Nr. 154. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährt. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pig. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagss Nummer mit illuftrterter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für ble sechsgespaltene Rolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber& rpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bocinioemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Agrarprogramm. Man schreibt uns: Die im September 1897 eingefeßte Agrarkommission des national- socialen Vereins hat jetzt den Entwurf eines Agrarprogramms veröffentlicht, der dem im Oktober zu Leipzig zusammentretenden Vertretertag zur Beratung vorgelegt werden foll. Das Ganze besteht aus einer turzgefaßten allgemeinen Begründung, an die sich eine reichhaltige Musterkarte von Einzelforderungen anschließt. Wir geben zunächst die letzteren im Wortlaut wieder: Bichieuchen. Freitag, den 6. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Der In den füddeutschen Landtagen führen unsre Vertreter so sehr von der agrarischen Parole: Hochschutzölle für alle einen zähen Kampf gegen die Fideikommisse wie gegen alle landwirtschaftlichen Produkte erfüllt, daß sie sich für Agrarsonstigen Neste grundherrlicher Privilegien in Gemeinde und Staat; programme, in denen dieses Allheilmittel fehlt, nicht Da müßte müßte fich sich das gesie arbeiten auf die Erweiterung der Selbstverwaltung der sobald begeistern werden. Gemeinden hin; treten für die Vergenossenschaftlichung und famte Wirtschaftsbild erst wesentlich ändern. Immerhin Verstaatlichung der Streditvermittlung ein, desgleichen für die aber hätten die National Socialen Aussicht, einsichtige, das Schaffung staatlicher Versicherungsanstalten aller Art; sie be- Ganze der Volkswirtschaft überblickende Elemente der Bauernthr willigen Millionen für die Erschließung abgelegener Gegenden schaft mit ihrem Agrarprogramm zu gewinnen, wenn durch Eisenbahn- und Straßenbauten; desgleichen für die Ent- an deres Programm nicht wäre! wicklung des landwirtschaftlichen Bildungswesens und die Eine Partei, die sich dem Militarismus zu Wasser und Förderung rationeller Betriebsweise in allen Zweigen der zu Land mit Haut und Haaren verschreibt, die kein Bedenken 1. Weitere Ausgestaltung unsrer Handelsvertrags- landwirtschaftlichen Produktion. Ebenso haben sie sich trägt, die ungeheuren Lasten, die Heer und Marine Politit. Beseitigung der Zuckerausfuhr- Prämien bei gleich die Unterstützung des landwirtschaftlichen Genossenschafts- dem Volfe und in erster Linie auch dem kleinen zeitiger Herabsetzung der Fabrifftener. Gleichmäßige Besteuerung wesens stets angelegen sein lassen, auch haben sie an Bauernstand auferlegen, noch zu erhöhen die dürfte bei des nicht zu gewerblichen Zweden gebrauchten Spiritus. Gleich der Beseitigung des Ausnahmerechts gegen Landarbeiter und einem zum politischen Denken erwachten Bauern wenig Glück mäßige Behandlung der Fleischbeschau für in- und ausländisches Dienstboten mit Erfolg gearbeitet. Die„ Begünstigung von haben. Der Bauer ist ein viel zu nüchterner Mensch, als Fleisch. Maßregeln gegen Einschleppung und Verschleppung von Industrie- Anlagen auf dem Lande" geschieht schon durch die daß er sich für die Poesie des Naumanuschen Welt. Er weiß, was 2. Aufhebung der Fideikommisse. Ueberführung Förderung des ländlichen Verkehrswesens. Soweit es sich eroberungs- Chauvinismus begeistern ließe. der Waldwirtschaft in Staats- oder Gemeindebetrieb. Er um Erleichterung industrieller Ansiedelungen seitens einzelner das jahrelange Soldatspielen für ihn bedeutet, und wenn weiterung der Wildschaden Ersatzpflicht( Hasenschaden). Urbar Gemeinden handelt, werden unsere Genossen in den Ge- er seinen Steuerzettel sieht, pflegt sein Herz nicht machung der Dedländereien Dedländereien mit Staatshilfe. Sräftige meindevertretungen die letzten sein, die dem entgegentreten. von patriotischen Gefühlen geschwellt zu werden. Förderung der inneren Kolonisation zur Die Erhaltung und Vermehrung des Gemeindelands Mann aus der Tiefe des werkthätigen Volts braucht wahrSchaffung eines Lebensfähigen unabhängigen entspricht ebenfalls einer socialdemokratischen Kommunalpolitif. haftig nicht allzuschwer nachzudenken, um zu entdecken, wer Bauernstandes. Ablehnung aller fünstlichen Versuche, das Dazu bedarf es übrigens keines Borkaufsrechts". Ein solches die Rechnung, die die gepanzerte Fauft bei den„ nationalen" Anerbenrecht in weiterem Umfange einzuführen. 3. Fortschreitende Einbeziehung des platten Landes in den ist wertlos, sobald die Gemeindevertretung nicht bereit ist, die Expansionsbestrebungen schreibt, zu bezahlen hat und wer den Verkehr durch Ausbau des Eisenbahnnetzes und Anlage von Angebote der Privatliebhaber zu überbieten, und es ist un- Gewinn dabei einstreicht. Der Bauer, der sich einmal aus Land- und Wasserstraßen. Vereinfachung und Verbilligung der nötig, sobald sie dies zu thun entschlossen ist. Ein kommunales dem Bannkreis des hochschutzöllnerischen Ideengangs befreit Verkehrstarife, besonders für Eisenbahn und Telephon. Be- oder staatliches Vorkaufsrecht hätte nur dann Wert, wenn für hat, wird darum kein National- Socialer werden. günstigung von Industrie Anlagen auf dem den Grunderwerb durch Gemeinde oder Staat nicht der freie Weg führt zur Socialdemokratie. Marktpreis, sondern ein nach bestimmten Normen zu 4. Beseitigung sämtlicher Borrechte des firierender Tarwert als maßgebend gesetzt würde. Soweit großen Grundbesizes, insbesondere der vom Gemeindes wollen die National- Socialen aber offenbar nicht gehen. verband getrennten Gutsbezirke, des Kirchen- und Schulpatronats, Nur über einen Punkt des national- socialen Agrarder Befreiung von Schullasten. Reform der Polizeiverwaltung. Wenn es richtig ist, daß der seinem Vaterland am meisten dient, Schaffung größerer leistungsfähiger Gemeindeverbände. Ausbau pramm- Entwurfs dürften in der socialdemokratischen Partei der bestehenden Kommunalverbände zu Selbstverwaltungskörpern heute noch zweierlei Meinungen herrschen. Es ist dies die der unter allen Umständen die Wahrheit sagt, so verrät fast die auf Grund eines die Bertretung aller Bevölkerungsschichten gleich unter 2 geforderte:„ Kräftige Förderung der gesamte bürgerliche Presse in dieser Zeit der furchtbareme das Baterland in infamster Weise. Alo mäßig sichernden Wahlrechts. Leitung dieser Kommunalverbände inneren kolonisation zur Schaffung eines chinesischen Krisis durch gewählte Kommunalbeamte. Stärkere Heranziehung der Lebensfähigen unabhängigen Bauernstandes." bie Berlogenheit, das bewußte Nicht- Sehen- Wollen offenkundigster 5. Erleichterung des ländlichen Personalkredits durch Förde Programm der süddeutschen Volkspartei verlangt:„ Ver- die unfre Pharifäer immer an der französischen Preſſe als Auch diese Forderung ist übrigens nicht neu. Das Münchener Thatsachen, das schmähliche Bertuschen, diese nichtsmutzigen Lafter, rung bon Kreditgenossenschaften. Umgestaltung des Sypothetarkredits in folgender Richtung: allmählich mehrung der kleineren und mittleren Betriebe durch innere Beichen äußerster Storruption feststellen, graffieren nun erschreckend durchzuführende Einschränkung des Beleihungsrechts auf Gemeinde Kolonisationen". Die Agrarresolution der freisinnigen Volts- und verwüstend in unsrer deutschen Presse, und nicht mur in den und Staat; Gewährung niedrig verzinslicher untündbarer Amorti partei( Nürnberg 1897) fordert zu diesem Zweck sogar die parteilojen Schwindelbazaren, nicht nur in den Scharfmachersationsdarlehen; Verwendung des aus der Hypothetarreform er- Ueberlaffung von Domänen, also die Verminderung des Beitungen, sondern auch in liberalen, ultramontanen, freifinnigen, zielten Gewinns zur Erleichterung der Gemeindelaften. Staatseigentums zu Gunsten des fleinen bäuerlichen Besizes. ia demokratischen Organen. Lande. größeren Verbände zur Entlastung schwächerer Gemeinden. außerhalb der Familie. domänen. Gesandte als Diftatoren. Sein E. D. Mehrung des Gemeindelandes, Vorlaufsrecht Für die Erhaltung und Mehrung eines lebensfähigen Was in diesen Tagen zusammengelogen wird, kann gar nicht der Gemeinde und des Staats bei Verkäufen Bauernstands tann sich natürlich niemand begeistern, der mit mehr im einzelnen erwähnt werden. Stein bürgerliches Blatt, das 6. Förderung aller Bildungs- und Wohlfahrts. Kautsky der Ueberzeugung ist, daß die bäuerliche Betriebs- den Mut der Wahrheit hätte, das die Pflicht fühlte, die Leser aufzubestrebungen auf dem Lande( Gemeindehaus, Büchereien usw.) form, analog dem Kleinbetrieb in der Industrie, dem Unter- flären über das, was ist nur öde Redereien, sensationelle NachStaatliche Förderung des Schulwesens auf dem Lande( siehe gang verfallen sei. Die Verfasser des national- socialen Agrar- richten und Entstellungen. Und der Telegraph arbeitet in der gleichen unfer Schulprogramm). Landwirtschaftliche Fachschulen, Winter- programms sind gegenteiliger Ansicht. Sie sehen in dem rationell Nichtung. Es wäre fleinlich, aus dem Grunde immer wieder zu betonen, schulen und Wandervorträge. Hebung der ländlichen Krankenpflege gestalteten und genossenschaftlich organisierten bäuerlichen Betrieb durch öffentliche Mittel. diejenige Produftiousform, welche die größte Leistungsfähigkeit daß die jetzigen Greuel die notwendigen Folgen der europäischen 7. Maßnahmen gegen unlautere Konfurrenz verbürgt gerade in den landwirtschaftlichen Produktionszweigen, Gewaltpolitik find, weil dadurch die Gegner der Weltpolitik der von Kunstprodukten mit landwirtschaftlichen Naturprodukten. die mit der fortschreitenden industriellen Entwicklung mehr gepanzerten Faust in unerwartet schneller und entsetzlicher Weise die Staatliche Förderung rationeller Betriebsweise und mehr an Bedeutung gewinnen. In der allgemeinen Be- Rechtfertigung für ihre Haltung erreicht haben, weil ihre warund Einführung neuer Betriebsarten( Obstbau, Gemüsebau, Geflügelzucht, Bienenzucht). Einrichtung landwirtschaftlicher Versuchs- gründung des Entwurfs heißt es, nach Zurückweifung der auf mungen fich als weitblickend und berechtigt nunmehr durch die Thatstationen und Ausbildungsanstalten im Anschluß an Staats. Absperrung vom Weltmarkt hinzielenden, der natürlichen Ent- fachen erwiesen haben. Nicht einmal das kann für unser Verwicklung zuwiderlaufenden Interessenpolitik der Agrarier: halten ausschlaggebend sein, daß wir es nicht dulden wollen, daß Nur dann nämlich wird die deutsche Landwirtschaft lebens- die Schuldigen der jetzigen Vorgänge ihrer Verantwortung immer und fräftig sein tönnen, wenn sich ihre Betriebsverhältnisse, Rechts- zu entwischen suchen. Nein, darum ist es formen und Gesamtpolitik den wirtschaftlichen Lebensbedingungen immer wieder auszusprechen, daß die europäische Weltpolitik der Neuzeit anpassend. Da diese Anpassung für den Groß der Abenteuer und Brutalitäten zu der graufigen Katastrophe führen grundbest sehr schwierig, vielfach jogar unmöglich ist, so be- mußte, die wir jetzt erschüttert und in tiefem Mitgefühl für die kämpft der Großgrundbesitz die neuere industrielle und freiheitliche fchuldlosen Opfer erleben weil nur die klare Einsicht Entwickelung grundsäglich, aber auf die Dauer aussichtslos. Er huldlosen Opfer erleben wird in der deutschen Volkswirtschaft allmählich zurücktreten in die Staufalität der Ereignisse, das rücksichtslose Eingeständnis des und in großem Umfange bäuerlicher Gestaltung Plas eignen Verschuldens vor weiteren unabsehbar verhängnisvollen Jrrmachen müffen. Ein Bauerntum, das auf den nahen tümern bewahren kann. Martt einer immer mehr sich auf das Land ausdehnenden Wir dienen dem Vaterland, indem wir die Wahrheit sagen, Industrie rechnet, sich den Bedürfnissen dieses Marktes in mag fie den Schuldigen noch so peinlich in den Ohren gellen Wahl der Erzeugnisse anfügt, feinen Kredit und Betrieb lauf- wir wissen, daß das Volt, so weit es denkt, daß die Millionen des männisch regelt und alle Vorteile gentoffenschaftlicher Vereinigungen Broletariats uns recht geben. verwendet, ist erfahrungsgemäß in der Lage, die Erwerbssteigerungen der industriellen Bevölkerung als Grundlage seines eigenen wirtschaftlichen Aufsteigens anzusehen und sich darum im wohl verstandenen Eigenintereffe an einer weiteren Ausbildung des deutschen industriellen Lebens und an Erhöhung der Konsumfähig keit der Arbeiterschaft politisch zu interessieren." 8. Sicherung des freien Arbeitsvertrags auf dem Lande durch Reichsgesetz. Ermöglichung rechtsfähiger Verbände der Arbeitgeber und der Arbeiter. Regelung des Länd= lichen Arbeitsnachweises. Ablehnung aller Vorschläge, die auf eine Beschränkung des bestehenden Freizügigkeitsrechts hinzielen. Wohnungsinspektion zum Schutz der Wanderarbeiter. 9. Vertretung der Kleinbauern und Landarbeiter in den Landwirtschaftstammern. Förderung des Ges noffenfchaftswesens( siehe unser Genossenschaftsprogramm). Ausdehnung des Versicherungswesens. Staatsbeihilfe bei unerwarteten Naturschäden." Es finden sich hier so ziemlich alle die agrarpolitischen Forderungen zusammengetragen, die von allen nicht agrarischen Parteien seit langem vertreten werden. Freisinnige und demokratische Blätter haben denn auch sofort nach Erscheinen des Entwurfs seine nahe Verwandtschaft mit dem freisinnigen resp. demokratischen Agrarprogramm tonstatiert. Auch die socialdemokratische Partet kann die große Mehrheit der Forderungen für sich reklamieren, da thre Von dieser Grundanschauung aus erklärt sich die Vertreter in den Parlamenten schon seit Jahren an ihrer grundsätzliche Förderung des Bauerntums Durchsetzung arbeiten. Unfre Reichstagsfraktion ist für gegenüber dem Großgrundbesit", die der Entdie Ausgestaltung der Handelsvertragspolitik und Hebung wurf fordert und zur Richtschnur für alle Einzelmaßregeln des Weltverkehrs im Gegensatz zu im Gegensatz zu der Absperrungs- macht. Die unsägliche Feigheit und Unehrlichkeit der bürgerlichen Preffe erhellt am widerwärtigsten aus der einen fast unglaublichen Er scheinung, daß tein einziges Blatt das wichtigste und bisher einzige Dokument, das die Vorgeschichte des Aufstands erklärt, einer Erörterung unterzieht. Wir meinen den a mtlich ruffifchen Bericht, der über die Maßregeln der Bekinger Gesandten zum erstenmal Aufschluß giebt. An möglichst versteckter Stelle, in untein Wort weiter, auffälliger Schrift wird dieser Bericht abgedruckt fein Hinweis auf seine Bedeutung, feine Silbe der Kritik. So betrigt man die öffentliche Meinung geflissentlich und belastet sich mit politik der Agrarier jederzeit energisch eingetreten; sie hat die Es ist hier nicht Ort noch Gelegenheit, auf die Frage nach fchwerer Mitschuld. Beseitigung der Zuckerprämien und Liebesgaben verlangt; der Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser Grundanschauung näher Wir haben gestern bereits dieses Aftenstüd mitgeteilt und baran sie hat sich ins Zeug gelegt für die Verbesserung des einzugehen. Das hieße eine in der socialdemokratischen Partei einige Bemerkungen geknüpft. Wir wollen aber heute, der Wichtigkeit Verkehrswesens, für strenge Maßregeln gegen Nahrungsmittel- noch nicht erledigte Streitfrage aufrollen, die so furz nicht der Sache wegen, das Wesentliche wiederholen. verfälschungen und ebenso für eine rationelle Seuchen- abgethan werden fann. Ich selbst teile die in der Begründung Aus dem russischen Bericht geht hervor, daß am 21. Mai das bekämpfung, wobei fie fich allerdings nicht für eine gleich dargelegte Anficht die voraussichtliche Betriebs diplomatische Corps in Peking dem Tjung- li- Yamen eine Stollektivmäßige Behandlung der Fleischbeschau für in- und ausländisches entwicklung in der Landwirtschaft und stehe darum auch nicht note fiberreichte, in welcher folgende Forderungen aufgestellt Fleisch", so wie sich die Agrarier diese Gleichheit" bor- an, den Entwurf als eine wohldurchdachte Zusammenfassung waren: stellen, erwärmen fonnte. Der national- sociale Vertretertag derjenigen Forderungen zu bezeichnen, zu denen eine antiwird gut thun, wenn er diese sehr mißverständliche agrarische Bauernpolitik sich heute notwendigerweise beFassung aus dem Programm entfernt. Nach bekannter tennen muß. " über bündlerischer Auslegung würde sie auf ein absolutes Einfuhr- Freilich, wenn die National- Socialen darauf rechnen, mit berbot für geschlachtetes Vieh, Fleischkonserven 2c. hinauslaufen diesem Programm die Masse der Bauern in Bälde zu sich und somit der handelspolitischen Grundforderung des Programms herüberziehen zu können, so dürften sie sich arg verrechnen. widersprechen. Die kleinen Landwirte sind heute nicht minder wie die großen 1. Verhaftung aller Mitglieder der Vereinigung der Boger, welche auf den Straßen Unordnung veranlassen und Druckschriften und Aufrufe verbreiten, die Drohungen gegen die Ausländer enthalten; 2. Verhaftung solcher Personen, die ihre Räume den Aufrührern zu Bersammlungen hergeben. Gleichstellung aller mit Rebellen, welche den Aufstand schüren. 3. Strenge Bestrafung der Polizeibeamten, welche die p Repressivmaßnahmen fahrlässig angewandt oder sich des Einverständnisses mit den Aufständischen schuldig gemacht haben. 