Nr. 153. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Zeitungs. Breistifte für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. 0 Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGxpedition abgegeben werden. Die Grpcditton ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Rmt I, Mr. 1508, Telegramm: Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die schärfsten Mittel rücksichtslos! Donnerstag, den 5. Juli 1900. entscheidend machen wird, wie jeder Staat gleichfalls sein Schiedsrichterrecht über Länder und Oceane wahren könne. Damit wird In Wilhelmshaven fand nach dem Stapellauf des" Wittelsbach" dann die Empfindung naturgemäß bedeutend geschwächt, daß China im Offiziertafino ein Festmahl statt, wobei Prinz Rupprecht der gemeinsame Feind sei. von Bayern auf den Kaiser ein Hoch ausbrachte. Nachdem die Sehr feinhörig hat sich die jetzt sehr sensible Börse gegenüber Hurras verklungen waren, erhob sich der Kaiser, um folgenden dieser Proklamation des kaiserlichen Weltberufs gezeigt." Das Trinkspruch auszubringen: , Berliner Tageblatt" schildert die Stimmung der Berliner Börse wie folgt: Eure königliche Hoheit haben heute bei der Taufe des neuen Schiffs der Unterstützung erwähnt, welche die Wittelsbacher den deutschen Staisern haben zu teil werden lassen. Ich möchte dabei noch an eine Episode aus der Vorgeschichte unserer Häuser erinnern. Auf den Gefilden vor Rom war es einem Vorfahren Eurer königlichen Hoheit im Verein mit einem der meinigen beschieden, der seltenen Auszeichnung teilhaftig zu werden, hoch zu Rof, in Stahl gepanzert, angesichts der feindlichen Reitergeschwader durch Kaiser Heinrich VII. den Ritterschlag zu erhalten. Der Vorgang ist im Bilde auf meiner Yacht Hohenzollern" verewigt. Die Nachkommen jener tapferen Fürsten haben sich gegenseitig bei Mühldorf geholfen, wo der Hohenzoller dem Kaiser Ludwig von Bayern die Schlacht gewann. Wie damals Wittelsbacher und Hohenzollern Seite ant Seite für das Wohl des Reichs kämpften, so wird es auch jetzt und in Zukunft geschehen! Eure Königliche Hoheit haben in diesen Tagen Gelegenheit gehabt, wichtigen Entschlüssen beizuwvohnen und der Zeuge historischer Augenblide zu sein, die einen Markstein in der Geschichte unsres Volts bedeuten. Eure Königliche Hoheit haben sich dabei überzeugen können, wie mächtig der Wellenschlag des Oceans an unsres Volks Thore klopft und es zwingt, als ein großes Volk seinen Platz in der Welt zu behaupten, mit einem Wort zur Weltpolitik. Der Ocean ist unentbehrlich für Deutschlands Größe. Aber der Ocean beweist auch, daß auf ihm und in der Ferne jenseits von ihm ohne Deutschland und ohne den deutschen Kaiser keine große Entscheidung mehr fallen darf. Ich bin nicht der Meinung, daß unser deutsches Volk vor 30 Jahren unter der Führung seiner Fürsten gefiegt und geblutet u m sich bei großen auswärtigen Entfcheidungen beiseite schieben zu lassen. Geschähe das, so wäre es ein für allemal mit der Weltmachtstellung des deutschen Volks vorbei, und ich bin nicht gewillt, es dazu kommen zu lassen. Hierfür die geeigneten und, wenn es sein muß, auch die schärfften Mittel rücksichtslos anzuwenden ist meine Pflicht nur, mein schönstes Vorrecht. hat, Ich bin überzeugt, daß ich hierbei Deutschlands Fürsten und das gesamte Volt festgeschloffen hinter mir habe. Daß Eure fönigliche Hoheit die Ehrenstellung à la suite des Seebataillons anzunehmen geruhten, ist von hoher Bedeutung gerade in dem Augenblick, wo Bayern und Württemberger, Sachsen und Preußen nach dem fernen Osten gehen, um die Ehre der deutschen Flagge wiederherzustellen." Der Trinkspruch endigt in einer Huldigung für die Wittelsbacher und bildet in dieser Hinsicht eine Art Antwort auf die Basallen Reden des Prinzen Ludwig von Bayern. " Während gestern die Versicherung des Kaisers betreffs des solidarischen Vorgehens mit den übrigen Mächten auf eine Erholung der Börse hinwirkte, wurde heute durch die neue Aeußerung des Kaisers von der rücksichtslosen Anvendung schärfster Mittel ein starter Druck auf die Kurse ausgeübt". Aehnliches stellt die Bossische 8eitung" feft: " Heute hat sich auf die gestrige neue Rede des Kaisers eine scharfe Beunruhigung an der hiesigen Börse fühlbar gemacht. Insbesondere trat die Frage wegen der hohen Kosten der an Ausdehnung immer mehr zunehmenden chinesischen Expedition in den Vordergrund." Die, National- Beitung" berichtet in ihrem Handelsteil, daß die neuesten politischen Ereignisse wirkliche Verheerungen" an der Börse angerichtet hätten. Im politischen Teil dieser Blätter merkt man allerdings nichts von den Besorgnissen der Handels- Redacteure. Das Berliner Tageblatt", das im Handelsteil so verzweifelt stöhnt, schreibt im Leitartikel: " „ In diesen Worten liegt ohne Zweifel ein kühnes und weitreichendes Progranımı, von dem wir nur hoffen wollen, daß der große Moment bei uns nicht auf ein fleines Geschlecht stoße. Jedenfalls ist es von guter Vorbedeutung, daß der Kaiser, der auch hier wieder bekundet, wie sehr er sein eigener Kangler ist, in den verhängnisschweren Stunden, die uns durch die chinesischen Wirren bereitet werden, ein Recht hat, auf das gemeinsame Ein treten der Häuser Hohenzollern und Wittelsbach für deutsche Ehre und deutsche Einheit hinzuweisen." Ganz auf den Mosse- und Scherl- Ton ist auch das Berliner Centralorgan der Centrumspartei gefunten. Die Germania" äußert zu der neuen Kaiserrede: 3F „ Die stolzen traftstrogenden Worte des Kaisers werden in den Herzen des gesamten deutschen Volts begeisterten Widerhall finden. Deutschlands Staatsschiff gleitet stolz und majestätisch auf dem großen Ocean der Weltpolitik dahin und mit sicherer, zielbewußter Hand führt das Steuer unser Kaiser." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die Lage in Peking. Die Nachrichten stimmen darin überein, daß die Lage trostTos sei: Nach einer aus Tientsin in Shanghai eingetroffenen Nachricht waren die Fremden in Beting am 1. d. M. in der englischen Gesandtschaft belagert und ihre Lage verzweifelt. Am 27. Juni waren nach einem Shanghaier Telegramm des amerikanischen Konsuls nur noch zwei Gesandtschaften in Peking un zerstört. Der Kaiser und die Kaiserin Witwe seien im Palast als Gefangene, die Thore der Stadt seien geschlossen. Prinz Tuan und seine Boyer hätten allein die Macht in der Hand, in den Straßen herrsche völlige Anarchie. Einer Londoner Blättermeldung aus Shanghai vom 3. Juli abends zufolge besagen chinesische Meldungen, daß kein Ausländer Der Courier Sir Harts, in Peking am Leben bleiben werde. welcher die Botschaft vom 23. Juni nach Tientsin brachte, schilderte die Lage der britischen Gesandtschaft als schrecklich. Dieselbe war mit Kranken und Verwundeten gefüllt, Getötete lagen hanfenweife innerhalb und außerhalb des Gesandtschaftsgebändes, Gefallene aller Nationen lagen durcheinander. Die zweite Ausgabe der„ Times" vom Mittwoch veröffentlicht eine Depesche aus Shanghai, wonach die dortigen Konsuln aus Tschifu ein Telegramm vom 1. d. Mts. erhalten haben, daß Sir Robert Hart eine Botschaft sandte, die Chinesen hätten die Beschießung der englischen Gesandtschaft nachhaltig fortgesetzt und die Lage in Peking sei verzweifelt. Keine Glaubwürdigkeit besigt eine Schilderung des„ Daily Expreß" aus Shanghai vom 2. Juli: Danach waren am Tage, an welchem der deutsche Gesandte v. Ketteler ermordet wurde, alle Gesandten in Peking aufgefordert worden, sich nach dem Ljungli- Yamen zu begeben. Der englische, der französische, der russische und der amerikanische Gesandte, welche einen Verrat vermuteten, weigerten sich, ihre Gesandtschaftsgebände zu verlassen, Fehr. v. Stetteler nahm die Einladung an und verließ das Gesandtschaftsgebände mit einer fleinen Estorie deutscher Marinesoldaten. Als er vor dem Tjung- li- Yamen ankam, wurde er von einer ungeheuren Menge chinesischer Soldaten angegriffen und erhielt 4 Schußwunden. Das jung- li- Damen wurde von den deutschen Marinesoldaten in Brand ge steckt. Die Menge griff dann die Gesandtschaftsgebäude an, von denen bald nur das englische, das deutsche und das italienische übrig blieben. Die englische Gesandtschaft wurde start beschossen, die englischen Wachen erlitten große Verluste, da der Mangel at Munition sie zwang, ihr Feuer sehr einzuschränken. Es ist unverkennbar, daß es sich hier um müßige Sensationsfabrikationen des Londoner Blatts handelt. " Eine Note der Agence Havas" erklärt es für vollständig unrichtig, daß irgend eine Nachricht betreffend Ermordung des der Gesandtschaft daselbst direkt oder indirekt dem Ministerium des französischen Gesandten in Peking oder des Personals Auswärtigen zugegangen sei. Dagegen bleibt die konservative Presse auch diesem Trinkspruch gegenüber äußerst zurückhaltend und die agrarische„ Deutsche Tageszeitung" sogar ziemlich deutlich abweisend. Letzteres Blatt schreibt: „ Die Worte des Kaisers, daß' auf dem Ocean und jenseits In der ersten holländischen Kammer erklärte am Dienstag auf von ihm ohne Deutschland und ohne den deutschen Kaiser keine eine Interpellation betreffend die Lage in China der Minister des große Entscheidung mehr fallen darf." sind natürlich nicht so zu Auswärtigen de Beaufort, der niederländische Gesandte in Beking verstehen, als ob wir es munmehr für unsre Aufgabe machen sei am 10. v. M. ermächtigt worden, sich dem Kollektivschritt müßten, uns in alle überseeischen Streitfragen einzumischen." der Mächte gegen China inter Führung des englischen Gesandten Im direkten Widerspruch mit den kaiserlichen Reden befindet sich niederländischen Gesandten keine Nachrichten die verantwortliche deutsche Regierung, die vorsichtig operiert, alle eingetroffen. Der niederländische Konsul in Shanghai habe Seit dieser Beit seien von dem anzufchließen. größeren Ankündigungen vermeidet, und sich offenbar angesichts gestern telegraphiert, die Lage der Gesandtschaft sei sehr kritisch, Die historisch genealogischen Betrachtungen über die Beziehungen der Unübersehbarkeit der Ereignisse so start von verlegener Sorge auch habe er die Ermordung des deutschen Gesandten Freiherrn der Wittelsbacher und Hohenzollern, die den Anfang des Trinkspruchs bedrückt fühlt, daß sie nicht einmal sich getraut, die Einberufung des v. Ketteler bestätigt. Der Verlauf der Ereignisse sei sehr ungewiß; bilden, haben nur insofern Beziehung zu den chinesischen Vorgängen, Reichstags zu empfehlen. Die Bülows, die so muuter über die von diesen Ereignissen würden weitere Maßregeln abhängen. als sie zeigen, daß auch bei uns der pietätvolle Ahnenkult, der den herrliche Weltpolitik zu geistreicheln liebten, als die Tage der dornen- Der deutsche Konsul in Tschifu meldet miter dem 3. d. M.: Ju Chinesen das Heiligste ist, sorgsam gepflegt wird; das äußerlich losen Rosen noch blühten, haben anscheinend wenig Lust, jetzt, Peking sollen General Tung- Fuh- Shiang und Prinz Tuan unter Trennende verschiedener Raffen wird durch die gleiche kulturelle Sitte wo aus schillernden Phantasien furchtbarer Ernst geworden ist, geriffen haben und die Kaiserin und den Prinzen Ching offen dem Motto ,, Vernichtung der Fremden" alle Gewalt an sich offen Rechenschaft abzulegen. Das ist ein Eingeständnis Kleinlauter bekämpfen. Dagegen beschäftigt sich das Mittelstück der Nede unmittelbar Unsicherheit. mit der chinesischen Krisis, und zwar ist die Schärfe des Tons noch Uebrigens wird jetzt offiziell gemeldet, welche Herren den Kaiser gesteigert gegenüber der Ansprache vom Montag, in der Wilhelm II. den auf der Nordlandfahrt begleiten werden. Danach scheint es, Chinesen den Feldzug der Rache und des Christentums proklamierte. als ob diese Weise nordwärts nicht unterbleiben wird. Die innere Erregung des Kaisers, die in der neuen Rede leidenschaftlich hervorbricht, ist vielleicht nur noch einmal so stark gewesen: damals, als er den durch Jamesons Einfall bedrohten Boeren seine Sympathie aussprach- im Januar 1898. überwunden, Die chinesische Faust. sid Während sich der Kaiser in. der Ansprache an die nach China Nachdem am Dienstag die Meldungen über die Lage in China gehenden Truppen an die Einigkeit der Mächte wandte, richtet fast völlig gestockt hatten, fluten sie heute massenhaft herein. er diesmal feinen Appell lediglich an die deutschen Fürsten. Ver- Vieles ist unglaubhaft, das meiste beruht auf Gerüchten oder Ermutlich ist diese Wendung durch die Thatsache veranlaßt worden, findungen. daß gerade die entscheidenden Mächte, so weit ernst zu nehmende An einem aber ist nicht mehr zu zweifeln, daß die Zustände Aeußerungen in Betracht kommen, ihre Abneigung deutlich befundet böllig verzweifelt sind. Von dem Entsaz Pekings ist keine haben, allzu weit gehenden Plänen Deutschlands ihre Hilfe zu leisten. Rede; niemand tennt das Schicksal der Gesandten und Fremben. Der nichtswürdige Unfug, den unsre deutsche gemein- chauvinistische Auch Tientsin ist gefährdet. Bereits wird angekündigt, daß sich die Standalpresse gegenwärtig treibt, indem sie das Bublifum gefliffent- Truppen der Mächte darauf zurückziehen werden, Taku zu halten. lich über die wirklichen Stimmungen im In- und Auslande beligt, Der Aufstand hat ganz China erfaßt. Bolt und Regierung fann feinen Urteilsfähigen darüber täuschen, daß auf die Einigkeit machen gemeinsame Sache. Die Kaiserin selbst soll sich für die der Mächte nur in einem sehr geringen Maße zu rechnen ist und Boyer und den Fremdentrieg erklärt haben. daß jedenfalls niemand gewinnt ist, Deutschland größere Errungen- Der wirtschaftliche Schaden für die Mächte ist schon jetzt un schaften zuzugestehen. ermeßlich. Die Politik der gepanzerten Faust hat mehr verschlungen, In diesem Gefühl des geringen Zusammenhalts der civilisierten als ein Jahrzehnt der Arbeit wiedergewinnen kann, selbst wenn es Mächte mag der Kaiser jegt nur noch an die Einigkeit der deutschen gelänge, den Unabhängigkeitstrieg der 400 Millionen zu solchem Fürften appelliert haben. Er hat nicht mehr die Weltpolitik der Abschluß zu bringen, daß für einige Beit Ruhe zu neuem Aufbau cibilisierten Nationen, sondern die Weltpolitik Deutschlands verkündet. erwartet werden dürfte. Und zu solchem Abschluß wird man nicht Deutschland will sich nicht bei großen auswärtigen Entſcheibungen kommen. Herr v. Brandt, der frührre deutsche Gesandte in Peking, beiseite schieben laffen. Wilhelm II. erklärt es für ſein schönstes berechnet, daß man selbst nach glücklich beendigtem Striege eines Borrecht, die ſchärfften Mittel rüidſichtslos anzuwenden, in die Welt- Besagungsheers von 350 000 Mann bedürfen würde, um China machtstellung Deutschlands zu behaupten. Seine große Entscheidung im Zaum zu erhalten. darf auf dem Erdball mehr fallen, ohne daß der deutsche Kaiser Ein wüster, blutiger Krieg, ohne Aussicht und Zwed, entfesselt von der Unfähigkeit europäischer Politik die Völker werden Gs laun nicht ausbleiben, daß dieser Hinweis auf die Herren- Nechenschaft fordern für die in unersättliche Abgründe verstreuten stellung über die ganze Welt, die Wilhelm II, für das Deutsche Menschenleben, für die Bergeudung wirtschaftlicher Arbeit. Reich beansprucht, für das Zusammengehen der Mächte die Frage mitwirkt. Regierung und Boger. nur Es stellt sich nun heraus, daß die Beschwichtigungsversuche und Freundschaftsbeteuerungen einzelner chinesischer Vicekönige diplomatische Winkelzüge find. In Wirklichkeit haben sich auch die Behörden sowie die Centralregierung der mächtigen Boltsbewegung angeschlossen. Aus Kanton wird telegraphiert: Hiesige chinesische Zeitungen veröffentlichen zwei Cirkular. Edikte der Kaiserin- Witwe über die Bogerbewegung, den Kampf der Fremden gegen China ind die Stellung der chinesischen Behörden, die vor einigen Tagen beim Vicekönig Li- uttgTichang eingelaufen find. Sie besagen, eine Aussöhnung mit dem Christentum, gegen die sich das ganze Volk einschließlich des Militärs, der Gelehrten, des Adels nud der Prinzen mit der Abficht, fie auszurotten, vereint habe, sei völlig ausgeschlossen. Die Fremden hätten den Kampf gegen China mit dem Angriff auf die Taku- Forts eröffnet, und infolgedessen sei die Erbitterung gegen alle Fremden noch gestiegen. Eine Unterdrückung des Volts sei gefährlich, und daher erscheine eine Benutzung der fremdenfeindlichen Bewegung bis auf weiteres ratsam. Die bedrohten Gesandtschaften in Peking wolle die Saiferin schützen. Ob die Fremden stärker seien oder China bleibe abzuwvarten, jedenfalls sollten aber alle Gouverneure unverzüglich Truppen zur Verteidigung ihres Bezirks anwerben und gemäß den örtlichen Verhältnissen nach eignem Ermessen handeln. Für jeden Landverlust feien fie verantwortlich." Aus dieser Meldung geht unzweideutig hervor, wie gewaltig die Voltsbewegung gegen die Fremden ist. Sie bestätigt aber auch, Das daß der Angriff an Talu von den Mächten ausgegangen ist. wurde ja auch im englischen Unterhause am Dienstag zugegeben. Auch die„ Times" melden aus Shanghai vom 2. d. M.: Ju wonach den Gouverneuren der Provinzen anbefohlen wird, Boxer und Truppen zur Vertreibung der Fremden anzuwerben. Beling ist am 26. v. M. eine Verordnung bekannt gegeben worden, Demgegenüber fallen die friedlichen Aeußerungen wenig ins Ges Bevölkerung ins grenzenlose zu steigern hat ihr Schidial mit wicht, die die folgenden Nachrichten aus Shanghai bringen: verschuldet. Man überlege sich nur, was es heißt, wenn Fremde Tuan- shii- fai übersandte dem englischen Konful die Versicherung. fich herausnehmen, die Verhaftung und Hinrichtung von Eindaß er die Politik des Vicekönigs Lin unterstüßen werde; es sei sehr heimischen zu fordern, die dem Vollssehnen Führer und Vorkämpfer notwendig, daß Liu durch eine starke Truppenmacht in Nanking und find. Durch diese unangebracht schneidigen Forderungen mußten am unteren Yangtse unterstützt werde, um die fremden- find. feindlichen Beamten im Zügel zu halten und die Gesandten und Fremden die Vernichtung über sich heraufPanik und Anarchie zu verhindern. beschwören. Hieraus erfärt sich hinreichend alles, was geschehen ist. Alle Vicefönige in den Yangtse- Provinzen sind entschlossen, Frieden zu halten; nur, der Gouverneur von Tschekiang zeigt fremdenfeindliche Gesinnung. In Shanghai herrscht Ruhe, die Schuhwache vermehrt sich täglich. In Hangtschau macht sich Unbehagen über die Lage bemerkbar. Die Gefährdung Tientsins. Dem„ Renterschen Bureau" wird aus Tschifu von gestern ne meldet, dort verlaute gerüchtweise, daß alle Ausländer anfgefordert fcien, Tientsin zu verlassen. Man sehe die Lage als verzweifelt au. Die Chinesen hätten unterhalb der Stadtmauer Schanzgräben angelegt und sich der Eisenbahn zwischen Tientsin und Lutai bemächtigt. Ferner wird dem„ Reuterschen Bureau" aus Taku vom 30. Juni über Tschifu vom 3. Juli gemeldet: Admiral Alexejew und Admiral Seymour hielten heut einen Kriegsrat ab und kamen zu dem Beschluß, daß es unmöglich sein werde, ohne viel größere Streitfräfte zu versuchen Peking zu entsetzen. Es dürfte nach ihrer Ansicht möglich sein, Tientsin zu halten, aber wenn dies nicht thunlich sei, würden fie fich bemühen, Taku zu halten. Um Taku. Die deutsche Politik. und zur dauernden oder vorübergehenden Beschränkung des hierfür in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums bis zu der im eingereichten Lageplan eingetragenen roten Linie nach Maßgabe Maßgabe des Gesetzes vom 11. Juni 1874( Gefeß- Sammlung Seite 221) verleihen. Der eingereichte Lageplan erfolgt anbei zurück. Kiel, an Bord meiner Yacht Hohenzollern", 25. Juni 1900. Wilhelm, 1. R. v. Thielen. Das besagt nichts weniger, als daß damit das Fischerdorf Ellerbeck aufhört zu existieren. Der Marinismus tann nicht halt machen vor der Eristenz eines Fischerdorfes, wenn es sich um seine Ausdehnung handelt. Der Plaz an der Sonne wird dieser Fischerbevölkerung genommen, damit die Werft in Kiel sich ausdehnen kann; eine der Konsequenzen der jetzt beschlossenen Flottenvermehrung macht sich geltend. Es wird versichert, daß die Einberufung des Reichstage vorläufig nicht geplant sei. Auch die Freifinnige Zeitung" Eugen Richters schließt sich den Reichstagsschenen an, indem sie fchreibt: „ Ob es angemessen ist, den Reichstag einzu1= Zwischen der jetzigen kaiserlichen Werft und der Schwentine, berufen, läßt sich unsres Erachtens erst entscheiden, wenn einem in den Kieler Hafen mündenden Flüßchen, liegt dicht am ein klarer Thatbestand über die in Betracht kommenden Strande das Fischerdorf Ellerbeck. Seit Jahrhunderten sigt dort eine Verhältnisse vorliegt. Auch ist eine feste Stellungnahme von deutscher Seite nur möglich nach Vereinbarungen mit den in jedem Wind und Wetter schwer arbeitende Fischerbevölkerung, die auf dem Kieler Hafen und int der Kieler Bucht ihrem andern Großmächten auf der Grundlage eines solchen That- Gewerbe nachgeht. Tags über sieht man die vielen kleinen bestandes. Fischerboote, dicht an Stande festgemacht, oder auf den Der Reichstag, einmal einberufen, kann nicht Wochen lang Strand hinaufgezogen, und Hunderte von Metern lang sieht man am unthätig sein, bis eine entsprechende Vorlage möglich ist. Gegen Strande, in vielen Reihen hingehängt, die Fischerneze zum Trocknen wärtig vermögen auch vor den andern Parlamenten die Minister hängen. Beim Einbrechen der Dämmerung ziehen dann die Fischer alle Anfragen nur dahin zu beantworten, daß sie keine sichere aufs Wasser. Und wenn der Fang der Nacht gut, dann gehen sie Kenntnis besigen über die thatsächlichen Verhältnisse. An sich sind teilweise am andern Morgen mit ihren Booten nach Kiel herüber, die bisher angewiesenen außeretatsmäßigen Ausgaben für die und am Fischerlager entwidelt sich ein lebhafter Handel mit der Verstärkung der Wehrkraft in Ostasien nicht so erheblich, um aus schmackhaften Ware, Dann steigen in Ellerbeck auch aus den finanziellen Gründen den Reichstag zu berufen." vielen kleinen Schornsteinen der kleinen roten Häuser die bläulich Diese windigen Argumente zeigen, daß auch die Freifinnigen weißen Rauchwolfen empor, die anzeigen, daß die Räuchereien ihre einer Sotnie und zwei Kugelwerfern die Gegend nördlich eine freie Aussprache im Parlament einstweilen nicht gern sehen. Thätigkeit begonnen