Nr. 127. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnentent: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsBreisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 66 30 dbild spd 17. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile ober beren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernfprechter: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: * Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Sonntag, den 3. Juni 1900. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die nächste Nummer unsres Blatts botesten, Trivialen, Obfcönen, Frechen und Albernen geweiht find. eine Generation dahin gestorben fein müſſe, bevor wir das Land der halbes Dutzend solcher Musentempel, Musentempel, die dem Kult des Und kein Spruch eines zürnenden Jehova sagt uns, daß erst die erscheint Mittwochmorgen. Pfingsten. „ Die Arbeit ist zum physischen, die Muße zum geistigen Fortschritt nötig; von der ersteren sind die Reichen, von der legteren die Armen ausgeschlossen. Ein Zustand, welcher die Vorteile beider vereinigte, wäre den Uebein teiner von beiden unterworfen. Wem es an fester Gesundheit oder starker Geistestraft fehlt, der ist nur ein halber Mensch; daraus folgt, daß die arbeitenden Klassen zu unnötiger Arbeit Czwingen fie jeder Gelegenheit zu geistiger Veredelung mutwillig berauben heißt, und daß die Reichen zu ihrem eignen Uuheil die Krankheit der Erschlaffung und Langeweile sich auf bürden, wodurch ihr Dasein zu einer unerträglichen Last wird. " Und dieser Kult zählt viel mehr begeisterte Verehrer, als der der wahren Kunst. Die traditionellen Künste, mit denen eine Kostüm soubrette die pikanten Linien ihrer Trikotfüllung zeigt, oder der augenzwinkernde Cynismus, mit dem ein Komiker eine läppische Bote medert, finden in Masse ihr Bublifum und die verzücktesten Beifallsgrimaffen. Doch wir geraten allmählich in den Heinzestil, die wir doch das Feigenblatt noch für widerlicher halten, als die frechste Obscönität. Verheißung erreichen könnten. Der Pessimismus der Refignation geziemt sich nicht für eine Partei, für die es so großes zu erreichen gilt. Ueberlaffen wir die senile Weisheit der Skepsis der Vorgeoisie, feien wir hoffmmgsfcendig, kampffroh, siegessicher, wie am ersten Tage unfres Auszugs. Wenn auch die Hoffning noch so sehr unsre Thatkraft beflügelt, überfliegen werden wir darum kein Hindernis. Wir werden Schanze um Schanze nehmen müssen, die Sorge, daß wir über dem zu Es besteht eben ein ffeiner Unterschied zwischen uns und dem reichlich genährten Gedanken gewonnener Schlachten das Kämpfen Diosturenpaar Gröber- Stöcker. Diese predigen den Kreuzzug wider selbst verlernen könnten, ist wirklich überflüssig. Wohl aber hängt das Fleisch, wettern gegen die Großstadt als den Pfuhl alles Lasters es von der Wucht des Vorstoßes ab, ob wir schon beim ersten und preisen als höchste aller Tugenden die Enthaltsamkeit wir Angriff eine feindliche Schanze nehmen werden, oder erst beim dritten dagegen sind Freunde des heiteren Sinnengemuffes, der nackten oder vierten Ansturm. Schönheit und wissen den Kulturwert der großen Städte sehr wohl Unabsehbar dehnen sich unsre Linien, aus der ehemaligen„ Sekte" zu schäzen. Gerade wir verwerfen die Enthaltsamkeit und Be- ist eine gewaltige Partei geworden. Aber man vergesse auch nicht, dürfnislosigkeit und predigen den Lebensgenuß, freilich nur in seiner daß es gerade der Geist dieser Tekte war, der dieselbe zur mächtigen Würde die nötige Arbeit gleichmäßig unter alle ästhetisch verfeinerten and philosophisch vertieften Form. Partei werden ließ. Eahen nicht mit erhabenem leberlegenheitsberteilt, so wäre der Anteil jedes Menschen an der Arbeit Der Kapitalismus kennt nur das Surrogat des Lebensgenusies, gefühl die scharfsinnigen nüchternen„ Bolitiker" auf die in mancher leicht und sein Muße- Auteil groß. Diejenigen Stunden, welche das Amüsement. Die Form der kapitalistischen Arbeitsteilung, die Illusion befangenen Settierer" herab. Unter den Justonen barg nicht zur Erzeugung der nötigen Produkte erforderlich sind, den einen ein sybaritisches Lotterleben ermöglicht, während sie die fich ein leuchtender Stern der Wahrheit, barg sich eine Stampfesmögen der Ausbildung des Verstands, der Bereicherung unsrer andern zur Tretmühle einer die intellektuelle und physische Straft energie, die auch der Partei zu erhalten unser eifrigstes Bestreben Kenntnisse, der Veredlung unsres Geschmacks gewidmet werden absorbierenden Arbeitsfrohne verdammt, läßt nicht dem edlen Lebens- fein muß. und uns solchergestalt neue und gewähltere Quellen des genuß, sondern nur dem barbarischen Amüsement Naum. Der Die Pfingsterzählung enthält ein schönes Gleichnis. Von Be Gennises eröffnen." Percy Bysshe Shelley. Kapitalismus bietet statt des Dramas die Burleske, statt des Liedes geisterung erfüllt, redeten die Apostel mit einem Mal in fremden Pfingsten. Wer seinen und seiner Arbeiter Körper genügend das Couplet, statt der Melos bizarres rhythmisches Gewimmer, statt Bungen, was fie vordem nie vermocht. Die Begeisterung ließ fie In strapaziert hat seinen Körper durch die Genüsse der Saison", der nackten klassischen Linien listerne Dekollettierung, statt der Liebe mögliches verrichten. Noch heute vollbringt die Begeisterung anscheinend den seiner Arbeiter vermittelst des genialen Systems der Lohn- täufliche Wollust. Unmögliches. Erhalten wir darum unsrer Sache diesen so gewichtigen arbeit, bei dem die Hungerpeitsche die des Sklavenantreibers erfett- Und diese gauze Barbarei, diefer aufgeschminkte Selbstbetrug. Faktor, die Begeisterung, den Glauben an unser Ideal, an die ein Straßenbahu- Aktionär also etwa, rüstet sich, die heißen, staubigen der jedem noch tief und ursprünglich Empfindenden, der sich nicht nicht erst in nebelgraner Zukunft mögliche Erreichung Sommermonate in Sylt, Norderney oder Ostende zu verbringen. selbst widerstandslos in den Tammel des nursements hat hinein- dicies Jdeals! Dies Jdeal entspringt den tiefsten Bedürfnissen Wer sichs nicht leisten tann, sieht wenigstens, sofern ihm Jupiter zichen laffen, mit dem unsäglichsten Ekel vor unsrer Afterkultur er- fräftigen Vollmenschentums, und es ist auch wahrhaftig teine Pluvius keinen Strich durch die Rechnung macht, hinaus in den füllen muß, wird erst dann beseitigt werden können, wenn der frügerische Luftspiegelung, um die Kräfte der Ermatteten aufs Grunewald oder die Müggelberge, um seine durch Arbeit, Straßen Schwindelbau des Kapitalismus zusammengebrochen und mit ihm die äußerste anzuspannen, nein, von der Sehnsucht nach dem socia Chansonnettengekreisch, Glühlicht und Zeitungsgeschwäg unsinnige und verruchte Zweiteilung der Gesellschaft in Lungernde und liftischen Kulturideal hängt die Intensität, von dieser die stimulierten Nerven durch das wohlige Bad schwingender Kiefer- Frohnende beseitigt sein wird. Erst dann wird an die Lösung der großen Dauer des Kampfes ab. Laffen wir uns deshalb gern eine nadeln und spielender Sonnenreflege wieder beruhigen zu lassen. Stulturprobleme zu denken sein, die alle Köpfe hervorragender Denter berauschte Pfingstgemeinde schelten. Nach zwei, drei Tagen ist der Pfingstausflügler dann wieder oft bis zum Fieber erhigt haben. Herr May Lorenz freilich weiß es zum Asphalttreter geworden, dessen Tagewerk vom morgend- besser, die Aufhebung des Privilegs des Entbundenseins von phylichen Anlegen der Schuurrbartbinde bis zum abendlichen fischer Arbeitsleistung ist für ihn des schreckhaftesten Barbarentums Landen im parfümgeschwängerten Café, Chantant oder der qual- Anfang. Eine so schönheitstrunkene Natur, wie der geniale englische migen Weißbiertneipe wie ein Uhrwert geregelt ist. Wer an die Dichter, den wir eingangs citierten, dachte freilich wie so viele andre fapitalistische Tagesfrohu gefesselt ist: der Staatsanwalt, die Konfek- Dichter und Denker etwas anders als Herr Lorenz. tioneuse, der Stadtreisende, der Offizier, der Rollkutscher, der Kauf- Das stolze, verheißende Bewußtsein, daß wir Socialisten die Pioniere mann, der Fabrikarbeiter, der Diätar- fie alle vollenden in melan- der wahren Kultur sind, vermag mum freilich auch allein über die Mühfal cholischem Einerlei den obigen Streislauf des Tagewerks, bestehend und Plage des Kleinlichen Tageskampfes hinauszuheben. in Arbeit und Amüsement, Amüsement und Arbeit. Wir sagen absichtlich Geguer haben oft vergebens den Ursachen jenes hohen Idealismus nicht Arbeit und Erholung, auch nicht Vergnügen, denn die Erholung, nachzuspüren versucht, der uns den beschwerlichen Marsch auf der den sokratischen Lebensgenuß vertritt bei den modernen Menschen sonnendurchglühten, staubwirbelnden Heerstraße so freudigen Mutes das Amusement. Man durchwandere abends die Straßen einer ertragen läßt. Nicht der Marschallsstab ist es, den jeder im Tornister Großstadt, man schaue in die hellerleuchteten Prachtcafés und Bier zu tragen wähnt, auch nicht die Hoffnung auf reiche Kriegsbeute, paläste, man besuche die Destillen und steige in die Kellerlokale fonderit einzig das Gefühl, das ganze Kulturgepäck auf hinab, man durchwandere die Tingel- Tangel, alles Stätten des der Schulter zu tragen. Mögen auch die Riemen schneiden und die Lebensgemisses in feiner konzentriertesten und brutalsten Form, des Fußsohlen brennen, mag auch der Gaumen lechzen: wir wiffen es Amfisements. Zwar giebt es ja anch Theater, in denen wirkliche ja, die Insel Bimini, das Land der ewigen Jugend und Schönheit, Kunst dem geläuterten Geschmack einen erlesenen Genuß bereitet, ist tein fabelhaftes Eiland, kein ewig fernes Ziel romantischer Schn allein auf jeden wahren Kunsitempel, auf dessen Altären freilich sucht, sondern das Land der Verheißung, das wir erobern werden, nicht immer die echte Kunst geopfert wird, tommt ein wenn die Zeit unfrer Wüstenwanderung verstrichen ist. lärm, Eine Erinnerung [ Nachbrnd erwünscht.] Der Bahnwärter Heinrich Harbaum aus Mesum, Amt Rheine, hatte ein außer der Ehe von ihm erzeugtes Kind, nachdem es Jahr alt geworden, auf Grund einer Abmachung mit der Mutter des Kindes in seine Familic er war verheiratet und Vater von drei chelichen Ein schöner Morgen wird der Menschheit tagen, Wo jeder Tausch der Gaben der Natur Ein Austausch guter That und Rede ist; Wo Neichtum, Armut und der Durst nach Ruhm, Die Furcht vor Schande, Siechtum und Verderben, Des Krieges Schrecken und der Hölle Graus, Nur im Gedächtnis leben wird der Zeit, J Die, gleich der renigen Sünderin, erschaudernd Rückblicken wird auf ihrer Jugend Tage... 39 Die lautre Wahrheit und das Glück find endlich, Benn spät auch, diefer Erde aufgegangen; Der Friede stählt den Geist, Wohlsein den Leib, In diesem mischt sich Luft nicht mehr mit Bein, Bernunft und Leidenschaft befehden sich Nicht mehr in jentem; Leib und Geist entfalten, Der Fesselu ledig, beide rings auf Erden Nun ihre allbezwingende Gewalt. Jegliche Art des Stoffes leiht der Allmacht Des Geistes ihre Kraft, der aus dem Dunkel Ans Licht den Edelstein der Wahrheit fördert, Zu schmücken seines Friedens Paradies. ( Shelley.) aber wir können es auch behandeln, wie wir wollen. Frau Harbaum selbst und Harbaum gaben zu, daß sie das Kind nicht gerne gehabt hätten, Frau H. sagte sogar, ihr Mann hätte es nicht schen" mögen. Kurz vor dem Tode des franken Kindes hatte Harbaum zum Schullehrer zum Fall Ziethen und Koschemannn. Sindern aufgenommen. Am 1. April 1872 war das ganz ge- geäußert: Wir werden wohl einen Toten bekommen; der„ Lobbe" ( Nach den Akten.) sunde Kind dem Harbaum überbracht; die Sache ging nicht ohne wird wohl totgehen; und ganz ähnlich zu einem andern Nachbar. Bant vor sich; die späteren Aussagen der Mutter des Kindes und Ja, es wurde eine ältere Aeußerung bezeugt: Er wolle einen Thaler ihrer Angehörigen trugen den Stempel der Feindschaft gegen Harbaum an die Armen geben, wenn das Kind kein Jahr bei ihm lebe. und dessen Frau. Ani 6. Juli, also ein Vierteljahr nach der leber- Bum Ueberfluß verwickelte sich Harbaum, nachdem er verhaftet siedelung, st arb das Kind; am 10. wurde es beerdigt; dann war, noch in Widerspruch mit einem Zengen O. Er behauptete erhob sich Verdacht, und am 12. Juli, also zwei Tage nach der nämlich, er sei vor dem Tode des Kindes zu diesem Nachbar gegangen, Beerdigung, wurde die Leiche obduciert. Die Aerzte erstatteten mit der Bitte, dieser möge einen Arzt holen. O. bezeugte, daß ein Gutachten, das zu warnendem Exempel allen Ge- Harbaum ihn lediglich gebeten habe, selber mitzukommen, die Leute schworenen gedruckt eingehändigt werden sollte, um so mehr, tönnten sonst wohl sagen, er habe das Kind vergraben". als neuerdings die Gutachten eine immer verhängnisvollere Stolle in Strafprozessen spielen. Das summarische Gutachten der Obducenten int Fall Harbaum lautete: Das Kind ist aller Wahrscheinlich feit nach infolge des Genusies von Schwefelsäure oder einer ähnlich wirkenden Substanz apoplektisch gestorben." Biethen und Koschemann, was stehen sie aus? Keiner vermag es zu messen, der nicht selbst in einem solchen endlosen Widerstreit zwischen Hoffnung und Verzweiflung gelebt hat. Die Briefe Kosches manns tragen den für jeden Erfahrenen erkennbaren Stempel der fich gegen ein entseßliches Schicksal empörenden Unschuld. Es giebt freilich Leute, Unschuldige, die in religiösen Stimmungen Trost suchen und schweigend ihr Schicksal ertragen. Aber die energischeren Naturen grübeln und wühlen Tag und Nacht, schreiben Brief auf Die Fran Harbaum hatte die Leiche selbst entkleidet und die Brief, Eingabe auf Eingabe, hier bittend, flehend, dort bitter, an Kleider gewaschen, angeblich, um sie der Mutter des Kindes zurückflagend; aber das Handwerk macht die Strafjuristen stumpf, das zuliefern, wahrscheinlich jagt die Anklage, um die Spuren der liegt in der menschlichen Natur. Der Notschrei der Gequälten ist nur That zu verwischen; die Staatsanwaltschaft schien also den Hars wie eine leichte Welle, die sich einbildet, einen uralten Granitfeljen baums zuzutrauen, daß sie Schwefelsäureflecke aus Kleidern wegüber den Haufen werfen zu können. Die gewöhnliche Flut von waschen konnten. Wiederaufnahme- Anträgen, die aus den Gefängisien Bu solch undenkbaren Annahmen verleitet der und Strafanstalten( Zuchthäusern) einläuft, wird summarisch Eine gerichtliche Untersuchung der Wärterbude und des Wohn- Eifer einen voreingenommenen utläger. abgethan, vor allent die Anträge der schon Vorbestraften, hauses ergab, daß die Kleidungsstücke der Kinder sämintlich rein gewaschen Nur die Eheleute Harbaunt so schmiedet die Anklage in unter denen die meisten unschuldig Verurteilten sind; denn waren( was die Anklage nachher sehr auffallend" fand!); man nahm glänzender Logit ihre Sette fönnen dem Kinde die mit ihnen macht eine neue Antlage nicht viel Federlesen. weiter drei Medizinflaschen in Beschlag und übergab sie mit einigen tötende Säure beigebracht haben; sie waren allein in der Aber auch diese armen Teufel leiden, weinen, wehren Körperteilen dem Medizinalassessor Dr. Wilms in Münster i. W. isoliert liegenden Wohnung( Mensch, wohne nicht isoliert!); sie sich. Sie fordern Wiederaufnahme; unfundig der geich zur Untersuchung besonders auf Schwefelsäure. Die chemische allein hatten ein Interesse am Tode des Kindes; sie haben lichen Bedingungen, geben sie den Antrag ungenügend motiviert zu Untersuchung der Leichenteile lieferte teine Bestätigung dem Kinde eine gefährliche Gefimumg gezeigt; fie haben keinen Arzt Protokoll; und nach längerem Harren citiert man sie eines Tages der Schwefelsäure Vergiftung, aber in einer der Medizinzugezogen bei der angeblichen Strankheit; sie hatten Schwefelsäure, ans Gitter, wo ihnen der Gerichtsvollzieher ein Dokument behändigt: flaschen fand sich konzentrierte Schwefelsäure. Nun war dem Harbaum ohne daß abzusehen ist, wozu sie dieselbe gebraucht haben; sie haben Abgelehnt nach§§ der Str.-Br.-O. por tod mis ar der Strick gedreht, die Obducenten ließen das Ursprüngliche unwahre Behauptungen aufgestellt, um den Verdacht abzulenken. Gelingt es einem Unglücklichen, sich aus der Flut der gewöhn- aller Wahrscheinlichkeit nach" fort und begut. Der Staatsanwalt flagte die Eheleute Harbann wegen, vor. lichen" Beschwerdeführer herauszuheben; gewinnt etwa die Auftalte achteten: jäglichen Mordes au. Hente würden sie höchst wahrleitung die leberzeugung, es mit einem Unschuldigen zu thun zu scheinlich beide zum Tode verurteilt und geföpft worden sein. haben, so verhallt wenigstens die Klage nicht so ganz spurlos. Aber Denn das geschieht heute in Fällen, in denen der„ Betveis" e r= wie zäbe auch dann noch die Justiz ist, mit welch vor heblich mangelhafter ist. In den siebziger Jahren aber waren die eingenommenem Urteil sie auch dann noch ihre Geschwornen und die Menschen alle dem Humanitätsdusel". einmal besepte Position festhält, das mag der Fall geneigt. So kam es, daß die Ehefrau Harbaum freigesprochen, Harbaum beleuchten, den ich nach den Akten schildern Harbaum aber nur wegen Totschlags zu 10 Jahren Suchthaus will. verurteilt wurde. ,, Das obducierte Kind ist infolge des Genuffes von Schwefelsäure apoplektisch gestorben." Es fehlte nun auch nicht an Zeugenaussagen, welche den Har baum in die erforderliche dunkle Beleuchtung brachten. Da war zunächst der Bank bei der Aufnahme des Kindes und das Verbot an die Mutter und beren Angehörige, das Haus Harbaums zu betreten. Da war eine Nachbarin Frau O., zu Der Frau Harbaum aefaat hatte: wir müffen das Kind a aufnehmen. Harbaum wurde in Herford interniert. Als in dieser Politische Uebersicht. demokraten, die 43 Proz. aller Stimmen auf sich vereinigten, nur! Verhandlungen über das Fleischbeschau Gesek. Dabei schreibt und socialdemokratisch Gegen das Gesetz haben, weil es Einfuhrverbote und damit eine bewußte Bertenerung der Fleischnahrung enthält, die Socialdemokraten, die Voltsparteiler und sämt liche Freisimmige gestimmt." An dieser Notiz ist alles richtig, nur daß die„ Volksparteiler" gegen das Gesetz gestimmt haben, ist nicht wahr. zwei eroberten, ist in den eigentümlichen Ansiedelungsverhältnissen das Blatt: Berlin, den 2. Juni. der Stadt begründet: das Proletariat lebt hier zersplittert, so daß Die Antwort des Auslands. es in den meisten Stadtbezirken von der Masse des Kleinbürgertums wird. Die eigentlichen Arbeiterbezirke, Ein Berliner Blatt berichtet, daß sowohl seitens der aller Arten erdrückt aber Ottakring, haben hiesigen amerikanischen wie der englischen Bot Favoriten schaft an zuständiger deutscher Stelle Vorstellungen gewählt, und zivar mit riesigen Majoritäten. Ist doch Erstens kann von einer Teilnahme von Volkspartei lern erhoben werden gegen das vom Reichstag be- Genoffe Schuhmeier derjenige Wiener Gemeinderat, der die schlossene Fleischbeschau- Gesetz. Seitens der englischen meisten Stimmen auf sich vereinigt hat! Berück an der Abstimmung über das Fleischbeschau- Gesetz überhaupt nicht die Regierung wird die Erschwerung der australischen Fleischfichtigt man einesteils, daß die Bedingung der dreijährigen Seßhaftig Rede sein, denn von den sieben Mann, die die Partei im Reichstag einfuhr nach Deutschland beklagt. teit fast ausschließlich Arbeiter getroffen hat, und daß andernteils das zählt, fehlten bei der entscheidenden namentlichen Abstimmung über Diese Nachricht wird der" Post" von officiöser Seite be- Wahlverfahren in der denkbar parteilichsten Weise gegen uns gehand- das Gesez, nicht weniger als je hs. Der einzige Abgeordnete aber, der bon der Partei im Hause anwesend war, stätigt. Man nimmt an, es sei ausgeschlossen, daß infolge habt wurde, so verschwindet der Vorsprung, den die christlich- socialen der Abgeordnete für Gerabronn, Augst, er stimmte nicht gegen, sondern dieser Vorstellungen das Fleischbeschaugesek im Bundesrat Stimmen noch haben in nichts. Es unterliegt keinem Zweifel, daß für das Gesetz, wie er für dasselbe auch bereits in der Sigung noch scheitern könnte, jedoch sei es wohl möglich, daß beim bei halbwegs forretter Anlegung der Wählerlisten und bei etwas vom 21. Mai gesprochen hat. Erlaß der Ausführungsbestimmungen auf gewisse, Ehrlichkeit in der städtischen Verwaltung die Socialdemokratie der Die Volksparteiler haben also nicht gegen die Fleisch dem deutschen Interesse nicht engegenstehende Wünsche des älfte aller Sige ficher wäre. Zwei socialdemokratische verteurung gestimmt, sondern sich in ihrer Mehrzahl um die AbAuslands Rücksicht genommen würde. Gemeinderäte gegenüber 131 christlich- socialen mögen nicht viel bestimmung gedrückt oder gar dafür gestimmt. Diese Thatsache ist Die Ankündigung dieser Rücksichtnahme versetzt das deuten: Der erste Schritt ist aber gethan, zum erstenmal haben durch keine Flunkerei aus der Welt zu schaffen. Bündlerorgan für Fleischverteuerung bereits in lodernde Ent- die Wiener Socialdemokraten einen Sig in öffentlichen VertretungsSie traten einen is in öffent feinen. Anlaß, Der ga Reichs sache sei. " Die„ Berliner Neuesten Nachrichten" suchen nun den erbaulichen Nachweis zu führen, daß die Flotte in der That gewissermaßen preußisches Eigentum sei. " " Die Wendung Meine Marine" ist bereits von Kaifer Wilhelm I. im Jahre 1874 in Stiel öffentlich gebraucht worden, besteht also feit 26 Jahren unangefochten. Für die principielle und entschieden festgehaltene Auffassung des hochseligen Kaisers war entscheidend, daß Preußen im Jahre 1867 feine damalige Marine dem Norddeutschen Bund, drei Jahre später dem Deutschen Reich ohne jeden Entgelt übereignet hatte." Vielleicht schenkt das Deutsche Reich an Preußen die Flotte num ohne Entgelt wieder zurück und überläßt der direkten preußischen Stener die Bezahlung der Kosten. Das öffentliche Geheimnis der Prinzenrede des bayrischen und rüstung. Graf v. Posadowsky, sagt die Deutsche Tagesztg.", förpern erobert. Und Erfolge wirken belebend be- Thronfolgers glaubt ein Blatt damit lösen zu sollen, daß es bes habe selbst betont, daß das Ausland in das Fleisch beschau- fruchtend. Wir haben also in Wien zum Jubilieren hauptet, Bring Ludwig sei darüber verstimmt, daß der Kaiser