10 Nr. 3. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expeditio.. ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. fern spred- Anschluß: amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Bur Dienstag, den 5. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. oben vor sich gehen, ist aus unserer Zusammenstellung leicht nügen nicht, um ein gefestigtes Urtheil über die ersichtlich Vergleicht man das letzte Berichtsjahr mit seinem der arbeitenden Klasse zu Theil gewordene Für Es ist deshalb ein wohl der Prozentsatz der Besichtigungen, und zwar' n verschiedenen berechtigtes Verlangen, wenn in den Berichten der Die Intensität der Fabrikinspektion wird durch die Zahl in nicht aeringem Maße- am bedenklichsten im Zwickauer sächsischen Fabrikinspektoren, nicht nur, wie dies ja bereits ausgedrückt, welche das Verhältniß zwischen den besichtigten Diftritte zurückgegangen ist. Die Durchschnittsziffer für 1885 geschehen ist, die Bahl der bestehenden und der besichund den aufsichtspflichtigen Betrieben angiebt. Daß diese das ganze Königreich Sachsen ist seit 1888 fortgefegt zurück- tigten Betriebe und der Revisionen, sondern auch die Zahl Intensitäts-, diese Stärkeziffer einen guten Maßstab für die gewichen. der in den revidirten Anlagen beschäftigt gewesenen Arbeiter fozialpolitische Wirksamkeit der Fabrikinspektion liefert, ( Alter, Geschlecht) übersichtlich mitgetheilt würden. versteht sich. Denn je gründlicher die Kontrolle der gewerblichen Unternehmungen, je größer die Wahrscheinlichkeit, daß aber auch fein Betrieb dem wachsamen Auge des Ge werberathes und seiner Leute entgeht, um so schwerer wird 3 den Industriellen, gegen die Schußbestimmungen der Inspektionspersonal Gewerbe- Ordnung zu verstoßen und ihrem persönlichen Vortheile die gefeßlich vorgeschriebenen Rücksichten auf das Wohl und Wehe der Arbeiter aufzuopfern. Gewerbe- Inspektion. Borgänger, ſo zeigt es fich, daß in fünf von firben Bezirken forge fällen zu können. Die sächsische Fabrikinspektion verfügte über: 5 5 5 8 Johr: 1878 1879 1880 1881 1882 1883 Inspektoren Assistenten 5 5 5 5 12 12 12 13 10 12 17 17 17 18 Jedenfalls ist die oben ermittelte Aufsichtsintensität für die anderen deutschen Bundesstaaten ein bisher unerreicht gebliebenes deal. Sie entspricht trotzdem nicht den Anforderungen einer einschneidenden Sozialpolitik, welche weit stellen muß. Wenn ein so hervorragender Fachmann wie der eidgenössische Fabrikinspektor Dr. Fridolin Schuler, der Leonhard Horner des schweizerischen Arbeiterschutzes, den Beſuch aller Betriebe einmal im Jahre als„ Maximum dessen" hinstellt, was zweckmäßigerweise in Bezug auf die Jahr: 1884 1885 1886 1887 1888 1889 1890 höhere Ansprüche an die Wirksamkeit der Gewerbe- Inspektion Inspektoren 7 Assistenten 13 7 7 13 14 14 20 21 24 25 7 7 7 8 17 18 18 25 20 Inspektionspersonal 20 Nun ist es ein bezeichnendes Merkmal für die Dürftigs feit und die Rückständigkeit der deutschen Fabrikinspektion, Troß dieser bedeutsamen Vermehrung des Aufsichts daß nur ein einziger Bundesstaat, das Königreich Sachsen, personals, das mit der großgewerblichen Entwickelung und Wiederholung der Besuche verlangt werden kann", natürlich in feinen Berichten regelmäßig die Anzahl der revisions- der wachsenden Größe und Menge der durch diesen Auf- unbeschadet der mehrfachen Revision gefährlicher oder widerbedürftigen Anlagen feststellt; nur in diesem allerdings durch schwung gestellten Aufgaben stärker und stärker angespannt spenfiger Unternehmungen, so ist es in Sachsen noch gar sein höchst entwickeltes Gewerbewesen gar anziehenden Lande wurde, tritt ein so lebhaftes Auf und Ab der Inspektionsweit bis y. riem Biele. die ist also das wichtige Zahlenverhältniß zu ermitteln. Ist es häufigkeit zu Tage. Das im Interesse des Arbeiterschutzes Unzweifelhaft wirden die Resultate erfreulicher sein, nicht ein Symptom der Einsichtslosigkeit, wenn unsere Gesetz- durchaus unzureichende Gesammtergebniß ist dahin zu wenn auf den sächsischen Gewerbe- Inspektoren nicht auch gebung es noch immer verabsäumt, hier, wie überhaupt in sammen zu fassen, daß im Jahre 1890 in Sachsen von 100 noch die Dampftessel- Revision lasite. Da in Preußen trob der Herstellung, Redaktion, Drucklegung der Berichte Wandel bestehenden aussichtspflichtigen Anlagen 51, also rund die allen Einspruches verständiger Sozialplitiker zu schaffen und durch scharfe Vorschriften für einen sozial Hälfte revidert worden ist! In welchen Zickzacklinien des pielgepriesene Reform der Fabrikaufsicht glucitay politisch verwerthbaren Zahlen- und Thatsachenstoff zu Defteren die Zahlen hin und her schwanken, mag man mit der Dampfkessel- Revision verquickt worden, und forgen? 3. B. bei den Bezirken Meißen und Plauen ersehen: im Jahre so von Anfang an von der künstlichen Auslese 1885, deffen Revisionsziffer, wie der 1885er Fabrikinspektoren bes Es ist von Bedeutung, die sächsischen Zustände einmal Bericht ausdrücklich hervorhebt, durch die Erhebungen betreffend gender Karren verfahren worden ist, so erscheint es neuen Fabrik- Inspektorenstabes ganz zu schwei ziffernmäßig genauer festzustellen. Es wurden besichtigt in der Sonntagsarbeit- Enquete ungünstig beeinflußt worden ist, nicht unnütz, folgende Zusammenstellung zu machen. Die den Aufsichtsbezirken: find die Zahlen höher, als im Jahre 1890. Und hält man sächsischen Fabrikinspektoren hatten bei der Dampftessel im Jahre 1890 1889 1888 1887 1886 1885 fich an den Gesammtdurchschnitt, so hat 3. B. das Jahr Revision im Jahre 1890 Folgendes zu thun: 0/0 0/0 0/0 0/0 0/0 0/0 1885 mit seinen 20 Aufsichtsbeamten bessere Ergebnisse 1110 43 39 52 46 50 44 3ahl der zu verzeichnen, als die Jahre 1886 und 1887 mit je 21 Beregelmäßigen Festig ersten inneren 1249 45 49 34 42 54 28 amten; 1888 mit 24 steht wiederum günstiger da als 1891 äußeren teits- Revis Unters 1347-61 96 81 48 35 49 Revisionen mit 25 Beamten. sionen suchungen 995 49 52 53 46 49 40 1290 1191 78 79 73 42 41 89 21 564 39 25 83 66 52 384= 29 30 49 24 31 33 Dresden Chemnitz auf 2531, 2722 " 1882 2024 " 1503 1412 aufsichtspflicht. Betriebe 1890 Mehr als einmal wurden revidirt im Bezirke 2 pet. der Gesammtzahl 1 pet. Guts achten proben Bezirk Dresden 463 241 100 139 1889 Chemnitz 817 328 196 121 193 " Zwidau 1409 248 188 96 513 12 " Leipzig 876 226 212 42 165 " 4464 Bauzen 730 160 170 47 136 Meißen 421 102 158 50 153 P Plauen 403 63 78 31 66 " H Königr. Sachsen 5946 1590 1283 487 1365 " Bwidau Leipzig Bautzen Meißen Plauen " 1312 aufsichtspfl. Bett. 13386 6840 51 53 55 38 42 43 Dresden Chemnitz Zwickau. Leipzig 4 50 Anlagen 285 : 10 • " 53 2,8 0 65 3,2 B " 97 6,0 " # 48 3,0 " " 57 4,0 " " " " Würde die Zeit, welche für diese technischen Arbeiten, Berufe gar nichts zu thun haben, zu Gunsten der Fabrikaufsicht angewendet, so müßte folgerichtig die Wirksamkeit im Rgr. Sachsen Vergleicht man die Verhältnißzahlen der sechs Jahre Baußen 1885 bis 1890, so tritt sofort die Thatsache scharf hervor, Meißen daß die Aufsichtshäufigkeit in den einzelnen Bezirken sehr Blauen erheblichen Schwankungen unterliegt, daß von einem ununterbrochenen, stetigen Aufstiege der Ziffern überhaupt Im Kgr. Sachsen 655 Anlagen= 4 pCt. der Gesammtzahl 5 pGt. die mit der Gewerbe- Inspektion als einem sozialpolitischen Auch die Ziffer der mehr als einmal revidirten Annicht gesprochen werden kann. Nur der Bezirk Bautzen weist einen nahezu regelmäßigen Fortschritt auf. In einer lagen, an sich schon sehr geringfügig, ist gegen das Vorjahr, graphischen Darstellung würde diese Erscheinung noch viel den Bezirk Bautzen ausgenommen, zurückgegangen. deutlicher sich offenbaren. Das Sprunghafte der Bewegung, Ein ganz zutreffendes Bild der Aufsichtsdichtigkeit ist mag sie nun wie im Meißener Bezirk, mehr von oben nach aus allen diesen Angaben nicht zu gewinnen. Die Kenntniß unten oder wie im Zwickauer Diftrift, mehr von unten nach der Summe der Betriebe und die Revisionsziffer allein geFeuilleton. Nachdrud verboten.) [ 3 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Zweites Kapitel. Vom Strande der New a. der Aufsichtsbeamten zu Nutz und Frommen der Arbeiter eine viel ausgedehntere und tiefer eingreifendere, also auch ersprießlichere sein. Es ist zu bedauern, daß die Arbeitszeit, die speziell für die Dampftesselrevision nöthig ist, nicht entgegentrat.„ Ich kann Ihnen den„ guten Tag" nicht Ich gestatte mir jetzt nur noch, Sie zu bitten, sich Ihr zurückgeben, denn weder ist dies ein guter Tag für Sie, da Schicksal nicht allzusehr zu Herzen nehmen zu wollen. Wir er Sie hierherführt, noch möchten wir die Tage, die wir in leben hier friedlich und gesellig in Erwartung besserer Tage diesen Räumen zu verbringen haben, als gute Tage be- und haben inzwischen uns um unseren Lebensunterhalt teine trachten. Ich will auch nicht fragen, was uns die unver- Sorgen zu machen, da diese Sorgen bei unserer Verschickung hoffte Ehre verschafft, denn unverhofft kommen die Meisten hierher von unseren Gläubigern übernommen werden hierher, und zur Ehre dürfen wir es uns auch nicht rechnen, mußten. Wir bekommen hier so viel zu essen, daß wir an da Sie freiwillig wahrscheinlich niemals Ihre Schritte hier Körpergewicht nichts einzubüßen brauchen. Wenn das her gelenkt haben würden. Indessen sind Sie uns deshalb Quartal zu Ende ist, machen wir uns kein Kopfzerbrechen nicht minder willkommen, und wir bitten Sie, so lange Sie wegen der Wohnungsmiethe, wir würden uns sogar vom Ihr Schicksal hier fesseln wird, mit uns fürlieb nehmen zu Hauswirth mit Vergnügen an die Luft seßen lassen; außer dem haben wir bei Tage freies Licht und bekommen das Wohl Jeder von den Bewohnern der Wechselstube wollen, wie sie ja auch nicht gut anders lönnen." hatte sich über den erwarteten Zuwachs" unter dem Ein„ Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre freundlichen Wasser ganz umsonst geliefert. Sollten Sie das Bedürfniß fluß der ihnen zu Theil gewoodenen Notizen in seinen Ge- Worte, mein Herr," entgegnete der Fremde, der bei dieser Anrede nach einem Spaziergange empfinden, so wird Ihnen ein banken einen kleinen Schattenriß gefertigt, und das Original sichtlich an Zuversicht gewann." Ich hatte mir selbst ge- solcher unter Umständen genehmigt, doch giebt man Ihnen widersprach demselben bei Keinem in erheblicher Weise. fagt, daß ich, wenn ich nicht etwa in eine einsame Belle bei dieser Gelegenheit aus Fürsorge für Ihre persönliche Mit allen Zeichen der Verlegenheit und Unsicherheit erschien verbracht werden sollte, Menschen antreffen würde, welche Sicherheit und damit Sie auch den Rückweg wieder finden, ein junger Mensch von etwa 21 Jahren. Seine mosto- das Unglück zusammengeführt und bei denen ein anderer vom Gerichte einen verläßlichen Führer mit, den Sie in witische Abstammung verrieth sich sowohl in den hübschen Unglücklicher, wie ich es bin, auf Achtung und freundliches der Regel allerdings aus Ihrer Tasche zu besolden haben. Selbstverständlich stellt Ihnen in Krankheitsfällen Ihr Gesichtszügen, wie in den zartgebauten und doch ziemlich Entgegenkommen rechnen könnte." Und hierin haben Sie sich auch durchaus nicht ge- Gläubiger Arzt und Medizin gratis zu Gebote, denn Bechschwarzes, glänzendes Haar umrahmte ein regelmäßiges täuscht, Herr...." erwiderte Frank mit freundlichem, ihm liegt Alles an der Gesundheit und dem Leben des Geficht von olivenfarbiger Blässe. Ein kleines Bärtchen be- gewinnendem Tone und hielt bei dem Worte„ Herr" Schuldners, und wenn er kurzfichtig genug sein sollte, das nicht selbst einsehen zu können, so würde er von Gerichts deckte die Oberlippe, und unter langen Wimpern hervor fragend inne. Ich möchte meinen Namen nicht nennen; Sie werden wegen zu einer besseren Einsichtnahme veranlaßt werden. glühte mit schwärmerischem Feuer ein dunkles Augenpaar. Dieses Augenpaar irrte beim Eintreten mustätt von den das begreiflich finden. Nennen Sie mich daher gefällig st Da haben Sie nun das Große und Ganze der Gerichtsanfichten und Gläubiger- Verpflichtungen, die in Ihre gegen Fenstern zu den Möbeln und von den Wänden zu den bei meinem Vornamen Jwan." Gesichtern der Anwesenden, worauf er Fassung genug gewann, Ganz wie es Ihnen genehm ist, Herr Jwan, obgleich wärtige Lage einschlagen, wie in einer Nußschale. Was Sie um ihnen mit ziemlich fester Stimme einen guten Tag" ich Ihnen bemerken kann, daß für uns Ihr Name nicht selbst anbelangt, so haben Sie keine weitere Verpflichtung, lange ein Geheimniß bleiben wird. Aber, wie gesagt, wir als die: ruhig zu dulden oder zu bezahlen." „ Seien Sie uns bestens willfonimen," erwiderte Frant, werden Ihrem Wunsche Rechnung zu tragen wissen. Nochmals meinen besten Dank, mein Herr, für Ihre indem er sich erhob und dem Ankömmling einige Schritte Niemand von uns braucht Ihren Familiennamen zu kennen. I außerordentlich freundlichen Bemühungen, mich über meine 6uzurufen. gesondert aufgeführt wird. Zur Beleuchtung der Sachlage wäre ein Aufschluß hierüber von großem Vortheil. Doch wir haben uns von unserem Thema etwas entfernt. Wir wollten nur mittheilen, daß der diesjährige Sicher ist, daß jede Stunde, welche der sozial- Neujahrsempfang von Ministern und sonstigen hohen Herren politischen Thätigkeit der Gewerberäthe abgebrochen wird, keine unangenehme Ueberraschung gebracht hat freilich ein Verlust ist, den die positive Wirthschaftsreform zu auch keine angenehme. Bemerkenswerth find blos ein paar tragen hat. Jedenfalls Jedenfalls erhellt, welchen Fehler die Aeußerungen der Könige von Italien und Belgien. preußische Regierung und der ihr geiftesverwandte Landtag Ersterer sah sich genöthigt, den Handelsverträgen beging, als er die Gewerberäthe auch mit der Kesselrevision ein Loblied zu singen, woraus zu schließen ist, daß die belastete. Politische Lebersicht. Berlin, den 4. Januar. Regierung die Annahme derselben feineswegs für gesichert hält. Und der König der Belgier betonte die Nothwendigfeit einer Verfassungsrevision, speziell der Ausdehnung des Wahlrechts, und desgleichen die Nothwendigkeit von Arbeiterschutz- Gesetzen. Nun die Botschaft hörten wir wohl, allein uus fehlt der Glaube." Das Wort Verfassungsrevision ist überaus dehnbar, und jede Ausdehnung des Wahlrechts, die nicht allgemeines Wahlrecht ist, hat absolut keinen Werth. Der König der Belgier hat sich aber wohl gehütet, das allgemeine Stimmrecht zu befürworten. Und was den Arbeiterschutz angeht, so ist Belgien bekanntlich das einzige zivilisirte" Land, in welchent bisher nicht das Mindeste geschehen ist, um der Schamlosen Ausbeutung und Ausnüßung der Arbeiter und namentlich auch der Frauen und Kinderarbeit irgend ent gegen zu treten. Infolgedessen herrschen dort geradezu haarfträubende Zustände, und es ist jedenfalls lebhaft zu be bauern, daß der König der Belgier nicht schon früher sein Herz entdeckt und seine Aufmerksamkeit dem Arbeiterschuß zugewendet hat. nahezu ganz von den erponirten einheimischen Industriezweige weg- und ausländischen Konkurrenten zuwandte. Der Ver such mit Schiedsrichtern mißlang vollständig, da es sich regelmäßig herausstellte, daß Schiedssprüche von den Trades- Unionisten nur anerkannt wurden, wenn sie ihnen günstig lauteten. Wo nicht, so blieb der status quo bestehen, d. h. es wurde weiter gestreift. Heute ist das Schiedsgericht in dee englischen Industrie ein Sefinitiv überwundener Standpuntt. Die so im Laufe der Jahre gesammelten Erfahrungen bewirkten einen totalen Umschwung in den Anschauungen der englischen Arbeit geber. Die Vereinigungen derfelben zu Schutz und Truh schossen wie Pilze aus der Erde; boykottirte oder sonstwie von dem Terrorismus der Trade Unions bedrohte Firmen erhielten von ihren Konkurrenten am selben Orte so ausgiebige Unterstüßung, daß sie nachgewiesenermaßen in solchen Zeiten der Bedrängniß oft besser dastanden, als unter normalen Verhältnissen. Die Selbsthilfe der Arbeitgeber zeigte den umstürzlerischen Machenschaften Machenschaften der Sozial: demokraten den Meister. Die entscheidende Wendung des Kampfes zwischen Kapital und Arbeit brachte die Frage der ,, blacklegs". Indem die Arbeitgeber sich zu Champions des Menschenrechtes der freien Selbstbestimmung erklärten, und die von den Trade- Unions für vogelfrei erklärten Blacklegs nachdrücklich in Schuh nahmen, war der Versuch jener Ar beiter Vereinigungen, das Recht auf Arbeit zu monopolifiren, im Prinzip besiegt, und die Anzeichen mehren sich, daß immer mehr Arbeiter zur Besinnung kommen und damit zur Vernunft und zu ihrer Pflicht gegenüber der Familie, der Gesellschaft, dem Staate zurückkehren." = Die diplomatischen Neujahrsempfänge, die mit Recht in schlechten Ruf gerathen waren, weil sie von den Herren Staatsmännern mit Vorliebe zu internationalen Ruhe ftörungen benutzt wurden, sind diesmal ganz ruhig verlaufen. Wir sind sonst keine Anhänger des laissez faire, laissez aller( Gehenlaffen), aber auf manchen Gebieten hat es doch unzweifelhaft seine Vortheile. Von Anhängern der sogen. Naturheilkunde wird behauptet, die Welt wäre viel gesünder, wenn es keine Aerzte gäbe. Das ist wohl nicht richtig unzweifelhaft richtig ist aber, daß die Welt viel friedlicher und glücklicher wäre, wenn es keine Diplomaten und Staatsmänner gäbe. Es mag ja noch eine Beit kommen, wo die Staatsmänner und Diplomaten eine gemeinnüßliche Thätig Dies das Machwert. Das Gesperrte ist im Driginal feit entfalten, allein das ist Zukunftsmusik und was die Die belgischen Arbeiter sind übrigens flug genug, das gesperrt. Staatsmänner und Diplomaten der Gegenwart und Heil nicht von oben zu erwarten. Sie wissen, daß fie Es ist unmöglich, mehr Selbstüberhebung, mehr niedrige der Vergangenheit anbelangt, so fönnen wir, nach eine Befferung ihrer Lage in heißem Ringen sich selbst er- Gesinnung, mehr Beschränktheit und mehr Unwissenheit in genauer Prüfung der Thatsachen und nach sorgfältiger Ab kämpfen müssen. den gleichen Raum einzupressen. Zunächst sind sämmtliche wägung des Für und Wider, nur zu dem Schluß Es ist in Belgien wie in anderen Ländern. Die Voraussetzungen und thatsächlichen Angaben der Notiz gelangen, daß, wenu ste gar nicht gelebt, herrschenden Klassen geben freiwillig tein Vorrecht auf, und unwahr. Die englischen Trades- Unions haben in neuerer oder wenigstens gar nichts gethan hätten, wenn sie je einmal den unterdrückten Klaffen gegenüber einen Beit an Macht nicht verloren, sondern gewonnen? die Menschen fich entschieden weit beffer be Aft der Gerechtigkeit begingen, so geschah es regelmäßig und die englischen Unternehmerverbände, die beiläufig schon finden würden. Nehmen wir nur einmal die zwei erst, nachdem sie unterdrückten Klassen ihre Beschwerden so seit Ende des vorigen Jahrhunderts be berühmtesten" und" genialften" Staatsmänner der jüngsten eindringlich