Nr. 146. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir fluftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungs Preisliste für 1000 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. Norwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Bleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternspredjer: Bmt I, Br. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Landarbeiter in Italien und in Ostelbien. Mittwoch, den 27. Juni 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. aus, wie die Betwohner selbst. Gar zu drollig macht sich solcher haben sie plöglich ihr internationales Herz entdeckt. Ohne Not rufen sie Aublick! Doch dem Lachen möchte das Weinen folgen, ausländische Arbeiter herbei, weil sie diese mit noch jämmerlicheren wenn man die armen Kinder ansieht. Aufs dürftigste Löhnen abspeisen dürfen als der deutsche Arbeiter es sich selbst in find sie gekleidet, im Winter müssen fie frieren jenen rückständigen Gefilden bieten läßt. Die Leutenot hat ihren und Hunger leiden. Sie tragen faft alle den Stempel Grund nicht in der märchenhaften Abwanderungs I u st der Landder Verkommenheit ihrer Eltern. Zu ihrer geistigen Schwäche gesellt sich noch meistenteils eine förperliche Bertrüppelung. Sie arbeiter, sondern in der Nötigung zur Abwanderung durch die find aber das getreue Abbild ihrer Eltern. Vater wie Mutter agrarische habsucht, die vermittelst Einfuhr fremder billiger huldigen dem Alkohol. Haben Sie einmal etwas Geld verdient, Arbeitskraft die heimischen Arbeiter zur Aufsuchung besserer Arbeits so wird gleich in dulci jubilo gelebt. Thut dann der Hunger möglichkeiten zwingt. wieder weh, so wird gearbeitet oder gestohlen." Die agrarische Presse ist in Aufregung darüber, daß die italienische Regierung vor einer Auswanderung nach Ostelbien gewarnt habe. Sie verlangt einen Widerruf dieser Warnung und sieht einer weiteren Aufklärung" der Angelegenheit entgegen. Auf Grund einer Korrespondenz der Berliner„ VolfsBeitung" geht nun eine Schilderung italienischer Landarbeiterberhältnisse durch die Presse, die allerdings unfagbar Die Schilderungen über die Wohnungsverhältnisse der traurige Zustände enthüllt. Es werden namentlich die italienischen Arbeiter reichen an diese hier geschilderten Zutraurigen Wohnungsverhältnisse hervorgehoben, so zum stände in Ostelbien nicht heran. Dabei sei der„ Kons. Korr." Beispiel, daß die italienischen Arbeiter in schlechten Hütten noch verraten, daß auch sonst noch in Ostelbien derartige Erd. wohnen, ja sogar in Ruinen, Felslöchern und Höhlen sich an- höhlen zu menschlichen Wohnungen ausgebaut" wurden. Also siedeln. Gewiß schlimm, sehr schlimm für den italienischen nur nicht von oben herab auf die italienischen Kollegen blicken. Landarbeiter; immerhin leben diese noch unter einem milden Die Ostelbier haben allen Anlaß, bor ihrer Thür zu Himmel und kennen den ostelbischen Winter nicht. Die Kon.tehren und die traurigen Verhältnisse in ihren Bereichen fervative Korrespondenz" druckt die Schilderung der Bolts- zu bessern, damit niemand, aber auch gar niemand mehr Zeitung" schadenfroh ab und bemerkt mit großer Genug- behaupten kann, daß die Wohnungen der Arbeiter in Ost. thunng: Man tann die, elendsten" Gegenden elbien teilweise sch I immer jeien wie die Schweine des östlichen Deutschlands untersuchen: auf ställe. so elende, bejammernswerte Verhältnisse, wie sie nach der obigen Schilderung in Stalien herrschen, wird man auch nur an nähernd nirgends stoßen." " " = Politische Uebersicht. Lentenot. Berlin, den 26. Juni. Da die Kons. Korr." so dreist auftritt, fordert sie den socialpolitischen Gegner geradezu heraus, an Zustände im Recht bemerkenswerte Aeußerungen über die Leutenot- Klagen Osten Deutschlands zu erinnern, die noch viel bejammerns. der Agrarier in den östlichen Grenzgebieten macht Herr v. Hanse werter, viel elender sind wie die geschilderte Notlage der mann, der bekannte Führer der Germanisierungsbestrebungen im Arbeiter in Italien. Es handelt sich um die ländlichen preußischen Osten. Er sagt den Leuten vom Schlage des Herrn Wohnungsverhältnisse im Regierungsbezirk Bromberg, speciell b. Szmula, die im Groll ob noch nicht genügenden Entgegen. im Kreise Inowrazlaw, wo ländliche Arbeiter bei dem harten tommens der Regierung in der Lentenot- Frage jüngst die Flotte deutschen Klima weder Stroh noch Lehnihütten zur Wohnung ablehnten, unangenehme Wahrheiten: haben, sondern in Erdhöhlen hausen müssen. In der gewiß unanfechtbaren Veröffentlichung der Central. stelle für Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen über, die ländlichen Arbeiter Wohnungen in Preußen" lesen wir über die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter in den Kolonien Jarken, Steinfurth, Groß- und Klein- Wilded 2c.: # Ein Bild größter Armut geben aber die Höhlentvohmungen in Jarten. Sie liegen am grünen Fließ, welches zur Weichsel geht. Im Durchschnitt sind sie fast alle gleichgebaut. Eine solche Höhle steht ungefähr einen Meter in und einen Meter über der Erde. Ihre Länge beträgt bis 4 Meter und ihre Breite bis 3 Meter, so daß die Grundfläche bis 12 Quadratmeter und der Rauminhalt bis 24 Rubikmeter imfaßt. Der Fußboden ist von Lehm, hier und da von einem Stückchen Brett unterbrochen, hergestellt. Die Wände und die Dede sind von ungefähr 10 Centimeter im Durchmesser starken dicht zusammenstehenden Rundhölzern gebildet, welche wohl einen Wert von 6-8 M. repräsentieren. Das so ge= bildete Holzhaus ist von außen mit Rasen und Sand beworfen. Dadurch hebt es sich wenig vom Erdboden ab. Innen hat das Holzhäuschen seine Ursprünglichkeit beibehalten; von einem Abpuz der Wände durch Lehm oder Kalt ist also feine Rede. Wände und Decke sind im großen und ganzen trocken, wenigstens ist den Rundhölzern an feine Feuchtigkeit zu zu sehen. Eine Wand ist durchbrochen und bei den Reicheren(?!) durch Glas verschlossen. Das nennt sich ein Fenster. Es hat, wenn ich schon sehr hoch anschlagen will, eine Größe von 1/2 Quadratmeter. In die Wohnung hinein gelangt man von dem Erdboden wenige Stufen hinab durch eine einfache dünne Thür direkt in das Wohnzimmer. Wenn das nun noch allein Wohnzimmer wäre! Rechts ist ein Eckchen für das Schwein, links ein Eckchen für die Biegen abgegrenzt; dann stehen außer einem Tisch und 2-3 Schemein noch bis zwei Bettgestelle darin. In diesem engen Raum mit Vich und Ungeziefer hausen bis 10 Personen, Erwachsene und Kinder. Die Zimmerluft ist äußerst dick und mit allerlei unangenehmen Dünsten angefüllt. Es würde wohl dem besten Chemiker Mühe machen, diese zu analysieren. Die Wärme giebt diesem Raum ein 1/2 Meter hoher Eisenofen, der auch zugleich als Kochherd dient. Ein eisernes Rohr leitet den meisten Rauch durch die Decke ab. An dem Wohnzimmer selbst befindet sich auch wohl eine Kammer, welche bis 11/2 Quadratmeter Grundfläche hat. Unter dem Fußboden sind ebenfalls Gelasse, welche der eintretende Frembe wohl niemals entdeden würde. Sie dienen nicht etwa als Kartoffelteller, sondern als Schlupfwinkel, wenn einmal das Auge des Gesetzes einen Miffethäter sucht. Ja, man spricht sogar von furzen unterirdischen Gängen. Doch fann ich das letztere nicht verbürgen, weil ich nicht zu den Eingeweihten" gehöre und somit noch niemals die Rinaldiniwinter" geschaut habe. Tritt man mun aus dem Wohnzimmer hinaus ins Freie, so muß man sich hüten, nicht in die Düngergrube zu treten, denn diese ist überall, da der Lugus eines Abortes nicht gefannt wird. Vergeblich schaut man sich um nach einem Brunnen. Das Trinkwasser, denn Waschwasser gebrauchen fie wenig, holen die Leute aus dem nahen Fließ. Trocknet dieser im Sommer aus, so müssen sie bis zu dem 500 Meter entfernten Mühlenteich gehen. Einen Brunnen anzulegen, würde wohl au fostspielig werden, da das Grundwasser ziemlich tief steht. Man sollte wohl annehmen, daß die Grundwasserverhältnisse bei der Lage der Höhlenwohnungen am Fließ etwas günstiger wären. Die Ufer find jedoch nicht flach, sondern es find Sandberge, die aiemlich steil abfallen, Chinesische Lehren. Neizvolle Schlüsse zieht das Krupp- Blatt aus den chinesischen Wirren. Gestern erklärte es die Auslandsflotte als völlig unzureichend und forderte nicht nur neue Kreuzer für die ostasiatische Station, sondern ein ganzes Banzergeschwader. Heute fordert es eine besondere Landmacht zu überseeischer Verwendung: Was wollen die paar Tausend Deutsche, die von den Seebataillonen und den Landungscorps der Kriegsschiffe gestellt werden können, gegen die Riesenmassen der Chinesen, denen sie entgegenzu treten haben, und neben den Aufwendungen der Russen, Japaner, Engländer und Franzosen bedeuten? Es liegt die Gefahr nahe, daß wir bei den jetzigen Macht verhältnissen die Reichsinteressen weder der gelben Rasse, noch unfren europäischen Stonkurrenten gegenüber in ausreichender Weise wahrnehmen können, und es drängt sich deshalb der Gedanke auf, daß Deutschland, wie wir bereits vor einigen Tagen dargethan, eine größere Truppe als die jezt vorhandene für überseeische Verwidlungen schnell verwendungsbereit haben müsse, sei es durch Verstärkung unsrer MarineInfanterie, jei es durch eine besondre Solonialtruppe, wie sie alle Mächte mit überseeischen Befizungen zur Verfügung und oftmals mit dem besten Erfolg ausgenutzt haben. Der Machtbereich von Kriegsschiffen hat seine natürlichen Grenzen, er bedarf für Unternehmungen über die Küstenzone hinaus un Wenn auch in bäuerlichen Kreisen hier und da über das abweislich der Ergänzung durch eine aus Steigen der Gesindelöhne geklagt wird, so herrscht doch in den reichende überfeeische Landmacht. Das ist die Lehre, bäuerlichen Wirtschaften, wenigstens des Ostens, im allgemeinen die jedem durch die chinesischen Mirren, und die schwere Gefahr, feine Arbeiternot. Beim Bauer, dessen Familie die in der so viele unsrer Landsleute in Tientsin, in Peking usw. ländlichen Arbeiten mitversicht, spielt die Belastung seines Be schweben, in eindringlichster Weise vor Augen geführt wird." triebs mit höheren Gefindelöhnen im Verhältnis zu den Gesamt Gewiß, eines folgt aus dem andern. Giebt man der Weltausgaben keine entscheidende Rolle, er ist daher der steigenden politik einen Finger, so nimmt sie alsbald beide Hände. Erst Lohnkonjunktur noch stets gefolgt, ohne davon zu Grunde zu gehen. Höhnte man uns, als wir schon vor Jahr und Tag auf die zu er Aber auch unter den großen Gütern giebt es eine große An- wartenden Fährniffe aus der neuen Allerweltspolitik hinwiesen. zahl, welche dem allgemeinen Steigen der Arbeitslöhne in Deutschland Jezt ist die schwere Gefahr" da. Da gilt es natürlich möglichst rechtzeitig Rechnung getragen haben und denen es daher bis viele deutsche Soldaten nach Ostasien zu senden. Eine auss jegt gelungen ist, im großen und ganzen ihren reichende Landmacht" verlangt das alten Arbeiterstamm zu erhalten. Die Besizer dieser lieferanten. Was ist da„ ausreichend"? Auch hier führt die Güter werden indessen von Berufsgenoffen oft als reiche Kapi- Weltpolitik in uferlose militärische Rüstungen. Und bei alledem: talisten und Lurusbefizer angesehen, denen es nicht auf die Höhe wozu das alles? " Blatt des Kanonens der Ausgaben antomme, und nur diejenigen, welche durch Sparen Die„ Berl. Neuest. Nachr." allerdings wissen, wozu das alles gut an den Löhnen ihren alten Arbeiterstamm verloren sein kann. Eine andre Lehre aus den chinesischen Wirren ist dem haben, die nur noch mit Kindern und Krüppeln Blatte die Abschaffung des allgemeinen gleichen Wahlrechts. und mit ausländischem minderwertigen Ar- Je mehr Striegsschiffe nötig werden und je mehr das Verlangen beitermaterial wirtschaften, sehen sich als Normalland- nach einer Solonialarmee hervortritt, um so toloffatere wirte, als den Mittelstand" an, dem von Staatswegen geholfen mittel werden erforderlich. Da überkommt denn die Panzerwerden müsse. Wenn ein Landwirt sein Bieh nicht gehörig platten fabrizierenden Weltpolitiker ein furchtbares Grauen, daß die füttert oder seinen Acker nicht gehörig düngt, so wird er Stenerpolitit des legten Flottengesetzes fortgesetzt und die erfordermit Recht über die Achsel angesehen. Für derartige Ansahen weiteren Millionen wiederum nicht aus Zöllen und Verbrauchsgaben ist immer Geld da, auch wenn im allgemeinen die steuern gepreßt werden könnten. Dieser trostlosen Zukunft setzt das Wittel knapp sein sollten. Daß aber ein guter alter freitonservative Organ die Drohung mit Abschaffung des ReichstagsArbeiterstamm ebenso sehr zum Kulturst and wahlrechts entgegen: eines Guts gehört, wie eine gute Wiehherbe oder ein fruchtbarer Aderboden, daran denken die wenigften. Wie wäre es sonst möglich, daß in den östlichen Grenzkreisen fast auf allen größeren Gütern die alten stän bigen Arbeiter ausgewandert sind und daß dort sogar die Winterarbeiten mit Ruffen und Galiziern ausgeführt werden müffen? Die Nähe des Auslands hat die dortigen Befizer in Versuchung geführt, die Löhne ihrer einheimischen Arbeiter tiefer zu halten, als dies in andern Teilen Deutsch Lands möglich war. „ Es ist wohl unausbleiblich, daß wenn in Zukunft ver mehrte Reichsausgaben nur noch durch die Wohl= habenderen bestritten werden sollen, aus den Kreisen derselben das Verlangen nach vermehrten Rechten immausbleiblich sein muß. Das bestehende unterschiedsløse Wahlrecht ist anfechtbar genug. Seine befte Recht, fertigung findet es in der Thatsache, daß die Reichseinnahmen im wesentlichen auf indirette Steuern basiert sind. Will das Centrum mit seiner Politik, die weitere Ausgestaltung der felben zu verbieten, fortfahren, so wird es mit logischer Notwendigkeit zur Abschaffung des allgemeinen gleichen Wahlrechts kommen müssen." Diese Art von Landwirtschaft ist aber nicht mehr staatserhaltend, fie weist leins der Imponderabilien mehr auf, welche ihr den Stempel eines besonders vornehmen Wundervoller konnte die weltpolitische Reaktion sich nicht entGewerbes aufdrücken könnten.... Wenn der Staat im blößen. Will die arbeitende Bevölkerung die Tollheiten der WeltInteresse dieser Art von Landwirtschaft die Zulaffungsmachtpolitit nicht mit Zahlung aller ihrer ins Ungemessene steigenden frist für ausländische Arbeiter verlängert, leistet er uur Soften büßen, will sie die Weltmachtsnarren selbst die Rechnung der weiteren Abwanderung der heimischen Elemente aus den öft zahlen lassen, so soll sie durch politische Entrechtung bestraft werden. lichen Provinzen Vorschub, er fördert tein nationales Interesse, Es ist erfreulich, daß die intime Berwandtschaft der weltsondern er fägt geradezu den Aft ab, auf dem er figt. Das Land, politischen und der heimatlichen Reaktion also tlärlich festgestellt das nur noch mit fremden Arbeitern bewirtschaftet wird, ist kein worden ist. deutsches Land mehr. Zudem ist es widersinnig, die landwirtschaftliche und Der Krieg ohne Kriegserklärung. industrielle Produktion gegen das billiger produzierende Ausland durch 8ölle zu schüßen, den Verdienst des deutschen Nachdem in den letzten Tagen jede Nachricht über die Landarbeiters aber durch schrankenlose Bulassung billiger aus- Lage in Pefing und Tientsin gefehlt und auch die Weltländischer Arbeitskräfte dauernd niederzuhalten. Wenn mm politiker, die anfangs recht sorglos die chinesische Rebellion einmal die Lohnkonjunktur bei uns so sehr gestiegen ist, warum aufzufassen bemüht waren, sich schlimmsten Befürchtungen werden heute aus Tschifu amtlich soll dann der deutsche Landarbeiter daran nicht feinen Anteil hingeben mußten, werden haben, warum soll gerade er wegen billigen ausländischen Arbeits- Meldungen verbreitet, wonach die Truppen der Mächte angebots von der Scholle wandern und der Industrie oder dem nach heftigen Kämpfen in Tientsin eingezogen feien und Die Höhlen liegen ziemlich dicht zusammen. Zwei bis drei Verlumpen in den Städten in die Arme getrieben werden?" General Seymour sich in der Nähe-20 Kilometer entfind meistenteils von einem Heinen Zaun umgeben. Im Sommer Wir weisen die fünstlichen Germanisierungsbestrebungen der fernt befinde, bei ihm die Betinger Gesandten, umringt lebt und webt es darin. Da sicht man Kinder mit Schweinen und Biegen im traulichsten Verkehr. Hat sich die Familie in der Höhle" Hakatisten" um Hansemann weit zurück und wissen uns frei von von chinesischen Truppen. Eine ähnliche, aber in Einzelheiten zum Essen um den Tisch gefchart, so sieht man auch das Schwein jeder Neigung, Ausländern die Arbeitsgelegenheit innerhalb Deutsch start abweichende Meldung wird über New York verbreitet. unter dem Tisch, welches gleich einem Hund die abfallenden lands beschränken zu wollen. Doch nicht diesem guten Recht gilt die Beide Meldungen entstammen augenscheinlich der gleichen Brocken aufsammelt. Es geht bei Sommerszeiten ebenso ein und junkerliche Fürsorge der Ostelbier. Nurum möglichst an Löhnen zu sparen, japanischen Quelle; ihre Zuverlässigkeit ist sehr fraglich. Ueber das Schicksal der Truppen Sehmours widersprechen] fich die Gerüchte. Was die Fremdenbevölkerung in Pefing) anlangt, so verlautet nichts über deren Lage. Auch darüber ist nichts Sicheres bekannt, ob die Gesandten, wenn sie wirklich Peking verlassen konnten, sich im Schuß der Truppen der Mächte oder in chinesischem Verwahrsam befinden. Rommission erklärt hatte, fie und ihre Mitarbeiter fönnten es nicht mit ihrer Ehre vereinbaren, mit dem Wüstemann zusammen zu arbeiten, verfügten wir, um Weiterungen zu vermeiden, dessen Entlassung. p. Hallesche Union, Aftien Gesellschaft, Wert III, vorm. Wolff u. Meinel, Abt. Eisengießerei. Jedenfalls bleibt die Lage nach wie vor unklar und Der Betriebsleiter: Chr. Prinzler." äußerst ernst. Wirklich verläßliche Meldungen fehlen Die" Post", als Beschützerin aller von der Socialdemokratie gänzlich. Unverkennbar zeigen sich Spuren, daß die Be- Verfolgten, nimmt natürlich Gelegenheit, die Schale der Entrüstung wegung der Chinesen gegen die Fremden sich ausbreitet. über diese auszugießen. Man höre: Auch in Südchina gärt es. Der europäische Kapitalismus, der von der Begierde gepeitscht ist, in China mit den billigen Arbeitskräften Waren zu produzieren, watet vorerst durch Blut. Die Politik der gepanzerten Faust ist nicht nur die brutalste, sondern auch die erfolgloseste Handelspolitik. Deutsches Reich. Krankenkassen- Politik. Für die kommende Novelle zum Krankenversicherungs- Gesez ist Für die kommende Novelle zum Strantenversicherungs- Gesez ist die Parole ausgegeben: Centralisierung der Kassen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Parole ist ganz gutivenn fie ehrlich gemeint wäre und ehrlich befolgt würde. Aber sie ist nicht ehrlich gemeint und wird nicht ehrlich befolgt werden. Jedenfalls sind die politischen Nebenabsichten, die man bei der Revision des Gesezes verfolgt, ein mindestens ebenso starter Antrieb wie die rein versicherungstechnischen. Man will centralisieren, wo man dabei zugleich die Selbständigkeit der Arbeiter beeinträchtigen kann; man verzichtet auf die Centralisierung, wo der Einfluß der Unternehmer genügende Sicherheit gegen Selbständigkeitsregung der Arbeiter bietet: bei den Betriebs-, Bau- und Innungsfaffen. Wie gering die versicherungstechnischen Vorteile der Centrali Sation geachtet werden, wenn nicht politische Wirkungen mit dabei herauskommen, dafür wir uns ein recht charakteristisches Beispiel aus Magdeburg mitgeteilt. Dort plante man in Krankenkassenkreisen die Verschmelzung der für einzelne Berufszweige bestehenden Ortsfaffen zu einer allgemeinen Orts- Krankenkasse. Auf ein an den Bezirksausschuß gerichtetes Gesuch, dem ein Statutenentwurf bei gefügt war, ist eine ablehnende Antwort erfolgt. Das Schreiben lautet in den hier in Frage kommenden Sätzen: = Nach§ 41 der Anweisung zur Ausführung des KrankenVersicherungs- Gefeßes vom 10. Juli 1892 ist bei Anträgen auf Auflösung von Orts Krankenkassen zu erwägen, ob veränderte Umstände oder die durch die Erfahrung gewonnene richtigere Beurteilung der Verhältnisse die Auflösung zweckmäßig erscheinen lassen. Beides trifft hier nicht zu. 6 Die den Grund der geplanten Auflösung bildende fünftige Errichtung einer Allgemeinen Orts- Krantentasse in Magdeburg, in welcher allmählich alle Kassen aufgehen sollen, würde der Grundauffassung des Gefeßes widersprechen und unzwedmäßig sein(!). Nach§ 16 des K.