in Gesetz nicht hineinzureden habe. Nun aber wolle er sich dennoch noch zumi Verzagen aber schon feinen einem Telegramm an den Prinz- Regenten Luitpold von meiner das Eingreifen des Auslands in die autonome hygienische Grund. Wahlausgang hat die durch die verschiedensten Torpedoboots- Division" gesprochen habe, obwohl die Kriegsmarine Gesetzgebung des Reichs gefallen lassen. Das Blatt be- außerhalb ihrer Organisation liegenden Widrigkeiten arg entmutigte fürchtet ärgerlich eine milde Handhabung der Bestimmungen, Wiener Socialdemokratie neu gekräftigt, mit guter Zuversicht erfüllt, die nach seinem Wunsche die Einfuhr von Pökelfleisch gänzlich und allgemein ist das Gefühl, daß es nun besser gehen sperren sollten. wird. Bei den Reichsratswahlen werden wir Herrn Lueger gern In ein rein hygienisches Gesetz hat das Ausland aller wiedersehen. dings nicht hineinzureden. Die Agrarier aber haben der Das kulturell bedeutsamste Moment des gestrigen Wahlganges Regierung die Umwandlung des Gesundheitsgesetzes in ein liegt aber unsres Erachtens in dem empfindlichen RückGesetz zum Zweck der Sperre ausländischen Fleisches und der gang der von der Luegerei aufgebrachten Stimmen. Fleischpreis- Erhöhung abgenötigt. Nun treten bereits die von Auch wir haben an Stimmen gegenüber der Reichsratswahl vom allen Verständigen vorhergesagten Folgen ein, daß das Aus- Jahre 1897 verloren, aber uns sind sie durch die Bedingung der land mit Vergeltungsmaßregeln droht. dreijährigen Seßhaftigkeit geraubt, durch die Praktiken des Wiener Magistrats gestohlen worden. Die Antisemiten können durch die ErReform des höheren Schulwesend. Am 6. Juni beginnt in schwerung des Wahlrechts einen Eintrag nicht erlitten haben, denn Jedenfalls bestätigt nur das Kruppsche Organ, daß es sich in Berlin eine Konferenz, in der über die Reform des höheren Schul- erstens ist ihre Anhängerschaft das erbgesessene Spießertum, und jener Wendung nicht um einen zufälligen Ausdrud, sondern um wesens beraten werden soll. Der Kaiser wird sie eröffnen. Vor zweitens hat man bei ihnen bei der Anlegung der Wählerliste nach einen historischen Anspruch Preußens handelt, der sichers zehn Jahren hat, wie erinnerlich, eine ähnliche Konferenz statt der Seßhaftigkeit wenig geforscht. Die 40 000 Stimmen, die lich nicht nur auf dem Gebiet der Flotte besteht. In Bayern wird gefunden, die ergebnislos blieb. von der Luegerhorde heuer weniger aufgebracht worden sind als das offenherzige Zugeständnis des Berliner Blattes die Reichsfreunde start vermehren. Irgend welchen socialpolitischen oder humanen Bildungs- bei den Wahlen der fünften Kurie im Jahre 1897, die sind Ab- Hohenlohe will reformieren nämlich die Orthographie. interessen soll die, Reform nicht dienen, nicht einmal einer gefallene, und deshalb sagt diese Zahl, daß die Werbe- Hohenlohe will reformieren Umgestaltung der Unterrichtsmethode. Nach wie bor wird macht der christlich socialen Heilslehre ihre Er hat die Abficht, den seligen Buttkamer zu übertrumpfen und eine die höhere Bildung" ein Monopol der Besitzenden bleiben, Schranke auch in Wien hat, vielleicht schon im Rüddeutsche Einheits- Rechtschreibung zu schaffen. Hübsch von dem alten Herrn, daß er sich auf seine alten Tage nach wie bor werden die höchsten geistigen Bestrebungen, gange begriffen ist. Mag Herr Queger mit feiner vergiftenden-nach all den Umsturz- und Zuchthausvorlagen endlich einmal, wie etwa die Philofophie, auf den Gymnasien keine Pflege finden. Demagogie das ganze Kleinbürgertum, die gesamte Bourgeoisie mit etwas Rüglichem beschäftigt. Die„ Kreuz- Zeitung" freilich ficht Die Reform läuft abgesehen von einer dankenswerten größeren verblendet haben: am Proletariat bricht sich diese in solchem Thin eine Vergendung der Zeit des Kanzlers, die er Berücksichtigung der Naturwissenschaften darauf hinans, daß statt Schlammflut. Mit Ausnahme der erpresten Männer nach agrarischer Anschauung ausschließlich für die Berteuerung der des klassischen Geistes der Griechen und Römer mehr der sehr un- von den städtischen Arbeitern( Gasarbeitern, Tramvay- Lebensmittel zu verwenden hat. 3 es noch man vor zehn = Von dit Klassische Geist der preußisch- brandenburgischen Geschichtslegenden ge- bediensteten und Feuerwehrleuten) hat die Luegerei wohl nicht eine Kapläne und Konfektionäre. Das Organ des Herrn Dasbach, pflegt wird. Schon jetzt verteilt man ja als Schulprämien Stimme aus der Arbeiterwelt bekommen da man die k. k. Be- die Märkische Voltszeitung", ärgert sich darüber, daß die nicht mehr Werke über hellenische Kunst, sondern über diensteten und Polizisten als solche wohl nicht zählen kann. Wien Presse die fittlichen Verfehlungen von katholischen Geistlichen aufFlottenvermehrung und Palästinareisen. Auch in den Auf- ist wohl überwiegend eine kleinbürgerliche Stadt, eine Stadt bausche. Sie nennt das ein sehr gefährliches Beginnen;„ denn uns dadurch zu Repressalien, zu dem Hinweis fäßen spielt das neudeutsch byzantinisch- patriotische Thema mehr des Genusses als der Produktion, aber die Arbeiter es nötigt eine so aufdringliche Rolle, wie Wiens find socialdemokratisch: Diese Gewißheit bezeugte auf die unglaublichen sittlichen Verwüstungen, welche gerade von Stammes- und Konfessionsgenossen des Herrn Cohn- die Polemik Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Gymnasiallehrer der auch der gestrige Tag. dem fogenannten liberalen richtet sich gegen die„ Bolts- Zeitung", deren Verleger Herr Cohn älteren Generation, deren Herz an den edlen Erzeugnissen der Bürgertum, das mis gestern angeblich geholfen hat, darf ist unter den christlichen Mädchen angerichtet werden, so zwar, Klassischen Kultur hängt, muß schon das heutige Bananfentum an- man sich beileibe keine übertriebenen Vorstellungen machen. Daß daß auf einen pflichtvergessenen Geistlichen mindestens 100 oder widern, zu dem ihre übereifrig strebsamen Kollegen ihre Schüler es damit nicht viel auf sich hat, zeigt der Wahlausgang mehr diefer wüstlinge kommen, deren Mittel es ihnen gewöhnlich züchten. im ersten und im zweiten Bezirt, der, wenn das angeblich freifinnige erlauben", strafrechtliche und andre Folgen ihres schamlosen Treibens Künftig wird, was jetzt mehr freiwillig geschieht, obligatorisch Bürgertum nur etwas geholfen hätte, wohl hätte behauptet werden hintanzuhalten." sein. Wir können es nicht ändern, haben aber auch nichts dawider, fönnen. Aber die„ Hilfe" des Bürgertums ist auch deshalb eine wenn die Bildung der noch herrschenden Klassen immer tiefer fintt Phrafe, weil 90 Proz. der bürgerlichen Stimmen, die gestern für die und jeglichen Idealismus bis zum letzten Rest austilgt. Aber der Socialdemokratie abgegeben worden sind, den Socialdemokraten auch Goete- Bund, der ja zum Schuß der allgemeinen idealen Intereffen zufallen würden, wenn sie mit den Liberalen im Kampf sich gebildet hat, sollte doch ein Interesse haben, sich um die geplante ständen. Was für uns außerhalb der Arbeiterwelt stimmt, ist nicht preußische Schulreform zu fümmern. die liberale Bourgeoisie, sondern es sind die bürgerlichen Jdeologen, und es ist daher eine ausgemachte Lächerlichkeit, wenn die liberalen Blätter von einer Unterstüßung" schwazen, die uns aus den Reihen des Bürgertums geworden sein soll! Die Wiener Wahlen. Strafanstalt nicht lange nachher ein Brand ausbrach, mußten Ge fangene verlegt werden. Harbaum fam nach Celle. Direktor des Zuchthauses in Celle war damals ein Graf Kl., ein früherer Diplomat, ein schwacher, aber gutmütiger Mann, der die Gefangenen mit liebes Kind" anredete. Als der Graf starb, wurde ein energischer, aber auch wohlwollender ehemaliger Offizier Direktor. Beide so verschieden gearteten Männer schenkten den Unschuldsbeteuerungen Harbaums Glauben. " Deutsches Reich. Ganz besonders wird dann auf die fittlichen Zustände in der Konfektionsbranche hingewiesen und dabei auf jene Mitteilung des „ Borwärts" Bezug genommen, daß bei den Engagements junger Damen in hiesigen Konfektionsgeschäften es als stillschweigende Voraussetzung betrachtet werde, daß die Engagierten sich dem Principal bezw. deffen Geschäftsführer preisgäben. = Das Organ des Herrn Dasbach leistet da auch wieder ein schönes Stückchen von Konfusion und Heuchelei. Es ist doch erstlich ein Unterschied zwischen einem katholischen Geistlichen und einem Konfettionär. Unires Wissens legen die letztgenannten fein Keuschheits Gelübde ab. wie jene. Dann handelt es sich auch gar nicht um bloßen außerehelichen Geschlechtsverkehr, sondern um Berbrechen, die katholische Geistliche sogar unter Mißbrauch ihres amtlichen Vertrauensverhältnisses begehen und denen es bisweilen der juristische Scharffium des Centrumsführers Treibens hintanzuhalten. Ueber die einfache Uebertretung des Keuschheitsgelübdes, über die Pfarrerslöchinnen- Geschichten regt sich niemand auf, sondern eben nur um die außerordentliche Häufung von Sittlichkeits verbrechen katholischer Geistlicher. Ein so schwerer Fall wie der des ruchlosen Pfaffen Mosauer, der Jahrzehnte hindurch seine ganze Gemeinde verseuchte, kommt überhaupt in andren Kreisen nicht vor. -st- Wien, 1. Juni. Es ist fein überwältigender Erfolg, den die östreichische Die Socialdemokraten find begeisterungsfähige, aber auch Socialdemokratie gestern auf dem heißen Wiener Boden errungen nüchterne Leute. So buchen die Wiener Arbeiter den gestrigen hat, aber ein Erfolg für sie ist der Ausgang der kleinen Erfolg als bescheidenen Fortschritt, bescheiden wohl, aber doch Wahlen des vierten Wahlkörper 3. Von den 135000 ab- ein Fortschritt. Man wird noch viel arbeiten müssen, um Wien zu gegebenen Stimmen hat die Socialdemokratie auf ihre Kandidaten erobern, aber wenn man arbeitet, ist die Eroberung zu machen. Gröber ermöglicht, strafrechtliche und andre Folgen ihres schamlojen 56 000 Stimmen vereinigt, das heißt, mehr als vierzig Prozent der Wähler, die bei den Wahlen des allgemeinen Stimmrechts zur Wahl gekommen sind, waren Socialdemokraten. Gegen- Die Frankfurter Zeitung" ist über wichtige Vorkommnisse über diesen Ergebnissen fällt die geringe Eroberung an Mandaten in ihrer eigenen Bartei nicht unterrichtet. In einem„ Kraftprobe faum in Betracht. Daß die Christlich- Socialen, die 57 Prozent der Nr. 2" überschriebenen Berliner Brief berichtet das Hauptorgan der abgegebenen Stimmen erhielten, achtzehn Mandate, die Social- süddeutschen Volkspartei über den Schlußverlauf der ReichstagsFehler an der Reiche, da haben die Aerzte mit einem Falschen Eid waren, an die Verwaltung des Innern, welcher bekanntlich die beschworen, auf der Zunge sei nach muthmasen ein halben Zucker- Strafanstalten unterstehen. Ein Bericht an den Oberpräsidenten löffelfol fchwefelsäure gekommen, und da wäre es von gestorben, zu Hannover stellte den Sachverhalt dar. H. habe siets seine Un und Mieghamelmiege) ist es gewesen was die schuld beteuert, sei ein ruhiger, verständiger Mann, fleißig, flugen Aerzte gefunden haben, und das Gericht in habe keine Veranlassung zur Klage gegeben. Der Anstaltsarzt ers Münster hat in mein Urtheil geschrieben, wegen Todtschlag fläre, daß Schwefelsäure allerdings als Mittel gegen gewisse Frauen10 Jahren Zuchthaus Strafe, aber Unschuldig. Wehe die An- leiden verordnet werde. Harbaum behaupte, daß Ameisen die Flecken führer, besonders aber die Falschen Eidschwörer! an der Leiche hervorgerufen hätten. Bisher habe er damit keinen Harbaum wurde nicht müde, seine Unschuld ans Licht zu bringen Achtungsvoll H. Harbaum. Glauben gefunden. Indeffen", so fährt der Bericht fort, und dazu Anträge zu stellen und Briefe zu schreiben. 1875 schreibt Dieser Brief ist ein friminalgeschichtliches habe ich vor kurzem in der Vierteljahrsschrift für der Direktor in die Aften:„ Soll mich endlich in Ruhe Dokument ersten Rangs. Er giebt uns ein ausgezeichnetes gerichtliche Medizin eine gerichtsärztliche Mitteilung ge lassen, nachdem ich für ihn gethan, was ich fonnte." Bild dieses derben und tüchtigen Mannes, der auch seinen lesen, die dem Falle Harbaum ungemein ähnlich Am 23. August 1874 schrieb H. an den Landrat zu Burgstein- Haß gegen die Anführer"( Denunzianten) nicht verschweigt, fieht und bei deren Lesen mich der Gedanke überkant, ob der furt:„ Wegen der unwissenden falschen Eidschwörer zehn Jahre ihren Tod als ein Gottesgericht ansicht und erwartet, der alle p. Harbaum doch wohl unschuldig verurteilt jei.“ Zuchthaus." Er beklagte sich, daß der Ortsvorsteher seiner Familie seine Anstandslettüre nach der Naturgeschichte der Ameisen durch- Der Oberpräsident ordnete an, daß die Konferenz feine Unterstützung bewillige. Sein Sohn von 16 Jahren müsse in stöbert; diese Tiere hatte er an der Zeiche bemerkt, und das Be- der Oberbeamten der Anstalt sich äußern solle; eventuell jei von einem Raum mit der Mutter schlafen; das sei doch keine Sitte; er wußtsein seiner Unschuld, das ihn aufforderte, die gelben Flecken an Amts wegen ein Antrag an die Staatsanwaltschaft bittet herzlich" um eine fleine Unterstützung für seine Familie, der Leiche zu erklären, hatte ihn an jene Tierchen gewiesen, deren zur Begnadigung oder bedingten Entlassung zu stellen. Die Konferenz damit sie leben könne und ihre Gesundheit nicht verliere". ägenden Saft das Volk wohl kennt. Und die Einfalt des beschäftigte sich mit der Sache und begründete in einem Am 24. Dezember 1876 an den Amtmann zu Rheine: Unschuldigen traf die Wahrheit und überwand en dlangen Bericht an die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf den „ Geehrter Herr Amtmann. Meine Frau ist bei Ihnen ge- lich die talte Gelehrsamkeit der Gutachter, der Artikel in Eulenburgs Vierteljahrsschrift die Wiederaufnahme des wesen, da haben sie zu gefagt sie sei schuld an der sache, das ist Aerzte: Verfahrens oder die vorläufige Entlaffung Harbaums. Der Erste irthum, das sind die Anführer und Falschen Eidschwörer. Staatsanwalt zu Münster lehnte unter dem 19. No Die anführer sind der Verrudte Löbbert und der Weisköpte Bell bember 1881 ab, da nach dem Gesamt resultat der Beweiss aufnahme die Schuld Harbaums meines Erachtens nicht wohl bezweifelt werden kann".() Darauf wandte sich die Direktion an die Ober " der wird auch wohl bald krepiren. Amäuse gehen an Zunächst wollte H. den Beweis feiner Unschuld mit der Beteinen Gegenstand, der mit schwefelsäure vergiftet ist, das hauptung führen, daß an Leichen mit Schwefelsäure Vergifteter feine weis der Kluge Richter in Rheine nich. und was Amäuse von Tiere gehen. Wahrscheinlich hatte er irgend etwas der Art gehört. fich geben, das weis der fluge Arzt Niemann auch nich. Der Wiederaufnahme- Antrag wurde abgelehnt. Der Direttor ita a tsanwaltschaft zu Hamn, welche die Atten an das Ich habe hier mehr als 20 Bücher gelesen aus der verwandte fich darauf für Harbaums Begnadigung. Die Medizinal- Kollegium zu Münster gab zum Gutachten Bibliothek von die Beschreibung der Amäuse, und im Durchschnitt Justiz lehnte ab. darüber, ob der Fall fo liege, wie der in der Vierteljahrs. heißt es darin, Amäuse ihre liebste Nahrung ist frisches Fleisch, Am 3. November 1878 schrieb Harbaum an den Justiz chrift erwähnte( 9. Juni). Am 16. August hatte die Anstalt noch feine Zucker und Honig, an Aas und faule Fische gehen sie nich, und minister. Er bezog fich darauf, daß nach Zeugenaussagen Antwort und mahnte. Am 17. Auguft wurde berichtet, daß die Akten bei der Untersuchung sind der Leiche noch Amäuse aus Mund und die Leiche am 6. Juli unbeschädigt gewesen sei, daß sich noch nicht vom Miniſter zurück seien. Am 2. September lief ein TeleNase gekommen. Die Amäuse haben einen Kiefer, womit sie aber am 8. Juli Ameisen in derselben angesammelt hätten; diese gramm ein, das fofortige Entlassung Harbamme anordnete. beisen, und einen Stachel, damit stecken sie eine Wunde hätten die Leiche an mehreren Stellen beschädigt. Er bezog sich Das Gutachten des Medizinalkollegiums zu Münster war und sprißen aus dem Stachel in die Wunde ihren Giftigen, ferner darauf, daß der Bahnarzt der Frau Harbaum gegen Blutfluß nämlich mit demjenigen der Obduzenten in ein fürchterliches Gericht Brennenden, flüssigen, flüchtigen, fauern Saft hinein und das riegt Schwefelsäure verschrieben habe. Die Eingabe blieb er gegangen; und zwar nicht auf Grund des neuen Moments der wie gebranter Schwefel, das ist es, was die Aerzte gefunden folglos. Im Oftober 1880 befürwortete die Anstalts- Wirkungen der Ameisensäure, sondern schon auf Grund andrer haben und mit einem falschen Eid haben sie be- direktion die bedingte Entlaffung Harbaums wegen guter Füh- Mängel des Obduzenten- Gutachtens. schworen das sei schwefelsäure und das Kind darung, nachdem drei Bierteile der Strafe verbüßt waren. Ab- Allerdings liege der Fall ganz so, wie der in Eulenburgs bon gestorben. Das Kind soll viehrmal gestorben sein, bei gelehnt. Vierteljahrsschrift erwähnte; die Flede seien durch Ameifen. uns ist es zum ersten mahl an die Krämpfe ohne Fehler gestorben Am 2. Mai 1881 wandte sich die Anstalsdirektion, da fäure hervorgerufen, aber ganz abgesehen davon sei das und nach dem Tode Keinen Fehler an der Leiche. bei die Arzte alle Schritte bei der Justiz erfolglos gewesen Obduzenten- Gutachten völlig hinfällig. sol es von vergiften gestorben sein, einmal an der auswendig „ Erwägen wir zunächst diejenigen Befunde an den inneren Organen der Kindesleiche, auf Grund deren die Obduzenten für eine fehlerhaften Stellen, am Schwurgericht habe ich bewiesen Keinen I*) Plattdeutsch Ameisen Urin. Wenn aber, was gar nicht beftritten wird, Unternehmer die begeben hatte und von dort sofort nach der Schweiz abgereift war. I antwortung für den status quo übernehmen. Wenn nach Annahme der wirtschaftliche Uebermacht mißbrauchen, um ihren Gelüsten auf Kosten Nun macht man mir den Vorwurf, daß ich nicht schneller ein Vorlage die Agitation fortdauere, werde man wissen, von welcher der weiblichen Angestellten zu fröhnen wer trägt denn die Schuld, geschritten bin, um dem öffentlichen Skandal vorzubeugen. Ich weiß Seite man die Zwietracht, unter der Bevölkerung wieder er daß der Versuch nicht gemacht werden konnte. diesem Unwesen zu in der That nicht, was ich noch hätte machen sollen. Ich bin jeden neuern wolle.( Beifall.) Waldeck- Rousseau fordert den Senat auf, steuern? Niemand anders doch als dieses sittliche Centrum, das falls sofort eingeschritten, als ich von der Angelegenheit Kenntnis nicht in den Händen der Feinde der Republik die entscheidende feinen ausschlaggebenden politischen Einfluß nicht benuzte, als es erhielt und hatte keinerlei Veranlassung, den Landrat Osterroht zu tötliche Waffe zu lassen, welche sie besitzen; die Zeit sei da, ein galt, den Arbeitgeber Baragraphen durchzusetzen, gegen schonen. den die Regierungen sich sträubten. Da ließ das Centrum die Social- Auf Antrag des Verteidigers wird ferner festgestellt, daß der Ende zu machen. Man darf", schloß der Minister, die Aktionsdemokratie allein und verzichtete auf den Arbeitgeber- Paragraphen, Selbstmordversuch am 18. Dezember stattgefunden habe. Der Haft- freiheit nicht denen überlassen, welche durch verbrecherische Lügen das wie es ja auch seine Macht nicht dazu vertvandte, eine gerechte Ber- befehl sei amt 1. Januar und die Einleitung des Disciplinarverfahrens, hin gekommen sind, eine Atmosphäre zu schaffen, so unrein und so teilung der Flottenlasten zu erzwingen, obwohl es gekonnt hätte. mit dem Antrag auf Entfernung aus dem Amt, am 4. Januar er- verwirrt, daß die Republikaner sich selbst darin nicht mehr wieder Die moralische Abgebrühtheit ist in der That erstaunlich, die folgt. erkennen würden.( Dreifacher lebhaftester Beifall. Zahlreiche Rufe: es angesichts solcher Thatsachen noch wagt, über die Unsittlichkeit zu Gutsbesizer Dr. Wendorff befundet: Der Fall Ofterroht Iamentieren. habe große Erregung im ganzen Streise hervorgerufen, und es ſeinschlagen!) Marcère bekämpft die Vorlage. Milliard wünscht, daß Die Generaldebatte wird geschlossen. Der Der autisemitische Reichstage- Abgeordnete Vielhaben, allgemein aufgefallen, daß, obwohl das unfittliche Treiben des die Amnestie auch auf die von dem Staatsgerichtshof Verurteilten Bertreter für Rinteln- Hofgeismar, hat aus Geschäfts- Landrats seit langer Zeit bekannt war, nicht früher eingeschritten ausgedehnt werde. rückſichten sein Reichstagsmandat niedergelegt. Wiel: wurde, und ganz besonders, daß Osterroht noch immer Landrat ge- Senat beschließt, mit 171 gegen 41 Stimmen, die Rede WaldedRousseaus öffentlich anschlagen zu lassen.( Beifall.) Franc haben ist Rechtsanwalt in Hamburg, derselbe ist 1898 mit 6035 wesen sei. Der Erste Staatsanwalt bemerkt: Er habe sich nicht für Chauveau beantragt Verweisung des Gesezentwurfs an eine gegen 2762 socialdemokratische, 287 Centrums, 130 nationalliberale berechtigt gehalten, den Haftbefehl zu veröffentlichen, zumal es ihm Kommission behuss Ausdehnung der Amnestie auf die von dem Verurteilten. Waldeck Rousseau bekämpft zweifelhaft gewesen sei, ob Osterroht sich im Sinne des§ 175 des Staatsgerichtshof Fackelzüge verstehen bereits die„ Wilden" in Deutsch- Südwest- Strafgesetzbuchs strafbar gemacht habe. Aus diesem Grunde und da diesen Antrag, der schließlich mit 175 gegen 101 Stimmen abgelehnt Afrika ihrem Bezirkshauptmann darzubringen. ihm bekannt sei, daß des angedeuteten Vergehens wegen die Die Civilisation dringt ein und die Kolonialpolitik beginnt sich Schweiz überhaupt nicht ausliefere, habe er auch feinen Stedbrief wird. Lecomte zieht sein Amendement, die Amnestie auf Dreyfus auszudehnen, zurück. Ein Amendement Fruchier, die Amnestie auf die von dem Staatsgerichtshof Verurteilten auszudehnen, wird mit 165 gegen 102 Stimmen abgelehnt und die Regierungsvorlage mit 238 gegen 34 Stimmen angenommen. Die Sigung wird sodann aufgehoben. Holland. immd 117 Stimmen der hessischen Reichspartei gewählt worden. zu rentieren! Der verschwundene Landrat. erlaffen. 