5 Nr. 2. 29D Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 2 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Pretsltfte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versam: dungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Wor mittags geöffnet. Sern fprech- Anschluß Amt VI, v. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Neujahrs- Betrachtungen D Sonntag, den 3. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. werbe und einseitigster Interessenpolitik nicht das Mindeste Republik der Vereinigten Staaten läßt er dieses Ge nachgiebt. Die Bentrumspartei entwickelte sich nach dem Tode schäft durch die republikanischen Milizen und die Windthorst's mehr und mehr nach rechts und hält als aus- republikanische Privat und Gemeindepolizei besorgen. schlaggebende Partei den Reichstag ganz und gar im Wir nennen hier nur diese beiden Republiken, gouvernementalen Fahrwaffer. In der Sozialistenpartei hat weil sie die einzigen Staaten sind, in welchen das Die gehobene Stimmung über die Aufhebung des Sozialistengefeßzes nicht allzu lange vorgehalten. Die inneren Kämpfe fapitalistische Bürgerthum direkt herrscht ohne Ver werden zusehends zahlreicher und erbitterter, mittelung der Adelskaste, die, allerdings völlig verbürgerlicht, wenn auch ein 3erfall der während 12 Jahren durch die z. B. in England die Leitung der Regierungsgeschäfte hat. falsche Bismarck'sche Politik zusammengeschweißten Partei noch In Deutschland ist der Kapitalismus durchaus undemoin weiter Ferne liegen mag," kratisch und antidemokratisch. Er hat bisher seinen besten, der Zeitungen sind zwar, wie üblich, zumeist konventioneller Natur und mehr oder weniger unter dem Zeichen der politischen Heuchelei geschrieben, indeß einigermaßen tragen sie doch das Gepräge der wirklichen Stimmung und ermangeln insofern nicht eines gewissen Werths. Charakte ristisch ist, daß so ziemlich alle Zeitungen von dem politischen Berseßungsprozeß sprechen, der sich mit einem freilich nicht zurückzuweisenden Ungestüm unseren Blicken aufdrängt und namentlich in den Zeitungen der alten Ei wie gnädig! Herr Richter, der so gut ist, uns noch und in puncto puncti auch gefügigften Vertreter in dem Parteien zum Ausdruck kommt. Natürlich sehen die eine längere Galgenfrist zu gewähren, merkt nicht, daß auch ultrareaktionären Krautjunker Bismarck besessen, und würde Blätter Dabei nur die Splitter und Balken in vor der Fortschrittsthüre bereits der Henker steht womit denselben am liebsten wieder am Ruder sehen. Da dies den fremden Augen. Die fortschrittlichen verzeichnen wir beiläufig nicht den Herrn Harmening gemeint haben. aber nicht geht, so ist er auch mit einem anderen zufrieden, Schadenfroh den Berfall der Kartellparteien, die Derselbe Auflösungsprozeß, der die konservative Partei vorausgesetzt, daß dieser dem Bereicherungstrieb und der ultramontanen den der Kartellparteien und des Fort- jezt in ein Häuflein unnüßer Utopisten und eine Schaar Ausbeutungswuth keine Hindernisse in den Weg legt, und schritts, die nationalliberalen den der konservativen Partei. realistischer Interessenpolitiker spaltet, macht sich ebensowohl die Arbeiterklasse vermittelst Buckerbrots und Peitsche, mit Nur die Konservativen machen eine Ausnahme, sie sind so in der Fortschrittspartei geltend. Die wirthschaftlichen der ultima ratio der Kanonen als letter Instanz in eiserner mit sich selber beschäftigt, daß ihr Hauptorgan gar nicht Interessen sind die Grundfaktoren der Politik, und je mäch- Bucht hält. Die deutsche Borgeoisie ist darauf angewiesen, Muße zu einer Neujahrsbetrachtung gefunden hat, sondern tiger die Sozialdemokratie wird, je schärfer der Gegensatz im Junker- und Polizeistaat ihr wirthschaftliches Ideal zu seine Leser in der Sylvester- Nummer mit ein paar der kapitalistischen Parteien zu ihr sich zuspißt, und je mehr verwirklichen, und das Manchesterthum, das den freien muckerisch junkerlichen Banalitäten und Gemeinplägen ab- neben diesem Gegensatz die Differenzen der kapitalistischen englischen Staat zur Voraussetzung hat, ist so tomisch speist und in der Neujahrs- Nummer einen militaristischen Parteien unter sich verschwinden, desto rücksichtsloser wird die es auch klingen mag, für das ideologische" Deutschland Bandwurm, betitelt: Raiser Wilhelm I. und sein Antheil Interessenpolitit werden, desto gründlicher wird sie mit den zu ideologisch. Den kapitalistischen Realpolitikern vom an der Heeresreform" veröffentlicht. Phrasen und Idealen der Vergangenheit brechen, auf denen Schlage der Baare und Konsorten ist sogar Herr Eugen Von dem Zerfall der Sozialdemokratie ist in wesentlich die alten Parteien ruhen und alle Real Richter ein unausstehlicher Ideologe. Allerdings die Jdeoben Neujahrsbetrachtungen der verschiedenen Blätter dies- politiker" der alten Parteien werden sich zu der einen logie ist eine Krankheit, von der man sich furiren kann. mal weniger zu lesen als sonst und auch das ist großen Interessenpartei des Kapitalismus Der Kapitalismus wird in Deutschland das Szepter führen, charakteristisch. So dick das Brett der Vorurtheile ist, zusammenschließen. bis der Sozialismus es ihm zerbricht, aber forts bas unsere Gegner sich vor den Schädel zu binden pflegen, Herr Eugen Richter ist gewiß ein eifriger An- schrittlich" wird er niemals sein. menn fie mit uns zu thun haben durch die dicksten beter des Kapitalismus und an Fähigkeiten fehlt Genug überlassen wir die alten Parteien ihrem Bretter und Schädel ist nachgerade doch zwar nicht das es ihm nicht, wenn er sich aber aber etwa einbilden Schicksal. Der Zersehungsprozeß der Parteieu ist ein Licht, aber doch ein Schimmer der Erkenntniß hindurch sollte, Finanzminister oder gar Reichskanzler der Zu- Theil des Bersetzungsprozesses,( der die ganze Gesellschaft gedrungen, daß eine Partei nicht todt gelogen werden kunft zu werden, so droht ihm eine arge Enttäuschung. ergriffen hat, und der sie in zwei feindliche Lager scheidet. tann und daß ein Krüppel und Todeskandidat nicht Lassen wir dahingestellt, welche Kombinationen noch möglich Das eine Lager ist das unfere. Im anderen werden dadurch gesund wird, daß er Gesunde todt sagt. find soviel kann für ganz sicher gelten, daß das alle anderen Parteien sich sammeln. Gesund aber ist keine der alten Parteien; der Auf- Manchester thum, selbst in der verwässerten deutsch- Und wir haben nicht nöthig, die Mannschaften auf Lösungsprozeß hat sie alle ergriffen; nur daß jede blos die preußischen Ausgabe, niemals an die Regierung kommen die Schanzen zu rufen. Krankheit der anderen erkennt und über den eigenen Zu- kann. Zwar wird der Kapitalismus fich mehr und mehr Wir stehen auf den Schanzen. stand sich in naiver Selbsttäuschung befindet. aller Abtheilungen des Staates bemächtigen, den in seiner Am ergöglichsten tritt dies bei der Freisinnigen Gesammtheit er schon seit langem beherrscht, und zwar Beitung" zu Tage. Sie schreibt in ihrer Neujahrs- Be- giebt es feine eifrigeren Mammonsdiener, als die Verehrer trachtung: des heiligen Manchester, allein so wenig in Deutschland In den Parteiverhältnissen ist seht das Kartell das Bürgerthum direkt zur Regierung gelangen kann, Politische Lebersicht. von 1887 vollständig aufgelöst. Der Auflösungs- wie in Frankreich und den Vereinigten Staaten, ebenso prozeß hat aber darüber hinaus auch schon wenig fann in Deutschland der Kultus des Kapitalismus Berlin, den 2. Januar. iebe einzelne der früheren Kartellparteien einen rein bürgerlich- manchesterlichen Charakter annehmen. Der deutsche Landwirthschaftsrath richtet an seine für sich ergriffen. Schon beginnen sich in der fonfer- Der Kapitalismus ist ein Feind der politischen Freiheit. Mitglieder ein Schreiben, in welchem er seinen Klagen über vativen Partei zwei Richtungen scharf zu fcheiden, diejenige der Da wo demokratische Einrichtungen aus vorkapitalistischer die Handelsverträge Luft macht. Den Handelsgouvernementalen Rechnungsträger und diejenige der starren Rüd Beit fest eingewurzelt sind und an die Einführung des per- verträgen habe man die deutsche Landwirthschaft geopfert, schrittsmänner und Interessenpolitiker. Die nationalliberale Bartei hat im Fürsten Bismard ihren Mittelpunkt verloren und sönlichen Regiments, der formellen Diktatur vorläufig nicht d. h. den Großgrundbesitzern ist ein geringer Theil ihres zeigt nunmehr in jeder Provinz, ja in jedem Wahlkreise, zu denken ist, begnügt der Kapitalismus sich damit, die be- Anrechts auf Ausbeutung der Gesammtheit durch die Brotinhaltlich ein verschiedenes Gepräge. Hier schlägt sie eine dem stehenden Staatsgewalten als Handlanger zu verwenden. vertheuerung entzogen. Der deutsche Landwirthschaftsrath Freifinn sich annähernde Richtung ein, dort gefällt sie sich in In der Republik Frankreich läßt er die Arbeiter von den spricht zwar, als ob er die ganze landwirthschaftliche Be einer Tonart, welche junkerlicher Heze gegen Handel und Ge- republikanischen Truppen zusammenschießen, und in der völkerung vertrete; aber damit stimmen die Klagen über Feuilleton. Nachdruck verboten.) Am Webstuhl der Zeit. [ 2 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. mochte. eingelöst werden. Der Alte mit dem Kalender hat sich selbst für einen zu forschen, ob besagter Wechsel auch zur richtigen Zeit würde armen Juden erklärt, aber er ist auch für die ältesten Bewohner ein ungelöstes Räthsel, denn er vermittelt Geld- Und er war nicht eingelöst worden, es ist gar keine geschäfte selbst hier. Ob er mit eigenem oder fremdem Aussicht vorhanden, daß er jemals eingelöst werden wird; Gelde Geschäfte treibt, weiß Niemand zu sagen, nur geht und ebenso wenig Aussicht hat der unglückliche Bürge, vor die Rede um, daß er schon unzählige Male geseffen" habe Ablauf der gesetzlich zulässigen Haftzeit von zwei Jahren und nur periodisch sein Erscheinen mache. Er lebt sehr den Tag seiner Haftentlassung zu begrüßen, weil der Eigen sparsam, spricht nicht viel und ist im Uebrigen ein sehr ver- thümer des verhängnißvollen Dokumentes bestimmt erklärt träglicher Mensch. hat, er wolle einmal ein Exempel ftatuiren". Und man Es kostet ihm freilich sein Geld, aber was find für ihn, der kennt den Geldtyrannen, er wird sein Wort wahrmachen. täglich an Wucherzinsen mehr einnimmt, als ihm sein täglich an Wucherzinsen mehr einnimmt, als ihm sein Lebensunterhalt das ganze Jahr fostet, die zehn Groschen, Was aber den jungen Mann anbelangt, der sich die drückende Langeweile und Hize dieses Sonntagnachmittages auszulaufen" versucht, so ist er die eigentliche Seele der zn den Ja, hätte er dies gleich begriffen, dann wäre ihm wenigstens Gnade statt des Rechtes zu Theil geworden, der Lederhändler hätte ihm noch weiter und jedenfalls bis zur unausbleiblichen gänzlichen Zahlungsunfähigkeit schlechte Waaren zu hohem Preise 24 Stunden täglich seine demüthigen, er spielte den Halsstarrigen, und jetzt war an zugleich deren ältestes Mitglied. Seine gute Laune ist fast Freiheit entbehren lassen kann, während er zu gleicher Zeit feine Erlösung mehr zu denken, es sei denn, er konnte die unverwüstlich zu nennen, und während er unter seinen damit das Geschäft" hebt, indem er Er aber war schwingen. Er aber war zufrieden, wenn er unter er muthigung an bannen versteht, vertritt er zu gleicher Zeit Schrecken unter seinen übrigen Schuldnern verbreitet. schwerenden Verhältnissen, welche die Wechselhaft mit sich mit Energie und Sachkenntniß die Rechte derselben gegen denn auch seine Lage sofort voll und ganz begriffen und sich Dieses Opfer des Wuchers, Frank ist sein Name, hatte brachte, den Unterhalt für seine Familie zu erschustern ver- hier das Oberkommando führt, und den Ausschreitungen" richtet, seine Schuld abzusitzen". Er that es mit dem ihm im Bewußtsein seiner Zahlungsunfähigkeit darauf einge des Gerichtspersonals. Sein Mitspieler ist ein wegen Ueberschuldung aus eigenthümlichen Humor, und nur zuweilen, in stillen der Armee entlaffener Lieutenant. Von Haus aus mit nur Was er ist, weiß er selbst nicht einmal anzugeben. Stunden, ließ er, wie eben jetzt, seine Blicke über das rothe geringfügigen Mitteln ausgestattet, war er, angelockt durch Einstens hatte er einen Anlauf zum Studiren genommen, Biegeldach gegenüber nach dem unbegrenzten Blau bes oen Glanz der Uniform und die bevorzugte gesellschaftliche später wurde er Photograph und versuchte sich als Lokal Himmels schweifen und träumte von dem Glücke, im frischen Stellung, welche unsere bürgerliche Zeitperiode seltsamer berichterstatter, wobei er sich besonders als Reklamefabrikant grünen Walde, mit heiteren Gefährten, oder wohl gar an Weise noch immer dem Offiziersstande zuweist, vom Gym- brauchbar erwies, eine Eigenschaft, die heutigen Tages sowohl der Seite der Geliebten, des Lebens Laft und Sorgen, auf nasium zur Kriegsschule übergegangen und hatte, taum mit von unsoliden, wie soliden Geschäftsleuten und nicht minder Stunden lang ganz und gar vergessen zu können. den Epauletten geschmückt, nun auch seine Rolle spielen von den Zeitungsherausgebern besonders gewürdigt zu werden wollen, die ihn schuldenbelastet hierhergeführt. Leicht entsagt der Mensch in der Freiheit einem Gepflegt. Jedermann schäßte ihn außerdem als einen seelens- nusse zu Gunsten einer übernommenen Pflicht, aber schwer, Wie schnell verschwinden die Standesunterschiede an guten Kerl", der Allen zu helfen suchte und sich denn glücklich ach wie schwer erträgt er den Zwang, der ihm willkürlich einem solchen Orte, wo Jedem der schlimmste Matel: kein auch bis hierher geholfen hatte, indem er auf den Wechsel und ohne einen ausreichenden Grund einen Genuß unmög Geld, wohl aber Schulden au haben, anhaftet! eines Freundes seinen Namen setzte, ohne lange darnach lich macht! " Unsere Genossen in Reichenbach werden die Wahlagitation kräftig aufnehmen und da der Kreis schon zwei Mal unserer Partei gehörte, so steht dessen Wiedereroberung nicht außer dem Kreise der Möglichkeit. noch zu hohe Arbeitslöhue nicht überein. Die Brot- Gesellschaften, welche Rorporationsrechte nicht besitzen und I, korrigirt" worden wäre. Die über diese Verbote und eine pertheuerung durch die hohen Zölle kommt doch vor Allem durch§ 2 Abs. 3 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 Reihe anderer Verstöße vom Reichstage beschlossenen Erjenen Vertretern der Landwirthschaft" zu Gute, die ihre als Vereine mit dem Zweck der Einwirkung auf öffentliche hebungen sind dem Reichstage zugegangen und bestätigen Baläfte in den großen Städten haben oder deren Namen Angelegenheiten gelten, tönnen über die in diesem Gesetz im vollen Umfange die Beschwerden des Wahlprotestes. wir regelmäßig in den vornehmsten Hotels finden, und die gezogenen Schranken hinaus präventiv nicht behindert wer Dieses Ergebniß hat Herrn Kurz nun zwar sein Mandat fich um die Landwirthschaft meist nur soviel bekümmern, ben, in ihren Versammlungen und als Theil der gemein- nicht gekostet, doch gehen wir wohl nicht irre, wenn wir an daß fie die Erträge derselben möglichst rasch vergeuden und famen Religionsübung durch ihre Vorsteher, Prediger, nehmen, daß zwischen dem Wahlproteft und der Beförderung zu diesem Zwecke nicht Geld genug von ihren Verwaltern Rebner u. s. w. auch die Belehrung, den Unterricht über des gewesenen Vertreters für den 22. sächsischen Wahlkreis herausschlagen können. Wir wissen nicht, daß diese„ noth- religiöse Lehren oder Meinungen an Erwachsene wie an ein innerer Zusammenhang besteht. leidenden" Herrschaften ihren Bedarf an Sett, Equipagen, Kinder jeden Alters ertheilen zu lassen. Sport, Turf, Spiel und allerlei geheimen Passionen Da einmal der Nachweis eines religiösen Unterrichts haben einschränken müssen. Den Nothstand dieser für alle Schulpflichtigen obligatorisch ist, so ist es für alle grands seigneurs" zu befriedigen, ist keine noch nicht den konfessionellen Kirchen Angehörigen jedenfalls er so reiche Finanzquelle im Stande, und wenn das gesammte wünscht, daß durch das obige Erkenntniß ihnen freigestellt Der städtische Schulvorstand in Mainz hat, wie Volk auch so herabgedrückt würde, daß es die halbe Dreier wird, die Art und Beschaffenheit des relischrippe, welche Herr v. Schalscha nicht einmal ganz bewäl- giösen Unterricht 3, den sie ihren Kindern zu uns von dort geschrieben wird, infolge einer Anregung aus der Stadtverordneten Versammlung beschlossen, für die tigen kann, nicht mehr bezahlen könnte. Theil werden lassen wollen, selbst zu bestimmen. Der Landwirthschaftsrath will die Handelsverträge auf geistig schwach veranlagten Schulkinder die Tagesordnung der nächsten Plenarversammlung setzen, Ihren Beruf als Musterbetriebe fassen viele der Volksschule eine besondere Schulklasse zu und dann soll berathen werden, wie man sich gegen die Staatsverwaltungen in der Weise auf, daß sie den Privat errichten, jedoch einen Antrag abgelehnt, für die fittlich weitere Schädigung des Appetits der großen Grundbesitzer unternehmern mit dem bösen Beispiel des Lohn- und Arbeitswehren und welchen Ersatz man für die Verringerung drucks noch eine gute Nasenlänge voraus find. Unserem der hohen Kornzölle fordern solle. Welcher Art diese Forde- Breslauer Partei- Organ führte des blinden Zufalls loses rungen sein werden, läßt sich bereits voraussehen. Die Spiel" folgendes Schriftstück zu:" konservativen Blätter und die agrarischen Vereine stellen Königliches Eisenbahn- Betriebsamt. S. 168 1 a. das Verlangen nach Beschränkung der Freizügigkeit in den Bordergrund. Sie wollen die Arbeiter an die Scholle Geheim! fesseln", was der verschämte Ausdruck des unverschämten Verlangens nach Einführung der Leibeigenschaft ist. Gegen das Alters- und Invaliditätsgefeh richtet sich eine Petition des landwirthschaftlichen Vereins zu Neustadt in Westpreußen, welche die Revision, oder richtiger gesagt, die Abschaffung des Gesetzes verlangt. Das Gesetz soll den Unwillen der Arbeiter wegen ihrer Ver ficherungsbeiträge in so hohem Maße erregt haben, daß sie vielfach deshalb auswandern. Das Gesetz passe nicht in die a chtungswerthen Gewohnheiten" der westpreußischen Arbeiter hinein. Diese Arbeiter erhielten neben dem baaren Lohn Wohnung, Stallung, Ackerland, Wiese und Weide. Sie betreiben also neben der Arbeit bei dem Arbeitgeber vielfach ihre eigene Ackerwirthschaft. Wenn erst mehrere Kinder zur Arbeit gehen, übernehme der Vater, meist noch bevor er 60 Jahre alt ist, diese Ackerwirthschaft; wenn er nun 70 Jahre alt wird, erhalte er also die Rente als überflüssiges Geschent. Und jetzt, wo der Arbeiter doch fo brillant gestellt ist, wandert er blos wegen der Beiträge zur Verficherung aus! Früher hat Westpreußen wohl nicht so ziemlich das stärkste Kontingent der Auswanderer gestellt? Den Grundbesitzern aber, und das ist wohl der eigentliche Beschwerdepunkt, werden durch die Versicherung Lasten auferlegt, welche den Niedergang der Landwirthschaft beschleunigen müssen. " den 21. November 1891. verwahrlosten Kinder eine besondere Schule zu errichten, da sich unter 6000 Schulkindern nach gemachten Erhebungen nur 12 solcher Unglücklichen ermitteln ließen. Da die liberalen und klerikalen Bourgeois mit der Fortbildungsschule bei dem Schulvorstand nicht sonderlich viel Glück gehabt haben, so soll jetzt auf Antrag des Stadtverordneten Nicola Radé( früheren ultramontanen Reichs tags Abgeordneten) demnächst ein Beschluß gefaßt werden, Wegen der ungünstigen finanziellen Ergebnisse der Staats: bei dem Ministerium dahin vorstellig zu werden, daß die Eisenbahnverwaltung ist uns die äußerste Sparsamkeit bei Unterhaltung der Bahnanlagen zur Pflicht gemacht worden. Fortbildungsschule ihres obligatorischen Wir bestimmen daher, daß alle zur Erhaltung der Betriebs- Charakters entkleidet werde; strebsame junge ficherheit oder zur nothwendigsten Instandhaltung der Bahn Leute könnten alsdann noch besser als bisher sich ausbilden: anlagen nicht unbedingt erforderlichen Ausgaben vorläufig Daß aber die weniger strebsamen viel früher als bisher zu unterbleiben haben. Es wird hierdurch sowohl eine dem Moloch Kapital ausgeliefert werden, dies suchen die Einschränkung der Ausgaben bei den and ultramontanen Volksbeglücker unter einer Fluth von nichtswerter Rechnungen wie insbesondere bei den fagenden Redensarten zu verdecken. Ausgaben für Arbeiterlöhne durch herab= sehung der Lohnfäße sowohl wie verminde rung der Arbeitszahl möglich sein. Die Arbeiterzahl ist auf dasjenige Maß herabzusehen, welches nur für die unbedingt nothwendigen Arbeiten erforderlich ist. Allen hiernach ent behrlichen Arbeitern ist unter Einhaltung der vorgeschriebenen Frist sofort zu tündigen. Der wahre Charakter des Bourgeois, ob er liberal oder flerifal, dem die Ausbeutung der Arbeitskräfte Anderer die vornehmste Lebensregel ist, fommt eben immer zum Vorschein, mag er sich auch noch so viele Mühe geben, bies. zu verheimlichen. Innerhalb drei Tagen ist