Nr. 139. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich, 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mir illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- 8eitungsBreisliste für 1900 unter Br. 7971. Untec Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. fich Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zelle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen 6ts 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werben. Die Erpedition ist an Wochens. tagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die gepanzerte Faust. Nach einer Meldung des deutschen Konsuls in Tshifu ( einer am Eingang des Golfs von Petschili gelegenen Hafenstadt der Provinz Shantung) ist es in Tatu zu einem Kampf zwischen den dortigen chinesischen Küftenforts und den vor Taku liegenden Kriegsschiffen der Mächte gekommen. Ein späteres Telegramm lautet: " Dienstag, den 19. Juni 1900. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. das werfen. Sollten die Taku- Forts inzwischen doch noch genommen Ueberzeugung friedlicher Entwicklung scheint aus dem Wort von dem sein, so würden die Japaner, die mehrere Tausend Mann nach Dreinfahren mit der gepanzerten Faust" zu sprechen.„ Und so Taku gesandt haben, als Retter in der Not begrüßt werden müssen! Gott will, flecht Dir den Lorbeer um Deine junge Stirn" Es kann feinem Zweifel mehr unterliegen, daß der Krieg, der Auch die Lage des 2000 Mann starken Expeditionscorps unter flingt anders, als die Botschaft, welche die Missionäre den augenblicklich in Ostasien tobt, nicht mehr geführt wird zwischen den Admiral Schmour ist inzwischen eine äußerst gefährdete geworden. Heiden" überbringen." Die Folgen diefer Eroberungspolitik, dieses Banden der Borer und den vereinigten Mächten, sondern zwischen Von einem Vorrücken gegen die inzwischen in die Hände der Boyer Angriffs auf die nationale Ehre und den nationalen Bestand Chinas den letzteren und China selbst. Noch behaupten die Meldungen gefallene Millionenstadt Peking kann eigentlich keine Rede mehr sein, liegen jezt klar vor aller Augen! Schon haben die chinesischen Geaus Ostasien, daß die Kaiserin selbst noch unentschieden sei, ob felbst wenn auch nicht eine starke Macht von Borern und chinesischen schüße den Mächten ihren schneidigen Gruß entboten, und daß die sie sich auf die Seite des Aufstands stellen solle oder Regulären den Weg versperrt hätte. Aber auch die Rückzugs- Kruppgeschütze auch in chinesischen Händen ihre gerühmte nicht. Die Haltung der Kaiserin spielt in dem Krieg aber auchlinie scheint bereits abgeschnitten zu sein, da eine Shanghaier Leistungsfähigkeit nicht verlieren, beweist die Zerstörung der beiden anscheinend nur eine untergeordnete Rolle, da sich die Krisis Times"- Drahtung bereits über den bei dem Expeditionscorps ein- englischen Schiffe. Auch die deutschen Schiffe und die troß der passiven anscheinend wenigstens passiven Haltung getretenen Mangel an Waffen und Proviant flagt. deutschen Mannschaften werden mit den Erzeugnissen der der Kaiserin sich so rasch derartig zugespitzt hat. Die chinesischen Peking selbst scheint völlig im Besitz der Aufständigen zu deutschen Mordindustrie noch bösartige Bekanntschaft Truppen im Innern sowohl wie in der Küstenstadt Taku haben sein. Die Gesandtschaften sind zerstört, die Gesandten entweder ge- machen! ob mit oder ohne Sanktion der Regierung, vermag niemand tötet oder in der Gefangenschaft der Boyer. Den paar hundert Wie sehr auch die jüngsten Kaiserreden, die als erfestzustellen dem Vormarsch und der Ausschiffung der europäischen Mann europäischer Truppen, die sich bereits in Peking befanden, strebenswertes Ziel die Schaffung einer England noch überTruppen mit Waffengewalt widersezt, so daß wir es jetzt dürfte bald genug dasselbe Schicksal bereitet werden. legenen Flotte bezeichnen, mit der Thronrede des Jahres 1897, nicht mehr mit dem Aufstand der Boyer, sondern mit dem Krieg Der Aufstand ist aber nicht etwa auf die Provinz in der es hieß, daß Deutschland keine Flotte ersten Ranges mit China zu thun haben. Betschili beschränkt geblieben, sondern hat auch bereits die erstrebe, kontrastieren mögen, so ist doch kaum anzunehmen, daß die Brovinzen Kiang- Su und Kwang Si ergriffen. deutsche Regierung den ostasiatischen Krieg als willkommenen Anlaß Die chinesischen Banken in Tschintiang haben bereits aus neuer weltpolitischer Aktionen begrüßen wird. Viel eher ist anzuFurcht vor den Boxern ihre Bureaur geschlossen. Die Shanghaier nehmen, daß die Initiatoren der Ostasienpositit aufs tiefste Banken ziehen die gewährten Vorschüsse zurück. Im Yangties erichroden sein werden über die nnerwarteten Konsequenzen ihres gebiet herricht Erregung. Ferner berichtet eine Depesche aus Wutschn, Provinz Kwang- Si: damaligen ersten Schrittes. Den Kolonial- und Flottenschwärmereien " Heute Nacht brachte ein japanisches Torpedoboot aus Tafu " Am Westflusse nach Südwesten zu drohen Unruhen auszubrechen. Der Tagespresse ist jedenfalls recht fatenjämmerlich zu Mute ob folgende Nachrichten: Chinesen legten im Talufluß Torpedos und In Buntschon tamen Kämpfe vor und über 100 Flüchtlinge aus des nationalen Aufstandes jenes mißachteten Volles, dessen Land Etwa 5000 man in aller Gemütsruhe aufteilen zu können wähnte. zogen Truppen von Shanhaitivan zusammen. Die auf dem dieser Stadt trafen am 12. d. Mts. in Wutschou ein. Interessant wird es auch sein, ob die deutschen Imperialisten russischen Admiralschiff versammelten fremden Befehlshaber richteten Aufrührer verfammelten sich in weihsien. Mehrere Stile des englischen an die Kommandanten der Takuforts ein Ultimatum, ihre Abteilungen der in Kanton stehenden Truppen kamen am 11. d. Mts. sich nicht entblöden werden, im Jingoismus über das seine nationalen Güter verteidigende Truppen bis 2 Uhr nachmittags des 17. Juni zurück auf dem Weg nach Kweihsien durch Wutschon." zuziehen, worauf die Forts am 17. um 1 Uhr nachts Feuer Und wie lange wird noch die Provinz Shantung die Insel des Volk herzufallen. Dein wenn von einem„ heiligen" Krieg gesprochen werden kann, so ist der chinesische Krieg gegen die herrisch auferöffneten, das von den deutschen, russischen, englischen, französischen, Friedens mitten im Aufstandsgebiete bleiben? tretenden fremden Ausbeuter so I ch ein, heiliger" nationaler japanischen Schiffen erwidert wurde und 7 Stunden dauerte. Noch hört man nichts über große Krieg. Wer giebt den Fremden das Recht, die Chinesen ihrem alten Angeblich sind 2 englische Schiffe zwischen den Forts im Fluß gesunken, Telegraph und Eisenbahn zwischen Talu und Tientsin Nur Japan scheint jetzt die für es günstige Situation aus- Glauben abtrünnig zu machen und sie zu Anhängern einer Religion gestört. Verbindung zu Wasser gleichfalls gegen zu wollen, um ohne zu fürchtenden Einspruch der Mächte bekehren, deren Worte, in einem so schreienden Widerspruch feine Streitkräfte auf eine möglichst hohe Bahl zu bringen. Die Nachricht stehen zu den Thaten der christlichen" Mächte? Wer giebt ihnen Eine andre, über Hongkong eingelaufene Nachricht meldet, daß aus Frankreich, daß der Marineminister Lanessan das Recht, ihr Land aufzuteilen und ihnen Erzeugnisse einer reguläre chinesische Truppen dem Expeditionskorps der auf Verlangen Delcaffés die sofortige Ausrüstung einer fremden Industrie aufzuzwingen? Mag China mit den Boerenrepubliken sonst nichts gemein Mächte auf dessen Marsch nach Peking entgegengetreten seien. Andre Kreuzerdivision und die Ausrüstung eines Transportschiffs Telegramme melden von einem direkten Zusammenstoß dieser unter dem angeordnet habe, ist bereits eingetroffen, bevor man in den Regie- haben, in seinem Kampf um die heimische Scholle, um feine nationalen Eigentümlichkeiten müssen ihm die gleichen Oberbefehl des Admirals Seymour stehenden Truppenmacht rungskreisen Frankreichs die volle Tragweite der jüngsten Ereignisse Sympathien aller Freunde einer politischen Moral gehören, wie zwar nichts, berichten aber, daß der Vormarsch ein sehr langsamer in Ostasien zu überschauen vermochte. Auch die weitere Absendung den Boeren! Wenn unsre Jugend auf dem ostasiatischen Kriegsamerikanischer Truppen von Manila war das Resultat einer älteren Entschließung. Die Ankunft der deutschen Ab- schauplatz verblutet, so gehört ihr unser Mitleid, ihren Feinden aber können wir unsre Sympathie nicht versagen! lösungstruppen von 1200 Mann steht vollends in keinem gusammenhang mit den jüngsten Ereignissen. Auch England ist auf diese In der„ Nordd. Allg. 3tg." findet sich folgende offiziöse AnsEntwicklung der Dinge nicht gefaßt gewesen, es gerät vielmehr Tajfung: durch den offenen Ausbruch des Kriegs mit China in die größte Verlegenheit. fährdet. sei, was auf schwierige Rämpfe schließen läßt. Die Alarmnachricht von der Ermordung des deutschen Gesandten in Peking wird zwar offiziell noch immer nicht direkt bestätigt, doch liegen weitere Telegramme vor, welche als Bestätigung dieser ernsten Nachricht gelten fönnen. Ebenfalls von dem kaiserlichen Konsul in Tschifu ist heute morgen acht Uhr das nachstehende Telegramm eingegangen: " Japanisches Torpedoboot meldet, Gesandtschaften in Peking genommen. Aktionen der beteiligten Mächte. Englische Blätter halten es für erforderlich, daß jede der engagierten Mächte 10 000 Mann nach Ostasien entsendet. Ob aber selbst ein solches Machtaufgebot der gewaltig angeschwollenen Bewegung gegenüber ausreichen wird, darf bezweifelt werden. Scheinen wir es doch mit einer chinesischen Volksbewegung aber die * * " Die Nachricht, daß die Londoner Agentur„ Laffan" eine Meldung aus Tientsin über die Ermordung des deutschen Gesandten in Peking verbreite, traf am 16. Juni nachmittags hier ein. Unmittelbar darauf wurde der kaiserliche Geschäftsträger in Petersburg zu umgehendem Drahtbericht, ob und welche Nachrichten die dortige Regierung aus Peking habe, aufgefordert und der kaiserliche Konsul in Tschifu angewiesen, auf jede mögliche Weise Nach richten einzuziehen und hierher zu drahten. Ebenso erhielt der Chef des Kreuzergeschwaders noch am 16. Juni telegraphische Weisung, zu depeschieren, was er über die Lage in Peking in Erfahrung bringen fönne. Sowohl aus Petersburg als auch aus Tschifu wurde am 17. Juni zurückgemeldet, daß keinerlei Bestätigung der Laffanschen Meldung vorliege. Auch in London war amtlich nichts Aehnliches bekannt. Als dann heute, am 18. Juni früh, die Drahtnachricht aus Tichifu cintraf, ein japanisches Torpedoboot melde:„ Gesandtschaften in Pefing genommen, wurden sofort die faiserlichen Vertreter in London, St. Petersburg. Tokio und Shanghai telegraphisch angewiesen, schnellstens Erkundigungen einzuziehen. Aus einer heut cingetroffenen Meldung des Konsulats in Hongkong, welches schon gestern zur Einziehung von Ermittlungen beauftragt war, geht hervor, daß dort keine ähnlichen Nachrichten vorliegen, Die Antworten der oben erwähnten kaiserlichen Vertretungen stehen noch aus und werden beim Eintreffen bekannt gegeben. Diese lakonische Meldung läßt uns in Zweifel darüber, ob das japanische Torpedoboot nur ein in Taku cirkulierendes Gerücht weiterverbreitet hat, oder ob es sich um die offizielle Weiterbeförderung einer ernstgenommenen Hiobsbotschaft handelt. Ferner zu thun zu haben, an deren Niederwerfung die Mächte sich vielleicht wird aus Shanghai dem„ Daily Expreß" vom 17. gekabelt: die Zähne ausbeißen werden. So lange nur die Regierung mit " Der chinesische Chef der hiesigen Telegraphenverwaltung empfing ihren Regulären im Spiel gewesen wäre, wäre die Situation für eine Drahtung aus Peking oder Tientsin, derzufolge General Tings die Mächte noch nicht so ungünstig gewesen, wie jetzt. Die chineTruppen fich den Bogern in dem organisierten Angriff auf die fremden fischen Truppen haben sich im sich im chinesisch japanischen Kriege haben den Fremdenkrieg Gesandtschaften in Peking anschlossen. Im Laufe des An- schlecht geschlagen, griffs feien einige Gesandtschaftsgebäude zerstört und Chinesen mit Erbitterung geführt, das hat Frankreich in Tonting einer der Gesandten sei ermordet worden; erfahren müssen. Ein Volkskrieg gegen die verhaßten Fremden er sollin Stüde gerissen worden sein. Die Nationalität würde die als feig verschrienen Chinesen wahrscheinlich als Soldaten des Ermordeten ist nicht bekannt, aber man glaube, es sei in einer ganz neuen Beleuchtung erscheinen lassen. Ueber diese der deutsche Gesandte Frhr. v. Ketteler. Die Fragen wird indeß noch genug geschrieben werden müssen. Heute fremden Gesandten teilten dem Tjungliyamen vorige Woche mit, soll nur die Frage der Ursache des Kriegs mit China gestreift daß, falls die Gesandtschaften angegriffen oder irgend ein Gesandter werden. oder ein Mitglied der Gesandtschaften verletzt werden sollte, die Und da erscheint es denn nicht fraglich, daß der chinesische BoltsMächte gemeinsam China den Krieg erklären aufstand zurückzuführen ist auf würden. Das Tsungliyamen erteilte darauf keine direkte Antwort, die Politik der gepanzerten Fauft, doch bilde der Angriff auf die Gesandtschaften seitens der Boyer die vor einigen Jahren für China proklamiert worden ist! Ein und der Truppen zweifellos die Antwort der Kaiserin auf die Mit- Artikel der Wiener Zeit", der von einem Kenner chinesischer teilung der Mächte. Zustände verfaßt ist, behauptet, daß die Entstehung Wie„ Morning Post" meldet, herrscht in Peking Anarchie. der Boger bewegung seit der Befihergreifung Kautschou Die Durchführung des schweizerischen Deutschland habe das Signal der Der deutsche Gesandte sei gefangen genommen worden, und durch Deutschland datire. starke Bogerhaufen hielten die Gesandtschaftsstraße besetzt und hätten Annektion gegeben, Rußland und England seien gefolgt, und die die Verbindung zwischen den Gebäuden abgeschnitten. Ein großes natürliche Folge sei die Gründung eines nationalen Zürich, 15. Juni. Das Wort der bekannten chinesisches Heer sei bereit, dem Entsazcorps Schußverbandes gewesen. Die soeben erschienenen Amtsberichte der schweizerischen FabrikKieler Rede von der Widerstand zu leisten. gepanzerten Faust" sei auch inspektoren für die beiden Jahre 1898 und 1899 find wieder neue Daß feine weiteren, absolut zuverlässigen Meldungen vorliegen, in Ostasien bald einem geflügelten Worte ge- Beweise für die Richtigkeit der wirtschaftlichen und socialpolitischen da sei es denn fein Wunder gewesen, daß Auffassung, daß die Arbeiterichuz Gejeggebung fein findet seine hinlängliche Erklärung darin, daß seit mehreren Tagen worden bereits jede telegraphische Verbindung zwischen Peting auch in China sich die gepanzerte Faust erhoben habe. Hindernis für den Aufschwung und die Weiter= Tientsin und Tientsin Shanghai unterbrochen ist, Welche von diesen Fäusten sich schließlich als die stärkere erweisen ein Umstand, der ebenfalls das Gefährliche der Lage charakterisiert. wird, werden wir ja sehen. Versuchen wir, mit einigen Strichen die Lage in Ostasien, soweit sie sich übersehen läßt, zu zeichnen. In Taku, der Hafenstadt Tientsins im Golf von Betschili, hat ein Bombardement der Küstenforts stattgefunden, bei dem zwei englische Schiffe durch die chinesischen Kanonen zum Sinfen gebracht worden find. In Tientsin herrscht Anarchie, und die Situation für die dortigen Europäer fönnte sehr gefährlich werden, wenn es den Mächten nicht gelingt, eine starte Truppenmacht nach Tientsin zu " Fabrikgesetzes. entwicklung der Industrie bildet. Die schweizerische Industrie ist unter dem nun 22 Jahre bestehenden Fabrifgefeß groß geworden und sie hat namentlich in der Berichtsperiode ihren reichlichen Anteil an der allgemeinen wirtschaftlichen Prosperität gehabt. Wir haben die Folgen der„ friedlichen" Erwerbung Kiantichous vorausgejagt. Am 8. Februar 1898 brandmarkte Bebel die" Pachtung" Kiantschous als einen Einbruch in fremdes Gebiet, der auf einer Es ist in den beiden letzten Jahren die Zahl der dem voit 5496 auf 5911 und Stufe stehe, mit dem Einfall Jamesons in Transvaal. Die ge- Fabrikgesetz unterstellten Betriebe waltsame Besitznahme Kiautschons habe in China große Er- die Zahl der in denselben beschäftigten Arbeiter von 212 258 um 415 und letztere im 28 620 regung hervorgerufen. Und beim Bekanntwerden der kaiserlichen Rede auf 240 878, erstere also geftiegen. Ein derart relativ großes Wachstum der schweizerischen von der gepanzerten Faust schrieb schon damals der„ Vorwärts, Industrie war noch in feiner früheren Periode zu verzeichnen und ... Leicht können der Industrie und dem Handelschwere es zeigt uns zugleich, wie rasch sich die Industriealisierung der Gefahren erwachsen, wenn sie künstlich und mit„ ge Schweiz vollzieht, die auch der Weiterentwicklung der schweizerischen pa nzerter Faust" gefördert werden sollen... Nicht die Socialdemokratie zu gute tommen muß, allerdings in mur pers F870144 mindertem Maße, da die Zahl der ausländischen Arbeiter, welche als Beide Geseze mußten nun nochmals ans Herren-[ in einer übertriebenen drastischen Weise, die ich nicht billigen fann, politisch rechtlos für unsre Genossen außer Betracht bleiben haus, und hier spielte sich ein interessantes Schauspiel ab: berichtet. Für die Behandlung des Kranken aber übernehme ich in müssen, sich fortwährend bedeutend vermehrt, Die sogenannte neue Fraktion, die sich der Hauptsache nach der Hauptsache die volle Verantwortung, während ich diese für Diefelben finden, wie Dr. Schuler mitteilt und wie man übrigens selbst fekt, fekte beim Warenhaussteuer- Gesez eine regelrechte Ob daß namentlich durch den unterbrochenen Zuzug von Italienern aus Oberbürgermeistern und Universitätsprofessoren zusammen- manche Einzelheiten in der Ausführung, die mir erst nachträglich bekannt wurden, ablehnen muß. Ausdrücklich füge ich hinzu, es dem Kranten jeden Augenblid frei stand, die jeden Tag beobachten kann, in immer mehr Industrien Eingang, in instruktion Jena, 15. Juni 1900. Prof. Dr. R. Stinging, Borstand der mediz. Klinit. Wir bemerken zu vorstehender Erklärung folgendes: 1. Auch wenn man den ganzen Strubellschen Aufsatz vor sich denen man früher an die Heranziehung italienischer Arbeiter gar struktion in Scene. Unter Führung des Oberbürgermeisters freiwillig angetretene zeitweilige Entziehungsfur zu beendigen. nicht dachte, so z. B. in den über den Mangel an inländischen Arbeits- Bender- Breslau widersprachen sie der sofortigen Be- Er konnte jederzeit durch Klopfen an der Thür die Deffnung träften lagenden Mühlen, in den Teigwarenfabriken, die für die ratung unter Hinweis auf die die Bestimmung der des Isolierzimmers, neben dem beständige Bache sich befand, ver Arbeit in den warmen Trockenlokalen immer schwieriger Arbeiterinnen Geschäftsordnung, wonach Vorlagen frühestens 48 Stunden anlassen; er konnte ferner, wie jeder unsrer Kranken, jederzeit auf finden. nach ihrem Bekanntwerden zur Debatte gestellt werden seinen Wunsch die Anstalt verlassen. Der Stranke blieb aber nicht nur Natürlich hat auch die Anwendung Menschenkraft sparender dürfen. Die Partei der Junker war außer sich über diese zwei Monate freiwillig in der Klinik, sondern er lehrte sogar Maschinen sowie die Gewinnung von immer mehr motorischer Kraft, noch einmal zu erneuter Behandlung zurück. Ein unzi.friedener wobei die Elektricität die Hauptrolle spielt, weitere erhebliche Fortief zu dem verschmitt lächelnd dabei sitzenden Minister Kranker würde das sicherlich nicht gethan haben. schritte gemacht. Niemals ist in der medizinischen Klinit unter meiner Zeitung Was die Revisionsthätigkeit der Aufsichtsbeamten betrifft, so von Miquel, um sich bei ihm Rats zu holen. Aber irgend einem Kranten gegen seinen Willen ein Zwang angethair übersteigen die bezüglichen Zahlen wiederum wie in den früheren auch der Vielbewanderte vermochte seinen Freunden worden. Berichtsperioden die Zahl der revisionspflichtigen Betriebe ganz nicht zu helfen, denn die Bürgermeister waren in erheblich. So wurden im Jahr 1898 6413 und 1899 6881 Betriebe ihrem Recht. Plötzlich erinnerte sich Frhr. von Manbesucht, also im letzten Jahr um fast 1000 Revisionen mehr aus- teuffel des alten Spruchs, daß Zureden hilft; er geführt als Betriebe vorhanden, ein Verhältnis, wie es die Fabrit wandte sich mit freundlichen Worten an die OberbürgerInspektion feines andern Lands aufweisen kann. bem renitenten Ber- meiſter, meister, und diese konnten der Verlockung nicht widerstehen. Zum Teil scharfe Kritit wird geübt an dem renitenten Ver- Die Sigung wurde auf einige Minuten bertagt, die Bürger- hat, kann man aus denselben kaum entnehmen, daß der angesten. lagen unter das Fabrikgesek, in denen gerade oft die schlimmsten meister pflogen Rats und verfündeten bei Wiedereröffnung der Zustände vorgefunden werden. Das Vorhandensein zahlreicher, im Sigung, daß sie mit Rücksicht auf die Geschäftslage von ihrem Verborgenen hübsch konservierten Mißstände läßt diese Renitenz aller- Widerspruch Abstand nehmen. dings menschlich begreiflich erschienen. Als insbesonders abschreckendes Damit hatte die Obstruktion nach fast einhalbstündiger Beispiel dieser Art wird vom Fabrifinspektor Rauschenbach der Dauer ihr Ende erreicht. Das Warenhaus- Steuergesetz und Centralpräsident des schweizerischen Gewerbevereins, der Schuh- hinterher auch das Hochwassergesetz wurden nunmehr in der fabrikant Scheidegger in Bern, offen vor aller Welt an den Pranger Fassung des Abgeordnetenhauses genehmigt. Das Zustande Dr. Schuler fonstatiert in seinem Bericht, daß als eine tommen beider Geseze ist also gesichert. Wirkung des Fabrikgesezes die Ausdehnung der Hausindustrie zu betrachten sei, auf die daher die Arbeiter= schuß- Gesetzgebung ebenfalls ausgedehnt werden follte. Einen Anfang dazu erblickt er in dem in mehreren fantonalen Arbeiterinnenschutz Gesezen enthaltenen Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause an Arbeiterinnen, die während 10 oder 11 Tagesstunden im Geschäft gearbeitet haben. halten mancher Unternehmer gegenüber der Unterstellung ihrer An gestellt. D Ueber den Verkehr mit den Arbeitern und Arbeiterorganisationen äußern sich die Aufsichtsbeamten teilweise kritisch. Viele Arbeiter fowohl wie andre Vereinsvorstände bekundeten noch eine große Unkenntnis des Fabrik- und Haftpflichtgesetzes. Es ist nur zu wünschen, daß diese im großen und ganzen nicht unbegründeten Beschwerden in den Kreisen der Arbeiter Beherzigung finden. Bei den Revisionen wurden wiederum wie früher zahlreiche Mißstände vorgefunden. Umgehung der behördlichen Prüfung der Baupläne, Unreinlichkeit und sonstige Vernachlässigung der Arbeitsräume wie auch der Bedürfnisanstalten, mangelhafte Beleuchtung und Beheizung, gar keine oder ungenügende Ventilation 2c.; mehrfach wurden sogar noch mehrfizige Aborte angetroffen. Ein scharfes Schlaglicht auf die unbefriedigenden Zustände in vielen Betrieben wirft auch die große Zahl von Un fällen, die in den Jahren 1897/98 41 686 gegen 35 904 in 1895/96 betrug; in diesen Zahlen sind allerdings auch die nicht anzeigepflichtigen Unfälle mit einer Erwerbsunfähigkeit von unter 7 Tagen inbegriffen. Bemerkenswert ist die Stellungnahme des Fabrikinspektors Rauschenbach in Schaffhausen, der früher Fabrikant war, gegen das Bußewesen in den Betrieben, da hierbei der Unternehmer Partei und Richter in einer Person sei und es je länger je weniger zulässig erscheint, daß von zwei Vertragskontrahenten einseitig der eine den andern soll mit Buße belegen können. Das ist eine durchaus richtige Auffassung, die immer mehr Geltung erlangen sollte. ,, Nun aber weiter." Die von uns angefündigten offiziösen Beschwichtigungsnotizen zu den neuesten kaiserlichen Flottentelegrammen und Reden haben sich prompt eingestellt. Herr Schweinburg, der Wissende, führt den Reigen, indem er schreibt: Versuch ein therapeutischer( Behandlungszwecken dienender) war. der Kranke durch Klopfen an der Thür jederzeit eine Unterbrechung 2. Ebenfowenig ist aus dem Auffah Strubells zu ersehen, daß des Versuchs fordern konnte. Wie das überhaupt möglich war, da doch Strubell nach seiner eigenen Angabe stets den Schlüssel des Bimmers in der Tasche" trug, ist unerfindlich. Ebenso unklar bleibt, wie ein vollsinniger Kranker unter diesen Umständen es vorziehen konnte, zur Befriedigung seines Durstes den gefahrvollen Weg durch das Fenster zu wählen, da er noch dazu zwei eiserne Stangen zu diesem Zwecke herausbrechen mußte. 3. Herrn Prof. Stingings Angabe, daß die Entziehungsversuche ,, nur über furze Zeit( 2-8 Stunden)" ausgedehnt wurden, ist irrig. teilweise über 24 Stunden fortgesetzt wurden, d. h., daß der betr. Aus dem Auffage Strubells geht vielmehr hervor, daß die Versuche Kranke während dieser Zeit seinen Durst mit etwas( 300 Granım) Eis stillen mußte. 