4. Hinrichtung aller Personen, die sich eines Anschlags auf Leben und Eigentum( Mord, Brandstiftung) schuldig Passen diese neuen Stimmen etwa nicht in die Tendenzen feien jetzt Mitglieder der Boyer- Gesellschaft; die faiserlichen Brinzen| erkennende Worte über die fraftvolle Energie Wilhelms II. enthielten, hätten einen Altar im Balaste errichtet, wo der Ritus der Boyer hat das Bureau bis zur Stunde noch keine einzige, Stimme ausgeübt werde. des Auslands" über die zweite Rede des Kaisers der In der ersten holländischen Kammer teilte der Minister des deutschen Breffe übermittelt. Auswärtigen mit, daß nach einer Meldung des niederländischen Konfuls in Shanghai das niederländische Gesandt- Wolffs? in Beting zerstört und die 5. Hinrichtung derjenigen' Personen, welche die Hand- chaftsgebäude lungen der Boyer leiten und sie mit Geldmitteln unter: Situation im Norden äußerst ernst ist. ftügen. machen. 6. Benachrichtigung der Bevölkerung Pekings, der Provinz Tschili und der andern nördlichen Provinzen von diesen Maßnahmen. Diese Note war eine Art Ultimatum. Wenn die chinesische Regierung diese Forderungen nicht erfüllte, so würden, die fremden Truppen ins Land gerufen werden was ja auch dann geschah. Die Forderungen, die von den Gesandten in aller Harmilosig feit gestellt wurden, dürften in der Weltgeschichte nicht ihresgleichen haben. Die Gesandten beanspruchen damit, als chinesische Ober regierung zu gelten, sie diktieren als Ausländer den nationalen Gewalten ihre Bedingungen, sie fühlen sich als Herren und Herrscher, als unumschränkte Diktatoren. Man kann nur staunen über die fabelhafte Unkenntnis der Bekinger Diplomaten über die Verhältnisse und Stimmungen im Lande. Sie hatten offenbar keine Ahnung, daß sie einer nationalen Bewegung von tiefer elementarer Gewalt gegenüberstanden, und mit der selbstverständlichen, unbekümmerten, schnarrenden Schneidigkeit, die unsre modernen Europäer ziert, stellten sie lächelnd ihre unglaublichen Forderungen. Die Chinesen müßten in der That die verächtlichen, jammervollen Feiglinge sein, als die man sie so gern schildert, wenn sie sich gegen diese Anmaßung der Gesandten nicht zur Wehr gesetzt hätten mit allen Mitteln. Diese Ausländer verlangten, Herren zu sein und den Henker kommandieren zu können gegen die Besitzer des Landes taun irgend jemand sich da wundern, daß die Borer in der Wahl, hingerichtet zu werden oder selber hinzurichten, den legten Weg wählten? Daß die Auf ein Schweigen der Auslandsstimmen ist natürlich das plözliche Verstummen des eben noch so geschwäßigen Telegraphenbureaus nicht zurückzuführen, wenn allerdings auch die bedeutenderen konserEntsetzung von Peking aufgegeben, vativen Blätter Deutschlands sich immer noch rat und wortlos berichtet folgendes Telegramm: mit der kaiserlichen Proklamation der Weltpolitik abfinden. Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus Tschifu vom 3. Juli Die Reichstagsscheu gemeldet: Der englische und der russische Admiral kamen deshalb versucht die Freifinnige Zeitung" damit zu verteidigen, daß kein zu dem Beschluß, daß ein Versuch zum Entsak von Peking flarer Thatbestand vorliege und die Regierung nicht mehr wisse gegenwärtig nicht gemacht werden könne, weil die gesamte wie die Zeitungen. Wir denken, es liegen nun schon genügend Streitmacht der Verbündeten, welche zur Zeit zusammengezogen flare Thatbestände vor: der Krieg, die Truppenfendungen usw. werden kann, sich nur auf etwa 20 000 Mann beläuft. 140 000 Mann Auch das ist kein Einwand, daß der Reichstag nicht den nötigen Arbeitsstoff vorfindet. Es kommt lediglich darauf an, daß er überhaupt einberufen wird; dann kann das Haus nach Gutdünken und Bedürfnis sich aus eigner Machtvollkommenheit vertagen, wenn es nichts zu thun hat, aber der Reichstag hat dann jedenfalls die Möglichkeit, zur Stelle zu sein, wenn er es für nötig hält. Auch die Frankfurter Zeitung" hält es für notwendig, daß der Reichstag mitreden tönne. kaiserlich chinesischer Truppen find jest zwischen Tientsin und Peking zusammengezogen und General Nieh soll mit 90 000 Mann zum Angriff gegen Tientsin vorrücken. Ferner wird aus Tschifu gemeldet: Die Verbündeten erwarten Verstärkungen, bevor sie den Borstoß auf Peking versuchen. während welcher das Marschieren und der Transport schwierig find, fängt jetzt an. Neberschwemmungen sind wahrscheinlich. Der Vormarsch dürfte bis zum Herbst unmöglich sein. Danach scheint jede Rettung der Fremden in Pefing unmöglich. Die Lage in Tientsin. Die Kämpfe der Landungstruppe. * Ein Gesandtenmord vor hundert Jahren. ,, Ein Verbrechen, unerhört in feiner Frechheit, schaudererregend durch seine Grausamkeit" nannte Wilhelm II. in seiner Wilhelins: havener Rede die Ermordung des deutschen Gesandten in Peting. Ziveifellos ist der Gesandtenmord in Peking eine ebenso ver dammenswerte That wie der Angriff auf die bedauernswerten Opfer der Weltpolitit, die, seien es Kaufleute oder Beamte, der lange aufgespeicherten, endlich entfeffelten Volkswut erlegen find. Man übertrage für einen Augenblick diefes Ultimatum auf Die Times" melden aus Shanghai vom 4. d. M. Die vereuropäische Verhältnisse. Bei uns wird jeden Tag weidlich gegen einigten Truppen griffen die Eingeborenen- Stadt von Tientsin am fremde Nationen gehetzt, bald find es Engländer, bald Franzosen, 30. Juni um 8 Uhr morgens an. Die Stadt wurde um 2 1hr bald Dänen oder Polen. Man dente sich nun, daß eines Tags die nachmittags genommen. Wie gemeldet wird, war das Hauptziel Gesandten dieser Staaten bei der deutschen Regierung die Forderung des Angriffs die Zerstörung des Stadt- Forts, von wo aus die Das unerhörte" Verbrechen in der Hauptstadt des Mongolens erheben, daß sie unverzüglich die Führer und Geldgeber dieser Fremden- Niederlaffungen beschoffen wurden. Es scheint aber, als ob die Truppen, nachdem sie Tientsin ge- reiches ist aber nur eine Wiederholung eines ganz nationalen, fremdenfeindlichen Bewegung hinrichtete, wie es der fünfte Punkt der Pekinger Note verlangte. Die einfache Vorstellung nommen, nun von Chinesen belagert und eingeschlossen gleichen Verbrechens, das vor nunmehr einem Jahrhundert genügt, um den verwegenen Wahnsinn solcher Forderung einzusehen. sind. Darüber berichtet das folgende Tschifuer Telegramm vom im Herzen Deutschlands, der badischen Stadt Rastatt verübt wurde. Nur daß dies Verbrechen infolge jener 3. Juli: Gerade wir Deutschen hätten allen Anlaß, aus unsrer eignen Geschichte zu lernen, wie Fremdherrschaft denn Fremd Am Abend nahmen chinesische Truppen ihren Weg Begleiterscheinungen und politischen Ursachen noch ungleich ab. scheulicher war. Es war im Jahre 1799. Die Republik Frankreich neigte nach all Herrschaft übfen in der That mit jener Note die Gesandten auf Tientsin zu. Bei jedem Aufturm verloren sie hunderte von Toten und Verwundeten. In der Nacht zum Diens den vorhergegangenen Feldzügen, die die Ränte des übrigen Europa auswirkt. Auch in der schlimmsten Zeit der Napoleonzeit hätte der Gesandte des französischen Eroberers nicht gewagt, in Berlin, tag nahmen sie die die Rückzugslinie nach Taku sichernde ihr aufgezwungen hatten, zum Frieden. In Rastatt tagte der die Forderung zu stellen, daß die Führer und Förderer der deutschBeihobrüde, vertrieben nach 48stündigem verzweifeltem Wider- Friedenskongreß, der sich auflöſte, als die Feindseligkeiten infolge nationalen Bewegung hinzurichten seien. Und China ist nicht einmal stand die Russen vom Bahnhof, umschloffen das Fremden der bedrohlichen Rüstungen der gegen die gallische Republik foalierten erobertes Land. viertel, das ihre Artillerie jetzt fast vollständig beherrscht. Mächte von Frankreich wieder aufgenommen werden mußten. Und Fast jedes Haus Tientsins ist von Kugeln durchbohrt, die meist Genoffen Wilhelm Blos, das Wort zur Darstellung des schändlichen nun geben wir einem Hiftorifer der französischen Revolution, dem nicht explodierten. Die Chinesen halten alle Zugänge sowie Gesandtenmords: beide Peiho: Ulfer besetzt. Die Lage ist kritisch. Alle Nicht- Die französischen Gesandten erhielten von dem östreichischen kombattanten sind nach Talu eingeschifft. Sofortige bedeutende Obersten Barbaczy, der in Rastatt ein Husarenregiment kommandierte, Verstärkungen sind unerläßlich. Lop and die Weisung, Rastatt sofort zu verlassen. Die drei französischen Our Gesandten waren Bonnier d'Arco, Roberjot und Jean de Bry, von denen die beiden legteren einst Konventsmitglieder und heftige Der russische Vice- Admiral Alexejew meldet unterm 1. Juli: Jakobiner gewesen waren. Sie wendeten sich, als sie den Befehl zur Am 28. Juni tehrte die Landungstruppe, welche unter dem Kom- Abreise erhielten, an den Obersten Barbaczy und baten um mando des Kapitäns zweiten Ranges Tichalin der Abteilung des eine Bedeckung. Darauf erhielten sie nur die Beisung, binnen Admirals Seymour angehörte, nach Taku zurück. Die Ab 24 Stunden Rastatt zu verlassen. Sie fuhren noch an demselben teilung, welche aus 2100 Mann, worunter bestand, war am 8. Juni nach Tientsin abgegangen und gelangte Viertelstunde von Rastatt erschien ein Trupp östreichischer, Husaren 212 Russen, Tage, 28. April abends, mit Frauen und Dienerschaft ab. Etwa eine mit der Bahn bis zur Station Langfang. Sie besserte und hielt die Wagen der Gesandten an. Die Husaren die Eisenbahn aus, wobei sie beständigen Angriffen durch die Boyer öffneten die Wagen und die drei Gesandten wurden mit brutaler ausgesetzt war. Am 15. Juni nahm eine Compagnie Ruffen am Abscheulichkeit herausgerissen und mit den blanken Säbeln so zugerichtet, Kampfe teil, wobei sie die Engländer befreite, welche zum Schuße daß Bonnier und Roberjot angesichts ihrer jammernden Frauen sofort der Eisenbahn zurückgelaffen worden waren. Am 18. Juni führten tot blieben, während Jean de Bry, schwer verwundet, in einen chinesische reguläre Kavallerietruppen den ersten Angriff aus, der von Graben sich wälzte und dort im Dunkel der Nacht unentdeckt blieb. Geschütze und Fahnen erbeutet. Darauf beschloß Seymour, langem Leiden genas. Die Wagen der Gesandten waren von den Russen und Deutschen zurückgeschlagen wurde. Hierbei wurden viele Andern Tags ward er nach Rastatt zurückgebracht, wo er nach ſich nach der Küste zurückzuziehen, da die Eisenbahn Mördern bei Fackellicht durchsucht und sämtliche Papiere der Gezerstört war. Am 23. Juni wurde das Arſenal von Sigu genommen, fandten geraubt worden. in welchem sich eine Menge Geschüße und Gewehre vorfanden. Mit dieser That, durch die sich Thugut( der die auswärtige Politit Hier verschanzten sich die Truppen. Die chinesischen Truppen griffen leitende östreichische Minister) auf das Niveau Djezzar- Paschas zweimal an, wurden aber zurückgeschlagen. Am 26. Juni befreite stellte, der den französischen Parlamentären den Kopf abschlagen ein Bataillon des 12. Regiments unter Oberstlieutenant Schirinski ließ, hätte sich Oestreich zu andrer Zeit wohl um alle seine den Admiral Seymour. Das Arsenal und die Munitionsvorräte Bündnisse gebracht. Die brutale Ermordung wehrloser Gesandter wurden zerstört. Im ganzen verlor die Abteilung an Toten einen gegen alles Völkerrecht mußte jedes fühlende Herz aufregen. Aber die deutschen und einen amerikanischen Offizier und 54 Mann; Bündnisse Oestreichs lösten sich nicht. Zwar die Entrüstung war groß an Verwundeten 24 Offiziere und 228 Mann. Von den Russen und der Erzherzog Karl, ein Mann von edlem Charakter, bewirkte find tot 10 Mann, verwundet 4 Offiziere und 22 Mann. eine Untersuchung der scheußlichen That. Indessen führte die Unterfuchung zu feinem Resultat: Barbaczy wurde sogar später zum General ernannt. Die Sache ist nicht aufgeklärt und wird es in ihren geheinien Ursachen wohl auch nie werden. Man kann nur annehmen, daß Thugut den Ueberfall veranstaltet hat, um den franzö Das Eine wird jetzt immer klarer. Die Borerbewegung entspringt nicht einent thörichten Fremdenhasse, dem der bloße Aufenthalt von Ausländern ein Greuel ist wie das in dem ausweisungsluftigen Europa noch vielfach der Fall ist sondern der durch die Worte und Handlungen der Fremden immer fester bestärkten Ueberzeugung der chinesischen Patrioten, daß die Ausländer auf die Unterjochung und Beherrschung ihres Landes abzielten. Von Riautschou ab, von der Proklamation der Politit per gepanzerten Faust bis zu dem Ultimatum der Gesandten und der Eroberung Takus gab es für die Chinesen nur eine fortgesette Kette von Beweisen, daß die Fremden nicht in ihrem Land als Gäſte weilen, sondern als Eroberer gebieten wollten. Der Fremdenhaß ward so zu einer Pflicht der Selbsterhaltung. Nachdem wir jenes Ultimatum der Gesandten kennen gelernt, bedarf es feiner Erklärung der jetzigen Vorgänge mehr. Die Faust waffnete die Faust. Und die durch die Fremden angezündete Leidenschaft schreckte nun auch vor keinem Verbrechen mehr zurüd. Die Katastrophe in China. Jmmer düsterer werden die Nachrichten, die zumeist nur über bereits zurückliegende Vorgänge aufklären. Beking ist verloren, die Opfer der Weltpolitit vielleicht unter Trümmern begraben. Tientsin scheint aufs äußerste bedroht, die fremden Truppen umzingelt, die, obwohl sie 20000 Manu start sind, keine Unternehmungen gegen Beting wagen fönnen. Der Aufstand breitet sich weiter aus und gewinnt an Wucht. Selbst aus Tschifu kommen Alarmrufe. Von Erfolgen der vereinigten" Mächte hört man nichts. So unzuver lässig die Meldungen auch im einzelnen sein mögen, daran kann man faum noch zweifeln, daß die Lage hoffnungslos ist. den * Der Schrecken in Peking. Die Ausbreitung des Aufstands. Prinz Tuan beherrscht jetzt offenbar China. Nach einem Telegramm aus Shanghai vom 4. Juli erließ dieser Führer der Boxer ein Edikt, welches den Vicekönigen der südlichen Provinzen befahl, die chinesische füdliche Flotte zu versammeln und die fremden en Gesandten ihre Papiere wegzunehmen, Schiffe in Shanghai anzugreifen. Auch in Tschifu wird die Lage kritisch. Nach einem von dort kommenden Telegramm ist das bisher friedliche Verhältnis zwischen Fremden und Einheimischen durch zuziehende Aufrührer und die drohende Haltung des chinesischen Militärs gefährdet. Der amerikanische Admiral bereitet die Abreise seiner Schuhbefohlenen vor. Der deutsche Konsul ließ die Proklamation des Der deutsche Konsul in Tientsin meldet über Tschifu unter Admirals von neuem verbreiten, um der Verhegung der Bevölkerung durch das Pekinger Kriegsedikt gegen die Fremden vorzubeugen. Die Mächte. welche auf Oestreichs Verhalten gegenüber dem Deutschen Reich einen üblen Schatten zu werfen geeignet waren. Der Befehl wurde von den östreichischen Offizieren, die bei dieser Gelegenheit die französischen„ Jakobiner" ihre Faust fühlen lassen wollten, mit mörderischer Brutalität ausgeführt. Die Entschuldigung, welche Destreich dem Berbrechen seines leitenden Staatsmanns angedeihen ließ, war eben so albern, als die That selbst scheußlich gewesen war; man sagte, es sei eine der im Striege gewöhnlichen Unordnungen" gewesen. Soweit die historische Darstellung. Die Entscheidung, ob der Rastatter Gesandtenmord nicht empörender war, als der Gesandten von einer vichischen Soldatesta hingemordet, die den Auftrag eines intriguanten östreichischen Diplomaten in andressierter Mordlust überschritt oder auch treulich ausführte. In Peking dagegen fielen die Gesandten dem fanatischen, leider nur zu wohl begründetem Haß gegen die fremden Eroberer zum Opfer. dem 30. Juni und 1. Juli: Schriftliche Nachrichten Sir Robert Harts und einer Französin aus Peking vom 24. Juni betonen wiederholt die verzweifelte Die Zahl der Fremden in China wird übrigens auf 14 000 3 etinger, fällt wohl nicht schwer. Jn Rastatt wurden die französischen Lage der Europäer und bitten um sofortige Hilfe. Die geschäßt. Detachements- Kommandeure in Tientsin sind aber wegen der Zerstörung der Eisenbahn, wegen des Beginns der Regenzeit und wegen der Schußbedürftigkeit Tientsins außer stande, Truppen Als bemerkenswerteste Thatsache verdient hervorgehoben zu nach Peking zu entsenden. Auch haben die Chinesen werden, Chinesen werden, daß Japan, das allein befähigt wäre, sofort Kaiser Kanal bei Tientsin durchstochen, anscheinend einzugreifen, sich offenbar zurückhält. Es scheint dort nicht durch eine Ueberschwemmung den Vormarsch der die mindeste Neigung zu herrschen, für die europäischen Mächte ins Truppen auf Peking zu verhindern. Die Boten, die aus Feuer zu gehen, für dieselben Staaten also, die es nach dem Peling in Tientsin eingetroffen find, bestätigen mündlich die japanisch- chinesischen Kriege an der vollen Ausnugung ihrer Siege gehindert haben. Japan verfügt über eine Armee von über Ermordung des Frhr. v. Ketteler. Das deutsche Detachement, 400 000 Mann, es hatte 1899 eine Flotte von 56 Kriegsschiffen mit das bei ihm war, soll darauf das Tjung- li- Yamen verbrannt und 897 Kanonen, 23 Torpedoboote, 139 Hilfsschiffe genug also, um das Stadtthor vor dem Kaiserpalast mit 4 Kanonen, darunter 2 eroberten, besetzt haben, während alle andern Thore in den Händen der Chinesen sein sollen. Prinz Chings Truppen kämpfen angeblich gegen die Borer. 