4 Verteidiger Rechtsanwalt Baul Jonas Berlin: Ich beantrage die Freisprechung beider Angeklagten. Fest steht jedenfalls, daß, ob Vor der ersten Straffammer des Landgerichts Greifswald fand wohl am 18. Dezember Landrat Osterroht selbst bekannte, daß er am 1. Juni der Prozeß gegen den Chefredacteur des„ Greifswalder fittlich nicht rein sei und deshalb um seine Anitsenthebung bitten Tageblatts", Erich Stechert, und den Rittergutsbesitzer Arthur Becker müsse, daß am 19. Dezember der Selbstmordversuch geschah und am ( Bartmannshagen bei Grimmen) wegen Beleidigung des Stralsunder 1. Januar der Haftbefehl erlassen wurde, am 4. Januar erst das Haag, 2. Juni.( Privat- Telegramm.) Das am 15. Dezember von Regierungspräsidenten Scheffer statt. Die Anlage ist erhoben Disciplinarverfahren eingeleitet wurde. worden, weil Becker in einem„ Eingefandt" des von Stechert verNach etwa einhalbstündiger Beratung des Gerichtshofs verkündet der zweiten Stammer mit 79 gegen 14 Stimmen angenommene UnfallMan hält eine Ministerkrisis für antwortlich gezeichneten„ Greifswalder Tageblatts" behauptet hatte: der Präsident: Der Gerichtshof hat die Angeklagten der öffentlichen verficherungs- Gesetz ist gestern in der ersten Stammer mit 29 gegen Es verlaute nichts von Maßnahmen, die von seiten der Regierung Beleidigung des Herrn Regierungspräsidenten Scheller für schuldig 20 Stimmen verworfen worden. int Stralsund bezüglich des in seinem Privatleben erachtet und deshalb gegen Becker auf 4 Wochen Gefängnis, gegen nicht ausgeschlossen. Italien. tompromittierten, nach einem mißglüdten Gelbst Stechert auf 300 M. Geldstrafe erkannt. Es sei dem RegierungsFür die Wahlen, die am Pfingstfonntag stattfinden, sind in mordversuch verschwundenen Landrats Osterroht präsidenten der Vorwurf gemacht worden, daß er unvermögend geweien unternommen worden seien. Letterer fei jogar noch sei, zur rechten Zeit gegen den Landrat Osterroht einzuschreiten. In den 508 Wahlkreisen 945 Kandidaturen aufgestellt, weniger als bei immer offiziell als Grimmer Landrat zu betrachten. fubjeftiver Hinsicht hat der Gerichtshof festgestellt, daß der Aus den vorigen Wahlen, bei denen 1089 Kandidaten zur Wahl standen. Nach Verlesung des unter Anklage stehenden Artikels stellt der geklagte Beder aus Haß gegen den Landrat Osterroht und den Als ministerielle Kandidaturen find 462 bezeichnet, als verfassungs Erste Staatsanwalt an den Angeklagten Becker die Frage: Regierungspräsidenten Scheller gehandelt hat. Daher fonnte auch treu oppofitionelle 204. als solche der äußersten Linken 277, worunter ob er behaupte, daß schon vor dem Monat Dezember 1899 Dinge dem Angeklagten der Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuchs nicht sich allerdings zahlreiche Zählkandidaturen befinden; die übrigen belannt gewesen seien, die den hellen Ausbruch eines öffentlichen zugebilligt werden, da aus der Form und den Umständen die Absicht Kandidaturen tragen keine bestimmte Partei- Etiquette. Die Blätter Standals veranlaßt haben, insbesondere ob dem Angeklagten außer der Beleidigung hervorgeht. Bei der Strafzumessung ist erwogen des Vatikan schärfen der klerikalen Partei das alte päpstliche Gebot den unzüchtigen Handlungen des Landrats Osterroht noch worden, daß die Beleidigung gegen den obersten Beamten des Ne- der Wahlenthaltung ein. Die Katholiken sollen sich nicht der falschen Meinung hingeben, daß eine ausnahinsweise Beteiligung zu Gunstei andre Dinge befannt seien, die einen öffentlichen Standal veranlagt gierungsbezirts gerichtet war. der Wahlentscheidung zwischen Ordnungs- und Umsturzmännerit haben. gestattet sei. Das wird die Klerikalen nicht abhalten, wie bei frühery Wahlen so auch jetzt ihr Wahlrecht auszuüben. Beder: Die unzüchtigen Handlungen des Landrats Osterroht, aber auch amtliche llebergriffe des Landrats, die amtlich feststehen, seien längst im Streise bekannt gewesen. Erster Staatsanwalt: Amtliche Uebergriffe des LandAusland. Die Amnestic Vorlage. Jm französischen Senat wurde am Sonnabend die Der Präsident verliest sodann einen Brief Joseph Reinachs, in welchem dieser dagegen Einspruch erhebt, daß ihm diese Depesche zugeschrieben werde, und erklärt, daß es sich um eine Fälschung handle.( Unruhe.) Der Ministerpräsident besteigt die Tribüne. Asien. Bom Boxer- Aufstand. Das franzöfifche Konfulat in Beting erhielt die Nachricht, daß am Donnerstag früh 30 Ausländer, darunter sechs Frauen und ein Kind, die sich in Booten auf der Flucht von Paoting- Fu nach Tientsin befanden, von mehr als 700, mit Flinteir und Speeren bewaffneten Borers angegriffen, und daß vier von ihnen Am Freitag find auch die getötet, mehrere verwundet wurden. übrigen angekommen. Das britische Kriegsschiff„ Centurion" mit dem Admiral an Bord, und das italienische Kriegsschiff„ Calabrid" sind vor Taku eingetroffen. In verschiedenen englischen Blättern finden sich Angaben über die Anzahl der fremden Kriegsschiffe vor Tatu; danach befinden sich dort 9 russische, 3 französische, 3 englische, 3 deutsche, 2 amerikanische und 2 japanische Schiffe. Nach weiteren Angaben der Blätter hätten die russischen Schiffe außer ihren Besatzungen noch 11 000 Mann Truppen aus Port Arthur an Bord; weitere 14 000 Mann ständen in Port Arthur zur Einschiffung bereit. Ein verunglücktes Experiment. rats Osterroht find amtlich nicht festgestellt. Gegen den Beratung der Amnestie- Vorlage fortgesetzt. Traricug sagt, die Landrat ist das Disciplinarverfahren eingeleitet und ein Haftbefehl Agitation, welche aus Anlaß der Dreyfusaffaire ins Werk erlassen worden. Der Landrat, der sich augenblicklich in gefegt worden ist, sei in Wirklichkeit ein Kreuzzug gegen die einer Heilanstalt in der Schweiz befindet, kam vorläufig nicht ver- t e publik. Redner spricht davon, welche Entrüstung in ihm die nommen werden, deshalb ist Osterroht noch bis heute Landrat des Anstrengungen erregt hätten, die von feiten sämtlicher verGrimmer Kreises und muß es auch noch bis auf weiteres bleiben. bündeten reaktionären Elemente gemacht seien, um einen Mann Regierungspräsident Scheller- Stralsund bekundet: Anfangs außerhalb des Gesetzes zu stellen, lediglich deshalb, weil er Jude fei, Dezember 1899 wurde uns mitgeteilt, daß gegen den Landrat und wie entrüstet er gewesen sei über alle die Anschuldigungen, die Osterroht Gerüchte im Umlauf seien, dieser begehe HandLungen, die die Sittengefege verlegen. Ich tele- gegen die Verteidiger eines Unschuldigen gerichtet worden seien, be= graphierte an den Landrat Osterroht, sich unverzüglich und zwar sonders über die, daß sie sich in aus Deutschland und England geam Sonntag, den 10. Dezember, bei mir einzufinden. Landrat tommene 34 Millionen geteilt hätten. Tvarieur sieht in dem AusOsterroht erschien auch am 10. Dezember bei mir. Auf meine Vor- fall der jüngsten Wahlen zum Munizipalrat in Paris den Beweis haltung stellte der Landrat alles in Abrede und bemerkte: es fei dafür, daß die Dreyfus- Affaire nur zu dem Zweck erfunden ihm nicht bekannt, daß irgend welche Gerüchte gegen ihn in Umlauf worden sei, um der Sache der reaktionären Elemente verfeien. Ich bemerkte deni Landrat, daß ich mich damit nicht be- fchiedenster Richtungen zu dienen. Redner kommt zu dem Ueber die Borer- Beweging gehen die Nachrichten noch sehr aus ruhigen könnte. Er müsse die umlaufenden Gerüchte in entschiedener Schluß. er lehne die Amnestievorlage ab.( Beifall links.) einander. Jedenfalls ist es eine Voltsbewegung, die durch den Weise widerlegen, andernfalls sci ich genötigt, dem Herrn Minister General Lambert protestiert gegen die Angriffe, welche gegen wachsenden Einfluß der Fremden in China hervorgerufen ist. Und Anzeige zu machen. Ich bemerke, daß Landrat Osterroht im Redner verliest gewiß ist auch, daß sowohl die Russen, als auch die Engländer und Sommer 1899 mit dem Pferde gestürzt ist und sich dabei eine die militärischen Richter Dreyfus gerichtet wurden. Gehirnerschütterung zugezogen hat. Ich reiste gleich darauf eine Depesche, welche nach Mitteilungen eines Morgenblatts zur Japaner diese Bewegung für sich auszumußen bemüht sind. Des nach Berlin und hielt dem Herrn Minister über den Fall Osterroht Zeit des Renner Prozesses in Ems angeschlagen war und welche mit weiteren steht fest, daß der russische Einfluß durch den BoerenOb es den Engländern Vortrag. Der Herr Minister äußerte: es müsse sofort in der dem Namen" Joseph" unterzeichnet war. Die Depesche enthalte die krieg entschieden gefördert worden ist. Angelegenheit eine genaue Untersuchung vorgenommen werden. Nach gröbsten Beschimpfungen gegen den ganzen Generalstab.( Protest- gelingen wird, ihr stark erschüttertes Prestige in nächster Zeit wieder herzustellen, das müssen wir abwarten. Die Folgen des süd meiner Rückkehr aus Berlin forderte ich sofort den Landrat auf, ent rufe links.) afritanijchen Kriegs werden sich noch lange fühlbar machen. weder gegen die umlaufenden Gerüchte selbst vorzugehen oder seine Entlassung zu beantragen. Der Landrat antwortete mir: Er habe fich feiner strafbaren Handlung schuldig gemacht, er müsse aber bekennen, daß er in fittlicher Beziehung nicht ganz rein dastehe, er ersuche daher, ihn von seinem Amte zu fuspendieren. Ich verfügte fofort die Suspendierung des Landrats von den Amtsgeschäften. Gleich darauf wurde mir berichtet, daß der Landrat einen Selbstmordversuch begangen Er verteidigt die Vorlage und erklärt, bei dem ersten Prozeß habe. Der Landrat sei wohl nicht lebensgefährlich, aber immerhin gegen Dreyfus seien der Verteidigung nicht alle Schriftstücke mit schwer verwundet. Einige Zeit darauf wurde von dem Bürgermeister zu geteilt worden. Dis Regierung habe alle Spuren einer traurigen Grimmen mitgeteilt, daß er der Staatsanwaltschaft zu Greifswald Bergangenheit auswischen wollen. Man müsse über gewiffe Borgänge Landrat erlassen habe. Diese Mitteilung veranlaßte mich, sofort das Der Minister weist dann auf die politischen Seiten hin, welche der und daß die Staatsanwaltschaft deshalb den Haftbefehl gegen den einen Schleier decken, um nicht verpflichtet zu sein, sie zu bestrafen. Disciplinarberfahren gegen den Landrat Osterroht einzuleiten. Der Gesetzentwurf habe, ersucht die Senatoren dringend, ihm durch AnHaftbefehl konnte jedoch nicht ausgeführt werden, da O. angeblich aufnahme desselben ihr Vertrauen kundzugeben und alle eingebrachten Auraten seiner Verwandten in ärztliche Behandlung nach Berlin sich Abänderungsvorschläge abzulehnen. Die Regierung fönne feine VerSchwefelsäure- Vergiftung sich ausgesprochen haben, so ergeben sich der Anstalt Gelle beantragte bei dem Minister des Junern auch aus bon vornherein die allergewichtigsten Zweifel an der Staatsmitteln eine Beihilfe an den ganz ruinierten Mann. Der Richtigkeit des Vorgutachtens." Das gefochte Aussehen der Zunge Ministeri. A. Herrfurth( damals interstaatssekretär) Ichute habe nicht zu einem Schluß berechtigt, weil die übrigen Schleim- unter dem 10. Febr. 1882 einfach ab, weil nach Lage der Verhältnisse häute des Munds an jenem Aussehen keinen Teil hatten. und der keineswegs makellosen Vergangenheit Harbaums teine Daß die Speiseröhre anfangs glatt, weiter unten gerungelt gewesen, genügende Veranlassung fei, dem letzteren eine Geld sei nicht einmal eine Abnormität, geschweige denn ein entschädigung im Gnadenweg zu erwirken!! Beweis für Eimvirkung von Schwefelsäure. Ebenso verhalte es sich Was die Vergangenheit anlangt, so war Harbaum unbestraft mit dem Magenbefund. Es sei nicht die geringste Ver- und unbescholten; der Vorwurf konnte sich nur auf das uncheliche färbung der Schleimhaut bemerkt. Runzelige Stellen, die als Kind beziehen. Beweis angeführt seien, seien in Wahrheit eine fehr gewöhn liche Erscheinung. Die ebenso verwertete leichte Berreißbarkeit Die Wiederaufnahme eines abgeschlossenen Prozeßverfahrens ist der Magenwand sei bei Kindern etwas so häufig Auftretendes, daß man sie wohl als besondre Krankheit, als schon durch den Gesetzgeber in allerhöchstem Maße erschwert. Ueber Magenerweichung der Kinder" bezeichne. Um den negativen den Antrag auf Wiederaufnahme entscheidet dasselbe Gericht, das die Befund zu Anfang der Speiseröhre zu erklären, sprechen die Verurteilung ausgesprochen hatte. Obducenten von einem einfüllenden Behitel, und sie geraten dadurch Riehl macht irgendwo die Bemerkung zu einem Rechtsfall aus mit sich selbst in widerspruch, weil doch die Zunge ver- früheren Jahrhunderten: es war für das Renommee eines Gerichts brannt gewesen sein soll." Das Phänomen der Flecke an den gefährlich, wenn es ein zwanzigmal gefoltertes Weib nicht einmal Nasenflügeln sei ebenso unbefriedigend erklärt durch die Annahme, etwas anbraten, geschweige denn verbrennen durfte. Kein Richter daß die Nase mit Fingern, an denen sich Säure befand, zu stößt leicht ein unter seiner Mithilfe gefälltes Urteil um. Man sollte für die Behandlung der Wiederaufnahme- Anträge gehalten sei. Sondergerichte einsetzen. Das Gutachten der Obducenten hatte den Vorgang so dargestellt: Durch den Reiz der Säure sei ein Krampf der Stimmirige entstanden, in dessen Folge die Lunge collabiert blieb; dadurch sei Stauung und Hyperämie in der Schädelhöhle entstanden. fann." Unser franzöfifcher Genoffe Charles Bonnier, Mitglied der Parti Ouvrier( ,, Guesdisten"), schreibt uns unter diesem Titel: Für einen„ outsider", b. h. einen, der von fern deir Streit beobachtet. welcher zwischen den beiden Fraktionen der socialistischen Partei Frankreichs ausgebrochen ist anläßlich des Eintritts Millerands in ein Ministerium, in dem sich Waldeck- Rousseau, der berüchtigte schlächter und Nacheiferer Saint- Arnauds, befinden für diesen muß es überraschend sein, zu sehen, daß so wenig Erbitterung und überGründer des Unternehmerverbands, und Galliffet, der Kommunehaupt so wenig oder gar kein persönlicher Groll in der Debatte sich Man hatte auf der einen wie auf der andern bemerkbar machte. Seite schnell erfannt, daß die Persönlichkeit Millerands in der Sache gar teine Rolle spielt. Die Eocialisten, welche den Eintritt Millerands ins Ministerium verurteilteit, saben mit Bedauern den früheren Kampfgenossen jo. zusagen gelähmt in einer unmöglichen Stellung, die ihn einerseits durch die Erinnerungen der Vergangenheit hindert, ein guter radikaler Minister zu werden und andrerseits zwingt, seine socialistische Vergangenheit zu verleugnen. Sie können ihn nicht unterstügen, wie fie es bei Minister Bourgeois gethan haben, denn es hieße das Proletariat glauben machen, als ob fie die Haltung des Ministers für socialistisch hielten; und bei mehreren Gelegenheiten mußten sie sind ihn jogar angreifen. Was die anderen betrifft, die ihn dem geopfert haben, was sie eine Notwendigkeit des Augenblics" und die Verteidigung der Republik" nannten, so beginnen sie, namentlich seit den Schandthaten von Martinique,*) den dringenden Wunsch zu empfinden, daß sie die Kugel loswären, die ihnen an den Füßen hängt. und man ver tein Socialist Echon in ihrem bekannten Manifeft hatten die antiministeriellen Eocialisten es für unmöglich erklärt, daß ein Socialist unter den Auf den heutigen Umständen sich an der Regierung beteilige. Kongreß der Arbeiterpartei in Epernay hatte man es flar und turz ausgesprochen, daß, von Ausnahmefällen abgesehen stand darunter eine revolutionäre Situation an der Seite eines Bourgeois- Ministers fizzen dürfe. Der nationale Kongres bestätigte sowohl unser Manifest als die Entscheidung des Kongresses von Epernay. Es bleibt also nur noch übrig, in einem furzen Abriß die Thätigkeit des Socialisten im Ministerium WaldedRousseau darzuthun, ob dessen Handlungen und Worte die Richtigkeit der Prophezeiung seiner Gegner gezeigt hat. Man sollte ferner die Bestimmungen beseitigen, durch welche die Wiederaufnahme an die rechtsträftige Erledigung anderer Prozesse geknüpft wird, ebenso wie diejenige, welche es in das BeDerartige wissenschaftliche" Darstellungen pflegen auf Laien lieben des Gerichts stellt, zu ermessen, ob eine neue Thatsache" Lassen wir die offiziellen Ceremonien beiseite: die Neden in der einen starten, überzeugenden Eindrud zu machen. Das Medizinal geeignet ist, das Urteil zu erschüttern. Wir haben oben gesehen, daß Kollegium aber erklärte: Wir stehen nicht an zu erklären, für den am Fall Harbaum beteiligten Ersten Staatsanwalt auch Handelskammer, wo man von Versöhnung des Kapitals und der die des Arztgutachtens Schuld Erschütterung Har Arbeit predigt, die Verleihung des Ordens au einen Unternehmer, der daß von allen obbuftionsbefunden in Mundhöhle, nach Man sollte endlich mehrmals wegen Uebertretung der Arbeiterschutz- Geseze bestraft war, Speiseröhre und Magen tein einziger für die Diagnose baums, teinem 3weifel"" unterlag. einer Schwefelsäure- Bergiftung berwertet werden jede Pflichtverlegung, jeden llebergriff eines beteiligten die Verstöße gegen das Princip des Klassenlampfs und schließlich die Richters als Grund zur Wiederaufnahme anerkennen, nicht nur die Apotheose der Ausstellung, diese Hymne zu Ehren der Ausbeutung Ganz ebenso verhalte es sich mit den Argumenten aus der gerichtlich strafbaren. Es kommen jest Schwurgerichtsurteile zu der Arbeiter. Man kann dieses Benchmen wenn auch nicht ent Farbe und Flüssigkeit des Bluts. Was aber die Flecken an der Haut ftande lediglich durch voreingenommenes Berhalten des Präsidenten, fchuldigen, so doch wenigstens erklären und als Milderungsgrund, fich berufen auf den Zwang der Lage und das Publikum, vor dem angehe, so sei es eine in der forensischen Medizin ganz vor allem im Refumé. So lange die Justiz ihr„ Renommee" durch möglichst der Minister spricht. Die Handlungen sind viel interessanter allgemein bekannte Thatsache, daß es zur Hervorbringung solcher Flecken gar feiner äßenden Stoffe starres Festhalten an einmal gefällten rechtskräftigen Urteilen zu und in erster Linie stehen die zwei Geseze, welche die Bahn des bewahren sucht, wird sie das Gegenteil erreichen. So lange wird socialistischen Ministers bezeichnen. bedürfe. die„ öffentliche Meinung" sich beunruhigen müssen über das Schicksal unschuldig Verurteilter. Biethen und Koschemann find nur zwei unter vielen. In den Strafanstalten sind zahlreiche Opfer von Junius. Rechtsirrtümern und falschen Zeugnissen. Im Wiederaufnahme Verfahren wurde Harbaum am 28. November 1881 freigesprochen. Er hatte mehr als neim Jahre unschuldig im Zuchthaus geseffen. Eine Entschädigung unschuldig Verurteilter gab es damals noch nicht. Durch Zeitungen wurden 7500 M. für Harbaum gesammelt. Die Direktion Die große Mehrheit der französischen Gewerkschaftsorganisationen hat gegen das Elsstunden- Gesez protestiert, das man mit Recht als *) Der französischen Kolonie, wo anläßlich einer Arbeitseinstellung unter den farbigen Arbeitern eine Mezelei veranstaltet wurde. bis einen Rüdfchritt bezeichnet hat. Das Gesetz von 1892, das die Antrag entsprechend für jeden der beiden Bahnhöfe eine Kommission der Bäckereien beauftragt, damit dieselben die bewilligten Forde Arbeitszeit für Kinder auf 10 Stunden herabfezte, war niemals an- von Angestellten gewählt werden, welche der Betriebsleitung Wünsche rungen auch durchführen. gewendet worden, und die Unternehmer hatten sich den Ber- und Beschwerden des Personals übermittelt. Doch dürfen die Wünsche pflichtungen, die es ihnen auferlegte, dadurch entzogen, daß sie es und Beschwerden nicht in die Rechte der Betriebsleitung und der in Süchteln bei Strefeld hat seine Fabrit geschloffen und circa Unternehmerterrorismus. Der Direktor der Firma Andräe smit Hilfe des Relais systems umgingen. Man hat mit vollem Disciplin eingreifen. Recht behauptet, daß das Gefeß nicht in Kraft war. War das aber ein Grund, die Stunden, während deren die Kinder arbeiten müssen, zu ver- auf den Betrag des vollen Gehalts kann nicht gewährt werden. hängte er am 26. Mai eine neue Arbeitsordnung aus. Diese ent9. Die Erhöhung des gegenwärtigen Zuschusses zum Krankengeld 400 Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Straße geworfen. Und der Grund? Ohne mit dem Fabrikausschuß Rücksprache zu nehmen, mehren und sie von 10 auf 11 zu erhöhen unter dem Vorivand, die 10. Die Vorgesetzten sind in angemessener Weise zu grüßen. Aufgabe der Gewerbe- Inspektoren zu erleichtern und zu ver- 11. Das Pußen der Messingteile an den Wagen ist nach wie hielt derart drakonische Strafbestimmungen, daß eine allgemeine einfachen? Resultat: eine Stunde Gewinn für die Unternehmer. vor von den Schaffnern zu besorgen. Das Ausfegen der Wagen einer Mart bestraft, wer mit einem Arbeitskollegem spricht. Nachdem Entrüstung unter den Arbeitern Plaz griff. So wurde z. B. mit Was nun die Erwachsenen: Männer und Frauen, betrifft, so hatten nach Schluß des Dienstes wird durch die Wagenwäscher geschehen. es die Unternehmer sehr eilig mit der Erklärung, daß sich die Ar- In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend fand eine Versamm un am 28. und 29. Mai wirklich Bestrafungen stattfanden, wurden beiter mit einem niedrigeren Lohn begnügen müßten; und das hat lung der Siemens u. Halsteschen Straßenbahner statt, die einberufen die Weber der Fabrik vorstellig. Außer der Außerkraftſegung der die Streiks heraufbeschworen, die im Norden ausgebrochen sind. Die war, weil der Betriebsleiter, Baumeister Buschbaum, den von den wurde nämlich in der Fabrik von einem Teil der Weber bis 4 und von Strafbestimmungen verlangten sie eine einheitliche Arbeitszeit. Es elf Stunden für die Kinder und Lohnverkürzung Saltung eingenommen hatte. In dieser Versammlung trat auch ein dem andern bis 7 Uhr nachmittags gearbeitet. Die Unterhandlung für die Erwachsenen. Die Anwälte des Ministeriums stellen Beamter der Firma, ein Dr. Zimmer auf, der von dem warmen Herzen sollten, stellten am 31. Mai morgens die sämtlichen Weber die Arbeit verlief fruchtlos. Als nun aber neun Weber entlassen werden dem die großartige Verheißung entgegen, daß in ferner Zukunft ein- fprach, welches die Firma Siemens u. Halste stets für ihr Personal ein. Um Nachmittag entließ der Direktor dann sämtliche übrigen mal die Arbeitszeit auf zehn, dann gar auf acht Stunden vermindert gehabt habe, was sie auch dadurch bekundet habe, daß sie die vor: Arbeiter und erklärte, die Fabrik