Neuer Vorwärts Sozialdemokratisches Wochenblakk Verlag: Karlsbad, Haus„ Graphia" Preise und Bezugsbedingungen siehe Beiblatt letzte Seite Nr. 201 SONNTAG, 18. April 1937 Aus dem Inhalt: Das Gesicht des Faschismus Die Rasenbank am Elterngrab Eine braune Niederlage Hitlers Rache am Vatikan Helden des illegalen Kampfes Bekenntnismut gefangener Sozialdemokraten bis in den Tod zur Sozialdemokratie. aus teile am Platze seien! Endlich habe sich 1933 für ihn die Mögrufen worden.» Ich war selbstverständlich stolz auf dieses, März nach Braunschweig. Kurz vor Ostern erhielt er den ersten Besuch seiDaß das Gedankengut der Sozialdemo-| rotten, wenigstens totgeschwiegen gehört hatte, auf Wink des Reichsanwalts| verurteilt, die anderen Angeklagten kamen kratie in Deutschland lebt, beweist am werden- und damit die Foltermethoden des die Verhandlung... glimpflicher davon. In der Urteilsbegrünbesten die Haltung unserer Genossen in Columbiahauses! Der Senat war besonders Dann kamen die anderen Angeklagten dung wurde ausdrücklich festgestellt, daß den Hochverratsprozessen: Da werden prominent besetzt: Mit einem hohen Mazu Worte: Markwitz hatte beispielgebend die Angeklagten aus Ueberzeugung gehanFunktionäre der illegalen Bewegung ange- rineoffizier, einem Fliegeroberst, einem gewirkt. Jeder wuchs in seine Kämpfer- delt hätten, daß keine Möglichkeit bestand, klagt und werden im Gerichtssaal zu SS- Obergruppenführer, Freiherrn von rolle hinein, jeder entlastete die Genossen, sie davon abzubringen und daß sie desunerbittlichen Anklägern des Hitler- Eberstein... Der Reichsanwalt vertrat halb exemplarisch bestraft werden mußjeder bekannte sich zu seiner Gesinnung. systems, da werden unbekannte Genossen, die Anklage mit dem vorgeschriebenen ten... Als letzter sprach Hirschberg. Er sei die niemals eine Funktion bekleideten, ver- Fanatismus gegen die Sozialdemokratie 1921 der Sozialdemokratie beigetreten, aus Die Angeklagten nahmen das Urteil haftet, gefoltert und stehen mannhaft die zwar erledigt, verjagt, ausgerottet sei, tiefster Ueberzeugung. Oft habe man ihn unbewegt auf nur Hirschberg stellte zu ihren Gesinnungsgenossen, verraten aber doch dem Staat und der Partei so ge- verdächtigt, daß er nur Karriere machen fest, daß er die Urteilsbegründung als niemanden, bekennen sich unerschütterlich fährlich, daß Abschreckungsur- wolle, was ihn namenlos gekränkt habe. Ehrenerklärung auffasse! Dann sprach Markwitz In der Berliner Parteigeschichte wird ruhig, lichkeit ergeben, seine Ueberzeugungs- haus Brandenburg, wo er schwerste Hirschberg kam ins Zuchteinst, wenn die Gerichtsakten der Oeffent- sachlich, nüchtern. Er sprach zweimal, treue unter Beweis zu stellen er sei zur lichkeit übergeben werden können, der insgesamt 5 Stunden darüber, daß das Mitarbeit an der illegalen Arbeit be- körperliche Arbeit leisten mußte, dann im Prozeß wirtschaftlich gegen Markwitz und Hitlersystem Genossen neben die großen histori- und außenpolitisch das deutschen Prozesse der Heroenzeit des sche Volk ins Verderben führe. mich überaus ehrende Angebot ner Frau bewilligt. Sie fand ihn ungebroSozialistengesetzes gestellt und die ange- Nach dem unvermeidlichen Zusammenund habe getan, was ich konnte!<< chen trotz alledem, ruhig- heiter wie immer und voll unverwüstlichem Optimismus. klagten Genossen, nicht zuletzt Hirschbruch werde die Sozialdemokratie berufen Der Senatspräsident fragt, wie Hirschberg als Blutzeugen in illegaler Kampf- sein, Deutschland zu retten. Er bekenne berg denn zur Gewaltanwendung stehe. Einige Tage später erhielt sie die Nachsich stolz zu ihr. Seine Mitangeklagten Einmal wird das Volk frei wählen dürfen. richt von seinem» plötzlichen zeit gefeiert werden. März 1935 seien unschuldig, schuldig im Sinne der Wenn dann die Regierung nicht zurückMarkwitz wurde im Am Sonntag vor Ostern wurde verhaftet. Die Gestapo vermutete in ihm, Anklage sei lediglich er allein. Wahrhaft tritt, wird es Recht und Pflicht des Volkes der Sarg, der nicht geöffnet werden durfte, in Berlin den Flammen übergeben. der bereits 1933 wegen Hochverrates acht schuldig im Sinne der Moral sei aber das sein, sie mit Gewalt zu beseitigen!!<< Viele hunderte Freunde waren zugegen Monate in Haft war, das Haupt der Ber- System selbst, nicht zuletzt durch Das Volksgericht sprach dann das, von in tiefer Ergriffenheit von dem Schicksal liner illegalen SPD. Markwitz schwieg, seine Foltermethoden! Da unterbrach der Senatspräsident, Staat und Partei verlangte Urteil: dieses Helden und fest entschlossen, nannte trotz grausamer Torturen weder Namen noch Adressen. Er, der alte Front- der mit dem Senat die überzeugenden Markwitz wurde zu 6, Löffler zu 8, sein Werk fortzusetzen bis zum Tage der soldat und überzeugte Sozialdemokrat, Ausführungen Markwitz' interessiert an- Hirschberg zu 3 Jahren Zuchthaus Freiheit! war weder zu erschrecken, noch in seiner Ueberzeugung zu erschüttern. Die Gestapo schäumte vor Wut, zumal sie feststellen mußte, daß die Verbreitung illegaler Schriften ungehemmt weiterging. Nach zwei Monaten hatte sie endlich Glück. Durch Zufall kam sie auf die Spur Löffkonnte diese beiden, dann noch Tode«. Eine braune Niederlage Der Brüsseler Agent des Systems enttäuscht Kt. lers und Dr. Hirschbergs und Das braune System sucht die Nieder- Denn das braune System hat auf die in Bulgarien. Sie hätten damit von der etwa lage zu verschleiern, die es im Ausland er- belgische Spielart des Faschismus minde- Niederlage von Guadalajara wie vom 20 Sozialdemokraten verhaften. Man fand leidet. Nach dem Zusammenbruch der ita- stens eine Zeit lang große Hoffnun- Stimmungsverfall in Deutscheinige lienischen Offensive an der Guadalajara- gen gesetzt aber nur wenig Beweismaterial und mit ihm der inter- land abzulenken versucht. braunen Dutzend Nummern des» Neuen Vorwärts<< front übte sich die gleichgeschaltete Presse nationale Faschismus. Diese Wahl, die De- Die Niederlage Degrelles hat einen und der»> Sozialistischen Aktion<< ob- in gespielt objektiver Gleichgültigkeit grelle in Brüssel nach Göbbelschen Me- Strich durch alle Rechnungen gemacht, wohl in Berlin tausende von Hand zu Hand so als ob eine italienische Niederlage in thoden organisiert hat, war ihm wichtig sowohl durch die Hoffnungen auf eine Fagingen. Die Gestapobeamten boten alles Spanien nicht auch eine deutsche Nieder- vor allem im Hinblick auf seine Auftrag schisierung Belgiens als auch durch die auf, um die ganze Organisation aufzu- lage wäre, als ob die deutsche Regierung geber und Hintermänner. Sie sollte für ihn begrenzteren Hoffnungen der decken. Sie warf die Verhafteten ins an dem schmutzigen Francogeschäft nicht das werden, was die Wahl von Lippe für Propaganda auf einen Ablenkungslärm. Columbiahaus, ließ sie dort foltern, um ebenso stark beteiligt wäre wie die italie- Hitler gewesen ist. Sie sollte eine stecken- Sie ist für die braune Propaganda sogar versuchte nische. Geständnisse zu erpressen, gebliebene Bewegung künstlich in neuem sehr gefährlich. Sie ist ein wichtiges Glied Kette Die gleiche Haltung nimmt sie jetzt Aufstieg zeigen, sollte ihr bei den Geldge- in der demokratischer durch fingierte Zeugenaussagen Mißtrauen unter den Genossen zu wecken und sie wieder ein angesichts der Niederlage, die bern neuen Kredit verschaffen, und sollte Wahlsiege, die den unter der Diktatur gegeneinander auszuspielen, bot Freiheit die belgische Spielart des internationalen vor allem den politischen Drahtziehern eine seufzenden Deutschen allmählich wie ein alles vergeblich. Die Faschismus erlitten hat. Die Nieder- Handhabe geben. Denn die faschistischen unerbittliches Schreiten des Schicksals erruhige, feste Haltung Markwitz' bei den lage Degrelles, der auszog, um einen Wahlkämpfe haben keineswegs den Zweck, scheinen müssen, das langsam aber sicher Verhören, seine Anklagen gegen das Fol- Demonstrationswahlsieg zu erfechten, statt dem Respekt vor dem Volkswillen zu die- den internationalen Faschismus zurücktersystem, sein Appell an das Notwehr- dessen Stimmen verlor und noch nicht 20 nen, sondern scheindemokratische Vor- drängt. Bei solchen Wahlen fragt sich recht unterdrückter politischer Ueber- Prozent der Stimmen erreichte, ist eine wände für Staatsstreiche zu liefern. Wenn schließlich jedermann in Deutschland, wie zeugung wurde bestimmend für die Hal- Niederlage seiner deutschen Degrelle in Brüssel rund 100.000 Stimmen würde es bei uns aussehen, wenn wir wirktung aller Beschuldigten. Hintermänner. Vielleicht schiebt erreicht hätte in einem Wahlkreis des lich wählen würden, angesichts des allgefür Aussagen an -Bei einem von ihnen erhoffte sich die Göbbels auch diesmal die Niederlage dem Landes, und noch nicht 30 Prozent dann meinen Stimmungsverfalls, angesichts der Gestapo Erfolg: Hirschberg! Er war italienischen Bundesgenossen zu; denn De- hätte er unverblümt verkündet, der Wille Miẞstimmung über den spanischen Krieg, Intellektueller, gewiß nur>> Parteibuch- grelle hat seinerzeit im italienischen, nicht des Volkes schreie nach dem Faschismus angesichts der Furcht vor einem Hitlerbeamter<<, klein, schwächlich, unterernährt im deutschen Rundfunk gesprochen. Aber und der Diktatur, ebenso wie seinerzeit krieg? In Deutschland aber wird nicht geund Jude, zudem aus Rußland gebür- alle gespielte Gleichgültigkeit ist umsonst. Hitler in Deutschland, als er trotz des wählt. Es wird nicht einmal mehr zu betig, wenn auch deutscher Frontsoldat. Degrelle das sind ihre Methoden, sichtbaren Rückgangs des Masseneinflus- fehlsgemäßer Stimmzettelabgabe unter honGegen ihn wurde die ganze Bestialität der ihre Hoffnungen, ihre Politik und ihr ses seiner Partei im Januar 1933 in Lippe, trolle aufgerufen, wie es in den abgelaufeSS eingesetzt. Er wurde in der entsetz- Geld. Degrelle gehört zu jenen Agenten im kleinsten deutschen Lande, bei einer nen Hitlerjahren einigemale geschehen ist lichsten Weise gefoltert und erklärte, des internationalen Faschismus neben Landtagswahl ein paar Prozent Stimmen denn schon das erscheint dem System jede Aussage zu verweigern und Sozial- Mussert, Mosley und Zankow, die gewonnen hatte. Wie seinerzeit die Zwerg- unter den heutigen Umständen als viel zu demokrat zu sein und zu bleiben! Die Mit- gemeinsam in Berlin Instruktionen von wahl von Lippe für einen Stimmungs- gefährlich. Es fürchtet, daß das Sichtbeschuldigten schrien auf, als sie ihn zur Göbbels und Heß empfangen haben. De- schwindel der Staatsstreichbande benutzt barwerden Opposition eine Unkenntlichkeit zerschlagen wiedersahen grelle war für die braune Politik eine Spe- worden ist, so hätte ein Stimmengewinn lawinengleiche Wirkung hervorrufen könnund waren stolz auf ihn, als er vorbildlich kulation auf einen Konflikt zwischen Fla- Degrelles in Brüssel den Diktatoren in te. Daher auch die gespielte Gleichgültigjeden Verrat ablehnte und Zeugnis für men und Wallonen, auf eine Zerstörung der Berlin und Rom dazu dienen müssen, die keit angesichts der Niederlage von Deseine Gesinnung ablegte! parlamentarischen Demokratie in Belgien. Serie der Miẞerfolge des internationalen grelle und die Haltung des Unbeteiligtseins. Aber wen täuscht man damit? Im Oktober 1936, nach mehr als 12- Wer weiß, vielleicht hat sie in ihren kühn- Faschismus mit lautem Geschrei über den jähriger qualvoller Untersuchungshaft, sten Träumen schon gesehen, wie deutsche unaufhaltsamen Vormarsch des Faschis- Tatsache der Wahlniederlage Degrelles ist kam es zum Prozeß vor dem Volksge- Truppen einer» nationalen«, das heißt einer mus zuzudecken. Sie wären damit hausie- bekannt, und es gibt sehr viele Deutsche, richtshof Berlin. Die Oeffentlichkeit wurde faschistischen belgischen Regierung zu ren gegangen in Deutschland und Italien, die frohlockend sagen: Hitler hat in sofort ausgeschlossen. Die Sozialdemokra- Hilfe eilen gegen» rotes Untermenschen- in der Tschechoslowakei und in Ungarn, in Brüssel eine Wahlniederlage der Schweiz und in Polen, in Rumänien und erlitten! tie soll, kann man sie schon nicht aus- tum'£7' Die Vorräte der deutsdien Kriegs wirtsdiaft Nirgendwo sonst war in der Zelt der Weltkrise das Mißverhältnis zwischen der möglichen und der wirklichen Produktion von Eisen, der Erzeugungsfähigkeit der Eisenwerke und der Absatzfähigkeit ihrer Produkte so kraß wie in Deutschland. In dieser Zeit waren die Betriebe der Schwerindustrie zu 50, höchstens 60 Prozent ihrer Kapazität ausgenutzt. Ein Drittel, wenn nicht gar die Hälfte ihrer Werke war nicht mehr wert als altes Eisen. Da verschaffte der Führer seinen Verehrern Thyssen und Kirdorf, was sie verlangten. Er bewerkstelligte die deutsche Wehrfreiheit und damit die Vollbeschäftigung der schwerindustriellen Werke und ihre Befreiung von bankrottartiger Ueber- schuldung. Im fünften Jahre des Dritten Reiches ist die Krisensituation der Elsen- und Stahlindustrie Ins Gegenteil umgeschlagen. Die Unterbeschäftigung der Elisenwerke ist überwunden. Statt der Ueberfülle von Eisenwerken gibt es nun einen katastrophalen Mangel an Elsen. Die Elsenerzeuger sind>mlt Aufträgen Uberflutet«, die Folge ist die»Verzögerung der Lieferzeiten ins Unübersehbare, die eine ordentliche Abwicklung der Elsen- versorgung gefährdet«.