mit Bur rnad tben ipien ichen ein Die Sunit der llege ezw. purch lärte den. erden purch ffion e be efür 72 92 79 09 09 042 68 212 E GENER 2 CASH 173 60 104 97 104 625 67 25 606 19 99 45 138 28 47 11 517 175 62 310 35 111 44 29 56 97 87 98 26 44 98 157 649 $ 28 63 73 96 107 518 374 23 45 44 001 22 65 99 43 82 73 66 05 001 86 563 38 62 884 65 001 08 80 55 56 211 26 201 55 60 68 78 56 83 86 001 63 32 73 87 62 87 10 53 28 47 00 89 55 68 E 493 ON BERLIN 91 32 98 31 97 52 28 Nr. 25. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Auch- Arbeiter. Freitag, den 30. Januar 1891. warnen, der Bourgeois, sagen wir, schaut zu allen Knopflöchern heraus. Und wenn es auch nicht der Pferdefuß Die Richter und Paulsen haben einen Bundes- ist, der zum Vorschein kommt, so doch die angeborene, genossen, der gleich ihnen das Kreuz genommen hat, um nicht zu beseitigende Eselsnatur. Ein Hundsfott, der mehr die verhaßte Sozialdemokratie aufs Haupt zu schlagen. giebt, als er hat. Wer keine Teufeleien auszuüben verEs ist die altbekannte Gestalt, die jedesmal aus der mag, muß sich mit Eseleien begnügen. Versenkung aufsteigt, wenn die bürgerlichen Parteien den Vor uns liegt eine Broschüre, die kurz vor dem Fall Säbel zum geistigen Kampfe wider die Arbeiterbewegung des Ausnahmegesetzes als Waffe gegen die Arbeiterwetzen, die stereotype Possenfigur, die die bei dieser bewegung in der sozialistengesetzlosen Zeit fabrizirt worden Harlekinade nicht fehlen darf, der sagenhafte Auch ist. Sie heißt:„ Der deutsche Arbeiter und die SozialArbeiter. demokratie. Mahnruf eines deutschen Arbeiters an seine Wer erinnert sich nicht dieses würdigen Herrn, den Genossen. Von Georg Hansen, Kiel, Berlin W. Druck Ein die Bourgeoispresse erscheinen läßt, um kopfschüttelnd und von Paß und Garleb, Potsdamerstraße 110." abwehrend dem glücklichen Berichterstatter des Kapitalisten- Verleger ist nicht angegeben, dafür trägt das Schriftchen blattes die Loyalität seiner Gesinnung und die Schänd- den löblichen Sinnspruch:" Prüfet alles und das Beste lichkeit der von den Arbeitergroschen sich mästenden behaltet." Agitatoren zu bezeugen. Braucht es erst gesagt zu werden, daß dieser Hansen Da ist eine Arbeiterversammlung gewesen, deren Ver- auch- Arbeiter ist? Versteht es sich nicht von selbst, lauf, deren Beschlüsse den Besitzenden unangenehm sind. daß er die Arbeiter, welche noch nicht ganz von den Flugs weiß der Reporter oder der Leitartikler des bürger- Netzen der Sozialdemokratie umgarnt find", retten will? lichen Blattes von dem wackeren Graufopf zu melden mit Ist es nicht einleuchtend, daß das Büchlein auf Bestellung dem zerschliffenen Kittel, der schwieligen Faust, welcher gearbeitet ist von diesem Auch- Arbeiter? das Meeting entrüstet mitmacht und die Schmerzen seiner Nichts kennzeichnet den Hansen und seine Auftragzottigen Männerbruſt dem mitfühlenden Zeilenschinder an- geber besser, als die Anführung einiger Stellen aus der Broschüre. vertraut. Oder in einem konservativen oder sonstigen KartellKonventitel weiß der Herr Kommerzienrath oder Fabrikant von dem alten Arbeiter zu erzählen, der sich mit tiefem, sittlichem Zorn über die infamen Streits ausge sprochen hat. Und wenn das Glück gut ist, steht vielleicht ein leibhaftiges Exemplar solch eines Biedermannes eines Tages auf der Rednerbühne, um für die Herren zu predigen und die Arbeiterbewegung in den Staub zu ziehen. Freilich, zieht man dem Guten das Löwenfell ab, das er sich mit rührender Ungeschicklichkeit umgeworfen, so kommt der Werkführer, der Unterausbeuter, der Schwißzmeister oder irgend eine arme verkaufte Seele zu Tage. Das Letzte aber ist der beste Fall. In der Regel ist der Auch- Arbeiter ein Gespenst, das die kapitalistischen Geisterbeschwörer nach Bedarf zu beschwören verstehen, es ist ihr Geschöpf, ihr Machwerk, sie selbst sind es in leicht zu durchschauender Verhüllung. Der Am spaßhaftesten wirkt diejenige Spielart dieser int Dienste des Geldsacks von Zeit zu Zeit auf die öffentliche Schaubühne zitirten trockenen Tapse, welche die komische Literatur durch ihre Schreibthätigkeit bereichern. Bourgeois, mag's mun ein Pfaff oder ein strebsamer Bruder Studio, ein Literat oder ein dilettirender Unternehmer sein, der die Maske des Arbeiters vorsteckt, um „ seine Kollegen" vor den bösen Sozialdemokraten zu Feuillefon. Nachbruc verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 23 sich mit einer seiner Kousinen verlobt. Plöhlich war es aus: Kristian Thorseng hatte Man hört heutzutage gar viel über die Konkurrenz der Frauen und Kinderarbeit flagen. Das ist zwar schlimm genug für den Arbeiter, denn viele Fabrikanten beschäftigen in ihren Etablissements fast ausschließlich Frauen und Kinder, weil sie dadurch billigere Arbeitskräfte gewinnen: Denn", so entschuldigen sie sich, ohne die billige Frauen- und Kinderarbeit sind wir gar nicht konkurrenzfähig". Diesem gegenüber könnte man ebenso gut behaupten:" Eine Fabrik, die nur durch Frauen- und Kinderarbeit konkurrenzfähig wird, ist garnicht existenzberechtigt. Warum fann man nicht den Preis der Waaren so hoch stellen, daß dieselben auch für den Arbeiter einen genügenden Lohn abwerfen?" Wie jedes Ding, so hat auch die Frauen- und Kinderarbeit seine zwei Seiten. Warum arbeiten doch eigentlich so viele Frauen und Kinder in den Fabriken? Doch wahrscheinlich nicht zum Vergnügen oder Zeitvertreib! Wie, wenn der Mann, der eigentliche Ernährer der Familie, krank oder gar gestorben ist? oder wenn die Familie so zahlreich ist, daß der Mann sie nicht allein ernähren kann? Kann man es in solchen Fällen den Frauen und Kindern verübeln, wenn sie auch suchen, sich ihren Unterhalt zu verdienen, und wo wäre dieses leichter als in Fabriken? Wenn nun aber gar der Mann ein Faulenzer und Herumtreiber ist, der das Wenige, welches er hin und wieder verdient, noch obendrein versäuft, ist da nicht die Frau zu loben, wenn sie durch ihren und ihrer Kinder Fleiß sucht wieder gut zu machen, was der Mann verdirbt? Aus diesem erhellt wohl zur Genüge, daß die Frauen und Kinderarbeit ihre Berechtigung hat und schwerlich aus der Welt zu schaffen sein wird." " Aus diesem erhellt wohl zur Genüge", weß Geistes Kind der Bursche ist, der dieses Pamphlet geschrieben hat. nun an wollte sie der Welt gänzlich entsagen. Nur an Gott wollte sie denken. Er war der einzige, der einzige, der nie mals trog. Expedition: Beuth- Straße 3. Die Gewerkschafts- Organisation ist diesem Arbeiter" natürlich ein Greuel. Er phantasirt darüber wie folgt: " Die erste Forderung, welche diese sozialdemokratischen Hetzer aufstellen, ist die Gründung eines Verbandes, um durch Diesen den Lohn der Arbeiter zu verbessern und sich gegen feitig in Streifzeiten zu unterstützen. Nun muß jedes Mitglied wöchentlich seinen Verbandsbeitrag leisten; die so gewonnenen Gelder fließen in die Zentralfaffe Daß bei solchen Vertrauensdufeleien viel Schwindel passirt, liegt auf der Hand. Mir sind Fälle bekannt, bei welchen die Streifenden nicht den vierten Theil von dem bekommen haben, was ihnen anfänglich versprochen worden war, aber die Herren vom Vorstand saßen tagaus, tagein, so lange der Streit anhielt, im sogenannten Vereinslokal und vertrieben sich ihre kostbare Zeit mit Kartenspiel, da das aber doch zu trocken wurde, so mußten die Herren Schnaps und Bier trinken, das Trinken allein macht es aber auch nicht, schließlich verlangt doch der Magen auch mal etwas Festes; wer kann es da den Herren verdenken, wenn sie sich auch etwas Schönes auftischen ließen. Das wäre ja ganz schön und gut, und den Herren wohl zu gönnen, wenn ihr Appetit gut gewesen. Ich habe mich aber gefragt: Wer foll es bezahlen? Ich habe es nicht gethan, auch nicht solches von andern gehört, wohl aber gehört, daß die meisten der Herren vor Ausbruch des Streits wenig oder gar tein Erspartes hatten. Die Beantwortung meiner Frage kann ich ruhig jedem Denkenden überlassen, ich will nur bemerken, daß die Streifenden wöchentlich 3 bis 5 Mark Unterstützung erhielten. Noch sonderbarer und räthselhafter wird es sich anhören, wenn ich sage: Es sind Fälle vorgekommen, daß einzelne Herren, ich denke an solche Vorstandsmitglieder, erst nach einem mißlungenen Streit auf einen grünen Zweig gekommen sind. Niedlich ist die Schilderung der„ Agitatoren": Die meisten Agitatoren waren früher einfache Arbeiter wie wir, nicht besser und nicht schlechter. Aber was sind sie jett? Feine Leute, die den ganzen Tag im Wirthshaus oder auf der Straße herumbummeln, fein gekleidet sind, eine goldene Uhr mit dito Kette in der Westentasche tragen, womöglich noch allerlei Ringe an den Fingern haben. Wovon leben denn diese Leute? fragst Du! Von dem Gelde der armen hungernden und unterdrückten Arbeiter, die nach ihrer Aussage nicht das nöthige Geld haben, um ihre Lebensmittel zu kaufen!" Und gewiß unter dem Eindruck der Szenen im„, Englischen Buffet" unter den Linden, wo Graf Kleist und andere Boyerkarle" ihre edle Gesinnung bethätigten, schrieb unser Hansen die Worte: " ,, Seht Guch doch einmal die Helden aller Straßenskandale an!" Sind es nicht immer junge Leute von 18 bis höchstens 22 Jahren, die zuerst durch unmäßigen Genuß von Spirituosen unzurechnungsfähig gemacht, dann durch Brand- und Lügenreden aufgestachelt, nicht zurückschrecken, sich am Besitz und Leben des Nächsten zu vergreifen, sondern sich immer mehr in ihre blinde Wuth hineintoben?! Verstehst Du nun auch, lieber Leser, warum die Sozialdemokraten gerade das allgemeine Wahlrecht vom zwanzigsten Jahre an fordern?" Und wie tiefsinnig ist seine Geschichtsphilosophie! ,, Als im Jahre 1792 die große französische evolution einen vorwiegend sozialdemokratischen(!) Charakter annahm, gelangten die sogenannten Schreckensmänner Danton, Robes pierre und Marat zur Herrschaft. Diese Drei waren keine Menschen, sondern Bluthunde oder Teufel in Menschengestalt. um den Geist des Gebetes. Und wenn in ihrem Gebete nicht die richtige Wärme war, so suchte sie Hilfe, indem sie an den Pastor dachte.-Der Konfirmationstag erschien. Sie folgte des Pastors Rath und versuchte zu beten. Das half. Denkt Euch, wie gemüthlich mußte Kaplan Hold Das Konfirmationskleid hatte so viel Mühe gekostet, es nicht haben, droben in seinem kleinen weißen Haus, daß Fanny darüber fast wieder weltlich geworden wäre. rings umgeben von Bäumen, gleich neben der Kirche! Am Konfirmationsmorgen selbst mußte der liebe Gott ihr Wie friedlich und hübsch, fern vom Lärm der Welt, auch allerlei verzeihen; eine ganze Weile beschäftigte sie nur allein mit Gott und seinen Blumen! Möchte doch wissen, das Ankleiden. warum er nicht verheirathet war? Vielleicht daß die, welche Es war so fürchterlich, fürchterlich luftig; es zappelte Fanny versuchte sich zu trösten. Pah; einen Mann wie er liebte, ihn getäuscht hatte? Armer Hold, armer Holck; und zuckte in ihrem ganzen Körper; sie konnte kaum still Kristian friegte sie immer noch. Außerdem wollte sie gar- möglicherweise war er auch deshalb so betrübt, ja stehen; sie wollte nur hüpfen, tanzen, lachen: denkt Euch, nicht heirathen. Die Kunſt ſollte ihr Bräutigam sein. Wenn natürlich deshalb! Aber das konnte kein solcher Gegenstand heute war sie erwachsen und eine Dame! Mit den alten, ekelhaften Kleiderfetzen legte sie ihr ganzes er gekommen wäre und um sie geworben hätte, sie hätte ihn sein für ihn, der ja ein wahrer Christ; Fanny wollte auch nicht einmal mögen. Allein, das half nichts. Sie fand eine so wahre Christin werden. Leicht ging es nicht, das Kinderdasein ab. Ach gottlob, damit war sie nun fertig. feinen Frieden. Es war ein solches Drücken und Arbeiten fühlte sie wohl; besonders schwer war es, der Kunst zu ent- Adieu mit der Armuth, adieu mit der Schulplage, adieu mit vor der Brust. Das einzige, woran sie denken wollte, war sagen. Jedoch sie würde viel beten, und dann bewog fie aller Müh' und Noth; und mit der Polizeistation war sie er; sie konnte nicht aufhören, an ihn zu denken; es war fast, vielleicht Pastor Hold, sie zu leiten. Er that es gewiß, gleichfalls fertig. Hui, gar nicht mehr an all das denken; als ob sie sich schneide. Hie und da versteckte sie sich und wenn er merkte, daß es Ernst war. Und es war jetzt Ernst; adieu, adieu; weg, weg damit; nun sollte Alles anders werden. D, war das herrlich, ach, erleichterte das! weinte. Das half ein wenig, aber nur für den Moment. daran konnte sie nicht zweifeln. angenehin. Konfirmandin; Sie wurde erwachsen Gott, was sollte sie mit sich anfangen! Hui, wenn es Fanny begann einen neuen Lebenswandel. Sie betete Unter Mama's kundiger Hand fühlte sie sich stufenso war, das Unglücklichsein, so war es nicht im mindesten fleißig und lernte ihre Lektionen und wurde eine sehr tüchtige weise in eine Dame verwandelt. ob es Pastor Holck wohl auffiel? Sie frifirt;- ei, wie das wirkte! Sie mußte lachen, als fie Ach, wie er Recht hatte, der Pastor Holck: daß beschloß, hie und da an ihn Fragen zu richten; allein wenn sich im Spiegel anschaute; denkt Euch, erwachsene Frisur! diese Welt nur Betrug, und Eitelkeit sei! Vorher hatte sie es dazu tam, fehlte ihr der Wuth. Sie erhielt auch in der und das Kraushaar war nicht länger unbändig; wir wür das nicht verstanden. Alles, woran wir unser Herz Regel eine Erklärung, ohne daß sie fragte. Was sollen wir den schon sehen, mit der Zeit wurden noch Locken daraus. tlammerten, war ganz unverläßlich. Ja, ja, die Welt war thun, um Kinder Gottes zu werden? Uns bekehren und Biel dunkler schien es auch schon. Sogar mit ihren Füßen Ein Thränenthal, wie Pastor Hold sagte. Alles zusammen glauben. Konnten wir ganz von selbst glauben? Nein. war Fanny zufrieden; die neuen Stiefel mit den hohen Abblos eine glänzende Schale ohne Kern, genau wie der Was sollten wir da thun?-Zu Gott beten.- Konnten fäßen mitten auf der Ferse machten sie förmlich elegant. Sodomsapfel. Sogar worauf man Was sollten wir da Dann bekam sie einen gestickten weißen Unterrock, drüber barst wie eine Seifenblase. Ach, wie hatte er Recht! Von thun?- Um den Geist des Gebetes bitten.- Fanny bat einen Hohlfaltenrock mit Schleppe, und denkt Euch nur, am festesten baute, wir von selbst beten? Nein. Jeder, der anderer Meinung war wie sie, wurde ent hauptet. 11 Und als jener ihn daran erinnerte, daß er trotzdem einst ,, die Der Antragsteller brachte verschiedene, zum Theil recht Da ihnen das Köpfen mit der Hand zu langsam ging, erfanden Gefahr von der Linken" angezeigt hatte, antwortete Ferry: pikante Thatsachen vor, welche den offiziösen Charakter des fie eine Maschine, die Guillotine, mit der sie Hunderte täglich töpften. Biele hunderttausend unschuldiger Sie geht von einer Handvoll Agitatoren und schlechter Bürger aus. Schlußfolgerung zwingen, daß Herr Stephan dieses Bureau " Zweifellos; aber diese Gefahr von links ist stark eingedämmt. Wolff'schen Bureau's außer Zweifel lassen und sogar zu der Menschen sind von diesen Bluthunden mittelst Die ganze Staatsgewalt, alle national Gesinnten werden zu uns als sein persönliches Organ betrachtet. Meldete es doch der Guillotine ums Leben gebracht. Zum Gericht stehen, sobald es nöthig ist, ihnen Einhalt zu thun. halten war keine Zeit, der Verdacht allein genügte, um den Aber das ist nicht einmal nöthig, denn die Agitatoren können seinerzeit, daß der Herr Generalpostmeister irgendwo einen Unschuldigsten auf das Schaffot zu bringen. Marat stand auf sich bei einer republikanischen Staatsform nur gegen die Republit Auerhahn geschoffen. der Rednertribüne des Konvents mit einer Pistole in der wenden; und im Namen der Republik halten wir sie nieder. Herr Stephan antwortete ziemlich verlegen und so ges Hand, um jeden, der ihm widersprach, über den Haufen zu Die Republik ist im Juni 1848, im März 1871 furchtbaren wunden, daß der Abg. Richter unter zustimmendem Lachen Schießen." Aufständen entgegengetreten; sie hat sie siegreich überwunden. des Hauses antworten konnte, aus den Aufklärungen des Hören wir, was der Tory Carlyle in seiner Geschichte Was war das, vergleichsweise, anderes, als die Julitage von 1830 Herrn Generalpostmeisters scheine hervorzugehen, daß hinter dem ber französischen Revolution"( III., G. 392) über die Opfer oder die Tage des Februars 1848, welche zwei Monarchien hin- Bertrag mit dem Wolff'schen Bureau noch mehr stecke, als man weggeräumt haben? der Guillotine sagt: Im Gegentheil, eine Monarchie, selbst eine so parlamenta- bisher vermuthet habe. Der sächsische Muster- Reaktionär und " Der Konvent veröffentlichte nach dem Sturze der Jako- rische, wie Sie sie annehmen, hat sofort sämmtliche Republikaner Ober- Staatsanwalt Hartmann spielte sich als freiwilliger biner, um sich zu rechtfertigen und seine Stellung zu befestigen, aller Farben gegen fich. Zweifellos werden die Republikaner, Regierungskommissar auf und suchte durch den Antrag auf Listen über das, was die Schreckensherrschaft vollbracht hatte: welche unter jeder Regierung auf Seite der Ordnung stehen, sich Ueberweisung des Richter'schen Antrags an die BudgetListen der guillotinirten Personen. Die Liſten, erklärt der stets weigern, mit den Aufwieglern des Volts gemeinsame Sache kommission die heikle Materie, wenigstens für einige Zeit, griesgrämige Abbé Montgaillard( ein royalistischer Bericht zu machen; aber im Barlament werden sie der Monarchie alle aus dem Wege zu schaffen. Der Reichstag verwarf jedoch erstatter), waren nicht vollständig. Sie enthalten die Namen möglichen Hindernisse bereiten, gerade so, wie es eben die Roya- mit großer Majorität den Hartmann'schen Antrag und nahm von, wie vielen Personen meinst Du, freundlicher Leser? Bei- liften der Republik gegenüber thun. Das ist die Kampfesweise den Antrag Richter a n. nahe zweitausend. Es waren über viertausend, ruft Mont der verfassungsfeindlichen Oppositionen. Und diese parlamentagaillard aus: so viele wurden guillotinirt, erschossen, ertränkt, rische Opposition wird von den Neigungen des Volkes unterstützt demokratischer Seite zu verschiedenen Bunkten die Abgeord Die Debatte über den Bostetat, an der sich von sozial in gräßlicher Weise zu Tode gebracht, darunter neunhundert werden. Und um diese revolutionären Mächte niederzuhalten, Weiber. Das ist eine erschrecklich große Menge Menschenleben, um diese Aufstände zu unterdrücken, wird die Monarchie feinen neten Singer, Heine und v. Vollmar betheiligten, Herr Etwa zehnmal so viel regelrecht auf einem Republikaner auf ihrer Seite haben. Sie wird sich nicht erhalten wurde auf morgen vertagt. Schlachtfeld erſchoffen, und es hätte Giner feine Giegesfeier fönnen," babe getto baraun, geleat, bieles. Bekinbuils trots feiner mit einem Tedeum gehabt. Es ist ungefähr der zweihundertste Theil derer, die im ganzen siebenjährigen Krieg zu Grunde gegangen sind". Der in unſerer Ich Werth Geständniß Der in unserer letzten Nummer bereits mitgetheilte Länge wiederzugeben, weil es eins der werthvollsten ist, um den Beschluß der Fraktion, betreffend die Maifeier, wurde mit geistigen Stand unserer Regierungs- Republikaner, wie sie sind allen gegen eine Stimme gefaßt. Einmüthigkeit herrschte in Nicht die Stumm, die Massenez und andere Unter- und sein werden, festzustellen. Bezug darauf, daß von einem Feiern der Arbeit am Nicht als Mittel für Reformen, sondern als Werkzeug zur 1. Mai unter feinen Umständen die Rede sein kann und nehmer treiben Wahlbeeinflussung. Die Sozialdemokraten Konservirung und Bedrückung hat unfere fortgeschrittenfte daß von jedem Versuch, ein Feiern der Arbeit herbeizuführen thun's, Bourgeoiste die Republik angenommen und in Gang gebracht. daß von jedem Versuch, ein Feiern der Arbeit herbeizuführen Was die Ferry und ihre Klasse in der Republik sehen, was sie im Interesse der Arbeiter und der Partei nachdrücklichst ab in ihr vertheidigen, das ist das Mittel, die Arbeitermeheleien vom gerathen werden muß. Waren schon im vorigen Jahr di wirthschaftlichen Verhältnisse derart, daß die Arbeiter selbst Juni 48 und Mai 71 ungestraft zu wiederholen. " Hat man Recht über die Schlechtigkeit anderer Menschen auflagen, wenn man selbst nichts taugt? Ist es nicht auch Wahlbeeinflussung, wenn einem Arbeiter, der nicht für den Sozialdemokraten zu stimmen geneigt ist, beim Betreten des Fährdampfers die Worte entgegenſchallen: Komm nur an Bord, dann schlage ich Dir den Schädel ein, daß Dir die Suppe darausfliegen soll und vers aufe Dich noch obendrein; denn Du haft für den Gegenkandidaten gestimmt." Diese Auszüge sind genügend, um die Methode, nach welcher die Gegner arbeiten, zu charakterisiren. Dumm und verlogen, flach und brutal, das ist der Inbegriff ihrer Weisheit. Und mit solchem Gesindel muß man sich herumschlagen. Briefe aus Frankreich. Paris, den 19. Januar. Die legten Senatswahlen sie erfolgten nach den republitanischen Erklärungen des Kardinals Lavigerie und zwei oder drei anderer Bischöfe und entrissen der monarchischen Rechten zehn Gige beweisen, daß auch der reaktionärste Theil unserer Bourgeoisie sich mehr und mehr klar wird über die republikanische Partei oder vielmehr den Profit, welchen er durch seinen Anschluß an dieselbe aus der Republik ziehen kann. Während der vergangenen 20 Jahre wachte die Republik stets darüber, daß die Kapitalistenklasse teinen Schaden erlitt; für die Beschwerden der arbeitenden Klasse zeigte sie sich so unempfänglich, wie selbst wenige Monarchien! Die Erfahrung Dieser Zeit hat endlich auch den Blindesten die Augen geöffnet über die Wahrheit der Worte Dechanel's in der landwirthschaftlichen Versammlung zu Dreux im Jahre 1878: Das Mittel, der sozialen Gefahr zu entgehen, besteht nicht darin, die staatserhaltenden Kräfte zu zersplittern, sondern sie auf dem einzigen Boden zu sammeln, auf dem eine Einigung möglich ist, auf dem Boden einer weisen, vernünftigen, gemäßigten Republif." Und, getrieben von den Fortschritten des Sozialismus, tommen Geldmänner, Industrielle, große Grundbesizer, furz alle, die ohne Arbeit von der Arbeit anderer leben, in immer größerer Anzahl auf die republikanische Staatsform als das unter den gegenwärtigen Zuständen Frankreichs beste Bollwerk gegen das Proletariat und seine Forderungen. In Rom sprach sich vor nicht allzu langer Zeit M. Jules Ferry, über dessen Rückkehr in den Senat die Opportunisten eben jubeln, einem Interviewer gegenüber nicht viel anders aus: Die Republit, fagte er zu einem katholischen und republitanischen Journalisten, Mr. Henry des Hour, ist unendlich fester gegründet, als es eine Monarchie sein könnte. Mit dem Namen Republik versuchen wir nur unter mäßigen Schwierigkeiten die materielle Ordnung soll heißen: Bourgeois Ordnung zu erhalten." ein Mieder! hihi! denkt Euch: ein Mieder, zum ersten Mal in ihrem Leben ein Mieder; ach, war das schön, o, wie wurde fie Dame! Dann das Kleid. Wo in den Strömen von Proletarierblut einem Könige oder da, wo sie am besten organisirt waren, ein allgemeines Kaiser der Fuß ausgeglitten, die Krone, und vielleicht das Haupt Feiern der Arbeit nicht durchzusehen vermochten, so hat sich mit ihr gefallen wäre, da blieb die in feinem Namen verkörperte feitdem die wirthschaftliche Lage für die Arbeiter noch sehr Republik aufrecht, unversehrt, man muß sagen ungestraft stehen. verschlimmert. Den Arbeitgebern unter solchen Verhältnissen Die einzige verdrießliche Folge für sie war, daß in der nomi- einen Tag der Arbeitsruhe aufzwingen wollen, wäre ein aus nellsten Präsidentschaft der Welt ein Thiers und Mac- Mahon fichtsloses Beginnen, bei dem nur die Feinde der Arbeiter zu durch einen Grevy und Carnot ersetzt wurden. Aber 1 Was die Bemerkung eben desselben Ferry betrifft, daß, im gewinnen hätten. Gegensatz zu dent, was ſich ſtete bei einer m republitanischen Re- der Fraktion absolute Uebereinstimmung, und wir sind über Regie- Wie gesagt, in Bezug hierauf herrschte und herrscht in rung ereignet hat, die Lohnarbeiter bei einer gierung auf teine Unterstützung durch irgend einen Theil der zeugt, daß in der ganzen Partei keine abweichende Meinung besitzenden Klassen zu rechnen haben, so trifft sie den Nagel auf vorhanden sein wird. den Kopf. Die Gründe, welche die Fraktion dazu