bleibt vorläufig geschlossen. werden soll. Man wird mir zugeben, daß dies ein recht großer stehenden Zugeständnisse gemacht und es deshalb der Einmischung Umweg ist, um das zu erreichen, was schon 1892 Gesez war, zu fremder Personen nicht bedürfe. Mit dem fremden Personen find Der Streik der Pflasterer in Köln ist mit einem bollen deffen Durchführung es bloß einiger Energie des socialistischen die Vorstandsmitglieder des Central- Verbandes der Handels-, Erfolg für die Arbeiter beendet. Es handelt sich hierbei um die Abwehr Ministers bedurft hätte. Transport und Verkehrsarbeiter gemeint, den die Angestellten einer empfindlichen Lohnherabsetzung. Was dann das famose Gefeß über die Syndikate( Gewert der genannten Straßenbahn angehören. Ohne die Mits fchaften) betrifft ein gemeinsames Werk von Waldeck- Rousseau und wirkung dieser Organisation hätte sich natürlich das warme Der Zehnstundentag in der Textilindustrie. Das AgitationsMillerand, so haben die Arbeiterbörsen gegen dasselbe Herz der Firma nicht offenbart, und die Tage der Angestellten wäre fomitee der Leipziger Textilarbeiter hatte an eine Reihe dortiger protestiert, und zwar mit Recht. Denn unter dem Vorwande, den auch nicht im geringsten gebessert worden. Firmen das Ersuchen um Verkürzung der Arbeitszeit auf zehn Stunden Gewerkschaften die Rechtspersönlichkeit zu verleihen, stellt man sie Mit den von der Direktion gemachten Zugeständnissen, durch gerichtet. Die betreffenden Firmen wendeten fich an den Vorstand thatsächlich bloß. Die Gerichte, die bisher nicht an sie heran welche die Angestellten der Siemens u. Halsteschen Linien denen der ihres Verbands, deſſen Siz in Chemiz ist, mit der Anfrage, wie Tonnten, schlagen jetzt direkt auf sie los. Ein andrer Großen Berliner" gleichgestellt werden, erklärte sich die Versamm- sie sich verhalten sollten. Die Chemnizer Boltsstimme" ist mun in Artifel ermächtigt die Syndikate( Gewerkschaften), Unternehmer. Tung einverstanden und ist die Lohnbewegung damit beendet. der Lage, ein streng vertrauliches" Rundschreiben des be= die einen Arbeiter entlassen haben, weil er einer Gewerkschaft anjagten Borstands an die Mitglieder zu veröffentlichen, in welchem gehörte, gerichtlich zu verfolgen. Als ob ein Unternehmer nicht Zu der Lohnbewegung der Maurer in Spandan. Die die Antwort an die Leipziger Firmen enthalten ist. In diesem tauſend andre Gründe fände, als diefen! Auf der andern Seite beiden Beauftragten der Maurer haben ihrem Auftrage gemäß sich Cirkular wird auseinandergesetzt, daß die Konkurrenz des Auslands wird und hier kommt der Pferdefuß zum Vorschein und auch die der deutschen Centren für die Textilindustrie, Bersuch des Boykotts oder des Streikpostenstehens der Arbeiter begeben, um mit diesem mündlich zu unterhandeln; da ein wo noch 11 Stunden gearbeitet würde, eine solche Beschränkung streng unterdrückt, immer unter dem Vorwande, daß darunter„ die Resultat jedoch nicht erzielt wurde, hatte die Lohnkommission nicht zulaffe. Im übrigen weist der Verbandsvorstand die Leipziger Freiheit der Arbeit" leide. noch einmal den Arbeitgeberverband schriftlich um Anerkennung worten, daß man mit einem dem Betrieb fernstehenden Komitee Firmen an, kurz und fühl" dem Briefschreiber zu antDas find die zwei großen" Gefeße, die das Proletariat einem der Gefellenforderungen ze. ersucht. Bis zum Freitagabend socialistischen Minister verdankt! Es würde zu weit führen, wenn an welchem eine weitere, gut besuchte Versammlung der Maurer bei nicht verhandeln könne. Wie man sieht, der gewöhnliche Herrenich alle Streits aufzählen wollte, die unter diesem Ministerium statt- Wehe stattfand, war eine Antwort seitens der Arbeitgeber nicht ein- standpunkt; wagt es aber ein im Betrieb selbst beschäftigter Arbeiter, gefunden haben und die beendigt wurden entweder durch Schieds- gegangen. In dieser Versammlung wurde nun beschlossen, den Arbeit- Forderungen zu stellen, wird er gemaßregelt. Es ist nun nicht früche, die, wie im Creuzot, die Arbeiter au Händen und Füßen gebern noch weitere Bedenkzeit bis zum dritten Feiertag zu geben. ausgeschlossen, daß es am 12. Juni in Leipzig zum Ausstand der gefesselt in den Klauen der Gebrüder Schneider laffen, oder Die am Dienstag, nachmittags 3 Uhr, im Wehe schen Textilarbeiter tommt. Doubs Departement, Dant der Dazwischenkunft 2otal stattfindende neue Maurerversammlung wird sich alsdann Der Streit der Holzarbeiter in alle dauert fort, da die der offiziösen Agenten des Ministeriums, die Aktion der definitiv über die zu treffenden Maßnahmen schlüssig werden. Generalversammlung der Unternehmer die Vereinbarungen, welche Arbeitslosen scheiterte. Dazu kommt noch die Arbeitermezelei Hoffentlich benngen die Arbeitgeber diese Zeit, um fich über ein durch die Verhandlungen der beiderseitigen Kommissionen zu standi auf Martinique, das Fourmies**) dieses Ministeriums angemesseneres Entgegenkommen gegenüber den Forderungen gekommen waren, abgelehnt hat. „ der republikanischen Verteidigung" und die Kavallerie- Attacken, die der Maurer einig zu werden und einen neuen Ausstand dain Carmaux stattfanden, während der socialistische Minister auf durch zu vermeiden. der Ausstellung die Versöhnung der Menschheit in der Liebe feierte. im Partei- Nachrichten. " Deutsches Reich. 2 " Die Nenordnung der Arbeiterklassen erfolgt nach wie vor An fang Januar und Juli jeden Jahres. 3 wickau Oberhohndorfer Steintohlenbauverein. Währenddem man also die Doppelladung Kohlen feit August vorigen Jahres mm 50 M. gesteigert, gewährt man den Arbeitswilligen eine Gnadenzulage". Die Führer der Streikenden aber trieb man in die Fremde und verbannte sie bei Strafe des Verhungerns von der heimatlichen Scholle; die wieder in Gnaden Aufs genommenen müssen jedoch froh fein, wenn sie zu den alten Löhnen arbeiten dürfen. Das giebt immer wieder neuen Zündstoff zu späteren Auflehmungen gegen das progige Grubenkapital. Ausland. Ein Guadengeschenk an die„ Arbeitswilligen". Auf einem der größten Werke des 3 widauer Reviers, wo mehrere hundert Mann im Streit standen, wurde den Bergarbeitern durch Anschlag Man wird darauf antworten, daß selbst ein socialistischer Mi- 3nr Straßenbahner- Bewegung. Der Streit in Hannover etwa folgendes bekannt gegeben: Unter Hinweis auf unsre Bekanntnister in der Epoche des Kapitalismus der Unternehmergewalt nicht ist, wie bereits mitgeteilt, zur Thatsache geworden. Die Direktion machung vom 8. Februar I. J. geben wir hiermit bekannt, daß die widerstehen kann. Ganz richtig, aber weshalb muß er sich dann in hatte mit der Einbehaltung der 200 W. betragenden Kaution unter dem 1. April 1. J. playgreifende Schichtlohnerhöhung mur den diese Galeere ſezen? Das flaffenbewußte Proletariat Frankreichs gedroht; auf die Entschließungen der Versammlung der Straßen- Teil unsrer Belegschaft betrifft, welcher sich dem Februar- Ansstand und des Auslands( wie die bekannte Umfrage der Betite République" bahuer hat diese Drohung feinen Einfluß gehabt, denn der nicht angeschloffen hat. zeigte) hat das Mißlingen des Experiments vorhergeiagt, das von Streit wurde mit großer Majorität beschloffen. Die Direktion Diese Schichtlohnerhöhung ist jedoch mir als eine persönliche Leuten angestellt wurde, die sicherlich in der besten Abficht handelten, hat sich jetzt auch zu Unterhandlungen herbeigelassen, zu einem Er- Bulage im Sinn II. Abschnitt, Absatz 2 der Arbeiterordnung zu be es aber dahin gebracht haben, das Proletariat auf seinem Vormarsch gebnis haben dieje jedoch noch nicht geführt. In Danzig ist trachten und hat als solche eine Einordnung in eine andere Arbeiteraufzuhalten. Die Ereignisse haben unsre Vorhersage bestätigt. es ebenfalls zum Streit der Straßenbahn- Angestellten gefominen. flaffe nicht im Gefolge. Auf zwei nach den Vorstädten führenden Linien ruht der Verkehr ganz, auf andern Linien behilft man sich mit Hilfspersonal. Die gestern gebrachte Nachricht von der Beilegung des Ausstands Die Maßregelung eines socialdemokratischen Schul- in Stettin bestätigt sich. Es wird uns darüber aus Stettin bevorstands wird der" Sächsischen Arbeiter- Zeitung" aus Birna richtet: Der größte Teil der Forderungen wurde bewilligt. Vergemeldet. Die dortige Bezirks- Schulinspektion hat den Genossen anlaffung zur schnellen Beilegung des Ausstands gab die durch auswald in Berggießhübel seines Amts als Schul- Genossen Friz Herbert herbeigeführte Rücksprache mit dem Stadt vorstand, das er ſeit vorigem Jahre bekleidet, enthoben. Als Gründe fynditus Wolff. Dieser jegte sich mit der Direktion in Verbindung, werden angegeben, daß Hanswald als Delegierter zur Dresdener die sofort zu einer Verhandlung bereit war. Hervorzuheben ist, daß Landeskonferenz gewählt worden sei und weil er in besonders sich von den 260 Ausständigen fast keine Arbeitswilligen gefunden hervortretender Weise den bekannten gegen die behatten. Seit Freitag früh ist der Betrieb wieder vollständig aufstehende staatliche Ordnung und die kirchlichen und genommen. schulischen(?) Einrichtungen gerichteten Grund- Köln, 2. Juni. Jufolge des gestrigen Beschlusses der Anfäzen huldige"! Wir empfehlen dem Herrn Schulinspektor, gestellten der Straßenbahn ruht heute der Betrieb vollständig. An- In Petersburg dauert ein Streit in einigen Textilfabriken einmal die gestern von uns veröffentlichten Aeußerungen des Pro- gesichts des für die Feiertage zu erwartenden großen Fremden- fchon einige Wochen. Der Streit ist ausgebrochen infolge der Maßfessor Delbrü& durchzulesen. Herr Delbrück betont mit Recht, audrangs dürfte es zu empfindlichen Störungen kommen. Die Ver- regelung einer Anzahl von Arbeitern wegen der Maifeier. Die daß sich die Socialdemokraten als die energischten Vertreter für waltung der Straßenbahn macht heute nachmittag bekannt, daß jeder llebrigen erklärten sich dann mit den gemaßregelten Arbeitern Kunst und Wissenschaften, für freie Forschung und Meinungsäußerung der Angestellten, der die Arbeit nicht sofort wieder aufnimmt, folidarisch und traten in den Streit. Ein Streit, der zur Ursache erwiesen haben. Ihre ganze Weltanschauung verpflichtet sie dazu, als entlassen gilt, da entlassen gilt, da die Ausständigen die Arbeit ohne die Maßregelung von Arbeitern hat und wo als Forderung die die besten Freunde der Schule zu sein. Kündigung eingestellt haben. Eine heute nachmittag statt- Wiederaufnahme der Gemaßregelten gestellt wird: eine solche Der Vertrauensmann Magdeburgs ergreift die Jnitiative gehabte, von 600 Personen besuchte Versammlung der Streifenden Bethätigung des Solidaritätsgefühls kommt bei uns zum erstent zur Gründung eines socialdemokratischen Vereins. beschloß, an ihren Forderungen festzuhalten und nochmals zur Ver- Mal vor. Nachdem das Verbindungsverbot aufgehoben, finde er keinen Grund handlung eine Kommission zu entfenden, welche in einer heute abend mehr, mit der Schaffung einer regelrechten politischen Organisation stattfindenden Versammlung Bericht erstatten soll. Gegen Mittag zu zögern. Er selbst habe ein Vereinsstatut ausgearbeitet, das fuhren sechs Wagen, geführt von Controleuren und sonstigen Er selbst habe ein Vereinsstatut ausgearbeitet, das in einer demnächst stattfindenden Parteiversammlung vorgelegt jungen enten, wobei in der Neustadt an einem Wagen jämntliche Scheiben eingeworfen wurden. Der Polizeipräsident Wegmann erließ infolge dessen eine Bekanntmachung, in welcher er Ein tragisches Ende nahm der Genosse Wunderlich, ehe- darauf hinweist, daß, da die Direktion der städtischen Straßenmaliger Bergmann in Delsnig( Sachsen), indem er sich in Wildbahnen beabsichtigt, beabsichtigt, morgen mit allem zur Verfügung Wunderlich, der in besten Familien: stehenden Personal den Straßenbahnbetrieb in größerem Umstein in B. erschoßz. verhältnissen lebte, fühlte schon längst den Drang in sich, sich vom fang aufzunehmen, sämtliche Erefutivbeamte schärfste Weisung erhalten Fabritjoch zu befreien; er übernahm vor ca. 4 Wochen den Gasthof haben, den Straßenbahnbetrieb zu schützen sowie mit allen zuzu Oberpreg in Bayern. Seine Frau war auch anfangs mit diesem lässigen Mitteln die Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Ausständigen Unternehmen einverstanden, wurde aber vielleicht später andrer sowie das gesamte Bublikum werden dringend gewarnt, durch TeilMeinung. Sie ging drei Tage nach erfolgtem Einzug in Oberpreg nahme an Ausschreitungen sowie Zusammenrottungen sich in Gefahr nach ihrem Geburtsort Wildstein i. B. und ertränfte fich mit ihrem zu bringen. einzigen sechsjährigen Sohn. Wunderlich vermochte das nicht zu überwinden und ging selbst in den Tod. Wir verlieren in ihm einen Genossen, der zu jeder Zeit für unsre gerechte Sache unermüdlich eintrat. Ehre seinem Andenken! werden soll. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Angestellten der Siemens u. Halskeschen Straßenbahn find neuerdings, dem Beispiel ihrer Kollegen von der Großen Berliner" folgend, wegen Aufbefferung ihrer Lage vorstellig geworden. Infolgedessen hat die Direktion am Freitag durch Anschlag auf den Bahnhöfen folgendes bekannt gegeben: 1. Die Frage der Anrechnung der Probezeit für die Bemeffung der Gehälter und Pensionen soll ebenso geregelt werden, wie bei der Großen Berliner Straßenbahn. Bindung um Minuten stattfindet. 2. Wegen der Regelung des Dienstes( Dienstzeit) ist man mit der erhobenen Forderung grundsätzlich einverstanden, ohne das eine 3. Die Ueberstunden werden mit 50 Pf. nach einer festzulegen4. Die Wagenführer erhalten 4, die Schaffner 3 freie Tage im den Norm bezahlt. Monat. vom Staat gezahlt wird. bewähren, soll jeder Wagenführer solchen erhalten. Der Krieg. Lord Roberts hat Pretoria noch nicht erreicht. Ein Teles gramm von ihm aus Johannesburg vom 31. Mai meldet: Ich erhielt den Bericht über die Operationen des Generals French vom 28. und 29. Mai. French stieß während feines ganzen Marsches auf Widerstand; es gelang ihm jedoch, den Feind aus einer sehr starten Stellung nach der andern mit sehr geringen Verlusten zu vertreiben. French hat jetzt die Stellung nördlich von Johannes burg inne, die ich ihm einzunehmen angewiefen hatte. Unfre Verluste betragen zwei Offiziere verwundet, zwei Mann tot, 27 verwundet. middelburg zurüd, wo sie den Engländern vielleicht noch erDie Reste der Boerenarmee ziehen sich in das Bergland von hebliche Schwierigkeiten bereiten werden. Dagegen ist, eine Wendung des Kriegs nicht zu erwarten durch einen glücklichen Borstoß einer, wie es scheint, größeren Boerenabteilung, von dem der Hannover, 2. Juni.( B. H.) Eine Kommission der Straßen bahn- Angestellten bat heute vormittag den Stadtdirektor Tramm, die Vermittelung mit der Direktion zu übernehmen. Stadtdirektor Tramm nahm die Mission an, wurde aber von der Straßenbahn- Morning Post" vom 1. Juni aus Lourenço Marques berichtet wird: Direktion zurückgewiesen. * Nachrichten aus amtlicher Boerenquelle zufolge sollen die Die„ Neuesten Nachrichten" sprechen von einer„ Straßenbahnstreik Verbindungen der Hauptarmee in der Nähe des Vaal ab geschnitten sein; bei Elandsfontein habe ein ernster Epidemie", die jetzt in Deutschland Herrsche. Mit der Epidemie mag Kampf stattgefunden. Die Boeren seien in das nordöstliche es schon feine Richtigkeit haben, aber für das allgemeine Volls Gebiet des Freistaats eingerückt und bei Ventersburg der schlechteft geftellten Wolfsgenossen erfaßt find, nur von Vorteil. wohl ist eine solche Krankheit, von der so viele Tausende und Harrysmith in Stämpfe verwickelt. Die" Neuesten" meinen, daß die Epidemie von Amerika gekommen fleineren, hie und da versprengten und plöglich hervorbrechenden Auch sonst haben die Engländer noch Schwierigkeiten mit sei, dann bringen sie die Verordnung des Gouverneurs von Boeren- Scharen. Dem„ Neuterschen Bureau" wird aus Kapstadt Missouri an den Chef der Polizei von St. Louis zum Abbrud, in welcher schneidige Maßnahmen gegen die Nuheftörer vom Freitag gemeldet: Bei Faberspruit in der Nähe von Douglas wurden am 29. Mai 700 Engländer unter Sir Charles Warren von angeordnet werden. Der preußische Minister des Innern habe, so meint das Blatt, nichts andres gefagt, als der 1000 Aufständischen unzingelt und angegriffen. Nach heftigen Kampf Gouverneur der Republik Missouri. Das Echarfmacherblatt überwurden die Aufständischen, die eine Anzahl Tote und Verwundete ficht, daß der Gouverneur nur gegen die übrigens ungleich hatten, zurückgeschlagen. Die Engländer hatten 15 Tote und 30 Verwill, daß er aber in den Streit selbst sich durchaus nicht einmischt. fchlimmeren Ausschreitungen des St. Louis Pöbels vorgegangen wissen wundete. London, 2. Juni. Feldmarschall Roberts meldet aus Johannes Stamm das lettere aber auch von den beiden preußischen Ministernburg, den 1. Juni, abends: Die Hochländer Brigade ist am 29. Mai in Heilbron angekommen. Sie hat auf den ganzen Wege von behauptet werden? Ventersburg her mehr oder weniger Widerstand gefunden und folgende Verluste gehabt: 8 Mann tot, 4 Offiziere und 32 Manu vervundet. General Rundle berichtet telegraphisch, daß seine Verlufte 30 Tote und 150 Verwundete betragen Lourenço Marques, 2. Juni.( Telegramm des„ Reuterschen Bureaus.") Die telegraphische Verbindung mit Transvaal ist Boerenkommandos in Stärte von etiva 10 000 Mann bis Donners 5. Jeder Angestellte erhält jährlich einen Erholungsurlaub. Zu Dir Forderungen der Stettiner Klempner find fast durch militärischen Uebungen eingezogene Angestellte erhalten ihr volles Gehalt unter Abzug des Betrages, der den zur Uebung Eingezogenen weg in legter Stunde bewilligt. Nur ein Meister mit givei Gefellen hat sich geweigert, und haben diese zwei Mann aufgehört. Ferner 6. Es sollen alsbald zum Versuch einige wasserdichte Mäntel hat der Obermeister Niebermeyer nicht bewilligt, hier fonnte jedoch für die Wagenführer angeschafft werden, und wenn sich dieselben nicht zum Streit gegriffen werden, da die Leute in dieser Werkstatt für das Bublifum gelperrt. Nach den letzten Meldungen haben zu schlecht organisiert sind. 7. Geldstrafen, die übrigens nur bis 3 Mart im höchsten Fall Der Maurerandstand in Fulda ist als beendet zu betrachten. tag alle Positionen und Stopics nn Pretoria besetzt gehalten. Ein angewandt werden, find im Interesse der Angestellten selbst, da Die Gesellen haben über die Meister gefiegt, welche die nachfolgenden andres großes Boerenkommando steht am Bronkhorst Spruit. andernfalls nach fruchtlosen Verwarmingen eher zu Entlassungen gebon jetzt bis 1. Juli; 33, 35, 37 f. von da ab bis 1. April 1901; beinuisvollen Besuchs von Krügers Echwiegersohn Eloff und Dr. Forderungen annahmen: Stundenlohnfäße( 3 klassig) 32, 34, 36 f. Präsident Krüger ist noch in Machadodorp. Der Zweck des ge8. Wenngleich bei dem verhältnismäßig geringen Umfang des 36, 38, 40 Pf. von diesem Zeitpunkt ab bis auf weiteres. Heymann in Laurenço Marques scheint der geweien zu sein, VorBetriebs es für jedermann leicht ist, seine Wünsche und Anliegen Der Frankfurter Bäckerstreik ist zu Gunsten der Gesellen lehrungen zur Sicherung einer großen Goldsendung zu treffen. persönlich dem Betriebsleiter vorzutragen, soll democh dem gestellten verlaufen und von diesen für beendet erklärt. leber 28 Betriebe, welche die Forderungen nicht bewilligt haben, ist die Sperre ver**) In Fourmies wurde 1890 bei der ersten Maifeier eine hängt. Die Kommission, welche in Gemeinschaft mit der Genossen Arbeitermetelei abgehalten. schaft den Arbeitsnachweis verwaltet, wurde auch mit der Kontrolle Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen und Unterhaltungsblatt. schritten werden müßte, unentbehrlich. Maseru, 31. Mai. Die Generale Rundle und Brabant haben dle Boeren 5 Meilen von Ficksburg umzingelt; diese können nur über die Grenze von Basutoland entkommen, dort aber steht der Häuptling Jonathan mit Tausenden von Bafutos. Nr. 127. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Städtische Straßenbahn! zutreten, zugehen. Sonntag, 3. Juni 1900. bahn- Gesellschaft zu dem Entschluß geführt, die notwendigen der städtischen Verkehrsbeputation, sich wenigstens bei neuen Anlagen neuen Straßenbahnlinien der privatkapitalistischen Ausbeutung von Straßenbahnlinien der Macht der Bankokratie zu entwinden, Der Berliner Magistrat hat in seiner legten Sigung beschlossen, zu entziehen, und durch Herstellung und Betrieb des neuer für sehr verständig und wünschen, daß der Magistratsbeschluß volle neue Straßenbahnlinien künftighin für städtische Rechnung zu bauen Straßenbahnneßes den Uebergang der fonzeffionierten Linien Zustimmung in der Stadtverordneten Versammlung. und in städtischer Regie zu betreiben. Der Stadtverordneten- Ver- bei Ablauf der Verträge in städtische Regie vorzubereiten. Nur auf finden möge. diese Weise ist es der Stadt möglich, sich aus den Fesselr. des Freilich iehr groß sind unsre Hoffangen hierauf nicht, wissen ſammlung wird eine Borlage mit dem Ersuchen, dieſem Beschluß bei: Privatkapitals zu befreien, fund ein der. Intereffen der gesamten wir doch, wie ſtart die Einflüsse kapitaliſtiſcher Unternehmungen und Mächte auf die Entschließungen dieser Versammlung einzuwirken im Neben dem unablässigen Drängen der socialdemokratischen Stadt Bevölkerung dienendes Verkehrswesen für Berlin zu schaffen. verordneten ist der Beschluß des Magistrats wohl auch dem Umstand Es ist bedauerlich, daß dem Magistrat erst so spät zum Bewußt ftande sind. Bisher hat die Attie" stets den Sieg davongetragen. zu danken, daß die Verkehrsdeputation sich immer mehr davon sein gekommen ist, wohin die Auslieferung städtischen Eigentums Wird es dieses Mal wieder jo sein? Die Entschließung, das neue überzeugen mußte, daß der Kapitalistenring, welcher das städtische an das Privatkapital führt. Aber beffer spät als gar nicht. Straßenbahnnetz in städtischer Regie zu bauen und zu betreiben, Verkehrsivesen zu monopolisieren bestrebt ist, nur durch Schaffung Der materielle Vorteil, den die Stadt aus dem eigner Betrieb würde eine Aenderung der bisher dem Privatkapitalismus gewidmeten städtischer Verkehrsmittel mit Erfolg zu bekämpfen ist. Die Privat der Straßenbahnen erzielt, wird ihr die Erfüllung neuer socialer städtischen Verkehrspolitik anbahnen und der Dividendenschluckerei. fonkurrenz untereinander führte zur Fusionierung der rivalisierenden Aufgaben erleichtern, wird es ermöglichen mehr wie bisher reicher Leute zu Gunsten der Stadthauptkasse ein Ende machen. Attien- Gesellschaften, deren kapitalistisches Interesse besser, als durch den socialen Pflichten der Gemeinde rachzukommen. Bei dem Hoffentlich gelingt es den aktienbegeisterten Anhängern der PrivatKonkurrenz miteinander durch Zusammenschluß der Gesellschaften Widerwillen den die Mehrheit der städtischen Vertretung gegen, über gesellschaften nicht, den ersten schüchternen Versuch einer vernünftigen gefördert wird, und die nunmehr vereinigt ungestört das Publikum den Normaljaz von 100 Broz, hinausgehende Zuschläge zur Ein- antikapitalistischen städtischen Verkehrspolitik im Reim zu ersticken. zu Gunsten der Aktionäre ausrauben können. Als Mittel zu diesem tommensteuer hat, ist es doppelt und dreifach nötig. Einnahme- Hoffentlich findet sich endlich in Roten Haus eine genügende Swed dienen die städtischen Straßen und Pläge. Zu den vereinigten quellen, die städtischem Eigentum entspringen, für die Gemeinde Bahl von Männern, welche die Interessen der Gesamtheit höher Verkehrs- Gesellschaften traten dann noch die größten Banffonfortien, fruchtbar zu machen und nicht dem Privatkapital zu überlassen, Jahr stellen, als die Jntereffen einer Handvoll Kapitalgesellschaften, deren denen sich die Elektricitäts- Gesellschaften angliederten. Diese Unter- für Jahr Millionen aus der Benutzung kommunaler Einrichtungen Lebenszweck die Ausbeutung städtischer Einrichtungen ist, und die in der Herauswirtschaftung fetter Dividenden ihre einzige Aufgabe erbliden. nehmungen bilden nun vereint eine so ungeheure Macht, daß Stadt herauszuschlagen. und Publikum dem dividendenlüsternen Treiben des Kapitals wehrlos Die elektrischen Verkehrs-, Beleuchtungs- und Kraftanlagen Die freisinnige Majorität der Stadtverordneten- Versammlung preisgegeben sind. müssen in ihren vollen Erträgen der Gesamtheit dienstbar gemacht fann jetzt zeigen, wo ihre Fahnen wehen ob bei den Dividenden Bei alledem hat sicherlich auch noch das rücksichtslose, nur dem werden und dürfen nicht der ausbeutenden Herrschaft eines Kapital- jägern oder bei der Stadtkasse. eignen Geldintereffe dienende Treiben der Großen Berliner Straßen- tlüngels überantwortet bleiben. Deshalb halten wir das Bestreben Hic Rhodus hic salta!" " LETZTE WOCHE IN BERLIN BERLIN- KURFÜRSTENDAMM. Schluß unwiderruflich am Sonntagabend, den 10. Juni. Eröffnung in Dresden in den nächsten Tagen. -BARNUM& BAILEY GRÖSSTE SCHAUSTELLUNG DER ERDE. Täglich, nachmittags 3, abends 8 Uhr. Die Sehenswürdigkeiten sind um 1 und 6 Uhr zu besichtigen. Billetverkauf um dieselbe Zeit an der Kaffe. Die Nachmittags- Vorstellungen find garantiert dieselben wie am Abend. Die Abnormitäten sind in dem Menagerie: Pavillon von 1 bis 4 und von 612 bis 91/2 Uhr angestellt. Kein Extra- Entree für irgend eine Abteilung. Jedes Billet giltig für alle Kuriositäten und cinen Sigplak. B Um die, Abendvorstellung vorbereiten zu können, müssen die Zelte auf furze Zeit gegen 6 Uhr vom Publikum geräumt werden. * JOHANNA'S HAND. Eine wahre Weltausstellung der modernen Sehenswürdigkeiten n. 月 JOHANNA'S FOOT. Grosse Pferde- Ausstellung. Vorführung des ausgezeichneten Gestüts amerikanischer Rennund Zugpferde. Prachtvoller Aufzug der herrlichen Tiere der Barnum 1. Baileyschen Ställe durch die Hippodrom- Bahn. 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Dienstag: Alte Wiener. Leffing. Daisy( A runaway girl). Anfang 7 lhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Berliner. Berlin bei Nacht. Anfang 7 Uhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Neues. Mädchenpolitik. Forher: Die Frau Major. Anfang 72 Uhr. Nachi. 3 Uhr: Hofgunst. Montag und Dienstag: Mädchen: politit. Vorher: Die Frau Major. Montagnachm. 3 Uhr: Hofgunst. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Die Dame von Maxim. Nachm. 3 Uhr: Der SchlafwagenControleur. Dienstag: Die Dame von Marim. Westen. 71 Uhr. " Urania Taubenstrasse 48/19. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Um 4 Uhr: Dieselbe Vorstellung. ( Ermässigte Preise.) Mont. 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Nachm. 4 Uhr.( Ermässigte Preise. Invalidenstr. 57/62: Restaurant Moritz Uhle 1990 50 Kreuzbergstraße 50 Ecke staybachstraße. 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Montag und Dienstag: Diefelbe Vorstellung. Carl Weik Am Spieltisch des Lebens. Anfang 7 Uhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Victoria. Die Kanonen- Königin. Anfang 8 Uhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Mädchenhändler von Europa. Anfang 8 1hr. Nachm. 4 Uhr: Die Grille. Montag: Die Mädchenhändler von Europa. Nachm. 4 Uhr: Die Waise von Lowood. Dienstag: Die Mädchenhändler von Europa. $ Belle Alliance.( Internationale Urania.) Bis ans Ende der Welt. Anfang 8 Uhr. Dr. M. Wilhelm Meyer. Abends 8 Uhr. Schiller Theater ( Walluer Theater). Sonntag( erster Feiertag), nach mittags 3 1hr: Brand. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Henrik Ibsen. Sonntag( 1. Feiertag), a bend 3 8 Uhr: Die Orientreise. Schwant in 3 Atten v. Oskar Blumen Schwant in 3 Atten v. Oskar Blumen thal und Gustav Kadelburg. Montag( zweiter Feiertag), nachmittags 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag( zweiter Feiertag), a bends 8 Uhr: Frendlose Liebe. Hierauf: Die Schulreiterin. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Kastanien- Allee 7-9. Sonntag, 3. Juni: Eröffnung der Sommersaison. Der wilde Jäger, rom. Sage m. Gesang in 4 Abt. v. Hugo Schulz, Mufit v. A. Sterften. Ballet unt. Leitung d. Balletmeisterin Frl. Döring. Auftreten d. Ercentric: Chansonette Molly Berch, d. Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, TaumaQuartett, Ueberle- Truppe, Afrobaten, The Greenwood, Pantomime:„ Die Schmiede im Walde". Konzert. Anf. 4 Uhr. Eintritt 50 Pf. Rumm. Blas 75 Pf. Sperrfis 1 M. Montag, 4. Juni: Frühkonzert u. Vorstellung. Kalbo. Halensee. Sommer. Kurfürstenpark" Sommer. Theater Ludwig Kluge. Artistische Lettung: Direft. Osc.Wagner. Am 1., 2. u. 3. Pfingstfeiertag: Große Festvorstellungen. Nachmittags 4 1hr( fleine Preise): Monsieur Herkules. Feft der Handwerker. Abends 72 Uhr: Kandels Gardinenpredigten. Guten Morgen, Herr Fischer! Odysseus Heimkehr. Preise der Pläge: Rangloge 1,50 M., 2. Barfett 0,50 m. Carl Weiss- Theater Refero. Blas 1,25 W., 1. Partett 1 M., Gr. Frankfurterstraße 132. Heute, Sonntag, den 3. Juni: Zum erstenmal: Montag und Dienstag: Diefelbe Am Spieltisch des Lebens. Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. ( Corriger la fortune.) Der Zauberer am Nil. Anfang Anfang 7 hr Erbe 10%, Ur. 8 Uhr. Die Besucher des Theaters haben Montag und Dienstag: Dieselbe freies Entree zum Garten. Vorstellung. Morgen 11. folgende Tage: Diefelbe Apollo. Specialitäten Vorstellung. Borstellung. Venus = auf Erden. 71 hr. Anfang u. Im Garten: 4 Uhr: Bollständige Eröffnung. 0000000000 ,, Seeterrasse" Lichtenberg Am ersten Pfingstfeiertage: Röder Strasse 6, zwischen Landsberger Allee( Steuerhaus) und Lichtenberg. Morgens 5 Uhr: Gr. Früh- Konzert. Nachmittags. Gr. Promenaden- Konzert. Entree 10 Pf. von 3 Uhr ab: Grosses Brillant- Land- u. Wasser- Feuerwerk. Am 2. Feiertag: Grosses Früh- Konzert and Früh- Vorstellung. Nachm. v. 3 Uhr an in beiden Sälen: Grosser Tanz. 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Hartleben. 2. Fritzehen. Drama in 1 Akt von Hermann Sudermann. Aus dem Anatol- Cyklus von 3. Abschiedssouper. A. Schnitzler. Achtung! Ordner. 2. Pfingstfeiertag früh 7.25 Min. Schlesischer Bahnhof: Ausflug nach Erkner, biş 11 Uhr Treff in Brodts Gesellschaftshaus, mit Familie. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. On Sattler, Täschner, Linolenmleger! Sonntag, den 24. Juni 1900: Dampfer- Tages- Partie in Mierkes Volksgarten, Schönhauser Allee Nr. 101-102, amit Musik auf den beiden größten Salondampfern" bobrecht" und" Belle" beranſtaltet von socialdemokratischen Parteigenossen der Schönhauser Borstadt, unter Mitwirkung der Gesangvereine " Gleichheit“ und„ Note Nelke"( Mitglieder des Arbeiter Sängerbunds), Dirigent R. Blobel. Mufit von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil Berufsmusiker unter Leitung des Dirigenten M. Behnfeld. Grosser Früh- Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets a 20 Bf. sind bei allen bekannten Parteigenoffen zu haben. Um rege Beteiligung ersucht Das Komitee. Welt- Etablissement Schloss Weissensee. 1., 2. und 3. Pfingstfeiertag: Sonntag, Montag und Dienstag, 1.nations nob Grosses Monstre- Konzert. Leipziger Quartett- Sänger. Römisches Brillant- Feuerwerk. Grosser Ball im Bal champêtre. See- Theater. Specialitäten 1. Ranges. Grosser Vergnügungspark. Dampfer, Korso- und Bootfahrten. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Am 2. Feiertag: Großes Früh- Konzert und Gesangsaufführung. Alles Nähere die Plakate. Um recht zahlreichen Besuch bittet Rudolf Schenk. Telephon 95, Brauerei Friedrichshain( früher Lipps), Königsthor. Sonnabend, den 23. Juni 1900: Großes Volksfest des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises, 220/12 Licht! Lekker! Hollandsche Handwerk Sigaren. Sumatra Dek. Seedleaf Omblad. Tegen toezending van postnach dem herrlich am Dämerik: See gelegenen Gesellschaftshaus von D. Rapmund in Hessenwinkel.- Preistegeln, Ballwerfen, Kinderbeluftigungen und Fackel- Polonaise. 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März, also vier Wochen vor der Versammlung vom 8. April bei Dräsel und bevor die Kommission uns überhaupt ihre Forderungen unterbreitet hatte, aus freien Stücken bewilligt worden sind. Münchener Brauhaus Akt.- Ges. ist mithin den Wünschen der Brauer aus eigner Initiative entgegengekommen, wovon sich die Fünfer- Kommission am 31. Mai durch eines ihrer Mitglieder überführt hat. Die Die in der Annonce vom 26. Mai ausgedrückte gegenteilige Ansicht beruhte auf Missverständnis. 48282* Münchener Brauhaus Aktien- Gesellschaft. fertig zur sofortigen Herstellung von 60 Sorten, wie: Ingber, Boonekamp, Stonsdorfer, Chartreuse, Pepermunt, Benedictiner, Cherry- Brandy, Curaçao, Vanille und viele mehr. Jedes Misslingen unmöglich. Man prüfe. Jeder Versuch ein Meisterstück. Uebertrifft die feinsten Fabrikate. Ganz enorme Ersparniss. Probiren geht über Studiren.- Man macht sich vorher keinen Begriff. Reell und billig. Seit Jahren in Tausenden von Familien im Gebrauch. 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Parteigenoffen der Schönhauser Vorstadt veranstalten am Pfingstmontag in Mierles Voltsgarten, Schönhauser Allee 101, ein Frühkonzert, an dem die Gesangvereine„ Note Nelfe" und " Gleichheit", sowie eine Kapelle der Civilberufsmusiker mitwirken. Eintrittskarten zu 20 Pf. sind bei allen bekannten Parteigenossen zu haben. Um rege Beteiligung wird gebeten. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 23/4 Uhr, V. Abteilung, im Carl Weiß- Theater: Abschied vom Regiment, von O. E. Hartleben. Frichen, von Hermann Sudermann. Abschiedssouper, von Arthur Schnigler. Mittwoch. Lokales. Der wahre Jacob erscheint der Pfingstfeiertage wegen erst am Die Neuwahlen zum Gewerbegericht finden in Berlin am 21. September statt. Zu wählen sind 70 Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Wählerlisten liegen aus in der Zeit vom 16. bis 29. Juni. Sonntag, 3. Juni 1900. unterschieden sein, sein, daß sie durch Mitglieder der Armen- dem erst einem Jahr alten Kind in den Kleinen Tiergarten gesandt. direktion im Ehrenamt geleitet werden sollen, während die Das Mädchen kaufte sich nun auf dem Weg dorthin einen Maijuristische und kalkulatorische Arbeit, die jetzt ebenfalls den Armen- glöckchenstrauß und gab ihn später dem Kind, das in seinem ämtern obliegt, bei der Armendirektion verbleiben wird. Die zweite Wägelchen lag, zum Spielen. Im Gespräch mit audren Mädchen wichtige Bestimmung betrifft die Heranziehung der Frauen zur bemerkte die Wärterin nicht, daß ihr Pflegling die Blumen in den öffentlichen Armenpflege. Es wird von der durch die Gesetzgebung Mund gesteckt hatte, und erst als sie nach Hause kam, jah sie, daß zugelaffenen Ausnahme Gebrauch gemacht, daß für die Thätigkeit das Kind sich in Strämpfen wand und ganz blaue Lippen hatte. in der Armenpflege die Bürgereigenschaft nicht erforderlich ist, und Dem sofort herbeigerufenen Arzte gelang es, die Gefahr für das demgemäß ausgesprochen, daß Frauen unter den gleichen Voraus Leben des Kindes schnell zu beseitigen. Jedenfalls aber mahnt der letzungen wie Männer als Mitglieder von Armenkommiffionen Fall zur Vorsicht. In den Maiblumen befindet sich ein Giftstoff. wählbar sein sollen. Dieser Magistratsbeschluß wird demnächst das Glykosid, welches Blausäure enthält. Es ist daher auch Erder Stadtverordneten- Versammlung mit ausführlicher Begründung wachsenen dringend anzuraten, die Maiglöckchen nicht zwischen die Lippen zu nehmen, da die kleinste Rißwunde an den Lippen durch zugehen. Dankend abgelehnt. Wie bereits mitgeteilt wurde, hat die den Saft nach kurzer Zeit anschwillt und zum mindesten Schmerzen Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft dem bereitet. Kindern sollte man Maiblumen überhaupt nicht in die Bolizeipräsidium eine Summe zur Verfügung gestellt, welche zur Hand geben. Berteilung an die Berliner Schußmannschaft gelangen sollte. Einer Eine Gadexplosion, die die Bewohner der Schönebergerstraße hiesigen Korrespondenz zufolge hat das Polizeipräsidium die Annahme in nicht geringen Schrecken versetzte, ereignete sich gestern nachmittag des Betrags- es soll sich um eine Sumine von 25 000 M. Handeln gegen 1 Uhr in dem Restaurationsteller des Anhalter Bahnhofes. abgelehnt. Diejenigen Schuylente, welche an den Streiftagen Bwei Kutscher der Norddeutschen Eiswerke aus der Schützenstraße über die gewöhnliche Zeit hinaus zum Dienst herangezogen wurden, waren eben damit beschäftigt, Eis in den Keller zu schaffen, als haben aus der Polizeifasse Vergütigungen erhalten. plöglich ein furchtbarer Knall ertönte und die Scheiben der und 3,50 M. Die Petition ist, nachdem in allen 28 Bezirken Ve- Treppe liegen. sprechungen stattgefunden haben, von den Angestellten aller dieser Bezirke unterschrieben worden. Hoffentlich hat die bescheidene Forde rung der vielgeplagten Männer Erfolg. Sie wurden sofort mittelst Krankenwagen Die Berliner Straßenreiniger find, wie wir hören, beim zu ebener Erde gelegenen Restaurationsräume in Trümmer Magistrat um eine Lohnerhöhung von 50 Pf. vorstellig ge- flogen. Als man in den Keller drang, wo sich die Explosion orben. Ihr jetziger Tagesverdienst bewegt sich zwischen 2,75 W. ereignete, fand man die beiden Kutscher bewußtlos auf der nach der Unfallstation 1 in der Wilhelmstraße gebracht, wo ihnen der diensthabende Arzt den ersten Verband anlegte. Der eine der beiden Berunglückten ist über und über mit schweren Brandwunden Der andre fam bedeckt. Au seinem Auffommen wird gezweifelt. Die städtische Schuldeputation hat an die Rektoren der mit leichteren Verlegungen an dem rechten Arm davon. Eine ältere Eine begreifliche Unzufriedenheit hat sich unter den hiesigen Gemeindeschulen sowie an die Vorsteher und Vorsteherinnen der Dame, die dem Bahnhof gegenüber wohnt, fiel vor Schreck in eine nicht etatsmäßigen angestellten Post- Unterbeamten nach Brivatschulen folgende Mitteilung gerichtet: Unfre Verfügung vom tiefe Ohnmacht. Ihr Zustand ist nicht ungefährlich, da sie schwer Einstellung der früheren Privatpost- Angestellten bemerkbar 2. Februar 1885. Nr. 302. D. II 85 betreffend die An- Herzleidend ist. Die Ursache der Explosion ist nicht aufgeklärt. Man gemacht. Nach dem Gesetz wird diesen Beamten, soweit sie von der nahme irgend welcher Geschenke der Schüler und Schülerinnen nimmt jedoch an, daß ein Gashahn, der sich auf der Kellertreppe beReichspost übernommen worden sind, die im Privat- von seiten der Lehrer oder Lehrerinnen und das Verbot von findet, offenstand und daß sich einer der Nutscher dem mit Gas gedienst zurückgelegte Dienstzeit angerechnet; ebenso erhalten Geldsammlungen unter den Schulkindern, erhält folgenden füllten Stellerraum mit einem Licht näherte. fie ein Gehalt, das dem früheren, Krankenkassengelder 2c. abgerechnet, Bufaz:„ Etwaige, von den Rektoren in schleunigen Ausgleichkommt. nahmefällen ohne unsre vorgängige Genehmigung zugelaffene Run sind bei der Reichspost den etatsmäßig angestellten Sammlungen find uns nachträglich zu melden." Gleichzeitig bringen Interbeamten im vorigen Jahr Teuerungszulagen bewilligt wir die genaueste Beachtung obiger Verfügung wiederholt in Erworden. Damit sich die Richtangestellten nicht zu sehr als innerung. Stieftinder fühlen sollten, hatte man diesen nach Ablauf eines Sollte sich das Verbot von Geldsammlungen wenigstens in den Jahres, nämlich zum 1. April 1900, gleichfalls die Tagegelder erhöht. Gemeindeschulen nicht grundsäglich aufrecht erhalten lassen? Wan Allerdings nur in überaus winzigem Maße. Die Leute erhalten nach bedenke doch, wie peinlich es für viele Kinder sein muß, wenn sie sich dreijähriger Dienstzeit 10 Pf. Bulage, nach abermals drei wegen der Armut ihrer Eltern nicht an solchen Veranstaltungen beJahren weitere 10 Pf. und dann nach zwei Jahren nochmals 10 Bf. teiligen fönnen, ganz abgesehen von den auch schon dagewesenen mehr. Um die also Beglüdten nicht zu übermütig werden zu lassen, Fällen, daß die Eltern mit dent patriotischen oder kirchlichen Zwecken bat man ihnen das eine Jahr Vorbereitungsdienst nicht solcher Sammlungen nicht einverstanden waren. mit angerechnet, so daß sie vier Jahre lang für 2 M. 50 Pf. arbeiten müssen. 100 9. " = Glück im Unglück hatte gestern morgen der Arbeiter Friedrich Bollmant, Kurzestr. 5. Wolfmann war an der Dampferanlageſtelle am Nordhafen mit einem andern Arbeiter mit dem Ausladen von Syrupfässern beschäftigt. Dabei ließ sein Arbeitsgenosse einmal die Kette des Krahns los, bevor er sie gefaßt hatte. Die Folge war, daß das schwebende Faß aus der Höhe herabfiel. Der Unfall hätte Bollmann leicht das Leben kosten können. Das neun Center schwere Faß traf ihn aber nur an der Nase, und die einzige Verlegung bestand in einer Bertrümmerung des Nasenbeins. Der Arbeitsgenosse brachte den Berunglückten nach der Charité. tritt ist frei. Im Theatersaal des Paffage- Banoptifums beginnen an den zwei Pfingstfeiertagen die Borstellungen des Variété- Theaters bereits um 6 Uhr und danern bis 10 Uhr. Der Naturmensch Gustav Nagel heiratet! Seinen Berliner Vor Krankenfaffen zweifelhaften Charakters haben wir Freunden hat Herr Nagel ans Rathenow eine Einladungskarte Bei der Paketfahrt- Gesellschaft betrugen die Löhne der Postboten schon wiederholt unfre Leser warnen müssen. Neuerdings find uns zugesandt, in welcher er mitteilt, daß er zu Pfingsten in den Ehenach dem ersten Jahre 70 M. monatlich, nach 3 Jahren 85 M., wieder von mehreren Seiten Beschwerden des Inhalts zugegangen, stand zu treten gedenkt und bittet, an der Hochzeit teilzunehmen. nach 5 Jahren 90 M., nach 7 Jahren 95 M. und nach 10 Jahren Berufs- und Erwerbszweige Deutschlands", ein mit ibm in seiner Höhle hauſen und genan jo leben will, wie es daß Stranten Zuschustajie für sämtliche Sagel ist ganz glücklich, endlich ein Weib gefunden zu haben, das Es ist verständlich, daß die älteren Postboten ein Mißbehagen befindet ihren Verpflichtungen gegen eine Anzahl erkrankter Mitglieder junges Mädchen aus Rathenow, hat sich nämlich trotz der großen geschriebene Hilfskafje Nr. 131, deren Burcan sich Sebastianstr. 