1111 Das bollendete Schicksal meldet das folgende Shanghaier Telegramm des Bureau Reuter: Es wird gemeldet, daß drei bei Femden in Peking be: dienstete Chinesen aus der Hauptstadt entkommen find und berichten, alle Fremden, 1000 an der Zahl, einschließlich von 400 Soldaten, 100 chinesischen Zollbeamten, Frauen und Kindern, hätten in der englischen Gesandtschaft aus: gehalten, bis die Munition und die Lebensmittel andgegangen waren. Die Gesandtschaft sei niedergebrannt, alle Fremden feien getötet worden. Es heißt auch, Kuangfü und die Kaiserin- Witwe seien getötet. Vielleicht übertreibt dies Telegramm. Jedenfalls weiß eine Meldung, die bis zum 27. Juni reicht, noch nichts von dieser Katastrophe. Auch diese Nachricht kommt aus Shangai und besagt: Auf Grund einer Meldung von vertrauenswürdiger Seite, welche ein Sturier, der Peking am 27. Juni verlassen hatte, brachte, griffen 15 000 Boger und Truppen die Gesandtschaften an diesem Politische Uebersicht. Der endgültige Sieg. Berlin, den 5. Juli. Rom, 2. Juli 1900. in China mit aller Wacht einzugreifen. Aber es will nicht. Es kann nicht mehr geleugnet werden, der Einfluß der Wahl Auch sonst ist die„ Einigkeit" der Mächte nicht start. In Peters- resultate auf die Maßnahmen der Regierung und die Haltung der burg meint man, man dürfe nicht von einem„ Diftieren des Friedens" reaktionären Parteien ist ein weit stärkerer, als man es bisher reden. Als direkte Entgegnung auf die erste deutsche Kaiserrede muß man die folgende Meldung auffassen: zugeben wollte. Das anstößige Reglement guillottine, die Geschäfts ordnung der Deputiertentaminer, welche geschaffen worden, um die Staatssekretär Hay hat den Botschaftern und Gesandten in Opposition rechtlos zu machen, ist gefallen. Der Präsident der Kammer, Billa, hat in seiner Eröffnungs Europa und Japan telegraphisch eine Erklärung übermittelt, die rede zum Frieden gemahnt; er ist aber nicht dabei stehenfie den Regierungen, bei welchen fie beglaubigt find, vorlegen geblieben, sondern hat der Opposition in der Kommiffion, welche sollen. Dieselbe enthält folgende Punkte: Die Regierung der dazu gewählt ist, die Geschäftsordming zu revidieren, eine genügende Vereinigten Staaten erkennt das Vorhandensein des Kriegs: Vertretung gesichert. In der Kommission ist dann erreicht worden, zuftande nicht an; sie hat Truppen und Schiffe nicht ent: daß die Geschäftsordnung und der Beschluß vom 3. April juriid fandt, um gegen China Krieg zu führen, sondern um nach gezogen werden. Das neu ausgearbeitete Reglement sichert in ge den amerikanischen Bürgern und ihren Intereffen zu sehen, nügender Weise die Redefreiheit, garantiert auch der Minorität das die gefeßmäßige Regierung zu unterstüßen, die Ordnung herzu Antragsrecht und außerdem sollen die Minderheitsparteien wieder stellen und aufrechtzuerhalten und nach Wiederherstellung des am Bureau der Kammer und in der Budgetkommission mit beteiligt Friedens wieder fortzugehen. Nichts von Rache und Friedendiktieren! Schreiendes Schweigen. Während das amtliche Telegraphenbureau über die erste Lage an, wurden aber mit Verlusten zurüdgeschlagen.(?) Das Raiserrede aus aller Herren Länder die belanglosesten Preß gesamte persönliche Gefolge des Kaisers und der Kaiserin- Witwe äußerungen maffenhaft mitteilte, sofern sie nur ein paar an werden. So weit die Beschlüsse der Kommiffion. Es stand zu ertvarten, daß die reaktionären Parteien diesen Vorschlägen großen Widerstand entgegenstellen würden, waren sie doch geeignet, die Majorität um die Früchte ihrer langjährigen Gewaltpolitit zu bringen. Das Ers wartete trat nicht ein. Die Rechte erklärte vielmehr, daß sie die wo in die Vorschläge der Kommission acceptiere, um eine Beruhigung der der kindischen Wette das erwartet hatten. Waffe wie Thäter mit 473 gegen 14 Stimmen, in den Streit einzutreten. Grund der Geister" herbeizuführen. Ju der Kammer nahm Sonnino das paßten zu einander. Der Revolver war mehr Spielzeug wie Waffe, Streits ist die ablehnende Haltung der Unternehmer gegenüber der Wort und hielt eine recht weinerliche Rede, welche in einer Klage und der Thäter von so hünenhaftem Wuchs, daß es ihm, obwohl Forderung eines Stundenlohns von 50 Bf. und zehnstündiger über das Unverständnis der Wähler ausklang: Das Volt habe, wie ganz nahe stehend, unmöglich war, den Prinzen aufs Korn Arbeitszeit. Die eingereichten Forderungen wurden überhaupt nicht der Ausgang der Wahlen zeige, den Ernst der Situation nicht be: zu nehmen. So ging denn die Kugel, die auch ungünstigstenfalls beantwortet. Die christliche Organisation, die sich erst vor griffen. Das gegenwärtige Reglement ermögliche von neuem die wohl nur mehrere Millimeter ins Fleisch eingedrungen wäre, irgendwenigen Monaten gründete und dieselben Forderungen aufstellte wie Obstruktion. Um aber dem patriotischen Wert der Regierung nicht zuthun. paarte Coupéwand. Kindischer Kindischer Drang, sich sich hervor der„ Centralverband der Maurer", hat am Sonntag beschlossen, sich fich mit ebenso knabenhafter Erregung einem eventuellen Streit nicht anzuschließen.(!) Die Chriftlichen entgegenzuarbeiten, enthalte sich seine Partei des Widerspruchs. über den Boerenkrieg, für den die wirre Unreife seiner haften stets unter der Parole:" Getrennt marschieren, vereint politischen Vorstellungen den Harmlosesten der Sterblichen ichlagen" agitiert, min sieht man, trau, schau, wem! verantwortlich machte. Den unreifen Burschen in den Kerker Glücklicherweise ist die christliche Organisation zu bedeutungslos, um werfen, hätte zwecklos ein Menschenleben in seinen Keimen Ausschlag geben zu können. Höchstwahrscheinlich werden sich auch die vernichten heizen, deshalb konnten die Geschwornen gar nicht gut Mitglieder dem, unter Zuziehung vieler Nichtmaurer aufoctroyierten umhin, den Attentäter freizusprechen. Beschluß nicht fügen. Dieser Verzicht auf den Kampf bedeutet nichts andres, als daß die ehemalige Majorität gar keine gefestete Majorität mehr ist. Sie hat das Vertrauen zu ihrer eignen Kraft verloren, seitdem die Regierungsgewalt Belloug' nicht mehr hinter ihr steht. Die zwei Jahre, die seit der Füsillade des Mai 1898 vergangen, haben der Realtion keinen Vorteil gebracht, aber natürlich auch dem Lande nicht. Stagnation auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, der Gesetzgebung. Dagegen hat sich die Socialdemokratie kraftvoll entwickelt und immer mehr Bürger scharen sich um ihre Fahne, die das Land zu besserer Zukunft führen wird. V " = ins Gefängnis unter abgebrühte Verbrecher steckt, wird man freilich Maurerversammlung 160 Personen für, 57 gegen die Fortjezung des Bei uns, wo man zwölf- und dreizehnjährige Burschen zur„ Besserung" Der Maurerstreik in Wiesbaden dauert fort, da in einer die vernünftige Handlung der Brüffeler Geschwornen nicht überall Streits stimmten. zu würdigen wissen. Den Prinzen selbst wird der Freispruch aber wahrscheinlich von seinem unangenehmen Gefühl befreien. So wäre Die Gerresheimer Glasarbeiter erwachen in recht ers denn die Brüsseler Echießerei, die die bürgerliche Presse einige Tage freulicher Weise. Der Fabrikant eye hatte am Tage nach lang von der nicht ganz aufgebrauchten Luccheni- Entrüstung zehren einer Glasarbeiter- Bersammlung 8 Mann, die sich besonders hervor Herr v. Köller und China. Es giebt bei uns einige Staats- ließ, dank der Einsicht der Laienrichter ohne Schaden für irgend gethan, gekündigt. Das beantworteten die Arbeiter in der Nacht darauf mit einem Flugblatt, das man in ganz Gerresheim an die jemand aus der Welt geschafft. männer, die insgeheim mit den Chinesen wenigstens insofern sympathisieren, als sie ihren Fremdenhaß teilen. Da ist vor telegraphischen Berichts noch folgendes nachgetragen: Ueber die Beweisaufnahme sei zur Ergänzung unsres gestrigen Häufer klebte und in dem aufgefordert wurde, daß kein Arbeiter zur nächsten Mittagsschicht die Arbeit beginnen solle, wenn nicht die allen Herr v. Köller zu nennen. Nur eins versteht der OberVerteidiger Royer beantragte, neue Schießversuche mit dem Kündigung der Kollegen rückgängig gemacht werde. Das zog! Die präsident von Schleswig Holstein nicht: warum die Chinesen nicht Revolver Sipidos in Gegenwart der Geschworenen und der Ver- Mittagsschicht ein Wunder für Gerresheim!- blieb das einfachste Mittel anwenden, den Fremdenhaß zu befriedigen, teidiger anzustellen. Nach Ansicht der Verteidigung fonte Sipido fattisch Die Gerresheimer Honoratioren: merkten warum sie nicht die Europäer und Amerikaner als lästige Ausländer mit diesem Revolver überhaupt nicht töten. Generalstaatsanivalt unte und der Bürgermeister berief noch am selben ausweisen. Servais widersprach dem Antrage auf das entschiedenste. Der Ge- Mittag eine Glasarbeiter Versammlung ein. Die gesamten Arme Leser. Den Konsumenten der bürgerlichen Presse wird richtshof lehnte den Antrag der Verteidigung ab. Bei dem weiteren Glasarbeiter kamen hin, Kopf an Kopf stand man in dem in den letzten Tagen von ihren Lieferanten ein wenig viel zu Verhöre der Zeugen spricht sich Maler Volckaert, der Leiter gewaltigen Saal der" Pöhle". Und der Referent? Der gemutet. Eben wurden sie noch mit langen Erzählungen über die der jungen socialistischen Garden, außerordentlich günstig err Bürgermeister! Ein Bürgermeister referiert Grausamkeiten der vertierten englischen Soldatesta gefüttert, wie sie über Sipido und feinen Charakter aus. Hätte er eine Ahnung in einer Arbeiter Versammlung! Er beschwichtigte die früher von den Abscheulichkeiten französischer und russischer Kriegs- von den Gegenstande der Wette gehabt, so hätte er diesen Leute nach bestem Können, Fabrikherr wie Arbeiter sollten sich entInechte vielerlei hören konnten. Jetzt wird ihnen nun. plötzlich zu- Dummenjungenstreich" sicher verhindert. Bei der Versammlung im gegenkommen. Da tritt ein Vertreter der Arbeiter vor:„ Die Schicht gemutet, zu glauben, daß diese englischen, russischen, französischen vlämischen Theater habe er nur gesagt, daß der Prinz von Wales fängt nicht an, wenn Heye auf der Kündigung unsrer Kollegen beMilitärs im Verein mit den deutschen edelste Träger europäischer aus Belgien die Ueberzeugung mitnehmen müßte, daß alle Belgier harrt." Das bekräftigten die Arbeiter mit einem brausenden Beifall. Civilisation seien. Dagegen müssen jezt die beliebte Verbrecherrolle den Krieg in Transvaal mißbilligen. Im übrigen sei Sipido ernst, Und dann sprach Heye. Ein Millionär korreferent in die Chinesen übernehmen, die gestern erst selbst in amtlichen intelligent, lese viel. Auch dem Meert stellt er ein sehr gutes einer Arbeiter Bersammlung! Heye nahm die Kündigung deutschen Denkschriften- als friedfertige, freundliche und intelligente Beugnis aus. Bahnhofsvorsteher Crocius schildert den Anschlag der Leute zurück, meinte aber, der Glasarbeiter- Verband sei„ schädlich. Menschen geschildert wurden. in bekannter Weise und versichert, daß Sipido nach dem die Arbeiter, die in den Vorstand gewählt würden, follten ihm das Anschlage ganz faltblütig war. Der Polizei- Offizier lytterhaegen melden. Durch geschickte Redewendungen beruhigte sich damit die bestätigte die Angaben des Crocius. Student Van Mol, der Sipido Arbeiterschaft, die Schicht begann mit der Arbeit, aber zwei Tage darauf entwaffnet hatte und zuerst für den Attentäter gehalten worden war, fand eine Versammlung der Glasarbeiter in Düsseldorf statt, weil bestätigte die Kaltblütigkeit Sipidos. Die nunmehr vorgenommenen in Gerresheim dazu kein Lokal zu bekommen war. Die gesamten Entlastungszeugen, darunter Arbeitgeber und viele Lehrer, Glasarbeiter waren nach Düsseldorf gefahren. Man wählte eine stellten dem Sipido und den Mitangeschuldigten vortreffliche Stommission, die von Heye die Zurücknahme auch der letzten Zeugnisse aus. Der Schuhmachermeister Barrachin, bei dem Meert Forderungen verlangen sollte. Und Heye gab auch damit zwei Jahre arbeitet, schilderte ihn als einen treuen, gewissenhaften nach, der Verband sei zwar schädlich" ineinte er, aber Arbeiter. Der Vorsißende Jamar erklärte damit die Beweis- ihm gleichgültig". Als fernere Antwort darauf führen aufnahme für geschlossen und erteilte dem Generalstaatsanwalt die Gerresheimer abermals nach Düsseldorf, wählten eine Servais das Wort zum Plaidoyer, dessen Inhalt wir gestern bereits neue Kommission zu Vorstellungen bei Heye wegen wöchentlicher stizziert haben. Lohnauszahlung und, Hehe gewissermaßen zum Troß, gründeten Frankreich. sie eine Zahlstelle des Glasarbeiter Verbands. Wer die Verhältnisse in Gerresheim fennt, weiß diese. That der Glasarbeiter dort zu würdigen. So etwas hätte man vor einigen Wochen noch für unmöglich gehalten. Und ohne Uebertreibung kann man sagen, daß seye fortan nicht mehr wagen wird," feine" In der Hofsprache der Schriftstellerei nennt man den Leser den Geschäzten. In Wahrheit müssen sie von ihren Leibjournalisten für die verächtlichsten und dümmsten Kerle gehalten werden, sonst würden sie ihren geschätzten Lesern nicht derlei Zeug vorzusetzen Ausland. Schweiz. wagen. • A Bern, 4. Juli, Die schweizerische Bundesversammlung ist am Sonnabend nach vierwöchiger Tagung geschlossen worden. Aus ihren Verhandlungen ist noch erwähnens wert die Beratung des Gesetzes betreffend die Besoldung der Angestellten der zukünftigen Bundesbahnen. Es Republik und Generalstab. Wenn der nationalistischen Presse gelang hierbei der socialistischen Gruppe des Nationalrats, insbesondere den geschickten Auftreten unsrer Genossen Wullschleger und zu trauen ist, so ist das Demissionsgesuch amonts nur der Gschwind, die vorgesehene 10. und niedrigste Besoldungstlaise zu be- Anfang zu einer neuen Revolte der Generale, die die bürgerliche seitigen, so daß die unteren Angestellten, welche derselben eingereiht Republik der Säbelherrschaft der Heeresführer unterwerfen, am Arbeiter bevormunden zu wollen. worden wären, nunmehr in die 9. Klasse kommen, für die ein liebsten aber die Republik selbst stürzen möchten. Gaulois" Kriegervereine und Gewerkschafts Organisationen. Die Minimum von 1200 Frs. und ein Marinuum von 2200 Frs. vor- versichert wenigstens, daß eine ganze Reihe weiterer Corpsführer gesehen ist. Soleil" bellagt Striegervereine fahren in thörichter Verblendung allerorten fort, zu Die Minimalbesoldung wird alle drei Jahre um je dem Beispiel Jamonts folgen würden. 300 Frs. erhöht, bis das Maximum erreicht ist. Die übrigen gar, daß Jamont gegangen ist, ohne einen Staatsstreich zu machen. Gunsten des Ausbeutertums gegen die um Verbesserung ihrer KlassenBesoldungsklassen enthalten Minimalanjäge bon 1500 In der gestrigen Kammerſigung erfuhr, wie ein Privat- lage fämpfenden Arbeiter Stellung zu nehmen. So ist unser Dorts 10 000 Fr. und Magimalsäge von 2700 bis 15 000 Fr. Der Versuch telegramm der" Voff. 3tg." meldet, die Situation eine scharfe Be- munder. Bruderorgan in der Lage, ein Schreiben des Vorstands des Bochumer Kriegervereins abzudrucken, in dem die„ Kameraden von Bourgeoisvertretern, für die höchsten Beamten eine noch beleuchtung durch den Abg. Domergue, der ausführte: Es handelt sich darum, zu sehen, ob die Kanımer heute dieses unter Androhung des Ausschlusses zum Anstritt aus dem„ Deutschen deutend höhere Besoldung vorzusehen, scheiterte an der Drohung Grundgesetz jeder freien Regierung, jeder Republik zertrümmern wird. Berg- und Hüttenarbeiter- Berband" aufgefordert werden. Sieben mit dem Referendum gegen das Besoldungsgesetz, ein neuer Dieser Grundvertrag will, daß wir Volksvertreter alle Gewalt in der Genannten find denn auch ausgetreten, freilich aus der Beweis, wie wohlthätig die Juſtitution der Volksgesetzgebung unsrer Hand behalten. Heute aber haben Republikaner wie Krankriegerverein. Bemerkenswert ist übrigens, daß der Vorstand die Thätigkeit der parlamentarischen Gesetzgeber beeinflußt. Hier den militärischen Staatsstreich gepriesen. Längst vorbereitete mitteilte, feine Information von der Behörde erhalten. zu haben. Ohne das Referendum würde man in der Schweiz zwar mehr, Zettelungen sind heute zu Tage getreten. Man müßte blind sein, Es ist also mit den der Polizeibehörde eingereichten Mitgliederlisten aber keineswegs lauter gute Geseze haben. Bezüglich der Beum nicht zu sehen, daß seit Beginn dieser Zettelungen deren lester Mißbrauch getrieben worden! soldung der Bahnarbeiter wurde bestimmt, daß hierüber bis ein besonderes Reglement aufzustellen sei, welches auch die Grund- Aufzug ein verzweifelter Versuch ist, das Parlament und die Refäße für Aufbefferung der Löhne nach Maßgabe der Dauer des gierung zu vergewaltigen, militärische Führer bereit standen, um fäße für Aufbesserung der Löhne nach Maßgabe der Dauer des uns alle 31 Paaren zu treiben. Wir sind verantwortlich. Sie werden Dienstverhältnisses feststellen solle. Die Bundesverwaltung soll dar- heute zu sagen haben, ob Sie, die Vertreter des Volks und der auf Bedacht nehmen, allmählich Arbeiter der hierzu geeigneten Dienst- bürgerlichen Gewalt, vor einem Säbel abdanken wollen." fategorien zu Angestellten zu ernennen. Genosse Wullschleger spricht sich über dieses Besoldungsgesetz im„ Grütlianer" dahin aus, 51 Amerika. daß es vom Standpunkt des Bahnpersonals, sowohl der Beamten Gegen den Militarismus. Aus Kansas City wird vom Afrika. Ausland. Rorschach ist durch folgendes Uebereinkommen beendet worden: ZehnAus der Schweiz. Der Streit der 1400 Stiderei- Arbeiter in stundentag, 1/ 2stündige Mittagspause, Anerkennung der Organisation und Freistellung an jeden Arbeiter, den 1. Mai zu feiern oder nicht, Einsetzung einer Arbeiterkommission, keine Maßregelung, Revision des Fabrikreglements unter Berücksichtigung der bezüglichen Wünsche wie der Angestellten und Arbeiter durchaus annehmbar sei. 4. Juli berichtet: Die nationaldemokratische Konven der Arbeiter. Die Forderungen betreffend Lohnerhöhung sowie EntInfolge der Verwerfung des Versicherungsgesetzes stehen muntion hielt heute eine Versammlung ab, in welcher der Gouverneur laffung eines Meisters wurden abgelehnt. Wit 660 gegen 210 Stimmen wieder für andre Zwecke Mittel zur Verfügung und so soll endlich von Colorado, Thomas, in einer langen Rede den Gold- Standard wurde das Uebereinkommen von den Arbeitern angenommen. In mit der seit Jahren geforderten