Mr. 126. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5$ fg. Sonntagss Nummer mir luftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts е Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Aleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernfpredjer: Bmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. " Sonnabend, den 2. Juni 1900. London. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. - Wir hören nur, feit verwünscht werden, ruht auf schwankender Grundlage. Heitlich scheint es auch innerhalb des preußischen Ministeriums England im Fieber. In ganz Afrita ist unfre Macht mehr oder weniger un- nicht herzugehen, dessen zahnlose journalistische Sachwalter Vor einiger Zeit schrieb ich im Vorwärts", die auf dem sicher und bedroht. Unfre Beziehungen zu andren übrigens alle ihre Schneidigkeit im Kampf mit den AnSontinent verbreitete Ansicht von der Schwäche des Britischen Staaten find zwar im Augenblick noch friedlich, sie gestellten der Straßenbahn vollständig verbraucht zu haben Reichs sei unrichtig, und das englische Volt erwache zum fönnen sich aber jeden Augenblick früben. Und in allen Kultur- fcheinen. Bewußtsein seiner Stärke und Macht. Aber ich gestehe, ich ländern der Erde haben wir jede Sympathie verscherzt, Wann, wie und ob die Kanalvorlage erscheinen wird, ahnte damals nicht, daß die Wiederbelebung des Nationalstolzes ist die öffentliche Meinung und das öffentliche Gefühl geht aus dem langen Artikel nicht hervor. und Selbstvertrauens die Form dieses schmachvollen füd- einmütig gegen uns. Unsre ökonomische Suprematie ist daß es auf ein paar Monate früher oder später gar nicht afrikanischen Kriegs und dieser noch schmachvolleren Jubel- auf beiden Seiten des Atlantischen Meeres erschüttert, ankommt, nachdem vor einem Jahr der Kaiser seinen orgien über Siege in diesem schmachvollen Krieg an- und die nächste Industriekrise, deren erste Anzeichen unbeugsamen Willen" erflärt hat, das große 1899! zur Vollendung nehmen würde. Niemals in unsrer Geschichte hatten uns schon warnen, wird sehr heftig und verderblich sein. An- Wert noch in diesem Jahr wir Engländer die Gewohnheit, über unsre Siege gesichts dieser Umstände und dieser Lage hege ich den Wunsch zu bringen! maßlos zu jubeln und über unsre Niederlagen uns und die Hoffnung, daß mein Volk sich des Unwürdigen seiner jegigen Frau Venus neben der Polizei. maßlos zu grämen. Utrinque parati" auf beides vor Haltung bewußt werden, und der Zukunft mit jener BeAus München wird uns vom 31. Mai berichtet: bereitet: auf Niederlage und Sieg-, wie der Wahlspruch der sonnenheit und jenem freien Urteil entgegengehn möge, die Als seiner Zeit der Oberste unsrer Polizeiverwaltung, Herr PolizeiZehnten Römischen Legion lautete, war die Charaktereigenschaft allein eines großen Volks würdig sind. unsrer Rasse. Und zu Beginn dieses feigen Kriegs deutete nichts H. M. Hyndman. direktor Meigner, sein hohes Amt antrat, bereiste er einige größere Städte im Norden des Reichs und im Auslande, um die dort darauf hin, daß wir unsre Fähigkeit fühler Auffassung der Dinge verloren hätten. Die Schläge von Colenso Politische ebersicht. gesammelten Erfahrungen in seinem neuen Wirkungsfreise nüglich zu verwerten. Ob und wie viel der Herr Polizei- Direktor bei und Magersfontein, die Einschließung von Ladysmith, Kimberley und Mafeking wurden ruhig, seiner Neije profitiert hat, entzieht sich unsrer Stenntnis, aber mit Würde hingenommen, als Ereignisse, auf die man im das ist öffentliches Geheimnis, daß er es sich zur Lebensauf Lauf eines Kriegs gefaßt sein mußte. Allein seit das kleine behandelt jetzt die Norddeu sche Allgemeine 8tg." gabe gemacht hat, unsre in fittlicher Beziehung so tief gesunkene Häuflein Cronjes vor der erdrückenden Uebermacht unsrer als Thatsache und Nebel zugleich. Sie läßt sich von Stadt" gründlich zu moralifieren. Sein Kampf richtete sich zunächst, Truppen die Waffen gestreckt hat, ist ein ganz neuer befreundeter Seite" einen Artikel schreiben, den sie selbst gegen die Chambres séparées und nachdem die Jünger der Charakterzug bei unsrem Volke hervorgetreten; das tolle durchweg zustimmt und in dem sie mit rührendster Sanftmut heiligen Hermandad das Treiben in diesen Stätten der„ besseren" Jubilieren über die Entsegung von Ladysmith, Kimberley und an den Edelsinn des Abgeordnetenhauses appelliert, doch ge- freien Liebe ausgerottet glaubten, drillte unser Polizeidirektor feine Mafeting hat in London die brutalsten Mob Orgien herbei- fälligst den ganzen Entwurf anzunehmen, und nicht ettva feufchen Polizeiorgane auf Erhaltung und Wahrung frommer Zucht geführt, in denen der vornehme Pöbel eine hervorragende nur ein paar östliche Teile. Die befreundete Abhandlung ein und folgte dem Lafter mit genialem Spürsinn auf die Fersen. Rolle gespielt hat. beginnt: In neuerer Zeit wird vielfach die Frage erörtert, ob es nicht Heinzemänner selbst in allen Buchhandlungen und Schaufenstern geraten sei, auf die Durchführung der geplanten Gesamt- Kanal: nach Druckerzeugnissen und Abbildungen, die, ohne unzüchtig zu vorlage zu verzichten und nur diejenigen Entwürfe weiter zu verfein, das Echamgefühl verlegen", mit adlerscharfen Augen spähte, folgen, für welche ein besonders dringendes Bedürfnis vorliege feierte Madame venus, just gegenüber den Fenstern der hohen, und deren Annahme durch den Landtag gesichert erscheine. Als Anlagen dieser Art werden bezeichnet der Berlin- Stettiner ſtrengen Polizeidirektion, wahre Orgien. Kanal, die Verbesserung der Fahrwasser- Verhältnisse der mittleren und oberen Oder sowie der Dortmund- Rhein- Kanal. A Was ist der Grund dieser unerwarteten Veränderung des Nationalcharakters? Jch fann sie mir nur aus krankhaften Dispositionen erklären, die durch das systematische Hegen einer ebenso gewissenlofen als einflußreichen Bresse verschärft worden find. Sie ist eine Folge der Verwüstungen, welche der Kapitalismus im nationalen Körper hervorgebracht hat. Mit einem Wort: der Kapitalismus, der diesen Schandfrieg bom Zaun gebrochen hat, hat auch dieses nationale Delirium auf dem Gewissen. Niemand hätte diese Orgien für möglich gehalten. Daß der schwere und begreifliche Aerger, die englischen Armeen von einer Handvoll Bauern", den Bewohnern zweier Staaten, zusammen so groß wie Brighton, wieder und wieder geschlagen zu sehen,- nach Wendung des Kriegsglücks, lebhafter Freude Platz machen würde, das war vorauszusehen. Daß aber diese an sich sehr geringfügigen Erfolge unser Volt zu einem wahnsinnigen Jubel begeistern würden, der selbst nach weltwendenden Schlachten, wie Jena, Waterloo, Sedan den Siegern schlecht angestanden hätte, das konnte niemand erwarten. Freilich, das psychologische Rätsel lichtet sich, wenn man bedenkt, in welch' ängstlicher und intensiven Spannung die Gemüter monatelang waren, und wie in dieser Zeit die Hezblätter vom Schlage der ,, Daily Mail", des Sun" usw. auf die Massen gearbeitet haben, während entgegengesette Aeußerungen zum Teil gewaltsam unterdrückt wurden. Die Abhängigkeit der Presse poni Kapitalismus hat sich nie so augenfällig und so gemeingefährlich gezeigt. Stein bürgerliches Blatt, das energisch protestiert hätte. Abgesehen von einer winzigen Zahl bürgerlicher Ideologen waren es nur die Socialdemokraten und die Blüte der Arbeiterklasse, die von der Epidemie frei blieben. Uebrigens wäre es der helle Wahnsinn, wenn die herrschenden Klassen unsres Landes auf den fühl rechnenden und doch beschränkten Glücksritter Chamberlain hören und an die Dauer der gegenwärtigen Geistes- Disposition des Volts glauben wollten. Der helle Wahnsinn. Aehnliche Scenen der Hysterie hat London nur einmal erlebt im Jahre 1780 bei dem Gordon- Aufruhr, wo religiöser Fanatismus unter dem verrückten Lord Gordon längere Zeit die Behörden lahm legte und die tollsten Orgien feierte, bis der Parorismus sich ausgetobt hatte. Für die Geistesverfassung, in der solche Handlungen begangen werden, haben die Schotten das Wort, fey". Sie nennen fo einen Menschen, der ohne vernünftigen Grund tanzt, fingt, springt, jubelt. Und nach dem Volksglauben wird ein folcher Mensch nachher von schwerem Unglück befallen. Mir fcheint England in diesem Augenblick ,, fey" zu sein. Der naturnotwendige Rückschlag fann nicht ausbleiben. Berlin, den 1. Juni. Die neue Kanal- Vorlage Und während so unsre hohe Polizei im Verein mit frommen Ganz im stiffen und ohne von der Polizei in irgend einer Weise beläftigt zu werden, errichtete di 37- Jahre alte SteWe.. Wir glauben, daß eine derartige Lösung der Kanalfrage im vermittlerin und Sprachlehrerin Julie Strauß aus gegenwärtigen Zeitpunkt nur für diejenigen erwünscht Budapest im Hause Gruftstr. 7 I, nur durch ein enges Gäßchen fein tönnte, welche grundsägliche egner eines umgetrennt von der Polizeidirektion, ein Abst eigequartier für fassenden Ausbaus unsres Wasserstraßennees beffer gekleidetes Publikum. find, oder welche an den einzelnen empfohlenen. Anlagen ein beInsbesondere galt die alte freundliche Dame bei männlichen sonderes Interesse haben. Von dem durch die vorjährige Kanalvorlage vertretenen Gedanken, alle deutschen Wasserstraßen durch eine und weiblichen Ehehälften, die im stillen der freien Liebe" fröhnten, große West- Oftlinie mit einander in Verbindung zu setzen, oder von als gütige Beschüßerin. Ihr Geschäft" wurde stark frequentiert dem in der neuen Vorlage zu befolgenden Grundiaße, alle und so erwarb sich die alte Dame durch niedliche KuppeInteressen des Handels, der Industrie und der Landwirtschaft des leien von Kavalieren, die nach gethaner Arbeit für staatliche Oftens und des Westens zu vereinigen, würde dann vollständig Ordnung und Flottenvermehrung im Tempel der Venus Erholung abgewichen werden. An Stelle eines großen Plans würde suchten, hohen Verdienst. Stückwert, an Stelle gemeinsamer Arbeit ein erneuter Wider- Zu den Geschäftsfreunden der Strauß zählten sehr einstreit der Interessen treten. Diesen Bestrebungen gegenüber flußreiche Stüßen von Thron und Altar. Und all fann nur gewünscht werden, daß fie in der verantwortlichen den hohen Militärs, den vielen Sommergienräten, hofStantsleitung feine Unterstützung finden möchten, denn nur " zul in dem Zusammenwirken aller, welche die fernere Ent- fähigen Grafen und Baronen ist wirklich keine Berle aus der als fie der bestimmten Zeiten in wicklung unfrer Wasserverhältnisse fördern wollen, fönnen Krone gefallen, auch die verschiedenartigen Einzelansprüche fach und zeitgemäß Straußschen Wohnung ein Schäferstündchen arrangierten und dabei ihre Befriedigung finden. in Ermangelung etwas„ Befferem" durch hinterlistige KunstAlle in der neuen Kanalvorlage zu behandelnden Sonder- griffe mit stellenlosen und nicht einmal adeligen Dienstmädchen entwürfe haben so it erwiegende Vorteile und find zum Teil so in intime Berührung kamen. dringender Natur, aß ihre baldige Ausführung nur empfohlen Doch von alledem merkte unfre in andern Dingen so fürsichtige werden kann. Sobald aber eine Ausscheidung wichtiger Teile er folgt, werden sich zweifellos Benachteiligungen der nicht berückfichtigten Gebiete ergeben, Benachteiligungen, die in dem Gesamtplane ausgeglichen erscheinen. Möchte doch die Hervorkehrung von Sonderinteressen nicht noch einmal das Ganze gefährden!" Dann werden die Vorteile des ganzen Entwurfs auscinandergesezt und geschlossen: # und schneidige Polizei absolut gar nichts. Im Publikum flüsterte man sich allerdings manches zu, aber da sich unsre Polizei, wie Polizeirat Schöttl in einer liberalen Versammlung meinte, tein Stückchent leiftet", wollen wir diese Gerüchte unbesprochen lassen. Erst am 7. Januar wurde die Lehrerin der Sprache verstohlener Minne auf Anzeige eines Geprellten, den eine holde Fee über Deshalb gehört der Rhein- Elbe- Kanal nicht minder wie Nacht in rechtswidriger Weise um einige Hunderte leichter gemacht, der Berlin- Stettiner Kanal und der Ausbau der Oder Wasser- verhaftet. straße in jedes größere Verkehrsprogramm Preußens; nur er Und heute vormittag begann vor dem Landgericht die Verwird im Verein mit den andern Einzelplänen ein Vollkommenes schaffen, und mur, wenn er, für den Millionen Tonnen Handlung, der, weil in der schmierigen Geschichte einige der Ihrigen Massengüter bereit liegen, gesichert ist, wird es gerechtfertigt am Zeugenstand erscheinen sollten, in der Münchener Aristokratie erscheinen, auch einige der unbedeutenderen östlichen Wasserstraßen, mit Bangen entgegengesehen wurde. auf denen ein starter Verkehr erst allmählich gewedt werden muß, Das Juteresse an dem Gang der Verhandlung war aus nahein der erwünschten Weise für den Großbetrieb einzurichten. liegenden Gründen ein sehr großes und besonders zahlreich waren Sie alle follen in der neuen Borlage berücksichtigt werden. die Bertreter hiesiger und auswärtiger Zeitungen erschienen. Mögen dem gegenüber alle Sonderwünsche auf Einzel- Doch wurde ihnen eine arge Täuschung zu teil, denn der Vors bevorzugung zurücktreten! Wenn der große Kanalplan sigende, Landgerichtsdirektor Burkard, beliebte gegen jede sonstige der Regierung jetzt Annahme findet, so können alle mitigende, Bestimuntheit darauf rechnen, in absehbarer Zeit ihre Wünsche Gepflogenheit auf Antrag des Staatsanwalts die Oeffentlich. erfüllt zu sehen, und an das allgemeine Wafferstraßennesteit während der ganzen Dauer der Verhandlung auszuschließen, fönnen unschwer noch fernere Glieder angeschlossen werden, und auch die Journalisten mußten, noch bevor die Zeugen aufgerufen sofern ihre Bautirdigkeit sich nach den bisher erzielten Erfolgen und der Eröffnungsbeschluß verlesen wurde, wegen Gefährdung erweisen sollte. Dabei ist es nicht von wesentlicher Bedeutung, der Sittlichkeit den Saal verlassen. Daß England start ist, das bezweifelt heute wohl niemand. Allein es ist auch gewiß, daß wir bon Schwierigkeiten und Gefahren umringt sind, die zu überwinden unser Land all seiner Hilfsquellen und all seiner Macht bedürfen ob der Entschluß einige Monate früher oder Wenn wir boshaft sein wollten, könnten wir uns für diese fpäter gefaßt wird... Wichtig ist nur, daß der große Maßregelung und nichts andres ist es, denn die Sittlichkeit wäre wird. Und der Geist des Hochmuts, der Brutalität, der Kurzsichtigkeit, den dieser südafrikanische Strieg erzeugt hat, ist, Plan nicht noch einmal scheitert und dann die kaum geeinten durch die Anwesenheit der Preßvertreter sicherlich nicht gefährdet Sträfte wieder auseinanderfallen zu unfruchtbarem Kampfe mit noch dazu verbunden mit diesem hysterischen Fieberzustand, einzelnen Erfolgen, mit vielen Enttäuschungen und mit feinem gewefen revanchieren, denn es befindet sich eine Liste in unsren nicht der Geist für große und ernste Verwicklungen. Dieser Gesamtergebnis, welches eines großen, aufstrebenden Volks Händen, auf der wohlklingende bekannte Namen vers unheilvolle Krieg mit seiner unvermeidlichen Erbschaft von zeichnet sind, die alle im Straußschen Bordell ein und ausgingen. würdig ist." Unzufriedenheit, Unruhe und Haß hat enthüllt: eine Interessant in diesem demütigen Gewinsel ist nur der Es pfiffen es die Epagen von den Dächern, daß die Edelsten ausgedehnte Korruption in unfren öffentlichen Aemtern; fonderbare Widerspruch. daß in dem offiziösen Artikel einer- und Besten der Nation in diesem Supplernest durch Anwendung eine allgemeine Unfähigkeit unsrer Staatsmänner, die seits von der großen Kanalvorlage der Regierung" die Rede hinterliftiger Kunstgriffe die Notlage verheirateter Frauen fich in allem verrechnet haben; einen völligen ist, anderseits die verantwortliche Staatsleitung" befchworen und stellenloser Dienstmädchen zum Zweck der Unzucht ausMangel der einfachsten militärischen Kenntnisse bei wird, daß sie die auf Zersplitterung des Kanalentwurfs genügten. unfren zwar tapferen, aber hohlköpfigen und unwissenden richteten Bestrebungen nicht unterstützen möge. Danach Nun die abgefeimte Supplerin Strauß wurde zu der auffallend Offizieren; und einen beklagenswerten Mangel an Hochfinn giebt es in Preußen eine Regierung", die für die milden Strafe von 4- vier Monaten Gefängnis, und fairplay( Gerechtigkeit) bei unsrem Volt. Für einen große Vorlage eintritt, nnd eine verantwortliche Staats- die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erklärt Engländer, der sein Vaterland liebt und dessen Bestes will, Leitung", die den entgegengesetten Wünschen der Kon- wurde, verurteilt. An den Edekten und Besten der Nation aber bleibt ist das kein angenehmes Geständnis. Denn, start wie England fervativen, geneigt ist. Vielleicht muß man den Ton auf durch den Ausschluß der Oeffentlichkeit kein Makel hängen, sie ist, die Aussichten sind nichts weniger als hell und rosig. Leitung" legen, und einerseits an das Ministerium und zählen nach wie vor zu den Stützen von Thron und Altar. Unfre Macht in Indien, wo unsre Habgier und Herzlojig- andrerseits an dessen Vicepräsidenten benken. Sonderlich ein ain. Peutsches Reich. Eine Leichenrede nennt Professor Dr. Reinhard Frank in Salle a. S. einen Artifel Zur lex Heinze", den er in der Deutschen Juristen- 3tg." veröffentlicht. Er sagt darin der modischen Juristerei einige bittere Wahrheiten: war " Das, was uns Kriminalisten zur