-V.-G. sollen Orts- Krankenkassen grundfäßlich ( in§ 16 steht dafür: in der Regel!) nur für einen Erwerbs: zweig oder eine Betriebsart errichtet werden, weil sie ihren Zwed fo am besten erfüllen. Wenngleich auch nicht verkannt werden soll. daß eine große Kasse besser für eine gewisse Stetigkeit in Beiträgen und Leistungen bürgt, 10 ist dies doch von geringerer Bedeutung(!). Besteht die Orts- Krantentasse bestimmungsgemäß nur für einen Erwerbszweig, so haben auch nur die in ihm beschäftigten Mitglieder Schaden und Vorteil der größeren oder schwächeren Erkrankungsgefahr, während bei einer Kasse für verschiedene Berufsarten die in weniger gesunden Be trieben Beschäftigten auf Kosten der andern ungerechtfertigt begünstigt würden. Weder die moralische Wirkung noch die Kontrolle wird bei einer großen und allgemeinen Orts- Krankentasse so gut erreicht, als in einer nur aus vielfach persönlich einander bekannten- Berufsgenossen bestehenden Stasie." Wirkliche Gründe gegen den Zusammenschluß der kleinen Kassen eines Orts zu einer großen sind das natürlich nicht. Man versucht gar nicht einmal, die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Kassen durch die Vereinigung zu bestreiten im Gegenteil, sie wird zugegeben; aber das ist von geringerer Bedeutung"! Die Zahlenden der Warenhaus- Steuer. Uns wird nachfolgendes Schreiben übermittelt, das bezeugt, wie wenig die auf die Umsagbesteuerung gerichteten Hoffnungen der lärmenden Mittelstandsretter Erfüllung finden werden: Dresden, im Juni 1900. " " Ausland. Der Boerenkrieg. Aus Kapstadt meldet das Bureau Reuter": De Wets Kommando ist noch immer sehr rührig. Am Sonnabend schnitt es einen Vorposten der Kanadier auf der Eisenbahnstrede zwischen Kroonstad und Honingspruit ab und griff das verschanzte Lager des Shropshire- Regiments und des kanadischen Kontingents bei der Bahnstation Honingspruit an. Ferner fing es einen nach Süden fahrenden Militärzug ab und riß die nach Norden und Süden führenden Schienenwege auf. Die befreiten britischen Gefangenen aus Waterval tamen dem Militärzug zu Hilfe, und es entspann sich nun ein mehrere Stunden dauernder, verzweifelter Kampf. Als Verstärkungen aus Kroonstad eintrafen, zogen sich die Boeren zurück. Verluste auf britischer Seite: 1 Offizier und 3 Mann tot, 1 Offizier und 16 Mann verwundet. Italien. der äußersten Linten haben begonnen. Die politische Lage. Die Verhandlungen der Regierung mit Die lettere beharrt auf ihren alten Forderungen, insbesondre darauf, daß die Geschäftsordnung vom 3. April für nichtig erklärt und in Zukunft vollständige Redefreiheit zugestanden wird. Die Regierung wird diese Forderungen bewilligen.Parlamentarisches. 1 Das ist ja ein empörendes Vorkommnis! Der Mann, der aus Rücksicht für seine achttöpfige Familie den Ausstand nicht mit machte und der damit nur von seinem Menschenrecht der persön lichen Freiheit Gebrauch machte, wird von den Genoffen seiner Arbeit um Brot und Stelle gebracht. Persönliche Freiheit kennt die Socialdemokratie eben einfach nicht. Bedauerlich aber ist es, daß die Fabrikleitung diesem rücksichtslosen, brutalen Begehren der zünftigen Socialdemokratie nicht mehr Widerstand entgegensetzte. Haben die Herren in Halle denn gar kein Verständnis dafür, wohin die Arbeitgeber tommen müssen, wenn sie solchen ungebührlichen Forderungen nachgeben? Das sociale Pflichtbewußtsein hätte die gegriffenen Rechte des Arbeitgebers zu wahren. allesche Union" veranlassen müssen, hier die im Princip anUnterbreiten wir nun der Post", was das Hallesche Boltsblatt" zur Charakteristit ihres neuesten Schützlings anzuführen weiß. Das genannte Blatt schreibt: An sich sind die hier behaupteten Thatsachen richtig. Aber sie Für die Reichstags- Ersaswahl in Rinteln Hoferfordern doch eine nähere Beleuchtung. Familienvater ist be kanntlich der, welcher nicht mur Kinder in die Welt segt, sondern geismar an stelle des antisemitischen Rechtsanwalt Vielhaben, auch bestrebt ist, für den Unterhalt derselben zu sorgen. Wie der der sein Mandat vor kurzem niedergelegt hat, ist von den Antihier genannte Wüstemann dies thut, darüber könnte die ſemiten der Arzt und Fabrikbefizer Rudolf Vogel aus Oberweiler Leipziger Armenverwaltung den besten Bescheid geben. bei Badenweiler als Kandidat aufgestellt worden. Wüstemann hat lange Jahre in Leipzig gearbeitet, sich aber um feine Familie fast gar nicht gefümmert, sondern sein Geld in Damentneipen und mit liederlichen Frauen= zimmern verjubelt, so daß seine in bitterster Not lebende Säumige Wähler. In Kottbus wurden bei der am Frau nebst Kindern Aufnahme im Armenhause fand und 22. Juni stattgehabten Stadtverordnetenvaht für unfre Kandidaten fich wahrscheinlich auch noch dort befindet. Seinen ehemaligen nur 250 Stimmen abgegeben, während bei der vorigen Hauptwahl Kollegen ist er gut im Gedächtnis, nicht nur daß er in Leipzig über 400 Stimmen für uns abgegeben worden waren, obwohl auch als Streitbrecher mehrere Mal seinen Kollegen in den Rücken damals schon die Wahlbeteiligung der Arbeiter eine flaue war. Die gefallen, also feine Rüdficht auf ordentliche Familienväter Märkische Volksstimme" widmet dieſer selbstverschuldeten Niederlage genommen hat, er hat auch in einer dortigen Gießerei in Ge- eine scharfe Kritik und rügt energisch den bekundeten Indifferentismus meinschaft mit dem Meister ein Bordell im richtigen Sinne der Arbeiter in Kottbus. Das genannte Bruderorgan führt den des Worts eingerichtet und erst auf Borstellung der bedauerlichen Mißerfolg zum Teil auch auf die vollständige Unterorganisierten Kollegen beim Chef wurde dieser laffung einer principiellen Wahlagitation zurüd. Man habe Schweinerei ein Ende gemacht und Wüste mannentlassen. wohl Artikel veröffentlicht und ein Flugblatt verbreitet, allein von Bei dem legten Leipziger Formerstreit hat er auch wieder gesucht, einer Darlegung der leitenden Gesichtspunkte einer socialistischen den bedrängten Fabrikanten aus der Batsche zu helfen und noch Kommunalpolitik sei keine Rede gewesen, ja man habe sogar dazu einem, in dessen Gießerei er vorher ziemliche Mogeleien ängstlich das Wörtchen Socialdemokratie vermieden. Man habe sich gemacht hatte. Er hatte mehrere Arbeiter auf seinen Namen nicht gescheut, in dem Flugblatt Phrasen zu gebrauchen, wie die, pumpen lassen, den Betrag eingezogen, aber in der Kantine daß man Männer wählen müsse, welche frei von jeder nicht bezahlt, also fich eines Betrugs oder Unterschlagung Interessenpolitit nur das wirkliche Volkswohl" im Auge schuldig gemacht. Sein Auftreten in den Gießereien war bis hätten. dato ein freches und gewaltthätiges. Als Beweis hierfür kann dienen, daß er in Leipzig er in den Appf ge für kann dienen, daß er in Leipzig einen Former aus Anlaß eines Wortwechsels hadt hat, wofür er 6 Monate Gefängnis erhielt. Aber auch in Halle ist der Ehrenmann gut bekannt, nicht nur, daß er auch hier Arbeitswilliger war, wozu er gar feine Veranlassung hatte, hörte er plöglich bei der Firma Prinzler auf und fing bei Jakobi während des Streits zu arbeiten an, und dann mag man in den Logis, wo er gewohnt und wo er sonst verkehrt hat, nachfragen, da wird man finden, daß er es nicht anders gemacht hat, wie drüben in Leipzig, und die Familie hat weiter gedarbt." Das Blatt betont, daß für alle die obigen Behauptungen der Wahrheitsbeweis erbracht werden kann. Vom Standpunkt anständiger Menschen wird man es natürlich den Arbeitern nur zur Ehre anrechnen, daß sie mit solchem Burschen der Fall zeigt zugleich, aus welchem Holz die Streitbrecher, diese festesten Stützen des Staats, geschnitzt sind nicht zusammenarbeiten wollen. Den Kollegen des Bost"- Finken allerdings mag es ja wohl eine besondre Genugthuung bereiten, mit derlei Elementen die Redaktionsräume zu teilen. Kolonien Militärdienstpflicht in China. Zu dieser Frage führt die Freifinnige Zeitung" aus: Die allgemeine Wehrpflicht erstrect ich nur auf den Schutz und die Verteidigung des Vaterlands, nicht aber auf die Eroberung und Besezung von in fremden Weltteilen. Selbst in dem englischen Kolonialreiche können außerhalb des Mutterlands nur angeworbene Soldaten ohne ihre Zustimmung verwandt werden. Nachdem von einzelnen unsrer Kommittenten in sächsischen Alle Einrichtungen, die mit der allgemeinen Wehrpflicht zusammenKommunen bereits seit mehreren Jahren Umsatzsteuer gezahlt worden hängen, das Reserveverhältnis und das Landwehrverhältnis verist, auch der Rat zu Dresden ebenfalls eine solche beschlossen hat, tragen sich nicht mit einer überseeischen Verwendung. nachdem ferner diese Steuer auch in Preußen Gesetz zu werden Solche Grundsäße schließen freilich nicht aus, daß in ungesamten Lieferanten vorhergesehenen Fällen, wo das Ansehen des Reichs gefährdet erP. P. Partei- Nachrichten. Hoffentlich halten sich die Genossen in Rottbus fünftig frei von nächste Mal die Scharte auszuwezen! derartigen an Stegmüllereien streifenden Leisetreterei und suchen das In der Gemeindevertretung zu Jchtershausen( Gotha) haben unsre Parteigenosien jetzt die Majorität, nachdem sie bei den legthin stattgefundenen Wahlen ihre fünf Kandidaten glatt durchbrachten. Ein originelles Versammlungsverbot bereitete am Sonn abend voriger Woche unsern Genossen in Eisenach eine nicht geringe Ueberraschung. An diesem Tage sollte dort nämlich Genosse Leber- Jena über die bevorstehenden Landtagswahlen sprechen, jedoch wurde die Versammlung durch folgendes Verbot vereitelt: Eisenach, den 22. Juni 1900. Für Sonnabend, den 23. d. M., haben Sie als Vorsitzender der Agitationskommission der hiesigen socialdemokratischen Partei eine Versammlung angemeldet, in welcher Hermann Leber aus Jena über die Landtagswahlen sprechen soll. Da die Versammlung von einem socialdemokratischen Agitationsfomitee veranstaltet wird und p. Leber selbst socialdemokratischer Agitator ist, so ist anzunehmen, daß sein Vortrag ebenso wie die Versammlung überhaupt lediglich den Zwecken socialdemo kratischer Propaganda dienen wird. Es besteht daher gegen Abhaltung der Versammlung das begründete Bedenken, daß dieselbe eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung nach sich zieht. Die Versammlung wird deshalb hiermit verboten. Dies Versammlungsverbot zeichnet sich nicht nur durch seine höchst sonderbare Begründung aus, sondern auch dadurch, daß es direkt ungeseglich ist, da nach dem in Sachsen- Weimar geltenden Vereins- und Versammlungsrecht wegen einer zu be= fürchtenden Störung der öffentlichen Ordnung eine Versammlung ebensowenig wie in Preußen verboten werden kann. scheint, müssen wir an" erantreten, uns auf unsre cheint, alles aufgeboten wird, was zunächst verfügbar ist. Wenn es end, to Ein Hochverrats- Prozeß. Leipzig, 25. Junk. Bezüge einen entsprechenden Umfah- Bonus zu gewähren. sich aber demnächst etwa darum handeln sollte, die Besazung Da diese Umsatzsteuer von unsrem gesamten Verkaufserlös zu in Kiautichou dauernd zu verstärken oder etwa Bor dem vereinigten 2. und 3. Straffenat des Reichsgerichts zahlen ist, so find wir, der Not gehorchend, gezwungen, für die noch andre Punkte Chinas militärisch zu befeßen, begann heute, wie schon telegraphisch berichtet, die Verhandlung gegen Folge nur mit solchen Lieferanten zu arbeiten, welche so muß verlangt werden, dafür von der Heranziehung wehruns von den einzelnen Fakturenbeträgen 21/2 Proz. Umsatzsteuerpflichtiger, sei es aus der See Infanterie, fei es aus Truppenteilen brei Personen, welche beschuldigt find, ein auf die Losreizung - der polnischen Teile des Deutschen Reichs von diesem abErlaß fürzen. des Landheers, Abstand zu nehmen." zielendes hochverräterisches Unternehmen gefördert zu haben. Wir müssen es natürlich einem jeden überlassen, unfrem Kein Geld da! Auf dem Aerztetag in Freiburg Die Angeklagten find 1. der Redacteur der„ Gazeta ostrowska", Wunsche zu willfahren oder nicht beziehentlich danach zu falku- deutete der Zeiter des bayrischen Medizinalwesens Dr. Cattlehner Witold Leitgeber, geboren 1870 in Posen, in Ostrowo wohnlieren, ohne seine Leistungsfähigkeit dadurch zu beeinträchtigen. an, die preußische Regierung habe für die Einführung der vom haft; 2. Der Schneidermeister Johann Kolenda aus Dortmund, Wir bitten aber um Ihren gefälligen Bescheid, im bejahenden Fall Reichstag geforderten obligatorischen Leichenschau tein geboren 1869 im Kreise Krotoschin; 3. der Buchdrucker Sigismund durch Unterschrift beiliegender Kaufbedingung, ob Sie geneigt find, Geld. Jest teilt die bayrische offiziöse Augsb. Abendztg." mit, me I erowicz aus Dortmund, geboren 1865 in Bosen. auf unsren Vorschlag einzugehen. der Bundesrat habe das Verlangen des Reichstags furzer and abgelehnt. Wir wollen nicht unerwähnt lassen, daß wir zu allen Zeiten während unfres ganzen Bestehens, annähernd 25 Jahre, bestrebt waren, in forretter, anständiger und freundschaftlicher Weise mit unfren Lieferanten zu verkehren, daß wir strengstens jede Chikane vermieden haben und dieses auch für die Folge zu thun beabsichtigen. Von dieser Umsagbergütung aber hängt unter jezigen Verhältnissen unser ganzes augen= blickliches Geschäftssystem ab, sodaß wir keines falls darauf verzichten können. Selbstverständlich bezieht sich alles dieses nur auf neue Bezüge, während die alten nicht davon berührt worden. Hochachtungsvoll 1. W. M Das ist natürlich nicht der einzige Weg, auf dem die GeschäftsTeute die Umsatzsteuer von sich abzuwälzen versuchen werden. Nicht der Kaufmann wird von dem verfehlten Steuersystem betroffen werden, sondern der Produzent mitjamt seinen Arbeitern, der Angestellte im kaufmännischen Geschäft und schließlich das kaufende Bublikum.Der neuefte" Post"-Schükling. Unter der Spizmarke„ Socialdemokratische Theorie und Brazis" wartet uns die" Post" mit einem Beispiel der erbarmungslosen Rachsucht seiner( des Vorwärts") unentwegten Gesinnungsgenossen" auf, indem sie die nachstehende, dem„ Generalanzeiger" für Halle und den Saalkreis entnommene Notiz zum Abdruck bringt. Brotlos gemacht": Der rote Herzog. Von dem verstorbenen Großherzog von Oldenburg erzählt unser Züricher Parteiblatt:„ Das Volfsrecht" Leitgeber, der seit Mitte Februar in Untersuchungshaft ist, ist von Beruf Buchhändler. In der Schweiz hat er sich der polnischen rednerisch für diese Sache gewirkt. Er hat der Anklage zufolge in Bewegung angeschlossen und schon als 28jähriger junger Mann Großherzog Beter stand nicht mit Unrecht in dem Rufe, der Rapperswil das polnische Nationalmuseum, in welchem der polnische freisinnigste regierende Fürst in Deutschland zu sein. Besondres Nationalschaz aufbewahrt wird, eingehend studiert und mit dessen Gründer und Leiter Bukowski, der ihn später auch in Köln besuchte, Interesse brachte er der Socialdemokratie entgegen und dieses Intereffe ging so weit, daß er während der nahe Beziehungen gehabt. Der Angeklagte Kolenda macht den Eindruck eines einfachen Herrschaft des Socialistengefeges fich den in Deutschland Handwerksmeisters, während Melerowicz sein hißiges Temperament verbotenen Socialdemokrat", der bekanntlich in Zürich gleich zu Anfang dadurch verriet, daß er sich den Anschein gab, als erschien, als Brief persönlich zusenden ließ. Bis zum verstehe er kein Wort deutsch. Nachdem zunächst der Dolmetscher in Ende des Socialistengesezes war er Abonnent des verbotenen Thätigkeit getreten war, ermahnte der Präsident den Angeklagten, Blatts und zahlte den Abonnementsbetrag regelmäßig und ge- feine Halsstarrigkeit im eignen Interesse aufzugeben. Diese deutsche wöhnlich etwas aufgerundet". Ansprache verstand er vollständig und dann beherrschte er auf einmal die deutsche Sprache. Kolenda und Melerowicz find Landwehrleute. " Sollte der Reichs- Anzeiger" deshalb vergessen haben, dem Bundesfürsten einen Nachruf zu widmen? Medaillen gegen die Leutenot. Der Vorstand der Land- Der Eröffnungsbeschluß lautet dahin, daß das Hauptverfahren wirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg hat neuerdings den gegen die Angeklagten eröffnet worden ist, weil sie verdächtig sind, Beschluß gefaßt, daß fämtliche in der Landwirtschaft der Provinz im Inlande durch Unterstügung des beim polnischen Nationalmuseum Brandenburg beschäftigten Wirtschafts-( Unter) beamten und Arbeiter, in Rapperswil( Schweiz) hinterlegten polnischen Nationalschazes, inswelche mindestens 25 Jahre in derselben Wirtschaft besondere durch Aufforderung zu Beiträgen für diesen, Leitgeber oder bei berselben gemigaft im Dienſt over Arbeits- und Wielerowicz auch durch Beitragsleistung, Zeitgeber ferner Burch Herrschaft verhältnisse gestanden und sich während dieser Zeit Abfaffung, Veröffentlichung und Verbreitung der in polnischer Sprache gut geführt haben, von der Landwirtschaftskammer eine Aus- geschriebenen und von ihm verlegten Druckschrift Rapperswil, eine zeichnung erhalten sollen und zwar die Unterbeamten eine Reise- Erinnerung", insbesondere durch die darin enthaltenen Aus: filberne Medaille, die Arbeiter ein Diplom. Von der führungen zu Gunsten des genannten Nationalschazes ein hochGewährung eines Geldgeschents ist principiell Abstand ge- verräterisches Unternehmen, darauf abzielend, einen Teil des Bundes Wie ein Familienvater, der sechs Kinder zu ernähren hat, nommen worden, weil einerseits Geldmittel in solcher Höhe nicht zur gebiets von demselben loszureißen, vorbereitet zu haben, Berbrechen, aus Lohn und Brot gedrängt wurde, geht aus folgendem Schrift- Verfügung stehen, um allen Ansprüchen in angemessener Weise strafbar nach§§ 86 und 813 Strafgesetzbuchs. stück hervor, deffen Original uns vorlag: genügen zu können, und weil es andrerseits im eigensten Interesse Dem Former Karl Wüstemann aus Saalfeld, wohnhaft hier, der betreffenden Dienstherren liegt, sowohl zur Belohnung der Gr. Wallstraße 42, bescheinigen wir auf sein Ansuchen hierdurch langjährigen treuen Dienstzeit, als auch zur Aufmunterung wahrheitsgemäß, daß er am heutigen Tage von uns zur Arbeit und Nacheiferung für die Mitarbeiter des Prämiierten stets eingestellt wurde, jedoch sofort wieder entlassen werden mußte, ein entsprechendes Geldgeschenk aus eignen Mitteln zu bewilligen. tveil seine Mitarbeiter gegen ihn als Arbeitswilligen bei einem Diese Medaillen für die Ertragung fünfundzwanzigjähriger früheren Streit Stellung nahmen. Nachdem eine aus vier Sllaverei, als Mittel gegen die Leutenot gedacht, zeigen, daß die Personen: dem Former Otto Aßmann, Former Otto Gareis, Guß- Agrarier bereits zu den Waffen der Frau Lina Morgenstern puzer Adolf Meinhardt und Kernmacher Alfred Diege bestehende greifen. Zunächst wird der Angeklagte Leitgeber über die Anklage vernommen. Er erklärt sich für nicht schuldig. Seine Be ziehungen zu dem Nationalmuseum und dessen( inzwischen verstorbenen Das Museum hat nach Gründer und Leiter Bukowski giebt er zu. feiner Angabe und dem zur Verlesung gebrachten Statut den Zwved, die vorhandenen Erinnerungen an das ehemalige Königreich Polen aufzunehmen, das Andenken an die Vergangenheit sowie den Schmerz über das Schicksal Bolens wach zuhalten. Es foll gleichzeitig beweisen, daß das polnische Volk auf I Grund seiner Vergangenheit und Geschichte das Recht auf politisches Am Sonnabend sollen überall Werkstellen- Sigungen stattfinden und das Dasein habe, daß es insbesondere Rasseneigenschaften befize, die es Resultat derselben umgehend dem Bureau der Lohnkommission, immer als ein beachtenswertes Kulturvolt erscheinen lassen würden, Weinstr. 