Nr. 129. Abonnements Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Dte Insertions- Gebühr beträgt für ote sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adreffe: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Abänderung des Krankenversicherungs- Gesetzes. II. Donnerstag, den 7. Juni 1900. 6974 Betriebs- Krantentassen mit 2 160 074 Versicherten, ¹) 92 Bau- Krantentassen mit 19 958 Versicherten, 2) Versicherten. " " " Baus Junungs Hilfstaffe 217 246 469 " " silence Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. = die So erklärt sich die Teilnahmslosigkeit des Reichstags wie des Publikums, als nach den kurzen Pfingstferien die 593 Innungs- Krantentassen mit 145.819 Versicherten, ³)* 1683 Hilfskaffen( eingeschriebene und landesrechtliche) mit 789 588 weite Lesung der Flottenvorlage begann. Kein Andrang bes Bublifums- fein Andrang der Abgeordneten. Der Saal Schon hieraus ergiebt sich, daß beim Fortbestande der Betriebs-, war in der Mittwochs Sigung in Anbetracht der Bedeutung Von den Abänderungsvorschlägen zum Krankenversicherungs- Bau- und Innungs- Krankenkassen die Centralisation nur Stüdwert der Vorlage recht schwach gefüllt. Namentlich aus SüddeutschGefez, die Hoffmann in seinem Auffage für die kommende sein würde. Nimmt man diese Zahlen noch heute als zutreffend an land fehlten viele Abgeordnete die Bayern glänzten fast Reichstags- Seffion ankündigt, wird die Ausdehnung der und läßt man außer acht, daß die Zahl der Hilfskaffen- Mitglieder sämtlich durch Abwesenheit. Und lauter Alltagsgesichter, in Unterstütungsdauer auf 26 Wochen wohl faum auf mit Rücksicht auf die dazu gehörigen Doppelversicherer" nicht voll Alltagsstimmung nur höchstens etwas gleichgültiger und Widerstand stoßen. Schon seit der Beratung der Novelle zum in Anrechnung kommen dürfte, so ergiebt sich, daß die einheitlichen teilnahmsloser noch als an gewöhnlichen Alltagen. Gilt es doch Alters- und Invaliditätsgesetz ist man gerade auf diesen Orts- Krankenkassen" nicht ganz Dreiviertel der Versicherten aufnehmen Ja und Amen zu einem Geschäfte zu sagen, das bereits fir und Reformvorschlag vorbereitet. Damals wollten unsre Reichstags- würden genau 6 011 268, während für mehr als ein Abgeordneten den Zusammenhang zwischen Kranken- und Juvalidenver- Viertel- 2 325 851 auch ferner die bisherige Bersplitterung mit fertig ist und an dem kein Mensch Freude hat. Gilt es doch, eine ficherung in der Weise herstellen, daß sie beantragten, die Unter- allen ihren Schattenfeiten fortbestehen würde. Thatsächlich haben sich vorher abgefartete Komödie zu spielen, die nicht komisch ist, stützungspflicht der Invaliditätsversicherung mit der vierzehntén nun aber gerade in dieser Beziehung in den lezten Jahren die oder wenigstens keine andre Komik hat, als die des KazenWoche beginnen zu lassen. Man kann jedoch anerkennen, daß auch für Verhältnisse noch ungünstiger gestaltet. Hoffmann selbst, weist jammers und der Bedientenhaftigkeit. den damals von der Regierung und der Reichstagsmehrheit bevor darauf hin, daß sich gerade in den letzten Jahren nach 1897- Unter folchen Verhältnissen ist es nicht zum Verwundern, zugten Weg eine Reihe von Gründen ins Feld geführt werden können. die Zahl der Betriebs- Krantenfaffen noch erheblich vermehrt hat, daß die Sigung, in welcher formell die Flottenvorlage beUnfre Genoffen konnten für ihren Antrag auführen, daß die Juvaliditäts- und daß auch die Innungs- Krankenkassen infolge der Novelle zur schlossen wurde, eine der langweiligsten war, die der Reichstag versicherungs- Anstalten fast durchgehends an Geldmitteln Ueberfluß Gewerbe- Ordnung vom Jahr 1897 voraussichtlich an Zahl und Ulm iemals gehabt hat. Bleiern eintönig verlief die Debatte. Nur haben, während bei den Krankenkassen eher das Gegenteil fang erheblich zugenommen haben. Und es soll ja anscheinend nicht die Abgg. Bebel und Richter vermochten es, die stumpfe zutrifft; außerdem hätte seiner Zeit die Annahme des socialdemo- einmal einer weiteren Verschlechterung durch ein Verbot der ferneren Gefättigtheit der Mehrheit, die sich ihrer Sache sicher fühlte, tratischen Antrags den Unglücklichen, welche über die Unterstützungs- Gründung solcher Kaffen vorgebeugt werden. dauer der Krankenkassen hinaus frant und erwerbsunfähig bleiben, Es ergiebt fich weiter, daß wenn man die Mitgliederzahl als auf Augenblicke zu durchbrechen. Der Berichterstatter, der eine sofortige Linderung ihrer Notlage gebracht, während es damals Maßstab für die Eristensberechtigung einer Krantentasse nimmt, es Centrumsmann Müller Fulda, der bei diesem recht zweifelhaft war und heute noch recht zweifelhaft ist, ob nicht sich feineswegs rechtfertigt, die Betriebs-, Bau- und Jnnungs- Kuhhandel des Centrums eine leitende Rolle gespielt hat, bis zur endgültigen Abänderung des Krankenversicherungs- tranfenfassen zwar fortbestehen zu lassen, die freien Hilfskajien aber hütete sich wohl, tiefer in die Sache einzugehen. Kuhhändel Gesezes noch geraume Zeit vergehen wird. Andrerseits konnten die zu beseitigen. Denn es entfielen im Jahre 1897 durchschnittlich auf macht man, aber man redet nicht von ihnen. Darauf gab, Gegner des socialdemokratischen Antrags mit einem gewissen Recht eine Betriebs- Krantentasse 310 Mitglieder der Staatssekretär des Reichs- Marine- Amits, Herr Tirpitz, darauf hinweisen, daß in der großen Mehrzahl der Fälle nämlich stets dann, wenn nur die gefeßliche Invalidenrente, und der offizielle Dreizackschwinger, die Erklärung ab, daß die nicht, wie bei Einleitung des vorbeugenden Heilverfahrens, eine ausRegierungen sich mit den Beschlüssen der Kommission zu be-: nahmsweise höhere Unterstützung gewährt wird die Leistungen Also die drei erstgenannten Gruppen stellen noch weit ärgere gnügen bereit seien, daß aber die abgestrichenen Auslands. der Invaliditätsanstalt weit hinter denen der Krankenfaffe zuriid- 8wergbetriebe dar als die Hilfsfaffen, und bei diesen legteren besteht fchiffe, möglicherweise schneller und in größerer Zahl, als bleiben, daß also bei Annahme dieses Antrags die Kranken während dabei noch der Vorteil, daß ein Wechsel der Betriebsstätte einen die jetzige Vorlage sie forderte, von neuem gefordert werden des zweiten Vierteljahrs ihrer Erkrankung schlechter gestellt sein Wechsel in der Kassenzugehörigkeit nicht zur Folge hat. müffen- also unzweifelhafte Ankündigung weiterer Marinewürden als bei Ausdehnung der Krankenkassen- Verpflichtung auf Auch der Grund, daß die Hilfskassen bei der Aufnahme an vorlagen! 26 Wochen. Das wäre nun ja allerdings wiederum für einen großen den Gesundheitszustand der Mitglieder die höchsten Anforderungen Die flottenfreundliche Majorität des Reichtags hatte nun Teil dieser Kranken für sämtliche Heilbaren nicht zutreffend, stellen," während die Zwangsfassen verpflichtet sind," jede, auch wenn ein andrer Antrag unfrer Genossen gleichzeitig Annahme ge- frante versicherungspflichtige Person aufzunehmen", läßt sich mit offenbar den Plan einer parlamentarischen Conspiration de funden hätte; der Antrag nämlich, daß in allen dazu geeigneten eben demselben, ja mit noch mehr Recht auch gegen die Verschwörung des Schweigens gehabt. vereitelte den Fällen die Invalidenversicherungs- Anstalten verpflichtet sein Betriebskassen vielen Fabriken, Er die Bebel veriverten. In schr Plan. unterwarf sollten, das vorbeugende Heilverfahren eintreten zu lassen. Aber eigne Betriebskassen haben, werden Arbeiter erst nach Flottenvorlage einer so scharfen und eingehenden Stritit immerhin fonnte die Verlängerung der Krankenkassen Unterstützung der Untersuchung durch den Vertrauensarzt eingestellt. Wo und ging mit dem Centrum so unbarmherzig ins Ge auch deshalb noch empfohlen werden, weil die Karenzzeit( die Beit, aber selbst diese vorherige Untersuchung fehlt, da kann sie jeder Zeit richt, daß eine Debatte eine Debatte erzwungen wurde. Sie war in welcher der Versicherte einen Anspruch auf Unterstützung noch nicht ersetzt werden durch die Kontrolle während der Beschäftigung in der freilich des Gegenstands würdig. Graf Stollberg und hat) bei den Stranfenfassen wesentlich fürzer ist, als bei der Fabrit. Jede Erkrankung des in einer Betriebskaffe versicherten Bassermann, der konservative und der nationalliberale Invaliditätsversicherung. Arbeiters fann den Anlaß zu seiner Entlassung geben, und giebt ihn Doch diese Frage hat jezt überhaupt nur noch ein theoretisches in sehr vielen Fällen, auch wenn die Arbeitsfähigkeit vor Ablauf der Flottenagitator fangen jeder sein Lob- und ReklameInteresse. Nachdem bei der Beratung des Juvaliditätsgesetzes die gesetzlichen Unterstügungsdauer wiederhergestellt wird. Auch in andrer lied auf die Flottenvorlage; und die Ehrenrettung des Entscheidung gegen den damaligen socialdemokratischen Antrag ge- Weise fönnen die Betriebsinhaber, bez. ihre Beamten für die Centrums wurde von Herrn Gröber bergeblich versucht. fallen ist, wird numehr unzweifelhaft unsre Reichstags- Leistungsfähigkeit ihrer" Kasse wirken. Aus dem rheinisch- west- Eine sehr gute Rede gegen die Vorlage hielt Richter, frattion der Berlängerung der Unterstügungsfälischen Industriebezirk wurde uns jüngst von durchaus zuverläffiger während Herr Ridert trotz des agrarischen Regierungsdauer bei den Krantentassen zustimmen müssen. Seite ein sehr charakterisches Beispiel dafür erzählt. In einer Fabrit, furfus sich wiederum emsig für die Flotte bemühte. Der Auch gegen eine wirkliche Centralisation der Kranten die eine eigne Betriebskaffe hat, wurde je de Arbeiterin ent- bayrische Bauernbündler Hilpert zeigte sich als der umtassen" werden von unsrer Seite wohl am allerivenigsten grund- laffen, sobald bei ihr Schwangerschaft tonstatiert gefehrte Ridert, er will gegen die Flotte stimmen, weil die jägliche Bedenken erhoben werden können. Alle die Vorteile, welche der werden konnte, und zwar geschah dies, wie der eigue Sohn einheitlich geleitete Großbetrieb vor den Kleinbetrieben voraus hat, des Fabrikanten ganz naiv eingestand, um der Betriebs- Regierung noch nicht agrarisch genug würde eine wirklich alle Arbeiter umfassende centralisierte Ortstaffe die Auszahlung der Wöchnerinnen unter- iebermann von Sonnenberg der der Flotten Strankenkasse auch vor den Kassen und Käßchen voraus haben, welche ftigung zu ersparen. Wenn die Möglichkeit besteht, Er- vorlage feinen antisemitisch nationalen Segen erteilt hatte, das geltende Gefez ins Leben gerufen hat. Und auch dagegen, daß iparuiffe dieser Art zu Gunsten der Fabrillasie, zu erzielen, dann ergriff Bebel nochmals das Wort, um die wichtigsten der man den Verfuch als verfehlt fallen läßt, anknüpfend an die alte ift's freilich fein Wunder, daß in den Betriebskassen„ entiveder die ihm gemachten Einwürfe zu widerlegen. Auf den Vorhalt, Bunftverfassung, innerhalb der modernen Arbeiterschaft eine Art Beiträge der Arbeiter verhältnismäßig gering, oder die Leistungen daß in Frankreich die Regierung, welcher der Socialist ständischer Gliederung zu schaffen, wird die Partei nichts einwenden im Verhältnis zu den Orts Krankenkassen erheblich höher sind." Millerand angehört, große Marineforderungen an die Kammer fönnen, welche immerdar die Solidarität der Arbeiter vertritt. Aber Die paar Pfennig Verwaltungskosten, welche der Betriebss zu einem ganz andren Urteil wird man kommen müssen, wenn man unternehmer zu zahlen hat, können diesen Unterschied nicht gestellt habe, erwiderte Bebel, daß er und andre deutsche die Fragen aufwirft: Berdient das, was gefchaffen erklären, sondern der kommt dadurch zu ſtande, daß die Socialisten den Eintritt Millerands in das bürgerliche Ministerium werben soll, wirklich noch den Namen: Centrali- Betriebskaffen sich ihre Mitglieder aussuchen können und sogar in bon vornherein nicht gebilligt hätten und daß Vorkommnisse in iation", und ist diese Centralisation" auch das der Lage sind, etwaige dabei vorgekommene Fehler nachträglich noch Frankreich keinesfalls für die deutsche Socialdemokratie maßOpfer wert, welches dafür gefordert wird? auszugleichen; den Orts Krankenkassen dagegen bleiben die kranken gebend sein können. Ein luftiger Disput über die RabelaisDie erste Frage kann man mit den eigenen Worten off- oder schwächlichen Personen überlassen. Deswegen aber gerade schen Eß- und Trinkleistungen der auf den Rhein geschickten manns beantworten, der ausführte:„ Die einheitlichen Kranken- werden, solange Betriebskaffen fortbestehen und täglich neu errichtet Reklame- und Versuchs- Torpedo- Mannschaft und über die faffen für den Bereich einer oder mehrerer Gemeinden würden als werden können, die centralisierten Orts Krankenkassen eine voll- Frage, ob die Begeisterung der Flotten schwärmer oder der eine vollendete Form der Organisation der endete Form der Organisation der Krankenversicherung" nicht darstellen. Barnum schwärmer die waschechtere ist, brachte die Debatte rantenversicherung nur dann angesprochen werden Hoffmann führt für die Beseitigung der Hilfskaffen schließlich fönnen, wenn fie als die alleinige Raffenform noch den Grund an, daß die Hilfskaffen auch von den Arbeit- 84 würdigem Abschluß. Als das Resultat der namentlichen Abstimmung über den für die Durchführung der Krankenversicherung angenommen gebern dazu benugt werden, um sich der Beitragsleistung für die würden." Das aber wird nicht der Fall sein! Die Betriebs- Krankenversicherung zu entziehen und den Versicherten die Zahlung Hauptparagraphen 1 verkündigt ward: 153 Ja gegen 79 Nein Krankenkassen sollen auch ferner bestehen bleiben, ja, wie es der ganzen Beiträge aufzubürden, indem nur solche Arbeiter zur bei drei Enthaltungen, da rauschte zwar kein weltgeschichtden Anschein hat, aitch ferner neu gegründet werden tönnen, die Arbeit angenommen werden, welche Mitglieder einer Hilfskaffe find." licher Moment durch den Saal des deutschen Reichstags, Bau- Krankenkassen ebenso, und selbst die Jnnungs- Krankenkassen will Dies wird man als bis zu einem gewissen Grade richtig anerkennen allein irgendwo aus der Tiefe nieste Aegir so laut, daß man man erhalten, weil die Handwerker in diesen Kassen ein wesent- müssen. Man wird aber andrerseits nicht behaupten hätte glauben tönnen, es sei Dr. Kropatiched, der Kreuzliches Mittel zur Förderung der Gründung von Inmungen können, daß die Gefahr einer folchen mißbräuchlichen Beitungs" Redakteur. Ein stockschnupfiges Niesen. erblicken". Nur die Gemeinde Krantenversicherung und Ausmuzung der Hilfskassen größer ist als Und fürwahr, der arme Aegir hat Grund, verschnupft zu die Freien Hilfskaffen" sollen der geplanten Centralisation durch das Beispiel illustrierte Gefahr einer ähnlichen Ausnutzung zum Opfer fallen. Also, die Kassenformen, in welchen der Betriebskassen. Und darum kaun höchstens verlangt werden, sein und zu grollen. Bloß 153 Stimmen für die weltmächtige die Unternehmer das Heft in den Händen baben, daß, wenn die Betriebskaffen beseitigt werden, auch die Hilfskaffen Zukunftsmusik! Bloß 158! Sechsundvierzig hinter der beschlußerhält man mit ängstlicher Sorgfalt und beläßt ihnen ihnen folgen. fähigen Zahl! Hätten wir bösen Socialdemokraten Obstruktion auch die Organisation, welche diese Vorherrschaft ermöglicht hat: es Die weiteren Vorschläge Hoffmanns werden wir in einem machen wollen, wir hätten während der Abstimmung nur den Saal soll in diesen Kassen das Recht des Unternehmers bez. der Junung, dritten Auffage behandeln. den Vorsitzenden zu ernennen, auch ferner unangetastet bleiben. Die Gemeinde soll für die Aufhebung der Gemeinde- Krankenversicherung schadlos gehalten werden durch die Angliederung" der Orts- Krankentasse an die Gemeindeverwaltung. Und nur allein die freien Hilfsfassen, welchen das eine nicht abzusprechen ist, daß sie die ureigenste Schöpfung der Arbeiterschaft sind, und daß in ihnen das Selbstbestimmungsrecht der Arbeiter am wenigsten durch die Unternehmer und durch behördlichen Einfluß beeinträchtigt wurde sie sollen der geplanten„ Centralisation" zum Opfer fallen. " " " " " die Politische Uebersicht. C. F. oben zu Berlin, den 6. Juni. Die Flottenvorlage im Reichstag. Die erneuten Verhandlungen über die Flottenvorlage in der zweiten Lesung können nur rein ornamentaler Natur sein. Es kommt nicht mehr auf gründliche Erörterungen an nicht mehr auf Reden für und wider alles ist ja entschieden. - sei. Nachdem zu verlassen brauchen und der Reichstag wäre beschlußunfähig gewesen. Doch das hätte nur auf ein paar Tage genutzt. Und für solch kleinliche Politik sind wir Socialdemokraten boshaft. Cut Diefe jämmerliche, fazenjämmerliche Minoritäts- Majorität, mit der offen zu stimmen ein großer Teil der Muß- Flottenschwärmer sich geschämt hat, das ist das schimpflichste Schicksal, das der neuesten Flotten Vorlage, diesem Wechselbalg, den profitgieriger Geschäftsfinn mit gemeinster Servilität gezeugt hat, bereitet werden konnte. Es kann dabei einem Zweifel nicht unterliegen, daß der Fort bestand der Betriebs-, Jnnungs- und Bau- Krankenkassen weit mehr als der der Hilfskassen die„ centralisierten Orts- Krankenkassen" hindern Die Abstimmungszahlen wurden von der Mehrheit würde, eine vollendete Form der Organisation der Kranken- Ver1) Hoffmann beziffert die Zahl der in Betriebs- Kranken- schweigend hingenommen, von der Minderheit mit Lachen. ferung" zu werden. Das ergiebt sich ohne weiteres aus den Mit- faffen Berfidierten, welche nach einer uns vorliegenden Statistik die Das war nach 6 Uhr, um welche Zeit der Reichstag sich verobige ist, auf 2 032 475. 8..ederzahlen. Es bestanden im Jahre 1897: 8587 Gemeinde Krankenversicherungen mit 1 370 822 Versicherten, 4548 Orts- Krantentasjen mit 3 850 858 Berficherten, 2) Nach Hoffmann 97 mit 24 609 Mitgliedern. 3) Nach Hoffmann 132 081 Mitglieder. tagte. Die Stimmung des Hauses ist so perkatert, daß an längere Verhandlungen nicht mehr zu denken ist und der Schluß der Session bermutlich, wie der Seniorenkonvent es berechnet] hat, am Dienstag erfolgen kann. Nächste Sigung Donnerstag. Fortsetzung. Die Amnestie. Diese Beratungsgegenstände hofft man bestimmt bis Diens- 1 tag, den 12. Juni zur Erledigung zu bringen und wird an diesem Tage allem Bermuten nach die Session des Reichstags geichlossen werden. Die Schulkonferenz ist am Mittwoch im Kultusministerium Baris, 4. Juni. eröffnet worden. Der Kaiser war nicht erschienen. Die Be Die Amnestie ist, wie nicht anders zu erwarten war, vom Senat rechtigungsfrage d. h. die Gleichberechtigung der vermit einer überwältigenden Mehrheit votiert worden. Es ist die schiedenen höheren Schulen. soll den Hauptgegenstand der Beratung neueste Wiederentfachung der Dreyfus- Affaire durch die Nationalisten, bilden. Ferner wird die Frage der Kadettengymnasien" beraten die das Botum beschleunigt hat. Man darf sagen, daß nicht nur die werden. Danach sollen die Abiturienten der Kadettenanstalten das Senatsmehrheit, sondern auch die Regierung die Amnestie als ein allgemeine Zulassungsrecht zu den akademischen Studien erhalten, so notwendiges Uebel betrachtet. Die zweitägige Debatte hat das mit daß in jungen Jahren verabschiedete Offiziere sich ohne weiteres aller Deutlichkeit bewiesen. irgend einen akademischen Beruf wählen fönnen. 10 zu Dasbach hat weiter den Mut, das Verhalten des Centrums zum Politische Moosauerei. Das Berliner Organ des Herrn Arbeitgeber Baragraphen zu verteidigen und ist fortgesetzt bemüht, den infamen doppelten Flottenverrat der herrschenden Partei hinsichtlich der Vorlage selbst und der Deckungsfrage- dadurch demokratie, die feine Steuern für Swede bewilligt, die sie bekämpft, es vertuschen, daß wider besseres Wissen die Social verleumdet, sie noch, daß das eble Blatt auch die auf Bertenerung des Brotes abet, fiefdone ben Stapitalismug der Börse fehlt aur die politische Moofauerei ist zum Dogma erhoben, nach dem jeder zielenden Bestrebungen des Centrums ableugnend bemäntelt, und Centrumstaplan handeln muß. Instaplan sonders gefährlich erachtet sein. Der Gerichtshof, der sich hier, weil es sich um ein nach den Staatsgesezen schwer zu ahndendes Verbrechen handelt, aus ausländischen Juden zufammengesezt haben wird, die sich, ins Ausland zurückgekehrt, leichter der Strafverfolgung entziehen können, hat ein be= sonders grausames Todesurteil über Winter gefällt und es wahrscheinlich auch an demselben Tage vollstreckt. Er ist an dem Tage zusammengetreten, an welchem, wie er wußte, Winter von einem Judenmädchen an einen bestimmten Platz bestellt worden ist. Winter ist durch einen Schächtschnitt abgeschlachtet; das Blut mag aufgefangen sein, um die Spuren möglichst zu verwischen, und der Körper mußte infolgedessen sehr blutleer werden. Daß das Blut zu Opferzweden benutzt werde, hält er so gut wie Juristisch ist diese Amnestie, die nicht rechtsfräftige Urteile ausgeschlossen. Es würde sich hier nicht bloß um einen gemeinen aufhebt, sondern schwebende Brozesse niederschlägt, eine schwere Ver: Rachemord, sondern um einen fanttionierten Sühne legung des Rechtsgefühls mord handeln. Natürlich kann das nicht ohne weiteres bewiesen ein diftatorischer Eingriff in die individuellen Rechte gegen den ausgesprochenen Willen derjenigen, werden und wird wohl auch nie nachgewiesen werden können, denn ein Jude, der das verrät, weiß, mag er auch noch die, wie Zola, Bicquart und Reinach, von der Amnestie profitieren sollen. Nur General Mercier hat natürlich gegen die so verkommen sein, daß er von Stunde an verdammt", Amnestie, die ihn vor dem Bagno rettet, nicht protestiert. Die umrettbar verloren ist, und deshalb wird schwerlich auch Befürworter der Anmestie haben denn auch die juristische Seite nur irgend ein jüdischer Mitwisser in Konig etwas verraten. der Talmud Daß oder der Form halber gestreift. Sie betonten dagegen die politische andre Geheimschriften nicht in nadter Offenheit den Mord, die Verhängung der Todesstrafe bigteit der juristisch haltlosen Maßnahme. Die Amnestie soll der realtionären Demagogie den Mund stopfen, die über einen Nichtjuden unter Umständen anbefehlen, bedarf keiner Ausbeutung der Dreyfus- Affaire gegen die Republik unmöglich Erklärung, indessen in dieser oder jener Geheimschrift, die es un machen, die parlamentarischen Beratungen und die politische bedingt giebt, mag es doch verblümt stehen, jedenfalls aber nach Deffentlichkeit überhaupt von Dreyfus Debatten befreien und Der Weltfrieden eine Chimäre. Dem Blatt der rheinischmündlicher Tradition. Daß das verführte Judenmädchen straflos oder fast straflos ausgeht( wie auch aus 1. Mos. 31 damit die Möglichkeit einer fruchtbaren gefeggeberischen westfälischen Eiſenindustriellen ist von einem Philosophen die tröst erfichtlich ist), hängt mit der jüdischen Anschauung zusammen, Reformthätigkeit gewähren im Interesse einer organischen liche Kunde geworden, daß der Weltfrieden eine Chimäre sei und wonach das Weib als ziemlich widerstandslos, also in fittlicher Stärkung der Republik und einer gründlichen Bekämpfung der es ewig bleiben werde. Das Blatt schreibt: Reaktionsparteien. Hinsicht in Bezug auf die sittliche Kraft als minderwertig gilt. Dies die Hauptgedanken der Amnestierebe Den Friedensschwärmern, die nicht selten den Verfuch machen, Mir erscheint diese ganze Ansicht über den Konizer Mord ziemlich Waldeck- Rousseaus, der eigentlich der einzige Berteidiger der Amnestie die Wissenschaft für die schönen Illusionen vom ewigen Frieden im Senat war. Während aber die erwarteten günstigen Wirkungen zu verwerten, verdirbt der Berliner Philofoph Wilhelm Dilthey einleuchtend, zumal da die Judenmädchen hartnäckig jeden Verder Amnestie im weiten Felde stehen, da sie vor allem mit der. tehr mit Winter leugnen, obgleich er doch durch glaubwürdige das Concept. Dilthey schreibt nämlich im Juniheft der„ Deutschen Den Kriminalbeamten dürfte dann das langen Fortdauer des gegenwärtigen Ministeriums unzertreumbar Rundschau" in einem Artifel über die Berliner Akademie der Zeugen festgestellt ist. verknüpft sind, wirkt die Amnestie unmittelbar als eine a pi- Wissenschaften, ihre Vergangenheit und ihre gegenwärtigen AufBerhalten der Judenmädchen, namentlich die Ableugnung der Bekanntschaft mit Winter, nicht mehr so rätselhaft vorkommen." tulation der Republik vor der Hocharmee und den klerikal gaben u. a. das Nachstehende:„ Die Wissenschaft hat im Zusammens militaristischen Parteien. Dabei fann von einem„ beschwichtigenden" wirken der Nationen ihr Werk gethan. Ihr Fortschritt springt findet, daß diese abenteuerliche Albernheit, die aus einem SchauerDas Centralorgan der regierenden Partei des Deutschen Reichs Einfluß diefer Sapitulation erst recht nicht die Rede sein. Die Sething von den schöpferischen Köpfen eines Bolts hinüber zu denen des des Generals Mercier genügt den Nationalisten noch lange nicht, verkünden andern. So verbindet sie die andre Macht den WeltNationen. Der Glaube, daß roman Rétif de la Bretonnes abgeschrieben sein könnte, interessant fie doch, daß der überführte und geständige Verbrecher, den fie oder irgend eine andre Macht den elt fei und einiges für sich hat. Glückliches Deutschland! monarchistisches Stimmbich in den Senat gewählt, gar keiner frieden herbeiführen könne, ist eine Chimäre. Zur Neichstags- Erjahwahl in Mülhausen t. E. schreibt Amnestie bedarf, und sie zetern in einem fort, daß die Regierung Stärker als seit den Tagen der Religioustriege man uns. Die gouvernemental- flerital- freifinnige Sammelfandidatur lediglich die Dreyfusfreunde habe retten wollen. So hat den neben ist heute die Spannung, welche