bestimmte, von Diese Isolirung der arbeitenden Klasse erleichtert allerdings, einer Vorfeier am 1. Mai, wie eine solche durch den Halleso lange sie ohne Organisation, ohne Bewußtsein ihrer Lage und ohne Ziel, nur fähig zu Aufständen ist, ihre Zerschmetterung. schen Beschluß vorgesehen war, abzustehen und die ge und das entgeht dem Scharfblick unseres neuen Sena- sammte Feier auf den ersten Sonntag des Mai tors sie wird der arbeitenden Klasse zum Heil gereichen, sobald zu verlegen, waren rein praktischer Natur und werden in diese fähig zur Revolution sein wird. Denn allein und auf dem Aufruf der Fraktion klar entwickelt werden. eigene Rechnung kämpfend, wird sie für sich selbst triumphiren, Erwähnt sei nur, daß der 1. Mai diesmal auf einen anstatt nur die Kastanien aus dem Feuer zu holen, wie es sich Freitag fällt, und daß Freitag und Sonntag zu nahe zu dreimal in Frankreich wiederholte, als sie die republikanischen sammenliegen, als daß eine Feier des einen Tages nicht die Bourgeois zu Verbündeten hatte. des anderen beeinträchtigen müßte. Das bedeutet einen aufgeschobenen Kampf, aber einen sicheren Sieg, um den uns niemand betrügen fann. Genug die deutschen Arbeiter werden das Maifest Und das ist der Grund, weshalb alle französischen Sozialisten der Arbeit am ersten Sonntag im Mai feiern, Republikaner sind; weil die Republik die einzige Regierungsform und sie werden es in einer Weise feiern, die ihrer und des ist, welche die Klassen in der Brutalität ihres wirthschaftlichen Tages würdig ist. Gegensatzes einander gegenüberstellt und zum Kampfe zwingt: hier das Eigenthum ohne Arbeit, dort die Arbeit ohne Eigen, Das Zentrum ist unglücklich, daß es den Kultur thum, mit dem unvermeidlichen Ende, daß diese jenes verkampf nicht mehr hat, von dem es 16 Jahre lang lebte nichtet. ja dem es thatsächlich sein politisches Leben verdankt. Es zeigt sich jetzt, wie Recht wir hatten, als wir mit Hinblic auf die Sperrgelder- Vorlage bemerkten: Das Schlimmste, was die Regierung dem Zentrum thun kann, ist, ihm in allen Punkten, worin es Recht hat, nachzugeben." Das gewandte Herr Windthorst richtet in diesem Augenblic feinen ganzen Scharfsinn darauf, einen 3 meiten Auch heute hatte der Herr Reichs Postmeister im Kulturkampf" zu inszeniren und zwar, wie das Reichstage die Kosten der Debatte zu tragen. Post Spar zu erwarten war, anläßlich des preußischen Volksschulgeset kasse, Post- Porto, verschiedene Postgebäude zc. boten Stoff Entwurfes. Ob ihm sein Spiel gelingen wird, das hängt zu allerhand mehr oder weniger unbequemen Fragen und natürlich von der Regierung ab. Kann dieselbe sich und Bemerkungen. Den unbequemsten Stoff aber lieferte das die Schule nicht von der Kirche emanzipiren, so wird Herr gestern angeschnittene" Monopol des Wolff'schen Windthorst, der ihr auf kirchlichem Gebiet über" ist, Telegraphen Bureaus. Der Abg. Richter hat die Palme des Sieges davon tragen. über Nacht folgenden Antrag eingebracht: Kaum hat über den Opfern der Katastrophe bei Jules Guesde. Politische Ueberlicht. bewahrheitet sich jetzt im vollsten Maße, und der viel" Berlin, den 29. Januar. " Der Reichstag wolle beschließen: " den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage zur Kennt Gelsenkirchen das Grab sich geschlossen, so kommt aus nißnahme den Vertrag mitzutheilen, durch welchen der Aktien- Amerika die Nachricht von einer ähnlichen Katastrophe, gesellschaft des Wolff'schen Telegraphen- Bureaus ein Vorrecht der eine noch größere Anzahl von Bergleuten zum Opfer eingeräumt wird für die Beförderung von Telegrammen." gefallen ist. Je intensiver die Ausbeutung wird, desto mehr = Ja, nun bist Du fein, Krausköpfchen!" Fanny fühlte Es entstand eine Szene. Mama war unerträglich, eine überwältigende Lust, Mama zu küssen und ihr für alles Fanny wurde heftig; Mama schalt, Fanny gab Antworten. Gute zu danken; die Thränen wollten hervor; sie hatten Zum Schluß stand sie mitten im Zimmer und heulte wie ihr die ganze Zeit über auf der Brust gelegen. Sie füßte ein kleines Mädchen. Sie war so zornig, daß sie ihrer Mama hatte sich ausgezeichnet. Es war ein reizendes auch ihre Mutter und dankte ihr für alles Gute; aber sie Mutter eins um die Ohren hätte geben können. Hu-! schwarzes Kleid, reine Wolle, mit einer breiten Seidenschleife mußte es vorsichtig thun, damit das Kleid nicht verknittert ach, immer mußt Du so zuwider sein! Hu, hu, huuh!!" auf der Seite und Passementerie auf der Taille; es saß werde, und mit Ruhe, denn sie wollte jetzt nicht weinen. Mama wollte von nichts hören." Das gnädige Fräu wirklich elegant. Fanny war nahezu gerührt. Erröthend Sie mußte heute hübsch sein, wenigstens bis sie in die Kirche lein kann natürlich thun, was sie will; das Kleid aber schaukelte sie sich vor dem Spiegel hin und her und übte fam.wird nicht angezogen, so lang ich etwas zu reden habe! fich, mit einer Schleppe zu gehen; konnte das wirklich Thorseng kam mit seinem Wagen und holte sie. Ja, Vergiß nicht, daß es nun eine hübsche Weile dauern mag sie sein, die so schön war! Die weißen Blenden um den nun mochte ihretwegen Kadett Horn sie sehen. Plötzlich ehe Du wieder ein neues erhältst. Du, Du verläßt Dich Hals und um die Hände gaben ihr ein festliches Aussehen; fiel ihr Grethe ein. Denkt Euch, wie fein erst Grethe heute natürlich auf die Mama: Du bist gewöhnt, daß sie ste erinnerte fast an eine junge Braut. Dann kam das, sein würde. Denkt Euch ein Seidenkleid. Denkt Euch eine alles herschafft; wenn Du ein Kleid Dir vom Leib fezest, was nahezu das wichtigste von Allem war: die Hand- wirkliche Friseurin! Und am Abend hatte sie einen Ball, so brauchst Du nur zu Mama zu gehen und kriegst gleich schuhe. Neue, feine, schwarze Handschuhe. Sie richtete sich während Fanny sich mit einem Diner bei Lea begnügen mußte. ein anderes. Daß ich es dem gnädigen Fräulein nur sage: in elegantem Selbstgefühl hoch auf und war Dame. Mit der Nicht daran denken, nicht daran denken! Jetzt nicht. Nur von nun an wird das anders! Nun bist Du erwachsen, ruhigen Geschäftigkeit einer Dame knöpfelte sie ihre Hand- froh heute, nur froh heute; es war ja der Konfirmationstag! nun mußt Du versuchen, Dir selbst etwas zu verdienen. schuhe zu. Knopf um Knopf, Knopf um Knopf... es ge- Denkt Euch, nun var er gekommen.„ Endlich!"- sagte Jungfer Dann wirst Du schon merken, was das heißt. Du wirst fiel ihr, daß sie eng waren. Nun durfte man sie Fräulein Bed An Gott sollten wir heute denken, an Gott etwas vorsichtiger, denke ich, wenn Du einmal zu fühlen bes nennen. Hihi, hihi, denkt Euch, heute Nachmittags nannte und Jesus; es war gar nicht ausgemacht.. ja, und kommst, wie es schmeckt, beständig neue Sachen herzus man sie Fräulein. In allem Ernst Fräulein; Fräulein, dann an den h. Geist... es war gar nicht ausgemacht, schaffen." Kurz und gut, keine Dummheiten! Wir haben daß Grethe hübscher aussehen mußte als sie, weil sie hübschere nicht die Mittel, ein Kleid wegzuwerfen, ehe es abgenügt Fräulein Holmsen Schließlich wurde der Hut aufgesetzt. Es war ein Kleider hatte; darauf kam es nicht an; nein, durchaus war. Man müßte den Schuh nach dem Fuß zuschneiden schwarzer, eleganter Sammethut, auf einer Seite aufgekrämpt, nicht... und nicht vornehmer thun, als der Beutel reichte. So! mit weißer Feder. Ach, wie er sie kleidete! Sie stand vor Die Glocken auf dem Kirchthurm zu Vestre Akers Verstanden?" Fanny schleuderte das Konfirmationskleid Mama vor die XIII. Füße. Außerordentlich langsam, mit Ungehorsam in jeder Bewegung, begann sie dann die alten Flicken her vorzusucheit, welche wegwerfen zu können sie vor kurzem noch so glücklich gewesen. So, das nannte man also ton firmirt sein. dem Spiegel und wagte kaum, sich recht anzuschauen. Ddu begannen zu läuten. mein, wenn sie einmal in solchem Kostüm auf die Bühne fam Na, will das Fräulein vielleicht auch heute den Keine Spur mehr vom Schulmädchen. Keine Spur Konfirmationsstaat anziehen?" sagte Mama; sie war in von etwas Anderem als der Tochter des reichen Mannes. ihrer Morgenlaune. I ja, die rothen Hände; aber das verging bald... wie Fanny starrte Mama voll Entsetzen an. sonderbar leicht und fein sie geworden, wie„ nobel" und frei„ Soll ich vielleicht wieder mein Kinderkleid her War dies die Herrlichkeit, auf welche sie sich ihr Lebe und einnehmend; ah, Fräulein Holmsen?... es freut nehmen?!" Lang gefreut hatte?- Pfui! Zähneknirschend fuhr sie mich, Ihre Bekanntschaft zu machen, Fräulein Holmsen!"." Jesus nein, ach nein; nun hast Du das eine in die widerlichen Lumpen. Das war nicht zum aus An das Schulmädchen von gestern erinnerte sie sich nicht Kleid, das ein bischen ordentlich ist, und nun soll das halten. Das war eine Herabwürdigung; sie fühlte sich mehr; das war gar nicht sie, dieses zerfetzte Ding mit auch gleich verschlumpt werden, so daß eines wie das beschämt, verhöhnt, erniedrigt. Ihr Gesicht verzerrte sich dem Kleid bis ans Knie: sich nur vorzustellen, daß jemand andere ausschaut. Willst Du nicht auch den Schlepprock? in Verzweiflungsthränen; sie pfauchte wie eine Staze vor so herumgehen konnte So könnte der Magistrat gleich die Straßen gekehrt Triegen? Wuth. Hm?" -Mama saß und betrachtete ihr Werk mit stillem Lächeln. ( Fortsetzung folgt.) häufen sich diese Katastrophen, und obgleich es über jeglichen| schlechte Geschäftszeit benutzend, auf der Jagd nach Zweifel hinaus festgestellt ist, daß sie von verschwindend wenigen beutschen Arbeitern sind! Fällen abgesehen sämmtlich sich hätten vermeiden lassen, so ist die Profitwuth doch mächtiger als die Rücksicht auf das Leben und die Gesundheit der Arbeiter. Unter der Ueberschrift ,, Die Internationale ist nicht todt" wird jetzt von verschiedenen deutschen Blättern ein Mit dem Bergbau ist es in dieser Beziehung wenn Artikel des französischen„ Socialiste" in Uebersetzung wiederman genauer zusieht um kein Haar breit anders, als in gegeben. Der Artikel des Socialiste" ist aber selbst eine anderen Industriezweigen. Der einzige Unterschied ist, daß Uebersetzung aus dem Vorwärts". Die deutschen Blätter, die Menschenopfer zeitweilig massenhafter und geräuschvoller die ihn jetzt aus dem Französischen zurückübersetzt bringen, erfolgen. Es giebt viele Berufe, die noch mörderischer sind hätten sich etliche Mühe ersparen können. nur werden die Arbeiter durch schleichende Krankheiten in aller Stille hingerafft. Und doch wissen wir, daß all diesen sogenannten Berufskrankheiten durch geeignete Vorrichtungen vorgebeugt werden könnten. Es geschieht aber nicht, weil in ber fapitalistischen Gesellschaft die Bereicherung der herrſchenden Klaſſen das oberste Ziel ist, neben dem alles Andere nur untergeordnete Bedeutung hat. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Das mußte gerochen werden. Er wurde angeklagt und bet dieser Verhandlung wurde die Deffentlichkeit ausgeschlossen, und zwar aus folgenden ,, Gründen":„ Weil der Gerichtshof der Meinung war, daß während des Prozesses interne Angelegenheiten der Polizeibehörde zur Sprache kommen könnten, die geeignet seien, bei ,, falscher Auffassung" des Thatbestandes Mißdeutungen über die Thätigfeit der Polizei hervorzurufen". Wie wir von verschiedenen Seiten hörten, sollte ein halbes Dugend Vorstände von Fachvereinen, welche von der Polizei aufgelöst waren, bezeugen und beschwören, konservative und nationalliberale Vereine gethan hatten; und daß sie ganz genau dasselbe gethan hatten, was die zwanzig andererseits hätten die Vorstände jener zwanzig Vereine bezeugen und beschwören müssen, daß sie ganz genau dasselbe wie die aufgelösten Fachvereine gethan hätten. Dann hätte der Angeklagte begründet, daß sein Vorwurf berechtigt war und daß er im öffentlichen Interesse sich veranlaßt sah, so zu handeln. Ein Schuldig fonnte in diesem Falle nicht ausgesprochen werden. Um dann die notorischen Thatsachen, welche durch obige 25 Beugen bezeugt und beschworen werden sollten, vor der Kennt Gelsenkirchen. Das Grubenunglück der Zeche Hibernia" niß des Bublifums zu bewahren, wurde die Deffentlichkeit der Die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" theilt mit, scheint bei vielen schon vergessen zu sein. Am Tage der Be- Verhandlung ausgeschlossen. Die Sache wird noch weitere daß sie auch nach dem 1. April weitererscheinen wird. Wie erdigung prangte die ganze Stadt mit Trauerfahnen! Tags Justanzen und schließlich auch den Landtag beschäftigen. nachher aber wurde Kaisers Geburtstag gefeiert und die Fahnen Dieser Prozeß hat in Arbeiter und Bürgerkreisen, riesig viel lange aber, verräth sie nicht. wehten wiederum, aber keine Trauerfahnen, sondern bunte Staub aufgewirbelt. Alle sprachen: Hoffmann hat Recht gehabt. Kürzlich sind hier in einer Fabrit einige Arbeiter entlassen Ueber Herrn Marr, des würdigen Antisemitenführres, aller Art. Saarsträubend ist die Geschichte am Tage des Unglücks ab worden, weil sie Bigarren bei der Arbeit geraucht haben. Als " Sozialistisches" Vorleben schreibt man uns aus der Schweiz: gelaufen; unter den Rettungsmannschaften befanden sich viele sie bei anderen Meistern Arbeit gefunden hatten, wurde ihnen Als Marr 1843 mit Standau, Döleke und Hofmann in brave Genossen, welche keine Mühe scheuten, unter Lebensgefahr nach 2 Tagen mitgetheilt, daß man sie wieder eutlaffen müßte, Neuchâtel an der Spike des jungdeutschen( d. h. sozialistischen) wurden die verunglückten Kameraden herausgeholt, u. A. war auch weil die Firma sonst 1000 Mt. Konventionalstrafe zahlen müßte. Geheimbundes stand, wurde deren Korrespondenz theilweise ein Genoffe am Tage damit beschäftigt, daß er die Verunglückten Dies geschah in verschiedenen Fällen. Ebenso wurden die gebeschlagnahmt und vom Maire Dr. Lardy in der Gerichts- wusch, er hatte ungefähr 20 Todte gewaschen, da kam ein nannten Arbeiter in anderen Städten nach kurzer Zeit mit der fizung verlesen. Dabei kamen folgende erbauliche Stellen Gendarm und befahl dem Genossen Kampmann, sofort den felben Motivirung entlassen. Also die schwarzen Listen find in den Briefen des wackeren Kämpen" Marr an Döleke Bechenplatz zu verlassen, worauf letzterer einen Bechenbeamten über ganz Deutschland organisirt. Die Sache dürfte aber nicht zur Verlesung:" In Zeit von einem Jahre habe ich eine frug, ob der Gendarm das Recht hierzu hätte? Der Beamte so glatt ablaufen. Die Arbeiter strengen einen Prozeß an. antwortete, wenn der Gendarm solches befiehlt, freilich. Genosse Nun, diefe Thatfachen arbeiten riesig für uns und sonst ganz ( Frau), die was" hat... Ich habe es nun einmal nicht Rampmann verließ somit den Bechenplay, aber Erfah fonnte nicht gleichgiltige Arbeiter werden durch solche Machinationen in unsere gelernt, so um Nichts und wieder Nichts Märtyrer zu gestellt werden und unsere verunglückten Rameraden kamen schwarz Arme getrieben. Doch auch die„ Gemüthlichkeit" wird bei uns in spielen".( 5. November 1843.) Gelingt es diesen Sommer in den Sarg. Wie immer bei den Massenbeerdigungen fragten fand nicht, alles in die Luft zu sprengen, dann heirathe ich und alle Vereine an, wann die Beerdigung stattfinden werde, so frug Sachsen gepflegt. Davon ein Beispiel: Kürzlich eine Versammlung auf dem Lande statt. adieu partie!"( 15. Februar 1843.) Endlich: Wenn auch der Schriftführer des Bergarbeiter- Verbandes an, wann die bei Oschatz ich kein Mädchen bekomme, schlage der Teufel brein!" Beerdigung stattfände, und es wurde demselben auch seitens des Die Ueberwachung der Versammlung lag in Händen des ( 27. Dezember 1843.) Und so ein verhärteter Mensch Bechenbirektors Naderhoff brieflich der Bescheid zu Theil, Obergendarm Gäbler. Herr Pintau hielt einen Vortrag, daß die Beerdigung Montags 21/2 Uhr stattfinde und die bei welchem er auch auf die mangelhaften Bestimmungen und wagt noch zu schreiben! Wir begreifen den Schlußsat unseres Schweizer Freundes Theilnehmer möchten sich um 2 Ühr auf dem Zechenplatz einfinden. Vorschriften zur Verhütung von Unfällen in Fabriken zu sprechen Jest traf der Vorstand des Verbandes alle Vorkehrungen; es tam. Da, mitten im Vortrag, erhob sich der Obergendarm, nicht. Wer unsere Antisemiten tenut, weiß, daß Herr Marr wurden zwei große Lorbeerkränze mit weißen Schleifen ange- und da die Sozialdemokraten ebenfalls die Gemüthlichkeit pflegten, trog alledem und alledem noch nicht der Schlechteste ist. fertigt, welche von zwei Vorstandsmitgliedern getragen würden ließ man ihn auch sprechen. Er sagte, Fabrikinspektoren und Welche Partei hat nicht die Führer die sie verdient?- und ein weißes Echild mit schwarzer Inschrift: Verband der Schutzvorrichtungen 2c. 2c. wären genügend vorhanden. Die ReBergleute", wurde ebenfalls von einem Vorstandsmitglied getragen. gierung hätte genügend gesorgt. Der Referent widerlegte dieses Der italienische Finanzminister hat der Kammer ein Kaum war der Vorstand auf den Weg zum Zechenplay an und beendete seinen Vortrag. In der Diskussion wurde ein Fall Budget ohne Defizit versprochen ein Budget, in gekommen, so wurde derselbe von dem Betriebsführer Holte an- erwähnt, wo ein Arbeiter, weil keine Schutzvorrichtung dagewesen, welchem Ausgaben und Einnahmen im Gleichgewicht" sein gehalten mit der Frage, wo sie denn hinwollten"; hierauf 30g bei der Arbeit getödtet worden sei, und der Sprecher schloß mit sollen. Nun Es war in diesem Falle wie stets, man deckt den der Schriftführer des Verbandes sein Schreiben hervor mit dem den Worten: das ist recht hübsch. Und wir zweifeln Bemerken, der Direktor hätte sie zum Zechenplaz beschieden. Brunnen erst dann zu, wenn das Kind hineingefallen ist." auch nicht, daß das Versprechen gehalten werden wirdDas geht mich nichts an", sagte er, ich kenne Guch nicht", und so- Da meldete sich der Herr Obergendarm nochmals zum Wort auf dem Papier. Die ,, budgets en équilibre" Budgets mit wurde uns das Weitergehen verboten und wir blieben somit ruhig und bemerkte, er müsse dem widersprechen. Die Gendarmen seien im Gleichgewicht waren schon unter dem Bürgerkönig" an der Seite stehen. Kaum standen wir da, da kam ein Gen- angewiesen und er selbst sähe immer danach, daß die Brunnen Louis Philippe sprichwörtlich. Wir zweifeln" nicht, daß es darm- Wachtmeister herangesprengt und forderte uns zum ersten, auf dem Lande überall richtig zugedeckt seien und wo dies nicht dem neuen italienischen Finanzminister gelingen wird, den zweiten und dritten Mal auf, fofort den Platz zu verlassen; der Fall, da würde der Eigenthümer darauf aufmerksam gemacht, Weg zum Bankerott mit tadellosen Budgets im Gleich Tausende von Menschen waren über dieses Vorgehen furchtbar deckte er ihn dann nicht zu, so würde er bestraft. Tableau! gewicht" zu pflastern. entrüstet und machten ihre Meinung öffentlich geltend. Um aber Der Gendarm hatte das Sprichwort, welches der Arbeiter als nichts schlimmes zu verursachen, gingen wir fort und stellten uns Beispiel anwendete, wörtlich genommen. Und solche überwachende Beamte sollen nun einen getreuen werden die auf der Bahnhofstraße auf, um uns dann dem Zuge anzuschließen, kaum standen wir da, da kam ein anderer Gendarm heran- Bericht über Versammlungen geben! Es geht nichts über die sächsische Gemüthlichkeit. Apropos: gesprengt und forderte uns auf, sofort das Schild zu entfernen, hierauf antworteten wir, es werden doch noch anderen der Debatte über Aufhebung des Einfuhrverbots von a meSchilder getragen, warum denn gerade unser Schild entrikanischem Schweinefleisch gaben alle Gegner der fernt werden follte, er antwortete: das gehe mich Verbotsaufhebung das leibliche Wohl und die Gesundheit des nichts an, ich habe den Befehl erhalten, Euer Schild zu entfernen. Boltes als Grund an. Sie alle wollten das Volk schützen und Tausende von Verbandsmitgliedern hatten sich dem Vorstand an- deshalb feien fie gegen die Aufhebung des Verbots. geschlossen, diefelben wurden durch dieses Vorgehen sehr erregt, demnächst kommenden Debatte über Arbeiterschuh soll man trotzdem wurde auf Anrathen des Schriftführers das Schild die Herren an diese Reden erinnern, da ihnen die Gesundheit entfernt und die Ruhe aufrecht erhalten. Die Polizei und Gen- und das leibliche Wohl des Volkes so sehr am Herzen liegt, so darmerie waren aus allen Gegenden mit Gewehr und Revolver müssen sie doch auch einstimmig für den weitestgehenden Arbewaffnet erschienen. Diese Beamten gingen wahrlich nicht beiterschutz eintreten. Sie können sich doch nicht selbst Lügen human mit den Leuten um, Püffe mit den Gewehrkolben strafen. waren nicht selten, die Leute wurden sogar gepackt und in den Schmutz geworfen. Darüber schweigen natürlich die Dresden. Unser Genosse Rohrlack, der wegen Gotteshiesigen Wurstblätter. Endlich setzte sich der Zug in Bewegung lästerung zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, war und den Mitgliedern des Bergarbeiter- Verbandes wurde der Platz zwei Tage über diese Frist gefangen gehalten worden. Auf eine hinten am Ende noch erlaubt. Als wir nun den halben Weg beim sächsischen Justizministerium eingelegte Beschwerde erhielt bis zum Friedhof zurückgelegt hatten, tam plöglich die Musik Rohrlack folgende sächsische Entscheidung: Kapelle, neun Mann start, an, welche heimlich von uns engagirt war, und marschirte vor dem Vorstand; sie fing gleich an zu spielen, da aber ging das Erstaunen erst recht los. Gendarmerie und Polizei, welche neben dem Zuge hermarschirten, steckten die Köpfe zusammen, trauten sich aber nicht, die Musik zu entfernen, und so marschirten wir zuerst zum katholischen Friedhof, wo 22 Mann beerdigt wurden, legten dort, nachdem zwei Choräle gespielt worden, einen Kranz nieder; dann gingen wir zum evangelischen Friedhof, legten dort ebenfalls einen Kranz nieder und wieder wurden zwei Ghoräle gespielt, dann wurde abmarschirt und die Menschenmasse wurde von der ganzen Polizeimacht in die Stadt zurückbegleitet. Den österreichischen Reichstagswahlen werden spanischen Cortes Wahlen vorangehen. In einigen Bunkten gleichen sich die beiden großen Wahlgänge. In Defterreich wie in Spanien herrscht kolossale Verwirrung in den bürgerlichen Parteien und ungeheure offizielle Wahlbeeinflussung. So wie in Desterreich werden sich auch in Spanien unsere Genossen diesmal an der Wahl betheiligen. In Madrid, Barcelona, Valencia, Carthagena, Cadix und Santander wurden sozialistische Kandidaturen aufgestellt. Es ist zu hoffen, daß trotz der außerordentlichen Schwierigteiten einige unserer Genossen durchdringen werden. Warnung vor Seelenverkäufern! Die brasilia nischen Menschenjäger sind wieder an der Arbeit. Folgendes 3irkular" ist uns zugegangen: Die Zigarrenfabrik von Schneider u. Comp. in Joinville im Staate Santa Catharina, am Hafen Sao Fraucisco do Sul, Vereinigte Staaten von Brasilien, nimmt jederzeit tüchtige und gut geschulte Zigarrenarbeiter und Arbeiterinnen, Roller und Winkler auf bessere Formen oder Handarbeit. Der Affordlohn ist 10 bis 20 Mart pro Tausend und ein noch höherer nicht ausgeschlossen. Arbeitszeit 8 Stunden oder, nach Belieben, auch länger. Die Bevölkerung von Joinville, auch sämmtliche hiesige Bigarrenmacher find Deutsche; das Klima nahe an der See ist gesund und vor allem ohne Winter. Der Lebensunterhalt ist wohlfeil, Rindfleisch kostet das Rilo 50 Pf., eine Familienwohnung ist schon für 10-12 M. pro Monat erhältlich. Die Das Schönste bei der ganzen Geschichte ist noch zu melden. Es wurde auch ein braver Genosse, Namens Theod. Kleine, an Am Tage nach der Katastrophe demselben Tage beerdigt. Bei der Ihre unter dem 5./8. dieses Monats Anher eingereichte. Beschwerde wegen angeblich verspäteter Entlassung aus der Strafanstalt Hohened" ist, wie man aus den herbeigezogenen Strafvollstreckungs- Atten ersehen hat, unbegründet. Die Haft, in welcher Sie Sich am 4. und 5. August 1890 in dem Gerichtsgefängniß zu Freiberg befunden haben, war eine zur Vorbereitung der Einlieferung in die Strafanstalt nothwendige Verwahrungshaft und konnte den bestehenden gesetzlichen Vorschriften zu Folge nicht, wie Sie meinen, auf die Strafzeit angerechnet werden; es ist daher Seiten der an der Strafvollstreckung betheiligt gewesenen Behörden mit Recht angenommen worden, daß Ihre Strafverbüßung am 6. August 1890 begonnen und am 26. Dezbr. 