4. Es ehrt Herrn Prof. Stinging, daß er seine Assistenten und Schüler nicht fallen läßt, wie es vielleicht mancher andre unter diesen Umständen gethan hätte, sondern ihn im Gegenteil nach Möglichkeit in Schutz nimmt. Um so wertvoller ist aber unter diesen Umständen das Zugeständnis, daß auch Dr. Stinging für manche Einzelheiten in der Ausführung" die Verantwortung ablehnt, und daß er auch die Art, wie Strubell berichtet, nicht billigen kann". Der in der Lübecker Kaiserrede enthaltene Ausspruch, daß wir die Aussicht haben, einmal eine deutsche Flotte zu betommen, wird alsbald in der flottenfeindlichen Presse zur Erregung von Unzufriedenheit gemißbraucht. Man behauptet, daß in diesem Kaiserworte die Perspektive auf eine weitere starke Vermehrung der Flotte über das Flottengesetz hinaus eröffnet werde, und sucht, mit dem bekannten Schlagworte von den uferlosen Flottenplänen, 5. Wir deuten diese letztere Aeußerung des Herrn Professors Mißstimmung zu erregen. Daß mit dem jezt gefeßlich fest- dahin, daß selbst er im Grund die Berechtigung unsrer Anklage gegen gelegten Flottenplane nicht ein für alle mal jeder diese unerhörte Folterung eines Kranken zugiebt, deren Verurteilung weiteren fünftigen Verstärkung der Flotte im auch dadurch nicht gemildert würde, wenn in der That bei vollen Falle eintretenden Bedarfs präjudiziert wird, ist selbstverständlich, flaren Bewußtsein dessen, was ihm bevorstand der Kranke seine aber das Kaiserwort läßt nach seiner Wortfassung doch formelle Genehmigung gegeben hätte, die bei einem gewissen keine andre Deutung zu, als daß mit der Durchführung des jetzt moralischen oder unmoralischen Drude ja sehr leicht zu erhalten iſt. gesetzlich festgelegten Flottenplans erst das Ziel einer deutschen Flotte erreicht sein wird. Bisher steht ein großer Teil dessen, was Der erörterte Fall fam, wie man dem„ B. T." aus Naumzu einer dem Bedürfnis und der Stellung Deutschlands entsprechenden burg schreibt, auch bei dem dort abgehaltenen 11. VerbandsFlotte für nötig erachtet wird, noch auf dem Papier. Erst wenn tag der 130 000 Mitglieder zählenden Thüringer die in dem Flottenplan vorgesehenen Schiffsneubauten zur Aus- Orts Krantentassen zur Sprache. Obwohl die Erklärung führung gelangt sind, und die beiden Schlachtgeschwader nebst des Professors Stinging bereits vorlag und im Wortlaut verlesen allen vorgesehenen Kreuzern kampfbereit auf dem Meere wurde, hielt die Versammlung diese nicht genügend und beschloß eine schwimmen, fann im Ernst von einer genügend starken deutschen Resolution an das Ministerium in Weimar, in welcher das Ersuchen Flotte die Rede sein. So weit das Lübecker Kaiserwort eine an dieses gerichtet wird, Maßnahmen zu treffen, welche derartige Mahnung enthält, geht sie daher auf die möglichst schleunige Quälereien für die Zukunft unmöglich machen. und kräftige Durchführung der im Princip in dem Flotten gesek festgelegten Flottenverstärkung. Diese liegt aber so offenbar im Interesse der Sicherheit und der Weltstellung Deutschlands, daß der Reichstag sicherlich die Bewilligung ausreichender Jahresbauraten nicht versagen wird." Deutsches Reich. Kanal- Reden. Erhebungen über die Lohnzahlungsfristen ergaben, daß für die überwiegende Mehrzahl der Arbeiter und der Betriebe der 14tägige Bahltag besteht, in der welschen Schweiz aber und zwar hauptsächlich Herr Schweinburg giebt sich nicht einmal die Mühe, die Bei den Einweihungsfeierlichkeiten in Lübeck und Travemünde in der Uhrenindustrie, noch für 29 Proz. der Arbeiter die monatliche, Beschwichtigungsfomödie ernsthaft zu spielen. Der Anfang hat nicht nur der Kaiser, sondern es haben auch diverse Minister ein für die Arbeiter schwerer wirtschaftlicher Mißstand, den sie bei der Auslassung soll nach einem Dementi aussehen. Am geredet. guter Organisation und ernſtem Willen wohl leicht beseitigen Schluß aber wird die Maske fallen gelassen und in aller tönnten. Der am meisten übliche Zahltag ist der Sonnabend. Untersuchungen über die Dauer der täglichen Arbeitszeit haben Harmlosigkeit als etwas Selbstverständliches erklärt, der weitere Fortschritte in Bezug auf ihre weitere Berkürzung Staiser habe zu einer möglichst schleunigen und kräftigen ergeben. So arbeiteten im Jahre 1895 im ersten Streise Durchführung des auf zwanzig Jahre berechneten Flotten( Zürich, St. Gallen 2c.) noch 67,4 Proz. der Arbeiter in plans gemahnt. 70 Proz. der Etablissemente täglich 11 Stunden, Ende 1899 aber Ein größeres Zugeständnis konnten wir gar nicht erwarten. 55,9 Proz. der Arbeiter in nicht ganz 60 Proz. der Etablissemente Die fünf oder sechs Milliarden sollen in ein paar Jahren 102-11 Stunden. Aehnlich liegen die Verhältnisse im zweiten verbaut werden und dann giebt es neue Flottenvorlagen. Kreise( Genf, Waadt 2c.), ungünstiger dagegen im dritten Kreise ( Schaffhausen 2c.), wo 1895 67,4 Pro3., 1899 65,8 Proz. der Arbeiter Mahnung deutlich zeigen. Schon der nächste Etat wird die Spuren der kaiserlichen noch den Elfftundentag hatten, als in 4 Jahren ein nur ganz be scheidener Fortschritt gemacht wurde. In ausgedehntem Maße bewilligten die Behörden Ueberzeitarbeit, so daß im Jahresdurchschnitt fast 3 Ueberstunden auf den Arbeiter entfielen. Uebertretungen des Fabrikgeseges konnten die Fabrikinspektoren in zahlreichen Fällen zur Anzeige bringen. Urteile wurden in 531 Fällen erlassen mit einer gesamten Bußensumme von 11873 Fr., wozu noch die wohl den gleichen Betrag ausmachenden Prozeßkosten tommen, die in der Regel den Verurteilten auferlegt werden. Die Durchführung des schweizerischen Fabrikgesetzes läßt noch immer zu wünschen übrig, aber nach dem Studium der vorliegenden neuesten Amtsberichte darf man die Behauptung wagen: baß in diesem Punkt die Schweiz an der Spize steht. Politische Neberlicht. Berlin, den 18. Juni. # Versuchskaninchen. Wir erhalten folgende Erklärung: Unter der Ueberschrift Versuchskaninchen" brachte diese Zeitung in Nr. 134 d. J. einen Auffaz, in welchem unter wörtlicher Anführung einiger aus dem Zusammenhang gerissener Säge, die aus einer auf der medizinischen Klinik in Jena gemachten Krankenbeobachtung des ehemaligen Assistenzarztes Herrn Dr. Strubell ent nommen sind, Protest gegen Ausbrüche unberechtigter Experimentier wut" erhoben wird. Als Leiter der genannten Anstalt sehe ich mich zu folgender Erklärung veranlaßt. Sehr diplomatisch äußerte fich naturgemäß Herr v. Miquel: " Man wisse, welche Besorgnisse und Befürchtungen an alle Verbesserungen der Verkehrswege geluüpft werden. Man wisse aber auch, daß, wenn ein Verkehrsmittel einmal da sei, die Sorgen verschwinden und unter den Wohlthaten und dem Segen, die sie verbreiten, vergessen werden. In den Parlamenten halte cs oft schwer, diese Befürchtungen zu überwinden, wie dies auch bei dem Mittellandkanal der Fall sei." Weniger fann man zur Verteidigung des Mittellandfanals nicht gut sagen, nachdem das Kulturwerk vor einem Jahr noch als auch im Interesse der Landesverteidigung unaufschiebbar ungestüm gefordert wurde. In Travemünde begeisterte sich dann der Landwirtschaftsminister v. Hammerstein, der im Abgeordnetenhaus für gewöhnlich von seinen Standesgenossen als West- Agrarier ausgelacht wird für die Kanal- und Sammelpolitik: Er habe sich gern an den Bestrebungen beteiligt, die Ver: bindung zwischen Often und Westen enger zu knüpfen. Der Kaiser habe 1. 8. versprochen, für die Ausführung dieses großen Projektes Garantien zu übernehmen.( Bravo.) Man werde trog aller Schwierigteiten mit einer solchen Bundesgenossenschaft, mit so begeisterten Mitarbeitern fiegreich and diesem Kampf hervorgehen. Die Hansestädte hätten durch Förderung der Moor- und Heidekultur ein andres Verständnis für alle Kulturaufgaben bewiesen. Andrerseits müsse er als Agrarminister sagen, daß die Landwirtschaft unsres Vaterlands nicht mehr die Aufgabe einfacher Landkultur habe. Sie habe sich zu einer Industrie ersten Rangs entwidelt und müsse Der Landwirt müsse vom noch immer industrieller werden. Kaufmann lernen. Alle produktiven Gewerbe im Vaterlande müßten vereint ihre Kräfte auspannen, um im internationalen Kampf der Völker ihre volle wirtschaftliche Kraft zu entwickeln. Für alle produktiven Gewerbe fomme zunächst der inländische Markt in Frage und müsse gepflegt werden. Der fünstlich großgezogene Antagonismus zwischen den produktiven Ständen dürfe nicht vermehrt, sondern müsse vermindert werden. Die Politik der Sammlung fei die einzig denkbare vernünftige Wirtschaftspolitit.( Bravo!) Die Deutsche Tageszeitung" stellt sich, als ob sie diese komische Sammelrede ernst nehmen und deshalb bekämpfen müsse. Sie be merkt ziemlich von oben herab: Der Kranke, über den Herr Dr. Strubell berichtete, wurde vor drei Jahren in die Klinik aufgenommen wegen Wasserharuruhr ( Diabetes insipidus), eines Leidens, das bisher der völligen Heilung unzugänglich war und leider auch heute noch ist. Der vorliegende Fall war zugleich ein ungewöhnlich schwerer. Für den behandelnden Der preußische Landtag Arzt war die Pflicht gegeben, auf jede nur mögliche Heilmethode hat am Montag endlich seine Thätigkeit eingestellt. Bevor der als unheilbar angesehenen Strankheit Bedacht zu nehmen. Eine in der üblichen Weise der feierliche Schluß erfolgte, hielten solche Methode ist aber nur auf Grund sorgfältiger Forschungen nach dem bisher dunklen Wesen der Krankheit zu gewinnen; nur diese könnten beide Häuser noch kurze Sigungen ab, deren Zwed es war, neue rationelle Anhaltspunkte für die Behandlung und Heilung in Bezug auf die Gesetze betreffend die Warenhaus geben. So wurde neben Schwigbädern und andren Verfahren steuer und betreffend Maßnahmen gegen die Hochzur Besserung des Leidens auch eine Entziehungstur versucht, wassergefahren in Schlesien eine Uebereinstimmung wie sie in derartigen Fällen wiederholt, wenn auch nicht unter herbeizuführen. To genauer Kontrolle und unter andren Voraussetzungen, Jm Abgeordnetenhause gingen die Verhand- angewendet worden ist. Aehnlich wie der Morphinist und der einen Alkoholist unstillbaren, feine lungen ohne jeden Zwischenfall vor sich. Das Haus war so Krankheit steigernden start besezt, daß die Gegner einer Warenhaussteuer von empfindet und Drang nach neuem Genusse von Morphium bezw. Alkohol bon feinem Leiden bekanntlich nur durch dem aussichtslosen Versuch einer Fortsetzung der Obstruktion eine zwangsweise Entziehungsfur geheilt werden kann, so lag es Abstand nahmen. Die Erdrosselungssteuer fand in der Form nahe, der unstillbaren frankhaften Begierde des an Diabetes insipidus des Herrenhauses Annahme; nur die Ausnahmebestimmung Erkrankten nach Wasserzufuhr auf dem Wege einer vorsichtigen, für Warenhäuser für Beamte und Offiziere strich das Haus, d. h. nur über furze Zeiträume( 2-8 Stunden) ausgedehnten Entum zu zeigen, daß wenigstens der letzte Rest von Schamgefühl ziehungstur zu begegnen und auf diesem Wege leitende Gesichtspunkte bei ihm noch nicht geschwunden ist. für die Behandlung der Krankheit zu gewinnen. Dieser Kurversuch, wurde dem Patienten der nur unter folierung des Kranten durchführbar war, wartenden unangenehmen Entziehungserscheinungen vorgeschlagen und wurde dem Patienten unter offener Darlegung der seiner fand seine Zustimmung; erst nach feiner freiwilligen Erklärung, sich dem genannten Verfuch unterziehen zu wollen, Bei dem Ausbau der im§ 1 aufgeführten Wasserläufe ist gab ich zu demselben meine Einwilligung. Ich hatte auch weiterhin jede Schädigung der Anlieger an den unteren Strecken diefer feine Veranlassung, den Verfuch alsbald abzubrechen, da der Kranke Wasserläufe oder der Oder zu vermeiden; insbesondere find alle sich bei mir niemals beklagte, und ich bei den Krankenvifiten mich Arbeiten, welche geeignet sind, eine Schädigung der Unterlieger durch vergewissern konnte, daß dem Stranten keinerlei Schaden daraus Vermehrung oder Beschleunigung der Hochwasserabführung zu be- erwachsen werde, vielmehr hoffen durfte, demselben Nugen zu wirken, so lange hinauszuschieben, bis eine ausreichende Vorflut in bringen. der Oder selbst gesichert ist." Aus den ohne allen Zusammenhang in Nr. 134 diefer Zeitung Herr v. Thielen, der schneidige Bureaufrat, erklärte in In der Fassung des Herrenhauses lautete dieser Para- citierten Sägen muß der Leser den Eindrud gewinnen, als fei unser einem Toast auf die abwesenden Damen: Gebaut wird er graph: Kranker vergewaltigt und zu seinem Nachteile behandelt worden. do ch! ,, Alle Arbeiten an den linksseitigen Nebenflüssen der Oder, Dazu ist noch folgendes zu bemerken. Wir glauben, daß Herr v. Thielen mit seiner Prophezeiung in welche eine vermehrte oder beschleunigte Hochwasserzuführung in Herr Dr. Strubell, ein bereits 1895 approbierter Arzt, hat in der That recht behalten wird. Es wird eine der ersten Kulturthaten lettere verursachen, find so lange zurüdzustellen, bis die Wer- feiner Abhandlung, die übrigens in Fachkreisen als schäßbarer Beitrag sein, den Mittelland- Kanal zu bauen, wenn wir Socialdemo besserung der Vorflut in der unteren Oder in Angriff ge- zur Lehre vom Diabetes insipidus gilt, über die subjektiven traten zur Macht gelangt sein werden. nommen ist." Ebenso stimmte das Haus dem schlesischen Hochwasser gesetz zu, indem es den§ 51, den die Regierung bekannt lich für unannehmbar erklärt hatte, in folgender Fassung an nahm: Abstinenzerscheinungen während der Stunden der Wasserentziehung Der Landwirtschaftsminister hat mit seinen Reden selten Glüd. Seine impulsive Natur geht ihm oft durch, und so tommt es denn, daß er Aeußerungen thut, die ihm selbst später sicherlich peinlich sind. Wir wollen mit ihm wegen feiner Stanalfreundlichkeit nicht rechten, auch die entschieden nicht wünschenswerte und konstitutionell recht bedenkliche Vorschiebung der kaiserlichen Person nicht besonders betonen, weil leider diese politische Unfitte in gewiffen Streifen fast zur Sitte geworden ist. Wenn aber der Landwirtschaftsminister die Landwirtschaft für eine Industrie erklärt, so verdient eine solche Auffassung die ernſteſte Zurüdweisung, denn sie ist einfach unmöglich. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn in Zukunft solche Reden, die nur den Gegnern der Landwirtschaft eine unmäßige Freude bereiten, unter den um ihre Existenz schwer fämpfenden Landwirten selbst aber die tiefste Verstimmung, ja Erbitterung hervorrufen müssen, unterblieben." " Der Feind. Der„ Hamb. Korresp.", ein zu reichsoffiziösen gegen bedauernswerte Opfer unsrer gesellschaftlichen Verhältnisse die ihn zur Flucht aus der Deffentlichkeit zwangen, inzwischen Kundgebungen benuttes Blatt, richtet einen auffällig scharfen Angriff anders gelautet, der im Lauf der legten Jahre im Neich peinliches Gras gewachsen ist. Seine alten Freunde und Bundesgenossen von gegen den preußischen Finanzminister v. Miquel: Aufsehen erregt hat. der Maffia und Camorra haben ihm ja soeben sein Mandat Aus dem Reichstagswahlkreise Mülhausen i. E. wird uns erneuert und sein Ehrenschild" blant geputzt. Nach einem Telegramm aus Nom hat der König 47 neue gefchrieben: Die Vorbereitungen der bürgerlichen Parteien zur Senatoren ernannt. Das bedeutet, daß die Regierung fein Ginigung im Kampf gegen die Socialdemokratie bei der bevorstehenden Vertrauen auf die Kammermehrheit hat und sich im Senat eine testar boltsfeinblichen und voltsverräteriſchen Erbärmlichkeit festere Stellung zu schaffen sucht. Reichstagserfazwahl haben den reichsländischen Klerikalismus 3 Bulgarien. „ Herr v. Miquel hat dem Abg. Dr. Barth im preußischen Abgeordnetenhause bemerkt, daß er im nächsten Jahre noch ganz andre Proben von agrarischer Gesetzgebung erleben würde als bisher. Wir freuen uns dieser herzerfrischenden Offenheit, die nicht immer als eine Eigentümlichkeit des Herrn v. Miquel gegolten hat. Man weiß es ja in den Kreisen der Anhänger einer freiheitlichen Wirtschaftspolitik schon lange, politische Mißwirtschaft des Regierungssystems in Elsaß Lothringen, gezeigt. Das ganze Jahr über raisonnieren diese Herren über die daß Herr v. Miquel der Feind" ist. Nun hat er es selbst spielen sich als die Beschützer des schwer belasteten Volks gegen die ausdrücklich erklärt, und der Kampf um die Handelsverträge und was damit zusammenhängt wird damit zu einem Kampf gegen auf und geben vor, der freiheitlichen Ausgestaltung der traurigen beamten bei Anlegung der Behntregiſter Widerstand. Eine nach dem wachsenden Ansprüche des Militarismus zu Wasser und zu Lande Herrn v. Miquel. Diese Klärung der Situation kann dem auf und geben vor, der freiheitlichen Ausgestaltung der traurigen die Einwohner des Dorfes Durantulat( Distrikt Varna) den Steuerpolitischen Zustände unfres Landes die Wege ebnen zu wollen. Und Die Auslaffung des gemäßigt liberalen Blatts ist ein Sympton jetzt zeigen fie fich als die eifrigsten Befürworter der Kompromiß- Dorf entsandte Eskadron Kavallerie wurde auf dem Marsche von den Dorfbewohnern beschossen, wobei 2 Offiziere getötet wurden. dafür, daß die Kreise der Industrie und des Handels mit Sorge die fandidatur Schlumberger, die ihnen schon deshalb verdächtig Das Militär gab seinerseits gener und verwundete etwa 30 Personen. erscheinen müßte, weil sie durch das offiziöse Sprachrohr der Unterminierung der Handelsvertragspolitik beobachten, wie sie von Buttkamerschen Diktatur- Regierung, die Straßburger Post", mit Die Bauern ergriffen sodann die Flucht. Infolge dieser Bors Kampf selbst nur förderlich sein. ministers betrieben wird. Hohenlohe und die Agrarier. Nur mit Rücksicht auf das hobe Alter des Reichskanzlers will die„ Kreuz- Zeitung" nicht aussprechen, was sie über die letzte Rede Hohenlohes denkt. Am peinlichsten ist das Blatt von der Art berührt, wie Fürst Hohenlohe Die Agrarier gewissermaßen als Ruhestörer charakterisierte. Bei der Anvendung des Worts Agrarier" sollte ein Mann in hoher und verantwortungsvoller Stellung besonders vorsichtig sein." Merkwürdig, daß sich die Agrarier ihres Namens schämen! Die belohnten Flottenprofefforen. Die Profefforen Adolf Wagner, Schmoller, Hans Delbrück, die so fühnlich es unternahmen, die Arbeiter zum Flottenwahn zu verführen, find ob dieser Be mühungen mit höheren Orden bedacht worden. Der auf demselben Gebiet thätig gewesene Herausgeber der„ Socialen Pragis" France hat den Professor- Titel erhalteit. besonders großem Rachbruc als ein glücklicher Griff" " 4 Nene Unruhen infolge der Zehntsteuer. Sofia, 16. Juni. Wie die Agence Bulgare" meldet, leisteten Afrika. Vom füdafrikanischen Kriegsschauplah liegt heute nur fol gende Meldung vor: London, 18. Juni. Die„ Times" melden aus Lourenço Marques von gestern: Präsident Krüger hat sein Hauptquartier nach Alkmaar bei Nelspruit verlegt. 帶 bezeichnet wird." Derselbe Herr Pfarrer interer, der lagerungszustand verhängt. nicht müde wird, sich und seine Partei als die patentierten Arbeiterfreunde hinzustellen, der vor kurzem als Vertreter des oberelsässischen Kreises Altkirch- Thann im Reichstag gegen die ungeheure Mehrbelastung des Volkes durch die Flottenvorlage votiert hat, pries tags darauf in seinem Arbeiterfreund den Großindustriellen Schlumberger als den geeignetsten Vertreter der Industriestadt Mülhausen, obwohl ihm bekannt war, daß Herr Schl. in socialpolitischen Dingen den reaktionärsten Anschauungen huldigt, daß er sich z. B. für die Einschränkung der proletarischen FreiDie Ereigniffe in China haben dem englischen Chauvinismus zügigkeit erklärt hat, daß er ferner zu den eifrigsten Aposteln des einen gewaltigen Dämpfer aufgesezt. Jeden Augenblick kann jetzt Land- und Waffermilitarismus gehört und in Gesellschaft einiger der Anstoß zu der großen Auseinandersetzung zwischen Rußland und höheren Beamten, Professoren 2c. mit der erste war, der zur Bil- England fommen, und der Augenblick findet England unvors dung eines reichsländischen Flottenvereins aufgefordert hatte. bereitet. Oder richtiger: er findet ein England, dessen LandDie Solidarität der Interessen von Kirche und Großkapital tritt streitkräfte fast vollständig durch den frivol heraufbeschworenen im Mülhauser Wahlkampf, wo es für die Bürgerlichen die Nieder- Boerenkrieg in Südafrika festgenagelt sind, während sie in Ostafien Die 230 000 Soldaten, die England zwingung der Socialdemokratie um jeden Preis gilt, mit ganz be so dringend gebraucht werden. Schutzöllner Sorgen. Die Sammelpolitiker geraten durch ichen, nationalen und fonfessionellen Anschauungen, die das Jahr dort der englischen Machtstellung gar nichts, fie fehlen aber da, sonderer Deutlichkeit in die Erscheinung. Alle Gegensäge der politi- gegen die zwei winzigen Boerenrepubliken fonzentriert hat, nüßen den in der thatsächlichen Entwickelung begründeten Interessengegensatz hindurch unsre bürgerlichen Gegner in zwei feindliche Lager wo es sich um Sein oder Nichtsein der englischen zwischen Industrie und Landwirtschaft in große Schwierigkeiten. fcheiden, sie verschwinden angesichts der Angst vor der Sociale Itmacht handelt. Mie foll man es beiden Teilen recht machen? Besonders Das fühlt man in England, wie aus den Londoner Zeitungen fürchten unsere Industriellen für Industriellen für den gewaltig gestiegenen demokratie, und die sich sonst so rabiat gebärdende Klerikal gewaltig gestiegenen partikularistische Opposition ist es, die auch hier ohne Not das zu ersehen ist und man fühlt es um so mehr, als das Ende des Abfag ihrer Kabritate nach Rußland. In den„ Berliner Neueste Opfer ihrer Ueberzeugung bringt und dem Gouvernement un Boerenkriegs in weiter, nicht absehbarer Ferne liegt, und durch die Nachrichten" wird daher vorgeschlagen die Nachricht über solche aufgefordert und in serviler Unterwürfigkeit ihre schätzenswerte ermunternde Wirkung, welche die Nachrichten aus China auf die Absichten tauchte schon früher auf einen niedrigeren 3oII für Roggen als für Weizen festzusehen, weil von Rußland Wahlen im Juni 1898 neben ganzen 1700 gouvernementalen noch Wahlhilfe offeriert. Wenn man bedenkt, daß bei den allgemeinen Boeren ausüben, in noch weitere Ferne gerückt wird. 70-80 Proz. unfrer ganzen Roggeneinfuhr kommen und eine solche über 8000 fleritale Stimmen abgegeben wurden, die der Mehrzahl Wo bleiben Sombart und Müller- Fulda? = niedrigere Festsetzung des Bolls eine Be günstigung Rußlands nach aus Arbeiterkreisen herrührten, dann begreift man die Schmach Lehren aus dem Boerenkrieg doch nicht wieder werden würde. gegenüber der Weizeneinfuhr bedeute, an der Rußland der freiwilligen Selbstentmannung und des verachtungswürdigen betitelt sich der Artikel eines höchst wahrscheinlich militärischen Ber weniger als Amerita interessiert sei." Dem Vernehmen nach Verrats, den der oberelsässische Kleritalismus unter der Führung decken fich diese Vorschläge mit den Absichten der Reichs: Winterers durch Unterſtügung der Kandidatur Schlumberger an der faſſers in den„ Dresdener Nachrichten", der sich unter dem Pſeudonym regierung." Außerdem könnte man " Xenophon" verbirgt. Der Artikel richtet sich gegen den„ Borwärts" dem russischen Petroleum einen Sache der noch in seiner Gefolgschaft marschierenden Arbeiter be- und dessen Behauptung, daß gerade der jüdafrikanische Krieg wieder niedrigeren Bollsatz gewähren, weil mit den Vereinigten Staaten gangen hat. die überlegenen Vorzüge des Milizsystems gegenüber der DrillHerr Schlumberger, der Großkapitalist, der Militär- und Flotten Armee bewiesen habe. Eigentümerlicherweise polemisiert der Vers ein Meistbegünstigungsvertrag abgeschlossen schwärmer, der Feind der Freizügigkeit und Freund des Diktatur faffer gegen einige allgemeine Säße vom 16. Dezember vorigen systems Buttkamer als Auserwählter des angeblich arbeiterfreund Jahrs, statt, was für die Diskussion viel ersprießlicher gewesen Konservativer Stimmen ,, kauf". Die Breslauer Landtags- lichen, militär- und flottengegnerischen, socialpolitisch fortschrittlichen wäre, auf unsre jüngeren und jüngsten Auslassungen einzugehen. Der wahl ist tassiert worden, weil die focialdemokratische Partei ihre und diktaturfeindlichen Steritalismus: das ist das politische Zerrbild, Verfasser hat es sich deshalb selbst zuzuschreiben, daß seine Angriffe Bahlmänner für die Unkosten und die Arbeitsversäumnis am Wahl das sich vom Hintergrund des Mülhauser Wahlkampffeldes abhebt. Verfasser hat es sich deshalb selbst zuzuschreiben, daß seine Angriffe tage mit je 5 M. entschädigt hat. Jetzt wird bekannt, daß bei der Die Arbeiterschaft der oberelfäffischen Industriemetropole wird dem gegen die Auslassungen des„ Vorwärts" meist den Stern der Sache Landtags- Ersagwahl in Biegni die tonservative Barte i flerifalen Oberregisseur der widerlichen Komödie am 5. Juli eine gar nicht berühren. Immerhin zeichnet den Artikel der ruhige leitung an die Wahlmänner ein Rundschreiben gerichtet Aufnahme bereiten, die ihm zum zweiten Mal das Auftreten in der aus, die den gleichen Gegenstand behandelten. Wir wollen deshalb der- on der Polemik vorteilhaft vor den zahlreichen Preßerzeugnissen hat. Dieses vom 8. Juni datierte Rundschreiben enthält am Schluß selben Rolle für alle Zeiten verleiden dürfte. in Kürze auf die Haupteinwendungen Xenophons eingehen. den Sazz:" Etwaige Untosten für Fahrt usw. werden nach erfolgter Liquidation umgehend ersetzt." In der Sprache der Konservativen heißt das: Wahlstimmen taufen. Allerdings werden die konservativen Wahlmänner sich mit fünf Mart nicht begnügt haben. " Ritualmord- Poesie. In der Staatsbürger- 3tg." wird ein Gedicht über den Koniger Mord veröffentlicht, in dem folgende Reimereien vorkommen: Schau hin nach Brechlau! Sieh', dort bricht ein Herz, Dort ist das schwerste einer Frau geschehen, Die fürchterliche Pein ein Seelenschmerz, Daß man vermeint, fie muß vor Gram vergehen! - jenes arme Weib Die Mutter Winters Dem man ihr Kind bestialisch hingeschlachtet, Sie sucht nach ihres Sohnes totem Leib, Vor Sehnsucht ihre Seele schier verschmachtet! Drei Monat ist's schon her, da floß das Blut Des jungen Winter unter Mörderhänden Noch weiß man nicht, durch welche Teufelsbrut Das junge Menschenleben mußte enden. Ausland. Kirchenftrafen für Leo Tolstoj. Wir entnehmen dem in England erscheinenden„ Swobodnoje Slowo" folgende für die russischen Zustände charakteristische Verfügung des heiligen Synods über Leo Tolstoi. -Zirkularisch. Vertraulich. Gottes Sohn Gerade die Zunächst behauptet der Verfasser, daß die Tapferkeit, die die Boeren trop der später hervorgetretenen Disciplinlosigkeit bewiesen hätten, der Ausfluß der glühenden Vaterlandsliebe und des Gottesglaubens gewesen sei. Eigenschaften, die eine Milizarmee nach dem Ideal der Socialdemokratie doch nicht be figen werde. Warum sollte denn aber eine felbft aus Socialisten bestehende Milig teine ebenso glühende Baterlandsliebe besigen, went c3 gälte, Freiheit und Kulturgüter aut verteidigen? Wir sind im Gegenteil der Ueberzeugung, daß das Ein Utas Seiner kaiserlichen Majestät des Herrschers aller Neußen, Bewußtsein, für die Sache des eignen wie des allgemeinen Menschenaus dem Wladimiersischem geistlichen Konsistorium. Nach dem 11tas glücks zu kämpfen, sehr wohl das religiöse Gefühl zu erseyen vermag. Ünd glaubt der Verfasser vielleicht, daß die Offiziere aus re Seiner kaiserlichen Majestät hat das Wladimierstiche geistliche ligiösen Motiven ihr Leben so furchtlos aufs Spiel zu setzen Konsistorium die Mitteilung des Vorsitzenden des heiligen Synods, pflegen? Was aber der Begriff der militärischen Ehre vermag, das des Kiewschen Metropolitan Johannity angehört; in dieser wird das Gefühl der materiell und ideell gleich tief twar auseinandergefeßt, daß Graf Leo Tolstoi in den begründeten wahren Vaterlandsliebe erst recht Werken, wo er seine religiösen Anschauungen zum Aus- vermögen. druck bringt, sich als Feind der orthodoxen christlichen Als ganz originelle Vorzüge der Boerenstreiter bezeichnet Kirche klar und deutlich gezeigt hat. Den einen Gott in drei Xenophon die in der Lebensweise des Hirtenvolfs begründete ReitPersonen erkennt er nicht an, die zweite Person der Dreieinigkeit und Schießfertigteit und die große Widerstandsfähig Noch weiß man nichts; denn nur ein Ahnen bang, teit in dem Ertragen der schwersten Strapazen. nemmt er einen einfachen Menschen, entstellt den stehenden Heere seien eben bestrebt, die ungünstigen Einflüsse der Es läßt uns schandernd jenen Ort vermuten, Wo Winters Todesröcheln dumpf verklang, heiligen Text des Evangeliums, tadelt die heilige Kirche, indem er europäischen Kultur auf die physische Leistungsfähigkeit zu paralyfieren. Wo man das junge Leben ließ verbluten. fie eine menschliche Einrichtung nennt, verwirft die kirchliche Hierarchie wird demu aber, um tausendmal Wiederholtes nochmals wiederzufäuen. Jener Ort" ist natürlich die Synagoge. Wir möchten meinen, und spottet über die heiligen Sakramente und Gebräuche der heiligen eine auf Gymnast it, Schießfertigteit, Marschtüchtig daß selbst chinesische Fanatiker den fremden deutschen Teufeln nicht orthodoxen Kirche. Solche Leute erklärt die orthodoge Kirche feier- teit nfiv. besonderes Gewicht legende langjährige militärische in solcher Form Verbrechen anzudichten wagen.