vorgebracht und ihren Forderungen so fräftigen stehen, sind mit den Trades- Unions ni chtfertig geworden und Vergangenheit: Bonaparte und Bismarc. Wer Ausdruck gegeben hatten, daß es un flug gewesen wäre, werden auch nicht mit ihnen fertig werden. Die einzige will leugnen, daß es für Frankreich und Europa tausend nicht gerecht zu sein. Wir kennen keine einzige Aus- Veränderung, welche in dem Verhältniß zwischen Arbeitern Mal besser gewesen wäre, Louis Bonaparte wäre schweizer nahme, weder in der neuen noch in der alten Geschichte. und Arbeitgebern in England wirklich eingetreten ist, liegt Bürger geblieben, das Kaiserreich wäre nicht errichtet darin, daß die englischen Arbeiter den Glauben an die worden und irgend ein beliebiger französischer Spießbürger Auf den deutschen Landwirthschafts- Rath und Allmacht der gewerkschaftlichen Organi hätte während der Zeit, die durch des Staatsstreichkaisers deffen Rundschreiben, von dem wir in der vorigen Nummer fation verloren haben. Das ist aber keine Ver geniale" Regierung ausgefüllt wurde, auf dem Präsidenten- Notiz nahmen, beruft sich die„ Kreuz- Zeitung" für ihren änderung, über welche die Herren Arbeitgeber Grund stuhl gesessen und gar teine hohe Politik" gemacht, Kampf gegen die Handelsverträge. Jeder halbwegs haben sich zu freuen. Die logische Konsequenz ist, daß der sondern sich, wie ein beliebiger Dorfschulze, der seine Pflicht unbefangene, ruft sie aus, wird uns zugeben, daß englische Trades Unionismus mit unwider thut, darauf beschränkt, für Ruhe, Ordnung, Sicherheit, dieses Rundschreiben nicht ein Wort enthält, das nicht auch ste hlicher Gewalt in die sozialistische Ber Sparsamkeit und Förderung des Gemeinwohls zu sorgen? in der Kreuz- Zeitung" stehen könnte." Mit vollem Herzen wegung gedrängt wird. Frankreich hätte heut keine Schulden, es hätte zwei Provinzen mehr und es hätte, was mehr sagen will, eine halbe Million Bürger mehr, die auf den Schlachtfeldern des glor reichen Kaiserreichs ihr Leben verloren haben von vielen anderen Vortheilen nicht zu reden. Und würde Deutschland nicht besser stehen, wenn Bismarck Deichhauptmann geblieben wäre? " Wir hätten vielleicht das Kaiserreich nicht, dafür vahrscheinlich aber auch keine Armee, die das Lauk finanziell aufs schwerste belastet, eine halbe Million deutscher Bürger wäre nicht todt er zu Krüppeln gen schoffen worden, wir häten die Schmach des Sozialistengesetzes nicht erot, und der durch keinen Bruderkrieg getente Deutsche Bund mit Desterreich und Preußen wäre eine ungleich folidere Friedensbürgschaft als jetzt der müh sam aufgepäppelte Dreibund". Nicht, daß wir den Deutschen Bundestag zurückwünschten! Kein Zweifel, seit er durch die Kanonen des preußischen Gottesgnadenthums höchst ungnädig und höchst illegitim in Trümmer geschossen worden ist, haben wir sehr bedeutende Fortschritte gemacht. Allein an diesen Fortschritten ist Bismarck mit seiner " genialen" Politik so unschuldig wie ein neugeborenes Kind -im Gegentheil: er hat sein Möglichstes gethan, um den Fortschritt zu hemmen. Und hätte statt seiner ein beliebiger Dorfschulze mit Durchschnittsverstand das Regierungsgeschäft besorgt und die Verwaltung Deutschlands nach den nämlichen Grundsäßen geleitet, wie die Verwaltung einer Dorfgemeinde nach allgemein geltenden Begriffen geleitet werden soll, so wäre Deutschland jetzt weit, weit glücklicher, reicher und freier, als es nach 27 jähriger, so gut wie unbeschränkter Regierung des angeblich größten Staatsmanns aller Zeiten" thatsächlich ist. geben wir das zu. Dieser Deutsche LandwirthschaftsRath" ist eben nur der Vertreter der egoistischen Interessen der großen Grundbesitzer, und Niemand bezweifelt, daß die selben mit denen der Freuz- Zeitung" identisch sind. Kapitalistischer Großmachtskizzel. Durch die deutsche Geldprogen- Bresse geht nachstehende Notiz: Eine Reform der Gefinde- Ordnung beabsichtigt Was in dem Machwerk über den Terrorismus der Trades- Unions" gesagt ist, gehört ebenso in das Reich fapitalistischer Lügenpeterei, wie die Humanität der Arbeit geber, die als" Champions( Vorkämpfer) des Menschen rechts", den" Blacklegs", d. h." räubigen Schaafen", nich organisirten Arbeitern gegenüber, aufgespielt werden. Das geistige Niveau des Verfassers zeigt sich in der Das Verhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in England hat unter dem Druck des Freude, daß die Schiedsgerichte" in England ein über maßlosen Terrorismus der Trade Unions allmälig eine Gewundener Standpunkt" sind. Es ist das die Freude des ftaltung angenommen, welche die Führer der sozialrevolutio- dioten, dem es gelingt, den Ast abzufägen, auf welchem nären Propaganda vor eine ihnen völlig unverwartete Situation er fitt. stellt. Es ist das Verdienst der Trade Unions, wenn auch schwerlich das gewollte, den Arbeitgebern nach schweren Kämpfen und Opfern die Erkenntniß beigebracht zu haben, daß die fächsische Regierung. Ein sozialdemokratischer An das einzige Mittel, sich und ihr gutes wirthschaftliches Recht trag, die Gesinde- Ordnung ganz aufzuheben und das Gesinoe gegen rohe Vergewaltigung zu behaupten, die Koalition in den gewerblichen Arbeitern gleichzustellen, war vom sächsischen großen, fapitalfräftigen Interessenverbänden ist. Bis vor nicht Landtage abgelehnt worden, angeblich, weil bei den Dienst gar langer Zeit galt es als ein Hauptaxiom aller sozial- boten die häusliche Gemeinschaft mit den Dienstherrschaften revolutionären Agitatoren, daß das Koalitionsrecht nur den in Betracht zu ziehen, oder richtiger, weil man die volle Arbeitern, nicht den Arbeitgebern praktischen Nutzen bringe, weil letztere viel zu egoistisch und konkurrenzneidisch seien, um Herrschaft über das Gesinde" nicht aufgeben und nicht das einander mit dem Maße von Selbstlosigkeit und Opfer- Recht einschränken mochte, zu jeder Tageszeit unbeschränkt willigkeit unter die Arme zu greifen, wie es bei den über dasselbe zu verfügen. Die beabsichtigte Reform" Arbeitern geschehe. Darauf ruhte die Taktik der eng- behält zum großen Theil den die Arbeiter entwürdigenden lifchen Trade Unions, ein Gewerbe nach dem anderen zum Charakter bei. Beseitigt sind die Bestimmungen der Gesinde Objekt ihrer wirthschaftlichen Kriegsoperationen zu machen, Drdnung vom Jahre 1835, die vom Züchtigungs- und Vers indem man sich systematisch erst die schwächsten Firmen aus- unglimpfungsrecht der Dienstherrschaft sprechen. Die Staatssuchte, diese unterwarf" und dann zu den nächstschwachen regierung hat nämlich die Ansicht gewonnen, daß diese überging. Anfangs bewährte sich der Kalful; es tam vor, Bestimmungen schon durch das daß die stärkeren Konkurrenten dem Ruin ihrer schwächeren Nebenbuhler mit einer Art Schadenfreude zusahen- bis sie Geltung verloren haben. die Erfahrung machten, daß ihnen daraus fein Nutzen, wohl Kontrattbruch s aber der ganzen Branche empfindlicher, dauernder Schaden er ist beibehalten wuchs und zwar dadurch, daß sich der Absatz ganz oder doch| Gesetzentwurf bereits als ein Gesetz der Klassenherrschaft. das Strafgesetzbuch ihre Die Bestrafung des auf Seiten der Dienstboten und dadurch offenbart sich der gegenwärtigen Verhältnisse, Pflichten und Rechte aufzuklären. Ich hoffe, wir werden uns während meines Hierverbleibens gut vertragen", erwiderte der Ankömmling, der sich all mälig heimischer zu fühlen begann. " Diefer ehrliche Meister hat sich manch liebes Jahr Diese Hoffnung theile ich um so mehr", erwiderte mit Aufbietung seiner ganzen Arbeitskraft redlich erDer Advokat erhob sich ein wenig von seinem Size Frant, als man die Erfahrung macht, daß selbst die sonst nährt und den Kredit genossen, den ihm der Lederhändler und erwiderte den Gruß mit einer leichten Verbeugung. wenig verträglichen Charaktere unter Schloß und Riegel des in seinem eigenen Interesse freiwillig angeboten hatte. So tief er in das Wechselrecht eingedrungen, so Gerichts zu einem harmonischen Einvernehmen gelangen. Raum aber war auf diese Weise ein Schuldverhältniß wenig ist er über dasselbe hinausgekommen, wie Sie durch Um Sie indeffen noch etwas besser zu orientiren, hergestellt worden, als es der Händler dazu benützte, seine Anwesenheit an diesem Orte belehrt werden. Theorie will ich mir gestatten, Sie mit den einzelnen Mit seinen Kunden auf eine viel gründlichere Weise auszubeuten, und Praxis sind eben bei ihm nicht Hand in Hand ge gliedern unserer kleinen, aber gesezten Gesellschaft bekannt als es früher geschehen konnte. Der Meister, welcher sich gangen... Der alte Mann erhob sich bei dieser Vorstellung von Lippen drängende Bemerkung und fuhr in seinem früheren seinem Site, um eine stumme Verbeugung auszuführen, Tone fort: welche ebenso erwidert wurde. Hier sehen Sie einen der erfahrensten Advokaten in Wechselsachen, Herrn Streit." 11 erklärte der zu machen. Sie könnten vielleicht denken, wir seien hier alle das auf die Dauer natürlich nicht gefallen lassen kann, wird" Das heißt: das Geld war durch geistige Arbeit böswillige, hartnäckig verstockte Schuldner, welche von ihren schließlich mit dem Lieferanten uneins, und der Gläubiger nicht im hinreichenden Betrage zu beschaffen," unglücklichen Gläubigern durch Haft gezwungen werden verwerthet jetzt einen Wechsel, den er sich angeblich nur Advokat. müssen, ihren Verbindlichkeiten gegen sie nachzukommen.... pro forma hatte ausstellen lassen, um seinen Schuldner zu" Jener Herr in der Ecke ist Herr Abraham Moses O, ich bitte, wie tönnte mir so etwas beifallen, da ich fortgesetzter Sklaverei zu zwingen, oder ihn zu ruiniren." Levy. doch selbst..." " Jacob Moses Levy," verbesserte der Jsraelit, sich zu " So ging es auch mit dem Freunde," fuhr Frank nach Sie werden sogleich in der Lage sein, selbst urtheilen einer kleinen Pause fort, während welcher der Fremde einer Berbeugung erhebend, und Ihnen zu Diensten, wenn zu können," fuhr Frank, unbeirrt durch den Proteft, fort: schweigend über das Gehörte nachgesonnen hatte, für Sie befehlen wollen." Die Herren, welche Sie hier sehen, find fast ohne Auswelchen ich hier als Bürge zu büßen habe. Das war ein„ Der Mann soll Geld haben," flüsterte Frank seinem nahme Opfer des Mißbrauchs der allgewaltigen Macht, Metallarbeiter von großem Talente, aber ohne Vermögen. Schüßling zu; wenn Sie ihm genügende Garantie bieten welche man Geld oder Kapital nennt. Jeder dieser Herren Sein Werkzeug kostete viel Geld, aber wenn er nur genug tönnen, leiht er Ihnen so viel Sie wollen." wünschte sich und seine Fähigkeiten nach Kräften der Welt Kredit erlangen konnte, bekam er mit der Zeit ein gutes„ Herr Lieutenant Sommer hier," fuhr er dann in dienstbar zu erweisen, war aber hierzu außer Stande, weil ihm Geschäft. Sein Kreditgeber sah das klar genug ein und seinem Vorstellungston mit lauterer Stimme fort, ist auch die Arbeitsmittel, das Arbeitsmaterial und die Arbeitswerkzeuge fehlten. Und da es nun Leute gab, welche die Produktions- wollte das Eisen schmieden, so lange es heiß war, d. h. den ein Opfer unserer gesellschaftlichen Mißverhältnisse. mittel, oder an deren Stelle das Geld, in reichlichem Profit nehmen, so lange der Mann sich noch in seinen Händen, Offizier war er genöthigt, eine außer Verhältniß zu seinem Maße besaßen, ohne sie mit eigener Kraft und Einsicht besser gesagt: Klauen befand. Die Zinsenschraube wurde bei Einkommen stehende Rolle zu spielen, nämlich ungefähr so nutbringend anwenden zu können, so liehen sie dieselben zu ihm angelegt, und bei dem Versuche, ihn zu retten, gerieth viel für Trinkgelder und sonstigen standesgemäßen Aufwand so hohen Zinsen aus, daß sie auf die Dauer nicht bezahlt Rathschlägen folgend, das Weite suchte. Der ganze Grimm Hungers sterben wollte, mußte er für das Uebrige Schulden so hohen Binsen aus, daß sie auf die Dauer nicht bezahlt ich selbst in die Klammern, während mein Freund, meinen zu bezahlen, als seine Gage ausmachte, und da er nicht werden konnten, ohne daß der Kreditnehmer zu Grunde ging. einer in seinen Spekulationen gestörten Wuchererseele lastet machen." Der Zins wurde freiwillig so lange bezahlt, als er erNoch schreiender ist der Fall dieses Herrn" Ich bin auch Offizier," bemerkte der Russe grüßend zum Andern; ich hoffe, wir werden gute Kameradschaft halten." schwungen werden konnte, und als letztes, gesetzliches Er- jetzt auf mir. hier pressungs- oder Auspumpungsmittel dient nun die Wechselhaft. Die Wechsel wurden von den Meisten unterschrieben, Der junge Buchdrucker, welchem die letztere Vorstellung weil zu anderen Bedingungen kein Kredit erlangt werden zugedacht war, erhob sich jetzt ziemlich ungestüm und verkonnte und der Ertrintende, wie man sagt, selbst nach einem ließ, ohne den Fremden oder Frank eines Wortes zu würdigen, Strohhalm greift, um sein Bischen Einzelexistenz noch ein geräuschvoll das Zimmer. Weilchen zu erhalten. Sehen Sie z. B. diesen Herrn hier, Schuhmachermeister Draht..." " Als Es ist ein schlimmes Verhängniß, welches mich hierher geführt," meinte der Lieutenant, etwas verlegen den Gruß des Andern erwidernd; die Verhältnisse sind mächtiger ( Fortsetzung folgt.) Frank schien ein wenig betroffen über dieses unzeremo- als wir." niöse Berfahren, unterdrückte jedoch eine ihm sich auf die Korrespondenzen und Parteinachrichten. Das Leipziger Regierungsblatt meint freilich, wenn die wollten. Es wird also noch wie vor der Fall sein, daß der riminelle Bestrafung des Dienstboten ebenso wie die der Bergmann der einzige Arbeiter sei, der seine Dienstherrschaft ausgeschlossen wäre, dann würde eine wahre, Arbeitsstätte auf eigue Kosten erleuchten hatsächliche Rechtsungleichheit geschaffen. Die Dienst muß. gerrschaft gebe nämlich in der Regel" dem Dienstboten Der Gelsenkirchener Arbeiterwahlverein hatte sich beim eine finanzielle Gewähr der Entschädigung, während der ,, Mehmet die Kinder!" Unter dieser Ueberschrift Minister des Innern darüber beschwert, daß der Redakteur brachten wir am 31. Dezember einen längeren Leitartikel, Emil Qusbrint von der Strafanstalt Siegburg in Dienstbote in der Regel zahlungsunfähig sei. Dieses Privileg der sich mit der Kinderarbeit und dem ungenügenden, viel Gefängnißtteibung und an beiden Händen gewohl das einzige, das der Arme hat, nach dem Spruch: Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren", soli fach ganz fehlenden Schutz der jugendlichen Arbeiter und der feffelt nach Elberfeld zur Gerichtsverhandlung transportirt er am eigenen Körper büßen, die Dienstherrschaft aber, die Arbeiterinnen beschäftigte. Die„ Berliner Börsen- Zeitung" worden war. Darauf ist dem Vorsitzenden des Wahlvereins vom Kölner Regierungspräsidenten unterm 24. Dezember im Auftrage dem Dienstboten Entschädigung schuldet, geht, was doch scheint die dort angeführten Thatsachen und Beschwerden des Ministers erwidert worden, daß den betheiligten Beamten auch öfters vorkommen soll, wenn bei ihr im Prozeßwege nur vollauf bestätigen zu können, denn sie weiß auf unsere das Erforderliche eröffnet und Anordnung getroffen worden ist, nichts zu holen ist, frei aus. Das ist die wahre Ausführungen nur zu schimpfen, und über Fälschungen nm Bortommnissen wie dem geschilderten für die 8utunft Rechtsgleichheit des Regierungsblattes. zu schreien. Diese sollen darin bestehen, daß nicht besonders vorzubeugen. Von einem Verbot der Beschäftigung schulpflichtiger erwähnt ist, daß die Arbeit in Fabriken im 14. LebensKinder in landwirthschaftlichen Betrieben ist auch nicht die jahre auch noch durch die Bestimmung, daß sie nicht vor In Degerloch( Württemberg) wurde der Sozialdemokrat Rede, da sie als ein Bedürfniß derselben empfunden werde, Beendigung der Schulpflichtigkeit erfolgen darf, beschränkt Gohl in den Gemeinderath gewählt. Auch bei ber auch sei nach der Ansicht des christlich- konservativen Blattes ist, und daß Wöchnerinnen auch vier Wochen nach ihrer Bürgerausschuß- Wah I errang einer unserer Parteigenoffen die Beschäftigung der Kinder in sittlicher Beziehung unbedenk- Niederkunft in den folgenden 14 Tagen nur auf Bulicher als die Nichtbeschäftigung. lässigkeitserklärung des Arztes beschäftigt werden dürfen. In Göppingen erlangte die sozialdemokratische Partei auf Auch etliche neue Reform bestimmungen enthält der Daß diese zwei in Bezug auf die Tragweite der von ihren Antrag vom Gemeinderathe die Zusicherung, daß fünftig unwesentlichen Buntte alle Gemeindewahlen am zweiten Feiertag nach Entwurf.§ 95 des Entwurfs bestraft Herrschaften, die uns vorgebrachten Thatsachen entlaufenes Gesinde( wie sich das Regierungsblatt im nicht besonders erwähnt sind, hebt das Börsen Weihnachten, am Johannifeiertag stattfinden werden, wodurch Stlavenhalterton ausdrückt) in Dienst nehmen.§ 28 verblatt hervor, den Kern unserer Ausführung läßt es die Arbeiter also keinen Verdienstausfall erleiden. ordnet die Denunziationspflicht des Gefindes gegen Mit jedoch, freilich aus gutem Grunde, unerwähnt. Da ist Die Stuttgarter Sozialdemokraten haben gegen die gefinde.