(»Deutscher Volkswirt«, 25./3. 1937). Eis wird jetzt nicht nur Fett und Mehl, sondern auch Elsen gehamstert. Bereits gegen Ende des vorigen Jahres hat die Reichsregierung das Hamstern von Elisen durch eine Verordnung zu verhindern versucht, die die Lagerhaltung des Eisenhandels begrenzt. Da aber das Elisenhamstern Folge, nicht Ursache des Eisenmangels ist, mußte man sich zu schärferen Eingriffen entschließen. Im Februar wurde die Ungültigkeit aller Eisen- und Stahlaufträge angeordnet, die nicht bis zum 30. April ausführbar sind. Damit Ist Raum für die amtliche Rationierung der Bisenversorgung, für die Drosselung des Eisenverbrauchs geschaffen. Es ist eine Rangordnung der Eisenverbraucher festgesetzt, die ihren Anspruch auf Elisen regelt. An erster Stelle steht der Export der Eisenerzeugung und der eisenverarbeitenden Industrie. Ihre Kontingente sind so hoch bemessen, daß keine Hemmung des Exports stattfinden kann. An zweiter Stelle der Rangliste steht»die Befriedigung des für die staatspolitisch vordringlichen Aufgaben notwendigen Bedarfs sowie der für diese Zwecke arbeitenden oder als Schlüsselindustrien anzusehenden Wirtschaftszweige«, mit anderen Worten die Aufrüstung. Der Rest ist für den Rest, den zivilen Bedarf. Staatssekretär Köhler hat bereits verkündet, daß er sich nach der Decke zu strecken habe. Besonders katastrophal Ist die Wirkung dieser Regelung auf die Bauwirtschaft, auf die bisher ein Drittel des Elisenverbrauchs entfalllen war. Die Verwendung von Eisenbeton Ist schon jetzt stark eingeschränkt. Eisenträger fehlen in solchem Maße, daß man in Berlin bereits den Versuch machte, die Bauten nach der Art der Vorväter mit Steinwölbungen zu stützen, aber es fehlen die Arbeiter, die alt genug sind, diese Methode des Bauens gelernt zu haben. Die»Deutsche Volkswirtschaft«, 1. April-Heft 1937, schreibt: »Besonders fühlbar wird die Senkung des Eisenverbrauches in der Bauwirtschaft werden, die normaler Weise ein Drittel der Elisenproduktion aufnimmt. Außer der Elinschränkung des privaten Wohnungsbaues wird die Entwicklung dahin gehen müssen, mit möglichst wenig Eisen zu bauen, also dort,»wo es technisch möglich ist, auf den Stahlskelettbau zu verzichten«. Die Ausführung von Bauten im allgemeinen ist nunmehr von der Bewilligung durch die Arbeitsämter, die Inangriffnahme großer öffentlicher Bauten von der Genehmigung des Staatssekretärs Köhler abhängig. Während Dr. Nonnenbruch im»Völkischen Beobachter« sich müht, den Arbeltern klar zu machen, daß sie mit dem ihnen aufgezwungenen Lohnverzicht den Preis für eine künftige Verbesserung ihres Lebensstandards bezahlen. wird tatsächlich wieder einmal der zivile Verbrauch zugunsten des militärischen gedrosselt, die Bewaffnung auf Kosten der Lebenshaltung gefördert. Der Eisenmangel ist allerdings nicht auf das Dritte Reich beschränkt, er Ist eine Welterscheinung. Bereits im Vorstadium des künftigen Krieges fehlt der wichtige Kriegsrohstoff. Die Erzförderung kann mit dem sprunghaft steigenden Bedarf von Eisen für den Konjunkturaufstieg im allgemeinen und die Rüstungskonjunktur im besonderen nicht Schritt halten, zumal das spanische Erz auf dem Weltmarkt fehlt. Das Bedürfnis, nach Ersatz des fehlenden Erzes durch den anderen Rohstoff der Eisenerzeugung, das Schrott, hat zu einem empfindlichen Schrottmangel geführt, der sich zu einem Hemmnis der Weltproduktion auswächst. Eine ganze Reihe von Ländern hat die Ausfuhr von Schrott verboten oder stark eingeschränkt. Norwegen hat die Ausfuhr von Schrott, Stahl und Roheisen verboten. England hat den Roheisenzoll aufgehoben und den Zoll für Stahl auf die Hälfte herabgesetzt, um den Anreiz zur Einfuhr von Eisen zu erhöhen. Zwischen den europäischen Eisenländern sind Verhandlungen zur Bildung eines Schrottkar- tells im Gange, das aber nicht den Verkauf, sondern den Einkauf von Schrott regulieren soll. Man will verhindern, daß sich die Länder gegenseitig den Schrott abjagen. Eisen ist ein begehrteres Gut geworden als Gold, es findet ein Wettlauf um das Eisen statt, und jedes Land möchte möglichst viel von dem schwindenden Eisenvorrat an sich bringen, um die Deckung des zur Zelt dringendsten Bedarfs, des Rüstungsbedarfs zu sichern. Man wäre also geneigt, den Eiaenmangel In Deutschland nur als Folge des Welteiscn- mangels anzusehen, nur verschärft durch die deutsche Devisennot, auf die gleichen Ursachen zurückführbar. Aber der deutsche Eisenmangel hat seine besonderen Gehe 1 m n i s s e und dementsprechend auch seine besondere Art der behördlichen Begulie- rung, die in keinem anderen Lande so Anschneidend ist wie hier. In der Welt außerhalb Deutschlands ist die Erzversorgung hinter der Stahlerzeugung zurückgeblieben. Die Welterzeugung von Rohstahl hatte bereits 1936 die Ziffer des bisherigen Rekordjahrea 1929 überschritten, die Welterzförderung hatte sie aber noch nicht erreicht. I n Deutschland ist das Verhältnis genau umgekehrt. In den ersten neun Monaten des vorigen Jahres z. B. war die Erzeinfuhr um 37 Prozent, die Rohstahlerzeugung»nur« um 25 Prozent gestiegen,»so daß also im laufenden Jahre die Rohstoffversorgung von der Erzseite her eine Tendenz zu relativer Besserung aufwies«(»Die Wirt- schaftskurve«, Heft IV 1936). Die englische Stahlproduktion mußte im Januar wegen Rohstoffmangel auf eine Million Tonnen eingeschränkt werden. Sowohl Deutschlands Erzeinfuhr wie seine Elsen- und Stablerzeugung dagegen sind bis in die letzte Zeit ununterbrochen gestiegen. Die Versorgung mit ausländischem Erz wird durch das folgende, dem Wirtschaftsbericht der Commerz- und und Privat-Bank vom 31. März 1937 entnommene Schaubild illustriert: in Monatliche ooot Eisenerz- Einfuhr 1500 ( im Jahresdurchschnitt) 1000 1300 1200 1100 1000900 1000 700 $ 00 00 Boo 200 1000 Durchschnitt Februar Februar 1936 1936 1936 Roheisen Rohstahl Walzwerk41.8 40.4 42.5 • 62.8 59.6 63.3 41.7 erzeugnisse 44.5 45.6 Hitlers Rache am Vatikan Die Systemrevanche für das Päpstliche Sendschreiben Neuauflage der Devisen- und Kinderschänderprozesse Aus einer Anweisung von Göbbels an die sind die Geistlichen schuldig, wirklich ge- Einstweilen ist die neue Reihe der PrieZeitungen geht hervor, daß die Priesterpro- meine Geldschieber und verdorbene Kinder- sterschauprozesse durch das dieser Tage erzesse in Deutschland jetzt wieder aufgenom- schänder und dann müssen sie auch gegen öffnete Volksgerichtshofverfahmen werden sollen und daß die gleichgeschal-| alle» politischen Gründe< eben gerichtet wer- ren gegen die westdeutschen kateten Redaktionen nachdem früher wieder- den. Oder aber und das ist das wahr- tholischen Jugendführer, an ihrer holt schwere Regiefehler in der Aufmachung scheinlichere: die Prozesse sind an den Haa- Spitze Generalsekretär Clemens und mehdieser Schautribunale vorgekommen waren, ren herbeigezogen. rere Kapläne, schon auf volle Touren gedie dann auch unabsichtlich sich in den Gebracht. Der ersten Verhandlung vor einer richtsberichten wiedergespiegelt hatten Woche durften auch noch ausländische PresEs ist ganz klar, die neuen Prozesse sollen die unmittelbare Antwort der Hitlerei künftig darüber nur noch die DNB- Berichte, auf die Tatsache darstellen, daß das kürz-/ severtreter beiwohnen; jetzt wird längst hinIst die Stimmung schlecht? daß die ter verschlossenen Türen» verhandelt<< So viel erfuhr man auf jeden Fall, daß, als einer der angeklagten Geistlichen angekeit im Bunde mit kommunistischen» Illegalen< darauf zu seiner Verteidigung hinwies, er habe doch noch vor anderthalb Jahren im Saargebiet bei einer Tagung der katholischen Jugend öffentlich für deren» nationalpolitische Einstellung« gewirkt, ihm sofort der Senatsvorsitzende dazwischen funkte: » Aber wenn Sie das nicht getan hätten, wären Sie ja auch schon damals als schöner Lump erkannt worden, gleich ob Priester oder nicht!<« Eine treffliche Justiz, fürwahr! den > gegen den zu diese freilich ohne Kürzung, zu übernehmen lich auch in Deutschland verlesene päpst1929 1932 1933 193-> 1933 1936 JAN.1937 hätten. Die Tatsache der befohlenen liche Sendschreiben vier Jahre freilich zu Die Eisenerzeinfuhr war also von Jahr zu» Wiederaufnahme« der Priesterprozesse allein spät- die Unversöhnlichkeit zwischen Jahr sprunghaft gestiegen. Sie betrug im ist ein moralisches Kapitel ohnegleichen in katholischem Denken und» nationalsozialisti- klagt wegen angeblicher VerschwörertätigJanuar dieses Jahres das Doppelte von 1934 der deutschen Rechtsgeschichte! In der schem Gedankengut« feststellte. Diplo und das Fünffache von 1932 und überstieg Sache verhält es sich damit so, daß seit matisch hat man mit der Vorbereitung noch die Erzeinfuhr des Rekordjahres 1929. August vorigen Jahres tatsächlich solche der offiziellen Kassierung des deutschen Aus den Ziffern der Erzeinfuhrstatistik ist Prozesse, bei denen man drei Arten säuberGesandten am Vatikan, des Herrn von Berdie Ursache des Eisenmangels ebensowenig lich unterschied: Devisen-, Sittlichkeits- und ger, geantwortet, der doch sicherlich das zu entnehmen wie aus den Zahlen der Stahl-» Heimtücke<-Prozesse gegen Geistliche ganze Verdienst daran mit trägt, und Eisenproduktion. Es betrug die arbeits- katholischen Glaubens nicht mehr geführt Kurie bisher noch immer diese von Herrn tägliche Produktion in tausend Tonnen: worden sind. Warum? Man las in der hochvon Papen so warm empfohlenen neuen brauoffiziellen Zeitschrift» Deutsche Justiz<< vom nen Herren in Berlin als voll verhandlungs4. Januar d. damals einigermaßen überrascht die Feststellung des Ministerialrates fähig nahm.> Geistig<<, wenn der Ausdruck hier nicht deplaziert ist, reagierte man sie geniert sich nicht im geringsten, Dr. Crohen vom Reichsjustizministerium, daẞ( wörtlich:)» auf Befehl des Füh- durch Wiedereinreihung des mehr als ver- Angeklagten Gesinnungen( wohlgemerkt: rers aus politischen Gründen schrobenen Walhall- Ludendorff in die braune Gesinnungen!) als Verbrechen Ende 1934 waren 73 Hochöfen in Betrieb, gegenwärtig die Hauptverhandlungen gegen Heldengalerie dicht neben den Hitlerjungen nationalsozialistischen Staate zur Last Ende 1936 110, und Ende Februar 1937 115. Geistliche nicht mehr stattfinden dürften<... Quex. Brachial werden es jetzt zunächst legen, die sie politisch betätigten, als Hitler Die Roheisen- und Rohstahlproduktion stand Also: der» Führer« kommandiert einfach, ob die neuen Zuchthausurteile gegen katholische selbst noch ein evidenter Hochverräter gegen im Februar vorigen Jahres unter dem Jahres- gerichtet werden soll oder nicht. Entweder Devisenschieber und Sexualverbrecher sein..] den damaligen Staat war. Gerechtigkeit??? durchschnitt 1936, im Februar dieses Jahres darüber. Die Walzwerkproduktion hatte im Februar den höchsten Stand seit der Krise erreicht und damit wohl die höchste Ziffer seit Kriegsende. Andere Länder haben mit der Regelung der Schrottversorgung erst in jüngster Zeit begonnen. Deutschland hat bereits seit langem die Schrottausfuhr fast vollständig aufgehoben. Die Schrottausfuhr konnte deshalb auf ein solches Minimum eingeschränkt werden, daß Deutschland fast völlig von der Schrottzufuhr unabhängig und daher von dem Weltschrottmangel fast unberührt ist. Der deutsche Eisenmangel kann also nicht auf eine mangelhafte Versorgung mit Eisen und Eisenrohstoffen zurückzuführen sein. Im Gegenteil: die Eisenversorgung war nie so ausreichend wie jetzt. Es herrscht also nicht eine unternormale Eisenversorgung, sondern ein gewaltig übernormaler Eisenverbrauch. Es muß also in Deutschland massenhaft Eisen, sei es zu Waffen verarbeitet oder in unverarbeiteter Gestalt, auf Lager gelegt werden, um künftigen Erzmangel vorzubeugen, der dadurch entstehen könnte, daß etwa Schweden sein Erz lieber dem heute mehr als je kaufbereiten guten Zahler England verkauft als dem devisenarmen Dritten Reich und daß die Spekulation auf die Aneignung des spanischen Erzes, wie es den Anschein hat, schief gehen könnte. Mal alle weghören! Reichskanzlei nach dem Reichsnährstand geschickt, wo man sie auch anhörte und Abhilfe versprach. Die Pacht braucht nicht mehr gezahlt zu werden, aber um so schärfer werden sie jetzt bei der Ablieferung landwirtschaftlicher Erzeugnisse angefaßt. Die den Landrat Büchs und seinen Vertrauten, Bauernführer » Daß wir uns als Volk durchbeißen und Baron von Rothkirch, die beide als die größgewisse Einschränkungen in Kauf nehmen ten Gauner bezeichnet werden.» Wenn Adolf müssen, das ist keine Neuigkeit und Hitler so den Bauern hilft, dann sollen die braucht nicht im Flüsterton besprochen zu Das im Dritten Reich nie zuvor soviel ge- ihr ein paar kompakte Drohungen widmen Bauern schimpfen jetzt auf schimpft und geflucht wurde, daß der Natio- kann, ist sie immerhin: nalsozialismus noch nie so tief im Kurs stand wie eben jetzt, bleibt natürlich auch in den Führerkreisen nicht verborgen. Ja, es ist schon soweit gekommen, daß alles Sich- taubStellen keinen Sinn mehr hat, daß es fast ratsamer erscheint, den Stimmungsverfall zuzugeben und ihn nach bewährter Methode möglichst zu bagatellisieren. Folgendes nette> Geplauder< liest man in dem DAFBlatt» Der Arbeitsmann«: werden. Wer aber behauptet, deshalb sei die Nazis die Felder allein bebauen<< Stimmung schlecht, der unterschätzt nicht jetzt Ueberzeugung innerhalb nur den hundertmal bewiesenen Idealismus schützer Bauernschaft, und Opferwillen seines eigenen Volkes, der macht sich nicht nur zum willidas ist der Leobgen Instrument der bolschewi- Zwangsmilitarisierung in stischen Propaganda, sondern der beleidigt auch die Ehre der Nation.< Und wer die Ehre der Nation beleidigt Und weil es Konzentrationsden Betrieben!? Aus Beuthen- OS wird uns geschrieben: In den letzten Wochen sind in einer » Du sitzt mit einem alten Schulfreund von auswärts, den du viele Jahre nicht gesehen hast, zusammen im Gasthof. Ihr freut euch laut des unvermuteten Wiederna, ihr wiẞt schon! Es gibt zwar keine Richtreffens, tauscht Erinnerungen an die ter mehr, aber noch Konzentrationslager in Reihe von oberschlesischen Betrieben die BePennäler- und Lehrzeit aus, sprecht von Deutschland. Beruf und Familienglück, von diesem und lager gibt, die genügend Schrecken verbreijenem, bis plötzlich dein Gegenüber die Stimme dämpft, sich ten, ist es leicht vornüber beugt und dir hinter der vorgehaltenen Hand die Frage zuhaucht:» Sag' mal, ist hier die Stimmung auch SO schlecht?<... » Das Gemunkel von der schlechten Stimmung ist eine Tatsache, die ernstgenommen zu werden.< Nach dem Jahresbericht der Vereinigten Stahlwerke wird gemeldet: Auftragsbestand von bisher noch nicht erreichter Höhe, Bedarf an Eisen und Stahl auf einem Stande, der die 1927er Spitze noch wesentlich übertrifft, Nein, sie darf natürlich nicht ernst erheblich gesteigerte Ausfuhr unter Errei- genommen werden, aber so wichtig, daß man chung von zwei Dritteln der hohen Ziffern legschaften zum Grenzschutz bestimmt worden und müssen zwei- bis dreimal wöchentlich militärische Uebungen durchführen, was außerhalb ihrer Arbeitszeit erfolgt. > ganz unerheblich, ob gewisse Zeitgenossen Bekanntlich wurde der Grenzschutz aus dem zuweilen ihrem Privatärger und ihrer schlechten Stimmung Luft machen. Wichtig freiwilligen Wehrdienst gebildet, der ist allein, daß sie nicht über Gebühr be- nächst als eine Art Werkschutz im Grenzgeachtet werden.<< biet gedacht war. Nach Einführung Ueber die Gebühr« läßt sich zwar streiten allgemeinen Wehrpflicht ist in Oberschlesien zu-> der von 1929, Zuversicht auf Spielraum für eine Leobschützer Bauern Nazifunktionäre kommen nicht, weil sie die Kursen zu verschiedenen Truppenteilen abweitere Exportbesserung durch verstärkte Nachfrage auf dem Weltmarkt, Hoffnung auf gesteigerten internationalen Preisauftrieb reichlich rebellieren! von Innerhalb der Arbeiterschaft, die, aus der Belegschaft ausgewählt, einfach dem Grenzschutz zugeteilt wird, wird dieser Schritt als der eine nicht abzustreiten ist. Fragt sich aber beachtet werden sie, die Millionen der Grenzschutz berufen worden, der nicht bloẞ, ob sie auch wichtig genug ist, um verbitterter Zeitgenossen in ganz Deutsch- mehr den Charakter einer freiwilligen Wehrland und über die Grenzen hinaus. Viel mehr organisation besitzt, sondern unter Leitung beachtet, als die schönsten Führerreden. Da- von Reichswehroffizieren steht. Der militävon beißt der Ley keinen Faden weg. rische Charakter des Grenzschutzes wird noch dadurch unterstrichen, daß die Teilnehmer am Grenzschutz auch zu besonderen Kritik der Bauern fürchten, die> es im- kommandiert werden und dann mit der Leimer schon gesagt haben, daß auch Hitler tung des Grenzschutzes in den verschiedenen nur ein großes Maul hat, bessern wird sich Betrieben betraut sind. und dadurch zu erzielende Rentabilitätsbesse- Aus Oppeln wird Dieser Grenzschutz uns geschrieben: nichts«. Die erste Versammlung konnte aus besitzt ausreichende Waffen, die letzthin an rung. Diese Hoffnung hat sich inzwischen Unter der Bauernschaft des Leobschützer Mangel an Teilnehmern nicht stattfinden. die Teilnehmer noch durch Zuteilung erfüllt. Die Internationale Kreises herrscht Katastrophenstimmung, die RohFür die nächste Versammlung wurde ange- Schanzzeug ergänzt wurden. stahlgemeinschaft hat ihre Preise in den erbesonders durch die schlechte Ernte des droht, daß die Bauern durch die SA abgesten drei Monaten dieses Jahres viermal her- Vorjahres hervorgerufen worden ist. Die holt werden, wenn sie nicht pünktlich zur aufgesetzt. Ihr letzter Stabeisenpreis beträgt Bauern dieses Gebietes haben auf Hitler und Stelle sind. Aber das half noch 6, 7.6 Goldpfund. weniger. Das ist eine Erhöhung den Reichsnährstand besondere Hoffnungen Schließlich mußten der Landrat und der auf das Doppelte des Preises vom Januar 1936 gesetzt und erleben eine Enttäuschung nach Bauernführer sich bequemen, die Bauern einZwangsmilitarisierung und auf das Dreifache des Preises vom Juli der anderen. Die Pachtsummen der Parzellen Betriebe betrachtet, zeln aufzusuchen und sie zur Teilnahme zu andererseits 1932. Der Export ist also rentabler als je, nach dem Grafen von Oppersdorf sollten herwird in den Instruktionsstunden an die Abbitten. Die dritte Versammlung kam zuEisen braucht nicht mehr zu Dumpingprei- abgesetzt, die Preise bedeutend erhöht werteilungsleiter des Grenzschutzes durch stande, aber die Bauern forderten freie Aussen losgeschlagen zu werden, weil das Aus- den, kurz, ein kleines Hitlerparadies wurde Reichswehroffiziere erklärt, daß der Grenzsprache, bevor noch der Sprecher des Reichsland und ganz besonders England, bereit ist, in Aussicht gestellt. Landrat Büchs, schutz eine Abwehr bildet, da ja die meisten nährstandes aus Breslau das Wort ergreifen Preise zu zahlen, die sogar die Preise des ein strammer Zentrumsmann von früher, ist Betriebe so nahe der polnischen Grenze liekonnte. Es folgten Pfuirufe während der Internationalen Eisenkartells überschreiten. der eifrigste Naziapostel des Kreises geworRede, es ging ziemlich hoch her,> weil man gen, daß man auf alles gefaßt sein müsse. der deutschen Wirt- den, und es versteht sich, daß Baron von Auf die Teilnahme bereits ausgebildeter uns auf der ganzen Linie betrogen hat<. Rothkirch schaft wird also gedrosselt, nicht nur Bauernführer wurde. Und Mannschaften, besonders solcher, die am Schließlich mußte sich die Leitung der Verder Kriegsvorbereitung im Lande selbst wil- nun kommen Maßnahmen auf Maßnahmen, Weltkrieg teilgenommen haben, wird großer sammlung damit einverstanden erklären, daß len, sondern auch um der Schwerindustrie Ge- die eine Enttäuschung nach der anderen Wert gelegt. Die Wehrübungen werden von alte Kämpfer zum Führer fahren, um diese legenheit zu geben, an den englischen bringen, es soll alles abgeliefert, Vieh darf den Teilnehmern nach Möglichkeit sabotiert, Zustände im Kreise Leobschütz zu beseitigen. Aufrüstungsgewinnen teilzuneh- nicht verkauft werden, es fehlt an Futterdoch wird durch die Vorgesetzten großer und Herrn Schacht mit englischem mitteln, so daß man zu Methoden der Kriegsunter Alte erprobte SA- Kämpfer den Zwang ausgeübt, wobei strengste VerschwieGelde Devisen für die künftige Erzeinfuhr zeit zurückgreift. Es wird geschoben, und Bauern kamen in Uniform nach Berlin und genheit zu beachten sei. Von diesen Wehrhereinzuschaffen. Der deutsche Eisenmangel der Bauernführer Baron von Rothkirch soll glaubten dort, auch meckern zu können, wie übungen sind die Beamten, die bisher hiervon zeigt, mit welcher Intensität das Dritte Reich Vorbild sein. Die Bauern aber kümmern sich das auf der Versammlung der Fall war. Sie verschont waren, nicht ausgeschlossen, Nachden Krieg vorbereitet. Er zeigt aber auch den Teufel um die Wünsche des Reichsnähr- wurden verhaftet, kamen erst nach Wochen dem nun diese Wehrübungen des Grenzschuterneut, daß das Hitlerregime keine Hemm- standes, die Verordnungen werden sabotiert, wieder, aber frühere Freunde legten ihnen zes im größeren Maßstab eingesetzt haben, nisse kennt, wenn es sich darum handelt, der und der Landrat bekommt von den vor- nahe, in Zivil nach Berlin zu kommen, da ist man innerhalb einzelner Belegschaften Schwerindustrie Ueberprofite und die Kriegs- gesetzten Behörden Krach. Es wird ange- gehe es vielleicht doch noch. Und nun mach- der Ansicht, daß man unmittelbar vor einer vorbereitung durch Entbehrungen des Volkes ordnet, daß zur Versammlung des Bauern- ten sich wieder einige Erbbauern auf den Ueberraschung stehe, weil alles in großer G. A. F. Irates jeder zu erscheinen habe, aber selbst Weg nach Berlin. Sie wurden aus der Eile organisiert wird. Die Eisenversorgung men, zu sichern. um Nr. 201 BEILAGE Neuer Vormärts 18. April 1937 Das Gesicht des Faschismus Ein Augenzeugenbericht über die Vernichtung von Addis Abeba Die in Genf erscheinende Zeitung| 35.000, Milizen und Schwarzhemden 40.000, In einigen Stadtvierteln bedecken die Lei-| bevorstünde. Die Schwarzhemden singen laut, > Journal des Nations< veröffentlicht einen Mann, erythräische Askaris 5000 Mann, tripo- chen Straßen und Plätze vollständig. Auf sie bilden Gruppen, in denen jeder sich beeilt, Augenzeugenbericht über die Zerstörung litanische Askaris 3000 Mann, insgesamt dem Platz von St. Georg, der des Reiter- seine Taten zu erzählen, und sich der Zahl von Addis Abeba nach dem Attentat auf mehr als 83.000 Mann. standbildes Meneliks des II. beraubt ist, bil- und der Art seiner Opfer zu rühmen. Graziani. Die Greueltaten, die die Italiener Die verfluchte Rasse« bestand aus der den die Leichen wahre Hügel. Die Kathedrale Ueberall in der Stadt die Ruhe des Todes. in Addis Abeba begangen haben, gehören Bevölkerung von Addis Abeba. von St. Georg selbst, die vor 40 Jahren zum Man sieht indessen in den vom Zentrum entWieviel bezu den schauerlichsten Verbrechen, die in trägt sie in Gedächtnis des Sieges von Adua errichtet diesem Augenblick? Niemand legeneren Vierteln einige überlebende Abessider Weltgeschichte jemals begangen wor- kann es genau sagen. In der guten alten Zeit worden ist, ist von der Wut und dem Vandanier umherirren zwischen den rauchenden lismus der Blutmenschen nicht verschont Fackeln der Eukalyptusbäume, ohne Obdach worden. Sie haben sie mit Benzin begossen und ohne Nahrung. Sie werden bald von den und dann Feuer angelegt. Die Mauern stehen Faschisten oder vom Hunger erledigt sein. ständig zerstört. Niemand von den wenigen ein. Es gibt keine Märkte mehr, keine überlebenden Abessiniern hat das Recht, die Lebensmittel mehr und der Hunger erfaßt ernsthaft die Armee Mussolinis. Der unaufhörlich in einLeichen seiner Angehörigen aufzuheben und Urteil niemand darf sie beweinen, wenn er nicht den sind. Sie reichen an die Taten von schwankte sie zwischen 250.000 und 300.000 Cortez heran, der Mexiko zerstörte. Einwohnern. Nach Beginn des Krieges und Faschismus scheint sich darauf zu ver- infolge der Nähe der