-lich am ersten Sonntag der großen Fasten in Anwesenheit ihrer Ingenderziehung nicht noch ungleich Bedeutenderes ertreuen Kinder für fremd der kirchlichen Gaben, reichen? Eine solche setzt aber bekanntlich das socialistische MilizDie Verrohung der Jugend so schreibt man uns aus Daher wird die Abhaltung einer Seelenmeffe über Graf Lev Elsaß Lothringen ist in der bürgerlichen Presse Xenophon behauptet, daß die englischen Mißerfolge im seit Jahren der Gegenstand fortwährender Klagen, und unnachficht- Tolstoi, falls er stirbt, ohne Buße zu thun und sich mit der Kirche ersten Teil des Krieges der abnorm ungefchidten englischen liche Strenge in den richterlichen Strafurteilen gegen Noheits zu verföhnen, unzweifelhaft das Gewissen der treuen Kinder der striegsführung selbst zuzuschreiben gewesen seien. Auch das delikte, schließlich sogar die staatliche Zwangserziehung werden heiligen Kirche aufregen und eine Verlockung hervorrufen, die ver- fei zum Teil zugegeben. Beiser geführte Truppen würden als Abhilfemittel dagegen anempfohlen. In schreiendem Wider- hütet werden muß. In Augesicht dessen hat der heilige Synod be- vielleicht geringere Verlufte erlitten, aber auch erst dann Erfolge spruch mit dieser Auffassung steht der Standpunkt, auf den sich schlossen, die Abhaltung der Gedächtnisfeier und Scelenmessen gehabt haben, nachdem sie der feindlichen Volksarmee gegenüber die dieser Tage die Strafkammer des Landgerichts Straßburg i. E. für Graf Leo Tolstoi im Fall seines Todes ohne Buße zu große Ueber macht erreicht hätten. Ohne die riesige Ueberin einer Straffache gestellt hat, die gegen einen jungen Mann wegen verbieten. Auch hat derselbe befohlen: vom Inhalt dieser Mit- macht würde auch das strategische Talent des Lord Roberts schwerlich einer ganz außerordentlich rohen und gemeinen Ausschreitung teilung die Probste zu benachrichtigen, damit dieselben davon die etwas gegen die Boeren ausgerichtet haben! anhängig gemacht worden war. Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen Angehörigen der unteren Voltsschichten; der Thäter untergeordneten Geistlichen in Kenntnis fegen. war vielmehr ein elegant auftretender Kavalier, der auf Grund des väterlichen Geldbeutels ein durchaus„ standesgemäßes" Leben zu führen in der Lage ist. Dem entsprechend hatte er sich auch ein Verhältnis" zugelegt, mit dent er eines Abends in einem feineren Weinrestaurant Straßburgs eine größere Beche machte. Beim Begleichen der letzteren hatte sich die Kellnerin des Lokals zu Ungunsten des jungen Herrn verrechnet. Darüber erbost und durch seine Begleiterin aufgchest, spraut Paris, 17. Juni. Nach Schluß eines Banketts der Nationalisten der saubere Kavalier auf und schlug der Kellnerin ohne weiteres mit fam es gestern Abend zu einer Brügelei, bei der eine Person einen feiner Hundepeitsche mehrmals mit voller Kraft auf den Kopf Revolverschuß in den Arm und der Gemeinderat Dubuc einen unund ins Gesicht. Auch die Gäste, die für das wehrlose, in so roher gefährlichen Messerstich in die Seite erhielt. Weise mißhandelte Mädchen Partei ergriffen, wurden von dem rohen Patron mit der Beitsche trattiert. Italien. 500 M. umwandelte. 5. April 1900. Mitglied des Konsistoriums Oberpriester W. Kasatkin. Sekretär Grosdoff. Tischvorsteher J. Tschistjanoff. Frankreich. ideal voraus. Den Vorwurf der Unfähigkeit der Offensive erhebt Xenophon vorsichtigerweise nicht gegen die Boeren. Dazu weiß er zu gut, worin die Vorbedingung der Offensive besteht. Schreibt er doch wörtlich: „ Wer aber einen Angriffstrieg ausführen will- und daß mur ein solcher Aussicht auf entscheidenden Erfolg hat, lehrt eben auch wieder der Boerenkrieg der muß von Haus aus und allerorten mit überlegener Zahl, wie wir dies 1870 zu thun in der Lage waren, wodurch der Sieg auch von Anfang an an die deutschen Fahnen gefesselt und Deutschland von dem unmittelbaren Kriegselend verschont blieb, auftreten können, um sich diesen Haupterfolg zu sichern." Die überweisen Kritiker der Boeren und der Miliz sollten sich diese Worte hinter die Ohren schreiben! Bohl aber tot der Verfasser unwillkürlich an der Drill. Das Schöffengericht, das sich in erster Instanz mit der Sache In der Kammer ist es bis jetzt zu keinen Konflikten gekommen. armee scharfe Kritik, indem er erklärt, daß in der zu befassen hatte, ahndete die brutale That unter Annahme Die Bureauwahlen find in ziemlicher Ruhe vor sich gegangen. Das Strategie nicht die Routine, sondern die Intelligenz mildernder Umstände mit einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen. Ministerium unterhandelt direkt mit der konstitutionellen Opposition, und die entscheidende Rolle spiele und daß die Boeren insofern im Damit gab sich aber der Verurteilte, der sich auch vor Gericht als indirekt durch diese mit der äußersten Linken. Das parlamentarische Vorteil gewesen seien, als sich bei ihnen, wie in den Revollendeter Kavalier aufspielte, nicht zufrieden. Er legte gegen Senebelgesetz ist preisgegeben; und es soll eine neue Geschäftsvolutionstriegen m Ende des 18. Jahrhunderts das schöffengerichtliche Erkenntnis Berufung ein und hatte damit ordnung entworfen werden, die auch die äußerste Linte annehmen die natürliche Begabung der jungen Geerführer insofern auch Erfolg, als die Straßburger Straffammer als tönnte. Diese hat erklärt, daß sie einer Reform der habe durchsetzen kömien. Daß in Drillarmeen die natürBerufungsinstanz das erste Urteil in eine Geldstrafe von Geschäftsordnung nicht principien ablehnend gegenüberstehe, liche Begabung sich nur äußerst schwer gegenüber Nang und aber unter feinen Umständen eine Vergewaltigung der Minorität, Routine durchzusetzen vermag, lehrt nicht nur wieder der BoereitZwar bezeichnete auch die Straffammer die That des Angeklagten insbesondere feine Bestimmungen dulden werde, vermittelst deren krieg, sondern die ganze Kriegsgeschichte. als eine sehr rohe und angesichts der Lebensstellung die Debatten gewaltsam abgeschnitten werden können. Auch sonst äußert der Verfasser manche vernünftige Ansicht über des Thaters durchaus verwerfliche. Mit Rücksicht aber Und das ist gerade der Punkt, um den es sich handelt. die Lehren des Boerenkrieges für die Drillarmee, die wir aber, weil auf den Umstand, daß der Verurteilte frühzeitig feine Eltern Bellour ist offenbar in großer Verlegenheit und die Thron- sie sich im wesentlichen mit dem von uns selbst oft genug Gesagten verloren habe und, mun fich selbst überlassen, dem Einfluß schlechter rede liefert durch ihren refignierten, fast kleinlauten Ton den Beweis, fast völlig decken, übergehen können. Gesellschaft unterlegen sei, habe man eine Geldstrafe als genügend daß der König fich von der Gefährlichkeit der Lage überzeugt hat. Uns interessiert hier hauptsächlich die Kritik der BoerenOb es Bellour gelingen wird, sich an seinem Posten zu behaupten? armee und der Miliz. Und da ist denn der gewichtigste EinWenn eine derart verständnisvolle, in mancher Hinsicht gewiß Es ist nicht wahrscheinlich er ist zu schwach, hat zu wenig and wand gegen die Boerenarmee der der im Verlauf des Krieges herberechtigte Milde bei der Beurteilung der Roheitsdelikte der Jugend gelent. Und in der geftigen Montagssigung der italienischen vorgetretenen Disciplinlosigkeit. Noch erscheint uns nicht auch den Söhnen der besiglosen und ungebildeten Volksschichten Stammer erschien zum erstenmal nach langer Abwesenheit der geeignete Beitpunkt gekommen, um über das Maß dieser zu teil würde, denen gegenüber sie doch zweifellos noch mehr be- wieder der alte Crifpi, der zu glauben scheint, daß Disciplinlofigfeit ein abschließendes Urteil fällen zu können, alicin gründet wäre, dann hätte vermutlich schon mancher Richterspruch über den Verbrechen politischen und unpolitischen es hieße Thatsachen ignorieren, wollte man den Mangel an Disbetrachtet. Tonkin Zit etpltn hinwegleugnen, der auf Seite der Boeren hervorgetreten| 234,84 m., für Rechtsschutz 142,55 M., Imzugsfosten 108 m., für p Paris, 18. Juni.( B. H.) Der Minister des Aeußern, Delcafiè, ist. Es ist keineswegs unbegründet, was der Verfasser über diesen Streits 6929,18 2., Verbandsorgan 8123,66 W. Der Antrag hat den französischen Generalfonful in der chinesischen Provinz Dün wunden Punkt der Boerenarinee sagt: auf Uebertritt zum Holzarbeiter Verband wurde nan beauftragt, die Franzosen, welche in in diesem Gebiet Jeder Boer ist sein eigener General", dieses Wort las man zu mit 22 gegen 2 Stimmen abgelehnt. Ein Antrag zur Aus angesiedelt, in das von französische Gebiet Beginn des Krieges sehr häufig. Damit sollte dem Milizsysteme ein arbeitung eines Streifreglements wurde dem Verbandsvorstand neuer Triumph bereitet werden. Was der Boer von den Anord- übertragen, sowie ein Antrag, Statistik betreffend, angenommen. bringen. Der Minister erhielt heute folgendes Telegrammi mungen seiner Führer nicht im ersten Moment als richtig auffaßte, Der Beitrag wurde auf 25 Pf. erhöht. Der Antrag, die Posten vom betreffenden Generalkonsul:" Der Vicefönig verweigert das that er einfach nicht. Eine Befehlsgebung bestand nicht. Jeder des Verbandsvorsitzenden und Redacteurs des Fachblatts zusammen mir und meinen Begleitern, das chinesische Gebiet zu vergrößeren Aktion ging ein Kriegsrat voraus, in dem auch jeder Unter- zulegen und dafür einen Jahresgehalt von 1600 M. zu gewähren, lassen. Wir sind thatsächlich Gefangene der Chinesen. Die Einführer seine Meinung zur Geltung zu bringen suchte. Gelang ihm wurde angenommen. Der Sig kommt nach Karlsruhe und geborenen stecken die Häuser der Franzosen in Brand und entwenden das nicht, so blieb er eine Zeitlang zürnend abseits, und ebenso wurde Eichhorn, nachdem der bisherige Vorsitzende Groll ab- ihnen Wertsachen." Nach Empfang dieses Telegramms ließ der verfuhren die Kämpfer in den einzelnen„ Kommandos". Eine lehnte, zum Vorsitzenden gewählt. Als Ort des nächsten Verbands- Minister den chinesischen Botschafter zu sich bitten und ersuchte ihn, Uebereinstimmung in den Operationen wurde damit bis zur Unmög- tags wurde Leipzig, ebenso als Ort des Ausschusses Leipzig gewählt. sofort telegraphisch dem Bicekönig mitzuteilen, daß Frankreich ihn lichkeit erschwert." unrichtig ist es aber, wenn der Verfasser erklärt die gung Arbeitswilliger hatten sich in Erfurt eine Anzahl Wegen Streifpoftenstehen und dabei verübter Belästi für das Leben der Franzosen verantwortlich machen werde. Milizschwärmer wußten nicht, daß gerade hierin die Verurteilung malergehilfen zu verantworten. Paris, 18. Juni.( W. T. B.) Wie den Blättern aus Brest des Syſtems liegt", und vollends schoß er ins Blaue, wenn er eingetroffener Arbeiter sind nach ihrem Beruf gefragt worden. Be, gemeldet wird, verlautet in dortigen Marinekreisen, daß die Kriegsfagte:" Das mag der ideale Standpunkt des Milizheers lästigt hat sich zwar keiner derselben gefühlt, aber wie es in der schiffe„ Guichen“ und„ D. Eſtrees" nach China gehen sollen. im 8utunftsstaate sein, im Kriege... muß er schließlich zum Urteilsbegründung heißt, lag die Möglichkeit vor, daß andre ankommende London, 18. Juni.( W. T. B.) Zu der Einnahme der Forts Untergang führen." Die Boeren befizen eben nur gewisse Vorzüge des ein belästigender Eindruck auf sie ausgeübt werden solle. heutigen Tage gemeldet: Infolge der Beschießung flog ein Gesellen zu dem Glauben hätten tommen können, daß von Taku wird dem Neuterschen Bureau noch aus Tschifu vom Milizsystems in unfrem Sinne die größere Waffentüchtigkeit us und Beweglichkeit, die größere Selbständigkeit des Individuums und mußte auch die Bestrafung der Frevler erfolgen. diejem, jedem Arbeiter gewiß einleuchtenden Grunde chinesisches Pulvermagazin in die Luft. Das britische Kriegsschiff den Mangel an Gamaschengeist, der in der Regel die militärischen der Strafe richtete sich nach dem Grad der mehr oder geringer verwundet. Die Höhe" Algerine" wurde beschädigt, zwei Offiziere und vier Mann wurden Routiniers charakterisiert aber sie besitzen andrerseits Fehler, hervorgetretenen Thätigkeit der Streikenden. Für Fälle, wo auch die mit dem Wesen der Milizarmee gar nichts zu thun nicht der geringste Schimmer eines belästigenden oder beunruhigenden London, 18. Juni.( W. T. B.) Die Admiralität hat aus Tschifu haben! Die Boeren stellen doch keineswegs ein Miliz beer dar, Handelns festgestellt werden konnte, mir 9 M. In einemt dieser eine Depesche vom heutigen Tage erhalten, nach welcher dort das da ihnen die specifische militärische Schulung, die das Milizheer be- Fälle wurde festgestellt, daß der Beklagte mit einem mit- japanische Striegsschiff" Toyohashi" aus Tatu eingetroffen ist und fizt, völlig fehlt. Ihr Mangel an Disciplin ist zum großen Teil mur streifenden, zufällig aus Weimar diesem Mangel an Schulung zuzuschreiben. Und dann sind die Boeren, Glas Bier getrunken hatte. tommenden Kollegen ein berichtet hat, daß der Oberbefehlshaber und die Truppen nach was ebenfalls nicht vergessen werden darf, in ihrer Mehrheit Einwirkung nicht ausgeübt werden konnte, weil er, wie der Weil auf diesen eine strofwürdige Tientsin zurückgekehrt sind. als Viehhirten doch rohe, primitive Naturen und als solche un- Vorsitzende zu dem Angeklagten bemerkte: zu den Ihrigen, das Gesellschaft" meldet, daß die Linie zwischen Njutschwang und Tientsin London, 18. Juni.( W. T. B.) Die„ Great Northern- Telegr.belehrbar, störrisch, eigensinnig und mißtrauisch, Eigentümlichkeiten, heißt zu den Streitbrüdern gehöre: daher die auffallende dicht bei Tafu zerschnitten und daß infolgedessen Tientsin sowie Tatu die ein auch intelleftuell geschultes Miligheer nicht aufweisen wird. Ein Milde. Miligbeer im Zutunftsstaate", ein ufren Forderungen entsprechendes Milizheer, würde die Vorzüge des Militarismus mit denen tung hin. Interessant war die Verhandlung noch nach einer andern Rich von neuem vollständig isoliert sind. Die Herren Malermeister hatten nämlich zum Teil London, 18. Juni.( W. T. B.) Oberhaus. Eine Anfrage über Der Boerenarmee vereinigen, ohne jedoch deren stundenlang am Bahnhof gestanden, natürlich rein zufällig", die Vorgänge in China beantwortend erklärt Lord Salisbury, Admiral große Fehler zu besigen. Das mag Leuten, die sich nur der eine hatte sich nach seinen eignen Aussagen vier Stunden Seymour sei nach Tientsin zurückgekehrt, er( Salisbury) wisse jedoch im engen Zirkel ihrer Fachbegriffe bewegen, lächerlich erscheinen, lang dort aufgehalten. Gegen sie ist aber nicht eingeschritten worden, nicht genau, welche Gründe ihn hierzu bewogen haben, oder was jedem Unbefangenen wird es vollständig einleuchten. wiewohl sie zu keinem andern Zweck dort standen, als den des seine Absichten seien. Er sei nicht in der Lage, weitergehende InforStreitpostenstehens. mationen zu geben. Alles was die Regierung zur Zeit habe thun tönnen, war, daß sie ihren Vertretern vollkommen die Entscheidung überließ und soviel Truppen wie möglich hinſandte. Partei- Nachrichten. Die Gründung eines socialdemokratischen Vereins ist dieser Tage in Magdeburg vollzogen worden. So ist also auch Magde burg wieder in den Kreis derjenigen Städte eingetreten, welche sich einer politischen Organisation erfreuen, nachdem die wirtschaftlichen Machtmittel des Unternehmertums und das Vorgehen der Behörden jahrelang die Organisationsthätigkeit gehemmt hatten. Der bis herige Vertrauensmann Pistorius ist Vorsitzender des neuen Vereins geworden. Die Bäckergesellen Erfurts fordern 6, 8 bezw. 10 M. WochenJohn. Außerdem statt der Gewährung von Frühstück und Abend brot eine Entschädigung von 25 bezw. 35 Pf. Der Streik der Pliester und Stuccateure in Krefeld ist nach achtwöchentlicher Douer beendigt. Der Stundenlohn von 42 Pf. für Pliester und 50 Pf. für Stuccateure ist, mit Ausnahme von drei Firmen, von den Unternehmern bewilligt. Ebenso die zehnstündige Arbeitszeit. Ueber die drei Firmen ist die Sperre verhängt. London, 18. Juni. Unterhaus. Der Parlamentsuntersefretair Ant des Aeußern Brodrick erklärt, seit dem 12. Juni habe die Regierung feine Nachricht vom Gesandten Macdonald erhalten. Keine Nachricht sei eingegangen, die das Gerücht von dem allgemeinen Angriff auf die Gesandtschaften in Beting bestätigt. Vom Admiral Seymour sei am Zwei Streiffünder standen dieser Tage vor dem Schöffengericht 13. Juni das letzte Telegramm eingegangen, da die telegraphische VerPolizeiliches, Gerichtliches univ. zu Dresden. Sie sollten während des Poliererstreits zwei Frauen bindung von Tientsin nach Taku abgeschnitten sei. Ein japanisches Striegsbelästigt haben, welche in einer Stuhlfabrik Streitarbeit übernommen schiff, das in der letzten Nacht in Tschifu eingetroffen sei, berichte, daß der Boykottprozeß. Die Mitglieder der Lübecker Kartell- hatten. fonmission und der Redacteur Genojie Rasch vom„ Lübecker Volks- Unternehmers erfolgt, die beiden Arbeiterinnen hatten die Be- und daß die chinesischen Forts gestern früh 1/21 Uhr auf die in der Die Anzeige war ohne Zweifel auf Veranlassung des Oberbefehlshaber und die Truppen nach Tientsin zurückgekehrt seien, boten" waren angeklagt, durch Verrufserklärung, nämlich durch lästigungen", wie aus ihren Aussagen int der HauptBoykott, die Brauereibefizer genötigt zu haben, ihren Arbeitern verhandlung hervorging, durchaus nicht schwer empfunden. Der Flußmündung liegenden Kriegsschiffe das Feuer eröffneten. Die bessere Löhne zu zahlen. Das Schöffengericht sprach sämtliche An- eine der Angekagten wurde schließlich freigesprochen, der andre zu Schiffe erwiderten das Feuer, und, als das japanisd.e getlagten frei und legte auch die Kosten der Verteidigung der 7 Tagen Gefängnis verurteilt, die durch die vier wöchentliche Kriegsschiff unt 51/2 Uhr früh Tientsin verließ, sei das Staatstasse auf. Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. Gefecht in weiterer Entwicklung begriffen gewesen. Republikanische Gesinnung hat Genosse Schulze in Dresden am 1. Mai dadurch an den Tag gelegt", daß er einen am 1. Juli ein Zweigbureau des Verbands für Mittel- Deutsch von Tatu gelandet worden. Der Verband deutscher Berg- und Hüttenarbeiter errichtet Sonnabend seien von allen Schiffen Abteilungen zum Schütze Vor Taku habe sich ein chinesisches Strauß von sechs künstlichen roten Blumen bei einem„ Massen- land. Dasselbe wird seinen Eiz in 3 widau erhalten; als Striegsschiff befunden, das sich jedoch passiv verhalten habe. Man auszug" am Fahrrad befestigt hatte. So etwas muß, wenn Beamte treten ein Henter, Sachse und Pokorny. Vom 1. Juli 1900 erwarte, daß am nächsten Donnerstag von Hongkong abgegangene auch etwas spät, natürlich gerochen werden. Ein amtsgerichtlicher an werden also sämtliche Zahlstellen in Königreich und Provinz britische Truppen eintreffen werden; etwa an demselben Tage sei dem Strafbefehl diltiert Schulze 20 M. Geldstrafe oder vier Tage GeVernehmen nach das Eintreffen russischer, japanischer und französischer fängnis zu. Verstärkungen zu erivarten. Weitere britische Kriegsschiffe seien von Hongkong und Manila aus unterwegs. Es werde feine Anstrengung gespart werden, um wieder mit Admiral Seymour in Verbindung zu kommen und ihn nach Kräften zu unterstützen. In den letzten Stunden habe die Regierung erfahren, daß die telegraphische Verbindung zwischen Taku und Tientsin wieder hergestellt sei. Balfour erklärt, die Regierung beabsichtige aus Indien Verstärkungstruppen nach Hongkong zu senden.( Beifall.) Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerbegerichts- Wahlen! In nachstehenden Lokalen können die Arbeiter Berlins sich Formulare zum Einzeichnen in die Wählerliste für die Gewerbegerichts- Wahlen beschaffen: Mörschel, Jüdenstr. 35/36. Preuß, Neue Friedrichstr. 20. Hahn, Stralauerstr. 48. Börner, Ritterstr. 15, Cigarrengeschäft. Böttger, Zossenerstr. 30, Cigarrengeschäft. Quandt, Belle Alliancestr. 74a. Sachsen, Altenburg, im Magdeburg- Harzer Beden, Braunschweig und Brandenburg mit dem Zwickauer Zweigbureau ihre Geschäfte( Geldfendungen, Korrespondenz, Agitationsbureau, Auszahlung von Unterstügung) abwickeln. Der Regensburger Maurerstreik erfordert insofern ein be. sonderes Interesse, als es der erste Maurerstreik in dieser Stadt ist. Die Arbeiter halten solidarisch zusammen und verhalten sich ruhig. Streitbrecher haben sich noch nicht gefunden, dagegen ist ein Teil der Gesellen abgereist. Die Unternehmer haben schwarze Listen versandt, in denen sie sämtliche streikende Maurer( etliche Hundert) verzeichneten; es wird ihnen dies aber wenig nüßen. Ausland. In Florenz sind 1400 Arbeiter der Baumwollweberei Roßler Tientsin noch aus Taku eingegangen. Man hat dort nur die Werner, Bülowstr. 59. Müller, wegen verweigerter Lohnerhöhung ausständig. Schwarzkopf, Henze, Scherre, Sociales. Petersburg, 18. Juni.( W. T. B.) Auf dem hiesigen Minister m find bisher keinerlei specielle Nachrichten weder aus Peking und Gräfeftr. 31. Ewald, Echönleinstr. 6. Meldungen aus englischer Quelle, die in den Zeitungen verStaligerstr. 11. Schönemann, Staligerstr. 7. öffentlicht worden sind. Der vorliegenden Nachricht unsres Konsuls Prinzenstr. 6. Ladewig, Kommandantensir. 65. Gottfried in Tichifu gegenüber ist man im Asiatischen Departement steptisch. Schulz, Cigarrengeschäft, Kottbuserplay. Carl Scholz, Wrangelstr. 110. Zum Achtuhr- Ladenschluß. Die Ladeninhaber Leipzigs bereits telegraphierte Nachricht von der Einnahme der Gesandschaften Wahrscheinlich wird das Torpedoboot die über Hongkong nach London Schnieber, Admiralstr. 21. Wählisch, Adalbertstr. 4. sind durch ein aus den Kreisen der Handelsangestellten kommendes §. Stramm, Ritterſtr. 123. G. Tolksdorf. Görlitzerstr. 58. Rundschreiben zum Achtuhr- Ladenschluß aufgefordert worden, gleich in Takn oder anderswo als Gerücht gehört haben. Auf der chine Hasse, Eisenbahnstr. 20. Böhme, Adalbertstr. 15. Tauchert, Waldemarstr. 16. Schneider, Manteuffelstr. 88. 2od, Grüner zeitig mit dem Ersuchen, eine an die königliche Kreishauptmannschaft fischen Gesandtschaft ist man seit vielen Tagen ganz ohne Nachricht. Weg, Ecke Koppenstraße. Wilke, Andreasstr. 26. zu Leipzig gerichtete Eingabe zu unterzeichnen, in der auf Grund Washington, 18. Juni.( Meldung des„ Reuterschen Bureans".) Blumenstr. 38. A d am, Elisabethstr. 10. Steuer, Weinstr. 22. des am 1. Oktober d. J. in Kraft tretenden§ 139 ee Absatz 1 der Ein in Manila befindliches amerikanisches Regiment erhielt Bej. t Adam, Gewerbe- Ordnung um folgende Anordnungen ersucht wird: 1. Alle sich nach Tientsin zu begeben. Haseloff, Landsbergerstr. 8. Rattte, Strautstr. 48. abert, offenen Verkaufsstellen der Stadt Leipzig und ihrer Vororte find Markusstr. 14. Vaudach, Breslauerstr. 28. O. 3abel, Frank- offenen Tschijn, 18. Juni. Nach kombiniertem Angriff der wochentags spätestens 8 1hr abends zu schließen. 2. An allen Sonnfurter Allee 90. Strauß, Vödikerstr. 6. Reul, Barnimstr. 42. abenden, sowie an allen Werktagen in der Woche vor Ostern und fremden Kriegsschiffe wurden die Forts von Taku genommen. Augustin, Schönhauser Allee 73. Pfarr, Butlitstr. 10. Lange, Dragonerstr. 15. vor Pfingsten, den letzten zwei Wochen vor Weihnachten, in der Bei der Erſtürmung fielen von S. M. S. ,, Jltie" 3 Mann, Rowe, Beusiclstr. 