86 wenigstens bis auf einen Punkt: Seine Auserwählte, ein hübsches erfüllt, wenn sie sehen, daß die Paketfahrt- Angestellten nach drei nicht nachgekommen ist. Die in Betracht kommenden Mitglieder Liebe zu ihrem Gustav standhaft geweigert, nach ihrer Hochzeit Jahren bereits ein Gehalt erreichen, deſſen ſie ſelber erst nach zahlten piinittlich ihre Beiträge; als sie aber frank wurden, bekamen uur mit einem Schurzfell belleibet einherzugehen, wie fieben Jahren teilhaft werden. Nicht als ob sie den neuen Sameie raden das wahrlich auch noch erbarmungswürdig niedrige Gehalt, fie eine, wohl auch zwei Wochen das ihnen zustehende Strankengeld, der Naturmensch" das eigentlich verlangt hatte. Erst nach langem mit dem diese eingestellt find, mißgönnten. Wohl aber meinen fie, dann aber wurde, obgleich die Mitglieder vom Arzt, ja fogar Bögern erklärte er sich damit einverstanden, daß seine zukünftige daß die Post nicht zu Grunde ginge, wenn auch ihnen wenigstens scheine beibrachten, vont Vertrauensarzt der Kasse selbst ausgestellte Stranken- Gattin fich kleide wie die andern", jedoch nur unter der Bedas gleiche Einkommen gewährt würde. die Zahlung eingestellt, und bald bingung, daß die ihrer Ehe eventuell entspricßenden„ Naturkinder" erhielten die Kranken die Mitteilung, daß sie aus der Mitgliederliste von Jugend auf nur mit einem Lendenschurz bekleidet herumMinister und Straßenbahner. Eine Mitteilung, die wir vor gestrichen seien. Als statutenmäßige Handhabe zum Ausschluß laufen sollten, worin die glückliche Mutter in spe vorläufig gern einläufig unter allem Vorbehalt wiedergeben, besagt, daß gemeinsam dient in solchen Fällen die Behauptung, das Mitglied habe bei der willigte. vom Ministerium des Innern wie vom Eisenbahnministerium Aufnahme diese wird nicht von einer ärztlichen Untersuchung Orgelfonzert. Der Dienelsche Orgelvortrag in der Marienkirche am aus Verhandlungen mit der Direktion der Großen Berliner abhängig gemacht ein altes Leiden verheimlicht. Verschiedene Mittwochmittag 12 Uhr bringt ein reiches Programm von Orgel, Gesangs Straßenbahn- Gesellschaft zu dem Zweck eingeleitet auf solche Weise Ausgeschlossene haben noch das Krankengeld für und Cello Kompositionen, au deren Ausführung sich außer Herrn Dienel worden sind, den Angestellten der Gesellschaft die 8u- 3-4 Wochen zu fordern. Unfre frühere Warnung vor dem Beitritt url. Anna Corver, Frl. Sonja Beeg, Herr Richard Tlusteck, der Cellist Herr Gehörigkeit zum Verband der Handels- und zu solchen Kassen, deren Zuverlässigkeit nicht erwiesen ist, scheint aut Treff und die Herren Carl Wendt und Ad. Bolte beteiligen. Der EinTransportarbeiter unmöglich zu machen. Der im immer noch nicht gefruchtet zu haben. Gerade als ob es nicht genug Ministerium ausgedachte und von der Direktion warm aufgenommene Krankenkassen gäbe, die von Arbeitern verwaltet werden und in erster Plan geht von der Erwägung aus, daß der natürlich am liebsten Reihe den Interessen der Mitglieder dienen. gesehene Zustand völliger Organisationslosigkeit unter den Straßenbahnern nicht gut Gewerbliches Radfahren und Gesundheit. Durch Ministerialwieder herbeizuführen ist, und ,, Venus auf Erden" wird jetzt wieder im Apollo- Theater geihnen daher ein Surrogat bieten müsse, erlaß sind die Kreisphyfiter angewiesen worden, darauf zu achten, geben. In der Handlung, die zu dieser Ausstattungsoperette ge ivic ca die Postassistenten zum Beispiel ob und inwieweit durch die gewerbliche Benutzung von Fahrrädern zimmert worden ist, sieht man die bekannten Götterburlesken ans Vormundschaft der Behörde gestellten Verband haben. Ein ähnlicher Mit der Sache hatte sich zuerst in allgemeinerer Form die wiffen nicht an Offenbach. Immerhin find ihr einige Walzer und Marichmotive in ihrem völlig unter bei jugendlichen Radfahrern gesundheitliche Schädigungen entstehen. Offenbachs„ Orpheus" venust; die Musik des Herrn Paul Linde erinnert Verein wie der Bostassistenten- Verband soll auch für die Angestellten schaftliche Deputation für das Medizinalwesen zu befassen. Sie fam eigen, die sich das Bürgerrecht auf allen Tanzböden zu erobern wußten. der Großen Berliner eingerichtet werden. Für seine absolute Ungefährlichkeit wird nach jeder Richtung hin gesorgt werden und erster zu der Entscheidung, daß die Möglichkeit nicht von der Hand zu Musik und Dichtung mit ihrer Glorifikation des forschen Berlinerttums Grundsag ist natürlich, daß die Leitung wie die Berwaltung des weisen sei, daß jugendliche Radfahrer durch die Anstrengung des bleiben aber, wie faft immer im Apollo Theater, weit zurück hinter Vereinsvermögens der Direktion überantwortet ist und der Verein Radfahrens gesundheitlich geschädigt werden könnten, und daß es dem Ausstattungsglang, auf den diesmal noch weit mehr verwendet dazu noch einer staatlichen Oberaufsicht unterliegt. angebracht wäre, wenn sich das erweisen ließe. Bestimmungen zum worden ist, als bei der ersten Aufführung. Das gligert und funkelt So die uns überbrachte Weldung, für deren Nichtigkeit Schuhe Jugendlicher, die gewerblich mit Radfahren beschäftigt von Licht und Seide, daß einem die Augen übergehen. Wie immer ja manches sprechen mag. werden, zu erlassen. Die Befugnis, folche Schutzbestimmungen an- auch ein Stück im Apollo Theater beschaffen ist, die bekannten Ob eine derartige Vereinsspielerei allerdings zum gewünschten Zwed führt, ist eine zweite Frage. Der zuordnen, geben den Behörden die Gewerbe- Ordnung, das Handels- Mitglieder dieser Bühne thun alles, auf daß der Humor zu seinem Berband der Handels- und Transport- Angestellten, unter dessen ge- fich mm darüber äußern, ob Gesundheitsschädigungen Jugendlicher göttin gab, teilten sich besonders die Herren Bender und Steidl in Gesetzbuch und das Bürgerliche Gesetzbuch. Die Kreisphysiler sollen Rechte komme. Neben Fräulein Carola, die mit Anmut die Liebesfchickter Leitung die Straßenbahner im Streit außer einer wenn auch infolge gewerblichen Radfahrens vorkommen. Die„ Boff. 3tg." be- den Triumph des Abends. nur geringfügigen Berbesserung ihrer materiellen Lage das eine zweifelt, daß gerade die Kreisphysiker im stande sein werden, die Der Operette geht eine Specialitäten- Borstellung voran. Als errungen haben, daß sie von der Direktion fortan als Menschen und nicht mehr unter dem Vich behandelt werden müssen, dieser ihnen gestellte Frage zutreffend zu beantworten. Die Kreisphysiker, gewandter Mimiter und Humorist zeigte sich Herr Bernhard Mörbiz; Verband ist selbstverständlich der Direktion wie der Behörde ein zumal diejenigen in den Großstädten, wo das gewerbliche Radfahren der türkische Equilibrist Jben Obed machte einem durch die halsDorn im Auge. am meisten in Brauch ist, haben keine oder nur wenig Gelegenheit, brechende Schwierigkeit seiner Künste fast das Blut erstarren, und die Hingegen sehen die Angestellten ein, daß Lehrlinge und Laufburschen ärztlich zu behandeln. Ihr Beobachtungs- Clowns Krüger und Kirsten tobten sich auf musikalischem Gebiet in fie ohne den Verband nicht das geringste er material fann nur gering sein, und es wäre von vornherein falsch, barocken Einfällen aus. Das Hauptereignis des Abends aber war, reicht haben würden und der Dircktion gegenüber so ohn- wenn aus ganz vereinzelten oder im Verhältnis mir wenigen Be- daß Herr Robert Steidl mit einem neuen Schlager aufwartete. Sein mächtig geblieben wären, wie vorher die langen Jahre. Und wenn daher Behörde und Direktion den Angestellten mit dem Spott- obachtungen Schlüsse gezogen würden. Die Zahl der Physiker ist auch Refrain ist:„ Wenn Kallulators in die Boomblüte zichn". gebilde einer fastrierten Organisation kommen und den Beamten die nicht so groß, daß zu erwarten ist, daß sie genug Beobachtungen Anwendung äußerster Mittel zur Abwehr nicht gleich rätlich er- werden anstellen können. nan daß Aus den Nachbarorten.. scheinen sollte, dann werden sie sich erinnern, daß sie ja auch In der nächsten Woche findet leine Sigung der StadtDer Eisenbahndirektion Berlin sind vom Vorstand des Verfrüher ohne Vorwissen und sehr gegen den Willen der Direktion verordneten Versammlung statt. eins Berliner Vororte in einer Eingabe die Wünsche der Vorort. einer Organisation angehört haben, die allein im stande iſt, Die Frühjahrsparade ist des regnerischen Wetters wegen bewohner für die Gestaltung des nächsten Winter Fahrplans ihre Lage dauernd zu verbessern. So wird mit hoher Wahrschein- auch gestern ausgefallen. mit der Bitte zugegangen, zur Besprechung dieser Wünsche wieder lichkeit anzunehmen sein, daß ein ministerielles Bemühen, wie das Zahlreiche Erkrankungen unbedenklicher Art sind beim eine Abordnung des Vereins zu empfangen. In der Eingabe wird hier geschilderte, zum mindestens zwecklos ist und im glücklichsten Füsilier- Bataillon des Kaiser Alexander- Regiments, das zunächst im allgemeinen betont, daß fortgesezt über die häufige Fall nur den einen häßlichen Erfolg haben kann, daß die Angestellten in der alten Sürassierkaserne au der Ecke der Alexandrinen- und leberfüllung der Wagenabteile zu den Hauptverkehrszeiten in den zum Heucheln gezwungen werden. Gitschinerstraße liegt, vorgekommen. Von Freitagmorgen bis Wochentagen geklagt wird. Insbesondere würden die Juhaber Wegen der Ausschreitungen, die vor vierzehn Tagen aus Freitagabend 8 Uhr trat bei 71 Mann leichtes von Abonnementskarten durch die Besucher der Rennpläge von Anlaß des Straßenbahner- Streits begangen worden find, Erbrechen, Durchfall und Kopfweb auf. Vier Mann, bei denen die Karlshorst und Hoppegarten belästigt, indem an den Renntagen hat die Staatsanwaltschaft von den etwa 250 Sistierten im ganzen Erscheinungen etwas schwerer waren, wurden in das Garnison in den überfüllten Wagen ein an Anarchie grenzender Zustand" 19 Personen unter Antlage gestellt. Unter diesen 19 Angeklagten, lazarett II zu Tempelhof gebracht, die übrigen blieben in der Staferne herrsche, weil die zu den Renren abgelassenen Züge nicht entdie sich gemeinschaftlich verantworten sollen, befindet sich ein dreizehn nicht eingetreten, auch keine Verschlimmerung in dem Befinden der jenigen Abonnenten, die ihre Fahrkarte verloren haben, gezwungen dreizehn- in Revierbehandlung. Seit abends 8 Uhr ist eine neue Erfrantung fernt ausreichen. Ferner wird die alte klage erneut, daß dies jähriger Schult nabe, ein Handlungslehrling, sowie ein bereits erfrankten Lente. Am zahlreichsten sind die Erkrankungen bei find, zum vollen Preise eine neue Karte zu lösen. Für die Vorort Straßenbahn- wagenführer, Namens Richard Abelt, der 9. Compagnie, vereinzelt nur bei den drei andren Compagnien bahnen wird eine allgemeine Einstellung der Wagen zweiter Klasse als einziger, gegen den wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe des Bataillons. Die Ursache ist noch nicht festgestellt. Man ver- in die Mitte der Züge gewünscht, da diese Einrichtung auf der Ordnung Anklage erhoben worden ist. Im übrigen lautet die An- mutet sie in dem Genuß von verdorbenem Trinkwasser und hat Wannseebahn und Nordbahn noch immer nicht durchgeführt ist. flage außer auf Landfriedensbruch auf Beleidigung und Widerstand daher die Brunnen sofort gefchloffen, um ihr Waffer genau zu unter- Ferner wird erklärt, daß auf der Stadt Ningbahn, und zwar ſuchen. auf beiden Ringen, ein voller, uneingeschränkter Zehn- Minutenverkehr gegen die Staatsgewalt. Auläßlich des Pfingstverkehrs läßt die Eisenbahnverwaltung, dringend nötig sei. Zur Umgestaltung der Armenpflege hat auf Vortrag des Vorfizenden der Armendirektion, Stadtrats Dr. Münsterberg, der allerdings ein bißchen spät, an alle Reifenden die Bitte ergehen, fich Magistrat beschlossen, von der ihm vorgelegten neuen Geschäfts- etwa eine Viertelstunde vor Abgang des fahrplanmäßigen Zugs auf ordnung für die Armenpflege zunächst diejenigen Bestimmungen die Bahn zu begeben. Für fast alle Streden find Vorzüge vor zu genehmigen, die der Zustimmung der Stadtverordneten- Bergesehen, die bei Bedarf gefahren werden. Ein zeitiges Eintreffen jammlung bedürfen. Die Beschlußfassung über den übrigen Inhalt auf dem Bahnhof sichert aber dem Reisenden die Wahl eines Playes des Entwurfs hat er sich noch vorbehalten. Die von dem Magistrat im Vor- oder im fahrplanmäßigen Buge und liegt ebenjo im Interesse des Publikums wie in dem eines geordneten Betriebs. genehmigten Bestimmungen beziehen sich auf die weitere Decentralisation der Armenpflege. Die neu zu errichtenden Vergiftung durch Maiglöckchen. Gestern Morgen hatte eine Bezirle( Armentreife) follen von ben Armenämtern dadurch in der Wilsnackerstraße wohnhafte Familie ihr Kindermädchen mit In dem Prozeß gegen den Reichsglöckner Joachim Gehlsen, der dieser Tage zur Verbüßung der ihm auferlegten Freiheitsstrafe nach Tegel gebracht wurde, ist das Wiederaufnahme Berfahren im Gange. Die Rechtsanwälte Dr. Löwenstein und Dr. Werthauer stehen dem Verurteilten zur Seite. Wegen der Beschuldigung der Eidesverlegung haben auf Anordmung der Ober- Staatsanwaltschaft bereits Zeugenvernehnungen stattgefunden. Zur einer rech erhebenden Diskussion tam es in der legten Sigung der Stadt rordneten- Versammlung zu Spandau ge " = " erhielt dort von den Hofleuten, von denen ebenfalls jeder 2. Lehrlings- Abteilung abends 8-10 Uhr Dieffenbachstr. 51. straße 85 a. 8-10 Uhr, Schwimm: Tegentlich der Beratung einer Vorlage, welche eine Beihilfe von] Ein Liter Schnaps als tägliche Gefangenenkost. Wegen fehn", Weber, Neu- Weißenfee, Friedrichstr. 35. Borwärts II", Wälisch, 300 W. für den Verein für Ferienkolonien fordert. Nach fahrlässiger Gefangenen- Befreiung hatte sich gestern der Gefangenen- Adalbertstr. 4. Central- Raucherbund. Zuschriften an Max Koch, Rirdorf, Hermann: dem Stadtverordneten Hanneman darauf hingewiesen hatte, Aufseher Julius Bandmann vor der zweiten Straffammer am Landstraße 34.- Montag.„ Maiglöckchen", Schöneberg, Lehmann, Gleditschstr. 19. Der Angeklagte war beim Amtsdaß nach Mitteilung eines Arztes die Spandauer Ferienkolonisten gericht zu verantworten. Seiterfeit", Schöneberg, Lewrenz, Gleditichstr. 2.„ Blaue Wolfe", die kränklichsten von allen gewesen seien, meinte Stadtverordneter gericht in Nanen angestellt und hatte im Herbst vorigen Potsdam, Küsel, Victoriaftr. 54. Fidele Raucher", Potsdam, Buttfe, Reinke, die Arbeiter sollten ihre Kinder nur auf eigne Sosten Jahres vier Gefangene zu beaufsichtigen, welche von der Spandauerstr. 25.- Maiglöckchen", Potsdam, Plage, Kommunikation IV. „ gemietet" waren. aufs Land schicken, anstatt jede Woche 50 Pf. in die Streittaise landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Dort Freunde", Potsdam, Wwe. Meier, Schottstr. 4. ,, Kap der guteit zu zahlen. Dem Herrn wurde sowohl von bürgerlicher wie von bekam jeder zum Frühstück wie zur Besper je einen halben Hoffnung", Moabit, Sauer, Wilhelmshavenerstr. 57. Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnov. Fichte", Sichtenberg, focialdemokratischer Seite eine entsprechende Abfuhr zu teil. Die Liter Schnaps aus der Brennerei geliefert. Am 21. November v. J. hatte der Strafgefangene Defens einen ge- eg; jeden Sonntag von 3 Uhr Restaurant Zum Fürsten Wolfgang"( Inhaber P. Müller), Weißenseeer Versammlung nahm die Vorlage einstimmig an. an voltsthümliches Turnen. Turnb." Fichte", Berlin, abends von Allerhand Verkehrsfragen beschäftigten die Gemeinde- hörigen Schlips". Er trat öfters aus und da ihn der Aufseher Montag: vertretung von Johannisthal in den legten Tagen. Vom nicht begleiten konnte, weil er die übrigen Gefangenen bewachen 7. Männer- Abt., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abt., Aderitr. 67.; Turnerschaft des Vereins„ Nereus", Forſtfistus soll ein Streifen Zand von 3 Meter Breite aut lego mußte, so ging er an den Zaun des Hofes der Versuchsanstalt und 7. Lehrlings- Abt., Wasserthorit. 31. eines Fußgängerweges zwischen der Köpnicker- und Parkstraße ge- einzelne fein Fläschchen in der Tasche hatte, manch fräftigen Arbeiter Schwimmerbund. Montag: Schwimmfl.„ Vorwärts", pachtet worden. Ein Antrag unfres Genossen Mann, eine Straße Schlud, so daß er allmälig ganz betrunken wurde. Schließlich Damen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsvadeanstalt, Schillingsbrücke, anzulegen, wurde abgelehnt. In einer der legten Sigungen war ein Antrag des Genossen Mann, gleichzeitig mit den Pflasterarbeiten ging er ungehindert seiner Wege. Da er dem Aufseher zu lange flub Nord", Damen- Abt., abends 7 Uhr, Bollsbadeanstalt Moabit, Turmblieb, ging ihm dieser nach und suchte ihn in einer Kneipe, während eine Verbreiterung des Bürgersteigs auf der einen Seite der Friedrich- dessen die übrigen Gefangenen ohne Aufsicht blieben. Der Aufseher schränkter Haftpflicht), Binetaplas 1. Konsumverein Berlin- Nord( Eingetragene Genossenschaft mit be: Aufnahmen werden dort außer firaße vorzunehmen, und die betreffenden Anlieger zur Hergabe von Vorgartenland zu veranlassen, abgelehnt worden. Um aber eine laß eine halbe Stunde in der Kneipe, doch der Gefangene Sonntags jederzeit vollzogen. Berliner fam nicht. Der Aufseher sah denn noch einmal nach den andern, Gesang, Turn und gesellige Vereine. Sonntag. Verbreiterung zu erreichen, hatte man einen von andrer Seite ge- dann fehrte er zurück und blieb wieder eine Stunde Privat- Theatergesellschaft„ Alpenrose", nachmittags 4 Uhr, Schmidt, PrinzenBergnügungsverein Allemania", 6 Uhr, Englischer Hof, Neue stellten Antrag angenommen, nach welchem die alten Bäume in der Kneipe ſizen, während die Gefangenen sich selbst Allee 33. entfernt und durch Nenpflanzungen ersetzt werden sollen. Dieser Be- überlassen waren. Defens war inzwischen nach seiner Wohnung Freie Sänger Bereinigung" Fadel", Tolksdorf, Görligerstr. 58. Roßstr. 3. Geselliger Verein Reganie", 61/2 Uhr, Schwedterstraße 17. schluß war vom Gemeindevorstand wieder aufgehoben worden, da gegangen, um seiner Frau einen Besuch abzustatten. Da er Montag. Gesangverein„ Nord- Melodia", J. Mierke, Schönhauser Auce 101. sich verschiedene Einwohner darüber beschwerten und auch mehrere diese nicht zu Hause traf, borgte er sich bei einem Nachbar 30 Pf., Besizer erklärten, ihr Borgartenland hergeben zu wollen. Herr die er in Fusel umieste, worauf er sich betrunken in den Nempe meinte nun in seinen Ausführungen, es wäre schon Straßen der Stadt herumtrieb. Schließlich traf ihn zufällig ein immer so im Ort gewesen und es könne auch so bleiben. andrer Aufseher, der ihn nach dem Gefängnis zurückbrachte. Der Wenn die alten Bäume fielen, so würden die Waren der Geschäftslente in den Schaufenster leiden und seine sich auch etwas übernommen habe. Der Staatsanwalt in den Schaufenster leiden und feine angeklagte wußte zu seiner Entschuldigung nur anzuführen, daß er Backware würde ihm auch im Laden vertrocknen. Nach Er- beantragte für eine derartig grobe Pflichtverlegung zwei Monate Yedigung einiger Steuerfachen wurde der Gemeindevorsteher wegen Gefängnis, der Gerichtshof faßte die Sache milder auf und ermehrerer Uebergriffe von den Vertreter Mette, dem kannte auf 100 Mark Geldstrafe. Schöffen Mitsching und dem Genossen Mann energisch an gegriffen. In der außerordentlichen Sizung am Mittwoch ward über die Aufbringung der Mittel zum Schulhaus Anbau beraten. Die Gemeinde will 8000 M. dazu beitragen, während dte Regierung den Restbetrag von 18 500 M. beisteuern soll. Gerichts- Beitung. " #Sociales. Kinderelend. In Floridsdorf. einem reich bevölkerten Industrieort bei Wien, wurde vom Lehrerverein des Orts eine Statistik zufanumengestellt, welche ein grelles Streiflicht auf die sociale Lage der arbeitenden Der große Spielerprozek, der die Bezeichnung Tell und lassen und die traurige, frendlose Jugend der Arbeiterkinder wirft. Genossen führt und im Volksmunde häufig der kleine In den Wintermonaten 1899-1900 besuchten 5713 Kinder die Harmlosen Prozeß" genannt wird, fand gestern vor der Volts- und Bürgerschulen Floridsdorfs. Davon wurden 2805 Kinder neunten Straffammer des Landgerichts I unter dem Vorsitz des fast jeden Tag zur Arbeit verwendet; nicht etwa nur zum harmlosen Landgerichtsrats Lautherius statt. Es hatten folgende Personen auf Geschirrwaschen oder Abwischen, damit die Mutter früher fertig wird, der Anklagebank Platz zu nehmen: 1. der Glasermeister Emil Tell sondern zur wirklichen Eriverbsarbeit. ( nicht zu verwechseln mit den Inhabern der Glaserei Gebrüder Wie werden diese Kinder, die von feiner Arbeit, weder der Adolf, Albert und Louis Tell), 2. dessen Ehefrau Ernestine demoralisierenden, noch der schweren förperlichen verschont bleiben, Tell, 3. der Schlosser Otto Sammet, 4. der Sellner genährt? Und darauf antwortet die Statistik: Paul Kleich, 5. der Tapezierer Hermann Zahl der Kinder, welche Kühnlein hatte. " welche auch in der Schule keine Speise: marken erhalten können. • Knaben Mädchen ( manchmal 101 oft 39 manchmal 112 oft 51 86 24 18 16 24 23 ( manchmal 147 oft 29 413 116 14 11 74 23 Verein der Bierabzieher Berlius. Jeden Sonntag nach dem 15., Verein der Drechslermeister Berlins und Umgegend. Jeden nachmittags 3-6 Uhr, bei Ladewig, Kommandantenſtr. 65. zweiten Montag im Monat, Königstädtisches Kasino, Holzmarktſtr. 72. Vermischtes. Die Koniker Affaire. Die Untersuchung in der Mords affaire scheint mehr und mehr im Sande verlaufen zu wollen, wenigstens ist es der Polizei immer noch nicht möglich gewesen, einer der vielen zu verfolgenden Spuren zum Erfolg zu verhelfen. Der Schlächtermeister Hoffmann ist scheinbar ganz außer Vers folgung gefegt worden. Unrichtig ist, daß gegen den Gasanstalts arbeiter Mas Ioff seitens der Staatsanwaltschaft wegen dringenden Verdachts des Meineids vorgegangen wird. Da seine Aussage in einigen Teilen auch glaubhaft von andern Personen unterstützt wird, fo liegt kein Grund vor, gegen ihn einzuschreiten, weil Widersprüche bei fast allen Zeugenaussagen bestehen. Gelegentlich der Unruhen am Freitagabend ist übrigens der durch die antisemitische Bewegung bekannte Reichstags- Abgeordnete Paul Werner in der Danzigerstraße durch einen Wurf mit einem großen Stüd Mauerstein nicht uuerheblich am Auge verlegt worden. Wer der Thäter gewesen, ist nicht ermittelt worden. Weiter wird berichtet, daß trotz der gegenwärtigen ruhigen Situation an leitender Stelle die Absicht besteht, das Militär zu verstärken, da es sich bei den letzten Unruhen als taum ausreichend gezeigt hat. Die feindselige Haltung der Bürgers schaft scheint sich auf den Bürgermeister Deditins auszudehnen. Der Bürgermeister ist der Staatsbürger- Zeitung" zufolge beurlaubt worden. Gegen den Sohn eines jüdischen Kaufmanns ist ein Strafmandat wegen Grabschändung eingeleitet worden. Er war dabei abgefaßt worden, als er in roher Weise die zahlreichen Kränze und Blumen- Arrangements auf dem Grabe Ernst Winters zerstören wollte. Inzwischen soll er verhaftet worden sein. Zwei Arbeiter sind ebenfalls in Haft genommen, weil sie sich grobe Ausschreitungen zu Schulden kommen ließen. Bei dem Fleischermeister Levy sollte ein mit 20 000 m. deklarierter Geldbrief eins gegangen sein. Dazu wird jetzt bekannt: Da Levy einen derartigen Betrag nicht zu erwarten hatte, der Geldbrief überdies mit vier Mark Porto belastet war, licß er vorsichtigerweise den Geldbrief in Gegenwart mehrerer Beamten öffnen, der Inhalt waren- Papier schnitzel. und 6. der Handlungsgehilfe Ernst Fiedler. Die Auflage- ohne Frühstück zur Schule gehen behörde vertrat Staatsanwalt Neigert, als Verteidiger waren die Rechtsanwälte Dr. Werthauer, Koppel und Schwindt zur ohne Mittagessen. Stelle. Die Anflage lautete gegen Tell, Sammet und Klezsch auf gewerbsmäßiges Glücksspiel, gegen die Ehefrau Tell, Kühnlein und Fiedler auf Beihilfe dazu; Emil Tell sollte sich außerdem des Buchmachens schuldig gemacht und Wetteinjäze angenommen haben, ohne ohne Abendessen bleiben. darüber versteuerte Quittungen zu erteilen. Im Auguſt v. J. ging den Witterungsverhältnissen nicht ent dem Kriminalkommissar v. Manteuffel eine anonyme Anzeige zu, wonach die Wohnung der Tellschen Eheleute im Hause Lothringerstr. 