Ur. 136, Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1900 unter Er. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel. geile oder beren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Big. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpcdition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, Br. 1508, Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Freitag, den 15. Juni 1900. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 5121. daß Sie am 12. d. Mts. den Ihnen zugewiesenen Dienst nicht zu Ende geführt, sondern denselben ohne Genehmigung des Hofverwalters an den Schaffner Gieske, Nr. 1393, übertragen und durch diesen auch Ihre Tageseinnahme in verbotener Weise haben abliefern lassen. Wir sehen uns daher genötigt, das mit Ihnen abgeschlossene Dienstverhältnis zum 30. d. M. zu fündigen. Auf Ihre weitere Beschäftigung verzichten wir und haben die Hofverwaltung angewiesen, die Ihnen noch zustehenden Bezüge sofort gegen Quittung auszuzahlen. Große Berliner Straßenbahn. Die Direktion. Was die Aeußerung in der Versammlung anlangt, so wird schloß selbstredend auch die Kontrolle der Hausschlachtungen Die Bilanz der Reichstags- Session. ein. Was hat indes die agrarische Mehrheit des Reichstags nicht zum aus dieser Vorlage gemacht? Ein Gesetz Beurteilt man mit dem Präsidenten, Grafen von Balle Schutz der Konsumenten, sondern, selbst nach Abwehr der strem, die Thätigkeit des Reichstags nach ihrem Umfang in reaktionärsten Absichten, ein solches, das den inländischen der nunmehr geschlossenen ersten Session der Legislaturperiode, Viehproduzenten auf Kosten des heimischen Fleischkonsums dann erhält der Reichstag sicherlich eine erste Note. In über- und der sanitären Sicherheit Vorteile gewährt. Bei dieser aus zahlreichen Plenar- und Kommissions Sigungen wurden Gelegenheit sowohl als auch bei andren handelspolitischen zahlreiche Gesetzesvorlagen verabschiedet. Die stattlichen Bände Debatten fam der handelsvertragsfeindliche Geist der Der stenographischen Berichte sprechen dafür, daß das Parla- Agrarier wiederholt zum Ausdruck und verriet gleichzeitig die ment" des Deutschen Reichs diesem Namen alle Ehre macht. feste Entschlossenheit der Regierung, bei dem Neuabschluß der Indessen kann der geschäftliche Gesichtspunkt, von dem aus Handelsverträge durch Erhöhung der Getreideder Präsident einen Rückblick auf die zu Ende gegangene zölle die Lebensmittelverteuerungs- Politik des Fürsten diese von dem Gemaßregelten nicht bestritten. Der Beweggrund ist Session warf, nicht für eine politische Partei, noch viel Bismarck wieder erneut mit aller Energie aufzunehmen. aber ein solcher gewesen, daß die Direktion damit einverstanden sein weniger aber für die deutsche Arbeiterklasse bei der Beurteilung Auch die paar Reformen auf dem Gebiete des follte. 9. wollte gerade durch diese Aeußerung den sofortigen Streif der parlamentarischen Arbeiten in erster Linie stehen. Gewiß Verkehrswesens können über die verkehrsfeindliche Stimmung vermeiden. Als nämlich Schumann in seinem Referat von der sofortigen wird man dem 1898 gewählten Reichstag die Anerkennung in den politisch maßgebenden Kreisen nicht hinweg täuschen. Arbeitsniederlegung abriet, machte sich in der Versammlung ein ziemlich nicht versagen, daß er fleißig war, daß er selbst ohne die bis Wohl ist es erfreulich, daß Deutschland daran geht, im starter Widerspruch bemerkbar. Es sind die Heyer", welche die jezt verweigerten Diäten mehr gearbeitet hat als die Herren Interesse seiner internationalen wirtschaftlichen Beziehungen durch die Provokationen der Direktion aufgeregten Gemüter be des Bundesrats, die, wie sich noch zuletzt bei den Steuer- große Stabellinien zu schaffen. Um so verkehrter sind aber ruhigen müssen. Nichts andres wollte auch der nun Gemaßregelte; vorlagen für die Kosten der Flotte zeigte, sich darauf be wieder die Reichs subventionen für Dampfschiffsverbindungen er wollte seine Kollegen vor unbedachten Schritten bewahren, er schränkten, Geseze, fertig ausgearbeitet, vom Reichstag sich nach Ostafrika, die bis zu einem hohen Grade geeignet sind, wollte denjenigen, die durch ihre Entrüstung fortgerissen, vielleicht präsentieren zu lassen. Indessen hinter der Quantität der auf die Konkurrenzfraft und die Lebhaftigkeit des Verkehrs zum Streit gedrängt hätten, diesen immer noch als lettes gesetzgeberischen Arbeit muß die Qualität zurücktreten. Wir lähmend einzuwirken. Auch die Reformen für den inner Mittel in Aussicht stellen. Im stillen hoffte er, daß eine Bera müssen fragen: Was ist in dieser Session vom Reichstag für deutschen Verkehr gehen nur langsam voraus. Durch ständigung herbeigeführt und der Ausstand schließlich doch vermieden die deutsche Arbeiterklasse geleistet worden? Und nach der Aufhebung der Privatposten hat sich das Ressort des Staats- werden könne. lich anders als anerkennend aus. # Beantwortung dieser Frage fällt unser Urteil freilich wesent- sekretärs von Podbielski stark erweitert, ohne daß indessen Auch das zweite Verbrechen" hat der Gemaßregelte begangen. Positive Leistungen von weittragender Bedeutung sind wären. Der Fernsprech- sowie der Zeitungstarif haben ohne daß es deswegen sofort zu Entlassungen käme. Würde jeder Positive Leistungen von weittragender Bedeutung sind bis jetzt die Leistungen der Postverwaltung bessere geworden Es ist das aber ein Bergehen, welches nicht sehr selten geübt wird, weder auf dem Gebiete der Social noch der Wirtschaftspolitik Abänderungen erfahren, mit denen wir einverstanden sein entlassen, der einmal, um den Weg zu sparen, seine Tagestasse von zu verzeichnen. Was auf dem Gebiete der Social- fonnten. einem Kollegen mit abliefern läßt, dann wären Hunderte zu ent politik, des Arbeiterschutzes und der Arbeiterversicherung Alle Einzelfortschritte auf den einzelnen Gebieten der lassen. In diesem Fall hat man auch den andern Schaffner, der fertiggestellt wurde, bewegt sich entweder im weiteren Aus- Gesetzgebung verblassen vor dem wiederholten Ausbruch des dem N. die Gefälligkeit erwies, aufs Pflaster geworfen. bau schon längst anerkannter Principien oder kennzeichnet sich Chauvinismus, der auch in Deutschland mehr und Aber das Vorgehen der Direktion gewinnt erst dadurch das dort, wo die bestehende Gesetzgebung unhaltbare Zustände mehr das Parlament ergreift. Die beiden positiven rechte Licht, wenn man erfährt, daß der Gemaßregelte Mitglied der ergeben hatte, als recht magere, wenn auch nicht gänzlich Leistungen dieser Session, die Militärvorlage am An engeren Kommission war, die mit dem Bürgermeister verhandelte, ungenießbare Reformarbeit. Dem parlamentarischen Ein- fang, die Flottenborlage am Schluß, bilden gewiffer daß er an der Spize der ganzen Bewegung war. Es handelt sich wirten unsrer Fraktion ist es mit gelungen, daß für eine magen zwei Marfsteine, die nicht nur für den chauvinistischen also um ein wohlberechnetes Attentat auf die Organisation der Reihe von Gewerbebetrieben Schutzbestimmungen zu Gunsten Sinn der gegenwärtigen Reichstags- Majorität, sondern auch Straßenbahner. der Arbeiter vom Bundesrat erlassen worden sind. Dahin für die Inaugurierung einer imperialistischen Weltpolitik durch So Welchen gived aber haben diese Provokationen der Direktion? gehören Vorschriften über die Arbeitszeit in Getreidemühlen, Deutschland sprechen. Der jetzige Reichstag hat nicht mir das ist es nicht nur ein sinnloser Erzeß ohumächtiger Wut darüber, daß über die Einrichtung und den Betrieb Zink Princip, daß Deutschland die erste Landmacht sein müsse, die Angestellten sich ihrer Menschenwürde und zugleich hütten, der Roßhaarſpinnereien, endlich solcher Anlagen, durch Annahme einer neuen Militävorlage abermals be- ihrer selbständigen Macht bewußt geworden find, so fami in denen Thomasschlacke verarbeitet wird. Etivas ein fräftigt, er hat durch die Bewilligung des Flottengesetzes von 1900 uur ein Motiv gedacht werden: Hat die Direktion schneidender sind die Schutzbestimmungen, die einem großen dem nämlichen Brincip auch für die Marine Geltung verschafft. die Rolle eines Agent provocateur übernommen, will sie den Teil der im Handelsgewerbe beschäftigten Personen durch die Die Expansionspolitik auf wirtschaftlichem Gebiete wird nun Streit provozieren, um, unterſtügt durch die zugesicherte Hülfe gehört vor allem der gesetzliche Ladenschluß um neun Uhr mehr politisch ausgebeutet, dem deutschen Volk werden Lasten der Regierung, welche Streitbrecher zwangsweise kommandiert, den abends. Ungewöhnlich lange Zeit beanspruchte die Reform gemutet, die um so schwerer zu tragen sind, als die wirt Angestellten in einer verwegenen Machtprobe eine Entscheidungs- und abends. Ungewöhnlich lange Zeit beanspruchte die Reform schaftliche Entwicklung die Arbeiterklasse in Deutschland viel Bernichtungsschlacht zu liefern, die der Direktion und dem durch eine der Invaliditäts- und Unfallversicherung, die schließlich nach Ausmerzung sehr bedenklicher, in der Vorschlechter stellt, als dies in Staaten wie England und Amerika befürchtete Eisenbahnarbeiter- Bewegung verängstigten Eisenbahnder Fall ist. ministerium für immer die absolutistische Gewalt sichern solle? Tage befindlicher Bestimmungen auch unsre Stimmen erhielt. So weit es sich also um die positiven Leistungen der Aber die Herren Direktoren samt ihren ministeriellen Patronen Diese Zustimmung befagt nichts weiter, als daß gegen den Gesetzgebung des Deutschen Reichs seit 1898 handelt, hat die spielen ein gefährliches Spiel. Die geiamte öffentliche Meinung. früheren Zustand verschiedene, zum Teil nicht unwesentliche Arbeiterklasse zweifellos schlecht abgeschnitten, sie hat alle Ver- ganz Berlin, würde sich in tiefster Entrüstung gegen die Gesellschaft Befferungen durchgeführt sind; sie schlicht dagegen keineswegs anlassung, durch erneute Agitation gegen ihre politischen und auflehnen, und Berlin hat sehr wirksame Mittel, um den Uebermut aus, daß wir nach wie vor alles aufbieten werden, um die gesamte Versicherungsgesetzgebung leistungsfähiger für die wirtschaftlichen Gegner die Kräfte der socialdemokratischen eines scharf gemachten Unternehmertums zu brechen. Arbeiter zu gestalten. Partei zu vermehren. Dagegen darf allerdings, wenn wir Mit den hier genannten Gefeßen sind die einigermaßen stellen wollen, nicht übersehen werden, daß eine ordentliche Bilanz der legten Reichstagsfession aufDer Minister der Scharfmacherei. es dem nennenswerten Fortschritte auf dem Gebiete der Socialpolitik nämlichen Reichstag bei seiner eigenartigen ZusammenDer preußische Eisenbahnminister Herr v. Thielen redet erschöpft. Wenn der Staatssekretär v. Posadowsky in der bergangenen Session so oft versicherte, daß die Socialpolitik bas Roalitionsrecht der Arbeiter und auf die Kosten der Arbeiter und Unterbeamten betriebene Sparbergangenen Session so oft versicherte, daß die Socialpolitik ſegung trotz allem gelungen ist, Vorlagen, die auf sich allmählich in eine frankhafte Aufregung hinein. Die auf im Deutschen Reich nicht still stehe, so bleibt ihm im Hinblick Freiheit des deutschen Geistes Attentate bar wirtschaft bei den preußischen Eisenbahnen ängstigt Herrn auf diese geringe Ausgiebigkeit nur zu erwidern, daß der stellten, zu Fall zu bringen. Der Sieg über die Regierung einmal ein schlimmes Ende nehmen müsse. Aber anstatt v. Thielen selbst, der mit Recht befürchtet, daß dieje Politik heutige focialpolitische Kurs im Schneckentempo sich vorwärts anläßlich des Zuchthaasgesetzes und der Sieg einer bewegt. Eine Reihe von Anregungen, die der Reichstag für starken Reichstagsminorität gegen das Centrum anläßlich der nun eine vernünftige Socialpolitik zu treiben, nimmt er ſeine eine wirkjame Socialpolitik gegeben hat, erweďten auf feiten lex Heinze sind zwar nur negative Erfolge, aber in ihrer Zuflucht zu einer auranzenden Schneidigkeit, durch die fation der Arbeiter in Arbeiterkammern, die planmäßige und Erfolge, an denen gerade die Socialdemokratie hervorragend hilft aber auch nichts und ist nur geeignet, die im Reiche der Regierung nicht den mindeſten Wiederhall. Die Organi Wirkung nicht zu unterschätzen. Mit Rücksicht auf diese beiden die Angestellten von ihren gerechten Forderungen abgeschreckt werden sollen. Diese Schneidigkeit kostet zwar nichts, fie wirtschaftlich hochwichtige Centralisierung des Arbeitsnachweises unter beteiligt war, tönnen wir, ohne dabei die Bedeutung der dem Gesichtspunkt der Parität der Thielens herrschende Gärung zu steigeru. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, bergangenen Session für die Arbeiterklasse überschäßen zu die Regelung der Wir haben schon gestern darauf hingewiesen, in welcher wollen, doch mit Genugthuung konstatieren, daß die ArbeiterArbeitsverhältnisse im deutschen Bergbau durch ein Reichs- Berggesez, die Abänderung des Gewerbegerichts- worden ist, die Annahme entschieden voltsfeindlicher Gesetze besoldungen auf absehbare Zeit abgeschlossen feien und flaffe als Machtfattor in der Politik doch stark genug ge- Weise der Eisenbahnminister die Petitionen von Bahnsteigschaffnern abfertigte. Er erklärte, daß die BeamtenGejeges alles Fragen von aktueller Bedeutung wurden sagte dann nach dem Stenogramm: von einem großen Teil des Reichstags entweder durch Anträge zu verhindern. angeschnitten oder sogar gesetzgeberisch vorbereitet. Sie hatten indes bei der socialpolitischen Rückständigkeit der Regierung Feinen Erfolg. Auch die Seemannsordnung, eine alte Forde rung unsrer Partei im Jnteresse der Seeleute, fiel andren Gesezen zu lieb unter den Tisch. Politische Webericht. Berlin, den 14. Juni. Berlin SW., den 14. Juni 1900. An den Schaffner Herrn Nathmann Nr. 1859 Ein neuer Gewaltstreich. Gleich unbefriedigend waren die gesetzgeberischen Arbeiten Noch ehe die Verhandlungen zwischen den Straßenbahnern und auf dem Gebiet der eigentlichen Wirtschaftspolitit. der Direktion, die wegen der Maßregelung einer Anzahl Angestellten Was will es heißen, daß man die für die deutsche Währung eingeleitet worden, irgend ein Resultat gezeitigt, hat sich diese einer wichtigen Bankgesege, die Reichsbant- und die Münznovelle glück unerhörten Provokation schuldig gemacht. Wir sind in der Lage, lich unter Dach und Fach brachte. Ist doch gerade in der zu Ende folgendes Schreiben zu veröffentlichen: gegangenen Session bei verschiedenen Gelegenheiten die sich immer mehr verstärkende Position der Agrarier und HochSchutzöllner in all' ihrem Einfluß auf die Regierung flar zu Tage getreten. Ein Beweis dafür war namentlich die Erledigung des Fleisch beschau Gesezes. Die Regierung bringt eine Vorlage ein, die aus sanitären Gefichtspunkten hervorgegangen, den inländischen Konsum vor dem Genuß franken Fleisches, tomme es, woher es wolle, zu schüßen sich bestrebte. Als Grundsay war aufgestellt, daß das Fleisch eines jeden Schlachttiers, ehe es in den menschlichen Konsum übergeht, untersucht werden soll. Dieser Grundsak Bahnhof XX, Elsenstraße. Sie haben in der am 12./13. b. Mts. in Cirhis Schumann stattgehabten Versammlung der Straßenbahn- Angestellten u. a. in agitatorischer Weise dazu aufgefordert: daß alle für einen einzutreten hätten, damit die sogenannten Ges maßregelten wieder eingestellt würden, und sofern die Direktion hierauf nicht einginge, daß dann eine neue Versammlung einberufen werde, in welcher ein neuer Streit zu proklamieren fei. Ferner ist uns gemeldet worden: „ Dieser Abschluß ist auch absolut notwendig, um endlich wieder Ruhe in die Beamtenkreise hineinzubringen, die jezt alle Jahre durch Petitionen und durch die Ermuntering, die ihnen in Bezug auf diese Petitionen zu teil wird, in immer steigendem Maße aufgeregt werden. Diese Petitionen werden meist nicht damit begründet, daß das Gehalt absolut unzureichend jei, sondern vielmehr damit, daß relativ ihr Gehalt nicht im richtigen Verhältnis zu den Gehältern andrer Beamtenkategorien stehe. Diese Auffassung beruht natürlich auf der Selbstwertschäzung ihrer eignen Dienste. Jufolge= dessen wird eine Mißgunst und ein Neid zwischen den einzelnen Beamtentategorien groß gezogen, der zu den ernstesten Bedenken Veranlassung geben muß.( Sehr wahr! rechts.) Es wird die Ordnung und Disciplin gerade unter denjenigen Beamten des Staats untergraben, auf deren unbedingte Zuverlässig keit und Pflichttreue der Staat und die Bewohner des Staats in Krieg und Frieden den allergrößten Wert legen müssen.( Sehr richtig! rechts.)" Herr Thielen betrachtet also mit Sorge die wachsende Unzufriedenheit seiner" Beamten. Er kommt aber nicht auf den Gedanken, daß seine eigene Thätigkeit der wirksamste Agitator ist. Gerade der Umstand, daß der Minister das Koalitionsrecht der Angestellten mit allen Mitteln zu ver nichten sucht, muß die Erbitterung verschärfen. Dieser ministerielle Schneidigkeit wirkt viel aufregender als alles, was in der Fachpresse der Eisenbahner geschrieben wird. Schaudernd stellte der Herr Minister fest, daß es 33 Millionen mehr kosten würde, wenn man allen Wünschen nachkommen wollte. 33 Millionen scheinen unerschwinglich in einem Augenblick, wo man im Reich Milliarden ins Wasser wirft! In den Gehaltserhöhungen sieht Herr v. Thielen eine Schraube ohne Ende" der Wahnsinn des Wettrüstens im Reich findet im preußischen Minister den eifrigsten Förderer. Während so Herr Thielen hell entrüstet ist, wenn die Beamten sich koalieren und petitionieren, hat er ein liebevollhumoristisches Wohlwollen für das Trinkgeldwefen. Dafür gengt folgende Stelle aus dem Stenogramm: " Ich will weiter nichts anführen, als daß die Portierstellen die allergesuchtesten sind unter den betreffenden Beamtenstellen. ( Sehr richtig! Heiterkeit.) feit)" Herr Rippler Hat- ganz wie Kollege Schweinburg, ohne sein| Mart nicht mehr als gefegliches 3ahlungsmitteY. Buthun" sich außergerichtlich verständigt, er hat ferner ganz wie Es ist von diesem Zeitpunkt ab außer den mit der Einlösung beKollege Schiveinburg- vom Fürsten zu Wied ein Dankschreiben auftragten Raffen niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. erhalten, das fautet: § 2. Bis zum 30. September 1901 werden „ Euer Hochwohlgeboren Reichs Goldmünzen zu fünf Mark bei den Reichs beehre ich mich im Namen des Deutschen Flottenvereins und in und Landeskassen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in demjenigen aller Flottenfreunde in Deutschland den angelegent- 3a hlung genommen als auch gegen Reichsmünzen umgetauscht. lichsten und wärmsten Dank auszusprechen für die entgegen-§3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch findet auf kommende Art und Weise, mit der Sie sich an dem Friedensiert durchlöcherte und anders als durch den gewöhnlichen Umlauf im zwischen Ihnen und Herrn Schweinburg beteiligt haben. Gewichte verringerte, sowie auf verfälschte Münzstüde feine AnSie haben dadurch in anerkennenswerter Weise dazu bei- vendung. getragen, einen Prozeß aus der Welt zu schaffen, der nur dem Auch die Vorlage über die Ausprägung von ReichsDeutschen Flottenverein und dem Flottengedanken im Silbermünzen( Fünf-, Zwei- und Einmark Stüde) ist vom deutschen Volke hätte zu Schaden gereichen können. Bundesrat angenommen worden. Dieses patriotische Vorgehen ist um so mehr anzuerkennen, als Sie, im Vertrauen auf Ihre Zengen, fich des Sieges im Prozesse sicher fühlten. dauernder fein und allen denjenigen, die an dem Friedenswert mit Möge diefer Frieden, das ist mein sehnlichster Wunsch, ein gearbeitet haben, zum Segen gereichen." Vorkommnisse gelegentlich der Vorbereitung der Gutenberg. Byzantinischer Terrorismus. Die" Post" erregt sich über Reniralität der Gewerkschaften in politischen Dingen zu halten hat." feier in Nürnberg. Dort habe sich gezeigt, was man von der feitens der Socialdemokratie neuerdings so oftentativ behaupteteit Ich will nicht weiter untersuchen, ob nicht doch noch manches Herr Rippler wehrt dann noch mit Entriiftung die Behauptung In Wahrheit haben jene Vorkommnisse gezeigt, daß die Unter Trinkgeld in ihre Tasche fließt, ich müßte mich bekennen, daß ich zuweilen auch eins gebe.