11 bei Feind mitgeteilt werden. Der wöchentliche Beitrag und daß ein unsichtbares Polenreich bestehe durch Kunst, Litteratur, für den Streiffonds, der bisher 10 Pf. betrug, wurde auf 25 Pf. Presse und Sitte. Die Anklage ist der Ueberzeugung, daß dieser festgesetzt. Schatz die Mittel bieten soll für eine zukünftige polnische Erhebung, Deutsches Reich. V deren Zweck nur darin bestehen könne, die polnischen Landes- Eine Konferenz der baugewerblichen Arbeiter Sachsens, teile des Königreichs Preußen von diesem loszureißen. In dem die am 24. Juni in Dresden tagte, nahm, nachdem über die Statut des Nationalschazes heißt es, jeder Pole habe die Pflicht, zu Bauarbeiterschuh Geseze Referate gehalten und eine diesem eisernen Fonds beizutragen, der bestimmt sei, den Freunden rege Diskussion stattgefunden hatte, nachstehende Resolution ein der großpolnischen Sache eine Zuflucht, den Fremden aber ein stimmig an: Schrecken zu fein. y verlaffen, nachdem das Erfahcorps von Tatu am 23. nach mittags in Tientsin eingezogen sei." Zu gleicher Zeit ist aus Tschifu in New York eine ähnliche Nachricht eingegangen: " Nach einer Depesche aus Tschifu hat Admiral Kempff dorthin gemeldet, er habe durch ein japanisches Torpedoboot die Nachricht erhalten, daß die vereinte Streitmacht der Mächte in Tientsin eingerückt sei nach einem Kampfe, bei welchem die europäischen Verluste leicht waren. Die Streitmacht sei dann zur Unterstützung Seymours abgerückt. Nach Gerüchten aus japa nischer Quelle sei Seymour gefangen. Die fremden Gesandten hätten Peking unter dem Schuße einer Eskorte chinesischer Soldaten verlassen, man wisse aber nicht, wo sie sich befinden." Das " In Erwägung, daß die bestehenden, wenn auch noch mangelDer Angeklagte bestreitet, von einer revolutionären Tendenz haften Bauarbeiterschutz- Geseze auf das fortwährende Trängen der des Schages Kenntnis gehabt zu haben. Er will geglaubt haben, beteiligten Arbeiter- Organisationen geschaffen sind, beschließt die am der Zwed des Schazes bestehe darin, die polnische Presse zu unter- 24. Juni 1900 im Gewerkschaftshause zu Dresden tagende, von Beide Meldungen kommen aus Tschifu und stammen offenbar ſtützen, der deutschen Kolonisation in den polnischen Landesteilen 112 Delegierten befchickte Konferenz aller im Baufach beschäftigten aus der gleichen Quelle, aus den von einem japanischen Torpedoboot entgegenzuarbeiten und die auf Erhaltung der polnischen Nationalität Arbeiter Sachfens, sofort die Mißstände in den einzelnen Orten festzu- übermittelten Gerüchten. In beiden Nachrichten wird übereinstimmend abzielenden Bestrebungen zu fördern. stellen und das gewonnene Material mit als Unterlage zu Petitionen befundet, daß die Truppen der Mächte in Tientsin eingerüdt jeien, Auf die Frage des Präsidenten, ob es unter seinen Volts: an alle Baubehörden Sachsens zu benutzen. In diesen Betitionen daß sie dann zur Unterstützung Seymours aufgebrochen und endlich, daß genossen Leute gebe, welche der Ansicht sind, daß der Schatz die sollen kurz die vorgebrachten Beschwerden und Wünsche der Bau- die Gesandten Peking verlassen hätten und am Leben seien. Im Mittel bieten soll, die Ziele einer revolutionären Bewegung zu arbeiter in Bezug auf die Verbesserung der Arbeiterschuß- Gesetzgebung übrigen aber gehen die beiden Meldungen auseinander. fördern und im geeigneten Moment Polen wieder zu vereinigen, mit aufgeführt werden, damit die Amtshauptmannschaften und Bau- amerikanische Telegramm behauptet, Seymour ſei gefangen und die antwortete der Angeklagte, das müßten sehr junge Leute sein! ämter Unterlagen zu den herauszugebenden Verordnungen zum fremden Gesandten hätten Beking unter chinesischer Bedeckung berPolizeirat 3 a cher als Zeuge bekundet, daß er bei Leitgeber Baugesetz für das Königreich Sachsen erhalten. Ferner beschließt lassen, während die Berliner Nachricht Seymour in kritischer Lage dessen Broschüre, Rechenschaftsberichte des Nationalmuseums, ver- die Konferenz die Gründung einer Landeskommission für Bauarbeiter- nebst den Gesandten 20 Kilometer von Tientsin" entfernt sein schiedene andre Schriften, sowie die Manuskripte der von dem Au- schutz ins Leben zu rufen, welche die Arbeiten der Lokalkommission läßt. Da mum offenbar beide Versionen demselben in Tschifu geflagten gehaltenen Reden beschlagnahnit habe. Der Zeuge teilt überwacht und denselben mit Rat und That zur Seite verbreiteten Bericht entstammen, so muß man wegen der Vermit, daß Zeitgeber in Anerkennung seiner Verdienste" zum for steht. Die Konferenz verpflichtet die Landeskommission, viertel- fchiedenheiten, die dieselbe Meldung erhalten hat, je nachdem sie respondierenden Mitgliede der Gesellschaft Museum ernannt jährlich einen Bericht über ihre Thätigkeit und den Stand des über New York oder Berlin kommt, die Zuverlässigkeit stark beArbeiterschutzes zu veröffentlichen. Die Delegierten selbst verpflichten zweifeln, man darf auch nicht aus den Uebereinstimmungen auf einen fich, in ihren Orten dafür zu sorgen, daß an den Orten, wo Lokal- wahren Kern schließen. tommiffionen noch nicht bestehen, solche ins Leben gerufen werden, Ueberhaupt ist die Berichterstattung derart widerspruchsvoll und und daß die Arbeiten, die die Landeskommission für notwendig hält, unklar, die Meldungen find so tendenziös optimistisch oder pessimistisch zu jeder Zeit richtig ausgeführt werden." gefärbt, daß man alle Nachrichten mit tiefem Mißtrauen aufnehmen Ferner wurde noch beschlossen, die Centralfommission mit muß. Jedenfalls wissen wir noch immer nichts Sicheres über das der Herausgabe eines Leitfadens über praktische Winte und Fingerzeige Schicksal der in Peking lebenden Fremden, der Konsuln und der zu beauftragen. In diesem sollen Berunglückte, sowie deren Angehörige Truppen Seymours. Und dieses befremdende Schweigen- denn über ihre ihnen zustehenden Rechte Aufklärung finden, desgleichen es tönnte nicht allzu schwer sein, nach der Küste authentische Nach sollen Anweisungen zur ersten Hilfeleistung barin enthalten sein. richten gelangen zu lassen, wenn die Chineſen nicht die absoluten Beiter soll die Centralkommission dahin wirken, daß ein Verbot Herren wären- bedeutet vielleicht die zuverlässigste, wenn auch der Frauenarbeit auf Bauten von der Regierung erfolgt, fchlimmste Meldung. da durch diese am meisten die Sittlichkeit gefährdet und auch die große Arbeitslosigkeit unter den Männern geschaffen wird. Der Sitz der Landeskommission wird nach Dresden verlegt. worden ist. entsprechen könne. Der Angeklagte giebt zu, daß er im Mai 1896 in Köln in einer polnischen Versammlung eine Rede gehalten und eine Geldsammlung veranstaltet hat. Er bestreitet aber, daß diese Sammlung für den Nationalschaz bestimmt war und versichert, daß es sich nur um eine Sammlung für das Kosciuszko- Mausoleum gehandelt habe. Polizeirat 3 a cher giebt zu, daß diese Angabe der Wahrheit Ueber die Entstehung seiner Broschüre„ Napperswil" macht der Angeklagte ausführliche Angaben. Seine Hauptabsicht sei gewesen, sich als Schriftsteller und Buchhändler zu bethätigen und Geld zu verdienen. Von dem Nationalschaze habe er so gut wie nichts gewußt. Da er sich entschlossen gehabt habe, die Broschüre dem Bukowski zu widmen, habe dieser aus Freude darüber nichts Eiligeres zu thun gehabt, als ihm eine Anzahl von Broschüren zu übersenden mit der Bitte, daraus geeignetes Material über den Schatz für die Bro- Einen recht befriedigenden Abschluß für die Arbeiter hat schüre zu entnehmen. Da er kein Arg gehabt habe, sei er diesem die Maurerbewegung in Bromberg gefunden. Nachdem Wunsch nachgekommen. Wegen Ueberhäufung mit allerlei Berufs- der Streik 6 Wochen gedauert hatte, ließen sich die Unternehmer arbeiten sei es ihm aber nicht möglich gewesen, jene Broschüren schließlich zu Unterhandlungen herbei, die in fachlicher Weise von genau durchzulesen; er habe sie nur flüchtig durchblättert, das ihm den Stadtbaurat Meier geführt wurden. Es wurde vereinbart: geeignet Erscheinende angestrichen und dann diese Stellen in Sag ge- Bom 25. Juni bis 31. Dezember beträgt der Lohn 38 Pf. die geben. Auf Vorhalt erklärt er, er habe sich herzlich wenig dabei Stunde( im vorigen Jahr betrug derselbe 31-34 Pf.). gedacht. 1. Jamar 1901 bis 1902 beträgt der Lohn 42 Pf. die Stunde. Für dieses Jahr beträgt die Arbeitszeit 102 Stunden( vor dem Streit bestand eine 11stündige Arbeitszeit), nächstes Jahr beträgt die Arbeitszeit 10 Stunden. Auch wurden für notwendige Ueberstunden, für Wasser-, Nacht, Sonn- und Festtagsarbeit 10 Bf. Zuschlag pro Stunde bewilligt. Gleichzeitig wurde eine Landzulage von 6 Bf. pro Stunde bei Arbeiten zugestanden, die 6 Kilometer von der Stadt entfernt ausgeführt werden. Der Präsident hält ihm entgegen, daß man von einem Mann, der so wie er in der polnischen Agitation stehe, nicht annehmen könne, daß er sich nichts dabei gedacht habe, wenn er über den Nationalschatz ettvas veröffentliche. Die weitere Vernehmung Leitgebers hat den Zwed, festzustellen, daß er trotz seiner Ableugnung die Tendenz des Nationalschazes tante. Der Präsident hält ihm vor, daß seine beiden Großväter sowie sein Vater als Insurgenten auf russisch polnischem Gebiet hervorragend thätig gewesen sind. Aus der Verlesung der Manuskripte zweier Reden des Angeflagten ergiebt sich, daß er mit Leidenschaft für die nationalpolnische Sache thätig war. Nachdem in nichtöffentlicher Sigung Polizeirat Zacher sich über bertagt. In der Radeberger Brauerei( 8weiggeschäft der Pichelsdorfer Brauer anzeigt, 60 Mann wegen Lohndifferenzen die Arbeit einBrauerei) haben, wie uns eine Depesche des Centralverbands der gestellt. Eine spätere Privatdepesche aus Dresden teilt uns mit, daß das gesamte Personal ausständig ist. die polnische Agitation geäußert, wurde die Verhandlung auf Dienstag Gößniz haben infolge von Zahnreduzierung bis zu 50 Proz. Die Ledergalanterie- Arbeiter der Firma Antöd 1. Co. in sämtlich die Arbeit eingestellt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Leipzig, 26. Juni.( Depesche.) Die Angeklagten Kolenda Gewerkschaften und Kriegervereine. Der durch und durch and Melerowica bestreiten bei der Vernehmung ihre Schuld. reaktionär- politische Charakter der Kriegervereine wurde wieder ein Kolenda will teine genaue Kenntnis von dem polnis hen National- mal enthüllt durch eine staatsretterische Aktion des Kriegervereins in schatz gehabt haben. Melerowicz will darin eine Art Unterstüßungs- Schönebeck. Nachdem bereits vor einiger Zeit mehrere Arbeiter, fonds gesehen haben, da er in der Schweiz selbst Unterstützung daraus die am 1. Mai gefeiert hatten, ob dieses Kapitalverbrechens vom erhalten habe. Als Zeugen werden zwei Dortmunder Polizeibeamte, die den polnischen Handwerkerverein in Dortmund überwachten und eine Anzahl Bolen vernommen, die wie beide Angeklagten diesem Verein angehörten. Die weiter vernommenen Zeugen zumeist frühere Mitglieder des polnischen Handwerkervereins in Dortmund, machten mehr oder weniger klare Angaben über das, was Kolenda und Melerowicz in Bezug auf den Nationalschap gefagt haben sollen. Nachträglich wurden die polnischen Zeugen sämtlich vereidigt. Gegen 3 Uhr nachmittags wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Morgen früh beginnen die Plaidoyers. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Vorstand des Schönebecker Striegervereins aufgefordert worden waren, aus dem Verein auszutreten, wurde unlängst wieder an mehrere Mitglieder die Aufforderung gerichtet, aus dem Hafenarbeiter Verband auszutreten, falls fie als treue Stameraden" gelten wollten. Leider besaßen die Betreffenden den merkwürdigen Ehrgeiz, lieber treue Kameraden, als auf Hebung ihrer Klassenlage bedachte, zielbewußte Arbeiter sein zu wollen. Die sogar die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft verfehniende ultrareaktionäre Haltung der Kriegerbündlerei hätte den Leuten die Augen öffnen sollen. gesellen im Ausstand. Der Streit schien dieser Tage beigelegt, In München sind seit einiger Zeit eine Anzahl Tischlerals die versöhnliche Stimmung bei den Unternehmern plöglich umschlug. Die Verhandlungen wurden abgebrochen und seit Montag ist der Generalstreit proklamiert; 900 Mann find ausständig. Ausland. Der Streit der Leipziger Stellmacher ist für beendet erklärt Die Töpfer Berlins hatten am 7. Juni in einer Versammlung worden, nachdem die Jnnung in einer gemeinschaftlichen Sizung mit über die Firma Schöffel wegen Beschimpfung und Maßregelung dem Gesellenausschuß die Forderungen mit einigen Menderungen organisierter Kollegen die Sperre verhängt. Darauf erschien in bewilligt hat. 12 Gehilfen sind jedoch noch arbeitslos, weshalb der Nr. 189 des Vorwärts" ein Inferat, unterzeichnet von 5 Ofenießern Buzug nach Leipzig immer noch ferngehalten werden muß. der Firma Schöffel, in der dieselben im Namen der 70 dort beschäftigten Ofenseger gegen die Sperre protestieren und sie für uns gültig erklären. Demgegenüber ist zu betonen, daß die Sperre weiter zu verfügen hat. Von welch sonderbarer Art die Kollegen bei beſteht und daß über die Aufhebung derselben mur die Organisation Schöffel übrigens find, das zeigt wohl am besten die nach ſtehende Karte, die dieser Tage dem Vertrauensmann der Töpfer auging. Aus Budapest wird vom 26. Juni gemeldet: Der Ausstand des Fahrperionals der Straßenbahn ist durch Verhaben den Dienst wieder aufgenommen. mittelung des Bürgermeisters beendigt. Sämtliche Ausständige des Dienstes begaben, wurden sie von einer Gruppe Socialisten am Als sie sich zum Antritte Weitergehen verhindert; es entstand ein Streit, wobei zwei Kondukteure der Straßenbahngesellschaft verwundet wurden. Die Karte lautet:„ Herrn H. David, Centralverband der Töpfer, Berlin, Neue Friedrichstr. 20. Soeben erhalte Bahnarbeiter- Streit in Dänemark. Die streikenden Arbeiter ich Ihre Karte. Die von uns, nicht von den Meistern waren bisher nicht organisiert. Da sie nun in den Kampf einabgesandten Cirkulare scheinen Ihren Beifall nicht zu finden. getreten sind, fühlten sie ie das Bedürfnis, fich einen feſteren 3Falls Sie die fiebzig Ofensezer tennen lernen wollen, so tönnen fammenhalt zu schaffen und haben eine Versammlung abgehalten Sie dies Vergnügen am Sonntag, den 1. Juli, früh haben. Wir und den Anschluß an den Arbeitsmänner- Verband" beschlossen, machen mit Weib und Kind vom Geschäft aus unsre Landpartie. der durch einen anwesenden Vertreter des Vorstands soWir empfehlen Ihnen jedoch, sich nicht überflüssig zu machen, sonst fort die Streilleitung übernahm. Bis jetzt hat sich fein fönnte es Ihnen wie in der Gneisenaustraße ergehen. Die Ofen- Streifbrecher gemeldet. Die Bahnstreden sind. sind in einem feyer der Schöffelschen Kunsttöpferei, Hoftöpfermeister Sr. Maj. des Zustand, daß jeden Augenblic ein Unfall Augenblick ein Unfall zu befürchten Kaisers." ift infolge der starken Regengüsse der letzten Tage. Die Wir wollten unfern Mitgliedern und den übrigen Bauarbeitern Bahndirektion erläßt eine Erklärung, daß sie die Lohn diese beiden Aeußerungen einer in Berlin glüdlicherweise seltenen Epecies von Arbeitern nicht vorenthalten. Die Sperre über die Firma Schöffel bleibt bestehen. Der Vorstand der Filiale Berlin des Centralverbands der Töpfer. Die Differenzen der Hilfsarbeiter in der Brauerei Böbow sind geregelt. Sämtliche Arbeiter sind wieder eingestellt, die Behandlung seitens des Kellermeisters soll eine bessere werden und die fanitären Verhältnisse werden eine Besserung erfahren. Der Vorstand der Brauerei Silfsarbeiter. Die Cementierer und Berufsgenossen beschloffen in ihrer Versammlung vom 18. d. M. nach einem Vortrag des Maurers Schulz, über die Firma„ Deutsche Cementbau- Gesellschaft" die Sperre zu verhängen, weil von derselben ein Mitglied gemaßregelt worden war. Die Dachdecker und Berufsgenoffen, die Dienstag im Englischen Garten eine start besuchte Versammlung abhielten, beschlossen einstimmig, daß bei allen denjenigen Unternehmern die Arbeit eins gestellt werden soll, welche vom 1. Juli ab die von einer Meisterversammlung zugestandene Lohnerhöhung von 21/2 Pfennig pro Stunde nicht bewilligen. Es wird angenommen, daß einzelne Unternehmer die getroffenen Vereinbarungen nicht innehalten werden. Ein Telegramm des faiserlichen Gouverneurs des Riauticho 11Gebiets von gestern meldet, daß nach chinesischen Quellen die Entsagtruppen unter Admiral Seymour in Peking angekommen feien. Das ist vollends unklar. Es scheint aber im allgemeinen, daß die Chinesen erklärlicherweise alles aufbieten, um eine minder ernste Auffaffung hervorzurufen. Besonders thun sich in dieser Hinsicht die verschiedenen Aeußerungen der chinesischen Gesandtschaften in Europa hervor. " Truppenbewegungen und Kämpfe. Der Kreuzer Terrible" ist in Tichifu eingetroffen. find Einer Shangaier Meldung zufolge in Tatu darunter 1200 Deutsche, ge 8000 europäische Truppen, Wie ferner verlautet, find am 22. d. Mts. die landet worden. Russen bei Tientsin mit einem Verlust von 120 Toten und 300 Verwundeten zurückgeschlagen worden. Die 300 Welsh- Füfiliers und die 900 indischen Truppen, welche von Hongkong nach Zafu gekommen waren, sind zum Entsatz von Tientsin abgegangen. Diese Ereignisse würden also durch den Einzug der Truppen in Tientsin überholt sein. Während die amtlichen Meldungen aus Tschifu beruhigender alarmierende Nachrichten. So soll in Tientsin der Schrecken herrschen. flingen, bringen die englischen Senfationsblätter fortgesetzt starte Alle Banken seien niedergebrannt und die Chinesen beabsichtigten, Taku wieder zu erobern. wird verschiedentlich berichtet. Nach der russischen„ Nowoje Bremja" Eine Ausbreitung des Aufstande breite sich der Aufstand nach dem Süden zu aus. Die Erhebung gegen die Fremden babe bereits größere Gebiete umfaßt und ziehe fich nach Süden hin. In Shanghai feien die Arbeiter in Ausstand vorhanden seien, um die Verladungen auszuführen. Man erwarte getreten. Die Schiffe könnten nicht auslaufen, da keine Arbeiter täglich, daß auch in Shanghai der Aufstand ausbreche. Con pau Aehnliches verkünden Londoner Nachrichten. Auch in Süd- China scheinen die Fremden besorgt. Die deutsche Kolonie in Hongkong hat telegraphisch die kaiserliche Erlaubnis nachgesucht. in Anbetracht der gegenwärtigen Lage in China der dortigen englischen Regierung ihre Dienste zur Aufrechterhaltung der Ordnung anzubieten. Der Kaiser hat die Erlaubnis erteilt. Der Gouverneur von Macao hat den Portugiesen in Canton Die portugiesischen Truppen in Macao stehen unter Waffen. Waffen gesandt, wo fremdenfeindliche Plakate in den Straßen angeschlagen sind. Die Haltung Japans. Die europäischen Mächte zählen start auf die Hilfe Japans desselben Japan, das sie 1895 gehindert haben, die Früchte seines Sieges gegen China zu ernten. Wenn man heute die Nichtaufschließung Chinas beklagt, so ist dies wesentlich mit Schuld der europäischen Diplomatie, die Japan vor fünf Jahren in den Rüden fiel und ihm verwehrte, seinerseits China zu öffnen. Ganz besonders war es ein schwerer Fehler Deutschlands; denn eine Stärkung Japans hätte ein Bollwerk gegen die Uebermacht Rußlands geschaffen. Aber damals stand man China in seinen Möten bei. Heute möchte man China selber aufteilen und sich dazu des Beistands des damals geschwächten Japan bedienen. Es scheint aber, daß Japan die Vorgänge von 1895 feineswegs vergessen hat und nichts weniger als geneigt ist, den Mächten die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Zum mindeſten ist Japans ießige Haltung zweidentig. Die neueste hier eingetroffene Nummer des„ Ostasiatischen Lloyd" berichtet allerlei Bemerkenswertes über japanischen„ Chauvinismus"," der sich ganz besonders gegen Deutschland kehrt. So fordert. das japanische Blatt" Sekai- no- Nihon" zum Kampf gegen Deutschland auf: Deutschland ist doppelzüngig, hat ein schwarzes Herz und im Berkehr mit fremden Mächten das Benehmen eines Kuli. Es ist nicht unmöglich, daß Verhältnisse eintreten, die es uns unmöglich machen, mit Deutschland im Frieden zu leben. Dann