49.490 Mai Juni Juli August September Oktober 59 95 42.440 38.430 34.480 99 59 93 Oesterreich Sch. teldeutschland waren nur einige Krankmeldung, bezw. auf die Hilfe der KranAushilfsstellen zu besetzen. In Bayern weil ihm diese Hilfe ( Arbeitsamt München) kam es zu Entlas- kenkasse verzichtet, und Ma- durch unerträgliche Schikanen verleidet oder sungen von Setzern, Druckern schinensetzern, die Lage in Südwestdeutsch- aber überhaupt verweigert wird. Einzahlungen können auf folgende Postland war nur wenig verändert. Nach wie erfolgen: Scheckkonten Tschechoslowakei: ist im saarländischen BuchEine direkte Heuchelei begeht dieser OberZeitschrift Neuer Vorwärtse Karlsbad. Prag druckgewerbe viel Kurzarbeit zu finden. regierungsrat, wenn er meint, der Gedanke, 46.149. Oesterreich: Neuer Vorwärtse Karlserlaubt sich Trotzdem daß» Vorbeugen besser sei als Heilen und daß bad. Wien B- 198.304. Polen: Neuer Vorwärtse großen Industrieunternehmens Die Abnahme ist in diesem Jahre stärker Karlsbad. Warschau 194.797. Schweiz: Neuer charakteristischen Entrüstung Luft zu ma- entstandene Krankheiten gründlich ausgeheilt Vorwärts Karlsbad Zürich Nr. VIII 14.697. chen: Hört denn die Drucksachen- werden müssen, finde von Jahr zu Jahr mehr als in der saisonüblichen Entwicklung der Ungarn: Anglo- Čechoslovakische und Prager bettelei noch nicht auf?< Eingang. Je mehr sich die Erkenntnis Bahn vorhergehenden Jahre. Wenn nicht noch fort- Creditbank Filiale Karlsbad Konto Neuer Leipzig breche, Auf der> Großkundgebung in daß die gefährlichste Krankheit die gesetzt für Heeresbedarf produziert Vorwärts Budapest Nr. 2029. Prager Creditdurften die Buchdrucker über diese Lage ihres Verbrauchskrankheit<< sei, um so mehr werde würde, würde sich der Konjunkturabstieg in Anglo- Čechoslovakische und bank. Filiale Belgrad. Konto Neuer VorGewerbes nichts vernehmen, sie wurden mit auch das Bedürfnis nach Bewilligung von Ku- der deutschen Kraftfahrzeugindustrie noch wärts, Beograd Nr. 51.005. Genaue Bezeich > Genugtuung über die Erfolge< beglückt. ren steigen, um so mehr werde auch erkannt stärker bemerkbar machen. nung der Konten ist erforderlich. den Jugoslawien: