wart 1. ndha voll d des nicht enom hsbe ame t und s für s die rbots einan ie der keine ergä giona führ boten Ver Is auf . Zu ge bei ringt jenes chein Ver keine ickle Cative er auf kostel Verle Seiten utzen chieht Werke chlag t. Die r gezif kunde irlich dieser Abwis sefra dem auch schen und . Dass d zur en be nens fe der Neuer Vorwärts Sozialdemokratisches Wochenblatt EN AVANT! Hebdomadaire en langue allemande Redaktion und Verlag: 5, Rue Mayran, Paris- 9. Téléphone: Trudaine 46-52 Nr 253 SONNTAG, 24. April 1938 Aus dem Inhalt: Reaktionäre Intervention Der Wahlschwindel Dänemark an der Reihe Fünf Jahre Dachau Prix: Fr. 1,50 Die Österreicher in der Folterholle des Hitlersystems Hitlers. Die Art und Weise, wie der Das Interventionsprinzip nischen Abkommens Nach zuverlässigen Berichten grosser Schuschnigg wird eine niedrige, von meinheit in den Weg gestellt haben. englischer Nachrichtenagenturen ist gemeiner Gesinnung zeugende Rache Das Konzentrationslager Dachau der frühere österreichische Bundes- vollstreckt. Ein Tyrann von Format hat das Jubiläum seines fünfjährigen er Sinn des englisch- italiekanzler Schuschnigg nach dem Kon- würde sich mit Verachtung von einer Bestehens gefeiert. Durch die freien zentrationslager Dachau gebracht solchen Rache abwenden. Ein Despot, Länder Europas geht ein Schauder, Das Abkommen zwischen der konserworden. Die Hitlerbehörden verwei- der sich für gottgesandt hält, darf wenn der Name Dachau fällt. Fünf über seinen nicht die Seele eines Folterknechts Jahre Dachau, das sind fünf Jahre solini ist vor Ostern unterzeichnet worvativen englischen Regierung und Musgern jede Auskunft Aufenthalt und seine Behandlung. offenbaren. Ein Blick auf die grossen der Schande, fünf Jahre der Erniedri- den. Dieses Abkommen besteht aus einer Revolutionen der Weltgeschichte gung des europäischen Geistes, fünf Reihe von höchst unsicheren ZukunftsDer frühere Bundeskanzler Schuschnigg ist der Kriegsgefangene Adolf zeigt eines: die grossen Revolutionäre Jahre einer schwärenden Wunde, die wechseln und einer ganz eindeutigen England legalisiert die waren immer grosse Idealisten, ob sie jeden, der wahrhaft Rechtsgefühl und Tatsache: deutsch- italienische Intervention in Spatarier waren. Eine grosse Sache und brennt. Wir sind nicht da, um Gefühle Chamberlain hat den Verrat der reaktioZiele, denen man höchste moralische zu schonen, und die Flucht in das nären englischen Regierung an der euRechtfertigung zuschreibt, vertragen Nichtwissenwollen zu begünstigen. Es ropäischen Demokratie besiegelt. sich nicht mit kleinen Seelen. Wo die sind unsere Freunde, unsere Kamera- Die englischen Konservativen haben Revolutionäre und die Diktatoren die den, es sind die Opfer der Feinde der sich unter dem Vorwand, dass sie das Recht und die Sicherheit in Europa Oder sollte die deutsche Regierung Instinkte der Hefe des Volkes, der De- menschlichen Gesittung, die seit fünf schützen wollten, einen Wahlsieg zuSchuschnigg nicht als Kriegsgefange- klassierten und des Lumpenproleta- Jahren in dieser Hölle schmachten. sammengelogen. Sie haben diesen Wahlnen ansehen? Hitlers Stellvertreter in riats aufzeigen, handelt es sich immer Mögen die braven Bürger, die an der sieg missbraucht, um die Rechtsgüter, Preussen- Deutschland, Göring, hat um eine Rebellion des Bösen, des Undie sie zu schützen vorgaben, auf das hat um eine Rebellion des Bösen, des Un- Qual unserer Freunde vorübergehen, schmählichste zu verraten. Die Rolle, Schuschnigg mit einem Prozess be- moralischen, um den hasserfüllten weil sie ja ,, nur Rote" sind, sich den die die Regierung Chamberlain in der droht. Die Rechtskonstruktion, auf Aufstand der Minderwertigen. Fall Schuschnigg genau überlegen. europäischen Politik spielt, ist verhängKriegsgefangene Schuschnigg behan- nun Aristokraten, Bürger oder Prole Gesittung besitzt, bis zur Verzweiflung nien. Der englische Ministerpräsident delt wird, ist in Europa neu. Es ist die Methode, mit der wilde Völkerstämme ihre Kriegsgefangenen zu behandeln pflegen. von Dachau mit der dieser Prozess ruhen sollte, war Warum sagt niemand laut die Auf wen warten nach Schuschnigg die nisvoll. einfach: da Preussen- Deutschland An- Wahrheit über den Fall Schuschnigg? Henkersknechte Am Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich einst England als erstes grosses spruch auf Oesterreich erhoben hatte, Weil der Fall Schuschnigg der Fall Grinsen? Wer ist der nächste ,, Kriegs- Land von den reaktionären Tendenzen galt in Oesterreich nicht das österreivon gleich zwei Despoten ist? Schusch- gefangene"? getrennt, die aus Europa einen Kerker chische Gesetz, sondern noch zu Zei- nigg war einst das Werkzeug Mussoten der Schuschniggregierung das hit- linis. Er musste sich notgedrungen auf lerdeutsche Gesetz, also war Schusch- Mussolini stützen, nigg ein Hochverräter. Man überlege, Hand des anderen Despoten zu fallen. was diese Doktrin für Memel, Nord- Der eine Despot hat ihn verraten und schleswig, Eupen- Malmedy, Schleswig- nun ist er der Rache des Holstein, die deutsche Schweiz, die Tschechoslovakei, für Posen und das ormu Korridorgebiet bedeuten würde! Es ist sierter aber wandt ekom Franketzung tattet, zusie fürch gegan eitun g Ge nicht stdeut s sich feind wen rn in reilich utsche Ceitun » ent tional olitik Litera preisgegeben. um nicht in die anderen Aber Schuschnigg ist nicht allein nach Dachau gekommen. Mit ihm sind von der Absicht dieses Prozesses still geworden aber Schuschnigg ist nach 70 Gefangene Hitlers aus Oesterreich Dachau gebracht worden. in das berüchtigtste aller deutschen Konzentrationslager transportiert worWir wissen, dass die Frage nach der den. Man wird in Dachau eine KomRechtsgrundlage einer solchen Hand- pagnie der österreichischen Schutzlung heute ein mitleidiges Lächeln haftgefangenen bilden... Es sind hervorruft. Wer heute nach Rechts- Christlich- Soziale, Sozialdemokraten grundlagen fragt, läuft Gefahr, für und„ Schwarzgelbe", Politiker, einen Menschen gehalten zu werden, amte und Offiziere. Der General Zehder nicht mehr in die Zeit passt, und ner hat sich bei der Verhaftung erder sich aus Versehen aus einem an- schossen, weil er dieses weil er dieses Schicksal deren Jahrhundert in die allermo- ahnte. Er hat den Tod nicht gefürchdernste Zeit verlaufen hat. Aber tet, aber die körperliche Beder Frage ausweichen? schmutzung, die Beleidigung aller Warum jenen die Flucht vor ihr er- Menschenwürde durch die Folter. leichtern, die in ihren eigenen Länwarum BeUnd mit den Oesterreichern sind in dern festen Glauben an die Legalitat Dachau unsere Freunde, unsere Kaals Staatsbürgerpflicht fordern- wie zum Beispiel die englischen Konservaliven und ihr derzeitiger Ministerpräsident Chamberlain? meraden aus Deutschland, seit fünf den Qualen dieser Hölle preisgegeben! An jedem einzelnen von ihnen wird diese niedrige, die gemeine Welche Lähmung des Gewissens, Gesinnung der Machthaber verratende des Glaubens an das Recht, welche Rache vollzogen. Mit jedem neuen Lähmung aller anständigen Instinkte Jahr ihrer Qual erlischt das Interesse liegt vor, ungen ernen eil ge omänt ollen? adere dieses legen noch ohnt e eine igt ger! vor, dass die führenden Männer der rechtlich Denkenden in Europa an der Demokratie und des Rechtsgedan- ihnen immer mehr. Welche Aussichkens in den freien Ländern Europas ten haben sie heute noch, nach fünf an diesem Schicksal vorübergehen? Jahren Dachau, als den Tod im KonWarum hört und liest man nirgends zentrationslager? Sie bezahlen mit ihdie det wenigen freimütigen Worte, die rem Leben dafür, dass sie humanitäauf dieses private Schicksal angewen- ren und moralischen Zielen nachgewerden müssten? An Herrn strebt, und sich dem Aufstand der GeJA JA JA JA JA Di TRIP A JA JA JA JA اللله Das nächste Plebiszit JA JA machen wollten. Seine Haltung hat auf das stärkste dazu beigetragen, dass dem Interventionsprinzip des Legitimismus ein Ende gemacht wurde, mit dessen Hilfe die reaktionären Tendenzen der Heiligen Allianz in alle Länder getragen und die immer stärker werdende eurowerden sollte. Deutsche Entscheidungen im Osten Der Bund deutscher Osten« in Aktion die Grenzziehung von 1918 Gegen päische Freiheitsbewegung unterdrückt Aus Beuthen- OS wird uns geschrieben: Naziorganisationen ist jetzt diesen sen Beuthens berichtet wird, ist man Während der Führer und Reichskanz- Grenzgängern gewidmet, die Träger des hier eifrig am Werk, um das Volkstum Polnisch- der Grenze zu reorganisieren. BekanntHeute gewinnt ein neues reaktionäres ler in seiner Reichstagsrede Polen seinen deutschen Volkstums nach weil die Oberschlesien sein sollen. Man vergegen- lich ist zwischen den verschiedenen NaInterventionsprinzip in Europa immer besonderen Dank abstattete, mehr an Kraft und Boden. Wenn Hitler Warschauer Machthaber sich leichten wärtige sich die Tatsache, dass es meist zis in Polen noch immer keine einheitund Mussolini erklären, dass ein Sieg Herzens mit der Okkupation Oester- Menschen sind, die in Polen Jahre hin- liche Führung erreicht, der Kampf um des ,, Bolschewismus" in Spanien das eu- reichs durch das Dritte Reich abfanden, durch ohne Beschäftigung waren, nun die Vormacht wird mit allen Mitteln und seine Parteigenossen durch irgend eine der Naziorganisatio- Methoden der reichsdeutschen Vorbilder ropäische Gleichgewicht stören würde, werden vom Arbeiter so schliesst diese Erklärung die Beja- ,, Bunde deutscher Osten" nicht müde, nen in Deutschland in Arbeit gebracht ausgetragen. Nun ist von Breslau aus der hung eines antibolschewistischen Inter- gegen die Grenzziehung von 1918 anzu- wurden, den Naziorganisationen angehö- Bund deutscher Osten mit dem Volksventionsprinzips in sich. Antibolschewi- kämpfen und der Bevölkerung zu erklären müssen und vor allem ihre Kinder verband für das Deutschtum im Ausauch land mit der Aufgabe betraut worden, stisch in ihrem Sinne heisst aber: ge- ren, dass es solange mit Polen keine der deutschen Schule zuführen, richtet gegen die Demokratie, gegen die Freundschaft geben könne, solange es dann, wenn die Kinder nicht ein Wort diese Führungseinheit in Polen, besonFreiheit, gegen die grossen Prinzipien noch ,, unterdrückte Volksgenossen" jen- der deutschen Sprache verstehen und die ders aber in Ostoberschlesien, herzustelder Menschenrechte, die seit der ameri- seits der Grenze gibt. Um diesen Kampf Eltern selbst nur mangelhaft die deut- len. Der ,, Deutsche Volksbund", die ,, Gekanischen Unabhängigkeitserklärung gegen die ,, blutenden Grenzen" wirksa- sche Sprache beherrschen. Diese Grenzwerkschaften der deutschen und der grossen französischen Revolu- mer zu gestalten, wurde jetzt in Beuthen gänger sind verpflichtet, als polnische und Angestellten", sollen der Führung tion zu Richtpunkten der europäischen unter dem Protektorat des ,, Bundes deut- Bürger dem Bunde deutscher Osten an- der Jungdeutschen Partei des Senators Entwicklung geworden sind. scher Osten" eine Ausstellung eröffnet, zugehören, der eine offene Grenzrevi- Wiesner unterstellt werden. Und damit Der Abschluss des englisch- italieni- die den Titel ,, Deutsche Entscheidungen sionsforderung gegen Polen betreibt und die ,, Alten" sich den ,, Dummköpfen der nicht widersetzen, schen Vertrages unter Opferung der im Osten" trägt. Ein reiches Karten- und zu diesem Zweck auch die genannte Aus- Jungdeutschen" musste an dieser Kundgebung zur Freiheit in Spanien ist die Anerkennung Zahlenmaterial unterrichtet die Besu- stellung in Szene gesetzt hat. Zahlreiche dieses Interventionsprinzipes durch die cher über den Kampf des Deutschtums Versammlungen des BdO beschäftigen Unterordnung polnischer Staatsbürger konservative englische Regierung. Er um neuen Lebensraum im Osten", wo sich ausschliesslich mit der Unterdrük- der reichsdeutsche Generalkonsul Noeldroht zur Einleitung einer neuen lange sich bisher alle Völkerwellen an ,, deut- kung der deutschen Minderheit jenseits decke Pate stehen. Das passte aber dem währenden reaktionären Epoche in Eu- scher Kraft, deutschen Lebens- und Kul- der Grenzen. Es sei in diesem Zusam- Posnern nicht und sie beriefen den ,, Rat der Deutschen in Polen" ein, wo sie entropa zu werden. Die konservative engli- turwillen" gebrochen hätten. Daraus er- menhang auch daran erinnert, dass es sche Politik bemüht sich, die französi- gebe sich auch die Verpflichtung für gerade der BdO war, der seinerzeit in schieden gegen den Führungsanspruch sche Politik auf ihre Bahnen zu ziehen. Deutschland im Ostraum von Europa, Polen den Geheimbund ,, Deutsche Natio- der Jungdeutschen protestierten, aber die Das nächste Ziel ist, dem englisch- ita- und was seit dem Zug der Ordensritter nalsozialistische Deutsche Arbeiterbewe- Berliner und Breslauer Stellen haben belienischen ein französisch- italienisches nach dem Osten erobert worden sei, gung" aufzog, der einen Putsch zur Los- reits entschieden, dass die hundertfünfprozentigen Nazis nur die Jungdeutschen Abkommen nachfolgen zu lassen. Dahin- müsse wieder deutscher Besitz werden. trennung Polnisch- Oberschlesiens sind. ter taucht wieder das Projekt eines eu- Der Einzug der Germanen in den Ost- chen sollte. Derselbe BdO ist es, der in ropäischen Viererpaktes auf, das von raum müsse mit dem Wiederaufbau des Gemeinschaft mit der Kolonialgesell-„ Deutsche Entscheidungen im Oster schaft in seinen Versammlungen erklärt, Anfang an reaktionäres Gepräge hatte. deutschen Ostens beendet werden. man den deutsch- polnischen lehrt, dass hierorts nur die Jungdeutsche Eine düstere Perspektive! Die ganze Veranstaltung dient der Auf- dass ziehung der Irredenta jenseits der deut- Freundschaftspakt auf keinen Fall so Partei als nationalsozialistisch" angeschen Grenze. Nun ist es nicht unsere deuten dürfe, dass das Dritte Reich auf sehen werden kann und das genügt, um Eine Ankündigung der deutschen Irredenta in OstoberAufgabe, angesichts dieser Angriffe die früher geraubten Gebiete verzichte. neue Anhänger z Die Hitterpresse über Tunis nach polnischer Wachsamkeit zu rufen, Der Führer werde zur gegebenen Zeit schlesien immer das muss der polnische Aussenminister sich auch Polnisch- Oberschlesien zu schaffen. Denn man vergisst auch nicht, Die ,, Frankfurter Zeitung" hat ihren zu bemerken, dass der Führer die fert man in Broschüren ,, Deutsche Ent- Oesterreicher befreit habe, Korrespondenten Sieburg nach Nordafrika Beck mit seinen Berliner Freunden er- rückholen. Und als Beweis hierfür lieledigen. geschickt. Er schreibt über Tunis: Was uns im Zusammenhang mit die- scheidungen im Osten" Kartenmaterial, auch die Volksgenossen im Korridor und ,, Biserta ist ein Brennpunkt, auf den sich zusammen- ser Ausstellung interessiert, das ist die auf welchen Ostoberschlesien, Danzig, in Ostoberschlesien nicht vergessen. Der Posen- Pommerellen Drang nach dem Osten wird durchaus drängen. Sizilien ist nah, an klaren Tagen Tatsache, dass der„ Bund deutscher der Korridor und kann man von Kap Bon die Insel Pantel- Osten" mit leichtem Druck die soge- bereits als deutsche Gebiete eingezeichnet nicht durch die Okkupation Oesterreichs taria sehen, die eine Gottheit wie einen nannten Grenzgänger, Deutsche aus Po- sind. Diese Ausstellung soll für Ver- aufgegeben, im Gegenteil, der Bund deutständnis für den deutschen Lebenskampf scher Osten hat gerade dadurch ein besStein ins Meer geworfen zu haben scheint, len, zum Besuch dieser Ausstellung den Volksgenossen