Nr. 132. panty Abonnements- Bedingungen: out ad Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrierter Sonntags Betlage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungs Breisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Grscheint täglich aufer Montags. Ideoid aile il mug offer? mobiln Vorwärts 1 18 Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Quiffung. " = Sonntag, den 10. Juni 1900. Expedition: SW 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. zurückerstattet worden wären und Sie ferner anregten, der Ver- feiner in den letzten Zügen liegenden Frau zu eilen, kurzer Haud band solle bezüglich dieser Sache von der Direktion Aufklärung verweigert. Als er dann spät abends heimkehrte, fand er seine fordern und die Angelegenheit/ demnächst der Oeffentlichkeit über geben, fündigen wir Ihnen hiermit das Dienstverhältnis zum 30. d. M. und entbinden Sie sofort Ihres Dienstes. Das Ihnen noch zustehende Gehalt wird Ihnen seitens Hofverwaltung alsbald ausgezahlt werden. Große Berliner Straßenbahn. Die Direktion. Kühlewein. Köhler. der Frau bereits ohne Besinnung. Schweren Herzens, aber ohne Murren hat der Betreffende das rigorose Verhalten seiner Vorgesezten er tragen, und jetzt ist er einer der ersten, welcher der Nache der Direktion zum Opfer fällt. Anfang der nächsten Woche soll eine allgemeine Versammlung für alle Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn abgehalten werden, die zu dem Vorgehen der Direktion Stellung nehmen soll. Ferner wollen die Angestellten in den nächsten Tagen Ein andrer Fall von Spionage hatte die Entlassung eines eine Deputation, an der auch zwei Vorstandsmitglieder des Mannes unter folgender Begründung zur Folge: Journ.- Nr. I. 5639. kündigen wir Ihnen hiermit das Dienstverhältnis zum 30. d. Mts. und entheben Sie fofort Ihres Dienstes. Das Ihnen noch zustehende Gehalt wird Ihnen seitens der Hofverwaltung alsbald ausgezahlt werden. " Im Monat Mai gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Vertr. G. 15,- Augsburg, U., d. G. 1. i. St. 20, Berlin, Beiträge der Bahlreiſe: 1. Streis 150,- 2. Streis 100,-( einschl. von den Roten im Westen 30,-). 3. Kreis 400, ( dar. Dr. Fr. 75,-, aus Stephanstreisen 50,-). 4. Streis Ost 1500, ( darunter von den Arbeitern der Firma Bintsch Kranzüberschuß 21,30, Rauchflub Kernspige 30,-, vom 160. Stadtbezirk 40, [ darunter Ueberschuß vom Kranz 1,65]). 4. Kreis Südost 1000,-( barunter Proletariat 2,-,. G 3,-, Klub Südost 200,-). 6. Kreis Schönhauser Vorstadt 800,-( darunter A. B. Mister 1,-). Verbands teilnehmen, zum Oberbürgermeister senden, unt 6. Kreis Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen 900,-( darunter Berlin, 8. Juni 1900. denselben zu ersuchen, daß er sein möglichstes thue, um die Direktion Kranz- Uebersch. vom 650. Bezirk 3,55). 6. Kreis Wedding und An den Schaffner Herrn Kuß. 2643. zur Einhaltung der unter seiner Mitwirkung ge Oranienburger Vorstadt 100,-( darunter: Alt vom Töpfer Ad. Bahnhof IV. Rigdorf. troffenen Vereinbarungen anzuhalten. Die Erbitterung, 10, amerit. Aukt. einer Cigarrenspize in Kiekemal von„ Nordwacht" 4,55). 6. Streis Moabit 400,-( darunter G. J. 3,-. Geburts- Nachdem zu unsrer Kenntnis gelangt ist, daß Sie am welche das Verhalten der Direktion unter den Angestellten hervortagsfeier Haß u. Sperling 2,50). Berlin, diverse Beiträge: S. C. W. 3. d. Mts. bei Ausübung Ihres Dieustes im Wagen Fahrgästen gerufen hat, ist so groß, daß ein beträchtlicher Teil der letzteren für 12,-. Dr. 2. A. 50,-. Gürtleriverkstatt von Schuster und Bär gegenüber mit Bezug auf den Streit die Aeußerung gethan haben: einen ernenten Streit mit den ursprünglich aufgestellten Fordé 7. B. V. P. S. 10 000,-. F. W. 1,-. A. B. 50,-. S. 50,-." Vorläufig haben wir eine Teilstrecke erreicht, die andern holen rungen ist. Arbeiter und Arbeiterinnen der Buchbinderei von Bading 15,- Alter wir uns schon noch!" Ferner auf den Einwurf eines Passagiers, Die vertragsbrüchige Direktion Genosse Schönhauser Allee 6,-. Von den Mitgliedern des Verbands weshalb denn der Streit so bald beendet worden sei, erwidert sucht die Maßregelungen durch allerhand nicht stichhaltige Gründe gu Deutscher Buchdrucker im Vorwärts"( Mai Sammlung) 50,-. Gesangverein Tonblüte 3,05. Buchdruckerei Felgentreff u. Kto. gehaben:" Ja, das liegt an Ascher: Ascher hat sich die Hände ge- rechtfertigen. Keine der Entlassungen sei infolge des Streits erfolgt. fammelt zum 1. Mai 5,-. O. S. 1,-. Fidele Kegelgesellschaft waschen, ich sage Ihnen, Ascher hat sich die Hände gewaschen, aber sondern lediglich wegen agitatorischen Verhaltens der S. u.. 3,50. Puberkolonne Prizkow durch Buckow 6, Neberes kommt anders, paffen Sie nur auf!" und Sie diese Aeußerung Betreffenden nach dem Streit, wegen Beschimpfung der schuß der Protestversammlung durch Panser 7,40. Ueberschuß vom mehreremale laut wiederholten, Arbeitswilligen. Zugegeben wird nach dem Berl. Tagebl." von der Märzkranz der Firma H. Thiel u. Ro. 1,40. Strafgeld von Fabian Direktion auch, daß die Kündigung deswegen geschehen sei, weil sich und Hrich 2, Rote Buchbinder, Grünftr. 5,-. Von Mitgliedern die betreffenden Angestellten in eine Kommission hätten wählen der U.= Dr. 5,75. Borgstedt, von den Piepenmoters 3,-. lassen. Die Direktion will die bei den Vereinbarungen zugestandene Bern 50,- Bromberg, von den Parteigenossen 20,-. Breslau, Beschwerdekommission dahin verstanden haben, daß diese gebildet werden socialdemokratischer Verein 50,-. Delmenhorst, S. 1,- Düsseljollte von den dienstältesten Fahrern und Kutschern dorf, Lokomotive, gesammelt am 1. Mai 22,30. Erfurt, Wahlkreis eines jeden Bahnhofs; mit einer Kommission, die aus freier Wahl Erfurt Schleufingen Biegenrid 50,- Faltenberg( Oberschl.) 2,-. Forst i. L., Parteibeitrag der Genoffen 200,-. Fürstenwalde a. Sp., In diesem Falle erklärte der Entlassene die Beschuldigungen für aus der Mitte der Angestellten hervorgegangen, will sie nicht ver Wenn die Direktion bei den Vereinbarungen eine Kom ren den Parteigenossen durch W. 50,-. Frankfurt a. O., Wahlkreis völlig erlogen; er habe nur dem Fremden, der ihn provozieren wollte, handeln. Frankfurt- Lebus 50,-. Greiz, Wahlkreis Reuß ä. 2. 50- Gotha, auf Befragen die Worte hingeworfen, daß der mit der Gründung mission gemeint hatte, die sie fich nach ihrem Willen zusammen durch Vertrauensmann H. 50,-. Görbersdorf i. Schles, von den des kastrierten Vereins betraute Ascher sich„ die Hände gewaschen habe". fett aus Leuten, die sich ihren Wünschen unter allen Umständen Batienten der Lungenheilanstalt zur Nachwahl im Waldenburger Aber selbst das, was die Angestellten nach Mitteilung der Direktion bengen, wenn sie diese Thietenfche Auffaffung wirklich gehabt Kreise 2,50, Gera, Reuß i. 2., von den Parteigenossen durch Eintreten für einen schwer geschädigten Stollegen und sonstwie hat, warum hat fie damals geschwiegen, als in der Breffe allgemeine 100,- Hamburg, Setzer des„ Echo", die Hälfte des Lohns gesündigt haben sollen, wird auch ein Stumm unfres Erachtens für die Sache fo behandelt wurde, daß die Angestellten eines jeden bont 11. Mai 117,40. Hamburg, 3. Wahlkreis 5000,-. Hastedt bei Bremen, b. Parteigenoffen 10,-. Hamburg, im Monat nicht so schlimm finden, daß daraus der Unternehmer- Abfolutismus Depots eine solche Kommission zu wählen hätten? Die Direktion weiß ganz genau, daß sich die Angestellten auf Mai in der Expedition des„ Echo" eingegangen 209,30. Hamburg, einen Grund für die grausame Gewaltmaßregel der Entlassung herleiten Getränke- Uebersch. v. N. Hagemann 11,50. Haßfurt a. M., L. Richter fönnte. Die Angelegenheit rückt aber sofort in ein andres Licht, wenn sie eine derartige Konzession", wie sie jetzt von ihr verstanden sein 3, Kattowig, H. 2, A. As. 0,75, B. As. 0,50, fittliche Welt- rein vom Standpunkt des Geldschrants aus beurteilt wird. Der will, niemals eingelassen haben würden. Beim Friedensschluß ordnung 0,75 H. As. 0,50, brav Straßenbahner 0,50, Sa. 5.- Fahrer Käbig steht nämlich bereits im 49. Lebens- waren die Angestellten ohne Zweifel die Stärkeren; die ganze öffent Karlsruhe, Sängerbund Vorwärts" 30,-. Lausigt, t. 1. Mai 6.30. jahre und befindet sich volle 17 Jahre bei der liche Meinung war auf ihrer Seite, außer einigen ScharfmacherLandeshut i. Schl., durch den Vertrauensmann 25, Linden i. W., Direttion in Dienst, und der Schaffner Kuß elf organen trat die gesamte Preise für die bescheidenen Forderungen Arbeiter Gesangverein Willkommen in B. 15,-. Lütgendortmund, amerit. Autt. auf einer roten Hochzeit 9,06. Mannheim, socialdem. Jahre. Eine einfache Kaltulation ergiebt, daß an solchen Männern der Streifenden ein. Die Direktion hatte sich verrechnet, indem sie Verein 100, München, Waldläufer 5,-. München, S. v. 500,-. unter Umständen Tausende zu profitieren sind, wenn man sie auf die baldige Desorganisation des Streits hoffte; die AnNezichtau, durch J. A. 12, New York bei der Volls- Zeitung" ganz kurz vor dem Jnkrafttreten der Pensionstasse sachte abschiebt. noch für Löbtau eingegangen 103,15. Neudamm 9, Schmiede- Daß die Unmenschlichkeit einer solchen Entlassung den Wert berg i. Schl. 15,-( darunter amerikanische Auktion auf der Mai- eines Todesurteils haben einem Manne gegenüber, der im feier 5,-) Stuttgart, G. U. 10,-. Solingen, Maifeier- lleber- 17jährigen anstrengenden Dienst bis auf die Knochen ausgenugt ichuß 100,-. Von Hugenannt 12 000,-. Württemberg 100,- worden ist, das ist ja etwas höchst Nebenfächliches und kommt im Wittenberg, Maifeier F. K. 5, un Stampfe um die Erhaltung der höchsten Güter nicht weiter in * " NO Die in der Quittung in Nr. 107 des„ Vorwärts" v. 10. Wai dieses Jahres unter Wilhelm Wagner quittierten 5,10, find gespendet von den Mitgliedern der U.-Dr. Berlin, den 8. Juni 1900. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Der Wortbruch. Betracht. Große Berliner Straßenbahn. Die Direktion. In ähnlicher Lage wie Käbig und Kuß befinden sich die meisten übrigen Gemaßregelten. Sie sind lange Jahre im Dienste, und daher macht die Direktion mit ihrer Maßregelung ein feines, ge: vinubringendes Geschäft. Daß eine solche Gesellschaft sich der Protektion des preußischen Eisenbahnministers erfreut, iei zur Kennzeichnung des Geistes behördlicher Arbeiterfürsorge besonders betont. Die fünf Versammlungen, gestellten hielten aber fest zusammen, Arbeitswillige fanden sich nur in geringer Zahl: die Direktion mußte nachgeben. Der Vertragy fann bei loyaler Auslegung in diesem Punkte anders gar nicht gedeutet werden als so, wie ihn die Angestellten, die Presse, das ganze Publikum verstanden hat. Aber auch sonst ist die Direktion ihren Versprechungen durchaus noch nicht in vollem Umfange nachgekommen. Wie von den An gestellten in den Versammlungen mitgeteilt wurde, werde weder die neun refp. elfflündige Dienstzeit innegehalten, noch sei eine Regelung des Dienstes der Einsatzfahrer erfolgt. Neu eingestellte Beamte erhielten nicht das zugebilligte Anfangsgehalt, vielmehr wäre ihnen jetzt mitgeteilt worden, daß sie ohne jegliche Gehaltsentschädigung das Fahren erlernen müßten und nur, wenn sie einen Wagen führen, würde ihnen ein Tagesgehalt ausgezahlt. Ferner verlantbare, daß die Beiträge zur Pensionskasse die bewilligte Gehaltszulage verschlingen würden. Und einer solchen Direktion, die in der ungeniertesten Weise ihr Wort bricht, die feit Jahren ihre Angestellten mit leeren Versprechungen hingehalten hat, sollten die Arbeiter Vertrauen entgegenbringen? In ihren Reihen herrscht eine so große Erbitterung über den neuesten Wortbruch, daß ein neuer Streit durchaus nicht unmöglich ist. Die Presse " Der unter Schirm und Schutz des preußischen Eisenbahnministeriums von der Direktion der Berliner Straßenbahn voll die in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend stattfanden, waren zogene Bruch ihrer durch Handschlag bekräftigten Versprechungen hat trotz des bekannten Utas der Direktion, wonach jeder Versammlungsin der öffentlichen Meinung die stärkste Entrüstung hervorgerufen. teilnehmer mit Entlassung bedroht wurde, sehr gut besucht. Wan Die Angelegenheit hat aber nicht nur das Juteresse eines Lohn- schäßt die Zahl der Besucher auf etwa 1800. Im Hinblick auf die kampfes, sondern sie ist ein Symptom der herrschenden social- felbstherrlichen Gelüfte der Direktion unterließen die Angestellten politischen Richtung, sie ist ein warnendes Sturmsignal, daß der allerdings die Wahl der nach den Einigungsbedingungen einzusetzenden Zuchthausturs noch immer gesteuert wird, nur daß man jest Beschwerdekommission, um nicht neue Opfer für die Rache der nimmt bis jetzt nur teilweise Stellung zu der neuesten Brüstierung das Ziel auf Schleichwegen zu erreichen sucht. Die Direktion der Direktion zu schaffen. Aber allgemein gab man der Ansicht der öffentlichen Meinung seitens der Großen". Großen Berliner ist zugleich das Werkzeug der Regierungs- Ausdruck, daß sich die Angestellten auf keinen Fall mit Die Berl. 8tg." schreibt: Man darf gespannt sein, welche politit, indem sie die Profitinteressen der Gesellschaft in ihrer einer von der Direktion ernannten Kommission zufrieden geben Folgen dieses neue Vorgehen der Großen Berliner Straßenbahn Weise vertritt. würden, denn wenn es nach dem Willen der Direktion gehe, Gesellschaft haben wird. Kann man es unter diesen Umständen den dann würden nur solche Leute in die Kommission kommen, die Leuten übel nehmen, wenn sie aufs äußerste sich wehren? Die suristy Die Rentabilität des Wortbruchs. während des Streits als Arbeitswillige fungiert haben, und die Direktion der Großen Berliner" aber möchten wir fragen, woher Bei den Maßregelungen ihrer Angestellten geht die Direktion deshalb natürlich nicht die geeigneten Vertreter der Interessen ihrer sie sich den Mut nimmt, die Oeffentlichkeit mit einem derartigen der Großen Berliner Straßenbahn nicht allein von der Absicht aus, Kollegen wären.-Die Stimmung, welche in den Versamm ungerechtfertigten Vorgehen gegen ihre Angestellten zu beleidigen. Schrecken und Bestürzung unter dem Personal zu verbreiten lungen herrschte, ließ erkennen, daß die Angestellten der Die Thatsache, daß man bislang mur von Klagen und immer wieder und es dadurch wieder zum sada vergehorsam zu bringen, Großen Berliner" in ihrer überwiegenden Mehrheit sich durch von Klagen über die Praxis der Straßenbahnen hörte, berechtigten sondern sie läßt sich dabei auch ganz wesentlich von dem Streben feine Drohungen und Einschüchterungsversuche der die genannte Gesellschaft wahrhaftig nicht, die Geduld des Publikums Teiten, möglichst viele ältere Beamte, die die demnächst ins Direktion bewegen laffen, ihrer gewerkschaftlichen auf die höchste Probe zu stellen. Denkt die Direktion denn nicht daran, Leben tretende Pensionstasse in Anspruch nehmen könnten, Organisation untreu zu werden. Das trifft nicht nur für diejenigen in welche schiefe Stellung fie Herrn Oberbürgermeister abzuschieben. zu, welche den Streit mitgemacht haben, sondern auch für die nach Kirschner bringt, welcher mit seinem vollen Ansehen für das Zu Besonders klar tritt dies an einem Fall hervor, der den Fahrer träglich Eingestellten, in denen die Direktion ein gefügiges Personal standekommen der Einigung und Erfüllung der Bedingungen Käbis betrifft. Dieser Beamte erhielt am Freitag seine Entlassung heranzuziehen glaubte. Auch diese Leute waren fast boII eingetreten ist? unter folgender schriftlichen Begründung zugestellt: anzählig in den Versammlungen erschienen. Der Unwille Anders die Nat. 8tg.", welche die Entlassungsgründe als Journal Nr. 5626. Berlin, SW., den 8. Juni 1900 darüber, wie die Direktion das durch Handschlag gegebene durchaus stichhaltig" bezeichnet; freilich geht sie auf die Friedrichstr. 218. sad s od Versprechen, niemand wegen des Streits zumaßregeln, Wahlen der Kommissionen nicht näher ein. Nach ihr haben. die AnAn den Fahrer Herrn Käbiz 774. mißachtet, war sehr groß. Es scheint, als ob die Maßregelungen gestellten die Direktion zur Kündigung genötigt durch ihr agitatorisches Bahnhof XIV, Kreitzbergstraße. ohne jede Wahl, nur auf die Einflüsterungen von Spizeln und Verhalten. Nachdem zu unsrer Kenntnis gelangt ist, daß Sie in einer Denunzianten hin, vorgenommen werden, wenigstens ist einer der am 31. v. M. stattgehabten Versammlung sich zuni Bertrauens- Gemaßregelten ein Mann, der sich bei der Lohnbewegung in feiner mann haben wählen lassen und einen Fall zur Sprache brachten, Weise besonders bemerkbar gemacht hat, und schon früher einmal, in welchem einem Kutscher, der in einer Straffache wegen ohne zu murren, unter einer harten Maßregel seiner Vorgesetzten Zusammenstoßes freigesprochen, gleichwohl seitens der Direktion schwer gelitten hat. Dem Mann wurde nämlich ein nachgesuchter die seiner Zeit von ihm erhobenen Reparaturkosten nicht furzer Urlaub, den er dazu bemigen wollte, an das Sterbelager and mid cod dojdeden tiered no un siut " Die" Post" verteidigt natürlich die wortbrüchige Direktion: „ Es gehört die dreiste Stirn und die ganze Rabulistik des focialdemokratischen Parteiblattes dazu, die!! nterstellung aus zusprechen, als ob dieses Vorgehen der Direktion, durch welches fie teils nur eine Ehrenpflicht gegen die ihren vertraglichen Ver pflichtungen tieu gebliebenen Bediensteten erfüllte, teils die für " das den Betrieb einer öffentlichen Verkehrsanstalt unbedingt die Berichte der bürgerlichen Presse zum Teil erscheinen laffen, die Hauses, die Majorität allerdings eine Majorität in partibus notwendige Disciplin aufrecht erhielt, einen Bruch der Zusage Ursache, daß die Kurse weiter fielen. Nein, das erschreckte Publikum infidelium, denn wo es fein Parlament giebt, hat auch die Majorität darstellte, daß wegen der Lohnbewegung Maßregelungen nicht in der Proving sah die Kurse fallen, rechnete sich die schon erlittenen ihren Sinn verloren ist gestern formell aufgelöst worden. Das stattfinden sollen." Ferner bemerkt das saubere Blatt: Berluste aus, fah, daß eine Erholung nicht mehr eintreten wollte if aber tog de fiche Parteien mit großen Charakteristisch aber ist es für ben„ Borwärts", daß er allen Seiten auf den Markt, nur damit es um jeden Preis Majorität im östreichischen Abgeordnetenhause wirksam gemacht und stürzte mit seinem Besiz blind und filos plöglich von Hurragefchrei begrüßt, ist aber trotzdem für die fernere Entwicklung der Dinge völlig bedeutungslos. So lange nicht die natürliche biefes Vorgehen der Direktion als eine Berlegung des verfassungs noch so schnell wie möglich vor den andren seine Ware werden kann und das ist mir die Alliance zwischen Deutschen mäßigen Stoalitionsrechts bezeichnet, während doch, wie wie dem Vorwärts" sehr gut bekannt ist, der 8 152 der Gewerbe- los werden könne. Hier geht es, wie auf einem untergehenden und Czechen, den an 8ahl größten und kulturell entwideltsten Ordnung für die Angestellten der Straßenbahn- Gesellschaft nicht Schiffe, auf dem alle Zucht außer acht gelaffen ist, jeder mur an sich Stämmen Oestreichs, so lange werden auch die Parteien, Blab greift, etwaige landesgesetzliche Verbotsbestimmungen gegen denkt und seinen lieben Rächsten ruhig ertriufen sieht, wenn er nur die ein den deutsch- bürgerlichen Gruppen entgegengesettes Programm Koalitionen dieser Bediensteten oder gegen Streits derselben nach noch Aussicht auf eigene Rettung erblickt. Die Verkaufsorders liegen befizen ein politisches, wie die Deutsch- Klerikalen, oder ein natiowie vor in Kraft sind und auch im Wege der Landesgefeßgebung in solchen Mengen, die Kauforders infolge des Verbots des Termin- nales, wie die Czechen, zum Aneinanderschließen gedrängt werden; Straf- und Verbotsvorschriften dieser Art ohne Verlegung des handels, der gegen allzu schnelle Kursstürze eine Art Buffer