uns zu berichten, wie vielen Es giebt keinen Nothstand in Deutschland, aber Arbeitern gekündigt ist. Die Anzahl der weiter. Aufrufe zur Hilfe werden bereits im Ausland von autori zubeschäftigenden Arbeiter ist eingebend 8" ritärer Stelle erlassen. So lesen wir im„ Bukarester begründen. Die durch Herabfeßung der Lohnfäße wie durch Verminderung der Kopfzahl zu erzielende Ersparniß ist Tageblatt" folgenden überschläglich zu berechnen und anzugeben. Aufruf! Für die nothleidenden Weber im Herzogthum Gotha werden milde Gaben in jeder Höhe vom hiesigen deutschen Ronfulate entgegengenommen. Dr. Zauberau, taiserlich deutscher Ronful Worin bestehen nun die ungünstigen finanziellen Er gebnisse" der Staats- Eisenbahnverwaltung? Sie werfen nicht genug Ueberschüsse für den Militäretat ab. Dieser barf beileibe nicht verringert, er muß vielmehr Jahr für ausgele Jahr mehr erhöht werden. Da ist die strengste Sparsamkeit geboten, aber beileibe nicht bei den Löhnen und Pensionen Die Grundbefizer haben am allerwenigsten ein Recht, der Generale und anderer hoher Offiziere, auch nicht an den sich über die Versicherungskosten zu beschweren. Bei einer Gehältern der Präsidenten und Direktoren- da geht nichts auch nur einigermaßen leidlichen Versorgung der Greise zu sparen, wohl aber bei den Arbeitern, die so im Ueber und Invaliden, in einer nicht jeder Humanität Hohn fluß leben, daß man ihre Löhne noch mehr schmälern und sprechenden Armenpflege müßten sie den doppelten Betrag deren Arbeitslast man in dem Grade erhöhen kann, daß von dem mindestens leisten, was ihnen das Versicherungs- eine große Anzahl anderer Arbeiter überflüssig wird und gefeß auferlegt. Aber freilich, die Sabgier und Profitsucht daher auf die Straße gefeßt werden kann. Es geht doch ist wohl geneigt auf Kosten der Gesammtheit durch Korn- nichts über weise Sparsamteit! zölle die nothwendigsten Lebensmittel zu vertheuern, aber fie schreit Beter und Mordio, handelt es sich auch nur um den geringsten Beitrag ihrerseits. Um Die Bewegung für das allgemeine Stim mrecht in Belgien schwillt mächtig an. Unfere Genossen entwickeln eine bewundernswürdige Rührigkeit. Die wlämischen Sozialisten hielten am ersten Weihnachtstag in Gent einen Landtag" ab, auf welchem die Dr ganisation vervollständigt und ein Kampfblatt"( Strijdblad) mit dem Titel Allgemeines Stimmrecht" begründet ward. Die Sozialisten französischer Bunge sind gleich thätig und haben ebenfalls ein Blatt zu gleichem Bwede geschaffen, bas Suffrage universel"( Algemeines Stimmrecht). Letzteres zu verdächtigen, sprengen die Gegner aus, es sei Neuwahl. Der bisherige Reichstags- Abgeordnete Land- mit französischem Regierungsgeld gegründet was natürlich gerichtsdirektor Kurt ist, wie aus Dresden berichtet wird, eine infame Lüge ist. Beide Organe treten auch für das als vortragender Rath in's Justizministerium berufen Stimmrecht der Frauen ein ein Beweis dafür, daß Ueber die Ertheilung des Religions- Unterrichts worden, wodurch sein Mandat erlischt. Diese Beförderung unsere belgischen Genossen auf der Höhe der Zeit stehen. hat das preußische Ober- Berwaltungsgericht dürfte Herrn Kurz sehr zur gelegenen Zeit gekommen sein, Sie dürfen unserer besten Wünsche versichert sein. Möge fürzlich eine Entscheidung von grundsätzlicher Tragweite ge- benn beim Wiederzusammentritt des Reichstages wäre die der Erfolg bald ihre Anstrengungen krönen! fällt. Es ist nach derselben zur Ertheilung des Religions- Rassation der Wahl desselben eine der ersten Aufgaben geunterrichts teine besondere Befähigung nachzuweisen. Nicht wesen. Herr Kurz vertrat den 22. sächsischen Wahlkreis die Bestimmungen der noch heute geltenden Kabinetsordre Auerbach Reichenbach, wo er erst in der Stichwahl gegen Paris unterm 30. Dezember: Wie der Telegraph bereits von 1834, noch die der Artikel 20 und 22 der Verfassung unseren Genossen Franz Hofmann in Chemnitz gewählt gemeldet haben dürfte, hatte Genosse Vaillant ein Duell betreffs des Unterrichts, sondern lediglich die Vorschrift des wurde. Bei der Hauptwahl wurden für Hofmann 11 301 mit dem Anarchisten Gégout, wobei Ersterer an der rechten für Kurz 10 870 Stimmen abgegeben, ein Hand leicht verwundet wurde. Gégout, dessen Namen die Artikels 12 der Verfassung kämen beim Religionsunterricht und Lokal Kandidat brachte es auf deutschen Genossen wohl zum ersten Male nennen hören, ist zur Geltung. Dieser Artikel 12 gewährleistet die Freiheit deutschfreifinniger des religiösen Bekenntnisses, die Bereinigung zu Religions- 11 Stimmen. Diese liberalen" Stimmen fielen bei der ein Anarchist, der seit seiner letzten Begnadigung von der Gesellschaften und der gemeinsamen häuslichen und öffent. Stichwahl natürlich dem erzkonservativen Kurz zu, trotzdem Beschimpfung der sozialistischen Bewegung und deren mehr lichen Religionsübung." Der Religionsunterricht bilde aber wäre derselbe aber nicht gewählt worden, wenn nicht durch oder minder hervorragender Führer lebt. Selbstverständlich einen Theil der Religionsübung. Auch die Religions- ganz ungesetzliche Versammlungsverbote das Wahlresultat finden seine Artikel nur in reaktionären Blätteru oder in Aus seinen Träumereien reißt ihn eine alte Magd, die Die schönsten und theuerften Hoffnungen, das gewiffenvom Borsaale her mit einem Kaffeebrette voll Taffen ein- hafteste Streben waren hier durch den Buchstaben eines Getritt. Dienstfertig eilt er zur entgegengesetzten Thür und setzes vernichtet, welches entworfen zu haben, einstmals der ruft, indem er sie halb öffnet, mit Stentorstimme: Kaffee, höchste Stolz eines berühmten Juristen des 19. Jahrhunderts gewesen. meine Herren!" Mir auch war ein Leben aufgegangen, Welches reichbekränzte Tage bot!" Duell Baillant- Gégout. Man schreibt uns aus Noth, Elend und kein Ende! Um hier mit Erfolg arbeiten zu können, mußte er oft für Künstler und Künstlerinnen dritten und vierten Ranges Reisegelder be schaffen, sich für ihre Kosthausschulden verbürgen, Wechsel afzeptiren und geriren-die Wechselhaft war das Ende: Mir auch war ein Leben aufgegangen, Welches reichbekränzte Tage bot! " Hier fehlen noch zwei Tassen," rief indessen Frank ber Magd verweisend zu, indem er die um eine alte Raffeetanne Bunzlaue'sch en Fabrikats gruppirten Tassen prüfenden Blickes überflog. „ Es ist ganz richtig," erklärte die Magd bündig dagegen:„ Der Herr Barth ist bereits 43 Pfennige, und Sie, Mehr als Herr Frank, sind sogar 48 Pfennige schuldig. 50 Pfennige werden aber hier nicht geborgt." Richtig;" bemerkte der junge Mann mit leichtem Achselzucken: 50 Pfennige Kredit für Jeden, der aus Mangel an Kredit in der Welt da draußen diese heiligen Räume betritt. Also hören Sie: Ich habe heute beim Spiel 20 Pfennige gewonnen, die will ich niederlegen auf Alsbald erschienen die beiden noch übrigen Mitglieder Und solche Erscheinungen in unserem Rechtsleben werdieser eingeschlossenen Gesellschaft, von denen der Eine ben zu Tage treten, so lange nicht Alle, welche unter be jebenfalls noch nicht lange über die Schwelle des bürger- ftimmten Gesetzen leben, wirken und leiden sollen, sich ihre lichen Lebens getreten, während der Andere sicher schon nahe volle und unabhängige Mitwirkung bei Abfaffung der für an deffen Ausgangspforte steht. Der Jüngere, dem noch Alle giltigen Gefeße zu sichern wissen. der erste Flaum auf den Lippen sprießt und dessen wachs- Die letzte unter den hier auftretenden Gestalten ist die bleiches Gesicht glänzend- schwarzes Haupthaar noch auf eines ältlichen Mannes von ansehnlicher Leibeslänge, die er fälliger hervortreten läßt, ist ein Buchdrucker, welcher, um sehr gut den Blicken zu zeigen versteht, und der, was sein seine Braut unleidlichen Verhältnissen zu entziehen, sich eine Schicksal anbetrifft, sein Lieblingszitat aus des Dichters selbständige Existenz durch Begründung einer kleinen Druckerei Tiedge einstmals so populärer Urania" auf sich anwenden zu schaffen unternommen hatte. Bei seiner Unerfahren- konnte: heit mit den herrschenden geschäftlichen Verhältnissen war er arglos einem menschenfreundlichen" Darleiher in die Hände gefallen, der ihm einen längeren Kredit in Aus- Ein Schauspieler ist es, der, um dramatischen Versicht stellte, welche Versprechungen von ihm als baare wickelungen zu entgehen, seinen deutschen Namen Müller Münze genommen wurden. Raum aber hatte er durch in den entsprechenden italienischen Molinaro umgewechselt ben Altar des Waterlandes, auf dieses Kaffeebrett. Und emfiges Arbeiten und fleißiges Streben die Druckerei in hat. Das Wort„ Wechsel" kann als Titel für das Buch somit, dienstfertiger Geist, machen Sie die Zahl voll: leiblich guten Gang gebracht, als in dem Darleiher das feines ganzen Lebens dienen. Ein Wechsel war es, diesmal 8 Personen, 8 Tassen." Diese 20 Pfennige nehme ich als Abschlag für Ihre Gelüfte entstand, sich in den Besitz dieses Geschäftes zu ein ausgebliebener, der ihn von der Universität ab- und setzen. Das Darlehen wurde kurzer Hand zurückgefordert, zum Kaufmannsberufe übergehen ließ; ein Wechsel war es, Schuld, Herr Frank", erklärte die Magd mit einer Entdenn der Allzuvertrauensvolle hatte es, wohl auch um die diesmal ein unbezahlt bleibender, der ihn der Bühne zuführte schiedenheit, die jeden Widerspruch ausschloß. " Richtig", bemerkte der junge Mann mit ungetrübtem Roften für ein regelrechtes Schulddokument zu ersparen, und ihn damit in ein unheilbares Herwürfniß mit seiner unterlassen, sich durch Festsetzung bestimmter Kündigungs- Familie brachte. Vertrauend auf seine hübsche Tenorstimme, Humor. Ich könnte Ihnen, unerbittliche Schuldeintreiberin, fristen vor unangenehmen Ueberraschungen sicher zu stellen. beschloß er, eine Zierde der deutschen und italienischen Bühne zwar einhalten und expliziren, daß Sie das Recht nicht Ginige verzweifelte Anstrengungen seitens des jungen Ge- zu werden, und steuerte bald siegreich den Höhen der Kunst haben, Geld, welches ich behufs Erlangung von zwei Tassen schäftsmannes, sich von anderswo her die nöthigen Geld zu. Aber leider ist auch eine Singstimme manchem ver- Kaffee hier niedergelegt habe, als Abschlagszahlung für eine mittel zu verschaffen, hatten nur dazu gedient, ihn in seine hängnißvollen Wechsel ausgesetzt. Eine Krankheit degradirte Schuld, die noch nicht einmal gerichtlich festgestellt ist, mit gegenwärtige verzweifelte Lage zu bringen. Viele gab es, ihn zum Vertreter fleiner Solopartieen und schließlich gar Beschlag zu belegen, aber ich bin überzeugt, daß alle die sein Schicksal tannten, ihn aufrichtig beklagten, aber zum Choristen. Beim Schreien im Chore, namentlich in Drohungen meinerseits an Ihrem unjuristischen Fassungs nicht helfen konnten, und der Richter selbst, welcher die den heroischen Opern ging seine Singstimme schließlich vermögen resultatlos vorübergehen würden. Nun stehen Sachlage überschaute, mußte dem Antrage der Vertheidiger unwiderruflich verloren und er fant zu einer" Utilität", wir außerdem, obwohl unter der Herrschaft des Gesetzes, doch Folge geben und auf Anlegung der Wechselhaft er- d. h. zu einer Theaterperson, die man einschiebt, wenn man oder, da sich die verehrungswürdigen Richterstuben unter fennen, wenn ihm auch dieser Fall Gelegenheit genug geben eine unerwartet entstehende Lücke gerade nicht besser aus- uns befinden, so recht eigentlich über dem Gesetze, nichtsfonnte, darüber nachzudenken, wie selten die Gesetzgeber, füllen kann. Mit der hierfür ausgeworfenen Vergütung destoweniger aber in diesem Falle außer dem Gesetze und soweit sie überhaupt unparteiisch und gerecht sind, alle Ron war fein Austommen; fein Kaufmannstrieb erwachte darum ihr filbernen Scheidemünzen, scheidet hin auf Kon- war fequenzen ihrer Gesezesfabrikate zu beurtheilen vermögen. I wieder, er wurde Vermittelungsagent für kleine Bühnen. Nimmerwiedersehen!" 6 " " Korrespondenzen und Parteinachrichten. in der d'e t Die Dresdener Polizei scheint das von uns bec prochene überaus reaktionäre neue Regulativ über öffent liche Vorträge und Vergnügungen 2c., welches am 1. Januar in Kraft treten sollte, selber für unzeitgemäß zu halten, denn in Rraft treten sollte, selber für unzeitgemäß zu halten, denn in einer Bekanntmachung sagt sie, daß bis auf Weiteres noch das 1876er Regulativ Geltung hat. folchen, die, wie der Eclair", vor allem Sensation zu Ministerkrise", gleichviel ob partiell oder allgemein, aus- Izur Deckung der Roften einer Boltsversammlung machen suchen, eine offene Ablagerungsstätte. Und weil sich laufen, wie sie wolle, die Krise, in der sich ganz Italien bevorstehenden Landtagswahlen besprochen werden sollten ei nun einmal ein Genoffe gefunden hat, der sich herabließ, befindet, wird erst enden, wenn auf politischem und sozialem& n tree( 10 Pfg.) zu erheben. In dem Gesuch waren sämm auf einen solchen Artikel zu antworten, spielte Gégout gleich Gebiet eine völlige Sy ste mänderung eintritt und das liche Ausgaben aufgeführt und bemerkt gewesen, der etwaige den Beleidigten, obwohl er der Angreifer war, wie dies Wohl des Volkes zum obersten Gesetz er- Triftiger läßt sich jedenfalls eine Entree- Erhebung nicht begründen. Ueberschuß solle dem Kinderheim in Grimma zugewiesen werden, auch die beiden Schiedsrichter Clémenceau und Lissagaray hoben wird. Die Kreishauptmannschaft Leipzig hat aber dennoch die gegen erklärten. In der That hatte Gégout in einem im„ Eclair" das Verbot gerichtete Beschwerde als unbeachtlich" verworfen, erschienenen Artikel Vaillant verdächtigt, während des weil in dem Kreise, zu welchem Thumirnicht gehört, eine LandBoulanger- Rummels eine zweideutige Haltung eingenommen tagswahl nicht stattfand und feine Garantie vorhanden sein sollte, zu haben, was, wie ihm Vaillant im Parti Socialiste" daß der Ueberschuß des Gelderträgnisses dem erwähnten milden antwortete, eine unverschämte Lüge ist. Doch nicht, weil Zweck zugeführt würde. Ebenso lehnte die Kreishauptmannschaft ihn Baillant einen Lügner nannte, fühlte sich Gégout den Wunsch ab, eine allgemeine Anweisung zu geben in Betreff der Erhebung von Eintrittsgeldern; jeder Fall müsse für sich gebeleidigt, auch nicht, weil er von ihm sagte, daß er, indem Bezüglich der Steindruckerei Schlick u. Schmidt in prüft werden. Bu bemerken ist zu diesem Entscheid, der gen er Verdächtigungen ausstreut, gleich gewissen Pilzen, Saalfeld Eh. theilt uns nun auch unser Korrespondent nügend für sich selbst spricht, daß die Versammlung deshalb in die von Natur aus giftig sind, eine natürliche mit, daß er falsch berichtet worden ist und jene Firma finanziell dem 5 Minuten von Coldig entfernten Thumirnicht abgehalten Funktion auszuüben scheint, sondern weil Genosse Vaillant, gut da steht. Wir bitten alle Blätter unserer Partei, von wurde, weil in Goldis, woselbst die Landtagswahl bevorstand, von dem im Eclair" erschienenen Artikel sprechend, schrieb:„ Ein der Berichtigung Notis zu nehmen, soweit das noch nicht ge- unserer Partei sämmtliche Säle abgetrieben worden waren. In Chemniß wurde der Redakteur des Behinzufügend: Finden Sie nicht einen genügenden Beweis Der Krach der Saalfelber Bereinsbant, in obachters," Walther May, verhaftet, nachdem vorher barin, was ich" Ihnen stets gesagt habe: daß dieser Mensch welchen eine Reihe dortiger Firmen hineingezogen wurde, mag die Gaßformen derselben zerstört worden waren. Eine Hausdie Nummer 35 wegen des Weihnachtsartikels beschlagnahmt und der Anlaß jenes Gerüchtes gewesen sein. Bis jetzt ist bei der wohl der Polizei angehört? Ich kann ihm hier antworten, Bank ein Fehlbetrag von 480 000 Mart festgestellt. Zur Deckung fuchung, wobei nach dem Manuskript dieses Artikels geforscht daß diese Hypothese unnöthig ist, um diese Anhäufung von der dringlichsten Forderungen sind nur 38 000 Mart vorhanden. wurde, blieb erfolglos. Lügen zu erklären und daß die Polizei ihr Geld für die Was für Wunden der Konkurs der Bank dem wirthschaftlichen jenigen aufbewahren muß, die nicht so bereit sind, es ihr Leben des Städtchens geschlagen hat, läßt sich an der Größe des durch solch' freiwillige Dienste zu ersparen". Davon mag Fehlbetrags ermeffen. Die Zahl der Konkurse ist denn auch man nun denken, was man will; aber unzweifelhaft ist, bereits sehr hoch und noch immer befürchtet man weitere. daß Herr Gégout im Dienste der Reaktion steht, und zwar es soll schon Mangel an- Ronkursverwaltern vorhanden sein. nicht etwa indirekt, weil er Anarchist ist oder Kritik an den Sozialisten übt, sondern direkt, indem er nur für reaktionäre Blätter arbeitet, wo er die Sozialisten stets zu verdächtigen und herabzuwürdigen sucht, wie er dies auch während des Brüsseler Kongresses gethan, wo er Korrespondent der beiden monarchistisch klerikalen Blätter Gaulois" und" Soleil" war. Doch hat man Unrecht, ihn ernst zu nehmen, wie er dies ja selber nicht thut. Er ist ein Hanswurst, der, wie Andere bei jeder Vorstellung einen Juden todtschlagen, zur Beluftigung der Bourgeoisie, die ihn dafür bezahlt, in jedem Artikel einen Sozialisten aufspießt. Laffe man ihm und ihr, die ja von Hause aus zusammengehören, dieses einfältige Vergnügen, die Sozialisten werden sich darum nicht schlechter ftehen. ( In Frankreich grassirt in den parlamentarischen und literarischen Kreisen der Duellunfug noch ziemlich allgemein. Wir können nur wünschen, daß unsere französischen Genossen ihren Bruch mit der Bourgeoisgesellschaft auch damit mani- wegen irgend einer Unregelmäßigkeit vom Kreisausschuß fasjirt an alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche! festiren, daß sie auch in dieser Beziehung mit den Gepflogenheiten der Bourgeoisgesellschaft brechen. D. R.) Reklamant fehlte. In Italien ist wieder einmal Minister krise. Blos eine" partielle," d. h. theilweise, sagen die Beitungen beschönigend. Allein Ministerkrise ist Ministerkrise und die Thatsache steht fest, daß das Ministerium Rubini blos eine ganz winzige und obendrein unsichere Majorität in der Rammer, und im Volte noch weniger Halt hat, als in der Kammer. Die dagere und die innere Politik des Herrn Rudici haben gleich viel Gegnerschaft; dem italienischen ziation des Advokaten Dr. Paul Schmidt in Leipzig, und seht Bolte ist es jedenfalls sehr gleichgiltig, ob Italien in daran, mit welchen Mitteln das Rapital operirt. Ihr habt aber einem„ Dreibund" oder in einem Zweibund" steckt, allein zur Genüge Gelegenheit gehabt, zu sehen, daß das SolidaritätsVon dem neuen sozialdemokratischen Organ, das in beigetragen hat, den Streifenden frischen Muth zum Kampf zu gefühl der gesammten Arbeiterschaft bisher sehr wesentlich dazu es haßt den Militärismus, der ihm unter der Firma des " Dreibundes" aufgehalfst worden ist; und die große Mehr französischer Sprache namentlich für die welsche Schweiz geben, indem dieselben durch finanzielle Unterstützung vor der zahl des Volkes verlangt eine Berbefferung ihrer sozialen Lage, die herausgegeben und vom Oltener Parteitag mit einer Subvention außersten Noth geſchüßt wurden. Doch, Kollegen und unter dem jetzigen Regiment eine immer schlechtere wird. Das Ge- ausgestattet wurde, ist die Probenummer erschienen. Das Blatt Kolleginnen, der Kampf wird immer heftiger, und deshalb rede von französischen Wühlereien in Italien ist recht kindisch. Komitee jurassischer Sozialisten redigirt. Die Expedition besorgt Branche, eiligst Sammlungen für die Streifenden zu veranstalten. Le Socialiste" und wird von einem appellire ich an alle Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche Die Unzufriedenheit braucht dort wahrhaftig außen her fünstlich erzeugt oder geschürt zu werden. Die Jules Chatelain, Rue neuve, St. Jmier, an welchem Orte das gst auch unsere Geschäftslage eine nichts weniger als günftige zu ein Mal Sonnabends erscheint. Der politischen wie sozialen Zustände sind so erbärmliche, daß abonnementspreis beträgt vierteljährlich 1 Franken. 10 Pig. wöchentlich giebt, durch die Arbeitermassen etwas ganz die Maffen stumpfsinnig sein müßten, wollten sie zufrieden Grsprießliches geleistet werden kann. Deshalb ersuche ich, Ein Parteitag der Sozialdemokratic Galiziens findet sofort in allen Sälen der Arbeitsstätten Liften anzulegen, sein. Was ist unter Crispi und Rudini geschehen, um das Elend der italienischen Arbeiter- und Bauernbevölkerung zu am 31. Januar in Lemberg statt. Die Verhandlungen sind fleißig in dieselben an zeichnen und den Ertrag der Sammlungen lindern, und die Quellen des Elends und der Proletarisirung auf drei Tage anberaumt. am Abend bei Seefeldt, Grenadierstr. 38, gegen Quittung ab zu verstopfen? Aber auch nichts, gar nichts! Den Aus zuliefern. Nicht besser können wir das neue Jahr beginnen, als brüchen der Verzweiflung begegnete der regierende Unwenn wir im Anfange desselben beweisen, daß das Solidaritätsverstand mit Polizeifäbeln und Soldatenflinten; friedliche Die Chemnizer Polizei hat die Auflösung einer gefühl unsererseits praktisch gepflegt wird, indem wir ArbeitsRundgebungen der Arbeiter wurden zu Emeuten und Veröffentlichen Versammlung, in welcher der Nichtbuchdrucker Sust genoffen im Kampfe gegen das Kapital reichlich materiell unterschwörungen gestempelt und Theilnehmer in den Kerker ge- über den Buchdruckerstreit sprechen wollte und die deshalb auf füßen. Sei sich ein Jeder gewiß, daß die Dankbarkeit der worfen und die Milliarden, welche die herrschende Staats- gelöst wurde, für„ irrthümlich und nicht zu billigen" bezeichnet. Buchdrucker nicht ausbleiben wird und sorge ein Jeder dafür, daß, Da der Buchdruckerstreit auf der Tagesordnung jener Berfamm- wenn der Sieg errungen ist, er fagen tann: Wir waren kunft dem von der Steuerlast schier erdrückten Bolt auspreßte, lung stand, diese selbst eine allgemeine, jedem zugängliche Ver- auch dabei! wurden, statt zur Linderung der Noth, zur Stärkung des fammlung war, so hätte felbst nach sächsischen Begriffen der Militarismus und der Unterdrückungsmittel benutzt. Wie betr. Beamte eine Rüge von schärferer Tonart verdient. kann da Zufriedenheit im Land walten? Mag die neueste In Zhumirnicht bei Goldig war untersagt worden, -An Schneidigkeit" gegen Arbeiter läßt die Von Frau Hedwig Henrich- Wilhelmi geht uns in Bezug auf unsere zum Theil der„ Arbeiterin" entnommene Notis in der österreichische Polizei gar nichts zu wünschen übrig. Im FabrikNr. 303 des" Vorwärts" vom 29. vor. Mts. die Mittheilung zu, orte Neundorf hat der Herr Bezirkshauptmann eine Berdaß sie, Frau Wilhelmi, mit der Erklärung des Borstandes des fammlung, in welcher die Lage der Arbeiter, KleingewerbeKölner Freidenfervereins nichts zu thun habe und daß sie es treibenden und Bauern und die Lebensmittelvertheilung be ablehnen müßte, wenn aus dem Inhalt jener Erklärung irgend sprochen werden follte, deshalb verboten, weil dieses Programm Jemand Schlüsse auf ihre, der Frau Hedwig Henrich- Wilhelmi, machendorf, Christofsgrund und Grottau bereits besprochen in den letzten Tagen in den Volksversammlungen in Maffersdorf, politische Gesinnung ziehen wollte. wurde und durchaus keine Nothwendigkeit vorliegt, diesfalls wahl zum Gemeinderathe die Liste des sozialdemokratischen Wahl- Programmpunkten zu entnehmen ist, daß es sich.... darum Ju Kallenberg bei Waldenburg errang bei der Ergänzungs- weitere Volksversammlungen einzuberufen," ferner aus beiden vereins einen glänzenden Sieg. Herrn Eugen Richter's Irr- handelt, die Arbeiter in steter Aufregung zu erhalten und dieselbe lehren", welche in jenem Orte sehr betriebsam verbreitet worden auch in andere Schichten der Bevölkerung zu übertragen." waren, haben nichts geholfen: der Freifinn" unterlag, obwohl bie übrigen sogenannten Ordnungsparteien ihm Heeresfolge leisteten. 津 Die Gemeinderathswahl in Klein Krohenburg war worden. Bei der neuerlichen Wahl siegten sämmtliche Sozialdemokraten wiederum. Eine Gegenpartei war nicht da, selbst der Wie gut es die Amtsblätter haben, zeigt folgende Betanntmachung des Großherzoglich hessischen Kreisamts: Offenbach, den 27. Dezember 1891, Betreffend: Das Halten der Offenbacher Zeitung". An die Bürgermeistereien und Kirchenvorstände des Kreises. Wir sehen Sie davon in Kenntniß, daß Ihnen vom Januar 1892 ab die Difenbacher Zeitung" ohne vorherige Bestellung am Bostamte Ihres Bestellbezirks zugehen wirb. 1. führt den Titel Großherzogliches Kreisamt Baas." Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Soziale Lebersicht. Aufruf unsere Arbeitsbrüder und Schwestern, die Buchdrucker, Hilfs. Kollegen und Kolleginnen! Am 7. November v. J. begannen Arbeiter und Arbeiterinnen den Kampf gegen das Kapital, um der großen Zahl Arbeitsloser Arbeit und damit Brot verschafft vor Allem einen neunstündigen Arbeitstag zu erringen, damit werde. Ihr Alle kennt die vom Kapital in den uns feindlichen Blättern verbreiteten Lügen, daß der Opfermuth der Arbeiterbedingungslos sich zu unterwerfen. Ihr kennt ferner die Verschaft für die Streitenden erschöpft sei und diese gezwungen wären, fügung des preußischen Ministers des Innern, betreffs der Denun Deshalb, Kollegen und Kolleginnen, mit ganzer Kraft ans Wert! Mit kollegialem Gruß: Gustav Koopmann, Delegirter der Wäschebranche in der Streit- Kontroll- Kommission. Der einzige Mensch, der hier oben noch Kredit giebt," bemerkte Frant mit beifälliger Miene. Aber leider nicht Allen," seufzte der Offizier. Baron, welcher das Mißverhältniß zwischen seinen Aktiven und Passiven in Wechselform bekundet, respektive in einem oder mehreren Akzepten schriftlich von sich gegeben hat, und dem man bereits vielfach auflauerte, foll heute bei einer" Vielleicht hat der junge Mann einen interessanten mit seiner Geliebten geplanten Landpartie abgefangen werden. Alle Spürhunde entschuldigen Sie, ich meinte Solofänger, darunter vornehmlich die Herren Riemer und Schneider, betheiligen sich an der großen Jagd, und Sie kennen das populär gewordene geflügelte Wort: Niemand kann seinem Riemer und Schneider entgehen." Es raf't der See und will sein Opfer haben!" mur melte der alte Schauspieler. Ich meinerseits brauche keinen Raffee," erklärte der junge Buchdrucker mit sichtlichem Unwillen. Nicht?" eiferte Frank dagegen. Sie brauchen keinen Kaffee, Herr Barth? Ich aber will" des Sonntags Nach mittags eine Tasse Kaffee trinken und will sie in Gemüth lichkeit trinken, muß desgalb des Gedankens enthoben sein, daß einer meiner Mitmenschen in meiner nächsten Nähe, ein Bruder und Leidensgefährte, diesen Genuß entbehrt. Meine Herren," fuhr er fort, sich an die Gesellschaft wendend,„ es find im Vereinsvermögen noch einige dreißig Pfennige vorhanden; Streichhölzer und Lichter haben wir im genügenden Borrath, an Wichse ist kein Mangel, und die ZeitungsAbonnementserneuerung ist noch im weiten Felde. Wollen zusprechen." Sie darum Ihre gefällige Zustimmung geben, daß eine" Jung, alt?" fragte der Buchdrucker erregt weiter. außerordentliche Anleihe im Betrage von zwanzig Pfennigen" Was weiß ich?" entgegnete Frank. Vermuthlich durch mich bei unserem Schatzamte gemacht werde? Wer jung, weil er verliebt ist, womit ich jedoch mich keineswegs dagegen ist, erhebe seine Stimme jetzt, schweige aber nach- vermessen will zu sagen, daß nicht auch Alte verliebt sind." Sein Alter schirmt vor Amor's Pfeilgeschossen", deklamirte der Mime. malen!" Kein Widerspruch erhob sich, und so zog der junge Mann aus dem Tischkaften ein Schächtelchen, mit dem er sich wiederum an die Magd wandte: Alleweil geht's mich nichts mehr an," erklärte die Magd mit demselben Amtston, und ging, die Zahl der Tassen um zwei zu vermehren. „ Ein russischer Baron, wie heißt er?" rief der junge Buchdrucker sichtlich erregt. " Ja, wer sich diese Namen merken könnte! Ein ordentlicher Deutscher ist nicht einmal im Stande, sie richtig aus " Der arme junge Mann wird nicht wenig entsetzt sein, wenn er diese Käfige für lebendige Menschen sieht", meinte der alte Schuhinacher mitleidig. Prozeß zu führen," meinte der Advokat, und ein Sonnenftrahl von Hoffnung Leuchtete in feinen Zügen auf. Meine Herren, ich bitte um Ihre gefällige Rekomman bation; Sie wissen, meine Stärte liegt besonders im Verwickelten." " Es soll geschehen, Herr Streit," betheuerte Frank; aber, meine Herren, was thun wir denn eigentlich? Wir markten um das Fell des Bären, bevor er gefangen. Vielleicht ist er gewarnt und auf seiner Hut, die Häscher mögen einer falschen Fährte nachgegangen sein, furz, er kommt vielleicht gar nicht und " Er ist schon da!" riefen in diesem Augenblicke mehrere Stimmen zugleich, und eine allgemeine Aufregung entstand. Die Veranlassung hierzu gab ein heftiges Läuten an der Vorsaalthür, bei welchem die Bewohner der Wechselstube höchst erregt von ihren Sitzen aufsprangen und sich dem Gingang näherten. " Halt! meine Herren," rief ihnen aber Frank zu, ver geffen Sie Ihre vornehme Lebensart und die Würde der Bwanzig Pfennige, verstehen Sie wohl, Kaffee zu tragendes Individuum, zwanzig Pfennige, nicht aus meinem Ei mun, Herr Draht, Sie denken doch hoffentlich nicht, Wechselstube nicht! Bedenken Sie wohl, daß der junge Privatbesitz, sondern aus der Vereinskaffe, werden von der daß sie für uns gut genug sind, während ein Herr Baron, Mann, wenn er nämlich noch jung ist, ein wenig verlegen Gesellschaft für zwei Tassen Kaffee kreditweise bewilligt. der vielleicht allein von uns Allen infolge leichtsinniger Ver- sein dürfte. Gedenken Sie Ihrer eigenen GemüthsSollen wir sie nunmehr haben?" schwendung hierher kommt, höhere Aufprüche zu machen be- verfassung, als Sie zum ersten Male diese geheiligten rechtigt sei? Auch wir, die wir nichts weiter verschuldet, Räume betraten, und überlassen Sie alles meiner Umficht, als daß wir unerwartet in Schulden gerathen find, haben meinem Taft." bessere Ansprüche an ein Dasein, als das, welches uns hier Diese ernstlich gesprochene Mahnung verfehlte ihren geboten wird." Zweck nicht. Sämmtliche Anwesende nahmen ihre Pläge Mir auch war ein Leben aufgegangen"," wieder ein, die Einen, um sich des Restes in der Kaffeemurmelte der Mime mit dumpferer Stimme als gewöhnlich. fanne zu bemächtigen, die Andern, um ihr unterbrochenes Wenn er nur einige Gelder gerettet hat, dann kann er Spiel wieder aufzunehmen. Der alte Jude vertiefte sich Laffen Sie uns, meine Herren, unseren Kaffee( noch es schon ein Weilchen hier aushalten", meinte der Lieutenant. von neuem in sein Studium des Kalenders vom Jahre 1846, einmal recht gemüthlich im engeren Streise einnehmen; denn Ohne Geld ist der Mensch ein Lump, draußen im Leben und so waren es nur Frank und der junge Buchdrucker, wenn mich nicht Alles täuscht ich wollte sagen: wenn und hier erst recht." welche ihre Blicke erwartungsvoll auf den Eingang sich Herr Riemer nicht verrechnet hat, was leider nur zu" Wenn sonst seine Aussichten gut sind, werde ich ihm richteten. felten geschieht - werden wir noch heute einen Zuwachs zu zu verschaffen suchen ein kleines Darlehen", erklärte ber unferer geschloffenen Gesellschaft bekommen. Ein rufficher alte Jude. Die Gesellschaft nahm nunmehr an der gemeinschaft lichen Tafel Platz; Frank schaute sich mit dem Gefühle innerlicher Befriedigung um und bemerkte, den Zucker in seiner Taffe umrührend: Eine erwartungsvolle Bause-die Thür ging auf. ( Fortschung folgt.) Theater. Sonntag, den 3. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Montag: Cavalleria rusticana, Vorher: Die Verlobung bei der Laterne. Hierauf: Der Dorfbarbier. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Montag: Der neue Herr. Lesing- Theater. Die Großstadtluft. Montag: Diefelbe Vorstellung. Deutsches Theater. Der Obolus. Hierauf: Schwiegermama. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Rean. Montag: Die Journalisten. Residenz- Theater. Madame Mon godin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Telephon- Amt 7. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Montag: Dieselbe Borstellung. Thomas- Theater. Kläffer. Montag: Der Raub der Sabinerinnen. Bellealliance- Theater. DerMeineidbauer. Montag: Dieselbe Borstellung. Ofteud- Cheater. Rean oder Genie und Leidenschaft. Montag: Kean. Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplay- Theater. Schwarze Brüder. Hoch. [ 834 b] S. D. Circus Renz. morgigen Biegenfefte ein donnerndes Herrn Karl Schindler zu feinem Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Vereins- Versammlung Karlstraße. Sonntag, den 3. Januar 1892: He 2 grosse Vorstellungen. DE Die Verlobung ihrer ältesten Tochter Rachm. 4 Uhr:„ Die Touristen" oder Gertrud mit Herrn Hugo Lehmann beehren sich ergebenst anzuzeigen. Neujahr 1892. 385b C. Ströhmann u. Frau. July Nathan Ignaz Zadek, prakt. Arzt, Verlobte. 819b Berlin, den 1. Januar 1892. Ein Sommertag am Tegernsee. Große Original Pantomime mit Tänzen und Gruppirungen, neu arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c. Neue Einlage: Tscher- lieber kessentanz". Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfälle, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten sowie durch Herabsturz nach einem Lichthof. neuen Arrangements vom Direktor E. Renz. In beiden Die Beerdigung findet Sonntag, den Vorstellungen Auftreten sämmtlicher 3. Januar, Nachmittags 2 Uhr, von Künstler- Spezialitäten, sowie Reiten der Leichenhalle des Alten Petri- Kirchund Vorführen der bestdressirten Schul- hofes in der Friedensstraße aus statt. und Freiheitspferde. Komische Entrees Um rege Betheiligung bittet und Intermezzos von sämmtl. Klowns. Täglich: Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Sonntag, den 3. Januar 1892: 2 große Extra- Vorstellungen 2. Nachm. 81/2 Uhr und Abds. 71/2 Uhr. Bu den Nachmittags- Borstellungen hat jeder Besucher das Recht, auf das vonihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren frei miteinzuführen. Sämmt. Borstellungen Kollege, der Töpfer Am 28. v. Mts. verunglückte unser 318/16 Arthur Latus, Der Vorstand der Zentral- Krankenkasse der Töpfer. Danksagung. Dem Gesangverein der Steinmeßen, dem Lehrer Herrn Henning für die tiefempfundenen Worte am Sarge, sowie den Kollegen für die Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dant. Wittwe Schmelter. 831 b Allen Freunden und Kollegen meines beim Begräbniß und die mir bewiesene aufrichtige Theilnahme meinen tiefgefühltesten Dant. Die trauernde Wittwe Marie Höne mit ihren Kindern.[ 820 b Montag: Dieselbe Vorstellung. Fernpalat. Spezialitäten- Borstellung. sind mit verschiedenen vorzüglichen Pro- Mannes für die zahlreiche Betheiligung Gebrüder Richter's Variété. Spe- grammen ausgestattet. In allen Vorzialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen.. 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Januar, Abends präz. 9 Uhr, in ,, Feuerstein's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 75. Zages Ordnung: 99 1. Bortrag über: Weihnachten". Referent Herr Henning. 2. Antrag des Vorstandes zur weiteren Unterstützung der Buchdrucker Bewegung. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Am Montag, den 4. Januar 1892, Abends 9 Uhr, bei Hensel, Brunnen und Invalidenstraßen Ede: Große Versammlung im Norden. Tages- Ordnung: 1. Vortrag: Unsere Organisation. Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zum Mastenball am 5. Januar in Nagel's Festfälen, Schwedterstr. 23. 3. Vorschläge zur Wahl der Vorstandsmitglieder für den Bezirk Norden. 4. Geschäftliches und Fragekasten. Jeder Hausdiener ist eingeladen. Der Vorstand. Die neuen Verbandsstatuten können in der Versammlung und auch vorher im Bureau, Neue Grünftr. 10, gegen Rückgabe der alten Mitglieds. farten oder Bücher abgehoben werden. [ 442/1 Für den$ 0. ist Versammlung am 12. Januar bei Renz, Naunynstr. 27. Ethische Gesellschaft. hallen, Sonntag, den 3. Januar, Abends 5 Uhr, in Gratweil's BierKommandantenstraße 77-79, Vortrag des Herrn Vogtherr über Unsere Ziele und Aufgaben im neuen Jahr." " Nach dem Vortrag gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. IT 437/3 Die Uhren- Fabrik von G. Wewzow Nchf. Oranienstr. 172, empfiehlt zu soliden Preisen:[ 1812L Nickel- Remontoir v. 10 M. Regulateure v. 14 M. Silb. Cyl.- Remontoir 14 Wecker i.versch.Muft., 3 Gold. Damen- Uhren 20 3 Jahre Garantie. Möbel, " " " Spiegel und Polster- Waaren. 1726L Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel in großer Auswahl empfiehlt Berlin 8.0., Franz Tutzauer, spiderstr. 25. Hüte mit Kontrollmarken. 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Jannar 1892, Abends 8 Uhr, treifenden Handschuhmacher nimmt für 1,50 M., Herren- Arbeitshofen von 2 M. bei Fenerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl der Delegirten zum Gewerkschafts Kongreß. 3. Verschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. 859 10 Der Vorstand. Achtung! Versammlung Achtung! Berlin entgegen J. A.: Rob. Sternkopf, Pankstraße 32a, Hoj 3 Tr. Kranken- und Sterbekasse der Maler ( Eing. Hilfst. Nr. 71), Filiale I. Mitgliederversammlung d. Sozialdemokratischen Wahlvereins für Teltow- Charlottenburg Dienstag, den 5. Januar, Abends 8 Uhr, am Dienstag, den 5. Jannar, Abends 8 Uhr, im kleinen Saale von Bismarckshöhe", Charlottenburg. Ferner findet am 16. Jan. ar 1892 ein großer Programm unentgeltlich. 1808L( Wiener Masken- Ball Größtes LagerBerlins des genannten Vereins statt, wozu ergebenst einlabet Andreasftr.235. p. 342/16 Kinderwagen. Der Vorstand. bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl der örtt. Verwaltung. 3. Verschiedenes.[ 838 b Künstliche Zähne 2b Reinickendorferstr 2b. 1779L Berantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 7 Pallijadenstr. 7, arbeitet aus übrig gebliebenen Nesten Knabenhofen v. 1 M., Burschenhosen von an, sowie einzelne Jacken und BurschenJaquetts. Knaben- Anzüge von 2 M., Burschen- Anzüge 4,50 M., Herren- Stoffhosen in allen Weiten, sowie Anzüge 1803 L nach Maaß spottbillig. Schmerzloses Bahuziehen 1 M. Blombiren von 1,50 M. an. Künstliche Zähne 2 M. Sprechst. 8-6 Uhr. Zahnarzt Robert Wolf, 1781L Chauffeestr. 123 a. Oranienburger Thor. Ich habe mich als Arzt hier niedergelaffen. Sprechstunde: Borm. 8-10, Nachm. 41/ 2-5/ 2 Uhr.[ 886 b Dr, med. Max Cohn, Neinickendorf, Tegeler Landstraße, Scharrnweberstr. Nr. 112 a, I, Hierzu zwei Beilagen 7 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 2. Rommunales. Sonntag, den 3. Januar 1892. 9. Jahrg. Die städtischen Behörden werden im Laufe des Winters noch Beginn in der ersten Novemberwoche nur einen Todesfall, die oft tief in den Säckel der Stadt greifen müssen, wenn sie ihrer nächste Woche wies damals gar keinen Todesfall auf, die Das Verwaltungsjahr 1890-91 des städtischen Nothstands- Kommission das zur Verfügung stellen wollen, was in folgende 2, die folgende 10, die dann folgende( vom 22. bis Zentral- Viehhofes ist hinsichtlich des Auftriebs, des Durchgangs- den Augen der die Kommission bildenden Herren nothwendig ist, 28. November) 26. Dies blieb dann die höchste Zahl für eine handels, der Schlachtungen und des Verbrauchs( mit Ausnahme um das zu bestreiten, was jeder Tag an Anforderungen bedingt. Woche. Die Woche vom 12. bis 18. Dezember 1890 wies schon der Schweine) gegen die Vorjahre nicht unwesentlich zurück wird aber auch selbst Alles bewilligt, was die Kommission fordert, eine bedeutendere Abnahme auf. Ganz erloschen scheint die geblieben. Aufgetrieben waren: 172 709 Rinder so ist damit dem wirklichen Nothstand überhaupt nicht Epidemie seitdem noch nicht gewesen zu sein. Denn im Jahre 1890 ( gegen 233 392 Stück im Betriebsjahre 1889-90), 604 300 Schweine vorgebeugt, viel weniger denn abgeholfen. Der wirkliche Noth- waren in Berlin nur die Monate Juni und November, 1891 ( 600 673), 133 126 Kälber( 140 745), 695 855 Hammel( 804 033), stand ist nicht in den Schüßlingen der Vereine zu finden, der ist nur die Monate Juli und September ohne Todesfälle an Inzusammen 1 605 990 Thiere gegen 1778 863 Stück im Jahre nur vorhanden in der Masse des Proletariats, das hungernd und fluenza. Die ersten Todesfälle der neuesten Epidemie fielen in 1889/90, mithin weniger 172 873 Stück und zwar 60 683 Rinder, frierend auf der Landstraße liegt und sich nicht an Wohlthätigkeits- die Woche vom 8. bis 14. November mit 5 Fällen, die folgende 7619 Kälber und 108 198 Hammel, dagegen mehr 3627 Schweine. Vereinler heranzudrängen versteht. Wirkliche Abhilfe konnte nur Woche wies bereits 36, die folgende 61, dann 88 auf, die Woche Der Werth des umgesetzten Viehes wird wie folgt geschätzt: geschaffen werden, wenn der Antrag der sozialdemokratischen vom 6. bis 12. Dezember zeigte mit 80 Fällen die erste Abnahme. 172 709 Rinder zu 275 M. 47 494 975 9. Stadtverordneten angenommen und durchgeführt worden wäre. Im Ganzen scheint danach die diesjährige Epidemie besonders 604 300 Schweine zu 90 bösartig zu sein, sich aber zum Glück nunmehr in der Abnahme Die angebliche Kirchennoth in Berlin wird von der zu befinden. Ebenso beginnt die Influenza in Edinburg und 133 126 Räiber zu 74 Provinzpresse ohne Unterlaß diskutirt. Wir haben vor Kurzem Südschottland, wo sie derart wüthete, daß die Zahl der Todes erst den Nachweis geführt, daß bei uns von einer Kirchennoth fälle von 15 auf 45 unter 1000( auf die Woche berechnet) stieg, überhaupt nicht die Rede sein kann. Der überwiegend größere nachzulassen; tritt dafür aber desto heftiger auf im Norden Unter den Rindern befanden sich 45376 Bullen, 62542 Ochsen Theil der bürgerlichen Presse Berlins ist gleichfalls unserer An- Schottlands. In Aberdeen, Elgin, Inverneß ist sie epidemisch und 57 991 Kühe; unter den Schweinen 13 801 Bafonier( unga- ficht und das will um so mehr sagen, als man z. B. der gottes geworden. Am Montag wurde in Edinburg ein Fall von Wahnrische Fettschweine), 1556 leichte Ungarn, 5563 Galizier, 37 060 fürchtigen„ Tante Voß" doch nicht unterstellen kann, dieselbe sei sind infolge von Influenza verzeichnet. Auch in Oberitalien ist Dänen und 4088 Holländer, zusammen 61 068 ausländische mit fliegenden Fahnen in das Lager der Atheisten marschirt. die Epidemie noch im Zunehmen begriffen; namentlich sind Schweine, von dem Gesammtauftrieb an Schweinen sind dies Troz alledem hört das Geschrei in der Provinz über die Kirchen- Turin, Venedig und Mailand heimgesucht. 