Besetzung und während lassen, daß seit der italienischen Be- der ganzen folgenden Zeit hatte sich die Be- noch, aber das Innere der Kirche ist voll- Denn niemand kommt mehr in die Stadt hinsetzung die Verbindungen nach Abessinien völkerung der Stadt kümmerlich sind und daß über seine Ver- drucksvoller Weise vermindert. Derart, daß brechen nur spärliche und kümmerliche im Augenblick, wo dies schreckliche Nachrichten durchsickern. Er hat sich in- über ihren Kopf erging, die Bevölkerung von dessen getäuscht. Dieser Augenzeugen- Addis Abeba kaum 50.000 übertreffen konnte. erschossen, eingekerkert oder deportiert wer- Die Bevölkerung der die Hauptstadt umbericht lehrt, was es mit der Kulturmission den will. Allein die Faschisten sammeln mit gebenden Gebiete ist durch Flugzettel, die des Faschismus auf sich hat. Die regulären Truppen geben Zeichen von Lastwagen die Leichen auf, die verbrannt man von Flugzeugen abgeworfen hat, aufgeEntrüstung, als man ihnen diesen haẞerfüll- werden sollen. Das ist das Gesicht des Faschismus! ten Befehl mitteilt. Man beeilt sich deshalb, Angesichts dieser grauenvollen Tatsachen ihre Tätigkeit auf Immer noch hört man bald hier bald da Vieh zu verproviantieren. Aber niemand wagt die Besetzung der besich mehr in die Stadt hinein, von der die Schüsse fallen, die manchmal zu Salven werbrechen alle die großen Worte zusammen, festigten Positionen in der Stadt und um die den. Dann hat man Gruppen von Familien Legende geht, die sich auf die grauenhaften A mit denen der Faschismus sich maskiert! Stadt herum zu beschränken, um allen Das ist die» Kulturmission«, die der italie- Flüchtlingen jeden Ausweg durch das Feuer nische Faschismus in Spanien wie in Abes- der Artillerie und der Maschinengewehre zu sinien durchführen will, das ist es, was die versperren. Die erythräischen Askaris weiWelt zu erwarten hat, wenn die schwarzen gern sich glatt, da sie Soldaten seien und die braunen Faschisten Handlungs- nicht Mörder von Frauen und Kindern. freiheit erhalten. werden in den Kasernen eingesperrt, mehrere Wir veröffentlichen diesen erschütternden Bericht, weil er alle angeht. Denn mit der gleichen Verachtung aller humanitären Regungen, mit der der gleichen Bestialität gehen die totalitären Systeme gegen ihre innenpolitischen Gegner vor! Es war am Tag des Heiligen Michael( 19. Februar), die Abessinier, die sehr an ihren Traditionen hängen, schicken sich an, ihn und Sie von ihnen erschossen. Die Milizen und die Schwarzhemden und die unglücklichen lybischen Askaris dagegen geben sich dem düsteren Geschäft mit Wonne hin. Man verteilt an entdeckt, die sich unter Brücken oder in den Löchern der Steinbrüche von Gulale verborgen haben. fordert worden, die Armee mit Getreide und Mordszenen stützt, daß dort Menschenfresser wären. Diese Weigerung hat genügt, um aufs neue den Terror durch Fliegerbomben und Giftgas zu entfesseln. Und die Repressalien, dehnen sich sehr im stationiert sind. Ich erEs gibt auch den Fall der siebenhundert Flüchtlinge in der Botschaft der Vereinigten Staaten, die man von dort herausgeholt hat, rasch auf entfernte Regionen aus. Ueberall WO Italiener nachdem man versprochen hat, ihr Leben zu da, schonen und die man unmittelbar vor dem fahre aus sicherer Quelle, daß in LeTore der Botschaft unter den entsetzten kemti Wollegabezirk mehr als 600 Blicken des amerikanischen Vertreters dahin- Kinder massakriert worden sind, weil die Leute bei der Annäherung italienischer Ueber Kräfte die Flucht ergriffen hatten. dem ganzen Lande lastet die italienische Vendetta und ich frage mich, bis zu welchem Punkt die Welt untätig der Agonie eines unschuldigen Volkes zusehen kann. sie in Massen Revolver, Handgranaten, gemordet hat. Dolche, Knüttel und dann avanti! In einem Man ist mit Gewalt in den Bereich der Augenblick erheben sich die gigantischen französischen Botschaft und anderer Häuser Vögel des Todes vom Flugplatz Akaki und wenigen Europäer eingedrungen, zehn, sich mehr hinaus. der die Es steht mir nicht zu, die verzweifelte zu unter der HerrAber wird ein ganzes Volk in einem ein14. März 1937.< Francos Hörspiele Im deutschen Rundfunk gibt es» Die Hier ist dieser Augenzeugenbericht: beginnen mit Bomben die ganze Peripherie nach der italienischen Besetzung in Addis >> Im Süden in der Seenregion rückte eine der Stadt zu zertrümmern. Von den befestig- Abeba geblieben sind. Alle Winkel der Stadt Widerstandsarmee gegen Addis Abeba vor. ten Punkten aus speien Kanonen und Maschi- sind durchwühlt worden, und alle EingeboreDie Bevölkerung der Hauptstadt erwartete nengewehre unaufhörlich einen Hagel von nen, die man gefunden hat, sind niederge- Geste junger Patrioten zu billigen oder sie mit sichtbarer Ungeduld. Aber der Gene- Blei, während im Innern von allen Seiten schlagen worden. mißbilligen. Sie haben ganz einfach die Aufral Graziani entfaltet das Gros seiner Streit- riesige Brände die Stadt in Trümmer legen. Kann man die Zahl der Toten in den drei merksamkeit der Welt auf ihr klägliches Gekräfte, um sie aufzuhalten. Und in einem ge- Dichte Rauchwolken erheben sich und ver- Tagen, die dem Attentat gefolgt sind, schick lenken wollen. Es ist besser, an einem gebenen Augenblick begibt er sich persönlich düstern den Himmel. Scharfe und dumpfe schätzen? Mehr als 35.000 sind allein Tage als Held zu sterben, so sagte mir einer dahin. Aber nun verbreitet sich in der Stadt Schläge ertönen, sie vermehren sich rasch, in Addis Abeba massakriert wor- von ihnen, als zwei Tage ein Gerücht sehr rasch: Graziani sei im Ver- von Zeit zu Zeit durch schwächere unter- den. Drei Tage danach fuhren die Lastwagen schaft dieser da zu leben. lauf einer Schlacht gefallen. Die Autoritäten brochen. Entsetzte Männer, Frauen und Kin- immer noch die Leichen. in dem Hauptstadt sind davon stark beun- der laufen in voller Auflösung in allen Rich- Endlich erkundigten sich die Autoritäten zigen Tage verschwinden können? ruhigt. Die Anwesenheit von General Gra- tungen. Aber da werden sie in Gruppen von zum letzten Male, ob alle jungen Intellekziani wird notwendig. hundert zwanzig, fünfzig, nieder- tuellen ausgerottet wären. Nicht ein einziger geschlagen. Kurze Zeit nachher sind die war davongekommen. Sie waren alle schon Straßen mit Leichen bedeckt. Niemand wagt vorher zur Ausrottung vorgesehen. Nur die Gelegenheit dazu hatte bisher gefehlt. Nun mit Glanz zu feiern. Aber da ist der General Und nun beginnt eine Methode, die in der war sie unverhofft gekommen. Einige dieser angekommen und unterbricht die Feier, in- Hauptsache während drei langer Tage ver- jungen Intellektuellen sind mit unerzählbarer Stunde der jungen Nation<. Diese Stunde wenKefle det sich besonders an die Jugend und brachte eingeborenen folgt wird. Diese Methode besteht darin, daß Grausamkeit dahingemordet worden. Notablen beruft, einschließlich der Priester. man Feuer an die Häuser legt, abwartet, daß Nessibu, der junge Offizier von der Militär- kürzlich ein Hörstück>> Alkazar<. Eine ganze Stunde lang müssen sie einer der die Bewohner durch den Brand herausgejagt schule von Guennet, Georg Heruy, Sohn des lich unbedeutend und eine Hurrafassung der unverschämtesten Reden zuhören, die ihnen werden und sie dann unterschiedslos ermor- Ministers der Auswärtigen Angelegenheiten, Verteidigung des Alkazar durch die Kadetten auf das heftigste vorwirft, daß sie das Ge- det. Mit Dolchen, Bajonetten, Handgranaten, Tesfe Tegegne, Direktor in diesem Ministe- von Toledo. Verherrlichung eines Offiziersrücht von seinem Tode in die Welt gesetzt Knütteln, Steinen, mitunter auch mit Feuer- rium, Schaka Pellehu, Kronkämmerer, Baru und bestätigt hätten. Endlich, nachdem er waffen. die Allmacht des faschistischen Italiens und Anderwärts sieht man Gruppen von Fadie übermenschlichen Kräfte des Duce ge- schisten arme Menschen an Lastwagen andamit amüsieren, sie von feiert hat, fordert er sie auf, den Duce und binden und sich Unter den Leichen, die die Straßen ver- Söhne zurück! den König von Italien und Cäsar von Abessi- Stadtviertel zu Stadtviertel zu schleifen, bis nien zu begrüßen. Die Arme erheben sich, sie in Stücke gerissen sind. Andere vergnü- pesten, hat man erkennen können: Bitwoded worten vermiẞte man die» Rettung der ReliDie Neuheiden kamen damit wohl aber nur, um Bomben gegen den zu werfen, gen sich damit, nackte Frauen zu Tode zu Wolde- Sadik, Präsident des Senats, Dediaz- gion<<. Wolde- Emmanuel, match der ihnen Worte entgegengeschleudert hatte, peitschen vor den Blicken ihrer ohnmächtigen von nicht recht zufache und es ist ja wohl auch die von ihnen als ein Sakrileg angesehen wur- Gatten und Brüder. Andere machen sich dar- Jimma, Blatengeta Woldemariam, ehemaliger nicht leicht, die katholische Kirche in DeutschBlatta land zu verfolgen und zu ächten und in Spaden. Graziani selbst und die höheren Offi- an, ihre Opfer mit Steinwürfen zu quälen, ob- abessinischer Gesandtner in Paris, ziere, die ihn umgaben, sind mehr oder weni- gleich diese sie anflehen, mit einem Schuß ein Ayele Gebre, ehemaliger Präsident des Son- nien zu retten. dem er alle Chefs und alle Kaba, Fliegeroffizier, die drei Söhne des Dr. Martin, Mammo Gebru, Offizier von der Militärschule von Guennet, und noch andere haben tausend Tote gefunden. Gouverneur putsches. HerzGroßes Getöse, ununterbrochenes Geschieße. Der deutsche Durchschnittshörer mag sich gesagt haben: Laßt uns zufrieden, wir sind nicht für Francos Söldner und wollen keine Kriegszündelei. Gebt uns unsere Unter den vielen Schlagger tödlich verletzt. Graziani hat noch die Ende zu machen. Andere vergnügen sich da- dergerichtshofs, Ato Bechah Wored, ehemali- Dafür entschädigte das Stück mit einem anKraft, zu rufen:> Rächt mich, tötet sie alle!< mit, mit ihren Keulen Kinder zu zerschmet- ger Direktor des Finanzministeriums, Kegnas- deren Schwindel, er wurde vor den Beginn Alle Ausgänge des Palastes wurden sofort tern, die einige Augenblicke vorher Waisen match Wolde- Yohannis, Indentant des kaiserdurch Kreuzfeuer aus Maschinengewehren geworden sind. versperrt. Alle Abessinier, die sich innerhalb Die Tripolitaner, deren bestialischer Inder Kanonaden gesetzt. Ein Offizier meldet licher Hauses, Belacheou Adatie, Kontrolleur seinem Kommandanten: Die Bluthunde Mosder französisch- abessinischen Eisenbahn, Tadkaus sind am Werke; in Madrid wird von den der Mauern befanden, werden mit Revolverdesse Mechecha, ehemaliger Chef des DienBolschewisten stinkt durch das Beispiel ihrer Herren aufeine Bartholomäusschüssen, mit Bajonetten und Dolchen durch stes der Route von Jimma usw. usw. nacht vorbereitet. gereizt worden war, die sie immer noch mehr Aber gleich darauf die anwesenden Milizen getötet. Es gelingt anstachelten, indem sie ihnen sagten, Mehrere tausend Personen haben aus der kommt die Nachricht: Franco hat losgeschladaß indessen einigen, die Mauern zu erklettern Aber viele von gen, Franco ist der Bartholomäusnacht zujetzt für sie die Stunde der großen Rache Stadt entweichen können. und zu verschwinden. gekommen sei, hatten sich darauf speziali- ihnen sind durch die Bomben und Maschinen- vor gekommen. Eviva Espania! In diesem Augenblick wurde die Entschei- siert, ihren Opfern die Gurgel abzuschneiden gewehre der Flugzeuge getötet worden, anDie Welt weiß, daß diese Darstellung eine dung getroffen, die ganze Bevölkerung von oder sie kaltblütig auszuweiden, ihnen die dere sind von der Kavallerie eingeholt worAddis Abeba zu massakrieren. Ein Befehl, Eingeweide herauszureißen und ihnen lang- den und gemeinsam mit den Dorfbewohnern Lüge ist, daß nur einer eine Bartholomäusder in der Geschichte als ein unauslöschliches sam den Geist aufgeben zu lassen. ermordet worden, die sie aufgenommen hat- nacht vorbereitete und das spanische Volk Franco und ten. In der kleinen Station von Modjo sind im tiefsten Frieden überfiel: Schandmal für das faschistische Ueberall floẞ das Blut in Strömen, entseine Clique. Dem deutschen Volke wird diese mehr als 250 Personen getötet worden. setzliche Schreie von Frauen und Kindern faschistische Lüge noch immer und in immer mischten sich in das diabolische Konzert der Führer, die im Augenblick der Attacke neuen Formen serviert. So arbeitet der Famodernen Waffen. Drei Tage des Mordens| verhaftet waren, sind in Flugzeugen nach schismus. Und was tun die Demokratien? vergingen so. Die> neue Blüte<<, die Stadt der unbekannten Mimosen und des Eukalyptus, die mit dem worden. Italien stehen bleiben wird, ergeht: Schließt die Stadt ein, niemand von dieser verfluchten Rasse darf übrig bleiben. Macht mit ihr, was ihr wollt.