I 6 e Nr. 305. 10 Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Bettungs- Preisliste für 1891, unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Een spred Anfluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Dolksblaff. mit der illustrirten Sonntagsbeilage Donnerstag, den 31. Dezember 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. hat; es ging in derselben den anderen Ländern um Jahr beantragten erst in diesem Herbste in Sachsen wie in zehnte voraus, aber der Rückschlag gegen die durch die Preußen, die Schulferien in die Zeit zu verlegen, wo selbe erzeugten Uebel erfolgte dort auch früher als ander man Kinderarbeit am besten verwerthen kann. So werden Zum Jahreswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement wärts und bewirkte eine Fabrikgesetzgebung, die freilich die Ferien den Kindern, statt zu einer Zeit der Erholung, auf den unter schweren Kämpfen errungen ist, aber gleichfalls zu einer mühseligen Arbeitsfrohn gemacht. der der anderen Staaten vorauslief. Aus England stammt Die jüngste Arbeiterschutz- Gesetzgebung will den jugenddas berüchtigte Frevelwort: Nehmt die Kinder!" lichen Arbeitern bis zum 18. Lebensjahre eine Fortbildung -take the children das der große" Staatsmann in Fortbildungsschulen ermöglichen und gestattet es auch, Pitt den großen Fabrikanten, welche durch die neuen den Besuch derselben obligatorisch zu machen. Bei dieser Maschinen zu ungeheurem Reichthum gelangt waren, zurief, Gelegenheit zeigt sich die Profitsucht der Unternehmer und als sie sich bei ihm beklagten, nicht reich genug werden zu zugleich die Heuchelei, mit der sie vorgeben, ein Interesse können. Es bedurfte kaum dieses Rathes; sie nahmen die an der Bildung der Arbeiter zu haben, im grellsten Lichte. Kinder, wie sie die Frauen genommen hatten, und dehnten Ja, Fortbildungsschulen dürfen bestehen, aber die Zeit des die Arbeitszeit ins Unendliche aus. Und man sah die Unterrichts darf der Ausbeutung keinen Einhalt thun. An kleinen Wesen, noch nicht 6 Jahre alt, in ein Joch ge- Sonntagen, soweit die Kirche nicht im Wege steht, oder an schmiedet, das man mit Unrecht dem des Zuchthauses ver- Abendstunden, wo der junge Mensch vollauf erschöpft ist glich, denn wie neidenswerth mußte ihnen, die 16 bis und einschläft oder sich durch allerlei Unsinn munter hält, 18 Stunden bei kümmerlichster Nahrung an die Arbeit da kann der Unterricht stattfinden. Wo man, wie in Mainz, geschmiedet waren, das Loos des Sträflings erscheinen! den Versuch macht, den Unterricht in die Arbeitszeit zu ver unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum voranging in der Ausbeutung der jugendlichen Arbeiter, so fürzen, da erzwingt es die herrschende Unternehmertaste, Aber wie in England die kapitalistische Gesellschaft legen, diese also allwöchentlich auch nur um 4 Stunden zu begann auch in England zuerst der Kampf gegen dieselbe. diesen Versuch rückgängig zu machen. ,, Neue Welt". Unser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie. Jeder Genosse und vor allem jeder Berliner Genosse muß es als seine Pflicht betrachten, das Zentralorgan seiner Partei zu halten. Die Unterstützung der gegnerischen, auch der sogenannten parteilosen Presse heißt im Kampfe dem eigenen Feinde die Munition liefern. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements 3,30 M. für das Quartal entgegen. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mit dem Jahre 1838 entwickelt sich die Fabrikgesetzgebung Unfre preußischen Junker treiben mit der Bildung" zum Schutze der Arbeit unter dem hartnäckigsten Wider wenigstens teine Heuchelei. Sie führen offen Klage, daß stand der Fabrikanten, die jede ihrer Ausbeutung entzogene Minute als einen Raub betrachten. Ein Maximal Arbeitstag von 10 Stunden ist wenigstens für jugendliche Arbeiter bis zu 18 Jahren für graven errunge die Schulen, die zumal auf dem Lande und in den Di provinzen so sehr im Argen liegen, dem Kinde zu vielen Bildungsstoff zuführen. Was braucht auch der ostpreußische aber montazefche Rucht der Taglöhner Bildung? Der Ganz langsam hinten die anderen Staaten der englischen Ochs zieht den Pflug, auch ohne die Schule besucht zu haben. Fabrikgesetzgebung nach und erst in der jüngsten Gegen- Man rühmt sich, die gewerbliche Kinderarbeit wenigstens wart werden in dem Musterland des bürgerlichen Liberalis- eingeschränkt zu haben; auch der Bourgeois schaudert zumus, in Belgien, die schwächsten Anfänge der Beschrän- sammen vor dem Gedanken, daß es eine Beit gegeben habe, kung der Kinderarbeit gemacht. Im Namen der Freiheit wo man Kinder unter 6 Jahren zu 18stündiger Fabrikwird in Belgien die schamloseste Ausbeutung der Arbeiter arbeit verdammte. Aber ist man damit den Kindern schon Mutter nimmt, der tödtet das Kind. Die ungeheuere betrieben und jeder gesetzliche Schutz als Unterdrückung der gerecht geworden? Wer dem Kinde in frühester Kindheit die Freiheit bekämpft. In Deutschland bildet für jugendliche Arbeiter Kindersterblichkeit in den Industriegegenden, in welchen Nehmt die Kinder! das vollendete 16. Lebensjahr bereits die Grenze, innerhalb die Frauen zur Arbeit herangezogen werden, ist die furchtderen ihnen ein Schutz zu Theil wird, und zwar fast mur barste Anklage gegen die Gesellschaft. In der Zeit der großen Man verwechsele dies Wort nicht mit dem Spruche in Fabriken. Hier dürfen Kinder unter 13 Jahren nicht Baumwollenkrisis während des amerikanischen Bürgerkrieges, der um diese Zeit der rührseligen Heuchelei. in Bourgeois- beschäftigt werden, im Alter unter 14 Jahren nicht über als die ganze Produktion in der Baumwollen- Industrie in treisen kolportirt wird: Lasset die Kindlein zu mir kommen 6 Stunden, und von da ab bis zum zurückgelegten England stockte und die Arbeiterschaft auf die dürftigste und wehret ihnen nicht, denn ihrer ist das Himmelreich. 16. Lebensjahre nicht über 10 Stunden. Auf Handwerks- Armenunterstützung angewiesen war, ist konstatirt, daß in Nein, jenes Wort ist das infamste, das die Menschheit kennt, lehrlinge, soweit die betreffenden Gewerbe nicht als fabriks- den betreffenden Industriebezirken die Kindersterblichkeit schmachvoller als der Befehl zum bethlehemitischen Kinder- mäßige Betriebe gerechnet werden, haben jene Be- abnahm, denn die feiernden Mütter hatten nun wenigstens mord denn es hat einen Kindermord von solcher Aus- ftimmungen- feine Anwendung; sie stehen cinfach Muße, ihre Kinder in Obhut zu nehmen. dehnung und von so langer Dauer itach sich gezogen, daß unter der väterlichen Zucht des Lehrherrn. Unter In Deutschland bestimmt die neueste Gesetzgebung nur, neben diesem modernen Massenmord der„ Unschuldigen" der dieser ,, väterlichen" Zucht wird manchem daß Wöchnerinnen während 4 Wochen nach ihrer Niederbiblische Kindermord zu einer Lappalie zusammenschrumpft. Schneider- und Schuhmacherlehrling eine 16 bis 18 stündige kunft nicht in Fabriken beschäftigt werden dürfen. AußerDieses Nehmet die Kinder" will den Kindern nicht blos Arbeitszeit auferlegt. Auf dem Lande sind Kinder und dem dürfen Arbeiterinnen in Fabriken nicht in der Nachtzeit das Himmelreich nehmen, sondern sie mit Leib und Seele jugendliche Arbeiter fast allein dem Wohlwollen der guten beschäftigt werden. Aber gleichzeitig öffnet das Gesetz der preisgeben dem Moloch der Profitsucht des Kapitalismus. Gutsherren und Besitzer anvertraut; da muß selbst die Nachtarbeit der Frauen so viele Hinterthüren, daß die Segnungen England ist der Bahnbrecher der kapitalistischen Ent Schule oft dem Bedürfnisse nach billiger Kinderarbeit des gesetzlichen Schutzes der Frauen zum großen Theil vereitelt wickelung, die es zu klassischstem schärfstem Ausdruck gebracht weichen, und christlich- konservative Grundbesizer- Vereine werden. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Fé. Von Edna Fern. [ 18 ba erbeten, sie plündern zu dürfen. Gertrud wundert's, wozu? Und da da siehst Du sie vor Dir, die silberhelle, Doch nicht sie ihm freundlich Gewährung und sieht zu ihrem sprudelnde, köstliche Quelle, unter duftenden Blumen und Erstaunen, daß er vorsichtig, sanft, nur die weißen, grünen Gräsern, und Du beugst Dich nieder und trinkst vollerblühten auswählt. Sorgfältig trägt er den von dem klaren, erquickenden Wasser, trinkst Vergessenheit, lieblichen Strauß in sein Zimmer und weilt lange darin. Glück, Liebe und Du legst Dich nieder ins weiche Gras Wie er dann zur Mittagszeit in den Saal tritt, bleibt er und fühlst Deine Hände im kühlen Naß, und Deine brennende heiter, wie lange nicht. Lachend reicht er Ernst einen Brief Stirn, und über Dir rauschen die Bäume wonnevoll er duftet stark und das Papier ist schwer. Und Du wachst auf- blickst blickst um Dich Weißt Du, wer Ella Norberg ist?" sagt er, ich muß ist's verschwunden fort das Liebe, Schöne, Gute Doch von alledem hört und weiß Günther nichts. Er mich wahrhaftig erst darauf besinnen. Sie nennt sich meine und nichts um Dich her, als Himmel und Sand, und Sand ist Ernst und Gertrud unendlich dankbar, daß sie ihm Fé's Frau- aber mein füßes Weib, meine Fé, ist doch todt. und Himmel all überall. Ah, wie ist Dir's jetzt? Wie Zimmer, das unmittelbar an den Saal grenzt, eingeräumt Todt, Ernst, weißt Du, was das heißt? Starr und peinigt der Durst, wie brennt Dein Kopf, wie schmerzt haben.' Thu rührt jedes freundliche Wort, jeder gute Blick, regungslos, und Du küßt ihre Lippen, und sie sind kalt, aber es ist, als weile nur sein Körper noch unter ihnen, als eisestalt. sei die Seele seiner Fé schon längst gefolgt. Und sie stören ihn nicht, selbst wenn sie Nachts sein Zimmer hell erleuchtet sehen, wenn er bis tief in den Morgen hinein schläft und dann den Rest des Tages einsam im Burggarten oder unter den Buchen am Weserberge verbringt. " Ich fürchte, sein Verstand hat gelitten," sagt Ernst zu Hermann Wedekind, der zum ersten Male seiner Emma geIch will nichts von Jener da wissen"-er zeigt auf den Brief in seiner Hand. Wenn sie kommt, mache mit ihr, was Du willst, mir ist Alles einerlei." Ernst ist aufgesprungen; jetzt faßt er Günther am Arm und schüttelt ihn: " 1 Dein Herz. Jekt hast Du die Erinnerung an sprudelndes Wasser, duftende Blumen, leis flüsternde Zweige- an Glück, an Liebe und trostlos starrst Du in die Dede um Dich her. Ernst, eine Kugel durch den Kopf endet's Aber Selbstmord ist dumm," setzt Günther plöglich mit ganz veränderter Stimme und lustigem Lachen hinzu: Mag man doch seinem lieben Nächsten, der einem Günther, Mensch, was ist aus Dir geworden? nebenbeigesagt doch gänzlich gleichgiltig ist, nicht einmal Wie kannst Du Dich vom Schicksal so unterkriegen ein Leides thun; wie viel weniger seiner eigenen innigfttrott hat, und nach Werdern geeilt ist, Günther zu sehen, laffen! Wenn es Dich auch hart mitgenommen hat, Dir geliebten Persönlichkeil. Freilich weil wir so ganz ohne aber wer kann ihm da helfen?- Kürzlich hat er an Alles geraubt, woran Dein Herz hing Günther, Du unser Verschulden in die Welt gesetzt werden, sollten wir gefangen, Nachts zu arbeiten; er verschließt die Thüren und hast doch Deine Kunst noch- Du bist ihr, Du bist uns, wenigstens das Recht haben, uns nach Belieben wieder verstopft die Schlüssellöcher, denn er hat beständig Angst, der Welt noch Dein Schaffen schuldig- Du darfst den hinauszuschaffen aber was dann? Das ist's, wenn daß ihn jemand belauschen könnte; und in seinem Zimmer Muth zum Leben nicht verlieren!" ich nur wüßte wüßte." steht etwas, unförmlich, von nassen Tüchern fest verhüllt, Sich die Stirne reibend, verwirrten Blickes verläßt eine Figur scheint es zu sein. Es hat mich gefreut, wie ich es bemerkte; so hat er doch noch Sinn für seine Kunst, vielleicht ist sie im Stande, ihn aus seiner Lethargie aufzurüttelu." Auch in Werdern blühen jetzt Rosen, üppig, süß duftend, und Günther hat sich von Gertrud die Erlaubniß Den Muth nicht, aber die Lust", entgegnet Günther finster; es ist, als raffe er mühsam die Gedanken zusammen, um sie auf seine Antwort zu konzentriren. " Günther das Zimmer. Eine Stunde später: Ella Norberg, geb. Bornstedt, steht vor Ernst Rehling's mächtiger Gestalt, und ihre Hände beben vor Born, und die schwarzen Augen glühen aus dem wachsbleichen Gesicht. Ernst, Du fannst nicht verstehen, wie es mir um's Herz ist. Du bist nicht, wie ich, durch eine heiße, trockene, öde Wüste geirrt, einsam und hungernd und dürstend, nur Himmel und Sand, und Sand und Himmel all überall." Wo ist mein Mannn? Wo ist Günther Norberg? Die Arbeiterin hört auf, Mutter zu sein. Die Pflicht der Schlacht nicht vom Schwerte des Feindes den Tod| wohl", Verband katholischer Industrieller und Arbeiter der Mutter hat dem Arbeitskontrakt zu weichen. Wir fanden, sondern von den eigenen Rüstungen, in freunde zu M.- Gladbach( jährlicher Beitrag 500 M.), kennen Fälle, in denen Arbeiterinnen Jahreskontrakte ab- welchen sie erstickten? Was verschlägt das dem Militarismus? 5. der linksrheinische Verein für Gemeinwohl zu M.- Gladgeschloffen hatten; während ihrer Kontraftszeit heiratheten Für ihn übersetzt sich das fiat justitia, pereat mundus in: bach( jährlicher Beitrag 200 M.), 6. der Bergische Verein fie und gebaren. Als sie nach der vierwöchentlichen Schon- Der Militarismus muß herrschen, und gehe die für Gemeinwohl zu Elberfeld( jährlicher Beitrag 300 M.), zeit nicht in die Fabrik zurückkehren wollten, weil ihre Welt zu Grunde. 7. der Verein Anhaltischer Arbeitgeber zu Dessau( jähr Mutterpflicht sie zurückhielt, wurde ihnen die vom Lohne licher Beitrag 300 M.), 8. der Besammtverband der abgezogene Raution einbehalten. Auf dagegen erhobene Die Londoner Time 3" melden, daß Deutsch- evangelischen Arbeitervereine Deutschlands, 9, der katholische Klage erhielt eine Mutter ein abweichendes richterliches Er- and auch mit Rußland über einen Handelsvertrag, Gesellenverein zu Köln, 10. der Verein zur Beförderung des fenntniß, in welchem der Richter erklärte- wir würden oder richtiger über den Beitritt Rußlands zu den Handels- Wohles der arbeitenden Klassen im Kreise Waldenburg es nicht glauben, wenn wir nicht selbst das Erkenntniß ge- verträgen in Unterhandlungen getreten sei. Die Handels- in Schlesien( jährlicher Beitrag 200 M.). Lesen hätten daß sogar alle Wahrscheinlichkeit vorliege, verträge beruhen auf einer so reaktionären Grundlage, daß Was diese Vereine für die wirkliche Wohlfahrt der daß die Arbeiterin überhaupt keinen Grund gehabt die Nachricht nicht von vornherein als unglaublich bezeichnet Arbeiter bisher geleistet haben, war bei jedem einzelnen habe, von der Fabrik länger fern zu bleiben. Die werden kann. Vereine bisher= 0. Nach der Vereinigung wird es also Pflege eines Säuglings kein Grund für eine Mutter bei den Kindern zu bleiben, statt in die Fabrik zu gehen! Konflikte zu vertiefen und zu erweitern. Die Polizei versteht es vortrefflich, die sozialen 10 x 0, also wieder= 0 sein. Wäre der von vielen Unternehmern verlangte Kontraktsbruch- die Polizei in München im Einvernehmen mit der Staat ist infolge der Fortschritte der Elektrotechnik zu einer So hatte Die Monopolifirung der Wasserkräfte durch den Paragraph angenommen, dann wäre die Mutter nicht nur Stadtkommandantschaft den Sozialdemo sehr aktuellen Frage geworden, die in der Schweiz bereits mit dem Berlust ihres Arbeitslohnes davongekommen, sondern traten das Abhalten von Versammlungen namentlich stark diskutirt wird. Die Wafferkräfte befinden sich zu man hätte das Kind sogar von der Mutterbrust reißen Bolksversammlungen, dadurch zu erschweren gesucht, daß sie einem großen Theil in Privatbesiz und die Privaten haben können, um die Mutter in die Fabrik zurückzuzwingen. Und giebt es noch eine Art Schuß für die Arbeiterin durch die Kommissäre den Saalbefizern zu wissen thun Rechte an dem Gefälle der Flüsse und Bäche. Bei dem Und giebt es noch eine Art Schuß für die Arbeiterin ließ, in ihren Lokalitäten würden keine Militärkapellen Fortschritte der Elektrotechnik steht zu erwarten, daß die in den Fabriken, wo giebt es einen Schutz für sie außerhalb konzertiren und überhaupt Militär nicht verkehren dürfen, Wasserkraft auch einmal zur Bewegung der Eisenbahnzüge derselben? Wenn von der Ausbeutung der Arbeiterin, der wenn sie ihre Säle den Sozialdemokraten zu Versammlungen verwendet werden dürfte. Die bürgerlich- demokratische Frau, gesprochen wird, so ist das gleichbedeutend mit der abließen. Die Saalbesitzer ließen sich dadurch einschüchtern. Züricher Post" macht Staat und Gemeinden darauf aufs Ausbeutung des Kindes. Wer die Frau nimmt, nimmt auch das Aber Stoß erzeugt Gegenstoß. Die Wirthe hatten ihre merksam, daß sie sich derjenigen Wasserrechte, die an Kind," sagt Michelet, in ihr zerstört man zugleich eine Familie, Rechnung ohne den Wirth, d. h. in diesem Falle ohne ihre Brivate noch nicht vergeben find, nicht zum Nuhen mehrere Kinder und die Hoffnung zukünftiger Generationen." Gäste, die Sozialdemokraten, gemacht. Diese theilten den Einzelner und zum Schaden der Gesammtheit in dem Die nothwendigen Erfordernisse der Industrie ruft man auf; Lokalbefizern und Brauern in einem Zirkular mit, daß sie Momente entäußern, da jener Nutzen und dieser Schaden die erste Nothwendigkeit ist die eines menschenwürdig n deren Lokale für die Arbeiter sperren, die Abhaltungen von durch die Konzessionirung von Unternehmungen elektroDaseins. Früh wird die Arbeiterin auf dem Laude, wie in Vereins- und anderen Festen einstellen würden u. s. w., wenn technischer Art sehr bedeutend werden könne. Es soll nicht der Fabrik durch die Anstrengungen und den Mangel auf sich ihre Besizer nicht gegen hohe Konventionalstrafen um einige hundert oder auch um einige tausend Franken gerieben, und was wird aus ihren Kindern? Gerade in der Weihnachtszeit, in der man so viel Lieben diese Zwangslage versetzt, hat sich nun der Gastwirths Spekulation gestellt werden, welche jetzt schon für manche verpflichteten, ihre Säle zu Versammlungen zu öffnen. Netognitionsgebühr eine Naturkraft in den Dienst der zu der unschuldigen Kindheit heuchelt und diese Heuchelei Berband an die Polizeidirektion mit einer Eingabe gewandt, industrielle Zwecke verwerthet werden kann und künftig, wie so wohlgefällig zur Schau trägt, offenbart sich die Verlogen- der Zwangslage der Wirthe Rechnung zu tragen und von man hofft, die Beleuchtung, Heizung und Lokomotion heit unserer kapitalistischen Gesellschaft, die den Kindern Maßregelung derselben abzustehen. Auf diese Eingabe ist außerordentlich erleichtern wird. Was aber die im Privat das Himmelreich verheißt, fie aber zugleich als Futter dem noch kein Bescheid erfolgt, und wird wohl auch keiner er befit befindlichen Wasserkräfte Moloch der kapitalistischen Profitfucht opfert. betrifft, so steht folgen, wenigstens nicht im Sinne der Wirthe. Was wird die Züricher Post" zwar nicht wie wir auf dem nun das Resultat sein? Alle diejenigen Wirthe, welche auf Standpunkt der Bergesellschaftung allen kapitalistischen Bes