Subventionierung der Bolts- und die auswärtige Politik der Regierung in Bezug auf den Im- Schaffhausen streikten die 28 Arbeiter eines Steinhanergeschäfts zwei schule durch den Bund ernst gemacht werden. Die Radikalen perialismus und den Militarismus verurteilte. Die Tage lang wegen Maßregelung zweier Kollegen. Es wurde dann haben folgende Motion eingebracht:" Der Bundesrat wird eingeladen, Konvention der Silberrepublikaner hielt gleichfalls eine Versammlung die Entlassung zurüdgenommen und eine Reihe weiterer Zügeſtänddie Vorlage betreffend Unterstügung der Volksschule durch den Bund hier ab. niffe gemacht. In Zürich sind die Bädergehilfen in eine Lohnden eidgenössischen Räten zur Beratung zu unterbreiten, und zwar so bewegung mit folgenden Forderungen eingetreten: 12stündige Arbeitsfrühzeitig, daß dieselbe in der Sommersession 1901 behandelt werden geit, 14 tägige Lohnzahlung und Anerkennung der Organisation. fann." Ein bezüglicher Gesezentwurf ist schon längst fertiggestellt und Von der Goldküfte wird nach London berichtet: Oberst Der ostschweizerische Ausrüsterverband( Siz in St. Gallen) hat auf soll er im Dezember der Bundesversammlung vorgelegt werden. Leider willcods meldet aus Fusu: Gingeborene Läufer berichten, der neuerliches Ansuchen der Arbeiter die Einführung des Zehnstundenhaben die herrschenden Radikalen die Sache wieder so ungeschickt angepackt, Gouverneur der Goldfüfte habe Kumassi verlassen und sei in Gwanta, tags mit 1. November zugestanden. Ein 10prozentige Lohnerhöhung daß bereits ein guter Teil der Aussichten für das Gelingen dieſes Unter- 20 Meilen südwestlich von Kumassi eingetroffen, um nach Cape- wurde bereits früher bewilligt. Der Streit der Steinhauer in Bei dem Ausfall aus Stumassi St. Triphon( Kanton Waadt) wurde dadurch beendet, daß den nehmens vernichtet ist. Anstatt sich zur Unterstübung ihrer Partei an Coast- Castle weiter zu marschieren. alle Parteien zu wenden und so alle dafür zu interessieren, die Frage feien viele gefallen. Der Gouverneur habe ein Detachement in der Arbeitern Lohnerhöhung, sowie die Nichteinstellung unorganisierter also rein sachlich und nicht parteipolitisch zu behandeln, habe sie fie Garnison Kumassi zurückgelassen. Arbeiter zugestanden wurde. durch ihr einseitiges Vorgehen zu einer Parteisache der Radikalen gemacht und dadurch die andern vor den Kopf gestoßen. In der gleichen Weise behandelten sie jahrelang die Kranken- und Unfallversicherung und erzeugten dadurch bei den andern Parteien eine gereizte Stimmung, die zweifellos ihr Teil zur Verwerfung des Gefeges beigetragen hat. Nun begehen sie in Sachen der Unterstützung der Volksschule den gleichen Kardinalfehler- die Herren haben die Herren haben nichts gelernt und alles vergessen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Reichstags- Erfahwahl im Kreise Mülhausen. # von Schmolling, Neue Königstr. 11, dauert unverändert fort. Leider zweite elias lothringische Reichstags Wahlkreis Mülhausen Achtung, Schuhmacher! Der Streit in der Filzschuh- Fabrit Aus Elsaß- Lothringen schreibt man uns unterm 4. Juli: Der haben sich einige Arbeitswillige gefunden, jedoch ist es vollständig St. Ludwig, in dem am 5. Juli die Ersaywahl für unsern haben sich einige Arbeitswillige gefunden, jedoch ist es vollständig zweite eliaß lothringische Reichstags- Wahlkreis Mülhausenausgeschlossen, daß mit diesen Arbeitskräften der Betrieb aufrecht er halten werden kann, da nach alten Erfahrungen in den meisten Parteigenossen Bueb stattzufinden hat, befand sich bis zum Jahre 1890 Fällen die Arbeitswilligen sich aus Elementen refrutieren, welche bei im Besitz der flerital- partikularistischen Landespartei( sogenannte geregelten Verhältnissen schwerlich in Arbeit genommen werden. Wir elsässische Protestler). Noch im Februar 1887 siegte der Kandidat derselben mit 21 741 von insgesamt rund 22 400 abgegebenen ersuchen, den Zuzug des weiteren streng fernzuhalten. Filzschuharbeiter Versammlung ist die Sperre über die Filzschuh- Boulangerschwindel mit seiner chauvinistischen Hurraſtimmung zum Laut Beschluß einer am Dienstag, den 3. d. M. stattgefundenen Stimmen. Damals trieb der von Bismarck in Scene gefegte Fabrit von Kusche, Büschingstr. 24, aufgehoben. letztenmal die ganze große Maffe der mit den politischen Zuständen in Elsaß- Lothringen unzufriedenen Elemeute zur Unterstügung eines fogenannten protestlerischen Bewerbers an die Wahlurne, während div im Kreise kaum zum ersten Leben erwachte Socialdemokratie Vorher schon hatten socialistische Zählkandidaten 355 Stimmen in nur erſt über bescheidene 570 Stimmen zu verfügen hatte Belgien. Für das allgemeine gleiche Wahlrecht hat, so wird uns aus Brüssel geschrieben, die socialdemokratische Partei den Kampf durch die Abhaltung einer Massenversammlung eröffnet. An dem Meeting, das am Tage der Wiedereröffnung der Kammer stattfand, nahmen sämtliche Deputierten teil. Die Abgeordneten Anseele, Die Abgeordneten Anseele, Furnemont, Terwague, Demblon, Delporte und Vandervelde hielten begeisternde Ansprachen. In Deutschdes Vereins deutscher Schuhmacher.. land mußte Bismard dem Volke das allgemeine, gleiche Wahlrecht geben, in England hat es die Arbeiterschaft Schritt um Achtung! Herren Maßschneider! Bei der Firma H. Echritt erlangt, in Frankreich hat sich das Volk die politische Gleich Vortrefflich, Friedrichstraße, befinden sich 41 Kollegen berechtigung auf den Barrikaden erkämpft. Wir in Belgien werden wegen Maßregelung zweier Kollegen und Nichtinnehaltung des Sipido freigesprochen. Ein Brüsseler Telegramım meldet: Sipido und feine drei Mitangeklagten wurden heute abend vom Brüffeler Schwurgericht freigesprochen. Das Publikum klatschte nach der Urteilsverkündung lauten Beifall." Tarifs im Ausstand. Die Ortsverwaltung Das Jahr 1890 mit seinen allgemeinen Wahlen zum Reichstag alle friedlichen Mittel erschöpfen, um unsre politischen Rechte zu ers langen; gelingt es uns nicht, wird dann das belgische Volk soweit Wir appellieren an das Chr- und Solidaritätsgefühl der ge- Jahre 1874 und deren 472 im Jahre 1881 auf ihre Namen ver gehen, wie das franzöfifche?" Ein vieltausendstimmiges Ja war famten Berliner Kollegenschaft, die Ausständigen nach Sträften zu einigt. die Antwort auf die Frage, mit der Vandervelde seine Rede unterstüßen und bei genannter Firma feine Arbeit anzunehmen. schloß. Die Ortsverwaltung des Verbands deutscher Schneider." follte eine entscheidende Wendung in der politischen Geschichte des Eine Schwarze Lifte mit den Namen von 169 Streifenden ver- Kreises bringen. Durch die energischere Inangriffnahme der socias, sendete unterm 12. Juni der Arbeitgeber- Verband für das Bau- listischen Agitations- und Organisationsarbeit( soweit im Lande der gewerbe zu Spandau mit dem Ersuchen, solche Maurergesellen, die Diftatur von einer solchen die Rede sein kann) wie auch im etwa schon eingestellt worden sein sollten, zu entlassen, sowie Gefolge einiger größerer Lohnbewegungen, begann die zahlreiche von Spandau zureisenden Gesellen die Einstellung zu verweigern. Arbeiterschaft des Kreises zur Ueberzeugung zu kommen, daß Die Geschwornen, die Gelegenheit hatten, in einer dreitägigen, Achtung, Ziegelei- Arbeiter! Es wird gebeten, den Zuzug auf dem Wege des unfruchtbaren und unthätigen Protestes den ganzen feierlichen Ernst derartiger Verhandlungen tragenden nach Lehnin( Mart) der im Ausstand befindlichen Ziegelei- Arbeiter gegen die durch den Frankfurter Frieden geschaffenen poliGerichtssigung das Attentat mit seinen Motiven vor sich wegen strengstens fernhalten zu wollen. tischen und staatsrechtlichen Zustände Elsaß- Lothringens für fie nichts zu erreichen sei, daß sie vielmehr allein in der Sammlung aller Klaffengenossen, in den Bestrebungen der modernen Arbeiters bewegung und in engem Anschluß an die in Altdeutschland damals bereits zu bedeutender politischer Macht gelangten socialdemokratischen Partei ihr Heil zu suchen habe. Der 20. Februar des Jahres 1890 entrollt zu sehen, haben mit ihrem Verdikt unsrer Auffassung recht gegeben. Nicht um einen tückischen Mordbersuch handelte es sich, sondern um einen thörichten Dummenjungenstreich, der zwar unter einem verhängnisvollen ZusammenDer Vorstand der Filiale Lehnin des Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter- Verbands. Deutsches Reich. treffen seltener Zufälle Unheil hätte anrichten tönnen, der aber Maurerstreit in Effen. In einer am Dienstagabend statt glüdlicherweise so harmlos verlaufen ist, wie die Anstifter gefundenen öffentlichen Maurerversammlung beschlossen die Maurer, zu können glaubten an sie gerichtete zeigte zum großen Erstaunen der politischen Welt, daß dieser Ge- wird. Viel empfindlicher werden sie durch die Konfiskation der die bereits mitgeteilten aus Beling eingetroffen; auch habe die danke in der oberelsässischen Arbeiterschaft mit rapider Schnelligkeit Neße getroffen. Nicht selten werden einem Einzelnen zehn bis Regierung keine Bestätigung der Gerüchte betreffend die allge Boden gewonnen hatte. Gleich im ersten Wahlgang fiegte damals 15 Nege abgenommen. Da der Wert eines Neges 3 m. bis 4,50 M. meine Niedermezelung der Europäer. Bezüglich der Frage des unser Parteigenoffe hidel mit 9749 Stimmen über seinen Gegner beträgt, ist das ein bedeutender Schaden, der sobald nicht verschmerzt Vormarsches sei die Ansicht der Befehlshaber, daß ein weiterer aus dem Lager der flerital- fapitalistischen elfäffischen Landespartei, schnellen Fahrzeugen sind dieselben in den Stand gesetzt, werden kann. Durch die Ausrüstung der Fischmeister mit Vormarsch nicht möglich sei, bis die Truppenmacht etivas der sich mit deren 5473 begnügen mußte. Die zu selbständigem poli- nicht nur die ausgestellten Nege zu kontrollieren, sondern auch auf verſtärkt worden sei. In dieser Beziehung müsse die Antwort tischen Denken erwachte Arbeiterschaft hatte zum erstenmale dem die Fischer beim Fang erfolgreich Jagd zu machen. In einer Notiz, die der japanischen Regierung auf eine Die britische Regierung habe fich bisher allmächtig dünkenden Preßklerifalismus und seinen dieser Tage das„ Mem. Dampfb." über die Fischerei Aufsicht auf dem Mitteilung abgewartet werden. großkapitalistischen Verbündeten die Gefolgschaft versagt und in dem Haff brachte, war angegeben, in welcher Weise die Strafen gestiegen dem chinesischen Gesandten bedeutet, daß die Behörden in Mülhauser Schreinermeister den ersten Socialdemokraten aus Elsaß- find, die über die Fischer verhängt werden. Danach hat der Ober- Beling perfönlich für schuldig gehalten würden, falls Mitglieder Lothringen in den Reichstag geschickt. Fischmeister in Memel an Geldkosten festgesetzt: in den Jahren 1887/88 europäischer Gesandtschaften oder andre Ausländer in Peking Ver Was die Partei des arbeitenden Voltes damals an politischer 4040 r., 1888/89 7608 27., 1889/90 10 338 M. Bedauerlich ist, daß die letzungen erlitten. Der chinesische Gesandte sei aufgefordert worden, Macht im Kreise errungen, das wußte fie- entgegen den Hoff- Zahlen der letzten Jahre nicht angegeben sind. Die Strafen sind sicher diese Botschaft in solcher Weise zu befördern, daß ihre Ablieferung erheblich gestiegen. Nun wird ein bedeutender Teil der Strafen nungen ihrer Gegner, die zu eignem Troft den überraschend nicht bezahlt, sondern abgefeilen", immerhin ift die Strafs an die Behörden in Beling gesichert sei; der Inhalt der Botschaft glänzenden Erfolg als ein rasch verlöschendes Strohfeuer betrachten fumme, verglichen mit dem geringen Einkommen der Fischerei werde den Vicekönigen im ganzen chinesischen Reich bekannt gemacht auch für die folgenden Jahre zu behaupten bevölkerung, außerordentlich hoch. Abschreckend hat die Berhängung werden. und zu befestigen. Der 15. Juni 1893 brachte uns 12 158 der vielen Strafen nicht gewirkt. So lange die Fischer sich durch Dillon fragt an, ob die Regierung darüber informiert sei, Stimmen, mit denen sich unser Parteigenosse Bueb im ersten Fischerei ernähren wollen, tönnen sie gar nicht anders, als Raub- daß der amerikanische Admiral Kempff den Angriff auf die Forts Gang das Mandat sicherte. Allerdings hatte auch die bei der vor- fischerei treiben. Wir geben ohne weiteres zu, daß die Regierung von Taku deshalb beanstandete, weil durch denselben die hergegangenen Wahl durch den proletarisch- socialistischen Handstreich die danernde Raubfischerei, die zur Vernichtung des schon jetzt start regulären chinesischen Truppen gezwungen worden seien, mit so unsanft aus ihrer beschaulichen Ruhe aufgescheuchte Landes- verminderten Fischbestands führen muß, nicht dulden kann. Ihre den Bogern gemeinsame Sache zu machen. Dillon wünscht zu Sache aber wäre es, Aenderung zu schaffen. Wenn wir nicht in partei ihre Getreuen wieder zu fammeln gewußt und sie einem Staat lebten, in dem für Kulturaufgaben verdammt wissen, wie sich jetzt die amerikanischen Streitkräfte verhielten. uns in der stattlichen Zahl von 9797 Mann entgegengestellt. wenig Geld da ist, ließe sich das wohl erreichen. Mit Unterstaatssefretär Brodric antwortet, er sei darüber nicht Doch auch die 1898er Juniwahlen verstärkten wiederum unsre Macht den Mitteln, die ein großes Panzerschiff tostet, ließen informiert. Der englische Admiral habe telegraphisch gemeldet, stellung und verliehen uns abermals bereits im ersten Wahlgang fich eine Menge Fischer an der See ansiedeln und mit Fahrzeugen sämtliche verbündeten Admirale wirften in Talu in vollden Sieg, der sich diesmal mit 13 610 socialistischen gegen ins- und Fanggerätschaften zur Hochfeefischerei ausrüsten. Die Fischer, fommenem Einbernehmen. In Erwiderung auf eine andre Frage gesamt 9820 bürgerlichen Stimmen( darunter 8052 elfäffisch- fleritale) die einsehen, daß ihnen von der Regierung Hilfe nicht fommt, segen erklärt Brodric, es sei zweifelhaft, ob eine organisierte Regierung zu einem besonders glänzenden gestaltete. Bueb ward damit zum fchon heute zum erheblichen Teil ihre Hoffnung auf die in China vorhanden sei, mit der England fich als im Striege be Socialdemokraten. zweitenmale mit der ehrenvollen Aufgabe der Vertretung dieses findlich betrachten könne. Die ersten Angriffe auf das Personal der industriereichen Kreises im Reichsparlament betraut. englischen Gesandtschaft seien am 9. und 10. Juni erfolgt. Die Sommerresidenz der englischen Gesandtschaft, welche außerhalb Belings liege, fei an lezigenanntem Tage zerstört worden. Der Vormarsch gegen Beting sei am 10. Juni auf Verlangen des englischen Gesandten Macdonald unternommen worden. eine Depesche aus Hongkong vom 4. b. Wits., welche beats London, 5. Juli.( W. T. B.) Die Abendblätter veröffentlichen Der Gouverneur Blate ist heute vom Norden zurückgekehrt und hat das Anerbieten deutscher Freiwilliger, sich an der Verteidigung der Kolonie zu beteiligen, welches in seiner Abwesenheit angenommen worden war, abgelehnt. Falls fich Gelegenheit geben sollte, sei er bereit, fie als befondre Polizeimannschaft zu verwenden. Das Corps hat sich daher aufgelöst. Die Mitglieder desselben erklärten sich nach einer Zusammenkunft bereit, auf jede Weise der Verteidigung der Kolonie zu dienen, wenn dies notwendig sei. Infolge dieser Ablehnung wurden die Anerbieten der übrigen fremden Corps zurüdgezogen. Nachdem so durch das Auftreten der socialdemokratischen Partei im Kreise der Einfluß und die politische Machtstellung des traditionellen Protestlertums mit seiner sterilen Schmollpolitif gebrochen waren und der Aufmarsch der Parteien sich immer mehr nach den politischen und ſocialen Gesichtspunkten des altdeutschen Vorbilds zu vollziehen begann, erachteten auch die eingewanderten regierungsfreundlichen Elemente die Zeit zum Eingreifen in die Wahlbewegung für gekommen und vereinigten erstmals im Jahre 1893 auf eine tonservative Kandidatur 882, dann im Juni 1898 auf einen national liberalen Bewerber 1761 Wählerstimmen. " Die Sittlichkeit auf dem Lande. In der„ Altenburger Boltszeitung" finden wir die Schilderung folgenden ländlichen Jdylls: Wir sind in der Lage, heute auch einen Beitrag zur Sittlichkeit auf dem Lande zu liefern. Bei einem Gutsbesiger in der Nähe von Ehrenhain schlafen in einer Kammer in den dort stehenden zwei Der Großknecht ist nun der Geliebte der einen Magd, während die Betten die beiden Knechte und die beiden Mägde je zusammen. andre ihren Anbetern gestattete, fie des Nachts zu besuchen. Die Anwesenheit des zweiten Knechts war unter diesen Umständen nicht angenehm, weshalb er das gemeinsame Bett verlassen und Unter schlupf auf dem Heuboden suchen sollte, was er aber dan it be antwortete, daß er den Dienst verließ. So Iche Dinge sind im Altenburger Lande nicht gerade Gelten heiten." betrieb nicht mehr genügend arbeitsfähig sind, so fündigen Da Sie infolge andauernder Krankheit für den Schieferbruchs: wir Ihnen hiermit die Arbeit und geben Ihnen den wohlgemeinten Nat, umgehend Anspruch auf Invalidenrente geltend zu machen. Der Vorstand der Betriebskasse für die herzoglichen Schieferbrüche. gehändigt. A. Vollhardt. Shanghai, 5. Juli.( Meldungen des Reuterschen Bureaus.) Ein Läufer, der Beking am 27. v. m. verlassen hat, berichtet, daß die dort befindlichen aufständischen Soldaten sich auf mehr als in die Gesandschaften einzubringen. 