< Bestimmungsorten gebracht Wann endlich kommt das Hörspiel, das die spanische Tragödie in ihrer geschichtlichen Dieser Befehl wird sofort den in der Gewimmel ihrer friedlichen Einwohner, immer Jetzt bietet die Stadt den Anblick eines Wahrheit darstellt? Die demokratischen InHauptstadt anwesenden Besatzungstruppen in Weiß gekleidet, den Anblick eines unge- Schlachtfeldes nach den Kämpfen. Man sieht stitutionen sind für Nichteinmischung, mag mitgeteilt. Diese Truppen hatten annähernd heueren festlichen Parks bot, ist nur noch nur noch Truppenposten und Patrouillen, so auch darüber die Wahrheit in Grund und Bodie folgende Stärke: Reguläre Truppen ein düsteres Schlachtfeld, mit Leichen besät. als ob der Angriff eines furchtbaren Gegners den gestampft werden. Es gärt in den Betrieben mehreren deutschen Betrieben haben die Arbeiter dieses» Vertrauensverhältnis< jetzt auf die Probe gestellt, indem sie Unterschriften sammelten und dem Väterchen Arbeitgeber ihre Proteste gegen Lohndruck und Ueberarbeit schriftlich unterbreiteten. Die Unternehmer selbst haben zwar auf diesen Vertrauensbeweis vielfach gar nicht reagiert, aber die offizielle Zeitschrift» NS- Sozialpolitik erteilt eine desto deutlichere Antwort. Sie weist darauf hin, Die beaune Auslese der Tüchtigen Universitäten Arbeitersöhne von den Universitäten verdrängt die Prüfung fand am 22. und 23. statt es heißt wird in um ( wie im war, die zur deutschen Nachdem sie die Gewerkschaften zerschlagen hatten, versuchten die braunen> Sozialisten< den Arbeitern weißzumachen, die Beachtenswerte Zahlen werden jetzt aus dem| türlich, so kann man es auch ausdrücken!| teilung neue Volksgemeinschaft werde ein VerDritten Reich über die Hörer- Frequenz an den Ganz klar wird der aufreizende Sachverhalt Februar dieses Jahres trauenverhältnis zwischen Ardeutschen Hochschulen und Universitäten be- durch eine gleichzeitig mit diesen Universi- wörtlich:> Aus dem Gelingen dieser zweiten beitern und Unternehmern schaffen, durch das der Verlust des freien Koali- kannt. Bekanntlich wurde nach dem Krieg der tätsfrequenzzahlen ergangene Mitteilung der Prüfung der Vorstudienausbildung tionsrechtes reichlich wettgemacht würde. In Andrang zu allen Stätten der sogenannten aka- obersten Führung der Hitlerjugend über den der Reichsjugendführung der Schluß gezodemischen Auslese gewaltig. Diese Tendenz ersten Lehrgang, der kürzlich durch Gesetz gen, daß das Stadium des Versuches in diezur Verbreiterung des Universitätsstudiums neuerrichteten> Adolf Hitler- Schulen«, die be- ser Form der Begabtenförderung abgeschlosund sogar unwar schon ein Kennzeichen der letzten Vor- kanntlich jetzt die Berechtigung zum Uni- sen ist.<< Glauben wir auch kriegsjahre; sie war auch ein Stück wach- versitätsstudium unter Ausschaltung des bedingt! Welcher arme Professor wird noch senden Selbstbewußtseins der deutschen Ar- üblichen Mittelschulweges vermitteln dürfen, einen von Baldur von Schirach höchstperbeiterklasse mit ihrer sozialistischen und ge- allerdings nur an die eben von der Partei sönlich für würdig Befundenen, auch wenn Marx mit dem Reichspräsidentwerkschaftlichen Massenwaffe als Rücken- als Begabte< Angesprochenen und Auser- er Karl deckung. Und es soll auch nicht geleugnet wählten. In dieser Mitteilung wird die so- schaftskandidaten Marx geschichtskundigerwerden, daß die» Ueberfüllung der Hörsäle« ziale Gliederung der Elternschaft der erst- weise im> Examen< verwechseln sollte, zunachdem > Adolf Hitler- Schüler« rückweisen, in den besten Jahren der Demokratie, von malig ausgesiebten diese Hitler- Jugend vielen Professoren kurzsichtig genug ledig- fein säuberlich nach Berufen registriert. Man selbst eine hohe Reichsinstitution geworden lich unter dem Gesichtswinkel schulbürokra- findet da vor allem Kleinhändler, mittlere ist und ihre Spitze geradezu reichsministe> daß das Sammeln von Unterschriften im tischer oder gar persönlicher Ressentiments Beamte, Landwirte usw., usw. Aber ver- riell bis unmittelbar an den Thron des> FühBetrieb zum Zwecke sogenannter Protestbetrachtet, in der Tat damals Gesellschaft geblich sucht man darin den viel- rers und Reichskanzlers< streift?! revolutionen eine Störung des Arneue Problemstellungen 1 eicht recht dürftigen Prozent- So sind sie denn fein heraus die Protebeitsfriedens darstellt. In Zeiten par- und Behörden vor lamentarisch- demokratischer Arbeitsverfas- des akademischen Unterrichts hinführte. satz von Arbeiter<- Eltern, die gés der alten Kämpfer denjenigen, die durch gerade die spezifischen Schichten, Arbeit ihn sofort abbe- 1935/ 36 im Ganzen 81.438 eingeschriebene besondere Verhältnisse verhindert waren, auf vorzügliche Rekrutierungsgebiet Studenten, womit die 77.300 des Sommer- einem der sonst geregelten Wege zur Hoch- nalsozialismus darstellten, waren an diesem Diese aufgeregte Drohung beweist, daß semesters 1914 fast wieder erreicht wären schule zu gelangen, der Zugang zu einem be- geistigen Wettbewerb innerhalb der> Volksdie Stimmung in den Betrieben immer geho-( allerdings ist in den beiden allerletzten Se- stimmten Hochschulstudium eröffnet werden, gemeinschaft« entweder gar nicht oder nur mestern wieder eine jedoch nur sehr schwach wenn sie auf Grund besonderer Anlagen und sehr mangelhaft und spärlich beteiligt und auftretende Aufwärtstendenz wieder zu ver- ausgezeichnete Leistungen Gewähr dafür bie- danach dürfte auch die Qualität der> Geförzeichnen). Feststeht, daß die Hitlerei in ten, daß sie durch akademische Studien zu derten<, auf der Basis des Datums der ParErzeuger, durchaber nur gegen Devisen etwa drei Jahren sukzessiv den Andrang zum hohen geistigen Leistungen gelangen. Die teimitgliedskarte ihrer gelehrten Beruf um ein volles Drittel zusam- Verordnung wurde, zum Teil wörtlich, in der schnittlich zu beurteilen sein. Zum Heil der von dem Reichsjägermei- mengepreẞt hat! kurz darauf folgenden Zeit von fast allen stere Göring angesetzten Jagdausstellung Der Hörerverlust bei den deut- deutschen Bundesstaaten übernommen. For Zahnbürste und Heldentod Berlin 1937 der> Olympiade der Jäger- schen Universitäten geht aber mell hat die Hitlerei sie auch bis heute nicht Durch die deutschen Zeitungen gehen ausschließlich auf Kosten der aufgehoben; nur angewendet wird sie nicht Reichsanweisungen für die geKandarotowitz in deutschen Jägerzeitungen Begabten innerhalb der deut- mehr! Dafür hatte aber das Regime schon ordnete Schulzahnpflege<. Darin folgende Lanze: schen Arbeiterschaft! Es wäre für vor Errichtung seiner ausdrücklich privile- heißt es sehr vernünftig: > Müssen wir Jäger auch international die gleichgeschalteten deutschen Universitäts- gierten> Adolf Hitler- Schulen«, nämlich schon sein? Diese Frage können wir ohne weiteres behörden ein Leichtes gewesen, die statisti- im Jahre 1934, verfügt, daß der Hitler- Juyah mit einem Ja beantworten. Auch wir Jäger sche Erfassung dieses» Schwundes<< damit zu gend das Recht zuzuerkennen sei, selbstänkönnen und besonders, die welche im Aus- vervollständigen, daß sie die neue Zusammen- dig jene Art der Förderung der Begabten land jagen im Ausland unseren Friedens- setzung der deutschen Universitätshörerschaft( seiner Auswahl, natürlich!) durchzuführen, willen, wie ihn unser Führer immer wieder nach ihrer sozialen Gliederung vom Eltern- und zwar in jenem gleichen Sinne der Verbetont, zeigen, daß wir unter gleichberech- haus her einmal festgestellt hätten. Jede Uni- mittlung der Hochschulreife ohne vorangetigten Grenzen auch über unsere Grenzen versitätsquästur hat natürlich die Unter- gangene> ordentliche< Pennälerzeit. Nur daß diese hygienschen Wohltaten nicht aus hinaus Verständigung und Gemeinschaftsauf- lagen sofort zur Hand. Aber das hat man diese letztere von beiden Bestimmungen über reiner Menschenliebe erwiesen werden: bau wollen. Auch wir Jäger können inter- wohlweislich übersehen. Dafür spricht eine den» Aufstieg der Begabten< ist seit drei > Kein deutscher Mann soll mehr national sein, denn auch jenseits der Grenze Zeitschrift von der immer noch autoritativen oder vier Jahren noch praktiziert worden. vom Wehrdienst zurückgestellt zu werden brauchen, weil seine sind Waidmänner, die usw.< Bedeutung für solche Fragen, wie» Die Er- Soeben hat der zweite Coetus dieser HitlerWehrfähigkeit durch schadUns scheint zwar diese Sprache> ohne ziehung«( Aprilheft 1937) von> einer Zu-> Begabten«-Gruppen( ein ersterer befindet hafte Zähne und damit zusammendas rückdrängung des im Vergleich sich bereits seit drei Semester im Hochschulhängende körperliche Schäden herabgesetzt ist.< nicht zur gesamten Arbeitswelt des studium) nach Mitteilung des Reichsjugendder Die Zähne müssen gesund sein, und Volkes Zustrom pressedienstes« seine Reifeprüfung an zum akademischen Studium.< Na- Universität Königsberg abgelegt. In der Mit- sich zum Zerschießen eignen. der rufen.< bener wird. International schaft der Welt< bricht ein Herr Hans von weiteres international< zu sein. Doch nebenbei: was tut das Dritte Reich um alles, ein paar Tschechenkronen einen holländischen Gulden?! Volkslied zum recht laut singen akademische allzustarken Der wahre Nero die das des Natio» Der Zahnarzt soll die kindliche Mitarbeit und jugendliche Einsicht gewinnen.. Darüber hinaus ist auf Schüler aller Altersstufen durch Gewöhnung an die Zahn- und Mundreinigung sowie der Körperpflege überhaupt fortdauernd erzieherisch einzuwirken.<< Am Schluß aber folgt das Eingeständnis, damit sie und der Es heißt, er raubte das Eigentum der Ge-| seucht war. Die sogenannten Christenhetwaren also Judenverfolgungen killten und erpreßte Schätze, indem er die zen Das ist eine hat Nero damit nicht recht behalten? Als aber der braune Schriftsteller Hilte- Besitzer der Schätze bedrohte. wollte man Immer legte Nero Wert auf die VolksEs zogen drei Burschen wohl über den Rhein, rich Baldur erkannt hatte, wie oft von mar- so unsinnige Deklaration, als xistischer und liberalistischer Seite der den Eherkonzern eine Erpressungseinrichtung gunst, darum gab er dem Volke Brot und Bei einer Frau Wirtin da kehrten sie ein. und Massenrömische Diktator Nero gegen das Dritte nennen, weil die meisten seiner Zeitungen Spiele, Christenverfolgungen was etwa unserer Winterhilfe Euer Wein ist rar, Euer Bier ist dünn, Reich mißbraucht wurde, da gab es für Bal- einst im Besitze von Gegnern des national- speisungen, gleichkommt. Er war also nicht nur Frau Wirtin, wo ist Euer Wohlstand hin? durs Tatwillen kein Halten mehr. Eine sozialistischen Staates waren. Ehrenrettung Neros mußte her; er setzte Weiter. Nero hat seine Mutter, sowie beste Demokrat, sondern auch der beste SoDas Geld ist knapp und die Gerste ist rar, seiner Zeit, gewissermaßen der Mein Wohlstand gehöret schon lang dem Arar. sich hin und bebrütete ein Werk. Es sollte seine erste und zweite Frau ermorden lassen, zialist Die Wahrheit über Nero. was nicht beschönigt werden soll. Aber wie- erste Nationalsozialist. Und wenn ver- so mußten sich diese Weiber in Familien- er auch in punkto Genialität nicht an unsern Und je mehr er sich in seinem Stoff beweist Führer heranreicht, so bewies er nichtsbohrte, desto mehr wurde ihm und anderen streitigkeiten mischen? Außerdem Mitgliedern der Reichskulturkammer klar, auch dieser Fall, daß der Diktator der beste destoweniger allerhand künstlerische Talenwie dreist bisher auch im Falle Nero huma- Demokrat war, in dem er Gift und Richt- tierung. Er dichtete, sang und malte auch nistische Weichlichkeit und Geschichtspedan-| schwert selbst vor seiner Mutter und seinen und redete ebenfalls gern von Kunst. Dafür Wird von seinen Mannen noch wacker ge- terie ihren Haß gegen den starken Führer- Frauen nicht Halt machen ließ und den Gift- verachtete er das Wissen und hatte nichts Die Butter ist ranzig, die Wurst ist gestreckt, Aber ziehet nur weiter. Es gibt hier noch Seckt. In Berlin, wo der Vegetarier haust, schmaust. Er selbst iẞt zwar nur ein Köpfchen Salat Und trinkt blankes Wasser der Aristokrat. Doch, flüstert die Wirtin, mir ist das nicht klar, Jahr. bleiben? heißen: keit. Bleibt gedanken die Zügel schießen ließ. Baldur trank kredenzte, wie es gerade kam. Mehr wirklich gelernt. So stark war seine Kunstzerpflückte in seinem Werk die liberalistische gleiches Recht für alle kann man nicht ver- begeisterung, daß er beim Brande von Rom Nerolegende mit neugermanischer Gründlich- langen. Daß er seinen früheren Lehrer und im Jahre 64 das Gedicht vom Untergang Berater, den Dichter und Philosophen Sene- Trojas rezitierte, und als er sich vier Jahre Ach, wie antiheroisch berichtete doch die ca zum Tode verurteilen ließ, geht auch in später auf Geheiß des Senats( man beachte, liberalistische Geschichtsauffassung drauf- Ordnung, denn dieser Spanier war eine In- wie sich hier ein Rest des verruchten ParDas Grünzeug kost zwanzig Milliarden im los! Da soll Nero ein Schreckensregime eta- tellektbestie, ein liberalistischer Weltbürger, lamentarismus rächte!) den Tod geben mußbliert und zahlreiche seiner Freunde ohne ein Pazifist ohne nationalen Fanatismus, denite, rief er mehrere Male aus:> Welch einen er- Künstler verliert die Welt in mir!