zwischen den großen ist mun doch noch perfekt geworden. In der Person des Großeinigen intranfigenten Revisionisten das flerital- monarchistisch- natio Kulturnatiouen besteht, da diese jest um die Herrschaft fabrikanten Theodor Schlumberger haben die bürgerlichen nalistische Fähnlein des Senats gegen die Amnestie votiert. Ebenso, auf der Erde und um die wirtschaftliche Aus- Parteien nach langen Mühen einen Mann gefunden, der sich eraufreizend wirkt auf die Nationalisten der Ausschluß Dérou. lèbes und Konsorten von der Amnestie, was ber bietet, wie im Jahre 1898 der Straßburger Riff, es allen recht Senat auf das energische Verlangen der Regierung mit philofophifchen Grübelns letzten Schluß die Versicherung zu erhalten, zeichnet, worunter sich natürlich jeder denken fann, was er will. In 165 gegen 102 Stimmen beschlossen hat. Die starke Winder- daß der Friedensengel mit der Palme fürder als antiquiertes Arbeiterkreisen wurde in allerjüngster Zeit sein Name genannt wegen der heit erklärt sich daraus, daß der Antrag auf Amnestierung Symbol zu gelten hat und in aller Zukunft durch den strammen sonderbaren Stellungnahme, die er in der Frage der Re der Staatsstreichler von einem melinistischen„ Republikaner" gestellt pommerschen Grenadier mit der Bidelhaube erfezt werden gelung des Arbeitsnachweises nimmt. Er ist, wie wird. Wenn Herr Dilthey dann noch des weiteren ver vor einigen Tagen auch der Vorwärts" berichtete, entschiedener Gegner Ueberdies ist die Amnestie in ihrer Rechtsverletzung nicht einmal fichert, daß die wissenschaft trotz ihrer fich täglich mehrenden des kommunalen Arbeitsnachweises, weil durch allzu große Leichtigkeit fonfequent. Die Prozeffe Zola und Henry- Reinach find nur vom internationalen Beziehungen zwar die Spamungen des welt- im Stellenwechsel( unentgeltliche Arbeitsvermittelung, niedrige ReiseKriminalgericht auf das Civilgericht übertragen worden. Für diese politischen Faustkampfs nicht mildern, dennoch aber unabfosten 2c.) übermäßig viel Leute in die Städte gezogen und dort Fülle handelt es sich also um eine erklärliche Aenderung der hängig von den politischen Gegensätzen das Bewußtsein der Bu- dann„ von den focialistischen Agitatoren zum Gerichts zuständigkeit, welche gar keine politisch be- fammengehörigkeit“ erhalten werde, jo ist das wirklich ein sehr Bürgerkrieg angetrieben"(!!) werden. Die Wüſhauſer schwichtigende Wirkung ausüben würde, falls, wie anzunehmen ist, magerer Trost für die ehrlichen Freunde des Friedens. Arbeiterschaft weiß also bereits, weß Geistes Kind der zum Kampfe die beiden Prozesse civilgerichtlich verhandelt werden. Zum Glück entbehrt aber das Urteil des Berliner Philosophen gegen die Socialdemokratie ausgezogene bürgerliche Sammelfandidat Was schließlich den Hauptmann Dreyfus betrifft, so ist er der philosophischen Grfindlichkeit. Daß die Kathederiissenschaft ist, ehe derselbe in Wahlsachen auch nur den Mund öffnet. Und Rehabilitestiert worden, was ihm einerseits den Weg zur gefeßlichen den Wölferfrieden nicht zu sichern vermag, geben wir gern zu. Allein weit fie dies weiß, wird sie auch dafür sorgen, daß Herr SchlumRehabilitation offen läßt, während anderseits die Niederschlagung es giebt auch eine angewandte Wissenschaft: die Waffen- berger feine Gelegenheit findet, den Reichstag mit seinen verschrobenen der mit seinem Fall innig verknüpften Kriminalprozesse die Auf auftlärung, und fie in Verbindung mit der täglich sich mehr socialpolitischen Anschauungen zu behelligen. findung einer juristischen„ neuen Thatsache" wenigstens in absehbarer durchsetzenden Klassensolidarität des internationalen Proletariats Bufunft unmöglich macht. Im übrigen versteht es sich von selbst, wird diejenige vom Herrn Dilthey übersehene Macht darstellen, Ablösung der Realgemeinderechte. Stuttgart, 5. Junt. daß Dreyfus' Ausschluß von der Amnestie als ein Zugeständnis an die trop des weltpolitischen Deliriums, das gegenwärtig die befizenden( Gig. Ber.) In der Woche vor Pfingsten erledigte der württem die Hocharmee zu betrachten ist, nicht als eine Müdsichtnahme auf Klassen der Kulturstaaten befallen hat, den Weltfrieden begründen bergische Landtag einen Gesezentwurf, der einen kulturhistorisch bas Rehabilitationsrecht des Unschuldigen. intereffanten Hintergrund hat. Es handelte sich um die Ablösung Man sieht, die Anmestie ist in jeder Beziehung eine Halbheit, der Realgemein derechte". Bielfach bestehen noch in wie denn die ganze Politik seit einem Jahr, seit dem halben Siege ,, Seiner Majestät Schiffe!" Württemberg neben der modern bürgerlichen Gemeinde sogenannte der Republik sich in halbheiten bewegen muß. Die Republik ist Man schreibt uns aus Kiel: Realgemeinden", welche sich als Reste der alten Martjueder jo start, um ihr Gesetz unerbittlich walten zu lassen, noch darf sie sich eine wirkliche Amnestie gestatten, ein allieitiges Ver- nach einer Zeitungsmeldung mitteilt, der Prinz Ludwig von Bayern Nuzung am Gemeindevermögen, der gemeinen Mark" oder der Wenn, wie der Vorwärts" in der letzten Sonntagsnummer genossenschaften darstellen. Die Realgemeinde" von heute ist ein Verband der eingesessenen Gemeindegenossen, welche die geffen, ein großmütiges Verzeihen der Verbrechen ihrer Feinde. Die darüber verstimmt ist, daß der Kaiser in einem Telegramm an den Alimark" haben und dafür auch im wesentlichen die GemeindeGroßmut wäre in diesem Fall eine vollständige Kapitulation Prinzregenten Luitpold von meiner Torpedoboots Division" geleistungen zu erfüllen haben. bor fampfluftigen, wutschnaubenden Feinden. wurde. beutuberuhigend für die Flotteninteressenten, als des zu machen. Herr Schlumberger wird als liberaler" an Schwäeren fämpfen." wird. " " " Es ist begreiflich, daß diese Sonst der versöhnliche Abschluß einer stürmischen Kampfperiode, sprochen hat, so ist das eine Wißstimmung, die wir nur zu gut altehriviirdige Einrichtung mit der modern politischen erscheint die gegebene Amnestie vielmehr als die Einleitung neuer begreifen können. Denn die Sache liegt nicht so, daß der Kaiser, Gemeinde, mit dem Staat als Aufsichtsbehörde und Kämpfe, die Ursache neuer Erbitterung. Man wird wohl vergebens als Chef, als oberster Befehlshaber der Marine, feine Worte etwa Steuereinnehmer auf Schritt und Tritt kollidiert, und es ist bereits in der Geschichte nach einem Gegenstück der Amnestierede des Minister- so gemeint habe, wie der Schiffskommandant, der von seinem Schiff", so weit gekommen, daß in der Mehrzahl der Fälle den Gemeindepräsidenten fuchen, wie man vergebens nach so friegerischen wie der Hauptmann, der von seiner Compagnie" spricht. Es hat genossen selbst die frühere Wohlthat des Gemeindevermögens aur Amnestiedebatten suchen wird. Es war eine Kampfrede, wie fie thatsächlich manchmal den Anschein, als ob die Kriegsschiffe nicht nur Plage geworden ist. Der Entwurf der Regierung bezweckt nun, die Waldeck- Nousseau gegen die Feinde der Republik noch niemals ge- dem Namen nach„ Seiner Majestät Schiff" find; sondern als ob sie Ablösung der Realgemeinde rechte zu erleichtern, und zwar soll dies im Verwaltungswege auf Antrag haben ihn offenbar so scharf gemacht. Er wuchs über sich selbst zu seiner Privatbenutzung und nicht zur Sicherung der Gemeindegenossen oder auch so besonders, hinaus zum demokratischen Staatsmann, der die Republik durch des Reiches da wären. Von der„ Hohenzollern", die in der wenn die Gemeinde ihren Pflichten gegen den Staat gründliche Reformen, die er notwendige Gesetze und Garantien", deutschen Kriegsschiffsliste als Specialschiff" geführt wird, in nicht nachkommt, Specialschiff" geführt wird, in nicht nachkommt, auf Antrag der Kreisregierung geschehen. Die republikanische Charte"( charte républicaine) namute, end wirklichkeit aber Kaiseryacht ist, sehen wir heute ganz Im ganzen giebt es 551 Orte in 82 Oberämtern mit Realgemeindelich gegen die fortwährende Unterhöhlungsarbeit der Neaktion ab. Jezt erst wieder, in allerncuester Zeit, ist speciell für den Kaiser wahlen. Die große Mehrzahl entfällt auf Neuwürttemberg, des sicherstellen will. Wenn nur die Thaten den energischen wieder ein andres Kriegsschiff eingerichtet worden. Es ist dies das Jagitkreis und den Donaukreis. Der durchschnittliche Jahreswert der Seite wagte er, feiner Nede eine ausgesprochene dreyfufiftische" beutel der Steuerzahler durch diese Aenderung wieder belastet werden. mit 16 711 W. weniger als der Ertrag. Die Beratung des Gesetzes Auf der andern neueste Torpedo boot, und ohne Zweifel wird auch der Geld- Erträgnisse aus den Gemeindegütern wird auf 258 085 W. verauschlagt, der Durchschnittswert der Leistungen auf 241 824 m., soSpige zu geben, fo den der Amnestie anhaftenden Beigeschmack einer Ganz abweichend von dem bisherigen Uius, nach dem die Torpedo- nahm fast die ganze leyte Woche in Anspruch. Beanstandet wurde Kapitulation vor der Hocharmee gänzlich verwischend. Er spendete rüdsichtsloses Lob den Revisionisten und schloß mit einer unerbitt- boote mit dem Anfangsbuchstaben der Bauwverft und einer fortlaufenden hauptsächlich das Ablösungsverfahren und die Berechnung der Eutlichen Brandmarkung des amnestierten Mercier, den er unter einer Nummer als Namen versehen werden, hat dieses Boot den Namen schädigung. Man einigte sich dahin, das Ablösungskapital auf den dreifachen Beifallsjalve der Senatsmehrheit dem Urteil des öffent ,, Sleiguer" erhalten, anstatt S. 97. Es soll der Hohenzollern" als zwanzig fachen Betrag des reinen Jahreswerts der Nutzung. lichen Gewissens" überlieferte, einem Irteil, das die Jahrhunderte Tender attachiert werden, zum An- und Vonbordgehen, beziehungsweise Leistung zu normieren. Die Ablösung fann von überdauert, eine Lehre der Völker ist und der Geschichte für Fahrten auf Flüffen und in engen und einem Zehntel der Gemeindeberechtigten beantragt oder von der angehört". Und fein Nationalist wagte es, den gebrand flachen, von der Hohenzollern" nicht zu be Kreisregierung unter bestimmten Vorausjegungen angemeldet markten Verbrecher in Schutz zu nehmen, ebenso wie Mercier fuchenden Fjorden an der norwegischen St it ste usw. felbst stumm figen blieb, nochdem sein chnischer Redeversuch am ersten dienen. Und dieser Aufgabe gemäß ist denn der Sleigner" ein Küste Beratungstage so beschämend für ihn geendet hatte. und einsichtigen Worten entsprechen " " " wenn werden. Deutscher Lehrertag. Der Senat that noch ein übriges, um die Chamade des Amnestie- gerichtet. Das Schiff ist, abweichend von den bisherigen In der Pfingsttwoche verhandelte in Köln die deutsche Lehrerbotums in eine Fanfare zu verwandeln: mit 178 gegen bloß 41 Torpedo booten, auf dem Hinterded mit einem Pavillon versammlung. Stimmen votierte er den öffentlichen Anschlag der Minister versehen und weiß gestrichen. Am ersten Pfingsttage Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete der Vortrag präsidenten- Rede, die höchste parlamentarische Ehrung eines Redners, ist das Schiff zum erstenmal in Stiel eingetroffen. Seiner des Lehrers E. Beyer- Leipzig über: Rückblicke und Ausdie feierlichste Gegenzeichnung des Kampfprogramms der Regierung. Majestät Schiff" ist also thatsächlich Jetzt hat die Kammer das Wort. Die Ammeſtie wird gewiß eingerichtet. für Wilhelm II. blicke an der Jahrhundertwende". auch dort votiert werden, aber die Regierung muß fich auf rasende der That nur zu geeignet ist, Mißstimmung zu erregen, Wir sind der Ansicht, daß etwas Derartiges in Angriffe feitens der Nationalisten gefaßt machen. Diese wollen es mit Hilfe der Melinisten versuchen, die Staatsstreichler in die Annestie nicht die Marineverwaltung für die Gründe solcher Abweichungen mit einzuschließen. O vor den bisherigen Torpedobootstypen wirklich durchalicholsar id rat schlagende Argumente anzugeben vermag. Und ver mag fie dieselben anzugeben, dann find eben die ganzen bis herigen Torpedoboote altes Gijen". Bielleicht erfundigt sich einmal der Reichstag nach diesen Dingen. Dr. Stübe I. long s Deutsches Reich. Reich.in Inn Buchkas Ende. Der schon vor einiger Zeit angekündigte Rüdtritt des Kolonialministers v. Buchta ist nunmehr vollzogene Thatsache. Sein Nachfolger ist der kaiserliche Gesandte in China, gabe einer Räubergeschichte, die wir in der Germania" finden. Der Die Kulturhöhe des Centrums offenbart sich in der WiederSerr v. Buchka, ein medlenburgischer Konservativer der äußersten Unsinn stammt aus einem Danziger Blatte und soll von einem unReaktion, hat nur zwei Jahr für die herrliche Kolonialpolitit ge- lichen erzählt worden sein. Die„ Germania" aber druckt ihn ab, genannten getauften Juden im Gefängnis einem ungenannten Geistwirft. Die Kolonialschwärmer waren mit ihm unzufrieden und griffen ihn in neuerer Zeit sehr heftig an, weil er die kolonialen findet ihn interessant" und meint, daß er Einiges für sich" habe. Gründer und die Ausbeutung der Kolonien durch ausländische Gesellschaften schüße, Der Seniorenkonvent des Reichstags hat Mittwoch unter Vorsiz des Präsidenten festgestellt, daß vor dem Schluß der Session die Flottenvorlage und das Seuchengefey in zweiter und dritter Beratung erledigt werden sollen. Hierzu treten noch die socialdemokratische Interpellation wegen der Kontrattbruch gefeße in mehreren Einzelstaaten, sowie die noch ausstehenden Wahlprüfungen und einige fleinere Vorlagen betreffend das Handelsabkommen mit England, sowie eine internatio nale Sanitätsübereinfunft.in HopHuldundisput " Unter der Voraussekung, daß der junge Winter ein oder mehrere Jndenmädchen entehrt hat, waren die Eltern der betreffenden Mädchen verpflichtet( besonders wenn sie der ffrengeren Richtung angehörten), dieses Vorkommnis dem Rabbiner zur weiteren Veranlassung anzuzeigen. Derfelbe war wiederum gezwungen, die Sache einem Gerichtshof zu unterbreiten. Der Gerichtshof( früher Synedrium) hat mindestens aus fünf Mitgliedern Rabbinern und Schriftgelehrten ( al, Schächtern) zu bestehen. Bei wichtigeren Angelegenheiten wird die Anzahl erhöht. Dieser Fall muß besonders ernst gewesen sein, d. h. es muß eine mehrfache Entehring von Judenmädchen vorgelegen haben und Winter als bes Der Redner gedachte der Arbeiten Pestalozzie, Diesterwegs und Dittes, denen die Entwicklung des heutigen Schulwesens im vorigen Jahrhundert im wesentlichen zu danken sei. Leider fei auch im 20. Jahrhundert die Pädagogik noch nicht Herrin in eigen Es müsse ohne Unterlaß dafür gearbeitet werden, daß das alte Losungswort endlich zur Wahrheit werde:„ Die Kirche den Theologen, die Schule den Pädagogen."( Lebhafter Beifall.) Wenn das deutsche Volt zur Wohlfahrt, Freiheit und Gefittung gelangen sollte, dann müssen demselben alle Errungenschaften der Kultur, alle Fortschritte der Kunst und Wissenschaft zugänglich gemacht werden. Leider seien die finstren Mächte, die die Schule der Kirche unterthan machen wollen, noch immer nicht vers schwunden. Noch immer werden von die der Schulbank focialen Gegensäge gepflegt. Die sociale Frage sei nicht fie fei auch eine bloß eine Magenfrage, fie fei eine Bildungsfrage. Jeder sei berechtigt, an den geistigen Errungenschaften vollen Anteil zu nehmen. Leider stelle sich auch ein Teil des deutschen Bürgertums der einheitlichen Gestaltung unfres Volksschulwesens aus Furcht vor der Socialdemokratie noch feindlich gegenüber. Und doch könne man der socialen Gefahr nur dann mit Erfolg begegnen, wenn dem Bildungsbedürfnis teine Schranken gezogen werden. Wenn die Einheit des deutschen Bolts zur Wahrheit werden solle, dann müsse das deutsche Volt schon im untersten Stockwert versammelt und von dem einheitlichen deutschen Geiste erfüllt werden. Leider habe es noch keinen Kultusminister gegeben. der derartig seine Pflicht auffaßte, wie seine Kollegen für das Kriegswesen zu Wasser und zu Lande.( Beifall und Heiterkeit.) " Im neuen Jahrhundert müsse man Mittel und Wege finden, damit schiedenen Gefechten geschlagen worden. Es wird allerdings be- seiner Belt mit ihr nichts abschwören wollen. Aber feine Gegner die Schule den immer größer werdenden Anforderungen des öffent- hauptet, daß die Truppen die Weisung erhalten hätten, den Kampf fagen ganz richtig: wenn Du das nicht thun wolltest, dann laſſe lichen Lebens gerecht werden könne. Den Kampf, den Diesterweg gegen die Aufständischen überhaupt nicht ernstlich aufzunehmen. Die folche Redensarten hübsch unterbleiben. Ueberhaupt war die Rede, begonnen, müssen die deutschen Lehrer mutig weiter führen, fie dürfen nicht eher den Kampf aufgeben, bis der Freiheitsodem in Boger nehmen freilich auf die ihnen angeblich entgegengebrachte die Salisbury vorigen Dienstag in der City gehalten hat, so tattlos wie nur möglich. allen Räumen weht.( Stürmischer, lang anhaltender Beifall.) freundliche Gesinnung wenig Rücksicht, sondern brachten den Truppen Die Konservativ- Unionisten sind zwar im Parlament den Lehrer Otto Charlottenburg sprach hierauf über die Be: schwere Verluste bei. Liberalen der Bahl und Kohäsion nach unendlich überlegen, aber hindeutung einer gefteigerten Volksbildung für die wirtschaftliche In dem bedrohten Tientsin find inzwischen Truppenabteilungen sichtlich der Führerschaft steht es bei ihnen nicht besser wie bei jenen. Entwicklung unfres Volkes. der Mächte eingetroffent. So 13 englische Seefoldaten mit einem Salisbuch ist faktisch nur noch ein Lückenbüßer, man läßt ihn über Eine größere Verbreitung von Bildung kann erst möglich Maximgeschütz, 50 Amerikaner und 74 Japaner. Die Eisenbahn- fich ergehen, weil man feinen zugträftigen Ersatzmann hat. fein, wenn eine gewisse wirtschaftliche Entwickelung erreicht ist. verbindungen sind unterbrochen, da die Brüden zerstört find. Vielfach ist in der letzten Zeit von der Bildung einer Nicht richtig fei es aber, die Volksbildung als die Lösung der Um den Einspruch der chinesischen Regierung gegen weitere neuen nationalen" Partei mit Lord Rosebery an der Spize wehren, daß man in der Volksschule ein Altheilmittel sebe. behandeln China bereits als ein unter europäischer Kontrolle Legtgenannten in irgend einer Weise wieder im Amt zu sehen. Bor socialen Frage zu betrachten. Die Lehrer müßten sich dagegen Truppennachschübe scheinen sich die Mächte nicht zu fümmern. Sie gesprochen worden. Aber das ist eine müßige Kombination, die nur auf den Wunsch einer großen Anzahl Leute zurückzuführen ist, den ( Sehr richtig!) Die Schäden der Zeit können nur durch eine tief: gehende, grundlegende Socialreform, durch eine Veränderung stehendes Land. Ob die Regierung fich nunmehr die Nieder- einigen Tagen hieß es dann, Rosebery werde in der Form eines unsrer staatlichen und wirtschaftlichen Zustände herbeigeführt werfung der Aufständischen angelegen sein laffen wird, bleibt Glückwunschschreibens an eine liberale Beitung in Bristol, die ihr werden.( Sehr richtig!) Deutschland sei längst kein Agrarstaat abzuwarten. Möglich wäre es auch, daß sie bestrebt sein Jubiläum feiert, ein politisches Manifest erlassen, worin er die mehr. Als Industriestaat sei Deutschland aber auf seinen würde, die Indeine Macht gegen die andre auszuspielen. Grundzüge desjenigen politischen Programms entwickeln werbe, von Güterabjazz nach dem Auslande angewiesen. Es müsse daher Als Hilfe in der Not hat sich, wie bereits zu wiederholten Malen, dessen Annahme er den Wiedereintritt in die Führerschaft der liberalen die Frage aufgeworfen werden, ab die Intelligenz der Leitung neuerdings wieder Rusland angeboten. Ja, Rußland soll sich nicht mit Bartei abhängig mache. Alles harrte erwartungsvoll, das für diese Aufgabe ausreiche. Leider leide ein großer Teil des der bekannten halbwegs zusagenden Antwort der Regierung begnügt, Schreiben ward bekannt, und siehe da, es enthielt nichts wie Handwerks neben dem Mangel an Bildung an einem Mangel an Bildungstrieb. Sie zeigen sich sogar feindselig gegen das Be- sondern bereits eine beträchtliche Truppenabteilung abgesandt haben. So allgemeinheiten. Ob Rosebery sich einbildete, mit ihm einen großen Eindruck zu erzielen, oder ob übereifrige Verehrer die streben, den heranwachsenden Lehrlingen eine größere allgemeine besagen Telegramme aus Shanghai, daß bereits 2000 Kofaken Sache so lächerlich aufgebauscht hatten, bleibe dahingestellt. Aber Bildung zu geben. Auch unsre Landwirtschaft befindet sich in einer von Port Arthur nach Peking abgegangen feien, unter dem Vorwand, der Eifer, mit dem ein großer Teil der Presse aus beiden Lagern schweren Lage, aber auch für sie bedeutet ein Fortschreiten in der Repreffalien gegen die Borer zu üben, die eine Kosakenabteilung bei sich nun daran machte, aus dem Schriftstück wirklich ein bedeutendes Bildung ein Fortschreiten in der Produktion. Gelte das Ge- Baotingfu angegriffen hätten. Sollte eine stärkere russische Abteilung that- Mahnwort an die Nation herauszulegen, zeigt deutlich, wie verlegen forderte auch für ländliche Arbeiter? Der Abgeordnete sächlich in Peking einwirken, so würde das jedenfalls auch für die übrigen man um einen tüchtigen, die Nation aufrüttelnden Führer ist. Szmula würde nur ein mitleidiges Lächeln haben; ſein Mächte nur das Signal zur Entfendung bedeutender Truppenkörper Rosebery betont, daß in solchen Momenten wie der jetzige die alten Ideal ift der galiziſche Arbeiter.( Lachen.) Zur Bedienung fein. Namentlich England und Japan würden sich schwerlich Parteiſchlagworte zurückgebrängt und die konkreten Fragen auf töre der Maschinen braucht auch die Landwirtschaft intelligentere eine längere Reserve auferlegen. fachliche Bedeutung für die gesunde Fortentwicklung des Landes Arbeiter. Vom preußischen Ministertisch ist aber an die Schule und seiner Mittel geprüft werden müssen. Aber das bie die nicht die Mahnung ergangen, fie möge die Kinder nicht vergessen lassen, vergessen lassen, Die Vossische Zeitung" läßt sich aus London telegraphieren: ist ein Gemeinplatz; was von einem aktionsbereiten Führer wozu Gott fie auf das Land gesetzt hat.( Gelächter.) Danach China Gaz." erfährt, die Kaiserin hätte der Regierung zu verlangen ist, ist nicht die Ermahnung zur Prüfung, fcheinen also die Kinder zum Nußen der Gutsbesizer befohlen, lieber ganz Europa zu trogen, als fich fondern einen Wegweiser in der Prüfung, die Bezeichnung des da zu sein.( Sehr gut!) Wenn der ostelbische Großgrund- in die Borerbewegung zu mischen. Die chinesischen Weges zur Lösung. Wie kann England in Südafrika die Schaffung besitzer nur mit elenden Arbeitslöhnen und mit Truppen sollen Operationen ausführen, die tezwecken, weitere eines neuen Irland vermeiden, das ist die Frage des Moments, Kinderausbentung wirtschaften fönne, so möge er Entsendung europäischer Truppen nach Peking und hinsichtlich ihrer giebt Rosebery nicht den geringsten Fingerzeig. abbanken.( Stürmischer Beifall.) Er beweist damit mur, u verhindern. Der Vicekönig habe befohlen, die und soweit sich übersehen läßt, ist auch kein andrer Führer da, der daß er nicht fähig war, aus den rückständigen Bers weitere Landung von Mannschaften von fremden ein wirklich praktizierbares Programm aufzustellen Luft hätte. Die hältnissen heraus sich den technischen Fortschritten riegsschiffen zu verhindern. Eine ernste Krisis einen begnügen sich mit negativer Stritit, und die andern zeigen sich anzupassen. Die Aufgabe eines Kulturstaats fönne es nicht sein, berriche im Palast. Die streng Konservativen be- bereit, den Sprung ins Dunkle mitzumachen, den die Regierung jezt dafür zu sorgen, daß eine Minderheit Besigender aus anstanden die Ergreifung von Maßregeln zur Unterdrückung der zu unternehmen im Begriff ist. Wie die entgegengesette Politit der Ausbeutung bie Butet in fer berau im Kindern Nußen ziehe. Boger; die gemäßigte Partei warne indeffen vor der Herauf Gladstones von 1881/1884 ist auch die jetzige Annexionspolitik eine ( Großer Beifall.) Erhöhte Bildung würde auch dem ostelbischen beschwörung eines Swiftes mit den fremden Mächten. Verschiebung der wirklichen Lösung auf die Zukunft ein bloßes Junkertum nicht schaden( stürmischer Beifall), damit es aus dem Probieren. Boden höheren Ertrag zu erzielen vermag und dann den Leuten menschenwürdige Löhne und Wohnungen gewähren kann.( Beifall.) Der Vortrag gipfelte in den folgenden Thesen: Von 1. Die Volksbildung ist eine der wirksamisten Kräfte für erhöhte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Bolts. bedingt seine Stellung auf dem Weltmarkte. 