§ 42 stellt die früher nur auf Grund polizeilicher zunächst der Mangel an Schutz für die auf dem Lande Giltigkeit der Bürgerausschuß- Wahlen, sowie gegen die hinter Regulative mögliche Bestrafung des Gesindes wegen Un- beschäftigten Kinder und Arbeiter gegen die abscheulichste Art verschlossenen Thüren vorgenommene Stimmenzahlung Protest gehorsams gesetzlich fest. Verschärft sind die Strafbeſtimm- der Ausbeutung, die Beschäftigung der Lehrlinge, die oft beim Stadtschultheißenamt eingelegt. ungen gegen Doppelvermiethung und Verleitung zur auf 16 bis 18 Stunden ausgedehnt wird, die Bereitelung der Fortbildung der jugendlichen Arbeiter durch Verlegung Das Proletariat von Köln und Umgegend hat nach dem Kontraktbrüchigkeit. den Sieg. Bu Gunsten des Gesindes" sind die Vergütungssäge, des Unterrichts in eine Zeit, wo dieselben durch die Arbeit letzten Bericht des Bertrauensmannes in tnapp 10 Monaten die das Gesinde bei vorzeitiger Entlassung und in ähnlichen bereits vollständig erschöpft sind, die Unwirksamkeit der 6195,10 m. an die Breßkommission der dortigen sozialdemo Fällen zu fordern hat; fie sollen den periodisch festzusetzenden Schutzmaßregeln für die Arbeiterinnen durch die Zulässigkeit fratischen Partei abgeliefert. Betrag der Unfallsrente der Landwirthschaftlichen Unfall- so vieler Ausnahmen, und so vieles Andere, das unser Ueber Erfolge der Agitation auf dem Laude wird der versicherung, also immer noch nicht einer vollständigen Ent- Börsenblatt nicht zu rütteln, aber es erfrecht sich über Fäl- fchrieben: Bei uns geht es mit der Sozialdemokratie fehr gut, Ent- Artikel erwähnte. An allen diesen Ausführungen wagt das Münchener Post" aus dem Vilsthale in Niederbayern geschädigung gleichkommen. Die preußische Gesinde- Ordnung von 1810 hat zur Entschung zu schreien, weil der einzelne Artikel kein dick- ein Dorf ist bereits ganz zur Sozialdemokratie übergegangen. fchuldigung für sich, daß sie unmittelbar nach Aufhebung bändiges Kompendium ist, das sämmtliche, auch die In vier Dörfern haben die Pfarrer wiederholt scharf gepredigt, der Leibeigenschaft geschaffen ist, die sächsische stammt aus unwesentlichsten einzelnen Bestimmungen umfaßt. Noch mehr aber sie können bereits nicht viel mehr machen, weil ihnen die dem Jahre 1835, aus der Zeit des Absolutismus, diese neue scheint den Merger der Börsen- 3tg." das Vorgehen der Sozial- Leute nicht mehr glauben." Gesinde- Ordnung soll aber den Stempel des Jahres 1892 demokratie auf dem Gebiete des Arbeiter- und InvaliditätsEine düstere Weihnachts. Erinnerung wird von der tragen und der Klassenherrschaft ein nenes Gepräge geben. versicherungs- Gesetzes zu erregen! Wir haben oft genug Frankfurter" Boltsstimme" wieder aufgefrischt. Bu Anfang Dieses wird freilich nicht zur Befestigung der Bourgeois- darauf hingewiesen, daß wir fortwährend auf die Herab- Stovember 1886 wurde bekanntlich in Frankfurt a. M. fener Gesellschaftsordnung dienen, deren Fundament in Sachsen sehung der Altersgrenze und die Erhöhung der Rente hin- schreckliche Geheimbund" entdeckt, dessen verbrecherische Thaten vielleicht noch mehr wie anderwärts bereits erschüttert ist. arbeiten werden. Nun ist einmal im Sinne der Alters- barin bestanden, daß er Zusammenkünfte pflog, um Wahl- und grenze der Ausdruck Wartezeit gebraucht, doch so, daß Jeder sonstige Angelegenheiten zu besprechen; allerdings waren diese Der Verein für die bergbaulichen Intereffen im verstehen konnte, was darunter gemeint war. Freilich auch zusammenkünfte geheim, das heißt nicht angemeldet, wei I jeder Ober- Bergamt Dortmund hielt am 30. Dezember seine in Betreff der Wartezeit" im engeren Sinne des§ 16 Versuch, einen öffentlichen Arbeiter- Wahlverein zu gründen, Hauptversammlung in Bochum ab. Es wird die günstige haben wir Ausstellungen zu machen, aber sie treten weit durch die Polizei vereitelt wurde. Besonders seitdem Frankfurt bei der Reichstags- Wahl von 1884 in die Hände der Lage des Kohlengruben- Betrieb3 konstatirt. Die Förderung in den Hintergrund vor der Herabsetzung der Altersgrenze Sozialdemokratie gelangt war, wurde auch hier die Peitsche des sei seit 50-60 Jahren stetig gewachsen, so in den Jahren und der Erhöhung der Rente. So viel ſteht heute schon Ausnahmegefeßes immer rücksichtsloser geschwungen. Aber die von 1860-1870 um 156 pct., von da bis 1890 um etwa fest, daß Reiner von unseren Gegnern, die mit Alters- und Sozialdemokraten Frankfurts ließen sich nicht zu Ausschreitungen 90 pet. Die Preise seien recht befriedigend Invaliditätsgesetz eine Waffe gegen die Sozialdemokratie reizen, was besonders bei Gelegenheit der Friedhofsfäbelei bewiesen gewesen, aber man habe hieraus eine Waffe gegen den schntieden wollten, bei konimenden Wahlen sich dieses Gesetzes wurde. Trotzdem den damaligen Säbelhelden die Strafe in Gnaden Bergbau geschmiedet und behauptet welche Frechheit! berühmen wird, daß daffelbe aber einen wuchtigen Hammer erlassen wurde, konnte die gewaltige moralische Niederlage ber die Preise seien zu hoch. Der Geschäftsführer des Ber- in der Hand derselben Sozialdemokratie bildet, die man da- Polizei nicht verfchleiert werden, und letztere war daher um so eins, Dr. Reismann, führte weiter aus: mit vernichten wollte. Das ist die Fronie und der Humor efriger darauf bedacht, die Scharte auszuwegen und der verhaßten Sozialdemokratie einen vernichtenden Schlag zu versetzen. Vor einigen Jahren, als die Kohlenindustrie darnieder der Weltgeschichte. Der Geheimbund" ward also glücklich entdeckt und Frautfurt gelegen, da habe man angeregt, bezüglich der Kohlenpreise dic Feststellung einer Stufenleiter anzubahnen, wonach die Preise Bei Wohlthätigkeits- und Sumanitäts- Sport vor einer entfehlichen Gefahr bewahrt. Einen der„ Berbrecher der durch die Ueberraschung ganz besonders in Verwirrung ge in einem gewiffen Verhältniß zu den Eisenpreisen stehen sollten. Kommen die Wohlthätigkeit und die Humanität rathen war, den braven Genossen Schäfer, hatte man wieder Da sei die Gisenindustrie auf ein solches Abkommen nicht ein wenigsten zur Geltung, und zumeist handelt es sich nur um freigelassen, wohl in der Erwartung, dadurch noch einen größeren gegangen, es liege deshalb kein Grund vor, daß die Kohlen die Befriedigung der eigenen Eitelkeit seitens Derer, denen Fang zu machen, denn nur etwa 8 Dugend Personen wurden erindustrie die Kohlenpreise zu Gunsten gewisser Industrien er- weniger die Menschenliebe als der Sport", die Unterhaltung wifcht. Als jedoch am nächsten Morgen die Polizei in der Wohnung mäßige. Redner sprach dann über die Wirksamkeit der KohlenVerkaufsvereine, die ihre Aufgabe in jeder Beziehung erfüllten. am Herzen liegt. Die Frauen der ärgsten Ausbeuter, die Schäfers erschien, um nochmals eine Durchsuchung vorzunehmen, Mangel an Wagen habe glücklicherweise bis jetzt nicht geherrscht, Damen, welche am härtesten ihre Dienstboten behandeln, stürzte sich der Unglückliche aus dem Fenster seiner im dritten Stock bees sei dadurch viel gewonnen, daß die Wagen mit größeren lieben es, fich als Weihnachts- oder Bazars- Engel auf- findlichen Wohnung auf die Straße und war fofort todt. So war Mengen beladen werden dürften, als bisher. Redner streifte zuspielen. Jezt scheint ein neuer Sport aufzukommen. Wie ein braver Arbeiter wegen einer Bagatelle in den Tod getrieben! man erwartet, daß der kleine Belagerungszustand verhängt für die Kohle werde tein uationaler Schutz verlangt.( Fehlte Innern auf Antrag der rheinisch- westfälischen Gefängniß- würde, und richtig etwa Mitte Dezember wurde die Maßdann die fürzlich zum Abschluß gelangten Handelsverträge: Die Kölnische Beitung" berichtet, hat der Minister des Aber noch war es nicht genug; schon gleich von Anfang hatte auch noch!) Die auf Abschaffung der Ausfuhrtarife hinzielende gesellschaft gestattet, daß Gefangene weiblichen Geschlechtsregel verkündet. Indessen wurde nichts von Ausweisungen beBewegung sei ja abgeschlagen; im übrigen fei nach von Damen, die beffernd auf sie einwirken wollen, regel- fannt und schon glaubte man, es würden davon höchstens die gewiesen, daß die Ausfuhr, da sie im Verhältniß zur Förde- mäßig besucht werden. Nicht nur Berufsarbeiterinnen der am schwersten gravirten Verbrecher" in dem schwebenden Prozeß rung gering fei, eine Bedrohung der inländischen Industrie nicht in sich schließe.( Eine solche Bedrohung ist nur das, inneren Mission sei diese Erlaubniß gewährt, sondern jede betroffen werden. Aber es kam anders! Am 24. Dezember, was geeignet ist, den Profit der Grubenbarone auch nur im anständige, gebildete Frau darf zu den bestraften Mädchen am Tage vor dem Weihnachtsfeste, dem Feste der Geringsten zu schmälern.) und Frauen Zutritt haben. In der Rheinproving Liebe", dem echten deutschen", christlichen Familienfefte", wie es so gerne bezeichnet wird, erhielten eine Anzahl Personen, am " Ueber die Normalarbeits- Ordnung be- sei schon ein Anfang in der beschriebenen Richtung gemacht. Darunter mehrere Familienväter, eine polizeiliche Vorladung, mit richtete der Bergwerksdirektor Kleine Dortmund, der Will man Humanität üben, dann erleichtere man lieber den Androhung der Vorführung im Falle des Ausbleibens, am ersten gefangenen Frauen den Verkehr mit den Ihrigen, als mit Feiertage auf dem Polizeipräsidium zu erscheinen. Sum großen nach der Kölnischen Zeitung" aufforderte: Schon seit längerer Zeit sei der Verein zu der Ansicht den protenhaften pharisäiſchen feinen Damen, von denen Theil hatten die Leute fein anderes Berbrechen begangen, als vielleicht gekommen, daß die Einführung einer allgemeinen Arbeits- vielleicht so Manche es verschuldet hat, oder wenigstens es dem Vorstand einer Gewerkschaft anzugehören. Go erging es auch ordnung auf allen Zechen nothwendig sei. G8 beständen auf hätte verhüten können, daß Diese und Jene auf den Weg einem verheiratheten Schloffer. Ahnungslos trat er am Heiligen manchen Bechen Arbeitsordnungen mit Bestimmungen, die ver- zum Gefängniß gerieth. Wenn die rheinisch westfälischen Abend" den Weg nach seiner Wohnung an. Er hatte ein Weihaltet seien. Diefelben würden wohl nicht mehr gehandhabt, Bourgeoisfrauen bessern wollen, so mögen sie bei ihren nachtsbäumchen für sein Kind gekauft und dachte beglückt an die Freude, welche das Kind haben werde; er betritt die enge aber fie fönnten doch Grund zu Angriffen gegen die Bechen Männern anfangen, und diesen zu Gemüthe führen, wie ohnung, seine Frau giebt ihm mit ängstlicher Miene den ver bilden. Die Thatsache, daß die geschriebenen Arbeitsordnungen durch ihre Arbeitsschinderei und Lohnzwackerei viele Prole hängnißvollen Zettel- und vorbei war es mit aller Freude; Prole- hängnißvollen mit den in Wirklichkeit gehandhabten nicht im Einklange stehen, tarier arbeitslos und der Noth, der bösesten Versucherin, denn unter den damaligen Verhältnissen mußte er ja dag habe die Untersuchung über die Ursachen des Ausstandes erpreisgegeben werden. Wie viele dieser Damen tragen Schlimmste erwarten! Und es traf ein. Gleich einer Anzahl geben. Mit Rücksicht auf die auch demnächst für den Bergbau neben ihrer Wohlthätigkeit den größten, doch nur dem Leidensgenossen wurde auch ihm eröffnet, daß er binnen einzurichtenden Gewerbegerichte sei eine Normal- Arbeitsordnung durchaus nothwendig. Der Vorstand des Bergbaulichen Schweiß der Arbeiter ausgepreßten Lurus zur Schau! Wo 24 Stunden Weib und Kind verlassen müsse. Die Staat 3. Vereins stehe auch auf dem Standpunkte, daß er für den das Pharisäerthum Humanität üben will, fügt es zu den gewalt, welche die Familie vor den Angriffen der bösen Bergbau feine Ausnahmestellung, vielmehr Gleichstellung mit schon vorhandenen Uebeln noch das schlimmste hinzu, die Sozialdemokraten zu schüßen vorgiebt, fie 3 er störte verschiedene Familien, gerade an jenem Festtage, welcher vor allem der den übrigen Industrien verlange. Es frage sich, ob man mit Heuchelei. Familie geweiht ist. So übte die Polizei in Frankfurt das der neuen Arbeitsordnung warten wolle, bis die in Aussicht gestellte Novelle zum Berggesetz berathen sei. Der Vorstand Der Graf von Paris, zu dessen Gunsten sein Groß- praktische Christenthum." habe sich für das Gegentheil entschieden, da, wenn eine Arbeits- vater Louis Philipp am 24. Februar 1848, nachdem er ordnung eingeführt sei, die allen billigen Anforderungen ent bereits vom Volte abgedankt worden war, eine sehr überspreche, jeder Grund zu Angriffen gegen die Bergwerks- flüssige Abdankungsurkunde unterschrieb, scheint wenigstens beseitigt sei. In Bezug auf Industrie beseitigt sei. In Bezug auf die Verträge sei ber 00 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Regierung zu Schleswig hat die Polizei in behörden angewiesen, Zukunft öffentliche WerArbeiter dem Arbeitgeber in der neuen Arbeitsordnung gleich in Geldsachen eine große Aehnlichkeit mit seinem Vater zufammlungen nicht zu verbieten, wenn sie über die Polizeis Er sieht diefer auf den und berechtigung sogar zu Gunsten des Arbeiters verlassen, da die Kronprätendententhum kostet nur Geld und bringt nichts manche Schererei verurfachte, hoffentlich für immer geschlossen Gelder für die genullten Wagen( eingehaltener Lohn) in die ein. Es gilt einen Hofstaat vor... hmer Schmarozzer an sich wenigstens in Schleswig. Unterstüßungskaffe der Bergleute fließen, die Grube also gar zu fesseln und vor allem sind eine Masse Zeitungsschreiber In Erfurt wurde der Redakteur Hülle von der feine Entschädigung für die Reinigung der genullten Kohlen er zu unterhalten, um den Prätendenten nicht in Vergessen Thüringer Tribüne" von der Anklage freigesprochen, halte. Wenn gegen das Nullen, wie es vor dem Ausstand geübt heit gerathen zu lassen. Es verlautete daher jüngst, der durch einen Artikel über Entlassungen älterer Arbeiter an Stelle worden, gearbeitet worden sei, so wäre solches zu Unrecht ge Graf von Paris, dessen Existenz übrigens der Welt ganz jüngerer aus der königlichen Gewehrfabrik deren Direktion be schehen, denn der bisher eingehaltene Lohn habe nicht aus gleichgiltig sein kann, ziehe es vor, sein Geld zu sparen und leidigt zu haben. Da nach dem Statut der Pensionskasse der gereicht, um die Beche zu entschädigen. Die sofortige Einführung der Arbeitsordnung sei den Zechen zu empfehlen, allerdings seinen Frieden mit der Republik zu machen. Ob nun die Fabrik die Pensionirung der Arbeiter erst nach dreißigjähriger Thätigkeit eintritt und jeder Anspruch auf dieselbe erlischt, sobald müſſe diefelbe so früh angeschlagen werden, daß die Arbeiter Monarchisten Opfer gebracht haben, um dem Grafen von die Arbeiter aus dem Betriebe austreten, selbst dann, wenn sie von ihrem Kündigungsrechte Gebrauch machen tönnten. In Paris die Prätendentenkoſten zu erleichtern, oder ob er selbst infolge Einberufung zu militärischen Uebungen hierzu gezwungen der Arbeitsordnung war nicht vorgesehen, daß die Kosten für die Liebe zum eigenen Portemonnaie noch bezwungen, der find, so bildete sich bei den Entlassenen die Ansicht, daß man Dieser Ansicht das Del den Bergleuten abzuhalten seien. Der Vorstand stand Kronprätendent erläßt ein Schreiben an Herrn d'Haussonville, ihrer Pensionirung aus dem Wege gehen wolle. auf dem Standpunkte, daß in Zukunft tein Delgeld abgehalten in welchem er der Republik wegen ihres Vorgehens gegen war in einem Artikel des Erfurter Beobachters" Ausbruck worden. Der Staatsanwalt hatte drei Wochen werden solle, da es ein alter Bopf fei, solches zu berechnen. Die Klerikalen einige Sottisen sagt und sich bei der Kirche gegeben Es wurde betont, daß der Bergmann der einzige Arbeiter fei, einzuschmeicheln sucht. Der Graf von Paris dürfte mit Gefängniß beantragt und motivirte diefes Strafmaß damit, der seine Arbeitsstätte auf eigene Roften erleuchten müffe. feinem Schreiben weder sich noch der Kirche nützen. Es da die Ausschreitungen der Presse" vielfach juristisch nicht faßbar Esfeien, Gegen diesen Vorschlag erhob sich jedoch aus der Ber- dürfte dasselbe nur ein Sporn für die französische Regierung bem Gefes in Konflikt komme, ihn für jene umfaßbaren Sünden seien, so müsse man, falls der Angeklagte einmal wirklich mit sammlung ein solcher Widerspruch, daß beschlossen wurde, sein, den klerikalen Gelüften gegenüber einen festeren Damn mitbüßen lassen! Der Gerichtshof erkannte jedoch, wie erwähnt, die Kosten für das Geleuchte mit in die Arbeitsordnung auf zu errichten. auf Freisprechung. zunehmen. Dieser Beschluß charakterisirt vollauf die Grubenbarone. Es ist nur noch zu bewundern, daß man die Uebernahme des Geleuchte durch die Arbeiter nicht auch noch für diejenigen Grubenbefizer obligatorisch machte, welche das Delgeld bereits abgeschafft haben oder es etwa abschaffen " Der Proletarier" berichtet, daß seinem Redakteur May Baginski die Untersuchungshaft angerechnet wird. Der Staatsanwalt hat seine diesbezügliche Berufung zurückgezogen. Der genannte Parteigenosse verläßt das Gefängniß am 27. Juli 1893! Theater. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. märchen. Berliner Theater. Der Hütten Besizer. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Wallner- Theater. Hanni weint Circus Renz. Karlstraße. Dienstag, den 5. Januar. Opernhaus, Cavalleria rusticana, Dienstag, den 5. Januar 1892: Vorher: Die Tochter des Regi- Abends 71/4 Uhr: Auf Helgaments. land" Boder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit Leffing- Theater. Die Großstadtluft. National Tänzen( 60 Damen), AufDeutsches Theater. Das Winter- zügen 2c. Ferner Dampfschiff und Bootfahrten, Wasserfälle, Riesenfontänen mit allerlei Lichteffekten sowie neuen Arrangements vom Direktor E. Renz. Außerdem: 4fache Fahrschule, geritten von vier Herren mit 8 Schulpferden. Elimar ( Strickspringer), vorgef. von Fräulein Oceana Renz. Die grossart. Tremplinsprünge über 2, 4, 6, 8 u. 10 Pferden mit Doppelfaltomortales. Jeu de barre, geritten von 3 Damen. Eine Vergnügungsfahrt mit verschiedenen Hindernissen von der Elton- Troupe. Mlle. Theresina auf dem 20 Fuß hohen Drahtseil. Auftreten der vorzüglichsten Reittünstlerinnen und Reitkünstler. Romische Entrees 2c. Hansi lacht. Immer zerstreut! Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Bellealliance- Theater. DerMeineidbauer. Oftend- Theater. Der Hüttenbesiger. Adolph Ernst Theater. Der Tanzteufel. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten Borstelling. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Täglich: Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Achtung Arbeiter Berlins! Mittwoch, den 6. Januar, Abends 8 Uhr: 4 gr. öffentl. Volksversammlungen in folgenden Lokalen: 1. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: Referent Herr H. Besteckt. 2. Brauerei Friedrichshain( fr. Lips): Referent Herr E. Döblin. 3. Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117 an der Andreasstraße: Referent Herr G. Eifler. 4. Kronen- Brauerei( fr. Volksbrauerei), Alt- Moabit 47/48: Referent Herr Ph. Schmitt. Tages- Ordnung: 1. Der Buchdruckerstreik- ein Klaffenkampf- und die Maßnahmen der Regierung. 2. Diskussion. Arbeiter Berlins! An Euch ist es, zu erklären, daß Ihr die Sache der Buchdrucker für eine gerechte Sache haltet, besucht deshalb die Versammlungen recht zahlreich. Die Versammlungen finden mit Einverständniß der Vertrauensmänner statt. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontroll- Kommission. J. A.: Hermann Faber, N., Antonstraße 34, v. prt. Arbeiter- Bildungs- Schule. Dienstag, den 5. Januar 1892: Abends 71/2 Uhr: Große außerordentliche Vorstellung. Das Programm dieser Vorstellung besteht aus zehn der vorzüglichsten Repertoir Nummern. Unter Anderem: Nur noch einige Tage: Gastspiel der Gratweil'sche weltberühmten Colibri- Truppe, der Lehrplan für I. Quartal 1892. Bierhallen. steben kleinsten Menschen der Welt. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags Zum Schluß der Vorstellung: ,, M. W." Kommandantenstr. 77-79. oder Berliner Kinder im Som 8 bis 10% Uhr Abends, Sonntags von 9-11 und Heute sowie täglich: mer und im Winter. Gr. Wasser 11 bis 1 Uhr früh. Auftreten der und Feuer- Pantomime in 2 Abtheilungen, 10 Bildern und Apotheose mit Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 8 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. mit neuen sensationellen Wasser-, von von Ballet, Evolutionen und Gruppirungen Anfang des Quartals steht in allen Fächern aller Schulen Der Besuch der ersten beiden Unterrichtsstunden am Licht- und Feuer- Effekten. Kostüme, Jedermann, auch Nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. Dekorationen, Requisiten, auf das Eleganteste eingerichtet. Morgen: Große Borstellung. Gaftspiel der Colibri- Truppe. M. W.", Montag Berliner Kinder im Sommer und Dienstag Winter. Mittwoch Donnerstag do. 1832L Freitag. do. Sonnabend Sonntag. do. Do. Unterhaltungs- Musik Sophabezüge! Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! 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Reichenbergerstr. 188. Geschichte( neu.). Deutsch( mittl.). Deutsch( ob.). + Mathematit. Deutsch( unt.). Rechnen( ob.), Buchführ. National- Dekonomie. Rechnen( unt.). Die mit+ bezeichneten Stunden werden mit Benuzung der DoppelRäume ertheilt. In alle Lehrfächer können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit* bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zum Aquarium à 25 Pf. und zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 48. * Börner, Riiterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Rottbufer Damm 14. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 183. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralitr, 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Linke, Forsterstr. 45. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Fafforke, Junkerstr. 1. Wilschke, Raßbachstr. 1. * Antrick, Steinmeiftr. 60. Müller, Neue Maaßenstr. 2. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Nüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Jnsinger, Strautstr. 48. * Lock, Friedrichsbergerstr. 11. 441/8 Tempel, Breslauerstr. 27, Rusch, Markusstr. 31. C. * Berndt, Alte Schönhauferstr. 18, Kuhlmey, Roſenſtr. 80. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 46. * Scholz, Raftanien- Allee 85. NO. * Gumpel, Barnimftr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a, Voss, Lübeckerstr. 8. Friedrichsberg. Heineke, Friedrich Karlstr. 11, Moabit: Stand 68. Mädchenmäntel- u. Jacketschneider Die Nr. 2163 der Sammellisten für für bessere Genre finden dauernde und die streikenden Buchdrucker ist verlohnende Beschäftigung 850b loren gegangen und wird ersucht, auf Siegmund Cohn, Niedernallstr. 31, II. derselben nichts zu zeichnen und event. deren Rückgabe an die Kommission der Buchdrucker zu veranlassen. Perlmuttfraiser auf GalanterieArtikel verlangt 854b Münch, Krautstraße 4/5. Genoffe W. Haker. Plätterinnen auf gefow. und grd. Damenkleider vert. billig Baumann, Umlegetragen gesucht. Mix Treppe, Adalbertstr. 18, 4 Tr. Der Vorstand. Den Parteigenossen bringe meine Wurft-, Schmalz- und Speckhandlung in empf. Erinnerung. W. Arndt. Aufforderung! Die Herren Jfler, Schleifer, Höchstestraße 20, und Blankenburg, Stuckateur, Hochmeisterstraße 16 wohnhaft, werden hierdurch aufgefordert, umgehend mit den Billets vom Stiftungsfest des Klubs Schmerzlojes Bahuziehen 1 M. Emanzipation" abzurechnen. Plombiren von 1,50 M. an. Künstliche 839b Der Vorstand. Zähne 2 M. Sprechst. 8-6 Uhr. Zahnarzt Nobert 1781L Größtes LagerBerlins Todes- Anzeige. 148/17 Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Meister, der Piano- Mechanit- Fabrikant H. Beetz am 2. d. M. feinen Leiden sanft ent heute, am 5. Januar, Nachm. 8 Uhr, schlafen ist. Die Beerdigung findet vom Trauerhause, Prinzenstr. 22 aus nach dem Alten Jakobi- Kirchhof statt. Das Arbeiter- Personal der Beetz'schen 847b Fabrik. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, unser Bruder und Schwager, der Former Gustav Villwock 851b nach langem, schwerem Krantenlager am Sonntag Vormittag 10 Uhr fanst entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. Januar, hause nach dem Thomas- Kirchhof statt. Nachm. 2 Uhr, vom Urban- KrankenDies zeigen tiefbetrübt an Wittwe Dorothea Villwock, geb. Grün, sowie Geschwister und Schwager. Danksagung. Allen Kollegen, Freunden u. Genossen spreche ich hiermit für die äußerst zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Tischlers Adolf Schumann, den innigsten Dank aus. 1840L Die tiefbetrübte Gattin. Bekanntmachung. Invaliditätsund Altersversicherung. Durch einen Beschluß des Bundesraths vom 22. Dezember 1891 sind die Vorschriften über die Entwerthung der Beitragsmarken theilweise geändert worden. Hiernach sind, wie bisher, die Arbeit geber und die Versicherten zur Vors nahme der Entwerthung be fugt, eine Verpflichtung zur Entwerthung aber ist nicht vorhanden. Wird jedoch eine Entwerthung vorgenommen, so darf sie fortan nur in der Weise erfolgen, daß handschriftlich oder unter Anwendung eines Stempels auf den einzelnen Marken der Entwerthungstag in 3iffern angegeben wird, zum Beispiel 15. 3. 92. tnt Jede andere Art der Entwerthung, 3. B. theilweise Angabe des Datums Buchstaben, Angabe eines Namens, Gebrauch des bisher zur Entwerthung zugelassenen wagerechten Striches, ist unzulässig und strafbar. Bei der Entwerthung dürfen die Marken nicht untenntlich gemacht werden, insbesondere müssen der Geldwerth der Marke, die Lohnklasse und die Versicherungsanstalt, für welche die Marke ausgegeben ist, bei Doppelmarken auch die Kennzeichen der Zusatzmarke, erkennbar bleiben. Unsere die Entwerthung der Marken betreffende frühere Bekanntmachung vom 28. Mai 1891 wird hiermit aufgehoben. Berlin, den 4. Januar 1892. Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin. Der Vorstand. Aufruf! Eduard Sommerlatte, geb. 1848 in Raguhn( Anhalt), Weißgerber, angeblich 3. 3. in Offenbach, wird ersucht, Herrn Ernst Hosang in Dessau, Landstraße 12, seine Adresse mitzutheilen, damit seine Familienverhältnisse geregelt werden können. Betten 1842L -Theilzahlung. P. R. Retzlaf Bettfedern Spezialgeschäft. 846h Bothringerstr. 18, Caergetude 4 Tr: Chauffeeftr. 123 a. Dranienburger Thor. Kinderwagen. Augar. 235. p. Brückenſtr. 3( Janowigbride).[ 1637 Berantwortlicher Redakteur: August Eiders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 3. An sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Dienstag, den 5. Januar 1892. " 9. Jahrg. In der „ Kleine Journal" folgenden Nachtrag. Von dem Theaterdiener Geldeswerth und entfernte sich ziemlich enttäuscht. selbst erfahren wir noch, daß der erste Stoß des Wachtpostens zwischenzeit hatte Frau Bieste auf die Frage über die Garderobe mit dem Gewehrlauf geführt wurde und daß dadurch die Unter- ihres Mannes die Aussage gemacht, daß er auffallend lange lippe der Getroffenen aufgerissen worden ist. Als sich die Szene Strümpfe zu tragen pflegte. Sofort erkannte sie die in der Morgen Abend finden vier große Volksversamm- abspielte, soll ein Feldwebel dem Wachtposten aus dem Fenster Gräveniz'schen Wohnung gefundene Strümpfe als Eigenthum lungen statt, in welchen die Führer der organi- zugerufen haben:" Säubern Sie die Straße und schießen Sie die ihres Mannes. Ernst Rüttke wurde verhaftet, mit ihm ein Arfirten deutschen bezw. Berliner BuchdruckerLeute nieder". Hierauf sei auch der Nachtwächter hinzugekommen beiter Lüdert, welcher am Vorabend des Mordes mit ihm am gehilfen über den Klassenkampf referiren werden, der und habe entgegnet: Machen Sie feine Sachen, ich werde schon Ufer der Dahme gesehen worden war. Eine am Sonntag Abend Ordnung herstellen"." Der Wachtposten heißt Gabriel, Zeugen der um 7 Uhr in der Lüdert'schen Wohnung abgehaltene Durch im Buchdruckgewerbe tobt, und in dem die Arbeiter und Szene sind außer dem Kontrolleur noch vier Herren, einen von fuchung ergab nichts Belastendes, und der Inhaber mußte Arbeiterinnen dieses Gewerbes angesichts der Koalition des der Haft entlassen werden. Wenn wir uns über Kapitals und der Staatsgewalt eine Ghatattet ihnen tann der Theaterdiener mit Namen angeben; er heißt aus die nun folgenden polizeilichen Maßnahmen eine gewisse festigkeit und Solidaritat an den Tag legen, die ein- Häusler und wohnt am Michaeltirchplay." fach bewunderungswürdig ist. Zurückhaltung auferlegen, so steht dieses mit der Thatsache in Ein Revolverattentat sollte sich am Sonnabend Abend Berbindung, daß das Mädchen, welches dem Mörder als Helferin Zum Theil petuniär glänzende Stellungen haben diese Ar- gegen acht Uhr im Hause Königsgraben 3 ereignet haben. Eine gedient hat, noch nicht dingfest gemacht worden ist. Dieselbe ist beiter und Arbeiterinnen verlassen, um den Neunstundenta g Lokalforrespondenz berichtet darüber, daß zwei angetrunkene furz nach der Blutthat aus Köpenick verschwunden, dürfte indeß zu erringen und dadurch ihren arbeitslosen Kollegen und Müllkutscher beim Aufladen des Mülls im Hausflur Lärm ver- noch heute hier eingebracht werden, da das Ziel seiner Reise Kolleginnen Arbeit, Brot zu verschaffen. urfacht hatten. Der im Parterregeschoß wohnende Krankenwärter bekannt ist. Die Haussuchung in der von dieser Person be Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Schon deshalb dürfen Therdor Schülke sei deshalb aus seiner Wohnung in den Flur wohnten Küche hat überraschende Momente zu Tage gefördert. die Ausständigen Eure wärmste Sympathie beanspruchen. Die getreten und habe die beiden Männer aufgefordert, sich ruhig zu In der Afche des Kochherdes wurden 500 Mark in Gold ge Ausständigen haben aber in dem Riesenkampf, den sie führen, verhalten. Daraufhin hätte der Kutscher Rudolph eine Dung- funden, im Bette drei Kisten Zigarren, in einem Winkel leere auch noch frei vor aller Welt ihren Anschluß an die forte vom Wagen geholt und den Krankenwärter angegriffen. Kaffeesäcke, ein Haufen Wolle, eine Menge Süßigkeiten und moderne Arbeiterbewegung, d. h. an die Sozial- Der Letztere sei in seine Wohnung geeilt, habe einen Revolver ge- in einer Schale die Ueberreste von Pökelfleisch, welches alles Demokratie, erklärt, welche der Inbegriff der modernen nommen und diesen auf Rudolph abgefeuert. Rudolph sei durch aus der Bieste'schen Behausung mitgenommen worden war. Arbeiterbewegung ist, und damit wird die thatkräftigste zwei Kugeln am Kopfe schwer rerwundet worden, während Das Mordwerkzeug muß ein Beil gewesen sein, welches aber moralische und materielle Unterstützung der Schülke, der ein sehr nervöser und exaltirter Mensch sein soll, in bisher nicht aufzufinden gewesen ist. Dasselbe ist wahrscheinlich in Arbeiter und Arbeiterinnen des Buchdruckgewerbes für Euch zur Haft genommen wurde. Von anderer heiligen Pflicht. Seite wird die Dahme geworfen worden. Ein Gastwirth Lange hat bekundet, der Fall in folgender Weise dargestellt: Der 28 Jahre daß Bieste vor dem Morde 900 M. in Gold besessen habe, mithin Wie die Arbeiter Englands, Frankreichs, der Schweiz, alte Krankenwärter Theodor Schülfe ist ein ganz ruhiger Mensch scheint der Raub zwischen dem Raubmörder und dessen Braut Desterreichs, Amerikas hinter den deutschen Buchdruckern dieses Beugniß stellen ihm elle Bewohner des übrigens getheilt worden zu sein. Frau Hennig machte noch interessante mit Sympathie- Erklärungen und reichlichen Geldunterstützungen sehr feinen Hauses aus und auch Nachbarn, bei denen er ver- Mittheilungen bezüglich des festen Schlafes ihres Vaters, wenn stehen, so soll soll auch die tlassenbewußte Arbeiterschaft tehrt. Es ist richtig, daß die nicht ganz nüchternen Mülltutscher dieser start getrunken hatte. Die Obduktion der Leiche des ErBerlins den Streifenden ein Schutz und Schirm mit sein in dem Rudolph und Stein im Flur Lärm machten und daß Schülfe sie mordeten hat erst heute Vormittag stattgefunden und ergeben, daß schweren Kampfe, zu welchem diese vom Kapitalismus gezwungen zur Ruhe gewiefen hat. Hierauf schnallte Rudolph sich den die Bertrümmerung der linken Schädelſeite den Tod herbeigeführt breiten Trageriemen ab und schlug auf Schülfe ein. Dieser, der hat. Ruttke leugnet bisher beharrlich, den Mord vollführt zu Erscheint ausnahm 3103 morgen vend in den Volks bei einer Frau Poth im Parterre des Hauses wohnte, holte aus haben. Bezeichnend ist es, daß derselbe gleich nach der That in versammlungen, um den Arbeitern des Buchdruckgewerbes vor seinem Zimmer einen Rohrstock, keinen Revolver, und vertheidigte der Küche seiner Braut mit dieser zusammen einen Theil des Augen zu führen, daß sie auf Euch zählen können, sich damit gegen den immer noch dreinschlagenden Kutscher. geraubten Fleisches verspeist hat. Die goldene Uhrkette des Erund um dem Kapitalismus und seinen Verbündeten zu zeigen, Diefen traf er mit dem Stocke an den Kopf. Rudolph ist nur mordeten ist noch nicht zu ermitteln gewesen, während die Uhr baß die Sache der Buchdrucker zur Angelegen unbedeutend verlegt, blutete aber aus einer Wunde und deshalb bei der Durchsuchung der Wohnung der Braut Rüttke's sich vorheit des ganzen Proletariats geworden ist und auch ist Schülke auf die in der Grenadierstraße belegene Wache geführt, fand. hier das Wort zur That wurde: aber nach Feststellung des Thatbestandes wieder entlassen worden. Weiter wird uns geschrieben: Gestern wurde er von Hausbewohnern wieder gesehen und auch Bezüglich der Komplizin des Mörders Ruttke müssen wir in der nebenan gelegenen Destillation hat er bereits mehrere nunmehr aus unserer bisherigen Reserve heraustreten, da es in Male vorgesprochen. Der ganze Vorfall ist also ziemlich un- Röpenick bereits ein öffentliches Geheimniß ist, daß die 20 Jahre bedeutend, ist aber doch so start aufgebauscht worden, daß gestern alte unverehelichte Christiane Schütt, welche daselbst in der im Zentrum der Stadt überall von einem Todtschlag, der sich in Gartenstraße 22 bei Ribbecke wohnt und Waschmädchen ist, bei dem bezeichneten Hause abgespielt haben sollte, gesprochen wurde. dem Raubmorde pilfe geleistet hat. Vielleicht trägt auch die Auf dem Gebiet der Straßenbenennungen wird bei Ein Ueberfall, der, wie die„ Rird. 3tg." mittheilt, einen Veröffentlichung des Namens zu der Ergreifung derselben bei. lins, wie wir gelegentlich schon wiederholt bemerkten, Unglaub- Racheatt bilden soll, wurde in der Nacht zum 31. v. M. auf den Die Schütt, welche sich demnächst mit Rüttke zu verheirathen liches geleistet, besonders in den Stadttheilen des Westens, welche Nachtwächter K. am Kottbuser Damm verübt. Der Wächter traf beabsichtigte, war gleich nach der That nach Waren in Medenmit Charlottenburger und Schöneberger Straßenzügen verschmolzen eine Anzahl Leute, welche durch Singen und Schreien die nächt- burg abgereift, um sich dort die für ihre eheliche Wererforderlichen Papiere zut beschaffen, gedachte find. Die Zugehörigkeit der einzelnen Straßentheile zu diesen liche Ruhe ſtörten. Als K. die Gesellschaft erreicht hatte, forderte aber nach einem an brei Ortschaften kennen zu lernen, erfordert ein sorgfältiges er sie auf, sich ruhig zu verhalten. Doch kaum hatte er diese geſtern( Montag) Vormittag um 10% Uhr auf dem Stettiner ihren Bräutigam gerichteten Briese Studium; gar mancher hat zu seinem Schaden erst längst nach Aufforderung ausgesprochen, so sprangen 6-8 Personen auf ihn Bahnhofe hier wieder einzutreffen. Sie wurde hier indeß verAbschluß des Miethskontrafts oder gar erst nach dem Umzuge los, riffen ihn zu Boden; und mißhandelten ihn in schwerster gebens erwartet und scheint demnach von der Verhaftung erfahren, daß sein neues Heim, trotzdem es neben oder geradeüber Weise. Einer der Burschen bemächtigte sich des Säbels des Büttke's Kenntniß erhalten zu haben. Es ist auf dem Drahtbem alten liegt, gar nicht mehr zu Berlin gehört. So liegt z. B. Wächters und entfloh damit. Die übrigen Personen, darunter Die Kurfürstenstraße von der Dennewißstraße bis zur Zwölf ein Matrose der deutschen Marine, enttamen ebenfalls. Grit wege ersucht worden, sie in Waren eventuell, festzunehmen. Kurz Apoſtellirche zu beiden Seiten auf Berliner Geviet, während von einen Tag später ist es der Nixdorfer Polizei gelungen, einen vor ihrer Abreise dorthin hat sie bei dem Kiegerstr. 48 in dort ab Charlottenburg die Südleite für sich beansprucht. Vor der Thäter in der Person eines Schneiders aus der Hermann- Köpenick wohnhaften Kaufmann Lieste noch ein Plüschjacket für ganz kurzer Zeit noch hatten sogar die beiden Seiten ein und straße zur Haft zu bringen, womit man hofft, auch der Mit- 15 M. gekauft und ein Zwanzig- Markstück dabei in Zahlung gegeben. Dieser Umstand in Verbindung mit dem übrigen aufberselben Straße zwei verschiedene Namen, a. B. Verlängerte schuldigen habhaft zu werden. gefundenen Golde liefert insofern einen schweren Beweis der Genthiner- und Biethenstraße, Wilmersdorfer Weg und Grunewurden. Arbeiter aller 2änder, vereinigt Gucht Lokales. waldstraße. Andere Straßen wieder werden nicht längs, sondern Zum Morde in Köpenick. Wegen Verdachts der Thäter- Schuld, als es feststeht, daß der Ermordete die Eigenthümlichkeit quer von den unsichtbaren Grenzen durchschnitten; da die schaft war der Maurer Friedrich Voigt in Haft genommen, er besaß, all ſein Silber- und Papiergeld in Gold umzusehen. Nummern der Häuser„ fortlaufen" und die Bauart der letzteren ist aber Sonnabend Abend um 72 Uhr wieder entlassen worden. Ruttke leugnet immer noch und giebt u. A. an, das Böckelfleisch dieselbe bleibt, so befindet sich der ahnungslose Wanderer auf Bei der Haussuchung in seiner Wohnung hatte man zwei klei- bei einem Schankwirth Beiß gekauft zu haben. Es ist jedoch be dem Dorfe, ehe er sich's versieht; nur die schwarze Tafel dungsstücke, und zwar einen Ueberzieher und ein Baar Bein- reits nachgewiesen worden, daß die Waare aus der in dem Laden mit dem staubigen Drahtgitter und ben unleserlichen Bekannt- Kleider, die anscheinend mit Blut besudelt waren, beschlagnahmt. Bieste's befindlichen Tonne entnommen worden ist, wie es auch bei dem Schütt vorgefundenen drei machungen" oder das wunderbare Bauwerk mit dem stolzen Die vermeintlichen Blutflecke, die den Verdacht natürlich be- feststeht, daß die bei Namen " Rathswaage"( auf dem Winterfeldplate) könnten stärken mußten, erwiesen sich jedoch bei genauerer Untersuchung Risten Bigarren denselben Brand zeigen, ihn daran erinnern, daß er sich auf dem Gebiet des Dorfes als Rückstände von rothen Farbstoffen. Der die Untersuchung dem Geschäftslokal des Erschlagenen befindlichen. Schöneberg befindet. Damit noch nicht genug: manche führende Amtsrichter trug daher kein Bedenken, Voigt aus der merkwürdigen Umstandes wollen wir noch Erwähnung thun. Die Straßenzüge, schnurrgerade und gar nicht etwa lang, werden untersuchungshaft zu entlassen. Die gestern vorgenommene, Küche, in welcher die Schütt wohnt, hat zwei Eingänge. A13 in drei und mehr Theile zerschnitten; so gehört das nörd- nochmalige Besichtigung der Leiche des ermordeten Handels- nun die Polizei einen derselben mittelst Dietrichs öffnen wollte, daß die Wunde des Todten steckte von innen ein Schlüssel, welcher mit einer Kneifzange um wie die in Eines liche Stück der Nürnberger Straße zu Berlin, das mittlere mannes Biste hat ergeben, der Schläfe durch einen Schlag mit einem drei gedreht und dann herausgestoßen wurde. Man vernahm jedoch das füdliche zu dem eine halbe an Meile entfernten Wilmersdorf! Noch schlimmer: die Maaßen- Zentimeter