Protesterklärung veranlaßte, wenn auch nicht bei allen, so doch sicherlich bei vielen außer den Mängeln des bekämpften Entwurfs die ganze Art Handelt und Weise, wie man Strafgesetze überhaupt macht. es sich um ein privatrechtliches Gesetz, so werden Sachverständige aus allen Streisen zugezogen, und auch die Juristen nicht vergessen. Wie lange aber ist es her, seitdem man gehört hat, daß zur Vorbereitung eines Strafgeseges ein Fachmann herangezogen worden wäre! Wissen die Strafsenate des Reichsgerichts, weiß die Reichsanwaltschaft etwas davon? hat man sie jemals zu einem Gutachten aufgefordert? Vom Fels zum Meer fabriziert man jahrein jahrans Strafgesege; aber gerade die Behörden, die etwas von der Sache verstehen, nämlich die Gerichte und Staatsanwaltschaften, Die Urteile vieler Das sind auch recht zweifelhafte Berateran gefliſſentlich fern. Gerichte und manche Entscheidungen des Reichsgerichts find manchmal noch schlechter als die Gesetzesentwürfe der Geheimräte. Anmerkung des des Vorwärts".) Und doch thut es die Kenntnis des praktischen Lebens nicht allein, noch weniger die mit Emphase auftretende sittliche Entrüstung, geschweige denn der moderne Aberglaube, der bei jedem socialen Uebelbefinden das Strafgesez als Arzuei darbietet. Was not thut, ist fa ch= männisches Wissen, das, den Blick auf das Ganze gerichtet, die rechtlichen Beziehungen kennt, in die ein neues Gesetz eintreten wird. Um aber ein paar Proben von dem zu geben, was sich unsre Strafgesetzgebung in den letzten Jahren geleistet hat, sei folgendes hervorgehoben. Die erfolglose Ausforderung zum Mord ist grundsätzlich straflos. Wehe aber dem, der es unternimmt", den Angestellten eines Geschäfts zum Verrat eines Geschäftsgeheimnisses zu bestimmen! Ihm droht das Gesetz zur Bekämpfung des unTauteren Wettbewerbs in§ 10 mit Gefängnisstrafe bis zu neun Monaten. Was das bedeutet, erkennt man bei der Erwägung, daß der Begriff des Unternehmens nach der Rechtsprechung die entferntesten, fast die allerentferntesten Vorbereitungshandlungen umfaßt. Und doch erklärten die Motive zum Umsturzgesez ganz ruhig, das Unternehmen sei gleichbedeutend mit dem Versuch. Jm vorliegenden Falle läßt sich die Auffassung des Magde- I die ministerielle Berl. Sorrefp." zu erneuten Warnungen burger Gerichts und des Reichsgerichts nur durch folgende vor den Bestrebungen des Verbands der Eisenbahn- Arbeiter. Die Erwägung erklären: Die betreffende Zeitung, die social-„ Berl. Korresp." schreibt: demokratische Magdeb. Volksstimme" oder deren Redacteur war wiederholt vorbestraft. Die Personen der Zeitung hatten öfters gewechselt. Die Vorstrafen der früheren Redacteure waren dem Angeklagten bekannt. Auf Grund dieser faktischen Unterlagen tommt nun das Gericht insofern zu der Annahme einer „ erhöhten" Verantwortlichkeit, als es in der Fortführung der früheren, auf Beleidigungen gerichteten Tendenz der Zeitung oder ihrer Leiter durch den Angeklagten eine größere" Verschuldung findet. Es liegt in den Grenzen juristischer Möglichkeit, bei einem solchen, sozusagen, systematischen Ver halten der aufeinander folgenden Redacteure die Schuld dessen, der sich diesem„ System" wissentlich anschließt, und es fortsetzt, schwerer als sonst zu beurteilen, zumal dann, wenn der Wechsel in den Redacteuren erkennbar zu dem zweck erfolgt, damit die Vorstrafen der Vorgänger bei der Verurteilung des Nachfolgers nicht in Betracht gezogen werden sollen. Von diesem Standpunkt aus ist der Fall mit doch ein andrer, als der in dem einer Zeitung gene, wenn einem wegen Amtsvergehen Leitartikel angezogene, verurteilten Beamten die Strafen seiner Amtsvorgänger zu1gerechnet würden. Der konkrete Fall verliert unter diesem Gesichtspunkte feine allgemeine Bedeutung und der Grundiaß, daß jeder nur für seine eigne Verschuldimgl verantwortlich ist, bleibt unangefochten. Allerdings hätte das Magdeburger Landgericht diesen Standpunkt viel gründlicher und ausführlicher motivieren müssen, während es ihn nur andeutet und mehr zwischen den Zeilen lejen läßt. Augenscheinlich hat aber das Reichsgericht sich damit begnügt, da sein Urteil sonst absolut un verständlich wäre. Jedenfalls können aus diesem Einzelfall teine weiteren Folgerungen für die Presse gezogen werden, wenn auch ohne weiteres zuzugeben ist, daß der artige nicht genügend motivierte Urteile leider nicht dazu angethan find, das Vertrauen des größeren Publikums in die Nechtsprechung zu stärken." " Daß die Eisenbahner", sobald erst ihre Berufsorganisation genügend erstarkt sein wird, zum Streit aufgeputicht werden würden, kann nach den bisherigen Erfahrungen feinem Zweifel unterliegen. Echon aus diesem Grunde sind die socialdemokratischen Einflüsse rechtzeitig ab= zuwehren. Unter den Angestellten der Eisenbahnen darf ebensowenig wie unter den Postbeamten die Umsturzpartei Boden gewinnen. Der Vorwärts" wird freilich nach Bebelschem Muster hinter dem wohlfeilen Vorwande fich zu verschanzen suchen, daß die„ Eisenbahner" lediglich zu einer unpolitische it Berufsorganisation zusammengeschlossen werden sollen. Aber selbst Bebel hat in seiner kürzlich gehaltenen neuesten „ Mauserungsrede" zugegeben, daß die Gewerkschaften trog ihrer„ Neutralisierung" mit der politischen Parteiorganisas tion in stetem innigen Zusammenhang bleiben müßten. Wie Bebel die Neutralität der Gewerkschaften proklamiert, um die nichtsocialdemokratischen Arbeiter anzuloden, auch die den Eisenbahnarbeitern in Aussicht gestellte Aufbesserung ihrer materiellen Lage in Wirklich= feit nur der Dedmantel für die Ausbreitung der Die socialdemokratischen Herrschaftsgelüfte. Eisenbahn- Arbeiter aber werden sich die Frage vorzulegen haben, ob ihren Interessen besser durch ein loyales Verhalten ihren Borgefegten gegenüber oder durch heimlichen Anschluß an die Socialdemokratie gedient ist." als Die socialdemokratischen Herrschaftsgelüfte" haben sich bisher stets als eine wirkungslose Scheuche bewiesen. Auch die Arbeiter des Staats, die eine Erhebung aus der Tiefe, in der die Herrschenden und die Vorgesetzten sie niederzuhalten bemüht sind, ersehnen, sie lassen sich nicht durch alberne Schreckmärchen zum Verzicht auf Sie wissen, ihre Wünsche und Hoffnungen herabwürdigen. Verhalten" ihnen nichts einträgt daß das„ loyale Demütigungen und färglichste Abfindung in ihren Ansprüchen an Lohn und Arbeitszeit. Sie wissen, daß sie fordern müssen, wenn Der lebhafte Widerspruch gegen das seltsame Reichsgerichts- sie vorwärts tommen wollen, und daß sie organisiert fordern Sie wissen endlich auch, daß die Verleumdungen der erkenntnis war unnüße Erregung, die„ Voji. 3tg." konnte sich ihren müssen. Leitartikel sparen, das Erkenntnis hat keine weitergehende Bedeutung ministeriellen Lakaienpresse wider die Socialdemokratie nur in dem für die Presse der Jurist der„ Boss. Ztg." löst eine sehr ernste Aerger über unser Eintreten für die Hebung der gar sehr ver: Rechtsfrage in eine Harmlosigkeit auf und legt das Befähigungs- befferungsbedürftigen Lage der Eisenbahner ihren Ursprung haben. Was eigentlich hinter dem Geschmäh gegen die Socialdemokratie zeugnis ab für den Bosten eines Reichsgerichtsrats. steckt, das verrät den Staatsarbeitern die Offenherzigkeit der Post": " In dem Magdeburger Fall ist zunächst keinerlei Beweis auch versucht worden, daß ein dafür geführt oder " System", wie es der Vossische Jurist andeutet, dort ausgesponnen Das Gesetz gegen den Verrat militärischer Geheimnisse be- worden ist. Thatsächlich ist davon auch gar keine Rede gewesen. droht im§ 3 den Epion als solchen mit Zuchthaus bis zu zehn Es ging in Magdeburg, wie es bei oppositionellen Blättern häufig Jahren. Ist er aber so frech, es bis zum versuchten oder voll- zu gehen pflegt, wenn eine Aera der Verfolgungen gegen sie einendeten Verrat zu treiben, so kann er nach§ 1 mit Festungshaft geleitet wird. Der verantwortliche Redacteur wird aus ge ringstem Anlasse prozessiert und, da ihm möglicherweise höhere Strafen drohen, verlangt er schließlich Enthebung von dem gefahrvollen Posten. Ein Nachfolger tritt an feine Stelle. von sechs Monaten wegkommen. Der Artikel schließt: begründet. So scheinen mir denn vier Hoffnungen nicht ganz unDie eine ist die, daß man allmählich neben der Sittlichkeit, den Geschäftsgeheimnissen und der Butterfabrikation auch das Ansehen der Strafrechtspflege als ein des Schnes würdiges Gut ansehen lerne. Die zweite geht dahin, daß im neuen Säkulum wenigstens ein Jahr ohne ein neues Strafgesetz vergehen möge. Die dritte richtet sich auf eine gründliche Sichtung unirer Strafgeseggebung, und damit verbindet sich die vierte, daß der große Reichsgefeßgeber den Mut finden möge, seinen kleinen Kollegen in Stadt und Land, die, uns bekümmert um ihn, ihr geistiges Kapital in kleinen Strafgesezen anlegen, einmal gehörig auf die Finger zu flopfen." So bescheiden die Wünsche des Herrn Professors sind, so wenig werden sie ihre Erfüllung finden. Die Katlosigkeit der in ihrem Refit bedrohten Herrichaftskaffen sieht in dem Strafgefeß ihr legtes Schußmittel. Daher die öde Gesezmacherei, die sich um juristische Reinlichkeit die geringste Sorge macht! Ist man doch eben wieder an der Arbeit, Strafgeseze gegen den Kontrakt bruch zu entwerfen ein Unternehmen, an dem in höherem Maße als bei der lex Heinze die Kriminalisten ihren Protestlermut beweisen können. Diese Ordnung der Verantwortlichkeitsfrage entspricht durch aus dem Wortlaut und dem Geist des Preßgesetzes. Das Prepgejezz erfordert vom Verleger die Bestellung eines Verantwortlichen ohne jede weitere Bedingung darüber, wie lange Zeit der Verantwortliche jein Amt innehalten muß. Die Auffassung des Reichsgerichts und des Juristen der„ Voss. Ztg." führt zu dem Schluß, daß ein Verantwort licher, trogdem er mit Prozessen und Strafen belastet ist, dem Berfolgungseifer der Staatsanwalte und Gerichte standhalten muß, bis diese, nachdem sie dem llebelthäter jedesmal jede Vorstrafe straffchärfend angerechnet haben, schließlich selbst erklären: Du hast mun genug, mun darf ein andrer Verantwortlicher an die Reihe kommen. Es ist reizvoll, daß derartige juristische Ungeheuerlichkeiten in einem liberalen Blatte Verteidigung finden können. = " „ Es wird unter diesen Umständen auch dem minder Scharfsichtigen völlig flar werden, wie recht der Herr Minister der öffent lichen Arbeiten hatte, als er das Abgeordnetenhaus im Interesse der Erhaltung der Disciplin der Eisenbahnbeamten dringend davor warnte, durch ganze oder halbe Zustim mung zu den Wünschen der Eisenbahnange stellten diese zur Fortsetzung ihrer Agitation zu ermuntern, statt durch glatte Abweisung unerfüllbarer Forderungen endlich zur Wiederherstellung der Ruhe innerhalb des Bes amtenheeres der Eisenbahnen wirksam beizutragen. Mit der Nonnivenz( Entgegenkommen) gegen von der Staatsregierung mit guten Gründen abgelehnte Forderungen auf Gehaltsverbesserungen macht man, von welchen Motiven immer man sich leiten lassen mag, in Wahrheit nur die Geschäfte der Socialdemokraten. Darüber kann jetzt fein Zweifel mehr sein, und man wird hoffen dürfen, daß bei den nach dem Zusammentritt des Abgeordnetenhauses bevorstehenden weiteren Beratungen über Petitionen von Eisenbahnbeamten die richtigen Schlüsse aus dieser Thatsache gezogen werden." Das loyale Verhalten", das die„ Berl. Korr." fordert, wird von der" Post" dahin kommentiert, daß diese Arbeiter des Staats auf alle ihre Forderungen nach Gehaltsverbesserungen in stummem Gehorsam verzichten sollen. bom Centrum daß die Reporter in Koniz auf eigne Faust Untersuchungsrichter Das Nebengericht. Nachdem wir auf das Unwesen hingewiefen, Geheime Sigung des Reichstags. Der stenographische spielen, wendet sich nun auch Herr v. Wassow in der„ Täglichen Bericht über die geheime Sitzung des Reichstags, die am 17. März Rundschau" gegen die„ Franctireurs der Kriminalpolizei", die uns dieses Jahres stattfand und in der ein Antrag zur lex Heinze begerufenen Wichtigmacher, die mit aller Gewalt unter willtür- raten worden ist, ist mumehr nachträglich an die Reichstagslicher Preisgebung der Ehre eines Unbescholtenen" die Behörden zu Mitglieder verteilt worden. Es ist mit der Drucklegung und Verteilung beeinflussen suchen. gewartet worden, bis die lex Heinze endgültig erledigt war. Herr v. Massow ist gewiß ein ehrlicher Mann, leider liest er nur nicht genügend die Zeitungen. Sonst hätte er gewiß schon vor Aus Hessen, 30. Mai.( Eig. Ber.) Landtag. Die heutigen Die Beseitigung der lex Heinze als Verdienst der Social: Wochen das Treiben der„ Nechercheure" der„ Staatsbürger- Zeitung" Verhandlungen der Zweiten Kammer behandelten die höhere Bedemokratie feiert am überschwänglichsten Prof. Hans Delbrüd gebrandmarkt und nicht gewartet, bis ein Agent der jüdischen foldung der Volksschullehrer. Das Haus stellte sich einmütig in den Preußischen Jahrbüchern". Mau lese folgende Säße: Kreuz Zeitung, des Kleinen Journals" das antisemitische Hand- auf den Standpunkt des vom Landes- Lehrerverein ausgegangenen " Ich gehöre zu den Leuten, die nicht so sehr vom Parteigeist werk nachgeäfft und sich um die Belastung des Schlächtermeisters Antrags Backes, der für die Lehrer in den Landgemeinden eine eingenommen sind, um nicht hervorragende Eigenschaften und Hoffmann bemüht hätte. In Herrn v. Massow wäre dann schon Gehaltsskala von 1100-2800 M. vorsieht. Das Höchstgehalt soll in Leistungen auch beim Gegner erkennen zu können, ja, ich gestehe, ein längst den unbescholtenen Meyer und Levy ein Verteidiger gegen- 9 Altersstufen im Laufe von 27 Dienstjahren erreicht werden. Die glänzend geführter Feldzug macht mir eine geüber der willkürlichen Preisgebung ihrer Ehre erstanden. ursprüngliche Regierungsvorlage sah zwar dasselbe Maximalgehalt, wisse ästhetische Freude, auch wenn ich selber der Richtung Aber Herr v. Massow bat jegt Gelegenheit, das Bersäumte jedoch mit ungünstigeren Aufrüdungsfristen vor. Das Ministerium angehöre, welche dabei eine Niederlage erlitten hat. Einen solchen nachzuholen und die„ Tägliche Rundschau" von einem schweren erklärte sich bereit, einen Vermittelungsantrag, der als Eventualzu acceptieren. eingebracht war, Feldzug hat jezt die Socialdemokratic mit der lex Heinze geführt. Verdacht zu befreien. Soeben erläßt nämlich der Verleger der antrag Auch wir haben uns ja gegen dieses Gesetzes erklärt und könnten Staatsbürger- Zeitung" einen öffentlichen Aufruf, Gelder zu sammeln, Das Haus beharrte jedoch einstimmig auf dem 11113 ja insofern auch der reinen reinen Siegesfreude hingeben. um ihm die Fortsegung seiner Polizeithätigkeit zu ermöglichen. In trag Bades in der Ueberzeugung, daß die Regierung dieſem Wenn wir dennoch die ganze Aktion sachlich nicht bloß dem Aufruf heißt es: Votum gegenüber ihren lediglich auf fiskalische Bedenken gestügten Bon socialdemokratischer Seite vertrat als einen Sieg, sondern in gewisser Richtung Juda arbeitet, wie gesagt, furchtbar. Wer sich seinem Gelde Widerstand aufgeben werde. als eine Riederlage ansehen, so liegt die Niedernicht fügt, der wird zum Lumpen gestempelt. Es bedarf daher Abg. David die weitestgehende Gehaltsskala. Er wies darauf hin, lage in der Thatsache, daß wir diesen Sieg der Socialdemokratie unjres ganzen Einflusses und andauernder Thätigkeit, um daß eine ausreichende Besoldung der Volksschullehrer eine VorDie höhere verdanken und die deutsche Bildung wie der deutsche Liberalisden dunklen Gängen Judas nachzuspüren und sein frivoles bedingung für die gebung der Volksschule selbst sei. mus sich nicht aus eigener Kraft haben behaupten können". Vorgehen, Einschüchterung und Bestechung von Zeugen, zu Besoldung der Lehrer führe auch zu einer höheren ideellen Wertung hintertreiben. Es muß uns diesmal gelingen, endlich der unterrichtlichen Thätigkeit an den Kindern des Volkes und räume ein Hindernis weg auf dem Wege zum Ideal der sogenannten Hessen wird mit diesem Gesetz in Deutschland an Einheitsschule. Der„ führende" Staat Preußen bleibt mit die erste Stelle treten. seinen Lehrergehältern von 900-1800 M. in dieser wichtigen Kulturfrage weit hinter den„ blinden" Hessen zurüd. Ausland. Destreich- Ungarn. " Licht in die verwerflichen Geheimnisse einer abergläubischen Sette zu bringen. Sturz- Xanten- Koniz! Es darf sich diesmal nicht wiederholen, was vordem geschah. In Koniz muß das scheußliche Verbrechen des abergläubischen Judentums endlich gerichtlich festgestellt werden!" Was sagt Herr v. Massow zu dieser Geldsammlung für die gewiffenlosesten Franctireurs der Kriminalpolizei? # Ante Die allgemeine Erregung der litterarischen und künstlerischen Kreise in Deutschland gab den unentbehrlichen Untergrund ab, aber den Sieg verlieh erst erst die Entschlossenheit und taktische Geschicklichkeit der socialdemokratiichen Fraktion. Kunst, Wissenschaft und Bildung haben sich in Deutschland nuter die Fittiche der Socialdemokratic flüchten müssen! Es hilft nichts, die Augen gegen diese Thatsache verschließen zu wollen: im Gegenteil, je bestimmter man sie ausspricht, desto deutlicher erkennt man die Situation und findet leichter den richtigen Weg in die Zukunft. Ein Opfer des ambulanten Gerichtsstands. Von der Jeder Gedante, mit Scharfmacherei und Umsturzbewegung gehoer Straftammer