10,3 pt. Unter den Hammeln waren etwa 200 000 Stück Mager- noth bei uns nicht auf! Wie wir auch schon angeführt haben, hammel, welche von Landwirthen im Laufe des Sommers ist namentlich unsere Freundin am Rhein, die„ Kölnische Volks 54 387 000 " " 9 851 324 695 855 Hammel zu 20 " " " " 274 233 zu 20 Kilogr. = 13 917 100 zusammen 125 650 399 M. = Ueber einen Konflikt mit einem Wachtposten berichtet Da zur Mastung angekauft wurden. Die, wenn auch nur bedingt Beitung", rein aus dem Häuschen gerathen darüber, daß nicht der Theaterdiener des Alexanderplatz- Theaters,"" Heinrich Wolff. und mit vielem Vorbehalt gewährte Erlaubniß, Rindvieh aus auf jeden zehnten Einwohner von Berlin eine Kirche kommt. Aus dem genannten Theater kommend, passirte W. in Begleitung Desterreich Ungarn in die Schlachthäuser gewisser Städte ein- Das Blatt giebt zu, daß es für die„ Kreise des Vorwärts" richtig seiner Frau und seines neunjährigen Töchterchens, sowie des zuführen, brachte dem Berliner Markt im letzten Viertel des sein möge, daß es in der Reichshauptstadt keine Kirchennoth gebe. Billettkontrolleurs Wagenfeil auf dem Wege nach seiner sin der Betriebsjahres nur 600 Stück zu, eine verhältnißmäßig geringe Aber trotzdem will das Kölner Blatt vergnügt weiter betteln Amalienstraße belegenen Wohnung die schmale Hirtenstraße, an Bahl, während von erheblicher Bedeutung die Aufhebung der gehn bei den frommen Katholiken, um dem" schreienden Bedürfniß welche bekanntlich die Rückseite der Kaserne des Raisers Alexandergegen Dänemark bestehenden Sperre der Schweine Einfuhr nach weniger aufgeklärter Kreise abzuhelfen." Die Kölnerin fann Regiments grenzt, und zwar ging Frau Wolff mit ihrer Tochter Deutschland für den Berliner Markt und die von demselben beein- ruhig schlafen. Der Tag ist nicht mehr fern, an welchem voraus, während die beiden Männer unmittelbar folgten. Herr flußten deutschen Märkte wurde. Vom Berliner Viehhof wurden sie weniger aufgeklärte" Kreise hier in Berlin mit der Wolff erzählt dann wörtlich:" Als meine Frau auf dem schmalen Das Blatt braucht nur Trottoir an dem Wachtposten der Kaserne in der Hirtenstraße lebend ausgeführt: Rinder 48 116( gegen 60 144 im Betriebjahr Laterne wird suchen müſſen. die Statistiken der Berliner Reichstags= Wahlen 1889/90), 131 441 Schweine( 146 428), 17 695 Kälber( 26 312) nach vorüberfam, erhielt sie ohne jede Ursache von dem Soldaten mit und 324 047 Hammel( 407 490). Dagegen wurden in den öffent- zuschlagen, dann wird es merken, daß unsere Behauptung sicher dem Gewehrkolben einen Stoß ins Gesicht. Als ich dies lichen Schlachthäusern des Zentralschlachthofes geschlachtet: in Erfüllung gehen wird. Da es nun ein ganz widersinniges fah, sprang ich hinzu, um meiner Frau beizustehen. 124 593 Rinder( gegen 154 218 Stück im Jahre 1889/90), Beginnen wäre, für die Angehörigen der weniger aufgeklärten aber packte mich der Soldat beim Kragen und erklärte mich 472 859 Schweine( 442 115), 115 431 Kälber( 116 005) und Kreise, die zusammenschmelzen wie der Winterschnee vor der für seinen Arrestanten. Meine Frau, die sich nun hineinmischte, 371 943 Hammel( 430 362) einschließlich 97 710 Stück, welche Frühlingssonne, noch mehr Kirchen zu bauen, könnte das erhielt abermals mit dem Gewehr einen Stoß und zwar diesmal zur Ausfuhr nach Paris gelangten. Im Ganzen wurden ge- Kölner Blatt mit dem bisher zusammengefochtenen Gelde wirklich gegen den Unterleib, so daß sie zur Seite taumelte und auf den schlachtet 1084 826 Thiere gegen 1114 270 Stück im Betriebs- Besseres und Nüßlicheres anfangen, als dasselbe in rein archi- Straßendamm fiel. In dem Augenblick, wo ich mich niederbeugte, jahre 1889/90, mithin weniger 57 874 Stück und war 29 625 tektonischem Jntereſſe verwenden. um meiner Frau aufzuhelfen, lud der Posten sein Gewehr, und Rinder, 574 Kälber und 58 419 Hammel, dagegen mehr 30 744 Die Kölnische Bolts- Zeitung" hat uns jüngst eine Zusammen- ich glaube, daß er nur durch die Intervention mehrerer Hinzu Schweine. Der Verbrauch an Fleisch in Berlin ist annähernd ſtellung vorgeführt, aus welcher wir ersehen sollen, welche gekommener verhindert wurde, auf mich zu schießen. Man führte wie folgt zu schäßen. In den öffentlichen Schlachthäusern wurde Summen die Zeitung für die darbende Menschheit schon auf- uns Alle auf die Wache der Kaserne und hier erklärte der mittlerfür Berlin geschlachtet: Rinder 124 593 zu 260 Kilogramm gebracht hat. Da finden wir für die Hungerleidenden weile abgelöste Posten, daß er meine Frau mit dem Kolben ge 32 394 180 Kilogramm Schweine( nach Abrechnung der für aus- in China 22 865 M., für die Nothleidenden in Ober- stoßen, weil sie ihn im Vorübergehen durch einen Zuruf beleidigt wärts geschlachteten Thiere), 466 859 zu 85 Kilogr. 39 683 015 Schlesien 11 579 Mark, für die Ueberschwemmten in oder gar geschlagen habe. Als ihm der Unteroffizier das UnKilogramm Kälber, 115 431 zu 60 Stilogr. 6 925 860 Kilogr. prol 17492 M., für die Ueberschwemmten im Rheinland wahrscheinliche dieser Erklärung vorhielt, bequemte fich der Hammel( nach Abrechnung der für auswärts geschlachteten Thiere) 84575 M. für die Noth Leidenden in der Eifel 47 316 M., Soldat zu der Aussage, daß er Frau Wolff nur aus Versehen 5 484 660 Kilogr., zusammen 84 487 715 für die Verunglückten beim Erdbeben in Spanien 14 500 m., gestoßen habe. Ich wurde darauf sofort entlassen. Meine Frau Kilogramm. Dazu kommen an auswärts geschlachteten Thieren, im Ganzen über 300 000 m. empfand infolge des Kolbenstoßes gegen den Unterleib heftige Wir erkennen den Sammeleifer der Köln. Boltsztg." gern Schmerzen." welche hier eingeführt sind: Rinder 32 077 zu 192 Kilogramm 6 158 784 Kilogr., Schweine 92 697 zu 60 Kilogramm 5 561 820 an und wir bezeichnen nicht eine der vorstehend erwähnten Rollekten für überflüssig. Wir wenden uns aber mit Entschieden- Hanseinsturz. In der Sylvesternacht, als gerade die ersten Kilogramm, Kälber 188 145 zu 30 Kilogr. 3 904 350 Kilogr., heit dagegen, daß heute das Blatt für Kirchen in Berlin eine Neujahrsrufe erfchollen, ereignete sich in Wilmersdorf, an der Hammel 57 235 zu 18 Kilogramm 1 030 230 Kilogramm, zu sammen 16 745 184 Kilogramm; diese obigen Summen hinzu- gleiche Sammlung eröffnet, obgleich man in Köln die einschlägigen Ecke der Schaper- und Spichern- Straße, eine schwere BauVerhältnisse garnicht kennt und der Berliner Korrespondent des tatastrophe. Dafelbst hat der Bauherr Heinrichs ein fünf gerechnet, ergiebt ein Quantum von 101 232 899 Kilogramm. Berhältnisse garnicht kennt und der Berliner Korrespondent des tatastrophe. Hinzugerechnet Lungen, Lebern, Herz, Nieren, Füße mit 5 pet. Blattes Berlin durch die katholisch- kirchennothleidende Brille etagiges Haus errichten lassen, das zum Frühjahr bezogen werden des in Berlin erschlachteten Fleisches 4 224 386 Kilogramm. ansieht und auch ansehen muß. Sammelte man in Köln für sollte. Dasselbe war fix und fertig, und sollte nur noch vollFrisches Fleisch in Postpacketen, Tonnen Salzfleisch, Speck, Näucher- hungernde, nothleidende, darbende Menschen, dann ständig austrocknen. Donnerstag um Mitternacht aber stürzte wünschten wir der Sammlung reichlichen Erfolg, wenn die unter furchtbarem Krachen die ganze Borderfront waaren von auswärts, Geflügel, Wild, nach mäßiger Schäßung Köln. Volksztg." aber durchaus betteln gehen will für neue Balkons 2c. vollständig in sich zusammen. Ein mächtiger 10 000 000 Kilogramm; dazu das Fleisch von 6000 Pferden, Kirchen, so kann sie sich dieselben in Köln behalten, wir in Trümmerhaufen liegt an dem zur Ruine gewordenen Neubau. weit dasselbe als Nahrungsmittel für Menschen zugelassen ist, Berlin brauchen feine mehr! Eiferne Träger, Holztheile und Stuckwerk ragen aus dem riesigen 33 000 Kilogramm sind der vorberechneten Summe zugerechnet: Steinhausen hervor, und von der Straße, die übrigens seit der 115 490 285 Kilogramm, davon abgerechnet das Fleisch der 130 Sistirungen wegen groben Unfugs und ruhestörenden Katastrophe polizeilich gesperrt ist, fann man in die einzelnen Tonfiszirten Thiere mit 389 375 Kilogramm, so verbleiben zum Lärmens wurden in der Sylvesternacht vorgenommen und die Zimmer des Hauses schauen. Daß kein Menschenleben bei dem Verbrauch der Stadt Berlin 114 611 910 Kilogramm, das macht. Inhaftirten nach den betreffenden Polizeibureaus geschafft, wo- Unglück zu Grunde gegangen, ist einem wunderbaren Zufall zu die Bevölkerungsziffer auf 1 555 000 Seelen angenommen, auf selbst sie nach Feststellung ihrer Personalien alsbald wieder verdanken. Auf der Straße waren mehrere Personen, und im den Kopf der Bevölkerung im Jahre 1890/91 73,5 Kilogramm, entlassen wurden. In einigen Fällen freilich mußte die In- Hause selbst befand sich der Bauwächter. Leßterer war mertgegen 85 Kilogramm im Jahre 1889/90. An Futter wurden haftirung aufrecht erhalten bleiben, weil die Sistirten sinnlos würdiger Weise wenige Minuten vor der Katastrophe in die verbraucht: 84 265 Zentner Heu, 30 029 Zentner Stroh, betrunken waren und ihren Rausch auf den Wachen ausschliefen. hinteren Räume des Hauses gegangen, um zu revidiren. Als er 329 Zentner Roggentleie, 304 Bentner Hafer, 1468 Bentner Wir erwähnen übrigens noch, daß in dieser Sylvesternacht kaum das furchtbare Krachen hörte und die Wände erbeben sah, lief er Erbsen, 434 Zentner Gerste, 21 126 Zentner Gerstichrot, welche die Hälfte der Verhaftungen, wie diese im Vorjahre wie sinnlos vor Schreck querfeldein. Der so wunderbar dem Tode auf den eigenen Wahlgängen hergestellt wurden, und 1328 Bentner geschehen mußten, stattfanden. Entronnene glaubte zuerst an ein Erdbeben. Diese Sylvesternacht Kartoffeln. Arbeiten an dem Hause ist vorläufig nicht zu denken, da noch wird ihm wohl unvergeßlich bleiben. An eine Vornahme von fortwährend Theile nachstürzen und das Leben von Menschen gefährden würden. " Lokales. mit Ueber den Plan zu einer Tiefbahn, welcher den städtischen Behörden von Seiten eines Ingenieurs unterbreitet worden sei, tauchten in jüngster Zeit verschiedene Mittheilungen in der Deffentlichkeit auf. Wie ein hiesiges Blatt erfährt, rührt der betreffende Plan von dem hiesigen Ingenieur und Pionier Haupt- Die Anzeige über einen Raub beschäftigt die Kriminalmann a. D. Immeckenberg her. Bereits am 17. Juni v. J. hat polizei. Im zweiten Quergebäude des Hauses Große FrankDie Rothstands- Kommiffion", zu deren Bildung sich die dieser den generellen Plan einer Tiefbahn den zuständigen Be- furterstraße 124 wohnen bei der Frau Dalmann die Stepperin flädtische Verwaltung doch hat entschließen müssen, arbeitet mit hörden mit dem Antrage auf Genehmigung der Herstellung der Alwine Otto und die unverehelichte Büssow. Am Sylvestertage vollem Dampf. Jetzt ist sie schon soweit vorwärts gekommen, speziellen Vorarbeiten und der bezüglichen Anlagen mit Zeichnung nun, Vormittags um 113/4 Uhr, fehrte die Wirthin von einem daß sie eine Unterfommission" eingesetzt hat, welche die von und Beschreibung eingereicht, zugleich beim Magistrat um die Ausgang nach Hause zurück und fand die Otto bewußtlos auf Wohlthätigkeitsvereinen eingereichten Gesuche um Unterstügung kostenlose Freigabe des ev. in Anspruch zu nehmenden städtischen dem Fußboden liegend vor, neben ihr einen feuchten Leinwandprüfen soll. Ob diese Unterkommission nicht mit noch einer Terrains von Straßen und Plätzen ersuchend. Die Landes- lappen. Die Kleidertasche war herausgezogen; das der Otto weiteren Unter- Unterkommission hervortreten wird, muß erst die polizeibehörde stellt zur Ertheilung der Ertheilung der Herstellung der gehörige Portemonnaie wurde ohne Inhalt durch einen herbeiBeit lehren, vorläufig erwähnt der Magistrats- Berichterstatter speziellen Vorarbeiten und Ausführung des Baues der geholten Schuhmann in einer Ecke des Zimmers entdeckt. noch Nichts hiervon. Dagegen wird der staunenden Bürgerschaft Tiefbahnen die einzuholende Genehmigung des Magistrats als es dauerte etwa anderthalb Stunden, bis es den Bemühungen voll Selbstgefühl verkündigt, daß solgende Wohlthätigkeitsvereine Vorbedingung hin. Diese Bedingung ist denn auch angeblich so des Beamten und der Dalmann gelang, die Otto zum mit größeren Geldsummen bedacht werden sollen: Der Verein zur weit erfüllt worden, daß die speziellen Vorarbeiten, jedoch Bewußtsein zurückzubringen. Der Reiseforb der Otto, als Untertügung und Verpflegung armer Wöchnerinnen 3000., ohne Kostenbeitrag des Magistrats, angefertigt und am 22. Auguft auch derjenige der Büssow waren mittelst Durchschneidens der der Verein der Schulfreunde der 27. bis 30. Schulfommission mit den erforderlichen Anlagen eingereicht werden konnten. Die Stricke geöffnet worden und die darin enthalten gewesenen 300 M., die Berliner Arbeiterkolonie 5000 m., der Frauen- Anlagen bestehen in einem ausführlichen Erläuterungsberichte zu Baarbeträge von 15 und 16 Mart verschwunden. Die Otto Groschenverein 1500 M., der Verein zur Speisung armer Kinder dem Gesammtplan der Tiefbahn und in einem Spezialprojekt, machte nun bei ihrer Vernehmung über den Vorfall die nachstehenden und Nothleidender 3000 m., der Verein zur Beförderung des welches als Abtheilung I die Strecke Chauffeestraße- Friedrich- Angaben: Um 11 Uhr sei fie aus einer Markthalle in ihre SchlafSchulbesuches armer Kinder 3000 m., und außerdem noch 3000 m. straße bis Leipzigerstraße" umfaßt. Die Gesammtanlage ist vor- stelle heimgekehrt und habe daselbst an dem Korbe ihrer Schlafzur Bekleidung armer Kinder, welche vorzugsweise seitens der läufig in der Weise gedacht, daß außer der vorgenannten Strecke follegin einen fremden Mann mit schwarzem Vollbart und Stadtgemeinde empfohlen werden, und schließlich der Vorstand westlich eine Linie zum Potsdamer und Anhalter Bahnhof, süd taffeebraunem Ueberzieher beschäftigt gesehen. Dieser sei auf sie der deutschen Gesellschaft zur Versorgung verschämter Armer mit lich nach dem Belleallianceplate, östlich nach dem Dönhoffsplatz, zugestürzt mit den Worten: Wenn Du nicht ruhig bist, steche freiem Brennmaterial 5000 M. Spittelmarkt, Moltenmarkt, Nathhaus und Alexanderplaß führt, ich Dich nieder," und habe ihr gleich darauf einen Schlag mit Das ergiebt die immerhin respektable Summe von etwa und daß eine innere Ringbahn die Hauptpläge der Stadt und der Faust oder einem Gegenstande auf den Kopf versetzt, infolge 24 000 Mart! Wir sind durchaus damit einverstanden, daß die die Bahnhöfe berührt. Ob diese Tiefbahn elektrischen, dessen sie die Besinnung verloren habe. Weiter wisse sie nichts selbe dazu verwandt werden soll, wirklich Nothleidenden Hilfe zu pneumatischen oder Drahtseilbetrieb erhalten soll, steht noch nicht bis zu dem Augenblicke, wo sie durch ihre Wirthin wieder zum gewähren, wir fönnen aber nicht mit der Ansicht zurückhalten, fest. Im Prinzip soll, wie allerdings von betheiligter Seite ver- Bewußtsein zurückgerufen worden sei. Dieser Aussage steht daß der Vertheilungsmodus nicht glücklich gewählt ist. Wir sichert wird, die Ausführung der Tiefbauanlage gesichert und die die Kriminalpolizei mit einem gewissen Mißtrauen gegenüber. meinen, daß man mit den privaten Wohlthätigkeitsvereinen in Bildung einer Gesellschaft behufs Beschaffung des hohen Anlage- Die Otto hat nur eine unbedeutende Beule an der Stirn, so daß sofern trübe Erfahrungen gemacht hat, als dieselben nicht immer fapitals im Laufe dieses Jahres als bevorstehend anzusehen der Schlag nicht besonders heftig gewesen sein kann, daß sie in der Lage gewefen find, über die wirkliche Bedürftigkeit fein. Man wird abwarten müssen, ob sich diese Vorhersage er- dadurch wohl taum auf so lange Beit hätte bewußtlos werden der zu Unterstützenden die absolut zuverlässigen Nachrichten zu füllen wird. können. Der Lappen ferner, welcher wahrscheinlich den Glauben erhalten. Von den sogenannten„ verschämten Armen" sind schon recht wenig saubere Dinge bekannt geworden Während die Influenza in den 10 Jahren von 1879 bis als völlig harmlos erwiesen. Ein hinzugezogener Arzt erklärt an eine Betäubung durch scharfe Mittel erwecken sollte, hat sich Und glauben die städtischen Behörden wirklich, daß die 1888 in Berlin nach amtlicher Aufstellung im Ganzen 25 Personen die Annahme einer stattgehabten Betäubung für ausgeschlossen, Thätigkeit dieser Vereine sich in der großen Deffentlichkeit so hinwegraffte, worunter am meisten( nämlich 7) im Jahre 1887, hält es aber für nicht unmöglich, daß die Otto vor Schreck in bemerkbar macht, daß der Nothstand plößlich verschwindet, wenn stieg diese Zahl infolge der Epidemie des Winters 1889/90 auf Starrtrampf verfallen sei. Die Kriminalpolizei ist bemüht, in schließlich der Vorstand der Deutschen Gesellschaft zur Versorgung 54 im Jahre 1889 und auf 90 im Jahre 1890. Die neue die dunkle Angelegenheit Licht zu bringen. verschämter Armer mit freiem Brennmaterial" dem einen winzige Epidemie des Jahres 1891 hatte bis zum 12. Dezember 1891 be hundert Preßfohlen mehr und dem andern einige Scheite Holz reits 286 Todesfälle veranlaßt. Dabei handelt es sich überall Selbstmorde. Am 30. v. M. wurd: Abends Alexandermehr liefert? Und weshalb spielen immer die verschämten" nur um solche Fälle, in denen die Todtenscheine die Influenza straße 27 ein unbekannt gebliebener Mann aufgefunden, welcher Armen eine so hervorragende Rolle? Sie haben wirklich nichts als Todesursache ausdrücklich bezeichnen, während es bekannt ist, Gift genommen hatte und in der Charites furz nach seiner Ginvoraus vor denen, welche das Verschämte weniger in Erbpacht daß die Folgekrankheiten der Influenza noch für viele Personen lieferung verstarb. Am Sylvestertage um 11 Uhr Vormittags genommen haben. tödtlich waren. Die Epidemie von 1889 veranlaßte nach ihrem schnitt sich ein 30 bis 35 Jahre alter Mann auf einer Bank bei Orte. zum der Rousseau- Insel an beiden Armen die Pulsadern mittelst eines von Haus zu Haus feilbot und für einen Pfennig das Stück ver- 1 auf 100 000 m. gegen Rückgabe des letzten Reverses von Taschenmessers durch und wurde nach der Charitee befördert. faufte. Am 30. Juli vorigen Jahres hausirte sie mit ihrer 35 000 M. Würde ihm nicht ein neuer Revers von 100 000 M. Der Unbekannte ist im Krankenhause bereits eine Stunde später Waare in der Wendenstraße. Der dort wohnende praktische Arzt ausgestellt, so würde das Holzkomtoir nicht die 2 Millionen verstorben. Am Sylvesterabend gegen 7 Uhr warf sich der Dr. Engel wurde in der folgenden Nacht zu mehreren Personen zahlen und der Graf solle dann sehen, wie er sich durchhelfe. Schuhmachermeister Soleite aus Charlottenburg in der Nähe des gerufen, die in der heftigsten Weise plöglich erkrankt waren. Es Der Angeklagte soll dabei auch wiederholt angedeutet haben, daß Bahnhofes Westend vor einen Stadtbahnzug. Sein Kopf wurde zeigten sich Vergiftungserscheinungen, Grbrechen, Durchfall er von diesen 100 000 m. sowohl dem Holzkomtoir, als auch buchstäblich vom Rumpfe getrennt. Den Verstorbenen, welcher Schwindel und selbst Dhnmacht. Sämmtliche Erkrankte hatten der Bodenkredit Bank abgeben müsse. Namentlich soll er sich Frau und zwei kleine Rinder hinterläßt, haben Nahrungssorgen Abends zuvor von der Martin Krebse gekauft und dieselben ver- dahin geäußert haben:" Bei solcher Gelegenheit fiele immer in den Tod getrieben.- Am Neujahrstage, Abends gegen 7 Uhr, zehrt. Dr. Engel hielt es für zweifellos, daß die Krebse, oder doch etwas unter den Tisch, da wollten Viele mitessen; je vorerhängte sich auf offener Straße an einem eifernen Gitter in der einige derselben, giftig gewesen seien. Der Zeuge Ruben erklärte, nehmer die Leute seien, desto mehr wollten sie haben; die Waffergaffe, gegenüber dem Grundstück 1/2, der 33 Jahre alte daß die matten Strebse schon seit 10 Jahren in gleicher tönne man nicht mit einem Butterbrot abspeisen, mit Schuhmacher Wilhelm Albrecht, Neue Jakobstr. 5 wohnhaft ge- Weise verwerthet würden, ohne daß bisher irgend ein Fall 20 M. fei da nicht viel wesen. Er lebte von seiner Ehefrau getrenns. zu machen. Seeger bestellte von Erkrankung nach dem Genusse derselben zur Kenntniß ge- den Angeklagten schließlich zur Regelung der Streitfrage auf Eine Blutthat ist aus dem benachbarten Köpenick gemeldet G3 sei das erste Mal, daß ein solcher Fall vorkomme. Die ihm Bentralhotel, wo an diesem Tage Graf Gersdorff anlangte. langt wäre. Der Sachverständige Dr. Bischoff bestätigte dies. den nächsten Tag, den 25. März, Vormittags 1/2 Uhr, nach dem worden. In seiner Grünauerstr. 