( Große Heiter offiziösen Breßbureau belohnt werden. Das ist merkwürdig, daß Dingen wissen wollen, vielmehr versuchen, ihre gewohnheitsmäßige ( Grogeals fchuldig ab, er werde für dieſe Ehrenerklärung mit einem Pösichen im nehmer nichts von politiſcher Neutralität in gewerkschaftlichen Herr Nippler sich über solches Avancement entrüstet, nachdem er soyzantinische Liebedienerei den Arbeitern zuzumuten. Die„ FränDie große Heiterfeit", die im Haufe der drei Klassen eben seine Befähigung für das Offiziösentum in der denkbartische Tagespost" schildert jene Vorkommnisse also: anläßlich dieses Verstoßes gegen die Disciplin ausbrach, beweiskräftigsten Form erhärtet hat. Die gemeinsame Gutenbergfeier, die für 16. und 17. Juni ges Ein unabhängiger kennzeichnet die socialpolitische Höhe dieser Volkszertreter". Publizist sieht seine fittliche Pflicht darin, die Wahrheit unter plant war, unterbleibt. Die Buchbinder- Gehilfenschaft hat in Es scheint, als ob es Herr v. Thielen am liebsten sehen allen Umständen auszusprechen, die unter chrbarem Schein wuchernde letter Stunde erfahren, daß bei dem projektierten Festakt im baywürde, wenn überhaupt die Angestellten auf Trinkgelder ge- art eines Offiziösen angewöhnt, dessen Handwerk wesentlich im hochpolitische Persönlichkeit ausgebracht werden soll. Da eine der Korruption aufzudecken. Herr Rippler aber hat sich bereits die Gemüts- rischen Gewerbemuseum seitens der Prinzipalität ein hoch auf eine stellt würden. Vertuschen aller Unsauberkeiten besteht. Der Redacteur der„ Tägl. kann mit dem Zweck des Festes, einer Ehrung Johannes Gutenbergs, artige Verbeugung nach Oben in keinerlei Beziehung gebracht werden Rundschau" i st also bereits seiner Gesinnung nach ein Offiziöser im Schweinburg- Stil, selbst wenn ihm das Amit, wozu er so sehr beder die Wahrheit aus Licht gebracht fähigt ist, ent vischen sollte. und Pfaffentrug zu Schanden gemacht, Nun aber weiter! " gin 0 Auf Grund von Aeußerungen der Flottenlieferanten Presse haben wir wiederholt darauf hingewiesen, daß nach den Absichten ihrer Urheber die jetzige Flottenvorlage genau so wie die von 1898 keinen Abschluß, sondern einen Anfang, eine Abschlagszahlung darffelle. Die paar Kähne und die paar Milliarden genügen durchaus nicht. Wir sollen teine große, sondern die größte Flotte haben. Es ist dankenswert, daß der Kaiser darüber keinen Zweifel läßt, was beabsichtigt wird. Die bewilligten Schiffe werden genan so schnell gebaut werden, wie es die Werften leisten können. Dann kommt das fünfte, sechste usw. Geschwader. Nun aber weiter," telegraphierte der Kaiser nach Annahme der Flottenvorlage an die Direktion der Hamburg- Amerika- Linie" und in einem Telegramm an den Präsidentent des Hamburger Senats erläuterte er dies„ Nun aber weiter" in unzweldeutiger Weise: " " Wie dankbar ich dem Allmächtigen bin für diesen Erfolg, werden Sie begreifen. Möchte er uns feinen Beistand auch ferner leihen, dem begonnenen Werk bald zur ganzen Vollendung verhelfen, bis wohin wir unsre deutschen Hände noch tüchtig rühren müssen." Das Wert ist erft begonnen, die ganze Vollendung steht noch 018 das sagt der Kaiser, unmittelbar nach dem unter dem Beistand des Allmächtigen errungenen Erfolg gegenüber dem Reichstag. „ Der Kräftezuwachs in meiner Hand", von dem der Kaiser in dem andern Telegramm sprach, genügt noch lange nicht nach den jetzigen Beschlüssen des Reichstags. Die Presse der Marinelieferanten ist auch bereits unterrichtet, daß die fünf Milliarden mur eine Abschlagszahlung sind. So er flärt es sich, daß Schweinburg die Flottenmehrheit wegen ihrer schwachen nationalen Spannkraft rüffelt, daß das Essener Organ Krupps über die Nationalliberalen höhnt, die immer erst sechs Monate später begeistert sind, nachdem ihnen ein allerhöchstes Wort die Lippen gelöst. Aber auch die Centrumsleute wissen bereits, wohin der Weg geht, und sie scheuen sich nicht, die ekle Farce anfänglicher Gegner schaft zu wiederholen. Die„ Germania" schilt über den llebereifer der Flottenfere und weiß doch ganz genau, daß diese llebereifrigen" nicht ein Schiff mehr fordern, als der Kaiser will und als das Centrum nach einiger Ziererei bewilligen wird. Die verräterische Widerstandslosigkeit der regierenden Partei hat natürlich die Marinisien außerordentlich ermuntert. Ueber ein Weilchen wird es abermals wiederhallen von jämmerlichen Klagen über die Unzulänglichkeit unsrer Flotte, die ganz und gar nicht der „ Entwickelung der Verhältnisse" Rechnung trage, dann wird eine kaiserliche Sundgebung folgen, die Centrumspresse wird laut über die Blöglichkeit und Maßlosigkeit der neuen Forderungen schimpfen, im weiteren Verlauf wird Herr Lieber oder Herr Müller- Fulda sich von der dringlichen Notwendigkeit der Forderung überzeugen und die Sache ist abgemacht. Der Reichstag hat durch die Schuld des Centrums die Ges Tegenheit versäumt, den Ansprüchen des Militarismus und Marinismus endlich einmal gebieterisch Halt zu rufen. Jegt giebt es fein Entrinnen mehr. Die Lawine ist im Rollen, die die Schuldigen verschütten wird.* Deutsches Reich. Hohenlohe der Revolutionär. Im Reichskanzler werden zuweilen Erinnerungen aus alter liberaler Zeit lebendig. In seinem letzten Redeversuch im Reichstag hat Fürst Hohenlohe sich zu einer wahrhaft gerechten Würdigung einer der Hauptströmungen der 48 er Bewegung erhoben. Man hat seine Revolutionsverherrlichung zu wenig beachtet und es ist erfreulich, daß der Aerger der Kons. Korresp." nochmals die Aufmerkjamkeit darauf richtet. Der Kanzler sagte: „ Der Einheitsgedanke, den zunächst die studierende Jugend pflegte, ging in immer weitere Kreise über und bildete das Ferment der revolutionären Bewegungen des Jahres 1848. Schon glaubten wir uns damals am Ziele, als jene Bewegung an der Ungunst der Verhältnisse scheiterte." Welches Glück, daß wir über zwei so patriotische und diskrete Männer wie die Schweinburg und Nippler verfügen. Const wäre Deutschland um feine neue weltpolitische Aera gekommen, weil die Flotte im Schlamm stecken gebliebent wäre! ins Gedächtnis zurückgerufen, was Herr Rippler am 15. Dezember v. J. Zur Aufflärung über diese weltpolitischen Coulisseugeschichten sei über seinen Mitpatrioten Schweinburg veröffentlichte: " so ersuchte die Gehilfenschaft die Prinzipalität, von dem vorgesehenen Toast abzusehen, um die Festlichkeit von jedem politischen Anstrich frei zu halten, das lasse schon der unpolitische Charakter der Gewerkschaften wünschenswert erscheinen. Die Prinzipalität ist auf den Wunsch der Gehilfen nicht eingegangen, hat vielmehr den letzteren Kenntnis von folgendem Beschluß gegeben: „ Der Verein Nürnberger Buchdruckereibesizer hat in seiner heutigen Versammlung einstimmig beschlossen, von einer gemein ia men Gutenbergfeier zurückzutreten, da sich derselbe der von seiten der Gehilfen gestellten Forderung, von einer Höflichkeitsbegrüßung des Landesfürsten abzusehen, nicht fügen kann." „ Herr Victor Schweinburg ist im Flottenverein abgethan, aber er ist vom Stamm jener Asra, welche sich frohgemut durch die Hinterthür wieder in das Hans schlängeln, wenn man sie veranlagt hat, sich durch die Vorderthür hinauszubegeben. Als Thüröffner bemühen sich für ihn die Herren Krupp und Jenke, die den Rat und das Beispiel ihres gescheiteren Kollegen Bued, sich rechtzeitig von dem anrüchig gewordenen Breßagenten loszusagen, noch immer nicht befolgt haben und ein merkwürdig intensives Interesse an den Tag legen, Herrn Schweinburg Die Berliner Neueste Nachrichten" bringen Einzelheiten aus irgendwie im Verein eine einflußreiche Stellung zu sichern der Untersuchung wegen der Ermordung des Gymnasiasten Winter. und so den Flottenverein... auch weiter zu einem Schugverein Es geht daraus hervor, daß so ziemlich alle Angaben der antisemitischen für Stahl und Eisen zu degradieren. Wir verstehen diesen So geht sogar die" Harmonie" zwischen Kapital und Arbeit in die Brüche bei einer Feier zu Ehren des größten Erfinders, deren würdiger Verlauf die schönste Harmonie zur Voraussetzung hat." Konit. auch alle Eifer des Herrn Krupp, der doch nicht bloß ein Großinduſtrieller Presse Phantasten und Schwindeleien find. So ist kein Fläschchen mit Menschenblut in der Synagoge gefunden worden, am Tage des ist, sondern auch den Ruf eines Patrioten und eines Gentleman Mords sind keine fremden Juden in Konig gewesen besitzt, nicht und müssen ihn auf mangelnde Sach bezw. übrigen Schauergeschichten haben sich durch die Untersuchung als Bersonenkenntnis zurückführen. Aber wäre es Herrn Krupp gegenstandslos herausgestellt. Verdachtsmomente gegen ansässige bei gutem Willen nicht ein leichtes, sich diese Kenntnisse uuden haben sich ebenfalls bisher nicht ergeben, wenn auch die Erverschaffen? Vielleicht erkundigt er sich einmal im Reichs mittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Marineamt oder im Auswärtigen Amte, warum man es dort Es ist traurig, daß heute noch evangelische Theologen zu Hilfe hartnäckig ablehnt, Herrn Schweinburg, den bisherigen Generalsekretär des Flottenvereins, den publizistischen Vertrauensmann fräften. Die theologische Fakultät der Universität Halle, zu der gerufen werden müssen, um das Märchen vom Ritualmord zu ent der Großzindustrie, den Freund" so vieler mächtiger Herren, zu Prof. Kauzgich, einer der bedeutendsten Gelehrten, gehört, hat in empfangen? Hat Herr, Krupp schon etwas von politischen Agenten einer offenen Erklärung bezeugt, daß das Gerede von jüdischen gehört? Wenn nicht, so weiß er doch ganz sicher aus seinem Geheimschriften auf leichtfertigen Verdächtigungen eignen Verkehr mit Schweinburg, daß es Informationsdienste beruht. Vielmehr ist es eine Thatsache, die für den Kundigen nicht giebt bei der Börse, bei der Großindustrie und vielleicht auch bei erst eines Beweises bedarf, daß es innerhalb des gesamten JudenRegierungen, die fehr einträglich find, die aber mit dem an- tuns weder eine schriftliche noch eine mündliche Tradition giebt, ständigen journalistischen Erwerbe nichts zu thun haben.... Herr welche kundigen Christen unzugänglich wäre." Schiveinburg soll ein jährliches Einkommen von 70 000 M. versteuern und in unglaublich turzer Zeit ein großes Ver mögen erworben haben, so daß er aus seinem Ueberfluß, wie auch diese Erklärung keinen Eindruck machen. Auf die Wahnvorstellungen der reichsdeutschen„ Boger" wird Ausland. Asien. ent Nation 3. B. aus dem Tausch Prozeß ersichtlich, auch Beamten Darlehen geben und in seinem Hause Minister bewirten Tomte. Das ist vom rein finanziellen Gesichtspunkte aus gesprochen eine erstaunliche Leistung, die Respekt vor den Geistesgaben und der Energie des Mannes abgivingt, wie überhaupt Eine Alarmnachricht aus Ostasien meldet, daß vor Peking seine Karriere vom" jungen Manne" der„ Norddeutschen Allgem. cine chinesische Armee von 30 000 Mann mit zahlreichen GeZeitung( nach andrer Version soll sein Anfangsstadium ein noch schützen stehe, die von Tungfubfiang und Sungtschang befehligt weit tieferes gewesen sein) bis zum Vertrauten und Gastgeber werde. Die Konsulate der Mächte betrachteten die Situation fo von Ministern faft etwas Romantisches hat; aber um diese als gefährlich, daß sie durch Tientsin nach Romantit fönnen wir uns nicht fümmern, sondern bloß um die fandte Kouriere 2000 Mann je von jeder Thatsache, daß der Mann Journalist, Berater der öffentlichen Meinung, erbeten hätten. Die Meldung kommt freilich von dem Bureau ist und um die weitere Thatsache, daß ein gewöhnlicher Journalist, Dalziel, das nicht gerade als unbedingt glaubwürdig angeschen und wenn er zehnmal begabter wäre als Herr Schweinburg, werden kann. Immerhin scheint die Lage im Aufstandsgebiet sich solches Kunststückchen auf dem normalen Wege nicht fertig bringt, fritischer gestaltet zu haben. Aus Shanghai ist die Nachricht einund wenn er fich die Finger wund schreibt und er der erfolg getroffen, daß der von Europa über Kiachta führende Telegraph reichste Publizist des Jahrhunderts wäre... Herr Krupp nach Beking zerstört sei, und auch sonst liegen weitere Nachrichten hat Herrn Schweinburg dem Kaiser vorgestellt und der über Ercesse der Boxer vor. Photograph hat diesen weltgeschichtlichen Moment für die Aus Wladi wo stod wird gemeldet: Auf der mandschurischen Nachwelt festgehalten in der Gegenwart fann man das Bild im Eisenbahn fand ein 38usammenstoß zwischen russischen Wintergarten bewundern aber Herr Krupp weiß wohl nicht, a chmannschaften und chinesischen Soldaten statt. daß es Offiziere S. M. des Kaisers mit ihrer Ehre nicht vereinbar Auf russischer Seite sind ein Offizier und drei Untererklären, mit Herrn Schweinburg zusammenzuarbeiten? Er weiß militärs, auf chinesischer Seite ein Offizier ind neun wohl nicht, daß Herr Schweinburg stolz auf die Protektion des Soldaten gefallen. Die chinesischen Behörden haben sofort Herrn Krupp und nicht zufrieden mit seinen verschiedenen Beamte zur Bestrafung der Schuldigen abgesandt, allein ihnen Ministerfreunden, deutschen Offizieren stolz erklären konnte: wird es wahrscheinlich nicht anders ergehen, als den Nürnbergern, nur Ich habe hier zu befehlen; denn M. der daß bei ihnen nicht einmal der gute Wille des Ergreifens der Thäter, Kaiser steht hinter mir. Und derselbe Mann, der vorausgesetzt werden kann. durch Krupps Protektion frech genug gemacht war, behaupten, daß der Kaiser hinter ihm stehe, schüttelt Prügel, die er gelegentlich von einem der Geschäftsführer des Flottens vereins in ausgiebigem Maße erhält, ab, wie der Pudel die Flöhe, ohne den Mann auch nur gerichtlich zu belangen... Die Rolle der Großindustrie beim Flottenverein war hisher eine ziemlich Shanghai, 14. Juii. Nach einem Telegramm der„ North China verhängnisvolle. Die Herren scheinen zu vergessen, daß das Volk Daily News" aus Tschungking in der Provinz Szetschwan von gestern gegen einen Patriotismus, der an Einträglichkeit nichts zu tam es zu Unruhen in Jünnan- fu. Die Missionsgebäude der China wünschen übrig läßt, mit Recht mißtrauisch ist und absolut teinen Inlandmission wurden teilweise zerstört, jene der Britischen Bibels Grund hat, für Dividendenerhöhung durch Lieferung von Panzer- gesellschaft, der christlichen Missionsgesellschaft sowie der römischplatten zu schwärmen. Der Centralverband deutscher Industrieller katholischen Mission wurden völlig verwüstet. Die Missionare sind soll seine Interessen fördern wo er will, nur nicht im Flotten- alle im Jamen in Sicherheit. verein. zu Fürst Hohenlohe bestätigt die historische Wahrheit, daß die ersten und besten Borkämpfer der deutschen Einheit die 48er Revolutionäre waren. Mit unverkennbar freudiger Rüderinnerung rechnet sich Fürst Hohenlohe zu den Rebellen von dazumal, Dieses Portrait stamnit, wie gesagt, vom 15. Dezember v. J. indem er sagt:" Wir glaubten uns damals schon am Ziel". Heute bestätigt Herr Rippler natürlich aus tiefster Ueberzeugung, Mit der den jetzigen Kanzler ziemenden Vorsicht spricht er dann von daß der Mann ein vollendeter Ehrenmann fei. Herr Schweinburg der ollugunſt der Berhältnisse, bien spricht er dann von ist in der That,„ der erfolgreichſte Bublizijf des Sahrhunderts" Widerwillen der deutschen Fürsten gegen die deutsche Einheit noch zu etwas bringen kann. cin Beweis, daß nian es durch„ Wissenschaft" bei uns immer bestand. Die Kons. Korresp. ist entsetzt über das Wiedererwachen des alten Demofraten im höchsten Beamten des Reichs. Sie erklärt, nicht die 48er, sondern die hohenzollern seien die Gründer der Einheit, und sie denunziert den Kanzler als Herabwürdiger der Verdienste des Hohenzollernhauses. Wir fürchten, Fürst Hohenlohe wird dereinst die Erinnerung seiner revolutionären Vergangenheit büßen müssen, indem er gleich den Berliner Märzgefallenen, seinen einstigen Mitkämpfern, durch Verweigerung von Monument und Portal demofratische Ehrung findet. Ebenso wird man einem neuen Edikt der Kaiserin, das die Verhaftung der Rebellen und die Unter drüdung der Unruhen befiehlt, nicht allzuviel Bedeutung: beimessen dürfen. Ferner liegen folgende Telegramme vor: Brüssel, 14. Juni. Wie die Réformé" mitteilt, hat die Brüsseler Gesellschaft für Eisenbahnbauten in China von ihrem leitenden Ingenieur in China die Bestätigung der von den Borers Der Schiveizer de Ossent und verübten Greuelthaten erhalten. die Italiener Cadei und Besaro, welche bei dem Eisenbahnban beschäftigt waren, sowie die Schwester de Ossents sind ers mordet und ihre Leichen im Kanal bei Pao Ting gefunden worden. Die übrigen belgischen und französischen Angestellten sind nach Peking und Tientsin gelangt, mit Ausnahme zweier namens Baillan und Dilon, deren Aufenthalt man nicht kennt. Dreihundert, Mannschaften verteidigen den Teil der Bahn, auf welchem in einer von der französisch- belgischen Gesellschaft mit Waffen versehene Strede von 100 Kilometer der Verkehr nicht unterbrochen ist. Das schlechte Gewiffen. Die Korrespondenz für Centrumsblätter" schreibt beklommen: „ Wir haben den Wunsch, daß das Verhalten des Reichstags durch die That Anerkennung finden möge. Es ist vielfach deutlich und bestimmt zum Ausdruck gekommen, daß das Die nach Peking abgesandte Expedition der Mächte Land mit der neuen Flottenverstärkung ein großes Opfer bringt und eine schwere Last übernimmt. Möge das in der befindet sich gegenwärtig in Langfang, auf dem halben Weise gewürdigt werden, daß man auf seine Leistungsfähigkeit ege nach Beling, wo sie zunächst halt machen wird. die peinlichste Rücksicht nimmt und aus der bewiesenen Opfer: Japan ist ein Regiment auf dem Wege nach China. Japan willigkeit nicht die Aufmunterung herleitet, ihm nächstens freundliche Presse schreibt, Japan allein tönne den Aufs macht überhaupt bedeutende Anstrengungen, die regierungsurplöglich wieder neue Opfer zuzumuten." Der Redacteur der„ Tägl. Rundschau", Herr Rippler, veröffent: ultramontanen Verräterei, die wir an andrer Stelle- Nun aber Chinas wegen, der Nähe seiner Befizungen mit allem Nachdruck vorDas Centrumsorgan ahut also auch bereits die Folgen der stand unterdrücken, es müßte jedoch erst das Mißtrauen der Mächte zerstreuen. Rußland andrerseits beabsichtigt, im Norden licht heute die angekündigte Ehrenerklärung für Schweinburg. Herr weiter!"- charakterisierten. Schweinburg ist also wie sein Freund Rippler bekennt nicht zugehen. Auch soll eine mehrere tausend Mann starte russische geprügelt worden, auch der Verdacht sei nicht haltbar, daß„ Herr Der Bundesrat hat am Mittwoch der folgenden demnächst zu Kolonne von Norden her gegen Peking vordringen. So sehr Chefredacteur Schweinburg nicht nur Publizist, sondern auch politischer erlassenden Bekanntmachung zugestimmt:§ 1. Vom 1. Okjede Macht den Glauben an die Loyalität der andren beteuert, fehlt und Börsenagent sei." Itober 1900 ab gelten die Reichs Goldmünzen zu fünf es aber doch nicht an Grund zu eifersüchtigem Mißtrauen. Noch ein Patriot. # Partei- Machrichten. Oberbürgermeister Kirschner macht unter der Heiterkeit der Versammlung auf zwei Druckfehler aufmerksam, einmal sei von„ ge= schilderten" statt geschuldeten" Beträgen, ein andermal von der Sparkasse" statt der Staatskasse" die Nede. Beide Ortsstatuten werden en bloc angenommen. " Und dann vermag es gerade fein Vertrauen zu den russischen Maß- Imehr so lange mit der Aufbesserung gewartet werden muß, bis die nahmen zu eriveden, daß eine strenge Polizeiverordnung vielfach ganz unzureichenden Löhne der städtischen Arbeiter auf an alle russischen Zeitungen ergangen ist, feine Nach eine nach unsrer Ansicht angemessene Höhe gebracht sind. ichten über die Vorgänge in Asien zu bringen, außer( Unruhe und Sehr richtig!) Nachdem von andrer Seite solchen, die von den Behörden zugestellt werden. Der Text, den die Anträge gestellt sind, haben wir bei unsrer ganzen Stellung zu die in London erscheinende Zeitschrift Free Russia"( Frei- Ruß- der Frage des öffentlichen Volksschul- Unterrichts keinen Anlaß, da= In dem Hause der Pump station des Radialsystems III land") veröffentlicht, ist ganz in dem bekannten Stil solcher ver- gegen zu fein; aber wir werden gegen die Anträge Preuß stimmen, der Kanalisation Schönebergerstraße 21 ist dem Betriebstraulichen" Preß- Ufase gehalten. weil es sich hier nicht um eine abschließende Regelung der Lehrer- aufseher Schulze eine Wohnung angewiesen worden, welche keinen gehälter handeln kann, sondern nur um die Einlösung eines Ver- Eingang von der Straße hat, auch in unmittelbarer Nähe des übelfprechens, welches die Versammlung bei der letzten Regelung der riechenden Sammelbassins gelegen ist. Die Wohnung soll dem Herrn Lehrergehälter gegeben hat. Wir bedanern, daß der Ausschuß bei den Schulze für nur 360 W. vermietet werden. Die Wahlagitation im Kreise Mülhausen, wo am 5. Juli Lehrerinnen ein zu großes Maß von Bescheidenheit sich auferlegt Stadtv. Singer beantragt die Ablehnung der Vorlage, weil die Reichstags- Erjazwahl für unfren Genossen Bueb stattzufinden hat. Wir widerholen unsern Antrag seiner Aussichtslosigkeit wegen nach der Begründung der Vorlage selbst die Wohnung wegen hat, ist, wie man uns schreibt, auf feiten der socialdemokratischen nicht, glauben aber, daß der Magistrat demnächst seine Aufmerk- ihrer Lage dicht am Sammelbecken der Pumpstation an Private Partei flott im Gange, indeß ihre Gegner über die Aufstellung einer famkeit auch den Lehrerinnengehältern mehr zuwendet und mit überhaupt nicht vermietet werden kann. gemeinsamen Kandidatur noch nicht hinausgekommen find. Tag für der veralteten Anschauung bricht, wonach die weiblichen Lehrpersonen Tag hält unser Kandidat Emmel in den Arbeitervierteln Mül- niedriger eingeschäßt werden als die männlichen.( Beifall.) haufens Versammlungen ab, zu denen der Zudrang der Wähler erfreulicherweise ein äußerst starfer ist. Demnächst wird auch Genosse Bebel, der ja bereits einmal einen reichsländischen Wahlkreis in Berlin vertreten hat, in die Mülhauser Wahlagitation eingreifen und in der Stadt selbst wie in den wichtigsten Landorten des Bezirks zu der Wählerschaft sprechen. Am verflossenen Sonntag fand im Kreise die erste Wahlflugblatt- Berteilung statt, die glatt von statten ging. Eine spaßige Nachricht ging dieser Tage durch einige bürgerliche Blätter des Reichslands. Sie berichteten, die Mülhauser Socialdemokraten hätten die für das über die Pfingstfeiertage daselbst stattgehabte Landes- Sängerfest errichtete, wohl 6000 Personen fassende Festhalle für zwei Abende gemietet, um darin große Maffenversammlungen abzuhalten, und hätten dafür an die Unternehmer den Betrag von 5300 Mark bezahlt. Selbstverständlich ist es unsren Partei freunden in der obereljässischen Industrie- Metropole niemals eingefallen, einem derartigen Wunsch der Festhalle Unternehmer, der hierbei der Vater des Gedankens gewefen fein mag. entgegenzufommen. Sie wüßten, wenn ihnen solche Summen überhaupt zur stimmig angenommen. Verfügung ständen, diese wahrlich vernünftiger zu verwenden, als Zu den Kosten des Baues des Mittellandkanals und daß sie sie bürgerlichen Unternehmern auf diese Weise in die Tasche zu dessen Unterhaltung hat Berlin die Leistung eines Garantie jagten. zuschusses von 9,4 Proz. übernommen, wovon Charlottenburg Oeffentliches Aergernis. In Limmer bei Hannover wurden und Botsdam indessen 1,7 bezw. 0,4 Proz. an Berlin, zu erstatten bei den letzten Schulvorstandswahlen zwei Socialdemokraten wieder- verpflichtet werden follten. Potsdam will sich will sich nun aber gewählt, die schon lange Jahre, der eine 18 Jahre, diesen Posten be mir zu 0,2 Proz. verstehen, da für dieje Stadt die direkten Vorteile fleidet haben. Jetzt hat die Regierung die zwei Genossen nicht des Kanals nur sehr geringe feien, und der Magistrat beantragt wieder bestätigt, sie sollen, weil Socialdemokraten, öffentliches nunmehr, auch für die restierenden 0,2 Proz. die Garantie auf den Aergernis erregt haben ob mit oder ohne das Scham- Berliner Stadtsädel mitzuübernehmen. gefühl zu verlegen", ist nicht gesagt. Gegen den Entscheid der Negierung wird der Klageweg beschritten werden. Ohne weitere Beratung wird diesem Antrag entsprechend unter großer Heiterkeit die Borlage abgelehnt. Stadtv. Gerstenberg: Die Arbeiterlöhne gehören mit dieser Der Magistrat legt das Verzeichnis der Personen vor, welche Materie nicht zusammen.( Stadtv. Singer: für uns ja!) Für er zum Studium der Weltausstellung nach Paris zu die Lehrerinnen ist doch in den letzten Jahren soviel geschehen, entsenden beabsichtigt. Städtische Arbeiter befinden sich nicht darunter, daß Herr Singer unmöglich ernsthaft von einem Stieftind der weil die Stadt nur ungelernte Arbeiter beschäftige; es sollen Verwaltung sprechen kann. Um einen principiellen Unterschied dafür gelernte Handwerker in größerer Zahl entiendet werden. handelt es sich hier gar nicht. Auf dem Wege der Anträge Preuß Das Reisestipendium aus dem Fonds von 50 000 m. soll je nach wird später vorzugehen sein. Herr Preuß wie Herr Singer haben der Stellung des betreffenden Beamten, Lehrers, Technikers und fich ja schon für unsre Anträge ausgesprochen, also stinmen Sie mit Arbeiters 550 beziv. 