bildete, foje kungen bleiben. Uebrigens ist es für das öftreichiſche die Rechte tann also aufgelöst werden, aber ihre Voraus Reichsrechts erlassen werden können." Die Schamlosigkeit dieser kapitalistischen Klopffechterei wird nur schwach vor, daß die Kurseinbußen am Sonnabend wieder ganz gewaltige Parlament gleichgültig, was die Mehrheit will, denn in diesem Die Schamlosigkeit dieser kapitalistischen Klopffechterei wird nur waren. Am Kassa- Juduſtriemarkte erlitten Rückgänge um 10 und Hause, was nur ein Haufe zusammengewürfelter Bar= durch ihren Widersinn übertroffen. Selbst wenn die Straßenbahner mehr Brozent folgende Werte: Hallesche Maschinen, Victoria- Fahrteien ist, herrscht seit drei Jahren ganz eigentlich der Gewerbe- Ordnung nicht unterſtänden, befizen fie das allgemeine rad, Bismarchütte, Diffieldorfer Eisenhütte, Hörde, Königsporn, necht der Minderheit. Die jogenannten„ arbeitswilligen" Versammlungs- und Vereinsrecht und die Direktion hat also in Parteien haben sich zwar heute zu einer Aktion jedem Fall gegen die Geseze gefrevelt. Das Koalitionsverbot, Rheinische Stahlwerke, Schalker und Westfälische Stahlwerke. des Parlaments bereinigt, aber fein das die" Post" bei der einzelstaatlichen Gesetzgebung für die Zu Saltung der Börsenpresse, die mit wenigen Ausnahmen bis in diese werden. In wenigen Tage wird die ekle Poſſe, die das impotente Ende tann trotzdem mit mathematischer Genauigkeit angegeben funft anregt, fann doch unmöglich unmöglich schon jetzt schon jetzt für die Tage hinein allen krankhaften Symptomen zum Trotz die Parlament aufzuführen beliebt, beendigt sein. Direktion als entlastend gelten; denn einstweilen haben die und der industriellen Geschäftslage versicherte Gesetzgebungs Absichten und Vorschläge der Scharfmacher nicht Stimmungsberichte aus den Industries und Syndikatskreisen ohne schieben redet, wohl am wenigsten. Es wird wohl ohne weiteres von selbst Gesetzeskraft. Jnr übrigen ist aber auch Kritik abdruckte. Jetzt, da diese Presse sieht, daß das Kapitalisten nichts andres kommen, als der berühmte Paragraph die Voraussetzung der" Post" vollständig irrig. Die Verkehrs: publikum wieder einmal in der üblichen Weise hereinfällt, da schwenkt vierzehn. arbeiter unterstehen zweifellos der Gewerbe- Ordnung, auch wenn sie plöglich; in einem dieser Börsenblätter, das auf die Gunſt der diese Kategorie von Arbeitern nicht ausdrücklich in dem Gesetz ge- Situation besonders pochte und andern die Lewiten las, die nannt worden ist. Der Fahrer eines Straßenbahnwagens ist fachlich die falsche Beurteilung der Lage fich wandten, lefen wir nunmehr, arbeitswillig" find. Und dennoch muß die Obstruktion fiegen. Denn genau so ein Verkehrsarbeiter wie etwa ein Rollkutscher, von dem die stärkste Fraktion dieses zerrissen en Barlaments. Sie so niemand bestreiten wird, daß er unter die Gewerbe- Ordnung gehört. daß auch in industriellen Kreisen die Ansicht wenn die Jungczechen auch eine kleine Bartei find, ſo find fie doch niemand bestreiten wird, daß er unter die Gewerbe- Ordnung gehört. von einem Nachlassen des Inlandsbedarfs an find aber auch deswegen weit stärker, weil sie eine Partei sind, Boden zu gewinnen scheine. I'm Juttereſſe des die, mit den notwendigen Einschränkungen, die Bertretung eines geſamten deutig dieser Wirtschaftslebens wäre es gewesen, wenn man ganzen Volts ist. früher schon fich dieser Ansicht nicht verfchloffen hätte. Jetzt ist es wieder einmal zu spät. Politische Neberlicht. Berlin, den 9. Juni. Merkwürdig bei dieſem plötungen Merkwürdig bei diefem plöglichen Ausbruch der Krise ist die die Gelsenkirchen.207,50 die kommt, weit eroht Herr Körber, der gegen Der Reichstag In welchem Maße die Kurse in den Werten der einzelnen brachte in seiner Sonnabend- Sigung die Deckungsgeseke Industriezweige während der vergangenen Woche abwärts gegangen glücklich unter Dach und Fach. Und zwar- von einer find, das ergiebt sich aus der nachstehenden Zusammenstellung der Korrektur abgesehen- ganz unverändert in der Fassung der für die einzelnen Industrien typischer Papiere. Es notierten am: Kommissionsanträge. Die Majorität wantte nicht und setzte das alte Spiel fort, auch die volksfeindlichsten Bestimmungen z. B. die Verteuerung der Getränke des armen Manns als Heilsmaßregeln zu Gunsten des Mittelstands" hinzustellen. Und der Abgeordnete Luce vom Bund der Landwirte hatte sogar die Güte, uns zu erklären, was Mittelstand" ist. Die Definition war freilich so wundersam unklar, daß die Unklarheit selbst dem gerade den Vorsitz führenden Abgeordneten Frege flar wurde, der wieder einmal mit der Geschäftsordnung in Konflikt geraten war. 1991R VI 5. Juni 7. Juni 9. Juni Verlust ſeit 5. 193,90 192,00 15,50 Laurahütte Bochumer Gußstahl .252,25 240,00 Hartmann, Maschinenfabr. 159,90 Stettiner Vulkan 235,00 Ludwig Löwe 375,00 240,60 230,25 22,00 Allg. Elektricitätsgesellsch. 240,90 Schudert Nürnberg · • Norddeutsche Jute. Ravensberger Spinnerei Siemens Glas . Höchster Farbwerke Leopoldshall. 214,00 100,00 142,00 141,75 243,90 d. 383,00 100,30 225.75 222,00 18,00 158,000 155,00 4,90 229,00 222,24 12,76 369,00 365,25 9,75 237,50 232,00 8,90 212,00 211,00 3,00 99,00 100,00 Schütt, Holzbearbeitung. 117,50 Schultheiß Brauerei 248,90 117,50 242,10 242,00 378,50 375,50 98,50 99,00 117.25 0,00 0,25 1,90 7,50 1,00 0,25 248,00 248,90 0,00 0,75 für Was dan Jo entDie Jungczechen bilden im öftreichischen Abgeordnetenhause eire fleine Partei, knapp 60 Leute 425 Abgeordneten, die sonst alle Der sprichwörtliche„ böhmische Dicschädel" ist auch in der Politik ein unbequemer Gefelle. Von einer völligen folierung der Jungczechen ist überaus keine Rede: die feudalen Großgrundbesizer und die Südslaven sind vielmehr entschlossen, der Obstruktion wenigstens eine passive Assistenz zu leisten. Es wäre wohl möglich gewesen, die Obstruktion durch eine Vereinbarung zu beendigen, aber dazu hätten die Deutschen ihre Unterſtügung leihen müſſen. Wenn die Deutschen nicht in so viele Fraktionen gersplittert wären, in Fraktionen überdies, die keinen andern Sinn haben, von feiner andern Absicht geleitet werden, als einander als Mandate einander abzujagen, indem sie Berräter" bei den Wählern denunzieren, so wäre gerade der Augenblick, wo der sagenhafte Verband der Rechten geborsten ist, sehr wohl geeignet gewesen, die Deutschen und Czechen einander näher zu führen, die Deutschen hätten es leicht gehabt, durch fluges Nachgeben die Czechen für eine folgenreiche Verständigung zu gewinnen. Aber wie die Dinge in diesem von Demagogie durchtränkten Im allgemeinen wieder die sattsam bekannte Physiognomie Die Deutschen Hause stehen, war daran nicht zu denken. des Reichstags bei der Anfertigung von Steuern und Zöllen. opfern lieber das Parlament, beschwören über den Staat eine Jeder für sich und seine Sippe; und jeder gegen jeden ich were rise, ebnen dem Absolutismus die Wege, bevor andren und des andren Sippe. Das bringt die kapitalistische Immer sie den Czechen eine Genugthuung bieten lassen wollen. Weltordnung mit ihrer famosen Harmonie der Interessen wieder zeitigen die Verhältnisse in Oestreich dieselbe Erkenntnis: Hamb.. Amerit. Paketfahrt 124,50 124,00 128,75 nun einmal so mit sich. Und alles ging wüst und wirr daß den Böltern dieser Staat jo verhaßt, so gleich. durcheinander. Kure, Lotterien, Konnofsemente, Polizei- Am stärksten find zunächst gefallen die Papiere der Eisen- und Stahl- gültig geworden ist, daß sie ihn lieber au Grunde kontrolle zur Verhütung von Defraudationen, Bierzoll, industrie, dann die der Bergwerke, Maschinenfabriken, Schiffswerften gehen laffen, als daß fie ein Titelben ihrer felbft Rumzoll, Champagnerzoй und noch ein Dugend andrer und Elettricitäts- Gesellschaften, bei denen Schuckert den schwächsten Rüd- eingebildetften nationalen Forderungen opfern Steuern und Zölle, mit denen das Geld für die Flotte" gang zu verzeichnen hat. Es folgen die Werte ber chemischen Industrie, würden. Oestreich fann tein Barlament haben, denn es wird von fehr wenig flott zusammengefragt" werden soll. Und mittar nur schwach wurden die Aktien der Industrie der Steine- und Erden-, allen seinen Bölkern verneint. in der nichts weniger als gemütlichen Interessenharmonie" sowie des Textilgewerbes und der Brauerei getroffen. Von Werts von allen Seiten Jammern und Klagen über die Zwangs verminderungen überhaupt nicht betroffen wurden die Cement, lage" und" Notlage", in die der Reichstag durch die" gräßliche Porzellan- und Papierindustrie, deren Werte zum Teil sogar noch Flotte" gekommen ist. Kurserhöhungen aufweisen. Jedenfalls steckte aber der Niedergang der Montanwerte schon den gesamten Industriemarkt an. Der parlamentarische Bankrott. Als Lustigmacher und zugleich als Opfer der Sigung figurierte heute der Abgeordnete Semmler, der zwar nicht Vertreter von Hamburg, aber Schwiegersohn des Bürgermeisters von Hamburg ist und daher das Recht herleitet, Hamburg Der Reichsrat ist gestern Nacht geschlossen worden. Man zu vertreten, das jetzt nicht richtig" vertreten sci. Aufhält allgemein die Auflösung des Reichsrats für bevorstehend. Die gefordert zu sagen, was nicht richtig" ist, murmelte der czechische Obstruktion hat gefiegt. Der Plan, die Obstruktion durch Herr allerhand unverständliches Zeug, und schwagte, so weit fortdauernde Nachtsi zungen zu ermüden, ist als undurcher zu verstehen war, so konfus, daß ihm von nichtsocialdemo- führbar aufgegeben worden. Bei der Leichtigkeit, ohne intellektuelle kratischen Kollegen eine mitleidige Belehrung zu teil werden und physische Anstrengung das Parlament verhandlungsunfähig zu machen, erschien die Absicht von vornherein aussichtslos. Da nach mußte. Von den Socialdemokraten und überhaupt der der Geschäftsordnung jede Interpellation sofort verlesen werden muß. ganzen Linke bis in seine eigne nationalliberale Partei bedurfte es für die Obstruktion nur der mechanischen Anfertigung ausgelacht, brach der Unglückliche, auf den die boshaften recht langer Jnterpellationen, die verlesen werden mußten, auch wenn Götter es entschieden abgesehen hatten, zum Schluß noch die Juterpellanten während der Verlesung vergnügt im Prater einen Streit mit seinem Freund, dem liberalen Vertreter von spazieren gingen. Bremen und, blind voranstürmend, mit dem Bundesrat Die Freitagssigung währte von 1 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts. bom Baun. Ah quel malheur, d'avoir un gendre Das Verlesen des Einlaufs dauerte von 1 bis 5 Uhr. Nach der Be Bech, einen Schwiegersohn zu haben!, wird der Hamburger welche einen riesigen Skandal seitens der Czechen hervorrief. Sie Bürgermeister mit dem verstorbenen Greby seufzen, wenn er griffen zur lärmenden Obstruktion und bedienten sich aller Mittel, den Bericht dieser Sigung liest. die ihnen zur Verfügung standen, schrien, stampften und trommelten. o welches Unfrerseits sprachen Bebel( über den Lotteriestempel), Wurm( über den Bierzoll) und Moltenbuhr( über den Boll auf Rum, Cognac 2c.). in blickent. Deutsches Reich. Budo 008 die Schweinburgs Waschung. Der Organisator des Flottenrummels und unentbehrliche Ber tranensmann Miquels legt Wert darauf, daß wir folgende Erklärung abdrucken: 3390 „ Der Vorwärts" läßt sich zur Verbreitung einer ganzen Reihe von Lügen und Verleumdungen gegen mich erneut mißbrauchen. Er druckt in seiner heutigen Nummer unter der Ueberfchrift Schweinburgs Waschung" einen Artikel ab, welcher ohne Zweifel von einem Wissenden veranlaßt ist, aber absichtlich die Wahrheit verschweigt und entstellt. So wird behauptet, ich hätte " erklärt, den Fabrikanten Stroschein verklagen zu wollen. Das ist niemals geschehen. Stroschein hat im Gegenteil mich verklagt, es aber für besser befunden, die Angelegenheit nicht zum gerichtlichen Austrag kommen zu lassen und hat die Klage ohne irgend ein Buthun von meiner Seite zurückgezogen. " Es wird ferner im Vorwärts" behauptet, mein Rechtsbeistand hätte meine Klage gegen die„ Tägliche Rundschau" für zu schmugig befunden, sich die Finger damit zu besudeln." Das Gegenteil ist wahr. Denn Justizrat Rechtsanwalt Dr. Sello ist heute noch mein Rechtsbeistand in der Angelegenheit gegen die Tägliche Rundschau" und war, nachdem er den Sachverhalt näher kennen gelernt, durchaus nicht für den vom Präsidium des Deutschen Flottenvereins betriebenen außergerichtlichen Ausgleich begeistert. Es wird feruer im Vorwärts" behauptet, ich habe die Be= leidigungen 6 Monat lang ruhig auf mir figen lassen. Auch das ist nicht wahr. Ich habe im Gegenteil durch den Justizrat Sello immer und immer wieder beim Schöffengericht auf die Beschleunigung der Verhandlung gedrängt. Der Lärm dauerte ununterbrochen stundenlang fort. Er wurde durch etwa je 15 Czechen aufrecht erhalten, die bei Ermüdung durch eine andre Abteilung ersetzt wurden. Die Czechen hatten sich alle Die Sigung dauerte bis 28 Uhr. möglichen Lärm- Instrumente verschafft, fie trommelten auf leeren Nächste Sigung Montag 12 Uhr. Kleinere Vorlagen. Cigarrentisten, bliesen auf Kindertrompeten und Kinderpfeifchen, schlugen Blechdeckel aus der Restaurationstüche zuſammen, fingen, and Es wird ferner im Vorwärts" behauptet, ein gewisser Unfre Interpellation. Seuchengeset( zweite Lesung). Wahl- schrieen und lachten dazu. Der Präsident Fuchs und beide Vicelanger Arm im Kastanienwäldchen" babe auf einen friedlichen prüfungen. Man hofft doch, Dienstag fertig zu werden. präsidenten, auch der czechische Vicepräsident Zacek harrten unbeweg- Ausgleich der Sache hingewirkt. Das Gegenteil ist wahr. Gerade Regierungsvertreter haben, als von andrer Seite ihre Jutervention lich auf ihren Sigen aus, sonst war der Saal ganz leer. Die Mit nachgesucht wurde, es abgelehnt, mich zu beeinflussen, von der Abgeordnetenhaus. tglieder der übrigen Parteien waren in ihren Lokalen versammelt, Klage zurüdzutreten. rufagittor Schweinburg. Im Abgeordnetenhause fezten am Sonnabend die Konservativen nur zeitweise kam einer in den Saal, um die Situation zu überihre Opposition gegen die Regierung fort, allerdings ohne Erfolg. Der Minister von Thielen erklärte gleich zu Beginn der Sizung, Schließlich tam es zu einer regelrechten Nauferet zwischen dem Wenn diese Erklärung einem Rest journalistischen Ehrgefühle daß die Regierung allerdings gefaßt sei, heftige Angriffe von den hriftlich- socialen Abg. Klezenbauer und dem Czechen Dolezal, die entsprungen sein sollte, so würden wir uns aufrichtig freuen. Leider Konservativen zu erfahren: er ließ aber keinen Zweifel darüber, daß gegen halb 12 Uhr nachts stattfand. Klezenbauer suchte dem Czechen aber geht Herrn Schweinburgs Reinigungsbedürfnis nur so weit, fie sich nichts daraus mache. Also, meine Herren," so schloß der einen Holzschlägel zu entreißen; daraufhin versetzte dieser dem Klezen- daß er die Sehnsucht nach friedlich geräuschlofem Ausgleich mehr Minister, schütten Sie Ihr Herz mur aus und ziehen Sie dann bauer einen Schlag auf den Kopf. Kleßenbauer stürzte rasch auf dem Flottenverein zur Laft zu legen sucht, als sich selber; diese Ihre Anträge zurück." Nun, ihr Herz haben die Konservativen Dolezal los, fuhr ihm mit einer Hand in den Bart, mit der andren Tugend ist aber nicht so ausgebildet, daß er auf einer gerichtausgeschüttet, aber zurüdgezogen haben sie die Anträge nicht. Sie an die Keble. Gleich darauf erhielt Dolezal einen Schlag, den dieserien Klarstellung der schweren gegen ihn gerichteten Anwurden jedoch abgelehnt, so daß das Gesez betr. Maßnahmen sofort erwiderte. Dolezal hatte eine geschwollene Wange. Andre griffe beſteht. Herr Schweinburg berichtigt nicht, daß er auf seine Klage zur Verhütung bon Hochwassergefahren Abgeordnete trennten rasch die Raufenden. Auch das Präsidium war einmal bedroht; die Czechen ballten die Fäuste gegen verzichtet hat; er berichtigt nicht, daß eine Ehrenerklärung für ihn Schlesien im wesentlichen nach den Kommissionsbeschlüssen ges Fuchs; es schien, als ob sie Gewaltthätigkeiten im Schilde führten. ausgemacht war; er berichtigt nicht, daß der Nedacteur der nehmigt wurde. Nach Erledigung diefer Vorlage überwies das Haus den Gesetz- Ein dichter Knäuel von Abgeordneten bildete indeffen eine Schuß- Tagl. Rundschau" für ſeine patriotische Entsagung mit einer Sinefure in der Regierungsjournalistik bezahlt werden wird. entwurf betr. das Ruhegehalt der Organisten, Kantoren wehr um den Präsidenten. Wir glauben ohne weiteres: auch die Flottenvereinler haben und Küster und die Fürsorge für ihre Hinterbliebenen in der Die Sigung endete dann mit der Schließung des Reichsrats. evangelischen Landeskirche der alten preußischen Provinzen an eine Ueber die ganze zerfahrene Situation und die nicht die geringste Lust, daß an Gerichtsstelle in die Hintergründe Kommission von 14 Mitgliedern und nahm, dem Antrage der Budget- nmöglich leit eines vernünftigen parlamentarischen Arbeitens ihrer weltpolitischen Flottenbegeisterung geleuchtet werde. Warum aber der Wissende Schweinburg auf seine gerichtliche Reinigung tommission entsprechend, trotz des Widerspruchs der Regierung den schreibt uns unser Wiener Korrespondet unterm 8. Juni: Antrag betr. die Aufbesserung der Oberlehrer an nicht. Das Abgeordnetenhaus ist am Mittwoch wieder zusammen- verzichtet, wird nur dann verständlich, wenn man annimmt, daß den Meinungsmacher der staatlichen Gymnasien an. getreten, und es ist wieder, wie es war: das Haus tommt über die man gewichtige Gründe gegen Berlesung des Einlaufs nicht hinaus. Es fehlt zwar nicht an Aeuße- preußisch- deutschen Politit ins Feld geführt hat, um sein gefährliches rungen, das Haus aus der Erstarrung zu reißen, in die es durch journalistisches Ehrgefühl zu beschwichtigen. 0001 inge die jungezechische Obstruktion versetzt worden ist, aber im ganzen Der Kurssturz an der Börse. Parlament ist auch nicht ein Mensch, der an die Lebensfähigkeit dieses Für das Evangelium der gepanzerten Fauft begeisterte Unfre Annahme, daß die Kurse am 9. Juni weiter fallen rninierten Parlaments ernstlich glauben würde. Herr v. Körber hat sich in Karlsruhe der evangelisch- sociale Kongreß, der es diesmal für würden, ist durch die Vorgänge am Sonnabend nur zu sehr be- am Mittwoch eine große Stede gehalten, in der er in seine Aufgabe hielt, als Filiale des Flottenvereins zu fungieren. stätigt worden. Man kann in Erinnerung an eine frühere Strise den düstersten Farben die Folgen schilderte, die durch die Fortdauer Diese Christenmenschen gehen auch nach der neuesten Mode gekleidet und diesen Tag als einen schwarzen Sonnabend" für die Börse be- dieses Zustands über den Staat und über die Bevölkerung gebracht propagieren die Weltpolitik. Es sprachen u. a. Adolf Wagner und werden, aber feine Rede fand bei den Jungczechen nur trübe Naumann; die Meinung eines Referenten, als ob es sich um die zeichnen. Die anhaltend ungünstigen Berichte vom amerikanischen Ohren. Sie wollen ihre„ Genugthuung" für die ihnen durch die Auf- Weltpolitik und Weltherrschaft des Christentums handle, wurde nicht Eisenmarkt, niedrige Preise bei Submissionen von Altmaterial, schlechte hebung der Sprachenverordnungen angethane Unbill, und sie laffen gebilligt. Naumann bemerkte gelegentlich nicht daß die Engländer Ernteaussichten, die Börsenbesteuerung im Reichstag und endlich noch von der thörichten Forderung nicht ab, auch wenn der ganze Weltmachtpolitik treiben, mache man ihnen zum Vorwurf, sondern auf dem Gebiet der auswärtigen Bolitif die chinesischen Wirren haben Staat darüber in Fransen geht. Eine Wirkung hat die daß fie erklären, fie trieben die Machtpolitik im Namen der den Sturz der Kurse zwar beschleunigt, sie waren aber nicht, wie jungezechische Obstruktion bereits gehabt: der Vorstand der Rechten des Humanität. Montag: Dritte Lesungen und Petitionen. Dabei ist aber die englische Weltpolitik im Vergleich zu der preußischen Propaganda der Kasernenhofs- Kultur wirklich noch Lauterste Humanität. Nichtsdestoweniger befolgte dann die Versammlung dieses eng- 1 ftitutionelle Opposition wurden 265 000, für die äußerste Linke Daß die Freifinnigen die Interessen des Großkapitals und der Börse lische Rezept und erkärte ein verwegener Unsinn! die Welt- 325 000 Stimmen abgegeben. 