Nr. 144. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mir illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwürts Berliner Volksblaff. 17. Jahrg. 4761 Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ xpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Zernsprecher: Hmt I, Mr. 1508, Zelegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. An unsre Leser und an die Partei in Berlin wenden wir uns wieder vor Beginn eines neuen Vierteljahrs. Das Abonnement auf den Vorwärts" muß jett erneuert und die Gelegenheit benutzt werden, um den erneuert und die Gelegenheit benutzt werden, um den Abonnentenkreis zu erweitern. Wir haben es nicht nötig, den Genofsinnen und Genossen Sonntag, den 24. Juni 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Doch genug unsrem Vaterland stehen schwere Prüfungen, Schreiber brauchte nur eine Stunde zur Abschrift des Textes, so schwere Kämpfe im Innern und leider auch nach außen hätten zehntausend Personen bei zehnstündiger Arbeitszeit eine ganze bevor. Da gilt es, ein Breßorgan zu haben, das die Wahr- Woche arbeiten müssen, um zu leisten, was einige Setzer und Ma heit sagt und furchtlos für die Interessen des schinen in ein paar Stunden hervorgebracht haben. Volts und der Arbeiterklasse eintritt, schonungslos Keine wissenschaftliche Leistung, tein künstlerisches Erzeugnis tann den Feind angreift. mehr verloren gehen. Das leicht verhallende gesprochene Wort wird durch Gutenbergs Jünger fester verewigt, als wenn es in Stein des Einzelnen und Erz eingeprägt würde. Der Gedanke wird durch die schwarze Kunst zum Besize aller, er tönnte es wenigstens werden. Das thut der Vorwärts"! Genossinnen und Tretet auch Ihr nun für den Fragen Euch zur Seite ist kämpfend! Genossen in Berlin! Vorwärts" ein, der in allen belehrend, mahnend, Aber freilich noch fliegt auf den Schwingen des Drudes nicht nur Aufklärung und Erhebung durch alle Welt, auch die Finsterdie Bedeutung der Parteipresse flarzumachen. Mit dem 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonnement auf den nis bedient sich der heiligen Kunst, um die Köpfe im alten schlimmen Mit jedem Tag tritt diese Bedeutung schärfer hervor. Mit jedem Tag zeigt es sich mehr, daß die Arbeiterpresse allein es ist, welche nicht bloß die Interessen der Arbeiter„ Vorwärts" flasse, sondern auch die der Gesamtheit des deutschen mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Volts, mit alleiniger Ausnahme der an Zahl schwachen, Unterhaltungsblatt an Einfluß aber mächtigen Sonderinteressenten, und der Sonntags. Beilage ernsthaft vertritt und verficht. Wo ist, außerhalb der Socialdemokratie, eine Presse, welche die Interessen der Arbeiterklasse gegenüber dem kapitalistischen Unternehmertum wahrnimmt? Während Die Neue Welt". Bann zu erhalten. Wahrheit und Lüge, Freiheit und Knechtschaft, Liebe und Haß, Gerechtigkeit und Unterdrückung ringen gleichermaßen mit Gutenbergs Waffen um den Sieg. Und immer noch find ungezählte Massen, für die Gutenberg umsonst die lichtbringende Kunst ersaun, in physisches und geistiges Elend so tief und fest durch die Sklavenvögte des tapitalistischen Zeitalters gezwungen, daß kein Strahl der Vernunft zu ihnen dringt. Wenn wir heute Gutenberg als den Befreier und Erwecker der Massen feiern dürfen, so schließt dieses dankbare Gedenken auch eine Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Teil Pflicht und ein Gelöbnis ein: Er hat das technische Rüstzeug der langen Reichstagssession, die vor kurzem zu Ende des Romans gegangen, hat es sich, jedem sichtbar, offenbart, daß, sobald die Herrschaft und Ausbeutungskraft des Kapita„ Auferstehung" 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. lismus zum Vorteil der Ausgebeuteten beschränkt fostenlos nageliefert. werden soll, alle auf dem Boden des Kapitalismus Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspebiteure stehenden Parteien einmütig zusammenstehen gegen sowie unfre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum die Socialdemokratie, und selbst für die einfachsten monatlichen Preise von Forderungen der Menschlichkeit und Gerech tigkeit taub sind. Wir wollen hier nur auf die Verhandlungen über die sogenannten Arbeiter Versiche- Für außerhalb nehmen sämtliche Postanstalten Berungs- Geseze hinweisen, die von reklamefüchtigen stellungen zum Preise von Strebern dem Publikum als„ Socialreform" angepriesen werden. Wo ist außer dem Vorwärts" ein einziges Blatt in Berlin, das während dieser langen und mühereichen Verhandlungen unsre im Reichstage ringenden Genossen unter- entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste stüßt und den Arbeitern ein treues Bild dieser Kämpfe ge- unter Nr. 7971.) boten hätte? " 3 Mark 30 Pfennig für die Monate Juli, August und September Die Redaktion des Gutenberg. Vorwärts". Mit der Entwicklung des Kapitalismus spiken naturnotwendig die Klassen- und Interessengegensäße sich intmer mehr zu; das ist auf politischem Gebiet ebenso zu bemerken, wie auf dem wirtschaftlichen. Das schlagendste Beispiel liefert die Flottenfrage und die sogenannte Welt- Im Frührot der modernen Zeit, da man begann die neue Welt politit. Wir sagen: die Flottenfrage, denn mit An- in Europa zu entdecken, schuf sich der Gedanke, der zum erstenmal nahme der letzten Flottenvorlage ist auch nicht einmal für die wieder nach den Jahrhunderten mittelalterlicher Fesselung getrieben nächste Zeit ein Abschluß gemacht, sondern heute schon ist von dem Ungestüm gesellschaftlicher Umwälzungen den Flug zur eine neue Flottenvorlage in Sicht, wie unsre Freiheit wagte, das traftvollste Mittel seines Wirkens, er erwarb sich Genossen es im Reichstag voraus sagten und wie es durch die göttliche Eigenschaft der Allgegenwärtigkeit: durch die Erfindung die jüngsten Telegramme des deutschen Kaisers, des der Buchdruckerkunst. Am heutigen Johannistag feiern wir den Tag, Urhebers der beiden letzten Flottenvorlagen, bestätigt wo der Erfinder, der Tradition nach, zu Mainz vor fünfhundert wird. Liegt die Freiheit, der Wohlstand, die Jahren der Menschheit gegeben ward. Größe der Völker in der Möglichkeit, die meisten Der Grundgedanke der Buchdruckerkunst, die Idee der mechanischen Menschen töten zu können? Wenn die Ereignisse Vervielfältigung ist weit früher verwirklicht worden, als die That in China etwas gelehrt haben, so ist es der Wahnsinn Gutenbergs geschah; in China wurde das Gesetzbuch Buddhas bereits der Weltpolitik. Die Tage der Wikinger- See- im Jahre 972 unsrer Zeitrechnung gedruckt. Aber erst die Erfindung räuberei und der kulturellen Kolonialgründungen der beweglichen Lettern, die Gutenberg gebührt, ermöglichte den im großen Stil find vorüber unbebaute stürmischen Aufschwung der mechanischen Reproduktion der Schrift. Ländereien, aus denen sich Kolonialreiche entwickeln und fast wunderbarer noch als die Erfindung selbst war ließen, giebt es nicht mehr auf dem Erdball- die ungeheuer schnelle Verbreitung, die sie nahm. In wer heut Weltpolitik im Sinne unsrer Chauvinisten beginnen den ersten fünf Jahrzehnten nach der Erfindung wurden will, muß sich mit wertlosem Sumpf- und Fieberland be- 1000 Druckereien in 250 Orten gegründet; etwa 16 000 Druckverke gnügen, oder er muß den gemeinsten andraub treiben. find aus diefer Zeit bekannt. Das zeigt, daß die That Gutenbergs Und wozu der Landraub der Weltpolitik führt, das sehen wir die rechtzeitige Erfüllung einer Notwendigkeit war. Die Menschen in China. Das Volk von China hat gethan, was in all batten gleichsam auf sie gewartet. In schlaffen Verfallszeiten der unsren Schulen und Kirchen als höchste Gesellschaft würde der einfach- geniale Gedanke mit beweglichen patriotische Pflicht gerühmt und gelehrt Typen zu drucken kaum eine praktische Wirkung gefunden haben. Aber wird es hat sich gegen die Fremdherrschaft er in jenen regen Zeiten des Aufstiegs menschheitlicher Entwickelung, hoben. Und weil das chinesische Volk diese patriotische da alle Fesseln zu zerspringen schienen, lechzte man nach einem Pflicht erfüllt, muß es niedergeschossen, muß geistigen Verkehrsmittel, und als Gutenberg es gab, griff man es sein Eigentum eingeäschert, muß sein Land begierig überall auf. Seitdem besitzt das Wort jene stumm- beredten berwüstet werden also gebietet es die Weltpolitik! Sendboten, jene Armee der paar bleiernen Soldaten, mit Und die Wirkung? Wird die Kultur gefördert? der die Welt erobert wird allem Widerstand zum Troz. An dem Auch die chnischte Heuchelei kann rohe Barbarei nicht in Beginn der neuen Zeit, die an dem Problem der demokratischen GeKultur umlügen. Wird der Handel gefördert? Aber der sellschaft arbeitet, steht diese demokratische Erfindung, die alle ErHandel gedeiht nur im Frieden; und durch friedlich e zeugnisse des menschlichen Denkens und Schaffens zum Gemeingut Mittel, in Güte unsern Handel mit China auszudehnen, das aller zu machen vermag. war in unsrer Macht. Allein statt des friedlichen Es ist ein weiter Weg von der Handpresse Gutenbergs bis zu Wegs wählt die deutsche Weltpolitik den Weg der Er- der Zwillings- Rotationsmaschine der heutigen Zeitungen, von den oberungen und- die Früchte ernten wir schon ungelenken Typen des fünfzehnten Jahrhunderts bis zu der Setzjezt in China. maschine, die gegenwärtig ihren Siegeszug antritt, der unter dem Zwang Das ist die Weltpolitit, mit der bisher in un- einer rüdständigen Gesellschaftsordnung freilich zum Raubzug wird. begreiflicher Verblendung gespielt worden ist. Aus dem Aber wenn heute an einem einzigen Tage mehr Litteratur verbreitet Spiel ist blutiger Ernst geworden, und Deutschland ist in werden kann, als vielleicht in der gesamten historischen Zeit vor Gutenberg eine Lage geraten, die uns die schlimmsten Verhergestellt worden ist, so ist das nur eine Folge jener unscheinbaren widelungen und die höchsten Gefahren bringen Erfindung. Die heutige Welt läßt sich gar nicht denken ohne die fann, ohne Aussicht auch nur auf den geringsten wesent- geitungen, die das Buch der Masse darstellen, die in ihrem Inhalt lichen Vorteil. unablässig wechselnde Bibel des Tags Gutenbergs Kunst erst hat Das alles verdanken wir der Weltpolitik, gegen ihre Möglichkeit vorbereitet. Man denke sich dies Mittel der Verwelche allein die Socialdemokratie prin vielfältigung fort, man fehre in die Zeit zurück, da der Schreiber cipiell angekämpft hat und ankämpft. mühsam die Erzeugnisse geistiger Arbeiter kopierte und man ermißt Dieser unheilvollen Bolitit hat der Reichstag vier und ganz die Größe von Gutenbergs That. Unlängst verbreiteten wir einhalbtausend Millionen Mark geopfert. Wie an einem Sonntagmorgen 700 000 Flugblätter in Berlin und biel Gutes hätte dafür geschafft werden können? Für Umgegend. Der Beschluß war ein paar Tage zuvor gefaßt, der Kulturzwecke haben wir kein Geld. Die Schulen mögen Tert wurde schnell geschrieben, gesetzt und in wenigen Stunden berfallen, das Volk mag verrohen. lieferte die Maschine die ungeheure Flut der Blätter. Gesetzt einl geschmiedet, wir aber haben es in seinem Geiste anzuwenden, im Dienst der Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit. Dann erst wird sich erfüllen, was der Heidelberger Professor Adam Wernher Anno 1494 von Gutenberg fang: Du bist Berater dem Erdkreis, Der sich gerne bekennt glücklicher durch deine Kunst. Politische Nebersicht. Berlin, den 23. Juni. Agrarische Ziele. Die kleinen Mittel", mit denen die Regierung den Agrariern stets eifrig zu Diensten war, genügten den Junkern niemals. Ihr Sehnen bleibt gerichtet auf große Mittel, wie sie Graf Ranib einst vorschlug, durch welche die Kornpreise dauernd auf eine tünstliche Höhe empor geschraubt werden sollen. Zu noch höheren Flügen holt der Bündlerführer Dr. Röjice jezt in der„ Deutschen Tageszeitung" aus, indem er ein internationales Ausbeutungskartell der Getreideproduzenten empfiehlt. Nachdem Dr. Nösicke dargelegt hat, daß die bisherigen Genossenschaftsbildungen der Landwirte nicht die gewünschten hohen Preise gebracht haben und überhaupt zur Erfüllung dieses Ziels nicht zureichend sein können, entrollt er den agrarischen Zukunftsstaat also: Ein Vorbild bieten uns bereits die industriellen Syndikate und KartelIe. Wir haben der durch die großen internationalen Börsen repräsentierten, bisher allein mächtigen Einkaufsorganisation des Handels eine geschlossene Bertaufsorganisation der Produzenten gegenüber zu stellen, mit dem legten Ziel: diese Verkaufsorganisation nach Möglichkeit mit dem Repräsentanten des Getreide konsums, dem Mühlengewerbe, in zweckentsprechende Verbindung zu bringen, wie es bereits in einem guten Vorbilde, im deutschen Spiritusgewerbe, mit bestem Erfolge geschehen ist. Die so gedachte Berufsgenossenschaft setzt für ihre vollständig wirksame Funktion einen zellenartigen Unterbau ebenso notwendig voraus, wie andrerseits einen organischen Zusammenschluß der einzelnen, lokalen Bellen" zu einem national abgeschlossenen Hauptförper; endlich in leßter, aber nicht weniger wichtiger Hinsicht eine Vereinbarung aller einzelnen nationalen Verbände unter einander zweds gemeinsamer Verfolgung einheitlicher Maßnahmen. Die so gegebene Organisation wäre, so lange ein Deklarationszwang nicht gesetzlich eingeführt ist, besonders, vielleicht allein geeignet, eine unbedingt richtige und zutreffende Preisnotierung zu bewirken. Zur Erreichung des Ziels ist die wichtigste Voraussetzung die Entfaltung einer umfassenden und energischen Propaganda, die sich die gleichzeitige Jnangriffnahme aller drei Konstruktionsteile: des lokalen Zellenunterbaues, der nationalen Storporation und als lettes und idealstes Biel eine internationale Verständigung von nationaler Organisation zur Organisation der andern Nationen zum Siele fegen muß. Man soll sich in dieser Beziehung wohl bewußt sein, daß hier der Begriff des Internationalen ein ganz andrer ist, als der landläufige. Es handelt sich hier nicht um internationale Be ziehungnahme von Person zu Person, welche nationale Gegensäge und Eigenheiten verwischt, sondern im Gegenteil, es handelt sich um Herausarbeitung einer specifisch nationalen Organisation, die nur, soweit es möglich und zwedentsprechend wird, einen Ausgleich der Auffassungen in der Marktlage mit ähnlichen nationalen Organisationen in andern Staaten herbeizuführen in der Lage wäre. Bei dieser Fühlungnahme bleibt die Nationalität voll be wahrt ganz im Gegensatz zu den internationalen Verbindungen des Großkapitals. Eins ohne die Erreichung auch der andern Ziele kann nur Teilerfolge bringen. Eine nach dem Princip der genossenschaftlichen Gleichverwertung errichtete Einzelzelle würde, was ohne weiteres einleuchtet, das volkswirtschaftliche Ziel der Preisbeeinflussung ebensowenig erreichen können, wie die beiden eingangs geschilderten bestehenden Verkaufsformen. Andrerseits könnte eine a priori geschlossene internationale Entente so lange nicht wirksam fich äußern, als nicht in den national geschlossenen Korporationen ihr diejenigen Organe zur Verfügung stehen, durch welche die generellen Dispofitionen bis in jeden einzelnen Produktionsbezirk hinein wirksam gemacht werden können." B Während die industriellen Syndikate vielfach den Schein die Borer zu unterdrücken, um alsdann in Ver- Jauf diese Weise auch einmal in eine nähere Berührung mit dem Reich zu erhalten suchen, als ob sie auf die Interessen der Kon- handlungen einzutreten. Er äußere den Wunsch, daß des Geistes, oder vielmehr der Geister, Tommen wollte. Noch war fumenten förderlich wirken wollten, gesteht Dr. Rösicke die die Mächte von der Entsendung weiterer die halbe Pause nicht verstrichen, da starrte auch schon der photodreist ausbeuterische Absicht seines Getreide- Syndikats offen Truppen nach China Abstand nehmen graphische Riesenapparat in der Mitte des Saales und beim Berpuffen eines Magnesiumblitzlichts vollzog sich der Bann der Geister. zu. Da aber die auf dem nationalen Bereich beschränkte möchten. Und ein Telegramm aus Yokohama გ. Preistreiberei durch die ausländische Konkurrenz gemindert besagt, daß man dort von der Mission Li Hung. Abends, Herr Hofprediger a. D. Stöder, ergriff als erster Die Bauſe hatte ihr Ende arreft der und durchkreuzt werden tann, so soll der Wucher inter Tschangs die besten Ergebnisse erwarte. Ob die Diskussionsredner das Wort. Der Spiritismus, führte der national organisiert werden. Der Begriff des Mächte, namentlich England, dem Wunsche des Vice- Redner aus, sei für ihn keine Wissenschaft und könne in dem Internationalen ist hier allerdings geben fönigs entsprechen werden? Schwerlich, denn England bringt Sinn, wie es die Herren Spiritisten meinten, nie eine werden. Schon darin Herrn Dr. Röside recht ein ganz andrer als der bekanntlich dem alten, als russenfreundlich verschrieenen Fuchs die Niederschriften und die Ausführungen der verschiedenen spiritistilandläufige". Es wird nicht auf eine Vereinigung von wenig Vertrauen entgegen. Die japanische Empfehlung Li- fchen Kapacitäten seien derart widersprechend, daß man ihnen un möglich eine wissenschaftliche Bedeutung beimessen könne. Man habe Nationen zur Förderung gemeinsamer Interessen aller Be- Hung- Tschangs wird auch keine besondere Beruhigung für ihm vorgeworfen, er hätte nicht genügend Erfahrung in spiritistischen teiligten abgezielt, sondern auf eine internationale Verbindung es sein, munkelte man doch davon, daß man es in Japan Dingen, um über sie urteilen zu fönnen. Darauf fönne er nur erwidern, der großen Grundbefizer zur gemeinsamen Schröpfung aller allmählich politisch rationell halte, mit Rußland statt daß er den einzelnen Personen das, was sie in einem erregten übrigen Klassen. Agrarier aller Länder vereinigt Euch! mit England zu ecooperieren. Auch ist daran zu erinnern, oder angeregten Zustand gesehen oder gehört haben wollen, gern So fern auch die Verwirklichung derartiger Pläne liegt, daß man befürchtete, daß auch in Stanton nach der Ab- glaube, daß er sich aber diese Dinge anders erkläre, als auf spiritisties ist gut, die gemeingefährlichen Umitriebe der Kornwucherer reise Li- Hung- Tschangs der Aufstand ausbrechen werde. schem Wege; überhaupt brauchten diese vorgeblichen Erscheinungen Londoner Blätter melden auch bereits aus Wei hai noch teine Thatsachen zu sein. Die sogenannten offulten Wissens sorgsam im Auge zu behalten. wet, daß dort fast alle Fremden Konzessionen schaften: Astrologie, Alchimie und Mythologie würden erst dann Thielen als parlehrer.jalniedergebrannt worden felen, wirtliche Wissenschaften, wenn sie ihren oftulten Charakter abwürfen, d. h. wenn sie sich zur Astronomie, Chemie und Geschichte umSparsamkeitslehren werden den schlechtbezahlten Beamten im Auch in Shanghai fühlt man sich nicht recht behagThielenschen Ueberschußressort erteilt. Den Beamten ist folgender lich. Nach einem Telegramm hat man die bort anfernden talteten. Im übrigen seien ihm wunderbare Ereignisse aus der Bibel noch immer herrlicher und erhebender, als alle spiritistischen chinesischen Kriegsschiffe aufgefordert, den Hafen zu ber- Transerscheinungen. Die Spiritisten sollten voreilige Schlüsse veran Die hulle ees Iassen, nach einem andren fühlt man sich wieder durch meiden, die gar nicht beweisbar sind. Im wesentlichen handle es die Abfahrt der dort liegenden fünf Kriegsschiffe beun fich beim Spiritismus um noch nicht erforschte Naturkräfte, aber ruhigt und fragte an, welchen Zweck man mit der Abfahrt nicht um Geister. Die Spiritisten sollten erst im kleinen Kreise verfolgt, worauf man die Antwort erhielt, die Kriegsschiffe wissenschaftlich vorarbeiten und dann erst die fertigen Thatsachen ins Volt tragen, das durch mystisch ummäntelte Hallucinationen nur beabsichtigten, die Borer niederzuwerfen! irregeleitet und vom Chriftenglauben abtrünnig gemacht werde. ( St. Nikolai), der sich eingehend mit dem Spiritismus beschäftigt hat. Auch dieser Redner erkennt das, was sich ihm als wahr herausgestellt habe, als Thatsache an; alle Thatiachen aber, die er gesehen und gehört, dürften sich wissenschaftlich erklären lassen. Mit der Religion aber habe der Spiritismus nie und nimmermehr etwas zu thun, im Gegenteil sei er religionsfeindlich und mehre nur die Zahl der Atheisten und Pantheisten. Es sprachen dann noch drei andre Herren teils für, teils gegen den Spiritismus. Sodann kamen die beiden Herren Referenten zum Schlußwort. Utas unterbreitet worden: wa „ Es ist dringende Pflicht jedes gewissenhaften Mannes, feine Ausgaben dergestalt zu beschränken, daß sie durch die zu erwartenden Dienſteinkünfte gededt werden. Das Ueberschreiten der Grenzen des Einkommens bekundet eine Unbesonnenheit oder Leichtfertigkeit, bei welcher dem Beamten, der sich ihrer schuldig macht, nicht mehr das Vertrauen zur Seite stehen kann, daß er seine Dienstverpflichtungen ordnungsmäßig und gewissenhaft erfüllen, insonderheit auch den Versuchungen widerstehen werde, welche eine zerrüttete ökonomische Lage immer mit sich bringt ein in Eine befremdende Nachricht cirkuliert übrigens in Kieler Marinefreifen. Danach soll nämlich der Krenzer Hansa" in den chinesischen Gewässern ein chinesisches Schiff in den Grund gebohrt und ein andres gekapert haben. Schon dieſe allgemeinen Rücksichten müssen jeben rechtschaffenen 50 Chinesen feien getötet und 70 verwundet worden. Beamten abhalten, größere Berpflichtungen einzugehen, als er un- Die Verluste des Itis" stellen sich jetzt übrigens bedingt und ohne seine häuslichen und dienstlichen Verhältnisse zu ale piel bedeutender heraus, als anfangs gemeldet wurde. zerstören, erfüllen kann. Dazu kommt aber noch, daß die Staats- Sie betragen 8 Tote, darunter Lieutenant Hillmann, und beamten durch bestehende Geseze gegen die Verfolgung wegen 14 Verwundete, darunter der Kommandant schwer Schulden außerordentlich geschützt sind, und es deshalb für sie verwundet. Zu Taku wurden 4 chinesische Torpedozerstörer Ehrenfache ist, ihre Ausgaben mit ihrem Einkommen völlig in genommen, die die Russen, Franzosen, Engländer und Einklang zu bringen, damit sie sich zu ihrem Schuße nicht auf Deutschen unter sich teilten. gesetzliche Brivilegien zu berufen nötig haben, die sie nicht ver dienen. Was Herrn Hofprediger a. D. Stöcker anbetrifft, so hatte dieser. schon vor Schluß der Bersammlung den Saal verlassen, höchstwahrscheinlich mit dem Gefühl, daß auch im Geisterland für ihn feine Ueber Peting und das von Admiral Seymour be- Lorbeern zu holen seien. So endete bann gegen Mitternacht diese mait les fehligte Expeditionscorps fehlen alle Nachrichten. Wenn man Versammlung von Gläubigen aus der vierten Dimension. Neufid) vergegenwärtigt, wie fritisch schon die Lage in Tientsin gierig darf man mir sein, ob auf der Photographie der Woche" ist, so kann man den beruhigenden Versicherungen des nicht auch die Astralleiber einiger Geister" abkonterfeit fein werben, denn dann hätte Herr Scherl nicht nur die Morgenpost", sondern chinesischen Gesandten in Berlin unmöglich allzuviel Glaub- auch die vierte Dimension erobert und könnte mit dem Abonnentenwürdigkeit beimeffen. und Inseratenfang für die Woche" unter den Astralbürgern des 25 Da indes hin und wieder dennoch Beamte ihres Standpunkts gänzlich vergessen und sich hinter ein Privilegium versteden, das sie nicht zu schägen wissen, und dadurch das ganze Beamtencorps in Miskredit bringen, so wird die königliche Direktion demjenigen, welcher leichtfertig Schulden und namentlich zu einem sein a wei Die nationale" Presse weiß in patriotischer Begeisterung Jenseits beginnen- wodurch eine so erklecliche Mehring bes monatliches Einkommen überragenden Betrag kontrahiert, als von dem großen Zubrang der Freiwilligen für Abonnentenstandes erzielt werden würde, daß eine besondre Bezirks ungeeignet zum Eisenbahndienst sein Dienstverhältnis die chinesische Expedition zu berichten. Das Angebot der ausgabe für das Reich der Abgeschiedenen notwendig werden würde. tündigen. Diejenigen aber, die ihrer Dienststellung nach Aussicht Kampflustigen übersteige weit den Bedarf. Auf die Stimmung haben, dereinst definitiv im Staats Eisenbahndienst angestellt zu der Masse des Volts läßt sich daraus auf keinen Fall Zehn Jahre Finanzminifter. Am 24. Juni 1890 wurde werden, können nur dann dazu gelangen, wenn neben den sonstigen ein Schluß ziehen. Daß der militärische Drill bei manchem Dr. Miquel, Oberbürgermeister in Frankfurt a. M., FinanzErfordernissen ihre ökonomischen Verhältnisse sich in bester Ordnung der ihm Unterworfenen friegerische Instinkte wedt, ist von minifter in Preußen. Er hat nicht nur die neue preußische Steuerbefinden. and band shihe time shi ne uns nie geleugnet worden. Wir haben gerade darin eine gefeggebung geschaffen, sondern auf die Gestaltung aller preußischen Jedermann weiß, daß Schulden machen leichter ist als Schulden der größten Kulturgefahren des Militarismus Berhältniffe maßgebenden Einfluß geübt. Seit 1897 war er Vicebezahlen. Die Beamten werden sich eines bitteren Lächelns nicht erblickt. Die Begierde, fich Die Begierde, fich im Felde auszuzeichnen, präsident des Staatsministeriums. In welcher Nichtung der einstige haben erwehren können, als ihnen solch eben Organisator von Bauernaufständen, sväterer Führer ber National weise Mahnungen von friegerischer Lorbeeren teilhaftig zu werden, der dunkle liberalen, aber bald erblich geadelter Minister gewirkt hat, das zeigt Amts wegen vorgetragen wurden, nachdem der Minister soeben jede Abenteurerdrang, der auch Tausende Uebelberatener zu den am eindringlichsten das Zeugnis, das ihm das Blatt der junkerlichen Aussicht auf Gehaltserhöhungen nicht nur abgeschnitten, sondern auch Fremdenlegionen andrer Mächte treibt, all das hat mit Feudalaristokratie, die Erbfeindin alles Liberalismus ausstellt; die die allgemeinen staatsbürgerlichen Rechte des Petitionierens bei wahrem Patriotismus, mit dem flarerkannten idealen Pflicht- Streng- Beitung" sagt: der Volksvertretung sowie der Koalition zweds Förderung bewußtsein, für die Kulturgüter der Nation eintreten zu der gemeinsamen Interessen rücksichtslos zu vernichten versucht müssen, herzlich wenig zu thun. Auch die englischen hatte. Erst zahlt man den unteren Beamten im Eisenbahndienste Söldner, die in Südafrika das von allen„ nationalen" Gehälter, die unter den heutigen Lebensverhältnissen nicht zureichend Blättern über die Hutschnur verherrlichte Boerenbölfchen er find, dann bedroht man sie für den Fall des häufig infolge besonders drosseln, haben sich freiwillig zu ihrem Handwerk anschwieriger Familienverhältnisse entschuldbaren Schuldenmachens mit werben lassen. Dienstentlassung. Der Krieg in China. " Deutsches Reich. Herr Stöcker als Spiritistentöter. Für uns Konservative ist hierbei seine Wirksamkeit nach zwei Nichtungen hin besonders erfreulich gewesen: erstens hat er bollständig vergeifen lassen, daß er früher Partei führer gewesen ist und zweitens hat er für die Not der Land wirtschaft ein überraschendes Verständnis gezeigt. Das werden wir ihm stets danten... Wir haben den aufrichtigen Wunsch, daß seine hervorragende Arbeitskraft dem Staate noch lange erhalten bleiben möge." Centrum uns Die sämtlichen Mächte r üst en trampfhaft weiter, um von der vermeintlichen Sonfursmasse ihren Anteil an sich reißen zu können, selbst talten schickt vier wahre Zickzack. Es verlautet, daß Ministerialdirektor Dr. Stigler Die Lage der internationalen Truppen Striegsschiffe ab, um sich seinen Platz an der Sonne" zu an Stelle des ans dem Dienst geschiedenen Dr. Bartsch zum Unterstaatssekretär im Kultusministerium ause in Tientsin muß nach den gestern und heute eingelaufenen sichern. Auch die Motte flattert in die sengende Flamme. ersehen sei. Dr. Kügler hat ohne Zweifel vollberechtigten Anspruch Telegrammen als eine nahezu berzweifelte angesehen auf den höheren Posten des Ressorts, in dem er einer der ältesten werden. Bereits am 21. ist eine Entsatztruppe in der Stärke und tüchtigsten Beamten ist. Dr. Kügler hat sich wiederholt gegen bon 2000 Mann von Taku aus nach Tientsin abgegangen, allzu dreiste Herausforderungen der Neaktionsparteien in Sul ohne daß es ihr bis jetzt gelungen wäre, mit den in Tientsin fragen verwahrt. Er teilt nicht die Junkerüberzeugung, daß der belagerten Truppen Fühlung zu gewinnen. Daß man von Einst zog Herr Stöder fühnlich aus, um die Socialdemokratie dümmiste Arbeiter der beste sei. Weil aber Dr. Stigler noch gewiffe den Aktionen dieser Entsaztruppen noch gar nichts zu bezwingen hente fezt er sich bescheidenere Biele: er lämpft liberale Ueberlieferungen bewahrt hat, so wäre sein Empor an die Seite des Ministers weiter gehört hat, ist um so auffallender, als eine gegen die Gefte der Spiritisten und zwar in derfelben Tonhalle, rüden in die höhere Stellung in der er vordem den Socialdemokraten und Juden fürchterliche Ge- b. Stubt, einigermaßen auffällig in den Beitläuften, da und Konservative, Meldung behauptet, daß die Bahnverbindung von Taku in der er vordem ben Socialdemokraten und Juden fürchterliche Ge- tubt, die schwarzen Parteien, megel mit blutigen Wigen lieferte. nach Tientsin bis auf 15 Kilometer von Peking völlig unVor wenigen Tagen fand in Berlin eine Pastorenkonferenz statt, umschränkte Herrschaft in Preußen üben. Bewahrheitet sich die bersehrt sei. Das Entfazcorps hätte demnach mit Benzung in der man sich, wie das auf derartigen Konferenzen üblich, mit der Nachricht, so würde das zeigen, daß der Bidzadkurs ausnahmsweife der Bahnverbindung leicht bis in die nächste Nähe von fogen. geistigen Berwahrlosung" des Bolls befaßte. Unter den Faltoren, einmal ein wenig ins liberale Gebiet Hiuliberspielt. Borläufig hat Beting borrüden können, wenn sich ihm nicht in Gestalt eines die angeblich diese Verwahrlosung hervorrufen follten, zählte man auch fich in der bildungsfeindlichen Preffe der Heinze- Parteien ein lautes feindlichen Heeres ein Hindernis in den Weg gestellt hat. ben- Spiritismms, beffen Lehren in den letzten Jahren besonders startin Loben erhoben wider die unangenehme Ehrung Dr. Küglers. Die Daß man hierüber nicht das geringste hört. kann nur darin die weitesten Schichten des Bolts Eingang gefunden haben sollen. Germ." entrüstet sich schwer gegen die Ernennung Rüglers; wir stehen feine Erklärung finden, daß auch das für Tientsin bestimmte fast alle geistlichen Herren verdammten den Spiritismus und be nicht an. diese Ernennung, falls sie beabsichtigt oder schon erfolgt Die„ Germania" kann Entsatzcorps ebenso wie das für Peking bestimmte inzwischen fonders war es Herr Hofprediger a. D. Stöder, der zu einem fein sollte, als einem austslag gegen die latholische Kirche modernen Kreuzzug gegen die Satanslehren aus der vierten und gegen das Centrum zu bezeichnen." abgeschnitten worden ist. Dimension aufforderte. Doch das Geisterbeschwören und nament nur Beamte im Kultusministerium ertragen, die das deutsche SchulUeber die Stämpfe in Tientsin liegen die verschiedensten lich das der spiritistlichen Geister ist eine heitle Sache, denn nicht wesen ber kirchlichen Frönmelei ausliefern und den letzten Rest Nachrichten vor, die, so sehr sie im einzelnen von einander jeder wird die Geister, die er rief, auf eine billige Weise los. So freier Geistesbethätigung auszurotten bereit sind. abweichen, darin miteinander übereinstimmen, daß die inter- ging es auch dem Herrn Hofprediger a. D. Stöder. General v. Hahnke, der Chef des kaiserlichen Militärkabinetts, nationalen Truppen aufs äußerste bedrängt sind. Seit acht Ob den auf der Pastoraltonferenz gefallenen Aeußerungen gegen foll, wie ein Berliner Blatt erfahren haben will, zum Präsidenten Tagen haben sie sich der immer erneuten Angriffe zu erwehren den Spiritismus hatte nämlich der Bund der spiritistischen bes Reichsmilitärgerichts, das am 1. Oftober in Kraft gehabt, so daß ihnen die Munition auszugeben droht. Sollte Bereine Berlins am Freitag eine öffentliche Versammlung in tritt, in Aussicht genommen sein. der Tonhalle" einberufen, die außerordentlich stark besucht war. Es ist uns unbekannt, welche juristischen Verdienste den Die Munition wirklich verschoffen fein, bevor Entfas eintrifft, Herr Hofprediger a. D. Stöder war schriftlich zu dieser Versammlung General v. Hahnke für die oberste Stellung in der Militärjuſtiz so wäre aber das Schicksal besiegelt, da die Chinesen mit eingeladen worden und auch erschienen. wütender Erbitterung fechten. Außerdem find auch die Zwei Vorträge und freie Aussprache über diese standen auf der geeignet erscheinen lassen. Chinesen vorzüglich bewaffnet, sollen doch am Donnerstag Tagesordnung. Zuerst sprach Herr Prof. Obertümpfler über die Bum Präsidenten der Central- Genossenschaftskaffe, als reguläre Truppen unter Prinz Tuan die Truppen der Mächte Bedeutung des Offultismus für die Wissenschaft. Der Redner gab Nachfolger des verstorbenen Frhn. v. Huene, ist Dr. Heiligen mit fünfundvierzig Kruppschen Schnellfeuer einen furzen geschichtlichen Ueberblid, verdammte die leider noch it a bt ernannt worden, der dem Direktorium diefes Instituts bereits geschützen angegriffen haben. Wie bei Tafu sind es immer vorkonimenden Betrugsfälle und hob die Bedeutung des feit dem 1. Oktober 1895 angehört hat. Dr. Heiligenstadt ist seit Offultismus für die Medizin und die Philosophie hervor; seiner 1898 nationalliberales Mitglied des Reichstags für den Wahlkreis also auch in Tientsin die berühmten Mordwerkzeuge Ansicht nach sei es Aufgabe der offulten Lehren, dort einzufegen, wo Wanzleben. Er hat eine Reihe größerer Auffäge über Baufivefen unfres meltpolitischen Entrepreneurs, des Essener Kanonen der Materialismus und die modernen Naturwissenschaften, deren und Bankpolitit, Handelsbilanz ufiv. veröffentlicht. königs, die das Verderben in die Reihen der Opfer der Gebiete in Sinnlich- Wahrnehmbaren erschöpft seien, versagen. Jeder Weltmachtspolitik speien. Nach dem gestrigen Telegramm denkende Mensch, der über sich und die Welt ins flare kommen Ein Eisenbahnerstreit in Deutschland. Die" Post" hatte waren die Verluste der Mächte schwer, genaue Angaben will, mug Spiritist werden, denn nur der Spiritismus fei eine dieser Tage genau den Weg vorgezeichnet, den die Socialdemokratie liegen nicht vor. Vor einigen Tagen wurden sie schon auf Wissenschaft in des Worts höchster Bedeutung und alle andren bis zu ihrem Endziel noch zu durchlaufen hat. Die Durchfeuchung 100 Mann angegeben und ein New Yorker Telegramm be- Wissenschaften feien gewissermaßen dazu bestimmt, dem Spiritismus der Industrie Arbeiter vom socialistischen Gift als vollendet an genommen folgt nach ihr: Straßenbahnerstreits, Loderung der Dis ziffert allein den Verlust der Amerikaner auf 50 Lote und die Bahn zu ebnen. Nunmehr sprach Herr Groll über die Bedeutung des Spiri- ciplin in den übrigen Verkehrsinstituten( Eisenbahn 2c.). Eindringen in Verwundete. Ein von einem Detachement bon 75 bereits am tismus für die Ethit. Die Ausführungen dieses Redners, die durch die Armee und Marine, Verbreitung des Geistes der Unbotmäßigkeit, 17. bestandenen Einzelgefecht kostete den Mächten 9 Tote und zahlreiche Beobachtungen an sich und andren illuftriert waren, schließlich-- schredlich: 8utunftsstaat. 