jenseits der seres Wirkungsfeld erhalten. Um neue damit Italiens Fuss eine Stütze finde. Wie zwingt, ihnen klar macht, dass sie kei- unter breit und frei das Mittelmeer auch sein nen Augenblick vergessen sollen, dass Grenzen werben und dazu müssen nun Aufgaben und eine entsprechende Stimgezogen. Mit anderen Worten, Frankreichs sie noch Brüder aus den unerlösten Ge- die polnischen Grenzgänger herhalten. mungsmache sind die Nazis nie verleFrankreichs Mittelmeersorgen mag, hier ist die Spur für eine Quersperre nie mehr ruhende Sorge um seine Verbin- bieten sind". Die ganze Fürsorge der dungen mit Nordafrika wird hier greifbar." ,, Dieser tunesische Kriegshafen mit seinem rastlosen Durcheinander einer gikönnen, das ist das Drama... sozialistischen dänimaJeder Besucher der Ausstellung aus Ostoberschlesien wird darüber beWie uns aus zuverlässigen Nazikrei- gen. Auch ein Plebiszit Flucht vor dem Anschluss M Ja se Ye tig Sa te Ve er pa gr se hic tra as Be sel da de B sel fra Me Zü ZAI Eir sie his heu Au che er werde deutsche Presse veröffentlicht, erfährt mas, dass bereits eine Kolonne von Pgs. bereit stand, um den Verwaltungsrat zu besetzen: Hermann J. Abs, Alberto Agostino. Pg Dr. Herbert Auer, Freiherr von Wels bach, Pg. Karl von Hinke, Pg. Fran Langoth, Dr. J. A. Meyer, Pg. Gottfried Schenker- Angerer und Pg. Philipp vo Schoeller. gantischen Baustelle erinnert daran, dass formierter Nationalsozialist im der freie Zugang Frankreichs zu seinen schen Volkstag zwei Schüsse während nordafrikanischen Besitzungen keine Selbst- einer Rede des Justizministers ab. verständlichkeit mehr ist. Es muss ihn ver- wurde verhaftet, ebenso eine Gruppe von In den jugoslavischen Städten Zagreb, teidigen, oder vielmehr, es muss sich täg- uniformierten Nationalsozialisten, die Maribor u. a. lebt eine grosse Anzahl lich die Gewissheit erkämpfen, ihn eines sich mit ihm auf der Tribüne befand. von Oesterreichern schon seit dem Ende Tages verteidigen zu können. So sehe ich auch hier, an der Küste Afrikas, das alte Der Attentäter bekleidet in der national- des Krieges. Diese Einwohner haben nieFormation in Nord- mals ihre österreichische StaatsangehöFrankreich schmerzlich gespannt. Sein rigkeit aufgegeben und haben sich nieBei der Arisierung von reichsdeutsches Gleichgewicht ist gestört. Nicht dass es sei schleswig den Rang eines Leutnant's. Dieser Zwischenfall hat umso grösse- mals um die jugoslavische Staatsange- Industrie- Gesellschaften und Banken wurde ne Kraftlinien sichern muss, sondern dass es nicht mehr gewiss ist, sie sichern zures Aufsehen erregt, als die nationalso- hörigkeit bemüht. Heute aber will die den neuen Vorständen und Aufsichtsratszialistischen Umtriebe in Dänemark seit überwältigende Mehrheit von ihnen um mitgliedern bei allen Publikationen bisher Italiens afrikanische Rolle hat erst begoner Eroberung Oesterreichs sich auffäl- keinen Preis unter die Fuchtel von Hit- der Ehrentitel Pg. versagt. In Oesterreich nen, niemand weiss, welche Form sie fin- ig verstärkt haben. Alle an Deutsch- lerdeutschland kommen. Bei den in Fra- ist das anders. Hier wird, indem man die so in frischernannten Tantièmenbezieher den wird. Frankreich ist nicht mehr allein and grenzenden kleineren Länder wer- ge kommenden Polizeiämtern, in Nordafrika, aus Libyen schallen Marschen systematisch unter Druck gesetzt. Zagreb und Maribor, laufen in grosser drücklich als Parteimitglieder bezeichnet, Sozialismus" Kommandos, Hammerschläge her- Die nationalsozialistische Verschwörung Zahl Gesuche dieser Oesterreicher um der deutsche Sozialismus" über. Zu lange hat man auf den Rhein gearbeitet überall an der Auflösung der Erteilung der jugoslavischen Staatsbür- schneller verwirklicht. starrt, vielleicht liegen die Schlachtfelder Grenzen und bereitet neue Gewaltstrei- gerschaft ein. Die deutschen Konsulate der Zukunft gar nicht in Europa, und vielleicht gilt es eines Tages, die rotbemützten Tirailleure nicht nach Toulon zu schaffen, sondern ihnen Verstärkung nach Biserta zu schicken. Auch Scipio hat, nach dem Krieg in Spanien, den Schauplatz der Auseinandersetzung nach Tunesien verlegt." tritte, che vor. Auch Memel! 20 178 gre Au ges set: sta Vol Vol der geb Es der die zu ste We aus sch wi noch viel Fa Ελε Ta ne bei die Ge he sitt T Ar an an die hei in me sel list u me ZW Dabei an sta und die Gesandtschaft in Belgrad sind wütend über diese Bewegung. Die GeKeine Schuhe: sandtschaft wirkt mit Drohungen auf Zu den Industrien, die unter den Folge die jugoslavische Regierung ein. damit der nationalsozialistischen Wirtschaftspo sie den Ansuchenden die jugoslavische litik die Wirtschaftskrise nicht nur nicht Im Landtag des Memelgebietes haben die Staatsbürgerschaft verweigere. überwinden konnten, sondern noch mehr Naziwortführer unter drohenden RedewenDas III. Reich tritt im europäischen Schaden genommen haben, gehört die deuldungen volle Freiheit für ihre nazistische Betätigung gefordert. Sie erklärten: Es Südosten schon ganz befehlshaberisch sche Leder- und Schuhindustrie. Im Jahre liegt im Interesse des litauischen Staates auf. Aber welche Begeisterung für das 1929 betrug die deutsche Lederproduktion 795,9 Millionen Reichmark. Im Jahre 1937 selbst, schnell die Konsequenzen aus der Dritte Reich spricht nicht aus dieser erreichte sie nur einen Wert von etwa 500 Lage zu ziehen." Das Danziger Naziorgan Flucht vor dem Anschluss! Das ist auch Millionen Reichmark! Sie war damit gegen Die Nazimethode der terroristischen Der Vorposten" fordert Verstärkung der ein Plebiszit, aber ein unverfälschtes! 1929 um etwa 36,4 Prozent zurückgegangen. Autonomie und erklärt Bedrohung und Einschüchterung wird memelländischen dazu, die litauische Regierung solle sich an nun auch ganz unverfroren gegen mark angewandt. Am 12. April erklärte das Schicksal des Systems Schuschnigg erDänemark an der Reihe Däneim dänischen Volkstag der Vertreter der deutschen Minderheit, Pastor Schmidt. innern. دو dass die Dänen kurzsichtig wären. wenr Misslungener Putsch. Die ,, Eiserne Garde", sie glaubten, dass die gegenwärtige dä- ie nische Grenze auf ewig bestehen würde Diese Grenze sei in Versailles geschaffer worden, und es müssten Mittel und Rothschilds Wiener Nachfolger Die Ausfuhr von Leder ist in den gleiche Jahren von 270 Millionen auf 43,5 Millio nen Reichsmark zurückgegangen. Hier be trägt die Abnahme sogar 84 Prozent. Obwohl der inländische Schuhkonsum Die Wiener Rothschild- Bank ist von der den Jahren der Wirtschaftskrise stark zu von Hitlerdeutschland ausgehaltene österreichischen Kredit- Anstalt für öffent- rückgegangen war und sich erst 1935 n Putschorganisation in Rumänien, hat sich liche Arbeiten übernommen" worden, um ein Geringes erhöht hatte, hat er in des or Ostern angeschickt, die Macht in Ru- nachdem man den Baron Louis Rothschild Jahren 1936 und 1937 nicht weiter zuge mänien zu ergreifen, König Carol abzu- in Haft genommen hatte. Vorher aber wurde nommen. Der Schuhverbrauch der deut etzen, die Minister zu ermorden und ein auch die Kredit- Anstalt, eine seit 1896 be- schen Bevölkerung ist in den letzen Bündnis mit Hitler zu schliessen. Noch ehe stehende Institution des österreichischen Jahren viel niedriger. als er in den Jahre Staates, die zur Finanzierung öffentlicher früherer Konjunkturperioden war. ie den geplanten Marsch auf Bukarest anDer dänische Aussenminister antwor- reten konnte, wurden ihre Führer verhaf- Unternehmungen und Arbeiten diente, ist die Qualität der Schuhe schlechter. tete sofort, dass eine Revision der däni- et, ihre Waffenlager aufgedeckt und ihre gründlich arisiert, da sich in ihrem Auf- Wären die Behauptungen der Nazis v schen Grenze ausserhalb aller Diskus- Papiere beschlagnahmt. Ein misslungener sichtsrat einige Juden befanden. dem Wohlstand des deutschen Volkes Vorstoss des braunen Systems nach dem Aus einer Publikation der Oesterreichi- treffend, so würde der Minderverbrauch schen Kredit- Anstalt, die auch die reichs- Schuhen nicht zu verzeichnen sein Am folgenden Tage feuerte ein uni- rumänischen Petroleum. Wege gefunden werden, um sie zu revi dieren. sion stände. be a mic e Ce it t, B M er ing en AS. nch ng hhigeJuT reorufThiMO 17 anSitechs Don ngtex, chgecheerlirlin istinen bgeamin nut. ch .04 Einzel( fuer Preis zugs hern Sien 2.1.4 atsch 0.22 Fran nnie 1.80 Di 3.60 rg 4.20 na P 6.n Le 4.20 0.70 10.0 Paris 2911 Neu ester Wie wärts veiz r VI Oslova Buka xarest Oslova Kark dapest Čecho Filial Pograd r Kon s Alles besoffen Ein Bild vom Wahltag Aus einer süddeutschen Stadt wird uns geschrieben: Arbeit als Vorstrafe Arbeitsbuch Zuchthauspass ,, die Fälschungen solcher Arbeitsbücher zu mehren scheinen"?( ,, Juristische Wochenschrift" 1938 Seite 777 Ist die Fälschung eines Arbeitsbuches nach dem Gesetz vom 26. Februar 1935 nach den §§ 267, 268 StGB. oder nach§ 363 StGB. strafbar?) Die Wahlpropaganda auf den 10. April Die Nationalsozialisten behaupten von dürfte auch Goebbels nicht leicht noch sich, sie hätten dem deutschen Arbeiter übersteigern können. Schon in die Wahl- sein Ehre wieder gegeben. Das ist einer versammlungen musste alles mit, was ir- von jenen Sprüchen, die für den Autor den gendwie mit der herrschenden Partei orga- Vorteil haben, dass sie weder zu beweisen nisatorisch verbunden war. Kein Klein- noch zu widerlegen sind. Was sich aber händler und nicht der kleinste Krauterer beweisen und nicht widerlegen lässt, ist die vom Handwerk, keiner einer Betriebsbeleg- Tatsache, dass der deutsche Arbeiter seit Der Artikel zählt drei veröffentlichte Entschaft und noch weniger die Angehörigen einigen Jahren in immer steigendem Masse scheidungen aus einem einzigen Jahre auf. der Partei und ihrer Gliederungen oder gar die Bestimmung über seine eigene Person Da nur juristisch wichtige Fälle veröffentein Angestellter oder Beamter eines städti- verliert. Ob verheiratet oder ledig, ob alt licht werden, ist anzunehmen, dass in der schen oder staatlichen Amtes konnte sich oder jung, ob Dreher oder Setzer, Maurer gleichen Zeit viele Urteile ergangen sind, vorbeiwinden, ohne dass er ganz stichhal- oder Stehgeiger, wo man ihn hinschiebt, da die nicht an die Oeffentlichkeit drangen. tige Gründe vorbringen konnte. Alle wur- hat er zu frohnen. Und welchen Lohn man Erster Fall: den kontrolliert und mussten da sein. Da- ihm zahlt, er hat ihn zu nehmen. zh war die ganze NS- Frauenschaft, B. d. M., Besonders beliebt ist seit dem Einsetzen Hitlerjugend usw. eingesetzt, Zeitungen, des Vierjahresplan- Rummels die VerschikFlugblätter wurden verteilt. Der Brief- kung zur Landarbeit und zur Erdarbeit. kasten war manchmal keine Stunde leer, Regierungsrat Dr. Wüllner schätzt die Zahl schon steckten wieder ein paar bedruckte der fehlenden Arbeitskräfte in den ,, Blättern Papierfetzen drinnen. Dann kam die Kon- für Gefängniskunde" Bd. 68 Heft 4 S. 286 auf trolle der Schaufenster, die zwangsmässig 1,2 Millionen. Dass und in welchem Umdekoriert sein mussten. Nicht alles gefiel fange man Gefangene heranzieht, hatten den Kontrolleuren, es musste licht, heiter wir in dem Aufsatz„ Die Galeere" berichund fröhlich aussehen. tet. Natürlich reicht die Zahl der zur VerDann kamen die Blockleiter, politische fügung stehenden Kriminalgefangenen nicht Leiter, meistens ganz junge, recht grüne aus, und so rekrutiert man den Bedarf aus Burschen, und erkundigten sich, ob man dem Reservoir der 30 Millionen allgemeiner eine Fahne habe, wenn nicht, weshalg. Ob Gefangener, aus dem deutschen Proletariat. man wisse, wie man abstimmen müsse und Man lässt es bei der Verschickung nicht bewo, ob man die Wählerkarte schon habe. wenden, sondern trägt die Frohnzeit dann Jedes Auto hatte die Fenster mit Wahl- mit deutscher Gründlichkeit in das obligaaufforderungen verklebt. Wo irgend ein torische Arbeitsbuch ein. Dieser Eintrag Plätzchen Wand dazu geeignet war, hing es kommt für viele Berufszweige in seiner woll, und selbst dorten, wo früher niemals Wirkung einer bekannt gegebenen Vorstraein Zettel geduldet worden war. fe gleich. Der Mann findet, mit dem EinJede Lokomotive trug die Wahlaufforde- trag im Arbeitsbuch, keine Stellung in seirungen auf beiden Seiten und vorn zwei nem Fache mehr. Wer stellte einen Friseur, Hakenkreuzfähnchen. Früher wurden an einen Musiker, einen Feinmechaniker ein, jedem bekränzten, auf einem Eisenbahn- der von Erd- oder Landarbeit harte Hände, wagen geladenen Möbelwagen jedes kleinste schwielige Fäuste bekommen hat? Ist es bischen Rot entfernt, weil Rot die wich- verwunderlich, dass sich, wie ein Aufsatz tigste Signalfarbe war und ausser den Sig- in der„ Juristischen Wochenschrift" ausMalen nicht gezeigt werden durfte. Diesmal führt hatte aber die früher angewandte Betriebsvorsicht nichts zu sagen. rufsgruppe zu verschaffen." Dritter Fall: ,, AG. Nürnberg vom 25. November 1937 ( unveröffentlicht): Der Angeklagte ist von Beruf Friseur und legte im Jahre 1932 in diesem Fache die Gesellenprüfung ab. In der Zeit vom 1. Oktober 1931 bis 10. Juni 1932 und vom 1. Dezember 1934 bis 15. Februar 1935 war er als Friseurgehilfe beschäftigt. Vom 1. April 1935 bis 25. September 1935 war er beim Reichsarbeitsdienst und anschliessend arbeitslos. Da er keine Berufsarbeit finden konnte, übernahm er in der Zeit vom 9. Mai 1936 bis 19. Juni 1936 bei der Firma L. in M. und in der Zeit vom 15. Juni 1937 bis 5. Juli 1937 bei der Firma Th. in A. die Tätigkeit eines Erdarbeiters. Diese letztere Stellung gab er auf, weil er in Tageszeitungen Stellenangebote für Friseurgehilfen las und wieder eine Berufsarbeit erlangen wollte. Er fürchtete, dass etwa in Betracht kommende Arbeitgeber durch die Einträge über die berufsfremden Arbeiten zu der Meinung kommen könnten, er habe wegen der Erdarbeiten zu rauhe schwere Hände. Deshalb riss er die beiden Blätter, die die berufsfremden Arbeiten aufwiesen, heraus. Als er sich auf ein Zeitungsinserat bei einer Friseurgeschäftsinhaberin R. vorstellte, legte er das so verfälschte Arbeitsbuch der Geschäftsinhaberin vor. Sie merkte das Fehlen der Blätter, behiet ihn jedoch trotzdem, nachdem sie sich seine Hände betrachtet und er auf eine diesbezügliche Frage vorherige berufsfremde Arbeit ,, zugegeben" hatte. Während er als Erdarbeiter 25 RM. Wochenlohn bezogen hatte, erhielt er als Friseur nur 15 RM. wöchentlich. Erst auf Veranlassung eines Kontrollbeamten des Arbeitsamtes erfolgte Anzeige." ,, LG. Gleiwitz vom 9. Dezember 1936 in ,, D. J." 1937, 400: Im Mai 1936 wurde dem Angklagten, der damals arbeitslos war, vom Arbeitsamt mitgeteilt, dass er auf Grund seiner landwirtschaftlichen Kenntnisse als landwirtschaftlicher Arbeiter zur Einbringung der Ernte nach auswärts vermittelt werden solle. Um dies zu verhindern, radierte der Angeklagte in seinem Arbeitsbuch den Vermerk über seine landwirtschaftliche Beschäftigung aus. Er machte an den betreffenden, jetzt leeren Stellen folgendes Zeichen./., um anzudeuten, dass diese Rubrik bei Ausstellung des Buches nicht ausgefüllt worden sei. Zweiter Fall: 23. September OLG- München vom 1937, in Jur. Woche" 1937, 3092: Der Angeklagte hat im November 1936 das ihm auf Grund des Gesetzes über die Einführung eines Arbeitsbuches vom 26. Februar 1935 vom Arbeitsamt R. ausgestellte Arbeitsbuch in verschiedener Beziehung gefälscht, namentlich hat er den Vermerk ,, Ja" über den Besitz landwirtschaftlicher Kenntnisse ausradiert und statt dessen eingetragen ,, keine"; er hat