70 daselbst belegenen Wohnung zur Untersuchung übergebenen Krebse hätten nach etwa vierund- Statt um 11% Uhr kam der Angeklagte erst um i Uhr und ist der Händler Joseph Biester in der Sylvesternacht erschlagen zwanzig Stunden Fäulnißgeruch verbreitet, die Schwanzflossen obgleich zu dieser Zeit schon völliges Einvernehmen zwischen dem worden; man vermuthet, daß ein Raubmord vorliegt, weil bei befanden sich in geradem gestreckten Zustande, während ein Holzkomtoir und der Bodenkredit Bank hergestellt war, soll der der Durchsuchung der Wohnung durch die Polizei Geld gar lebender Krebs in fochendes Wasser geworfen, die Schwanzflosse Angeklagte dem Grafen Gersdorff doch vorgespiegelt haben, daß nicht vorgefunden worden ist. Von Seiten der hiesigen Kriminal- frümme. Bisher seien nur Massenerkrankungen durch den Genuß das ganze Geschäft davon abhinge, daß Graf G. den Revers über polizei ist ein Kommiffar nach Köpenick entfandt worden, der von Krabben und Mießmuscheln bekannt geworden, von Krebsen 100 000. unterschriebe. Nur in diesem Falle würde die Bank die dortige Behörde bei den Nachforschungen nach dem häter nicht. Gin metallisches Gift habe sich in den Krebsen nicht fest- darein willigen, daß der freie Sieb für das Holzkomtoir zur ersten unterstügen soll. Es wird uns hierzu noch gemeldet: In dem Hause Grünauer- ein Bersehungsprodukt sei, welches durch die eingetretene Fäulniß das Holzkomtoir stellen lassen und müsse daher angenommen werden, daß das Gift Stelle im Grundbuch eingetragen würde und andererseits die zwei Millionen Mark bis straße 70 wohnt feit dem 1. Oktober 1891 der Handelsmann erzeugt sei. Die bei den ersten Stadien der Fäulniß sich bildenden Auflaffungstage beschaffen können. Da nur noch drei Joseph Biester, der in einem Parterre belegenen Laden einen Räse-, Giftstoffe scheinen die giftigsten zu sein. Wenn ein giftiger Krebs mit Tage bis zu diesem Auffassungstage waren, an welchem der Butter und Spezereiladen betreibt und nebenher auch einen anderen zusammengefocht werde, so könnte die ganze Menge Graf ev. eine Konventionalstrafe von 300 000 m. zu zahlen hatte, Ausschank in dem Geschäftslokal besitzt. B. ist 40 Jahr alt, ver- angesteckt und vergiftet werden. Bisher habe man nur das so will der Lettere durch die Vorspiegelung des Angeklagten verheirathet und sind dieser Ehe zwei Kinder entsproffen, ein Miesmuschelgist isoliren können, Wurstgift und Fischgist noch anlaßt worden sein, gegen Rückgabe des einen Reverses über 22jähriger Sohn und eine bereits verheirathete Tochter, die Beide nicht. Es komme vor, daß sich Gift im Körper noch lebender 35 000 M. den neuen Nevers von 100 000 m. zu unterschreiben. gleichfalls in Röpenick leben; von seiner Frau ist B. schon seit Thiere bilde, wenn dieselben Qualen ausgesetzt würden, Liebig Die Auflaffung erfolgte am 28. März 1889. Graf Gersdorff einiger Zeit getrennt, doch wohnt seine Gattin auch in diesem erzähle von einem Reh, das in einer Fuchsfalle gefangen wurde, zahlte dem Angeklagten für die Beschaffung des Geldes von der Das Geschäft von B. war fein großeß zu nennen, doch ers gehabt. der Genuß des Fleisches habe schwere Erkrankungen zur Folge Bant die vereinbarte Provision von 85 000 m., ferner 50000 m. Es sei taum anzunehmen, daß die Angeklagten von à Conto des neuen Reverses und den Rest von 50 000 m. in nährte es seinen Befizer immerhin und warf auch wohl einige einer Gefahr, die für das Publikum in ihrem Handel liege, eine zwei Wechseln. Graf Gersdorff will nun um 65 000 m. ge Spargroschen ab, wie denn auch schon festgestellt ist, daß der Ahnung gehabt. Handelsmann nicht unbemittelt war. schädigt sein, da die Behauptung des Angeklagten, daß das Es war den Bewohnern Während der Staatsanwalt die Auflage aufrecht erhielt und Bustandekommen des Vergleiches von Der Unterzeichnung der Grünauerstraße und den Kunden des B.'schen Geschäftes auf gegen die Martin 14 Tage, gegen Mehls einen Monat Gefängniß des Reverses über 100 000 m. abhänge, falsch war. Das gefallen, daß dieses am Donnerstag Morgen nicht geöffnet wurde, beantragte, fällte der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil, da Solglomptoir wußte von der Existenz eines solchen und während des ganzen Tages auch gefchloffen blieb, doch bei dem bisherigen Unbekanntsein der Gefahr durch den Genuß Reverses überhaupt nichts und auch die Behauptung des Angenahm man an, daß B., wie früher öfters schon, nach Berlin ge- todter oder matter Krebse den Angeklagten weder eine Wissentlich flagten, daß er Personen des Holzkomtoirs und der Bodenkreditfahren sei, um Einkäufe zu machen. Als aber der Laden am feit noch eine Fahrlässigkeit zur Laft gelegt werden tönne. Jm Bant abgeben müsse, hing so vollständig in der Luft, daß Neujahrstage nicht geöffnet wurde, fandte der Wirth des Hauses Wiederholungsfalle würde allerdings unbedingt eine Bestrafung darauf hin die Anklage wegen verleumderischer Beleidigung erzur Polizei, welche die Thüren des fleinen Ladens erbrechen ließ. erfolgen gegen Jeden, der todte Krebse im Verkehr bringe. Da der Vermißte hier sich nicht befand, brang man in das über folgte. einen fleinen Korridor hinweg gelegene Schlafzimmer des B. und Die Verhandlung erregte in den Kreisen der Vertreter des Der Prozeß gegen den Agenten Siegfried Abraham Sypotheken und Baumarktes großes Intereffe, wie der starte hier fand man den Gesuchten im Bett liegend vor. Die Bett fohu, dessen Verhaftung seiner Beit großes Aufsehen erregte, bendrang von bekannten Persönlichkeiten aus diesen Kreisen decke sowohl, der Fußboden vor dem Lager waren mit Blut begann gestern vor der II. Straftammer hiesigen Landgerichts I. bewies. Der Zeugenaufruf bekundete die Anwesenheit von etwa sudelt und eine klaffende Wunde an der linken Schläfe Den Vorsiz führt Landgerichtsrath Grandfe, die Anklage ver 80 Beugen, dagegen fehlte der Hauptbelastungszeuge im zweiten bewies, daß der Handelsmann ermordet sein mußte. tritt Staatsanwalt v. 9 heinbaben, die Bertheidigung führt Falle, Graf von Gersdorff. Derselbe hatte in einem TeleDas Verbrechen ift anscheinend mit einem Handbeil" Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann. Der Angeklagte, welcher gramm aus Wien angezeigt, daß er erkrankt sei. Es wurde infolge ausgeführt worden und der Schlag auf den Ermordeten ein Bank und Kommissionsgeschäft für Sypotheken in der Pois- dessen die Frage der Vertagung erörtert. Rechtsanwalt Dr. ist mit folcher Wucht geführt, daß der Schädelknochen damer Straße betreibt, steht unter der Anklage des Betruges gegen Friedmann erklärte, daß er, selbst auf die Gefahr einer Bedurch einen einzigen Sieb gespalten und so der Tod auf der den Kaufmann Guttmann und den Grafen v. Gersdorff, leidigungstlage hin, behaupten müsse, daß Graf von Gers. Stelle herbeigeführt worden ist. Die Lage des B. im Bett läßt sowie der verleumderischen Beleidigung der Direktoren der Preudorff schwerlich jemals hierher kommen werde, es sei denn, darauf schließen, daß derselbe geschlafen und im Schlafe auch ge- ßischen Zentral- Bodentredit- Aktienbant, Hedermann, Benoit daß er die Millionen und abermals Millionen, die er zu zahlen tödtet worden ist. und Geheimrath Stephan. Der Fall Guttmann liegt habe, zahle. Den Grafen v. Gersdorff erwarten nach der Die Kommode, die im Schlafzimmer stand und in welcher nach den Behauptungen der Anklagebehörde so: Der Behauptung des Bertheidigers hierselbst verschiedene offene Ordres fich das fleine Vermögen des B. befunden hatte, war geöffnet Kaufmann Guttmann beauftragte im Februar 1889 den zur Ableistung des Manifestationseides. Der Gerichtshof beschloß, und das Geld daraus verschwunden, so daß absolut fein Bweifel Agenten Levy, ihm auf ein Haus in der Warschauerstraße in die Verhandlung einzutreten, um möglicher Weise ein Bild darüber obwalten kann, daß hier ein Raubmord vorliegt. eine Hypothek von 7-800 000. zu beschaffen. Levy führte für die Haftentlassungsfrage zu gewinnen. Auffallend war es der Polizei zunächst, daß die Schlösser der Herrn Guttmann den Angeklagten zu, welcher sich erbot, bei der mann bestritt der Angeklagte mit großer Entschiedenheit, daß er Zum Fall GuttThüren der fleinen Wohnung feine Spuren von angewendeter Ge- Preußischen Bodenkredit- Bank, bei welcher er fehr gut ange- feinerseits behauptet habe, 7000 wt. als Abschlußprovision an walt zeigten, ferner, daß der Schlüssel zum Korridor, also zum Eingang schrieben sei, die Bewilligung des verlangten Darlehns in Antrag die Bank zahlen zu müssen. Er habe von Anfang an für die zu vom Hause aus fehlte. Unter irgend einem Vorwande hat der zu bringen, jedoch gegen eine Vermittelungsprovision von beschaffenden 700 000 m. 2 pet. Provision verlangt, das heißt Thäter vielleicht den B. zu veranlassen gewußt, ihn die Nacht 2/2 pet. und zwar 2 pet. für sich und 2 pet. für Levn. Er also 14 000 m. Guttmann habe nun, da er nicht die vom Mittwoch zum Donnerstag bei sich zu behalten und hat soll nämlich behauptet haben, er müsse 1 pet. der ganzen Dar ganzen 700 000. fofort, sondern nur 475 000 m. eralsdann den Schlafenden überfallen und so die That ausgeführt. lehnssumme also 7000 m. an die Bank als Abschluß hielt, nicht gleich die ganze Provision bezahlen wollen, Es war dies um so leichter, als B. häufiger start betrunken war provision zahlen, so daß er nur 1 pet. der Provision für sich sondern behielt von der Restsumme von 225 000 t. noch 1 pt., und dies soll auch am fraglichen Abend der Fall gewesen sein. behielte. A13 die Bank alsdann die erste Rate von b. h. 2250 M. zurück, so daß 11 750 M. zu zahlen waren. Diese Wie uns noch gemeldet wird, fehlt außer dem Gelde, dessen Höhe 475 000 M. gewährte, zahlte Guttmann an Levy Summe habe Guttmann in der Weise erledigt, daß er 9375 M. natürlich noch nicht festgestellt ist, noch die Taschenuhr und Stette direkt die Provision von 1/2 pet., ferner will er an den baar zahlte und die Quittung über 2875 W., die er als ProAngeklagten die angeblich an die. Bodenkredit- Bant fließende vision an Levy direkt gegeben, in Zahlung gab. Der Angeklagte Abschlußprovision von 7000 m., sowie 1 pt. der erhaltenen behauptet, daß Beuge Guttmann ihn dabei gefragt habe, ob mit 475 000. mit 4750 M., im Gangen alfo 11 750 m. gezahlt haben. Dieser Provision nun auch Alles gedeckt sei, worauf er selbst Guttmann will dabei um 7000. geschädigt sein, da er fest- erwidert habe: er werde damit Alles decken, sogar für den Fall, gestellt hat, daß die Bodenkredit- Bank von dem Angeklagten eine daß etwa die Bank, die er bei Ausstellung des Reverses dem Provision weder verlangt, noch erhalten hat. Guttmann hat später den Angeklagten auf Herausgabe diefer 7000 M2. verklagt und in II. Instanz ein günstiges Resultat erzielt. Die Sache schwebt jetzt bei dem Reichsgericht. des Ermordeten. wenn Er Polizeibericht. Am 81. v. M. Morgens stürzte sich ein Raufmann aus einem Fenster seiner im 3. Stock des Hauses Hallesche straße 5 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und verstarb auf Der Stelle.Vormittags wurde die unverehelichte Otto, in ihrer Beugen noch gar nicht genannt hätte, eine Abschlußprovision ver Wohnung, Große Frankfurterstr. 124, anscheinend leblos auf dem langen follte, wie das manchmal bei Banten vorkomme. Der Fußboden liegend, aufgefunden. Nachdem sie nach längerer Zeit Zeuge Guttmann verblieb feinerseits dabei, daß der Anwieder ins Leben zurückgerufen war, gab sie an, daß sie von einem unbekannten Mann mit dem Tode bedroht und durch einen geklagte ausdrücklich als Bedingung hingestellt habe, daß außer Der v. Gersdorff'sche Fall liegt etwa folgendermaßen: der dem Levy zu zahlenden Provision von 1/2 pet. eine Provision starken Schlag auf den Kopf betäubt worden sei. Zwei in dem Der f.. Kammerherr Graf v. Gersdorff hatte die Herrschaft von 2 pet. gezahlt werden müsse, wovon 1 pet. als AbschlußBimmer stehende Reifekörbe waren erbrochen und die darin be- Driesen- Steinbruch gekauft. Die Auffassung an ihn follte am provision der Bank zuflließen sollte. findlichen unbedeutenden Geldbeträge, sowie das Geld aus ihrem 28. März 1889 erfolgen und zwar mit der Maßgabe, daß, ganz für die Bank gezahlt, ferner 4750 Mt.( 1 pet. von 475 000 Er habe 7000 M. gleich Bortemonnaie gestohlen. Im Thiergarten, nahe der RousseauInfel, versuchte zu derfelben Zeit ein unbekannter, etwa vierzig ftipulirte Anzahlung leistete, er an die Verfäufer die der Provisionsberechnung, die Bahlung der Provision und die der Käufer nicht spätestens zu diesem Tage die Mart) als Provision für den Angeklagten. Ueber den Modus Jahre alter Mann sich die Pulsadern zu öffnen. Er wurde nach Kuratoren der Sydow'schen Erben eine Konventionalfirafe Abmachungen mit den Angeklagten sind die Erklärungen des der Charitee gebracht. Auf dem Neubau Hussitenstr. 36 ent- von 300 000 m. zahlen sollte. Der Kaufpreis war auf 5 Millionen letzteren von denen des Zeugen Guttmann grundverschieden. Auch stand Nachmittags eine Schlägerei, wobei ein Kaufmann mehrere Mart festgesetzt. Durch die Vermittelung des Angeklagten erklärte in den schwebenden Zivilprozessen hat der Beuge Guttmann über Schüsse aus einem Revolver abgab, ohne jedoch Jemand zu sich die Preußische Bodenkredit- Aktienbank dem Grafen v. Gere- diese Dinge unsichere und vielfach andere Angaben gemacht, wie treffen, und der Bauwächter durch einen Stockhieb so bedeutend dorff sur Hergabe einer von diesem nachgesuchten Hypothet von hier im Termine, wenigstens glaubt der Vertheidiger viele am Auge verlegt wurde, daß er nach dem Lazarus- Kranten- 350 000 W., welche am Auffassungstage gezahlt werden sollte, Widersprüche nachweisen zu können. Der Vertheidiger weist auch hause gebracht werden mußte. Außerdem erlitt ein Bau- vorausgesetzt, daß das Restlaufgeld von 1 500 000 m. vor oder darauf hin, daß die Bedingungen, unter welchen die Bank das Unternehmer eine leichte Verlegung am Kopfe. Abends explodirte in dem Laden des Klempnermeisters Orthmann, provision wurde dem Angeklagten 1 pt. mit 35 000 m. zuge- und darin kein Wort von einer Abschlußprovision stehe. Der bei der Auflaffung ebenfalls gezahlt würde. Als Vermittelungs- Geld hergeben wollte, dem Zeugen Guttmann vorgelegen haben Krautstr. 52, die an der Decke hängende Lampe. Hierbei fichert. erlitt der sjährige Sohn so schwere Brandwunden am Kopf, daß zu verschaffen, ließ Graf Gersdorff durch seinen General- im Allgemeinen die Angaben des letzteren. Um nun das Refitaufgeld von 1 500 000 m. fich Zeuge Agent Levy, ein Verwandter des Guttmann, bestätigt Geh. Rath er am darauffolgenden Worgen verstarb. In der Nacht zum bevollmächtigten Seeger durch schriftlichen Vertrag die Driesener Stephan, der Direktor der Bodenkredit- Bank, erklärt Folgen 1. b. M. wurde ein Kaufmann in seiner Wohnung, am Blücher Waldungen für 2 Millionen Mart an den Holzhändler Schramm des: play, erhängt aufgefunden. Am 1. b. M. Morgens stürzte ein verkaufen. Begterer gedirte seine Rechte am 7. März 1889 Industriegebäude" nicht erbaute, Als Herr Guttmann das von demselben geplante Kutscher aus einem Fenster seiner im 3. Stock des Hauses Frank an das Berliner Holzfomtoir, nachdem Graf Gersdorff dem aufgefordert worden, die 475 000. zurückzuzahlen. sei er von der Bank furter Allee 78a belegenen Wohnung auf einen im Hofe stehenden letzteren versichert hatte, daß die Waldungen vollständig unbelastet fet barauf eines Tages zusammen mit dem Angeklagten Wagen herab und erlitt so schwere Verlegungen am Stopfe, baß feien und das Holzkomtoir fofort nach der Uebergabe freien im Bureau der Bank erschienen und habe sich darüber feine Ueberführung nach dem Krankenhause Am Friedrichshain Sieb haben würde. erforderlich wurde. Vor dem Haufe einmeisterstr. 9 ftel bungen gleichfalls der Preuß. Bodenkreditbank für das zur ersten abbrechen wolle, obgleich sie doch eine so schöne Provision Es stellte sich aber heraus, daß die Wal- gewundert, daß die Bank so plöglich das Geschäft mit ihm Nachmittags ein Arbeiter von dem Berbeck eines in der Fahrt Stelle einzutragende Darlehn von 3,500 000 M. haften sollte, infolge verbient habe. Als Guttmann um nähere Erläuterung dieser befindlichen Omnibus auf den Straßendamm herab und erlitt an- deffen trat das Holzkomtoir von dem Bertrage zurück und ver- unzutreffenden Bemerkung gebeten wurde, habe ihn der Angeklagte scheinend bedeutende innere Verlegungen. Abends wurde ein Schuhmacher gegenüber dem Grundstück Wassergasse 4 an einem weigerte die Zahlung der 2 Millionen Mart, zumal die Boden- am Aermel gezupft und gesagt:„ Kommen Sie nur, das wird sich Schuhmacher gegenüber dem Grundstück Wassergasse 4 an einem treditbank durch ihren Direktor Stephan jeden Bergleich schon Alles regeln!" Benge hat später den Angeklagten selbst um Gitter erhängt aufgefunden. Am 31. v. Mt. und am 1. b. m. ablehnen ließ. Zur Beseitigung fanden neun fleine Brände statt. biefer Schwierigkeiten Grläuterung ersucht und von demselben nur die Antwort erhalfuchte nun Graf Gersdorff die Hilfe des Ange- ten, daß er nur die übliche Provision erhalten habe. Auf Betagten nach und ficherte bemfelben auf einen neuen fragen des Vertheidigers bestätigt der Zeuge, daß er der Behörde Provisionsschein nochmals 35 000 Mart für den Fall zu, daß es eine Reihe von Geschäften, die der Angeklagte für die Bank ab ihm gelingen sollte, die Differenzen zu beseitigen und das Holz gefchloffen, mitgetheilt, daß aber die bezüglichen Nachforschungen tomtoir zur Zahlung der zwei Millionen zu bewegen. Die nichts Belastendes für den Angeklagten ergeben haben. Er habe Anklagebehörde behauptet, daß der Angeklagte bei den diesbezüg- die Sache zur Anzeige bringen müssen, weil der Ruf der lichen Vermittelungen, die schließlich in der That von Erfolg Direktoren der Preußischen Bant auf dem Spiele stand und ein Eine Reihe von Vergiftungserscheinungen, von denen getrönt waren, den Grafen Gersdorff durch falsche Vorspiege Sandelsrichter den Direktoren Kunde davon gegeben hatte, welche im Auguft v. J. eine Anzahl Personen nach dem Genusse von lungen zur Zahlung einer wesentlich erhöhten Provision ver- Gerüchte über sie umliefen. Direktor Benoit trat den Be Strebsen befallen wurde, hat eine Antlage wegen Bergehens gegen anlaßt habe. Differenz zwischen dem Holzkomtoir fundungen des Geh. Naths Stephan bei. Die Beweisaufdas Nahrungsmittelgefeß zur Folge gehabt, welche gestern vor und der Bodenkredit Bank wurde dadurch beglichen, daß nahme in der Sache Guttmann war hiermit erledigt. Der der III. Straffammer des Landgerichts I gegen die Handelsfrau sich der Aufsichtsrath des Holzkomtoirs 25. März Staatsanwalt hielt diese Sache für spruchreif, glaubte aber auch, Elisabeth Martin und den Arbeiter Johann Mehis damit einverstanden erklärte, daß das Holzkomtoir die den zweiten Fall mit v. Gersdorff fofort verhandeln zu können. verhandelt wurde. Der Lehtgenannte ist Hausdiener bei der selbstschuldnerische Bürgschaft für die 8 500 000 Mart übernahm, Rechtsanwalt Dr. Friedmann widersetzte sich diesem VorFirma Ruben u. Bielefeld. Es gehört zu seinen Obliegenheiten, wenn die Bodenkreditbank es genehmigte, daß bei der Auffassung schlage entschieden, da er den Grafen Gersdorff hier haben müsse. die in Waggonladungen ankommenden Krebse dergestalt zu für das Holz- Komitoir der freie Sieb in Abtheilung II des Gr behaupte, daß der lettere mit seinem sogenannten Generalsondern, daß er die tooten und matten Krebse von den lebenden Grundbuchs eingetragen würde. Am Tage vor dem definitiven bevollmächtigten Seeger eine fortgefeßte Reihe von Schiebungen zu trennen hatte. Die lebenden Krebse werden von der Firma Zustandekommen des Vergleichs, also am 24. März, hatte der gemacht habe. Graf Gersdorff fei frustra excussus und weiter verfandt, die todten hatte Mehls nach der Aussage des Angeklagte dem Bevollmächtigten des Grafen, Herrn Seeger gegen- fein Generalbevollmächtigter gleichfalls frustra excussus. Geschäftsinhabers Ruben zu beseitigen uno von den matten über plöblich das Verlangen gestellt, daß seine Provision von Er behaupte, daß Herr Seeger bei diesem ganzen Geschäft Krebsen erhielt er eine bestimmte Menge anstatt des Lohns. 