3. Es ist deshalb 〃 " Afrika. Dritte Generalversammlung des Gentralvereins deutscher Former. Ansicht eines deutschen Erforschers von Westafrita, Namens Krause, Die Lage an der Goldküfte ist noch unverändert. Nach der werden 10-15 000 Mann erforderlich sein, um den Aufstand der Aschanti niederzuwerfen. Die englische Bresse bezeichnet diese Dar Hamburg, 5. Juni. 2. Eine gesteigerte allgemeine Volksbildung bewirkt eine gleichstellung freilich als übertrieben pessimistisch, da die Stämme der Küste ( 8 weiter Verhandlungstag.) mäßigere Berteilung der Arbeitserträge, fördert also neben der loyal geblieben seien, wenn sie auch zugiebt, daß die Erhebung von langer Der Bericht des Hauptvorstands fand nach kurzer wirtschaftlichen auch die sociale Entwicklung unsres Volks und Hand vorbereitet sei und nichts geringeres bezwecke, als den Könis Diskussion seine Erledigung, worauf Claussen- Hamburg den Prempeh wieder auf den Thron zu sehen. Es seien Ausschußbericht erstattete. Gegen den Hauptvorstand sei 900 Mann der westafrikanischen Grenztruppe auf dem Marsche, um teine Beschwerde eingelaufen, ebenso hätten die Mitglieder Kumasst zu entsetzen und die Empörer zu züchtigen, außerdem des Ausschusses nichts gegen die Thätigkeit des Borstands werde ein Teil der Befagung eines an der Küste ein einzuwenden. Hauptvorstand und Ausschuß hätten mehrere gemeingetroffenen Torpedoboots ebenfalls nach dem Jynern abschaftliche Sitzungen abgehalten, in welchen eine große Anzahl das insofern un gehen. Die Aussichten der Aschantis find insofern günstigere geworden, als es den Engländern möglich sein Verbandsleben und andre Angelegenheiten betreffende Gegenstände dürfte, nach Bertrümmerung der Hauptmacht der Boeren und der ihre Erledigung gefimden hätten. Der Bericht ber RevisionsBejegung des größern Teils der Boeren- Republiken einen Teil der ommiffion giebt zu feiner Ausstellung Anlaß. Bu Punkt 5 für Südafrika bestimmten 11 000 Mann Ersagtruppen für den der Tagesordnung: Die Vereinbarung mit dem Metall. schautikrieg zu verwenden. Dieser Möglichkeit würde sich England arbeiter Berband", referierte De in3ner Litbed, welcher suspigen sollten. freilich beraubt sehen, wenn sich die Zustände in Ostasien noch weiter die Annahme folgenden Entwurfs empfahl: a) allen bildungsfeindlichen Bestrebungen auch um des Werts der Bildung selbst willen entschieden entgegens zutreten, b) allen Volksbildungsanstalten und Wolfsbildungsbestrebungen eine vermehrte Pflege zu widmen. Man wird gestehen müssen, daß die Lehrer in ihren pflicht. gemäßen Ansprüchen an die Schule bei weitem nicht den jocial politischen Radikalismus eines Pestalozzi, des geistigen Schöpfers des Volksschulwesens erreichen, geschweige, daß sie focialistischer mit maßvollen, focialreformerischen Neigungen, die das Recht der Einficht zugänglich wären. Es find wohlwollende freifinnige gente Schule verfechten und nicht völlig blind gegen die wirtschaftlichen Ursachen der Schulmisere sind. Gleichwohl spricht die agrarische " Deutsche Tageszeitung" wütend von einer Sammhung hohler Phrasen" und einem verwässerten Aufguß abgestandener Phrasen" des Vorwärts" und des - man dente- Berliner Tageblatts". Und die Kreuz- Beitung" vermißt eine entschiedene Stellung nahme der Regierungsvertreter: " Gerade gegenüber der allgemeinen Lehrerversammlung, in der sich so vielfach ein widerchriftlicher Geist mit erschreckender Deutlichkeit geltend gemacht und die mit der Zeit einen kirchlich und politisch radikalen Anstrich angenommen hat, wäre der Hin weis der Vertreter der staatlichen Schulaufsichtsbehörden auf die Notwendigkeit einer religiösen Erziehung unsrer Jugend im Sinn des lebendigen Christentums wohl am Blaß gewesen." Wenn es nach den Ronservativen und Agrariern ginge, damn würde freilich die Boltsschule überhaupt beseitigt werden. Hinter der heuchlerischen Pflege des„ lebendigen Christentums", die man fordert, stedt nur der alte Haß gegen jede Bildung der Maffen, durch die die Möglichkeit schrankenloser Ausbeutung verringert wird. nus Ein neues Irland? London, den 4. Juni. Bon allen Einwänden gegen die derzeitige Politik der englischen Regierung in Südafrika war sicherlich der schwerwiegendste der, daß fie auf die Schaffung eines Jrlands in Südafrika hinauslaufe. Die Berteidiger der Regierung hatten auf ihn die bequeme Antwort, die Boeren jeien feine Romantiter, sondern glichen in ihrer Denkweise den Negern, die Nachgiebigkeit für Schwäche nähmen, sich aber der starten Hand auf die Dauer fügten. Einige Borgänge der letzten Wochen hatten diese Auffaffung als berechtigt erscheinen lassen, jest aber zeigt es sich, daß sie vielleicht für einen Teil des Boerenvolts, aber feineswegs für seine Gesamtheit gilt. Je näher der Moment rückt, wo mit der Besetzung Pretorias der Krieg den Charakter eines Kanipfs mit einer organisierten Staatsmacht verliert und gegebenenfalls zu einem solchen mit vereinzelten Truppenteilen und den hinter ihnen stehenden Boltselementen zu werden anhebt, um so mehr kommt es hier den Lenten zum Bewußtsein, daß es Boeren und Boeren giebt, und daß neben folchen Boeren, für die ein Baudenkrieg wenig Verführerisches hat, Ausland. ithark ses genug geben mag, die ihn durchaus nicht scheuen, ja, durch den Oestreich- Ungarn. Krieg selbst zu ihm erzogen sind. Und den nicht gut diefem verzweifelten Mittel greifenden Boeren bleiben noch sehr Unersättlichkeit der Kohlenbarone. Die Voffische Zeitung" Schwierigkeiten zu bereiten. viel Mittel übrig, der englischen Verwaltung Schwierigkeiten über Täßt sich melden, daß seitens der böhmischen Steinkohlen Minendistrikt von Johannesburg bilden die Boeren im ganzen GeAußer in einigen Städten und im Bergwerte Unterhandlungen mit fächsischen Kohlen- Berg biet der beiden bisherigen Freistaaten und in einem großen Teil werken gepflogen würden, die die Bildung eines mittel- ber jezigen Kaptolonie bie überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. europäischen Kohlenrings bezweckten. Ferner wird aus Prag seats foldje fönnen sie mittels Anwendung des Boykotts gegen alle meldet, daß die böhmischen Stohlenwerte beschlossen hätten, im englisch gesinnten Elemente und ähnliche Mittel des passiven WiderFall der geseglichen Einführung der Neun- stands auch bei scheinbarer Unterwerfung unter die Uebermacht der stundenschicht die Kohlenpreise um 20-30 Broz. zu erhöhen. Waffen den Strieg gegen die englische Herrschaft nach dem Trotzdem also die Kohlenpreise bereits eine schwindelude Höhe erMotto der irischen Nationalisten reicht haben, erstrebt man durch internationale Kartellierung eine fortsetzen: Englands Wenu fie fich auch focialpolitischen Fortschritt auf dem Gebiet der Arbeiterschuß- Gesetz haben, jo haben sie sich doch im ganzen weniger als Helden des gebung will man das große Publikum durch eine enorme Steigerung Schlachtfelds denn als Meister in der Handhabung der Waffe des cines unentbehrlichen Konjumartikels entgelten lassen! Wahrhaftig. Schwachen der Listerwiefen, und gerade hierin haben sie in die Signatur unsres tapitalistischen Beitalters ist die Begehrlichkeit den Engländern wenig gewandte Gegner. " Zwischen dem Vorstande des Centralvereins der deutschen Former und dem Vorstande des Deutschen Metallarbeiter Verbands wird zur Erzielung einer größeren Altionsfähigkeit beider Verbände folgendes vereinbart: 1. Streiks, Lohnbewegingen 2c. Die Anerkennung von Lohns bewegungen, Aussperrungen unb Streits, fowie bie Verhängung der Sperre perre erfolgt, fofern Mitglieder beider Verbände in Frage lommen, burch vor der Arbeitsuieberlegung zwischen beiden Borständen herbeizuführende Berständigung eventuell auf Grund einer von Wertretern beider Verbände stattgefundenen Prüfung aller einschlägigen Verhältnisse. Vor der Entscheidung der beiderseitigen Vorstände darf unter feinen Umständen die Arbeit niedergelegt werden. Die Unterstübung ihrer an Ausständen beteiligten Mitglieder regelt jebe Organisation selbst nach ihren Statuten, dagegen unterliegt die Durchführung und Beendigung von Ausständen der Verständigung und Beschlußfaffung beider Borstände. 2. Bezüglich aus der Organisation Ausgeschlossener. Zwischen beiden Organisationen findet von Zeit zu Zeit ein Austausch der Listen, der wegen Schädigung von Verbandsintereffen ausgeschlossener Mitglieder statt und darf kein Verband einen von dem andren Verband aus obigen Gründen Ausgeschlossenen aufnehmen. 3. Bezfiglich Uebertritts. Der Hebertritt von einer Organisa tion zur andren steht den Mitgliedern beider Organisationen, sowohl einzeln wie als Verwaltungsstellen( Bahlstellen) frei, ebenso foll jeber Organisation die Aufnahme übertretender Mitglieder, einzeln und als Zahlstelle, im allgemeinen freigestellt bleiben. Die Ausdehnung dieser Bestimmung auf Mitglieder und Verwaltungsstellen, die wegen momentaner Mißstimmung gegen ihre Verbandsleitung oder deren Vertreter übertreten wollen, bleibt dem Tattgefühl jedes Vorstands überlassen. 4. Bezüglich Extrabeiträge und Sammellisten. Die Regelung des Sammellistenwesens, bezw. der Erhebung von Extrabeiträgen hat in den einzelnen Verwaltungsbezirfen beider Organis sationen durch Verständigung beider Verwaltunger in der Weise des einen Verbands auf die Mitglieder des andern Verbands zur Betchnung auf Listen der ersteren, oder zur Leistung von Extrabeiträgen an erstre und umgekehrt vermieden wird. weitere, dauernde Steigerung der Kohlenpreise. Und einen fleinen im jezigen Feldzug bei verschiedenen Gelegenheiten gut geschlagen erfolgen, daß jeder moralische Zwang seitens der Mitglieder der Arbeiter. -W F sation entscheiden solle. Die meisten Redner sprachen sich gegen den völligen Uebertritt der Former in den MetallarbeiterBerband aus. Die Selbständigkeit des Centralvereins der Former müsse gewahrt und deren Fachorgan Glüdauf!" hochgehalten werden. Um 1 Uhr mittags wurde die Debatte abgebrochen und auf Mittwochmorgen vertagt, da am Dienstagnachmittag die Delegierten mit dem Dampfer Hammonia" eine Rundfahrt durch die Hamburger Hafenanlagen antraten, an welche fich eine Ausfahrt nach Blankenese anschloß. disclot of allagra ti 5. Bezüglich Presse und Agitation. Die vertretenen VorItalien. atent versöhnlichen sein wird. Zur Zeit ist das eine Sache bloßer Konjettur. Es kommt daher alles darauf an, wie stark der Prozentsaz der Unstände verpflichten sich, fünftighin in Wort und Schrift alles zu bermeiden, was geeignet ist, gegenseitig Animofität, Mißstimmung und Mißtrauen hervorzurufen oder zu schüren. Der ,, ruhige Verlauf" der italienischen Wahlen, von dem der Die aus boerenfreundlichen Quellen tommenden Angaben sind da Grenz Leipzig empfahl die Annahme einer Resolution, welche Telegraph der in Italien noch tecker lügt, als in andren Ländern ebenso unzuverlässig wie die der englischen Berichterstatter. Selbst wo die u. a. verlangt, daß ein Formertongreß. der von den im Centralgesprochen hat, ist eine üge gewesen. Namentlich in Sizilien Schreiber oder Redner nicht bewußt übertreiben, geben sie ein falsches verband wie den im Metallarbeiter- Verband organisierten Formern und Calabrien haben zahlreiche Tumulte und Gewaltthätigkeiten Bild, weil sie auf Umfragen zc. gewöhnlich nur das hören, was aller Art stattgefunden. Der„ Avanti" bringt eine lange Lifte folcher fie hören wollen. Auch von den Erklärungen, die auf dem in Graaf beschiden sei, über die fernere Ausgestaltung der Organi Ruheſtörungen durch die Kreaturen der Maffia und Camorra Reynet( Kapkolonie) abgehaltenen Bollskongreß der Afrikanderpartei und all diese Nubestörungen von den Behörden freundlich abgegeben wurden, wird man einiges abzuziehen haben. Es bleibt geduldet oder noch freundlicher unterstützt. Außerdem hat dann immer noch genug übrig, um das nach der Einnahme Pretorias Die Polizei an vielen Orten die Wahlflugblätter der Oppofitions- englifcherfeits zu lösenbe Problem als außerordentlich schwierig er parteien tonfisciert und sonstige Ercesse zur Unterdrückung der kennen zu lassen. Wahlfreiheit verübt. Trozdent ist die Niederlage der Regierung eine Ebenso unbedingt wie die Afrikander fich gegen jede Verkürzung vollständige. Das Ministerium Belloug hat nicht, wie es an der Unabhängigkeit der zwei Boerenstaaten erklärt haben, ebenso fänglich hieß, eine größere Majorität als im vorigen Barlament leidenschaftlich verlangen die" Loyalisten"( die englich gesinnten Einim Gegenteil, feine Majorität ist start zusammen geschmolzen. wohner Südafrikas) deren Annegion. Nicht genug damit, Nicht die Mittelparteien, wie der Telegragh uns sagte, sind es, verlangen sie auch neben „ ReBestrafung der welche die Kosten der Wahl zu tragen gehabt haben, sondern in erster bellen", d. h. derjenigen Kapbewohner, die gegen England Linie ist es die Regierungspartei, während die oppositionellen Mittel- die Waffen ergriffen haben, daß ihnen auf einen längeren Termin Resolution Grenz wurde heute angenommen. parteien vergleichsweise gut weggekommen sind. das Wahlrecht genommen werde. Das Verlangen nimmt Bezeichnend für die Lage in Italien ist, daß die Nummer des von dieser Seite nicht weiter Wunder, denn ein Teil der Loyalen" Avanti" vom Montag, welche die ersten Wahlberichte brachte und hat in der That von den Aufständischen start au Leiben gebaby, Der drohende Bäckerei- Arbeiter- Ausstand Das Resultat besprach, wegen des Leitartikels tonfiseiert wurde und zweitens heißt die Maßregel Wiederherstellung einer englisch gesinnten wird möglicherweise noch im legten Augenblid vermieden werden deshalb nach öftreichischer Mode mit einer großen Censurlücke am Mehrheit im Kapparlament. Aber der englischen Regierung wird es fönnen, vorausgesezt, daß die Meister den Gesellen EntgegenKopf der ersten Seite erscheint. Deutlicher konnte die Regierung schlecht anstehen, einen Feldzug, den sie unter der Parole: gleiches tommen zeigen. Die Bäderei Arbeiter haben nämlich noch nicht befunden, daß sie mit dem Wahlergebnis nicht zufrieden ist. Wahlrecht für beide weißen Raffen, begonnen hat, mit der Vereinen Testen Versuch gemacht eine gütliche Lösung herbeitürzung des Wahlrechts des einen abzuschließen. zuführen. Sie haben am Dienstag nach längerer Beratung Asien. Sie hat sich schon genug damit bloßgestellt, daß Lord Salisbury um des lieben Friedens willen auf den Rat des vom Urlaub Der Boxer- Aufstand ist dem Anschein nach noch im Wachsen feine Erklärung:„ Wir gehen nicht auf Goldfelber- und Ländererwerb aurüidgefehrten Gewerberichters v. Schulz, dem die Altgesellen begriffen. Die chinesischen Truppen sind von den Bogern in ver- aus" jezt hinweginterpretieren muß. Selbstverständlich hat der Premier Most, Barth und Heßschold die schon mitgeteilten Forderungen der aa jo not gen& sholb.: Des andrer und Hamburg, 6. Jumi.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Gesellenschaft unterbreiteten, das Einigungsamt des Gewerbegerichts angerufen, damit dieses vor Ausbruch des drohenden Ausstands in Thätigkeit treten kann. Das Gewerbegericht hat hiervon jofort die Obermeister der beiden Innungen Concordia" und" Germania" in Kenntnis gesett und zu einer Besprechung eingeladen. Gestern ( Mittwoch) mittag erschienen darauf die Obermeister Bernhard, Ge meinhardt und K. Vogler. Zu den Beratungen wurde noch ein Beisiger des Gewerbegerichts, Tiefbau Unternehmer, hinzugezogen. Festgestellt wurde, daß etwa 2000 Bäckereibetriebe Berlins und der Umgegend mit rund 5000 Arbeitern an der Sache be teiligt find. Sowohl die Altgesellen als auch die Obermeister waren bei den Einzelberatungen darüber einig, daß eine Berständigung, wie sie vor nicht langer Zeit zwischen Arbeitern und Fabrikanten der Berliner Weißgerber- Industrie vor dem Einigungsamt erzielt worden ist, einem langen Kampfe, an dem auch das große Bublifum interessiert sei, vorgezogen werden müßte. Die Sauptstreitfrage, die Abschaffung von freier Kost und Wohnung bei den Meistern", ist aber, wie fich aus den Verhandlungen ergab. wegen der Schwierigkeiten in der Praxis usw. nicht so leicht mit einem Male fofort" zu lösen, schon weil diese Frage sehr tief in die wirtschaftlichen Verhältnisse der meisten Bäckereibetriebe einschneidet und angeblich ein Teil der Gesellen, wie Nachfragen ergeben haben sollen, von einer Aenderung sich nicht viel verspricht. Bemerkt wurde, daß in diese alten Verhältnisse über furz oder lang eine radikale Henderung mit größter Wahrscheinlichkeit zu erwarten fei.( Eine Bäckereiverordnung des Bundesrats?!!) Eine behördliche Verordnung, die alle die Fragen einer Regelung unter ziehe, liege im Bereich der Möglichkeit, womit die Bäckermeister rechnen müßten. Es sei also empfehlenswert, zur Vermeidung eines ungewissen, langen wirtschaftlichen ruinösen Kampfes den Arbeitern entgegen zu kommnen, ihre berechtigten Forderungen frei willig zu bewilligen, als später solche durch Zwang zuzugestehen. Die Mißstände, die in den Bäckereibetrieben noch vielfach. besonders auf hygienischem Gebiet, beständen, müßten beseitigt werden. Nach mehrstündiger Beratung schlossen sich die Obermeister der Aurufung des Einigungsamts an. Die Verhandlungen werden heute ( Donnerstag), vormittags 10 Uhr, vor dem Einigungsamt, in der Bimmerstr. 91, unter dem Vorsiz des Assessors v. Schulz beginnen. Als Beifizer werden Former Gewerkschaftssekretär Alwin Körsten, Steinfeger A. Knoll und Tiefbau- Unternehmer Bernhard so wie Hutfabrikant Lucht fungieren. Wegen der Beschränktheit des Raums werden nur wenige Beteiligte Eintrittskarten bekommen tönnen. bereitet. In einer Zuschrift, die sie den bürgerlichen Blättern zu Die Meisterschaft hatte sich schon auf den nahenden Kampf vorgestellt hat, wendet sie sich an das Publikum, welches bei Ausbruch Des Streits Nachsicht üben soll Im übrigen wird in dem Schreiben die übliche Schimpferei gegen die Hetzer losgelaffen, die einzig schuld feien an der Bewegung. Wir lassen das für die in den Kreisen der Meister Herrschende Auffassung recht charakteristische Schriftstück im Wortlaut folgen: Die Berliner Bädergesellen beabsichtigen, in einen Streif eins zutreten. Nicht diese im allgemeinen, sondern eine fleine Zahl Agitatoren sind es, die den Streit wollen. Durch ihr gehässiges Verhalten nimmt fie taum noch ein Meister in Arbeit; sie ristieren daher für ihre Perfon nichts. Durch Borgautelung von hohem Lohn und sonstigen Verlockungen wirft man auf die meist jungen und unerfahrenen Gesellen ein und lockt ihnen die Streitbeiträge aus der Tasche. Obwohl wir über unsre treuen Arbeitsgesellen nicht flagen können und diese im allgemeinen mit ihrer Lage zufrieden sind, so folgen doch eine Zahl Gesellen jenen Aufwieglern, und der Streit scheint ebenso unvermeidlich, wie für die Unternehmer aussichtslos. betreten und für Sauberkeit ein scharfes Auge haben, werden folgende Forderungen unterbreitet: Anfangsgehalt für Kutscher anders und richtiger urteilen. In der Erwägung, daß fein Ge- und Schaffner 80 M., nach 6 Monaten 85 und nach 1 Jahr 90 M. werbe in so enger Beziehung zum Publikum steht als das unsre, Innerhalb der nächsten 10 Jahr Erreichung des Höchstgehalts von bitten wir bei dem bevorstehenden Streit um gütige Nachficht und 120 m. Für Kutscher eine 10 stündige und für Schaffner eine wohlwollende wie auch richtige Beurteilung der Verhältnisse in 11 stündige Arbeitszeit, eine Mittagspause von 2 Stunden, unfren Bäckereien. gemäß der städtischen elektrischen Straßenbahn; im Monat Berlin, den 5. Juni 1900. 4 freie Tage, jeder siebente freie Tag soll ein Sonntag ſein; Die Meisterschaft Berlins: Für die Jnnung Gerferner Bezahlung der Ueberstunden mit 40 Pf. und bei etwaiger mania: Bernard Paerich. Kauffmann. Für die Innung Arbeit an freien Tagen den doppelten Betrag; Gründung einer Concordia: Gemeinhardt. Vogler. Schmidt. Für die Pensionstasse und Ernennung einer ständigen Lohnkommission. Bäder Bezirtsvereine: Cl. Wolff Sobed. Marschall. Schließlich wurde der selbstverständlichen Forderung Ausdrud geSturm. Wilfe. Apelt. Milleville. Gaede. Schleich. Tribben geben, daß im Zusammenhang mit dieser Lohnbewegung keine Maßregelungen erfolgen. see. Schriftführer. Wir enthalten uns einstweilen jeden Kommentars über dies In Köln a. Rh. ist der Streit zu Ungunsten der Straßens bezeichnende Aftenstüd und warten zunächst den Verlauf der bagner beendet. Der Bürgermeister hatte jedem, der nicht die Arbeit Einigungsverhandlungen ab. Nur soviel möchten wir betonen, daß sofort wieder aufnähme, mit Einbehaltung der Kaution gedroht, da die Meisterschaft nicht glauben darf, daß fie, falls fte die berechtigten Kontraftbruch vorliege, ferner mit Entlassung. Eine Lohnzulage war zwar Forderungen der Geiečen ablehnt, auf die gütige Nachsicht" bewilligt worden, über die andren Forderungen wollte man jedoch großer Teile der Berliner Bevölkerung zu rechnen haben wird. erst nach der Wiederaufnahme des Dienstes verhandeln. Burde dies Anfinnen auch am Abend in der Versammlung noch abgelehnt, so wurden am nächsten Morgen doch immer mehr und mehr schwankend und nahmen den Dienst auf. " Partei- Nachrichten. Ausland. Zur Reichstags: Erfanwahl in Mülhausen wird uns unterm Der Holzarbeiterstreik in Krefeld ist nach neunwöchentlicher 1. d. Mis. geschrieben: Die Bürgerlichen winden sich immer noch in Dauer beendigt. Die Arbeit wird am 6. Juni wieder aufgenommen. der Verlegenheit in die sie bei ihren Anstrengungen zum Abschluß Es ist ein Vergleich auf folgender Grundlage zu stande gekommen: eines Wahlbündnisses aller nicht- socialistischen Parteien geraten find. 91/ 2stündige Arbeitszeit und zwar so, daß die Arbeitszeit im Sommer Anfänglich hatten sie ihre Hoffnungen auf einen Bwist im socialistischen von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, mit zweistündiger MittagsLager gesetzt, dessen Ausbruch ihrerseits im Gefolge der Mandats- pause und je 14 Stunde Frühstücks- und Vesperpause dauert. Im niederlegung Buebs erwartet wurde. Seitdem sich jedoch gezeigt Winter von 8 bis 8 Uhr. Eine 10prozentige Lohnerhöhung wird hat, daß die Disciplin und Ueberzeugungstreue unserer Mülhauser bewilligt. Eine ständige gemischte Kommission soll errichtet werden, Genoffen auch diese Fährlichkeiten spielend überwanden, trat an um etwa vorkommende Differenzen zu schlichten. Maßregelungen Stelle der Hoffnungsvollen Schadenfreude bei unsren Gegnern dürfen nicht stattfinden. Die Abmachung gilt auf ein Jahr. wieder der alte Respekt vor dem festen Zusammenhalt und die Angst vor der dadurch gesicherten Machtstellung unserer Partei. freunde. Die schwedischen Steinarbeiter an der Westküste tämpfen Und heute ist es bereits soweit gekommen, daß dieselben seit dem 17. April in einer Zahl von 1200, gleich den Bauarbeitern in bürgerlichen Preßorgane, die noch vor wenigen Wochen von einer Stockholm gegen Lohndrückereien, die darauf gerichtet waren, den Arvölligen Deroute im Lager der Mülhauser Socialdemokratie beitern ihr Einkommen mit 50 bis 60 Pf. per Tag zu schmälern. Verfajelten, die Einigkeit und den unermüdlichen Agitationseifer schiedene Versuche wurden gemacht, um den Konflikt zu verhindern, ihrer socialistischen Gegner sich gegenseitig als nachahmens die Arbeitgeber aber bestanden auf ihren Forderungen, weniger Lohn wertes Grempel vorführen, an dem man noch recht viel lernen könne. Man erinnere sich des vernichtenden Prognostikons, das die zu zahlen, und da die Arbeiter deswegen auf ein paar Stellen die reichsländische Ordnungspresse der Mülhauser Socialdemokratie im der Aussperrung in Stockholm sind die Steinexporteure noch hochArbeit niederlegten, schritten die Arbeitgeber zur Aussperrung. Seit Verlauf der Affaire Bueb" gestellt hat, und halte dem entgegen, von feinerlei Erwägungen persönlicher Natur beeinflußte Pricipien- auseinander zu sprengen. Das wird aber eine harte Nuß für die was heute die gouvernementale„ Straßburger Post" über die mütiger geworden, und handelt es sich zweifelsohne um eine abgemachte Sache unter den Arbeitgebern, um die schwedischen Arbeiter festigkeit unsrer Genossen in der oberelsässischen Industrie- Herren zu tnaden geben. metropole sagt: Mancher gute Mülhauser stimmte für Bueb, trotzdem er Socialdemokrat war; er stimmte für den Menschen Bueb, nicht für den Genossen Bueb. Diese" Imponderabilien" fallen jetzt alle fort. Die Socialdemokraten haben jetzt nur ins für sich die Ge= schlossenheit des Auftretens. Sie stimmen für Herrn Emmel aus Saargemünd, wie sie für Herrn Kreuzwald aus Posen stimmen würden, wenn der der kandidat ihrer Partei wäre. Sollten wir denn nichts von ihnen lernen fönnen? Man nehme das Gnte, wo man es findet! Man lerne die Einheit von den Genossen! Einigen wir uns auf irgend einen Kandidaten und stimmen wir dann für ihn, so einig und so geschlossen, wie die Socialdemokraten für Herrn Emmel stimmen werden." der nicht als eine Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. zur Der Krieg. Ueber die Kapitulation Pretorias Tette Nachrichten und Depeschen. Die Schulkonferenz. liegt folgendes genauere Telegramm des Lord Roberts vor: Loudon, 6. Juni. Lord Roberts meldet vom gestrigen Tage aus Pretoria: Kurz vor Eintritt der Dunkelheit gestern war der Feind fast aus allen Stellungen geworfen. General Hamiltons berittene u fanterie verfolgt ihn bis auf 2000 Yards von Pretoria; der Feind Ein Parlamentär wurde 30g sich eilig durch die Stadt zurück. Stadt forderte. General gesandt, der die Uebergabe der um die Botha schlug daraufhin einen Waffenstillstand vor, Lord Roberts ließ ihnt Bedingungen der Uebergabe festzustellen. jedoch jagen, die Uebergabe müsse bedingungslos sein, sonst würde General Botha Das offiziöse Blatt exemplifiziert dann auf den Erfolg der er bei Tagesanbruch in die Stadt einrücken. Neben einer Lohn bürgerlichen Sammelfandidatur Riff in Straßburg bei den all- erwiderte, er habe beschlossen, Pretoria nicht zu verteidigen; er vererhöhung zu welcher die Meisterschaft sich nicht ablehnend genteinen Reichstagswahlen im Juni 1898, vergißt aber dabei, daß, traue darauf, daß Frauen, Kinder und Eigentum geschützt werden zeigt, verlangen die Gesellen je eine Freinacht an den drei Haupt- was in der Reichslandshauptstadt mit ihrer zahlreichen Beamten würden. Die drei höchsten Civilbeamten tamen dann 1 Uhr früh festtagen. Auch diesem Verlangen steht die Meisterschaft ihin- schaft und ihrem fast vollständigen Mangel an Großindustrie möglich zu Roberts und erklärten, sie wünschten die Stadt zu übergeben. pathisch gegenüber. Ferner verlangen die Gefellen den Arbeits- war, nicht unbedingt auch für das industriegewaltige Mülhausen Sowohl die Gemahlin des Präsidenten Krüger wie die des Generals nachweis in ihre Hände, was bei der Eigenart des Bäcker- zutreffen muß. Aus denselben Gründen ist auch der Hinweis Botha befinden sich in Pretoria. Einige britische Gefangene sind gewerbs mit seiner Nachtarbeit niemals bewilligt werden kann. auf den„ erft Sodann auch Abschaffung von Kost und Wohnung beim Meister. Für Geschäftsmann" Emmel verfehlt, vor kurzem nach Mülhausen eingewanderten weggeschafft; die Mehrzahl befindet sich jedoch noch in Waterval; über 100 Offiziere waren in Pretoria. verheiratete Gefellen ist von einer großen Zahl Meister diese Forde Vertretung Mülhausens im Reichstag kompetente Persönlich Auch über eine rung bereits erfüllt; bei ledigen Gesellen liegt die Erfüllung dieser feit" betrachtet werden könne. Mülhausen ist, wie gesagt, englische Schlappe Forderung ebenso wenig im Interesse der Meister wie auch der eine Arbeiterstadt; und wenn irgend jemand zur parlamen- weiß ein vom gleichen Tage datiertes Telegramm des Oberst Gesellen. Während der verheiratete Geselle in seiner Familie ge- tarischen Vertretung derselben„ kompetent" ist, so ist es nicht ein fommandierenden zu berichten: Das 13. Bataillon der ordnete Beköstigung und Ruhe findet, er auch niemals den Arbeits- Abbé, Rechtsanwalt oder Beamter, sondern ein Angehöriger der Imperial Yeomanry" wurde am 31. Mai in der Nähe von anfang verschlafen wird, ist dies beim ledigen, in Schlafstelle jenigen Bevölkerungsschichten, die vier Fünftel des zur Wahl be- Lindley gezwungen, sich einer weit überlegenen Streitmacht von wohnenden Gesellen anders. Er muß des Nachmittags schlafen, rufenen Kreises ausmachen. Boeren zu ergeben. General Methuen machte einen ausgezeichneten was der Wirtin nicht angenehm ist. Er wird zum ArbeitsMarsch, um die Yeomanry zu befreien; er legte innerhalb 25 Stunden anfang fast nicht nicht geweckt werden, weil niemand ein 44 Meilen zurüd, tam jedoch zu spät. Er griff die Interesse für ihn hat. Der Meister aber, der zur Minute Boeren, die etwa 2000 bis 3000 Mann start waren, an und feine Ware fertig haben muß, tann seine Kundschaft warf fie nach fünfstündigem Kampfe vollständig. nicht befriedigen. Auch die Ordnung in der Beköstigung Achtung, Schuhmacher! Freitag, den 8. Juni, abends Er warf sie vollständig", das heißt die Boeren zogen sich nach wird leiden; der Gefelle wird oft nicht in die Restauration effen 81/2 Uhr, findet in Stellers Festsälen, Kopnickerstr. 