das Die Ehre wollen die Herren dem deutfälschte Arbeitsbuch dem Arbeitsamt R.schen Proletarier wiedergegeben haben? und dann der Baufirma N. vorgelegt in verder Absicht, nachdem er in der Landwirt- Sie haben ihn zu einem Pyramidenbauer schaft keine Arbeit hatte finden können, gemacht, zu einem kleinen, geängstigten sich Beschäftigung in einer anderen Be- Schwindler aus Not. berufen, der mir im Laufe meines Kamp- sischen Behörden. Beides ist aktenkundig. fes als einer meiner grössten Idealisten Beide sind Nationalheilige des Dritten Reibegegnet war. ches, beide haben ihre Denkmäler. Ich will diesem Schiff den Namen mei- Von Nazigrössen ein Idealist genannt zu nes grössten idealisten in der deutschen werden, gehört für Normalempfindende zu Arbeiterschaft geben, den Namen meines den schlimmsten Beschimpfungen, die Parteigenossen denkbar sind. alten Mitkämpfers und Dr. Ley!" lov Spahn, der Flamenbefreier Die braune Verschwörung Naziwaffen überall Ueber die Wahl selbst begegnet man den verschiedensten Ansichten. Mancher sagte: ,, Es ist ganz egal, wie wir stimmen, es wird doch zu hundert Prozent umgelogen. Was sollen wir uns da der Gefahr aussetzen und unnütz Nein stimmen". Andere redeten Die Polizei in Lüttich( Belgien) hat in ängstlich von allen Möglichkeiten, wie die der Wohnung eines Deutschen ein WaffenNeinsager herausgebracht werden können, lager aufgefunden. Sie entdeckte 14 Maschivon Fingerabdrücken, heimlichen Zeichen nengewehre, Fabrikat Mauser, 20 Gewehre, auf den Umschlag und sonst noch allerhand So hat man sich den grössten Idealisten Munition und Verbandskästen. Es war aufZeug. Die Angst wurde durch die unge- immer vorgestellt. Vor dem Kriege war er heuren gefallen, dass nachts in der Wohnung bei Wahlurnen noch gewaltig gestei- bei IG- Farben und schied mit einer Abfinverhängten Fenstern gearbeitet wurde, und gert. Eine Zittrigkeit war über viele gekom- dung von 10.000 Goldmark ein Vermödass ebenfalls nachts Lastwagen bei dem aus dem Bemen, sie waren geistig einfach erschlagen. gen in der Inflationszeit Hause vorfuhren und schwere Kisten abluVon vielen habe ich gehört:„ Wenn doch triebe. Das Geld steckte er in den„, WestZu den Reichstagsabgeordneten des Füh- den und aufluden. Im Zusammenhang damit diese Wahl nur erst mal vorbei wäre, sie deutschen Beobachter", ein Naziblatt, und machen einen noch ganz verrückt". Ueber verstand auf diesem Wege, den rheinischen rers gehört auch diesmal wieder der Köl ist bei einer Firma eine umfangreiche Kordie Wahlaussichten konnte man von allen, Industriellen beträchtliche Summen zum ner Universitätsprofessor Martin Spahn. Er respondenz in deutscher Sprache beschlagob Gegner oder Freund der Nazis hören, Kampfe gegen die Arbeiterbewegung zu erglüht vor Freude darüber, dass der Füh- nahmt worden.. das gibt diesmal 99 Prozent". Nur ein alter entlocken. Sein chronischer Alkoholismus rer endlich die ihm ,, volkhaft verbundene Parteigenosse, ein Geschäftsmann sagte zu ist gerichtsnotorisch. Im Zustande der Voll- Ostmark" dem Reiche einverleibt habe, mir: ,, Wenn alle Gewerbetreibenden, Hand- trunkenheit zerstörte er die Fresken des eine„ herrliche Stunde deutscher Geschichwerker und Hausbesitzer so abstimmen, wie Kölner Ratskellers und wurde zu den te". Besagter Martin Spahn hat, wie der sie reden, gibt es nichtmal achtzig Prozent". Kosten verurteilt.). In besoffenem Zustand Neue Vorwärts" eingehend berichtete, vor Die Wahl selbst ging flott von früh an. überfiel er mit seiner Saufkolonne den Ge- 20 Jahren seinen privaten Tapferkeitstri- Briefkasten An jedem Wahllokai SS- oder SA- Doppel- nossen Wels. Die Münchner Parteizentrale but zu dieser Grosstat gezollt. Als 1918 die( Nr. 145/46) ist durch eine neugierige FraPosten, ohne die sonst noch um das Wahl- sah, sich genötigt, diesen Idealisten zur bes- deutsche Niederlage besiegelt war, verliess gerin in Verlegenheit gebracht worden. lokal herumlungernden Uniformierten. Im seren Beaufsichtigung ins braune Haus ab- er fluchtartig mit Kind und Kegel StrassWahllokal selbst war alles von Uniformen, zuberufen, nachdem der Gebietsführer der burg, an dessen Universität er den Lehrdie drohend und mahnend auf die Wähler HJ für Westdeutschland, Willy Kaiser, fol- stuhl für neuere Geschichte innehatte wirken sollten. Wählen konnte man aber gende Anschuldigungen erhoben hatte: hier ganz ungeniert und eine Beobachtung war wirklich nicht möglich. Aber schlotternde Angst war viel zu gross, als die dass die, welche gerne Nein gestimmt hätten, es auch taten. lange, ehe die Franzosen kamen. Welche Meinung seine Kollegen von seinem Mandicken ,, Dr. Ley hat Gelder, die für die SA nesmute hatten, wurde in einem in Versammlungen eingenommen waren, Hat ihn Aktenbündel niedergelegt, das in den Räuin Kölner Bordellen verhurt. ( Kaiser) veranlassen wollen, mit der men des früheren Preussischen KultusmiFrau des Direktors von Johann Maria nisteriums vermutlich noch immer Wie jeden Tag und Farina Ehebruch zu treiben, damit man wahrt wird. sie in die Gewalt bekomme und Gelder zur Parteifinanzierung erpressen könne. verDie guten neuen Stoffe Der sogenannte ,, Sozialdienst", d. h. der des ,, Berliner Tageblatt" ,, Ihr hübsches, neues Tagesendkleid wurde mit Schokoladenflecken verunziert. Der Stoff ist ein kunstvolles Mischfabrikat aus Seide, Wolle und neuem deutschen Textilmaterial. Wie soll man diese Flecken entfernen?" naZunächst ,, stützt sich" der Briefkastenredakteur auf das„ Frauenwerk Abteilung Volkswirtschaft- Hauswirtschaft", das Abend brüllten auch am Sonntag wieder türlich dazu rät, mit einem solchen Kleid die Lautsprecher über Strassen und Plätze, Spahn sieht in der Eroberung Oester- nicht anders zu verfahren, als handle es aber die Wirtschaften waren leer und nur Er macht dar- sich um Material ,, aus dem Jahre 1925". die Konzert- und Tanzlokale, in denen die Hat den Prinzen Christian Friedrich reichs erst einen Anfang. Leute vor dem lästigen Gebrülle sicher wa-| von Schaumburg- Lippe um 25 000 Mark auf aufmerksam, dass es im benachbarten Aber die Verantwortung möchte der Bebetrogen." Belgien einen germanischen Bruderstamm fragte offenbar doch nicht ren, hatten besseren Besuch aufzuweisen. Vielemale habe ich von ruhigen und nicht Der Gründer der Ortsgruppe Köln der gibt, der nach Erlösung leidenschaftlich denn er fügt vorsichtig hinzu: absolut systemfeindlichen Leuten die An- NSDAP, Stadtv. Mainz, trat 1931 aus der ruft. Das sind die Flamen in Belgien! Er ruption. Oeffentlich warf er dem Säufer Westdeutschen Beobachter: diesen Tamtam das ganze Volk und wenn es mal wirklich losgehen sollte, ist der Ley vor: grösste Teil der Menschen schon halb kaput| und nicht imstande noch Schrecklicheres ertragen". Es war alles besoffen. Hitlers grösster Idealist Ausgerechnet der Ley ,, Ley habe Gelder von Witwen und Mündelgelder unter betrügerischen Vorwänden sich geben lassen und sie für sich und die Partei verbraucht; Ley habe enge Beziehungen zu früheren Separatisten unterhalten, sie in die Partei aufgenommen, ihnen Parteiämter verschafft und zugelassen, dass sich seine Unterführer Schaller und Zeckendorf an Parteigeldern bereicherten Ihr übernehmen, ,, Am besten ist es natürlich, wenn Sie Kleid einer chemischen Waschanstalt übergeben. Ungeübte Hände können die besten Stoffe verderben, statt sie zu säubern." Auch in den Westrandgebieten des einstigen Reiches habe sich in der flämischen Bewegung die germanischen Kräfte Bei dem Versuch, am Schluss noch etwas wieder aufrichten können. Der Volkstumskampf der Flamen jenseits der Gren- Lobendes über die ,, guten neuen Stoffe" zu ze des grossdeutschen Reiches, die Wie- sagen, kommt der arme Mann ins Stottern, dervereinigung Oesterreichs und des in- stolpert über seine eigenen Floskeln, sagt neren Reiches: wir am Niederrhein ergenau das Gegenteil von dem, was er sagen messen an beiden mit voller Begeisterung, wollte und... aber lassen wir ihn selbst wie es mit der germanischen Stellung in der Welt und der Stellung des Deutsch- sprechen: tums in Europa wieder aufwärts geht." Eines Tages wird also der flandrische verleumderischer Löwe nach deutschen Soldaten rufen, um Wie Das flämische Belgien gehört, wie wir aus Dann kam folgende Gottesläste- die ganze Kumpanei, so ist auch dieser kri- dem Kriege wissen, zu jenen germanischen Die Scheu der braunen Oberbonzen vor grossen Worten hat schon etwas Krankhaftes. Welche vornehme Zurückhaltung, wenn sie einander emporloben! Bei einer Kund- wurde der Edle wegen mel und geleitet 99 Ley wagte nicht zu klagen. Dagegen gebung in Wien sagte Ley, er glaube an Verbreitung der Ritualmordlüger(§ 166) sich am Hakenkreuz wieder aufzurichten. Hitler auf der Erde und an Gott im Him- zu 1000 Mark Geldstrafe verurteilt. rung:„ Ich glaube, dass Hitler von Gott ge- minelle Alkoholiker heute ein schwerrei- Räumen", die das grossdeutsche Reich absendet wurde und dass er von ihm geführt cher Mann, Staatsrat, Einpeitscher der DAF, runden sollen. Die nationalsozialistische idealistischste Mensch, der dem Hitler je Hitler je gesehen. Das wird niemand ver- längst entdeckt und opfert schon jetzt erbegegnete? Ihr werdet lachen. Am 29. März wundern, der den Werdegang Hitlers, sei- hebliche Summen für dieses, Westrandgewurde in Hamburg ein KdF- Schiff getauft. ner Oberbonzen und ihren barbarischen biet". Zu den Nutzniessern dieses GoebbelsDer ,, Führer" hielt die Rede und donnerte: Cynismus kennt. Horst Wessel lebte mit ei- Fonds wird..." Wer aber ist der Eher- Aktionär und der grösste Idealist, den Propaganda hat diese Zukunftsmöglichkeit 39 Was nun die neuen deutschen Stoffe betrifft, so sind zwar die Forschungsergebnisse über ihre chemische Reinigungsfähigkeit noch nicht endgültig abgeschlossen, bisher ist aber noch kein Fall bekannt, der Zweifel daran liesse, dass sie einer anderen Behandlung bedürfen als die früheren Stoffe. Die Resultate der in viele tausende gehenden Proben sprechen im Gegenteil für ausgezeichnete Reinigunsfähigkeit." Fehlt nur noch der Zusatz: ,, Wir warnen gehört nicht zuletzt Herr Martin jeden, sich auf diese Auskunft zu berufen, So habe ich damals denn zum Leiter ner Prostituierten zusammen und Schlage- Spahn. Daher seine häufigen ,, wissenschaft- für deren Richtigkeit wir im Gegenteil jedieser grossen Gemeinschaft den Mann ter verriet seine Kameraden an die franzö- lichen" Vorträge im flämischen Belgien. derzeit einstehen". aub- Hitlers JLandsknecbte llle dcutscben„Freiwilligen" In Spanien Ueber die deutsche Intervention in Spa nien entnehmen wir den in den letzten Wo chen eingegangenen Meldungen der „Deutschland-Berichte": Sachsen, 1. Bericht: Ein Flak-Artillerist, der ein Jahr in Franco-Spanien war, war in Deutschland regelrecht zum Militär eingezogen und bei der Flak-Artillerie ausge- feildet worden. Nach einjähriger Ausbildung wurde er mit vielen anderen, ohne gefragt zu werden und zu wissen, wohin man seine Abteilung bringen wollte, einfach nach Spanien kommandiert. Alle erhielten Zivilkleidung und wurden nach Spanien transportiert. Die Verpflegung in Spanien sei erstklassig gewesen. An Löhnung bekamen sie pro Tag 28.— RM., wenn sie an der Front waren, und 20.— RM., wenn sie sich in Ruhestellung befanden. Unser Berichterstatter konnte sich 7 000 Reichsmark sparen. Die deutschen Soldaten unterstanden nur dem deutschen Kommando. Ihnen wurde während ihres Aufenthaltes in Spanien fortgesetzt eingeredet, dass es dort um die Niederkämpfung des Bolschewismus gehe. Fast jeden Tag erhielten sie Zeitungen, in denen Greueltaten der Bolschewiken aufgezählt wurden. Tatsächlich ist diese Aufklärung bei einem grossen Teil der jungen Menschen nicht ohne Erfolg geblieben. Der Mann berichtet, dass die deutschen Soldaten vor den russischen Fliegern grosse Angst gehabt hätten. Erst als deutsche Messerschmidt-Maschinen eingesetzt worden wären, die den russischen Maschinen überlegen waren, konnte man den Russen wirksam begegnen. Nach Ablauf der zweijährigen Dienstzeit wurde unser Berichterstatter gemeinsam mit seinen Kameraden wieder nach Deutschland zurück transportiert und aus dem Militär entlassen. Alle mussten einen Revers unterschreiben, in dem sie sich zu strengster Verschwiegenheit verpflichteten. 2. Bericht: Von einem anderen deutschen Soldaten wird berichtet, dass er und seine Kameraden eines Tages gefragt wurden, ob sie sich zu einer bestimmten Sache freiwillig melden wollten. Wozu und wohin, wurde ihnen nicht gesagt. Diejenigen, die sich gemeldet hatten, wurden nach Spanien geschickt. Dort wurde dieser Soldat hinter der Front als Motorspezialist für Flugzeug- reparaturen beschäftigt, rückte in dieser Stellung schnell auf und wurde schliesslich sogar Betriebsleiter. Nach einem Jahr kehrte er wieder nach Hause zurück. Er Hess durchblicken, dass er in Spanien viel Geld verdient habe. 3. Bericht: Ein Reichswehrsoldat(Flak- Artillerist), der wegen einer Verwundung zur Zeit aus Spanien zur Erholung nach Deutschland zurückgekehrt ist, hatte sich freiwillig nach Spanien gemeldet. Er erhielt pro Monat 800.— RM. Das Geld wurde jedoch in Deutschland hinterlegt. 4. Bericht: Bisher ist mir nicht bekannt geworden, dass geschlossene Formalionen nach Spanien geschickt worden wären. Alle mir bekannten Spanicnkämpfer haben sich freiwillig gemeldet. Sie dienten entweder bei den Fliegern oder bei den technischen Truppen. Sie haben in Spanien auch nur Dienst in der Etappe getan. Sie sind dabei sehr gut bezahlt worden und wurden auch sehr schnell befördert. Einer meiner Bekannten war ein Jahr in Spanien, ging als Gefreiter hinunter und kehrte als Sergeant zurück. Er arbeitete als Monteur in einer Fliegerreparaturwerkstätte. 5. Bericht: In letzter Zeit sind Freiwillige für die Fliegertruppe— Piloten und Techniker— in den Zeitungen gesucht worden. Angehörige der Luftwaffe bestätigen, dass diese Freiwilligen hauptsächlich für Spanien bestimmt sind. Rheinland: Der Sohn eines Bergarbeiters in Homburg a. Rh., der beim Militär, und zwar bei def Flugwaffe diente, ist in Spanien gefallen. Als die Mutter diese Sache erzählte, wurde sie verhaftet. In Moers kam ein junger Mann nach Ablauf seiner Dienstpflicht als Schwerbeschädigter heim. Er erzählte, dass er sich seine Verletzungen in Spanien geholt habe. Als das zur Kenntnis der Polizei kam, wurde er ▼erhaftet. Südwestdeutschland: Ein Bekannter berichtete mir, sein Sohn sei in Spanien bei einer Flakbatterie als Freiwilliger. Die Löhnung sei besser als in der deutschen Armee. Ausserdem bekämen seine Angehörigen, wenn er fallen sollte, eine Entschädigung von 3.000.— Reichsmark. Wahlen in HUIerdentecliland JBIn iStimiiiun�sblld Aus Südwestdeutschland wurde den „Deutschland-Berichten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" nach der Wahl geschrieben; Ganz Deutschland lebte in den letzten vierzehn Tagen geradezu in einem Taumel von Propaganda. Die„Wahlkundgebungen" waren so vorbereitet, dass unbedingt in jedem einzelnen Fall mit einem vollen Haus gerechnet werden konnte. Alle Formationen mussten antreten, damit die notwendige Zahl von Teilnehmern garantiert war. Als Hitler in Stuttgart redete, mussten nicht nur die Formationen der SS. und der SA. aus der näheren Umgebung nach Stuttgart fahren, sondern bis nach Konstanz am Bodensee und an das ganze Unterland erging der Befehl, dass die Mitglieder nach Stuttgart zu fahren hätten. Von Konstanz aus ging ein Extrazug nur für die Formationen. Die Mannschaften wurden in Stuttgart verpflegt, nach Beendigung der Rede gleich wieder verladen und waren am Samstag, 2. 