wurde vorgestern der Redacteur des Die Wiener Gemeinderatswahlen haben unfren waderen der Socialdemokratie etwas anhaben zu wollen, muß jetzt schwinden. Sieler Partei- Organs, Genosse Korn, der momentan bereits eine Genossen einen großen Erfolg gebracht, wenn dieser auch mehr auf Wir find soweit, diese Partei schon gar nicht mehr entbehren zweimonatliche Gefängnisstrafe wegen Preßvergehens abbüßt, wegen moralischem als auf dem praktischen Gebiete liegt. Nicht zu können; alle die Kreise in Deutschland, die jetzt mit Dankbarkeit Beleidigung des Igehoer Landrats durch die Presse zu 5 Monaten weniger als 50 000 Stimmen sind für die socialdemokratischen auf den Obstruktionsfeldzug im Reichstag blicken, würden sich für die Socialdemokratie erheben, wenn man ihr mit neuen Ausnahme- Gefängnis verurteilt. Die Beleidigung wurde in einem Gerichts- Kandidaten abgegeben worden. Wenn unsre Genossen trotzdem nur zwei bericht der„ Schleswig Holsteinischen Volts Zeitung" gefunden, Standidaten durchbrachten, so liegt das an der perfid ausgesonnene gesetzen zu Leibe gehen wollte." Nicht minder bewundernswert als der Scharfblick der social- der eine Gerichtsverhandlung der Kieler Straffammer zum Wahlkreis- Geometrie, die die Masse der Wähler um das demokratischen Frattion, mit dem sie erkannte, daß hier eine Ge- Gegenstand gehabt hatte. In dieser Verhandlung hatte tägliche Restchen von Wahlrecht bringt, das man ihr schein Tegenheit sei, wo sie, durch die öffentliche Meinung im Rüden ge- der als 8euge fungierende Landrat eine sehr eigenartige bar noch eingeräumt hat. deckt, die ultima ratio jeder radikalen Opposition, die Obstruktion in Rolle gespielt, weshalb von unsrem Kieler Partei- Organ das Verhalten Und wie jämmerlich ist schon an und für sich das Wahlden Deutschen Reichstag einführen könne, ist die lugheit, mit des Landrats, der trotz seiner Jugend in der Bekämpfung der Social- recht, das man einem Teil beileibe nicht allen der sie die Obstruktion sofort einstellte, als das demokratie schon sehr Erfleckliches geleistet hat, einer scharf ironischen geräumt hat. Drei Wahlkörper, die die Reichen, die Gutſituierten Ziel erreicht war, und den Gegnern selbst die Erreichung eines ge- Stritit unterzogen worden war. Der Landrat hatte daraufhin die und den Mittelstand umfassen, haben das Recht, je 46 Gemeinderäte wissen Kompromisses nicht weiter erschwerte." Als zweiten Sieg der Socialdemokratie preist Delbrück den Aus- Beleidigungsklage gegen den verantwortlichen Redakteur Korn an zu wählen. Die vierte Klasse, die die Masse des Proletariats stand der Berliner Straßenbahner. Bu gleicher Zeit aber versichert gestrengt und die Genugthuung erlebt, den rüdfälligen Preß- umschließt die privilegierten Klassen wählen freilich in der und 228 491 Wähler umdie freikonservative Boft" Prof. Delbrück gehörte vordem dieser finder vor das gehoer Landgericht citiert zu sehen, während vierten kurie nochmals mit! Partei an, die Socialdemokratie sei in unaufhörlichem Niedergang die Schleswig- Holst. Bolts- Zeitung Kiel zum Erscheinungsort hat. faßt, wählt son den insgesamt 158 Gemeinderäten deren ganze 20! begriffen. Da der Einspruch des Angeklagten gegen den in diesem Fall be- Außerdem sind aber durch das Erfordernis der mehrjährigen Die Kriminalität der Zeitung. Die„ Voss. 3tg." brachte vor sonders gefährlichen ambulanten Gerichtsstand keinen Ortsansässigkeit 50 000 Personen des Wahlrechts überhaupt einigen Tagen einen verständigen Artikel über das schwer bedauer- Erfolg hatte, kam die Sache denn vor das Fünfmänner- Kollegium beraubt worden. Im Jahr 1897 waren bei der Reichsratswahl liche Reichsgerichtsurtei! wider den Redacteur der Magdeburger in Behoe, dessen Nechtsprechung durch ihre exceptionelle zur fünften Sturie wahlberechtigt 277 918 Personen die Differenz „ Bolfsstimme", den vom Landgericht die Strafen seiner Vorgänger Schärfe in einer ganzen Reihe von Urteilen gegen gegen jezt beträgt also infolge des geänderten Wahlrechts 49 427! als Straffchärfungsgrund aufgerechnet worden waren. Wir hatten streitende Wilsterer Lederarbeiter über die Grenzen Aber nicht genug, daß man dem arbeitenden Volke fieben uns früher ausführlich mit diesem Urteil befaßt; die„ Boii. 3tg." der Proving hinaus ein berechtigtes Aufsehen erregt hat. Trotzdem muß nahm wohl das Thema auf, da jezt das Urteil im Druck vorliegt. Die Höhe der Strafe, die die gehoer Straffammer in diesem Fall Das freifimige Blatt scheint aber ob seiner Bekämpfung jener reichs für angemessen hielt, besonders auffallen. gerichtlichen Rechtsentgleisung mittlerweile bereits Reue zu empfinden, denn es nimmt eine Zuschrift von einem Juristen" auf, die unter allerlei Verklausulierungen doch eine Verteidigung der Erbsünde im Breßprozeß bedeutet. Der Jurist meint: " Socialdemokratie und Eisenbahn Arbeiter. Die Be sorgnis, daß auch die staatlichen Eisenbahn- Arbeiter dem erfolg reichen Vorgehen der Berliner Straßenbahner folgen könnten, drängt Arbeitern ein Achtel des Wahlrechts von vornherein wegnahm und der befizenden Klasse überwies, auch das Achtelwahlrecht des Proletariats suchte man durch unerhörte amtliche Wahlmanöver untvirksam zu machen. Der Magiftrat hat aus eigner Jnitiative 1300 Wähler in die Und diese Wähler sind lauter Wählerliste hineinreklamiert! als che Wähler! Und zwar hat man zu dem unglaublichen Betrug nun auch den Partei- Nachrichten. Schlüssel: man hat einfach Tausende von ChristlichSocialen doppelt in die Wählerlist e eina Polizeiliches, Gerichtliches usw. getragen. Bei den städtischen Arbeitern, den Keine öffentliche Angelegenheit. Kürzlich meldeten wir, daß Tramwaybediensteten, den Gasarbeitern ist der Schwindel derart der Genoise eingel aus Striegau in Schlesien wegen geübt worden, daß alle als wähler in ihrem Wohnii eines Verstoßes gegen das Vereinsgesetz vom dortigen Schöffenund alle als wähler in ihrem Betriebe eingericht zu 20 M. Geldstrafe verurteilt worden war. In der Berufungsinstanz ist nun auf Freisprechung erkannt worden. getragen worden sind, so daß jeder dieser Wahlberechtigten, Straffammer in Schweidnig erkannte an, daß die Besprechung von auf die sich die Christlich- Socialen verlassen zu dürfen glauben, als Werkstuben- Angelegenheiten keine öffentlichen Angelegenheiten sind. zwei Perionen erscheint, zweimal Legitimation erhält und also zweimal wählen kann. Das ist nur einer von vielen Kniffen! Dic Herstellung der früheren Verhältnisse in der Brauerei Pichelsdorf dar. welche seiner Zeit durch einseitige Aenderung unter Herabjegung des Lohns und Erhöhung der Arbeitszeit seitens der Direktion verfügt wurden. Die bei der jezigen Lohnbewegung der Brauer aufgestellten Forderungen bleiben dabei ganz unberührt; diefe sind von der Pichelsdorfer Brauerei noch nicht anerkannt. Die Fünfer Kommission. = Von der Direktion des Münchener Brauhauses werden wir ersucht, noch besonders auf die von ihrer Seite ausgehende Veröffentlichung im Injeratenteil hinzuweisen. Ned. d.„ Vortv." - Eine sonderbare Praxis befolgt die Polizei in Reichen bach in Schlesien, indem sie seit Monaten jedes von ArbeiterDie Differenzen in der Berliner Brotfabrik, Müffervereinigungen insceniertes Vergnügen verbietet und zwar wird dies straße 10/11, find beigelegt. Zwischen der Direktion und der Lohns In der Nummer der Wiener Arbeiter- Zeitung" vom 31. Mai mit einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts motiviert,' wo fommission der Bäckerei- Arbeiter kam folgender Vergleich zu ſtande: veröffentlicht unter voller Nennung seines Namens und genauer An- nach die Arbeitervereinigungen als sogenannte„ lose Vercine" be- Der Unternehmer Herr Schröder bezieht seine Leute durch die gabe seiner Adresse ein Genosse allein die Namen von 63 christlich- trachtet werden, deren Vergnügungen der Genehmigung der Polizei Lohnkommission. Eine Lohnaufbesserung von 7-14 Proz. wird bes jocialen Wählern, die zweis und dreimal in die Wählerlisten unterliegen. Wenn die Behörde glaubt, dadurch die Bestrebungen willigt. Der Erlaß der beabsichtigten Fabrifordnung unterbleibt. eingetragen worden sind, ferner die Namen von 22 Wählern, die der organisierten Arbeiterschaft zu bekämpfen, so irrt sie sich ge- Die Kündigung ist eine achttägige. An den drei hohen Festtagen gar nicht mehr am Leben find! Andre Wähler sind unter An- waltig. Nur die Erbitterung wird dadurch vermehrt, um so cher als erhält jeder Arbeiter eine freie Nacht. wendung einer dreifachen Orthographie als drei verarbeitern versagt. andren Vereinen anstandslos das gewährt wird, was man den Zur Bewegung der Bäckerei Arbeiter nimmt die„ Post" schiedene Wähler in einer Person in die Listen eingetragen worden. Stelling. Sie spricht sich für eine strenge Durchführung von ReinBir müßten ganze Spalten füllen, wollten wir nur die schotelſten Genoſſin Berger in Magdeburg im Gefolge. Der Vorfigende den von der Lohnkommission veröffentlichten Erhebungen in dieser Zwei weitere Strasmandate hatte das Begräbnis der lichkeit und Ordnung in den Bäckereien aus, sie erkennt an, daß nach Methoden der Wahlfälschung Revue passieren lassen. Wie liederlich die Wählerlisten außerdem aufgestellt worden sind, Arbeiter- Gesangvereins erhielten nämlich je ein Strafmandat über teilungen sind direkt ekelerregend.". des Gesangvereins Liederkranz und der Vorsitzende des Eudenburger Beziehung doch viel zu wünschen übrig bleibe. Einzelne Mir Die Bost" tröstet sich beweist schon die eine Thatsache, daß diesmal bei der Wahl des 10 M., weil die Vereine ohne Erlaubnis am Grabe ge- damit, daß die Unſauberkeit nicht überall zu Hause iſt. vierten Wahlkörpers 30 276 Reklamationen eingegangen find, jungen haben. Was aber die Ausführungen der" Post" für uns besonders während bei der Reichsratswahl 1897 die Zahl der interessant macht, ist das indirekte Eingeständnis, daß die BäckerReklamationen nur 11 400 betrug. Dabei führt unser Wiener Brudermeister wohl in der Lage find, den verlangten Lohn zu zahlen. Es organ den Nachweis, daß es diesmal möglich gewesen wäre, die heißt da mit Bezug auf die Löhne, die während des Streits bezahlt werden sollen: Hier werden, dem Princip entsprechend, daß " Wählerlisten bei nur einigermaßen gutem Willen geradezu fehler fand, war auch von 5 weiblichen Delegierten beschickt. Aus dem Kriegszeiten doppelt zählen, doppelte Löhne ausbezahlt. Die Los zu führen. " Aus der Frauenbewegung. Eine Kreiskonferenz in Elbogen( Böhmen), die kürzlich stattBericht der Kreisvertretung geht hervor, daß von den 10 208 Mitgliedern der im Kreise befindlichen Organisationen 1479 Arbeiterinnen find. Nach dem kann man schließen, daß die Entwicklung der westböhmischen Arbeiterinnenbewegung eine sehr erfreuliche ist. Mehr als die Hälfte der weiblichen Mitglieder gehören dem ArbeiterinnenVerein„ Vorwärts" in Asch an. reichen Bäckermeister, die einen Ausfall ertragen können, haben sich bereit erklärt, während des Ausstands noch einen Zuschus für die finanziell weniger leistungsfähigen Stollegen zu leisten." Sonst redet man gewöhnlich überhaupt nur von den„ armen, fchwer arbeitenden Bädermeistern", jetzt giebt es doch auch schon reiche. Und da die Armen doch noch wohlhabend genug find, vielleicht für Wochen hinaus doppelte Löhne zahlen zu tönnten, so dürfte die" Post" vielleicht auch zugeben, daß die Forderungen der Arbeiter von den Meistern überhaupt bewilligt werden tönnten. Deutsches Reich. Auch die Voss. 3tg." läßt sich aus Wien telegraphieren: " Die gesamte freisinnige Preſſe Wiens stellt fest, daß bei den gestrigen Gemeindewahlen die Christlich Socialen mittels Gewaltthätigkeit und schamloser Gesetzesverlegungen gefiegt haben. Es sei erwiesen, daß Tausende und Abertausende von Wählern teine Wahlpapiere erhielten, wogegen zahl Die Frau im öffentlichen Leben Hollands. Nachdem die im lose Christlich- Sociale doppelt und dreifa ch gewählt vorigen Jahre zum Mitglied der Arbeitskammer gewählte Frau haben. Die„ Arbeiter- Zeitung" meldet, daß die Wiener Sicherheits- 9. Vos in Amsterdam die Bestätigung der Regierung nicht erhalten wache christlich- social gestimmt hat und daß bei einigen gestern avend hat, fand eine Neuwahl für die betreffende Stelle statt, in welcher vorgekommenen Ausschreitungen die Socialdemokraten von den wiederum 27 Stimmen für Frau Vos, 26 auf den Kandidaten einer Straßenbahner- Bewegung. Der Ausstand der Stettiner Polizisten in gemeinster Weise als„ Bagage" und fatholischen Arbeitervereinigung entfielen, so daß eine Stichwahl Straßenbahner ist nach Mitteilung Berliner Blätter beendet. nötig wird. Raubgesinde l" beschimpft wurden." Zwei neue Gewerbe Inspektions- Assistentimmen sind Das Einigungsamt des Gewerbegerichts hatte vermittelnd einFr. Afcerefoper, Dr. der Pharmazie, am 1. Oftober ihr Amt an- willigt; der Betrieb soll bereits am Freitag wieder aufgenommen crnannt worden, von denen Frau Kuyper- Tilaus am 16. Mai, gegriffen. Die Direktion hat einen Teil der Forderungen be worden sein. Troy alledem haben nufre Genoffen in zwei Bezirken mit großer Majorität gefiegt und in den übrigen Bezirken gewaltige Minoritäten erzielt! Einen wirklich erheblichen Einfluß würden unsre Genossen auch dann im Gemeinderat nicht haben ausüben können, wenn sie alle 20 Kandidaten durchgebracht hätten, deshalb werden auch die gewählten zwei Genossen schon dazu genügen, die Luegersche Schandwirtschaft im Genieinderat gebührend zu brandmarken. Ihre Reden werden der christlich- socialen Mehrheit nicht gerade angenehm in die Ohren flingen und in der Masse der Siebenachtel- und Ganz- Entrechteten einen mächtigen Wiederhall finden. Belgien. Endergebnis der belgischen Wahlen. Nach den bisherigen Feststellungen verteilen sich die abgegebenen Stimmen in folgender Weise auf die einzelnen Parteien. Es entfielen auf die Kleritalen 992 300, Liberalen und Fortschrittler 476 644, Socialisten 464 813, chriftlichen Demokraten 48 013, Unabhängigen 9818, fleritalen Dijfidenten 10 376 und socialen Dissidenten 3572 Stimmen. Die Socialisten haben seit 1894 140 000 Stimmen gewonnen. Asien. Von der Boxer- Bewegung liegen folgende Telegramme vor: Tientsin, 31. Mai. Heute nachmittag ist ein Sonderzug mit englischen, amerikanischen, italienischen, japanischen, franzönnichen und russischen Truppen, im ganzen mit 22 Offizieren und 334 Mann und 5 Schnellfeuergeschügen nach Befing abgegangen. Peting, 31. Mai. Das Tjung- li- Yamen hat seinen Einspruch gegen die Entsendung der fremdländischen Schußtruppen zurüd gezogen. Die Lage ist ruhiger, aber es liegt immer noch Grund zur Besorgnis vor. treten. V Gewerkschaftliches. Berlin uns umgegend. Die Omnibus- Angestellten. Aus Hannover wird dagegen vom 1. Juni berichtet: Im Ballhof sand gestern Abend eine Versammlung der Angestellten der hiesigen Straßenbahn statt, in welcher nach einflündiger Verhandlung beschlossen wurde, in den Streik einzutreten. lleber 300 Angestellte sind bereits ausständig; man glaubt, daß die noch im Dienst befindlichen dem Beispiel ihrer Kollegen folgen werden. Mit der Direktion der Gesellschaft schweben Verhandlungen. 8 Uhr eingestellt werden, da die Polizei eine Verantwortung für Eine spätere Nachricht besagt: Der Betrieb foll heute abend, um etwaige Ausschreitungen nicht übernehmen will. Die Reserveschaffner und Handwerker beabsichtigen, sich dem Streit anzuschließen. Tagsüber waren nur 40 Straßenbahnwagen im Betriebe. 11111t iit nt Kürzlich hatten wir die Verhältnisse der bei der Allge meinen Berliner Omnibus- Gesellschaft Angestellten fehrsbediensteten ihren schweren Beruf ausüben müssen. Man sollte beleuchtet und gezeigt, zu welchen erbärmlichen Löhnen diese Veres faum für möglich halten, daß es in Berlin ein Verkehrsinftitut giebt, wo das Personal im Gehalt noch schlechter gestellt ist, wie bei der vorhin genannten Gesellschaft. Und doch ist dies der Fall. ihren Schaffnern ein Anfangsgehalt von 60 Mart monatlich. Die Neue Berliner Omnibus- Gesellschaft zablt Aus Finsterwalde wird uns geschrieben: Der Streik der Erst nach zweijähriger Dienstzeit stieg das Gehalt auf 65 Mark und biesigen Tabatarbeiterschaft dauert jetzt schon die siebente erreichte nach fünf Jahren mit 75 Mart seinen höchsten Sa. Woche unverändert fort. Die Haltung der Streifenden ist, troßdem Die Kutscher erhalten 15 Mark monatlich mehr wie die Schaffner. vier Fünftel weibliche Arbeiter am Streit beteiligt sind, musterhaft. 