12 Verwundete, unter den Toten befindet sich auch ein gipfelten in der Beweisführung dafür, daß die Psyche, gleichviel ob Die Eisenbahnangestellten der Lokalbahn TürkheimDeutscher. Eine andre vom Admiral Kempff stammende New man sie Vitalelektricität oder Lebenskraft nenne, und der Glauben örishofen haben diesen Gang der Entwickelung begriffen, Yorker Drahtung meldet, daß der amerikanische Konsul, an ein Fortleben derselben nach dem Tode einen hohen erzieherischen sie sind in den Streit eingetreten. Die Münchener Bost" meldet 40 anglo- amerikanische Missionare und eine größere Bahl und ethischen Wert habe, denn jeder, der an eine Verantwortung darüber: Wegen plöglicher ungerechtfertigter Entlassung eines Kon bon Missionaren ermordet worden seien. der Psyche nach dem Tod glaube, milsse schon bei Lebzeiten dahin dufteurs hat das gesamte Dienstpersonal der Lokalbahn TürkheimWörishofen die Arbeit niedergelegt. An den betreffen In dieser mehr als tritischen Situation ist man um so streben, fich möglichst moralisch zu vervollkommnen. Runmehr trat eine Pause ein, die von weltgeschichtlicher Be ben Kondulteur war die Zumutung gestellt worden, während geneigter, sich an einen Strohhalm zu flammern. Dieser bentung werden sollte. Saft hatte es den Anschein, als ob die ber ohnehin sehr knapp bemessenen mittagspause am Strohhalm ist abermals i Hung Tschang. Der Geister zur Bekräftigung der beiden Vorträge ein unheimliches Sput. Bahn törper Gras zu rupfen. Berliner chinesische Gesandte hat nämlich dem Auswärtigen spiel inscenieren wollten allein es war nur ein Geist, der hier dukteur fich weigerte, allein es war nur ein Geist, der hier dukteur sich weigerte, auch noch Taglöhnerdienste zu verrichten, Amt heute mitgeteilt, daß Li- Hung- Tichang telegraphisch sofort ein Wesen trieb, und das war wie man dem Schreiber dieser erfolgte feine Entlassung. Das übrige Dienstpersonal erklärte fich nach Peking beordert sei. Li- Hung Tschang beabsichtige, zuerst Beilen versicherte- der Geist der Scherlschen Woche", die wenigstens jedoch mit dem Entlassenen solidarisch und verlangte deffen Wieder Als der Kone . # instellung, was jedoch von seiten der Vorstandschaft rundweg abzelehnt wurde. Darauf verließ das gesamite Personal den Dienst. Wenn jetzt Herr v. Thielen nicht in Ohnmacht fällt und die Weltnacht zu Grunde geht! " " " aber befürchtet wird, daß er diefe Wirkung haben würde, so fann gierung die formelle Forderung um Anrufung eines europäischen bieser Punkt durch ein Amendement Klargestellt werden." Schiedsgerichts über die Streitfragen, die durch die In diesem Ton geht es weiter, bis zum Schluß noch einmal französischerseits erfolgte Besetzung der Cafen von Luat, Lidikelt des längeren dargelegt wird, daß, wenn in dem ministeriellen Ente und Gurara, sowie des Distrikts von Igli zwischen den beiden Rewurf ein großer Teil von Betriebsregeln, statt durch Gesez ein für gierungen erwachsen find. Die Flotten Auffäße der Schuljünglinge verfpottet der allemal principiell festgefekt zu werden, der Bestimmung durch Europa hat einstweilen genug an seinem ostasiatischen Handel. Kladderadatsch" in der folgenden Satire: ministeriellen Erlaß überwiesen wird, dafite nur gwedmäßigkeits- Erst nach Austrag der asiatischen Angelegenheit wird auch die Welche Anregungen für Verstand und Phantafic, Gefühl gründe bestimmend gewesen seien, aber keinerlei Absicht, hinter die maroffanische Frage wieder brennend werden. und Willen konnte der Besuch der Torpedoboote und jezige Bragis zurückzugeben. Jeder solcher Erlaß milffe dem Parla der Marine- Ausstellung geben? Freiwillige Arbeit von ment längere Beit vorgelegen haben, bevor er endgültig bindende Karlchen Mießnic. Kraft erhielte, die Arbeiter hätten somit reichlich Gelegenheit, jebesParket- Nachrichten. Indem ich höre, daß in Barmen den Primanern dieses Thema mal Einspruch zu erheben, wenn fie eine Verschlechterung des gezur Bearbeitung gegeben worden ist, möchte ich folgendes ausgebenen Bustands von solchem Erlaß befürchteten. Dagegen erlaube Die Kronstädter Konferenz und die Socialdemokratie. führen, obwohl ich durch einen Trauerfall in der Familie vom Besuche Bieser Weg( der Verordnungen), in speciellen Fällen weitgehende Die Socialdemokratie von Siebenbürgen und Süd- Ungarn hatte der Düsseldorfer Ausstellung abgehalten war, was mir den Verlust Reformen durchzuführen, während auf dem Wege des für alle während der Pfingstfeiertage die erste Landestonferenz in Kronstadt. meines guten Onkels besonders schmerzlich gemacht hat, da einem immer bindenden Gesezes nur Mindestbeschränkungen gegeben werden aus den sehr turzen offiziellen Berichten über die Verhandlungen etwas dazwischen kommen muß, wenn man sich amüsieren will, und die könnten.d hatten wir einen Auszug gebracht. Ueber diese Konferenz sind nun Leute, die sterben wollen, gar keine Rücksichten auf die festlichen Ver- Die Zuſchrift ist von den Vertretern der Arbeiter als nicht über mittlerweile der socialdemokratischen Budapester Wolfsstimme" anstaltungen uchmen, auf deren Besichtigung man sich so gefreut zeugend erklärt worden. Sie anerkennen die große Zuvorkommenheit und Einzelheiten mitgeteilt worden, welche geeignet find, ben Charakter hat. Welche Anregung empfängt also der Verstand beim Anblid bie guten Absichten des Ministers, tönnen aber in feinen Buficherungen derfelben in einem recht sonderbaren Lichte erscheinen zu laffen. eines Torpedoboots? Man wird zu toloffalem Nachdenken über den feine hinreichende Gewähr dafür erblicken, daß sich die Dinge in der So stellt die Boltsstimme" fest, daß an den Verhandlungen Swed dieser Seefahrzeuge auf dem Rhein angeregt und begreift Bragis in der angegebenen Weise stellen und bauernd gestalten auch ein Wilhelm mez öfi, ein Söldner Banffy 3", beteiligt cigentlich leicht, daß diese Fahrt für das Avancement der Offiziere werden. Jeder Ministerwechsel, jebe Verschiebung im Parlament var. Die Beschlüsse seien denn auch so ausgefallen, daß Banffy von hervorragender Bedeutung sein muß, um aber die Sache in ihrer stelle das Errungene von neuem in Frage. Die Frage, ob bindendes feine helle Freude daran gehabt habe. Insbesondere geftel den ganzen Bedeutung zu würdigen, muß man die Phantasie zu Hilfe Gefeß oder Negulierung durch Erlaffe, fei für sie nicht eine folche bilrgerlichen Blättern der Beschluß so schreibt das Budapester nehmen, wobei es einem flar wird, daß auch die Auslandfchiffe bewilligt der Zweckmäßigkeit, sondern bes Princips. Wir müssen daran er- Bartei- Organ, der betreffs der Nationalitätenfrage gefaßt wurde, worden wären, hätte man wenigstens einige Kanonenboote bis innern", heißt es in der von J. Macdonald und Miß Gertrud Eud- und müssen wir fonstatieren, daß die bürgerliche Bresse von nach Köln hinauffahren lassen, indem dann die„ Kölnische Bolts well verfaßten Erwiderung, daß die Verwaltung durch Erlaffe schon ihrem Standpunkt aus ein Recht hat, sich über diesen Bes zeitung" ihr stolzes Wort„ Erst die lex Heinze, dann die Flotte" versucht worden ist und, wie die 1876 zur Untersuchung der schluß zu freuen. Derfelbe lautet im Anfange wie folgt: gewiß nicht gesprochen hätte, besonders wenn sie gewußt hätte, daß wirkungen des Fabrite und Werkstätten Gesetzes eingefeßte Kommission Die am 3. und 4. Juni 1900 in Kronstadt abgehaltene Landesdie Größe des Mundes, den Herr Bachem führt, in entgegen gezeigt hat, die höchste Verwirrung zur Folge hatte. In den vorher Konferenz spricht aus, daß fie an der ungrifen Staatsidee gefeztem Berhältnis zu der Größe seines Einflusses auf das Centrum forgfältig fichergestellten und abgegrenzten Vollmachten hinsichtlich festhält und die ungrise politische Führerrolle jicht, was uns auf das Gefühl überleitet, das die Torpedoboote folcher Erlasse sehen wir etwas, was mit den weittragenden Ber- anerkennt."- Ist der Beschluß wirklich in obiger Form gefaßt hervorgerufen haben, und worüber ich mich nicht so gut äußern fann änderungen, wie sie die Regierungsvorlage von 1900 vorschlägt, worden, so haben die ungrischen Patrioten" in der That alle wie die höheren Töchter und die Dienstmädchen, die jetzt Matrosen- gar nicht verglichen werden kann." Ursache, damit zufrieden zu sein, eben so ficher aber ist auch, daß briefe in eigener Angelegenheit des Empfängers schreiben und alle Die ganze Korrespondenz ist außerordentlich interessant ein diese Beschlüffe nichts zu thun haben mit den Principien der Stellen in Riel und Wilhelmshaven suchen, was bei dem dortigen sehr bezeichnendes Dokument zur Zeitgeschichte. Und sehr gespannt Socialdemokratie. Mangel an dienendem Hauspersonal eine erfreuliche Erscheinung darf man auf das Schicksal der Vorlage im Parlament sein,- da auido Polizeiliches, Gerichtliches unv. und die Bethätigung eines Willens ist, der den Matrosen zurufi In Dublin tagte unter dem Vorsitz von John RedBürgermeisterliche Stilblüten. Die Genossin Frau Biez Nur immer weiter", was aber von diesen so verstanden wird, daß mond ein großer Konvent irischer Nationalisten, der aus Hamburg hatte in Geschwenda und in Blaue( Schwarzsie nach China weiterfahren, wo einem die Mädchen wegen ihrer die Vereinigung der irischen Nationalpartei ratificieren soll. burg- Sondershausen) über das Thema„ Liebe Deinen Nächsten" verfrüppelten Füße nicht nachlaufen können, wodurch manche Uebel- Indes vertritt er vorläufig mir die Fraktion Redmond und die sprechen wollen. Die wohllöbliche Bolizet hatte die Versammlung stände vermieden werden, die Verstand, Phantasie, Gefühl und Fraktion Dillon O'Brien, während Mr. Healy and die Mehrzahl verboten. Ueber die Unannehmlichkeiten, deren Frau Bieß soWillen manchmal nachteilig beeinflussen. salad mo sibes seiner Anfänger ausgeblieben sind. Die beschlossenen Rolutionen wohl als auch die Parteigenossen von Blane dabei ausgesetzt waren, erklären, Ekandalös reaktionäre Berichterstattung aus Italien hatten Herrschaft feindselig gegenüberstehen und diefe Feindseligkeit Ginzelheiten entnehmen: daz die irische Rafie so lange der englischen geht der Erfurter Tribine" ein Bericht zu, dem wir folgende: wir dem„ Berliner Tageblatt" nachgewiesen. Jetzt sucht sich der gegebenenfalls geltend machen werde, bis der Versuch, Irland römische Korrespondent zu verteidigen. Das kraftig aufstrebende mit Gewalt gegen den Willen der Regierten zu regieren, nicht auf- werden konnte, daß sie nicht stattfinden könne, so waren zahlreiche Da bei der Versammlung in Plaue nicht mehr bekannt gemacht Land wolle von der Obstruktion nichts wissen", sagt der Herr, der fich eines objettiven Urteils rühmt. Aber die Tegten Wahlen haben gegeben werde, sowie für Beseitigung der Landlords durch allge- Besucher in dem betreffenden Lokal erschienen, die dann bei einem glänzende Fortschritte denjenigen Parteien gebracht, die durch meine zwangsmäßige Expropriation of Glas Bier und bei Gesang fröhlich beisammen, blieben. Etwa unt Obstruktion die reaktionären Versuche, das Parlament durch doch der bezüglich der nationalen Unabhängigkeit ziemlich deutlich Ton den Wirt, wo das So radital die Beschlüsse in formaler Hinsicht lauten, fo läßt 984 1hr erschien der Herr Bürgermeister und fragte in aufgeregtem Renderung der Geschäftsordnung zu fnebeln, bekämpfen. Nun die Bereitwilligkeit zu Kompromissen durchblicken. We its ch", das Frauenzimmer erflärt fedoch der famose Römer des Berliner Tageblatt", haben stets Abschlagszahlungen genommen und von ihnen guten zich, fragte sie barich, wer sie sei, was sie wolle, fie folle fich legitimieren, Die Irländer sci. das hier have reden wollen. Darauf wandte er fich an die Genoffin daß die Geschichte mit dem neuen Reglement doch erst nur eine Komödie" sei. Wozu also der erbitterte Streit? Gebrauch zu machen verstanden. Ein Beweis dafür ist die großze das habe ihm soeben der Herr Landrat auf seine AnSinnlos und zwecklos ist das Beginnen der Demokratie und der berzeitigen Konferenz. Statt diefe Körper zu boykottieren, haben die benn eigentlich fei und wie er bazu komme, Legitimation zu vers Zahl von Mitgliedern der neuen Selbstverwaltungskörper auf der frage telegraphiert. Als Genoffin Bieb ihn fragte, was er Socialisten. Aber, wenn die Sache eine Komödie ist, warum macht Nationalisten sie überall eifrigit fultiviert und benutzen sie jetzt in fangen, ward der Herr immer aufgeregter und erflärte: Sie wollen die Regierung dieser Komödie nicht ein schnelles Ende, indem sie jeder nur möglichen Weise für die Förderung ihrer weitergehenden hier reben und da verlange in Legitimation, font das Reglement zurückzieht? Der Korrespondent des B. T." mutet Bestrebungen. der italienischen Regierung, die er verteidigt, den Blödsinn und das verhafte ich Sie. Als darob einige Anwesende lachten, rief Verbrechen zu, daß sie um ein Nichts den das Land in seinen der Bürgermeister ganz außer sich: Wenn Sie noch lachen, löse ich Tiefen erschütternden Kampf heraufbeschwört hat. Wir hatten Eine Rede Millerands. Paris, 23. Juni. Der republi- die Versammlung auf. Darob stürmische Seiterfeit. Einte Ver den Korrespondenten des„ Berl. Tagebl." wenigstens als etwas fanische Ausschuß für Handel und Industrie hielt gestern abend unter fammlung, die gar nicht stattfindet, kann wohl nicht aufgelöſt geschickteren Verteidiger crispinischer Politik geschäßt. dem Vorsiz des Handelsministers Millerand ein Bankett ab, zu werden, welchem 600 Personen, darunter zahlreiche Senatoren und Deputierte, Genoffin Zie mußte sich schließlich den Belästigungen des Das Generalkommando des 10. Armeccorps in Hannover erschienen waren. Millerand hielt bei dem Bankett eine Slede, in Bürgermeisters gegenüber um Echuß an den Wirt wenden, worauf ersucht uns, die in unsrer Nummer vom 12. Juni veröffentlichte Notiz welcher er daran erinnerte, daß das Kabinet det er zur im al verließen 3 Kabinett der republikanischen fich der Bürgermeister entfernte. Nicht lange darauf erschien er jedoch unter der Marke„ Verhaftete Schutzleute" dahin zu berichtigen, daß Verteidigung bereits ein Jahr bestehe, und in der er zur Hingabe wieder in Begleitung des Gendarmen, die beide im Saal Blayz 1. fein Offizier in der Garnison während der Krawalle von Schuß aller an die Republik aufforderte. In einer Ausprache forderte nahmen. Als dann gegen 11/2 Uhr die meisten das Lokal verließen leuten mit der Klinge geschlagen worden ist; 2 keine Militärpatrouille hierauf Brisson die Anwesenden auf, sich um das Stabinett der und Genossin Bick fich auf ihr Zimmer verfügen wollte, wurde sie Unfre Mitteilung beruhte auf durchaus glaubwürdig erscheinenden vor der Thür des Saals vom Gendarmen angehalten, um sich zu republikanischen Verteidigung zu sammeln. legitimieren. Sie wurde schließlich, wie auch der auf Agitation dort Meldungen Hannoverscher Blätter. annvesende Gigarrenarbeiter Normann, nach dem Standesamt geführt, wo ihre Personalien aufgenommen wurden. Beschwerde über das Auftreten des Bürgermeisters ist eingereicht. Ausland. England. des Innern Sir Frankreich. Spanien. D " 〃 " Der Krieg in China. Der Verzweiflungskampf in Tientsin. Berlin, 23. Juni. Der faiserliche Konsul in Tschifu telegraphiert. ,, Tie Beschießung der Niederlassung in Ticutfin dauert fort. Die meisten Gebände sind niedergebrannt. Vom Entfatcorps und Peking keine Nachrichten." disten- Mission in Tientsin, sandte dem„ New York Journal" von New York, 28. Juni. Frederit Brown, der Leiter der Methoschifu folgendes Telegramm: Die angeblichen ,, Anarchisten" von Montjuich, deren trauriges Schickial in der ganzen civilisierten Welt einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen hat. fönnen nicht zur Nube tommen. Von neuem taucht, wie man uns schreibt, die Frage auf, was mit diesen London, 20. Juni.( Eig. Ber,) Aermisten, die in den Kasematten und Folterkammern der Beste Nachträglich sei noch Montjuich bei Barcelona an Leib und Seele Schaden gelitten eine bemerkenswerte Korrespondenz erwähnt, die zwischen dem Staatsminister fich haben geschehen soll. Vor einiger Zeit wurde gemeldet, daß Mathew White Ridley, und dem Sekretariat des und Amerika genommen haben,„ der Not gehorchend, nicht von gestern abend: mehrere der„ begnadigten" Anarchisten ihren Weg nach London Londoner Gewertschaftsrats mit Beziehung auf die von dem ersteren ausgearbeitete Vorlage für die Ab aus dem Vaterlande vertrieben. Aber nicht alle durften den heimatdem eignen Triebe", denn sie wurden gegen ihren Willen änderung des Fabritgefeßes abgespielt hat. Wie feiner lichen Boden verlassen. Die„ Anarchisten" Sume, Lis, Sale, BillaBeit berichtet, haben Delegierte der englischen Gewerkschaften rubias, Carbonell und Ripoll hatten anfangs die Absicht, nach Merito und Arbeiterinnen Vereine sich am 23. April dieses Jahres auf zu gehen; dann wählten sie England als Zufluchtsstätte. Als sie einer in London abgehaltenen Konferenz nahezu einstimmig gegen jedoch abreisen sollten, traf vom Ministerium der Befehl ein. daß fie diefe Borlage ausgesprochen und befchloffen, falls fie nicht zwischen Amerika und Afrika zu wählen hätten, da keine europäische deren Abänderung in den Hauptpunkten durchfezen können, mit aller Wacht geneigt fet, fte aufzunehmen, auch England nicht. In diesem Ich entkam joeben aus Tientsin auf einem deutschen Energie ihre Verwerfung zu betreiben. Die betreffenden Be Dilemma wählten die unglücklichen Opfer der mittelalterlichen spanischen hit an fet, die Kanonenboot. Die Stadt wurde mehrere Tage von chinesischen schlüsse wurden dem Minister vom Sekretär des Londoner Gewert Truppen beschoffent. Das ganze Fremdenviertel ist schaftsrats, J. Macdonald, übermittelt, worauf unterm 7. Juni dessen ihren Entschluß zu erkennen. Die Antwort der Regierung ist noch nicht Justiz Langer in Marokko als Aufenthaltsort und gaben der Regierung zerstört. Lieutenant Wight von der amerikanischen Antwort in Form eines Schreibens feines Flotte und fünfaig Marinesoldaten, die zu unsrem BeiInterstaatssekretärs an Macdonald zur Mitteilung an die Delegierten ich mach ten noch immer in den Gefängnissen von eingetroffen, und die fechs begnadigten Männer" stand abgesandt worden waren, wurden getötet, beziehungserfolgte. Das Schreiben ist überaus höflich und entgegen Santander, wohin man sie bald seit ihrer Begnadigung“, d. h. weise verwundet. Die Munition ist verbraucht. Die Garnison tommend gehalten, fast eine Entschuldigungsurkunde, in der die vor etwa fünf Monaten, gebracht hat. leidet schrecklich. Hilfe ist dringend nötig. Der Ministerpräsident guten Absichten des Ministers beteuert werden und Punkt für Punkt Silvela ist übrigens von England sofort Lügen gestraft traf in Washington ein Sabeltelegramm des Admiral Kempff ein, London, 22. Juni. Eine Washingtoner Melding besagt: Es der Nachweis versucht wird, daß dessen Gefeßentwurf doch eine Ver- worden. Die englische Regierung ließ erflären, daß sie nie welches mitteilt, daß in Tientsin der amerikanische Konsul, vierzig besserung gegen den derzeitigen Stand der Dinge in Gesetz und daran Bragis bewirken würde. Verschiedentlich wird auch betont, daß ja freiheit, die sie jedem Unglücklichen gewähre, zu versagen. Privatpersonen ermordet worden seien. Die Nachricht wurde gedacht habe, den spanischen Berbannten die Gast- anglo amerikanische Missionare und eine größere Zahl von der Entwurf noch nach den Wünschen der Arbeiter abgeändert Aber werden könne. solche Meinigkeiten stören das seelische Gleich dem General Mac Arthur nach Manila mit der Anfrage übermittelt, So heißt es mit Bezug auf den von der Konferenz Anhängern aller politischen Parteien zusammengejezte Komitee für würden. gewicht des Herrn Silvela nicht im geringsten. Das aus ob er Truppen entbehren könne, damit diese nach China entsandt fehr abfällig beurteilten Vorschlag der Einführung der die Revision des Montjuich- Prozesses will in allen spanischen Boyer, sondern chinesische Soldaten in Tientsin auf Das Telegramm führt auch aus, daß nicht die Schichtarbeit in bestimmten Gewerben: " Der Paragraph wurde mit besonderer Bezugnahme auf ge- Begnadigung der sechs in Santander eingekerkerten Anarchisten" zu Provinzen Meetings veranstalten, um die vollständige, wirkliche bie Europäer schossen. wisse Klassen von Fabriken, namentlich Munitionswert verlangen. Für die Provinz Barcelona hat der Generalfapitän jebe Tientsin wurde am Donnerstag durch die chinesischen Truppen unter Shanghai, 23. Juni.( Meldung des Neuterschen Bureaus",) stätten, ausgearbeitet, wo die abspannende Wirkung ununter- Agitation verboten. Gegen dieses Verbot kann kein Einwand er- Prinz Tuan mit 45 Kruppschen Schnellfeuer- Geschüßen aubrochener Arbeit so groß ist, daß es wünschbar ist, die tägliche boben werden, da in Barcelona der Belagerungszustand herrscht. gegriffen. Bis jetzt gelang es den Chinesen noch nicht, die Arbeit auf acht Stunden herabzusetzen und diese in zwei, durch Dafür ist aber in Santander, Bilbao, Balencia, Sevilla usw. die Stadt zu nehmen, obwohl ihr Feuer beträchtlichen eine lange Baufe getrenne Schichten von je vier Stunden einzu- Abficht des Revisions- Komitees mit großem Enthusiasmus auf Schaden anrichtete. teilen. Ein Versuch mit Arbeit dieser Art ist bereits gemacht worden und zeigte einen guten Erfolg. London, 23. Juni.„ Daily Expreß" meldet vom gestrigen Sollte das Parlament den Paragraph annehmen, so würde Tage aus Shangai: Die Japaner erhielten bis zum 15. d. M. jede auf Grund seiner verfügte Anordnung durch bedingende Vom Boerenkrieg. London, 23. Juni. Das Reuterſche 100 Fremde getötet worden. Seit dem Tage find in Tokio reichende Nachrichten ane Pefing; danach wären dort über Borschriften genau eingeengt werden, die jenen Mißbräuchen, Bureau" meldet aus Pretoria vom 19. Juni: Ein voll von den Gesandtschaften teine Nachrichten eingegangen. Daily welche die Konferenz zu befürchten scheint, wirksam vorbeugen ständiges Net wird nach und nach um die Stellung würden, und es ist daran zu erinnern, daß keine An- De Wets durch die Streitkräfte der Generale Chronicle" meldet bom gestrigen Tage aus Paardekop: Die Schiffsordnung verfügt werden könnte, ohne dem Parlament Buller, Brabant, Rundle und Methuen gezogen. brigade vom Kriegsschiff Forte" ist abberufen worden. unterbreitet zu werden. Jedoch scheinen einige gegen den Vor- Wenn es notwendig werden wird, wird sich auch General Hamilton Die ausführliche Verluftliste des ,, Jltis" schlag erhobene Einwände, insbesondere diejenigen, die fich auf an diefer Aftion beteiligen. General Botha erklärte, er fei geneigt, ist endlich in Berlin eingegangen. Sie beziffert sich auf 8 Tote und feine Rüdwirtungen auf das Familienleben und die Erziehung be- die Uebergabe zu vollziehen, doch stelle sich dem der Präsident 14 Verwundete. Das Telegramm lautet: ziehen, dem Staatssekretär großes Gewicht zu haben, und er Strüger entgegen, welcher darauf bestehe, daß man ihm gestatte, im Berlin, 28. Juni. Soeben ist die folgende Wiederholung einer wünscht nicht, auf Annahme des Paragraphen zu bringen, wenn Rande zu bleiben; auch bilden die Operationen des Generals De am 17. vom Chef des Kreuzergeschwaders über Port Arthur abderselbe nicht von den arbeitenden Klassen als eine Verkürzung Wet einen Grund für das Widerstreben Bothas, zu einem Abschluß geschickten Depesche über das Gefecht bei Taku, die bisher nicht hierder Arbeitszeit in schweren und aufreibenden Beschäftigungen gezu fonment. her gelangt war, eingetroffen: wünscht wird." Die Westminster Gazette" weiß zu berichten, daß Präsident Mit Bezug auf die Verurteilung der in dem Entwurf vor- Krüger bis zum 12. Juli in den Händen der englischen Truppen geschlagenen Abänderung der Regulierungen über zulässige Ueber- und damit der Krieg beendet sein werde. geitarbeit heißt es in dem Restript, der Vorschlag sei völlig Vom Afchanti- Aufstand. London, 28. Juni. Aus rasu mißverstanden worden. " Seine Absicht ist, nicht das Quantum der zulässigen Ueber- wird gemeldet: Die Ashantis haben den Abanfis 1500 mann zeitarbeit zu erhöhen, sondern nur eine gewiffe Elafticität hin- nach Dompoaiit au Silfe gefidt. fichtlich der Daten im Jahr herbeizuführen, innerhalb deren das sind unter dem Befehl eines Obersten und 16 Offizieren hier einjezt zuläfftge Quantum Ueberzeitarbeit stattfinden darf. Der getroffen. Diefelben verfügen über ein Geschüß. " genommen worden. 1 Afrika. 450 Soldaten Staatssekretär ist überzeugt, daß der Paragraph in der Bragis Bur marokkanischen Frage. Wie die, Times" erfahren, richtete nicht zur Vermehrung der Ueberzeitarbeit führen würde. Wenn die maroffanische Regierung am 9. d. M. an die französische Re Um 12 Uhr 50 Minuten nachts eröffneten die chinesischen Forts Feuer auf die 7 Kanonenboote im Fluß. Die Forts wurden in sechestündigem hartem Kampfe besiegt und besetzt. Kommandant S. M. S. ltis" war die Seele des Unternehmens und hat hervorragend glänzend gekämpft. Air S. M. S.„ Iltis" find Maschine, Kessel, Schiffsförper und 8,8 Centimeter- Geschütze unbeschädigt, 3,7 Centimeter- Geschüße und Aufbau stark beschädigt. Es find gefallen: Oberlieutenant Heilmann. Büchsenmachersmaat Baestlein, Obermatrosen Sotopf, Bothe, Maas, Johannes; Matrose Lehnioff. Oberheizer Holm; schwerverwundet der Kommandant Korbetten Kapitän 2ans, Oberrichterstatter " Li- Hung- Tschang als ehrlicher Makler. dogs Die Zahl der Deutschen in China, an im und 1890 find die Accordlöhne der Töpfer in den hiesigen Ofenfabriten, matrose Splinter, Matrose Schoppengerd, Bewelche in den Vertragshäfen wohnen, betrug im Jahre 1899 nach trotz der fortwährend steigenden Lebensmittelpreise, WohnungsHerrings bom Ostasiatischen dem„ Ostasiat. Lloyd" nur 1134, die Zahl der Fremden überhaupt mieten und öffentlichen Abgaben, von den Fabrikanten bis 31 Lloyd, leichtverwundet 10 Mann. Letzte Stunde war Ober- 17 193. Die Zahl der Deutschen steht darunter erst an siebenter 30 Proz. herabgedrückt worden, ohne daß sich die Arbeiter dagegen lieutenant Hoffmann Kommandant. Er folgte dem Beispiel des Stelle, denn es waren 1899 in China in den Vertragshäfen wehren konnten, die Lohnfäße der ungelernten Hilfsarbeiter betrugen Kapitän Lans, Haltung der Mannschaft war glänzend. Hilfe von domiziliert: 5562 Engländer, 2440 Japaner, 2335 Amerikaner, M. 12-150m Jahr 1898 forderten nun die hiesigen Arbeiter Schiffen auf Reede war unmöglich. 1621 Ruffen, 1423 Portugiesen, 1188 Franzofen. Die Fremden, eine 10proz. Lohnerhöhung sowie den 10ftündigen Arbeitstag und Weitere Angaben über die Verluste der Mächte welche in den europäischen Kolonien Tsingtau, Port Arthur und 16 M. Minimallohn für ungelernte Hilfsarbeiter. Die Fabrikanten werden in folgenden Telegrammen gemacht: eine 5proz. Lohnerhöhung für Accordarbeiter Songtong wohnen, sind in dieser Statistit nicht mitgezählt. Die boten damals Petersburg, 23. Juni. Das im„ Regierungsboten" veröffent- Bahl der von Ausländern in den Vertragshäfen etablierten Firmen sowie 15 M. Wochenlohn für ungelernte Arbeiter, die weiteren lichte Telegramm des Vice- Admirals Alexejew aus Port Arthur vom betrug 1899 933. In der Zahl der Firmen steht Deutschland mit 5 Proz. und der 10stündige Arbeitstag sollten am 1. Januar 1899 in 20. Juni meldet ferner: Die Verluste des englischen Kriegs- 115 an dritter Stelle und wird nur übertroffen von 401 englischen Kraft treten. Die Arbeiterschaft nahm diesen Vergleich, auf das fchiffs Algerine" bei Tatu betrugen: 2 Offiziere und und 195 japanischen. Die Zahl der russischen Firmen beträgt nur 19, Wort der Fabrikanten bauend, an. Wie hielten nun diese Herren 4 Matrosen verwundet; vom französischen Kriegsschiff diejenige der amerikanischen 70 und der französischen 76. ihr den Arbeitern gegebenes Wort? Lion" 3 Matrosen verwundet. Am 1. Januar 1899 wurden die Herren Fabrikanten von den Arbeitern ihr Versprechen erinnert. Die Antwort lautete: Letzte Meldungen. Wir können eine weitere fünfprozentige Lohnerhöhung nicht ge= Hongkong, 22. Juni. Wie die" Hongkong Daily Breß" meldet, Berlin, 23. Juni.