82 000 Stimmen find radikal, wahrnehmen, wird wohl auch die Socialdemokratie anerkennen, sie politit sei notwendig im Interesse des sittlichen und socialen Fort: 71 000 republitanisch. Die Socialisten allein erhielten hiervon hat aber bei fajt allen Vorlagen, die uns hier beschäftigt haben, in schritts Deutschlands. 170 000 Stimmen. Die Zunahme der socialistischen Stimmen denen das Großfapital interessiert ist, genau so gestimmt, wie die gegenüber den vorigen Wahlen beträgt 70 Prozent. Oberitalien Freifinnigen. Huruf des Abg. v. Arnim.) Allerdings beim Börsenallein gab 135 000 socialistische Stimmen ab. gefeß haben die Socialdemokraten anders gestimmt.( Heiterfeit.) Das abschließende Resultat für die Verteilung der Mandate er- Natürlich ist Ihnen die Konstatierung dieser Thatsache unangenehm, giebt 283 Ministerielle( bisher 298), 98 Abgeordnete der konftitutio- das beweisen Ihre heftigen Entgegnungen gegen unsre Vorwürfe. ellen Oppofition( bisher 187) und 85 Mitglieder der äußersten( Lachen bei den Socialdemokraten.) äußerste Linte wird nach den Stichwahlen nicht weit von 100 entLinken( bisher 73). Stichwahlen finden am 16. Juni 42 statt. Die fernt sein. Die Kommiffion des Allgemeinen Deutschen KnappschaftsVerbands verhandelte heute unter Worfiz von Bergrat Ludwig aus Bochum über den vorläufigen Entwurf eines Gefezes zur Abänderung des siebenten Titels im Preußischen Allgemeinen Berggeseze bom 24. Juni 1865, betreffend die Knappschaftsvereine. Ueber das Resultat der Verhandlungen ist noch nichts bekannt. Probefahrts: Ergebnisse! Afien. Präsident Graf v. Ballestrem: Ich muß endlich einmal eingreifen. Der Herr Vorredner hat selbst gesagt, daß ihn an dem Zustandekommen des Gesezes liege. Wenn aber bei jeder kleinen Position des Tarifs auf alle übrigen zurüdgegangen wird, so wird dies Gesez niemals zu stande kommen. ( Seiterfeit, lebhaftes Bravo links). Abg. Richter( frs. Bp.): Zur Krists in Ostasien. Auch heute liegen wiederum eine ganze Reihe von Alarmnachrichten vor. Der Bogeraufstand greift Aus Kiel wird uns vom 8. Juni geschrieben: An das später noch immer um sich. In dem Zweige Partingfa der Lohanwieder als nicht zutreffend widerrufene Wort des Staats- Anzeigers" Eisenbahn soll der Bahntörper auf eine Strede von dreißig Wenn ich auch dem Präsidenten völlig zustimme, so muß ich aus Anlaß des Brandenburg"-Unglücks in der deutschen Marine, Meilen zerstört worden sein, ebenso soll eine Anzahl von doch einiges auf die Ausführungen des Herrn Borrebners erwidern. daß Probefahrten dazu da seien, um festzustellen, ob Material und Bahnstationen, darunter Tschang- tsin- Sien und 2u- Er sagte, wir hätten für alle Geseze gestimmt, die im Interesse des Konstruktion qut feien, wurden wir erinnert, als uns Mitteilung tie- tfchas, niedergebrannt worden sein. Die Missionare Großfapitals liegen, z. B. das Münzgesetz und das Bankgesetz. Für wurde von einem Vorkommnis bei der letzten Probefahrt des in Bartingfa und andern Orten schweben in großer Gefahr. Die diese Gesetze haben wir aber geſtimmt im Intereffe eines joliben Streuzers First Bismarck". Es sollte am vergangenen Mittwoch einte 6 stündige forcierte Fahrt dieses Schiffes stattfinden. Die französischen Konsuln in Mongge und Yunnanfu und gesicherten Geldumlaufs, dagegen haben wir gegen die Schutzollfelbe mußte jedoch unterbrochen werden, weil bei der Back- baben ihre Bosten verlaffen, überall sollen Stapellen niedergebrannt politik gestimmt, weil dieselbe eine Begünstigung des Großgrundbefizes und Großkapitals und der Industrie bedeutet.( Sehr gut! bord= Maschine eine Havarie eintrat, die zum und Hunderte von Christen niedergemezelt sein. Glück noch gut abgelaufen ist, aber ein Gegenstück zur lints). Abg. Frhr. v. Stumm( Np.): Wenn Sie diese Steuer erhöhen, so wird das für die soliden ge werkschaftlichen Bergwerke nur ein neuer Stimulus sein, sich in Attiengesellschaften umzuwandeln. Um diese Entwicklung zu vermeiden, bitte ich Sie, dem Antrag Richter zuzustimmen. Abg. Müller- Fulda( C.) bittet, es bei den Beschlüssen der Kommission zu lassen. Damit schließt die Diskussion. Die Abstimmung über den Antrag Richter bleibt zweifelhaft. Dafür stimmen die Socialdemokraten, Freifinnigen, Nationalliberalen und Frhr. v. Stumm. Es findet Daher ein Hammelsprung statt. Glid noch gut abgelaufen iſt, aver ein Gegenſtüd zur Eine von vorgestern datierte Depesche aus ünnan meldet, Brandenburg" Affaire hätte zeitigen können. Zwischen der Maschine die Erreging gegen die Fremden sei so groß, daß der Vicekönig und dem Drucklager, welches den Drud zur Vorwärtsbewegung des fich außer Stande erklärt habe, fie zu fügen. Schiffes auffängt, ist eine sogenannte lofe Berkuppelung angebracht, Der franzöfifche Konful, der übrigens von der Lage in Beting unter welche es ermöglicht, daß, ohne die Schiffsschraube mit drehen zu richtet ist, hat sich deshalb mit allen seinen Agenten und den Miffiomüssen, die Maschine gedreht werden kann. Während dieser fraglichen Die chinesische Regierung ist Probefahrt num ist dieser naren nach Tontin zurückgezogen. Mechanismus in Thätigkeit geraten. Lediglich dem Umstand, benachrichtigt worden, daß Frankreich sie für die Sicherheit seiner daß ein Zahnrad versagte, weil es seinen Keil verlor, Staatsangehörigen verantwortlich mache und daß Frankreich, wenn ist es zu verdanken, daß schweres Unglück verhütet wurde. nötig, für diese Sicherheit selbst sorgen werde. Wäre das nicht der Fall gewesen, so würde die mit ca. 5000 Pferde- Die Hoffnung, daß die chinesische Regierung ernstlich gegen die fräften belastete Maschine urplötzlich leer gelaufen sein und aller Wahr- Aufständischen vorgehen werde, scheint sich nicht erfüllen zu sollen. scheinlichkeit nach alles entzwei geschlagen habe. Natürlich mußte Die Truppen des Generals Nich, die unweit Tientsin die den sofort die Maschine gestoppt und die Fahrt unterbrochen werden, Bahnkörper zerstörenden Boyer angegriffen haben sollten, haben den wobei sich dann auch noch herausstellte, daß durch die einseitige Belastung der Maschine auch das Widerstands Befehl erhalten, nach dem Lager von Sutai zurüdzu Yager sich gelockert hatte. Jezt kann das Schiff wieder tehren. Nach Londoner Meldungen soll das diplomatische Corps wochenlang in der Werft liegen, da alles gründlich untersucht in Beling beschloffen haben, bei dem Kaiser und der Kaiserin- Witive werden muß, was irgendwie durch das Zittern und Stoßen der um eine Audienz nach zu suchen. Maschine gelitten haben könnte. Selbst die Kessel müssen untersucht Die Truppenzufammenziehungen der Mächte nehmen ihren Fortwerden, weil deren Dampf um 3 Atmospären über den höchst zulässigen Druck, von 12 auf 15 Atmosphären, stieg, da die Maschine gang. Admiral Coure folles hat ein weiteres Detachement von Baku nach Tientsin entsandt. ja plöglich ihre Thätigkeit einstellte. Die englische Presse erblickt mit einem Mal das Heil der eng lischen Interessen in einem 8usammengehen mit Rußland. Die Times" erklären, daß nur durch eine wirksame und herzliche Kooperation mit Rußland" die Gefahr abgewendet werden könne. Die unselige südafrikanische Affaire zwingt England zu seiner ängstlichen Reserve und legt ihm den Gedanken an ein Hypothekenbanken ausgegebenen auf den Inhaber lautenden SchuldEs ist geradezu unglaublich, daß eine solche Havarie bei der Maschine eintreten tonnte. Bei Anwendung der nötigen Sicherungen famt etwas derartiges nicht vorkommen. Zu bedauern find nur die Arbeiter, die zu solchen Probefahrten kommandiert werden, da ihr Leben ständig in Gefahr schwebt. " " Abgeordneter Frhr. v. Thünefeldt erst mit" ja" ab, wird dann aber Als das Bureau abstimmt, stimmt der Schriftführer, Centrums feines Frrtums inne und ändert nachträglich seine Abstimmung in " nein".( Große Heiterkeit.) Der Antrag Richter wird mit 126 gegen 99 Stimmen abgelehnt. Es bleibt bei der Kommissionsfassung. Anschaffungsgeschäfte von Abgaben befreit: Nach den bisherigen Bestimmungen waren Kauf und 1. falls der Wert des Gegenstands des Geschäfts nicht mehr als 600 Mart. beträgt; 2. falls die Waren, welche Gegenstand eines nach 4b stempelpflichtigen Geschäfts find( Beit-, Termin, Fig, Prämiengeſchäfte), von einem der Vertragschließenden im Juland erzeugt oder hergestellt find. 3. Die Ausreichung der von den Pfandbrief Instituten und Die Königsberger Krönungsfeier, die am 18. Jamiar 1901 folch unnatürliches Bündnis nahe. Ob dasselbe freilich zu stande berschreibungen als Darlehnsvaluta an den kreditnehmenden Grundstattfinden soll, wird außerordentlich pomphaft sein. Der Köln. tommen wird, ist eine andre Frage. befizer. Boltszeitung" zufolge ist in Aussicht genommen, daß der ganze Die Kommission hat Punkt 1 gestrichen und nur Punkt 2 Landtag. Abgeordnetenhaus und Herrenhaus, zu der Feier nach gierung zum entschiedenen Eingreifen auffordert, selbst auf die Ge Während ein Teil unsre Welimachtspolitiker die deutsche Ne- und 3 stehen gelaffen. Königsberg entboten werden sollen. Abg. Richter( frs. Bp.) beantragt, die bisherige Faffung beiVielleicht wird inzwischen, zur Erhöhung der dekorativen fahr hin, isoliert vorzugehen, betont das Gros unser folonial- zubehalten, also den von der Kommission gestrichenen Punkt 1 wieder Wirkungen, ein alter Lieblinsplan Friedrich Wilhelms IV. ausgeführt freundlichen Presse die Notwendigkeit einer gemeinsamen Attion aufzunehmen. und die gesetzgebenden Herren der gebornen und der Dreiklaffen- der Mächte. Alle Mächte ohne Ausnahme hätten das gemeinsame man in Interesse fleiner Leute den Ankauf Kleinerer Stücke erleichtern Abg. Richter( frf. Bp.) begründet seinen Antrag damit, daß Rasse mit prächtig- bunten Uniforment ausgestattet. Die schwarzen Interesse, die fremdenfeindliche Reaktion in China, Frads wirken boch gar zu nüchtern. die die wirtschaftliche Erschließung und Ausbeutung dieses Riesenreiches zu verhindern suche, zu brechen. Das ist schon richtig, allein ebenso richtig ist es auch, daß jede Macht bestrebt ist, die Krisis in ihrem wirtschaftlichen und kolonialen Sonder interesse auszunugen. Der Pfarrer als Denunziant. Vor dem Kölner Schöffen gericht endete ein Aufsehen erregender, von dem katholischen Pfarrer Drießen eingeleiteter Prozeß gegen eine Anzahl Bürger des zu Köln gehörenden Vorortes Nerheim, die in der Kirchenvorstands Wahlversammlung groben Unfug verübt haben sollen, mit Freisprechung jämtlicher Angeklagten. Das Urteil befagt, nach einer Meldung der Volks- 3tg.", die Behauptungen der Anzeige be ruhen auf unwahrheit. Es sei bedauerlich, daß ein Geist licher unbescholtene Bürger in frivoler Weise vor Gericht zerre und einen beschränkten Menschen dazu benuße, die Denunziation mit ſeinem Namen zu decken. Die Denunziation sei um so frivoler, als der Urheber ein Mann sei, der das Amt eines Friedens mehrmals mit sofortiger Bestrafung wegen ungebührlichen Benehmens apostels bekleidet. Den Pfarrer Drießen wurde vom Gericht gedroht. Der Skandalös reaktionärer Berichterstattung befleißigt sich das „ Berliner Tageblatt" fortgesetzt aus Italien. römische Korrespondent des Blatts beschimpft bösartig die bei den letzten Wahlen siegreiche radikale und socialistische Linke des Parlaments, weil diese die Gesetzlosigkeiten der Regierung und der Regierungsparteien mit Obstruktion beantwortet habe und weiterhin Afrika. miffe. im Der Antrag Richter wird abgelehnt, es bleibt auch hier bei den Kommissionsbeschlüssen. Für Lose öffentlicher Lotterien, sowie Ausweise über Spiel einlagen bei öffentlich veranstalteten Ausspielungen von Geld- oder andren Gewinnen wurde bisher eine Stempelstener von 10 Proz. erhoben. Die Kommission hat die Stempelsteuer für inländische Lose auf 20 Proz., für ausländische Lose auf 25 Broz. erhöht. Abg. Bebel( Soc.): Wenn man bei dem Stempel für Börsengeschäfte noch zugeben besorgniserregende Gerüchte. Ueber den erfolgten Fall Kumassis. cirkulieren in London Eingeborene haben die Nachricht gebracht, daß der in Kumassi seit vielen Wochen eingeschlossene Gouverneur einen Ausfall unternommen habe, von den Ashantis konnte, daß von ihm nur kapitalfräftige Leute getroffen werden. jedoch zurückgeschlagen worden sei und infolgedessen habe tapitulo ist das bei dem hier in Rede stehenden Stempel für Lotterieloſe lieren müssen. Auch die Regierung soll dieſe Nachrichten mit Be- nicht mehr der Fall. Wer spielt benn in der gottiefel fröhnen, unit der belagerten Stadt unterbrochen ist. sorgnis aufnehmen, da bereits seit einem Monat jede Verbindung leider die breiten Maffen des Volks, die dem Spielteufel fröhnen, Reichstag. 207. Sigung. Sonnabend, den 9. Juni 1900, 1 hr. Am Bundesratstisch: Frhr. v. Thielmann. Zunächst stehen die Rechnungen über den Etat der afrikanischen Schutzgebiete bis 1894/96 zur zweiten Beratung. Dieselben werden leider viele Arbeiter und kleine Bürger. Nun sage ich hier wie bei der Börse: Ist die Lotterie von Uebel, so soll man sie verbieten, läßt man fie aber bestehen, dann soll man nicht mit einer Steuer breite Maffen des Bolts treffen. Daß bei dem Lotteriestempel mur die tragfähigen Schultern getroffen werden, das wird wohl selbst Dr. Heim nicht behaupten wollen. Es bleibt sich da ganz gleich, ob es sich um Staatslotterien handelt oder um Stirchenlotterien. Es ist ja gewiß bedenklich, daß viele Kirchen den Spielteufel benutzen, beantworten wolle. Das„ Berl. Tgbl." hatte sich jüngst wenigstens um Gotteshäuser zu bauen; aber viele Leute, die in der Kirchennach längerem Zögern zur Billigung der im deutschen Reichstag debattelos erledigt. Totterie spielen, kaufen die Lose, weil sie sich damit eine Stufe zum Eine arme Witwe, die sich geübten Obstruktion durchgefunden. Die Obstruktion in der italieni- Hierauf wird die zweite Beratung des Gesegentwurfs Müller- Simmel zu bauen glauben. um ein gottgefälliges Wert schen Kammer wendet sich gegen noch weit schmählichere Reaktions- Fulda( C.) wegen Abänderung des Reichsstempel- Gefehes fort ihre letzten Groschen abdarbt, pläne als sich in den Heinzeparagraphen zeigte. Das„ Berliner gesetzt. In Tarifnummer 4, die von Kauf und sonstigen Anschaffungs- zu thun, muß jetzt einen Beitrag zu den Flottenkosten Tageblatt" aber, das dem Liberalismus zugerechnet zu werden be- geschäften handelt, sollen unter 8 solche Geschäfte über Anteile leisten. Sie müssen aber eben zu solchen Mitteln wie dem Lotterieaniprucht, ruft gegen die für die elementaren Verfassungsrechte des gewerkschaftlich betriebener Bergwerke oder die darüber ausgestellten ftempel greifen, denn würde eine Reichs- Einkommen oder italienischen Bolts streitenden Oppositionsparteien nach einem Urkunden( Kurscheine, Bezugsscheine, Abtretungsscheine) mit einem Reiche Vermögensstener zur Deckung der Flottenkoften aufDiktator, der den Mut hat, die äußersten Konsequenzen zu Steuerfaß von 1 vom Tausend belegt werden. erlegt, nicht zehn Mann vom Centrum und den Konfer ziehen" vativen würden für die Vorlage zu haben sein.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Abg. Richter( frs. Vp.) beantragt, den Kaufstempel auf 3/10 bom Tausend festzusetzen. Abg. Hilbek( natl.): Die Centrumspresse und Centrumsfraktion. Der Centrumsabgeordnete Gröber wollte Bebel in der Reichstags= Es ist ganz ungerecht, daß der Umsatzstempel für alle übrigen fizung vom 6. Juni Lügen strafen und behauptete, die ganze Wertpapiere nur 3/10 vom Tausend betragen soll und gerade für Centrumspresse wäre in der Flottenfrage eingeschwenkt. Daß Gröber Kugscheine auf 1 vom Tausend erhöht rird. Man hat gesagt, daß schlecht unterrichtet ist, dafür einige Beiſpiele. Die" Rheinische benn gerade bei bieſent einen Wertpapier bis an die Grenze des Die Rheinische dieser Stempel ertragen werden könne. Aber warum wollen Gie Volksstimme" schreibt unterm 8. Juni: Der grundlegende§ 1 der Flottenvorlage ist angenommen Möglichen gehen. Vor allem angesichts der Thatsache, daß die Beworden. Wir haben wiederholt die Flottenvorlage bekämpft, wobei steuerung der Zubuße gestern zu stande gekommen ist, bitte ich Sie uns... die Interessen des gesamten Vaterlandes zur Richtschmur dringend, den Antrag Richter anzunehmen. dienten.... Der reichen Industrie ist eine weitere Liebesgabe von Abg. v. Kardorff( Np.): Die Kommissionsbeschliffe werden genehmigt. Position 6 behandelt die Besteuerung der Schiffsfracht Urkunden. Hier lautet der Absatz 2: Urkunde. Nord- und Oftjee, des Kanals ober der norwegischen Küfte aus Im Verkehr zwischen in- und ausländischen Hafenpläßen der gestellte, vorgelegte oder ausgehändigte Konnoſſemente und Frachtbriefe sind zu besteuern mit 10 Pf. für die einzelne Dazu beantragt der Abg. Stichter( frs. Vp.), die Position 6 eventuell für die im Abs. 2 aufgeführten Schiffsfracht- Urkunden Die Anträge Richter werden gegen die Stimmen der Socialgelehnt. 4 Milliarden bewilligt. Die„ Engländerei" hat in Deutschland den Sieg davongetragen... übrigen an der Börse gehandelten Wertpapiere, eine höhere BeDie Kugscheine haben einen ganz andren Charakter als die zu streichen; Deutschlands Handel ist gestiegen. Deutschlands Handelsflotte steuerung ist durchaus angebracht. Der höhere Stempel soll vor eine Abgabe nicht zu erheben. hat... absolut einen größeren Zuwachs zu verzeichnen, als die allem das hoch entwickelte Börsenspiel mit Kurscheinen besonders in englische; relativ berechnet... ist das Verhältnis für Deutschland Effen einschränken, wie es thatsächlich besteht. Ich bitte Sie, es bei demokraten und freifinnigen sowie süddeutschen Volkspartei abnoch viel günstiger. Die deutsche Handelsflotte wuchs nämlich von den Kommissionsbeschlüssen zu belassen. 1898 auf 1899 um 16 Proz., die englische nur um 2,7 Broz. Der Zuwachs, den die deutsche Flotte erfuhr, ist absolut und relativ der größte unter den Staaten. Abg. Richter( frs. Vp.): Es folgt die Beratung des Gefezes betreffend Abänderungen des Reichs- Stempelgesetzes. Es ist von großen Geschäften in Kuren die Rede gewesen. Die§§ 1-23 werden debattelos erledigt. Nach den Beschlüssen Wozu nun noch die 4 Milliardenflotte?" Gewiß, diese sind die natürliche Folge davon, daß die Kohlen der Kommission foll§ 24 folgende Abfäße 2 und 3 erhalten: Der„ Aachener Volksfreund" macht in seiner Nummer vom jezt im Preise steigen. immer 8. Sunt acheter out abgeordneten Gröber eie Sturze Demer- Es hat lange, Jahre gegeven, wo der Kohlenbergbau, fich burch- ſtehen ausweise über Ginſäge bei ausländischen Wettunternehmungen oder über Spieleinlagen tung: Die Maffe des Volks dürfte andrer Meinung sein." aus nicht rentierte. Daß an der Effener Börse Geschäfte in Höhe für öffentlich veranstaltete Rennen und ähnliche öffentliche VerMan sieht aus diesen Aeußerungen der beiden Centrumsblätter, von 30 Millionen mit Sturen gemacht werden, wie behauptet wird, anstaltungen gleich. Wer, ohne solche Ausweise vom Auslande eindaß wenigstens diese beiden ihre alte Gegnerschaft gegen die Flotten- ist durchaus nicht der Fall. Nur an einzelnen Tagen hat sich zuführen, Wetten der bezeichneten Art vermittelt, ist, sofern er diese vorlage noch nicht aufgegeben haben und Bebel im Recht war. Vermittelung gewerbsmäßig betreibt, verpflichtet, besteuerte Ausweise über die Wetteinsäge auszustellen. " Ausland. Destreich- Ungarn. " der Umjaz auf 1 bis 1/2 Millionen belaufen. Im Durchschnitt beträgt er höchstens 100 000 m. Ich hoffe, daß der Appell des Herrn Abg. Hilbd an die Gerechtigkeit wenigstens bei der Mehrzahl seiner Freunde Anklang findet.