62. Fabra, Waldstr. 57. Die Fremdenniederlassungen von Plath, Sickingenstr. 43. Schreiber, HuttenWoche vor Neujahr und an allen Wochentagen der Oster- und 7 wurden verwundet. straße 9. Michaelismesse hat der Ladenschluß spätestens 9 Uhr abends zu ge- Tientsin werden von Chinesen beschossen. Von dem nach Hinge, Panfstr. 13. Krause, Müllerstr. 7b. schehen. Schmoldt, Grenzstr. 4. Jungnit, Hussitenstr. 6. Schröder, 3. Diese Bestimmungen treten am 1. Oktober 1900 in Pefing entsandten deutschen Detachement und von den dortigen Kraft. Sollte die Zahl der Ladeninhaber, die sich für den Achtuhr- Gesandtschaften liegen keine Nachrichten vor. Wiesenstr. 39. Greelak, Brunnenstr. 44. Bergmann, Ladenschluß erklären, nicht die vorgeschriebene 2/ 3- Mehrheit sämtlicher Bajewalkerstr. 3. Abendroth, Badstr. 43. Prizkow, Putt Ladeninhaber erreichen, so wird die königliche Kreishauptmannschaft Tokio, 18. Juni.( W. T. B.) Seitens Japans werden Truppen buserstr. 32. Rieder, Chauſſcestr. 83. Görner, Bergstr. 43. auf Grund des§ 139ee Abs. 2 ersucht, alle an dieser Frage beach China gesandt, vorläufig angeblich 2000 Mann. Weitere SenDieke, Ackerstr. 123. Ramlow, Schönhauser Allee 135. teiligten Ladeninhaber zu einer Aeußerung für oder wider die dungen in Vorbereitung. Lorenz, Boltastr. 43. Seidel, Neue Hochstr. 38. Dierte, gegebenen Anordnungen aufzufordern. Schwedterstr. 33. Doye, Müllerstr. 32a. Mattuer, Müllerstraße 162a. Gaede, Fennstr. 17. Abendroth, Ackerstr. 104. Brückner, Gartenstr. 63. Gleinert, Schulstr. 29, sowie im Gewerkschafts Bureau, Engel- Ufer 15 I, Zimmer 8. • Thomas, Gartenstr. 152. Freese. Nastanien- Allee 11. Die Einzeichnung in die Wählerlisten dauert nur bis zum 29. Juni, wir bitten dringend die Arbeiter und Gewerkschaften, energisch die Einzeichnung zu betreiben. Aufnahme wochentags von China. Die Meldungen über die Vorgänge in Peking sind sehr widersprechend. Da sie sich nicht kontrolieren lassen, müssen wir uns auf diesen Hinweis beschränken. Folgende Telegramme liegen vor: Dortmund, 18. Juni.( B. H.) Die in Münster lebende Mutter Tehte Nachrichten und Depeschen. Demission des italienischen Kabinetts. Rom, 18. Juni.( W. T. B.) Deputiertenfammer. Ministerpräsident Bellong teilt mit, das Kabinett habe dem König seine Entlassung eingereicht, der König habe sich die Entschließung über das Entlassungsgesuch vorbehalten. Die Geschäfte würden von den Ministern Zeit. 5-8 Uhr nachmittags und Sonntags mittags von 12-3 Uhr in den des Gesandten Frhrn. v. Ketteler erhielt die telegraphische Nachricht vorläufig weiter geführt. Auf Vorschlag Pelloug' vertagt sich das folgenden Lokalen: Poststr. 16, Central- Bureau, und in den Turnhallen der folgenden Gemeindeschulen: Tempelhofer- Ufer 2, Strauß, bergerstr. 9, Schmidstr. 38. Staliserstr. 55/56, Kastanien- Allee 82, Gipsstr. 23a, Panfstr. 8 und Turmjtr. 86. Die Berliner Gewerkschaftstommission. J. A.: Der Ausschuß. Dentsches Reich. daß ihr Sohn noch am Leben sei. Wien, 18. Juni.( B. H.) Meldungen aus Paris zufolge Der Krieg in Südafrika. proffamierte die Kaiserin- Regentin von China den heiligen Krieg London, 18. Juni.( W. T. B.) Eine Depesche des Feldgegen die Ausländer. Der deutsche Gesandte Frhr. v. Ketteler wurde marschalls Roberts aus Oretoria vom 16. Juni besagt: 800 Boeren durch Säbelhiebe getötet. Das Schicksal der übrigen Gesandten, griffen am 14. Juni den Posten von Zandriver an, wurden aber welche gefangen sind, ist unbekannt. von Knor der von Kronstadt aus anrückte, verjagt. Auf britischer Seite wurden ein Offizier und zwei Mann getötet, ein Offizier und acht Mann verwundet. Eine Budapest, 18. Juni.( B. H.) In Beantwortung der InterDie streikenden Tischler Breslaus haben einen teilweisen pellation Kossuth über die gemeldeten Vorgänge in China erklärte Sieg erringen; ficben der größten Firmen, die zusammen etwa der Ministerpräsident v. Szell im Abgeordnetenhause, daß sich, da 300 Gesellen beschäftigen, haben die Forderungen bewilligt. die chinesischen Behörden sich als ohumächtig erwiesen haben, die Der Verband der Glaser, der während der Pfingstfeiertage Fremden zu schützen, sämtliche Mächte geeinigt haben, zum Schutz Der Verband der Glaser, der während der Pfingstfeiertage ihrer eignen Unterthanen Truppen zu landen, um China zu zeigen, in Stuttgart seinen neunten Verbandstag abhielt, zählt nach dem dort gegebenen Geschäftsbericht gegenwärtig 72 Bahlstellen mit daß es der gesamten civilisierten Welt gegenübersteht. 2900 Mitgliedern. In den Jahren 1898/99 wurden in 34 Bahlstellen obligatorische Abmachung zwischen den interessierten Mächten, Lohnbewegungen eingeleitet und kam es in 14 Zahlstellen zur wie die gelandeten Streitkräfte zu verwenden seien, bestände nicht. Arbeitsniederlegung. Außerdem fanden in 6 Zahlstellen Werkstatt- Das Ziel der Mächte sei einzig und allein die Verteidigung ihrer streits statt. In 20 Zahlstellen waren die Lohnbewegungen Unterthanen und ihrer diplomatischen Vertreter. Auf eine Anfrage, erfolgreich, ohne daß es nötig war, in den Streik einzu ob die Regierung Sicherheit habe, daß einzelne Mächte, insbesondere treten. Mit Ausnahme einiger fleiner Zahlstellen wurden bei den übrigen teilweise Erfolge erzielt. Der Kassenbericht Rußland, Eroberungsabsichten nicht hegen, erklärte Szell, daß die weist eine Einnahme von 82 037,85 M. und eine Ausgabe von Regierung hiervon keine Kenntnis befize, es lägen jedoch keine An66 164,40 m. auf, so daß ein Kassenbestand von 15 873,45 m. ver- zeichen vor, daß irgend eine Macht besondere Ziele verfolge. Jedenbleibt. An Reiseunterstüßung wurden gezahlt 3362,27 M., Arbeits- falls werde Oestreich- Ungarn sich in keine Aktion einlassen, die zu Iosenunterstützung 2326 M., Zuschuß für Agitation an die Zahlstellen Komplikationen führen könnte. Alicot Paris, 18. Juni.( W. T. B.) Deputirtenkammer. wünscht die Regierung über den von Kriegsminister vorpräsident Walded Rousseau macht darauf aufmerksam, daß die genommenen Personenwechsel 311 interpellieren. MinisterKammer eine ähnliche Interpellation bezüglich des Gerüchts über die Demission des Generalstabschefs General Delanne auf einen Monat vertagt habe. Alicot besteht darauf, zu interpellieren. Mezières, Vorfizender der Heereskommission erklärt, die Kommission habe ihn beauf tragt, fich an der Debatte über die Interpellation zu beteiligen, Heftiger Widerspruch auf der Linken), doch werde er sich an der Depatte über die Festsetzung des Tages, an welchem über die Interpellation verhandelt werden soll, nicht beteiligen. Die Deputierten Jourde und Doumergue erheben Einspruch gegen die Einmischung der Heereskommission in rein politische Debatten. Die Kammer beschließt hierauf mit 294 gegen 249 Stimmen, die Interpellation auf einen Monat zu vertagen. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 139. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Zustände im Krankenhaus Moabit. Unser Parteigenosse, Reichstags- Abgeordneter Antric, ersucht uns um Aufnahme folgender Erklärung: Herr Prof. Dr. Ewald, der Direktor der inneren Abteilung des Augusta- Hospitals, fühlt sich veranlaßt, gegen die Ausführungen, welche ich bei der Beratung des Reichsseuchen- Gesetzes bezüglich der Mißstände in den Krankenhäusern im Reichstag gemacht habe, zu polemisieren. Und er geht dabei, vie ja auch gar nicht anders zu erwarten, recht gründlich zu Werke: Er schreibt unter anderm: ospitals: auf der Bildfläche. Dienstag, 19. Juni 1900. Yorker Bankfirma Brown Brothers erschien als rettender Engel werbe beträchtliche Verluste nach sich zieht und hunderts tausenden große Unbequemlichkeiten bereitet und das alles, Nach längerem Unterhandeln kam die Sache im vorigen Frühjahr weil das Kapital seinen Willen durchsetzen und sich zu keinerlei Nachsämtliche Bahnen und erhöhten das Kapital mittels des landesüblichen gelobte Land, als das es einst gelten konnte, und namentlich haben zu stande. Brown Bros. fauften, die Suburben- Linie ausgenommen, geben herbeilassen will! Amerika ist schon längst nicht mehr das Verwässerungsverfahrens um das doppelte, nämlich auf 90 Millionen Handwerker und Arbeiter einen von Jahr zu Jahr schwieriger Dollar, zur Hälfte in Bonds, zur Hälfte in Aftien. Das Staatsgefeß, werdenden Stand. welches das Kapital einer Gesellschaft auf 10 Millionen beschränkt, ward durch eine Specialakte der Legislatur in diesem Fall über den Haufen geworfen. Die an der Spize der Transaktion stehenden Aus der Frauenbewegung. St. Louiser Kapitalisten machten durch dieselbe natürlich beträcht- Pariser Arbeiterinnenelend. Ein französischer Schriftsteller liche Profite und Brown Brothers erst recht. Die nicht unter die( Charles Benoist) hat ein Buch herausgegeben unter dem Titel„ Die In der Reichstags- Sigung vom 11. d. M. übte bei der Be- früheren Anteilhaber an den Bahnen als Kaufpreis verteilten Bonds Nadelarbeiterin von Paris" und dieses Buch ist von der„ Akademie ratung der Reichsseuchen- Geseze der Abgeordnete Antric unter be- und Attien der neuen Gesellschaft wurden auf den Markt geworfen der moralischen Wissenschaften" mit einem Preise gekrönt worden. ratung der Reichsseuchen- Geſetze der Abgeordnete Antrick unter be- und zu möglichst hohen Kursen an den Mann gebracht und nachdem Es handelt von der Lage aller der Arbeiterinnen in Paris, die sondrem Hinweis auf das städtische Krankenhaus Moabit an der dies geschehen, wurde die St. Louis Transit Compagnie ihren Lebensunterhalt durch Näharbeit jeder Art erwerben müssen. Strantenwartung und der Krankenpflege eine scharfe Kritik. Dazu schreibt zugleich zur Abwehr in der„ Berliner Klinischen Wochenschr." gegründet, an die Brown Brothers die Bahnen zurückverkauften, aber Aus diesem Buche teilen die„ Dokumente der Frauen" in ihrem Brof. Dr. Ewald, Direktor der inneren Abteilung des Augusta- wohlweislich einen großen Teil der Seluritäten für sich behielten. Heft Nr. 6 nach einer französischen Besprechung zwei Budgets Zum Bezahlen der Zinsen auf 45 Millionen( jo viel betragen folcher Arbeiterinnen mit. Ihre Darstellung ist am wirksamsten in Da Herr Antrick selbst 3. 3. in ein hiesiges die Bonds) ist viel Geld nötig und die Inhaber der verwässerten den Worten des französischen Schriftstellers, der sie bespricht. Wir attien warteten vergeblich auf Dividenden, für die bei den geben diese einfach hier wieder. Krankenhaus aufgenommmen war, übrigens des Lobes seiner speciellen Behandlung voll war, so machten feine wurden immer ungeduldiger, großen Betriebskosten Betriebskosten nichts übrig blieb; die Aktionäre Hier das erste. Es handelt sich um das einer Hemdennäherin. aus eignen Erlebnissen geschöpften Ausführungen auf das wollten durchaus Dividenden Das Budget hat naturgemäß zwei Kapitel. Das Kapitel„ Ausgaben" hohe Haus offenbar einen starken Eindruck, obgleich es auf sehen und so schritt man zum Einführen von Ersparniffen. Man stellt sich folgendermaßen: der Hand lag und liegen mußte, wie auch der Präsident des ließ weniger Wagen laufen als vorher, was so und so viel Stonkaiserlichen Gesundheitsamts Köhler sofort hervorhob, daß sie ab, was irgend möglich war. Damit begann die Unzufriedenheit dukteure, Führer usw. entbehrlich machte und zwackte am Lohn zum mindesten übertrieben waren. Der Kommissar des Bundes- unter den Angestellten, und der von New York hierher gesandte rats, Geh. Rat Kirchner, wies sie des weiteren energisch zurüd Generalmanager, der dieses Spariystem einführte, machte sich in kurzer und nahm namentlich den ärztlichen Stand gegen die Vorwürfe Reit so unbeliebt, daß er seine Stelle niederlegen mußte und St. Louis des Abgeordneten nachdrücklichst in Schutz. Ebenso wies er mit Recht darauf hin, daß man bei der thatsächlich geringen baren verließ. Sein Nachfolger, der seit Jahren Superintendent des Lindell- BahnBezahlung der Wärter nicht vergessen dürfe, daß diese fort und die Folge davon war, daß das Publikum mit den ver systems gewesen war, sezte das begonnene Werk des Dekonomisierens außer dent Lohn Kleidung, Verpflegung usw. erhalten, also einen ansehnlichen Wert in Naturalien empfangen. schlechterten Dienst wohl oder übel vorlieb nehmen mußte und daß Auch von nichtärztlichen Mitgliedern des Reichstags fanden es unter den Angestellten mehr und mehr gärte, bis im März der die Ausführungen Antricks entschiedenen Widerspruch. Pring Streik vor der Thür stand. zu Schönaich- Carolath erklärte unter lebhaftem Bravo:„ Ich Derselbe ward in der letzten Minute durch Vermittlung des vollte nur vor dem In- und Auslande unsre allgemeine Auf- Präsidenten des Polizeirats verhindert, der einen gütlichen Ausgleich fassung dahin aussprechen, daß unsre sanitären Einrichtungen mit denen die Angestellten sich befriedigt erklärten und der drohende herbeiführte. Die Transit- Compagnie machte gewisse Zugeständnisse, im allgemeinen vorzügliche sind und unsre Aerzte vollkommen ihre Ausstand war abgewendet. Aber von Stunde an war die Compagnie Schuldigkeit thun. Ausnahmen mögen vorkommen, aber das sind darauf bedacht, durch schlaue Manöver die eingegangenen Ber nur vereinzelte Fälle." Daß nicht immer alles so ist, wie es fein pflichtungen nur scheinbar zu erfüllen, in Wirklichkeit jedoch nicht Sie beziffert sich auf 90 Centimes pro Tag und verteilt sich einzuhalten. Die Fahrpläne wurden int dieser Abficht folgendermaßen: Dritter vor. bei längerer Arbeitszeit und da alle Proteste nichts Miete 2 Kleider a 10 Fr. Zubehör • 4 Baar Schuhe a 5 Fr. 2 Hüte a 3 Fr. 3 Hemden a 2 Fr. 2 Leibchen a 2 Fr. 4 Taschentücher a 50 Cts. 2 Betttücher. 4 Servietten a 75 Cts. Beleuchtung Beheizung • 160 Fr. 20 78 12" 20" " 6" " 10 " 10 " 12" 3" • " " In Summe 268 Fr. 2 fleine schwarze Schürzen a 1,50 Fr. 1 Unterrock • Neujahrsgeld an die Hansmeisterin Zu diesen Ausgaben muß noch die Nahrung hinzugefügt werden. Ein Pfund Brot. Milch( des Morgens) 1 Kotelette( Mittags) Wein Speck Gemüse Butter 20 Cts. 10" 25" 10" 5" 10 10 " In Summe 90 Cts. Das macht im Jahr 328 Frank 50 Centimes. Mit 271 Frant 599 Frank 50 Centimes. daß das Personal der Krankenhäuser auskömmlich und beffer so umgemodelt, daß die Leute als jetzt zu bezahlen ist und daß die Wärter für ihren weniger Lohn erhielten, Beruf vorgebildet seien, wird Herrn Antrick jeder zustimmen. halfen, so beschlossen sie den Streit. Nahezu alle Angestellten geMenschliche Schwächen und auch Ungehörigkeiten kommen überall hören dem Arbeiterverband an, und es schlug daher dem Faß den und gewiß bei einem Berufe vor, der, wie der der Wärter, so hohe Boden aus, als die Beamten der Gesellschaft erklärten, mit den Anforderungen an die Gewissenhaftigkeit und Humanität der Be Leuten als Mitglieder der Arbeiterunion überhaupt nicht verhandeln treffenden stellt. Aber als langjähriger ärztlicher KrankenhausDirektor müssen wir doch nach bestem Wissen und Gewissen auf Am Morgen des 8. Mai fam fein einziger Wagen aus den Schuppen zu wollen, mit andern Worten die Union nicht anerkennen wollten. das entschiedenste behaupten, daß die Beobachtungen des Herrn der Transit- Compagnie. Antrick einesteils, soweit sie begründet, vereinzelte sind und nicht Der vom Mayor der Stadt gemachte verallgemeinert werden dürfen, andernteils seine Slagen aus einer Vorschlag, aus den hervorragendsten Geschäftsleuten ein Schiedsgericht früher genannter Ausgaben giebt das ein Gesamt- Ausgabe- Etat von laienhaften Beurteilung von Dingen hervorgehen, die für den Sach- 8 bilden, womit sich die Striker sofort einverstanden erklärten, ward zu verständigen nichts Bedenkliches haben." von der Compagnie kurzer hand mit den Worten abgewiesen: Es Betrachten wir jetzt das Einnahmebudget. O, es stellt sich sehr Diese Ausführungen müssen auf jeden, der Gelegenheit hatte, läge für sie fein Grund für eine Entscheidung von seiten fimpel: 300 Arbeitstage mit 2 Frank täglich, Summe 600 Frant. meine Darlegung zu hören, den Eindruck hervorrufen, daß der Herr Das Budget ist im Gleichgewicht. Die Einnahmen halten den Auss Professor meine Rede garnicht gelesen hat. Ich werde mich deshalb Straßenbahnerstreik unzertrennlich find. Am ersten Tag lief fein ein gesehene Fälle! Dann traten alle jene Ereignisse ein, die hier von einem gaben die Wage. Es bleiben sogar 50 Centimes für unvorherdarauf beschränken, nur ein paar Bemerkungen mehr persönlicher Art als ziger Wagen und zu machen. Herr Professor Ewald beschuldigt mich der Nebertreibung gemacht wurde, auf einer einzigen Linie den Betrieb auf jede dieser Ziffern durch ihre Bescheidenheit alle Entbehrungen offene Nicht wahr, das ist ein trauriges Budget? Es scheint, daß am darauf folgenden der Versuch fowie der unzulässigen Verallgemeinerung von Einzelheiten. Als Beweis für diese Anschuldigung führt er die Neden der Herren zunehmen, erwies sich dies als eine sehr schwere Auf- bart, aus welchen das Leben der Arbeiterin sich zusammensetzt, welche die nicht Regierungsvertreter, des Prinzen Carolath und seine Autorität Inion gehörten, waren nahezu feine Zente zur Bemannung zu ve- glückliche zu nennen. Wie, eine glückliche? Ja, eine glückliche; denn wenigen Angestellten, zur Herrn Benoist die Zahlen diktiert hat. Und dennoch ist diese eine mehr hinderniffe in den Weg gelegt, und trozdem nahezu die ganze regelmäßiges. Sie steht an allen Arbeitstagen des Jahrs im selben kommen. Den laufenden Wagen wurden mit jedem weiteren Tage wenn ihr Einkommen auch mir ein geringes ist, ist es doch ein Polizeimannschaft( 1100 Mann) zur Beschützung der Wagen und Hauſe in Dienst, fie fennt nicht die Schreden der toten Saison, fie Bewachung der Geleise verwandt wurde, kam es zu häufigen Angriffen ist faft eine fleine, Bourgeoise, nachdem die Hausmeiſterin von ihr Streifenden selbst so gut wie gar nicht, nicht blos ans eignem Anauf die" Scabs", zur Demolierung von Wagen und mannigfachen Neujahrsgeld fordert. triebe hielten sie sich von allen Ausschreitungen fern, die Leiter des und dem entsprachen sie durch ihr gesamtes Verhalten, einige Higtöpfe ausgenommen, die sich allen Warnungen zum Trok zu der und jener Ungefeßlichkeit hinreißen ließen. als ärztlicher Direktor eines Krankenhauses an. tage gegeben habe, nachzulesen. Was nun die erſteren anlangt, so kann ich mich hierbei ziemlich kurz faffen, indem ich dem Herrn Professor nur empfehle, das Stenogramm der Antwort, welche ich den genannten Herrn im Reichs diese, bei aller Hochachtung, welche ich für sie hege, erst recht Was seine Autorität als Krankenhausleiter betrifft, so ist auch nicht geeignet, um als Beweis für seine Beschuldigung mir gegenüber angesehen zu werden. Wie die Dinge heute in den großen Krankenhäusern liegen, ist oft der tüchtigſte ärztliche Direktor nicht im stande, sich nur alle Einzelheiten der Krankenwartung und Krankenpflege zu kümmern, geschweige denn die Ausführung der direktoralen Verordnungen noch zu überwachen. Wer sind denn überhaupt die ärztlichen Direktoren der Krankenhäuser? Meist große, wissenschaftliche Autoritäten auf ihren Gebieten. Das hat zur Folge, daß diese Herren bei der recht mäßigen Honorierung, welche ihnen für ihre Arbeit in den Krankenhäusern zu teil wird, noch eine recht bedeutende Privatpraxis haben. Und hier find es besonders die Privatkliniken, in welchen die zahlungsfähigen Kranken st and es und fachgemäß von diesen Autoritäten be handelt werden und welche daher auch den größten Teil ihrer Zeit in Anspruch nehmen. gabe. Außer den An dem Ausstands hatten ihnen das auch von vornherein zur Pflicht gemacht fennen lernen? Wollen Sie das Budget einer andern weniger Glücklichen Es ist das einer fleinen Stonfeftioneuse, welche die leichten Arbeiten macht, d. h. eines ganz jungen Mädchens. Beginnen wir diesmal mit den Einnahmen: 1,25 Fr. pro Tag, das macht im Jahr 375 Fr. Jest die Ausgaben. Ich sehe ſte detailliert hierher. Bei dieser Materie giebt es keine Phrase, welche so eindringlich sprechen könnte, wie die nackten Ziffern: Micte 100,- Fr. 1 Kleid 5," 1 Fichu. 2, " 2 Baar Strümpfe 1,30 " 2 Paar Schuhe 8,-" 2 Hemden. 1 Leibchen 2 Taschentücher 2 Servietten Beleuchtung 2,50" 1,25" -, 80" -, 80 • IP 4, " Ju Summe 125,65 Fr. Die große Masse der Einwohnerschaft war von Anfang an auf seiten der Streifer und bewies dies durch die Bereitwilligkeit, mit der gute Wiiene zum bösen Spiel gemacht und auf die gewohnten Bequemlichkeiten des Bahnbetriebs Berzicht geleistet wurde; man befundete seine Sympathie, indem man die weitesten Streden zu Fuß zurüdlegte oder Fuhrwerke jeder Art benutzte und in ben ersten fünf Tagen ließ man selbst die wenigen Wagen umbenützt, die unter starker polizeilicher Bedeckung Fahrten machten. Im Laufe der Zeit ließen sich die Vertreter der Bahngesellschaft dazu herbei, mit den Führern der Streifenden zu verhandeln, weigerten sich aber Außerdem haben die Herren als Professoren noch ihre Kollegien zuerkennen, da es der Gesellschaft vor allen Dingen um Sprengung ausdrücklich, sie als Vertreter des Verbands der Angestellten an zu halten. Da bleibt, die größte Arbeitskraft und Arbeitslust vor der Union zu thun war. Die Verhandlungen erwiesen sich als frucht nicht schrecklich, daß ein Geschöpf von 18 Jahren, eine Näharbeiterin, Was sagen Sie zu diesem Toilettebudget? Ist der Gedanke ausgesetzt, den Herren recht wenig Zeit für ihre Thätigkeit im los und ebenso die Vermittlungsversuche eines Bürgerkomitees. Die welche ihren ganzen Tag damit zubringt, mehr oder weniger Krankenhaus übrig. Aus diesen Gründen allein läßt sich denn erklären, daß selbst Gesellschaft suchte Streifbrecher heranzuziehen. Großen Erfolg hatte elegante Frauentoiletten herzustellen, jährlich sich nicht mehr an ärztliche Direktoren nicht wissen, ja nach Lage der Dinge garnicht sie in der ersten Woche nicht, was beispielsweise aus folgendem Kleidung gönnen darf, als eine Robe, zwei Paar Strümpfe und wissen können, wie schlimm es in den von ihnen geleiteten Kranken- hervorgeht. Ein Abgesandter der Compagnie zahlte für eine Anzahl zwei Hemden? Wollen Sie jetzt wissen, was ihr für die Nahrung Insassen des Arbeitshauses in Cincinnati die Strafgelder, bleibt? 65 Centimes im Tag, 13 Sons! Hier die Verteilung dieser Ich verwahre mich daher ganz entschieden dagegen, mit worauf dieselben aus der Haft entlassen und von ihm 13 Sous: auf übrigen Angeworbenen einen Specialzug Nebertreibungen in dieser für mich sehr ernsten Frage begangen zu gebracht wurden, der sie nach St. Louis befördern sollte. haben. Was ich in dieser Sache gesagt habe, war die volle Wahrheit. Ivar Derselbe Was die Schlußsätze der Polemik anlangt, so sehen auch Kondukteur bekannt wurde, daß seine Passagiere die Stellen der aber noch nicht weit gefahren, diese nach meiner Meinung weit cher einem Ausdruck starken Streifenden in St. Louis einnehmen sollten und da hieß es: Die Standesbewußtseins als einer sachgemäßen Widerlegung meiner Transit Compagnie denkt, aber der Lokomotivführer lenkt- der Kritik ähnlich. häusern mitunter aussicht. Otto Antric. Der jüngste Straßenbahnerstreik in Amerika. den als dem Zug ward auf ein Seitengeleise gefahren, vom Zugpersonal ver lassen und nicht weiter gebracht, so daß den noblen Passagieren nichts andres übrig blieb, als auszusteigen und nach Cincinnati zurüc oder sonstwo hin zu wandern. erwählen." Milch( des Morgens) 5 Centimes Brot( tagsüber) 20 Mittags( eine Wurst) 10 Gebratene Kartoffeln 5 " Käse 10 " Abends( eine Bratwurst). Startoffeln. 