450 und 350 M. für einen 14 tägigen Aufuns, einer für alle, alle für einen.( Große Heiterfeit.) enthalt betragen. Stadtv. Kreitling: Herr Singer will die Lehrer dafür bestrafen, daß die Arbeiter nicht genügend bezahlt werden; das ist doch eine Inkonsequenz. Kommunales. " Stadtverordneten: Versammlung. Stadtv. Spinola meint, die Herren Preuß und Kreitling wären über die öffentliche Meimmg schlecht unterrichtet. Die Anträge Caffel seien das Maximum des Erreichbaren. Nach einigen Worten des Oberbürgermeisters Kirschner werden die Anträge Preuß abgelehnt, die Ausschußanträge einStadtv. alis ch bemängelt, daß von der Krankenhaus- Deput= tation niemand vorgeschlagen ist. Stadtv. Dinse findet die Entsendung von 19 Herren aus dem Bereich der Bauverwaltung zu reichlich, wogegen die Armen- und Waisenverwaltung sowie die Gasverwaltung gar nicht vertreten sei. Man habe auch seiner Zeit gar nicht die Auswahl auf Berfonen des städtischen Dienstes beschränken wollen; der Magistrat möge in dieser Beziehung die Liste ergänzen. M Stadtv. Pfannkuch: Auch wir find nicht mit der aufgestellten Liste cinverstanden, weil der Prozentsaz der Arbeiter gar zu minimal ist. So weit man den Begriff von Lohnarbeitern auch zicht, es finden sich unter den 85 aufgeführten Kandidaten kaum fünf wirkliche Arbeiter. Ich bin einer oder ber andre d by nicht boshaft gemt, zu verlangen, daß der Auserwählten verzichten soll, um andren Play zu machen, denn der bewilligte Betrag ist ja noch nicht aufgebraucht. Den allgemeinen socialen Gesichtspunkten ist außerordentlich wenig bei dieser Auswahl Rechnung getragen. Die Baudeputationen sind sehr stark bedacht, aber nur dem Stadtbau Juspektor Böhm ist der Auftrag geivorden, sich über die Streifflaufel zu äußern. Speciell in Paris giebt es noch eine größere Anzahl socialer Einrichtungen, die man Die Vorlage gelangt ohne Debatte zur Annahme. nicht unbeachtet lassen kann, so die Organisation der Arbeitsbörsen; Die seit zehn Jahren in der Schwebe befindliche Frage der es scheint mir außerordentlich notwendig, bei diesen Juftitutionen Fortführung der Kaiser Wilhelmstraße, durch interessierte Arbeiter zu entsenden, also gewerkschaftlich organisierte. das Scheunenviertel mitter Niederlegung desselben bis( Lachen.) Unter den städtischen Arbeitern sind vielleicht nach der zur Lothringerstraße hat endlich zur Vorlegung des Meinung des Magistrats solche nicht vorhanden; dari Magistratsantrags geführt, die Versammlung möge fich grund- aber irrt sich der Magistrat, und wenn ihm die Personen21. Sigung vom Donnerstag, den 14. Juni 1900, fäglich mit der Ausführung des Plans nach dem sogenannten fenntnis fehlt, find wir gern bereit. ihm mit unsrer nachmittags 5 Uhr. Projeft IVa einverstanden erklären. Dieses Projekt sieht am jezigen Kenntnis zur Seite zu stehen.( Heiterkeit und Beifall.) Die Die Sigung wird um 5% Uhr vom Vorsteher Dr. Langer- Endpunkt der Kaiser Wilhelmstraße an der Hirtenstraße einen drei Deputation für die städtische Frrenpflege ist überhaupt nicht hans eröffnet. edigen Platz und von demselben ausgehend zwei je 22 Meter breite gefragt worden. Der Lehrer Baake von der Blindenſchule ist gerade Hauptstraßen nach dem Prenzlauer und Schönhauser Thor uns nicht präsentiert worden, obwohl ihn die Deputation vor vor. Das Cohnsche Ringstraßenprojekt sowie das vom Stadtbanrat geschlagen hat, sondern Direktor Kull. Wie ist das gekommen? Strauſe entworfene Projeft VIII, welches den beiden Straßen eine Der Direktor braucht nicht notwendig hingesandt zu werden. Ich S- Kurvengestalt giebt, hat der Magistrat abgelehnt, das erstere mit beantrage die protokollarische Vernehmung des Herrn Baale über Rücksicht auf die neuen Verkehrsschwierigkeiten, die dadurch geschaffen die Gründe seiner Ablehnung und die Empfehlung der Entsendung würden. Die Frage, ob die Durchführung von Stadtwegen oder zweier gewerkschaftlich organisierter Arbeiter zum Studium der durch ein Finanztonsortium zu erfolgen haben wird, soll einstweilen Bariser Arbeitsbörsen. offen bleiben. Stadtrat Nam slau: Die Entsendung lediglich von Personen Stadtv. Stapf hält den Nachweis, daß das Projekt IV unter im städtischen Dienst entspricht genau dem Versammlungsbeschluß. allen Umständen den Vorzug verdiene, durch die Begründung der Die Entsendung ungelernter Arbeiter können wir doch nicht Vorlage für nicht erbracht und beantragt Ausschußberatung, desgl. bewirken, andre beschäftigen wir nicht. Die llebergehung der Gaswerke erklärt fich daraus, daß in Paris auf diesem Stadtv. Hugo Sachs: Daß die Kaiser Wilhelmstraßen Ver- Gebiet nichts zu lernen ist. Die Krankenhaus- Verwaltung belängerung hygienisch und social notwendig ist, darüber wird nicht darf der Vertretung nicht, da Direktor Merke eben erst mehr diskutiert. Es handelt sich nur noch um das Wie. Nach dem von einer Auslands- Sindienreise zurückgekehrt ist. Von der ArmenProjekt IV a wie nach dem Projekt VIII ist die Anschneidung verwaltung ist Stadtrat Münsterberg bereits nach Paris gereist. Schönhauser und Prenzlauer Allee, wie sie auch in Von der Blindenschule ist der Erstberechtigte der Direktor.( Wider dem Lyraprojekt wiederkehrt, ein Uebelstand, den nur spruch); aus eigenen Mitteln kann er nicht hingehen. Der Magistrat das Projekt Sehring- Cohn vermeidet, welches die Ver- fann sich doch nicht einfach den Vorschlägen der Deputationen fügen. breiterung der Linienstraße in Aussicht nimmt. Dieses Projekt( Unruhe). wird sich Berüdsichtigung erzwingen. Die Stadt felbst kann das Projekt nicht ausführen. Die Erkenntnisse des Ober- Verwaltungsgerichts in Sachen der Klagen des Magistrats gegen die Versammlung wegen Aufnahme bon Schlafburschen und Krankenhanskosten- Restanten in die Kommunalwählerliste sind dem Vorsteher zugegangen und sollen durch den Druck vervielfältigt werden. Die Ausschußberatung über die Anträge Cassel, Preuß und Singer, die Erhöhung der Alterszulagen für die Gemeindeschullehrer und fiir die wissenschaftlichen Lehrerinnen betreffend, hat zu folgenden Vorschlägen an die Versammlung geführt: 1. die Erhöhung der Alterszulagen für die Lehrer derart zu bewirken, daß nach 17 Dienstjahren 1300 m.( jezt 1200 m. Stadtv. Körte. 20 1500 1400 " " " " " 23 1700 1600 " " " " 26 2000 1800 " " " " " 29 31 2200 2400 17 " 2000 2200") der " gewährt werden; 2. den Alterszulagen für wissenschaftliche Lehrerinnen eine Stufe einzufügen, so daß dieselben nach 24 jähriger Dienstzeit 1300 M. Alterszulagen erhalten. gu 0 Stadtv. Lüben: Genehmigen Sie die vorgelegte Liste und fügen Sie den Wunsch hinzu, der Magistrat möge sie nach den hervorgetretenen Wünschen vervollständigen. Antrags follten boch Arbeiter gleichmäßig veridjichtigt werden; daß Organisierte diefes Studium der Arbeitsbörsen erfolgreicher betreiben fönnten, stehe fest. Es sollen ja auch nur solche sein, die im städtischen Dienste stehen, also jede Gewähr geben, daß sie nicht über die Stränge schlagen. Stadtv. Dinse giebt anheim, dem Magistrat solche Arbeiter namhaft zu machen. Die Bersammlung beschließt die vorgelegte Liste zu genehmigen, und lehnt den Antrag Pfannkuch ab. Stadtv. Michelet: Es möchte sich doch empfehlen, trotz der Kürze der Zeit bei der Menge der aufgetretenen Differenzen die Den weitergehenden Antrag Singer, noch eine weitere Stufe Stadtbaurat Strause: Ich habe zahlreiche Projekte für diese Sache nochmals in der gemischten Deputation oder in einem Ausmit 1500 M. für die Lehrerinnen aufzusetzen, hat der Ausschuß ab Anlage schon bei meinem Amtsantritt 1897 vorgefunden. schuß zu beraten. Auch die Markthallen Deputation ist unvertreten. gelehnt, ebenso den Antrag Prezel, die acht von eingegangenen Herr Cohn hatte für seinen Plan kein Finanzkonsortium Oberbürgermeister Kirschner bittet, die Entscheidung nicht Privatschulen übernommenen, aber nur kommissarisch beschäftigten auftreiben können. Dasselbe schien abgethan. Scit 1898 länger hinauszuschieben. Außer Herrn Kull fei niemand beanstandet Lehrer fest anzustellen und schließlich auch in zweiter Lesung habe ich die Projekte näher geprüft und gegen das auf den worden. Die Aufwerfung persönlicher Fragen in der beliebten Art eine in erster Lesung mit 7 gegen 3. Stimmen angenommene Re- ersten Blick sehr bestechende Projekt Cohn erhebliche Bes führe auf eine ganz schiefe Bahn. Der Antrag auf Entsolution, welche dem Magistrat die nachträgliche definitive Anstellung denfen geltend machen müssen. Nicht die Eitelkeit hat sendung gerade gewertschaftlich organisierter der Betreffenden anheimgab. Die für die Lehrer angenommene Sfala mich getrieben, mich mit diesem Projekt zu beschäftigen, Arbeiter würde eine Prämie auf die Organisation entspricht dem Antrage Cassel, über den der Antrag Preuß in den sondern nur das Pflichtgefühl. Dant habe ich dafür von keiner sehen und dagegen müsse er sich verwahren. Altersstufen bis zu 23 Dienstjahren hinausging. Seite geerntet. Der maßgebende Techniker des Polizeipräsidiums Referent ist Stadtv. Cassel. Derselbe verweist u. a. auf die stellt sich dagegen durchaus auf meine Seite. Das Projekt VIII habe ich Petition des Berliner Lehrervereins, welche völlige Gleichstellung nicht befürwortet, sondern lediglich dem Magistrat zur Erwägung der Lehrer mit den Magistratssekretären verlange. Dem habe gegeben, dieser hat sich aus finanziellen Gründen dem Projekt IVa Stadtv. Pfannkuch zicht den Antrag bezüglich des Blindenschon mit Rücksicht darauf nicht entsprochen werden können, weil die zugeneigt. Das Gutachten der Vereinigung Berliner Architekten hat lehrers Baate zurück. verwahrt sich gegen die Infinuation, als ob Anciennetätsverhältnisse der Lehrer viel günstiger lägen, als die der mir nur bewiesen, daß die Herren wenigstens auf dem Gebiete der er sich zum Mundstück des betreffenden Lehrers gemacht Magistratssekretäre, legtere in demselben Lebensalter, wenigstens in Verkehrsanlagen. feine Autoritäten sind. In der Preffe wird der hätte, und bleibt dabei stehen, daß der Magistrat einen von einer den jüngeren Dienstjahren nicht unerheblich hinter den Lehrern im Sache viel zu große Wichtigkeit beigelegt( Bustimmung); das qu. Deputation ohne Widerspruch gemachten Vorschlag hätte beachten Gehalte zurüdblieben. Die zweite Magimalstufe für Lehrerinnen Terrain ist nicht einmal so groß wie der Lustgarten. der nach dem Antrage Singer habe die Mehrheit ebenso abgelehnt wie ain if it cirmed for print fich alle Verkehrs- wie aus einen Antrag Preuß, die jüngeren und mittleren Altersstufen für die ästhetischen Rüdfichten für geradlinige Straßenanlagen aus und tritt Lehrerinnen aufzubessern. Die Beschlüsse des Ausschusses repräsentierten ebenfalls für Ausschußberatung ein. eine Mehrausgabe von 260 000 M., wogegen der Antrag Preuß über Stadtv. Singer: An und für sich ist mir das vom Magistrat 500 000 M. Mehrausgaben jährlich herbeiführen würde; für eine ausgehende Projekt sympathischer als Projekte, bei denen selbst solche Steigerung des Etats für das Gemeindelehrer- Personal werde verständlich finanzielle und materielle Interessen maßgebend die Zustimmung des Magistrats nicht zu erlangen sein. find. Ich will damit nicht für die völlige Einwandsfreiheit Stadtv. Dr. Preuß: Auf unsern Plägen haben wir beim des Projekts IVa plaidieren, dazu bin ich nicht jachverständig genug, Betreten des Saales Plafate vorgefunden, durch welche die Mehr aber auch nach der bisherigen Debatte erscheint mir das Projekt IVa heit dekretiert, daß die Anträge Preuß abzulehnen feien. Die am meisten beifallswürdig. Die am meisten beifallswürdig. Die Art, wie Berlin diese Straßen- Der Vorentwurf zum Neubau des zweiten städtischen Vers Mehrheit hat also gesprochen, ehe noch in die Beratung ein- durchlegungen. machen pflegt, nämlich durch die waltungsgebäudes wird nach längerer Geschäftsordnungs getreten war. Trotzdem haben wir jene Anträge nochmals ein- Leistung von städtischen Zuschüssen an Finanzkonsortien, spricht Debatte einem Ausschuß überwiesen, der fofort vom Vorstand gebracht, um nochmals unsren principiellen Standpunkt zu betonen nach meiner Meinung gegen das Interesse Berlins. Die Stadt follte ernannt wird und dem auch die Stadtvb. Singer und Dupont und uns die Bahn frei zu halten für eine spätere Wiederaufnahme der diese Projekte auf ihre Rechnung durchführen und das Terrain. zum angehören. felben, welche allein dazu beitragen fönnen, für absehbare Zeit einen Besten der Stadt verwenden, sei es durch Verkauf oder durch Be- Nach Verweisung mehrerer fleinerer Vorlagen an besondere AusAbschluß in dieser Gehaltserhöhungs Frage herbeizuführen. banung für die Stadt selbst. Damit könnte der Anfang einer ver- schüsse, wird die Sigung nach 1/210 Uhr geschlossen.. Ob der Magistrat zustimmt und in welchem Umfange, fann nünftigen städtischen Wohnungspolitik gemacht werden. Ich weiß, für unsre Beschlüsse nicht entscheidend sein. Der Vergleich ich predige damit heute noch tauben Ohren. In England mit andren Beamtenfategorien muß auch ausgeschieden werden; wird so verfahren; das Anlagekapital der Stadt liefert durch die Siejer Vergleich erscheint überhaupt sehr verfehlt und unglücklich. Vermietung der errichteten Häuser den notwendigen Zinsertrag. Der Ursprung der wirrungen in dieser Frage liegt ja darin, Gingen wir auf dieselbe Weise vor, so würden wir der Stadt einen daß Berlin 1897 nicht entsprechend dem Lehrerbesoldungs- unzweifelhaften Dienst erweisen, es würde dabei eben nicht nur das gesez mit der Noform der der Lehrergehälter vorangegangen Intereffe der Grundbesizer, sondern auch das der in Mietswohnungen ist. Nachdem die Anträge Cassel die Angelegenheit wieder wohnenden Teile der Bevölkerung gewahrt. Die heutige Politik nügt Die Nuorit Frauenbewegung" vom 13. d. M. enthält eine Bes in Gang gebracht haben, sollten wir doch ganze Arbeit bloß dem Großkapital und der Hochfinanz. Bei dieser neuen Ansprechung der englischen und deutschen Fabritinspektion, in der ermachen. Wir wollen also nicht etwa die Casselschen Anträge lage wird hoffentlich der Beschluß wegen der Beiträge der Anlieger wähnt, wird, daß die Inspektorin in Weimar, eine alte Dame, überbieten, sondern die Sache principiell zum Austrag bringen. Die nach dem Antrag Sachs zur Anwendung kommen. Die Angelegen- wieder entlassen fei, weil sich niemand an sie gewandt habe. Besserung für die Lehrerinnen wollen wir auch nicht auf der obersten. heit ist in einen Ausschuß zu verweisen, der aber die ganze Frage Auch im legten preußischen Bericht befindet sich eine Notiz, die besondern auf eine der unteren Stufen eintreten lassen, denn bis zum nach den von mir entwickelten Gesichtspunkten zu erörtern hätte. Im sagt, es sei dargethan, daß die Forderung weiblicher Beamten über12. Dienstjahre fommt gegenwärtig eine Lehrerin über 1732 M. Gegensatz zu Herrn Sachs halte ich den Weg, die Durchführung flüssig sei, da sich an die bestehende Beschwerdekommission der nicht hinaus, und das ist für eine Berliner Lehrerin zu wenig. einem Konsortium zu überlassen, für schädlich für das städtische Arbeiterinnen bisher niemand mit Beschwerden gewandt habe. Daß Oberbürgermeister Kirschner: Der Magistrat hat einen defini- Interesse; ob damit die Stadt billiger zur Sanierung des Scheunen- dieses lettere nur ein Irrtum des betreffenden Berichterstatters war, ist tiven Beschluß noch nicht faffen können, da ein Versammlungs viertels fommt, ist sehr zweifelhaft. Wir stehen doch nicht im Dienst seitens der Frauen bereits dargethan, da thatsächlich eine erhebliche beschluß noch nicht vorliegt. Ini Magistrat haben sich bei der über der Baufirmen, die solche Geschäfte gewerbsmäßig betreiben. Anzahl von Beschwerden der Arbeiterinnen durch Vermittelung der wiegenden Mehrheit sehr erhebliche Bedenken dagegen erhoben, daß Nach kurzer weiterer Debatte wird die Vorlage einem Ausschusse Gewerkschaften an die Fabrikinspektoren abgingen. Daß aber die schon wieder an eine Aufbesserung der Gehälter des Lehrpersonals von 15 Mitgliedern überwiesen. völlige Janorierung einer alten unbekannten, mit der Industriegedacht werden folle. Es machte sich eine erhebliche Abneigung Die beiden Ortsstatuten für die Regelung der arbeit gar nicht vertrauten Dame ein Beweis sein sollte geltend, auf die Sache einzugehen. Mein Eindruck von dieser Be- Hinterbliebenen Versorgung für die Kommunal dafür, daß weibliche Beamten völlig unnötig seien. scheint einte wenig logische Schlußfolgerung. Aber sprechung im Magistrat geht dahin, daß die Anträge Preuß nicht die beamten und die sonstigen Angestellten der Stadt doch fast mindeste Aussicht auf Annahme haben. Die Forderungen des An- Berlin sind im Ausschuß durchberaten worden. Referent Stadtv. will es uns Arbeiterinnen scheinen, als beabsichtige die Behörde, den trags Preuß haben Sie früher selbst nicht gerechtfertigt gefunden. S. Sachs führt die Unterschiede auf, die die Statuten von der Arbeiterinnen den Beschwerdeweg an die Aufsichtsbeamten so Stadtv. Singer: Wir stellen von uns aus feine Anträge auf staatlichen Gesetzgebung zum Vorteil der ersteren unterscheiden. Aufbesserung der Lehrergehälter; wir sind der Meinung, daß nuns Stadtv. Ja co bi beantragt en bloc- Annahme. 3 Aus der Frauenbewegung. Fabrikaufsicht durch Frauen. Wir erhalten folgende Zuschrift: schwer und umvegjam als möglich zu machen, Hur gar nicht erst den Wunsch und das Verlangen nach Beschwerderecht zu weden. Unfrer Ansicht nach gehört zu dem verLohnbewegungen in Schlesien. In Altwasser haben noch dadurch erschwert, daß in Wilna in einigen andren Branchen antwortungsvollen Amt einer Aufsichtsbeamtin an erster Stelle sämtliche Drechsler, Tischler und Maschinenarbeiter Generalstreits geplant sind und daß in Kowno, einer andren nicht Protektion von oben, sondern bor allen Kenntnis der Firma Gebr. Schmidtgen. Holzwarenfabrit infolge Maßregelung Stadt Westrußlands, auch bereits ein Schuhmacherstreit ausder einschlägigen Arbeiten und Gesetze und auch das volle Ver- die Arbeit niedergelegt. Der Streit der Tischler der Firma Robert gebrochen ist. trauen der Arbeiterinnen sowie etwas Kenntnis ihrer Klaffen Werner in Sch we i dni, von dem wir seiner Zeit berichteten. hat mit Wie bereits früher mitgeteilt worden ist, werden Gelder für die lage. Diese Vorbedingungen wird man aber nur bei Berfonen einem vollen Erfolge der Arbeiter geendet. Der Streit der Arbeiter streifenden Schuhmacher in Wilna hier im Bureau der Gewerkschaftsfinden, die praktischen Einblick in die einzelnen Industriezweige und Arbeiterinnen der Cigarren fabrit von Scharnte in Striegau tommission, Engelufer 15, vormittags von 9 bis 1, nachmittags von wahrhaftes Intereffe den Arbeiterinnen entgegen hat nach mehr als achtwöchiger Dauer mit einem Vergleich geendet. 6 bis 8 Uhr, entgegengenommen. bringen; an eine Aufsichtsbeamtin, die den Arbeiterinnen Vermittler war der Bürgermeister in Striegau. nicht fern, sondern nahe steht, würden soviel Anforderungen gestellt werden, daß sie ste nur mit äußerster Thatkraft würde überwältigen fönnen. Der Krieg. Der Sieg Methuend Die Einigungsverhandlungen zwischen dem Vorstand des Verbands der Handels, Transport und Ver Was für Handelskammern und ähnliche Einrichtungen recht lehrsarbeiter und der Geschäftskommission der durch ist, nämlich die Interessenten an der Sache selbst Vertrauensmänner สน centralisierten Sandelscheint doch nicht so groß gewesen zu sein, wie Lord Roberts ihn in hören, ihre Vorschläge zu beachten, das muß auch für die Silfsarbeiter zweds Verschmelzung beider Organisationen find. feiner gestern mitgeteilten Depesche dargestellt hatte. Wenigstens 6 Millionen Arbeiterinnen Deutschlands billig sein. Erst dann werden wir uns überzeugen lassen, daß es der Regierung Ernst ist mit einem wirklichen Arbeiterinnenschuß! Es soll hier gleich bemerkt werden, daß der für den Bezirk Potsdam angestellten Beamtin schon eine ganze Anzahl von Beschwerden besonders über die Wäschefabriken zugegangen find. An der prompten Erledigung derselben tönnten wir am ersten er proben, ob die Beamtin ihrer Aufgabe gewachsen sein wird und ob sie, wie ihre englischen und amerikanischen Kolleginnen, gewillt ist, mit den Arbeiterinnen für die Arbeiterinnen einzustehen. Eine Arbeiterin für viele. Wir möchten dem noch hinzufügen, daß es außer von dem guten Willen und den Kenntnissen der Dame auch von den ihr erteilten Instruktionen und Vollmachten abhängen wird, ob sie die in sie gefegten Erwartungen erfüllt oder nicht. wie wir dent Korrespondenzblatt" entnehmen, zum Abschluß ge liegt uns heute, trotzdem über Methuens spätere Bewegungen berichtet fommen. In fünf dieserhalb in Berlin stattgefundenen Sigungen wird, leinerlei Meldung darüber vor, daß die Boeren Gefangene wurden alle die Einigung bisher hindernden Fragen geregelt und oder Geschüße verloren hätten. Die Boeren werden, darauf deutet der Uebertritt der Vertrauensmänner- Centralisation in den Central auch der geringe Verlust Methuens hin, wohl überhaupt feinen ernſten verband per 1. Juli 1900 beschlossen. Die Uebertretenden erwerben Widerstand geleistet, sondern sich schleunigst zurückgezogen haben, wozu dieselben Rechte, wie die Verbandsmitglieder, nehmen, nachdem die sie angesichts der ihnen von 35 000 Engländern drohenden Umzingelung Geschäftskommission 1000 m. an die Kaffe des Centralverbands auch alle Ursache hatten. Ueber Methuens weitere Operationen meldet gezahlt, an dessen Arbeitslosen Unterſtügung teil und übergeben Lord Roberts aus Pretoria, 13. Juni, 9 Uhr 55 Min. vormittags: Methuen ihre Berliner Lolalbibliothek in Verbandseigentum. Das Ver marschierte gestern, den 12. d. M., nach Honingspruit und fand alles mögen der Berliner Lokalorganisation, das vorläufig einer ruhig. Kroonstad wird von uns mit starter Macht Liquidationsfommission zur Verwahrung übertragen wird, foll nach gehalten. Methuen tehrte heute nach dem Rhenosterfluß zurüd, dem Ostern 1901 stattfindenden Verbandstag in den Befiz der wo die Eisenbahn ausgebeffert wird. Berliner Mitgliedschaft übergehen. Den Mitgliedern des Hauptvorstands steht ein Revisionsrecht über dasselbe zu. Die lleber- mit aller Macht gehalten werde. Es fällt an diesem Telegramm der Satz auf. daß Kroonstad Danach fürchtete man tretenden erhalten im Centralvorstand die Eige des zweiten Vor- doch wohl noch einen Angriff, jei es von Norden, sei es von figenden, fowie zweier Beifizer und eines Revisors. im Ausschuß die Süden her. des Obmanns und eines Beisigers und find in