96/97, die Wahl hartnäckigem Widerstand zurück, ohne einen einzigen der gehen; der Geselle wird sich an Eier, Butter und sonstige Materialien des Gesellenausschusses zur Schuhmacher Zwangsinnung statt. Wir Gefangenen wieder verloren zu haben. des Meisters halten und das Kostgeld in der Tasche behalten ersuchen die Kollegen, sich recht zahlreich an dieser Wahl zu be= Ferner liegt noch folgendes bereits veraltetes Telegramm vor: oder vergeuden. Häufige Veränderung der Werkstellen in ent- teiligen. Stimmzettel mit der vom Verein deutscher Schuhmacher Stap stadt. 4. Juni. Zweihundert Mann der hiesigen Volunteers gegengesetzte Stadtteile wird auch einen Wechsel in der Schlafstelle aufgestellten Kandidatenliste werden ani Eingang zum Lokal verteilt gehen zur Verstärkung der Streitkräfte des Generals Warren nach bedingen, die nach Wunsch zu finden dem Gesellen häufig sehr schwer werden. Douglas ab. werden wird. Die Spandauer Maurer find am Mittwoch früh in den Streit Dies die Gründe, warum die Meisterschaft getreten. Wir berichteten bereits, daß die Lohntommiffion der Maurer nicht zu allem ja" fagen tann. Wohl wissend, daß die Streitführer sich keiner großen Forderungen zur Anerkennung unterbreitet hat, von denen die in Spandau dem Arbeitgeber Verbande dortselbst eine Reihe Sympathie bei der Mehrheit der Berliner Bädergesellen erfreuen, Berlin, 6. Juni.( W. T. B.) Die Konferenz für die Reform buhlt man nun um die Gunst des großen Publikums; dieses son Forderung des 60 Pfennig Stundenlohns und die der Eindie Meisterschaft durch Kundschaftsentziehung knebeln helfen. Die führung der neunstündigen Arbeitszeit hervorzuheben ist. Die des höheren Unterrichtswesens in Preußen wurde heute vormittag im Kultusministerium durch den Kultusminister Dr. Studt eröffnet. allerverwerflichsten Mittel werden angewandt, diese Gunst des Unternehmer wollten sich jedoch nur zur Zahlung eines StimdenPublikums sich zu erwerben. Man fucht ihm das tägliche Brot zu wesentlichen Forderungen ab. von 55 Pf. verstehen und lehnten im übrigen die Nach einem Rückblick des Geheimrats inz peter auf die Verberekeln, sucht Mißstände zu konstruieren und hervorzuzaubern, die, wollten jedoch auf die Verkürzung der Arbeitszeit nicht ver Die Maurergesellen konnten und handlungen und Ergebnisse der 1890 er Schulfonferenz wurde in die Erörterung der Berechtigungsfrage eingetreten. bei Lichte besehen, harmlos und nichts weniger als solche find. zichten und befchloffen deshalb den Ausstand. Die Versammlung zeigte sich in ihrer ganz überwiegenden Um die Bäckerei- Erzeugnisse unappetitlich zu machen, schreibt man von fommission hat sich als Streitkommiffion tonstituiert; als Streifbureau stellten Anerkennung der Gleichberechtigung der neunstufigen Die Lohn Mehrheit geneigt, der von dem Minister zur Erörterung ges Ratten, Mäusen, Schwaben und allem nur dentbaren Ungeziefer in einem von der Lohnkommission herausgegebenen Schriftchen mit der wurde das Lokal von Radke, Neumeiſterſtr. 5, gewählt. Ueber die Bollanstalten für den Nachweis der allgemeinen wissenschaftlichen Situation ist folgendes zu berichten: Der Ausstand der Maurer ist Ueberschrift„ Die Lage der Bäckerei- Arbeiter Berlins". Diese zum ein allgemeiner; auf den in Arbeit genommenen 13 Hoch- Bildung grundsätzlich zuzustimmen, vorbehaltlich des Ausweises der Zweck der Agitation gegen die Meisterschaft verfaßte Schrift, der bauten ruht die Arbeit vollständig; selbst die von den Unternehmern besondren Borkenntnisse für diejenigen Fächer, welche für ihr erfolg jeder Wahrheitswert und jede Beweisführung fehlt, ist auf Gebr. Reine de( den Hauptscharfmachern in Spandau) aus burch- reiches Studium den Besitz von solchen voraussetzen. Grund von beantworteten Fragebogen mit willfürlicher Aussichtigen Motiven beschäftigten 17 italienischen Maurer haben legung verfaßt worden. Daß von 1800 versandten Frage: fich den Streifenden angeschlossen. Da die Italiener auch Homburg v. d. H., 6. Juni.( W. T. B.) Auf dem hiesigen bogen mur 418 sogenannte„ brauchbare" eingingen und diese von Bahnhof ereignete sich, wie der„ Taumusbote" meldet, heute früh einzelnen verhetten oder parteiisch fanatisierten Gesellen ausgefüllt gis in einem Hauſe ihrer Arbeitgeber inne hatten, so mußten dadurch ein Eisenbahnfall, daß ein von Frankfurt einlaufender Zug wurden, nur zum Zweck, der Meisterschaft etwas am Zeug zu fliden, Streit etwa 150 Maurer beteiligt. Ein Kleinunternehmer, Geste, wegen zu starken Gefälls über die Drehscheibe hinaus in die Mauer dieselben sofort ihre Wohnung räumen. Insgesamt find an dem nimmt für berständige Leser dem Buche jeden Wert auf feine hat die Forderungen der Maurer voll bewilligt. fuhr, welche die höher gelegene Luisenstraße vom Bahnhof trennt. Richtigkeit. Ungeziefer, wo es fich zeigt, fucht man in jedem Ge- hat die Forderungen der Maurer voll bewilligt. Durch den Anprall wurden drei Personen schwer, sieben leicht verwerbe und in jedem Haushalt zu vernichten. Der Bäder hat willigungen stehen zu erwarten. legt. Der Materialschaden ist nicht bedeutend. hierzu doppelte Veranlassung. Daß er dies nicht thut, wird auch Deutsches Reich. Washington, 6. Juni.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) felbft vom Verfasser nicht behauptet. Mangelhafte Wohn- und Zur Bewegung der Straßenbahn- Angestellten. Der Streit Der amerikanische Gesandte Conger in Pefing telegraphierte heute Arbeitsräume sind ein Uebel. Dafür aber kann man den Bäcker- in Hannover hat sich zu einer reinen Machtfrage entwickelt. Die hierher, daß sich die Lage in Beting verschlimmert meister nicht verantwortlich machen, der selbst darunter leidet; es Ausständigen haben sich, nachdem die Direktion die Vermittelung des habe. Daraufhin und auf das gestrige Telegramm des ist die früher geduldete Bauart, unter der insbesondere alte Stadtdirektors abgelehnt hatte, an den Regierungs- Admirals Kempf wies die Regierung den Konteradmiral Stadtteile leiden. Die Mängel treffen aber nicht nur das präsidenten gewandt. Sie haben damit bewiesen, daß fie bereit Remen in Manila an, das Kanonenboot Helena" oder ein Bäcker, sondern auch andre Gewerbe, sowie Wohnungen in jenen find, jeden Versuch um Beilegung des Streits zu thun, die Direktion ähnliches Fahrzeug zu empf zu senden, damit dieser über ein alten Stadtgegenden. Wenn sodann über Reinhaltung der hat aber auch den Regierungspräsidenten den Stuhl Schiff verfüge, welches den Beiho bis Tientsin hinauffahren könne, Badgeräte geschrieben und behauptet wird, daß Backeimer sogar vor die Thür gesezt, indem sie dessen bereitwilligst übernommene da Kempfs Flaggschiff Newart" nicht über Tatu hinaus könne. Die zum Füßewaschen benutzt werden, so müßte uns der Wahrheits- Vermittelung ablehnte. Es bleibt den Angestellten nun nichts Helena" führt zehn Offiziere und 166 Mann. Man erwartet, daß beweis erbracht werden, wenn wir daran glauben sollen. Würde weiter übrig, als bedingungslos zu kapitulieren oder den Admiral Remey noch eine oder zwei Kompagnien Seefoldaten mitaber ein unsauberer Geselle sich so weit vergessen, so würde ihn Kampf fortzusehen im Vertrauen darauf, daß die Direktion senden wird. jeder Bäckermeister sofort aus dem Hause jagen., numa nachgeben mi u B. Ea wird fich also fragen, wer Laurenço Marques, 6. Juni.( Meldung des„ Neuterschen Die im September v. J. stattgehabte Kontrolle der Beauf- es am längsten aushält. Die Attien sind von 104 auf 100 gefunten; Bureaus".) Nach Mitteilungen des bisherigen Minen- Jugenieurs tragten hat ergeben, daß in allen Bäckereien genügende Waschgelegen die Ingenieure, Bureaubeamten und was zur Zeit sonst noch alles von Transvaal, Klimke, beläuft sich der Wert des in den 10 Minen die übrigen aufgestellten Behauptungen Stellung als Wagenführer gefunden hat, sie alle müssen doch wieder produzierten Goldes, welche vom Beginn des Krieges bis het banene Wittande in en hieſigen Bädereien finden die eigne Beſchäftigung übernehmen, und schließlich gehört doch Gude April im Betrieb waren, auf 1 700 000 Pfd. Sterl. Die Betriebsüber bestehende Mißstände in den amtlichen Protokollen der Beauftragten, die in unsren auch eine 28tägige Ausbildungszeit dazu, ehe den sogenannten ausgaben, unter Ausschluß der von der Regierung beschlagnahmten Innungshäusern niedergelegt find, teinerlei Bestätigung. Schlechte Arbeitswilligen" ein polizeilicher Fahrschein ausgestellt werden darf. Werte, betrugen 630 000 Pfund, hiervon bezahlte die Regierung nur Bögel sind es, die ihr eigenes Nest beschmußen." Diese Worte Wie in Berlin geschehen, so nimmt auch in Hannover die Be- 470 000 Pfund. Den Rest schuldet sie den Minen- Gesellschaften noch. haben wir den Verleumdern schon oft zugerufen. Wir sagen es völkerung Partei für die Streitenden gegen die Gesellschaft. Es Die Höhe der von der Regierung der Südafrikanischen Republik ihnen hier wieder. Daß der Vorwärts" und einige andre Blätter ist auch zu Tumulten gekommen, an denen aber die Streifenden auf Kosten britischer Firmen für Minenzwecke beschlagnahmten Werte Auszüge aus der Broschüre bringen und in dem wenig sauberen nicht beteiligt waren. beträgt 100 000 Pfund, so daß die Gesamtschuld der Regierung fich Stoff gern herumbaden, wundert uns nicht. Die Berliner Hausfrauen Die Straßenbahn Angestellten in Königsberg in Pr. find auf 260 000 Pfund beläuft. Die Ergebnisse der Minen für den aber, welche insbesondere bei der Festtags- Bäckerei unsre Backträume ebenfalls in eine Bewegung eingetreten. Sie haben der Direktion Monat Mai sind nicht bekannt. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Interhaltungsblatt. " % Weitere Be " Br. 129. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 7. Juni 1900. Tithe Reichstag. 204. Gigung. Mittwoch, den 6. Juni 1900, 2 Uhr. Am Bundesratstisch: Reichskanzler Fürst Hohenlohe. Tirpis, Graf Bülow, Thielmann, Graf Posadowsth. Präsident Graf Ballestrem: Ich erlaube mir nach der kurzen Erholungspause die Herren Kollegen freundlichst zu begrüßen. Sierauf beginnt die zweite 2efung der Flottenvortage. Berichterstatter ist der Abg. Müller Fulda( E.) $ 1 handelt von dem Bestand der Flotte. Die Schlacht flotte soll um 19 Linienschiffe, 2 große und 8 fleine Kreuzer verstärkt werden. Die Vermehrung der Auslandsschiffe ist gestrichen. Staatssekretär Tirpih: Abg. Bebel( Soc.): hat. Kein In der Kommission sind ja geheime Verhandlungen gepflogen, um die werden. Bei der Erörterung der Frage, woran es liegt, daß, Gründe, die man bisher etiva noch nicht gehört hatte, fir die Not Deutschland seine Schiffe teurer baut als England, hat der Vorwendigkeit der Flottenvermehrung zu vernehmen. Ich muß offen wärts" nachgewiesen, wie bei den Schiffen, die auf Staatswerften gestehen, ich habe nichts nenes in der Budgetfommission im Bau find, unansgefeht Veränderungen, Erweiterungen, führungen der verbündeten Regierungen haben bestimmen laffen, werden. Er hat besonders auf den Fürsten Bismarck" hingewiesen gehört, und wenn Mitglieder der Budgetfommission sich von Aus- Vergrößerungen noch während des Banes vorgenommen dann haben fie sich überzeugen lassen, weil sie sich überzeugen und auf die Aeußerung eines höheren See- Offiziers, wonach fein Taffen wollten.( Sehr richtig, bei den Socialdemokraten.) zweites derartiges Schiff mehr gebant werden soll. Genugthnung beiwohnen, das ist der Herr Reichskanzler. Er fagte ja hinter den modernen Anforderungen zurückbleibt. Ein OberEiner muß freilich heute den Verhandlungen mit ganz besonderer Schiff fann gebaut werden, daß, wenn es fertig ist, nicht im Jahre 1895: Was mich betrifft, so gestehe ich, daß beim Studium fonftrutteur hat die Meinung ausgesprochen, daß die ganze Schlacht der Marine Angelegenheiten Träume von großen Flotten an flotte, wie fie jent ift, in 20 Jahren veraltet sein würde. meinem Geist vorüberziehen. Diese Träume zerfließen aber, sobald( Sört! hört! bei den Socialdemokraten.) Das ist die Ansicht jachich mich des Reichstags und der Steuerzahler erinnere. verständiger Leute, der Reichstag aber ist bereit, sich mit Ein ähnlicher Wandel hat sich bei ber Centrumspresse folossalen Ausgaben für mehrere Jahrzehnte festzulegen. Bein vollzogen. Als im November 1899 die gegenwärtige Vorlage dem stehenden Heer sehen wir dieselbe Erscheinung und die Verbesserung Reichstag zugegangen war, erklärte die gesamte Centrumspresse, so der Gewehre, Geschütze, der Sprengstoffe und Befestigungen ruht nieDer Herr Berichterstatter hat auf seinen umfangreichen schrift- weiter; man folle es eventuell auf die Auflösung des Reichstags au- nene Methoden greifen Platz: es ist mit diesen Ausgaben ähnlich gehe es mit der inneren und äußeren Politit Deutschlands nicht mals. Die Striegstechnit wirft alles bisherige über den Haufen, lichen Bericht verwiesen, ich will mich daher auf wenig Worte gegen- fommen lassen usw. Heute erklären diefelben Organe, es wäre ver- wie mit den Ausgaben des Berliner Magistrats im Revolutionsüber seinen Ausführungen beschränken. Eine Vermehrung der wunderlich, wenn es anders wäre. Auslandsschiffe ist eigentlich heute schon notwendig infolge der jahr 1848, als er den beschäftigungslosen Arbeitern die Aufgabe erfolgten Bejegungen in Riautschon und im Hinblick auf die daß man behauptete, eine schwache deutsche Flotte reize zum Angriff wir im großen denfelten Vorgang, mur daß ganz andre Summen Man hat in der Kommission die Vorlage auch damit begründet, ftellte, die Rehberge abzutragen. Auf dein militärischen Gebiet sehen außerordentlich gesteigerte Schiffahrt in Ostasien, kurz infolge auf Deutschland. Bis heute aber haben wir unter den Angriffs- hier verbraucht werden. Für derartige unproduktive Ausgaben der starken Entwickelung der chinesischen Verhältnisse in gelüften auswärtiger Mächte, auch der Seemächte, nicht zu leiden werfen wir Hunderte von Millionen thatsächlich ins Wasser. den letzten Jahren. In der Begründung der Vorlage ist gehabt. Genau dieselben Gründe und Versicherungen, die wir seit ausdrücklich auf die Notwendigkeit der Vermehrung der Auslands Jahrzehnten in diesem Haus bei allen Militärvorlagen gehört haben, macht worden, daß die deutschen überseeischen Interessen im In der Kommission ist für die Flottenvermehrung geltend ge schiffe hingewiesen worden, trotzdem aber wollen die ver- werden jezt wort- und sinngetreu ffir die Notwendigkeit der Laufe der Jahre bedeutend zugenommen hätten. Sie werden jezt bündeten Regierungen mit dem Bauplan des Mehrbedarfs erst 1906 Flottenverstärkung ins Feld geführt. Es herrscht leider gar fein auf 7000-7500 Millionen Mark geschätzt mit einem jährlichen Ertrag beginnen. Der Hauptgrund hierfür ist, daß eine Vermehrung der Zweifel, daß ein erheblicher Teil derjenigen, Schlachtflotte zugleich mit der Vermehrung der Auslandsschiffe nicht Flottenvermehrung eintreten, von dem Gedanken befeelt find, daß Millionen Mart dentfchen Stapitals in den Bereinigten Staaten derjenigen, die für die von 420-450 Millionen Mark. Davon sind aber allein 2000. angängig erschien und es daher notwendig war, zunächst das Wich- Deutschland eines Tages in die Lage kommen könnte, mit der gegen investiert. Wie aber kann man aus dieser Thatsache folgern, daß tigere der Vermehrung der Schlachtflotte vorzunehmen. Der wärtig größten Seemacht Europas und der ganzen Welt, mit Eng- wir eine größere Flotte branchen? Haben wir denn bisher bei einer Mehrbedarf an Auslandsschiffen könnte vorläufig durch die land, in Strieg zu geraten, und deshalb fei die Verstärkung der Militärvorlage zur Begründung ihrer Notwendigkeit gehört, soundMaterialreferve für Auslandsschiffe gedeckt werden, auch könnte Flotte durchaus notwendig. Ich habe in der Kommission die Frage soviel Millionen deutschen Kapitals find in Rusland, Destreich, man auf die Aufklärungsschiffe der heimischen Schlachtflotte zurüd aufgeworfen und möchte sie heute aufs neue ftellen und auf ihre Spanien oder der Türkei festgelegt und um sie zu sichern, brauchen greifen. Dies ist aber nur möglich, so lange die einzelnen For Beantwortung warten mationen noch in der Bildung begriffen sind. Die Kommission hat bekommen wie man sich ungefähr die Situation vorstellt, cs in der Kommission habe ich keine Antwort wir neue Soldaten. Das ist nie geschehen, obwohl bei fich diesen num die Auslandsschiffe ganz aus der Vorlage gestrichen, und wenn falls ein Krieg zwischen Deutschland und England ausbricht, andere Summen deutschen Geldes handelt, die dort investiert europäischen Ländern um ganz ich auch aus den angeführten Gründen eine Vermehrung derselben ohne daß eine Einmischung Frankreichs und Rußlands die notwendige find. Nein, die Sicherung dieser Intereffen ist die Aufgabe einer für notwendig halte, so glaube ich doch zu der Erwartung berechtigt Folge wäre. Einem Kriege zwischen England und Deutschland würden richtigen, internationalen Politik. Wenn England seine Seestärke zu sein, daß die verbündeten Regierungen einer Bertagung bann Frankreich und Rußland nur ruhig zusehen, um Deutschland nach der Höhe des englischen Kapitals einrichten wollte, das in der Dieser Frage zustimmen werden. verbluten zu lassen, um dann das zu geivinnen, was man seit Jahr ganzen Welt untergebracht ist, dan müßte es eine fiebenfach fo zehnten wiederzugewinnen bestrebt gewesen ist. Daß Frankreich auf ftarke Flotte haben, als es heute hat. Es ist thöricht, in dieser absehbare Zeit die Ereignisse von 1870/71 vergessen wird, daran Weise die internationalen Beziehungen pflegen zu wollen. Es ist ein Der Herr Berichterstatter hat sich, wie mir scheint, seine Auf- dentt hente fein verständiger Mensch in Deutschland, am wenigsten außerordentlicher Widerspruch, daß man auf der einen Seite die gabe sehr leicht gemacht. Er hat sich gar keine Mühe gegeben, die in der Regierung. Und daß andrerseits Rußland die erste beste internationalen Beziehungen pflegen will und auf der andern Seite Gründe auseinanderzusetzen, die die Kommission zu ihren Beschlüssen Gelegenheit ergreifen wird, um sich mit geringeren Anstrengungen in bestimmte Versprechungen macht, wie es die Regierung in geführt haben. Er hat allerdings auf den ausführlichen Bericht hin- den Besitz von Länderstrichen zu setzen, die ihm bedeutendere Aus der Kommission gethan hat. gewiesen, aber wir verhandeln hier vor der breiten Oeffentlichkeit dehnungen am Meer möglich machen, ist gleichfalls selbstverständlich. Agrariern die Frage mit dem deutlichen Hinweis darauf gestellt, Da wurde alt sie von den und diese hat ein Recht darauf, die Gründe ausführlich zu ver- Der deutsche Minister also, der unter diesen Verhältnissen einen Krieg daß man, wenn keine klare Antwort gegeben würde, gegen die nehmen, welche die Kommission veranlaßt haben, dem neuen Flotten mit England herbeiführen wollte, würde die schwerste Verantwortung Flotte stimmen wollte, ob sie gewifft sei, fiir einen größeren Zollplan in der Hauptsache zuzustimmen. Der Herr Berichterstatter auf sich laden, die man sich denten kann. Wir haben während der schutz der deutschen Landwirtschaft bei den nächsten Handelshätte um so mehr Ursache gehabt, die Gründe darzulegen, da die Regierungszeit des Fürsten Bismarck diesen stets als unsern ent verträgen zu sorgen. Partei, der er angehört, in der Generaldebatte durch ihren schiedensten Gegner betrachtet, aber in der Beurteilung europäischer Getreidezölle, und wir bestreiten ja gar nicht, daß eine solche Era Es handelt sich um eine Erhöhung der damaligen Reduer einen sehr ablehnenden Standpunkt ein- Bustände haben wir ihm häufig zugestimmt, insbesondere in der Be- höhung für gewisse Teile der deutschen Landwirtschaft vorteilhaft genommen hat, den sie im weiteren Verlauf der Verhandlungen urteilung Englands und feiner Stellung zu Deutschland. Alle die fein mag. Der deutschen Arbeiterklaffe tamt aber nicht zugemutet preisgegeben hat. Der Herr Berichterstatter hat gemeint, dadurch, jenigen Fragen, über die wir mit England in Streit kommen werden, daß sie sich für eine Flottenvorlage begeistert. wenn daß in der gegenwärtigen Vorlage das Budgetrecht des Reichstags tönnten, find nicht von der Wichtigkeit, um einen Strieg mit Eng gleichzeitig eine Erhöhung der Getreidezölle in Aussicht gein höherem Grade gesichert sei, als dies in dem Gesetz von 1898 land zu rechtfertigen.( Schr richtig! links.) Ist aber die Sachlage stellt wird. der Fall gewesen ist, würden viele Mitglieder dieses Hauses veran- so, ( Schr gut! linis.) Keinem Arbeiter wird man dann fallen laßt sein, ihren früheren Standpunkt gegen die Flottenvermehrung eines etwaigen Kriegs mit England diese außerordentliche Flotten von auch die Argumente derer, die wegen klar machen könnten, daj er irgendwelchen Vorteil das nuumehr aufzugeben. Ich darf daraus wohl entnehmen, daß der vermehrung fordern, in sich zusammen. Das wir die flotten Mehrheit im Reichstag hinter sich hat, wird dazu führen, Diese Handelspolitik aber, die zweifellos eine Herr Berichterstatter Hiermit speciell seine politischen Freunde ge- verstärkung nicht wegen Rußland und Frankreich brauchen, ist selbst- daß Oestreich, Mußland, die Vereinigten Staaten und auch meint hat, jene Herren, die vor zwei Jahren der damaligen ersten verständlich. Flottenverstärkung energischen Widerstand entgegenseiten, heute aber, England auch ihrerseits Fordernugen stellen werden. Wir Man hat in der Kommission auch wieder geltend gemacht, die sollen die Flotte verstärfen, um die Handelsbeziehungen zu heben wenn ich nicht irre, bereit sind, für diese Vorlage zu stimmen, größere Flotte sei notwendig zum Schuhe des Handels und feiner und zu schützen, und gleichzeitig wird eine Bollpolitik in Aussicht nachdem sie durch Gründe, die für mich allerdings nicht Förderung. Auf der andern Seite ist von Anhängern der Flotten- gestellt, die nur auf eine Schädigung des deutschen Handels stichhaltig sind, ihre Meinung geändert haben. Herr vorlage in der Kommission der Diffum geäußert worden: Der hinauslaufen kann.