breiten scharftantigen Gegenstand verursacht worden kein Geräusch, wie es durch den Fall des Schlüſſels hätte entstraße liegt in ihrem nördlichen Theile auf Berliner, dann auf iſt. B. hat mit dieser Waffe einen Hieb erhalten der stehen müssen und gewahrte später, daß der Schlüssel in einen Charlottenburger, dann auf Schöneberger und zulegt, am Bo: die Schädeldecke zertrümmert und die Gehirnmafie verlegt hat. unter dem Schloß aufgehängten Beutel gefallen war, welcher zu Aus solchem Wirrwarr tann uns ja erst die Einverleibung der einen Schnitt mit einem Messer beigebracht. Die Höhe des ges Gendarmen nach dem Thatorte und darauf an die Leiche des fanischen Garten entlang, wieder auf Berliner Grund und Boden! Eine zweite Wunde an der Stirn über dem linken Auge ist durch dem Zweck dort angebracht worden zu sein schien. betreffenden Vororte erlösen, bis dahin aber haben die Bewohner raubten Betrages ist entgegen anderen Meldungen garnicht durch die vielen Unzuträglichkeiten schwer zu leiden. Um nur zu beziffern, wiewohl es im Interesse der Untersuchung wohl zu Ermordeten geführt worden. Bei dieser benahm er sich zunächst eins anzuführen: diejenigen Kinder, welche die Schöneberger und wünschen wäre, zu erfahren, ob B. in den letzten Tagen Gold äußerst ruhig, später aber ging über sein Geficht ein nervöses Charlottenburger Gemeindeschulen besuchen müssen, haben oft 1/2, und Papiergeld eingewechselt hat. Auch stellen wir hierdurch Bucken. Die Obduktion ist durch den Professor Dr. Fall aus ja 1 ganze Stunde dorthin zu gehen, und ihr Weg führt fast an richtig, daß die Kommode, in welcher sich wohl die Ersparnisse Berlin und den Sanitätsrath Dr. Gutkind aus Mittenwalde den Berliner Schulen vorüber. Zum Schluß noch eine Mahnung: des Ermordeten befunden, nicht erbrochen worden ist, sondern ausgeführt worden. Nach soeben eingegangener Drahtnachricht ist die Schütt um 5 Uhr 11 Minuten auf dem Stettiner BahnDie Behörden der betheiligten Kommunen sollten es doch ver: durch einen Dietrich geöffnet wurde. hofe ergriffen worden. meiden, neuen Straßen Namen zu geben, die in einem der Orte bereits vorhanden sind welche Weiterungen werden da burch bei der über kurz oder lang eintretenden Verschmelzung erspart. Die Poliklinik für Sprachstörungen( Stottern, Die Jufluenza hatte, wie aus den statistischen Tabellen fichlicherlich eine Frauensperson in seiner Behausung bei sich verlegt, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. " Der Mörder des Kaufmann Josef Bieste ist vorgestern ermittelt worden. Die Verhaftung des Maurers Friedrich Voigt erregte von Anfang an das Mißfallen des Kriminalfommissars, Stammeln), Lüßowstraße 12( Nachmittags 3-4) er fuchte nach einer anderen Fährte, und mit Hilfe des Inspektors ist nach Ablauf der Weihnachtsferien wieder eröffnet. Unbemittelte Entdeckung des Influenzabazillus. Dem Stabsarzt a. D. Jäckel wurde diese gefunden. Wir müssen zuerst bemerken, daß finden dort unentgeltlich Behandlung. Dr. Richard Preiffer in Berlin, Dirigenten der wissenschaftlichen die Familie des Ermordeten seit Sonntag in Köpenick vollzählig Abtheilung des neu errichteten föniglichen Instituts für Infektions- beifammen war denn der Barbier Hennig war mit seiner Frau sind für den Norden bei Hermann Faber, Antonstr. 34, vorn Liften zur Sammlung für die streikenden Buchdrucker frankheiten, einem Schwiegersohn des Professors Robert Koch, ist aus Bernburg durch den Draht berufen worden. Die Letztere es gelungen, die Ursache der Entstehung und der Ansteckungs- äußerte nun zufällig:„ Meine Mutter fonnte zu Bater nicht part., zu haben. fähigkeit der Influenza in einem Bazillus zu entdecken, der ein wieder ziehen, er war nicht allein ein Trinker, fondern Polizeibericht. Am 2. d. M. Vormittags wurde vor dem cußerordentlich fleines Stäbchen bildet. Nähere Mittheilungen auch ein großer Don Juan." Den Beamten war jetzt Hause Werderscher Markt 4 ein pensionirter Lehrer von einem sollen dieser Tage in wissenschaftlichen Zeitschriften erfolgen. Alles flar. Bieste hatte am Abend vor dem Morde Arbeitswagen überfahren und dabei an beiden Beinen bedeutend diese ihn gemacht und dann den Zu derselben Zeit fiel in der Behrenstraße vor dem Eingange ergiebt, in der Woche vom 13. bis 19. Dezember v. J. 73 Sterbe- Mörder eingelassen. Dadurch erklärt es sich auch, daß die zur königlichen Bibliothet eine Botenfrau plötzlich zur Erde und fälle verursacht. Diese an sich noch beträchtliche Zahl bedeutet Schlösser zur Wohnung unbeschädigt waren. In der Grünauer- verstarb bald darauf, anscheinend infolge Hergschlags. Nach gegen die Vorwoche einen weiteren Rückgang von 7 Fällen; auch straße wohnt eine Wittwe Rüttte mit drei Söhnen, von denen mittags wurde an der Ecke der Lothringer- und Rosenthaleran Lungenentzündung starben in jener Woche 19 Personen zwei Arbeiter", einer Buchhalter in einem Holzgeschäft ist. Ihr straße ein Knabe von einem Bierwagen überfahren und erlitt weniger, nämlich 85. Im Ganzen hat hier bis zum 19. De vierter Sohn Ernst ist Steinträger und hatte seine Wohnung in dabei außer leichteren Verlegungen an den Beinen anscheinend zember die Grippe- Epidemie seit ihrem Wiederauftreten 343 Opfer der Müggelheimerstr. 3 bei einer Wittwe Grävenig, mit welcher innere Verlegungen, so daß er nach dem St. Hedwigs- Krankengefordert. Dieselben vertheilen sich vom 8. November ab auf die er ein Liebesverhältniß angeknüpft hatte. Außerdem stand er in hause gebracht werden mußte. Als zu derfelben Zeit der einzelnen Wochen folgendermaßen: 5-36-61-88-80-73. bam Rufe, noch mit anderen Frauenspersonen intime Beziehungen Handlungslehrling Silbermann in dem Geschäftslotale seines Die schlimmste Woche war also vom 29. November bis zum zu unterhalten, namentlich mit einer übelberüchtigtet. Der Prinzipals in der Kaiser- Wilhelmstraße 48 einen Fahrstuhl, den 5. Dezember. Thatort ist von dem Hause Müggelheimerstraße 3 durch den dort er unbefugt in Bewegung gefegt hatte, besteigen wollte, trat er Schutz für Gasmesser. Der Direktor der städtischen Er- ziemlich breiten Dahmefluß getrennt. Außerdem müntet nicht fehl und fiel etwa 5 Meter tief in den Keller hinab. Er erlitt leuchtungsangelegenheiten richtet an alle Abnehmer, deren Gas- weit von Bieste's Wohnung ein Kanal in den Fluß, welcher als babei schwere Verlegungen am Kopfe und mußte nach dem jüdiMan kombinirte nun, daß schen Krankenhause gebracht werden. Als Abends der Kutscher dringende Ersuchen, durch Einhüllen der Gasmesser in Stroh zc. Einst Rütte, welcher schon wegen schwerer Verbrechen be- Rudlof im Hause Am Königsgraben 3 mit der Abfuhr des dieselben gegen das Ginfrieren des Wassers zu schützen und auch straft ist und erst im vorigen Jahre eine vierjährige Zuchthaus Kehrichts beschäftigt war und dabei den Hausflur beschmutzte die Fenſter der Räume, in welchen die Gasmesser stehen, während ſtrafe verbüßt hatte, seine Hand bei dem Morde in Spiele gerieth er mit dem im selben Hause wohnhaften Krankenwärter mußte ihm, nagdem sie Schülfe in Streit, in dessen Verlauf Letterer aus einem Revolver der Frostzeit gut geschlossen zu halten. Bei eintretendem Frost- gehabt habe. wetter ist dies dringend erwünscht, da sonst eine regelmäßige Be- Bieste eingeschläfert hatte, mit einem Sichte ein Zeichei gegeben mehrere Schüsse auf den Rudlof abgab, so daß dieser verwundet nutzung des Gases ganz unmöglich sei. haben, worauf Rüttte einen Kahn in dem Kanal löfte, über die zusammenbrach und bewußtlos nach dem Krankenhause am Dahme setzte und dann die Blutthat ausführte. Man fing mit Friedrichshain gebracht werden mußte. Dort wurden jedoch nur einer Haussuchung bei der Grävenis an, fand dort einige gestopfte leichte Werlegungen durch Streifschüsse festgestellt und konnte Strümpfe, welche Frauenstrümpfen glichen, aber weder Geld noch Rudlof sofort wieder entlassen werden. Um 8. d. Mr. WorZu dem Konflikt mit dem Wachtposten in der Sirten straße an der Kaserne des Kaiser Alexander- Regiments giebt das blinden Lärmis alarmirt. Gerichts- Beifung. " er bedeutender mittags wurde ein 7jähriger Knabe vor dem Hause Lübbener- geklagte von Jugend an seine ganze Familie tyrannisirt| studiosus juris seine erste publizistische Arbeit in der„ Kreuz• straße 18 von einem Bierwagen überfahren und erlitt außer Ver- habe und stets herrisch, rechthaberisch legungen des Fußgelenks einen Bruch des Oberschenkels, so daß gewesen sei. und unverschämt Zeitung" veröffentlicht. Er habe, obgleich er im Gegensatz zu Derselbe sei auch als Referendar mit der unter den Juden üblichen Unlust zum Militärdienst sehr gern seine Ueberführung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich seinem Vorgesetzten in Konflikt gerathen und habe viele un- beim Militär eintrat, nur ein halbes Jahr dienen können, weil wurde. Zu derselben Zeit brachte ein Kaufmann sich in seiner erklärliche Schritte gethan. So fchreibe er vielfach Wohnung in der Gneisenaustraße mittelst Rafirmeffers tiefe ganz fernstehende Personen aufgeregte Briefe, er verdächtige würfnisses mit seinem Vater verwies der Angeklagte auf an er frant geworden sei. Bezüglich der Gründe des Zer Schnittwunden an den Armen und dem Halse bei. Er wurde ununterbrochen seine Verwandten auf das schmachvollste, die bezüglichen Stellen seiner Schuhschrift, in welchen seine noch lebend nach dem Krankenhause am Urban gebracht.-verleumde und verklage fie 2c. Nachdem er ohne Wissen seines traurigen Familienverhältnisse ausführlich dargelegt seien, und Abends versuchte ein Metalldreher in der Wohnung seiner Ge- Baters die juristische Karriere aufgegeben, setzte er diese schrift betonte im Allgemeinen, daß es sich um zwei ganz verschiedene liebten, in der Fehrbellinerstraße, sich zu erhängen. Er wurde lichen Angriffe von Berlin aus fort. Dabei habe er wiederholt Weltanschauungen handele: Die innerlich durchdachte christliche jedoch rechtzeitig losgeschnitten und ins Leben zurückgerufen.felbst zugegeben, daß er infolge geistiger leberanstrengung an Weltanschauung und eine solche, die eigentlich in Nichts besteht. Am 2. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden drei Schlaflosigteit leide, nervös erregt sei, nicht ordentlich denken Er habe sich ernstlich geprüft, fönne sich aber das Zeugniß ausfleinere Brände statt, zweimal wurde die Feuerwehr infolge fönne zc. Herr M. de Jonge trachte danach, seinen Vater wegen stellen, daß er keine Schuld an den traurigen Verhältnissen trage. der verschiedensten groben Vergehen auf die Anklagebank zu Den Antrag des R.-A. Paeze II, die betreffenden Stellen bringen, leide an Ueberschätzung des Werthes seiner Persönlich der Schuhschrift vor der Vernehmung des Gutachtens Prof. teit, an Größenwahn und Verfolgungswahnsinn und sei als Dr. Mendel zu verlesen, lehnt der Gerichtshof ab. gemeingefährlicher Geistestranter zu bezeichnen. Das Gutachten des Prof. Dr. Mendel: Im Ottober 1889 sei Herr Prof. Dr. Mendel stützte sich nicht auf eine persönliche Exploration, Emil de Jonge zu ihm gekommen und habe ihm eine sondern in erster Reihe auf die Briefe, die Dr. Mendel als ganz Anzahl angeblich von dem Angeklagten geschriebener charakteristisch bezeichnete und hinzusetzte, daß bei der Lektüre Briefe vorgelegt, aus welchen die Ueberzeugung sich Prozeß Morris de Jonge, Freiherr von Hammerstein dieser Briefe kein Mensch daran zweifeln könne, daß der Schreiber bilden mußte, daß der Schreiber dieser Briefe geistestrank sei. und Genoffen. geiftestrant fei. Er( der Zeuge Dr. Bär) habe infolge dieser Er habe in seinem Attest, welches er Herrn Emil de Jonge aus Vor der ersten Straftammer des hiesigen Landgerichts I be- Gutachten dem Bruder des Angeklagten seine Bereitschaft zu einer stellte, in aller Vorsicht seine Meinung ausgedrückt, namentlich gannen gestern Vormittag die Verhandlungen in der Strafsache Untersuchung des letzteren erklärt, wenn er amtlich dazu auf- auch als Grundbedingung hingestellt, daß die Briefe auch that gegen den Schriftsteller Dr. jur. Christoph Morris de Jonge, gefordert wurde." Diese Aufforderung sei dann erfolgt, und bei fächlich von Herrn Morris de Jonge geschrieben sein müßten. den Chefredakteur der Kreuz- Zeitung" Frhrn. v. Hammer- Der Unterredung, die er mit dem Angeklagten gehabt, sei er fest Da in diesen Briefen auch gewiffe Drohungen enthalten waren, stein, den Redakteur des Reichsboten" Dr. phil. Conrad davon überzeugt gewesen, daß er in der That einen gemein- fo gab er seine Meinung dahin ab, daß unter der gedachten Müller und dem Redakteur Oswald Knorr von den gefährlichen Geistestranten vor sich habe. Derselbe habe ein Voraussetzung der Schreiber auch gemeingefährlich sei und sich Moabiter Nachr." Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor hochgradig frankhaft aufgeregtes Wesen gezeigt, sei von großer seine Unterbringung in eine Irrenanstalt empfehle. Er sei dabei Schmidt, die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Müller II., Unruhe gewesen, habe fortwährend von seiner großen wissen von der Meinung ausgegangen, daß es Aufgabe der Polizei sei, die Vertheidigung führen Rechtsanwalt Räzell und Rechts schaftlichen Bedeutung, seinen hohen Verbindungen in aristo- nicht nur Diejenigen, die Verbrechen oder Vergehen be anwalt Klasing( Bielefeld). Als Zeugen, bezw. Sachverständige fratischen und Beamtenkreisen gesprochen und sich als viel zu gangen haben, zu sistiren, sonndern auch event. solche Verbrechen find u. a. Geh. Sanitätsrath Dr. Bär, Prof. Dr. Mendel, bedeutend" erklärt, um einer polizeilichen Vorladung Folge zu zu verhindern. Er habe dann von der ganzen Sache nichts Medizinalrath Dr. Long und von der Vertheidigung Prof. Eulen- leisten. Es zeigte sich in seinem ganzen Wesen eine ungemeine weiter gehört, bis der Staatsanwalt ihn unter Zusendung der burg geladen. Es handelt sich um die Unterbringung des Eitelkeit, Geziertheit, schauspielerisches Auftreten, Streben nach Akten zu einem Gutachten aufforderte. Er erklärte sich zu einem Angell. de Jonge in die Maison de Santé in Schöneberg, gesuchten Affekten in der Sprache und in den Gesten, und damit nur im Stande, wenn er den Kranken persönlich untersuchte und deren Ursachen und Nebenumstände in verschiedenen Beitungs- im Busammenhange die Briefe, ein Fluchbrief" an den Vater ihm der Krankenbericht aus der Maison de Santé vorliege. Die artikeln besprochen wurden, welche die Angeklagten zu vertreten und die Zusendung der Feder, mit welcher der Fluch geschrieben persönliche Untersuchung war unmöglich, da der Angeklagte irr haben. Da es sich bei diesen Artikeln um dieselben Vor- worden, der ganze Inhalt der 30-40 Seiten langen Briefe thümlich meinte, es handele sich um seine Entmündigung und gänge handelt, beabsichtigte der Vorsitzende, die Verhandlung gegen haben ihm die volle Ueberzeugung gebracht, daß der Angeklagte abreiste. Zu seiner Information dienten also nur die Akten, die die vier Angeklagten miteinander zu verbinden; die Vertheidigung ein Mann sei, der nicht normale Geisteskräfte befize und an Ver- Krankengeschichte und die Briefe, die der Angeklagte in der Maison widersprach jedoch, da es sich um verschiedene Artikel handele folgungswahnsinn leide. Er habe ihn auch für gemeingefährlich de Santé geschrieben. In den Thatsachen lag vollständig ges und bei einer solchen Verbindung den beiden letzten Angeklagten gehalten, da nach der Mittheilung des Emil de Jonge der An- nügendes Material, so daß er auf persönliche Untersuchung vers die Möglichkeit einer zeugeneidlichen Vernehmung des Dr. Morris geklagte diesen direkt bedroht habe. Der Zeuge Dr. Bär be- zichten konnte. Am 18. März 1891 habe er sein Gutachten eingereicht, de Jonge geraubt würde. Ein Gerichtsbeschluß über diese Frage hauptet, daß er feineswegs mit den Familienverhältnissen der welches darin gipfelte, daß Herr Dr. de Jonge am 25. Juni 1890 erübrigte sich aber, da der Redakteur Knorr nicht erschienen war de Jonge's bekannt gewesen sei oder von den zwischen den Mit- an einer frankhaften Störung seiner Geisteskräfte gelitten hat. und der Gerichtshof deshalb beschloß, die Verhandlung gegen ihn gliedern bestandenen Zwistigkeiten Kenntniß gehabt habe. Gr Ob er jezt noch geisteskrank sei, darüber könnte nur eine pers und den Angeklagten Dr. Müller einem besonderen Termin vor- habe den Bruder Emil de Jonge acht Monate vor dem Erscheinen fönliche Untersuchung entscheiden. Der Angeklagte litt zur Zeit zubehalten und gegen Morris de Jonge und Frhrn. v. Hammer- des Artikels in der Kreuz- Zeitung" nicht gesehen, und nur ein der Abgabe des Gutachtens an frankhaften Vorstellungen der stein zu verhandeln. einziges Mal habe derfelbe bei einer früheren Unterredung Selbstüberhebung, an dem Mangel gewisser Grundforderungen Die Herren de Jonge und Frhr. v. Hammerstein werden geäußert, daß sein Bruder Morris de Jonge zum Christen- der Sittlichkeit und an tindischen Vorstellungen. Der Gutachter beschuldigt, den Bezirksphyfitus Geh. Sanitätsrath Dr. Bär im ihum übertreten wolle. Auf Befragen des Präsidenten erklärt bezieht sich auf eine ganze Reihe vorliegender Schriftstücke, Briefe Sinne des§ 186 beleidigt zu haben. Morris de Jonge war der Zeuge, daß er selbst Jude fei, aber er könne versichern, daß und das Krankenjournal der Maison de Santé zur Be vom 28. Oftober 1889 bis zum 24. Juni 1890 in der Maison der beabsichtigte Religionswechsel des Angeklagten ihn feineswegs gründung seines Urtheils. Durch mehrere Briefe ziehe sich ber de Santé als Geisteskranker untergebracht. Er ist der Ansicht, bewogen habe, ihn ungünftiger zu beurtheilen, als es seine Ueber- Gedanke, daß sein Bater mit ihm in ein Ber daß diese Unterbringung auf Betrieb der ihm übelwollenden zeugung gewesen. Nie und nimmer werde er seine Hand dazu würfniß nur deshalb gekommen sei, weil Verwandten und zwar ohne Grund und obgleich er reichen, solchen Machenschaften Vorschub zu leisten, die er nicht sei, als dieser und dieser ihn deshalb nicht neben sich dulden völlig gesund gewesen, erfolgt sei und daß die Unterbringung mit seinem Gewissen vereinbaren tönne und wie sie ihm könne. Dieser Gedanke sei auch in einer Eingabe an durch die Polizeibehörde auf Grund eines Attestes stattgefunden gegnerischerseits vorgeworfen werden. Der Vertheidiger des den Kaiser ausgedrückt. Laut Krantenjournal hat er sich im habe, welches Dr. Bär nach der Behauptung des Angeklagten Angeklagten de Jonge richtet an den Zeugen die Frage, ob er Krankenhause wiederholt dahin ausgelassen, daß er den Polizeiwahrheitswidrig ausgestellt habe. Nach seiner Entlassung am sich selbst von den Thatsachen überzeugt habe, die ihn den An- präsidenten von Berlin vernichten werde, weil derselbe keine An 24. Juni 1890 veröffentlichte Morris de Jonge in Nr. 342 der geklagten de Jonge für