haben, um die zarten, schmackhaften„ Kieler vom östlichen Arsenal. Nachdem ich eine Werst vorgerückt Sie schrecken vor einer klaren, unzweideutigen Stellungnahme zurüd Sprott" zu räuchern, die dort drüben in Ellerbeck in der Hauptjuar, wurde ich mit starfem Feuer begrüßt; ich flärte sie sind ja auch Patrioten". hierauf mit vier Compagnien auf, die über die Eisenbahnsache zum Versand fertig gemacht werden. Wie eine weiße NebelIn Wahrheit liegen die Dinge so: Wenn jetzt der Reichstag wolke ballt sich der Rauch der Räuchereien über den Häusern mit linie vorrüdten, die ganze Gegend vom Feind besetzt fanden und überflüssig und entbehrlich ist, wo Ereignisse von ungeheurer Trag den grünen Bäumen dazwischen zusammen. auf dem Wall zwei Geschütze bemerkten. Nachdem ich nach aus- weite mitten in der Entwicklung begriffen sind, dann ist er überhaupt ländischen Landungstruppen geschickt hatte, eröffnete die zweite englische Batterie das Feuer. Von den Wällen, welche die Gegner immer zwecklos. bejezten, begann ein ununterbrochenes Schießen. Mit drei Kolommen wurde der Angriff ausgeführt, um 31/2 Uhr nachmittags war das Arsenal genommen. Sechs Mann tot, Regimentsarzt Rasumow und 45 Mann verwundet. An dem Kampf nahm die ganze Abteilung mit Ausnahme der Marine- Landungs- Compagnie teil. Aus Petersburg, 4. Juli wird telegraphiert: Vice- Admiral Alegejew telegraphierte am 30. Juni aus Taku an den Kriegsminister: General Stössel meldet folgende Einzelheiten: Ich refognoscierte am 27. Juni von 5 Uhr früh an Die Verluste, welche das Erpeditionscorps bis zum 25. Juni erlitten hat, sind 4 Offiziere tot, 7 verwundet, 56 Mann tot, 190 verwundet. Man schätzt die Anzahl der auf chinesischem Territorium gegenwärtig befindlichen Truppen der vereinigten Mächte auf insgesamt 16 000 Mann, von denen 10 000 in Tientsin unter dem Kommando des russischen Generalmajors Stössel sind. " δα aber Das alles soll nun verschwinden. Selbst bei der reichlichsten Entschädigung der Enteigneten wird Mit Eugen Richter sieht auch die Kreuz- Zeitung" feine diesen ein so günstiger Platz zu ihrem Erwerbe am Kieler Hafen zwingenden Gründe: nicht wiedergegeben werden können. Zum wenigsten wird die Ent3wingende Gründe liegen aber zur Zeit nicht vor. Für die fernung, wo sie vielleicht sich ansiedeln können, die vier bis fünfKosten der Expedition nach China stehen zwar keine etats- fache von Kiel sein, als bisher. Und Ellerbeck wird ganz verVerfügung; mäßigen Mittel zur die Not- schwinden. Ein teurer, sehr teurer Plan ist es, der hier zur Werftwendigkeit, für die Leistung der Ausgaben erweiterung in Anwendung kommt. Das wird wieder in die außer 3 weifel steht, so können sich die verbündeten Re- Millionen gehen. gierungen unbedenklich die nachträgliche Einholung der Die Ausgaben werden höchstwahrscheinlich schon gemacht sein, Genehmigung des Reichstags vorbehalten. Notwendig könnte die ehe der Reichstag Gelegenheit bekommt, darüber Einberufung erst werden, wenn die Geldmittel durch eine Anzu befinden. Vor der vollendeten Thatsache wird er stehen. Teihe beschafft werden müßteit." Wird er sich solche Ueberraschung gefallen lassen? Die Ausbreitung des Aufstands. Wenn die Kreuz Zeitung" die Abdankung des Reichstags Falls es sich um ein Nach einer Meldung des deutschen Konsuls aus Tschifu steht der befürwortet, so ist das nicht wunderbar. Gouverneur von Schantung mit 8000 Mann in Tsinan, angeblich preußisches Junkerinteresse handeln würde, so würde sie keinen zur Abwehr eines deutschen Angriffs von Tsingtau Augenblick sich besinnen, die Einberufung des Dreiklassen- Barlaments Gegen eine größere Anzahl Studenten an der technischen aus; 3000 Mann seines eignen Corps und 10 000 Mann Provinzial- gebieterisch zu fordern. truppen befinden sich an der Grenze von Tschili. Der Gouverneur Daß aber Freifinnige und Liberale dieser Ausschaltung des Hochschule zu Darmstadt ist ein Disciplinarverfahren eingeleitet worden wegen des pflegelhaften Betragens, das sich die nimmt einstweilen eine abwartende Haltung ein und steht mit den Reichstags das Wort reden, zeigt den Niedergang des liberalen buntbemügten Herrlein gelegentlich der Mainzer GutenbergGeneralgouverneuren von Süd- und Mittelchina im regen Verkehr. Bürgertums. Mag geschehen was will, wir haben ja die Regierung! Feier haben zu Schulden kommen lassen. Die Sache hat in Alle Missionare sind von Chinnig nach Tsingtau abgereist. Was bedarf es da der Mitwirkung der Voltsvertreter zumal in Mainz große Erregung hervorgerufen und ist in der lokalen Bresse lebhaft besprochen worden. Sie hat allgemeinere Bedeutung und verdient deshalb weiter bekannt zu werden. Der Hergang ist turz folgender: Die Schuld der Gesandten. Ueber frühere diplomatische Verhandlungen, die auf die Vorgeschichte des Kriegs reiches Licht werfen, berichtet eine Mitteilung des russischen Ministeriums des Aeußern, welche besagt: Am 21. Mai überreichte das diplomatische Corps in Peting dem Tsung- li- Yamen eine Stollektivnote, in welcher folgende Forderungen aufgestellt waren: 1. Berhaftung aller Mitglieder der Vereinigung der Boyer, welche auf den Straßen Unordnung veranlassen und Druckschriften und Aufrufe verbreiten, die Drohungen gegen die Ausländer enthalten; 2. Verhaftung solcher Personen, die ihre Räume den Aufrührern zu Versammlungen hergeben. Gleichstellung aller mit Rebellen, welche den Aufstand schüren. nahmen. der Ferienzeit! 4 Zur Flottenmobilisation schreibt man uns aus Kiel vom 3. Juli: Es unterliegt feinem Zweifel, das erste Geschwader der deutschen Flotte muß seine erste Division nach China entsenden. Die gestern: nach Neufahrwasser abgegangenen Schiffe werden zurückkehren und wahrscheinlich in Wilhelmshaven, da sie zur Nordseeſtation gehören, nach Neufahrwasser abgegangenen Schiffe werden zurückkehren und in Kriegsbereitschaft gesetzt. Heute sind 4 Torpedoboote mit Depeschen für die Schiffe hinter denselben.hergegangen. Die Fahrt der Schiffe für die weite Seereise ist ein bisher in der Marine für diesen Schiffstyp noch nicht zu verzeichnendes Unter nehmen. Die Seeeigenschaften der Schiffe find nicht sehr günstige. Der Bericht der derzeitigen SchiffsprüfungsKommission über die Seceigenschaften dieser Schiffe sagte, daß bei der Fahrt gegen hohe See der vordere Thurm der Schiffe nicht zu bedienen sei, da das Schiff zu viel Wasser übernehme, und auch aus gleichem Grunde die Schnellfeuerfanonen in der Batterie mur zum Teil verwandt werden können. Die Verrohung der Jugend. Man schreibt uns aus Hessen: Statt sich ni Die Studenten waren wegen ihrer Beteiligung an dem historischen eftzug von der Stadt aus auch zur Teilnahme an den übrigen nehmens zu befleißigen, faßten sie ihre Aufgabe von vornherein festlichen Veranstaltungen eingeladen worden. als„ Gäste der Stadt" eines besonders gesitteten Be so auf, als ob man das Andenken des Erfinders der Buchdrüderkunst nur durch maßloses Saufen würdig feiern könne. Das führte schon an den ersten beiden Festtagen zu mancherlei unliebsamen Scenten und stellte die traditionelle Gutmütigkeit und Gaftlichkeit der Mainzer Bevölkerung auf eine harte Probe. " " bildeten Jünglinge aber auf der Festschifffahrt nach Bingen. Die Krone der Unverschämtheit errangen sich die ge3. Strenge Bestrafung der Polizeibeamten, welche Die Fahrt rheinabwärts bennzten sie zu einem organisierten Zechdie Repressivmaßnahmen fahrlässig angewandt oder sich des Eingelage, das sich auf der Burg Klopp, wo die Stadt Bingen den Festverständnisses mit den Aufständischen schuldig gemacht haben. gästen mehrere hundert Liter Erdbeerbowle fredenzen ließ, in ein Während die andern 4. Hinrichtung aller Personen, die sich eines Anschlags wildes Wettsaufen verwandelte. auf Leben und Eigentum( Mord, Brandstiftung) schuldig machen. Gäfte sich mit einem bescheidenen Trunk begnügten, glaubten die Studenten, die akademische Bildung verlange es, bei 5. Hinrichtung derjenigen Personen, welche die Handlungen der Boyer leiten und sie mit Geldmitteln unterstützen. 6. Benachrichtigung der Bevölkerung Pekings, der Proving noch völlig unklar. Gegen die chinesische Flotte dieselben ver: das edle Naß geschenkt wurde, und da es nichts kostete, so soffen sie Auch der Verwendungszweck der Schiffe bleibt folchen Gelegenheiten sich wie gierige Geier auf die dargebotene Beute zu stürzen. Sie belagerten förmlich die Brunnen, aus denen Tschili und der andern nördlichen Provinzen von diesen Maß wenden zu wollen, dürfte kaum beabsichtigt sein. Zu diesem Zweck den Wein wie Wasser aus Gläsern, Hörnern und Eimern. Das In derselben Sizung, in welcher diese Note abgefaßt wurde, find die in Ostasien anwesenden Schiffe der Mächte mehr wie start Bublifum sah erstaunt und entrüstet diesem„ akademischen" Treiben beschlossen die Gesandten, über Mittel zur Berufung von genug. Es bleibt nur die Annahme, daß die Schiffe einen Teil ihrer zu; ein trintweiser Mann aber recitierte ahnungsvoll aus Faust: Landungstruppen nach Peking zu beraten, falls ihre Besetzung zur Unterstützung der Landtruppen abgeben sollen, oder Gieb mur erst acht, die Bestialität wird sich gar herrlich offenbaren". Forderungen vont den Chinesen nicht binnen fünf Tagen aber, was wohl das wahrscheinlichste ist, man sucht sich für den Der Weingott kehrte rasch den Spies um und bezwang seine Beerfüllt würden. Der russische Gesandte richtete seinerseits Fall, daß die Einigkeit der Mächte in die Brüche geht, vorzusehen. zwinger. Kaum war man wieder auf dem Wasser, da kam es auf nach der Sitzung die ernsteste Aufmerksamkeit des chinesischen Ministeriums auf die Notwendigkeit, entscheidende Schritte zur Unter Mann. Die Besehung der Schiffe beträgt insgesamt gegen 2300 bem Schiff Gutenberg", wo mit den Spigen der Behörden auch ein großer Teil der Studenten untergebracht worden war, zu den standalösesten Ausbrüchen der. drückung des Aufstands zu ergreifen. Besoffenheit. Chef der Division ist der Vice- Admiral Hoffmeier, zweiter wüftes Gegröhle und Geschrei entstieg den Kehlen der waderen In seiner Antwort Note vom 24. Mai teilte das Tsung- li- Yamen mit, die Regierung habe bereits am 17. Mai Admiral, auf Grund der schon mitgeteilten kaiserl. Kabinettsorder, Jünglinge und bei manchem quoll noch andres heraus, die Kleider besudelnd. Mitfahrende Damen ein Defret erlassen, das dem Namen, dem Militärgouverneur und der bis zum Frühjahr im Reichs- Marineamt thätige Konter- Admiral der Nächststehenden dem Präfekten von Peking und den Censoren der fünf Städte Büchsel. mußten vor 3oten und zärtlichen Handgreiflichanbefehle, Maßnahmen zur strengen Unterdrückung Für die Taufende der Arbeiter der Marinebetriebe hat möglicher- Leiten geschügt werden. Dieses Treiben wurde dann in des Aufstands auszuarbeiten, und daß sie die von ihnen weise die Absendung der Schiffe noch eine eingreifende Eltville, wo man einige Stunden verweilte, fortgesetzt, so daß sich ausgearbeiteten Maßregeln in den Hauptzügen vollständig den Wirkung auf das Arbeitsverhältnis. der Ober- Bürgermeister Dr. Gagner genötigt fah, den Studenten in Forderungen der Gesandten entsprechen. Gleichzeitig hiermit befehle eines der andern Schiffe zur Weiterfahrt anzuweisen. Darob erdas Tsung- li- Yamen dem Vicekönig von Tschili und den örtlichen in Kriegsbereitschaft als Mobilisation bezeichnet, so tritt nach§ 13 sie sich den Eingang auf den„ Gutenberg" zu erzwingen. Der Ber: wird, was bisher noch nicht geschehen, die Segung der Schiffe grimmten die jungen Leute natürlich sehr. Im wilden Zorn suchten Verwaltungsbehörden, strenge Maßregeln zu ergreifen. Antwortnote wird zum Schluß die Ueberzeugung ausgesprochen, daß der seit dem Jahre 1898 bestehenden Arbeitsordnung für die Ar- such scheiterte aber an der muskulösen Energie der Schiffsmannschaft, die Vereinigung der Borers auf diese Weise vernichtet werde, und beiter eine zweimonatliche Kündigung in Kraft. Die Bestimmung daß fernere Unordnungen nicht vorkommen werden. Wird die Mabilmachung der Marine oder eines Teils derselben allein befohlen, so tritt an Stelle der im§ 11 vorgesehenen Kündigungsfrist( 14 Tage) eine solche von zweimonatlicher M In der lautet: 1. Dauer." die, als das Zureden nichts half, alles Buntbemügte mit Gewalt zurückschleuderte. Das auch nianchem aus dem übrigen Publikum ber Eine derartige ausweichende Antwort, bemerkt die MitGeduldsfaden dabei riß, läßt sich denken; es segte Büffe und Ohrteilung des Ministeriums des Aeußern, fonnte nicht befriedigen; feigen. Das half denn endlich. Man hatte Ruhe bis Mainz und die Gesandten wurden daher wiederum zusammenberufen, um endkonnten Betrachtungen über die Verrohung die Ehrengäste gültig über die Art der Berufung von Landungstruppen Dabei mußte der akademisch gebildeten Jugend anstellen. zu beschließen. Eine halbe Stunde vor dieser Konferenz kam der fich allen der Kontrast aufdrängen zwischen dem lümmelhaften Be Der kleine, zuerst für Ostafrita bestimmte Kreuzer Bussard" nehmen dieser geschniegelten Herrchen und dem in jeder Beziehung Sekretär des Tsung- li- Yamen zu dem russischen Gesandten mit der Nachricht, daß bereits strenge Maßnahmen zur Unterdrückung der auf der Danziger Reichswerft zur Auslandsfahrt ausgerüstet, musterhaften Auftreten der„ ungebildeten" Arbeiter, die an der Fest. des Aufstands ergriffen seien. Diese plögliche Mitteilung war wurde, hat jezt auch Order für China erhalten. Das Schifffahrt teilnahmen, keiner von den Hunderten von Buchdruckern verwahrscheinlich durch den Wunsch der chinesischen Regierung hervor- wird Sonnabend mit dem Kanonenboot„ Luchs" gemeinsam die gaß bei aller Fröhlichkeit und Festlaune, was er als anständiger gerufen, die fremden Gesandten von der Ergreifung ent- Ausfahrt von Kiel antreten. Mensch sich selbst und seinen Mitmenschen schuldig sei. scheidender Maßnahmen abzuhalten. Das Kieler Marine- Bekleidungsamt hat telegraphisch Befehl er- Man darf gespannt sein, was bei dem Disciplinarverfahren Unterdeffen nahmen die Ereignisse ihren Gang. Die Empörer halten, sofort die beschleunigte Anfertigung von 2500 Tropen- lub die Wurzel des Uebels, Studenten herauskommt. Viel jedenfalls nicht. brachten dem gegen sie abgesandten Detachement regulärer chinesischer Truppen eine vollständige Niederlage bei und töteten anzügen vorzunehmen. Für die nach China gehenden Soldaten! in grausamer Weise den Oberst und 60 Soldaten. Derart, so schließt die Mitteilung, war die Lage in Beting am Tage vor der vollständigen Absperrung von der Außenwelt, welche Besorgnis für das Schicksal der fremden Gesandten und der europäischen Kolonie in Beling hervorrief. Politische Nebericht. Berlin, den 4. Juli. Ein zum Tode verurteiltes Fischerdorf. Aus dieser russischen Darstellung geht hervor, daß die Herren Man schreibt uns aus Kiel: Gesandten an Schneidigkeit der Forderungen nichts zu wünschen übrig Die Meldung einer tief einschneidenden Maßnahme bringt der ließen, daß fie es waren, die den Einfall der Landungstruppen ver-„ Reichs- Anzeiger". Im amtlichen Teil desselben ist folgende Veranlaßten, daß ihre Schneidigkeit aber im umgekehrten Verhältnis zu fügung enthalten: der flaren Erkenntnis der gewaltigen Bedeutung der Borerbewegung Auf Ihren Bericht vom 25. Juni d. J. will ich der Verstand. Die falsche Beurteilung der Lage sonst hätte man es waltung meiner Marine zum Zweck der Erweiterung der Werft bermieden, durch derartige Forderungen den Haß der chinesischen Stiel bis an die Schwentine das Enteianungsrecht zur Entziehung Und das sich hier wieder mal in feiner wird unberührt ganzen Häßlichkeit gezeigt hat, bleiben. Der Kultus eines hochgespannten, lediglich auf er in hohle Aeußerlichkeiten begründeten Selbstgefühls, wie den meisten Korporationen betrieben wird, kann keine andern Früchte zeitigen. Jünglingen, die gelehrt werden, daß Bescheidenheit im Umgang mit andern eine Schwäche, schneidige Anmaßung das gegen eine Tugend sei; Leute, deren Ehrbegriff nicht aus der Erfüllung focialer Pflichten, sondern aus der Fertigkeit im Saufen und innersten Kern forrumpiert wird durch die Einimpfung einer deka denten Herrenmoral die zeigen sich eben bei paffender Gelegene heit als das, was sie sind; als fittlich rückständige, rohe Gesellen. Wahrhaftig, die herrschende Klasse hat keinen Grund, auf diese Nachkommenschaft stolz zu sein! Der Die Allmacht des Centrums. Die Rede des Kaisers!" Es wird ausspioniert, rapportiert, geheime Aften und Jaußerdem gegen den Amtsanwalt civilrechtlich vor in Eisleben, in der Gustav Adolf als religiöser Held, der andre Dinge in höchst indiskreter Weise erzählt und diskutiert, aber zugehen. fein Blut für die evangelische Sache versprigt habe, gefeiert nicht etwa von einem Polizeikommissar oder Gendarm, sondern von Die Formen der Verhandlung schildert der„ Wedrnf" folgenderworden war, hatte in der ultramontanen Presse einen Sturm einer Mamfell, Pfarrers- oder höheren Köchin. maßen: der konfessionellen Erregung angefacht. Bei der Rolle, die das Beispiele hierfür können angeführt werden. Schon der Beginn der Verhandlung bedeutete nichts Gutes. Centrum gegenwärtig in unsrem politischen Leben spielt, muß es Die Entrüstung der mit Hungergehältern abgespeisten Bitare, Der Vorsitzende wäre beinahe in die Verhandlung eingetreten, Jetzt schon trat geradezu als Aufwand von Heroismus betrachtet werden, daß die Kapläne 2c. über ihre Ausbeutung durch den in fetten Pfründen ohne, daß die Schöffen anwesend waren. Vorsitzende in Nordd. Allg. Zeitung" entgegen den ultramontanen Zweifeln fest- figenden höheren geistlichen Herren ist bereits vor einigen Monaten, der AnWeise schroffer den gegen zustellen wagt, daß die Kaiserrede thatsächlich jenen Wortlaut ge- gelegentlich der Verhandlungen des Landesausschusses über die Er- geklagten auf, meinte an die zu Protokoll gegebenen Einwens habt habe, der dem katholischen Empfinden der ultramontanen Preise höhung der Pfarrgehälter, in einer Reihe äußerst scharf gehaltener Sungen gegen die Klage glaube Bredenbeck wohl selbst nicht. so schmerzliche Wallungen bereitet hat, Zuschriften an das genannte Straßburger Regierungsorgan zum Uebrigens, sagte er des weiteren, ist es wohl die socialFreilich hat man inzwischen glättendes Del in die Wogen zu Ausdruck gekommen. Es ging aus denselben deutlich hervor, daß demokratische Presse, die Sie vertreten, das bedeutet genug. ziehen verstanden. Geheimrat Kugler, ein ernsthaft liberaler die edlen Herren der Kirche" von der von ihnen gepredigten Ver- Inzwischen wurde in die Verhandlung eingetreten. Die Vers Mann, war für den Posten eines Unterstaatssekretärs im achtung der irdischen Güter, welche die Motten zerfressen, in praxi handlung begann mit der Vorlesung der Klageschrift Lambert preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- vorerst noch sehr weit entfernt find. Lensings. Hierauf bemerkte der Vorsißende, daß die Berichtigung Angelegenheiten ausersehen worden. Dieser Kügler ist nunmehr dem Kanalbauten im Westen. In Mez waren dieser Tage die Bezug hätte auf den bekannten Artikel Dasbacherei in Dortmund", zürnenden Centrum als Sühneopfer dargebracht worden. An Stelle ob den der Herr Amtsanwalt vielleicht gelesen hätte. des zuerst in Aussicht genommenen Kandidaten ist der Geheime Vertreter des Handels, der Industrie und der kommunalen Behörden Herr Amtsanwalt erwiderte: Nein! Ich lese solches Zeug Regierungsrat Wever in den für Kügler bestimmten Posten auf- Mosel- und Saar- kanalisation ihrer Lösung entgegen müssen wir den Artikel vorlesen lassen." Der Amtsanwalt machte des Rhein-, Saar- und Moselgebiets versammelt, um die Frage der überhaupt nicht." Darauf bemerkte der Vorsitzende: zuführen. Der Bevollmächtigte des kaiserlichen Ministeriums für Einwendungen, doch wurde auf Geheiß des Vorsitzenden der Artikel Die ,, Nötigung“ zur Gemeinschaft mit Lumpen. Post" Elsaß Lothringen, Geh. Regierungsrat Jlling, gab die Erklärung teilweise verlesen. Während des Verlefens schrieb der Amtsanwalt und„ Neu est. Na chr." wenden sich übereinstimmend gegen unsre ab, die Regierung des Reichslandes stehe, obwohl sich für die stets drauf los und machte mehrmals die unwillige Bemerkung: gestrigen Ausführungen zum Fall Wüste mann, die dahin gingen, felbe aus dem Frankfurter Friedensvertrage eine Verpflichtung zum" Ist das Zeug noch nicht bald alle." Doch er mußte sich gedaß das Koalitionsrecht die Arbeiter dazu berechtige, die Ent: Ausbau des Moselkanals nicht ergebe, dem Plan dennoch lassung eines moralisch verkommenen Menschen zu verlangen. sympathisch gegenüber. Die Versammlung nahm schließlich ein- dulden, bis der Artikel zu Ende war. Der Amtsanwalt gab dann in seinem Plaidoyer seinem schon stimmig eine Resolution an, welche die Schiffbarmachung von seit Jahren angestrebt werde, als notwendiger denn Mosel und Saar, deren Durchführung von den interessierten Streifen während der Verlesung des Artikels bekundeten Abscheu vor der socialistischen Presse nach dem Bericht unsres Essener Bruderorgans je in folgenden Ausführungen Ausdruck: zuvor bezeichnet, da es gelte, durch das zu schaffende VerkehrsDiese Sorte Presse, die die bestehende Ordnung und das Vatermittel die weitere Entwicklung der von demselben berührten großen land vernichten wolle, müsse man in der schärfften Weise faffen. und reichbevölkerten Landesteile zum Segen des gesamten Water- n beleidigendster und verleumderischter Weise habe das vom lands wesentlich zu fördern und insbesondere das heimische Gewerbe Angeklagten redigierte Blatt die persönliche Ehre des Herrn zu dem täglich sich schwieriger gestaltenden Wettbewerb mit dem Lensing angegriffen. Der Artikel bernhe durchweg auf UnAuslande fähig zu machen. gerückt " Wir geben gern zu, daß es dazu des Koalitionsrechts allerdings eines jeden Menschen ist, die gesellschaftliche Berührung mit nicht bedarf, daß es vielmehr das selbstverständliche Recht diesem oder jenem abzulehnen. Wenn die" Post"-Leute ihrem Stumn erklärt hätten, sie wollten mit dem Fink nicht länger zusammenarbeiten, oder die Redacteure der„ Berliner Neuesten Nachrichten" die Entlassung Schweinburgs gefordert hätten, so würden wir das durchaus berechtigt