10 5 " In Summe 65 Centimes • Was halten Sie von diesem Menu? Wie sehr wird da das Die Forderungen der Angestellten bezogen sich in erster bittere Wort verständlich, welches eine Arbeiterin zu Herrn Benoist Reihe auf die Erfüllung dessen, was im März abgemacht Besprochen hat:" Ja, zum Teufel, mein Herr, gewiß ist man nicht worden war: 3wei Dollar( 8 Mark) per Tag für zehn zu seiner Befriedigung." Wie versteht man da auch, daß der Mann, St. Louis, 7. Juni 1900. Stunden Dienst innerhalb zwölf auf einander folgenden Stunden, welcher sich mit diesem Elend vertraut machte, des nüchternen Tons Der Streik der hiesigen Straßenbahn- Angestellten dauert jetzt Entschädigung für Wartezeit und leberstunden und An- seiner Darstellung überdrüssig wird. Nachdem er festgestellt hat, daß bereits 4 Wochen, und noch ist ein Ende nicht abzuschen. Die merkennung der Union. Ferner war die Bedingung gestellt, daß die 20 Sous täglicher Einnahmen gerade zur Deckung der Ausgaben stände, die zu diesem Streit geführt haben, dürften jezt in Deutsch- mur zur Union gehörende Lente angestellt und Entlassungen niemals reichen, ruft er aus:„ Und das Budget ist also im Gleichgewicht! Aber es kommt der Winter- das ist die Kälte; die arbeitslosen land besonders interessieren, da zur Zeit auch dort eine Bewegung ohne guten Grund und aus bloßem Vorurteil gegen die Union er- Tage das ist der Hunger; die Krankheit das ist der Tod! der Straßenbahner im Gauge ist. folgen sollten. Die Forderung, nur Unionsmitglieder zu beschäftigen, Die Straßenbahnen von St. Louis gehörten bis vor einigen ward von den Streifern aufgegeben, desgleichen, die sich auf die Diese Zahlen gelten überdies lediglich für die Gesunden, für die, Jahren neun oder zehn verschiedenen Gesellschaften und standen unter Dienſtſtunden usw. beziehenden Punkte, deren spätere Erledigung sie welche zu verzichten wissen! Die andern, die, welche nicht verfie können nichts thun, als sich ein andres Elend getrennter Verwaltung. Die erste Aenderung hierin trat ein, als vor einem gemeinschaftlichen Somitee überlassen wollten. Es handelte zichten etwa fünf Jahren ein Chicago er Syndikat zwei der größten sich daher nur noch um das Anerkennen der Union und am Bahnen käuflich an sich brachte und inter eine Zeitung neunten Tag des Ausstands erklärte sich die Gesellschaft hierzu bereit stellte. Ein paar Jahre später verkauften die Besitzer und auch zur Wiederanstellung der Streiter, aber nur unter der Bedreier andrer großen Linien, die sich außerordentlich gut rentiert dingung, daß jeder Einzelne vorher die eidliche Erklärung abhatten, an das schon vorher sehr ausgedehnte Lindell- Bahnsystem, gebe, daß er sich während des Ausstands keinerlei ungefeglichen Handlung Die Schöneberger Schulangelegenheit, die schon so vielfach welches dadurch zum mächtigsten in der Stadt wurde. Im Herbst schuldig gemacht habe. Auf dieses Verlangen gingen die Streiker die Gerichte beschäftigt hat, wird voraussichtlich heute vor der zweiten 1898 erfolgte ein Besitzwechsel bei einer weitern Bahn und die nicht ein, erboten sich jedoch, den" Scabs"," d. h. denen, die in der Strafkammer des Landgerichts II zum endgültigen Abschluß geStäufer waren wiederum Chicagoer Großkapitalisten. Bei allen Zwischenzeit ihre Stellen eingenommen hatten, nach ihrer Wieder- langen. Im Oktober 1897 erschien im Schöneberger Tageblatt" diejen llebertragungen machten die Verkäufer ein glänzendes Geschäft, entlassung eine halbmonatliche Löhnung zu zahlen und falls sie von eine Anzahl Artikel, die auch in Berliner Blätter übergingen. denn sie erhielten enorme Summen. Mit Ausnahme einer einzigen auswärts gekommen, auch die Kosten ihrer Stückreise zu be- Es wurde darin erzählt, daß der Lehrer Paul Richard. waren bald alle hiesigen Gesellschaften zum Zwecke der Konsolidierung streiten. der bei der Gemeindeschule zu Schöneberg angestellt war, und Organisierung einer neuen Gesellschaft mit einem( allerdings Heute sind es 31 Tage, seitdem St. Louis mit seinen 700 000 den neunjährigen Schüler Rudolf Fischer derart gezüchtigt zum großen Teil nur auf dem Papier stehenden) Riefenkapital ver- Einwohnern unter einer Berkehrsstörung leidet, die in erster Reihe habe, daß derselbe infolgedessen verstorben sei. Dem Lehrer cinigt. Hierzu brauchte man aber auswärtige Hilfe, und die New ein paar tausend Familien brottos macht, für Handel und Ge- wurde maßlose Noheit, Brutalität und dergleichen borGerichts- Beitung. Versammlungen. Die Wiener gelvorfen.: Sache Feschäftigte zunächst das Provinzial- Edul Das Schöffengericht sprach K. frei, das Landgericht als BerufungsEingegangene Druckschriften. kollegium, das dem Lehrer Richard zwar das Züchtigungsrecht entzog, instanz verurteilte ihn jedoch zu einer Geldstraße von 15 M. und der Bon der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das aber auf Grund der ärztlichen Gutachten nicht zu der Ueberzeugung Straffenat des Kammergerichts verwarf die hiergegen ein- 38. Heft des 18. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: gelangte, daß der Tod des Knaben Fischer auf die ihm wider gelegte Revision mit folgender Begründung: Oeffentliche An- Die wahren Sieger. Juristisches zum Güstrower Meineidsproze. Die fahrene Züchtigung zurückzuführen fei. Nummehr wurde gegen gelegenheiten feien alle solche Angelegenheiten, die nicht letzten Legislativwahlen in Belgien. Von Dr. Emil Bind. den Redacteur des Schöneberger Tageblatts", Jowie ausschließlich die Privatintereffen der einzelnen phyfischen Gemeindewahlen. Bon Otto Pohl. Die Wahlgefeße der deutschent gegen den Verfasser der Artikel wegen öffentlicher Beleidigung des und juristischen Personen berührten, sondern im Gegensatz hierzu das schau: Minna Cauer, die Frau im neunzehnten Jahrhundert. Bon Elſe Bundesstaaten von Heinrich Wezker.( Fortsetzung.) Litterarische RundLehrers Richard Auflage erhoben. Sie wurden in zwei Instanzen gesamte öffentliche Interesse der Gesamtheit des Gemeinwesens. Epiegel. Zwei Bücher von Irma von Troll- Borostyani. Von R. Schweichel. verurteilt, nahmen das Reichsgericht in Anspruch und erzielten, daß Der Senat nahm nun an, daß in der fraglichen Versammlung öffent- Felix Salten, Der Hinterbliebene. Feuilleton: Die Dame mit dent die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht I verwiesen liche Angelegenheiten hätten erörtert werden sollen und auch erörtert Bündchen. Von Anton Tschechow. Uebersetzt von Eugenie Kliorin.( Schluß.) wurde. In dieser Instanz wurde der angetretene Wahrheitsbeweis worden feien. Die Anmeldung sei somit zu lurecht unterblieben und für erbracht angesehen und sämtliche Angeklagte wurden frei die Bestrafung gerechtfertigt. Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen gesprochen. Der Thatbestand wurde dahin festgestellt, daß der ( Stuttgart, Dies' Verlag) ist uns soeben die Nr. 13 des 10. Jahrgangs zu Lehrer Richard dem Schüler Fischer eine Züchtigung hatte zukommen gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Was bringt die neueste Reform der Gewerbe Ordnung den Arbeiterinnen. I. Die lassen, weil derselbe unaufmerksam gewesen war, eine Rechen: Fabrikarbeit verheirateter Frauen in Bayern. Von D. Zinner.- Aus der aufgabe nicht lösen konnte und seine Schularbeiten nicht ge= Bewegung. Feuilleton: Medizinerinnen des Mittelalters. Von Melanie macht hatte. Fischer mußte vortreten und eine gebückte Stellung( central und lokal) hatten am 17. Juni bei Keller, Koppenstraße, fegung.) Notizenteil von Lily Bran und Klara Zettin: Weibliche FabrikDie Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter Berlins Lipinska. Aus dem Französischen übersetzt von Eugenie Jacobi.( Fort einnehmen, worauf der Lehrer ihm mit einem Stock einen kräftigen eine gemeinsame Generalversammlung anberaumt. inspektoren. Hieb über das Gesäß versetzte. Als der Knabe sich weigerte, fich Rein und Schumann erläuterten die in den Einigungsnochmals zu bücken, packte der Lehrer ihn, zog ihn an den Kleidern verhandlungen gefaßten Beschlüsse und empfahlen beiderseits in über den Tisch der ersten Bank, drückte den sich heftig Sträubenden mit einer Hand nieder und versezte ihm noch mehrere Hiebe übertreffenden Worten den Zusammenschluß beider Organisationen. das Gesäß. Als der Lehrer losließ, glitt der Knabe mit dem Unter- Schumann erläutert furz die Bedingungen, unter denen in Zukunft Teib über die hervorragende Kaute des Schultisches zur Erde. die Agitation zu entfalten sei. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen und sodann Schon auf dem Heimwege flagte er seinen Schulgenossen gegenüber folgender Antrag Reins einstimmig angenommen: über Schmerzen im Unterleib, am folgenden Tage stellte sich Erbrechen ein und am 25. Oktober trat der Tod ein. Die Sektion ergab schlüssen der Einigungskommission in allen Teilen einverstanden. Die kombinierte Generalversammlung erklärt sich mit den Be Bauchfellentzündung infolge Zerreißung eines Darms. Auf Grund dieser Feststellungen wurde In den Centralvorstand wurden hierauf von lokaler Seite Hamburg den Lehrer Richard Amboldt als zweiter Vorsitzender. Förster und Schulzke als Beisiger Berlin Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Das Gutachten des und Kräfer als Revisor gewählt. Die Ortsverwaltung wurde aus Grantf./. 763 O heiter Ober Medizinalkollegiums ging dahin, daß durch die heftigen 8 Kollegen von centraler und 7 Kollegen von lokaler Seite zuAbwehrbewegungen des Knaben eine hochgradige Drud steigerung im Bauchrannre veranlaßt worden und der Tod fammengesetzt. Außerdem wurden noch 5 Vertreter der einzelnen fomit eine mittelbare Folge der Züchtigung gewesen sei. Der Angetlagte hätte sich fagen müssen, daß der Knabe sich an der scharfen Kante des Tisches Schaden thun konnte. H gegen In der heutigen Verhandlung wird es nun darauf ankommen festzustellen, in welcher Art die Züchtigung vorgenommen wurde, es find zwölf Schüler geladen, die dem Vorfall beigewohnt haben. Zu besoldeten BureauDie beiden Witterungsübersicht vom 18. Juni 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm. Wind762 O 761 O Bumpia Windstärte Wetter Temp. n. 6. ( 5° 6.4" R. Stationen Barometer= stand mm WindBunz Windstärke Wetter Temp. n. 6. HES 5° C.= 4° 9.1 winemde 763 SO 1 heiter 1 bedeckt 2 Regen 15 paparanda 763 S 15 Petersburg 757NNO 13 Cort 766 764 OSO 766' 2 heiter 10 1 bedeckt 6 2 bedeckt 14 2h1b. bed. 16 1olfen! 16 München 764,5 Wien 762 19 Aberdeen 5 wolfig 17 Baris 2 bedeckt 16 Wetter Prognose für Dienstag, den 19. Juni 1900. Ziemlich fühl, zeitweise heiter, vielfach woltig mit etwas Nejen und Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Branchen und 3 Revisoren gewählt. Angestellten wurden gewählt: Hofmann, 1. Bevollmächtigter; Rein, Raffierer; Werner, Stellenvermittler; Steinide, Bibliothefar; Rath: mäßigen nördlichen Winden. mann, Sektionsleiter der Straßenbahner, und Breska und Uthes als sammlung den Kollegen Straube. Ferner wurde beschlossen, ab Einkassierer. Zum 2. Bevollmächtigten( umbesoldet) wählte die Ver1. Juli die Sterbeunterstützung nach 5 jähriger Mitgliedschaft auf Die feit sechs. Tagen die 4. Straffammer des Landgerichts I 70 M. zu erhöhen. beschäftigende Betrugsauflage gegen den Agenten Hermann Ka le vent Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahn) Bezüglich des Streiffonds wurde beschlossen: Der Beschluß der anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte und den Kaufmann Wilhelm Rie stedt hat gestern zum Urteilsspruch Generalversammlung der Ortsverwaltung Berlin vom 20. Mai, be- Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantgeführt. Staatsanwalt He I big schilderte den Angeklagten Stalevent züglich der obligatorischen Einführung eines Streiffonds, zu dem wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. als einen Geschäftsmann von seltener Gewissenlosigkeit, der die ihm pro Monat 25 Pfg. zu zahlen sind, wird aufgehoben. An dessen blindlings vertrauende Frau von Tucholka wie eine Citrone aus- Stelle tritt die Einführung eines freiwilligen Streiffonds- Freitag von 7-9 Uhr abends fiatt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und gepreßt und beantragte gegen ihn 5 Jahre, gegen Riestedt beitrags mit der Maßgabe, daß diejenigen Berufskollegen, die von sechs Monate Gefängnis. Nach längeren Plaidoyers der Rechts- dieser Einrichtung Gebrauch machen, bei Maßregelungen eine höhere empfohlen: Allaun, Bernstein, Schwefel und Salveter vermischt man zu Wissenschaft. Gegen Tintenflecke auf Papier wird folgendes Pulver anwalte Wronker und Blathner zog sich der Gerichtshof zu Unterstützung erhalten als diejenigen, welche nicht zum Streiffonds gleichen Teilen miteinander. Von diesem Pulver ein wenig auf Papier ge11/ 2stündiger Beratung zurück. Wie der Vorsitzende, Direktor zahlen. Die Unterstützungen betragen 10 resp. 14 r. Schumann bracht, soll den Fleck gründlich beseitigen. Das Pulver ist gut verschlossen Oppermann, bei der Verkündigung des Urteils hervorhob, war teilte noch mit, daß ab 1. Juli fich das Bureau der Ortsverwaltung aufzubewahren. Ebenfalls ist eine Auflösung von völlig weißem Chlortalt der Gerichtshof vor eine schwierige Aufgabe gestellt, denn er hatte und der Arbeitsnachweis im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 II wirtfam; auch wird eine, wie wir glauben, bei Droguisten erhältliche altovor sich auf der einen Seite einen sehr gewandten und verschlagenen Bimmer 16 befindet. Das Umschreibenlassen der Bücher müsse bis holische Auflösung aus Oralsäure„ Encrivore" empfohlen. Geschäftsmann, auf der andern Seite eine Frau, die nach dem zum 1. Oktober d. Js. erfolgen, andrenfalls würden die Kollegen termung der französischen Sprache: die von Toussaint- Langenscheidt. G. P. 77. Wir fennen nur eine brauchbare briefliche Metode zur ErUrteil der Sachverständigen geistesschwach ist und deren Glaub- ihrer Unterstützung verlustig gehen. Certel machte auf die bevorwürdigkeit sorgsam Witthuhn. 1 und 3 zu erfragen im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. zu prüfen war. Nach dem überein- stehenden Gewerbegerichtswahlen aufmerksam. Steinicke ersucht die Endlich Nr. 2: Wenden Sie sich an Herrn Paul Schneider, Buchbinderei stimmenden Gutachten der Sachverständigen sei die geistige Er- noch ausstehenden Bibliotheksbücher umgehend abzuliefern. Mit in der Beuthstr. 2, Hof rechts II. frankung der Frau v. Tucholfa nicht derart, daß ihr von vornherein einem begeisternden Hoch auf den Centralverband wurde die Ver- A. S. 00. Nach dem sächsischen Steuergesetz ist die Steuer voll zu die Glaubwürdigkeit abzusprechen sei und der Gerichtshof habe ihr sammlung geschlossen. Stettin, zahlen, Sie könnten aber um Niederschlagung einfommen. Glauben geschenkt, da ihre Aussagen durchaus mit anderweitig feſt= Grünhof. Wird angenommen, daß eine fahrlässige Körperverlegung gestellten Thatsachen übereinstimmten und ihr nirgendwo eine Un- Schirmarbeiter vom 13. Juni. Flude gab den Bericht über den getreten ist, so fann eine Bestrafung nicht eintreten. Nimmt man an, es Mitgliederversammlung des Verbands der Stock und vorlag, in dessen Folge der Tod des zum Lotal Hinausgeworfenen ein wahrheit nachzuweisen gewesen sei. Der Angeklagte habe durch feine 3/ 4jährige Thätigkeit für Frau v. T. ganz erhebliche Vorteile Songreß der durch Vertrauensmänner centralisierten Gewerkschaften. habe Vorsäglichkeit vorgelegen, so ist der Betreffende mit Gefängnis bis zu eingeheimist, während er der Frau v. T. nicht wieder gut zu die ernste und gründliche Arbeit, die auf dem Kongres geleistet Berbindlichfeit des Vertrags nach erreichter Bolljährigkeit an Schwarz. Nein, es sei denn, sie erkennt die An der Hand von reichhaltigem Material gab er eine lebersicht über 5 Jahren zu bestrafen. Ver machenden Schaden zufügte, indem er Anklage stehenden Geschäften betrügerischerweise mit falschen An- war die Bersammlung entrüstet über das Verhalten der Kollegen feiner Unterschrift flar ist. Hernach giebt es feinen Rücktritt. War der luter. bei allen drei zur wurde. In der Angelegenheit der Werkstatt von Körnig u. Aufrecht soll niemand unterschreiben, wenn er sich nicht völlig über die Tragweite sicherungsverträge, Abonnements auf erika und dergl. gaben operiert. Solche falschen Angaben liegen bei dem Tauschgeschäft Friedrichstr. 217- Gut Steinbach vor, doch hat das Rothe, Reibeholz, Igel 11. Krachel, welche nach Aufforderung schreiber zur Zeit der Unterschrift aber minderjährig, ſo iſt der Vertrag ungültig. des Vorstands nicht die Werkstatt Gericht nicht für genügend festgestellt erachtet, daß der Angeklagte das ersten haben sich nun nach ca. drei Wochen doch noch ent- Invalideurente Ihnen zu bewilligen und Sie in eine Seilanſtalt anbe Harz. Beantragen Sie schleunigst bei Ihrer Invaliditätsanstalt, die ewußtsein gehabt habe, daß seine Angaben den hervorgerufenen ichloffen, die Werkstatt zu verlassen, die andern beiden arbeiten zunehmen. 3. 1. Nein. 2. Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde Schaden zur Folge haben müssen. Deshalb habe der Gerichtshof in jedoch jetzt noch. Die Versammlung beschloß, daß die Sperre über bent 48. Formell wäre ein solcher Erlaß möglich, er wäre aber faunt diesem Falle auf Freisprechung erkannt. Anders liege die Sache bei dem die betreffende Werkstatt weiter bestehen bleibt und jeder Kollegen denkbar, weil die vorübergehende Aufhebung der im öffentlichen SicherheitsFriedrichshagener Geschäft. Der Angeklagte habe gesehen, daß er eine abgeraten wird, dort Arbeit zu nehmen, widrigenfalls dieselben als dürfen, den Aufheber dieser Vorschrift für alle in ihrer Folge entstehenden intereffe gegebenen Vorschrift, daß Fahrer ohne Fahrschein nicht fahren völlig geſchäftsunkundige Frau vor sich hatte, die in seinen Händen wie" Arbeitswillige" betrachtet werden. Unter Werkstattangelegenheiten Unfälle nicht nur moralisch, sondern auch persönlich verantwortlich machen würde. war und hat in diesem Falle betrüglich gehandelt. Dasselbe wurde der Grund auseinandergefeht, weshalb Liebenow die Werkstatt jei per Fall bezüglich ber Barzellations- und Societäts- Berträge, wurde der Grund Beriammlung mißbilligt das Ver- A. R. 2. 100. Eine Strafanzeige wäre wegen Verjährung erfolglos. die der Angeklagte mit Fran v. T. abgeschlossen und bezüglich der halten des Werkführers den dortigen Kollegen gegenüber umfomehr, tümer nicht, seine Sachen zu verkaufen. Nur muß er wahrheitsgemäß an Machinationen, die gemacht wurden, um Frau v. T. die Ueber- als derselbe doch schon jahrelang mit ihnen zusammengearbeitet geben, was ihm gehört dazu gehört auch das empfangene Kaufgeld. zeugung von dem hohen Werte des Friedrichshagener Grund- hat und selbst politisch und gewerkschaftlich hervorragend thätig war. fprechung nicht vor, es empfiehlt sich aber, den Einwand der Verjährung zu Tryml 61. Verjährung liegt nach der allerdings schwankenden Recht: ftüds beizubringen. Hier hat nach Ansicht des Gerichts der zweite Angeklagte dem Kalevent Beihilfe geleistet. Stalevent Versammlung der Parkettbodenleger. Berichtigung. erheben. H. W., 2 Wetten. 1. Pankow, Weißenfee, Stegliz find habe in der gröblichsten Weise betrüglich gehandelt, er habe die Mit Bezug auf den Bericht über die letzte Versammlung der Parkett- Dörfer, nicht Städte; Rirdorf, Schöneberg und Charlottenburg sind Städte. willensschwache Frau eingeschüchtert, schließlich sogar roh behandelt bodenleger in Nr. 135 unsres Blatte schreibt uns Herr Tischlermeister 2. Zum Einfommen wird der freie Unterhalt zugerechnet, deshalb liegt in und ihren vollständigen Ruin herbeigeführt. Mildernde Umstände seien Gustav Petro, Turmstr. 25, daß er den Tarif schon längst be- Gheglück. Die Bekanntmachung des Aufgebots hat in beiden Gemeinden G. J. Geringfügige Körperfehler. ihm daher versagt worden. Der Gerichtshof erkannte auf 4 Jahre zahle. Mit einem neuen Tarif und der Aufforderung, ihn zu unterzu erfolgen. 2. N., Schöneberg. Dies ist auf feinen Fall statthaft. Gefängnis, unter Anrechnung von 6 Monaten, Ehrverlust auf zeichnen, sei bisher bei ihm niemand gewesen. Er sei übrigens selbst Dro. Sie können Ihrem Bevollmächtigten die Vollmacht stets ent: 5. Jahre. Riest edt wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Unternehmer( nicht Vertreter) und jederzeit bereit, zu unterschreiben. ziehen. Abschrift des Testaments zu erteilen fönnen Sie beim Amts: Kalevent wurde sofort in Haft genommen. gericht I beantragen. Weißenburg ist zuständig. Sprechen Sie eventuell in Genosse Koblenzer sendet uns folgende Richtigstellung: Der der Sprechstunde vor: es ist aus Ihrer Darlegung nicht ersichtlich, welche Polizeistunde für Abstinenzlokale. Der Speisewirt Rudler Bericht in Nr. 188 des„ Borwärts" über die Versammlung der Kassen- Hindernisse der Erbregulierung im Wege ſtehen. 3. 100. Ohne Mit: hatte in seiner Wirtschaft über die Polizeistunde hinaus Gäste ge- vorstände usw. enthält in Bezug auf meine Ausführungen einen Jrr- teilung, wann die Heirat stattgefunden hat, wo der erste Wohnsiz der Gheduldet und war deshalb mit einer Polizeistrafe belegt worden. Er tum, welcher geeignet ist, dieselben widerfinnig erscheinen zu laffen. leute war, ob Kinder vorhanden sind, endlich, ob ein Vertrag zwischen den wandte sich darauf an die Gerichte und machte geltend, die Polizei- Ueber die Orts- Krankenkasse der Tischler ist von mir geiagt worden: Dic- Cheleuten geschlossen ist, lassen sich Ihre Fragen nicht beantworten. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde bor. stunde finde auf sein Lokal überhaupt nicht An- selbe hatte zur Zeit der Aufnahme der Statistit 19 500 Mitglieder, gehörte G. 2. 62. Nein; erst nach erfolgter behördlicher frucht: wendung, weil dort feinerlei geistige Getränke zu den wenigen Kassen, welche noch eine neunstündige Arbeitszeit hatten lofer Aufforderung gum Jupfen fann Bestrafung eintreten. ausgeschänkt würden. Die angewandte Polizeiverordnung und zahlte ihren Rendanten 2180 M. Gehalt. Die Kasse gehört zu Jei insoweit rechtsungültig, als sie sich auch auf Wirt den bestsituiertesten, denn sie erhebt nur die zweitniedrigsten Beiträge schaften von der Art der feinigen beziehe. Rudler wurde jedoch von( 21/2 Proz. des ortsüblichen Tagelohns), gewährt ihren Mitgliedern Der Straffammer verurteilt. Nunmehr legte R. Revision ein. trotzdem auch für die Sonntage Krankengeld und zwar im Höchst Er wiederholte zu ihrer Rechtfertigung seine früheren Einwände und falle auf die Dauer von 52 Wochen. Die Rendanten werden schlechter betonte dann noch, daß die fraglichen Polizeivorschriften auch die bezahlt als diejenigen bei Kassen mit 2-3000 Mitgliedern." Gewerbefreiheit beeinträchtigten. Der Straffenat des Kammer- ,, Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Heute abend gerichts verwarf die Revision mit folgender Begründung: 81% Uhr im Gewerkschaftshaus. Engel- Ufer 15, Saal 1: Bersammlung Die polizeilichen Vorschriften über die Polizeistunde seien Wie stellen sich die Kollegen zur Erhöhung des Lokalbeitrags." mit Recht auf die Wirtschaft des Angeklagten wendet worden, obwohl dort weder Bier noch andre geistige Getränke ausgeschänkt worden seien. In Betracht komme der§ 6e des Polizeiverwaltungs- Gesetzes, wonach zu den Gegenständen polizeilicher Vorschriften gehörten: das öffent- Weizen, gut liche Interesse in Bezug auf die Aufnahme und Beherbergung von Fremden; die Wein, Bier- und Kaffeewirtschaften und Einrichtungen zur Verabreichung tränken. ange= " " Marktpreise von Berlin am 16. Juni 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidium. D.- Ctr.| 15,40) Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Kenle 1 kg do. Bauch Schweinefleisch |--16| 15,20 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 8,-6, P. N. 111. Die Leistung eines Offenbarungseides hindert den Eigenjenem Fall Steuerpflicht vor. 23. 2. 500. Es ist zwischen Aufnahme in den preußischen Staats: verband und Naturalisation zu unterscheiden. Ein deutscher NichtBreuße kann sich in den preußischen Staatsverband aufnehmen laffen das foftet nichts und er hat ein Recht auf Aufnahme in dem preußischen auf Naturalisation hat er feinen Anspruch, diese Naturalisationsurkunde Staatsverband. Ein Nicht Deutscher fann sich naturalisieren lassen. fostet 50 M. Vor dem Gefch über Erwerb und Berlust der Staats: angehörigkeit und vor der Errichtung des Norddeutschen Bunds, be: ziehentlich des Deutschen Reichs, wurde für Naturalisationen aller Nicht Preußen Geld genommen. Justiz 1 a Der Betreffende wird wohl mit Zuchthausstrafe belegt sein. Die Frau tann unter Darlegung des Sachverhalts schriftlich beim Polizei- Präsidium anfragen. | 160 120 Central- Kranken- u. Sterbe- Turn verein ,, Fichte" fasse der Tischler. Örtliche Verwaltung Lichtenberg. Am Sonnabend, den 16. d. Mts., 1,80 verstarb nach furzer Krankheit unser 3.60 2.20 Mitglied, der Drechsler mittel " " gering 1,20 1, 19 " 1,60 " " mittel 1,60 1, " " gering 1,60 " " 14,70 " mittel 14,20 14,10 13,60 2,40 Fier 60 Stüd " gering mittel gering 13,50 13,10 15,70 15,20 14,90 14,40 14,10 13,50 Starpfen Aale 1 kg Bander Nichtstroh Hen 7.16 6,50 9,90 6, 40, 25, 45,- 20, Hechte Bariche Schleie Bleie Strebje " " Mitgl.b. Arbeiter- Turnerbunds. Die Beerdigung unsres Turn genossen Karl Hoffmann findet am Mittwoch, den 20. Junt, 2.80 140 Heinrich Gullnick namittags 4½ Uhr, vom Krankenhaus 2,60 1.20 2,40 1,20 im 34. Qebensjahre. 1,80 0,80 Die Beerdigung findet am Diens: 2,80 1,20 tag, den 19. d. Mts., nachmittags 1,40 0,80 4 1hr, von der Leichenhalle des per Schot 15,- 3,-- Gemeinde- Friedhofs aus statt. Ehre seinent Andenken! 268/1 Die Ortsverwaltung. von Speisen und Geoggen, gut Hiernach könnten die Vorschriften über die Polizeistunde unterschiedslos auf sämtliche Speisewirtschaften ansgedehnt*) erste, gut werden, gleichgültig, ob ein Ausschank geistiger Getränke damit verbunden sei oder nicht. Verfehlt sei auch der Einwand des Angeklagten, daß hier eine Beschränkung der in der Gewerbe- Ordnung*) Hafer, gur festgelegten Gewerbefreiheit vorliege. Der§ 1 der Gewerbe- Ordnung befage nur, daß der Zulassung zum Gewerbebetriebe an sich Beschränkungen nicht entgegenständen. Es werde dadurch aber nicht der Erlaß von Vorschriften gehindert, die die Ausübung der Erbsen Gewerbe im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit Speisebohnen regele. Linjen 70,- 30, Vereinsgesehliches. Der Verein Berliner Civil Berufs*) frei Wagen und ab Bahn. musiker hielt im Oktober vorigen Jahrs im Saale des Hand: Vroduktenmarkt vom 18. Juni. Getreide. Infolge der höheren Statt besonderer Meldung. werkervereins eine Versammlung ab, in der die wirtschaftliche Page Preisnotierungen aus Nordamerika und Destreich- Ungarn fette Getreide fest ein, doch konnte sich die Tendenz bei der ausgedehnten Unternehmungsder Civil- Berufsmusiker und die Konkurrenz, die ihnen die Beamten umluft der Nehmer und bedeutendem Realisationsbedürfnis, namentlich für Nachricht, daß mein lieber Mann, Allen Freunden und Bekannten die und die Militärtapellen machen, erörtert wurde. Der Juliroggen, nicht lange behaupten. Am Frühmarkte wurde Weizen für Bater, Schwiegervater, Großvater, Vorfizende Kähne erhielt demnächst eine Auflage wegen Ver- Lieferungen 0,50 M. höher gesprochen, während Roggen sein letztes Niveau Bruder und Onkel, der Zeitungs gehens gegen§ 1 des Vereinsgesetzes, weil die Versammlung gut behauptete. Mittags ging Weizen auf Schlußpreise vom vorigen Sonn- spediteur der Polizeibehörde nicht vorher angemeldet worden war. Der An: abend zurüd, Roggen war 0,50 M. für Monat Juli bis eine Mark gedrückt. Karl Artz Roggen matt. geflagte bestritt, daß die Versammlung hätte angemeldet werden Das Effettivgeschäft lag völlig interesselos. Weizen! müssen. Es habe sich nicht um eine Erörterung öffentlicher An- schwach behauptet. Einen allgemein preisdrückenden Einfluß übte auch die im Alter von 55 Jahren nach furzen, gelegenheiten gehandelt. Der Polizeipräsident habe seiner Zeit selber fehr günstige Beurteilung des Wetters in legter Zeit aus. Offerten waren schweren Leiden verstorben ist. für nordrussischen Roggen reichlich vorhanden, das Inlandsangebot war auf eine Anfrage hin erklärt, er sehe den Verein nicht als einen nicht bedeutend. Hafer loco unverfäuflich. Mais flau. Rüböl still und folchen an, der den Vorschriften des§ 2 des Vereinsgesetzes unter- schwächer. Spiritus war unverändert. falle. Thatsächlich liege es dem Verein fern, auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken. 1522 Am Urban, nach dem Emmaus- Kirch hof( Nirdorf, Hermannstraße) statt. Die Sängerschaft des Vereins ver sammelt sich zur festgesezten Zeit im Vereinslokal. 