48 alluächtsprechend gekleidet find lich der Sammelpunkt von Glücksspielern sein solle. In der Nacht in keinem Bette schlafen Diese Zahlen sprechen wohl Bände über das Kinderelend, das zum 15. August v. Is. wurde der bezeichneten Wohnung ein plözficher polizeilicher Besuch abgestattet, der einen überraschenden Erfolg in nächster Nähe Wiens herrscht! Würden die christlichen Beherrscher Die Tellsche Wohnung bestand aus zwei hintereinander wiens nicht verhindern, daß in Wien selbst eine Statistik über die liegenden Zimmern und daranstoßender Küche. Im umbeleuchteten Kinderarbeit aufgenommen wird, dann würde vielleicht noch mehr Explosion einer Pulverfabrik. Die„ Hagener 3tg." meldet Borderzimmer pflegte der Angeklagte Kühnlein, ein mehrfach mit entsegliches Kinderelend statistisch festgestellt werden. Aber Dr. Lueger, aus Dahlerbrid bei Lüdenscheid: Freitagnachmittag erZuchthaus vorbestrafter Mann, der in feinen Kreisen den Spiz- der allerchristlichste Bürgermeister, will keine Statistit fiber die aus Dahlerbrüd bei Lüdenscheid: Freitagnachmittag ernamen ,,, Bimmel- Hermann" führt, am Fenster zu fügen, um Kinderarbeit; da der Central- Lehrerverein das thun wollte, folgte in der der hiesigen Firma Gebrüder Wo endhaus gehörigen Pulverfabrik, in welcher Schießpulver und Jagdpatronen herdie Eingehenden zu beobachten, oder, wie es in den unteren Spieler was die Kommune nicht thut, hat er aus eignen Witteln gestellt werden und große Mengen Dynamit lagerten, auf bisher die Schulleitungen die nötigen Drucksachen abgegeben, freifen heißt, Spanne zu machen". Ein Unbekannter hatte ein an Lofungsort, zumeist Herz- As" oder eine andre Karte zu die zur Statistit notwendig find. Was that aber der Wiener unaufgeklärte Weise eine heftige Explosion. Fünf Arbeiter nennen, worauf ihm als Eingeweihten der Zutritt zu der zweiten Bezirksschulrat, dessen Vorsitzender Dr. Lueger wurden getötet, die Fabrik und die umliegenden Baulichkeiten Stube, wo dem Spiel gefröhnt wurde, gestattet wurde. Als die ist? Den Schulleitungen wurde mittels Erlaffes verboten, über sind schwer beschädigt. Beamten in der erwähnten Nacht Bimmel- Hermann" hatte sich die Verwendung schulpflichtiger kinder in gewerb lichen Betrieben Auskunft zu erteilen! So rettet die im Rahmen der Thür zum Spielzimmer erschienen, entstand unter christlich- sociale Partei das Kleingewerbe in Wien: durch die Aus den Anwesenden eine gewaltige Aufregung. Bolizei!" rief alles bentung schulpflichtiger Kinder. durcheinander, der Banthalter raffte das auf dem Tische liegende Geld zusammen und die Spieler versuchten durch die Thür, die zum Erhebungen im Maurergewerbe hat das bayrische Ministerium Die Gemeindebehörden haben folgende Vorderzimmer führte, zu entkommen. Einigen glidte dies des Innern angeordnet. auch, es gelang aber der Polizei 11 Personen festzustellen. Fragen zu beantworten: 1. Wie groß ist die Zahl der in der Einer der Spieler wurde unter dem dem Bette hervorgeholt. Gemeinde beschäftigten Maurergesellen und Maurerlehrlinge? 2. Wie Die Ermittelungen nahmen nach und nach einen tolossalen Umfang viele davon sind außerhalb Deutschlands beheimatet? 3. Wie viele alt. Es wurde festgestellt, daß die Tellschen Eheleute schon ihre Frauen sind im Maurergewerbe beschäftigt? 4. Wie viele Maurer frühere Wohnung, sleine Alexanderstraße 7, zu einer finden während der Winterszeit keine Arbeit? 5. Wie viele in Winter andre gewerbliche Thätigkeit Epielhölle eingerichtet hatten. Als sie nach der Lothringerstraße ver Maurer nehmen im zogen, verteilten sie an ihre„ Kunden" Karten mit der neuen auf? Wie viele Maurer üben während der Winterszeit Adresse. Es wurde Meine Tante, Deine Tante" gespielt, der eine Eriverbsthätigkeit im Hause aus( z. B. Korbflechten n. a.)? niedrigste Einsatz betrug 50 Pf., wenn die Spieler aber das Ver- 7. Jn wie vielen Fällen muß während der verdienstlosen Zeit im Winter die Ehefrau den Verdienstentgang durch einen Nebenerwerb zu gewinnen trachteten, stiegen die Einfäße bis auf 40 Mark. Tell beteiligte sich selten am Spiel, decken und worin besteht dieser Rebenerwerb? 8. Besteht ein Arbeitsnachweis für Maurer? Als Zeitpunkt der Erhebungen ist der+) Gerste, gut zunächst waren die Angeklagten Sammet und Klezzsch die Bankhalter. Sie sollen bisweilen mit einem Gewinn von Stand der letzten Hälfte des Monats Jumi anzunehmen. gering für einige Augenblicke von seinem Beobachtungsposten entfernt Iorene wieder 6. Ueber eine anscheinend wichtige Entdeckung wird dem„ Brl. Tgl." aus Würzburg telegraphiert: Am hygienischen Institut der der hiesigen Universität ist eine wichtige medizinische Entdeckung gemacht: die batterienvernichtende Eigenschaft bestimmter elektrischer Ströme, welche zur Heilung einer Anzahl auf Ins fektion durch Batterien beruhender Krankheiten angewendet werden können. Das einfache Verfahren wurde von dem Zahnarzt Zierler entdeckt und erfolgreich angewandt. Es ist mehrere Centimeter tief wirksam, aber schmerzlos, da mur Ströme von einem Tausendstel Ampere Verwendung finden. Ueber die Entdeckung wird eine größere Beröffentlichung vorbereitet. Marktpreise von Berlin am 1. Juni 1900 Weizen, gut D.- Str.| 15.25 J " mittel gering " loggen, gut " mittel gering mittel Kartoffeln, neue, D- Ctr. do. Bauch Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter 8,-16, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 1,20 " 1,60 " 1,60 " 1,60 1, " 14.80 14,30 2,60 2, 14,20 13,70 " 13,60 13,10 Gier Karpfen 60 Sint 3,20 2,20 1 kg 2,20 1,20 Die Gründung eines Arbeitersekretariats ist für Hart) safer, gut burg in Aussicht genommen. 15,60 15,20 " mittel gering 14,70 Nichtstroh " 70, 25, 30, 15,10 14,60 14,30 7,50 6,66 Bariche 10,20 6,40 Schleie 40,- 25, Bleie 45, Aale Bander 2,80 1,40 " " 2,60 1, Hechte 2,40 1,20 1,80 0,80 PP 3, 1,20 Vereinskalender. 4 bis 500 Mart davongegangen sein. Der Verdienst der Tellschen Eheleute bestand darin, daß die Banthalter vom Gewinn 10 Broz abgeben und für ein Spiel Starten 1,50 M. zahlen mußten. Die Gäste konnten Bier, Spirituosen und Kaffee erhalten, die Bankhalter gaben nach einer glücklichen Taille auch häufig einen Aus der Frauenbewegung. Römer voll Schnaps zum Besten, für den sie 1 bis 3 Mart an die Der neue Verein für Frauen Mädchen der Arbeiterklaffe, Tellschen Eheleute zu zahlen pflegten. Tell begnügte sich nicht mit von dessen geplanter Gründung wir neulich schrieben, ist num That dem Spiellokale in der Stadt, er mietete sich gleichzeitig in fache geworden. Eine Versammlung, die am 28. Mai im Klubhause Carlshorst und Hoppegarten Wohnungen, die bald die Sammelpunkte der Spieler wurden, sobald die Rennen Schöneberg tagte, beschloß die Gründung des Vereins. In einem einleitenden Vortrage sprach Frau Dr. Bepler in überbeendet waren. In Hoppegarten herrschte bisweilen zum aus fesselnder Weise über den Wert und die Aufgaben eines Vercins, Tellschen Spielsaale ein solcher Andrang, daß der Raum sich der der Arbeiterin nach den Lasten des Berufs und der Wirtschaft als zu klein erwies. Bei den von Tell entgegengenommenen Gelegenheit und Anregung giebt, ihre Kenntnisse zu erweitern und Beitaufträgen spielte Fiedler die Rolle eines Buchhalters, weiter ist Stelling zu nehmen zu all den großen Fragen, die unsre Zeit beer an den Straftaten nicht beteiligt. Er ist von den Angeklagten wegen. Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag hatte den der einzige Unbescholtene und der einzige, der sich auf freiem Fuß Erfolg, daß sich 38 Mitglieder dem neuen Verein anschlossen. befindet. Sämtliche Angeklagte waren im Wesentlichen geständig, so daß es der Vernehmung aller geladenen Zeugen nicht bedurfte. Durch die Beweisaufnahme ergab sich, daß die Tellschen Eheleute sich auch dadurch noch einen Nebenverdienst zu verschaffen gewußt Arbeiter Bildungs- Schule, Neue Roßstr. 3. Montag. Bibliothek hatten, daß sie den Spielern, welche ihre gesamte Barschaft verloren 8-9 Uhr. Beginn des Unterrichts 9 Uhr, Ende 11 Uhr. hatten, gegen Hinterlegung von Pfandstücken, wie Uhren, Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster BorUeberzieher usw. fleinere Beträge vorschossen und sich dafür erheb sitzender: Nich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Raffierer: Alle Aenderungen int Vereinskalender Liche Zinsen zahlen ließen. Die Angeklagten Sammet und Seikrit, Fidicinstraße 113. Slezsch bestritten, daß sie das Spiel gewerbsmäßig betrieben hätten, find zu richten an D. Jaad, Strelitzerstr. 15, of II. Montag, abends fie wollen fleißig gearbeitet haben. Dem Angeklagten Sammet, 9-11 Uhr, Nebungsstunde und Aufuahine neuer Witglieder. Zulunft II", Stegliz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130. Harmonie", Schulz, Höchstestr. 30. welcher Schlosser ist, wurde nachgewiesen, daß in seiner Wohnung Tonblüte", Hentschel, Lübbenerstraße 18. Liedesfreiheit II", nicht ein einziges Stück Werkzeug gefunden wurde und überhaupt Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße." Freya II"( gemischter Chor), Rusch, nichts darauf hindeutete, daß dort das Schlossereigewerbe betrieben Fichtefir. 19.- Solidarität“, Leonhardt, Beuthstr. 10. Berliner Damen: wurde. Auch der Angeklagte Kletzsch hat einen reellen Erwerb nicht chor Harmonie", Rosin, Schönholzerstr. 42. Borwärts III", Lichtenberg: nachweisen tönnen. Friedrichsfelde, Schulz, Prinzen- Allee 6. Concordia", Lier, Alte Jakob: firaße 119. Alpenblume", Neu- Weißenfee, Sturm, Lothringenstr. 33. Der Staatsanwalt, der sämtliche Angeflagte für überführt hielt, Rote Rose", Prinzen Allee 44 Liedeslust III", Alt- Glienide, Saß, beantragte gegen den Ehemann Tell ein Jahr Gefängnis Grünauerstr. 19 a. Borwärts IX" Charlottenburg, Beier, Wallstr. 94. und zweijährigen Ehrverlust, gegen die Ehefrau Tell, Klepich Der, Sattler", Conrad, Marfiliusstr. 8, Gde Blankenfelderstraße.„ Einund Kühnlein je sechs Monate, gegen Sammet drei tracht III", Nieder- Schöneweide, Strecker, Grünauerstr. 5. Monate und gegen Fiedler zwei Wochen Gefängnis. Often", Stobus, Rigaerstraße. Das Urteil lautete gegen Tell auf ein Jahr, gegen seine Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Ehefrau auf sechs Monate, gegen legsch auf vier Monate, gegen im Bereinskalender find zu richten an Eugen Raschte, Rirdorf, Mahlower: Montag, abds. von 9-11 thr: Klub- Abend und Sammet auf drei Monate, gegen Kühnlein auf zwei Monate und straße 1, 4 Treppen. Aufnahme neuer Mitglieder: Abguß II", Schulz, Höchftestraße 30. gegen Fiedler auf zwei Wochen Gefängnis. Als besonders gemein- idele Kolonisten", Klinge, Koloniestr. 137. Blaue Schleife", Dembiesky, gefährlich wurde es vom Gerichtshof bezeichnet, daß durch das Treiben Görlizerſir. 52. Grüne Linde", Koffeda, Drontheimerstr. 1a. Ber Angeklagten die Spielsucht der unteren Klassen, wie fleiner Hand- Morgenrot", Rolland, Landsberger Alee 44.. Eintracht", Kienast, Borndorferstr. 9. werker, Hausdiener usw. gefördert worden sei. Palmerio", Pätzold, Prenzlauer Allee 43. " Männerchor „ Wieder Heu Erbsen Speisch ohnen Linsen 2 1,40 0,80 Krebse per Sdjot 12, 3, Amit *) ab Bahn.+) frei Wagen oder ab Bahn. Produktenmarkt vom 2. Juni. Der Getreidemarkt zeigte heute Feiertagsstille. Eine Ausnahme machte nur Rüböl, welches in Paris 1 Fr. höher gehalten und am hiesigen Frühmarkt bei einigem Handel 0,50 M. besser bezahlt wurde. Dabei kamen auch die höheren Saatenpreise in Be: tracht. Für Getreide fehlte jegliche Unternehmungsluft, obwohl dies ohnehin dauernd inapp angeboten war, etwas billiger zu haben war. Mittags lag auch das Lieferungsgeschäft fast ganz leblos, Preise nom. wie gestern. Am Roggenmarkt wurden einige Abschlüsse in russischer Ware gethätigt, worauf der Artikel für Sommerlieferungen eine Kleinigkeit nachgab. Vom Weizenmarkt ist nichts Besonderes zu melden. Hafer war auf steigenden Lieferungsbegehr höher gehalten. Mais sehr feft.- Spiritus 49,50. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 2. Juni 1900. licher Bericht der Direftion. Zum Verkauf standen: 4584 Rinder, 1370 Stälber, 6709 Schafe, 7711 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäßtete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 59-63, b) junge fleischige, nicht ausgemäftete und ältere ausgemäftete 54-58; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 52-53; d) gering genährte jeden Alters 49-51.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 55-60; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 52-55; c) gering genährte 49-52. Färien imd Kühe: a) volfleischige, ausgemäßtete Färjen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 52-54; c) ältere ausgemäßiete ühe und wenig gut entwidelte jüngere ühe und Färsen 49-51; d) mäßig genährte Kühe und Fürsen 46-48; Stälber: a) feinste Masts e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44. tälber( Bollmilchmast), und beste Saugtälber 71-74, b) mittlere Mastfälber und gute Saugfälber 60-65, c) geringe Sangfalber 50-55, d) ältere, gering genährte( Fresser) 34-46. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 62-65, b) ältere Masthammel 56-60, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 51-55, d) Solsteiner Riederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Raffen und deren Streuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 43-44, b) Käfer 00-00, c) fleischige 41-42, d) gering entwidelte 38-40, e) Sauen 36-38. Wetter Prognose für Sonntag, den 3. Juni 1900. Ein wenig wärmer, vielfach heiter, zeitweise wolfig bei meistens nur schwachen südöstlichen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau Todes- Anzeige. Allen Freunden und Genoffen mache ich die traurige Anzeige, daß mein lieber Mann, nnser guter Bater, der Gastwirt Carl Gaede von feinen heute früh 612 Uhr schweren Leiden durch den Tod erlöst worden ist. Die Beerdigung findet statt am Dienstag, den 5. Juni, nachmittags/ 4 1hr, vom Trauerhaus Fennstr. 17 nach dem Freireligiösen Friedhof in der Bappel Allee. Die trauernden Hinterbliebenen Frau Gaede mit Kindern. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Restaurateur Carl Gaede, Fennstr. 17, nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet aut Dienstag, 3. Feiertag, nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause aus nach dem Freireligiösen Friedhof, Pappel Allee, statt. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 247/13 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Parteigenosse, der Weißgerber Paul Rosenfeldt Badstr. 30, am 1. Juni verstorben ist. Die Beerdigung findet am dritten Feiertag, nachmittags 5 Uhr, von der Charité aus nad) dem Charité Kirchhof, Seestraße, statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Wochen: Spielplan. Königl. Opernhaus Mittwoch 6. Evangelimann Dienstag 5. Der fliegende Phant. i. Bremer Sonntag 3. Montag 4. Donnerstag 7. Freitag 8. Sonnabend 9. Undine Bajazzi Die roten Schuhe Lohengrin Carmen Holländer Ratskeller Sonntag 10. ( Wohlthätigkeits: Die weiße Dames vorstellung) Der Mikado Königl. Schauspielh. Deutsches Theater Die Tochter des Erasmus Julius Cafar Die Tochter des Erasmus Wilhelm Tell Der Star Der Star Alte Wiener Die Orientreise Freundlose Liebe Die Orientreise Die Orientreise Die Orientreife Die König Lear Schl. W. Gastsp. Der Pfarrer von Alte Wienerin Der Pfarrer von Kirchfeld Kirchfeld Freundlose Liebe Schulreiterin Standh. Liebe Die Dienstboten Faust W. D. Volfath. Schiller: Theater Jugend von heute D. Probefandidat Deutsch. Theat. Nachm: Die verGespenster funkene Glode Die Orientreife In Behandlung Die Schulreiterin Neues Königliches Opern Theater. Diefen Sonntag: Der Verschwender. Montag: Die Fledermaus. Nächsten Sonntag: Die Tochter des Erasmus. Berliner Theater. Alle Abende: Berlin bei Nacht. Nur Freitag: Dorf und Stadt. Lessing- Theater. Alle Abende: Daisy. Residenz Theater. Alle Abende: Die Dame von Marim. Theater des Westens. Sonntag bis Mittwoch: Die Geisha. Donnerstag und folgende Tage: Die Puppe Metropol Theater. Alle Abende: Der Zauberer vom Nil. Thalia Theater. Alle Abende: Wie man Männer feffelt. Central Theater. Alle Abende: Berlin nach Elf. Victoria Theater. Alle Abende: Die Kanonenkönigin. Bellealliance: Theater. Alle Abende: Bis ans Ende der Welt. Carl Weiß- Theater. Alle Abende: Am Spieltisch des Lebens. Friedrich Wilhelm: städtisches Theater. Alle Abende: Die Mädchenhändler. Apollo Theater. Alle Abende: Venus auf Erden. = -A Arbeiter- Vertreter- Verein. Tabakarbeiter- Genossenschaft Hamburg. Donnerstag, den 7. Juni, abends 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Mitglieder Versammlung Tages Ordnung: [ 53/4 1. Fortsegung der Diskussion über„ Die Rechte und Pflichten der BeiGeneral Vertreter: Udo Stangenberg. Berkaufsstelle: [ 48242* siger der unteren Verwaltungsbehörde". 2. Bericht aus den„ Amtlichen Berlin SO., Kottbuser Damm 99 Nachrichten". 3. Diskussion. 4. Berschiedenes. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Der Vorstand. J. A.: E. Warnst, Kolbergerfir. 7, II. Partei- Speditionen: Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Aubers, Salzwedeler brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Rosen Augustaftr. 3, b. I. Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Große Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Friz Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. straße 8, part. in Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiefenstraße 14. Gesundthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerftr. 132/133, rechter Seitenfl. und 23. Ni del: Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welf, Berlin O., Friedrich Karlstr. 4. Grünan: Engel, Dahmestr. 6.Apostel Paulusstr. 13, Quergebäude Hochp. Nieder- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Johannisthal: Paul Mann, ar Ieber. Cigarrengeschäft. Friedrichstr. 39, I.- Adlershof: May Worbs, Mezzerstraße 4. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenau- Steglitz: H. Berniee, Kirchstraße 15 in Friedenau. nach langen, schwerem Leiden fanft Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, entschlafen ist. und Fr. Schell hase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg Krebs, Baumschulenweg 32, of lints II. Neu- Weissensee: Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstr.1, part. Tints. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Affen Freunden, Berwandten und Kixdorf: Ostermann, Erfſtr.6.- Schöneberg- chineweide: Befannten hiermit zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegersohn, der Weißgerber Paul Rosenfeldt Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Diens: tag, den 5. Juni, nachmittags 5 Uhr, aus statt. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen bon der Charité( am Neuen Thor) Berte dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegengenommen. Todes: Anzeige. Allen Kollegen, Freunden und Be fannten hierdurch die traurige. Nach richt, daß unser lieber Kollege, der Tischler en gros und en detail. Wer es noch nicht weiß! 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Pfingstfeiertagvormitag 9 Uhr Achtung! von der Leichenhalle in Köpenick, Ru Dowerstraße, aus statt. Die Kollegen der Bechsteinschen Fabrik NB. Treffpunft 73% Uhr morgens in Johannesthal- Nieder- Schöneweide ( Bahnhof). Todes- Anzeige. Bitte ausschneiden! Adtung! Maler! Adtung! Nach Beschluß des Hauptvorstands ist nunmehr die Filiale II( Nord) aufgelöst worden. Wir machen nun diejenigen Mitglieder, welche Verbandsmitglieder bleiben wollen, darauf aufmerksam, daß die Mitgliederbeiträge jetzt in den Bahlstellen der Filiale I zu entrichten find. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Vereinsmitglied, der Kollege 124/16 Otto Schulz, am 1. Juni an der Lungenschwind: sucht im Alter von 19 Jahren ver storben ist. Die Beerdigung findet am 5. Juni 2 ( 3. Pfingstfeiertag) mittags 1 Uhr von der Leichenhalle des Thomas Kirch hofs in Nirdorf aus statt. Der Vorstand der Filiale Berlin des Unter: stützungs Vereins der Kupferschmiede Deutschlands. Stranten Unterstützungsbund der Schneider.bm Unfer Mitglieb Georg Fischer 166/11 ist am 31. Mai verstorben. Die Be erdigung findet am zweiten Feiertag, nachmittags um 4 Uhr, von der J.R Die Verwaltung der Filiale I. J. A.: Joh. Plum. Bevollmächtigter. Elegante Paletots und Mäntel. J. Baer, BERLIN N. [ 40609* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, Fernsprecher Amt III 2443, empfiehlt, wie befannt, in reellster Aus: führung und allerbilligsten streng festen Breisen: Herren- u. KnabenGarderobe. Grosses Stofflager zur Anfertigung nach Mass. Elegante Gesellschafts- Anzüge.| Würzburger Hühneraugenmittel Gegen 30 Pfennig auf 10 Pf. Anweisung frei! Leichenhalle des Heiland Kirchhofs von Dr. H. Unger. in Plögensee aus ftatt. Die Ortsverwaltung. Patent Schlafsofa, Mahagoni Spiegelspind, Spieltisch, Säulenspiegel, Teppich verkauft Anflamer: Straße 20. Keller. 1908 Ohne Zweifel die bequemite u. wirksamite Silfe. Der Schmerz ist in 5 Min. vorjährige Maßbestellungen. 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Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Br. 127. 17. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 3. Juni 1900. Volkswirtschaftliche Rundschau. Samoas Handel im Jahre 1899. Eisen- und Stahl- Hatte in 1898 die Produktion den Bedarf überschritten, so rief| Schiffe der großen Binnenseen, von der Dampfertonnage z. B. nicht produktion der Vereinigten Staaten. Der Schiffsbau in in 1899 der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung eine solche Ver- weniger als 50 836 Tonnen. Auch befanden sich unter diesen Deutschland, England und den Vereinigten Staaten.