35 000 W. auf 100 000 m. erhöht werden müsse. Er motivirte 50 000. und 800 000 m. verdient habe, daß unmittelbar nach Mehls will die todten Krebse auch vernichtet haben, die dies damit, daß ja der Graf sowohl, als auch Seeger mit dem diesem Geschäft der Graf und sein Bevollmächtigter die Herrihm zugefallenen matten Krebse hat er gefocht und an Händler Ankaufe der Herrschaft ein glänzendes Geschäft mache, sodaß auch schaft Driesen- Steinbruch sofort für 6 Millionen Mark an den und Händlerinnen für 30 Pfennig pro Schock verkauft. er selbst anständig verdienen wolle. Seeger soll ihm erwidert haben, Herrn v. Gustedt verschoben habe. Er habe eine Reihe von Dies ist die Waare, welche in den Sommermonaten in den daß er ja auch wirklich anständig verdiene, nämlich 35 000. für Beugen geladen, welche die ganzen Operationen, die der KammerStraßen auf Rarren feilgeboten wird. Die Angeklagte Martin die Beschaffung des Geldes von der Bodenkreditbank und 85 000 M. Herr, Graf und Abgeordnete Gersdorff mit Herrn Seeger aus hat nur kleinere Mengen von ihm bezogen, die sie in einem Korbe für den Vergleich mit dem Holzkomtoir. Der Angeklagte bestand aber geführt, bezeugen sollen, erbauliche Dinge seien auch aus den Gerichts- Beitung. W 8 In Fürth sprach sich eine Versammlung von Arbeitern aller dort vertretenen Industrien dafür aus, daß ein alla gemeiner Bund aller Arbeiter und Arbeite innen anzustreben sei. Empfindliche Geldstrafe mußte die Bergbehörde im öfterreichischen Revier Falkenau der Verwaltung eines Bergwerks auferlegen, weil daselbst die gefeßliche Arbeitszeit und die Sonntags ruhe nicht eingehalten, die Bergleute also wohrscheinlich im höchsten Maße ausgebeutet worden waren. Prozessen ersichtlich, welche Herr v. Gustedt gegen den Grafen| Orten nun schon die 18. Woche hinter sich, dennoch sind wir| Grund nicht für stichhaltig, sondern verurtheilte den Bellage. Gersdorf angestrengt habe. Darin sei u. a. auch festgestellt, daß nicht am Ende der Bewegung. Wenn wir auch wissen, daß fast zur Zahlung von 42,80 M. und zur Tragung der Kosten. Auch Herr v. Gustedt von einem vorher instruirten Rutscher alle Geschäfte mehr oder weniger unter dem Druck der Krise die Bezeichnung phlegmatischer Arbeiter seitens des Tischlermeisters des Grafen so gefahren worden sei, daß er in den Glauben leiden, so wissen wir doch auch, daß die Krise unseres Geschäfts wurde vom Richter zurückgewiesen. versetzt wurde, als ob er weite Strecken durch dichten Wald fahre, zum großen Theil nur eine künstliche, durch die Profitwuth erwährend thatsächlich immer dieselbe Strecke durchfahren wurde. zeugte ist. Wie würde man sonst Arbeiter für den angebotenen Der Bertheidiger betonte, daß er sich diese Dinge nicht etwa niedrigen Sohn in jeder sich bietenden Anzahl gebrauchen können? ausdenke, sondern sich auf gerichtliche Festsetzungen stüße.- Der Glücklicher Weise finden sich hierzu nur Einzelne und auch diese Staatsanwalt protestirte gegen diefe ganz einseitigen Behauptungen, sehen in furzer Seit ein und haben bereits eingesehen, daß sie die doch erst erwiesen werden müßten. Für den Fall der Ber- nur trügerischen Verlockungen gefolgt sind. tagung widersprach der Staatsanwalt einer Haftentlassung, da Wer aber nicht zu diesen leichtgläubigen Menschen gehört der Angeklagte schon im Falle Guttmann eines höchst raffinirten und das aufrichtige Bestreben hat, sich, seiner Familie und Schwindels überführt erscheine, der ihm eine hohe Strafe in feinen Arbeitsgenossen ein menschenwürdiges Dasein zu erhalten, Aussicht stelle. Der Vertheidiger bestritt diese Anschauung wird auch standhaft zu bleiben wissen. beantragte für den Fall der Vertagung die Haftentlassung und Im Vertrauen auf den nicht mehr fernen Sieg und im VerZum Nothstand! Aus Anlaß der von dem Landtagss bot event. eine Bürgschaft von 10 000 m. an. Nach langer trauen auf die weitere thatkräftige Hilfe der gesammten Arbeiter- Abgeordneten Geyer gemachten Behauptung, daß im ErzBerathung beschloß der Gerichtshof die Sache zu vertagen, be- fchaft treten wir in das neue Jahr ein. gebirge Fälle von Hungerkrankheiten vorgekommen schloß aber, den Angeklagten gegen Raution von 10 000 m. aus sind, schreibt man dem Chemnißer Beobachter" aus Hohen= der Saft zu entlassen, da nach dem Resultat der Verhandlung in der Glacé Handschuhmacher Friedrichshagenstein:" In der Sigung des Armenausschusses vom 17. Dez. 1891 dem Falle Guttmann der Angeklagte nicht mehr in dem Umfange Sendungen erbitten wir an Ernst Knösel in Arnstadt. wurde von einem Mitgliede konstatirt, daß in einer armen finderverdächtig erscheint, wie nach dem Eröffnungsbeschluß. Alle Arbeiterblätter sind um Abdruck gebeten. reichen Familie hierselbst zwei Kinder mangels zus 11 Buchdrucker- Bewegung. Die Lohntommission Die Nadelmacher der Firma Seyfert u. Beutscher reichender Nahrung gestorben waren. Diese Familie in Chemnitz haben die Arbeit niedergelegt, weil der Firmen- wurde nach Kenntnißnahme der bitteren Noth, welche in der inhaber den neuen Werkmeister nicht entlassen wollte. Der selben herrscht, zu Weihnachten mit einem Legat von 30 m. lettere hatte den Arbeitern derartigen Anlaß zur Unzufriedenheit bedacht. Traurig ist es leider, daß derartige Fälle nicht vergegeben, daß das ganze Personal die Wiedereinführung des einzelt daftehen."- Troßdem wollen die Offiziösen Sachsens das früheren Wertmeisters verlangte. Die Ausständigen ersuchen um Borhandensein eines Nothstandes nicht zugeben. Sie spüren bei Fernhaltung des Zuzugs. thren hohen Gagen freilich persönlich nichts davon. Neber die Vermittlung" des Ministers v. Berlebich in Sachen des Buchdruckerstreits berichtet eine Depesche des Wolff'schen Telegraphenbüreaus": Am 31. Dezember, Nach- Um diejenigen Nürnberger Brauereien, welche die Ge- Zur Lage der deutschen Schullehrer. Unter den mittags 2 Uhr, wurden die Mitglieder der Zentralleitung für hilfenforderungen( elfftündige Arbeitszeit 2c.) bewilligt 578 Boltsschulstellen des Herzogthums Meiningen sind Ausstands- Angelegenheiten des Deutschen Buchdrucker- Vereins, die haben, vor der Konkurrenz der anderen Nürn- noch 86 mit nur 675, 28 mit 750, 188 mit 775 bis 900, 69 mit Herren Buchdruckereibesitzer Bürenstein- Berlin, Klinkhardt- Leipzig, berger Brauereien zu schüßen, fordern wir das 901 bis 1000, 147 mit gegen 1100 und 82 mit 1200 m. botirt; Krais Stuttgart, Oldenbourg München, Ramm- Leipzig von Publitum auf, diejenigen Sofale zu besuchen, in welchen das mit 1400 und mehr sind nur die Stellen der Direttoren und Sr. Excellenz dem Minister für Handel und Gewerbe, Freiherrn Bier der ersterwähnten Brauereien verschänkt wird. Die Gehilfen Rettoren ausgestattet. Die Lehrer erhalten zwar noch Altersv. Berlepsch, in Angelegenheiten des Buchdruckerstreits empfangen. forderungen wurden, nach der Fränk. Tagespost", von folgenden zulagen, doch sind diefelben nicht bedeutend; deshalb werden jetzt Nach stattgehabter eingehender Besprechung wurde festgestellt, daß Nürnberger Brauereien bewilligt: Dummet, Affien Betitionen an Regierung und Landtag um Gehaltserhöhung vor Se. Excellenz die Initiative zu einer Vermittlung in dem be brauerei, Mörlein, öwenbrauerei, Strebel bereitet. stehenden Buchdruckerstreit nicht ergriffen habe, daß habe, daß er( Wöhrd), Lechner und Wilhelm Dürst. vielmehr auf an ihn von dritter Seite ergangene Aufforderung fich bereit erklärt habe, einen Vermittler für den Fall zu bezeichnen, daß beide Parteien, freiwillig und bedingungslos ben entsprechenden Antrag bei ihm stellen würden. Nachdem im Laufe der Besprechung in Uebereinstimmung fonstatirt wurde, baß die bezeichneten Bor: bedingungen nicht bestehen, lag für Ge. Grzellenz feine Beranlassung vor, einen Wermittler zu bezeichnen. Danach tragen also tragen also die Buchdruckerei befizer die Schulb auch daran, daß der Streit fortbesteht, denn sie wollten zweifellos nicht be. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. wie ein Wolff'sches Tele80 000 Bergfente fireitten im Distrikt Monmouth hire( Südwales, England). Verhandlungen der Delegirten der Arbeiter und der Kohlengrubenbesitzer führten zu gegenseitigen 8ugeständnissen, so daß der Streit gramm meldet für beendet angesehen wird. In Australien streiten die Bergleute der WallsendRoblengrube( 1000 Mann) wegen der Art und Weise des Gruben betriebs. D Versammlungen. Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter hielt am 27. Dezember eine Branchenversammlung der Rohrleger und Gehilfen ab, in welcher Herr Dr. Pinn unter Betfall über soziale Zustände des Alterthums" sprach. Im Weiteren beauftragte man einstimmig die Fachkommission des bingungslos den entsprechenden Antrag beim Minifter Der Kongreß der Arbeiter der Glas, Porzellan- Berbandes für die Branche Rohrleger und Helfer" mindestens stellen. Die Gehilfen haben anderes auch nicht vermuthen und Thonwaaren Industrie Oesterreichs, welcher alle acht Wochen eine Bersammlung einzuberufen, und forderte die tönnen. Sie sind, wie wir von vornherein erklärt haben, lediglich am 6., 7. und 8. Dezember 1891 in Steinschönau( Böhmen) statt Mitglieder auf, die in den einzelnen Stadtgegenden vor sich finden sollte, tam wie schon erwähnt nicht über den ersten gehenden Bezirksversammlungen regelmäßiger und zahlreicher zu auf sich und das Proletariat angewiesen. Dadurch ergiebt sich Tag der Verhandlungen hinaus. Da er gegen Abend des 6. Dez. besuchen. Herr Krüger führte Beschwerde darüber, daß von ihr offizieller Anschluß an die Arbeiterbewegung von selbst. behördlich aufgelöst wurde und der Versuch, eine zweite Ver- Kollegen vom Arbeitsnachweis erhaltene Arbeit auf der Straße Ein schönes Weihnachtsgeschenk gab, wie schweizer fainmlung genehmigt zu bekommen, erfolglos blieb, konnten sich verkauft worden sei. Man ersuchte den Redner, seine Beschwerde Blätter berichten, der Klub der Buchdruckereibefizer der Stadt die Delegirten über die verschiedenen unerledigten Punkte nur mit triftigen Gründen versehen, den Mitgliedern der FachBern den Buchdruckergehilfen, nämlich den Neunstunden- in Form einer freien Besprechung einigen. Anwesend waren kommission, Kollegen Ficius, Bangestraße Nr. 34, oder Tolksdorf, tag und 10 pet. Lohnzuschlug für die Akkordarbeit. Die 59 Delegirte, darunter eine Dame, Theresia Henkel Aus Grünauersir. 9, zu überweisen, welche diese Angelegenheit weiter reichen deutschen Buchdruckereibesizer sind dazu natürlich der Berichterstattung der Delegirten ging hervor, daß sich die verfolgen wird. Lage der Glasarbeiter gegen früher im Wesentlichen nicht verzu arm. " " Nachdem noch einige Redner für Fortdauer des Streits ein traten, faßte die Versammlung den obenerwähnten Beschluß. Ein Redner betonte, daß die Prinzipale sich auf ihren Sieg nichts einbilden dürfen, denn ihnen seien die Gehilfen nicht gewichen, sondern einzig und allein nur der Staatsgewalt. ( 3wischenruf:" Ja wohl, Gewalt!") Der Sieg der Gegner sei ein Pyrrhussieg. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, Gefelliges Betsammensein. Die Bersammlung findet zu Gunsten der Gesellschaft für serbreitung von Boltsbildung" statt. Genossen und Genossinnen sind zu Arbeiter- Gefangverein ,, Nord". Montag, den 4. Januar 1892, Abends den 8. Januar, Abends 6 Uhr, in Schmiedel's Festfalen( früher Orpheum), Alte Jatobftr. 82. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. recht zahlreichem Besuch eingeladen. be, bet Gnadt, General- Versammlung. Erscheinen aller Mitglieder dringend nöthig. Verband Deutscher Bimmerlente, Botalverband Berlin. General Bersammlung Montag, den 4. Januar 1892, Abends 8 Uhr, Alte Jakobstr. 75 bei Feuerstein. 1. Vortrag. 2. Wahl der Delegirten zum GewerkschaftsKongreß. Freie Dissidenten- Gemeinde. Sonntag, den 8. Januar 1892, Mitch mittags 5 Uhr, Charlottenburg, Bismarethöhe"( fleiner Saal), Wilmers dorferstraße 39. Vortrag: Das Leben ohne Gott. Referent: Dr. Wille. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Rranken- und Begräbnißkasse„ Brüdersdraft". Sonntag, Nachm Verein der Maschinisten und Beizer Berlins. Sonntag, den 8. Januar, Privat- Theater- und Vergnügungsverein„ Elmenhorn". Am o uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Bierterjährliche Generalversammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht und Berschiebenes. Nachmittags 5 Uhr, Schulthets- Braueret, Neue Jatobſtraße 24-25: Berfammlung. Sonntag, den 8. Januar 1892, Nachmittags 5 Uhr, in Diester's Restaurant, Beugbofstr. 8: Gizung. Erscheinen der Mitglieder bringend nöthig, äfte willkommen. köpnickerstr. 97, Anfang 9 Uhr. Das Erscheinen der Mitglieder in nothwendig. Geselliger Verein Cypresse". Generalversammlung bet eller, Die Breslauer Buchdrucker erklärten in einer Berfamm- beffert hat, im Gegentheil an vielen Orten schlechter geworden Friedrichsberg. Das sozialdemokratische Agi= lung den Streit infolge der Einmischung der ist. Bei einer 13, 14-18 ftündigen Arbeitszeit bestehen Löhne tations- Komitee für ben Osten Berlins hatte am preußischen Staatsregierung resp. des Ministers von 1,50, 2, 3, 4 Gulden( Gulden 2 M. gerechnet); ein kleiner 27. Dezember eine sehr start besuchte Versammlung für Frauen Herrfurth für beendet. Die Volkswacht" bringt Theil der Arbeiterschaft erhält 6-7 Gulden und nur vereinzelt und Männer in Schneiders Lotal, Proskauerstraße, veranstaltet, Darüber einen Bericht, aus dem das folgende von Juteresse. Der tommen Löhne von 8 Gulden vor. Da der größte Theil der in welcher Dr. Sütgenau über das Thema:" Weihnachten", Gehilfenvertreter Schliebs erklärte, daß es ihm noch nie fo Arbeiter aus Hausindustriellen besteht, so muß, um diefen färg- einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt. Bei schwer geworden sei, eine Versammlung zu leiten, wie die heutige. lichen Lohn aufzubringen, die ganze Familie, vom 3 jähr. Kinde Tanz und volksthümlichen Vorträgen blieben die Anwesenden in Der Ausstand bauere jetzt 8 Wochen und sei leider für die Be angefangen bis zur Mutter, mitarbeiten. Defter gestellte For- fröhlichster Stimmung bis zum frühen Morgen beifammen. wegung ein schwerer Rückschlag insofern eingetreten, als die derungen der Arbeiter um Werbesserung ihrer Sage wurden zu tönigliche Staatsregierung Partei für die Prinzipale ergriff, in- weilen bewilligt, aber nur nothgedrungen, denn sowie die dem dieselbe den Vorstand des Unterstützungsvereins Deutscher Buch- Bestellungen fertig gestellt waren, benutzte man die Konkurrenz brucker zwang, das Statut des Unterstügungsvereins dahin ab- unter den Arbeitern zur Herabsetzung der Löhne; auch direkte zuändern, die fernere Unterstützung der Ansständigen einzustellen, Gesegesverlegungen ließen sich die Unternehmer dabei häufig zu fowie Extrasteuer nicht mehr zu erheben. Jeder Gehilfenführer, schulden kommen. Die Lage der Porzellanarbeiter ist nicht beffer. der dagegen verstößt, werde mit 15 M. eventuell 3 Tagen In der Karlsbader Gegend werden Löhne von durchschnittlich Haft bestraft. Dadurch sei die Bewegung derart ge- bis 6 Gulden wöchentlich gezahlt und da muß noch, wie es z. B. hemmt worden, daß ein weiteres Fortführen des Streits in Chodau der Fall war, mehrere Tage in der Woche die Nacht völlig aussichtslos fei. Die Regierung führe aus, die durch gearbeitet werden, troy Gewerbegesetz und FabrikGehilfenschaft sei kontraktbrüchig indem geworden, fie inspektoren. Unter diesen Arbeitern herrscht froß der miferablen die Tarifgemeinschaft gebrochen habe. Ginem solchen Gegner Arbeitsverhältnisse noch der sogenannte" Künstlerstolz", der dem aber feien die Gehilfen auf die Dauer völlig machtlos." Ausbau der Organisation hinderlich ist, denn man setzt sich der ( 3wischenruf: Arbeiterschuß!") Sie unterliegen nicht ihrem Heranziehung der ungelernten Arbeiter und der Frauen entnatürlichen Gegner, den Prinzipalen, sondern einem mächtigen gegen. Andererseits ist die Furcht vor den Fabrikanten, die in Gegner, der Staatsregierung, denn noch wisse er( Redner) nicht, Kartellen vereinigt sind und schwarze Listen führen, so groß, wie er sich das Koalitionsrecht der Arbeiter eigentlich auslegen daß der größte Theil der Arbeiter es nicht wagt, sich einer Organifolle. Es bleibt unter diesen Umständen nichts Anderes übrig, fation anzuschließen. Theresia Henkel wies auf die preisdrückende Tendenz der Frauenarbeit hin und forderte die Genossen dazu auf, als die Arbeit wieder aufzunehmen. überall dahin zu wirken, daß die Frauen den Männern in jeder Weise gleichgestellt werden. Nach den Ausführungen des Delegirten Steiner, welche in czechischer Sprache gemacht wurden, ist die Lage der czechisch en Glasarbeiter in den meisten Fällen noch schlechter als die der deutschen. Redner ersucht die deutschen Arbeiter ihre czchischen Kollegen nicht dafür verantwortlich zufammlung im Norden! Montag, den 4. Januar 1892, Abends 9 Uhr in Henmachen, daß sie ihnen eine so riesige Konkurrenz bereiten. Die Schuld läge lediglich in den heute herrschenden Gesellschaftszuständen, welche zu einer systematischen Werdummung der czechischen Bevölkerung führten mehr als ein Drittel derfelben Ferner sei hier zur Kennzeichnung der Stimmung die Aeuße- tönne weder schreiben noch lesen. Dem könne nur abgeholfen rung eines Redners wiebergegeben: Ich spreche nicht als soge werden, wenn der deutsche Arbeiter in jeder Weise dem czechischen nannter Sozialdemokrat; aber wenn man so etwas erleben muß, behilflich sei, sich von diesem Drucke zu befreien. Nur wenn aller daß eine Organisation, welche sich stets auf gesetzlichem Boden Nationalitätenhaß abgestreift fet und alle Arbeiter geeinigt dem bewegt hat, von der Staatsregierung in einer solchen Weise Kapitale fich entgegenfegten, tönne eine Besserung erzielt werden. der Form der Organisation sprach man beeinträchtigt wird, dann darf sich dieselbe nicht wundern, wenn Sinsichtlich tam aber die Buchdrucker alle Sozialdemokraten werden, fich allgemein für die Zentralisation aus, benn die Staatsregierung treibt uns bazu! bahin überein( Beschlüsse konnten nicht gefaßt werden) daß zu ( Stürmischer Beifall.) nächst die bestehenden Verbände weiter ausgebaut und wo Herr Schliebs schlägt alsdann vor, eine Kommission zu Fachverbände nicht existiren, die Gründung solcher fofort in wählen, die jederzeit bereit sei, mit dem Prinzipalsvertreter zu Angriff genommen werden soll. Vom Delegirten Wi ünch wurde verhandeln, da derselbe erklärt hat, mit dem derzeitigen Vor- noch die Nothwendigkeit nachgewiesen, die ungelernten Arbeiter auf keinen Fall zu verhandeln. Dagegen wurde von und die Arbeiterinnen zu den Vereinigungen heranzuziehen. Beim anderer Seite vorgeschlagen, daß die Vertrauensmänner der Punkt„ Normalarbeitstag und Fabritinspektion" beleuchtete der einzelnen Druckereien mit den Prinzipalen in Verhandlungen treten Delegirte 3 a hn die Mängel der so viel gepriesenen Arbeiter follen. Letzterer Vorschlag wurde angenommen. schutz- Gefeßgebung, die mangelhafte Durchführung und Unzu Die Volkswach t" bemerkt dazu mit Recht: Nach bei- länglichkeit des Gewerbe Inspektionswesens und die Sucht der nahe zweimonatlichem Ausstande müssen die Buchdrucker ihre Fabrikanten, solche Gewerbe Inspektoren, welche nur halbwegs Sache verloren geben, da sich die Stegierungsgewalt in ihre ihren Pflichten nachkommen, zu beseitigen, wie es in Reichenberg Raffenangelegenheiten einmischt. Nun, nns persönlich kann das der Fall war. Nach einer Diskussion hierüber, in welcher von sehr recht sein. Die Buchdrucker werden mit aller Gewalt in verschiedenen Seiten Fälle mangelhafter Durchführung von vom das fozialdemokratische Lager getrieben. Das ist eine Thatsache, Gewerbe- Inspektor angeordneten Aenderungen seitens der Fabridie sich nicht ableugnen läßt und über die wir unsere Freude fanten zur Sprache gebracht wurden, anerkannten die Delegirten garnicht verbergen wollen. Nur weiter so arbeiten, Ihr eine hierauf bezügliche Resolution. Beschlüsse konnten, wie schon hochwohlweisen Herren wir sind es, welche die Ernte ein- angeführt, nicht gefaßt werden. heimfen werden, wir, die revolutionären Sozialdemokraten!" Ein anderer Redner rief:„ Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!" Im Uebrigen erfucht er, troß der Niederlage dennoch fest und treu zum Verbande zu halten. stand In Mannheim soll der Direktor einer Fabrik seinen Die Mainzer Buchdruckergehilfen beschlossen selbst bei Leuten", d. h. den Arbeitern, verboten haben, breitkrämpige gekürzter Unterstützung bis zum Siege im Streit auszuharren. Site zu tragen. Die Sache ist schon möglich. Wahrscheinlich 500 Pfund Sterling find am 31. Dezember von eng erblickt der Herr Direktor nur in der Schlafmüze die dem lischen Gewerkschaften wiederum für die streikenden deutschen Denkerschädel angemessene Kopfbedeckung. Jedenfalls Buchdruder in Zonbon 11 gebiederung für die ftreifenfellt die Wittheilung eine heitere Zuuſtration sur Unmagung eingezahlt worden. des Rapitalismus dar. Soziale Uebersicht. Mit Beginn des neuen Jahres hat die 2ohn bewegung der Handschuhmacher in den verschiedenen Verband der Geschäftsdiener, Padier und Berufsgenoffen. Bersel's Festsaal, Brunnen- und Invalidenstr.- Ecke. Arbeiter- Dangerbund Berline und Umgegend. Ausschußfizung Sonntag, den 10. Januar, Vormittags 10 Uhr in den Armin- Hallen, kom mandantenftr. 20. Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten gilfe bei Unglüdtofallen. Bersammlung am Włontag, den 4. Jan., Abends uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobjir. 75. Bortrag ber prattischen Merate Dr. Guttmann und Dr. Christeller: Gemeinschaftliche Uebungsstunde. Samen und Herren haben als Gäste Zutritt. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts 2". Den Mitgliedern zur gefälligen Nachricht, daß von jetzt ab bie nebungsstunden Dienstags stattfinden und war ist ble nächste am Dienstag, den 5. Januar; an biefer schließt sich eine Bersammlung, weshalb das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder unbedingt er forderlich ist. Geselliger Verein Edelwein". Gesellschaftsabend Sonntag, ben wiltommen. a. 3 Januar, Abends präs. 6 Uhr. Serren und Damen, sowie Vereine herzlich Januar, Vormittags 10 Uhr, Generalversammlung. genossen, sowie deren Hilfearbeiter und Arbeiterinnen. Große öffenteye Bersammlung am Donnerstag, den 7. Januar, Abends& Uhr, in Feuerstein's Restaurant, Alte Jatobir. 75. Tagesordnung: 1. Die allgemeine rbeiterbewegung. Ref.: Herr Stadtv. Zubeil. 2. Die Lage ber Konditoren, Pfefferrlichter u. f. w. gegenüber der allgemeinen Arbeiterbewegung. Ref.: sollege start wöld aus Hamburg. Chlert'sche Kranken- und Sterbekasse Nr. 27. Gonntag, den Ronbitorgehilfen, Pfefferkichler BerufoBevein der Steinhauer Berlins und Umgegend. Bersanumlung Gartenstr. 123, statt. Referent Herr Otto Thierbach. findet am Sonntag, den 3. Januar, Vormittags 10% Uhr, in Krüger's Sofat, Blumen- und Pubfeberbranche und verwandten Berufe. Arbeiter und Arbeiterinnen! Bersammlung am Montag, den 4. Jan., Abends 8 Uhr. Annenstr. 16( unterer Saal). Minier, Anreicher und verwandten Berufsgenossen Berlins, Filiale 7, Südwest. Generalversammlung am Dienstag, den 6. Januar, Abends& Uhr, im Restaurant Tralles, Notizfir. 50. 1. Bortrag bes kollegen 8. Mesop über:" Die Philofophie von Budwig Feuerbach." Der Besuchy bee Museums für Naturkunde( Invalidenstraße) findet für die Theilnehmer an den Sonntagsvorträgen in der Nordschule a Sonntag, den 8. Januar, pünktlich 11 Uhr statt. tommen. Sonntag Bormittag 10% Uhr, im Restaurant zur Schneekoppe", Nostizfir. 29. abends 8 Uhr, bet Soffmann, Wrangelstraße 32. Freier Diskutirverein. Jeden Sonntag nach dem 1. und 15. jeben Monats Nachmittag 4 Uhr bei Seopold, Markgrafenftr. 88. Gäfte willLese- und Diskutieklubs. Lese- und Dis futteflub, mar Sayser" Sozialdem. Leje- und Diskutirklub Spinoza". Jeden Montag, Gäste, Damen und Herren, willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Syra 2", Charlottenburg, Charlottenburger Ufer a bet Penzin. Gesang Ju Halle hatte ein Tischlermeister einen seiner Gesellen verein der Glasarbeiter zu Stralau„ Vorwärts 7" Rummelsburg, bet Borgohne Kündigung entlassen, worauf der leytere beim mann. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Amtsgericht auf 14tägige Lohnentschädigung klagte. Vor Gericht uhr: nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein, or d= gab der Tischlermeister an, er habe sich zu der fofortigen Ent- beutfche Schleife", Naunynftr. 86 bei Bubeil. Gefangverein„ sme= Männer- Gesangverein Bieber luft" laffung für berechtigt gehalten, weil der Gefelle öfters zu spät ratba", stoppenſtr. 36 bei Keller. Fichtefir. 29 bet trösche. Gefangverein„ Senefelder", Jilbenstr. 65 bet Stebertafel der Maler und verwandten Berufsgenoffen ins Geschäft gekommen sei. Das Gericht hielt jedoch diesen Trischmann. bet Caspar. " " Briefkaffen der Redaktion. Barnimstr. 42. Antwort wird nicht ertheilt. Kaiser- Franz- Grenadier- Platz 7, bet Berg.. Moabiter Siebertafel",| Alles mittheilen und denselben sein Kind zeigen, wenn er nicht Wilhelmshavenerstr. 25 b. Brosch.- Gefangverein Sarmonie", Meyer so viel Anstand und Rechtsgefühl bekunde, für dieses sein eigenes beerstr. 9 bei Dornblatt. Gesangverein Tonblüthe", Görligerstr. 58 bet Tolksdorf.- Gefangverein„ Blüthe"," Brenzlauer- Allee 26 bet Riedel. Kind zu sorgen. Paul Wautte ging mit dem Briefe zum Staats- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Sängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhauser anwalt und dieser stellte das Mädchen wegen ErpressungsStraße Nr. 43 bei Reimann. Für die Arbeiter- Bildungsschule empfangen: Von N. N. Gesangverein ,, Morgenroth" 2, Char. versuchs" vor die Straffammer. Diese belegte das arme Mad- 750 m., von H. 4 10 M., von May Bading 20 M., von einer lottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Gesangverein Sängers gruz" Friedrichshagen bei Blank.- Gefangverein, Froh' Söffnung chen mit acht Tagen Gefängniß, während der Paul Wautke noch amerikanischen Auktion bei Eunow 1,07 Mr. H. Gumpel, Der Zimmerer Berlin West.- Gesangverein ,, Gleichheit" Bernauerstr. 72 Beugengebühren" bekaut. Das ist die geltende Moral im Lande Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, nach Gesetz und Urtheilspruch. Sonntag: Privat- Theatergesellschaft und Artistentlub, u mor", Nachmittag- Köln, 2. Januar. Der Rhein ist seit Donnerstag über A. B., Uebauftraße. Eine Aratforderung verjährt in 4 Uhr, bei Heinrich, Blücherstraße 61. Gemüthlichkeit", Geselliger Verein der Berliner Barbier- und Friseur An verschiedenen Stellen ist das Wasser über die fer getreten. verjährt also erst am 1. Januar 1892. Montag: Kollegienfchaf brei Meter gestiegen. Der Wasserstand beträgt jezt 6 Meter. 4 Jahren, gerechnet vom 31. Dezember des Jahres ab, in welchem die Dienste geleistet sind. Eine Forderung aus dem Jahre 1887 gehilfen, alle 14 Tage, Abends 10 Uhr, Sendelstraße 30. Proletariat" bei Hoffmann, Waldemarstraße 61. Theaterverein Bei Urdenbach, Rheinfeld und Stürzelberg wird eine große Hoffnung" bet Schneider, Adalbertstr. 8. Michel" Koppenstraße 43c, Rauchtlub Deutscher Ueberschwemmung befürchtet. Der Hafenkommission die Ehe gebrachten Sachen nicht für die Schulden des Mannes. Frau Sch., Boffenerstraße. Die Frau haftet mit den in Privat Theatergesellschaft Stern", Alte Jakobftraße 120. hat infolge dessen die Räumung der Werft angeordnet. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Zurnverein Werden solche Sachen gepfändet, so muß sie auf Freigabe Klagen am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Oldenburg, 1. Januar. Der wegen Unterschlagung und dabei nachweisen, daß sie die gepfändeten Sachen in die von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft von Kirchengeldern gerichtlich verfolgte Pastor Ehe eingebracht hat. " Theaterverein 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im Müller ist verhaftet. Derfelbe hatte sich mehrere Tage Leffing- Gymnasium. Turnverein, ft en", Lehrlingsabtheilung, Montag hier und in der Umgegend als Viehverkäu er aufgehalten. Die tosten verjähren in zwei Jahren seit der Niederkunft. Als R. M., Oppelnerstraße. 1. Die Tauf- und Entbindungss von 8%-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Männer- Gefangverein, Tyrolienne". Montag und Sonnabend uhr nebungsstunde bei von ihm unterschlagenen Gelder hat Müller vermuthlich ver- angemessenen Betrag gewährt das hiesige Gericht 60 M. Das Faustmann, Reichenbergerstr, 73 a. Gäste willkommen. Neue Mitglieder spekulirt. werden aufgenommen. ist aber nur für Berlin giltig. 2. Ja. " Raucht lub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher Michel" Montag Abend von 8-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Nr. 9. Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttte, Friedrichsberger ftraße 4. Rauchtlub, Blaue Quast e", Abends 9 Uhr Pflugstraße 16 bei Dudeck. Mauchlub ,, Brüderlich tett jeden Montag von 9-11 uhr bet Willy Schmidt, Wrangelftr. 141: Sigung. Gäste willkommen. Verein der Oberlausiber", Montag, Abends 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Verein der Soldiner". Jeden Sonntag geselliger Abend, Görligerstr. 38, beim Landsmann Wuttke. Friedrichs= Werein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranien ftraße 34. Prinzenstraße 106." Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bet Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und " Breslau, 2. Januar. Die Häuslerin Kügler in Kleinhelmsdorf bei Schönau ist durch Arthiebe ermordet worden. Der Thäter ist unbekannt. Wien, 1. Januar. Nach polnischen Blättern werden die fürzlichst in 23arschau Berhafteten nach Petersburg transportirt. Die Verhaftungen erfolgten wegen Verbreitung revolutionärer Proklamationen. Pest, 2. Januar. Die Direktion und der Aufsichtsrath der Bester ersten vaterländischen Sparkasse stellten das Fehlen eines Baarbetrages von 60 000 Fl. in der Manipulationsfaffe sowie einen Abgang von Renten- Obligationen im Betrage von nominell einer Million Fl. fest, welche von dem Haupt: Rassirer Piufsich defraudirt worden sind. Der Defraudant hat sich entleibt. Handelshäuser M. F. Friedland und A. D. Schach Petersburg, den 31. Dezember. Die bedeutenden Budagow stellten die Zahlungen ein. Die Passiva sind beträchtlich. Wie es heißt, werden auch ausländische Firmen von dem Fallissement getroffen. Bergnügungsverein, Freundestreue", oguhr, im Restaurant Gerth, im Restaurant„ Zum Reich sgarten", Drantenſtr. 108. Damen und Herren al's Gäfte willkommen. Vergnügungsflub Mephisto" Montag Abend 8 Uhr bet Wolff, Brunnenstr. 35a.- Bergnügungsverein Edelweiß 2" jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 108. BergnügungsVerein ,, Amicitia' Sigung Sonntags um 8 Uhr im Bereinshaus, Wilhelmstraße 118. Damen und Herren willkommen. Privat- Theatergesellschaft, off= Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerjir. 13. Gäste willkommen. Pollac- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäste will tommen. Klub„ Geselligte it", Sigung Sonntags c½ Uhr bei Schmidt, Wrangelstr. 141.- Geselliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag Nachmittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, willtommen. Dublin, 31. Dezember. In Dublin Castle, dem Sihe der Theater- und Pantomimenverein Fideler Geist bei Strebs, irischen Verwaltung, fand heute Nachmittag eine Explosion Ohmgaffe 2. Geselliger Klub ,, Namen Ios". Jeden Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 6. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. statt, die anscheinend von einem Kellerraum ausging und das Theater- und Bergnügungs- Verein„ Amor", Sigung Montag, 9 Uhr, bet darüber gelegene Bureau zerstörte. Verletzt wurde Niemand, da Summer, Acterstr. 13 Aufnahme." Herren und Damen dazu willkommen. Die im Bureau Beschäftigten, um das Frühstück einzunehmen, Nach der Sigung Fidelitas. Vergnügungsverein and in hand". Sigung jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr im Restaurant von Friß gemter, das Lokal verlassen hatten. Man vermuthet ein DynamitRofenigalerstr. 36. Gäfte willkommen. Psyche", Theater- und Vers attentat. gnügungs- Berein. Sigung jeden Sonntag, Abends 6 Uhr, Königstadt- Kasino Holzmarktstr., part. Lese- Uebungen. Fidelitas. Gäste mit Verständniß für Literatur, Damen nicht unter 16, Herren über 20 Jahre, willkommen. Frete Vereinigung der aufleute. Jeden Montag Abend: Gefellige Buſammentunft der Mitglieder bei Bodenburg, Kommandanten: ftraße 10-11, Daselbst Ausgabe der Bibliotheksbücher. Vermischtes. Elberfeld. Die 21jährige Westhoff war des Erpressungsversuchs angeklagt. Der Kommis Paul Wautke hatte ein Verhältniß mit dem Mädchen, und als dasselbe darauf ein Kind gebar, sich, ohne für letzteres das Geringste zu zahlen, zurückgezogen und das arme Mädchen seinem Elende überlassend. Dann wollte der Kommis ein anderes Mädchen heirathen. Darüber gerieth die Betrogene in gerechte Entrüstung und schrieb dem Wautte, sie werde seiner neuangeschafften Braut und deren Eltern O. K. 91. 1. Die Konzession tann Ihnen versagt werden, doch rathen wir Ihnen, dann eventuell beim Stadt- Ausschuß zu flagen.. 2. Sie können die Aufnahme in den preußischen Staatsverband verlangen; auf die Frage der Konzessionserlangung ist dies aber ohne jeden Einfluß. C. St. Nach der Gesindeordnung kann das Dienstmädchen wegen dieser beleidigenden Aeußerung, in der ja eine direkte Drohung nicht liegt, überhaupt nicht flagbar werden. A. K., Friedenstraße. Beantragen Sie auf der RevierPolizei die Wohnung als gesundheitsschädlich zu erklären, falls der Wirth Sie auf Aufforderung nicht vom Kontrakt entbindet. Auf der Polizei müssen Sie 8 Mart Vorschuß zahlen, welche Ihnen aber der Wirth zurückzuerstatten verpflichtet ist. W. K., Blücherstraße. Sie können nur so viel Schadenersatz beanspruchen, um wieviel Ihr eigener Ofen durch die BeIhnen natürlich nicht angeben; feinesfalls rathen wir, deshalb nugung an Werth verliert. Die Höhe der Summe tönnen wir einen Abzug von der Miethe zu machen. A. K., Lüneburg. Uns sind die Statuten der dortigen freiwilligen Feuerwehr nicht bekannt, wir wissen daher nicht, ob wegen Nichtbesuchs einer Uebung eine Bestrafung überhaupt zulässig ist. Keinesfalls jedoch können Sie als genügende Entschuldigung anführen, daß Sie prinzipieller Gegner der Sonntagsarbeit sind.§ 105 der Gewerbe- Ordnung bezieht sich nur auf das Rechtsverhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter. G. B. 1. Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Abzüge für Zuspätkommen 2c. einer Krankenkasse zuzuwenden, und kann also New York, 31. Dezember. Das Jrrenhaus in nicht darauf vertlagt werden. 2. Der Finder eines Gegenstandes Pontiac ist gestern fast vollständig niedergebrannt. hat Anspruch auf 10 pCt. des Werthes als Finderlohn. 3. Die Troß der furchtbaren Panit gelang es doch, die Jusassen, etwa Unterschrift gilt als eine Erklärung des Einverständnisses mit 1000 Geistestrante, in Sicherheit zu bringen. Der Schaden an dem Ausschlusse der Kündigung. Material wird auf etwa 2/2 Millionen Franks geschäßt. Depescheit. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Putbuserstr. Der Miether fann verlangen, daß der Administrator die Miethe am Fälligkeitstage im Miethshause in Empfang nimmt. Hat aber der Administrator einmal vergeblich versucht, die Miethe vom Miether abzuholen, so muß Letterer sie ihm dann bringen. B. 111. 1. Der Ehebruch wird, wenn wegen desselben die Ehe geschieden wird, auf Antrag des anderen Ehegatten mit GeWien, 2. Januar. Aus Voitsberg( Steiermark) wird gefängniß bis zu 6 Monat bestraft. 2. Der Ehemann, der bösmeldet, daß unter den Bergarbeitern der Gruben Voitsberg- willig die Frau verläßt, muß Alimente zahlen. 3. Gefeßliche Röflach ein Streit ausgebrochen ist. Bestimmungen, wie lange ein Alimentenprozeß dauern darf, giebt es nicht. Zwei Jahre scheint uns aber eine unglaublich lange Zeit. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 2. Januar. Die norwegische Bart Ellifif" ist nach einem Zusammenstoß mit dem seewärtsgehenden englischen Dampfer Burton" auf der Elbe vollständig gesunken. HOHENZOLLERN- GALERIE an der Moltke- Brücke, neben dem Lehrter Bahnhof. M. H. Nicht gegen den Willen des Vormunds. Aftr. Sie brauchen der Innung nicht beizutreten. Rundgemälde: Entwickelung des Brandenburg- Preußischen Staates von der Zeit des Großen Kurfürsten bis zur Gegenwart, dargestellt in bedeutenden historischen Momenten mit den lebensgroßen Portraits aller im Staatswesen, Heer, Berwaltung, Kirche und Schule, Kunst, Wissenschaft, Industrie und Handel hervorragenden Persönlichkeiten. Landschaften und Architektur aus den einzelnen Regierungs- Epochen. Ausgeführt vom Regierungs- Baumeister L. Heim- Berlin und Historienmaler Philipp Fleischer- München. Kein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste, fehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Maß- Aufecti gung in drei eigen. Werk stätten zu fehr billigen Preisen. Eröffnung Mitte Januar. 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Jahrg. noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß vor Gericht schaffen ist. So lange die Amerikaner nicht den Geschmack daran ein Jeder gleich sein soll, welchen politischen oder konfessionellen gewinnen, helfen alle Finessen nichts. Und die Zeit muß ja Meinungen er auch huldigen mag. Der Vorsigende rügte denn kommen. wo er von selbst darnach greift und feinen Anstoß mehr Vor dem Landgericht Berlin I fand am 16. d. mts. eine auch die Unzulässigkeit diefer letzteren Aussagen des Zeugen an dem fremben Gewächs" nimmt. Seit dem 14. tagt in Birmingham, Alabama, die( 11.) Jahres Berhandlung gegen mich statt, weil ich mich angeblich der Be- Woytasch, indem er sie für ganz gleichgiltig erklärte. Indeß, gleichgiltig an fich für den Gerichtshof, selbst wenn fonvention der Amerikanischen Föderation of Labor". Es zeigte leidigung zweier staatsanwaltschaftlicher Beamten schuldig gefie die volle Wahrheit enthalten hätten, erscheinen doch diese sich schon in den ersten Sizungen, daß die Hoffnung, es würde macht haben sollte. Da die Vorgänge, welche sich dabei abspielten, zeugeneidlichen Behauptungen dadurch in einem ganz anderen fich feit der vorigen Konvention in den zur Föderation gehören von symptomatischer Bedeutung sind für den Bustand unserer Zichte, daß sie in einem wesentlichen Punkte eine Prüfung auf den Organisationen ein fortschrittlicherer Geist ausgebreitet haben, Rechtspflege, so ersuche ich die Redaktion des Vorwärts, mir ihre Richtigkeit nicht aushalten. Ich war mir sofort darüber eine trügerische war. Das Gegentheil scheint eher der Fall zu eine eingehendere Würdigung derselben zu gestatten. tlar, ich könnte eine so alberne Phrase, daß ich zu revolu sein. Dies ergab sich besonders bei der Entscheidung über ein Im Juli vorigen Jahres, also vor etwa anderthalb Jahren, tioniren beabsichtige, nicht gebraucht haben. Wohl Schriftstück der New- Yorker Bentral Labor Föderation", in hatte ich als damaliger Redakteur der„ Volks- Zeitung" in einem bin ich mit allen unseren Gesinnungsgenossen der Ansicht, daß welchem in objektiver Weise die Ursachen der neuerlichen Zer furzen Artikel die unnöthige Verhaftung der Frau Henrich das Volkswohl nur dadurch dauernd begründet werden kann, daß splitterung in der gewerkschaftlichen Organisation New- York's Wilhelmi gerügt. Der Artikel war von einem westfälischen Blatt, die gegenwärtige wirthschaftliche Entwickelung ihr Ziel, die Re- und das Verhalten des Präsidenten der Föderation, Gompers, in der Lüdenscheider„ Reform", nachgedruckt worden, aber, wohlvolutionirung unserer gesammten Gesellschaftsordnung, erreicht der Sache dargelegt wurde. Es ward nämlich einstimmig eine gemerkt, mit einer besonderen von der Redaktion der Reform" und daß dieser Entwickelungsprozeß mit einer Revolutionirung von der( seitens desselben Präsidenten ernannten) Kommission herrührenden Einleitung. Gegen den Verfasser, Redakteur und der Geister Hand in Hand gehen muß. Ich befinde mich aber empfohlene Resolution angenommen, in welcher die betreffenden Einsender dieses Artikels der Reform" hatten auf Requisition auch darin mit der überwiegenden Mehrzahl der Genossen im Angaben als Verleumdung erklärt sind und gefagt ist, daß der der Hagener Staatsanwaltschaft der Herr Erste Staatsanwalt Ginklang, daß dieser heilsame weltgeschichtliche Prozeß durch die Präsident in der genauen Richtung der konservativen Prin Woytasch in Riel( jetzt in Berlin) und der Regierungsaffeffor Aushegung zu Butschen nicht gefördert, sondern nur gehemmt sipien" gehandelt habe und derselbe so hoch erhaben über Be Mehlis in Erfurt Strafanträge gestellt, denen das Landgericht werden kann. Daß aber der Zeuge Woytasch die von ihm mir hechlichkeit, politische Boodelei und Korruption sei, wie„ die Hagen durch Verurtheilung des betreffenden Redakteurs der Reform zu einer geringfügigen Geldstrafe stattgab. Nunmehr geschobene Erklärung, ich beabsichtigte au revolutioniren, in Sterne es feien über der Mutter Erde". Mehr kann man von Reform zu einer geringfügigen Geldstrafe stattgab. Nunmehr diesem letteren Sinne verstanden haben wollte, bekräftigte er einem Vertrauensvotum" wohl nicht verlangen! wurde auch von der Staatsanwaltschaft in Berlin gegen mich als Redakteur der„ Bolts- Zeitung" Anklage erhoben. Wein Wer zum Ueberfluß durch den Nachfaz: Daraus geht hervor, daß es theidiger, Herr Rechtsanwalt Freudenthal, entdeckte bei Ginsicht bem Angeklagten nur um's Berhehen zu thun ist. War ich nun auch ficher, jene Phrase nicht gebraucht zu nahme der Akten, daß der Anklage einfach Kopien der Straf haben, so wäre es doch allenfalls möglich gewesen, daß in einem anträge gegen den Redakteur 2. jenes in der Lüdenscheider Berichte des Vorwärts" über eine von mir gehaltene Rede mir " Reform" veröffentlichten Artikels zu Grunde gelegt worden irrthümlicher Weise solche Worte zugeschrieben wären. Eine waren, and beantragte daraufhin im Verlaufe des im Sommer Prüfung der Versammlungsberichte des Vorwärts" hat nun anberaunten Termins Einstellung des Verfahrens, da fein aber ergeben, daß in keinem derselben jene Phrase ordnungsgemäß gestellter Strafantrag vorliege. Wäre dem Anoder eine ähnliche Redewendung gleichen trage stattgegeben, so hätte ein neues Strafverfahren gegen mich Sinnes mir in den Mund gelegt wird. Daraus geht überhaupt nicht mehr eingeleitet werden können, da mittlerweile hervor: die seh monatige Verjährungsfrist seit Veröffentlichung des Bolts Zeitungs- Artikels verstrichen war. Die Ferien- Strastammer des Landgerichts Berlin I. glaubte indeß nicht, sich dieser Argumentation anschließen zu können, sondern vertagte die Verhandfunger, um zunächst die sich beleidigt fühlenden staatsanwalt schaftlichen Beamten zeugeneidlich darüber vernehmen zu lassen, ob se bei Stellung ihrer Strafanträge gegen den Redakteur der Lüdenscheider Reform" auch mich im Auge gehabt oder an mich geacht hätten. Herr Assessor Mehlis in Erfurt bejahte diese Frage in Emmissarischer Vernehmung. Herr Erster Staatsanwalt oy ch, der mittlerweile von Stiel an das Landgericht Berlin II. erfekt und deshalb persönlich vorgeladen worden war, erschien zu der neuen Verhandlung am 16. Dezember vor der 1. Straf fammer des Landgerichts I., also als Beuge in einer Sache, in welcher er thatsächlich, wenn auch nicht der Form nach, gleichzeitig Kläger war. Bom Borsitzenden befragt, bejahte der Zeuge Woytasch, daß er allerdings bei Ausfertigung des Strafantrages gegen die Lübenscheider„ Reform" auch mich damit zu treffen gemeint habe und ſetzte hinzu, die Uebernahme solcher Strafanträge von einer Beitung auf die andere sei überdem ein allgemeiner Brauch im Deutschen Reiche. Dann erging der Zeuge sich aber noch un gefragt in Auslaffungen über meine Person, auf die ich weiterhin zurückkommen werde. Der Gerichtshof hielt die von den beiden Beugen gegebene Auftlärung für genügend zur Giltigkeit des Strafantrages, trat in die sachliche Verhandlung ein und ver urtheilte mich zu einem Monat Gefängniß wegen öffentlicher Be leidigung des Assessors Mehlis und des Ersten Staatsanwalts Woytafch. Friedrichshagen, im Dezember 1891. Georg Ledebour. Korrespondenzen und Parteinachrichten. 