11115 die Arbeiterschaft Deutschlands Dieser Unterschied zwischen den Gehältern der Kutscher und Wir bitten Schaffner besteht bekanntlich bekanntlich bei allen Verkehrsgesellschaften. Diesem gerechten und schweren. Stampfe zu unterſtügen. Die Direktoren spekulieren auf die Gutmütigkeit der Fahrgäste, Vorwärts" wird jeden Donnerstag und Sonntag die Le Sie mire Fordeinigen und rechnen damit, daß diese in Form von Trinkgeldern, die sie den derjenigen Fabrikanten veröffent..... Schaffnern zuwenden, einen Teil der Betriebskosten der Geschaft bewilligt haben, wir bitten darauf Bezug zu nehmen. Andre Anzahlen. Diese Rechnung mag ja, soweit die am stärksten frequentierten gaben und Zusicherungen als die der hiesigen Lohnkommission sind Straßenbahnlinien in Frage kommen, etwas für sich haben, hinsicht entschieden streng zurückzuweisen. Alle arbeiterlich der Omnibusschaffner trifft sie aber nicht zu, denn das den freundlichen Blätter werden um Abdrud gebeten. Anfragen und Omnibus Dibus benutzende Publikum giebt nur in seltenen Fällen Trint Sendungen find an H. Bernst, Finsterwalde, Badergajje 2, zu gelder, so daß die Schaffner auf einen nennenswerten Zuschuß zu richten. ihren elenden Löhnen nicht rechnen fönnen. Da von dem Monats Politik und Gewerkschaften. Recht interessant für die Art, gehalt noch 1,64 M. Krankenkassenbeitrag sowie die von den wie die Hirsch- Dunderfchen Gewerkvereine ihre geBorgesetzten verhängten Geldstrafen abgehen, so fann man sich werkvereinlichen Aufgaben auffaffen, wie sehr gerade fie, die angeblich Ueber den Schauplatz der gegenwärtigen Unruhen schreibt die denten, wie ein Angestellter der Neuen Berliner Omnibus- Gesellschaft, unpolitischen, Politik betreiben, ist die nachstehende Zuſchrift.. " Frankf. 3tg.": der Tag für Tag 15 Stunden, ausschließlich der Nebenarbeiten, im die uns aus Schlesien zugeht: Der Kreis Waldenburg steht Von Peking geht die Bahn Peking Hankan, die von einer Dienst ist, sich mit seiner Familie durchhungern muß. jegt unter dem Zeichen der Wahl. Kürzlich hatten nun die Hirschfranzösisch belgischen Gesellschaft ausgeführt und die nach den AnVor kurzem ist nun das Personal der Neuen Berliner Dunckerichen Gewerkvereine in Waldenburg eine Verbandsversamm fangsülben des Ausgangspunktes( Lukukhiao) und der Endstation Omnibus- Gesellschaft, ermutigt durch das Vorgehen der Straßenbahn- lung. In derselben sagte der Vorsigende Rieger nach einem Hoch ( Hankau) furzweg Luhanbahn genannt wird, zunächst in südwestlicher Angestellten, bei der Direktion um Gehaltsaufbesserung vorstellig auf den Kaiser, daß er den Vorwurf, daß die Gewerkvereine die Richtung bis Baoting. Diese Strede war unter Leitung belgischer geworden. Um es nicht erst zu ernsten Differenzen kommen zu Vorläufer der Socialdemokratie feien, energisch zurückweise. Er selbst und franzöfifcher Ingenieure in Angriff genommen und scheint laffen, hat die Direktion einige unbedeutende Zugeständnisse und viele Mitglieder hätten den Fahneneid geschworen und als von den Boxern gänzlich zerstört worden zu sein. In dem gemacht. Es soll nämlich vom 1. Juni an folgende Gehaltsskala in gleichzeitige Mitglieder von Kriegervereinen seien fie fich stets ihres ctiva 10 Kilometer von Befing entfernt liegenden Fengtai, wo sich raft treten: Eides bewußt und stehen jederzeit fest zu Kaiser und Reich. Maschinenwerksätten befinden, soll der Schaden allein 200 000 m. Für Schaffner ein Aufangsgehalt von 60 M., nach 1/2 Jahr Ferner veravies der Redner auf den bekannten Revers, wonach Mitbetragen. Bon Peking zum Meere nach Taku besteht an dem in 65 Di., nach 11/2 Jahren 70 M., nach 3 Jahren 75 M., nach 5 Jahren glieder des Gewerkvereins den Bestrebungen der Socialdemokratie südöstlicher Richtung fließenden Beiho entlang Eisenbahnverbindung, 80 m., nach 7 Jahren 85 M., nach 10 Jahren 95 M. fernzubleiben haben. Bei der bevorstehenden Reichstagswahl sei mur und bis zu dem großen Vertragshafen Tientsin, der ungefähr 30 Kilometer von der Küste entfernt am Peiho liegt, können See- 85 M., nach 1 Jahr 90 M., nach 2 Jahren 95 M., nach 4 Jahren demokratie vollständig fernstehe Für Kutscher ein Anfangsgehalt von 80 M., nach 1/2 Jahr solchem Manne die Stimme zu geben, der ber SocialUnd in der VerSchiffe geringern Tiefgangs vordringen. Die Eisenbahn Tafu 100 M., nach 8 Jahren 105 M. sammlung des Gewerkvereins der Bergarbeiter verpflichtete der Tientsin- Peking ist bis jetzt von den Borern nicht bedroht und Für Stallleute beträgt das Anfangsgehalt 70 M. und steigt Vorsigende die Mitglieder, eingedent des Statuts der Gewerkvereine, benuzbar, auch ist Tientsin außer Gefahr, da dort ein europäisches bis höchstens 80 M. nur solche Männer in den Reichstag zir senden, die mit der SocialFreiwilligenforps besteht und Schuhwachen der Amerikaner und Wie man sieht, sind die Zugeständnisse, welche die Direktion de mo fratie absolut nichts zu thun haben. Japaner bereits eingetroffen sind. dem Personal gemacht hat, derart, daß nur die älteren Jahrgänge Ueber die Sekte der Borer selbst weiß die Münchener Allg. der Angestellten einen geringen Nugen davon haben, während die Hameln) find 82 Mann start in den Streit getreten. Die Arbeiter der Glasfabrik zu Osterwald( Kreis Zeitung" folgendes mitzuteilen: Anfänger wenig beziehungsweise gar nichts gebessert sind. Mit Die geheime Gesellschaft der Borer" ist nach zuverlässigen schlechtem Geschäftsgange fann die Direktion die Zahlung so Zum Kapitel: Unternehmer- Terrorismus. Die hamioversche Meldungen die reine Verförperung der chinesischen Neaktion, der niedriger Gehälter nicht entschuldigen. Die Neue Berliner Omnibus- Jumung der Maurermeister. das Baugewerkenamt versendet personifizierte Haß gegen alles Fremde. Wie alle geheimen Gesell- gesellschaft zahlte im Jahre 1898 allerdings nur 4 Proz.. im folgendes Schriftstück an die Inmungsmitglieder: schaften Chinas, waren auch die Boger" ursprünglich nur eine defensive vorigen Jahr aber schon 6 Proz. Dividende. Wenn der Profit der Nachstehendes Schreiben teilen wir den Herren JumungsmitOrganisation zum Schutze gegen die in China niemals gänzlich Gesellschaft was anzunehmen ist so weiter steigt, dann werden gliedern zur Kenntnisnahme und mit dem Ersuchen mit, dem Bes unterdrückten Briganten. Als aber ehrgeizige Männer an die Spitze hoffentlich die Angestellten, die gut organisiert sind, nicht versäumen, schlusse der Delegierten Versammlung des Junungs- Verbands dieser Korporation traten, änderte sich ihr Zwed. Sie gewann durch zu geeigneter Zeit eine weitere Aufbesserung der Gehälter zu fordern. deutscher Baugewerksmeister in Leipzig am 14. September 1897 cutdie steigende Zahl ihrer Anhänger an Macht und konnte daher den sprechend, die Maurergesellen, welche aus Frankfurt a. O. zureisen, Einwohnern Abgaben auferlegen, die nicht weniger drückend erfchienen, als die Plünderungen der Räuber. Die deutschen katholischen Arbeitsverhältnisse sich nicht gewöhnen tönnen und versuchen, den Töpfer! Noch immer finden sich Unternehmer, die an geregelte nicht in Arbeit zu nehmen. Der angeführte Beschluß lautet:... den Mitgliedern des Missionäre wollten sich jedoch dieses Raubsystem nicht gefallen lassen Tarif in verschiedenen Pofitionen nicht zu bezahlen. Durch die Spruch Immungsverbands zu empfehlen, daß diese die Verpflichtung und schützten auch ihre Konvertiten davor. So entstanden die ersten praris des Innungs- Schiedsgerichts, dem wir ja jezt alle unterstellt eingehen, keinen Gesellen aus Orten, in denen eine Arbeitseinstellung Differenzen zwischen den Boxern" und den Christen." Man könnte kaum die rasche Ausbreitung der Sette der sind, wird ein derartiges Verhalten nur gefördert. Einem Teil unsrer eingetreten ist, zu beschäftigen." Unternehmer scheint an der Aufrechterhaltung des bestehenden Tarifs In den Verruf erklärt werden 240 Frankfurter Maurer, deren Boxer" begreifen, wenn man nicht die große Vorliebe der Chinesen überhaupt nicht viel gelegen zu sein, wohl weil sie sich bei dem früheren Namen den Innungsmitgliedern bekannt gegeben werden. Und das? für Geheimbünde und ihre wunderbare Organisation kennen würde. Dieselben haben teils einen socialistischen Charakter, welcher Verhältnis besser gestanden haben, und unter dem Einfluß der Scharf schimpft über„ Terrorismus der Arbeiter!" start ant unsre Socialdemokratie erinnert(?), teils einen macher im Baugewerbe stehen. Die Kommission der Meister hat es auch politischen Inhalt abgelehnt, zu unfrem ausgearbeiteten Regulativ der Vereinbarungsmit einer gegen Das Ende des Bäckerstreiks in Kijew.( Eig. Ber.) Der die gegenwärtig arbeiten Stellung zu nehmen, trotzdem die Herren unter sich über die Be- Bäckerstreit ist bei uns zu Ende! Der Sieg ist unser! Kaum gab herrschende, aus der Mandschurei stammen de Um diese Mißstände abDynastie gerichteten Spize. Die Anhänger der letzteren zahlung dieser Arbeit völlig einig sind. es noch je einen Streit in unsrer ganzen Gegend, der die öffentliche Geheimgesellschaften werden als die Ming- Leute bezeichnet, welche zuhelfen, beruft die Lohukommission zum Donnerstag, den 7. Juni, Meinung so erregt hätte, wie dieser. Es ist auch kein Wunder. wieder eine einheimische chinesische Dynastie auf den Thron setzen abends 6 Uhr bei Dräfel, Neue Friedrichstr. 35, eine öffentliche Ver- Einen solchen Streit fühlt jeder an sich: es giebt kein Brot in der wollen. Bei der ungebeuren Ausdehmung dieser Geheimbünde, ihrer ſammlung, in welcher jeder Kollege verpflichtet ist, zu erscheinen. Stadt oder das Brot ist viel teurer und schlechter. Wohl manche. ( Siehe Annonce am Mittwoch). Die Lohntommission. J. A.: strengen, einheitlichen Organisation, sind sie eine stets drohende Gefahr für den Bestand des Reichs und bilden einen Staat im Staat,. David. " " Ausland. " Gnädige" erhielt von ihrem Dienstmädchen die Antwort: Ja, ich habe lein Brot bekommen." Warum denn? Was ist denn los? vegen welchen die Mandarinen nichts auszurichten vermögen. Die- Achtung! Brauer! Kollegen! Durch die seitens der Direktion Die Bäckergesellen streiten, die Armen müffen 18 Stunden arbeiten.". felben suchen sich vielmehr mit diesen Geheimbünden so gut wie des Münchener Brauhauses Aktiengesellschaft mit der Die ganze öffentliche Meinung stand auf Seite der Streikenden. möglich abzufinden und sie für ihre Zwede zu benützen. Aus diesem Fünfer- Kommission angebahnten Verhandlungen wurde festgestellt, Gelder wurden in bürgerlichen Kreisen in großen Mengen gesammelt, Grunde erklärt sich auch das rasche Wachstum der„ Boxer“ und daß die Forderungen der Brauer bis auf Regelung der Arbeits- obgleich diese Kollekte selbstverständlich unerlaubt war. 28 Bäckerei ihrer Macht." nachweisfrage, welche Gegenstand späterer Verhandlungen sein wird, Inhaber wurden wegen Uebertretung der sanitären Verordnungen Carlegungen, für die wir die Verantwortung dem Blatt über von der Direktion des Münchener Brauhauses bewilligt und schrift- vom Gouverneur zur Verantwortung gezogen. Die Forderungen laffen müssen. Jedenfalls erscheint es uns ein wenig kühn, die lich anerkannt worden sind. haben die Streifenden im vollen Umfange durchgedrückt und zwar Boger, die die reine Verkörperung der chinesischen Reaktion und den Auf die Annonce der Radeberger Exportbier- Brauerei, Abteilung dauert die Arbeitszeit jest statt 15-18 Stunden nur 12 Stunden personifizierten Haß gegen alles Fremde" darstellen sollen, mit der Bichelsdorf, in Nr. 123 des Vorwärts" erwidern wir, daß uns( davon 1 Stunde für Mittag und 1/2 Stunde für Frühstück); der Socialdemokratie zu vergleichen, der man zwar alles Mögliche schon, die in der Brauerei Pichelsdorf bestehenden Verhältnisse und Ab- Lohn. beträgt für die Bäckergesellen 25 Rubel, für die Obergesellen. aber derartige Eigenschaften denn doch noch nicht nachgejagt hat.-Imachungen wohl bekannt sind. Legiere stellen lediglich eine Wieder- 40 Rubel pro Monat., Die Arbeitsräume müssen den sanitären. Anforderungen entsprechen. Jm Streit befanden sich im ganzen| Stadtverordneten- Versammlung eine diesbezügliche Vorlage zur Zustimmung zu unterbreiten. circa 1000 Mann. Sociales. Für Zwecke der Volkszählung sollen nach Beschluß des Magistratsfollegiums die Räume des vierten Stockiverts des neu errichteten Gumpel'schen Gebäudes in der Spandauerstr. 35-37 auf zwei Jahre gemietet werden. Der Krieg. Nachdem Johannesburg von Lord Roberts besetzt worden ist, dürfte sich die Armee bereits auf dem Vormarsch gegen Pretoria befinden. Darüber, ob Pretoria verteidigt oder preisgegeben werden Bereits vor wird, läßt sich auch heute noch nicht flarer fehen. mehreren Tagen ging das Gerücht um, daß die Außenwerke Pretorias bereits geräumt worden seien, doch läßt sich nicht erkennen, was an diesen Gerüchten Wahres war. Die Meldung von der Gefangennehmung Krügers, " Von der Fahrrad Industrie. Die Einfuhr von Waren ber Fahrradbranche bezifferte sich im Jahre 1899 auf 5130 Doppel- Der Gerichts- Assessor Welbling ist vom Magistratskollegium centuer, darunter befanden sich 21 206 Stüd Fahrräder und zum Magistrats- Assessor gewählt worden. 2141 Doppelcentner Fahrradteile. Außerdem wurden 927 Doppel- Für Radfahrer dürfte die Mitteilung von großem Jnteresse sein, centner Fahrradteile als mit andern Waren eingeführt nachgewiesen. daß auf Ersuchen des Stadtverordneten Hugo Sachs die städtische Im Vorjahre( 1898) belief sich dagegen die Einfuhr auf 8019 Doppel- Part- Deputation die Aufhebung der Sperrung des bon centner und im Jahre 1897 auf 5455 Doppelcentner; sie hat also der Ringbahn durch den Treptower Park führenden die 6 Meilen füdlich von Pretoria erfolgt sein sollte, hat sich nicht 1899 erheblich nachgelassen. Den größten Anteil an der Einfuhr Wegs für Radfahrer beschlossen hat. bestätigt, obwohl es nicht unmöglich ist, daß englische Kavallerie fich haben die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit 1898 Doppelcentner für 1899. Die Ausfuhr des Artikels war viel bedeutender fügung des Berliner Lehrervereins einer der früheren Hilfslehrer Eine Klage gegen die Stadtgemeinde Berlin hat mit Unter- bereits tis in die Nähe der Stadt vorgewagt hat. Nach einer Meldung des Daily Expreß" aus Lourenço Marques als die Einfuhr und bezifferte fich für 1899 auf 15 191 Doppel- angestrengt. Die Stadt soll genötigt werden, den Hilfslehrern vom vom 31. befindet Präsident Krüger sich in Middelburg, centner, gegen 16 024 Doppelcentner im Jahre 1898 und 6603 Doppelcentner im Jahre 1897. Als Hauptausfuhrland kommt 1. April 1897 ab, nicht erst vom 1. April 1898, das höhere Gehalt wohin, wie dem„ Daily Mail" ebenfalls von gestern aus Lourenço bon 1392 M. zu zahlen, weil am 1. April 1897 das Besoldungsgesez Marques gemeldet wird, der Siz der Regierung von Oestreich mit 3599 Doppelcentner für 1899 in Betracht. Die Menge in Kraft getreten ist und es von diesem Zeitpunkt feine Hilfslehrer Transvaal verlegt worden ist. Die Meldung des„ Daily derjenigen Fahrradteile, welche mit andern verwandten Warenmengen mehr giebt, sondern einstweilen angestellte Lehrer", deren Gehälter Mail" bejagt ferner, daß am Mittwoch bei Staalfontein, halbausgeführt worden sind, ist nicht statistisch festzustellen. in einem bestimmten Verhältnis zu denen der endgültig angestellten Lehrer wegs zwischen Pretoria und Johannesburg, eit Die Arbeitslosigkeit in Victoria. Die von der Kolonial- stehen müssen. Wie nun der Syndikus des Berliner Lehrervereins Gefecht stattgefunden hat. regierung in Victoria eingefeßte Kommission zur Untersuchung der der Pädag. 3tg." mitteilt, hat die Stadtgemeinde die Beamten- Ein weiteres Telegramm besagt: Arbeitslosenfrage hat fürzlich ihren Bericht erstattet. Dieser qualität der Hilfslehrer bestritten und behauptet, daß lediglich ein Loudon, 1. Juni. Die Abendblätter veröffentlichen eine Depesche hebt die große Zahl beschäftigungsloser gelernter Arbeiter in der Haupt- privatrechtlicher Dienstvertrag zwischen ihr und den Hilfslehrern aus Kapstadt vom 31. Mai, derzufolge eine Anzahl Aufständiger eine stadt hervor, ein Zeichen der steigenden Konzentration. 20 Proz. der bestehe. Auf die Entgegnung, daß die Gemeinde doch verschiedenen fleine Abteilung englischer Truppen bei Douglas( Kapkolonie) überArbeitslosen bestehen nach dem Bericht aus alten und mehr oder Hilfslehrern Gemeindesteuerfreiheit gewährt habe, woraus auf ein fallen und sechzehn derselben einschließlich des kommandierenden minder arbeitsunfähigen Personen; es wird ihre Unterbringung öffentlich- rechtliches Verhältnis geschlossen werden müsse, hat die Obersten getötet hat. auf Kolonialansiedelungen und Milchwirtschaften empfohlen, wo Gemeinde erwidert: Die Gewährung der Steuerfreiheit spreche teine großen physischen Anstrengungen von ihnen gefordert zu nicht für die Beamtenqualität, die Steuerfreiheit komme vielmehr werden brauchen. Im allgemeinen empfiehlt der Bericht die Schaffung jedem vollbeschäftigten Elementarschullehrer zu, gleichviel ob er eines Labour Department, eines Central- Nachweis angestellt sei oder nicht, und ob er die Stelle dauernd oder vorüberbureaus mit Filialen auf dem Lande und die unentgeltliche Be- gehend verwalte." In Lehrerkreisen ist man jedoch überzeugt, daß förderung von beschäftigungslosen Arbeitern. Weiter sollen Arbeits- Die Gerichte, zumal die höheren, die Sachlage anders beurteilen farmen errichtet werden, und zwar sollen die kräftigen Arbeiter zur werden. Urbarmachung von Waldland verwendet werden unter dem Regime von teilweise gezahlten Löhnen, wobei den Arbeitern die Aussicht und Möglichkeit geboten werden soll, mit fleinen Zahlungen Land zu erwerben. Berliner Partei- Angelegenheiten. Von Parteigenossen des vierten Reichstags- Wahlkreises ift zum zweiten Pfingstfeiertag bei Lipps am Friedrichshain ein Früh Konzert veranstaltet worden, zu welchem die Arbeiterschaft des Ostens mit Weib und Kind eingeladen wird. Die Parteigenoffen des vierten Wahlkreises( Südost) beranſtalten am 1. Pfingstfeiertag ein Frühkonzert und zwar bei Joel, Victoriagarten, und in Ludwigs Parkrestaurant, Köpnider Landstraße. Anfang des Konzerts früh 4 Uhr. Billet 20 Bf. Zahlreichen Besuch erwartet das Komitee. 