gemeingefährlich erklären ließen, oder ob stalten mache, um ihn aus der Frrenanstalt zu befreien; im Kreuz- 3tg." in einem längeren Artikel die Geschichte seiner Ueber- er lediglich den Angaben des Herrn Emil de Jonge Glauben ge- Jahre 1891 werde Berlin einen neuen Polizeipräsidenten haben 2c. führung unter der Ueberschrift Offene Anfrage an den Geh. schenkt habe. Sanitätsrath Dr. Bär erwidert, daß einestheils Der Angeklagte erläutert dies dahin, daß man ihn im Maison Sanitätsrath, Bezirksphyfitus Dr. med. Abraham Bär, Hoch- das Gutachten des Dr. Auerbach zu Köln und anderentheils zwei de santé fyftematisch gegen den Polizeipräsidenten aufgehegt wohlgeboren". Der Verfasser stellt darin die Frage an den Ge- Briefe des Angeklagten de Jonge, die an dessen Vater gerichtet habe. Im Uebrigen bestreitet er generaliter Alles, was in dem nannten: Welches waren die Symptome schwerer geistiger oder waren, für ihn maßgebend gewesen seien. Der Inhalt der Briefe Krantenjournal über ihn stehe, ebenso Alles, was auf Auspsychischer gemeingefährlicher Erfrantung, welche Sie in der sei ein derartiger, daß der Verfasser entweder von fagen des Dr. Auerbach beruhe. Bezüglich der Selbstüberhebung Unterredung, die Sie am 28. Oktober unter dem Vorgeben, Sie einer unglaublichen Pietätlosigkeit oder von einer Geistes- verweist der Sachverständige auf verschiedene briefliche und münd feien höherer Polizeibeamter", mit mir führten, an mir entdeckt krankheit befallen sein mußte. Vertheidiger: Herr Sanitäts- liche Aeußerungen des Angeklagten über seine großen Anlagen, haben. Ju einer Anmerkung zu der Mittheilung, daß sich Geh. rath, wenn Sie nun gewußt hätten, daß der Angeklagte Morris ſeine geistige Ueberlegenheit über seine Brüder, über die Sanitätsrath Dr. Bär als Polizeibeamter ausgegeben, heißt es: de Jonge, wie er behauptet, von Kindheit an, oder doch von Verdienste, die er sich um die deutsche Kultur erworben, liber Es kann für mich keinem Zweifel unterliegen, daß diese List, der Zeit an, als er denken konnte, sich in einem unaufhörlichen seine von Bielen herausgefundene Aehnlichkeit mit Göthe. Der sowie auch das später bei meiner Verhaftung und Wegbringung Rampf mit seiner Familie befand, die alle Mittel anwandte, ihn Angeklagte erklärt wiederholt, daß er manches hier Angezogene beobachtete Verfahren durch Dr. Bär veranlaßt worden in seinen idealen Ansichten und Bestrebungen zu unterdrücken und in satyrischer Stimmung geschrieben und im Uebrigen Alles, was ist, für den es bereits vor der Unterredung auf Grund der ihn mit Gewalt in die in der Familie herrschende materia die Aerzte und das Krankenjournal sagen, bestreite. Zum Be nachweisbar geführten Verhandlungen mit meiner Familie listische, atheistische Richtung zurückzudrängen, würden Sie auch weise des fittlichen Mangels verweist der Sachverständige auf die feststand, mich für irrenhausreif zu erklären, mochte ich es nun dann den Angeklagen entweder für pietätlos oder für geistes- entfeglichen Briefe, welche er an seinen Vater geschrieben, auf sein oder nicht." Aus dem Artikel geht hervor, daß Morris de frank halten? Zeuge Dr. Bär: Als ich die Briefe las, hielt eine von Dr. Auerbach bekundete Thatsache, daß der Angeklagte Jonge, welcher früher in Köln a. Nh. lebte, wegen seines Aus- ich ihn für pietätlos, nach meiner Unterredung mit ihm aber einmal feine Hand gegen den Vater erhoben und denselben tritts aus dem Judenthum und sonstiger Zwiftigkeiten wegen mit für geistesfrank. Ich bin überzeugt, daß seine Handlungen nicht mißhandelt habe, auf einen in feierlichste Form ge feiner Familie zerfallen ist und eine Anzahl heftiger Briefe an das Ergebnis einer unmoralischen Denkweise, sondern das eines fleideten Fluch, welchen er seinem Water zugeschickt und feinen Bater geschrieben hat. welche Anlaß zu der Untersuchung geistigen Defektes sind. auf die Thatsache, daß auch gegen die Mutter, gegen feines Geisteszustandes gegeben haben. In dem inkriminirten Der Bertheidiger richtet an den Geheimrath Bär noch eine welche er ursprünglich große Zärtlichkeit gezeigt habe, unfagbare Artikel theilt Angeklagter de Jonge alle Ginzelheiten seiner Unter- Reihe von Kreuz- und Querfragen, in welchen er darauf hin- Angriffe aus der Maison de Santé geschleudert worden seien. redung mit Dr. Bär mit, und zwar behauptet er, daß er die weist, daß Dr. Bar in seinem Attest Thatsachen aufgenommen Schließlich verweist der Sachverständige zur Begründung seines felben wahrheitsgemäß stenographisch aufgenommen habe. An- habe, welche nicht auf eigenen Wahrnehmungen beruhen, sondern Urtheils über die tindischen Vorstellungen, unter denen der Angeklagter v. Hammerstein bestreitet, daß in der erwähnten auf Mittheilungen von dritter Seite. Die Vertheidigung stellt geflagte leidet, auf einzelne Stellen der Briefe desselben, namentAnmerkung dem Dr. Bär der Vorwurf gemacht werden sollte, ferner fest, daß das Originalgutachten des Dr. Auerbach dem lich auch darauf, daß derselbe aus dem Krankenhause heraus den dolofer Weise ein falsches Attest ausgestellt zu haben, es sollte Dr. Bar gar nicht vorgelegen habe, sondern nur eine Abschrift Polizeipräsidenten gebeten habe, ihn Visitenkarten des Inhalts nur behauptet werden, daß Dr. Bär bei der Ausstellung jenes desselben, welche der Zeuge nicht habe prüfen können. Schließ zu bestellen:" Dr. Morris de Jonge Haarbleicher, Schrift Attestes durch die Unterredungen mit Familiengliedern des lich deutet die Wertheidigung auch an, daß der Zeuge doch gar steller und gemeingefährlicher Geisteskranker" und daß er Angeklagten voreingenommen war und nicht mit der gehörigen teinen Anhalt dafür gehabt habe, daß der Angeklagte feinen weiter anbeim gegeben habe, ihm die Hälfte der VisitenSorgfalt vorgegangen sei. Dies zu beweisen sei er bereit. eigenen Werth überschäße, da er ja den wirklichen Werth des- tarten zu Neujahr und den Rest zum Karneval zu über Der als erster Zeuge vernommene Polizeilieutenant felben gar nicht kenne. senden. Der Angeklagte erwidert darauf, daß er Gott sei Dant Schmidt II bekundet, daß ein Bruder des Angeklagten, der Geh. Sanitätsrath Dr. Bär begründet wiederholt auf die auch in seiner furchtbaren Lage niemals seinen Humor verloren Kaufmann Emil de Jonge eines Tages zu ihm gekommen fei Vorhaltungen der Bertheidigung seine Stellungnahme in der habe. Der Sachverständige verweist ferner darauf, daß der und ihm gesagt habe, daß der Angeklagte seine Eltern fortgesetzt ganzen Sache und behauptet, daß der inkriminirte Artikel den Angeklagte selbst in einem seiner Briefe geschrieben: Sein Vater durch empörende Schmähschriften belästige und ein Wesen zeige, ganzen Inhalt seiner Unterredung mit dem Angeklagten feines- wollte sich nicht zu Geldleistungen für einen von ihm in's Auge welches dringend Veranlassung gebe, ihn auf seinen Geistes- wegs richtig wiedergegeben habe. Der allgemeine Gang der gefaßten idealen Zweck hergeben, und deshalb mußte er alle zustand und seine etwaige Gemeingefährlichkeit zu untersuchen. Unterhaltung sei richtig wiedergegeben worden, ebenso Einzelheiten, Bande, die ihn mit demselben verknüpften, zerschneiden. Und Er, der Zeuge, habe auch eine Anzahl dieser Briefe gelesen, die aber es sei immer nur etwas Wahrheit und unendlich viel dieser ideale Zweck war, daß der Angeklagte gern eine städtische von einer Art waren, wie sie feiner Empfindung nach Kinder Tichtung vorhanden. Er habe durchaus nicht mit einer allen wissen- Lesehalle in Köln begründen wollte. Der Sachverständige giebt nicht an ihre Eltern schreiben, und ihn auch zu der Vermuthung schaftlichen Grundfäßen und seinen Instruktionen zuwiderlaufenden sein Endgutachten dahin ab: Reine einzige der von ihm brachten, daß der Angeklagte geistestrant sei. Er habe deshalb Flüchtigkeit gehandelt und habe die feste Ueberzeugung, daß die Sucht zur Begründung seines Urtheils angeführten Thatsachen sei an sich den Bruder des Angeklagten zunächst an den Bezirksphyfikus des Angeklagten, ihm nahestehende Personen sei es gesellschaftlich oder direkt beweisend, für den Psychiater sei aber das ganze Bild Dr. Bär verwiesen, und als auch dieser aus den Briefen die vor dem Richter zu vernichten, auf einer franthaften Störung entscheidend und aus diesem Gesammtbilde und aus dieser Ber Bermuthung einer Geisteskrankheit erhalten, habe er Herrn des Geistes beruhen. Auf eine Frage des Vertheidigers über- handlung selbst heraus ziehe er seine Ueberzeugung, daß der AnDr. Bär zum 23. Oktober vorgeladen. An diesem Tage habe er giebt der Vorsitzende dem Zeugen Dr. Bär eine in den Aften geklagte zur Zeit, als er die Briefe geschrieben und auch vorher dann auch versucht, den Angeki. Morris de Jonge auf das Bureau Leindliche beglaubigte Abschrift des Dr. Auerbach'schen Gut geiftestrant gewesen sei. Der ganze Fall sei ein ganz klarer, einzu laden, er habe einen Beamten damit beauftragt, welcher dem achtens. Dr. Bär erklärt, daß dieselbe viel ausführlicher sei, facher und zweifelloser vom psychiatrischen Standpunkte. Die Angeklagten fagen mußte, daß es sich um Steuerangelegenheiten als das ihm in der Abschrift vorgelegene Gutachten desselben Form der Geisteskrankheit, an welcher der Angeklagte litt, sei handele. Da aber der Angeklagte sich weigerte, zu kommen, sei Arztes, auf welches hin er zumeist sein Attest ausstellte. die sehr häufig vorkommende und wohlbekannte Paranoia simplex Herr Dr. Bär selbst in die Wohnung desselben gegangen und Eine Reihe von Fragen nach den persönlichen Verhältnissen| chronica, welche gerade geistig sehr beschlagene Menschen zu habe dort eine etwa halbstündige Unterredung gehabt. Da Herr des Angell. de Jonge beantwortet dieser dahin: Er fei 1864 in befallen pflege. Was nun die Frage betrifft, ob der Angeklagte Dr. Bär den Mann für geistestrank und gemeingefährlich ge- Köln geboren. Sein Vater sei Bankier gewesen und jezt Rentner, inzwischen geheilt worden, so gehöre zum Begriffe der Heilung, halten, habe er denselben nunmehr doch auf das Bureau kommen er habe noch drei ältere Brüder, welche sämmtlich an der Börse daß Kranke einsieht, daß was das, lassen und in der schonendsten Form und in der artigsten Weise thätig feien, zwei in Paris und einer, der die ganze Sache ein- Krankheit gethan, krankhaft war. Davon sei aber bei dem Annach der Maison de santé geschafft. Der Angeklagte de Jonge gerührt habe, in Berlin. Vater und Brüder lebten in sehr günstigen geklagten de Jonge gar keine Rede und deshalb halte er den behauptet, daß er den Polizeilieutenant nur eine Minute ge- Verhältnissen. Er habe in Köln zuerst die Realschule und dann selben auch heute noch für geistesfrank. Auch dieser Sachverständige sprochen habe und derselbe sich also aus eigener Wahrnehmung das Gymnasium besucht und mit noch nicht 18 Jahren das wird von der Vertheidigung in ein heftiges Kreuzfeuer genommen, gar nicht von seiner angeblichen Gemeingefährlichkeit" habe Abiturienteneramen gemacht. In Heidelberg, Leipzig, Berlin, um etwas für die Behauptung festzustellen, daß Dr. Bär leichtüberzeugen können. Er sei auf dem Polizeibureau etwa zwei Bonn habe er Jura und Staatswissenschaften studirt, sei dann fertig mit seinem Attest umgegangen sei. Die Vertheidigung hebt Stunden lang in einem Raum gehalten worden, in welchem als Referendar in Köln beschäftigt gewesen, aber aus der es namentlich als sonderbar hervor, daß der Angeklagte bald Sistirte aufbewahrt zu werden pflegen, dann sei er in einem juristischen Laufbahn dann ausgeschieden, wieder eingetreten und nach seiner angeblichen Gemeingefährlichkeit" die Aerzte durch Strantenwagen mit rothem Kreuz noch der Jrrenanstalt gebracht habe schließlich den praktischen Dienst ganz verlassen, weil er die Verstellung so getäuscht haben könne, daß dieselben in seine Ents akademische Laufbahn verfolgen wollte. Diesem Plan habe sein laffung aus dem Irrenhause willigten und derselbe auch troh Geh. Sanitätsrath Dr. Bär macht folgende Aussagen: Vater alle möglichen Schwierigkeiten bereitet, das Geld zum feiner später folgenden journalistischen Kämpfe nicht wieder Er habe in der ganzen Sache durchaus lege artis gehandelt. Doktor Examen veriveigert 2c. Sein Vater habe sich eben auf dem als gemeingefährlich eingesperrt worden sei. Professor Mendel Am 21. Oktober sei er von dem Bruder des Angeklagten Standpunft des ,, sic volo, sic jubeo" gestellt und sein Verhältniß erklärt, daß es in sehr vielen Fällen vorkommt, daß man mit de Jonge, Herrn Emil de Jonge, aufgesucht worden. Dieser zu demselben habe sich immer mehr verschlechtert. Er habe die Kranken den Versuch der Entlassung mache. Was die Gemeins habe ihm ein Gutachten des Hausarztes der Familie de Jonge, felfenfete Ueberzeugung, daß dabei sein Plan, Chrift zu werden, gefährlichkeit betreffe, deren Konstatirung dem Geh. Rath Bär Dr. Auerbach, sowie des Professors Dr. Mendel, ferner eine eine wesentliche Rolle mit spielte. Er sei aus vollem Herzens zum Vorwurf gemacht werde, so halte er feinerseits eigentlich ganze Reihe von Briefen des Angeklagten vorgelegt. Aus den bedürfniß heraus im vorigen Winter zum Christenthum über jeden Geisteskranken für mehr oder minder gemeingefährlich. Briefen habe er die feste Ueberzeugung davon erlangt, daß es getreten, nachdem er 3-4 Monate hindurch evangelischen Eine erschöpfende Definition dieses Ausdrucks gebe es nicht, sich hier um einen Geistesgestörten handelte, und diese Ueber- Religionsunterricht genossen. Das ganze Dr. Auerbach che dabei müsse die wissenschaftliche Ueberzeugung des Jrrenarztes zeugung sei durch die beiden Gutachten durchaus bestätigt worden. Gutachtin sei kein Gutachten, sondem eine auf unwahrheiten in erster Reihe stehen. Er fönne dem Geh. Nath Dr. Bär In dem Gutachten des Dr. Auerbach hieß es, daß der An- aufgebaute Schmähschrift. Im Jahre 1885 schon habe er als nichts vorwerfen, was erweisen könnte, daß derfelbe contra legem worden. der er in der 13 artis oder gegen feine Instruktion gehandelt habe. Professor Dr. Jum so mehr geboten war, als hier Geheimer Nath Bär felbft| 60 M.; Gbinger Hutmacher pro Mann und Woche bis zum Mendel betonte schließlich auf Befragen noch, daß er sein Endurtheil Jude ist und es sich bei dem Zwist des Angeklagten de Jonge Ende des Streits 15 Pf.; in Hamburg die Hafenarbeiter nicht abändern würde, selbst wenn ein Theil der Behauptungen mit seiner Familie nicht um einen gewöhnlichen Familienkonflikt, 500 W., die Steinmegen 100 M.( 2. Rate, 1. Rate 300 m.); des Krankenjournals fortfallen sollten und die Behauptungen des fondern um einen ernsten fulturellen Konflikt handelte. Herr in Altona die Schlosser und Maschinenbauer 20 Pf. pro Angeklagten über die systematische brutale Behandlung, die er in von Hammerstein sei jedenfalls der Ueberzeugung gewesen, daß Woche und Mann; in Salle die arbeitenden Buchdrucker, feiner Familie erlitten haben will, wahr sein sollten. Letzteres der Angeklagte de Jonge nicht gemeingefährlich sei und die Unter- welche den Neunstundentag bewilligt bekamen, mindestens 4,50 m. würde nur eine Frage der Antiologie sein. bringung in einer Frrenanstalt pflichtwidrig war, da er den pro Mann und Woche freiwilliger Extra beitrag; die Former Geheimrath Professor Gulenburg begutachtet, de Jonge für durchaus geiftesgesund erkannt hatte. Die That Dresdens 100 m. als 2. Rate. daß Sanitätsrath Dr. Bär keine der instruktionellen Medizinal- fachen, welche Professor Mendel seinem Gutachten zu Grunde vorschriften verlegt habe. Die Gewerkschaften der Städte Bremerhaven, Geestes Es sei dem betr. Sachverständigen gelegt habe, feien feineswegs geeignet, die Ueberzeugung münde, Lehe sowie der Umgegend erklärten sich mit den streifenüberlassen, in welcher Form und wie lange Zeit die als Explo- von der geistigen Gesundheit des Angeklagten zu erschüttern. den Buchdruckern solidarisch und werden dieselben nach Kräften ration dienende Unterredung stattfinden soll. Jedenfalls Der Gerichtshof habe durch die Ablehnung der Beweisanträge materiell unterstützen. " " sei anzunehmen, daß Dr. Bär nach seiner Ueber- als richtig anerkannt, daß de Jonge in schnödester Weise zeugung sein Urtheil gefällt habe.- Der Vertheidiger von seiner Familie behandelt worden und wenn dieser in der 3 Wochen auf jede Unterstüßung verzichtet und 500 In Leipzig haben 300 ftreifende Buchdrucker für 2 bis richtet an den Professor Eulenburg die Frage, ob nicht von ihm beliebten Form dagegen angekämpft, so sei dies doch wollen mit der Hälfte der bisher gezahlten Unterstüßung Angesichts der Thatsache der Ausscheidung de Jonge's höchstens das Aufbligen eines elementaren Bornes, nicht aber aus dem Judenthum Dr. Bär eine besondere Vorsicht bei Ent- Zeichen des Wahnsinne, und das tindische" Schreiben an den zufrieden sein, damit die bedürftigsten, namentlich die mit zahlgegennahme der Mittheilungen des Herrn Emil de Jonge be- Polizeipräsidenten stelle feinen Ausbruch des Wahnsinns dar, son- unterstützt werden können; ferner wird in den nächsten Tagen die reicher Familie gesegneten Kollegen in der genügenden Weise obachten mußte. Prof. Eulenburg erwidert, daß hierzu keine dern den Hohn der Ohnmacht darüber, daß Jemand die ihm unterſtützt werden können; ferner wird in den nächsten Tagen die Beranlaffung vorlag, wenn Dr. Bar aus der Unterhaltung mit ohne triftigen Grund angelegten Fesseln nicht sprengen könne. Natural unterstützung organisirt. dem Angeklagten die Ueberzeugung gewann, daß derselbe geistes- Diese Verhandlung habe zu aller Erschrecken ergeben, daß es bei Eine merkwürdige Enthüllung bringt die letzte Nummer frant und gemeingefährlich sei. Der Vertheidiger Rechts- uns möglich sei, lediglich auf Grund der Ansicht eines Physiaters, des Corresp. f. Dtschl. Buchdr. u. Schriftg.": anwalt Rähell wünscht von dem Sachverständigen ein Gutachten welche derfelbe nach halbstündiger Unterredung gewonnen, einen In dem Verzeichnisse der Mitglieder, welche dem darüber, inwieweit Dr. Bär berechtigt war, den Angeklagten Menschen acht Monate lang im Irrenhause festzuhalten. Die Dr." Schmidt den Auftrag gegeben, ihre Rechte bei der de Jonge als gemeingefährlich zu bezeichnen.