( W. T. B.) Der hiesigen chinesischen Ge- währen den zehnstündigen Arbeitstag ebenfalls nicht teilte Li- Hung- Tichang gestern mit, er habe von der Kaiserin fandtschaft ist heute abend aus Shanghai eine Meldung zugegangen, bewilligen. Die Arbeiterschaft konnte, in Anbetracht der den Befehl erhalten, sich nach Peking zu begeben, die wonach alle Gesandtschaften in Peking unversehrt und alle Gesandten nicht sehr günstigen Konjunktur, welche regelmäßig Boxers zu unterdrücken und den Frieden mit den Mächten her wohlbehalten seien. Winter wiederkehrt, nichts dagegen unternehmen, und es zustellen. Er reise am 27. Juni von Canton über Hongkong und elf Stunden in ftaubigen täglich Paris, 23. Juni. In der Budgetkommission teilte der Marine wurde ruhig Shanghai ab. Auch im Frühjahr und Berlin, 23. Juni. Der hiesige chinesische Gesandte minister Lanessan mit, daß die Kreditforderung, welche er anläßlich überheizten Räumen weitergefchuftet. des vorigen Jahres konnte die Arbeiterschaft die hat dem Auswärtigen Amte heute mitgeteilt, daß er foeben der Vorgänge in China stelle, gestatten werde, in Tatu eine effektive Sommer ein Telegramm vom Vicefönig von Ranking erhalten habe, mit dem Truppenmacht von 3500 Mann gleich den übrigen Mächten zur Ver- Fabrikanten nicht veranlassen, ihr Versprechen einzulösen, sondern Inhalt, daß der Vicekönig Li- Hung- Tichang telegraphisch beordert fügung zu haben und in Tonkin die von dort fortgenommenen allem Drängen der Arbeiter, die Herren sollten ihr Wort einlösen, wurde ein kategorisches Wir bewilligen nichts" entgegengesetzt. ist, sofort nach Beling zu kommen, und daß der kaiserlich Deutsche Mannschaften zu ersetzen. Gesandte( in Peking) sich in Sicherheit und wohl be= London, 23. Juni.( B. H.) Nach hier aus Petersburg ein- Doch es tam noch besser. Die Handlungsweise der Fabrikanten am findet. getroffenen Meldungen ist der Bar entschloffen, im Einverständnis 1. Oktober 1899 schlug dem Faß den Boden aus. Die Fabrikanten Berlin, 23. Juni. Aus der hiesigen chinesischen Gesandtschaft mit England, Deutschland und Frankreich die chinesische Frage zu zogen an diesem Tage auch die 5 Proz. noch ab, welche im wird mitgeteilt, daß nach einem Telegramm des Vicefönigs Li- Sung- lösen. Der Kriegsminister Nutopatlin habe die Mobilisierung aller Juni 1898 vereinbart waren. In Anbetracht, daß der Winter vor der Thür stand, mußten sich die Arbeiter auch dies gefallen lassen. Tschang dieser nach Peking zur Audienz befohlen ist, um die Ver- sibirischen Linien- Regimenter angeordnet. In diesem Frühjahr wurde mun von Seiten der Arbeiterschaft mittlerrolle zwischen China und den Mächten zu übernehmen. Washington, 23. Juni.( W. T. B.) Ein Kabeltelegramm des ein Lohntarif mit einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von Li- Hung- Tschang beabsichtigt, zuerst den Aufstand der Borer Admirals Kempff meldet über Tschifu von hente: Amerikaniſche 15 Broz. ausgearbeitet, in welchem ebenfalls die zehnstündige Arzu unterdrücken und dann die Verhandlungen Marinesoldaten unter Wajor Waller, unterstüßt durch 400 Russen, beitszeit gefordert wurde und die Festlegung des Tarifs aufzunehmen. In dem Telegramm wird ferner der Wunschatten ein Gefecht mit chinesischen regulären Truppen in der Nähe bis zum 1. April 1902. Alfo die Arbeiter wollten auf einige Jahre ausgesprochen, daß die europäischen Mächte von von Tientsin; es gelang ihnen indes nicht, die Linien derselben zu Ruhe haben und nicht immer wieder mit Abzügen erfreut werden. der Absendung weiterer Truppen nach China ab- durchbrechen. Kempff fügt hinzu, daß eine 2000 Mann starke Streit Die Fabrikanten bewilligten eine 5prozentige Lohnerhöhung für sehen möchten. macht jezt bereit stehe, um den Kampf wieder aufzunehmen und Accordarbeiter und 15 M. und ebenfalls 5 Proz. für Hilfsarbeiter. Gleichzeitig erhielt die Berliner chinesische Gesandtschaft ein hebt als bedeutsam hervor, daß es reguläre chinesische Soldaten Da nun aber sehr viele Hilfsarbeiter, da die Leute knapp find, schon Telegramm des Direktors der chinesischen Eisen- feien, welche den ausländischen Truppen entgegentreten. 16,50 M. erhalten, so bedeutet dies thatsächlich einen Abzug. bahnen und Telegraphen, welches besagt, daß die Gesandten in Beting unversehrt seien. Shanghai, 23. Juni.( W. T. B.) Aus Tschifu wird gemeldet, Die 10 stündige Arbeitszeit wurde in der Weise bewilligt, daß die daß in Tientsin die Lage kritisch, doch nicht hoffnungslos ist. Die Mittagspause 2 Stunden betragen soll, jedenfalls weil sie in dieser Aus dem übrigen China. Stadt wird bombardiert und steht teilweise in Flammen, die Ver- Weise am besten zu durchbrechen ist. Von einer Festlegung dieses Shanghai, 23. Juni. Die Konsuln richteten an den chinesiteidiger haben erhebliche Verluste. Vorgestern sind ungefähr 2000 3ngeständnisses" wollten die Herren nichts wissen, sondern am Schluß fchen Admiral eine Note, er möge feine Schiffe Mann zum Entsatz aufgebrochen. diejes Zugeständnisses", welches der Arbeiter- Stommission schriftlich von hier wegbringen. Infolgedessen werden zwei Schiffe übermittelt wurde, stand das bedeutungsvolle Wort:„ Dies wird heute bei Eintritt der Flut, die übrigen morgen von hier aus- Der amerikanische Konsul hat aus Tatu folgende Depesche vom barer Begriff. Daß sich die Arbeiter mit diesem Zugeſtändnis" Shanghai, 23. Juni.( Telegramm des Reuterschen Bureaus"). alles so lange als möglich bewilligt." Gewiß ein sehr dehnFerner wird aus Shanghai gemeldet, daß fünf chinesische Kriegs- 22. Juni erhalten: Die Russen und Amerikaner, welche am 21. Juni und in Anbetracht der Handlungsweise der Fabrikanten in den schiffe gestern bei Woochung ausgelaufen sind. Von den englischen Tientsin zu entsetzen versuchten, wurden gezwungen, fich zurück- legten Jahren nicht einverstanden erklären konnten, lag auf der Offizieren über den 8wed ihrer Fahrt befragt, erklärte der chinesische zuziehen. Sie werden wahrscheinlich Freitagnacht nach Eintreffen von Hand. Alle Einigungsversuche der Arbeiter, welche im Lauf der Kommandant, er habe Auftrag erhalten, den Aufstand der Boxer zu gleiste Donnerstagnacht. Der Vicekönig von Ranking telegraphiert, von der Festlegung des Tarifs nicht abgehen konnten, scheiterten an Verstärkungen den Angriff erneuern. Ein gepanzerter Bug ent- Berhandlungen ihre Forderungen bis auf 8 Proz. herabsetzten, aber unterdrücken.(?) Kiel, 22. Juni. Siefige Marinekreise behaupten: der deutsche am 20. Juni hätten sich die Gesandtschaften in Beting in Sicherheit der Hartnädigkeit der Unternehmer. Auch der hiesige Herr Amtsvorsteher, befunden. welchen die Arbeiter in Ermangelung eines Gewerbegerichts, als Einichinesisches Schiff in den Grund und kaperte ein andres. die Eisenbahn sei an mehreren Stellen zwischen Tientsin und Weise die Sache in die Hand genommen hatte, war durch die Tschifu, 23. Juni. Lloyds Korrespondent in Niutschwang meldet, gungsamt angerufen hatten und welcher in anerkennenswerter Rintschwang zerstört; die Ausländer zögen sich nach dem Hafen Hartnädigkeit der Unternehmer nicht im ftande, eine Einigung zurück. Der englische Konjul habe telegraphisch ein Kanonenboot herbeizuführen. Die Arbeiter hatten alles versucht und es blieb verlangt, jedoch keine Antwort erhalten. Offenbar überlasse man ihnen keine andre Wahl, als der beschlossene Generalstreik, den Hafen dem russischen Schuße. Russische Truppen träfen welcher schon seinen Anfang im Lauf dieser Tage genommen von Port Arthur und vom Norden ein. Die Ausländer befänden hat und am Sonnabend, den 23. d. M., vollständig wird. fich wohl. Ein großer Teil der Arbeiter hat sich schon auswärts Arbeit gesucht, doch wird dieser Kampf große materielle Opfer fosten, da Ein Drittel der insgesamt 1500 Arbeiter in Frage kommen. Beteiligten ist im Verband der Töpfer und Berufsgenossen organisiert und wird von diesem Unterstügung erhalten, da aber viele Unorganisierte in Betracht kommen und dieselben ebenfalls von unsrem Verbande unterstützt werden müssen, so richten wir an alle Kollegen, sowie' an die gesamte deutsche Arbeiterschaft die Bitte, ihr Scherflein zu diesen Riesenkampfe in unfrem Berufe beizutragen. Alle Zufchriften sind zu richten an den Töpfer amte Beitrittserklärungen abgegeben haben, wird demnächst Arthur Schmidt, Velten, Victoriastraße; alle Geldsendungen seine gründende Generalversammlung abhalten, in welcher die richte man an unsern Kassierer Albert Krämer, Welten, Satzungen festgelegt werden sollen. Aus dem fertiggestellten Sagungs- Victoriaſtraße. entwurf ist zu entnehmen, daß der neue Verein den Zweck hat, durch belehrende Vorträge und gesellige Veranstaltungen die allgemeine Berufsbildung zu fördern, Vaterlandsliebe und Kollegialität zu pflegen. Im letzten Paragraph wird die Schaffung von Vereinseinrichtungen zur Förderung der wirtschaft- walde bei der Firma Budde u. Göhde ist aufgehoben. Es ist nach Der Streit der Former und Hilfsarbeiter in Ebers= lichen Vorteile der Mitglieder angedeutet. laufen. Kreuzer ,, Hausa" bohrte in den chinesischen Gewässern ein 50 Chinesen sollen getötet und 70 verwundet worden sein. Admiral Seymour. London, 28. Juni.„ Daily Expreß" erfährt aus Shanghai vom 22. Juni: Die Lage Seymours ist noch ungewik, im hiesigen Konjulat wird geglaubt, er habe, irregefürt durch eine Auskunft aus Peking, die Natur seiner Aufgabe, die Schwierigkeit des Wegs und die chinesische Widerstandskraft unter= schäßt, sowie die Thatsache, daß die Chinesen Magimtanonen und moderne Waffen besigen, augenscheinliich ignorirt. f Die Rüstungen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. London, 23. Juni. Es verlautet, die britische Regierung ge- Zur Straßenbahner- Bewegung meldet eine Lokal- Kor dente nötigenfalls 10 000 britische Truppen von Südafrika refpondenz: Der neu gegründete Verein der Angestellten der nach China zu senden. Eine Petersburger Drahtung Großen Berliner Straßenbahn, für den bis jegt 800 Be der Daily Mail" meldet, der Kriegsminister verfügte am 20. Juni die Mobilmachung aller fibirischen Linienregimenter. Im Lauf einer mehrstündigen Konferenz mit Murawiew und Kuropatkin in Peterhof am 20. Juni betonte der Zar die Notwendigkeit der Herstellung der Ordnung in China und strenge Aufrechterhaltung des status quo im engsten Einvernehmen mit England, Deutschland und Frankreich. Malta, 28. Juni. Die Kreuzer Isis" und" Dido" find für Sen Dienst in China hergerichtet; fie nehmen große Geschoß- und sonstige Vorräte mit. " " " Rom, 23. Juni. Wie die Blätter melden, werden voraussichtlich die Kriegsschiffe Bifani"." Stromboli" und" Vesuvia" nach China abgehen. Der Kreuzer Carlo Alberto" wird morgen von Perim nach Colombo in See gehen. Hongkong, 23. Juni. Der britische Kreuzer Pique" und der Torpedobootszerstörer Otter" sind hier eingetroffen und nehmen schnell Kohlen ein. Der amerikanische Kreuzer„ Don Juan de Austria" ist in Canton eingetroffen. " Kiel, 23. Juni. Der japanische Kreuzer, Jahuma" ist aus Stettin hier eingetroffen und nach Einnahme von Kohlen sofort nach Japan weitergegangen. " Wien, 23. Juni. Der Rammfreuzer Maria Theresia" ist heute von Polo nach Ostasien ausgelaufen. Depeschenvermittelung. London, 28. Juni. Die Eastern Telegraph Company" giebt bekannt, daß, nachdem die britische Regierung allen zwischen Tschifu und Tatu verkehrenden britischen Kriegsschiffen die Mitnahme von Telegrammen gestattet hat, Depeschen nach Taku und darüber hinaus angenommen und auf Gefahr des Absenders befördert werden. Die Verbindung zwischen Shanghai und Tschifu sei jezt auf Linien, gegen sei über den Stand der Verbindungen über Tatu hinaus nichts Der Handelsverkehr Chinas. Einige Angaben über den Handelsverkehr Chinas sind in diesem Augenblick von besonderem Interesse. Die ein und ausgelaufenen Schiffe betrugen: bekannt. 1899 Tonnen gehalt 1569 134 1898 Schiffe Tonnens gehalt Britische Chinesische 25 350 31: 009 23 338 230 9 349 247 Japanische 3712 2 839 741 Deutsche 2 078 Französische. 822 1854 246 613 191 Schiffe 22 609 23 547 2262 1 831 577 21 265 966 8 187 572 Schwedisch- Norwegisch. 482 489 718 498 Amerikanische 719 310 107 Sonstige 1 249 523 850 743 294 Schiffe betrug: " Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die geselligen Veranstaltungen, verbunden mit patriotischem 20 wöchigem Kampfe der Firma nicht gelungen, Ersatz für die Klimbim, das sollen die Nöder sein, durch welche die Straßenbahner Streikenden zu erlangen. Sämtliche Streitenden sind anderweitig von dem Verfolg ihrer wirtschaftlichen Interessen abgelenkt werden in Arbeit getreten, und zwar trotz der schwarzen Liste. sollen. Wir hegen die Hoffnung, daß dies der Direktion nicht gelingen wird, mögen sich auch viele der Angestellten ihrem Terrorismus Zum Breslauer Tischlerstreik wird uns mitgeteilt, daß derfügen und aus Furcht vor wirtschaftlichem Nachteil als" Muß" felbe feineswegs wie in bürgerlichen Blättern gemeldet wird Mitglieder dem neuen Verein beitreten; mit dem Herzen werden sie beendet ist. Es stehen noch 450 Gehilfen im Ausstand; allerdings an dem Verbande hängen, der ein Gegengewicht gegen die Ueber- bewilligen täglich mehr Firmen die Forderungen der Gehilfen. macht der Direktion bildet. Parkettbodenleger. Die in der Berichtigung" des Herrn Peter. Turmstraße, in der Nummer des" Vorwärts" vom 19. Juni aufgestellte Behauptung, daß er den 1896er Tarif schon immer gezahlt habe, ist thatsächlich unrichtig. Herr Peter bemüht sich, stets mit ungelernten Arbeitern auszukommen und hat bei der Entlohnung dieser Arbeiter sich nicht an den Tarif gehalten. Wir ersuchen unsre Kollegen, so lange der Tarif durch Unterschrift nicht anerkannt ist, keine Arbeit bei Herrn Peter zu nehmen. Die Kommission. Die Dienstbotenzeitung ,, Unser Blatt" ist von der Verlagsfirma M. Berta übernommen worden. Das Blatt wird vom 1. Juli au Anträge wird Herr Redacteur Pehlmann, der Leiter der vorjährigen Dienstbotenversammlungen, im Juli in größeren Städten Vorträge über die Dienstbotenbewegung und die Gesindegeseze halten. Der Streit bei der Firma Scheibler u. Comp. in Montjoie ist beendet. Und zwar zu Ungunsten der Arbeiter, weil der chriſtliche Verband nicht mehr in der Lage war, Streifunterstützung zu zahlen. Die Firma hatte bekanntlich von den Arbeitern den Austritt aus der christlichen Organisation gefordert. die Streiksünder. Während des Holzarbeiter- Streits in Krefeld hatte ein streifender Schreiner einem Arbeitswilligen das unsolidarische Handeln seinerseits vorgehalten, und zwar in der freundschaftlichsten Weise. Der Arbeitswillige ging scheinbar auf den Vorschlag des Streifenden ein, gegen Erstattung der Reisekosten abzureisen. Statt deffen ging er auf Anraten seines Meisters zur Polizei und be hauptete dort, der Streifende hätte ihn bedroht. Diese Behauptung hielt er am 21. Juni vor dem Schöffengericht aufrecht, und wurde daraufhin der„ Missethäter" zu acht Tagen Gefängnis verurteilt, trotzdem der einen Zeugen beibrachte, er Sache anders darstellte. Weiter wurde ein Kellner zu einer Woche Gefängnis verurteilt, weil er während des Bierboykotts einen arbeitswilligen Bierbrauer beleidigt haben sollte. In der nämlichen Sigung wurde ein Ziegelei Unternehmer zu 6 M. Geldstrafe verurteilt. Derselbe hatte jugendliche Arbeiter von morgens Am Freitagabend sind die Maurer Hermann Lamprecht 5 bis abends 8 Uhr und oft noch länger beschäftigt. Unter diesen ( Mitglied der Streitkommission) und Emil& inke, welche der Polizei jugendlichen Arbeitern befanden sich welche, die noch keine 14 Jahre gegenüber als verdächtig erscheinen, in Untersuchung salt waren. haft genommen worden. Beide sollen jedoch nach den uns gewordenen Mitteilungen an dem Vorkommnis absolut keine Schuld tragen. Am Sonnabend fanden wieder eine Reihe Vernehmungen Zum Manrerstreik in Spandan. Die Polizei entwickelt in der gestern geschilderten Kleideraffaire" eine geradezu fieberhafte Thätigkeit, um den Urheber zu: ermitteln. Ausland. Zum Wilnaer Schuhmacherstreik. Der Schuhmacher- Streit 1 685 098 420 078 von Maurern statt; ob diese ein Resultat ergeben haben, tonnten in Wilna dauert fort. Die Zahl der Ausständigen ist gewachsen, da 440 544 wir nicht in Erfahrung bringen. Die Streifenden haben selbst ein jetzt auch die jüdischen Schuhmacher beigetreten sind. Das Wilnaer 239 152 lebhaftes Interesse an der Ermittelung des Verübers eines derartigen Komitee des„ Allgemeinen jüdischen Arbeiterbundes in Rußland und 426 036 Bergehens, um zu verhüten, daß dasselbe von unsren berufsmäßigen Polen" hat die Sammlung der Gelder in seine Hände genommen. Der Wert des Ein- und Ausfuhrhandels nach der Flagge der Scharfmachern noch mehr als bisher geschehen, gegen die ArbeiterDeutsch 1899 1898 Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr in Millionen Tls. Britisch 157,58 95,42 in Millionen Tls. 129,90 77,41 Chinesisch 42,84 44,31 32,49 38,96 30,5 16,36 25,24 15,38 Japanisch 24,94 16,47 14,89 11,04 Französisch 8,70 20,64 5,09 14,13 Russisch 0,15 6,97 0,11 5,97 Schwedisch- Norwegisch 4,24 1,71 5,11 2,17 Amerikanisch 2,49 2,27 1,91 1,73 Sonstige. 2,32 0,64 4,01 1,41 * organisationen ausgenutzt werden kann, und um gleichzeitig feststellen zu können, daß die streifenden Maurer Spandaus einer derartigen zwedlosen Handlung absolut fernstehen. Deutsches Reich. Tehte Nachrichten und Depeschen. Die italienische Ministerkrisis. Ueber den Veltener Töpferstreik Rom, 23. Juni. Die„ Agence Stefani" meldet: Saracco wird geht uns von dort folgender Bericht zu: In eine verhängnisvolle morgen dem König folgende Ministerliste unterbreiten: Präsidium Situation kann das an der Berlin- Kremmener Eisenbahn gelegene und Inneres: Saracco; Auswärtiges: Visconti- Venosta; Juſtiz: „ Töpferdorf" Welten durch die Starrköpfigkeit der dortigen Ofen- Gianturco; Schatz und interimistische Finanzen: Giulio Rubini; fabrikanten gebracht werden, indem am Montag, den 18. d. M., von öffentliche Arbeiten: Branca; Unterricht: Gallo; Krieg: Ponza di fämtlichen Arbeitern der am Ort bestehenden 37 Öfenfabriken in einer Jafo Martins; Marine: Morin; Ackerbau: Carcano; Posten und Versammlung der Generalstreit beschlossen wurde. Der Sachverhalt, Telegraphen: Pascolato.- Die Kammer ist auf den 27. Juni einweshalb dieser Schritt gethan wurde, ist folgender: Seit dem Jahre berufen. Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen und Unterhaltungsblatt. St. W4 17. I-Hrzng. 1 Kellte Nochmals dils venlüglMe kxvmmtlit. Von Charles Bonnier Der Eintritt eine? französischen Socialisten in die Staatsgewalt ist nicht, wie man hoffen möchte, eine vereinzelte Thatfache, deren Bedeutung mit dem Ereignis verschwinden wird, daS sie hervorrief. Im Au-Zland dient sie, wie man es kürzlich erleben mußte, den Feinden deS Socialis- mus als Waffe; in Frankreich besteht das buntscheckige Flick- Ministerium noch fori und fort. und. obwohl ein Stein des Anstoßes durch den Rückttitt des MaischlächterS. General Galliffet beseitigt ist, so wird doch immer an denen, die neben ,hm saßen, in den Augen des Proletariats ein Makel hasten und Blut an den Fingern kleben, die diese Hand druckten. Aber das ist nicht alles. Der Eintritt Millerands>var nicht ein bloß persönlicher Akt, der nur den berührt, der ihn begangen hat. sondern diejenigen, welche in diesem persönlichen Akt eines Socialisten eine Möglichkeit gründlicher Reformen für die arbeitende Klasse haben erblicken wollen, und bei dieser neuen Taktik geholfen und mit- gearbeitet haben, beharren auf ihrem Glauben und ihrer Ucber- zeugung, und sind offenbar bereit, unter ähnlichen Um- standen dieselbe Methode anzuwenden. EL liegt hierin eme Gefahr, welche die Verfasser des„Manifestes vorausgesehen haben, und der von der Majorität des„Allgemeinen Kongresses, angenommene Beschluß drückt unzweideutig aus! daß die Delegierten jeden Rückfall, jede Wiederholung deS Experiments verurteilten. Man vergißt wirklich zu leicht, daß auf dem Kongreß in Paris zlvei Resolutionen angenommen wurden: die eine verurteilt die Handlungsweise Millerands, die andre— das sogenannte Kompromiß— spricht in klaren Worten aus, daß man nur in Ausnahme- fällen die Frage des Eintritts eines Socialisten in ein Bourgeois- Ministeriunr nicht ohne iveitereS bejahen, sondern diskutieren konnte. Dieses Kompromiß war eine zwischen den beiden Richttingen, die sich aus dem Kongreß gegenüberstanden, geschlagene Brücke; und die Mimsteriellen. die damals über sie gehen wollten, haben sie so schmal und leicht gefunden(wie die, welche die Muhamedaner ins Paradies führt), daß sie gezwungen wurden, ihren Minister zu verlassen, den sie sür zu schwer befanden. Ich muß noch von diesen Zwischenfällen reden, weil sonst die Sociallsten des Auslands aus dein einen oder andern Grunde glauben könnten, daß in diesem Punkt sich unter den französischen Socialisten eine Einigung vollzogen habe, was durchaus nicht der Fall ist. Und gerade am Vorabende des Internationalen KongresjeS rst es, obwohl diese Frage, da sie nur die französische Socialisten- Partei angeht, dort nicht behandelt werden kann, doch Wünschens- «.Jff notwendig, daß keine Illusionen in den Köpfen der Socialisten beider Welten bestehen. Das Für und Wider der beiden Gesetze, die von den Be- wuiiderern dcs� Ministeriums als die wichtigsten und für die Arbeiterklaffe günstigsten Ereignisse hingestellt werden, ist genügend erörtert worden. Was das Elfftunden-Gesetz für Kinder betrifft, so erscheint eS, nebenbei bemerkt, recht sonderbar, daß die Streiks des Nordens, dlej ein�Protest gegen das Vorgehen der Unternehiner sind, ivelche die Löhne herabsetzen wollen, unter den Federn . der Lobredner deS Ministeriums zu Beweisen für die Vor- züglichkeit dieses Gesetzes geworden sind. Es war ein zwischen dem. Minister einerseits und de» Unternehmern andrerseits ge- schlopener Kontrakt: der) Minister hat die Kinder geopfert, die Unternehmer haben das Opfer mit Freuden angenommen, aber ,hr Versprechen, die Löhne auf der alten Höhe zu belasien, nicht halten wollen. Ein Teil ist dabei sicherlich der Bc- trogcne, und eS ist die Arbeiterklasse des Nordens, die für die ministeriellen Jrrtümer»zahlen muß. Das geht aus den Gestand- mssen der Anhänger selbst des Ministeriums hervor. Was nun die StteikS betrifft und das angeblich wohlwollende oder neutrale Verhalten deS Ministeriums, so ist es von Jntereffe fest- zustellen, daß in Frankreich niemals, feit unsre Bourgeois- Republik besteht, ohne bis zum zweiten Kaiserreich mit Au bin und la Ricamarie*) zurückzugreifen, so viel gewaltsame Unterdrückungen— darunter zwei mit Metzeleien— von Arbeiterausständen vorgekommen sind, wie seit w i r (in foeialiftifiheS Ministerium haben. Die Liste der Streiks ist lehrreich: Auf Martinique und in ChülonS- fnr-SaSne hat man auf die Streikenden geschossen; in Creuzot und Gengnon wurden die Arbeiter, die�.dauk der Unterstützung des Ministers ihren Forderungen zum Sieg verhelfen zu können hofften und einen Auszug nach Paris versuchten, mit Gewalt zurückgetrieben; in Creuzot wanderte der Schiedsspruch des Ministers einfach in den Papierkorb des Herrn Schneider; in Saint-Etienne, Vienne, Carmaux, Audincourt, B a d e v e l hat man geduldet, daß Polizei und Soldaten die Strei- kcnden auf jede Weise provozierten. Wer erinnert sich nicht der Entrüstung, die das Proletariat bei der Nachricht des Attentats von F o u r m i e s im Mai 18S0 ergriff? Und doch hatte Constans nur einen Mord auf seinem Register. Bei dem jetzigen Ministerium drücken seine Bewunderer beide Augen zu und behaupten. eS sei nicht die Schuld der Regierung, wenn die Beamten ihr nicht gehorchen. Wirklich eine traurige Entschuldigung! Um zum Ende zu kommen, heißt dies, daß der socialistische Minister nichts gethan habe? Er hat der Arbeiterklasse viel Schaden gethan, das ist nicht mehr zu bezweifeln; und die Reformen, die er durchgeführt hat, hätten ebenso gut von einem beliebige» Bourgeois gemacht werden können, gedrängt und unterstützt von der socialisttschen Partei, die sich dann nicht kompromittiert hätte. Aber was sind diese Reformen im Hinblick auf die Uneinigkeit, die der Eintritt eines Socialisten ins Ministerium unter den Socialisten hervorgebracht hat, und tveun dic Partei-Einigung doch schließlich herbei- geführt worden ist, so hat man dies doch nicht dem Eintritt eines Socialisten in das Bourgeoisministcriuin zu danken. Gerade so gut könnte man dem Blitz dafür danken, daß er die Erfindung des Blitz- ableiters veranlaßt habe! Nachschrift. ES sei mir erlaubt, beiläufig zu erwähnen, daß die bei den letzten Munizipalwahlen von der Arbeiterpartei (Partei Ouvrier) in Frankreich erlangten Stimmen mehr als 320 000 betragen und daß die wichtigsten der von Mitgliedern dieser Partei vertretenen Städte unter andern sind: R a o n n e, Roubaix, Candry, Cette, Lille, FourmieS, la Ciotat, Croix, ArmentidreS, Hellemmes, Vieux, Condö, Commentrh, Rouilly; während die Partei durch Minderheiten vertreten ist in: Lyon. ValencienneS, Tour- coing.Gasi. Alens. Montagäs. Alais.Limüges, TarbeS. AngouISme. Rochefort. Margueh'ale, l'ArbreSle ec.— Die Partei hatte den Kampf in 320 Gemeinden aufgenommen. Ich muß noch bemerken, daß die für uns abgegebenen Stimmen nicht dem Ministerium gehören, sondern dem nationalen und internationalen SocialiSmuS. *•* Obiges gleitet an den Argumenten und den Thatfachen, die in meiner Richtigstellung enthalten sind, vorbei. Ich kann mich daher kurz fassen. Rur die neuen Ungenauigkeiten sollen richtiggestellt werden. Millerands Eintritt ins Ministerium war thatsächlich bloß ein persönlicher Akt. Das damalige„VcrständigungS- Komitee" hat gerade auf Antrag des Genossen I a n r ö s Millerands Handlung dessen �persönlicher Verantwortlichkeit" überlassen. ES gicbt in Frankreich keine Socialisten, die„offenbar bereit" wären,„unter ähnlichen Umständen dieselbe Methode anzuwenden": für alle Socialisten ist der Beschluß der EinigangSkongresses bindend, wonach die Partei über den eventuellen Eintritt eines fsocialisten ins Ministerium zu beraten hat. *) Zwei blutig verlaufene Arbeitseinstellungen unter Napoleon IN. Ks„Nmilris" Kttlim| ES würbe zu weit führen, die zweite Kongreßresolution, d. h. den plötzlichen Zusatzantrag, der der kommissarisch v e r- einbarten Ausglcichsresolntion ins Gesicht schlägt und daher die bekannten stürmischen Auftritte veranlaßt hat, auf Herz und Nieren zu prüfen, wie das im Obigen in Bezug auf die Motive der „Ministeriellen" geschieht. Das Gebiet der persönlichen Psychologie lassen wir lieber beiseite. Der thatsächliche Inhalt der Arbeiterschutz-Refonn wird dadurch nicht geändert, daß man sie hartnäckig als„das Elsstundengesctz für Kinder" bezeichnet. Hoffentlich werden die„Anti- ministeriellen" wenigstens im Jahre 1804, da der Zehnstunden- tag für Kinder, Frauen und Männer kraft jener Reform zur That fache wird, nicht mehr von einem„Elf- stundengcsetz für Kinder" sprechen. Es ist ganz natürlich und selbstverständlich, daß die Streiks im Norden, wie diejenigen in andren Departements, zu„Beweisen für die Vorzüglichkeit" der Reform werden. Dazu gehören nickit etwa „Federn von ministeriellen Lobredn�rn", sondern einfach die Kenntnis der GesetzeSbesttcbnngen und der gesunde Menschenverstand. Jene StteikS beweisen nämlich, daß die Reform iJrklich eine Verkürz n n g der Arbeitszeit dewirkt hat. Daß„der Minister einerseits und die Unternehmer andrerseits" keinen„Kontrakt geschlossen" haben, versteht sich von selbst. Dieser angebliche„Kontrakt" wird auS„den Geständnissen der An- Hänger selbst des Ministeriums" hergeleitet. WaS da„Geständnisse" genannt wird, ist ein Artikel von Jaurös. worin dieser.ien Streikenden des Nordens Waffen in die Hände gab, indem er daran erinnerte, daß die Unternehmer das alte Gesetz von 1892 fortwährend verletzten und so jahrelang„betrügerisch" Kinder und Frauen namentlich im Norden zu einem zwölfstündigen Arbeitstag nötigten. Die Unternehmer, sagt Jaures weiter, hatten sich immer auf die Unmöglichkeit der An- Wendung jenes Gesetzes berufen, so daß die Fabrikinspektoren für die Vereinheitlichung der Arbeitszeit zunächst auf 11 Stunden eintraten. Jaures meint nun, daß die betreffenden Fabrikinspektoren„offenbar" den„Befürchtungen und dem Widerstand der Unternehmer Rechnung tragen" und in deren Namen erklärten:„Zwingt man uns sofort den Zehnstundcntag auf, so ivird man genötigt, den Lohn herabzusetzen; will mau letzteres vermeiden, so soll man uns zunächst nur den Elsstundentag auferlegen, unter dem Vorbehalt einer späteren weiteren Arbeitszeitverkürzung." In diesem Sinne spricht denn auch Jaures von„einer Art stillschweigenden Kontrakts, der zwischen dem Unternehmertum und den öffentlichen Gewalten abgeschlossen wurde". Aber dieser von Jaurös deduzierte„Kontrakt" bezieht sich jedenfalls nicht auf das gegenwärtige Ministerium, sondern vielmehr auf alle Regierungen, die seit 1392 die Ver- letzung des Gesetzes duldeten. Das geht mit aller Deutlichkeit auS dem ganzen Attikel hervor, dessen einziger Zweck, wie gesagt, war, den Streikenden Waffen in die Hände zu liefern.(Siehe„Petite Republique". cl. d. 29. April 1900.) Nun kommt man und verwandelt jenen„stillschweigenden Kontrakt" zwischen den Unternehmern und den Ministerien seit 1892 in einen „von den Anhängern selbst des Ministeriums" eingestandenen „Kontrakt" zwischen M i l l e r a n d und den Unternehmern, während Millerand doch gleich in den ersten Monaten seiner Ministerschaft versucht hat. das alte Gesetz zur Durchführung zu bringen!... Uebrigens ist jene Verwandlung schon vor Wochen in Frankreich von einem antiministeriellen Socialisten gemacht worden. In Bezug auf die Haltung der Regierimg bei Streiks sei nochmals gesagt, daß die Schlußfolgerüng, wonach„in Frankreich niemals, seit unsre Bourgeoisrepublik besteht,... so viel gewaltsame Unter- drückungen... von Arbeiterausständen vorgekommen sind, wie" unter einem Ministerium, das ein socialistischeS Mitglied zählt und von einem Teil der Socialisten unterstützt wird,— daß dieie Schluß- folgerung den fatalen Fehler hat, allzu viel beweisen zu wollen. Nur noch folgende lehrreiche Gegenüberstellung. Früher hieß eS, daß „im Creuzot die Arbeiter an Händen und Füßen gefesselt in den Klauen der Gebrüder Schneider" gelassen wurden, und zwar infolge deS Schiedsspruchs des Ministerpräsidenten; jetzt, nach meiner Richiigstellung, heißt es:„In Creuzot wanderte der Schiedsspruch des Ministers einfach in den Papierkorb des Herrn Schneider",— also war der Schiedsspruch doch nicht auf Schneiders Interesse zugeschnitten. DaS genügt. Damit ist für mich die Diskussion erledigt, in der eS mir darauf ankam, nicht diese oder jene Richtung innerhalb des französischen SocialiSmuS als die unfehlbare und alleinseligmachende herauszu- streichen, sondern im Jutereffe einer gerechten Beurteilung aller Richtungen, die für die gedeihliche Entwicklung der Gesa m t Partei gleich unentbehrlich sind, die Thatfachen sprechen zu lassen. Paris, 22. Juni. B. Kritschewsky. Der Mordprozeß Jänicke. Aus den Zeugenvernehmungen vom Freitagabend'sind noch einige Momente nachzutragen. So bekundete der Hauswirt, bei welchem der Angeklagte eine Zeit lang als Portier thätig gewesen ist. daß er mit ihin ganz zufrieden gelvesen ist. Er hat keine Spur von Geistes- schivachheit au ihm bemerkt, ihn im Gegenteil für einen ganz be- fähigten Menschen gehalten. Nach seiner Beobachtung sind machmal 4—5 Kunden pro Tag bei dem Angeklagten gelvesen, um sich die Karten legen zu lassen. Der Zeuge hätte dem Angeklagten zum 1. April seinen Posten gekündigt. Der kleine Misch mußte oft die Straße fegen, während daS Ehepaar Jänicke noch im Bette lag.