gefunden Wir müssen aber annehmen, daß sie das nicht zu thun gewagt haben, weil so etwas nach ihrer jetzigen Anschauung das Verbrechen der Nötigung" dargestellt hätte. haben. " " " Aus dem Reiche Thielens brachte der Vorwärts" fürzlich die Mitteilung, daß ein Schuldenerlaß an die Eisenbahnbeamten ergangen sei, in dem die Kontrahierung eines Schuldbetrags, der die Höhe des zweimonatigen Diensteinkommens über steige, unter Umständen als Grund zur Dienstentlassung bezeichnet worden sei. Die ministerielle Berl. Korresp." erklärt jest, daß ein derartiger Erlaß vom Eisenbahnminister überhaupt nicht er gangen sei. Diese Erklärung ist insofern überflüssig, als der Erlaß von uns nur als aus dem Reich Thielens kommend bezeichnend war. Zugegeben sei, daß es sich um die Auffrischung einer Vorschrift aus dem Jahre 1853 handeln mag, ausgegangen ist der charakteristische Erlaß aber thatsächlich. " Grußerlaß des Herrn v. Thielen. Ausland. Belgien. Prozek Sipido. Brüffel, 4. Juli. In der gestrigen Nachmittagssigung teilte der Präsident mit, daß der Antrag der Verteidigung auf Wiederholung der Versuche mit der beim Attentat ber wendeten Waffe abgelehnt sei. Hierauf begann das Verhör der. Entlastungszeugen. Lehrer Colmans erklärte, er verabscheue aufs tiefte den Mordanschlag, kenne Sipido aber genügend, um fagen zu können, daß derselbe, falls er freigesprochen würde, durch ein rechtschaffenes Leben seinen Fehltritt wieder gut machen würde. Hierauf begann der Staatsanwalt sein Plaidoyer, in welchem er darlegte, daß die Angeklagten Anarchisten seien. Im weiteren Verlauf seines Plaidoyers betonte der Staatsanwalt, daß die Angeklagten von anarchistischen Theorien erfüllt seien, welche sie zu verbrecherischen Angriffen auf Personen trieben. Dank dem Die Deutschen Verkehrsblätter", das Organ des Deutschen entschlossenen Vorgehen der Brabanter Jury sei Brüssel von Eisenbahnbeamten- Vereins, bringen folgende Meldung: Gegen das schlechte Grüßen der Eisenbahn- wirksame Bestrafungen eintreten. anarchistischen Veröffentlichungen gereinigt. Jezt müßten neue und Bediensteten. Nachdem Sr. Majestät dem Kaiser in der ein Verbrechen begangen, da sie Sipidos anarchistische Absicht unterDie drei Mitangeklagten hätten jüngsten Zeit auf den Eisenbahnfahrten das schlechte Grüßen stüßten. Sipido sei der jüngste aber beherzteste gewesen, seine Geder nicht zum Tragen einer Dienstleidung berechtigten Eisenbahn- nofsen wußten, daß mit ihm nicht zu scherzen sei; die Waffe hätte Bediensteten( Hilfsbeamten und Arbeiter) aufgefallen tödlich wirken können. ist, hat der Herr Minister der öffentlichen Arbeiten unlängst eine der Vorsehung. Der Prinz von Wales verdanke sein Leben entsprechende Ergänzung der Bestimmungen für Am Schlusse seines Plaidoyers erklärte der Staatsanwalt, die die Reisen allerhöchster und höchster Herr- Stunde der Gerechtigkeit habe geschlagen. Im Namen des in Gefahr schaften angeordnet, worauf die Herren Präsidenten der gewesenen Lebens, im Namen der socialen Ordnung und auch im Eisenbahn- Direktionen mit dem Ersuchen aufmerksam gemacht intereffe der Angeklagten, welche eine scharfe Lehre verdienten, worden sind, die Inspektionsvorstände alsbald noch und zwar, so- fordere er die Verurteilung und erwarte, daß die Geschworenen mit weit angängig, mündlich dahin zu verständigen, daß auf die Festigkeit die Schuldfrage bejahen würden. genaueste Beachtung dieser Bestimmungen ihrerseits hinzuwirken fei." Das den Arbeitern anscheinend fehlende Verständnis für Ovationen soll ihnen demnach nach dem Vorbild der militärischen Instruktion reglementsmäßig beigebracht werden. Der Verteidiger Sipidos, Henry, suchte zu widerlegen, daß der klein von Gestalt sei, als daß er den Prinzen von Wales hätte treffen Angeklagte anarchistische Ideen verfolgte und betonte, daß Sipido zu können, er habe nur in die Luft geschossen. Das Urteil wird voraussichtlich morgen gesprochen werden. Ein Opfer der China- Wirren. In Steele bei Effen sollte eint Schriftseger beint Wirtshausgespräch Majestätsbleidigungen ausgestoßen haben. Das eigentliche Gespräch drehte sich um die Wirren heute Frankreich. " „ Dann wahrheiten und sei darauf berechnet, den Klaffenhaß zu schüren. Die Anklagebehörde stelle sich von vornherein auf den Standpunkt, daß man diese verleumderische und gemeingefährliche Presse, wo man sie treffen könne, auch mit den gesehlich höchst zulässigen Strafen belege. Er beantrage gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 150 M. oder sechs Wochen Saft. Bemerkt sei, daß sich der Amtsanwalt später, als Genosse Bredenbeck erklärte, daß er, falls Herr Lensing wegen des Artikels auf dem Klagewege gegen ihn vorzugehen Lust habe, jederzeit den Wahrheitsbeweis für die in dem Artikel aufgestellten Behauptungen zu erbringen im stande sei, damit entschuldigte, daß er nicht den fraglichen Artikel speciell, sondern die socialdemokratische Preffe überhaupt im Auge gehabt habe. Auch wir können angesichts eines derartigen Verhaltens des Borsitzenden und Amtsanwalts nicht umhin, unserm Erstaunen über eine derartige Bekundung des subjektiven Empfindens, die mit der richterlichen Unparteilichkeit im schroffsten Widerspruch steht, Ausdruc des Klassenkampfs, der nicht nur vom Proletariat geführt wird, auch zu geben. Böllig wird ja im Zeitalter der socialen Bertlüftung und der idealste Richter nicht das Postulat der Unparteilichkeit erfüllen verlegendsten Hervorkehren der politischen und gesellschaftlichen Abkönnen, allein von der unbewußten Voreingenommenheit bis zum neigung ist denn doch ein weiter Spielraum. Hoffentlich wird dem Genoffen Bredenbeck ausreichende Genugthuung. Ein nicht unintereffauter Prefprozek stand vor der Krefelder Straffammer am 3. Juli zur Verhandlung. Genosse Wolters war angeklagt wegen Beleidigung einer Lehrerin. Die Lehrerin hatte sich während der Fastenzeit beifallen lassen, einem Kinde, welches belegte Butterſtullen mit zur Schule gebracht, zu befehlen, das Fleisch mit nach Hause zu nehmen, oder Zeit an sein Frühstück der Lehrerin vorzeigen. Das Kind warf aus Angst das ganze Frühstück in den Mülltasten und erzählte den Vorfall seinen Eltern. in den Müllkasten zu werfen. Außerdem sollte das Kind von dieser Genosse Wolters rügte den Vorfall in der Niederrheinischen Volkstribüne", worauf der Staatsanwalt Anklage wegen Beleidigung erhob. Die Lehrerin stand auf dem Standpunkt, daß sie als katholische Lehrerin sich verpflichtet fühle, das Fastengebot in der Schule hoch Paris, 4. Juli. Der Präsident der Republik, Loubet, wohnte zuhalten. Wolters beantragte für sich den Schuß des§ 193( Wahrung der Enthüllung des Standbilds Lafayettes auf demi berechtigter Interessen), weil er als Bater schulpflichtiger Kinder sich verpflichtet gefühlt habe, derartige Zustände zu rügen. Das Gericht einigten Staaten von Amerika Frankreich dargebracht haben. folgte feinen Ausführungen und sprach ihn frei. Der Staats Die teuren Lebensmittelpreise machen sich überall unangenehm Die Mehrzahl der Minister und zahlreiche Notabilitäten anwalt hatte wegen formaler Beleidigung eine Geldstrafe von 20 W fühlbar, bei dem im Dachgeschoß des Hofflügels einer Mietstaferne Borter hieß Loubet willkommen und übergab ihm das Denkmal. gegen die Lehrpersonen zu erheben, wenn sie sich derartige Uebers wohnten dem feierlichen Akt bei. Der amerikanische Botschafter beantragt. Der Vorsitzende empfahl, in Zukunft stets Beschwerde Hausenden Proletarier wie bei dem auf der Menschheit Höhenn seiner Ansprache wies Porter auf den Dank hin, welchen die griffe zu Schulden kommen ließen. in China. Auf erfolgte Denunziation wurde der Schriftseyer in Haft Starouffel- Blas bei, welches die Zöglinge der Schulen der Vergenommen. wandelnden regierenden Fürsten. Der neue Großherzog v. Olden Vereinigten Staaten Lafayette und seinen Gefährten gegenüber burg ist ein schlichter Herr, der sich bescheiden als Diener seines empfänden. Wegen Beleidigung der Kriegervereine und der Offiziere Ländchens fühlt und sich in seiner unlängst gehaltenen Rede alle einigten Staaten Loubet sprach in seiner Erwiderung den Ver- der preußischen Armee war am 3. Juli der Genosse Ad. Thiele vor im Namen Frankreichs seinen herzlichen der Straffammer in Halle angeklagt. Es handelte sich um einen kostspieligen dekorativen Festempfänge verbeten hat. Nichtsdesto- Dank und die Hoffnung aus, daß die freundschaft am 13. November 1898 unter der Spigmarke„ Naumburg. Kriecherweniger vermag auch er mit der dem großherzoglichen Hause ge- lichen Beziehungen zwischen beiden Ländern noch immer Vereine als Erzieher" im Volksblatt" veröffentlichten Artikel. zahlten„ Sustentation" von 255 000 M. jährlich nicht mehr aus- wachsen und so ein ivertvolles Unterpfand für den Welt- Strafantrag gestellt hatten der Kriegsminister und einige Vorsteher frieden und zukommen, so daß dem Oldenburger Landtag bereits eine Mehr- Der amerikanische Erzbischof Ireland pries sodann die Vorzüge in Berlin, jekt in Halle. In dem Artikel wurden besonders die Ausdrücke die fortschreitende Humanität bilden würden. von Kriegervereinen, u. a. auch der Landgerichtsdirektor Hacke, früher forderung in Aussicht gestellt worden ist. Großherzog Peter, der Frankreichs, welches immer von edlen Beweggründen geleitet sei. Abrichtung und Dressur der Rekruten, sowie Brüllerei und Schnauzerei aber auch einer andern Zeit angehörte, hatte bekanntlich noch Geld Diese Worte des Erzbischofs riefen große Begeisterung hervor. Es im Kasernenhofe, als beleidigend angefehen. Genosse Thiele erklärte dazu übrig, um den„ Socialdemokrat" und die„ Neue Zeit" zu ertönten Rufe:" Es lebe Frankreich", es leben die Vereinigten sich für nichtschuldig und führte eine ganze Reihe Beispiele an, nach Staaten". Loubet wurde von der Volksmenge lebhaft begrüßt. welchen militärische Autoritäten über den, Militarismus und die Afrika. Kriegervereine ganz dasselbe Urteil ausgesprochen haben, wie er im „ Boltsblatt". Der Staatsanwalt beantragte 200 M. Geldstrafe, das Gericht erkannte auf 100 m. event. 10 Tage Gefängnis. halten. " " In die Redaktion der Bergischen Arbeiterstimme" wird. " Krieg im Frieden. Aus dem Reichslande schreibt man uns: Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich dieser Tage auf dem Vom Boerenkrieg. London, 3. Juli. Eine Depesche des Rhein an der elsässisch pfälzischen Grenze. Einige Stromwärter Feldmarschalls Roberts aus Pretoria vom heutigen Tage besagt: von Lauterburg fuhren in einem Nachen rheinabwärts, um, wie Hunter ist am 1. Juli in Frankfort angekommen, ohne auf Widerdies allwöchentlich zu geschehen hat, den Wasserstand der Schiff- stand zu stoßen. Macdonald hat sich dort gestern mit ihm vereinigt mit dem 1 August der Genosse Okto May, der bisher an der des in Rastatt( Baden) garnisonierenden Infanterieregiments Nr. 25 Kroonstad, daß er den Befehlshaber einer Streifpatrouille De Wets May noch hinter schwedischen Gardinen. zu gleicher Zeit hielt das 3. Bataillon Methuen meldet aus Paardekraal auf dem Wege von Heilbron nach Erfurter Tribüne" beschäftigt war, eintreten. Zur Zeit sitzt Genosse auf den an den Rhein anstoßenden Gemarkungen von Ottersdorf und und auch den Führer des Afrikanderbonds, Wessels, gefangen ge- Parteilitteratur. Zur Verdrängung der Schundlitteratur ans Plittersdorf Uebungen im Scharfschießen in freiem Gelände ab, nommen habe. Einer Depesche Bullers aus Standerton vom den Arbeiterkreisen giebt seit einigen Jahren die Buchhandlung und zwar mit der Schußrichtung nach dem Strom. Als nun der Nachen heutigen Tage zufolge, hat Clery Greylingstad besetzt, ohne auf Vorwärts in billigen Wochenheften zu 10 Pf. eine Ilustrierte mit den fünf Männern etwa zwei Kilometer oberhalb der Schiffbrücke Widerstand zu stoßen, doch hat er vorher in kleinen Scharmügeln Romanbibliothek ,, In freien Stunden" heraus, die bereits Selz- Plittersdorf sich befand, hörten die Jujassen in nächster Nähe einige 4 oder 5 Mann verloren. eine Reihe sehr guter Romane der besten Autoren mit zum Teil Gewehrkugeln ins Wasser einschlagen. Zugleich sank auch der 20jährige Schiffer Holzer aus Mothern, von einer Kugel getroffen, Gefangennahme von Franzosen durch einen Beduinen fünstlerischen Jllustrationen gebracht hat. Soeben begimt mit dem anscheinend leblos zur Seite. Man brachte den Mann alsbald in ftamm. Nach einem der„ Agence Havas" aus St. Louis aus Monat Juli ein neuer Halbjahrsband; dieser bringt den einem nahen Stromwärterhaus zu Bett und benachrichtigte den die Senegal zugegangenen Telegramm find fünf Mitglieder der vom Victor Hugoschen Roman" Der lachende Mann" nen bearbeitet unter Schießübungen leitenden Bataillons- Kommandeur von dem Ge- Blatt Matin" behufs Feststellung einer Sahara- Bahnlinie ent- dem Titel„ Der Sohn des Rebellen" mit den prächtigen Holzschehenen. Dieser schickte einen Militärarzt, der durch eine Unter- fandten Expedition Blanchet von Häuptlingen des Adrargebiets geschnitten der französischen Originalausgabe nach den künstlerischen Zeichnungen Vierges. Die Auswahldiefes kulturhistorischen Romans, suchung des Getroffenen feststellte, daß die Kugel im Rüden ein- fangen genommen worden. gedrungen und etwa fünf Centimeter unter dem Herzen auf der dem die Geschichte der royalistischen Reaktion in England nach dem vorderen Brustseite zwischen Haut und Fleisch stecken geblieben war, Sturze Cromwells zu Grunde liegt und der ein farbenprächtiges wo sie von Sittenbild aus dem Leben des englischen Hofs und Adels jener Zeit dem Arzte ausgeschnitten wurde. Der Ver legte wurde alsdann ins Spital nach Straßburg übergeführt. 30. Juni vor dem Schöffengericht in Dortmund abspielte, berichtet bildern, Vignetten und Leisten veranlassen uns, unfren Lesern das Ueber eine eigenartige Gerichtsverhandlung, die sich am bringt, sowie der reiche und würdige Flustrationsschmud an VollUnmittelbare Lebensgefahr scheint für denselben glücklicher unser Effener Bruderorgan. Es handelte sich um eine Anklage wegen Abonnement auf die Freien Stunden", 3 u weise nicht vorzulegen. Der Unfall ist allem Anscheine nach auf Bergehens gegen den§ 11 des Breßgefeges. Der Genoffe Breden- empfehlen. Es ist feine feichte Unterhaltungslektüre, sondern ungenügende Absperrung des für die Scharfschießübung be stimmten Terrains zurückzuführen. Unter allen Umständen aber bed, Redacteur des in Essen erscheinenden Weckruf", sollte eine für die Genoffen selber, ihre Frauen und die heranwachsende erscheint es uns völlig unverständlich, wie man zu diesem Zwed gegen einen von ihm veröffentlichten Artikel„ Dasbacherei in Proletarierjugend ein fesselnder, Herz und Geiſt bildender Roman, unmittelbar an den Rheinstrom Dortmund" fich richtende Berichtigung des Herrn Lambert Die ersten beiden Hefte des neuen Romans sind bereits erschienent. anstoßendes Gelände auswählen konnte, da doch auch den in Frage kommenden Lensing nicht zeitig genug aufgenommen haben. Genosse BredenMilitärbehörden in Baden bekannt sein muß, daß bei dem gegen Verhandlung gleich bed wurde, um das weniger interessante Ergebnis der M. Geldborwegzunehmen, wärtig sehr günstigen Wasserstande des Rheins täglich zahlreiche Strafe verurteilt, da Herr Lambert Lensing auf seinen Zeugeneid Lastlähne und Schleppboote auf der Berg- und Thalfahrt jene Berlin und Imgegend. Gegend passieren, und daß das Leben der vielfach auch aus den hin erklärte, daß er seine Berichtigung per Gilboten Bredenbeck schon Achtung, Stuccateure. Nachdem die öffentliche Versammlung Frauen und Kindern der Schiffsführer bestehenden Besagung der Sonnabendabend zugestellt habe, während Genosse Bredenbeck es vom 2. d. M. beschlossen hat, dem Vertrauensmann zur Bewältigung worben durch solche militärische Uebungen aufs schwerste gefährdet erklärte, die Berichtigung erst Montagmorgen, als in zur Aufnahme die Montagsnummer zu spät gewesen der zur Zeit vorliegenden Arbeiten noch einen Kollegen zur Seite zu sei, auf dem Fußboden des Flurs zum Nedaktionszimmer stellen, ist sich die Lohnkommission dahingehend einig gevorden, deit Aus Eliaßgefunden zu haben. in dem Kollegen Karl Howe für vorläufig fest anzustellen. Die Kollegen selben werden muß. Partei- Nachrichten. am zu 50 " Gewerkschaftliches. Von den edlen Herren der Kirche". gothringen schreibt man uns: In einer von Tatholisch: tretendes Drs Intereſſante der Berhubungan ito. werden ersucht, demſelben jede gewünschte Auskunft bereitwilligst zu Geitlicher Seite an die gouvernementale„ Straßburger Post" Vorsitzender wie Amtsanwalt liegen dem Angeklagten eine derartige erteilen. gerichteten Buſchrift, die sich mit der Aufbesserung der niederen Behandlung zu teil werden, daß Genosse Bredenbed, der gegen das Der Streik der Töpfer in Velten ist mit Erfolg beendet. Pfarrgehälter befaßt, wird über die Behandlung der armen stapläne Urteil übrigens Berufung eingelegt hat, sich veranlaßt sieht, Die Abmachungen find in Gegenwart des Landrats Dr. Steinmeiſter burch ihre geistlichen Vorgesezten das folgende artige Bildchen ent- gegen den Vorfüßenden und den Amtsanwalt Beschwerde für die Zeit vom 1. Juli 1900 bis 1. Oktober 1901, festgelegt beim Landgerichts Präsidenten zu erheben und| worden. Erreicht worden ist die zehnstündige Arbeitszeit, die bisher worfen: Der chinesische Krieg. Wilhelmshaven, 4. Juli, 7 Uhr 30 Min. Der Kaiser hat an Bord der Yacht Hohenzollern" den hiesigen Hafen verlassen. Hohenzollern" geht vorläufig nach Brunsbüttel. bereiten. 21 11 Stunden währte, 61/2 Proz. Zuschlag für die Töpfer, ca. 10 Proz. I spannende Setmaschine. Auch in unsrer Haupt- und Residenzstadt| schaftlich meßbaren. Grad erreiche. Daß der Stundenlohn des für Kutscher, für die Glasur- und Brennhaus- Arbeiter 25-271/ 2 find nunmehr vor einigen Wochen zwei eiserne Kollegen" an- Klägers jetzt 3 Pf. niedriger sei, könne auch nicht beachtet werden. Stundenlohn bei zehnstündiger Arbeitszeit. An diesem Streit gekommen und zwar bei Gebrüder Schneider( Staffeler Stadtanzeiger"). Der Unternehmer und der Kläger hätten nicht näher begründet, waren 1300 Arbeiter beteiligt. In anerkannt unparteiischer Dies wichtige Ereignis ist bisher hier wenig erörtert und beachtet warum die Herabsetzung des Lohns erfolgt sei. Die bloße Mit Weise haben der Landrat sowie der Amtsvorsteher von worden, da uns jegliche Verbindungen mit den Kollegen des genannten teilung und Bestätigung der Thatsache bedeute für den Rechtsstreit Velten und in letter Sigung der Fabrikant Blumenhold für Geschäfts fehlen. Ueberdies geschah der Einzug der Eisernen ganz nichts, denn die Höhe der Lohnbezüge werde vielfach auch durch Beilegung des Streits gewirkt; diefelben haben anerkannt, daß Lohn- geräuschlos und plöglich, so daß die ganze Schar der Anch- Kollegen andre Momente beeinflußt, als durch die Erwerbsfähigkeit. aufbesserungen für die Arbeiter in Velten eine Notwendigkeit seien. Des erwähnten Kunsttempels mächtig erschrat. Allerdings haben wir Man sieht, daß bei vernünftiger Haltung der Behörden vielfach eine auch nicht zu jubeln über die Entlastung von der anstrengenden leichtere Einigung zu erzielen ist. mechanischen Arbeit, der öden Zeilenpulferei, wenn nächstens, wie man hört, weitere Linotypes in andern hiesigen Geschäften ihre Zur Aussperrung der Ziegelei Arbeiter in Lehnin( Mark). Am Sonntag fand eine Versammlung der Ausgesperrten statt, in der Thätigkeit entfalten werden. Sechs Kollegen der genannten Firma Ein audrer Berichterstatter des ge= Kiesel Berlin referierte. Redner wendet sich zunächst gegen die Be- erhielten nun den„ Sack". nannten Blatts teilt mit, daß die Cehmaschine auch im Ruhrgebiet Berlin, 4. Juli.( W. T. B.) Laut Mitteilung des Chefs des richte der bürgerlichen Kreisblätter, welche in altgewohnter Weise den inumer mehr Boden sich erobere. In Cssen sind schon 5 Lynotypes Kreuzergeschwaders aus Taku von gestern ist zufolge Mitteilung focialdemokratischen Streifverband in Hannover für die Aussperrung mit 10 Gegern, 2 Typographen mit 4 Segern vorhanden. Aber aus Tientsin vom 30. v. M. das Befinden der dortigen Ververantwortlich machen, also die Thatsachen gerade auf den Kopf stellten. auch in den andern Städten, in Barmen, Allen voran zeichnete sich das sogenannte Intelligenzblatt Potsdams Duisburg, Ruhrort usw. find bereits je eine oder zwei Maschinen Elberfeld, Mülheim, wundeten gut. Derlin, 4. Juli.( W. T. B.) Der russische Kriegsminister aus. Redner legte an der Hand von Beweisen die Entstehungsursachen der Aussperrung dar. Die Arbeiter, welche aufgestellt. Der zweite Berichterstatter empfiehlt eine fondere Or- General Kuropatkin hat dem deutschen Militärattaché in St. Petersburg folgendes Telegramm mitgeteilt, welches der russische unter dem Druck der langen Arbeitszeit( 5 Uhr morgens ganisation der Maschinensetzer innerhalb des Verbands. bis 7 Uhr abends) einerseits und der schlechten EntAuch in einigen Offizinen socialdemokratischer Zeitungsdruckereien ice Admiral Alexejew unter dem 3. d. M. aus Port Arthur lohnung andrerseits( es wurden Löhne für Hilfsarbeiter von wird die Segmaschine demnächst Einzug halten. So hat, wie wir an den russischen Kriegsminister gerichtet hat: General Stossel 1,20 W. bis 1,50 m. pro Tag bezahlt, der Stundenlohn beträgt hören, die Leipziger Boltszeitung" zwei, die Sächs. Arb hat aus Tantu, 30. Juni, gemeldet: Während des gestrigen Stampfes trat deutsches Landungscorps, Offiziere und Mann12 Bf.) stehen hatten trog wiederholter Warnung des Verbandsvorstands in Dresden eine Maschine bestellt. erklärt, in den Streit eintreten zu wollen, selbst auf die Gefahr hin, Von der Herstellung des täglichen Crots. Auf der Ganschaften unter unsern Befehl; ihr Berhalten war erhaben über jedes Lob; sie haben hervorragende Tapferkeit, gründliche Ausbildung, feine Unterstützung zu erhalten. Die Arbeiter der Profeschen Ziegelei fonferenz der Bäcker Südbayerns wurde als Beitrag zu der Un- umsicht und Mannszucht gezeigt. Das Landungscorps hat große verlangten pro tausend Steine: für Streicher, Karrer usw. 1,20 m. fauberkei, dic in vielen Backstuben herrscht, der Brief eines Bäder- Perluste erlitten. gegenüber dem früheren Preis war 1,10 M. Hierzu sei festzustellen, gesellen ous Bad Aibling verlesen, in dem es u. a. heißt:„ Die Dern, 4. Juli.