1890 geendet hat. Dresden, den 22. Januar 1891. Ministerium der Justiz. Für den Minister: Hensel. Wer in dieser Fabrik Arbeit zu nehmen beabsichtigt, wende sich an Herrn José dos Santos in Lissabon, Praça dos Romulares Nr. 4, welcher Freikarten an Einzelne oder Familien Don Bremen oder Antwerpen bis nach unserem Hafen Sao Francisco do Sul im Staate Santa Catharina verabfolgt. wurde der betreffende Kleine erst aus der Grube gefördert Die freie Ueberfahrt ist lediglich als Geschenk der und auf Veranlassung seiner Frau ebenfalls am Donnerstag Jezt wurden brasilianischen Regierung anzusehen und verpflichtet den Ein- Nachmittag beerdigt. noch zwei Mann wanderer zu keinerlei Gegenleistung. vermißt, wie es heißt, sollen dieselben schwer herauszuNachrichten über Brasilien beruhen entweder auf Erfindung machen und dieselben einfach in der Grube beerdigen. Die in deutschen Zeitungen erscheinenden mißgünstigen fördern sein; da wird man wohl nicht viel Federlesen mehr ober lächerlicher Unkenntniß, und ist auch troh jener die deutsche Das ist jetzt schon das vierte Mal, daß in diesem Flötz 13. Einwanderung stetig im Zunehmen begriffen. so eine Massenverbrennung vorkommt. Vor 3 Jahren waren es Da bei Ertheilung 52 Mann, vorher 7 und 5 Mann. Sollte es da nicht am Plaze wet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt. Der Freikarten stattfindet, so empfiehlt sich die Anmeldung in ſein, daß der Staat eingreise, aber nein, es müſſen noch mehr Joinville, Brazil. Arbeiter verbrennen! Briefkaffen der Redaktion. Brieflich M. 1. 1. Für die Kosten solcher Prozesse Ihrer Ehefrau, Reflektirende sind jetzt und später willkommen, nur iſt es welche sich auf die Zeit vor bestandener Ghe beziehen, brauchen alsha uns von dem gefaßten Entschluß, Arbeit zu nehmen, lichen" der deutschen Polizeistaaten, wird uns geschrieben nöthig, Aus Sachsen, dem„ intelligentesten" und zugleich gemüth- Sie nicht aufzukommen. 2. Ob die Kostenforderung des Anwalts alsbald in Kenntniß zu sehen. überhaupt berechtigt ist, können wir nicht recht beurtheilen, da Adresse: Herren Schneider u. Co. In Leipzig wurden fürzlich zwei Prozesse gegen den Ihre Angaben zu unvollständig sind. Zu mündlicher Auskunft Rechtsanwalt Hoffmann geführt, weil derselbe durch verschiedene sind wir bereit. E. 2. Ob der Wirth zur Kündigung berechtigt war, können und per Antritt der Reiſe empfiehlt es sich, sich geringwerthiger schriftliche Eingaben die Leipziger Bolizeibehörde und im Beund sperriger Gegenstände zu entäußern, Dagegen Scüchengelder fonderen den Kriminalkommissar Dr. Müller beleidigt haben wir nur bei Ginsendung Ihres Miethskontraktes beurtheilen. M. H., Charlottenburg. 1. Wir können Ihnen keinen Schreichte Sommerkleidung mitzunehmen, en heeft sollte und außerdem öffentlich gegen die Polizeibehörde den Vorzu pant und Kommoden zu verkaufen, folche Bespalten wurf der Parteilichkeit erhoben hatte. Daß diese leste Rath geben, wie Gie es zu machen haben, um Schauspieler en zu schützen und durch umgenagelte Zeiſten vor Beschädigung Anschuldigung berechtigt war, weiß hier Jedermann und speziell werden. 2. Handlungsgehilfen unterliegen einer fechswöchent die Arbeiter- Fach organisationen wissen davon ein Liedchen zu lichen Kündigung zum Quartalsschlusse, wenn nicht mündlich oder efter ben oben angegebenen Löhnen ist es geschickten singen. Es ist notoriſch, daß die Fachvereine der Arbeiter bei schriftlich etwas anderes vereinbart ist. F. E., Tempelhof. Wenn Sie fest auf 6 Monate verUrbeitern in Anbetracht des billigen geben sittet dem geringsten Anlaß aufgelöſt und die Borſtände bestraft wur erschernisse zu machen, was in Deutschland fast ausgeschlossen ben, wenn ſie ſich einen scheinbaren Verstoß gegen das abredet hatten, so fönnen Sie Schadensersatz verlangen, befonders auch das monatliche Gehalt von 10 M. Schneider u. Comp. Vereinsgesetz hatten zu Schulden kommen lassen. Ebenso notorisch C. W. 100. Es könnte sich nur darum handeln, ob eine ist, daß bei der letzten Stadtverordnetenwahl gegen 20 fonservative Achtungsvoll und nationalliberale Vereine gemeinsam zusammen tagten und strafbare Beleidigung oder Verläumdung vorliegt. Um dies beüber die Wahlagitation Berathungen pflogen, was doch im urtheilen zu können, müßten wir aber wissen, was denn der Brasilien zwar die rohen Lebensmittel sehr billig, alle anderen| Zu diesem Schwindelzirkular ist zu bemerken, daß in eminentesten Sinne eine politische Thätigkeit iſt. Hausverwalter in Bezug auf Sie geäußert hat. letzten Landtagswahl auch in Robert. würden besten thun, an Aehnliches geschah bei den leben angsa ben der Generalfonful in Zombon, dessen Namen eich g find als bei uns. Der versprochene Attorblog if the wearer bed atgan artes zuſammen, um über bie Bars ben zorestalender ersehen können, mit dem Grjuchen wenden, Händig unzureichend. Der Arbeiter, welcher sich fanget lagt, undtagswahlen zu berathen. Die Innungen von Narsdorf wurden Ihre Zeichnung der Engliſchen Regierung vorzulegen. Da Gié b." Freifarte" annimmt, bat sich den perren entier ebensowenig wie die 20 Bereine von Leipzig aufgelöſt. Daß man aber für Ihre Erfindung Tein Patent haben, so laufen Gie mehr. mit Leib und Seele vertauft. Zurüd lanu er lidt unter folchen Umständen von Parteilichkeit der Polizei reben Gefahr, daß Gie völlig leer ausgehen. er muß, wenn er einmal drüben ist, jede Be kann, das sieht wohl jedes neugeborene Kind ein. N. 1000. Beantragen Sie unter Beifügung einer Heirathsbingung annehmen, und ist, da er nicht fort kann und sachen beugt und gefagt, wenn die Polizei jene 20 Leipziger Ihre Frau. Herr Rechtsanwalt Hoffmann hatte nun diese konkreten That- urkunde beim Amtsgericht I den Erlaß eines Rückkehrbefehls an andere Arbeitsgelegenheit findet, hilfloses Vereine nicht auflöse, so erhebe er den Vorwurf der Parteilich Ausbeutungsobjekt der Vampyre, die jetzt, die keit gegen die Polizeibehörde. feine 1891. Das Gesuch ist an die hiesige Königl. Kreis- Ersatztommiffion zu richten. Theater. Freitag, den 30. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Was ihr wollt. Lessing Theater. Der Traum ein Leben. Berliner Theater. Barnhelm. Minna von Dentsches Theater. Die Kinder der Erzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Pariser Leben. Wallner Theater. Adonis. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Oftend- Theater. Maria Stuart. Adolph Ernst- Thenter. Unsere Don Juans. Thomas Theater. Drei Paar Schuhe. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Kostüm- Soubrette., Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Mittwoch, den 4. Februar: Letzte Vorstellung in dieser Saison. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Freitag, den 30. Januar, Abends 7 Uhr: Dem Genoffen( M.) Schmat v. d. Tantel ein träftiges Soch! F. R. Achtung! Arbeiter- Bildungsschule. Herren, welche befähigt und Willens sind, in Elementarlavierarbeiter und verwandter fächern, Deutsch, Zeichnen, Naturkunde und Mater. Berufsgenossen! Geschichte gegen Vergütung zu unterrichten, wollen sich In der Pianoforte- Fabrik von mit näheren Angaben schriftlich melden bei Matz& Co. haben die Arbeiter Komiker- Vorstellung. niedergelegt. Buzug ist fern zu halten. wegen Lohnreduzirung die Arbeit 103 Auftreten der Klowns G. Godlewsky, Francois, 3 Gebr. Briatore, Paul und William, Gebr. Dianta, Warne, Gebr. Walton, Herrmann und Misco 2c. in ihren höchst komischen Entrees und Intermezzos. Außerdem: Die großartigen Tremplinsprünge über 4, 6, 8 u. 10 Pferde mit Doppelfaltomortales. Auftreten einer Wiener Damenkapelle. Prinz Carneval mit 12 Freiheitspferden, dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Schulpferd Negro, geritten von Frl. Vidal. Johanniter, geritten von Herrn Gaberel. Auffreten der Mitglieder Miß Zelia Zampa, Miß Lillie Meers und Frl. Natalie und des phänomenalen ReitKünstlers Mr. J. F. Clarke. Ferner: Die lustigen Heidelberger oder: Ein Studenten- Ausflug mit Hindernissen. Große Driginal- Pantomime, neu ar rangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. Morgen: Grand soirée equestre zum Benefiz für Herrn Franz Renz. Sonntag 2 Vorstellungen. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 7½½ Uhr: Große Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Tandem mit 4 Schulpferden, geritten von Herrn Ernst Schumann. Mr. Achilles als Miß Edith Saltomortal= Reiter. Adams, Parforce Reiterin. 4 Rapphengste, in Freiheit vorgeführt von Etablissement Buggenhagen Heren Mar Schumann. Grand Batonde am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Wochentags 10 Pfg., Entrée Sonn- und Festtags 25 Pig. Großer Frühſtücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 w F. Sodtke. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11 U. Ab. Kaiser Panorama. Paffage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 1. Reise durch Oesterreich, Prag, Salzburg 2c. 1. Cycl. Baden, Heidelberg, Constanz 2c. Reise um Die Erbe. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mr. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. R WeihnachtsAmazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu Ausstellung. Damen- Kapelle. Entree 50ẞf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Nur I Mark. 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Adalbertstr. 93 und bei 246 J Beginn des Unterrichts. Töpfer- Werkzeuge, Dresdener, empfiehlt E. Vogtherr, Berlin, [ 89 L 1. Landsbergerstr. 64( a. Aler.-Pl.) 2. Stephanstr. 16( Moabit). Jede Uhr zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie foftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Für Nixdorf nimmt Genoffe Bohm, C. Wunsch, Mar. 38, Herrmannstr. 170, Bestellung. entgegen. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 General- Versammlung des Verbandes d. Zimmerleute am Montag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jafobstr. 75. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten und Anträge zur Generalversammlung d. V. am 23. E. Vogtherr, Landsbergerstr. 64. Große öffentliche Volksversammlung für Groß- Lichterfelde- Lankwitz und Umgegend am Dienstag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Weichert in Giescndorf. Tagesordnung: 1. Der Werth der Bildungsvereine für die Arbeiter. Referent: Wilh. Werner- Berlin. 2. Eventuelle Wahl einer Statuten- Berathungs- Kommission. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung g fü m 1 385 h 209 für Frauen n. Männer des Leseklubs ,, Carl Marx' am Sonntag, den 1. Februar 1891, Abends 5½ Uhr, im Saale der Berliner Bock- Brauerei, am Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Regerau: Die Barbarei und der souveräne Geist." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. geselliges Brisammensein mit Tanz. Der Vorstand. " Achtung, Stellmacher! de $ dr m V Nachdem se De K ge zi ta eig vi er cic da in de 285 m m Große Versammlung des Fachvereins der Stellmacher Berlins und Umgegend am Sonntag, den 1. Februar, Vormittags 10% hr, bri Zemter, Münzstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Den Freunden und Kollegen zur Nachricht, daß am 28. Februar, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Bökow, am Prenzlauer Thor, eine Musikalisch- deklamatorische Abendunterhaltung, verbunden mit Tanzkränzchen, stattfindet. Der Ueberschuß ist zur Unterstügung der arbeitslosen Kollegen bestimmt. Billets, für Herren 50 Pf.( intl. Tanz), für Damen 30 Pf., sind zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und beim Vergnügungsfomitee. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Allgemeiner deutscher Sattlerverein ( Mitgliedschaft Berlin). Sonnabend, den 31. Januar, Abends 81/2 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstraße Nr. 83: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Bur Geschichte der nationalökonomischen Lehre der Sozialdemokratie. 2. Diskussion. Der Vorstand. 3. Verschiedenes. Große öffentliche Versammlung sämmtl. an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, den 1. Februar 1891, Vormittags 10 Uhr, in Säger's Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Z re ur 2m ge 264 gr au to be to al er gi je D V 165 Le fel B br M ni tr al di gl be be fic eL эт 北 11 2 1. Vortrag über:" Die Nothwendigkeit und den Werth der Organis sation und wie gestalten wir diese?"( Referent: Herr Th. Metzner.) 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Die Agitations- Kommission. Achtung! Arbeitslose von Rixdorf. Große öffentliche Versammlung für arbeitslose Männer und Frauen n. d. Oranienplay, am Sonnabend, den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, im Variété Theater, Herrmann- Strasse No. 18. Empfehle meinen Kollegen, allen Tages Ordnung: Freunden und Parteigenossen mein Die jetzige Arbeitslosigkeit und wodurch kann dieselbe abgeholfen werden? Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Referent Herr Peus.- Ortsvorsteher und Gemeindevertreter sind eingeladen. $ 33L] Engel- Ufer Wilh. Wolff, Nr. 14. Tellersammlung und Bierzwang ist nicht. 124 Der Einberufer. Achtung! Achtung! Arbeitsmarkt. Berein zur Wahrung der Juteresen d. Klavierarbeiter Plätterinnen auf Steh- und Umlegefragen und Manschetten in und außer dem Hause gesucht. 280 J Max Treppe, Lothringerstraße 10, 2. Hof 2 Tr. Mädchen, geübt auf Nietmaschinen, werden verlangt b. Gutmann& Meyer, Rartonfabrit, Mendelssohnstraße 2. Tüchtige Damenschneider, bis 26. März zu Halle a. d. S. die auf wollene Talmas eingearbeitet sind, finden gegen Vorzeigung 2. Verschiedenes und Fragelasten. NB.: Wegen der wichtigen Tages- von Probearbeit ordnung ersuchen wir alle Mitglieder, zu erscheinen. Ferner ersuchen wir 27 M dauernde Beschäftigung. Französische Straße 38 d. und verwandter Berufsgenossen. Grosser Wiener Maskenball am Sonnabend, den 31. Januar 1891, bei Buggenhagen am Moritzplatz. Bahlreiche Betheiligung erwünscht. Anfang 82 Uhr. fe D Ie b 2 Entree 50 Pf. Der Vorstand. J. A.: Paul Scholy. K 185 ſt Vereing. der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltungen Berlin 1-7.) Sonnabend, den 31. Januar Diejenigen, die ihre Statiſtitolicher noch Kraft& Lewin, Grosser Wiener Masken- Ball fürzester Zeit zu thun. 351 Der Vorstand. Bimmerlente! Versammlung der Freien Vereinigung Montag, den 2. Februar, Abends pünktlich 8 Uhr, in Rehlitz' Salon, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Jeder Zimmerer ist willkommen. Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: Curt Vaake in Berlin. Druck und Verlag von May im neuen Saal der Unions- Brauerei, Hesenhaide 26-32. Entree 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Billets find zu haben in den Zahlstellen und bei Lutz, Kottbuser Damm Nr. 21, 2 Tr.; Stein, Friesenstr. 18; Lenzner, Adalbertstr. 94, 2 Tr.; Bern hardt, Fürstenstr. 18, 2 Tr.; Reinte, Holzmarktstraße 18, Quergebäude 2 Tr.; Fischer, Schlesischestr. 5. Um zahlreichen Besuch bittet 136 252 Das Komitee. E. fl. Hund m. gelb. Füß. u. dunk| Kinderwagen. Andreaskr. 23,§.p Das Lager Berlins Schlafft. f. H. Brückenstr. 6. Winther. Rück., led. Maulkorb u. Halsb., Marke 33 393, ist entl. Geg. Belohnung abzugeben bei Janz, Höchstestraße 43. Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen et ti 111 ri d: D m ne te 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 25. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 30. Januar 1891. 8. Jahrg. Unfug allerdings bedeutend beschränkt worden. Ich behaupte, umgewandelt hat, als eine große Wohlthat und Bevorzugung für daß eine Regierung an einem solchen Bureau überhaupt kein die Betroffenen hingestellt. Herr Fischer hat immer nur davon Intereffe haben kann, wenn sie aber eins besitzt, dann muß es gesprochen, wie nüßlich es ist, wenn die Stellung der Leute geein offizielles Regierungsorgan sein. Der Herr Staatssekretär hoben wird, sie zu Beamten befördert werden. Es ist aber ein 54. Sigung vom 29. Januar. 1 Uhr. hat gesagt, daß er das Bureau auch benutze im Intereffe feines ganz gewaltiger Unterschied, ob Jemand in die Stellung eines Am Tische des Bundesrathes: von Bötticher, von Ressorts. Ja, ich wüßte nicht, welche Nachrichten aus feinem Beamten erhoben, oder zum Beamten auf Widerruf gemacht wird. Reffort eine so scheunige Verbreitung erfordern. Ich habe ja Der Letztere hat feine Pensionsberechtigung, fann täglich entlassen Stephan und Kommissarien. Die zweite Berathung des Etats der Post- und Tele- einmal eine Depesche gelesen, daß Herr v. Stephan eine Auer- werden und ist genau ebenso der Gnade und Ungnade des Vorhahn geschossen habe.( Heiterkeit.) Ich bin nicht jagdkundig gesetzten ausgefeßt, wie der Arbeiter. Wenn nun damit Hand in graphenverwaltung wird fortgesetzt. Abg. Münch( freif.) wendet sich gegen die gestrigen Aus- genug, um die Tragweite dieses Ereignisses ermessen zu können, Hand geht der Ausschluß aus der Versicherungspflicht für Alter führungen des Staatssekretärs, dessen Ton nicht berechtigt gewesen aber sollte es wirklich von solcher Bedeutung sein, daß dieser und Invalidität, so erweist man den Arbeitern mit der Umwandwäre. Wenn die„ Freisinnige 3tg." Mißstände aufdecke, thue fie Auerhahn allen anderen Telegrammen um eine oder zwei Stunden lung in Beamte auf Widerruf keine Bevorzugung, sondern einen ( Ruf rechts: Er ist ja todt! Seiterkeit.) schlechten Dienst. Ob das seitens der Postverwaltung benur ihre Pflicht, und wenn Herr v. Stephan meint, daß seine vorauffliegt? Stellung dadurch nur befestigt werde, so scheine sie dies nöthig zu Wie uns der Herr Staatssekretär mitgetheilt hat, ist der Vertrag absichtigt ist oder nicht, ist mir gleichgiltig; thatsächlich hat haben, denn befestigen könne man nur das, was wackelig sei. mit Wolff's Bureau von der preußischen Verwaltung auf das die Postverwaltung durch dieses Verfahren, sich den Beiträgen Die betreffenden Petitionen rührten nur zum fleinsten Theile von Reich überkommen. Es giebt kein Privilegium, welches sich nicht zur Invaliditätsversicherung entzogen. Für die Beiträge der Post Freisinnigen her, die gegentheilige Bemerkung des Staatssekretärs durch Gesetz nöthigenfalls mit Entschädigung beseitigen ließe. zur Alters- und Invaliditätsversicherung ist in den Etat nur eine sei also mindestens überflüssig gewesen. Redner bemängelt es, daß Jedenfalls haben wir das Recht, uns den Vertrag vorlegen zu Summe von 45 000 M. eingestellt, deren Niedrigkeit um so mehr man auf Kreuzbandsendungen keine Nachnahme mehr erheben könne, lassen und ihn genau zu prüfen. Ich beantrage also, der ins Auge fällt, wenn man berücksichtigt, daß 36 000 solche Leute, wie ich sie hier im Sinne habe, in der Postverwaltung beschäftigt wie es früher gewesen sei, jetzt müsse man Packete machen, welche Reichstag wolle beschließen, das Porto wesentlich vertheuerten. Ferner sei die Einrichtung der den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, den Vertrag dem werden. Sie können daraus den Schluß ziehen, wie sehr der Reichstage zur Kenntnißnahme mitzu Kreis der Versicherungspflichtigen durch die Umwandlung vieler Hilfs Postboten auf dem Lande nicht richtig und sehr unzuverlässig, theilen, durch welchen der Aktiengesellschaft des Arbeiter in Beamte auf Widerruf verkleinert worden ist. Um daneben sehr unbequem, da man dem Briefboten jeht gar nichts W. T. B. ein Vorrecht für die Beförderung der Telegramme diese Thatsache kommen Sie nicht herum, auch die Antwort des mehr direkt mitgeben könne. Auch das Briefgeheimniß bleibe Direktors Fischer ändert nichts daran. Wenn wir seiner Zeit nicht mehr gewahrt, wofür Redner mehrere Beispiele anführt. eingeräumt ist. Von Wohlthaten dürfe der Staatssekretär nicht reden, denn für Wird unser Verlangen nicht erfüllt, so ist ein Vertrag entweder gegen das Invaliditätsgefeß gestimmt haben, weil es den Arsein gutes Geld könne man auch gute Leistungen verlangen. gar nicht vorhanden, oder er ist so, daß er das Licht der Deffent- beitern ein wahres Bettelgeld bietet, so ist damit nicht gesagt, daß wir nun, nachdem das Gesetz in Wirksamkeit So wie es aber jetzt ginge, würde die Poſt ihren Ruhm bald lichkeit zu scheuen hat.( Beifall links.) verlieren. Staatssekretär v. Stephan: Der Herr Vorredner hat zuge- getreten ist, es von einer Reichsverwaltung für richtig halten, die einer großen Direktor Fischer erwidert, daß von der Befugniß, auf geben, daß eine solche Angelegenheit eigentlich gar nicht bei dem daß sie ihrerseits Einrichtungen trifft, den Vortheil des Gesetzes entziehen. Kreuzbandsendungen Nachnahme zu erheben, sehr selten Gebrauch Gtat der Postverwaltung zur Erörterung stände( Abg. Richter: Anzahl von Leuten gemacht sei, und man habe die Einrichtung aufgehoben, als die Nein!) und gar nicht hierher gehört. Wenn Sie der historischen Ueber andere Verwaltungen sind übrigens ähnliche Klagen laut Einer der einflußreichsten Gebühren so sehr herabgesetzt wurden, wodurch ein Ausgleich er- Entstehung und der materiellen Bedeutung jenes Vertragsver- geworden und mir zugekommen. zielt worden sei. Die Posthilfsboten seien nothwendig bei den hältnisses nachspüren wollen, warum bringen Sie denn einen Männer unserer Reichsverwaltung hat heute mir gegenüber meine taufenden von neuen Posthilfsstellen, welche ja auch teine solchen Antrag nicht beim Etat des Reichskanzlers, des Aus- Auffassung über dieses Verfahren bestätigt und sich gleich mißeigentlichen Postämter Die Einrichtung verdiene wärtigen Amts oder des Reichsamts des Innern ein? Ich bin billigend ausgesprochen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) vielmehr Anerkennung, denn die Bestellung würde dadurch gar nicht in der Lage, über die Angelegenheit Auskunft zu geben, Direktor im Reichs- Postamt Fischer: Der Vorredner scheint erheblich beschleunigt. Uebrigens fei die Zahl der ob und welche politische Nothwendigkeit für solche Beziehungen anzunehmen, daß die früheren Arbeiter und jetzt widerruflich, eigentlichen Landbriefträger in derselben Zeit gerade ver- obwalten. Die Sache gehört also gar nicht hierher.( uf links: d. h. nicht lebenslänglich angestellten Beamten bei der Post keinen doppelt worden, verschwinden würden sie also nicht. Wenn Doch!) Jedenfalls ist sie in Preußen, wo sie ja auch schon vor- Anspruch haben. Das ist ein ganz vollkommenes Mißverständniß. in einzelnen Fällen Mißstände vorgekommen wären, sollte gekommen ist, immer beim Ministerium des Innern oder beim Nach dem Reichsbeamten- Gesetz ist das Recht auf Pension ganz der Vorredner nicht das ganze System dafür verantwortlich Staatsministerium verhandelt worden, aber niemals bei der Post- unabhängig von der lebenslänglichen Anstellung. Die betreffenmachen. Daß dasselbe einen Rückschritt bedeute, werde wohl Nie- verwaltung. Es kann ja auch gar nichts nügen, sie bei der Post- den Beamten stehen jetzt auch in Bezug auf Alter und Invalidimand weiter behaupten wollen. verwaltung vorzubringen; denn ich kann Ihnen darüber keine Aus- tät besser, als sie unter dem Alters- und Invaliditätsgesetz stehen Abg. Graf Behr( R.