die große Masse angewiesen sind, werden, schon um ihrer triebes, also auch der Wasserkräfte, und will die Privat Existenz willen, gezwungen sein, der Maßregelung der Be rechte an den Gewässern aufrecht erhalten; sie ist jedoch der hörden Trotz zu bieten, und, während sie früher nur Sozial- Ansicht, daß dieselben nicht durch Ronzessionen entstanden demokraten in ihren Lokalen duldeten, jetzt diesen einen voll- sind, welche die Anwendung der Elektrizität vorgesehen Berlin, den 30. Dezember. ständig sozialdemokratischen Charakter aufzudrücken. Wenn haben, so daß sie auch für diese gelten könnten. Man gab leberraschungen" sollen dem Reichstag in wünschen wir ihr Glück dazu und rufen vergnügt aus: Mühle, Säge oder Schleife; man ertheilte eine Wasserrechtsdie Polizeibehörde diesen Erfolg beabsichtigt hat, dann die Wasserrechte einer Spinnerei oder Zwirnerei, einer dieser Session nicht mehr bevorstehen namentlich Vivat sequens! Nur so weiter! nicht solche auf militärischem Gebiet". So wird uns in Konzession vielleicht ganz allgemein für gewerbliche Zwecke. verschiedenen Zeitungen, welche sich für besonders gut unterrichtet ausgeben und im Ruf stehen, Beziehungen zur gegenwärtig besonders stark geschürt von den Parteien, durch die Vertheilung der Kraft eine andere werden würde, Die Agitation gegen das Invaliditätsgesetz wird In jedem dieser Fälle aber konnten die konzessionirten politischen Gewalten nicht wissen, wie sehr einst die Technik Regierung zu haben, mit einer etivas verdächtigen Auf welche es im Reichstage durchsezten und sich bei den Wahlen und was sie thaten, hatte billigermaßen Sinn und Be dringlichkeit bethenert. Es giebt eine gewisse Art der Ab- desselben ganz besonders berühmten. Mit der Alters- und deutung blos für die Technik, die sie kannten. Für eine feugnung, die in Wirklichkeit eine Ankündigung ist. Und Invalidenversicherung sollte der Sozialdemokratie der Boden neue, ihnen noch nicht bekannte Technik durften sie keine doppelt verdächtig müssen uns diese Beruhigungsnotizen er abgegraben werden. Wir stimmten gegen das Gesetz wegen Rechte vergeben. Die Rechte eines spätern Geschlechts im scheinen, wenn wir gleichzeitig in Zeitungen, die notorisch seiner Mängel und seiner Unzulänglichkeit, und doch hat Voraus zu fonfisziren, wäre ihnen gar nicht erlaubt ge zu offiziösen Mittheilungen benutzt werden, Artikel finden, uns dasselbe nicht blos nicht geschädigt, sondern ist in unserer Politische Webersicht. einer wesen." an • " 1889 1888 102 528 134 439 in denen nachgewiesen werden soll, daß die fran- Hand eine vortreffliche Waffe wider die gegnerischen Parteien zösische Armee größer sei und mehr Truppen zähle, geworden. Besonders in den Gegenden, wo der ländliche beachtenswerth, damit nicht auch die neuen Fortschritte der Jedenfalls ist die Angelegenheit anch in Deutschland als die deutsche. Ob dies richtig ist, sind wir nicht in der Arbeiter sich dem Gutsherrn auf Gnade und Ungnade Wissenschaft und Technik zum Gegenstand der Privat Lage zu entscheiden. Das aber wissen wir, daß die fran- hingegeben fühlte, wo er das färgliche Bettelbrot als zöſiſche Armee, um der deutschen, die sich aus. einer Jum gnädigst verliehene Armen- Unterstützung unterthänigst ausbeutung auf Kosten der Gesammtheit werden. 10 Millionen stärkeren Bevölkerung rekrutirt, an Bahl nur und dankbar entgegennehmen mußte, erkennt er jegt, Russische Erntestatistik. Ueber den Ausfall der gleich, geschweige denn überlegen zu sein, sich dem daß er ein Recht auf Charakter einer Milizarmee nähern muß, und in demselben versorgung hat, und da liegt ihm der Gedanke sehr nahe, Ernten der drei letzten Jahre sind fürzlich von dem statisti er ein Recht auf Alters- und Invaliden- diesjährigen Ernte Rußlands, in Zusammenstellung mit den Maße, in welchem sie au Bahl zunimmt, an Verwend- daß wenn er ein Recht habe, dieses mit den färglichen schen Zentralkomitee im Ministerium des Innern zu Petersbarkeit für Angriffstriege verliert. Es giebt Brocken, die ihm das gegenwärtige Gesetz zuwirft, nicht burg eingehendere Schäzungsziffern veröffentlicht worden. heute kein Kulturvolk- und die Franzosen machen keine schon befriedigt sei. Wir werden nicht unterlassen, immer Die Statistik beschränkt sich auf das europäische RußAusnahme, das nicht den Frieden wünschte, und das, und immer wieder dahin zu wirken, daß die Alters- und land, jedoch mit Ausschluß Finnlands. Die„ Statistische wenn es in seiner Gesammtheit bewaffnet Juvalidenversorgung zu etwas Anderem werde, als was sie korrespondenz" entnimmt dieser Quelle, welche auch die Erwäre, zu einem Angriffstrieg schreiten würde. Miliz- jetzt ist, nämlich die bloße Abwälzung der heute üblichen tragsausgaben der Vorjahre ersichtlich macht, daß in den heere und darin besteht ihrer Haupt- Armenunterstützung auf jene Versicherung. Wir werden für vorbezeichneten Gebieten die Gesammternte geschätzt wurde: vorzüge sind für den Vertheidigungskrieg zwar die Verkürzung der Wartezeit für die Altersversorgung, für weit besser als stehende Heere, dafür aber für Angriffs die Erhöhung der Renten jeder Zeit eintreten, und wir friege und eine friegerische Politik nicht zu gebrauchen. werden dann sehen, ob man diesen Forderungen gegenüber Roggen Was nun die abgeleugneten Ueberraschungen" betrifft, auch die am weitesten zurückgebliebenen ländlichen Arbeiter Winterweizen so hegen wir nicht den mindesten Zweifel, daß uns solche mit dem rothen Gespenst" in Schrecken vor der Sozial- zusammen Wintergetreide Sommerweizen bevorstehen. Der Reichskanzler hat ja auch in seiner Etat demokratie wird versezen können. Hafer rede militärische Vorlagen in Aussicht gestellt- freilich Der Zentralftelle für Arbeiter Wohlfahrts- Gerste nicht für eine bestimmte Zeit. Und das herrschende Militärsystem treibt, wie wir schon zu wiederholten Malen dar Einrichtungen, deren Gründung wir kürzlich mittheilten, Spels... zulegen Gelegenheit hatten, in seinen logischen Konsequenzen sind bis jetzt beigetreten: 1. der Zentralverein für das Buchweizen...... unbedingt zu einer sehr beträchtlichen, ja riesenhaften Ver- Wohl der arbeitenden Klassen zu Berlin( jährlicher Beitrag Hire Mais stärkung unserer Armee, so kolossal diese schon sein 2000 M.), 2. der Verein zur Förderung des Wohles der Was scheert es den Militarismus, daß das Volk Arbeiter" Concordia" zu Mainz( jährlicher Beitrag 2000 M.), zusammen Sommergetreide unter der Last der eisernen Rüstung feucht, und daß ihm 3. die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung zu überhaupt Getreide das Schicksal jener schwergepanzerten Ritter droht, die in Berlin( jährlicher Beitrag 500 M.), 4. der Verein Arbeiter- Kartoffeln Lautlos sinkt der weiche Thon zu Boden und gespenstisch Biffern: starrt das Eisengerippe daraus hervor. Tiefe Stille. Bist Du von Sinnen, Ella! Glaubst Du, ich halte Rasche Schritte nähern sich. Haftig, angstvoll stürzt Ella Günther hier versteckt? Wahrhaftig! Ohne meinen hinaus, Gertrud kraftvoll mit sich ziehend. Die Thür wird Willen ist die ganze, unglückselige Geschichte paffirt. aufgestoßen Günther. Da sieht er sein Wert, seine Fé, Suche die Schuld nicht bei den Anderen, suche sie bei Dir sein Letztes, vernichtet, zertrümmert. selber, Ella." mag. Wo habt Ihr ihn verborgen? Ernst, ich fordere meinen Gatten zurück von Dir!" " " Erbsen • • B 91 824 100 644 82 747 2 184 B • in Tausend Tschetwert) 1891 1890 90 690 121 380 12 044 15 305 102 784 136 635 8792 23 059 18 478 22 583 111 820 157 498 26 120 32 062 77454 97 151 25484 29475 22 908 1049 1798 2376 7545 8 301 10 184 9 828 6 187 9 203 6050 9 951 4 941 2567 2727 148 815 246 549 69 051 84 969 176 060 312 695 4 069 3.480 2470 4.704 3 625 163 999 195 695 275 319 853 193 84.462 81 566 Die" Satistische Korrespondenz" bemerkt zu diesen Das ungünstige Ergebniß der diesjährigen Ernte wurde im wesentlichen durch anhaltende Dürre verursacht, die vielleicht als eine Folge der in den letzten Jahrzehnten in vielen Gouvernes ments schonungslos betriebenen Vernichtung der Wälder zu bes trachten ist. Hinsichtlich der Kartoffeln giebt die Schlußübersicht andere Zahlen, ohne daß wir den Unterschied aufzuklären ver Mörderin, Berfluchte ah, ich kenne Dich, mitleids- möchten. Die Getreide- Ernte von 1891 betrug in Prozenten der " Ha, ha," lacht Ella schneidend. Bei mir, bei mir? loses, wüthendes Weib! D Du zwiefache Mörderin Du, Erträge der Vorjahre: 1890 78,8, 1889 89,6, 1888 69,8, die Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich bin rein und flecken könnte ich Dich erwürgen, mit meinen eigenen Händen Kartoffelernte 1890 81,2, 1889 81,8, 1888 84,7. los, feine schamlose Dirne, wie Deine schöne" Schwester Wollust" doch sein Blick fällt, er sieht den lieblichen Die Ziffern für das Jahr 1891 sind ohne Zweifel zu gewesen, und ich will meinen angetrauten Gatten wieder Kopf Fé's, lächeln nicht die Lippen ihn an? Er kniet hoch. Der Absolutismus tann es nicht wagen, die Wahrs haben, ihn vom gänzlichen Versinken retten. Wo ist nieder, er sucht die Stücke wieder zusammen zu fügen, er heit zu sagen. Er sucht in der Vogelstrauß- Politik fein Günther?" hebt die Augen klagend zu Ernst: Heil und Gefahren dadurch begegnen zu können, daß er Gehe hin, sag' es ihm selber, was Du willst„ Muß ich sie noch einmal in den Sarg legen, mein die Augen zumacht oder was dasselbe ist- daß er sie und was Du bist, herzloses Geschöpf Du, und dann- so- Weib, mein süßes Lieb! Die weißen Rosen, Ernst, decke sie weglügt. fort aus meinen Hause, Ella, feine Minute länger dulde zu damit, sie sind, wie sie war, berauschend lieblich Die verzweifelte Lage der russischen Regierung wird ich Dich hier!" Unter dem Haidekrant, Ernst, begraben wir sie, da durch die Finanznoth noch erheblich verschlimmert. Leise öffnet Ella die Thür zu Günther's Zimmer und hat sie in meinen Armen geruht meinen Alle Versuche, ein neues Aulehen aufzunehmen, nachdem schlüpft hinein. Da ein gellender Aufschrei Armen"- er sieht nieder und betrachtet seine Hände, seine das letzte so schmählich ins Wasser gefallen ist, sind miß Entfest reißt Ernst die Thür auf. Da steht Ella wie Arme sie sind leer, Ernst, leer, wie mein Herz. Ich lungen, die Staatskassen sind leer und der chronische und versteinert, die Hände abwehrend vor sich gestreckt, und vor gehe, will das Grab graben, und weiße Rosenweiße heimliche Bankrott scheint nun zu einem akuten und öffentlichen werden zu wollen. ihr auf weißem Sockel, sich scharf von dem dunkelrothen Rosen." Hintergrund abhebend, die leveusgroße, mattschimmernde Er geht rücklings zur Thür hinaus, den irren Blick Thonfigur einer Psyche- Fé, in ihrer jungen, wunder- fest auf sein zertrümmertes Glück geheftet. Niemand wagt vollen Schönheit. es, ihn aufzuhalten. Es ist, als blicke Leben aus den Augen, als höben sich Ach, Günther, warum bist Du Deiner Fé nicht gefolgt sehnsüchtig die Arme, und bebe der Fuß, um weiter zu in das große, ewige Nichts? schreiten, als lächle der süße Mund. Und vor ihr, zu D, warum? in ihren Füßen, da ruhen die weißen Rosen, süß duftend, lieb- Durfte mir das Weh nicht erspart bleiben, Dich zu lich. Wie gebannt stehen die Drei. Und plötzlich verzerrt sich sehen, wie Du leuchtenden Auges, mit verklärter Stirn un Ella's Gesicht, ein zischender Laut entringt sich ihren blassen zählige Rosen formst aus Thon, halberblühte weiße Rosen Lippen, suchend blicken die wüthenden Augen umber- da--- im Irrenhaus. Freundlich blickt es vom Gertruden ihr eigener Sonnenschirm mit dem Goldknopf- ein Schlag- berg hinab und die Sonne vergoldet die vergitterten ein Schrei der Entrüftung Ernst kann's nicht hindern: Fenster. Inzwischen sind die Nihilisten unermüdlich an der Ar beit. In jüngster Zeit will die Polizei nicht weniger als drei Verschwörungen" entdeckt haben wie viele sie nicht entdeckt hat, das verschweigt sie mit geivohnter Bescheiden heit. Bahlreiche Verhaftungen werden aus verschiedenen Theilen des Landes gemeldet und namentlich soll der Nihilismus in Offizierskreisen immer mehr Anhänger gewinnen. Der Bar aber fist ruhig in seinem Ge fängniß Gatschina und betrachtet mit einer Gleichgiltigkeit, *) Der Tschetiert ist gleich 21/10 Hektoliter 2,099 Hektoliter. genau 2 It 1 S b b δ น C 1 3 L 1 5 5 3 37 2 C D , , i t r 5 die zu der Nach richt Anlaß gegeben hat, er sei dem Fresinn verfallenden Zusammenbruch seiner Baren herrlichkeit. Der russische Adel ist zum großen Theil tief verschuldet. Neuerdings sind 1500 Adelsgüter zum zwangs weisen. Verkauf gestellt worden, und den meisten Adelsgütern soll das gleiche Schicksal bevorstehen. Wie es heißt, geht die Regierung mit dem Plan um, dem Adel wieder auf die Beine zu helfen. Aber woher die nöthigen Gelder nehmen? Erst muß sie selber auf die Beine kommen. Bulgarien, so klein es ist, weiß jetzt Rußland die Zähne zu weisen, das sich noch immer als den Woh!= thäter Bulgariens, der mit Undank gelohnt wird, aufspielt. Dieser Brätention des russischen Baren begegnet dev bulgarische Ministerpräsident Stambulow, mit der scharfen, aber zutreffenden Aeußerung:„ Wir sind für Nußland nicht auf der Welt, es sei denn, daß es sich um irgend einen politischen Mord handelt, und Rußland existirt anch für uns nicht." Der politische Mord" war beiläufig stets eine Spezialität des Zarenthum 3. Allerdings eine zweischneidige Waffe, Waffe, die sich sehr häufig auch gegen die 3aren gewandt hat. Die meisten der selben sind bekanntlich eines gewaltsamen Todes gestorber und stets waren es entweder fürstliche Verwandte oder Edelste der Nation, welche die ihnen im Weg stehenden Monarchen ins Jenseits beförderten. Der„ Fürstenmord" ist von den herrschenden Klassen in Rußland mit so großem Eifer und so viel Methode betrieben worden, daß ein französischer Diplomat, der in Rußland als Gesandter lebte, zu dem berühmten geflügelten Wort veranlaßt ward: das russische Regierungssystem ist ein durch Meuchelmord gemilderter Despotismus( despotisme moderé par l'assassinat). Und für dieses Regierungssystem haben unsere Edelsten der Nation" Menschenalter hindurch geschwärmt und viele der Herren, z. B. der Erkanzler Bismarck, er blicken in demselben auch heute noch ihr politisches Jdeal. " Die wirthschaftliche Lage in Italien. Die Gazetta officiale", das italienische Regierungsblatt, hat soeben einen neuen Beweis für die traurige wirthschaftliche Lage Italiens geliefert. Allwöchentlich bringt die Gazetta" ein Verzeichniß der Immobilien( bebauten und unbebauten Grundftücke), welche der Fiskus in Besitz genommen und nun zum öffentlichen Verkauf bringen läßt, weil ihre Eigenthümer mit den Steuern im Rückstande find. Bis Ende Juni 1889 und seitdem hat sich die Lage nur verschlechtert hatte man, da sich kein anderer Käufer fand, dem Staat 141 089 eingezogene Grundstücke zugeschlagen. Die gegenwärtige Wirthschaftspolitik Italiens hat also zum Ankauf der unbeweglichen Güter von 141 089 Steuerzahlern durch den Staat geführt; dabei sei nicht vergessen, daß diese gewaltige Zahl die anderen Perfonen als dem Staat zugeschlagenen Besizungen nicht mitumfaßt. fireuen, indem diefelben den Versuch machen, die hier von den hörden. Der Gemeinde würde eine jährliche Auslage von Vertretern der Gehilfen, den Herren Döblin und Heifler, ge- 30 000 Frants entstehen, welche Summe die gut fituirte Bundesmachten Angaben betreffs des Ausstandes zu widerlegen, sich stadt sehr wohl zu tragen vermag." dabei aber gründlich blamiren und gerade das Gegentheil von B dein erreichen werden, was mit ihrem Eingesandt beabsichtigt Der Querfurter Arbeiterverein verhängte für seinen war. Die Herren scheinen sehr wenig von den Charakterzügen Bezirk den Boykott über die Halleschen Biere auf des englischen Voltes zu tennen, sonst hätten dieselben wissen solange, als die Halleschen Brauereien der Sozialdemokratie nicht müssen, daß fie mit einer in solcher Sprache abgefaßten ihre Versammlungslokale zur Verfügung stellen. Widerlegung" hier in ein Wespennest treten würden. Die Folgen werden sich sicherlich in nächster Zeit durch außer Jn Gernsdorf( Sachsen) wurde bei den Gemeindes ordentlich lebhafte materielle Unterstüßung der Streitenden wahlen am 7. Dezember zum ersten Mal ein Sozialdemokrat zeigen. Gänzlich davon abgesehen, daß die sogenannte, Wider gewählt. legung" von Unwahrheiten stroßt, schlagen die Herren . mit dem Schlußfah ihres Artikels dem Faß den Redakteur Braun, der Redakteur der Bergarbeiter Beitung Boden aus, indem sie dem englischen Publikum„ Schlägel und Eisen", welcher am Weihnachts- Heiligabend in versichern, daß die Vereinigten Buchdruckerei- Besitzer" so lange St. Johann verhaftet wurde, ist nicht identisch mit dem gleichaushalten würden, bis die Arbeiter zu Streuze friechen, und daß namigen früheren Redakteur des„ Borwärts". Letzterer ift gegen den Streifenden die Kleinigkeit" oder das„ Scherflein"( mites). wärtig Redakteur der Münchener Post". Die bezügliche Nachwelches denselben von England zufließen würde, nicht retten richt mehrerer Blätter ist falsch. fönne. Damit haben die beiden Herren den englischen Stolz beleidigt und statt mit ihrer Widerlegung" den deutschen Buchdruckern die finanzielle Hilfe von England abzus schneiden, haben sie es herbeigeführt, daß den Streifenden Unterstützung in solchem Maße zu Theil werden wird, daß den Leipziger Gentlemen wahrlich für die Zukunft die Lust vergeht, wirkliche Thatsachen durch handgreifliche Ent stellungen widerlegen zu wollen. Wie verlautet, hat der hiesige Gewerkschaftsrath bereits eine Spezialversammlung der Delca girten einberufen, um einen Appell an das englische Bolt zu Gunsten der deutschen Buchdrucker zu richten. Daß es den Herren in Leipzig nicht in den Kram paßt, wenn die Arbeiter anfangen international zu denken und zu handeln, wie dies anläßlich dieser Bewegung so schön zu Tage tritt, ist sehr natürlich. Doch die Zukunft wird noch bessere Proben der Internationalität und Solidarität der Arbeiter bringen." Polizeiliches, Gerichtliches sc. Gleichfalls am Weihnachts- Heiligabenb ging dem Redakteur Lingweiler von der Elberfelder Freien Presse" eine auf den§ 180 Str.-G.-B.