- Professor Eulen- Ueberzeugung, daß solche Zustände einer Aenderung bedürfen, Zentral- Invalidenkaffe zu wahren, befindet sich unter burg fann hierauf ebenso wenig eine bestimmte Anwort geben, habe den Angeklagten v. Hammerstein dazu bewogen, die Sache Oberhausen( Rheinl.) der Name Richard Kühne. Es ist dies der wie Professor Mendel, es müsse dies dem subjektiven Urtheil des der Deffentlichkeit zu übergeben. Er bitte um die Freisprechung Brinzipal der bekannten großen Oberhausener Werkdruckerei. Dr. Bär überlassen bleiben. des Angeklagten. Staatsanwalt Müller betont noch, daß Was den Mann eigentlich bewogen hat, sich seine Rechte" bei Der letzte Sachverständige, Medizinalrath Dr. Long, schließt es doch ein Irrthum sei, wenn man annehme, daß lediglich das der Zentral- Invalidentaffe wahren zu lassen, ist rein unerfindsich den Gutachten der Professoren Mendel und Eulenburg an Gutachten des Geh. Raths Bär die achtmonatige Intirung lich; derselbe ist gar nicht gelernter Buchdrucker und war selbstund erklärt, daß Sanitätsrath Dr. Bär vollständig forrett ge des Angeklagten veranlaßt habe. Selbstverständlich haven dabei verständlich auch noch nie Mitglied unferes Vers handelt habe. die Aerzte der Maison de santé das hauptsächlichste Wort zu eins. Ob seine Unterschrift ein Mißverständniß" ist oder ob Die Vertheidiger stellen sodann noch eine ganze Anzahl fprechen gehabt. Rechtsanwalt Klasing betont nochmals, dieselbe einen anderen Zweck verfolgt wer weiß es!" Beweisanträge und beantragen die Ladung vieler Zeugen, welche daß es sich hier um einen großartigen Konflikt mit den reformfrüher dem Angeklagten de Jonge nahe gestanden und dienstlich jüdisch- atheistisch- mammonistischen Anschauungen innerhalb einer wie freundschaftlich mit ihm verkehrt haben. Dieselben sollen Familie handele; wenn innerhalb dieser fanatisch jüdischen Familie befunden, daß de Jonge sich niemals so betragen habe, daß man der Abfall eines Familienmitgliedes zum Christenthum vor sich daraus einen Schluß auf einen geistigen Defeft desselben ziehen geht und dabei auch ein Fluch unterläuft, so sei der Grund zu könne. Ferner beantragen die Vertheidiger die Verlesung des diesem Fluche doch ein tieferer, als Professor Mendel angegesammten umfangreichen Schriftstückes, welches der Angeklagte nommen habe. vom Irrenhause aus an den Kaiser richtete, den er um Schut gegen die Vergewaltigung anflehte, von der er sich betroffen fühlte. Dem letzten Antrage giebt der Gerichtshof statt, die Verlesung des Schriftstücks nimmt eine Stunde in Anspruch. Der Gerichtshof lehnt alle neuen Beweisanträge der Vertheidigung ab, da er die durch dieselben zu beweisenden That fachen glaubt, namentlich, daß der Angeklagte dritten Personen gegenüber den Eindruck eines vernünftigen Menschen gemacht hat und daß die schriftstellerischen Elaborate des Angeklagten voll Geist sind. Boziale Uebersicht. Arbeiter und Arbeiterinnen! Der Streit des Personals der Firma Feibisch in Der Angeflagte Morris de Tonge fügte noch hinzu, daß der Berlin ist nach zirka achtwöchentlicher Dauer wegen Erfolglosigkeit mehrfach erwähnte Fluch gegen seinen Vater nur der Schluß beendigt; doch bitten wir die Genossen und Genoffinnen um punkt einer ganzen Korrespondenz und gewissermaßen der Angel- weitere Unterstützung der Ausgesperrten. Es sind 23 Verheirathete, punkt des ganzen Konfliktes sei. Er wiederhole, daß er es be 33 bauere, diesen Fluch ausgestoßen zu haben, man möge aber nicht 3 Ledige und 7 Hilfsarbeiterinnen, zummen 83 Personen zu vergessen, daß er zwei Tage zuvor einen Brief von einem Ver- unterstützen. Mit genossenschaftlichem cuß: Das Komitee. wandten erhalten habe, in welchem auch ihm geflucht wurde. J. A.: Anton Kopp, Friedrichsberg bei Berlin, Borhagenerstraße 20, 8 Tr. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Mittwoch, den 6. Januar d. J., Abends 82 Uhr, findet im Restaurant Leopold, Markgrafenftr. 88, die nächste Sigung der Wertst att- und Geschäftsbelegirten statt Bei der Nothwendigkeit, unter der Arbeiterschaft unseres Gewerbes immer engere Beziehungen zu fördern und ein solidarisches Zusammenwirken zu ermöglichen, ferner um über alle Vorgänge in den einzelnen Werkstätten und Geschäften( Maßregelungen, Lohnreduktionen, schlechte Behandlung u. s. w.) unterrichtet zu sein, ist es Pflicht der Personale jener Werkstätten und Geschäfte, welche bis jetzt noch nicht vertreten sind, einen Vertreter resp. eine Vertreterin zu entsenden. Wenn auch bei den augenblicklich ungünstigen Erwerbsverhältnissen, welche infolge der Krise namentlich in unserer Branche herrschen, wenig materielle Vortheile zu erringen sind, so muß es doch unsere Aufgabe sein, zu verhüten, daß die Verhältnisse noch schlechter werden und wir in Beiten aufsteigender Konjunktur so dastehen, daß wir dem Unternehmerthum gegenüber gewappnet sind. J. Timm, Vertrauensmann der Schneider und Schneiderinnen Berlins und der Provinz Brandenburg. Freiherr v. Hammerstein schloß sich den Ausführungen der Vertheidiger an und wies nur noch darauf hin, daß ihm der Schutz des§ 193 des Str.-G.-B. zu Gute fomme. Er müsse Der Staatsanwalt beantragte, den Angeklagten de Jonge gestehen, daß er sich als Christ und als Mensch geschämt haben auf Grund des§ 51 des Strafgesetzbuches für strafrei zu würde, wenn er dem Angeklagten de Jonge verweigert hätte, erklären, da derselbe nach dem Gutachten der Sach- demselben zum Betreten der Deffentlichkeit die Hand zu bieten. verständigen geistestrant gewesen sei und nach der Be- Gr sei auch jetzt überzeugt, daß Herr de Jonge zu Unrecht ins fundung des Prof. Mendel noch sei. Im Uebrigen halte Irrenhaus gesperrt worden sei und zwar auf Grund des ober er dafür, daß dem Geh. Nath Bär nicht der geringste flächlichen Gutachtens des Geh. Sanitätsraths Bär. Dies Vorwurf wegen seiner Haltung in dieser Angelegenheit zu machen grenze doch an russische Zustände und er meine, daß er schon als ſei. Der Artikel der„ Kreuz- Zeitung" enthält aber grobe Be- preußischer Staatsbürger das Recht besitze, dergleichen Fälle zur leidigungen des Geh. Math Bar und er beantrage, den Angell. Deffentlichkeit zu bringen. Außerdem befinde er sich in einer sehr v. Hammerstein zu 300 M. Geldbuße event. 30 Tage Gefängniß exponirten Stellung, er vertrete in seiner Zeitung die Ansicht, zu verurtheilen. daß die Emanzipation der Juden das verhängnißvollste Gefeß Der Vertheidiger des Angeklagten de Jonge, Rechtsanwalt fei, welches je erlassen wurde. Wer bürge ihm dafür, daß man Glasing beginnt sein Plaidoyer mit der Bemerkung, daß er ihn nicht auch eines Tages mit Hilfe eines bereiten Kreisphysikus fich in der eigenthümlichen Lage befinde, Gegengründe dafür ins Irrenhaus sperre. Ganz so leicht wie mit dem Angeklagten anführen zu mussen, woraus der Staatsanwalt die Straflosigkeit de Jonge würde es seinen Gegnern allerdings nicht gemacht des Angeklagten de Jonge herleite. Der Letztere sei sich wohl werden. Er beantrage seine Freisprechung. bewußt, daß der jetzige Prozeß und dessen Ausgang für den Kampf Erst gegen 9 Uhr Abends publizirte der Vorsitzende das ums Dasein, den Herr de Jonge führe, von entscheidender Urtheil. Danach komme es allein auf die dem Kreuz- ZeitungsWirkung sei. Laufe das Urtheil des Gerichtshofes nach dem An- Artikel ngehängte Anmerkung an. Dieselbe enthalte Beleidi trage des Staatsanwalts, so bedeute dies für den Angeklagten gungen des Geh. Rath Dr. Bar in Beziehung auf seinen Beruf.. De Jonge den Untergang, den Tod. Der Angeklagte habe sich Der Gerichtshof hat die beleidigenden Thatsachen für nicht eraus dem sicheren Schooß einer Millionärsfamilie hinauswerfen weislich wahr gehalten und an sich würden beide Angeklagte laffen, um seinem Streben nach religiöser Erkenntniß und dem verantwortlich sein. Der Gerichtshof habe aber nach der mündwahren Christenthum genügen zu können, während in seiner lichen Verhandlung und im Wesentlichen nach dem wohlbegründeten 850 Telegraphisten der San Antonio- und Arkansas Familie krasser Materialismus, Atheismus und Mammonis- Gutachten des Prof. Dr. Mendel die Ueberzeugung gewonnen, daß der Paß- Bahn in Texas fireifen wegen verweigerter Lohnforderung. mus herrsche. Der Grund seiner Trennung von seiner Angeklagte de Jonge zur Zeit der That sich in einem Zustande Die Telegraphisten der East Tennessee, Virginia- und GeorgiaFamilie sei jedenfalls nicht unedler Natur. Zu der Geistesstörung befunden, welcher die freie Willensbethätigung Bahn beabsichtigen in derselben Weise vorzugehen. dem inkriminirten Artikel übergehend, behauptet der An- ausschloß. Er mußte deshalb straflos bleiben. Dem Angeklagte, daß in demselben nirgends der Vorwurf der Wissent geklagten v. Hammerstein habe der Gerichtshof den Schutz des lichkeit gemacht worden sei. Es sollte nur auf die Gefährlich feit 193 sugebilligt und nicht feststellen können, daß Die tönne man in dem Urtifel auch nicht finden. Der Bertheidiger geschah, eine beleidigende Absicht verriethen. Der Gericht hof hat und Macht des Vorurtheils hingewiesen werden und ein Weiteres Form oder die Umstände, unter denen die Veröffentlichung geht zu einer Schilderung der traurigen Verhältnisse über, welche deshalb dahin erkannt, daß das Verfahren gegen de Jonge zwischen dem Angeklagten de Jonge und dessen Angehörigen einzustellen und Angeklagter von Hammerstein freiherrschen. Ueber die sittliche Seite dieses Verhältnisses enthalte zusprechen sei. er sich jeden Urtheils. Buchdrucker- Bewegung. In Paris streiten die Fiakerkutscher der Com pagnie urbaine. schaften Deutschlands in der Zeit vom 23. bis 29. Dezember einQuittung über bei der Generalfommission der Gewerktafel" Sangestuft", Gimsbüttel 25,-. Durch Ramm, Hamburg gegangene Gelder. Aus Breslau( Maisonds) 12,55 M. Quartalsbeitrag des Verbandes der Glacéhandschuhmacher 69,-. Lieder75 Pf. Vom Sparklub bei Wiedemann, Barmbed 20,-. Soltau( Maifonds) 4,-. A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Aus Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 18, I. Der Vorstand des Unterstützungsvereins deutscher Bildhauer unterbreitet den Gauvorständen den Antrag auf Abhaltung einer Generalversammlung und motivirt denselben u. A. Die Leipziger Buchdruckergehilfen hielten am Sonntag folgendermaßen: Na ch über sechs Monaten ist die Ge= nehmigung des neuen Statuts seitens des Ministers Die teiden Sachverständigen fordern in doppelter Beziehung zur Vorsicht heraus, denn beide seien präjudizirt durch ihr Vorgutachten und dann dürfe man doch nicht vergessen, daß der Ursprung des ganzen Konflikts in dem Austritt des Angell. de Jonge aus dem Judenthum zu suchen sei, daß es sich um den Gegensatz zwischen der christlichen und der jüdischen Weltanschauung handele und beide Sachverständigen auf der einen eine Versammlung in den„ Drei Mohren" ab, welche denselben Seite stehen. refervirt gewesen und auch Medizinalrath Dr. Long sei nur heutigen Nummer geschilderte Versammlung der Berliner Buch- wurde es dem Polizeipräsidium hier eingereicht.) Auf eine Einmit der Beschränkung, daß man mit Rücksicht auf die große Werk- brucker. In derselben gab u. A. Schneider Trilse die be- gabe direkt an den Herrn Minister ging uns am 19. v. M. vom statt, in welcher Geh. Rath Bär zu arbeiten habe, mit dem merkenswerthe Erklärung ab, die zu Beginn des Streikes in der Polizeipräsidenten folgendes Schreiben zu:„ Auf die an den Verhalten desselben einverstanden gewesen. Er seinerseits öffentlichen Meinung gegen die Buchdrucker vielfach vorhanden Herrn Minister des Innern gerichtete Eingabe vom 28. Nov., habe die volle Ueberzeugung, daß sich die Psychiatriker in dem gewesenen Vorurtheile seien beseitigt, nachdem sich gezeigt, daß welche an mich zur Bescheidung abgegeben ist, erwidere ich dem Angeklagten de Jonge vollständig täuschen, er stehe überhaupt die Buchdrucker auch bei minimaler Unterstützung weiter Vorstand ergevenst, daß mit Bezug auf das abgeänderte Vereinsauf dem Standpunkte, daß eine Wissenschaft, wie die Psychiatrie, zu kämpfen fest entschlossen seien, und die Arbeiterschaft im all- statut demnächst weitere Veriügung ergehen wird." Wir verderen Vertreter in so vielen Punkten noch diametral verschiedener gemeinen würde zum nöthigsten noch tiefer in den Beutel greifen muthen nun, daß erneute Abänderungen gewünscht werden, die Meinung sind, nicht mit der Wiene der Unfehlbarkeit einher als bisher. Bei solch festem Ausharren werde das Unternehmer- wir allein ohne Generalversammlung nicht unterschreiben können. gehen darf. In dem Falle de Jonge habe die wissenschaftliche thum nachzugeben gezwungen werden, und der Sieg werde ein Grund zu der Vermuthung giebt uns das Vorgehen gegen den Behandlung und Beobachtung voüständig Bankerott gemacht, maßgebender sein für die gesammte Arbeiterschaft. Buchbinder Unterſtüßungsverein Deutscher Buchdrucker. Wir befürchten, denn der Angeklagte de Jonge habe mit dem Augenblick, wo er Kloth führte aus, daß die Prinzipale sich wundern sollten, daß das, was die Behörde den Buch druckern zumuthet, einsah, daß sich seine Freilassung ohne Einwilligung seiner welche Summen in den nächsten Wochen aufgebracht werden auch uns treffen wird, und wollen deshalb rechtzeitig vorFamilie nicht erreichen lasse, sein Verhalten sojort so eingerichtet, würden, nachdem die Buchdrucker auch ohne die hohe Unterstüßung sorgen, um die Generalversammlung über event. wichtige Abände daß diese Zustimmung erfolgte und damit einen vollgiltigen fortkämpften. Die Maßregelung des Vereins sei Grund, den Herrn rungen des Statuts entscheiden zu lassen." Beweis feiner geistigen Gesundheit erbracht. Der Angeklagte Minister v. Herrfurth zum Ehrenmitglied des Been Vereins zu ernennen, Der Unterstüßungsverein Deutscher Bildhauer untersteht wie Versammlungen. fämpfte um seine gesammte sittliche und wirthschaftliche. Gristenz, so förderlich würde diese Maßregel auf den Fortgang der die Buchdruckerorganisation der Genehmigung des preußischen er war selsenfest davon überzeugt, daß er vollkommen gesund sei Bewegung einwirken. Der Einfluß des Streits mache sich in den Ministers des Innern was der einen Organisation geschieht, und er wolle nicht auf Grund des§ 51 freigesprochen werden, Buchbindereien sehr fühlbar und zwinge seine Berufsgenossen, an wird der andern nicht erspart bleiben. sondern erwarte dringend die Anerkennung des Gerichtshofes, sich schon wahre Hungerkünstler, den Hungerriemen noch mehr daß er nicht geistesfrank sei. Der Angeklagte habe aber im anzuziehen. Das Alles halte sie jedoch nicht ab, Möglichstes vollsten Umfange Anspruch auf den Schuß des§ 193, denn er zum Gelingen des Streits beizutragen. So würden am Montag habe sich in der Nothwehr befunden und in dieser das Gebiet wieder 800 M. abgeführt werden; ein Kollege habe sogar aus der Deffentlichkeit betreten. Die Deffentlichkeit sei in vielen Privatmitteln 300. geopfert. Der Entschluß, unter allen UmFällen die beste Schuhwehr und sie habe ja in diesem Falle das ständen auszuhalten, mache die Buchdrucker zu Bahnbrechern für Kunststück fertig gebracht, daß jetzt die sämmtlichen ressortmäßigen den Neunstundentag. Die Versammlung zollte den Rednern, welche Sachverständigen unter ganz unveränderten Berhältnissen den sämmtlich für die Fortseßung des Streits sprachen, Eine allgemeine Buchdrucker- Versammlung mit HilfsAngeklagten nicht mehr für Irrenhausreif halten. Für die brausenden Beifall. Es ist kein Zweifel, daß diese Geschlossenbeitarbeitern und Arbeiterinnen tagte am Sonntag VorGemeingefährlichkeit" desselben sei nicht das mindeste beigebracht der Gehilfenschaft auf die Koalition der Prinzipale ihre Wirkung mittag im großen Saale der Bock- Brauerei. Dieselbe war von worden, denn wenn der Angeklagte, welcher an der Quelle studirt nicht verfehlen wird. Die Kleinen" und" Mittleren" befinden sich gegen 3000 Personen besucht und nahm in erster Linie den habe, es sich zur Aufgabe mache, die internationalen Fäden des sowie so schon gegenüber ihrem Kundenkreis in der größten Ver- Situationsbericht seitens des Herrn Döblin entgegen. Derfelbe Börsenthums und Judenthums aufzudecken, so sei das gewiß legenheit, so daß der Sieg den Gehilfen sicher ist, sofern sie nur fonstatirte, daß die Kollegenschaft Deutschlands ebenfalls gewillt „ Gemeingefährliches". Er beantrage also, die strafrecht fest im Streit aushalten und die Arbeiterschaft fie nach Kräften ist, den Streik trotz der behördlichen Maßnahmen weiter zu führen. liche Berantwortlichkeit des Angeklagten festzustellen, anzuerkennen, unterstützt. Gingegangen waren Telegramme aus Stuttgart, Lübeck, Bremen, Wiesbaden, Frankfurt a. M. und München, welche bekundeten, daß die dortigen Kollegen denselben Standpunkt einnehmen wie die Berliner und Leipziger.( Bravo.) Gingegangen war ferner von Geldsendungen meldet.( Bravo.) Seitens des Polizeiein Telegramm aus New- Yort, welches das baldige Eintreffen Präsidiums war ferner die Verfügung eingetroffen, welche dem " nichts daß der Geheimrath Bär ohne wissenschaftliche Gründlichkeit und Fortsetzung des Streits haben gleich Berlin und Leipzig oberflächlich sein Gutachten abgegeben, daß er sich geirrt und den Angeklagten ohne triftigen Grund in eine Frrenanstalt gesperrt auch die anderen großen Druckorte beschlossen, ebenso die mitt hat und er beantrage ferner, bem Angeklagten den Schny des leren und kleineren. §193 des Str.-G.-B. zu bewilligen. Volksversammlungen zu Gunsten der Buchdrucker sind R.-A. Räb ell führt in längerer Nede aus, daß der An- weiter abgehalten worden in Köln und Mainz. geklagte von Hammerstein in bestem Glauben und in der aller- An Unterstügung bewilligten ferner: der Verein der Vorstande bei Androhung einer Geldstrafe von 150 M. event. besten Absicht einem anscheinend Wehrlosen zur Vertheidigung Bauanschläger Berlins 100 M.; New Yorker Typographia Haftstrafe von 2 Wochen aufgiebt, binnen 14 Tagen die Umänderung feiner Rechte die Spalten seiner Zeitung geöffnet. Gheimer Rath 1000 Dollars; das Personal einer großen Berliner Buch- des Vereinsstatuts in der bereits in der vorigen Versammlung Bär habe nicht mit der gehörigen Vorsicht gehandelt, die druckerei in letzter Woche 1400 m; Münchener Hutmacher stizzirten Weise, welche das Statut zu einem Versicherungsstatut macht, Reg Agitationsverein afsalle", bet Drügemüller, Wienerstr. 31. " Vermischtes. 3u veranlassen. Redner bedauerte, daß die Prinzipale den Gehilfen nicht einen Schritt entgegengekommen sind, trotzdem die Lese- und Distutir- Klub für Männer und Frauen Johannes Wedde", Abends& Uhr, im Lofale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Gäste will beiderseitigen Kräfte die gleichen, und hielt unter den gegebenen tommen. Rothe Flagge", Abends 8½ Uhr, Hornstr. 11 bei Zechlin. Dem armen Hans Most ist wieder einmal groß Leid Umständen es im allgemeinen Interesse für durchaus erforderlich, Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. daß der Kampf weiter fortgeführt werde. Den Berlinern komme nye, lebungshunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein„ re und Schulze, lange Zeit Intimus unseres Hans, jetzt Redakteur Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends widerfahren. Einer seiner„ anarchistischen" Mitarbeiter, Moriz nach Aufhebung der Tarifgemeinschaft die völlige Handlungs- fchaft 1", bet Oswald Berliner, Brunnenstraße 114.