wird unfre Regierung handeln müssen. Wir werden Deutschland aus Schantung hinauswerfen und ihm die Karolinen wegnehmen. England, Frankreich und Rußland haben ein durch die Geschichte verbrieftes Recht, fich in die Angelegenheiten des fernen Ostens einzumischen. Aber Deutschland ist ein Aufdringling! Ohne den Schein eines Rechts hat es sich in s China feftgesetzt. Was es mit dem Schwert gewonnen hat, soll es durch das Schwert verlieren. Wo immer Deutschland, ist, da sät es Unfrieden. Nicht Rußland, sondern Deutschland bes droht den Frieden im fernen Osten und in ihm finden wir einen Feind, den wir zermalmen können.... Die ostasiatische Flotte: Deutschlands könnte in weniger als zwölf Stunden von Japan weggefegt werden." erhöhung nicht bewilligen fönne, weil sie unter all' zu starter Pression(!!) der ländlichen Arbeitgeber stände(!). Sobald die Staatsbahnen die Löhne hinauffezen würden, würde auch die Forderung auf Lohnerhöhung seitens der Landarbeiter berechtigt werden, und die Repräsentanten der Landwirtschaft Bauarbeit würde einfach liegen bleiben müssen( 1), die Reparaturen meinten nicht, daß die Landwirte höhere Löhne zahlen könnten! Die durch ihre festen Arbeiter ausgeführt werden, so daß Betriebsstörungen ausgeschlossen seien(?). Also, weil die Gutsherren nicht reden und mit der gepanzerten Faust zu fuchteln. Das schlimme Auch in Japan versteht man, wie man sieht, alldeutsch" zu höhere Löhne zahlen wollen, bekommen auch die Staatsarbeiter feine ist nur, daß man die Vorwürfe dieses japanischen Chauvinisten nicht und bleiben auch die Staatsbahnbauten liegen! Dänemart scheint widerlegen fann. a auch seinen kleinen Thielen zu haben. Der Krieg in China. Die Rettung der Gesandten? Vom Auswärtigen Amt in Berlin wurde am Dienstag die folgende Mitteilung verbreitet: ,, Nach heute vormittag eingetroffener telegraphischer Meldung des kaiserlichen Konsuls in Tschifu foll Admiral Seymour zwanzig Kilometer von Tientsin sein, mit den Gesandten, bedrängt von Boxers und Soldaten. Am 24. habe ein Hilfscorps zur Aufnahme Seymours Tientsin Ein chinesisches Urteil. " Ein Mitarbeiter der Volks- 3tg." hat mit einem in Deutschland lebenden gebildeten Chinesen eine Unterhaltung gehabt, der wir folgendes entnehmen: Der Chinese bestätigte, daß es sehr richtig sei, tvenn von christlichen Missionaren darüber geklagt werde, daß bei den Chinesen unerschütterlich der Glaube verbreitet sei, die christlichen Missionare tränken das Blut der Chinesenkinder, nachdem sie diese grausam abgeschlachtet hätten. " Aber sagen Sie selber," fagte der Chinese, ob dieser Glaube nicht mit Recht entstehen konnte. Ihr versteht Euch schon in Deutsch I o n b nicht, wie ich in bcn letzten Wochen beutlich gesehen Hobe, unb da soll nun ein armer Chinese ohne höhere Bildung Euren Missionar verstehen, wenn er mit seiner christlichen Vorstellungsweit in der chinesische hineinplatzt und diese zerstören will. Was soll der Kult, der Sänftenträger sich dabei denken, wenn Eure Missionare selber sagen, daß bei dem großen Ktrchenmahl Fleisch und Blut genossen werden? Ist es da so verwunderlich, wenn er auf den Glauben kommt, die Christen schlachten seine Kinder ab? Möchte doch einer unirer Priester auf eines Eurer Dörfer kommen, würde eS ihm da besser ergehen, wie Euren Missionaren bei uns in China? Wenn>vir Chinesen in Euer Land kommen, dann verstecken wir Unfern Glauben und beleidigen nicht den Euren, indem wir öffentlich auftreten und ihn mit Scbimpfrcden herabsetzen. Warum handelt Ihr nicht ebenso? Würden Eure Missionare hübsch ihren Glauben für sich behalten und höchstens freundlich zu dem sprechen, der nach ihrem Rate verlangt, es iväre alles anders i aber da kommen jung« Leute daher und Weiber, die alte Männer Lügner und Thoren schelten möchten, bloh weil sie. wie sie es sagen. Fleisch und Blut in den Kapellen nicht essen mögen!" Ueber die Bewegung der Boxer sagte unser Gewährsmann: „Es ist nicht der erste Aufstand gegen Euch Fremde und wird nicht der letzte sein. Ihr Europäer unterschätzt uiiS Chinesen ganz gewaltig, wenn Ihr glaubt, daß Ihr leicht mit uns fertig werden könnt. Da müßt Ihr schon alle zusammen kommen, ivenn Ihr so viel sein wollt wie wir, und eher kann man Wasser und Feuer zusammenbringen wie Euch Europäer. Kommt handelnd zu uns; bringt uns Eure Arbeiten und kauft uns die unsern ab, dann werden wir uns verstehen: aber wollet unS nicht neue Sitten mit Gewalt beibringen, das ist nicht gut. Ihr Europäer wollt die ganze Welt allein haben, das wird Euch aber nicht gelingen." Ncncste Meldungen. Wilhelmshaven, 26. Juni.(B. H.) Der Dampfer„Frankfurt" ist zur Aufnahme des Truppentransports nach China hier eingetroffen. Derselbe wird 136S Mann, der Dampfer.Wittekind" 1163 Mann an Bord nehmen. Köln, 26. Juni.(B. H.s Die„Kölnische Zeitung" meldet in einem ersichtlich inspirierten Berliner Telegramm, daß die Bennruhigung iiber daS Ausbleiben jeglicher zuverlässiger chinesischer Tele gramme zunehme, zumal eine sehr große Anzahl deutscher Soldaten und Matrosen, abgesehen von den Kolonisten. sich in großer Gefahr befinden. Gelriß sei, daß 2006 Deutsche an den kriegerischen Operationen teilnehmen, ohne daß man iveiß. wo sich die einzelnen Abteilungen derselben befinden, Ferner sei unklar, was aus der starken deutschen Abteilung geworden ist, die mit dem Lloyddampfer„Köln" nach Taku gebracht wurde. Auffallend sei, daß auch die englischen Regierungskreise nicht besonders unterrichtet seien. Die„Kölnische Ztg." warnt vor einer optimistischen Auffassung. Sie sagt, man solle nicht eher die Lage der Ge- sandtschaftrn fiir gesichert halten, biö sie selbst unanfechtbare Meldungen gesandt hätten. Paris, 26. Juni.(W. T. B.) Der chinesische Gesandte über nnttclte dem Minister des Aeußcrn Delcasss ein heute eingegangenes Telegramm des Bicelönigs in DUnnan, in welchem es heißt, daß der französische Konsul Francois mit seinem Gefolge ani 24. Juni gjünann verlassen und sich mit Begleitmannschaften nach Tonking begeben habe. Es sei anzunehmen, daß dieselben ohne Schwierigkeiten aus der Provinz gelangen würden. Bokohama, 26. Juni.iven in dieser und andrer Hinsicht jedes Entgegenkommen bezeugt wurde. Die Arbeiter des WahlkreifeS, die unter furcht barstem Druck des Kapitals leid-nden Proletarier der Bergwerke, sie kämpften allein. Für sie gab eS keinerlei Hilfe, sie waren ganz auf die eigene Kraft gestellt. Der diesmalige Wahlkampf war heißer denn je. Unser Genoffe Sachse hatte im Reichstag durch mehrere fach lich vortreffliche und scharfe Reden den Bergwerksherren Wahrheiten gesagt, die sie nicht gern hörten. Ihn, den sach verständigen Fürsprecher der ausgebeuteten Bergarbeiter Schlesiens, galt e«, wieder aus dem Parlament zu entfernen. Man stellte ihm als Gegner einen im Wahllreise alteingesessenen und einflußreichen Mann, den Generaldirektor der Für st lich Pleßschen Bergwerke Dr. Ritter entgegen, für den der ungeheuerlichste Terrorismus der BcrgiverkSvcrwaltungen die Wahl arbeit verrichtete. Fast überall wurden unfter Partei die Vcv sammlungslokale abgetrieben, Beeinträchtigungen und Ein- schüchterungen sonder Maß und sonder Zahl wurden verübt, unsre Agitation wurde mit tausend Stricken gebunden und gehemmt. Dazu kamen mannigfache andre für unsre Partei ungünstige Umstände. Mindestens 2000 Bergarbeiter haben seit der 98er Wahl die dortigen Gruben verlassen und sind nach Westfalen gegangen; die übergroße Ungunst der wirtschaftlichen Lage im Waldenburger Gebiet trieb sie mit Weib und Kind von bannen. Zum Teil rückten an ihre Stelle— und die meisten von ihnen waren socialdcmokratische Wähler— Arbeiter aus Oberschlesien nach, die noch unberührt waren von jedem GeisteShauch und jeder politischen Aufklärung. Ein Zufall ferner war es selbstredend nur, daß gerade zur Wahl- zeit gegen 500 Wähler, zum größten Teil Arbeiter, zu einer Militärübung einberufen worden sind und so den Wahlurnen fernbleiben müssen. Die Wahl in Waldenburg. Gestern fand im zehnte» Breslauer Wahlkreis, dem Walden- burgischen Bergarbeiterrevier, die Nachwahl statt, die infolge der Mandatsniederlegung unseres Genossen Sachse notwendig war. Ueber das Resultat geht unS folgende Privatdepesche zu: Altwasser, 26. Juni, 10 Uhr 40 Minuten abends. Dachse 13 671, Ritter 11 341, Feige 1323 Stimmen. Einige Bezirke fehlen noch. Demnach läßt sich über den Ausgang noch nichts Bestimmtes sagen. Der Wahlkreis zeigte in den 70er und 80er Jahren keine gleich- mäßige Entwicklung der Socialdemokratie. 1871 hatten wir schon einmal 4343, 1874 aber nur 346, 1877 erzielten wir wieder 3168 Stimmen und gelangten bereits ein erstes Mal in Stich- Wahl mit der freikonservativen Partei, derjenigen Partei, die fast stets unser Hauptgegner im Kreise war; in der Stichwahl unterlagen wir mit 7476 Stimmen gegen 9362 Stimmen des Gegners. 1878 erhielten wir 3912 Stinimen, aber der Freikonservative siegte sofort mit fast 14 000 Stimmen. Bei den ersten Wahlen unter dem Socialistengesetz brach die Partei schwer zusammen. 1881 hatten wir nur 1552 und 1884 nur 1244 Stimmen. Im letzteren Jahre siegte in der Stichwahl mit socialdemokratischer Hilfe ein Freisinniger über den Frei- konservativen. Von jener Wahl an zeigt die Entwicklung unsrer Partei wieder dauerndes erfreuliches Fortschreiten. 1387 er- zielten wir 3368 Stimmen, eS siegte in der Stichwahl mit geringer Mehrheit der Freikonservati»«. 1890 hatten wir 6334 Stimmen, der Freikonservative 7188, der Freisinnige 7164; dieser siegte in Sociales. Glückliche Hunde! Im Kreisblatt für den Kreis Grünberg in Schlesien finden wir eine Polizeioerordnung betreffend die Benutzung von Hunden als Zugtiere. In derselben befinden sich folgende recht vernünftige Paragraphen: § 6 Absatz 2 und 3. Hunde, welche infolge von Krankheit oder äußeren Verletzungen zum Ziehen vorübergehend»mauglich sind, desgleichen trächtige und säugende Hündinnen dürfen für die Dauer dieses Zustands zum Ziehen nicht verwendet iverden. Während einer Dauer von zwei Wochen nach dem Werfen sind auch nicht säugende Hündinnen zum Ziehen nicht zu benutzen. ß 7 Absatz 3: Eine Peitsche oder einen Stock zum Antreiben der Hunde zu gebrauchen, ist n i ch t g e st a t t e t. ES iväre sehr zu wünschen, wenn auch für die ländlichen Arbeiter ein ähnliches Schutzgesetz erlassen würde. Für diese besteht jedoch die Gesinde- Ordnung, welche der Dienstherrschaft daS Recht der väterlichen Züchttgung zuerkennt. Arme Arbeiterl Glückliche Hunde! Zum Thema der Dividendenquetfchcrei durch Konsum- vereine. In der Chemnitzer„Volksstimmc" bringt ein Genosse in einem„Ein Lagerhalter-Eldorado" betitelten Eingesandt einen konkreten Fall der Dividendenjagd des„Produkten-Berteilungs- Vereins Markersdorf" zur Sprache. Ein Lagerhalter des genannten Vereins habe seinen fünf Jahre bekleideten Posten niedergelegt, da er sich außer stände sah, noch länger bei der ihm gewordenen Entlohnung seine Existenz stiften zu können. Der Betreffende habe ein I a h r e s g e h a l t von 8 50 M. erhalten, außerdem als Tantieme Ve Proz. des Umsatzes, aber nur bei günstigem Abschluß, der infolge der geschäftlichen Gepflogenheiten deS Vereins nicht zu er- zielen gewesen s e'i. Dabei habe der Verein auf Brot und Butter 5 Proz., auf alle übrigen Waren 17 Prozent Dividende ausbezahlt. Falls diese Darstellung den Thatsachen entspricht, ist eS, wie in allen ähnlichen, leider nicht ganz vereinzelten Fällen, dringende Pflicht der dem Konsumverein als' Mitglieder angehörende» Arbeiter, dieser auf Kosten der Angestellten erfolgenden Dividcndenjägerci nachdrücklichst entgegenzutreten. VevlÄmnUtmjgvtt. Gegen die Verteuerung der Milch, welche die märkischen Milchprodiizenten kürzlich beschlossen haben. nahm eine von etwa 1500 Milchhändlern besuchte Ver- sammlung Stellung, die am Dienstaqnachmittag im Konkordia-Saal in der AndreaSstraße tagte. Die Referenten sowohl wie die nach- folgenden Redner sprachen sich ganz entschieden gegen die Preiserhöhung der Milch aus, denn dieselbe könne von den Händlern nicht getragen werden, sie müsse vielmehr auf die Kundschaft abgewälzt werden. Bolle und andre große Mich- Händler hätten mir ihren Lieferanten Verträge auf längere Zeit ab- Seschlossen, sie seien deshalb in der Lage, ihre Milch zu den bis- erigen Preisen dem Publikum zu liefern. Die kleinen Händler aber, die sogleich von der Preiserhöhung betroffen werden, würden also den großen Händlern gegenüber im Nachteil sein. Mindesten« für dieses Jahr könne im Interesse der Kleinhändler von einer Preis« erhöhung keine Rede sein. Der Beschluß der Produzenten, so wurde weiter ausgeführt, sei eine durch nichts zu rechtfertigende agrarische Maßregel. Wenn gesagt werde, die jetzigen Milchpreis« decken die Produktionskosten nicht, so müsse dem entgegengehalten werden, daß bei rationeller Wirtschast und intelligenter Geschäftsführung die Produktionskosten vermindert werden könnten. Wenn die Pro- duzenten meinten, durch die Preiserhöhung solle auch der Milch- pantscherei entgegengetreten werden, so verwahren sich die Berliner Milchhändler gegen die Annahme, daß sie pantschen. Die Polizei sorge schon dafür, daß in Berlin nicht gepantscht werde, aber mindestens der vierte Teil der nach Berlin hereinko in menden Milch habe nicht den de- hördlich vorgeschriebenen Fettgehalt.— Ober- amtmann Büttner, der den Standpunkt der Produzenten vertrat, suchte den Milchhändlern die Preiserhöhung schmackhaft zu machen, indem er ausführte, nach Absicht der Produzenten sollten ja nicht die Händler, sondern das Publikum die Preiserhöhung tragen, deshalb könnten ja die Händler auch mit den Produzenten zusammengehen. (Widerspr.) Redner sei autorisiert zu der Erklärung. daß dic MilchhaudelS- Genossenschaften ihre Milch nicht mehr zu den bisherigen Preisen an die Kleinhändler verpachten würden.— Die Ausführungen der nachfolgenden Redner zeigten, daß die Lockungen des Agrariers keinen Anklang fanden. Man betonte, daß die Berliner Milch» Händler in erster Linie Rücksicht auf ihre Kunden nehmen müßten, daß daS DerlincrPublikum sich auf keinem Fall mit derPreiserhöhung be- freunden werde und ein großer Teil desselben eine Verteuerung der Milch nicht tragen könne.— Nach Schluß der Debatte wurde folgende Resolution angenommen: Die öffentliche Versammlung der Milchhändler Berlins und der Umgegend muß sich entschieden gegen den Beschluß der Produzenten erklären, die Milch um 2 Pf. für das Liter zu verteueni. weil diese Preissteigerung die Existenz des ganzen soliden Milchhandels ge- fährden, die große Maffe des Volks zur Einschränkung beim Genuß des wichtigsten Nahrungsniittcls zwingen und so eine bedenkliche Verschlechterung der sanitären Zustände herbeiführen würde. Tie Rabitzspanner und Träger, welche im Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter vereinigt sind, beschäftigten sich am 25. Juni in einer bei Feuerstein abgehaltenen Versammlung mit ihrer Lohnbewegung. Leonhard erstattete den Situationsbericht. Die meisten Unternehmer hätten den Stundenlohn von 60 Pf. be- willigt. Verschiedene wollen aber nicht allen Spannen: �diesen Lohn zahlen, sondern seien bestrebt, ein Zweiklaffenshstem einzuführen. Dem« gegenüber müsse an der Durchfnhnmg eines einheitlichen Lohns fest- gehalten werden. Hauptsächlich känien für den Kampf noch 3 Firmen in Betracht: Boswan und Knauer. Kraus. Wagenknecht. Von Wagen- knecht. der anfänglich bewilligt hatte, seien Kollegen entlassen worden, angeblich wegen'Arbeitsmangels. Jetzt stehe jedoch fest, daß der Firmeninhaber Spannerarbeiten von Rabitzputzern ausführen laffe. Somit feien die entlassenen Kollegen als gemaßregelt zu betrachten. Es entspann sich eine längere Debatte, in der das Verhalten der Putzer schart gerügt wurde. V e h r e n d von der Lohnkommission der Bauarbeiter erklärte, daß die Kommission vollständig ans feiten der Rabitz- spanner stehe, obwohl sie erst spät über die Bewegung unterrichtet worden sei. Müller, der Bevollmächtigte der Zahlstelle III des MaurcrverbandS, in der die Rabitzputzer organisiert sind, sprach den Versammelten die Sympathie seiner engern Kollegen aus. Wenn Putzer gespannt hätten, dann könne die Organisation nichts dafür. Wie diese über daS Strcikbrcchcu durch einzelne ihrer Mit- gliedcr denke, das habe sie schon in der letzten Versammlung gezeigt, und daS Weitere werde sich in der Versammlung am Mittwoch finden.— ES wurde beschlossen:„Die E n t l a s s u n g e n bei Wagenknecht sind als Maßregelungen zu betrachten und über die Firma wird die Sperre verhängt.— Wird eine Unterstützung über die von der Lohn- Mission reglementmäßig 14 Tage lang zu gewährende� Unter- stütznng hinaus erforderlich, dann hat die Zahlstelle 5(Rabitzspanner und Träger) den Mehrbetrag zu erstatten und eS wird zu diriem Zwecke ein Extrabeitrag von 50 Pf. erhoben."— Nach einer Besprechung der Verhältnisse bei der Firma Zöllner wurde auch über diese die Sperre verhängt. Rummelsburg. Hier tagte am 22. Juni eine sehr zahlreich besuchte Volksversammlung, in der ein Vortrag über die Stellung dcrSocialdemokratie zurKirche gehalten lvurde. Genosse Th. Metzner, welcher an Stelle des verhinderten Genossen Ad. Hoffmann daS Referat übernommen hatte, kennzeichnete mit kräftigen Worten das Verhalten der christlichen Stützen unsrer heutigen Gesellschaftsordnung. Redner legt den Standpunkt der Socialdemokratie klar, welche in ihrem Programm die Religion als Privatsache erklärt. Das oft durch Beifall begleitete Referat fand unter den Versammelten lebhafte Zustimmung. An der Diskussion. welche sich im Sinne deS Referenten bewegte, beteiligte sich trotz wiederholter Aufforderung kein Gegner. Die Herren Geistlichen. welche eingeladen waren, hatten es vorgezogen, nicht zu erscheinen. auch hatte sich nur ein Kandidat der Theologie entschuldigt, weil er nicht die Erlaubnis von der vorgesetzten Behörde, in einer Ver- sammlung sprechen zu dürfen, erhalten habe. In seinem Schluß» wort wies der Referent darauf hin, daß der beste Protest gegen die heutigen kirchlichen Zustände im Austritt aus der Landeskirche bestehe._ Letzte Msscheichten und Depeschen. Harburg, 26. Juni.(Privat-Depesche des„Vorwärts"). In der Akttenbrauerei Harburg ist ein Braucreiarbeiter-Streik aus- gebrochen. Die Brauerei sucht Arbeitswillige von auswärts heran- zuziehen. Der Zuzug ist fernzuhalten. Der Krieg in Südafrika. London, 26. Juni.(W. T. B.) Infolge telegraphischee Störungen ist ein amtlicher Bericht über die Wegnahme eines von 150 Hochländern begleiteten englischen Konvois in der Stärke von 50 Wagen, welche zwiichen Slhenotter und Heilbron erfolgte. dem Kriegsamte erst heute zugegongen. Lord Roberts berichtet, daß der Konvoi umzingelt wurde. Der befehlshabende Offizier sandte nm Hilfe nach Vredefort-Road. ES wurden sofort Verstärkungen abgesandt, aber von den über- legenen Kräften deS FeindeS zurückgeschlagen. Lord Roberts be- stätigt ferner, daß am 7. Juni ein Angriff auf das Derbyshire- Regiment stattgefunden hat. Die Engländer hätten dabei 35 Tobte und III Verwundete verloren: die übrigen wären gefangen ge- nommen worden._ Mainz, 26. Juni.(B. H.) Heute morgen fand im MuscnniS- gebäude eine Gelchrienversammlung behufs Gründung eines Guten« berg-MuscumS in Mainz statt. Der Fonds für dieses Museum belänft sich bereits auf mehr als 100000 M. Der eigentlichen geschäftlichen Sitzung ging ein Vortrag des Abgesandten von Montenegro voran», der Grüße seiner Regierung überbrachte, und ein Werk überreichte, darstellend den ältesteu Kirchendruck aus dem Jahre 1493 und hergestellt von der ersten Bnchdruckerei in Montenegro. Hieran schloß sich dann die Sitzung zur Erledigung der Tagesordnung. sowie die vorläufige Konstittiierung einer Gutenberg-Gesellschaft mit dem Sitz in Mainz. In den Ausschuß wurden viele anwesende Delegierte gewählt. Chemnitz, 26. Juni.