100 000 Manu belaufen; es sei ihnen jedoch noch nicht gelungen, Der überlegene Sieg der Socialdemokraten im letztren Jahre hatte unsern Gegnern jedoch die Ueberzeugung beigebracht, daß für sie nur dann einige Aussicht bestand, des gemeinsamen Feindes Herr zu Staatliche Fürsorge für erkrankte Arbeiter. Bon der werden, wenn sie sich bei den Wahlen auf eine gemeinsame bürger- Betriebs- Krantentajie der herzogl. fachsen- meiningenschen Schieferliche Sammeltandidatur einigten. Die Niederstimmung der Straß- brüche in Lehesten erhielt der Arbeiter Gustav Wohlfarth, welcher burger Socialdemokratie durch den gouvernemental- flerital- freifinnig- feit April 1895 auf dem Bruch thätig war, vor Ablauf der dreizehndemokratischen Ordnungsmischmasch bei den Hauptwahlen im wöchentlichen Krankheitsdauer folgende Mitteilung zugestellt: Juni 1898 hatte in dieser Hinsicht für sie vorbildlich gewirkt, und die Lehesten, den 5. April 1900. von regierungsfreundlicher Seite ausgegangenen Verfuche, auch in Mülhausen anläßlich der jezigen Ersatzwahl dieses taktische Manöver in Anwendung zu bringen, fanden auf Klerifaler Seite, wenn teil weise auch erst nach einigem Widerstreben, bald verständnisinniges Tehte Nachrichten und Depeschen. Entgegenkommen. So einigte man sich bürgerlicherseits auf die Kandidatur des Großindustriellen Theodor Schlumberger, der Zwischen den organisierten Rabisputern und dem der altelsässischen Opposition als Reichstags Kandidat ebenso Unternehmerverbande ist am Donnerstag ein Vergleich abgeschlossen acceptabel erschien, obwohl er sich während des jüngsten Bierzehn Tage darauf bekam er seinen Entlassungsschein aus- worden. Bei den Firmen Boswau und Knauer, Günter und Sollwedel, Flottenrummels als eifriger Marineschwärmer gezeigt hatte, wie auch die regierungsfreundlichen Der entlaffene, wohlmeinend" auf die Invalidenrente verwiesene Rabiz. Gustav Müller, Gewiß, Dittmann, sowie Sauer, die dent Parteien ant feine Arbeiter wurde kurze Zeit darauf auf der Generalmuſterung are Unternehmerverbande nicht angehören, soll energisch, eventuell durch als protestlerische Vergangenheit keinen Anstoß zu nehmen erklärten. Infanterist ausgehoben! Streit, auf Anerkennung der Vergleichsbedingungen( 80 Pfennig Man hatte aber lediglich das Bestreben, dem erst vor kurzem nach Treffend bemerkt zu diesem Vorfall unser Saalfelder Partei- Stundenlohn 2c.) gedrungen werden. Mülhausen verzogenen Kandidaten der Socialdemokratie, Kaufmann Organ, daß der Vorstand" viel schneller geneigt sei, seinen Leopold Emmel, eine am Ort seit langen Jahren ansässige, in aden Kindern" das Recht auf Arbeit und damit die Eristenz abzuerkennen, Die Demission Jamonte im Senat. Streifen der Bevölkerung wohlbekannte und infolge ihrer Eigenschaft als sich zur Entbindung der patriotischen Pflichten bereit finden zu Paris, 5. Juli.( W. T. B.) Senat. Franet- Chaureau als Großindustrieller einflußreiche und wirtschaftlich mächtige Perlaffen. interpelliert über den Rücktritt der Generale Delanne und Jamont sönlichkeit entgegen zu stellen, und diesem Bestreben gegenüber Ueber die militärische Konkurrenz beklagen sich bitter die und beantragte eine Tagesordnung, in welcher dem Bedauern über mußten die Rücksichten auf die politischen und socialen An- Handwerksmeister im Reichsland. Die Gewerbezeitung für die Maßregeln, welche das Heer desorganisien Ausdruck schauungen des Bewerbers bei den bürgerlichen Parteien völlig Isaß- Lothringen" macht sich zum Sprachrohr für diese Be- geben wird. Ministerpräsident Waldeck Mouffe an antwortet in den Hintergrund treten. Wir haben es in der Schlum- schwerden gegen den Militarismus und stellt fest, es feien ins der Kriegsminister habe das Recht gehabt, gewisse Offiziere des besondere Maler, Maurer, Schreiner und Tapezierer, die bergerschen Wahlbewerberschaft also mit einer Kompromißfich darüber beschweren, daß man für Offiziersfamilien Generalstabs zu versezen. Auf jeden Fall ſtehe der Generalstabs. kandidatur niedrigster Art zu thun, der gegenüber die aus den Mannschaften Angehörige diefer Hand- Chef unter dem Befehl des Kriegsministers, der immer das lezte Principientreue, politische Selbständigkeit und Festigkeit des wertszweige heraussuche und durch sie die be Wort haben müsse.( Beifall links.) Walded- Rousseau fügt socialistischen Bewerbers in der denkbar günstigsten Weise abstechen. treffenden Arbeiten wie Tapezieren und Anstreichen von hinzu, was man wolle, ziele nicht darauf ab, die Armee zu verZimmern, Belegen von Böden 2c. ausführen laffe, Die Vornahme teidigen, sondern sich einen Einfluß auf dieselbe zu sichern. Man thäte besser daran, Mülhausen i. E., 5. Juli.( W. T. B.) Bei der heutigen dieser Arbeiten erfolge aber nicht etwa durch die Burschen der in Man wende hierfür alle Mittel an. Reichstags- Erfazwahl hier bis acht abends für Mannschaften. Diese Frage kommenden Offiziere, sondern durch extra dazu tom für sie zu arbeiten, sich mit ihren Bedürfnissen zu bes berger( liberaler Kandidat der vereinigten Ordnungsparteien) tärischer Handwerker sei aber nicht auf Offiziersfamilien beschränkt, faffen und zu bewirken, daß. sie die erste des Kontinents werde. 12 427 und für Emmel( Soc.) 6780 Stimmen gezählt. Aus 30 Dörfern sie geschehe vielmehr auch für einzelne Civil personen. Bisweilen stehen die Resultate noch aus. * * * Aus der Frauenbewegung. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklaffe veranstaltet am Montag den 9. Juli einen Ausflug nach Treptow. Treffpunkt: Joels Victoriagarten, Köpnicer- Landstraße. Die Mitglieder werden ersucht, sich recht rege hieran zu beteiligen. Außerdem zur Kenntnisnahme, daß folgende Personen zu jeder Zeit Beiträge entgegennehmen: Frau Bauschke, Rostockerstr. 47, Frau Müller, Wiesenstr, 30, Frau Klogsch, Stoppenstr. 81, Frau Panzeram, Pappel- Allee 128. Die Alt- Plätterinnen und Wäscherinnen haben das Einigungsamt des Gewerbegerichts wegen Festlegung ihres Tarifs an gerufen. Da die Arbeitgeber voraussichtlich erst am nächsten Dienstag über ihre Stellungnahme beschließen werden, so könnten frühestens am Freitag der nächsten Woche die Verhandlungen vor dem Einigungsamt stattfinden. Sociales. Das Reichs- Gefehblatt Nr. 25, das soeben zur Ausgabe geYangt, enthält unter Nr. 2688 das Gesetz, betreffend die Ab änderung der Gewerbe- Ordnung, vom 30. Juni 1900; und unter Nr. 2689 das Gesez, betreffend die Abänderung des Krankenversicherungs- Gesezes, vom 30. Juni 1900. 3 " " erreichten die Arbeiten einen Wert von mehreren Hundert Mart. Ob die erbitterten Handwerksmeister nunmehr begreifen, daß wir nicht zu wenig, sondern zu viel Soldaten haben? Unentgeltlichkeit der Lehrmittel in der Schweiz. Die Stadtverordneten in Luzern haben den Antrag der 10 Mann starten focialdemokratischen Fraktion auf Einführung der völligen unentgeltlichkeit der städtischen Lehrmittel dem engeren Stadtrat zur Begut achtung überwiesen. die Arbeitersekretariate in Basel und Winterthur mit den Genossen Arbeitersekretariate in der Schweiz. Mit dem 2. Juli sind Dr. Wassilieff und Bank Brandt eröffnet worden. Die Leitung des Berner Arbeiterfekretariats hat Genosse Bischof übernommen. Der chinesische Krieg. Frankfurt a. M., 5. Juli.( B. H.) Die Frff. 8tg." meldet aus Petersburg: Aus Cifin in der Mandschurei wird berichtet, daß auf derjenigen Strecke der Bahn, deren Chef der Ingenieur Proffinsti ift. chinesische Soldaten plöglich eine Salve auf die ruffische Schuttruppe abgegeben haben. Dieser Ueberfall erfolgte in dem Augenblick, als der russische Hauptmann Jantkewic den chinesischen Soldaten auseinandersetzte, warum einige chinesische Bahnarbeiter verhaftet worden seien. Der Hauptmann und ein Kosat wurden auf der Stelle getötet und ein andrer Kosat wurde schwer verwundet. Auf der genannten Strecke sind überhaupt häufig Mißhelligkeiten zwischen Russen und Chinesen vor gelommen, während die Chinesen sonst freundschaftliche Beziehungen den Russen unterhielten. zu wir wollen", so schloß der Ministerpräsident, unsre Aufgabe trotz der Hindernisse, die man uns täglich in den Weg legt, beendigen. Wir wollen zeigen, daß wir nicht zu denjenigen gehören, die man einschüchtert oder entmutigt."( Wiederholter starker Beifall.) Sarauf nimmt der Senat mit 169 gegen 91 Stimmen eine Tagesordnung Morallet an, in welcher die Erklärungen und Beschlüsse der Regierung gebilligt werden. Nachdem noch das Haus mit 153 gegen 90 Stimmen beschlossen hatte, die Rede des Ministerpräsidenten öffentlich anschlagen zu laffen, wird die Sigung aufgehoben. Leipzig, 5. Juli. Heute Mittag sind hier sämtliche Stein: fetzer mit Ausnahme zweier Firmen ausgesperrt worden. Karlsbad, 5. Juli.( B. H.) In Grasliz herrscht seit gestern ein heftiges Erdbeben; bisher sind 60 Erdstöße in der Richtung nach Nordwest verspürt worden. Paris, 5. Juli.( W. T. B.) Die Deputiertentammer nahm in ihrer heutigen Sigung den Gesezentwurf bezüglich der Schaffung einer Kolonialarmee mit den vom Senat bor genommenen Aenderungen an. Der Gesetzentwurf ist damit end. gültig angenommen. London, 5. Juli.( W. T. B.) Das Oberhaus nahm die zweite Lesung der Vorlage, durch welche die Haftpflicht der Arbeitgeber auf die Landwirtschaft ausgedehnt wird sowie die dritte Lesung der Vorlage betreffend den Australischen Bund an. London, 5. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Der Erste Lord des Schazes Balfour teilt mit, daß eine aus drei Mitgliedern und zwar dem Präsidenten des Aerztekollegium Dr. Church, dem Professor der Anatomie Cunningham( Dublin) und dem Lord- Richter Romer bestehende Kommission zur Untersuchung über die ernannt worden sei. Labouchère beantragt die Bertagung des Hauses, Behandlung der Verwundeten und Kranken in Südafrika um gegen die Zusammensetzung der Kommission, in welcher das ärztliche Element zu sehr überwiege, Einspruch zu erheben. Die wirtschaftliche Lage der Fischer am furischen Haff verschlechtert sich fortgesetzt. Die meisten der Leute werden sich bald in einem dauernden Notstand befinden, wenn man nicht schon jest korrespondenz" führt aus: Wie sich die auswärtige Bolitit Deutsch Wien, 5. Juli.( W. T. B.) Ein Berliner Brief der Politischen von einem solchen bei ihnen sprechen kann. Es ist einfach unmöglich, daß die meisten Bachtfischer sich ernähren, wenn sie die erlassenen, auf lands den oftasiatischen Ereignissen gegenüber bisher stets mit Rußdaß die meisten Bachtfischer sich ernähren, wenn sie die erlassenen, auf die Ausübung der Fischerei bezüglichen Verordnungen respektieren land in Fühlung hielt, so wird es auch weiter geschehen. Auch in Campbell Bannermanu, Asquith und der Konservative wollen. Wie fürzlich der Dezernent der Königsberger Regierung der Haltung England gegenüber wird feine Aenderung eintreten; für die Fischerei auf dem Haff in einem Vortrag auseinderfette, hat ebensowenig werden die Interessen der andren beteiligten Mächte, wie Saunderson erklären, die Kommission werde nicht das öffent die Regierung in früheren Jahren, um die Einkünfte aus dem Haff Japan und der Vereinigten Staaten, deutscherseits unbeachtet gelassen liche Vertrauen besigen. Ersterer meint, die Kommission zu steigern, zu viele Leute veranlaßt, fich der Fischerei zuzuwenden. werden. Das Deusche Reich werde es nicht daran fehlen laffen, zu müsse durch zwei Laien ergänzt werden. Dadurch ist ein ziemlich zahlreiches Fischereiproletariat entstanden, das Gunsten der Fortdauer der Eintracht der Mächte mit allen Sträften Nach längerer Debatte willigt Balfour ein, die Kommission zu ernähren das Haff nicht im stande ist. Die Regierung wünscht, daß die mitzuwirken. Das bedeute freilich nicht, daß sich die deutsche Politit durch zwei weitere Mitglieder zu ergänzen, worauf Labouchère seinen Das wird auch bereit finden könnte, die Ansführung der ihr in China ge- Antrag zurüdzieht. Fischer sich zum Teil andern Berufen zu wenden. New York, 5. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) schließlich geschehen müssen. Vorläufig hängen die Fischer aber noch wordenen Aufgabe in fremde Hände zu legen und die Wahrmit außerordentlicher Zähigkeit an dem Gewerbe ihrer Bäter, so nehmung der ureigensten Interessen und nationalen Pflicht andren Ein Teil der Werke der Standard Oil Company in Bayonne gefährlich und so wenig lohuend dasselbe auch ist. Trotz aller Ver- zu überlassen. Die auswärtige Politik des Deutschen Reichs werde( New Jersey) ist niedergebrannt. 17 Eants mit je 30 000 Barrels ordnungen wird die unerlaubte Fischerei fortgesetzt und zwar nicht nur den betreffenden chinesischen Landesteilen hinwirten, aber thunlichst den Dods gezogen. Baumstämme und Klöße sind in einem Halbmit allen zulässigen Mitteln auf Wiederherstellung der Ordnung in Del find explodiert. Fünfzig Schiffe wurden durch Schlepper aus bon einzelnen, sondern von den meisten Fischern. Natürlich gelingt es unter diesen Umständen den Aufsichtsbeamten, Fischmeister genannt, häufig alles unterlassen, was eine dauernde Erschütterung der Grund- treis im Wasser ausgelegt worden, damit das brennende Del sich nicht auf dem Wasser weiterverbreiten und die Schiffe zerstören Uebertretungen festzustellen. Die Folge sind zahlreiche Strafmandate. lage des chinesischen Reichs herbeiführen würde. So unangenehm diese Strafen auch für die armen Fischer find, so London, 5. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Unterstaats- tann. Der Schaden der Standard Del- Fabrik wird auf 21/2 Millionen ist das doch nicht das Schlimmste, was ihnen Schlimmste, was ihnen zugefügt sekretär Brodrid erklärt, es feien feine neueren Nachrichten als Dollar geschätzt. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 154. 17. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 6. Juli 1900. noch Arbeiter gewesen und soll damals in der denkbar schärfsten Aus dem Bericht der Statutenkommission ist zu entnehmen, daß Die Versammlungsfreiheit der polnischen Arbeiter. Weise gegen die Unternehmer aufgetreten sein, trotzdem bei feinem die Steinmeze weil Beitrittserklärungen nicht erfolgen im einzigen derselben so trasse Mißstände vorhanden gewesen wären, Statut gestrichen und an dessen Stelle die Zimmerer anfgeführt Es ist nicht weit her mit dieser Freiheit". Die oberschlesischen als es jetzt in seinem eignen Betrieb der Fall sei. Die wurden. Ein Vorteil besteht darin, daß Mitglieder, welche zum aktiven und posenschen Saalabtreibereien und Machenschaften sind nur zu Verhältnisse dort wurden von den betreffenden Arbeitern als Militärdienst eingezogen werden, sich abgemeldet und ihre Beiträge bekannt und bedürfen teiner Erörterung. Unbekannt sind dagegen absolut unerträgliche bezeichnet. auch in die Räume Wiedereintritt nicht zu zahlen haben. weiteren Streifen die Beschränkungen und Schwierigteiten, welche der Ausständigen das Verlangen habe, jemals wieder einziger bezahlt haben, Kosten für den bei ärztlicher Untersuchung erfolgtent polnischen Arbeitern, die ihr Versammlungsrecht ausüben wollen, des Herrn S. zurückzukehren, so sei doch die Verhängung der Sperre Bei den zur Uebung eingezogenen Mitgliedern ruht die Beitragsin der Fremde, in großen deutschen Städten, begegnen. Die Polizei- hier eine ernste Pflicht. Selbst die Unternehmerorganisation, die in pflicht; die Staffe kommt für während dieser Zeit eingetretenen behörden flammern sich an den Gebrauch der polnischen Sprache ähnlichen Fällen mit Repreffivmaßregeln gegen die Arbeiter Krankheiten und Sterbefälle nicht auf. mtb behaupten, daß man ihr leberwachungsrecht illusorisch machen vorgehe, verhalte sich bis jetzt neutral. Es sind 16 Personen Ferner ist der halbe Monatsbeitrag für diejenigen eingeführt, wolle, Selbst in der Provinz Posen, wo es wahrlich an polnisch in den Streit getreten, zivei Arbeitswillige sind stehen ge- welche nach dem 15. eines Monats der Kasse beitreten wollen. Eine sprechenden Beamten nicht mangelt, hat vor einigen Jahren die blieben, wozu sich noch sechs andre Arbeitswillige gefellt haben, weitere Aenderung besteht für außerhalb des Kassenbezirks erkrankte Polizei mit dieser Begründung eine Versammlung aufgelöst. Die ein- unter diesen einer, welcher dieses Geschäft anscheinend als Mitglieder darin, daß sie sich soweit sie sich transportfähig be= gelegte Beschwerde hatte den Erfolg, daß das preußische Ober Ver- Specialität betreibt. Derselbe soll zugleich Besizer einer Plättanstalt finden in den Inächsten Stassenbezirk oder die ihnen zunächst Interhandlungen liegende be= Sprache allerdings nicht bloß die Bereitelung der Ueberwachung be- hat Herr Schmolling rundweg abgelehnt. Von der Versammlung 14 des Statuts resultieren, vom Krankengeld abgezogen werden. zwecken dürfe. Dies ginge aber nicht schon daraus hervor, daß die Be- wurde das Vorgehen der Arbeiter dieser Werkstatt einstimmig Das revidierte Statut wurde nach langer Diskussion in der teiligten die deutsche Sprache genügend beherrschen und außerdem sanktioniert. Unter Gewerkschaftlichem wurde gegen eine starte Kommissionsfaffung angenommen. gewißt haben, daß die Abgeordneten der Polizei der polnischen Minderheit. beschlossen, die Sperre über die Fabrik von Kusche auf- Ebenso folgender Antrag: Sprache nicht mächtig waren.„ Die polnische Sprache fann aus zuheben. Sollten von seiten der Behörde Aenderungen verlangt werden, Vorliebe für diese Sprache oder darum, weil sie den Beteiligten ge= Eine Versammlung der Ballschuhmacher tagte am Mitt- so werden der Vorstand und Ausschuß beauftragt, ohne Generalläufiger war, gebraucht worden sein. Wenn also auch alle, woch, den 4. b. M., bei haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30. Nach versammlungs- Beschluß dieselben selbst vorzunehmen." die an der Versammlung teilgenommen haben, sowie alle, einem vom Kollegen Lankow gehaltenen Vortrag über„ die ver- Zum zweiten Punkt Aerztevertrag" wurde beschlossen, die Kasse auf deren Teilnahme gerechnet worden tuar, der deutschen schiedenen Richtungen innerhalb der Gewerkschaftsbewegung" be an den Verband Freier Krankenkassen anzuschließen. Das neue Sprache mächtig gewesen sein sollten, und wenn außerdem richtete Herrmann über die Stellungnahme des Fabritanten- Aerzteverzeichnis ist von den Hilfstaffierern sowie im Bureau der den Unternehmern bekannt Ivar. daß der Polizei für verbands zu dem von den Ballschuhmachern ausgearbeiteten Einheits- Kaffe, Gipsstr. 