( Sehr gut! lints.) Dr. Schädler, der Vertreter des Centrums in der General Berkehrsdusel muß aufhören; es wird zu viel gereist. Auch die neuesten debatte, hat damals eine Reihe von Aeußerungen gethan, die es fast Bahlen über die Handelszunahmen zeigen, daß unabhängig von der Ausgaben in Betracht gezogen werden, die uns zugemutet wird. Auf der andren Ecite muß die kolossale Steigerung der wunderbar erscheinen lassen, wie angesichts solcher Gründe seine Stärke oder Schwäche unirer Flotte die deutschen Handelsbeziehungen mit den vielen Millionen, deren Ausgabe in der Vorlage in Aussicht Partei ihren Widerstand aufgegeben hat. Er setzte historisch aus sich fortgefeßt vermehrt haben, wieder ein Beweis, daß hier eine genommen ist, ist es allein nicht gethan. Schon jetzt schen einander, was alles im Lauf der letzten Jahre auf dem Gebiet der Schlachtflotte nicht notwendig ist. Mit vollem Recht hat einmal ein wir, daß die Baukosten für Schiffe erheblich gestiegen Flottenvermehrung gefordert sei und erblickte in diesen Forderungen englischer Politiker gesagt, die beften Kolonien für England find find. Im Laufe der nächsten 15, 20 Jahre wird diese Steigerung nicht mehr und nicht minder als die Unterlage zu einer Weltpolitit. Deutschland, Frankreich und die Vereinigten Staaten. Ebenso noch erheblicher sein, so daß der Anschlag weit überschritten wird. Ich Er wies auch auf den Gegensatz der neuen Forderung zu den Er- find unfre besten Solonien nicht Ostafrifa, Stamerun, hege auch keinen Zweifel daran, daß die Auslandsflotte in wenigen klärungen des Staatssekretärs Tirpik in der Budgetkommission hin, Siantschon usw., sondern es sind die großen Kulturstaaten der Jahren bewilligt werden wird, die neue Ausgaben verursacht. wonach noch im Februar 1899 keine Rede von einem neuen Flottenplan ge- ganzen Welt, insbesondere Rußland, Oestreich, England und die Hierzu treten die neuen Ansprüche der Militärverwaltung, die mit wesen sei, so daß man hätte erwarten können, daß wenigstens bis zum Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ablaufe des Septennats an den getroffenen Vereinbarungen feft- Handel Unser gesamter Sicherheit zu erwartende Steigerung des Pensionsfonds und der repräsentiert jetzt etwa 9700 Millionen Mart; teichsschuld. Auch die Kolonialansgaben werden steigen. In: gehalten würde und fügte hinzu, daß der Staatssekretär es sehr be- dabei repräsentiert der Handel nach greiflich finden werde und mit ihm die verbündeten Regierungen, und Destreich allein 7200 Millionen Mart. Dazu kommt, daß gelehnt, aber im nächsten Jahre wird die Forderung wiederkommen. England, Rußland diesem Jahre ist der Bau einer ostafrikanischen Centralbahn ja abwenn man feinen Ausführungen jetzt mit doppeltem Wißtrauen der weitaus größte Teil der Handelszunahme sich auf den Handel Hierzu tritt bas Verlangen nach sogenannten Marinegegenüber stände. Wenn sich aber auch Herr Tirpitz felbst da mit solchen Ländern beschränkt, mit denen wir niemals in Ver- ftützpunkten und Kohlenstationen. Wir gehen ja überall auf die mals desavoniert hat, dann hat ihn das Centrum jest re- wickelung kommen werden. Heute ist alle Welt darüber einig, daß Suche.( Heiterkeit.) Hierzu kommt der Erwerb nener Kolonialhabilitiert.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten), indem es die überall da, wo es sich überhaupt darum handelt, nene Kolonien zu gebiete, und was die kosten, haben wir ja bei den Marianen, KaZustimmung zu einer Vorlage gegeben hat, die bis auf Kleinig- erwerben und neue Handelsbeziehungen zu eröffnen, die Politik rolinen and Kiantschon erfahren. Wir stehen also einem Heer von feiten die gesamte Vorlage repräsentiert, die der Herr Staats- der offenen Thür einzuschlagen ist. Alle Großstaaten wiffen, daß Ausgaben gegenüber, dessen Größe noch gar nicht zu übersehen ist. sekretär dem Reichstage vor einem halben Jahre vorgelegt hat. in Bezug auf die Deffnung fremder Weltteile der Grundsatz der offenen Auf der andern Seite aber leiden die Kulturanfgaben Schaden. In Da ist es ganz begreiflich, wenn heute der Herr Staatssekretär wohl- Thür der leitende sein muß. Es fomunt hinzu, daß die ganze Handels- den Tagen, als die Kommission über die Vermehrung der Flotte wollend dem Hause erklärt, er habe alle Ursache anzunehmen, daß politit der Welt, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten entividelt hat, beriet, wurde bekannt, daß die Hafenanlagen von Memel die verbündeten Stegierungen mit dem Abstrich bezüglich der Aus- flar zeigt, daß die handelspolitischen Beziehungen sich ganz in so traurigem Zustande find, daß der Untergang Tandsflotte einverstanden sein würden. Ich bin überzeugt, wenn die unabhängig von der Größe der Glotten mehren oder nicht des Handels und Damit der Stadt Memel ficher sei. Herren vom Centrum weniger bewilligungsfreudig gewesen wären mehren. Die neuesten Zahlen über den englischen Handel beweisen, Durch die Zeitungen ging dann weiter die Nachricht, daß in und statt der Verdoppelung der Schlachtflotte ein Geschwader daß England, obgleich es alljährlich toloffale Ausgaben für seine Ofirowo 300 fatholische Kinder nicht unterrichtet würden, bewilligt hätten, daß auch dann der Staatssekretär sich damit be- Flotte zu leisten hat, in Bezug auf den Wettbewerb mit weil es an Lehrkräften und lassen für sie fehle. Und da ist der gnügt hätte. andren Nationen selbst in feinen eigenen Kolonien zurück deutsche Reichstag bereit, Hunderte von Millionen für Zwecke ausDer Staatssekretär hat bereits ausgeführt, daß dic verbündeten gegangen ist. Während von 1860-1890 die gesamte zugeben, deren kulturelle Natur ich durchaus bestreite. Regierungen überhaupt nur die Absicht hätten, erst von 1906 ab auf Ausfuhr Englands nach seinen Kolonien bout 136 Millionen Und wie wird für diese ganze Vorlage bis in die letzten Tage den Bau der Auslandsflotte zu rechnen. Nach dem, was das Pfund Sterling auf 362 Millionen gestiegen ist, ist sie von 1800 bis gearbeitet? In der Kommission haben die Anhänger der Vermehrung Centrum in den letzten zwei Jahren in Bezug auf Umfall und 1897 von 862 Millionen anf 834 Millionen zurückgegangen. Also selbst zugeben müssen, daß die Flottenagitation von ihnen nicht das Berlaffen seiner vorher ausgesprochenen Grundsätze ge- gerade das Gegenteil von dem, was man oft hören muß: Je gebilligt; würde und nicht geeignet sei, die die Sympathie Teistet hat, brauchen die verbündeten Regierungen nicht im geringsten größer die Flotte, je größer der Verkehr." Ebenso ist die Ausfuhr für die Flottenvermehrung zu erhöhen. Das Non plus int gweifel zu sein, daß im Jahre 1906 das Centrum auch bereit Englands nach dem Auslande wesentlich gefallen. Also auch nach ultra in Bezug auf ungeschickte Flottenagitation ift fein wird, die Auslandsflotte zu bewilligen.( Sehr richtig! bei den dieser Richtung hin zeigt sich. daß die Behauptung, Socialdemokraten.) Wenn damals Dr. Schädler dem Staatssekretär starke eine vor furzer Zeit unten am Rhein passiert, als das Torpedo Flotte sei die Vorbedingung für den deutschen flottillchen hin unter geschickt wurde.( Heiterfeit links.) Es Tirpitz sein Mißtrauen aussprechen zu müssen glaubte, so steht Handel und Verkehr, absolut unrichtig ist. In der Macht am Rhein liegen, für die neue Flottenvorlage zu gewinnen( HeiterUrsache haben, ihr Mißtrauen gegen ihre Vertreter fund- verhältnisse der Staaten liegen, die für den Fall eines Konflikts teit); man scheint ja auch Erfolg gehabt zu haben, wird doch erzählt, zuthun, nachdem diese in so überraschender Weise das zur See in Betracht kommen. Darans geht hervor, daß Deutschland, daß ein Bäuerchen aus der Kölner Gegend, als er die Torpedoboote Gegenteil von dem thun, was sie vor wenigen Monaten hier welche Anstrengungen es auch machen mag, nicht im stande ist, say, meinte:" Ja, wenn der Kaiser nur so kleine Schiffchen hat. gethan haben. Selbst Dr. Schädler ist damals der Anschauung mit den in Betracht kommenden Nationen zu konkurrieren. müssen wir ihm schon größere schaffen".( Große Heiterkeit.) gewesen, daß, nachdem in einer so furzen Zeit die verbindeten Für jedes Schiff, das Deutschland baut, kann Engloud zwei bauen schwimmen in Deutschland ja jezt in einem wahren Festtrubel. Regierungen eine Storrektur ihrer Anschauungen hatten eintreten und die andren Mächte, die für den Fall eines Seekrieges in Betracht seine Woche vergeht, ohne daß Feste gefeiert werden. Das Ausland Yaffen, man nicht die geringste Garantie habe, daß fie nach zivei tommen, tönnen mindestens dasselbe leisten, was Deutschland leistet. muß ja glauben, Deutschland schwvinime in einem Uebermaß von Jahren nicht abermals ihre Anschaumg forrigieren. Jetzt haben aber Trotz aller unsrer Anstrengungen bleiben sie uns überlegen. Das Reichtum und lebe in dulci jubilo. die Herren des Centrums dieje Umwandlung der Gesinnung mit wird auch allgemein anerkannt. Trogdem sagt man: es hilft alles Sie begreifen, daß wir nicht dem§ 1 zustimmen können. Wir gemacht. Wenn Herr Dr. Schädler weiter ausgeführt hat, daß alle nichts, Ser Wettkampf muß aufgenommen werden, foste es, was es sehen in den steigenden Rüstungen jetzt auch zur See nur eine auferfür die Vermehrung der Flotte angeführten Gründe ebenso gut ver- wolle. In den ersten Maitagen erschien in der Wiener Nevne ein Artikel ordentlich bedenkliche Verschärfung der nationalen Gegenfähe. wendet werden könnten, um nicht blos eine Verdopplung, sondern eines deutschen Offiziers, in dem offen ausgesprochen wurde, mit dieser( Lebhafte Zustimmung bei den Socialdemokraten.) Im Dezember eine Verdreifachung und noch größere Verstärkung der Schlachtflotte Marinevorlage wird erst der Anfang gemacht, weitere müssen 1891 fagte Caprivi: Ich halte es nicht für unmöglich, daß an begründen, so trifft das alles ebenso zu für die Beschlüsse, die folgen, aus den Wettkampf mit den seemächtigen Nationen fann eine Zeit fommen wird, wo die Staaten einsehen werden, Sie heute faffen wollent. Deutschland nicht mehr herauskommen. Auch die New Yorker daß sie Klügeres zu thun haben, als sich gegenseitig das Weiter. Hat Herr Dr. Lieber bei der Generaldebatte des Etats Handelszeitung" hat darauf hingewiesen, daß der Flottenplan des Blut auszufangen, weil sie alle Kräfte anspannen müssen. crtlärt: wir stehen vor einem völligen Umsturz des Flottengefeges, deutschen Kaisers die amerikanische Marinevorlage hervor wenn fie im wirtschaftlichen Kampf mitkommen wollen. Das ist den können wir nicht mitmachen. Das ist am 8. Februar dieses gerufen hat. Genau so wie beim stehenden Heer sehen wir also auch unser Standpunkt. Bringen Sie uns eine Vorlage, Jahres vom Centrum erklärt worden und heute bewilligt dasselbe hier ein Wettrennen ins Unendliche, das den Völkern die größten wodurch Wohlfahrt, Handel und Verkehr gehoben und Centrum eine Flottenvorlage, die mit Ausnahme eines kleinen Teils Laften auferlegt. In der Budgetkommission ist uns vom Staats- Deutschlands Ansehen im friedlichen Wettbewerb der Völker der geforderten Schiffe alles enthält, was die verbündeten Re- fetretär versichert worden, besondere Umwälzungen feien auf dem gestärkt wird, dann werden wir Ihnen zustimmen. Für eine gierungen verlangt haben. Da ist doch die Frage berechtigt, was ist Gebiete des Baues von Schlachtschiffen nicht zu erwarten, folche Vorlage aber, wie die gegenwärtige, find wir nie und denn passiert, das eine solche Wandlung bes Centrumis rechtfertigt. thatsächlich aber hören wir von neuen Fortschritten, die gemacht nimmer zu haben.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) es heute fest, daß die Wähler des Centrums doppelt mission ist uns gesagt worden, wie die thatsächlichen Stom- wird behauptet, das sei geschehen, um die Centrumswahlkreise, die Wir ist, fönnen -Da Abg. Graf v. Stolberg( f.): ( Sehr gut! im Centrum.) Herr Bebel fahr fort: Herr Schädler[ bau der Schiffe regelf, eine gebundene Marfchroute vor. In den Daß in der Agitation für die Flotte manches Ungeschichte unter hat für jeden deutlich und hörbar durchblicken lassen, daß an eine nächsten Jahren müßten danach, auch wenn dies Gesetz nicht angenommen Taufen ist, will ich nicht leugnen. Was hat denn das aber mit der pure Ablehnung im Centrum nicht gedacht wird".( Sehr gut! im wird, 17 Linienschiffe, 10 große und 29 kleine Kreuzer und 12 TorpedoFlotte selbst zu thun? Nichts! Wenn die ungeschickte Agitation Centrum.) Heute dagegen wirft uns Herr Bebel einen Umfall vor. Die boote als Ersay gebaut werden. Den Ziffern über die Seestärke andrer übrigens der Flotte Abbruch gethan haben soll, so müßte sich doch scharfen Worte, die Herr Schädler damals fand, bezogen sich auf die Staaten stehe ich steptisch gegenüber. Ich glaube, daß darin viel darüber Herr Bebel freuen. Sie sind in der Vorlage ganz der Re- Regierungsvorlage, die ist aber doch ganz wesentlich umgestaltet worden. mehr sogenannte alte Kaften figurieren als bei uns und daß gierung gefolgt. Ich gestehe ganz offen, wir hätten am liebsten( Sehr richtig! im Centrum.) Freilich, Herr Bebel sagt bis auf auch der Umbau der Schiffe dort nicht so energisch betrieben wird, heute die Auslandsschiffe mit bewilligt. Da aber die Regierung einige Kleinigkeiten." Diese Kleinigkeiten bedeuten aber gegenüber wie bei uns. Die Zahlemvut ohne Rücksicht auf die Individualität vorläufig darauf verzichtet, wollen wir auch darauf verzichten. der Vorlage eine Ersparnis von 390 Millionen.( hört! Sört! im des Staats, die wir bei der Heeresvermehrung immer sehen, wird ( Lachen links.) Nachdem die Schlachtflotte in Sicherheit gebracht Centrum.) Maßgebend für unsre Haltung ist auch, daß das Etats- anch aufs Wasser übertragen, aber der Vergleich der Zahlen der wir ja in Bezug auf die Entwicklung der recht des Reichstags jezt in angemessener Weise gewahrt wird. Ein Kriegsschiffe ohne Berücksichtigung der verschiedenen Verhältnisse, vor Auslandsflotte vollkommen beruhigt sein. Auch nach andrer Teil meiner politischen Freunde haben früher gerade aus dem Grund allem der geographischen, hinft vollkommen. Richtung hin find wir beruhigt. Die Opposition gegen Heeres- gegen die Vermehrung der Flotte gestimmt, weil sie die Regelung Das, was Herr Bebel über unsre Politik gegen England gesagt verstärkungen ist in den letzten Jahren zusehends schwächer geworden. Der etatsrechtlichen Frage nicht für zutreffend hielten.( Sehr richtig! hat, unterschreibe ich im großen und ganzen. Je enger fich die wirtIn dieser Ueberzeugung haben uns die mit außerordentlicher Sachlich im Centrum.) Jezt haben wir vollständig freie Hand, in jedem schaftlichen Beziehungen der Staaten untereinander verflechten, desto teit und Ruhe geführten Verhandlungen in der Budgetkommission Jahre zu bewilligen, was wir für notwendig halten, eine gefeßliche mehr hütet man sich vor triegerischen Zusammenstößen. Schießt bestärkt. Wir haben daraus die Ueberzeugung gewonnen, daß auch Bindung nach irgend einer Richtung hin giebt es für uns nicht. man auf einen Gegner, so tötet man einen Konsumenten, oder man die freisinnige Volkspartei, mag sie es fagen oder nicht, bewußt oder Endlich, das ist das wichtigste für uns, ist in dem geltenden Gesetz vernichtet einen Produzenten, der Gegenstände herstellt, die im eignen unbewußt von der nationalen und patriotischen Flutwelle mit fort- für die Deckungsfrage nur eine negative Lösung gefunden, während Land nicht so billig herzustellen sind. geriffen ist. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, durch die Kommissionsbeschlüsse das Programm ausgeführt wird, Herr Gröber meint: Sind wir in der Lage, eine stärkere Flotte daß, wenn die socialdemokratischen Wähler geheim abstimmen könnten das uns immer vorschwebte, indem durch specialisierte Steuergesetze zu bezahlen, so müssen wir sie auch bauen. Ja freilich, an sich iſt ( Lachen bei den Socialdemokraten), diese Abstimmung ein Resultat die Lasten der Flottenvermehrung den leistungsfähigen Schultern ein Mehr von Kriegsschiffen kein Uebel, wenn sie nichts tosten zeitigen würde, das den socialdemokratischen Führern sehr unangenehm aufgelegt werden. Solchen Verbesserungen gegenüber sind wir würden. Aber sie fallen doch nicht aus der vierten Dimension auf sein würde.( Ernentes Lachen bei den Socialdemokraten. Ruf: wohl berechtigt, uns mit der Vorlage einverstanden zu erklären, ohne uns herab. Es ist im Leben häßlich eingerichtet, daß alles Gelo Lösen Sie doch auf 1) Herr Webel hat dann einen größeren Erturs daß man uns einen Umfall vorwerfen könnte. Herr Bebel hat auf foftet, und die Kehrseite der Bewilligung neuer Kriegsschiffe auf das Gebiet der ausländischen Politik gemacht. Ich kann ihm da einzelne unsrer Organe verwiesen, in einem derselben habe ge- find die Steuergesetze, die das Centrum präsentiert. nur mit Reserve folgen. Es versteht sich, daß ein Mitglied einer standen: man solle es lieber auf eine Reichstagsauflösung an- müffen wir fragen: Stehen denn die Kosten im Verhältnis Regierungspartei in solchen Dingen zurückhaltender sein muß, als tommen lassen". Das beweist aber nur, wie selbständig, wie unab- zum Nutzen? Die Flottenvereine freilich, die können bewilligungsein Mitglied einer ausgesprochenen Oppositionspartei. Eine eigen hängig unfre Presse ift. Uebrigens ist dasselbe Organ eifrig sein. Die Auslagen für Telegramme an die allerhöchste tümliche Fronie des Schicksals lag aber darin, daß sich Herr Bebel in letzter Zeit ganz unsrer Ansicht beigetreten. Es wäre Person ist alles, was ihnen die Flotte koftet.( Heiterfeit.) Wir auf eine Aeußerung des Fürsten Bismard bericf. Solange Fürst billig gewesen, wenn Herr Bebel auch dieses citiert hätte. aber haben viel mehr zu bezahlen. Nach den Abstrichen betragen Bismard lebte, hatte er wohl keinen entschiedeneren Gegner als den Aus welchen Gründen hat sich denn eigentlich Herr Bebel gegen die die Mehrkosten 1/2 Milliarden, und ob die Steuern in dieser oder Abg. Lebel. Die Berufung auf ein vor 20 Jahren gefallenes Wort Flottenvermehrung erklärt? Am 10. Februar fagte er: wir lehnen jenter Form erhoben werden, immer muß das Geld aus dem Boltsdes Fürsten Bismarck ist aber ganz hinfällig. Denn gerade die Vorlage ab, weil sie eine Stärkung des Systems bedeutet, das vermögen beschafft werden. Zu den nächsten Jahren stellt Fürst Bismarck band sich nie an ein Schema, that wir bekämpfen, weil sie von einer Regierung gefordert wird, zu der die wirtschaftliche Entwicklung uns besonders hohe Aufin jedem Augenblick Augenblick das, was ihm richtig erschien. wir kein Vertrauen haben, weil wir eine bessere Verwendung der gaben. Wir treten in eine Periode ein, wo die Elektricität in Herr Bebel sieht einen Widerspruch darin, daß wir gleichzeitig die Mittel wünschen und mit der Art der Aufbringung der Mittel nicht ungeahnter Weise Verwendung finden wird. Hierzu gehören neue überseeischen deutschen Interessen fördern und zu Hause Schutzzoll- einverstanden sind. Sapitalien, und je mehr die Beschaffung von Kapital zu andren politik treiben wollen. Beides ist aber durchaus zu vereinen und Dies find doch alles Gründe, die aus der Vorlage selbst nicht 3iveden in Konkurrenz tritt, um so mehr wird unfre Konkurrenz mit birgt gar keinen Widerspruch in sich. Ein sprechender Beweis für gekommen sind, sondern allgemeine politische Erwägungen, die man andren Völkern erschwert, die leichter im stande sind, Kapital für meine Behauptung ist die nordamerikanische Union. Die Einwände schließlich fast gegenüber jeder Vorlage der verbündeten Regierungen neue produktive Zwede zu verwenden. des Abg. Bebel mit dem Fortschreiten der Schiffstechnik find gänzlich mit wenigen Ausnahmen geltend machen kann. Die Frage der Aufhinfällig. Wären fie richtig, so dürfte man überhaupt feine Schiffe bringung der Mittel ist ja in befriedigender Weise gelöst. Wenn bauen, dürften auch die andern Staaten keine Schiffe bauen. Herr wir für die Vorlage eintreten, was uns nicht leicht geworden ist, so Bebel meinte, wenn wir ein Schiff bauen, wird England zwei bis deshalb, weil wir uns sagen, die beständige Erweiterung des wirtdrei Schiffe bauen. Ich weiß nicht, ob England so viel mehr Schiffe schaftlichen Mitbewerbs unter den Nationen führt uns leicht zu bauen kann, so viel weiß ich aber, daß es sie nicht bemannen kann. Konflikten mit andren Völkern. Es mag gelingen und wird hoffent ( Sehr richtig! rechts.) Allein entscheidet die Bahl in einem Kriege lich gelingen, manche dieser Konflikte auf friedlichem Wege aber schließlich auch nicht. Ich will nicht ruhmredig sein. Aber es beizulegen, aber für den Fall, daß dies nicht gelingt, müssen ist klar, daß ein Sieg nur das Stefultat der Mühe und Arbeit ist, wir so vorbereitet sein, daß wir nicht von der Gnade andrer die in Friedenszeit auf die Armee oder die Marine verwendet Völker abhängen.( Bravo! im Centrum.) Der zweite Grund, worden ist. Wenn wir 1870 die Franzosen geschlagen haben, so weshalb wir für die Flottenvermehrung eintreten, liegt darin, daß haben wir es zum guten Teil dem Umstande zu verdanken, daß sie es sich herausgestellt hat, daß leistungsfähige Kreise in der Lage sind, nicht die gleiche Sorgfalt wie wir auf die Ausbildung der Armee die Kosten zu tragen. im Frieden gelegt haben. Ich will nicht ruhmredig sein, aber sicher Die Parteigenoffen des Herrn Bebel in Frankreich find in Bezug ist, daß in teiner Marine der Welt jorgfältiger und auf die Flottenvermehrung ganz audrer Ansicht. Dort kann die Refleißiger gearbeitet worden ist, als in der deutschen Marine. gierung gar nicht genug thun, um den Wünschen der Socialdemo( Sehr richtig! lints.) Ich will nicht hoffen, daß unsre fraten in Bezug auf die Flottenvermehrung nachzukommen. Wenn Marine je zum Kampf gerufen wird. Sollte sie es aber einmal io auf allen Seiten gerüstet wird, dürfen wir nicht zurückbleiben. werden, so wird sie siegen oder ehrenvoll untergehen.( Lebhafter( Bravo! im Centrum.) Beifall rechts.) Abg. Baffermann( natl.): er ant Die Die Schiffs- und Hafenbauten entziehen in den nächsten Jahren. 24-30 000 Arbeiter der Industrie. Je mehr hier der Bedarf steigt, desto mehr zieht die Industrie Arbeiter vom Lande heran. Das bes deutet eine Steigerung der Leutenot. Die Denkschrift für die Flottenvermehrung weist auf die deutschen Kapitalanlagen in überfeeischen Ländern hin. Es ist eine merkwürdige Fügung, daß aus derselben Kommission, der diese Denkschrift vorlag, der Gebaute hervor. gegangen ist, durch Erhöhung der Stempelsteuer die Anlegung deutschen Kapitals in auswärtigen Ländern zu erschweren. Weiter werden neue Schiffahrts- Abgaben verlangt. Ist es Bos heit oder Zufall, daß im Kommissionsbericht mitgeteilt wird, daß die Bereinigten Staaten von amerikanischen Schiffen nicht nur teine Abgaben erheben, sondern ihnen sogar Prämien geben? Ju einen Flugblatt für die Flottenvermehrung, das Kreisblättern beigelegt ist, wird auf den Wert der Flotte für die Sicherung der Zufuhr von Konserven und Büchsenfleisch hingewiesen.( Heiterkeit.) Die Regierung, die vor den Agrariern kapituliert hat, vertreibt Derartige Flugblätter, und solche Widersprüche häufen fich. Wenn die Politik des Grafen Pojadowsky weiter geht, dann wird der neue Zolltarif thatsächlich Einfuhrverbote für alle landwirtschaftlichen Bro Abg. Nichter( frs. Vp.): butte des Auslands enthalten. Wie reimt sich das mit der Flotten Ich kann furz sein. Das Thema ist nach allen Richtungen er über die Flottenvorlage feien so ruhig verlaufen, wie nie zuvor. wird vollkommen gegenstandslos. Man hat uns graulich gemacht Graf Stolberg hat behauptet, die diesmaligen Verhandlungen vermehrung zusammen? Die Sicherung der Einfuhr der Lebensmittel fchöpft. Wer heute nicht für die Flottenverstärkung ist, wird durch als langjähriges Mitglied der Budgetkommission muß ich ihm mit der Blockadegefahr. Die Bollpolitik, die wir jest inaugurieren die Diskussion nicht belehrt werden. Herr Bebel ist eben nicht zu erwidern, daß es immer so gewesen ist, wie diesmal. überzeugen. Andrerseits ist eine erhebliche Mehrheit für die Flotten- Stolberg ist nur selbst älter geworden und hat an Ruhe und Grenzen, nicht im Kriege, sondern im Frieden, nicht durch Graf und schrittweise vollziehen, wird zu einer Blockade unsrer vorlage gesichert. Als eine Verbesserung sehen wir die Verschmelzung Objektivität im politischen Kampfe gewonnen. der neuen Vorlage mit dem Gesetz von 1897 an. Auch will ich fon- lints.) ( Heiterkeit das Ausland, sondern durch uns selbst führen.( Bravo! links.) statieren, daß in der Vorlage das Etatrecht des Reichstags durchaus lebhaft hervorgetreten. Der Gegensatz in Marinefragen ist erst seit 1897 1o Herr Tirpitz foll Wert darauf gelegt haben, daß die Bes gewahrt ist. Es sind diejenigen Garantien gegeben, die wir zu verFrüher find nie so starte Zumutungen ratung der Flottenvorlage in der Flottenvorlage in diesem Jahr erledigt wird langen haben. Die heutige Rede des Abg. Bebel entsprach sein Etatsrecht einzuschränken. an den Reichstag gestellt, nie ist ihm angesonnen worden, und nicht mit der Beratung eines neuen Bolltarifs feinem Verhalten in der adgetkommission. Aber auch da ist ihm einer politischen Flutwelle, die auch Teile meiner Partei berührt Gegensätze zu drastisch in die Erscheinung treten. In keinem Lande Graf Stolberg sprach von zusammentrifft. Er hat auch vollkommen recht. Dann würden dieje schon vorgehalten worden, daß seine eignen Parteifreunde in Frank- habe. Es sind allerdings sehr viel Schaufelräder von der obersten ist die Politit so widerspruchsvoll wie bei uns. Daher stammt ja reich zur Flottenvorlage eine wesentlich andre Stellung eingenommen Stelle bis zum legten Bürgermeister herab in Bewegung gejezt auch der bekannte Ausdrud Zidzadfurs. Die Handelsverträge find haben. Jusbesondere ist auf das Verhalten des socialdemokratischen worden( Heiterkeit links), aber die Wellenbewegung, die entstanden vor einigen Jahren als rettende That bezeichnet worden, jetzt gelten sie Handelsministers Millerand hingewiesen worden. Daß Deutschlands ist, war nicht so stark, als die Wellen, die die Torpedoboote als Verirrung. Das, was damals als Mark- und Denkstein für den Stellung sich derartig geändert hat, daß es notwendig zu einer Ver- auf dem stärkung der Flotte schreiten muß, das ist auch in zahlreichen amerika- bevölkerung besonders steht Rhein erregt haben.( Heiterkeit.) Die Land- Reichstag bezeichnet wurde, wird jetzt unterwühlt und abgetragen. Und nischen Breßstimmen anerkannt worden. Selbst in einer fo gweifel ordentlich der Flottenvermehrung außer hierzu kommt die phantafievolle auswärtige Politik. Angesichts Tos socialdemokratischen Zeitschrift wie der„ Neuen Zeit" ist in in legter Zeit auf dem Wasser ereignet? Eigentlich bloß die Regierung am Schluß der Beratung als am Anfang, wir stimmen fühl gegenüber. Was hat fich denn eigentlich aller dieser Widersprüche haben wir noch weniger Vertrauen zur einem Artikel auf die Gefahr. welche uns von den englischen imperialistischen Operationen her Fahrt der Torpedoboot Flottille. Die Amerikaner haben ihre daher gegen den§ 1.