4., früh 5 Uhr wieder in Konstanz. Mit diesem Zuge wurden alle Angehörigen der Städte Ueberlingen, Radolfzell, Singen, Immendingen, Tuttlingen usw. mitgenommen. Es kamen von allen Seiten Extrazüge für die Kundgebung nach Stuttgart. Die Fahrt und Verpflegung war frei. Bedürftige erhielten auch den Lohnausfall vergütet. Der Bruck auf die Wähler. Es wurde vor allen Dingen dafür gesorgt, dass aber auch alle wählen konnten. In jedem Hause wurde gefragt, ob nicht Besuch da wäre, dieser brauchte nur angemeldet zu werden und könnten dann ohne weiteres wählen. Nach drei Tagen wurde nachgefragt, ob alles in Ordnung sei. Bereits sechs Tage vor der Wahl wurde nachgefragt, ob Kranke da wären, die transportiert werden müssten oder solche die zu Hause wählen wollen. Für die Letzteren wurde extra ein fliegendes Wahlbüro eingerichtet, dass am Sonntag den ganzen Tag von Haus zu Haus fuhr um die Stimmen zu holen. Dieses fliegende Wahlbüro bestand aus zwei Mann, einer hatte die Urne, der andere machte die entsprechenden Notizen Das und die Sache war erledigt. Bei Leuten, von denen man wusste, dass sie Verwandte im Ausland haben, wurden die Adressen verlangt, damit man sich mit diesen Auslandsdeutschen in Verbindung setzen könne. Auch wurden die Leute aufgefordert, den Verwandten selbst zu schreiben, dass sie ihre„Pflicht" dem Deutschen Reiche gegenüber zu erfüllen hätten. Marschbefehl für die Formationen. Zu den Kundgebungen wurden nicht nur alle Formalionen aufgeboten, sondern auch die Arbeiter der Betriebe mussten antreten und im Gleichschritt mitmarschieren. Dabei mussten die Meister der verschiedenen Abteilungen feststellen, wer dabei fehlte. Die Angehörigen der Werkscha- ren mussten, wie die andern Formationen auch, die ganze Woche vom 4. April bis zum 10. April in Uniform zur Arbeit kommen und durften auch ausserhalb der Betriebe nur in Uniform erscheinen. Von einem Werke der Metallindustrie, etwa 1 500 Arbeiter, wo erst seit kurzer Zeit die Werkschar gegründet war, wurde schnell noch den Schneidermeistern der Auftrag gegeben, die Uniformen fertigzustellen. Die Firma bzahlte die gesamte Ausrüstung nebst den Stiefeln. Einschüchterungsparolen der Nazis Interessant ist, dass gerade aus den Reihen der Nazis immer wieder Parolen herausgegeben wurden, die nur den einen Zweck hatten, die Wähler einzuschüchtern. So wurde beispielsweise erzählt, dass in die Wahlurnen eine Einrichtung eingebaut sei. mit welcher die Stimmscheine genau der Reihe nach aufgestapelt würden. Andererseits würde man die Wähler genau der Reihe nach registrieren und damit wäre dann eine Kontrolle vorhanden, wie jeder gewählt habe. Diese Parolen, die sich bei jeder Wahl immer prompt einstellen, führen dann dazu, dass viele Aengstliche sich nicht getrauen, eine Neinstimme abzugeben. WHW. wärmt die Wählerinnen auf* Das WHW wurde bekanntlich vom 31- März bis zum 10. April verlängert. In dieser Zeit fand nun mindestens alle zwei Tage eine Ausgabe von Lebensmittel statt. Die Leute haben von Mitte März bis Ii- April mehr erhalten, als vom 1. Oktober 1937 bis 15. März 1938. Noch am Sonnabend vor der Wahl war in der Früh eine Ausgabe und es erhielt jede Familie neben anderen Lebensmittel je nach Grösse ein bis drei Büchsen Fleischkonserven, und zwar Kilobüchsen. Bis zu diesem Tage hatten sie seit 1. Oktober 1937, bei einer Familie von sechs Köpfen, nur einmal eine Büchse erhalten. Die Leute meinten: wenn doch nur alle Monat einmal eine solche Wahl wäre! Der grosse Schwindel. Im Auslande, wo man nur die Radioreden und die Nazizeitungen als Gradmesser anlegen kann, wird man es vielfach nicht glauben, dass im Reiche selbst, ausser bei den 100-prozentigen, eigentlich niemand die Abstimmung ernst genommen hat. Vor der Wahl war gar nichts anderes zu hören, als die hohnvolle Bemerkung:„Die bringen natürlich ihre neunundneunzigeinhalb Prozent zusammen. Da ändert kein Wähler etwas daran!" Ein Geschäftsmann, guter Katholik, streckte bei jeder Gelegenheit seinem Tischgenossen sein Glas hin und sagte:„Na, welches Glas willst du"? Auf die Antwort des Gefragten:„Du hast ja nur ein Glas", kam dann die Antwort:„Gena« wie am Sonntag". Solche � und ähnliche Redensarten geben ein wirkliches Bild über die Gesamtstimmung eines grosse» Teiles des Volkes. Am Montag hörte man schon ganz all' gemein von einem grossen Schwindel sprechen. Man ist allseits davon überzeugt, dass wenn auch eine grosse Mehrheit mit Ja gestimmt hat, es eben doch keine 99 Prozent sind. Von dieser Einstellung bring' auch die grösste Goebbelspropaganda die grosse Masse nicht ab. 1 Die Sprungprämie Man schreibt uns: Das Dritte Reich hat es sich zur Aufgabe gemacht die Bevölkerungsziffer zu erhöhen. Diesem Zwecke sollen die Ehestandsdarlehen dienen, deren Rückzahlungspflicht mit jedem Kind verringert wird, und eine Beihilfe von monatlich 10 Reichsmark für jede Familie vom 4. Kind ab, aus Reichsmitteln. Die Verantwortungsbewussten haben»jedoch ihre eigene Auffassung über die Zuwendungen und die Empfänger müssen manches Spottwort einstecken. So hat der Volksmund die 10 Reichsmark pro Monat boshaft als„Sprungprämie" bezeichnet. Passiert nun einem Arbeiter das„Glück", das 4., 5., 6., Kind zu bekommen, so hängt er's nicht gern an die grosse Glocke. Aber die Nazis machen es, denn es soll doch Propaganda sein. Also macht z. B. das „Bautzener Tageblatt" jeden Zuwachs über das 3. Kind hinaus bekannt. So steht auch eines Tages der Volksgenosse X in der Zeitung mit dem... Kind. Selbstverständlich wird er von seinen Arbeitskollegen„beglückwünscht", denn er hats nötig, ist er doch ein armer Teufel, der nicht viel zu beissen hat. Er ist garnicht beglückt über den Zuwachs trotz der Prämie und hat einen Mordsärger, dass er auch noch gehänselt wird zu seinem Malheur. Also setzt er sich hin und schreibt an die Amtshauptmannschaft Bautzen: „Werthe Amtshaubtmannschaft! Thei- len Ihnen hierdurch mit, dass es die Kinderreichen Klückwünsche in keinem Bezirk giebt, als in Bautzen. Wie man allgemein hört, stossen sich viele Ehepaare sehr daran und ist niemand recht, denn es bilden sich viele ein, dass sie damit blamiert werden. Es nimmt sich ein jeder so viel wie möglich zusammen, blos dass sie nicht in aller Blätter Welt kommen. Also bitte machen sie, dass in Zukunft nicht mehr und erhalten Sie das Geld und die Zeit, denn es ist alles sehr knapp. Denn Sie machen mehr Schaden wie Nutzen damit. Was es nirgends giebt. Heil Hitler." Das haben die Nazis nun davon, und es ist sehr billig, wenn sich das„Bautzener Tageblatt" vom 15. Januar 1938 über die Orthographie des armen Kerls lustig machte und ihn der„Meckerei" beschuldigt. Es ist ein echter Nazi und keiner seit 1933. Wir können natürlich den Namen nicht nennen, um ihn nicht der Rache seiner„Parteibonzen" auszuliefern. Die Nazis wollen es ja nicht einsehen, dass in der Hauptsache die weniger klugen und intelligenten Menschen bei den Kinderreichen sind, soweit es sich um Arbeiter handelt, ist die Geburtenbeschränkung feste Regel. Die kinderreichen Ehepaare fühlen sich mit Recht an den Pranger gestellt, aber was verstehen denn die Nazis davon, die sich selbst vor Kin derreichtum hüten! Gleichzeitig klingt die Not aus dem Brief: „es ist alles sehr knapp." Der Arbeiter weiss noch nicht, dass die Knappheit zum Vier- jahresplan gehört, obwohl er ein Nazi ist, Er ist halt ein bissei dumm, wie die Kin- derzahl beweist. Das„Rassenpolitische Amt" wird weiterhin den Pranger für die Kinderreichen bekränzen. Aendern wird sich nichts, die Kinderreichen haben eben Malheur und müssen sich abfinden, wie es auch bisher war. Die Prämien spornen sie nicht an, wenn auch ihre Notlage etwas gemildert wird. Der Vierjahresplan, die allgemeine Not des arbeitenden Volkes, die Angst vor dem Heldentod der Kinder, die Verantwortung vor der kommenden Generalion werden die intelligenten Menschen vor Kinderreichtum bewahren. llorrlielie Keifen Aus einem Briefe aus Schlesien: „Ueberall ist die gleiche Klage über die schlechte Beschaffenheit der Lebensmittel, besonders des Brotes. Es ist schwarz und schwer verdaulich. Besonders bei älteren Leuten stellen sich nach dem Genuss des Brotes heftige Magenschmerzen ein. Das Mehl wird immer schlechter und Kuchen, von diesem Mehl gebacken, ist hart und grau. Wäsche, besonders aber Leib- und Bettwäsche ist nicht zu haben. Die Händler bekommen jetzt nur noch ein Fünftel des Quantums zum Verkauf geliefert, das sie im Jahre 1937 erhielten. Bettwäsche zu erhalten, ist fast unmöglich. Auf der Frühjahrsmesse in Frankfurt an der Oder war ein Stand mit Wäsche. Der Stand wurde fast gestürmt, die Leute schlugen sich buchstäblich um das bisschen Wäsche, dass der Händler feilbot, er hatte im Nu ausverkauft. Ein schlechter Anzug von der StanjF kostet heute mindestens 55— 60 Mark. Da' ist aber das schlechteste Zeug, das ma» sich denken kann. Es läuft im Regen ei»' hält kein Bügeln aus und hält keinen Bruclr Einigermassen haltbare Anzugstoffe—»*' türlich Zellwolle— kosten heute der Meter 30 bis 35 Mark, ein Anzug kommt auf 1�* bis 200 Mark vom Schneider, seine Haltbarkeit ist gleich null. Ein Bekannter kauft' sich Pyjama-Stoff und liess sich ein«® Schlafanzug raachen. Nach dem ersten Waschen war er so eingegangen, dass er ein«" halben Meter zu klein geworden war. Die Butter ist sehr knapp und die Qualität wird immer schlechter. Es wird vi'' geklagt darüber, dass die Händler ihre» „vornehmen" Kunden extra Butter hinte»' herum geben, allerdings zu höher«» Preisen. Putzmittel und Schuhcreme wird uur noch in Glasbehältern geliefert. Blech dan zur Verpackung dieser Artikel nicht meh1, verwandt werden." Die Wohlsrenährfen „Die Wiener sprechen die Gäste aus de»1 Reich gern an, wo sie sie nur erkennen. Dabei kehrt immer wieder die Frage:„Nährt Ihr Euch tatsächlich meist mit Berit' gen?"... Zugleich mit den Fragen hört man n»11 freilich auch schon die Feststellung, das' die Gäste keineswegs verhungert oder o»' terernährt aussehen. Zumal die Soldat� und Polizisten haben in dieser Hinsicht gutes Zeugnis abgelegt."(„Westfälisch' Landeszeitung" Nr. 91.) Ein Gewohnheitsverbrecher. Der nati»' nalsozialistische Stadtsteuerdirektor Es»» von Düsseldorf ist wegen Bestechung, ff kundenvernichtung, Betrug, Erpressung- Nötigung im Amt und Untreue zu 15 J»»' ren Zuchthaus und Sicherheitsverwahru»!" verurteilt worden. Das Gericht bezeichne'1 ihn als„gefährlichen Gewohnheitsverbr» eher". Dieser„gefährliche Gewohnheit5' Verbrecher" war eine Zierde der„nation11' len Erhebung". Nr 253 BEILAGE NEUER VORWÄRTS 24. April 1938 Gesehiehie als Lehriiieisterlu Arthur lto*$eiiher$;« 9 Demokratie und Sozial!« uiu« ««• * * h" Unter den Büchern der letzten fünf Jahre, die man kennen muss, um unsere Zeit zu verstehen, ist das neue V%n Arthur Rosenberg eines der wichtigsten. Es heisst:„Demokratie und Sozialismus. Zur politischen Geschichte der letzten 150 Jahre" und ist im Verlag Allert de Lange in Amsterdam erschienen. Geschichte müsste eigentlich, alle paar Jahre, und besonders immer nach grossen Ereignissen, neugeschrieben *aerdeu. Denn obgleich die histori- s«hen Tatsachen an sich unveränderlich bleiben, bieten sie doch dem Betrachter je nach seinem Standort über- •schend wechselnde Ausblicke. Es ist *ie bei einer Gebirgswanderung: die Berge bleiben unbeweglicb, und doch Rheinen sie nach jedem Stück Wegs, «las man zurückgelegt hat, immer wieder ganz anders. Auch die Zeit seit dem amerikani- sehen ünabhüngigkeitskampf und der französischen Revolution zeigt den Menschen von heute wesentlich andere i�üge, als denen vor.dreissig Jahren. Bin Bild dieser Zeit zu schaffen, wie Kie sich dem Auge eines politisch und historisch geschulten Betrachters von heute darstellt, war eine notwendige Aufgabe. Rosenberg hat sie in trefflicher Weise gelöst. Wer sein neues Buch liest, der wird allernächst lernen, die Zeit von 1789 bis heute als ein Ganzes zu begreifen. Vor etwa 150 Jahren hat die Auflösung der alten staatlichen und gesellschaftlichen Formen begonnen, Und damit hat eine Bewegung eingesetzt, die bis heute nicht zum Stillstand gekommen ist. Aufstände, Volkskriege, allgemeines Wahlrecht, Molksabstimmungen, die Vielfälligkeit *er nationalen und sozialen Probleme geben der Zeit ein völlig neues Gesicht. Es ist das Zeitalter der Republiken, �er Cäsaren, der Kaiser und Könige, «he ins Exil gehen, der Tagelöhner, die 'u Selbstherrschern ihres Volkes aufzeigen, das Zeitalter der Streiks, der Weltwirtschaftskrisen, der sozialisti- Z'hen Massenbewegungen, der Planwirtschaft, der Bolschewiken und der Faschisten. Es ist das Zeitalter der Elektrizität, der Autos, Flugzeuge, Fanks, Giftgase, der Rotationsmaschi- "en und des Rundfunks. Mit betäubender Wucht und Schnelligkeit sind «üe grossen Ereignisse auf die letzten Generationen eingestürmt. Eine ungeheuere Verwirrung aller geistigen und ältlichen Werte ist die Folge. Wie wird das alles enden? Die junge Arbeitergeneration von 1900, die sich 1111 Darwin und Marx schulte, glaubte den Fortschritt. Sie glaubte, dass hie Aufwärtsentwicklung der Menschheit ein ganz neues Tempo angenommen habe, und dass diese Bewegung ,ehr bald in der Bildung einer sozia- '■stischen Gesellschaft ihren Rulie- hünkt finden werde. Heute dagegen meinen viele, dass die Bewegung mrangsläufig zum Faschismus führe ',nd in ihm für lange Zeit völlig er- Zerren werde. Bosenberg kann den schönen Glauben an die unmittelbare Nähe des so- Znlistischen tausendjährigen Reichs mcht aufrechterhalten und nicht verteidigen. Aber auch dem Schreckgespenst der tausendjährigen Naziherr- schaft leuchtet er mit dem Licht der historischen Forschung gründlich heim. Faschismus und Nazismus sind Gewächse unserer Zeit. Das will aber nicht besagen, dass die Demokratie zuvor in Europa ein leichtes Leben gehabt und nichts als Siege heimgetragen hätte. Das gerade Gegenteil ist die Wahrheit; allen Aufstiegen der Demokratie sind jähe Abstürze gefolgt. Der Zustand, der dadurch eintrat, bat immer länger gedauert als die Demokraten gehofft hatten. Docii ist er niemals ein endgültiger gewesen. Nach längeren Erschöpfungspausen setzt der Vormarsch innner wieder ein. Staatsform. Die Demokratie als politi sehe Bewegung versucht Rosenberg einzuteilen und zu klassifizieren als bürgerliche, soziale, sozialistische, liberale, imperialistische, legale und revolutionäre Demokratie, wobei, wie es nicht anders sein kann, die Grenzen nicht selten fliessend werden. Wir möchten aber gerne erfahren, was an diesen verschiedenen Sorten von Demokratie das Gemeinsame ist, und das eben erfahren wir nicht. „Die Demokratie als ein Ding an sich, als eine formale Abstraktion", so schreibt Rosenberg,„existiert im geschichtlichen Leben nicht." Das ist zweifellos richtig, aber ebenso richtig ist, dass„formale Abstraktionen" unentbehrliche Mittel der Erkenntnis In geruhsamen Zeiten hatten wirjsind. Es gibt in der Wirklichkeit keine uns gewöhnt, die neueste tieschichte � abstrakten Zahlen: es gibt drei Aepfel, bei den grossen Utopisten beginnen zu oder drei Sterne, oder drei Häuser, lassen und sie mit Marx und der Zwei- aber es gibt keine Drei als„Ding an ten Internationale abzuschlicssen. Ro-jsich". Wer wollte daraus schliessen, senberg zeigt sie uns als eine Zeit auf- j dass wir ohne Zahlen auskommen wühlender Kämpfe non Robespierre können? Es gibt auch keine„Demo- über Marx bis Lenin. Den demokratischen und sozialistischen Bewegungen der Vergangenheit wird an Kritik nichts geschenkt. Aber die Kritik, die Rosenberg übt, ist niemals fraktionell- kratie an sich", sie hat immer einen Inhalt, und dieser Inhalt kann sehr verschieden sein, aber deswegen ist die Form noch nicht gleichgültig. Das alles wird Rosenberg gewiss gehässig, sondern stets von allgemei-i nicht bestreiten, aber er hat es bei seinen höheren Grundsätzen getragen.