-P.) erklärt die Einrichtung der Post- funft geben. Ueber das Vorzugsrecht der Wolff'schen Telegramme ist würden. Alle diese Leute stehen nämlich im Falle der InvalidiHilfeboten für sehr nüzlich und zweckentsprechend. Daß für Herr Richter im Irrthum. Alle Börsentelegramme genießen es nicht tät jetzt unter dem sogenannten Beamtenfürsorge- Gesez, und sind Herabsetzung der Zeitungsgebühren ein öffentliches Interesse vor-( Abg. Richter: Was ist Börsentelegramm?); es erstreckt sich sie im Betriebe nicht mehr brauchbar, dann ist ihnen der in welchen fie liege, müsse er bestreiten, dagegen sei eine Herabminderung der nur auf die AC- Telegramme. Die Börse hat damit nichts zu Weg offen, in Stellungen zu gelangen, Telegramm- Bestellgebühren auf dem Lande wünschenswerth. Ain thun. Das Beispiel, das Abg. Richter angeführt hat, das Tele- Anspruch auf Pension bekommen, was früher nicht der Fall war. besten wäre es, wenn der Botenlohn gleich bei der Aufgabe des gramm aus Argentinien mit einer Nachricht, die für Handels- Die Reichsverwaltung übernimmt damit so schwerwiegende Lasten, Telegramms bezahlt werden müsse. spekulationen von Wichtigkeit ist, ist auch ohne Wolff'sches daß dagegen die geringen Beiträge für die Alters- und Invali Staatssekretär v. Stephan erwidert, daß diese Wünsche ge- Büreau möglich. Daß ein großes Handelshaus sich ein Tele- ditäts- Versicherung gar nicht in Frage kommen können. Der Abg. rechtfertigt seien, aber die Verwaltung habe schon viel gethan gramm aus Argentinien kommen läßt und das wird der Singer kann sich also vollständig beruhigen. und der Verlust bei diesem Posten betrage für die Postkasse gewöhnliche Vorgang sein seinen übrigen Kunden mittheilt, Abg. Zimmermann( Antisemit): Meine politischen Freunde 2-300 000 m. Uebrigens werde auch durch fortwährende Ver- können wir durchaus nicht verhindern. Mit keiner Silbe habe und ich stimmen dem Antrage Richter zu. Wenn von anderer mehrung der Telegraphenämter die Bestellgebühr jährlich herab- ich endlich gestern gesagt, daß ich ein Interesse daran habe, das Seite das gesagt worden wäre, was Herr Richter gesagt hat, so gemindert. Die Verwaltung würde aber darauf bedacht sein, die Wolff'sche Büreau zu benutzen, sondern ich habe nur gesagt: würde man von einer Heze gegen die Börse sprechen. Zum Worte Gebühr noch weiter herabzusetzen und dem Absender des Tele- wenn ich einmal eine wichtige Nachricht habe, z. B. über Ankunft habe ich mich gemeldet, um zu betonen, für wie wichtig wir das gramms aufzulegen. der Postdampfer, so gebe ich diese Nachricht, da das Wolff'sche Aufrücken der Beamten nach Altersstufen halten. Für die PostBüreau einmal besteht, an dieses ab. beamten bleibt es das Hauptziel, zu wissen, in welcher Zeit fie wären. 100 Abg. Dr. Hartmann( tons.) spricht sich in demselben Sinne aus, wie der Abg. Graf Behr und dankt für das Entgegen- Abg. Hammacher( nl.): Ob die Behauptungen des Abg. eine bestimmte Gehaltsstufe erreichen können. Bisher er tommen des Staatssekretärs. Redner erkennt die Fortschritte Richter der Wirklichkeit entsprechen, darüber steht mir, da hielten das Höchstgehalt die meisten erst bei sehr vor betreffs der Sonntagsruhe für die Postbeamten an; aber es ich die Verabredungen zwischen der Reichspostverwaltung und gerücktem Alter, so daß sie wenig Nutzen davon hatten. fönne noch mehr geschehen, und der Wunsch sei berechtigt, daß dem Wolf'schen Bureau nicht kenne, ein Urtheil nicht zu. Was Was die dienstlichen Verhältnisse der Beamten antrifft, so wäre auf dem angefangenen Wege fortgefahren werde. Die mehrfach der Abg. Richter aber sagt, und was von dem Staatssekretär zu überlegen, ob der Schalterdienst an den Sonntag- Nachmittagen erwähnten Petitionen erschienen ihm nicht berechtigt, denn die Be- v. Stephan bis zu einem gewissen Grade zugestanden worden ist, nicht eingestellt werden könnte. Ich erblicke in dieser Einrichtung günstigung derselben würde immer größere Wünsche zeitigen; rechtfertigt das Verlangen Richter's, daß dem Reichstag von dem eine ungerechtfertigte Rücksichtnahme auf die Juden. An den jedenfalls bedürfe die Sache einer ganz besonderen Prüfung. Sachverhältniß Kenntniß gegeben wird. Es ist dabei von unter- Herrn Staatssekretär möchte ich mir die Frage erlauben, aus Die gegen die Postverwaltung im allgemeinen erhobenen Vor- geordneter Bedeutung, ob die Anregung bei dem Postetat oder welchen dienstlichen Gründen die Versetzung einiger Vorstandswürfe weist Redner als ungerecht zurück. Das Ausland wisse die einem anderen Etat gegeben wird.( Sehr richtig!) Wir haben mitglieder des Verbandes deutscher Postassistenten erfolgt ist. Verdienste des Staatssekretärs viel besser zu würdigen, als viele es bei der Berathung des Etats nicht mit einem Ressort, sondern Man scheint dem Verbande Hindernisse in den Weg legen zu Leute in Deutschland, und doch lägen die großen Verdienste des- mit der gesammten Regierung zu thun. Ich würde es auf das wollen, wiewohl seine Bestrebungen gute sind. Auch aus felben klar zu Tage. Tiefste beklagen, wenn die Reichspostverwaltung einem Vertrags- politischen Beweggründen sind Versetzungen erfolgt, so ist ein Abg. Vollrath( freis.) ist mit dem Vorredner in dieser verhältniß, das zu Schäden, wie sie Herr Richter geschildert hat, Beamter von hier nach Westpreußen versetzt worden, weil Beziehung durchaus nicht einverstanden. Der Staatssekretär Veranlassung geben kann, seine Zustimmung gegeben hat. Wenn er unvorsichtig genug war, sich offen als Antisemit zu bekennen. braucht der Presse keine Rathschläge zu geben, wie sie ihre der Reichstag in den verlangten Mittheilungen eine Be- Das deutsche Blut wäre in allen Schlachten vergeblich geflossen, Würde wahren könne, sie wisse das schon allein und bedürfe stätigung der Angaben Richter's finden sollte, so würde es für wenn jemals eine deutsche Verwaltung nach jüdischen Winken sich nicht derartiger patriarchalischer Ermahnungen. Wenn die be- jedes Mitglied eine selbstverständliche Pflicht sein, dahin zu wirken, richten müßte. treffende Petition auch wirklich nur von freisinnigen Blättern daß mit solchen Verhältnissen sobald als möglich aufgeräumt wird. Abg. Funck( freis.) weist auf die Fernsprech- Anlagen ausgegangen wäre was aber gar nicht der Fall ist, so wäre( Sehr wahr!) Wir wissen zwar Alle, daß die Bureaus, welche in der Schweiz hin, selbst einzelne Fabriken, die dieselbe darum doch nicht zu verwerfen. Eine Ermäßigung der die anderen großen Regierungen in Frankreich England, Italien abseits liegen, mit dergleichen Anlagen versehen seien und auf Gebühren würde nicht dem Verleger, sondern dem Publikum zu benutzen, sich auch nicht durch eine große Wahrheitsliebe auszeichnen. diese Weise eine wohlthätige Dezentralisation der Fabrikanlagen gute kommen, da die Blätter die Qualität des Blattes dann ver- Es scheint mir das fast in der Natur derartiger mit den staat- im öffentlichen Interesse ermöglicht werde. Die Forderung der bessern tönnten. Die Kritik des Staatssekretärs an dem Inhalte lichen und politischen Interessen verbundenen Bureaus zu liegen. Garantieleistung erschwere die Verbreitung der Fernsprech- Einder Zeitungsdepeschen sei nicht in der Ordnung; er sollte lieber Wenn der Abg. Vollrath die Verwaltung v. Stephan's dadurch richtungen. Die Herabsehung der Telephongebühr würde feines fich gegen das von der Regierung bevorzugte Wolff'sche Bureau glaubt charakterisiren zu können, daß er sagt, das Glänzende liege wegs nur den oberen Zehntausend zu Gute kommen, sondern das wenden, welches höchst überflüssige Nachrichten über den Auf- in der Vergangenheit, die Gegenwart zeichne sich durch Stillstand Interesse der Gesammtheit fördern. enthalt des Grafen Herbert Bismarck u. dergl. brächte.( Heiterkeit.) aus, so widersprechen dem die Thatsachen. Ich verweise dafür auf die Abg. Heine( Soz.): Sie werden mir erlauben, auch die Mebner bringt eine Reihe von„ Lokalschmerzen" zum Ausdruck, Ausbesserung der Beamtengehälter, die bei keiner Betriebsverwaltung Wünsche der kleinen Leute vorzutragen. Es ist davon die melche bewiesen, daß die Zentralbehörde durchaus nicht von allen in so hohem Maße wie bei der Post eingetreten ist, auf die Initiativ- Rede gewesen, daß die Nachnahmegebühren ermäßigt worden, Bebelſtänden unterrichtet jet. Go fei 8. B. die Briefbestellung in vorschläge v. Stephan's in dem internationalen postalischen Verkehr, aber nur die höheren, bei Beträgen über 15 M., und zwar auf Breslau ſehr ſchlecht und langsam, ferner seien den Beamten die auf die Berstaatlichung des Fernsprechwesens u. A. Freilich Kosten derjenigen von 5 bis 10 Mart. Die kleinen Handelsleute, fen Lage" auf einen halben wöchentlich beschränkt worden, ist es ungünstig für die Postverwaltung, daß die Differenzen welche sich Waaren per Nachnahme schicken laffen, verbienen aber was entschieden zu tabeln jel, in. bergi. Alles in allem genommen gerade bei einer Frage einfeßen, die eine der bekannten Groß- gerade eine besondere Berücksichtigung. Auch die geringen abbie Boſtverwaltung nicht mehr pas, was sie geweſen ſei, fie mächte empfindlich berührt. Es ist offenbar, daß man mit dem Zeitungszuschläge, von der Staatssekretär nähme viel zu viel Rücksicht auf die Bfennige und zu wenig auf Widerspruch gegen die Herabsetzung der Telegrammgebühren für sprach, tommen den größeren Zeitungen zu Gute; die kleinen den Kulturfortschritt.( Bravo! links.) Zeitungen in ein Wespennet sticht. Aber nicht Abneigung gegen wöchentlich nur ein paarmal erscheinenden Zeitungen bezahlen Abg. Richter( freif): Der Wunsch, daß die Telegramm- das Beitungswesen bestimmt uns dazu, sondern weil wir nicht verhältnißmäßig hohe Gebühren. Statssekretär mit einem Stempelsteuer- Grlaß in Vergleich ge- bei der Aufhebung des Zeitungsstempels in Preußen würden auch die Vorlage wegen der Poſtſparkassen, welche dem Reichstage ſtellt worden. Dort aber handelt es sich um Leiſtung und Gegen- hier in erster Linie die Zeitungsverleger einen erheblichen Vortheil bereits einmal vorgelegt worden sei, zu wiederholen. Die SparLeistung, hier um ein Privilegium. Ein solches liegt auch vor haben, wenn auch ein großer Theil der Zeitungen beffer und in- gelegenheit sei namentlich in den östlichen Provinzen noch nicht hei dem Verhältniß der Telegraphenverwaltung zum Wolff'schen tensiver dadurch arbeiten würde. Gerade bei den wirthschaftlich genügend geboten. Gineau, Dieſes Bureau gehört einer Grwerbsgesellschaft und die stärkeren Zeitungen wird das nicht der Fall sein; ſie bieten ja Staatssekretär v. Stephan: Die verbündeten Regierungen Sinrichtung bezweckt in der Hauptsache Dividenden. Das Bureau schon jetzt den Lesern alles Mögliche. Aehnlich liegt die Sache haben noch keine Gelegenheit gehabt, fich wieder mit der Frage sit durch das Borrecht in die Lage gebracht, das Aufkommen von bei der Forderung der Herabfeßung der Gebühren für die Fern der Post- Sparkassen zu beschäftigen. Ich kann aber erklären, Senkurrenzunternehmungen zu erschweren. Der Leiter des Bureaus sprechanlagen. Einen Ausfall von 3 Mill. können wir bei der jeßigen daß der Reichskanzler diese und ähnliche Fragen des allgemeinen gierung, er ist zugleich sieht in gewisser Beziehung unteinflusse der Re- Finanzlage nicht verantworten. Die Schwäche der Statistik der Wohls in wohlwollende Erwägung zu nehmen bereit ist. Daß firmen, welche die Aktien besitzen. er ist zugleich abhängig von einigen Börsen- Reichspost- Verwaltung haben auch wir erkannt. Die Summe die Anregung dazu von der Postverwaltung nicht ausgeht, ist Bedenken Sie, wenn ist ganz erheblich höher; aber je höher sie ist, um so behutsamer wohl verständlich, nachdem die neuere Gesetzgebung der Postein wichtiges Telegramm, beispielsweise Argen- sollte der Reichstag sein, die Postverwaltung zur Gebühren verwaltung so erhebliche Lasten aufgebürdet hat, daß man erst tinien, das ihm früher angeht als Firmen ermäßigung zu drängen. Wollen Sie eine Herabsehung der abwarten muß, wie sich die Arbeiten abwickeln werden. richtheilt, welche Spefulation als anderen, den einzelnen Fehr Telegramme auf 3 Pf. pro Wort, die nicht einmal die Selbst- Abg. Jöst( Soz.): Die Vertheilung der Postanstalten in richtig! links.) Er fann auch die hatten, die ihm zugehen kosten decken, in einem Augenblicke, wo Sie nützliche und noth- der Stadt Mainz ist eine so ungünstige, daß gerade der Stadtfarb bie er weitergiebt, ben Intereſſen jener Firmen entsprechend wendige Ausgaben streichen müssen, weil die Finanzverhältnisse theil, in dem sich der Hauptverkehr fonzentvirt, jetzt keine Poſtfärben. Es hat nur ein hiſtoriſches 3nterije, ung best Börsen sie nicht gestatten? Ich empfehle Ihnen, über die Petition zur anstalt hat, während in den anderen Stadttheilen 4 Poſtanſtalten firmen zugleich die Privatfirmen des Fürsten Bismarck gewesen Tagesordnung überzugehen. find. Zur Zeit des Fürsten Bismarck wurde das Wolff'sche| sich befinden. Bewohner der Stadt haben sich fortwährend be= Abg. Singer( Soz.): Wir werden für den Richter'schen müht, eine Aenderung herbeizuführen, aber bis jetzt ohne Erfolg, Antrag bezüglich des Wolff'schen Bureaus ſtimmen. Es ist durch- obgleich mit verhältnißmäßig geringen Koſten für die Poſtdadurch wurde der öffentlichen Meichten die face bureaus, benus, and wünschenswerth, dieses Berhältniß lennen zu lernen. Die vonbattung Abhilfe geschaffen werden könnte. Auch, was die bruck gegeben. Der Draht wurde auch vielfach zur Wittheilung Grmäßigung der Telephon- und Telegraphengebühren scheint mir pensionsberechtigte Anstellung vieler Poſtbeamten in Maing war Beitungsextrakten benugt, noch bevor die Zeitungen gebruct im Uebrigen nicht entfernt so wichtig, wie die Frage der Beamten betrifft, find bisher lebhafte Klagen fgeführt worden. Es giebt nach die Mittheilungen wurden womöglich so befördert, daß sie auf Widerruf" in der Postverwaltung, die ich gestern zur Sprache Beamte, die bereits in den sechsziger Jahren eingetreten sind und scht Redaktionsschluß anlangten und jo, Sucil bie Sichtung außge aufragt habe. Herr Direktor Fiſcher hat gestern die Thatsache, noch heute teine pensionsberechtigte Anstellung gesunden haben. haboſſen war, auch in liberale Set und so weil die eitung ausgegebracht Divie Boſtverwaltung eine große Alchi Ich bitte um Austunſt, vb vies Berhältniß, der penſionsberechtelbet ganz wunderliche Gachen wungen Eingang fan gelogen wir poß Arbeitern, wie in einem Arbeiterverhältniß zu ihr gestanden ügten und nicht pensionsberechtigten Beamten sich in jüngster telegraphirt. Unter dem jegigen gerrn meichstansier ift dieser habe, dieser Eigenschaft entkleidet und in Beamte auf widerruf Beit geändert hat er Abg. Dechelhäuser( natl.) bittet die Regierung, die Stimmung des Hauses nicht nach dem Urtheil des Herrn Richter zu beurtheilen; das Urtheil des Vertreters einer Partei, welche alle sozialpolitischen Gefeße abgelehnt habe, sei durchaus nicht maßgebend. Es folgt die dritte Berathung der Vorlage, betreffend die Abänderung und Ergänzung einiger Bestimmungen wegen der Wahl von Stadtverordneten. Der e3 zutreffend be Abg. Richter ersucht die Regierung, der Anregung des Herrn überlassen, auch eine solche Differenzirung in der Besteuerung ein-| fnopf eingetauscht haben, wie man Seite Dechelhäuser wegen der Postsparkassen teine Folge zu geben. Außer- treten zu lassen. daß auf diese zeichnet hat. Bedauerlich sei, daß halb der nationalliberalen Partei ist durchaus keine Neigung Abg. Schlabik: Wir haben in Görlitz diesen Ausweg be- der Sache im Reichstage nicht genügend nachdrücklich hinfür das Gesetz vorhanden, man will in kommunalen Spar- treten wollen, sind aber durch die Sachverständigen dahin belehrt gewiesen sei. Dort habe Herr Richter im Gegentheil die tassen teine Konkurrenz machen, namentlich aber wünscht jetzt worden, daß das von Herrn v. Schalscha empfohlene Mittel gänz- Politik der Regierung gelobt und hinzugefügt, es wäre sehr gut, Niemand die Last neuer sozialpolitischer Gesetze zu übernehmen. lich unwirksam ist. Dagegen wird die Erhöhung der Steuer wenn irgendwo noch ein kleines Inselchen zu finden wäre, wofür Die Mittheilung des Vertrages mit dem Wolff'schen Bureau ge- zweifellos auf eine Verminderung der Hunde wirken. wir andere Kolonien mit Anstand los werden könnten. Auch hört hieeher; der Antrag richtet sich an die Adresse des Reichs- Abg. v. Schalfcha: Allerdings wird durch die Beseitigung diese Aeußerung sei bedauerlicherweise ohne Rüge hingegangen; fanzlers, der sa darüber befinden wird. Aus der ganzen Behand- der Hunde auch die Tollwuth beseitigt.( Heiterkeit.) Aber auf Namens weiter Kreise weise er( Redner) diesen Hohn mit der lung dieser Frage entnehme ich, daß dahinter noch weit mehr dem Lende müssen doch sehr viel Hunde gehalten wer gebührenden Schärfe zurück.( Lachen links.) Leider fet auch steckt als ja bisher annahm. den, und ein versteuerter Hund kann ebenso toll werden, wegen unserer Kolonien eine eigentliche Beschlußfassung des wie ein unversteuerter. Die Steuer drückt den Hund gar nicht Reichstages nicht möglich, ebenso wenig über den Abschluß des ( Heiterkeit.) deutsch- englischen Abkommiens. Wäre er im Reichstage( Lachen In zweiter Lesung wird die Vorlage unverändert ohne Dis- links), so würde er gegen jede Kolonialforderung stimmen, so fussion angenommen. lange auf diesem Gebiete im Wege der Verfassungsänderung nicht Wandel geschaffen wäre. Zum ersten Male habe er bedauert, Abg. Ackermann( dk.) spricht sich ebenfalls gegen die Postbei der Reichstagswahl durchgefallen zu sein, denn er hätte gern spartassen aus, weil die Bost jetzt mit den Arbeitern für die Arein öffentliches Wort über diese Sache gesprochen. Große beiterversicherung sehr überhäuft sei; übrigens habe man in Abg. Tichocke( natl.): Der Gesetzentwurf füllt eine fühl- Fehler seien in der Reichspolitik gemacht worden. wesentlich durch Sachsen teine Neigung, auf eine zentralisirte Postsparkassen- bare Lücke in der Städteordnung aus und entspricht den Be- Aufstand in Ostafrika sei auch ganz Einrichtung einzugehen. schlüssen des Landtags in verschiedenen Sessionen. Eine mit Verschulden der Regierungsorgane mit herbeigeführt worden, Abg. v. Vollmar( Soz.): Wenn der Abg. Singer sich diesem Gesetzentwurf in Zusammenhang stehende und von Er wolle deswegen den verflossenen Reichskanzler nicht angreifen, gestern gegen die Petition der Zeitungen und gegen eine 35 Breslauer Stadtverordneten ausgehende Petition wünscht nun wie ihn diese Fehler überhaupt nicht hinderten, jenem den Ermäßigung der Telephongebühren gewendet hat, so hat er selbst im§ 14 den Absatz 1 dahin abzuändern, daß statt" Gehören zu schuldigen Zoll der Dankbarkeit zu entrichten. Die Hetze gegen hinzugefügt, daß seine Ansicht eine persönliche war. Auch meine einer Abtheilung mehr als 500 Wähler, so kann die Wahl der den früheren Reichskanzler sei nichts, was die Situation besonders Stellung ist eine persönliche, wenn ich erkläre, daß ich der selben nach dazu gebildeten Wahlbezirken geschehen" gefagt ehren könne. Die jetzige Regierung scheine nicht auf allen Ge Ansicht des Abg. Singer nicht beitrete. Für mich ist die allge- wird: so hat die Wahl derselben nach dazu gebildeten bieten diejenige Stärke und Straft zu zeigen, die zu wünschen iſt; meine Erleichterung des Verkehrs ausschlaggebend. Der Staats- Wahlbezirken zu geschehen", und daß folgender Zusak man müsse ihr zurufen: Landgraf, werde hart! Hoffentlich sekretär wies gestern darauf hin- hier befindet er sich einmal gemacht wird: Ist eine Abtheilung in Wahlbezirke zerlegt werde Fürst Bismarck noch die Genugthuung erleben, daß ein init den Sozialdemokraten im Einvernehmen, daß jede Er worden, so müssen auch die anderen Abtheilungen in Wahlbezirke junger, thatfräftiger Staatsmann in den Rath der Krone eintritt. leichterung auf diesem Gebiete von den Steuerzahlern im Allge- zerlegt werden, und zwar gleich viel, ob diese Abtheilungen mehr( Große Heiterkeit.) meinen getragen werden muß. Sollte eine Verbilligung der Ge- oder weniger als 500 Wähler umfassen. Die Zahl der Wahl- Minister Herrfurth: Ich gehe auf diese Ausführungen nicht bühren einen Ausfall an Einnahmen herbeiführen, so würde ich bezirke muß in allen Abtheilungen die gleiche sein." Zur Be- ein, von denen der Vorredner selbst gefagt hat, sie gehören nicht die Verantwortung auf mich nehmen können, vorübergehend den gründung führen die Petenten an, daß jetzt in Breslau in der hierher. Wenn der Umstand, daß er bei den Reichstags- Wahlen Steuerzahlern eine gewisse Erhöhung anzusinnen. Von dem Stand- zweiten und dritten Abtheilung 17 Wahlbezirke bestehen, während durchgefallen ist, ihm einen Anreiz gegeben hat, sie zu machen, so punkt, daß die Lasten der Steuerzahler nicht erhöht werden in der ersten bis vor kurzem nur ein Wahlbezirk erst im gehören sie deswegen doch noch nicht hierher. Das ist allerdings ein dürfen, müßten alle Mehrausgaben abgelehnt werden, besonders letzten November hat die erste Abtheilung zum ersten Male in zwei hoher, ja der höchste Ruhm, daß der Kaiser im Frieden ein Mehrer de die für Universitäten, die dazu nur den höheren Gesellschafts- Bezirken gewählt bestanden hat, daß dadurch eine Ver- Reiches geworden. Der Hohenzollern- Aar, der seinen Flug ge klassen zu Gute kommen. Wie ich für alle Forderungen ein- fümmerung des Wahlrechts in der zweiten und dritten Ab- nommen hat vom Fels zum Meer, er schwebt jezt auch über getreten bin, so werde ich auch für jede Erleichterung des Ver- theilung zu Gunsten der ersten stattfinde, und daß unter jenem Fels im Meer, den seine Weisheit uns wiedergewonnen fehrs eintreten, auch soweit das die Zeitungen betrifft. Es Umständen sogar einem Bürger, der einen Wohnungswechsel vor: hat!( Lebhafter Beifall.) handelt sich hierbei nicht um den Geldbeutel der Verleger, sondern nimmt, die Möglichkeit, einen Stadtverordneten zu wählen, auf Abg. Rickert verzichtet nach diesen Worten des Ministers die Petenten sagen selbst, daß eine Ermäßigung der Telegraphen Jahre hinaus entzogen werden kann. Eine solch erhebliche Ano- darauf, dem Abg. Arendt zu antworten; ebenso der Abgeordnete gebühren besonders den mittleren und kleineren Blättern zu Gute malie verlangt wohl eine Deklaration des betreffenden Para Seelig. kommen würde. Gerade jetzt genießen die größeren Blätter eine graphen der Städte Ordnung. Um nicht den vorliegenden uns Damit schließt die Generaldiskussion. Vorzugsstellung, indem sie sich einen Draht pachten, was die sehr willkommenen Gesezentwurf mit einer neuen Zugabe zu beEleineren nicht können. Tritt eine Ermäßigung der Gebühren lasten, beantrage ich nicht, Gesetzentwurf und Betition einer ein, so können auch die kleineren Blätter sich des Telegraphen Rommission zu überweisen, sondern begnüge mich, die Aufmerk ausgiebig bedienen. Ich bin also für eine allgemeine Verbilligung famkeit des Hauses auf die Petition zu lenten, die eine gründder Telegraphengebühren, und soweit diese nicht zu erreichen ist, liche Prüfung verdient, und empfehle im Uebrigen die Annahme wenigstens eine solche für die Zeitungen. Ich möchte diese des Gesezentwurfs. vor dem Vorwurf bewahren, daß sie mit dem Privilegium Minister Herrfurth: Die erwähnte Petition ist auch mir anderer Gesellschaftsklassen irgendwie in eine Linie zu stellen zugegangen, ihre Erfüllung aber durchaus unthunlich. Was die sind. Auch im Telephonwesen könnte eine durchgreifende Ver- Betenten wollen, ist zum Theil gar nicht ausführbar, namentlich billigung der Gebühren eintreten. Heute ist für das Volk in die Wahl in gleichen Bezirken für alle drei Klassen. seiner großen Mehrheit die Einrichtung noch nicht in Gebrauch, da die hohen Kosten dies verbieten. Es werden uns immer Länder vorgeführt, wo die Sätze höher sind, nicht aber solche, wo fie billiger sind. In Stockholm finden Sie die ausgedehnteste Benutzung des Telephons, es ist dort in jedem Laden; allerdings betragen die Gebühren für eine kurze Unterredung nur 11 Pf. Wenn der Direktor Fischer sagt, daß in keinem Reffort für die Beamtengehälter so viel bei der Post geschehen ist, so vergißt er dabei, daß der Reichstag die Bostverwaltung dazu gedrängt hat. Abg. Graf Ballestrem erklärt, daß das Zentrum auf seinem ablehnenden Standpunkt den Post- Sparkassen gegenüber immer noch beharre. V In der zweiten Lesung befürwortet Abg. Ritter( frk.) die Errichtung eines eigenen Amtsgerichts auf der Insel, welches namentlich zur Zeit der Badesaison unentbehrlich sein würde. Nach einem Uebergang von etwa zehn Jahren, wenn die Richter fich in das jütische Recht eingearbeitet haben würden, könnte ja die Stelle wieder eingezogen werden. Man gönne doch der Insel einen Amtsrichter, auch wenn er nicht genügend zu thun habe. Geh.