— Aus einer andren Zeugenaussage ging hervor, daß der An- geklagte in der That die Absicht hatte, die ganze Wohnung der Beraner auszuräumen, und schon einen Möbelwagen zum Wegschaffe» der Möbel bestellt hatte. Darauf bezog sich auch der Zettel, den der Zeuge Just bei Frau Beck abgeben sollte.— Die Aus- sage der Zeugin Kordus, deren Thätigkeit als Kartenlegerin wiederholt zur Sprache kam, erregte nicht das Interesse, daS man erwartet hatte. Sie ist 34 Jahre alt, katholischer Religion und wegen der Lotterielos- Affaire, die sie mit Fräulein Schnell hatte, zu 50 Mark Geldstrafe venineilt worden. Sie hat das Kartenlegen von einer alten Frau gelernt und kündigte sich in ihren Annoncen als„Zigeunerin" an. Sie glaubt hierzu eine gewisse Berechtigung zu haben, da ihre Eltern als Steinschläger 23 Jabre in der Welt herumgereist seien. Sie sei auch allgemein als„Zigeuncrkind" be« zeichnet worden und in einer Erdhöhle bei Allenstem geboren. Sie sagt auch auS der Hand wahr. Sie bestreitet entschieden, Jänicke zu kennen, dagegen kannte sie die Bergner sehr gut. hat sich von dieser mehrfach Blusen anfertigen lassen und ihr auch mehrfach die Karten gelegt, wofür Fräulein Bergner je 30—50 Pf. bezahlte. Der Angeklagte hatte behauptet, der Talisman, den die Bergner um den Hals getragen haben soll, sei ihr von der Zeugin geschenkt worden und diese habe noch einen andren Talisman in Gestalt einer KokuS- nuß„gegen Neid und Mißgunst im Hause" bcseffcn. Frau KorduS bestreitet dieS. Die Zeugin ist verheiratet, ihr Mann ist Arbeiter. Der Vorsitzende hält der Zeugin vor, daß behauptet wird, auch sie habe, wenn sie zum Lotteriespielen riet, mitgeteilt, der Mann, der das Glücksrad drehe, müsse 10 M. erhalten, so daß dieS, wie der Vorsitzende meint, eine Art UsuS bei den Wahrsagern zu sein ■cheinc. Die gestrige Sitzung eröffnet Landgerichtsrat Rademacher um 3Vz Uhr. Erster Zeuge ist der Foistaufseher Böhm, der am 29. März die Leiche am TeufelSsee im Walde gefunden hat. Sie befand sich in grausigem Zustande, das Gesicht war verzerrt, als wenn die Bergner Kränipfe gehabt hätte. So»«tag, 21. Zmi 1900. Von dem Sohn des Prof. Dr. Mendel ist inzwischen bei dem Verteidiger ein Telegramm eingegangen, wonach Prof. Mendel erkrankt sei und an Gerichtsstelle nicht erscheinen könne. Nach den Angaben deS Zeugen L a ck. Angestellten der Firma Schütt u. Kindermann, für welche die B e r g n e r gearbeitet, war diese eine sehr fleißige, saubere Arbeiterin, die 20— 30 M. pro Woche verdiente. Sie hatte noch 25 Röcke zum Selbstkostenpreise von 10,50 M. pro Rock in ihrer Wohnung, so dnß die von dem An- geklagten gestohlenen Waren einen Wert von 262,50 M. hatten. Er hat sie iii zwei Abteilungen für zusammen 29 M. versetzt. Die Bergner Hai nach den Aussagen dieses Zeugen keineswegs„ge- hungert", wie sie nach Jänickcs Behauptungen gesagt haben soll, vielmehr hat sie seit Weihnachten 216 M. Arbeitslohn verdient, i Da der Angeklagte die Glaubwürdigkeit des Knaben Bruno Misch anzweifelt, so wird der Klassenlehrer desselben vernommen. Er gicbt ihm das Zeugnis eines guten, fleißigen und ivahrheits- liebenden Knaben. Andre Lehrer, die den Knaben unterrichtet haben, schließen sich im ganzen diesem Urteil an. In Fortsetzung der Verhandlungen wird die Frage erörtert, ob ein Buch„Kabale und Liebe, von Dr. Faustulus". aus dem der Angeklagte die Zauberformel und die Anleitung zur Herstellung deS Beschwörungsmittels entnommen haben will, wirklich existiert. Der Angeklagte behauptet. daß ein solches Buch sich unter den Zauberbücher» des Just befunden habe. Just bestreitet dies und behauptet, daß er ein solches Buch nie besessen habe und daß er alle Zauberbücher, die er im Besitz gehabt, dem Angeklagten gegeben habe. Der Staatsanwalt hat Nachforschungen nach dem Buch angestellt und ein negatives Ergebnis erzielt. Es ist nur ein Buch„Zauber und Liebe von Dr. Faustnlus" ermittelt worden, welches aber mit jenem nicht idclitisch ist. Der V e r t e i d i g e r steht auf dem Stand- dunlt, daß, wenn man dem Augellagten glaubt, daß er nach den Angaben des Zanberbnchs gehandelt habe, er sich nur einer fahrlässigen Tötung schuldig gemacht habe. Er beantrage daher, einen Herrn F. W. Regler zu Rohna bei Hirschfclde in Sachsen darüber zu vernehmen, daß in dem Katalog einer Hamburger Buchhändler- Firma das Buch:„Kabale«ud Liebe" von Dr. Faustulus" verzeichnet ist.— Der Verteidiger beantragt ferner einen Beiveis darüber, daß in Zanberbüchern der Gebrauch starker Gifte zum Trinken empfohlen wird.— Der Vorsitzende giebt anheim, ob eS zweckmäßig sei, wenn sich der Verteidiger die Redensarten des Angeklagten zu eigen macht.— Der Verteidiger erwidert, daß er eö für seine Pflicht halte, die Frage der Glaub- ivürdigkeit des Augeklagten und der von diesem behaupteten Unglanb- Würdigkeit des Just nach allen Richtungen hin prüfen zu lassen.— Präs.: Angeklagter, wollen Sie denn dabei bleiben, daß indem Zauberbuch die Anwendung von Strychnin empfohlen worden sei? — Angekl.: Ja wohl.— Präs.: War auch das Quantum an- gegeben?— Angekl.: Ich glaube, eine Messerspitze voll.— Präs.: War auch Blausäure angegeben?— Angekl.: Die Blausäure sollte nur zum Riechen gegeben werden.— Präs.: Sie wollen uns also einreden, solche Albernheiten könnten hin- reichen, nnS glauben zu machen, daß Sie sich. zur Vcrab- rcichliiig von Gift berechtigt hielten? Sie ivollen sich damit nur decken. Halten Sie es nicht selbst für ein ganz aussichtsloses iliid thörichtes Beginnen, nach dem Buche noch weiter zu suchen? — Angekl.: Ich habe doch von Jugend an Zauberei betrieben und auch wiederholt Arsen angewendet, ohne daß es etwa? schadete. — Der Verteidiger beantragt, den Prof. Dr. Leivin, Hindersin- straße 2 in Berlin zu vernehmen. Dieser werde bekunden, daß Magier und Zauberer starke Gifte zum Trinken einzugeben pflegen. — Präs.: Ist eS denn überhaupt denkbar, daß Prof. Leivin so etwas bekniiden Ivird?— Verteidiger: Er wird besonders be- kiinden, daß sogenaiinte Krähenangen für solche Zwecke verwendet würden.— Präs.: In welchem Umfange?— Der Verteidiger schweigt.— Ter Verteidiger beantragt ferner, einen Dr. Kiese- weiter, der durch die Spohrsche Buchhandlung zu ermitteln sei, darüber zu vernehmen, daß zwischen den mittelalterlichen Zauber- Mitteln und den heutigen ein Zusammenhang besteht(Heiterkeit). — Präs.: Dann beachten Sie die Bekuiidung deS Chemikers Dr. Bischoff, daß das Strychnin erst seit 1825 bekannt ist(Heiterkeit).— Der Staatsanwalt beantragt, die Anfrage als gänzlich unerheblich abzulehnen.— Der Gerichtshof will zunächst den Zeugen Just vereidigen. Der Verteidiger erhebt Einspruch gegen die Vereidigung, da Just der Beihilfe verdächtig sei und wohl mich nicht das richtige Verständnis von der Bedeutung des Eides habe.— Der Gerichtshof hält beide Gründe nicht für zutteffend. Eine Beihilfe liege nicht vor, ebenso scheine der Zeuge trotz der Albernheiten, die er in dem Banne des Angeklagten begangen. die Bcdeutting des Eids erfassen zu können. Jetzt scheine er überdies von aufrichtiger Rene über die Albernheiten erfüllt zu fein. Zeuge Just ivird hierauf vereidigt,' niH der Gerichtshof beschließt, die Anträge de§ Verteidigers abzulehnen, da er nach der beschworenen Aussage des Just annehme, daß der Angeklagte daS Buch„Kabale und Liebe" nicht besessen habe. Der Vorsitzende giebt dem Verteidiger zugleich anheim, sich mir auf solche Anträge zn beschränken, die wichtige Dinge betreffen. Es folgt hierauf' eine Zeugin, auf die sich der Angeklagte be- rufen hat. Es ist dieS eine 39jährige Witwe Monds. Sie ist Mutter von sechs Kindern und war durch widrige Umstände ge» zivungen worden, als Detektivin in einem Detektivbureau thätig zu sein. Sie las die Annonce des Angeklagten, der sich als Zigeuner bezeichnete, und da sie die' Sache interessierte, ging sie zu ihm, um sich anS den Karten Glück und Unglück prophezeien zu lassen. Sie hat ihm alle ihre Ber- hältniffe erzählt und da hat er auch gesagt, daß sie ein Mittel be- sitze, um glühende Liebe hervorzuzaubern. Er gab ihr dazu eine Flüssigkeit.' die sie auf C h o k o l a d e träufeln sollte. Sie fragte, ob es Gift sei, worauf er erwiderte, sie könne eS ruhig nehmen,«ie erhielt außerdem ein Pulver, welches sie auf die Treppe streuen sollte. Sie hat das Mittel nicht probiert, sondern bei Seite gestellt. Sie- habe sich ernstlich nur für das Wahrsagen anS den Karten interessiert und müsse sagen, daß manches von dem, was der Angeklagte gesagt. eingetreten sei I— Präs.: Just, treten Sie mal vor und sehen Sie sich das Pulver an. Ist es ebensolches, wie Sie erhalten haben?— Zeuge Just: Nein!— Pr äs.: Das Ihrige sollte ja auch recht stark wirken.(Heiterkeit.)— Die Zeugin Monds erklärt noch auf Be- fragen: Ihr sei das Wesen das Jänicke aufgefallen; derselbe habe den Eindruck des Schleichenden und Unheimlichen gemacht. Außerdem habe er einen ganz tätowierten Arm gehabt. Sie giebt im übrigen zu. daß sie ihm aus Scherz gesagt habe, sein Mittel habe gewirkt.— Der Angeklagte zeigt seinen tätowierten Arm, welcher neben Ringen und Schwertern die Inschrift„Tod den Verrätern!" zeigt.— Nach der oberflächlichen Prüfung des Gerichts- chemikers Dr. Bisch off scheint das Pulver Saffran, Zucker. Fett und Terpentinöl zu enthalten. Der Angeklagte behauptet, nicht mehr zu wissen, woraus das Pulver bestand. Fran Jänicke, die zehn Jahre älter ist. wie ihr angeklagter Ehemann, war früher Dienstmädchen beim Staatssekretär v. Podbielski. Ihr war bekaimt, daß ihr Mann Gifte brauchte zu seinen Beschwörungen. Auch die beabfichsigte Reise nach dem TeufelSsee hat sie am Morgen der Abfahrt ihres MannS gekannt. Ihr Mann fei nervös und von Krampfanfällen heimgesucht und deshalb habe sie den kleinen Bruno Misch zur Fahrt nach dem Teufelssee mitgegeben. Ihr Mann habe� ihr niemals Mitteilung davon gemacht,' waS daselbst passier� Der Geisteszustand des Angeklagten. Der Vater des Angeklagten, Töpfermeister Franz Jänide aus Dalwin bekundet, daß sein Sohn bis zu seinem 16. Jahre an Krämpfen litt und„ übergeschnappt“ erschien, da er allerlei Gestalten zu erblicken wähnte. Außerdem ist er einmal in ein Boot gestiegen, um damit nach Amerika au fahren; er ist aber nur bis Habelberg gekommen und mußte später von Hamburg zurückgeholt werden. Fran Mathilde Jänide, die 73jährige Großmutter, weiß, daß der Angeklagte in seiner Jugend an Krämpfen gelitten hat. Sie bestreitet, ihm unterricht im Zaubern gegeben zu haben. Er habe vielleicht hin und wieder zugesehen. Berliner Partei- Angelegen- jeiten. 0 Tokales. " # fet. Ihre Abreise von Berlin habe auf alter Verabredung gedruckt werden dürfe", nie aufgehoben worden war. Wie arg es beruht; sie wollten von Berlin weg. mit dem geistigen Druck unter dem erleuchteten ersten Diener des Der Präsident hält der gengin vor, daß sie dicje Aussage doch schwerlich In der bei Teutschbein, Marienfelde, heute nachmittag Staates ward, mag eine am 14. Oftober 1780 erlassene Kabinetsbeeidigen fönne. Die Zeugin erklärt noch, daß sie mit ihrem 31/2 Uhr stattfindenden Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins ordre lehren, worin der Striegsdienst als Strafe wegen un Mann in die Heilsarmee auswärts eintreten wollte. Sie be- erfolgt die Aufstellung eines Kandidaten für die Gemeinderatswahl befugter Schriftstellerei, Anfiiegelung der Untertanen Streitet, daß sie ihrem Mann den Nat erteilt habe, sich den Bart ab- in Mariendorf. Außerdem hält Genosse Lankow einen Vortrag. und dabei verwirfter grober Placereien" angeordnet wurde. zuschneiden und das Haar zu färben, damit er nicht gefaßt werde." Unter den Nachfolgern des großen Königs" wurde es mit der Ihr Mann sei sehr nervös, habe Krampfanfälle gehabt und habe sich Genossen bereit erklärt, die Anmeldungen für die Arbeitgeber Anfange dieses Jahrhunderts find gerade wie Scherls„ Lokal- Anzeiger" Gewerbegerichtswahlen. Für den 43. Bezirk haben sich folgende Censur selbstverständlich nicht besser, und die Zeitungen aus dem manchmal eingebildet, er sei ein Graf. Sie selbst habe bei ihrer Berheiratung, die vor einem Jahr stattgefunden, eine völlige sehr Beuffelstr. 66, Paul Rowe, Beusselstr. 62, August Wendt zum Gähnen angefüllt mit Festberichten, Beschreibungen von Fürstendes Staatsanwalts bekundet die Zengin, daß infolge ihrer Sickingenſtr. 4, Plath. Sidingenſtr. 43, Karl Mai, Rostockerstr. 12, einnehmen. An politische Meinungsäußerungen war in den ersten drei gute Ausstattung und 900 Mart bar besessen. Auf Befragen I reisen und mit Theater Recensionen, die einen wesentlichen Raum Erst der Gewitterborzeitigen Entbindung ihr Mann seine Arbeit aufgeben mußte, daß August Fabra, Waldstr. 57, August Schreiber, Huttenstr. 9. Jahrzehnten des Jahrhunderts nicht zu denfen. fie infolge dessen sich Pflegekinder angenommen haben, und daß ihr Achtung, 6. Wahlkreis! Um denjenigen Arbeitgebern, sturm von 1848 beseitigte die Censur und brachte damit wenigstens Ehemann erst von diesem Zeitpunkte an, wo die Not an ihre Thür welchen es an Zeit mangelt, Gelegenheit zu bieten, sich dennoch in etwas Luft und Licht. Wie arg es trotzdem in der zweiten Hälfte zu Klopfen drohte, sich auf die Bauberei gelegt habe. Staats- die Wahllisten zu der bevorstehenden Gewerbegerichts des Jahrhunderts mit den Drangsalierungen der Presse stand, wie anwalt: Sie meinen, daß ihn erst Just verrückt gemacht und erst Wahl eintragen zu lassen, haben sich untenstehende Genossen bereit wenig auch heute von Breßfreiheit gesprochen werden fann, braucht von diesem all' das närrische Zeug gelernt habe?-8eugin: Ja. erklärt, Anmeldungen in Empfang zu nehmen und richtig ab- unsren Lesern nicht erst gejagt zu werden. Plögenjee ragt auch Während der Vernehmung der Beugin schluchzt der Angeklagte zuliefern. Auch sind daselbst Formulare zur Eintragung in die noch ins neue Jahrhundert hinein als Mahnzeichen für das Prolewiederholt heftig. Wahllisten zu beziehen und wird jede Auskunft erteilt: Für den tariat, der schwarzen Kunst erst Schaffensfreiheit zu 37. Wahlbezirt bei: Hoppe, Ackerstr. 21; Ackerstr. 21; Diete, erringen. 123; ilgenfeld, Bergstr. 60; Geisler, Aderſtr. Veteranenstr. 4; Linsow, Anklamerstr. 53; für den Unternehmerkampf gegen die Streifklansel. In einer außer 40. Wahlbezirk bei: bei: Seidel, Neue Rranje, Müllerstr. 7a, Giesel, Bohenstr. 40, obath, gefchäfte wurde nach einem Vortrag des Baumeisters a ch Hochstr. 38, ordentlichen Generalversammlung des Verbands der BauSellerstr. 3; für den 46. Wahlbezirk bei: Krawczat, mann folgender Antrag angenommen: Die Generalversammlung Müllerstr. 159a, Tauschel, Wiesenstr. 29, Dornbush. Base- beauftragt den Vorstand, bis zum 15. September eine Liste derjenigen Mörtels, Ralt, Cement, Steins, Holz. walkerstraße 9, Johann Pfarr, Buttligstr. 10. Wir ersuchen unsre Genossen, welche Arbeitgeber find, sich und Eisenlieferanten aufzustellen, mit welchen zahlreich eintragen zu laſſen und überhaupt sich recht rege an der den Mitgliedern des Verbands Lieferungen für einen Rohbau Wahl zu beteiligen, um zu verhindern, daß Leute gewählt werden, abgeschlossen werden dürfen. In die obengenannte Liſte Um den anwesenden Aerzten noch weiteren Stoff zur Beurteilung deren Urteil durch den engherzigen Klassenstandpunkt beeinflußt wird. find diejenigen Lieferantenfirmen einzutragen, welche sich auf vordes Geistes zustands des Angeklagten zu bieten, wird eine Pankow Niederschönhausen. Am Dienstag findet bei läufig drei Jahre verpflichten, teine Lieferungsverträge Eingabe des Angeklagten an den Staatsanwalt verlesen, ebenso ein Settetorn, Schönhausen, der Leseabend statt. Tagesordnung: mit den außerhalb des Verbant 3 stehenden Baugeschäften oder mit Behörden, Firmen resp. Personen abzuschließen, die vom VorBrief, den er aus dem Gefängnis an seine Frau geschrieben. Es heißt Schlußberatung über die„ Behn Gebote" Hoffmann's. darin u. a.:„ Liebes Weib! Ich hätte besser gethan, wenn ich Heute Sonntag veranstalten die Parteigenossen von Pankow stand bezeichnet werden. Lieferanten, welche diese Verpflichtung es fo gemacht hätte, wie ich es anfangs mit Just verabredet hatte, Nieder- Schönhausen ein Sommerfest, bestehend in nicht einhalten, werden durch den Vorstand von der Liste gestrichen." denn da läge ich da, wo die Bergner gelegen hat. Dein Herz sagt Stonzert, Gesangsaufführungen, lebenden Bildern, Feuerwerk und Der Referent führte aus, daß bereits mit den maßgebenden es Dir, daß ich nicht so schlecht und schuldig bin, wie alle fagen, Kinderbeluftigungen aller Art. Das Fest findet bei Grüßmacher in Lieferanten Fühlung genommen und diese sehr wohl für ein entaber der, der über uns ist, weiß es auch. Mag mich die Welt ver- Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 43, statt. Das Komitee bittet um sprechendes Abkommen zu haben seien. Der Antrag wurde damit urteilen und verdammen, der da über uns ist, wird mir vergeben. recht regen Besuch. begründet, daß der Verband sich dagegen schüßen müsse, daß die wenigen noch außerhalb stehenden Firmen, welche, ohne Beiträge zu Aber der andre, der als Unschuldiger herumläuft und doch die ganze zahlen, die Errungenschaften des Verbands mitgenössen, von den Triebkraft war, mag er um seiner zwei unschuldigen Kinder willen Behörden im Submissionsverfahren den Zuschlag für Bauausführungen in der Welt freigesprochen werden, aber der Allmächtige, der über selbst zu höheren Preisen häufig bloß deshalb erhalten hätten, weil uns ist, wird ihn zu treffen wissen und die Strafe wird fürchterlich Die Presse in Preußens Hauptstadt. sein. Wenn ich ihm gefolgt wäre, dann läge ich jetzt auch da und Von einem russischen Minister erzählt man, daß er eines Tages fie die Ausstandsklausel nicht zur Bedingung stellen. Der die Welt würde gewiß gesagt haben, es war ein Liebespaar. Nun, den für irgend einen süddeutschen Sof bestimmten Gesandten be- Antrag fand einstimmige Annahme. Wenn Arbeiter gegen ihresgleichen in einer oft nicht entfernt Gott sei Dank, liebe Frau, es ist nicht geschehen und so stehe ich hier auftragt habe, auf alle Fälle auch Mainz zu besuchen. Dort sei so schroffen Weise vorgingen, dann schritt der Staatsanwalt dem Gutenberg ein Denkmal errichtet worden. Bräf.: Was sollte Ihnen denn Just so Schlimmes geraten rechtgläubiger und seinem Kaiser treu ergebener Ruſſe fönne gar gegen fie ein. Wie werden sich Behörden und Justiz in diesem Fall haben, Angeklagter?- Auge kl.: Er hat mich doch auch zuerst auf nicht anders, als in dem Erfinder der Buchdruderkunst den der Verrufserklärung bewähren? Angel.: die Zauberei gebracht und dann war verabredet, daß die Bergner Beelzebub sehen, und daher möge er, der Gesandte, sich im Namen Die städtische Gasbehälter Auftalt am Roppenplatz geht und auch ich aus der Schale bei der Beschwörung trinken sollten.-jeiner Regierung vor das Dentmal hinstellen und dem Gutenberg endgültig ein. Sie wurde schon im Juni v. J. wegen Betriebs Beuge Just bestreitet dies. recht fräftig ins Antlig spucken. unsicherheit eines Bassins bis auf weiteres außer Betrieb gesetzt. Es werden nunt noch einmal die Aerzte Sanitätsrat Das Boruffentum, unter dessen Regiment das deutsche Volt Die vorgenommenen Messungen des Gasdruds haben inzwischen er Dr. Passauer, Dr. Karst und Dr. Schlichting vorgerufen, heute steht, ist nicht so brutal offenherzig, wie der minder geleckte geben, daß überhanpt tein Grund mehr vorliegt, die Anstalt zu erdie übereinstimmend begutachten, daß kein Zweifel an der Burechnungs- Stodruffe. Aber wer am heutigen Tage der Gutenbergfeier halten. Auch unter den ungünstigsten Verhältnissen, im Dezember, fähigkeit des Angeklagten vorliege. Die Gasbehälter werden daher auf die Erlebnisse der Presse in Preußens Hauptstadt zurückblickt, der hat der Druck völlig ausgereicht. Der Verteidiger beantragt trotzdem noch die Vorladung mug in Trauer sich zu dem Geständnis bequemen, daß unter den abgebrochen der Verkauf auf Abbruch ist von der Verwaltung muß eines Psychiaters, der Gerichtshof lehnt aber den Antrag vielen Martermalen, mit welchen die schwarze Kunst auf ihren der städtischen Gaswerke bereits öffentlich ausgeschrieben worden ab, weil kein Antrag auf Untersuchung des Geisteszustands seitens Leidensstationen gezeichnet wurde, das ihr in Berlin aufgedrückte und das Grundstück samt dem darauf befindlichen Wohnhause wird eines Arztes gestellt sei und der Gerichtshof nicht den mindesten nicht das unscheinbarste ist. der allgemeinen städtischen Verivaltung zu andrer Benugung oder Bweifel an der Burechnungsfähigkeit des Angeklagten habe. Für den geistigen Tiefstand im Berlin des Mittelalters zur Veräußerung übergeben. Die Anstalt gehörte zu den vier Sie wurde gleichzeitig Die Beweisaufnahme wird hierauf geschlossen und eine Pause ist es bezeichnend, daß der erste Buchdrucker erst 1540, also genau ersten, die die Stadtgemeinde erbaut hat. bis 5 Uhr gemacht. hundert Jahr nach Erfindung des Buchdrucks, hier seinen Einzug mit den beiden Gasbereitungs- Anstalten am Stralauer Platz und Die den Geschwornen vorgelegte Frage lautet auf Mord, auf hielt. Es war dies ein Hans Weiß aus Wittenberg, der dort feit vor dem Kottbuser Thor und mit der in der Georgenstraße gelegenen den Antrag des Verteidigers wird die zweite Frage auf fahrlässige 1525 in seinem Fach gewirkt und manche Schrift von Luther gedruckt Gasbehälter- Anstalt( die später dem Stadtbahnhof„ Friedrichstraße" Tötung gestellt. Darauf beginnt der Erste Staatsanwalt v. Ditfurth hatte. Der Kurfürst Joachim II., der 1539 aus recht weltlichen weichen mußte) am 1. Januar 1847 in Betrieb genommen. fein Plaidoyer. Daß der ursprünglich angenommene Selbstmord Gründen zur Reformation übergetreten war, berief ihn hierher, Feuerwehrdenkmal. Der Ausschuß der Stadtverordneten nicht vorliege, stehe fest; die unglückliche Luise Bergner sei damit er die Neue Kirchenordnung" druce. In der Bestallungs- Versammlung zur Vorberatung der Magistratsvorlage, betreffend den getötet durch den Angeklagten und getötet mit Ueber- urkunde heißt es: Entwurf zu einem Feuerwehrdenkmal auf dem Mariannenplatz hat legung. Der Angeklagte fei feineswegs geisteskrant, sondern unter Vorsitz des Stadtverordneten Hammerstein einstimmig befür seine That verantwortlich zu machen. Mancher möge beim schlossen, der Versammlung zu empfehlen, den Entwurf des Stadtersten Anblick des Angeklagten den Eindruck gehabt haben, daß er baurats Ludwig Hoffmann zu diesem Denkmal zu genehmigen und nicht wie ein Mörder aussähe. Dies würde berechtigt sein, wenn es fich um ein Verbrechen handle, bei dem eine gewiffe Kraftsich mit dem mit 74 000 m. abschließenden Kostenanschlag einverstanden anstrengung, ein starker Mut aufgewendet werden müsse. Hier habe zu erklären, sowie auch den Magistrat zu ersuchen, die Umgebung des Denkmals entsprechend gärtnerisch auszuschmücken. es fich aber um eine That gehandelt, die ausgeführt werden mußte mit Liſt und Verschlagenheit, um eine Art MeuchelAn dem großen Spielplan im Friedrichshain wird eine mord. Der Angeklagte ist so führte der Staatsanwalt vierte Echuzhalle errichtet. Sie ist, wie die drei andren, die hier aus nicht ein Opfer seines Aberglaubens geworden. Es mag Weiß konnte sich jedoch nur vier Jahre in Berlin halten, und im Vorjahr aufgestellt wurden, nur von geringem Umfang und sehr Leute geben, die den Glauben haben, daß sie selbst solche über- bis 1575, wo sich der Alchymist Thurneißer als neuer Gutenbergs- einfacher Ausstattung. Die Hallen werden von den auf dem Plaze natürlichen Kräfte besigen. Dazu gehört aber der Angeklagte jünger in der furfürstlichen Residenz niederließ, mußten alle Drud- spielenden Schulkindern wie von andren Besuchern des Hains bei nicht. Der Zeuge Just hat das dümmste und albernste Beng aufträge nach der Universitätstadt Frankfurt a. O. gegeben werden, plöglich eintretenden Regengüffen gern benugt. Sie dienen als Notfür bare Münze gehalten, die Luise Bergner ist vollständig wo seit 1506 eine Druckerei bestand. halle bis zur Errichtung der großen Schußhalle, die später in der im Banne des Angeklagten gewesen, sie hat getreulich Die Geburt des Berliner Zeitungswesens fällt unter die Nähe des Plakes nach den Entwürfen des Stadtbaurats Hoffmann gehalten, was er ihr anbefahl, fie glaubte an seine Kunst, er aber Regierung des Kurfürsten Georg Wilhelm. Die Blätter gebaut werden soll. var fich zweifellos ganz klar darüber, daß dieser Zauber eine schlaue wurden herausgegeben vom furfürstlichen Botenmeister, der wohl Komödie war, deren Hauptzwed war, feinem Opfer Geld aus der am ehesten zu Neuigkeiten gelangen mochte; die Berichte über die Tasche zu loden. Er hat es verstanden, die ihm blind ergebenen Per- Weltbegebenheiten erschienen jedoch keineswegs regelmäßig, sondern fonen ganz feinem Willen zu unterordnen, er ist schlau und nur, wenn irgend etwas Besonderes zu melden war. geschmeidig gewesen und in dem Augenblick, als es bei der Bergner anfing, allmählich zu dämmern, da hielt er es für geboten, fie um die Ecke zu bringen. als Mörder." Ein echter, Also, das er allerley bücher, so Christlichen Glauben, guter pollicey, und der Erbarkeit, nicht ungemeß oder zugegen sein, in unserm Churfürstenthum und Landen alle dieweil er darinnen ist, brucken, feyl haben, und verkauffen lassen mag, Und so lang folche Bücher, so er jetzt und forthin drudet und bruden wird, beh im in zimlichem kauff, befunden werden, Sollen dieselben von jm gekaufft, und feinem frembden Druder oder Buchhendler, in unserm Churfürstenthum, weder heimlich noch offentlich fehl zu haben noch zu verkauffen gestattet werden. A Die Mißstände auf dem städtischen Schlachthofe. Auf Ver anlassung der Oberstaatsanwaltschaft ist, wie die Allgemeine FleischerBeitung" mitteilt, in dem Prozeß betreffs der Mißstände in der Rochanstalt auf dem städtischen Schlachthofe Revision eingelegt Gleichzeitig mit diesem ersten fümmerlichen Versuch des Nach- worden, obgleich in der Verhandlung vor dem Landgericht der richtendienstes erstand in Berlin die Zeitungscensur. Staatsanwalt selbst die Freisprechung der Angeklagten Darmhändler Der Kurfürst erließ auf Betreiben seines Beraters Schwarzen- Starl Lange, feines Vaters Schlächtermeister Hermann Lange und berg folgendes Edikt: des Schlächtergesellen Louis Schmolinski beantragt hatte. Die " Ob es wohl eine Sache, daran sich die Wiener von Revisionsschrift ist dem Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Billigkeits wegen nicht zu standalieren hätten, weil ja leichtlich zu Dr. Werthauer, bereits zugestellt. erachten, daß die Zeitungen anders nicht werden bei uns in Drud gegeben werden, als wie man sie unserm Botenmeister aus Anweisungen für den Gebrauch des Fernsprech- Anandern Orten schreibt, so ist es uns doch lieber, damit dies soll schlusses" sind in Broschürenform durch die Reichsdruckerei hergestellt den Leuten aller Praetet genommen werde, daß man dasjenige und werden von den einzelnen Bostämtern aus demnächst an die umgedrudt lasse, was bermuthlich Offensive erregen möchte. Fernsprechteilnehmer zur Verteilung gelangen. Die Broschüre entDoch tönne man denen, welchen die Avisen zugeschickt werden, das hält einen Auszug aus den Bedingungen, unter welchen FernsprechAusgelassene beischreiben." Anschlüsse hergestellt, Angaben darüber, wie der Fernsprecher zu be " Die Vorgänge am Teufelssee stehen nach den durchaus glaubhaften Befundungen des Knaben Misch absolut fest. Danach besteht kein Zweifel darüber, daß der Angeklagte ganz heimtüdisch der Bergner das Gift beigebracht hat und zwar zu dem Zived, sie als unbequeme Zeugin seiner Schwindelcien umzubringen und sich ihrer habe zu bemächtigen. Unmittelbar nach der That ist er dann ganz planmäßig zum Diebstahl in der Bergnerschen Wohnung übergegangen und hat diesen Blan mit unbegreiflicher Verblendung weiter verfolgt, die ihm schließlich zum Verderben wurde. Die Habgier. die Sie Ueberlegung tötet, fommit ja dem Kriminalisten so oft zur Unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm erhielt 1655 der Buchhandeln ist. In einer besonderen Abteilung werden auch die durch Hilfe! Der Staatsanwalt führt ferner aus, daß der Zeuge Just drucker Christoph Runge das Privilegium, Wöchentliche die neue Postordnung bewilligten Nebenanschlüsse behandelt und über zwar sehr beschränkt, aber ehrlich sei, und ebenso liege feine Ver- Avisen" herauszugeben. Neben dieser, für das Publikum be- deren Gebrauch nähere Auskunft gegeben. anlaffung vor, die Glaubwürdigkeit des Knaben Misch zu bemängeln. stimmten Zeitung gab es auch noch gefchriebene Zeitungen, Die Herstellung einer neuen Straßenbahnstrecke in gestern Der Staatsanwalt schließt mit dem Antrage an die Geschwornen, die von den geheimen Räten des Kurfürsten angefertigt den Angeklagten des Mordes für schuldig zu sprechen. wurden, aber nur für höhere Staatsbeamte beſtimmt waren. auf dem Tempelhofer Felde in Angriff genommen worden. Der Verteidiger, Assessor Baum, führt alle Gründe an, die Der Zustand engster Beschränkung blieb das ganze Jahrhundert im Kolonnenbrüde her in die General Papestraße einbiegen. Zunächst ims werden zwei Linien, eine westliche und eine öſtliche, von der dagegen sprechen können, daß der Angeklagte die Absicht der Tötung Bublikations- und Druckwesen bestehen. Der erste Preußen soll die Linie Weddingplatz- Großgörschenstraße durch die Hauptgehabt habe. Jänide habe keineswegs eine sogenannte Verbrecher- tönig förderte zwar eine Scheinwissenschaft, indem er solche Ge- und Kolonnenstraße bis dorthin verlängert werden, während eine laufbahn hinter sich, wenn er auch einige Vorstrafen aufzuweisen lehrte befchenfte, welche ihm ihre Werke dedizierten und ihn als den andre noch nicht bestimmte Linie von Osten her durch die verlängerte habe. Der Angeklagte sei von der Zuverlässigkeit seiner Bauberkraft größten Fürsten seiner Zeit priefen; aber unter seinem Nachfolger, Kazbachstraße und den Kolonnenweg ihre Trace bis zum südlichen fest überzeugt gewesen und es sei wohl anzunehmen, daß er sich dem Soldatenkönig, wich auch dies bißchen Licht wieder Ende der General Papestraße nehmen soll. bei der Zusammenfegung seines Baubertrants geirrt habe, mithin tiefster Finsternis. Unter Friedrich Wilhelm I. wurden die Druckereien Ende der General Papeſtraße nehmen soll. nur eine fahrlässige Zötung vorliege. Er hatte gar keinen Grund, fast nur mit theologischen Werken beschäftigt, der Buch- Zu der Familientragödie in der Wrangelstraße ist noch die Bergner beiseite zu schaffen, da er sie feineswegs zu fürchten handel beschränkte sich auf den Vertrieb religiöser Streitschriften, zu berichten, daß nunmehr auch die Mutter den hingemordeten vier hatte. Ebenso wenig lag eine Veranlassung vor, den Just zu töten. welche täglich dem König eingereicht werden mußten und im Tabaks- Kindern in den Tod gefolgt ist. Frau Sogolewski ist heute früh im Gegen die Annahme des Mordes spreche vor allen Dingen die Mit- follegium vorgelesen wurden. Enthielten solche Schriften Neuerungen, Krankenhaus Bethanien ihren Verlegungen erlegen. nahme des Misch. Auf dessen Verschwiegenheit konnte er doch gewiß die der König für schädlich hielt, so verbot er furzweg die Ver- Unfall auf der Straße. Vor dem Haufe Gartenftr. 