( Heiterfeit und Beifall links.) Abg. Hilbek( natl.) Abg. Dr. Arendt( Np.) In den Kasernen zu Przemysl( Galizien) hat man viele tritt nochmals für den Antrag Richter ein. Nummern einer Agitations- Broschüre: Fort mit dem Militarismus", welche von der Polnischen sozialistischen Partei vor furzen herausgegeben wurde, vorgefunden. Einige Soldaten sind berhaftet worden. Italien. Die Zahl der Stimmen, die bei der Wahl am Sonntag abgegeben wurden, beträgt 1/2 Millionen= 60 Prozent. Davon sind ministeriell 650 000 Stimmen, oppofitionell 590 000; für die kon Gewerbsmäßige Vermittler von Wetten der vorbezeichneten Art unterstehen der Aufsicht der Steuerbehörden nach näherer Bestimmung des Bundesrats. Abg. Graf v. Oriola( natl.) beantragt, dem Absatz 3 folgende Fassung zu geben: Gewerbsmäßige Vermittler von Wetten der vorbezeichneten sowie bittet im Gegensatz zu dem Vorredner, es im Interesse des Bustande- der im§ 22a bezeichneten Art( den Spieleinlagen stehen die Wettkommens der Vorlage bei den Kommissionsbeschlüssen zu be- einfäße bei öffentlich veranstalteten Rennen und ähnlichen öffentlaffen. Redner versteht die Haltung der Socialdemokraten lichen Veranstaltungen gleich) unterstehen der Aufsicht der Steuernicht und schließt sich dem Abg. Gröber an, der die behörden nach näherer Bestimmung des Bundesrats. Socialdemokratie als die Schußtruppe der Börje bezeichnet hat. Herr Der Antrag Oriola wird debattelos angenommen, ebenso unver Bebel hat Beweise für diese Behauptung verlangt. Ich kann mich ändert die§§ 26 bis 28. nur an die Abstimmungen der Socialdemokratie im Reichstag halten. § 29 lautet nach den Kommissionsbeschlüssen: Pose usw. inländischer Unternehmungen, für welche vor dem Abg. Wurm( Soc.): 1. 1900 die obrigkeitliche Erlaubnis bereits erteilt ist, sowie Wir sind gegen die Zollerhöhung, denn auch dem Arbeiter macht musländische Lose, welche vor diesem Zeitpunkt eingeführt, auch es manchmal Vergnügen, ein Glas guten böhmischen Bieres zu binnen drei Tagen nach demselben angemeldet sind, und die Lose trinken. Stein 3oll wird vom Auslande getragen.( Widerspruch von Staatslotterien, deren Ausgabe auch nur für eine Klasse bereits rechts.) Jeden Zoll bekommt das deutsche Publikum zu spüren. Der sor diesem Zeitpunkt begonnen hat, unterliegen, sofern die Ziehung hier in Frage stehende Steuervorschlag ist aber geradezu monströs. der Lose vor dem 1. Januar 1901 beendet ist, der Reichs- Stempel Gr bringt im besten Falle dem Reichsfiskus anderthalb Millionen abgabe nur nach Maßgabe der bisherigen Bestimmungen. ein, das Publikum wird aber um 8 bis 10 Millionen geschädigt. Die deutsche Brauerindustrie will die Zollerhöhung nicht. Die Agrarier sind ja neidisch auf jedes Körnchen Gerste, was nicht von ihnen gekauft wird. Die deutsche Brauindustrie muß aber zu. fremder Gerste greifen, weil die deutsche vielfach zu schlecht ist. ( Oho! rechts. Sehr richtig! links.) Die ganzen Deckungsvorschläge atmen agrarischen Geist. Kragt die moderne Finanzpolitik und der Agrarier kommt zum Vorschein.( Sehr gut! links. Zischen rechts.) Auf den Betrieb der Totalisatoren auf den Rennplägen finden die bisherigen Bestimmungen bis zum 1. Januar 1901 Anwendung." Dazu beantragt der Abg. Wörle( C.), den ersten Absatz zu er setzen durch folgende beide Absätze: Lose usw. inländische( usw. bis) erteilt ist, unterliegen, sofern die Biehung der Lose vor dem 1. Januar 1902 beendet ist, der Reichsstempelabgabe nur nach Maßgabe der bisherigen Bestimmungen. Ausländische Lose, welche vor dem 1. Juni 1900 eingeführt, auch binnen drei Tagen nach demselben angemeldet sind, und die Lose von Staatslotterien, deren Ausgabe auch nur für eine Klasse bereits vor diesem Zeitpunkte begonnen hat, unterliegen, sofern die Ziehung der Lose vor dem 1. Januar 1901 beendet ist, der Reichsstempelabgabe nur nach Maßgabe der bisherigen Bestimmungen." Ferner beantragt der Abg. Graf v. Oriola( natl.) den Abs. 2 des§ 29 zu fassen ivie folgt: " Für das Wetten an Totalisatoren auf inländischen Rennplägen finden die bisherigen Bestimmungen bis zum 1. Januar 1901 Anwendung." In der Abstimmung wird nach unerheblicher Debatte der An= trag Wörle, sowie der Antrag Oriola angenommen. $ 30 b bestimmt in der Kommissionsfassung: " Die Verpflichtung zur Entrichtung der unter Nr. 6 des Tarifs bezeichneten Stempelabgabe( auf Schiffsfracht- Urkunden) liegt bei Urkunden, welche im Inlande ausgestellt werden, dem Aussteller, bei den im Auslande ausgestellten Urkunden dem Empfänger der Sendung ob." Die Abgg. Frese( frs. Vp.) und Dr. Paasche( natt.) beantragen das Wort„ Aussteller" zu ersetzen durch Ablader". Der Antrag wird angenommen. Vicepräsident v. Frege: = Die§§ 30k- 30p des Antrags Müller Fulda fallen nach den Kommissionsbeschlüssen fort. Ich bitte diejenigen Herren, welche diesen Antrag der Kommission annehmen wollen, sich von den Plätzen zu erheben. Abg. Dr. Sattler( natl.): Ich halte dieses Vorgehen des Herrn Vicepräsidenten nicht für richtig. Nach der Geschäftsordnung hätte der Herr Vicepräsident diese Paragraphen, die in der Kommission abgelehnt und jegt also überhaupt nicht mehr vorliegen, gar nicht verlesen dürfen. Abg. Richter( frs. Bp.): Ich muß dem Herrn Vorrebner durchaus beipflichten. Es handelt sich hier nicht um eine Regierungsvorlage. Etwas andres wäre es, wenn der Abg. Müller- Fulda schon Finanzminister wäre, es sich also hier um eine Regierungsvorlage handelte. Dann hätte der Herr Vicepräsident mit seinem Vorgehen recht gehabt.( Große Heiterkeit.) Vicepräsident v. Frege: Ich will nur konstatieren, daß ich geglaubt habe, die Verlesung diefer Paragraphen wäre zur Orientierung des Hauses erwünscht.( Stürmische Heiterkeit.) Abg. Müller- Fulda( C.): Dem Abg. Richter bemerke ich nur, daß es im Reiche noch keinen Finanzminister giebt.( Erneute große Heiterkeit.) Die weiteren Paragraphen werden bis zu§ 39 debattelos erledigt. Nach den Beschlüssen der Kommission wird§ 39 Abfat 2 wie folgt geändert: Der Prüfung in Bezug auf die Abgabenentrichtung unterliegen alle diejenigen, welche abgabepflichtige Geschäfte der unter Nummer 4 des Tarifs( Kauf- und Anschaffungsgeschäfte) oder die Beförderung von Gütern im Schiffsverkehr( Nr. 6 des Tarifs) bezeichneten Art gewerbsmäßig betreiben oder vermitteln. Abg. Richter( frs. Bp.) beantragt, diesen Absatz zu streichen. Der Antrag Richter wird abgelehnt.§ 39 in der Kommissions faffung angenommen. Ohne Debatte wird der Rest des Stempelsteuer- Gesetzes erledigt. Es folgt die Beratung des von den Abgg. Baffermann und Genossen beantragten Gesetzentwurfs, betr. die Abänderung des Bolltarifs. 20 M. auf 125 M. erhöht. Hiermit schließt die Diskussion. Der Referent Abg. Dr. Paasche( natl.) betont in seinem Schluß wort, daß die Zollerhöhung allgemein für Biere verlangt werde. kein Mensch habe an das Pilsener Bier gedacht.( Stürmisches Gelächter links.) Ich meine, bei feinem von uns Antragstellern waren etwa chauvinistische, czechenfeindliche Gründe maßgebend. Die Position a( Erhöhung des Zolls auf 6 M.) wird gegen die Stimmen der Linken bewilligt. Es folgt die Position b Branntwein aller Art, auch Arrak, Rum, Franzbranntwein und versetzte Branntweine und zwar 1. Liqueure= 240 M., 2. alle übrigen Branntweine a) in Fäffern= 160, b) in Flaschen, Krügen 240 M., und = e) 2a. Schaumivein= 120 m. für 100 Kilogramm. Abg. Molkenbuhr( Soc.): Zugestanden ist nur periodische gemeinsame Besprechungen mit der Direktion und sind in Erfüllung dieses Versprechens durch Anschlag auf den Bahnhöfen bekannt gegeben worden, daß hierzut die jeweilig Dienstältesten auf den Bahnhöfen herangezogen werden sollen. Richtig ist, daß Kündigungen wegen erneuter fortgeser Agitation ausgesprochen worden sind. Zusicherungen, daß der= artige Agitationen nach Beendigung des Ausstands straflos sein sollten, sind selbstverständlich niemas erthelt worden und konnten auch im Interesse der Disciplin, if welcher zum guten Teil auch die Sicherheit des die Straßenbahn benutzenden Publikums beruht, niemals erteilt werden. Hochachtungsvoll Die Direktion. Dr. Mide. Für heut nur soviel, daß in der Versammlung am 21. Mai im Feenpalast nachmittags 1/24 Uhr der Angestellte le mens namens der Deputation als Ergebnis der Verhandlungen berichtete: ,, Auf jedem Bahnhofe wird eine Kommission gebildet, die vierteljährlich zusammentritt, um der Direktion die Wünsche des Personals zu unterbreiten." Das kann kein verständiger Mensch anders auslegen als wie es eben von den Angestellten und von der öffentlichen Meinung auss gelegt wird. Die Auslegung, die die Direklion jetzt versucht, ist eine bewußte Verdrehung; daran ändert keinerlei Berichtigung etwas. Großfeuer in der Heimstätte für Genesende auf dem städtischen Rieselgute zu Heinersdorf. Die Berliner Feuerwehr wurde gestern nachmittag nach Heinerss dorf gerufen, wo das zu einem Genesungsheim eingerichtete frühere Herrenhaus in Flammen stand. Zur Zeit waren dort 60 männliche Bei dieser Position sieht es so aus, als würden die armen Gentesende auf Kosten der Berliner Krankenkassen untergebracht. Leute nicht davon getroffen. Häufig aber wird der Zoll von Bald nach 3 Uhr, als fast sämtliche Kranken sich in dem luftigen Leuten bezahlt, die nicht die besteuerte Ware konsumieren. Bart aufhielten, schlugen Flammen durch das Dach des zweistöckigen Der Tabakzoll ist zum Teil auf Frauen abgewälzt aufes. Der Anstaltsarzt hielt gerade Sprechstunde im Erdgeschoß worden, die nie eine Cigarre rauchen. Die Steuer ist ab, als der erste Feuerruf erscholl. Da er wußte, daß in dem zu zum guten Teil den Arbeiterinnen vom Lohn abgezogen worden. Schlafzimmern eingerichteten Dachraum ein Herzkranker im Bette la, Aehnlich wird es auch hier sein. Der Preis eines Glajes Liqueur stürzte er mit einigen Bediensteten nach oben. Wenige Minute. oder Champagner wird der gleiche bleiben, der Wirt aber wird den später, und der im Schlafe liegende Kranke wäre verloren gewesen, Minde rverdienst einzubringen versuchen und den erhöhten Boll des da sowohl dessen Bett, wie auch die Zimmereinrichtung Feuer gefangen halb auf das Personal abzuwälzen versuchen. Nicht mehr der hatte, so daß er nur mit Mühe gerettet werden konnte. Obgleich Kommerzienrat, nicht die Trinker der feinen Liqueure werden mm das Feuer nur langsam Terrain gewann, war man ihm doc den Zoll tragen, sondern Leute, die derartige Getränke nie in gegenüber machtlos, denn die vorhandene Gutssprige wollte ihrem Leben trinken. Vom Sektglas der Arbeiter ist spöttisch nicht funktionieren, außerdem waren die Schlauchleitungen gesprochen worden. Aber die Arbeiter in Schankbetrieben so kurz, daß sie kaum bis zur ersten Etagereichten. werden bei der Seftsteuer mitzuzahlen haben, obwohl sie nicht teil- Telephonisch wurde un nach allen Himmelsrichtungen nehmen. Bei einer Einkommensteuer würde der Kommerzienrat nicht Löschhilfe gebeten, und namentlich war es der Stationsvorsteher des ins Wirtshaus gehen und sagen, gieb mir etwas von deinem geringen Bahnhofs Groß- Lichterfelde, der die umliegenden Ortswehren teleLohn, damit ich meine Steuer bezahlen kann, aber hier bei der Zoll- graphisch herbeirief. Bald waren denn auch etwa ein Dutzend Sprizen an erhöhung kann der Steuerbetrag den Arbeitern abgekürzt werden. wesend, darunter diejenigen von Teltow, Lichterfelde, Marienfelde, ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Ruhlsdorf, Groß- und Klein- Beeren. Berlin wurde erst um 5 lhe um Hilfe angegangen und entsandte den Dampfsprizenzug 10 die Hauptgefahr bereits beseitigt. Der ganze Dachstuhl und das Obergeschoß ist samt der Einrichtung eingeäschert, auch die fe zum ersten Stock durchgebrannt, so daß der verursachte Schaden bedeutend ist. Was am meisten zur Ausbreitung des Feuers beitrug, war der Umstand, daß die Wände zum Schuge gegen Nässe und Kälte mit Torf gepolstert waren. Anfangs glaubte man, das Feuer jei durch einen Blizstrahl entstanden, doch hat die Untersuchung ergeben, daß es durch den Schornstein, in dessen Nähe Holzteile lagerten, verursacht ist. Abg. Lucke( b. t. Fr.) unt beginnt mit einer breiten Auseinandersetzung über das Wesen des und den Löschzug 13. Bei Ankunft der letzteren war indes die werkthätigen Mittelstandes. Vicepräsident v. Frege: Das gehört nicht hierher, Schnaps wird von allen Bevölkerungslassen getrunken.( Seiterfeit.) Abg. Lucke( b. k., Fr., fortfahrend): Herr Bebel, den ich sonst hoch schätze, hat behauptet, daß die Arbeiter echten Cognac, Rum und Arrat trinken. Seine Gewährsmänner haben ihm da etwas sehr Falsches berichtet. Weiß er denn nicht, daß Cognac, Rum und Arrat für die armen Leute in der Hauptsache aus einheimischem Sprit mit Busatz von Effenzen hergestellt wird? Den armen Mann trifft also hier die Steuer nicht und kann ihn niemals treffen. Abg. Bebel( Soc.): Leute echten Rum und Cognac trinken, ich habe mir Es ist mir gar nicht eingefallen zu behaupten, daß die armen aus geführt, daß Rum, Cognac und Arrak von der norddeutschen Bevölkerung in den Küstengegenden getrunken wird. Dort wird der fremde Rum zum Verschnitt gebraucht. nicht fünstlich hergestellten Rum erhalten. Am liebsten würden wir Herr Luce hat uns aufgefordert, dafür zu sorgen, daß die Arbeiter dafür sorgen, daß die Lage der deutschen Arbeiterklasse so gehoben wird, daß sie gar feinen Branntivein mehr trinkt.( Bravo! bei den Socialdemokraten. Rufe rechts:„ Sondern einfach Sett." Lachen rechts.) Für die Kranken brachte der Brand eine unerwünschte Ver änderung. Nachdem sie von dem Gutsarzt schleunigst untersucht und mit Entlassungscheinen versehen waren, wurden sie auf Wagen, die die Güter Heinersdorf und Osdorf stellten, nach dem Bahnhofe Lichterfelde abgeschoben. Sie haben sich nun sofort bei ihren Krantentassen hier zu melden, um dann eventuell nach einer andern Heimstätte verschickt zu werden. Die Berliner Löschzüge rückten erst 9½½ Uhr wieder ab und überließen die Brandstelle den Wehren von Teltow und Lichterfelde. Der Krieg. General Buller, Die Zollerhöhung für Schwefeläther wird ohne Debatte von Stimmungen des neuen Zolltarifs auf solche Waren teine AnAbg. Semmler( natl.) stellt den Antrag, daß die BeFür ausländische Biere schlägt die Vorlage eine Zollerhöhung Bollausschüssen( Freihäfen, Teilungslägern) füe deutsche Rechnung Bollerhöhungwendung finden sollen, welche am 1. Juni in den deutschen der zehnten Brigade und der füdafrikanischen leichten von 4 M. pro 100 Kilogramm( Heiterkeit) auf 6 M. vor. Abg. Eickhoff( frf. Bp.): Kaum war das Stempelgesetz des Herrn Müller- Fulda in der. Kommission erledigt, da ließ der Ruhm des Centrums einige Herren von der nationalliberalen Partei nicht ruhen, und sie brachten den Antrag auf Bollerhöhung des ausländischen Biers ein. Abg. Haffe( natl.): Der Herr Vorredner hat die Zollerhöhung auf ausländische Biere mit dent Bestreben meiner alldeutschen Freunde in Verbindung gebracht. Er hat dieses Bestreben chauvinistisch genannt. Ich meiner feits finde, daß in Deutschland der Chauvinismus noch viel zu wenig verbreitet ist.( Große Heiterkeit links.) Wir sind der Ansicht, daß der Genuß ausländischer Viere eine Modejache ist, und daß diese Modefache wohl die Belastung vertragen tann. Man hat wieder von Repreffalien gesprochen. Ich muß das lebhaft bedauern. Wir haben bei unsren Zöllen nur auf unsre eignen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Heute aber heißt es: wir Deutsche fürchten zwar nicht Gott aber sonst alles auf der Welt.( Lachen links.) Abg. Nöficke( wildlib.): Es ist absolut nicht zuzugeben, daß das Pilsner Bier nur von ben obren Zehntausend getrunken wird. Wie wenig die Kommission sich um die thatsächlichen Verhältnisse gefümmert hat, geht aus folgendem hervor. Man hat gesagt, wir erhöhen den Zoll um 2 m. mit Hinzurechnung des Gewichts der Fässer macht das 2,50 M. Thatsächlich aber erhöht sich der Zoll durch Hinzurechnung des Gewichts auf über 3 M. Die norddeutschen Brauer sind auch durchaus nicht über die Einfuhr des echten bayrischen Biers unzufrieden. Einmal hat diese Einfuhr die Qualität des norddeutschen Biers verbessert und dann auch Kanäle geöffnet, in die wir jetzt erfolgreich eindringen.( Neduer macht eine fleine Baufe.) Präsident Graf Ballestrem: Das Wort hat...( Große Heiterkeit.) Abg. Röficke: Berzeihung, ich bin noch nicht ganz fertig. Präsident Graf Ballestrem: Der Herr Abgeordnete ist noch nicht ganz fertig.( Große Heiterfeit.) Abg. Röficke: Ich würde es sehr bedauern, wenn das Ausland durch derartige Maßnahmen gereizt würde, zu einer Erhöhung des Bolls auf deutsches Bier zu schreiten. Das deutsche Brauereigewerbe hat einen solchen Zoll nie gewünscht und beantragt. Ich bin in dieser Sache ganz uninteressiert, denn aus meinem Betrieb geht nicht ein Hektoliter Bier über die Grenze.( Beifall links.) Abg. Bindewald( Antis.) vorhanden waren oder welche bis zum 1. Juni 1900 von Deutschen nachweislich bestellt sind. Solche Waren dürfen auch nach dem 1. Juli 1900 bis zum 1. Oftober 1900 zu den bisher bestehenden Bollsägen verzollt werden. Schatjekretär von Thielmann der den dreitägigen Waffenstilstand, den ihm auf sein Bitten die Boeren gewährt hatten, zu seiner Erholung benuzt zu haben scheint, aus Yellow Boom Farm: hat wieder etwas von sich hören lassen. Er meldet vom 8. Juni Am 6. dieses Monats nahm General Talbot Cole mit Reiterei den Banwyke Berg. Die Verluste der Engländer be trugen vier Tote und dreizehn Verwundete. In der Nacht vom 6. zum 7. d. M. brachten wir 4 Geschütze auf den Vanwyke Berg und zwei andre auf den südwestlichen Ausläufer des Inkivelo. Unter dem Schutz des Feuers dieser Geschüße griff General Hildyard heute alle Gebirgsausläufer zwischen Bothas Paß und bittet den Antrag im Finanzintereffe des Reichs abzulehnen; da könnte dem Julielo an. Der vom General Hildyard wohldurchdachte An man ebenso gut gleich ins Gesetz hineinschreiben: Die Bollerhöhung griff wurde von den Truppen, für die kein Berg zu steil war, mit tritt erst mit dem 1. Oktober in Kraft! Interessenten hätten bei ungeheurem Nachdruck ausgeführt; der Feind wurde umflügelt ihm angefragt, ob der Zoll fäme, ob es angezeigt jei, ihr Lager im und gezwungen, sich aus der schriftarten Stellung zurückzuziehen. Freihafen jetzt gleich zu verzollen. Darauf habe er ge- Ich glaube nicht, daß wir irgend welche Verluste Als Echaßsekretär würde das Interesse des gehabt haben und hoffe, daß wir eine Stellung Reiches schädigen, wenn er ihnen amtlich Auskunft erteilte, aber gewonnen haben, von der aus man Laings Net als Privatmann fage er ihnen an ihrer Stelle hätte er es schon unhaltbar machen kann. längst gethan.