|ner Arbeit für unbeachtlich gehalten, Ueber manches lässt sich streiten, aber und das ist ein schwerer pädagogigerade die Kritik, die an der deutschen scher Fehler. Es können dadurch Miss- Sozialdemokratie und der Zweiten In- 1 Verständnisse entstehen, die gefährlich teruationalc geübt wird, trifft im grossen Ganzen den Nagel auf dem Kopf. Wo so viel Licht ist, kann es auch nicht an Schatten fehlen. Die Schwäche des Buches liegt in der souveränen Nichtbeachtung, mit der alle staatsrechtlichen Probleme beiseite geschoben werden. Rosenberg behandelt die Demokratie als politische Bewegung — und das ist sie zweifellos auch— ausserdem aber ist sie auch eine Idee und eine auf dieser Idee beruhende sind. Denn so unendlich verschieden die sozialen Inhalte einer Staatsform sein können, so eng ist doch andererseits die Zahl der möglichen Slaatsfor- men begrenzt. Im Grunde sind es einige wenige Typen, die im Laufe der Jahrtausende immer wiederkehren, für einen von ihnen muss sich der handelnde Politiker entscheiden. Das Spiel mit den Worten„formale Demokratie",„bürgerliche Demokratie" usw., die Suche nach einem staatsrechtlichen Wolkenkuckucksheim, einer unmöglichen Staatsform, die die Herrschaft des Proletariats und den Sieg des Sozialismus garantieren sollte, hat vor zwanzig Jahren den furchtbarsten Schaden angerichtet, und der Gedanke ist grauenhaft, dass eine revolutionäre Bewegung der Zukunft ähnlichen Irrlichtern nachlaufen könnte. Mit Recht warnt Rosenberg vor der Vorstellung, dass mit der Fanführung einer demokratischen Verfassung das Werk der sozialen oder sozialistischen Demokratie schon getan sei— gewiss, es fängt damit erst an; aber anders anfangen kann es eben nicht! Die Erkämpf ung und Erhaltung des allgemeinen, gleichen und freien Wahlrechts, die Freiheit der Meinung, das Recht auf Koalition sind die unentbehrlichen Voraussetzungen für den Aufbau einer sozialen und sozialistischen Demokratie. Im Bürgerkrieg mag es notwendig werden, diese Rechte zu beschränken, aber ein Bürgevfrieden ohne ihre Wiederherstellung ist nicht denkbar. Denn die Demokratie, als Staatsform sowohl wie als Bewegung, beruht auf der Idee vom Wert der Persönlichkeit, vom gleichen Recht aller. Diese ethische Fundierung aller demokratischen oder sozialdemokratischen Bestrebungen wird denen erst recht notwendig erscheinen, die mit Rogenbergs Kritik an der Arbeiterintercssenpolitik der Sozialdemokratie übereinstimmen. Diese kritischen Bemerkungen haben ihren Zweck erst dann erreicht, wenn sie niemanden vom Lesen dieses ungewöhnlich wertvollen Buches abschrecken, sondern im Gegenteil alle dazu ermuntern, es gründlich zu studieren. Bloss in der Absicht, den Wert dieses Studiums zu vermehren, wurden hier einige Bedenken angemeldet. Friedrich Stampfer. Hitler in Nüilamerika Argentinien wehrt sieh/ Von Oda Olherg Bis vor wenigen Jahren war in Argentinien nichts von einer deutschfeindlichen Stimmung zu spüren. Sogar die lebhafte Propaganda der Entente während des Weitkriegs war erfolglos geblieben, weil die argentinische Bevölkerung, dank ihrer Geschichte und ethnischen Zusammensetzung, nicht zum Fremdenhass neigt. Aber Hitler hat es doch geschafft. Die Regierung hat bereits zwei deutsche Nazi-Schulen im Gouvernement La Pampa geschlossen(Gouvernements sind in Argentinien die Gebiete, die wegen ihrer geringen Bevölkerungszahl keine Sclhstregierung haben, Sondern von der Bundesregierung verwaltet werden) und hat eine Enquete über alle deutschen Schulen der Hauptstadt und der Länder angeordnet. Seil längerer Zeit bekam man hierzulande Kostproben des Eindringens der Nazi: Uebcrfällc auf das antifaschistische„Argentinische Tageblatt" und auf einzelne seiner Redakteure, Angriffe und Roheitsakte gegen Synagogen, Ueberschwemmung mit Hitler- und Goebbelsredcn in spanischer Sprache, die einem durch die Post zugestellt wurden. Die Behörden hatten zuviel mit der Verfolgung streikender Arbeiter und sogenannter„Kommunisten" zu tun, um einzuschreiten. Jetzt hat aber das Zusammentreffen verschiedener Episoden dem Fass den Boden ausgeschlagen, sodass man sich gar nicht zu wundern braucht, wenn etwas wie eine Penetrationspsychose ausbricht. Es gibt schätzungsweise 250 000 Deutsche in Argentinien, von denen sehr viele argentinische Staatsbürger sind. Nach einer nationalsozialistischen Statistik verfügen sie über 203 deutsche Schulen, aber dabei sind kleine Kampschulen mitgerechnet. Lehranstalten mit regelmässigem Unterricht gibt es etwa 80. Der erste offizielle Alarm kam aus dem Gouvernement La Pampa und aus dem südöstlichen Gouvernement Missiones, wo sich geschlossene deutsche Siedlungen befinden. Es bat sich herausgestellt, dass in den dortigen Schulen die Landessprache gar nicht oder nur ganz nebenbei gelehrt wird, sodass vorkommen konnte, dass ein argentinischer Staatsbürger L. von deutschen Eltern in Argentinien geboren, bei der Einberufung zum Militärdienst sich nur durch einen Dolmetscher verständigen konnte! Ausserdem wird dort den Kindern die Naziideologie eingetränkt, die sie dem Lande entfremdet, dessen Bürger sie sind. Eben deshalb hat man bis jetzt, als erste Massnahme, die Schliessung zweier deutscher Schulen in La Pampa angeordnet. Am wichtigsten sind natürlich die Schulen in der Hauptstadt, die alle, bis auf zwei, gleichgeschaltet sind, zu einem deutschen Schulverband unter dem Vorsilz des deutschen„Kulturrats", eines Professors Keiper, zusammengeschlossen. Nicht nazistisch sind die Germania-Schule und die Pestalozzischule. Diese ist vor vier Jahren auf Anregung des„Argentinischen Tageblattes" gegründet worden, um die Kinder antifaschistischer Eltern aufzunehmen. Welch ein Dorn im Auge der Hitler-Deutschen sie ist, geht daraus hervor, dass einem Arbeiter der Firma Siemens bei Strafe der Entlassung bedeutet wurde, seine Tochter aus der Pestalozzi-Schule zu nehmen. Ueber- haupt arbeiten die f/rossc/i deutschen Firmen, im Verein mit der Deutschen Arbeitsfront, sehr stark mit politischen Massregelungen, wodurch besonders die Neuzugewanderten eingeschüchtert werden. Nach einer in der„Critica" veröffentlichten Artikelserie von Ernesli Giudici, sind die deutschen Nazi-Schulen in Argentinien von rund : 15 000 Kindern besucht. Die Staatszugehö- jrigkeit ist nur für die Hauptstadt festgestellt, und zwar sind 74 Prozent Argentinier, 11 Prozent Deutsche(in Deutschland von deutschen Eltern geboren) und 15 Prozent gehören anderen Nationalitäten an. Es ist nun wohl begreiflich, dass die argeritinische Regierung nicht davon begeistert.sein kann, wenn man ihren heranwachsenden Staatsbürgern ein Lehrbuch in die Hand gibt, wie das„Deulschkundliche Arbeitsbuch" von Garz und Hartmann, in dem sie auf Seite 12 lesen können, dass Deutschland vor Hitler eine demokratische Republik war, wie Argentinien, dass die Menschen auf offener Strasse überfallen wurden, die Häuser verbrannt, der Reichstag angezündet, die Züge durch Attentate zerstört, die Telegraphenstaiigen vernichtet, die Läden geplündert, die Bauken ausgeräumt, usw. Mit diesem Bild einer„demokratischen Republik" dürfte nicht gerade viel für die Erziehung republikanischer Demokraten gewonnen sein. Im„Auslanddeutschen," fordert ein Professor aus Missiones für die dortigen Siedlungen einen Führer,„der fähig sei, dank seiner geisti- Das zerrissene Mitgliedsbuch Die Lumperei der Gleichschaltung gen Eigenschaften, nicht nur die Führung der Deutschen zu übernehmen, sondern ausserdem und vor allem die Leitung gegen die fremde Nationalität, die uns erlaubte, als Herrenvolk gegenüber dem Pöbel der Ausländer und Mestizen aufzutreDie Nationasozialisten scharren, von ih- Oder eigentlich: neunzehn Jahre für nichts auch noch drei Pfennige weniger zu zahlen ten". Dieser Pöbel ist die Nation, bei dem rem eignen Wahlrummel angeregt, die äl- und gegen nichts, immer zu jedem Verrat braucht.) das ,, Herrenvolk" zu Gast ist! testen Requisiten der„ Kampfzeit" aus den bereit. Natürlich darf in dem Bekenntnis der ,, Schönste- Tag- meines- Lebens" Wichtiger als dieser Versuch, von der Rumpelkammern. Auch die zerrissenen Mit- auch Jugend Besitz zu ergreifen, der schliesslich gliedsbücher sind ihnen wieder eingefal- nicht fehlen, der aus der weiland nur einen winzigen Bruchteil der Argenti- len. Sie spielten anno 1932 in Deutschland jestäten- Zeit übernommen wurde: nier betrifft, ist die wirtschaftliche Inva- eine Rolle, als der politische Kampf durch sion, auf die man durch den Schulskandal Hitlers Landsknechte bereits von der geiaufmerksam wird. Sie ist in Uruguay und stigen Ebene in den Sumpf des Messerabgedrängt inBrasilien viel weiter vorgeschritten als stecher- und Maulheldentums Ma,, Ja, da ist schon allerhand Neues geschaffen worden. Das hat ja wohl auch der Führer anerkannt, als er 1935 hier war. Das war an einem Sonntag, ganz plötzlich ist der Führer gekommen. Ich hatte gerade Sonntagsschicht und stand am Hochofen. Na, und dann habe ich den Führer im Namen der Gefolgschaft begrüsst. Und dann hat er mir die Hand gedrückt und die anderen haben Sieg- Heil gerufen. Ich bin dann noch mit dem Führer mitgegangen, bis er das Werk verliess. Das war der schönste Tag in meinem Leben, das kann ich wohl sagen, wie ich dem Führer Auge in Auge gegenüber stand. ,, In Mannheim dachten wir an einen grossen Empfang mit einer grossen Rede ordenbedeckter„ Bonen", uniformierte Kolonnen usw. Aber nichts von alledem. Die Stadt Mannheim schickte uns ihre Kinder, ihre Zukunft, entgegen. Wir waren alle gerührt, gerührt, alle die im Zuge waren . دو Dann hielt der Bürgermeister der Stadt Mannheim eine Rede, und dann sprach dieser Mann, der Bürgermeister, der bei uns im verflossenen Regime fast ein Herrgott wäre und sich niemals herbeigelassen hätte, mit einem Arbeiter zu sprechen dieser Mann sprach mit unseren Kameraden, wie Bruder zu Bruder, wie ein Arbeiter zum Arbeiter. Nun begann ich diese Dinge langsam zu begreifen. Es stimmte: es war hier ein Staat, der aufgebaut ist auf der absoluten Volksgemeinschaft... Ich schliesse meine Ausführungen mit dem Deutschen Gruss: Heil Hitler. hier, wo der englische Kapitalismus ein so worden war. Damals konnte man an jeder einen angeblichen wichtiges Element, wie das Verkehrswesen, dritten Strassenecke fast ganz in seine Hände gebracht hat. Im- Kommunisten oder Sozialdemokraten stemerhin steht fest, dass die Unternehmungen hen sehen, der ein meist gefälschtes oder Mitgliedsbuch zerriss und Thyssens ,,, Metal" und ,, Sedalana" sowohl gefundenes im Norden des Landes als in Patagonien seinem gepressten Herzen durch lautes GeBohrungen und Schürfungen anstellen las- brüll Luft machte. So gegen Abend hatte sen, in der Hoffnung, die dort vermuteten man dann Gelegenheit, die Helden in NaziBodenschätze für Deutschland zu monopo- Kneipen zu beobachten, wo sie ihre Erleblisieren. Im Nordosten Argentiniens sind nisse zum besten gaben und sich dafür von bereits grosse Zinn- und Eisenlager festge- ihren Auftraggebern traktieren liessen. GeEin anderes Mal ist der Dr. Ley gekomstellt und die sehr flinke deutsche Konsu- gen Abend erst, denn sie genierten sich men. Also, was soll ich Ihnen sagen larvertretung bemüht sich, hier dem nord- doch ein wenig. Und es war auch nicht mir ist auf einmal die Sprache weggeamerikanischen und britischen Kapital zu- Sitte, unmittelbar nach der feierlichen Zerblieben. Vor Freude und Aufregung war Genug! Der Mann ist im nationalsoziali ,, Parteibuches" öffentlich vorzukommen. Man halte vor Augen, dass reissung des das. Das kann ja passieren, nicht? Aber stischen Jargon so auffallend gut bewanEcuador, Chile, Bolivien, Paraguay und Ar- überzulaufen. Das hätte auf das Publikum der Dr. Ley hat nur gesagt: Jaja, ich dert, der Unsinn fliesst ihm so mühelos von schlechten Eindruck gemacht und weiss schon" gentinien 23 Prozent des Zinns der ganzen einen und hat mir auf die den Lippen, dass eine längere Schulung des dem Theatercoup alle Wirkung genommen. Welt hervorbringen und 17 Prozent Schulter geklopft." vorangegangen sein muss. Er dürfte zu den Kupfers. Jetzt feiert das zerrissene Mitgliedsbuch Das ist das„, zerrissene Mitgliedsbuch" Verrätern und Menschenfängern gehört haalso Auferstehung. Nur wird es, da andere Nummer 1. Frischbekehrte sind Wenn diese wirtschaftliche Invasion, die Parteibücher als die nationalsozialistischen Deutschland leider nicht vorzuzeigen, des- munisten aufspielten, um ihre Kameraden in ben, die sich unter Schuschnigg als Komhier nur angedeutet werden kann, vor allem nicht mehr existieren, bildlich in Stücke halb müssen die ,, Märzgefallenen" für das nach dem Einmarsch der deutschen TrupRüstungszwecken dient, so dient die diplo- gefetzt. Aber die beliebte Szene hat noch matische und Presseaktion Nazideutschlands eine andere Wandlung erfahren. Die natiotraurige Geschäft herhalten. Anders ist's pen ans Messer zu liefern. dazu, Konflikte und Spannungen zwischen nalsozialistischen Veranstalter haben auch den lateinamerikanischen Staaten zu erredas bisschen Schamgefühl eingebüsst, das gen. So sucht man jetzt in Brasilien und ihnen die öffentliche Meinung in der ReBolivien eine feindselige Stimmung gegen publikzeit aufzwang. Jetzt sind sie besonArgentinien zu wecken. ders stolz darauf, wenn Damit verbindet وو mit den ,, Kommunisten" aus Oesterreich. Gemessen an der hier produzierten GeDie werden am liebsten ganz frisch enga- sinnungslumperei waren die zerrissene giert. Einer heisst Robert Bader. Es ist an- Mitgliedsbücher von 1932 harmlose Bouferkennenswert und nützlich, dass bei den fonnerien. Ein Trost ist es nur, dass die Veröffentlichungen die Namen nicht ver- Nationalsozialisten jeder Kritik seit lansich in ihrem Publikum aufgemacht wurde. belten Deutschland nur ekelerregend. Das das Hitler- Reich den doppelten Zweck: die Schauspieler einen möglichst raschen Ge- gessen werden. Dieser Bader hat nach der gem entwöhnt berühmten ,, Studienfahrt" österreichischer verschätzen. Haben die zerrissenen MitStaaten zu schwächen und ihnen gleichzei- sinnungswechsel vortäuschen. Das scheint ,, Brüder" durch die Saarpfalz beim Ab- gliedsbücher schon 1932 keinen Eindruck tig deutsche Waffen anzudrehen, zu denen ihnen ein Beweis für die Ueberzeugungsdie Betrogenen selbst das Rohmaterial lie- kraft ihrer Idee zu sein... In der West- Schiedsessen in Saarbrücken eine Anspra- gemacht, so wirken öffentliche Selbstentfern dürfen. Waffen zweiter Güte, die sich fälischen Landeszeitung"( Nr. 91) lassen sie che gehalten, die in der Goebbelspresse fett mannungen der geschilderten Art im gekne im spanischen Krieg nicht bewährt haben, möchte man für schweres Geld nach Südamerika verkaufen. Argentinien ist rechtzeitig gewarnt. Es sorge nicht nur für seine formale Souveränität, sondern auch für die reale, die Erziehung seiner Jugend und das Verfügungsrecht über seine Bodenschätze, aus denen man nicht