13 Gerichts- Beitung. Gebrauch Eine für die Geschäftswelt intereffaute Auflage wegen versuchter Erpressung gelangte gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I gegen den Fabrikanten Mag Sachs und dessen Reisenden Leo Sommerfeld zur Verhandlung. Der erste Angeklagte hatte an den Kaufmann Guhlich in Wolgast eine Warenforderung in Höhe von 750 M. Als alle Bemühungen, Befriedigung zu erlangen, anscheinend aussichtslos waren, fchrieb Sachs dem Schuldner unterm 17. Februar, daß er ihm die Hälfte der Forde rung nebst Stoften schenken wolle, wenn Guhlich ihm bis zum 20. Februar 375 M. einsenden würde. Guhlich ging auf das Anerbieten ein und übersandte umgehend das Geld, darauf erhielt er zwei Tage später ein Schreiben von der Firma Sachs, worin ihm mitgeteilt Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, wurde, daß von dem Recht, eine Schenkung innerhalb sechs Monaten Er gemacht; werde. zurückzunehmen, fei eines den 3. Juni, Pfingstausflug nach Neuenhagen( Ostbahn). Abfahrt solchen Geschenks nicht wert, da die Firma erfahren habe, daß er morgens 8 Uhr: Schlesischer Bahnhof. Für Nachzügler( ſtündlich genügende Mittel befize, feine Gläubiger voll zu befriedigen. Wenn ein Zug) Treffpunkt: Gasthof von Karoline Wolter in Neuenhagen. er die zweite Hälfte der Schuld einschließlich der Kosten nicht innerAn die Parteigenossen von Charlottenburg. Um die für halb einer Woche begleiche, soll im Wege der Zwangsvollstreckung Charlottenburg immer brennender werdende Lokalfrage zu einem gegen ihn vorgegangen und sein Charakter vor dem Richter gefür die Partei gedeihlichen Abschluß zu bringen, hat die Lokal- Rom- bührend gekennzeichnet werden. In diesem Verhalten erblickte die mission beschlossen, alle Lokale mit Ausnahme des Lotals Anklagebehörde die Thatbestandsmerkmale der versuchten Erpressung. von Wenzlow frei zu geben. Wir sprechen die Erwartung aus, Der Angeklagte Sachs gab an, daß sein Reisender Sommerfeld am daß die Parteigenossen sich mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tage nach dem Eintreffen des Geldes von der Reise zurückgekommen Lokalfrage diesem Beschluß fügen, umsomehr als der Inhaber seis derselbe von der Schenkung an Guhlich erfahren habe, sei genannten Lokals auf eine erneute Anfrage erklärte, daß ihm an er sehr erregt geworden und habe es als eine Sünde und Schande dem Besuch organisierter Arbeiter nichts gelegen sei. bezeichnet, daß einem Mann wie Guhlich, der nur darauf ausgehe, seine Gläubiger zu prellen, ein solches Geschenk gemacht werde. Darauf habe er, Gache, dem Mitangeklagten Sommerfeld den beanstandeten Brief in die Feder diktiert. Die Lotal- Kommission. In Steglik- Friedenau wird die nächste Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins Dienstag bei Grube, Friedenau, abgehalten. Rummelsburg. Das Lokal von Hillerscheidt, Neuenhagen der Ostbahn, gleich am Bahnhof, steht der Arbeiterschaft zu Verfügung. Waidmannsluft. Sonntag hält der Wahlverein bei Strecken bach seine Mitgliederversammlung ab. A. Hoffmann spricht über das Thema„ Auf was wir stolz sind". Kommunales. Letzte Meldungen. London, 1. Juni. Die Abendblätter veröffentlichen eine Depesche, welche besagt, daß General Rundle gestern, ohne auf Widerſtand zu stoßen, Lindley bejezt hat. Winburg, 31. Mai.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) General Rundle hatte am 29. Mai bei Senekal einen schweren Stampf mit den Boeren zu bestehen, die mutig Widerstand leisteten. Bei Sonnenuntergang war das Gefecht noch nicht entschieden. Tehte Nachrichten und Depeschen. Die Amneftievorlage im franzöfifchen Senat. Paris, 1. Juni.( W. T. B.) Das Haus ist stark besetzt, es herrscht große Unruhe. Auf der Tagesordnung steht die Verhandlung über die Vorlage betreffend die Amnestie für die mit der DreyfusAffaire zusammenhängenden Angelegenheiten. Clamageran bekämpft Es sei die Vorlage, da sie wohl zu achtende Rechte verlege. unmöglich, daß man namentlich Bicquart hindern wolle, eine Wiedergut machung der Schädigung zu erlangen, die ihm widerfahren jei. Das einzige Mittel, zu einer Beruhigung zu gelangen, sei, darauf hinzus arbeiten, daß die Wahrheit ans Licht fomme.( Vereinzelter Beifall.) Marime Lecomte verlangt, daß die Amnestie auf Dreyfus auss gedehnt werde, damit die Affaire" dem Wunsch des Landes gemäß ganz aus der Welt geschafft werde..( Lärm.) Delpeuch bekämpft die Amnestievorlage und sagt, man fönne doch unmöglich diejenigen amnestieren, die die Verurteilung Dreyfus herbeiführten, besonders nicht den früheren Kriegsminister.( Großer Tumult.) Redner verlangt, daß General Mercier in Anklagezustand versetzt werde.( Erneuter Lärm.) General Mercier erklärt, er habe im Jahre 1894 zum Wohle des Landes gehandelt, und was er damals gethan habe, würde er heute nicht zögern, noch einmal zu thun.( Widerspruch links, vereinzelter Beifall rechts.) Hierauf nimmt der Berichterstatter Guérin das Wort. Guérin unterstützt die Vorlage. Die Verurteilung Dreifus' sei eine definitive geworden, da Dreyfus auf die Einlegung der Revision verzichtet habe. Chamaillard von der Rechten beantragt, die Amnestie auf die von dem Staatsgerichtshof Berurteilten auszudehnen. Staatsanwalt Filbry hielt die Auflage aufrecht. Trotzdem das Trarieng bekämpft die Amnestievorlage und giebt dem Wunsche Wort„ ichenken" gebraucht worden sei, tonne von einer Schenkung Ausdruck, daß alle Beteiligten die volle Ausübung ihrer Rechte doch nicht die Rede sein, sondern das Anerbieten der Verzichtleistung behalten möchten und daß die Möglichkeit erhalten bleibe, diejenigen auf die Hälfte der Schuld, wenn die andere Hälfte bezahlt werde, gerichtlich zu verfolgen, die sich der Fälschung und der Pflichtvers ftelle ein bindendes Vertragsverhältnis dar. Er beantrage gegen geffenheit schuldig machten. Die Vorlage werde übrigens die WiederSachs drei, gegen Sommerfeld zwei Wochen Gefängnis. Der Ver- fehr der Streitereien, der moralischen Ungewißheit und der Meinungsteidiger, Rechtsanwalt Hugo Sachs, führte aus, daß eine Ver- verschiedenheiten nicht verhindern. Es sei erforderlich, daß der urteilung aus rechtlichen und thatsächlichen Gründen nicht angängig unglückliche Dreyfus fich verteidigen könne und daß man ihm die fei. Etwas andres sei es gewesen, wenn der erste Brief gewissermaßen legte Hoffnung lasse.( Beifall links.) Die weitere Beratung wird hierauf auf morgen vertagt. eine List darstellte, um von dem Zeugen erst die eine und dann die andre Hälfte der Schuld herauszuschlagen. Jedenfalls hätten beide Angeklagte sich im guten Glauben befunden. Aus dem letteren Grunde fam der Gerichtshof zu einem freisprechenden Erkenntnis, obgleich im übrigen den Ausführungen des Staatsanwalts bei getreten wurde. zu= Sodann nimmt die Kammer durch Aufheben der Hände eine Tagesordnung an, in welcher die Zuversicht ausgesprochen wird, die Regierung werde ihre Aufmerksamkeit darauf richten, alle Maßregeln zu ergreifen, welche geeignet wären, das Feiern zu vermindern. Aus der Magistratssigung am Freitag. Hinsichtlich der Abficht, in Ziskunft grundsätzlich neue Straßenbahnlinien für RechSocialistische Interpellation über die Arbeitslosigkeit. nung der Stadtgemeinde zu bauen und in Betrieb zu setzen, hat sich Paris, 1. Juni.( W. T. V.) Deputiertenkammer. Der heute das Magistratskollegium mit dem diesbezüglichen Antrage der städtischen Verkehrsdeputation beschäftigt. Die Deputation beantragt: Socialist Vaillant bringt eine Jnterpellation ein über die Mittel, welche angewendet werden könnten, um das Feiern der Arbeiter zu Der Magistrat möge sich damit einverstanden erklären und dazu auch vermeiden. die Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung erwirken, daß in Kindesentführung wurde der Nätherin Auguste Reimer zur Handelsminister Millerand sagt, das vernehmlichste Mittel sei Zukunft grundsäßlich neue Straßenbahnlinien für Rechnung der Stadt- Last gelegt, die gestern vor der siebenten Strafkammer des Landgemeinde gebaut und betrieben werden, und daß die Verwalter gerichts I stand. Die Angeklagte ist von ihrem Ehemann geschieden jedenfalls Berkürzung der Arbeitszeit; ein sichereres jedoch die Bildung des städtischen Straßenbahnwesens einer besonderen Deputation nach und die Erziehung ihrer beiden Kinder ist vom Vormundschaftsgericht von Syndikaten. Die Regierung stehe dem Zusammenschluß der ArbeitsEines Tags hat sie sich börsen und der Schaffung eines allgemeinen Arbeitsnachweises, welcher § 59 der Städte- Ordnung mit folgenden Befugnissen und Obliegen ihrem Ehemann zugesprochen worden. heiten übertragen wird: a) Die Deputation hat alle diejenigen Be- heimlich in dessen Wohnung begeben und eines der Kinder, ein alle Arbeitsangebote aus den verschiedenen Industriecentren enthalten fugnisse, welche auch andern städtischen Verwaltungs- Deputationen fechsjähriges Mädchen, herausgeholt. Sie hat es dann einer Frau würde, sehr freundlich gegenüber. Der Minister fügt hinzu, er studiere die zustehen, insbesondere das Recht der Prozeßführung und die Ver- in Pflege gegeben, wo es erst nach längerem Bemühen seitens der Frage der Schaffung von munizipalen und Syndikats- Untertretung der Stadtgemeinde nach außen, vor Gerichten und andern Polizei ermittelt wurde. Im Termin versicherte die Angeklagte stützungskaffen als Mittel gegen das Feiern.( Beifall.) Behörden, und zwar auch beim Erwerb und der Veräußerung unter Thränen, daß sie nur wegen des geistigen Wohls ihres Kindes von Grundstücken, hier jedoch mit der Einschränkung, daß besorgt sei. Ihr Mann führe einen Lebenswandel, der unmöglich die Deputation den Gemeindebehörden gegenüber an deren auf das Kind erzieherisch wirken könne, sondern es frühzeitig entverfassungsmäßige Mitwirkung gebunden ist. b) Die beim Bau und sittlichen müsse, und hiervor habe sie es bewahren wollen. dem die Angeklagte zu Betriebe der städtischen Straßenbahnen zu beschäftigenden Personen Der Gerichtshof verurteilte der Strafmaß, einem Tag Gefängnis, werden, und zwar soweit sie nicht etwa aus ihrer bisherigen Thätig lässig niedrigsten Strafmaß, Hannover, 1. Juni.( Privat Depesche des Vorwärts".) keit in der städtischen Verwaltung die Beamteneigenschaft besigen Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Voigt, erteilte aber der Angeklagten oder nach den Gesezen erhalten müssen, auf Grund eines Privat- in wohlgemeinter Weise den Rat, sie möge sich unter Bezugnahme In vergangener Nacht beschlossen die Angestellten der Straßenipfort in ben Streit einzutreten mit 310 gegen Dienstvertrags von der Deputation angenommen oder entlassen und auf den§ 635 des Bürgerlichen Gesetzbuchs an das Vormundschafts- bahn, Die Direktion machte einige einige Zugeständnisse; mit den erforderlichen Dienstanweisungen versehen. Dasselbe gericht wenden, vielleicht könne sie dann erreichen, daß das Kind in 4 Stimmen. dieselben wurden mit 283 gegen 6 Stimmen heute nachmittag gilt für den oder die Leiter des Betriebs mit der Maßgabe, andre Hände käme. daß sie vom Magistrat nach Anhörung der StadtverordnetenEin recht kraffer Fall von Heiratsschwindelei gelangte abgelehnt und beschlossen, in dem Streit zu verharren. Heute abend Versammlung angenommen werden. Wie weit den Angestellten der städtischen Straßenbahn Pensionen zu gewähren find, insbesondere rung. Aus der Untersuchungshaft wurde der 43jährige Kaufmann Controleure und Reserveschaffner bedienten heute den vollständig der städtischen Straßenbahn Pensionen zu gewähren sind, insbesondere gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I zur Erörte- wurde der Betrieb polizeilich um 8 Uhr eingestellt. Oberführer, die Errichtung einer Pensionskasse nach den Grundsägen des§ 39 a Baul Loosen vorgeführt, ein Mann, der bereits einmal wegen unzulänglichen Betrieb. Nur wenige Wagen fuhren heute; die die Errichtung einer Pensionskasse nach den Grundsägen des§ 39 a des mit der Großen Berliner Straßenbahn und der Neuen desselben Bergehens mit 1 Monat Gefängnis, dann aber wegen Außenstreden liegen zum Teil ſtill. Die Haltung der Streikenden Berliner Pferdebahn- Gesellschaft abgeschlossenen Vertrags vom umfangreicher Kreditschwindeleien mit 3 Jahren Gefängnis vors 2. Juli 1897/19. Januar 1898 bleibt der Beschlußfassung der Ge- bestraft ist. Staum aus dem Gefängnisse herausgekommen, erließ ist musterhaft. Die Bevölkerung steht auf Seiten der Streikenden. meindebehörden vorbehalten. c) Die Deputation ist befugt, über der Angeklagte Heiratsgesuche, wonach er in erster Linie auf eine Große Ansammlungen von Menschen deren Zahl nach Tausenden zuständigen Staatsbehörden Witwe mit etwas Bermögen reflektierte: Unter den darauf zählen, finden statt, die Streikenden sind daran nicht beteiligt. bei Erteilung der staatsbehördlichen Genehmigung gestellten einlaufenden Anerbietungen war eine Schneiderin G. die UnBedingungen innerhalb der von den Gemeindebehörden bewilligten glückliche, welche von dem Angeklagten auserkoren wurde. Beider Landtagswahl in Arnstadt( Schwarzburg Sonders. Mittel zu beschließen. d) Sie hat die Befugnis, die speziellen Bau- oosen erzählte ihr, daß er Rayonchef in einem großen Hypotheken- hausen) wurden von 65 Wahhmännern 32 jocialdemokratische gewählt. entwürfe zu genehmigen, deren Ausführung anzuordnen und die Vermittelungsgeschäft sei und nun als Direktor einer besonderen Ab- Das Resultat für Plaue und Geschwenda steht noch nicht fest, doch ist fertiggestellten Bauten abzunehmen. e) Sie ist berechtigt, zum Abfchluß von Verträgen aller Art, welche Bau und Betrieb der teilung des Instituts mit einem Jahresgehalt von 6000 M. angestellt die Wahl eines socialdemokratischen Abgeordneten nicht unmöglich. werden sollte. Es sei ihm aber die Verpflichtung auferlegt worden, Ronik, 1. Juni.( W. T. B.) Heute abend herrschte ziemliche städtischen Straßenbahnen mit sich bringen, auch wenn sich ihre die Einrichtung des Bureaus aus eigenen Mitteln zu beschaffen Die Polizeiverwaltung erließ heute eine Bekanntmachung Wirkung über das laufende Etatsjahr hinaus erstreckt. Sie ist und dazu brauche er Geld. Die Schneiderin, die gern Frau Direktor" Ruhe. zuständig zur Feststellung der Fahrpläne. g) Für jede un unterbrochene Fahrt ist ein Einheitspreis von 10 Pf. zu er werden wollte, opferte zunächst 2000 M. und dann noch nach und nach dahingehend, daß, falls die Menge sich gegen das Militär renitent immer weitere Summen, bis sie ihre ganzen Ersparnisse in Höhe benehme, letzteres von der Schußwaffe Gebrauch machen würde. heben. Es sind Abonnements, Schüler und Arbeiter- Fahrkarten von 6500 m. dem Unerfättlichen geopfert hatte. Nun schrieb der Die Polizeiverwaltung brachte ferner die Aufruhr- und Landfriedens einzuführen, deren Preise nur der Beschlußfassung der Deputation unterliegen. h) Die Deputation ist berechtigt, einzelne ihrer Be- Angeklagte der Braut einen Ablagebrief mit der Begründung, daß bruchs- Paragraphen zur öffentlichen Kenntnis. Der Landrat bewegte unterliegen. h) Die Deputation ist berechtigt, einzelne ihrer Be- ihre Charaktere nicht zusammenpaßten, da sie einem„ Ehrenmanne" fich zu Pferde unter der Bevölkerung und sprach beruhigende Worte. Dem Briefe lag Die Gastwirtschaften und Schanklokale müssen bis auf weiteres fugnisse und Obliegenheiten ständig oder vorübergehend unter nicht genügendes Vertrauen entgegenbringe. kommissionen oder an den oder die Direktoren der städtischen ein Wechsel über 6500 m. bei. Vorher hatte der Angeklagte abends um 9 Uhr geschlossen werden. Straßenbahn zu übertragen. An ihren Sizungen nehmen der oder wieder früher gleichen Heiratsgesuch Paris, 1. Juni.( W. T. B.) Der Munizipalrat erklärte mit die Direktoren und ihre Vertreter mit beratender Stimme teil. veröffentlicht. Diesmal ging ihm eine Staufmannswitwe ins Garn, 40 gegen 22 Stimmen den Beschluß des früheren Munisipalrats für i) Die Verwaltung der städtischen Straßenbahn hat rechnungsmäßig die in gleicher Weise betrogen wurde, wie die Schneiderin. Schließ hinfällig, welcher dahin ging, daß eine bestimmte Anzahl Exemplare im Verhältnis zu den übrigen Zweigen der städtischen Berlich waltung, insbesondere hinsichtlich der Pflasterung und Pflaster- ich prellte er noch zwei Cigarrenlieferanten um erhebliche Posten des Urbain Gohierschen Buchs„ Das Heer gegen das Volk" anCigarren. Der Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, gekauft werden sollte. dieselben unterhaltung, welche tragen, zu daß der Angeklagte die volle Strenge des Gesetzes fühlen müsse. New York, 1. Juni.( W. T. V.) Der New York Herald" fremden Straßenbahn- Gesellschaften vertragsmäßig auferlegt find. Das Urteil lautete auf 4 Jahre Zuchthaus, 5 jährigen Ehr- meldet aus Washington, die Mächte feien übereingekommen, daß Nach Vortrag des Stadtfyndifus Meubrint hat nach eingehender mehr verlust und 1500 M. Geldstrafe oder noch 100 Tage Zuchthaus. jede von ihnen nicht mehr als 100 Mann ihrer Truppen auf stündiger Beratung das Magistratskollegium den Antrag der chinesischem Boden landen lasse. die Annahme der bont den Lasten den Verkehrs Deputation genehmigt und beschlossen, der l ein Inhalts wie Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich Th. Glocke in Berlin. Drud und verlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 126. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 2. Juni 1900. Des 0 Tokales. 7 = Teuerungszeiten nicht erhöht. Da aber die Familien, welche Waisentinder in Kostpflege nehmen, meist selber in bescheidenen Verhältnissen leben, so bleibt ihnen in solchen Zeiten nichts andres übrig, als ihren Pfleglingen ebenfalls den Brot torb höher zu hängen. " " " " konnte. Aber noch mehr geschah. Die Mutostopgesellschaft als Art der Darstellung streng gewahrt bleiben. Die notwendige Besitzerin der kleinen Säften ging gleichfalls in sich und beschloß finanzielle Grundlage für die Realisierung des Wolzogenschen in renevoller Zerknirschtheit die bisher der Menschheit zum fittlichen Projekts ist bereits geschaffen. Auch das Düsseldorfer SpecialitätenWie sehr die Preise der notwendigsten Lebensmittel in den Verderben dargebotene Erfindung höheren, edleren Zwecken dienstbar blatt Artist" weiß einiges über dieses litterarische Variété- Theater letzten Jahren gestiegen sind, zu machen. Von dem mutostopischen Segen, den der auszuplaudern, auf welchem die Jungen und die Jüngste", die ,, Grünen" das hat die weniger bemittelte Bevölkerung bitter genug am eignen ap st in effigie spendet, haben wir bereits berichtet. Nachdem so und die Violetten", die Dekadenten und die Symbolisten, die GeLeibe erfahren. Einen lehrreichen Beitrag zur Beleuchtung dieser der Religion ihr Teil geworden, kommt auch der Patriotismus zu dankenstrichlyriker ohne Gedanken und die Litteraturgigerl von der Breissteigerung liefern unter andrem die Kassenabschlüsse solcher seinem Recht. Die" Post" berichtet des langen und breiten, daß die Jusel" ihr Licht leuchten lassen sollen. Mit beißendem Wit sollen öffentlichen Anstalten, in denen eine größere Anzahl von Mutoskop- Gesellschaft fortan kaum noch etwas andres als Flotten- Couplets und Parodien und die hypermodernsten Komödien geboten Perionen verpflegt und beköstigt werden. Lebensmittel- Teuerungen propaganda treiben will. In einem Reklamebericht werden werden. Ernst v. Wolzogen suche bereits unter Schriftstellern, müssen sich in diesen Anstalten, da hier die zu verabreichende alle Reize des Marinismus, wie manövrierende Panzerschiffe, secessionistischen Malern, Kunstgewerblern und Schauspielern Mit Menge Nahrungsmittel genau vorgeschrieben ist und auch in Torpedoboote, Geschüße und sonst noch vieles von dem, was uns wirkende. Herr v. Wolzogen schreibt den Blättern hierzu Theuerungszeiten nicht verringert zu werden pflegt, sehr bald in bitter notthut, als Wunder des Mutostops aufgeführt, die für einen berichtigend, daß er allerdings der Anregung einiger hiesiger Künstler einer Steigerung der Ausgaben für die Beköstigung Nickel jedem Steuerzahler zugänglich sind, obgleich die Flotten- und Litteraten zur Begründung eines solchen neuartigen Justituts bemerkbar machen. Das ist denn auch thatsächlich der Fall. Im vorlage bereits flott und forsch bewilligt worden ist. So wird sich auch Folge gegeben habe, daß aber alle näheren Nachrichten über den städtischen Weisendepot z. B. sind die Ausgaben für die Be- hier die Gottheit der reuigen Sünder freuen, und zu erwägen bliebe Beitpunkt der Eröffnung, das Lokal und die zur Mitwirkung beföstigung der Kinder und der Angestellten im letzten Verwaltungs- mur, ob im Interesse der patriotischen Läuterung des Volfs wohl rufenen Persönlichkeiten unzutreffend oder zum mindesten doch verjahre wieder um ein Bedeutendes gestiegen. Von 1894/95, auf eine Verstaatlichung des Mutostops hinzuarbeiten wäre. früht seien. wo die neuerliche Steigerung begann, bis zum Jahre 1898/99 erhöhten sich die jährlichen Beköstigungs- Kosten für ein Kind von Ein empörender Vorgang ereignete sich vorgestern abend in Vom preußischen Kronprinzen weiß der Konf." zu erzählen: 106,45 M. auf 116,27 M., für einen Dienstboten von 292,74 M. auf Schon seit Wochen übte der Kronprinz seine Stimme auf den der von der Stralaner Allee abgehenden Bayenstraße. Dort befand 319,74 M., für einen Beamten von 425,80 W. auf 465,08 m. Aehnlich Sorridoren des Potsdamer Stadtschlosses im Kommando- sich auf dem Bürgersteig ein Mitglied der Achtzehner- Kommission, stiegen in demselben Zeitraum in dem städtischen Waisenhause ton. Ein ausreichend lautes und zugleich einschneidendes ein Maurermeister Namens Ludwig auf Sinfipfer zuschritt, ihn nach der Zimmerer Knüpfer, mit einem Zimmerpolier im Gespräch, als die Aufwendungen für die Beköftigung für ein gesundes Kind von und Lappendes Kommando ist für den Frontoffizier ja eine dem Namen fragte und dann ohne weiteres mit der Faust wie mit 107,68 m. auf 122,07 m., für ein Lazarettkind von 179,38 M. unerläßliche Vorbedingung seiner dienstlichen Thätigkeit. Weiter dem Schirm auf den Ahnungslosen einhieb. Die Verlegungen, die auf 203,45 M., für einen Dienstboten von 295,98 m. auf wird erzählt, daß der Kronprinz seinem Begleiter gegenüber gerügt der Ueberfallene im Gesicht davongetragen, waren so schlimm, daß 335,69 W., für einen Beamten von 430,52 m. auf 488.28 M. Die hat, daß die Bilder in den Sälen des Potsdamer Stadtschlosses er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Der Maurermeister Beköstigungsvorschriften find in beiden Anstalten seit vielen Jahren unsymmetrisch und zum Teil schief hingen. Dasselbe ist Dasselbe ist nicht geändert worden. Die Erhöhung der Ausgaben ist also aus mir schon in Plön unangenehm aufgefallen," soll er dabei geäußert wird sich wegen des Ueberfalls vor Gericht zu verantworten haben. schließlich auf die Erhöhung der Lebensmittelpreise zurückzuführen. haben, wenn es im Kabinettshause ebenso ist, seien Sie versichert, Acht Tage nach der Hochzeit Gift genommen hat gestern Nach den angeführten Zahlen läßt sich beurteilen, wie schwer sich die daß ich selbst den Hammer nehmen werde, um die Bilder richtig an früh die 30 Jahre alte Gastwirtin Käte Moris aus der Lorzingstr. 21. Lebensmittel Teuerung der letzten Jahre in den kinder- der Wand zu befestigen." Moritz, der erst 26 Jahr alt ist, war früher bei der Post beschäftigt reichen Familien der weniger bemittelten Bevölkerung fühlbar gemacht hat, wie sehr dadurch die Die liebe Staatsbürger- Zeitung", die sich über Ahlivardt und heiratete vor acht Tagen die um vier Jahre ältere Frau, die als Witwe seit einem halben Jahr auf dem bezeichneten Grundstück eine Ausgaben für die Ernährung gesteigert oder – wo eine& r hinweg bis zur Gegenwart so manche Sprünge geleistet hat, ist wirtschaft mit weiblicher Bedienung betrieb. Die Ehe war von Anhöhung der Ausgaben wegen der Dürftigkeit wenigstens in einem konfequent, nämlich in der Förderung des fang an unglücklich. Wie schon öfter, so kam es auch vorgestern Ritual- fang Einkommens nicht möglich Aberglaubens. Sie pflegt ihn mit zärtlicher Jubrunſt von Ritualwar- die ohne dies mangelhafte Ernährungsweise noch mord- Märchen ab bis zur Wahrsagekunst. Während aus abend wieder zu einem heftigen Streit, nachdem Moritz um 11 Uhr mehr verschlechtert worden ist. Uebrigens drängt sich einem Anlaß bekannter Vorkommnisse der letzten Zeit selbst die geriffensten nach Hause gekommen war und seinen Bruder mitgebracht hatte. hierbei die Frage auf, welche Wirkungen sich für die in os denter- Annoncen und solches Zeug zurückweisen, praugt in dem morgens wurde sie von der Dienstmagd in ihrer der Wirtschaft Zeitungsfabrikanten wenn auch mit blutendem Herzen jetzt Karten: Die Frau wurde von ihrem Mann arg mißhandelt. Gegen 3 Uhr mittelpreise ergeben. Das Kostgeld für diese Kinder wird auch in halts:" Wahrsagen, Kartendenten, für Damen und Herren, welt- gefunden. Sie hatte Oleum genommen, unt ihrem Leben ein Ende Antisemitenblatt noch flott und munter ein Inferat folgenden In- gegenüber gelegenen Wohnung schwer trant und röchelnd aufEin Lückscher Rettungswagen brachte sie nach dem berühmt. Wiit ficherem Eintreffen in jeder Angelegenheit wird reine zu machen. Gewißheit vorhergefagt" 2c. Eigentlich sollte diese Dame im Auf- Lazarus- Krankenhaus. Gegen den Geldbriefträger Hugo Echwarz, der unter Mittrag der Staatsb.- 3tg." nach Konitz gehen. nahme einer größeren Geldsumme aus Berlin verschwand, wurde Pfingstmaten und Kalmus ziehen heute in Berlin ein. Das am Donnerstag vor der kaiserl. Reichsdisciplinarkammer in Potsdam heißt, eigentlich sind sie schon da, denn viele Fuhrwerke waren verhandelt. Die Bemühungen der Polizei, des Durchbrenners habhaft Pfäffische Denunziation. Unfre Auslassungen über den Moral- schon gestern in der Stadt, um rechtzeitig auf dem Blaze zu sein. zu werden, sind erfolglos geblieben. Schwarz wird beschuldigt, fich unterricht, die wir vorgestern brachten, gefallen der Dasbachschen wie es heißt. find diese Emblemen des Pfingstfestes diesmal zum am 11. September v. J. der Amtsunterschlagung mit UrkundenMärt. Volts- 3tg." nicht. Das Blatt feift:„ Daß dem„ Vorwärts" verhältnismäßig billigen Preise zu haben, einmal, weil die Jahresfälschung schuldig gemacht zu haben. Die Disciplinarkammer erkannte der Moralunterricht" beffer gefällt als der Religionsunterricht, ist zeit schon weit vorgeschritten ist, und dann auch der Konfurreng auf Dienstentlassung. nicht verwunderlich, aber da feine mosaisch geborenen Redacteure wegen. So wird denn auch heute der aus alter, urheidnischer Zeit vom Christentum und dem christlichen Religionsunterricht nichts stammende Volksbrauch. die Thüren mit Maien zu schmücken, geübt zur Bremerstraße wird behufs Asphaltierung vom 6. Juni d. J. ab Straßensperrung. Die Birkenstraße von der Stromstraße bis verstehen, haben sie auch fein Urteil darüber, ob werden zum Zeichen, daß die Sinnen- und Naturfreudigkeit bis auf weiteres für Fahrwerke und Reiter gesperrt. der Moralunterricht"„ erheblich höher zu bewerten" fei trotz tausendjähriger Bekämpfung im Volt nicht hat erstickt werden als der Religionsunterricht. Ob das bom Talmud fönnen. Ju W. Noacks Sommertheater, Brunnenstr. 16, wird am gejagt werden faun, mögen sie allenfalls wissen." Nachdem so der " Vorwärts" rituell abgethan worden, fährt das Blatt christlich fort: die gutgesinnten Streise Groß- Lichterfeldes von dem Tage, Parade und Kirchenweihe. Seit einigen Monaten träumen 1. Pfingstfeiertag die Sommersaison mit Operetten- und Specialitäten vorstellungen eröffnet. Für den Schmerz, den sie hier erleidet, wird der Socialdemokratie da in den Willenort die deutsche Kaiserin festlich einziehen Fenerbericht. Ein gefährlicher Stellerbrand beschäftigte die an andrer Stelle eine Freude bereitet. Für die hiesigen Volks- würde. Sie hat ihre Anwesenheit bei der Einweihung der neuen Wehr Donnerstagabend längere Zeit. Gegen 9 Uhr geriet Sur schulen wird ein neuer Lehrplan vorbereitet, den der natürlich meist aus freifinnigen Elementen bestehende Berliner Lehrerverein" Kirche ant 2. Juni zugesagt. Alle Vereine und sämtliche Unvorsichtigkeit Wielanchthonstr. 15 in dem Lagerfeller der Firma Auch für upsch Epiritus und Betroleum in Flammen, die eine große Gefahr jüngst begutachtet hat. Und da schlägt dieser Lehrerverein vor, auch Schüler und Schülerinnen sollten Spalier bilden. die üblichen werden VOIT der Gemeinde in jich bargen, da in ihrer Umgebung noch größere Posten von Brennan den Volksschulen die Stundenzahl für die Religion Gelder bewilligt werden, die Sprengwagen nur für alt fauft. ſtoffen lagerten. Durch energisches Vorgehen gelang es in Pr au berringern. Also einstweilen noch keine Abschaffung, Man arbeitete trampshaft an dem Schmude des Cris, spefulative Wehr aus der Turnstraße, dem Feuer schnell den Weg zu vorerst Berringerung. Das andre würde später verlegen und es nach längerem Wassergeben zu dämpfen. Weitere kommen. Wie müssen doch die Socialdemokraten fich freuen, Billenbefizer hatten sogar versucht, bei dieser Gelegenheit eine andaß ihre Geschäfte von andern so gut besorgt werden! Was ständige Pflasterung der Straßen durchzusetzen, was allerdings miß- Kellerbrände waren Kommandantenstr. 77 und Potsdamerstr. 82 ababer würde aus der Schule und den Kindern, wenn Elemente, wie lang. Schon ragten die grünumwundenen Masten in die Luft, am zulöschen. In der Nacht zum Freitag wurde Forsterstr. 20 eint die hier in Frage kommenden, über die Schule frei und selbständig Bahnhof West prangte auf rotem Grunde die goldene Inschrift: Kejielhaus durch Fener beschädigt. Freitagnachmittag wurde die Wehr zu verfügen hätten?" Antwort: Bessere und gesittetere Menschen Heil der Kaiserin!" Schon wurden durch Kiesschüttungen die Schäden in Anspruch genommen, um in der Leipzigerstraße ein Verkehrsder Straßen bedeckt da verkündeten die Lehrer am Freitag in den hindernis zu beseitigen. Schulen: Ihr braucht Sonnabend nicht zu erscheinen, die Kaiserin Wird er bestätigt?- Wird er nicht bestätigt? Das Frage- tommt nicht. Am Sonnabend findet nämlich die große und Antwortspiel, welches nach der Wahl Kirschners länger als Berliner Frühjahrsparade statt, die am Donnerstag Der Nigdorfer Stadtverordneten- Bersammlung lag in ihrer ein Jahr gespielt wurde, scheint sich nach der Wahl Brinckmanns zum des Regenivetters halber verschoben wurde. An diesem Ereignis geftrigen Eigung der Bericht der Rechnungs- Prüfungskommission für Bürgermeister wiederholen zu sollen. Von einem Gewährsmann, muß die Kaiserin teilnehmen und darum auf die Lichterfelder das Rechnungsjahr 1898 vor. Stadtv. Wuty( Soc.) gab für seine der aus zuverlässiger Quelle zu schöpfen glaubt wird der, Bosi. Kirchenweihe Verzicht leisten. Bei der in der That wasch Fraktion die Erklärung ab, daß sie die Rechnung nicht dechargieren Zeitung" berichtet, daß munmehr vom Minister des Junern, echten guten Gesinnung, die Groß- Lichterfelde beseelt, wird man fönne. Es sei in einzelnen Ressorts zu schlecht gewirtschaftet worden. Herrn v. Rheinbaben, auf Grund der aus Königsberg i. Pr. ein sich nach der leberwindung des ersten herben Schmerzes dem Gewicht Eo habe man z. B. Toda und Zinkeimer beim Buchbinder zu enorm gegangenen Berichte dem Kaiser die Nichtbestätigung des zum des Entschuldigungsgrundes nicht verschließen und frohen Herzens den hohen Preisen gekauft. Stadtv. Beli( Kommunalreformer) ist Bürgermeister von Berlin gewählten Herrn Brindmann Straßenschmuck den minder erlauchten Gästen weihen. Die Inschrift auch nicht erbaut von der alten Wirtschaft. Er meinte inempfohlen worden sei. Der Moment mag, so meint das citierte am Bahnhof kann man vielleicht noch über Nacht entsprechend um- dessen, es sei schon unter der neuen Regierung" besser geworden Blatt, gut gewählt sein, da die Ernennung des Dr. Langerhans redigieren. und es werde noch besser werden. Darum wünsche er Decharge zum Ehrenbürger von Werlin att höchster Stelle verstimmt haben soll! der alten Dinge, die doch nicht mehr zu ändern Beschränkter Pfingsturlaub. Wegen Verlegung der Frühjahrs- wegen der alten Dinge, parade auf den heutigen Sonnabend ist auch eine Aenderung des wären. Die Decharge wurde schließlich gegen die Stimmen der Eine That der Großen Berliner. Die Deutsche Tgsztg." Pfingsturlaubs eingetreten. Diejenigen Soldaten, welche nach ent- Socialdemokraten erteilt. Stadtv. Abraham von den„ Unschreibt: Die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft hat fich zu fernter gelegenen Orten reifen wollten, erhalten jegt gar keinen parteiischen" hat folgenden Antrag eingebracht:" Die Stadtverord einer außerordentlichen That entschlossen. Da gelegentlich Urlaub und sollen beim Sommerurlaub berücksichtigt werden, die neten- Versammlung wolle beschließen, den Magistrat zu des Streits der Angestellten die Berliner Schußmannschaft fünf Tage übrigen Urlauber reisen heute abend und haben einen Tag Urlaubs- ersuchen, beim Reichstage dahin vorstellig zu werden, daß hindurch konfigniert refp. bereit" war und sich verschiedentlich der zuschuß erhalten. Achulich verhält es sich bei der Schußmannschaft. er dem Beschlusse der Butgetkommission auf Einführung größten Lebensgefahr( 1) aussehen mußte, so hat die Direktion der von jedem Revier konnten 3-4 Mann in Urlaub fahren, durch die eines Reichsstempels von 2 vom Tansend für städtische Anleiheir Gesellschaft auf einstimmigen Beschluß eine größere Summe Aenderung ist auch dieser Urlaub bis auf weiteres verschoben worden. nicht zustimmen möge". Herr Abraham begründete den Antrag zur Verteilung an die Mannschaften dem königlichen Polizei- Präfidium speciell damit, daß gerade die ärmeren Gemeinden durch den Stempel zur Verfügung gestellt. Die Beamten haben teilweise bereits die Ueber den geisteskranken Lehrer Courbet wird aus Khriz belastet würden. Solche Gemeinden seien geradezu gezwungen, AnEmpfangslisten quittiert und werden in den nächsten Tagen die mitgeteilt: Courbet ist hier niemals als Lehrer angestellt gewejen, leihen aufzunehmen. Sie zu zwingen, zwingen, außer den Zinsen Gratifitationen erhalten. Dem Vernehmen nach kommt auf jeden sondern in dem zwei Meilen entfernt belegenen töriz bei Neu- und der staatlichen Stener für Schuldverschreibungen noch eine beMann durchschnittlich 6 Mart. Es ist wohl fraglich, ob die stagt a. D.