1534b Zahlreiches und pünktlisches Er fcheinen erwartet Der Vorstand. Am 17. nachmittags 3/4 Uhr, verherzensguter und sorgsamer Bater, starb mein innigftgeliebter Mann, unser Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager, der Restaurateur Fritz Schneider im 38. Lebensjahre. 15296 Um stilles Beileid bittet Auguste Schneider, Jüdenstr. 31. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mitt: Die Beerdigung findet am Dienstag, woch, den 20., nachmittags 51 Uhr, den 19. d. M., abends 6 Uhr, von von der Leichenhalle des Nikolai: der Leichenhalle des St. Simeons: Kirchhofes, Prenzlauer Allee 7, aus, Kirchhofes aus, statt. statt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bubium gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Dienstag, den 19. Juni. topielhaus. Die Quizzows. Anfang 72 Uhr. Nenes Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Dentsches. Der Probefandidat. Aujang 72 Uhr. Lessing. Daisy( A runaway girl). Anfang 72 Uhr. Berliner. Berlin bei Nacht. Aufang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 11hr. Neues. Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Schiller.( Morwitz Oper.) Das Nachtlager von Granada. An. fang 7 1hr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 libr. Carl Weij. Ant Spieltisch des Lebens. Anfang 8 Uhr. Victoria. Sündige Liebe. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Cavalleria rusticana. Heimat. Etablissement„ See- Terrasse" Apollinaris Röderstrasse 6, zwischen Landsb. Allee( Steuerhaus) und Lichtenberg. Grösstes und vornehmstes Sommer- Etablissement Berlins. Erstrangige Konzerte. Gondel- Korso auf dem herrlichen 32 Morgen grossen See. Variété- Theater. 4 grosse Kegelbahnen. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Grosses Tanz- Kränzchen. Aussichtsturm. Kinder- Sportplatz. Familien- Kaffeeküche. Wochentags frei!! Entree Sonntags. 10 Pfg. Kinder frei. So Fagwerkstagen 20 Pig99 TERRAIN GESELLSCHA See- Terrasse Lichtenberg b/ Berlin DEUTSCHE BERLIN Den pt. grösseren Vereinen steht unser Riesen- Etablissement unentgeltlich zur gef. Verfügung. Urania 99 Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/62: Der Troubadour. Specialitäten Tagl. Sternwarte. Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. ( Internationale Urania.) Jm Märchenwalde. Aujang 8 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstelling. Benus auf Erden. 7½ 116r. Anfang Deichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. ffage Panoplikum. Specialis täten Borstellung. Irania. Invalidenstr. 57/62. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Vorletzte Woche! Riesen u. Zwerge. Von 7 Uhr ab: Täglich abends von 5-10: Specialitäten- Vorstellung Sternwarte, Taubenstraße 48/49. Abends 8 1hr( im Theatersaal):„ Bon den Allpen zum Vesuv". CASTANS Im Zoologischen Garten Ausstellung unsrer neuesten Landsleute: SAMOANER Samoanisch. Dorf im Kranze grüner Palmen. Eingeborne aus Samoa: Männer, Frauen, Kinder. Häuptlinge. Dorfjungfrau. Krieger in vollem Kriegsschmuck. Hochinteressante, einzig in der Welt dastehende Vorstellungen! Grosse ethnologische Sammlung! Geöffnet v. 9-12 u. 3-8 Uhr. Vorführungen: um 11 Uhr vorm., 312, 5, 612 Uhr nachmittags. Einlagen nach Bedarf. Entree direkt in die Ausstellung, ohne den Besuch des Zool. Gartens, Eingang an der Stadtbahn: 50 Pf.. Kinder 25 Pf. Besucher des Zool. Gartens zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. NATÜRLICH KOHLENSAURES MINERALWASSER. Versandt im Jahre 1888 12,720,000 Gefassé 1899... 25,720,000 " "" "> ,, Sein angenehmer Geschmack und sein hoher Gehalt an reiner Kohlensäure, zeichnen es vor den andern ähnlichen Mineral- Wassern vortheilhaft aus." Geh. Med.- Rath Prof. Dr. Virchow, Berlin. Socialdemokratischer Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. 1970 Dienstag, den 19. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Hertzberg, Alte Jakobstraße 75: Versammlung Tages Ordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag des Herrit Dr. Ratkowsky über: „ Die Bevölkerungszunahme und ihr Einfluß auf den Kampf ums Dasein." 2. Distussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Broschitre„ Führer durch das Gesetz über die Alters: und Inva liditätsversicherung" kann in der Versammlung in Empfang genommen 240/12 Der Vorstand. werden. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 19. Juni, abends 8 Uhr. im Saal des Herrn Graumann, Naunynstraße 27: Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag über: ,, Die Parteien und das Wahlrecht." Referent: Stadtverordneter Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 243/3 Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Täglich: Konzert, Theater, für den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Schiller Theater PANOPTICUM Specialitäten- Vorstellung und Ball. ( Wallner Theater). Dienstag, abends 72 Uhr: Das Nachtlager in Granada. Romantische Oper in 3 Aufzügen von Conradin Kreuzer. Mittwoch, abends 72 Uhr: Die beiden Schützen. Donnerstag, abends 7/2 Uhr: Das Glöckchen des Eremiten. Central- Theater Anfang 8 Uhr. Sensationeller Lacherfolg! Friedrichstr. 165. Magische WunderVorstellungen. !! Eine sensationelle Neuheit!! Neu! Neu! Rumänische OriginalKonzert- Gesellschaft ..Senescu". Die Helden des Transvaal- Kriegs. Victoria- Theater. Alexanderplatz. Berlin nach Elf. Sündige Liebe. Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Die sensationellen Schlager: Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Sittendrama in 4 Aft. v. A. Steinmann. !! Kleine Preise!! Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. 1m 9 1hr: Belle- Alliance- Theater. fenfationellem Erfolg: Jm herrlichen Sommiergarten: Grosses Garten- Konzert. Specialitäten Vorst. 1. Ranges. !!! Sensationelle Neuheit!!! Venus auf Erden. Im Märchenwalde. Iben Obed ( Elektrischer Feenhain.) Ferner: Frères Hoste. Anf. 6 Uhr. Einir. 50 Pf. Ende 11 uge. Neu: Bernhard Mörbiz. Neu! Uhr. NB. Bei ungünstiger Witterung Brothers Morelli- Eva Haller. findet die Specialitäten Vorstellung im Theater statt. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Vorletzte Woche! Am Spieltisch des Lebens. Sensationsschauspiel in 8 Bildern von Ritterfeldt und Siener. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Vorzugsbillets haben Gültigkeit. Krüger u. Kirsten. Kosmograph. Staffeneröffnung 6 Uhr. Konzert 612 Uhr. Garten: Anfang der Vor stellung 8 Uhr. Jeden Abend 10 1hr: Voltsbelustigungen aller Art. Anfang 4 resp. 5 1hr. Entree 30 Pfennig. und Evolutionen. Es ist erreicht." Gesangspoſſe mit Tanz Max Kliem Sommer- Theaters Läglich: Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. . Gr. Doppel- Konzert, Theater u. SpecialitätenHübele Troupe Vorstellung. Brothers Lülsdorf. Miß Ella- Mr. Alphons Karl Kramer Minna Schön( erstklassige Specialitäten). Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Mittwoch: Die beliebten Donnerstag! Elite: Tag. Die Staffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pi. Vorverkauf 40 f. Familien Billets 3 Stüd 1 m. Bons mur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Deutsche Konzert- Hallen Stadtbahnhof Börse. Täglich: W. Noacks Theater. Grosse Theater- und VariétéBrunnenstraße 16. Täglich Vorstellung. An Garten: Neues Juni- Programm. Theater und Specialitäten- ie umoriſten Hildach, Grosch, 25 folossale Nummern. Auf. 512 Uhr. Morgen: Kinderfreuden- Fest. Zimmermann, Gursch, Benari. Kirdorf“ Max Kliem. Halensee. SommerTheater Kurfürstenpark" Ludwig Kluge. Artist. Leitung: Direktor Oskar Wagner. Heute und folgende Tage: Odysseus Heimkehr. Burleste von Ostar Wagner. Musik von Frizz Krause.[ 48599* Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag: Original Jed. Sonnabend: Norddeutsche Sänger. Biegler, Wolff, Hohenberg etc.[* Nachher: Tans. W. Trapp. Vorstellung. Die Lucca Don Migborf" Marly- Cacao Metropol- Theater.underttausend Mark Sergeant Schneidig und Täglich 9 Uhr 10 min.: Zum 50. Male: Der Zauberer am Nil. Burleske Ausstattungs- Operette Mumien- Ballett. Mizi- Gizi Vorher: und das brillante Jani- Specialitäten- Programm nf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Der wilde Jäger, von E. Braune. Musit von Thiele, militärische Eindrücke. Neu: Grüne Jungs. Neu! Neu! 9. Neu! Beginn der ausländischen Orchester Operetten- Posse in 1 Aft von Leopold wochent. 6 Uhr, der Theaterabt. 8 Uhr. Gly. Musit von Victor Holländer. Saal: Großer Ball. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Jm Lehmann. tom. Sage m. Gejang u. Tana in Abt. Ostbahn- Park p. Hugo Schulz, Musik v. A. Kerstent. Ballett unt. Leitung d. Ballettmeisterin Fri. Döring. Auftreten d. ExcentricChansonnetteMollyVerch, d.Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma: Quartett, Ueberle- Truppe, Afrobaten, Brothers Lebré, Berche- Afrobaten, Fred 1. Max, Chinesen. The Greenwood, Bantomime:„ Die musit. Schmiede".Ronzert. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Gintritt 30 Pf. Numerterter Plaz 50 Pf. Kalbo. Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Rüstriner Platz. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 Pf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrfizz Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. 512 Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 11hr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. Garantirt rein und leicht löslich. vornehmste Marke P bevorzugt. Von Kennern Höchste Ausgiebigkeit und feinstes Aroma, pr. Pfd. 1,50, 2,00, 2,40 Deutsche Kaffee- Rösterei A. Pennitz, Rosenthaler Strasse 59. ,, Blizz“ Befohl: und Reparatur- Werkstatt I. Ranges, 83 Schönhauser Allee 52, Pfd. Brot 50 Pig. gegenüber dem Ererzierplay. Schnell, * 2 H. Albrecht's Bäckerei Wrangelstr.9. Krautstr. 19, Falckensteinstr. 28. Laufiberstr. 2. Bayrisch- Lager- Bier hell und dunkel; nach allen Orten 45yl. ca. 4/10 Liter 3 M. u..5, bei 2u.. a Str. 14% 2Bf. Brauerei- Vers.- Ges. Berlin O., Andreasstr. 63.[ 15196 gut und billig. 15386 100 M. zahle dem, der nach: weist, daß ich je Kopfleder verarbeite. Nur Kernleder wird verwendet. ir 30 Mark Für = Dienstag, den 19. Juni, abends 8 Uhr, im Belforter Salon, Belforterstrasse 15: Derlammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Paul Jahn über Materialismus. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 30. Juni, abends 8 Uhr, ein Ausflug nach der Sternwarte stattfindet. Billets sind noch zu 247/15 haben bei H. Tauschel, Wiesenstraße 29. Vorstandssitzung am 25. Juni bei Kranse, Müllerstr. 7 a. Bitte die Vorstandsmitglieder zahlreich zu erscheinen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Morgen, Mittwoch, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner Versammlung für sämtliche Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: 1. Der Arbeitsvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Referent: Rechtsanwalt Dr. Heinemann. 2. Bericht über Werkstattstreits und 90/15 Differenzen, Verbandsangelegenheiten. In dieser Versammlung werden die Stimmzettel zur Ur. abstimmung eingezogen. bandsbuch legitimieren. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Vertrauensmännerfarte nebst BerDie Ortsverwaltung. Achtung! Maurer. Achtung! Dienstag, 19. Juni, abends 8 1hr, in Stecherts Festsälen, Andreasstraße 21: Mitglieder- Versammlung des 137/18 Centralverbands der Maurer Bezirk Often. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen O. Hanke. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Guten Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Engel- Ufer 15. Mittwoch, den 20. Juni, abends 8:12 Uhr: Konferenz der Vertrauenspersonen für den Süden im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Zahlreiches Erscheinen dringend erforderlich. 113/16 Die Ortsverwaltung. Steinbildhauer! Mittwoch, den 20. Juni cr., abends 6% Uhr, im Gewerkschafts hans, Engel- fer 15: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Resultat der Plazbesprechungen unsrer eventuellen Forderungen. 2. Verschiedenes. 20/18 J. A. Der Vertrauensmann. Achtung! Bauauschläger. Achtung! Mittwoch, den 20. Juni cr., abends 7/2 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33. Tages Ordnung: 1. Bericht der Revisoren und Beschlußfassung über Beiträge zum Streit fonds. 2. Bericht des Gewerbegerichts Beisigers und Aufstellung eines Kandidaten zu diesem Amt. 3. Verschiedenes. 34/1 Kollegen, es ist Pflicht, daß Ihr alle in dieser Versammlung erscheint. Flugblatt- Ausgabe. Die Lohukommiffion. Schenke 100 Mk. dem, der mir eine größere Fabrik nachweist, welche unter gleich günstigen Konditionen gleich tadelfreie Räder fertige Hochfeine Anzüge nach Maß, für liefert. Staffenpreis 130 M. Monats: 30 Mt. fertige feine Sommer- Paletots j raten von 15 M. an. 1485b Fahrrad- Versand nach as Riesenstofflager Berlin N., Hochstädterstr. 5. 49082* Krausenstr. 14. I( fein Laden). I Anzüge und Paletots von 30 M. an, liefert elegant sitzend[ 43822* Reinhold Werner, Gr. Frankfurterstr. 70. Kl. Andreasstr. 12. Schmerzloses Zahnziehen ohne Narkose! Linde, Brückenstr. 6B Bilz' Haut- und Reforman der Jannowitzbrücke. Sprechstunden: 9-6, Sonntag 9-12. Telephon. Nährsalz- Kakao Harn- Leiden+ Heilt 39662* ohne schädliche Mittel E. Herrmann, Apotheker, Georgenkirch Plak Nr. 21. = Sprechst. 10-12 u. 5-8. Verlangen Sie gratis u.franko meinen illustr. Hauptkatal. über Fahrräder u. Fahrradartikel u. Sie. werd. sich überzeug., dass ich b. bester Qualität, unt. 1jähr.Garant., am billigst. bin. Wiederverk. ges. Deutsche Fahrrad- Industrie, Richard Driessen, Hannover, Brüderstr. 4. Möbelfabrik. Die besten und billigsten Coulante Zahlungs- Bedingungen! Plomben Nicht mit ähnlich klingenden Anpreisungen zu verwechseln. Plattenloser Zahnersatz. [ 45839* Herr B. von H. schreibt: Bon zivci Aerzten zu Ihnen Frl. St. schreibt: Gestatte mir, Ihnen für ihre Bemühungen empfohlen, bestätige Ihnen größte Zufriedenheit über die bei der so überaus schweren und doch schmerzlosen Operation thatsächlich schmerzlosen schweren Zahn- u. Wurzel- Operationen. von 16 Zähnen und Wurzeln nochmals schriftlich meinen ver Allen Leidenden find Sie zu empfehlen. bindlichsten Dant auszusprechen. Ich bin heute überglücklich. ist der gesundeste, zuträglichste und ausgiebigste Kakao Für bestes und trockenes Material garantiert! Wohnungs- Einrichtungen kaufen Sie bei Julius Apelt, Tischlermeister, BERLIN SO., 4899L* 6. Skalitzerstrasse 6, am Kottbuser Möbel und Polsterwaren. Zähne 2 M. Thor. Großes Lager Gediegene Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Teilzahlung!(* 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen I M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Bettfedernreinigung Brunnenbad. elektrischer Betrieb, Grüner Weg 3,[ 48632 Hauschild& Kettnitz. Blusen- Fabrik für alle Gewerke. Blaue Jacken, grade, schräge, m. Umlegekrag, mit Zug usw., von 1,25 bis 3,00. Blaue Hosen von 1,20 bis 3,00. Kittel f. Maler, Mechaniker u. ähnl. Berufe von 1,75 bis 2,75. Arbeitsblusen blau u. gestreift kleine v. 0,90-1,35, grosse v. 1,00-2,00. Graue Drelljacken und Hosen, verschiedene Formen, alle Weiten und Längen. Alle andre Arbeitsbekleidung zu billigsten Preisen. Louis Rosenthal, Jr. C., Alexanderstrasse 63, schrägüber d. Prenzlauerstrasse. Jedes Wort: 5 Meine Anstalt befindet sich nach dem Brande wieder im vollständigen Betriebe. 4924L* Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. H. Mania, Brunnenstr. 16. 161 Pfund M. 2,80. Zu haben in fast allen Konsumvereinen. Man verlange gratis Prospekte von den alleinigen Fabrikanten der Welt! KLUDT, DRESDEN JLTZ& Charlottenburg!! Uhrmacher Kunstmann, Wallstrasse 1. Reparaturen schnell, durchaus zuverlässig und nicht teuer.[ 4087L* For be Warzen Fahrräder. Nenbeitt Warzenstift: heist nicht ichmerzt mit Wirkung wunderbar mpte fola gende Anerkennung zeigt. Geehrter Herr Rod! Westen Dant für den Warzenstift. ben Ste mir zugeschickt haben, meine Locher batte nämlich taulende Barzen an den Händen und durch Ihren Stift hat fie felbige in at Eagen Dera loren, alto nochmals beften Dant Hückeswagen, 20 11. 99. H. 0. Bu bezleben pre Std 60 Btg.. Borto 20 1g. bes Rachnahm 2) Wie ertro box Paul Koch, Gelsenkirches Ginzige Breterani tn Beuticbland. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, I. Behandlung aller Haut, Harn- und Blasenleiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag feine Sprechstunde. Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Proz. Stets großes Lager erstklassiger Fabri tate auf Teilzahl. ohne Preiserhöhung zu den coulant.Zahl. Beding. Katal. gratis Wenig gebrauchte Städer für Herren und Damen zu billigen Preisen unter Garantie. Adomeit& Landau Lothringerstraße 48 I. Dicht am Rosenthaler Thor. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von[ 40840* Robert Meyer, Lexikon Brockhaus Meyer Brehms Thierleben Ohne Anzahlung. monatlich 3Mk. Postkarte erbeten. W.Kaulitz Berlin Bernauerstr. Chronische Leiden jeder Art ohne Berufsstörung. Institut Jost, Chausseestr. 117, 1. r. 9-3, 5-9, Sonntags 9-7. Arbeitern 20 Proz. Ermäßigung Natur- Heilverfahren. Hant, Harn- u. Blasenleiden, Franen- Krankheit., heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39782 Juvalidenstr. 151/ I R. Wagner, fr. Wallstraße 23.) 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. Böhm'sche Malzbier- Brauerei Emil Cantieni,[ 48952* No. 2. Mariannenstr. No. 2. Colbergerstr. 19. T.-A. II. 2369. Prima Malz- u. Weißbier zum Widmungs- Kränze, Guirlanden, BallSelbstabfüllen, bestes und billigstes sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr Familiengetränk a Str. 10 Pf., Versand geschmackvoll und preiswert geliefert in Fässern a 5 u. 10 Ltr. fret Hans.. Original Singer Nähmaschinen Kgl. Bayr. Staatsmedaille München 1898 mit der Motivierung: Vorzüglich und vielseitig mustergültig. 48412* Unfre neuen Sorten von Familien- Maschinen stellen das Vollkommenste dar, was die Nähmaschinen- Technik bisher für Familiengebrauch und häusliche Industrie erzeugt hat. Unfre Maschinen für Fabrikationszwecke sind unerreicht in Näh geschwindigkeit und Dauer, wie in Bielseitigkeit und Güte der Leistungen. Specialmaschinen für die verschiedensten Zwecke und für jede Branche der Industrie. Kostenfreie Unterrichtskurse in häuslicher Näharbeit wie in allen Techniken der modernen Kunststickerei. Hauptgeschäft: Berlin, Kronenstr. II. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Frühere Firma: G. Neidlinger. Filialen in allen Stadtgegenden. Kleine Anzeigen. Fahrräder, erstklassig, zu Engros: Guitarre Zither, wie neu, billig preisen( auch Teilzahlung). Muster: zu verkaufen. Dankhoff, Ackerstr. 79. Lager, Kommandantenstraße 46 I. Kinderwagen 9, 15,- bis Schlafstellen. Restaurant( Bahlstelle) iſt fo: 100,- Baby", valibenstraße 160 Vermischte Anzeigen. ftraße 111, vorn II. tints. ( Brunnenstraße). Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise.[ 145* Kinderwagen, Mieien Auswahl. fort billig zu verkaufen. Näheres Warschauerstraße 63 im Schanklokal. Cigarrengeschäft anderweitiger Unternehmungen wegen sofort billig zu verkaufen Schützenstraße 37.[ 14966 Grünkramgeschäft mit Material zu verkaufen Fruchtstraße 60, Schulz. Kinderwagen, überall Riesenans Gardinenhaus Große Frankfurter: wahl. Baby", Spandau, Potsdamer: straße 9, parterre. + 30* ftrabe 20. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Elegante vorjährige Herrenhojen feinste Stoffe 9-12 Mart. Berfanf Sonnabend und Sonntag. Versand: hausGermania, Unter den Binden 21 II. Steglitz, Schloßstraße 76, Ecke Flensburgerstraße: Lager fertiger Serren, Stnaben und Arbeiter Garderobe. Anfertigung nach Maß zu soliden Preisen. Fris Hamburg. Betten, prachtvoller Stand, 12,00, zweischläfrig 16,50. Gubenerstraße 3, Pfandleihe. + 150* Erstes Detailgeschäft: Berlin, Leipzigerstr. 86. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Drahtweber finden sofort lohnende Beschäftigung C. L. Klotzky, Puker innen und außen mit Rüft-| Tüchtige, kräftige zeug für Kaulsdorf, verlangt Schneider, Lausitzerstraße 40. 15276 Zwickerin verlangt Röhl, Andreas ftraße 66. 15396 Geübte Arbeiterin, Unterröcke, ver: langt Krüger, Kottbuser Ufer 63 Plätterinnen auf Stehkragen und Unilegetragen in und außerm Hause M. Treppe, Schönhauser sofort. + 50* Möblierte Schlafstelle Prinzen 15026 Möblierte Schlafstelle für zwei Herren Wriezenerstraße 24, Quer gebäude III, Delrich. +90 Schlafftelle, fenstrig mit Balkon, für zwei Herren gesucht. zwei zum 1. Juli Bintschstraße 18 vorn III, Allee 167 a. Gigler. +30 Möblierte [ 24/ 8*] 3 Magdeburg. Messerschalen Binderinnen per 70/4 Arbeitsnachweis Engel- Ufer 15. Zeugen gesucht! Grsuche alle Per Baby", Frankfurterstraße 115( Anfonen, welche am 5. Juni( dritter drensstraße). Teilzahlung gestattet, bei geiertag) an der Hauptstraße und großen Raten Kassapreise. Tempelhoferstraße- Ede in Schöneberg gesehen haben, wie ein Herr von 100 Mansells, auf Jackets geübt, deutscher Gold- und Silber- Arbeiter, hinten überfallen worden ist, sich umgehend zu melden. u. Jahnke, Schlafstelle bei Plazed, Engel Borndorferstr. 51, vorn I. Bahnstraße 37, Laden. +105 Ufer 5, vorn III. Rechtsschutz erteilt Gnadt, Rup: [* 70* pinerstraße 41. Unfallsachen, Klagen, Eingaben, Reflamationen. Buzger, Steglizer: straße 65. Sportwagen." Baby", Brunnenstraße 92. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Bettstellen 8,- bis 60,-." Baby", Chauffeestraße 8. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Kinderstühle. Baby", Charlotten: Burg, Wilmersdorferstraße 55. Teil: zahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. 13606* Violin, Klavier, Piston, Cello Unterricht, monatlich 4 Mart, Oranien straße 118. Streich und Schlag- Bitherspieler, sowie auch Geigenspieler, welche einem Berein beitreten wollen, find herzlich Uebungsstunde jeden willkommen. Dienstag 9 Uhr bei Liebehenfche I. Mariannenstraße 48. Regulatoren Betten, Steppdecken, Gardinen fpottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Remontoiruhren. spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Teppiche, spottbillig Pfandleihe Neanderstraße 6. 21/ 9* Teppiche mit Farbenfehlern, Fabrikniederlage Große Frankfurter: straße 9, parterre. Nr. 81. Kinderwagen auf Teilzahlung ohne Preiserhöhung.„ Baby", Oranien straße 31( Adalbertstraße). Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Bettistellen." Baby", Reinicken bei großen Raten Kassapreise. dorferstraße 2d. Teilzahlung gestattet, Sportwagen 5,- bis 30,- Baby", Friedrichstraße 18( Besselstraße). Teil: zahlung gestattet, bei großen Raten +30 Rajapreise. Mabel. neu und gebrauchte, anch Abessiner Feld-, Gartenbrunnen, Teilzahlung. Römer, Sebastianstraße Tische, Stühle, Bänte, Spaten, billig. 14706 Start Kauffmann, Müllenhoffstraße 19, Damenbüsten billig Hülß, Wein: am Urban. [ 21/18 9186 Bergsweg 13b. Junge Staare, eine Mart, lernen Möbelfabrik, Oranienstraße 2a. sprechen, pfeifen. Oranienstraße 87, Muschelspinde 27, Spiegelspinde 24, Bogelhandlung. 1505b Stüchenspinde, Ruhebetten, Rohrlehn ftühle 5, Kleiderspinde, Wäschespinde, Brauerei Andreasstraße 63. Bayrischbier 45 Flaschen 3 Mart, [ 12326 Auszugtische 15, Säulentrumean, Muschelbetten, Marinortoiletten 27, Steppdecken am billigsten Fabrik Plüschgarnituren 95 Paneeliofa 75. Große Frankfurterstraße 9, parterre. Bollständige Einrichtungen allerbilligst. Eventuell Teilzahlung unter solidesten Bedingungen. Kinderwagen. 8 Mart, Trage: mantel 8 Mart verkauft, Blumen 116 straße 52, Barbiergeschäft. Uhren. Goldwaren. Teilzahlung. Bestellungen schriftlich. Luis Vogdt, Auguststraße 92. 14516 Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Anzahlung. Lager vierhundert Mas schinen, Bahnrenner, 18 Pfund, Straßenrenner, Lurus Damenräder, Zweisiger, Kinderräder, Anhängewagen [+135 1 1465b Ar15266 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet nm Arbeit. Stühle werden gut geflochten, dieselben werden abgeholt und zurück geliefert. Gläser, Veulachstraße 27. Stellenangebote. Buchbinder- Arbeit jeder Tüchtige Farbigmacher bei dauernfertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow: straße 56, 2. Hof parterre. 23876 der Beschäftigung verlangt Goldleisten fabrik Alerandrinenstraße 25.[ 14536 Uhren repariert Wilhelm Flade, Kreissägenschneider hrmacher, Putbuserstraße 45,( 146* verlangt Fahrrad Reparaturen A. Wertmeister, Goldleistenfabrit, fertigt 1531b Zimmer, Andreasstraße 70. 14786 Schmidtstraße Sa. Fuhren jeder Art fährt billigst Grundierer verlangt Grundier Otto Damel, Hedemannstr. 2, Kohlen- anstalt Köpniderstraße 150-151. handlung. 2100 9826 Tüchtige Versilberer und FarbigVereinszimmer empfiehlt Liermacher verlangt D. Jensch, Waldentar Alte Jakobstraße 119. ( 288K straße 15. 15306 Vereinszimmer mit Pianino empfiehlt Paul Helmde, Restaurateur, Zwei bis drei tüchtige Korbmacher auf Bambus und Kongoarbeit sucht Weißenfee, Seinersdorfer Weg 38.