nur Verteidigungswaffen, sondern auch Ketten schmieden kann! Rundfunkwissenschaft Der Präsident der Reichsrundfunkkammer, Parteigenosse Kriegler, fordert in einem Vortrage in der Breslauer Universität die Errichtung von Lehrstühlen für eine völlig selbständige Disziplin ,, Rundfunkwissenschaft." Wer künftig weiterhin das Rundfunkwesen der Zeitungswissenschaft angliedere, gehe von einem falschen geistigcu Standort aus, denn der Rundfunk sei absolut eigengesetzlich. Warum so umständlich? Mit der Beherrschung des Rundfunks durch alte Kämpfer, die nach eigengesetzlichen Anordnungen Propaganda für den Nationalsozialismus zu betreiben haben, ist doch das Problem bereits gelöst. Wo drüben ein aufrechter Schriftsteller sich von den braunen Parolen abkehrt und der hal Em ste ers an ma der Son Ex es VOL du das unc seit ein de unc sch lich cel. Erb ang tivi M nat. eine vor ras, Act auf nen her. nen Ohr V mög tels nick der seim läss die sche idea zufr D habe ville solc dies Vora te, e Die nen aller den, Ann den Leut sie wer Flick nen den E Dest Deu gim eu z. B. einen ,, Schlosser am Hochofen" namens Hermann Sanio, beschäftigt im ,, Als an dem bewussten Freitag Adolf bestätigen alle Stimmen aus den deutschen Hüttenwerk ,, Bochumer Verein" Hitler in Oesterreich die Macht über- Betrieben, die hundertfach über wohl be zu Bouns dringen. nahm, war ich einer von denen, die mit wachte Grenzen zu also chum, dem Interviewer gegenüber der Waffe in der Hand und unter Einsatz drauflos reden: ihres Lebens die Machtübernahme vereiteln wollten. Nicht deshalb, weil wir Schuschnigg schützen wollten, sondern weil wir die Hitlerbewegung als einen Feind der Arbeiterschaft betrachteten." ,, Ja, wenn ich so daran denke, wie ich damals hier angefangen habe als Schlosser, 1920 war das na, da hat das hier anders ausgesehen, das kann man wohl sagen. Alles rot, rot Freigewerkschaftlich organisiert waren wir alle, mussten wir ja." Und dann kam der Kapp- Putsch, und der ,, rote" Sanio sollte auf Seiten der Arbeiter kämpfen. ,, Da sagten wir uns: ,, Nee, das ist nix für uns" und hauten wieder ab. Seitdem wollte ich mit der Politik nichts mehr zu tun haben. Natürlich, organisiert blieb ich, mussten wir ja Na und dann ja, dann sind wir ja das wohl'n bisschen spät gekommen, kann man wohl sagen. Der 30. Januar war mal eben vorbei. Aber wir sagten uns: ,, Der Hitler, das ist doch der richtige Mann". So waren wir die ersten am Hochofen und am 1. Mai 1933 war ich schon Zellenwalter der NSBO." Bei diesem zweiten Musterknaben ging die Wandlung noch rascher vor sich als bei dem ,, Schlosser am Hochofen". Knappe vierzehn Tage dauerte es, dann sah er in München Wehrhaft gegen Güte ,, Wir bilden keine Frauenbataillone, mar schieren nicht durch die Strassen und wollen nicht lernen, Handgranaten zu werfen, wie die russischen Frauen, aber wehrhaft wollen wir noch werden:... wehrhaft ge gen alles, was unserem Volke Schaden zu fügen will, auch gegen falsches Mitleid und ,, das erstemal in einen Betrieb, in einen weichliche Güte". Unsere Zeit verlangt Betrieb der Volksgemeinschaft. Der Chef, Härte und herb war das Wesen der nordi die Chefin sassen da mit den Arbeitern schen fröhlich beisammen. Ich hatte erfahren, der eine hätte um drei Pfennige weniger als bei uns und machte mir darüber Gedanken. Auf jeden Fal war die Sache schön, aber ich war immer noch mit ei- Der Ehrendegen. Die Tochter des frühe nem gewissen Misstrauen behaftet und ren spanischen Diktators Primo de Rivera, glaubte der Sache nicht recht. Auf Grund die Führerin der spanischen meiner marxistischen Weltanschauung Phalangisten, hat Hitler besucht und ihn hielt ich das nicht für möglich." als ,, Ehrengabe der spanischen Frauen" Frau von Frauenzeitung".) je her."( ,, Völkische ,, Auf Grund seiner marxistischen Welt- einen toledanischen Degen und einen Dolch So etwas nennen die Arbeiter in Deutsch- anschauung" hielt er es für unmöglich, überreicht. Eine sinnige Ehrengabe für die land ,, alter Kämpfer": Vierzehn Jahre da- dass ein Unternehmer mit seinen Angestell- Abschlachtung spanischer Frauen und Kin gegen, fünf Jahre dafür( ,, mussten wir ja"). ten Kaffee trinkt.( Wenn er ihm dafür der durch deutsche Fliegerbomben! heit. länd scha lebt vera Deu kon: sen B. Br. Merl der ten zug des peri schi stes aus es 1 Ja, gar lind dem der Wachsender Hass Harmlos und bieder, wie bei bestimmte Anlässen nur das Dritte Reich sein kann. beschweren sich neudeutsche Blätter über , Wer die Völker regieren will, darauf einen bestimmten Teil der Schweize darf es nicht ankommen, sondern darauf, Presse", weil sie gefordert hat, man möge wer sie regieren soll. Und da sage ich دو Ethos mit Jagdschein und Goebbels Geheiss die Bücher Wiecherts verständigen, aber die feilschenden Parla- schweigen. Sein indischer Bauer Vaseduwa nicht mehr verkaufen. Vielleicht findet er mentarier, ihre unfähigen Regierungen der gegen einen Despoten und für Rech Verleger und die Juden! Kürzlich ist ein neuer Ro- und Freiheit kämpft, spricht die Sehnsucht Wiechert für sein nächstes schon keinen duldet man dieser Art erschienen. Sein Verfasser der besten Teile des deutschen Volkes aus... und das nationale Gewissen mehr. Das„, nationale Gewissen" keine Besinnung und kein Recht auf Wahr- ist einer, der vom Kult der Schützengra- Vielleicht wird Ernst Wiechert sehr bald bengemeinschaft nicht loskommt, ein die Wege Thomas Manns gehen müssen Dieses von hunderten Führerlügen abge- Georg von der Vring. Diesmal erzählt er unbequeme Wahrheiten auch nur andeutet, härtete nationale Gewissen fordert auch von deutschen und französischen Offiziekommt er auf die schwarze Liste. Die von der schönen Literatur das Gemeinste, ren, die sich als Kriegsgefangene in der Stunde naht, da dem Dichter Ernst Wie- das es im Schrifttum gibt: die schillernde Schweiz befreunden. Seht, sind wir braunen chert das Schreibverbot droht. Er hat eine Verklärung der Grosslügen, ihre Maskie- Schriftsteller nicht nette, friedliche Leute? grosse Lesergemeinde, drum ist die Meuch- rung und spielerische Romantisierung. In Dreist und gottesfürchtig heisst es in dem lung in aller Stille nicht gut möglich. Jetzt den braunen Frontkämpferromanen will je- Buche: protzt die Zeitschrift ,, Der Buchhändler im der der ehernen Helden Frieden, aber die neuen Reich"( Eher- Verlag) gegen ihn ab. anderen, die Demokratien, machen eine Der Aufsatz beginnt: friedliche Welt nahezu unmöglich. Ein mir: die Frontsoldaten werden es müs- sich an den Grenzen die Reisenden au ,, Nirgend kann Wiechert mehr der hahnebüchener Frontkämpferbluff wird in Spitze gegen die Zeit entraten, unter der sen. Tun sie es nicht, so spielt der Toten- Deutschland, die in die Schweiz einreise allen Varianten gedreht. Seit Anbruch des tanz bald noch einmal von vorn." ansehen und sie daraufhin prüfen, ob sie Hand wird ihm seine Verschliessung vor Dritten Reiches spielt sich Hitler als In Wirklichkeit spielt der Totentanz nicht den Faschismus ins Land trage der lebendigen Volksgemeinschaft zur Entstellung selbst des geschichtlichen Schirmherr der Frontkämpfer aller Länder schon, die Achse führt bereits Krieg. Hitler könnten. Wenn diese Hetzerei nicht auf auf. Internationale Frontkämpfertreffen und Mussolini haben ihre Soldateska in höre, müsse sich das Dritte Reich überlege Dann wird ihm vorgeworfen, seine Ge- wurden von der deutschen Presse im Na- Spanien, Japan hat die seine in China los- ob man den Reiseverkehr nach stalten seien immer ,, auf der Flucht begrif- men des„ Führers" begrüsst. Der Sinn der gelassen. Der Ueberfall auf Abessinien war Schweiz noch fördern könne wie bisher fen, vom Leiden müde, den Geistern dunk- Sache ist klar: in den Frontkämpfern geg- das Vorspiel. Reine Raub- und Eroberungs- Auf Einschleppung antifaschistischer Lite ler Wälder hörig..." Aber das wolle man nerischer Länder sollen die traurigen Er- kriege. Hitler aber ist Protektor aller Front- ratur nach Deutschland steht zwar Zucht gern seiner dichterischen Eigenart zugute fahrungen des Weltkrieges wachgehalten, kämpfer, die den Frieden wollen, und seine haus und an den Grenzen gibt es scharfe halten, wenn aus ihm ,, das nationale Ge- ihre Abneigung gegen neues Massenmorden Presse muss Vrings Roman als Zeichen Prüfungen, aber wenn die Schweizer soll gepflegt und durch Verbrüderungsko- deutscher Friedlichkeit und Menschlich- Presse dasselbe gegen verdächtige Deutsche deutschen Volkscharakters." Hitl der erbl Fan Her hau dur kor lich wie D Bitt stel im wäl wissen" spräche. ,, Wiechert aber kann dieses Verspre- mödien verstärkt werden. Das eroberungs- keit loben. Denn im Namen des nationalen fordert, so ist das Störung des Friedens chen nicht geben, seine Mahnungen müs- süchtige Hitlerreich braucht in anderen Gewissens ist jeder Mord erlaubt, auch die Wo doch die Schweizer auch deutschen sen von uns als das erkannt werden, was Ländern denselben pazifistischen Geist, der tägliche Meuchlung der Wahrheit. Wer das Stammes sind, ebenso wie die Skandina sie sind: Kassandrarufe eines Menschen, in der braunen Despotie verfemt, verfolgt nicht ertragen kann, dem fehlt siehe vier, die ebenfalls schärferes Vorgehen ge der für das Bekenntnis zum Ethos sei- und in Konzentrationslagern gefoltert wird, oben der Sinn für ,, das Ethos seines Vol- gen die braune Propaganda fordern. nes Volkes in unserer Zeit kein Herz indes pazifistische Literatur auf den Schei- kes..." Dieses braune Ethos hat den Jagd- Es ist ein Kreuz mit diesen demokrati aufbringen kann. Wir Jungbuchhändler hätten einen terhaufen wandert. Der neudeutsche Front- schein, den§ 51. Je unzurechnungsfähiger, schen Germanen. Jetzt muss die Nazipresse vielen je gemeingefährlicher, je dynamischer es auch die schlechten Begriff von der politischen kämpferrummel gehört zu Aufgabe unseres Berufes, wenn uns, als Schwindelmanövern, mit denen die Achse sich gebärdet, desto grossartiger erscheint deutsch- holländischen Beziehungen feststel Mittlern des Buches, der politische Cha- ihre Kriegspolitik verschleiert und ande- es den Einfältigen aller Schichten und Na- len. Jüngst ist das Jahrbuch der Deutsch Niederländischen Gesellschaft( Berlin) er rakter Wiechertscher Betrachtung ent- ren Völkern Sand in die Augen streut. ginge." In der braunen Literatur kehrt das glei- Ein Dichter, der lange versucht hat, an schienen. Der braune Dichter Blunk, Vor Damit ist der Boykott erklärt. Die che Schema immer wieder: die Front- dieser Weltverderbnis vorbei zu sehen, standsmitglied dieser DNG, berichtet ,, Jungbuchhändler" wollen auf Rosenbergs kämpfer aller Länder würden sich rasch kann trotz aller Drohungen nicht mehr Vorwort des Jahrbuchs, wie sehr sich hol tionen. die beträchtliche Abkühlung der len en ede -rte em. hre wauge adt Fach bei errlashen Κα ein ich Es aufeinFübHeil ialiwanvon ung den haomden rupGeener oufdie lankum Mitruck tentkneDas chen be marwolrfen, rhaft ' t ge zu und langt ordi ische rühe vera, che ihm uen" Dolch r die KinHuwa, Recht sucht aus... bald Lissen Br. mte kann über veizet möge au reisen ob sie rage t auf legez, der isher Lite Zucht charfe weizer utscht edens tschen ndina en ge Ookrati presse der eststel eutsch Vor n) er tet in ch hol Vom Pangermanismus Die Verteidigung des Friedens zufallen müssen, nicht ein anderes entgegensetzen, das ebenso töricht wäre. Wer aus der Charakteranlage der Deutschen, aus der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts erklären will, was heute in Die konservativen Parteien, die Parteien gime vereinigt in seinen seinen Händen eine europäischen Lande ist, Menschen, die al- Deutschland geschieht, übersieht geflissentder Rechten in den europäischen Ländern, Machtfülle, die allerdings das Schlimmste lerdings das Unglück gehabt haben, in ei- lich Verantwortlichkeiten und macht zu haben eine Tradition der imperialistischen befürchten lässt. Was dieses Regime tut, ist ner schweren ökonomischen Krise ihrer einer tragischen Notwendigkeit, was verEmpfindlichkeit, die zu ihren wesentlich- nicht der adäquate Ausdruck des deutschen demokratischen Institutionen verlustig ge- meidbar gewesen wäre. Das Zerrbild von sten Merkmalen zu gehören schien. Sie zu- Wesens. Falls eines Tages die bedrohten gangen zu sein. Wer Hass sät, muss Hass einem Nachbarn, mit dem man allenfalls erst bemerkten den Machtanspruch eines Nachbarn zur Waffe greifen müssten, so ernten. Niemand wird die 75 Millionen noch am besten fährt, wenn man ihn dahin anderen Staates, wo immer er sich geltend würden sie gegen ein System zu kämpfen Deutschen, die im Machtbereiche Hitlers bringt, dass er die ihm eingeborene Bosmachte, während noch der liberale Bürger, haben, das verderblich ist und bereits eine leben, davor bewahren können. Die grossen heit gegen sich selber kehrt( Kleinstaaterei der organisierte Arbeiter in leidlicher nicht übersehbare Anzahl von Menschen westeuropäischen Demokratien, die sich mit Hegenomierivalität, Bürgerkrieg) dient Sorglosigkeit dahinlebte, sie prangerten ein korrumpiert haben mag, die Individuen in- selbst behaupten wollen, können nicht arg- nicht nur dazu, einen vielleicht einmal notExpansionsbedürfnis an, auch dann, wenn dessen, die unfreiwilligen Abenteurer, die wöhnisch genug die Ziele ins Auge fassen, wendigen Krieg zu motivieren, es dient es nichts als eine Tendenz war, die sich an einem Experiment teilhaben, dessen die den deutschen Machthabern für heute, dazu, den Krieg als solchen zu verewigen. vorerst in Worten Luft machte. Man konnte Tragweite sie, unbelehrt und praktisch un- morgen und übermorgen vorschweben mö- Es liegt wohl im Interesse der Tschechodurch Jahrzehnte hindurch damit rechnen, belehrbar, nicht übersehen können, folgen gen. slovakei, Frankreich, Englands, dass Besitz die Besitzenden eifersüchtig keinem metaphysischen Hang zur Zerstö- Aber man sollte dem törichten Märchen Deutschlands, dass Hitler Widerstand finand wachsam machte. Das Bild hat sich rung, der dem deutschen Wesen eingebo- von dem höhergearteten deutschen Men- det, aber dieser Widerstand muss, wenn er seit einigen Jahren geändert. Heute vermag ren wäre, sondern es sind Menschen, so schen, dem ohne Schwertstreich und nach für Europa fruchtbar sein soll, der Widerein Buch wie ,, Le germanisme et la défense rechtlich oder so wenig rechtlich wie eben dem Willen seiner heidnischen Götter die stand sein, der einem verderblichen System de la paix"( Plon),( der Pangermanismus der Durchschnitt der Bewohner in einem bisher schlecht verteilten Güter der Erde gilt. und die Verteidigung des Friedens",) fast schon altmodisch zu wirken, weil es noch dem Wesen nach-- und selbstverständlich, ohne dass sich der Autor, Jean Marcel, dieses Wortes bedient, den Begriff des Erbfeindes kennt. Die Ereignisse sind dazu angetan, sehr alte Empfindungen zu reaktivieren. Niemanden wird das verwundern. Marcels Darstellung des deutschen, des Pangermanismus, nationalsozialistischen nen, Ohren. haben Nationalisten die galten, ter reine Arier. Der Abgrund Die erneuerte Mutter ,, Zu den höchsten Gütern je- Was tat der wackere Mime? Ging hin zu können mit Hilfe despotischer Mittel ein des Deutschen gehört seine seiner Behörde und bekannte tränenden Volk derart erneuern, dass die Gemeinheit Ehre."