168 nicht rechnen und es wäre ihm ein leichtes gewesen, ihn von der breitung. Bauberscene fern zu halten. Es seien auch verschiedene Wider- Von Friedrich II. stammt das Wort, daß Gazetten scheuten die Pferde eines mit Steinen beladenen Rollwagens und sprüche in der Aussage des Knaben Misch festzustellen. Ginige nicht genieret fein müßten. Es steht erwähnt in gingen in der Richtung nach der Invalidenstraße durch. Vor dem Hause Gartenstr. 160 fiel der Schuhmann Böhrens den Pferden in Bunfte, die er in der Voruntersuchung behauptet habe, feien von einem Schreiben des Kabinettsministers v. Podewils vom die Zügel, wurde ungefähr 200 Schritte mitgeschleift und vor dem ihm in der Hauptverhandlung bestritten worden. Der Verteidiger 5. Juni 1740, wonach dem Etats- und Kriegsminister im Namen des Hause Gartenstr. 24 gegen einen dort haltenden Bierwagen gedrückt, kommt zu dem Endergebnis daß nur fahrlässige Tötung vorliege Königs eröffnet wird, daß dem hiesigen Berlinischen Der Schußmann riß nun die Pferde beiseite und brachte sie vor und daß der Angeklagte nicht voll zurechnungsfähig sei. Beitungsschreiber eine unbeschränkte Freiheit ge dem nächsten Hause zum Stehen. Er hat eine Quetschung des Um 8½ Uhr ziehen sich die Geschwornen zur Beratung zurüd. laffen werden soll, in dem Artikel von Berlin von demjenigen, Ringfingers der rechten Hand und Verletzungen an der linken Hüfte was anigo hier vorgeht, zu schreiben, was er will, ohne daß solches cenfiert werden soll." Diese vom König in den ersten Tagen seiner davongetragen. Die Abzweigung der elektrischen Hochbahn nach dem Pots. Regierung gnädig bewilligte Freiheit" dauerte gerade ein halbes Jahr; im Dezember desselben Jahres wurde wegen Milß brauchs damer Bahnhof als Unterpflasterbahn wird gegenwärtig mit der Freiheit" auch über den Artikel von Berlin" wieder die Censur Energie weitergeführt. Das Hintergelände der Köthenerstraße, längs berhängt; während im übrigen das in gemeffenen Zeiträumen immer deffen die Hochbahn als Unterpflasterbahn sich langsam in die Erde Die beiden wieder erneuerte Verbot, daß ,, in publicis nichts ohne höhere Erlaubnis sentt, wird bald von allen Hindernissen befreit sein. Das Urteil. Nach einer Beratung von 15 Minuten gaben die Geschwornen thren Spruch auf schuldig des Mordes ab. Der Gerichtshof verhängte darauf die Todesstrafe über den Angeklagten. " " Tagen so auch fernerhin dem Publikum bis 11 Uhr zur Besichtigung liegenden Fall irgend wie strafrechtlich verantwortlich gemacht werden offen stehen. fönne. Die zuständigen Gerichte erster und zweiter Instanz sprachen or ment Sabre ungefähr hatte Herr G. Crüſemann aus Bangtot liche Tanzluftbarkeit veranstaltet, noch sie abgehalten" habe. Im Zoologischen Garten ist eine neue Tierart entdeckt worden. ihn denn auch frei. Es wurde angenommen, daß er weder die frag einige fiamesische Schakale nach Berlin mitgebracht und dem hiesigen P. wäre auch nicht berpflichtet gewesen, die jungen Lente am Tanzen Seitenflügel des Hauses Köthenerstr. 13 und des Quergebäudes Nr. 14, welche sämtlich nach Vollendung der Bahn wieder neu aufgebaut werden, wobei die Bahn durch ihre Kellergeschosse führt, find fast dem Erdboden gleichgemacht. Ebenso ist der hintere Garten des bekannten Restaurants zum„ Köthener Garten" bereits verschwunden. hindern. Daß er dies unterDie Unfälle mit den elektrischen Straßenbahnwagen Zoologischen Garten geschenkt. Es waren ganz junge Tierchen, ließ, stempele ihn noch Die nicht zum Veranstalter. werden täglich zahlreicher. Freitagabend um 7 Uhr wurde vor dem welche damals nicht Sicherheit bestimmt werden konnten. Hause Reichenbergerstraße 72 ein siebenjähriger Knabe, Mittlerweile haben sie sich ausgefärbt und zu sehr schönen Tieren Staatsanwaltschaft legte Revision ein und betonte, das paffive Dulden sei schon ein Halten der Tanzmusit". Das Kammers Sohn des Handwerkers S., von einem elektrischen Straßenbahn- entwickelt, die jetzt im kleinen Raubtierhause untergebracht sind. gericht verwarf die Revision der Anklagebehörde und führte wagen der Linie Dönhoffplag- Rirdorf überfahren. Der Knabe Matschie, der Verwalter der föniglichen Säugetiersammlung ist von wollte vor dem Wagen vorbeilaufen, stürzte und wurde von der vornherein der Ansicht gewesen, daß der Siam- Schakal sich von allen aus: Das Veranstalten einer Tanzluftbarkeit" und das Halten von Schutzvorrichtung des Wagens gequetscht, geriet dann zwischen die andern bekannten Abarten unterscheiden müsse, weil der Wildhund in Tanzmusit" jebe eine positiveThätigkeit aufherbei. Bremsvorrichtung und konnte erst nach geraumer Zeit durch die jedem Tiergebiete gewiffe eigentümliche Merkmale befizzt und aus Thätigkeit des angeklagten Gastwirts jei hier nicht erwiesen und inführung einer Tanzlustbarkeit voraus. Eine solche Feuerwehr hervorgeholt werden. Mittlerweile war der Tod schon Hinterindien ein echter Schakal noch nicht bekannt war. Jetzt hat bas bloße Dulden jei im vorliegenden Fall nicht strafbar. Der An eingetreten. Die Schuld an dem Unglück wird von Augenzeugen dieser Zoologe die Tiere unter dem Namen Canis crüsemanni neu geklagte sei deshalb mit Recht freigesprochen worden. weniger dem Knaben als der höchst mangelhaften Schutzvorrichtung des Straßenbahnwagens beigemessen. Auch in andern Fällen hat die Schußvorrichtung vollständig versagt. Das Grab der Frau Charlotte Birch- Pfeiffer auf dem Jerusalemer Kirchhof in der Bergmannstraße war gestern aus Anlaß ihres 100jährigen Geburtstags reich mit Blumen und Kränzen geschmückt. = Der Vorsitzende des Vorstands der Landesversicherungs: Anstalt Dr. Freund und der stellvertretende Vorsitzende des Auschusses Herr Warnst( Vertreter der Arbeitnehmer) haben sich nach Paris zum Studium der Abteilung für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen auf der Weltausstellung begeben. Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin hat auf der Weltausstellung ein Panorama ihrer großen Heilstätten in Beelig, welche zur Zeit im Bau begriffen sind, zur Ausstellung gebracht. beschrieben. Die neuen Bereicherungen des Berliner Aquariums tommen besonders den Abteilungen der Fische, der Krebs- und Blumentiere zu gute. Einer der interessantesten und reizendsten Fische ist der im Mittelmeer heimische Purpur- oder Korallenfisch, das Mitglied einer Gattung, die durch die Art ihrer Beschuppung und auch im sonstigen Aeußern an die in den tropischen Meeren lebenden Schuppenfloffer erinnert; die Schuppen dieser Fische, welche eigentümlich fammförmig find, bedecken nicht nur Rumpf und Stopf, sondern dehnen sich auch auf die sentrechten Floffen aus. Das Kleid der hier gezeigten Fischspecies erscheint in einem äußerst ansprechenden, gold: und filberſchimmerndem Biolett und Rotbraun und an der Wurzel der Brustflosse macht sich ein schwarzer Fled bemerkbar. Aus den Nachbarorten. sho 21998 Sociales. Gewinnbeteiligung und Organisation der Landarbeiter. Graf Reventlow auf Wulfshagen bei Gettorf in Schleswig- Holstein teilt int„ Land"( Nr. 8) mit, daß er demnächst beabsichtigt, auf seinem Rittergut die Gewinnbeteiligung für seine sämtlichen Arbeiter und Arbeitevinnen einzuführen! Als Borbedingung einer vernunftgemäßen Beteiligung am Gewinn bezeichnet Graf Reventlow die Organisierung der Arbeiter des jeweiligen Betriebs zu einem Verein, den man etwa Wohlfahrtsverein nennen könne und dessen Vorstand Einblick in die Geschäfts- und Buchführung erlangen müßte. Jm weiteren Verlauf hätte sich der Vorstand zu einem Arbeiterausschuß auszuwachsen. Die In Charlottenburg hat sich der Magistrat in der Frage der Gewinnbeteiligung muß als Recht, nicht als jederzeit widerrufliche tünstlerischen Ausschmückung der neuen Charlottenburger Vergünstigung eingeräumt werden. Die Gewinnbeteiligung darf Von dem flüchtigen Schuhwarenhändler Joseph Reh- Brücke der Ansicht der dortigen Tiefbaudeputation angeschlossen, aber nicht zur Grundlage der ganzen Entlohnung gemacht werden, winkel fonnte bisher tros sorgfältigster Recherchen teine Spur ent- daß ein Thorüberbau für die Brücke nicht in Frage kommen fann; vielmehr sollen neben derselben die alten Löhne fortbezahlt werden. deckt werden. R. hat nach den Ergebniſſen des bisherigen Ermitte- or chapfiehlt beshalb der Stadtverorbuen Berjanlung to die Da der Reinertrag wesentlich von der Geſchicklichkeit des leitenden Tungsverfahrens seine Flucht längere Zeit vorbereitet und dürfte Neubearbeitung der prämiierten Entwürfe nur eine architektonische Landwirts, den Witterungsverhältnissen und den Marktpreisen wahrscheinlich unter falschem Namen nach England gereist und von Betonung der Straßenränder mit entsprechender künstlerischer Bor- abhängt, ist der Ertrag sehr wechselnd und die Schultern des dort nach Amerika gefahren sein. Rehwinkel ist im Herbst vorigen bereitung und Anpassung an die landschaftliche Hugebung zum Arbeiters find zu schwach, in dieses Risiko zu tragen. Die bie Jahres von Amerita, wo er 14 Jahr lang ansässig gewesen, mit nur Gegenstand haben soll. Außerdem hält er es für zweckmäßig, daß Gewinnbeteiligung bedeutet freilich eine Erhöhung der Produktionsgeringen Mitteln nach Berlin gekommen. Er hatte nicht einmal die Kosten für künstlerischen Aus- und Aufbau auf den Betrag von tosten; da aber die Arbeit durch und Auf genügend Geld, um sich eine Ladeneinrichtung anzuschaffen und stellte 300 000 M. eingeschränkt werden. rch das wachgerufene Eigens interesse der Leute produktiver sich gestaltet, so rentiert sie sich fich solche in primitiver Weise durch Leisten, die er an den Wänden befestigte, her. Durch falsche Vorspiegelungen wußte er sich von vornDer Raubmörder Krüger hat die Blutthat bei Werneuchen voraussichtlich trotzdem für den Unternehmer. Die zu gründende Arbeiterorganisation hat völlige Selbstherein Kredit zu verschaffen und wie schon erwähnt, das Vertrauen zum Teil eingestanden. Krüger wurde gestern nachmittag im Unterseiner Lieferanten dadurch zu erwerben, daß er kleinere Waren- fuchungsgefängnis einem scharfen Verhör interzogen, das bis 9 Uhr verwaltung. Die Beamten des Arbeitgebers können ihr beitreten. feiner Lieferanten dadurch zu erwerben, daß er fleinere Waren abends dauerte. Wie der Polizei gegenüber, so leugnete er zunächst fügungskaffe soll angeschloffen werden. Zur Besorgung der schrift haben aber weder aktives noch passives Wahlrecht. Eine Unterposten, die er anfänglich bezog, schon nach kurzer Zeit bezahlte. Später unterhielt Rehwinkel ein ständiges Lager im auch vor dem Untersuchungsrichter alles, was ihm zur Last gelegt lichen und rechnerischen Arbeiten schlägt der Begründer den Lehrer Werte von nahezu 60 000 m. wird. Nachdem er kurz vor seiner Flucht Sein besonderes Vertrauen sezte er darauf, daß er sich, zwischen verkauft, bedeutend ergänzt hatte, begann er mit einem am Dienstag in Angermünde befunden hat, und zwar ohne des Umfanges der Gewinnbeteiligung bekannt, die uns hier weniger den Bestand seines Hauptgeschäfts, das Zweiggeschäft hatte er in- nachdem am Sonntagabend der Mord verübt worden war, schon vor, da dieser wirtschaftlich am neutralsten allen gegenübersteht. Ausverkauf des Lagers. Er verkaufte das Schuhzeug thatsächlich Rad. Seine Angaben in dieser Beziehung sind ja richtig, aber interessieren. Ueberhaupt würde das geplante Experiment des Herrn unter dem Einkaufspreis und soll einen täglichen Tagesumsatz von der Versuch eines Alibibeweises mußte dennoch bald scheitern, und 6-800 M. gehabt haben. Der Flüchtige dürfte etwa 150 000 m. der Besuch in Angermünde ist nun erst recht verdächtig. Denn Grafen unsrerseits weniger wegen der Gewinnbeteiligung, als vielmit sich genommen haben. Den bisher festgestellten 200 000 m. Krüger hat das Rad zur Fahrt nach Angermünde benutzt, es jedoch mehr wegen der damit verknüpften Organisierung der Landarbeiter Den bisher festgestellten 200 000. im Walde verſtedt und erst wieder hervorgeholt, nachdem er sich eine daß das Vorgehen des Grafen begrüßt werden. Dabei hegen wir aber nicht die Erwartung, Passiva stehen etwa 6000 M. Attiva gegenüber. Der Kaufmann im Walde versteckt und erst wieder hervorgeholt, nachdem er sich eine bei seinen Standesgenossen Sch., der das Zweiggeschäft in der Kleinen Frankfurterstraße gekauft daß er die alte verloren habe. Auch die alte Starte hat ursprünglich Sorrespondenz" scheint dies allerdings anzunehmen, sie sieht in dem neue Invaliditätskarte hatte ausstellen lassen, unter dem Vorgeben, eiva viel Nachahmung finden wird. Die Böhmertsche Socialhat, ist unter dem Verdacht, einen Scheinvertrag eingegangen zu fein, verhaftet worden. Der Beschuldigte soll jedoch in der Lage auf seinen richtigen Namen gelautet. Er hat jedoch diesen ausradiert Sorrespondenz" scheint dies allerdings anzunehmen, sie sieht in dem Plan ein Zeugnis dafür, daß auch in unsern Großgrundbesizern sein, zu beweisen, daß er die Buchungssumme thatsächlich ent- und den Namen Schmidt gefälscht. In Wefenthal, Werneuchen 2c. ge- moderner Geist und Verständnis für die großen socialpolitischen wefen zu sein, bestritt der Festgenommene entschieden. Dem steht aber die bestimmte Aussage des Gastwirts Prahl aus Hirschfelde ent- Aufgaben der Gegenwart erwacht ist". I gegen. Bei diesem hat Krüger- Schmidt um Effen und Trinken mit dem Bemerken angesprochen, daß er beim Chausseebau zwischen Wernenchen und Wesenthal Arbeit nehmen wolle. Prahl bedeutete ihm, er möge erst einmal die Arbeit wirklich annehmen, dann könne er bei ihm Verpflegung erhalten. Als ihm diese Aussage vorAus der Schweiz. Die Frau unsres Genossen Dr. Farbstein, gehalten wurde, geriet Krüger mit seinem Alibibeweis ins Wanken und Advokat in Zürich, eine geborne Osterfeber von Affoltern bei Zürich, räumte ein, in jener Gegend gewesen zu sein, um Arbeit hat von der medizinischen Fakultät der Universität Zürich die Würde zu suchen. Nun hatte er sich verrannt und fam nicht eines Doktors der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe verliehen mehr los. Das Ende war, daß er die That wenigstens bekommen. Ihre Inauguraldissertation behandelt die Embolie der halbwegs einräumte. Thiede sei, jo behauptete er mun, ihm Lungenarterie. um 11/2 Uhr auf der Chauffee begegnet und habe ihn mit seinem Rad, das fein Licht gehabt habe, angefahren. Darüber sei es zu einen Streit gekommen. Thiede habe ihn über den Kopf geschlagen und er habe den Hieb mit dem Spatenstil erwidert. Sein Gegner fei wie tot hingefallen. Um die Spuren der That zu verwischen, habe er den Erschlagenen, obwohl noch etwas Leben in ihm gewesen sei, nach dem Lupinenfeld getragen und dort eingegraben. Dann habe er sich seine Sachen angeeignet. Der Mörder, der dreimal verheiratet genvejen ist, hat schon mehrere Strafen erlitten, u. a. auch wegen Mißhandlung seiner eignen Frau. richtet habe. Water Philipp" wird am 1. Juli in der Ritterstraße seine Pforten schließen, um nach der Lehrterstraße überzusiedeln. Das Militärarresthaus an der Linden- und Ritterstraße besteht seit dem Jahre 1826 und erhielt seinen, Namen von dem damaligen Blakmajor Philipp. Wegen des Verbrechend der Doppelehe ist fürzlich der im Norden wohnhafte Drogist H. in Haft genommen. Er ist vor etwa zwei Jahren aus Amerika nach Berlin gekommen, hat hier ein junges Mädchen kennen gelernt und es geheiratet, nachdem er mit der Mitgift ein Drogengeschäft eingerichtet hatte. Nach einiger Zeit tauchte eine Frau auf, die erklärte, daß H. mit ihr in Amerita getraut worden sei und sie heimlich verlassen habe. H., der dem Rechtsanwalt Dr. Schwindt die Verteidigung übertragen hat, behauptet, daß er die in Amerika vorgenommene formlose Ceremonie für eine rechtsgültige Trauung nicht gehalten habe. Ein großer Skandalprozeß wird in der nächsten Schwurgerichtsperiode beim Landgericht I, die am 2. Juli beginnt, zur Verhandlung gelangen. Es handelt sich um eine Krankenpflegerin Minna Fischer, die einer großen Anzahl hiesiger und auswärtiger Damen Dienste geleistet haben soll, die als Verbrechen gegen das feimende Leben angesehen werden. Die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsanwälte Leop. Meyer, Dr. Halpert, Heilborn und Hoffstedt. Aus der Frauenbewegung. 1SV vermischtes. Ueber die Gutenbergfeier wird vom Sonnabend aus Mainz berichtet: öffnung der Typographischen Ausstellung eingeleitet. Die Gutenbergfeier wurde heute mittag 12 Uhr mit der Er Die Stadt ist aus Anlaß der Feier glänzend geschmückt, selbst der Dom trägt Fahnen und Wimpel; die Straßen sind einheitlich im richtet, das Denkmal selbst hat großartigen gärtnerischen Schmuck erSinne der historischen Trachten des Festzugs geziert. Ein kunstvoll erbautes Fürstenzelt ist gegenüber dem Gutenberg- Monument erhalten. Der Fremdenzufluß ist bedeutend. gestern vom Kammergericht zu Ungunsten der Stadt entschieden. In Ein für die Stadt Berlin folgenschwerer Prozeß wurde er bekannten Prozeßiache des Besitzers der Pankower BadeAnstalt, Herrn 3. Lohff, wegen Verunreinigung der Banke durch die Abwässer der Rieselfelder, wurde die Stadt Berlin zum Ersatz des vorläufig für das Jahr 1897 eingeklagten Schadens verurteilt. jämtliche im Fleischereibetrieb beschäftigten Personen zum Aus Konik wird mitgeteilt: 3u morgen, Sonnabend, find Schon vor vier Jahren hatte die Polizeibehörde im gesundheitlichen Untersuchungsrichter Dr. Zimmermann geladen worden; es soll sich iämtliche im Fleischereibetrieb beschäftigten Personen zum Intereffe der Badenden die Schließung des Flußbads verfügt und um eine gutachtliche Zeugen aussage handeln. Verhöre Gerichts- Beitung age nods Eine Warmung vor dem Ankanf gestohlener Damen umhänge erläßt das Polizeipräsidium. In der Zeit vom 17. Februar bis 21. März sind bei zwei Pfandleihern der Invalidenstraße bezw. Brunnenstraße nach und nach zehn schwarzseidene Damenumhänge dies Verbot alljährlich wiederholt. ntit Spigen und Stickerei, welche einen Engrospreis von je 30-40 m. finden alle Tage statt; sie nehmen die ganze Zeit des rastlos haben, verkauft worden. Die Verkäuferin will dieselben von einer arbeitenden Untersuchungsrichters Dr. Zimmermann in Anspruch. angeblichen Jda Bernau zum Verkauf erhalten haben, welche solche Was für Aussagen gemacht worden sind, darüber ist nur durch Bes Umhänge angeblich für ein Geschäft in der Kurstraße gearbeitet fragen der sich sehr widersprechenden Zeugen etwas zu erfahren. habe. Diese Person war ungefähr 25 Jahre alt, von großer starker Der Fall Sternberg sollte gestern und folgende Tage noch einen Schritt weiter gekommen, Das aber steht fest: bisher ist die Untersuchung noch nicht als Figur, hatte dunkles, hinten in einen Zopf schneckenartig zusammen- einmal vor der neunten Straffammer des Landgerichts I aufgerollt der Auffindung der legten Leichenteile ſtand. jie ant Tage nach gelegtes Haar, dunkle Augen und trug ein schwarzes Kostümkleid, werden. Die Mordsache In dem Vorverfahren hatte die Zeugin Woyda neben tritt ganz in den Hintergrund gegenüber den vielen schwebenden einfachen, dunkelblauen Strohhut in Matrosenform mit weißem Sternberg auch die 19 jährige, bei der nach Amerika entflohenen meineidsverfahren, die gegen Zengen eingeleitet wurden. Sammtband. Die Umhänge sind vermutlich gestohlen. Sie können Massense Fischer beschäftigte Auguste Wender der teilweise im Zimmer 246 des Polizeipräsidiums in den Vormittags- beschuldigt. Sternberg hatte sich gerade auf deren Zeugnis die Frau Rielinger hatten sich häufig wegen angeblicher falscher Beihilfe Der Arbeiter Ma Blow, deffen Schwiegermutter ran to und stunden besichtigt werden, wohin auch Mitteilungen über die angeb zu seiner Entlastung berufen und sie durch seine Agenten Gidesleistung vor dem Untersuchungsrichter zu äußern. Frau Rieliche Jda Bernau zu 2794 IV. 26.00 erbeten werden. zu seinem Termine aus Amerifa zurückkommen lassen. Als am linger, die von dem jungen Moris Levy gesehen haben will, wie er Einen schaurigen Fund machten gestern Arbeiter beim Baggern nommen 29. März 1900 die Verhandlung gegen Sternberg ihren Anfang ge- turz nach dem Morde an der„ Spüle", der Fundstelle des Körpers, hatte, erklärte einer der Verteidiger, in einem Stichtanal am Nordhafen, der zum Löschen von Kähnen Dr. Sello, daß die Zeugin Wender Justizrat mit einem Stock im Wasser gewühlt habe, wurde heute unter dem dient. Die Maschine förderte die Leiche eines jungen Mädchens zu einer dem Kriminalgerichtsgebäude gegenüberliegenden Konditorei unter gleicher Anschuldigung scheinen bevorzustehen."- Der Landgestellt sei und in Verdacht des Meineids in Haft genommen. Weitere Verhaftungen Tage, das seit dem 24. Januar d. J. verschwunden war. Es handelt auf ihre Vernehmung warte. Staatsanwalt Dr. Romen veranlaßte ratsamtsverweser des Kreises Schlochau, v. Ma ch, warnt in einer fich um ein 17 Jahre altes Dienstmädchen Helene Domte, das einige darauf die Sistierung der Wender und dann ihre sofortige Ver- Bekanntmachung vor Ausschreitungen gegen die Juden. Monate bei dem Kaufmann Winter in der Fennstraße 6 in Stellung haftung. Es wurde nunmehr auch gegen fie Auflage wegen war und diese aus bisher noch unbekannten Gründen in der Nacht Sittlichkeitsverbrechen erhoben. Rechtsanwalt Dr. Wertzum 25. Januar verließ. Ein Schußmann, der es kannte, fah, das hauer übernahm ihre Verteidigung. Gestern sollte in dieser Sache Mädchen dann morgens in der Nähe der Torfbrücke. Etwas später die Verhandlung beginnen. Es stellte sich jedoch heraus, daß die sprang dort ein Mädchen in den Kanal und ertrant. Da die Aften des ganzen Falls Sternberg zur Zeit auf die von dessen VerBeschreibung pagte, so nahm man gleich an, daß es die Berteidigern eingelegte Revision in Leipzig sind. Die Verhandlung ist schwindene gewesen sei. Diese Vermutung hat jetzt der Leichenfund deshalb ausgesetzt worden. bestätigt. 20 fichtsmaßregeln sind getroffen. Ein Pestfall ist wieder in Oporto vorgekommen; alle Vorneunte Todesfall infolge von Pest zu verzeichnen; auf Wunsch des In Smyrna war gestern der Sanitätsrats beschäftigt sich eine Kommission mit Sanierungsmaßregeln für Konstantinopel. Der Prozeß wegen des Straßentumults gelangte auch aber durch die Statistit festgestellte Thatsache, daß der Rosenmonat Der Juni ale Selbstmordmonat. Es ist eine wenig bekannte, Für die Freunde der Vorgänge am gestirnten Himmel bieten die gegenwärtigen Lage recht viel interessante Erscheinungen. gestern nicht zum Abschluß, joudern wurde behufs Ladung neuer von Der Jupiter mit seinem aus vier größeren Gliedern bestehenden Beugen bis Montagvormittag 9 Uhr vertagt. Einer der Angeklagten, on allen Monaten derjenige ist, in welchem die Selbstmordziffer Trabantensystem, deren Verfinsterungen, Bedeckungen und Vorüber der Arbeiter Gehrmann, erhielt gestern seine Einberufung zur Teil- ihren Höhepunkt erreicht. Von 1000 Selbfimorden kommen auf Herbst und Winter nur 400, auf Frühling und Sommer dagegen 600 d gänge vor dem Centralförper man von der Erde aus im Fernrohr nahme an der Expedition gegen China. in 100 Fällen erreichte der Juni nicht weniger als 62 mal die HöchstSchritt auf Schritt verfolgen kann, steht bei Anbruch der Dunkelheit In der Schöneberger Schulaffaire war irrtümlich berichtet siffer. Die Ansichten der Psychiater darüber, wie gerade der Juni bereits so hoch, daß der Einfluß der Luftunruhe, wie sie ja immer worden, daß der verstorbene Knabe Rudolf Fischer 11 Jahre alt ge- zu diesem traurigen Ruhme fommit, weichen sehr von einander ab, am Horizont herrscht, bei der Beobachtung ganz ummerklich ist. wesen sei. Die Eltern des Knaben legen Wert darauf, veröffentlicht und einen wirklich plausiblen Grund weiß man kaum dafür auzu Auch der inmitten eines Ringsystems frei schwebende Saturn ge zu sehen, daß derselbe erst 9 Jahre alt war. geben. Denn die Annahme, daß die starke Sommerhiße eine böse währt schon von 10 Uhr ab einen prächtigen Anblick, wenngleich Wirkung auf das Gemüt ausübe, kann man schon darum nicht gelten die günstigste Beobachtungszeit dieses Planeten erst auf den Ein Tänzchen. Im Lokal des Gastwirts Peters hatte ein laffen, weil der Juni keineswegs der heißeste Monat ist, vielmehr Juli und August fällt. Die Venus ist nur noch wenige Tage zu junger Mann am 22. April v. J. fich und andern jungen Leuten die höchste Temperatur im Juli fällt. Zudem kann man die alte schen. Ihr Durchmesser wird augenblicklich immer größer, während das Vergnügen gemacht, feiner Handharmonika verschiedene Tanz Erfahrung kaum umstoßen, die jeder an sich selbst zu machen pflegt, die Phase bereits zu einer feinen Sichel zusammengeschrumpft ist. weijen zu entfalten, und einige Bärchen hatten dieser Auf daß lichter Sonnenschein immer günstig auf die Stimmung wirkt. Bei Abwesenheit des Mondscheins wird sich in den folgenden Tagen forderung zum Tanz" nicht widerstehen können. Bald danach So bleibt denn bis jetzt nur eine Erklärung der seltsamen auch die Beobachtung zahlreicher Nebelflecke und Sternhaufen, erhielt Herr Peters ein Strafmandat wegen Bergehens gegen Erscheinung übrig. Die Statistik hat nämlich u. a. llargelegt, daß darunter der prächtigen Gruppe im Herkules voraussichtlich recht eine Regierungsverordnung bon 1837, weil in feinem bie Selbstmörder durchschnittlich häufiger am Tage, als am Abend günstig gestalten. Ein Besuch der im Ausstellungspart befindlichen Lokal eine öffentliche Tanzluftbarkeit stattgefunden habe, und in der Nacht in den Tod gehen, der Juni aber hat die längsten Urania Sternwarte dürfte somit für die nächsten Wochen recht be- zu der es einer vorherigen olizeilichen Erlaubnis bedurft hätte. Tage. Ob jedoch in dieser Aeußerlichkeit der wirkliche Grund liegt, friedig end ausfallen, und wird das Institut wie in den lezten. beantragte richterliche Entscheidung und bestritt, daß er im vor- ist allerdings sehr fraglich. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Sohn. Wer sich billig und gut gegen Hitze, zur Reise und zum Radeln kleiden will, mon Baer Som Sommer- Joppen Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. Baer Sohn. für Herren für Herren. 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Die Bedeutung des Gewerbegerichts tritt von Jahr zu Jahr mehr zu Tage und der Wert dieser Juſtitution für eine unparteiische Recht: sprechung auf gewerblichem Gebiet sollte der Arbeiter, wenn nicht aus andren Erscheinungen, so doch schon aus dem Mißwollen erkennen, mit dem sie in den Kreisen der Scharfmacher betrachtet wird. Je mehr die Bedeutung der Gewerbegerichte erkannt wird, um so notwendiger ist es, daß die Arbeiterschaft die früher bei den Wahlen oft bewiesene Lauheit aufgiebt und für eine möglichst um= fassende Beteiligung eintritt. Jeder Arbeiter, jeder Parteigenosse sollte sich daher in den nächsten Tagen sein Wahlrecht sichern und jeder Vertrauensmann in Gewerkschaften und Werkstätten sollte dafür sorgen, daß durch Massen- Ein zeichnungen die Beteiligung möglichst vieler Wahlberechtigten gesichert werde. Die Wahl ist eine geheime. In nachstehenden Lokalen können Lokalen tönnen die Arbeiter Berlins fich Formulare zum Einzeichnen in die Wählerliste für die GewerbeSonntag, 24. Juni 1900. Blutsturz gelitten. Es wurde dann aber noch ärztlicherseits fest- das Reichspost- Gebiet alle Neuerungen auf 125 großen Quartſeiten. gestellt, daß bei N. 1894 eine Lungendämpfung mittleren Grades Es liegt nunmehr der revidierte und bereicherte zehnte Jahrgang vorhanden gewesen sei. Ein Arzt, der zur Sache selbst gehört vor. Das Buch ist praktisch brauchbar; sein„ Bligregister" ermöglicht worden war, sprach sich bedingungsweise für das Vorliegen eines schnelles Auffinden der verschiedenartigen Materien. Broschiert 3 M., ursächlichen Zusammenhanges des Unfalls mit der Betriebsarbeit geb. 4 M. aus. Schriften- Eingang. Bevölkerungsprobleme und Berufsgliederung in Frankreich. Ein solcher wäre auch anzunehmen, wenn der Mann vorher Unter den diversen billigeren Specialausgaben existiert auch eine lungentrant gewesen sei und sich diese Krankheit erst in für Berlin. den Anfangsstadien befunden habe. Daraufhin ver. urteilte das Schiedsgericht die Berufsgenossenschaft, die Rente den Hinterbliebenen zu zahlen, und das Reichs- Versicherungsamt als Rekursinstanz bestätigte die Entscheidung mit folgender Begründung: Die Sache wäre ja ſehr zweifelhaft. Da aber N. bis zum 21. Juli 1898 fast völlig erwerbsfähig gewesen sei, könne das Lungenleiden nicht als erheblich gelten. Im Hinblick auf das ärztliche Gutachten halte es darum das Gericht doch bei der Arbeit, sondern auch infolge der Arbeit plöglich entfür wahrscheinlich, daß der Blutsturz am 21. Juli 1898 nicht nur standen sei, also ein Betriebsunfall vorliege. Von Dr. J. Goldstein, Privatdocent der Statistik und Wirtschaftspolitik in Bürich. Berlin. J. Guttentags Verlag. Das Bürgerliche Gesetzbuch für das Deutsche Reich mit Grläuterungen. Berlin. W. Herlet. Preis geb. 6,50 M., geb. 7,50 Wt. Chamberlain, Houston Stewart, Die Grundlagen des neunzehnten 12 Lieferungen. München,( Verlagsanstalt. Bruckmann). Jahrhunderts. I. Hälfte. 8 weite Auflage. 1. Lieferung. Vollständig in Driesmans, Heinrich, Moritz von Egidy. Sein Leben und Wirken. 2 Bände. Dresden.( E. Piersons Berlag). Weiteren Streifen der Gebildeten und des Bolts dargeboten von P. Peter Schutz und Truth- Waffen im Kampf gegen den modernen Unglauben. Nietes, Priester der Gesellschaft Jesu. Erster Teil, Kevelaer 1900.( Buzon u. Berder.) Pohle, Dr. L. Die Socialdemokratie eine vorübergehende Erscheinung? Eine Grenze der ärztlichen Wissenschaft. Dem Brauerei: Arbeiter Merkel waren beim Fliesenreinigen einige Tropfen heißen Sodawassers in das rechte Auge geſprigt; er sowohl wie sein Vorgesetzter hatten aber darauf kein besonderes Gewicht gelegt. Ein halbes Jahr später bemerkte M., der inzwischen in einen andren Betrieb übergetreten war, daß er mit dem rechten Auge nichts Burschenschaftliche Bücherei. Herausgeber Hugo Böttger. Band I, Seft 1, mit mehr sehen könne. Durch ärztliche Untersuchung wurde Berlin 1900.( Carl Heymann.) eine Nezhaut- Ablösung festgestellt. Merkel führte diese auf Müller, Dr. Ernst. Geheime Reichstagssigungen. Lex Heinze. jenen fleinen Unfall zurück und beanspruchte von der Brauerei- München 1900.( G. Sirth.) und Mälzerei- Berufsgenossenschaft eine Jahrbuch für seguelle Zwischenstufen unter besonderer Berück Mörighel, Jüdenti. 35/36. Breuß, Neue Friedrichstr. 