001 E3 Gleich in den ersten Tagen kam auch die Frage der politischen Aktion zur Sprache, und zwar bei einer Gelegenheit, die direkt mit derselben nichts zu thun hatte. Von einem Delegaten der Internationalen Schriftseger- Union war nämlich beantragt worden, daß die Föderation 3000 Dollars bewillige, um einen Prozeß, welcher gegen streifende Schriftseher in Pittsburg schwebt und in erster Instanz zu deren Verurtheilung geführt hat, eventuell bis vor das höchste Gericht des Landes zu bringen. Der Delegat bemerkte bei Begründung des Antrags, daß man auf die Sympathie der Föderation verzichte, wenn dieselbe nicht mit greifbarer Hilfe verbunden sei. Der bekannte Sekretär des BauDer Zeuge Woytasch hat seiner Bekundung über eine rein und Hausschreiner- Verbandes und Vizepräsident der Förderation, formale Angelegenheit, deretwegen er vorgeladen war, aus freien P. J. Mc. Guire, wies darauf hin, daß der Prozeß auf Ver Stücken, also ohne daß er durch irgend eine Frage des Gerichts- letzung der pennsylvanischen Verschwörungsgefehe" beruhe und vorsitzenden in eine Zwangslage versetzt worden wäre, eine für der einzige richtige Weg in der Sache der sei, durch politische Straffache an fich ganz gleichgiltige Mittheilung hinzugefügt, von Aktion diese Gefeße zu beseitigen. Im Uebrigen aber müsse eine der er ausgesprochener Maßen voraussetzte, daß sie zu Ungunsten der städtischen Arbeiter- Organisationen des Landes, wie die der des Angeklagten auf die Richter einwirken würde, und diese Schriftfeber, in solchen lokalen Angelegenheiten ohne fremde Hilfe unter dem Zeugeneide ergangene Aussage ist in ihrem wesent fertig werden. Nach langer Debatte wurde die geforderte lichsten Punkte falsch! Möglich ist, daß er sich zum Opfer irgend Summe mit überwältigender Majorität" bewilligt. sei hier auf einen Umstand aufmerksam geeines Mißverständnisses gemacht hat; unmöglich aber, daß er sich auf den ich schon bei früheren Gelegen vor Abgabe der zeugeneiblichen Aussage über die Richtigkeit der macht welcher zwar jedem fortschrittlich von ihm beabsichtigten Mittheilung mit der erforderlichen Gorg- heiten hingewiefen falt vergewiffert hat. Was aber dem Verhalten dieses Herrn ein gesonnenen Arbeiter sehr wohl bewußt ist, über den aber Ein Verlassen des alten, ausmehr als persönliches, ein allgemeines Interesse verleiht, ist die ftets hinweggeblickt wird. Thatsache, daß er nicht ein einfacher Privatmann ist, sondern als getretenen Geleifes in der Arbeiterbewegung ist nur dann zu er Erster Staatsanwalt beim Landgericht Berlin II einen wesent- warten, wenn die amerikanischen Arbeiterführer" von den Massen selbst dazu gedrängt werden. Diese Führer sind sammt und sonders die wenigen Ausnahmen zählen nicht lichen Einfluß auf den Gang unserer Rechtspflege ausübt. Handlanger einer der beiden herrschenden Parteien, worin auch weder sie noch die von ihnen ge führten" Arbeiter etwas Anstößiges finden. Erstere weisen es höchsten Falles nur zurück, daß sie für die betreffende Partei aus petuniären Gründen wirken, statt aus prinzipieller Anhängerschaft an dieselbe. Die baare Bezahlung ist freilich nur in feltenen Fällen nachzuweisen, läßt sich aber ab messen an den Fällen, in welchen die Belohnung in politischen Aemtern irgend welcher Art bestand. Und wenn eine New- York, im Dezember. Es ist schon lange her, daß ich Sammlung solcher Belohnungen für politische zuletzt in meinen Berichten der Nationalisten Er- Drahtzieherdienste an Personen, welche durch ihren Einfluß in wähnung gethan habe. Das hatte aber freilich auch seinen guten gewerkschaftlichen Organisationen bei jenen Parteien in Ansehen Gegen dieses Erkenntniß habe ich natürlich sofort die Revision Grund: es war eben nichts mehr zu berichten, da die Nationa- gekommen, veranstaltet wurde, so gäbe das ein erstaunlich beim Reichsgericht anmelden lassen, da es meines Erachtens ganz listen Bewegung so gut wie im Sande verlaufen ist. Die früher langes Verzeichniß! gleichgiltig ist, was jemand sich bei Ausfertigung eines amt gegründeten Klubs bestehen zwar wohl meistens noch, aber die in lichen Schriftstücks gedacht" hat, sondern nur maßgebend denselben thätig gewesenen Mitglieder haben sich nach und nach für dessen rechtliche Tragweite, was flar und deutlich in dem zurückgezogen, so daß nur die unklaren Elemente übrig geblieben, Schriftstück ausgedrückt ist. Es soll mir zwar immer eine Ehre die in den Klubs ihre separaten Steckenpferde reiten. und Freude sein, wenn der Herr Erste Staatsanwalt Woytasch Der Nationalisten Klub in San Fran meiner gedenkt, aber dagegen muß ich doch entschieben Ber propagandistische Thätigkeit ist schon lange nicht mehr aus. Die feit einem Jahre im Verlage von Fr. Meyer in wahrung einlegen, daß die Gedanken, die er mir im still- geübt worden. still- isto, vor einiger Zeit feine Auflösung Hamburg erscheinende, von Emma Ihrer herausgegebene verschwiegenen Herzen widmete, als er den gegen den Redakteur 2c. zisko, der stets auf dem fortgeschrittenften Standpunkte die des„ Reform"- Artikels ergangenen Strafantrag ausfertigte, bic stand, hat schon um Haaresbreite zu dem 1. Januar 1892 Ungunsten ausdehnen könnten. Bin ich auch Verfasser des" Volks- angels an Abonnenten eingegangen war. Die betr. Resolution in den Verlag von J. H. W. Dieh in Stuttgart überund das derselben beigegebene Begleitschreiben an die Eyekutiv- gegangen und erscheint nunmehr unter dem Titel ,, Die GleichBeitungs"-Artikels, fo bin ich doch nicht Berfaffer des Reform"-behörde der soz. Arbeiterpartei bezeichnet die Situation so deutlich, heit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Die Artikels, und nur dieser Artikel ist unter ausdrücklicher' Anführung der nicht von mir herrührenden Einleitungsworte in dem daß deren Mittheilung genügen wird, um ein hinreichendes Ver- Redaktion hat Fr. Klara Bettin( Gißner) übernommen. fiändniß über dieselbe zu gewinnen. Die Resolution lautete: Strafantrage infriminirt worden. Ob die angeblich beleidigenden In Erwägung, daß die Nationalisten- Klubs aufgehört haben, und zwar nicht nur den Fabrikarbeiterinnen, sondern Allen, „ BolksAusdrücke in dieser neuen Einleitung oder in den der Volks- eine unabhängige Stellung einzunehmen, und unserer An- welche die Erweckung der Klasseninteressen der Frauen und Beitung" entnommenen Säßen zu finden sind, hat nichts zu thun ficht nach unlogischer und unnöthiger Weise mit der Mädchen des arbeitenden Volfes fördern wollen. fich identifizirt haben; in Erwägung, Aus der uns vorliegenden Probenummer heben wir hervor: mit der Frage, welche Personen durch jenen Strafantrag getroffen peoples Party werden können. Auch das ist belanglos, daß nach Versicherung daß der Nationalismus sich nicht als ein Mittel erwiesen An die Leser.( Programm und Einführung.) herbeizuführen; und Arbeiterinnen. Gedicht von Rudolf Lavant. Eine hohe löb des Beugen Woytasch die schematische Uebertragung der Straf hat, das forporative Staatswesen Arbeiterinnen- Bewegung. Die anträge von einer Zeitung auf die andere Brauch ist in der in Erwägung, daß wir die sozialistische Arbeiterpartei für die liche Polizei. Leitartikel. ftaatsanwaltschaftlichen Praxis. Es würde daraus nur hervor einzige Organisation in den Vereinigten Staaten halten, welche Frauen von Fourmies und Lille.- Kleine Nachrichten. gehen, daß wahrscheinlich eine ganze Anzahl von Zeitungs- die Lehren der Sozialdemokratie befürwortet und fördert; des Feuilleton: Weihnachten. Erzählung von. Minna Kautsky. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der rebatteuren in gleicher Weise wie ich widerrechtlich unter Anklage balb sei es beschlossen, daß der Pacific- Nationalist- Club von San gestellt und verurtheilt worden sind. Und alle Zeitungs: Franzisko sich hiermit auflöst; beschlossen, daß wir uns der Nummer 10 Pf., durch die Bost bezogen beträgt der Abonnements redaktionen, deren Artikel in anderen Blättern nachgedruckt zu sozialistischen Arbeiterpartei anschließen."- In dem Begleitpreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband werden pflegen, fönnen dem Rechtsanwalt Freudenthal dankbar schreiben heißt es: Seit zwei Jahren haben wir für die Prin- 85 f. Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. dafür sein, wenn seine Entdeckung dieser Praxis ein für allemal ein Ende macht, wie wir das von der angerufenen Entscheidung des Reichsgerichts zuversichtlich erhoffen. Eine " Literarisches. " An die Briefkaffen der Redaktion. ipien des Nationalismus eifrig agitirt und Bersammlungen und Vorträge gehalten, und waren die Einzigen, welche unerschütterlich das Zentralprinzip des Nationalismus prottamirten, Soweit, was die Rechtsgiltigkeit des Strafantrages und da welches Eduard Bellamy und die Mehrzahl seiner Anhänger mit auch des Urtheils anbetrifft. Ich komme nunmehr zu den aus Popularitätsgründen im Stich gelassen haben. Jetzt aber Sonstigen Auslaffungen des Zeugen Woytasch. Nachdem er näm- haben wir eingesehen, daß es unsere Pflicht ist, uns der kleinen Anzahl C. S. in E. Ihre Frau muß sich von Zeugen eine eidess lich über jene rein formale Sache Auskunft gegeben hatte, deret von Leuten anzuschließen, welche ohne jegliche Hilfe von außen wegen er vorgeladen war, fügte er aus freten Stücken noch treu zu ihrem Brinzip gehalten haben und niemals davor zurück- stattliche Versicherung darüber geben lassen, daß die gepfändeten, hinzu: geschreckt sind, dieses Prinzip stets und allenthalben zu verkünden einzeln zu bezeichnenden Sachen identisch sind mit den bereits Er habe erklärt, nichts verschweigen zu wollen und so und sich niemals durch Popularitätsrücksichten auf Abwege füh vor der Eheschließung besessenen, und muß dies bei Gericht zumüffe er denn noch eine Mittheilung machen, von welcher ren ließen. Wir finden, daß die sozialistische Arbeiterpartei der gleich mit der Interventionsflage und mit dem Antrage auf vorer allerdings voraussetze, daß sie dem Angeklagten nicht amerikanische Flügel der großen Weltbewegung ist, welche die läufige Einstellung der Zwangsvollstreckung einreichen. Wegen zum Vortheil gereichen würde. Derselbe sei auf der schiefen Bestimmung hat, die sozialdemokratische Republik zu verwirk- der gepfändeten Kleidungsstücke Ihrer Frau genügt es, beim Amtsgericht Beschwerde über die unzulässige Pfändung einzureichen. Ebene von der Bolts- Zeitung" zur Sozialdemokratie herab- lichen, und deshalb wollen wir uns derselben anschließen." geglitten. Er( der Zeuge) habe im Vorwärts" den Nachahmung wird dieses Vorgehen wohl nicht finden, da in den Die Paragraphen brauchen Sie nicht anzugeben. Nr. 5. 1. 14tägige Kündigung bedeutet solche für zwei Bericht über eine Versammlung gelesen, in welcher der Klubs der übrigen Orte diejenigen Mitglieder, welche die Konfe Angeklagte erklärt habe, daß er zu revolutioniren quenzen des begonnenen Schrittes gezogen, entweder dünn gefät Kalenderwochen ohne Rücksicht auf dazwischen liegende Sonnbeabsichtige. Daraus gehe hervor, daß es ihm nur oder schon einzeln ausgetreten sind, um sich den amerikanischen und Festtage. 2. Der Arbeiter, dem Arbeit in Attord gegeben Sektionen der sozialistischen Arbeiterpartei anzuschließen. Ueber den wird, bei der er seinen bisherigen Durchschnittsverdienst nicht ers ums Verhegen zu thun sei. " Selbst wenn nun diese Mittheilung des Zeugen Woytasch Vertrieb des Bellamy'schen Buches, das im ersten Jahre seines reichen kann, muß bei Uebertragung der Arbeit erklären, daß er durchaus richtig gewesen wäre was in aller Welt hätte das Erscheinens solch kolossalen Abfah fand, hört man jetzt wenig den Akkordpreis nicht afzeptivt und sich seine weitergehenden Anmit meiner ihm ein volles Jahr früher in der Bolts- Beitung" mehr. Der" Nationalismus“ ist für den Theil der Amerikaner, sprüche vorbehält. Dagegen darf er die Anfertigung der Arbeit angeblich zugefügten Beleidigung zu thun? Daß ein Beuge ge- welche eine Reformation in den Zuständen für nöthig erachten, selbst nicht verweigern. 8. Es ist nicht nöthig, einen Einschreibeoben muß,„ nichts zu verschweigen und nichts hinzuzusehen", be aber den phantastischsten Vorschlägen am ehesten Geschmack ab- brief, der eine Kündigung enthält, mit einer den Inhalt andeutenweckt doch nur, daß er alle ihm in Bezug auf die straffreie gewinnen, tein Anziehungsmittel mehr. Neuerdings feßen sie den Aufschrift zu versehen. O. R. 100. Ihre Frau muß Ihre Schwiegermutter unters Sandlung vorgelegten Fragen wahrheitsgemäß beantworten soll, ihre Hoffnungen auf die Peoples Party", doch hat auch diese Die Sozialisten stüßen und daher der Armendirektion die Kurkosten 2c. ersetzen. Gnicht aber, daß er sich über Leben, Thaten und Meinungen des für sie schon viel von ihrem Nimbus verloren. belingeklagten verbreitet, und das noch dazu in Mittheilungen aus sind durch die Reformbewegung des Nationalismus um eine Gr. Sie selbst können nicht verklagt werden, und das etwa gegen Thre manch Frau ergehende Urtheil kann nur in deren Sachen, nicht in Ihr glieinem späteren Leben. Indem ferner der Zeuge als mich fahrung reicher geworden, nämlich um die, daß das sonders distrebitirend hervorhob, ich sei Sozialdemokrat mal trampfhaft geweſene Bestreben, den Amerikanern die eigenes Bermögen vollstreckt werden. 50. K. S. Sie tönnen Ihren früheren Arbeitgeber auf Feranz ab on der Geschmacklofikeit, mit der er sich ausdrückte, sehe ich sozialistischen Ideen in einer nationalen Sauce beizubringen, verbeweist dieser preußische Beamte nur, daß ihm gebliche Liebesmühe ist. Der Sozialismus muß von ihnen, wie Erstattung der 5,60 m. beim Amtsgericht verklagen und die Klage Gefalte auch in Breußen angeblich giltige Rechtsgrundsatz von allen Bölkern, so genossen werden, wie er von Natur be- in der Anmeldestube( Neue Friedrichstr. 18) au Protokoll geben. um Guzu inde Feste Preise. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. 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Vierteljährlicher und jährlicher Kassenbericht. 2. Innere Raffenangelegenheiten. 3. Wahl des Borstandes und Ausschusses. Verein d. d. Maler, Anstreicher u. Lackirer. Kombinirte Mitgliederversammlung sämmtl. Filialen Berlins am Donnerstag, den 7. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstrasse 116. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Sommerfest. 2. Vereinsangelegenheiten. 8. Verschiedenes. Stuckateure! 211/14 Montag, den 4. ds. Mts., Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33: Versammlung des Fachvereins d. Studateure Berlins n. Umg. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Goffmann. 2. Gewerkschaftliches. 8. Verschiedenes. Gäste willkommen. 293/8 Der Vorstand. Sozialdem. Agitations- Komitee für den Osten Berlins. Versammlung für Frauen u. Männer am Sonntag, den 3. Januar 1892, Abends 6½ Uhr, Quittungsbuch legitimirt. 822b in Schneider's Gesellschafshaus, Proskauerstr. 37/38( fr. Neust. Volksgarten). Der Vorstand. J. A.: F. Lutz. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Vinn über: Die Lügen des Jahr Nach der Versammlung geselliges Beisammensein und Uhren nur besterhunderte Tanz. Entree 10 Pf. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Qualität 807b Garantie bis zu 5 Jahren billiger wie in jedem Laden Gold- und Silberwaaren billiger wie in jedem Laden in der 1877 begründeten Uhren- Fabrik eorg Wagner Berlin S. nur Oranien- Str.63,1Tr. Nahe Moritz- Platz. Der Einberufer. Unterstützungsv. der Maurer im Westen Berlins. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 4. Januar, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülow- Strasse No. 7. Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. 239/15 Nickel- Cylinder- Remontoir 9 10,75 12 und 15 Mk. Silberne Cylinder- Remontoir 17 20 23 und 25 Mk. Silberne Anker- Remontoir 25 28 33 und 40 Mk. Goldene Anker- Remontoir in starken 14 karätigen Gehäusen 45 54 60 72 bis 300 Mk. Goldene Damen- Remontoir in starken 14 karätigen 8 Gehäusen 28 36 42 45 bis 160 Mk. Silberne Damen- Remontoir 20 21 24 bis 25 Mk. 11 Regulateure in allen Ausstattungen 10 bis 70 Mk. Tages Ordnung: B 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand, Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für I. Quartal 1892. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags vou bis 10% Uhr Abends, Sonntags von 9-11 und vor bis 1 Uhr früh. Der Besuch der ersten beiden Unterrichtsstunden am Anfang des Quartals steht in allen Fächern aller Schulen 5 bis 18 Mk. Jedermann, auch Nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. Vorzüglische Standwecker, Ankergang, 5 bis 6 M. Massiv goldene Ketten 14 karätig nach Gewicht 20 bis 250 Mk. Massiv silberne Ketten Gold- Doublé- Ketten 6 bis 18 Mk. Massiv goldene Trauringe in garantirt reinem 1 Dukaten II Mk. Dakaten- Gold ohne jeglichen Zusatz 1% Dukaten 16 Mk. in 14 karätigem Golde von in 8 karätigem Golde von Sämmtliche Neuheiten 2 Dukaten 21 Mk. Montag 6 Mk. an Dienstag 4 Mk, an Mittwoch Donnerstag do. 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Im Verlage von Wörlein& Co. in Nürnberg erschien soeben und ist von uns zu beziehen: Herrn Eugen Richter's Bilder aus der Gegenwart. Von Franz Mehring. 4 Bogen 80. Preis brosch. 30 Pf., in Partieen billiger. Die Mehring'sche Schrift ist eine überaus treffende Ent gegnung auf das neueste Eugen Richter'sche Machwerk ,, Sozialdemokratische Zukunftsbilder", das seitens der gesammten ,, einen reaktionären Masse" im Reiche aufs eifrigste verbreitet wird. Geiftvoll, formvollendet und gemeinverständlich geschrieben, ist die Mehring'sche Schrift fozialpolitisch für Eugen Richter vernichtend und darum verdient fie seitens unserer Parteigenossen die eingehendste Beachtung und ausgedehnteste Verbreitung. Sie ist eine Agitationsschrift ersten Ranges! Wiederverkäufern hoher Rabatt. 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Rechnen( unt.). bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der Doppel In alle Lehrfächer können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder tann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zum Aquarium à 25 Pf. und zur Urania à 25 Pf.( welche letter dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung de Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Sagelsbergerstr. 43, * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Rottbufer Damm 14. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynſtr. 86. Linke, Forsterstr. 45. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Fafforke, Junkerstr. 1. Wilschke, Raybachstr. 1. " Antrick, Steinmeistr. 60. Müller, Neue Maaßenstr. 2. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Jnsinger, Krautstr. 48. " Lock, Friedrichsbergerstr. 11. 441/8 Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Tempel, Breslauerstr. 27. Rusch, Markusstr. 31, C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Kuhlmey, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a, Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174, Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 46. * Scholz, Rastanien- Allee 85. NO. * Gumpel, Barnimftr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. " Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Friedrichsberg. Heineke, Friedrich Karlstr. 11. Der Vorstand.