* L. P. Roesemann, Brückenstraße 2. Rechtsbureau Andreasstraße 63 ( neben Kontordia) Rat und Hilfe in allen Rechtssachen. 1541b Vermietungen. Nähmaschinen. ohne Anzahlung, fünfjährige Garantie. wöchentlich Wart, vor und rückwärtsnähende Werkstattskeller mit Sofraum Schnellnäher, Ringschiff, Adler, Bobbin. Wollinerstraße 15( Arkonaplah).[ 24/2 Gebrauchte spottbillig. Frige, Turms straße 39, Maschinengeschäft. 1523b Nähmaschinen sämtlicher Systeme Zimmer. Kartonfabrik. Tüchtiger Karton: zuschneider, der die Stelle eines Wert: führers versehen kann, gesucht. Offerten unter L. 5 nimmt die Expedition des „ Borwärts" entgegen. . Achtung, Drechsler! Eine Frau zum Zeitungstragen verlangt zum 1. Juli auf dem Wedding. Weiße, Triftstraße 46a. [ 1532b Karton- Arbeiterinnen, geübte, fitt den dauernde Beschäftigung. Ad. Bei der Firma Voeltzkow, Greiffenhagen, Stallschreiberstraße 58. Ritterstraße 15, haben 15 Kollege Stuhlflechterinnen in und außer wegen Differenzen die Arbeit nieders dem Hause, dauernd, verlangt Birt gelegt. holz, Reichenbergerstraße 96 a.[+ 1* Die Ortsverwaltung. Kartonarbeiterin, geübte, ver langt Anders Nachfolger, Adalbertftraße 7. [ 14930 Achtung! 89,8 Parkettleger, Bauhandwerker! Die Firmen Damke Peter und Görlitz- Classen sind ge= iperrt! Die Kommission. Achiang! Achtung! 50 Stepperinnen auf Sutter für Wat. Räder in und außer dem Hause verlangen Biefelt u. Behrens, Lands bergerstraße 107. 205* Näherin verlangt Amelung, Solms: 90/9 [ 1488b straße 14. Mamsells, Jacketts, verlangt Fechler, Rüdersdorferstraße 17 I. Mamsells, geübt auf bessere Steppjacketts, hohe Preise, jeden Sonnabend wird gerechnet, nur im Hause, verlangt Lau, Weidenweg 29 III. 1359b Stepperin auf Jacketts, Lohn bis 24 Mart, verlangt Lau, Weiden weg 29 III. 13586* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Pf. pro Zeile. 15216 Maschinist Pappenzuschneider sucht[ Wolff, für einen Pristmannschen Greif Neue Friedrichstraße 48. 1524b bagger wird von der Haffziegelei Genossenschaft für längere Zeit zu Tüchtige Farbigmacher verlangt engagieren gesucht. Lohn nach Uebereinfunft. Töpfer! Lant Beschluß der öffentlichen Ver jammlung vom 7. Juni 1900, int welcher aber Schöffelsche Ofenseger nicht anwesend waren, ist mit allen gegen zwei Stimmen für Ofenseker über die Schöffelsche Kunsttöpferet die Sperre verhängt. Jm Namen von fiebzig Ofenseßern, welche bei Schöffel arbeiten, erklären wir, daß feinerlei Gründe zur Verhängung der Sperre vorliegen. Wir leben mit unsern Meistern Schöffel und Stein in tiefitent Frieden und bestem Einvernehmen; es sind keinerlei Maßregelungen vors gekommen und jeder von uns wird durch aus anständig behandelt. Wir, die wit doch die nächsten dazu sind, erklären hiermit im Namen unsrer Kollegen. die Sperre für ungültig.[ 15203 Günther. Lenz. Koppe. Butzin. Schäffer. Angebote mit Zeugnißabschriften Achtung! Töpfer! Wegen fortgesetzter Maßs regelung ist über die Firma Schöffel, indowerstraße 10/11, die Sperre verhängt. 195/17[ direkt aus Fabrit„ Imperial" Dieffen Postkarte, Landsberger, Landsberger vermietet Stiller, Wilhelmshavener Salar. Anton Heinemann, Friseur, C. Schmalfeldt& Reich, Gummersbach, Langestraße 15.+144 Nahmenuagler verlangt Auch, Blumenstraße 32. 1540b von nur nüchternen und geübten Be werbern nehmen entgegen 24/4 ohne Anzahlung, wöchentlich 1 Mart, Freundlich möbliertes Zimmer Auf sofort 2 Gehilfen bei gutem [ 180 ftraße 35, tein Laden. 15286* straße 43. +80 Bad Lippspringe. 15266 Panklan b. Cadinen, W./Pr. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. bachstraße 33. Die Lohnkommission. r. 139. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. " bon der rühmlich " Die Geister sind frei die Welt ist erwacht, Wissen ist Freiheit, Wissen ist Macht!" Dienstag, 19. Juni 1900. 1361 sah der Neue Markt Der Die Geschichte hat längst erwiesen, daß der graufame Aft eint Justizmord schlimmster Art gewesen. Und wer zählt die andren, die neben diesen geschichtlich interessanten Persönlichkeiten hier ihr Leben in den Flammen ließen! 1623 wurde der Galgen nach dem Neuen Markt verlegt, 1694 auch die Hin könnten, was würden sie erzählen von Menschenelend und Menschen. richtungen durch das Schwert. Wenn die grauen Steine hier reden wahnwig. gebäude in der Karlstraße mag sich verwundert gefragt haben, was gann, enstand im Gegensaz zum ,, alten", dem jezigen denn eigentlich mit ihm geschehen ist, nachdem es von einer Herberge Moltkenmarkt, hier der Neue Markt seiner Bestimmung Straßenbahnen in städtischer Regic. Die vom Magiftrat durch die Straßenbahner: Versammlung zu einer Kampfstätte im Stadt hatte jener Zeit verschiedene Richtstätten. Vor dem Rat für halsbrechende Künste und platte Späße in voriger Woche erst nach eine unheimliche Stätte, der Richtplatz Berlins. Die genehmigten Anträge der Verkehrsdeputation über den Bau und Be- proletarischen Befreiungsfriege aufgerückt und trieb neuer Straßenbahnlinien für Rechnung der Stadt cinem Kunsttempel im ehrendsten Sinne gar zu Hause, ursprünglich also am Moltenmarkt, später an der Ecke der gemeinde und die Uebertragung der Verwaltung des städtischen gerichtet des Wortes her- Georgen- und Spandauerstraße wurden die Verurteilten enthauptet. worden ist. Aber die alten Mauern Straßenbahnwefens an eine besondere Deputation sind nunmehr als das Avancement mit Dank und ließen in prächtiger Klarheit die berger Thore statt, da, wo jetzt Weber- und Große Frankfurterstraße lohnten Das Hängen, Rädern und Lebendigbegraben fand vor dem OderVorlage an die Stadtverordneten- Versammlung gelangt. Die Ver- Töne des Tannhäusermarsches wiederhallen, mit dem die Feier von zusammenstoßen. Auf dem Neuen Markt loderten die Scheiterhaufen. sammlung soll nach dem Wunsch des Magistrats noch vor den Ferien Gutenbergs fünfhundertstem Geburtstag eingeleitet Der heut so anmutige und freundliche Plazz hat des Grauenvollen über die Angelegenheit verhandeln. Vornehmlich bestimmend für die wurde. Vorlage war das Verhältnis der Stadtgemeinde zu der Großen Podium und hieß in furzer, schlichter Ansprache die Erschienenen Markt schleppte das empörte Volt 1323 den Propst Cyriatus von Dann trat der Vereinsvorsitzende Massini auf das mehr gesehen, als irgend eine andre Stätte Berlins. Nach dem Neuen Berliner Straßenbahn und insbesondere die Rücksicht auf die vor- villkommen. aussichtlich in Jahre 1919 bei Ablauf der von den Gemeinde- Magistrats, der Stadtverordneten- Versammlung sowie der gelehrten eine Judasrolle gespielt, dem Flammentod zu übergeben. Die That Er begrüßte die Mitglieder des Parlaments, des Bernau, um ihn, der in den Kämpfen zwischen Papst und Kaiser behörden der Gesellschaft erteilten Zustimmung eintretenden Körperschaften, die der Einladung des Buchdruckervereins gefolgt fostete Berlin 27 Jahre Kirchenbann, das graue Sühnkreuz an der Verhältnisse. Die Annahme der Deputation, daß die Straßenbahn- waren, und stattete ihnen wie auch den Angehörigen der schwarzen Marienkirche erinnert noch heut daran. Gesellschaft bestrebt ist und sich auch in Zukunft bemühen wird, ihren Kunst im weiteren Sinn, den Mitgliedern der Presse, der Prinzipalität einen andern Art der Lynchjustiz. Konrad Schulz, der Schreiber Besikstand auch gegen den Wunsch der Gemeindebehörden über das sowie den zu Tausenden erschienenen eigentlichen Berufsgenossen und Jahr 1919 hinaus unverändert zu erhalten, habe erst neuerdings den Dank des Vereins ab. Kaplan des Erzbischofs bon Magdeburg, erdreistete eine Bestätigung dadurch gefunden, daß sie schon jetzt eine staats- stücke, die Hierauf folgten einige Konzert sich auf offner Straße, ein freches Wort ant eine ehrbare behördliche Genehmigung über 1919 hinaus beantragt und vom Typographia sowie von dem vortrefflichen Berliner Sinfonie- her und ließ ihn seinen Leichtsinn mit dem Tode büßen. 1510 fand bekannten Vereinsliedertafel Bürgerfrau zu richten. Die entrüstete Menge fiel über ihn Polizeipräsidenten auch bis zum 31. Dezember 1949 auch erhalten hat. Or chest er vorgetragen wurden. Wohlverdienten Beifall erntete be- jenes grauenvolle Gericht an den 38 Juden statt, die an dent In der Begründung der Vorlage sagt der Magistrat u. a.:„ Nach sonders die Hynine an Gutenberg„ Es werde Licht", deren flammen- Hoftiendiebstahl im Dorfe Knobloch beteiligt sein sollten. Prüfung der Rechtslage find wir zu der Ueberzeugung gelangt, daß sprühende Worte von dem auch unsern Lesern bekannten Buchdrucker Henker hatte dazu ein etagenartiges Gerüst erbaut, auf dem die durch die staatsbehördliche Genehmigung die aus dem Zustimmungs- Hermann Schmidt gedichtet, von einem andern Buchdrucker, dem 38 Männer neben und über einander angebunden wurden. Das vertrag der Stadtgemeinde gegen die Gesellschaft zustehenden Rechte 60jährigen, jetzt leider auf dem Krankenbett daniederliegenden Schmerzensgeheul der Unglücklichen soll nach den Chroniken jener nicht beeinträchtigt werden können. Die Bestimmungen des Kleinbahngefezes insbesondere in den§§ 3, 4, 9 und 13 und die auf der Feier auch das gesprochene Wort nicht. Der Hofschauspieler Lippold ben Hluchim auf dem Neuen Markt wegen Zauberei" verF. Goldsche, aber in Musik gesetzt worden sind. Natürlich fehlte Tage entseglich gewesen sein. 1573 wurde der Hofjude" Joachims II., Gesetzesmaterialien ergeben, daß die Kleinbahngesetzliche Genehmigung Dr. May Pohl trug einen von Heinrich Hart verfaßten Festprolog brannt. cine polizeiliche Anordnung ist mit der rechtlichen Bedeutung einer vor, der in die Worte ausklang: Erklärung der zuständigen Behörde darüber, daß und unter welchen Bedingungen vom polizeilichen Standpunkt aus gegen den Bau und Betrieb nichts zu erinnern sei". Diese polizeiliche Genehmigung ge= währt oder erhält allein nicht der Unternehmerin das Recht zum Betrieb der Bahn. Vielmehr ist unabhängig davon weitere Boraus- die der Bedeutung Gutenbergs und seiner großen Erfindung gerecht Herr Dr. Rudolf Steiner aber hielt die schwungvolle Festrede, fetzung, daß der Wegeunterhaltungspflichtige seine Zustimmung er- wurde. Den Schluß der etwa vierstündigen Feier bildete ein Festteilt, oder daß diese in dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren spiel, Gutenbergs Traum", worin Buchdrucker, Lithographen, ergänzt wird. Das wird auch in der der Großen Berliner Straßenbahn Steindrucker und Buchbinder dem Vater der graphischen Künste vom Kuratorium der städtischen Heimstätten für Genesende erlassene erteilten Genehmigung dadurch anerkannt, daß die Unternehmerin huldigten. nach§1 verpflichtet ist, auf Erfordern der Genehmigungsbehörde die Verlängerung derjenigen kleinbahngesetzlichen Zustimmungserklärungen wert. Die Ehrung Gutenbergs war in zweifacher Hinsicht beachtensEinmal, weil auch sie zeigte, daß organisierte Arbeiter im der zur Unterhaltung der mitbemußten Straßen und Wege nach harten Kampfe um das tägliche Brot durchaus nicht der idealen öffentlichem Recht verpflichteten, die zur Zeit auf einen türzeren Aufgaben vergessen. Beitraum lauten, im Wege der freien Bereinbarung oder der flein fünstlerischer Form Die Buchdrucker Gehilfenschaft hat in den für bahngefeglichen Ergänzung rechtzeitig herbeizuführen". Das Vor- Kulturmenschheit sie wie für gehen der Gesellschaft und die günstige Stellungnahme der Altmeisters feiern wollen. bedeutsamen Gedenktag der Geburt ihres Nicht nur, daß ihr dies wohlGenehmigungsbehörden in der Frage der Zeitdauer der Ge- gelungen ist, sie hatte auch die Genugthnung, alle ihre Angehörigen nehmigung läßt es uns aber erforderlich erscheinen, mit dem Herzen, von edler Begeisterung getragen, bei der Sache zu mit besonderer Aufmerksamkeit die Entwickelung der Dinge sehen. Ein Volksfest war es, bei dem ein jeder, nicht von blöder zu verfolgen und auf eine Stärkung der Stellung Neugierde getrieben, sondern mit vollem Verständnis, mit ganzer der Stadtgemeinde, wie sie in dieser Vorlage von uns vor Seele zugegen war. geschlagen wird, Bedacht zu nehmen." Ueber die finanzielle Bedeutung der Vorlage heißt es:" Dem Vorschlage der Ueber nahme der neuen Straßenbahnen in eigene Verwaltung liegt nicht in erster Linie die Absicht zu Grunde, einen höheren Gewinn zu erzielen, als etwa für uns entstehen würde, wenn wir neue Linien an Unternehmer vergeben würden. Wie sich aber aus Schäzungen der Verkehrsdeputation unschwer erkennen läßt, ist ein solcher höherer Gewinn jedenfalls nicht ausgeschlossen, wohl aber ist ersichtlich, daß ein Kapital- oder Zinsverlust auf keinen Fall zu besorgen ist. Die gegebenen Zahlen und Schäzungen sind in einer bereits über ein Jahr zurückliegenden Zeit aufgestellt und würden durch die inzwischen Unter dem Streit zweier Krankenkaffen über die Zahlungs eingetretenen Veränderungen des Geldmarkts und des Preises der pflicht hatte ein Arbeiter fürzlich schwer zu leiden. Der Arbeiter Materialien manche Aenderungen erfahren. Diese Aenderungen B. erlitt Mitte Dezember v. J. einen Bruch des Ellenbogens und würden jedoch unsre Entschließung gegen die Vergebung an einen wurde auf Kosten der Orts- Krankenkasse der Drechsler, deren Mit Unternehmer und für den eignen Bau und Betrieb nicht wesentlich glied er war, behandelt. Am 2. April ließ sich P. auf seinen eignen beeinflussen. Wie sich dann aus der Natur aller solchen auf Wunsch vom Kassenarzt arbeitsfähig erklären und nahm Arbeit in Schäzungen beruhenden Zahlenangaben von selbst ergiebt, kann einer Schraubenfabrik. Durch dies Arbeitsverhältnis eine Gewähr für die Richtigkeit nicht übernommen werden. Wohl B. Mitglied der Orts- Krankenkasse der Schmiede. aber würde jede auch von berufensten Sachverständigen vor dem er bom 3. bis 8. April gearbeitet hatte, genommene Prüfung ergeben, daß die Berechnung so vorsichtig wie sich nur möglich aufgestellt ist." ant die ganze Dann aber war das Buchdruckerfest bedeutsam dadurch, daß es der Außenwelt von dem Einfluß, von der geistigen und der materiellen Stärke einer guten gewerkschaftlichen Organisation ein Bild gab. Dank ihrer können, wie sich hier zeigte, Arbeiter den Unternehmern des Berufs im Gefühl geistiger Ebenbürtigkeit und gesellschaftlicher Gleichberechtigung gegenübertreten; dank ihrer hat der internehmer gelernt, die Persönlichkeit des Arbeiters zu achten, der er sich in andren Berufen noch im dünkelhaften Hochmut des absolutistischen Herrentums entgegenstellt. Kommunale Noblesse. Die Med. Reform" weist auf folgendes Inserat bin: Zur Entlastung des leitenden Arztes der drei im Norden Berlins velegenen städtischen Heimstätten für Genesende bezw. Brustkranke wollen wir einen Volontär- Assistenzarzt einstellen. Als Entgelt für seine Thätigkeit erhält der Volontärarzt freie Wohnung inkl. Heizung und Beleuchtung, sowie vollständige freie Beköstigung aus der Heimstättenküche." Hat die Stadt Berlin es nötig, für ihre Einrichtungen ärztliche Hilfe unentgeltlich in Anspruch zu nehmen! Auf etwas ändres läuft Patienten großes Vertrauen zu einen Arzt haben, von dem sie das Angebot der Heimstätte doch kaum hinaus. Und können die wissen, daß er unter derart miserablen Bedingungen praktiziert? Sie kann das Denunzieren nicht lassen. Die katholische „ Märt. Volksztg." hatte sich im vorigen Jahre bekanntlich die Aufgabe gestellt, durch allerhand Fabeleien vom Bauarbeiter- Terrorismus die gewerkschaftlichen Organisationen zu denunzieren und dadurch den Freunden der Zuchthausvorlage Waffen zu schmieden. Nachdem ihr Schmidt Starbe gelegt worden ist, nimmt sie sich den unschuldigen dies Handwerk durch den Ausgang des Prozesses Berliner Magistrat als Denunziations- Objekt vor. Der nebensächliche Umstand, daß dem Schulinspektor Dr. v. Gizydki aufgetragen worden ist, sich in Paris über den in französischen Schulen gelehrten Sittenunterricht zu erfundigen, hat es dem Blatte angethan. Die Dasbachsche Zeitung weiß sehr wohl, daß der Magistrat nach Lage der Dinge gar nicht daran denkt, nicht daran denken darf, den Religionsunterricht durch den ungleich höher zu bewertenden Sittenunterricht zu ersetzen. Das thut aber nichts. Das Blatt, dessen durch den bekannten Prozeß so arg bloßgestellter Leiter von mitleidigen Leuten als Opfer eines falsch angewendeten Religionsunterrichts betrachtet wurde werden könnte, hat die Stirn, die Regierung mit folgenden AusNachführungen scharf zu machen:„ Weshalb sollte die Berliner städtische stellte Verwaltung sich für den in den ungläubigen französischen Staatsgeheilt schulen, in denen der Name Gott nicht genannt werden darf, eingeführten„ Moralunterricht", dessen Ergebnisse sich hauptsächlich in der Zunahme des jugendlichen Verbrechertums bemerkbar machen, interessieren, wenn sie nicht bestimmte Zwecke dabei verfolgt?" heraus, daß seine Krankheit noch nicht war. Das Uebel machte sich wieder in so heftiger Weise be Stipendien für Berliner Handwerksgesellen 2c. Aus dem merkbar, daß P. die Arbeit einstellen und sich aufs neue in ärztliche Friedrichs- Gewerbe- Stipendium" werden alljährlich im Monat Behandlung begeben mußte. Nun aber kam der Arbeiter in eine Januar Beiträge von je 150 M. an Gesellen bezw. Gewerbegehilfen äußerst peinliche Lage. Die Ortskaffe der Schmiede wollte die Unterbehufs ihrer weiteren Ausbildung verteilt. Einen Anspruch darauf stüßung des Kranken nicht übernehmen, weil es sich um die Fort- Jedes Wort eine Lüge, kann man sagen, die schlimmste aber die, haben nur in Berlin geborene und ortsangehörige, dauer einer Krankheit handle, deren Kosten die Drechslerkasse zu daß der Moralunterricht die Zunahme des Verbrechertums verschulde. nicht unter 18 und nicht über 30 Jahre alte Gesellen oder Ge- tragen habe. Dicje dagegen beftritt ihre Unterstützungsflicht und er: Weiß das Blatt wirklich nichts davon, daß im frommen Ostpreußen hilfen, welche während ihrer Lehrzeit resp. ihrer Beschäftigung flärte die Schmiedekaffe für zuständig. die meisten Meincide geleistet werden? als Gesellen 2c. Fleiß, Tüchtigkeit, insbesondere auf Ber= Es war noch ein Glück für den Patienten, daß der Arzt der vollkommung in ihrem Handwerk gerichteten Lehrtrieb Drechslerfasse, welcher ihn bisher behandelt hatte, sich über bureau- Zur Berliner Bevölkerungsstatistik. Im Monat Februar den Tag gelegt gelegt haben. Diejenigen, welche mit einem kratische Bedenken hinwegsezte und die weitere Behandlung des dieses Jahres fanden in Berlin 1113 Eheschließungen statt. Am Stipendium bedacht werden wollen, haben ihre selbstgeschriebenen Stranfen ohne weiteres übernahm. Da nun beide Staffen ihre Zu- heiratslustigsten waren die Bewohner des Standesamtsbezirks X, in Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufs, Taufscheins beziehungs- ständigkeit bestritten, so erhielt der erwerbsunfähige Patient, obgleich welchem 164 Ghen geschlossen wurden, während im Standesamtsweise standesamtliche Geburtsurkunde und der Originale oder be- er die Angelegenheit sofort dem Magistrats- Kommissar für die bezirk IVa die wenigsten( 25) Eheschließungen erfolgten. Geboren glaubigten Abschriften der Atteste ihrer Lehrmeister beziehungsweise Orts- und Betriebs- Kronfenfaffen unterbreitete, während der ganzen wurden im Februar 4161 Kinder. Darunter befanden sich 154 totArbeitgeber in betreff ihrer praktischen Geschicklichkeit, ihres Fleißes Dauer seiner Krankheit( vom 8.- 29. April) feinen Pfennig Krankengeld. geborene, 641 außerehelich geborene. 36 Zwillingsgeburten und eine nud ihrer sonstigen Führung dem Kuratorium des Friedrichs- Gewerbe- Erst am 7. Juni erließ der Magistrats- Kommissar cine vorläufig Drillingsgeburt( 3 Stnaven). Gestorben sind 3077 Personen( 1533 Stipendiums, Stralauerstr. 3-6 I, bis spätestens Ende vollstreckbare Entscheidung, wonach die Ortstasse der Drechsler zur männliche, 1544 weibliche). Unter den Gestorbenen waren 696 Kinder Juni d. J. einzureichen. Zahlung des Krankengeldes verpflichtet ist, und num endlich ist P. im ersten Lebensjahr. Zugezogen sind im Monat Februar nach Gleichzeitig ist nachzuweisen, daß die Antragsteller eine der hier zu dem ihm zustehenden Unterſtügungsbetrage gekommen. Berlin 13 560 Personen( 7841 männliche, 5719 weibliche). Die Zahl bestehenden Unterrichtsanstalten, welche die allgemeine intellektuelle etwas lange hat die Entscheidung des Magistratskommissars auf der nach außerhalb Verzogenen betrug 10 012 Personen( 5427 männ wie auch im besonderen die gewerbliche resp. technische Fortbildung fich warten lassen. Wie wäre es dem Patienten wohl ergangen, liche, 4585 weibliche). Die zugeschriebene Bevölkerungszahl Berlins ben Gandwerkerſtand angehöriger Personen bezwecken, mindestens wenn er es nicht mit einem einſichtigen Arzt zu thun gehabt hätte ſtealth, bra be. Js. auf 1852 353 Personen( 890 193 ein Jahr hindurch mit Fleiß und Erfolg besucht haben. Gesuche, und nicht in der Lage gewesen wäre, sich trotz des ausgebliebenen männliche, 962 160 weibliche). bei denen auch nur eins der vorstehend bezeichneten Beweisstücke Strankengeldes während der Dauer der Krankheit durchzuhelfen? Eine entsetzliche Blutthat wurde gestern vormittag in dem mangelhaft ist oder ganz fehlt, werden von dem Kuratorium nicht Er wäre der Armentasse zur Last gefallen und dadurch politisch Hause Lübeckerstr. 40( Moabit) verübt. Dort wohnt seit 1. April. berücksichtigt. rechtlos geworden. Lassen sich derartige Entscheidungen nicht schneller die frühere Rittergutsbesigerin Witwe Gage I mit ihrem 31 jährigen, herbeiführen? Sohn Adolf, der bei den städtischen Gaswerfen als Schreiber Berliner Partei- Angelegenheiten. Internationale Gehirnverkleisterung. Scherl und unstein und Bote beschäftigt ist. Dieser hatte seit vier Jahren ein Vermachen Schule. Ein hiesiges Montagsblatt bringt unter Handels- hältnis mit der demselben Hause wohnenden 25 jährigen Dritter Wahlkreis. Der Wahlverein hält heute abend 8 1hr nachrichten folgende Mitteilung:" Illustriertes Berliner Bolts. Aufwärterin Helene Kurzweg; seiner Absicht, die Geliebte zu blatt, Company Limited. Wie uns aus London berichtet wird, heiraten, setzte Mutter Gagels Widerstand entgegen, im Lofal des Herrn Herzberg, Alte Jakobstr. 75, eine Versammlung hat fich daselbst eine aus ab. Auf der Tagesordnung steht ein wissenschaftlicher Vortrag des Finanzkräften bestehende Company Limited, der auch ein gegangen ist. Infolge der vielen Zerwürfnisse trug sich Adolf Gagel angesehenen englischen obwohl aus dem Verhältnis ein jezt 21/ 2jähriger Knabe hervor Herrn Dr. Ratkowsky. Außerdem Diskussion und Vereinsangelegen bekanntes Berliner Institut angehört, zu dem Zwecke mit Selbstmordgedanken. Sonntagnachmittag bat er ſeine Braut, heiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. gebildet, um ein neues populäres Zeitungsunternehmen ihm für die Nacht den Knaben zu überlassen, da es die letzte Nacht Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. in Berlin ins Leben zu rufen. Das Aktienkapital beträgt 150 000 fei, die er leben werde. Die Mutter schlug ihm jedoch diese Bitte Der Vorstand. in die Der socialdemokratische Wahlverein für den 6. Wahlkreis Pfund, eingeteilt in 150 000 Shares a 1 Pfund. Das neue Blatt ab. Gestern früh aber fand er Gelegenheit, den Knaben an sich zu hält heute 83/4 Uhr Belforterstr. 15 eine Versammlung ab, in der wird den Titel„ Illustriertes Berliner Voltsblatt" führen und zwei- reißen, stürmte mit ihm in seine Wohnung und schloß sich dort ein. Genosse Jahn über materialistische Geschichtsauffassung spricht. Zum mal täglich erscheinen. Es soll am 1. Oktober d. J. ins Leben treten Die Mutter des Kinds schlug Lärm, und die herbeieilenden Nachbarn, Ausflug nach der Sternwarte am 30. Juni sind noch bei Tauschel, und sind sowohl für dessen redaktionelle als auch administrative die das Kind schreien hörten, brachen die Thür mit Gewalt auf. Wiesenstr. 