(B. H.) Nach einem Bericht der „Chemnitzer Allg. Zeitung" aus Dresden verlautet dort über das Befinden des Königs von Sachse» folgendes: Gestern traf in Dresden der Geh. Medizinalrat Prof.ZDr. Tröndelenburg ein. Der Zustand des Königs ist befriedigend: ebenso ist das Allgemein- befinden den Umständen nach gut. Doch weisen die KrankheitS- ymptome auf BlasenkrebS hin. Da die Blutungen einen langsamen Körperverfall de» greisen Monarchen Herbeiführen, ist eS nicht auSgeschlosien, daß die Krankheit unter Umständen plötzlich eine chlimme Wendung nehmen kann. Gestern fand eine niehrstündige Konferenz von Aerzten und hohen Würdenträgern statt, über deren Verlauf jedoch nichts bekannt geworden ist. In den Hofkreisen ist man auf alle Eventualitäten vorbereitet. Budapest» 26. Juni.(B. H.) Der Direktor der Torontaler Lokalbahnc», Namen« Neczey. ist von der Regierung suspendiert und in DiSciplinarumersuchung gezogen worden, da die Bilanz der Gesellschaft einen Verlust von 610 000 Kronen aufweist Havre, 26. Juni.(B. H.) Mehrere hundert ausländische Hafenarbeiter durchzogen heute die Straßen und mißhandelten einen Betriebsdirektor. Die Polizei mußte einschreiten und die Arbeiter mit blanker Waffe auscuiandertreibeir. Mehrere Ver» Haftungen wurden vorgenommen. Charkow, 26. Juni.(B. H.) Der Direktor der WollverkaufS- Gesellschaft StuvronSki ist nach Unterschlagung von 220000 Rubel flüchtig geworden.____ Verantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 1 Beilage und llnterhaltungSblatt. Br. 146. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Ausschreitungen am Rosenthaler wo Thor. Neumam 6 Wochen Gefängnis. Hartig frei. Stubbe frei. Böhme 3 Wochen Gefängnis. Müller 6 Monate Gefängnis. Ahrendt frei. Schermer 9 Monate Gefängnis. Höpner 6 Monate Gefängnis. Mülfer 6 Tage Haft. Hänsel 6 Monate Gefängnis, 1 Woche Haft. Schwitt 5 Monate Gefängnis, 2 Wochen Haft. Gehrmann 8 Wochen Haft. Dimde 5 Monate Gefängnis. Schulz 2 Wochen Haft. Schilawa 1 Monat Gefängnis. Tokales. Mittwog, 27. Juni 1900. $ einer neuen Fluchtlinie für die Südost Seite der Alten Jakobstraße zwischen Oranien und Stallschreiberstraße. die Herstellung eines Stichtunnels vom Stettiner Tunnel nach den Vorortbahnsteigen unter den Geleisen auf der Westseite des Stettiner Bahnhofs, Berichterstattung, betreffend die Wahl eines Bürgerdeputierten in die Deputation für die städtischen Kanalisationswerke und Nieselfelder, von drei Taratoren und einem Tagator- Stellvertreter für einige Pferde- Aushebungs- Kommissionen, sowie von Mitgliedern und Mitgliedern- Stellvertretern für die Einkommensteuer Veranlagungstommission. Der Brandenburgische Städtetag, der jetzt in Sprem dberg versammelt ist, beschäftigte sich mit der Bekämpfung der Tuberkulose. Nach den vom Städtetag angenommenen Leit fäßen haben die Gemeinden gegen diese Volkskrankheit mitzuwirken: a) durch Schaffung von Baupolizei Verordnungen, welche den gesundheitlichen Standpunkt besonders berüc fichtigen; b) durch strenge Regelung des Aftermieter-, insonderheit des Schlafstellenwesens; c) durch strenge Ueberwachung auch der Räume für Hausindustrie; d) durch Unterstügung der Bewegung zur Beschaffung guter Arbeiterwohnungen; e) event. durch Bau solcher Wohnungen für die in städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter. Von den Parteigenossen des vierten Reichstags- Wahl. kreises wird am Sonntag, den 15. Juli, im Schloß Weißensee ein Sommerfest abgehalten, auf welches wir die Arbeiterschaft heute schon aufmerksam machen. Die früheren Veranstaltungen des Kreises geben Gewähr dafür, daß auch das nächste Fest. Parteigenossen und Genossinnen vollauf befriedigen wird. Die Freisprechung des Lehrers Richard Der Städtetag hat gut Leitfäge gegen die Tuberkulose an zunehmen, wo die Verwirklichung dieser Maßnahmen noch im weiten Felde liegt und bei den meisten Mitgliedern der auf Grund des Klassenwahlrechts gewählten kommunalen Körperschaften auch auf ganz entschiedenen Widerstand stoßen wird. Um bie im Der Vorstand des Goethe- Bunds meint es gewiß herzlich gut mit seinem vom Polizeipräsidenten acceptierten Vorschlage. Aber ganz ohne Stomit ist seine Rolle als ästhetischer Beistand der berühmten st un st patrouille doch nicht. In dem Prozeß Spielvogel und Genossen( Ausfchreitungen am Rosenthaler Thor aus Anlaß des Ausstands der Straßenbahner) ist gestern nach fünftägiger Verhandlung die Beweisaufnahme geschloffen worden. Staatsanwalt Dr. Romen begründete die Anklage in ausführlichem Plaidoyer. Die Ausschreitungen aus Anlaß des Ausstands der Straßenbahner haben die Gerichte schon an ber schiedenen Stellen beschäftigt und zum Teil seien die Beteiligten schon erheblich mit Freiheitsstrafen bedacht worden, die außergewöhnlich erscheinen fönnten, wenn nicht auch außergewöhnliche Umstände in Betracht zu ziehen wären. Die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit seien nicht bloß gefährdet, sondern auf das Erheblichste verlegt worden. Es habe sich auch bei dieser Gelegenheit wieder die alte Bei den am schwersten Verurteilten wurde Aufruhr als vor Thatsache gezeigt, daß überall da, wo die Polizei einzu- liegend angenommen. Den beleidigten Schuyleuten wurde die schreiten genötigt sei, ein Mob und Janhagel sich ans Publikationsbefugnis im Berliner Lokal- Anzeiger" zugesprochen. sammle, der den Beamten ihre Pflichterfüllung erschwert, sie beschimpft und sogar mißhandelt. Er befürchte, daß auch der Ausgang dieser Verhandlung für manchen der Angeklagten ein recht trauriger werden dürfte, und daß der Denkzettel, den mancher erhalten werde, ihn sein ganzes Leben lang schmerzen dürfte. Sie tönnen sich darüber nicht beklagen, denn sie haben sich ihr Schicksal selbst bereitet. Jedermann wisse, daß da, eine Zuſammenrottung stattfinde, der ruhige und verständige Mann nicht nicht bloß in feinen eignen Interesse gut thun, sondern geradezu verpflichtet sei, sich so schnell als möglich zu entfernen. Er erachte für dargethan, daß die AusDas neue Wirken des Goethe: Bunds. Die Presse erhielt schreitungen am Rosenthaler Thor und in den Seitenstraßen zu geftern folgende Mitteilung: Nach dem Fallen der lex Heinze find Zeiten den Charakter des Aufruhrs, des Landfriedensbruchs an vielfache Bedenken laut geworden, ob der in erster Reihe zur Begenommen hatten und es sei deshalb notwendig, zu prüfen, zu ist geeignet, bei allen denen ein eigentümliches Empfinden zu erkämpfung dieses Gesezes gegründete Goethe Bund weiterbestehen welcher Zeit die einzelnen Angeklagten fich an den Ausschreitungen regen, welche die Gerichtsverhandlungen verfolgten, die seither aus und seinem Wirten positive Biele würde segen fönnen, zumal in beteiligt haben. Der Staatsanwalt stellt sich im Verlaufe der Prüfung Anlaß der Büchtigung des Knaben Fischer durch den Lehrer Richard der Oeffentlichkeit nichts von der Thätigkeit des Bunds verlautete. bezüglich der Anwendung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung auf einzelne ftattgefunden haben. Wie bekannt, waren seiner Zeit die Journalisten Daß aber diese Thätigkeit keineswegs geruht hat, wird jezt Angeklagten auf den Standpunkt, daß die Angestellten der Brüning und Vorm eng angeflagt, weil sie sich bei Besprechung zur Kenntnis gebracht. Der Vorstand des Goethe Bunds hat in Straßenbahn unter den Bestimmungen der Geber Schöneberger Schulaffaire der Beleidigung durch die Preffe einer Eingabe an den Herrn Polizeipräsidenten die Schwierigkeit werbe- Ordnung stehen, denn wenn der§ 6 der Gewerbe- schuldig gemacht haben sollten. Nachdem Brüning und Vormeng dargelegt, die den ausführenden Organen der Polizei aus ihrer AufOrdnung befage, daß diese keine Anwendung finden solle auf den von der zweiten Straftammer des Landgerichts II wegen formaler gabe erwachsen, anstößige Bilder und Schriften aus den Betrieb von Eisenbahn- Unternehmungen, so sei dabei Beleidigung verurteilt waren, dies Urteil aber infolge der von den Schaufenstern der Buch- und Kunstläden zu entfernen, ohne durch nicht an die Betriebe der Pferdebahnen, elektrischen Straßen- Angeklagten eingelegten Revision vom Reichsgericht aufgehoben ihr Vorgehen das Empfinden der ästhetisch Gebildeten zu bahnen 2c. gedacht worden. Bezüglich des Angeklagten Vergolders worden war, kam die Angelegenheit nochmals vor der 2. Straf- beunruhigen. die Exekutivbehörde in dieser Beziehung hat der Vorstand dem Polizeipräsidenten Otto Hartwig hebt der Staatsanwalt hervor, daß um ein Haar Ge- fammer des Landgerichts I zur Verhandlung und endete bekanntlich zu unterstützen, Iegenheit, gegeben gewesen wäre, die Sache vor das Schwurgericht zu mit der Freisprechung beider Angeklagten. In diesen beiden die Ernennung einer dauernden Sachverständigen kom die in zweifelhaften Fällen bringen, denn es sei mehr als wahrscheinlich gemacht worden, daß der auf Straftammer- Verhandlungen ist der Fall Fischer eingehend untermiffion vorgeschlagen, unterstützen mit ihrer Urteilsabgabe zu einen Eisenbahnwagen abgegebenen Schuß von der Hand des Hartig fucht worden und es ist daher wohl angebracht, angesichts der jetzt Polizeiorgane herrühre. Daß es auf die Vernichtung eines Menschenlebens abgesehen, erfolgten Freisprechung des Lehrers Richard, darauf hin- stande wäre. Dieses Anerbieten ist nun vom Bolizeipräsidenten an jei deshalb nicht von der Hand zu weisen, weil der Schuß auf einen zuweisen, wie die Gerichte damals über die Handlungsweise genommen und der Vorstand des Goethe- Bunds ist aufgefordert mit Menschen bejezten Pferdebahnwagen abgegeben worden sei. Richards und den Zusammenhang der Büchtigung mit dem Tod worden, die vorgeschlagenen Herren namhaft zu machen. Aber es sei davon abgesehen worden, ihn als Mädelsführer anzu- Fischers geurteilt haben. sehen und vor das Schwurgericht zu verweisen; dasselbe jei In dem Urteil der 2. Straffammer des Landgerichts I wird, bei dem angeklagten Arbeiter August Schermer der Fall, der nachdem die Ergebnisse der Beweisaufnahme, sowie das Obereinen Stein in die Menschenmenge geworfen haben soll, während gutachten des Medizinalkollegiums eingehend gewürdigt worden sind, er selbst behaupte, es sei mur ein Cigarrenstummel gewesen. Was gejagt: das Verhalten der Schuyleute betrifft, so erklärte der Staats-" Hiernach steht der ganze Vorgang der Züchtigung( die die anvalt: Die Schußleute haben sich nachgewiesenermaßen auch Büchtigung vorbereitenden und sie begleitenden Umstände), der nicht in einem einzigen Falle eines leber Att der Büchtigung im ganzen, in ursächlichem Zu griffs schuldig gemacht! Er spreche den an jenen Tagen sammenhang mit der tödlich auslaufenden Gr so überaus angeſtrengt gewesenen Schuyleuten die Anerkennung trankung und ist, wenn nicht sie unmittelbare, so boch die aus, daß sie zwar energisch aber doch maẞvo II ihres schweren mittelbare Ursache des Todes des Knaben geäußersten Widerstand entgegensetzen und beruft sich dabei auf das Amts gewaltet haben. Wer eine Verlegung, einen Säbelhieb und wesen." dergleichen davon getragen, habe es nicht einem lebergriff der Und weiter: Beamten zu danken, sondern dem Umstande, daß er sich an Zu- Eine von ihm( dem Lehrer) als erforderlich erachtete Bestrafung wurde. Die Vereinigung der Milchhändler hat beschlossen, in den fammenrottungen beteiligt habe, bei denen die Beamten in dem mußte sich innerhalb der Grenzen einer mäßigen elterlichen Züchtigung Geschäften, welche die Milch zum alten Preise verkaufen, Vereinsbekannten schnoddrigen Berliner Zon verhöhnt halten, und hätte der Lehrer Richard innerhalb dieser Grenzen gewurden. Die Beamten haben nicht, wie es in den Beilungen hieß, handelt, anstatt mit einer dem in jugendlichem Alter stehenden schilder anbringen zu laffen, um den Händlern die weitgehendſte blindlings auf harmlose Leute zugeschlagen, sondern sie haben auf Knaben gegenüber besonders unangebrachten und über das zulässige Unterstützung der Abnehmer zu sichern. Aufforderung ihrer ruhig vorschreitenden Vorgesetzten erst dann Maß hinausgehenden Heftigkeit und Härte zu verfahren, so hätte Die Krinoline soll einer Zeitungsmeldung zufolge wieder auf Waffengewalt angetvendet, als die Menge immer rafender die Wirkung des Büchtigungsatts nicht in derjenigen erheblichen erstehen. Ein Aufruf an die gebildeten Frauen Deutschlands warnt und die Situation der Beamten immer bedenklicher wurde. Störung des förperlichen Wohlbefindens bestanden, die fie gezeitigt davor, sich dem Monstrum zu unterwerfen. Uus foll verlangen, ob Die Beamten haben nicht zu warten, bis sie durch die rasende hat. Insbesondere durfte der Lehrer nicht den Knaben mit in dem Fall, daß die seit gut dreißig Jahren begrabene Verrücktheit Menschenmenge erst niedergeschlagen werden, che sie zur Waffe eftigkeit gegen die scharfe tante des Schulwieder Mode werden sollte, die Bildung der Frauen und Jungfrauen greifen. Als Städelsführer" beantragt der Staatsanwalt ties ftoßen und ihn auf dieselbe mit voller Gewalt des deutschen Bürgerftandes start genug ist, der bekannten Tyrannin gerade den jüngsten und fleinsten der Angeklagten, niederdrücken"... Die unter le berschreitung der zu widerstehen. Es wäre das erste Wial. Bis jetzt ist jede Modeden noch nicht dreizehnjährigen Schiller Bruno Miller, zu Grenzen des Büchtigungsrechts dem Knaben Fischer zu narrheit, mochte sie Chignon, Cul de Paris oder Schinkenärmel bestrafen. Dies erkläre sich einfach daraus, daß nach dem Gefeß gefügte Körperberlegung war daher objektiv wider heißen, allerdings im Berein mit den Damen der Halbwelt, von dem Rädelsführer derjenige gleich geachtet werde, der bei einer rechtlich. Richard hat aber auch vorjäßlich gehandelt, folchen deutschen Frauen populär gemacht worden, die in der GesellZusammenrottung Sachen zerstört. Wülfer habe aber indem er wissentlich die ihm bekannten Grenzen des schaft" und deren hier wohl einzig in Betracht kommender Bildung erwiesenermaßen eine Glasscheibe eines Wagens durch einen Büchtigungsrechts überschritt".. den Ton angaben. Steinwurf zertrümmert. Die Angeklagten so schließt der StaatsAus der Art und Weise, wie Richard den ganzen Züchtigungsaft Die Berliner Secession hat in der letzten General. anwalt verdienen eine harte Strafe mit Rücksicht auf die große gestaltete, und daraus, daß er eine mit dem Thun des Knaben nicht versammlung beschlossen, auch in den folgenden Jahren neben Gefahr, in die sie die öffentliche Sicherheit gebracht haben. Jeder im Verhältnis stehende und an fich unangebrachte Bestrafungsart der heimischen Berliner Produktion die Hauptwerte der deutschen von ihnen sei sich bewust gewesen, welche Gefahren er durch sein zur Anwendung brachte, hat die Straffammer die Ueberzeugung und der ausländischen Kunst in ihren Ausstellungen zu vereinigen, Verhalten heraufbeschwöre. Die außergewöhnlichen Umstände machen gewonnen, daß Richard im 8orn über die Unfähigkeit des Knaben um in den Hauptzügen ein umfassendes Bild der zeitgenössischen außergewöhnliche Strafen notwendig, eine besondere Milde wäre un- Fischer, die gestellten Rechenaufgaben zu lösen, absichtlich die Malerei zu geben. Die Berliner Secession hat daher eine größere angebracht. Am 20. Mai sei die Majestät des Gesezes mit Füßen Grenzen des Büchtigungsrechts überschritten und über dieselben hin- Anzahl deutscher und ausländischer Künstler zu ihren korrespondierenden getreten, es sei nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht der Staats- aus den Knaben törperlich hat verlegen wollen." ( auswärtigen) Mitgliedern gewählt. Es befinden sich darunter die autorität, dafür zu sorgen, daß ähnliche Fälle sich so bald nicht Genau so, wie die zweite Straffammer des Landgerichte I hat Stünstler Franz Stud, Frizz v. Uhde, Julius Exter und Th. Th. Heine. wieder ereignen. Diejenigen, die vor der Majestät des Ge auch die zweite Straffammer des Landgerichts II, welche zuerst gegen feges nicht halt machten, haben sich die strengen Strafen felbst Brüning und Vormeng verhandelte und die jest( allerdings unter zuzuschreiben. Deshalb beantrage er: 1. gegen den Arbeiter bent Borfiz eines andern Richters) den Lehrer Richard freigesprochen Spielvogel 3 Monate Gefängnis und 6 Wochen Haft; 2. den hat, damals über den Fall Fischer geurteilt. Nur einen beStraßenbahnführer Abelt wegen Bergehens gegen§ 153 der zeichnenden Saz wollen wir aus jenem Urteil auführen: Gewerbe- Ordnung 3 Monate Gefängnis; 3. gegen ben" Das Gericht ist überzeugt... daß, wenn die 8üchtigung Arbeiter Wilh. Samain wegen groben Unfugs, Aufruhrs nicht geschehen wäre, der Junge heute noch am und Beleidigung 1 Jahr 3 Monate; 4. gegen den Ar- Leben sein würde." beiter Reinhold Schmeier wegen Aufruhrs und Landfriedens- Wenn man ficht, welchen Standpunkt die Gerichte in der vorbruchs 6 Monate; 5. gegen den Schriftsezer Ernst Neumann stehend bargelegten Beurteilung der Prügelaffaire eingenommen vegen Landfriedensbruchs und groben Unfugs 1 Jahr 3 Monate; haben, muß man sich in der That darüber wundern, daß der Urheber 3613 Ferienkolonisten, darunter 1150 Halbfolonisten, werden 6. gegen den Vergolder Otto Hartig wegen Aufruhrs und Land- dieses unglückseligen Büchtigungsafts mit einem Freispruch davon in diesem Jahre vom Verein für häusliche Gesundheitspflege in friedensbruchs 1 Jahr 3 Monate; 7. gegen den Tischlergesellen kommen konnte. Karl Stubbe wegen derselben Bergehen 1 Jahr; 8. gegen Unglüdliche Mütter find Lekanntlich schon wegen fahrlässiger Bäder und aufs Land geschickt werden. " Zu einem Berliner Milchkrieg zwischen Produzenten und Händlern ist es gelommen, weil die Händler fich energisch der Ver teuerung dieses wichtigsten Nahrungsmittels widersetzen. Der Vorstand der Vereinigung der Berliner Milchhändler hat in seiner letzten Sigung beschlossen, die geforderte Preiserhöhung von 2 Pf. pro Sigung beschlossen, die geforderte Preiserhöhung von 2 Pf. pro Liter abzulehnen. Man will dem Vorgehen der Produzenten den Beispiel von Leipzig, wo durch das geschlossene Zusammengehen der Händler gleichfalls die Preissteigerung für die Milch abgewendet " Zum Bau eines Realgymnasiums im Osten oder Südosten Berlins beabsichtigt die Stadtverwaltung ein geeignetes Grundstück zwischen Grüner Weg, Frucht-, Wrangels, Michaelkirch- und Markusstraße zu kaufen. Das Grundstück muß ca. 4000 Quadratmeter Fläche haben. Um den Wünschen der Blumenhändler zu entsprechen, hat die städtische Markthallen- Deputation beschlossen, den Gemeindebehörden die Erweiterung der Blumenhalle in der Markthalle Linden straße in Vorschlag zu bringen. den Hausdiener Gustav Böhme wegen Widerstands und Tötung verurteilt worden, weil fie, unter dem unerbittlichen Zwang Ein Sonderzug nach Wien wird in der Nacht vom 6. auf groben Unfugs 1 Jahr Gefängnis und 6 23ochen Haft; der wirtschaftlichen Verhältnisse, ihre Kleinen unbeaufsichtigt laffen den 7. Juli abgelaffen. Der Zug geht von Charlottenburg um 9. gegen den Pfeffertüchler Otto Müller wegen Bergebens gegen mußten, und diese sich während dessen in fiebendem Waffer 12.2 11hr, vom Bahnhof Zoologischen Garten um 12.9 Uhr, vom die Gewerbe- Ordnung, Beieidigung und groben Unfugs 9 Monate; verbrühten, am Ofenfeuer verbrannten, oder auf ähnliche Weise Bahnhof Friedrichstraße um 12.24 Uhr, vom Alexanderplatz un 10. gegen den Arbeiter Otto Ahrendt wegen Beleidigung und ums Leben kamen. In solchen Fällen wollte es die mit verbundenen 12.31 Uhr, vom Schlesischen Bahnhof um 12.42 Uhr über Breslau groben Unfugs 6 Monate, event. nur wegen groben Unfugs 6 Wochen Augen ihres Amts waltende Göttin der Gerechtigkeit, daß der und Oderberg und tommt nach zwanzigstündiger Fahrt um 7.59 Uhr Saft; 11. gegen den Arbeiter August Schermer wegen Land- fchwergeprüften Mutter außer dem herben Schmerz über den un abends auf dem Nordbahnhof in Wien an. Die Fahrpreise be friedensbruchs 1 Jahr 6 Monate; 12. gegen den Kaufmanns- geahnten Verlust ihres Lieblings auch noch eine Gefängnisstrafe tragen von Berlin( Stadtbahn) 23,60 m. in dritter und 40,60 m. Lehrling Baul öppner wegen Aufruhrs und Landfriedens- auferlegt werde. Der stockschwingende Lehrer aber, der immer in zweiter Klasse. Die Fahrscheine haben eine Gültigkeit von bruchs 6 Monate; 13. gegen ben 13jährigen Schüler Miter nach Ansicht der Straffammer im Zorn abfichtlich die Grenzen 45 Tagen. Eine Unterbrechung der Fahrt fann beliebig erfolgen. 