( Kreis Neuruppin). Dagegen hat er die Präparanden- fondre Reichsstempel- Steuer zu zahlen, wäre eine Ungerechtigkeit, Schuhleute ein Recht haben, die 6 Mark anzunehmen, die ihnen bei anstalt und das Seminar in Kyriz besucht und galt in beiden In- gegen die man sich sträuben müffe. Im übrigen entpuppte fich ihrem knappen Einkommen an sich wohl jeder gönnen wird. Beffer stituten als ein sehr befähigter 3ögling. Seine Lehrerprüfung be- Herr Abraham als ein Flottenfreund, indessen doch als ein wäre es allerdings gewesen, die Große Berliner hätte sich zur stand er im Jahre 1894 mit Auszeichnung. Er lebte sehr zurück- folcher, der die aus der Flottenvermehrung entstehenden Lasten denen Stadtv. Re Berau rechten Zeit der Pflichten erinnert, die sie ihren Angestellten gezogen, unterhielt nur wenig Verkehr, zeigte aber von jcher ein auferlegt wünscht, die etwas dabei verdienen. schuldig war. sehr excentrisches Wesen. Ju Köriz war er nur ein Jahr als Lehrer( Soc.) erklärte sich im Princip gegen die anläßlich der Flottenangestellt und mußte dann entlassen werden, weil sich Spuren von vorlage vorgeschlagenen neuen Steuern und für die Petition. 3400 Mitglieder der Krankenkaffe des Hilfsvereins für Geistesfrankheit bei ihm bemerkbar machten. Der junge Lehrer litt Beli stimmte ebenfalls ebenfalls der Petition zu und ließ weibliche Angestellte in Berlin haben eine Petition an den an Größenwahn. Nach dem Verluft seiner Stellung in Rörig begab sich ziemlich scharf gegen die Großagrarier aus. die den Kultusminister eingereicht, in welcher darum ersucht wird, den an fich Courbet nach Berlin. Er wurde gestern nach der Frrenanstalt Städten bei jeder Gelegenheit eins auszuwischen versuchten. Es wurde diefer Kaffe angestellten weiblichen Aerzten, Fl. Dr. med. Dalldorf gebracht. einstimmig beschlossen, daß Herr Abraham die Petition entwerfen und Agnes Bluhm, Frl. Dr. med. Hacker und Frau Dr. med. Plötz Bei der dem Magistrat zu weiterer Veranlassung unterbreiten solle. ohne vorherige Nachprüfung die die inländische Wahre Prinzen and Genieland wollen jetzt das Brettl be- Wahl der sechs Vertrauensmänner für den Ausschuß, welcher die im Approbation zu erteilen. Diese Aerztinnen sind in der steigen. Unter Schweiz approbiert, da ihnen seiner Zeit die Ablegung der rasenden Jüngling", so weiß der" Hain. Conr." zu melden, wählen hat, erhielten die von den Socialdemokraten mit vorgeschlagenen nächsten Geschäftsjahr erforderlichen Schöffen und Geschwornen zu Prüfungen in Deutschland nicht gestattet war. In der Petition wird sich mit Beginn der nächsten Saison in den Räumen des Stadtvv. Regerau und Jäger mur je 12 Stimmen. Gewählt wurden wird auf die vielbesprochene Polizeiverfügung vom 1. September 1899 Staijertellers in der Friedrichstraße ein Variété aufthun, dessen Stadtrat Thiemann, Stadtrat Fischer, Kaufmann Vögelke, Eiswerks hingewiesen, welche dem Hilfsverein infolge einer Eingabe des Organisator und geistiger Leiter Ernst v. Wolzogen ist. befizer Meier, Rentier Bading und Landwirt Schudoma. Der bei Geschäftsausschusses der Berliner ärztlichen Standesvereine die An- hin zur Seite steht als artistischer Beirat der. Schrift der Regulierung neuer Straßen zu erhebende Kanalisationstoftenstellung von nicht in Deutschland approbierten Herzten an der steller und Dramaturg Dr. Walter Harlau Der für Beitrag der Anlieger wurde von 40 anf 50 M. für den laufenden Strankenkasse nach§ 29 der Gewerbe- Ordnung untersagte. Der Vor- die Aufführungen eingerichtete Saal foll außer der Kleinen stand der Krankenkasse des Hilfsvereins für weibliche Angestellte hat Bühne nicht mehr als dreihundert Zuschauerpläge enthalten und Meter ausgeführter Entwässerungsleitung erhöht. Es folgte dann cine geheime Sigung. in gleichen Sinne ausführlich begründete Eingaben an den Bundes- das Entree verhältnismäßig hoch sein; fein Platz unter 3 M. Der rat und das preußische Kultusministerium gerichtet. Beginn der Vorstellungen ist auf eine spätere Abendstunde festgesetzt, Aus Rigdorf. Der Stichkanal durch die Köllnischen als es bei den Berliner Theatern bisher üblich war, nämlich auf Wiesen ist nunmehr so gut wie gesichert. Der größe Teil der Welche Wendung durch Gröbers Führung! Da spielt im 1/210 Uhr. Im Gegensatz zu der primitiven Einrichtung des chat Anlieger hat sich jetzt dazu bereit erklärt, die Kosten für Anlegung Kampf um die lex Heinze auch das Mutostop eine bedeutsame noir, wo man bekanntlich auf schlichten Holzbänken Blaz nahm, wird der beiden projektierten Uferstraßen zu übernehmen und das Projekt Rolle. Lustmörder, Sittlichkeitsverbrecher und Depotdiebe hatten den die Siggelegenheit in bequemen Fauteuils bestehen, von denen gebilligt. Ansporn zu ihrem verruchten Treiben aus den kleinen Kästen einzelne besonders bevorzugte die Namen von modernen Dichtern oder Ju die Burcauräume des städtischen Arbeits- Nachweises empfangen, die für einen Nickel badende Frauen, Serpentintänzerinnen literarischen Persönlichkeiten, die sich um das neue Unternehmen ver- brachen des Nachts Diebe ein. Sie öffneten die Bulte und sonstigen und ähnliche Verruchtheiten dem Auge offenbarten. Frren wir nicht, dient gemacht haben, führen werden. Außer dem Vortrage von Behälter gewaltsam, fanden aber nichts, was ihnen des Mitnehmens fo nahm sich sogar die Polizei der Centrumsklagen an und erwog fleinen Liedern und Couplets sollen Dramoletts, Pantomimen, wert erschienen wäre. Bisher ist es nicht gelungen, die Einbrecher sorgfältig, ob z. B. die schwarze Schöne bei der Morgentoilette, die Marionettenspiele 2c. zur Aufführung kommen. Die Bote ist zu ermitteln. noch als heute. dem Namen Buntes Theater 3 11 m # Aus den Nachbarorten. nach Opferung des Nickels als strampeludes Negerbaby ent principiell ausgeschlossen, und der litterarische Charakter des Unter- Aus unbekannten Gründen erhängte sich am Donnerstags täuschte, auch wirklich einer geläuterten Sittlichkeit standhalten nehmens wird in der Zusammenstellung des Programms und in der nachmitta, der Bahnarbeiter Seidler in seiner am Hohenzollern int Platz 20 belegenen Wohnung. Kurz zuvor hatte er noch mit seinen Jahre 673 M., um sodann 1902 mit ungefähr 970 M. den voraus- Die Mutter des Lehrlings habe ihrem Heimatsdorf Angehörigen gefcherzt und gelacht. Die Leiche wurde polizeilich be- fichtlich zu leistenden Höchstbetrag zu erreichen. Die von unsern weinend geklagt, ihr Sohu habe einen Dieineid geleistet, er schlagnahint. Genoffen beantragte Festsetzung der Zeit, in welcher Unterricht zu sei bestochen worden und habe sich für das Sündengeld einen Anzug Der frühere Vorsitzende der Ortskrankenkasse zu Char. erteilen ist, sowie die Forderung, nur an den Wochentagen Unterrichts- und eine neue Uhr gekauft. Die Zengin, welche diese Aeußerung ſtunden anzusehen, wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Dem von der betreffenden Mutter gehört haben wollte, wurde den lottenburg, Herr Malermeister Arnold, sendet uns eine Zuſchrift, in der er als Erwiderung auf frühere Berichte auseinandersetzt, daß zu wählenden Kuratorium, zu welchem außer vier Gemeindeverord- Kriminalbeamten vorgeführt. Bei ihrer Vernehmung, sowie bei der neten auch zwei Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer, sowie der Leiter des Lehrlings wurde konstatiert, daß dessen Mutter vor vielen Jahren die gegen ihn in einer Mitgliederversammlung erhobenen Beschuldi- der Schule gehören, wurde die event. Berücksichtigung dieser von gestorben ist, daß er auch keine Pflegemutter, vor allem aber auch gungen hinfällig seien. Was namentlich die Bezichtiging wegen un uns angeregten Forderung überlassen. Zu Vorschlägen für die weder Uhr noch neuen Anzug befigt". gehöriger Verwendung von Kassengeldern betreffe, so habe der Regierungspräsident die von ihm liquidierten Beiträge für angemteffen treffen, soll die Orts- Krantentasse berechtigt sein. Mitglieder des Kuratoriums, soweit diese Arbeitnehmer beund einwandsfrei gehalten. Im gleichen Sinne habe sich vorher Wahlen selbst werden von der Gemeindevertretung vorgenommen. der Magistrat ausgesprochen. Weiter schreibt uns Herr Arnold: Ich habe den Verbreiter der in der betreffenden Ver- Unternehmungsluftige Gastwirte versuchen es immer von Weizen, gut D.- Str.| 15,30) jammlung laut gewordenen Anschuldigungen vor den Straf- nenen, von den zuständigen Behörden die Konzession zur Errichtung richter laden lassen, es aber in Erwägung des diesem zur von Schankstätten an verkehrsreichen Stellen des Grunewalds Seite stehenden Einwands, in Wahrnehmung berechtigter Intereffen zu erlangen. Sie haben seit vorigem Jahr ihr Augenmerk nament- Roggen, gehandelt zu haben, und mit Rücksicht auf die mir obliegende lich auf die Gegend um den Aussichtsturm auf dem Karlsberg geschwierige Beweisführung für die„ Handlung wider besseres Wissen" richtet, wo allerdings eine Gastwirtschaft ein sehr gewimmbringendes+) Gerste, gut borgezogen, den Beleidigungsprozeß einzustellen. Unternehmen werden würde. Immerfort gehen Gesuche um die Erlaubnis zur Anlage von Erfrischungsstätten bei dem Amisvorsteher in Zehlendorf sowie auch beim Landrat in Teltow ein. Kürzlicht) glaubte ein Unternehmer seinem Gesuch dadurch besonderen Nachdruck zu verleihen, daß er sich mit der Eigenschaft eines tönigstreuen Mannes der Behörde empfahl. Indes hat auch dies Richtstroh nichts genügt, denn grundsäglich verweigert die Forstverwaltung Erbsen ihre Genehmigung zur Gründung neuer Gastwirtschaftsbetriebe im Speisebohnen 45, 25, Ktrebje Linsen 70- 30, Grunewald. *) ab Bahn. †) frei Wagen oder ab Bahn. Eine feltsame Geschichte berichtet die„ Nordd. Allg. 3tg.": Wir haben, um nicht ungerecht zu scheinen, Herrn Arnold, foweit es ging, das Wort gegeben. Ob die Erklärung für sein Vorgehen im Beleidigungsprozeß alle Kaffenmitglieder überzeugen wird, möge dahingestellt bleiben. pachten. " Heu " Marktpreise von Berlin am 31. Mai 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Banch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter gut mittel gering mittel 8-16, 1,60 1,20 " " " gering " " 15,15 15,14 " 1,20 1, " 1,60 1, " 15,13 15,12 " 1,60 1, 15,11 15,10 1,60 1, " " 14,80 14,30 2,60 2, P mittel gering 14,20 13,70 Gier 60 Stüd 3,20 2,20 " " Safer, gut 13,60 13,10 15,60 15, Karpfen 1 kg 2,20 1,20 Aale 2,80 1,40 " " mittel gering 14,90 14,30 Bander " " 2,601, 14,20 13,70 Hechte 2,40 1,20 " 6,66 6, Barsche 1,80 0,80 " " P 10, 6,20 Schleie 3,- 1,20 " 40, 25, Bleie 1,40 0,80 19 per Echot 12,- 3, " " gehen direkt nach Breslau, wo bedeutend höhere Preise bewilligt werden, Preise nominell unverändert. Auch im Lieferungshandel ant Mittagsmartt fehlte jegliche Unternehmungsluft, und das Geschäft blieb äußerst still. Die Preise für Weizen und Roggen waren nach gestriger nachbörslicher Abschwächung erholt. Auch Safer und Mais lagen nominell fest, bei sehr beschränktem Handel, Rüböl still und taunt verändert. Spiritus lolo unverändert. Briefkasten der Redaktion. Die Gemeindevertretung von Friedrichsfelde verhandelte in ihrer legten Sigung über einen Nachtrag zur LehrerbefoldungsOrdnung. Diese neue Ordnung setzte für Lehrer 1200 M. Grund: gehalt, 200 M. Alterszulage und 400 M. Wohnungsgeld fest; für Lehrerinnen 1000 M. Grundgehalt, 120 M. Alterszulage und 240 M. Wohnungsgeld. Diese Besoldungs- Ordnung war von der Regierung Am Sonntag tagte in Biesenthal eine Bürger- Bersammlung zur Produktenmarkt vom 1. Juni. Getreide. Am Frühmarkt war beanstander worden, weil bei dem Wohnungsgeld der Lehrer kein Besprechung der von der„ Eberswalder 3tg." gebrachten Mitteilung, gar kein Geschäft, die Tendenz für effektive Ware war im Grunde feft. be Unterschied zwischen Verheirateten und solchen, die keinen eignen daß der Erste Staatsanwalt unger in Prenzlan über die Beſtände, namentlich in Roggen sehr knavy find. Ruſſiſche Ankünfte Hausstand haben, gemacht war. Es wurde dem Wunsche der Re- die Stadt Biesenthal im allgemeinen gesagt haben soll: Ganz als hier. gierung entsprochen und für die unverheirateten Lehrer das Wohnungs- Biesenthal stehe nach seinen Erfahrungen auf einem sehr geld auf 267 M. festgesetzt. Ferner wurde auf Wunsch der Haus- niedrigen sittlichen Niveau." Die Versammlung erwählte besitzer beschlossen, einen Gemeinde- Müll a bladeplatz zu ein Komitee, das im Namen der Bürgerschaft die Sache verfechten foll. Schließlich nahm man einstimmig folgende, im Wortlaut von Einen heftigen Zusammenstoß hatten am Donnerstag in der Major v. Tiegen- Hennig vorgelegte Resolution an, die mit den UnterStadtverordneten- Versammlung in Spandau unsre Genossen mit schriften des Komitees an den Staatsanwalt abgeschickt worden ist: der bürgerlichen Mehrheit. Auf der Tagesordnung stand die Be- Nach einem in der„ Eberswalder Zeitung" vom 26. Mai enthaltenen willigung von 1000 m. für die Umfriedigung und Ent- Bericht über die Sigung der Straffammer vom 23. Mai sollen Sie hüllung eines Bismard Dentmals. Bon socialdemo- in Ihrer amtlichen Eigenschaft das sittliche Niveau von ganz BiesenDie juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und kratischer Seite präcisierte der Stadiv. Rieger den ablehnenden thal als sehr niedrig bezeichnet haben. So unglaublich dies auch Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Standpunkt unsrer Fraktion dahin, daß ja der Herr Ober- flingt, so hat die am 27. d. M. dieferhalb zufammengetretene J. B. Der Zoologische Garten gehört zu Berlin und liegt im Bürgermeister felbst uns den Vorwurf gemacht habe, wir Bürgerversammlung es doch für erforderlich erachtet, das unter35. Stadtbezirt. brächten die Politik in die Stadtverordneten Versammlung; zeichnete Komitee zu beauftragen, Sie aufzufordern, sich binnen drei R. R., Rigdorf. Wenden Sie sich an die Redaktion des„ Steindie Vorlage bedeute einen traffen Verstoß gegen diese An- Tagen dahin zu äußern, ob die obige angeblich von Ihnen aus- arbeiter", Rirdorf, Bergstr. 30/31. sicht des Oberbürgermeisters. Die Arbeiterschaft habe gar keine gesprochene Beschimpfung der Biesenthaler Bevölkerung statt- O. G., Trebbin. Nicht Steglitz, Fichtestraße, sondern Zehlendorf, Veranlassung, aus ihren Steuergroschen einen Mann zu ehren, gefunden hat, und wenn nicht, welche Schritte Sie gethan haben, Prinz Handjeryſtraße. der tausende Eristenzen durch seine Politik vernichtet und jahrzehnte- um die Oeffentlichkeit mit der Wahrheit der Thatsache bekannt zu lang die Arbeiterschaft geknechtet habe.( Stürmische Unterbrechung zu machen. Das Komitee." und Pfui Rufe; Stadtv. Kleinfeld ruft ungerigt: fui! Das ist ja dreckig!). Genosse Rieger fortfahrend: Ich glaube besser im Sinn der Mehrheit unsrer Steuer zahler zu handeln als diejenigen Herren, die hier Pfui rufen. An allen Ecken fehlt es der Stadt an Geld, die wichtigsten Aufgaben müssen leiden, und deshalb schon allein müssen er und seine Freunde, als Vertreter der dritten Abteilung, gegen eine der artige Verwendung städtischer Gelder protestieren. Natürlich wurde die Magistratsvorlage gegen die Stimmen unsrer Genossen angenommen. Vermischtes. Wette. Mich. D. 100. Sie müffen gegen die Veranlagung zur Steuer reklamieren, sonst müssen Sie die Stener zahlen, wiewohl die Voraussetzungen zu Ihrer Besteuerung fehlen.- R. K. 61. 1. und 2.: nein. 3. Die Herrschaft ist im Recht. M. P. Die Preise verstehen sich für Hin- und Rückfahrt, die Karten zu diesen Sonderzügen gelten 30-45 Tage. Witterungsübersicht vom 1. Juni 1900, morgens 8 1hr. 2. 2. 19. Die Preise erfahren Sie am besten auf jedem größeren Bahnhof. Zur Koniter Mord- Affaire. Ueber den Zustand am vorgestrigen Waldesgrün. Gine polizeiliche Anmeldung wird allerdings als er: Tage wird gemeldet, daß bis 9 Uhr abends Ruhe herrschte; dann be- forderlich erachtet. Man nimmt an, ein Ständchen sei eine öffentliche gannen die Ansammlungen wieder; das Militär zog, wie am ersten uftbarkeit". Sollten Sie einen Strafbefehl erhalten, so tragen Sie auf Abend, auf. Der Landrat Freiherr v. Zebliz ritt durch die Straßen gerichtliche Entscheidung an, denn die behördlich vertretene Annahme der und hielt eine Ansprache an die Menge, die sich daraufhin beruhigte Notwendigkeit polizeilicher Anmeldung oder Genehmigung ist falsch. und ihm ein Hoch ausbrachte. Während der Nacht wurden wieder C. S. 102. Soweit ersichtlich, fönnen Sie den Vertrag ohne Einwilligung Neu- Weißensee. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in der Militärposten ausgestellt. Es gilt als sicher, daß das Militär verstärkt des Bermieters weder aufheben noch an britte weitervermieten. Sprechen Sch. Nein. Testen Sigung mit der Einführung eines Orts statuts werden wird. Jetzt hat die Besazungscompagnie in der alten Sie mit dem Vertrag in der Sprechstunde gelegentlich vor. für die hiesige Fortbildungsschule. Nach der vom Gemeinde- Kaserne Quartier bezogen, nachdem sie einige Tage hindurch in vorsteher bearbeiteten Vortage soll der Fortbildungsschul- Unterricht Bürgerquartieren gelegen und dabei viele Unannehmlichkeiten ausfür Lehrlinge, gewerbliche Arbeiter, die am Orte beschäftigt sind, zustehen hatte. Den Aufwand für Quartier und Logis der obligatorisch sein und allen genannten Personen bis zum 18. Lebens: Soldaten trägt die Stadt Konig. Die Unkosten belaufen sich auf jahre erteilt werden. Das Schulgeld ist zu zwei Dritteln vom Staate 673 Mark täglich. Eine weitere Meldung, die ein gewisses Aufzu tragen, während die Gemeinde ein Drittel zu zahlen hat; legteres soll sehen erregen gestern Nacht auf erregen dürfte, gelangte ber rhebung eines Schulgeldes von monatlich 1 M. wieder eingebracht graphischem Wege nach Berlin: In dem Konig benachbarten werden. Dem Kuratorium sollte nach dem Entwurfe auch der Orts: Bollwiger Wald wurden gestern Weichteile und Magen, geistliche angehören. Nach eingehender Debatte wurde beschloffen, scheinend von einem Kleineren Säugetier herstammend, gefunden. Swinemde 767 NO nicht nur von den zum Besuch der Schule Verpflichteten, sondern Daneben stand ein Körbchen. Der Fund wurde nach Konig gebracht Hamburg Berlin auch von den freiwilligen Besuchern Schulgeld nicht zu er- und wird ärztlich geprüft werden. Das sofort aufgetretene Gerücht, Frantf./M. heben. Die Zugehörigkeit der Ortsgeistlichen es handle sich um Winters Magen 2c., verursachte abermals große wiünchen 763 SO Kuratorium wurde als durchaus zwedklos bezeichnet und der Aufregung. In der Stadt wird steif und fest geglaubt, jener Wien darauf abzielende Paragraph des Entwurfs gestrichen. Aus Gärtnerlehrling, der das vielbesprochene Bouquet im Auftrage Wetter Prognose für Sonnabend, den 2. Juni 1900. der Unentgeltlichkeit des Unterrichts erwachsen der Gemeinde nach Winters an Levy gebracht haben soll, was übrigens längst als Nachts etwas tühler, am Tage ziemlich warm, teils heiter, teils wolfig borgenommener Schäßung nur geringe Kosten und zwar von Fabel dargethan ist, habe thatsächlich am Mordtag einen Blumen- mit etwas Regen und frischen östlichen Winden. 1. Oftober 1900 bis zum nächsten Jahre 496 M., im darauf folgenden strauß abgeliefert, freilich nicht an Levy, sondern an Caspary. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 30. Mai, nachmittags, mein herzensguter Mann, der Steinträger [ 13316 August Schimke nach furzem, schweren Leiden ver storben ist. Die Beerdigung findet am Sonntagvormittag 10 Uhr von Trauerhause Graudenzerstr. 11 nach dem Städtischen Friedhof Friedrichs felde statt. Die trauernde Gattin nebst Pflegetochter, Louise Schimke, geb. Heimlich. Verband der Bau, Erd: und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin 1. zim Am Mittwoch, nachmittags 6 Uhr Leiden mein innig geliebter Mann entschlief sanft nach langem schweren und guter Vater, der Restaurateur Wilhelm Kohn im 43. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Frau Marie Kohn geb. Kohn, Anna Kohn, Schlesische Straße Nr. 37. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. Juni, nachmittags 5 Uhr, vou der Leichenhalle des Emmaus- Kirch: hofs, Hermannstraße( Nixdorf), aus 1318b ſtatt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Teilnahme zur Beerdigung meines ber Kollege unvergeßlichen Mannes, des Puzzers Julius Dietrich, fagen hiermit allen Teilnehmern, besonders dem Ge sangverein uniren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Frau Witwe Dietrich nebst Kindern und Schwiegerföhnen.[ 13256 August Schimke nach schwerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 3. Juni( 1. Pfingitfeiertag), vor: mittags 10 Uhr, vom Trauerhanse Grandenzerstr. 11 aus nach dem Ge meinde- Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung ersucht 42,1 Die Ortsverwaltung. Halensee. Kurfürstenpark" SommerTheater 9 Ludwig Kluge. Verband der Tapezierer Artistische Leitung Direft. Osc.Wagner. u. verw. Berufsgenossen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege 177/20 Bruno Hentschel Sonnabend, den 2. Juni, abds. 8 Ugr: Eröffnungs- Vorstellung. Kandels Gardinenpredigten. Lustspiel in 1 Att von G. von Moser. Guten Morgen, Herr Fischer! Singspiel in 1 Aft von Friedrid). am Sonnabend, den 26. Mai, ver Odyseus Heimkehr. storben ist. Die Beerdigung findet Burleske in 1 Aft nach dem neu entSonnabend, den 2. Juni, nachmittag deckten Tagebuch des alten Homer von Oscar Wagner. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Friedrichshain nach dem Batholomäus- Kirchhof in Fallen berg statt. Nachruf! Am Sonnabend, den 26. Mai 1900, abends 81% Uhr, verstarb nach längerem schweren Leiben unser mit glieb, der Maler Richard Schröder. 124/15 Sein Andenfen hält in Ehren. Die Vereinigung der Maler, Lackierer usw. Filiale Berlin I. Musik von Frizz Krause. telealt= Orts- Krankenkasse[ Arbeiter- Radfahrer- Berein der Buchbinder und verwandten Gewerbe. Montag, b. 11. Juni, abends 8½½ Uhr General- Versammlung im 99 , Gewerkschaftshaus" Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Wahl eines Bureaubeamten. ,, Berlin". 11/19 Abfahrt zur Harztour ( Goslar Thale) heute nachm. 21/2 Uhr Botsdamer Bahnhof. Außerdem folg. Touren 1. Feiertag nach Frankfurt a. O. Stationen Barometer: staud mm Wind richtung Windstärte Wetter Temp. n. C. 5°= 4" R. Stationen Barometer stand mm Wind 1. 3 heiter 765 NNO 764 NO 762 Still 11 paparanda 769 92. 3hlb. bed. 12 Petersburg 4hlb. beb. 16 Tort -bedect 13 Aberdeen 1h16. bed. 10 Paris 7729 7759 762 Still- bedeckt 13 = richtung Windstärke Wetter Tentp. 1. C. 100116° 6.= 4° R. 2wolfent 13 2 heiter 13 2bebedt 8 Berliner Wetterb treat. Restaurant ,, Wilhelmshof", Hirschgarten. Inh. W. Keller Sumpfiehlt den Vereinen und Gesellschaften feinen schönen schattigen Garten, ca, 2000 Personen fassend, großen Saal, Kegelbahnen, Staffeeküche. Gutgepflegte Biere u. Speisen zu jeder Tageszeit. Volksbelustigungen. Auch zu erreichen Köpenick von Bahnhofstraße, Kaiser Wilhelmstraße, Stubenrauchstraße( neue Straße nach Friedrichsh.) Radfahrer Pumpstation. Am Bahnhof Hirschgarten. ( ca. 90 km), Reflantrant„ Borwär Restaurant Pferdebucht b. Köpenick Breitefir. Abfahrt Frankfurter Thor, Ecke Memelerstraße, früh 4 Uhr. 3. Antrag: Gewährung von Manto- 2. Feiertag, 1 Uhr, Schlesische Brücke, geldern an den Rendanten und die nach Neue Mühle( ca. 32 km). Kassierer: a) Antrag Angres: Mo: 3. Feiertag, 11 Uhr, Brandenburger natiich 10 vefp. 5 M. b) Antrag des Thor, nach Bichelswerder. Gäſte willkommen. Nächsten Donnerstag Vorstands: Monatlich je 3 M. verfammlung hierzu. c) Eventuelle Anträge der General Bersammlung bei Wilte, Andreas: 272/3 ftraße 26. 4. Verschiedenes. Der Vorstand: Bernh. Jost, Georg Bäßler, Vorsitzender. Schriftführer. Fahrräder= Leihhaus Rene Schönhauserstr. 11% Sanssouci Schmargendorf Grunewald, [ 48312* Ruhlaerstrasse 21, am Haltestelle: Schützenhaus- Roseneck. Jeden Sonntag Frei- Konzert und Ball. ( 20 Mimiten aldweg: Bon Berlin per Zuhrwert über Kaulsdorf in 1 Stunde zu erreichen.) Herrlich im Laubwald gelegen, bietet es Bereinen und Gesellschaften einen angenehmen Aufenthalt. 100 Morgen Spielpläge, 2 Kegelbahnen, Kaffeefüche, großer Tanziaal und Hallen für ca. 1000 Personen. Neu erbaute Stallungen für 60-80 Bferde. ( 4674 Gute Speisen und Getränfe. Civile Preise. NB. Am 1. Pfingstfeiertag: Großes Früh- Konzert, ausgeführt von der 30 Personen starken Kapelle des Herrn Bendt Köpenic Anfang 6 11 hr. Regem Besuch ficht entgegen hochachtungsvoll Wilhelm Brüsewitz. Ravenstein bei Friedrichshagen. Am 1. Pfingstfeiertag: Großes Früh- Konzert 13166 Ausschank von Potsdamer Stangen, ausgeführt von der Berliner Kapelle unter Leitung des Directors asse. Weiß und Bayrisch Bier Billard Anfang 6 Uhr morgens. zwei Tanz- Saal Kaffeeküche Freunde und Gönner ladet dazu freundlichst ein neue Kegelbahnen Karl Eckert, Gastwirt. Spielplatz 2c. Elektrische Bahn( Botsdamer Plaz: Achtung! Linfstr. bis Schüßenhaus Schmargen: Marken, eminent billige Breife. 182/20 einladet u. 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Der Vorstand. Verband der Möbelpolierer. Der Feiertage wegen fällt die Verfammlung in Rirdorf aus. Mittwoch, den 6. Juni, abends 7 Uhr: Vertrauensmänner- Sitzung bei Urban, Friedrichsbergerstr. 11. Heute in sämtlichen Zahlstellen Entgegennahme von Beiträgen v. 8-10 Uhr. Kranken- Zuschuß wird von 4-6 Uhr bei Schcere, Blumenstr. 38, ausgezahlt. Am 3. Pfingst- Feiertag: Herrenpartie. Treffpunkt: Morgens 7 Uhr Schlesischen Bahnhof, Madaistraße. Fahrt bis Eichkamp. Für Nachzügler Treffpunkt beim alten Freund, Pichelswerder. Der Kollege Hugo Bleile, Rigdorf, Thomasstr. 8, hat seine Streif liste nicht abgeliefert. Der Vorstand. Achtung! 146/17 Brauer. Achtung! Gemäß dem Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 8. April bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35, veröffentlichen wir diejenigen, dem Vercin der Brauereien Berlins und Umgegend" nicht angehörigen Brauereien, welche die Forderungen der Fünfer- Kommission nicht anerkannt haben: Brauerei Pichelsdorf; Kaiser: Brauerei, Charlottenburg: Stadtbrauerci A. Lorch, Belforterstraße; Vilsener Brauhaus, Veteranenstraße: Brauerei Kint u. Comp., Attien- Gesellschaft. Die Fünfer- Kommission. J. A.: L. Hodapp, Weißenfee, Wörthstr. 13. Derbandstag des 12226 Centralverbands der Elektromonteure und Berufsgenossen Deutschlands. Zu Ehren der Delegierten findet am Sonntag, den 3. Juni cr., abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, EngelUfer 15, ein Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Weiße Rose", Rigdorf, 267/18 der Duettisten P. Kergel und Frl. Peters statt. Festrede, gehalten vom Genossen Ingenieur Grempe. Die Musit wird von Civil- Berufsmusifern ausgeführt. Das Komitee. 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Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Kornbranntbrenuerei. Br. 126. 17. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 2. Juni 1900. Kunst und Wissenschaft. 10 " -oe- Gastspiel des Wiener Volkstheaters. Was Berliner Bühnen notwendig scheint wie das liebe Brot: Ein von Albern heiten freies Bollsstück mit gofalfärbung, das wirft ber 2 Verfasser des Pfarrers von Kirchfeld den Wienern so ganz 3 im Vorbeigehen hin. Wohl kaum ein Norddeutscher hat etwas von der Existenz einer Angengruberschen Dichtung gewußt, die Ite Wiener" heißt und alles Gute bringt, was nach alter Anschauung ein lokales Volksstück bringen muß. Da wehllagt vor uns das verführte Mädchen, das sich ins Wasser stürzen will, aber im rechten Augenblick von dem guten alten Universal- Ontel gerettet und dann mit dem Pflicht gewiesenen Liebhaber ehrbar vereint wird. Da das feinbürgerliche Prozentum, vertörpert, vor allem in den Eltern des Liebhabers, die sich nach Gebühr bis zum letzten Aft gegen die unpassende Neigung ihres Sohnes zur Wehre sezen. Auch fehlt nicht die Spottfigur eines anscheinend gar mit Spreewasser getauften reichsdeutschen Gigerls, dem seine Frechheit derbe mit Brügeln gelohnt wird. Weiter wandeln vorüber das Proletariat und felbft das Lumpenproletariat in den Gestalten des mundfertigen Dienstmädchens, des handfesten Arbeiters, des ternig liebenden Soldaten und des schnapsduftenden Gewohnheitsbettlers. Das alles giebt sich im bunten gehörig mit Rührung, Moral und Luftigkeit gemengten Ragout als derbe Hausmannskost, aus der flüglich sowohl bas feine Gewürz tiefer Probleme als auch das Totalpatriotischen Selbstlobs ausgelaffen ist, a fade Surrogat das einem namentlich die Berliner Lokalposie so arg berefelt. Die Darstellung war bis ins Kleinste mit Sorgfalt auf den Ton des Stücks gestimmt; selbst die beiläufige Figur eines verlotterten Trunkenbolds erschien noch als ein felbständiges, zum Beifall herausforderndes Genrebild. Vereinskalender. find V Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turno. Fichte", Berlin. 3. Männer- Abt. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender abds. 8-10 Uhr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. Boechstr. 17/20.- 7. Männer Abt. Reichenbergerstr. 131-132. Richard Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer Seifrit, 8. Männer Abt. Höchfteftr. 36/37. 2. Lehrlings Abt. Stalizers Alle Aenderungen im Vereinskalender 5. Berl.- Abt. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). Fidicin Straße 16. Ackerstr. 67." Freie Turnerschaft Johannisthal" abds. 9-10 Uhr Senfts zu richten an Otto Jfaad, Strelizerstr. 15, Sof II Sonnabend, abends straße 55-56. 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. leben. Turnerschaft d. V. Nereus"( gegründet 1882), 1. Lehrlings Cyrania", Göbel, Landsberger Allee 156.„ Sanges: Echo", Kuckuck, Naunynstr. 6. Glüd Abteilung 8-10 Uhr abds. Manteuffelstr. 7.- Arb.- Turnv." in Adlershof, Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13. zu", Lorisch, Bantstr. 32d. Hand in Hand II", Friedrichsberg, Heinecke, Schmauser, Bismarckstr. 16, 81-10 Uhr abends. 82 rue Deutscher socialdemokratischer Leseklub in Paris. Frisch auf I", Friedrichsberg, Paul, Rummels: Friedrich Karlstr. 11. Notre- Dame de Nazareth, 3e arrond. Brasserie des 3 Suisses. Jeden Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. burgerstr. 45. Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer " Sängerlust", Lucken: Unterricht. " Eintracht I", Teltow, Dertz, Zehlendorferstr. 6. Goethe- u. Kantstraßen Gde. " Frohsinn", Rummelsburg, Bentling, walde, Schulze, Beelizzerstr. 34. „ Echo II", Markgrafenspieste bei Fürstenwalde, Grasnid. ,, Gem. Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5. Ober: Schöneweider Liedertafel", " London. Der einzige hiesige socialdemokr. Verein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaftlichen und parteigenössischen Angelegenheiten sind an vorstehende Adresse unter Bezeich Vereinslokal ming:" An den 1. Sekretär" zu Händen des Vereinsvorstandes", zu richten. Verein Vorwärts, Johannesburg( Transvaal). Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. Jeden lezten Sonnabend in Monat, Boats Venuimelsburg, Beutling, Goethe- u. Santſtraßen- Ede. Bündholz", Becker, Wriezenerstr. 6. Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Eugen Raschke, Nixdorf, Mahlower: straße 1, 4 Tr. Sonnabend: Angler I", Ruppert, Zimmerstr. 59( alle Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Theaters 14 Tage). Havana II", Nowames Neuendorf, Simon, Priesterstr. 31. Theaterverein und Vergnügungsverein„ Askania", Ramlerstraße 36. Glück Auf", Nüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinisstr. 19. Kuba", MehrBohemia", Pletschow, Beteranenstr. 18. Schauspielklub„ Centrum", wald, Alte Jakobstraße 54/55.- Bappel", Dahmike, Buchholzerftr. 5. Haase, Mehnerstraße( Ecke Büschingstraße). Blauer Dampf", Doye, Havana I", Rirdorf, Pflug, Juliusftr. 59. Konsumverein Eintracht. Müllerstraße 32a." Kommune", Bärsch, Drontheimerstr. 1e.„ Grüne Wafferturm", Schwarz," Straß: Prog, Annenstr. 9.ledde Wiese", Schrader, Stralsunderstr. 63. Deutscher Arbeiterverein Brüffel. Verkehrs- und Vereinslokal: Einigkeit III" Wohlert, Herzfelde, Hauptstraße. Maison du peuple. burgerstraße 32. Guter Tabat", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41." Venus", Eisens Zwanglose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des blätter, Charlottenburg, Gauerii. 20, Central- Raucherbund. Zuſchriften an May Koch, Nixdorf, Hermann: Gewerkschaftshauses. Sonnabend: Buchbinder. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 3. Juni, vorm. 101 Uhr, straße 34. Sonnabend: Lange Pfeife", Rirdorf, Schröder, Knesebeck " Frohsinn", im oberen Saal des Englischen Gartens", Alexanderstr. 27 c: Versamm Glück Auf", Rirdorf, Noster, Stuesebeckstr. 49. straße 60. Rixdorf, Diet, Hermannstr. 115. Grüne Quaste", Lichterfelde, Schmidt, lung. Herr Wilhelm Bölsche: Festvortrag. Montag, den 4. Juni, vorm. -Grüne 1014 Uhr, ebendaselbst: Versammlung. Herr Profeffor Dr. Albert Gehrke: Wilhelmstraße. Edelweiß", Lichterfelde, Voigt, Molttestr. 33. Eiche", Zehlendorf, Küz, Berlinerstr. 1.. Gemütlicher Qualm", Potsdam, Gestvortrag. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen.va Schaade, Zimmerstr. 2. Seemanns Luft", Potsdam, Luisenstr. 43, Gasthof. Germania", Tegel, Klippenstein. TOX " " " 18- nobilavaI Hopsa Kaufhaus Max Mannheim 89 Frankfurter Allee. BERLIN 0. う نا jadun Frankfurter Allee 89. Für den Pfingstbedarf: Kleiderstoffe, Sammet- u. Seidenwaren. ! snoxifoalT Sodoen W ogilis I jigid shi Fertige Kostüme, Blusen u. Blusenhemden. 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April bei Dräsel und bevor die Kommission uns überhaupt ihre Forderungen unterbreitet hatte, aus freien Stücken bewilligt worden sind. Münchener Brauhaus Akt.- Ges. ist mithin den Wünschen der Brauer aus eigner Initiative entgegengekommen, wovon sich die Fünfer- Kommission am 31. Mai durch eines ihrer Mitglieder überführt hat. Die Die in der Annonce vom 26. Mai ausgedrückte gegenteilige Ansicht beruhte auf Missverständnis..... .otodopasnollet@ 48282 allation D Münchener Brauhaus Aktien- Gesellschaft. Seiden- Hut- Fabrik Carl Renz, von 3 Oranien- Strasse 3. Strohhüte, Schirm- und Mützen- Lager. Reelle Bedienung. Gründruck 10 Stck. 20 Pf. 30 Kupferdruck 10 ข Silberdruck 10 40 " Golddruck 10 50 . Mephisto- Cigaretten sind unstreitig die besten!! Wein- Grosshandlung 23 Fabrik feinster Liqueure Hugo Beling. Frischer Maitrank Flasche 50 und 60 Pf. inkl. Flasche! Eigene Verkaufsstellen. Bad- Strasse 12( neben der Markthalle). Bad- Strasse 56- Pank- Strasse 25, Blücher- Strasse 14. 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Bei der Firma Voeltzkow, Ritterstraße 15, haben 15 Kollegen wegen Differenzen die Arbeit nieder: gelegt. Die Ortsverwaltung. 89/8