( Lebhafter Beifall links.) droht, hinge Sieger von Manila und St. Jago allerdings nicht so gefeiert, wiesen worden. In ähnlicher Weise hat sich auch die dem Ab- als bei uns die Bejagung dieser Torpedoboote von reichsAbg. Graf Arnim( Np.): geordneten Schoenlant nahestehende Leipziger Volkszeitung" über und kommunalwegen gefeiert wurde.( Heiterkeit links.) Es müssen die von England her drohenden Gefahren ausgesprochen. Es heißt trinkfeste Leute sein, diese Besayung( Heiterkeit), und es ist grausam, Enthusiasmus erregt. Die Fahrt der Flottille hat am Rhein außerordentlichen ( Oho! und große Heiterkeit links.) dort, daß der englische Imperalismus zu Gefahren führte, die gar sie nicht abzulösen. Nichts ist bekanntlich schwerer zu ertragen, als Surrarufe waren viel größer und bedeutender als ihr Lachen. nicht abzusehen sind, und daß dieser englische Imperialismus nicht eine Reihe von guten Tagen.( Heiterkeit links.) Ich frage mur: was Stürmische Heiterkeit links.) Gerade die Ereignisse der letzten zivei etwa eine Erfindung der Flottenschwärmer, sondern wirklich That- bezweckt man eigentlich mit dieser Fahrt der Torpedoboote? Die Jahre haben Anlaß zur Vergrößerung der Schlachtflotte genug ges sache sei. Was Herr Bebel über die stetigen Fortschritte der Schiffs- Torpedoboote bleiben ja ganz außerhalb der Flottenvermehrung. bau- Technit gesagt hat, ist bereits von dem Herrn Vorredner widerboten. Herr Richter hat das Septemnat als Knebelung des BudgetLegt worden. Es liegt mir fern, die Abstriche des Centrums zu überschägen, ich rechts bezeichnet. Jetzt behauptet er dasselbe von dieser Vorlage. Es ist selbstverständlich, daß unsre Marine- will sie aber auch nicht unterschätzen. Von der Gesamtsumme find 16 Broz Früher wurde immer von uferlojen Flottenplänen gesprochen, während berwaltung sich diese Fortschritte der Technik nugbar machen abgestrichen. Die Vermehrung der Auslandsschiffe ist abgelehnt. Dabei man jegt mit einem ganz bestimmten Programm tommt. Ohne wird. Wir sind deshalb bereit, für den Paragraphen in der wurde doch ursprünglich gerade behauptet, daß seit 1898 Ereignisse ein solches Programm ist eine gleichmäßige, stetige Entwickelung Stommissionsfaffung zu stimmen. Nur die Diplomatie fann eingetreten feien, die die Vermehrung der Auslandsschiffe notwendig unfrer Flotte gar nicht Nichts ist aber boit Erfolge haben, die außer ihrer Kunst die genügende Macht im machten; das war das, was man Weltpolitik nenut, d. h. überall größerem Vorteil gerade für die Arbeiter, als eine Hintergrunde hat. Die Flotte wird ein Wahrzeichen für die Nationen dabei sein wollen, wo etwas los ist, womöglich auf jeden Längens folche stetige Entwickelung. Ich bin überzeugt, daß das Tein, mit denen wir im Wettbewerb fiehen, daß wir nicht gewillt und Breitengrad ein Auslandsschiff zu setzen, sowie an jeder Ecke homerische Gelächter, von dem der" Vorwärts" einmal sprach, nicht find, die deutsche Ehre antasten zu lassen, daß Volt und Regierung in Berlin ein Schußmann steht.( Große Heiterfeit links.) Nun, diese ausbrechen würde, wenn man den Arbeitern die Frage vorlegen von der Notwendigkeit überzeugt find, daß Deutschland auch zur Weltpolitik ist durch die Streichung der Auslandsschiffe nicht gerade würde, ob fie für die Flottenvorlage find. Diese Vorlage ist geeignet, See ſtart ſein muß. Deutschland hat gezeigt, daß es troß ermuntert worden. Das Centrum hat ausdrüdlich betont, daß es den Arbeitern zu beweisen, wo in Wirklichkeit ihre Freunde find. feiner starten Armee nur Friedenspolitik getrieben hat. Bon sich dabei nicht um eine Vertagung, sondern um die Ablehnung( Lachen links.) Wenn Hunger und Not über die Arbeiter kommt, demselben Gesichtspunkte auts betrachten wir die Flotten dieser Forderung ohne Präjudiz für die Zukunft handelt. Nun wird weil fie nichts thun haben, dann blüht vielleicht vermehrung. Auch unsre Flotte wird nur ein Hort des behauptet, die Regierung würde später Gelegenheit finden, noch mehr Ihr Weizen.( Lachen bei den Socialdemokraten.) Und Friedens sein. Im deutschen Volt ist die Ansicht von der zu fordern als jetzt. Ich finde aber, daß je mehr hier bewilligt wird. wenn auch vielleicht das Brot ein flein wenig teurer Notwendigkeit der Marineverstärkung in ständigem Wachsen begriffen. besto mehr nachher noch verlangt wird.( Sehr richtig! lints.) Wäre 1898 pird. was nügen den Arbeitern billige Brotpreise, wenn Das hat die Begeisterung deutlich gezeigt, welche unsre Torpedo- nicht alles so glatt bewilligt worden, dann würde jekt nicht so viel sie keine Arbeit haben! Auch Herr Milleraud( Heiterkeit. Zurufe flottille am Rhein gefunden hat, über die Herr Bebel spotten zu gefordert werden. Die Regierung hat erklärt, daß ein Verzicht bei den Socialdemokraten: Millerand!) ist ja für die Flottentönnen geglaubt hat. Ich muß sagen, daß mich neben dieser Be- auf die Auslandsschiffe bis 1917 für sie ausgeschlossen sei, wohl vermehrung und der wird doch sicher nicht den Interessen der geisterung auch die Begeisterungsfähigkeit( große Heiterkeit) unirer aber sei es möglich, bis 1906 zu warten. Die Regierung tann sich Arbeiter entgegentreten. Also gerade im Intereffe der Arbeiter und Marinesoldaten auf dieſer Reise mit Freuden erfüllt hat. Die Er- in der That nicht verschwören, daß fie fünftig mehr verlangt, wie im Interesse der Wehrkraft unires Landes werden wir für die Vortenntnis, daß uns eine starke Flotte not thut, wird auch den Faktor wir uns nicht verschwören tünnen, daß wir fünftig mehr be- lage stimmen.( Bravo! rechts.) bilben, der die Vorlage hier zur Annahme gelangen läßt.( Beifall willigen. ab Das hängt alles Bei den Nationalliberalen.) von der Entwicklung der Abg. Hilpert( bayr. Banernbund) Verhältnisse. Was unterscheidet uns denn eigentlich grundfäßlich erklärt, der Vorlage nicht zustimmen zu können, da die Regierung von den Anhängern dieser Vorlage. Wir wollen nicht früher Herr Bebel hat es für notwendig gehalten, dem Berichterstatter bewilligen, als der Beginn der Bauten es erforderlich macht. Bei beim Fleischbeschaugesetz der Landwirtschaft zu wenig Entgegenber Kommission den Vorwurf zu machen, daß er hier so furz über der Vermehrung der Auslandsschiffe wird dieser Standpunkt als richtig tommen gezeigt habe. die Verhandlungen der Kommission berichtet habe. Ich muß diesen bezeichnet. Dan muß er aber auch zutreffend sein, soweit es sich Abg. Rickert( frf. Vg.): Vorwurf zurückweisen. Der Referent hat einen ausführlichen schrift- um die Vermehrung der Schlachtschiffe handelt. Der Unterschied ist Das extreme Agrariertum, das der Vorredner vertritt, hat mit lichen Bericht erstattet, er darf seine eigne Meinung nicht zum Aus- aber nur der: die Regierung denkt, Schlachtschiffe bekommt man hier der Ablehnung die richtige Konsequenz gezogen.( Lachen rechts.) Wir brud bringen, wir können ihm also nur danken, daß er die Zeit des weniger leicht bewilligt als Auslandsschiffe.( Heiterkeit.) stehen der Vorlage zustimmend gegenüber. Die legten Ereignisse Reichstags nicht unnötig in Anspruch genommen hat.( Sehr richtig! Es ist charakteristisch für dies Gesez, daß es nicht zur auf dem Gebiet der ausländischen Politit haben uns in der Ueber im Centrum.) Herr Bebel hat dann einen großen Teil feiner Rede mit Verstärkung der Wehrkraft dient, sondern zur Verstärkung der zeugung bestärkt, daß wir auch zur See start sein müssen. Die große einer Bolemit gegen das Centrum ausgefüllt. Er hat an das Wort des Machtbefugnis der Regierung gegenüber dem Reichstag. Dem Majorität unfres Volts steht in dieser Frage hinter uns.( Wider. Abg. Schädler angeknüpft, der die neue Vorlage einen völligen Um Ausland imponieren ja nicht die Zukunftsschiffe, die 1910 gebaut spruch links.) Die Flotte ist ein Instrument der ausländischen sturz der alten Vorlage nannte, und hat dann auf meine Partei los- werden sollen, sondern nur die, die man hat. Wenn man jetzt schon Politik, und mit dieser sind wir zufrieden, so sehr wir auch in der geschlagen, daß sie wieder einmal umgefallen sei. Aus der da- erklärt, was man 1910 bauen will, dann alarmiert man nur das inneren Politik manches anders wünschten. Der Abg. Richter meinte, maligen Rede meines Freundes Schädler hat heute Herr Bebel eine Ausland und regt es an, diese Vermehrung durch Vermehrung der die Ablehnung der Auslandsschiffe sei eine definitive. Soweit ich Ablehnung der Vorlage herausgelesen. Unter dem frischen eignen Flotte wieder wett zu machen. aber den Referenten verstanden habe, hat er nur gesagt, die Eindruck der Rede Schädlers vom 8. Februar, als er ihm Es wird gesagt, hier handele es fich nur um ein Programım, Majorität habe erklärt, zur Zeit und vorläufig würden die Auslands am 10. Februar darauf erwiderte, hatte Herr Bebel über nicht um eine Bindung des Etatsrechts. Herr Gröber hat sogar schiffe nicht benötigt. Auf diesem Standpunkt stehe auch ich. Ich denke, diese Nede aber eine ganz andre Meinung gehabt. Es gefunden, daß es gar nicht schöner gemacht werden könnte der Herr Reichskanzler wird sich darüber noch näher auslassen( Heiterkeit). ist wirklich merkwürdig, wie er in nicht ganz vier Monaten seine An- und daß der Reichstag freie Hand habe. Thatsächlich aber Die Flottenvorlage ist mehr ein Programm als ein Gefeß. Deshalb ist ficht so ganz ändern kann. Damals sagte Herr Bebel:" Ich verstehe bedeutet die Vorlage eine Marschroute, von der der Reichstag von einer Verlegung des Etatsrechts mit Recht nicht zu reden. Man hat aicht, wie Herr Graf Schwerin aus der Haltung des Herrn Schädler nicht mehr abweichen kann. Nur die einzelnen Marschtage vielfach die Frage der Getreidezölle mit der Vorlage verquidt. Mit der eine feindliche Haltung gegenüber der Vorlage herauslesen tann. und Verpflegungsportionen find noch nicht festgelegt. Aber das sind Vorlage hat diese Frage nichts zu thun. Wir stimmen für die Flotte Sehr richtig! links.)" Also Herr Bebel war nicht der einzige, der ja auch Nebendinge. Auch wenn dies Gesez abgelehnt werden sollte, und gegen die Getreidezölle. Herr Richter fann sich darauf verbamals diese Auffassung von der Rede des Herrn Schädler hatte. I schreibt der Paragraph im Flottengesen von 1898, der den Ersatz- laffen, daß wir beim Zolltarif mit ihm wie ein Mann kämpfen Abg. Gröber( C.): möglich. werden Man nic13 gegen die agrarischen Bestrebungen.( Lachen hat 11113 Illusionspolitiker genannt. Wir andres, als die nationale Wehrkraft Sir huldigen dem Spruch: Willst Dut den so riste den Krieg.( Beifall bei der freisinnigen Vereinigung.) Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Ich will Herrn Richter auf die grünen Fluten des Rheins nicht folgen, auch nicht untersuchen, ob sein politischer Kurs ein andrer geworden wäre, wenn er seinerzeit als Bürgermeister von Neuwied bestätigt worden wäre.( Lärm links.) Bräsident Graf v. Ballestrem: Ich ersuche den Redner, nicht Privatverhältnisse andrer Redner zu berühren.( Heiterkeit.) Abg. Liebermann von Sonnenberg( Ant.)[ fortfahrend]: Ich rollte mit dieser Einleitung auch nur zu der Erklärung überleiten, daß meine Parteifreunde und ich in der zweiten Lesung für den§ 1 stimmen werden, uns aber für unsre endgültige Abstimmung freie Hand behalten, je nachdem die Deckungsfrage nach unsern Wünschen geregelt wird oder nicht. Abg. Bebel( Soc.): recht3.) und es war das außer mir Liebknecht und Singer, ganz energisch die sich ja begeistern mußten( Heiterkeit links), zwar nicht bas wollen gegen den Eintritt unfres Genossen Millerand in das bürgerliche Barnumsche Publikum, wohl aber das Publikum der großen stärken. Ministerium erklärt. Wir haben das, was gekommen ist, voraus- Karnevalumzüge.( Große Heiterfeit links.) Die Anregung zu Frieden, gesehen und es würde uns ebenso ergehen, wenn einer von uns der ganzen Fahrt ist ja auch bon einer Persönlichkeit Kollege der Herren dort oben würde.( Große Heiterkeit.) Noch ausgegangen, die in karnevalistischen Angelegenheiten großen ein paar Worte über den Torpedo Flottillenſpektakel am Rhein. Einfluß hat.( Ernente Heiterkeit.) Diese Nachricht habe Wo es Schaustellungen giebt, da finden sich immer schaulustige Leute, ich aus guter Quelle, dagegen ist es die begeistert sind. Als hier vor einigen Wochen der Cirkus boshafter Nörgler, daß die Torpedoflottille ihre Fahrt den Rhein eine Erfindung Barnum u. Bailey seinen Einzug hielt, da waren ebenfalls Behn aufwärts deshalb einstellen mußte, weil die Matrosen so an Körpers tausende auf den Beinen, die diesen Schaustellungen höchsten Beifall gewicht zugenommen hatten, daß die Wassertiefe des Rheins für spendeten.( Sehr richtig! und Heiterkeit links.) Aber aus solchen die schwer belasteten Boote nicht mehr genügte.( Stürmische HeiterDingen politisches Kapital zu schlagen, das mag sich für politische teit links.) Kinder, nicht aber für politische Männer geziemen, und ich Damit schließt die Debatte. bedanre, daß die Regierung zu diesem politischen Kinderspiel Nach einem Schlußwort des Referenten, des Abg. Müllerihre Hand geboten hat oder bieten mußte.( Sehr richtig! links.) Fulda( C.), wird§ 1 in namentlicher Abstimmung mit Was ich schon bei der ersten Lesung gejagt habe, dabei bleibe 153 gegen 79 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen( Abgeordneten ich noch jetzt. Wir brauchen das Geld nötig für Kulturaufgaben. Bingen( C.) und ein Elsässer) angenommen. Dagegen stimmen geHundert Millionen wären jährlich notwendig für die notwendigsten schlossen die Socialdemokraten, die freifinnige und die süddeutsche Und nicht 30-40 000 Wohlfahrtseinrichtungen. Arbeiter Volkspartei, die Polen, der bayrische Bauernbund und 8-9 Centrumé: könnten dabei Arbeit finden, nein 100 000 oder 300 000 abgeordnete, darunter der Abg. Dasbach. für lange Zeit. Wenn Sie aber glauben, daß die Die Weiterberatung wird sodann auf Donnerstag 1 Uhr vertagt. Arbeiter bon dieser Vorlage berauscht find, warum Außerdem: Internationale Vereinbarung wegen der Bestgefahr und thun Sie das nicht, was ich von Anfang an geraten habe, warnm 3. Lesung des Handelsprovisoriums mit England. lösen Sie den Reichstag nicht auf.( Sehr richtig! links.) Ich Schluß 6/2 Uhr. habe diese Auflösung von Anfang an gewünscht. Meine Partei fürchtet die Meinung der Masse nicht. Wir wären mit Weizen, gut Vergnügen in den Wahlkampf eingetreten( Sehr richtig! links) und der Erfolg hätte sich an unsre Fahnen geheftet. Herr Gröber und Herr Bassermann haben auf Stimmen in*) Roggen, gut unsrem Lager hingewiesen, die mit unsrer ablehnenden Haltung hier im Widerspruch stehen sollen. Was will es aber für die Flottenverstärkung besagen, wenn in einem unsrer Parteiblätter die egoistische Politik Englands, sein Imperialismus richtig gekennzeichnet worden ist. Wenn das englische Volt erfahren wird, was ihm die Besetzung der beiden Republiken fostet, was es auszugeben hat, um die Gewalt dort zu erhalten, dann wird es auch anfangen, über diese Art von Politit ein gewisses Grauen zu empfinden. Uebrigens herrscht in den oberen Regionen seit einer Reihe von Monaten die wahre Anglomanie. Fortgesetzt gehen Begrüßungsdepeschen bei den Siegen der englischen Truppen ab. Dies Vers halten beweist, daß die 700 Millionen Mark deutsches Kapital, die da unten festgelegt find, keine Gefahr laufen, wenn die Transvaalstaaten englisch werden. Auch dadurch wird ein Argument gegen die Flottenvorlage geliefert. Wenn eine Gefahr für die deutschen Interessen bestände, dann wäre es ja unbegreiflich, wenn das Auswärtige Amt und eine andre Stelle sich fortgesetzt in Zustimmungsund Freundschaftserklärungen für England ergehen. †) Marktpreise von Berlin am 5. Juni 1900 D.-tr. 15,25 Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Hammelfleisch Butter 2,20 1,20 8,-6, mittel gering 1,60 1,20 " 1,20 1, " " 15,15 15,14 " " 1,60 1, mittel " " gering 15,13 15,12 15,11 15,10 Kalbfleisch " 1,60 1, 1,60 1, " " Gerfie, gut 14,80 14,30 2,60 2, " " mittel gering 14,20 13,70 Gier 60 sind 3,20 " 2,20 " " mittel gering 13,60 13,10 15,80 15,40 15,30 14,90 14,80 14,40 Starpfen 1 kg Aale 2,80 1,40 " Bander Hechte 2,60 1, " " 2,40 1,20 7, Barsche 1,80 0,80 " 10,50 6,50 Schleie 3,-1,20 " 40, 25, 45,- 25, 70,- 30, Bleie Strebse 1,40 0,80 per Shot 12,- 3, tt) Hafer, gut Richtstroh Hen Erbfen Linsen *) ab Boden Victoria- Speicher. †) ab Bahn und frei Wagen.+) frei Wagen und ab Bahn. Daß der Abg. Gröber den Versuch machen würde, seinen Fraktionsgenossen, den Abg. Müller- Fulda als Referenten gegen meinen Vorwurf in Schutz zu nehmen, hatte ich erwartet. Ob es ihm aber geglückt ist, ist eine andre Frage. Wenn er auf seine Berichte als Referent der Budgetkommission bei Militärvorlagen hin gewiesen hat, so besteht der Unterschied darin, daß es sich da um fortgesette Neuforderungen innerhalb der alten Heeres: organisation handelt, während es sich hier um ein ganz neue Bahnen eröffnendes Gesetz handelt. Gerade weil es sich mt etwas ganz Neues handelte, wäre ein längerer Bericht über die Kommissionsverhandlungen am Plage gewesen Herr Gröber hat mir dann vorgehalten, daß ich im Februar eine andre Meinung von der Rede Schädlers gehabt hätte als jetzt. Ich habe damals nur der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß das Centrum mit sich handeln Lassen und schließlich einen kleinen Teil bewilligen würde. Daß es aber schließlich fünf Sechstel bewilligen würde, das habe ich aus der Rede des Herrn Schädler nicht herausgelesen und es ist interessant, daß gerade der Abg. Stöcker heute hier fehlt, wie überhaupt viele der Herren, die vor zwei Jahren gegen die Flottenvorlage gestimmt haben, heute hier nicht anwesend find. Ich halte das für keinen Zufall, sondern finde das Fernbleiben dieser Herren ganz erklärlich. Was nun die von Herrn Produktenmarkt vom 6. Juni. Getreide. Am Frühmarkt war das Gröber citierte Haltung der Centrumspresse anbelangt, so Angebot taum nennenswert, während die Kaufaufträge für Brotgetreide, tonstatiere ich, daß sich diese Presse bis Mitte Dezember sowie für Mehl recht ansehnlich gewesen sein sollen. Die bereits gestern aus strikte ablehnend verhalten hat. Erst als die Fraktion in der StomSachsen und Thüringen vorliegenden Ordres für baldige Lieferung fonnten miffion die Dedungsfrage in den Vordergrund schob, hat die Presse nur zu einem Teile befriedigt werden. Im Mittagsverkehr erhielt sich die feste Tendenz. Die Nachrichten vom Auslande lassen erkennen, daß man eingeschwenkt. Auf die Dauer kann ja auch eine Presse nicht gegen auch dort nach den bisherigen Saatenstandsberichten trotz größerer Anbaudie Fraktion kämpfen. Freilich nicht alle Centrumsblätter sind flächen doch eine fleinere Ernte in diesem Jahre vermutet, und zwar gilt flottenfreundlich geworden, die rheinische Volksstimme" z. B. dies für Weizen wie für Roggen. Im Anfang des heutigen Verkehrs war berharrt noch heute in ihrer ablehnenden Haltung. Also besonders Roggen beachtet, später zeigte sich auch größere Staufluft für die Fraktion hat die Haltung der Presse beeinflußt, Weizen. Hervorzuheben ist, daß namentlich Herbstlieferung bevorzugt und nicht die Presse die höher war. Haltung der Fraktion. Das Roggen erhöhte sich für nahe Lieferung um etwa 3/4 M., für Etatsrecht sehe ich durch die Vorlage nicht gewahrt. Ich Ich muß mein Bedauern darüber aussprechen, daß die Ab- Serbstlieferung um etwa 13 W., Weizen ca. 1 M. höher. Hafer ebenfalls stehe hier auf dem Standpunkt des Abg. Richter, der wohl in dieser geordneten Bebel und Richter die Bejagung der Torpedoboote feit auf gute Nachfrage, namentlich befte Qualität begehrt. Nüböl auf Baris und auf günstige Saatenstandsberichte abgeschwächt. Spiritus nach Frage als hervorragendste Autorität hier im Hause zu gelten hat.( Heiterkeit links) in dieser Weise besprochen und die rheinländische wie vor unverändert; loco 70er 49,80 M. Gerade weil die Dedungsfrage mit dem Flottengesetz verknüpft Bevölkerung auf das schwerste verlegt haben.( Lebhafter Widerspruch Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 6. Juni 1900. Amts worden ist, hat sich der Reichstag der Regierung vollständig aus: lints.) Am Rheinstrome haben tausende deutsche Männer, nicht licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 515 Rinder, geliefert. Beim§ 6 werde ich noch nachweisen, daß die Ver- Schuljungen, die dem Barnum nachlaufen, und auch Tausende 2312 Kälber, 813 Schafe, 8251 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Phund sprechungen des Centrums bezüglich der Deckung in feiner Weise von Arbeitern( Oh! Oh! bei den Socialdemokraten) lebhafte, oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund durch die in der Kommission acceptierten Deckungsvorschläge erfüllt herzliche Freude beim Anblick der Schiffe empfunden.( Lachen in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten worden. Ich werde an dem Wortlaut der Schädlerschen links.) Die Industriearbeiter am Rheine wissen, daß bei Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut Rede selbst nachweisen, daß zu den Kosten der Flotten- der Verteilung der neuen Weltmärkte eine starke Flotte auch genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00–00. Bullen: verstärkung die Centrumswähler und gerade die Aermften in ihrem Interesse liegt. Ich protestiere dagegen, daß die rheinischen a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere beitragen müssen, was im Widerspruch zu dem Centrums Männer, die in warmer Begeisterung unsre Matrosen aufgenommen und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 00-00. Färfen und programm steht. Vom Centrum haben wir heute dieselben haben( große Heiterkeit links), mit Schuljungen verglichen werden. ühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Gründe für die Flottenvorlage gehört, wie sie früher für Heeres-( Bravo! bei den Nationalliberalen, im Centrum und rechts.) b) vollfleischige, ausgemästete Stühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren verstärkungen von den Konservativen und Nationalliberalen gegen Abg. Graf Arnim( Rp.): Ich protestiere( große Heiterkeit links) 00-00; c) aliere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere das Centrum angeführt worden sind. Das kommt davon, wenn man gegen die Behauptung, daß der Anblick wilder Tiere am Rhein Rühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 00-00; e) gering genährte Kühe und Färjen 00-00. Kälber: a) feinste Masts fich erst auf die abschüssige Bahn des Militarismus begiebt. Benselben Enthusiasmus erregt, wie der Anblick deutscher Matrosen. tálber( Bollmilchmast) und beste Saugtälber 72-75, b) mittlere Mastfälber Wiederholt ist mein französischer Genosse Millerand hier in die( Bravo! rechts. Lachen links.) Auch muß ich Excellenz Millerand und gute augfälber 64-68, c) geringe Saugtälber 52-58, d) ältere, gering Debatte gezogen worden. Wir waren gar nicht darüber im Zweifel,( Heiterkeit bei den Socialdemokraten) in Schuß nehmen. Ich be- genährte( Freffer) 00-00. Schase: a) Mastlämmer und jfingere Mastdaß nachdem Millerand in ein bürgerliches Ministerium eingetreten greife nicht, weshalb Herr Bebel seinem Kollegen so wenig Selbst- hammel 62-65, b) ältere Masthammel 56-60, c) mäßig genährte ist, er alle die bösen Dinge mitmachen würde, die ihm jezt nachgesagt ständigkeit zutraut. Hammel und Schafe( Merzschafe) 51-55, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren werden.( Große Heiterkeit.) Aber ich verbitte mir ganz entschieden, daß Rassen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1% Jahren 46, das, was Millerand in Frankreich thut, uns hier sozusagen in die b) Stäjer 00-00, c) fleischige 44-45, d) gering entwidette 41-43, Schuhe geschoben wird. Wir haben uns, soweit wir gefragt worden sind, e) Sauen 38-40. Statt jeder besondren Meldung. Tochter " Heute wurde uns eine prächtige Typographia. 22/19 Heute( Donnerstag) 9 Uhr: Uebungstunde. Jeannette Schwerin" geboren. Fabrikbefizer Eduard Schwerin und Sonntagvormittag 10 Uhr: Frau Klara, geb. Schröder, Probe im Cirkus Schumann, Schmidstr. 29. Todes Anzeige. 65/15 Den Mitgliedern des Kranken- 46712* Unterstützungs- und Begräbnis- Vereins der Bauund gewerblichen HilfsEingang Karlstrasse. Der Vorstand. Prima harte 110 fe a pfo. 110fg. Schlackwurst halbhart a Pfd. 85 arbeiter Berlins hiermit zur Schinkeniv., prima hart 95 Kenntnis, daß unser langjähriges Mitglied [ 37/4 August Herbrich am Montag, den 4. b. M., verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, den 7., nachmittags 4 Uhr, bon der Halle des Michaelis- Kirch hofes Hermannstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Genossen, sorie dem Wahlverein des 6. Berliner Seichstags Wahlkreises und dem Gefangverein Unverzagt für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Restaurateurs Carl Gaede, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Manaffe ant Grabe des Dahingefchiedenen meinen herzlichsten Dant. 1366b Frau Gaede und Kinder. Herzliche Danksagung allen Kollegen und Meistern, sowie Vercinen, auch allen Leidtragenden, bie meinem mir so früh entriffenen Ehemann bei seiner Beerdigung am 2. Juni cr. die letzte Ehre erwiesen; ebenso für die fostbaren Kranzspenden fage meinen tiefgefühlten Dank. 13676 Die trauernde Witwe Friederike Steinbrück, zugleich im Namen der Kinder. Danksagung dem Vorstand und allen Kollegen ber Filiale Berlin des Unterstügungspereins der Kupferschmiede Deutschlands für das Beileid und den Kranz, mit dem sie uniren lieben Entel und Neffen Otto Schulz beehrt haben. Im Namen der Hinterbliebenen.