6 Monate; 14. gegen den Bügler Alfred Hänsel des Büchtigungsrechts überschritten hat, und den Knaben törperlich Freigepäck wird nur auf der preußischen Strecke bis zu 15 Kilogramm wegen Auflaufs und Widerstands 1 Jahr 2 Monate; 15. gegen hat verlegen wollen, und der dadurch die mittelbare Ursache zum gewährt. den Schneider Gustav Schwill, wegen Aufruhrs, Widerstands Tode des Knaben gegeben hat, geht straffrei aus! und Beleidigung 1 Jahr 6 Monate; 16. gegen den Arbeiter In der Medenwaldtschen Mordsache sollte, nach Meldung eines hiesigen Blatts, der Kriminalkommissar Dr. Groß das Richard Gehrmann wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs Tagesordnung für die Situng der Stadtverordneten: Belastungsmaterial gegen den inhaftierten Neumann derart an1 Jahr; 18. gegen den Schlosser Otto Schulz wegen Auflaufs Versammlung am Donnerstag, den 28. Juni, nachmittags 5 Uhr. gehäuft haben, daß die Atten in allernächster Zeit der Staats. und Beleidigung 3 Monat Gefängnis und 6 Wochen Haft; Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen von unbefoldeten Gemeinde- anwaltschaft zur Erhebung der Auflage übergeben werden würden. 19. gegen den 16 jährigen Arbeiter Gustav Schilawa, wegen beamten. Berichterstattung über die Vorlagen, betreffend den Ent- Diese Angabe ist einer neuen Meldung zufolge nicht zutreffend. Aufruhrs und Landfriedensbruchs 9 Monate Gefängnis.l wurf zu einem Feuerwehr- Dentmal auf dem Mariannen- Herr Dr. Groß ist erst seit einigen Tagen von seinem mehrwöchigen Auf die Ausführungen des Staatsantvalts folgen längere Blaz- und den vorläufigen Entwurf zum Neubau eines Verwaltungs- Grholungsurlaub zurückgekehrt und hat seit etwa fünf Wochen über Plädoyers der Rechtsanwalte Freudenthal, Dr. Werthauer, Dienstgebäudes.- Vorlagen, betreffend die speciellen Projekte und haupt mit der Mordsache nichts mehr zu thun. Die Untersuchung Dr. Liebknecht und Udermann, die einerseits die Anwend Kostenanschläge für verschiedene Bauten auf den Stiefelfeldern, gegen Neumann führt lediglich das Gericht. Die Kriminalpolizei, barkeit der Gewerbe- Ordnung auf die Betriebe der Straßenbahnen den Abschluß eines neuen Vertrags mit 6 Straßenbahn besonders auch Dr. Groß, ist der Ansicht, daß Neumann als wirtbestreiten, andrerseits bei der Bewürdigung der Beweisaufnahme zu Gesellschaften über die Ausführung der Reinigung der licher Mörder der Medenwaldt überhaupt nicht mehr in Betracht gang andren Ergebnissen kommen, wie der Staatsanwalt. Schienenrillen, die Annahme des Legats des verstorbenen Deko- tommt. nomie- Inspektors a. D. Leonhard Löwenberg für bedürftige Waisen, Eine Einbrecherbande von vier Mann ist von der Kriminal -die Zahlung von Straßenregulierungs- Soften an die Gemeinde polizei dingfest gemacht worden. Auf dem ausgedehnten GrundTreptow, den Geschäftsbetrieb der städtischen Spartaffe im Januar tick Brandenburgstr. 75 liegen in dritten Stod im dritten Hof die bis März- Vierteljahr 1900, die Mehrkosten für den Festschmud Räume des Kommissionsgeschäfts der Gebrüder Malten. Diese auf dem Pariser Plaz am 4. Mai 1900, die Festsetzung fanden vor drei Wochen eines Morgens in ihrem Komptoir eine Um 9 11hr wurde das Urteil verkündet, das dahin lautete: Spielvogel 6 Wochen Gefängnis und 4 Wochen Haft. Abelt 3 Wochen Haft. Samain 3 Monat Gefängnis und 8 Wochen Haft. Schmeier frei, arge Verwüftung. Einbrecher, die am Tau des Fahrstuhls bis in dienen zu lönnen, da Bau, Unterhaltung und Ausrüstung der Station, I treters der französischen Brudervereinigung in den dritten Stod hinaufgeklettert waren, hatten ein Blachfeld aus Besoldung der Mannschaft und die für jedes gerettete Menschenleben Nancy stürmisch begrüßt wurde, wechselten mit herrlichen Chören, der Thür gedrückt, mehrere Pulte geöffnet und durchwühlt und gezahlte besondere Belohnung außerordentliche Summen erfordern. durchweg von Buchdruckervereinen vorgetragen. Nach Beendigung schließlich den Geldschrank umgefippt und von der Rückseite Die Rettungsgesellschaft der Wassersportvereine will, wie sie dieses Teils der Feier rangierten sich die Teilnehmer zum festlichen erbrochen. Mit einer Beute von 600 M. waren sie verschwunden. öffentlich erklärt, gern der an dieser Stelle angeregten Frage der Aufzug nach dem Gutenbergplas inmitten der Stadt, wo vor dent Ein Kriminalbeamter, der mit der Aufklärung dieses Einbruchs be- Errichtung von Warnungssignalen am Eingang der Müggel näher im Jahre 1840( 24. Juni) errichteten Standbild des Altmeisters eine traut war, saß eines Abends in einer„ Kaschemme" im Südosten treten, vorausgesetzt, daß ihr die Mittel für die dringlichsten Auf- uldigungsfeier veranstaltet ward. Das Arrangement auf der Stadt, um einige Leute, die er im Verdacht hatte, zu beobachten. gaben gereicht werden, aber sie verhehlt sich kaum, daß von diesen dem von hohen, zum Teil prächtigste mittelalterliche Architektur Hier gerieten ein Arbeiter Paul Linke und sein Freund, ein Warnungen weniger zu hoffen sei als von der von den Ruder- zeigenden Gebäuden umrahmten Platz machte einen imposanten Arbeiter Reinhold Lyjewski, in einen heftigen Streit; fie vereinen selbst zu übenden Disciplin". Den Rudervereinen wird der Eindruck, der durch eine vom Vorsitzenden des elsaßbeschuldigten sich gegenseitig des Betrugs und verrieten in der Rat gegeben, ihren Mitgliedern, besonders den jüngeren, die im Lothringenschen Buchdruckerverbands, Schmoll gehaltene AuWut so viel, daß der Zusammenhang flar wurde. Vier Mann hatten Tourenfahren noch wenig Erfahrung haben, auf das eindringlichste sprache sowie durch den Vortrag von Massenhören wirkungsvoll den Einbruch verübt und mit der Berschärfung" von holländischen die Gefahren der Müggel bei stärkerem Winde vorzuhalten und das verstärkt wurde. Der Direktor der Universitäts- und LandesWertpapieren, die dabei erbeutet worden waren, einen Fünften, den Kreuzen dieses Sees in schmalen, offenen Ruderbooten schon bei bibliothet, Dr. Barad, hatte den Tag über im Bibliothekgebäude „ Schlosser- Max" betraut. Dieser aber hatte alle drei über mittlerer Windstärke zu verhindern. am Kaiserplatz eine äußerst interessante Ausstellung veranstaltet, die trampelt"; er war mit der Beute durchgegangen. Die vier Thäter trauten einander so wenig, daß jeder vom andern glaubte, er stede mit„ Schloſſer- Mag" unter einer Decke und habe sich seinen Anteil gesichert. Diesen Vorwurf machten sich auch die beiden Freunde in Der Kaschemme. Als der Beamte genug wußte, nahm er Linte am Stragen und führte ihn ab, während Lyjewsti ihm entschlüpfte. Dem Beamten gelang es aber, ihn noch in derselben Nacht festzunehmen. Einzeln vernommen, beschuldigten sich die Berbrecher gegenseitig und verrieten als Mitthäter auch noch einen Arbeiter Hans Reich und einen Schloſſer Georg Limmer. Diese beiden hatten aber, als Link und Lyjewski nicht mehr zum Vorschein tamen, Verdacht geschöpft und Berlin den Rüden gewandt. In den Vororten sich herumtreibend, warteten sie ab, bis nach ihrer Meinung der Einbruch in Vergessenheit geraten sein könnte. Als sie aber jetzt zurückkehrten und die gewohnten Stätten wieder aufsuchten, wurden fie von Kriminalbeamten sofort in Empfang genommen. Einen recht, effektvollen Abgang" fand gestern ein Gast, der sich mit seinen Freunden in der 18. Bierquelle Aschingers, dicht am Kriminalgericht in der Straße Alt- Moabit gelegen, restauriert hatte. Als sich die Gesellschaft zum Aufbruch erhob, sah der er wähnte Gast sich in den Wahn versetzt, das Schaufenster, welches bis zum Erdboden reicht, sei offen und die große Spiegelscheibe sei versentt, wie das bei vielen großen Restaurants im Innern Berlins zu geschehen pflegt. Der Umstand, daß keinerlei Gardine, Borhang oder Aehnliches angebracht war, bestärkte diesen Wahn und so lief denn der Gast gerade in die Scheibe hinein. Es gab einen gehörigen Knalleffekt. Nach Innen und Außen sprigten die dicken Splitter und Scherben der Spiegelscheibe. niemand von den Glassplittern verlegt worden, selbst der Durch Zum Glüd iſt brecher ist unbeschadet davon gekommen, obwohl ihm die meisten Glasscherben auf den Kopf fielen. Die Angelegenheit Gehlsen. Der Erste Staatsanwalt am neben zahlreichen alten Handschriften 2c. die Entwicklung der BuchLandgericht Il hat einer Gerichtsforrespondenz zufolge die Einleitung bruderkunst von den ersten Werken Gutenbergs und seiner Mitarbeiter eines Ermittelungsverfahrens wider den Rechtsanwalt H. und den bis auf die prachtvollen polychromen Druckerzeugnisse der Jeztzeit Weinhändler F. in Charlottenburg angeordnet, die beide beschuldigt zur Darstellung brachte. worden sind, in der kurz vor Weihnachten verhandelten Straffache Der öftreichische Throufolger, Erzherzog Franz Ferdinand, wider den Schriffteller Joachim Gehlsen( den früheren Reichs- will aus Liebe heiraten. Seine Braut ist eine Gräfin glöckner") wegen Erpressung ein wissentlich falsches Zeugnis mit ihrem Chotek. Die bevorstehende Heirat wird mun als nicht standesGide bekräftigt zu haben. In der Sache sind die verantwortlichen gemäß betrachtet, und das bringt für den Thronfolger Vernehmungen der Beschuldigten bereits vor einiger Zeit erfolgt. verschiedene Umständlichkeiten mit sich, die recht sehr an das Runmehr sind auch verschiedene Zeugen in der Sache geladen worden. Mittelalter erinnern. Kaiser Franz Josef hat seine Zustimmung zu Gehlsen beztvedt mit dem beantragten Meineidsverfahren gegen seine dieser Eheschließung seines vermutlichen Nachfolgers erteilt unter der Hauptbelastungszeugen die Wiederaufnahme des gegen ihn selbst ge- Bedingung, daß Erzherzog Franz Ferdinand eidlich für seme richteten Strafverfahrens, in welchem er rechtskräftig verurteilt morganatische" Gattin und die aus der Ehe mit ihr etwa hervorworden ist.( Die ihm zuerkannte Strafe verbüßt er bereits in Tegel.) gehenden Kinder auf alle Rechte verzichtet, die ihnen zuEr bleibt nämlich nach wie vor bei seiner Behauptung stehen, daß er ständen, wenn der Erzherzog sich in standesgemäßer Ehe vermählte. die angeblichen 1000 Mark Schweigegelder vom Charlottenburger Die fünftige Frau des fünftigen Kaisers darf sich also fünftig Kreditverein niemals erhalten hat, daß er das Opfer eines Kom- nicht Erzherzogin oder Kaiserin nennen und die fünftigen Kinder plotts geworden ist, welches seine Hauptbelastungszeugen gegen ihn sind keine Erzherzoge. Der jetzt aus Liebe heiratende Erzherzog gesponnen haben und daß, wenn der Kreditverein durch Rechts- felber bleibt aber tros dieses Schrittes im Range unversehrt und anwalt 5. 1000 Mark gezahlt hat, fich lediglich der Weinhändler. hat es so immerhin besser als unter ähnlichen Umständen ein an dieser Summe bereichert haben kann. preußischer Lieutenant, der gleich für seine Person den Dienst quittieren Zu dem Raubmord bei Hermsdorf. Als des Mords an muß, wenn er eine feiner Militärcharge nicht würdige Frau nimmt. dem Kutscher Glude aus Teschendorf verdächtig ist der in Schön- Aus Konik wird der„ Bossischen Zeitung" gemeldet: Gestern walde wohnhafte Arbeiter Krause festgenommen worden. haben umfangreiche Vernehmungen stattgefunden. Wie aus zuDas neue Kreis- Krankenhaus in Großlichterfelde berlässiger Quelle bekannt wird, steht der Fleischer Levy im Vorderwurde gestern mittags 1 Uhr in Gegenwart der Vertreter der grunde der jetzigen Untersuchung. Er und seine beiden Söhne Provinzial- und Kreisbehörden sowie der medizinischen Welt feierlich Moritz und Hugo haben stundenlange Verhöre durch den Untersuperintendenten Dr. Faber verrichtet. eingeweiht. Die Arbeit der Einweihung wurde von dem General- suchungsrichter Dr. Zimmermann zu bestehen gehabt. Auch der Gutsbesizer Fleischer, bei dem im Dung Gedärme gefunden Unweit des Juliusturms in Spandau hat bei dem letzten wurden, die später als Tierdärme erkannt wurden, wurde einem Gewitter der Bliz eingeschlagen. Zwei große Bäume im Glacis scharfen Verhör unterzogen. Es wird erzählt, daß eine über In der Affaire v. Broich versendet Rechtsanwalt Glazel als der Citadelle, in deren Umwvallung der Turm mit dem deutschen Kriegs- den Stand der Untersuchung unterrichtete Persönlichkeit der GeVertreter des Kommerzienrats Haase in Breslau folgende interessante schatz steht, wurden vom Blizz getroffen und von oben bis unten ge- richtsbehörde einen bemerkenswerten Fingerzeig gegeben habe. Erklärung:„ Wenn der Geheime Ober- Regierungsrat v. Broich die spalten; der Turm ist übrigens durch Blizableiter geschützt, nachdem Auffallend ist jedenfalls das Verfahren des Untersuchungsrichters. Er feiner Beit ungefäumt abgegebene Erklärung des Herrn Sommerzien vor zwei Jahren ein Blizz auf ihn hernieder gefahren ist. vernahm den Präparanden Speisiger aus Jastrow, der mit rats Haase als unrichtig bezeichnet und sich wegen derselben beleidigt fühlt, so werde ich in dem von ihm deswegen in Aussicht ge- Geschäftskreisen das plötzliche Verschwinden des Schneidermeisters wurde und hierüber nichts, dagegen aber sagen konnte, daß er wisse, Winter befreundet gewesen war. Als dieser über den Verkehr des Großes Aufsehen erregt in Spandau sowie in weiteren inters mit der Schlächtermeisters- Tochter Anna Hoffmann befragt stellten gerichtlichen Verfahren durch Vorlegung von Urkunden den Joseph Petrauschke, der, unter Zurücklaffung seiner Familie, Winter habe mit den Tuchlerschen und Casparischen Töchtern ver Nachweis der Richtigkeit der Haaseschen Erklärung führen." sich ins Ausland, vermutlich nach Amerika, begeben hat. Eine Jagd auf den Dächern nach einem Spigbuben fand Maun von 45 Jahren, hatte es in seinem Geschäft aus den kleinsten fehrt, fuhr ihn der Richter hart an und gebot ihm Schweigen. Das gestern vormittag in der Ackerstr. 32 statt. Dort hatte ein Wäsche Anfängen heraus zu einem bedeutenden Wohlstand gebracht. Da sind Thatsachen, die eine unparteiische Berichterstattung nicht verschweigen dieb den Boden eines Hauses nahe am Bappelplag erbrochen und ließ er sich in Grundstücks- Spekulationen ein und ist dabei das Opfer darf und kann. Speisiger, der dies in vieler Zeugen Gegenwart gestört wurde. Um seiner Festnahme zu entgehen, fletterte er auf ist geflüchtet, weil er Bestrafung wegen Urkundenfälschung und Falsch als er von einer Haus bewohnerin gewiſſenloſer Individuen geworden. Er geriet mum ſelbſt in Not und das Dach hinaus und flüchtete über die Laufbretter der Nachbar- eids zu befürchten hatte. Ebenso arm wie er vor 22 Jahren nach Häufer hinweg. Nach längeren Kreuz- und Quergängen wurde der Spandau gekommen, hat er die Stadt wieder verlassen. Flüchtige von einem Schornsteinfeger erwischt und von seinem luftigen Siz hinunter und zur Polizeiwache ſpediert. Gerichts- Beifung. P., ein Winterscher Leichenteile) ist von der Ober- Postdirektion Bromberg im erzählt hat, ist ein febrerpoliarte"( hit vominen on& moſtelle Interesse des öffentlichen Wohles" von der Beförderung ausgeschlossen worden. Als Vertreter des beurlaubten Bürgermeisters Deditius hat Dr. Lemint 36 der angesehensten Bürger nach dem Rathause Durch einen Sturz vom Bau ist der Maurer Krüger auf geladen, um darüber zu beraten, wie dem wirtschaftlichen Rückgang dem Grundstück Bärwaldstr. 44 schwer verunglückt. Jufolge eines In den Verdacht der Hochftapelei ist ein russischer der Stadt abzuhelfen ist. Hier geht das Gerücht um, daß Minister Gehltritts stürzte er aus dem zweiten Stock, schlug mit dem Leib Student, Georg Behrens aus Wlostau, geraten, der gestern v. Rheinbaben auf einige Stunden demnächst hier eintreffen werde. auf und zog sich eine schwere Magenverlegung zu. In hoffnungs- der zweiten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Er Eisenbahn- Unglück. Wie die Donauzeitung" meldet, ent Iojem Zustande wurde er mit einem Rünzelschen Rettungswagen soll den Inhaber des Hotels Bring Wilhelm" sowie den des gleifte der Personenzug Passau- Freyung bei der Station einem Krankenhause zugeführt. Ein Bahnbediensteter und ein Bassagier sind Monopols- Hotels" durch falsche Vorspiegelungen zur Kredit- öhrnbach. Kindesausschung. Wegen Auslegung ihres neugeborenen gewährung bewogen und sich auch befugterweise des adels- schwer, mehrere Paffagiere leicht verlegt. Ein Hilfszug ging von Kindes wurde die in Berlin in Stellung befindliche unverehelichte prädikats bedient haben. Der Angeklagte, der jede betrügerische Ab- Passau nach der Unfaäſtelle ab. Elife Krüger durch die Polizei in Berlinchen verhaftet und dem sicht bestritt, machte folgende Angaben: Er sei im Juli v. J. nach Berlin Der Schnelldampfer ,, Deutschland" hat endlich am Dienstag, dortigen Gerichtsgefängnis zugeführt. Die Verhaftete war vor gelommen, um sich hier umzusehen, da er beabsichtigte, hier seiner nachdem er verschiedene Male steden geblieben und wieder losgeeinigen Tagen per Bahn von Berlin nach Berlinchen gefahren und Militärpflicht als Einjähriger zu genügen. Seine Eltern feien baggert war, mit den Vertretern des Vulcan" und der„ Hamburghatte sich sofort nach ihrer Ankunft daselbst in den nahegelegenen Deutsche, lebten aber seit vielen Jahren in Warschau. Sein Amerika- Linie" die Probefahrt angetreten. Die erste Ausreise erfolgt Wald begeben, wo sie einem Kind das Leben gab. Das fleine Ge- Vater sei ein wohlhabender Großkaufmann. Die Mittel zum Unter- am 5. Juli ab Hamburg nach New York. schöpf verbarg ste mum fo, wie es zur Welt gekommen war, im halte seien ihm in überreichlicher Weise von seiner in Wien lebenden Fünf Arbeiter durch flüffiges Eisen verbrannt. einem Gebüsch, deckte es mit Moos zu und ließ es hilflos liegen. Mutter zugeflossen. Er fei mit 800 W. nach Berlin gekommen. Graz wird berichtet: Bei einem Hochofen in Donawig vers. Hierauf begab sich die Krüger zu ihren in der benachbarten Kolonie Richtig sei es, daß er sich ins Fremdenbuch des Hotels als unglüdten fünf Arbeiter durch flüssiges Eisen, dessen Abfluß Hadelspring wohnenden Eltern, ohne daß diese von dem Vorgange G. von Behrens eingetragen habe, dies jei aber Gebrauch durch ein Hindernis gehemmt worden war. Als man das Hindernis etwas erfuhren oder an der Tochter et: vas Auffälliges bemerkten. bei allen Russen aus der besseren Gesellschaft beseitigte, strömte das flüssige Eisen so plöglich hervor, daß sich die Erst am andern Tage wurde das Neugeborene von einem Spazier- Er sei hier bald in eine lockere Gesellschaft geraten, feine kleinen Arbeiter nicht retten fonnten. Die Hochofenarbeiter Lorenz Spuelgänger noch lebend aufgefunden; es war jedoch schon von Soupers mit Schauspielerinnen hätten ihm viel Geld gekostet. bichler und Anton Pfrischel erlitten derartige Brandwunden, daß sie Die drei andern wurden schwer Ameisen und andern Insekten arg zugerichtet. Die benachbarte Dazu hätten sich Leute gefunden, die seine Freigebigkeit unmittelbar darauf starben. Polizei nahm sich des kleinen Wesens an, ließ es reinigen und gab und seinen Leichtsinn gründlich auszubeuten verstanden. es dann vorläufig bei einer Familie in Berlinchen in Pflege, Mutter habe ihm innerhalb acht Monate 10 000 Mark Massenmord. Als der 23 jährige Bauernsohn Franz Molnar während die unnatürliche Mutter bald darauf ermittelt und in Haft geschickt, welches dem Portier im„ Prinzen Wilhelm" bekannt sein von Mistoliz am Sonnabendabend nach Hause kam, nahm er genommen wurde. müsse, da sämtliche Wertbriefe und Anweisungen durch dessen Hände ein Schlacht meijer, begab sich in die Stallung seines Vaters Eine aufregende Scene spielte sich gestern nachmittag um gegangen feien. Im Februar jei er im Prinzen Wilhelm" gegen und erstach dort seinen Freund Boudrat. Dann lief er in das 5 Uhr an der Schlesischen Brücke ab. Der Fuhrherr Rentner aus worden. Da seine Mutter seine schriftlichen Bitten nicht beachtet stieg er auf den Dachboden und überfiel dort seinen schlafenden Ber1000 m. schuldig gewesen und dieserhalb von dem Wirt arg gedrängt Schlachthaus, wo er seinen eigenen Bruder erstach. Von hier aus der Lohmühlenstr. 