- Gesangverein Sarder anarchistischen" Arbeiterzeitung" von Chicago, seht ihm in freiheit zu gute; sie könnten nunmehr ihren Intereffen dienende monia", Flottwellſtr. 5 bei Bartels. Arbeiter- Gefangverein„ Olympia", genanntem Blatte ein drei Spalten langes Denkmal von Papier lokale Abmachungen treffen. Angesichts der Einmüthigkeit der Buckowerstraße 9 bei Junghans. Gefangverein, Schildhorn", Usedomstraße 33 bei Miete. Kollegen Deutschlands ermahnte Referent zum weiteren mannGefangverein Fidelitas", Bergir. 68 bei Steller. und Druckerschwärze. Es sind erbauliche Dinge, die das große haften Ausharren.( Beifall.) Gefangverein" Allegro", Kaiser Franz Grenadier Platz 7.- Gefang: Publikum da zu lesen bekommt den Eingeweihteren wird freilich Der Ansicht des Vorredners verein ,, Myrthenblätter", Belforterstr. 15 bei Schneider. Gefangverein nichts Neues gesagt- der wüthende Dynamiterich wird seines schlossen sich die Herren Beste ct, Massini, Dolinski Bruberherz", Straußbergerfir. 3 bet Birt. Jhn'scher Gesangverein 11. A. unter dem lebhaftesten Beifalle der Anwesenden voll und Moabit, Kronen- Braueret. Sumor", Straußbergerstraße 3 b. Birt.- Gefangverein ,, unversagt 2", forgsam umgelegten Wauwau- Kostüms entkleidet und als harmloser, Gesangverein Hoffnung 2", Deutsch- polternder Angstmeier hingestellt. Zum Ergößen unserer Leser, ganz an, den endlichen Sieg der Gehilfenschaft in sichere Aus- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräß. Gefangverein" wald: die von früher her an dem armen Hans noch ein Interesse ficht stellend. Herr Krüger richtete an das Hilfspersonal die tapelle 1", Berliner Bockbraueret. Gefangverein ,, Arbeiter Maibund", Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.. gleiche Mahnung zum Ausharren, die Versicherung abgebend, Friedrichsfelde, Wilhelmfir. 10 bei Momber. Gefangverein„ Vorwärts 3", nehmen, seien ein paar Stellen hier ausgezogen. Gesangverein Fretes Der frühere Intimus Most's zeigt an den Vorgängen in daß in der tommenden Zeit die Unterstützungsgelder ied 2" Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165. Gesangverein anger Chicago, wie feige Most bei jeder Gelegenheit, wo Andere Gefahr wieder reichlicher fließen würden, als Gefangverein ,, Gängertette", Schönvor den Feier- bain" Fichteftr. 29 bei Strösche. tagen, sodaß das Hungergespenst gebannt werden könne. ftraße 8 bei Schneider. leinstraße 6 bei D. Klein. Mufit- u. Gesangverein Firmitas" Adalbert: liefen, sich versteckte. Es scheint, ruft er ihm zu, daß Sie ein Haar Gefangverein, reuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 in Ihren Brandsäken" und mit Blausäure versezten Liqueuren" Herr Besteck wies noch auf den großen Opfermuth bei Winter. Gesangverein Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. gefunden haben. Immerhin, Sie haben den Ruhm" dafür, hin, den die arbeitenden Kollegen beweisen, und erklärte es unter Gefangverein Alte Sinde" Mariannenftr. 81-32 bet Doberstein. Gesangverein, Borwärts 4 Rathenow, Restaurant Walhalla". und wenn man auch Sie nicht auf Grund Ihres Kulturwerkchens, diesen Umständen für unmöglich, daß Jemand der Bewegung Gesangverein Alpenglode", Landsbergerstr. 31, bei" Mufehold.-daß Sie jetzt verleugnen, gehängt hat Andere haben ja da untreu werden könne. Die Nachricht, daß die Breslauer Kollegen Gefangverein Einigfett 2", Landsbergerstraße 31 bet Musehold. für den Märtyrertod erlitten, und damit sind Sie ganz zufrieden.. den Streit beendet haben, wurde von Herrn Döblin bestätigt; Set meer teiltet de", Sübenjir. 56 bet Trieſchmann, Gefangverein Sie sagten ja selbst, daß es genug wäre, wenn Sie die Bomben Gefangverein Gorgenlos", Stödlinerfir. 17 Wendt. ebenso theilte derfelbe mit, daß die Kollegen in Glogau in Unter Kreuzberger Sarmonie", Lindenstr. 106 bet Poppe. Gefangverein beschrieben; Andere hätten dafür das Zeug, sie zu werfen, so handlung getreten feien. Derfelbe erklärte dies als die den Prin- Titania", Köpenickerstr. 191 bet Boge. Gefangverein, iebes: forge die Natur selbst für das nöthige Gleichgewicht. zipalen abgesehene Tattit:" Theile und herrsche." Die Kampfes west end", Bülowstr. 27 bei Gundlach. freiheit 2", Straußberg, Restaurant Krüger. Gefangverein ,, Vorwärts 7, August Reinsdorf nannte Sie einen Schwadroneur, der weit weise würde jegt eine andere werden und dürfe sich Niemand marwitz bei Wilhelm Nölte. vom Schuß gut raisonniren hätte; Lieske war ein Parteigänger hiervon überraschen lassen. Zum Schlusse nahm Herr Schmitt Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Autonomie", die wahrlich für Sie nichts übrig hat; und noch das Wort zu einem Resumee, in welchem er die bereits Dienstag: Geselliger Verein, Clint bim", bet George, Gr. Görfchenfir. 16. Theaterverein Afazie" bei Seife, Staligerstraße 54. Theater- und Ber August Spies bezeichnete Sie in öffentlicher Gerichtssitzung als früher abgegebene Erklärung wiederholte, daß die Buchdrucker in gnügungsverein, Gich en franz" bei Blöß, Dresdenerstr. 28.- Tambour- einen Maulhelden. Daß Peter Krapottin Sie für einen unserer Bukunft sich ganz der modernen Arbeiterbewegung anschließen verein Deutsche Etch e" bet Cabeck, Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. Bewegung schädlichen Autoritär( man bedenke: Anarchist und werden. Hierauf schloß er die stattliche Versammlung mit einem Bergnügungsverein, Amor" bei Hämmerle, Bülowoftr. 59.- Bergnügungsverein Alpenveilchen" bei Schirmer, Stoppenstraße 58. Autoritär") hält, wissen Sie auch. Sie klammern sich aber enthusiastisch aufgenommenen dreifachen Hoch auf die Durch- Blumeniese" bei Schneider, Adalbertstraße 8 troydem an alle diese Leute, was Sie um so leichter ungestraft führung des Neunstundentages. thun tönnen, als die meisten derselben auf dem Schaffot gestorben sind. Doch genug von Hänschen Bum- Bum. von " " " " 1 Nr. 162. Gäste willkommen. Gäste willkommen. Liedertafel Theaterverein Berliner Turngenoffenfchaft", glieder eingeführt, willkommen. Rauchtlub Borsig", " " " ... Wien, 4. Januar. Der Lustspiel- Dichter Julius Rosen ist heute in Görz gestorben. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein Edelweiß" 9 Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. Die Freie Vereinigung sämmtlicher in der Gefangverein Anatreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Keßner, Annen" ftraße 16.- Gefangverein udwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr Papierindustrie Berlins und Umgegend beim Restaurant Poppe, Lindenstraße 106. Quartett- Verein, Wedding", schäftigter Arbeiter und Arbeiterinnen hielt bei Stumte, Acterstraße 123. Männer Gefangverein Olympia" Bremen, 3. Januar. Der heute Vormittag 10 Uhr 3 Min. am 29. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung ab, bet Gerth, Brinzenstraße 106.- Männer- Gesangverein Alt- Deffau" jeben hier fällige Personenzug von Wilhelmshaven stieß bei Station Hude fommenden in welcher der Buchdrucker Herr Kunkel unter reichem Beifall Bandets mid the Gesangsstunde bei A. Niemann, Görligerstraße 42. Wüsting mit einer leeren, von Gäste willkommen. über den Kampf zwischen Rapital und Arbeit sprach. Eine Dis- 9. Männer. Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 1hr Blumen: Maschine zusammen, welche fahrplanmäßig in Reiherholz zu tuffion fand nicht statt. Zum 3. Punkt: Stellungnahme zu den meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen und Herren, will fignal nicht beachtet, die Kreuzungsstation durchfahren und war Straße 63a. Theater- und Verguügnngs Berein Vulcanta", in freuzen hatte. Der Führer der leeren Maschine hatte das HalteBeschlüssen der verwandten Branchen, wurde nach lebhafter fommen. Theaterflub e Imerbing", Abends 9 Uhr, in Sanf's so dem von Station Wüsting abgegangenen Personenzuge ent Diskussion, an welcher sich die Kollegen Greifenberg, Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ecte der Großbeerenstraße. Privat Freudenreich, Pickert und Drews betheiligten, folgende Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße gegengefahren. Der Führer und der Heizer der leeren Maschine Resolution Freudenreich's angenommen: Bergnügungsverein Saturnalia." Jeden find todt; Führer, Heizer, Packmeister und Zugführer des PerDie außer Dienstag Sigung mit Damen im Restaurant Frankfurter Bierhallen", sonenzuges sind verwundet. Von den Passagieren wurde Niemand ordentliche Generalversammlung erklärt eine zentralisirte Organi: Große Frankfurterstraße Nr. 99, Anfang 9 Uhr. Nachher: Tanz. sation beiderlei Geschlechts als eine der modernen Arbeiterbewegung Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen.- BergnügungsVergnügungs- und Theaterverein Romeo", verlegt. entsprechende. Den Beschluß der Buchbinder vom 14. Dez. 1891 Verein Nordlicht", Abends 8%-11 Uhr, bei S. Sperling, Görligerstr. 37. Münster, 4. Januar. Der Arbeiter Heinrich Schötteler erklärt die Versammlung für höchst bedauerlich, weil das Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vergnügungs- Verein Fidele zu Großraten erstach seinen Vater und entfloh darauf. durch die trüben Verhältnisse innerhalb der Gewerkschaft nicht Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Berlebergerstr. 17. Gäste willkommen. Geselliger Verein ,, Brüderfchaft" NW., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher beigelegt werden, sondern derselbe dazu angethan ist, diese Ver- Reichsadler, Beuffelstr. 9.- Verein ehmal. 37 er, bende 9 Uhr, im Könighältnisse noch zu verschärfen. Eine längere Debatte entspann sich stadt- Kasino, Solzmarktstr.72. Dilettantenverein ,, Nord", Nebungsst. Dienstag über die Zeitungsfrage; man nahm schließlich einer Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Brüssel, 3. Januar. Der bekannte Professor der NationalTambourverein Frei weg!", Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel. ökonomie& mile de Laveleye ist nach zweitägiger InfluenzaAenderung vorläufig Abstand. Herr Greifenberg machte Rauchtiub Rofenblätter", Abends 8 Uhr, bei Leopoldt, Yort- u. Mann Erkrankung gestorben. Emile Ludwig Wiktor de Laveleye, sodann noch auf das am 23. Januar bei Kuhlmey, Schönhauser- steinfir.- Gde. Gäſte wiütommen. Rauchtlub humoristische Pfeifen der hervorragendste belgische Publizist und Stationalökonom der Allee 28, stattfindende gesellige Beisammensein aufmerksam. In über bei store authorieben Dienfius liberalen Schule, wurde geboren zu Brügge am 5. April 1822 einer vom Referenten gestellten Resolution erkannte die Ver- Abends 9 Uhr Borsigftr. 10a, bei Road. Gäſte herzlich willkommen. und war feit 1864 ordentlicher Professor der Staatswissenschaft sammlung einstimmig die berechtigte Forderung der Buch- Reichenberger Rauchtíub. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichen an der Universität Lüttich, seit 1872 Mitglied der belgischen brucker nach Verkürzung der Arbeitszeit an und verpflichtete sich, bergenftr. 128 fun Refaurant" Bum fefensonge cote, burdenes Alademie; er hat zahlreiche Werke und Essay's auf dem Gebiete eingeführt, willkommen. Rauchttub Portorico". Dienstag dieselben mit allen zu Gebote stehenden Mitteln in ihrem Kampfe abend 9 Uhr Manteuffel Straße Nr. 119 bei Brewling. Gäfte der Politit, Volts- und Landwirthschafts- Lehre verfaßt und ent zu unterstützen. willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. , Dämmerwolfe" Dienitag wickelte, wie die Frankj. Ztg." mittheilt, bis in die letzte Beit Abend 9 Uhr Böckhstraße 51. Gäite find willkommen. Rauchilub Ginigteit" Abends um 9 uhr hinein eine äußerst fruchtbare Thätigkeit. Der Fachverein der in Buchbindereien beschäftigten bei Bater Kubs, Swinemünderstraße 82. Rauchflub ,, Der Elf" Arbeiter und Arbeiterinnen beschloß in einer gestern jeben Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bei Hoffmann. Rauchklub Montag Abend stattgehabten reich besuchten Versammlung, mba lema" Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bei Faunmann. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Geselliger Gäste willkommen. daß vom nächsten Lohntage ab jeder arbeitende Buchbinder Berein, Iim bim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstr. 16. Herren als 5 pCt. seines Verdienstes an die streifenden Buchdrucker ab- Gäste willkommen.- Bergnügungsverein Glück auf Abends sy Uhr im Re- Dresden, 4. Januar. Der Geheime Regierungsrath von zugeben habe. Ferner ward einstimmig ein Antrag an faurant Blant, Schönleinstr. 1. Gäste willkommen. Geselliger Bergnügungs: Seydewitz ist zum Minister des Kultus und öffentlichen Untergenommen, beim Verbands- Vorstande zu beantragen, wiederum verein, Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lokat von Marowsti, Barninistr. 47. Bergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 uhr, in richts ernannt worden. 1000 M. zu diesem Zwecke zu bewilligen. Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Gäste willkommen. Stattlub ,, Fidele rüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr Kottbuser Damm 74 bet Hilfe. Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. ehemaliger Schüler der 38. Gemeindefchule. Heute Sigung im Restaurant Bergnügungsverein, Esmeralda heute Abend Noll, Andreasfir. 8. Gäne will 8 Uhr, Sigung mit Damen, bet E. Gedwig, Rosenthalerstr. 45. tommen. Bergnügungsverein„ Saturnalia" jeden Dienstag Sigung mit Tanz. Fidelitas. Gäste willkommen. Gr. Frankfurferstr. 99.- BergnügungsJentral- Kranken- und Sterbekasse des deutschen Senefelder verein" Earmen Sylva" Sigung jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Oranien Bundes( E. 8.), Berwaltungsstelle Berlin. Heute Abend 8 Uhr, im Restaurant Rölich, Neue Friedrichstraße 44, Mitglieder- und Verwaltungs- ich winton Rauchttube Damen und Serren als Gäste herzlich willkommen. Bruderbund" tagt jeden Dienstag Bersammlung. Geselliger Berein ,,& tim Berliner Naturheilverein 2. Dienstag, den 5. Januar, Abends Abend 9 Uhr, Laufigerstr. 50, bei Grande. 8 Uhr, im Brälaten, Alexanderplatz( Bogen 6). Deffentlicher Vortrag des im heute Abend präzise 9 Uhr, Generalversammlung im Bereinslokal Herrn Rittmeister a. D. Reinicke über Jnfluenza und deren medizinlose Be- Groß- Görschenstr. 16. Der wichtigen Tagesordnung wegen Erscheinen aller 100 Mt. erhalten. Mitglieder nöthig. Touristenflub ,, Wanderlust" jeben Dienstag Abends handlung. Hierauf beschließende Bersammlung des Dftbezirts. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Proletarier",( Pankow), von 9 Uhr ab Gigung beim Nestaurateur Bierrat, Schönhauser Allee und Fransedistr.- Ecke. Gäfte willkommen. bet Borchardt, Schulzenstraße 28. Safenclever", Abends 8% Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. Freie Gemeinde Niedorf. Mittwoch, den e. Jan., Abends 8% uhr, Generalversammlung in Rummer's Saal, Berlinerftr. 136. Tagesordnung: Jahresbericht und Borstandswahl. Gauverein Berliner Bildhauer. Bersammlung am Dienstag, den 5. Januar, Abends 9 Uhr, bei Reßner, Annenstr. 16. Angelegenheiten der Steinbranche. Bibliothekabend. 29 " 1 Durch den mit dem Neubau unserer Brauerei verbundenen Sterilisir- Apparat erzielen wir ein vollständig bakterienfreies Bier, Bier, das sich lange auf der Flasche hält und der Gesundheit sehr zuträglich ist. Dieses bakterienfreie Bier der Münchener Brauhaus- Attien- Gesellschaft ist von sämmtlichen Ber legern Berlins und Umgegend zu beziehen, auch werden Bestellungen, die au una direkt gerichtet werden, durch die von uns empfohlenen Bier- Verleger effektuirt. Münchener Brauhaus- Actien- Gesellschaft, N., Johannisstraße 18/19. Mindestens 5 Minuten kochen muß das Neueste Genuß- u. Volksnährmittel Kathreiner's Kneipp- Malzkaffee, der einzige mit Geschmack u. Aroma des echten Bohnenkaffee. Patent in allen Staaten angemeldet, in mehreren Ländern schon ertheilt. Nicht zu verwechselu mit gebrannter Gerste, geröstetem Malz oder allen andern Fabrikaten ähnlichen Namens. Zu beziehen durch Kolonialwaaren- und Droguenhandlungen. Gebrauchsanweisung.( Nachdruck verboten.) 1. Malykaffee als Zusatz zum Bohnenkaffee. An Stelle des bisher verwendeten Quantumns Bohnenkaffee und der benutzten Zufäße von Cichorie, Feigentaffee u. f. w. nehme man in Zukunft die gleiche Menge, aber zur Hälfte Bohnen- und zur Hälfte Malstaffee ohne andere Zufäße. Hat eine Hausfrau 3. B8. 50 Gramm Bohnenkaffee und 10 Gramm Cichorie oder Feigenkaffee 2c. gebraucht, so nehme sie jetzt 30 Gramm Bohnenkaffee und 30 Gramm Malzkaffee. Will man sich den Raffee noch billiger herstellen, so verwende man 3/4 Malstaffee und 1/4 Bohnenkaffee. Man mahle den Bohnen- und Malzkaffee jeder für sich, schütte zuerst den Malzlaffee in das siedende Waffer, laffe ihn mindestens 5 Minuten kochen, seze den Bohnenkaffee hinzu und lasse das ganze noch kurze Beit aufwallen. Alsdann verfahre man in seither gewohnter Weise; ober 2. Reiner Malikaffee. Man nehme ebensoviel Malzkaffee als man früher Bohnenkaffee und Zusatz genommen hat, mahle den Malakaffee, schütte ihn in das siedende Wasser, lasse ihn mindestens 5 Minuten kochen und verfahre sodann in bisher gewohnter Weise. Rauchklub Verein " Depeschien. Briefkaffen der Redaktion. Bundesrath. Der Vorwärts" fonnte über das Schicksal Ihrer Petition nichts schreiben, weil er erst durch Sie von der Petition gehört hat. Wenden Sie sich an den Herrn Reichstags= Abgeordneten Schippel in Friedrichshagen bei Berlin. Derfelbe ſigt in der Petitionskommission und kann Ihnen die gewünschte Auskunft geben. Für die Arbeiter- Bildungsschule: Von Herrn Schuhster H. Gumpel, Barnimstr. 42. Lisezinski. Eine Postkarte mit der Danksagung haben wir weder am 30. Dezember noch später erhalten. Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 7. Jannar, Abends S Uhr, Sebastianstr. 39. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Siegesfest. 2. Wichtige innere Vereinsangelegenheiten. 3. Gewerkschaftliches und Fragekasten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Ausstehende Sammellisten 437/3 für die streikenden Buchdrucker bitten wir sofort abzuliefern an die Kommission der Buchdrucker in Gratweil's Bierhallen. Soeben erschien: Wider die fleinbürgerlich- parlamentarische Sozialreform für die revolutionäre Sozialdemokratie! Eine Streitschrift von Albert Auerbach. Preis 15 Pfennig. Für Kolporteure und bei Abnahme größerer Posten bedeutender Rabatt. Bestellungen erbittet umgehend: Verlag des Sozialist", Alte Jakobstraße 91, Hof 3 Treppen. Papageien, Arten Waldvogel zu den Kanarienhähne, alle 17392 billigsten Preisen. F. Schnelle, Staligerstr. 132, am Kottbuser Thor. Bruchbänder, 1079L Gummiwaaren, Leibbinden, Sprizen, Suspensorien, Verbandsstoffe, Brillen und Pince- nez, sowie Artikel aller Art für Kranke empfiehlt J. Ch. Pollmann, Linien- Straße 30. Lieferant für die vereinigten Hilfs Krankenkassen. 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