[ 1371b Georg Müller, Drechsler aus Boppard a. Mh., wird gebeten, feinem Schwager Clemens Speck, hiesigeSchlach tung, mager bei 5 Pfd. fett, Landschinken, opr. echt " 65 " " 60 " 55 " " " 90 Köpnider: J. Striepling, trafe 163. II. Geschäft: Invalidenstr. 147. Roh- Tabak. Mittwoch, 6. Juni, eröffne Berlin, Auguststraße 36, eine Rohtabat Handlung. Jedes Quantum wird verkauft zu den billigsten Preisen.[* E. Erbe, Berlin, Auguststraße 36. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, 1. Behandlung aller Haut, Harus und Blasenleiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag teine Sprechstunde. Bei Vorzeigung ber Verbandskarte 10 Proz. Natur- Heilverfahren. Haut, Haru- u. 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Antrag auf Anstellung eines Beamten. 3. Antrag auf Anstellung des Gauvorstehers. Regelung der Extrabeiträge. 90/1 Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Bäcker! Heute, Donnerstag, den 7. Jnni cr., nachmittags 3/2 Uhr: Große öffentl. Versammlung bet Keller, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: 1. Bekanntgabe des Resultats der eingelaufenen Bewilligungen, und welche Schritte gedenten wir nunmehr zu thun? Referent: Kollege Schneider. 2. Verschiedenes. Wir bitten die Kollegen, die Streiffondskarten mitzubringen. Solche, 13476 wie auch Streifmarken sind am Eingange erhältlich. Mit Brudergruß Die Lohnkommission. Achtung, Maurer! Freitag, den 8. Juni, abends 8 Uhr: General- Versammlung aller zum Streifgebiet Berlin und Umgegend gehörigen Mitglieder des Centralverbands der Maurer Deutschlands im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen H. Po etsch über: Die Stellung der Gewerks schaftsbewegung zur Politit. 2. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Die wichtige Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. Arbeits- Bekleidung 4070L* für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friſeure. En gros- Detail. D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Achtung! Kupferschmiede. Achtung! Stereotypeure, Wir machen auf den Beschluß der allgemeinen Kupferschmitebe- Ber: Galvanoplastiker fammlung vom 10. Mai aufmerksam, welcher lautet: Alle Kupferschmiede, die am Sonnabend, den 9. Juni d. J., nicht 47 Bf. Stundenlohn erhalten, haben die Arbeit niederzulegen und sich am Sonntag, den 10. Juni, vormittags 10 Uhr zur Kontrolle, Weinstr. 11, bei Feind einzufinden. 13626 Ausgeschlossen sind nur diejenigen, welche noch nicht 1 Jahr Gefelle sind. Der Vorstand der Filiale Berlin. Rixdorf. engagiert sofort Wo ist der schönste Garten? 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Achtung, Drechsler! 89,$ Nr. 129. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 7. Juni 1900. Zweiter Kongreß der chriftlichen Gewerkschaften Deutschlands. zusammengehören. Wenn die ſocialiſtiſchen Führer es unterlassen, ordnung, sowie über die Entlohnung der im Hauſe ſtationierten Frankfurt a. M., 5. Juni. Am Sonntag wurde hier im Saale des Kompostellhofes der zweite Kongreß der christlichen Gewerkschaften Deutschlands eröffnet. Brust vom Gewerkverein der christlichen Bergarbeiter wurde zum ersten, Ellertamp vom Gewerkverein der lippischen Ziegler zum zweiten Vorsitzenden, die Herren Blaz Grünstadt und Neumayer Stuttgart zu Schriftführern gewählt. Der erste Tag wurde mit der Konstituierung des Kongresses, der Wahl des Bureaus und der Festsetzung der Geschäftsordnung ausgefüllt. = Weiter wird beschlossen, die Frage der einheitlichen Leitung, Sekretär und Verbandsorgan einer fünfgliedrigen Kommission zu überweisen, die morgen Bericht erstatten, worauf dann der Kongreß beschließen soll. Kommunales. Ebenso ist Pesch Krefeld der Meinung, daß alle Arbeiter über die ungenügende Schlafgelegenheit, über die scharfe Hausdie Gewerkschaften als Mittel für ihre politischen Zwecke anzusehen, Verkäuferinnen; von einer Kassiererin wird mitgeteilt, daß sie mit dann dürfen wir uns zu gemeinsamem Bunde die Hand reichen, 21 M. Monatsgehalt eingetreten sei und es nach 1/2 Jahren auf dann ist auch die Frage der christlichen Gewerkschaften für uns er- 371/2 M. gebracht habe. Eine eigentümliche Bewandtnis hat es ledigt. mit dem Prämiensystem in dem genannten Geschäft. Es wird beschlossen, die Frage der paritätischen Gewerkschaften Die auf einige Mart lautenden Prämienscheine werden ausheute nicht zu erörtern, sondern sie morgen als letzten Punkt der gegeben an Verkäuferinnen, die sich besonders angestrengt haben; Tagesordnung gesondert zu behandeln. von einem Anrecht auf den Geldbetrag, worauf der Schein lautet, ist aber keine Rede, die Auszahlung liegt vielmehr völlig im Belieben des Herrn Tamaschte. Abzüge oder gänzliche Streichung der Prämien stellt dieser Herr u. a. in Aussicht, wenn jemand in seinen Am Montag wurde in die eigentliche Tagesordnung eingetreten. Leistungen nachläßt, wenn sich jemand durch schlechtes Ueber den Stand und die Entwickelung der christBetragen mißliebig macht oder schlechten Einfluß auf seine Lichen Gewerkschaften referierte Brust- Altenessen. Danach Genoffen ausübt, weiter wörtlich: wenn der Abgang aus dem giebt es gegenwärtig folgende auf christlicher Grundlage organisierte Geschäft ohne mein Einverständnis erfolgt; das heißt also, Berufsvereinigungen: Gewerkverein christlicher Bergarbeiter mit In der gestrigen Sitzung der städtischen Hochbau- Deputa- wenn die Neubesetzung der betreffenden Stellung zu dieser Zeit für 25 500 Mitgliedern, Berg- Eisen- Metallarbeiter des Siegerlandes tion standen fünf Entwürfe des Stadtbaurat Hoffmann zur Beratung. mich nachteilig oder störend ist, wenn mehrere nach Ver11 500, Steinarbeiter im Siebengebirge 500, Niederrheinische Textil- Dieselben betrafen den Vorentwurf zum neuen Verabredung zu gleicher Zeit fündigen." arbeiter( Krefeld), 8500, Textilarbeiter M.- Gladbach 6000, Textil- waltungsgebäude, einen speciellen Entwurf zu einer Turn- Thatsächlich ist neuerdings einer Verkäuferin die Auszahlung arbeiter Machen 2900, Textilarbeiter Bocholt 1500, Tertilarbeiter halle für das Gymnasium zum grauen Kloster, von 42 M. Prämien verweigert worden, weil von einer Aufseherin Düren 790, Textilarbeiter Eupen 780, Ziegler Lippe 4025, Metall- den speciellen Entwurf zum Leichenhaus des vierten deren Chef Hinterbracht worden war, daß die in Betracht kommende arbeiter Deutschlands 4000, Blei, Bints, chemische Arbeiter Krankenhauses, den speciellen Entwurf zum Verwaltungs- Dame sich über die lange Arbeitszeit beklagt hatte und sie dann ( Stolberg) 1900, Bauhandwerker( M. Gladbach) 600, Christliche gebäude des Krantenhaufes Moabit, den Entwurf nicht auf das Verlangen eingehen wollte, ohne Kündigung das Maurer Deutschlands 4200, Gerberei- Arbeiter( Siegen) 300, Badische zum Feuerwehrdenkmal auf dem Mariannenplag. Sämt- Geschäft zu verlassen. In diesem Fall hat der Verband sich der Eisenbahnarbeiter 6240, Württembergische Eisenbahnarbeiter 5230, liche Entwürfe hat die Deputation einstimmig genehmigt. Geschädigten angenommen. Gewerkschaftstartell Württembergs 1194, Holzarbeiter Deutschlands 2300 Tabalarbeiter Geldern 800, Arbeiterschutz Freiburg 400, Schuhmacher Frankfurt a. M. 15, Schuh- und Lederindustrie der Pfalz 500, Thongruben- Arbeiter Pfalz 75, Schuhmacher Köln 35, Fuhrwerker Würzburg 100, Schneider Würzburg 30, Arbeiterschus München 2420, Settion der Schneider München 85, Sektion der Schneider Arbeiterschutz Berlin 50, Sauerländische Metallarbeiter 2100. auf dem Kongreß vertreten, und zwar durch 63 Delegierte. Nicht vertreten sind der Verband deutscher Eisenbahner( Trier) mit 25 650 Mitgliedern, bayrische Eisenbahner 25 000, bayrische Textilarbeiter 2600, Textilarbeiterinnen Aachen 300, Eupen 300, Wipperfürth 130, Uhrenindustrie Dillingen 520, Chriftlicher Arbeiterverein Gegenseitige Hülfe"( Beuthen) 13 000, Arbeiterschutzvereine Berlin 300, Regensburg 300, Amberg 200, Augsburg 360, Schuhmacher Düssel dorf 200. Das sind 13 Gewerkschaften mit 68 480 Mitgliedern, so daß die Gesamtzahl der auf christlicher Grundlage organisierten Arbeiter 152 615 beträgt. ( 1870) hat sich an den Magistrat mit dem Gesuch um Ein Egidyfchen Anschauungen nachstrebenden Zeitschrift Ernstes Wollen" Der Verein der Berliner Kaufleute der Kolonialwarenbranche Ueber das Gewerkschaftshaus bringt Wilhelm Spohr in der richtung einer obligatorischen Fortbildungseinen Artikel, der den Gedanken enthält, daß„ kein Künstler oder schule mit Tagesunterricht gewendet. In der städtischen Schul- Denter es verschmähen sollte, feine Kraft anzubieten, wo deputation, welche sich in ihrer heutigen Sigung mit dieser An- heimlich oder laut so viele nach Bildung und Schönheit schreien". weiser Besuch einer solchen Schule nur durch ein Ortsstatut herbei- finden. Schon sehen wir, wie allein aus Dankbarkeit für die Begelegenheit beschäftigte, wurde darauf hingewiesen, daß ein zwangs- Diese Anregung wird unfehlbar in Künstlerkreisen Beachtung geführt werden könnte und müßte in Ermangelung eines solchen feitigung der lex Heinze Maler und Bildhauer sich drängen, das das Gesuch daher ohne Rücksicht gelassen werden. Indessen soll dem Haus der Arbeiter mit Kunstwerken von ungeahnter Schönheit zu Berein in seiner Bestrebung nach dieser Richtung jedmögliche Unter- schmiden. m ſtügung zu teil werden. stügung zu teil werden. In der Herberge des Gewerkschaftshauses haben vom Herr Stadtrat Münsterberg hatte, wie wir fürzlich mit- 7. April, dem Eröffnungstage, bis einschließlich 31. April 931 Zuteilten, das Amt eines Preisrichters für die Pariser Ausstellung mit gereiste 1934 mal übernachtet. Bäder wurden 980 verabreicht. Rücksicht auf seine Amtsgeschäfte abgelehnt. Inzwischen ist eine er- Dreißig Zugereifte wurden unentgeltlich gereinigt. neute Aufforderung an ihn herangetreten, das Amt zu übernehmen; er ist hierbei als Vicepräsident in Aussicht genommen. Herr Stadtrat Münsterberg hat sich nunmehr entschlossen, der Aufforderung nach zukommen und ist heute nach Paris abgereist. Tokales. " Strede von dem Jsraelschen Geschäfthaus bis zur Ecke der PostDie Verbreiterung der Königstraße wird auf der ganzen straße noch in diesem Jahre ausgeführt werden. Am 1. Oktober ebon Brust konstatiert ein erfreuliches Wachstum der christlichen Gewerkschaftsbewegung. Es sind im verflossenen Jahre neben den werden die Häuser Königstraße 10, 9, 8, 7, sowie das Eckhaus Postbestehenden Centralverbänden der Bergleute und Ziegler noch ge straße 31 geräumt und, mit Ausnahme des fast noch neuen Hintergründet worden die Centralverbände der Metallarbeiter, Holzarbeiter hanses von Königstraße 7, abgebrochen. Die Grundstücke Königund Cigarrenarbeiter; es sind Centralverbände in Aussicht genommen straße 7 und 10 sind freihändig durch die Stadt angekauft, von 8 für die Schuhmacher, die Schneider und Metzger. Beust tadelt Aus dem Reiche der Großen Berliner". und 9 sind nur die zur Straßenverbreiterung erforderlichen Flächen die Gründung von Totalen Sonderorganisationen; auf dem ersten Schon unmittelbar nach Beendigung des Streiks ist von der enteignet worden. Dem Grundstück Poststraße 31, das dem fran Stongreß der christlichen Gewerkschaften in Mainz seien die Central- Gründung eines befonderen Vereins der Straßenbahnzösischen Waisenhause gehört, wird für die als Straßenland überverbände als die richtige Organisationsform beschlossen worden; dem Angestellten die Rede gewefen. Der Plan hat jest greifbare laffene Fläche ohne weitere Barentschädigung ein Streifen des dürfe nicht entgegengehandelt werden, und er bitte den Kongres. Gestalt angenommen. Gegenwärtig fursiert unter dem Personal Nachbargrundstücks Königstraße 7 zugelegt. Stellung dazu zu nehmen, daß trotz des Mainzer Beschlusses für der Großen Berliner" ein Aufruf zur Gründung eines Pfingsten wurde in den Laubenkolonien rings um Berlin Berufe, die bereits central organisiert seien, vielfach noch Sonder Vereins der Angestellten der Großen Berliner an den Feiertagen bei dem herrlichen Wetter diesmal ganz besonders organisationen gegründet worden seien. Der Redner kommt auf die Straßenbahn". Unterzeichnet ist der Aufruf von einer festlich begangen. In den größeren Ansiedelungen, in denen es nicht Vorgänge im Wurmrevier zu sprechen; als er dort den Gewerk- Anzahl besser gestellter Beamten. der" Großen Berliner" an einem gemeinsamen Fest- und Tanzplaz nebst einer verein christlicher Bergleute eingeführt habe, ici man von Aachen sowie von Schaffnern und Kutschern, die während des Ratslaube" mangelt, waren prächtig geschmückte Pfingstbäume aus mit einer speciell für das Wurmrevier berechneten Organisation Streits als Arbeitswillige thätig waren. Die Vereins aufgerichtet worden, unter denen es bis in die sinkende Nacht gar ihm dazwischen gefahren. Solchen Sonderbestrebungen müsse der gründer sagen in ihrem Aufruf, daß der Verein Vater heiter zuging. In der Ratslaube rauchten die Transvaal- und Kongreß durch einen Beschluß vorbeugen. Er schlage folgende Re- landsliebe, Geselligkeit und Stollegialität pflegen sowie die Oranjefreistaat- Boeren" mit den„ Kaptolonisten" die Friedenspfeife, folution vor: allgemeine Berufsbildung der Angestellten fördern soll. Auch die und bei der perlenden Weißen wurden die schwebenden GrenzDer zweite Kongreß der christlichen Gewerkschaften Deutschlands fördernde Unterstützung der Direktion" haben fich streitigkeiten geregelt und ferneres freundnachbarliches Einverhält fest an den Beschlüssen des ersten Kongresses bezüglich der die Verbreiter des Aufrufs gesichert. Hieraus ersicht man ohne nehmen verabredet. Besonders originell ging es in den Centralisation der christlichen Gewerkschaften, wobei den damals be- weiteres, welchen Charakter der neu zu gründende Verein haben Laubeustädten am Treptower Part zu. Die Kinder, welche stehenden Lokalverbänden für einzelne Berufe sowie auch den Vereinen wird. Die fördernde Unterstützung", welche die Direktion dem noch während der Ostertage Boeren und Engländer" gespielt hatten, " Arbeiterschutz" der breiteste Spielraum gelassen wurde. Die Unternehmen schon vor seiner Geburt zugesichert hat, spricht dafür, vereinigten sich zu einem Festzuge, der sich durch die verschiedenen Centralisation der Gewerkschaften hat im letzten Jahre gute Fort- daß die Direktion selber der Vater des Kindes ist, das dem Kolonien bewegte und schließlich am Pfingstbaum des größten Fest schritte gemacht und soll damit auch in Zukunft fortgefahren nächst das Licht der Welt erblicken soll, und das die Aufgabe hat, dereinst plates aufmarschierte, wo bei Mufitbegleitung Boltslieder gesungen werden. Wo in Ländern schon Centralorganisationen für bestimmte die gewertschaftliche Organisation der Straßenbahn- Angestellten wurden und eine Bewirtung mit Pfingsttuchen stattfand. Stürmische Berufe bestehen, sind diesen die Arbeiter zuzuführen und keine spielend und tändelnd zu verdrängen. Auch andre Thatsachen be- Heiterkeit erregte ein Aufzug der" Menagerie von Barnum Sonderorganisationen mehr zulässig. Wo solche doch noch nach dem ſtätigen diese Annahme. Es ist die bekannte Unternehmermanier, welche in u. Bailey". Es fehlte weder an" Elefanten" noch an„ Damen ersten Kongreß gegründet wurden, sind sie von dem Verbande der diesem Fall wieder einmal ihre Wirkung ausüben soll: Man fucht mit Vollbärten"; Jongleure und Tättowierte, selbst der Knabe mit chriftlichen Gewerkschaften Deutschlands und dessen Kongressen aus- durch Gründung eines Vergnügungsvereins die Arbeiter dem Hundekopf und der Feuerfreffer waren vertreten. Der Aufzug zuschließen." von den ernsten Bestrebungen zur Verbesserung ihrer wirtschaft- fand solchen Beifall, daß er am zweiten Feiertag wiederholt werden Hieran schließt sich eine umfangreiche Diskussion. Alle Redner lichen Lage abzulenten. Es wird abzuwarten sein, ob es der Direktion mußte. Dieser Zug artete aber in ein Wettrennen nach den schüßenden erklären sich grundsäßlich für die centrale Organisation. Die Ver- der Großen Berliner" gelingen wird, ihre Angestellten durch dieses Lauben aus, als das himmlische Naß in Strömen herabkam. treter aus Württemberg bitten um Nachsicht, wenn sie mit Rücksicht Mittel dem Verband der Handels, Transport- und auf die eigenartigen Verhältnisse ihres Landes ihre Organisation Verkehrsarbeiter zu entfremden. Anzunehmen ist es nicht. vorläufig noch auf Württemberg beschränken, ihr Streben sei, der wenn man bedenkt, daß die Angestellten bis jetzt fest und unCentralorganisation zur allgemeinen Anerkennung zu verhelfen. erschütterlich zu ihrer gewerkschaftlichen Organisation halten, denn Die Resolution Brust wurde einstimmig angenommen. sie wissen sehr wohl, daß sie das, was sie durch ihren Streit erreicht Vor Beginn der Verhandlungen hatten die Vertreter der haben, einzig und allein dieser Organisation zu danken haben, aber Zegtilarbeiter organisationen getagt und folgenden Beschluß nicht der" fördernden Unterſtügung" der Direktion. Ein großer gefaßt:„ Die Neugründung von selbständigen christlichen Textil- Teil der Angestellten wird wohl, dem Druck von oben, aber nicht arbeiter Verbänden ist möglichst zu vermeiden, vielmehr der dem eignen Triebe folgend, dem von der Direktion ins Leben geAnschluß ant die bestehenden Berbände entsprechend den rufenen Verein beitreten, ohne aber gleichzeitig der Ge Landesverhältnissen zu suchen. Wo sich neue Verbände bilden, wertschaft den Rücken zu kehren. Mit dieser wird find sie gehalten, sich der Centralorganisation anzuschließen. Die die Direktion der Großen Berliner" auch in Zukunft zu rechnen in einem dem Leseplas benachbarten Lokal den Arbeitsuchenden Bersammlung beauftragt eine Sommission mit der Ausarbeitung haben. eines einheitlichen Statuts für die Centralisation der christlichen Tertilarbeiter- Verbände." " " Straßen Lesezirtel". Eine Korrespondenz meldet darüber: Eine neue Erscheinung in Berlin sind fliegende Bereits gegen 5 Uhr morgens eilt ein findiger Straßenhändler nebst seinen Familienangehörigen und einigen gegen Lohn arbeitenden Beuten nach den verschiedenen Arbeitervierteln, wo an einer passenden Stelle, meist nahe den Bänken einer Schmuckanlage, Aufstellung genommen wird. Die„ Lesegäste", ausschließlich Stellensuchende, ent richten 5 Bf., wofür ihnen ein Heft zur Durchsicht an Ort und Stelle" geliehen wird, das den Arbeitsnachweis der Berliner Zeitungen und vieler Fachblätter enthält. Das Geschäft läßt sich so gut an, daß die Händler sich sogar von Schreibtundigen" begleiten laffen, die gleich die Offerten schreiben. Gegen 7 Uhr früh ist das Geschäft zu Ende. Die Lesegäste zerstreuen sich, die Händler aber verkaufen nun ihre Hefte und Zeitungen an gewisse Gastwirte, deren Stammpublikum erst zu späterer Stunde erscheint. vormittag gegen 11 Uhr zu Charlottenburg an der neuen dem Verfehr noch nicht übergebenen Spreebrücke der acht Jahr alte Willy Baner, Sohn des Schankwirts Bauer, Schulstr. 17 wohnhaft. Er spielte mit seinem sechs Jahre alten Bruder Friz am nördlichen Ufer der Spree. Hierbei glitt er die dort ziemlich steil abfallende gemauerte Böschung hinab, wurde von der Strömning fortgeriffen und ging bald unter. Obgleich der Knabe bald von Schiffern aufgefunden wurde, war er doch schon eine Leiche. Reichsgericht an. Im Mordprozeß Gönczi steht am 12. Juni Termin vor dem Die Kontrolle des Schulbefuchs wird seit dem Schuljahre Bum zweiten Bunkt der Tagesordnung: Ausbau der 1897/98 bekanntlich in der Weise gehandhabt, daß bei Schulriftlichen Gewertschaften, referiert GIIertamp vom verfäumnissen die Strafanträge von der Schuldeputation gestellt, die Verband der lippischen Ziegler. Es handelt sich hierbei um die Strafen aber vom Polizeipräsidium festgesetzt und vollstreckt werden. Den Tod in den Wellen der Spree gefunden hat gestern Schaffung einer einheitlichen Leitung der christlichen Gewerkschaften, Aus 1897/98 ist über Zahl und Höhe der auf Grund dieser Beähnlich der Generalfommiffion der freien Gewerkschaften, um ſtimmung verhängten Strafen nichts veröffentlicht worden; übrigens die Anstellung eines besoldeten Sekretärs und die Einführung fonnte das neue Verfahren auch erst vom zweiten Halbjahr ab in vollem eines Verbandsorgans. Der Referent legt eingehend die Notwendige Umfange angewendet werden. Im Schuljahre 1898/99 stellte die Schulkeit und die Aufgaben einer einheitlichen Leitung dar, er will, wie deputation 10 990 Strafanträge. Davon wurden 10078 noch vor Ablauf des die chriftlichen Gewerkschaften in Süddeutschland sich zu einem Jahres erledigt, und zwar 7526 durch Zahlung von Geldstrafen, Kartell zusammen geschlossen haben, einen solchen Zusammenschluß 2113 durch Verbüßung von Haft und mir 266 durch gerichtliche Freiauch für Norddeutschland. Dem wird von andrer Seite entgegen ge- iprechung( außerdem 105 durch Verjährung und 63 durch Tod). Die halten, daß nicht für den Norden und den Süden gesonderte Summe der verhängten Geldstrafen belief sich auf 12 273 M. Davon Leitungen bestehen dürften, sondern daß die Leitung einheitlich für wurden 9952 W. gezahlt, während 2321 M. durch Haft von zusammen ganz Deutschland sein müsse. 1036 Tagen ersetzt wurden. Die Vergleichung dieser Zahlen mit den jenigen der früheren Jahre wird dadurch erschwert, daß die Behandlung In den Gerichtssaal wurde gestern, Mittwochvormittag, die der Schulversäumnissachen jezt eben eine ganz andre als früher ist. Unfallstation in der Flensburgerstraße zur Hilfeleistung gerufen. Immerhin verdient es Beachtung, daß z. B. im Schuljahre 1896/97, Gine Witwe Zimmermann aus der Friedrich Karlstr. 28 zu dem letzten vor Einführung des neuen Verfahrens, von der Schul- Friedrichsberg hatte sich im Saal 31 des Kriminalgerichts zu Moabit deputation nur 5718 Strafen verfügt wurden. Im ganzen waren, wegen Beleidigung eines Friedrichsberger Amtsdieners zu vermit den Reſten aus dem Vorjahre, 6661 Versäumnissachen zu er- antworten. Die Frau hatte erst vor drei Tagen das Krankenhaus, in ledigen. Erledigt wurden davon 5123, und zwar 1696 durch Auf dem sie sechs Wochen lag, verlassen und war noch sehr schwach. Am bebung der Strafverfügung, 2848 durch Zahlung einer Geldstrafe Ende der Verhandlung befam fie einen Schwächeaufall, so daß die und nur 579 durch Verbüßung von Hast. Es ist bisher nicht be- Verkündigung des Urteils eine Weile ausgesetzt werden mußte. famt geworden, ob durch die rücksichtslose, Strenge, mit der Als ihr dann das Urteil mitgeteilt wurde, brach sie, obwohl das gegenwärtig in Schulversäumnissachen gegen die Eltern der Ge- Gericht nur auf die geringste Strafe von 3 M. erkannt hatte, ohnmeindeschulkinder vorgegangen wird, die Regelmäßigkeit des Schul- mächtig zusammen. Da fie nicht wieder zu sich fam, so wurde die Roth Stuttgart schneidet die Frage der„ paritätischen" Gewerk- besuchs erhöht worden ist. Unfallstation gerufen, deren Angestellte die Krante auf einer Bahre schaften an, die besonders von M.- Gladbach aus propagiert würden. Die Abhängigkeit mancher Verkäuferinnen kennzeichnet ein aus dem Saal und dem Gerichtsgebäude trugen und mit ihrem Er hält diesen Gedanken für verwerflich; damit gebe man die Grund- beachtenswerter Artikel im Handlungsgehilfen- Blatt." Das Organ Wagen nach dem St. Hedwigs- Krankenhause brachten. Ob es denn lage alles bisherigen Strebens auf. Die christlichen Gewerkschaften des Centralverbands der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch- nicht möglich gewesen ist, die auf jeden Fall aufregende Gerichtsfeien nicht eine bloße Aushilfe für eine gewisse Zeit, fie vertreten lands befaßt sich mit der bekannten Kolonialwarenhandlung von verhandlung auszusetzen, bis die Angeklagte sich in kräftigerer Vereine Weltanschauung, die ewig bestehen bleibe und von der aus es Karl Tamaschte und fördert da Zustände aus Licht, die man, fassung befand? feine Brüde gebe zu den socialistischen" Gewerkschaften.