( W. T. B.) Die Great Northern Telegraphendaß in den Ziegeleien von Werder, Glindow usw. bereits ein höherer Badstube ist schon seit 14 Monaten nicht mehr gepugt, die Semmel- Compagnie hat dem Internationalen Bureau mitgeteilt, daß wegen Preis pro Tausend gezahlt wurde, als der von den Lehniner Ziegelei tücher in derselben Zeit nur zweimal gewaschen; eins dieser wachsender Unsicherheit des Dienstes auf den chinesischen Linien arbeitern verlangte. Als den Arbeitern die Forderung in der rigorofesten schmutzigen Tücher" wurde hier gewogen und hatte ein Gewicht von zwischen Tichifu und Shanghai Duplikate aller Telegramme zu Form verweigert wurde, kündigten die Arbeiter der Profefchen Ziegelei 1 Pfund 400 Gramm. In der Badstube hausen die Mäuse; Schiffe zwischen den beiden Häfen befördert werden. Ein Dampfer und 14 Tage später wurden sämtliche Ziegelei- weiter Lehnins und ein solches Tier zog man einmal aus der Brotsäuere, ferner mit zahlreichen Depeschen soll morgen Abend in Shanghai einder Umgegend ausgesperrt. Dies der thatsächliche Sachverhalt. eina ar ölglas mit Inhalt, aber ohne Kort." Man treffen. Die Ausgesperrten hatten inzwischen in den Ziegeleien von Glindow, sieht, daß wir Deutschen alle Ursache haben, China- wie das vor Pc: 13, 4. Juli( 23. T. B.) Marineminister Lanessan ordnete Nezze, Werder sw. Arbeit gefunden, allein sie wurden durch die etlichen Tagen ein bürgerliches Blatt motivierte feiner unappetit- an, die C.tsendung zweier weiterer Kreuzer nach China vorzuPraktiken des Unternehmertums, durch Steckbriefe, wieder aus der lichen Ernährungsweise wegen den heiligen Krieg zu erklären. Arbeit gebracht. Reduer forderte angesichts dieser Thatsache die Anwesenden auf, aus diesem Vorgehen Proletarierlos. Auf der Florentinergrube in Oberschlesien London, 4. Juli.( W. T. B.) Der Admiralität ist eine Depesche Besitzer Belehrung zu ziehen und fest zusammen zu stehen Bergmannsjubiläum. Der Alte verrichtet nach wie vor seine be- welche befagt, von Peking seien chinesische Couriere mit einer kurzen, der Ziegelci- beging der Oberhäuer Johann Kania am 2. Juli sein 50jähriges des Admirals Seymour aus Tientsin vom 30. Juni zugegangen, gegen die Feinde der Arbeiter. In der Diskussion wurde hervorgehoben, daß Herr Saran wünscht, die Polizei möge ruflichen Arbeiten.. Die fünfzig Jahre fleißiger Arbeit haben ihm vom 24. Juni datierten Nachricht angekommen, nach der alle Gescharf auftreten und diejenigen Arbeiter bestrafen, welche versuchten, feine Reichtümer eingebracht. Wie hieß es doch in der champar er fandtschaften, mit Ausnahme der britischen, französischen, mit den von auswärts hinzugezogenen Arbeitern zu sprechen. Diese feuchten" nternehmerpoesie der Kohlenbarone in Recklinghausen vom deutschen und eines Teils der russischen, zerstört waren. den Dic, wie die Couriere weiter berichteten, sämtlich in der Ausführungen wurden mit begreiflicher Entrüstung aufgenommen, Bergw: Behält für sich den Pfennig, den Die, und einzelne der auswärtigen Arbeiter erklärten, unter diesen Umhaler schidt er weit." englischen Gesandtschaft befindlichen Europäer waren mit VorEin Thor räten, aber nur mit fuapper Munition versehen. ständen abreisen zu wollen. In seinem Schlußwort richtete der von Peking, das in der Nähe dieser Gesandtschaft liegt, Redner noch einen Appell an das Solidaritätsgefühl der Arbeiter und forderte dieselben auf, zu ihrem Verband zu stehen. wurde von Europäern mit Geschützen gehalten, die sie den Chinesen Accordvertrag mit Sinndcalohngarantic. Der Tiefbau- abgenommen hatten. Fünf Mann von der Marine- Wachmannschaft unternehmer Bach hatte beim Abschluß eines Accordvertrags den find gefallen, ein Offizier wurde verwundet; viel Krankheit war beim beteiligten Arbeitern einen von Gewerbetreibenden aus seinem Abgang der Couriere nicht aufgetreten. Die Chinesen hatten am Beruf vielfach bemyten gedrucien Schein vorgelegt, worauf 23. Juni das Land bei Peking mit Waffer aus dem Großen Kanal vermerkt war.„ daß sie zu dem vereinbarten Stundenlohn von überschwemmt, wahrscheinlich um die Stadt nach Süden zu zu ver55 Pf. angenommen ſcien Bei den Verhandlungen war vom teidigen. Den Europäern war kein Leid geschehen, der GesundheitsKolonnenführer geltend gemacht worden, daß sie, die Arbeiter, mit zustand im allgemeinen gut. Allwöchentlich Petersburg, 4. Juli.( W. T. B.) Die hiesigen Blätter sprechen dem Accordsay wohl nicht zurechtkommen würden. erhielten die Leute eine Summe ausgezahlt, die der Zahl der ge- sich heute einstimmig für ein energisches Vorgehen gegen China leisteten Arbeitsstunden entsprach und nach dem Stundensatz von 55 Pf. aus. Besonders bemerkenswert erscheint ein Artikel der„ Noowoje Wremja". Das Blatt meint, eine Truppenabteilung der ver berechnet war. Als die Arbeit ihr Ende erreichte, war der vereinbarte Accordfag bereits durch die wöchentlichen Zahlungen auf einigten Mächte müsse sofort nach Beting marschieren, um, gebraucht. Die Arbeiter berlangten trotzdem für jede wenn möglich, die dort befindlichen Europäer noch zu retten, sonoch nicht bezahlte Stunde aus den legten Arbeits- balb genügend Streitkräfte für eine erfolgreiche Durchführung dieses tagen 55 Pf., während Herr Bach sich dagegen sträubte, weil Unternehmens gesammelt seien. Letterer Vorbehalt sei zu machen, da er den Accorbvertrag für maßgebend erachtete. Es tam zu einem bei der jetzigen Lage der Dinge für die internationale Truppenabteilung Rechtsstreit, der vor der Stammer III des Gewerbegerichts auch ein kleiner Mißerfolg sehr gefährlich sei. Das Blatt verwirft ausgefochten wurde. Der Beklagte betonte, der Accordpreis habe den Vorschlag der Konsuln, die Gräber der Kaiserfamilie bei Dies könnte die Folge haben, daß die die zu zahlende höchstsumme sein sollen, und der Stundensatz von Beking zu zerstören. 55 Pfennig sei nur als Grundlage für die wöchentlichen Ab- ganze 400 Millionen betragende Bevölkerung Chinas in Bewegung zahlungen gedacht gewesen. Der Gerichtshof unter dem Vorfiz des gebracht und vor allem in der Mandschurei Gewerberichters Schal horn verurteilte den Beklagten auf die verursacht würde, weil dorther die herrschende Dynastie stammt. Klage des Arbeiters St., dieſem noch 24 M. zu zahlen. Der Vor- Dort aber sei die Ruhe im Interesse des russischen Reiches wichtig. figende führte begründend aus: Nach dem neuen Recht hätten vom Gericht sowohl die schriftlichen als auch die mündlichen Abreden ber Lehte Nachrichten und Depeschen. rücksichtigt werden müssen. Aus beiden habe nun die Kammer geschlossen, daß ein Accord vertrag vorliege, bei dessen Erfüllung ein Die Opfer der New Yorker Katastrophe. in de st stundenverdienst von 55 Bf. garantiert sein Bremen, 4. Juli. Bösmanns Telegraphen- Bureau meldet: sollte, und daß die Festsetzung eines Stundenlohns von 55 Pf. Die von der Direktion des„ Nordd. Lloyd" zusammengestellte Liste nicht nur darauf abzielte, eine Grundlage für Abschlagszahlungen über die bei der Brandkatastrophe in Hoboken vermißten gezu schaffen. Es sei berücksichtigt worden, daß namentlich St. retteten und im Hospital befindlichen Personen von der Beals Kolonnenführer bei den Vertragsverhandlungen Bedenken Die Stuccateure in Potsdam sind am Montag in einen Streit eingetreten. Zuzug ist streng fern zu halten. Die Lohnbewegung der Alt- Plätterinnen und Wäscherinnen lenkt in ganz erfreuliche Bahnen ein. Der geforderte Lohntarif ist von den verschiedenen Blätterei- Inhabern bereits bewilligt und unterzeichnet eingesandt worden. Viele Gesuche der Arbeitgeber an den Arbeitsnachweis des Vereins der Wäsche und Krawattenbranche ( C. Hergt, Landwehrstr. 1) um Zusendung von Arbeiterinnen zu dem neuen Lohntarif mußten bis jetzt unberücksichtigt bleiben, weil nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden waren. Das Bureau der Lohnkommission iſt Schulz, Grenadierstr. 33, vormittags 9-12 Uhr, nachmittags 4-8 Uhr. Dentsches Reich. Nieterstreik in Hamburg. Am Dienstag stellten sämtliche auf der Reiherſtieg- Schiffswerft beschäftigten Nieter die Arbeit ein, weil ihnen ein Besuch um eine geringe Aufbefferung der Löhne, sowie auch jede Verhandlung hierüber abgeschlagen wurde. Die Maurer und Zimmerer in Harburg sind infolge der schroffen Ablehnung ihrer bereits vor 5 Wochen an die Inmung gestellten Forderung der Einführung eines neuen Lohntarifs, auf deren Beantwortung fie bis zum 2. Juli hatten warten müssen, in den Streit eingetreten. 10 Unternehmer mit 40 Arbeitern haben bewilligt, ſonſt ruht die Arbeit vollständig. Auch die Bauarbeiter haben sich dem Streit angeschlossen. Der Streik der Lübecker Braunbierbrauerei: Arbeiter ist dadurch beendigt worden, daß der neue Pächter der Brauerei die Forderungen der Ausständigen bewilligte. Die Maurer in Essen a. d. Ruhr beschlossen am 2. Juli, beten, den Zuzug fernzuhalten! Sociale Rechtspflege. eine Bewegung den Meistern sofort die Kündigung einzureichen. Es wird gegehabt habe, die Arbeit ohne weiteres zu den vorgeschlagenen und fatzung der Dampfer" Bremen"," Saale" und" Main" weist folgende Sociales. Der Bes Kläger damit schließlich zufrieden gewesen, weil sie für jeden Fall" Bremen": Gerettet 173, im Hospital 12, vermißt 12 Perf. 133, 30, 109 " " " " mit 107, 3, 44 " " " zu erstatten. N. " Paris, 4. Juli.( W. T. B.) Präsident Loubet ließ der deutschen Regierung sein Beileid anläßlich des Brandunglücks in New York aussprechen. dann vereinbarten Accordpreisen anzunehmen. Offenbar seien die Zahlen auf: Von den Dampfern Paritätische Gewerkschaften. Zu dieser Frage nahm kürzlich „ Saale": die Ortsgruppe des christlichen Metallarbeiter- Verbands zu Buchheim einen Stundenlohn von 55 Pf. sicher gestellt glaubten. bei Mülheim a. Nh. Stellung. Es wurde folgende Resolution an- flagte verglich " Main": Publikation diefes Urteils sich nach genommen: Die Versammlung erklärt sich entschieden gegen den andren Klägern. Da er bezweifelt hatte, daß die von ihnen Von der Besagung des Dampfers Kaiser Wilhelm der Große" eine Verschmelzung der christlichen Gewerkschaften angegebenen Stundenzahlen stimmten, so schien eine Vertagung ist, so weit bekannt, niemand verunglückt. mit den un christlichen Gewerkschaften in sogenannte unausbleiblich. Um diese zu vermeiden und schnell zu ihrem Gelde paritätische Gewerkschaften. Wir stehen unentwegt auf dem zu komment, ermäßigten die Leute ihre Forderungen. Boden einer christlichen Weltanschauung, auf welcher eben mur Stabschläger find keine selbständigen Unternehmer. Der eine Reform der bestehenden socialen und wirtschaftlichen Verhält- Arbeiter N. hat während einiger Jahre, wo er als Stabschläger für nisse möglich ist. Die Versammlung bedauert es sehr, daß man die Firma Heydrich thätig war, den vollen Beitrag zur Kranken Die Demission Jamonts. auf dem Kongreß der christlichen Ge: vertvereine in Frankfurt a. M. versicherung gezahlt. Er ging dabei von der Auffassung aus, Paris, 4. Juli. Wie die„ Liberté" mitteilt, hat der dem um die Organisation der christlichen Arbeiter hochverdienten Herrn daß bei der Eigenart der Stellung der Stabschläger deren Arbeit Generaliffimus der Armee, General Jamont, feine Demiffion Pfarrer Drießen Quertreiberei vorwarf. Wir sind überzeugt, daß die Quertreiber da zu suchen sind, wo die paritätischen Gewerkschaften geber für sie nicht ein Drittel der Kaffenbeiträge zahlen brauchten. eingereicht. Diefelbe wurde angenommen. An die Stelle Jamonts Er verklagte die tritt der bisherige Gouverneur von Paris, General Brugère. befürwortet werden." Der Köln. Boltsfreund" freut sich über Jetzt ist. andrer Meinung geworden. Gewerbegericht und beantragte, Zu der Demiffion des Generals Jamout wird noch gemeldet, diese Ablehnung der" Gladbacher Richtung". Wie man sieht, ist die genannte Firma beim fie zu verurteilen, ihm ihm ein Drittel der Beitragssumme daß die Ursache derselben auf die bekannten Zwischenfälle im Generalstabe Frage sehr geeignet, wiespalt in den Reihen der christlichen GeDie Beklagte bestritt jede Verpflichtung dazu zurückzuführen ist. Wie die„ Liberté" meldet, hatte Jamont eine werkschaften hervorzurufen. und machte geltend, die Stabschläger feien selbständige Unternehmer. längere Unterredung mit Loubet, in welcher er die Berücksichtigung Sie fämen zur Arbeit, wenn es ihnen beliebe, und könnten sich des Dienstalters für die Ernennung des neuen Generalstabschefs Hilfskräfte annehmen. Zwischendurch machten fie manchmal andre verlangte. Jamont soll dem Präsidenten der Republik die Lage in Arbeiten, seien also nicht gebunden. Bielfach arbeite die ganze der Armee als äußerst gefährlich dargestellt haben. Da Jamont Die Kulturaufgaben leiden nicht!- Der überaus günstige Familie zufammen. So sei es auch hier gewesen. Der Vater, die feine Ansichten gegenüber Loubet durchießen wollte, demissionierte Einfluß der Seeluft auf fräntliche, blutarme und strofulöse Kinder Mutter und die Schwester hätten mitgearbeitet und das Geld für seine Ansichten gegenüber Loubet durchsetzen wollte, demissionierte er. Die Nachricht von der Demission Jamonts hat in der Kammer veranlaßte den verstorbenen Med. Rat Dr. Benede in Oldenburg, alle habe der Vater erhalten. Der Kläger habe teils auf die Errichtung von Kinderheillätten an der deutschen Nordseeküste dem Blag gearbeitet, teits sei er auf Montage" geschickt worden. große Aufregung hervorgerufen, und es wurde sofort eine diesParis, 4. Juli. Deputiertenkammer. Die Kammer nimmt anzuregen und seinen Bemühungen ist die Gründung der See- Die Kammer VII erklärte das Gewerbegericht für zuständig bezügliche Interpellation eingebracht. Hospize in Norderney, Wyk auf Föhr und Westerland auf und verurteilte die Beklagte, an N. 21,84 M. zu zahlen. Der VorSylt zu danken, in denen hauptsächlich durch schlechte Er- figende Dr. Meyer führte aus, der Kläger sei nach Ansicht des die Vorlage an, wonach in Algier und Tunis ein Corps eingeborener nährung heruntergekommene strofulöse und hektische Kinder auf Gerichts ein Arbeitnehmer, wie jeder andre. Ob er allein in Accord Seefoldaten errichtet werden soll, ferner die Vorlage betreffend die einige Wochen eine ihnen sehr wohlthätige Pflege finden arbeitete oder mit andern zusammen einen Gruppenaccord ausführte, Neuordnung der Kontrollbehörden der Marineverwaltung. Darauf können. Auch andre Staaten, wie Italien, Frankreich und Belgien, fei ganz gleich. Auf jeden Fall sei N. seiner ganzen wirtschaftlichen richtet Jourde an den Kriegsminister die Aufrage, ob es richtig sei, haben an ihren Küsten solche Kinderheilstätten errichtet. Dr. Rode Stellung nach als versicherungspflichtiger Arbeiter anzusehen, für den daß der Generalissimus Jamont feine Entlaffung einumgewandelt in Norderney hat über die Resultate des Norderneyer Seehospizes Beklagte ein Drittel der Kassenbeiträge hätte zahlen müssen. Die gereicht habe. Strang stellt wiederum den Antrag, daß die Anfrage über diese Angelegenheit in eine Interpellation von den Jahren 1889 bis 1899 eine ausführliche Statistit geführt, fragliche Summe, die als Restlohn zu betrachten sei, stehe dem Kläger werde. Ministerpräsident Walded Rousseau erklärt sich mit der aus der sich ergiebt, daß von 2384 in Behandlung gekommenen blut zu, soweit nicht Verjährung vorliege. sofortigen Besprechung einverstanden. Kranz giebt seiner HochGeneral für armen Kindern nahezu die Hälfte und von 2341 strofulösen Kindern wirft Jamont Ausdruck Keine nennenswerte Beeinträchtigung der Erwerbsfähig achtung daß sie den Generalstab desorganisiert. gut ein Viertel geheilt wurde und etwa drei Viertel Besserung erfuhren. Fett. Der Holzarbeiter Baßmuth hatte durch Betriebsunfall die der Regierung vor, Ein Vergleich mit den Resultaten der Heilstätten andrer Länder ergab, Spize des linken. Heinen Fingers verloren. Nach Bernarbung des Jourde erklärt, er verstehe nicht, wie Kranz. ein ehemaliger daß die italienischen Heilstätten bei ca. 35 Broz. der behandelten Stumpfs wollte ihm die Norddeutsche Holz- Berufsgenossenschaft teine Kriegsminister als Lobredner der Disciplinlosigkeit auftreten könne. Strofulosen Heilung aufweisen und die deutschen Hospize bei Rente mehr zahlen. 2. legte Berufung ein und machte Es werden schließlich zwei Tagesordnungen eingebracht. Die erste stätten 70 bis 80 Broz. der von ihnen behandelten Strofulojen als geltend, beschränkt. Das Schiedsgericht verwarf aber das Rechtsmittel, der Regierung, die zweite, welche Kranz vorschlägt, enthält den ca. 50 Proz.; dagegen weisen die französischen und belgischen Heil: und er wäre immer noch in seiner Erwerbsfähigkeit von Gouzy beantragte befagt:" Die Kammer billigt die Erfärungen geheilt auf. Diese große Differenz liegt, wie Dr. Strohe in Waldeck- Rousseau erklärt, er nehme die Köln darlegt, hauptsächlich daran, daß in den deutschen Seebädern indem es sich auf ärztliche Atteste berief. Der Kläger wandte Sat: Die Kammer brdauert die Politik, welche die Armee zu sich nunmehr an das Reichs- Versicherungsamt. Diesem legte er eine besorganisieren bezweckt. bisher nur selten eine genügend lange ausgedehnte Behandlung Bescheinigung des Arbeitgebers vor, wonach er jetzt nur 37 Pfennig erste Tagesordnung an. Dieselbe wird mit 307 gegen 258 Stimmen stattfinden konnte", da der Andrang der Kinder zu groß. die Zahl Stundenlohn beziehe, während er vor dem linfall 40 Pf. erhalten genehmigt. und Mittel der Heilstätten dagegen zu gering find. Sier Wandel zu habe. W. behauptete ferner, daß der Stumpf empfindlich sei. Das schaffen, wäre auch eine würdigere und segensreichere Aufgabe für habe.. behauptete ferner, daß der Stumpf empfindlich sei. Das Retursgericht wies ihn indessen ebenfalls ab. Geheimrat Greif Wipperfürth, 4. Juli.( W. T. B.) Jm Beisein des Ministers einen wirklichen Kulturstaat, als Milliarden für prächtige Schlacht- als Vorsitzender führte begründend aus: Die beiden gehörten des Innern Frhrn. v. Rheinbaben und zahlreicher Ehrengäste schiffe llein zu machen. Aerzte stimmten darin überein, daß eine nennenswerte fand heute die Legung des Schlußsteins der Lingesethalsperre statt. Petersburg, 4. Juli.( W. T. B.) Ein Mitglied der Ganners Die Sehmaschine. Dem Korrespondent" wird aus Caffel Beinträchtigung der Erwerbsfähigkeit des Verlegten nicht mehr geschrieben: In der Herstellung des Sazes mittlerer und fleinerer vorliege. Das sei entscheidend, denn nach Annahme des Reichsbande, welche durch eine Dame in Berliner Banten auf zwei geBeitungen, Werte( à la 3ola- Roman, 7 Bände für 3,50 M. usw.) Versicherungsamts bestehe eine Entschädigungspflicht der fälschte Accreditive des Bankhauses Wawelberg in Petersburg gegen praktiziert immer mehr und mehr die nervenzerrüttende und-an- Berufsgenossenschaften nur solange, als die Beschränkung einen wirt- 40 000 Stubel erhoben hat, ist hier verhaftet worden. Berantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. . 153. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 5. Juli 1900. Die Motive des chinesischen Aufstands. Intereffante Aufklärungen über die Ursachen und Tendenzen des chinesischen Fremdenkriegs giebt ein Artikel R. v. Haewels in dem konservativ gerichteten, Deutschen Wochenblatt". Wir entnehmen den Ausführungen, die sich vielfach mit unsrer Auffassung decken, das Folgende. Haewel verweist auf ein Manifest, das der Vicefönig von Hofing, einer der populärsten und nach oben einflußreichsten Männer in China, türzlich unter dem Titel„ Ermahnungen zum Lernen" veröffentlicht hat. In diesem Manifest, das übrigens den Interessen der herrschenden Dynastie dienen soll, heißt es: Wenn das thörichte Gerede der Europäer einmal wahr werden und China wirklich wie eine Melone zerteilt werden sollte, dann wäre es mit der heiligen Lehre des Confucius vorbei; die fünf kanonischen und vier klassischen Bücher würden geworfen wie ein Sack Asche, und die Gelehrten dürften nicht mehr auf eine Austellung hoffen; die fähigen Leute müßten als Lompradores und Schreiber ihr Brot verdienen; der einfache Mann würde zu Steuern aller Art herangezogen und müßte als Dienstbote oder gar als Soldat thätig sein. So würde das chinesische Volk immer mehr in Kuechtschaft versinken, bis es schließlich ganz berkommen und verschwunden wäre!" Das Manifest preist dann ganz nach dem Stils muster europäischer Byzantiner die Verdienste des angestammten" Fürstenhauses: " In Wahrheit leben die Chinesen glücklich und zufrieden auf dieser Welt; sie gedeihen und Wenn man die Geschichte Chinas in mehren sich. den letzten zweitausend Jahren mit der Europas vergleicht, wo findet man da eine Regierung, die so wohlwollend und so gerecht gewesen ist, die so viel Gutes gestiftet hat, wie die chinesische? Obwohl China weder reich noch mächtig ist, haben doch alle Chinesen, einerlei, ob arm oder reich, ihr Auskommen und Grund, mit dieser Welt zufrieden zu fein. In den mächtigen und reichen Königreichen des Westens dagegen schluckt das Volk Schmerz, Entwürdigung und Aerger schweigend hinunter, deshalb hört man jedes Jahr von Attentaten auf das Leben der Fürsten und ihrer Minister und hieraus kann man schließen, daß ihre Verhältnisse schlimmer ftchen, als die Chinas!" Daß es sich in der That für China um einen nationalen Freiheitskrieg handelt, das bestätigt v. Haewel durch urkundliche Anführungen, wie er auch darin unsrer Meinung ist, daß der Haß gegen die Fremden durch die deutsche Politik provoziert worden ist. von den andren!". föten. Grosse Luanko Chanloring Fumachaan Peking Thung Hunho Kiyunho Petho Theng- Te Ninkojuan Thsing Taling o Pallisaden Wall Bahn Ningyua Chungho hime Thsisybwey Oferta Ho Shanhei kuan Russ.Schiffe Gol Tsitschou Bachchaa Thaiping + Mauerim Thaolin Russ Telegr Letings Fünschung Joungp Tientsien Nanshingo ku Hokud Tungku Internat Flotte. Kiek no Han- tsu Yenshan Bhemal Hoang- ho Heifong Maten ho Chenbra Wuting Bhanwa Litsing Hoanghe Putal Startsing 2163 Tv- nai- ho " von Schills Post Petchili Pend Lai- chou hinggon Wanghston Hesse Quellen Biniasa Malingho Chines Liagno Russ Sch Newychowang Vilafen v Newthwang Kaiphing ATONG Fu Pitsuvo Alams Kincha renian PortAnthur Russ. Flotte den Chines u engl.Sch Engl.Flotte Yang Spanting Promont tan's mit bie Ge Anläßlich einer Rede, die Prinz Heinrich in Hauhan gehalten, werden auch zu ganz verschiedenen geistigen Bedürfnissen herangebildet. ordentlich stark besuchte, vom Verbande der Fleischers erschienen so schreibt v. Haewel- unter dem Titel: China Aber ohne ernste Vorstudien, ohne Sprachkenntnisse selbst, ohne die gesellen Deutschlands einberufene Versammlung der muß zu allererst zum Kriege gegen Deutschland rüsten", in sich überhaupt niemand mit den Lehren der Chinesen gründlich ver- Engros- Schlächtergesellen, die am Dienstag im Saale der Germaniaden gelesensten chinesischen Zeitungen fofort Brandartikel, die wohl traut machen kann, ohne zu bedenken, daß sie eigentlich einer viel Brauerei, Frankfurter Allee, tagte. In längeren Ausführungen nicht von der chinesischen Regierung offiziell ausgingen, aber für älteren und ausgereifteren Lehre gegenüberzutreten haben, wurde von den Referenten, dem Fleischbeschauer Gärtner und die Denkweise des chinesischen Volks berechnet, und anregend zu als ihre eigne ist, mit der sie jene schlagen wollen, und ohne zu einem Schlächtergesellen, sowie auch von allen Diskussionsrednern aktivem und passivem Widerstand gegen den Kulturangriff auf China bedenken, daß jene viel tiefer im Voltsleben wurzelt, weil sie mit die Notwendigkeit der Beseitigung der Sonntagsarbeit auf dem ivaren. Als Probestück von den Anschauungen in diesen Kreisen den Eigentümlichkeiten des Voltscharakters rechnet, stürzen sich viele Schlachthofe betont und die Durchführbarkeit auch ohne Schädigung teilen wir folgendes mit: Missionare in ganz unbekannte Schwierigkeiten und schädigen der Meister und Konsumenten nach jeder Seite hin beleuchtet. " China ist heutigen Tags auf dem Punkt angelangt, daß es dadurch den Einfluß ihrer berufenen Brüder, ganz gleich, welcher Hierbei wurde darauf hingewiesen, daß in den andern Städten in Stüde gehen wird wie ein irdener Topf; es Konfession. Deutschlands und fast im ganzen Auslande, selbst der größten schwebt in derselben Gefahr wie Eier, die man über einander Dazu kommt, daß auch der sprachenkundige Missionar dem Exportplätze auf den Schlachthöfen des Sonntags nicht gearbeitet häuft. Alle, die über diese traurigen Verhältnisse sich erregen, be- geistig hochentwickelten Chinesenvolk nicht als Bringer einer wird. Auch einige hiesige Schlächtermeister haben die Sonntagsarbeit haupten, Striegführen bringe Verderben, Nichtkriegführen aber auch. neuen Lehre, sondern lediglich als Rufer zum Streit durch beseitigt und lassen trotz der Konkurrenz seitens ihrer Berufskollegen Nach unsrer Ansicht sollte man jedoch auf alle Fälle Strieg führen, die Profanation der chinesischen Lehre erscheint, weil er ihm das Sonntags unter keinen Umständen schlachten. Bei einigem guten was auch immer der Ausgang sei! Krieg mit Deutschland aber Kostbarste nehmen will, um das die Chinesen auf ihrem Kulturgang Willen der Unternehmer sei die völlige Beseitigung der Sonntagsist die einzige Rettung vor Schmach und Schande! Die Jahrtausende lang gerungen haben; die geistige Entfesselung und arbeit auf dem Schlachthofe sehr gut möglich und es bedürfe nur Idee der Aufteilung Chinas rührt vom deutschen Reichskanzler eine vollendete Ethit, in deren Befolgung der Chinese eine Garantie unerheblicher Aenderungen der gegenwärtig üblichen GepflogenBismard her, nur um diese Idee zu verwirklichen, haben die für sein körperliches Wohlbefinden erblickt und das grenzenloseste Elend heiten. Zur Zeit werden unter andern des Sonntags durchschnittDeutschen Kiautschon bescht. Daß diese Aufteilung Chinas jezt freudig erträgt! Man braucht jezt nur noch einen Schritt weiter zu lidh ca. 2000 Schweine geschlachtet, außerdem aber ist es üblich, daß so rapide Fortschritte macht, daran ist auch nur Deutschland schuld, gehen, um die Schwierigkeit, ja geradezu Nuglosigkeit der Lehrthätigkeit die Gesellen nach der Schlachthofarbeit die Gelder von den Kunden durch seine Besetzung von Ichao- fu. Ihm macht es nichts aus, europäischer Missionare in China zu durchschauen, aber schließlich eintassieren. Es mußte festgestellt werden, daß die Arbeitszeit am der Urheber allen Unheils genannt zu werden; Gewalt gilt wird es auch sogar von Missionaren selbst gar nicht Sonnabend und Sonntag, also innerhalb 48 Stunden oftmals 35 ihm vor Recht. So schlimm wie die Deutschen ist keiner ernsthaft bestritten, daß die großen asiatischen Lehren fich und 37 Stunden beträgt und demnach von einer Sonntagsruhe unter nicht bekämpfen lassen, gerade so, wie der Socialismus oder andre den gegenwärtigen Verhältnissen überhaupt keine Rede sein kann. Nach einigen melancholischen Betrachtungen über die Gleich- Strömungen der Zeit." Alle Vorstellungen seitens der Gesellen, durch geeignete Maßnahmen gültigkeit der Regierung und des Volts gegenüber der erlittenen Auch gegen die irrige Meinung wendet sich v. Haeivel, daß in eine Alenderung dieses Zustandes herbeizuführen, sind bisher fruchtSchmach" geht es fort: China der reine Despotismus herriche: los geblieben, troßdem ein Teil der Unternehmer den Wünschen an" In Kiautschou stehen noch nicht 1000 deutsche Soldaten. Im" Das autokratische System der chinesischen Regierung erlaubt geblich sympathisch gegenüber steht. Große Erbitterung hat Kriegsfall würden doch 100 Chinesen wenigstens einen Deutschen den regierten Chinesen allerdings nicht, an der Gesetzgebung es unter Schlächtergesellen hervorgerufen, daß des den Vertretern Mit 100 000 Chinesen könnte man also die sämtlichen Anteil zu nehmen. Ist aber auch die Landesverwaltung in Unternehmer Verhandlungen deutschen Truppen niedermezeln. Wenn China mit seinen dieser Beziehung höchst unvollkommen, so hat ihre Organisation fellenverbands, der keinesivegs socialdemokratischen Tendenzen 400 Millionen sich erhebt, dann werden die Deutschen sich doch Züge aufzuweisen, die eine unzweifelhafte Quelle für die huldigt, sondern das gute Einvernehmen" zwischen Meister nicht mehr zu helfen wiffen. Wir haben die fremde Kriegs: Stärke der Regierung bleiben. Es giebt in China schlechterdings und Gesellen fördern will, abgelehnt haben und daß diekunft gelernt, und mehr als 1000 deutsche Offiziere werden uns keine Kreise von Begünstigten, die das Vorrecht zu Beamten- jenigen, die für die Interessen ihrer Berufskollegen eintreten, genau zur Verfügung stehen, wenn die Regierung fie genügend bezahlt ehren genießen. es giebt keine erblichen Gesetzgeber. Vielmehr so als ob sie Socialdemokraten wären, gemaßregelt werden. Auch ( hier fönnte eingeschaltet werden, daß das indirekt schon der Fall ist jedem hinreichend Gelegenheit geboten, einen Platz in der der Vorsitzende des Verbands hat als" Hezer" bereits seine Entist; Krupp verkauft Geschüße an China, übernimmt die Ver- Regierung zu erhalten, und alle Mandarine werden mit lassung erhalten, wahrscheinlich um ihm und andren zu beweisen, mittelung bez. deutscher Instrukteure, und die Chinesen! knallen strikter Unparteilichkeit aus allen Kreisen genommen, um die daß es teine Harmonie zwischen Arbeit und Kapital giebt und mit diesem Material bezw. was sie von und an ihm gelernt Hierarchie zu repräsentieren." daß die Intereffengemeinschaft" in die Brüche geht, wenn haben, Deutsche und andre Europäer nieder). Ferner müßte Man sieht, daß Europa noch manches von den rückständigen die Arbeiter ernstlich auch nur eine minimale Verbesserung erstreben. Lage Von mehreren Rednern wurde Deutschland Soldaten und Munition vom Auslande kommen Chinesen lernen kann. lajsen. Wenn wir ihm aber den Seewveg abschneiden, dann tann Unire Zeitungs- Schmocks freilich behandeln die chinesische Frage unter lebhaftem Beifall der Versammelten auch angeführt, niemand dem Feinde Waffen liefern, während wir alle Munition, im Stil eines heroischen Ausstattungsstüds und einer läppischen daß die Forderung, Beseitigung der Sonntagsarbeit auf dem Gewehre und Stanonen, im eignen Lande herstellen können und Operette hier die weißen Engel und Weisen dort die gelben Schlachthofe, unter allen Umständen mit oder gegen den Willen der dadurch keine Scherereien mit den Lieferanten neutraler Staaten Teufel und Narren. Unternehmer zur Durchführung gelangen müsse. Es wurde schließzu besorgen haben!" lich eine Kommission von 11 in den verschiedenen Branchen thätigen Gesellen gewählt, die mit den Vertretern der Unternehnter Verhandlungen aubahnen soll und zwar auf der Grundlage, daß Der Wahlverein des 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises spätestens mit dem 15. Juli d. J. die Sonntagsarbeit auf dem hielt am Dienstag, den 3. ds. Mts., bei Schnegelsberg, Hafenheide, Schlachthof und das Einkassieren der Gelder durch die Gesellen aufWie ein Zündschlag wirkte diese Ermutigung auf eine zut besuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher Genosse hört. In der nächsten Zeit soll dann wieder eine Versammlung das chinesische volt. Ueberall, bis in die fleinsten Ströbel über die Anfänge der Weltmachtpolitik" referierte. In stattfinden, in der die Kommission über das Resultat der Ver= Dorfschaften hinein, drang der Ruf, und die wohl circa 11/ aftündiger interessanter Rede beleuchtete der Redner an der handlungen berichtet und die weiteren Maßnahmen beschlossen werden. organisierten Geheimbünde, der San- Ho- Hui und der Ko- Lao- Hui Hand eines reichhaltigen Zahlenmaterials die Kolonial- und Flotten- Wie am Schluß der Versammlung mitgeteilt wurde, sind die trugen nicht wenig zu seiner Verbreitung bei. politit, die das arbeitende Volt immer mehr belaste und in die ge- Hammelschlächter auf dem Schlachthofe schon in So berichtet v. Haewel. Was er als Brandartikel klassifiziert, fährlichsten Abenteuer treibe. Statt die angebliche Kultur nach China eine Lohnbewegung eingetreten. Es wird eine Aufliest sich wie eine Stelle aus„ Reden an die chinesische Nation" von hineinzutragen und Milliarden dem Marinismus zu opfern, sollte befferung der Löhne, die seit geraumer Zeit nicht erhöht, sondern einem asiatischen Fichte. Beiläufig haben am Anfang unfres Jahr man hier in Deutschland, wo es noch ganze Landesteile gebe, wo beständig reduziert worden sind, gefordert. Die Unternehmer haben hunderts auch unsre Deutschen die Fremdherrschaft mit der höheren es mit der Kultur auch nicht um einen Deut besser steht als in China, sich bisher im allgemeinen ablehnend verhalten. Seitens des Gefranzösischen Kultur verteidigt ein Argument, gegen das sich die Gelder für kulturelle Zwecke verwenden. Reicher Beifall belohnte fellenverbands ist den Beteiligten die moralische und materielle Borer Fichte leidenschaftlich wandte. Unterstügung zugesichert worden. Insbesondere soll darauf geachtet Auch v. Haewel weist auf das gefährliche Unwesen der christlichen unter Verschiedenem machte der Borsigende bekannt, daß diejenigen Sammelschlachten verweigern. Die nächste Versammlung wird zu In der Diskussion sprach Nachtigall im Sinne des Referenten. werden, daß die in andren Branchen thätigen Schlächtergesellen das Missionen hin: Bedauerlicherweise sind die Repraffalien, die von euro: Mitglieder, die ihre Beiträge pünktlich gezahlt haben, in den Zahl- dieser Lohnbewegung noch besonders Stellung nehmen. väischen Mächten in China für ermordete Missionare geübt stellen des Vereins die Broschüre„ Ein Führer durch das Alterswerden, derartige, daß es schon 1897 dort hieß:„ Die„ roten Teufel" und Invalidenversicherungs- Gesez" unentgeltlich abholen können. wollen und ihre Lehre mit Kanonen aufzwingen, und diese Genosse Rautmann machte auf das am 21. Juli in der Neuen Welt Angst vor dem Gewiffens zwang hielt den Mordfanatismus stattfindende Sommerfest aufmerksam und forderte zur regen Agitation der Chinesen den Christen gegenüber stets wach! für dasselbe auf. Ain Schluß spricht der Verfasser die Hoffnung aus, daß ein Appell an die übrigen asiatischen Staaten faum ungehört verhallen würde, weil für diese die durch Deutschland drohende Gefahr in demselben Maße bestehe, wie für China. den Redner. Versammlungen. Bölfer, die auf ganz verschiedenen Kulturstufen stehen, ja die, Mit der Abschaffung der Sonntagsarbeit auf dem wie man fagen lann, durch Jahrtausende von einander getrennt sind, städtischen Central: Schlachthofe beschäftigte sich eine außer ihrer Die Maurer centraler Richtung hielten am 3. Juli im großen Saal des Gewerkschaftshauses eine sehr zahlreich besuchte Generalversammlung ab, die von der Berliner Verbandsleitung für alle zum Streifgebiet Berlins und Umgegend gehörenden Zahlstellen einberufen worden war. Reichstags- Abgeordneter Frig Zubeil referierte über: Die sociale Gesetzgebung in den legten 10 Jahren", % Seine fritischen Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Banjer und Gewerkschaften, national focialen und sonstigen Organi-! der Provinz Brandenburg werden zur Agitation in der Provinz berichtete dann über die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberbund ſationen. Das Vorgeben der nichtsocialdemokratischen Organi- der Kommission weitere Mittel zur Verfügung gestellt und die wegen Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises. Man habe fationen, auch Arbeiterpolitik" zu betreiben, um den allen Ar- Kollegen aufgefordert, alle ihnen bekannten Adressen der mit den herren vom Bunde in fünf Sigungen verhandelt. Der Ente beitern, gemeinsamen Feind Stapitalisnuis zu bekämpfen, Arbeiter Nichtvereinsmitglieder in der Provinz dem Vertrauensmann mitzuwurf des Bundes sei unanmehmbar gewesen. Habe auch§ 1 eine schutz, höhere Löhne, fürzere Arbeitszeit 2c. zu erzielen, mag bei teilen. Die Ausdehnungsfähigkeit der Organisation wird allein unparteiische Arbeitsvermittelung zugesichert, so hätte doch schon der vielen den Gedanken der Neutralität" geweckt und bestärkt haben. durch die Thatsache erhent, den Provinzen Brandenburg, " arbeiter Verbands Vereinskalender. Referent die § 2 nicht acceptiert werden können, weil danach der Vorsitzende des Wenn er von bürgerlichen Dekonomen wie Werner Sombart, Bren- Pommern und beide Mecklenburg fast ebenso viel KupferschmiedereiArbeitgeberbunds der Vorsitzende des zu gleichen Teilen aus Arbeit- tano, dem Amtsrichter Kulemann u. a. befürwortet werde, fei deren betriebe wie Vereinsmitglieder vorhanden sind, darunter eine Firma, nehmern und Arbeitgebern bestehenden Kuratoriums sein sollte. Absicht, die Arbeiter vom politischen Klassenkampf abzulenten, leicht die allein 86 Kupferschmiede beschäftige. Berlin ist hier nicht mii1lub im§ 3 habe der Bund außer der Anstellung und erkennbar. Wenn aber Socialdemokraten wie Bebel, der bisher gezählt. Es wird deshalb noch andauernder Agitation bedürfen, unt Bezahlung des Geschäftsführers sich vorbehalten, die Anweisungen den wirtschaftlichen mit dem politischen Klassenkampf nie befiere Organisationsverhältnisse zu schaffen und um die Mithilfe zu Regelung der Geschäfte zu erlassen. Demgegenüber hätten die scharf hervorheben genug fonnte, sowie Bruhns in aller Kollegen gebeten. Unter Verschiedenem wird zur regen Arbeitervertreter vorgeschlagen, dem Kuratorium einen unparteiijchen Breslau, b. Elm für dieselbe dieselbe Neutralität schwärmten Betheiligung an den Sammlungen zum Dispositionsfonds aufBorsitzenden, vielleicht vom Einigungsamt, zu geben, und es zu be- und bereits auf ein zahlreiches Gefolge zählen können, gefordert und von unsrem Gewerbegerichtsbeisiger auf einige Punkte trauen mit der Entscheidung über Beschwerden, mit der Festsetzung sei es mindestens Pflicht der Vertrauensmänner- Centralisationen 2c., des nenen Bürgerlichen Gesegbuchs, bezüglich der Arbeitsverhältnisse der Normen für die Art des Geschäftsbetriebs, mit der Wahl der mit aller Entschiedenheit gegen eine derartige, nur zur Verwässerung hingewiesen, hieran schloß sich eine rege Debatte. Beamten und dem Erlaß der Anstellungsbedingungen. Eine führende Tattit Front zu machen! Die bestehende Kluft zwischen Die Sektion Berlin des Centralverbands der ElektroEinigung hierüber sei nicht erzielt worden, Sie Unter- Kapital und Arbeit könne dadurch niemals überbrückt werden. monteure und Berufsgenossen Deutschlands hielt am Sonnabend, nehmer hätten vielmehr den bekannten Standpunkt des Herrn Gewerkschaftliche Organisation und Parteipolitik auf socialdemokra- den 30. d. Mts., im Gewerkschaftshaus eine Sigung ab, welche zahl im eignen Hause" hervorgekehrt. Der im§ 4 vorgeschlagenen tischer Grundlage müßten für jeden Klassenbewußten Arbeiter auch in reich besucht war. Genosse Nachtigall sprach über den Einfluß der obligatorischen Benutzung habe man aus verschiedenen Gründen Zufunft wie bisher ein unzertrennliches Ziel bilden.( Lebhafter gewerkschaftlichen Organisation auf die wirtschaftliche Lage der Arnicht zustimmen können. Am bedenklichsten sei aber der§ 5 des Beifal.) beiter". Der Vortrag wurde mit regem Interesse verfolgt und Bundesentwurfs. Darin heiße es unter anderm:" In die Liste der Guhl erstattete hierauf Bericht über die Verhandlungen mit erntete reichen Beifall. Zur Aufnahme meldeten sich mehrere Kollegen. Arbeitsuchenden ist Name, Alter, Wohnung, Geburtsort und der dem Verband der Baugeschäfte von Berlin und den Vororten, be- unter Verbandsangelegenheiten machte der Vorsitzende darauf aufName des letzten Arbeitgebers einzutragen. Arbeit- treffend die Einführung eines gemeinsamen Arbeitsnachweises. Das merksam, daß das eigne Organ des Verbands in nächster nehmer jeder Art, die sich im Streit befinden den Unternehmern von den Arbeitern gemachte Angebot, die Hälfte Zeit erscheinen würde und ersucht die Kollegen, für dasselbe zu oder aus Streitgebieten tommen, erhalten der Kosten für Errichtung und Verwaltung des Arbeitsnachweises, agitieren. Mit einem Mahnwort, recht rege für den Verband zu teinen Ausweis." Der Arbeiter, der dieser Bestimmung zu- dafür aber die gleiche Teilnahme an der Verwaltung 2c., bei etwaigen agitieren, schloß der Vorsitzende die Versammlung. stimmen wollte, müßte geradezu ein Verräter sein. Die Vertreter Streitigkeiten Anrufung des Einigungsamts beim Gewerbegericht 2c. der Maurer hätten zulegt gemeinschaftlich mit denen aus andern beteilig zu erlangen, fei von den Unternehmern rundweg abgelehnt und nur 1. Juli, im Lofal des Herrn Glaser tagenden öffentlichen Versamm Stuccateure 2c.( Filiale Potsdam.) In der am Sonntag, den ten Arbeitergruppen des Baugewerbes einen Gegenentwurf ausgearbeitet eine Kontrolle seitens der Arbeiter zugestanden worden. Infolge lung wurde die Antwort der Unternehmer auf unsre Forderung verund den Bundesvertretern unterbreitet. Man habe darin das dieser schroffen Ablehnung der Unternehmer lehnten auch die Arbeiter- öffentlicht. Da sich nun die Unternehmer tros abermaligen Ersuchens gleiche Recht für beide Barteien verlangt. Nach einer Sigung von vertreter jede weitere Berhandlung ab. Als Ausdruck für die Gefinmung zur Unterschrift des Tarifs, welcher sich auf eine nenustündige etwa zehn Minuten sei es von den Unternehmern abgelehnt worden, der Maurer gegenüber diesem Berhalten empfiehlt Redner nach Arbeitszeit und einen Minimallohn von 5 M. pro Tag bezieht, nicht tveiter darüber Zu diskutieren. Nummehr sei es Pflicht der organi- stehende Resolution: Die am 3. Juli in Kellers Festjälen bereit erklärt haben, beantragte Kollege Lakewitz, die Arbeit am fierten Bauarbeiter, dafür zu forgen, daß der Unternehmer: Nachweis tagende öffentliche Versammlung der Maurer der Vertrauensmännerin der Spandauerstraße baldigst zu Grabe getragen werde. müsse dagegen energisch vorgehen, um nicht erst Verhältnisse auf Verband der Baugeschäfte von Berlin und der Vororte geführt ein Sieg nicht unmöglich, trogdem noch viele Kollegen dem Verband Man Centralisation nimmt Kenntnis von den Verhandlungen, die mit dem Montag, den 2. d. M. nicht wieder aufzunehmen. Kollege Bando aus Berlin empfahl den Kollegen, recht rege zu agitieren, dann wäre tommen zu lassen, wie sie in der Metallindustrie beständen.( Leb- wurden zweds Einführung eines Arbeitsnachweises für das Bau- nicht nur fern ständen, sondern bei der Firma Moldenhauer direkt hafter Beifall.) Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: gewerbe und verurteilt den Standpunkt der Unternehmer, auch im Arbeits- gegen denselben arbeiten. Hierauf beschloß die Versammlung, vom " Die Generalversammlung des Centralverbands der Maurer für nachweis Herr im Hause" sein zu wollen, auf das allerentschiedenste. Montag, den 2. Juli, in den Streif zu treten, welcher auch von Berlin und Umgegend erklärt sich mit dem Verhalten ihrer Ver- Ferner erkennt die Versammlung in der Handlungsweise der Unter- gedachtem Tage ab seinen. Anfang nahm. treter bei der Verhandlung mit dem Vorstand des hiesigen nehmer aus diesen Verhandlungen, daß dieselben nicht Willens waren, Arbeitgeberbunds für das Baugewerbe, die Einführung des Arbeits- einen Arbeitsnachweis zu schaffen, bei den beide Teile zufrieden Charlottenburg. In der außerordentlichen Generalnachweises betreffend, einverstanden. So wünschenswert es auch gestellt sind, also einen auf paritätischer Grundlage stehenden, son- versammlung der hiesigen Bahlstelle des deutschen Holzist, die Vermittelung der Arbeit von einer Centralstelle aus bern daß es ihnen nur darauf ankam, durch Einführung eines Aram 25. Juni wurde von Stuschezu regeln, wodurch das muwürdige und zeitraubende Suchen beitsnachweises nach Schablone der„ Kühnemänner" ein Mittel in Berlin der Bericht von Verbandstag entgegen genommen. nach Arbeitsgelegenheit aufgehoben würde, so wird sich die die Hand zu bekommen, die Arbeiterorganisationen bei etwaigen Am Schluß seines Vortrags ermahnte der Organisation der Maurer doch niemals dazu hergeben, um dieser Kämpfen aktionsunfähig zu machen. Im weiteren macht es die Ber- Anwesenden, rege an den Beschlüſſen des Verbandstags festgeringen Vorteile willen ihre bisherigen Rechte und Freiheiten be- fammilung jedem arbeitslosen Kollegen zur Hauptpflicht, den von dem zuhalten. Hierzu wurde eine Resolution angenommen, die dahin schneiden zu lassen. Die Versammlung sieht in dem starren Fest- Verband der Baugewerbe von Berlin und Vororte" eingerichteten„ pari- ging, die hiesige Zahlstelle protestiert dagegen, daß der Gauvorstand halten des Arbeitgeberbunds an seinem Entivurfe zu einem gemein- tätischen" Arbeitsnachweis, Spandauerbrücke 7, nicht zu benutzen. Sollte, vom Hauptvorstand bestätigt werden muß. Es wurde ferner der famen Arbeitsnachweis, nach welchem die Organisationen der Bau- nachdem nun die Verhandlungen über Einführung eines gemeinsamen Antrag des Vorstands mit großer Majorität angenommen, Bleek aus arbeiter nur als Dekoration gebraucht werden sollen und den Unter- Arbeitsnachweises gescheitert sind, ein Unternehmer resp. Polier einen dem Holzarbeiter- Verband auszuschließen. nehmern nur allein Rechte verliehen sind, das Bestreben des Arbeitgeber Kollegen gegen dessen Willen zur Benutzung desselben zwingen Köpenick. Eine öffentliche Versammlung der bunds, den Arbeitsnachweis als Waffe gegen die organisierte Bauarbeiter- wollen, so ist dies unverzüglich dem Bureau der Maurer, Grenadier- Handels- und Transportarbeiter, in der Martinischaft zu gebrauchen. Die im Verband organisierten Maurer Berlins straße 33, zu melden." Nachdem sich Weidner und Kater für Berlin über die Bestrebungen des Verbands referierte, fand am und der Umgegend verurteilen diesen einseitigen Standpunkt der diese Resolution geäußert, gelangte dieselbe einstimmig zur Sonntag statt. In der Diskussion sprachen Mager und Nickel. Unternehmer auf das schärfste und erklären, zu feinem Arbeitsnach- Annahme. Guh I berichtet noch über die Arbeiteniederlegung der weis ihre Zustimmung zu geben, es sei denn, daß die volle Gleich Maurer auf einem Bau in der Oberbergerstraße, über deren Ursache berechtigung der Bauarbeiter- Organisationen in den Kuratorien und fich eine längere Besprechung entspinnt, da die Arbeitslosen als fäntlichen Einrichtungen festgelegt sei. Arbeiter Bildungsschule, Neue Roßstr. 3. Donnerstag: Bibliothek Streifende behandelt und unterstützt werden wollen. Da sie es aber 8-9 Uhr. Aus diesem Grunde beschließt die Versammlung, gegen die Be- unterließen, sich vor der Arbeitsniederlegung mit den Platz- Leje: und Diskutiertlubs. Donnerstag: Brüderlichkeit", jeden nuzung des heute bestehenden Arbeitsnachweises der Unternehmer zu deputierten bezw. mit dem Vertrauensmann zu verständigen, bes Donnerstag nach dem 1. und 15. bei Haseloff, Landsbergerstr. 8. Freies agitieren; insbesondere verpflichten sich die Mitglieder des Verbands, schließt die Versammlung gemäß der bisherigen Taktik, die Unter- Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. und 15., Franke, Pallisadenſtr. 9. denselben unter keinen Umständen zwecks Vermittlung von Arbeit zu stügung zu verweigern. Hannebo hm wird zum Beitragssammler Lese- und Diskutierklub„ Südost“, Tolksdorf, Görligerstr. 58. gebrauchen." für Moabit ernannt. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: lleber das Resultat der Bantontrolle vom 10. Juni Die Parkettbodenleger beschäftigten sich am Dienstag in einer Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kaffierer: Seifrit, Fidiciustr. 16. berichtete P. Winzler: Die diesjährige Kontrolle habe im Gegen- gut besuchten Versammlung mit der Frage, auf welche Weije sie die an Otto Rasche, S.O., Reichenbergerstr. 115a. Donnerstag. Abends Alle Aenderungen in Vereinskalender find zu richten faz zu früher den Zweck gehabt, festzustellen, inwieweit die Forderungen aufrecht erhalten können, deren Sätze im Ein 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahmte neuer Mitglieder. Männer Einigungsbedingungen vom vorigen Jahre innegehalten worden verständnis mit den Unternehmern am 1. August in Kraft treten dhor St. Urban", Bros, Annenstraße 9. ,, Vorwärts II", Ad. Neufeien. Kontrolliert seien 789 Bauten des Streitgebiets mit und auf vorläufig 2 Jahre festgelegt find. Atts praktische man, Brunnenſtr. 150.„ Süd- Ost I", Beder, Köpniderstr. 191. 8401 Maurern. Es erhielten einen Stundenlohn von 70 f. 20, von Mittel hierfür erkannte Gesangv. Berliner nan erstlich den Arbeitsnachweis Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Friedenstr. 67. 671/2 Pf. 22, von 65 Pf. 936, von 62½ f. 7328, von 60 Pf. 80. Auf der Organisation, an den sich jeder Berufsgenosse ohne Ausnahme Kürschner", Feind, Weinſtr. 11. Ginigfeit I", Gr. Lichterfelbe, Bagel, 6 Bauten mit 35 Maurern wurde länger als 9 Stunden gearbeitet. Durch zu halten hat, den zu benutzen auch die Arbeitgeber versichert haben. fellerei. Chausseestr. 104. Licdeslust I", Fürstenwalde a. d. Spree, Henkel, SchloßMorgenroth II", Köpenick, Stippekohl, Schönerlinderstr. 5. biese Zahlen sei deutlich bewiesen, daß die nach der Einigung im vorigen Das persönliche Anbieten" an der Arbeitsstätte ist als verwerflich Zukunft II", Belten i. d. M., Grunow, Wilhelmstr. 19." Fröhlich", Sommer von manchen Kollegen gehegten Befürchtungen sich nicht auf das stritteste zu unterlassen. Es wird von jedem erwartet, daß Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Bineta", Schmidt, Swinemündererfüllt hätten. Weniger als den Minimaljaz von 622 Pf. erhielten er durch solidarisches Verhalten sich seiner Aufgabe als straße 65. Wach auf", Hilgenfeld, Bergstr. 60. Alpenrose", Kunze, mur 82 Kollegen. Und daß auf 6 Bauten länger gearbeitet werde, organisierter Arbeiter voll und ganz bewußt zeigt. Endlich soll kein Forſterſtr. 36. Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Winfels Salon, Loreley", sei wohl mehr Schuld der betreffenden Maurer als der Arbeitgeber. Wittel unversucht bleiben, die Organisation nach Kräften zu stärken Hauptstraße. " Freiheit III", Neu- Weißensee, Stönigchaussee 38. Auch die Zahl der Accordmaurer sei nicht so hoch, wie man vielfach und für praktischen Ausbau derselben auf das intensivste gewirkt an, Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberbehauptet habe. Im Streitgebiet habe man nur 348 auf 26 Bauten werden. Bemerkenswert ist noch, daß zwei namhafte Firmen am Stöpniderstr. 100.-" Sorgenfrei", Möhring, Admiralftr. 18c. Straße 3. Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133.„ Oberon", Gründer, Morgengrauen" angetroffen. Ein nicht so günſtiges Bild hat die Kontrolle Dienstag die Vereinbarungen unterzeichneten, wozu sie sich bisher( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( nachm. 4-6 Uhr).„ Süd- Ost II", betreffs der der sanitären und hygienischen Einrichtungen er nicht herbeilaffen wollten. Ludwig, Wrangelstr. 86.-Möbelpolirer", Sautsch, Fruchtstr. 61.- Gerstens geben. Auf 638 Bauten waren Dach und Wände der Baubuden dicht; lettere hatten Die Bäcker hielten am Dienstagnachmittag eine öffentliche ähre", Sommer, Grünftr. 21. Waldtapelle", Ladewig, Kommandantenstr. 65. hölzerne Arbeiter: Oranienburger Vorstadt", Humboldthallen, Hussitenftr. 40. Fußböden auf Versammlung bei Steller, Koppenstraße, ab, in welcher der Geschäfts587 Bauten. Auf 223 waren bei den Aborten Pijioiranlagen, auf und Kaffenbericht von der Lohnfommission gegeben wurde. Steinnelfe", Wie Gesangv. Freiheit IV", Bernau, Elysium, Berliner Thor. 541 waren Dach und Wände der Aborte dicht, auf 527 gab es aus der Vorsitzende der Kommission echo Id berichtete, ist seit der Hoffnung III", Friedrichsberg, Büfer, Friedrich Karlstr. 34. Sachs, Lindowerstr. 26." Sängerlust", Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. Senes geschnittene Brillen. Auf 510 Bauten fehlten bei den Aborten Einleitung der Lohnbewegung vom November 1898 bis gegen felder II", Brandenburg a. S., Lehmann, Kl. Gartenstr. 1a. „ FelsenBiffoiranlagen, auf 174 waren Dach und Wände der Aborte undicht, wärtig eine sehr rege Thätigkeit seitens der Lohukommission burg", Scheere, Blumenjir. 38. Rütli", Friedenau, Grube, Stubenrauchauf 192 fehlten ausgeschnittene Brillen. Von den Baubuden hatten entfaltet worden. 63 haben int dieser Zeit insgesamt straße und Kaiser- Allce Ede. Solidarität II"( Maurer), Potsdam, 83 undichte Dächer und Wände und 129 entbehrten eines hölzernen 64 Kommiffions- Sigungen, 17 öffentliche und 10 Bezirks Boigts Blumengarten, Spandauerstr. 33." Freiheit West". Werner, Fußbodens. Die Lohnkommission hat 100 Baustellen kontrolliert Bersammlungen stattgefunden. den Bülowstr. 59.„ Sangeslust I", Reimann, Putbuserstr. 30. Nach dem Stassenbericht, und den Unternehmerverband von den Mißständen unterrichtet. Darauf Barth erstattete, betrugen die Einnahmen vom 29. No- Wilhelmsberg- Hohenschönhausen", Hohen- Schönhausen, Krause, Berlinerhat dessen Vorstand geantwortet, daß die fraglichen Arbeitgeber um bember 1898 bis 25. Juni d. J., darunter für verkaufte Streifmarken straße 12. Typographia", Arminhallen, Kommandantenstr. 20. „ Liberté", Link, Wrangelstr. 86. fofortige Abhilfe angegangen worden wären. Winzler ermahnte am 5142,50 M., von Tellersammlungen 1288,51 M., insgesamt 6491,16 m. frühling", Höhlfe, Oranienstr. 109. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Schluß ſeines Berichts die Bersammelten, felber darauf zu achten, Die Ausgaben, darunter für Druckkosten 800,60 M., Streit im Bereinstalender find zu richten an Albert Liebetreu, Butbuferdaß die zugesagten, ihrer Gesundheit dienenden Einrichtungen vor unterstüßung 700 M., Verwaltungsfosten 758,90 M., betrugen straße 44, IV. Donnerstag: Wehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßhanden seien. 2867,29 M., so daß ein Kassenbestand von 3623,87 m. verbleibt. Die burgstraße 56." Columbus", Hübner, Plan: Ufer 75. Im Verschiedenen wurde folgender Antrag angenommen:" In Abrechnung wurde von den Revisoren als richtig bestätigt und auf licht Burmann, Siebenvaderſtr. 27. Kamerun", Badtke, Tilfiter Zukunft haben solche Kollegen als gemaßregelt und unterstügungs- deren Antrag dem Kassierer und der Lohnkommission einstimmig die Straße 48. Glühlicht I", Neu- Weißenfee, Schröder, Streuſtr. 3. Unverzagt I", Lehmann, Koppenſtr. 17.„ Grüner Hain", Bartz, berechtigt zu gelten, welche infolge Streits verwandter Berufsgenossen Decharge erteilt, Cotheniusstr. 3." Feste Brüder", Rigdorf, Zacher, Hermannstraße 232. entlassen werden. Sogenanntes Aussegen bei Streits verwandter Berufe Hierauf referierte Schneider über die Erfolge der letzten" Virginia", Schnieber. Admiralstr. 21. Meritaner", Heisgen, Peters: wird nicht entschädigt, da alsdann die Betreffenden vom Arbeit Rohnbewegung und über die daraus resultierenden Aufgaben für burgerfir. 48. Alter Hussit", Glauniger, Usedomstr. 28. Eiferne Pfeife", geber die Feierzeit entschädigt zu verlangen berechtigt und verpflichtet die Bäder Berlins. Der Redner erörterte in eingehender Weise den Logan, Schulftr. 113. Berolina", Stupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. find." Ferner erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, Verlauf der Lohnbewegung, die vor dem Einigungsamte getroffenen Du ahust es nicht", Schmidt, Tilſiterstr. 32. Feigenblatt", Adam, daß die Verbandsleitung feiner Zeit 500 M. den streikenden Wilnaer Vereinbarungen und plädierte sodann für den Zuſammenschluß in Ryteſir. 5. Mailuft", Straßburger, Neu- Weißenfee, Elſaſtr. 16. Schuhmachern überwiesen hat. Colorado", Klinge, ReinidendorferWegen des Stiftungsfestes werden nicht am Sonnabend, sondern fonds und für die strikte Durchführung der Einigungsbedingungen, um Ruppert, Adalbertstr. 82. Freundschaft Vorwärts", Gobien, Prenzlauer der Organisation, für die Fortsetzung der Sammlungen zum Streit Grüne Rose", Stube, Friedenstr. 91. straße 55." Fidelio", Stephan, Laufiger Plaz 12.„ Klub 1900", am Montagabend die Beiträge in den Zahlstellen entgegengenommen. Dadurch die allerdings nur geringen moralischen und materiellen Er- Allee 232. Die Abstempelung der Sammelfarten erfolgt vom 9. Juli ab im folge aufrecht erhalten und die weiteren Forderungen zur Anerkenning Central Naucherbund. Zuschriften an Mar Koch, Nixdorf, Hermannneuen Bureau im Gewerkschaftshaus.lo bringen zu können. Nach einer längeren Diskussion, in der die viel- ftraße 34. Donnerstag: Blaue Wolfe", Rirdorf, Martinius, JägerDie Maurer( Vertrauensmänner Centralisation) hatten fachen Mißstände in den einzelnen Bäckereien kritisiert und festgestellt straße 4." Friedenseiche", Rirdorf, Wendt, Mühlenstr. 18. für Dienstag in Kellers Festsälen eine Versammlung einberufen, die wurden, daß jetzt schon eine erhebliche Anzahl Bäckermeister und selbst blatt", Rirdorf, Christow, Leffingſtraße. Gräfestr. 34. Edelweiß", Steglis, Schimrock, Düppelstr. 7. von etwa 1000 Personen besucht war und ein reges Interesse für ein Vorstandsmitglied der Innung„ Germania" die Vereinbarungen Brafil", Botsdam, Segebrecht, Schützenſtr. 26. Sumatra", Potsdam, die Tagesordnung bezeugte. Frigater referierte über„ Neutrale nicht innehalten, gelangte eine Resolution im Sinn des Referats Buttle, Spandauerstr. 25. Friedenspfeife", Lankwiz, Dahn, Kaiser Wilhelmoder politische Gewerkschaften, indem et aunächst eine übersichtliche zur Annahme. Der wöchentliche Beitrag zum Streitfonds, der vom Brennende Liebe", Rigdorf, Lähns, Friedelstr. 3. Darstellung über die geschichtliche Entwicklung der Gewerkschaften, 1. Juli ab zu entrichten ist, wurde auf 20 Pf. festgesezt. Nachdem Gesang, Turn und gesellige Vereine. Donnerstag. Orchester" Zitherflub Nordstern", ihre Ziele und Kämpfe vor und während des Ausnahmegesezes, beschlossen worden war, daß nur solche Personen in die Lohnkommission chor Vorwärts", Rirdorf, Münzer, Bergstr. 7. Bitherffub Menzenhauer", gem. Chor, Neue fowie über die principiellen Gegensäge der verschiedenen Gewert- wählbar sind, welche der Organisation mindestens zwei Jahre Berger, Templinerstr. 11. Vergnügungsverein Waldesgrün", Hoppe, Schlesischestr. 46. schaften gab. Die Befürworter der Neutralität" scheinen ganz zu angehören oder in derselben ein Vorstandsamt bekleiden und daß die Königstr. 26. Berein Fiebigscher Tanzschüler und Schülerinnen", Brunnenstr. 49. vergessen, daß die ersten socialdemokratischen Organi- Kommission aus je drei Mitgliedern der beiden bestehenden Organi- Rauchtklub„ Kernpike", Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Stat Klub Grandfationen, welche neben dem„ Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" fationen zusammengejezt werden muß, wurde die Wahl der KomEnde der 60er Jahre infolge der Hirsch Dunckerschen mission bis zur nächsten Versammlung vertagt. Bis dahin wird die Agitation, wozu die berühmte Konzerthaus- Versammlung" den bisherige Kommission die Geschäfte leiten und sind alle Mitteilungen, Ausschlag gab, mit ausgesprochenem politischen Charakter insbesondere über eventuelle Differenzen an das Bureau bei Drescher, begründet wurden, um die Erziehung zum Iaiientampf zu Linienstr. 218, zu richten. Der nächsten Versammlung soll von der fördern! Wie richtig jene Auffassung gewesen, habe sich im Verlauf Lohnkommission ein Streifregulativ unterbreitet werden, nach welchem der 70er Jahre, insbesondere bei dem Wiederaufleben der Gewert auch das Unterstüßungswesen geregelt wird. schaften unter dem Ausnahmegesetz bezeigt. Stets ist von Anbeginn In der öffentlichen Versammlung der Kupferschmiede ani dieser Entwicklung in den von Socialdemokraten begründeten Ge- 30. Juni wurden die Kollegen C. Reinbothe, S. Dummernig und werkschaften darauf hingewiesen und besonders erwartet worden, daß P. Nowak zu Revisoren des Dispositionsfonds gewählt. Alsdann der wirtschaftliche Stampf nur mit gleichzeitiger Erringung der wurden den streikenden Kollegen in Frankfurt a. M. 100 M. als politischen Freiheit geführt werden müsse. Die ersten Gewerk- erste Rate und den aus Anlaß des Generalstreits der Former mit schaften sowie auch die später entstandenen feien ausdrücklich zu ausständigen Kollegen in Nürnberg 25 M. bewilligt. In Fall der diesem Zwed gegründet worden, im Gegensatz zu den fort Ausstand in Frankfurt a. M. länger andauert, wird die öffentliche schrittlich freisinnigen" Hirsch Dunderschen, den katholisch- und Kommission ermächtigt, weitere Gelder abzusenden. Im Anschluß an protestantisch christlichen Gefellen und Jünglings Vereinen j die am 17. Juni stattgefundene Provinzialtonferenz der Kupferschmiede 5 % 0 " bate, Schwarz", Dimfe, Winsstr. 56. " = 1 Verein „ Völker: Glüh „ WeichselAlte Linde" Berlin, Plötz, Felir " Arbeiter Radfahrerverein„ Berlin". Jeden ersten Donnerstag int Monat bei Wiffe, Andreasstr. 26. Jeden dritta Donnerstag im Monat bei Raabe, Kolbergerstr. 23. Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnb. Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr: 2. Damen- Abteilung, Acer, traße 67; 7. LehrlingsAbteilung, Wasserthorstr. 31. Turnverein Eiche", Köpenick, Danten: Abteilung von 128-1210 Uhr, Hotel Klein, Wilhelmsplatz. Freie Turnerschaft Rirdorf- Briz", III. Schüler Abteilung abends 6-8 Uhr, III. Männer- Abteilung abends 8-10% Uhr, Thomas( Apollo- Theater), Hermannstr. 48-50. Arbeiter: Stenographenverein Stolze"( Ginigungssystem), Be Bezirk Nord- West, zirk Süben, Gräfeftr. 82, bet Jahn, abends 8 Uhr. Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9, abends 81/2 Uhr. Arbeiter Bildungsverein„ Eintracht", Zürich, Neumarkt 5, Bereinssizung alle 14 Tage je Donnerstag abends 8%, Uhr. Zwangslose Zusammenkünfte mit Damen im Restaurant des Gewerkschaftshauses. Donnerstag: Metallarbeiter. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 5. Juli Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Rhodope. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. " Puhlmanns Urania Vaudeville- Theater. Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Nenes. Flitterwochen. Anfang 8 Uhr. PANOPTICUM Westen. Der Vogelhändler. An. fang 72 Uhr. Schiller. Wilhelm Tell. Anfang 71 hr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Die Cameliendame. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Bettelstudent von Berlin. Jm Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Borstellung. Belle Alliance. Französisches Gastfpiel( Fregolina). Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Anfang Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis 0 täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Von den Alpen zum Vesuv". Schiller Theater ( Wallner: Theater). Morwitz- Oper. Donnerstag, abends 72 Uhr: Wilhelm Tell. Große Oper in 4 Aufz. von Rossini. Freitag, abends 72 Uhr: Lucrezia Borgia. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Sonnabend, abends 71/2 hr: Populäre Vorstellung ( bei halben und ermäßigten Preisen): Der Freischütz. Die Jüdin. Friedrichstr. 165. Das Liebesdrama im Eisbären- Zwinger. Die Tiroler Sängergesellschaft ,, Almrausch: Das Indiermädchen mit dem Apfelsinenkopf. Jagannetto, der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Passage- Panopticum. Der Haar- Athlet Sascha und Jim palla 15 erstklass. Specialitäten. Central- Theater Anfang 8 Uhr. Sensationeller Lacherfolg! Berlin nach Elf. Gr. Poffe in glänzender Ausstattung. Die sensationellen Schlager: Eisenbahn Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Sonntag, abends 7: Belle- Alliance- Theater. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. 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Juli, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgens Kirchhofs in Weißensee aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht 93/8 Der Vorstand. Am 3. Juli verschied nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Gürtler Franz Falz 17906 Dies zeigt in tiefster Betrübnis an Johanna Falz geb. Bröcker nebst Kindern. im 43. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. Juli, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen JerusalemerKirchhofs, Hermannstraße, aus statt. Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler ( E. H. 16 Hamburg. Am 1. Juli starb plöglich unser 17926 langjähriges Mitglied Herr August Thomas. Sein Andenten ehrt Die Ortsverwaltung Berlin B. Im Auftrag: August Holefleisch, Bevollmächtigter. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Klempner Gustav Starosson nach kurzen Leiden am Dienstag früh 6 Uhr entschlafen ist. 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So wird über den Tod des Kapitäns Mirow von der„ Saale" folgendes berichtet: Er stand auf der Kommandobrüde, bis die Flammen seine Uniform erfaßten, und er, den sicheren Tod vor Augen, zur Abkürzung des schrecklichen Endes mit einem Satz in die Glut hineinsprang! Er zuckte noch für einige Augenblicke und lag dann still, während Rauch und Flammen über ihm zusammenschlugen. Eine besonders schreckliche Episode erzählt der vierte Offizier der„ Phönicia" Hans Kuwespiel. Er fuhr auf dem Rettungsboot das Steuerbord der brennenden„ Saale" entlang. Er fah einen Frauenkopf in einer der Lichtöffnungen. Kuwespiel wollte mit der Hand die Lichtöffnung erweitern. Die Frau rief ihm zu: Schlagen Sie mir aus Erbarmen den Kopf ab, mein Körper brennt." Dann verschwand der Frauenkopf. Flammen schlugen aus der Lichtöffnung. " * Donnerstag, 5. Juli 1900. Mitte des Flusses gezogen, hier aber brachen die Ketten, und die Die Ausgabe der Ferienkarten an den hiesigen Bahnhöfen Stadtbahnstationen nach den Vororten hat am Montag Schiffe trieben nach dem New Yorker Ufer herüber, wo sie einige und Landungsbrücken in Flammen setten. Mit übermenschlichen An- begonnen. Gestern schon war der Andrang des Publikums zu den strengungen wurden fie endlich wieder in die Mitte des Stromes Fahrkarten- Ausgabestellen, namentlich des Schlesischen, Stettiner, Potsdamer und Anhalter Bahnhofs, ein ganz bedeutender. Meist gebracht. Ein Feuer, das unter starkem Winde den untern Teil der werden Stamm- und Nebenkarten III. Klasse( es wird auch II. Klaffe Stadt New York hätte vernichten können, wurde kaum abgewendet. verabfolgt) für die ganze Dauer der Ferien- 7. Juli bis 13. August Der Main" brannte an seiner Landungsbrüde bis auf die Wasser verlangt; da die Gültigkeitsdauer den Zeitraum eines Monats tante herab, und alle oberen Teile der" Thingvalla" wurden durch um sechs Tage überschreitet, so erhebt die Eisenbahnverwaltung zu das Feuer zerstört. Die„ Phönicia", ein Dampfer der Hamburg- dem tarifmäßigen Preise der gewöhnlichen Monatstarten einen geringen Zuschlag. Mit dieser Einrichtung sind namentlich FamilienAmerika- Linie, fing zu wiederholten Malen Feuer. väter des Mittelstands, die sich und den Ihrigen keine weite Badewar entsetzlich. reise leisten können, sehr zufrieden. Die Ferienkarten werden bis zum Schlusse dieses Monats ausgegeben; wer aber die Lösung derfelben bis über den 7. d. M. hinaus verzögert, verteuert sich naturgemäß mit jedem weiteren Tage das Fahrgeld. Die Scene während der Nacht Die „ Saale“ und„ Bremen" brannten in der Mitte des Stroms, und Dugende von kleineren Flußdampfern, die in den Docks gelegen hatten, standen in Flammen. In der schauerlichen Beleuchtung konnte man sehen, wie die Unglücklichen in den unteren Räumen der Schiffe an den Fenstern sich drängten, um Luft zu erhalten, und die Feuer wehrlente konnten deutlich ihre Rufe nach Hilfe hören, aber selbst wenn sie an die Schiffe hätten heranfahren können, wären sie nicht im stande gewesen, die Stahlplatten zu durchbrechen. * New York, 4. Juli. Der Polizeimajor in Hoboken hat gegen zwei Kapitäne von Schleppbooten die gerichtliche Verfolgung wegen Mords eingeleitet, weil dieselben sich beim Brand der Lloyd- Docks Unmenschlichkeiten haben zu Schulden tommen lassen. Nach einem New Yorker Drahtbericht der Frank. 