20. genoſſenſchaft wies ihn jeboc ab. Das Schiedsgericht erkannte sichtigung der Somofernalität. Herausgegeben unter Mitwirkung namhafter 0 = Kaizl, Dr. Jofef, Finanzwissenschaft. Erster Teil. Aus dem Böhmischen übersetzt von Dr. Alois Körner. Wien 1900. Antiphilister.( lex Heinze.) Berlin 1900.( Georg Minuth.) Keben, Georg. Die Eselsbrüden der Sittlichkeit. Eine Antwort der Wenckstern, A. v. Heimatpolitik durch Weltpolitik. Neden zur Flottenvorlage 1900. Leipzig( Dunder u. Humblot). Hahn, Stralauerstr. 48. Börner, Ritterstr. 15, Cigarren- ebenfalls zu seinen Ungunsten, und zwar mit Rücksicht auf die Gut- M. Hirschfeld. II. Jahrgang. Leipzig 1900( Max Spohr.) geschäft. Böttger, Boffenerstr. 30, Cigarrengeschäft. Quandt, achten zweier ärztlicher Autoritäten. Zu der Frage des ursächlichen Gaulfe, Johannes. Lex Heinze. Sittliches allzu Sittliches. Breslau Belle Alliancestr. 74a. Werner, Bülowstr. 59. Müller, Zusammenhangs mit einem Betriebsunfall hatte Professor( Arthur Bergmann.) Gräfeſtr. 31. Ewald, Schönleinstr. 6. Schwarzkopf. Dr. Bettersohn folgende bemerkenswerten Ausführungen ge- Das Buch von der lex Heinze. Ein Kulturdokument aus dem Staligerstr. 11. Schönemann, Staligerstr. 7. Henze, macht: Nezhautablösungen könnten auf drei Ursachen zurück- Anfange des zwanzigsten Jahrhunderts. Herausgegeben von Otto FaldenPrinzenstr. 6. Ladewig, Kommandantenstr. 65. Gottfried geführt werden. Sie feien entweder die Folge eines chronischen berg. Wit Buchschmuck von A. Oppenheim. Leipzig 1900( 2. Staadurann.) Das Volkseigentum an den Bergwerken. Ein Beitrag zur Frage Schulz, Cigarrengeschäft, Kottbuserplay. CarlScholz, Wrangelstr. 110. Schrumpfungsvorganges, oder durch einen Degenerationsvorgang der Berstaatlichung der Kohlenbergwerke von Dr. Adolf Schlefer, HofSchnieber, Admiralstr. 21. Wählisch, Adalbertstr. 4. hinter der Netzhaut veranlaßt, oder aber es liege eine direkte Los- und Gerichtsadvokat. Wien, Verlag von M. Pertes. Preis 1,20 Wt. von H. Stramm, Ritterstr. 123. G. Tolksdorf, Görligerstr. 58. reißung vor. Lettere könne durch einen Unfall herbeigeführt Unser Wissen ist Stückwerf. Eine forensische Studie von Cato Hasse, Eisenbahnstr. 20. Böhme, Adalbertstr. 15. Tauchert, werden, durch eine Verlegung von außen jedoch nur dann, wenn Uticenfis. Waldemarstr. 16. Schneider, Manteuffelstr. 88. 2od, Grüner die Verlegung in einer groben mechanischen Einwirkung bestehe. Weg, Ede Koppenstraße. Wilke, Andreasstr. 26. Scherre. In allen derartigen Fällen sei die Sehstörung eine so hochgradige, Blumenstr. 38. Adam, Elisabethstr. 10. Steuer, Weinstr. 22. daß sie auch der gleichgültigste Patient empfinde. Im vorliegenden Falle Safeloff, Landsbergerstr. 8. Stattte, Strautstr. 48. Zabert, wäre der Zusammenhang der Erblindung mit einem Betriebsunfall zu Markusstr. 14. Baudach, Breslauerstr. 28. D. 8abel, Frank- verneinen, weil hier von einer groben mechanischen Einwirkung furter Allee 90. Strauß, Bödikerstr. 6. Reul, Barnimstr. 42. nicht die Rede sein könne und weil M. erst nach einem halben Schriften des Allgemeinen deutschen Schulvereins zur ErAugustin, Schönhauser Allee 73. Pfarr, Putligstr. 10. Jahre die Sehstörung bemerkt habe. Wahrscheinlich sei das Leiden haltung des Deutschtums im Auslande. Heft 1 und 2 a 50 Pf. Berlin 1900. Lange, Dragonerstr. 15. Rowe, Beuffelstr. 62. Fabra, langsam entstanden und ohne jede Beziehung zu dem fraglichen( Georg Reimer.) Waldstr. 57. Plath, Sickingenstr. 43. Schreiber, Hutten- fleinen Unfall. Professor Deutschmann äußerte sich gleichfalls Unser socialer Glaube. Von*** Berlin.( Hermann Walther.) straße 9. Hinge, Bankstr. 13. Krause, Müllerstr. 7b. dahin, daß bei M. die Netzhautablösung eine von jenem Unfall völlig Laster unires Volts. Pichler, Adolf, Die deutsche Flotte. Rofegger. Ein verhängnisvolles Schriften des Allgemeinen deutschen Schulvereins, Schmoldt, Grenzstr. 4. Jung nit, Hussitenstr. 6. Schröder, unabhängige Erkrankung sei. Auch er hält den Unfall für viel zu Seft 1. Berlin.( Georg Reimer.) Wiesenstr. 39. Greelak, Brunnenstr. 44. Bergmann, gering. Das Reichs- Versicherungsamt hörte noch den Vormeng, Dr. Karl, Geschichte des Allgemeinen deutschen SchulBajewalkerstr. 3. Abendroth, Badstr. 43. Prizko w, Butt- Berliner Augenheilkundigeu Profeffor Schweigger. Dieser führte vereins. Schriften des Algem. deutschen Schulvereins, Heft 2. Berlin. buserstr. 32. Rieder, Chausseestr. 83. Görner, Bergstr. 43. aus: Die Ursachen der Netzhautablösungen ließen sich nur sehr schwer( Georg Reimer.) Thomas, Gartenstr. 152. Freese, Kastanien Allee 11. feststellen. Me i st könne die Ursache nicht sicher nachgewiesen Freedom Pamphlets, No. 12. Responsibility and solidarity Dieke, Ackerstr. 123. Ramlow, Schönhauser Allee 135. werden. Man könne nur annehmen, daß Einflüsse, welche sich in the labor struggle, Also a review of the policy lately discussed Lorenz, Voltastr. 43. Seidel, Neue Hochstr. 38. Dierte, der Beobachtung entzögen und die ganz geringfügige fein by the German Social Democracy and Edward Bernstein. London 1900.( ,, Freedom- Office"). Müllerstr. 32a. Mattner, Müller- könnten, dabei mitbestimmende Rolle spielten. ſtraße 162a. Ga e de, Gen. 17, benbrots de balb nicht ausgeimfolien, daß der Spriger heißen Coba Deutsches Bürgerbuch herausgegeben von Dr. Mengen,& mts. 33. den Rekurs des Brückner, Gartenstr. 63. Gleinert, Schulstr. 29, sowie im wassers hier die Entstehungsurfache gebildet habe. Das Reichs- Gesamtpreis 9 Mart 60 Pfennig. Berlin, Ferdinand Dümmlers Verlag. Gewerkschafts Bureau, Engel- Ufer 15 I, Zimmer 8. Versicherungsamt unter dem Borsiz des Geheimrats Harro, Ferdinand. Die Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Die Einzeichnung in die Wählerlisten dauert nur bis Saise wies zum des Klägers m mit folgender Be- Kritische Beleuchtung der biblischen Auferstehungsberichte. Ein freies Wort 29. Juni, wir bitten dringend die Arbeiter und Gewerkschaften, gründung zurück: Entscheidend seien die im wesentlichen überein- an das deutsche Volk. Leipzig.( Blumberg u. Co.). energisch die Einzeichnung zu betreiben. Aufnahme wochentags von stimmenden Gutachten der Aerzte. Selbit Prof. Schweigger gebe 5-8 Uhr nachmittags und Sonntags mittags von 12-3 Uhr in den nur die entfernte Möglichkeit zu, daß jener Unfall einen gewiffen folgenden Lokalen: Post str. 16, Central Bureau, und in Einfluß auf die Entstehung des Augenleidens gehabt haben könne. den Turnhallen der folgenden Gemeindeschulen: Tempel Von einem weiteren Obergutachten könne sich der Senat nichts verhofer Ufer 2, Straußbergerstr. 9, Schmid str. 38, sprechen, denn nach den vorliegenden Gutachten seien viele Gründe Stalizerstr. 55/56, Kastanien Allee 82, Gips str. 23a, der Netzhautablösung selbst der Wissenschaft noch unbekannt. Dazu Pantstr. 8 und Turm str. 86. tomme, daß der Kläger weiter gearbeitet habe, ohne ein halbes Jahr lang wesentliche Störungen zu bemerken. Das spreche cher für eine allmähliche Entstehung, als für eine Unfallfolge. habe. Die Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: Der Ausschuß. Marktpreise von Berlin am 22. Juni 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiumis. D.- Etr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Weizen, gnt mittel gering Roggen, gut " TTE 6, Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch 1,60 1,20 1,20 " " mittel gering 1,60 1,60 " 1,60 1 " " 14,70 14,20 2,40 1,80 " " Gier Karpfen 60 Stüct 3,60 2,20 1 kg " mittel gering Heu Erbsen Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Aale Bander 14,10 13,60 13,50 13,10 15,70 15, 14,90 14,20 14,10 13,50 Hechte 7,16 6,32 Barsche 9,50 6, Schleie 25, 40, Bleie 45,- 20, Strebse 70, 30, 2,80 1,40 2,601,20 2,40 1, 1,80 0,80 2,80 1 1,40 0,80 per Sdjot 20,- 3, Der Maurer Martin hatte sich im Betriebe an einem rostigen) Gerste, gut mittel Sociale Rechtspflege. Nagel gerissen. Nach etwa drei Monaten machte sich an gering der Hand eine Blutvergiftung bemerkbar. Es hatte sich+) Hafer, gut Gegen eine Entschädigungsklage des Bademeisters M. ein Eiterherd gebildet und Martin mußte ärztlich be= machte der Badeanstalts- Besizer Süst er verschiedene Einwände handelt werden. Nach beendetem Heilverfahren verlangte geltend. So behauptete er, M. Habe den Anstaltsleiter Dr. med. Hirsch Martin vont der Südwestlichen Baugewerks Berufsgenossen- Richtstroh dadurch grob beleidigt, daß er eine seiner Anordnungen den Bade- fchaft eine Unfallrente, da ſeine Erwerbsfähigkeit erheblich gästen gegenüber als Schuizer" bezeichnet habe. Echon deshalb gelitten hatte. Die vies Berufsgenossenschaft ihn je- Speisebohnen wäre die plötzliche Entlassung des Klägers zu Recht erfolgt. Kläger doch ab, indem sie den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Linien sei aber auch unzuverlässig im Dienste gewesen. So habe er eines Unfall und der späteren Blutvergiftung berneinte. M. †) frei Wagen und ab Bahn. Abends einen Gast in der Badung liegen lassen und sei legte Berufung ein und beantragte eine Beweiserhebung Produktenmarkt vom 23. Juni. Getreide. Infolge des Um fortgegangen. Sein Gehilfe habe mittlerweile im frag- darüber, daß die Fingerverlegung vor dem Auftreten der eitrigen stands, daß sich die gestern ausgesprochene Erwartung eines günstigen preußilichen Raum schon mit dem Aufräumen begonnen. Die Entzündung noch nicht geheilt gewejen fei. Mehrere ichen Saatenstandsberichts als illusorisch erwiesen hat und überdies aus Kammer VI des Gewerbegerichts, die sich mit der Sache zu be- Zeugen befundeten dann auch, sie hätten M. in der Zeit zwischen Amerita, wo die Ernteaussichten ebenfalls nicht gerade günstig sein sollen, schäftigen hatte, veranstaltete eine umfangreiche Beweiserhebung. dem Unfall und dem Auftreten der Blutvergiftung mit verbundener wesentlich höhere Preise gemeldet wurden, eröffnete Getreide heute in ſehr Der angeblich schlecht bediente Badegast, den man nach vieler Hand arbeiten gesehen. Die Frau des Martin sagte aus, der verletzte fester Saltung. Am Frühmarkt bereits zog Roggen bis 2 M., Weizen Mühe aufgefunden hatte, konnte eine Pflichtverlegung des Klägers Finger habe fortwährend genäßt, so daß sie ihn habe verbinden 2,50 M. an. Erſterer Artikel konnte infolge reicher Offerten aus Rußland nicht bekunden. Es habe sich, so sagte er aus, um eine trodene müssen. Wenn auch keinen Eiter, so habe er doch Blut und Wasser noch weiter gesteigert wurde. Bei sehr animierter Kauflust nahm das Ges seine höchsten Kurse nicht dauernd behaupten, während lepterer mittags cher und lose Packung gehandelt, die er, Zeuge, meist selber gelöst ausgeschwißt. Verschiedene Aerzte, die Gutachten erstattet hatten, schäft einen ziemlich lebhaften Charakter an. Die amerikanischen nachbörsAuch hätte er keinen Anstoß daran genommen, daß Sprachen sich gegen die Annahme eines ursächlichen Zusammenhangs lichen Preismeldungen lauten für Weizen aus New York 1%, aus Chicago sich der Kläger entfernte und daß dessen Gehilfe aufzuräumen zwischen dem Nagelriß und der Blutvergiftung aus. Einer von ihnen nach privater Emittelung 2 C. höher. Daß man jenseits des atlantischen begann. Der Gerichtshof billigte dem Kläger eine größere Summe führte aus, es wäre möglich, daß bei der Verlegung oder bald danach In- Ozeans wirklich mit einer geringen Ernte rechnet, wurde heute bei unr zu, indem er von folgenden Erwägungen ausging. Angesichts der fektionskeime in den Finger gedrungen feien und die Veränderungen im nicht mehr bezweifelt, da von dort aus vergeblich versucht wurde, nach hieBeugenaussage tönne M. eine beharrliche Weigerung, die ihm nach Finger und in der Hand nach und nach sich entwickelt hätten. Für verschlossenen Stansasweizen zu 138 cif Hamburg zurückzuregulieren. Liver dem Arbeitsvertrage obliegenden Verpflichtungen zu erfüllen, nicht wahrscheinlich halte er das aber nicht, denn in vielen von ihm blieben diesen Momenten gegenüber unbeachtet. Am Futtermarkt war Hafer pool tam ebenfalls sehr fest. Etwas mattere Weizennotierungen in Best borgeworfen werden. Ebenso wenig könne in den fritischen beobachteten Fällen sei die Bildung von Eiterherden in spätestens 0,50 m. höher gehalten. Rüböl lag ebenfalls fest auf günstige Nachrichten Worten des Klägers über eine Anordnung des Anstaltsarztes und vier Wochen vollendet gewesen, während es sich hier um über die bisher für glänzend gehaltene Rapsernte in Rumänien. Anstaltsleiters eine grobe Beleidigung gefunden werden. Eine einen Zeitunterschied von drei Monaten handele. Die Spiritus. Spiritus loco unverändert. Beleidigung wäre es ja immerhin, wenn ein Laie, wie der Maurer litten öfter an Schrunden der Hände, an HautKläger, die Thätigkeit Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 23, Juni 1900. Amt: den ausschlägen, die auf die Einwirfung des Mörtels zurückzuführen geprüften Mediziners licher Bericht Eine einfache Be- seien. Solche Schrunden könnten ebenfalls durch das Eindringen 1971 Stälber, 17 381 Schafe, 9716 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Patienten gegenüber abfällig kritisiere. der Direktion. Bum Verkauf standen: 4842 Ninder, leidigung des Chefs oder seines Vertreters berechtige aber noch nicht fremder Körper verschlimmert werden. Möglicherweise sei die eitrige oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund zur sofortigen Entlassung, denn die Gewerbeordnung spreche aus- Entzündung bei M. auch so entstanden, nachdem der Fingerriß verheilt in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten drücklich von einer groben Beleidigung bei Aufführung der Ent- gewesen sei. Das Schiedsgericht wies die Berufung des Klägers zurück und Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 59-63, b) junge fleischige, nicht Tassungsgründe. Im Lauf der Verhandlungen wurde auch die das Reichs- Versicherungsamtals Rekursgericht entschied unter ausgemäßtete und ältere ausgemästete 55-58; c) mäßig genährte junge und gut Frage erörtert, ob M. als Bademeister nicht zu den Werkmeistern dem Vorsitz des Geheimrats Gerstel gleichfalls zu seinen Ungunsten. genährte ältere 54-55; d) gering genährte jeden Alters 50-53. Bullen: gehöre, die auf die sechswöchentliche Kündigungsfrist gemäß§ 133 a Die ärztlichen Gutachten wurden, für maßgebend erachtet. Hervor- a) bollfleischige höchsten Schlachtwertes 57-60; b) mäßig genährte jüngere Der Gewerbeordnung Anspruch haben. Das Gericht verneinte gehoben wurde, daß der Zeitraum zwischen dem ganz geringfügigen stühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; und gut genährte ältere 53-56; c) gering genährte 48-52. Färfen und die Frage, weil der§ 133 a nur auf diejenigen Werkmeister, Betriebs- Unfall und der gefährlichen Entzündung ein viel zu langer sei. b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren beamte 2c. anwendbar sei, die gegen feste Bezüge beschäftigt 53-54; c) ältere ausgemästete ühe und wenig gut entwickelte jüngere würden, während der Bademeister besonders auf Trinkgelder an Kühe und Färsen 50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färfen 46-48; e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44. Kälber: a) feinste Masts Blutfturz als Betriebsunfall. Der Arbeiter N. wurde von Die deutsche Volkswirtschaft am Schluffe des 19. Jahr: tälber( Bolmilchmast) und beste Saugtälber 60-70, b) mittlere Mastkälber hunderts. einem Blutsturz befallen, als er am 21. Juli 1898 mit dem Entund gute Saugfälber 60-64, c) geringe Saugfälber 50-55, d) ältere, gering Unter diesem Titel hat das kaiserliche Statistische Amt im Format Hammel 62-65, b) ältere Masthammel 56-60, genährte( Freffer) 35-46. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast laden eines Steinwagens beschäftigt war. Nachdem der Tod infolge und dem ungefähren Umfange der Jahrbücher zur Statistit des Sammel und c) mäßig genährte jener Erschütterung der Gesundheit eingetreten war, erhoben die Schafe( Merzschafe) F1-55, d) Holſteiner NiederungsWitwe und der Sohn des Verstorbenen Anspruch auf eine Unfall. Deutschen Reichs und zum gleichen Preise( 1 M.) ein praktisches Schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren rente. Die Südwestliche Baugewerks- Berufsgenossenschaft wies fie Buch herausgegeben. Es enthält in einer großen Anzahl Tabellen Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 43-00, jedoch ab und erklärte einen Betriebsunfall nicht für erwiesen. mit entsprechendem Text in knapper Darstellung die Ergebnisse der b) Stäfer 00-00, c) fleischige 40-42, d) gering entwickelte 37-39, gewesen sei, und daß der Stein, bei dessen Herunterheben vom produktionsstatistische Angaben. Es gliedert sich in die Abschnitte: ab; es bleibt Kleiner Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete sich schleppend; Sie berief sich darauf, daß N. schon früher lungenleidend Berufs- und Gewerbezählung von 1895 sowie verkehrs- und e) Sanen 36-38. Sie berief sich N. gewiesen sei. eines Litterarisches. Bevölkerung, Landwirtschaft, Handel und Produktion und Verbrauch. Wer nicht in der Lage ist, sich in die umfangreichen, ausführlichen Arbeiten über diese Gegenstände zu vertiefen, dem ist diese gedrängte Uebersicht sehr zu empfehlen. Post- Handbuch für die Geschäftswelt von dem Ober- Poſtsekretär Hermann Nettler bearbeitet. Druck und Verlag von Greiner und Pfeiffer in Stuttgart. gehöre. Nicht jeder Blutsturz, der bei der Arbeit eintrete, jei eine Folge der Betriebsthätigkeit. Oft trete ein solcher nur geIegentlich der Arbeit aus Gründen auf, die nicht in der Arbeit, fondern in einem bereits längere Zeit bestehenden Leiden zu suchen wären. So sei es auch im vorliegenden Fall. Die Hinterbliebenen legten Berufung ein. Die Witwe erklärte vor dem Schiedsgericht, daß ihr Manu außer im Jahre Jahre 1885 noch niemals Das Werk umfaßt auf postalischem Gebiet für den Inland- und trant gewesen sei. Damals habe er an einer Zungenentzündung mit| Auslandverkehr alles Wissenswerte, insbesondere in der Ausgabe für Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich ruhig Hälfte Magervich; Schlachtware war bis auf wenige Poſten ausverkauft. Magervieh hinterläßt aber mehr Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief gedrückt und schleppend, wird auch nicht ganz geräumt. Wetter Prognose für Sonntag, den 24. Juni 1900. Vielfach heiter, zeitweise wolkig bei mäßigen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung; Temperatur wenig verändert, Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 24. Junt. Schauspielhaus. Die Welt in der man fich langweilt. Anf. 7%, Uhr. Montag: Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Mikado.. jing. Daisy( A runaway girl). Anfang 7% Uhr. p Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner. Berlin bei Nacht. Anfang 7 Uhr. Montag: Die deutschen Kleinstädter. Mesibenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Die Dame von Marim. Neues. Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. 7% hr. Urania 99 Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Letzte Woche! Riesen u. Zwerge. Von 7 Uhr ab: Weften. Rhodope. Anfang 7 or Specialitäten- Vorstellung Nachm. 3 Uhr: Der Bogelhändler. Montag: Rhodope. Schiller.( Morwitz Oper.) Die Sugenotten. Anfang 7 Uhr. Nachm. CASTANS 3 Uhr: Das Nachtlager in PANOPTICUM Granada. Montag: Das Glöckchen des Ere miten. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Thalia. Geschloffen. Dienstag: Jm Himmelhof. fang 7 Uhr. AnCarl Weik. Am Spieltisch des Lebens. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Victoria. Sündige Liebe. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. ( Parodie- Theater). Wilhelm Tell. Bajazzo. Tannhäuser. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance.§ 184. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Friedrichstr. 165. Nen!! Nen!! Neu!! Das Sensations- KolossalTableau: Das Liebesdrama im EisbärenZwinger! Die Porträt Figur Gönczis! in der ,, Schreckenskammer"! Die vorzügl. Rnmänische National- Damenkapelle. 0000000000 See- Terrasse Röderstr. 6, Lichtenberg ( zwischen Landsberger Allee und Dorf Lichtenberg). Verbindungen: Spittelmarkt- Landsberger Allee( Ringbahnhof); Spittelmarkt- Frankfurter Allee( Ringbahnhof), von da mit der Herzberger Pferdebahn bis vor die Thür; Spittelmarkt- Eldenaerstrasse( Central- Viehhof). Herrlichstes Sommer- Etablissement mit 32 Morg. grossem See und grossem Vergnügungs- Park. 25 000 Personen fassend. Gondel- Korso, Aussichtsturm, Kaffeeküche, täglich geöffnet, vier gedeckte Kegelbahnen, Kinder- Sportplatz, Luftschaukel, 2 grosse Tanzsäle und Variété- Theater. Sonntag, Montag u. Donnerstag: Grosser Tanz. Wochentags: Entree frei! Sonntag, 24. Junt: Grosses Doppel- Konzert. Heute, Son Brant- Land- und Wasser- Feuerwerk, grosse Schlachtmusik. TERRAIN 00 Ostbahn- Park GESELLSCHAFT See- Terrasse Lichtenberg DEUTSCHE b/ Berlin BERLIN M.B.H. Im Variété- Theater, woselbst kein Eintrittsgeld erhoben wird, das Auftreten des weltberühmten Zauberkünstlers und Spiritisten Herrn Professor Fliege und Frau in 4 Vorstellungen von nachmittags 4 bis 10 Uhr. Entree: 20 Pf., Kinder frei! Den pt. Vereinen werden jederzeit die denkbar günstigsten Konzessionen gewährt. IM ZOOLOGISCHEN GARTEN Unsre neuen Landsleute vom andern Ende der Welt: Samoaner Heute Sonntag zum erstenmal: !! der berühmteste aller samoanischen Kriegstänze!! der uralte ,, siva manono" ausserdem die übrigen interessanten Vorführungen um 12, 31/2, 5, 61/2 Uhr; Einlagen nach Bedarf. Wer die Samoaner sehen will, braucht nicht auch Entree für den Zoologischen Garten zu zahlen, da Eingang direkt beim Eingang zum Zoologischen Garten am Stadtbahnhof zu den ,, Samoanern" m. 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Nach Beendigung der von sensatio nellem Erfolge begleiteten Ensemble: Gaſtſpiele in Hamburg ut. Hannover Wiedereröffnung: Dienstag, den 26. Juni. 8 um 189. Male: Im Himmelhof Große Ausstattungspoffe. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Ronzert. Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Jut renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Moabiter Gesellschaftshaus. Heute: Konzert und Specialität.- Vorstellung. Hippels Stettiner Quartett: und Humoristen: Ensemble. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. geben Mittwoch: Kinderfest mit Vorstellung. Efelreiten. 15746 Peters. ( früher Vettin.) Jeden Sonntag großer Ball. Anfang 4 Uhr. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Bereinen, Fabriten 2c. meine Sale, 80 bis 500 Berfonej faffend( mit Bühne), zu Bersammlungen und Festlich feiten jeder Art. Vereinszimmer zu vergeben. F. Scholz' Festsäle Gr. Frankfurterstraße 74. 40139* Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Montag, Dienstag u. Donnerstag: Grosser Ball. Ant. 8 ubr. Sonnabend, Mittwoch und Freitag find meine Säle zu Vereinsfestlichkeiten [ 4541L* und Versammlungen frei.( Große Theaterbühne.) Jägerhaus Inhaber: W. Schmidt). Jeden Sonntag: Frei- Konzert im großen schattigen Hinter Zu Dampfer und Landpartien vorzüglich geeignet. Otto Beyers Restaurant„ Zur Schleuse" 1000 Personen fassend, Kegelbahnen, Kaffeeküche, Boltsbeluftigungen. Für Vereine und Fabriken contanteste Bedingungen. [ 1418 Einzige Dampfer- Anlegestelle in Neue Mühle. Ernst Höflichs ,, Schwarzer Adler" Konzert- Garten und Specialitäten Theater. Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Gr. Konzert und Specialitäten- Vorstellung. Sonntag: Jin Königsfaal: S Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Jeden Mittwoch: Frei- Konzert. Im Königsfaal: 5 Ball. 48882 Drei verdeckte Kegelbahnen. Volts: und Kinderbeluftigungen aller Art. Den verehrt. Vereinen halte meine Säle und Vereins: Ernst Höflich. zimmer bestens empfohlen. Hoffmanns Volksgarten, Westend. Spandauerberg, Kastanien Allee 1. 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Juni, abends 6½ Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstraße Nr. 29, Grosse Versammlung der Putzer Berlins und der Vororte. ages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über den Kampf ums Dasein in Natur und Ges sellschaft. 2. Normierung eines Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl. 131/16 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Einbernfer. Sterneckered 2 Arbeiter Berlins! Sonntag, den 8. Juli 1900: Großes Volksfeft veranstaltet von ben Socialdemokraten des Kreises Nieder- Barnim. Grosses Früh-, Mittags- und Nachmittags- Konzert I Turnerische Aufführungen Bon den Finsterwalder Cigarrenfabrikanten haben die nachfolgenden die Lohnforderungen der Arbeiter be: willigt: H. Sporn. Dietrich( Hanisch Nacht.). K. Weigel. R. Klähre. W. Enigk. 0. Wessly. R. Reinike. G. Franz. F. König. H. Maller. A. Hurras. R. Bar. Reinhold Kaiser. Karl Uhlich. Adolf Hartung. Paul Winkler. Die Kommission der Berliner Tabafarbeiter. Bon jetzt ab steht dieses Inserat nur Donnerstags und Sonntags im„ Vorwärts". Max Pischel. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umg. Ausschuss- Sitzung. ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Nehmzow. Sonntag, den 1. Juli, vorm. präc. 10 Uhr, im Nebensaale der Brauerei Friedrichshain, Grosse Volksbelustigungen aller Art. 19 Massengesänge Mitwirkung bes Mundharmenita- Vereins„ Vorwärts" usw. ufiv. 222/17 ſtunden. 3. Berſchtebenes. usw. In den Festfälen von 4 Uhr an: Großer Ball. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. von Mitgliedern des Arbeiter Sängerbundes vom Arbeiter Turnverein Weißenfee( Mitgl. b. M.-T.B.). Bei eintretender Dunkelheit: Grosses Brillant- Feuerwerk, ausgegeführt vom vom Byrotechniker Herrn Albers. Die Kaffeeküche ist bis 6 Uhr abends geöffnet. Anfang 8 Uhr morgens. Billets im Vorverkant 20, an der Kasse 25 Pf. des Festes bitten wir, den Anordnungen der Festorduer Folge zu leisten. Etwaige Beschwerden, sowie Mitteilungen über gefundene oder verlorene Sachen bitten wir im Festbureau zu machen. Das Komitee. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. I'm Intereffe des guten Gelingens Th. Grützmacher, Nieder- Schönhausen Central- Kranken- n. SterbeHeute Sonntag: Lindenstr. 43 Grosses Sommerfest veranstaltet von den Genoffen in Pankow und Schönhausen bestehend aus Konzert, Gesangsvorträgen, lebenden Bildern, großem Feuerwerk, Kinderbeluftigungen aller Art und großem Ball. Entree 15 Bf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Jedes Kind erhält eine Stoclaterne gratis. 222/16 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bautischler. Dienstag, den 26. Juni, abends 8 Uhr, bet Cohn, Beuthstraße 20/22: Brauchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Besprechung des allgemeinen Maschinentarifs. über denselben. 2. Beschlußfaffung Die Kollegen werden ersucht, möglichst vollzählig zu erscheinen Brauchen- Versammlungen Dienstag, den 26. Juni 1900, abends 8 Uhr: Tischmacher in der Urania, Wrangelstr. 11; Sitzmöbel- Tischler taffe der Tischler u. ( Eingeschr. Hilsftaffe Nr. 3, Hamburg), Berlin G. Mitglieder- Versammlung Montag, den 25. Juni 1900, Abends 8 Uhr, in Thiels Ball- Salon, Fruchtstr. 36a. Tagesordning. 1. Wahl der Ortsverwaltung, der Beitragsammler und des Arztes für die Aufnahme- Untersuchungen. Laker 2. Verschiedene Kaffenangelegen. heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 5. Tagesordnung 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Beschlußfaffung über Einführung von Bezirks- Uebungs Ausgabe der Biffets z zum Sängerfest. epizodaid Präcise 11% Uhr: Uebungsstunde. inom Vorbereitung zum Sängerfest in Weißensee. Programmmäßige Lieder: 1. Baudeshymne. 2. Saat und Ernte. 3. Sehnsucht. 4. Bruderlied. Arbeiter- Baterlandslied. 6. Frühlings- Erwachen. Im Interliniert. des Sängerfestes werden die Vereine ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. 16/9 Bundesmitgliedstarte legitimiert. Der Möbelpolierer Franz Müller: Achtung! Weißensee, Lehderstraße 3 wohnhaft, wird hiermit aufgefordert, feinen Verpflichtungen vom Stiftungs fefte, dent focialdemokratischen Arbeiterverein Weißensee's und Um gegend gegenüber nachzukommen. 18/2] Der Vorstand. Achtung! Schneider Berlins! Dienstag, den 26. Junt, abends 8½ Uhr, Der Vorstand. Gr. öffentliche Versammlung Buss' Salon, Große Frankfurterstraße 85. Empfehle meinen Saal nebst Garten noch einige Sonnabenbe an Vereine. Jeden Mittwoch: Witwenball. 16396 031 Otto Thiel. Die Sprechstunden fallen an diesem Gesellschaftshaus Abend aus. Beiträge werben in der Berlamm lung vom Staffierer entgegengenommen. Um zahlreiches Erscheinen der Mit glieder erfucht 184/13 Swinemünderstr. 42. Tägl. Theater u. Specialitäten Vorstellung. Jeden Sonntag: Ball. Säte für Gefellſchaften, Bereine, Die Orts- Verwaltung. foulant zu vergeben. [ 40562* Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Burcan: Engel- lifer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 333. Sonnabend, den 14. Juli 1900: Dampferpartie nach Neptunshain veranstaltet von den Vertrauenslenten des Ostens. in C. Behrends Festsälen, Manteuffelstr. 95; Abfahrt abends 6/2, 7/2 und 8% Uhr ab Jannowizbrüde mit den Dampfern Mittwoch, den 27. Juni, abends 8 Uhr: " Grünau"," obrecht“ und„ Oberbürgermeister Belle". Telephonkasten- Tischler Großes Garten- Konzert. folie derjenigen Tischler, welche auf photographische und chirurgische Apparate beschäftigt sind, third im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Küchenmöbel- Tischler sdo im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e. Tages- Ordnung: Die gegenwärtigen Berhältnisse in den Branchen. Friedrichsberg. Bezirks- Versammlung Donnerstag, den 28. Juni, abends 81/2 Uhr, bei Bube, Prinzen- Allee 30. and Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Bezirksleiters, eines Beitragsammlers, der Kontrolltommiffion. 2. Werkstatt- Angelegenheit.otodopasnelleza Montag, den 25. Juni, abends 8%, 1hr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Branchen- Versammlung der Bürsten- u. Pinselmacher. Tages Ordnung: 1. Gefet betreffend die Bundesrats Verordnung vom 28. Januar 1899. 2. Erfazwahl zur Kommission. 3. Verbands- Angelegenheiten. Kollegen! Da vielen Kollegen die Bestimmungen der Bundesrats: Berordnung nicht bekannt sind, so ist das Erscheinen aller Kollegen not: wendig. Beiträge werden entgegengenommen. Sommernachtsball. Rückfahrt von 5 Uhr morgens ab. Preis des Billets 75 Pf. Billets find zu haben im Verbandsbureau, sowie beim Köuegen zax, Graudenzerstr. 7 und in den Zahlstellen des Ostens. Sonnabend, den 14. Juli 1900, in Joëls Victoria- Garten, Köpnicker Landstraße: Großes Sommerfest der Metallschrauben- Branche. Großes Konzert. Sommernachtsball. 113/18 Kinder- Fackelpolonnife. Die Kaffeeküche ist von nachmittags 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Eintritt 25 Pi Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Bimmer T- 5. Fernsprecher: Amt VII, Nr. 353. Dienstag, den 26. Juni, abends 8% Uhr: Versammlung für Rixdorf im Lokale des Herrn Mercier, Steinmetzstraße 55. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow. 113/19 Die Ortsverwaltung. im Friedrichstädtischen Casino, Friedrichstraße Nr. 236. Tages Ordnung: 1. Welche Konsequenzen zieht die Arbeiterschaft aus dem Wortbruch einzelner Unternehmer. Ne erent Rollege Ritter. 