- Rath v. Wilmowski entgegnet, daß solches doch nicht zu verantworten sein würde. Auch auf den vielbesuchten Seebädern Norderney und Borkum feien teine Amtsgerichte vor handen. Ohne Spezialdiskussion wird die Vorlage in zweiter Lesung unverändert angenommen. Der Gesetzentwurf betr. die außerordentliche Armenlast Abg. Krah( frt.) tritt gleichfalls dem Antrage feines wird vom Fraktionsgenoffen entgegen, indem er besonders auf die Er Abg. Krause( ntl.) in der Fassung des Herrenhauses zur un- fahrungen des auf Sylt etablirten Amtsgerichts verweist, welches veränderten Annahme empfohlen. Der Gesezentwurf führt eine dem Staate auch nur Geld koste, ohne recht nöthig zu sein. Auch außerordentliche Entlastung der Gemeinden herbei und dient dieser Redner wünscht eine forgfältige Auswahl der Person des gleichzeitig in hohem Maße der Humanität. Landrathsgehilfen, der in Helgoland stationirt werden soll. Abg. Graf zu Limburg- Stirum will sich auf die überschwänglichen Ausführungen wegen der Wiedererwerbung der Insel nicht einlassen, die Sache sei im Reichstag abgemacht. Zur Beit tönne er, wesentlich im Anschluß an die Ausführungen des Borredners, für die Einrichtung eines Amtsgerichts daselbst nicht stimmen. Abg. v. Tzichoppe( frt.) empfiehlt auch seinerseits die Vorlage, will aber ihre Erörterung in einer Kommission von vierzehn Mitgliedern. Redner macht einige Erweiterungs- bezw. Abänderungsvorschläge zum Gesetzentwurf und zum AusführungsAbg. Hartmann( dk.) erklärt sich ebenfalls gegen die Post- gesetz zum Reichsgesetze betr. den Unterstützungswohnsiz. Sparkassen. Man solle das Publikum zur Benutzung der Kom- Abg. v. Rauchhaupt hält gleichfalls Kommissionsberathung munal- Sparkassen ermuntern und das könnte der Postverwaltung, für nothwendig. Die Provinzialverbände als Land- Armenwenn sie die Vermittelung zwischen dem Publikum und den verbände hatten bisher die Verpflichtung, für alle Geisteskranken Spartassen übernehmen wollte. Der Antrag Richter wegen des die Fürsorge zu übernehmen, nicht; diese Verpflichtung soll Vertrages mit dem Wolff'schen Bureau würde wohl besser in der jetzt ausgesprochen werden, und damit vermehren sich die Kosten Budgetkommission vorberathen, damit auch der Reichskanzler, an für die Provinzen gang außerordentlich. Denn die Zahl welchen der Antrag sich wendet, dazu Stellung nehmen kann. In der nicht gemeingefährlichen Geistesfranken, die der Anstaltspflege einer Kommission erfahren wir wohl auch viel mehr, als hier im bedürfen, ist sehr erheblich. Ferner ist zweifelhaft geblieben, was Hause, denn vielleicht kommen dabei Sachen zur Sprache, die nicht Idiot ist; der Begriff schwankt. Alle diese Punkte bedürfen ge= für die Deffentlichkeit geeignet sind. nauer Erörterung in einer Kommission. Noch schwieriger liegt die Frage der Epileptiker. Auch die Frage: Was ist denn Hilfsbedürfniß im Sinne dieses Gesetzes? ist nicht flar beantwortet. Abg. Nichter befürchtet davon nur eine Verschleppung der ganzen Frage. Abg. Hartmann: Bei der gegenwärtigen Geschäftslage tann doch eine Verschleppung überhaupt nicht eintreten. Abg. Richter: Wenn der Reichskanzler meint, daß gewisse Dinge nicht öffentlich behandelt werden können, dann möge er das selbst dem Hause gegenüber erklären. Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Der Antrag Richter wird angenommen, nachdem die Verweisung an die Budgetkommission abgelehnt war; für denselben stimmen die Sozialdemokraten, Volkspartei, Freifinnigen, Zentrum, Nationalliberalen und Antisemiten. Um 54 Uhr wird die weitere Berathung des Etats bis Freitag 1 hr vertagt. Abgeordnetenhaus. 23. Sigung vom 29. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth, Miquel. Die Emeritirungsordnung für die evangelisch- lutherische Kirche der Provinz Schleswig- Holstein wird in dritter Lesung ohne Debatte endgiltig angenommen. In der ersten Berathung des Gefeßentwurfs, betreffend die Ausdehnung einiger Bestimmungen der Novelle zum Pensionsgefeße auf mittelbare Staatsbeamte richtet Nachdem der Antragsteller nochmals für seinen Antrag eingetreten, wird derselbe gegen die Stimmen eines kleinen Theils der Freikonservativen abgelehnt, die Vorlage im Einzelnen unverändert angenommen. Bei der ersten Lesung des Gesehentwurfs, betreffend die Heranziehung der Fabriken u. s. w. mit Vorausleistungen für den Wegebau in der Provinz Brandenburg, wünscht Abg. Seelig die Vorlegung eines ähnlichen Gesetzes für Schleswig- Holstein, wie es der Provinzial- Landtag schon vor zwei Jahren einstimmig beschlossen habe. Regierungskommissar Geheimer Rath Hübner erwidert, daß die Vorlegung eines entsprechenden Gefeyes für Schleswig- Hol stein voraussichtlich noch in dieser Session erfolgen werde. Minister Herrfurth: Die Vorlage ist allerdings keineswegs Abg. Sack beantragt namens der Konservativen die Ab so einfach, wie sie aussieht, sie hat auch im Herrenhause erheb liche Aenderungen erfahren. Die Aenderungen des Herrenhauses segung der zweiten Lesung und kommissarische Berathung, da die haben einmal eine Klarstellung des Grundgedankens der Vorlage neuere Rechtsprechung des Ober- Verwaltungsgerichts und die im Sinne der Regierung und sodann wesentliche Verbesserungen Vertheilung der Beweislast durch dasselbe die Anwendbarkeit wie die Einschiebung des Kreises als des prinzipaliter Ver- dieser Provinzialgesete fast illusorisch gemacht habe. Das Gericht pflichteten herbeigeführt. Es ist nicht die Absicht dieses Gesetzes, verlange die zahlenmäßige Feststellung der erfolgenden Abnügung im Punkte Hilfsbedürftigkeit und des Umfanges für die Zukunft; eine solche Feststellung sei ungemein schwer, der Armenpflege irgend welche Aenderung herbeizuführen. wenn überhaupt möglich. Selbst für die Vergangenheit sei die Der Begriff der Hilfsbedürftigkeit ist reichsgefeßlich fest- Forderung nicht so leicht zu erfüllen. gestellt; auch der Umfang der Armenpflege soll derselbe bleiben, wie bisher. Die Vorlage bietet auch eine wesentliche Erleichte rung bei der Ausführung der bezüglichen Bestimmungen der neuen Landgemeinde Ordnung und bei der Bildung der Zweck: verbände. = Das Haus überweist den Entwurf einer Kommission von 14 Mitgliedern. Es folgt die erste Berathung der Vorlage, betreffend die Vereinigung der Insel Helgoland mit der peußischen Monarchie. Geh. Rath Gamp: Die Vorlage weicht ganz wesentlich ab von dem ursprünglichen Entwurf; die Regierung hat sich über die Aenderungen des Herrenhauses noch nicht schlüffig gemacht. Das Ressort der Handel- und Gewerbeverwaltung hat gegen dieselben die schwerwiegendsten Bedenken, die in der Kommission zum nähern Vortrag kommen werden. Abg. Melbeck beklagt sich darüber, daß der Entwurf für die Rheinprovinz seit zwei Jahren fertig, aber immer noch nicht publizirt worden ist. ent Geh. Rath Gamp: Der Entwurf bezüglich der Rheinprovinz Abg. Peters: Ich möchte der Freude Ausdruck geben, mit ist deshalb nicht publizirt, weil im Widerspruch mit der Staats der wir Alle erfüllt sind über die Thatsache, daß es gelungen ist, regierung vom Herrenhause das Recht der Erhebung von Präzipual die früher zu Deutschland gehörige Insel für Deutschland wieder beiträgen auch der Provinz beigelegt worden ist. Gegen diese Abg. v. Schenckendorff( ntl.) an die Regierung die Bitte, zugewinnen.( Bravo!) Der alte Detter würde, wenn er heute Erweiterungen hat die Handels- und Gewerbeverwaltung damals Bedenken geltend gemacht; nach den daß die von dem Minister des Innern im Herrenhause in Aus- noch lebte, alle feine Hoffnungen für die von ihm so sehr geliebte schon der Regierung eingezogenen Informationen sicht gestellte Vorlage an den Reichstag, betreffend die Anrechnung Insel erfüllt sehen. Die Uebertragung landwirthschaftlicher Be- von der Der Militärdienstzeit bei der Pensionirung der Gemeindebeamten, fugnisse auf einen Hilfsbeamten, wie es die Vorlage vorschlägt, spricht die Vorlage in dieser Gestalt auch den Wünschen recht bald eingebracht werden möchte. ist nicht ohne Bedenken, jedenfalls bitten wie die Regierung, bei der Provinz selbst. Namentlich haben sämmtliche Industrielle Minister Herrfurth: In wie weit es möglich sein wird, der Auswahl desselben besondere Sorgfalt walten zu lassen, er energischen Einspruch erhoben. Diese Erfahrungen legen den im Wege des Reichsgesezes den hervorgetretenen Mängeln abzu- darf nicht allzu bureaukratisch auftreten, denn das würde leicht helfen, steht dahin; im Wege der Landesgesetzgebung läßt sich eine Entfremdung der neu gewonnenen preußischen Staatsbürger Abhilfe nicht erreichen. Die Sache befindet sich noch in der bewirken. Er muß auch mit ausreichendem Gehalt dotirt wer den, um seine Stellung voll und ganz auszufüllen. Für den VerErwägung. Auf eine Anfrage des Abg. v. Riffelmann bestätigt Minister fehr mit dem Festlande zu sorgen und gleichzeitig den InfuHerrfurth, daß die betreffenden Bestimmungen auch auf die lanern ihre bisherigen Erwerbsquellen zu belaffen, wird ebenfalls Kommunal Forstbeamten Anwendung finden sollen. Ein Er- Aufgabe der Regierung sein, ebenso die Sorge für die Fischer, kenntniß des Ober- Landesgerichts in Köln hat freilich dieses Recht die eines Hafens dringend bedürfen. Gegen die Angliederung an der Kommunal- Forstbeamten ihnen schon für jetzt zugestanden; Schleswig- Holstein und an den Kreis Süderdithmarschen haben man könne aber die Praxis auf Grund dieses Erkenntnisses allein wir nichts einzuwenden. Den Antrag des Abgeordneten erklärt. nicht ändern, sondern werde abwarten, wie ein eventuelles Er- Ritter, welcher uns soeben zugegangen tenntniß des Reichsgerichts ausfallen wird. Wunsch nahe, es möchte mit dem vorliegenden Entwurf für Brandenburg nicht ebenso gehen, der Landtag möchte fich in seinen weitergehenden Wünschen die gebotene Reserve auferlegen. Die Abgg. Biesenbach, Mooren und Melbeck dringen demgegenüber nochmals auf endliche Publizirung des Gesetzes für die Rheinprovinz. Die Vorlage geht in die Gemeindekommission. Der Bericht über die Verwendung des Erlöses für verkaufte Berliner Stadtbahnparzellen wird ohne Debatte für erledigt ist, und der die Schluß 24 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr. Errichtung eines eigenen Amtsgerichts dort bezweckt, fann( Kleinere Vorlagen und Etat.) Abg. Schlabiz tritt dem Wunsche des Abgeordneten ich nicht billigen; für einen Amtsrichter in Helgoland v. Risselmann bei. Damit schließt die erste Lesung. In zweiter Berathung wird die Vorlage ohne Abänderung und ohne Debatte ange nommen. Es folgt die erste Lesung der Vorlage, betreffend die Erhöhung des Höchstbetrages der Hundesteuer in den älteren Landestheilen der Monarchie. findet sich genügende Beschäftigung nicht. Die Zulegung zum Amtsgericht Altona und die Abhaltung von Gerichtstagen auf der Insel ist völlig zweckentsprechend und ausreichend. Die Vorlage fann ohne Kommissionsberathung hier im Plenum erledigt werden. Parlamentarisches. Petitions Kommission. Sigung vom 29. Januar. als Abg. Arendt schließt sich den Einzelwünschen des Vorredners an, nur in Bezug auf den Antrag Ritter weiche er von ihm ab, Nach Feststellung mehrerer Berichte für das Plenum tritt Abg. von Schalscha giebt zu erwägen, ob nicht bei indem er den Antrag empfehle. Er stimme dem Vorredner auch man in die Berathung der für heute vorliegenden Petitionen ein. dieser Gelegenheit eine verschiedene Besteuerung der Hunde und in der Freude über die Erwerbung Helgolands zu. Gerade er Nachdem einige Petitionen, welche die Aufhebung des Einfuhr Hündinnen einzuführen sei. Die Vermehrung der Tollwuthfälle( Redner) habe seit Jahren für die Erwerbung Helgolands durch verbots von amerikanischem Schweinefleische befürworten, rührt vielfach daher, daß es zu viel Hunde, aber zu wenig Hün- Deutschland seine Thätigkeit eingesetzt; damals habe man noch durch die Plenarbeschlüsse über den Antrag Barth erledigt erklärt dinnen giebt. Man könnte durch eine geringere Besteuerung der seine Bestrebungen als phantasien eines Kolonialfanatikers be- wurden, entspann sich eine längere Debatte über die petitionen zeichnet. Für England war die Abtretung Helgolands kein großes einer großen Zahl elsässischer Tabakbauern. Dieselben wünschen, Hündinnen auch hier vorkehren. Minister Herrfurth: Die Hundesteuer in den Gemeinden ist Opfer; aber was wir dafür gezahlt haben, ist thatsächlich um den Rüdgang ihres Tabakbaues zu verhüten, entweder ing nicht obligatorisch, sondern fakultativ; es bleibt den Gemeinden ein neuer Anzug gewesen, gegen den wir einen Hosen- führung des Tabakmonopols, oder Erhöhung g t t e 3 J 1 T Kommunales. Lokales. " des 3olles auf ausländischen Zabat, oder mission, den Antrag auf Errichtung von Wärme I sinnigen" scheinen ja von Anfang an, da ihnen jede Aussicht auf Erfolg geschwunden war, es auf einen Ult und eine Radau. Ermäßigung der Steuern auf inländischen stuben ab. Tabak oder eine Fabritatsteuer. Die Auswahl der zu pflasternden Straßen und Plätze gab versammlung abgesehen zu haben, mit einem ganzen Heer von An dieser längeren Debatte betheiligten sich die Abgeordneten verschiedenen Rednern der freisinnigen Majorität Anlaß, Lokal- Radaubrüdern und Komikern waren sie herangerückt, einige bev. Jagow, Geyer, Münch, Hultzsch, v. Kehler und der Regierungs- schmerzen zum Ausdruck zu bringen und sich im Redeturnier tannte Klowns produzirten dort auch ihre Künste. Unsere Getommiffar Geh. Regierungsrath Rauschning. Letzterer erklärt, darüber zu bewegen, welche Art des vorhandenen Pflasters das nossen, welche in der Versammlung erschienen waren, nahmen daß im Schooße der Regierung Erörterungen über diese Fragen mindest schlechteste sei. Ob nicht die Reinhaltung der die geistige Bekämpfung" zuerst sehr ernst auf. So suchte Geseit längerer Zeit gepflogen wurden und nun zum Abschluß ge- Straßen bei jedem Pflaster erforderlich? Arbeitskräfte da nosse Auerbach den Prolog zu den Vorstellungen, welchen der langt seien, gegenwärtig aber die Entscheidung dem Bundesrath zu sind leider nach Tausenden vorhanden; aber verräth ein Führer sämmtlicher manchesterlichen Handlungsbeslissenen, Herr zur Berathung vorlägen. Ueber den Inhalt könne er nichts mit Stadtverordneter dem Berliner Tageblatt": der Magistrat hat Noa, in Gestalt eines nach allen Regeln der Grammatik und theilen, aber jedenfalls dürfte als Denkschrift die Ent zur Fortschaffung des Schmutzes hinreichendes Wagenmaterial Stilistit sorgfältig ausgearbeiteten Auffäßchens vorlas, eingehend zu widerlegen, was ihm auch trotz des Radaus gelang. Auf scheidung der Deffentlichkeit übergeben werden. Die zu beschaffen verabsäumt. Mit dem Fehlschlagen des Versuches der Bürgerpartei, der Grund seiner dortigen Ausführungen ist gegen ihn nun die AnPetition wird mittelst mündlichen Berichts an das Plenum überwiesen und Uebergang zur Tagesordnung empfohlen. Eine von Schulrath Fürstenau lebhaft unterstützt wurde, zu den Kosten klage wegen der bekannten„ Aufreizungen" erhoben worden. GePetition, von Einwohnern verschiedener Städte Württembergs, der Erbauung der katholischen Kirche der St. Sebastian- Gemeinde nosse Auerbach sowie zahlreiche Zuhörer des Zirkus Noa bebetr. Die Einverleibung Helgolands und die deutsch- ostafrikanische aus dem Stadtsäckel Beihilfe zu erhalten, schloß die Ver- streiten ganz entschieden, daß von ihm die ihn in der Anklageschrift in den Mund gelegten Aeußerungen gethan sind; doch es treten Kolonialpolitik, will der Referent Abg. Graf Matuschta als un fammlung. gegen ihn als Belastungszeugen auf der betreffende Polizeigeeignet zur Erörterung im Plenum erflärt wissen, während der lieutenant und Herr Noa, Führer der freisinnigen" MerkursRorreferent Abg. Geyer die Ueberweisung an die Budgetkommission jünger. beantragt. Nach einer längeren Debatte zwischen den beiden Es scheinen immer neue Spielarten der geistigen Be Referenten entscheidet sich die Kommission für den Antrag fämpfung" aufzutauchen; Herrn Noa gebührt entschieden ein des Abgeordneten Geyer. Die Petition Wendel= Leipzig Justizverweigerung betreffend- wird nach eingehender Die Arbeitslofen- Versammlungen regen die bürgerliche Ehrenpläßchen in der freisinnigen" Stadtverordnetenmehrheit. Schilderung durch die Referenten Dr. Pieschel und Graf Gesellschaft oder wenigstens den denkenden Theil derfelben stark Wie der Arbeitsnachweis des Verbandes Berliner Matuschta als ungeeignet zur Grörterung im Plenum erklärt, da auf; dies spiegelt sich in den Auslassungen der bürgerlichen Presse Metall- Industrieller, Gartenstraße 160, seine Aufgabe auffaßt, Rechtsverweigerung nicht vorliege. Eine Reihe von Petitionen, wieder. Die zunehmende Arbeitslosigkeit ist ein Produkt der darüber werden uns folgende Mittheilungen gemacht: Am 20. d. persönliche Angelegenheiten betr., werden wegen Unverständlichkeit herrschenden Produktionsweise und zwar ein nothwendiges Produkt fragte ich, so schreibt uns ein hier wohnender Schlosser, in dem u. f. w. für ungeeignet zur Erörterung im Plenum erklärt. Die derselben. Das Monopol an den Arbeitsmitteln, in Verbindung Bureau um Arbeit an; nach dreiviertelstündigem Warten, da ich Petition des Kriegsinvaliden Hauß, der nach ca. 20 Jahren mit der Revolutionirung der Technik, bewirkt eine in Ginem fort schon einen Nachweis- Schein hatte, wurde mir die Adresse eines erst eine Anerkennung seines Anspruchs auf eine Verstümmelungssteigende Arbeitslosigkeit, und daran kann ohne eine vollständige Fabrikanten im Südosten der Stadt aufgegeben; also schnell von zulage erringen konnte, wird auf Antrag des Abg. Geyer zurück- Neugestaltung der Produktionsordnung nichts geändert werden. Die Der Gartenstraße nach Berlin SO. Bei dem Fabrikanten wurde gestellt, um durch die Hinzuziehung eines Regierungskommissars den industrielle Reservearmee schwillt immer mehr an, der Ueberschuß des mir der Bescheid zu Theil, daß er nur Mechaniker, keine Schloffer Fall zu Gunsten des Petenten, der eine Nachzahlung der Ver- Angebotes von Arbeitskraft über die Nachfrage nach Arbeitstraft ist verlange; also beiderseitiges Bedauern; Adieu! Wieder zurück stümmelungszulage wünscht, die ihm allerdings gefeßlich nicht zu daher ständig geworden und wird immer enormer. Das ist auch der nach Gartenstr. 160. Hier war inzwischen eine Karte eingelaufen, steht, es ist eine Lücke im Militärpensionsgesetz in dieser Hin- Grund, warum wir das„ cherne Lohngeseh", wie Ricardo und Lassalle daß in Borsig's Eisenwert, Alt- Moabit 84, zwei Schlosser verficht enthalten entscheiden zu können. es formulirt haben, nicht mehr als den genauen und vollständigen langt werden. Es war, als ich dies erfuhr, bereits Mittag, NachNächste Sigung morgen Vorm. 10 Uhr. Ausdruck der Wirkungen der kapitalistischen Produktionsweise mittags 2 Uhr stand ich mit einem Kollegen beim Portier MtDie Wahl- Prüfungskommisson erledigte in ihrer gelten laffen tönnen; Lassalle nahm eben noch an, daß das An- Moabit 84, der uns mittheilte, daß nicht weniger als acht Mann geftrigen Sigung die Prüfung der Wahl des Abg. Dr. Schier gestrigen Gigung die Prüfung der Wahl des Abg. Dr. Schier gebot von Arbeitskraft bald einmal die Nachfrage überschreite, bereits vom Arbeitsnachweis dagewesen seien und Alles ( Hanau- Gelnhausen). Es wurde die Beschlußfassung über die bald aber auch einmal hinter ihr zurückbleibe. Es gehört die besetzt sei. Als wir versuchten, um vor dem Schneegestöber ganze Blindheit gegenüber den wirthschaftlichen Thatsachen, wie Schutz zu finden, uns einen Augenblick in der Halle aufzuGiltigkeit der Wahl ausgesetzt und Erhebungen über eine ganze fie einem Eugen Richter und einem Theodor Barth eigen ist, halten, wurde der brave Portier in seiner Amtsstellung gereizt Reihe von Protestpunkten beschlossen. Die Wahl des Abg. Holtz( 5. Marienwerder) wurde für giltig erklärt, nachdem das dazu, um zu meinen, daß die Preisgabe des„ ehernen Lohn- und jagte uns auf die Straße. Wir warteten hier noch einige Ergebnis der gepflogenen Erhebungen die in dem Protest be- gefeßes" unter den thatsächlichen Verhältnissen eine Zurücknahme Beit bis einer der Herren aus dem Kontor kam, den wir fragten, oder Abschwächung unserer Anklage gegen die herrschende Wirth- ob denn die Stellen wirklich schon besetzt seien, was dieser ebenhaupteten Unregelmäßigkeiten nicht bestätigte. Ein sehr um fangreicher Bericht, die Wahl des Abg. Zangemeister betreffend, schaftsweise bedeute. Nein, diese Anklage ist nur zutreffender falls bejahte mit dem Bemerken, daß das immer so wäre, wenn in welchem in ausführlichster Weise auf die Stellung des Reichs- präzisirt und damit noch schärfer geworden. Die Gegner geben zwei Mann verlangt würden, der Arbeitsnachweis zehn Mann tags in früheren Seffionen gegenüber den Kriegervereins- Agita- auch, ohne es zu wissen, diesen Sachverhalt zu, wenn sie er- schicke. Wir richteten also unseren Kurs wieder nach Gartenflären: Der Nothstand ist nicht außergewöhnlich." Gewiß, straße 160, wo wir ebenfalls die Mittheilung erhielten, es wäre tionen eingegangen wird, kam zur Verlesung und wurde ge- der Nothstand ist nichts Außergewöhnliches mehr, er wird immer das immer so, daß mehr Personen hingeschickt als verlangt nehmigt. mehr das Gewöhnliche, nur daß er noch immer schlimmer wird. werden. Die Herren Arbeitgeber können sich das ja leisten, sie Eine merkwürdige Logik, die da sagt: Gegen den außer lassen die Arbeitslosen in beliebiger Anzahl antreten, um die gewöhnlichen Nothstand muß eine Abwehr getroffen werden, der Brauchbarsten auszumustern, das ist bequem, praktisch und kostet gewöhnliche Nothstand dagegen verlangt keine Maßnahmen der den Herren Prinzipalen nichts. Was fragen sie danach, ob der Abhilfe! D. h. Das Hungern der Leute ist nicht mehr ge- Arbeitsuchende bereits mehrere Male quer durch Berlin von dem fährlich, denn die Leute sind das Hungern schon gewöhnt. Arbeitsnachweis gejagt worden ist. Aber schön und arbeiterAus der Stadtverordneten- Versammlung. Daß der besonders scharfe Winter die Arbeitslosigkeit verfreundlich ist die Einrichtung der Herren Kommerzienräthe doch Da die Majorität der Stadtverordneten- Versammlung den mehrt, geben die Gegner zu. Sie meinen aber, das sei auch alles wirklich nicht. schriftlichen Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf und dafür könne niemand. Die Freis. 