( Große Heiterkeit.) Das Telegramm weist wieder die ganze Komik des Der Antrag Semmler wird unter allgemeiner Heiterfeit gegen Bullerschen Depeschenstils auf. Die Boeren werden aus sehr starken die Stimme des Abg. Semmler abgelehnt. Stellungen" mit ungeheurem Nachdruck" vertrieben ohne, irgend Die Positionen des Tarifs werden unverändert gegen die welche Verluste" der heldenmütigen Truppen. Man muß Stimmen der Socialdemokraten und der freisinnigen Volkspartei schon die Phantasie des waderen Buller haben, um sich eine Vorstellung von dem„ ungeheuren Nacheruck" derartig heldenhafter Sturmangriffe machen zu können. Auch die Wendung, daß er" hoffe", durch die nunmehr gewonnene Stellung die Position der Boeren bei Haings- Net unhaltbar gemacht zu haben, ist ganz Buller. antwortet: angenommen. er In einer Resolution wird der Reichskanzler ersucht, zur nächsten Session dem Reichstage einen Gejezzentwurf vorzulegen, der eine Besteuerung der im Inlande hergestellten Schaumweine ein führt und gleichzeitig einen Deklarationszwang für die mit fünstlichem Zusatz von Kohlensäure hergestellten Schaum weine schafft, sowie bestimmt, daß in gefertigte Schaumweine nur unter Angabe des Herstellungsorts in den Handel gebracht werden dürfen. Die Resolution wird angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung: Montag 12 Uhr. Deutschland alt= Petitionen, Rechnungssachen, Juterpellation Albrecht, betr. die Bestrafung des Kontraktbruche ländlicher Arbeiter durch die Landesgesetzgebung. Reichs- Seuchen- Gesez. Wahlprüfungen. Schluß 73/4 Uhr. Reinigungsversuche. Die Große Berliner versendet an hiesige Zeitungen, jedoch nicht an uns, folgende sogenannte Berichtigung: Eine Rückenoperation der Boeren. Der Kommandant der Truppen in der Kapkolonie General Forestier- Walker meldet telegraphisch: Eine Depesche des Generals Kelly- Kenny aus Bloemfontein berichtet, daß eine auf 2000 Manu geschäzte Boerentruppe mit 6 Feldgeschügen die Telegraphenlinie bei Roode wal, nördlich von Kroonstad, zerschnitten habe. Kelly- Kenny sendet bedeutende Verstärkungen nach Sroonstad, von der Kapkolonie gehen gleich. falls Verstärkungen dorthin ab. Vielleicht haben wir es hier mit jener Boerenabteilung zu thun, die sich seiner Zeit bei ihrem Rückzug von Thabanchu völlig den Augen der Engländer zu entziehen verstanden hatte. Für die Absicht der Boeren, den Widerstand noch sobald nicht aufzugeben, spricht folgendes Telegramm: London, 9. Juni. Den„ Times" wird aus Lourenço Marques gemeldet, die Boerenregierung erhalte fortgejezt große Mengeit von Lebensmitteln über die Delagoa- Bai. ermöglichen. Letzte Meldungen. Im hiesigen Central- Organ der socialdemokratischen Partei wird behauptet, die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn hätte ihre den Angestellten bei den Einigungsverhandlungen Nachdem General Buller am 2. d. M. die Boeren aufgefordert hatte, Newcastle, 7. Juni.( Telegramm des Neuterschen Bureaus".) gegebenen Zusicherungen und insbesondere das Versprechen, wegen fich zu ergeben, bewilligte er ihnen eine dreitägige Waffenruhe, um der Lohnbewegung niemand zu maßregeln, nicht erfüllt. Behauptungen find in allen ihren Teilen thatsächlich unrichtig. ihrem General Christian Botho die Einholung von Instruktionen zu Im Gegenteil find sämtliche Zusicherungen zur Ausführung gelangt, vor allem auch alle Borbereitungen getroffen, um das Jusleben- Lehte Nachrichten und Depelthen. ist also, daß irgend welche Maßregelungen Angestellter anläßlich Washington, 9. Juni.( W. T. B.) Das Kanonenboot„ Nash= der Lohnbewegung stattgefunden hätten; unrichtig ist ebenfalls, ville", von demselben Typ wie die Helena", ist gestern mit einer daß die angeblich zugesicherte Beschwerdekommission nicht ein- Abteilung Marinemannschaften von Cavite nach Tatu abgegangen. Es klang aus der Nede des Vorredners ganz deutlich heraus, es gerichtet worden wäre, denn eine solche Zusicherung ist niemals Man nimmt an, sie solle an die Stelle der Helena" treten. Das soll Oestreich eins ausgewischt werden. Sie können nichts Ver- gemacht, ein dahingehendes Verlangen vielmehr ausdrücklich abzur Zeit in Shanghai liegende Kriegsschiff„ Monocacy" ist nach Taku fehrteres thun, als der Zollerhöhung zuzustimmen.( Beifall links.) gelehnt worden. beordert worden. Verantwortlicher Stedacteur: Baul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin. tritt für die Steuererhöhung auf böhmisches Bier vom Standpunkt nationaler Wirtschaftspolitik ein. Abg. Dr. Müller- Sagan: treten der Pensionskasse zum 1. Juli d. J. zu ermöglichen. Falsch Hierzu 3 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 132. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partet- Nachrichten. V Parteipreffe. In die Redaktion der Arbeiter Zeitung" in Halberstadt ist Hans Mardwald aus Berlin eingetreten. Die junge socialistische Garde( jeune garde socialiste) Belgiens hatte dieser Tage einen Kongreß in Alo st. Diesen Vereinigungen, die sich in allen größeren Orten gebildet haben, treten namentlich die jüngeren Parteigenossen bei; ihre Aufgabe besteht vor allem darin, antimilitaristische Propaganda zu treiben, die Soldaten dem Socialismus zuzuführen. Beschlossen wurde, ein besonderes Organ herauszugeben; ferner soll auf Verkürzung des Militärdienstes hingewirkt werden. Der erste socialdemokratische Parteitag in Siebenbürgen ist, während der Pfingsttage in Stronstadt abgehalten worden. Die Partei hat in jenem südöstlichen Winkel Ungarns allmählich so zugenommen, daß sich das Bedürfnis nach einer Kanferenz der Genoffen im Lande geltend machte. Anwesend waren 42 Delegierte. Die Landeskonferenz wählte eine aus fünf Mitgliedern bestehende Parteileitung und eine Kontrollkommission; erstere hat ihren Sitz in Kronstadt. Die Parteileitung hat den Genossen in ganz Siebenbürgen in der Agitation und Organisation nach Möglichkeit hilfreich an die Hand zu gehen, namentlich bei Gründung von Vereinen, Ent an die Hand zu gehen, namentlich bei Gründung von Vereinen, Ent sendung von Volksversammlungsrednern, Beschaffung von Agitationsschriften usw. Die Parteileitung hat der Landeskonferenz Bericht über ihre Thätigkeit zu erstatten. Polizeiliches, Gerichtliches usw. -Wegen Beleidigung wurde Genosse Schöpflin in Chemnitz zut 50 M. Geldstrafe verurteilt. Er soll einen Mann dadurch beleidigt haben, daß er ihn des Ehebruchs in wenig schmeichelhaften Ausbrüden beschuldigte. Die Behauptungen wurden als voll er wiesen angesehen, die Beleidigung jedoch in der Form gefunden. Gewerkschaftliches. Deutsches Neich. " Verbände 85 019,42 Kr. 1 Sonntag, 10. Juni 1900. " Da man Die Gesamteinnahmen der Gewerkschaften betrugen im Jahre denselben Grundsätzen, fabrizierte öffentliche Meinung" nach ders. 1899 2 049 219,59 Kronen( 1 Krone 85 Pf.), die Ausgaben felben Schablone und gefährdete daher bald das Scherische Monopol 1910 031,68 Stronen. Von diesen Ausgaben entfallen 1 738 339,55 kr. auf dem Gebiete der kleinen" und großen" Anzeigen. Der neue, auf die Gewerkschaften, die der Gewerkschaftskommission in Wien Polyp wurde dem alten seit diesem Frühjahr besonders gefährlich, angehören, der eft auf die Gewerkschaftskommission in Prag. Die als er 220 000 Abonnenten erreichte und dadurch dem„ LokalAusgaben verteilen sich auf folgende Posten: Arbeitslosen- Unter- Angeiger" die Berechtigung seiner bisherigen Barnumreklame:„ die ftüßung 268 003,81 Kr., Meiseunterstützung 77 486,92 r., Krantenunter größte Auflage von allen deutschen Zeitungen" nahm. ftigung 261 449,98 Kr., Invaliden- Unterſtügung 85 625,18 Kr., Unter den Morgenpost"-Polypen nicht einfach verdrängen konnte, fo fog füßung in Sterbefällen 53 075,86 r., Unterstützung in Notfällen man ihn auf. Die Gesellschaft Scherl hat die Morgenpost" für den 24 488,01 Kr., Rechtsschutz 25 435,62 Kr., Bildungszwede 292 821,74 Str., Breis wie man sagt von 6 Millionen Mart aufgetauft; man Agitation und Verwaltung 267 778,16 Kr., Sonstige Ausgaben hat die Konkurrenz für den Lokal- Anzeiger" einfach unschädlich ge297 154,85 kr. und Beiträge an die Gewerkschaftskommission und macht; der inserierende Geschäfts- oder Privatmann mag fein Geld in dieses oder jenes Blatt tragen, es fließt durch das verzweigte Die Streitunterstützung und Eingänge sind in besondre Berech- Kanalsystem sicher in das großkapitalistische Sammelbecken der Scherlmung gestellt und ergaben in den drei letzten Jahren eine Ausgabe Gesellschaft. bon 590 595,94 Str. Eicher hat die Scherl- Gruppe der Ulstein- Gruppe die MillionenAn organisatorischen Einrichtungen seien erwähnt die Errichtung von Kosten dieses kapitalistischen Striegs nicht gern bezahlt, aber es Landessekretariaten in Brünn, Graz, Triest, Trient, Krakau und mag wohl vorteilhafter für sie gewesen sein, Frieden zu machen, ehe Reichenberg. Mit besonderem Eifer hat sich die Kommission der tiefe finanzielle Wunden geschlagen wurden. Sind fie im übrigen Mühe unterzogen, unter den italienischen Arbeitern Aufklärung über doch sicher, daß sie keinen Pfennig von den Millionen einbüßen gewerkschaftliche Aufgaben zu verbreiten. Das ist zum Teil mit werden. Die Inferenten und Abonnenten der Erfolg geschehen und in der Erkenntnis, welche Bedeutung diese Morgenpost" werden fie bis auf den lesten. Aufgabe für die deutsche Gewerkschaftsbewegung hat, ist auch von schimmeligen heller wieder einbringen müssen. der Generalfommission in Deutschland diese Agitation materiell Die Scherl- Gruppe kann ja nun in absehbarer Zeit den Abonnementspreis der Morgenpost" erhöhen, sie kann den Zeilenunterstützt worden. preis der Juferate, die Gebühr der kleinen Anzeigen" erhöhen, sie kann da nun die Konkurrenz nicht mehr zu fürchten istbeim Lokal Anzeiger" allerlei Ersparnisse machen; kurz, der Sapitalismus macht auch bei dieser Fusion sein Geschäft. Die zahlreich eingelaufenen Anträge zu dem Kongreß laffen eine starke Neigung zum besseren Ausbau der Gewerkschaften, besonders ihrer einheitlichen Gestaltung erkennen, mögen die Arbeiten des Kongresses nach der Nichtung von Erfolg begleitet sein. Ein Streik der Weber ist in Gent zum Ausbruch gekommen; im ganzen find 8000 Männer und Frauen daran beteiligt. Die Streifenden verlangen 20 Prozent Lohnzulage, ein Verlangen, das angesichts der niedrigen Löhne und der ungeheuren Gewinne der Unternehmer durchaus nicht zu weitgehend ist. Der Streit der Metallarbeiter in Chalons- sur- Saône ist beendigt. Der Werkführer Monnot, der den Streit verschuldet hat die Arbeiter legten die Arbeit nieder, weil sie vergeblich seine Deutscher Metallarbeiter- Verband. Soeben ist die Abrech Entlassung gefordert hatten hat nach dem Tumult am Pfingst nung des Hauptkassierers der größten deutschen Gewerkschaft, des sonntag, bei dem mehrere Personen schwer verwundet wurden, selbst Deutschen Metallarbeiter Verbands, für das verflossene Jahr 1899 feine Entlaffung verlangt. Sie wurde gewährt, und darauf nahmen erschienen. Nach der Abrechnung belaufen sich die Einnahmen ins- die Arbeiter die Arbeit wieder auf. Von den Verwundeten sind drei gefamt auf 1288 046,04 m., darunter ein Bermögensbestand von ihren Verlegungen erlegen. Die Heldenthat der Gendarmerie wird 391 360,66 m. vom Schlusse des letzten Rechnungsjahrs. Die Aus- in der Kammer zur Sprache gebracht werden. gaben belaufen sich auf 469 326,73 M., darunter befinden sich Posten Der Schuhmacherstreik in Wilna( Rußland) dauert fort; für Agitation 7301,87 m., für die Drucklegung der Deutschen die Arbeiter hoffen aber, daß die Meister bald werden nachgeben Metallarbeiter- Zeitung" 72 694,65 M., Beitrag an die Generalfommission müssen. Dieser Tage wurden von der Polizei drei Streifende beim 7630,84 M., Gesamtkosten der letzten ordentlichen Generalversamm Berbreiten von Flugblättern abgefaßt und verhaftet. Dieses VerTung 15.005,02 m., übernommene Schulden vom aufgelösten Deutschen brechen" wird in Rußland schwer bestraft und so unternahm es eine Gold- und Silberarbeiter- Verband 27 900 M., Streifunterstützung an große Menschenmenge, die Verhafteten wieder zu befreien. andre Berufe 7500 M. usw. Der Kassenbestand beträgt( Mai 1900) die Summe von 385 148,31 m. Der Mitgliederbestand beläuft sich auf( Mai 1900) 85 013, darunter 12 060 Einzelmitglieder( Sachsen.) meisten Mitglieder zählen folgende Ortsverwaltungen: Berlin 16 683, Hamburg 4495, Nürnberg 5091, München 3716, Magdeburg 2652, Frankfurt 1648, Stuttgart( Siz des Haupt vorstands) 1113, Mannheim 1089, Halle 1034, Breslau 1020, bas fleine Sachsen- Altenburg 854, Stettin( Bulfan) 570, Stiel ( Werften) 511, Essen( Krupp) 356 Mitglieder. Bekanntlich hat die legte Generalversammlung beschlossen, vom 1. Juli d. J. die Arbeitslosen- Unterstützung zu zahlen und ist dadurch der Beitrag auf 30 Pf. pro Woche erhöht worden. Zum Hannoverschen Straßenbahner- Streik. Nachdem der Stadtdirektor und auch der Regierungspräsident, welche zwischen den Parteien vermitteln wollten, von der Direktion abgewiesen worden waren, wandten sich die Streifenden an den Vorsitzenden des Gewerbegerichts und an den Bürgermeister von Linden. Die Direktion schien Lust zur Unterhandlung zu haben, der Aufsichtsrat, bestehend aus reichen Bantiers, lehnte ab. Die Mitteilung über diese erneute Starrköpfigkeit wurde von der Versammlung der Streifenden empört aufgenommen. Es ward nun nochmals abgestimmt, ob weiter gestreift werden soll. Das Resultat der Abstimmung war 401 für Fortsetzung des Streits und 43 dagegen. Berliner Partei- Angelegenheiten. Zweiter Wahlkreis. Der Socialdemokratische Wahlverein hält Dienstag, den 12. Juni, abends 1/29 11hr, in Martens Salon, Friedrichstr. 236, eine öffentliche Versammlung ab, worin ber Reichstags- Abgeordnete Wolfg. Seine einen Bor trag über das jetzt so vielbesprochene Thema: Politik und Gewertschaften halten wird. Die Parteigenossen, besonders aber auch die Mitglieder sind zu zahlreichem Erscheinen aufgefordert. Der Vorstand. " V Für die Abonnenten muß es ein erhebendes Gefühl sein, ihre geistige Nahrung" aus einer großen Küche gereicht zu bekommen, hinter dem die Großbanken stehen, nach den Principien des Profits in der sie ein mit Riesenmitteln arbeitendes Stapitalistentonsortium, Herstellen läßt. " Und dabei erinnern wir uns, mit welchem satten Behagen die tapitalistische Bresse vor einigen Jahren Richtersche 8ukunftsstaat 3"-Wize breit trat. Der Vater der Spar- Agnes hatte bekanntlich gefchildert, daß im Zukunftsstaat nur noch der Vorwärts" als einzige Zeitung mit Lofalbeilagen für die verschiedenen Städte erscheinen würde. Herr Nichter tommt seinem Zukunftsbild näher in der tapitalistischen Gesellschaft und es ist der Kapitalismus selbst, der auch sein geitungswesen, seine Meinungsa fabriken" denselben Centralisationsprozeß durchmachen läßt, wie alle seine Produktionszweige. Mit der Coatsnot. beschäftigte sich gestern der Ausschuß der StadtverordnetenVersammlung, dem die Aufgabe gestellt war, den Magistrat zu Maßnahmen aufzufordern, welche den gegenwärtigen Coatsmangel wehren tönnten. Der Vertreter des Magistrats, Herr Stadtrat Namslau, begründete die bekannten Lieferungsabschlüsse mit dem Ueberfluß an Coals, unter dem die Gasanstalten seit drei Jahren gelitten haben. Der Direktor der Gasanstalten habe ermächtigt werden müssen, die Vorräte um jeden annehmbaren Preis loszuschlagen. Die Verwaltung trage keine Schuld an der gegenwärtigen Kalamität, und im übrigen müffe auch die Gasverwaltung rein faufmännisch wirtschaften. Berlin könne sich damit trösten, daß es an andern Ort nicht besser bestellt fei; auf seine Brennmaterial berichtet; die meisten dieser Anstalten verkauften aber Anfrage hätten 110 auswärtige Gasanstalten über Mangel an grundsätzlich nur an Großunternehmer. Was nun die Arbeiter betreffe, die ja vorwiegend unter dem Coatsmangel leiden sollten, so 4. Wahlkreis( Often). Den Mitgliedern des Wahlvereins suchten diese doch die Steigerung der Preise für Lebensmittel und zur Nachricht, daß die Versammlung am Dienstag bei Stechert, Brennmaterialien dadurch weit zu machen, daß sie fortgesetzt Andreasstr. 21, stattfindet. Reichstags Abgeordneter Rosenow höhere Löhne beanspruchten. hat das Referat übernommen. Die Mitglieder werden ersucht, Dem Herrn Stadtrat Namslau wurde entgegnet, daß vberpünktlich und zahlreich zu erscheinen. Während des Vortrags werden schiedene Umstände schon im Herbst vorigen Jahres auf kommenden Aufnahmegesuche sowie Beiträge nicht entgegengenommen. Ferner Kohlenmangel hingewiesen hätten: überdies sei noch verhältnismäßig ersuchen wir die Mitglieder, bei Bezahlung der Beiträge die Broschüre früh ein strenger Winter eingetreten, da wäre es sehr unklug von " Führer durch das Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetz" zu der Verwaltung gewesen, bis Ende dieses Jahres einen großen Teil der verlangen. Gleichzeitig bitten wir um genaue Angabe der Wohnungen. gesamten Tagesproduktion fest zu verkaufen. Die Abschlüsse wären umso bedenklicher gewesen, als sie erst im Dezember 1899 erfolgt seien; ja ein Abschluß über 300 Waggon wäre sogar erst im Januar dieses Jahres zu stande gekommen. d Der Vorstand. Achtung, VI. Wahlkreis! Den Gesangvereinen, welche beim Die Ausschreitungen haben sich auch am Donnerstag Boltsfest mitwirken, zur Nachricht, daß die Probe zum abend, wenn auch nicht in so großem Umfange, wiederholt. Die Sommerfest am Montag, den 16. Juli, abends 82 Uhr, im Bolizeidirektion hat angeordnet, daß in den Stadtteilen, wo die Weddingpart, Müllerstraße 178, stattfindet. Gejungen wird: Ruhestörungen sich ereigneten, die Schankwirtschaften von abends Bundeshymne, Sehnsucht, Arbeiter Vaterlandslied, Frühlings Er9 Uhr bis zum Morgen geschlossen bleiben müssen; die Haus- wachen, Bruderlied, Freiheit. thüren der Privathäuser müssen um 9 Uhr verschlossen gehalten werden. Die Freif. 8tg." weiß zu melden: Der Ausstand der Straßen bahn- Angestellten in Hannover ist beendet. Die Direktion hat erklärt, daß der Wiederanstellung derjenigen Angestellten, die sich melden, unter gewissen Bedingungen nichts entgegenstehe. Darauf haben sich am Freitag 120 Streifende gemeldet und sind wieder eingestellt worden. Am Sonnabend wurde der Betrieb in vollem Um fange wieder aufgenommen. Bei den Gewerbegerichtswahlen in Koblenz siegte die Liste der freien Gewertschaften mit 877 gegen 878 Stimmen, welche die Christlichen erhielten. Freie Volksbühne. Heute nachmittag 23/4 Uhr, VI. Abteilung, im Carl Weiß- Theater: Abschied vom Regiment, von O. E. Hartleben. Frischen, von Hermann Sudermann. Abschiedssouper, von Arthur Schnigler. Schmargendorf. Die Parteigenossen werden auf die am Dienstagabend bei Baier stattfindende Versammlung des ArbeiterBildungsvereins aufmerksam gemacht. Thema und Referent werden in der Versammlung bekannt gegeben. Der Arbeiter- Bildungsverein für Markendorf und Umt gegend hält am Dienstagabend 8/2 Uhr bei Gerth, Tempelhof, Dorfstr. 