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes. [ 162/10 Kollegeit! Es gilt, gegen die Willfür der Unternehmer energisch Protest zu erheben, erscheint deshalb zahlreich in dieser Versammlung. Die Firmen Bortrefflich, Baum, A. Wertheim, Westend Chloting und Horwit, Leipzigerstraße, find brieflich eingeladen, die Kollegen genannter Geschäfte werden erfucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmanu. Drechsler! Mittwoch, den 27. Junt cr., abends 84 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 270: Branchen- Versammlung der Drechsler. Tages Ordnung: 1. Bericht des Gesellenausschusses. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Neunersowohl wie Unterkommission. 4. Verbands und Branchenangelegenheiten. Werte Kollegen! In dieser Versammlung ist es nötig, daß sämtliche Special- Werkstätten vertreten sind, als Bau- und Möbel- Drechsler, Lurus83/ 1* Um vollzähliges Erscheinen ersucht der wichtigen Tagesordnung halber Die Kommission. models unb Galanteriebranche, elfene und echte Eiſcharbeiten uſw. adtung! Dachdecker Achtung! und Berufsgenossen! Dienstag, den 26. Juni 1900, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 270: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Werden die Bereinbarungen mit der Meisterschaft am 1. Juli auch 54/7 Kollegen! Beweist durch Euer Erscheinen, daß es Euch auch ernst mit Eurer Forderung ist. Der Einberufer. zur Durchführung gelangen? 2. Wie gedenten wir unire Sammlungen zum Streitfonds fünftig zu gestalten? 3 Verschiedenes. Tapezierer. Dienstag, den 26. d. M., abends 8% Uhr: Mitglieder- Verlammlung Filiale Nord: Brunnenstr. 188 bei Nümann. Süd: Markgrafenftr. 83 bei Lorenz. Tagesordnung beider Versammlungen: R99 1. Bortrag. 2. Distusfion und Verschiedenes. Referenten werden in der Versammlung bekannt gegeben. 178/3 Zahlreiches Erscheinen erwünscht Die Verbandsleitung. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 25. Juni 1900, abends 8% Uhr: Branche der Korbmacher Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. 3wei Bezirts- Versammlungen. Montag, den 25. Juni, abends 81/2 Uhr, bei Dilke, Andreasstr. 26: Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung; 1. Bortrag der Genoffin Fräulein D. Baader. 2. Distuffion. 3. Branchen- Angelegenheit. 4. Berschiedenes. 90/20 Gäste haben zu dieser Versammlung Zutritt. Um zahlreichen Besuch Bittet Die Kommission. Altplätterinnen Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 25. Junt, abends 8 1hr, im großen Saal des Grand Hotel Alezanderplan, Eingang Nene Königftr. 45: Beschliessende Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Rongieß. 2. Erfagwahlen. 3. Bericht des Kartell delegierten. 4. Bericht der Zeitungskommission. 5. An die Ortsverwaltung gelangte Anträge. 6. Berschiedenes. Kollegen! Da die Tagesordnung eine reichhaltige ist, und wichtige Punkte zu erledigen find, ist vollzähliges und pünktliches Mitgliedsbuch legitimiert. Die Bersammlung wird Die Ortsverwaltung. und Wäscherinnen. Gefcheinen aller notwendig. Dienstag, den 26. Juni 1900, abends 81/2 1hr, im Lokal punkt 8% Uhr eröffnet. des Herrn Keller, Koppenstraße 29: 280/15 Große öffentl. Versammlung Achtung! Schneider. Tages Ordnung: 1. Bericht der Fünfzehner- Kommission über den neuen Vohntarif. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über den Tarif und seine Einführung. 4. Berschiedenes. Die Lohnkommiffion. 251/7 Erscheint Alle! 3.A.: Minna Rosenstengel, Blätterin, Blumenftr. 37. Zur gefl. Beachtung! Für den Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Krawattenbranche befinden sich Bahlstellen: Jm Arbeitsnachweis von Hergt, Bandwehrstr. 1( Amt VII. tr. 576); bet Stanowsky, Raffterer, Höchstestr. 48; in Weißenfee bet Speckmann, tönigs Chauffee. Achtung! Montag, den 25. Juni 1900, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Helfer, Brunnenstraße 15: Oeffentliche Versammlung und Für Schoßzarbeiter bei Ladwig, Artillerieftr. 32 ( Alten Dessauer). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schütte über: Das Socialistengefet. 2. Distussion. 3. Berschiedenes. 2. Für Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen Schuhwaren- Fabriken bei Stechert, Andrensstraße 21. Tages Ordnung: [ 170/4 Englands". 2. Distussion. 3. Verschiedenes. 1. Bortrag des Genoffen Kotzke über: Aus der Geschichte Verfamintungen zu beteiligen. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, sich recht zahlreich an diesen Die Ortsverwaltung. " Achtung! Rabitzputzer. Mittwoch, den 27. d. M., abends 8 1hr, Alte Jakobstr. 75: Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung 252/12 der Zahlstelle Berlin III des Central- Verbands der Maurer. Tages: Ordnung: Welche Stellung nehmen wir ein gegenüber den durch den Ausstand der Spanner gemaßregelten Kollegen. Die örtliche Verwaltung. Jeden Sonntag: Ball. Ende 2 Uhr. Entree frei, Tanz frei. after Herren- with Anchen- Konfections- Sneider. Märkischer Hof, Admiralstr. 18 Grosser Belt Tages Ordnung: 1. Unser Lohntarif und wann gedenten wir denselben den Geschäften anguftellen? 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 1621b Die Lohnkommission. Anfang 4 Im Juli, Auguft, September sind die Säle noch mehrere Sonnabende an Vereine gratis zu vergeben. Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. BERLIN 0. Frankfurter Allee 89. Ganz besonders hervorragende Gelegenheit I sad sto Einen Posten, circa 70000 Meter Seiden- Foulard imit. 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Kindern sollte man unter teinen unter diesem Titel in seinen Nummern 67, 68 und 69 eine Artikel- Das Citat, das hierauf folgt, ist einem in dem Blatte ent- Umständen irgendwelche alfoholischen Getränke berabfolgen. ferie, die dem Nachweise gewidmet ist, daß die socialdemokratische haltenen Artikel( 2. Juni 1900) entnommen, der durch das Signum Stillende Mütter soüten den Genuß solcher Getränke ebenfalls meiden, Partei an der Haltung des Buchdruckerbands gegen sie schuld sei Sw.( Swienty) am Schlusse deutlich als die Meinung eines Einzelnen auch den des sogenannten Ammenbiers, welche feine der ihm nachund daß alles, was der Korrespondent" gegen fie gefagt hat, fachlich gekennzeichnet ist; das zeigt an, daß die Gesamtredaktion des genannten gesagten guten, wohl aber schädliche Wirkungen habe.- Als Erfaz des durchaus berechtigt sei. Es scheint uns doch geboten, die Behaup Blatts sich die Meinung des Schreibers nicht zu eigen machen wollte. Alkohols könne besonders der Thee, weniger der Kaffee empfohlen werden. tungen des„ Korrespondent" einer Prüfung zu unterziehen. Das Der Korrespondent" verschweigt diesen Umstand, um den Glauben-Die Männer sollten es sich zur Aufgabe machen, den Schnaps zu meiden geschieht am besten durch Prüfung seiner Methode. In der eriveden zu tönnen, daß der Artikel die Meinung der Redaktion und statt deffen Bier zu genießen; sie sollten Brotest erheben gegen Methode liegt nämlich das ganze Geheimnis der Verteidigung des wiedergiebt. Und hinter der Redaktion soll man natürlich dann auch die herrschenden Trinksitten, nach denen man geistige Getränke genießt, " Sorrespondent". die Parteigenoffen des Ortes suchen, wenn sie die Redaktionsmeinung ohne ein Bedürfnis danach zu haben. Wie Herr Reghäuser lediglich mit Worten den Bubel zu einem unwidersprochen laffen. Wenn auf der einen Seite politische Maßnahmen, wie HerabElefanten umzuzaubern versteht, davon liefert der erste Artikel ein Dieser Mittel bedarf der„ Korrespondent", um sich eine Grund- fegung der Biersteuer, Vorschriften über Reinigung des Spiritus geradezu klassisches Beispiel. Auf der ersten Seite der Nr. 67 erzählt lage für sein Auftreten zu schaffen. Im übrigen möchten wir doch den Schnapskonsum beziehungsweise dessen schädliche Wirkungen verer, daß man( 1896) in der Parteipreffe" endlich die Zeit gekommen nicht unerwähnt lassen, daß Herr Rerhäuser trop der recht mindern würden, so müßten sich auf der andern Seite die Arbeiter glaubte, um mit Hilfe der Marodeure und Deſerteure den Berbano hohen Löne, bie, et in pen ätiteln auſchlägt, boch tar machen, daß der Schnaps ihr Feind fei. Ser Buchdrucker auseinanderzureißen." Er beruft sich dabei aller mehrfach versucht, die Bedeutung des von uns gekennzeichneten Dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage folgte eine dings nur auf Aeußerungen Herberts in Stettin. Darauf heißt es, Artikels vom 21. April d. J. abzufwächen und es so darzustellen, längere Diskussion. Nur ein Redner vertrat den Standpunkt, daß daß sich keine Stimme in der Partei erhoben habe, um zu ver- als ob er es gar nicht so schlimm gemeint habe. Es der Alkoholgenuß unter gewissen Umständen nüßlich sei, unter Tangen, die Partei möge entschieden Protest einlegen, daß eine fleine wäre niemand lieber als uns wenn dem so wäre; anderm auch dann, wenn der Arbeiter sich über Sorgen und BeGruppe notorischer Seher im Namen der Socialdemokratie indeß: wat schreven is, is schreven, und im„ Korrespondent" schwerden des Daseins hinwegfeßen wolle. Auch der Umstand, daß die Abschaffung der Tarifgemeinschaft, die Abfegung der Verbands- handelt fich feineswegs um einige zufällig einmal wir unsre Parteigeschäfte zum großen Teil in Schankwirtschaften leitung und die Aufhebung der von der Organisation gefaßten Be- unglücklich gewählte Ausdrücke, sondern um ein System. Darum zu erledigen haben, nötige zum Genuß geistiger Getränke. schlüsse forderte."" Die Partei als solche schwieg aber" und darum balten wir uns an das, was gesagt und gethan worden Dem ersten Einwand dieses Redners wurde von andrer fieht sich Herr Sexhäuser, der selbst der Partet angehört hat, ge- ist und nicht an die geift an die Auslegung, die man hintennach Seite entgegengehalten, daß es eines Mannes unwiirdig fet, gwungen" jetzt beginnt die Bauberei bereits anzunehmen," bie unter einem gewiffen Drude zu geben fucht. sich durch Schnapsgenuß über die Fährlichkeiten des Lebens Herren in Leipzig und anderswo wären autorisiert, im Namen Wir hatten die Abficht, noch mit einem Wort darauf einzugehen, hintvegzutäuschen. Diesen müsse man die Stirn bieten und sie zu der Partei zu sprechen." wie Reghäuser die parteipolitische Neutralität der Gewerkschaft ver- überwinden suchen. Auf den zweiten Einwand erwiderte Genoffe Nachdem er so durch ein einfaches Wort die Partei", die nur fteht. Wir werden diefer Notwendigkeit dadurch überhoben, daß wir Arons: Wir, die wir gegen jede indirekte Steuer find, legen unsern geschwiegen hat, wie sie zu allem Streite un gewerkschaft- eine Auslaffung der Frankfurter Zeitung" über diese Frage, die Barteigenoffen solche auf, indem wir sie veranlassen, bei Erledigung fice Ginzelfragen innerhalb der Organiſationen geichwiegen uns foeben in die Sänge perijeriegen. Das erat fatreibt your feit tehe, di, inden. beſt Wirt, der ſeine Stäumte bazu kommt, Am weitesten ist der Verband der Buchdrucker gegangen, und hergiebt, durch Konsum von Getränken zu entschädigen. Es wäre man kann sagen, daß er in der Richtung von der Socialdemokratie billiger und für beide Teile beffer, wenn in folchen Fällen jeder nur zur Neutralität schon ein wenig übers Biel hinaus die Hälfte dessen, was er für Getränke ausgeben würde, ging und nicht mehr ganz neutral ist nach der andern Seite zahlt, und die hierdurch aufgebrachte Summe dem Wirt hin. Neutralität in der vorliegenden Frage bedeutet doch, daß als Miete Miete für seine Räume verabfolgt würde. Bei die Gewerkschaft als solche jeder politischen Partei indifferent den in Schanklokalen etablierten Arbeitsnachweisen sei diese gegenübersteht. Zwischen Buchdruckerverband und Socialdemokratie indirette Steuer besonders zu mißbilligen, weil es hier hat sich aber ein starker Antagonismus herausgebildet, der mit die Arbeitslosen sind, die fie in Form von Ausgaben Neutralität nicht gut zu vereinen ist. Man kann diefen Gegenfag für Getränke zu tragen haben. Um diesem Mißstande abzuhelfen, wohl begreifen, da der alberne Kampf gegen die Tarifgemeinschaft sei im Gewerkschaftshause ein gemeinsamer Arbeitsnachweis einvon einer socialdemokratischen Gruppe getragen wird, wozu noch gerichtet für diejenigen Gewer haften, die fein eigenes Bureau etliches fommt, worauf wir hier nicht eingehen können. Aber interhalten können. Diese Einritung werde bis jetzt wenig von besser wäre es, diese Streitagt zu begraben, da ein dauernder den Gewerkschaften benutzt, und es sei wohl angebracht, in den beGegensatz zwischen einer Gewerkschaft und der Socialdemokratie doch treffenden Gewerkschaften darauf hinzuweisen. Im übrigen etwas unnatürliches an sich trägt. Man kann der Socialdemokratie stimmten die Diskussionsredner den Ausführungen des Referenten gar manches vorwerfen, aber daß sie die Interessen der zu, die meisten traten mit großer Entschiedenheit, zum Teil auf nicht lengten, in wenn ſie bazu auch feineswegs ein weßlich eigene Erfahrungen geſtützt, gegen jeden Genuß von Schnaps ein. Monopol " 1 " hat, zum Auftraggeber der Marodeure"," Deserteure" und" Heyer", das heißt der Vertreter der einen Meinung gegenüber der andern, gemacht hat, teilt er mit, daß er auf die Folgen der namens der Partei gegen die Buchdrucker geübten Hezarbeit" immer hingewiesen habe, jedoch man hat unsre Warnungen in den Wind geschlagen". Man", das ist die Partei. Weiter: Vielleicht dachte man, die Buchdrucker haben doch nicht den Mut, fich gegen die Beschimpfungen aufzulehnen, vielleicht schlußfolgerte man auch, der Parteigenosse würde über den Buchdrucker den Sieg davon tragen". Jedenfalls war man aber davon durchdrungen, daß durch kräftige Unterstüßung der Zersplitterungsbestrebungen der Verband über kurz oder lang innerlich so zersetzt sein müsse" Im vorhergehenden Satz vermutet er nur erst, im letzten Sage tveiß er aber bereits bestimmt was die Partei will, nämlich eine immerliche Bersetzung des Verbands, und zwar durch kräftige Unterstügung" der darauf gerichteten Bestrebungen, obwohl sie thatsächlich mur geschwiegen hat. So entsteht aus der Gegnerschaft einzelner Socialdemokraten gegen die Taktik des Buch druckerverbands im Handumdrehen die Absicht der socialdemo fratischen Partei, den Buchdruckerverband innerlich zu zerfegen und auseinander zu reißen, ohne daß irgend welche Handlungen oder Aeußerungen der berufenen Organe der Partei zum Beweise dafür angeführt werden können. In derselben Weise konstruiert der„ Korrespondent" die Schädlichfeit der Socialdemokratie für die Gewerkschaftsbewegung. Neue befunststüd. Er setzt für Buchdruckerverband" einfach„ Gewerkschaftsfondere Thatsachen braucht er dafür nicht; er braucht nur ein Wortbewegung" und hat so im Handumdrehen aus der Konstruktion Feindschaft der Socialdemokratie gegen den Buchdruckerverband" die Konstruktion„ Schädlichkeit der Socialdemokratie für die Gewerkschaftsbewegung" gemacht. Warum macht er nicht aus„ Gewert schaftsbewegung" nun auch noch Arbeiterbewegung? Es wäre doch noch wirkungsvoller, die Schädlichkeit der Socialdemokratie für die Arbeiterbewegung zu konstruieren aus der Gegnerschaft eines von tausend Socialdemokraten gegen die Taktik des Buchdruckerverbands. und besigt, so ist sie nichtsdestoweniger eine Arbeiterpartei. Wenn also eine Gewerkschaft nun einmal nicht neutral sein will, Berlins und Umgegend, hielt am Montag, den 18. Juni, seine Mitdann ist t es immerhin, etwas, nertwirdighetene uw gliederversammlung ab, in welcher Weiße Bericht erstattete über ben gegen die Socialdemokratie unneutral ist. Das Stongreß, der im vergangenen Monat zu Pankow stattfand. Der einzig Richtige aber ist natürlich dies: Nicht für oder gegen die Referent teilte mit, daß 28 Getvertschaften daselbst vertreten waren Socialdemokratie oder irgend eine andre Partei, sondern neutral und ein jeder Delegierte Bericht erstattete, was zu einer langen Debatte führte. In verschiedenen Provinzen herrschen leider noch schlechthin." grauenhafte Mißstände. Nachdem der Referent die Beschlüsse, welche verständnis mit den Beschlüssen des Kongresses erklärt. Vor Schluß gefaßt wurden, mitgeteilt hatte, wurde eine Resolution angenommen, in der die Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen ihr Einder Versammlung gab die Vertrauensperson noch die Abrechnung vom Maskenball. Die Einnahme betrug 45 W., die Ausgabe 46,90 M., so daß ein Deficit von 1,90 m. verbleibt. Zur Kennzeichnung der Haltung des„ Korrespondent" tönnten wir der Frankfurter Beitung" mit denen wir nicht einverstanden sind. nichts Besseres jagen und unterlassen daher eine Bolemit gegen die Säße Versammlungen. " Der Schnaps und die Arbeiter lautete das Thema, über welches Genosse Arous am Donnerstag in einer Wahlvereins- Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der WäscheVersammlung in Charlottenburg sprach. Er wolle den Arbeitern branche hielt am 19. Juni in Wendts Klubhaus eine gut besuchte feine Moralpredigt gegen den Alkoholgenus halten, fagte der Redner. Versammlung ab. Stadtverordneter Ad. Hoffmann sprach über das Die Bestrebungen der Mäßigkeitsvereine hätten in den dreißiger und Thema: Auf was wir stolz sind." Unter Vereinsangelegenheiten vierziger Jahren in Westeuropa nicht unbedeutende Erfolge gehabt. wurde auf die im September vorzunehmende Neuwahl der GewerbeThatsachen braucht ja der„ Korrespondent" nicht, und Thatsachen Von diesen Erfolgen sei aber heute nichts mehr vorhanden, weil gerichts- Beifizer hingewiesen und aufgefordert, fich rechtzeitig in find bei solchem Geschäft auch nur störend. Wer die Thatsachen einerseits die Mäßigkeitsapostel nur vom Standpunkt der Moral gegen bie Listen einzuzeichnen. Am 21. Juli veranstaltet der berücksichtigt und nur aus ihnen seine Schlüsse zieht, der müßte an- den Alfohol kämpften, und weil andrerseits es zum großen Teil Verein ein Sommerfest im Schweizer- Garten"; es wurde erkennen, daß die ſocialdemokratische Parteipresse bei allen gewerk- wirtschaftliche Ursachen seien, die den Arbeiter veranlassen, Alkohol gebeten, fich rege an den Billetverkauf zu beteiligen. schaftlichen Kämpfen der Arbeiter stets rückhaltlos auf ihrer Seite zu genießen. Von den eigentlichen Säufern solle hier nicht die Die Alt- Blätterinnen und Wäscherinnen werden aufgefordert, sich mit steht und ihnen als wichtigstes Kampfmittel dient; daß die Redacteure Rede sein, sondern von denjenigen, die regelmäßig Alkohol als allen Kräften an die Flugblattverteilung zur öffentlichen Versammlung der Parteipresse unzählige Strafen für die Vertretung der gewerk Genußmittel zu sich nehmen. Im wesentlichen seien es drei Ur am 26. Juni bei Keller, Stoppenstr. 29, zu beteiligen. Dort wird schaftlichen Interessen der Arbeiter, für die Kritik von Mißständen sachen, die den Arbeiter veranlassen, Alkohol zu genießen. Erstens: die Lohntommission den Tarif vorlegen und soll darüber entschieden in den Betrieben auf sich genommen haben. Er müßte mangelhafte Ernährung. In diesem Falle diene der werden, unter welchen Verhältnissen ferner gearbeitet werden soll. anerkennen, daß die einzelnen socialdemokratischen Parteiorganisa- Alkohol entweder zur Betäubung des Hungergefühls, oder als Reiz- Flugblätter sind im Arbeitsnachweis bei Hergt, Landwehrstr. 1, in tionen wie die Gesamtorganisation ebenso wie tausende social- und Anregungsmittel beim Genuß von Speisen, die wenig nahr- Empfang zu nehmen. demokratischer Redner alle gewerkschaftlichen Kämpfe durch Geld- und schmackhaft sind. Bei Leuten, die aus diesem Grunde bewilligungen, durch Berbreitung von Flugblättern, durch Veranstaltung Alkohol genießen, sei derselbe doppelt gefährlich, da sich die schirr Sattler usw.) hielt am 16. Juni feine regelmäßige Mitglieder. Der Verband der Sattler und Tapezierer, Filiale 1( Ge von Bersammlungen 2c. stets gefördert haben. Er müßte anerkennen, schädlichen Wirkungen des Altohols bei schlecht genährten Menschen schirr Sattler usw.) hielt am 16. Juni seine regelmäßige Mitglieder. was die Socialdemokratie in den Parlamenten zur Förderung der in erhöhtem Grade bemerkbar machen. Dazu komme noch, daß die Bersammlung im Englischen Hof ab. Beim 1. Punkt der Tages ſpeciellen Arbeiterinteressen gethan hat. Das find die Thaten ärmsten Leute auf den billigsten Schnaps, d. H. den giftigsten Fusel ordnung sprach Kollege Saffenbach über das Entstehen und die Entder socialdemokratischen Partei; wer diese prüft und angewiesen find. In dieser Hinsicht tönnte durch gesetzgeberische wicklung der Gewerkschaften. Eine Diskussion fand nicht statt. Beim darauf ein objektives Urteil bauen will, kann niemals dazu Maßnahmen ein Teil der schädlichen Wirkungen des Schnapsgenusses Punkt Verschiedenes erhoben sich die Kollegen zu Ehren des von Tegel fofern er nicht ein besonderes Interesse bei seinem Stampf gegen die gereinigten, vom Fusel befreiten Spiritus in den Handel zu seuschel nachgewählt. Die Abrechnung des Ostervergnügens ergab gelangen, der Partei in der Art des„ Storrefpondent" entgegenzutreten, beseitigt werden, wenn die Schnapsbrenner angehalten würden, nur zurückgekehrten Kollegen Stutterheim von den Plägen. In die Agitations kommission wurden die Kollegen Miesfeld, Wolff, Kasan und Socialdemokratie verfolgt. bringen. Mit Rücksicht auf die junkerlichen Schnapsproduzenten eine Einnahme von 417,80 m. und eine Ausgabe von 365,05 m., Das bisher Gesagte erschöpft aber die eigentümliche Methode habe sich aber die Regierung nicht bereit finden lassen, bleibt ein Ueberschuß von 52,75 M. Bei einer Umfrage in der des Korrespondent" noch nicht. Es muß auch noch ein Wort einem solchen Gesetz zuzustimmen. Wo der Schnapsgenuß darüber gesagt werden, wie das Blatt zu den winzigen eine Folge schlechter Ernährung ist, da hätten moralische Geschirrbranche über Lohn und Arbeitszeit waren 2/3 der ausThatsachen gelangt, auf denen seine ganze kunstreiche Non- Erwägungen gegen gegen denselben gar feine gegangenen Fragebogen beantwortet worden, von denen wir hier die zwet Wirkung. Eine firnttion aufgebaut ist. Hierbei fann man allerdings nicht mehr Aufbefferung der wirtschaftlichen Lage des Arbeiters würde ben interessantesten wörtlich folgen lassen: Da unsre Lohnverhältnisse zubloß von der Kunst der Methode reden; das ist Schlimmeres. Wir Alkohol viel wirksamer bekämpfen, als Moralpredigten der Mäßigkeits- unfrem Prinzipal einigen, leberstunden nicht gemacht werden, so haben friedenstellend sind und wir uns ohne fremde Einmischung mit wollen das an einigen Beispielen zeigen. apostel. Eine Herabsezung der Biersteuer, und dadurch bewirkte VerSo wird z. B. im zweiten Artitel, Nr. 68, Seite 2, Spalte 3, billigung des Diers würde auch zur Verdrängung des Branntweins wir teine Beranlassung, an einer etwaigen Lohnbewegung teil behauptet, der Artikel, den Auer 1888 unter der Ueberschrift Der durch das Bier beitragen.- Die zweite Ursache des Schnapsgenusjes zunehmen. Besten Erfolg wünschend, unterzeichnen sich hochachtungsvoll bie Gehilfen der Firma Steinmez. Etwas triber sieht es in der tönigl. preußische Gewertverein" geschrieben habe, sei sei die, daß der Arbeiter, wenn er durch überlange Arbeitszeit er: Werkstatt des Herrn Jalisch, Stöpnickerstr. 64a, aus. Erster Gehilfe 1806 im Vorwärts" nochmals abgedruckt worden, um gegen die müdet ist, die natürliche Ermüdungsgrenze hinauszu Buchdruder Stimmung zu machen". Das ist durchaus falsch. Aus fchieben sucht, indem er den Organismus durch Zufuhr von Alkohol tündiger Arbeitszeit abzüglich des Krankengeldes, hin und wieder 21 M., zweiter 15 M. und dritter Gehilfe 12 M. Lohn bei zehnden den Wiederabdruck einleitenden Bemerkungen geht deutlich zu weiterer Leistungsfähigkeit anzuspornen fucht. So finde man hervor, daß es nur geschab, weil weil auf der Generalver: Denn auch, daß da, wo die Industrie fich ausbreitet, auch der eine Ueberstunde mit 5 Pf. Buschlag. Gefeßliche Feiertage werden Ueber sämtliche eingelaufenen Ant sammlung der Buchdrucker 1896 dieser Artikel ausgeschlachtet, Schnaps feinen Einzug hält. Wenn auch der Alfohol für den bezahlt den 1. ja, den 2. nein. worten entspann sich eine längere Debatte. Zur Annahme von falsch citiert und ihm falsche Motive unterstellt und ein ganz falscher Augenblick die Ermüdung hinausschiebe, so übe er doch, wenn er weiterem Material ist gern bereit der Obmann der GehilfenCharakter angedichtet worden waren. Um dem entgegenzu aus diesem Grunde regelmäßig gebraucht werde, eine dauernde treten und jedermann Gelegenheit zu geben, den damals über Schädigung des Organismus aus. Der dritte Grund für den Kommission P. Blum, Prenzlauer- Allee 208 II, fowie auch der Arbeitsacht Jahre alten Artikel richtig beurteilen zu können, um festzustellen, Altoholgenuß sei dessen euphorische( auregende, erheiternde) nachweis Engelufer 15, Gewerkschaftshaus, Zimmer 34 III. Geöffnet abends 8-9 Uhr. daß von den behaupteten Gemeinheiten gegen den Verband" feine Wirkung, und hierauf sei die Verwendung des Alfohols bei Rede sein kann, deshalb erfolgte der Wiederabdruck. Sen Sonntagskneipereien Sonntagsneipereien der Arbeiter zurückzuführen. Bei Der Zweigverein Berlin des Centralverbandes deutscher Darüber kann niemand im Zweifel sein, der den Wiederabdruck ge diesen Kneipereien erscheine der Alkohol als ein Haupt Brauer hielt am Sonntag, den 17. Juni, seine regelmäßige Monatslefer. Was dit sorrespondent, als abficht des Wiederabbrudes fetno der Arbeiter. Wenn wir sagen, daß die schlechten ökonomischen versammlung im Gewerkschaftshauſe ab. Vor Eintritt in die Lagesbezeichnet, ist eine falsche Unterstellung. Verhältniffe den Schnapsgenuß der Arbeiter verschulden, so müssen ordnung ehrte die Versammlung das Andenken des In derselben Spalte des correspondent" heißt es: wir andrerseits sagen, er erschwert aber auch, daß wir aus diesen storbenen langjährigen Schriftführers des Vereins P. Köpisch Die weitere Entwicklung in dem Stampfe zwischen Verband Berhältnissen hinaustommen. Wer sich durch Alkoholgenus fiber das in der üblichen Weise. Hierauf erstattete der Delegierte und Parteipreffe ist ursächlich nur auf die Einmischung der Glend seines Dafeins Parteipreffe in unfre gewerfvereinlichen Angelegenheiten tomme bald zu jenem Grade der Stumpfsinnigkeit, wo er das Elend richt bont dent Verhandlungen und Beschliffent desselben. zurückzuführen. Welchen Zweden die Opposition im Verbande nicht mehr fühlt, wo er feine Bliniche nach Verbesserung mehr hat; Genugthuung erweckte die Mitteilung, daß troy aller Machinationen Sienstbar gemacht werden follte, geht 3. D. aus einer Notiz in er tomme zu jenem Zustande der um mit Lassalle zu reden unfrer Gegner der Verband in stetem Wachien begriffen ist. Die B. der" Sächsischen Arbeiterzeitung" hervor; dieselbe schrieb verdanunten Bedürfnislosigkeit, die das größte Hindernis des Diskussion über den Bericht, in der mehrere Kollegen Kritik an verzur Beit unsrer Generalversammlung:"( hier folgt das Citat, das Sulturfortschritts ist. Darum haben wir als Bolitiker alle Ursache, schiedenen Beschliffen übten, wurde bald auf Antrag bis zur aber für uns gleichgültig ist.) uns gegen den Samapsgemuß zu wenden. Die Sonntagstneiperei nächsten Bersammlung vertagt, weil die gedruckten Protokolle noch Auch diese Darstellung ist falsch; nicht die„ Sächsische bringe noch andre Mißstände mit sich: Es stehe fest, daß die Zahl nicht vorlagen. Arbeiter Zeitung" hat geschrieben, sondern ein einzelner, der Unfälle vom Dienstag bis zum Sonnabend ständig zunimmt. Zu Punti 2 der Tagesordnung Beitragszahlungsmodus" wurde der Nebaltion gar nicht angehörender Buchdruder hat die fragliche Eine Ausnahme mache der Montag mit einer größeren infallziffer. befchloffen, den bisherigen Zahlungsmodus, alfo monatliche BelNotiz geschrieben und die Nedaktion hat sie auf deffen dringenden Wenn die Zunahme der Unfalle bom Dienstag bis Comabend träge, belzubehalten. Bemerkt sei hier noch, daß durch Einführung Wunsch mit seiner vollen Ramensunterschrift verweifellos eine Folge ber zunehmenden Ermübung der Arbeiter fei, der Gaue und Gaubeiträge fich der Beitrag auf monatlich 1,20 W. öffentlicht. Ste hat aber ausdrüdlich erklärt, daß fie fo mile woht die größere Bahl der Unfälle am Montag als eine erhöht. Unter Innere Vereinsangelegenheiten" fchlug der mit nicht damit einverstanden sei. Nachwirkung der Sonntagstnciperei angesehen werden. Arrangierung einer Dampferpartie beauftragte Kollege H. Gärtner " " " ber13 hinwegsutäuschen suche, der zum Verbandstage, Vorsitzender 2. Hodapp. seinen seinen Be bor, den Preis für das Billet für Erwachsene auf 1,20 m., für schulpflichtige Kinder auf 0,50 M. festzusetzen, was auch geschah. Der Besuch war zufriedenstellend. Verein der Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe. Montag, den 25. Juni, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Dr. Oppenheimer über:„ Ehe und Erziehung in der Zukunft". Gäste willkommen. Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Aderstr. 123 bei Diefe und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. Alt- Wäscherinnen und Plätterinnen. Große öffentliche Versamm lung am Dienstag, den 26. Juni 1900, abend3 8½ Uhr, im großen Saale des Herrn L. Keller, Koppenstr. 29. Der socialdemokratische Wahlverein Lichtenberg- Friedrichsberg hielt am 19. Juni bei Höflich, Frankfurter Chaussee 120, jeine Mitgliederversammlung ab. Genosse Körsten referierte über das Unfall Versicherungsgesetz. In der Diskussion stellten mehrere Genossen Anfragen an den Referenten, welche auch ihre Erledigung fanden. Sodann trug Gen. Liepe der Versammlung vor, daß der Vorstand mit den Wilhelmsberger Genossen, welche doch eigentlich zur Lichtenberger Kommune gehören, aber zur Zeit im Weißenseer Wahlverein find, Rücksprache genommen hat zwecks Uebertritt in unjren Verein. Dasselbe Verhältnis besteht bei den Neu Lichten- Stationen berger Genossen, welche zur Zeit zum Friedrichsfelder Wahlverein gehören. Das Verhalten des Vorstands wurde von der Versammlung Witterungsübersicht vom 23. Juni 1900, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärte Wetter gebilligt. Gen. Welt teilte noch mit, daß die Spedition vom 1. Juli eminembe 759 S 4wolfig ab sich Frankfurter Allee befindet. Eine gutbesuchte Volksversammlung fand am Dienstag, den 19. Juni, im großen Saale von Kleins Hotel, in Köpenid statt. In derselben referierte der Reichstags- Abgeordnete Wilhelm Liebknecht über die verflossenen Thaten des Reichstags. Redner schilderte in sehr eingehender Weise, welch ungeheure Opfer die breite Masse des Volkes für den Militarismus und den Marinismas aufzubringen hat. Des weiteru betonte der Redner, daß überall da, wo das Klaffenbewußsein der Arbeiter erwacht sei, die Organisation für unsere Partei in die Wege zu leiten sei und mahnt die Anwesenden, sich nicht nur gewerkschaftlich, sondern auch politisch zu organisieren. Durch reichen Beifall bekundete die Versammlung, daß sie mit den Ausführungen des Referenten einverstanden sei. Nachdem wurde die Abrechnung von der Maifeier erstattet und ist der Ueberschuß von 100 M. dem Vertrauensmann zur Agitation übermittelt; ferner wurde beschlossen, die Genossen F. Woid, G. Hoffmann und A. Rochlitz zur nächsten Kreistonferenz zu delegieren. Nachdem vom Vorsißenden Woid noch eindringlich ermahnt, recht rege für unsre Presse zu agitieren, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. Berichtigung. In dem in der Beilage Nr. 141 des„ Vorwärts" enthaltenen Bericht über die Versammlung der Defateure ist unter anderm gesagt, daß von unsrer Firma versucht worden fei, die früheren Lohnsäge zu zahlen und Ueberstunden von den Arbeitern zu verlangen. Wir erklären demgegenüber, daß die in der Versammlung von einigen Rednern gemachten Behauptungen in diesem Sinne auf unwahrheit beruhen, da wir streng darauf achten, die neu vereinbarten Lohnbedingungen inne zu halten; vier Arbeiter erhalten sogar höhere Löhne. Gottschalt u. Laste, Alte Jakobstr. 