29, Billets zu haben. Leitung bereits bekannte und vertrauenswürdige Kräfte gewonnen. Als sie zu Gagel eindrangen, war die That bereits geschehen. Baumschulenweg. Im Verein Vorwärts bei Miehler, Ernst- Eine der renommiertesten heimischen Papierfabriken ist gleich- Bagel hatte dem Knaben die Kehle durchgeschnitten. Verblutet lag straße 26, spricht Mittwoch Dr. Wehl über den Kampf um die falls an der Company mit einem größeren Anteile interessiert. der Kleine auf dem Bette; ein herbeigeeilter Arzt konnte ihn nicht Gesundheit." Offenbar haben die großen Erfolge, die die beiden in Berlin mehr retten. Der Mörder lag blutüberströmt auf dem Fußboden, bereits bestehenden und für die breite Masse des Publikums er. hatte sich mit einem Messer einen tiefen Schnitt in den Hals beibestimmten Lokalblätter innerhalb verhältnismäßig furzer Zeit er- gebracht. Der Arzt stellte fest, daß er noch lebte, legte ihm einen rungen haben, dazu beigetragen, die Unternehmungslust nach Notverband an und überließ ihn dann der Polizei, die ihn als Gedieser Richtung hin zu steigern. fangenen nach der Charité brachte. Als Gagel wieder zu sich tam, erklärte er, daß er das Kind zu lieb gehabt habe, um es bei seinem Tode auf der Welt zurückzulassen. Pankow- Nieder- Schönhausen. Heute findet bei Großfurt, Berlinerstraße, der Leseabend statt. Genoffe Sonntag spricht über das Bürgerliche Gesetzbuch. Lokales. Gutenbergfeier. Ob Gutenberg von seiner Erfindung besonders erbaut wäre, wenn er sähe, wie arg ein geriffenes Spekulantentum heutigen Tags die schwarze Kunst prostituiert? Gönczi ist gestern durch seinen Verteidiger Dr. Fränkel davon in Am Neuen Markt waltet gegenwärtig die Spizhace des Kenntnis gesezt worden, daß er dem Tode verfallen ist. Es war Maurers. Die letzten alten Häuser, die ihn noch umgaben, ver- dies die erste Nachricht, die Gönczi von der Entscheidung des Reichs An einem Abend wie dem vorgestrigen war es nichts kleines, schwinden, kurze Zeit noch und der Platz hat ein vollständig modernes gerichts, die seine letzte Hoffnung vernichtet, erhielt. Er fuhr zus die freie Natur mit der Schwüle des geschlossenen Raums zu ver- Aussehen. Der Neue Markt gehört nicht mir zu den ältesten, er ist sammen, wurde leichenblas und verlor einen Augenblick die Fassung. tauschen. Aber der Freiheit des Geistes sollte eine Huldigung be- auch einer der erinnerungsreichsten Pläge Berlins. Seine Anlage Aber in der nächsten Minute war er wieder ruhig und gefaßt und reitet werden, und das war Mahnung genug für die Angehörigen datiert aus den Anfängen der Stadt. Als das jung aufblühende fagte zu seinem Verteidiger, es sei so am besten. Am Leben liege des Vereins Berliner Buchdrucker und Schrift: Gemeinwesen um die Mitte des 13. Jahrhunders über die Georgen ihm nichts; und er ziehe den Tod dem lebenslänglichen Anfenthalt gießer, Mann für Mann zur Stelle zu sein. Das alte Cirkus-( Königstraße) und Jüdenstraße hinaus zu wachsen be- im Zuchthause vor. Er beteuerte dann weiter seine Unschuld. # innere Verlegungen fest. verurteilt worden sind". Mit der Wohnungsnot ist naturgemäß auch das Hochgefühl seiner Geliebten die Lebertasche mit der Wechseltaffe weggenommen balbigft zu verlassen. Wizle hatte sich kurz vorher in unsrer Nachbar. der Herren Hauswirte gewachsen, und ebenso naturgenäß ist es, daß und sich auch einen Beutel mit Geld, den sie im Wäschespind auf- stadt durch Eröffnung eines kleinen Geschäfts eine bescheidene die fleinen Leute am meisten sowohl unter den so sehr be bewahrte, angeeignet. Der durch die Verwendung der Nachbarn zur Eristenz zu gründen gesucht. Seine Freunde veranstalteten eine liebten Steigerungen als auch unter den durch die aus- Stelle gekommene Arzt machte von seinem Verdachte der Polizei Protestversammlung, in der Buchbinder Dem pwolf referierte, ordnung begründeten Utasen dieser Herren zu leiden haben. Anzeige. Die Leiche wurde beschlagnahmt und Sonntagvormittag welcher sich auch erst unlängst hier niedergelassen hatte. Binnen kurzer Sind die Bestimmungen der meisten Berliner Mietsfontratte an sich nach dem Schauhause gebracht. Zeit hatte auch er die Ausweisungsverfügung in der Tasche, schon unerfüllbar, so fann ein Mieter auf den Gedanken kommen, sich dem Hauswirt zu Gefallen z. B. feiner Kinder zu entledigen, wenn 42 Jahre alte verheiratete Arbeiter Friedrich Grimm aus der Danach kann die Landes- Polizeibehörde vom Aufenthalt an gewissen Durch einen Sturz vom Laufbrett ist bei der Arbeit der Gegen diese beiden Herren war man auf Grund des Gesetzes über die Aufnahme neuanziehender Personen vorgegangen. dieser Herr noch besonders darauf hinzuweisen beliebt, daß von Hausordnungs wegen im Grunde der Proletarierjugend überhaupt jede eines Steinfahus in Nordhafen rutschte er mit seinem beladenen Orten solche entlassenen Sträflinge" ausschließen, welche zu BuchtPrinz Eugen Straße lebensgefährlich verunglückt. Beim Löschen Lebensäußerung untersagt sei. Uns wurde dieser Tage ein Schreiben Schubkarren auf dem Laufbrett aus und fiel in den Kahn hinab. haus oder wegen eines Verbrechens, wodurch der Täter vorgelegt, das ein Hauswirt in der Hochmeiſterſtraße fürzlich an Der Schubkarren stürzte nach und die Steine begruben den Ber- ich als einen für die öffentliche Sicherheit feinen Mieter gerichtet hatte. Darin findet sich neben andren zahl- unglüdten unter sich. Beſimmungslos wurde Grimm unter dem der Moralität gefährlichen Moralität gefährlichen Menschen darstellt, Losen Ausstellungen auch die folgende Belehrung: gebracht. Hier stellte man einen schweren Schädelbruch und schwere angesehen. Sie haben allerdings beide schon mit preußischen GeSteinhaufen hervorgeholt und in einem Tragforbe nach der Charité zu irgend einer andern Strafe Bike und Dempwolf wurden als solche gefährliche Menschen" fängnissen Bekanntschaft gemacht, aber nicht wegen ehrenrührig er Eine Schießaffaire. Der Schuhmacher Kawecki schoß Sonn- Handlungen, sondern nur, weil sie ein paarmal bei Vertretung ihrer abendabend nach 9 Uhr zuerst vor der Hausthür seiner geschiedenen anarchistischen Anschauungen mit der Zunge oder der Feder auss Frau in der Lichtenbergerstraße, dann vor ihrer Korridorthür je gerutscht sind. In den letzten Tagen hat nun Rirdorfs tönigliche einen Revolverschuß ab, ohne damit Schaden anzurichten. Bei Polizeidirektion, wie wir ebenfalls schon mitteilten, nicht weniger feiner Festnahme behauptete er, daß er die Frau mur habe heraus- als neun östreichisch- ungrische Staatsangehörige wegen Lästig loden wollen, um sich dann vor ihren Augen zu erschießen. feit" aus dem preußischen Staatsgebiete ausJu die rechte Schläfe geschoffen hat sich in selbstmörderischer gewiesen. Es be finden sich darunter allein 6 Klempnerlehrlinge, die sich sich im im Alter zwischen 15 und 17 Jahren befinden. Absicht der Reifende Selmar H. aus Stettin. Er ist 41 Jahre alt Die näheren Gründe ihrer Ausweisung sind uns und war hier in einem Logis der Friedrichstraße abgestiegen, wo er bekannt geworden. 11 Uhr schoß er sich dort aus einem Revolver eine Kugel in den weniger Wochen erfolgten, auf die Initiative des Herrn während seiner Anwesenheit in Berlin zu wohnen pflegt. Gegen Es ist zu vermuten, daß alle diese Ausweisungen, die innerhalb Kopf. Berwürfnisse mit seiner Familie sollen die Ursache des Selbst Polizeirat Bösel zurückzuführen sind. Dagegen spricht nicht, mordversuchs sein. Der Schwerverletzte wurde mittels Droschke nach baß der Berliner Polizeipräsident Wigke und Dempwolf ausdem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. gewiesen hat, denn dieser war dazu in ihrem Fall allein zuständig. auf dem Petersburger Plage der Rangierer Nochler vom Schlesischen fommiffar mit den Anarchisten amtlich zu thun gehabt. Ein angeb Von einem spielenden Knaben angeschoffen wurde am Sonntag Herr Böfel hat bekanntlich schon früher als Berliner Kriminal Bahnhof, als er mit seiner Familie spazieren ging. Mehrere Jungen licher Verräter" lockte ihn unter Vorspiegelung eines anarchistischen trieben dort Unfug, indem sie mit einem Tesching über den Plazz Komplotts seiner Zeit nach der Berliner Gewerbe- Ausstellung, wo Schwerer Straßenbahn- Unfall. Einen schweren Zusammen- hinwegschoffen. Nochler, der ihnen in die Schußlinie tam, fühlte er fich plötzlich einigen der bekanntesten und geistig hervorragendsten Er wurde meuchlerisch mit stoß, bei dem 13 Personen verlegt wurden, gab es in der Nacht zu sich in den Kopf getroffen und sah die Jungen noch davonlaufen. Berliner Anarchisten gegenüber sah. gestern auf der elektrischen Ringbahn am Königsthor. 8ivei Wagen Er mußte die Hilfe der Rettungswache I in der Frankfurter Allee einem photographischen Apparat überfallen. Die Bilder Zwei mit je einem Anhängewagen fuhren um 1/21 11hr mit furzem Ab- in Anspruch nehmen, auf der ihm aus einem 6 Centimeter langen gelangen vorzüglich und haben noch lange nach jener Episode im stand hintereinander vom Prenzlauer nach nach dem Königsthor Schußkanal ein 7 Millimeter- Geschoß herausgeholt wurde. Die geselligen Kreise zur Freude aller Anwesenden die Runde gemacht. um Fahrgäste Bolizei ermittelte den leichtsinnigen Schützen in der Person eines Herr Bösel war begreiflicherweise nicht im gleichen Maße erfreut, 14jährigen Knaben Gregor aus der Borndorferstr. 38 a. ja, er soll sogar jetzt noch in manchen Stunden recht böse auf alle Anarchisten sein. bekannt, verboten. Auch schon in Rücksicht darauf, daß der Eingang " Der Aufenthalt im Flur, vor der Hausthür 2c. ist, wie Ihnen zu dem einen Laden von der Hausthürnische aus ist und dem Inhaber dieses Ladens durch das Umherstehen vor der Hausthür Nachteil und Störung wird, müßten die Mieter schon von selbst solches zu vermeiden suchen; leider ist dieses auch nicht der Fall und muß ich daher, schon zum Schutze dieses Ladenmieters, streng darauf halten, daß dieser Hausordnung Folge geleistet wird. Ihre Kinder haben aber eine besondre Vorliebe, sich gerade hier zu placieren und da ihre Spiele und Allotria zu treiben. Ob zum Troz oder infolge Anweisung, lasse ich ungeprüft, jedenfalls thun sie es trotz allen Verbots immer wieder und zeigen noch durch Geberden die absichtliche Zuwiderhandlung. Sie als Hausborstand Ihrer Familie sind für das Thun derselben vere antwortlich, und kann ich nicht mehr, als Sie warnend auf die auf recht zu erhaltende Ordnung aufmerksam zu machen, welches hiermit legtmals geschieht." Wenn die Kinder, die doch irgendwo sein müssen, um Luft zu fchöpfen und fich ein wenig auszuleben, nun weiter vor der Haus thür spielen, dann erfolgt unerbittlich die Ermission des Mieters. Unter solchen Umständen fehlt in der Mahnung des Hauswirts nur eins, nämlich ein Rezept, die Kinder der Hausordnung zu Liebe auf ewig stumm und still zu machen. zu. Während hier der erste 8ug hielt, Orgelfonzert. Drei Damen aus der Schule von Fräulein Sophie Schröter: Fräulein Helene Breeft, Fräulein Else Geyer, Tochter des Profeffor b. Geyer, und Fräulein Else Wunschmann, ferner der Violinist Herr Friedrich Borges und Herr Robert Schwieffelmann unterstützen den Orgel vortrag des Musikdirektor Otto Dienel in der Marienkirche am Mittwoch den 20. Juni, mittags 12 Uhr. Der Eintritt ist frei. auss und einsteigen zu lassen, tam plötzlich der zweite die abschüssige Friedenstraße heruntergerast. Der Fahrer, ein jüngerer Mann, hatte die Gewalt über den Motorwagen voll ständig verloren. Die Fahrgäste, die auf der vorderen Platt form standen, sprangen, da sie den Zusammenstoß mit dem unten haltenden Bug voraussahen, zum Teil ab, stürzten dabei und verletzten sich mehr oder weniger bedeutend. Der Zusammenstoß war so heftig, daß die Wagen schwer beschädigt wurden. Den beiden Fenerbericht. Montag früh war Hussitenstr. 75 ein WohnungsMotorwagen warden die vordere sowie hintere Plattform ein- brand abzulöschen, der Möbel und Gardinen beschädigte. Kurz nach gedrückt. Am schlimmsten wurde der Anhängewagen des haltenden Mitternacht erfolgte Alarm nach dem Straußbergerplay, wo durch Bugs mitgenommen, der leichte offene Sommerwagen Nr. 2550 wurde Kurzschluß der elektrischen Leitung ein Straßenbahnwagen Fener geso gut wie ganz zertrümmert, da er zwischen die beiden Motorwagen fangen hatte. Die Gefahr konnte indes leicht beseitigt werden. eingeflemmt wurde. Die Buffer und Kuppelstangen waren verbogen, Durch Selbstentzündung war Reichenbergerstraße 149 ein Breßfohlendas Gestänge, das die Dede trägt, abgebrochen. Die Size und schuppen in Brand geraten, doch konnte auch hier dem Feuer leicht Einhalt Lehnen zersplittert. Ein furchtbares Hilfegefchrei erhob sich geboten werden. Kurzschluß lag einer Feuermeldung zu Grunde, die unter den zahlreichen Fahrgästen. Als wieder einigermaßen Ruhe Sonntagabend 11 Uhr nach Prinzen- Allee 8 erfolgte. Sonntag früh eingetreten war, stellte sich heraus, daß 13 Personen verlegt waren, brannten Bellevueftr. 6a auf einem Neubau Bretter und leere Säcke. bie meisten glücklicherweise weniger bedeutend. Die Verunglückten Später wurde die Wehr nach Zimmerstr. 12 und Rosenthalerstr. 55 erhielten Hilfe auf der Sanitätswache in der Alten Schüßenstraße. gerufen, doch handelte es sich in beiden Fällen nur um unbedeutende Am schwersten waren eine Rentnerin Martini aus der Großen Anlässe. Auch Allarmierungen nach Königsbergerstr. 9, CharlottenFrankfurterstr. 27, ein Schlosser Fischer aus der Lügowstr. 26 und straße 17 und Dragonerstr. 6a erfolgten aus geringfügigen Ursachen. ein Hausdiener Scholz am Engel- Ufer 13 verlegt. Sie erlitten starte Quetschungen an verschiedenen Körperteilen. Aus den Nachbarorten. nicht Auf dem Bahnhof Schlachtensee entgleiste Sonntagabend gegen 9 Uhr von einem Zuge der Wannseebahn die Lokomotive und der erste Wagen. Zum Glüd tam teinerlei Menschenleben hierbei in Gefahr; jedoch währte es zwei Stunden, bis der Verkehr auf der Strecke wieder frei wurde. = Ein bedanerlicher Straßenbahn- Unfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 7 Uhr in der Schloßstraße zu Steglig. Dort überschritt, unmittelbar gegenüber der Kirche, eine etwa 50 Jahre alte Dame das Straßenbahn- Geleis der östlichen Promenade in dem Augenblid, als ein Motorwagen der Linie Potsdamerstraße- Steglitz in der Richtung nach dem Endbahnhofe herannahte. Troß fortgesetzten Läutens hielt sich die Dame so nahe an ben Schienen, daß der Wagen, der sich nicht so plötzlich zum Stehen bringen ließ, sie erfaßte und zu Boden schleuderte. Außer einer Bertrümmerung des Nasenbeins und einer bedenklichen Kopfwinde schien die Dame eine Gehirnerschütterung erlitten zu haben. Aus einem Hörrohr, das die alte Dame mit sich führte, läßt sich schließen, daß sie sehr schwerhörig ist, das fortgesette Läuten des Motorführers also gar nicht vernehmen konnte. Dermischtes. Ein empörender Vorgang, hat sich der Berl. 8tg." zufolge Sonnabend am frühen Morgen im Hause Lantwigstr. 5 abgespielt. Ein adeliger Student Namens Theodor v. Grabski- czeleEine Verschmelzung des Charlottenburger mit dem Berliner Slotniki, der dort eine hochelegante aus fünf Zimmern be- Droschkeufuhrwesen wird geplant; Verhandlungen zwischen den Der Schnellbdampfer ,, Deutschland", der, wie gemeldet, aber stehende Wohnung inne hat, soll an seinem jugendlichen Diener zuständigen Stellen find bereits angeknüpft. Beranlaßt worden ist male im Haff festgefahren war, ist Sonntagabend 62 Uhr in Nichard Hine, ein unfittliches Attentat verübt haben. Der Baron dieser Verschmelzungsgedante durch die sich immer mehr verschärfende Swinemünde eingetroffen. Der Dampfer wird seine erste teise von hatte wieder einmal Gäste empfangen, die sich erst gegen 2 Uhr Konkurrenz zwischen dem Droschkenfuhrwesen beider Städte. Während Hamburg nach New York nunmehr fahrplanmäßig am 5. Juli morgens entfernten. Nun spielte sich, nach der Darstellung in Berlin die Verfügung des Polizeipräsidiums vom 8. Juni 1898, antreten. des Dieners, eine Scene ab, die sich nicht schildern läßt. nach welcher neue Droschtennummern nicht mehr ausgegeben werden, Hine mußte fich gewaltfam Die beiden Zuchthäusler Kuß und Wierczad, die am ersten den Händen seines Herrn neuerdings bis zum 1. Oktober 1901 verlängert worden ist, erfährt entwinden und flüchtete ins Dienerzimmer. Auch dorthin in Charlottenburg die Zahl der Droschken eine stetige Vermehrung Pfingstfeiertag aus dem Gefängnis in Graubenz entsprungen folgte ihm v. Grabski, und Hine wußte sich nicht anders zu vor zwei Jahren fuhren nur 30 Charlottenburger Droschken; jezt sind, nachdem sie den Gefangenenaufseher Faust getötet hatten, find helfen, als daß er, laut um Hilfe rufend, aus dem Fenster des ersten find 130 im Betrieb und 30 weitere sollen nächstens hinzukommen. am Sonntagabend in Ezerst durch den Töpfermeister Büchler dingStocks in den Hofraum hinabsprang. Hausleuten, welche mit der wachsenden Vermehrung der Charlottenburger Droschten geht fest gemacht und in das Gefängnis in Konig eingeliefert worden. ihm zu Hilfe tamen, schilderte er den Vorfall. Durch den Sprung eine entsprechende Verminderung der Bahl der den Berliner Droschken Ueber eine Feuersbrunst wird aus Bern berichtet: Das in den Hofraum hat Hine innere Verlegungen erlitten. Er wurde eingeräumten Haltepläße in Charlottenburg Hand in Hand. In ab- fleine Dorf Wiler im Lötschenthal, Bezirk Naron, wurde in verborerst auf die Unfallstation in der Belle- Alliancestraße und dann fehbarer Zeit werden die Berliner Droschten von den Halteplätzen gangener Nacht durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört. nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. Bon ärztlicher Charlottenburgs gänzlich verdrängt sein. Dazu kommt der billigere 200 Menschen find obdachlos. Seite dürfte bereits an die Polizei über diesen Vorfall Anzeige Tarif der Charlottenburger Droschken, so daß das Berliner Droschtenfuhrwesen empfindlich benachteiligt wird. Um die Konkurrenz angestrebt. erstattet sein. Ein Bootsunfall, bei dem ein Menschenleben zu Grunde geaus ber Welt zu schaffen, wird eine Verschmelzung beider Fuhrwesen Schwere Unwetter sind, wie uns ein Privat- Telegramm aus Leipzig meldet, im westlichen Teil des Königreichs Sachsen und in gangen ist, hat sich abermals auf der Spree, gegenüber der Abtei, bent benachbarten Gebiet gestern niedergegangen, die auf Feldern ereignet. Vorgestern nachmittag gegen 41/2 Uhr mieteten drei Personen Der lehte Verwaltungsbericht für den Niederbarnimer und an Gebäuden größeren Schaden anrichteten. ein Boot in Treptow. In der Mitte des Stroms fingen fie mut- Kreis giebt interessante Aufschlüsse über das Wachstum der Be- Eine Straßenbahukatastrophe hat sich am Sonnabend in willig an zu schaukeln, das Boot schlug um, und alle drei Insassen völkerungsziffer sowohl des ganzen Kreises, als auch der einzelnen Baris ereignet: Ein Straßenbahnwagen der Linie Passy- Hotel fielen ins Wasser. Auf das Hilfegefchrei der Verunglückten eilte Ortschaften im Jahre 1899." Von den Berlin zunächst gelegenen de ville, dessen Führer abgestiegen war, um bei einem andren fofort ein Herr Cohn von Treptow aus mit noch zwei Personen Vororten hat Tegel das weitaus größte Wachstum der Bevölkerungs- Wagen, dem ein Unfall zugestoßen war, Hilfe zu leisten, und herbei. Es gelang den Bemühungen dieser Männer, zunächst den 3iffer aufzuweisen. Diese stieg, um 34,85 Broz. auf 6200. Dem dessen Bremsen wahrscheinlich nicht scharf genug angezogen in der Eisenbahnstr. 16 wohnenden Schlosser Arthur Ulbrich zu retten; nächst folgen Hermsdorf mit einer Steigerung um 16,19 Proz. auf waren, geriet ins Rollen und raste die Avenue du Trocadero entlang, auch eine zweite Berson, der aus Schweden stammende und verheiratete 2465, Banton mit 13.24 Proz. auf 19 827, Hohen- Schönhausen mit sprang aus den Schienen und warf zwei Droschken um. Nachdem Mechaniker Erikson, der Reichenbergerstr. 59 wohnt, fonnte von 12,27 Broz. auf 2186, Friedrichsfelde mit 11,04 Broz. auf 8852, Reiniden- ber Wagen noch einen Baum umgebrochen hatte, blieb er in der Herrn Cohn mit vieler Mühe unter eigener Lebensgefahr aus dem dorf mit 10,21 Proz. auf 13 639, Nieder- Schönhausen mit 7,99 Proz. auf Nähe der Alma- Brücke stehen. Eine Person wurde getötet, 13 find Waffer emporgeholt werden. Die Rettung des dritten Verunglückten, 3973, Lichtenberg mit 6,24 Prog. auf 40 751, Weißenfee mit 6,10 Broz. verlegt, von den letzteren ist inzwischen auch noch einer, Dr. Ernst bes 1877 zu Gartlow geborenen Mechaniters StarI Franke, der auf 2178, Neu- Weißenfee mit 4,47 Broz. auf 30 219, Borhagen Mayenfisch aus Zürich, gestorben. Unter den Verletzten befindet sich Ecke der Cuvry- und Wrangelstraße wohnte, mußte leider unter- Rummelsburg mit 8,83 Broz. auf 16 741 Einwohner. Von den von auch ein Aufseher der deutschen Abteilung der Weltausstellung, bleiben, da von ihm feine Spur mehr zu entdecken war. Seine Berlin weiter entfernt gelegenen Ortschaften weist Ober- Schöneweide Namens Naupel, der schwer verletzt in ein Krankenhaus geschafft Leiche war bis zum Abend noch nicht aufgefunden worden. Zum die größte Steigerung auf, nämlich 44,77 Broz.( i. 23. 77,67 Broz.); wurde. Glück war Herr Cohn im stande, an dem völlig er es folgen Tasdorf mit 13,05 Proz.( i. V. 13,95 Proz.), Rüdersdorf schöpften Eriffon gleich Wiederbelegungsversuche anzustellen, die nach mit 8,65 Pro3.( i. V. 0,68 Proz.), Rahnsdorf mit 8,49 Proz.( i. V. Längerer Zeit den erstrebten Erfolg hatten. Die beiden Geretteten 4,81 Bro3.) und Dalldorf mit 8,12 Broz.( i. B. 0,58 Proz.). Die übrigen wurden dann nach Treptow ans Land gebracht, von wo der Bank Ortschaften weisen nur unwesentliche Veränderungen auf resp. blieben direktor Bergemann fie menschenfreundlich mit nach seiner Villa in hinter dem Vorjahre erheblich zurüd. Die relativ größte Einwohner Stralau hinübernahm und sie dort mit trocknen Kleidern verfah. zahl hat Friedrichshagen; sie beträgt 10 658. Eine Verminderung der Einwohnerzahl wird aus zwei Ortschaften berichtet. Es sind ein Telegramm: Der Kaffierer der Offenbacher Frauen und Mädchen- Kranken- dies Stralau(-1,21 Proz.) und Plögensee(-1,52 Proz.). Von und Sterbekasse, Herr Neumann, hatte Sonnabendabend zwischen den vier Städten des Kreises hat Bernau eine Verminderung der 6 und 7 Uhr das Unglück, auf dem Wege von der Elsen nach der Bevölkerungsziffer um 0,37 Proz., die Städte Oranienburg, Lieben Oranienstraße ein in Beitungspapier eingewickeltes Päckchen Quitwalde und Alt- Landsberg haben eine Steigerung der Bevölkerungstungsmarten und zwei Bücher zu verlieren. Diefelben sind ziffer um 2,37, 1,63 und 1,29 Proz. aufzuweisen. Die Zunahme des für den Finder wertlos, jedoch erwachsen Herrn Neumann Unannehm Berfonenstands im ganzen Streife betrug 6,16 Broz. Die Gesamt lichkeiten, falls sie nicht zur Stelle geschafft werden können. Der bevölkerung bezifferte sich auf rund 280 000 Personen. Finder wird ersucht, das Paket entweder beim Verlierer Reichengütet. Eisenbahnkatastrophe. Bei Slough univeit Windsor stieß der Westengland- Expreßzug auf einen von Windsor kommenden Zug. Soweit festgestellt ist, find 4 Personen getötet und etwa 60 verletzt worden. Brennende Naphtawerke. Aus Baku, 17. Juni, berichtet ein Telegramm: Auf den Auf den Naphtawerken von Ter- Akopow, Mantaschen, Wiſhow und andren brach am 14. 5. M. Feuer aus, d. welches 60 Bohrtürme und andre Gebäude zerstörte. Der Schaden ist sehr beträchtlich. einen Spirituskocher veranstalten der Verein der SpiritusEin Preisausschreiben für eine Spiritus- Glühlampe und Fabrikanten und die Centrale für Spiritus- Verwertung. Für die und bergerstraße 96, Quergebäude 3 Tr., oder Hertn Hedel, Oranien- Rigdorf. Die hiesige Schuldeputation hat sich neuerdings für Lampe find als besondre Bedingungen gestellt, daß dieselbe nur straße 180, born 8 Treppen, abzugeben. Untoften werden gern ver- die Vermehrung der Lehrerinnenstellen ausgesprochen. ein einmaliges Anzünden erfordert, sofort nach dem Anzünden Nach ihrer Meinung ist es von Bedeutung, daß namentlich die gebrauchsfähig ist, etwa angewendete Saugedochte vor VerEin Giftmord? Am Sonnabend gegen Abend ging durch die größeren Mädchen nicht nur von Lehrern unterrichtet werden. Ju Harzen oder Verkohlen geschützt sind und daß sie zu sehr Dunderstraße das Gerücht, daß Hannchen" ermordet worden fet, erziehlicher Hinsicht erscheine es geradezu notwendig, daß sich ein billigem Preise in den Verkehr gebracht werden kann. Für die Die unter diesem Namen in der Gegend sehr bekannte Johanna weiblicher Einfluß neben dem der Mutter geltend mache. Der früher Lampe ist ein erster Preis im Höchstbetrage von 7500 M. Schulze betrieb in dem Hause Dunderstr. 77 ein Grünframgeschäft. erhobene Einwand, die Lehrerinnen würden schneller verbraucht" und weitere Preise mit zuſammen 5000 M. in Aussicht genommen. Schulze betrieb in dem Hause Dunckerstr. 77 ein Grünframgeschäft. müßten früher als die Lehrer pensioniert werden, falle jet apparat zu stellenden Bedingungen, als Geruchlosigkeit, Feners- und Seit Jahren lebte sie mit einem gewissen Otto Leh im Kontubinat. müßten früher als die Lehrer pensioniert werden, falle jetzt Der Spirituskocher muß neben den allgemein an einen solchen Ley, ein übel beleumundeter und bereits mit Zuchthaus vorbestrafter Ruhegehaltstassen errichtet seien, für welche die Stadt nach festen Explosionssicherheit, ſparſamen Stoffverbrauch, den Anspruch erfüllen, Leh, ein übel beleumundeter und bereits mit Zuchthaus vorbestrafter nicht mehr ins Gewicht, nachdem für den Regierungsbezirk befondere apparat zu stellenden Bedingungen, als Geruchlosigkeit, Feners- und Mensch mißhandelte die Schulze sehr häufig, beschimpfte sie und be- Sägen Beiträge entrichte. Ebenso wenig stichhaltig wäre der andre daß der Apparat bei billigem Verkaufspreise für Haushaltungen in drohte sie auch wiederholt mit Totschlag. Am Sonnabend prügelte Leh seine Geliebte wieder in arger Weise. Hierauf tochte er Kaffee, gegen die Vermehrung der Lehrerinnen geltend gemachte Grund, gleichem Maße verwertbar sei, wie die üblichen Petroleumfocher. von dem die Schulze ebenso wie von einem Salat, den Ley bereitet daß sie häufig erkrankten. Nach der im Anfange dieses Jahres auf Er muß namentlich auch eine gute Regulierung haben und einen hatte, zu sich nahm. Bald frat bei ihr startes Erbrechen ein und genommenen Statistit seien die Lehrerinnen weit feltener erkrankt als die leichten Ersatz abgebrauchter Teile zulassen. Für den Spirituskocher nach furzer Zeit brach die Händlerin tot im Laden zusammen. Leh Lehrer. Infolge dieser Anregung ist jetzt bereits eine Lehrstelle, die sind 2500 M. zu Preisen ausgesetzt, die entweder im ganzen oder hatte weder einen Arzt zur Stelle geholt, noch sonst Privatpersonen um fommenden Ottober hätte errichtet werden müssen, in eine in Teilen vergeben werden. Das Preisgericht fest fich aus je drei Vorstandsmitgliedern der brei beteiligten Verbände zusammen. zu der Erkrankten gelassen. Der Zufall wollte es, daß mittlerweile Lehrerinnenstelle umgewandelt worden. Bewerbungen zur Teilnahme find bis 1. Dezember 1900 an die Kriminalbeamte im Laden erschienen, um Leh wegen eines schweren Rigdorf im Zeichen der Ausweisungen. Vor einigen Centrale für Spiritusverwertung, Abteilung für technische Zwecke, zu Verbrechens gegen das Eigentum zu verhaften. Leh hatte vorher Wochen wurde dem Cigarrenmacher Witte aufgegeben, Rigdorf richten, welche den Interessenten auch nähere Auskunft erteilt. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.