( Aufreizung verschiedener Bevölkerungstlassen) gestützte Anklage zu. Wir können es bei der Douche, die den Leipziger Buchbruckereibesigern in diesem Schreiben beigebracht wird, vorläufig bewenden lassen und wollen deshalb nur noch darauf hinweisen, wie sehr die einfache Thatsache, daß die Buchdruckereibesitzer sich an das Ausland wenden müssen, um den streifenden Gehilfen eine Niederlage zu bereiten, für die Richtigkeit der Gehilfenmeinung spricht, daß den Herr fchaften vom heiligen Geldsack das Feuer auf den Nägeln brennt und deshalb der Neunstundentag errungen werden wird, sofern die Streikenden nur aushalten und die gesammte tlaffenbewußte Arbeiterschaft fie ausreichend unterstützt. Möge deshalb allerorts, in allen Ländern, die Arbeiterschaft mit ganzer Thattraft dem Unterstützungswerte obliegen und fein Arbeiter vergessen, daß ein Sieg der deutschen Buchdruckergehilfen für die Arbeiterschaft der ganzen Kulturwelt von Vortheil sein muß. Demgemäß zu handeln, das set das Gelöbniß jedes klassenbewußten Proletaners am Jahresschluß! Korrespondenzen und Parteinachrichten. " " Wegen Beleidigung des Fabrikbesizers Brückner in Calbe hat der Redakteur Berg von der Halberstädter Sonntags- Zeitung" 100 M. zu zahlen oder 10 Tage Gefängniß zu verbüßen. Redakteur Groth von der Bielefelder Bolts wacht" wurde vom Schöffengericht zu 50 M. Gelbstrafe event. zu 15 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er zur Theilnahme an einer polizeilich nicht genehmigten Bersammlung unter freiem Himmel" durch ein Inserat eingeladen hatte. Die Versammlung unter freiem Himmel" bestand in der Lassallefeier bezw. in einer Waldpartie der Parteigenossen. Gegen bas merkwürdige Urtheil ist Berufung eingelegt. Zwei Vorstandsmitglieder der Bielefelder „ Freien Bereinigung der Frauen und Mädchen" haben je 15 M. Strafe zu zahlen, weil in diesem Verein ein Referat über die Stellung der Frau zur Sozialdemokratie gehalten, also über Politika gesprochen worden ist. Soziale Meberlicht. niedergelegt, weil sie Waare für die Fabrik Gebr. Goerisch Die Tabakarbeiter in Osterode haben die Arbeit in Brandenburg liefern sollten, deren Bersonal sich im Ausstand befindet, und ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs. Ueber den Stand des Handschuhmacher Streits wird uns geschrieben: 9 E befinden sich noch im Ausstand 130 Handschuhmacher. Die Fabriken des Amerikaners Hopp in Friedrichshagen und Burg, wo die Arbeitstheilung eingeführt wird, haben keine anderen Veränderungen aufzuweisen, als daß daselbst 26 Handschuhmacher mit dem Anlernen von jungen Leuten sich beschäftigen. Durch diese Streitbrecher ist Herr Hopp in den Stand gesezt, uns Widerstand zu leisten. In Hameln ist ebenfalls der Versuch zur Arbeitstheilung gemacht, und wie in einer Die Mehrzahl dieser Güter befand sich in so elendem öffentlichen Handschuhmacher- Bersammlung ausgeführt wurde, die Leipzig, 29. Dezember. Vor einiger Zeit brachte der hiesige Bezahlung für weibliche Arbeiter sehr gering; so erhalten die Zustande, war so alles Werthes entblößt, daß der Staat bei 80 640 dieser Grundstücke nach dem Zuschlag die Besitz- Baterlandsliebe" der sächsischen- speziell Leipziger- National- sonst überall dafür 25 Pfg. bezahlt werden, ferner werden für Artikel, in dem der„ Patriotismus" und die jenigen, welche dreffiren, pro Dutzend 8 Pfennige, während ergreifung ablehnte, obgleich er sich ihretwegen die hohen liberalen von 1866 beleuchtet wurde. In dem Artikel wurde der Allongiren und Einlegen 8 Pfennige pro Dußend bezahlt, Kosten der Enteignung, von mehr als 80 000 Urtheilen, bekannten Landesversammlung der Nationalliberalen Sachsens während sonst dafür 20 Pfg. vergütet wird. Es kann unter ebenso vielen Anweisungen und mindestens drei Verkaufs- erwähnt, welche im Hotel de Pologne stattfand und in der solchen Umständen nur ein Verdienst von 4,80 M. die Woche terminen für jede Besthung auferlegt hatte! beschlossen wurde, den König von Preußen zu ersuchen, Sachsen verdient werden- ein Lohn, der sich kaum mit den Verdiensten In Betreff der übrigen 60 449 Grundstücke, welche er au annektiren zc. Die Führer der Nationalliberalen, Blum, der Weber aus dem Eulengebirge wird messen können. thatsächlich in Besitz nahm, war der Staat nicht glücklicher. Biedermanni 2c., die sonst jede Gelegenheit ergreifen, gegen die J. A. des Verbands- Ausschusses: Sie mußten kultivirt werden. Aber sie waren klein, lagen verlogene Sozialdemokratie" zu wettern, verhielten sich mäuschenGeorg Schneider, Brandenburg. still; fte glaubten jedenfalls, die Sache könnte ausgeschwiegen zerstreut und entfernt von einander. werden. Der„ Wähler" bohrte aber weiter und Herr Professor bekam in Brandenburg ein Lehrling sage und schreibe Für 6 Tage Arbeit, die er im Akkord zu leisten hatte, Der Staat fonnte nicht daran denken, sie durch seine Biedermann berichtigte":" an der ganzen Geschichte ist kein 85 Pf. 2ohn. Davon gingen ab Krankenkassenbeitrag 15 Pf., Beamten ausnutzen zu lassen, denn diese würden den Staat Wort wahr." Zum Unglück für Herrn Biedermann stand für erhaltenen Kaffee 10 Bf., Beitrag zur Invalidenversicherung ebenso verschlingen, wie der Staat die Eigenthümer ver- einen Tag später, als er feine„ Berichtigung" geschrieben 5 Bi.ferner 50 Pf. für die Spartasse, Summa Summarum 80 Pf. schlungen hat. hatte, im Leipziger Tageblatt" eine Notiz von einem Herrn Was fonnte man anderes thun, als die Augen schließen, Moris Lorenz, welcher in jener Landesversammlung anwesend so daß dem armen Teufel von Lehrling nach einer Woche Arbeit nur 5 Pf. verblieben. Man sieht, wie leicht es die Unternehmer und die ihres Eigenthums Entsetzten zu ihrem eigenen und in eine Kommission gewählt worden war. Herr Lorenz Nugen die Güter, deren man sie beraubt hatte, weiter be- konstatirt, daß der Aunexionsbeschluß in besagter Landes- dem Arbeiter machen, schon von frühester Jugend an sich ein bauen lassen? Die alten Eigenthümer sind im thatsächlichen versammlung gefaßt worden ist; aber er wolle nicht Dinge aus- Rapitälchen" zu sparen, wie Herr Eugen Richter so schön sagt. framen aus einer Zeit, welche mit ihren Stürmen so manchem Nach dem endgiltigen amtlichen Ergebniß der Volks. Besitz geblieben, fie fäen und ernten wie früher, nur mit sonst so ruhig denkenden Patrioten das Biel verrückte... zählung betrug die ortsanwesende Bevölkerung am 1. Desember dem großen Unterschied, daß sie jetzt keine Steuern mehr zu Ach wir wissen, wie unangenehm den Nationalliberalen die da- 1890 im Königreich Preußen ohne Helgoland 29 955 281 zahlen brauchen. maligen Beschlüsse heute sind. Das wird uns aber nicht ab- Personen( gegen 1. Dezember 1885 mehr 1 686 811) und zwar in Aber es kommt noch besser. Da der Staat geseh- halten, sie immer und immer wieder in Erinnerung zu bringen der Provinz Ostpreußen 1958 668( weniger 812), Westpreußen mäßiger Eigenthümer ist, hat er auch die Verpflichtung zur und dem Bolle jene Leute ohne Maske zu zeigen, die sich heute 1438 681( mehr 25 452), Stadt Berlin 1578 794( mehr 268 507), Bahlung der Provinzial- und Kommunalsteuern, welche auf anmaßen, der Sozialdemokratie den Vorwurf der Waterlands Broving Brandenburg 2541 788( mehr 199 372), Bommern 1 520 889( mehr 15 314), Bofen 1751 642( mehr 36 024), Schlesien jenen Gütern lasten die ihm nichts einbringen! losigkeit zu machen. 4 224 458( mehr 112 239), Sachsen 2 580 010( mehr 151 643), Diese 60 449 Grundstücke sind zu Gunsten der Auch im frommen Trier haben die Sozialdemokraten zur Schleswig- Holstein 1 217 437( mebr 67 131), bazu Helgoland 2086, mit Gemeinden Provinzen jährlichen Gewerbegerichts- wahl eigene Kandidaten aufgestellt. Hannover 2 278 361( mehr 105 659), Westfalen 2428 661( mehr Summe von 206 965 Frts. belastet, und der Staat Das ging den Herren vom christlichen Arbeiterverein wider den 224 081), Hessen- Nassau 1 664 426( mehr 71 972), Rhein 4710 891 Strich, und sie beriefen eine Versammlung ein, welche Kandidaten land hat diese Summe zu zahlen!! ( mehr 365, 864), Hohenzollern 66 085 Der italienische Staat ist trozdem vernünftig verwaltet, aus diesem Verein aufstellen foute. Die Versammlung, welche( weniger 635), Bayern 5 594 982( mehr 174.788), Sachsen und die Lage seiner kleinen Steuerzahler ist eine zu günstige, von etwa 400 Arbeitern besucht war, nahm aber einen anderen Königreich 8 502 684( mehr 820 681), Ausgang, als die Veranstalter gewünscht hatten. Die Dar- Württemberg 2036 522( mehr 41 837), Baben als daß sich so unglaubliche Dinge ereignen könnten! Reiner der enteigneten Grundbesitzer hatte mehr als legungen des sozialdemokratischen Stedners wurden mit lebhaftem 1657 867( mehr 56 612), effen 992 888( mehr 36 272) 5 Franks Steuern im Jahr zu zahlen, und diese konnten beitaufgenommen, während der Redner des Christlichen Ar- Mecklenburg- Schwerin 578 842( mehr 3190), Sachsenbeitervereins vollständige Niederlage erlitt. Als er den Weimar 326 091( mehr 12 141), Mecklenburg- Strelig sie nicht zahlen, denn man mußte ja zum Verkaufe ihrer letzten Trumph ausspielte, indem er fragte, ob man einen Sozial- 97 978( weniger 893), Oldenburg 854 968( mehr 18 448,) Besizungen schreiten. demokraten, der sich mißliebig gemacht habe, wählen nne, ant- Braunschweig 403 773( mehr 31 321), Der Staat hat an Gerichtskosten und Gebühren für wortete ihm die Versammlung mit einem nahezu einstimmigen Meiningen 223 882( mehr 8948), Sachsen- Altenburg die Juristen mehrere 100 000 Frants bezahlt, um Eigen begeisterten„ Jawohl." Unter solchen Umständen verzichteten die 170 864( mehr 9404), Sachsen- Coburg- Gotha 206-513 thümer der Grundstücke zu werden, die er nicht bebaut und Arrangeure der Versammlung auf die Fortführung derselben.( mehr 7684), Anhalt 271 963( mehr 23 797), Schwarzburgdie ihm keinen Pfennig einbringen, für die er dagegen fort. Die aufgeklärten Arbeiter aber erfreuten sich noch einige Stunden Sondershausen 75 510( mehr 1904), Schwarzburgdauernd alle Steuern allein zu zahlen hat, während die beim Glase Bier des errungenen Siege. alten Eigenthümer allen Nugen aus ihnen ziehen! und einer In welchem Lande der Welt, Italien ausgenommen, wäre eine solche Erscheinung möglich? Wer würde solche Thatsachen überhaupt für möglich halten, wenn die Gazetta officiale" es nicht übernähme, sie uns zu erzählen? Daß die " # Rudolstadt 85 868( mehr 2027), Waldect 57 281( mehr 706), Reuß ältere Linie 62 754( mehr 6850), Reuß jüngere Ans Bühl im Elsaß wird der Elsaß- Lothringischen Volts: in ie 119 811)( mehr 9213), Schaumburg- Lippe 39 168 Beitung" mitgetheilt, daß einigen Arbeitern, welche einen Turn-( mehr 1959),& ippe 128 495( mehr 5288), 2 bed 76 485( mehr verein errichteten, feitens der Polizei in Gebweiler erklärt 8827), 28 remen 180 443( mehr 14 815), amburg 622 530 wurde, man würde kein Bedenken haben, das Statut zu geneh( mehr 103 910), Elsaß- Bothringen 1 608 506( mehr 39 15-1); migen, sofern es sich nicht um Bühl handeln würde und die Deutsches Reich ohne Helgoland 49 426 384( mehr 2 570 680). Mitglieder des Vereins nicht zu mehr als der Hälfte ihrer Zahl aus Sozialdemokraten beständen. In dem Turnverein sei ein über 65 Jahre alt find, Armen unterstützung beziehen. 40 Prozent aller englischen Arbeiter müssen, wenn sie feine inhaltleere Phrase ist, bekunden die Führer der Kreisdirektor war der letztern Meinung und so sind die Statuten mit, elchen derselbe vor einigen Tagen in der Statistischen GeLeipziger Buchdruckereibesizer aufs Deutlich ste nicht genehmigt worden. Bermuthlich wird nunmehr auch die andere Hälfte der Die Mittheilung hat unter den wohlhabenden Leuten Sensation sellschaft zu London über das Thema„ Altersversicherung" hielt. selber, im Gegensahe zu ihrem Fachblatt, indem sie in Mitglieder des Turnvereins sich der Sozialdemokratie zuwenden. der englischen Presse einen Artikel veröffentlichten, Es ist wenigstens überall der Gang der Dinge, baß unbegreif: erregt und es heißt, daß die Altersversicherung schon in allerworin die Buchdruckergehilfen als die bösen Wölfe und die liche Maßnahmen der Behörden die Leute von der Richtigkeit nächster Zeit eine hervorragende Stelle in dem„ fozialen ReformBuchdruckereibefizer als die unschuldigen Lämmer hingestellt der sozialdemokratischen Forderungen schneller überzeugen, als programm" der Whigs und Tories bilden werde. Charles Booth werden, und der den Zweck verfolgt, die Engländer von der dies im Wege der Agitation unserer Parteigenossen möglich ist. bie alten Arbeiter vor, eine Summe, welche- wie das Hofschlägt 5 Schillinge( rund 5. Mart) als Wochenunterstützung für Unterstützung der deutschen Buchdruckergehilfen zurüd halten. Die wiedergewonnenen Reichslande" werden davon keine Uus journal„ St. James Gazette" richtig bemerkt- nicht genügend Welche Aufnahme der Artikel der Leipziger Buchdruckerei- nahme machen. ist, um den Empfänger vor der Armenunterstützung zu bewahren, beiten werden, bei John Bull gefunden hat, ergiebt ing tanntlich auch im neuen Programm der Sozialdemokratie Deutsch: Arbeiter zahlt und erst dann zahlt, wenn er über 70 Jahre alt besitzer, den wir in der nächsten Nummer zum Abdruck Zur Frage der unentgeltlichen Beerdigung, die be- aber absolut und relativ doch weit höher wäre, als die ca. 331/3 Pf. pro Tag, welche das Deutsche Neich dem alten braſtiſch aus einem Schreiben, das uns aus London zuging lands gefordert wird, berichten ſchweizer Blätter aus Bern: iſt. Aus der Ermittelung des genannten Statiſtikers erhellt und folgendermaßen lautet: In der Ausgabe des hiesigen Daily Chronicle" vom führung der unentgeltlichen Beerdigung hat wacker gearbeitet. übrigens wieder einmal aufs deutlichste, wie fabelhaft groß die 26. Dezember versuchen die Herren Klinkhardt und Ramm als Mit 1800 Unterschriften zu einem Initiativbegehren in Ge- Ausbeutung des Menschen in der kapitalistischen Gesellschaft ist. Bertreter der Buchdruckereibefizer Deutschlands in einem Gin- meinde Angelegenheiten find 500 Unterschriften erforderlichgefandt dem englischen Publikum Sand in die Augen zul tritt diese Kommission nun nächstens vor die städtischen Be Briefhaffen der Redaktion. Bel Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. M. S., Müllerstr. 8. Das fönnen wir nicht wissen. müssen den Inhalt wiederholen. anpumpen? Da. tommen Sie an den Unrechten. J. H. Bei jeder anderen Bestrafung ist es Sache des Gerichts, ob e31 dem Zeugen trotz seiner Bestrafung Glauben schenkt oder nicht. H. S., Bärwaldstraße. Der Betreffende kann das vorausbezahlte Kaffeegeld nur dann zurückfordern, wenn er nachweislich unter ausdrücklichem Vorbehalt gezahlt hatte. Sie F. F., Chausseestr. 51. Sie wollen den Betreffenden wohl angeben, was, wo und für wie viel man verseht hat, sowie was H. Sch. Bei der Leistung des Offenbarungseides muß man Wenden Sie sich an den Vorsitzenden, Stadtv. man von Jemanden z. B. an geliehenem Gelde zu fordern hat. Sachen, welche die Frau in die Ehe gebracht oder geschenkt er A. S. Delanik. Ohne Kenntniß der Statuten des behalten hat, brauchen nicht angegeben werden. treffenden Militärvereins können wir nicht prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Ausstoßung eines Mitgliedes statthaft ist. Bogtherr. R. G. 1. Sie sind wahlberechtigt. 2. Die Kosten müssen Sie zahlen. 3. Die Miethssteuer ist richtig berechnet. A. M. Wenn Sie das Bier für Ihren Gewerbebetrieb er. halten haben, so verjährt die Schuld erst in 30 Jahren, sonst am 31. Dezember d. J. Die Verjährung wird durch bloße Mahnung nicht unterbrochen, wohl aber durch Zustellung der Klage oder des Zahlungsbefehles oder durch eine Anerkenntniß oder eine Ratenzahlung Ihrerseits. R. T. Altenwald. Nur wenn Jemand wegen Meineides bestraft ist, darf derselbe eidlich nicht mehr vernoinmen werden. Theater. Donnerstag, 31. Dezember. Opernhaus. Der Dorfbarbier. Wiener Walzer. Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Die Büste. Lessing Theater. Die Dame in Schwarz. Der P. T. Zwischen zeitlebens" und lebenslänglich" besteht tein Unterschied. 100. Brätsch. Der Schlafwirth, ebenso wie die Schlafleute fönnen nur vom 15. zum nächsten 1. kündigen. Die Kündigung zum nächsten 1. hat aber auch Giltigkeit, wenn sie schon vor dem 15. erfolgt. A. K., Stephanstraße. Sie können den Wirth auf Ge währung eines Ofens verklagen, da nur ein heizbarer Raum als Schanklokal anzusehen ist. Wir rathen Ihnen aber nicht, wenn Sie den Ofen selbst haben segen lassen, den Betrag von der Miethe abzuziehen. Klagen Sie lieber selbst. Alter Abonnent. Natürlich können Sie im Falle einer Kündigung nur den jetzigen Wochenlohn zu Grunde legen, nicht den früher einmal gezahlten. Circus Renz. = Todes- Anzeige. Zwei Wettende 100. Der Arbeitgeber macht sich zwar nicht strafbar, muß aber das zuviel Abgezogene herausgeben. Frau L., Blumenthalftr. Sie können den Prozeß gegen die Erben des Verklagten aufnehmen. Wir rathen Ihnen jedoch, sich hierzu eines Anwalts zu bedienen, da die Sache nicht so einfach ist. S. G. 1. Ihre Naturalisirung ist zwar gefeßlich möglich, aber völlig in das Ermessen der Behörde gestellt. Wir rathen Ihnen nicht zu dem Antrage auf Naturalisirung, da demselben gerade bei Ruffen nur selten stattgegeben wird, und manchmal die Ausweisung als Antwort erfolgt. Im Falle der Genehmigung des Antrages würden Sie hier militärpflichtig sein. Lilla 71. Billard ist kein eigentliches Glücksspiel, weil es dabei auch auf die Geschicklichkeit des Spielers ankommt. Daher macht sich ein Wirth, der Billardspielen um sehr hohen Einsat in seinem Lokale duldet, nicht strafbar. D. Sch., Stettin. Sie tönnen nur am 15. zum 1. tündigen, nicht umgekehrt. K. 50. Sie find nicht zur Stadtverordneten- Wahl berechtigt. können aber verlangen, daß Sie in den preußischen Staatsverband aufgenommen werden, und haben dann das Wahlrecht. E. P. 100. 1. Sie tönnen, sobald Sie sich verheirathet haben, das Kind auf Ihren Namen schreiben lassen. Vorsichtshalber erzählen Sie aber dem Standesbeamten den Thatbestand. Ausstehende Sammellisten Allen Kollegen zur Nachricht, daß für die streikenden Buchdrucker bitten wir sofort abunser Rollege zuliefern an die Kommission der Buchdrucker in Rudolf Jenischewsky am 28. Dezember verstorben ist. Die Beerdigung findet am 1. Januar, Gratweil's Bierhallen. Nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus Bethanien aus statt. Die Kollegen 794b General- Versammlung der Pianofabrik von C. Otto. der Allgemeinen Unterstützungskasse für Lederzurichter Der Gürtler Paul Beese ist am 29. Dezember Rügenerstr. 10 bei Rietze Karlstraße. Donnerstag, den 31. Dezember 1891, Abends 714 Uhr: Auf Helgoland" E oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische Ausstattungs Pantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), AufDeutsches Theater. Der Obolus. zügen 2c. Neue Einlage: ,, Tscher-Schwiegermama. kessentanz". Ferner Dampfschiff- und Berliner Theater. Esther. Bootfahrten, Wasserfällen, RiesenGeizige. fontänen mit allerlei Lichteffekten sowie Residenz- Theater. Madame Mon- neuen Arrangements verstorben. godin. vom Direktor E. Renz. Außerdem: Wallner- Theater. Gewagte Mittel. Prinz Carneval und sein Gefolge, fom. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. equestr. Arrangement mit 12 FreiheitsDer Mikado. pferden, dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. The gold bird, geritten von Frl. Clotilde Hager. Gine Vergnügungsfahrt mit versch. Hindernissen von der Elton- Troupe. Ein Merikaner Manöver, ger. v. 12 Herren Geschw. Cottrelly, Equilibriftinnen. Auftreten der Reitkünstlerinnen Mille. Theresina und Frl. Natalie, sowie der Reitkünstler Mr. Franks und Herrn Jules. Romische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. " Thomas- Thenter. Kläffer. Bellealliance Theater. ,, Pech Schulze." Oftend- Theater. Der Hüttenbesizer. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Fernpalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstelling. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Freitag( Neujahr) 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei): Die Touristen. Großes Ausstattungsstück. Abends 7/2 Uhr: Auf Helgoland. Sonnabend: Auf Helgoland. Sonntag 2 Vorstellungen. E. Renz, Direktor. Gratweil's he Circus G. Schumann. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Achtung! 791b im Polizeibezirk Berlin( E. H. Nr. 50) am Sonntag, den 17. Januar 1892, Vormittags 11 Uhr, Weinstraße 11 bei Feindt. Tages- Ordnung: 1. Rechnungslegung vom 4. Quartal 1891. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines 1. Vorstehers. 4. Wahl eines Schriftführers. 5. Wahl eines Beisihers. 6. Wahl der Ersaymänner. 7. Geschäftliches. Der Vorstand. G. Busse. Vergnügungsverein ,, Amor" II. Alle diejenigen Genossen, welche noch 792b Sammellisten von den KommunalWahlen in Händen haben, ob leer oder voll, werden ersucht, dieselben sofort retour zu liefern. Zugleich ersuchen wir die Bezirksführer mit den ZentralWahlkomiteemitgliedern ihres Kreises bis 31. Dezember abzurechnen. 430/4 Das Zentral- Wahlkomitee. Im Auftrage: Otto Klein, Schönleinstr. 6. Allen Freunden u. Genossen empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. Gute Speisen und Getränke, 2 Kegelbahnen, Billard, sowie fl. Vereinssaal Donnerstag, den 31. Dezember( Sylvester), Abends 7 Uhr, in Knebel's Salon, Badstr. 58: Gr. Wiener Maskenball. 197/10 Beitrag 10 Pf, Um rege Betheiligung wird gebeten. Das Komitee. J. A.: Paul Heitmann. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. für 150 Personen steht Vereinen noch Donnerstag, den 31. Dezember cr., Abends 82 Uhr, Blumenstr. 38 für einige Tage in der Woche zur Verfügung. BF bei Henke: [ 1770 Gemüthliche Sylvester- Feier mit Damen. Otto Klein, Schönleinstr. 6. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Donnerstag, den 31. Dezember 1891, Abends 72 Uhr: Große VorHalte mein Weiß- und Bairischtellung bestehend aus 10 der vorzüg: Bier- Lokal zum Alten Brüderchen", lichsten Repertoir- Nummern. Gastspiel Reinickendorferstraße 39, Ecke der Der weltberühmten Colibri- Truppe, die Liebenwalderstraße, allen Freunden und Genossen des hohen Nordens bestens 664b empfohlen. fieben fleinsten Menschen der Welt. Gesetzlich geschützt. 3 um 3. Male: Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags M. W. oder: Berliner Kinder im Sommer und Winter. Große 232/13 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Empfehle den Parteigenossen Der Vorstand. Sozialdemokr. Neujahrswünsche. Fritz Bolz, Schantwirth. 17722] Heute gr. Karpfen- Ausschieben 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Passer und Feuer- Pantomime b. Gen. Drügemüller, Wienerstraße 31. Sonntags 25 Pf. 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Hierzu eine Beilage. li D 10 de 31 DC au fa un un DE vie be eir der M for Be bel me Li nic W nic nic In es in สิน Ge fitz we gef Ed zw aw feh auf gle Ma mö Dor ver viel gen agi der rege wel fich alle einf du ger ma Gef Ric " He ent gen Dor G " The der Rin wec und aus Bro lich gefte Sch über tapi fo fi Pro ihm zeug Ant dürf geff daß zeich dem galte hat Step jahr 60. Dere Sollt gar ins rath hau ande Her Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 305. Entwurf zu einem Ortsstatut für die Stadt Berlin, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin. Donnerstag, den 31. Dezember 1891. Der Magistrat von Berlin hat einen Entwurf zu einem Drtsstatut, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, veröffentlicht, der in einiger Zeit die Stadtverordneten- Versammlung beschäftigen wird. Das Ortsstatut muß sich natürlich auf das betreffende Gesetz vom 29. Juli 1890 stützen und dürfte von demselben nicht abweichen. Daraus folgt, daß dieses vorliegende Ortsstatut bedeutend schlechter ist, als dasjenige, das vor längerer Zeit zwischen Magistrat und Stadtverordneten vereinbart war, aber von den Aufsichtsbehörden nicht genehmigt wurde. Es ist jetzt außer Erörterung Alles, was Zweck, Zuständigkeit, sowie Bu sammensetzung des Gewerbegerichts betrifft, was auf Wahlrecht und Wählbarkeit sich bezieht, das Verfahren vor dem Gerichte und die ganze Prozeßführung. Das Ortsstatut hat hauptsächlich nur das WahlDerfahren frei zu ordnen gehabt und können nur an diesem vielleicht Abänderungen versucht werden. Wählbar ist nach dem Gesetz vom 29. Juli 1890 jeder Arbeiter, der das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und seit mindestens einem Jahre im Bezirke des Gewerbegerichtes arbeitet oder Wohnung hat. Der Entwurf zum Ortsstatut schlägt vor, daß zur Aufstellung der Wählerlisten die wahlberechtigten Personen, welche an der Wahl theilnehmen wollen, sich in einer bestimmten Frist an besonderen Anmeldestellen unter Vorlegung eines Zeugnisses der Betriebsunternehmer, bei welchen sie gearbeitet oder der Polizeibehörde anmelden. Wer sich in der gesezten Frist nicht anmeldet, dessen Wahlrecht ruht bis zur nächsten Aufstellung der Listen. Gegen diese Bestimmung können wir einen Einwand nicht machen. Es giebt absolut fein anderes Mittel, um eine Wählerliste zu erhalten, da ja sonst Listen der Arbeiter in Berlin nicht geführt werden. Die Indifferenten, die die Anmeldung Interesse haben. Sache der Organisation und Agitation wird nicht vornehmen, zeigen, daß sie an der Wahlhandlung kein es sein, die zielbewußten Arbeiter zur rechtzeitigen Einzeichnung in die Wählerlisten zu veranlassen und ihnen dabei behilflich zu sein. Gesetzes. Die Wahl ist direkt und geheim nach der Vorschrift des Der Magistrat schlägt vor, aus den Arbeiterkreisen 210 Beifizer zu wählen, die der Reihe nach als Richter einberufen werden. Da nach den Bestimmungen des Ortsstatutes darauf gesehen werden soll, daß thunlichst mindestens einer der zum Echiedsrichter einberufenen Arbeiter( es werden zu jeder Sitzung zwei Arbeiter berufen) demselben oder einem verwandten Berufszweige angehören soll, wie die streitenden Parteien, so wird es sehr wünschenswerth sein, daß sich die 210 gewählten Beisitzer auf die verschiedenen, in Berlin betriebenen Gewerbe möglichst gleichmäßig nach der Wichtigkeit derselben vertheilen. Wir glauben nicht, daß der vom Magistrate vorgeschlagene Wahlmodus dieser selbstverständlichen Anforderung genügen möchte. Es wird nämlich vorgeschlagen, die Wahl nach den Wahlbezirken vorzunehmen, welche für die dritte Wählerklasse für die Stadtverordneten- Wahlen gebildet sind. Der Magistrat bestimmt, wie: viel von den 210 Arbeiter- Beisitzern in jedem dieser Wahlbezirke gewählt werden sollen. Wir sind der Ansicht, daß die Zersplitterung der Wahl agitation bei dieser Art der Wahl eine systematische Auswahl der Beisitzer nach den Gewerben nicht gestattet. Es wird lediglich dem Zufalle und der mehr oder weniger regen Agitation in den einzelnen Gewerken überlassen bleiben, welchen Gewerken die Gewählten schließlich angehören. Es kann sich leicht ereignen, daß einige große, gut organisirte Gewerke alle ihre Kandidaten durchsetzen und so ein ganz unerwünscht einseitiges Ergebniß erzielt wird. Wir würden daher dafür sein, daß die 210 Beisiger durch eine Liste im ganzen Berliner Bezirke gewählt werden. Man könnte dann leicht in Vorversammlungen Herr Engen Richter 11 macht mir das Vergnügen, in der gestrigen, mir heute erst zu Gesichte gekommenen Nummer der Freisinnigen Zeitung" die Richtigkeit des Bildes zu bestätigen, welches ich in meiner Schrift » Herrn Eugen Richter's Bilder aus der Gegenwart" von ihm entworfen habe. Statt auf die Sache einzugehen, schimpft er, genau wie ich es schon auf der ersten Seite meiner Schrift vorhergesagt habe, drei Feuilletonspalten lang über meine " Gesinnungswechsel". An und für sich habe ich durchaus keinen Anlaß, diesem Thema aus dem Wege zu gehen. Nachdem mich Herr Stephany, der Chefredakteur der„ Vossischen Zeitung", zu Ehren des LindauRinges hinterrücks mit einem falschen Eide über meine ,, Gesinnungswechsel" angefallen hatte*), habe ich in meiner Schrift ,, Kapital und Presse" meinen politischen und publizistischen Lebenslauf ausführlich dargelegt und meine Verläumder Stephany, Stein, Brahm u. f. w. zu einem ehrlichen Gange vor den gerichtlichen Schranken herausgefordert. Auch nicht Einer hat sich gestellt, und ebensowenig hat Herr Richter, den ich in meiner Schrift der infamsten, wissentlich betriebenen Ehrabschneiderei überführte, auch nur mit einer Silbe dagegen zu muckfen gewagt. 8. Jahrg. sich über die Kandidaten verständigen, die Plätze nach den etwas größerer Liberalität Pflasterungen vorzunehmen beschlossen Gewerkschaften systematisch vertheilen, und so eine Zusammen- hätte. Die Mittel seien doch dazu vorhanden, von einem wirksehung der Körperschaft der Beisiger erzielen, die allen An- lichen Defizit könne hier keine Rede sein. Nicht soweit Mittel forderungen genügen möchte. vorhanden seien, sondern soweit ein Bedürfniß vorhanden sei, Man wendet von Seiten der städtischen Behörden ein, daß müsse gepflastert werden.( Lachen und Widerspruch.) Ohne zn die Wahl mit einer so großen Liste für die Arbeiter zu schwierig reichende Gründe seien verschiedene Strecken der Koppen-, Pallisein möchte. faden, Waldemar- und Thurmstraße abgesetzt worden, die der Wir sind dieser Ansicht nicht. Die zu ver- Neupflasterung aufs Dringendste bedürftig seien. Redner bean= theilenden Wahllisten dürfen natürlich nur die 210 Namen tragt, diese abgesetzten Strecken in das Berzeichniß wieder aufenthalten. Wenn nun neben jedem Namen ein Raum zum Ein- zunehmen. schreiben eines anderen frei bleibt, und eine furze und klare Instruktion der Liste beigefügt wird, die sagt, daß der Wähler jeden beliebigen Namen streichen und dafür einen anderen setzen fann, so glauben wir nicht, daß mehr ungiltige Wahllisten abgegeben werden würden, als es auch bei kleinerer Zahl der zu wählenden Personen in der Regel geschieht. Die dem Gesetze entsprechende Bestimmung, daß solche Arbeiter, die bei Innungsmeistern arbeten, für deren Innung ein Innungsschiedsgericht besteht, weder Wähler sein können, noch wählbar sind, wird in der Praxis für Berlin sehr große Schwierig teiten bereiten. Einerseits werden die Arbeiter es nur in seltenen Fällen wissen, ob der Meister, bei dem sie arbeiten, Innungsmeister ist oder nicht, dann wird bei dem sehr häufigen Wechsel der Arbeitsstelle in manchen Gewerben ein Arbeiter, der heute bei einem Nicht- Innungsmeister arbeitet, sich in die Liste eintragen lassen, aber über vierzehn Tagen, wenn die Wahl stattfindet, vielleicht schon bei einem Innungsmeister in Arbeit stehen. Er wird nun nicht wissen, ist er Wähler oder nicht. Noch schlimmer wird es für die erwählten Beisitzer sein, die später bei Innungsmeistern in Arbeit treten. Sie verlieren dadurch das Recht, Beisitzer zu sein. Der Einberufer des Beisitzers kann das nicht wissen, der Beisitzer wird es oft selbst nicht wissen, daß er bei einem Innungsmeister arbeitet. Der Rechtsspruch aber, an dem dieser nicht qualifizirte Beisiger theilgenommen hat, ist ungiltig. Ja, es kann leicht kommen, daß ein so großer Theil der sein Recht als Beisitzer mitzuwirken, verliert, daß die Besetzung Beisiger zeitweise bei Innungsmeistern in Arbeit tritt und also des Gewerbegerichtes überhaupt Schwierigkeit macht. Dann ferner: Wenn ein gewählter Beisitzer durch Eintritt in Arbeit bei einem Jnnungsmeister sein Amt hat niederlegen Innungsmeister arbeitet? müssen, lebt sein Recht wieder auf, wenn er nicht mehr beim Wir wollen es heute bei der Erörterung dieser Gesichtspunkte bewenden lassen. Sie sind die wichtigsten, die bei der Berathung des Entwurfes in Frage kommen werden. Auf andere Punkte zurückzukommen wird sich noch Gelegenheit bieten. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Mittwoch, 30. Dezember, Nachmittags 5 Uhr. Von den Stadtv. Langerhans und Gen. Ist ein dring: Ii cher Antrag eingegangen, welcher die Absendung einer Petition an den Reichstag bezweckt, dahingehend, daß die in den Straßen Berlins aufgestellten Militärposten eine andere Instruktion betreffs des Gebrauchs von Schießwaffen erhalten. Gegen die Verhandlung des Antrages in heutiger Sibung wird von feiner Seite Widerspruch erhoben; die Diskussion wird am Schlusse der heutigen Tagesordnung stattfinden. F Die Vorlage betr. die Auswahl der im Etatsjahre 1892/93 neu bezw. umzupflasternden Straßen und Plätze ist vom Ausschuß in einigen Punkten abgeändert worden, es sind einige Straßenstrecken abgesetzt, dafür andere neu eingestellt worden, soweit es im Rahmen der für diesen Spezial Etat ausgeworfenen Mittel möglich war. In der Diskussion bemerkt Stadtv. Stadthagen, daß es gerade in diesem Jahre angezeigt wäre, wenn der Ausschuß mit " mit den Worten schließe: " Referent Stadtv. Langerhans verweist dem gegenüber darauf, daß man schließlich den ganzen Etat über den Haufen werfen würde, wenn man die Pflasterungsfrage einseitig nach dem Bedürfniß regelte. Weit über 3 Millionen Mark würden ohnehin jährlich verpflastert. Unter Ablehnung des Antrages Stadthagen wird die Vorlage im Wesentlichen unverändert nach den Ausschußanträgen angenommen. Die Frage der Wiederbesetzung der durch die Wahl des Herrn Belle zum Bürgermeister im Magistrats- Kollegium frei gewordenen Stelle eines Stadtsyndikus wird dem für die Wahl eines unbesoldeten Stadtraths beschlossenen, noch zu wählenden Ausschusse zur Vorberathung überwiesen. Die Stadtv. Esmann u. Gen. beantragen: Den Magistrat zu ersuchen, die nöthigen Schritte da hin zu thun, daß die Diagonal- Kreuzfahrwege vor dem Schillerdenkmal für Fuhrwert polizeilich gesperrt werden. übergehen, da längstens binnen Jahresfrist der beregte Uebelstand Stadtv. Löwel will über den Antrag zur Tagesordnung beseitigt sein werde. dieser Angelegenheit für höchst wünschenswerth, da auf die MendeStadtv. Meyer II hält dagegen eine neue Anregung in rung des gegenwärtigen Zustandes doch vielleicht noch recht lange gewartet werden müßte. Der Antrag Esmann wird angenommen. Zur Regulirung des Bürgersteiges auf der Ostseite der KirchStraße und mit Rücksicht auf den beabsichtigten massiven Neubau stücks Kirchstr. 1/2, jetzt dem Schiffsbaumeister Janice gehörig, der Moabiter Brücke, die eine Breite von 19 Metern erhalten soll, wird vom Magistrat der freihändige Erwerb des Grundfür den Preis von 225 000 M. vorgeschlagen. Die Vorlage wird ohne Diskussion angenommen. wegen einer event. Umgitterung des Schloßbrunnens hat In Betreff der Anfrage des Stadtv. Bergmann u. Gen. der Magistrat erwidert, daß er eine Umgitterung nicht für erforderlich erachtet, vielmehr das Fortbestehen der ungehinderten Bugänglichkeit empfiehlt. Stadtv. Bergmann will sich, nachdem von allerhöchster Stelle gegen das Gitter entschieden sei, damit bescheiden, hält aber zum besseren Schutz und zur besseren Bewachung des Brunnens gegen große und kleine Straßenjungen die Aufstellung eines ständigen Schutzmannspostens für unentbehrlich und bittet den Magistrat, in diesem Sinne sich beim Polizeipräsidium au verwenden. Stadtv. Singer: Daß der Antragsteller seinen Antrag als erledigt ansieht, nachdem von allerhöchster Stelle eine Aeußerung erfolgt ist, wundert mich nicht; er schließt sich dem Wort suprema lex regis voluntas an.( Dho! Ich habe darüber nicht zu sprechen; dagegen sind die Anregungen des Vorredners wegen erhöhten Schußes des Denkmals ganz verfehlt. Die Fürsorge der städtischen Behörden für die Instandhaltung dieses Brunnens wird auch ohne Aufstellung eines ständigen Schuhmannspostens reichlich geübt werden können. Letzterer würde nur zu einer Reihe von Unzuträglichkeiten führen, und zwar gerade des Mißtrauens wegen, welches er gegen das Publikum ausspricht. Das Publikum soll immer mehr daran gewöhnt werden, selbst Polizei zu üben. Die Anregung des Stadtverordneten Bergmann wäre nur begründet, wenn der Vandalismus und die Rohheit des Berliner Publikums so groß wäre, daß man ein Kunstwerk nicht mit Vertrauen in die Hände der Berliner legen tönnte. Wo sind denn solche Nohheiten passirt? Die allgemeine Bemerkung über die großen und kleinen Straßenjungen ist doch kein Beweis. Diese Denkmäler sind in den Händen der Berliner Bevölkerung mindestens ebenso sicher behütet wie in den Händen jeder andern. Natürlich bin ich ebenso verpflichtet wie geneigt, mich den Herren, mit denselben wüsten Schimpfereien über die ,, Gesinnungswechsel" an obgleich sie bedauerlicher Weise die Frist zum gerichtlichen Aus- gezogen tommt, wegen deren ich mich in Kapital und Preffe" aushaben verstreichen lassen, auch jetzt noch zu stellen, wann und wo lich, wenn er aus meiner Mitarbeiterschaft an der„ Neuen Zeit" trage des von ihnen zuerst vor die Gerichte geschleppten Streits führlich und fachlich verantwortet habe. Herr Richter Iügt wissent es ihnen beliebt, aber so lange sie sich nicht melden, habe ich ein einen neuen„ Gesinnungswechsel" von mir deduziren will. Denn unanfechtbares Recht zu der Behauptung, daß ich in der Schrift er weiß, daß ich schon als Redakteur der" Bolts- Zeitung" MitKapital und Presse" meine politische Vergangenheit wahrheits- arbeiter der neuen Zeit" war, und seit Februar 1888, in getreu dargelegt habe, auch in dem, was mir etwa zum Vorwurfe welchem Monate ich unter meinem Namen meinen ersten Aufsatz gemacht werden kann, wie ich denn die betreffende Darlegung in der„ Neuen Zeit" veröffentlichte, unter den Mitarbeitern dieser Wochenschrift stets öffentlich mit aufgezählt worden bin. Herr Aus den Kreisen der Arbeiterpartei, welche allein Richter lügt wissentlich, wenn er behauptet, ich suchte in meiner ein wirkliches Recht hätte, sich über meinen Ge- neuesten Schrift durch Fluthwellen persönlicher Ausfälle und finnungswechsel" zu beschweren, da ich sie damals oft Schmähungen gegen die freisinnige Partei und Herrn Eugen ungerecht angegriffen habe, besitze ich eine Fülle Richter, insbesondere den Leser über die Seichtheit und Obervon brieflichen, gedruckten und mündlichen Zeugnissen flächlichkeit meiner wenigen sachlichen Ausführungen bis dafür, daß ich meinen Irrthum reichlich wett gemacht habe, ans Ende der sechzigsten Seite durchzufchleppen." Denn und daran kann ich mir gegenüber den giftigen Ver- er hat meine Schrift gelesen und er weiß, daß ich weder ihn, dächtigungen des Lindau- Ringes denn auch reichlich ge- noch die freisinnige Partei schmähe", sondern nur sein fozialnügen lassen. politisches Treiben gerade durch die ernsthaften Vertreter der bürgerlichen Dekonomie als eine arbeiterfeindliche Demagogie fachlich nachweise. Herr Richter lügt wiffentlich, wenn er be hauptet, daß ich in seinem und seiner Genossen„ Sinn" die Bolts- Zeitung" redigirt habe. Denn er weiß, daß ich dies Blatt nicht in freifinnig- manchesterlicher, sondern in demokratisch sozialer Tendenz redigirt habe, wie er denn ja auch