18, eine Versammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Fri Die Maurer Regensburgs haben ihren Arbeitgebern einige der Socialdemokratie zu den letzten Gesezentwürfen der Reichsse unert spricht über die Stellung der bürgerlichen Barteien und Forderungen zur Verbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse regierung." eingesandt. Obwohl dieselben sehr bescheiden sind, haben die Unternehmer abgelehnt, so daß es wahrscheinlich zum Streif kommen wird. Zuzug ist fernzuhalten. Ausland. Lokales. Der Zeitungs- Kapitalismus. man muß das Zu einer peinlichen Auseinandersetzung mit dem Magistratsvertreter tam es, als einige Mitglieder der Deputation die geschlossenen Lieferungsverträge einsehen und den mit den Großhändlern vereinbarten Preis erfahren wollten. Erst als volle Verschwiegenheit augesichert war, Magistratsvertreter einige nichtsfagende Zahlen mit. eines Antrags, wonach der Magistrat die städtischen Anstalten zur Nach der mit 5 gegen 8 Stimmen erfolgten Ablehnung Einstellung der Coatsfeuerung anzuweisen und den Detailverkauf des dadurch erübrigten Coats anzuordnen hätte, fand ein Antrag auf Empfehlung des Uebergangs zur Tagesordnung mit sechs gegen zwei Stimmen Annahme. Zum Berichterstatter wurde Dr. Gerstenberger ernannt. Hoffentlich tommt der Magistrat den städtischen Arbeitern mun mehr im weitesten Maße entgegen, wenn diese ihn im Hinblick auf die gegenwärtige Leuerung um die von Herrn Stadtrat Namslau erwähnten 2ohnerhöhungen angehen sollten. Im Verfolgungswahn erhängt hat sich der 48 Jahre alte Kaufmann Bruno Gruhl, der als Junggeselle bei einer Witwe in der Fürstenbergerstraße 5 seit neun Jahren wohnte. Gruhl, der seit vier Wochen ein sonderbares Wesen zeigte, glaubte zuletzt, daß die Kriminalpolizei ihn verfolge. Gestern ging seine wirtin nach dem Revierbureau, um sich zu erfundigen, ob gegen ihren Mieter etwas vorliege, erhielt aber eine verneinende Antwort. Als sie zurüdtehrte, fand sie Gruhl als Leiche vor. Er hatte sich an der Stuben= thür erhängt. Die chemische Untersuchung der Bekleidungsgegenstände des Ein Gutachten Einbrechers Neumann ist nunmehr beendet. des gerichtlichen Chemikers Herrn Dr. Jeserich wurde dieser Tage der Staatsanwaltschaft zugestellt, Blut ist an den Kleidungsstücken nicht gefunden worden. Immerhin liegt in diesem Befund vorläufig noch keine Entlastung, da nämlich nicht feststeht, ob der Anzug, den er an dem Morbtag getragen, mit untersucht ist, oder ob er denselben beiseite geschafft hat. Die öftreichische Gewerkschafts- Kommiffion hat in einer sehr Auch die öffentliche Meinung" und was dran und drum hängt, umfangreichen Broschüre einen Bericht über die Bewegung und ist ein Handelsartikel, der riesige Profite abwirft Kämpfe der Gewerkschaften in den drei letzten Jahren zusammen Geschäft nur verstehen. Und die Zeitungsmonopolisten unsrer Großgestellt und unterbreitet diese Arbeit dem dritten allgemeinen städte verstehen ihr Geschäft. Sie produzieren öffentliche Meinung Kongreß der östreichischen Gewerkschaften, der vont 11. bis 15. Juni in vom Standpunkt des Profits und mit Barnum- Reklame, wie man Wien stattfindet. Aehnlich der deutschen Gewerkschaftsbewegung Stiefelwichse an den Markt bringt oder Haby- Bartwichse oder Döring zeigt auch bie östreichische in den lezten Jahren einen Seife mit der Gule. Der Herr und Meister des System 3 ist zweifellos erfreulichen Fortschritt. Allerdings spiegeln sich auch in Herr Scher I. Er ist der Barnum der öffentlichen Meinungsfabriken und diesem Bericht, der ein Stück so wichtiger Arbeiterbewegung be- der Inseratenplantagen, und wenn Barnum im Augenblick vor Scherl handelt, die zerrütteten östreichischen Verhältnisse wider. Es fehlt noch das voraus hat, daß er eine Weltgeschichte des Humbugs" verder Bewegung jene Einheitlichkeit und Geschlossenheit, die wir in faßte, so ist es nicht sicher, ob nicht Scherl in seiner Weise den Deutschland stärfer hervortreten sehen. Neben der Gewerkschafts- Barnum noch überbarnumt. tommiffion in Wien, die unsrer Generalfommission der Gewerk- Bekanntlich hat Herr Scherl die in seinem Verlage erscheinenden Eine schreckliche Scene wurde gestern der Arbeiterwitive schaften Deutschlands entspricht, besteht in Prag eine gleiche und durch eine tolle Reklame in die Höhe gebrachten Blätter:" Die Bader im Grünen Weg 5 bereitet. Frau Bader hatte eine 33 Jahre Organisation für die czechischen Gewerkschaften. Auch innerhalb Woche" und Berliner Lotal- Anzeiger" zu einer großen Tochter, die schon 15 Jahre brustkrank war und das letzte halbe der Gewerkschaften zeigt sich ein sehr wechselndes Bild der Organisations. Gesellschaft mit beschränkter Haftung vereinigt. Die Großbanten Jahr fast beständig im Bett liegen mußte. Gestern morgen mußte form, jedoch ist berechtigte Hoffnung vorhanden, daß es nach der Richtung Berliner Handelsgesellschaft" und" A. Schaaff- fie, nachdem sie die Krante gepflegt hatte, auf furze Zeit zum Einbeffer wird und das System der großen Verbände auch in Oestreich haufenscher Bankverein" haben an der Wiege diefer Fusion" holen die Wohnung verlassen. Gine andre Tochter befand sich im mehr Anhänger gewinnt. gestanden und 16 Millionen Mark beträgt das Riefentapital, Geschäft, eine jüngere in der Schule. Als Frau Bader nach einer " " Die Bahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter betrug Ende welches, indem man„ öffentliche Meinung" damit fabriziert, halben Stunde zurückkehrte, bot fich ihr ein schrecklicher Anblick. In des Jabres 1899 157 778 Mitglieder. Wie sehr wir in Deutschland dem Großkapitalismus schivere Zinsen tragen soll. Auf 10 Millionen einer großen Blutlache lag ihre Tochter, nur mit dem Hemde bes unsre östreichischen Freunde überflügelt haben, beweist, daß wir im Mart begiffert sich das Stammkapital und auf 6 Millionen Marktleidet, als Leiche auf dem Fußboden. Neben ihr lag ein Küchen-. Jahre 1898 511 242 organisierte Arbeiter zählten. Für 1899 liegen belaufen sich die von den Banthäusern übernommenen Obligationen. messer, mit dem die Unglückliche sich an der linken Seite den die Zahlen noch nicht vor, sicher ist aber, daß wir im Vorjahre noch Neben Herrn Scherl figurieren als Gesellschafter der Geheime Hals durchgeschnitten hatte. Zwei Aerzte, die von den Nachbarn bedeutende Fortschritte gemacht haben. Im Jahre 1892 betrug in Stommerzienrat Wilhelm Spemann zu Stuttgart und der hiesige gerufen wurden, konnten nur noch feststellen, daß der Tod bereits Oestreich die Mitgliederzahl 70 343 und demgegenüber erklärt die Buchdruckereibefizer Gustav Hempel. Herr Scherl ist alleiniger eingetreten war. Gewerkschaftskommission in ihrem Bericht, daß sie mit dem Fort- Geschäftsführer der Gesellschaft und er sichert sich auch im übrigen schritt zufrieden sei. Wenn wir bedenken, mit welchen ungeheuren ben größten Einfluß, indem er den größten Teil des Stammkapitals ber bekanntlich am Teufelssee in den Ravensbergen bei Potsdam Die Gerichtsverhandlung gegen den Giftmörder Jänicke, Schwierigkeiten die Bewegung zu kämpfen hat, wie groß der Kreis behält und der Firma auch seinen Namen läßt: August Scherl, die unverehelichte Luise Bergner ums Leben gebracht hat, findet jener rückständigen, bedürfnislofen Arbeiter ist, die in der Bunt- Gesellschaft mit beschränkter Haftung." fcheckigkeit bes Sprachengebiets durch den Nationalitäten- Jest streckt diese großkapitalistische Gründung ihre Saugarme vor dem Schwurgericht zu Potsdam am 18. d. Mts. statt. weiter aus. Jm Verlag der Firma IIIst ein u. Co. hat sich be Die Automatendiebstähle, die vor einigen Tagen auf dem ist immerhin der Fortschritt der Gewerkschaften ein anerkennens- tanntlich ein dem Lokal- Anzeiger" gefährlicher Inferatenpolyp ent- Stettiner Bahnhof zu einer Verhaftung führten, sind noch nicht ganz wickelt, die Berliner Morgenpost. Sie arbeitete nach aufgeklärt. Der Verhaftete ist ein Wertmeister der Stettiner Bahn. Streit von ihren wichtigsten Aufgaben abgelenkt werden, dann tverter, Marktpreise von Berlin am 8. Juni 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.-tr.| 15,46| 15,42 mittel 15,39 15,36 " Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 8,- 6, 1,60 1,20 gering *) loggen, gut " " " mittel gering " " +) Gerste, gut " " mittel gering " 15,33 15,30 15,25 15,23 15,21 15,19 Kalbfleisch 15,17 15,15 Hammelfleisch 14,80 14,30 Butter 14,20 13,70 Eier 13,60 13,10 Karpfen 15,80 15,20 Aale do. Bauch 1,20 " Schweinefleisch " 1,60 " 1,60 1, 1,60 1, " 2,60 2, 60 Stüd 3,60 2,40 1 kg 1,80 1,40 " 2,80 1,60 15,10 14,50 Bander " 2,60 1, " 2,40 1,20 " 1,60 0,80 " 3,-1,20 1,40 0,80 Ein Controleur beobachtete, wie er in einen soeben gelehrten flissentlich langsam auf den Eisenbahnschienen gefahren zu haben ,! Automaten fünfmal etwas hineinsteckte und Ware dafür entnahm. um einen Pferdebahnwagen am Fahren zu verhindern. Die Strafen Statt der Zehnpfennigstücke fand er dann fünf Blechmarken, die lauteten auf 8, 6, 4 Wochen bezw. 14 Tage Haft. Nur vier Angenau so aussahen, wie 50 andre, die schon vorher gefunden wurden. geklagte tamen mit Geldstrafen davon. Einen Teil der Diebstähle giebt der Verhaftete zu; es scheint, daß er einen Helfer gehabt hat. Zwei Kinderleichen sind vorgestern und in der Nacht zu Sonnabend gefunden worden. Die eine wurde gegen 71/2 Uhr abends vor dem Hause An der Schleuse 10 unbekleidet aus dem Kanal gelandet. Sie ist bereits so stark verwest, daß man durch bloßen Augenschein nicht mehr feststellen konnte, ob sie Spuren äußerer Gewalt trägt. Die zweite Leiche fand in der vierten Morgenstunde der Wächter der Charité auf dem Gelände des Krankenhauses, nachdem sein Hund im Laufe der Nacht in der Nähe der Fundstelle wiederholt eine lebhafte Unruhe gezeigt hatte. Die Leiche, an der Spuren eines gewaltsamen Todes nicht wahrzunehmen find, war, in braunes Papier eingewickelt, durch den Zaun am Holsteiner Ufer hindurchgeschoben worden. In beiden Fällen handelt es sich um neugeborene Knaben. Die deutsche Rechtsprechung steht bekanntlich der Presse gegenüber auf dem Standpunkt, daß es für den verantwortlichen Redacteur einer Zeitung strafverschärfend in Betracht kommt, wenn er aus rein idealen Motiven sich der Sache eines nach seiner Ansicht Unterdrückten annimmt, daß er aber den Schutz des§ 193 vollauf in Anspruch nehmen kann, wenn er den Raum seines Blatts †) Safer, gut zur Erörterung seiner Privatangelegenheiten in gesetzwidriger Weise mittel ausgenutzt hat. Wie eng der Begriff der berechtigten Interessen von gering deutschen Richtern gefaßt wird, lehrt drastisch ein am Freitag vom Nichtstroh Reichsgericht in Leipzig gefälltes Urteil. Wiedergefunden. Das 234 Jahre alte Töchterchen Gertrud des Postpackmeisters Möbius aus der Urbanstraße, dessen Verschwinden gemeldet wurde, ist glücklich aufgefunden; Donnerstagabend gegen 11 1hr erhielten die über das Verschwinden ihres Kindes trostlosen Eltern von ihrem Polizeirevier- Bureau die er freuliche Nachricht, daß die kleine Gertrud sich schon seit Mittwochabend 7 Uhr im Amtsbureau zu Brizz befinde. Die Eltern holten von dort das Kind, das sich des besten Wohlseins erfreute, sofort ab. In den Tod getrieben? Mit dem Verlust des durch seine militärische Dienstzeit erworbenen Anspruchs auf eine Civilanstellung hat ein Feldwebel des Trainbataillons Nr. 3 in Spandau eine robe Aeußerung zu büßen. Er sagte eines Tags zu einem Soldaten, daß doch nie ein brauchbarer Mensch werden. Kaum eine Stunde später es beſſer wäre, wenn er den Strid nähme, denn er würde hatte dieser Soldat seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Gegen den Feldwebel, dessen Aeußerung andre gehört hatten, wurde daraufhin ein Strafverfahren eingeleitet. Dieses ist jetzt damit abgeschlossen worden, daß der Feldwebel zu vier Tagen Arrest verurteilt wurde. Gleichzeitig hob aber das Bataillon mit fannt. " 14,40 13,90 Hechte 7,50 6,82 Barsche 10,20 6,10 Schleie " " " 40, 25, " 45, 20, Bleie Krebse " 70, 30, " per Shot 12,-3, Hen Erbsen Die Straffammer beim Amtsgericht Sorau hat am 19. Febr. Speisebohnen den Redacteur der„ Märk. Volksstimme", Heinrich Albert 3 app ay Linsen in Forst i. 2., wegen Beleidigung eines Fabrikanten zu 4 Wochen*) ab Bahn. †) frei Wagen und ab Bahn. Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte in seinem Blatt einen Unfall Produktenmarkt vom 9. Juni. Getreide. Getreide ſetzte am in einer Forster Fabrik besprochen und dabei Ausdrücke wie„ Lohndrückerei" hiesigen Blaze sehr fest ein. Aus Paris lagen höhere Preismeldungen vor. unverantwortlich gehandelt"," profitlüfterne Leute" angewendet. Die Effettive Ware war am Frühmarkt vom Inland nur knapp angeboten, Straffammer hat angenommen, daß der Angeklagte als Bürger von während russischer Roggen reichlicher zu haben war. Die Preise waren fest. Forst auf den Schutz des§ 193 Anspruch hatte, wenn er vermeint- Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Lieferungen, welche mittags für liche Uebelstände in einer Forster Fabrik rügte, sie hat ihn aber Weizen bis 2½ W., für Roggen 1-1 M. höher gehalten wurden. Nur doch verurteilt, weil sich aus den angeführten Redewendungen die mehr wurde für spätere Sichten ca. 0,15 M. im Preise gesteigert. Futterzeitweilig bewirkten Realisationen eine leichte Abschwächung der Weizenpreise. Absicht der Beleidigung ergebe. Gegen das Urteil hatte der Staats- artikel waren fest auf amerikanische Anregung, namentlich Hafer guter anwalt Revision eingelegt, welche vom Reichsanwalt vertreten Qualität. Rüböl lag sehr still. Am Getreidemarkt drang späterhin die wurde. Die Strafkammer habe, so führte er aus, den§ 193 ver- Ansicht durch, daß die amerikanische Hausse lediglich spekulativer Natur sei; feien berechtigte. Was durch den inkriminierten Artikel erreicht werden verloren. Die Schlußpreise zeigten sich gegen gestern kaum noch verändert. Nur Interessen, die den Angeklagten selbst nahe angingen, daraufhin wurde das Geschäft stiller und die Preisavancen gingen wieder sollte, sei die Berbesserung der Lohnverhältnisse in gewissen Fabriken. Der Spiritus loco unverändert. Fabritbetrieb stehe aber in keinem Zusammenhang mit dem Gemein- Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 9. Juni 1900. Amit wesen von Forst. Den Angeklagten als Bürger gingen die Ver- licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 4870 Rinder, nicht hervor, daß der Angeklagte etwa von den in Frage kommenden in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäſtete, höchsten hältnisse in der Fabrit also nichts an. Aus dem Urteil gehe auch 1490 Stälber, 12 357 Schafe, 8239 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund Arbeitern beauftragt war, ihre berechtigten Interessen wahrzunehmen. Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 59-, 63 b) junge fleischige, nicht an die Straftammer zurüd. Das Reichsgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache ausgemäftete und ältere ausgemästete 55-59; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 53-54; d) gering genährte jeden Alters 49-52. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 56-60; b) mäßig genährte jüngere Die Rechtsauffaffung eines Amtsvorstehers. Ob ein Ob ein und gut genährte ältere 52-55; c) gering genährte 48-51. Färsen und ihm die Kapitulation auf, was ſeinen demnächſtigen Austritt aus Beitungs- Aprilscherz als„ grober Unfug" zu betrachten ist, darüber ühe: a) vollfleischige, o sgemäſtete Färsen Höchsten Schlachtwerts 00-00; dem Soldatenstande ohne Civilversorgung zur Folge hat. hatte gestern das Schöffengericht des Amtsgerichts II zu entscheiden. 52-54; c) ältere ausgemästete ühe und wenig gut entwickelte jüngere b) vollfleischige, ausgemäßiete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Er diente bereits im elften Jahre. Am 1. April d. J. hatte in Friedenau das dortige Lokal- Kühe und Färsen 49-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-47; Vom Wagen weg gestohlen wurde am Freitagvormittag blatt, der Friedennauer Lokal- Anzeiger", die Notiz gebracht, daß e) gering genährte Kühe und Färsen 41-43. Kälber: a) feinste Masts um 10 Uhr vor dem Hauſe Kronenſtr. 26/27 ein Ballen schwarzen die Friedeauer Gemeindevertretung nach Nobilitierung tälber( Bolnilchaft) und beste Saugkälber 47--76, b) mittlere aftälber Tuchs im Wert von 200 M.. der dem Detateur F. Wallert( in Firma des Landrats von Stubenrauch in außerordentlicher und gute Saugfälber 66-70, c) geringe Saugfälber 55-60, d) ältere, gering 2. Smikalla) aus der Junkerstr. 20 gehört. Die Diebe müssen sach- Sigung beschlossen habe, die in Friedenau nach dem Land- genährte( reſſer) 34-45. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast c) mäßig genährte verſtändig sein, da sie gerade den wertvollsten Stoff aus der Ladung rat benannte Straße vom 1. April ab„ von Stubenrauch- Hammel 62-65, b) ältere Masthammel 55-60, Hammel und Schafe( Merzschafe) 51-55, d) Holsteiner Niederungsherausgesucht haben. straße" zu nennen. Diese Notiz, welche durch eine besondere Be- schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Im wissenschaftlichen Theater der Urania, Taubenstraße, wird der merkung an der Spitze der Ortsnachrichten als Aprilscherz gekenn- Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 46, dekorative Ausstattungsvortrag Von den Alpen zum Besuv" nur noch in zeichnet war, und die nicht nur von der Bürgerschaft Friedenaus, b) Stäfer 00-00, c) fleischige 44-45, d) gering entwidelte 41-43 n den Alpen dieser Woche wiederholt werden. sondern auch von dem dortigen Amtsvorsteher, Major a. D. Rönneberg, e) Sauen 39-41. in der nächsten Gemeindevertreter- Sigung selbst als ein harmloser Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich langsam Scherz aufgefaßt wurde, gab diesem gleichwohl später Veranlassung, ab und hinterläßt Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich lebhaft. gegen den verantwortlichen Redacteur und Befizer des Blatts, Herrn Leo Bei den Schafen war der Geschäftsgang gut in Schlachtware, es bleibt Schultz ein Strafmandat von 30 M. wegen groben uns und wurde geräumt. nur geringer Ueberstand an Magervieh. Der Schweinemarkt verlief glatt fugs zu erlassen. Der Redacteur erhob dagegen Widerspruch und so kam die Sache gestern vor dem Schöffengericht zur Verhandlung. Herr Schulz erklärte zunächst, er bestreite dem Amtsvorsteher das Recht, wegen des angeblichen Breßvergehens gegen ihn ein Strafmandat zu erlaffen. So viel er wisie, gebe es teine gesetzliche Beftimmung, nach welcher die Polizei kompetent fei, auch nur darüber zu entscheiden, ob ein Zeitungsartitel straf= bar fei, geschweige denn wegen eines solchen Artikels einen Redacteur in Strafe zu nehmen. Dem Antrag des Staatsanwalts gemäß erkannte das Gericht auf Freisprechung. Aus den Nachbarorten. V Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung beriet am Freitag in einer außerordentlichen Sigung zunächst die Borlage betr. die Vergebung des öffentlichen Anschlagwesens. Der Magistrat beantragte, das Anschlagwesen dem Buchdruckerei befizer Gerz zu übertragen und die Hälfte derjenigen Beträge, die an die Stadtgemeinde entrichtet werden, der Firma Lahmeyer u. Co. zu überweisen, die der Stadt ihre Transformatorensäulen zu Anfchlagzwecken zur Verfügung stellt und nach Ansicht des Magistrats das Recht auf den Nußen hat, der aus der Verwendung der Transformatorensäulen für Anschlagzwecke erzielt wird. Die Vergebung des Anschlagwesens soll nur bis zum 31. März 1901 erfolgen, von diesem Zeitpunkt ab soll das Anschlagwesen Charlottenburgs gemeinsam mit dem von Berlin vergeben werden. Ju der Debatte wandten fich fast alle Redner gegen die Bestimmung, daß der Firma Lahmeher die Hälfte des Gewinns ausgezahlt werden foll. Die Vorlage wurde schließlich einem Ausschuß von 9 Mitgliedern überwiesen, dem u. a. Stadtv. Hirsch( Soc.) angehört. Wegen versuchter Verleitung zum Meineid ist gestern der Kaufmann und Hauseigentümer Hermann Mi en ad in Schöneberg zu 2/2 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Er hatte in einem Prozeß mit einem früheren Mieter den Fuhrunternehmer Jänisch zur Abgabe eines falschen Eides bewegen wollen. Dermisihkes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. M Betty 200. Die Adresse des Voltsheilstätten Vereins vom Roten Kreuz ist Berlin W., Wilhelmstr. 74. Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Sie sich schriftlich oder mündlich an das Bureau der städtischen Heimstätten für Genesende, Neue Friedrichstr. 