16, in Empfang zu nehmen. den Fall des Gebrauchs der polnischen Sprache feine zur tarif. Der Fabrikantenverband habe die Verhandlungen mit dem Berichtigung. In den Versammlungsbericht der Maurer( Vers leberwachung geeigneten Personen zur Verfügung standen, Verein deutscher Schuhmacher über den eingereichten Tarif abgelehnt. trauensmänner- Centralisation) hat sich ein Irrtum eingeschlichen. so würde deshalb doch nicht die Annahme gerechtfertigt sein, daß mit Vor einigen Wochen sei auch in der Ballschuhfabrik von Nordheimer Der Referent Gehl, der über die Verhandlungen mit den Unterdem Gebrauch der polnischen Sprache nur bezweckt worden sei, die versucht worden, Lohnabzüge zu machen. Wenn auch diese Lohn- nehmern betreffend die Errichtung des gemeinsamen ArbeitsUeberwachung zu vereiteln" abzüge in legter Stunde wieder zurückgenommen worden seien, so nachweises referierte, erklärte, daß, nachdem die Arbeiter Mit diesem Urteil war der Polizei das Recht genommen worden, sei trozdem nicht ausgeschlossen, daß zu einer günstigen Zeit der ihre Anträge gestellt und begründet hatten, die Unterin Preußen Versammlungen wegen Gebrauchs der polnischen Fabrikantenverband versuchen werde, einen Einheitstarif nach seinem nehmer jede weitere Verhandlung abbrachen. Die ents Sprache aufzulösen. Das Ober- Verwaltungsgericht konnte auch gar Wuster, d. h. mit Lohnreduktionen, zur Durchführung zu bringen. Die gegengesetzte Wiedergabe im Bericht, daß die Arbeitervertreter fein andres Urteil fällen, da sich im preußischen Vereinsgefeß auch Arbeiter der Ballschuh- Industrie hätten daher alle Veranlassung, auf Verhandlungen ablehnten, ist unrichtig. In der Resolution ist ein nicht ein Paragraph befindet, der den Gebrauch der deutschen Sprache dem Posten zu sein, um durch eine Stärkung der Organisation der Druckfehler enthalten. Es muß in Zeile 15 von oben heißen:" Im in Versammlungen für allein zulässig erklärt. artigen Bestrebungen die Spize bieten zu können. Trotzdem gegen- weiteren macht es die Versammlung jedem arbeitslosen Kollegen zur Und trotzdem konnte es sich die preußische Polizei nicht ver- wärtig Arbeitsfräfte genügend vorhanden feien, würden von einem Hauptpflicht, den vom„ Verband der Baugewerbe von Berlin und Kneifen, während der Reichstagswahlen von 1898 in der alten Weise Ballschuh Fabrikanten Arbeiter aus Oestreich herangezogen. Die Vororte" eingerichteten parteiischen( nicht paritätischen, wie es Zum 29. Mai 1898 wurde in alle a. S. Distussion gestaltete sich äußerst lebhaft. Es wurde allseitig ge- im Bericht heißt) Arbeitsnachweis, Spandauerbrüde 7, nicht zu eine Verſammlung polnischer Arbeiter angemeldet. Es sollte flagt, laß es liul der Laubeit der Kollegen zu verbanten ſet, wenn im über die Arbeiterbewegung und die bevorstehenden Reichs- Lohnreduktionen vorgenommen würden; dies sei um so beklagenstagswahlen" referiert werden. Flugs wurde dem Einberufer werter, da eine fortlaufende Preissteigerung der notwendigsten Lichtenberg.( Voltsversammlung.) Eine wie tiefgehende Er eröffnet, daß der Gebrauch der polnischen Sprache nicht ge Lebensmittel zu verzeichen sei. Zum Schluß wurde die Orts- bitterung sich auch der hiesigen Einwohner ob der jüngsten kolossalen stattet sei. Der Einberufer legte Beschwerde ein. Und es ift verwaltung beauftragt, geeignete Schritte zu unternehmen, damit die Mietssteigerungen bemächtigt hat, das zeigte der ungemeine Zuspruch, kennzeichnend für die preußischen Verwaltungsbeamten, daß das auswärtigen Kollegen, namentlich in Dresden und Wien, von der den die am Mittwoch, den 4. Juli, im Müllerschen Lokale stattVerbot, welches nach dem flaren Wortlaut des Urteils gegenwärtigen Lage in Berlin unterrichtet würden. gehabte Volksversammlung, in der Reichstags- Abgeordneter Rosenow pom 5. Oktober 1897 ganz ungefeßlich war, von der HalleFilzschuharbeiter Versammlung. In der am 3. Juli tagenden über Wohnungsfrage, Wohnungsnot und Reichs- Wohnungsgeset" schen Polizeiverwaltung, dem Regierungspräsidenten und öffentlichen Versammlung hielt Kollege Weber einen mit Beifall referierte. Der mit vielem Beifall aufgenommene Vortrag, der das dem Oberpräsidenten aufrecht erhalten wurde. Erst das aufgenommenen Vortrag über die Arbeiterbewegung in Deutschland. ganze Elend der heutigen Wohnungsfrage, das Ungesunde der Grundindem Zum Streit in der Filzschuhfabrik von Schmolling, Neue Königstr. 11, Empfinden Hohn sprechende Auftreten der egoistischen Sonderinteressen und Bodenspekulation, das ungemein dreist und allem menschlichen es in einem Urteil, das dem Beschwerdeführer 17 Monate nach rügten sämtliche Redner das Vorgehen des Besizers. Derselbe, der betr. Versammlung zuging, das Verbot der polnischen früher selbst in der Filzschuhbrauche thätig, war vertretenden Vereine der Hausagrarier den Zuhörern vor Augen führte, Sprache für ungerechtfertigt erklärte. radikalsten, wenn es galt, Forderungen an die Fabrikanten von den Vermietern gebrauchten Mietskontratten treffend charakterisierte, und dies durch Verlesung einiger Bestimmungen aus den jezt allgemein zu stellen, heute bezahlt er die niedrigsten Löhne. Folgende rief eine rege Diskussion hervor, in der ein hiesiger Arzt, Dr. Brodmann, Resolution wurde einstimmig angenommen: Die öffentliche Versanumlung der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen Boykottierung einzelner besonders dreist auftretender Hauspafchas heutige die Gründung eines Mietervereins empfahl, der event. auch vor der erklärt sich mit dem Vorgehen der Kollegen der Filzschuhfabrik von nicht zurückschrecken sollte. Alle übrigen Redner aber betonten mehr Schmolling einverstanden und verspricht diefelben moralijch wie oder weniger die Notwendigkeit, die politische Organisation der Armateriell zu unterstützen." Die Sperre über die Fabrik von sus che, beiterklasse zu stärken, und in seinem Schlußwort zeigte auch der. Büschingstr. 24, ist aufgehoben. Das Protokoll über die Verhand- Referent, daß eine starke, zielbewußte Organisation, wie sie die lungen der Generalversammlung in Magdeburg ist im Bureau, socialdemokratische Partei darstelle, sich nicht mit der Abschaffung Dragonerstr. 15, für Mitglieder für 10 Pf. pro Stüd zu haben. einzelner besonders fühlbarer Mißstände begnüge, sondern eine Besserung der Verhältnisse von Grund auf erstreben werde, eine Besserung, wie sie aber erst nach vollkommener Erfüllung des socialdemokratischen Programms erreicht werden könne. waltungsgericht die Gandrung der Bolizei für ungerechtfertigt erklärte, Stommiffione pub ebenso mit den Vertretern der Organiſation ſtimmt. Sernet fönnen von jest ab, Strafgelber, welche aus Ober Verwaltungsgericht schaffte wieder Remedur, U Die Hallesche Polizeiverwaltung dentt aber:" Der Zar ist weit und der Himmel hoch." Am 23. Mai d. J. meldete Genosse Fajersti wiederum eine öffentliche polnische Versammlung an und erhielt die amtliche Bescheinigung hierüber. Am 26. Mai, einen Tag vor der Versammlung, wurde&. folgendes Polizeiverbot zugesandt: „ Halle a. S., 26. Mai 1900. einer der Da amtlich festgestellt worden ist. daß in den letzten von Ihnen einberufenen Versammlungen( gemeint sind wohl die Vereins versammlungen des Polnischen Arbeitervereins zu Halle) der polnischen Arbeiter in der That die polnische Sprache benutzt wurde, um ungestört Die Drechsler hielten am 27. Juni ihre Branchenverjanumlung Aeußerungen zu thun, welche in der deutschen Sprache gemacht ab, in welcher Kollege Beder den Bericht des Gesellenausschusses geeignet(!!!) gewesen wären, zur Auflösung der Versammlung gab. Die Versammlung wünschte, daß nach Vorschlag des Referenten eventuell jogar zur strafrechtlichen Verfolgung der Redner eine Neunerkommission gewählt werde, welche mit den Meistern in führen, so wird hierdurch der Gebrauch der polnischen Sprache in der am 27. d. M. stattfindenden öffentlichen Versammlung polnischer Vorverhandlungen treten soll. Nach längerer Diskussion wurden die Arbeiter untersagt. von der Werkstatt- Kontrollkommission vorgeschlagenen Kollegen in die Neunerkommission gewählt. Sodann wurden Becker und Denzer als Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl für die beiden ausscheidenden Drechsler nominiert. Die Werkstatt- Kontrollkommission wurde durch die Kollegen Richter und Graf verstärkt. Appell an die Anwesenden, recht rege für die Organisation zu agitieren, erfolgte Schluß der gut besuchten Versammlung. Die Polizei- Verwaltung. In Vertretung. Unterschrift. Dies Stüd amtlicher Logit verdient, der breitesten Oeffentlichkeit unterbreitet zu werden. Wenn man amtlich festgestellt hat, daß strafbare Aeußerungen gefallen sind, dann, war man eben im stande, die Versammlung zu überwachen! Oder glaubt man etwa, daß Aeußerungen nicht strafbar sind, weil sie in polnischer Sprache gemacht worden sind?! Die oberschlesischen und posenschen Gefängnisse Lehren nur zu deutlich etwas andres. Arbeiter aus den verlören und " Bereinskalender. Bilze Arbeiter Bildungsschule, Neue Roßstraße 3. Freitag: Bibliothek: 8-9 Uhr. Beginn des Unterrichts: 9 Uhr, Ende 11 Uhr. Arbeiter Sängerbund Berlius und der Umgegend. Bor: sitzender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer " richten an Reichenbergererstraße 115a. Freitag. Lieder: Nowad, Frohe Seifrit, didicinſtr. 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender find Gutenbergfeier der Gewerkschaft der Buchdrucker. Eine Nebungsstunde abends- Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. „ Nord". Adolf am Sonntagnachmittag abgehaltene, von der„ Gewerkschaft der Buch- Kaiser'scher Männerchor", Bernau, Schwedterstr. 23/24. Unverzagt I", Batteroth, Stalizerstr. 51/52. drucker" einberufene öffentliche Volksversammlung beschäftigte sich Neumann, Brummenſtr. 150. Buchbinder Männerchor", Fürstenhof, Köpniderstr. 137/38. ,, Vereinfe mit dem Thema„ Gutenberg und seine Jünger". Die Versammlung Sangesbrüder Moabits", Pfarr, Buttligstr. 10. Maiglöckchen", Sachse, Aber zunächst, wie tommt die Hallesche Polizei dazu, die auch wurde eingeleitet durch einen Vortrag des Gesangvereins„ Nord- Lindowerstr. 26. Gemütlichfeit"( Buzer), Krüger, Seydelstr. 30.„ Morgen: für sie geltenden Urteile des OberVerwaltungs wacht". Demselben folgte ein vom Genossen Zachau gesprochener rot I", Charlottenburg, Leder, Bismarckstr. 74. Georgina", Wollschläger, gerichts nicht zu respettieren? Die Versammlung selbst Prolog. Als erster Redner erhielt Genosse Schriftsteller M. Schütte Oranienstr. 183. Rheingold", Feind, Weinstr. 11. Rosenthaler Bor: " Iris", Martin, Nannynstr. 86. wurde aufgelöst, als der Referent Genosse Haase aus Berlin das Wort, der in vorzüglicher Weise die Bedeutung der Erfindung stadt", Geife, Swinemünderstr. 26. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., Mengert, Bergstr. 6. fünf Worte polnisch ausgesprochen hatte. Es ist selbst der Buchdruckerkunst, sowie Leben und Wirken ihres Erfinders Nordwacht", Milbrodt, verständlich gegen das Vorgehen der Polizei Beschwerde eingelegt Johannes Gutenberg schilderte. Reicher Beifall lohnte den Redner tafel greie Sänger", Hahn, Neue Königstr. 73. Müllerstr. 7. Sängerfreis", Neu- Weißensee, Korostewig, Friedrichstr. 5. worden. Man fann verlangen, daß diesmal, wo die Gesezes am Schlusse seiner Ausführungen. 3um zweiten Teil, der Eintracht II", Eberswalde, Restaurant 3ur Mithle". Neue Zeit", Lorenz, perlegung der Halleschen Polizei nur zu offenkundig die Bedeutung der Erfindung für die Arbeiterklasse behandelte, Watt: u. Boltastr.- Ede. Liederkranz", Brandenburg a. S., Bergstr. 6. ift, die Angelegenheit nicht 17 Monate lang dauert. sprach Regierungs- Baumeister a. D. Kepler. Redner meinte, daß es Klingmüllerscher Männerchor", Weißensee, Zum Prälaten, Lehderstr. 122. „ Karthaus Kummerscher Männerchor", Göbel, Landsberger Allee 156. Die ganze Sache ist für alle poluijchen Arbeiter, welche in uns mit Hilfe der Druderkunst gelingen müsse, die Arbeiter aus der Metallarbeiter Osten", Tabert, Markusstr. 14. Treue" deutschen Bezirken arbeiten, von größter principieller Bedeutung. Knechtschaft, in der wir noch steden, zu befreien und einer besseren ,, Arion", Rigdorf, Eschert, Erfstraße 8. Eine Versammlungsfreiheit, bei der sie nicht die ihnen verständliche Zukunft zuzuführen. Dieses Ziel, Befreiung der Arbeit vom Kapital, Wanteuffelstr. 9. Es wird die Vergellschaftlichung des legteren strebe einzig die Socialdemo- blüten", Conrad, Marfiliusstr. 8. Gejangverein der Buger" Schiller, Rofenthalerstr. 57." Freie Sänger I", Heegermühle b. Eberswalde, Eache unfrer Fraktion sein, die ganze Angelegenheit im Reichstag fratic an. Daher sei es Pflicht der Gewerkschaftsführer, ihre MitRosalia", Plaen, Stönigsbergerstr. 34. Baugat, Jagdschlößchen. Ruf", Sängerhort", Sander, Köpnicerſtr. 158. Gachien und der freien hoe ga in den Bundesstaaten geider hätten sich Better at Socialbentoraten zu erziehen. Manegold, Viegnigerſtr. 18. für das burg" polnischen Personen gefunden, das LinfenAlliance", Kaiser Franz Grenadierplay 7( Restaurant). -Borar", Melodia", Riydorf, Menzier, Steinmetstr. 55. Arbeitern das Versammlungsrecht durch Verbot der polnischen gericht der Erhöhung der Löhne um ein paar Groschen das Ziel Kucut, Naunynftr. 6. Augen Sprache vollständig illusorisch gemacht wird. Weder in der glaubten, Ginigkeit Nordwest", Beyer, Bredowftr. 11. Freiheit Moabit", Becker, Sachsen noch in Hamburg bieten die geltenden Vereinsgefeße auch damit dem Arbeiter alles gegeben zu haben, was er verlangen könne. Sidingenſtr. 3. Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen nur die mindeste Handhabe zum Vorgehen der Polizei. In Es drängten sich an die Arbeiterorganisationen die bürgerlichen m Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetreu, Berlin, Putbuser: beiden Gesezen sind die üblichen Ueberwachungsparagraphen, Socialreformer heran, um die Arbeiter der Socialdemokratie abftraße 44, IV. Freitag: Germania", Subasti, Arndtstr. 21. welche der Bolizei das Recht geben, Abgesandte in wendig zu machen. Solange das Wort, daß die Befreiung der Stunde", Gauger, Alexandrinenstr. 122. Apfelblüte", Hoffmann, Wiefen: die Versammlungen zu entsenden usw. Von dem Gebrauch einer Arbeiterklasse nur das Wert der Arbeiterklasse selbst sein fann, wahr straße 29 a. Gemütlichteit II", Grazig, Wrangelft 22. Deutsche Sprache tein Wort. Und trotzdem hat man schon im Jahre 1898 fei, könnte das Proletariat diese Leute, die die bestehende Gesellschafts- Eiche", Schulz in Stagel. Gesang, Turu und gesellige Vereine. Freitag. Taitzlehrerin Dresden und Leipzig verboten, in Versammlungen polnisch ordnung aufrecht erhalten wollen, nicht gebrauchen. Um die socialzu sprechen. Die Beschwerden, welche bis zum Ministerium des demokratische Idee auch dem Nachwuchs, der sich wohl gewerk verein" Solidarität", Englischer Hof, Neue Roßstr. 3.- Vergnügungsverein Waldesgrün", Bichoski, Staligerstr. 142. Innern( höchste Instanz) durchgeführt wurden, blieben erfolglos. schaftlich organifiere, aber sich meist nicht um politische VerArbeiter Turnerbund. Freitag. Turnv. Fichte", Berlin. Abds Als in der letzten Dresdener Beschwerde festgestellt wurde, daß hältnisse fünumere, zugänglich zu zugänglich zu machen, fei Politik in von 8-10 Uhr: 2. Männerabt. Skalizerstr. 55-56. 4. Männerabt.: Zu der Diskussion tennzeichnete Siemensstraße 20( Moabit). 5. Männerabt. Acderstr. 67. leine der bisherigen abweisenden Justanzen( Polizeipräsident, Kreis- den Gewerkschaften notwendig. 6. Männerabt. hauptmannschaft).. auch nur einen Paragraphen des Gesezes, Arendsee das Verhalten der Verbandsmitglieder in den ver Stallschreiberstraße 54. 9. Männerabteilung Müllerstr. 158, Ede Triftstraße. auf den sie sich stügen, anführen konnte, antwortete das schiedensten Städten Deutschlands gelegentlich der Gutenbergfeier. 1. Lehrlingsabt. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabt. Boechstr. 17/20. 6. LehrMinisterium, daß die Berechtigung des Verbots der polnischen Sprache Gemeinsame Feier mit dem wirtschaftlichen Gegner, Weitwirkung von lingsabt. Reichenbergerstraße 67-70. 8. Lehrlingsabt. Höchstestraße 36-37. Freie Turnerschaft", Rixdorf- Brig. aus dem Geiste" des Gesetzes, welches das lleberwachungsrecht Militärmusikern, Abhalten der Festlichkeiten in boykottierten Lokalen, 1. Damenabt. Mariannen- Ufer 1a. der Polizei anerkennt, hervorginge! Das war gut sächsisch! Das Vor- Hochs auf fürstliche Personen, das seien die Resultate dieser großen 1. Lehrlingsabt. abends von 8-10 Uhr, Thomas, Hermannſtr. 48/50. 1. Schülerinnenabt. abends 61/ 2-812 lthr, 1. Männerabt. 8-10% 11hr Redner fann in der Feier im Cirkus gehen der preußischen Polizeiverwaltung in Halle, die Rechtlosigkeit der Harmoniefeier. bei Peters, Knesebeckstraße 113. Turnerschaft des Vereins„ Nereus" denn Boltsfeste unter polnischen Arbeiter in Hamburg und im Königreich Sachsen, in Gegenden, Schumann fein Volksfest erbliden. ( gegr. 1882), Männerabt. von 8-10 Uhr abds., Reichenbergerstr. 