( Beifall ihre Richtigkeit vorausgesetzt, in Berlin nicht gut für möglich halten Mit dem Zweirad schwer verunglückt ist in der Nacht zu und Widerspruch.) sollte. Nach einer in dem Blatt veröffentlichten Statistit, die sich gestern ein Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt werden, Brust ist demgegenüber der Meinung, daß die paritätischen über den Monat März dieses Jahres erstrecte, ergiebt fich fonnte. Der Radler fuhr gegen 121/2 Uhr schnell durch die Seydelstraße, Organisationen das erstrebenswerte Ziel bleiben müßten; zuerst seien für die Verkäuferinnen des des Geschäfts, die Sonntagsarbeit stürzte vor dem Hause Nr. 3, flog mit dem Kopf gegen einen die Organisationen konfessionell gewesen, jegt sei man interfonfessionell mit fünf Stunden berechnet, eine wöchentliche Arbeitszeit von Laternenpfahl und blieb bewußtlos längere Zeit liegen, bis er und es werde auch soweit kommen, daß man nur eine Organi- 100%, 95, 93, 971/2 Stunden, für die Wochentage aber eine tägliche endlich von einem Schußmann des 40. Reviers mit einem Koppschen fation für alle Arbeiter kenne. Arbeitszeit von durchschnittlich 151/2 Stunden. Sehr geklagt wird Rettungswagen nach der Charité gebracht wurde. Hier ist er noch " Aus der umfangreichen Diskussion sei folgendes hervorgehoben: Giesbarts M. Gladbach hält diese Frage für sehr wichtig. Sie werde auch die Probe dafür bilden, ob die Eisenbahner Verbände der Sache tren blieben. Denn die Errichtung einer einheitlichen Leitung, Sekretär, Verbandsorgan erfordern Opfer; da fei es mit dem bloßen Anschluß" nicht gethan. Er wisse wohl, daß die Eisenbahner nicht so unabhängig vorgehen könnten wie die andern Organisationen wegen ihrer Beziehung zu den Staatsbehörden; em sei es auch wohl zuzuschreiben, daß der bayrische und der preußische Verband( Trier) nicht hier vertreten feien, aber es fei gut, daß Klarheit geschaffen werde, wie weit man sich auf diese Organisationen verlassen könne. nicht wieder au fich gekommen. Name und Wohnung des Verunglüdten, der sich eine schwere Verlegung an der rechten Kopffeite zugezogen hat, sind daher noch nicht bekannt. Produto p " Aus den Nachbarorten. Adlershof. Heute ist in Adlershof bei Schmauser Diskussionsabend des Arbeiter- Bildungsvereins". " Gerichts- Beifung. " Sociales. Vermischtes. = wird der Köln. 8tg." berichtet: Das schöne Pfingstwetter hat die Die Saifon der Abstürze hat begonnen. Aus Wien, 5. Juni, üblichen Opfer getoftet; zwei Wiener Touristen, junge Leute, find beim Abstieg abgeftfirst, zwei andre, ein Herr und eine Dame, werden vernißt; da sie einen schwierigen Weg gewählt haben, dürften auch sie verunglückt sein. Ein Innsbruder Telegramm meldet, daß am Pfingstionntag am Treffauerspitz im Kaisergebirge ein 23jähriger Tourist Namens Scherer, der aus Berlin und Sohn eines Universitätsprofessors sein soll, abgestürzt sei und tot blieb. Die Leiche wurde nach Kufstein gebracht. Der bekannte Germanist Professor Wilhelm Scherer ist seit dem Jahre 1886 tot, seine Witwe lebt in Charlottenburg, der Berunglüdte ist deren Sohn, der Student Hermann Scherer. Ein umfangreicher Betrugsprozek nahm gestern vor der Ein sächsischer Fortbildungsschul- Verein ist, wie die„ Sächs. Der wegen Verdachts der Unterschlagung vor einiger Zeit in fiebenten Straftammer des Landgerichts I unter Borsiz des Land- Schul- 8tg." mitteilt, bor kurzem gegründet worden. Bwed der neuen Untersuchungshaft genommene Agent Hammer, hiesiger Vertreter gerichtsdirektors Voigt seinen Anfang. Die Verhandlung findet Vereinigung ist die Förderung des Fortbildungsschulwesens. Ueber der Straußfeder- Einfuhrfirma Rosenblum in Hamburg, ist, wie der wegen der großen Bahl der Zeugen im großen Schwurgerichtssaale die Erreichung dieses Zwecks gab Schuldirektor ache Leipzig u. a. Sonf." meldet, aus der Haft entlassen worden. Die Voruntersuchung statt. Angeklagt find die Agenten Wilh. Nedeter und John folgende interessante Darlegungen: Beffer als die von vielen Eltern soll für ihn ein günstiges Ergebnis gehabt haben. Harris, die Anflage vertritt Staatsanwalt Beed, die Ver- des Mittelstandes für Ausbildung ihrer Söhne oft bevorzugten RealAus der Strafanstalt zu Plögensee entwichen ist in der verteidigung führen die Rechtsanwälte Ballien I und Dr. Salpert fchulen feien gehobene Fortbildungsschulen( höhere geAus der Strafanstalt zu Plößensee entwichen ist in der ver- Es gangenen Woche der 27 Jahre alte Steinfeger Heinrich Hirte, der handelt sich um die Geschäftspraxis der Firma Redeter u. werbliche Fortbildungsschulen). Freilich bedürfe man dazu einer andren gangenen Woche der 27 Jahre alte Steinfeßer Heinrich Hirte, der Harris, größtes Vermittlungsbureau in Grund Unterrichtszeit( Tages stunden statt menſch hatte ein Liebesverhältnis mit, einent Mädchen aus der Lüds- und Geschäftsverfäufen, gegründet 1890". Man folle nicht wähnen, in allen biefen Beziehungen noch auf Adalbertstraße. Im Dezember v. J. traf er seine Geliebte mit einem Harris war bis Ende 1887 als Manufakturist in Hamburg thätig, der höhe der Zeit zu stehen. Gewiß ließe sich bei uns in dann ernährte er sich als Schreiber bei einem Hamburger Geschäfts- drei Fortbildungsschuljahren von je wöchentlich sechs andern in einer Wirtschaft und geriet so in Wut, daß er seinen makter, der wegen Betrugs nach demselben Muster, das jetzt der Anklage Stunden etwas Tüchtiges erreichen. Es sei eine Petition an Nebenbuhler mit einem Bierseidel schwer mißhandelte. Aus der zu Grunde liegt, verurteilt worden ist. Im Jahre 1890 tam Harris die Staatsregierung anzustreben, in welcher gebeten werde, Wohnung seiner Geliebten heraus verhaftet, wurde Hirte zu nach Berfin und begründete hier in der Jerufalemerstraße ein Makler- daß den Gemeinden, welche wöchentlich sechs Stunden Fortbildungs1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Eine andre Heldenthat brachte ihm noch ein Jahr Gefängnis ein. Der Entsprungene ist noch nicht geschäft für Grundstücks- und Geschäftsverkäufe, wobei er eine Bar- schulunterricht erteilen lassen, die Streichung des dritten wieder festgenommen. einlage von 2500 M. gemacht haben will. Redeker, der früher Fortbildungsschuljahres nicht mehr gestattet Kutscher auf Bauerngütern der Umgegend gewesen ist, war zuerst als werde, dafür aber denjenigen Gemeinden, welche wöchentlich sechs Im Karl Weiß- Theater ist das liebliche Pfingstfest mit einem Schreiber bei ihm thätig, trat aber 1892 als Gesellschafter mit einer Fortbildungsstunden bei dreijährigem Kursus erteilen lassen, eine großen amerikanischen Senſationsſtic finnig eingeleitet worden. Ginlage von 1000 m. bei ihm ein, und nun wurde die langvolle besondere Unterstützung seitens des Staates zu gewähren, Jenseits der grauen Wasserwüste tritt das Theater mit der Zeitungs Firma mit dem Sig in Berlin, Köllnischer Fischmarkt 2, eingetragen da ja fait 90 Prozent unsrer Bevölkerung die Fortbildungsschule bechronik der Morde und Unglücksfälle erfolgreich in Konkurrenz, und und urbi et orbi verkündet, daß ihr Geschäftstreis Berlin, die Vor- fuche. Die gefeßlichen Bestimmungen, die den Mädchen Forterfüllt seinen Zwed als moralische Besserungsanstalt dadurch, daß es orte und ganz Deutschland umfafie. Auf Grund zahlreicher gegen die bildungsunterricht(§ 14 Abs. 6) betreffen, will Redner dahin abben llebelthäter im legten Aft immer eines niederträchtigen Todes Angeklagten gerichteter Betrugsanzeigen wurden im Februar 1898 ihre geändert wissen, daß größeren Gemeinden die Möglichkeit geboten fterben läßt, nachdem der unanständige Mensch vorher einige eble sämtlichen Geschäftsbücher und Schriftstücke beschlagnahmt und mit werde, Mädchen- Fortbildungsschulen mit erhöhter Stundenzahl( 6 statt Leute sensationell umzubringen versucht hat. Wir entfimmen uns, allen Atten über die von den Angeklagten angeftrengten Civilprozeffe, nur 2 Stunden) zu begründen. einmal ein folches Stück gefehen zu haben, in welchem der beren 8ahl etwa 1100 beträgt, einen gerichtlichen Bücherrevisor zur in ber ben ten über 100 bebant, Befizer einer Sägemühle wie ein Brett auf einen Blod ge- Begutachtung vorgelegt. Die Ergebnisse diefer Prüfung liegen der schnallt und dann auf einen mechanischen Apparat langjam ber Antlage zu Grumbe. Die Kunden der Angeklagten bestanden der Kreissäge entgegengeschoben wurde, die ihn ehrlich in die Mitte ge- Hauptfache nach aus kleinen und Kleinsten Handelsleuten und teilt hätte, wenn nicht im Moment der höchsten Spannung Hilfe Gewerbetreibenden, fie wurden durch Hunderte von Juferaten auf gelommen wäre. Ganz so schlimm ist das neue Schauerstück m die Firma der Angeklagten aufmerksam gemacht und in dem Glauben Spieltisch des Lebens" nicht, aber ohne den Coup einer versezt, als hätten die lezteren Verbindungen über ganz Deutschland recht realistischen Bugentgleisung fommt das Publikum doch nicht und als ob bei ihnen täglich Nachfrage nach Geschäften, Fabriten, davon, und an andern guten Vorsägen des Helden, sich unter ordent- Grundstücken aller Art sei. Die Anklage aber behauptet, daß dies lichen Bürgersleuten möglichst unbeliebt zu machen, fehlt es ebenfalls durchaus nicht der Fall und die Hauptsache für die Angeklagten nicht. Herr Wach gab den Bösewicht mit aller erdenklichen Bosheit; gewesen sei, auf alle Fälle Geld von den Interessenten, die sich an zwei Rollen von freiwilliger Komik, die eines Negers und einer fie wandten, zu erlangen. Nach der Auffassung der Anklage braven Gärtnersfrau wurden wirkungsvoll von Herrn Frank und behörde ist die Vermittlerthätigkeit der Angeklagten eine ganz Frau Lid dargestellt. unbedeutende gewesen. Sie sahen die verschiedenen Zeitungen durch und lasen die einschlägigen Inserate. Denjenigen Personen, welche Geschäfte oder Grundstide faufen wollten, überfandien sie dann ihre Profpefte, in welchen sie sich ohne Kostenvorschuß" zum Nachweis folcher Geschäfte und Grundstücke erboten und auf die ihnen zur Aus Buenos- Aires, 5. Juni, wird gemeldet: Durch ein Der städtische Arbeitsnachweis in Schöneberg hatte für den Verfügung stehende große Auswahl, auf ihre Gewissenhaftigkeit zc. heute erschienenes Dekret wird die Beulenpest für erloschen erklärt. Verzollte... Flöhe. Das Genfer Bollamt hatte jüngst eine Monat Mai 103 Gesuche um Arbeit( 80 männliche und 28 weib- verwiesen. Zahlreiche Personen ließen sich denn auch durch die Bedie liche Personen) zu erledigen. Davon wurden 34 Personen( 12 männ- merkung ohne Kostenvorschuß" dazu überreden, einen Revers zu Sendung abgerichteter Flöhe zollamtlich zu tagieren. Da dem Beliche und 22 weibliche) in Arbeit genommen, 55 wurden gestrichen, unterschreiben, der nach Ansicht des Staatsamvalts dem Beamten die Entscheidung zu schwer fiel, fragte er in Bern bei der 13 auf den folgenden Monat übernommen. Offene Stellen truge Thür und Thor öffnete und den Angeklagten die Ge- höheren Instanz an, wo dann die Flöhe in die Rubrik" Menagerie" waren 107( 87 männliche, 70 weibliche gemeldet. Berlangt wurden recht ansehnliche Summen einzuheimfen. Der Revers sicherte legenheit bot, auch ohne jegliche jegliche Vermittelungsthätigkeit an die Seite der gefährlichsten Raubtiere verwiesen wurden. 120 mal verlobt. Ein aus Bayern gebürtiger Kaufmann hauptsächlich Fabritarbeiterinnen, Hausdiener und Gesinde. Au legterem herrscht fortdauernd großer Mangel. Es empfiehlt sich nämlich in verschiedenen Abstufungen den Angeklagten Provisionen Alois Frankenberger machte vor dem Grazer Schwurgericht folgendes wohl, darauf aufmerksam zu machen, daß die Stellenvermittelung im für den Fall zu, daß die Grundstücke bezw. Geschäfte durch sie ver- Geständnis:" In Engertsham bei Passau 1855 geboren, habe ich Gegensatz zu den teuren Bermietungsbureaus hier für beide Teile fauft wurden, ferner für den Fall, daß das Geschäft an einen um nach Absolvierung der Mittelschule auf dem Gut meines Vaters die tostenlos geschieht. benannten Käufer verkauft wird, sodann für den Fall, daß der Zeit mit Nichtsthun verbracht. Als mein Vater 1881 gestorben war, Auftraggeber das Verkaufsobjekt an angegebener Stelle nicht mehr ließ ich mein Gut um 100 000 M. durch einen Agenten verkaufen, Der öffentliche städtische Arbeitsnachweis in Rixdorf befibt oder betreibt; für den Fall endlich, daß das Geschäft nicht zu ging nach Amerita und bereifte dann die ganze Erde. Als mein wurde im Monat Mai von 129 Arbeitgebern und 326 Arbeitnehmern stande fonime, war in dem Revers die Zahlung eines Betrags von Geld verbraucht war, trat ich in Algier in die Fremdenlegion ein. benutzt. Zur Beschäftigung verlangt wurden insgesamt 190 Personen, 30-60 m. für die„ Bemühungen" 2c. der Angeklagten ausbedungen. Im Herbst 1897 bin ich von Algier nach München gekommen, wo ich im und zwar 46 Handwerker, 16 Fabritarbeiter, 85 gewöhnliche Arbeiter, Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist es legteren hauptsächlich um Bürgerlichen Brauhause Buchhalter wurde. Allein nach 16 jährigem 7 jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren, 16 Dienstmädchen, 12 Fabrit- diese letztere Bestimmung zu thun gewesen. Ihre Bemühungen sollen im Vagabondieren behagte mir das Bureauleben ganz und gar nicht, arbeiterinnen und 8 gewöhnliche Arbeiterinnen. Arbeit nachgewiesen wesentlichen darin bestanden haben, daß sie den Reflektanten einige und so ging ich nach Graz, wo ich mich auf den Heiratsschwindel erhielten 164 Personen, und zwar 39 Handwerker, 16 Fabritarbeiter, Geschäfte schriftlich und mündlich auboten, auch Sammel- Annoncen legte. Ich ließ ein Inserat mit folgendem Inhalt erscheinen: 86 gewöhnliche Arbeiter, 6 jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren, erließen und gelegentlich Anbieter und Nachfrager zusammen zu Damen, die geneigt sind, einen vermögenden Herrn zu ehelichen, 4 Dienstmädchen, 10 Fabrikarbeiterinnen und 3 gewöhnliche Arbeite- bringen suchten. In den letzten drei Jahren sollen durch die Ver- wollen sich bei mir melden." Ich wurde mit Anträgen förmlich überrinnen. Das Telephon wurde 89 mal in Anspruch genommen. mittelung bestimmt in 8 Fällen, zu denen noch 5 Fälle treten, wo schwemmit. Vermögende Damen, Gouvernanten, Bomien, Mädchen Vor dem Charlottenburger Gewerbegericht sind im Jahre es zweifelhaft ist, Geschäfte zu stande gekommen sein. Ju zahllosen für alles, Dienstmädchen usw. bewarben sich um mich. Ich ver1899/1900 689 Streitsachen gegen 539 im Jahre vorher anhängig andren Fällen ist es zu Zwiespalt zwischen den Angeklagten und lobte mich mit einer jeden und lebte mit jeder mehrere Wochen gemacht. Davon entfielen auf Baugewerbe und Bauhandwerker ihren Kunden gefommen; lettere weigerten sich, die 30-60 m. fiir glücklich. Nachdem ich auf diese Art mehrere tausend Gulden an mich 18728,5 Bros., auf Fabriken aller Art 609,2 Broz., auf das Bemühungen" zu zahlen, indem fie behaupteten, daß sich die gebracht hatte, ging ich wieder nach München, wo ich mit einer An übrige Handwert und Gewerbe 362= 55,8 Proz. Außerdem wurden Angeklagten überhaupt nicht um sie bemüht hätten. Aus den zahl junger und alter Witwen Bekanntschaft schloß, und zwar wieder 46 Slagen erhoben, die nicht der Zuständigkeit des Gewerbegerichts lückenhaft geführten Registerbüchern der Angeklagten der letzten drei mit finanziellem Erfolg. Von München fam ich nach Baffan, wo ich unterlagen. Aus dem vorigen Jahr wurden 16 Streitfachen als un- Jahr sind 2920 Aufträge ermittelt, über welche 2345 Beläge vorhanden zwölf Mädchen und von diesen 5000 m. eroberte. Meine dreizehnte erledigt übernommen, so daß sich die Gesamtzahl der Klagen auf waren. In 2557 Fällen waren durch die Reverse Entschädigungs- Brant in Bassau veranlaßte ich, mit mir durchzugehen, und mit 655 belief. Ju 647 Fällen wurden die Klagen von Arbeitern gegen gelder in Höhe von 88 882 m. vereinbart, von denen ihre An- diefer habe ich die 5000 m. verjubelt. Dann fuhr ich ohne Braut Arbeitgeber erhoben, in 7 von Arbeitgebern gegen Arbeiter und in geklagten in 1882 Fällen Zahlung von insgesamt 55 669 m. ver- wieder nach München. Ich verlobte mich dort abermals mit mehreren cinem Falle von Arbeitgebern gegen Arbeitgeber. Auf gütlichem langten und eintlagten. Sie erzielten Versäumnis- und Anerkenntnis- Witfrauen und Mädchen. Meine durch Heiratsschwindel erworbenen Wege( durch Zurüdnahme, Anerkenntnis, Vergleich) wurden Urteile und gingen sofort mit Zwangsvollstrechungen vor. Die Einfünfte geftatteten mir ein luguriöses Leben. Dann reiste ich nach 34,8 Prozent der Klagen erledigt. Im Verhältnis zur Angeklagten bestreiten entschieden die Richtigkeit der Charakteristik, Wien, von dort abermals nach Graz, wo mich meine erste Braut Einwohnerzahl der Gewerbegerichts- Bezirke nach der letzten die der Staatsanwalt von ihrem Geschäftsprincip gegeben und be- verhaften ließ. Im ganzen habe ich mich mehr als 120 mal verBoltszählung betrug die Zahl der Stlagen im letzten Geschäftsjahr haupten, daß sie durchaus nach den Pflichten eines ehrlichen Maklers lobt!" Das Schwurgericht verurteilte den Don Juan zu zweieinin Charlottenburg 0,48 pro Hundert( im Vorjahr 0,40), in gehandelt und sich nach allen Richtungen hin bemüht hätten, die halb Jahren schweren Kerkers, nach deren Verbüßung er an Bayern Berlin 0,71( 0,72), in Spandau 0,15( 0,24). in Stettin 0,33, Interessen ihrer Auftraggeber wahrzunehmen. Sie stellen den Be- ausgeliefert wird, wo seiner voraussichtlich noch mehrere Jahr Zuchtin Königsberg i. Br. 0,83, in Magdeburg 0,29, in laftungszeugen eine Anzahl von Entlastungszeugen gegenüber. As haus Harren. Altona 0,20, in Siel 0,36, in Braunschweig.0,59, in Sachverständige wohnen der vereidete Sachverständige für HypoMainz 0,56, in Mannheim 0,71, in Reizig 0,64, in theken und Grundbesiz Ad. Oliven, sowie die Bücherrevisoren Solingen 1,04. Reuter und Dörd der Verhandlung bei. Gegen Herrn Oliven erheben die Verteidiger Einspruch, indem sie darauf hinweisen, daß hier zumeist die Verläufe kleiner Geschäfte in Frage ständen, für die Stationen Herr Oliven nicht zuständig sei. Es soll deshalb noch ein andrer Bei der großen Zahl der zur Sachverständiger geladen werden. Anklage stehenden Fälle ist eine viertägige Dauer der Verhandlung winembe. 758 9 in Aussicht genommen. Da die Einzelfälle allgemeines Intereffe nicht darbieten, werden wir uns darauf beschränken, unsren Lesern Berlin das Endergebnis mitzuteilen. 9 adet Franff./M. Als Einigungsamt wurde das Gewerbegericht am 6. Juli borigen Jahres von den wegen Lohndifferenzen in den Ausstand getretenen Textilarbeitern und-Arbeiterinnen der Firma Fr. Gebauer in Charlottenburg angerufen; es wurde eine Einigung erzielt und der Lohnstreit beigelegt. Jm Dienste schwer verunglückt ist gestern Morgen der Stations affiftent Garmer vom Wannseebahnhof zu Groß- Lichterfelde. Garmer schloß bei der Abfahrt eines Zuges nach Berlin einige Wagenthüren, da Garmer ist 40 Jahre alt und verheiratet. die Witterungsübersicht vom 6. Juni 1900, morgens 8 Uhr. Hamburg Barometerstand mm Wind Bunz 758 ONO 757 OSO 757 ONO Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° 4° R. Stallonen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. F89885° C.= 4° R. 1h1b. bed. 16 paparanda 765D 2wolfig 6 25lb. bed. 17 Petersburg 762DND 1 bedeckt 45lb. beb. 22 Cort 762 SS 2 heiter 22 Aberdeen 762 3wolfent 19 Paris 761 M 757 Still-heiter 18 3 bedeckt 16edeckt 15 2 bedeckt 14 Etwas fühler, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit Gewitterregen und Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und 77. Das Meldungsformular ist in drei Exemplaren einzureichen. Werkmeister. Unbekannt. die ans- oder eingestiegenen Fahrgäste nicht ſelbſt den Griff um zweitenmal vor der 8. Straffammer des Landgerichts I zur teil- Wien Ein Vergehen gegen das Postgesetz gelangte gestern zum Windhen gelegt hatten. Während er so dem Buge entgegengehend, diesen an weisen Erörterung, da das Reichsgericht das frühere Erkenntnis mit Wetter Prognose für Donnerstag, den 7. Juni 1900. fich vorüberfahren ließ, geriet ein Griff in seinen Rocärmel. Garmer wurde umgerissen und fiel zwischen das Trittbrett und die Bezug auf einen der drei ehemaligen Angeklagten aufgehoben hatte. Bordschwelle des Bahnsteigs. Als man den Zug zum Stehen Im vorigen Jahr wollte der Generalvertreter einer amerikanischen mäßigen südwestlichen Winden. brachte, war er bereits so fest eingeklemmt, daß man das Trittbrett Schreibmaschinen- Fabrik, der Kaufmann Siering, eine Menge geabschrauben mußte, um ihn befreien zu können. Ein Arzt der druckter Prospekte zur Versendung gelangen lassen. Um am Porto Berliner Rettungsgesellschaft leistete dem Verunglückten, dem beide 3 sparen, ließ Siering sich von der damals noch bestehenden Beine gebrochen waren, die erste Hilfe und ließ ihn mit dem Zug hier die Prospekte mit Ümschlägen und diese mit der Marke verPrivatpost in Hamburg mehrere tausend Freimarken schicken, in einem Tragforb nach Berlin bringen, wo ein Wagen der nächsten fehen. Dann wurden die unverschlossenen Briefe in eine Kiste ver- Freitag von 7-9 1hr abends statt. Unfallstation ihn nach dem Elisabeth- Krankenhause transportierte. padt, die als Frachtstück nach Hamburg an den Vorsteher der Privat post geschickt werden sollte. Bevor die Kiste zur Absendung gelangte,. R. 48. 1. Freie künfte" können Sie durch die Buchhandlung Reinickendorf. Ueber die Veränderungen, welche mit den fiel es dem bei Siering angestellten Buchhalter Wehner ein, fie Borwärts beziehen. Der Preis ist halbjährlich 5 M. Einzelne Hefte Bahnhöfen der Nordbahn Reinickendorf Rosenthal und Schönholz wieder zu öffnen, eine Anzahl der Briefe herauszunehmen und sie 50 Pf. 2. Körperschwäche durch zurückgebliebene Entwickelung. Sehschärfe beabsichtigt werden, ist nachträglich folgendes zu berichten: Die zu verfchließen. Er wollte dadurch nur dem Hamburger Vertreter normal Justmann 27. Ihr Gutsherr nicht Sie hat die Marken für Ihren Vereinigung beider Bahnhöfe, welche besonders für unsern Ort ein der Firma die Arbeit etwas erleichtern. War es schon ver Art andre großer Nachteil gewesen wäre, ist zum Glüid nicht in Aussicht ge- boten, unverschlossene Briefe auf als durch Hofgänger zu fleben und zur Hälfte zu bezahlen. Das Reichs- Versicherungsamt hat wiederholt entschieden, daß als Arbeitgeber der Hofgänger, die von dem nommen. Es handelt sich vielmehr lediglich um eine Verlegung und die Post zu versenden, so wurde das Vergehen durch fie annehmenden Infimann auf Grund des Insivertrags zur Gutsarbeit gestellt Der jezige Personenbahnhof das bedeutende Erweiterung derselben. Verhalten des denn Wehner noch strafbarer, werden und für die der Instmann den Lohn als einen Teil des seinigen Schönholz soll später nur noch für den schr ausgedehnten Güter- Bost würde für die Beförderung eines unverschlossenen Briefs drei, mitempfängt, der Gutsherr anzusehen ist, in dessen Betrieb und nach dessen berlehr Verwendung finden, während die Personenbeförderung auf für jeden verschlossenen Brief dagegen 10 Pf. berechnet haben. Die Weisungen sie beschäftigt werden und dem das Ergebnis der Thätigkeit des einem zu erbauenden Bahnhof an dem Uebergange des von Kiste wurde in Hamburg angehalten und gegen Siering, Wehner Hofgängers zu gute tommt. Wenden Sie sich an den Landrat und weisen Reinickendorf nach Schönholz führenden Wegs stattfinden wird. Bis und den Vorsteher der Hamburger Privatpost Anklage erhoben. Die Sie auf die in den amtlichen Nachrichten des Reichs: Versicherungsamts. 1891, S. 124, und 1893, S. 68 abgedruckten Entscheidungen hin. Ihr An zu diesem Bahnhof sind bereits die Geleise der nach dem Gesund- beiden letteren wurden freigesprochen, Siering würde dagegen zu trag muß dahin gehen, den Gutsherrn zum Kleben zu veranlassen und Ihnen brunnen projektierten elektrischen Bahn gelegt. Da weiter vom einer erheblichen Geldstrafe verurteilt. Mit Bezug auf Wehner ver- bie irrtümlich geklebten Marken zu erstatten. Im übrigen: lehnen Sie die Bahnhof Reinickendorf- Rosenthal die neue Bahn nach Liebenwalde langte das Reichsgericht die Prüfung, ob dessen Verhalten sich nicht als Eingehung eines neuen Instvertrags nach Ablauf Ihres jezigen ab. Die abgezweigt wird, so muß auch diefer Bahnhof bedeutend erweitert Teilnahme oder Beihilfe kennzeichne, und in dieser Beziehung wurde im Form des Instvertrags ist eine der drückendsten, dem Arbeiter nachteiligsten. geftrigen Termin eine neue Prüfung vorgenommen. Der Angeklagte 2. 9. 8. Der Juvalidenversicherungspflicht unterliegen nicht Beamte Adlershof. Ein Aufsehen erregender Prozeß wird von heute versicherte glaubhaft, daß er von dem Berbot, Maffensendungen von des Reichs, der Einzelstaaten oder der Kommunalverbände, sofern ihnen ab die Straffammer am Landgericht II beschäftigen. Es handelt Briefen als Frachtgut zu bewirken, teine Ahnung gehabt habe. Der eine Antwartschaft auf Ruhegehalt im Mindestbetrage der Invalidenrente sich um Sittlichkeitsvergehen schwerer Natur, deren sich der frühere Gerichtshof tam aus thatfächlichen Gründen zu einem freisprechenden Beamter ist und ob ihm eine Anwartschaft auf Ruhegehalt gewährleistet iſt, der untersten Klaffe( 116 Wart) gewährleistet ist. Ob der Betreffende Bahnhofsvorsteher Hauptmann aus Adlershof und der Erkenntnis. Von Teilnahme oder Beihilfe könne deshalb keine Rede ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Ihre Frage, ob im Reichsdienst ves ebenfalls dort wohnhafte entier Trints schuldig gemacht fein, weil die Thätigkeit des Hauptangeklagten Siering, bereits beschäftigte Diätare flebepflichtig sind, ist deshalb generell weder zu bejahen Haben sollen. Der Prozeß hält alle für Ordnung, Religion und endet war, als Wehner aus eignem Antriebe wieder in die Sache noch zu verneinen. Bei der Entscheidung des Einzelfalls ist zu beachten, daß das Gesetz nicht von zusteht", sondern von gewährleistet" spricht. Sitte gegen die Mächte des Umfturzes tämpfenden Elemente unfres verwickelt wurde. Vorortes in Aufregung, da außer 24 Kindern, an denen die Unholde In Stettin ist die feiner Beit vertagte Verhandlung gegen die Demnach ist auch solcher Beamter, dem erst nach Zurücklegung einer längeren bürgerlichen Kreisen unter fehr kompromittierlichen Umständen der Hypotheken- und Kredit- Gesellschaft gestern vor übliche Uebergangsstellung zwischen dem Abschluß der Ausbildung bes fich vergriffen haben, nicht weniger als 31 Ehefrauen aus gut- früheren Direktions- und Aufsichtsratsmitglieder der National- Dienstzeit ein Ruhegehalt zustehen würde, nicht flebepflichtig. Ebenso würde ein Diätar dann nicht lebepflichtig sein, wenn die Diätarstellung bie Zeugenpflicht genügen sollen. Die Dauer des Sensationsprozesses mittag vor der Strafkammer wieder aufgenommen worden. Die Beamten und feiner späteren Anstellung mit Ruhegehaltsberechtigung zu I bilden pflegt. M. W. Nein. Sch. M. 999. 1. Ja. 2. Nein. ist auf drei Tage berechnet. Angeklagten waren sämtlich zur Stelle. Merle er mer sing in Berlin werden. Beer beter in Sin. Per Suferetente ich: There in Merlitt