( Aus Hitlers Reden.) Auges, seine Mutter habe ihm auf dem als moralisch und die aufrechte Gesinnung eine kompilatorische Arbeit übrigens, die dem Man hört wenig von wendigen Sterbebett als heiligstes Vermächtnis hin- als Gemeinheit gilt. vorzugsweise Autoren wie Bainville, MaurBlickt nach Oesterreich. In den Führerras, Henri Massis, des Kreises also um die Ueberläufer Bronnen, der seiner toten terlassen, dass er nicht der Sohn des jüdiAction française zitiert, hätte eine Reaktion Mutter einen Ehebruch anhing, um sich vor schen Ehegatten, sondern die Frucht eines reden, im Rundfunk, in der Presse könnt auf die Annektion Oesterreichs sein kön- dem Arierparagraphen zu retten. Seitdem zwar illegitimen, aber dafür vollarischen ihrs hören: Wer bereut, wer zum Sieger nen. Bezeichnenderweise erschien sie vor- ist es still um ihn geworden. Sollte die Verhältnisses sei. Da er ein tüchtiger Mime überläuft, wer seine Vergangenheit bespeit, her. Für das, was Nationalisten tun kön- Schändung der toten Mutter selbst den ab- ist, gelangen ihm Tränen und innere Be- der ist der höhere, bessere Mensch. Denn Gemütern feinsten gehärteten der Reichsschrift- wegtheit völlig überzeugend. Heute gilt der er hat sich bezwungen, er hat sich ausgedenn das Dritte löscht, er ist in der braunen Masse aufgetumsbonzen zu peinlich sein? Nur Naiv- Wackere als Vollarier, Wer ,, die Deutschen" kannte, konnte für linge können so fragen. Im Gegenteil: Bron- Reich braucht Könner dieses Kalibers. Auf gangen. Ein Untermensch dagegen ist, wer fürder sich treu bleiben, eine möglich halten, dass die verzweifelten Mit- nens Beispiel hat im Dritten Reich fürch- dem Grabe seiner Eltern jedoch stehen im- auch und nicht telständler, die 1933 zur Macht kamen, terlich Schule gemacht. Man staunt, wie mer schöne Blumen. Der schönste Platz, eigene Gesinnung vertreten einsehen will, dass Schuschnigg ein Feignichts anderes wünschten, als es sich bei viele Leute, die bis dahin als Halbjuden den ich auf Erden habe... der Musik anspruchsvoller Festreden wohltrotz Arierparagraphen in ihren Glaubt ihr nun endlich an die sittliche ling, Lump, Verräter war, ist und bleibt. Und die Bronnens sowie die Mütter kleisein zu lassen; aus dem deutschen Wesen Aemtern blieben. Die Mütter gingen zur Reinigung des deutschen Wolkes? Wenn sie werden auch im ,, belässt sich mühelos manches erklären, auch Behörde und gestanden ,, Ehebruch mit ei- das tausendjährige Reich bis dahin besteht, ner Bronnens in einigen Jahren Hitlerpimpfe freiten Oesterreich" scharenweise erstehen. die Bereitwilligkeit, sich mit einem politi- nem Arier". Mithin waren Sohn oder Toch- werden herangewachsen sein, die auf eine heroi- Und sie werden dem Dritten Reich näher schen Bierbank- und Sonntagsnachmittagsdie Manchmal fehlen ideal, das nicht realisiert werden muss, Zeugen. Aber sche Familientradition zurück blicken kön- und willkommener sein, als jene Tapferen, schliesslich zufrieden zu geben. wozu gabs einen Weltkrieg? nen, weil ihnen der Vater zwecks Aufklä- die mit Nein gestimmt haben. Die GemeinDie meisten Frauen haben den oder jenen rung über Stammbaum und Sippentafel sa- heit avanciert zur herrschenden braunen Die Autoren allerdings, die Marcel zitiert, Mann gekannt, der ein Opfer des vierjähri- gen darf: ,, Dass ihr Vollarier seid und das Moral. Diese bodenlose Gemeinheit aber haben es anders und besser gewusst. Baingen Stahlbades wurde. Also war sie in ei- Kleid des Führers tragen dürft, dankt ihr wird dem Reich der Lüge einst zum Abvilles Kritik am Versailler Friedensvertrag ner schwachen Stunde und er bei Verdun meiner tapferen Mutter. Sie hat den Herois- grund werden. nicht hart genug für Bedingungen von gefallen. Der Behörde bleibt es überlassen, mus aufgebracht, ihren Mann, ihre Frauensolcher Härte man weiss, dass er mit ob sie die Erklärung als gültig ansehen ehre und ihre anständige Vergangenheit zu diesem Urteil nicht allein stand, und die will. Dabei kommt es auf die Verbindun- verleugnen. Das Beste, was sie mir( uns, Die Vorstufe zum Kaiser. Hitler wird sich Vorausschau, die er an seine Kritik knüpf- gen und auf die Nützlichkeitsfrage an. Es euch..) mit auf den Lebensweg geben demnächst offiziell als„ Führer aller Deutte, erweist sich in der Tat als hellsichtig. gibt halbjüdische Techniker, Ingenieure, konnte, war die behördlich notifizierte Ehe- schen" bezeichnen. Darin liegt eingeschlosDie imperialistischen Forderungen, mit de- Chemiker, Aerzte, Künstler, die das Dritte irrung Die Enkel aber werden sach- sen, dass er von allen ,, Randdeutschen" als nen der Nationalsozialismus antrat, werden Reich braucht. Hier kann die Mutter nachlich zum Bilde der Grossmutter aufblicken; höchste Autorität unter Verletzung der Souallerdings in der Welt ernstgenommen wer- helfen, wobei sie am glaubhaftesten wirkt, sie werden kaum ahnen, wieviel Ekel, wie- veränität der in Frage kommenden Länder den, seit der eine Programmpunkt, die wenn sie sich von dem jüdischen Ehegat- viel Selbstüberwindung diese Selbstschän- anerkannt werden will. Annektion Oesterreichs, verwirklicht wor- ten scheiden lässt oder ihn mindestens dung und der Verrat am Lebensgefährten Einem Beamtenbeleidigung. den ist. Eine Schrift, die nachdrücklich vor weitgehend beschimpft. Mit der stillen fata. mancher dieser Mütter kostete. Die brau war die Besucherlaubnis zu einem in Haft Leuten warnt, denen es zuzutrauen ist, dass listischen Rechtfertigung: Wer Lumpen nen Enkel werden das Opfer für etwas befindlichen Wilderer sie bei diesem Erfolge nicht Halt machen will, soll Lumpen haben. Selbstverständliches halten, denn die Er- verweigert worden. Er verliess darauf das des Staatsanwaltes mit den werden, gewinnt in dem gegebenen Augenblick an Aber in manchen Fällen leben die Eltern neuerer dürften bis dahin die öffentliche Amtszimmer Tragweite. Die Argumente, mit de- nicht mehr. Dann gilt Bronnens klassisches Moral den Bedürfnissen der Despotie ent- Worten:„ Auf Wiedersehen, nicht mehr nen sie vor ,, den Deutschen" warnt, wer- Beispiel. Fragt einmal, wie mancher Halb- sprechend komplett haben. Heute schon Heil Hitler"! Der Besucher wurde daraufden offene Ohren finden. jude in Görings Umgebung sich auf diese gilt es im Dritten Reich als moralisch hin festgenommen und vom Amtsgericht in Es sind aber nicht die Deutschen, die Weise ,, ehrlich gemacht" hat. Ein Beispiel: tragbarer, Vater und Mutter zu verleugnen, Freiburg i. Br. zu einer Woche Gefängnis Oesterreich annektiert haben. Ein den An einem grossen westdeutschen Theater um vorschriftsmässige Gesinnung zu heu- verurteilt. Seine Aeusserung bedeute, dass Deutschen oktroyiertes faschistisches Re- gibt es einen Schauspieler, über dem der cheln, als zu Vater und Mutter zu stehen er den Staatsanwalt des Deutschen Grusses gime hat Oesterreich erobert. Ein den Arierparagraph hing. Der Vater war Jude, und dafür alle Gefahren des Dschungels in nicht für würdig erachte, und dies sei eine Deutschen oktroyiertes faschistisches Re- die Mutter eine blonde Westfälin. Beide tot. Kauf zu nehmen. Die richtigen Erneuerer schwere Beleidigung. hätten leider nur دو ländische und deutsche Kunst und Wissen- und Wissenschaft früher ,, beinahe wie ZwilEin Abschied schaft ,, im Laufe der Jahre auseinander ge- linge" gewesen seien... Ja, früher, das Viele Deutsche werden nicht ohne Belebt" hätten. Holländisch- deutsche Kultur- war die Zeit einer deutschen Demokratie, trübnis eine Verfügung des Parteigenossen Veranstaltungen in deren wissenschaftliche und kulturelle LeiMutschmann, des Reichsstatthalters von Deutschland stattgefunden. Das Jahrbuch stungen der ganzen Welt Hochachtung ab- Sachsen gelesen haben, wonach es künftig konstatiert, dass man ,, in sehr breiten Krei- nötigten. Dass die„ Entfremdungen ,, unmit- keine„ ,, Sächsische Schweiz", sondern nur sen Hollands für das neue Deutschland kei- telbare Folgen der braunen Barbarei sind, noch ein..Sächsisches Felsengebirge" geben erlei Sympathien aufbringe..." Beispiele das wissen die Verfasser des Jahrbuches. darf. Begründet wird diese Befehlsausgabe der Entfremdung werden angeführt. So hät- Aber sagen dürfen sie es nicht. ten grosse holländische Blätter einen Feldug gegen die Herausgeber und Verfasser des deutschsprachigen Schulbuches ,, Hauptdeutschen Literaturgeperioden der Realpolitischer Frühling schichte" eröffnet. Das Kapitel über ,, Gei- Der ,, Manchester Guardian" schrieb eistesleben im neuen Deutschland" musste nen Wettbewerb für Frühlingsgedichte aus. aus dem Buche zurückgezogen werden, da Den ersten Preis erhielten Verse, die in as penetranten braunen Geist ausströmte. deutscher Uebersetzung lauten: Ja, das Blatt ,, Vaderland" mokierte sich sogar über die in Wien erfolgte Wiederauf-| lindung zweier Aquarelle des Führers, indem es zu schreiben wagte: ,, Schade ist es nur, dass sie nicht in einem Museum untergebracht sind. Dann könnten noch mehr Menschen davon geniessen! Aber Scherz beiseite: Hat man in dieser Zeit nichts Besseres zu tun, als derartige Entdeckungen zu machen?" Die Nazipresse weiss ganz genau, dass Hitlers Dilettanten- Uebungen nirgends in der Welt ernst genommen werden, aber sie erblickt in dieser milden Ironie des holländischen Blattes schon eine unerhörte Herabsetzung des deutschen hauptes, denn dieses braune Kroppzeug ist durch den Maulkorb derart entnervt und StaatsoberFrühling, holder Frühling! ,, Giovinezza' w'oll'n wir singen, ,, Heil Hitler! Tra- la!" Die Lämmlein blöken, und Ganser und Gänse marschieren leichtsinnig im ,, Passo romano." singen forte, piano, ,, Realpolitik Heil!" Und fröhlich unterdessen an dem blauen Himmel fliegen die Flugzeuge und grüssen den Frühling mit abgeworfenen Bomben, die die Lämmlein hüpfen lassen. O Triumph der Vernunft! korrumpiert, dass ihm irgendwelche öffent- grollt ein Entrüstungssturm. dem neuen Besucher vom Staatsanwalt Schuschnigg fertig wurde, menschlich ungeheuer imponiert. Dazu mag freilich, so dumm es für deutsche Ohren klingen mag, der sportliche Geist des Engländers, und hier auch wieder besonders des einfachen Mannes, beigetragen haben. Für ihn hat in diesem politischen Zweikampf der Grössere, der Stärkere, der Bessere gesiegt. All right!" Der Engländer von der Strasse begreift mit dem ,, schmählichen Verhalten" vieler Schweizer und insbesondere zahlreicher noch viel mehr. Als die deutschen motorischweizer Blätter gegenüber dem national- sierten Batterien Oesterreich eroberten, hat sozialistischen Deutschland. Da sei es, wie er das für nichts anderes als eine das amtliche Reichsorgan ,, Der Fremden- Olympiade gehalten. Deshalb hat er sich verkehr" schreibt, einfach ein Gebot deut- auch gewundert, warum das Ereignis garscher Selbstachtung, dass eine solche Ver- nicht im Sportteil seiner Cityblätter gegleichswerbung, bezogen auf ein germani- würdigt wurde. sches Gebirge, unverzüglich aufhöre. Das Prebischtor, der Kuhstall und all die Kunstmeckerei neue Es werden wieder heroische Schinken anderen pittoresken Dinge elbaufwärts der gemalt, meist mit etwas Führersymbolik, Bastei: man wird von Wehmut ergriffen, um nicht in die entartete Kunst eingereiht dass diese reizenden Ferienerinnerungen zu werden. Der Holzschnittkünstler Georg Sluyterman nicht mehr in der ,, Schweiz", sondern in von Langeweyde schreibt in einem„, Felsengebirge" liegen. Herr Mutsch- den„ Rheinischen Blättern" ketzerisch: mann baut die sächsische Romantik ab. ,, Ein Bildwerk ist nicht deshalb monumenAber wenn man sich vorstellt, wie er mit tal, weil es im mächtigen Format den gerseinem Dialekt das Wort„, Felsengebirge" manischen Helden Siegfried zum Thema aussprechen mag, dann darf man sich mit seiner Darstellung gewählt hat. Diejenigen, seiner harten Verfügung wieder versöhnen. die glauben, dass eine heroische und monumentale Kunst allein dann vorFairer Sport Ein Dr. Wilhelm Joost ist Korrespondent handen ist, wenn überlebensgrosse Bildmehrerer nationalsozialistischer Blätter in werke geschaffen werden, verkennen das London. Er schildert, dass die Engländer, Wesen des Heroischen." Der Verfasser diebesonders der Mann von der Strasse, als ser Zeilen wird der Rache des Kunst- Zieglers nicht entgehen. real denkende Menschen von Tag zu Durch die nationalsozialistische Presse liche Kritik an der eigenen Oberbonzerie chester Guardian" habe von Der Man- Tag mehr die Tatsache des ,, Anschlusses" wie Majestätsbeleidigung erscheint. Deutsche Spione in England. Im englihinnähmen ,, einfach hingerissen von Völkerfrühling keinen Hauch verspürt, der überwältigenden Gestalt unseres Füh- schen Unterhaus trug der Abgeordnete Mander Material über die Praxis der Gestapo Das Jahrbuch klagt über die ,, Sucht nach nichts vom Aufbruch der jungen Nationen. rers." Dann aber schreibt er: Bitterkeit", die in Holland die geistige Ein- So etwas wird eben nicht eher aufhören, stellung gegen das Dritte Reich bestimme, bis nicht ein deutsches Tankgeschwader während holländische und deutsche Kunst gegen Manchester zieht. ,, Diesen Mann von der Strasse hat die vor, die Mädchen und Frauen in Stellungen vollendete Meisterschaft. mit der Adolf als Hausangestellte in England schickt, um Hitler mit seinem verblendeten Gegner sie zu Spionagezwecken zu benützen. Vor und nach der Abstimmung Die neue Sozialpolitik in Österreich verträge nicht aufgehoben. Da fast alle Neueinstellungen auf die Kriegsindustrien entfallen, so ist ferner die durch die Vierjahresplan- Verordnung Görings bestimmte sechzigstündige wöchentliche Arbeitszeit eingeführt. Diese Gaben werden gespendet, Abstimmungskundgebungen Was aber hat Göring den in Beschäfti- ohne in den Die Gleichschaltung in Oesterreich zeigt früheren Versicherung zur Farce gemacht auf den einzelnen Rechtsgebieten abwei- haben. Dann erst sollen sie gewahr wer- gung stehenden Arbeitern und Angestell- besonders erwähnt zu werden. id ge= dü üb ver gen nis hä VO sch den also cin sch VOD tige der zn Hit Flu Kas sch Par tro chende Voraussetzungen. Während im all- den, dass jeder Arbeiter 6,5 Prozent vom ten versprochen? Die DAK berichtet von ei- Inzwischen hat der Führer die von uns gemeinen bürgerlichen Recht und im Straf- Lohn für Beiträge erarbeiten muss, dass ner Lohnerhöhung, die durch die Aufwerrecht schon seit Jahren eine weitgehende aber nur eine verschwindende Minderheit tung des Schillings im Verhältnis zur Mark schon erwartete Aufhebung der VertrauensAnnäherung stattgefunden hat und die Na- im Falle der Erwerbslosigkeit aus dieser um ein Drittel erfolgt sei. Soviel Worte, so- ratswahlen nunmehr endgültig verfügt. Im zis in den Fragen der Rechtsbeugung ohne- Pflichtversicherung Bezüge haben wird. viel Schwindel. Mark und Schilling sind R. G. Bl. v. 4. April wird die Amtsdauer aller Vertrauensräte diesmal bis auf weihin nicht über Zwirnsfäden stolpern, zei- Das Geschenk an die ,, Ausgesteuerten" von zur Doppelwährung vereinigt vereinigt worden. teres ohne jede zeitliche Begrenzung gen die friedlichen Eroberer hinsichtlich heute soil den dauernden Verlust der bis- Die längst eingetretene Entwertung der der Faschisierung des Arbeitsrechts grosse herigen österreichischen Arbeitslosenfür- Reichsmark ist in einer gewaltigen Teue- verlängert. In Oesterreich werden Vorsicht. Der aus der Saarabstimmung er- sorge verwischen. rung und Senkung des Lebensstandards überhaupt auch erstmalig keine Wahlen fahrene Parteigenosse Bürckel hat für die Zur Abstimmung hat Göring ferner die zum Ausdruck gekommen. Diese Verminde- mehr stattfinden, sondern die ,, Vertrauens. bisherige Sozialgesetzgebung eine Ver- Anwendung der reichsdeutschen