3tg." ist sogar so albern, namentliche Abstimmung über den Antrag auf unent- den Sozialdemokraten die Behauptung unterzuschieben, der sozial- Den Johannisthalern Ordnungsstüten, die ihre haupt geltliche Gewährung von Lehrmitteln tros der demokratische Staat vermöge die Wirkung von Klima und Jahres- sächliche Vertretung in dem dortigen Kriegerverein finden, scheint Geschäftsordnung am 15. Januar und trotz allen zeit aufzuheben, und sie erklärt ferner:" Dergleichen, wie der die patriotische Begeisterung in ganz fulminanter Weise in die Protestes der Antragsteller unter Führung der freisinnigen übermäßige Andrang zu dem Asyl für Obdachlose, passirt in Köpfe gestiegen zu sein. In der Nacht vom 27. zum 28. d. M. Reichtags- Abgeordneten Alexander Meyer, Langerhans und Hermes einfach unter den Tisch geworfen und so jedem großen Gasthof, wenn ein plötzlicher Andrang von Personen vollführten diefe Helden noch um 4 Uhr Morgens einen wahreine namentliche Abstimmung gewaltsam verhindert sich ergiebt." In so thörichter Art behandelt der Führer der haften Fackeltanz auf der Straße. Die Illumination der Häufer hatte, hatte die sozialdemokratische Fraktion lediglich um die freisinnigen Partei die ernste Frage nach den Ursachen der war bereits beendet, dafür hatten sie aber die Köpfe desto mehr entseglichen Arbeitslosigkeit. Es ist nicht nöthig, derartiges illuminirt. Ein Hauptträger der bestehenden Gesellschaftsordnung namentliche Abstimmung zu erringen, den Antrag nochmals ein Darauf aber möchten wir doch soll sogar einen Platz in einem Backtroge gefunden haben, in gebracht. Die liberale Majorität beantragte dem gegenüber Uebergang Beug zu widerlegen. den der Belehrung zugänglichen Theil unserer Gegner auf welchem er triumphirend durch den Ort getragen wurde. zur Tagesordnung. Singer legte dar, daß die weiten Klassen merksam machen, daß die Arbeitslosigkeit keineswegs bloß nicht so patriotisch angehauchten Bewohner sollen über die nächtDer Bevölkerung alle Veranlassung haben, deutlich zu sehen, wie in der Jahreszeit und in der Kälte ihren Grund hat. Die Bau- liche Ruheftörung gerade nicht sehr erbaut gewesen sein. die einzelnen Stadtverordneten denken. Gaffel anerkannte dies, handwerker allerdings müssen infolge des Winters feiern, aber ist wiederholte, was schon zehn Mal unrichtig über diese Angelegen die Hälfte der Bäcker etwa wegen des Winters arbeitslos? Die im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter, die soge heit von der Stadtverordneten- Mehrheit auspofaunt war, und be: Erklärt sich das Steigen der Zahl der arbeitslosen Tischler von nannten Laftfuhrwerks- Kutscher haben unter wirklich erbärmtonte, daß aus der liberalen Partei nicht Jeder hinausfliege, der von 3000 auf 6000 etwa aus der Jahreszeit? Nein, hier kommen lichen Verhältnissen zu leiden. Jemand, der nicht selbst mit der Ansicht anderer Liberalen dissentirt. Seine zuversichtliche Betonung, daß Wasserstiefel und Wadenkneifer in der freisinnigen allgemeine Gründe, wie das Eindringen der Maschine, in Ve- diesen Arbeitsverhältnissen vertraut ist, glaubt es einfach nicht, Partei liebevoll vereint find, fand keinen Widerspruch. Im tracht. Was Herr Eugen Richter denn wohl dahin auslegen daß solche Dinge möglich find. Die tägliche Arbeitszeit dieser Uebrigen beklagte er sich nachträglich, daß Stadthagen ihn besonders wird, daß wir den Maschinen Todtfeindschaft geschworen hätten. Leute beträgt 16-20 Stunden ohne Unterbrechung, eine MittagsDer konservative und der sogenannte" freisinnige" Flügel der pause giebt es nicht. Während dieser Arbeitszeit werden die dadurch beleidigt habe, daß er auch von Cassel behauptet reaktionären Partei erörtern die Arbeitslosenfrage in ganz über- Körperkräfte aufs Aeußerste angestrengt, um die schweren Ballen, habe, Caffel würde dermaleinst einsehen, warum Cassel einen dicken Schädel habe. Singer wies darauf hin, daß einstimmender Weise. Die Anklage, daß sie gegen die Arbeits- Kisten u. s. w. auf und abzuladen. Während der ganzen Zeit losigkeit nicht Rath wissen und daß die von ihnen gepriesene teine genügende, keine warme Sättigung, immer nur Schrot Caffel's von fachlicher Motivirung freier Vortrag auch nicht einen der fachlichen Gründe widerlegt hätte, daß die Wirthschaftsweise die Arbeitslosigkeit nothwendig immerfort ver- und dazu, um die Erschlaffung und Müdigkeit zu verscheuchen, mehrt, lastet auf beiden in gleicher Weise. Darum be- ein kleiner Schnaps. Schließlich tritt vollständige Erschlaffung Einführung unentgeltlicher Lehrmittel nothwendig und eine For- haupten sie beide, die Arbeitslosen- Versammlungen seien eine ein, auch der Schlaf verlangt schließlich sein Recht, und so sieht derung der Kultur sei. Schwalbe und Stadtrath Bertram be- fünstliche Mache der Sozialdemokratie. Herr Eugen man oftmals, wie der Führer des Wagens schläft und das Gehaupteten zwar, daß die Gemeindeschulen auch von Reichen besucht werden. Die aus der Statistik erhellende That- Richter, dem bei Bekämpfung der Sozialdemokratie immer fährt seinen Weg geht; daher dann die vielen Unfälle, worüber die Leidenschaft mit der Logik durchgeht, behauptet insbesondere: sich unsere bessere Gesellschaft" natürlich nicht genug wundern a che aber, daß von 173 000 Gemeindeſchülern nur 500 auf„ Diese Versammlungen unterscheiden sich in nichts von anderen kann. Da heißt es denn einfach: der Kutscher war betrunken. Realschulen und Gymnasien übergehen und daß ferner 10 000 ( zehntausend) Kinder die theueren Vorschulen der höheren Schulen sozialdemokratischen Versammlungen, init Ausnahme davon, daß In den meisten Fällen ist die Behandlung, die dem Pferde anbesuchen, während nur 39'000 Einwohner zu mehr als 3000 m. Die Versammlungen während der regelmäßigen Arbeitszeit, also(!) gedeiht, eine weit beſſere als die des Kutschers. Die freie Vereingeschätzt sind, stand all diesen gymnastischen Künsten auf Vormittags 10 Uhr stattfinden. Alle Personen, die in diefen einigung der Kutscher hatte für das versloffene Jahr eine statistidem Drahtseile des Gautelſpiels entgegen, das jene Herren Bersammlungen mit Namen und als Redner hervortreten, find ſche Erhebung über die Lage der im Fuhrwesen beschäftigten bestiegen und von dem Singer und Vogtherr sie spielend auf den eine Arbeitslosen, sondern Persönlichkeiten, denen es ihre Mittel Arbeiter veranstaltet. Trotzdem sich nur 84 Personen hierbei Boden der Wirklichkeit festen. Der Antrag auf unentgeltliche erlauben, sich auch am Morgen der sozialdemokratischen Agitation betheiligt haben, ist das Ergebniß doch recht interessant. hinzugeben." In den vier diesjährigen Arbeitslosen- Verfamm- Das Durchschnittsalter der Kutscher würde auf 37 Jahre Gewährung von Lehrmitteln wurde darauf mit 97 gegen lungen haben in der Debatte, also außer dem Referenten, nur tommen; über 50 Jahre waren nur 4. 61 sind verheirathet und 10 Stimmen abgelehnt. Stadthagen erhielt vorher einen Die niedrigste 1. 11 verheirathete Kutscher Ordnungsruf, weil er auf Cassel's Klage hin bedauert hatte, über Arbeitslofe das Wort genommen( bis auf Einen). Der Rechen haben im Ganzen 121 Kinder. Die höchste Stimber heirather und hos Innere des Schädels Des verehrten Kollegen fein Urtheil fünſtler Eugen Richter hat also gegen die Schägung der Arbeits- Familie betrug 7. An Wohnungsmiethe wurde durchschnittbgeben zu können, oa ein Urtheil ich über etwas nicht- lofen auf 62 000, welche in Wirklichkeit noch zu niedrig ist, ein- hatten keine stinder. Gin Zwischenruf des zuwenden, daß die Ziffer um 4 oder 5 Personen zu hoch ge- lich gezahlt von den Verheiratheten 258 Mark pro Jahr, von Solche Klopffechter treten in Deutschland als den Unverheiratheten 84 Mark pro Jahr. 10 Verheirathete Stadtverordneten Sachs I veranlaßte die von Niemand griffen sei. wohnten im Keller, während von den Unverheiratheten 1 im bestrittene Behauptung Stadthagen's, daß Sachs I nach seiner Sozialpolitiker auf! Reller wohnte, nur 1 hatte im Pferdestalle seine Schlafstelle. An Für Herrn von Fordkenbeck. Es besteht bekanntlich kein Steuern zahlte als höchsten Satz ein Rutscher 42 Mart, als Gine längere Debatte rief bann der Antrag Gerold und besonderer Mothstand, wie der Herr Oberbürgermeister ausdrück- niedrigsten Say drei je 3 M. 8 haben hierüber keine Angaben Genoſſen hervor, Wärmestuben schleunigst während des harten lich betonte. Alles lebt in Saus und Braus und die Arbeits- gemacht. Die Steuer betrug pro Kopf und Jahr durchschnittlich Gerold trat für 9 Winters zu errichten. juben het är feinen Antrag lebhaft losen wissen vor Bergnügen nicht, was sie anfangen sollen. In Mark. Für die tägliche Arbeitszeit war als höchste Stundenein. Meyer I wendete sich gegen den Antrag. Singer er der Gegend der Verbindungsbahn hat sich sogar eine neue sahl 20, als niedrigste 11 Stunden angegeben, im übrigen variirt widert ihm, daß die Quintessens seiner Ausführungen die fei: Spezialität von Dieben herausgebildet wieder ein Zeichen die Arbeitszeit zwischen 13 und 19 Stunden und stellt sich durchein von mir, Meyer I, nicht approbirter Antrag hat Aussicht dafür, daß die Leute nicht arbeiten wollen, daß sie ohne einen schnittlich pro Tag auf 17 Die Sonntags= auf Annahme nicht. Er geißelte die Frage des Stadtverordneten Finger zu rühren, nur angenehm in den Tag hineinleben arbeit betrug bei einem Drittel aller Kutscher 6 Stunden, Meyer I: für wen denn die Wärmestube errichtet werden sollen? wollen. während zwei Drittel 10 bis 13 Stunden am Sonntag vorhandenes nicht abgeben lasse. " Die Die Antwort sei doch einfach die: für die, die frieren. Als An der Verbindungsbahn lauern nächtliche Tagediebe" schon arbeiten. Extra bezahlt wird diese Sonntagsarbeit nicht. Singer den Appell an die Majoritat richtete, doch nicht zum von fünf Uhr Morgens darauf, daß sie ohne besondere Mühe ein Der jährliche Lohn ist im Höchstbetrage bei einem Kutscher Schaden der Frierenden in dieser Weise noch leckeres und reichliches Frühstück sich besorgen können. Kaum hat 1144 M. Der niedrigste Satz betrug 288 M. 48 Kutscher hatten Spott und Hohn zuzufügen, hielt- 0 Wunder nämlich der Bäckerjunge auch eine Illustration zu unseren herr- ein Einkommen von über 900 M. 29 Personen hatten einen die Majorität es für angemessen, einen Augenblick den herrlichen Zuständen die Frühstücksbeutel ins Haus gebracht, jährlichen Verdienst von 450 bis 850 M, 6 Personen einen solchen Redner der Minorität nicht durch Brivatgespräche über all das so finden sich schon unberufene Vielfräße, welche das Frühstück von 288 bis 450 M.; der jährliche Durchschnittsverdienst würde Gerrliche, das zu Hause gefocht werbe, zu unterbrechen. Zum wegeskamotiren. Im Hause Schönhauser Allee 78 find, wie uns 881 m. betragen. Sturm wuchs aber die Zwischenrussmenge, als Ginger den ver- eine Leserin schreibt, vor einigen Tagen 10 Beutel mit dem Früh- Arbeitslos waren 38 Arbeiter zusammen 1532 Tage; frank tnöcherten Liberalen nachwies, un pie Sucht, seinen stück weggenommen worden. Nun wohnen dort keine Proben, waren 28 Arbeiter zusammen 862 Tage, d. h. im Durchschnitt Namen in der Zeitung als Wohlthäter zu sehen, wie in den verschlossenen Häusern der Voßstraße, und der Verlust pro Kopf und Jahr 4 wolle Wochen. nicht zu vertheidigen sei und daß die sogenannte Privat des Morgenbrotes bedeutet bei den jetzigen schlechten Zeiten für An Polizeistrafen betrug die höchste Summe 50 M., wohlthätigkeit der Pflicht der Gemeinde zu helfen nicht entgegen eine Arbeiterfamilie immerhin schon etwas. Im Magistrat ist niedrigste 1 Wt. pro Kopf und Jahr; im Durchschnitt 5 m. bie ſche. Als Singer dann die in der Stadtverordneten- Versammlung allerdings die Meinung verbreitet, daß heute noch massenhaft Zeitungen laſen 44 Kutscher; davon " Vorwärts" allerdings seitens der Majorität für parlamentarisch erachtete Geld gespart wird wer freilich Geld zurücklegen soll, das wird Berbächtigung Weyers, Daß die Bertreter der letzten Anträge ochiiger Weise verschwiegen. wahrscheinlich aber stehlen Die 39; 30 erklärten, eine Zeitung nicht lesen zu können, weil ihnen agitatorische Zwecke verfolgten, in Weise zurück wies, gehöriger Besitzer von Sparkaffenbüchern den Leuten das Frühstück, damit das Geld dazu fehlt. Der Organisation gehörten 40 Personen an. In den meisten Fällen wird Raution vom Lohne abgezogen, Sache! rief Stryck den Redner zur fie ihre angesammelten Schäße nicht anzugreifen brauchen. Denn Gerold berief sich gewöhnlich 50 Pf. pro Woche. Stellt man hiernach die Ausauf Die Ausführun- ein besonderer Nothstand ist bekanntlich nicht vorhanden. gen Singers und gaben für den Haushalt fest, so beträgt Wohnungsmiethe 258 M., betonte, der Stadtv. Meyer scheine noch nie Stälte empfunden zu haben. Half alles nichts: die AnEin kleines Nachspiel dürfte die damals vom deutsch- Steuern 9 M., Polizeistrafen 5 M., Stranfengeld 13 M., macht Das Einkommen beträgt 881 M., bleiben nahme des Gerold'schen Antrages könnte ja den Vorwurf recht- freisinnigen Arbeiter"-Berein einberufene Versammlung, wenn jährlich 285 m. fertigen, daß der freißinnige Oberbürgermeister nicht genug forge man sie überhaupt so nennen darf- wir haben seiner Zeit über 596 M. pro Jahr zur Bestreitung von Lebensmitteln, Kleidung, diesen Vorwurf kann die in Demuth zu ihrem Oberhaupt dan Spektakel genügend berichtet, welche darauf ausging, die Wäsche, Heizung, Licht, d. h. 1 M. 63 Pf. pro Tag für eine aufschauende liberale Majorität nicht auf sich laden und lehnte, Handlungskommis mit den bekannten Irrlichtern Richter schen Familie aus vier Köpfen bestehend, für einen im Fuhrwesen betrotz einstimmiger Beftirwortung des Untrages in der Kom- Rezeptes zu verblenden, demnächst vor Gericht haben. Die Frei- schäftigten Arbeiter! Nach der Aussage des bekannten Hofraths Ackermann wären diese Arbeiter keine Menschen; denn bei ihm| liche Schuldfragen und versagten den Angeklagten mildernde Um-| liche Versammlung am Montag, den 2. Februar, stattfindet. G sind erst die Arbeiter Menschen, welche ein Einkommen über stände. Der Staatsanwalt beantragte unter Hinweis auf die wird ersucht, dazu tüchtig zu agitiren, weil in dieser Versamm 900 M. haben. Die Krankheitsfälle sind meistens Beinbrüche Schwere des mit höchster Frechheit ausgeführten Verbrechens, lung endlich einmal Ruhe und Frieden über die Form der Dr und Quetschungen, meist infolge der mangelhaften Einrichtungen welches vielleicht zu einem Morde geführt haben würde, wenn ganisation geschaffen werden soll. Der Fuhrwerke. die beiden überfallenen Mädchen den Räubern nicht zu Willen fo jungen schaftliche Vereine, dieselben stets von den herrschenden Klassen gewesen wären, gegen den noch nicht ganz strafmündigen Friedrichshagen. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt Hungerlöhne. Wie am Ende des 19. Jahrhunderts, dem Jedi ki 8 Jahre Gefängniß, gegen Kulschifi am Montag Abend seine erste diesjährige öffentliche Versammlung Jahrhundert der Humanität, die weiblichen Arbeitskräfte aus- 8 Jahre Zuchthaus, Chrverlust auf die Dauer von ab, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Max Schippel einen gebeutet werden, zeigt das Verfahren einer Patronenfabrik in der 10 Jahren. Köpnickerstraße, woselbst Arbeiterinnen beschäftigt werden, die Strafe Der Gerichtshof 30g bei Abmessung der längeren Vortrag hielt über das Thema:" Die Bedeutung der in Erwägung, daß beide Angeklagte einen Arbeitervereine." Der Redner wies nach, daß, so lange einen Wochenlohn von 5 Mark erhalten bei einer Arbeitszeit von brecherischen Willen bekundet haben, der weit über das Arbeitervereine beſtänden, ganz gleich, ob politische oder gewerkzehn Stunden täglich. Wenn die Mädchen resp. Frauen Akkord Maß desjenigen hinausgeht, was bei arbeiten, dann ist die Sache noch trauriger. Fast täglich ist eine Burschen vorauszusehen ist. Jedizki habe ein großes Glück ge- bekämpft worden seien. Die Unternehmer wiffen sehr wohl, was Maschine entzwei und dann müssen die Arbeiterinnen so lange habt, daß er noch nicht ganz 18 Jahre war, wodurch er dem für eine große Macht die Arbeitervereine seien, und deshalb ſtill ſizen bis die Maschine reparirt ist. Da gehen denn die Zuchthaus entronnen ist. Der Gerichtshof war ferner mit dem ſtemmen sie sich mit aller Macht dagegen, die Arbeiterverbände Urbeiterinnen am Zahltag manchmal mit 3 Mark nach Hause; Staatsanwalt der Ansicht, daß die menschliche Gesellschaft ge- start werden zu lassen. Doch dürfen sich die Arbeiter darum hintereinander mit 1,50 M. zufrieden sein mußte. Daß eine die Häuser schleichen, ohne Ansehen der Person ihre verbreche: sondern nur Interesse daran, viel Geld zu verdienen, die ja es ist der Fall vorgekommen, daß eine Arbeiterin zwei Wochen schützt werden müsse gegen derartige Leute, die sich Nachts in nicht abschrecken lassen, denn von den Kapitaliſten ſei nichts zu Arbeiterin von solchen Jammerlöhnen unter den heutigen Ver- rischen Pläne verfolgen und wehrlose Mädchen überfallen. Das Arbeitszeit zu erhöhen und den Lohn zu verkürzen. Der Einzelne erwarten; der Unternehmer hat kein Interesse für seinen Arbeiter, hältnissen nicht eristiren kann, ist doch wohl selbstverständlich. Urtheil lautete aus diesen Erwägungen gegen Jediki auf ist machtlos, nur durch starke Organisationen können die Arbeiter Zwei Arbeiterinnen, die vom Mittwoch früh bis Freitag Abend acht Jahre Gefängniß, gegen Rulfchiki auf ſechsben Unternehmern ihren Willen aufzwingen. Dann wird das vorige Woche gearbeitet hatten, verlangten ihre Bücher und ihren Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Polizei- Angebot gegenüber der Nachfrage sich vermindern, der Arbeiter wird Lohn, da sie bei dem geringen Verdienst nicht weiter arbeiten aufsicht. fonnten. Sie wurden aber, um diese wichtige Rechtshandlung als Mensch in der Lage sein, an dem öffentlichen Leben Theil des Lohnempfanges mit der nöthigen Feierlichkeit vollziehen zu können, zu Sonntag früh nach der Fabrik bestellt. An diesem Tage empfingen fie 1 M. 50 Pf. für dreitägige Arbeit. Das ist nicht viel. Aber der menschenfreundliche Prinzipal zeigte sich insofern erbötig, Etwas für diese Arbeiterinnen zu thun, als er ihnen drohte, sie hinauswerfen zu lassen. Es scheint danach, die Herren Patronenfabrikanten haben scharf geladen. Die Brandkatastrophe, welche am Abende des 2. Oktober zu nehmen, ein würdiges Familienleben zu führen und seinen vorigen Jahres einen Theil des Hauses Am Neuen Markt Nr. 2 Kulturbedürfnissen nachgehen können. Darum müssen die Arbeiter zerstörte, gelangte gestern zur Kenntniß der zweiten Straftammer sich fühlen lernen als eine Klasse und sie werden zum Ziele ge des Landgerichts I. Der Kaufmann Ifidor Behrendt befand sich langen.( Stürmischer Beifall.)- Die Diskussion war sehr wegen fahrlässiger Brandstiftung auf der Anklagebant. Der Be- lebhaft und alle Redner sprachen im Sinne des Referenten; be schuldigte betreibt in dem zweiten Stockwerk des genannten sonders legte Genosse Robert Schmidt( Berlin) allen Anwesenden Hauses ein Sammetwaaren- Geschäft. An dem Morgen des ans Herz, nicht zu ermüden; die Arbeiter müssen kennen lernen, Die Lokal Kommission in Johannisthal, Nieder einem der Räume anstatt der vorhandenen Gasbeleuchtung an- herrschenden Klasse rechnen. Was hat die Gesellschaft gethan der 2. Oktober brachte ihm der Klempner eine Hängelampe, welche in wie groß ihre Macht geworden, und nicht auf die Hilfe der Schönweide und Umgegend, im Auftrage Frizz Mielenz, macht gebracht werden sollte. Als der Klempner den Gasarm los- immer mehr wachsenden Arbeitslosigkeit gegenüber? Mit ver Folgendes bekannt: Zwischen der Borussia- Brauerei und dem Vorstande des einem sachverständigen Rohrleger bewirkt werden müsse. Die handene Nothstände. Da unter Vereinsangelegenheiten nich geschraubt hatte, erklärte er, daß der Verschluß der Deffnung von schränkten Armen steht sie da, leugnet mit dreister Stirn vor Arbeitervereins haben wohl Differenzen bestanden, Durch die Deffnung blieb einstweilen unverschlossen. Behrendt schickte zum Wesentliches zu verhandeln war, schloß der Vorsitzende Ausgleichsverhandlungen, die stattgefunden haben, ist jedoch fon- Rohrleger und erhielt den Bescheid, daß derselbe bald fommen einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie die Ve statirt worden, daß das Benehmen der Brauerei ausschließlich auf werde. Hierbei beruhigte sich der Angeklagte und ohne irgend sammlung. Rechnung des Dekonomen Dolinski zu sehen ist. Die Brauerei welche Mittheilungen an sein Personal zu machen oder eine Freie literarische Bereinigung. Heute 9% Uhr im Restaurant Bögon hat nunmehr ausdrücklich und endgiltig erklärt, daß ihre Räum- Anordnung in Betreff des Gasarmes zu treffen, trat er Kaiser- und Alexanderstraßen- Ede: Vortrag des Herrn Eugen Herzberg über: lichkeiten den Arbeitern zu jeder Zeit unentgeltlich zur Verfügung gleich darauf eine Reise an. Der Rohrleger hielt sein Ver-" Bellamy's Rückblick aus dem Jahre 2000". Distuſſion. Achtung! Friedrichsberg und Umgegend. Große öffentliche Ber sprechen nicht und als bei Einbruch der Dämmerung der fammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins Berlins und Umgegend Der Restaurateur Siebenbaum ist der einzige in Nieder- Haupthahn der Gasleitung geöffnet wurde, strömte das Gas Montag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, im" Kronprinzen- Garten" Schönweinde, der den„ Vorwärts" auslegt. Sein Lokal ist den durch die erwähnte Deffnung in den Raum. Als der Haus- Friedrichsberg. Tagesordnung: 1. Bortrag des Stadtv. Otto Klein über: Kampf ums Dasein". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Arbeiter und In Johannisthal giebt es feinen Saal. Herr Kleinschewsky, Zündholz betrat, um den Grund des Gasgeruchs zu erforschen, Sonnabend, den 31. Januar, Abends 8 Uhr, öffentliche Versammlung bet fnecht nach einigen Stunden das Zimmer mit einem brennenden Arbeiterinnin sind zu dieser Bersammlung eingeladen. Achtung, Bürsten- und Pinselmacher Berlins und Umgegend. welcher das Ludwig'sche Lokal fäuflich übernommen hat, versprach erfolgte eine gewaltige Explosion. Der Hausknecht erlitt so Feuerstein, Alte Jakobitraße 75. Tagesordnung: 1. Die Lohndifferenzen in uns auf sein Ehrenwort, sobald er Konzession habe, daß schwere Verletzungen, daß er 16 Wochen lang im Krankenhause der Kuhn'schen Wertstelle. 2. Verschiedenes. er den Saal zu allen Versammlungen( die Konzession ist ertheilt hat zubringen müssen. Das Feuer hat das ganze von Behrendt nächsten Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Herr Schäfer einen Vortrag über:„ Die Montag, den 19 Januar) hergeben würde. Wir ließen Klein- benutzte Stockwerk zerstört und die Feuerwehr die größte Mühe gdee der Gleichheit aller Menschen". Gaste willkommen. schewsky in Ruhe, wir wollten ihm keine Schwierigkeiten machen. gehabt, eine weitere Ausdehnung des Brandes zu verhüten. Der Derselbe versprach uns, den Saal zum 8. Februar zu geben. Staatsanwalt erblickte die Fahrlässigkeit des Angeklagten darin, Nun tam der Rückzug der Borussia, und wollte der Verein seine daß derselbe nicht geeignete Anordnungen getroffen hatte, um Generalversammlung am Sonntag, den 1. Februar, abhalten. dem Unglücksfalle vorzubeugen, welches leicht hätte geschehen Auf Befuagen fagte Kleinschewsky am Montag:„ Ich werde erst tönnen. Er beantragte gegen ihn eine Geldstrafe von 500 M. mit der Polizei morgen früh sprechen, dann werde ich Antwort Der Gerichtshof erkannte auf 300 M. geben." Folgende Antwort tam am Dienstag( welche wir beifügen). Dieses hat Kleinschewsky uns schon an zwanzig Mal gefagt, in Adlershof hieß es immer, Kleinschewsky ist Genosse. Wir in Johannisthal wußten bald Bescheid. Seine wirkliche Gesinnung bewiesen uns ganz deutlich die vielen Kerzen am 27. Januar Der Brief des Herrn Kleinschefsky hat folgenden Wortlaut: Lieber Mielenz! Ich habe mit der betreffenden Persönlichkeit gesprochen, aber aus den ganzen Reden ging hervor, daß ich viel Ünannehmlichkeiten dadurch haben würde! Also sei so gut, verschiebe die Versammlungen auf einige Zeit, daß ich erst etwas älter hier geworden bin. Ebenso die zum 8. dieses, späterhin werde ich Euch den Saal nicht verweigern. Es thut mir sehr leid, kann mir aber den Augenblick nicht helfen. Mit Gruß G. Kleinschewsky. Die Verein tagt nunmehr in dem Billardzimmer bei SenftTeben. Sonntag Nachmittag 2 Uhr findet daselbst die Generalversammlung statt, zu welcher die Mitglieder dringendst eingeladen werden. Die Lokalkommission für Friedrichsberg und Um gegend giebt bekannt, daß folgende Wirthe ihre Säle den Arbeitern unentgeltlich zu Versammlungen geben: Gräflich Reischach'sche Brauerei, Stralau. Spißig, Frankfurter Chaussee) Westphal, Müller, " " Schwarz und Laue, Lichtenberg. Trinkhaus, Wilhelmsberg. Friedrichsberg. R. Weichsel und Paddey, Rummelsburg. Es verweigern ihre Säle nach wie vor: Sufott und Paul, Friedrichsberg. Kammber, Sperrer und Bellevue, Rummelsburg. Salzmann, Meste, Barthold, Maykovsky, Friedrichsfelde. Wir bitten die Genossen, genau auf die Liste zu achten." Alle Anfragen sind zu richten an: F. Schulz, Frankfurter Allee 4, Friedrichsberg. D. Baehr, Schillerstr. 20, Rummelsburg. W. Schleminger, Berlinerstr. 101, Friedrichsfelde. Die Lokalkommission. 17jähriges Dienstmädchen auf dem Treppenflur eines Hauses in Polizeibericht. Am 28. d. Mts. Abends versuchte ein der Urbanstraße sich mittelst eines Teschings zu erschießen. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde es nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. Zu derselben Zeit fand in der Bülowstraße 79 ein Gardinenbrand statt. Gerichts- Beifung. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am Kranken- und Begräbniskasse des Vereins sämmtlicher Berufe klaffen.( Verwaltungsstelle Berlin 1.) Versammlung am Sonnabend, ben 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Watl des Ausschusses. 31. Januar, Abends 8 Uhr, Blumenstr. 78, bet Wollschläger. Tagesordnung: Turnverein Froh und Frei." Am 3. Februar cr. beginnt ein neuer Fechttursus, und zwar Dienstag und Freitag um 8 Uhr, nachher Turnen, auch Sonntags von 4-6 Uhr, im Humboldtgymnasium, Eingang Bergstraße Monatlicher Beitrag 75 Pf. straße. bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt." Süden", Abends Lese- und Diskutivhlubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, 8% Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11. Gäste, Damen und Herren, tommen.