allen Orten mit Der Verlust Methuens wird auf nur einen Toten und bisher zwei Organisationen in der örtlichen Leitung paritätisch ver- 18 Verwundete angegeben. Dagegen hatte das auftreten. Außerdem werden ihnen drei befoldete Angestellte zugebilligt, geriebene Derbribire Regiment am 7. Juni 36 Tote und zwar sofort für Berlin der Kassierer und Bibliothekar. während und 104 Verwundete. Die Verwundeten haben die Boeren die Centralorganisation den ersten Bevollmächtigten und den Stellen- den Engländern überlassen, die Gefangenen dagegen augenscheinlich vermittler( beide befoldet) wählt. Der Centralvorstand bleibt in mit sich geführt. Berlin; als zweiter Borsigender wurde Albold gewählt. Der AusGeneral Bullers Verluste Die Bäderei Arbeiter waren am Donnerstagnachmittag schuß kommt nach Leipzig; Obmann ist Richter- Leipzig. Verbandsorgan behält den Namen Courier", wird jedoch ab in den Kämpfen am 10. und 11. Juni find ebenfalls beträchtlich; wieder in sehr großer Zahl im Kellerschen Sale versammelt, um 1. Januar 1901 auf das Format der„ Holzarbeiter- Zeitung" vergrößert. fie betrugen nämlich zwei Offiziere und 26 Mann tot, endgültig Beschluß über ihre Lohnbewegung zu faſſen. He sold Die beiderseitigen Bureaus in Berlin werden vom 1. Juli a. c. ab fece Offiziere und 126 Mann verwundet. erstattete Bericht über die letzten Verhandlungen vor dem Einigungs- vereinigt und ins Gewerkschaftshaus" verlegt. Die Beamtengehälter amt, er empfahl die Annahme der Einigungsbedingungen und faßte wurden derart geregelt. daß fein Angestellter durch die Verschmelzung das gestern bereits in unfren telegraphischen Nachrichten Erwähnung Ueber das Gefecht zwischen Roberts und Botha, seine Ausführungen in der folgenden Resolution zusammen: wirtschaftlich geschädigt wird. Nachdem noch eine Reihe der not" Nachdem die Meistervertreter sich mit den Vergleichsvorschlägen wendig gewordenen Statutenänderungen erledigt war, wurde feft- fand, meldet Lord Roberts noch: des Einigungsamt es einverstanden erklärt haben, nimmt auch gestellt, daß durch die Verhandlungen die Einigung der beiden Richdie Gesellenschaft dieselben an. Die Versammelten betrachten jedoch diese Einigungsvorschläge nur als eine Abschlags- tungen offiziell erfolgt ist und der Bruderkampi somit ein Ende hat. zahlung auf ihre weitergehenden Forderungen, die so lange offen wir, daß es auch für alle Zukunft so bleibt. bestehen bleiben, bis fie zur endgültigen Durchführung Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Rein Streik im Bäckereigewerbe. Das Wir waren gestern( 12.) den ganzen Tag über mit Bothas Heer im Gefecht. Der Feind fämpfte mit großer Entschiedenheit und hielt unsre Kavallerie auf beiden Flanken fest. Hamilton und Pole- Carew machten jedoch einen Vorstoß und nahmen einen in der Front des Feindes gelegenen Hügel. Der Feind ging darauf oftwärts nach seiner zweiten Position zurück. Diefe hält er gegenwärtig noch. Die weite Ausdehnung des Gebiets, über welches der Stampf sich erstreckt, bewirkt es, daß die Fortschritte mur langsam find." Eine 3 Stunden später aufgegebene Depesche des Feldmarschalls berichtet, daß der Feind während der Nacht seine starke Stellung geräumt und sich oftwärts zurüdgezogen habe. berichtet ebenfalls über das Gefecht, das in der Nähe von Gerite Ein Telegramm der„ Daily Expreß" aus Lourenzo Marques abriten und Donterio d stattgefunden und mit der Zurüď, werfung der Engländer geendet habe. Aus all diesen Meldungen geht hervor, daß die Boeren nördlich von Pretoria sowohl wie im Freistaat noch eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit bewiesen haben und ver umutlich noch ferner beweisen werden. gelangt sind. Die Versammlung erwartet von ihren Vertretern, daß Die Generalversammlung des Lokalverbands der fie für die strikte Durchführung der Vereinbarungen Handels- Silfsarbeiter zu Berlin, welche am 12. Juni forgen werden; fie hält es aber auch für Pflicht aller Kollegen, durch im„ Gewerkschaftshaus" stattfand, hat sich nach längerer Debatte Masseneintritt in die Organisation zu zeigen, daß die Bäckerei: mit den Einigungsvorschlägen einverstanden erklärt. Arbeiter Berlins entschlossen sind, fest und treu zu ihrer Lohntommission zu stehen." Der Streit der Stuccateure in Halle a.. ist beendet. Bon Unter anderm bemerkte der Referent, wenn auch nicht alles 9 in Betracht kommenden Geschäften haben 5 die Forderungen auerreicht sei, was gefordert wurde, so bedeuten die Einigungs- erkannt, die übrigen werden bald folgen. Bis zur definitiven Unterbedingungen doch einen nennenswerten Fortschritt in den Verzeichnung ist über diese Geschäfte die Sperre verhängt, darum ist hältnissen der Bäckerei- Arbeiter, und ferner fei zu bedenken, Buzug vorläufig noch fernzuhalten. Errungen wurde u. a. eine Er daß dieser Fortschritt erlangt worden sei ohne Streit und ohne höhung des Minimallohns um 50 Pi. und eine Erhöhung des daß die Mittel des Streiffonds angegriffen werden brauchten. Aufschlags für Nacht- und Sonntagsarbeit auf 100 Proz. lammed meinte, die Lohnbewegung sei nicht richtig gehandhabt worden. Die ganze Sache sei verfahren. Im weiteren empfahl Vom deutschen Metallarbeiter- Verband. In dem Auszug der Redner die Annahme der Einigungsvorschläge. Höpfner be- aus dem Jahresbericht des Verbands, den wir fürzlich zum Abstritt, daß die Lohnbewegung verfahren sei. Die Bäder müßten brud brachten, find einige Irrtümer unterlaufen, so daß wir uns mehr wie andre Arbeiter mit der Sympathie des Publikums veranlaßt sehen, das Nachstehende zu wiederholen: Die Gesamtrechnen, und ohne derselben sicher zu sein, habe man nicht in den einnahme( mit Staffenbestand) betrug 1 288 046.01 2 art. Der Lehte Nachrichten und Depeliten. Streit eintreten können. Daraus erkläre es sich, daß sich die Bewegung verbleibende Kassenbestand bezifferte sich auf 385 148,31 M. Von den fo lange hingezogen habe. Nachdem nunmehr die Einigung voll Ausgaben entfallen n. a. 38 328,77 9. auf Reisegeld- Unterstüßung. Breslau, 14. Juni.( Privatdepesche des Vorwärts".) zogen, gelte es, darauf zu achten, daß die Einigungsbedingungen auch 5019 auf Rechtsschutz. 23 731 auf Unterfügung in Notfällen, Die Straffammer des hiesigen Landgerichts verurteilte durchgeführt werden. Was bezüglich des Kost- und Logiswesens jegt 408 945,17 auf Streitunterstügung, 21 862 auf Agitation, heute den Amtsdiener Jibig aus Rosenthal wegen erreicht ist, das sei nur ein Uebergangsstadium, und die Arbeiter 72 694 auf die Presse, usw. Zu den größeren Verwaltungsstellen versuchter Verleitung zum Meineide zu 1 Jahr Zuchthaus. Jlbig müßten dafür sorgen, daß dasselbe nicht zu lange währe. Inner- find noch hinzu zu zählen Leipzig mit 9918 Mitgliedern, Dresden hatte als schneidiger Polizist den Arbeiter Mimiez ohne jede Ver halb Jahresfrist müsse es so weit tommen, daß kein Bäcker 2501, Chemniz 1710 Mitgliedern. Auch Fürth, Schwabach. Düjjel- anlassung mit dem Seitengewehr mishandelt und war dafür von in Berlin mehr im Hause des Meisters Kost und Logis dorf und andre würden noch hierher gehören. der Straffammer zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Un erhalte. Die im Punkt 6 der Einigungsbedingungen zugestandene mittelbar vor der damaligen Verhandlung hatte er versucht, den Kommission müsse sofort in Funktion treten. In Regensburg ist der Streit der Maurer perfekt gcEs sprachen noch mehrere Redner im Sinne des Referenten, ins- worden, nachdem die Unternehmer jedes Entgegenkommen in der als Zeugen geladenen Mißhandelten zu einer für ihn günstigen Aussage zu bewegen. Dafür wurde ihm heute sein Lohn. besondere wiesen fie auf die Notwendigkeit der Organisation hin. Die prozenhaftesten Weise abgelehnt Der Streifheger" Resolution wurde einstimmig angenommen. Hierauf erfolgte Silberschmidt aus Berlin mahute in der beschließenden Berdie Wahl der drei nicht bei Jnnungsmeistern arbeitenden Gesellen, sammlung die Maurer zur größeren Vorsicht, führte ihnen alle die nach Punkt 6 der Einigungsbedingungen zu den Verhandlungen Schattenseiten des Streits vor Augen und forderte auf, den Schritt hinzuzuziehen sind. Gewählt wurden: Heichold, Schneider, wohl zu überlegen, wvenit er aber gethan sei, auch das Balsti als Mitglieder und Höpfner als Ersatzmann. Beschlossene festzuhalten. Es wurde per Stinimzettel mit 236 gegen 14 Stimmen die Arbeitseinstellung beschlossen und am nächsten Morgen auf allen Banten die Arbeit niedergelegt. Der erste Maurerstreit in Regensburg hat damit begonnen. Buzug iſt ſtrengstens fernzuhalten. Nachdem mun eine Einigung zu stande gekommen, haben die Bäckergesellen die Pflicht, vor allem ihre Organisation zu stärken. Nur, wenn sie gewerkschaftlich stark sind, können sie darauf rechnen, daß die Einigungsverträge auch wirklich von allen Meistern gehalten werden. Deutsches Reich. Zur Straßenbahner- Bewegung. Ausland. Oftafiatische Wirren. London, 14. Juni.( W. T. B.) Unterhans. Der Parlaments. Unterfekretär des Aeußern Brodrick berichtet über die Unruhen in China und führt aus, der englische Gesandte Macdonald hatte bis zum 5. d. Mts. wiederholt das Thung- li- Damen auf die Notwendigfeit hingewiesen, sofort wirksam vorzugehen, um die Mörder der britischen Miffionare zu bestrafen und die Ordnung wiederherzustellen; Macdonald hatte ferner dem Tsung- li- Yamen mitgeteilt, die englische Regierung werde die chinesische Regierung verantwortlich Die Docker einiger Londoner Dods stehen seit einigen halten für die verbrecherische Apathie, welche diesen unbefriedigenden Tagen im Streit. Die unmittelbare Veranlassung des Streits ist die Stand der Dinge herbeigeführt habe. Am 6. d. M. telegraphierte Beschäftigung von Richtverbändlern durch die Firma Scrutton. die englische Regierung an den Gesandten Macdonald und den Gleichzeitig wird auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen Admiral Seymour, sie sollten in Uebereinstimmung mit den alles thun, was fie bezweckt, und zwar erstens Erhöhung des Lohnes von 7 Pence übrigen Mächten nach ihrem Ermessen auf 9 Pence pro Stunde bei Tag und von 9 Pence auf für ratsam erachten würden für den Schuß der englischen Ge1 Schilling pro Stunde bei Nacht. Am Mittwoch wird fandtschaft und der englischen Staatsangehörigen. Nach einer aus London berichtet: Die Shipping Federation" trifft Sonferenz mit dem russischen Gesandten wurde Macdonald ermächs der Transportarbeiter find in wenigen Tagen 1000 Mann beigetreten. Vorkehrungen, um dem Streik der Arbeiter in den Albert- tigt, jede chinesische Behörde zu unterstüßen, die im stande sei, die Die Direktion, welche zu Pfingsten fünf ihrer Angestellten gemaß- Dods zu begegnen. Es sind Unterkunftsräume für 500 Erfaglente Ordnung aufrecht zu erhalten; der russische Gesandte erhielt die gleiche regelt hatte, beeilt sich jetzt, den Arbeitern entgegenzukommen. Sie geschaffen; 300 find bereits eingestellt und auf die von den Ermächtigung. Nach einer Besprechung mit den fremden Flotter hat die dienstältesten Schaffner und Führer zu sich entboten und Streifenden verlassenen Schiffe verteilt. Die Führer der„ Dockers Kommandantenebeschloß Admiral Seymour am 9. d. Mts., Truppen stellte ihnen vor, daß sie ja bereits alles das bewilligt erhalten hätten, Union" und zahlreiche Ausständige veranstalteten heute morgen zu landen und auf Beking zu marschieren. Von Hongkong aus was ihre Kollegen andrer Städte erst erstrebten. Er( der Herr Direktor) einen Aufzug bei den West- Indian und Southwest- Indian Docks. würden zur Zeit Truppen ausgeschifft und der Kreuzer" Terrible" hoffe also, daß sie, die Angestellten, fich ruhig verhalten würden. Die Auch wurden verschiedene Versammlungen abgehalten. Es heißt, werde von dort nach Tatu abgehen. Die Ruffen landeten Angestellten selbst sind jedoch andrer Meinung, fie find bestrebt, ihre daß eine Anzahl der Arbeiter der legtgenannten Dods gleichfalls die weitere 1700 Mannschaften. Zwischen den Mächten herrsche Organisation weiter auszubauen und werden zu geeigneter Zeit ihre Arbeit niedergelegt haben. Forderungen stellen. In fast allen größeren Städten, wo Straßenbahnen existieren, giebt es jetzt eine Straßenbahner- Bewegung. In Hamburg ist eine Lohnbewegung im Gange, dem Verband In Erfurt hat, wie wir bereits mitgeteilt haben, die Direktion der elektrischen Straßenbahn Maßregelungen mißliebiger Elemente borgenommen. Sie glaubte damit, die Organisation der Angestellten zu sprengen, was sie aber ebensowenig erreichte als die " vollkommene Uebereinstimmung hinsichtlich der von den Admiralen unternommenen Aktion.( Beifall.) Es feien VorAus Posen wird uns berichtet: Die Angestellten der elek- Ueber den Schuhmacherstreik in Wilua( Rußland) erhalten bereitungen getroffen worden, um zur Sicherung von Leben trischen Straßenbahn, die 70 und 75 M. monatlich bei einer Arbeits- wir noch vom socialdemokratischen Arbeiterbund in Polen und und Eigentum die Truppen am Dang- the- tiang zu ergänzen. zeit, die bis 17 Stimden dauert, erhalten, haben der Direktion Lohn Litauen die folgenden Mitteilungen: Maclean fragt, ob das Haus Brodrick dahin verstehen solle, daß forderungen eingereicht. Es wurde ihnen das Versprechen, nach der Am 2. Juni betrug die Zahl der streifenden Schuhmacher in zwischen England und Rußland ein engeres Einvernehmen herrsche, landwirtschaftlichen Ausstellung, die jetzt hier stattfindet und während Wilna 1500. Von diesen haben seitdem 500 Arbeiter, die auf als zwischen den andren Mächten. Brodrick erwidert, er habe nicht welcher die Arbeitszeit eine unbegrenzte ist, eine Gehaltszulage zu Beste II ung arbeiten, die Arbeit wieder aufgenommen, da ihnen die geringste Absicht gehabt, einen solchen Eindruck hervorzurufen. bekommen; doch verlautet, daß bloß die Wagenführer 5 M. mehr die verlangte Lohnerhöhung von 10 Stopeken( 20 Pfg.) pro ein Paar erhalten sollen, während die Schaffner leer ausgehen werden. In Schuhe bewilligt worden ist. 1000 Arbeiter dagegen, die für Ge- Die Eisenbahnverbindung zwischen Zientfin und der aus Truppen Tientsin, 14, Juni.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus.") diesem Fall wollen die letzteren in den Streit eintreten. schäfte, welche fertige Schuhwaren führen, arbeiten. befinden sich noch der Mächte bestehenden Expedition unter Admiral Seymour ist im Ausstand und zwar find die Besitzer der größeren Werkstätten, 3 Meilen jenseit Yangtfun unterbrochen. Dangtiun ist erst die ziveite in denen solche Waren hergestellt werden, geneigt, nachzugeben, die Station von Tientsin aus. Zwei Brüden sind zerstört. Es geht das fleinen Meister dagegen wollen nichts von Konzessionen hören. Die Bolizei ift eifrig bemüht, den Arbeitern die Fortführung Gerücht, die Bogers seien entschlossen, die Station von Tientsin heute des Kampfs unmöglich zu machen. In dem Arbeiterviertel verbietet nacht niederzubrennen zu versuchen. die Polizei einem jeden Vorübergehenden, auf der Straße stehen zu In Hamburg streiten bei der Firma Herwig die Süperbleiben, um Ansammlungen zu verhindern und verhaftet jeden Zu gesellen wegen abgelehnter Lohnforderungen. Die Firma fucht widerhandelnden es sind sogar 12jährige Kinder verhaftet worden. durch Inserate in den Zeitungen Ersatz heranzuziehen. Am 11. Juni betrug die Zahl der Verhafteten schon 72. Unter anderm wurden auch zwei Arbeiter verhaftet, die während eines Zusammen stoßes mit der Polizei, der mit der Befreiung der Berhafteten ( worüber im Vorwärts" berichtet wurde) eudigte, verwundet wurden. Dem einen von diesen Verwundeten gelang es jedoch, mit Hilfe der Genossen aus dem militärischen Hospital zu entkommen. Die materielle Lage der Streifenden wird von Tag zu Tag Rom, 14. Jnni.( W. T. B.) Wie die Tribuna" meldet, schwieriger. Bis zur legten Zeit erhielten die ledigen Streifenden wurde hente früh bei Rocca di Papa ein von Rom in eine Unterstügung von 15 Kopeten( 30 Pfennig) täglich, die Ver- einem Wagen kommender Kaufmann von drei maskierten Männern heirateten 25 Ropelen( 50 Pfennig). Jezt ist es aber unmöglich, überfallen und ausgeraubt. Die Gendarmerie nahm bald darauf selbst diese färgliche Unterstützung zu gewähren. Das Geldsammeln zwei Verhaftungen vor, die Nachforschungen nach den Uebelthätern für die Streifenden, das ohnedies in Rußland so schwer ist, wird werden eifrig betrieben. Berliner. Zum Tischlerstreik in Breslau. Eine Versammlung der Streifenden nahm nach den Vorschlägen der Lohukommission mit 670 gegen 241 Stimmen folgende Ermäßigung der Forderungen vor! 15prozentiger Lohnzuschlag, 54stündige wöchentliche Arbeitszeit, Siches rung des Kostgelds bei Accordarbeit, Abschaffung der Bezahlung der Maschinenarbeit. Läßt sich die Jmmung auf diese ermäßigten Forde rungen nicht ein, dann soll der Streit mit allen Mitteln aufrecht er halten werden. Aufgenommen wird die Arbeit in allen Betrieben, welche der Lohntommission gegenüber obige Bewilligungen zusagen. Mit den übrigen werden die Verhandlungen fortgeführt. Washington, 14. Juni.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Gestern sind 100 Matrosen von Manila nach Tatu abgegangen. Rom, 14. Juni.( W. T. B.) Der Kandidat der konstitutionellen Oppofition für die Präsidentschaft der Deputiertenkammer ist Biancherie, für den wahrscheinlich auch die äußerste Linte stimmen wird. Nach den Blättern ist Gallo der Kandidat der Regierung. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Ir. 136. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeiter, Parteigenoffen Berlins! Am Freitag, 21. September finden die Ersatzwahlen zum Gewerbegericht statt. An diesen Wahlen können sich nur solche Personen beteiligen, die sich in der Zeit vom 16. bis 29. Juni in die Wählerliste aufnehmen lassen. Die Bedeutung des Gewerbegerichts tritt von Jahr zu Jahr mehr zu Tage und der Wert dieser Institution für eine unparteiische Recht: sprechung auf gewerblichem Gebiet sollte der Arbeiter, wenn nicht aus andren Erscheinungen, so doch schon aus dem Mißwollen erlennen, mit dem sie in den Kreisen der Scharfmacher betrachtet wird. Je mehr die Bedeutung der Gewerbegerichte erkannt wird, um so notwendiger ist es, daß die Arbeiterschaft die früher bei den Wahlen oft bewiesene Lauheit aufgiebt und für eine möglichst um fassende Beteiligung eintritt. Jeder Arbeiter, jeder Parteigenosse sollte sich daher in den nächsten Tagen sein Wahlrecht fichern und jeder Vertrauensmann in Gewerkschaften und Werkstätten sollte dafür sorgen, daß durch Massen- Einzeichnungen die Beteiligung möglichst vieler Wahlberechtigten gesichert werde. Es scheidet ein Dritteil der Beisizer. 70 Arbeitgeber und 70 Arbeitnehmer mit Ablauf dieses Jahres aus, für welche Neuwahlen stattzufinden haben. Infolge der Neueinteilung und Vermehrung der GemeindeWahlbezirke ist mit Rücksicht auf§ 11 des obigen Ortsstatuts auch eine anderweite Verteilung der Gewerbegerichts- Beifizer auf die 48 Wahlbezirke, III. Abteilung, der neuen Einteilung erforderlich geworden. Durch diese Neuverteilung wird die Amtsdauer der früher gewählten Beisiger nicht berührt; jeder Beisiger bleibt so lange im Amte, bis die sechsjährige Periode, für welche er gewählt ist, abgelaufen ist. Auf Grund der neuen Einteilung finden daher für das diesem Jahr ausscheidende Drittel in folgenden Wahlbezirken gänzungswahlen statt: Wahlbezirk 1 4 7 10 13 16 19 22 25 28 31 34 37 40 43 46 Stadtbezirfe 1-10 31-39, 45-46. 54, 55, 57-63 76-78 95-104 114-121 136-142 152-156, 158-159 161, 179-181 182-183, 196-200 218-225 242, 247-248 227-228, 257-259, 265-257 273, 275-276, 278, 305-306 290-292 307-308, 315-318 Summa in 1. im Gewerkschaftsbureau, Engel- llfer 15 I, Zimmer 8, von 9 bis 1 Uhr und 6 bis 8 Uhr, und 2. in den oben genannten Anmeldestellen während der vorgeschriebenen Anmeldefrist. Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei unterlassener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht. Die Aufstellung der Wählerlisten erfolgt nur auf Grund der jetzigen Anmeldungen; die Anmeldungen aus früheren Jahren werden nicht berücksichtigt. 1. Wahlbezirk( Stadtbezirk 1-10). 1. Stadtbezirk: Bischofstr. 2-27, Burgstr. 1-7, Seiligegeiftstr. 23 bis 33, Hoher Steinweg, Jüdenstr. 1-11 und 55-60, Rönigstr. 1-25 und 41-69, Maricufirchhof 5-11, Molkenſtr. 8-9, Nicolai- Kirchhof 1-3 und 12-14, Boststr. 1-15 und 21-31, Kleine Poststr. 1-7 und 9-13, Probst: straße, Rathhausstraße, Sieberstr. 3-18, Spandauerstr. 18-39 und 47-63a. am Krügel, Wolfenmarkt, Moltenfiraße( ausschließlich 8 und 9), Nicolai2. Stadtbezirt: Giergaffe, Großer Jüdenhof, Jüdenstr. 12-54, Kirchhof 4-11, Parochialstraße, Poststr. 16-20a, Spandauerstr. 40-46, Stralauerstr. 16-46. 3. Stadtbezirk: Alexanderstr. 18, Neue Friedrichstr. 1-20 und 83-109, Grunerstraße, von der Stadtbahn bis zur Neuen Friedrichstraße, losterstr. 30-78, Königftr. 26a, Sieberstr. 1 und 2, An der Stralauer: brüde, Stralauerstr. 1-15 und 47-58, Sleine Stralauerstraße, Waisenstraße. 4. Stadtbezirk: Bischofstr. 1. und 28, Neue Friedrichstr. 21-42 gaffe, Klosterstr. 1-2, 4-29 und 79-101, Königstolonnaden, Königstr. 26 und 64-82, Gontardstraße, Kaiser Wilhelmstr. 10-15 und 12-32, Kalands: und 27-40, Marienkirchhof 12-23, Neue Gasse, Panoramastraße, Rochstr. 7 bis 14, Schmale Gasse 3-5, Spandauerbrüde 1-3 und 10-16, Stadtbahnhof Aleranderplats". " 5. Stadtbezirk: Burgstr. 8-31, Neue Friedrichstr. 43-63, Hinter der Garnisonkirche, Heidereutergaffe, Heiligegeistgaffe, Heiligegeiftstraße, ansfirchhof 1-4, Neuer Markt, stleine Boſsiſtr. 8, Kleine Präsidentenstr. 6 und 7, fchließlich 23-33, Kaiser Wilhelmstr. 1-9 und 33-49, Klosterstr. 3, MarienNeue Promenade 9 und 10, Rosenstraße, Schmalegasse 1-2 und 6-8, Spandauerstr. 1-17 und 64-81 ,, Stadtbahnhof Börse", St. Wolfgangstr. 6. Stadtbezirk: Breitestraße, Brüderstraße, Cantian Plak, Friedrichsgracht 51-62, Gertraudtenstr. 1, Kleine Gertraudtenstr. 2, Am Lustgarten, Am Mühlengraben, Neumannsgaffe, Muſeumſtraße, kleine Museumstraße, Petriplay, Scharrenstraße, An der Schleuse, Das Königl. Schloß, Schloßfreiheit, Schloßplas, Spreestraße, An der Stechbahn. " 7. Stadtbezirt: Fischerbrüde, Fischerstraße, Friedrichsgracht 1-16, Kölnischer Fischmarkt, Köllnischestraße, Mühlendamm einschließlich Schleusen Ergebäude und Mühlenweg, Schornsteinfegergaffe 1-3 und 5-8. Zahl der zu wählenden Beisiger Arbeitgeber Arbeitnehmer 4445444 GOLD DO 4 5 5 4 4 4 5 4 4 4444 5 4 5 5 70 70 Behufs Ausführung dieser Wahlen ist vom Magistrat Termin auf anberaumt. Freitag, den 21. September d. J. 8. Stadtbezirk: Friedrichsgracht 17-50, Gertraudtenstr. 2-27, Kleine Gertraudtenstr. 