9/10, wenden. Der Vorsitzende, Herr Stadtrat Marggraff, hält dort täglich außer Donnerstags und Freitags von 1-2 Uhr Sprechstunden ab. J. P. M. Derartige, die Gesundheit gefährdende Unzuträglichkeiten tönnen leider nur durch Borstellungen bei der vorgesetzten Behörde beseitigt werden. Wenden Sie sich also in erster Reihe an die Polizeibehörde event. an den Landrat, dann an den Regierungspräsidenten, hierauf an den Oberpräsidenten, endlich an den Minister mit dem Antrag auf Beseitigung des von Ihnen geschilderten Zustands. J. Bl. Schriftliche Ant: wort erteilen wir nicht. Eine Tanzerlaubnis ist nur für dies jenigen Tanzluftbarkeiten erforderlich, die als öffentliche sich dar stellen. Andre private, auf einen bestimmten Personentreis beschränkte Tanzlustbarkeiten bedürfen weder einer polizeilichen Erlaubnis noch einer polizeilichen Anmeldung. Gegen des Amts: vorstehers Verfügung ist innerhalb 14 Tagen Beschwerde( niederzulegen beim Amtsvorsteher, zu richten an den Landrat), dann der weitere Beschwerdeweg verbot aufgefaßt werden könne. und das Verwaltungsstreitverfahren zulässig, da diese Verfügung als TanzZukunft dadurch, daß Sie die Tanzluftbarkeit fireng auf den Kreis der Einer Polizeischererei entgehen Sie in Filialmitglieder und ihrer Familien oder von Mitgliedern eingeführter Gäfte beschränken und den Saal mieten. Dann können Sie ohne Anmeldung so viel Sie wollen tanzen laffen. Die zweite wichtige Angelegenheit betraf den Bericht des Ausfer belegenen Stadtteils. Wie bereits mitgeteilt, beabsichtigt der Magistrat dort das Tremusystem einzuführen, während für die übrige Stadt das Mischsystem eingeführt ist. Der Ausschuß beantragt mm, die Magistratsvorlage zu geBum Koniker Mord. Der Kronzeuge der Antisemiten in der nehmigen, zugleich aber den Magistrat zu ermächtigen, falls die Koniger Mordaffaire, der dortige Gasarbeiter Mas I off, iſt, wie Regierung dem Trennsystem ihre Zustimmung versagt, sofort ein nunmehr gemeldet wird, unter dem Verdacht des Meineids in Haft neues Projett auf Grund des Mischsystems einzureichen. Nach genommen worden. Die Aussagen, die er unter seinem Eid in der Tängerer Debatte trat die Versammlung dem Ausschußantrag bei. Mordaffaire vor dem Untersuchungsrichter wiederholt gemacht hat, Ferner wurde der Magistrat durch eine Resolution aufgefordert, waren für den Schlächter Levi und dessen Söhne in so hohem statutarische Bestimmungen, nach welchen für die Einrichtungskosten Grade belastend, daß sie sicher zur Verhaftung derselben unter dem besondere Beiträge zu erheben sind, baldigst der Stadtverordneten- Verdacht des gemeinsam mit andern an dem Gymnasiasten Matthies. In beiden Fällen ist Unfallrente und Invalidenrente Versammlung zugehen zu lassen. Im übrigen ist aus der Sigung nur die Mitteilung von der Amtsniederlegung des Stadto. Justizrat Wagner zu erwähnen, der seinen Plan, sich zum Socialistentöter für Charlottenburg auszubilden, aufgegeben hat und nach Berlin verzogen ist. Von dem flüchtigen Raffierer der Spandauer Straßenbahu Mar Döring fehlt jede Spur. Zu dieser That ist er, wie nach träglich bekannt wird, in der Hauptsache dadurch getrieben worden, daß er noch andre schlimme Dinge auf dem Kerbholz hatte, deren Entdeckung er jeden Augenblick erwarten mußte. bis zum Gesamtbetrag von 450 oder 525 M. zu beziehen. Die betreffende Invalidenrente ruht nur dann, so lange und so weit als sie mit der UnfallBestimmung( Arbeiterrecht S. 316, 317) geht dahin: die Alters- und rente zusammen den siebenundeinhalbfachen Grundbetrag der Invalibenrente übersteigt, also bei Versicherten der Lohnklasse I mehr als 450 m. II " " " " 525 600 " " " " " " IV 675 " " " " " 750 " " Winter begangenen Mordes geführt haben würden, wenn sich die Aussagen nicht als unhaltbar und unbegründet erwiesen hätten. Masloff hat seine Angaben fortwährend abgeändert und sich dabei in so schroffe Widersprüche verwickelt, daß der Verdacht des Meineids gegen ihn sich immer mehr verdichtete und nunmehr zu seiner Haftnahme geführt hat. Die offizielle Eröffnung der Untersuchung gegen den Fleischermeister und Stadtverordneten Hoffmann wegen an dem Gymnafiasten Ernst Winter be= gangenen Totschlags" bestätigt sich; bereits furz vor Pfingsten beträgt. Besten Gruß. A. S. war die Voruntersuchung eingeleitet, aber streng geheim gehalten worden. Eine Verhaftung des H. wird vor der Hand nicht erfolgen, da, wie berichtet wird, durch die Abführung des Schwerbeschuldigten in das Untersuchungsgefängnis ein Aufstand der Bevölkerung hervor gerufen werden würde. Es verlautet indessen, daß Hoffmann und fein Haus scharf beobachtet werden. Der berühmte Rechercheur des„ Kl. Journ." hat sich also als ein ganz gewöhnlicher Polizeivigilant entpuppt. Ein solcher Mann paßt in die Redaktion des Blattes. Eine Fahrt mit einem nenartigen lenkbaren Luftschiff hat gestern morgen zwischen 4 und 5 Uhr auf einer Wiese hinter der Kiefholzstraße in Treptow stattgefunden. Der eigenartige Flugapparat, der in allen seinen Teilen von dem Erfinder, einem Mechaniker Weißmann selbst hergestellt worden ist, besteht aus einem 2 Meter langen und 1/2 Meter breiten tielartig gebauten Kahn, an dessen rechter Seite ein Windfangrad angebracht ist. Um das Schiff, windflott" zu machen, wurden zwei 4 Meter lange am Fußpunkt mit spitzen Im Klosterhardter Wald bei Oberhausen a. Rh. wurde Eisen beschlagene Stangen benutzt. Nachdem die Stangen fest in die Bergmannsfrau Bastian ermordet aufgefunden. Es liegt ein den Boden gesteckt worden waren, bestieg der Erfinder den Kahn Luft- und Raubmord vor. und zog ihn mittels Seile, die am oberen Ende der Stange über Räder liefen, in die Höhe. Hierauf setzte er die Luftsangräder, die von der Mitte des Kahns aus zu handhaben sind, in Bewegung, zog die inzivischen unten aus dem Boden gelockerten Stangen, die auch zur Landung dienen sollen, ein und flog etwa 20 Meter hoch, aber nur etwa 15 Weter weit. Doch gelang es ihm, ohne Schaden zu landen, was umsomehr als ein Glüdsfall zu betrachten ist, als das Luftschiff während des kurzen Aufstiegs derartige schaukelnde Bewegungen machte, daß jeden Augenblick ein Umsturz zu befürchten war. Der Erfinder sowie seine anwesenden Freunde betrachten das Projekt aber nicht als gescheitert, sondern schreiben die enormen Schwankungen dem verschiedenartig schweren Material zu, aus dem der Apparat zusammengestellt ist. Es wird daher jetzt beabsichtigt, ein neues Luftschiff von einem Fachmann bauen zu lassen, das nur aus genau abgewogenen Papiermaché und Aluminium hergestellt werden soll. Gerichts- Beitung. Eine zweite Gruppe solcher Personen, welche in den Tagen, wo die Große Berliner ihre Angestellten in den Aus st and getrieben hatte, ihrer Empörung über das Verhalten der Gesellschaft in Straßenaufläufen Luft gemacht haben sollten, wurde gestern vor dem hiesigen Schöffengericht miter Borsitz des Amtsrichters Deegen abgeurteilt. Es waren 17 Leute, die sich wegen groben Unfugs und Die höchste Strafe bestand in 12 Wochen Haft; sie betraf einen Die aus der Graudenzer Strafanstalt entsprungenen Verbrecher Kuß und Wierczoch brachen in der Nacht zum 6. Juni in das Stationsgebäude zu Hardenberg, Kreis Schweh, ein. Der Geldschrank leistete ihrem Angriff Widerstand. Dagegen sind ihnen Geld, Nahrungsmittel, zwei Kursbücher sowie ein geladener Revolver in die Hände gefallen. Kuß trug einen einfachen grauen Anzug und eine blaue Müze. Die Kleidung des Wierczoch ist nicht bekannt. Witterungsübersicht vom 9. Juni 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer Wetter 4 bedeckt Swinenide 758 WSW 4H16. bed. Hamburg 760 WSW 3 bedeckt Berlin 761 23 Frantf./M. 765 SW München Wien 767 SM 764 NNW 4wolfig 3 heiter 2voltent Deutscher = Stationen stand mm Wind richtung Windstärke 14 paparanda 767 SO 11 Petersburg 761 NNO 15 Cort 754SW 14 Aberdeen 758 SO 14 Paris 16 Holzarbeiter Verband. Todes- Anzeige. 76750 Wetter Temp. n. T. FOOOL 5° C.= 4° R. 6 5 Regen 13 10 2wolfig 7 1bebeat 3wolfig 1wolfent 14 Todes- Anzeige. Freitag, den 8. Juni, nachmittags 4 Uhr, starb nach schwerem Leiden unser lieber Sohn Julius im Alter von 11 Jahren. Dies zeigt betrübt an Die trauernde Familie Julius Darge, Solbergerstr. 9. Die Beerdigung findet Montag, den Trauer90/5 ftatt. 1405b Den Mitgliedern zur Mitteilung, daß Harburg a. Elbe, 9. Juni.( Privattelegramm des„ Vorwärts") der Kollege, Bandsägenschneider Seit heute mittag 2 Uhr wütet hier eine große Feuersbrunst. Die Thoerliche Delfabrit iſt zur Hälfte niedergebrannt, die Salpeter- Robert Trömele aus nach dem Dankes Kirchhof fabrik von Frank u. Eger ist gänzlich zerstört. Drei Speicher, worin verstorben ist. Mehl und Del lagerte, sind ebenfalls vom Feuer vernichtet. Der Die Beerdigung findet heute, Sonn Schaden beträgt etwa 4 Millionen Mart. Beide Fabriken beschäftigten tag, ben 10. Sunt, vormittags 10 Uhr, 800 Arbeiter, die zum größten Teil arbeitslos werden dürften. Die von der Leichenhalle der Zionsgemeinde, Hamburger Feuerwehr leistet Hilfe. Samariter: Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montag, abends 9 Uhr: Uebungsstunde in der Centrale, Dresdenerstr. 45. Vortrag über: Verlegungen, Wundbehandlung, Blutstillung. Nachher: Braktische Uebungen. Neue Teilnehmer tönnen noch beitreten. Gäste willkommen. Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe., Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bei Diefe von 3-6 Uhr. Nieder- Schönhausen, aus statt. Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger Berlins u. Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Wäsche und Kravattenarbeiter und Arbeiterinnen. Dienstag, Richard Zimmermann Richtbefolgung polizeilicher Anordnungen zu verantworten hatten. abends Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung. am 7. Juni verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den Mamu, der einen in Betrieb gebliebenen Wagen be- Vortrag der Frau Emma Jhrer. rauen und Mädchen Bildungsverein zu Rirdorf. Dienstag, 10. Juni nachmittags 3 Uhr, von Kutscher, welcher sich bedauerlicherweise den 12. Juni, abends 8%, Uhr, bei Thomas, Hermannstr. 48/50: Ver: Schwedterstr. 48 aus nach dem Zions zur Arbeitswilligkeit hergegeben, belästigt hatte. Aus welchen sammlung. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Borchardt über:" Fortschritte tirchhof, Nieder- Schönhausen, statt. Gründen zum Teil Verurteilungen erfolgten, lehrt ein Fall, der der Elektricität und ihr Einfluß auf die Kulturentwickelung"." Gäste will: Um rege Beteiligung ersucht 34/1 Der Vorstand. einen Arbeitskutscher betraf. Dieser stand unter der Anklage, ge- fommen. ftiegen und den Verein der Lithographen, Steindrudern.Berufsgenossen Berlin II. Chemigraphen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser früheres treues Mitglied, der Graveur Bernhard Wohler, am 4. Juni in München nach langer Die Verwaltung. Krankheit durch den Tod erlöſt wurde. 96/4 Der Gesamt: Auflage unsrer heutigen Nummer liegt ein Pro. spekt der Firma Wilkes& Co., Aachener Tuch- Industrie, bei. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). Deutscher Holzarbeiter- Verband. Cigarren Verlammlung Achtung! Achtung! Moabit! Bezirks- Versammlung Beuffelstraße 9. Dienstag, den 12. Juni 1900, abends 8 Uhr, bei Stechert( Andreas- Festfäle), am Sonntag, den 10. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Fischer, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten Rosenow: Das Genossenschaftswesen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 243/2 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Aufnahmen und Beiträge werden nur vor dem Vortrage entgegengenommen. Der Vorstand. Achtung! Stuccateure. Achtung! Montag, den 11. Juni, abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Oeffentliche Versammlung. zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Der Schiedsspruch des Einigungsamts in der Angelegenheit Junkersdorf. 2. Wahl der Schiedsgerichtstommission. 3. Verschiedenes. 173/14 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen vollzählig und pünktlich I. A. Der Vertrauensmann. Sonnabend, den 16. Juni, abends 8 Uhr, in den Gesamträumen der Armin hallen, Kommandantenstrasse 20: Großer Sommernachtsball zur Feier des 3. Stiftungsfestes des Centralverbands der Stuccateure Deutschlands, Filiale Berlin. Während der Kaffeepause: Vorträge und sonstige Ueberraschungen. Entree: Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Um zahlreiche Beteiligung bittet Das Komitee. 173/15 Achtung! Maurer. Achtung! Gentral- Kranken- u. SterbeDienstag, den 12. Juni, abends 8/2 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung der Maurer von Friedrichsberg, Rummelsburg und Umgegend im Lokal von Höflich ,,, Schwarzer Adler"( großer Saal), Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Tages Ordnung: 131/15 1. Vortrag des Genoffen Kessler über: Tattit der Gewerkschafts: Bewegung." 2. Diskussion. 3. Bericht vom 4. Kongreß der durch Vertrauens: männer centralisierten Gewerkschaften Deutschlands. 4. Verschiedenes. Bahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Achtung! Cementierer. Achtung! Kaffe der Tapezierer und verw. Berufsgen. Deutschlands ( Eingeschr. Hilfskaffe Nr 36). Montag, 11. Juni, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Generalversammlung aller Filialen Berlins. Tagesordnung: 1. Stichwahl d. Abg. 3. General: versammlung. 2. Verschiedenes event. Anträge. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. J. A.: P. Engel, Neuenburgerstr. 3. Quittungsbuch legitimiert. 178/2 Mittwoch, den 13. Juni cr., abends 8 Uhr, bei Nümann, Mönchs Schneider Akademie Brunnenstraße 188: Oeffentl. Versammlung der Cementierer n. Berufsgen. b. Centralverbands d. Maurer Deutschl. 57/7 Tages Ordnung: 1. Die gewerkschaftliche Bewegung im 19. Jahrhundert. Referent: Kollege Silberschmidt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Verbandsangelegenheiten. Das Erscheinen sämtlicher Kollegen ist unbedingt nötig. Der Einberufer. Achtung, Schneider! Berlin W., Krausenstr. 71. Jeden 1, und 15. d. M. beginnen Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent Kollege Robert Fendel. 2. Diskussion. 3. Wahl zweier Beitragssammler, eines Schriftführers und des Bezirksleiters. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Stollegen. Es iſt Bflicht, daß ghr Mann für Mann erscheint, damit die Aemter nach den Wünschen der Kollegen besetzt werden. 13945 gut und träftig a Stüd 5 und 6 Pf. empfiehlt Freunden und Bekannten M. Könkow, Danzigerstr. 97. Gegen +++ Wanzen hilft Zünderhaufs wanzen- Berdie altbewährte Chemifer 1 90/3 nichtungs Genz ,, Furedol" ( gesetzl. gesch.). Erfolg garant., in Fl. a Achtung! Parkettbodenleger. Atung! 0,50, 1.00 1,50,3,001. 5,00%. Se Dienstag, den 12. Juni, abends 8 Uhr: Derlammlung im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- llfer 15. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über unsern Streit. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Drechsler!!! Vertrauensmänner- Versammlung Mittwoch, den 13. Juni, abends 8 Uhr: Often: bei Mühle, Koppenstr. 41. Norden: bei Neumann, Brunnenstr. 150. Südoften, Westen und Südwesten: bei Möhring, Admiralstraße Nr. 18c( Märkischer Hof"). Tages Ordnung: 1. Bericht der Obmänner. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Ausgabe der Urabstimmungszettel betreffs Extrabeiträge. Die Ortsverwaltung. Bäcker! Dienstag, den 12. Juni, nachm. 3½ Uhr: Große öffentl. Versammlung bei Keller, Koppenstraße 29. Tages Ordnung: [ 1403b Endgültige Abstimmung über Annahme der Einigungslalub vorschläge oder Streif. Toushed Zutritt nur mit Streitfonds- Karten. Mit Brudergruß Die Lohnkommission. Tapezierer! stäuber Echt nur bei Paul Sünderhauf& Co., Gr. Frankfurterstr. 89, ebenda sicherste Schutzund Radikal Mittel gegen Motten, Schwaben, Flöhe, Ameisen a 0,20 bis 1,00 M. Sonst nirgends. Teilzhlg. Zahn- Klinik Vr. beliebige Frau Olga Jacobson, Dent. 82/ 6*] Invalidenstr. 145. Chronische Leiden jeder Art ohne Berufsstörung. Institut Jost, Chausseestr. 117, 1. r. 9-3, 5-9, Sonntags 9-7. Arbeitern 20 Proz. Ermäßigung. Heilung+ aller Haut, Harn, Blasen. leiden ohne Berufsstörung. 31jährige Erfahrung. ElsasserHarder senior, Strasse 20. Sprechst. 9-1 u. 5-8, Sonnt. 9-2. 28/ 10* Natur- Heilverfahren. Haut, Harn- u. 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Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 15, zenden Ph. de Ruiter en Zoon, Sigarenfabrikanten, Culemborg( Holland) 300 fyne Sigaren franco per post door gansch 178/1 Die Verbandsleitung. Montag, den 11. Juni, abends 8% Uhr, im„ Schützenhaus" Duitschland. Kwaliteit excellent. Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen Mk. 6.00 Netto gewicht aan beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Linienstraße Nr. 5: Oeffentliche Versammlung aller Herren- und Knaben- Konfektions- Schneider. Tages Ordnung: 1. Veröffentlichung des Lohntariss und Beschlußfassung desselben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1424b] Die Lohnkommission. Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen. ( Filiale Berlin.) Dienstag, den 12. Juni, abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Große Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Statutenberatung und eventuell Stellung von Anträgen zu dem am 22. August stattfindenden Verbandstag zu Halle a. S. 2. Wahl von Dele gierten zum Verbandstage. 3. Verschiedenes. [ 162/9 Wir ersuchen die Mitglieder aller Branchen, in Aubetracht der wichtigen Tagesordnung pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe oder mit über 13wöchentlichem Rückstande kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Verband der Kürschner. Montag, den 11. Juni, abends 8% Uhr, Weinstr. 11: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Diskussion über: Wie gestalten wir in Zukunft unfre Agitation?" 2. Verschiedenes. Gäste ipillkommen. Achtung! " Maler. [ 93/10 Der Vorstand. Achtung! Laut Beschluß des Hauptvorstands ist die Filiale II aufgelöst worden. Wir machen nun diejenigen Mitglieder, die Vereinigungsmitglieder bleiben wollen, darauf aufmerksam, daß die Beiträge in den Zahlstellen der Filiale I zu entrichten sind. Diefelben befinden sich: ola). 124/18 0. Löwe und Borndorferstraßen- Ecke bei Wiedemann. S. Ritterstr. 123 bei Stra m m. Bahlstunden Montag u. Sonnabendabend von 8-9 Uhr. C. Alte Jakobftr. 69 bei enz. 0. Langestr. 102 bei elsch. SW. Nostizstr. 50 bei eß e W. Blumenthalstr. 5 bei Behrend. NW. Havelbergerstr. 37 bei Perschte. Proefkistjes van 100 stuks tabak 2 kilo per honderd. te betalen tol circa 5 Mark per 300 stuks. Montag, den 11. Juni, abends 8½½ Uhr: Marker Mitglieder- Versammlung NB. Duidelyke opgave van dres verzockt. 1083b im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Theodor Metzner über: Die Sittlichkeit Eine Million! der heutigen Gesellschaft. Diskussion. Gewerkschaftliches. 82/20 Der Vorstand. Zu dem am 7. Juli im Schweizer Garten( am Königsthor) stattBanzen gene fucked grunt hier findenden Stiftungsfefſt ſind Billets beim Kaſſierer und in den Zahlſtellen ohne Gnade mitsamt Brut sofort gründlich beseitigt mein Wanzenfluid in Fl. 50 Pf. und 1 Mt. Sprizapparat 50. mitsamt der Brut schnell Schwaben u. für immer beseitigt mein Schwabentod, 50 Pf. u. 1 Mt. per Dose. Radikaler Erfolg garantiert nur direkt beim Erfinder Georg Pohl, Drogerie Berlin, Brunnenstraße 157. 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Bericht der Statutenkommission. 2. Wahl des Delegierten zum Großes Lager. Verbandstag. 3. Anträge zum Verbandstag. 4. Verbandsangelegenheiten Bestes Fabrikat, und Verschiedenes. billigste Preise. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitglieds, Schutzvorrichtung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich Ideal" verhind. zu der oben angegebenen Zeit eröffnet. das Herausfallen Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt. der Kinder, 3,50. 42/4] Die Ortsverwaltung. Versand. n. Außerh. ab Fabrit. Musterb. Bahlstunden Montag, Mitavoch- u. Freitagabend von 8-0 Uhr: gratis. Teilzahl. nur in Berlin u. Zähne 2 M. Vororten gestattet. Woche 1 M. F. Bergmann& Sohn Andreasitr. 53, part. u. I. Etage. Aeltestes Geschäft Berlins, Amt VIIa, Nr. 7228. Zähne 2 M. Reelle Garantie. Teilzahlung. Plomben 1 M. Zahnziehen völlig schmerzlos. Sprechz. 8-8, Sonntag 8-4. R. Lange, Blumenstraße 25, Ede Martusstraße. Zum Laubenbau! 