< Dann fuhr sie fort, wollen Sie bei uns heut Gerichtsverfahren vom Leben zum Tode be- das spätere Mittelalter beinahe heilig Zu untersuchen bliebe Neros Verhältnis fördert haben, aber welch Diktator unserer klärt hätte. die blutige Verfolgung von zu den Tieren, die ja im nationalsozialistidas Meldebuch Zeit könnte sich gestatten, seinen Freunden ein ordentliches Gerichtsverfahren zu gewäh- Christen, die Nero angeblich zu Hunderten schen Staat verstärkten Schutz genießen, sie sind jenseits aller Kritikasterei. ren, wenn sie einer Verschwörung verdäch- als» lebende Fackeln« verbrennen ließ, wor- denn tig sind? Wer zuerst schießt, schießt am an die Christen selbst nicht unschuldig sind. Jener Caligula, den die liberalistische Gebesten. Neros Vorgänger Caligula wurde Die Römer hatten ihre alte ehrliche Naturreli- schichtsschreibung ebenfalls als irrsinnigen umgebracht, warum gion mit ihren völkischen Kampf- und Schwert- Blutsäufer beschimpft, ließ bekanntlich seivon seinen Freunden sollte Nero nicht daraus lernen und beizeiten göttern. Die Christen predigten Freiheit, Gleich- nem Lieblingspferde einen Stall aus Marmor seine Freunde umbringen? Und beweist es heit, Brüderlichkeit, waren also bolschewisti- und mit elfenbeinerner Krippe erbauen, ließ Es zogen drei Burschen zurück über'n Rhein nicht eine gewisse demokratische Unpartei- sche Vorläufer von 1789. Sie schwärmten ganz es manchmal an des Herrschers Tisch brinUnd kehrten vor Basel nicht noch einmal ein, lichkeit, wenn ein Herrscher nicht nur seine ungeniert von ewigem Frieden und Pazifis- gen und mit vergoldetem Hafer auch Und kehrten vor Basel nicht noch einmal ein. Gegner, sondern Bong Tong. Nacht und Nebel killen läßt? Ich muß sie sofort in schreiben. Wie hieß denn bitte Ihr Großpapa Und stand er den Bibelforschern nah? Ich hoffe, daß Sie meine Frage nicht stört, Hat je Ihre Ahnfrau mit Juden verkehrt? seine Freunde füttern. bei mus und huldigten dem jüdischen Jesus, weil Auch Nero soll einen Sklaven ihre gesamte Mitgliedschaft jüdisch ver- vorgeworfen haben, weil er Neros Lieblingsden Löwen Geistige Kost für freie Berufe 40 Milliarden Einzelverbrauch Innerhalb der Deutschen Arbeitsfront besteht neben den Gliederungen für Arbeiter mit der Faust< auch eine Reichsbetriebs40 Milliarden» Gemeinschaftsverbrauch«< visenschwierigkeiten nicht beliebig zur Verfügung stehen.< 20 bis 25 Milliarden RM schätzen... Diese Gemeinschaftsleistungen kommen dem einzelnen in dem Umfang zugute, in dem er an dem Gemeinschaftsleben der Nation teilnimmt.< Neben diesem Gemeinschaftsverbrauch gibt es dann einen organisierten EinzelverSo z. B. der Verbrauch von Sauerkäse brauch. Das Dritte Reich liefert Gas ( Harzburger Limburger usw., Grünkern Elektrizität angeblich billig, die Arbeitsfront usw.).< Zum Trost für die Konsumenten fügt ingemeinschaft 13 für Freie Berufe<. Das des die Zeitschrift hinzu, daß es noch weite Niveau des Fachlichen Schulungsblattes für Gebiete der Lebenshaltung gäbe, die von Dedie Akademiker- Berufe unterscheidet sich in visen gänzlich unabhängig sind. nichts von der öden Selbstbeweihräucherung der übrigen Arbeitsfront- Blätter. Die Erzählungen von der Größe und Weisheit des Fühden rers sind lediglich noch länger und langatmiIm ganzen käme es eben darauf an, der Lebenshaltung<< in ger als sonst. So befaßt sich das Fachblatt» Gemeinschaftsteil auf einem zwölf Seiten langen Aufsatz mit den Vordergrund zu rücken. Diese fast sodem Problem der Verbrauchslenkung. zialistisch klingende These wird in einem Kapitel» Der organisierte Verbrauch erläutert. >> Die Ausgaben der privaten Haushaltungen haben sich von 1933 bis 1935 um 6 bis 7 Prozent erhöht. Die durch die Gemeinschaft der Partei und des Staates organisierten Leistungen haben sich jedoch in der gleichen Zeit um rund 70 Prozent erhöht.<< » Das Volk als Ganzes ist eine zeitlose Erscheinung, also gibt es auch keine» isolierte Sozialpolitike. Alle sozialpolitischen Maßnahmen müssen der Verbesserung der Lebenshaltung des ganzen Volkes dienen«. Dank dieser» Sozialpolitik für das Volk« erübrigt sich der besondere Arbeiterschutz. Das nächste Erfordernis der neuen Sozialpolitik ist die> Stetigkeit der Entwicklung<, während früher nur» Augenblickerfolge< erzielt wurden. Beweis: > Was nützt ein hohes Einkommen, wenn es in wenigen Wochen bereits wieder durch die Arbeitslosenunterstützung wird?< abgelöst Zum organisierten Gemeinschaftsverbrauch werden gezählt: ( 1931/1932). und leistet Unterstützungen, das Winterhilfswerk hilft den Notleidenden und» Kraft durch Freude«, wie» Schönheit der Arbeit« leisten den Rest an>» organisiertem Einzelverbrauch<<. Die Gesamtumsätze« innerhalb des organisierten Einzelverbrauchs> können für 1935 vorsichtig auf 10 bis 15 Milliarden geschätzt werden<<. wird folgende RechZusammenfassend nung aufgemacht: Der freie Verbrauch: jährlich 35 bis 40 Milliarden RM. Organisierter Einzelverbrauch: 10 bis 15 Milliarden RM. Gemeinschaftverbrauch 20 bis 25 Milliarden RM. ftigung zu stellen, der weit über die tonchen Propagandamaßnahmen hinausgeht. Die DAF- Walter werden schließlich aufgerufen, sich ganz für die Aufgaben der VerEs wird mögbrauchslenkung einzusetzen. lich sein, nicht nur die deutsche Versorgungsfrage zu erleichtern, einzelnen in seiner > sondern auch den Lebenshaltung mehr zu fördern, als eine Umgestaltung der Bargeldlohn verhältnisse in absehbarer Zeit zu erreichen vermöchte<. So mündet die umständliche Begründung einer» Verbrauchslenkung« im Ziel des Lohndrucks. Beschränkung des> freien Massenverbrauchs<, Erweiterung des>> organisierten Einzelverbrauchs« und des> Gemeinschaftsverbrauchs<, d. h. Erhaltung des Parteiapparats und Bereicherung der Betriebsführer durch Niedrighaltung der Löhne, das ist der Sinn dieser» Revolutionierung der gesamten Lebenshaltung«. Das Ganze serviert » Deutschlands freie Berufe« den deutschen Geistes arbeitern. » Biologische Wehrpflicht«< Während der Gautagung des NSL( Nationalsozialistischer Lehrerbund) sprach Pg. Professor Lenz über» rassenhygieni. sche Bevölkerungspolitik«. Wie die deutschen Zeitungen berichteten, klagte er bitter über das noch immer nicht behobene Ein Zehntel » Geburten defizit«. deutschen Bevölkerung sei ohnehin der unmit Krankheiten durchsetzt. Wenn nicht endlich ein Durchschnitt von vier Kindern in der Ehe erreicht werde, so müsse man das Einkommen der Kinderlosen und Kinderarmen > all die Leistungen, die Partei und Staat als Gemeinschaft vollbringen. Das sind also Im Dritten Reich macht demnach, wie Leistungen, die aus der politischen Führung rühmend hervorgehoben wird, die organisierte und Verwaltung, aus der Rechtspflege, dem Bildungswesen, dem Wohlfahrtswesen, der Leistung in der Lebenshaltung des Volkes die der Wehrpolitik usw. Sozialpolitik, aus. er- Hälfte des ganzen Verbrauchs Angewachsen.< sichts dieser» Revolutionierung der LebensWir zweifeln nicht, daß der» organisierte haltung des Volkes sind» der Lenkung des Die Stetigkeit aber macht eine» politische Verbrauch der Hitler- Partei eine gewaltige Einzelverbrauchs auch Mittel und Wege ein- fruchtbar, auch seien die Sippen stark Sicherung des Volkes< notwendig, denn ein Steigerung erfahren hat. In dem Aufsatz deutig vorgezeichnet«. Die Rezepte, die im politisch bedrohtes Volk wird ebenso wenig werden die sozialen Ausgaben des früheren einzelnen für die Hausfrau gegeben werden, eine erfolgreiche Wirtschaft betreiben können, Regimes mit 17 bis 18 Milliarden beziffert >> wie der Farmer, dessen Hof dauernd Uebersind bekannt, ebenso die Werte, die alljährlich in den Mülleimer wanderten. Wesentlich fällen wilder Volksstämme ausgesetzt ist. eine Lebenshaltung der größten Einfachheit<< den Reichsmark höher allein schon in- im Zusammenhang zu erfahren. Volkes immer wieder die entscheidende Rolle. Der folgende Abschnitt» Die wirtschaftliche Zwangslage< bringt die Erläuterung zur Sparsamkeit des einzelnen, denn die» Wehrfreiheit setzt nicht nur Wehrwillen, sondern auch Geld und Rohstoffe voraus. Unter dem Schlagwort des.> außenpolitischen Lebenskampfes der Nation< werden alsdann die entsprechenden Verhaltungsmaßregeln für die > verbesserte Lebenshaltung gegeben. Es lebensschen Rechner sollen merken, daß Kinderlosigkeit kein Geschäft mehr ist<. Es sei unumgänglich nötig, daß jeder tüchtige Volksgenosse seine biologische Wehrpflicht erfüllt.<< » Biologische Wehrpflicht<< Heldenmüt1. Der DAF- Walter muß als erster sichter, antreten zum Kinderkriegen, Kinder, anzur Verbrauchslenkung bekennen und selbst treten zum Heldentod! Wer es verabsäumt, in eigener Person vorleben. darf sich rechtzeitig und ausreichend zu vermehz. B. nicht mehr vorkommen, daß ein Wal- ren, hat sich zwecks Entgegennehme der verter eben noch den Verbrauch von Schwarzbrot propagiert und dann Milchbrötchen aus der Tasche holt und verzehrt. 3. Beratung im einzelnen auf Grund seiner Kenntnisse der charakterlichen Veranlagung einzelner Betriebsangehöriger. So wird er sich das Vertrauen der Arbeiterfolge der Ausgaben für die Wehrmacht.<< Die Lenkung des Einzelverbrauchs soll Diese» Leistungen« des Staates sind um von den Funktionären der Arbeitsfront geso gewaltiger, als nämlich die Ausgaben für fördert werden. Dazu werden zahlreiche Sozialpolitik, wie Unterstützung der Arbeits- Richtlinien gegeben: losen und Invaliden nur noch einen Bruchteil der früheren Leistungen ausmachen. Die Volksgenossen werden sicher einsehen, daß angesichts dieser Gemeinschaftsleistungen die persönlichen Entbehrungen an Ernährung und Einzelverbrauch gern und willig hinge>> Zur Lebenshaltung gehört freilich nicht Der Wandel der nommen werden können. allein, was für den täglichen Verbrauch mit Lebenshaltung« müsse darin gesehen werden, Bargeld gekauft wird, es gehört dazu auch alles, was der einzelne als Glied der Ge- daß dank der Partei das Volk von der> Ausmeinschaft leistet und empfängt. Wer beutung rassefremder Elemente< befreit, wollte leugnen, daß Rechtssicherheit und durch einen großen Luftschutz gesichert und Schutz der Grenzen wesentliche vom Bolschewismus» gerettet worden sei. Bestandteile der persönlichen Lebenshaltung der einzelnen Volksgenossen sind?< Für die» Verbrauchslenkung« ergibt sich nun die Aufgabe, den Vorrat an Lebensgütern so zu rationalisieren, daß daraus das größtmöglichste Maß an Lebensgütern erwächst<<. Diese Umschreibung einer rationierten Kriegswirtschaft, wie sie im Dritten Reich mitten im Frieden eingeführt ist, wird auch hinsichtlich der Löhne menschenfreundlich erklärt. sich » Erhöhte Geldeinkommen würden sofort in erhöhter Nachfrage nach Fett, Eiern, Fleisch und Textilwaren niederschlagen, also in Waren, die wegen der Dewirkten Strafe auf dem Steueramt einzufinden. Saubande! Euch werden wirs beibringen. Wegtreten! Eheschließung als Mutprobe frau erwerben, wenn es ihm gelingt, den» Die Bestimmung des Reichsführers SS, Arbeiter, der dazu neigt, seinen Lohn zu daß nur derjenige SS- Führer sein kann, der vertrinken, zu einem normalen Verbrauch von Bier zu veranlassen. durch die Erlangung des SA- Sportabzeichens >> Hier versagt jede Geldrechnung Etwa 1 Millionen politischer Leiter lei- Für die> Steuerung des Nahrungsmittel- seine körperliche Spannkraft bewiesen hat, die Verpflichtung des sten täglich mindestens eine Stunde ehren- verbrauchs<< werden ferner Lehrküchen, Koch. schließlich amtliche Arbeit. Bewertet man diese Ar- schulen, Wettkochen usw. organisiert. Dabei SS- Führers zu einer frühen Ehebeit nur mit RM 0.70 pro Stunde, so ergäbe ist wesentlich, daß es sich nicht etwa nur schließung diese Maßnahmen zeigen sich daraus eine Jahresleistung von mehr bequeme und entals 375 Millionen RM allein der politischen um eine vorübergehende Einschränkung der deutlich, daß für Leiter der NSDAP.