- mehrung der Nachfrage nach Eisen- und Stahlwaren der verschiedensten 954 Schiffen 533 Segler mit 107 510 Registertonnen. Thatsächlich Deutschlands und Englands Ausfuhrhandel nach Südafrika. Art hervor, daß die Produktion mit ihr trotz stärtster Anspannung ist Deutschland an die zweite Stelle gerückt; es hat Frankreich bei Samoas Handel im Jahre 1899. Der Hamburger Kor- faum Schritt zu halten vermochte. Zeitweilig machte sich ein aus weitem überholt, ganz abgesehen davon, daß auch dieses weit mehr respondent" veröffentlicht in Nr. 247 einen Bericht aus Apia über gesprochener Materialmangel bemerkbar, der nicht mur Störungen im ftleine minderwertige Schiffe baut. Im ersten Vierteljahr 1900 hat die Handelsentwicklung der Samoa- Inseln in den legten beiden Betriebe der Hüttenwerte selbst, sondern auch im Baugewerbe, im der Schiffsbau in England etwas abgenommen. Es wurden nur bom Stapel gelassen gegen ungefähr Fahren, der, wenn er auch mit besonderer Emphase einen wirtschaft Schiffs- und Maschinenbau hervorrief. Die Folge war ein startes, 265 000 Zonnen lichen Aufschwung zu melden weiß, doch indirekt bestätigt, was schon vielfach sprungweises Anziehen der Preise für Roheisen und Halb- 300 C00 Tonnen im ersten Quartal" des Vorjahrs. Im Bau bei Erwerbung der Inseln im vorigen Jahr von uns dargelegt fabrikate, das weiterhin zur Preissteigerung aller Eisen- und Stahl- befinden sich mur 1 260 000 gegen 1385 000 Tonnen. Die Ursache wurde, daß als Abfazgebiet für deutsche Industriewaren Samica erzeugnisse, auch der Kleineisen- und Eisenturzwaren, führte. Die liegt in den bedeutend gestiegenen Preisen für Schiffsbanmaterialien. faum in Betracht komme, sondern höchstenfalls als Anlageplatz für Frachten auf den Eisenbahnen und die Schiffsfrachten für den In Deutschland ist bisher eine Abnahme gegen das Vorjahr deutsches Kapital im Plantagenbetrieb. Nach der im Bericht wieder Transport auf dem amerikanischen Seengebiet wurden ebenfalls nicht zu fonstatieren, und soweit wirklich ein Rüdgang in dem Bau gegebenen Handelsstatistik betrug: wiederholt erhöht. von Handelsschiffen eintreten sollte, wird er durch die geplanten Unter diesen Umständen reichte die Förderung von Eisenerz, Kriegsschiffsbauten reichlich ausgeglichen. Alle größern Werften be523 904 Dollar obgleich sie im vergangenen Jahr auf 25 341 000 Tonnen gefchäßt reiten sich bereits darauf vor, einen Anteil an den Flottenbauten zu wird, nicht für den Bedarf aus. Es fanden bedeutende Einfuhren erhalten. Nachdem verschiedene andre Werften vorangegangen sind, von Eisenerzen statt, die insgesamt auf ungefähr 620 000 Tonnen schreitet nun auch der Stettiner Vulkan" zur Verbesserung und berechnet werden. Den weitaus größten Teil des Imports lieferte Erweiterung der Betriebseinrichtungen. Die Gesamt- Neuanlagen die Provinz Santiago auf Stuba, auch Neufundland- Erze wurden werden auf fünf bis sechs Millionen Mark geschäßt, Zur angeboten. Der Fortschritt der Südstaaten in der Eisenerz- Förderung Deckung wurde in der am 16. Mai stattgefundenen General war in 1899 nur gering. Die größte Erz- Förderung hatten wieder, versammlung die Ausgabe von 2 Millionen Mark nener Aktien bewie in früheren Jahren, die Mejabi- Felder, doch lieferten auch die antragt. Der Mehrbetrag, hofft man, wird sich durch angemessene Marquette, Menominee und Gogebic- Bezirke gute Resultate. Rüdstellungen aus den Erträgen der nächsten Jahre beschaffen lassen: Im ganzen stellte sich die Produktion von Roheisen nach vor- ein Zeichen, wie zuversichtlich die Direktion auf gute Geschäfte in den läufiger Schäßung in 1899 auf 13 649 453 Long Tons( a 2240 eug- kommenden Jahren rechret. lische Pfund) gegen 11.773.934 Long Tons in 1898, und zwar verteilt sich die Produktion auf folgende Qualitäten: Ser Import Samoas der Export . 1898 370 183 Dollar. 285 492 1899 442 276 " Das sind, wenn auch eine nicht unbeträchtliche Steigerung zu fonstatieren ist, doch im Grunde recht unbedeutende Ziffern, die gegen über dem Gesamtbetrag des deutschen Außenhandels, der im vorigen Jahr bekanntlich beinahe 10 Milliarden Mart betrug, absolut nicht in Betracht kommen. Aber selbst an diesem relativ geringen Handel Samoas participiert Deutschland nur mit einem kleinen Brüchteil. Die weitaus größere Menge der eingeführten Industriewaren und Nahrungsmittel fommt von Neu- Süd- Wales, Neu- Seeland und den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Deutschland war an der Einfuhr 1898 nur mit 63 687 Dollar und 1899 mit 78 194 Dollar beteiligt, also im lezten Jahr nur mit etwas mehr als einem Sechstel. Dazu kommt noch, daß der Import aus den obengenannten drei Haupteinfuhrländern weit schneller steigt, wie aus Deutschland. Während letzteres gegen 1898 seinen Export nach Camioa nur um circa 20 Prozent vermehrt hat, wuchs der Export der Vereinigten Staaten um 41, der Neu Süd- Wales' um 38 und jener Neu- Seelands um 311/2 Broz. Ein großer Teil der deutschen Einfuhr in das famoanische Gebiet besteht aus Wein, Bier, Schnaps und Tabak; 1899 belief sich für diese Artikel allein der Betrag auf 29 214 Dollar. 9 Daß Samoa für Deutschland nur einen sehr geringen Handelswert hat und als Absazmarkt für die deutsche Industrie kaum mitzählt, wird denn auch mit den Worten zugegeben: Die Lage der Jujeln erklärt es, daß ein so beträchtlich größerer Teil der Waren von Neu- Seeland, Australien und Amerita eingeführt wird als von Deutschland, und zwar hat dies besonders Bezug auf die in großen Quantitäten für die Eingeborenen importierten Nahrungsmitel, wie Salzfleich in Fässern und allerhand präserviertes Fleisch und Fische in Büchsen. Auch manche, selbst in Deutschland fabrizierte Waren find fast zu den gleichen Breifen von den australischen Kolonien zu beziehen wie direkt von Deutschland." Um indes doch irgendwie eine Bedeutung Samoas für unser Wirtschaftsleben zu erweisen, schlägt der Berichterstatter ein seltsames Verfahren ein. Auf Grund der von deutschen Geschäftsinhabern gezahlten Importzölle berechnet er, daß an der Gesamtsumme der verzollten Waren im Betrage von 438 004 Dollar( also ohne die zollfreien und die im Tranfit eingeführten Artikel) Deutschland im legten Jahre mit 206 810 Dollar, d. h. mit 47 Proz. beteiligt war. Juwiefern sich daraus ein wirtschaftlicher Wert der Inselgruppe für Deutschland ergiebt, ist nicht recht verständlich. Sind die augegebenen Zahlen richtig, so folgt daraus nur, daß die deutschen Firmen es im Interesse ihres Profits für vorteilhafter halten, nicht deutsche Waren zu beziehen, sondern amerikanische und austra= lische zu importieren, also dem deutschen Export nach Samoa Konfurrenz zu machen. Das mag, so weit es sich um das Verdienen" handelt, ja vom Standpunkt jener Firmen ganz vernünftig sein, der Wert Samoas für Deutschlands Industrie und Absatzhandel wird dadurch aber sicherlich nicht erhöht. Jedenfalls hat die deutsche industrielle Bevölkerung absolut kein Interesse daran, sich bedeutende Stoloniallaften aufzuladen, um jente Geschäftspraxis zu erleichtern. Gießerei und Buddel- Roheisen Bessemer Roheisen Basisches Roheisen Spiegel- und Ferromangan- Noheisen · 1899 1898 Loug Tons 8 437 337 7 337 384 785-444 213 769 11 778 934 4 189 415 8 219 799 1010 618 229 621 13 649 453 Die Zunahme beträgt danach 15,9 Proz.. doch dürfte bei näherer Berechnung das für 1899 angegebene Quantum sich etwas ermäßigen. Nach neueren zuverlässigen Angaben stellt sich die Gesamtproduktion nur auf 13 620 703 Long Tons, woran folgende Staaten. beteiligt sind: Alabama Virginia Tennessee West- Virginia Stentudy Georgia und Nord- Carolina Maryland. Texas • . 1898 1899 Long Tons 1 038 676 1 083 905 283 276 365 491 268 439 192 699 100 724 346 166 187 858 119 019 13 762 • 190 974 5 178 zusammen Südstaaten. 2083 726 Pennsylvania Ohio New York. New Jersey. Illinois Michigan Wisconsin. Missouri. Alle übrigen Staaten. Gesamtbetrag 17 885 234 477 5.808 2 360 554 6 558 878 2 378 212 264 346 127 598 5 587 882 1986 358 228 011 100 631 1 365 898 147 640 172 781 203 175 141 010 138.880 9.997 1 442 012 134 443 12 605 11 773 934 13 620 703 Einschließlich der am 1. Januar 1809 vorhandenen Vorräte und des Imports vou. 37 000 Tonnen Noheisen im Jahre 1899 betrug das Gesamtangebot im vergangenen Jahr ungefähr 14 093 000 Long Tons. Nach Abzug der Ausfuhr von 230 036 Tons und der am 31. Dezember 1899 vorhandenen Vorräte im Betrag von 68309 Tons belief sich demnach der Konsum in den Vereinigten Staaten im Jahre 1899 auf 13 774 727 Long Tons. Tome. Deutschlands und Englands Ausfuhrhandel nach Südafrika. Die Erfolge der englischen Waffen auf dem südafrikanischen Kriegsschauplatz, die es immer wahrscheinlicher machen, daß bald die Boevenstaaten dem englischen Kolonialbefig einverleibt werden, geben zu der Frage Anlaß, inwieweit die Erklärung der beiden füdafrikanischen Republiken zu englischen Kolonien auf den Ausfuhrhandel Deutschlands nach jenen Gebieten Einfluß auszuüben vermag. Wie immer in solchen Fällen fehlt es auch diesmal nicht an übertriebenen Befürchtungen. Daß wenn die Boerenstaaten gefiegt und vielleicht durch Annektion Nord- Natals Zugang zum Meer erlangt hätten, der deutsche und amerikanische Handel sein Abjaygebiet bedeutend erweitert haben würde, darüber kann taum ein Zweifel bestehen; doch auch wenn England beide Staaten in Besiz nimmt, liegt keine Veranlassung zu Befürchtungen vor. Hat doch auch in dem englischen Teil Südafrikas die deutsche Einfuhr im letzten Jahrzehnt fast ständig zugenommen und zwar prozentuell stärker, als der englische Import. Sodann aber hat der deutsche Handel sich im Transvaalstaat eine durchaus sichere Position erworben; deutsche Industriewaren erfreuten sich in den letzten Jahren bei dem einheimischen und dem holländischen Element steigender Beliebtheit, und schwerlich wird dieser Teil der Bevölkerung nach der englischen Aunettion jeine Meinung ändern. Leider giebt es genaue statistische Angaben über die Ausfuhr aus dem deutschen Zollgebiet nach den Boerenstaaten nicht. In der deutschen Handelsstatistit werden zivar beide Republiken gesondert aufgeführt, aber die angegebenent Be träge sind bei weitem zu gering, da ein großer Teil der in die Kapkolonie und in das portugiesische Ostafrika eingeführten deutschen Waren von dort aus weiter nach dem Transvaal- und dem Oranjes Freistaat verfrachtet wird. Um einen Ueberblick zu gewinnen, muß mau deshalb auch die deutsche Ausfuhr nach dem englischen und portugiesischen Südafrika in Betracht ziehen. Vor Ausbruch des Kriegs betrug die Gesamt- Ausfuhr Deutschlands dorthin im SpecialHandel: Nach Britisch- Südafrika( intl. Natal, " Rhodesia, Zululand 2c.) dem Oranje- Freistaat. dem Transvaal- Staat 1897 1898 • " " 2216 000 13 470 000 m. 14 556 000 m. 221 000 160 000 12 053 000 9 143 000 1866 000 " " " der portugiesischen Besitzung 27 960 000 W. 25 725 000 M. Das Jahr 1898 weist, vornehmlich infolge der Zuspigung des Konflikts der Boerenstaaten mit England, einen Rückgang auf, jedoch nicht nur bezüglich der deutschen Einfuhr, sondern auch jener der andren Länder. Berglichen mit dem Export Englands nach Südafrika nimmt fich allerdings die deutsche Ausfuhr dorthin noch immer recht bescheiden aus. Entsprechend der andren Principien folgenden Deklarationsmethode Englands macht die englische Statistik teinen Unters schied zwischen den Küstenkolonien Südafrikas und den Ländern im Innern; sie unterscheidet nur: die englische Ausfuhr nach der KapStofonie, Natal und Portugiesisch- Ostafrita. Die über diese Gebiete nach dem Innern gehenden Waren sind in den nachstehenden Ziffern mit inbegriffen. Es betrug Englands Ausfuhr an britischen Er1897 1898 9 976 000 Pfd. Sterl. 9144 000 Pfd. Sterl. 3 055 000 1 164 000 • • 3 407 000 1 265 000 " 14 648 000 3fd. Sterl. 13 363 000 Pfd. Sterl. H. C. Eisen- und Stahlproduktion der Vereinigten Staaten. Der vor vierzehn Tagen in der Volkswirtschaftlichen Rundschau" erwähnte Kurssturz der amerikanischen Montanverte, der auch an den deutschen, englischen und östreichischen Börsen eine Baise in Wertpapieren der Eisenbranche nach sich zog, hat die Frage nach der Die Stahlerzeugung stellte sich auf ca. 10 250 000 Tons; davon Entwicklung und dem gegenwärtigen Stand der amerikanischen Eisen- famen auf Beffemer Stahl 7 620 000, auf Martin Stahl 2630 000 und Stahlproduktion erweckt, die zur wichtigsten und leitenden der Tons. Zwei Drittel des legieren war basischer, ein Drittel fanerer gesamten Eiſenindustrie der Welt geworden ist. Selbst England Stahl. Schärfer noch als bei Roheijen trat zeitweise bei den Stahlbezieht nicht unbeträchtliche Mengen amerikanischen Stable. Berichtete balbfabrikaten ein Mangel an Ware zu Tage, der ganz enorme doch erst kürzlich wieder der Londoner Economist", daß amerikanische Preissteigerungen veranlaßte. Echr beträchtlich stiegen z. B. die Etablerzeugnisse in England mit den einheimischen Fabrikaten mehr und Breise für Eisenbahnschienen, nämlich von 17 auf 37 Dollars per mehr in Wettbewerb treten und daß für die nächste Zeit die Ankunft noch weit größerer Quantitäten amerikanischer Schiffsbau- Stahimaterialien zu erwarten sei, besonders wenn der zur Zeit etwas flaue Schiffs- Der Schiffsbau in Deutschland, England und den Verzeugnissen nach: bau sich wieder beleben sollte. einigten Staaten. Der Tonnengehalt, der in England im vorigen Der Kaptolonie. Eine recht gute Uebersicht über den Stand der amerikanischen Jahr vom Stapel gelaffenen Schiffe beträgt, nugerechnet die Kriegs- Ratal Eisen- und Stahlindustrie bietet ein jüngst vom Handels- Sach- fchiffe, 1414 000 Registertons, in Deutschland 218 000 Regiſter Bortugiesisch- Ostafrita verständigen beim deutschen Generalfonsulat in New York, vom tons. In den Vereinigten Staaten wurden 954 Schiffe Gewerbe- Juspektor Wägold erstatteter Bericht, dem wir folgende mit einem Gehalt von 267 642 Tonnen erbaut, doch kommt Einzelheiten entnehmen. von dieser Summe eine bedeutende Tonnenzahl auf die darüber, ob pränumerando oder postnumerando gezahlt werden soll, nichts .. 69., G. A., A. S. 13. Baraussetzung für Er: Briefkasten der Redaktion. vereinbart, so ist poſtnumerando zu zahlen. Das war auch vor 1900 Rechtens. Iangung der Altersrente ist, daß der Betreffende: 1. das W. B. B. Welches find die Erfordernisse für den 70. Lebensjahr vollendet hat, 2. eine Wartezeit von mindestens 1200 BeitragsKling. Shriftliche Antwort erteilen wir nicht. Sie müssen zahlen. Betrieb einer Schantwirtschaft in Berlin und wie erwochen hindurch versichert gewesen ist. Die Länge der Wartezeit ist für F. B. 30. Ihre Anfrage ist Ihnen bereits beantwortet: Während des hält man die onzession? Gesuche um Genehmigung zum Betriebe diejenigen Berficherten herabgesetzt, welche zu der Zeit, als die VersicherungsBezugs der Invalidenrente ruht der Anspruch auf Altersrente. Es wäre einer Gast- und Schantwirtschaft find in drei Gremplaren an den Stadtpflicht für ihren Berufszweig in Kraft trat für die Hausgewerbetreibenden also ein Antrag auf zubilligung der Altersrente in Ihrem Fall zwecklos. Ausschuß zu richten. Ueber das Stonzessionsgeiuch wird zunächst die der Tabakindustrie ist dieser Zeitpunkt der 4. Januar 1892, für die der Hilfe 13. Ihre Nichte braucht deshalb nicht zu zahlen, weil sie bei Ab: Gemeinde- und Ortspolizeibehörde gehört. Wird von einer dieser Behörden Textilindustrie der 2. Juli 1894, für Wertmeister, Lehrer, Techniker, Ers schluß des Vertrags minderjährig war. Sonst müssen diejenigen, die nicht Widerspruch erhoben, so entscheidet der Stadtausschuß auf Grund münd zieher und ähnliche Angestellte der 1. Januar 1900, für alle übrigen ausdrücklich, durch Schreiben an den Vorstand, ausgetreten sind, der Auflicher Verhandlung. Wird die Genehmigung ohne mündliche Verhandlung Gattungen Versicherungspflichtiger der 1. Ja forderung des Kontursverwalters der Hilfe" nachzuzahlen, Folge leisten. versagt, so steht dem Antragsteller innerhalb zwei Wochen der Antrag auf nuar 1891. das vierzigste Lebensjahr vollendet haben. Bet Auf diese Gefahr ist früher wiederholt von uns hingewiesen. T. r. Nein. mündliche Verhandlung vor dem Stadtausschuß zu. Gegen die nach diesen werden nämlich für jedes volle Jahr, unt welches ihr E. W. 28. Das preußische Mädchen wird durch Heirat mit einem mündlicher Verhandlung erfolgende Ablehnung der Kongeffion feiten Lebensalter zu diesem Zeitpunkt das vollendete 40. Jahr überstlegen Destreicher Destreicherin und kann dann wie ihr Ehemann aus Preußen aus des Stadtausschusses ist Berufung an den Bezirksausschuß zulässig, hat, 40 Wochen und für den überschießenden Teil eines solchen Jahres gewiesen werden. F. N. Das ist nur durch Adoption möglich. dieser entscheidet endgültig. Die Konzession ist zu verfagen, wenn bie weiteren Wochen, icdoch nicht mehr als 40, umgerechnet. Dieje M. 52. Jft nicht schriftlich etwas andres vereinbart, so brauchen Sie, da gegen den Antragsteller Thatsachen vorliegen, welche die Annahme Abkürzung der Wartezeit erfolgt aber nur dann, wenn nachgewiesen wird, daß die Schuld vor 1900 eingegangen ist und es sich nicht um Verzugszinien handelt, rechtfertigen, daß er das Gewerbe zur Förderung der Böllerei, des ver folche Personen während der dem oben erwähnten Zeitpunkt( 1.1. 891 oder feine Binsen zahlen.- T. 5. 1. Ja, aber geringen. 2. 200.- 21. G. 9. Nein. botenen Spiels, der Hehlerei oder der Unsittlichkeit mißbrauchen werde, 4. 1. 1892 oder 2. 7. 1894 oder 1. 1. 1900) unmittelbar vorangegangenen Boesch. Aus Ihrer Darlegung geht nicht hervor, wie eigentlich entferner, wenn das zum Betriebe des Gewerbes bestimmte Lotal wegen seiner 3 Jahre berufsmäßig, wenn auch nicht ununterbrochen, eine Beschäftigung schieden ist. Sie müßten bei der Gewerbebeputation beantragen, die Stranten: Beschaffenheit oder Lage den polizeilichen Anforderungen nicht genügt. Nach gehabt haben, die verficherungspflichtig gewesen wäre, wenn schon damals die tasse der Drechsler oder die der Schmiede zu verurteilen. M. D. N. dieser Richtung hin ist eine ausführliche Polizei Verordnung unter dem Versicherungspflicht eingeführt gewesen wäre. Dieser oft schwer zu führende Der Vertrag ist ungültig, wenn Sie Ihrem Sohn nur die Ermächtigung 19. September 1891 ergangen, danach darf eine Schantwirtschaft a. Nachweis ist jedoch erlassen, wenn für die betreffende Person innerhalb der erteilt haben, als Klaviermacher in Arbeit zu gehen. Der Vertrag ist jedoch nicht errichtet werden: in Häusern, welche Schlupfwintel gewerbsmäßiger ersten 5 Jahre nach dem erwähnten Zeitpunkt eine die Versicherungspflicht gültig, wenn Sie ihm eine allgemeine Grmächtigung, in Arbeit Unzucht sind, in Räumen, die zu Wohnzweden dienen oder in denen noch begründende Beschäftigung für die Dauer von mindestens 200 Wochen de zu treten, erteilt haben. A. K. 20. 1. Nein. 2. In denselben Straßen, andre frembartige Gewerbe betrieben werden, oder an Orten, in denen von standen hat. Beispiel für solche verfürste Wartezeit. Der Buchdrucker auf denen jemand gefahren werden darf. Die betreffende Bolizeiverordnung der Einrichtung einer Wirtschaft eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung, Müller ist am 14. Januar 1834 geboren. Mithin war er am 1. 1. 1891, dent ist von uns seiner Beit veröffentlicht. 3. Nein. Klingberg. 1. Nein. Sicherheit oder Sittlichkeit zu befürchten ist, sowie in unmittelbarer Nähe Tage, wo für Buchdrucker die Versicherungspflicht begann, 59 Jahre und 2. Ja. 3. An das Amtsgericht. Stuccateur 22. 1. Nach§ 616 des von Kirchen, Pfarrhäusern, Friedhöfen, Unterrichts- und Kranfen: 25 volle Wochen alt. Sein Lebensalter überstieg also daß vollendete 40. Jahr Bürgerlichen Gesetzbuchs ist der Lohn( auch bei Accordarbeit) für die Zeit Anstalten. Die Thüren müffen mindestens 0,90 meter breit sein um 19 Jahre 25 Wochen. Within kommen für ihn zur Anrechnung einer Kontrollversammlung, Musterung usw. zu zahlen. 2. Unerhebliche Fehler. und nach außen aufschlagen, bie Fußböden dürfen nicht tiefer für 19 Jahre je 40 Wochen und die 25 Wochen, also 40 X 19+ 25= 785 Wochen. M. A. Sie können nach Ihrer Wahl einen Zahlungsbefehl beantragen als 0,50 Meter unter dem umgebenden Erdboden belegen sein. Die Wartezeit beträgt für ihn also nicht 1200, sondern nur 1200 785= 415 oder gleich klagen. Der erste Weg ist nur dann zu empfehlen, wenn anzu: Die lichte Höhe muß mindestens 2,80 Meter betragen. Das Zimmer Wochen. Er erhält also vom 23. Juni 1901 ab die Altersrente, wenn er nehmen ist, daß der Beklagte Widerspruch nicht erheben wird. Denn erhebt muß mindestens 20 Quadratmeter Bodenfläche haben usw. usw. 8ur fo415 Wochen als für ihn geklebt und ferner entweder nachweisen kann, er Widerspruch, so muß doch zum Termin, wie bei einer Klage, gelaben genannten vollen onzession, d. h. zum Ausschänten von daß er in den Jahren 1888, 1889, 1900 Buchdrucker oder ein anderer Arbeiter werden. A. 11. 84. Wenn eine dahingehende Abmachung im Vertrage Branntwein oder zum Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritns, ist war, für dessen Gewerbe die Versicherungspflicht mit dem 1. Januar 1891 einsteht und nicht lediglich Chikane vorliegt: ja. Sprechen Sie eventuell mit außerdem der Nachweis eines vorhandenen Bedürfnisses erforderlich. Rumi, geführt wurde, oder wenn er nachweist, daß er mindestens 200 Wochent der Klage, dem Mietsvertrag und den Mietsquittungen in der Sprech Cognac, Arrac, Liqueure, sowie mit Branntwein start versetzte Weine gelten lang in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis 31. Dezember 1895 in einer die stunde vor. A. S. 19. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. als Branntwein. Kunstweine, Cider, Obstweine werden, insofern sie sich nicht Versicherungspflicht begründenden Beschäftigung stand. D. 1. 1. und 2. Nein. R. H. 50. Das Gewerbegericht ist zu als ein lediglich durch natürliche Gärung, ohne Destillation, aus Trauben Seller Sachse. Sehschärfe normal. ständig, nicht das Amtsgericht. F. S. 9. Für den Mietsvertrag oder Obst erzeugtes Produkt darstellen, als Branntwein angesehen, zu dessen Dresden. Gewerkschaftshaus, Albrechtstr. 31. ist in erster Reihe die Abmachung der Parteien maßgebend. Ist Schänkerlaubnis der Nachweis des Bedürfnisses erforderlich ist. fi LAITI eth To Sahil11ath\ ts ZACHERL .in SSSSSS --R חיווי هدايا REFLO N9 " you my ה והווי. TITTY 23 BIER- DEPOT Berlangst Du„ Zacherlin" in weltberühmter Güte, Verehrte Leserin, nimm's niemals in der ,, Düte"! Einzig ist die Flasche echt, Die geschützt nach Markenrecht. Die wahre Hilf' bei Nacht und Tag Gegen jede und jede Insektenplag', Such damit Du sicher bist, Wo Zacherls Plakat ersichtlich ist. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Juferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Jacherlin gegen are Infecten