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J. energischen Schußes gegen ein derartiges unerhörtes Verfahren und Groll gegen ihn aus dem Leben zu scheiden und übergegen den Reichstag 3: Abgeordneten Dr. Lieber be- deshalb beantrage er gegen den Angeklagten ein Jahr Ge- zeugt zu sein, daß auch er keinen Groll gegen mich habe gangen wurde, gelangte gestern vor der zweiten Straffanmer des fanguis. und völlig unbeteiligt an dem Vorgehen des Angeklagten Landgerichts I zum Abschluß, nachdem der Angeklagte bereits zweiDer Angeklagte stellte noch eine Reihe von Beweisanträgen, um Brandt sei. Ich ersuchte darauf den Hausgeistlichen, dem mal eine Bertagung erzielt hatte. Zum gestrigen Termin war der eventuell eine mildere Strafe zu erzielen. Unter andrem verlangte Dr. Sternberg zu schreiben, daß ich ohne Groll gegen Abg. Dr. Lieber persönlich erschienen. Er gab folgende Schilde er die Vorladung des Dr. Sternberg und deffen Ehefrau, die ihn scheide, da ich nie geglaubt habe, daß er rung des Vorfalls: Als er an dem genannten Tag das Reichstags- Mitteilungen über eine zwischen dem Dr. Sternberg und dem Beicht wahnwvizigen Attentat des Angeklagten beteiligt sei. Nachher hat Gebäude betreten wollte und im Begriff gewesen sei, das Portal zu bater des Dr. Lieber geführte Korrespondenz machen könnten, Dr. Sternberg noch zweimal an mich geschrieben und die Hoffnung öffnen, sei ihm von dem ihm bis dahin völlig unbekannten ferner des Hauptmanus Georg v. Forell, der dem Angeklagten die ausgesprochen, daß die schwere Prüfung, die ich durchgemacht, mich Angeklagten der Weg vertreten worden. Er habe sich vorbei Führung der Affaire Sternberg übertragen habe. Der frühere Justiz- weicher in der ganzen Angelegenheit gestimmt haben würde. Ich drängen wollen, der Angeklagte habe aber, dicht vor ihn tretend, minister Dr. b. Schelling sollte vorgeladen werden, um zu be- freue mich, darauf nicht geantwortet zu haben, nachdem ich jetzt sche, gejagt:" Ich bin gekommen, um Sie wegen des Falls Sternfunden, daß er sich f. 3. vom Dr. Sternberg beleidigt gefühlt und deswegen, wie folche Dinge ausgebeutet werden. Der Angeklagte behauptete, berg zur Rechenschaft zu ziehen." Der Zeuge habe umivillig ge- anstatt ein Strafverfahren gegen ihn einzuleiten, zu dem Ent- es handle sich nicht um den Hausgeistlichen der Grauen Schwestern, murmelt:„ Ach was, Rechtfertigung, ich habe keine Zeit!". Dabei mündigungs- Verfahren gegriffen habe. Nachdem die Entmündigung sondern um den Beichtvater des Dr. Lieber in seiner Heimat. habe er eine Handbewegung gemacht, um den Angeklagten beiseite ausgesprochen worden war, habe der Justizminister von Schelling Dr. Lieber erwiderte, er habe in der Heimat gar keinen Beichtzu schieben. Dieser habe aber in die Brusttasche gegriffen und der durch Vermittelung des Charitecpredigers Enzian versucht, den vater, sondern gebe nach Mainz zur Beichte und niemand in seiner Zeuge habe den Gedanken gehabt nun tommt er mit einem Dr. Sternberg zu veranlassen, von der Anfechtungsklage Abstand zu Heimat tenne seinen Beichtvater. Messer oder einem Schießeisen hervor". Es sei aber eine nehmen. Der jetzige Justizminister Dr. Schönstedt sollte bekunden, Der Gerichtshof unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Käller Hundepeitsche gewesen, die der Angeklagte mit den Worten daß vor zwei Jahren das Herrenhaus- Mitglied Frhr. v. Durand lehnte sämtliche Beweisanträge als völlig unerheblich ab, erkannte zum Vorschein gebracht:" Dem Meineidshelfer der preußischen Re- in einer Audienz dem Minister Vortrag über die Affaire nach dem Antrage des Staatsanwalts auf ein Jahr Ge gierung die Hundepeitsche, Ihnen und dem ganzen Reichstag!" Dr. Sternberg gehalten und daß dabei der Minister die Ab- fängnis wegen wörtlicher und thätlicher Beleidigung des Der Angeklagte habe die erhobene Peitsche ein oder zweimal nieder- lehnung der Wiederaufhebung der Entmündigung seitens des Dr. Lieber und sprach dem letzteren auch die Publikationsbefugnis fallen lassen, der Zeuge aber nicht die Empfindung gehabt, als ob Charlottenburger Gerichts als ungerechtfertigt bezeichnet habe. zu. Der Angeklagte wurde in Haft genommen. er geschlagen würde. Bei der Abwehrbewegung sei der Beuge mit Aehnliches sollte der Kultusminister Dr. Bosse bezengen. Weiter Die hohe Bestrafung des Brandt wird das peinlichste Aufsehen der linken Hand in Berührung mit dem Etiel der Peitsche ge- beantragte der Angeklagte die Vorladung des Prof. Dr. Eulen erregen. Das ganze Auftreten des jungen Mannes drängte zu dem kommen, der Daumen sei etwas schmerzhaft gewesen. Er habe burg, des Prof. Arndt in Greifswald, des Frhrn. v. Durand, Schluß, daß man es in ihm mit einem zum mindeſten exaltierten weiter teine schmerzhafte Empfindung gehabt, auch nicht das Gefühl, des Hofpredigers Stöder und des Rechtsanwalts Nich. Berg, Menschen zu thun habe. Und selbst bei Aufrechterhaltung der daß er geschlagen wurde. Dies möge wohl infolge der hohen welch letzterer bekunden sollte, daß er mit Recht den§ 53( Notwehr) Meinung des Gerichtshofs, daß Brandt geistig in jeder Beziehung feelischen Erregung nicht geschehen sein, nicht geschehen sein, denn die dem für sich geltend machen könne. zurechnungsfähig sei, muß die harte Sühne eines doch immerhin Zeugen widerfahrene Behandlung möge wohl die schwerste Der Staatsanwalt beantragte, die sämtlichen Anträge als völlig nicht unedlen Motiven entsprungenen Unfugs in hohem Grad Beleidigung sein, die ein deutscher Reichstagsbefremden. Abgeordneter auf deutschem Boden erfahren könne. Richtig Reichstags- belanglos abzulehnen. Dr. Lieber nahm nochmals das Wort, um auf den angeblichen sei es, daß der Stabsarzt Dr. Sternberg sich an den Zeugen ge- Briefwechsel Dr. Sternbergs und seinem angeblichen Beichtvater wendet und daß dieser ihm versprochen habe, dafür zu sorgen, daß zurückzukommen. Er erklärte in dieser Beziehung: Ich lag auf den dessen Angelegenheit im Parlament fachlich erledigt werde. Der Tod krant, man erwartete in jedem Augenblick mein Ableben. Zeuge habe auch mit zwei juristischen Autoritäten seiner Partei Da erschien eines Tags der Hausgeistliche der Grauen Rücksprache genommen, die Sternbergsche Angelegenheit auch sowohl in den Kommissionen des Abgeordnetenhauses wie des Reichstags zur Erörterung gebracht, aber eingesehen, daß die Sache aussichtslos fei. Dies habe er dem Dr. Sternberg angezeigt. Der Angeklagte gab zu, daß der Zeuge Dr. Lieber den Sachberhalt der Wahrheit gemäß geschildert habe. Er bestreite aber, daß er den Zeugen förperlich habe mißhandeln wollen, es sei ihm nur darum zu thun gewesen, ihn durch Berührung mit der Hundepeitsche symbolisch zu schlagen und ihn thätlich zu beleidigen. Er sei nun einmal der festen Ueberzeugung, daß dem Dr. Sternberg durch seine Entmündigung ein schweres Unrecht geschehen sei und er habe durch seine That nur erzwingen wollen, daß ein gerichtliches Verfahren gegen ihn eingeleitet werde, wodurch er Gelegenheit fände, die Sache Sternberg von neuem aufzurollen. Zwei von dem Angeklagten geladene Zeugen, Buchhändler Teistler und Oberlieutenant Raschte, vermochten nur zu bekunden, daß der Angeklagte sie vorher von seinem Vorhaben unterrichtet und dabei betont habe, daß er nur eine symbolische Züchtigung ausführen wolle. Theater. Sonntag, den 10. Juni. Freie Volksbühne. Carl WeißTheater. 6. Abteilung( grüne Karten). Abschied vom Regiment. Frißchen. Abschiedssouper. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. Der Mikado. An fang 8 Uhr. Montag: Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Faust.( 1. Teil.) Anfang 7 Uhr. Montag: Egmont. 1940 Schiller Theater ( Walluer Theater). Sonntag, abends 8 Uhr: Komödie in 3 Aften von May Dreyer. In Behandlung. Montag, abends 8 Uhr: Freudlose Liebe. Hierauf: Die Schulreiterin. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Orientreise. Neues Opern Theater( Kroll): Central Theater Die Tochter des Erasmus. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Der Biberpelz. Leffing. Daisy( A runaway girl). Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner. Berlin bei Nacht. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nejidenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Das Stiftungsfest. Anfang 712 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. 23esten. Die Puppe. 72 Uhr. Anfang 8 1hr. Sensationeller Lacherfolg! Königl. Opernhaus Wochen: Sonntag Spielplan. 10. ( Wohlthätigkeitsvorstellung) Der Mikado Montag 11. Dienstag 12. Die Zauberflöte Mignon Faust Egmont Die Tochter des Erasmus Königl. Schauspielh. Deutsches Theater Schiller: Theater Wetter Prognose für Sonntag, den 10. Juni 1900. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, aber noch veränderlich mit leichter Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Mittwoch 13. Der Freischüz Letzte Vorstellung vor den Ferien Winter: märchen D. Probekandidat Der Biberpelz D. Probekandidat John Gabriel Bortmann Die Orientreise| Die Orientreise Donnerstag 14. Freitag 15. Fremdlinge Im Elternhaus Geschlossen Die Weber Sonnabend Sonntag 16. 17. Fremdlinge Im Elternhaus Jugend bon heute Der Biberpelz D. Probekandidat Nachm: Fuhrmann Henschel Die Die Der Freischüt beiden Schützen beiden Schützen Leffing- Theater. Alle Abende: Daisy. D. Probekandidat Morwitz- Oper Freudlose Liebe In Behandlung Amelia oder Die Schulreiferin Der Maskenball Nenes Königliches Opern Theater. Diesen Sonntag: Die Tochter des Erasmus. Berliner Theater. Alle Abende: Berlin bei Nacht. Nächsten Sonnabendabend: Die deutschen Kleinstädter, von Kotzebue Residenz Theater. Alle Victoria Theater. Sonntag und Montagabend: Minna von Barnhelm. Abende: Die Dame von Marim. Theater des Westens. Alle Abende: Die Puppe. Central Theater. Alle Abende: Berlin nach Elf. Carl Weiß- Theater. Alle Abende: Am Spieltisch des Lebens. Bellcalliance: Theater. Alle Abende: Bis ans Ende der Welt. Urania. Alle Abende: Von den Alpen zum Vesuv.- Apollo Theater. Alle Abende: Venus auf Erden. Metropol Theater. Alle Abende: Der Zauberer vom Nil. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Am Spieltisch des Lebens. Anfang 72 Uhr. Jm Garten: Neues Juni- Programm. Auftreten fämtlicher Specialitäten. 25 toloffale Nummeru. Theater u. Konzert.- Anfang 4 Uhr. V Urania Metropol- Theater. Deutsche Konzerthallen 99 Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv". Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Apollo- Theater. Tag Sternwarte. 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Bon jetzt ab fteht dieses Inserat nur Donnerstags und Sonntags im„ Vorwärts". Alhambra Achtung! Wallnertheater- Strasse 15 Köpenick. Atung! Jeben Sonntag und Donnerstag: Gr. Extra- Ball bei doppelt besetztem +85 A. Zameitat. Am Sonntag, den 8. Juli cr., feiert der Arbeiter. großen Orchester. Anfang 5 Uhr Gefangverein ,, Morgenroth II" in Köpenick sein 10. Stiftungsfest im Lokal des Herrn A. Klein zu Köpenick. Burleste von Ostar Wagner. Musik o ist der schönste Garten? In Sämtliche Vereine des Bundes find hiermit nochmals er: Das Komitee, Vereinslokal: Köpenick, Schönerlinderstraße bei Stippekohl. NB. Jm großen Chor foll aufgeführt werden: " Vorwärts"," Festgesang" und ,, Freiheit". von Frit Krauſe.( 4859 Rixdorfs Vereinsbrauerei! gebenft eingeladen. *** Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. 40552*] C. F. Walter. Frel- Konzerte, Kaffeeküche, Kegelbahnen 2c. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 10. Juni 1900. supi- Dritte Generalversammlung des Centralvercins der deutschen Former u. Berufsgenossen. Hamburg, 9. Juni 1900. Sechster Verhandlungstag. Versammlungen. wurde Reichstagsabgeordneter Schwartz Lübeck, zum 2. Vor- den Arbeiterversicherungs- Gefeßen und allen ähnlichen fizenden Mün sner Lübeck und zum Sekretär Bremer die Arbeiter als Klasse oder Branche intereffirenden Fragen Lübeck gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wählt die Bahl- Stellung zu nehmen, wobei allerdings die Stellungnahme der politi stelle Lübeck. Das Gehalt des zweiten Vorsitzenden und des schen Parteien nicht immer ganz unerörtert bleiben kann. Eine Sekretärs, das bisher 1560 m. pro Jahr betrug, wurde auf 1820 M. ganze Anzahl Berufe sind unter den gegebenen Verhältnissen erhöht. Dem ersten Vorsitzenden Schwarz, der bisher die Stassen geradezu gezwungen sich geschäfte ohne Entschädigung und Mankogeld geführt hat, wurde ein zu beschäftigen, weil sie nicht durch die gewerkschaftliche BeDer Rest der zur Statutenberatung gestellten Anträge jährliches Mankogeld von 100 m. bewilligt. Der Redacteur des wegung allein, sondern erst durch Maßnahmen der Gesetzgebung in gelangt mit unwesentlichen Modifikationen zur Annahme. Die gestern Fachorgans„ Glück auf!" wurde in seinen Gehaltsbezügen mit den den Stand gesetzt werden, ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern. im Princip beschlossene Arbeitslosen Unterstügung wurde befoldeten Beamten gleichgestellt. Nach Entgegennahme des Berichts Wohl kann man den bisher gegnerischen Arbeiterorganisationen, die auf 1 M. pro Tag( wöchentlich 6 M.) mit der Maßgabe festgesezt, der Beschwerdekommission wurde die Generalversammlung furz nach sich uns anschließen wollen, dadurch entgegenkommen, daß nicht bei daß die Gesamthöhe derfelben 40 M. nicht übersteigen darf. Das 12 Uhr mittags nach sechstägiger Dauer mit einem Hoch auf den jeder Gelegenheit und ohne Grund hochpolitische, religiöse und Streit Reglement wird wie folgt abgeändert: Die Unter- Centralverein geschlossen. socialdemokratische Thematas in den Gewerkschaftsversammlungen ftigung beträgt pro Woche 14 M.( bisher 12 M.), außerdem diskutiert werden, dazu sind die Wahlvereine beziv. öffentlichen Verfür jedes Kind 1 M. Die Unterstützung beginnt nach fammlungen vorhanden, aber von der bisher gepflegten sogenannten siebentägiger Dauer der Arbeitseinstellung und wird am Klassen oder Arbeiterpolitit lassen wir uns nicht abSchlusse der ersten Woche bezahlt. Anspruch auf Unter drängen. Jedenfalls werden die Gewerkschaften jedem Versuch, sie stügung haben nur diejenigen Mitglieder, die 52 Wochen( bisher 26) etwa gar in Gegensatz zu der socialdemokratischen Partei zu dent Verein angehören. Der Streit gilt nur dann als beschlossen, ftellen, mit aller Entschiedenheit entgegentreten. E3 ist wenn in einer Mitgliederversammlung des betreffenden Orts vier Der Centralverband der Maurer Deutschlands hielt am in der Hauptsache nur eine Frage des Tattes für die Gewerkschaften, Fünftel der Mitglieder sich in geheimer Abstimmung für denselben Freitag eine Generalversammlung im Gewerkschaftshaus ab, in der daß in Zukunft noch mehr, als es bisher schon geschehen ist, auf entscheiden. Umzugskosten werden gewährt: 1. Wenn ein Genosse H. Pösch über die Stellung der Gewert- politisch und religiös Andersdenkende eine gewisse dicficht geübt Mitglied mindestens 52 Wochen ununterbrochen dem Verein angehört, fchaftsbewegung zur Bolitit referierte. Nachdem er die und auch diesen gegenüber tolerant verfahren wird. 2. wenn das Gesuch von der Ortsverwaltung resp. dem Vertrauens Notwendigkeit der Gewerkschaftsorganisation überhaupt betont hatte, Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine längere mann befürwortet wird, 3. wenn der Orts resp. Wohnungswechsel behandelte der Referent die Frage, ob die Gewerkschaftsorganisation Diskussion, an der sich wnd, Gröppler, Winzler und andre mindestens 10 Kilometer beträgt. Die Höhe der Unterstützung allein im stande ist, den Forderungen der Arbeiterklasse nach jeder im Sinne des Referats beteiligten und in der der Vorsitzende darf 40 m. nicht überschreiten. Hat das Mitglied vorher Richtung hin die Anerkennung zu verschaffen. Er wies dabei Panser gegen die auf dem Kongreß der lokalorganisierten Gewerk Reise oder Arbeitslosen Unterstützung bezogen, so kommt darauf hin, daß die Gewerkschaften im Auslande, ins- fchaften und in der Keßlerschen Broschüre aufgestellten bekannten der erhaltene Betrag auf die 40 M. in Anrechnung. Mitgliedern, besondere die englischen durchaus nicht unpolitisch sind, wie Behauptungen über die Centralverbände polemisterte und sie als welche freiwillig ihren Arbeits- oder Wohnungsort wechseln, wird vielfach behauptet wird, und daß in Deutschland sowohl völlig unzutreffend bezeichnete. Kaufmann Maaß, der in der feine Unterſtügung gewährt. Der Hauptvorstand wurde beauftragt, die Hirsch- Dunderschen als auch die sogenannten christlichen, und Diskussion darauf hinwies, daß die gegnerischen Handlungsein Buch über die Geschichte des Formerberufs herauszugeben. zwar ob sie fich evangelisch oder katholisch nennen, sehr stark Politit gehilfen- Verbände ein Zusammengehen mit der socialdemokratischen Der zurückgestellte Punkt 7 der Tagesordnung:„ A gitation" ver- und sogar Parteipolitit betreiben, jebenfalls aber keineswegs neutral Organisation sogar in einer wichtigen Berufsangelegenheit ablehnten, iftsachte eine lebhafte Debatte. Einige Delegierte vertraten die bezi. paritätisch sind. Sumeist sind diese Gewerkschaften auch nur gab der Meiming Ausdruck, daß eine Fusion mit den gegnerischen Ansicht, daß es im Interesse einer geregelten und planmäßigen zu dem ausgesprochenen Zweck gegründet, die freien Gewerkschaften Organisationen noch lange nicht zu erwarten sei, daß die Frage der Agitation zweckmäßig wäre, befoldete Vertrauensleute anzustellen, lahm zu legen, die Arbeiter der Socialdemokrate abzuwenden und sie neutralen Gewerkschaften nicht von großer Bedeutung und wesentlich welche distriktsweise die Agitation für den Verein zu bewerkstelligen andren Parten oder auch dem Unternehmertum dienstbar zu machen. erst veranlaßt worden ist durch die völlig unqualificierbare Schreibhätten. chart Lübed bemerkte hierzu, daß die Hauptkaffe, welche Thatsache ist auch, daß die Neigung der fortgeschrittenen und einsichts- weise des Buchdruckerorgans. durch die gefaßten Beschlüsse start belastet werde, diese Kosten nicht vollen Elemente in den christlichen Gewerkschaften, eine Annäherung Auf Antrag der Verbandsleitung beschloß die Versammlung, daß tragen könnte. Wolle ntan fich befoldete Vertrauensleute an die freien Gewerkschaften herbeizuführen, bekämpft wird. Dieser im Juli die Sammelfarten zwecks Abstempelung eingezogen schaffen, so müßte dies auf Kosten der betreffenden Distritte geschehen. neuen Richtung innerhalb der„ chriftlichen" Gewerkschaftsbewegung, werden sollen. Jedoch sollen nur die Karten von denjenigen Folgender Antrag fand Annahme:" Die Besoldung des Vertrauens die sich mehr und mehr von den Kaplänen losfagt und auf eigne Füße Mitgliedern mit dem Stempel versehen werden, welche bis dahin manns für Rheinland- Westfalen seitens der Hauptkasse ist mit Rüd- ftellt, die auch von den Unternehmern angefeindet wird, deren die Verbandsbeiträge mindestens bis Ende Mai bezahlt haben. auch mehr von den ficht auf die andren Bezirke nicht thunlich, dagegen empfiehlt die Führer gemaßregelt werden, sollten die freien Gewerkschaften wohl Ueberhaupt sollen die Baudeputierten auf die pünktliche Regelung Generalversammlung den rheinisch- westfälischen Kollegen die Befol- Entgegenkommen zeigen. Aber so wie die andern haben auch die der Verbandsbeiträge achten. Außerdem wurde nach längerer dung ihres Vertrauensmanns aus den den Zahlstellen zur Verfügung freien Gewerkschaften teine Ursache, jedwede Politit zu meiden. Diskussion beschlossen, das Bureau der Verbandsleitung nach dem stehenden Mitteln zu bestreiten." Als Siz des Vorstands wurde Wenn auch nicht die hohe Politit, wie Militär, Flotte, Steuer- Gewerkschaftshause zu verlegen. Nachdem noch bekannt gegeben, Lübeck, als Siz des Ausschusses Hamburg, als Sitz der fragen usw., in den Gewerkschafts- Versammlungen behandelt werden daß an den bekannten Stellen Billets zur Treptower Sternwarte Preßkommission Mannheim und als Erscheinungsort des Fach- foll, so wird es aber immer notwendig fein, zu den socialpolitischen zur Verfügung stehen und zum Vertrieb derselben aufgefordert organs Glück auf!" Hamburg bestimmt. Zum 1. Vorsigenden Fragen, vor allen Dingen zum gefeglichen Arbeiterschus, zu worden war, erfolgte der Schluß der Versammlung. " Von heute ab bleiben unsre Geschäftsräume, mit Ausnahme des Sonnabends bis 9 Uhr abends geöffnet. Waren- Kaufhaus Stralsunderstr. 33. Gebrüder Gebrüder Ritterband Schönheit der Zähne ist eine Zierde. !! Achtung!! 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