so anständig war, die Volts- Zeitung" nnter meiner Redaktion zur Zeit des Sozialistengesetzes als gemäßigt- sozialistisch" zu denunziren. Bei dieser Lage der Dinge habe ich aber auch weiter das Recht, es als eine unanständige und unehrliche Kampfweise zu bezeichnen, wenn Herr Richter nach dem feigen Todtschweigen meiner Schrift„ Kapital und Presse" jetzt gegen meine neueste Schrift Da ich in dem obigen Zusammenhange die Fähigkeit der Herr Räther habe ihm zwar oft Geld geliehen, aber entweder tapitalistischen Presse im Gidesleisten zu erwähnen gezwungen bin, zinslos oder zu fünf Prozent. So verblüffend dieser Eid für so füge ich hier noch gleich zwei weitere Beispiele an. In dem neulichen mich war, so war es doch eben ein Gid und ich erklärte dem Prozesse Mary- Bosnische Zeitung" schwor Herr Stephany, das von Richter, daß ich bereit sei, meine Beschuldigung des Herrn ihm geleitete Blatt nähme es sehr ernst mit den innersten Ueber- Räther öffentlich zurückzunehmen. Trotz der Befürwortung des Doch genug, denn was hülfe es, diesem verhärteten Lügenpeter zeugungen der verantwortlichen Redakteure; und nur Leute, die unter Richters lehnte Herr Räther jeden Ausgleich ab, unter der jede einzelne Lüge vorzuhalten? Ich habe mir zu seinem Anderem auf dem Standpunkt des Protestantenvereins ständen, liebenswürdigen, mir bei" beiseite", zugebrummten Versicherung Artikel nur das Wort genommen, um für anständige und ehrliche dürften zeichnen. Herr Stephany hat da wieder einmal ganz ver Er muß fitzen". So erhob ich die Widerklage, zu deren Ver- Leute den wirklichen Thatbestand festzustellen. Handelt es sich geffen, was er doch so gut gewußt hat, wie ich es noch weiß, bandlung ein wen die Beschuldigungen gegen Herrn Rather meine Schrift" Kapital und Presse"; wer dagegen angehen will, um meine Gesinnungswechsel", so dreht sich der Streit um daß der alte, ehrliche Dumas, der zu seinen Zeiten häufig genug meinetwillen zeichnete, ein aus der Landeskirche getretener Freidenker war, durch einen in meine Schrift„ Kapital und Presse" gelegten mag es doch lieber heute als morgen thun; ich erwarte die ganze dem die Halben vom Protestantenverein noch viel weniger Karton und die Veröffentlichung von dessen Inhalte in der Nummer ihr blaues Wunder erleben, wenn sie noch mehr von den elenedle Gesellschaft mit dem lebhaftesten Verlangen und sie sollen galten, als die Ganzen von der Orthodoxie. hat es mich aber, durch den Zeugeneid des Herrn stets befunden habe, so erwies sich auch diesmal die ehrlichste finischen Geheimnissen der fapitalistischen Presse auf dem öffentStephany zu erfahren, daß er, der in seinem 40. Lebens- Kampfweise als die glücklichste. Ein Leser des„ Vorwärts" lichen Markte sehen wollen. Handelt es sich aber um die arbeiterjahre ein ganz gotteslästerlicher Atheist war, sich in seinem suchte mich auf und überlieferte mir das gerichtliche Beweis- feindliche Demagogie des Herrn Richter, so muß ich bitten, daß 60. Lebensjahre noch zur religiösen Richtung des Protestanten material dafür, daß Herr Klausner an seinen Gläubiger Räther dieser Ehrenmann sich auf dem Gebiete vertheidigt, auf dem ich vereins befehrt hat. Bei dieser glücklichen Entwickelungsfähigkeit wöchentlich im Durchschnitte 10 bis 12 Theaterbillets zum Preise ihn angegriffen habe. Wenn er sich durch wüste Schimpfereien sollte er aber mit dem„ Gesinnungswechseln" anderer Leute nicht von 30 bis 40 M. geliefert hat. In dem nächsten Termin werde über meine Gesinnungswechsel" zu retten sucht, weil er meine gar so unbarmherzig und namentlich nicht gar so falscheidlich ich sowohl dies Material produziren, als auch den Zeugen ben geringsten fachlichen Gegengrund zu entkräften vermag, so fachliche Kritif seines sozialpolitischen Treibens auch nicht durch Klausner in aller Höflichkeit darauf aufmerksam machen, daß bietet er nur das klägliche Bild eines Demagogen, der, auf ins Gericht gehen. Ferner: In dem Prozeſſe, den Herr Näther, das Aufsichta ibm in feinem Gide viss Theaterleute, insbesondere dich setter den schnödeſten Kniffen und Pfiffen ertappt, sich nun mit aller raths- Mitglied der„ Bolts- Beitung", gegen mich wegen der Be- wie ich denn auch einige den Direktor hauptung angestrengt hat, daß er Geldgeschäfte zu einem Barnay laden laffen werde, um festzustellen, auf welchen dunklen Gewalt in ein Maujeloch retten will. anderen, als dem landesüblichen Binsfuße" betreibe, beschwor Wegen der Vorsehung der kapitalistische Theaterrezensent Klausner Berlin, den 30. Dezember 1891. Herr M. A. Klausner, Redakteur des Berliner Börsen- Courier", zu einem so reichen Segen von Theaterbillets gekommen ist. " Gefreut des Vorwärts" vom 8. dieses Monats zurück. Wie ich es noch F. Mehring. Wir haben keine Veranlassung, etwas anderes zu thun, als was faber wird die Verhandlung im Reichstage jedenfalls den größeren und Weihnachten 1892? Wer weiß, ob der Kaiser- Bazar" dann der Magistrat in richtiger Würdigung der Sachlage beschlossen hat. Räsonanzboden haben. Wenn es überhaupt möglich ist, die überhaupt noch Aufsichtsraths- Sizungen wird abzuhalten brauchen. Stadtv. Meyer II: Ein Beispiel, wie es Kollege Singer Militärbehörden von ihren, von ihnen natürlich für höchst vollDie Angelegenheit ist damit erledigt. Infolge Beschlusses der Versammlung vom 11. Juni cr. war aus Veranlassung einer Petition dem Magistrat zur Erwägung anheimgegeben worden, ob nicht eine schleunigere Abfertigung der Käufer von Koates auf den städtischen Gasanstalten zu ermöglichen sein möchte. Der Magistrat theilt den Bericht des Kuratoriums für das städtische Erleuchtungswesen über die An gelegenheit mit, wonach das Kuratorium nochmals Anordnungen getroffen hat, daß bei besonders starkem Andrange durch mög lichste Regelung des Verkehrs der Fuhrwerke, durch Vertheilung der Stellen zum Vermessen des Koakes und durch Einstellen einer größeren Zahl von Arbeiterkolonnen zum Vermessen jeder Verzögerung in der Abfertigung der Abnehmer entgegen getreten wird. In der Abstimmung wird der Antrag mit der von Birchow beantragten Modifikation angenommen. Schluß gegen 8 Uhr. Lokales. wünscht, liegt vor bei dem Humbolddenkmal Dor der kommen gehaltenen Instruktionen abzubringen, dann muß es die Vor dem Cirkus hat einer unserer Leser am zweiten Universität, wo in roher vandalischer Weise ein Arm ab- gesammte Bevölkerung sein, die in ihrem Ansturm der Regierung Weihnachtsfesttage üble Erfahrungen gemacht. Er entwirft uns geschlagen ift. Schon ein folches folches Beispiel genügt flar macht, daß es mit dieser Instruktion nicht weiter so geht. Gin von seinen Erlebnissen folgende Schilderung: Ich wollte einen 11111 zu beweisen, daß die völlige Schuhlosigkeit solcher solches Verfahren ist doch sicherlich wirkungsvoller als irgend ein Platz bekommen, von welchem aus ich etwas sehen konnte und Denkmäler nicht angezeigt ist. Der Aufforderung Singer's, die Schriftwechsel. Beim Militäretat läßt sich ja im Reichstage die war deshalb mit Familie so zeitig von Hause weggegangen, daß Bürgerschaft möchte gelegentlich selbst Polizei üben, bin ich ein- Sache auch zur Sprache bringen; wir haben also die Aufgabe, ich schon um 5 Uhr vor dem Cirkus anlangte. Um diese Zeit mal nachgekommen, indem ich einige„ Knaben" aufforderte, nicht dem durch eine Rollektiveingabe über diese unerhörten Ereignisse war an der Kasse der 1., 2. und 3. Platz bereits ausverkauft; gerade auf den ehernen Negen herumzutreten; ich habe da aber dort den Boden zu bereiten. Die Absicht, die Sache am eigenen es gab also für mich keine Eintrittskarten mehr. Freilich hatten von den Umstehenden einige nicht ganz freundliche Bemerkungen Herde auszutragen, wird Herrn Virchow nicht gelingen, da jedes fich vor dem Cirkus eine Menge Billethändler, sicher 25 bis 30 einstecken müssen darüber, daß ich mich in Sachen mischte, die Mitglied des Reichstags sie dort zur Sprache bringen kann. Stück dieser Spezies, postirt, von denen ich Billets um den mich nichts angingen( Heiterkeit). Stadtv. Virchow entgegnet, daß die Petition an den doppelten Preis in Masse angeboten erhielt. Das war mir Reichstag nur eine Verzögerung bedeute, da der Reichstag sie doch zu happig, ich packte alfo Frau und Kinder wieder zusammen nur dem Reichskanzler überweisen könne, der dann seinerseits und ging in den anliegenden Straßen, spazieren. Hier kam ich doch erst Bericht einfordern müßte. vor ein Bigarrengeschäft, in welchem ich Billets zu dem Tagespreise noch erhielt. Ich hatte also Glück, viele Andere aber hatten bei den Händlern das Doppelte abgeladen. Ich stürmte also wieder nach den geheiligten Cirkushallen zurück und postirte mich sammt Kind und Regel vor die Thür. Da gab es schon ein mächtiges Gedränge. Als wir uns ein nettes halbes Stündchen hatten von ciner Seite zur anderen schubsen lassen, gab's plöglich einen großen Krach; die über 2 Meter breite eiferne Thüre wurde geöffnet, und zwar nach Außen! Das ging mit einem solchen Ruck vor sich, daß die Draußen stehenden durcheinanderkugelten und Rabolz schossen zum Die leidige soziale Frage" macht bekanntlich den Erbarmen. Es gab ein fürchterliches Gejohle und Spektakeln, Frommen im Lande ebenfalls bedeutendes Kopfzerbrechen. In die Menschen lagen in einem Knäuel über und nebeneinander ieber Synode, in jeder pastoralen Konferenz, kurz und gut überall und suchten sich unter großem Lamento ihre Gebeine und sonstigen da, wo zwei oder drei unserer Kirchenlichter versammelt sind, sieben Sachen zusammen. Nachdem ich meine Familie zusammen steht die soziale Frage" auf der Tagesordnung und man müht gesucht und, so gut es ging, reparirt hatte, ging's endlich rin fich zwar mit Ernst und Eifer, aber mit herzlich wenig Geschick in't Berjniegen". Da fiel meiner Frau eine verlockende Aufschrift grin ab, an dieser schlimmen Frage mit allerhand weisen Rebensarten in die Augen:" Für Damen". Ein Blick genügte, um mich zu herumzudoktern. Mit welchem Erfolg, ist unseren Lesern genugsam vergewissern, daß meine Frau auch diese Annehmlichkeiten des nichts gethan. Und über schöne Worte sind die Herren wirklich weiter gethan, als ich einen Wortwechsel hörte, an dem meine bekannt: mit gar keinem, denn da ist mit eitel schönen Worten Birkus tennen lernen mußte. Ich hatte faum einige Schritte noch nicht hinausgekommen, wir müßten denn absehen von den Frau betheiligt war. Nach langem Zurückdrängen und Schimpfen Erfolgen des Herrn Hofprediger a. D. Stöcker, des Herrn Jstraut und Fragen brachte ich endlich in Erfahrung, daß ohne die Spangener Angedenkens und des Herrn Bodelschwingh auf dem Bahlung von 15 Pf. ein Eintritt in" Für Damen" überhaupt Gebiete der„ chriftlichen" Arbeiterkolonien. Der Erstere kann noch nicht möglich sei. Und da ich an diesem Tage die Kaffe führte, heute mit Stolz zurückblicken anf seine Thätigkeit in den anti- hatte meine Frau tein Geld bei sich. Endlich waren wir auf femitischen Radauversammlungen und auch im Gerichtssaal in die Plätze gestolpert, sahen wenig, tranten theures und ab Moabit, der Herr hat die Sozialdemokratie so lange bekämpft" gestandenes Bier und zanften uns dann noch den ganzen Abend bis er falt gestellt wurde und bis die Sozialdemokratie die über unseren„ Genuß". Wenn ich wieder nach dem Zirkus gehen stärkste Partei im Reiche geworden ist. Der Zweite läßt als sollte, werde ich mich vorher in eine Lebensversicherung einkaufen. geistige Waffen" den Knüppel sprechen und der Dritte hat alle Hände voll zu thun, um seine Anstalt wenigstens leidlich über affer zu halten. klären. Die Versammlung nimmt von dem Bericht Kenntniß. Der Magistrat ersucht die Versammlung, sich mit der AufDer Magistrat ersucht die Versammlung, sich mit der Aufstellung der Marmor- Bildsäule des Erfinders der Lithographie, Alois Senefelder, auf dem Plate Treffpunkt der Meterund Weißenburgerstraße( Thusneldaplay) einverstanden zu er Die Versammlung stimmt dem Ersuchen zu. Am 23. April d. J. hatte die Versammlung beschlossen, beim Magistrat die Einsetzung einer gemischten Deputation zur Berathung der event. Förderung des Projekts einer Industrie Ausstellung in Berlin seitens der städtischen Verwaltung anzuregen. Der Magistrat erklärt sich dazu bereit und ersucht die Versammlung, ihrerseits 20 Mitglieder für diese Deputation zu bestimmen, worauf alsdann 10 Magistrats- Kommissarien erDie Versammlung tritt dem Antrage des Magiftrats ohne Debatte bei; die Wahl der 20 Mitglieder wird demnächst statt finden. Darauf wird in die Berathung des oben mitgetheilten An trags Langerhans, betr. den Gebrauch der Schießwaffen durch die Militärposten, eingetreten. nannt werden sollen. ,, Suche zum 1. Oktober oder später gebildetes junges Mädchen als Stütze. Gewünscht Erfahrung im Waschen, Plätten, Kochen und Backen, Lust zu jeder Arbeit, Kinderliebe. Rein Gehalt, aber Familienanschluß. N. bei N., Vorpommern. Frau Pastor N." V Zum Kapitel der geheimen Prostitution war von uns am 21. November in Nr. 264 des Vorwärts" ein Beitrag gebracht worden in Form der Mittheilung eines Vorfalles, der darin gipfelte, daß ein Gemeinde Schullehrer eine junge Dame des Nachts in ihre Wohnung begleitet und diese sich auf Befragen als Lehrerin an einer mit einem Lehrerinnen- Seminar verbundenen Privat- Mädchenschule zu erkennen gegeben habe. Wir bedauern, durch diese Nachricht arg getäuscht worden zu sein, benn bie amtlichen Nachforschungen in dieser Angelegenheit haben die Thatsache ergeben, daß die ganze Darstellung des gedachten Bor falles lediglich auf müßiger Erfindung beruht, was wir hiermit gern konstatiren. Vater und Sohn ertrunken. Am Montag Nachmittag in der dritten Stunde unternahm der in Berlin wohnende Handels mann Gottschlick, welcher sich besuchsweise bei seinem in Neudorf bei Teupitz wohnenden Schwager aufhält, mit seinem zehnjährigen Während es also mit den Thaten dieser Sozialistentödter Stadtv. Langerhans erinnert an die dieser Tage vor nicht weit her ist, giebt es unter ihrer pastoralen Gefolgschaft der Reichsbruckerei in der Oranienfiraße stattgehabte Schieß- Leute, die mit ihrem sozialen Verständniß die dicksten Wände umaffäre, bei welcher aus höchst geringfügiger Veranlassung Leben zustoßen im Stande sind. Hierfür erbringt jede Synode einen und Gesundheit von Berliner Bürgern in Gefahr gebracht worden neuen Beweis und auch sonst erblickt hin wieder einmal ein fei, und empfiehlt als den türzesten und praktischsten Weg, die Sache Borkommniß die Deffentlichkeit, aus welchem hervorgeht, unter bei den zuständigen Behörden zur Erörterung zu bringen, die welchem Gesichtspunkt man die soziale Frage im Pfarrhause be Einreichung einer Petition an den Reichstag. Im Jahre 1889 trachtet. So finden wir in einem tonservativen illustrirten Blatt, fein ein Antrag, die Versammlung möge mit den betr. Behörden einem Familien" blatt für die gutgesinnte Bourgeoisie, folgende eines ähnlichen Vorkommnisses wegen in Verhandlung treten, Anzeige: abgelehnt worden, weil lediglich durch den Mund des Magistrats die Versammlung mit den Behärden verkehren tönne, aber auch, weil man hoffte, die Angelegenheit würde auch noch den Reichstag beschäftigen. Das sei nicht geschehen. Inzwischen wachse die aus der Fortdauer der alten Militärposten- Instruktion von 1837 dem Publikum erwachsende Gefahr bei der zunehmenden Vorzüg Das ist doch noch eine Gegenleistung! Die Frau Paftorin Sohn Carl eine Kahnfahrt auf dem Seddinfee. Als beide die im lichkeit der Waffe und der gesteigerten Durchschlagskraft des Ge- will durch ein Mädchen„ jung und gebildet" gestüßt sein, d. h. See liegende Rohrinsel passirt hatten und nach dem Reiherhorst schofses täglich. Sun könnte man ja wieder den Magistrat auffordern, also von den Haus- und sonstigen Arbeiten entlastet werden. hinübersteuern wollten, bemerkte G. zu seinem Ensetzen, daß der mit den Behörden in Verhandlung zu treten, dann könne man aber auch Denn das Mädchen, dem dieser Ruheposten zugedacht ist, soll Kahn, der bisher trocken war, fich in rapider Schnelligkeit mit nicht weiter; man fönnte auch an den preußischen Kriegsminister Erfahrung haben im„ Waschen, Plätten, Kochen und Backen", Wasser füllte. Leider war G. aber schon zu weit von der Insel oder die Reichs- Militärverwaltung petitioniren, aber man müßte außerdem muß sie auch noch Rust zu jeder Arbeit zeigen und entfernt, um wider zurückſteuern zu können. Er rieth nun seinem sich dann mit der erfolgenden Antwort zufrieden geben, auch endlich noch Kinder ganz besonders lieben. Das ist doch immer- Sohne, über Boad zu springen und sich durch Schwimmen zu wenn sie gar nicht befriedigte. Der Reichstag aber müsse die hin eine Leistung, wie sie mannigfacher kaum gedacht werden retten. Der Knabe that dies auch, aber nach faum 5 Minuten Petition verhandeln und es sei dort Gelegenheit, der Sache den tann. Und was verspricht die Frau Pastorin für all diese schönen verließen ihn die Kräfte und er versant in die Tiefe, aus der er nöthigen Nachdruck zu geben. Sonst schlummerten derartige An- Dinge?