8tg." vom 3. Juli sind auf einem 25 Quadratfuß messenden Raume zwischen den Lloyd- Docks 45 Ertrunkene aufgefunden worden. Die Taucher schildern das Innere der„ Saale" als vollkommen entblößt von Holzwerk. Viele Leichen fand man in den Kabinen schwimmend. Ueber London werden der Frankf. 8tg." noch viele Einzelheiten der furchtbaren Katastrophe gemeldet. Ein Kapitän eines Dampfers sah durch eine Luke, wie ein Mann an einem Tische schrieb und dann sich mit einem Revolver erschoß, um dem Tode des Verbrennens zu entgehen. Lieutenants Maginnis vom Feuerwehrboot „ van Wyck" rettete 80 Menschenleben. Dritter Berliner Reichstage- Wahlkreis. Sonntag, den Er fah geschwärzte 8. Juli, vormittags, Ausflug nach Friedrichshagen( Ravenstein). Arme, von denen das Fleisch heruntergeriffen war, aus den Lufen Zahlreiche Beteiligung erwünscht. herausragen. Viele Feuerwehrleute sagten, sie würden die Schreie Tokales. Steglitz- Friedenau. Laut Beschluß der letzten Versammlung der hinter den offenen Luken verbrennenden Menschen nie aus dem des Arbeiter- Bildungsvereins findet am Freitag, 6. Juli, abends Gedächtnisse verlieren. Oskar Bock, der vierte Offizier der Saale", 8 Uhr, eine Zusammenkunft bei Gärtner, Schloßstraße, sagt aus, verschiedene dieser Dampfer weigerten sich, ihn zu retten, Stegliz, statt. während er im Wasser war, und sie stießen sogar mit Bootshaken nach Die Berliner Unfallstationen sind im Monat Juni d. J. in 4014 Fällen gegen 3236 im gleichen Monat des Vorjahres für erste Hilfe in Anspruch genommen worden, und zwar 3428 mal bei Unfällen und 586 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen wurden 3758, außerhalb derselben 256 Personen behandelt. Mit den Krankenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen Monat 159 Transporte ausgeführt. Die Zahl der polizeilicherseits den Stationen übergebenen, teils bewußtlosen Personen betrug 230; die mentgeltliche Inanspruchnahme von Eis bei Krankheitsfällen geschah in 144 Fällen. Die Schienenpolsterung bei der Großen Berliner Straßenbahn, die, wie bereits mitgeteilt, im Kastanienwäldchen vor dem Hause des Finanzministers stattgefunden, wird in Berlin allgemein an allen Kurven vorgenommen werden. Infolge zahlreicher Beschwerden seitens der Anwohner der von den Straßenbahn- Geleisen durchfrenzten Straßenzüge hat das fönigl. Polizeipräsidium die Direktion aufgefordert, für eine ständige Felichthaltung der Kurven Sorge zu tragen. Dies wird eben dadurch erreicht, daß Strohbast in die Geleise gelegt wird, welches stark durchnäßt stundenlang Feuchtigkeit abgiebt. Thatsächlich wird das kreischende Geräusch, welches die schweren Motorwagen beim Passieren der Kurven hervorrufen, durch die Schienenpolsterung fast völlig beseitigt. Adlershof. Heute abend findet im Schmauserschen Lokal der Nene Anhänge- Sommerwagen für den elektrischen Betrieb ihm, als er an Bord zu klettern versuchte. Der Obermaschinist Behrend Diskussionsabend des Socialdemokratischen Arbeiter- Bildungsvereins läßt die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft spritzte mit einem Schlauch von einem kleinen Dampfer aus auf statt. Diskutiert wird über die Forderungen der Socialdemokratie herstellen, Wagen, welche für den Maffenverkehr berechnet sind. Die vierzig Leute, die durch die Flammen unter dem Berdeck der„ Saale" betreffend die„ Einheitsschule". Da durch die Gemeindebehörde ein Wagen enthalten 12 Querbänke zu je 4 Sigplägen, mit insgesamt festgehalten waren. Der Kapitän des Kleinen Dampfers nahm ihm Realgymnasium für unsern Ort angestrebt wird, ist das obige also 48 Sigplägen. Die Plattformen gewähren 8 Personen Raum. den Schlauch weg und sagte, er wünsche nicht, daß sein Schlauch Thema sehr zeitgemäß und wird zahlreiches Erscheinen erwartet. so daß der Waggon nicht weniger als 56 Passagiere befördert. Die verdorben würde. Die vierzig Personen tamen alle um. Dr. Grahn, Wagen, die eine Länge von 8 Metern haben, kommen jedoch nur Arzt der„ Phönicia", sagt aus, einige Kapitäne von kleinen auf den sogenannten Vorortslinien zur Verwendung, da sie ihrer Dampfern hätten von den Ertrinkenden Geld verlangt und einige Länge wegen für den Innenbetrieb nicht verwendet werden dürfen. Kinder, die von den brennenden Schiffen in das Waffer gesprungen der neunziger Jahre in Berlin genommen hat, ist den Haus stammt, als Moabit noch nicht zu Berlin gehörte, sondern eine selb Die Entwicklung, die der Wohnungsmartt seit der Mitte Ein altes Moabiter Wahrzeichen, das noch aus der Zeit waren, habe man ertrinten lassen. Ein Kapitän, der auf Sammeln befizern ganz außerordentlich günstig gewesen. Die ständige Ortschaft war, wird jetzt beseitigt. Es ist der monumentale von Beute bedacht war, soll gerufen haben:„ Wir haben keine 3ahl der unvermietet gebliebenen Wohnungen Schornstein, der sich auf dem vor kurzem freigelegten Terrain der Zeit, Kinder aufzulesen." Von anderit Dampfern wurde ist immer mehr gefunken, und die Mieten sind dem gerufen:„ Wenn Ihr kein Geld habt, könnt Ihr nicht in dieses entsprechend immer mehr in die Söhe geschraubt bis vor einem Jahre hier noch befindlichen Vorsigschen MaschinenBoot." Ein Ertrinkender rief zurück:„ Ich möchte lieber sterben, als worden. Der diesjährige 1. Juli hat den Berlinern eine solche fabrik zwifchen der Hansa- und Leſſingbrücke erhob und durch seine von solchen Teufeln, wie Ihr seid, gerettet werden." Flut von Mietssteigerungen gebracht, und die Steigerungen find so enorme Höhe den ganzen Stadtteil überragte. Wer von einem von Hoboken untersucht diese Vorfälle, aber es dürfte schwer fein, Banit hervorgerufen worden ist. Wo man hinhört, überall heißt es: westen sofort der charakteriſtiſche Schornstein auf, her hinsichtlich schvet fize unverschämt hoch, daß dadurch in manchen Stadtteilen geradezu eine höher gelegenen Punkte aus Berlin überschaute, dem fiel im Norddie Schuldigen festzustellen. Die Besitzer der 20 tieinen Dampfer, Wir sind gesteigert worden wir auch wir um 10 Thaler die den Kaiser Wilhelm der Große" in Sicherheit brachten, ver- wir um 15 wir um 20! langen dem„ Expreß" zufolge gemeinsam vier Millionen Mart vom Händen. Auf der Wohnungsuche. Der Vorstand. einzelnen Teile feinesgleichen in Berlin suchte. Nun verschwindet auch er, und von der ganzen Borfigschen Herrlichkeit, die sich einst über Moabit ausdehnte, ist nur noch das an der Straße Alt- Moabit gelegene Palais des Gründers der Firma, des längst verstorbenen August Borsig, mit dem bis an die Spree reichenden prächtigen Dem Unbemittelten, deffen Einkommen schon unter gewöhnlichen Norddeutschen Lloyd. Die Anwälte haben diese Sache schon in Verhältnissen kaum für das Notdürftigste hinreicht, bleibt bei folchen Steigerungen nichts andres übrig, als die Alle Arbeiter, die sich unter Deck befanden, waren eingeschloffen, Wohnung umzusehen. Nun ist das Wohnungsuchen- wie Kündigung anzunehmen und sich nach einer andern Garten übrig. che sie die Gefahr erkennen konnten, und in den zu rotglühenden uns jeder, der es fennt, ohne weiteres bestätigen wird niemals Schutz den Kleinen! Eine anerkennenswerte Fürsorge für Defen werdenden Schiffen erſtickten sie nach und nach. Einige ein Vergnügen geweſen. In diesem Jahr aber ist es das noch reifende Kinder werden gelegentlich der großen Sommerferien die hundert Leute wurden verlegt, und Dutzende von Feuerwehrleuten viel weniger als sonst. varen arbeitsunfähig. Wer heute auf die Wohnungsuche Eisenbahndirektionen bethätigen. Wie oft kommt es vor, daß sich die Die Hospitäler arbeiteten die ganze gehen muß, der ist wirklich nicht zu beneiden. Der tann Eltern wegen ihres Arbeitsverhältnisses keine Sommerfrische leisten Nacht, 11111 für die in einem unaufhörlichen Strom kommenden Patienten an- Dinge erleben, daß ihm die Haare zu Berge stehen. Mit Entschen können, die Kinder aber gern zum Besuch bei Verwandten oder Bezu sorgen. Am Montag besichtigte sieht er bald, daß die Wohnungen anderswo nicht, wie er kannten aufs Land schicken möchten. Welchen Gefahren solche allein der Chef des New Yorker Feuerdepartements die Schiffe. Er gehofft hatte, billiger find, sondern womöglich noch teurer. reisende kinder ausgesetzt sind, braucht wohl nicht erörtert zu werden. fagte, die„ Saale" sei vollkommen verloren, aber der„ Main" Da wird für den, der durchaus darauf bedacht sein muß. eine Die Eisenbahn- Verwaltung hat nun für das Zugs- und Bahnhofskönne vielleicht wieder brauchbar werden. Die„ Bremen" steht so Leidensweg. billigere Wohnung zu finden, das Wohnungsuchen zu einem wahren personal genaue Vorschriften über die Behandlung allein reisender tief unter Wasser, daß eine genaue Besichtigung nicht möglich ist, Kinder erlassen. Vor allem wird den Beamten anempfohlen, beim aber wahrscheinlich wird dies Schiff ebenfalls vollkommen unbrauch- nunginchens noch verschärft. Das persönliche Verhältnis Kindern nicht die Finger abgequetscht werden. Das Zugspersonal Es kommt noch ein Umstand hinzu, der die Bitternis des Woh- Oeffnen und Schließen der Thüren recht vorsichtig zu sein, damit den der Berliner Hausbefizer zu ihren Mietern und zu hat des ferneren die Kinder an ihren Bestimmungsorten dem Montagnachmittag wurden fünfzig Tote vom oberen Deck der denen, die ihre Mieter werden wollen, hat sich in den letzten Jahren Bahnhofspersonal zu überweisen, welches dafür Sorge tragen muß, " Saale" entfernt. Alle waren verkohlt, und in den unteren Teilen in demselben Maße verschlechtert, wie sich die Lage des Woh- daß sie nicht unberufenen Personen in die Hände fallen, verschleppt des Schiffes sind viele Leute zu Asche verbrannt. Man glaubt, daß mungsmarktes zu Gunsten der Hausbesitzer gebessert hat. Der Haus- und ausgeplündert werden. Ist zur Abholung der kleinen Reisenden die genaue Zahl der verlorenen Menschenleben niemals feſtgeſtellt es seine Wieter wieder mehr fühlen, daß fie in feinem benachrichtigen. Inzwischen müssen die Kinder im Wartefaal unter besizer ist mertlich anmaßender geworden. Er läßt niemand auf dem Bahnhof anwesend, so find die„ Adressaten" zu werden wird, aber man schägt sie auf nicht weniger als 300. Es Haufe eigentlich nur geduldet find, und den Wohnungsuchern begegnet Beaufsichtigung gestellt werden. kommen immer noch Körper von Ertrunkenen an die Oberfläche des er vollends in einer Form, die an Höflichkeit nicht weniger als alles Wassers, und man glaubt, daß man noch eine große Anzahl Toter zu wünschen übrig läßt. Wählerischer als jezt die Berliner finden wird. Hauspaschas gegenüber den Mietern find, kann kein Stlaven halter sein, der auf den Sklavenmarkt geht, um dort seine Auswahl zu treffen. Lente, deren Beruf nicht ein völlig sicheres Gin kommen verbürgt, werden vielfach unter Achielzucken abgewiesen, er gar schon in seinem Aeußeren den Eindruck der Dürftigleit sich eines ungewöhnlich reichen Kinderjegens erfreut, wird meist sehr macht, wird oft gar nicht erst vorgelassen, wer gestehen muß, daß er bar sein. * * Angust Steuer aus der Boyenstraße 39 geworden zu sein. Steuer Ein Opfer feines Berufs scheint der 19 Jahre alte Schloffer war in der Böttcherschen Fabrik für chirurgische Apparate in der Chauficeftr. 68/69 beschäftigt. Hier sollte er eine Wanne löten. Um diefe vorher zu reinigen, gebrauchte er, wie es üblich ist, Salzsäure, nahm aber zu viel, fog, indem er sich über die Wanne bengte, die giftigen Dämpfe ein und mußte fast bewußtlos nach dem Augustagerichtsärztlichen Oeffnung beschlagnahint worden. Hospital gebracht werden. Dort ist er gestorben. Die Leiche ist zur Mädchen von Jahren. Die Räder des schweren Wagens gingen der Unglücklichen über den Stopf, was den sofortigen Tod der Sleinen zur Folge hatte. Ueber die Entstehung des Feuers wird folgendes berichtet: Am Sonnabend, kurz nach Mittag, als viele Besucher auf den Schiffen waren, explodierte ein Ballon Säure inmitten aufgestapelter Baum wollenwaren. Die brennende Säure ergoß sich über die Waren und das ausgedörrte Holz der Docs, das wie Zunder aufflammte. rajch hinausbegleitet. Ehe noch die auf den Schiffen und Landungsbrücken befindlichen Leute Wie mancher Mieter, der sich am Quartals- Etsten empört Einen tödlichen Ausgang hat ein Unfall genommen, der vor gewarnt werden konnten, leckten die Flammen schon von Dock zu über die unverschämt hohe Mietssteigerung, die sein Wirt sich er- einiger Zeit den aus Danzig gebürtigen 41 Jahre alten HafenDod und schnitten jeden Weg zur Rettung ab. In einem Moment laubt hat, und voll Zuversicht, eine andre, billigere Wohnung zu arbeiter Robert Lajodny aus der Invalidenstr. 9 zustieß. Der Mann waren die Landungsbrücken brennende Halbinseln, von denen sich die finden auf die Wohnungsuche begab, kommt in solchen Zeiten, ging spät abends angetrunken durch die Friedrichstraße, geriet unter Flammen über die Schiffe verbreiteten. Die Leute, denen die Flucht wie wir sie jetzt haben, schon nach wenigen Tagen zu der Einsicht, einen Omnibus der Linie Chausseestraße- Hallesches Thor, wurde daß er seinem Hauspascha eigentlich bittres lurecht gethan hat überfahren und sehr schwer verletzt. Der Brustkasten wurde ihm abgeschnitten war, liefen nach den Enden der Landungsbrücken, um Neumütig und dem Gestrengen stille Abbitte leiftend, tehrt er an ihm eingedrückt, mehrere Rippen und der Rückenwirbel gebrochen. In in den Hudson zu springen; einer Anzahl von ihnen gelang es zurück und fragt bescheiden an, ob die Wohnung vielleicht noch zu der königlichen Klinik ist er seinen furchtbaren Verlegungen erlegen. nicht, das Ende der Brücken zu erreichen, und sie wurden vom haben ist. Er ist froh, wenn sie noch nicht vermietet ist und der Vom Omnibus überfahren wurde gestern abend gegen 6 Uhr Feuer gefaßt. Die oberen Teile der Dampfer standen so rasch Wirt sie ihm mun noch zu dem Preise überläßt, der ihm eben noch an der Spandauer- und Kaiser Wilhelmstraßen- Ecke ein kleines ober in Flammen, daß die Besucher und Arbeiter die Auswege so unverschämt hoch erschien. bereits abgeschnitten fanden, als sie das Feuer entdeckten. Jaso wollen es nicht wenige unter den Berliner Haus Obgleich die Feuerwehr mit großer Schnelligkeit zur Stelle war, befizern haben! Der zur Miete wohnenden Bevölte: tonnte sie doch nur sehr wenig thun. Eine Feuerwehrstation liegt ung soll es wieder einmal zum Bewußtsein gebracht werden, daß nur 400 Fuß von den Docks entfernt, aber das Feuer hatte sich so tributpflichtig ist! Sie soll lernen, nicht nur willig ben fie von den Hausbefizern abhängig und ihnen rasch ausgebreitet, daß der Kutscher der ersten Sprize, die auf dem gesteigerten Tribut zu entrichten, sondern es noch als ein Glück Schauplatz antam, geblendet von seinem Sig fiel, während die Pferde und eine Gunst anzusehen, wenn man die Gnade haben will, ihn weiterstürmten und verbrannten. Das Getöse war furchtbar. Das anzunehmen. Geschrei der Unglücklichen, das Krachen der einstürzenden Gebäude, das Gebrüll der Sirenen der von New York heraneilenden FeuerwehrObstruktion in der Berliner Barbier, Friseur- und züge wurde weit in Manhattan gehört. Die von den Flammen Ver- Perrückenmacher Innung. Einen stürmischen Verlauf nahm die Im Walde vergiftete sich Dienstagnachmittag der 50 Jahre folgten sprangen in den Hudson, und in wenigen Augenblicken hatte Quartalsversammlung der Berliner Barbier, Friseur- und Berrücken- alte Landwirt Max R., der bei seinem Bruder, einem Photographen, macher- Junung am Montag infolge des Antrags zweier Imnungs- in der Neuen Wilhelmstraße wohnte. Zwischen St. und seinem Bruder der Fluß das Aussehen eines Seebades während der Badezeit. Kähne bezirke, das Vorstandsmitglied W. wegen umwürdigen Verhaltens bestand schon seit längerer Zeit ein gespanntes Verhältnis. Er bes und kleine Dampfbarlaſſen eilten vom andern Ufer herbei und und wegen beleidigender Aeußerungen über Jnnungsmitglieder seines tam feine Arbeit angemessen bezahlt, verlangte aber mehr als er näherten sich den Schiffen so weit, wie es die Sicherheit erlaubte. Amts als Vorstandsmitglied für verlustig zu erklären. Das also be- verdiente. St. glaubte auch, daß er in Erbschaftsangelegenheiten seinent Hunderte von Lenten wurden auf ihnen gerettet, aber um sie her schuldigte Vorstandsmitglied gehört dem Vorstand bereits 6 Jahre Bruder gegenüber zu kurz gekommen sei und ließ sich das auch trot ertrauten Männer, Frauen und Kinder. Man konnte sehen, wie an, soll aber in der legten Zeit in den Vorstandssigungen derartig mehrfacher Auseinandersetzungen von rechtshmdiger Seite nicht ausreden. Besucher und Arbeiter auf den Docks zusammenbrachen, nachdem Obstruktion getrieben haben, daß in mehreren Sigungen eine ge- So führten die beiden Streitpunkte bis in die legte Zeit hinein sie vergeblich versucht hatten, über die Brustwehr sich ins Wasser regelte Verhandlung unmöglich war und eine Sigung einen vor häufig zu Zwift und Zant. Nach einem folchen Auftritt lief St. zu werfen. Die Offiziere der Schiffahrts- Gesellschaft versuchten zeitigen Schluß fan In seinem Obstruktionseifer foll er einem gestern weg. Später fand man ihn bei Nieder- Schönhäufen schwer zunächst, die Schiffe in die Mitte des Flusses zu bringen, gegnerischen Vorstandsmitglied zugerufen haben: Ihr lauft ja in frant im Walde liegen. Er hatte Strychuin genommen, das er noch damit die Feuerlöschboote sich ihnen frei von allen Seiten ordnung", Eurem Bezirk zufammen wie die Sammel, ohne jede Tages- aus der Zeit seiner landwirtschaftlichen Thätigkeit besaß. fein Gegner replicierte fofort: Und Jhr wie die Efel". Amtsbureaut wurde der Lebensmüde nach Berlin in ein Krankenhaus Bwanzig Schleppichiffe brachten den Kaiser Nach verschiedenen Verhandlungen ist auf Beschluß der Versammlung gebracht. Sein Befinden, das zunächst sehr schlecht war, hat sich Wilhelm den Großen" in Sicherheit. Die„ Saale" und das Mitglied mit 65 gegen 41 Stimmen aus seinem Amt entfernt etwas gebessert, so daß er voraussichtlich am Leben erhalten wird, Bremen“ wurden, in vollen Flammen stehend, bis in die worden. wenn nicht unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten. nähern tonnten. Von der Schloßbrücke fiel gestern früh gegen 10 Uhr ein der Brücke und sah den Baggerarbeiten zu. etwa 11 jähriger Knabe in die Spree. Er saß auf dem Geländer Durch ein zu weites Serüberbeugen des Körpers fiel er kopfüber ins Wasser. Schnell entschloffen sprang ein beschäftigter Arbeiter dem Knaben mit voller Kleidung nach und zog ihn unter großem Jubel der Zuschauer glücklich wieder heraus. Vom Vermischtes. Auf der Arbeitsstelle vom Tode überrascht wurde Dienstag daß sie aber ihre dafür eingegangenen Verpflichtungen nicht inne- dem Wortlaut dieses Paragraphen könne er ur angewendet werden, die 59 Jahre alte Witwe Anna Korff aus der Gr. Frankfurterstr. 129, hält. Bedauerlicherweise hat die Stadtverordneten- Versammlung wenn ein falscher Name einem zuständigen" Beamten gegen die seit vier Jahren in der Cigarrenfabrik von Vogel in der bereits Ferien, so daß es nicht möglich ist, den Magistrat dazu zu über gebraucht werde. Ein solcher Beamter sei der Bürgermeister Admiralstr. 23 beschäftigt war. Vor den Augen der andren Wickel- veranlassen, daß er die Gesellschaft energisch daran erinnert, daß als Vorsitzender des Kirchenvorstands nicht, macherinnen brach Frau Korff, die vorher uie trant gewesen Kontrakte dazu da sind, daß sie gehalten werden. während er als Polizeiverwalter ein zuständiger Beamter im Sinne des war, bei der Arbeit plöglich zusammen und starb schon nach fünf Die Einnahmen der Stadt Charlottenburg aus§ 360 sein würde. Hierzu komme, daß der Bürgermeister den Angeklagten Minuten, wahrscheinlich am Herzschlag. den Straßenbahn- Unternehmungen sind äußerst gering. gekannt habe. Einem zuständigen Beamten gegenüber hätte Die Berlin- Charlottenburger Straßenbahn entrichtet 52 852,56. ich nach der Namensberichtigung Krüger Mich. ( gegen 31 492,79 M. im Vorjahre), die Große Berliner Straßenbahn- chreiben müssen. und die Westliche Berliner Vorortbahn 3000 M. Die gleiche Summe Gesellschaft zahlt 42 899,90 m.( gegen 32 009,20 m. im Vorjahre) Gesamtabgabe der drei Straßenbahn- Gesellschaften beziffert sich somit hat die legtgenannte Gesellschaft auch im Vorjahre entrichtet. Die In Konik und der Umgegend herrschte am Dienstagabend eint auf 98 752,46 M.