131/132 die Arbeiter Damen- Abt. v. 8-10 Uhr abds., Monteuffelstr. 7. Turnverein„ Eiche", wo Taufende und Abertausende Polen sich in der ärgsten Weise aus- Mitwirkung der Spigen der Behörden kennen unter Nachdem noch mehrere Redner, denen beuten lassen auch Köpenick, Männer und Jugendabteilung von 712 bis 912 Uhr abends, das sind charakteristische Zustände für das Land nicht. befand, der den Hauptkampf Hotel Klein am Wilhelmsplay. Turnv. Froh u. Frei", Groß- Lichterfelde, der bollendeten Rechtsgarantien". Es thut bitter not, der Anarchist Dempwolf sich " Freie Turnerschaft", daß die deutsche Arbeiterschaft durch ihre parlamentarischen Ver- gegen die herrschende Klasse auf wirtschaftlichem Gebiet ausgefochten Bagel, Chauffeestr. 104, 81-10 Uhr abends. treter ihren Protest gegen das schwere Unrecht einlegt.. wissen wollte, gesprochen hatten, wurde eine im Sinne des Referats Friedrichsfelde, abends 8-10 Uhr. Bube, Prinzen- Allee 30. gehaltene Resolution einstimmig angenommen. Nach einem Schluß Schwimmklub„ Neptun", Weißensee, abends 72 Uhr, im Seebad Weißenfee. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulstr. 24. gefang des vorhin genannten Gefangvereins wurde die Versammlung Schwimmflub Schwimmflub Vorwärts", abends 72 Uhr, ehemalige Auerbachsche mit einem Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen. Badeanstalt, Stralauer Allee. Schwimmverein, Gut- Naß", Uebungsstünde Die Bauhandwerker- Krankenkaffe Berlins und Umgegend Die Schuhmacher hielten am 3. Juli im Nümannschen Lokal hielt am 24. Juni im Lokal von Schulz, Grenadierstraße 33, eine eine gut besuchte Versammlung ab, welche sich nach einem mit außerordentliche Generalversammlung ab mit der Tagesordnung: Beifall aufgenommenen Vortrage Webers über Arbeiter und 1. Bericht über die Aenderung des Kassenstatuts und Beschlußfassung Unternehmer- Organisationen" mit dem Streik in der Fabrik von darüber. 2. Sanktionierung des Vorstands- und Ausschuß- Beschlusses Schmolling beschäftigte. Dieser Herr ist vor wenigen Jahren selber betreffs Aerztevertrag. 3. Innere Rajjenangelegenheiten. " Versammlungen. G. H. Freitag nach dem 15. Gipsstr. 16. ieden Freitag, abends 7 Uhr, Reinickendorfer Seebad. Verein zielbewußter Händler und Geschäftsinhaber. Jeden Gewerkschaftshauses. Am Freitag: Sattler. 3wangloje Zusammenkunft mit Damen im Restaurant des Arbeiter Radfahrerverein, Berlin. Freitag: Ueben im Kunstund Reigenfahren bei Raabe, Kolbergerstr. 23. Bir best Juhält der Juferate ubernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 6. Jult. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Operu Theater( Kroll). Geschloffent. Leifing. Rhodope. Anfang 7% Uhr. Mesidenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7 Uhr. Neues. Die Gläubiger. Die Mondscheinsonate. Abschieds: fouper. Anfang 8 1hr. Westen. Der Vogelhändler. Anfang 71 hr. Schiller. Lucrezia Borgia. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Anfang 71 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 11hr. Thalia. Geschloffen. Carl Weiß. Die Cameliendame. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. # Der Bettelstudent von Berlin. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Borstellung. Belle Alliance. Französisches Gast: spiel( Fregolina). Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Waffage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Juvalibenste. 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte, Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Von den Alpen zum Vesuv". Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Freitag, abends 7 Uhr: Lucrezia Borgin. hierauf: Die Nürnberger Puppe. Sonnabend, abends 7/2 Uhr: Populäre Vorstellung ( bei halben und ermäßigten Preisen): Der Freischütz. Sonntag, abends 72 Uhr: Die Jüdin. Uhr: Montag, abends 7 Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. CarlWeiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Cameliendame. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Die Tochter Belias. Im Garten: Neues Juli- Programm. Specialitäten. Anfang 52 11hr. Sonnabend: Gr. Sommernachtsfest. Central Theater Anfang 8 Uhr. Sensationeller Latherfolg! <<< è=== Ostbahn- Park W. Noacks Theater. Central- Verband der Maurer c. Am Sonnabend, den 7. Juli 1900, in der Brauerei Friedrichshain( vormals Lipps): 10. Stiftungsfest der Zahlstelle Berlin II. Großes Garten- Konzert verbunden mit Specialitäten- Vorstellung und Gesangsaufführungen. ой Jm Sante: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist geöffnet von 3-6 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet Billet 20 Pf. Anfang nachmittags 4 Uhr. Das Festkomitee. J. 2.: 0. Funk. Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küstriner Play. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 f. Kinder 10 Pf. Sperris Nachzahl. 203. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsit Nachzahl. 10 Pf. Hermann Jmbs, Direttor. Brunnenstraße 16. Franz Täglich: Theater. und Specialitäten- Vorstellung Richard Wagner, Liedersänger. Miter Rosselli, Rostüm Soubrette. Freld, Gesangs- Humorist. Frida und Hugo Bondicty, moderne Gesangs: Duettisten. The two Tomfredt, afrobatischer Excentrique. Neu! Neu! Nen! Der Herzverführer. Prater- Theater. Operette in 1 ft von Geopold Gly, Kastanien- Allee 7-9. Freitag, den 6. Juli: Benefiz für den Kapellmeister R. Mahnecke Im Saal: Alt Musik von V. Holländer. Großer Ball. u. Rudolf Kersten aus Anlaß seines Charlottenburg. See- Terrasse Röderstr. 6, Lichtenberg Greciandonment Stalin Bend ( zwischen Allee und Dorf Lichtenberg). Grösstes Sommer- Etablissement Berlins mit herrlichem 3, Morgen gr. See. Jeden Sonntag: Grosses Brillant-, Land- und Wasser- Feuerwerk und Schlachtmusik. Erstklassige Specialitäten im Variété- Theater. TERRAIN ESELLSCHAFT See- Terrasse Lichtenberg DEUTSCHE b/ Berlin BERLIN M.B.H. Grosser Tanz im neuen Bal champêtre ( auch jeden Montag und Donnerstag). Auftreten der vorzüglichen Tarantella- Kapelle im Gartensaal. 10 Pf. Kinder frei. Wochentags frei. Gesamt- Entree Urania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: ,, Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/02: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Das Liebesdrama im Eisbären- Zwinger. Die Tiroler Sängergesellschaft ,, Almrausch: Das Indiermädchen mit dem Apfelsinenkopf. Jagannetto, der arm- und beinlose Hindu Knabe. Passage- Panopticum. Der Berlin nach Elf. Haar- Athlet Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Die sensationellen Schlager: Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) nach Elf. Morgen und folgende Tage: Berlin Belle- Alliance- Theater. 7. Gastspiel Mlle. Carmen Darlot, Mr. Leon Christian, Mr. Albert Felix. ,, Fregolina." Jm herrlichen Sommer- Garten: Grosses Garten- Konzert. Specialitäten vornehmisten Genres. Im Märchenwald.Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: 3 Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Rünstler I. Ranges. Jm renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Einzig in seiner Art. Ohne jede Ronkurrent z. 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Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stüd 1 m. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. ZOOLOGISCHER GARTEN. Ausstellung unsrer neuesten Kolonie: SAMOA Samoanisches Dorf im Kranze grüner Palmen! Es gelangt zur Vorführung: das vor Sr. Maj. dem Kaiser im Schlossgarten zu Kiel gegebene Programm! Geöffnet von 9-12 u. 3-8 Uhr. Vorstellungen um 11, 3, 5 und 62 Uhr. Einlagen nach Bedarf. Entree direkt z. Ausstellung( Stadtbahn- Eing.) 50 Pf., Kinder 25 Pf. Besucher des Zoolog. Gartens zahlen 25 Pf., Kinder 15 Pf. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: 40jährigen Jubiläums. Der wilde Jäger, rom. Sage mit Gesang u. Tanz in 4 Abt. von Hugo Schulz, Musik v. A. Auftreten b. Excentric- Chansonnette Molly Verch, d.Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma Quartett, Ueberle Truppe, Afrobaten Fred und Max, Chinesen. The Greenwood, Pantomime:„ Die M. 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Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditoret, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Norddeutsche Brauerei, Chausseestrasse 58. Sonnabend, den 7. Juli 1900: Grosses Sommerfest des Centralverbands deutscher Former u. Berufsgen. ( Zahlstelle BERLIN.) Im Garten: Gr. Instrumental- u. Vokal- Konzert unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Zündholz", sowie Auftreten des Berliner Ulk- Trio und des Mstr. Kuglini, Musical- Clown und Schnellzeichner.[ 1733b Im Saale: Tanz. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Anfang 4 Uhr. Ende? Billet 30 Pf. Sonnabend den 7. d. m. Eröffnung des Detail- Verkaufs der Kaffee- Großhandlung von Arnold Oppen Friedrich- Straße 99, gegenüber Gingang Bahnhof Friedrichstraße. Jeben Sonnabend von 7 Uhr abends ab findet ein Ver: tauf zu Ausnahmepreisen statt. Franz Vetter, Dekonom. Johannisthaler Volksgarten, Johannisthal, Köpnicker- u. FriedrichStrassen- Ecke. Im neuerbauten Saal jeden Sonntag TANZ. Staffeeküche, Kegelbahn, große Ausspannung. Garten. Speisen und Getränke in bekannter Güte. August Seuftleben. 47952* Treptow. Restaurant Karpfenteich, an der Köpenider Landstraße. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Jm Saale Tanz.(*) Lossow. vorm. G. Markus& Co., Ges. m. beschr. H. Erfurt- Ilversgehofen Renommiertes Fabrikat. 99 99 99 99 MACHT STARK EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE SCH CHE GESCH. ERFURT SCHUHFABRIK Wir empfehlen: Beste Zuthaten. Herren- Zugstiefel, gewaltt, Specialität 7 M. ohne Naht, Spiegel 8,50 M. Besan u. Knopfverzierung 3,90, 4,50, 5,50, 6,50, 7,50 bis 15 M. Agraffenstiefel, Bejat, 6,50, 7,50, 8,50 bis 99 99 18 M. 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Rh., Eigelstein 66. Frankfurt a. M., Liebfrauen: berg 26. Zeil 67. München, Sendlingerstraße 10. " " Dachauerstraße 83. Landsbergerstraße 7. Humboldstr. 22. Amalienſtr. 28. Centralverband der Maurer Deutschlands Allerweltsfreund Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 8. Juli 1900, vormittags 11 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 0 1. Abrechnung des Kassierers vom 2. Quartal. 2. Stehen unsre seit dem letzten Streit gefaßten Beschlüsse im Einklang mit der heutigen Rechtsanschauung? 3. Wie stellen sich die Puger zum Anteil am Gewerkschaftshaus und Beschlußfassung darüber. 4. Verbandsangelegenheiten. Der Bevollmächtigte. Den Kollegen zur Kenntnis, daß am Sonnabend, den 11. August, im Lokal Schweizergarten", am Königsthor, unser X. Stiftungs- Fest gefeiert wird. Billets find Rosenthalerstr. 57 im Bureau, bei allen Vorstandsmitgliedern und beim Bergnügungskomitee zu haben. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zur Beachtung! Vom 1. Juli ab wird der Verbandsbeitrag und Ertrabeitrag in einer Marke a 35 Pf. erhoben. Die Verwaltungsfizung fällt heute aus. Drechsler! Sonnabend, 7. Juli, abends 82 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstr. 35: Kommissionssitung der Drechsler. wefend fein. Jedes Kommissionsmitglied, auch die neu gewählten, müssen an91/12 Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands ( Zahlstelle Berlin III). Sonntag, den 8. Juli, vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Zimmermann, Badstrasse 58: Derlammlung. Tages Ordnung: 134/12 D. D. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Am Dienstag, den 3. Juli cr., verstarb nach langem Leiden unfer langjähriges Mitglied, der Holzbildhauer Carl Rahn im 31. Lebensjahre. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm die Verwaltungsstelle Berlin. Die Beerdigung findet am Freitag, den 6. Juli cr., nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Langestraße 20 aus nach dem städtischen Central Friedhof in Friedrichs felde statt. 21/1 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Allen Freunden und Kollegen, die meinem lieben Mann die Tezte Ehre erwiesen, insbesondere für die zahl: reichen Kranzspenden und dem Ge: fangverein Gesangfreunde" fage ich meinen tiefgefühlten Dank. 18046] 42/10 1. Bortrag des Genoffen Augustin. 2. Diskussion. 3. Abrechnung bom 2. Quartal. 4. Verbandsangelegenheiten. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung, Rabizspanner u. Träger Sonntag, den 8. Juli, vormittags 10 Uhr: 20w. Miszimsky. magenstärt. träftiger Special: Litör gr. Champagnerfl. intl. 1,25 M. nur 110 Brunnenstrasse 110 ( neben dem Straßenbahn- Depot) bei Ignatz Sello. Gerner frischen Maitrank, Fl. intl. 50 Bf.; alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., Stonsdorfer intl. Orig.-Ft.( 34 Ltr.) a 80 Pf., Halb und Halb, feinste Liförmischung, pr. 1/ Champagner- Fl. intl. 90 Pf., Simbeer, Kirsch: 2c. Säfte, rein u. dick eingefocht, per Liter 1.10 M., füßen Ungarwein, Orig. Fl.( 2 Liter) incl. von 90 Pf. an, fowie sämtl. Weine, Cognac, Rum, Liköre im Einzelverkauf, auch ein gemessen nur zu Engrospreisen. Billigste Bezugsquelle. * 110 Brunnenstraße 110. Filiale: Kastanien- Allee 27. Natur- Heilverfahren. Hants, Harnu. Blasenleiden, Franen Krankheit., heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39782* R. Wagner, f. Balftraße 23.) validenfte 151/1 ( fr. 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, 1. Behandlung aller Haut, Harn: und Blasenleiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag keine Sprechstunde. Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Proz. Verband der Stock- und Bettfedernreinigung Schirmarbeiter Berlins und Umgegend. Todes Anzeige. W Am Dienstag, den 3. d. M., verstarb Mitglieder- Versammlung fanft nach längerem Leiben der Kollege 18076 im Lokal des Herrn G. Jannaschk, Inselstr. 10. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstützungs- Bund der Schneider. Sonnabend, den 7. Juli, abends 8½ 1hr: Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: Stichwahl zwischen Kotsch Berlin und Schurig Charlottenburg als Vertreter auf der am 23. Juli in Hannover stattfindenden General versammlung. Mitgliedsbuch legitimiert. Adolf Seidel ( Werkstatt Goldmann) an der Lungenschwindsucht. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Freitag: nachmittag 52 Uhr von der Leichen: Halle der Auferstehungs- Gemeinde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er: fucht Der Vorstand. Deutscher 166/13 Holzarbeiter Verband. Die Ortsverwaltung. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 9. Juli, abends 8% Uhr, bei Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: General- Versammlung. 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1900.". Ergänzungswahl des Borstands. 3. Vereinsangelegenheiten. Achtung! 142/2 Den Kollegen im Often zur Nachricht, daß sich die Zahlstelle Frankfurter Allee 99 bei Herrn Schwartzer befindet. Dort fönnen jeden Sonnabendabend Beiträge bezahlt werden. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Montag, den 16. Juli: Gr. Sommerfest bei Herrn Kliem, Hafenheide 14-15. Auftreten sämtlicher Specialitäten. Grosses Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins Sängerkreis. Anfang 4 Uhr. Billets a 25 Pf. Herrn, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind zu haben auf den Zahlstellen und auf dem Arbeitsnachweis, Naunynstraße 78. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Der Vorstand. = Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Stellmacher August Heinrich ant 3. d. M. verstorben ist. den 8. b. M., nachm. 3 Uhr, von der Die Beerdigung findet Sonntag, Leichenhalle des Bartholomäus- Kirch hofs, Weißensee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 91/11 Danksagung. Sage allen Freunden, Bekannten und Kollegen, sowie dem Chef der Bianofabrit von Schleifer u. Menzel für ihre Beteiligung bei der Beerdigung unftes lieben Bruders und Schwagers Richard Beer herzlichsten Dant. Im Namen der Hinterbliebenen: Paul Wildgrube. Santiagung. 1799b Allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Herren Beamten, Meistern Schwarzdie topichen Waschinenfabrik für ble reiche Unterstützung während der Krankheit sowie für die Teilnahme nebst Krauzspendung bei der Beerdi: gung meines geliebten Manns, unfres guten Vaters unfern herzlichsten Dant. Die trauernde Witwe Bertha Stressenreuter nebst Kindern. Gentral- Kranken- u. SterbeVerband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter taffe der Maler. Deutschlands.- Zahlstelle Berlin I. Sonntag, den 8. Juli d. J., vormittags 10% Uhr: Mitglieder Versammlung in Graumanns Festfälen, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1900. 2. 2o halten wir in Zukunft unfre Versammlungen ab? 3. Verbandsangelegenheiten. 42/9 Zahlreichen Bejuch erwartet Die Ortsverwaltung. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Juli, vormittags 10% Uhr: G General- Derlammlung bei Buske, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kassenbericht und Bericht der Rebiforen. 3. Antrag des Vorstands. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Die Kollegen werden ersucht, beide Karten mitzubringen und dem Raffierer der Lohnkommission vorzulegen. 34/5 Beiträge werden nur zwischen 10-11 Uhr angenommen. Der Vorstand. Die Dampferpartie findet am 16. Juli nach Strandschloß am Müggelfee statt. Abfahrt früh 7 Uhr von Stralauer Brücke 5. Für Dampferpartien! ..Zum Sportshaus" Neu eröffnet! in Ziegenhals bei Zeuthen. ( Vorortstation der Görlizer- u. Stadtbahn. Gänzlich renoviert! Serrlich am Wald und Waffer gelegen. Dampfersteg. Juni, Juli und August noch Sonnabende und Sonntage frei. 50172* Jede Auskunft, auch per Telephon. Hugo Engel, Berlin 0., Tilsiterftr. 