1 und 3-5, Grünstraße, Petristraße, Rittergasse, Roßstraße, Schornsteinfegergasse 4. 9. Stadtbezirk: Kleine Jägerstraße, ausschließlich 1, Streuzstraße, Aurstraße 14-26 und 30-40, Kleine Kurstr. 1-8, 10-12 und 18, Altc Leipzigerstraße, Niederwallstr. 5-23 und 26-38, Oberwasserstr. 10-14, Rauleshof. 10. Stadtbezirk: Adlerstraße, Faltoniergasse, Am Festungsgraben, Französischestr. 33b- 33e, Hinter dem Gießhause, Hausvoigtei- Platz, Holzgartenstraße, Jägerstr. 32-44, Kleine Jägerstr. 1, Jerusalemerstr. 23-24, Gasse hinter dem Kommandantur- Gebäude, Surstr. 1-13 und 41-51, Mohrenstr. 37a- 40, Mollersgaffe, Niederlagstraße, Niederwallstraße 1-4 und 39, Oberwallstraße, Prinzengasse, Schinkel Blas, Unterwasserstraße, Werderscher Markt, Werdersche Rosenstraße, Werderstraße, Am Zeughause, Hinter dem Zeughause, Plaz am Zeughause. 4. Wahlbezirk( Stadtbezirke 31-39, 45-46). 31. Stadtbezirf: Bellevueftr. 1-10 und 11a- 22, Gichhornstr. 1 bis 5 und 8-12, Königgrägerstr. 1-12, Königin Augustastr. 6-16, Lenné straße, Linfstr. 48, Margarethenstr. 9-11, Potsdamerplay 1-2, Potsdamerstraße 1a, 1-23 und 124-141. Schellingstraße, Viftoriaftr. 21-23. 32. Stadtbezirk: Bellevueftr. 11, Semperplas( füdliche Seite), Königin Augustaftr. 17-29, Margarethenstr. 1-8 und 12-20, MatthäikirchStraße, Regentenstraße, ausschließlich 11a, Sigismundstraße, Tiergartenstr. 1 bis 9, Victoriastraße, ausschließlich 21-23. 33. Stadtbezirt: Bendlerstraße, Hildebrandtsche Privatstraße, Hohenzollernstraße, Kaiserin Augustaftr. 54-69, Remiperplaz( nördliche Seite), Königin Augustaftr. 30-53 a, Regentenstr. 11a, Tiergartenstr. 10-37, ber ein füdöstliche Teil des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlottenburger Chauffee, im Westen von der Hofjäger Allee, einschließlich dieser Allee und der Chauffee. Zu diesem Bezirk gehört das Gärtnergrundstück an der Großen Quer und Bellevue- Allee. Zur Teilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: a) folche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung oder eine gewerbliche Niederlassung haben. b) folche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin wohnen oder, falls sie außerhalb wohnen, hier beschäftigt find. Nicht wahlberechtigt find solche Personen, a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reichs find, b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurteilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren fvegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet ist, das die Aberfemmung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Befleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d) die Mitglieder der Immungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a und 100 d der Reichs- Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Das Reich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gejeglichen Vertreter qus. Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebs oder eines bestimmten Zweigs desfelben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich. sofern ihr Jahres Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Die der Zuständigkeit des Gewerbegerichts unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, fofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den felbständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Zum Zwede der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Teilnahme an der Wahl berechtigten Personen der eingangs erwähnten Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimmberechtigung unter Borlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach § 13 des Ortsstatuts vorgeschriebenen zweiwöchigen Frist d. i. vom 16. bis einschließlich 29. Juni d. J. und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen von 12 bis 3 1hr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegen genommen: 1. im Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer Nr. 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, SkaligerStraße 55/56; Straße 9. 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, StraußbergerAls Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung des Gewerbebetriebes oder die letzte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den Arbeitnehmer ein Zeugnis feines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde fowie Stenerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Formulare zu schriftlichen Anmeldungen können in Empfang genommen werden: 34. Stadtbezirt: Corneliusstraße, Drakestraße, Friedrich Wilhelmftraße, von der Heydtstraße, Hizigstraße, Kaiserin Augustastr. 70-82, Lichten stein- Allee, Rauchstraße, Stülerstraße, Tiergarten Ufer, der füdwestliche Teil des Tiergartens, begrenzt im Norden von der Charlottenburger Chaussee, mit Einschluß derfelben, und im Osten von der Hofjäger Allee, diese ausgeschlossen. Freitag, 15. Juni 1900. 13. Wahlbezirk( Stadtbezirke 95-104). 95. Stadtbezirk: Manteuffelstr. 34-43 und 85-98, Naunynstr. 1 und 91. Oranienstr. 1, Stalizerstr. 41-45 und 97-107. 96. Stadtbezirk: Laufizer Platz 1-6 und 14-18, Manteuffel ftraße 32-33 and 99-100, Püdlerstr. 32, Stalizerfir, 96, Waldemarstr. 2-9 und 71-78. 97. Stadtbezirk: Mariannenplatz 6a- 17, Mariannenstr. 51 bis 53, Mustauerstr. 37, Naunynstr. 2-15, Waldemarstr. 10-22 und 62-70. 98. Stadtbezirt: Manteuffelstr. 20-31 und 101-111, Mustauerstraße 24-35 und 38-49. 99. Stadtbezirt: Röpniderstr. 21-29 und 143-158, Manteuffel ftraße 17, Mariannenplatz 18-28, Mariannenufer, Muskauerstr. 36, Wrangelstr. 1-15 und 122-137. 100. Stadtbezirt: Röpniderstr. 18-20a und 159-164, ManteuffelStraße 1-16, 18-19 und 112–130, Wrangelfir. 16-18 und 121. 165-172, Büdlerstr. 1-15 und 48-61. 101. Stadtbezirt: Eisenbahnstr. 24-25, Röpniderstr. 16-17 und 102. Stadtbezirt: Mustauerstr. 18-23 und 50-58, Büdler: straße 16-31 und 33-47, Waldemarstr. 1, Wrangelstr. 12-22 und 113-120. Blak 12--13, Mustauerstr. 14a- 17 und 59-62, Wrangelstr. 23-24 und 103. Stadtbezirk: Eisenbahnstr. 1-23 und 26-48, Lausitzer 111-112. 63-70, Staligerstr. 84-95a, Wrangelstr. 25-38 und 100-110, 3eughof104. Stadtbezirk: Lausitzer Blag 7-11, Mustauerstr. 1-14 und straße 11-23. 16. Wahlbezirt( Stadtbezirke 114-121). 114. Stadtbezirk: Fürstenstr. 1 und 24, Gitschinerstr. 32-70, Luisenufer 47-57, Prinzenstr. 1-5, Wafferthorstr. 1-16 und 58-76. 115. Stadtbezirk: Brandenburgstraße 1-2 und 82, Gitschinerstraße 19-31 und 71-85, Moritstr. 1-11 und 14-24, Prinzenstr. 6-16 und 103-119, Sedanufer von der Bärwaldbrücke bis zur Englischen Gasanstalt einschließlich, Wasserthorstr. 17 und 56-57. 116. Stadtbezirk: Brandenburgstr. 3-17 und 64-81, Moriz straße 12-13, Wafferthorstr. 18-55. straße 1-18 und 86-108, Reuenburgerstr. 20a- 21, Gedanufer von der 117. Stadtbezirt: Alexandrinenstr. 1-13 u. 117a- 128, Gitschiner Englischen Gasanstalt bis zur Gitschinerstraße. 118. Stadtbezirk: Hollmannstr. 13-18 und 20-28, Alte Jakob: ftraße 1-1c, 137-147 und 166-175, Neuenburgerstr. 1a- 20 und 22-41. 119. Stadtbezirk: Alexandrinenstr. 14-18 a und 113-117, Holl: mannstr. 1-12 und 29-43, Simeonftr. 1-14 und 18-32. 120. Stadtbezirk: Feilnerstraße, Alte Jakobstr. 2-26 und 118 bis 136, Ritterstr. 52-59 und 61-69, Simeonstr. 15-17. 121. Stadtbezirk: Alexandrinenstr. 19-37 a Mathieustr. 10 und 11, Ritterstr. 37-51 und 70-84. und 92-112, 19. Wahlbezirk( Stadtbezirke 136–142). 136. Stadtbezirk: Neue Jakobfir. 1-14 und 17-28, Insel straße 13-13a, Neanderstr. 2-16 und 19-37, Schäferstr. 2-14, Sauridstraße 11 b- 36. 137. Stadtbezirk: Franzstr. 1-19, Josefstr. 1-15, Michaelfirchplas 17-24, Schmidstr. 1-11a und 36a- 46. 138. Stadtbezirk: Adalbertfir. 24-34 und 57-66, Engelufer 6b bis 21, Melchiorstr. 1-46, Michaelfirchplatz 1-12. 139. Stadtbezirk: Adalbertstr. 35-56, Engelufer 1-6a, Röpniderftraße 30-44 und 129-142. 140. Stadtbezirt: Köpniderstr. 45-59. und 119-128, Michaelkirchplag 13-16, Michaelkirchstraße, Wusterhausenerstr. 13-14. 141. Stabtbezirt: Köpniderstr. 60-75 und 105-118, Ohmstraße, Rungestr. 12-27, Wusterhausenerstr. 1-12 und 15-21. 142. Stadtbezirt: Brüdenstr. 1-16, Juselstr. 1-1b und 10-12, Am Kölnischen Park, Köpnickerstr. 76-104, Neanderstr. 1 und 38, Runge ftraße 3-11a und 27a- 37, Wassergasse. 22. Wahlbezirk( Stadtbezirfe 152-156, 158-159). 152. Stadtbezirt: Blankenfeldeftr. 2-14, Große Frankfurter: straße 49-69 und 71-89, Markusstr. 30, Marfiliusstr. 1-8 und 16-25, Waßmannstr. 10-34. 133. Stadtbezirk: Andreasstr. 45-46, Blumenstr. 42, Große Frant furterstraße 90-127, Roppenstr. 35 und 53, Krautstr. 1, Marfusstr. 29 154. Stadtbezirt: Elisabethstr. 1 und 65-66, Ballijadenstr. 1. und 12, Waßmannstr. 31a- 37, Weberstr. 3-35 und 38-53. 155. Stadtbezirt: Lichtenbergerstr. 10-11, Pallifadenstr. 2-11, 13-29 und 88-103, Straußbergerstr. 9-10 und 34-35. 156. Stadtbezirk: Große Frankfurterstr. 32-48, Fürstenwalders. Straße 2-23, Straußbergerstr. 11-33, Weberstr. 1-2 und 64-66. 158. Stadtbezirk: Friedenstr. 45-49, und 89-95, Friedrichsbergerstr. 1-14 und 18-27. 159. Stadtbezirk: Gr. Frankfurterstr. 19-31, Friedrichsberger ftraße 15-17, Fürstenwalderstr. 1 und 24, Roppenstr. 36-40 und 50 bis 52, Lebuserstraße, Pallisadenſtr. 30-38 und 66-87. 25. Wahlbezirt( Stadtbezirke 161, 179-181). 161. Stadtbezirt: Gr. Frankfurterstr. 1-18 und 128-146, Friedenfürstendamm 1-9 und 246-264, Kurfürstenstr. 72-96, Landgrafenstraße, Komthureiplak, Litthauerstr. 1, Möglinerstraße, ausschließlich 1, Tilſiter35. Stadtbezirk: Burggrafenstraße, Gartenufer, Keithstraße, Kurstraße 74-82, Fruchtstr. 39-49, Balliſadenſtr. 51-52. 179a. Stadtbezirk: Frankfurter Allee 75-121, Rönigsbergerstr. 21a, ügow- llfer 20-39, Nürnbergerstr. 70-71, Wichmannstr. 1-20. Zu dieseur straße 1-6 und 85-91, 2eidenweg 15 und 25. Bezirf gehören Zoologischer Garten und das Hippodrom( Wasserwerke im Tiergarten). 179b. Stadtbezirt: Justerburgerstr. 1-11 und 13-20, Löwestr. 1bis 15 und 18-30, Möglinerstr. 1, Straße 47a, ausschließlich Eckgrundstücke an der Richthofenstraße, Tilsiterftr. 7-18 und 77-84, Weidenweg 1-14, 16-24 und 73-88, 3orndorferstr. 1-14 und 50-59. 36. Stadtbezirk: Buchenstraße. Derfflingerstr. 2-29, Kurfürsten straße 49-71, Lützowplay, ausschließlich 1, Maaßenstr. 1-4 und 31-37, Schillstraße, Ulmenstraße, Wichmannstr. 21. 180a. Stadtbezirk: Baltenplay, Edertstraße, ausschließlich der Eck thinerstraße, ausschließlich 31, Kurfürstenstr. 47-48, Lützowplay 1, 2ligow- burgeritraße 11-18 und 73-81, Thaerstr. 14a- 24 und 44-53, Weiden37. Stadtbezirt: Derflingerstr. 1 und 30, Dörnbergstraße, Gen: grundstücke mit der Zorndorferstraße, Hübnerstr. 1-6 und 9-15, Peters traße 33-78, isowufer 1-19b. weg 26-47 und 50-72. 38. Stadtbezirt: Genthinerstr. 31, Magdeburgerplas, Magde: 180b. Stadtbezirt: Petersburgerstr. 2-10 und 82-90, Rigaer burgerstr. 9-27, Botsdamerstr. 35-48 imd 104-115a, Stegligerjir. 25-63. straße 1-10 und 130 bis Ende, Thaerstr. 2-14 und 54-63. 39. Stadtbezirt: Blueshof, Karlsbad 1, Lüßowstr. 24-32 und 79-91a, Magdeburgerstr. 1-8 und 28-36, Potsdamerstr. 24-34, 116 bis 45. Stadtbezirk: An der Apostelkirche, Frobenstr. 1-11 u. 32-41, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-152, Potsdamerstr. 49-56 und 97-103 a, Bietenstr. 25-28. 120 und 122-123a, Schönebergerufer 26-48. 46. Stadtbezir!: Bülowstr. 8-26 und 85-100, Frobenstr. 12-18 und 21-31, Potsdamerstr. 57-67 und 89-96b, Schwerinr. 1-19, 3ieten: straße 18-24. 7. Wahlbezirk( Stadtbezirke 54, 55, 57-63). und 49. 180c. Stadtbezirk: Eldenaerstr. 12, Frankfurter Allee 65-74 und) 122-134, Liebigstraße, Mirbachstr. 1, Petersburgerstr. 1 und 91, Rigaerstr. 11 bis 12 und 128-129, Thaerstr. 1, Warschauerstr. 1 und 88, Weidenweg 48 181a. Stadtbezirk: Dolzigerstraße, ausschließlich Edgrundstücke an der Proskauerstraße und Eldenaerstraße, Frankfurter Allee 1-64 und 135-150, Mirbachstraße, östlich der Prostauerstraße, Proskauerstr. 1-2 und 40, Rigaerstraße, östlich der Proskauerstraße( Nr. 25 bis 115), Samariterplas, Samariterſtraße, ausschließlich der Erfgrundstücke an der Eldennerstraße, Schreinerstraße, östlich der Proskauerstraße, Straßen 66b ( Abt. XIII), Straßen 66a und 67a, ausschließlich der Edgrundstücke au der Eldenaerstraße. und 67. ftraße 1-12 und 91-107, Blücherplas 1-2 und Hallische Kirchhöfe, Lanfwig54. Stadtbezirt: Nordseite der Barutherstraße, Belle Alliance: ftraße, Teltowerstr. 1-11 und 63-65, Tempelhofer Ufer 1-6a. straße 12-37 und 39-62, Tempelhofer Ufer 7-24. 57. Stadtbezirt: Großbeerenstr. 19-27 a und 63-76, Wartenburgiebigstraße bis Proskauerstraße( Nr. 13-24 und 116-127), Edgrundstüche 55. Stadtbezirk: Großbeerenstr. 10-18 und 77-85, Teltowerstraße 1-14 und 16-29. 181 b. Stadtbezirk: Edgrundstücke der Dolziger: und Pros fauerstraße, Eldenaerstraße, ausschließlich 12, Fordenbedplay, HübnerStraße 7 und 8, Mirbachstraße von Liebigstraße bis Proskauer straße, ausschließlich 1, Broskauerstraße 3-39, Rigaerstraße von der Samariter und Eldenaerstraße, Edgrundstücke der Straßen C6a uno. 67a Mortstr. 1-14 und 80-90. 58. Stadtbezirt: Hornstraße, ausschließlich 14, Wartenburgplas, mit der Eldenaerstraße, Edgrundstücke der Schreinerstraße mit der Proskauer straße, Thaerstr. 25-33, Zellestraße. und 43-62, Sagelsbergerstr. 1-16 und 41-57, Dorfstr. 79. 59. Stadtbezirk: Belle- Allianceftr. 13-26, Großbeerenstr. 28-41 60. Stadtbezirt: Sagelsbergerstr. 17-40, Mödernstr. 51-92, York: ftraße 15-24 und 65-78. 61. Stadtbezirt: Razbachstraße, Kreuzbergftr. 26-59, fowie die Berlängerung bis zur Straße C, Möckernstraße von Kreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Westseite), Play B, Straße C. Straße D( Abt. III) von Mödernstraße westlich, Yortstr. 25-34 und 57-64. 62. Stadtbezirt: Belle- Alliancestr. 27--52, Großbeerenstr. 42, Streuz bergstr. 1-25, 60-78 und Victoriapart, Lichterfelderstraße, Mödernstraße von Kreuzbergstraße bis zur Weichbildgrenze( Oftieite), Kleine Partstraße, Straße D. ( Abt. III) von Mödernstraße östlich, Wilhelmshöhe. 63. Stadtbezirt: Belle Allianceftr. 53-90, Fidicinstr. 1 und 45, Gneisenauftr. 1, Am Tempelhoferberg( Westseite). 10. Wahlbezirk.( Stadtbezirke 76-78). 76a. Stadtbezirt: Camphausenstraße, Fichteftraße, Fontane- Promenade, Gräfeftr. 43, Hasenheide 39-60, Urbanstr. 25-30. 76b. Stadtbezirt: Gräfeftr. 30-42 und 44-65a, Grimmftr. 25, Hasenheide 21-38, Schönleinstr. 20-21, Urbanstraße 31-51, 109-125 und 127-137. 76 c. Stadtbezirk: Hasenheide 1-20, Jahnstraße, Urbanstr. 52 bis 81 und 84-108. 77. Stadtbezirk: Boechstr. 1-12 und 45-55, Dieffenbachstr. 1 bis 19 und 57-76, Grimmstraße, ausschließlich 25, Müllenhoffstr. 1-9 und 12-20, Planufer 75-94, Am Urban, Urbanstr. 138-150, 78 a Stadtbezirt: Boedhftr. 17-20, Dieffenbachstr. 20 und 27-56, Gräfeſtr. 12-29 und 66-81, Müülenhofstr. 10-11, Schönlein ftraße 3-19, Urbanstr. 126. 78b. Stadtbezirt: Boppstraße, Hohenstaufenplag, Rottbuser Damm 13-43, Lachmannstraße, Schönleinstr. 22-34, Urbanitr. 82-83. 78 c. Stadtbezirt: Boedhstr. 13-16 und 21-44, Gräfefir. 1-11 und 82-93, Rottbufer Damm 1-12a, Planujer 95-97, Schönleinstr. 1-2. 28. Wahlbezirt( Stadtbezirte 182-183, 196-200). 182. Stadtbezirk: Elisabethstr. 2-64, Kl. Frankfurterstr.io und 14-19, Waßmannstr. 2-6 und 9-9a. 183. Stadtbezirt: Büschingplak, Büschingstr. 17, Fliedzerstr. 2-16, Kleine Frautfurterstr. 11 und 12, Gollnowstr. 9-38, Landsbergerstr. 20-34 und 89-100, Landwehrstr. 1 und 44, Mehnerstraße, Pallisadenster. 104-106, Waßmannstr. 1, Weberstr. 36 und 37, Weinstr. 20-21. 196. tabtbezirt: Georgenfirchplas 15, 18 und 19, Georgenkirch straße 10-58, Gollnowstr. 2-8 und 39-45, Katharinenftr. 5-7, LiezmannStraße 2-7 und 24-27. 197. Stadtbezirt: St. Frankfurterstr. 13, Georgenkirchplatz 1-14, Statharinenstr. 1-4 u. 8-12, Sturzestr. 20, Landsbergerstr. 35-59 u. 68-88, Landwehrstr. 2-43, Liekmannstr. 8-23. 198. Stadtbezirt: Georgenfirchplas 20-32, Neue Königsti: 20-43 Wadzedir. 9-14. u. 50-70, Linienstr. 250, Liezmannstr. 1 und 28, Alte Schützenstr. 1 and 2, und 43-44, Linienstr. 1-12 11. 240-249, Lothringerstr. 111-112, Mendeles. 199. Stadtbezirt; Friedenstr. 103-112, Josiystraße, Keibeliti 1 johnstraße, Meyerbeerstr. 5-13, Prenzlauer Allee 1, Prenzlauerfir 1-5 u. 57-62. 200. Stadtbezirk: Hirtenstr. 1-2 und 23, Seibelstr. 2-42, Brenz Tauerstr. 6-29 und 33-56, Alte Schüßenstr. 3-7, Wadzechstr. 1-8 und 15-23. 31. Wahlbezirt( Stadtbezirke 218-225). 218. Stadtbezirt: Lothringerftr. 1-12, Prenzlauer Allee 2-16 und 241-249, Saarbrüderstr. 1-9 und 26-35. 219. Stadtbezirt: Megerstraße, Prenzlauer Allee 239-240, Straß burgerstr.. 22-23 und 36-37, Weißenburgerstr. 2-7. 220. Stadtbezirk: Fehrbellinerstr. 1-2, Lothringerstr. 13-22, Sattumftr. 29, Saarbrüderstr. 10-25, Schönhauser Allee 1-11 und 177-188, Straßburgerstr. 1-21 und 38-60, Weißenburgerstr. 1. ftraße 20-25 und 32-37. 34. Wahlbezirk( Stadtbezirfe 242, 247-248. 242a. Stadtbezirf: Christburgerstr. 1-3 und 54, Danzigerstr. 25 bis 31 unb 66-73, Senefelderstr. 1 und 43, Fransedistr. 22-40, Prenzlauer Affee 41-56 und 195-214, Rytestr. 12-48, Weißenburgerstr. 31-61, Wörtherstr. 25. und 41-50. 1 242 b. Stadtbezirk: Fransedistr. 9-21 und 51-54, Sagenauer: ftraße 1-1b und 18, Hochmeisterstr. 2-10 und 23-31, Tresdowstr. 7-15 242 c. Stadtbezirk: Danzigerstr. 2-24 und 74-97, Dunderstr. und 91, Hagenauerstr. 2-17a, Sochmeisterstr. 11-22, Lychenerstr. 1 und 134, Schliemannstr. 1 und 48, Tresdomstr. 1 und 51-60.1 247 a. tabtbezirk: Helmholzplatz, Lettestr. 2-8, Raumer ftraße 17-23, Schliemannstr. 2-47, Stargarderstr. 21-26 und 57-63. 247 b. Stadtbezirk: Prenzlauer Allee 57-85 und 166-194, Raumerfir. 26-51, Senefelderstr. 2-42, Stargarderstr. 28-39 und 50-55. 247c. Stadtbezirt: Dunderstr. 2-30, Lettestr. 1, Raumerstr. 24 und 25, Stargarderstr. 27 und 56. 248. Stadtbezirk: Dunderstraße von der Ringbahn bis zur Straße 20. Greifenhagenerstraße von der Ringbahn bis zur Straße 31, Enchenerstraße von der Ringbahn bis zur Weichbildgrenze, Pappel- Allee 46 hauser' Afee big er ute et 165, Blatz E, Straßen 19 und 20 von Schön Prenzlauer Allee, Straße 31( Abt. XII). die Lehrer " V 221. Stadtbezirt: Angermünderstraße, Chorinerstr. 23, Chriftinen:| Entwicklung des Menschengeschlechts", wurde erst vor einigen Jahren mehr als dreißig Jahren die Theoretiker des Socialismus auf dem ftraße 1-13 und 31-39, Fehrbellinerstr. 3-9 und 94-100, Lothringer eigentlich neu entdeckt. Die liberale Pädagogit des neunzehnten Genfer Kongreß der Internationalen" forderten: In einem Kind ohne Zustand der Gesellschaft solle jedes ftraße 23-27, Bottumstr. 1-28. Jahrhunderts hat mit diesem revolutionären Pronunciamento nichts rationellen 9. Unterschied 222. Stadtbezirt: Chorinerstr. 21a, Chriftinenstr. 14-30, Schöns Jahre alt ein produktiver Arbeiter auzufangen gefüßt. doch mit jeder unter der Hauser Allee 173-176, Schwedterstr. 1-17 und 255-268, Senefelder- Platz, Bedingung, daß mit Erft als der Socialismus begann, über die Masse des werden, Templinerstr. 1-13 und 15-19, Teutoburger Play, Zionstirchstr. 26-31. verbunden sei. Die Bildung 223. Stadtbezirk: Chorinerstr. 15-20a und 65-71, Kastanien: Proletariats hinweg immer tiefer in bürgerliche Verhältnisse und produktiven Arbeit Bildung Allee 37-48, 61-62 und 64-69, Schwedterftr. 18-28 und 245a- 254a. Gedankenkreise revolutionierend einzugreifen, befann sich auch die sei eine dreifache, eine geistige, törperliche und polytechnische"; 224. Stadtbezirt: Fehrbellinerstr. 17-24 und 63-83, Kastanien Pädagogik auf ihre sociale Basis, erivachten auch die legtere solle dem Kind die allgemeinen wissenschaftlichen Grundsäge Allee 49-60 und 63, Weinbergsweg 11d, Zionstirchplatz 4, Zionstirchstr. 12 Volksschullehrer, zunächst allerdings nur noch den aller Produktionsprozeffe mitteilen und es in der praktischen Gebis 19 und 38-45. 225. Stadtbezirk: Chorinerstr. 4-14 und 71a- 86, Fehrbelliner: besseren und selbständig denkenden Elementen zum socialen Bewußt- brauch der elementaren Instrumente aller Gewerfe einführen.„ Die Straße 10-16 und 84-93, Templinerstr. 14, Zehdenickerstr. 