Invaliden- rung der deutschen Reallöhne, die jetzt au- räte" werden von dem Treuhänder im Einschiedenheit der gesellschaftlichen Auffas- versicherung versprochen, die Durchfüh- tomatisch auf Oesterreich übertragen wird, vernehmen mit den Unternehmern einfach sungen ,, festgestellt" und er mahnt in der rung bleibt im einzelnen der Willkür des ist mit der Aufwertung des Schilling um ,, Deutschen Arbeitskorrespondenz": Reichsarbeitsministers vorbehalten. In ein Drittel bei weitem nicht aufgewogen, es Die„ Neuregelung des Jugendschutzes" „ Das Vorbild und Beispiel der sozial- Oesterreich war die gesetzliche Altersver- bleibt schon währungsmässig ein erhebli- wird mit der beschleunigten Einführung politischen Angleichung des Saarlandes sicherung gesetzlich geregelt, Saarlandes sicherung gesetzlich geregelt, aber noch cher Lohnabbau. Aber Göring hat die Ein- des obligatorischen Arbeitsdienstes erfol hat gelehrt, dass hier seitens des Reiches nicht in Kraft getreten. Jetzt wird die un- führung des Leistungslohnes angekündigt. gen. 300 österreichische Arbeitsdienstfübmit behutsamer Hand und ohne Ueber- erträglich abgebaute deutsche Invalidenver- Das heisst, wie die DAK schreibt, praktisch: rer sind bereits innerhalb der österreichieilung zu Wege gegangen werden wird." sicherung auf Oesterreich übertragen. Die ernannt. ,, Die Soziale Arbeitsgemeinschaft ist schen Legion in deutschen Lagern ausge bereits aufgelöst, die einzelnen Teilge- bildet worden. Die Zwangsarbeit der Jubilde des Gewerkschaftsbundes werden gendlichen für Bodenmeliorationen, zar in die neu errichtete Deutsche Arbeits- Verbesserung des Weidelandes, zu Flussrefront übergeleitet. Damit sind die bishe- gulierung usw. soll bis 1. Oktober d. J. or rigen Träger der kollektiven Arbeitsver- ganisiert sein. So wird in ,, sorgsamer Auf einbarungen in Wegfall gekommen." bauarbeit" die Angleichung der österreichiEs ist noch in Erinnerung, welche sozia- Garantie eines Existenzminimums an die len Versprechungen den saarländischen Arbeitsinvaliden sieht so aus: Grundbetrag Bergarbeitern vor der Abstimmung gemacht jährlich 72. RM. garantierter Steigeworden waren, welche Enttäuschung und RM. rungssatz 72.RM. zusammen 144. Erbitterung nach erfolgter Eingliederung jährlich oder 12.RM. monatlich. in das Dritte Reich platzgegriffen haben. Die Wartezeit bei den Altersrentnern beDamals wurde die französische Sozialge- trägt 780 Beitragswochen oder 15 Jahre. Also sofortiger Bruch der Tarifverträge schen Sozialgesetzgebung an die Nazisetzgebung verdammt, diesmal ist es der Die österreichischen Volksgenossen haben und Lohndiktat durch den Treuhänder der Knechtschaft ihren Lauf nehmen. Vor dem also Zeit, sich an die deutschen Invaliden. Unternehmer. Mit solcher Eile hatte man 10. April das Zuckerbrot, nach der Abstim nichts taugt. Dass das achsengebundene renten vorher zu gewöhnen. selbst 1933 in Deutschland die Kollektiv- mung die Peitsche. ..ständische Aufbau" in Oesterreich, der des Reichsgerichts 5 D 14/38 100 Prozent? Das Oberlandsgericht München hat 17 den nicht immer angängig sein, so wird sich die Ueberzeugung des Gerichts ,, doch auf irgendwelche Unterlagen anderer Art stützen müssen... Der Schluss, den das Urteil aus dem Verhal Angeklagte aus Fürth( Bayern) wegen augeblicher Vorbereitung eines hochverräteten des Angeklagten vor dem Arzt gezorischen Unternehmens verurteilt. Sechs gen hat, ist hiernach nicht,.zwingend", wie die Strafkammer meint." Personen erhielten Zuchthausstrafen von ,, Nach den Feststellungen des Landge- ,, Irgendwelche Unterlagen" fordern und 4 bis 8 Jahren, die übrigen kürzere Gefäng richts stellte der Arzt X. Mitte Juli 1937 zwingend in Anführungszeichen setzen, da- nisstrafen. Da die Namen der Verurteilte, bei dem Angeklagten, der Jude ist, eine zu noch ,, wie die Strafkammer meint" sawie dies bei Prozessen gegen links gerich Tripperansteckung fest, die er sich vor das gen, bedeutet in der Sprache des tete Kreise meistens der Fall ist, nicht geetwa einer Woche zugezogen habe. X. Reichsgerichts mehr wie eine herbe Kri- nannt werden, dürfte es sich beim Münche sagte dem Angeklagten auf den Kopf zu, dass er aller Voraussicht nach die Krank- tik. Es soll dem Vorderrichter zeigen, dass ner Prozess um Angehörige der bürgerli heit bei einem Geschlechtsverkehr mit er das Gesetz so behandelt hat, wie wir es Das Reichsgericht fährt einer Ariern sich geholt und somit der ihm vorwarfen. Rassenschande sich schuldig gemacht fort: habe. Der Angeklagte trat diesem Vorwurf nicht entgegen, sondern sich an das menschliche Mitgefühl des Arztes mit der Bitte, nichts gegen ihn zu unternehmen, da er sonst ins Zuchthaus komme". Italien dem österreichischen Ständestaat als Vorbild gedient hat, darf zur Zeit nicht ausgesprochen werden. Herr Bürckel und Aerzte und Richter sein juristischer Berater Dr. Jury haben wohl bemerkt, dass die österreichische ArBüttel des Terrorsystems beiterschaft dem ganzen Anschluss- und Aus einem Urteil Befreiungs- Rummel mit stummer und stoi21. Februar 1938 scher Ablehnung gegenübersteht. Die Tak- vom tik vor der Abstimmung ist deshalb umge- ,, Juristische Wochenschrift" 1938, Seite 798 stellt worden. Während nach dem 30. Ja- entnehmen wir folgenden Tatbestand: nuar 1933 in Deutschland die Gewalttätigkeiten gegen die marxistischen Arbeiter den Inhalt der ,, nationalen Revolution" bilden durften, sollen die österreichischen Roten zunächst mit den Gaben des Regims beglückt werden. Der begründete Hass, der in der Arbeiterschaft gegen die Henker vom Februar 1934 und dem mit ihnen verbündeten oberen Klerus lebt, wird ausgenutzt, um sich ihr als Befreier zu nähern. Die Roten, die damals von den Protektionskindern des Dollfuss aus den Betrieben herausgeworfen worden waren, werden wieder eingestellt. Die neudeutschen Arbeitsbedingungen werden sie nach der Abstimmung kennen lernen. wandte chen Schichten handeln. st Vor einiger Zeit wurden auch in Berlin 46 Personen angeblich wegen monarchistischer Tendenzen verhaftet, unter ihnen ,, Sollten die äusseren Tatbestandsmerkmale nicht festzustellen sein( näm- auch der frühere deutschnationale Abge lich bei der neuen Verhandlung), so ordnete Wilhelm Laverrenz. Ob ein Zusam wird das Verhalten des Angeklagten un- menhang zwischen den Verhaftungen in ter dem rechtlichen Gesichtspunkte des Berlin und in Fürth besteht, ist unbekannt. Versuches zu würdigen sein." Die Tatbestandsmerkmale werden festzuEs ist für die Qualität des deutschen Vor dem 10. April hat Göring den Kün- Arztes bezeichnend, dass er sich, wenn ein stellen sein. Denn wo Arzt und Richter so digungsschutz des Dritten Reiches für alle Kranker zu ihm kommt, als Inquisitor be- pflichttreu amtieren, wird sich die StaatsBetriebe mit mindestens 10 Arbeitnehmern tätigt, statt die Obliegenheiten seines Be- polizei nicht lumpen lassen. verkündet. Gegen unbillige Härten bei rufes zu erfüllen. Auch wenn der vorlieKündigungen kann geklagt werden. Es soll gende Fall aus„ völkischen Belangen" der wird. Noch bevor die neue Gesetzgebung An die Bezieher des del der unc I Lei Bur eine man Wo, J auf Plät woll ein Jo ran Hak jede wag bisc tigst male hatt Vors U Neuen Vorwärts! Wir bitten, Zahlungen nach Paris zu leiten auf Postscheck- Konto vers ,, Es doch solle und ängs Neim von auf Zeug heur gert. men Von dies macl die ob( das Part mir: werl sie r Di An post loka Wah die wirl hier war schl dass ten, Abe die aber die Leu ren, Viel abs sich dies es 1 grös und 711 E Bezugspreise natürlich vor der Abstimmung die eingeris- Schweigepflicht des Arztes(§ 300 StGB.) Die Kunst des Stehlens sene Entlassungspanik abgestoppt werden. nicht unterliegen sollte, so schrieb diesem Ein amerikanischer Nachlass Das Verfahren selbst ist für die Unterneh- Mediziner kein Gesetz vor, dass er unaufWas wird aus meiner deutschen Schwemer harmlos, da die bisher in Oesterreich gefordert Büttel sein müsse. Dass sich früher Wissenschaftler und andere Angehö- ster, wenn ich sterbe, fragte sich der Amenoch bestehenden Betriebsvertretungen nicht mehr in Funktion sind. Die Verord- rige freier Berufe in mutiger Weise zu den rikaner B. Sie hat dann eine Forderung Ehrenforderungen ihres Berufes selbst gegen meinen Nachlass, also eine ausländinung vom 26. März verhindert weiter Massenentlassungen nach Paragraph 20 des dann bekannten, wenn sie sich mit einem sche Forderung. Die muss sie der Konver- Neuer Vorwärts Paris 885.04 Gesetz in Konflikt brachten, und dass sie sionskasse anbieten. Das deutsche Reich Arbeitsordnungsgesetzes, indem der neue Treuhänder für die Ostmark eingeschaltet dies in anderen Ländern auch heute noch kassiert die schönen Dollars und zahlt meitun, sei nur erwähnt. Wie aber soll ein ner Schwester den Betrag, wenn alles gut azideutscher Mediziner auf irgend welche geht, in unschönen deutschen Papiermark. Gesetze der Moral Rücksicht nehmen, wenn So geht das nicht, sagte sich der Amerikadie deutschen Landrichter nicht einmal ner. Also:( Preussische OberverwaltungsDer Neue Vorwaerts» kostet im Einzelmehr die geschriebenen Strafgesetze wah- Gericht. Urteil vom 14. Oktober 1937 III verkauf innerhalb Frankreichs 1.50 Frs( fuer ein Quartal bei freier Lieferung 18 Frs). Pres ,, Die Klägerin, die deutsche Staatsan- der Einzelnummer im Ausland( die Bezugs gehörige ist und in Deutschland lebt, preise fuer das Quartal stehen in Klammern). war von dem amerikanischen StaatsbürArgentinien Pes. 0.30( 3.60), Belgien ger B. als Miterbin eingesetzt worden, Belg. Frs. 2( 24.-), Brasilien 1 Milreis( 12. jedoch in der Form, dass dessen Witwe Bulgarien Lew 8.( 96.-), C. S. R. Kč 1.4 auf Lebenszeit die Nutzungen aus dem( 18.). Danzig Guld. 0.45( 5.40), Deutsc Nachlass zustehen, und die als Sach- land Mk. 0.25( 3.-), Estland E. Kr. 0.2 walterin eingesetzte amerikanische Bank( 2.64). Finnland Fmk. 4.-( 48.-), Fran allein über das Nachlasskapital zu ver- kreich. Frs. 1.50( 18.). Grossbritannie fügen berechtigt ist." d 4.-( Sh. 4.-). Holland Gld. 0.15( 1.80 für Oesterreich in Kraft getreten ist, sind die Arbeiter und Angestellten bereits von jeder Einflussnahme auf Kündigungen und Stillegungen ausgeschaltet. Schliesslich dürfen im Augenblick die ren. Die Landrichter haben im vorliegen- C 9/37). auf den Falle den Anzeige erstattenden Arzt Löhne noch nicht verändert werden, die weit überboten. Sie haben bewusst gebeugt. Arbeitsbedingungen sind aufrechtzuerDie deutsche Strafprozessordnung ist halten." Diese Wahlmache wird ergänzt dem Grundsatz aufgebaut, dass von der Andurch eine einmalige Wohlfahrtspolitik, um klageerhebung an dem Angeklagten die zur den Arbeitslosen und den Invalidenrentnern Last gelegte Tat unter Hervorhebung aller vor dem 10. April die bessere Sozialpoli- ihrer gesetzlichen Merkmale zu beweisen tik" des Dritten Reiches vorzutäuschen. Den Ausgesteuerten wird plötzlich wieder Unterstützung ausgezahlt. Die Nazis können sich zunächst diese Noblesse erlauben, nachdem sie vom österreichischen Staat allerhand Reserven geerbt haben. Es wirkt nur etwas komisch, wenn sich Berlin über die mangelhafte Arbeitslosenstatistik in Wien aufregt. hätte ihren Grund darin, ist. In dem Urteil heisst es: gegenAls ,, Die Strafkammer führt aus, das Gesamtverhalten des Angeklagten der Amerikaner B. starb, sah das Italien Lir. 1.10( 13.20). Jugoslawien Dis über dem X. zwinge zu dem Schluss, deutsche Finanzamt, dass es die Devisen 4.50( 54.), Lettland Lat. 0.30( 3.60 dass der Angeklagte, wie er auch wusste, nicht kassieren durfte. Aber es fand einen Litauen Lit. 0.55( 6.60). Luxemburg mit einer Staatsangehörigen deutschen Ausweg: Frs 2.45( 29.50), Norwegen Kr. 0.35( 4.2 Blutes ausserehelichen GeschlechtsverOesterreich Sch. 0.40( 4.80), Palästina ,, Auf ein Ersuchen des betreffenden Pf 0.020( 0.216), Polen Zloty 0.50( 6. kehr gehabt habe, da sein Benehmen geFinanzamtes wurde der Klägerin ihr Portugal Esc. 2.-( 24.-), Rumänien Le genüber dem Arzt sonst unverständlich Reisepass von der zuständigen Polizei- 10.-( 120.-). Schweden Kr. 0.35( 4.20 sei." behörde abgenommen, weil die Annahme Schweiz Frs. 0.30( 3.60), Spanien Pes. 0. gerechtfertigt sei, dass sie sich ihren( 8.40), Ungarn Pengö 0.35( 4.20), USA 0. Die Zerstörer der deutschen ArbeitsloSonst nichts. Kein Wort darüber, wer senversicherung schreiben jetzt über Oesterreich: die unzuverlässige Statistik die Frauensperson gewesen sei, kein Wort darüber, ob sie Arierin war, geschweige Beweises. Zur ,, dass erstens Zehntausende bereits seit denn den Schatten eines langer Zeit ausgesteuert worden sind, Ehre des Reichsgerichts oder besser der zweitens etwa 50 000 Personen aus poli- Reichsrichter, die diesen Fall in der Retischen Gründen ohne Arbeit aber auch vision entschieden, sei gesagt, dass sie die ohne Unterstützung waren". Landrichter über ihre Art richterlicher Die Beglücker der österreichischen Ar- Pflichtauffassung aufklärten. Es heisst in ( 1.-). steuerlichen Verpflichtungen entziehen werde. Die von der Klägerin im Verwaltungsstreitverfahren erhobene Klage wurde abgewiesen, da in Anbetracht der Einzahlungen koennen erfolgen: Pari bestehenden, bisher unerfüllten Steuer- Credit Commercial de France, No 52911 pflicht der Klägerin die Passentziehung Tschechoslowakei Zeitschrift« Neu gebilligt werden müsse." Vorwârts» Karlsbad. Prag 46.149. Oester Hinzuzufügen ist, dass das preussische reich:« Neuer Vorwärts» Karlsbad. Wie B- 198.304. Polen:« Neuer Vorwärt ,, Diese Begründung, auf Grund deren Entscheidung auch die Revision der Kläge-« Neuer Vorwärts» Karlsbad. Zürich Nr VI beiter wissen nichts davon, dass im Drit- den Gründen des Reichsgerichts: ten Reich heute eine rechtmässige Leistung der Arbeitslosenversicherung überhaupt nur noch 36 Tage gewährt wird. Dann ist man in Grossdeutschland ,, ausgesteuert", d. h. es beginnt die Bedürftigkeitsprüfung und aus der Arbeitslosenunterstützung wird. eine Armenunterstützung. Die österreichischen Kameraden erfahren erst später, dass die Bezugsbedingungen, die Anrechnungsvorschriften, die Wartezeit usw. den Rechtsanspruch auf Unterstützung in der so wird die Schwester D gro tes. sie geb Hitl mel run sen und ide: beg Der der Angeklagte nach§§ 2,5 Blutschutz- rin zurückgewiesen hat. 14.697. Rumänien: Anglo- Čechoslova gesetzes vom 15. September 1935 verurWenn die Ehefrau in Amerika noch 20 kische und Prager Creditbank, Filiale Buka teilt worden ist, erscheint nicht schlüs- Jahre lebt, in rest, Konto« Neuer Vorwârts», Bukarest sig. Wie das Reichsgericht wiederholt Deutschland 20 Jahre lang weder zu ihr Nr. 2088. Ungarn: Anglo- Čechoslov ausgesprochen hat, muss bei der Bedeu- noch sonst irgend wohin ins Ausland rei- kische und Prager Creditbank Filiale Kark tung des Rassenschutzes und der Schwe- sen können, weil ihr das deutsche Finanz. bad Konto« Neuer Vorwärts» Budapes Nr. 2029. Jugoslawien: Anglo- Čech re der angedrohten( Strafen von den amt den Reisepass rechtskräftig abgenom- slovakische und Prager Creditbank. Filia der rassischen Zugehörigkeit der Betei- men hat. Das deutsche Finanzamt war also Belgrad. Konto« Neuer Vorwärts», Beograd ligten erwartet werden. Mag auch die doch klüger, als der tote amerikanische Nr. 51.005. Genaue Bezeichnung der Kor Gerichten eine sorgfältige Ermittlung Herbeiziehung standesamtlicher Urkun- Bruder. Oder war es uur gewalttätiger? ten ist erforderlich. Imp. Union, 13, rue Méchain, Paris. Le Gérant: Maurice COQUET.