<<< Haushaltungen handelt. Die Zeitschrift schlußlose Volksgenossen kein Platz im Ausmerzung aller Deutschlands freie Berufe< sagt wörtlich: Führerkorps der SS ist. Dazu kämen die Leistungen der Amtswalter der DAF, die Luftschutzwarte und all der Nazibonzen, die den>> Wandel der Lebenshaltung gratis und ehrenamtlich gestalten. > Im ganzen genommen kann man die in Geldwert organisierten Gemeinschaftsleistungen für die Gegenwart auf mindestens pferd nicht mit genügend Respekt behandelt| Alter, sein eigenes Dichten, seine politische hatte. Kurz, er muß die Kreatur zweifellos Inferiorität vorwarf. Seine rasche Gleichgeliebt haben und war einer der letzten star- schaltung hat ihm also ebenso wenig genützt, ken Ordnungshüter, ein Bollwerk gegen Bol- wie die adlige Tapferkeit, mit der er denselschewismus und Anarchie, die nach seinem ben Heinrich Heine 1934 einen Schweinehund Tode auch prompt hereinbrach, indem der nannte, dem er vor 1933 x- mal Liebe und Kampf der Heerführer um die Herrschaft Verehrung ausdrückte. entbrannte. Es ist kein Zweifel, daß sich So weit wäre der Krakeel der braunen das nationalsozialistische Regime hinter Nero Kinderstube in Ordnung. Aber nun fühlt sich stellen muß, wenn es sich nicht selbst aufgeben will. + > Nur Die dafür erforderlichen Mittel sind in Trägen und Schwachen, konsequente Anbetracht der Wichtigkeit des Problems und restlose Förderung aller Leistungsder Verbrauchslenkung, das nicht nur fähigen, wobei die Bewährtesten in die im Augenblick, sondern über Führerlaufbahn übernommen werden, ist der Jahre hinaus seine Bedeutung behalten wird, für die Durchorganisierung dieses Grundgedanke der Führerauslese der SS.<< ( Sonderdienst der Parteipresse 3./4. 1937) Apparates in einem Rahmen zur VerDie Fracht kosten des Krieges hatte tragen müssen, war die Verbindung zwischen dem Gestern und dem Heute ausgefallen. Als dann das Die» Preußische Zeitung« bringt ein Geneue Nachkriegsgeschlecht heranwuchs, das dicht von Hanns Johst, dessen letzten Vers auch die Kriegsfreiwilligen schon wir zur Erheiterung wiedergeben möchten: für alte Herren ansah, verschärfte sich das: nicht nur das 19. Jahrhundert und der Vorkrieg, auch die erste Nachkriegszeit wurde als absolute Vergangenheit genommen.< Wir brausen über aller Welt. Die Nacht Zur Fracht. Wir sind wie Rätselsegel aufgestellt Den Sturm der Sterne einzuzwingen. Wie lieben Flut und Fahrt und Fracht Und wir lobsingen Gott. Und nun wußte diese Generation nichts auch die> Deutsche Zeitung in Gefahr und mehr von den Kulturwerten, mit denen die hat das Bedürfnis, etwas Milderndes zur Sa- ältere Generation aufgewachsen sei... So che zu sagen. Hier klaffe, sagt das Blatt, geht die D. Z. wie die Katze um den heißen Als dieses Buch erschien, fand es in der wieder einmal die Kluft zwischen den Brei, denn das Trennende zwischen den GeHitlerpresse begeisterte Zustimmung. Die, die Johsts expressionistisches GestamGenerationen.» Woher sollen die Aelte- nerationen drüben ist weniger der Krieg als mel von früher her kennen, werden sich über einen großen Fehler beging Nero,« schrieb ren alle die Lieder kennen, die von der neuen die nazistische Barbarei, die sich in ihrer obiges nicht wundern, sie werden nur über der>> Völkische Beobachter< dazu,» er hätte Jugend gesungen wurden und darum in den Kampfzeit wie in der Zeit ihrer Tyrannei die ewige Fracht stolpern, weil sie nicht wissich wie wir offen zu Sozialismus, Mensch- Echtermeyer gelangten?<< Das sei der eine nach Kräften bemüht hat, alle Kulturwerte sen, daß Johst einen Spediteur in der Familie lichkeit und Freiheit bekennen sollen, denn nur die Wahrheit führt zum Siege, nur die rückhaltlose Wahrheit...< Karl Rothe. Die Kluft Punkt. der jüngeren demokratischen Vergangenheit hat. Hadschi Halef Omar aus Moritzburg » Zum deutschen Buben und Mädel gehört mehr als Schulbrayheit: Mut, Initiative, Schneid, Abenteurerlust und Karl- May- Gesinnung!< Kultusminister Pg. Hans Schemm † Am 30. März sind es 25 Jahre her, daß >> Das andere, was diese Diskussion wie- zu bedrecken, zu ächten, zu erschlagen. Wähder einmal zeigte, ist dies, daß die Generation Münchhausens und die der heute rend die Demokratie sich bemühte, altes Kuljungen durch eine viel tiefere Kluft turgut zu erhalten und es dem Volke ebenso Old Surehand aus Radebeul getrennt sind als sonst Geschlechter- nahe zu bringen, wie das neue, hat die braune folgen. Zwischen ihm und der Jugend, Despotie die von Generation zu Generation die da um seines Referats willen gegen ihn laufende Kulturbande bewußt und beanging, liegt der Krieg, in dem die Zwischengeneration, die die Brücke hätte bil- flissen zerschnitten, weil sich diese Despotie den können, zum großen Teil ausfiel... vor dem mißhandelten und besseren Geiste Als wir lange vor dem Kriege jung und der jüngsten Vergangenheit fürchtet und fraßen wir an neuer neugierig waren, weil sie vor den gemordeten Toten bangt, die Kunst und Literatur alles, was wir erreichen konnten: aber die Begriffe neu, mo- in den Generationen der Demokratie täglich einer der besten deutschen Volksdern dehnten wir auch nach rückwärts auferstehen. Darum darf die> neue Jugend< schriftsteller starb: Karl May... Das über ein, zwei Jahrzehnte aus, die nicht zurückblicken, darf die starke Litera- Werk dieses deutschen Dichters ist zu einem vor unserer Geburt lagen. Auch die nahe tur von ehedem nur bruchstückweise und fri- der gewaltigsten Faktoren in der JugenderHistorie, die jüngste Vergangenheit, ging uns an.< siert erhalten und darum will diese verbogene, ziehung geworden... In allen Sprachen redet verdummte Jugend nicht verstehen, weshalb May vom deutschen ihren Vätern Wedekind oder Hauptmanns den mannhaften Tugenden der Deutschen. Hannele geläufiger sind und bedeutender er- Denn seine Helden sind nun einmal alle aus Radebeul und Moritzburg. scheinen, als irgend ein Marschlied vom ( Das Schwarze Korps.) seinen Adel, sein Generation, die hauptsächlich die Blut- Scharführer Irgendwer. Echtermeyers Anthologie deutscher Lyrik gehörte früher zu den Nachschlagewerken, auf die man sich verlassen konnte. Das ist vorbei. Heute ist die Anthologie nach braunen Gesichtspunkten gesäubert und ein Tummelplatz des Dilettantismus. So ähnlich hat es wohl auch der Balladendichter Böries von Münchhausen gemeint, als er in der> Deutschen Zeitung über die neue Ausgabe berichtete und sein Erstaunen darüber ausdrückte, daß so manches Kulturgut fehle, sich SO während breit manche Nebensächlichkeit mache, von deren Verfasser er keine Ahnung hatte. Darob wieder Krach in der Nazipresse, die dem Balladendichter Schon die jungen Kriegsfreiwilligen von 1914 wußten nach 1918 mit der wilheiminischen Zeit nichts mehr anzufangen: . >> Damals entstand der Bruch: mit der B. Br. Edelmut und Fauler Zauber für die Nazi- Maifeier sozialen zum Es fällt ihnen nichts mehr ein Die Straßensammlung am März himmel Ein Dokument dafür, daß die Schicht derjenigen, die mit dem Naziregime und seinen Früchten zufrieden sind, immer kleiner wird, ist die Nummer 11 des Kampfblattes der Den schmutzigsten Gipfel der >... es sei nicht Aufgabe der Deutschen Ich erwarte, Ich ordne an! Erschieẞun- Obersten SA- Führung der NSDAP.» Der Demagogie hat das Nazi- System erklommen Arbeitsfront, Lohnerhöhungen zu erkämp- gen sind glücklicherweise nicht vorgesehen. SA- Mann<<. Nicht weniger als zweieinhalb fen. Aufgabe des Nationalsozialismus sei mit der Schändung des Maifeier- Gedankens >> Anständiges Denken und Handeln« wagt Seiten dieses Blattes sind dem Kampfe gegen es vielmehr von Anfang an gewesen, Ardurch die Bestimmung des 1. Mai beit und damit Arbeiterbedarf zu schaffen. Göring von anderen zu fordern. Dieser Mann die» Meckerer« und» Miesmacher< gerichtet, > Feiertag der nationalen Arbeit<<. Es war Die Frage des Lohnes regle sich in dem verlangte von den Schutzleuten rücksichts- und insbesondere einer Ehrenrettung des eine Meisterleistung der Schlechtigkeit, die Augenblick von selbst, wo der Arbeiter gelosen Waffengebrauch gegen die Gegner der Winterhilfswerkes gewidmet. Dabei macht sucht sei. Göbbels 1933 vollbrachte und die die UnterJedoch werde die DAF ande- Nazis und verstieg sich in Dortmund zu dem jedoch der Inhalt dieser zweieinhalb Seiten rerseits niemals durch Verordnungen sonehmer bezahlten. Ungeheure Massen wurziale Einrichtungen erzwingen.<< Gebrüll eines Wahnwitzigen:» Jeder Schuß klar, daß es sich nicht mehr um eine bloße den in Berlin auf das Tempelhofer Feld geLey war sicher in seinem Normalzustand ist von mir!<< Wer ist schuld am Reichstags-> Meckerstimmung<< handelt, sondern daß eine bracht. ernstere Miẞstimmung Strahlendes Wetter, bezahlter Feier- und hatte vergessen, daß Göring die Lohn- brand? Wer hat den General Schleicher und immer tag, das war den Nazis, den Unorganisierten, regelung durch Arbeiterbedarf verboten hat seine Frau ermorden lassen? Anständiges Massen des deutschen Volkes ergreift. dem hoffenden Mittelstand und Kleinbürger- im Auftrage des Höchsten. Die DAF hat da- Handeln fordert derselbe Göring, der sich Der» SA- Mann< gibt ein paar Proben datum eine große Gelegenheit der Gleichschal- mit selbstverständlich nichts zu erst kürzlich auf Capri eine Villa kaufte, für wieder, wie sich die Miẞstimmung in den tung und die neue Zeit zu feiern. Mitmar- etwa soziale Einrichtungen erzwingen, davor während alle Deutschen ihre ausländischen Aeußerungen einfacher Leute Luft macht. schieren mußten auch die Organisierten, denn behütet die Unternehmer der Ley, Göring Werte abliefern müssen, um den Bankrott Wir lesen da: für den Arbeitslohn hatten sie in die Betriebe und Hitler. als Sammelstellen für den Abmarsch kommen müssen. Dafür wurde am anderen Tag der denkbar größte Raub durchgeführt. tun und hinauszuschieben. >> Mit der Durchführung der Verfügung des Führers habe ich den Stabsobmann der NSBO Dr. Hupfauer beauftragt. Die erste Auszeichnung als Musterbetrieb erfolgt am Feiertag der nationalen Arbeit am 1. Mai d. J. Die Bekanntgabe der Betriebe geschieht anläßlich einer feierlichen Sitzung der Reichsarbeitskammer am 30. April, am Vorabend des Feiertages der nationalen Arbeit. Die Betriebsführer und Betriebszellenobmänner der ausgezeichneten Betriebe werden am 1. Mai dem Führer vorgestellt.< Aber was sagen diese Brüder am nächDer Hanswurst kommt hinterher, um der Keinen gerechten« Lohn, Mitwelt zum 1. Mai Spaß zu machen und sten 1. Mai? keinen höheren Lohn, höchstens niedrigeren, Ley läßt sich mit folgenden>> AusführungsAm 1. Mai 1934 war bereits eine Er- schmale Kost und wenig Brot...! Heiliger bestimmungen< vernehmen: nüchterung eingetreten, trotz des Zwanges. Göbbels, was tun? Die Festkonjunktur ist Teilweise erhielten die Arbeiter Kontrollkar- längst vorbei, die ganze Klaviatur ist rauf ten zur Abgabe auf dem Tempelhofer Feld. und runter durchgespielt, die Diktatur hats Dennoch drückten sich die Arbeiter zu Tau- schwer, die Stimmung noch zu beeinflussen. senden auf dem Marsche. Die Züge, genau Dann kam die Erleuchtung. Da hatte doch so in 13 Säulen eingeteilt wie 1933, waren der» Führer< am 29./8. 1936 eine Vernicht wiederzuerkennen, so trostlos sahen ordnung über die Musterbetriebe sie 100 Meter vor dem Ziele aus. Entspre- unterschrieben. Zwar hatte der Ley schon chend mußte geschwindelt werden und der bisher einige dazu ernannt und ihnen gestatAnsager auf dem Festplatz tat sein mög- tet, die Fahne der DAF aufs Dach zu setzen lichstes:»... immer neue Massen strömen und die Arbeiter sagten, da flattert unser heran, über eine Million Menschen sind be- gerechter Lohn«. Doch jetzt muß was Neues reits versammelt. Das Wort nimmt nun der geschehen und Ley ging zum Göring, der Reichspropagandaminister Dr. Göbbels.<< Der am 3. April einen forschen Aufruf zur grenLahme am Mikrophon:» Deutsche Volksge- zenlosen Freude aller schwer schuftenden nossen! Ueber zwei Millionen Menschen...