78. Freitagnachmittag 5 Uhr verschied nach langen, schweren Leiden mein inniggeliebter Mann, der Metallschleifer Adolf Krause ini 42. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet Kirdorf, 22. Juni 1900. Emilie Krause. Die Beerdigung findet am Montag, best 25. d. M., nachmittags 5 Uhr, bom Trauerhause, Berlinerstr. 23, aus statt. 16186 Deutscher Holzarbeiter Verband. Zahlstelle Berlin. Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr., Eingang auch Landsb. Chauffee. Jeden Sonntag: Gr.Frei Konzert. Neue verbete Hallen, 2000 Berf., Zelte für 1000 Personen Den Mitgliedern zur Nachricht, daß bieten Schutz gegen Sonne u. Regent. der Kollege, Tischler Karl Schulz, am 22. Juni plößlich verstorben ist Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Juni, nachmittags 1/23 Uhr, vom Trauerhause, Hussitenstr. 29, aus nach dem Kirchhof in Nieder- Schönhausen statt. Um rege Beteiligung der Kollegen ersucht Die Ortsverwaltung. Genoffenschafts- Buchdruckerei in Solingen Bamburg Berlin Temp. n. G. 5° 4° 9. Siailonen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter 758 SW 760 23 6 bedeckt 5 wolfig 2woltig 15 Aberdeen 2wolfenl 15 Paris 15 Haparanda 758 S 13 Petersburg 762 SSW 16 Cort 761 NW 757ONO 762 2'wolfen! 1Dunst 4 bedeckt 2wolfig 4 woltig Frankf./m. 762 S windjen Wien 765 O 764 NW 3wolten! 15| Briefkasten der Redaktion. Temp. n. 6. in Afrika spricht dafür, daß ein solcher Zwang von der Regierung selbst als unstatthaft angesehen wurde. F. R. 31. Die Kranfenfasse ist haftbar. Das Krantentaffenmitglied hat seinen Anspruch zunächst der Kasse gegenüber eventuell bei der Aufsichts behörde( wer diese ist, steht im Statut) geltend zu machen. F. 1. S. 53. 1. Das Mädchen kann das Nachtleben der Marten verlangen und außerdem Strafantrag stellen. Sie muß bei der Krankenkasse angemeldet werden, iſt tranten- und invalidenversicherungspflichtig. 2. Falls der Schaden nach dent 1. Januar 1900 zugefügt ist, haftet der Vater für denselben. Für die Schadensersatzklage ist das Amtsgericht zuständig. 3. Personen, die außer halb der Werkstätte für ein Geschäft arbeiten, sogenannte Hausgewerbetreibende, find stets franken und invalidenversicherungspflichtig, wenn sie lediglich für das eine Geschäft arbeiten. g. 5. 1. Ja. 2. Nein. U. 26. Läßt die Versicherungsanstalt ein Heilverfahren eintreten, jo gehen bei Krankenkassen- Versicherten vom Beginn des Heilverfahrens au bis zu deffen Beendigung die Verpflichtungen der Krantentassen gegen den Ver sicherten auf die Versicherungsanstalt über. Dieser hat die Krankenkasse in Höhe desjenigen Krankengeldes Ersatz zu leisten, welches der Versicherte 15 von der Krankenkasse für sich beanspruchen konnie. 48. Die Ehefrau 12 fonnte den Einlaß nicht verweigern, sondern nur auf Alimentation, Ent13 ziehung des Erziehungsrechts und auf Ehescheidung klagen. Y. 5. Nein. 12 A. 2. Eine Frist giebt es für Ihre Aufbewahrungspflicht nicht, des 15 halb ist es verkehrt, wertlose Sachen einzubehalten. Sie könnten Ihre Forderung einklagen und dann die Sachen pfänden und verkaufen lassen. Wenn aber die Kosten den Pfandwert übersteigen, so wäre dieser Weg nicht zu empfehlen. Etwas weniger Kosten macht der auf vorher gegans, gene Aufforderung erfolgte Verkauf der Sachen durch einen Gerichts: vollzieher. A. V. 99. 1. Ja. 2. Nein. 3. In der Voruntersuchung Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und sollen nur ausnahmsweise Zeugen eidlich vernommen werden.- 103. Ja. Freitag von 7-9 Uhr abends statt. K. Gr. Stand bei Ihrer Unterschrift etwas noch nicht im Vertrage, jo fonnte der Wirt dies nicht rechtsgültig ohne Ihre Zustimmung zusetzen. 3- d. Anonymus,„ Kleiner Streber" usw. Papierkorb. Teilen Sie dem Wirt mit, was bei Ihrer Unterschrift noch nicht im VerG. H. Die Verfaffung enthält nichts über die Frage, ob Truppenteile trage stand und teilen Sie ihm mit, daß Sie mit der und der Bestimmung des stehenden Heeres zu Striegszwecken in überieeischen Ländern Verwendi. 1g nicht einverstanden sind.- H. S, 25. Sechs bis zwölf Mark und für P. 5. 68. Sie können Her finden dürfen. Es kann nicht als verfassungswidrig angesehen werden, wenn jeden Besuch 50 Pf. bis zwei Mark. derartiges geschieht, da ein grundsäglicher Unterschied zwischen überseeischen stellung des Spindes in ordnungsmäßigen Zustand verlangen; wird die Ländern und sonstigem Ausland nicht zu machen ist. Eine andre Frage ist herstellung binnen einer von Ihnen gestellten Frist nicht vorgenommen, die, ob es statthaft ist, die Ableistung der Dienstpflicht in fremden, vielleicht so fönnen Sie die Herstellung bewirken und die Kosten gegen ungesunden Ländern zu fordern. Die Einrichtung besonderer Schutztruppen den Verkäufer einklagen, beziehentlich bom Kaufgeld abziehen: Dienstag Mittwoch Sonntag 24. Montag 25. Donnerstag 28. Freitag 29. Wochen: Spielplan. 26. 27. Berliner Theater Berlin bei Nacht Die deutschen Kleinstädter Berlin bei Nacht Die deutschen Berlin bei Nacht Kleinstädter Die deutschen Kleinstädter Theater Die Hugenotten des Eremiten Das Glöckchen Der Wildschütz Der Freischütz Die Hugenotten des Eremiten Das Glöckchen Schiller: Sonnabend 30. ( Letzte Vorstell.) Berlin bei Nacht Die beiden Schützen Sonntag 1. Wilhelm Tell 1 Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Letzte Vorstellung vor den Ferien. Die Welt, in der man sich langweilt. Herzogin: Frau da Neues Theater. Stägemann. Neues Königliches Opern Theater. Alle Abende: Der Mikado. Leffing- Theater. Alle Abende: Daisy. Alle Abende: Flitterwochen. Freitagabend: Erste litterarische Vorstellung: Gläubiger, Mondscheinsonate, Abschiedssouper. Refidenz Theater. Alle Abende: Die Dame von Marim. Theater des Westens. Alle Abende: Rhodope. Thalia- Theater. Von Dienstag ab alle Abende: Im Himmelhof Central Theater. Alle Abende: Berlin nach Elf. Victoria Theater. Diesen Sonntag: Sündige Liebe.- Ürania. Alle Abende: Von den Alpen zum Vesuv. Verein für Frauen u. Mädchen Rohtabak. der Arbeiterklasse. 55/13 Montag, den 25. Juni 1900, abends 812 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstrasse 20. Vortrag des Herrn Dr. Franz Oppenheimer über: ,, Ehe und Erziehung in der Zukunft". Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Zahlstelle Berlin 5. Gruppe Rabitzspanner und Träger. Montag, den 25. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über unsre Lohnbewegung. 2. Diskussion. Die Ortsverwaltung. Kaffeeküche u.Volksbelustig. 3. Berfchiedenes. Es ist Pflicht, daß jeder Stollege pünktlich erscheint. Jeden Sonntag 1605b eine neue goldene Damenuhr Holzarbeiter! gratis. [ 46482* Besond.Bestimmung d.Säulenanschlag. Für gute Bewirtung bürgt H. Mente, feit 20 Jahren Oetonom im Böhmischen Brauhause. Achtung! Charlottenburg. Holzarbeiter! Montag, ben 25. Juni 1900, abends 812 Uhr: Ausserordentliche General- Versammlung bei Leder, Bismarckstraße 74. 90/19 Tages- Ordnung: 1. Bericht vom Verbandstag. 2. Dringende Verbands: Angelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Bahlreiche Beteiligung erwartet Neu eröffnet! Achtung! Neu eröffnet! ( eingetr. Genoff. mit beschr. Haftp.). Berliner Konsum- Verein. Geschäfts Bericht pro 1899. Attiva. Maschinen- u. Utenfilten- Conto. 7520,10 [ 40512*] Frankes Speisehalle Konstituierende Versammlung am Neue Grünstraße 39( zw. Kommandanten- und Seydelstr.) mittags 6 Uhr, im Gewertschafts- Jeden Tag 12 verschiedene Gerichte| Speisezeit 11110 uhr abends. Bier 10 10 Bf., 10 5 Pf. Kaffee 5 Pf. Milch 5 Bf. [ 268/4 5 hause, Engelufer 15. Nach Schluß: Geselliges Beisammensein mit 6392,10 Tanz, wozu alle Mitglieder und Ge zum Preise von 10-30 Bf. 2/10 noffen einlade. Grſuche die Benoffen Cohns Festsäle, Beuthstrasse 19/20. 594, bout Often, zahlreich zu erscheinen. 342,75 Abschreib. 15%. 1128, Druckerei- Conto.. 660, Abschreib. 10% 66, Buchhandl. Conto. 380,83 Abschreib. 10% 83,08 Debitoren- Conto 2570,82 Ab dubios 194,22 Sparkassen- Eint. Staffen- Conto Bestand 1114,04 Alhambra 10833,99 Wallnertheater- Strasse 15 Jeden Sonntag und Donnerstag: Gr. Extra- Ball bei doppelt besetztem großen Orchester. Anfang 5 Uhr +85 A. Zameitat. 3311,17 o ist der schönste Garten? In Im Auftrage; 15806 Wilhelm Eicke, Tischler. Verkaufsstelle: Krautstr. 7. Vor2376,60 mittags 8-12, nachmittags 3-9 Uhr. 14,50 Paffiva. Kreditoren Conto Genossenschafts- Conto Rüdlage- Conto. Gewinn- Reserve Jahresgewinn 4444,44 2210, 600, 11/ 2-10 ſammungen. Empfehle meine Säle zu Ber: September und Oktober noch einige Sonnabende und Sonntage frei.[ 48909* Inh. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wax Bading in Berlin. Mr. 144. 17. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. .1 OS Mc id all aghodeld aan saindo 520A- 9115H Laat aastaneis Titterarische Rundschau. Neumann, Dr. H.: Die unehelichen Kinder in Berlin.[ tommen der Mutter, die sie gewöhnlich allein be Jena, Gustav Fischer, 1900. 78 S. Preis 2 M.. streitet, in schreiendem Mißverhältnis zu stehen Lindner, Dr. Friedrich: Die unehelichen Geburten als pflegen". Dabei würde eine genaue Berechnung in sehr vielen Socialphänomen. Ein Beitrag zur Statistik der Bevölke- Fällen noch ergeben, daß die Haltemutter einen Teil der Kosten unrungsbewegung im Königreiche Bayern, Leipzig, A. Deichertsche wissentlich selbst trägt, insofern der Wert der Naturalien und beBerlagsbuchhandlung, 1900.238 S. 2 Karten. Preis 4,80 M. sonders der aufgewendeten Zeit und Mühe nicht entsprechend einwird". ( Wirtschafts- und Verwaltungsstudien mit besonderer Berückſich geſchägt indtritt aus der Haltepflege erfolgte durch Uebergang in tigung Bayerns, herausgeg. von Georg Schanz, VII.) Der " Sonntag, 24. Juni 1900. -busτ12 ohne einheitliches worgehen uns überhaupt mag Die I erhebliche ist. In Berlin ergaben im Jahre 18eichränkt unehelichen Kindern überhaupt 634,4 am Ende des ersten Jahres teiligt. Die Ursachen der unehelichen Geburten sucht 2. zunächst wollen oder wenigstens müßten, legteres bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausführen können, weil sie noch erwerbsunfähig sind und deshalb das Pflegegeld nicht aufbringen können. Die Kinder verbleiben daher unter den ungünstigsten Verhältnissen in mütterlicher Pflege und gehen deshalb vielfach zu Grunde.( Für die Abänderung der Wöchnerinnen- Unterstützungs- Vorschriften im Krankenkassen- Gesetz von Bedeutung! Ref.) In einem Schlußabschnitt kritisiert Neumann die Fürsorge, Die vorliegenden beiden Werke ergänzen einander in gewiffer unentgeltliche Pflege 487mal, in 28aisenpflege 58mal, durch Tod welche Staats- und Gemeindebehörden den unehelichen Kindern Hinsicht, da das eine die Verhältnisse in der industriellen Großstadt 406 m a I. 540 Kinder verblieben am Ende des ersten Lebensjahres widmen: des protestantischen Norddeutschlands, das andre diejenigen des über in Haltepflege. „ Es bekümmern sich Gericht, Polizei, Armenwiegend agrarischen und katholischen füddeutschen Staats schildert. Daß von den Haltekindern" des Jahrgangs 1896 mur 58 direkt verwaltung um diese Kinder- aber unvollständig maßen das Gegenstück zum andren. Neumann macht vorzugs- städtische Waffenpflege übergingen, ist überraschend". scharf es auch zum Teil weise die Schicksale der Kinder selbst zum Gegenstand einer social Denn für einen großen Teil der Haltekinder müssen wir einen ohne Erfolg, zum Teil in unzureichender Weise, hygienischen Studie, und zieht die Ursachen der unehelichen Geburten Notstand insofern annehmen, als die Pflege nicht genügend entlohnt zum Teil zu spät.") eigentlich nur insoweit in den Kreis seiner Betrachtungen, als werden kann. Aber die herrschende Gepflogenheit er- Rechtzeitig muß die Armenbehörde eingreifen, und freiaus den Schicksalen der Kinder Schlüsse möglich sind. Lindner leichtert vielleicht vom moralischen Stand- willig, d. h. sie soll nicht auf das förmliche Ersuchen warten, dagegen sucht vorwiegend die Ursachen der unehelichen Geburten in puntt aus mit Recht(???)- nicht eben die Ueber- sondern dort helfen, wo ihr eine Notlage bekannt wird. den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Landes zunahme in die Waisenpflege." Armenbehörde sollte sich die unehelichen Geburten unmittelbar ergründen. Insgesamt tamen in Waisenpflege von den in öffentlichen An- melden lassen, und sofort feststellen, ob die nötigen EristenzH. Reumann ist schon durch ähnliche frühere Arbeiten auch ſtalten Geborenen 270( 12,1 Broz.), von den in Privat- Entbindungs- mittel vorhanden find, um fie im Notfall ihrerseits zu gewähren. außerhalb des Kreises seiner ärztlichen Fachgenossen bekannt anstalten Geborenen 11( 2,8 Proz.), von den privatim Geborenen Die Ueberwachung der Haltekinder müßte in gemeinsamer Arbeit geworden. Die vorliegende Schrift beschäftigt sich mit den Lebens- 99( 2,1 Proz.). Private Aufzeichnungen Neumanns ergeben, daß mit von Armenbehörde und Polizei ausgeführt werden, d. h. es müßten verhältnissen der im Jahre 1896 in Berlin unehelich geborenen wenigen Ausnahmen es die dringendste Not der Kinder war, welche Einrichtungen getroffen werden, wie sie in Leipzig bereits bestehen. Kinder. In einer kurzen Einleitung wird zunächst darauf hingewiesen, zur Waisenpflege die Veranlassung gab." Durch diese und ähnliche Maßregeln würde, wemt auch vielleicht nur in daß es in Deutschland keineswegs von jeher herrschende Sitte war, Bei der Aufnahme in die Waisenpflege fommen alle Kinder zu einem begrenzten Maße, die Sterblichkeit der unehelichen Kinder verden Geschlechtsverkehr, auch wenn er ein„ einehelicher" sein sollte, nächst in das Depot der Waisenverwaltung. Von hieraus werden ringert werden können, die gegenwärtig 2,1 bis 2,3 ma mit Formen zu umkleiden, die der heutigen Ehe oder gar der firch- sie, falls sie frank sind, in das Krankenhaus gebracht oder bleiben so hoch ist, als die Sterblichkeit der ehelichen. lichen entsprechen. Selbst als schon die firchliche Trauung geschaffen auch zunächst im Depot. Die gefunden Säuglinge werden hier oder Die Berichterstattung über das hochinteressante Werk Neuwar, scheint sie anfangs zur Eingehung der Ehe unwesentlich, lange auswärts in Softpflege gegeben. Von 360 unehelichen Säuglingen manns, dessen eingehendes Studium nur dringend empfohlen Beit wenigstens erst nach vollzogenen Beilager hinzugetreten zu des Jahrgangs 1896, über die Genaueres ermittelt werden konnte, werden kann, hat einen breiteren Raum in Anspruch genommen, als fein"( Grimm.) Erst die deutsche Gesetzgebung des a chtzehnten blieben im Depot bez. wurden ins Krankenhaus überführt 77 fonst ant dieser Stelle bewilligt werden kann. Bei der Besprechung Jahrhunderts machte die kirchliche Trauung zur bedingenden Form( 21,3 Proz.), tamen in Kostpflege 283( 78,7 Broz). Von den des Lindnerschen Buchs tömmen wir uns deshalb kürzer faſſen, der Che. 1875 wurde dann durch Reichsgesetz die Eheschließung zu ersteren starben 70= 90,9 Proz, und insgesamt weil über die mit ungeheurem Fleiß angestellten Einzeluntersuchungen einer civilrechtlichen Handlung, die„ Civilehe" allgemein eingeführt. starben von den 360 Waisentindern im ersten über die verschiedenen bayrischen Landesteile hier nicht ausführlich Daneben aber hat sich die im Mittelalter allgemein verbreitete Lebensjahre 199= 55,8 Proz referiert werden kann, sondern wir uns darauf beschränken müssen, Sitte, daß die, welche eine Ehe einzugehen beabsichtigten, 163 uneheliche Kinder fanden als Neugeborene mit ihren die allgemeinen Ergebnisse von Lindners Untersuchungen wiederschon vorher Geschlechtsverkehr pflegten, noch sehr vielfach in Müttern Aufnahme im städtischen Familien obdach. Von zugeben. Deutschland erhalten. Das wird unter andrem für weite Kreise der diesen gingen 11 in Waisenpflege über( auch ein Bayern hat von allen deutschen Bundesstaaten den höchsten evangelischen Landbevölkerung durch eine Umfrage der Allgemeinen sprechender Beweis für die oben erwähnte herrschende Ge- Prozentsatz von unehelichen Seindern( 1887-91 14,01 roz. gegen Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine" festgestellt, hat sich aber pflogenheit". Ref.) Von diesen 163 Kindern starben im ersten über 9,23 Broz. in Deutschland). Es marschierte in dieser Beziehung auch statistisch nachweisen lassen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß Lebensjahr 71. die Zahl der ehelichen Kinder, welche nach der Zeit der Geburt als ursprünglich auch an der Spize der europäischen Staaten und wird Den Sterblichkeitsverhältnissen der uneher gegenwärtig nur von Oestreich übertroffen( 14,67 Proz.). Die ver vorehelich erzeugt angenommen werden mußten, in der That eine lichen Kinder im 1. Lebensjahr widmet Neumann noch schiedenen Landesteile find dabei in verschiedenem Umfang erhebliche ist. In Berlin ergaben im Jahre 1894/1895 angestellte eine befondre, eingehende Besprechung. Es ergab sich, daß von 1000 und auch zu verschiedenen Zeiten nicht immer gleichmäßig be auf waren, daß die in den ersten 7 Monaten nach der Eheschließung noch am Leben waren, von 1000 in öffentlichen Anstalten geborenen in der bayrischen Ehegefeßgebung und Gewerbe stattfindenden Erstgeburten 45 Broz., bez. 2/5 aller Erstgeburten aus- 1529, von 1000 in Privatentbindungsanstalten geborenen 587,1, von politit. Bis 1868 bestanden im rechtsrheinischen Bayern, insmachten. 1000 in Privatwohnungen geborenen 687,2. Auch hier steht also die besondere für Lohnarbeiter, gefeßliche Erschwerungen der NiederNeumann geht dann auf sein eigentliches Thema über. Bon legte Gruppe am günstigsten da. 7229 im Jahre 1896 in Berlin lebend geborenen Unehelichen laffung und der Verehelichung, Bestimmungen, die getroffen waren, Die Betrachtung der Sterblichkeitsverhältnisse in um die Gemeinden vor einem allzu starten Steigen der Armenlasten ( geboren wurden in diefem Jahre in Berlin überhaupt 50 094 Stinder, der altepflege leitet Neumann damit ein, daß er die Frage zu schützen. Diese Bestimmungen hatten hauptsächlich die Folge, baß davon waren unehelich 7679 15,33 Proz. Ref.) wurden 2226 aufwirft: Giebt es in gleich 30,9 Proz. in den öffentlichen Entbindungsanstalten der Er erwähnt einen Fall, in welchem Engelmacherinnen?" bie Zahl unehelicher Geburten eine geradezu ungeheure Höhe erreichte. bei einer Haltefrau Charité, bezw. der Universitätsklinik geboren. Der Einfluß der Gesetzgebung wird durch den Abfall der unVon den in An- in der Zeit vom 1. April 1895 bis 20. März 1896 ehelichen Geburtenzahl nach 1868, sowie dadurch bewiesen, daß die stalten Entbundenen hatten 95,8 Proz. als letzten Aufenthaltsort 33 Säuglinge starben. Die Frau betrieb ihr Gewerbe in Pfalz, in welcher solche Beschränkungen nicht gelten, nientals auch Berlin oder einen seiner Vororte gehabt, 2,5 Prog. tamen dem hierdurch schon gekennzeichneten Umfang ohne polizei mur annähernd so hohe Ziffern erreichte. aus der Mark Brandenburg, 1,7 Broz. fonft von außerhalb. In liche Konzession. Trop dieser ungeheueren Sterblichkeit Die Untersuchungen 8.8 über den Einfluß der wirtschaftlichen diefer Beziehung ist ferner bemerkenswert, daß 160 hwangere hält Neumann es nicht für angängig, allein damit den Vor- und politischen Lage, und der Konfeffionszugehörigkeit haben ein aus dem städtischen Obdach zur Entbindung nach wurf der Engelmacherei zu begründen. Denn eine ganze Reihe greifbares und unanfechtbares Ergebnis nicht geliefert, was zum Anstalt gebracht werden 13 m abchen in Obsah selbst niedertamen. Von der Säuglings und insbesondre des Haltefindes in ungewöhnlichem bisher fehlt. und daß von Momenten wirkt zusammen, um das Leben des unehelichen Zeil daran liegt, daß das Urmaterial für solche Untersuchungen ersteren Gruppe stammten aus Berlin 84, bon außer Maße zu gefährden. Zunächst fordert die Syphilis und die an Die rechtliche Stellung des Kindes, d. h. die Frage, halb 76. geborene Lebensschwäche bei den unehelichen Kindern größere Opfer, ob das Kind auf Alimentierung durch den unehelichen Vater Angeboren. 83 Bros. were in before funtlichen Ernährung, die immer schwieriger spruch hat oder nicht, follmach fluff i 433 Kinder( 6 Proz.) wurden in Privat- Entbindungsanstalten als bei den ehelichen. Dann leidet die Pflege der unehelichen Kinder spruch hat oder nicht, soll nach Ansicht vieler auf die Häufigkeit der Lindner tommt zu bagegen in Privatwohnungen entbunden, also meist wohl bei den und für das Kind gefährlicher ist als die natürliche" Ernährung dem Ergebnis, daß dieser Einfluß zum mindesten weit überIhrigen. In dieser letteren Gruppe überwogen die schlechthin als an der Mutterbrust. Endlich bieten sich besondre Schwierig schätzt wird. Arbeiterinnen" bezeichneten( 80,2 Proz.). fowie die der Berufs- feiten stets bei einer gehäuften beziehungsweise anstalts Eine eingehende Vergleichung von Stadt und Land führt 2. gruppe Bekleidung und Reinigung" angehörigen Mädchen( 27,9). weisen Verpflegung von künstlich genährten Säuglingen" dar zu dem Ergebnis,„ daß die Behauptung einer verhältnismäßig Die Gruppe persönliche Dienstleistung"( Dienstmädchen usw.) stellte und diese können mit die Schuld an der ungeheuren Sterblichkeits- stärkeren Beteiligung der städtischen Bevölkerung im Gegensatz zur zu den privatim Entbundenen 26,7 Broz, dagegen zu den in öffent zahl in dem obenerwähnten Fall tragen. Denn 3. B. auch in der ländlichen an der außerehelichen Beugung falsch ist". lichen Anstalten Entbundenen 53,9 Proz. " Heimstätte in Berlin", einem Wohlthätigkeitsinstitut, welches zum Dem Einfluß der Berufs- Besiz- und Erwerbs. Legitimiert durch nachfolgende Ehe, also ehe erstenmal gefallene Mädchen und deren Kinder aufnimmt und längere verhältnisse der Bevölkerung auf die Häufigkeit der lich wurden von den Kindern des Jahrgangs 1896 im ersten Ge- Beit verpflegt, starben im Jahre 1896 von 60 Kindern 28, und von unehelichen Geburten mit besonderer Berücksichtigung der burtsjahr 760; davon entfiel der größere Teil auf die in Privat- den verbleibenden starben nach Austritt aus der Anstalt noch 6 im agrarischen Zustände und der Uebertragungs wohnungen geborenen und unter diesen wieder auf die Gruppen: ersten Lebensjahr. Nach diesen und ähnlichen, zum Teil noch formen landwirtschaftlicher Güter" ist ein beArbeiterinnen" und Bekleidung und Reinigung". Wie Neumann schlimmeren Erfahrungen ist Wie Neumann schlimmeren Erfahrungen ist häusliche und hervorhebt, wird auch eine Anzahl der am Ende des ersten Lebens häufte Pflege bong Ganglingine nicht se fonders umfangreicher Abſchnitt gewidmet. Verfasser schildert Is die einzig dabei eingehend die wirtschaftliche Struktur der einzelnen jahrs verbleibenden Kinder noch später legitimiert, so daß nach 8 we dmäßige Art des Aufziehens zu betrachten. Bezirke Bayerns, und setzt sie in Vergleich mit der Zahl der Boedh im Vergleich mit den gleichzeitig in Berlin lebenden bis Von 1491 unehelichen Kindern des Jahrgangs 1896, welche unehelichen Geburten. Das Hauptergebnis dieser Untersuchungen zum vollendeten fünften Lebensjahre fast zwei Fünftel der unehelichen dauernd oder zeitweise in Haltepflege waren, starben während des ist das, daß die Kreise mit den hoch sten( Land) Besi Kinder legitimiert werden. ersten Lebensjahres 469. Um festzustellen, wie weit diese hohe größen und der kleinsten Befizerzahl die Diese Thatsache, zusammen mit der obenerwähnten, daß auch Sterblichkeit durch entsprechende Entlohnung und gute leberwachung höchsten, die mit den niedrigsten Befiggrößen eine erhebliche Anzahl der ehelich geborenen Kinder außerehelich er- vermindert werden kann, zieht Neumann zum Vergleich eine und der höchsten Besigerzahl die niedrigsten zeugt sind, veranlassen Neumann zu dem Ausspruch, daß die Statistik des„ Kinderschutz- Vereins" herau, eines Wohlthätigteits une be lichkeitsziffern aufweisen." Die Beziehung außereheliche Erzeugung von Kindern für die vereins, der die Gesundheit unehelicher Kinder in der Weise zu zwischen Befiggröße und Zahl der unehelichen Kinder ist nach L.'s eheliche Fortpflanzung- so widersinnig dies fördern sucht, daß er das Pflegegeld, welches die Mütter Ansicht wohl keine unmittelbare, sondern beruht vielmehr auf zunächst auch erscheinen mag in Berlin von aufbringen, durch Buschüsse auf auf eine angemessene Höhe Art der Gutsübertragung, d. h. darauf, ob Anerben Wichtigkeit ist". bringt und dann für bie Kinder geeignete Haltefrauen recht" besteht, also nur eines der Kinder das Gut erbt, oder eine Erb Ueber den Stand der außerehelichen Bäter hat aussucht, ergab teilung auch des Landbefizes stattfindet. Wo Anerbenrecht" herrscht, Neumann, da die offizielle Statiſlit bier im Stich läßt, in seiner fich bei der Bergleichung, daß namentlich in der 3. bis 8. Lebens- ba, wird jo, den nachgeborenen Stindern die Gewinnung einer Poliklinik private Erhebungen angestellt. Dieselben ergaben, daß auch woche die Sterblichkeitsverhältnisse beim Kinderschutzverein wesentlich Eristenz und damit die Möglichkeit der Eheschließung" erschwert, die Väter in der Mehrheit dem 4. Stande, d. h. der dienenden und günstiger waren, während später ein Unterschied immer noch vor- und dieselben geradezu auf den außerchelichen Geschlechtsverkehr hin abhängig arbeitenden Bevölkerung angehörten. Aehnliche Erhebungen handen, aber nicht mehr so deutlich war. gedrängt. Wo dies Recht herrscht, da besteht ferner bei den Bauern die ergaben, daß von 325 unehelichen Müttern nur 125 Die ungünstigen Sterblichkeitsverhältnisse Neigung, die eheliche Nachkommenschaft zu beschränken; da, wird vielfach von den Vätern unterstützt wurden; in 81 Fällen war der städtischen Waisenpflege haben wir schon erwähnt. Die Nebenmagd des Bauern sein Nebenweib, mit welcher er Bastarde der Vater dazu unvermögend, in 119 wurde die Unterstützung Dies liegt zum Teil daran, daß dieselben bereits im schwer tranten erzeugt. So wird wohl ein besitzender Bauernstand erhalten, aber geradezu verweigert. Zustande eingeliefert werden, und daher gar nicht mehr in Kostpflege die Zahl der unehelichen Kinder nicht gemindert". Der folgende Abschnitt ist einer eingehenden Untersuchung über die übergeführt werden können, sondern im Depot oder im Krankenhaus Der Industrie im Großbetrieb schreibt Lindner eben Pflegeverhältnisse der unehelichen Berliner sterben. Für das Depot wie für das Krankenhaus bestehen dann falls einen unverkennbaren" Einfluß auf die uneheliche Geburtenfür das Krankenhaus stinder im erſten Lebensjahre gelpidmet. Eine Anzahl bleibt wetter bie o bas wie der gehäuften Ver- häufigkeit zu. danernd in unentgeltlicher Pflege, und zwar, nach einer privaten pflegung erwachsen. Mit aus diesen Gründen hatte auch die beer Der Abschnitt:„ Das Schicksal der unehelich Geborenen" kann Statistit, dann meist bei der Mutter, bezw. mit der Mutter zu Krankenhaus- Behandlung der unter Fürsorge der Waisen deshalb hier übergangen werden, weil darin überwiegend nur Auszüge sammen. Auch von den dauernd unentgeltlich Verpflegten entfiel verivaltung stehenden unehelichen Säuglinge so überaus traurige aus andern Arbeiten, z. B. aus älteren Veröffentlichungen Neumanns der bei weitem größte Teil auf die in Privatwohnungen gebornen Ergebnisse: von 97 Pflegen jeder Krankenhausaufenthalt ist nicht eigne Untersuchungen Lindners wiedergegeben werden. Stinder; bon legteren blieben 82,8 Broz,( 3800) bauerub in inorent Gegebsite: 85,7 abf geltlicher Pflege, und diese wiesen wiederum einen besonders hohen Beobachtungsjahr Aufnahme finden mußte hatten 82 tödlichen zunächst auf die Diagnose"( Erkennung) des Uebels, d. h. es find Prozentsaz 16,9 Proz.. von Legitimationen im ersten Lebens- Ausgang, und zwar 39 innerhalb der ersten Woche. Borschläge, die eine bessere statistische Ergründung aller mit den„ unjahre auf. Die Verhältnisse in den Berufsgruppen" Arbeiterinnen" Neumanu stellt schließlich noch fest, daß die auswärtige Kost- ehelichen Geburten" in Zusammenhang stehenden Fragen ermöglichen und Bekleidung und Reinigung" sind auch hierbei wieder die pflege der Waisenkinder für das Säuglingsalter gegenüber der sollen. Für die Therapie( die Behandlung) empfiehlt 2. möglichst ausgünstigsten. hiesigen keine Vorteile bietet, sondern daß im Gegenteil der Pflege- gedehnte Erleichterung der Eheschließung. Förderung der Sitte der Giwa 1/4 aller Unehelichen kommt in entgeltliche Pflege, bez. fällt erfolg jener ein ungünstigerer iſt. Realteilung, soweit dadurch nicht andre Interessen des Staats, so der Fürsorge der Waisenverwaltung anheim. Die sogenannten Bauernstands. gefährdet ist im allgemeinen etwas geringer werden". Im übrigen hält er eine besondere staatliche Fürsorge Kindern gegen Entgelt übernehmen, bedürfen einer polizeilichen als die Sterblichkeit der unehelichen Kinder schlechthin, und der Ver- für die unehelichen Kinder für notwendig, ohne bestimmte Vorschläge Konzession und werden fortlaufend überwacht. Bei ihnen waren gleich mit den Haltekindern fällt noch etwas mehr zu Gunsten der zu machen. von den unehelichen Kindern des Jahrgangs 1896 während des ersten privatim verpflegten aus. Nur für den zweiten Lebensmonat stimmt Das Werk Lindners, welches er in der Vorrede als seine Lebensjahrs 1491-1/ 5 in Pflege. Beteiligt waren daran die Sterblichkeit der privatim verpflegten mit der der gesamten Erstlingsschrift bezeichnet, zeugt ebensowohl von unermüdlichem Fleiß 1753 Haltefrauen mit 2144 Bflegen. unehelichen und der Haltekinder fast überein. Die Sterblichkeit der und emfiger Arbeit, wie von fritischem Urteil und Vorsicht in der Writ feltenen Ausnahmen zwingt nur die Unmöglichkeit, eine unentgeltlich verpflegten steigt, Neumann annimmt, annimmt, in Verwertung der gewonnenen Ergebnisse. C. F. andre Art der Verpflegung durchzuführen, zur Wahl der entgeltlichen diesem Monat dadurch, daß zahlreiche Mädchen, die in Anstalten Pflege Haltepflege", da ihre Rosten zu dem Gin- lentbunden haben und ihr Kind in Kostpflege geben werden. " : von 97 flederfelbe Säugling mehrfach im Die im Schlußkapitel niedergelegten Wünsche" L.s beziehen sich Saltefrauen", welche die Pflege von noch nicht 4 Jahre alten er der unehelichen Kinder in die Erhaltung eines träftigen lase *) Der Saz ist auch im Original gesperrt gebrudt. Strand- Anzüge 61. Der schwarz, dunkelblau oder crême gestreift, elegante Touristen- Anzüge 20 M., bessere 30 u. 35 M. Havelocks aus porös wasserdichtem Lodenstoff 8, 10,50, 12, 15, 18, 22,50-36 M. Lüstre- Jacketts, Sommer- Joppen, Sommer- Hosen, Knaben- Waschanzüge von 2 M. an. Weisse und farbige PiquéWesten von 2,50 M. an. Wasserdichte Gummi- Paletots, Radfahrer- Anzüge von 12 M. an. Zurückgesetzt: Herren- Anzüge, vorjährige Muster, bisheriger Preis bis 35 M., jetzt 20 M. Jünglings- Anzüge 10 M. Knaben- Anzüge 3,50 M. Grösste Hut- Bazar 61 am Plaze nur Potsdamerstr.61 empfiehlt nach beendetem Erweiterungsbau sein enormes Lager in 61. Stroh, Filz= und Seidenhüten. Prima Qualitäten, neneste Façons. 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