9, 3ionstirch: fein. Sie lernten, daß ihre ganze Thätigkeit nur im Zusammen- Verbindung von bezahlter produktiver Arbeit, geistiger Bildung, hang der socialen Gemeinschaft erst die richtige Beleuchtung förperlicher Uebung und polytechnischen Unterrichts wird die Arbeitererhält, daß der Lehrer die Pflicht hat, fich um die socialen flasse weit über die höheren und mittleren Klassen heben." tven er seiner Aufgabe in Damit haben wir auch schon unser Urteil über die Ergebnisse Zusammenhänge zu bekümmern, will, daß er zu fragen der Kölner Lehrer- Versammlung genügend gekennzeichnet. Die Bes der Gesellschaft gerecht werden will, daß hat: was trieben meine Schüler im vorschulpflichtigen Alter, handlung des ersten Themas ist nicht über den vielleicht von vorn was thun sie während der Schuljahre außerhalb der Schulzeit, was herein beabsichtigten opportunistischen Zweck hinausgekommen, durch hat zu geschehen, um sie nach fie nach beendigter Schulzeit mit ein zwar erfreulich radikales und weitgehendes Referat und durch ruhigem Gewissen dem Leben übergeben zu können, was Annahme einer entsprechenden Resolution gegen die von Jahr zu find für pädagogische Maßnahmen für die heranreifenden Jünglinge Jahr ungenierter fich geberdende ultramontan- ostelbisch- reaktionäre zu ergreifen? Das ist ein grundsäglich andrer Standpunkt wie der, Bildungsfeindlichkeit zu protestieren. Aber Referat wie Resolution bürgerlich liberalen Geist, der den Diesterweg, lange Jahrzehnte der unangetastete Führer der Lehrer- atmen durchaus fchaft, vertrat. Diesterweg war der konsequente bürgerliche Indivi- sociale Gedanke schlägt höchstens ein wenig in der zahmen, dualist, den es als Lehrer garnichts angeht, welchem Berufe sich honetten Form der Rickert und seiner Kollegen vom Verein für unsre Schulkinder dereinst widmen, wo sie den Schauplag ihrer Thätigkeit Volksbildung" hinein. aufschlagen werden, ob hier oder in andern Weltteilen; in welche Wem das nicht glaubhaft erscheint, der betrachte das Ergebnis Verfassungen Staaten sich kleiden, denen sie dereinst angehören. des zweiten Verhandlungsgegenstands, der schulpädagogischen BeDiese Wendung in der grundsäglichen Auffassung der rechtigung des Handfertigkeits- Unterrichts. Welche Bedeutung wir Pädagogik tam auch in den Lehrer- Versammlungen des letzten zwar nicht dem" Handfertigkeits", wohl aber dem weiterKonnten Durchbruch. Jahrzehnts 1897 gehenden Arbeits- Unterricht" zunteffen, haben wir eben gesagt; auf ihrer Stuttgarter Versammlung noch eine so wertloſe und und wenn wir nun auch noch im Zweifel darüber wären, o bildungsfeindliche Frage wie die einjährige Militärdienstpflicht wir seine Einführung in den heutigen veralteten und übers der Volksschullehrer diskutieren, so beschäftigten sie sich givei Jahre lafteten Lehrplan befürworten oder lieber erst eine spätere gründliche später in Hamburg bereits mit der wichtigen Frage der Lehrplan- Umänderung der Schulorganisation abwarten sollen, so kann reform. Fächer wie Volkswirtschaftslehre, Gejezeskunde und andre es für uns doch keine Frage sein, den Arbeitsunterricht geradezu als topften an die Schulthür und verlangten Einlaß. Da aber für sie Rückgrat der Erziehung grundsäglich auf das wärmste und dringendste fein Platz vorhanden war, die radifale Beseitigung überflüssiger zu empfehlen. Der Lehrerverein hafte leider schon dadurch, daß er Lehrfächer von den Lehrern jedoch nicht gewagt wurde, so tam kein das Referat über dieses Thema dem schroffsten Gegner des Arbeitserhebliches Resultat zu stande. Ein großer Schritt nach vorwärts auf unterrichts, fowie überhaupt der neueren socialpädagogischen der Bahn der socialen Bethätigung bedeutete dann im Jahre 1898 die Strömning, dem Frankfurter Lehrer Ries, übertragen hatte, den Erörterung der erziehungsschädigenden Rückwirkungen der gewerbs- nunmehr gerechtfertigten Verdacht wachgerufen, daß er es auf die mägigen e ben beschäftigung von Schulkindern. Das Thema Verneinung des Arbeitsunterrichts abjehe. Daß aber diese Abwar mit erfreulicher Gründlichkeit und Arbeitsamkeit vorbereitet worden, Tehmung in einer formell so dürftigen und inhaltlich so unzugänglichen die ganze Lehrerschaft hatte praktisch daran mit gearbeitet, indem sie und abstoßenden Weise geschehen würde, wie es thatsächlich der Fall das Material direkt aus der Praris schöpfte, zusammenstellte und war, das hätte man doch nicht erwarten sollen, besonders verarbeitete, und auf der Breslauer Versammlung wurde nach einem da fir den Handfertigkeitsunterricht tüchtige und fachkundige Männer vorzüglichen Referat des Berliner Gemeindeschullehrers Fechner eintraten, während sich die Gegner meist mur auf das Gewicht ihrer eine unzweideutige Resolution gegen die Stinder Ausbeutung zumeist vorher gebundenen Stimmen verließen. So bedeutet die diesjährige Kölner Lehrer- Versammlung in angenommen. Leider verhinderten die gleichzeitigen ReichstagsWahlen die genügende Berücksichtigung dieser Verhandlungen socialer Beziehung eher einen Rückschritt als einen Fortschritt gegen seitens der Tagespresse, doch immerhin ist die breiteste ihre Breslauer Borgängerin. Wenn wir trotzdem nicht tribe in die Oeffentlichkeit und find auch die maßgebenden Regierungspädagogische Zukunft sehen, so deshalb, weil wir der jungen socialfreise auf diesen abscheulichen Krebsschaden der heutigen Gesellschaft pädagogischen Strömung in der zeitgenöſſiſchen Pädagogik und so deutlich hingewiesen worden, daß ein Vertuschen nicht mehr ge- unter den Lehrern so viel Straft und Zähigkeit zutrauen, daß sie vagt wird. sich durch den jezigen Mißerfolg nicht entmütigen, sondern im GegenEs schien deshalb zuerst nur ein ganz konfequentes und ge- teil uns zu neuem Gifer und Vorwärtsdrängen anspornen läßt. Sie wolltes Vorwärtsschreiten auf derselben Bahn socialer Besinnung darf sicher sein, daß sie sich dabei im Einklang mit der sonstigen zu fein, als der Lehrerverein für 1900 die oben erwähnten gesellschaftlichen Entwicklung befindet, und daß ihr die Zukunft gehört. Heinrich Schulz- Erfurt. Verbandsthemen, die nach unsrer Auffassung innerlich eng zusammen gehören, ankündigte. Die Untersuchung über die Stinderarbeit hatte die nahen Beziehungen zwischen Pädagogik und Socialpolitit aufgezeigt, jezt galt es, diese Erkenntnis zu verbreiten und in die That umzusetzen. Es würde auch sicherlich manch erfreuliches Wien, 13. Juni. Resultat erzielt worden fein, wenn man in der vorherDer Kongreß hat heute über die gemischten Gewerk gegangenen Diskussion und in Köln die Richtlinien respektiert fchaften" entschieden. Wie bereits berichtet, haben die großen hätte, die der schon erwähnte Lehrer Fechner gleich nach Bekanntgabe centralisierten Gewerkschaften verlangt, daß diese Organisationsdes Themas absteckte. Er warnte sowohl auf der einen Seite vor der form aufgehoben werde. Der Kongreß hatte jedoch bereits gestern den naheliegenden le ber schägung der Bildung für wirtschaftlichen Fort- principiellen Beschluß gefaßt, die gemischten Gewerkschaften" nur umichritt wie andrerseits vor der Inter schäzung der zwar der Schule zugestalten und hatte die Ausarbeitung eines Regulative" einer nicht so kritiklos schmeichelnden, aber ehrlicheren, und darum auch eignen Kommission übertragen. Diese Kommission erstattete heute nüßlicheren materialistischen Geschichtsauffassung. den Bericht. Nach dem nenent Regulativ, das einstimmig au37. Wahlbezirk( Stadtbezirke 227-228, 257-259, 265-267). 227. Stadtbezirt: Ackerstr. 1 b, Brunnenstr. 1-18 und 174-198, Gljaiserstr. 1-10 a, Invalidenstr. 164, Veteranenstr. 1 und 2. 228. Stadtbezirk: Brunnenſtr. 19-31 und 161-173, Invaliden 257. Stadtbezirt: Aderftr. 27-36 und 143, Anflamerstr. 1-9 und 49-60, Bergſtr. 30, Elisabethfirchstraße, Invalidenjir. 2-5, 148-157 und 159-163, Pappelplatz, Streligerstr. 1-8 und 68-74. 258. Stadtbezirk: Bernauerstr. 14-24 und 84-93, Rheinsberger straße 1, Strelitzerstr. 9-29 und 48-67. Bernauerstr. 1-13a. 94-109, Suffitenstr. 1 bis 12 und 64-79, Streligerstr. 30-36 und 39-47. 265. Stadtbezirt: Bergstr. 34-43, Feldstr. 1-9, Gartenstr. 36 ftraße 1-1a, Beteranenstr. 3-14 und 16-28. bis 48, 50-58 und 96-144. 266. Stadtbezirk: Ackerstr. 45-70 und 117-141, Gartenstr. 49. 267. Stadtbezirt: Aderſtr. 37-44 und 142, fowie Südwestseite von Invalidenstraße bis Bernauerstraße, Bergstr. 32, 33 und 44-62, Bernauerstr. 110-121 und Südostseite von Ackerstraße bis Bergstraße. Scharnhorststr. 11-31. 40. Wahlbezirt.( Stadtbezirke 273, 275-276, 278, 305-306). 273. Stadtbezirt: Hessischeſtraße, Invalidenstr. 38-49 und 84 bis 110, Rieferftr. 5, Platz am Neuen Thor, Scharnhorststr. 1-10 und 32-41, Augusta Hospital und Invalidenhaus. 275. Stadtbeairt: Boyenstr. 1-45, Kielerstr. 1-4 und 6-24, 276. Stadtbezirk: Boyenstr. 46, Chauffeeftr. 57-81, Nene Hochstr. 1-10 und 35-56, Liesenstr. 1-5a und 16-20, Schulzendorfer ftraße 9-19. 278. Stadtbezirt: Dalldorferstr. 1-8 und 38-41, Gerichtstr. 10-16 305. Stadtbezir!: Fennftr. 4a- 61, Müllerstr. 169–185, Am Nordhafen 1-8, Nordufer von der Ringbahn bis zum Nordhafen, Sellerstraße, Tegelerstr. 1-7 und 55-56. 306. Stadtbezirk: Dalldorferstr. 9-37, Fennstr. 1-4, Gericht straße 58, Sunkelstraße von Schulzendorferstraße bis Ravenéstraße, Lindowerstraße, Müllerstr. 1-4 und 6-11, Nettelbedplay, Ravenéstraße, Reinidendorferstr. 1-8 und 62-70, Schulzendorferstr. 1-8 und 20-27, Weddingplay. und 71-78, Hochstr. 47-49, Neue Hochstr. 11-34. 43. Wahlbezirk( Stadtbezirke 290-292). 290. Stadtbezirt: Beuffelstr. 1-14, Goßkowskyftraße, Jagowstraße von Alt- Moabit bis zur Leveßowstraße, Alt- Moabit 35-79, Ottostr. 4-19, Turmfir. 61 und 66, Zinzendorfftraße, Zwingliftraße. 291a. Stadtbeziri: Berlichingenstraße von Huttenstraße bis Mitt stockerstraße, Huttenstraße, ausschließlich 1, Rostoderstr. 1-20 und 39-56. 291b. Stadtbezirt: Berlichingenstraße von Wittstoderstraße bis Sidingenstraße, Rostoderstr. 21-38, Sidingenstraße, Straße 29( Abteilung VI), Wittstockerstr. 2-26. 292a. Stadtbezirk: Beuffelstr. 15-33 und 55a- 76, Suttenstr. 1, Turmſir. 55-60 und 62-65, Walbenſerfir. 21-24, Waldſtr. 1-15 11. 42-60 292b. Stadtbezirt: Beuffelstr. 34-55. Siemensstr. 1-10 und 43 bis 50, Waldstr. 16-41, 23iclefftr. 27-28, Wittstockerstr. 1 und 27. 46. Wahlbezirk.( Stadtbezirfe 307-308, 315-318). 307. Stadtbezirt: Weftliche Seite der Adolfstraße von der Gericht: straße bis Plantagenstraße, Antonstr. 1-9 und 42-49, Courbièreplay, Am Courbièreplay, Gerichtstr. 37-57, Müllerstr. 12-25a, Plantagenstr. 24-37, Ruheplatzstraße. bis Müllerstraße, Wildenowstraße. 308. Stabtbezirk: Burgsdorfstraße, Lynarstraße, Müllerstr. 152 bis 168, Nordufer von der Ringbahn bis Torfstraße, Sparrplas, Sparr: straße, Sprengelstraße, Straßen 16 und 17 son Triftstraße bis Straße 13 ( bt. X1), Tegelerfir. 8-54, Torfstr. 15-17b, Triftstraße von Torfstraße 315. Stadtbezirt: Cöslinerftr. 10-11, Reinidendorferstr. 20-29 316. Stadtbezirk: Adolfftr. 10-27 a, Antonftr. 10-41, War straße 1-12 und 15-22, Plantagenstr. 9-23, Straße 54( Abt. X), Prins Eugenstraße. und 42-52, Schulstr. 40, Wiesenstr. 28-43. 317. Stadtbezirk: Adolfstr. 1-9, Gerichtstr. 29-36, Panfstr. 55 ftraße 8a- 19 und 53-61, Weddingstr. 3-6. bis 56, Pasewalkerstraße, Plantagenstr. 1-8 und 38-44, Reinidendorfer: 318. Stadtbezirk: Cöslinerstr. 1-9 und 12-24, Gerichtstr. 17 bis 28 und 60-70, unfelstraße von Ravenéstraße bis Gerichtstraße, Pant: straße 1-6 und 48-54, Weddingstr. 1-2 und 7-9. Wir bitten dringend, diese Nummer des" Vorwärts" zur Orientierung aufzuheben. Alle auf die Wahlen Bezug habenden Anfragen werden im Gewerkschaftsbureau, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15. 1 Treppe, Der Ausschuh von 9-1 und 6-8 Uhr, beantivortet. der Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: A. Körsten. Die deutsche Lehrer Versammlung in Köln. Destreichischer Gewerkschaftskongreß. " = Aber sein Mahuruf ist nicht beachtet worden. Man folgte lieber genommen wurde, wird die Gewerkschaftskommission beauftragt, einer andren Losung, die ebenfalls frühzeitig in die Diskussion Siegem. Gew." in einen Reichsverband zusammenzufassen, und zu1Die Vereine geworfen wurde, und die zudem von einer volkswirtschaftlichen Autorität gleich mit der Leitung dieses Verbands betraut. stammte, der zuzustimmen die socialpolitisch noch wenig geschulten haben ihre Mitglieder den betreffenden Fachvereinen resp. InduſtrieZehrer sich zur besonderen Ehre anrechneten: das war Schmollers verbänden zuzuführen und von ihnen die von den Fachvereinen vorbekanntes Wort, wonach der Kern der socialen Frage in der geschriebenen Beiträge einzuheben, für sich aber nur jenen Betrag zu Dissonanz der Bildung, nicht des Besißes beruhe. So haben behalten, der bei dem betreffenden Industrieverband den OrtsWenn in einem Ort eine Ortsgruppe denn die Populärschriftsteller unter den Lehrern und die geschickten gruppen überlassen wird. Sompilatoren, allen voran der schier unheimlich produktive Tews, eines Industrieverbands besteht, darf die gemischte Gewerkschaft Miteine eifrige Thätigkeit nach der Richtung hin entfaltet, aus allen glieder dieser Berufe nicht aufnehmen. Alle gemischten Gewerkmöglichen und unmöglichen Thatsachen des wirtschaftlichen Lebens fchaften, die sich diesen Bestimmungen nicht fügen, sind aus der der Gegenwart den Nachweis abzuleiten, daß eine erhöhte Gesamtorganisation der Gewerkschaften auszuschließen. ökonomische Situation Sie Folge Schulbildung, Man sieht, daß eigentlich nur mehr die äußere Form der ge= daß umgelehrt ein wirtschaftlicher Rückstand die Folge unzureichender mischten Gewerkschaften belassen wurde, daß aber faktisch der ForBildungsverhältnisse jei. Da Tews ichr belesen ist, so hat er, wie derung der großen Gewerkschaften nach allmählicher Umwandlung gern zugegeben werden soll, hierbei Materialien zu Tage gefördert, derselben entsprochen ist. die an sich und auch bei richtiger Interpretation sehr wertvoll sein fönnen, die aber vorläufig noch den Eindruck unbehanener Balken und Steinblöde machen und für den eigentlichen Bau noch nicht zu gebrauchen sind. " gaben die Vertreter Die heutige Sigung war zum größten Teil mit der Beratung über die Aufgaben der Gewerkschafts- Kommission" ausgefüllt. Hier handelte es sich darum, die Gewerkschafts Kommijjion zu befähigen, entgegen den Wünschen der kleinen Lolalvereine Was der vorhergegangenen Diskussion aber am meisten zu eine centralistische Gewerkschaftspolitik durchführen zu können. Die hat hier den Mittelweg zwischen den Wünschen Schaden gereicht und was auch die Beschlußfassung in Köln nach Kommission Lokalvereine und der großen Inionen eingeschlagen, teilig beeinflußt hat, das ist die gänzliche Verzichtleistung auf der die historische Grundlegung Des es Themas. wodurch in der gestrigen Sitzung zu Konflikten mit Vielleicht hat dieses Versänmmis der Wangel ant Zeit den großen Unionen fam, die übrigens von der Stärkung verschuldet, vielleicht aber auch die Unterschätzung der ges der Gewerkschaftskommission einen Nachteil für sich beschichtlichen Wechselbeziehungen zivischen Schule und Wirtschaft. Da- fürchteten. Die gestrigen Beschlüsse hatten übrigens heute noch bei fann man aber nur zu einer einigermaßen flaren Einsicht in die ein Nachspiel. Gestern hatte der Stongreß nämlich einen Antrag der verwickelten Beziehungen zwischen der heutigen Volksschule und der Metallarbeiter abgelehnt, der befagt, daß Berufsorganisationen, die Volkswirtschaft gelangen, wenn man sich über das historische Werden sich weigern, ihrem Industriegruppen- Verband beizutreten, von der beider flar ist. Eine verurteilsfreie Prüfung wird hierbei die die Gewerkschaftskommission als Mitglieder nicht aufgenommen werden Richtigkeit des historischen Materialismus bestätigende Erfahrung dürfen. Au Etelle dieses Antrags war eine Art Schiedsgericht im machen, daß die Entstehung und Entwidelung der Volksschule Fall der Weigerung festgesetzt worden. Die Metallarbeiter fürchteten ftets im engen faujal- abhängigen Zusammenhang mit der Entwick- nun, daß dadurch der heutige Zustand sanktioniert werden würde, lung des wirtschaftlichen Lebens vor sich ging. unter dem zahlreiche Organisationen den Beitritt zu ihrem IndustrieUnd auch heute wird nicht die Förderung der Volksbildung die verband einfach veriveigern. wirtschaftliche Entwickelung vorwärts bringen, wohl gar bis zur Nach der gestrigen Sitzung hatten sowohl die Vertreter der Lösung der socialeu Frage. Sondern die eigenartige Weiter- Metallarbeiter, als die der Union der Glas- und keramischen bildung des wirtschaftlichen Organismus in Verbindung mit Arbeiter Beratungen abgehalten, um über ihr weiteres Ver 811 werden. Der deutschen Lehrer- Versammlung, die in der Pfingstwoche in Köln der thatkräftigen Aufwärtsbewegung der Nächstbeteiligten, der halten schlüssig Im Verlauf der heutigen ftattfand, fonnte man hinsichtlich der beiden zur Beratung stehenden Arbeiter, erzwingt die Ausdehnung der Volksbildung im Wider Sigung der terantischen Union und seit is ber Jahresfrist von den Zweigvereinen und Provinzial- streit mit den Interessen des maßgebenden Bürgertums. War im eine Erklärung ab, in der sie gegen den Beschluß, den sie als Versammlungen diskutierten Verbandsthemen mit hohem Interesse Laufe der Geschichte die individuelle selbständige Beteiligung am schädlich für die weitere Entwidlung der östreichischen Gewerkschaftsentgegenseiben. Eine mehr oberflächliche Betrachtung ist auch vielleicht Produktions- und Konsumtionsprozeß die Vorbedingung und Ursache bewegung bezeichnen, auf das entschiedenste promit den Besultaten des pädagogischen Kongresses durchaus zufrieden, der Herbeiführung und Erweiterung der Bildung, war deshalb die Unter- teftieren. Eine ähnliche Erklärimg berlasen auch die Metallwie denn auch gern anerkannt werden soll, daß besonders der erste jochung des im Mittelalter selbständigen Handwerkers unter das Macht- arbeiter, und fügten noch hinzu, daß sie unter diesen Umständen Redner, Lehrer Beyer- Leipzig, der in mehr programmatischer gebot deskapitalisten in der Manufakturperiode der Grund für den Nieder- ihrem nächsten Verbandstag den Austritt aus der GewerkEröffnungsrede die" pädagogischen Rückblicke und Ausblicke an der gang und den Tiefstand des im Mittelalter bereits trefflich organi- ichaftstommission empfehlen würden. Es gab eine hißige Jahrhundertwende" erörterte, treffliche Worte über die Bedeutung sierten Vollsschulwesens in Deutschland bis in das 19. Jahrhundert Debatte. Die Gewerlichafts- Rommiffion zog sich zu einer Be der Schule im neuen Jahrhundert gefunden hat. Aber in Bezug hinein, so beginnt seit jener Zeit wieder eine Vorwärtsentwicklung ratung zurück und beschloß eine Gegenerklärung, daß sie principiell auf die eigentlichen Beratungen es wurde die Bedeutung des Wolfsbildungswesens, seitdem durch die Socialisierung der auf dem Standpunkt des Antrags Beer( Antrag der Metallarbeiter) hit its ung busts die der Beer ber einer gesteigerten Volksbildung für die wirtschaftliche Entwicklung des Produktion in Verbindung mit der Ausschaltung der Bedeutung des stehe, daß aber die Differenz zwischen dem gefaßten Beschluß und Berbindung mit der Ausschaltung Bots" und die Einführung des Handfertigkeitsunterrichts in den Lehr- Einzelnen die aus denkenden Judividuen gebildete Gesamt diefem Antrag lediglich darin bestehe, daß die Gewerkschafts- Stone mission die Möglichkeit haben will, in jedem einzelnen Fall durch plan der Knabenschulen erörtert fann sich eine tiefergehende Kritik heit den Produktionsverlauf zu übersehen beginnt. nicht der Erkenntnis verschließen, daß noch einmal die alte liberale Damit ist aber auch die Richtung deutlich gekennzeichnet, die die ihre vermittelnde Thätigkeit auf die Beseitigung der der Centrali Richtung in der Lehrerschaft einen Sieg über die junge socialpäda- Erziehung der Zukunft einschlagen wird. Bewußte und gewollte fation entgegenstehenden Hindernisse hinzuwirken. gogische Strömung davongetragen hat. Anteilnahme der zu organisierter Gemeinschaft vereinigten Individuen Mit dieser Erklärung war die Angelegenheit vorläufig erledigt. Neu ist die Socialpädagogik in einer Beziehung, alt, viel an der Produktion, an der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, ist Voraussichtlich wird bis zum nächsten Verbandstage der Metallälter jogar als die liberale Richtung in andrer Hinsicht; denn das Charakteristikum im wirtschaftlichen Lebeit, die pädagogische arbeiter diesen Sie Ueberzeugung beigebracht sein, daß ihre BeBlato, Comenius und Pestalozzi sind in ihrem Kern nichts andres Folge muß und wird sein: Einführung der Arbeit" fürchtungen unbegründet find, so daß der angedrohte Austritt der als Socialpädagogen. Aber man hatte diesen Kern bei ihnen bis- in die Erziehung, Organisation der Erziehung im Metallarbeiter aus der Gewerkschafistonimission nicht ausgeführt lang nicht erkannt, der brave Dugendpädagog jah geringfchäßig auf Sinne der möglichst günstigen Befähigung des Böglings, fich werden wird. die pädagogischen und ſocialen Utopien Platos herab, Comenius' im socialen Produktionsprozeß socialen Produktionsprozeß im allgemeinen, in seinem Bei Beratung der Aufgaben der Gewerkschaftsgroßzügige socialpädagogische Schulorganisationspläne werden vielleicht freigewählten, ihn am besten zusagenden Specialberuf im Kommission" handelte es sich hauptsächlich um die von der in fünfzig Jahren einmal ernstlich auf ihre praktische Durch besonderen zurechtzufinden. Das ist keine Nüglichkeitspädagogit, Gewerkschaftskommission geforderte Erhöhung der durch die einzelnen führbarkeit hin untersucht, und Pestalozzis sociales Glaubens wie fie in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts Organisationen an sie abzuführenden Beiträge von 2 auf 3 Heller bekenntnis, die Nachforschungen über den Gang der Natur in der propagiert wurde, es ist aber die Bestätigung dessen, was schon vor pro Mitglied und Monat. Dagegen hatten sich anfangs die Metall " Waldbrand. Der sich rings um die Stadt Kaschau hin ziehende große Wald brennt, wie ein Telegramm von dort meldet. Anscheinend liegt Brandstiftung vor. Das Ezermelythal steht bereits in Flammen. Das Feuer greift schnell um sich. Feuerwehr, Militär und Polizei arbeiten an der Lokalisierung des Brands. Die Bewohner der umliegenden Dörfer sind zur Hilfeleistung beordert. arbeiter gesträubt, sie gaben aber schließlich doch den Wider-| Gewerkschaftskommission, die anfangs den bestehenden Zustand aufstand auf, jedoch nur unter der Bedingung, daß diese recht erhalten wollte, acceptierte diesen Antrag, der zur Folge hat, Erhöhung erst vom nächsten Jahr an Geltung haben solle und daß daß die Gewerkschaftskommission von den schwächeren Industrieden Landessekretariaten das Recht auf Einhebung selbständiger gruppen unabhängiger wird und daß sie jetzt erst dem Kongreß Beiträge entzogen werde. Die Kommission erklärte sich mit diesem wirklich verantwortlich sein wird. Antrage einverstanden. Bei der Abstimmung wurden die Erhöhung der Beiträge an die Im Verlauf der Debatte ergriff auch der Vertreter der General- Kommission sowie die von der Kommission acceptierten Anträge der Abstürze. Am Mürtschenst o d im Glarnerland sind Sonn kommission der Gewerkschaften Deutschlands, Genosse Legien das Metallarbeiter und Holzarbeiter nahezu einstimmig angenommen. Wort. Seine nahezu einstündige Rede wurde mit größter Aufmerk- Ferner wurde ein Antrag angenommen, daß man die Organisation tag zwei Studenten der Chemie vom Polytechnikum Zürich ab famkeit angehört und blieb auf die Abstimmungen nicht ohne Einfluß. der in kommunalen Betrieben beschäftigten Arbeiter energisch zuerst nur einen Rudsad und am Mittwoch endlich die beiden Leichen. Legien schilderte dem Kongreß die Kämpfe zwischen den lokal- und central- betreiben solle. Auf Antrag der Bergarbeiter wurde ausgesprochen, Die Verunglückten heißen August Kopelhuber von Tamins( Grauorganisierten Gewerkschaften in Deutschland, die mit dem Siege der daß die in einzelnen Revieren gegründeten separatistischen Berg- bünden) und Eduard Salinger von Zürich. Kopelhuber stand unlegteren geendet haben. Er setzte dann den Unterschied zwischen der arbeiter- Organisationen nicht anerkannt werden. deutschen Generalfommission und der östreichischen Gewerkschafts- Damit war die heutige Sitzung zu Ende. Morgen kommt der mittelbar vor der Doktorprüfung. tommission auseinander. Die Generalkommission ist ein Ausfluß 4. Punkt( Streit, Boytott und tarifliche Ver der Thatsache, daß die starken Gewerkschaften eine Verbindung einbarungen) zur Verhandlung. mit einander haben müssen, die östreichische Gewerkschaftskommission aber ſoll erſt Organiſationen schaffen. Deshalb müiffe man ihr a 210fost vermischtes. auch die Mittel dazu geben. Der Redner kam hierbei auch auf die Frage der unpolitischen Gewerkschaftsbewegung zu sprechen und erflärte, daß die centralorganisierten Gewerkschaften sagen, die Gewert fchaftsorganisation müsse in Bezug auf religiöse und politische Stellung nahme neutral sein. Damit ist nicht