< und trotzdem hungernden Arbeiter und die Hörer sagten sich, dieser Göbbels ist schmetterte: doch im Schwindeln unerreicht, denn zwischen den beiden Zahlen lagen keine fünf Minuten, Aber bei der Stirn und dem Maul! dauern. Nicht der Vertrauensrat die Das ist nun die große Verheißung zum 1. Mai 1937, gegen die sicher die Unternehmer nichts mehr einwenden werden. Das hinaus- Theater ist zwar elende Schmiere, aber etwas Ímuß man ja mitspielen für die hohen Rü>> Ich erwarte, daß alle Betriebe, die im stungsgewinne. Lange kanns ja nicht mehr Rahmen des Vierjahresplanes eingesetzt: oder neu errichtet werden, den Gedanken des sozialen Wettkampfes, wie er in der Einrichtung wird allmählich anrüchig oder Verfügung des Führers vom 28./8. 1936 komisch sondern der Betriebszellenobmann zum Ausdruck kommt, freudig mitmachen. muß antreten. Wenn nun> Betriebsführer< Ich ordne hiermit an, daß alle Einrichund Zellenobmann am 1. Mai dem> Führer< tungen und Personen des Vierjahresplanes sich in den Dienst dieses sozialen Wett- vorgestellt werden, dann werden die Arbeikampfes stellen. Tarifverträge, staatliche ter und Arbeiterfrauen ihre und ihrer KinVerordnungen, Paragraphen des Gesetzes der dünne Schnitten betrachten mit der Kaund ähnliche Dinge bedeuten nichts, wenn nonen- Marmelade Marke Hitler- Göring. Und es nicht gelingt, durch dauernde Erziehungsarbeit in den Menschen einen Wett- ihre Gedanken kreisen um die wahre Maistreit in bezug auf anständiges Denken feier der Solidarität, der gemeinsamen soziaund Handeln gegenüber anderen Volksge- len Tat, der Völkerverbrüderung und ihre nossen zu erzeugen. Deshalb begrüße ich Sehnsucht flieht zu den anderen Völkern, wo den Arbeiten der DAF in bezug auf den der 1. Mai noch ein Bekenntnis ist. Das ist Reichsberufswettkampf oder das Leistungs- auch ein Erfolg des Nazisystems. abzeichen für mustergültige Lehrwerkstätten usw. ausdrückt.<< jede Art von Wettkampf, wie er sich in Am anderen Tag hat einer von uns den Wir eingezäunten Festplatz abgeschritten. waren doch einmal preußische Soldaten, 60 Doppelschritte= 100 Meter. Dann rechneten wir militärische Aufstellung mit Tuchfühlung und bei restloser Ausnützung der ganzen Fläche hätten etwa 1 Millionen Menschen stehen können. Aber mindestens ein Drittel des Platzes waren eingezäunte Freiflächen für Verkaufsstände etc. Unzählige hatten die von den Warenhäusern für diesen Zweck angebotenen Klappstühle mitgenommen, denn nach dem stundenlangen Marsch konnten die wenigsten noch stehen. Wer die Möglichkeit hatte, legte sich ins Gras, aß seine Stulle und wo sie weit genug entfernt lagen, wurde Karten gespielt. Nur wer das Tempelhofer Feld am 1. und 2. Mai gesehen hat, kann sich ein Bild machen und Es gibt drüben einen neuen Janningsfilm, wenn wir ganz hoch rechneten, hatten höch- der sich» Der Herrscher< nennt und sich in stens 700.000 und nicht über 2 Millionen Men- der Handlung an Gerhart Hauptmanns> Vor schen Platz und nach gewissenhafter Rech- Sonnenuntergang hält. Nur mit dem Unternung sind im Höchstfalle 500.000 Menschen dabei gewesen. Alles andere ist NaziSchwindel gewesen um sich und andere über die eingetretene Ernüchterung zu täuschen. Am 1. Mai 1935 wurde etwas neues Martin Stahl. Schenkt mir was... schied, daß am Schluß der sterbende alte Herr der Großindustrielle Clausen, sein Werk dem Staate schenkt, was von der Nazipresse als> Dienst an der Volksgemeinschaft gewertet wird. Das haben Blätter versucht und Ley versprach in einem ge- wie die DAZ etwas frostig kommentiert. Es trübten Augenblick für das folgende Jahr hieß da: die Entdeckung des» gerechten Lohnes<. Damit werde er die größten Wissenschaftler beauftragen. Die zur Anwesenheit gezwunge nen noch geringeren und nüchternen Menschen waren auch dadurch nicht zu begeistern, denn die Feststimmung für die Nazimaifeier ist endgültig vorbei, alles war Enttäuschung umgeschlagen. in Je näher der 1. Mai 1936 heranrückte, desto weniger war vom gerechten Lohn zu merken, denn die Arbeiter verstehen darunter in ihrer Not selbstverständlich besseren, höheren Lohn. Die Erfüllung des Versprechens und die Erwartungen mußten ausbleiUnd wie zum Hohn für die tolles Stück einer besoffenen Stunde! > daß die Uebereignung des Werkes an den Staat, die Clausen- Jannings vollzieht, sicherlich keine allgemeine Tendenz in dem Sinne bezweckt, daß etwa von den Industriellen gewünscht würde, sie möchten ihr Werk dem Staat vermachen. Die Wirtschaftspolitik des Dritten Reiches habe es nicht notwendig, die Produktionsstätten in Staatsbesitz zu überführen, um ihren Willen durchzusetzen. Im Gegenteil, der Staat habe in den letzten Jahren planmäßig Industriebesitz, der noch aus den Stützungsaktionen der Krise in seinen Händen war, reprivatisiert.<< Womit die DAZ ganz richtig daran erinDiese wachsende > Unter dem blauen Märzhimmel brummt ein Bomber vorbei. Wetten, daß sich ein Zeitgenosse findet, der überlegen lächelnd hinaufdeutet und zu bemerken geruht:>> Da fliegt unsere letzte Straßensammlung.< Wobei er beifallheischend umherblickt. Versuche der Aufklärung unter Hinweis auf den alljährlichen Rechenschaftsbericht des WHW scheitern an der Untauglichkeit des Objekts. Denn was unsere Zeitungen schreiben, erscheint jenem Zeitgenossen höchst unglaubwürdig.» Papier ist geduldig. Freilich vergißt er, diesen Satz auch auf Erzeugnisse der Auslandspresse anzuwenden. Was die schreibt, muß ja wahr sein. Ebenso wahr wie die Meldungen ihrer Rundfunksender...< So sehr sich also auch die Nationalsozialisten bemühen, das deutsche Volk dumm zu machen und sie für ihren» deutschen Sozialismus« zu gewinnen bei erheblichen Massen scheitert der Versuch an der» Untauglichkeit des Objekts.<< Selbst der Schwindel mit dem Winterhilfswerk wird eben von einen immer größer werdenden Kreis erkannt, zu dem vor allen anderen die sozialer Hilfe Bedürftigen gehören. Sie wissen, daß früher die öffentliche Wohlfahrtspflege sie viel besder ser betreute, sie wissen, daß sie von Arbeiterwohlfahrt, von den Gewerkschaften und von anderen Organisationen, die von den Nazis unterdrückt und zerstört worden sind, erheblich höhere Unterstützungen erhalten haben, als heute von dem WHW, für das sogar bei dem Aermsten gebettelt wird! Die Wut darüber, daß nach vierjähriger Hitlerherrschaft die Massenbasis ihrer Diktatur dahinschwindet, macht sich in dem Artikel des> SA- Mannes< kaum verhohlen Luft! Zivilisation führt zum Bolschewismus. >> In den demokratischen Ländern gilt die » Zivilisation« oder die> Prosperität<< als das höchste Glück. Im Gegensatz zu dieser Lehre vom mateTestament ist auf einem vieldeutigen riellen Glück, die selbstverständlich Boden gewachsen. Und auch diesen Acker im Bolschewismus epdet, gestaltet muß die>> DAZ« sehr allgemein« nehmen. der Nationalsozialismus die Lehre von der Er wird in tausend Aufsichtsräten und InLeistung.< dustriefamilien tausendmal anders aussehen. Aber er wird irgendwie genau so Also ausgepumpt sein wie bei Clausens. entsprechender Verbesserungsmittel bedürfen. ( Baldur von Schirach in einem Gespräch mit einem Schriftleiter der» Nachtausgabe am 27. März.) Neuer Vorwärts Das ist zwar reichlich unklar und vieldeutig, wie alles, was die Nazipresse zu Wirtschaftsfragen schreibt, aber die DAZ erkennt darin das Kokettieren mit der Sozialisierung Sozialdemokratisches Wochenblatt und meint dazu boshaft: Herausgeber: Ernst Sattler; verantDie>> Nationalsozialistische Landpost« wortlicher Redakteur: Wenzel Horn; ist also offenbar der Meinung, daß Druck:> Graphia<; alle in Karlsbad. der Uebergang von Industriewerken in Zeitungstarif bew. m. P. D. Zl. 159.334/ VII- 1933. Staatsbesitz oder die Bestimmung der Printed in Czechoslovakia. Nachfolger in der Betriebsführung durch Der>> Neue Vorwärts« kostet im Einzelden Staat» eine wesentliche Tendenz der verkauf innerhalb der ČSR Kč 1.40( für ein kommenden und vom Nationalsozialismus Quartal bei freier Zustellung Kč 18.-). Preis erstrebten Wirtschaft<< sei. Diese Annahme der Einzelnummer im Ausland Kč 2.-( Kč findet unseres Wissens in den maßge- 24.- für das Quartal) oder deren Gegenwert gebenden Verlautbarungen der in der Landeswährung( die Bezugspreise für führenden Männer von Partei und Staat keine Stütze.< Göbbels windet sich den Bast von den das Quartal stehen in Klammern): Argentinien Pes. 0.30( 3.60), Belgien: Belg. Frs. 2.45( 29.50), Bulgarien Lew 8.-( 96.-). Danzig Guld. 0.45 ( 5.40), Deutschland Mk. 0.25( 3.-), Estland ( 24.), Rumänien Lei 10.-( 120.-), Schweden Kr. 0.35( 4.20), Schweiz Frs. 0.30( 3.60), Spanien Pes. 0.70( 8.40), Ungarn Pengö 0.35 ( 4.20), USA 0.08( 1.-). ben, denn Hitler, als Schützer des Unter- nert, daß Hitlers Herrschaft mit Schenkun- Händen. Da hat er die Kunstkritik verboten E. Kr. 0.22( 2.64), Finnland Fmk. 4.( 48.-), nehmerprofits hat den Ley zurückgepfiffen. gen an den Kapitalismus begann und in die- und nun talpt sie an der ebenfalls verbotenen Frankreich Frs. 1.50( 18.-), Großbritannien Dabei hat die d 4.( Sh. 4.-), Holland Gld. 0.15( 1.80), Itaenttäuschten sem Stile weiter verlief. Denn er ist ja den Sozialisierungsfrage herum. Nazi- Arbeiter, die auch auf besseren Lohn Großkapitalisten sehr viel schuldig. DAZ völlig recht: Bis heute sind alle Aeuße- lien Lir. 1.10( 13.20), Jugoslawien Din. 4.50 warteten, verlangte der Ley von den Mas- öffentlichen Feststellungen sind jedoch der rungen der Oberbonzen über Wirtschaftsge-( 54), Lettland Lat. 0.30( 3.60), Litauen Lit. 0.55( 6.60), Luxemburg B. Frs. 2.45( 29.50), sen:» Freut euch des Lebens. Ein Nazipresse sehr peinlich und einige Blätter staltung von der Sozialisierung abgerückt. Norwegen Kr. 0.35( 4.20), Oesterreich Sch. wurde kaltgestellt und 0.40( 4.80), Palästina P. Pf. 0.020( 0.216), Zum suchen mit mächtigem Theaterdonner dar- Wer sie forderte, 1. Mai gab es als letzte Errungenschaft die über hinwegzukommen. So zürnt die» Natio- mundtot gemacht. Und insofern ist der neue Polen Zloty 0.50( 6.-), Portugal Esc. 2.Vollendung der Ehrengerichtsbarkeit<< und nalsozialistische Landpost<<: eine Neuordnung der> Werksparkassen. Vom Lohn sprach erst Hitler wieder im September in Nürnberg, wo er jede Lohnerhöhung untersagte und der VierjahresplanGeneral setzte darunter den dicksten Strich durch das Verbot des Arbeitsplatzwechsels, um jede Möglichkeit einer Lohnverbesserung zu beseitigen. Ley als folgsamer Hanswurst macht natürlich gern mit, denn er wird nichts riskieren, weil er das schöne Leben zu sehr liebt, und erklärt zuletzt am 14. März 1937 in Stuttgart bei der Reichsbetriebsgemeinschaft Holz<: Einzahlungen können auf folgende PostZeitschrift» Neuer Vorwärts< Karlsbad. Prag scheckkonten erfolgen: Tschechoslowakei: 46.149. Oesterreich:> Neuer Vorwärts< KarlsJanningsfilm wirklich> staatspolitisch wertvoll<<; er fordert kein Enteignungsprogramm, Umsonst ist der> Herrscher< nicht als sondern er läßt den totalen Staat zur großen einziger Großfilm dieses Jahres als risch besonders wertvolle erklärt demütig und bettelt die Großkapitalisten an, > staatspolitisch und künstle- Sammelbüchse greifen. Der totale Staat wird worden, umsonst ist er nicht nächster und wie jener Bettler in Raimunds Volksstück alle erster Staatspreisanwärter. Das alles be- Welt ansingt: Schenkt mir was. Ich, der bad. Wien B- 198.304. Polen:> Neuer Vorwärts< sagt, daß er nicht nur als ein Kunstwerk befunden wurde, totale Staat, habe euch ja auch so viel ge- Karlsbad. Warschau 194.797. Schweiz:> Neuer sondern auch als ein Vorwärts< Karlsbad. Zürich Nr. VIII 14.697. staatspolitischer Aufklärungsfaktor ersten schenkt, nun bin ich in der Klemme, das Volk Ungarn: Anglo- Čechoslovakische und Prager Ranges. Und das letztere nicht etwa we- will etwas von den versprochenen Volksge- Creditbank Filiale Karlsbad. Konto> Neuer gen einer verschleierten Tendenz, wie es meinschaftstaten sehen, wir aber möchten Vorwärts< Budapest Nr. 2029. Jugoslawien: die>> DAZ<< möchte, sondern wegen der eindeutigen und klaren Forderung zum Besten unsern Pgs. Großkapitalisten nicht zu nahe Anglo- Čechoslovakische und Prager Creditbank, Filiale Belgrad, Konto> Neuer Vordes Volkes.. treten, darum seid so gut und schenkt mir wärts«, Beograd Nr. 51.005. Genaue Bezeichso heikle was nung der Konten ist erforderlich. ... Dieses für die» DAZ<