( gegen 66 501,99 M. im Vorjahre). Ferner leistet furchtbares Gewitter. An verschiedenen Stellen hat der Bliz eindes Straßenbahnförpers der von ihr befahrenen Straßen einen Krojanten, dem Baron von Ecardſtein gehörig. Dort wurden die Berlin- Charlottenburger Straßenbahn für die Unterhaltung geschlagen und gezündet, so unter anderm auch auf dem Gut Zuschuß von 12 000 m., die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft 15 Arbeiter, die sich im Freien befanden, durch einen Blitzaus dem gleichen Anlaß einen Zuschuß von 550 M. Dazu tommt ich lag erheblich verlegt. Die Feuerwehren waren ver ein Beitrag von 560 M., den die Berlin- Charlottenburger Straßen- ichiedentlich in Thätigkeit. bahn für einen neuen Bohlenbelag der Marchbrücke zusteuert. Die Opfer ihres Berufs wurden vier Berglaute im Kalibergwerk Beiträge der Gesellschaften endlich zu den Kosten der Reinigung Bernhardshall". Dieselben sind durch eindringende Gase erstickt. und Besprengung der von ihnen mit Pferden befahrenen Straßen Bei einem heftigen Gewitter in der vergangenen Nacht schlug verteilen sich so, daß auf die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft der Blizz in dem Dorfe Groß- Ellernig in eine Kathe und zündete. 22 263, auf die Westliche Berliner Vorortbahn 2717 und auf die Die Familie Mitowski, Vater, Mutter und zwei kleine Kinder, die Berlin- Charlottenburger Straßenbahn 7413 M. entfallen, zujanimen durch den Blitz betäubt waren, find in den Flammen umgekommen. also 32 393 gegen 25 112,50 M. im Vorjahr. Die Stadtgemeinde läßt sich also einen großen Gewinn entgehen, der in die Taschen der Fener im Schiff. Nach einer bei Lloyds aus Gravesend einAftionäre und Dividendenschlucker fließt. Hoffentlich jedoch wird in gegangenen Depesche entzündete am Dienstag ein Blizz den Deldampf dieser Beziehung bald Wandel geschaffen, da die städtische Verwaltung in dem Schiffsraum des in Bremen beheimateten Schiffs„ Helene", fich zur Zeit mit der Frage der Uebernahme der Straßenbahnen in welches eine Ladung amerikanischen Naphthas im Themsehafen löschte. eigne Regie beschäftigt. Es wird sich bei der Uebernahme in Drei Manu wurden getötet, drei erlitten schwere Brandwunden. Das eigne Regie nicht nur um die Frage des finanziellen Effekts für die Feuer wurde gelöscht. befferung der Angestellten und um Erleichterungen für das fahrende Stadtgemeinde handeln, sondern vor allem auch um eine AufEin trauriges Ende hat wieder einmal ein Liebesverhältnis genommen. Die 25 Jahre alte Sch., die Tochter einer Witwe, war früher in einem Buzgeschäft thätig und wurde dann Kellnerin. Als solche machte sie die Bekanntschaft eines Baumeisters, der sie aus ihrer Beschäftigung herausnahm und ihr in der Linkſtraße eine Wohnung mietete. Vor einiger Zeit kann es zu einem Zerwürfnis und das Ende war, daß das Mädchen sich in den Landwehrkanal stürzte und ertrank. Borgeſtern nachmittag wurde sie an der Potsdamer Brücke als Leiche gelandet. Von einem Müllwagen zu Tode gefahren wurde Dienstagnachmittag der 6/2 Jahre Sohn Walter des Arbeiters Gafenzer aus der Prenzlauer Allee 202. Die Eltern haben an der Elbingerstraße eine Laube. Dorthin wollte der kleine Walter mit seinem 8jährigen Bruder gehen. Unterwegs spielten die Knaben„ Kriegen". In der Danzigerstraße gegenüber der Gasanstalt wollte nun der jüngere dem älteren Bruder über den Fahrdanm weg nachseßen und jah einen beladenen Müllwagen nicht, der langsam von der Elbinger straße hergefahren tam." Der Kutscher rief ihn laut an, in seinem Eifer jedoch hörte der Kleine die Warnung nicht, lief in das Gepann hinein und wurde überfahren. Ein unbekannt gebliebener Herr, der Zeuge des Unglücks war, ließ den innerlich und äußerlich schwer Berlegten mit einer Droschte sofort nach der Unfallstation II in der Schönhauser Allee bringen. Eine Rettung war jedoch nicht mehr möglich, der Knabe starb unter den Händen des Arztes. Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Juni 96 Familien mit 318 Personen, darunter 23 Säuglinge, und 77 Einzelpersonen. Am 1. Juli war der Bestand 93 Familien mit 331 Personen, darunter 25 Säuglinge, und 96 Einzelpersonen. Das Ashl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im Laufe des Monats Juni 13945 Perfonen und zwar 13 078 Männer, 867 Frauen. Von diesen Personen wurden 7 dem Krankenhause Friedrichshain, 35 dem Krankenhause Moabit, 14 der Charité, 7 nach Herzberg, 11 der Geschlechtskrankenstation überwiesen, 214( 206 M., 8 Fr.) der Polizei vorgeführt. Gebadet haben im Laufe des Monats Juni 6176 Personen. 0 Verloren gegangen ist am Montag, den 2. d. M., morgens 7 Uhr, auf dem Wege von der Fennbrüde am Süd- Ufer entlang bis zum neuen städtischen Krankenhaus in der Seestraße ein großes Couvert mit 400 Stück Krankenkassen- Marken II. AI. und Marken III. Kl. und eine Aufnahme- Bescheinigung. Da sie für den Finder ganz wertlos find, wird gebeten, dieses an Barenthin, Stendalerstr. 2, Kassierer von der Freien Hilfskaffe der Dachdecker, abzugeben. Ju der Urania, Taubenstraße, wird Ende nächster Woche Herr Franz Görke zum erstenmal einen Vortrag über die Weltausstellung in Paris halten. Der Vortragende hat auf Grund seiner an Ort und Stelle vorgenommenen Studien reiches Material an Lichtbildern mitgebracht, welche zur Erläuterung seiner Wanderung durch die Ausstellung dienen werden. Publikum. Aus Rigdorf. Tot aufgefunden wurde am Mittwochmorgen am Maybach- Ufer die Leiche eines unbekannten Arbeiters, der etwa 35-40 Jahre alt sein mochte. Irgendwelche Papiere, die über die Persönlichkeit des Toten hätten Aufschluß geben tönnen, wurden bei der Leiche nicht vorgefunden. Marktpreise von Berlin am 3. Juli 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 10,- 7Rindfleisch, Keule 1 kg Weizen, gut D.- Ctr. mittel gering ". " Roggen, gut do. Bauch Schweinefleisch Butter 1,60 1,20 " " " 1,20 0,90 " " 1,60 1, " mittel gering " Kalbfleisch " 1,601, " Hammelfleisch 1,60 1,10 †) Gerfte, gut 14,90 14,40 2,60 1,80 " " mittel gering 14,30 13,90 Eier 60 Stüd " 3,60 2,10 13,80 13,40 Safer, gur n 16, 15,10 Karpfen Aale 1 kg 1,60 1, 2,80 1,40 " mittel gering 15, 14,10 Bander 2,60 1,20 14,13,10 " Hechte " 2,40 1, " 6,82 5,82 9,30 Barsche " 1,80 0,80 5,90 Schleie " 2,40 1,20 Bleie Krebse 1,40 0,80 per Shot 20,- 3, Gas- Automaten für Licht- und Heizzwecke läßt jezt die städtische Gasanstalt bei Interessenten kostenfrei aufstellen. Die Konsumenten haben lediglich nur das Gas zu bezahlen, die gesamte Einrichtung †) liefert die Anstalt frei. Anträge um Aufstellung solcher Automaten find schriftlich an die Gasanstalt( Cannerstraße) zu richten. Vom öffentlichen Arbeitsnachweis der Stadt Rigdorf verlangten im Monat Juni 130 Arbeitgeber insgesamt 195 Perfonen, und zwar 43 Handwerker, 20 Fabrifarbeiter,[ 102 ungelernte Arbeiter, 4 Dienstmädchen, 2 Fabrikarbriterinnen, 15 ungelernte Arbeiterinnen, sowie 2 Lehrlinge und 7 jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren. Es wurde Arbeit gesucht von 347 Personen, darunter waren 26 weibliche und 17 unter 16 Jahren. Von den 347 Arbeit suchenden erhielten 161 Arbeit nachgewiesen. Von den 26 weiblichen Personen wurden 13 untergebracht. Gerichts- Beitung. " Nichtstroh Heu Erbsen Speisebohnen Linsen 10, 25, 45, 25, 70,- 30, †) frei Wagen und ab Bahn. feste Stimmung geltend auf höhere Breismeldungen aus Nordamerika und Produktenmarkt vom 4. Juli. Heute machte sich für Getreide sehr widriges Wetter. Auch die fritischen Verhältnisse in der Politik wirkten bei der Preiserhöhung mit. Im Lieferungshandel wurde bereits am Früh markt Weizen 1,50 M., Roggen 0,50 m. höher bezahlt. Für effektive Ware, die namentlich aus Rußland reichlich aber nicht dringend und zu verhältnis: mäßig hohem Preise offeriert war, zeigte sich anfänglich wenig Interesse; erst am Mittagmarft wurde speciell Roggen lebhafter gefragt, und zog infolgedeffen noch weiter an. Auch Weizen konnte feine anfänglichen festen Preise noch einigermaßen weiter steigern, wenn auch nicht in gleichem Maße wie Roggen. Mattere Meldungen aus Budapest fanden kaum Beachtung. Bei Schluß des Martts notierten Weizenlieferungen fast 2 M., Roggen Futtermarkte lag Safer fest, da inländische Offerten knapp und auch russische nicht sehr wesentlich waren. Siesige Warenbestände sind sehr groß, bleiben jedoch vor der Hand ohne Einfluß auf die Preisgestaltung, da die Ware größtenteils zu Boden gegangen ist. Mais war im Preiſe wenig verändert. gehalten, da das herrschende regnerische Wetter gerade jezt beim SaatenRüböl wurde bereits am Frühmarkt 0,20, mittags weitere 0,30 m. höher schnitt sehr schädlich ist. der Direftion. Zum Verkauf standen: 348 Rinber 2373 Kälber, 3233 Schafe, 8031 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Bfund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht ausgemäßtete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 46-50. Färsen und Im Apollo Theater steigt im Juliprogramm immer noch Venus auf Erden hernieder und nach der lebhaft zustimmenden Begrüßung, die dem mit so verschwenderischem Lurus umgebenen Stück aufs neue zu teil wurde, darf man folgern, daß im Publikum die Freude über die phantastische Burleske noch nicht versiegt iſt. Mit dem Engagement des Herrn Mörbiz hat die Direktion wieder einen trefflichen Humoristen gewonnen, dessen Komit die Besucher in die heiterste Stimmung versezte. Das Schwurgericht des Landgerichts I begann am Montag Das Trio eine neue Periode die legte vor den Ferien unter dem Vorsiz Monfroid führt uns seine Akrobaten- Kunststücke im Teufel des Landgerichtsrats Telle. Zunächst wurde gegen den Schlächteraufputz vor, um, begleitet mit einem unheimlichen Saufen meister Otto Bayer eine Auflage wegen schwerer Urkunden- circa 1,25 M. höher als gestern. Das Geschäft war ziemlich rege. Am und Pfeifen, in Windeseile über drei Tische hinwegzugleiten. fälschung verhandelt, der ein eigenartiger Sachverhalt zu Grunde Diese kleinen Teufeleien nahmen sich ganz prächtig aus und besonders lag. Am 7. Januar d. J. hatte Bayer aus Pommern neun Kälber die in das Trio aufgenommene kleine Teufelin ließ die Schrechnisse im geschlachteten Zustande zugeschickt erhalten. Er fuhr nach dem der Hölle ganz vergessen. Auch in den übrigen Piecen traten tüchtige Untersuchungsamt in der Central- Markthalle und ließ sie dort einzeln Künstler auf. Herr Henry Taylor bot als Equilibrist und nach dem Untersuchungsamt tragen, um sie besichtigen und stempeln Julia Karen als Trapezkünstlerin ganz erstaunliche Leistungen, zu lassen. Als die Kälber bis auf eins untersucht waren, trat während in den beiden Damen Hella Orlon und Elly de Baher an den Wagen heran, drückte mit der sogenannten Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 4. Juli 1900. Amt: Bianca der Bühne recht stimmbegabte Mitglieder angehören. „ Maus" seiner rechten Hand gegen den frischen Stempel licher Bericht des zuletzt untersuchten Kalbes und brachte dann seine Hand mit dem noch untersuchten Kalb derart in Berührung, daß der Stempel Der Kontrollrevisor Kottke hatte dies zweimal abgedrückt wurde. Berfahren bemerkt. Er besichtigte das von Bayer selbst gestempelte Kalb näher, wobei ihm das schlechte Aussehen des Fleisches auffiel. Es wurde vom Tierarzt untersucht und beschlagnahmt, da es von einem Tier herrühren mußte, das in krankhaftem Zustand geschlachtet war. Es wurde angenommen, daß Bayer das Verfahren mit dem Abklatschen des Stempels vorgenommen habe, um das Eisenbahnwünsche der Vororte. Der Präsident der Eisen- verdächtige Kalb der Untersuchung zu entziehen. Der Angeklagte bahndirektion Berlin Kranold hatte zu Dienstagnachmittag den Vor- behauptete im Termin, daß er finnlos betrunken gewesen sei und stand und die Delegierten des Vereins der Vororte Berlins zu einer von den gangen Vorfällen nichts wisse. Durch die Beweisaufnahme Konferenz nach dem Sigungssaal des Direktionsgebäudes eingeladen, wurde festgestellt, daß der Angeklagte ein Gewohnheitstrinfer ist; um mit ihnen über Vororts- Verkehrsfragen und Aenderungen des Physitus Dr. Störmer begutachtete, daß er geistig minderwertig sei. Fahrplans zu verhandeln. Die alte selage wegen Ueberfüllung der Hierauf, sowie auf die Möglichkeit, daß ein Spiel des Zufalls vorZüge im allgemeinen und der an den Stemutagen nach Starlshorst liegen könne, ſtügte der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Salpern, jeinen und Hoppegarten fahrenden Züge im besonderen erkannte der Präsident Antrag auf Freisprechung, während der Staatsanwalt den entgegenals gerechtfertigt an, aber das Publikum stürzt sich immer nur auf gefeßten Standpunkt vertrat. Da die Geschwornen die Schuldfrage die ersten Züge, so daß die späteren oft leer fahren. Ein andrer verneinten, so mußte der Angeklagte freigesprochen werden. Wunsch ging dahin, für verloren gegangene oder infolge von Jus Irrenhaus! Wegen Sittlichkeitsverbrechens war der Krankheit des Besitzers unbenutt gebliebene Monatskarten 60jährige Eishändler Karl Schulenburg aus Friedrichsberg angeklagt. einen Ersatz zu erhalten. Es wurde versprochen, daß man nach Seine verstorbene Ehefrau besaß aus ihrer ersten Ehe eine Enfelin, Eingang der bezüglichen Anträge jeden Fall einzeln prüfen und die im Jahre 1882 geboren war. Die Eheleute hatsen das Kind danach die Bestimmungen treffen werde. Von verschiedenen Seiten adoptiert und aufgezogen. Nach dem Tode der Großmutter, im war eine Vermehrung der Züge und namentlich eine Einstellung Herbst 1898, verging sich der Adoptivvater in acht Fällen schwer später liegender Nachtzüge beantragt. Der Präsident erklärte, er an der 16jährigen Tochter. Unter Anklage gestellt, wurde er zwar könne nach dieser Richtung hin keine bindende Zusage machen, da schuldig befunden, doch konnte er nicht verurteilt werden, weil zwei Stationen solche Wünsche beim Eisenbahn Ministerium jetzt schwerlich Berüd psychiatrische Sachverständige bekundeten, daß der Angeklagte zur sichtigung finden würden. Die Verteuerung der Kohlen mache sich geit der That nicht im vollen Bejig seiner Geisteskräfte gewesen sei. immer fühlbarer bemerkbar und zwinge zu einer größeren Sparfam- Der Angeklagte wurde daher freigesprochen, doch wurde er als Swinemde keit. Endlich solle der Wunsch, sämtliche nach Johannisthal fahrenden gemeingefährlich einer Jrrenanstalt überwiesen. Züge bis Grünau durchzuführen, genau geprüft und thunlichst erfüllt werden. Aus den Nachbarorten. noch am Gurt arbeiten. Die Einühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färjen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtvertes bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemästete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere ühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-48; e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44. Kälber: a) feinste Masts falber( Boumitchmast) und beste Sangkälber 66-68, b) mittlere Maftälber und gute Saugfälber 60-64, c) geringe Sangtälber 50-55, d) ältere, gering genährte( Fresser) 37-42. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast: hammel 62-65, b) ältere Wafthammel 56-60, Hammel umb Schase( Merzichafe), 51–55, d) Colſteiner Riederungse) Sauen 43-44. fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 49-50, b) Stäfer 00-00, c) fleischige 47-48, d) gering entwickelte 45-46, Verlauf und Tendenz. Bom Rinderauftrieb blieben etwa schleppend. Bei Schafen fanden etwa 800 Stüd Abjaz. Der Schweinemartt 90 Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich wieder matt und verlief glatt und wurde geräumt. Witterungsübersicht vom 4. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Hamburg Wien Barometer: stand mm Wind: richtung Windstärte 759 WNW 2 760 23 759 Wetter bedeckt Temp. n. C. 6° 4° R. Stationen Barometer: stand mm Windrichtung Windstärte 16 paparanda 750 NW Wetter Temp. n. T. 6° C.= 4° R. 4831 2 bedeckt 14 4 bedeckt 1 Regen 15 Betersburg 757 SS2 1wolfig 16 Cort 768528 3Regen 13 14 Aberdeen 765 NW 3woltig 11 16 Baris 764 NNW 2wolfent 18 15 Berliner Wetterbureau. Kurioses vom Kampf gegen das Polentum. Ein Handels- Berlin 759 Still- bedeckt Ist die Regelung des Bauarbeiterschutzes notwendig? mann in Neustadt in Bosen schrieb seinen Familiennamen stets in Frankf./M. 761 NNO 2 Regen In Ober- Schöneweide in der Edisonstraße stürzte am Großvater zeit ihres Lebens gethan haben. Die polnischer Schreibweise Kerngier, wie es sein Vater und sein München 759 Still wolfenl 21 28. Juni ein Dachdecker, welcher auf dem Dache arbeitete, herunter. Behörden glaubten jedoch, Wetter Prognose für Donnerstag, den 5. Juli 1900. Derselbe erlitt einen Beckenbruch und sonstige schwere Verlegungen. bekommen zu haben, daß die Leute dazu gar kein Recht Nacht und steigender Tagestemperatur; teine erheblichen Niederschläge. im verflossenen Jahre herausLangsam aufflarend bei schwachen nordwestlichen Winden, etwas fühlerer Den polizeilichen Bestimmungen über den Rüstungsbau bezw. Schutz- gehabt hätten, sondern daß sie von Rechts wegen" verpflichtet rüstung für Dachdecker war an diesem Bau die Dachdeckerarbeiten werden von Herrn Hieke- Rigdorf ausgeführt gewesen wären, sich gut deutsch Krüger zu nennen. nicht Rechnung geBriefkasten der Redaktion. tragen. Während es in der Polizeiverordnung heißt, die Schuß- tragungen im Kirchenbuch 2c. wurden entsprechend„ berichtigt". Die rüstung muß 1 Meter unter dem Dache angebracht sein, diefelbe Regierung zu Posen ließ darauf Herrn Krygier- Krüger eröffnen, Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und muß 1,50 Meter breit sein und ein Stirnbrett von 40 Centimeter einer Gigung des Kirchenvorstands, dem St. angehört, fehrte er sich aber Freitag von 7-9 Uhr abAngelegenhe daß er hinfort nur die deutsche Schreibweise anzuwenden habe. In sowie eine Schutzwehr in der Höhe von 1 Meter haben, waren hier Schöneberg. In der Angelegenheit fönnen wir nichts unternehmen, Abonnent Merem. 2,50 Meter unter dem Dache ein paar Riegel herausgesteckt und nicht daran; das ihm vom Bürgermeister als dem Vorsitzenden vor- wenden Sie sich an die Barteiorganisation am Ort. E. H. 36. Nein. einige Bretter herübergelegt, und das war die Rüstung. Unfrerseits gelegte Sigungsprotokoll unterschrieb er wieder Krygier. Die Folge Bericht ist unter Gewerkschaftlichem erschienen. darauf aufmerksam gemacht, meinte der Vertreter des Bauherrn, hier war ein Strafverfahren wegen Uebertretung der Kabinettsorder 17. Leider haftet in Ihrem Fall weder die Gemeinde, noch die Schulsei die Polizeiverordnung nicht maßgebend. Hier müsse der Dachdecker on 1822 und des§ 360 Nr. 8 des Reichs- Strafgesetzbuchs. Nach verwaltung, noch ein Lehrer, sondern lediglich der Junge und sein Vater. 9. 1. Joubert. E. 3. 45. Ja. 2. V. 0. Ja. jener Kabinettsorder ist zu jeder Namensänderung die Ge- 5. 25. Nein. nehmigung der hohen Obrigkeit erforderlich und die angezogene borene sind Ihrer Ehefrau von Ihnen, so erlangt das Kind durch Ihre J. B. Charlottenburg. Stammt das voreheliche, außer der Ehe ge Charlottenburg. Nach dem mit der Großen Berliner Straßen- Bestimmung des Straf- Gesetzbuchs bedroht den mit Strafe, der sich beirat die Rechte eines ehelichen Kindes. Zweckmäßig ist es, das Kind zu bahn abgeschlossenen Vertrage vom Jahre 1897 sollten sämtliche eines ihm nicht zukommenden Namens einem zuständigen Be- notariellem, standesamtlichem oder gerichtlichem Protokoll anzuerkennen und Charlottenburger Bahnen dieser Gesellschaft spätestens vom 1. Ot- aniten gegenüber bedient". Das Schöffengericht verurteilte St. 3 die Umschreibung zu beantragen. Stammt das Kind nicht von Ihnen her. tober 1900 ab mittels Elektricität betrieben werden. Auf Antrag einer Geldstrafe von 30 M., indem es den Thatbestand des§ 360 fo fönnen Sie dennoch mit Einwilligung Ihrer Frau und des Vormunds der Gesellschaft ist die Frist vor kurzem bis zum 1. Juli 1901 ver- Nr. 8 des Straf- Gesezbuchs als erfüllt ansah. Das Landgericht, an dem Kind Ihren Namen beilegen. Das zu thun liegt im Interesse des längert worden. Die städtischen Körperschaften haben dem Antrage welches der Beschuldigte sich wandte, verwarf zwar die Berufung Kindes. Um diese Namensbeilegung zu erreichen, schreiben Sie etwa: hauptsächlich deshalb Folge gegeben, weil die Firma Lahmeyer und erklärte St. ebenfalls für strafbar; es ging indessen von der Er- Meine Ehefrau hat vor der Ehe ein nicht von mir erzeugtes Kind( Namen) den Strom aus dem städtischen Elektricitätswert geboren. Scherteile hierdurch dem Kind meiner Ehefrau meinen Namen, mit wägung aus, daß hier nicht die Bestimmung des Strafgesetzbuchso daß es fortan heißen soll." Hierunter sehen Sie Ort, Datum und Schwierigkeiten zum großen Termin festgefeßten liefern zu träfe, sondern daß es sich lediglich um eine Anwendung der Kabinetts- Namen und lassen den Namen von einem Notar oder von einem Amtsfonnte. Als Entgelt dafür, daß der Termin der Einführung des order von 1822 handeln könne. Der Straffenat des Kammer- gericht beglaubigen. Unter diese Urkunde laffen Sie Ihre Frau und den elektrischen Betriebs um volle 9 Monate hinausgeschoben ist, hat sich gerichts als Revisionsinstanz hielt dagegen beide angezogenen Vormund des Kindes schreiben: Mit der Erteilung des Namens die Große Berliner" verpflichtet, die beiden Linien Amtsgericht Geseze für nicht anwendbar und sprach den Angeklagten mit mein kind, beziehentlich mein Mündel bin ich einverstanden." Hierunter Schlesischer Bahnhof und Uhlandstraße- Küstriner Platz bis zum folgender Begründung frei: Auf Grund der Kabinettsorder könne jetzt Ihre Frau und der Vormund ihren Namen, laffen auch diese Unter1. Juli d. J. für den elektrischen Betrieb umzuwandeln. Num ist er nicht bestraft werden, da er seinen Namen nicht geändert schriften notariell oder gerichtlich beglaubigen. Alsdann beantragen Sie der 1. Juli längst vorbei, und noch immer ist von der Einführung habe. Er habe ihn vielmehr geschrieben, wie sein Vater und unter Ueberweisung dieser Urkunde bei dem Standesbeamten, in deffen des elektrischen Betriebs auf diesen beiden Linien nichts bemert- Großvater, und die Aenderung sei im Berichtigungswege durch die Regiſter die Geburt des Kindes eingetragen ist, auf Grund dieser Urkunde in. umzuschreiben." Ob Ihre Ehefran bar; es scheint also, daß die Gesellschaft wohl von den Regierung vorgenommen worden. Aber auch nach§ 360 mit Ihnen Kinder hat oder nicht, ift für die Beilegung ihr gewährten Vergünstigungen den ausgedehntesten Gebrauch macht, Nummer 8 jei St. im vorliegenden Falle nicht strafbar. Nach Ihres Ramens in dieser Art unerheblich. M. Ja. W. Nein Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, nur den Namen des Kindes. alt