-Westen", Abends 8 Uhr im Restaurant Böhland, Bülow Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, Uebungs ftunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein„ Collegia", Gesangverein des Fach vereins bet Restaurant Reichenbergerstr. 16. Pußer Berlins und umgegend"" Gemüth Itch tett", Senbel ftraße 30 bet Preußer. ,, Buchbinder Männerchor" Berlin, Alte Fatobftr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Schmiede", Koppenſtr. 58 bet Schirmer. Arbeiter- Gesangverein Nord" Gefangverein orbeertrang", Restaurant weinftr. 11.katfer'ſcher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bel Nürnberg. Gesangverein wiederha II", Köpnickerstr. 191 bei Foge. rbeiter Gefangverein" offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Lippe.-ummer'scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. Gefangverein" Esmeralda", Koppenstraße 35 bei Keller, Abends& uhr. Wilhelm Seeger' sche Liedertafel", Abends' Uhr bet Trucks, Gesangverein, Tonblüthe", Görligerstr. 58 bei Reichenbergerstraße 83. Brunnenstr. 38 bei Gnadt. " Eine Auflage wegen Wuchers wurde gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I gegen einen gewissen Karl Julius Kube verhandelt. Der Fuhrherr Krüger war im verflossenen Frühjahr in eine sehr bedrängte Lage gerathen. Ein Schmiedemeister hatte ihn wegen einer Schuld von 300 m. verflagt und ein rechtskräftiges Urtheil erftritten. Der Gerichtsvollzieher konnte jeden Tag erscheinen. In seiner Noth wandte sich Krüger an den Angeklagten und bat ihn, ihm gegen Verpfändung von zwei Wagen den Betrag von 300 m. auf ein Vierteljahr zu borgen. Der Angeklagte ließ sich dazu herbei, aber unter Bedingungen, welche ihn mit dem Wuchergeseh in Konflikt brachten. Krüger mußte einen Schein über 349 M. ausstellen, wogegen der Angeklagte ein Schriftstück aufsehte, wonach die beiden Wagen gegen eine Kaufsumme von 300 M. in feinen Besitz übergehen sollten. Dagegen sollte Krüger das Rücktaufsrecht bis drei Monate nach Empfang des Geldes be- orf." Karthanfcher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 bei Krüger, Frankfurter Bierhallen. halten. Um die so erzielten hohen Zinsen zu verschleiern, erklärte Gesang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor Waldes Kube, daß er für jeden Wagen monatlich sechs Mark Lagergeld rauschen", Martgrafenſtr. 87 bei Weigt.- Männer- Gefang- Verein unto n Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. berechnen würde, zwölf Mark sollten als Zinsen und die übrige Bergnügungsverein„ GIüd auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, eine Mark follte für den Stempel angerechnet werden. Der Zeuge Fichteftr. 29. Nach der Sitzung Tanz. Gäste willtommen. Bergnügungs Krüger bekundete im gestrigen Termine, daß das ganze von dem verein" Be tIch en". Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet Geselliger Verein Immergrün Angeklagten abgewickelte Geschäft nur ein Scheinkauf gewesen abends 9 ühr, im Restaurant Heinice, Oranienſtr. 36. Verein ehem. sei, eine Behauptung, welche von dem Angeklagten aufs Ent- Schüler der 38. Gemeinde- Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im schiedenste bestritten wurde. Krüger hat sich am Verfalltage Grand Restaurant tornblume"( Inh. Otto Noll), Andreasstr. 3. Gäfte willkommen. Rauchtlub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, anderweitig Geld borgen müssen, um gegen das Opfer von 49 M. Weinstraße 28.- Theater- und Vergnügunasverein„ Vulcania", in Roth's wieder in den Besitz seiner Wagen zu gelangen. Trotzdem der An- Restaurant, Linienftr. 73. Gäste willkommen. Damen und Herren, welche ge Stattlub geflagte mehrere Zeugen zur Stelle brachte, welche dessen Ansicht über neigt sind, beim Theater mitzuwirken, sind freundlichst eingeladen. Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Karl Ullrich, Wrangelstr. 84 die Art des Geschäftes theilten, hielt der Staatsanwalt dennoch für Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. zweifellos, daß der Kaufvertrag nur zur Verschleierung dienen sollte, denn wenn der Geldbedürftige seine beiden Wagen, welche einen wirklichen Werth von 900 Mt. besaßen, für 300 M. Ios sein wollte, so hätte er sie ja dem Gerichtsvollzieher überlassen können. Er beantrage gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten und eine Geldstrafe von 300 M. event. noch 30 Tage Gefängniß. Der Vertheidiger führte aus, daß der von dem Angeklagten erstrebte Vortheil feineswegs ein wucherischer gewesen sei, denn einestheils müsse derselbe doch Platzmiethe für Die Wagen beanspruchen dürfen und anderntheils ein Kaufmann mit seinem Gelde weit mehr als sechs Prozent verdienen. denklich, zog es aber doch vor, bei den widersprechenden ZeugenGerichtshof hielt die Sachlage für den Angeklagten zwar höchst beaussagen ein freisprechendes Urtheil zu fällen. Versammlungen. Lülow. Gäste willkommen. " Briefkaffen der Redaktion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beigufügen. Briefid Antwort wird nicht ertheilt. D. K. Das ist uns unbekannt. F. B. 8. Fragen Sie beim städtischen Krankenhause an. R. H. Ackerstraße. Schreiben Sie an die Adresse del Ihre Berichte werden nach den Reichstags, Leipzigerstraße. Der schäftsgeheimniß. 3. Marken von einer Postkarte dürfen nicht selben Grundsätzen behandelt, wie alle übrigen Berichte. F. Seeger. 1. Das war ein Unglücksfall. 2. Das ist Ge zur Frankatur von Briefen benützt werden. 4. Nein. 3. J. G. Eine solche Handlung ist uns nicht bekannt. M. G., Höchftestr. Wir danken Ihnen sehr für Ihr Ge dicht und Ihren guten Willen. Das Gedicht ist aber nich druckreif. Wagner, Nostizstr. Der väterliche Name der„ Dame" i Das Professor Koch'sche Heilverfahren gefährlich für Rigdorf. Am Montag, den 26. d. Mts., war eine start besuchte uns nicht bekannt. Quittung. Durch Genosse A. Neumann, Berlin N., auf öffentliche Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins mit der In der Anklagefache gegen die beiden Räuber aus der Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Christeller aus Berlin Sammelliste Nr. 512 vom Gesangverein„ Nord" den Betrag von Mauerstraße, Jedizki und Kulschitti, wegen räube= über das Koch'sche Heilverfahren einberufen worden. Doch mit 7,5 Mark für die ausgesperrten Glasarbeiter erhalten zu haben rischer Erpressung wurden gestern vor dem Schwurgericht des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten, denn bescheinigt Die Kommission, J. A.: Herrmann Hallwas. E. M. Wilschke 24,95 M. Iaut Postschein für die aus die Verhandlungen wieder aufgenommen. Wie erinnerlich sein lösung. Als nämlich der Vorsitzende die Versammlung eröffnete Arbeiter Wagner und Dünnebeil 1,10 M., Amerit. Auktion 0,65 M. das Unglück schreitet schnell. Es erschien in Gestalt einer Auf- gesperrten Arbeiter abgeschickt: Werkstatt Müller u. Co. 4,40 wird, mußten dieselben vertagt werden, weil es nothwendig er- und dem Referenten das Wort ertheilen wollte, siehe, da erklärte schien, bezüglich des Alters des ersten Angeklagten noch nähere der Gendarm Peters die Versammlung für aufgelöst, weil ihm Ein Nordhäuser, Auktion 10 Mt., durch Russow 7 M., Ueber, Erkundigungen einzuziehen. Der aus dem Geburtsort des Angeklagten eingeforderte Taufschein hat die Behauptung desselben die Bescheinigung nicht vorgelegt worden sei. Nun steht doch schuß von einem versteigerten Gfel 2 W. Buſammen 25,15 M ab Porto 20 Pf. Summa 24,95 M. Eingegangen für die Ber bestätigt, daß er erst im Jahre 1878 geboren ist, mithin bei Be- im§5 des Vereinsgesetzes: Die Versammlung ist aufzulösen, liner Streit- Kontrollkommission: Von den Steinsetzern d. Krekon wenn die Bescheinigung nicht vorgelegt werden kann u. s. w. gehung der That noch nicht 18 Jahre alt war und somit noch Da nun aber die Bescheinigung auf dem Vorstandstische dicht 20 M. Nachtrag: Glasschleifer D. Richter 5,80 Mr. Zuſammen In den zehn Schuldfragen, neben den Plätzen der Beamten lag und jeder sie ohne Zupe 25,80 M. Vorheriger Bestand 290,68 M. Summa 316,48 M. welche der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Rieck, aufstellte, wurde das Verbrechen der räuberischen Erpressung und des sehen konnte, so steht diese Maßregel wohl einzig in ihrer Art schweren Diebstahls mittelst Einschleichens und unter Mit- da. Oder sollte sie ein Beitrag sein zu der„ Bekämpfung der fach von Gerichten als die Veranstaltung einer Kollette angesehen, Sozialdemokratie mit geistigen Waffen"? Obwohl vom Vor- welche durch Polizeiverordnung resp. Verordnung der resp. Ober führung von Waffen zum Ausdruck gebracht. Staatsanwalt Müller empfahl den Geschworenen bei der ganz flaren ſizenden ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß nur auf präsidenten ohne behördliche Erlaubniß verboten ist. Das Verbot Sachlage die einfache Bejahung der Schuldfragen unter Ausschluß Verlangen die Bescheinigung vorgezeigt werden müsse, antwortete läßt sich dadurch umgehen, daß bei Bekanntmachung der Ver der Beamte:„ Das ist ganz egal. Verlassen Sie den Saal." sammlung ein Eintrittsgeld angefündigt und vor der Versammlung mildernder Umstände, zu deren Bewilligung in diesem außer- Am Dienstag, den 3. Februar, findet dieselbe Versammlung auch wirklich eingefordert wird. Freilich verhehlen wir uns nicht ordentlichen Falle gewiß nicht die geringste Veranlassung vorliege. Die Bertheidigung war in dieser Beziehung anderer An- mit demselben Thema statt. J. G. 1. Wenn ein Dienstmädchen sich verheirathen will, ficht. Rechtsanwalt Dr. Halle führte für Jeditzki die Jugend Der Verein zur Wahrung der Interessen der Schuh- so kann sie ohne vorherige Kündigung den Dienst, aber nur zu desselben, das Geständniß und den geringen Betrag, um welchen macher hielt am 26. Januar eine Versammlung ab, in welcher Quartalsschlusse verlassen. 2. Alsdann kann aber die Herrschaft es sich bei dem Raubanfall handelte, ins Feld; Rechtsanwalt Herr Dr. Lütgenau über das Alters- und Invalidengeset referirte. das Weihnachtsgeschenk zurückverlangen. Landsberg legte den Geschworenen besonders ans Herz, daß Die Diskussion gestaltete sich zu einer sehr lebhaften und der es eine Unbilligkeit sein würde, den Ange- Referent mußte mehrere Male eingreisen, um Fragen zu beantFr. 58, Nr. 55. Da wir die Umstände, unter denen bie flagten Kulschitti, der weit weniger schuldig ist, blos worten. Es waren sich jedoch alle Redner darin einig, daß dies voraussichtliche Höhe des Strafmaßes fein Urtheil. deshalb viel härter bestrafen wollte, weil er eine Gesetz für die Schuhmacher nicht den geringsten Werth habe, A. F., Steinmetzstr. Das Verlangen des Amtsvorstehers Sleinigkeit älter ist, als der Hauptschuldige. Die jedoch für die Militäranwärter desto wichtiger sei, weil diese Geschworenen brauchten zu ihrer Berathung troß der großen durch dies Gesetz recht viele und gute Stellen einnehmen können. vollständig genug, um ein bestimmtes Urtheil darüber zu Anzahl von Fragen nur ganz furze Zeit; fie bejahten sämmt unter Verschiedenem wird bekannt gegeben, daß die nächste öffent- statten. Es müßte Beschwerde an den Landrath erhoben werden Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. wenn man daß dies schwer ausführbar ist. die nich 237 I g I f e 1 fc 2 2 g ge be 4956 S en $ Be di w Ke U ga fc 11 Sei Det 11 es, bet 111. im ifte eth, ge Club 84 Aid 7, bel Den Ge ich Se mich 班 auf von aben aus M. 5 M. eber M. Vers cetow aumen war. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 25. Versammlungen. Freitag, den 30. Januar 1891. 8. Jahrg. Ersatz schaffen. Wir müssen unfere Kinder im Sinne unserer sozialistischen Anschauungen, er bisher war, doch sollten ihm mehr Nechte überwiesen werden, fehlt, nur in wichtigen Fragen seien die Delegirten zusammenzuberufen; erziehen im übrigen wären die Vertreter in der bestehenden Zahl zu be- denn jetzt wird die Schnle gegen uns mobil gemacht. Gut Die Berliner Streif- Kontrollkommission lassen. also! mobilisiren wir unsere Kinder gegen die Schule, und gewiß hielt Mittwoch Abend unter Borsiz des Genossen Link ihre Täterow verlangt die Auflösung der Streit- Kontroll- wird der Gieg unser sein. Organisiren muß unsere weitere Aufgabe sein; das heißt Sigung ab, welche sich eines recht regen Besuchs zu erfreuen tommiffion durch die öffentliche Versammlung und Wahl einer hatte. wir müssen uns in Vereinigungen zusammenthun, damit wir dent treter der Graveure und Ziseleure, Genosse 3 ad, gegen die in größerer Kompetenz aus, er will nur Verringerung der Delegirten- nichts, vereinigt find wir alles. Die Wissenschaft zieht jez Bor Eintritt in die Tagesordnung verwahrte sich der Ber- Kommission, gleichgiltig aus wie viel Personen sie bestehe. Karpentiehl spricht sich gegen einen Ausschuß mit Rapital erfolgreich entgegentreten tönnen. Einzeln sind wit gegen die fleinsten, aber auch die stärksten Feinde des Lebens voriger Versammlung seitens eines Delegirten gegen ihn erhobene zahl auf einen Vertreter. Anschuldigung, er hätte falsch Bericht erstattet. Seine GewerkKörst en bestreitet, daß mit seinem Antrage die Kom gegen die Bazillen zu Felde; sie sind so klein, daß man sie nicht schaft habe in einer öffentlichen Versammlung es mit Ent mission zu einem Verein gestempelt würde, er wolle nichts einmal sehen kann, aber durch die Massenhaftigkeit, mit der sie auftreten, gereichen sie uns zum Verderben. Man hat von demt schiedenheit zurückgewiesen, daß ihr Delegirter falsche Berichte weiter, als einen geschäftsführenden Ausschuß mit Vollmacht. erstattet hätte. witschke meint, die Streit- Kontrollkommission sei über den Bazillus der Sozialdemokratie gefprochen gut, solche Bazillen Zunächst legte Genosse Wilschke nochmals die Abrechnung ihr gestellten Rahmen hinausgegangen, sie s von den sind wir; nur mit dem Unterschiede, daß wir nicht zerstören, vor, deren Billigung in der vorigen Versammlung infolge Gewerkschaften nur beauftragt worden, sich mit Streiks, fondern verbessern wollen, nicht Tod bringen, sondern Leben. einiger Kleiner Unregelmäßigkeiten beanstandet und einer neu Aussperrungen 2c. befassen. Betreffs des Antrages Und wenn wir durch eine Massenorganisation zur Riesenkraft gewählten Kommission zur nochmaligen Revision überwiesen Störsten befürchte er auch, daß damit der Charakter eines Vereins herangewachsen sein werden, wenn auch die Frauen sich an den Nach einer längeren, theilweise sehr erregten De angenommen werden würde. Am meisten sympathisch sei ihm der organisatorischen Kämpfen betheiligen werden, müssen wir unbedingt den Sieg davontragen. batte ertheilte die Versammlung dem Kaffirer Decharge. Antrag des Genoffen Wernau. Sohlwegler widerspricht der Ertheilung von VollWeiter stand ein Bericht über den Bergolderstreit auf der Tagesordnung, wozu der Vergolder P. Linke das Wort erhielt. Der machten, indem er mit einem Hinweis auf den Magdeburger felbe führt aus, daß in seiner Gewerkschaft ein partieller Streit Gewerkschaftsprozeß auf die damit Hand in Hand gehenden Geeintreten mußte. Die Fabrikanten nahmen die günstige Gelegen- fahren für sämmtliche Gewerkschaften aufmerksam macht. Er beheit, welche ihnen die Arbeitsverhältnisse kurz vor Weihnachten antrage Auflösung und in öffentlicher Versammlung Wahl von boten, wahr, den Arbeitern Lohnabzüge von 20-25 pet. zu 5-7 Vertrauensleuten. machen. Als die Arbeiter sich dies nicht gefallen lassen wollten, wurden sie ausgesperrt, auf Vermittlungen ließen sich die Unternehmer gar nicht ein. Es sind 16 Mann betroffen, welche schon ungefähr 7 Wochen von der Gewerkschaft Unterstützung erhalten; bis jetzt wären 1300 M. von derselben aufgebracht worden. Nun wären aber ihre Mittel fast vollständig erschöpft. Das Bedenkliche sei, daß die Unternehmer vom 1. Februar ab im Allgemeinen einen Lohnabzug von 25 pGt. planen, im Falle der Weigerung wollten sie einfach die Arbeit niederlegen. In der Fabrit von Rutenberg sei bereits jest damit der Anfang gemacht und 8 Arbeiter dadurch arbeitslos geworden, welche nun auch unter stützungsbedürftig seien. Redner ersucht daher die Streit- Kontroll= kommission, die Vergolder in ihrem berechtigten Kampfe gegen Das Unternehmerthum zu unterstützen. von Sammellisten zu gestatten. Hohlwegler macht darauf aufmerksam, daß die Vergolder im vergangenen Jahre große Ausgaben für Aussperrung gehabt hätten, es sei daher ihr jetziger Anspruch auf Unterstützung berechtigt. Er empfehle, den Vergoldern vorläufig die Ausgabe Bombin beantragt, denselben 150 M. aus dem Fonds der Streit- Kontrollkommission zu bewilligen. Silberberg tritt gleichfalls für Unterstützung ein und Als dritter Puntt bleibt uns noch das Agitiren; agitire Jeder von uns nach seinen Kräften und Fähigkeiten, in den Werkstätten, auf der Straße, überall, wohin wir kommen, und unsere Arbeit wird mit Erfolgen getrönt sein. Zum Schluß noch einige Worte über den Verein selbst; ich muß bedauern, daß er, ebenso wie auch andere Vereine hier, so Silberberg findet, daß mit der Annahme des Antrages schiach an Mitgliedern ist, und ich möchte alle Anwesenden, Körsten eine Organisation geschaffen wäre, welche der unserer hauptsächlich die Frauen, ersuchen, sich dem Vereine anzuschließen, Partei ähnlich sei. Die Streit- Kontrollkommission habe sich mit zumal ich gehört habe, daß hier eine Filiale des Berliner Dingen befaßt, welche ihr nicht zufämen. Im Gegensatz zu Arbeiterinnen- Vereins eingegangen ist, damit ich nächstes Jahr in der Festrede das heißt, wenn ich verlangt werde Bombin trete er für eine lokale Thätigkeit ein. Freude habe, eine größere Mitgliederzahl, als heute eingeschrieben ist, begrüßen zu können. Nochmals: soll es uns gelingen, den Kampf siegreich zu bestehen, dann heißt es: Erziehen, Agitiren und Organisiren. Gin vom bie Bombin meint, die Streif- Kommission trage die Schuld, daß Berlin gegenwärtig die auswärtigen Arbeiter so wenig unter stüße( Ruf: Arbeitslosigkeit), daran sei die Ablehnung der Markenausgabe Schuld. Link befürwortet Wahl eines Ausschusses von fünf bis sieben Dieser Rede Liebknecht's folgte minutenlanger Beifall, der sich Personen. immer von Neuem wiederholte. Alsdann spielte der Musikverein Nachdem damit die Rednerliste, welche schon vorher durch der Musikfreunde die Marseillaise, deren begeisternde Klänge die einen Schlußantrag geschlossen war, erledigt war, wurde zur Ab- Anwesenden enthusiasmirten. Vor der Festrede hatte der Ge stimmung über die eingelaufenen Anträge geschritten. Gine Reihe fangverein Grüne Giche" das Lied:„ Ein Sohn des Volkes" Pfeiffer( Bäcker): Wenn der Fall nur die erfterwähnten anderer Anträge wurde abgelehnt und endlich nachstehender des gesungen. Nachdem der Beifallssturm sich gelegt hatte, bantte 16 Mann betroffen hätte, würde er beantragt haben, der Gewerf: Genossen Wernau mit 44 gegen 11 Stimmen angenominen: der Vorsitzende des Vereins in warmen Worten dem Genossen schaft die Regelung selbst zu überlassen. Aus den Ausführungen des Die Zahl der Delegirten der Berliner Streit Kontrollfom- Liebknecht und versprach, immer sein Theil dazu beitragen zu Vorredners gehe aber hervor, daß es sich um eine Frage von mission bleibt im Wesentlichen, wie sie ist. Wir wählen einen Aus- wollen, daß das Banner der Sozialdemokratie hochgehalten weitgehenderer Bedeutung handele und da sei es dringend schuß von 8 Personen ohne Kompetenz, welcher Anträge entgegen würde. Nunmehr brachte er ein Hoch aus auf die internationale nothwendig, daß die Kommission sich mit den Vergoldern soli- nimmt, die Tagesordnung, festsetzt und die Versammlungen ein- Sozialdemokratie, und donnernde, nicht enden wollende Hochrufe darisch erkläre. Möglich, daß die Unternehmer doch von ihrem beruft. Wir stimmen bei wichtigen Sachen nach Branchen auf die sozialdemokratische Arbeiterbewegung und Liebknecht Borgehen abgeschreckt werden, wenn sie sehert, daß die gesammie ab. Zu jedem Punkt der Tagesordnung erhält von jeder Branche schlossen diesen Theil des Festes. Arbeiterschaft hinter den Vergoldern steht. nur ein Vertreter das Wort, Ausnahmen finden nur statt, wenn die betreffende Branche in erster Linie interessirt ist." Eine öffentliche Versammlung der Klavierarbeiter und Genossen Millarg zu diesem Antrag gestelltes Amendement, die verwandten Berufsgenossen beschäftigte sich unter Borsitz des Zahl der Delegirten der einzelnen Gewerkschaften auf einen Ber- Kollegen Blogies mit den Lohnabzügen der Pianofabrik von May freter zu reduziren, wurde mit bedeutender Mehrheit abgelehnt, und Co., die ca. 20-30 pet. betragen. Stadtverordneter Fritz Zubeil so daß die Frage offen bleibt, wie auseinandergehende Mei- führte aus: nungen der Vertreter ein und derselben Gewerkschaft bei Ab- Die Kollegen, die dort schon längere Zeit gearbeitet haben, ſtimmungen nach Branchen geregelt werden sollen und welcher sind der Meinung, daß ein solcher Abzug, wie der beabsichtigte, Delegirte in solchem Falle das Recht der Abstimmung erhält. nicht zu ertragen sei. Er befinde sich hier in einer schwierigen Bei der darauf folgenden Wahl des Ausschusses fiel dieselbe Lage, wenn er sein Urtheil abgeben solle, ob der Streit proklamirt auf die Genossen: Körsten, Staligerstr. 68/64, witte, Stalizer- werden solle oder nicht. Man möge sich vor Augen führen, daß straße 61, Millarg, Lehrterstr. 22. die Arbeitslosigkeit gerade jetzt eine ungeheuer große sei. Ferner Der Vertreter der Wäsche- Arbeiter Koopmann gab unter müsse man erwägen, ob auch die Unterstützung der Streifenden ,, Berschiedenem" der Kommission bekannt, daß der Wäsche- garantirt sei bis zur völligen Regelung der Angelegenheit. Frühere zuschneider Möhring bisher verabsäumt habe, einen ihm zu diesem Fälle gäben zu bedenken; nicht immer hätten Alle treu zur Fahne Zweck übergebenen Betrag der Streit Kontrollkommission abzu- gehalten. Wenn man aber andererseits wieder berücksichtige, liefern. Er habe daher von seiner Gewerkschaft den Auftrag, die welche Ursachen diesen Lohnabzügen zu Grunde lägen, komme Angelegenheit hier zur Sprache zu bringen. Der Fall wurde man leicht zur Bejahung der vorliegenden Frage. Man habe in dem Ausschuß zur Untersuchung überwiesen, ebenso ein ein- Erfahrung gebracht, die Firma May u. Ko. habe einen Kontrakt gelaufenes Unterstützungsgesuch. abgeschlossen zur Lieferung von 700 Klavieren à 300 m. inkl. Zinkfiste. Die Rommission der Klavierarbeiter habe sich zum Zweck der Ginigung an die Firma gewendet, alle Unterhandlungen seien jedoch gescheitert. Der Fabrikant habe ihnen vorgeschlagen, empfiehlt den Vergoldern, sich auch an die Generalkommission in Hamburg zu wenden. Dieselbe empfange von fast fämmtlichen Berliner Gewerkschaften Beträge und müffe deshalb wohl auch die Berliner Arbeiter nöthigenfalls unterſtüßen. Nachdem sich noch mehrere Redner für die Unterstützung verwandt hatten, wurde der Streik der Vergolder von der StreikKontrollkommission als ein berechtigter fanttionirt; als vorläufige Unterstützung wurden denselben 150 M. bewilligt, sowie die Ausgabe von Sammellisten. zu : Das Fest der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rigdorf und Umgegend in der Neuen Welt". Sodann wurde zu dem dritten Punkt der Tagesordnung ge schritten, welcher die Fortsetzung der Berathungen über die weitere Gestaltung der Streit- Kontrollkommission betraf. Hierzu erhielt als erster Redner Genosse Körsten das Wort, welcher Namens seiner Gewerkschaft, der Former, ausführte, daß dieselbe der Ueberzeugung gelangt sei, daß die bisher ge Am Sonntag, den 25. d. M., fand das erste Stiftungsfest täglich eine Stunde länger zu arbeiten, auf diese Weise würde machten Vorschläge nicht die richtigen seien. Eine Auf- des genannten Vereins in der„ Dieuen Welt" in der Hafenhaide sich der Verlust wieder ausgleichen. Er sei der Meinung, fährt lösung könne nicht gebilligt werden in Anbetracht der der Streit statt. Gs konnte in seinem Verlaufe würdig den schönsten Arbeiter Bubeil fort, daß eine Unterstüßung der event. Streifenden eine Kontrollkommission zufallenden wichtigen Aufgaben, Aenderungen festen zur Seite gestellt werden. Schon um 3 Uhr Nachmittags dringende Nothwendigkeit sei, ja er sei sogar überzeugt, daß die müßten nur in der Geschäftsführung eingeführt werden. Er habe der Anfang war auf 4 Uhr festgesetzt worden war der anderen Fabrikanten dieser Branche auf Seite der Arbeiter, folgenden Vorschlag zu machen, die Kommission bliebe als solche große Saal überfüllt und noch immer wollte der Zufstrom der natürlich im gewissen Sinne, treten würden, weil auch diesen die bestehen und wähle aus ihrer Mitte einen geschäftsführenden mit ihren Familien erscheinenden Festtheilnehmer fein Ende Schleuderkonkurrenz der Firma Maz nie recht geweſen ſet. G Ausschuß von 12 Personen, in welchem die wichtigsten Gewerk- nehmer. Um 5 Uhr waren beide großen Säle so gefüllt, daß werde jetzt an der Versammlung liegen, zu entscheiben, ob sich schaften vertreten sind. Dieser Ausschuß müsse die Machtbefugniß buchstäblich fein Apfel zur Erde fallen konnte. An den Auf- die betreffenden Kollegen den Streit aufzwingen lassen sollen haben, selbständige Beschlüsse faffen zu können. Nur wenn in führungen, welche sich aus Konzert, Theater, Gesangs- und anderen oder nicht, ferner zu entscheiden, ob es nicht vielleicht beffer demselben keine Einigung erzielt werden könnte oder wenn die Vorträgen zusammensetzten, wirkten ausschließlich nur Partei wäre, den Lohnkampf bis zum Herbst aufzuschieben. Man dürfe betreffenden Petenten mit den Beschlüssen nicht einverstanden genossen mit. Sie hatten sich des dankbarsten Beifalls zu auch wiederum nicht vergessen, was dieser Aufschub für Konwären und wenn diese die Unterschrift der Vertreter von fünf erfreuen. . = sequenzen nach sich ziehen würde; es stehe ziemlich fest, daß, Gewerkschaften aufbringen könnten sollten die Verhand Die Festre de hielt Genosse Wilhelm 2ieb- wenn man sich die Abzüge ohne Weiteres gefallen lasse, alle lungen an die Streit Kontrollkommission, als zweite Instanz, knecht, der etwa Folgendes ausführte:") Fabrikanten damit vorgehen würden. Unbedingt müsse man allen gelangen. Behuss der Verringerung der Delegirtenzahl empfehle Genofsinnen und Genossen! Dem Wunsche, heute die Fest- derartigen Gelüsten einen Damm entgegen sehen. Die Arbeiter daß ein Delegirter stimmberechtigt sein solle und rede zu halten, bin ich gern gefolgt; ich habe es um so lieber Deutschlands, die einen Abwehrstreit noch niemals haben zu Daß der zweite Delegirte sein Amt als Ersaßmann weiter behalte. gethan, um den Vorwurf von mir zu weisen, daß ich die Ge- Grunde gehen lassen, werden auch diesen sicher unterſtüßen. Die Diskussion wurde äußerst lebhaft; die meisten Redner vorgeschlagen wurde, würde nur das Unsehen derselben schwächen eh war im Gegentheil gerade derjenige, der den Berlinern und sprachen sich für sofortigen Beginn des Streits aus; es wurde Anerkennung erringen fönnen.