- Keinen Gehalt, dagegen aber welch ein nicht wieder zum Vorschein fam. Inzwischen hatte der Bater, gelegenheiten gar zu leicht ein. Edelmuth Familienanschluß. Wir glauben ganz sicher, daß nachdem er ebenfalls über Bord gesprungen war, sich an dem die menschenfreundliche Arbeitgeberin immerhin noch zahlreiche umgekippten Kahne festzuhalten versucht und um Hilfe geschrien. Bewerberinnen für diesen verlockenden Posten gefunden haben Seine Hilferufe verhallten aber auf dem öden unbelebten See, wird, denn die Verhältnisse liegen in Deutschland heut schon so, daß die Arbeitskraft verkauft wird lediglich des Familienanschlusses und des- Essens wegen! und zwei Schiffer, die den Vorfall inzwischen bemerkt hatten, waren zu weit entfernt, um gleich an die Unglücksstelle heransteuern zu können. So fand auch der Vater seinen Tod in den Wellen. Der auf dem See herumtreibende Kahn wurde schließlich ans Land gezogen und nach Neudorf geschafft. G. hinterläßt eine Frau und zwei unmündige Kinder. Stadtv. Singer: Ich konstatire mit Befriedigung, daß der Antragsteller die Motive, welche 1889 die Versammlung dazu führten, den von Vogtherr und mir in ähnlicher Sache gestellten Antrag abzulehnen, heute fallen läßt und daß heute nicht mehr behauptet wird, die Stadt Berlin habe fein Recht, sich z. B. an die Kommandantur zu wenden, weil es sich um eine Angelegenheit handle, die keine Gemeinde- Angelegenheit im Sinne der StädteWeißensee. Der hiesige Sozialdemokratische Arbeiterverein Ordnung sei. Heute meinte der Antragsteller vielmehr, man hielt am 3. Weihnachts- Feiertag fein erstes Stiftungsfest im tönne allerdings an die betreffende Behörde gehen, müßte dann Saale des Herrn Dewein, Königs- Chauffee, ab. Das Stiftungsaber sich mit der ergehenden Antwort begnügen. Ich halte fest war verbunden mit Konzert, Theater, Tanz und Gesang, Bon Puffern zermalmt. Ihr erstes Opfer hat vorgestern namentlich in Rücksicht auf etwaige Wiederholungen ähnlicher unter Mitwirkung des Gesangvereins„ Lorbeerkranz"( Mitglied Nachmittag die Waunseebahn gefordert. Der in den dreißiger Vorkommnisse für wichtig, au fonstatiren, daß diese Auffassung des Arbeiter Sängerbundes). Als um 5 Uhr die Kasse eröffnet Jahren stehende Heizer Klaus war gegen 5 Uhr mit dem Reinigen heute verlassen worden ist. Der Petition selbst will ich recht wurde, konnte man bereits sehen, daß die Betheiligung eine große der Laternen einer Lokomotive beschäftigt, welche kurz vor einem viel Glück wünschen, ob die Erledigung durch dieses Mittel aber werden würde. Gegen 6 Uhr mußten sämmtliche Stühle, die Prellbock Ausstellung gefunden hatte. Während sich nun R. beschleunigt wird, ist zweifelhaft. E3 geht bekanntlich vorhanden waren, herbeigeschafft werden, damit überhaupt nur zwischen Maschine und Prellbock befand und feiner Beschäftigung damit im Reichstage recht langsam, auch wird ihr möglicher Sigpläge geschafft werden konnten. Eine große Anzahl von nachging, fuhr plöglich eine andere Lokomotive gegen die an der weise schon in der Petitionskommission ein schlichtes Begräbniß Personen mußte umkehren. Als der Dirigent der Gesangs- bezeichneten Stelle haltende und drängle dieselbe gegen den Prell und sie fommt gar nicht ins Plenum. Aber schon der Umstand, abtheilung, Herr Bombelle, einen Prolog gesprochen hatte, fam bock. R. gerieth hierbei zwischen die Puffer der Lokomotive und daß diese Versammlung sich wiederholt mit der Frage der das lebende Bild„ Arbeiterschutz" zur Aufführung, welches allge- des Prellbockes und wurde vollständig zerquetscht, daß er innerInstruktion beschäftigt, sollte den Militärbehörden flar machen, mein als ein durchaus gelungenes bezeichnet wurde. Auch das halb weniger Minuten seinen schweren Berlegungen erlag. Der daß es so nicht weiter geht. Wir können doch nicht für ganz Theaterstück„ Der Zigeuner" rief eine große Begeisterung hervor. fo jäh aus dem Leben Geriffene hinterläßt eine Frau und zwei leichte Bergehen die Todesstrafe einführen! Ohne die Kompetenz- Als hierauf Genosse Franz Behrend die Festrede gehalten hatte, unnündige Kinder. frage anzurühren, ob der Posten sich im vorliegenden Falle, wo beluftigte man sich noch bis in die späte Morgenstunde bei Gesang es sich nicht um die Abwehr eines Angriffs, sondern um eine und Tanz. Man konnte es jedem Theilnehmer ansehen, daß das Verunreinigung des Bürgersteiges handelte, mit Recht einmischte, Fest eine große Befriedigung hervorgerufen hatte. was soll werden, wenn bei solchen Vorkommnissen auf der Straße fich der Betreffende die Arretirung nicht gefallen lassen will und nun Die Angestellten des ,, Kaiser- Bazar" haben nicht gerade sich und die unbetheiligten Passanten der Gefahr aussetzt erschossen zu vergnügte Feiertage verlebt. Das Unternehmen hat zwar vor werden? Die Berechtigung, von der Schußwaffe in solchen Fällen den Feiertagen die Reklametrommel gewaltig gerührt und den Gebrauch zu machen, fann unter feinen Umständen länger ge- Beitungen, welche infolge der Aufgabe von bezahlten Inseraten duldet werden, das müßte sich doch die Militärbehörde sagen. auch zur unentgeltlichen Aufnahme von Reklamenotizen verpflichtet Eine verhängnißvolle Verwechselung von Arzneien Gewiß wird die gesammte Bürgerschaft einmüthig sein in der sind, Notizen des Inhalts zugehen lassen, daß der Bazar an den hat einen hiesigen Einwohner dem Tode nahe gebracht. Eine Meinung, daß diesem Auswuchs mit aller Macht entgegenzutreten Tagen vor dem Feit wegen zu großen Andranges" ſtundenlang Lokalforrespondenz berichtet darüber Folgendes: Der im Südsei, aber ich gebe anheim, ob es sich nicht empfiehlt, neben der hat geschlossen werden müssen. Dieser gewaltige Andrang mag westen der Stadt wohnende Bäckermeister S. war in furzer Zeit, Betition durch eine Rollektiveingabe, eine Deutschrift an das den Aktionären ganz willkommen gemesen sein, das Personal hat Striegsministerium den Versuch zu machen, auf schnellerem Wege die Arbeit gehabt und die Aktionäre haben den Ueberschuß ein- ebenso wie zwei seiner Gesellen und seine Verkäuferin, an der Influenza erkrankt. Da die Krankheit bei allen vier Personen die Meinung der Behörde festzustellen. Schaden könnte das auf gestrichen. Den Hausdienern ist nicht das geringfügigste Weihnachts nicht sehr heftig auftrat, hielt es Herr S. nicht für nothwendig, Petition die Stellung der Behörde zu der Frage schon bekannt und die Tage zuvor bis gegen 10 Uhr Abends haben arbeiten Antipyrin heben zu können; er schichte nach einer Apotheke und sein. Die Bürgerschaft, von deren Steuern das Militär erhalten müssen. Am heiligen Abend mußte noch ein Theil der Hausdiener ließ sich von dort ein Quantum dieses Heilmittels holen. Nachwerden muß, hat das Recht, vor solchen zufälligen oder absicht von 9 Uhr ab Packete austragen, die„ Ueberstunden" wurden mit dem der Bäckermeister eine Dosis Antipyrin eingenommen, er lichen Kugeln geschützt zu sein. -25 Pf. extra bezahlt. Natürlich reduzirten sich diese Ueber- tranfte er unter so besorgnißerregenden Symptomen, daß die Deutschland. an Morgen des zweiten Feiertages in der Wiege todt aufgefundenen Die Obduktion der durch den Hausdiener Hamm am Zwillingstöchter Anna und Wally hat zu dem Ergebniß geführt, daß beide infolge von Darmkatarrh eines natürlichen Todes ge storben sind. Werkwürdig ist es, daß die Eltern von der Krank heit nichts gemerkt und ärztliche Hilfe nicht in Anspruch genommen haben. Stadtv. Virchow beantragt, die Petition an ten Reichsstunden auf eine Stunde, denn um 10 Uhr hörte die Sache Angehörigen sofort zwei Aerzte holen ließen. Diese konstatirten tanzler statt an den Reichstag zu richten, da man zuvor den auf, da die Häuser geschlossen wurden. Allerdings muß eine wahrscheinlich durch Blausäure herbeigeführte Vergiftung, Instanzenweg erschöpft haben müßte, der preußische Kriegs- fonstatirt werden, daß im Aufsichtsrath sich Stimmen erwandten jedoch sofort geeignete Gegenmittel an, so daß S. fich minister aber nicht ohne Weiteres als richtige Instanz anzusehen hoben, welche für die Austheilung eines Weihnachts- jegt nach mehrtägigem Strantenlager außer Lebensgefahr befindet. sei. Außerdem aber sei es besser, die Angelegenheit, wenn thun- geschenkes die Angestellten plädirten. Einer der Wie die Verwechselung der beiden Substanzen möglich geworden, lich), bei uns im Hause abzumachen, denn eine solche militärische Herren aber, der Besitzer einer großen Schuhfabrik, die einen konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Als ein glücklicher Instruktion bestehe nur in Preußen, nicht im übrigen großen Theil ihres Bedarfes in den Strafanstalten und Zucht Bufall ist es zu betrachten, daß die anderen Patienten von dem häusern herstellen läßt, wandte sich aber so energisch gegen die Stadtv. 2angerhans kann diese Bedenken nicht theilen: Bewilligung einer Weihnachtsgratisitation, daß er mit seiner An- Gift noch nicht genommen hatten. Petitioniren könne die Versammlung an je de Behörde, sie müsse sicht durchdrang und die Leute mit leeren Händen nach Hause sich dann aber auch mit der Antwort begnügen, die sie erhalte. gehen mußten. Da nun erst am 31. Das Gehalt ausgezahlt wird, Die Petition an den Reichstag verbürge allein eine wirkliche ging es in mancher Familie sehr knapp her und es half auch Berücksichtigung der Angelegenheit durch die Behörden. Nichts, daß die Weihnachtsbäume so sehr billig waren, mancher Stadtv. Spinola schließt sich dem Antrage Virchow an. war eben nicht in der Lage, sich das Allerbilligste anschaffen zu Stadtv. Singer: Ich kann mich mit dem Antrag Virchow fönnen. Selbst wenn das Unternehmen nicht im Stande war, nicht befreunden. Welche Verzögerung entstehen würde, wenn Gratifikationen machen zu können, so hätte es sich aber doch der Reichskanzler erst von einer Reihe von ihm nachgeordneten gewiß ermöglichen lassen, das Gehalt oder wenigstens einen Theil Sirkus Schumann. Gestern fand bei ausverkauftem Justangen Bericht einforderte, brauche ich nicht länger aus- desselben vor den Feiertagen auszuzahlen, der geringe Binsverlust, Haufe die erste Aufführung der neuen Pantomime: M. W." einanderzusehen. Direkt ist die Angelegenheit auch nicht Sache der dadurch entstanden wäre, hätte das große Etablissement nicht oder:" Berliner Kinder im Sommer und Winter" statt. Die des Reichskanzlers; die Instruktion abzuändern ist Sache der wackeliger gemacht, als es schon ist. In der Zeit nach Neujahr selbe wurde vom Publikum sehr beifällig aufgenommen. Die Gesetzgebung( Widerspruch), die gefeßgebenden Körperschaften wird es wohl nicht mehr vorkommen, daß wegen zu großen 10 Bilder", in Szene gesezt vom Direitor G. Schumann, welcher werden Sie also schon mit der Frage betrauen müssen. Dann Andranges" auch nur eine einfache Thür geschlossen wird, zur Unterstützung noch einen Negiffeur, Ernst Schumann. zur " Gin heftiger westlicher Sturm, begleitet von schweren Regengüssen, wüthete während der verflossenen Nacht. Die Temperatur war dabei eine auffallend milde. Der Sturm hat vielfache Verheerungen, namentlich in der Umgebung von Berlin, angerichtet; der Regen hat Ueberschwemmungen herbeigeführt, die den Verkehr auf den Landstraßen wesentlich behinderten. f a ft f fa de Die Kommission der Berliner Buchdrucker. ( Gratweil's Bierhallen.) so Seite hatte, waren reichhaltig und boten viel Abwechslung und das vereinigte englische Kapital bei dem denkwürdigen Dockerstreik haben wir zusammen gekämpft, wir werden das auch in Zukunft Unterhaltung. Allerliebst waren im dritten Bilde:" Die Spree in London durch die vereinigten Arbeiter aller Länder glänzend fo halten. Wer von den Kollegen der pekuniären Hilfe nicht entwälder Ammen". Auch die Colibri- Truppe ließ es sich nicht nehmen, wader zum Gelingen des Ganzen das Ihrige bei- geschlagen wurde, so wird auch das vereinigte deutsche Kapital rathen kann, den wird die Kollegenschaft auch nicht verlassen. Wenn die deutschen Kollegen von unsrer heutigen Verzutragen. Besonders hervorzuheben sind:" Der Husaren- und durch die Solidarität aller Arbeiter in diesem Kampfe geschlagen sammlung hören, wird ein frischer Hauch durch Ammentanz", und das farbenprächtige:" Grand Ballabille der werden. Hoch die Solidarität! unsere Bewegung ziehen. Wir hätten unsre Zeit nicht begriffen, Blumen", vom Gesammtpersonal dargestellt. Reizend waren sie, wenn wir elenden Mainmons halber verzweifeln würden. In der gediese kleinen Veilchen, Vergißmeinnichtchen, Maiglöckchen, Tausendsammten Arbeiterschaft ist es allgemein so Brauch, daß man nicht mit schönchen, Wasserlilien und auch die größeren Blumen, Geld zu streiken beginnt, und sie würde uns fräftiger unterwelche die Balletmeisterin„ Frau Stella Moris" ins Aus Berlin wird uns geschrieben: stützt haben, wenn wir das von Anfang an ebenso gehalten hätten. Bouquet gewunden hatte, waren für Jeden ein erfreulicher Daz Personal der Buchdruckerei Don Nicht ein Einziger wird von der Fahne wanken und zur Arbeit Anblick. Die Krone des Ganzen bildete die effektvolle: Christ- H. S. Hermann beschloß am gestrigen Tage, daß jeder gehen, ehe der Neunstundentag bewilligt ist.( Bravo!) nachts- Apotheose" des Herrn Couprant mit seinen sensationellen Berheirathete von seinem Wochenverdienst e Die Herren Vorwerk und Pollender sprechen sich in Wasser, Feuer und Lichteffekten. Dazu kamen noch die Boot- Alles, was über 25 M. ist, an die Streitkasse gleichem Sinne aus. Herr Voigt ersucht die Ledigen, zu fahrer und Wassernigen, welche das nasse Element belebten. abliefert; die Ledigen liefern alles ab, was über Gunsten der Verheiratheten auf einen Theil ihrer Unterstützung Das Schlußbild ist von prächtiger Wirkung und wir hoffen, 21 m. hinausgeht. Es steht zu hoffen, daß auch noch zu verzichten. Herr Lindenberg führt einige Beispiele an, daß Herr Direktor Schumann viele volle Häuser damit er andere Personale diesem hochherzigen Beschlusse folgen werden. um zu zeigen, wie schwach die Kräfte der Nothhelfer find. zielen wird. Die Stellen der streikenden Buchdrucker in Herr Kretschmar feuert in warmer Rede ebenfalls zum AusPolizei Bericht. Am 29. d. M. wurde ein Arbeiter in der Berlin sollen alle besetzt sein, so befagt eine von Seiten der harren an und weist darauf hin, daß es sich bei den Prinzipalen Waschküche des Hauses Große Frankfurterstr. 95 erhängt vor Prinzipalität in die Berliner Blätter langirte Nachricht, welche nicht mehr darum allein handelt, den Neunstundentag abzulehnen, Waschküche des Hauses Große Frankfurterstr. 95 erhängt vor die Streifenden abtrünnig zu machen bezweckt. Die Sache steht sondern unsere Organisation zu zertrümmern. gefunden. Im Landwehr- Kanal, gegenüber dem Grundstück im Gegentheil so, daß den vom Streit betroffenen Buchdruckereien Sodann wird folgende Resolution gegen wenige Stimmen Görlizer Ufer 21/23 wurde zu derselben Zeit die Leiche eines wie man zu sagen pflegt das Messer an der Kehle sigt, und selbst angenommen: unbekannten, etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. den leitenden Prinzipalen, den Herren Häbringer, Bernstein und Auf dem Wannsee- Bahnhose wurde Nachmittags der Hilfsheizer Becker, allein über 100 Mann zu ihren dringenden Arbeiten Klohs, als a die hinteren Laternen einer dort haltenden Loko- fehlen. Die mittleren und Kleineren Druckereien sind mit Arbeitsmotive puzte, von einer zweiten anfahrenden Lokomotive gegen die Puffer eines Prellbocks gedrückt und erlitt dabei so schwere träften fast gar nicht oder nur schwach versehen, denn man hat, um das Publikum zu täuschen, zuerst die Zeitungen besetzt." Berlegungen, daß er bald darauf verstarb. Zu derselben Zeit erschoß sich auf dem Tempelhofer Felde ein Student mittels Ueber die Dienstags Versammlung der Leipziger Revolvers. Auf gleiche Weise machte in der Nacht zum Buchdruck ergehilfen geht uns aus Gehilfenkreisen folgender 30. d. M. im Vittoria- Park, nahe dem Denkmal, ein unbekannter Bericht zu: etwa 40 jähriger Mann seinem Leben ein Ende. Vor dem Hause Oranienstr. 143 fiel zu derselben Zeit ein Mufiter zur Erde und erlitt eine bedeutende Verlegung des Fußes. In der Wohnung eines Bäckermeisters in der Graudenzerstraße wurde am 30. d. M. Morgens die Verkäuferin bewußtlos aufgefunden und, nachdem festgestellt worden, daß sie durch die aus dem Back osen entströmten und in das Zimmer eingedrungenen Gase betäubt worden war, nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 29. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden fünf Brände statt. 1 Gerichts- Beitung. B Die heute in den Drei Mohren" tagende Allgemeine Buchdrucker- Versammlung, zu welcher auch die Arbeite rinnen eingeladen sind, beschließt den Streik trog der Maßnahmen der preußischen Regierung gegen den Unterstützungsverein Deutscher Buchdrucker unverändert und mit aller Energie fortzusetzen. Die Versammlung erklärt sich jedoch unter Aufrechterhaltung der Forderung der neunstündigen Arbeitszeit zu Verhandlungen in der Lokalzuschlags- Frage mit den eins zelnen Firmen bereit, um ihnen die Bewilligung der neunstündigen Arbeitszeit zu erleichtern, und ermächtigt die Kommission für Tarifangelegenheiten Leipzigs zu eventuellen Verhandlungen mit den einzelnen Firmen. Eine zweite Resolution, welche besagt, daß die Kollegen sich mit geringer oder auch einmal mit gar keiner Unterstützung zufriedenstellen, wird ebenfalls, gegen 1 Stimme, angenommen. Der Vorsigende theilt nunmehr mit, daß eine anderweitige Regelung der Unterstützung den Vertrauensleuten mitgetheilt werden wird. Ein jubelndes Hoch auf den Neunstundentag beschloß die Versammlung gegen 10 Uhr. Boziale Mebersicht. Herr Riedel berichtete über die Situation: Die augenblickliche Lage ist genau dieselbe wie vor 8 oder 14 Tagen. Aus allen Theilen Deutschlands treffen Nachrichten ein, welche be funden, daß die Einigkeit der Kollegen eine großartige ist. Auch die Sympathie Erklärungen der Arbeiter beweisen, daß unsere Bewegung auf gesunder Grundlage beruht. Wenngleich die Geldsendungen nicht so regelmäßig einlaufen, wie wir es uns dachten, so kann man doch sehen, welchen gewaltigen Anklang wir in allen Ländern bei den Arbeitern gefunden haben. Es fommt hinzu, daß in den englischen und amerikanischen Gewerkschaften in Geldangelegenheiten die Urabstimmung nothwendig ist und die ist überall seit vierzehn Tagen im Gange. Durch die Feiertage haben sich die Geldsendungen ohnedies verzögert, weshalb wir in der vergangenen Woche in Verlegenheit waren. Die Arbeiter erwarten von uns, daß wir fest auf unserer Forderung beharren. Wir müssen unsere Ehre darein setzen, Gines recht gemeingefährlichen Stellenvermittelung einmal ohne Unterstützung eine Woche zu streiken. Ich glaube, Schwindels waren der Schankwirth Friedr. Wessel und die Leipziger werden dabei nicht die letzten sein.( Bravo!) Die Aus Zedel bei Sorau wird uns geschrieben, daß in der der Buchhal 23 ilhelm Rustgahn beschuldigt, die gestern Brinzipale verfuchen uns durch das Ausspielen des fremdländischen dortigen Gegend fast alle Arbeit ruht. Die Hausweberei, von dieserhalb der 93. Abtheilung des Schöffengerichts standen. Glementes zu verdächtigen; wir sind indessen nur die Wege ge- welcher sich die meisten Bewohner jener Gegend nähren, geht Der erste geklagte war bis zum Jahre 1891 Inhaber eines wandelt, welche sie uns gezeigt haben: fie holten vom rapid zurück, weil dieselbe mit der Maschinenarbeit nicht konEchanklokal in der Fischerstraße. Im Herbste v. J. verband er Auslande die Nothhelfer und wir die Unter- furriren kann. Bu schwerer Arbeit sind die Weber infolge der Damit ein stellenvermittelungs- Bureau, als dessen Leiter er den stübung; aber unsere Mittel find ehrlicher und reinlicher als schlechten Ernährung nicht tauglich und so schauen sie, abAngeklagten Rafigahn einfegte. Sodann erschienen in hiesigen die der Prinzipale.( Sehr richtig!) Der Anwalt der Prinzipale, geschnitten von der Möglichkeit, andere Arbeit zu bekommen, ver Blättern Atigen, wonach Stellensuchende durch das genannte Dr. Schmidt, hat sich wiederum bemerkbar gemacht, indem er zweiflungsvoll in die Zukunft. Es ist bei der jetzigen ArbeitsJustitut fort Beschäftigung finden könnten. An Be veranlaßte, daß der Vorstand des U.-W. unter Antlage gestellt losigkeit und den niedrigen Löhnen nichts Seltenes, daß ganze werbern wa fein Mangel, die Anklagebehörde hat ermittelt, wurde. In Verfolg dessen wurde behördlicherseits untersagt, aus Familien bei gemeinsamer Arbeit in 14 Tagen fage und schreibe daß in hva zwei Monaten gegen zweihundertachtzig Vereinsmitteln weitere Unterstützung zu zahlen u. s. w. Diesem 5 M. verdienen. Die früheren Fabrikanten haben es besser verStellenfuchede in die vom Angeklagten Rustgahn geführten Ansinnen tönnen wir uns nicht fügen und wir werden eventuell standen, vorwärts zu kommen. Ihre Villen ragen hoch über die Bücher eingragen sind. Als Ginschreibegeld mußte Jeder zu auf die staatliche Genehmigung des Vereins verzichten, und dann armseligen Lehmhütten der Weber empor. Was für eine entnächst drei art entrichten, wozu der Betreffende sich um so cher aus dem Verein das machen, was die Leipziger schon vor Jahr- fagungsvolle Lebensweise die Weberbevölkerung unter den geverstand, da Rustgahn ihm versicherte, daß die Nachfrage nach zehnten wollten.