gesagt, daß sie antisocialistisch wäre. Aber wir sind der Ueberzeugung, daß der Gewerkschaftstampf ein Klassenkampf ist, daß er, ohne daß man Politik treibt, schließlich doch die Arbeiter von selbst zu jener Partei führen wird, die die Vertreterin der Klasseninteressen der Arbeiter ist. Nicht der Name ist die Hauptsache, sondern die Arbeit, die geleistet wird, nicht die Form sondern der Geist, der in den Gewerkschaften lebt. Gen. Legien schloß mit der Hoffnung, daß der nächste Kongreß nicht nur die Durchdringung der Delegierten mit dem Organisationsgedanken zum Ausdruck bringen möge, sondern daß auch durch die weitere Durchführung der Centralisation die Vertretung der östreichischen Gewerkschaften fagen könne: Wir haben eine Macht hinter uns, eine Macht, mit der unter allen Umständen gerechnet werden muß. ( Stürmischer Beifall.) Die Holzarbeiter hatten den Antrag gestellt, daß die Gewerkschaftsfommission auf dem Kongreß gewählt werden solle. Bisher bestand fie aus den Vertrauensmännern der Industriegruppen. Die Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Medaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 15. Juni. Urania 99 Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/62: And Kopenhagen ist gestern das Polarfahrzeug, Antarctic" mit der unter Leitung des Marinelieutenants Amdrup reisenden, aus 10 Mitgliedern bestehenden dänischen Ost- Grönlands- Expedition an Bord abgereist. Der Zweck der Expedition ist die Erforschung der Küstenstrede zwischen Kap Brewster und der Aggas- Insel, sowie der Gegenden bei Scoresby- Sund und Angmagsalit Der größte Teil des Regierungsbezirks Osnabrück und die benachbarten Teile der Provinz Hannover und der Provinz Selbstmord eines Grafen Thun. In Innsbruck hat sich Westfalen sind am Mittwoch von einem furchtbaren un- in feiner Wohnung der Staatsbahn- Affiftent Johann Graf Thunwetter heimgesucht worden, welches auf den Feldern großen Hohenstein erschossen. Was den jungen Mann er war 1877 zu Schaden angerichtet hat. Salzburg geboren in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Maffenerkrankungen infolge des Genusses bon gefund- Der Selbstmörder lebte noch eine Stunde und verschied im Spital, heitsschädlichem Fleisch sind seit dem Pfingstfest in der wohin er bei voller Befinnung gebracht worden ist, nach furchtmärkischen Stadt Vetschau vorgekommen; die Krankheitssymptome baren Schmerzen. Seine Mutter wurde telegraphisch aus Salzburg find leider recht schwerer Natur, fie gleichen Vergiftungserscheinungen. berufen. Pfingstbraten von ein und demselben Fleischer bezogen. Die UnterDie Familien, die von der Erkrankung ergriffen sind, haben den fuchung iſt eingeleitet. " Der Schnelldampfer Deutschland" ist, wie man aus Stettin meldet, nach kurzer Fahrt neuerdings wieder festgefahren.s Weltausstellung in Vincennes bemerkten, wie dem„ Berl.gbl." Feuer in der Pariser Weltausstellung. In dem Anner der berichtet wird, in der letzten Nacht die Wächter einen Feuerschein im Innern des Gebäudes, in welchem Eisenbahnwaggons Deutschlands und Oestreichs ausgestellt sind. Sie fanden den Holzfußboden in Flammen und alarmierten die andren Wächter. Es gelang, den Drei Bergarbeiter verunglückt. Auf dem Bismardschacht Brand zu löschen, ehe er die Waggons und Maschinen erreicht hatte. der Königsgrube bei Stattowig verunglückten drei Bergarbeiter| Der Kommissar, der am Morgen den Ort absuchte, fand einen Holzdurch einen Sprengschuß. Einer wurde sofort getötet, die beiden floben, der in eine leicht entzündbare Flüssigkeit getaucht war. Das andern find schwer verletzt. Feuer war also anscheinend angelegt. Schweizer Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Läglich: Theater, Specialitäten, Ball. Boltsbeluftigungen aller Art. Jeden Abend„ Es ist erreicht". 934 Uhr: Deutsches. Die Weber. Anfang Tägl. Sternwarte. Jeden Mittwoch: Kinderfest. 71/2 Uhr. Leffing. Daisy( A runaway girl). 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Auf die Beamtenverhältnisse der Großen Berliner lager in der Münzstraße, Landsberger- und Kleinen Frankfurterstraße. Straßenbahn wird die Aufsichtsbehörde in Zukunft einen größeren Die beiden letzteren Geschäfte verkaufte er vor einigen Tagen an eine Reinickendorf. Der Wahlverein hält am Sonnabendabend Einfluß als bisher ausüben können und zwar auf Grund der Firma, ließ sich 10 000 Mart in baar und außerdem Wechsel über 81/2 Uhr im Wirtshaus Zur Tamme", Nordbahnstr. 15, seine Mit- Genehmigungs- Urkunde vom 4. Mai d. J. Diese schreibt bezüglich weitere 10 000 Mart geben. Da lettere nicht unterzubringen waren, glieder Versammlung ab. Genosse. Ko te hält einen der leitenden Beamten der Bau- und Betriebsverwaltung vor, gab er fie an den Aussteller gegen eine Baarsumme von 6000 Mark Vortrag„ Aus der Geschichte Englands". daß deren Namen dem Polizeipräsidium sowie der königlichen zurück, um dann schleunigst das Weite zu suchen. Im seine Gläubiger Ober: Schöncweide. Da am vorigen Sonnabend die Ver- Eisenbahndirektion angezeigt werden müffen, und bezüglich der zu täuschen, mietete er noch kurz vor seiner Flucht in der Brunnenfammlung des Arbeiter- Bildungsvereins durch das Vorgehen des Beamten des äußeren Betriebsdienstes, daß alle Bediensteten straße Geschäftsräume für 5000 m., worauf er allerdings nur eine Amtsvorstehers unterbleiben mußte, findet morgen, Sonnabend,( agenführer, Schaffner, Kontrolleure, Expeditoren 2c.) diejenige förper- minimale Anzahlung leistete. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, bei John eine Verjammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter liche und geistige Fähigkeit und diejenige Zuverlässigkeit befigen follen, hat der Flüchtige Barmittel in Höhe von 50 000 m. mitgenommen. bei John eine Versammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter die ihre Berufspflicht erfordert. Zu Wagen führern follen mir solche Die Gläubiger, unter denen sich Firmen mit einem Guthaben von Rosenow einen Vortrag hält:„ Der Kampf ums Dasein in Natur Personen angenommen werden, die mindestens 21 Jahre alt 6 bis 15 000 M. befinden, werden leer ausgehen, da das nod to sowie mit der elektrischen Bahn, der Fahreinrichtung und deren An- handene Warenlager in der Münzstraße kaum die gerichtlichen Adlershof. Den Parteigenoffen zur Kenntnis, daß am Sonn- wendung vertraut sind und dies durch eine Prüfung und durch Kosten deckt. Der Konkurs ist bereits eröffnet, auch ist von sex abend in Schmausers Lokal eine Versammlung stattfindet, in welcher Probefahrten nachgewiesen haben; es wird vorbehalten, nach dieser Staatsanwaltschaft ein Steckbrief hinter dem Flüchtigen erlassen Genosse Adolf Hoffmann über„ Die lex Heinze und die sittlich Richtung bestimmtere Vorschriften zu erlassen; ebenso wird vor- worden. Empörten" sprechen wird. Heute abend findet ebenfalls vom Lokal behalten, ein öchstmaß der täglichen BeschäftigungsIm Polizeigefängnis erhängt hat sich gestern der Hausdiener Schmauser aus eine Flugblattverbreitung statt; die Genossen werden zeit der Wagenführer bezw. ein Mindestmaß der Adolf Schirm, ein Mann von 36 Jahren, der wegen Einbruchs ver ersucht, sich zahlreich an derfelben zu beteiligen. denselben zu gewährenden Ruhepausen zu be- haftet worden war. Schirm war als Einbrecher schon mehrfach stimmen." Alle diese vorbehaltenen Bestimmungen sollen, wie bestraft. Bulegt war er bei einem Einbruch in ein Bapiergeschäft in wir hören, erst getroffen werden, sobald der gesamte Bahn- ber Blumenstraße 70 vom Wächter des Grundstücks festgenommen betrieb der Großen Berliner Straßenbahn in den elektrischen um- worden, als er sich eben 200 M. angeeignet hatte. gewandelt sein wird. Wegen eines Sittlichkeits- Verbrechens wurde gestern nachIn der gestrigen Sitzung wurde zunächst die Erhöhung der Die Radschutzvorrichtungen der Elektrischen. Ein Techniter mittag ein 56 Jahre alter obdachloser Arbeiter Karl Pohlemann Alterszulagen der Gemeindeschullehrer nach den schreibt uns: In Nr. 133 des Vorwärts" wird berichtet, daß vor festgenommen. Der Mensch trieb sich in Plößenfee umher und Vorschlägen des Ausschusses, dem der auf diese Angelegenheit dem Hause Swinemünderstraße 133 ein Knabe durch einen elektrischen wurde dort von einem Amtsdiener dabei betroffen, als er auf bezügliche Antrag Cassel zur Vorberatung überwiesen Straßenbahnwaden überfahren und getötet worden ist; das Rad sei freiem Feld ein dreijähriges Mädchen vergewaltigte. Im Polizei worden war, cinstimmig angenommen. Der 3ufa- dem Unglücklichen über den Kopf gegangen. Wenn diese Nachricht gewahrsam versuchte er, sich durch Aufschneiden der Pulsader das antrag, Singer, auch für die wissenschaftlichen feinen Frrtum enthält, so ist der Vorgang fachlich nicht zu begreifen. Leben zu nehmen. Lehrerinnen eine Erhöhung der Alterszulagen Denn wenn die Nadschutzvorrichtungen fest wären, hätte der Ge eintreten zu lassen, wurde vom Ausschuß nur in einer abgeschwächten fallene weggeschoben werden müssen, auf keinen Fall aber Form empfohlen und fand so gleichfalls die Zustimmung derBersammlung. fonnte er bont einem Nade gefaßt werden. Aber diese Herr Cassel leistete sich als Berichterstatter des Ausschusses wieder Schußvorrichtungen sind eben Iofe angebracht und einmal einen schwungvollen Hymnus auf die„ Liberalität", die die städtische Verwaltung gegenüber der Volksschule im allgemeinen und leisten keinen Widerstand, wovon man sich jeden Augenblick über zeugen kann. Ihre Anbringung ist mehr Schein als Wahrheit, wie alle Handlungen der Direktion. Wie oft ist schon die Fordering Tokales. And der Stadtverordneten- Versammlung der Lehrerschaft im besonderen so oft gezeigt habe. " 0 Aus den Nachbarorten. Die Stadtverordneten- Versammlung in Nigdorf stimmte Mit Steinen beschwert hatte sich ein jimger Mann, dessent Reiche gestern morgen in der Nähe der Marschallbricke am Reichstags. Ufer aus der Spree gelandet wurde. Um sicher unterzugehen, hatte er alle Kleidertaschen mit Eteinen vollgepadt. Der Tote ist noch nicht bekannt. Er mag etiva 20 bis 25 Jahre alt gewesen sein. Straßensperrung. Das tgl. Polizeipräsidium teilt mit: Die Die Frage der Weiterführung der Kaiser wilhelm gestellt worden, daß die Stirnwände der Wagen tiefer herabgeführt Bellevue- Allee von der Charlottenburger Chauffee bis zum Sprechung Straße ist jetzt endlich so weit gedichen, daß der Magistrat und die vorstehenden Kuppelungen zum Zurücklegen eingerichtet wird behufs Neubeſchüttung vom 15. b. M. ab bis auf weiteres für der Versammlung eine dahingehinde Vorlage macht. Dic Vorlage wurde einem Ausschuß übertviesen. werden sollen. Aber die Direktion darf das Publikum nach so vielen Fuhrwert und Neiter gesperrt. Aus der Debatte heraus flang ein deutlicher Wiederhall der heftigen Kämpfe. also hierin Wandel schaffen? Erst muß vielleicht das Kind eines Richtungen durch Mangel an Rücksicht verhöhnen, warum sollte sic die in den Kreifen der beteiligten Grundbefizer und sonstigen Grafen gerädert werden, bevor wir Abhilfe zu erwarten haben. Interessenten so lange um die Kaiser Wilhelmstraße und das„ Scheunenviertel" geführt worden sind. Genosse Singer übte eine generelle Kritik Die Verhandlungen wegen des Landerwerbs für die Zufahrt nefiern dem Beschlusse des Magistrats, dem Brandenburgischen an der Art, wie solche Projekte bei uns ausgeführt zu werden straßen zu den geplanten Brückenbauten im Zuge der Manteuffel- Städtetage beizutreten, zu und delegierte zu den diesjährigen Ber pflegen. Seine Anregung, bei dieser Gelegenheit einmal einen und Eisenbahnstraße sind, soweit Privateigentum in Betracht handlungen den Stadtverordneten- Vorsteher Sander, den eventuell Anfang mit einer vernünftigen städtischen Wohnungsfommt, von der städtischen Baudeputation abgeschlossen worden. Die sein Stellvertreter vertreten soll. Der Magistrat hat zu seinem VerDer Magistrat polifit zu machen, die das Interesse der zur Miete Deputation hat in ihrer gestrigen Sigung beschlossen, den Erwerb treter den Bürgermeister Voigt bestinumt. Erlaß eines Ortsstatuts vor, durch das auf wohnenden breiten Masse der Bevölkerung über das der der erforderlichen Landflächen teils durch freihändigen Ankauf. teils ichlägt den Grundbesitzer stelle, dürfte schwerlich auf fruchtbaren Boden ge- durch das Enteignungsverfahren den Gemeindebehörden zu empfehlen. Grund des§ 9 des Kommunalabgaben Gefeßzes zu den Straßenbaukosten auch die Anlieger an solchen Straßen, auf fallen sein. Gegen die Auswahl der auf Kosten der Stadt zur stummenanstalt findet am 18. d. M., vormittags 10 1hr, im Saal wendung finden, herangezogen werden können. Die Feier des 25jährigen Bestehens der städtischen Taub: die Ortsstatute gemäß§ 15 des Baufluchtlinien- Gejeges nicht AnDer MagistratsPariser Weltausstellung zu entfendenden Per der Anstalt, Warkusstr. 49, statt. jonen wurden von verschiedenen Seiten Einwendungen ge= chentwurf fand die Zustimmung der Versammlung. Nach längerer macht. Die städtische Verwaltung hat sich dabei so gut Die Einführung des elektrischen Betriebs auf den zum Debatte wurde beschlossen, eine Kommission zu wählen, welche die wie gar nicht von socialpolitischen Gesichtspunkten Iciten 8oologischen Garten führenden Straßenbahnlinien, welche noch Entwürfe zu Polizeiverordnungen, die dem Magistat seitens der Polizeilaffen. Genosse Pfannkuch beklagte, daß unter den ausgewählten mit Pferden betrieben werden, wird im Lauf des Herbstes durch direktion vorgelegt sind, prüfen soll. Einigt sich die Kommission nicht, Magistrat ersucht werden, die betreffenden Personen fast gar keine Arbeiter seien und beantragte, die Ber- geführt werden, so daß im Winter der Westen nur wenig Straßen- dann soll der sammlung solle dem Magistrat empfehlen, zum Studium bahnpferde mehr vorfinden wird. Auch auf der wichtigen Linie Verordnungsentwürfe dem Plenum der Stadtverordneten- Versammder gewerkschaftlichen Organisation der Ar- Savignyplay- Potsdamer Thor- Görliger Bahnhof dürfte die Ein- lung zu unterbreiten. Von den Socialdemokraten wurden OsterDie mann und Silberstein der Kommission zugeteilt. besonders der Einrichtungen der führung des clefirischen Betriebs bis zum 1. Oftober erfolgen. Pariser Arbeitsbörse mindestens zwei Mittel, die zur Unterbringung pflegebedürftiger Kinder in der dem Ferien Fahrkarten nach den Vororten. Für die Zeit der Sommerpflegeftätte Lenzheim und in der Brandenburgischen KinderAnsschuß des Gewerbegerichts angehörende städtische Arbeiter nach Paris zu entsenden. Der großen Schulferien vom 7. Juli bis 13. August d. J. werden für heilstätte in Kolberg etaismäßig zur Verfügung stehen, wurden um den Verkehr von Berlin, Schlesischer Bahnhof, Görlitzer Bahnhof, 500 m. vermehrt, damit außer den bisher in Aussicht genommenen Magistrat verteidigte seine Liste mit Eifer und wehrte Stettiner Bahnhof, Anhalter Vahnhof. Lehrter Hauptbahnhof, Bots- 36 Freistellen noch einige begründet werden können. Im Anschluß fich entschieden gegen die Zumutung, Arbeiter zu dem angegebenen damer Hauptbahnhof, Wannfeebahnhof, Potsdamer Bahnhof( Ring- hieran entspann sich eine furze Diskussion über die Nüglichkeit Swed nach Paris zu schicken. Der Antrag Pfannkuch wurde dann bahn), jowie on den Stadtbahn Stationen Charlottenburg bis und Notwendigkeit der Ferienfolonien. Beide wurden allerseits an auch abgelehnt. Dafür hatten fast mir unsre Genossen gestimmt. Jannowigbrücke nach den Vororten und zurück besondere Ferien- erkannt. Bürgermeister Voigt stellte in Aussicht, daß im nächsten Zu denjenigen, die sich nicht entschließen konnten, für den An- Stamm- und Nebenkarten zweiter und dritter Karte unter denselben Jahre auch in der Mark eine Anzahl erholungsbedürftiger Kinder trag Pfannfuch betreffend die Entfendung gewerkschaftlich organis Bedingungen, wie Monatsfarten. verausgabt. Diefen Ferienkarten verpflegt werden würden. Der Magistrat beantragt, zur Deckung fierter Arbeiter nach Paris zum Studium der Inſtitution der ist der tarifmäßige Preis der Monatskarten zu Grunde gelegt, zu von Kur- und Verpflegungskosten für geschlechtlich erkrankte FrauensArbeitsbörsen zu ſtimmen, gehörte auch der Stadty. Carl Goldwelchem ein geringer fester Zuschlag für die den vollen Monat über- personen, die von der Polizei aufgegriffen worden find, sowie zur schmidt, der Vertreter der Ge werkvereine! schreitende Zeit zur Erhebung kommit. Die Verausgabung dieser Dedung von sonstigen mittelbaren Polizeifoften 1000 m. nachträglich Ferienkarten erfolgt vom 2.- 30. Juli d. J. bei den Fahrkarten in den Etat einzustellen. Mit der Prüfung des Antrags wurde eine Kemmission betraut, der n. a. Silberstein( Soc.) und Wutky( Soc.) Ausgabestellen der vorbezeichneten Stationen. angehören. beiter und Marinefrenden für Arbeiter. # # er= Unfre Buhuift liegt bekanntlich auf dem Wasser, und daher ist es ebenso patriotisch, wie für den Industrialismus profitabel, dem Ueber den Defraudanten Max Döring, der als Kassierer bei Volt eitel Wasser und Flottenschwärmerei beizubringen. Aber auch der Spandauer Straßenbahn beschäftigt war, einige Tage vor In der Frage des Charlottenburger Pferdemarkts hat, die Gegenwart ist bekanntlich im Marinismus glückselig und der Pfingsten mit etwa 7500 W. durchgebrannt und bisher noch nicht wie. 8. gemeldet wurde, der dortige Magistrat, obwohl er infolge Proletarier insbesondre erwirbt sich durch Beschäftigung bei ermittelt ist, wird jetzt berichtet, daß es sich um einen gang Berwendung des bisherigen Plazes für das neue Krankenhaus tein Schiffsbauten ein Leben voller Wonne. Zu solcher Neberzeugung geriebenen Gauner und Betrüger handelt, nämlich um den Döring, für den Markt geeignetes Grundstück aufweisen kann, doch auf das mögen insbesondre auch 160 Berliner Arbeiter gelangt der feiner Zeit die Deutsche Bank 11111 120 000 Mark ge- Marktrecht nicht verzichten wollen, sondern die Abhaltung des Pferdes sein, die von der hiesigen Firma J. C. Pfaff nach dem Stettiner schädigt hat. D. war bis zum Jahre 1892 Börsen Vertreter" markts mur bis auf weiteres eingestellt. Man rechnete immer noch darauf, Bulkan gesandt worden sind, um dort auf dem neuerbauten der genannten Bank und besaß als solcher ein großes Vertrauen. Er daß ein bomänenfistalisches Gelände von 28 Morgen, das neben der Dampfer," Deutschland" die glänzende Möblierung und Aus- ließ sich aber auf eigne Faust in Spekulationen ein und gewann Spandauer Bergbrauerei liegt und zum Verkauf gestellt war, als stattung einzurichten. Dies Schiff hat sich, wie erinnerlich, am anfänglich an 60 000 Mart. Dann schlug das Glück, wie so oft in Markiplay dienen könnte. Dieses Gelände ist nun, nachdem die kgl. 30. Mai, als es nach Swinemünde geschafft werden sollte, im dergleichen Geschäften, um, und gar bald war er nicht im stande, Regierung auf die in zwei Versteigerungsterminen abgegebenen Stettiner Haff festgefahren; ein Ereignis, das für die Arbeiter nach bei den verschiedenen kleineren Bankgeschäften, die seine Spekulations- Gebote von 384 000 und 387 000 M. Den Zuschlag nicht Da ihm teilt hat, nunmehr freihändig ihrer Ausjage nicht ganz unerwartet tam, sondern sich aus dem unternehmungen besorgten, große Differenzen zu decken. ant die Spandauer Bergunfertigen Zustande des Schiffs ziemlich leicht erklären ließ. die Gelder der Deutschen Bank zugänglich waren, jo griff er furz brauerei für 390 000 m. verkauft worden. Die Brauerei hat Es war 12 Uhr mittags, als das Malheur geschah. Die entschlossen diese an. Als die Unterschleife trotz seiner gefchickten c3 aber abgelehnt, das Land oder einen Teil davon als Pferdetausend Arbeiter an Bord, die nunmehr auf etliche Zeit von der Manipulationen entdeckt wurden, betrugen fie über 120 000 W. marktplatz herzugeben. Sie beabsichtigt, es lediglich zur Erweiterung Witwelt abgeschnitten waren, sahen sich bald vor die Frage gestellt, Döring wurde dann flüchtig, verhaftet und mußte seinen Leichtsinn ihres Betriebes zu benutzen. Inzwischen hat aber der Magistrat von wie denn wohl für ihre Ernährung und Beherbergung auf dem mit fünf Jahren Gefängnis büßen, die er im Bellengefängnis zu Spandau unweit der Charlottenburger Grenze, in der Richtung des Schiffe gesorgt sein möge. Bald sollten sie aus den Thatsachen Plötzensee abjaß, wo er in der letzten Zeit als Schreiber beschäftigt ehemaligen Pferdemarktplatzes Ländereien angekauft, um dorthin den selber die Antwort erhalten. Das erste schwere Leiden stellte sich war. Staum entlassen, glückte es ihm, eine Stellung zu erhalten. Spandauer Pferdemarkt zu verlegen, der jo lange an einer andern durch den völligen Mangel an Trinkwasser ein. Alles Aber im August 1898 erhielt er wiederum wegen Ünterschlagung Stelle der Stadt betrieben worden ist. Suchen blieb erfolglos; selbst die Schiffstüche hatte kein Trinkwasser 9 Monate Gefängnis. Nach seiner Entlassung aus dem Plößenseer und die Speisen wurden mit unfiltriertem aff- Gefängnis erhielt er die erwähute Stellung in Spandau, wahr wasser gefocht. Auch die Arbeiter mußten mit diesem ekelhaften, scheinlich auf Grund gefälschter Papiere. Dörings Borliebe zum trüben und schlammigen Getränk ihren brennenden Durst löschen. Spiel am Totalisator ist jetzt abermals sein Werderben gewesen. Zu diesem Elend kam die schlechte Zubereitung der Speisen. Seine Spur deutet nach Italien. Namentlich die warmen Gerichte erwiesen sich als ungenießbar, Durch einen Baunnfall, welcher eine Anzahl Arbeiter in einmal wegen des starken Sodazusages, und dann erklärlicher Lebensgefahr brachte, wurden gestern vormittag gegen 111/2 1hr die weise infolge des schlechten Wassers, in dem sie gekocht waren. Bafianten der Möckernstraße in Schrecken gefeßt. In der Nähe der Es stellte sich bei den Arbeitern Brech durchfall ein, und zwei Möckernbrücke wird gegenwärtig an der Fortführung des Bahnförpers Mann aus Hamburg erkrankten so bedenklich, daß sie nach Swine- der elektrischen Hochbahn eifrig gearbeitet; die betreffenden Arbeiten münde ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Zu solchen Qualen gefellte sich noch, daß auf dem Schiffe feine ordentliche werden von einer Firma für Maschinenkonstruktion zur Ausführung gebracht. Gestern vormittag war eine Anzahl Arbeiter damit Schlafgelegenheit beschafft wurde. fich auf dem glatten Fußboden, auf Tischen oder Etühlen, und wenn beschäftigt, fchivere eiferne Träger, welche beim Ban Verwendung er besonders Glüd hatte, auf einen Teppich oder Sofa, so gut oder finden, mittels Flaschenzugs in die Höhe zu winden. Das zu diesem vielmehr so schlecht es ging, zu lagern. Ein solches Leben bringt 3wed errichtete Gerüst, welches durch zwei Seile zur größeren einen normalen Menschen schon beim Nichtsthun herunter, um so Sicherheit am Erdboden befestigt war, geriet infolge feiner leichten Konstruktion bereits beim Aufziehen der schweren Last derartig beverderblicher wirkte es bei den aufs äußerste forcierten Anstrengungen, dentlich ins Schwanken, daß seitens des zuschauenden Publikums eines jungen Kaufmanns Namens Hopp verhaftet worden. zu denen die Arbeiter angetrieben wurden. Sogar am 1. Pfingsttage jeden Augenblick ein Unglück befürchtet wurde. Ein solches trat mußte gearbeitet werden, und um die Arbeiter bei Laune zu erhalten, versprach der Direktor ihnen, daß er am zweiten Feiertag, schließlich auch zum allgemeinen Entsetzen gegen 11/2 Uhr ein. wo fie ans Land gehen fömiten, in Swinemünde die Kosten für die Der gerade in der Schwebe befindliche eiserne Träger hatte sich mündung in Spandau angetrieben worden; es ist ein SportfahrUebernachtung im Hotel deden wolle, ja es sollte sogar auf Fabrik- nämlich mit einem Ende in dem Gebält des Gerüstes festgeklemmt zeug mit der Bezeichnung Baruch. Bisher ist nicht bekannt geund mußte demzufolge, um ihn frei zu bekommen, nach vorn geworden, ob ein Unfall vorliegt oder das Boot sich irgendwo vom unkosten für diesen Tag eine Dampferpartie arrangiert werden zogen werden. Dadurch neigte sich das schwankende Gerüst mit nach Ufer gelöst hat. zwei Zusagen, die beide nicht gehalten wurden. In Ober- Schöneweide hat die Gemeindevertretung beschlossent, Ganz besonders empört waren die auf dem Schiffe beschäftigten vorn, wodurch wieder eines der Sicherheitsseile aus dem Erdboden Personen noch darüber, daß die Ziegenorter Fischer, die den Ar- gerissen wurde. Das Gerüft verlor dadurch seinen Halt, brach zu aus Berkehrsrüdfichten den Königsplatz aufzuheben.