( Beifall.) Anerte würde dann ein neugewählter Ausschuß sich auch keine der gesammten deutschen Arbeiterschaft schon vor 23 Jahren die beantragt, die Zustimmung zu demselben durch Namensunterenglische Gewerkschaftsbewegung als Muster für ihre Lohnkämpfe schrift zu fonstatiren, damit man die etwaigen Streifbrecher da nach zu behandeln habe. Jm Sinne Zubeils bat Julius Meyer Genossen vor Augen führte. obwohl er bisher eine andere Ansicht vertreten habe, er sehe aber ein, daß dieses die beste Neugestaltung sein dürfte. Von unseren Gegnern wird stets behauptet, daß die Arbeiter die Sache reiflich zu überlegen. Als entschiedener Gegner des so viele Feste feiern, und sie ziehen daraus den Schluß, daß die Streits trat Robert Schmidt anf, der nochmals alle nachtheiligen Umham gemacht Lage der arbeitenden Bevölkerung nicht so schlecht sein könne, stände zu erwägen gab; gleicher Ansicht mit ihm war Krehn. Nachdem fet hätte von Anfang auf Durchführung, gelangen können, wie sie immer geschildert würde. Aber die Arbeiter feiern ihre hierauf noch einige Redner für ſofortige, Arbeitseinstellung gekom babe aber vermeiden wollen, ogß die Streit- Kontroll- Feste feltener, und dann haben diese Feste neben der Förderung sprochen hatten, wurde folgende Resolution gegen 5 Stimmen Dieſelbſion, zu einem Berein geftempelt würde. Gehr leicht werde der Geselligkeit auch andere, der Gesammtheit zu Gute kommende angenommen:„ Die heutige in Hoffmann's Festfälen tagende dieselbe bei Annahme des Alumnes Rörſten mit den Bereins- eble Zwecke, beſſere jedenfalls, als die Feste derjenigen, die auf öffentliche Klavierarbeiter- Bersammlung erkennt die Arbeitsgefeßen in Berührung kommen und einstellung der Maß'schen Kollegen für voll berechtigt an und rathen, sehr vorsichtig vorzugehen. da müsse er an- Kosten der Arbeiter alle Tage Feiertag haben. Die Berringerung der Grst heute habe ich wieder aus Australien einen Brief er- verpflichtet sich, diese Kollegen mit allen gesetzlichen Mitteln zu Delegirtenzahl auf einen Bertinellir jeve Gewerkschaft genüge halten, aus dem ersichtlich ist, daß auch dort die Arbeiter dieselben unterstützen, verlangt aber von den Kollegen der Matschen fast. Da würden immer noch een eetbare Befchlüße ge Biele verfolgen, wie wir. In diesem Briefe ſtehen dret inhalt- Fabrik, ihrem gegebenen Worte gemäß, bis zur endgiltigen Grfest werden können, wie der Beschluf, duh sich die Befugnisse der schwere Worte, welche in deutscher Uebersetzung bedeuten: Erledigung der Arbeitseinstellung auszuhalten." ſteheris sei es, daß alle Gewerffchehen vertreten seien, ein Be- für uns wohl zu beachten. Erziehen wollen wir uns und unsere aus der hervorgehen: Goffte, Körner, Michelste, Blont und Mužen darauf zeuge von Kastenschaften vertreten beweise er da Kinder, in dem Bewußtsein, daß wir nur durch die Erziehung Lüderig. Die hebes Creits wurde dem Borstand des Verlichen Generalfommiſſion. Or cúpfehle Befragung einer öffent- bazu gelangen können, ein zum Stampf fähiges Heer heranzu eins zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter übertragen. ween Gewerkschaftsverſammer empfehle Befragung einerung der bilben. Wir müssen uns selbst erziehen, auf daß wir, wenn wir Auf Antras purbe die Zellerſammlung zu Gunsten der Streifenden Delegirtenzahl ähnlich wie in der Genehaltenniſton wünſchens Sozialisten sein wollen, auch ganz danach handeln und leben. fortgefekt und nachdem Zubeil noch aufgefordert hatte, alles zu Wir müssen die Frauen zu der Erkenntniß erziehen, daß sie gleich vermeiden, was der Polizei Veranlassung zum Einschreiten geben Bernau ist für ein Weiterbestehen der bisherigen Form, berechtigt neben dem Manne stehen, und daß sie nicht, wie es in könnte, schloß der Vorsitzende die stark besuchte Versammlung mit er eine Kleine Abänderung. Abstimmung nach Branigen, hatte der heutigen„ göttlichen" Weltordnung der Fall ist, den Männern einen prefachen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. Kompetenz sich auf Einberufung von Versammlungen und Fest- ist es, welche die wirthschaftliche Nothlage, die so drückend ist, Kompetangebracht. Ein Ausschuß von 3 perſonen genüge, deſſen untergeordnet sind. Denn, verehrte Anwesende, gerade die Frau sowie Ortsventiless Witgliedern freier eingeſchriebener Hilfs. sich nur auf Berlin und Umgegend zu erstrecken, für die anderen| kassen fand am Dienstag Abend unter Vorsitz des Herrn Ortschaften sei die Generalkommission da. *) Die Rede Liebknechts wird demnächst in ihrem Wortlaute Schindler statt. Herr Kuhnte erstattete Bericht über 3 af hält Berringerung der Delegirtenzahl auf einen Ver- besonders gedruckt erscheinen. Wir geben von ihr wegen Raum- die bisherige Thätigkeit der Kommission freier treter für das Beste, es müsse jede Gewerkschaft vertreten sein. mangels nur einen kurzen Auszug. Wenn es sich um längere eingeschriebener Hilfskassen Berlins und Umelegenerning will Wahl die GeBelegenheiten zu regem einer Stommiffion, welche feinere Neden handelt, deren Veröffentlichung gehen, cht wird, birfte sich gegen die acheniffen gegeben, fam er auf die bisher erreichten fchaften Wersammlung fich aubern. Gröneren Anggen müfte die eine derartige Braxis, the haigleich allen berechtigten günschen Erfolge zu sprechen. Am 5. April 1889 bereits fonnte die Stomsollten Vertrauensmänner gewählt werden. der Genossen wohl besser entsprechen würde, als es jetzt mög- mission eine Versammlung abhalten, um ihre Bestrebungen darzulegen, Faber tritt dafür ein, daß der Ausschuß so sein solle, wie lich ist. A. d. Red. die in der Hauptsache darauf gerichtet sind, auch den Familien M. nehr ehen, Ober Serbot Ver mlung nicht, will, zum fchaft en die er die Stebers nicht zu ge Derden. sei. Hierauf wurde die Wahl des Streiffomitees vorgenommen, angehörigen der Versicherten die Vortheile der Versicherung auf| Herr Wernau schreibt uns: Obgleich es mir höchst Undie beste Weise ohne besondere Beitragszahlung für dieselben zu- angenehm ist, die Spalten des„ Vorwärts" in einer Angelegen- Gräschte, Sie haben Hecht, wenn Sie sagen, die Auflösung Jawohl, Herr Neumann, Herr Dietrich, Herr Dähne, Herr gängig zu machen; ferner suchte sie auf die Erzielung einer heit in Anspruch zu nehmen, welche in feiner Weise danach an- des Buyer- Fachvereins würde für die allgemeine Arbeiter niedrigeren und gleichmäßigen Honorirung der Aerzte hinzu- gethan ist, die Arbeiterbewegung zu fördern, so bin ich doch ge bewegung schädlich sein- bleiben sie hübsch unter sich, wirken. Die Kommission hat denn auch bereits zwungen, Antwort auf Angriffe nicht schuldig zu bleiben. trog großer Wir danken dafür. Die einzelnen, wie Sie selber sagen, die der Schwierigkeiten bedeutende Resultate erzielt: Gtwa 100 Aerzte, über die ganze Stadt vertheilt, die leuchtet wieder so recht hervor, weß Geistes Kinder einige dieser Maurerbewegung nur geschadet. Deshalb kann ich den Kollegen Aus dem gestrigen Versammlungsbericht der Puzzer Berlins Freien Vereinigung beigetreten sind, haben dem Verein und der auf die Bedingungen der Kommission- Honorar für eine Kon- Herren sind, sonst würden sie nicht Behauptungen aufstellen, der Freien Vereinigung nur Glück wünschen, daß sie rechtzeitig sultation im Hause des Arztes 50 Pf., im Hause des Patienten welche den Thatsachen vollständig widersprechen. 1 M. eingegangen, stehen derselben zur Verfügung. Auch mit den Kehrbesen ergriffen haben. Julius Wernau, ZionskirchWie aus dem Bericht über die Versammlung in der Nord- plat 2, 3 Tr. einer Anzahl Bandagisten, Badeanstalten zc. wurden Vereinbarungen deutschen Brauerei vom Sonnabend, den 6. Dezember 1890, in getroffen, aber es fehlte noch etwas sehr Wesentliches und das Nr. 285, 2. Beilage des Berl. Volksbl." zu ersehen ist, handelte bot gerade die größten Schwierigkeiten die Erreichung eines es sich nicht um einen Antrag, der Putzerverein solle sich aufAbkommens mit den Apotheken zwecks Ermäßigung der Preise lösen, sondern um eine Anfrage, ob die Puzzer bald gewillt wären, Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Briefkaffen der Redaktion. für die Mitglieder der freien Hilfskassen. Die Kommission wandte ihren Verein aufzulösen. Denn schon längst, im August oder Antwort wird nicht ertheilt. sich zunächst an den Vorstand des Vereins Berliner Apotheken- September( ich weiß augenblicklich das Datum nicht genau), wurde Besizer, aber die Verhandlungen zerschlugen sich; darauf trat in einer öffentlichen Maurer- und Putzerversammlung, welche bei münzen einzuschmelzen. 2. Schulze= Delitzsch G. N. 1. Es ist Niemandem verboten Gold- oder Silberman mit den dem Verein nicht angehörenden Apothekenbesitzern Joel, Andreasstr. 21, stattfand, beschlossen, daß sämmtliche in Sozialist. 2. Schulze Delitzsch war niemals in Verbindung und binnen acht Tagen hatten sich zum Eingehen Berlin unter den Maurern bestehende Sondervereine sich zu S. Th. 101. auf die Bedingungen der Kommission- 25 pet. Preisermäßi- Gunsten der Freien Vereinigung aufzulösen hätten. Die Anfrage Naturentschädigung erhält, nicht zur Altersversorgung versichert zu Der Lehrling braucht, wenn er lediglich gung eine größere Anzahl Apotheken bereit erklärt, die in- verlangte also nur Aufschluß, in wie weit die Puzzer diesen werden. dessen, beeinflußt durch den Verein Berliner Apotheken- Besizer, Beschluß in Erwägung gezogen hätten. Ihre Versammlung spricht nach 8 Tagen bis auf 6 wieder zurücktraten. J. Schm. Der Bezug der Altersrente schließt nicht aus, also für sich. daß daneben die Stadt Armenunterstüßung fortgewährt. Die Kommission ließ die Sache nun vorläufig fallen und wartete das Weitere ab. Am 5. April 1890 theilte dann der Verein der Apothekenbesitzer der Kommission schriftlich mit, daß er auf die Angelegenheit zurückzukommen wünsche. Die Kom mission berief eine Versammlung ein, in der auch einige Vertreter des Apothekenbesizer- Vereins anwesend waren. Die Herren versprachen die Sache zu fördern, das ist geschehen, und das Resultat der Sache ist ein Vertrag der Kommission mit dem Vereine, nach welchem den Mitgliedern der der Kommission angehörenden freien Hilfskaffen beim Bezug der Apothekerivaaren bedeutende Preisermäßigungen gewährt werden. Eine prozentuale Ermäßigung war allerdings nicht zu erzielen, aber es wurde doch die Gleichstellung mit dem Gewerks- Krantenverein erreicht. Der Referent betonte, mann fönne vorläufig mit diesem Resultat zufrieden sein, und versprach im Namen des Vorstandes, daß derselbe auch ferner bemüht sein werde, das Erreichte weiter auszubauen. Es bedürfe dabei allerdings der kräftigsten Unterstüßung feitens aller freien Hilfstassen, und Sache der Vorstände müsse es sein, die Mitglieder ihrer Kassen auf die gebotenen Vortheile hinzuweisen. Leider werden oft gerade seitens der Kaffenvorstände der Sache Schwierigkeiten bereitet. ja möglich, daß der Sache noch Mängel anhaften, aber die werde Es sei man unter Mitwirkung der Mitglieder nach Krästen zu beseitigen suchen. Große Fehler haben sich nicht gezeigt. Das Beispiel Hamburgs und Münchens zeige, was durch massenhaften Anschluß an eine solche Institution zu erreichen sei; Referent hoffe, daß auch hier in Berlin alle freien Hilfskassen sich der Kommission anschließen werden und bittet die Kassenvorstände dringend, in diesem Sinne thätig zu sein. In der Diskussion hebt zunächst Herr Caro die zahl reichen Vortheile nochmals hervor, weist auf die bequemen Zahlungstedingungen für die Forderungen der Aerzte und auch der Apotheken hin, macht auf die Vereinfachung im Verkehr der einzelnen Raffen mit den Apotheken aufmerksam, insofern jene ihre Rechnungen jetzt sämmtlich an eine Zentralstelle einreichen tönnen; er verspricht sich von der Sache noch weitere Vortheile, aber nur bei allgemeiner Betheiligung der freien Hilfskaffen. Auch die übrigen Redner sprechen fast ausschließlich zu Gunsten des Vorgehens der Kommission. Nur Herr Ma tz sieht in dem von der Letteren beschrittenen Weg einen falschen und tritt ein für den Sanitäts- Verein. Man möge doch nicht immer mit neuen Einrichtungen kommen und damit die guten älteren gefährden, man möge die Kräfte doch nicht zersplittern. Gegen die Einrichtungen der Kommission wendet er ein, im Falle der Arbeitslosigkeit werde, es sehr schwer, selbst diese kleinen Arzthonorare zu zahlen; der Umstand, daß der Patient selbst das Arzthonorar zu zahlen habe, werde denselben auch veranlassen, die Konsultation eines Arztes möglichst zu vermeiden und deshalb bei Krankheiten zu lange damit zu warten. Die Beiträge für den Sanitäts- Verein meint Redner seien so gering, daß sie jederzeit aufgebracht werden könnten. Vielleicht lasse sich Kommission und SanitätsVerein zu einem Institut vereinigen. Herr Dammann tritt dem entgegen. Er hält es für eine den meisten unerträgliche Last, neben den Beiträgen für die vielen Kassen, denen man meistens angehören müsse, auch noch Extrabeiträge für den Sanitätsverein aufzubringen. Derselben Meinung ist Herr Schindler. Der Sanitätsverein sei wegen der hohen Extrabeiträge eigentlich nur etwas für die Elite der Arbeiter. Herr Raschke empfiehlt, um Betheiligung der an Kommission zu fördern, den halsstarrigen Kassen, die sich sträuben, beizutreten, gleichsam einen Riegel vorzuschieben, indem man auch einzelnen Mitgliedern derselben den Beitritt zur Kommission freistellen möge, wodurch dann vielleicht oftmals die ganze Kasse nachgezogen würde. Der Referent Herr Kuhntte weist in seinem Schlußwort eine Annäherung zwischen Kommission und SanitätsVereins keineswegs ganz von der Hand. Er kündigt an, daß die Rommission in Zukunft nun auch eine regere Agitation entfalten werde und fordert nochmals die Kassenvorstände auf, die Sache zu fördern. Es gelangt schließlich folgende Resolution zur Annahme: Die Versammlung spricht der Kommission freier eingeschriebener Hilfskassen für deren Thätigkeit ihre Genugthuung aus und verpflichtet sich, die Kommission mit allen Kräften zu unterstüßen." Von Herrn Päus werden wir um die Veröffentlichung folgender Zeilen gebeten: Die Berichtigung des Herrn G. Goldschmidt, Redakteur des Gewerkvereins", muß ich, was meine Ausführungen betrifft, ais in wesentlichen Punkten falsch bezeichnen. Herr Dr. Hirsch, welcher von dem Herrn Korreferenten A. Schmidt zu einer Erflärung hinsichtlich seiner Stellungnahme zum achtstündigen Marimal- Arbeitstag genöthigt wurde, brachte es wirklich fertig, diese sozialdemokratische Forderung damit der Lächerlichkeit preiszugeben, daß er selber heute schon 12 Stunden gearbeitet habe". Als ich das Wort erhielt und Herr Dr. Hirsch gleich darauf verschwand, sprach ich zunächst den Wunsch aus, auch Herrn Dr. Hirsch möchte es vergönnt sein, ein weniger aufreibendes Leben zu führen. Besserung der Zustände in unserem Sinne fönne auch dies ermöglichen. Ich sprach aber auch ferner mein Bedauern dahin aus, daß es mir nicht möglich sei, Herrn Dr. Hirsch es ins Gesicht zu sagen, daß ich es als einen Hohn auf die Arbeiter klasse( Arbeiter st and mag ein Wort sein, welches für Herrn Goldschmidt einen Sinn hat, in meinem Wörterbuch existirt dasselbe nicht) empfände, wenn man eine Ver fürzung der eintönigen, geistesöden und körperlich einseitigen Arbeit der großen Arbeitermasse( wobei ich die Arbeit der Filzwalker in den Hutfabriken als Beispiel heranzog) mit der Bemerkung zurückweisen wolle, daß ja viele geistige Arbeiter länger als 8 Stunden arbeiteten. Es sei doch flar, daß 16 Stunden wechselvoller, geistanregender Arbeit 4 Stunden langweiliger, geistloser und obendrein den Körper in einseitigster Weise anstrengender Arbeit vorzuziehen wären. Ich habe mich gerade an dieser Stelle meiner Ausführungen so handgreiflich und deutlich ausgesprochen, daß Herr Goldschmidt, der ja die Aufgabe hatte, Herrn Dr. Hirsch zu vertreten, darauf nichts antworten konnte und meine vernichtende Kritik der Ansichten des Herrn Dr. Hirsch nur dadurch glaubte abschwächen zu können, daß er die Berechtigung einer solchen Kritik nach dem Weggang des Herrn Dr. Hirsch in Frage zu stellen sich erlaubte und jetzt in seiner Berichtigung meinen rein sachlichen Worten eine unhöfliche persönliche Gehässigkeit unterschiebt. Kritiflose Hinnahme der Ansichten Hirsch's wäre ja allerdings für die Gewerkvereinler am besten gewesen." H. Peus. 9. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 91004 26 35 226 440 83 507 21 91 611 95 770[ 500] 92092 317 35 62 Biebung vom 29. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 45 101 39 86 262 82 362 407[ 3000] 58 505[ 500] 663 73 93 1108 13001 99 200 34 65[ 1500] 303 49 525 601 25 724 97 822 98 976 77 2075 289 57 98 99 329 87 407 1500: 531 648[ 1500] 64 91 890 918 15001 3008 15001 105 206 81 85 476 707 30 66 814 4041 68 515 85 713 61 820 87 [ 600] 947 99 1800) 5087 90 178 374 91 685 800 32 907 40 65 6059 141 327 79 743 962 7038 82 147 226 339 612 710 13 43 811 23 8008 127 220 317 58 71 453 608 93 881 917 33 89 9048 129 94 238 39 78 366 SO 519 20 90 10071 272 343 68 452 56 616 17[ 15001 28 890 11451 519 655 60 76 12030[ 300] 57 73 434 622 86 780[ 1500) 874 89 916 37 88 13086 115 250 502 635 8-0 14092 177 386 1500] 551 628 61[ 15001 744 894 [ 1500] 949 52[ 300] 73 85 88 15037 350 459 542 68 719 64 92 998 1300 16007[ 1500] 278 394[ 1500] 464 573 655 73 807 10 914 17019 149 59 85 306 16 472 581 1500] 680 742 87 91 887 921 51 18050 158 73 234 50 403 609 80 703 17 28 77 19173 271 343 64 423 45 69 642 872 80 919 41 56 20044 133 362 400 81 513 56 94 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159243 81 351 435 83 569 75 613 44 854[ 300] 920 42 171042 53 160018 27 274 332 90 507 39 657 738 807 161016 152 54 335 496 656 705 45 71 83 800 2 40 942 162198 247 503 63 74 94 669 717 883 163032 184 325 964 164129 264 97 345 1500] 687 739 42 903 28 68 165225 91 302 430 533 91 609 770 814 26 59 918 1500] 166038 15000] 224 419 562 782 89 167015 69 213 74 380 603 25 78 94 786 851 907 168042 57 123 85 417 647 920 169166 98 286 332 552 720 84 818 170010 264 71 345 401 35 523 56 75 601 3 20 27 78 228 312 15 488 96 603 81 846 991 172020 203 12 311 481 516 635 79 509 81 969173044 57 122 46 51 239[ 1500) 45 74 77 320[ 300] 450 00] 760 848 174341 499 524 36 48 601 1500] 17 844 934[ 300] 173140 41 66 345( 500) 67 421 567 62. 42 130001 781 939 176163 276 94[ 1500] 422 82 536 57 707 813 49 177018[ 1.001 231 368 401 54 527( 5001 69 723 27 1500) 29 911 28 17 176 217 22 30 390 507 721 179020 143 77 98 220 21 312 96 98 480 82 541 661 769 79 800 18 57 90 93 913 14 68 180040 79 364 84 446 55 528 684 712[ 1500] 833 966 87 181029 78 125 611 65 729 36 921 62 86 18: 2035 104 211 602 58 72 720 13023 46 72 186 13001 205 37 44[ 300] 54 433 525 635 712 22 33 969 97 18: 151 56 222 53 529 15001 64 609 25 35 701 35 60 185147 280 363 534 684[ 1500] 186153 274 410 591[ 5001 648 1500] 701 6 59 71 874 59[ 3000] 975 187159 60 213 403 535 62 602 21 62 705 188112 15001 42 48 52 218 29 86 323 24 401 523 39 53 731 35 43 890[ 1500] 903 43 90115 16[ 30001 237 324 476 84 94 520 650 61 70 802 7 67 905 13 189498[ 300] 596 704 40 69 82 878 9. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 430 649 741 43 981 87 92079 130 65 411 90 528( 5001 735[ 300] 71 Ziehung vom 29. Januar 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 hart sind den betreffenden Nummern in Barenthe'e beigefügt. ( Ohne Gewähr.) f S 11 Ic d Z น b 11 hi re be e m ft g 93144 68 202 24 15001 327 502 703 74 939 94162 790[ 300] 97 884 112 87 95032 87 165 70 235[ 300] 320 68 432 503 674 827 49 96120 65( 300) 23[ 1300 300 32 1300] 594 653 75 733 824 959 97075 271 367 471 565 649 816 24 935 68 98078 291 370[ 500] 89[ 500] 429 65 6 500 12 45 53 638 95 874 984 99259 447 62 78 616 17 761 883 100053 79 103 81 353 73 401 17 791 813 22 45 990 101248 50 P 71 73 155 13000] 67 443 51 502 98 606 77 759 935[ 500] 1170 95 207 24 63( 1500) 354 67 504 57 695 701 70 90 830 59 64 2433 736 770 91 92 308 479 83 674 722 46 102224 380 456 747 86 986 103027 [ 5001 847 955 57 95 3026 1 2 217 32 488 643 791 820 99 4067 140 28 37 163 211 38 81 83 91 498 534 810 16 90 104011 204 73 306 13 206 23 39 605 783 827 57 919 41 61 5019 61 111 62 219 52 343 420 65 84 776 901 13001 G050 162 77 99 268 88[ 5001 94 417 540 73 604 70 714 866 115001 916 30 37 38 44 7020 179 229 36 334 564 624 712 8328 490 564 15001 91 699 706 45 911 9023 242 360 418 508 45 68 89 92 673 842 52 98 936 10003 455 83 511 698 713 45 808 988 97 11718 60 857 99 988 12011 182 293 36 690 740 92 130001 884 13129 57 370 93 440 527 58 59 608 718 824 14096 286 336 566 719 826 15090-96 225 328[ 500 59 529 619 15001 95 773 822 30 16049 166 75 335 43 434[ 300] 63 50% 65 95 657 747 944 17331 64 549 96 661[ 500] 75 723 67 88[ 300] 817 972 75 18159 307 69 536 608 14 52[ 3000] 63 89 821 22 919 89 19084 141[ 300] 265 515 58 734 36 827 57 60 930 74 20066 13000] 313 422 502 3 683 88 729 89 984 21152 332 524 39 617 48 91 724 32 58 805 986 22046 100 44 74 334 702 7 78 871 76 23147 72 264 323 58 653 77 849 963 98 24074 190 203 33 92 381 94 97 1500] 482 656 84 740 816 48 25205 65 77 413 36 72 599 823 37 38 52 959 90( 1500) 26170 84 201 7 367 487 79 669 725 53 804 919 60 62 27060 91 101 561 911 28076 90[ 1500] 548 652 95[ 3000] 811 37 13001 90 960 29042 50 223 501 16 613 761 814 20 35 60 964[ 300] 30057 95 394 421 599 736 801 31025 102 15 207 392[ 30001 764 990 32200[ 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 74