26 hatte eine Baubude nach Treptow zu schaffen habe, sei er selbst nach Wien gereist, nachdem er feinem wandten Samuel Mewas. Die beiden ersteren waren sofort tot, der und gab seinem Kutscher zum Aufstellen der Bude den 34 Jahre Gläubiger das Ehrenwort gegeben hatte, nach Berlin zurüd- letztere ist schwer verwundet. alten Arbeiter Arthur Köhntopp aus der Hermannstr. 54 zu Rigdorf zukehren. Sein Wort habe er auch gehalten, da er aber Die Best rückt näher. In Xanthi, Vilajet Adrianopel, mit. Vor der Schlesischen Brücke entriß dieser im Uebermut dem Kutscher 0 Seine verlegt. Aus In die Leine, da er besser fahren könne. Die Pferde gingen ihm aber sofort eine schwer erkrankte Mutter nicht habe ſprechen können, jei tam eine pestverdächtige Erkrankung vor, in Smyrna durch. Ein Kind, das sich auf dem Straßendamm befand, konnte von er mit nur geringen Barmitteln nach Berlin zurückgekehrt und da es bisher 12 Erkrankungen, von denen drei und nicht, wie irrtümlich Leuten, die hinzusprangen, mit knapper Not noch gerade vor den ihm unangenehm gewesen sei, feine Schuld nicht entrichten zu Rädern weggerissen werden. Auf der Brücke flog der Wagen so tönnen, sei er als Kaufmann Behr aus Breslau in einem andren gemeldet neun, einen tödlichen Ausgang nahmen. heftig gegen die Bordschwelle, daß Köhntopp herabstürzte und über- Hotel abgestiegen. Als dies zur Kenntnis des Gläubigers gelangt Trapezunt wurde eine verdächtige Erkrankung als Pest festüber- fei, habe derselbe ihn verklagt und zum Offenbarungseid gezwungen. fahren wurde. Mit einem Bruch beider Beine mußte der Ver- Wenn ihm nun zur Last gelegt werde, daß er auch bei den Hotelgestellt. unglückte durch einen Rünzelschen Rettungswagen in das Kranken- bediensteten im Rückstande stehe, so weise er darauf hin, daß Marktpreise von Berlin am 25. Junt 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. haus am Urban gebracht worden. Startoffeln, neue, D- Ctr. er denselben in den flotten" Tagen große Trinkgelder gespendet habe, Weizen, gut D.- Etr. mittel Straßensperrung. Die Bellevue- Allee von der Tiergarten- Dies wurde durch die Beweisaufnahme bestätigt. Außerdem gelang Rindfleisch, Keule 1 kg gering do. Bauch straße bis zur Charlottenburger Chauffee wird wegen Neubeschüttung es dem Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Halpert, den Verdacht, Schweinefleisch der Chausseedecke vom 26. d. W. bis auf weiteres für Fuhrwerke und daß dem Angeklagten eine betrügerische Absicht ime gewohnt habe, Reiter gesperrt. soweit zu entfräften, daß der Staatsanwalt selbst die Anklage wegen Betrugs fallen ließ und nur wegen unbefugter Annahme des Adels- †) Gerste, gut präditats 14 Tage haft beantragte. gering Der Gerichtshof erkannte wegen der letzteren Uebertretung nur auf eine Geldstrafe von 50 M., die durch die erlittene Untersuchungs- †) Hafer, gut haft als verbüßt zu erachten sei. gering Nichtstroh Poliklinik. Die Sprechstunden in der zahnärztlichen Klinik der Schönhauser Vorstadt, Schönhauser Allee 177 c, 1. Hof Seitenfl., finden täglich von 10-4 1hr statt. Daselbst werden Zahn- und Mundkrante unentgeltlich behandelt. " Eine erfte internationale Ausstellung für Theater und Variété in Deutschland" findet in der Zeit vom 31. Juli bis 19. August 1900 in den sämtlichen Räumen des Berliner PalastTheaters( am Bahnhof Börse), Burgstr. 33, statt. Vermischtes. " mittel Kalbfleisch 9. 6, 1,60 1,20 " 1,20 " " " *) Roggen, gut mittel gering 15,45 3,60 " " " " 1,60 1, " 14,80 14,40 Hammelfleisch Butter 1,60 " 2,40 " Gier 14,30 13,90 60 Stitt 3,60 2,20 " 13,80 13,40 Karpfen 1 kg " 15,60 14,80 14,70 14, Aale Bander 2,80 1,40 2,60 1,20 13,90 13,20 Hechte 7,- 6,32 Barsche 9,40 6, 2,40 1, 1,80 0,80 " 40, 45, 25, 20, Schleie Bleie Krebse " 2,60 1, 70, 30, mittel Heu Erbsen Speisebohnen Ueber die Gutenbergfeier in Straßburg wird uns von dort Herr Cirkusdirektor Schumann, der sich zur Zeit in Frant- geschrieben: Neben Mainz, der Geburtsstadt Gutenbergs, hat auch Linfen furt a. M. aufhält, läßt uns mitteilen, daß er für die nächste hiesige Straßburg, in dessen Mauern die Wiege der schwarzen Kunst" stand, Wintersaison den Schwimmtünstler Boyton engagiert habe, der mit zwei bas Andenken des Alltimeisters derselben in würdiger Weise gefeiert. Springpferden aus einer Höhe von 45 Fuß in ein Wasserbaffin springt. Die Veranstaltung ging hier von dem Verband der Buchdruder Aus den Nachbarorten. 1,40 0,80 per Schot 20,- 3, *) frei Wagen. +) frei Wagen und ab Bahn. Getreide im Gegensatz zu der gestrigen festen Tendenz ausgesprochen matte Produktenmarkt vom 26. Juni. Getreide. Heute zeigte Elsaß- Lothringens aus, dessen Bezirksverein Straßburg das Verdienst Haltung. Weizen gab am Frühmarkt i M. nach auf niedrigere Preisgebührt, dieser Ehrenpflicht durch eine der Bedeutung des Tags meldungen aus Amerifa; Roggen lag unverändert. Effektive Ware ist in Die Oberspree- Räuber Ruthe, Pfeifer und Felsing hatten entsprechende Feier genügt zu haben. Nicht nur aus allen Teilen beiden Artikeln reichlich angeboten, auch vom Inlande waren einige Offerten gegen das Erkenntnis des Landgerichts II, das sie zu schweren des Reichslands, sondern auch aus dem benachbarten Baden( Karls- am Markte, doch fehlte die Kaufluft. Mittags gab Weizen anfangs noch Strafen verurteilt, Revision eingelegt. Diese ist jedoch vom Reichs- ruhe, Freiburg, Offenburg, Lahr, Achern, Emmendingen 2c.), aus der weitere 0,50 m. nach, konnte sich jedoch späterhin leicht erholen, da aus gericht verworfen worden, und die jugendlichen Verbrecher wurden Schweiz( Basel) und Frankreich( Nanch) waren die Berufsgenossen zahl- Budapest erholte Schlußturse nach vorheriger Ermattung gemeldet wurden, daraufhin gestern zur Verbüßung ihrer Strafen nach Brandenburg reich herbeigeeilt, um dem Begründer ihrer Kunst an der Stätte, wo er so ba außerdem am hiesigen Blas einiges Dedungsbedürfnis zu Tage trat gebracht. lange gewirkt, den Tribut ihrer Verehrung darzubringen. Ein Ehren- und man überdies befürchtet, daß das allzu reichliche Regenwetter, Nettungsgesellschaft der Wassersportvereine von Berlin und Umgegend fizenz die Anerkennung aller auswärtigen Gäste fand, vereinigte die schränkt. Weizen war besonders in erster Stunde hier und in der Proving Sieben Menschen aus dem Müggelsee gerettet. Die trunk nebst Imbiß, gegeben von der Stadt Straßburg, deren Muni- melches, nach dem fallenden Barometerstande zu urteilen, noch andauern wird, den Saaten schaden könne. Im allgemeinen war das Geschäft be hatte am legten Sonntag einen schweren Tag, aber einen schönen Erfolg zu Teilnehmer, wohl 1000 an der Zahl, am Sonntagvormittag in den start angeboten. Roggen blieb durchgehends ruhig, behauptet. Am Futter: verzeichnen. Es gelang ihr, sieben Personen aus den Wellen des festlich geschmückten Räumen des Konzertsaals der Orangerie. Vom markt war Mais etwas matter. Hafer infolge umfangreichen Angebots in Müggelsees zu retten. Es herrschte ziemlich heftiger Wind aus Bürgermeister der Stadt, Unterstaatssekretär Bad, willkommen ge- russischer Ware schwach. Rüböl war im Preise behauptet. Spiritus ohne Umsatz. Westen und hoher Wellengang. Gleichwohl fuhren eine Anzahl un- heißen, deren sich auch in furzen Zügen ein Hinweis auf die Begedeckter Nuderboote über den See. Drei Ruderboote waren auf deutung der Straßburger Thätigkeit Gutenbergs anschloß, feierten der Höhe des Sees vollgeschlagen. Die Rettungsgesellschaft hat hier die Jünger der schivarzen Kunst in Wort und Lied die kulturelle Grund, sich des schönen Erfolgs zu freuen, rechnet aber auf Inter- Bedeutung der Erfindung Gutenbergs. Bahlreiche Ansprachen, ftügung durch freiwillige Beiträge, um ihren Bestrebungen weiter unter denen besonders die trefflichen Ausführungen des Ber Wetter Prognose für Mittwoch, den 27. Juni 1900. Ziemlich fühl und veränderlich, vorwiegend trübe mit Regenfällen und mäßigen bis frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. H. F. Taufend. Adlershof. Die Stadtbezirke, zu dem die Martgrafenstraße gehört, nehmen nicht an der diesmaligen Gewerbegerichtswahl teil. C. W. Streit um die Kirchenorgel. Der Ausdrud, Ganze, Halbe- und Viertelorgel, der früher gebräuchlich war und auch jetzt noch manchmal gebraucht wird, ist ungenau, da die Orgeln im Verhältnis zu ihrer Größe nur in Stimmenzahl und Manualen untec einander verschieden sind. 2. P. 100. Das Gehalt des Reichskanzlers beträgt 100 000 m., das ber preußischen Minister 36 000 W. und das der Staatssekretäre 50 000 M. Kratos. Wenden Sie sich an den Verlag von Spohr in Leipzig mit ber Bitte um Zusendung eines Katalogs. Zwei alte Abonnenten. Lassalle fiel im Duell mit einem Herrn v. Racowitz. Adebar 100. Die Adresse ist uns nicht bekannt. Wenden Sie sich doch einmal an die Leipziger Bolts- Zeitung". J. E. 36. 1. Krampfadern beiderseits. Sehfchärfe normal. Land: fturm mit Waffe.- 2. Wenn zur fündigungslosen Entlassung fein gesetz licher Grund vorlag, haben Sie den ortsüblichen Tagelohn für 8 Tage zu beanspruchen, anch wenn Sie eine andre Stellung angetreten haben. Wettende 16. Ein fatholischer Priester darf nicht heiraten. Ziege 80. Zeitige Untanglichkeit wegen geringfügiger Fehler an den Füßen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 27. Junt. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Nenes Opern: Theater( Kroll). Der Mitado. Anfang 72 Uhr. Leffing. Daisy( A runaway girl). Anfang 7 Uhr. Berliner. Die deutschen Kleinstädter. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7½ Uhr. Nenes. Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. Westen. Rhodope. Anfang 712 115r. Schiller. Der Freischütz. Anfang 71/2 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8. 11hr. 2. B. 1. Nein. 2. Der Maulforb muß in Berlin so beschaffent fein,|. 3. 100. Sie brauchen sich nicht zu melden, fondern fönnen warten. daß der Maulforb das Beißen verhindert, ohne das Saufen unmöglich zu Stammtisch Stäger. Ob Sie für den Fall der Einstellung Ihrer machen. 3. Die Schadensersazklage gegen den Besitzer eines Hundes, der Zahlungen Anspruch auf Rückzahlung eines Teils haben, hängt von dem nicht Schaden angerichtet hat, ist bei dem Amtsgericht, und wenn der Schaden mitgeteilte der Gintommensteuer ist von den Vermögen in Abzug Inhalt Versicherungsbedingungen und Versicherungspolice ab. 300 M. übersteigt, dem Landgericht zuständig. 4. Zur Entgegennahme der Anzeigen strafbarer Handlungen ist die Polizei und die Staatsanwaltschaft zu bringen: die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung des Eigentums zuständig. A. B. 77. Die Verjährungszeiten richten fich danach, verwendeten Ausgaben, die Schuldenzinsen, die auf besonderen Reichstiteln woraus die Forderung erwachsen ist( Rauf, Darlehn usw.) Darlehns: beruhenden dauernden Laften, die vom Grundeigentum, dem Bergbau und forderungen verjähren in 30 Jahren. Aberdecke 15. Charlottenburg. dem Gewerbebetrieb zu entrichtenden direkten Staatssteuern fowie solche M. M. 64. War der Vertrag vor 1900 abgeschlossen, so haften auch indirekten Abgaben, welche zu den Geschäftsunkosten zu rechnen find, die Sachen der Frau für die Miete. Im übrigen ist der Ehemann in der die regelmäßigen jährlichen Abſekungen für Abmusungen von Gebäuden, Regel berechtigt, die Sachen seiner Ehefrau zurückzuverlangen. M. F. 6. Maschinen, Betriebsgerätschaften, die Beiträge zu Kranten, und W. G. Die Wohnungsbesichtigung muß von der Kündigung ab ge: Unfall, Invalidenversicherungs, Witwen, Waisen stattet werden. Ist teine Zeit zur Besichtigung vereinbart( sehen Sie in und Pensionskassen und endlich Versicherungsprämien, welche für Versiche fp Ihrem Vertrage nach), müssen Sie zu angemessener Beit rung des Steuerpflichtigen auf dem Todes: und Lebensfall gezahlt worden, die Wohnung besichtigen lassen. Sommer die Zeit im unter 14 Jahren wird von den steuerpflichtigen Einfommen, fofern dasselbe B. 24 od. 5. 24. 1. Die Taufe eines wider den Willen des Vaters 3000 Mart nicht übersteigt, der Betrag von 50 Mart in Abzug gebracht: katholisch getauften Kindes, entbehrt der Rechtsgiltigkeit. Die fatholische Kirche sind 3 oder mehr Familienmitglieder diefer Art vorhanden, so muß auf ist entgegengesetzter Ansicht. 2. Beide Aussprachen sind richtig. 2. 40. jeden Fall eine Ermäßigung um eine Stufe stattfinden. Bei der Beranlagung 1. Gendarmen und Amtsdiener. 2. Sobald dem Betreffenden Polizei: dürfen außergewöhnliche Belastungen durch Unterhalt und Erziehung befugnisse beigelegt find. 2. M. 100. Wenden Sie sich an den der Kinder, Verpflichtung zu dem Unterhalt mittellofer Angehöriger, an Magistrat. K. 50. 1. und 2. Ja. 3. Verjährung liegt nicht vor; dauernde Krankheit, Verschuldung und besondre Unglücksfälle in der Art die Weiterzahlung entstehen Teine Rechtsnachteile. durch berücksichtigt werden, daß eine Ermäßigung um 3 Steuerstufen eintritt. bon in 8 bis 6 lbr erachtet. 5 6, Urania See- Terrasse Röderstr. 6. Lichtenberg Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Letzte Woche! ( zwischen und Dorf Lichtenberg). Verbindungen: Spittelmarkt- Landsberger Allee( Ringbahnhof); Spittelmarkt- Frankfurter Allee( Ringbahnhof), von da mit der Herzberger Pferdebahn bis vor die Thür; Spittelmarkt- Eldenaerstrasse( Central- Viehhof). Herrlichstes Sommer- Etablissement mit 3/2 Morg. grossem See und grossem Vergnügungs- Park. 25 000 Personen fassend." Gondel- Korso, Aussichtsturm, Kaffeeküche, täglich geöffnet, vier gedeckte Kegelbahnen, Kinder- Sportplatz, Luftschaukel, 2 grosse Tanzsäle und Variété- Theater. Sonntag, Montag u. Donnerstag: Grosser Tanz. Wochentags: Entree frei! Avis! Sonntag, den 1. Juli: Grosses Doppel- Konzert. TERRAIN ESELLSCHAFT See- Terrasse Lichtenberg DEUTSCHE b/ Berlin BERLIN M.B.H. Brillant- Land- und Wasser- Feuerwerk, grosse Schlachtmusik. Im Variété- Theater, woselbst kein Eintrittsgeld erhoben wird, das Auftreten des weltberühmten Zauberkünstlers und Spiritisten Herrn Professor Fliege und Frau in 4 Vorstellungen von nachmittags 4 bis 10 Uhr. Entree: 20 Pf., Kinder frei! Den pt. Vereinen werden jederzeit die denkbar günstigsten Konzessionen gewährt. Riesen u. Zwerge. 000000000 Von 7 Uhr ab: Thalia. Im Himmelhof. Anfang Specialitäten- Vorstellung 712 Uhr. Carl Weiß. Am Spieltisch des Lebens. Anfang 8 Uhr. Victoria. Sündige Liebe. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten Vorstellung. Belle Alliance. Jm Märchen walde. Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. V 21pollo. Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 71 Ubr. Stettiner Sänger. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. = Passage Panoptifum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Anvalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Bon Den Alpen zum Vesuv". Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Mittwoch, abends 7 Uhr: Populäre Borstellung ( bei halben und ermäßigten Preisen): Der Freischütz. Romant. Oper in 4Aften v. C. M. Weber. Donnerstag, abends 7 Uhr: Die Hugenotten. Freitag, abends 7 Uhr: Das Glöckchen des Eremiten. Sonnabend, abends 72 Uhr: Bopuläre Vorstellung ( bei halben und ermäßigten Preisen): Die beiden Schützen. Cntral Cheater · Anfang 8 Uhr. Sensationeller Lacherfolg! CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu!! Neu!! Neu!! Das Sensations- KolossalTableau: Das Liebesdrama im EisbärenZwinger! Die Porträt- Figur Gönczis! in der ,, Schreckenskammer"! Die vorzügl. Rumänische National- Damenkapelle. Fünfte Abänderung des Statuts der Orts- Krankenkasse der Graveure, Giseleure u. andrer künstlerischen Gewerbe. betriebe zu Berlin vom 20. Dezember 1892. Artikel I. Die§§ 20, 21 und 23 werden wie folgt abgeändert: § 20, 2001. 1. Für den Todesfall eines Mitglieds gewährt die Kaffe den Hinterbliebenen ein Sterbegeld im fünfundzwanzigfachen Betrage des durchschnittlichen Tagelohns, und zwar: 1. für Mitgl. der I. Klasse 100,- m. 2. " " " 3. II. III. " " e " 4. " " " IV. " 75, 60, 37,50 " " " 5. " V. " " " 32,50 Bu§ 21, A6. 1. Mitgliedern, welche die Unterstützung von 39 Wochen bezogen haben und noch nicht gehoben ist, ZOOLOGISCHER GARTEN. W. Noacks Theater. ben bir im§ 13, bt. 1. Sifler 1 Die oo Ausstellung 99 Samoa" ist heute besonderer Gründe wegen geschlossen. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Am Friedrichshain. Apollo- Theater. Zaglich: Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Ball. Zum 137. Male: Mit fenfationellem Erfolg: Venus auf Erden. Flammentod The two Paulys Frères Hoste. Eva Haller. Bernhard Mörbiz. Iben Obed. rl. Delina. José Garcia. Brothers Morelly. Kosmograph. Kasseneröffn. 6 Uhr. Anf. 7 Uhr. einer indischen Witwe, mit ihrem Sports Aft ausgeführt Fritzi Destrée, auf d. Lawn- tennis- Platz, von - Serpentin: u. Flammentänzerin.| Drahtseilkünstler par excellence. Die 3 Schönbrunns - mit ihrem lebenden Bilderbuch. Emilio Ernesto mit seinen mysteriösen Elefanten. Metropol- Theater. Catrini- Ballet,| Eugen Milardo.| Mita Roselly, Täglich 9 Uhr 10 Min.: Der Zauberer am Nil. Burleske Ausstattungs: Operette. Mumien- Ballett und das brillante Berlin nach Elf. Juni- Specialitäten- Programm Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Moderne Karrikatur- Excentrique Chansonette Vom 30. d. M. ab täglich: Bis zum 29. ds. Mts. jeden Abend: Es ist erreicht". Poffenburleske mit Gesang und Tanz. Volksbeluftigungen aller Art. ..Die Spinatwachtel". Komische Ausstattungsoperette. Boranzeige: Sonnabend, 30.: Extra- Borstellung. Anfang 4 reip. Entree 30 Bfg. neues Brogramu. Sommernachtsball. 5 Uhr. Ant. 8 Uhr. Rauchen überall geftattet. Max Kliems Sommer- Theater Die jenfationellen Schlager Prater- Theater. Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstraße 132. Letzte Woche! Zum 25. Male: Letzte Woche! Am Spieltisch des Lebens. Sensationsschauspiel in 8 Bildern von Ritterfeldt und Siener. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Sonnabend: Die Cameliendame. Marg. Gauthier: Lucie Rhaden a. D. Im Garten: Gr. Kinderfreudenfest. Rotkäppchen. Specialitäten, Konzert. Anf. 5 Uhr. Jeden Sonnab.: Sommernachtsfest. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Heute und folgende Tage: Im Himmelhof 990 Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz von Kren u. Schönfeld. Musil von Mar Schmidt. Thielscher, Helmerding, untermann, B.Müller, Ada Milani, Else Wanovius. Preise wie gewöhnlich. Anf. 72 Uhr. Belle- Alliance- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Der wilde Jäger, rom. Sage m. Gesang u. Tanz in 4 Abt. b. Hugo Schulz, Musik v. A. Kersten. Ballett unt. Leitung b. Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftreten d. ExcentricChansonnetteMolly Verch, d.Grotesque: Duettisten Gebr. Milardo, TaumaQuartett, Ueberle- Truppe, Afrobaten, Brothers Lebré, Berche Afrobaten, Fred 1. Max, Chinesen. The Greenwood, Bautontime: Die mußit. Schmiebe". Konzert.Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Numerierter Blaz 50 Bf. og Kalbo. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küftriner Plaz. Täglich Konzert, Theater. und Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntage 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrfis Nachzahl. 20 f. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrjizz Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Deutsche Konzerthallen Spandaner Brücke 3. Einzig in feiner Art. Ohne jede Konkurrenz. Billigste Familien Unterhaltung. Wochent. abends 6 Uhr freies Entree. Massen- Konzerte. Läglich: Hafenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Gr. Doppel- Konzert, Theater u. SpecialitätenVorstellung. Gübele Troupe- Brothers Lülsdorf- Miß Ella- Mr. Alphons Karl Kramer Minna Schön( erstklassige Specialitäten). Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Donnerstag! Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. September und Empfehle meine, Säle zu BerOktober noch einige Sonnabende und Sonntage frei[ 48909* Cohns Festsäle, Beuthstrasse 19/20. fammlungen. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Inh.: Max Schindler. Telephon: Amt IV Nr. 1132. Heute: Grosser Ball, ats Specialität: Gigarren- Regen, verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art.[ 44642* Treptow Park- Restaurant ■ C. Ludwig, früher Jakob. neljalali geben Donnerstag: Grosses Kinderfest Connab., 30.Juni: Gaftfpiel Fregolina. Jm herrlichen Sommergarten: Grosses Garten- Konzert. mit vielen Ueberraschungen. [ 48939* Italien. Janitscharen: Bande Rocco. Specialitäten Vorst. 1. Ranges. Tyroler Alpenfänger Michel Höpp. 4 neu renovierte Kegelbahnen. Kaffeeküche der Neuzeit entsprechend. Weltbekannte Illumination. Rumänisches Orchester Laser. Lagerbier 10 15 Pf. ff. Weißbier. Speisen u. Getränke zu soliden Breifen. Senfationell: Im Märchenwald! Destreichische Damentapelle Hangard. Vereinen und Fabriten empfehle mein Sommerlofal mit großen Sälen Anf. 6 Uhr. Eintr. 50 Pf. Ende 11 Uhr. I Theater Abteilung: Abends 7% Uhr. I( bis 6000 Personen) zu Festlichkeiten aller Art unter coulantesten Bedingungen. Brunnenstraße 16. Täglich Theater und SpecialitätenVorstellung. die I, und 2 bezeichneten Leistungen für die Dauer von weiteren 13 Wochen ges währt. Bu§ 23, Abf. 3. Wenn bei plötzlicher Erkrankung ein Mitglied einen nicht der Kasse an gehörenden Arzt konsultiert, so hat arzt die Notwendigkeit der Konsultation bescheinigen zu lassen. Hunderttausend Mark basselbe nachträglich von einem KaffenPosse mit Gesang in 1 Aft von E. Braune. Musik von Thiele. Neu! Neu: Grüne Jungs. Neui Neu! Operetten Boffe in 1 Aft von Leopold En. Musik von Victor Holländer. Im Saal: Saat: Großer Ball. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Im renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Victoria- Brauerci. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 3f. Familien Billets 3 Stüd 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Borverkauf 40 Pf. Artikel II. Vorstehende Abänderung tritt mit bent ersten Tage des auf die Genehmigung folgenden Monats in Kraft. Berlin, den 26. Mai 1900. Der Vorstand. G. Uffenwaffer, Albert Schüt, Schriftführer. Vorsitzender. Genehmigt Berlin, den 29. Mai 1900. ( L. S.) Der Bezirks- Ausschuss. Siber. Halensee. Sommer272/7 Theater Kurfürstenpark" Ludwig Kluge. Artist. Leitung: Direktor Oskar Wagner, Heute und folgende Tage: Odysseus Heimkehr. Burleske von Oskar Wagner. Mufit von Frizz Krause.[ 48592* Säle zu Vereinsfestlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. Scholz, 4542L* Gr. Frankfurterstr. 74. Etablissement ,, Südost" Waldemarstr. 75.[ 4906L* Mehrere Sonnabende u. Sonntage im Juni, Juli zu vergeben. Natur- Heilverfahren. Haut, Haru- u. Blajenleiden, Frauen- Krankheit.. heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39780* R. Wagner, alienſtr. 151/1 ( fr. Wallstraße 23.) 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. Chronische Leiden jeder Art ohne Berufsstörung. Institut Jost, Chausseestr. 117, 1. r. 9-3, 5-9, Sonntags 9-7. Arbeitern 20 Proz. Ermäßigung. a Heidelbeerwein Fl. Obst- Sherry exkl. 55 Pf. Max Gaulke, Fruchtstr. 23, Ede Rüdersdorferstr.[ 1658b Teilzhlg. Zahn- Klinik Vr. beliebige Fran Olga Jacobson, Dent. 82/ 6* Invalidenstr. 145. Würzburger Hühneraugenmittel von Dr. H. Unger. Gegen 30 Pfennig auf 10 Pf. Anweisung frei Ohne Zweifel die bequemste u. wirksamite Silfe. Der Schmerz ist in 5 Min. fort. Das Hühnerauge selbst in 3 Tagen.( Enthält Salicylsäure u. indischen Hanfextraft.) Dr. H. Unger in Würzburg. Hauptdepot in Berlin( 20 Pf.) Salomon- Apotheke, Charlottenstraße. München: Schützen- Apotkeke. Stuttgart: Hirsch- Apotheke. Breslau: Victoria- Apotheke. 46192* Paul Voigts Handels- Akademie. Neue Grünstrasse No. 25, I., Ecke Wallstrasse, 2 Minuten vom Spittelmarkt entfernt. Vierteljährliche Tageskurse; in getrennten Kursen für Damen und Herren. Beginn 3. Juli, Honorar 15 M. monatlich pränumerando zahlbar. Lehrfächer: Einfache u. doppelte Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Korrespondenz, Wechsel- und Handelsrecht, Schreiben, Stenographie, allgemeines kaufmännisches Wissen, Formularkunde. Schreibmaschine 5 M. extra. Vierteljährliche Abendkurse: in getrennten Kursen für Damen und Herren. Beginn 3. Juli, Honorar 10 M. monatlich pränumerando zahlbar. Lehrfächer: doppelte Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Wechsel- und Handelsrecht, Korrespondenz. 22/7 Brieflicher Unterricht: Einfache Buchführung 5 M., doppelte Buchführung 7,50 M. inkl. Contohefte zur Bearbeitung. Prospekte gratis. Erste Referenzen stehen zur Verfügung. 500 Jahre Jahre seit Gutenberg! Sonntag, den 1. Juli, nachmittags 2 Uhr: Volksversammlung im großen Saale der ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. 3 Tages Ordnung: 1. Die Kunft Johannes Gutenbergs und feine Jünger. Referenten: Schriftsteller M. Schütte und Regierungs- Baumeister a. D. G. Kessler. 2. Distussion. Genoffinnen und Genossen! In dieser Versammlung soll eine Würdigung und freie Kritik des Einflusses dieser Erfindung auf den Fortschritt und die Erziehung der Menschheit mit besonderer Rücksicht auf die arbeitende Klaffe und der in den letzten Jahren hervorgetretenen Bestrebungen in der Arbeiterbewegung gegeben werden. 35/3 Es laden freundlichst ein Die Mitglieder der Gewerkschaft der Buchdrucker zc. J.: R. Schulze, Oranienstr. 27, IV. Achtung! Moabit. Achtung! Donnerstag, den 28. Juni, abends 8 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81: Grosse öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Heine über:" Einiges vom neuen Recht aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen sind besonders hierzu eingeladen. Der Vertrauensmann. Da die Arbeiter der Firma Freund& Comp. in Charlottenburg ihre Landpartie nicht nach dem Müggelschloß, wie vordem ab: gemacht war, fondern nach dem Spandauer Bock verlegt haben, so stehen meine Gesamträume zu Sonnabend, den 30. Juni den geehrten Ver einen, Fabriken und Gesellschaften noch zur Verfügung. 16656 Sochachtungsbo Ritze, Friedrichshagen ,,, Müggelschloh". Grösster Hut- Bazar am Blake [ 49532* 61 Potsdamer- Straße 61 empfiehlt nach beendetem Erweiterungsbau sein enormes Lager- in Stroh-, Filz- und Seidenhüten. Prima Qualitäten, neneste Façons. Elegante Ausstattung. Jeder Filzhut 3 Mark. Bitte genau auf Hausnummer zu achten! zum Ausschank sehr geeignet! süss, rot, wie Portwein, ausgezeichnet im Geschmack, Wein garantiert rein, 10 Ltr. M. 7,-, 100 Ltr. 65,-, Oxhoft M. 120, Amt IVa. 7130. 220/6 N. Ungarwein med. 2 Ausbruch a L. 2,-, 5 Literflasche M. 8,75. Johannisbeerwein a Fl. 75 Pf., 10 Fl. M. 7- exkl. Brombeerwein a Flasche M. 1,- exkl. Stonsdorfer Bitter a Liter M. 1,20. Deutscher Socialdemokratischer Wahlverein Holzarbeiter Verband. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Albert Schöppe Den Mitgliedern zur Nachricht, welche noch im Besiz von Billets zur Sternwarte sind, daß am Sonnabend, den 30. ds. Mts., abends 8 Uhr, eine Besichtigung stattfindet. Billets sind noch zu haben bei Abfahrt 8 Uhr Bahnhof Wedding und 247/17 Die Billets zur Sternwarte verlieren am 1. Juli d. J. bom Trauerhause, Neue Hochstr. 38, ihre Gültigkeit. Heute Abend Vorstandssitzung bei Krause, Müller; nach dem Kirchhof der Dantes- Ge straße. meinde in Dalldorf statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. am Montagnachmittag 4 Uhr ver: Tauschel, Wiesenstraße 29. storben ist. Die Beerdigung findet Gesundbrunnen. am Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, Danksagung. [ 91/6 Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines inniggeliebten Mannes, des Metallschleifers Adolf Krause fage ich allen Kollegen und Freunden 1663b herzlichen Dant. Emilie Krause. Der Vorstand. Steinbildhauer. Donnerstag, 28. Juni, abends 6%, Uhr, im Gewerkschafts haus, Engel- Ufer 15: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Bericht über die bisherigen Unterhandlungen. 2. Verschiedenes. J. A.: Der Vertrauensmann. Achtung! Töpfer. Achtung! Für die vielen Beweise herzlicher Donnerstag, den 28. Juni, abends 6 Uhr, in den ,, Brunnensälen", Brunnenstraße 15: elitnahme und die reichen, Kranzlieben Frau ſpenden bei der Beerdigung meiner Deffentl. Versammlung der Filiale Berlin des Zentralverbands der Töpfer. Emma Tischler, geb. Michel, sage allen Verwandten und Bekannten, fowie meinen Chefs und Kollegen der Firma Höhne u. Krämer und den be teiligten Kollegen von R. A. Roller den besten Dant. 49928 Der trauernde Gatte Herm. Tischler. Himbeer- Saft anerkannt vorzüglich a Literfl. M. 1,40. Aepfelwein zur Kur a 35 Pf. per Liter in Gebinden von 30 Litern aufwärts. 10 Fl. M. 3,50, 50 Fl. M. 15,- exkl. Cognac deutsch, angenehm mild a Literfl. M. 2,10, 2,50, 3,-. Eugen Neumann& & Co. 901 Berlin SW., 13, Amt 4a 7130.0 Belle- Allianceplatz 6, Amt IVa 7950. Wilsnackerstrasse 25. Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29. Grüner Weg 56. Elsasserstr. 19. Schöneberg, Hauptstr. 129 Charlottenburg, Kaiser Friedrichstrasse 48. Zahnärztliches Justitut, 1,50 an, Bahnziehen to Bi. Teilzahl. Spr. 8-6. Alexanderplak 1. Zähne 2 M., Blomben von 75 4105 L* Zähne 2 M. Eugen Neumann& Co., Berlin SW., Hollmannstr. 16. LosanolsH 街 Jedes Wort: llds( 3 5 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. I M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Tages Ordnung: Der Streit in Velten. Referent: Kollege Schmidt: Belten. Die Sperre in der Firma Schöffel. Ausschluß von Mitgliedern [ 195/20 auf Grund des§ 7. Verlesung der Restantenliste. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht es jedem Kollegen zur Pflicht, Der Vorstand. in dieser Versammlung zu erscheinen. Verein der Lithographen etc. Deutschlands. Donnerstag, den 28. Juni, abends 82 Uhr, im Festfale der ,, Ressource", Kommandantenstr. 57: Oeffentlicher Vortrag über: ,, Die graphischen Künfte auf der Pariser Weltausstellung". Referent: Fritz Hansen. Alle im graphischen Berufe thätigen bezw. fich für die Entwicklung der felben intereffierenden Personen find eingeladen. Der Referent ist fürzlich von einer längeren Studienreise aus Paris zurückgekehrt und als Kunstschriftsteller ganz besonders in der Lage, über [ 16515 biese Abteilung der Weltausstellung zu berichten. Bur Dedung der Untoften wird ein Eintrittsgeld nach Belieben erhoben. Die Verwaltung von Fil. Berlin III. J. A.: Chr. Tischendörfer. ZAHNSCHMERZ hohler Zähne beseitigt sofort KROPP'S Zahnwatte 20% Carvacrolwatte in plomb. Flasche á ofastoffS Reste ausreichend zu Bezügen, in Wollrips, Damast, Phantasie, Moquet und Plüsch, sowie Satteltaschen, nur gute Qualitäten, bedeutend unter Preis. 503. zu haben J. Adler Teppichhaus, inallen Drogerien Nimm keine KROPPHILFT SICHTB Nachahmungen! Original Singer Nähmaschinen Kgl. Bayr. Staatsmedaille München 1898 mit der Motivierung: Vorzüglich und vielseitig mustergültig. 48418* Unfre neuen Sorten von Familien- Maschinen stellen das Vollkommenste dar, was die Nähmaschinen- Technik bisher für Familiengebrauch und häusliche Industrie erzeugt hat. Unfre Maschinen für Fabrikationszwecke sind unerreicht in Nähgeschwindigkeit und Dauer, wie in Vielseitigkeit und Güte der Leistungen. Specialmaschinen für die verschiedensten Zwecke und für jede Branche der Industrie. Roftenfreie Unterrichtskurse in häuslicher Näharbeit wie in allen Techniken der modernen Kunststickerei. Hauptgeschäft: Berlin, Kronenstr. 11. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration, schöne, flotte mit Garten, beste Lage Oberschöneweide, verkäuflich. Auskunft erteilt John, Wilhelminhofstraße 18. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Frühere Firma: G. Neidlinger. Filialen in allen Stadtgegenden. Erstes Detailgeschäft: Berlin, Leipzigerstr. 86. Kleine Anzeigen. Hobelbank und Werkzeug für Baus tischler verkauft billig Frau Seinader, Bankow, Kaiser Friedrichstraße 73. Fahrrad, gut erhalten, verkauft preiswert Schulze, Hagenauerstraße 14. Fahrräder, erstklassig, zu Engros preisen( auch Teilzahlung). Muster: 211 Tager, Stommandantenstraße 46 I. 10: Restaurant( Bahlstelle) ist fort billig zu verkaufen. Näheres Warschauerstraße 63 im Schantlokal. Gardinenhaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. + 30* Vorfährige elegante Herren paletots und Anzüge aus feinsten Stoffen 25-40 Mart. Bertauf Sonn abend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Einden 21 II. Betten, prachtvoller Stand, 12,00, aweischläfrig 16,50. Gubenerstraße 3, Pfandlethe. + 150* Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Anzahlung. Lager vierhundert Mas schinen, Bahnrenner, 18 Pfund, Straßenrenner, Lurus Damenräder, 8weisiger, Kinderräder, Anhängewagen birekt aus Fabrik, Imperial" Dieffen [ 180* bachstraße 33. Fahrradhändler! faufen sämtliche Zubehör und Rohteile, sowie Ges ftelle, gespannte Räder sehr vorteil haft. Fahrradfabrit en gros jest 19/ 7* Ludauerstraße 3, Offenberg. Nahmaschinen, beste Ringschiff, Maurerfilze zu verkaufen, Hut geschäft Heimann, Botsdamerstraße 61. Remontoiruhren, goldene, Regulatoren, spottbillig Lethaus Neander 25/12 straße 6. Betten, Steppbeden, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Teppiche, Gardinen, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Seifenbestände nebst Laden- Einrichtung nach Aufgabe meines Geschäfte billig zu verkaufen. Michaelfirchplatz 6, of IV. 16536 Biesenthal in der Mart. Gasthof zur Sonne ist sofort sehr billig zu verkaufen. Näheres zu erfragen beim Wirt oder Berlin, Greifswalder ftraße 209 bei Liftet. 1655b Uhren repariert Wilhelm Flade, Uhrmacher, Putbuserstraße 45.[ 146* Fahrrad Reparaturen fertigt Bimmer, Andreasstraße 70. Fuhren jeder Art fährt billigst Otto Damel, Hedemannstr. 2, Kohlen: handlung. Königstr. 20, dicht am Rathaus.[ 4858L* Schultze, Wasserthorstr. 1/2, I. Behandlung aller Hauts, Harn und Blajenleiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag feine Sprechstunde. Bei Vorzeigung ber Verbandskarte 10 Proz. ,, Bliz“ Besohls und Reparatur- Wertstatt I. Ranges, Schönhauser Allee 52, gegenüber dem Ererzierplatz. Schnell, 15386 gut und billig. 100 M. zahle dem, der nachweist, daß ich je Kopfleder verarbeite. Nur Kernleber wird verwendet. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Schlafitelle, anständigen Herrn, Mädchen, geübt im Zusamme Frankfurter allee 72, Quergebäude IV, leimen von Holz- Photographierahmen +30 gefudit Stalizerstraße 28, Hof III hr. 1478b Möblierte Schlafstelle, Oranien 100 Jadett- Arbeiterinnen verlangt 25/4 Rieme, Raumerstraße 21, Borndorfer: straße 44, 4 Treppen links. Auständiges Mädchen alleinige straße 21 und Gerichtstraße 31 bet [ 15426* Kramer. 9826 Schlafftelle, jeparat, 6 Mark. Große Frankfurterstraße 75, Quergebäude II, Privat Mittagstisch, Herren 40, 1656b Damen 35 Pfennige. Oranienstr. 178, I. Thiele. Saubere möblierte Schlafstelle für Saal und Vereinzimmer empfiehlt ( 206* Herrn, Admiralstraße 6 born III, Jannascht, Inselstraße 10. Witwe Hoheisel. 25/15 Vereinszimmer empfiehlt Lier, Alte Jakobstraße 119. [ 288K* Vereinszimmer, fleiner Saal, mehrere Tage, auch Sonntags, zu vergeben. Gold, Große Frankfurter Straße 133. + 60* Bereinszimmer Simeonstraße 23 174K* Flid. Vereinszimmer zu vergeben, Betten, Steppbeden, Gardinen Bobbin, Adler, Schnellnäher, bor: und Vermischte Anzeigen. Charlottenburg, Schlüterstraße 67. 16416* Spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. rückwärts nähend, ohne Anzahlung, wöchentlich 1 Mart, 5jährige Garantie, Teppiche, spottbillig Pfandleihe poftfarte, Bandsberger, Landsberger Neanderstraße 6. 21/ 9* traße 35, tein Laden. Abessiner Feld, Gartenbrunnen, Tische, Stühle, Bänte, Spaten, billig. Karl Kauffmann, Müllenhoffstraße 19, am Urban. ( 21/18 Bayrischbier 45 Flaschen 3 Mart, Brauerei Andreasstraße 63.[ 12326 Elektrotechnit. Jackson, Alte Jatobstraße 24. Neuer Abendkursus. zur Ausbildung zum Elettromonteur in Theorie und Praxis nach be: währter Methode beginnt 2. Juli. Bortenntnisse nicht erforderlich. Anmeldung 2075* täglich, auch Sonntags. dechtsschutz erteilt Gnadt, Rup pinerstraße 41. (+ 70* Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer für Herrn, 12 Mart, Prinzenstraße 107, vorn 15946 3 Treppen, lints. Möbliertes Erterzimmer, 15 Mart, Oranienstraße 89, IV, A. Rüde. Teppiche mit Farbenfehlern, Fabritniederlage Große Frankfurter: straße 9, parterre. + 30* Möbel, neu und gebrauchte, auch Teilzahlung. Römer, Sebastianstraße 1470b Nr. 81. Nußbaummöbel, ganze Wirtschaft, Spottbillig, auch einzeln, Gartenstr. 32A, Junge Staare eine Mart, lernen Unfallfachen, Klagen, Eingaben, I lints. +141 sprechen, pfeifen. Futter, Käfige. Reflamationen. Bugger, Stegliter: 13606* Remontoiruhren. Regulatoren Oranienstraße 87, Richter, Vogelstraße 65. Spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. handlung. Rechtsbureau, Andreasstraße 63, Damenbüften billig Hülß, Wein: Steppdecken am billigsten Fabrit( neben ,, Konkordia"). Beistand in allen bergsweg 13b. 9186 Große Frankfurterstraße 9, parterre. Rechtssachen, abends bis 10.[ 1645b Möblierte Schlafstelle PrinzenViolins, Klavier, Pistons, Cello15026 Milchgeschäft mit Rolle verkauft Nähmaschinen, ohne Anzahlung, Krüger, Müllerstr. 163a. wöchentlich 1 Mart, fünfjährige Ga: Unterricht, monatlich 4 Mart, Oraniens ftraße 111, born II. lints. Genoffe findet gute Schlafstelle bei Sportwagen 5,- bis 30,- ,, Baby", rantie. Lager sämtlicher Systeme. ftraße 118. Buchbinder Arbeit jeber Ar Frau Sinz, Gräfestraße 35. Friedrichstraße 18( Besselstraße). Tell Frize, Nähmaschinengeschäft, Turm Beffere möblierte Schlafstelle, Bahlung gestattet, bei großen Staten ftraße 39, Laden. Bestellung Postfarte fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow: 23876 Luisen Ufer 23, Wwe. Bormann. 16576 straße 56, 2. Hof parterre. Staffapreise. 11786 erledige fofort.. 15936 Schlafstellen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Blinder Stuhlflechter bittet nm Arbeit. Stühle werden gut geflochten, dieselben werben abgeholt und zurüd: geliefert. Gläser, Muladstraße 27.* Stellenangebote. Im Arbeitsmarkt durch befonderen Druck hervorgehobene Anzeigen fosten 40 Pf. pro Zeile. Sattler für Slechtarbeit auf Leder[ 25/16 stühle verlangt Schellin, Wilhelmstraße 55. [ 25/11 Tüchtige Galanterie- Arbeiter finden dauernde und gutlohnende Beschäftigung. J. C. Richter, Leipzig- N., Eisenbahnstr. 31. 1 tüchtiger Arbeiter auf Hammer arbeit u. Montage, 1 Preßarbeiter, speciell anf Lötungen fleiner gepreßter Gegenstände, 1 tüchtiger Former und Gießer auf Silberwaren, 1 Giseleur auf Treib- und Gußarbeiten per fofort für Außerhalb, 1 tüchtiger Sieder fucht Schulze, auf Serlige für Berlin per sofort. 16446 70/5] Deutscher Tüchtige Farbigmacher bei dauernder Beschäftigung berlangt Goldleisten fabrit Alexandrinenstraße 25.[ 14536 Farbigmacher Orantenstraße 185. Polierer auf Bettstellen verlangt Goldschmiede Arbeitsnachweis. Weißensee, Megerstraße 20.+108 Engel- Ufer 15, Zimmer 33. Farbigmacher und Versilberer werden verlangt Barnimstraße 41. Tüchtige Farbigmacher bei dauern ber Beschäftigung verlangt Goldleisten fabrit Alexandrinenstraße 25.[ 16526 Geübte Arbeiterin, Unterröde, ver: langt Krüger, Rottbuser Ufer 63. Mädchen, geübt im Löten von Messing- Wandbildern, gesuchtstaliger: 16605 ftraße 28, Hof III. Berantwortlicher Redacteur: Paul John in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. V Achtung! Parkettleger, Bauhandwerker! Die Firmen Damke- Peter, Görlitz- Classen und Bendix Söhne find gesperrt! 90/9 Die Kommiffion.