( Großer Beifall.) Aber den Prinzipalen und schilderten Verhältnissen führen muß, kann sich jeder selbst denken. Arbeitern bantend größer sei, als das Angebot. Im gestrigen ihrem Dr. Schmidt werden wir ihre Thätigkeit gehörig versauern Das fortgesetzte Elend lähmt auch ihre geistige Spannkraft. Zum Termine ten mehrere Beugen auf, welche über den müssen und es darf in Zukunft nicht wieder vorkommen, fonkreten Denfen ist sie faum mehr fähig. Helfen fann hier wie Geschäftsga. bei den Angeklagten beobachtet daß jeder x- beliebige Rechtsanwalt in unsere Angelegenheiten anderwärts nur der Sozialismus. wurden, Bericht erstatteten. Nachdem die drei Mark sich mischen kann. Wir wollen den Kopf hochhalten, indem wir Die Eisenproduktion Deutschlands belief sich nach amtEinschreibeguühr bezahlt waren, erilärte Rustgahn, daß sehen, in welchen Nöthen die Prinzipale sind; so hat Klinkhardt lichen Statistiken im Jahre 1888 auf 10 664 307 Tonnen im augenblicklig var feine Stelle frei sei, es fämen aber in alle Welt telegraphirt, daß wir Leipziger bedingungslos an- Werthe von 39 961 120 m. ober 3,74 m. per Tonne; im Jahre mit jeder Bost Aufträge und die Zeugen könnten in gefangen hätten.( fui!) Dieses Treiben müsse auch diesem 1889 auf 11 002 187 Tonnen im Werthe von 46 468 515 M. oder dem neben belegenen Schanklokale von Weffel auf das Ein- Herrn gründlich versalzen werden.( Bravo!) Sie wissen, wir 4,22 M. per Tonne; im Jahre 1890 auf 11 406 132 Zonnen im treffen der sten Poſt erwarten. Ein Zeuge hat 10 Tage in waren vorige Woche in Geldnoth und es läßt sich nicht mit Be- Werthe von 47 829 019 M. oder 4,19 m. Die Roh Eisendem Lokale wartet und täglich 2 Mark verzehrt. Während stimmtheit sagen, ob in dieser Woche voll und ganz ausgezahlt produktion belief sich im Jahre 1888 auf 4 337 121 Tonnen im dieser Zeit nur eine Postkarte an das Bureau gerichtet worden, werden kann; es ist eine Aussprache darüber nothwendig, ob wir Werthe von 191 320 270 W. beziehungsweise 44,11 M. per Tonne; worin ein tner gesucht wurde. Als der Zeuge dann auf die auch einmal mit einer halben Unterstützung fürlieb nehmen im Jahre 1889 auf 4 524 558 Tonnen im Werthe von 217 370 533 m. Vermittelung der Angeklagten verzichtete und die eingezahlten wollen. Aber berücksichtigen muß man unter allen Umständen, beziehungsweise 48,04 M. per Tonne; im Jahre 1890 auf drei Mark zurückverlangte, wies man ihn ab und berief wie es uns ergehen würde, wenn wir geschlagen wieder zur 4 658 451 Tonnen im Werthe von 267 579 842. beziehungsweise sich dabei auf einen von jedem Stellensuchenden unter Arbeit zurückkehrten.( Buruf: Wir halten ohne Geld aus! Ich 57,44 M. per Tonne. Die Produktion der Fabrikate bezifferte schriebenen mit Fremdwörtern gespiften" Revers," wonach fordere Sie auf, die Hoffnungen der Prinzipale zu Schanden zu sich im Jahre 1888 auf 4 375 811 Tonnen im Werthe von der Untergichnete von einer Rückgabe des Einschreibe- machen. In Berlin haben unsere Genossen ebenfalls in diesem 370 050 071 M. oder 130,29 M. per Tonne; im Jahre 1889 geldes abs birte". Die wenigsten Stellensuchenden mögen den Sinne beschlossen. Wir wollen ausharren, wie im Jahr 1873. auf 4 864 359 Tonnen im Werthe von 689 681 957 m. oder Inhalt des heines verstanden haben. Der Angeklagte Wessel Entweder siegen oder in Ehren untergehen!( Langanhaltender 141,78 M. per Tonne; im Jahre 1890 auf 4 851 359 Tonnen im hatte durch diese Geschäftsführung sein Lokal stets voller Gäste Beifall.) Werthe von 758 700 012 M. oder 155,86 m. per Zonne. Die und nimmt die Staatsanwaltschaft an, daß er der spiritus rector In gleichem Sinne spricht sich Herr Döring aus, beson- Gesammtzahl der in der Eisenindustrie beschäftigten Arbeiter bedes Unternehmens gewesen ist. Beide Angeklagte bestritten ihre ders die Werpflichtung hervorhebend, die angefangene Sache zu zifferte sich im Jahre 1888 auf 206 416, im Jahre 1889 auf Schuld und riefen sich auf mehrere hiesige Groß- Industrielle, Ende zu führen. Herr Eichler führt an, die Arbeiter machen 223 091, im Jahre 1890 auf 234 486. die zu ihre festen Kundschaft zählen sollten. Der Gerichtshof uns gewöhnlich den Vorwurf, daß wir zu hohe Unterstützungen hielt die v den Angeklagten gestellten Beweisanträge für so zahlen. Hierauf haben wir nun Gelegenheit zu antworten, indem wesentlich, die Verhandlung vertagt wurde, um weitere wir einmal eine Woche ohne Unterstützung streiken wollen; wir Beugen zuen. haben dazu die moralische Verpflichtung, um zu zeigen, daß wir Die Behandlung gegen die verhaftete Frau Dr. Prager zu allen Opfern für unser Prinzip bereit sind.( Bravo) Herr Blume ermahnt die Arbeiterinnen, Schulter an und deren der, dem Kommis Schweizer wird, wie wir hören, bere der Januar Sigung des Schwurgerichte und Schulter mit den Gehilfen zu kämpfen. zwar am 19 Januar unter Vorsitz des Landgerichts- Direktors Brausewette attfinden. Die Antlage lautet auf versuchten Mord bezw. Anstig. Bum Termin ist eine ganze Anzahl von Perfonen als gen geladen worden, die Verhandlung dürfte jedoch nur einen angstag in Anspruch nehmen. der chdrucker- Bewegung. Die Triebkräfte der Schweizer Textilindustrie sind von dem Vorstande des Schweizer Spinner-, 3wirner- und Webervereins durch Umfrage von etwa drei Vierteln der BaumwollSpinnereien und Webereien ermittelt worden. Es ergab sich, daß 67 Spinnereien mit einer Pferdekraft von 16 726, und 45 Webereien mit einer solchen von 3172 Pferdekräften arbeiten. Der Vorsitzende Schöp 3 unterzieht die behördlichen Maß- Von diesen rund 20 000 Pferdekräften waren rund 16 500 Wassernahmen gegen den Verein einer Kritik und betont weiter, daß fraft. Der Gesammt- Kraftverbrauch der Schweizer Baumwollenwir die Hand zum Frieden den Prinzipalen bieten wollen, indem Spinnerei( 1 722 220 Spindeln) und-Weberei( 15 410 Stühle) ist wir ihnen die Annahme des Neunstundentages durch Herab- auf 19 948 respettive 8708 Pferdekräfte, wovon 19 500 Wafferfetzung des Lokalzuschlages erleichtern wollen. Weiter habe fraft, zu veranschlagen. Das Ueberwiegen der billigen WasserDr. Schmidt die ihm von einzelnen Gehilfen ertheilte Vollmacht traft erklärt die hohe Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Industrie. überschritten, und Redner wisse noch nicht, ob der Herr dieser halb zur Rechenschaft gezogen werde. Redner bemerkt, daß es ihm völlig fern liege, die Bersammlung durch Phrasen zu be rauschen; das Versprechen jedoch wolle er abgeben, daß seitens der Kommission alles gethan werde, um die Wünsche und Bedürfnisse der Kollegen zu befriedigen. Dahingegen fordere die Rommission, daß jeder Einzelne ebenfalls seine Pflicht thue. Aufruf an alle Arbeiter Berlins! Im Namen der Hilfsarbeiterinnen geben sodann Fräulein Der Zpf der tapitalistischen Bresse über die Bedes Buchdruckerstreiks ist durch die im- Busch, Frau Kleber und später Fräulein Lehmann und endigung Fräulein Schubert die Erklärung ab, daß sie ebenfalls mit posante und würdige Bod- Bersammlung in eitel Dunst ver- geringerer oder gar feiner Unterfügung fürlieb nehmen und mit den Gehilfen kämpfen und eventuell fallen wollen. Die Versammlung begrüßte das Austreten der Arbeiterinnen mit enthusiastischem Beifalle. wandelt wor dadurch ent Herr Reische I wendet sich an die arbeitenden Kollegen, Die Fabrikation von Teppichen in den Vereinigten Staaten befindet sich, nach den" New- York Times" teineswegs in einer gedeihlichen Lage, woran die Mac Kinley- Bill mindestens insofern Schuld trägt, als sie die Rohstoffe vertheuert. Bezeichnend ist die fürzlich in New- York abgehaltene Auktion von 2 640 000 Yards Teppichen, abgeschätzt auf 8 Millionen Mart, welche von der größten Teppichfabrik der Welt über den ordinären Bedarf hinaus produzirt worden sind. Das angegebene Quantum stammt aus einer einzigen Fabrik und aus den leyten zwölf Monaten. Versammlungen. Fest entfen pffen stimmten die Berliner Buchdruckerei- Arbeiter und Arbeiten für die Fortsetzung des Streiks, trotzdem die führer auf die fehlenden Geldmittel und auf die dieselben bittend, tiefer in den Beutel zu greifen.- Herr I ahn Die henden Konsequenzen aufmerksam machten. giebt die Versicherung, daß wir nicht nur für Geld streifen Im allgemeinen deutschen Sattlerverein( Filiale Ausständigen ertlärten mit einer minimalen wollen, während Herr Kirsche vom Lokalzuschlag nichts ab- Berlin) wurde am 19. Dezember über den vom Kollegen Unterstung zufrieden zu sein und lieber gehen lassen möchte. Herr Schriftgießer Voigt ersucht seine Börsch verlesenen Organisationsentwurf der Generalfommission, einige wen zu hungern, als sich der Prinzi- speziellen Kollegen und deren Hilfsarbeiterinnen, fest auszuharren, sowie über die wichtigsten Stellen aus der von der GeneralDas bedeute den Sieg. Wir hätten bis jetzt noch feine nennens fommission herausgegebenen Broschüre lebhaft debattirt. Kollege palität bingungslos zu unterwerfen. werthen Opfer gebracht. Herr Ulrich erklärt es geradezu Sassenbach versprach sich von der Unionirung nicht viel, da Arbeiter Berlins! Ihr seht, wie über 1800 Ausständige aus für lächerlich, wenn wir jetzt, wo es sich ums Geld handelt, in nach seiner Ansicht der Apparat viel zu schwerfällig fei. Kollege Herr Pätzold macht den Börsch war der Meinung, es sei gegenüber dem Entwurf des freiem lusse sich das Opfer auferlegten, weiter zu die Druckereien laufen würden. Vorschlag, am Sylvester Druckerei- Versammlungen abzuhalten, Generalfommission schwierig, einen bestimmten Standpunkt eintämpfen, bis er Neunstundentag errungen ist. Schattenum ben Opfermuth der Kollegen einer Prüfung zu unterziehen. zunehmen, da der Entwurf unleugbar seine Sichte undpunte tenDie unteichnete Kommission richtet daher an alle Arbeiter Der Redakteur des„ Korrespondent", Herr Gasch: Klink- feiten habe. So aber, wie die gewerkschaftliche Bewegung jetzt Berlins die singende Bitte, ihr in diesem schweren Kampfe mit hardt hat zu früh telegraphiert. Es ist an uns heute zu sagen, stehe, fönne sie unbedingt nicht bleiben; es sei deshalb Pflicht allen verfügbon Geldmitteln( sei es auch leihweise) zur Seite zu baß wir zur Aufnahme der Arbeit heute noch nicht bereit sind. Der Arbeiter, nach Mitteln und Wegen zu suchen, welche die Wollen wir die Tarifgemeinschaft wieder einführen?( Nein!) Wir gewerkschaftliche Bewegung heben tönnen. Kollege Barth war stehen, damit die Ausständigen über den 1. Januar hinwegkommen haben die Pflicht, das zu sagen. Sind Sie der Meinung, daß derselben Ansicht und empfahl, sich mit dem Entwurf der Generalfönnen. Weieber Klassenbewußte Arbeiter Berlins und der erst dann wieder gearbeitet werden kann, wenn der Neunstunden- fommission einverstanden zu erklären. Weiter sprachen die StolUmgegend nut 10 Pf. wöchentlich zum Streiffonds zahlen würde, tag bevilligt ist?( Ja!) Bedenken Sie, daß unfre Organisation legen Engelbrecht, Peter und C. Schulze für die so würde ein solche Summe zusammenkommen, um die Streifen- Großes geleistet hat. Die Kommission hat das Vertrauen zu Gründung einer Union während die Kollegen Pawlika, Ihnen nicht verloren. Wir werden wie im Jahre 1873 sagen, Blum und Fischer sich nicht für die Unionirung den leidlich utuben zu können. daß wir nicht eher arbeilen wollen, bis unfre Forderung be- erwärmen konnten und deshalb für die Beibehaltung der jetzigen Thue ba jeder Arbeiter seine Pflicht, dann wird der willigt ist, denn in der Kollegenschaft liegt noch eine große Kraft. Organisationsform sprachen. Darauf wurde folgende Resolution pie für die ganze Arbeiterschaft sicher sein. Wie Das werden wir als unsern Leitstern betrachten. Acht Wochen gegen eine Stimme angenommen: Sieg für un Gefangverein ,, Dorfglödlein", burg, Berlinerfir. 9, bei Friesecke. Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz.- Gesangverein ,, Echo 2" Kirchschullehrer Karl Aurel Röder und den Diakonus Lommansch. Gegen zwei Stüzen der Gesellschaft, den macher), Pappel- Allee 3-4, bet Kraufe. Alte Schönhauserstr. 42, bet Reimann. Gesangverein Einigteit"( HutStegliz, Kurhaus Friedenau. Gesangverein 8utunft 1", Ernst Otto Köhler, beide im benachbarten Leuben wohnhaft, Gefangverein armonie", Tempelhof, fand kürzlich vor dem Landgericht zu Dresden die HauptDorfstr. 10, bei Gerth. Gefangverein Beilchenblau", Rottbuser Pyrtec.- Gefangverein, 3ufunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. Damm 39, bei Jakob. Sängerchor der öpfer Berlins, Gipsstr. 3, bet verhandlung wegen Sittlichkeitsverbrechens statt. Beide AnOstpreußischer manner: Gefangverein", Jüdenstr. 55, bet führt und zu je 1 Jahr Gefängniß und 2 Jahren Ehrgeklagte wurden des ihnen zur Laft gelegten Verbrechens überFrischmann. Landsleute sind willkommen.-- Gefangverein Edelweiß", straße 38, bet 2úlow. Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gefangverein Bora r", Admiral: verlust verurtheilt. „ Seeger'scher Gesangverein", BlumenStraße 46, bei Weick.- Gesangverein ,, Maiglödchen 2", S.-D., ManteuffelGesangverein = " " Männer- Tnrnverein Ver= Privat" Die heutige Mitgliederversammlung der Filiale Berlin des Allgemeinen deutschen Sattlervereins" ist der Ansicht, daß unbedingt nach Mitteln und Wegen gesucht werden muß, die eine bessere Lebenseristenz und Hebung der gewerkschaftlichen Bewegung herbeiführen. Da die Versammlung nicht im Stande ist, einen besseren Vorschlag zu machen, als der der Generalkommission ist, so steht dieselbe dem Entwurf der Generalfommission sympathisch gegenüber und setzt in den im März fünftigen Jahres statt findenden Gewerkschaftskongreß das Vertrauen, das Richtige zu treffen." Aus der Pfalz, 28. Dezember. Der wegen Ber. Unter" Verschiedenem" fam Kollege Börsch auf die Aus- fraße 67, bet Springstubbe. Gefangverein Felsenburg", Blumen- gewaltigung eines Dienstmädchens in militärische Unterführungen zurück, welche der Kollege Dittberner über die Weimann's Lotal. straße 21a. Gesangverein Eintracht", Glienicke bei Adlershof, in suchungshaft gezogene Setondelieutenant Riefer in Werkstube des Herrn Conrad in der vorletzten Versammlung Amalienstraße, bei Hann. Einigteit 3", Groß- Lichterfelde, Zweibrücken ist entwichen und flüchtig geworden. Gesangverein, Hoffnung s", Brandenburg, gemacht hatte. Er( Redner) sei als Schriftführer verpflichtet ge- angestr. 108, bet Neblin. Neuft. Markt 2, bei Weydmers. Gesangverein Freie Sänger" Aus Vorarlberg, 26. Dezember. In Giesingen bei Feldwesen, sowohl die Ausführungen des Kollegen Dittberner zu W. Grunow. Gesangverein 3 ufunft 3", Belten, bei kirch hat vor den Weihnachtsfeiertagen ein 24jähriger Bursche, Protokoll zu nehmen, wie dieselben in den Versammlungsberichten 9-11 Uhr. Gäste willkommen. Gesangverein Frete Sänger" jeden Donnerstag, Abends Namens Alois Wehinger, seinen 54 Jahre alten Vater er Gesangverein, reuzberger Har mitzutheilen. Herr Conrad, bei dem er arbeite, habe sich dadurch monie", Lindenstr. 106 bet Boppe. schlagen. Die beiden geriethen in Streit, wobei der Sohn den beleidigt gefühlt. Er behaupte, daß in seiner Werkstube nicht Donnerstag: Humorist. Berein„ Pautenschwengel", Stallschreiberstr. 58. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Bater mit einer Art fünf Hiebe versezte. derartige Zustände herrschten, wie sie Kollege Dittberner geschil- Brivat- Theatergesellschaft ,, Fidelio", 9% Uhr, bet Gaillard, Brinzenstr. 87. dert hat, und stellte an ihn das Verlangen, diese Behaup- Berein ,, Grüne Eiche"( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1. Für Telegramme nach Oesterreich Ungarn wird di: Musifdilettantenverein Animo", bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Gefelliger Wortgebühr vom 1. Januar ab auf 5 Pfg. ermäßigt.( Bisher tung in unserin Organ zu widerrufen. In der Vor- gnügungsverein hilaritas", bet Tempel, Breslauerstr. 27. betrug die Wortgebühr 10 Pfg.) Die Mindestgebühr von 50 Pfg. standssigung habe man sich zur Abgabe einer solchen Erklärung Theater- und Pantominengesellschaft tebeler Geist", bei Schneider, für ein gewöhnliches Telegramm bleibt unverändert. in unserem Organ weder verpflichtet noch auch sonst veranlaßt Adalbertstr. 8. Bergnügungsverein, Ginigrett", bei Linte, Forsterstr. 45. sehen können. Herr Conrad, dem er dies mitgetheilt, habe dar- tlub Rüdwärts", Abends 8% ühr, im Restaurant Boderte, Ballisaden- Pap. 3tg." mittheilt, der Versuch gemacht worden, Zündhölzchen Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat: Zündhölzchen aus Papier. In Frankreich ist, wie die auf von ihm verlangt, er solle in der nächsten Versammlung die ftraße 47. Stattlub Null ouvert ,, Moabit. Ausführungen des Kollegen Dittberner für unrichtig erklären, Abends 8 Uhr, bei Linneken( Flötenwirth'), Beuffelstr. 57. Mitglieder werden schwedischen und den sogenannten Wachszündhölzchen darJeden Donnerstag, aus Papier herzustellen. Dieselben sollen ein Mittelding zwischen weil er nicht die schlechtesten Preise, sondern ebenso viel wie die den aufgenommen. Lübec'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 uhr, stellen und bestehen aus festgewickelten Papierröllchen, die mit anderen Fabrikanten, ja fogar noch mehr als einige derselben Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein„ Osten", Lehr- einer Mischung von 4 Theilen Kolophonium, 1 Theil Stearin zahle. Auch halte er sich nicht für verpflichtet, den in der Post- lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenſtr. 63a. Berliner straße arbeitenden Gehilsen Licht zu liefern, da er denselben schon im Bessing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. Turngenossenschaft, i. Lehrlings: Abtheilung, Abends 8-10% uhr, und 2 Theilen Zinkweiß getränkt werden. Will man farbige die Werk ube zur Verfügung stelle, während die anderen Fabri- Rirdorf.( Eigene Turnhalle, Siethenstr. 72 a.) Heute Abend von 8-10 üb. Anilinfarbe. Nach Herstellung des Körpers werden die Phos " Jahn" Kerzchen erhalten, so nimmt man statt des Zinkweißes eine fanten solches unterließen. Kollege Dittberner behauptete Damen- Abtheilung. nun, daß seine Ausführungen auf Wahrheit beruhten und er sneisenaustr. 88. Männer- Gesangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei förting, phortöpfe in bekannter Weise angebracht. Der Herstellungs- und solche Zustände als schlecht befinde. Kollege Peter, der auch bei Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29.- Gefelliger Verein Regina". jeden Donnerstag Verein 3 id 3 a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches Verkaufspreis ist niedriger als bei Wachszündkerzen. Herrn Conrad arbeitet, führt ungefähr dasselbe aus wie Kollege Pörsch. Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinen- London. Im Theatre Royal in Gateshead entLetzterer tadelt noch, daß Kollegen, welche vermuthlich dem Ver- Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gesangverein Blaue stand am Sonnabend Abend während der Vorstellung der ein angehören, den Fabrikanten jedes in der Versammlung ge- verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Befang: Pantomime Aladdin oder die Wunderlampe" durch falschen Pfropfensprochenes Wort mittheilen, sowie denselben die Zeitungen u. f. w. gnügungsverein, Blau- Beilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Ferüger. Dem Verbot zuwider rauchten, ließen, wie der Boss. 3tg." verein Wedding", Abends bei K. Helterhoff, Antonftr. 5. Feuerlärm eine Panit. Zwei Burschen auf der Gallerie, die zustecken, um sich bei ihnen in Gunst zu sehen. Der Vorsitzende, Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. Kollege Schulze hielt es geradezu für schändlich, daß Vereins- Caprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im„ Marienbad", Babstr. 35-36, fie auszutreten. Eine Frau, die den Nauch bemerkte, schrie Bergnügungsverein gemeldet wird, brennende Zündhölzchen zu Boden fallen, ohne mitglieder sich zu solchen Diensten hergeben, um vielleicht Saal 1 Tr. Vergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen Kollegen zu schädigen, die im Vorstande, ohne das Geringste hierbei Bülow, Admiralftr. 8. Plach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäſte will-„ Feuer", worauf in allen Räumen die Zuschauer den Ausgängen für zu erhalten, das Interesse aller Kollegen vertreten. Rollege Klubhaus, Ohmgaffe 2. Privattheater- Gesellschaft offnung", bends 8% Uhr, im zueilten. Die Insassen des Parterres und des Balfons gelangten Blum sprach gegen Herrn Conrad. Kollege Engelbrecht stellt aurant G. Saberecht, D., Gr. Frankfurterstr. 30. Gäste, insbesondere ehemal. verschlossen waren, entstand ein fürchterliches Gedränge im Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im ohne Unfall ins Freie, aber auf der Galerie, deren Ausgänge hierauf die Frage, ob es wahr sei, daß bei Herrn Schul- Kollegen, herzlich willkommen.-Verein ehemaliger Schüler der Korridor und auf der Treppe. Neun Kinder, sowie ein Conrad eine Bestimmung bestehe, wonach derjenige Kollege, der 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. beim Eintreten in die Werkstube nicht sofort den Hut abnehme, zehn schule bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste willkommen. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeinde: Billet- Ginnehmer, welcher der Panik zu steuern suchte, Pfennige Strafe bezahlen muß. Kollege Pörsch bestätigte die Schüler der 85. Gemeindeschule. Berein ehemaliger wurden todtgetreten oder erdrückt, eine Menge von Personen Frage und verlas dann den Brief eines ostpreußischen Fabri- 8ur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Chemalige Schüler der unerhebliche Feuer wurde mit einem Kübel Wasser sofort gelöscht. Heute Sigung im Restaurant Noll, wurden verletzt. Im Parterre starb ein Kind vor Schreck. Das fanten, worin derselbe einem Gehilfen 2,50 M. Lohn pro Woche 35. Gemeindeschule und Gäste find willkommen. Tambourverein verspricht. Kollege Matschul at theilte hierzu noch mit, daß bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 3 bet Noll: Sigung Jungfern tranz", Weidenweg 12. Vergnügungsverein Bruder: ein solcher Lohnsatz in jener Gegend gar nichts Außer mit Danten. Nachdem Fidelitas. Geselliger Klub Blau Veilchen", gewöhnliches fei. Donnerstag 9 Uhr, Oranienstr. 153, 1 Tr. Gäfte( Herren) willkommen. Geselliger Verein, Freiheit", Donnerstag Abend bei Dambeck, Restaurant, wolltnerſtr. 62. straße 48. Rauchklub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Jufinger, KrautsRauchflub ernipige", Abends 8 Uhr bei A. Böhl, Nüdersdorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths: baus, Stalizerstr. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, traße 71. Breslauerstr. 27.- Rauchflub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerArbeiter Rauchflub Nordpol". Sigung jeden Tonnerstag Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerstr. 6. Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Rauchflub Ohnesorge". Donnerstag, Abends 9 Uhr, Kohlenufer 2, Rogge's Bierhaus. Waldesgrün". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, ReichenbergerRauchflub traße 113 a bei Kahlert. Gäste willkommen. Urfidele Heils Armee. Sigung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Kowald, Oranienſtr. 126. Gäste, Damen und Herren willkommen. Neue Mitglieder erwünscht. In einer Versammlung der Ost- und Westpreußen hielt am Sonntag Herr Dr. Pinn unter lebhaftem Beifall einen Vortrag über die Lügen des 19. Jahrhunderts, in welchem er insbesondere die Lügen der kapitalistischen Presse einer scharfen Kritik unterzog. Bon einer Diskussion über den Vortrag selbst wurde Abstand genommen. Unter anderen ergriffen dann die Herren Großmann, Horwit, Mott und Köhler das Wort. Letzterer, der vor Kurzem von Ostpreußen hierher übersiedelte, schilderte die Lage der dortigen Arbeiter- Bevölkerung als eine sehr traurige und hielt den Boden in Ost- und Westpreußen für die Agitation sehr günstig, nur müßten recht oft auswärtige Redner noch den betreffenden Gegenden kommen, um dort Versammlungen abzuhalten, durch welche das Volk aufgeklärt wird. An die Wersammlung schloß sich ein gemüthliches Beisam.nensein, welches bei Tanz, Gesang und Vorträgen bis gen Morgen währte. " Gäste willkommen. Ver Verein ehemaliger Vermischtes. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafüt auzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses der Berfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Mit Bezug auf den Bericht über die Generalversammlung Erklärung: der Arbeiter- Bildungsschule bitte ich um den Abdruck folgender Das Urtheil des Berichterstatters, daß mein Kündigungsschreiben an den Vorstand nicht gewählt" und die Antwort des Vorsitzenden entsprechend" sei, muß ich zurückweisen. Mein Brief war bestimmt und angemessen. In seiner Erwiderung be zeichnet es der Vorsitzende als„ dreist", daß ich auf meinem Recht bestehe. Ueber das Ende der Versammlung hätte der Bericht doch wenigstens mittheilen sollen, daß der Vorsitzende um 2 Uhr Mittags erklärte:„ Wir haben den Saal nur bis 2 Uhr," und Die Arbeiter Bildungsschule( I. und II. Nordschule) hielt Schähung der Schulbildung. Einem Großgrundbesitzer daß zwei Minuten später die Vorstandsanträge schon am 27. Dezember cine gut besuchte Versammlung ab, in welcher in Ostpreußen wird der neue Lehrer vorgestellt. Der erstere giebt genommen waren. Gesprochen hatte zu diesen außer dem Herr Joel über das Salz und dessen wirthschaftlich. und natur ihm folgendes zu beherzigen." Sorgen Sie nur dafür, daß die Vorsitzenden eigentlich noch Niemand, da die Herren Jah wiffenfchaftliche Bedeutung sprach, sein. Ausführungen duri, Kinder keine Vogelnester in meinem Walde ausnehmen; sonst Mattutat nur den Gegenvorschlag des Herrn Dr. Arons be Experimente ergänzend. Im Anschluß an den von der Ver- verlange ich nichts. Sie brauchen den Kindern auch keinen un- fämpft hatten. Wenn Herr Vogtherr in Nr. 303 sagt, daß ich fammlung außerordentlich beifällig aufg.nommenen Vortrag nöthigen Kram beizubringen. Wenn die Kinder nicht lernen, daß zwar als Lehrer gewirkt, aber als Mitglied feinen Einfluß beermahnte Herr Hermann die Anwesenden, sich recht rege am es ein Pommern, Sachsen oder Thüringen giebt, werden sie auch, fessen hätte, so ist dies eine Behauptung, über deren Richtigkeit Unterricht zu betheiligen und die Arbeiter- Bildungsschule außer wenn sie heranwachsen, nicht dorthin gehen und uns dadurch die die Mitglieder urtheilen mögen. dern mit Geldmitteln nach besten Kräften zu unterstüßen, damit Arbeitskräfte nicht entzogen werden. Außerdem ist es feststehend, dieselbe auch fernerhin blühen und gedeihen möge. Nach Schluß daß aus den dünnusten Schuljungen stets die tüchtigsten Arbeiter der Bersammlung hielten Tanz und Vorträge die Anwesenden werden." bis lange nach 12 Uhr in schönster Harmonic beisammen. In Thorn ist der wegen Erwürgung seine3 achtjährigen Gleiwitz, 30. Dezember. Auf der Bahnstrecke Drzesche= Gleiwit wurde diese Nacht ein Wärterhäuschen durch Dynamit in die Luft gesprengt. Menschenleben sind nicht au beklagen. In der letzten öffentlichen Versammlung der Weiß- Sohnes vom Thorner Schwurgericht zum Tode verurtheilte Schäfergerber und verwandten Berufsgenossen berichtete necht murawski hingerichtet worden. Herr Trapp, daß mit Ausnahme der Fabrit Schwarzmann, woselbst die Differenzen beglichen wurden, der Stand des Streifs unverändert ist,( in der Fabrik von Leuchter u. Böhm ist in zwischen ebenfalls eine Einigung erzielt), und es dah.r Pflicht Der Gehilfen fci, fest zusammenzuhalten und der Organisation treu cu bleiben. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen appellirte der Medner an da Solidaritätsgefühl aller jener Arbciter, welche in der Lage sind, noch ihr Scherflein dazu beitragen zu können, daß den Streifenden und ihren Familien das tägliche Brot verschafft wird. Die Versammlung bewilligte dann inem Kollegen, welcher bei dem Streit in eine Strassache verwickelt worden ist, die entsprechende Unterstügung. F. Lütgena u. Briefkaffen der Redaktion. und die Berufung in einer Woche seit der Verkündung oder, wenn P. L., Elisabethstr. Gegen ein Urtheil in Strafsachen ist lettere in Abwesenheit des Angeklagten erfolgte, feit der Bu stellung des Urtheils zulässig. Daß der Wertheidiger bei der Morgen auf dem Eise des Fackelteichs" vor dem Leipziger Thor Kassel, 28. Desbr. Ein großes Unglüd hat sich gestern Urtheitsverkündung zugegen ist, gehört nicht zu seinen Pflichten. dahier ereignet. Zwei Söhne des Hotelfochs Ohl mein im nicht verabredet sind, so ist der Arbeitgeber nur berechtigt, für C. K., Wiesenstraße. Wenn Strafen für Zuspätkommen Alter von 12 und 14 Jahren gaben sich dem Vergnügen des die versäumte Zeit den entsprechenden Abzug vom Wochenlohn Schlittschuhlaufens hin. Der jüngere der beiden Knaben brach zu machen, nicht aber eine beliebige Strafe festzusetzen. plößlich an einer dünnen Stelle ein und kämpfte gegen das Er trinken. Kaum hatte der Weltere die Gefahr bemerkt, in der sein der im Bezirke der Braut, als des Bräutigams wohnende StandesG. H., Brunnenstraße. Für die Verheirathung ist sowohl Bruder schwebte, als er ihm zu Hilfe eilte. Dieser umfaßte die beamte zuständig. Die Verlobten haben die Wahl, an welchen ihm entgegengestreckte Hand so frampfhaft, daß nunmehr beide von beiden sie sich wenden wollen. Brüder unter der Eisdecke verschwanden und vereint den Tod G. G. 37. Der junge Mann muß für beide Kinder fanden. Die Eltern, denen ein so trauriges Weihnachtsfest Alimente zahlen; nur die länger als vier Jahre zurückliegenden beschieden war, werden allgemein beklagt. Raten sind verjährt. " In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am Freitag, den 1. Januar, Bormittags 10% Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über bas vergebliche Streben nach Vollkommenheit. Gäste wiltommen. Verein Bildung und Geselligheit". Donnerstag, den 31. Dezember cr., Abends 9 Uhr, im Fejfaale des Auguftgartens, Augustir. 24 u. 25, Sylvefter feter. Mufitaitfch- detlamatorische Abend- Unterhaltung und Tanz. Gäste sind willkommen. Dresden. Der Generaldirektor" der fläglich jährlich unterliegt der Pfändung nur wegen der Alimente für die M. M., Fruchtstraße. Beamtengehalt unter 1500 Mark Muhkverein Glüdauf." Freitag, Neue Grünste. 14 Don 9 bis ½ 11 Uhr verkrachten Uebungsstunde. Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Allgemeinen Versicherungsbank Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papierindustrie beschäftigter Saxonia", Ludwig Oskar Dittmann, ist wegen Betrugs Beamten. Was über 1500 Mart jährlich ist, kann zum Theil Chefrau und eheliche, nicht auch für uneheliche Kinder des Arbeiter und Arbeiterinnen Bertins. binder- Zeitung“ und„ die Arbeiterm" unentgeltlich verabfolgt, so macht der verurtheilt worden. Er hatte die genannte Bank vor einigen gepfändet werden. 2a die Vereinigung die Buch zu 4 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Ehrverlust Vorstand die weiblichen Mitglieder darauf aufmeitfam, daß diejenigen, sofern Jahren in Dresden begründet. Obwohl er bereits mit Gefäng: Kontrakte ausdrücklich verboten ist, so setzen Sie sich, falls Sie 6. B., Grünanerstraße. Wenn das Thürwerfen in Ihrem welcher sie die Zeitung bestehen, unverzüglich anzeigen müffen. Im übrigen niß und Ehrverlust vorbestraft war, obwohl er den Offenbarungs- troß der Aufforderung des Wirthes damit nicht aufhören, der wollen wir nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß die Arbeiterin" im eid geleistet hatte, wiederholt erfolglos gepfändet und feineswegs neuen Jahre unter dem Titel" Die Gleichheit" monatlich zwei Mal erscheint fie einen Wechsel in der Beitung wünschen, dieses bei der betr. Zahlstelle, von und erfolgt die Ausgabe der Ver. 1 am 9 Januar 1892. Die Zahlstellen sind im Besitz größerer Mittel war, wählte man ihu in der ersten Ermission aus und müssen die nöthig werdenden Reparaturkosten Dom 2. Januar ab jeden Sonnabend, Abends 7% bis 9% Uhr geöffnet und be- Generalversammlung der auf Gegenseitigkeit ohne Solidarhajt" ersetzen. finden sich: 1) bet Thalmann, Wafferthorstr. 22; 2) bet Bing, Bülomstr. 52; gegründeten Bank zum Generaldirektor mit 15000 M. Jahres- es Fünfpfennigstücke aus Kupfer niemals gegeber. 2 Wettende, Bremerhaven. In preußischem Gelde hat 3) bet Herschleb, Adalbertstr. 4; 4) bei Sente, Blumenstr. 38; 5) bei Stuhlmey, gehalt, täglich 50 M. Reisevergütung, freie Fahrt 2. Klasse und Schönhauser Aliee 28. Die Ausgabe der neuen Mitgliedskarten geschieht ebenfalls in den Zahlstellen, wo auch neue Mitglieder aufgenommen werden. 45 000 M. Gründungsentschädigung. Geld besaß die Bank nicht, Schuldner vorgefundenen Stiefel- 2c. Vorräthen nicht ansehen, Kastanien- Allee 34. Der Steuerbeamte' fann den beim Freireligiöse Gemeinde. Rosenthalerstr. 38, Vormittags 10% Uhr. doch hatte sie die Absicht, für eine Million Schuldscheine auszus Freitag, den 1. Januar 1892, Herr Vogtherr: Fesivortrag. Sonntag, den 3. Januar, Herr Hölsche: D. Fr. Strom. Montag, den 4. Januar, beschließ. geben und sie wandte sich zu deren Verkauf, allerdings ganz ver- ob diefelben Eigenthum des Schuldners oder eines Dritten sind, Berjammlung. Vorwahl. geblich, an die Englische Bant, an Nothschild u. Söhne in Paris, und kann daher zunächst pfänden. Das Geschäft, welches die Kaprolatis, Gr. Frankfurterstr. 18. Tanz und Vorträge. Gäste sehr will: Da der Herr Generaldirektor aber nothwendig sein Gehalt zum Theaterverein„ Leffing". Donnerstag, den 30. d. M., Sylvesterfeier bei Rothschild in Frankfurt a. M. und an Bleichröder in Berlin. Stiefel bei dem Betreffenden in Arbeit gegeben hat, kann aber interveniren und Freigabe der Stiefel verlangen. tommen. Billets a 40 und 20 Pfg. beim Borsigenden. ?. Der Wirth braucht, wenn der Kontrakt auf längere Zeit Leben gebrauchte, so stellte er gänzlich überflüssige Beamte an, Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Wahrheit", Markusstr. 31. eine" in Rirdorf, Gete Senesebeck- u. Hermannstraße, Restaurant Beyler. von denen er sich hohe Kautionen zahlen ließ, die er ebenso unter geschlossen ist, auch dann die Kündigung nicht anzunehmen, wenn Gäste willkommen. Süd- Ost", 8% Uhr bet Tolksdorf, Gorlizerjir. 58. Gäste, burch Mitglieder Versicherten. Die Bank zahlte weder ihren Beamten Gehalt, jedoch auf den Versuch an, ob der Wirth sich nicht auf eine Neue Zeit", 8 Uhr, Boyznſtr. 40. Gäste haben Zutritt. schlug, wie die Prämien der bei der Bank gegen Krankheit 2c. Der Miether in dem betr. Lokale nicht bestehen kann. Es käme eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Distutirtlub Fester Wille", Abends 8 Uhr, bet Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Witglieder eingeführt noch Entschädigungen an den Aufsichtsrath, noch Krankengelder an gütliche Einigung einläßt. geden Donnerstag von 8 Uhr Abends ab bei Aug. rich, Leibnitr. 78. ihre Geschäfte näher ansah, und die Kasse prüfte, fand sich das nächste Mal ohne zwangsweise Beitreibung zu zahlen. Die Lese- und Distutivtlub Maiwuchs", Charlottenburg. Versicherte oder überhaupt etwas. Als die Staatsanwaltschaft sich einen Nath ertheilen, alle weiteren Schritte zu unterlassen und 2. M., Holzmarktstraße. Wir können Ihnen nur den futirflub„ Gerechtigteit". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Lotale darin ein Baarbestand von 43 Pfennig. In das Handelsregister Schuhmacherinnung hat das Recht, diese Beiträge auch von Nichtvon Ferd. Hoffmann, Waldemarftr. 61. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, war die Bank" überhaupt nicht eingetragen. willkommen. Lese- und Diskutirklub ,, Dieygen". Jeden Donnerstag Abend bei Schröder, Wiesenstr. 39, Cigung. Gäne willkommen.- 2. seklub Künftige Volksbildner und Leuchten der Wissenschaft. Sozialdemokrat". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Lotale Auf der Weihnachtstneipe des„ Universitäts- Sängervereins zu stimmt, so sind Sie nur verpflichtet, im Miethshause Zahlung zu O. R. 25. Wenn Ihr Kontrakt nicht etwas Anderes beHerwegh", Abends St. Pauli" in Leipzig kamen in der daselbst aufgeführten Operette leisten. Erkennen Sie daher den eingeklagten Anspruch an, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bonnerstag. Uebungs- in einem„ Verbrüderungschor" zwischen Russen und Franzosen protestiren Sie aber gegen Kosten und gegen eine etwa geforderte ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. die Worte vor:„ Es waltet die Knute, hinaus muß der Jude". Ermission. Urban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangverein Inverzagt", Köpenickerstraße 127a, bet stifter. Gefangverein, ornblume", Blumen Nach dieser Zeile erhob sich ein lang anhaltender Beifall. Auch 6. K. Ihre Vorstrafen werden Ihnen bei Erlangung der ftraße 64, bei Wuttke. Gefangverein Frühlingsluft", Flottwell die andern antisemischen Scherze" wurden mit lautem Jubel Schauttonzession voraussichtlich nicht im Wege sein. straße 5, bet Bartel. Gesangverein ,, Bregelschluß", Annenstr. 16, bei Steiner. Arbeiter- Gesangverein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, aufgenommen.-An derartigen Nohheiten finden Studenten C. D. Die Forderung ist noch nicht verjährt. Der Arz Residenzfir. 101, bet Carus.- Gesangverein ,, Morgenroth 1", Rummets Gefallen. I wird aber wohl auf Ratenzahlungen eingehen. Damen und Herren tönneit als Gäste eingeführt werden. Lese- und Dis= " sirchbachfir. 7 bei Schnide. Gäste willkommen. 8% Uhr, im Lotal von Otto Linfe, Forsterstr. 45. Gäste willfominen. " mitgliedern zu verlangen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.