- Die beitern frische Butter, Bier und sonstige Nahrungsmittel bringen fammen und fiel mit feiner Laſt in die Spree und in einen an jener Straßenreinigung des Orts wird auf Anregung unfres Nach Fertig Stelle auternden Spreckahn. Wunderbarerweise ist keiner der auf Parteigenoffen John in Regie genommen werden. wollten, nicht an Bord gelassen und durch eine in Thätigkeit und bei dem Gerüst beschäftigten Arbeiter getötet, ja nicht einmal ftellung der Kanalisation soll jeder Grundbesiger die gesetzte Feuersprige verjagt wurden. Pflastering des Bürgersteigs sofort vornehmen. Wegen Pfinsterung Die Arbeiter der Firma Pfaff. fo fchreibt uns die Organisation erheblich verletzt worden. der Maler, von der wir diese Mitteilungen erhalten, werden ihr Ein steckbrieflich verfolgter Schwindler ist der Kaufmann der Sandwüste an der Fußgängerbrüde in Nieder- Schöneiveide wird Lebtag an die rücksichtslose und gesundheitsschädigende Behandlung Rehwinkel, ein Deutsch- Amerikaner, der vor Jahresfrist nach die Baukommission sich mit dem Besitzer der Hasselwerderstraße denken, der sie an Bord des Deutschland" ausgesezt waren. War Berlin tam und auf dem Wedding ein Schuhwarenlager einrichtete. in Verbindung feßen. ihnen der Marinismus nicht schon vorher verleidet, so durch die Er- Er verstand es, sich weitgehenden Kredit zu verschaffen, verkaufte Gegen die Müllablagerung der Stadt Berlin wendet man sich fahrungen der Pfingstzeit gewiß. ljenes Geschäft mit hohem Nugen und eröffnete fofort drei andre Waren- I allerorten. Kürzlich hat der Magistrat bei Pinnow Ländereien Ein räuberischer Ueberfall scheint in der Nacht zum Mittwoch in Charlottenburg an einem Studenten verübt worden zu sein. Gestern morgen gegen 9 Uhr wurde im Gebüsch vor der Technischen Hochschule der Student des Baufachs Hans Grube. Wallstr. 20 wohnhaft, blutüberströmt aufgefunden. Auf dem Erweiterungsbau bes fchäftigte Arbeiter brachten den Bewußtlofen zunächst nach der Unfallstation XI in der Marchstraße, wo ihm die Kopfwunden zugenäht werden mußten. Auscheinend sind die Verlegungen dem Studenten durch Schläge mit einem Stein beigebracht worden. Von der Unfallstation wurde G. nach seiner Wohnung gebracht. Hier lag er bis in den späten Nachmittag noch immer halb bewußtlos. Da der Verlegte eine bes deutende Summe Geldes bei sich gehabt hat und dieses samt dem Bortemonnaie fehlte, so ist es nicht ausgeschlossen, daß derselbe in angetrunkenem Zustande seine Verbindung hatte Stiftungsfeft in den frühen Morgenstunden von unbekannten Personen gefeiert niedergeschlagen und dann beraubt worden ist. Gin Zechpreller aus Berlin ist in Spandan in der Person Ein Boot ohne Jusassen ist am Mittwoch in der Spree " Gerichts- Beifung. " in = Marktpreise von Berlin am 13. Juni 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Weizen, gut D.- Eir.| 15,40) 15,38 Rindfleisch), Keule 1 kg " " Roggen, gut mittel Schweinefleisch Hammelfleisch 8, mittel gering 15,36 15,34 15,32 15,30 61,60 1,20 D do. Banch 1,20 1, " " n " " gering " 15,40 15,32 15,24 15,16 15,08 15, " 1,601, Kalbfleisch 1,60 1, " " 1,60 1, Gerfte, gut 14,80 14,30 Butter 2,40 1,80 " " " mittel gering 14,20 13,70 Eier 60 Stit " " Safer, gut " " mittel gering " 13,60 13,10 15,80 15,20 Aale 15,10 14,50 14,40 13,90. Karpfen 1 kg 3,60 2,20 1,80 1,40 2,80 1,60 " Zander " 2,60 1, Hechte 2,40 1,20 " " 7,32 6,82 Barsche 1,60 0,80 " " 9,80 6,50 " 10, Schleie Bleie " 3,-1,20 1,40 0,80 " per Sajot 15, 3, Nichtstroh Heu Erbsen 25, 45, 20, Krebse 70,- 30, erworben und auch die Genehmigung zur Anlage eines Müllablade- Ein ehemaliger Offizier. Der sich jetzt, Schriftsteller" nennende) Eingegangene Druckschriften. plazes erhalten. Dagegen will nun Oranienburg Einspruch frühere Lieutenant Paul v. Berger wurde gestern der zweiten Lerikon der Kinder- Heilkunde und Kinder Erziehung. Verlag erheben, weil die Ausdünstungen des Unrats die südliche Vorstadt Straffammer des Landgerichts I vorgeführt. Der Angeklagte hat von Hermann Schild, Berlin SW., Dorfstr. 20. 20 Lieferungen a 50- Pf. in Mitleidenschaft ziehen würden, wo ein neues Krankenhaus errichtet die Feldzüge von 1866 und 70/71 als Lieutenant im 47. Jufanteriewerden soll. Regiment mitgemacht. Er ließ sich einen Diebstahl zu Schulden tommen, wurde entlassen und zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Nun ging es mit dem Angeklagten unaufhaltsam bergab. Bald folgte eine Bestrafung wegen Betrugs mit 6 Wochen Gefängnis und Krawattenfabrikant Steinberg freigesprochen! Unter der dann eine solche zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis. Jezt wurden ihm wieder zwei Betrügereien zur Last gelegt, von denen sich eine auf dem Firma„ Erste Berliner Herren Krawatten Akademie" Gebiete des Heiratsschwindels bewegte. Er hatte eine Witwe tennen gründete der Konfektionär Adolf Steinberg im Jahre 1897 in der Kaiser Wilhelmstraße eine Lehranstalt", die es nach dem gelernt, der er durch allerlei falsche Vorspiegelungen 1000 M. abProspekt zu ihrer Aufgabe gestellt hatte, Frauen und Mädchen in geschwindelt haben soll. Er sei der Neffe eines bejahrten Fräuleins Der Krawattenanfertigung auszubilden. Es wurde den Lernenden Buddenbrock, von der er dereinst 200 000 m. erbe. Nur augenversprochen, daß sie in den Stand gesezt werden würden, sich später blicklich sei er in Verlegenheit, da er einen Prozeß um 68 000 m.) gewonnen habe, aber fofort 1000 m. hinterlegen müsse, um das selbst ihr Brot zu verdienen, sei es als selbständige Inhaberinnen Urteil vollstreckbar zu machen. Die Witive glaubte ihm und gab †) einer Krawattenfabrik, als Direttricen oder als Arbeiterinnen. Die die 1000 m. her. Im zweiten Fall sollte der Angeklagte ein DarAkademie", in der nachwissenschaftlicher" Methode unterrichtet werden follte, fand starken Zuspruch. Aber bald kam es zwischen den lehn von 600 M. erschwindelt haben. Im Termin erging er sich über allerlei geheimnisvollen Andeutungen Lernenden und dem Inhaber des Instituts zu Streitigkeiten. Viele eine hoch stehende Persönlichkeit, deren Namen er nicht preisgeben von den ersteren behaupteten, daß sie von der Ehefrau Steinberg tönne. Von dieser Seite habe er auf Unterstützung ge- Speisebohnen nur mit Vorarbeiten beschäftigt worden seien, die sie im Interesse des Instituts hätten ausführen müssen. Sie hätten so gut wie rechnet. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Leop. Meyer, hatte Bedenken Linsen nichts gelernt und es könne teine Rede davon sein, daß sie sich selbst der letztere einmal während des Feldzugs, eine Kopfverlegung erlitten an der völligen Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten erhoben, weil ernähren könnten. In verhältnismäßig furzer Zeit hatte Stein- habe. Gerichtsphysikus Dr. Stoermer hielt es nicht für ausgeschlossen, markt unverändert ein, befestigten sich jedoch bald, da die gestrige Schwäche der berg über dreißig slagen por dem Gewerbegericht durch daß der Angeklagte mit einem geistigen Mangel behaftet jei und es zufechten. Zuletzt spizte sich die Angelegenheit zu einer Anflage gegen Steinberg wegen Betrugs, gegen seine Ehefrau deshalb für zweckmäßig, ihn nach dieser Richtung hin einer Beobachwegen Beihilfe zu. Steinberg wurde auch vom Schöffengericht zu der Angeklagte soll einstweilen der Charité überwiesen werden. tung zu unterwerfen. Der Gerichtshof gab diesem Antrage statt, bier Monaten, feine Chefrau zu einem Monat Ge fängnis verurteilt. Es wurde angenommen, daß es den AngeDie Schwurgerichts- Verhandlung gegen den Giftmörder flagten nur darum zu thun gewesen sei, das Lehrgeld zu erhalten, vom Tenfelssee, Töpfer Eugen Jänicke, findet nicht, wie dies von ohne die versprochene Gegenleistung zu erfüllen. In der gestrigen andrer Seite gemeldet wurde, am Montag, 18. Juni, in Potsdam, Berufungsinstanz hatte der Verteidiger Dr. Schwindt einen großen fondern am Freitag, vormittags 9/2 Uhr, statt. Für dieselbe sind Entlastungsbeweis angetreten. Den vielen Belastungszeuginnen auch nicht vier Tage angefeßt, sondern nur ein Tag, da bei derselben wurde eine noch größere Anzahl gegenübergestellt, welche nur 25 Zeugen vernommen werden. bekundeten, daß sie durch den genossenen Unterricht voll- In Hamburg ist, wie uns ein Privattelegramm von auf zufriedengestellt feien und fie sich dadurch eine dort meldet, gestern der Journalist Oskar Schloßbauer wegen Eristenz errungen hätten. Es tomme wohl im wesentlichen gemeiner Schwindeleien zu fünf Jahren Zuchthaus, 3000 M. Geldauf den Geschmack und die Geschicklichkeit jeder Einzelnen an. Der strafe und sechs Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Schloßbauer Angeklagte unterbreitete dem Gerichtshofe außerdem zwei Diplome, war früher in Hamburg und später in östreichischen Diensten die ihm vom Verein für Frauenerwerb" als Anerkennung für sein Offizier. Wirten zuerteilt worden waren. " Bei dieser Sachlage gelangte der Gerichtshof nicht zu der Ueberzeugung, daß die Angeklagten unredliche Absichten gehabt hätten, das erste Urteil wurde aufgehoben fund ein freisprechendes Erkenntnis gefällt. Die Schöneberger Schulangelegenheit soll nunmehr am 19. d. M. vor der 2. Straftammer des Landgerichts II ihren Abfchluß finden. Nachdem die wegen Beleidigung des Lehrers Richard beschuldigten Personen( Redacteur Vormeng und Genossen) in zweiter Justang freigesprochen sind, ist gegen Richard Auklage wegen fahrlässiger Tötung eines Schülers durch Ueberschreitung des Büchtigungsrechts erhoben worden. Bei dem großen Zengenmaterial wird die Verhandlung voraussichtlich im Kleinen Schwurgerichtssaal stattfinden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. *) ab Bahn und frei Wagen. †) frei Wagen und ab Bahu. Produktenmarkt vom 14. Juni. Getreide. Die Preise setzten am Frühs Weizen europäischen Märtte in Amerila ziemlich eindrudslos aufgenommen worden ist. New York und Chicago waren nach matterem Beginn etwas erholt. Auch aus Destreich- Ungarn fehlten Feiertags halber die Notierungen. Bom Inland war feine Ware mehr offeriert. Die Tendenz war für effettive Ware als behauptet zu bezeichnen. Lieferungen verfehrten mittags zu höheren Preisen, wobei neben den amerikanischen Meldungen auch Klagen über andauernde Trockenheit in Ostpreußen ins Gewicht fielen. und Roggen waren 0,50-0,75 M. höher gehalten. Mais loco fest infolge mangelnder Zufuhr. Hafer auf einige Anlünfte abgeschwächt. Rüböl lag etwas feſter. Spiritus Tag unverändert. Die gestrige Statistit für den Mai, welche eine Abnahme der Produktion fonstatiert, stellt dem Artikel nach Anficht der Händler in Bezug auf die Preisgestaltung bis zur neuen KartoffelErnte ein günstiges Prognostikon aus.- Schluß: Getreide weiter steigend, besonders Roggen. Witterungsübersicht vom 14. Juni 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind: E. G. 2. 1. Warum nicht? Den Titel cines Prokuristen braucht man sich doch nicht wie den eines Geh. Kommerzienrats durch besondere Swinemde. 764 SO staatserhaltende Verdienste zu erwerben. 2. Buchhalter an großen Banken Hamburg werden recht niedrig bezahlt; das Monatsgehalt mag durchschnittlich 150 M. Frauff./M. betragen. 3. Die Adresse genügt vollfomuren. Winchen Wien 2. B. 78. X- Beine geringen Grades. Nicht sehr großer Strampfader bruch. Bruchanlage, fenntlich durch Erweiterung des äußeren Leiſtencinges oder Hervorwölbung der verdünnten Bauchwand beim Husten. Einzelne Blutadern an den Beinen. Sehschärfe normal. A. S., Bauzen. Die Adresse des Genossen Stadthagen ist: Berlin, In den Zelten 13. Berlin Bunipa Windstärke Wetter Temp. n. 6. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Winditärte 2wolfent 20 Haparanda 764 N 4 bedeckt 1 17 Betersburg 2 heiter 2 wolfig 6 Regen 20 Cort 15 Aberdeen 13 Baris 762S 761 NW 768 SW 2hlb. bed. 18 Wetter 2heiter 36ebedt Temp. n. 6. 148 65° C.= 4° N. 11 10 76492 765SO 766 SW 35lb. bed. 769 23 1516. bed. 764 SW Wetter Prognose für Freitag, den 15. Juni 1900. Kühler, zeitweise heiter, vielfach wollig, bei ziemlich frischen westlichen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung. Berliner Wetter bureau. The dechat clues hastigt Robert Kranken- u. Begräbniskasse Verband der Sattler u. verwandten Berufsg. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Die Geburt eines fräftigen Stnaben zeigen an Berlin, 13. Juni 1900. Rechtsanwalt Wolfgang Heine. Milly Heine. Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht. Julia Liebknecht, geb. Paradies. Vermählte. Kaiser Wilhelmstrasse 19 IV. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 12. Juni, nach: mittags 3 Uhr, starb unser Mitglied, der Dreher 113/13 Franz Stratmann. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag: nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Sebastian- Kirchhofs in der HumDie Ortsverwaltung. boldtstraße aus statt. d. Berl. Gürtler u. Filiale Berlin I. ( E. H. 60.) Die Beerdigung des am 12. d. M. Am Sonnabend, den 16. Juni, abends 9 1hr, im Lokal verstorbenen Mitglieds Gürtlers Paul Rose findet am Sonnabendnachmittag 3 11hr von der Leichenhalle des alten Thomas Kirchhofs aus statt. 1469b Der Vorstand. Gentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. andrer gewerblicher Arbeiter Ortsverwaltung Berlin D. ,, Englischer Hof, Nene Nofftraße 3: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag über:„ Geschichte der deutschen Gewerkschaften." Referent Sollege Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Ergebnis der Umfrage in der Geschirrbranche 4. Berſchiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Geschirrjattler Berlins besonders eingeladen. Zahlstelle Berlin. Seute Freitag, abends 81% Uhr, im Gewerkschaftshaus, EngelUfer to: Sitzung der Ortsverwaltung. Zur Beachtung! Stimmzettel zur Urabstimmung betr. die ExtraBeiträge sind auf dem Verbandsbureau als auch auf den Zahlstellen noch vorrätig. Mittwoch, den 20. Juni, in der Centrum- Vertrauens: männer Versammlung werden die Stimmzettel wieder eingezogen. Drechsler! Sonnabend, 16. Juni, abends 8 Uhr, bei Mörschel. Jüdenstr. 35 Kommissions- Sigung der Drechsler. NB. Der Gesellen Ausschuß wird ersucht, vollzählig in diefer Sigung 90/10 Filiale II.( Trejbriemen- Sattler.) Sonntag, den 17. Juni, vormittags Am Sonnabend, den 16. Juni, abends 9 Uhr, im Lokal des 3 erscheinen. 102 Uhr Mitglieder- Versammlung im Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9 bei Fischer. Tagesordnung: 1. Bericht der Orts verwaltung über ihre Thätigkeit im verflossenen Jahr. 2. Fesisezung der Gehälter. 3. Wahl der Ortsver waltung. 4. Verschiedene Kassen- An Versammlung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Link über: Unternehmerverbände und Socialpolitit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Filiale III.( Koffer- und Taschenbranche.) Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonnabend, den 16. Juni, abends 8/2 Uhr, im Lokal des Herrn Fischer, Veuffelstraße Nr. 9: Gentral- Kranken- u. Sterbegelegenheiten. Um zahlreiches Er: Dienstag, den 10. Jun, abendsor, im Gewert: Vertrauensmännerkonferenz für Moabit. kasse der Tischler E. 5. K. Nr. 3 Hamburg. Filiale Berlin F. Sonntag, den 17. Juni 1900, vor: mittags 10 Uhr Mitglieder- Versammlung bei Neumann, Brunnenstr. 150. Tagesordnung: 1. Festsetzung des Gehalts und Vergütigung der Drts verwaltung. 2. Wahl der gesamten Ortsverwaltung, der Aufnahmeärzte und der Beitragsfammler. 3. Ver schiedene Kaffen- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 9. Juli ein Sommerfest bei Neumann, Brunnenstr. 150, stattfindet zum besten unsrer Invaliden. Die Ortsverwaltung. NB. Unser diesjähriges Sommer fest findet den 7. Juli in der Kronenbrauerei statt. Gentral- Kranken- u. Sterbefasse der Tischler ut. ( Ortsverwaltung Berlin B.) Montag, den 18. Juni, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung Mitglieder Bersammlung im Lokale bes schaftshaus, Engel- Ufer 15: Regelmäßige Versammlung. Filiale IV.( Militäreffekten- Sattler.) Am Sonntag, den 17. Juni, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Derlammlung Sonnabend, den 16. Juni, abends 9 Uhr, in den Ärmin- der Heizungs-, Gas- und Wasserrohrleger und Helfer. Hallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder Versammlung Tages Ordnung: Herrn Ewald, Schönleinstraße 6. 1. Bortrag des Kollegent Alb. Hofmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bitten Tagesordnung: 1. Festsetzung der Entschädigung der Ortsverwaltung. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung. 3. Berschiedene Kaffen Angelegen: heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 181/17 Die Ortsverwaltung. Volksversammlung am Montag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, in Ballschmieders Salon, Badstraße Nr. 16. Tages Ordnung: 1. Was haben Socialdemokraten und Gewerkschaftler bisher zur Beseitigung des Lebensmittelwuchers, der kapitalistischen Ausbeutung und der wirtschaftlichen Anarchie gethan? Referent: Reichstags Abgeordneter v. Elm. 2. Diskussion. Der Einberufer. = Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 18. Juni, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Graumann, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Battler, 157/13 Die Vorstände. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Otto Naether über:„ Der Einfluß der wirtschaftlichen Kämpfe auf die Lebenshaltung der Arbeiter". 2. Diskussion. 113/12 3. Verbandsangelegenheiten. Die regelmäßigen Morgensprachen finden jeden zweiten Sonntag im Monat in folgenden Lokalen statt: Vormittags 10 Uhr bei Diete, Ader: straße 123, Albert Beder, Blumenstraße 49, und Martin, Naunynstraße 86; ferner nachmittags 2 Uhr bei Quandt, Bergmannstraße 74a. Die im Heizungsfach beschäftigten Kollegen werden vor Zuzug nach Hamburg gewarnt, da sich dort die Kollegen in einer Lohnbewegung Täschner, Linoleumleger! befunden. Sonntag, den 24. Juni 1900: Dampfer- Tages- Partie mit Musik auf den beiden größten Salondampfern Sobrecht" und" Belle". nach dem herrlich an Dämerit- See gelegenen Gesellschaftshaus von D. Rapmund in Hessenwinkel. Preisfegeln, Ballwerfen, Kinderbeluftigungen und Fackel- Polonaise. Abfahrt präcije 7 Uhr von der Jannowig- Brücke ( Belvedere). Billets a 1,25 M. find in den Versamlungen sämtlicher Filialen, sowie bei den Kollegen W. Tuschke, Langeftr. 103, III, und F. Habermann, Lübbenerstr. 25, of III, zu haben. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Das Komitee. Am Montag, den 18. Juni 1900, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung der Former und Berufsgenoffen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Das Reichsseuchen: Gesetz". 2. Distuffion. 3. Die gegenwärtige Geschäftslage und die Zustände in den Gießereien. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Verband der Bau-, Erd- u. gewerblichen Hilfsarbeiter Fachverein der Holz- und Bretterträger Deutschlands( Zahlstelle Berlin V). Gruppe Rabitzspanner und Träger. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. Juni, vormittags 10 Uhr: Conntag, den 17. Juni, vormittags- 10 Uhr, in Feuersteins Feſtſäten, Mitglieder- Versammlung Alte 75: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Borstandes und der Revisoren. 2. Vorbei Möhring, Admiralstraße 18c. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Besprechung über unser Klebemarken trag des Genoffen M. Riesel über Zweck und Nußen der Organisation. system. 3. Verschiedenes. 84/10 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. P. Karnal. Die Ortsverwaltung. Tischler- Derein. 42/7 1. Bericht der Delegierten vom Kongreß der durch Vertrauensmänner Sonnabend, den 16. Juni, abds. S/ 2 Uhr, Melchiorstr. 15: centralisierten Gewerkschaften Deutschlands. 2. Disfussion. 3. Bereins: angelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es erforderlich, daß jeber Kollege erscheint. Der Vorstand. Den Mitgliedern zur difchricht, daß Billets zu dem am Montag, den 16. Juli, bei Max Kliem, afenheide 13/15, stattfindenden Sommer Vergnügen in der Versammlung zur Ausgabe gelangen. 141/20 Versammlung. Tages Ordnung: Ein Unterstüßungsgesuch. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Biflets zur Dampferpartie. Die Mitglieder werden ersucht, die Billets am Sonnabend abzuheben, andernfalls dieselben an Gäste verkauft werden. [ 198/16] Der Vorstand. Achtung! Kupferschmiede. Achtung! Sonnabend, 16. Juni, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wo ist der Minimallohn von 47% Pf. pro Stunde nicht bewilligt? 2. Gewertschaftliches. 14668 Die Kollegen haben dafür zu sorgen, daß jede Werkstatt vertreten ist. Der Vorstand. Berantwortlicher Redacteur: Paut John in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.