87. Tel.:Amt VII Nr. 3242. ( E. H. 71. Berlin I, Nord.) Am Mittwoch, den 11. Juli, abends 9 Uhr, im Kaffenlokal Ruppinerstr. 42 bei Rosin: 123/2 Vierteljährliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Kassenangelegenheiten. Herrenund [ 5005* KnabenGarderobe modernste Façons, Arbeitskleidung für alle Berufsarten bei Julius Lindenbaum Gr. Frankfurterstr. 141, Ece Fruchtstraße. Specialität: Maßanfertigung. elektrischer Betrieb, Grüner Weg 3,[ 49302* Hauschild& Kettnitz. Telephon: Amt 3, Nr. 2742. En gros. Sonntag von 8-10, 12-2 Uhr geöffnet. Man verlange gratis und franco mein Preisbuch. Jacques Raphaëli Inh. Th. Büsing An der Spandauer Brücke 2. Schuhwaren, Garderobe, hervorragendste Fabrikate zu billigsten Preisen unter voller Garantie für beste Haltbarkeit. Damen- Schnür- oder Knopfschuhe, schwarz oder braun Mk. 6,50, 5,50, 4,75, Specialität! Herren- Zugstiefel ohne Naht Mk. 8,75, 7,50, 6,75. 4,25 5,50 Meine Kinder-, Mädchen-, Knaben- Schuhe u. Stiefel, Handarbeit, genagelt, sind unverwüstlich! 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Bei Apothekern, Drogisten und Mineralwasser Händlern, In ganzen und halben Flaschen. 110024 54 138 84 627 715 41 816 41 97 932 57 85 111001 225 28 60 349[ 100] 66 522 636 868 962 112162 206 314 97 413 14 35 47 735 808 113203 46 81 87 549 670 768 863 976 114031 129 221 324 84 422[ 100] 564 657 712 859 99 900 34 115309 16 46 57 581[ 100] 607 48 733 88 116177 264 364 848 80 926 76 117102 312[ 150] 37 87 88 432 70 98 750 902 34 64 90 118070 197[ 150] 474 511 76 752 119014 97 98 570 711 952 67 120086 300 31[ 100] 472 575 655 811 42 121019 73 175 575 655 81 96 246 423 63 96 528 66 122005 26 298 320 410 30 40 516 27 61[ 300] 94 633 66 793 961 123071 631 66 819 124349 495 645 72 715 125383 619 822 926 45 126165 246 303 84 407 20 [ 150] 504 723 823[ 100] 50 990 127220 75 128125 51 203 64 556[ 100] 627[ 100] 52 732 921 129176 329[ 300] 73 424 620 33 130115 53 496[ 150] 786 847[ 100] 987 93 131080 89 124[ 100] 29 574 76 776[ 100] 919[ 100] 69 132158 663 852 68 77 133116 70 213 688 910 43 134065 81 192 224 73 332 51 483 662 908 39 135097 319 95 420 42 763 982 136108 66 416 522 65 97 137000 153 61 68[ 100] 79 339 429 542 66 98 603[ 150] 946 138243[ 100] 49 65 486 717 832 59 944 139059 76 83 102 227 365 76 406 71 809 140038 319 64 821 47[ 300] 995 141730 61 82 896 981 142056 394 402 89 624 40 720 47 846 63 906 48 143220 401 556 65[ 150] 666 72 714 830 33. 73 77 144321 38 62 67 503 758[ 100] 827 912 145051 124 37 43 213 315 72 81 605 79 748 89 898 932 146076 149[ 100] 70[ 150] 221 65 331 71 800 84 916 65 147128 299 348 694 759 815 148086 136 218 392 96 596[ 100] 727 74 90 812 57 919 32 85 149078 767 808 940 406 71 809-991 150088 128 53 588 888 998[ 100] 151221 23 368 462 95 670 868 945 75 99 152236 94[ 150] 381 92 478 780 914 41 153151 283 445 72 544 630[ 100] 715 864 154114 45[ 100] 79 97 298 332 432 606 775 80 977 155216 350 571 97 605 817 73 156075 150 340 618 157323 417 549 91 606 741 958 67 158015 216 52 58 321 40 411 500[ 100] 83 639[ 100] 733 866 94 935 159543 56 696 713 160073 304 85 496 521 676 805 81 161032 111 26 201 32[ 150] 443 76 83 500 20 81 613 778 935 49 90 162197 244 [ 100] 512 610 730 43 47 988 163079 430 751 902 85 164086 240 85 86 362[ 150] 465 91 595 98[ 100] 165002 181 222 65 354 418 502 660 799 858 166079 82 132 212 21 53 429 961 167107[ 100] 72 264 532 168033 174 304 50 63 437 41-80 625 1770039 157 394 676 713 171224 307 433 77 170059 157 394 676 715 171224 337 433 77 547 630 741 172359 71 474 958 173108 65 265 454 538 693 764 97 834 44 67 77 938 174131 208 446 83 741 59 851 73 175230 335 42 56 459 62 638 57 705 46 900 176247 69 405 98 620 93 794 843 919 177009[ 100] 102 16 731 877 915 58 72 378078 172 84 200 396 739 64 943 179074 218 401 65 532 657 731 810 94 981 181051 173 289 386 559 664 729 63 983 182145 288 329 94[ 150] 487 521 698 803 20 94 183015 19 21 37 222 668 868 924 184002 56 66 282 97 332 632 62[ 100] 733 74 912 1S5015 39 138 56 371 400 64 98 554 631 805 186151 74 211 314 463[ 300] 698 778 832 42 917 187000 67 191 313 57 419 51 57 622 70 850 188078 473 527 615[ 100] 704 42 61[ 300] 847 76 189037 334 448 585 86 625 48 69 728 848 81 97[ 100] 923 130135 42 283 381 547 53 621 53 88 95 746 190118 261 72 358 571 695 191008 41 283 345 76 192064 194125 99 369 84 188 399 475 93 532 906 193406 9 755 585 615 60 705 196041 220 321 414 788 95 981 197060 112 63 200 53 61 316 40 623 783 801 198043 168 80 90 546 630 710 65[ 100] 199049 250 74 353 434 530 69 892 887 321 414 188 95 981050 56 437 743 70 941 98 200033 398 403 14 542 671 739 827 47 201033 279 86 327 49 98 467 84 868[ 200] 923[ 100] 30[ 500] 202188 488 635 60 72 734 877 966 203087 245 311 16 51 433 50-54 91 528 699 854 68 92 204235 89 419 683 931 205051, 106 42 262 405 604[ 150] 89 700 19 857 996 206031 45 121 283 809 920 52 207040 140 227 77 324 53 82 92 539 55 80 899 940 82 208153 236 491 547 602[ 100] 85 96 772 814 908 36 45 209040 107 76 295 300 520 56 72 642 795 878 210118 205 406 27 47 66 718 64 803 26 99 211086 190 852 82 932 73 212006 59 71 109 516 49 60 75 916 87 213032 56 134 206 860 93 929 214041 63 142 388 529 56 643 712 78 92 836 56 953 215275 76 410 588 619 789 986 216036 96 166 291 453 663 769 217000 152 571 602 48 783 810 76 218229 89 407 736 67 855 219145 302 53 518 29 846 947 220315 463 698 737 98 909 221121 50 236 522 80 654 90 930 64 222013 37 74 84 90 328 62 450 52 527 49 722 59 72 81 946 223051 143 203 11 839 963 224172 265 323 72 523 27 672 741 890 907[ 100] 43 225053 296 344.520 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 30 000 M., 1 zu 15000 t, 1 au 10 000 it., 2 zu 3000 Dif., 3 zu 1000 M 9 zu 500 Mt. f Geschäftliche Mitteilung. 1STDA R. Grüns 50162* langjährig bestehendes Schuhwaren Geschäft, früher Andreas- Strasse, hat seine Verkaufsräume nach Frankfurter Strasse 134, neben dent Carl Weiss- Theater, verlegt und bedeutend er: weitert. Gleichzeitig giebt die Firma bekannt, daß sie zukünftiger Lieferant der Rabatt- Sparvereine Oftstadt und Nordost werden wird. Arbeits- Bekleidung 5001L für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure. En gros Detail. D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. 1.3iehung d. 1. Klaffe 203. Kgl. Preuß.Lotterie.| 735 74 851 63 952[ 100] 119000 48 136 47[ 150] 92 250 382 770 Biehung vom 5. Juli 1900, nachmittags Nur die Gewinne über 60 Mark find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 34 75 269 381 422[ 100] 557 652 712 972 1172 506 614 2002 39[ 300] 303 808 83 3155 212 83 401 29 34 593 645 722 866 4109 418 957([ 200] 5414[ 200] 698 720 862 6150 271 349 481 697[ 150] 7047 112 231 508 34 86 622 79 86 8013 74 639 63 775 807 985[ 100] 9075 220 363[ 100] 665 782 909 30204 321 421 10098 104 321 421 26 31 45 645 771 929 98 11038 248 75 475 92 524 78.623 801 989 12014 105 42 435 612 836 13009 152 245 419 42 538 664.90 932 14077 201 14 346 64 403[ 100] 24 36 521 65 79 611 22 932 15051 70 547 632[ 100] 16211 324 519 639 763 967 17344 694 744 81 839 51 95 979 94 18167 275 796 930 19082 91 382[ 200] 557 670 837 913 20502 717 65 916 23 40 99 21183 233 376 511 27 665 89 884 907[ 150] 22020 65 99 452 63 76 605-27 40[ 100] 771 978 88 23008 72 107 209 48 54 311 55 59 569[ 150] 669 74 [ 100] 95 788 971 24004 154 216 56 78 448 619 922 25034 88 661 732 831 26537 970 98 27205 6 35 36 90 306 844 928 28162 700 10 30 35 62 78 843 912 29103 19 221 37 338 65 435 510 616, 44,80 763 30082 742 43 52 813[ 100] 32 31312 559 693 871 928 34 32026 191 627 749 872 33042 55 69 241 420 524 741 53 801 34095 259 86 306 77 95-702 81 89 926 35040 56[ 200] 76 151 380 435[ 100] 78 509 612 60 856 83 36124 204 363 68 546 83 645 76 728 88 866 69. 75[ 100] 965 37143 67 246 372 929 38022 139 51 57 267 93 354 93 473 655 89[ 150] 831 61 940 39298 309 446 602 93 721 24 39 820 40082[ 150] 232 392 487 727 42 97 948 91 41169 282 463 537 684 737 66 42104 46 246 89 314 619 42 68 843 936.87 43049 132 302 37 671 80 757 832 44237 77 360 78 420 93 691 732 51 849 901 23 43002 22 189 205 19 300 58 432 588 763 954 70 86 46277[ 150] 93 411 534 706 821 95 937 53 80 47016 [ 300] 156 69 97 227 453 580 794 881 960[ 100] 48061 165 305 522 931 41 49130 290 589 761 831 57 915 50090 104 11 307 410 52 72 592 676 51000 204 405 29 733 860 962 52147 210 72 566 73 96 677 53021 34 146 352 442 553 70 91 637 702 913 54013 91 211 18 476 509 695 813 56 55172 336 458 642 726 805 14 71 980 56112 44 228 403 37 82 532 616 21[ 100] 851 64 994 57209 622 807 31 58151 79 80 97 353 54 401 531 638 809 59 80 938 59136 83 367 472[ 150] 683 726 35.928 97 60140 96 287 353 454 701 934 51 61[ 200] 81 61[ 200] 81€ 1362 79 444 84 802 6 62307 640 65 825[ 100] 921 94 63021 96 128 30 332 512 609 65 700 9 25 64023 52 195 226 350 85.407 [ 100] 58 74 590 718 67[ 100] 884 96 65027 44[ 100] 215 429 54 509[ 200] 616 798 904 87 66008 55 128 31 47 222[ 100] 78 315 19 485 796 850 67234 371 440 874 99 68019 107 225 376[ 200] 558 84 701 30 825 973 69090[ 100] 91 464 529 41 58 68 79 718 86 860 965 70025 75 213 54 58 351 89 488[ 10 000] 579 675 850 967 71120 527 769 939 72015 157 570 727 33 901 73148 228 35 95 492 540 86 720[ 100] 819 71 74237 87 334 654 90 [ 300] 775 816 36 75005 15[ 200] 122 341 44 609 76 825 912 [ 100] 76342 529 31 41 56 78 727 77128 220 318 22 444 727 58 67 924 78076 351 402 646 712 27 42[ 100] 98 79074 97 141 223 93 309 409 30 540 636 37[ 100] 861 92 110 0001 579 675 850 967 80291 394 98 526 622 37 70 705 81046 185 466 738 89 82246 347 406 23 783 83 800 83001 173 218 760[ 100] 84059 259 85 334 416 675 814 85[ 100] 970 85059 336 40 412 24 66 86050 205 330 504 18 755 810 948 93 87095 99 218 42 57 306 650 718 94 934 88007 187 347 51 504[ 150] 659 779 940 S9147 67 77 230 384 656 750 980 85 90 90092 118 57 74 402 51 82 89 521 629[ 100] 45 46[ 100] 756 91017 175 213 67 697 707 43 882 995 92028 144[ 150] 312 492 519 632 51 718 78 912[ 100] 93016 18 147 513 49 610 38 711 53 912 94 94297 300 7 48 478 80[ 100] 656 98 824 95013 370 450 511 747[ 100] 96029 34 131 423 547 728 986 88 94 97094 148 85[ 100] 533 723 965 71 98012 91 201 [ 100] 80 326 431 69 580 944[ 100] 90 99404 57 521 24 683 828 100226 49 74 450 509 43 630 863 944 85 101228 62 327 40[ 300] 406 57 971 102057 67 193 214 366 541 890 914 44 103002 54 58 73 420 97 98 584 870 925 78 104089 101[ 150] 94 261 858 967 90 105134 542 704 84 827 910 64 68 106003 931 107033 100 23 38 808 108238 411 731 82 808 37 904 109247 548 937( 100) 110051 142 208 61 70 723 867 111046 49 74 280 376 503 721 52 873 938 71 112286 567 91 765[ 100] 98 984 113041 115023 339 462 89 94 568 722 114142 87 347 552 656 886 95 76 227 614 69 738 116090 136 239 420 67 536 65 612 23 788 858 99 117015 288 399 454 645 831 900[ 100] 118378 440 Kleine Anzeigen. Großes Lager von Berliner Mauer: pinseln sowie auch Schrubbern in jeder Größe für Bauhandwerker hält auf Lager Kirchner, Görligerstraße 65.[+2 * Fahrräder, erstklassig, zu Engros preisen( auch) Teilzahlung). Muster: lager, Kommandantenstraße 46 I. Fahrrad, gut erhalten, verkauft preiswert Schulze, Hagenauerstraße 14. 2. Fahrräder 70 und 100 Mart zu verkaufen Stoppenstraße 83 im Cigarren +144 geschäft. bis Kinderwagen 9,-, 100,-" Baby", Invalidenstraße 160 ( Brunnenstraße). Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kaijapreise.[ 2329* Kinderwagen, Riefen Auswahl. " Baby", Frankfurterstraße 115( Anbreasstraße). Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. 15, Kinderwagen, überall Riesenaus: wahl." Baby", Spandau, Potsdamer straße 20. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreise. Bettstellen. Baby", Reiniden dorferstraße 2d. Teilzahlung gestattet, bei großen Raten Kassapreife. Bettstellen 8,- bis 60,-." Baby", Chauffeestraße 8. 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Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 154. 17. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 910 Freitag, 6. Juli 1900. Lokales. gedehntem Maße auf, daß er zu einer Plage für die ganze Gegend Er legte sodann die Mittelschul- und Rektoratsprüfungen ab, bestand wird. Nach einiger Zeit läßt er nach, aber nun zeigen sich die als Wilder" die Abiturientenprüfung, studierte- neben seiner ThätigVon den Parteigenoffen des vierten Reichstags- Wahlfliegenden Klassen ebenso massenhaft in den benachbarten Stadt feit als Gemeindelehrer- an der Universität Berlin Theologie und legte Von den Parteigenossen des vierten Reichstage- Wahlfreises wird am Sonntag, den 15. Juli, im Schloß Weißenfee teil. Allmählich verringert sich auch hier das Uebel, dafür tritt es die theologischen Prüfungen ab. Jm vorigen Jahre ging er als Seminar kreises wird am Sonntag, den 15. Juli, im Schloß Weißensee bann aber wieder an einer andern Stelle desto stärker auf. In dieser lehrer nach Dillenburg, und im Oktober d. I. soll er nun als Schulein Sommerfest abgehalten, auf welches wir die Arbeiterschaft Weise wandert der durch die„ fliegenden" Klassen inspektor nach Berlin zurückkehren. Herr Gäding wird übrigens nicht heute schon aufmerksam machen. Die früheren Veranstaltungen des Streifes geben Gewähr dafür, daß auch das nächste Fest die Partei- andern, überall die Arbeit der Schule schädigend, überall Miß- inspektoren sein. Auch der 1897 gewählte Schulinspektor Stubbe geschaffene Notstand von einem Stadtteil zum der einzige ehemalige Volksschullehrer unter den Berliner Schulgenossen und Genofsinnen vollauf befriedigen wird. stimmung und Unzufriedenheit unter Lehrern und Eltern ver- war früher Volksschullehrer und zwar gleichfalls in Berlin. breitend. Es ist, wie wenn ein fressendes Geschwür einen Körperteil nach dem andern ergreift, um Städte, bei der großen Durchschlagsfähigkeit der Geschosse, immer Militärische Schießübungen find heute in der Nähe großer zuletzt, nachdem es überall Spuren der Zerstörung hinterlassen hat, gefährliche Experimente und es ist wiederholt berichtet, daß abirrende eine Wanderung von neuem zu beginnen. Der socialdemokratische Verein Johannisthal und NiederSchöneweide hält seine Generalversammlung am 7. Juli, abends 81/2 Uhr, im Lokale von Senftleben ab. findet die General Bersammlung des Arbeiter Bil: 10 10 Friedrichshagen. Sonnabend, den 7. Juli, abends 81/2 Uhr, So hatte im vorigen Sommer besonders der Süden und Süd- Geschosse bei sonst verhältnismäßig gut angelegten Schießplägen dungsvereins im Lokale des Herrn Beznid, Friedrich- legten Winter Tag der Hauptherd des Lebels im Often und Schießübungen abgehalten werden können, hielten wir für völlig often unter der Menge der„ fliegenden" Klaffen zu leiden, im selbst Gefahr für Paffanten auf fernabliegenden Straßen brachten. Daß aber jogar im Innern der Stadt auf einem Gerzierplag Nordosten, und in dem laufenden Sommersemester ausgeschlossen. Wir werden jedoch eines andern belehrt, wenn wir hat es im Norden und Nordwesten überhand Berichte über die Berliner Industrie. genommen. Jm nächsten Winter wird vielleicht aus dem den Einsender des folgenden Berichts anhören: In dem fürzlich erschienenen zweiten Teile des Berichts der Westen " Ich war am Dienstag, den 3. Juli, auf den Grundstück und Südwesten die Klage kommen, daß sich die in der Gitschinerstraße 10 mit Ausführung von Erðarbeiten Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft über Handel und Industrie in fliegenden" Klassen häufen, und übers Jahr wäre dann beschäftigt. Dieses Dieses Grundstück wird im Norden bon dem Berlin werden in einigen Specialberichten in betreff der Arbeiter wieder der Süden an der Reihe. Im Norden sind gegenwärtig lebungsplatz der ehemaligen Garde- Kürassiere und im Süden verhältnisse Angaben gemacht, die nicht den thatsächlichen Ver- besonders die Schönhauser und Rosenthaler bon der Gitschinerstraße, im Osten vou dem bebauten hältnissen entsprechen. Vorstadt reich an fliegenden" Klassen. Zwischen Seite 88 heißt es über die Gementfabrikation:" Die Preise für Pappel- Allee und Danzigerstraße befinden sich in den verschiedenen Grundstück Gitschinerstraße 102 und im Westen von dem städtischen Cement waren im Jahre 1899 um ein Geringes höher, als im Vor- Schulen zusammen 16 fliegende" lassen. Der Streifen, der sich mittags 4 Uhr, als ich, mit dem Gesicht nach Westen gerichtet, den Krankenhaus Gitschinerstraße 104 begrenzt. Es war des Nachjahre. Die Erhöhungen wurden aber fast gänzlich absorbiert vom Zionskirchplatz zwischen Schwedter und Brunnenstraße Spaten zum Aufnehmen des Erdbodens in gebüdter Stellung. durch sehr hohe Kohlenpreise und eine außerordentliche bis zum Bahnhof Gesundbrunnen erstreckt, weist 24 flic plöglich einen Schuß erhielt. Die Kugel drang über dem rechten Steigerung der Arbeitslöhne, welche besonders in gende" auf, und gleich daneben, zwischen Brunnen- und Ohr in meinen Kopf ein und blieb in der nicht erheblichen Wunde Rüdersdorf erheblich fühlbar wurde, weil dort sich eine neue Cement- Ackerstraße, zählen wir wiederum 10 fliegende". In den fabrik im Bau befindet, welche der alten viele Arbeitskräfte entzog. 50 Klaffen, die allein auf diesem verhältnismäßig fleinen Gebiet stecken. Inzwischen wurde von meinen Kameraden und namentlich Es wurden im Durchschnitt in Rüdersdorf und Zoffen von dem er überzählig sind und fliegen" müssen, dürften mindestens von dem dicht neben mir arbeitenden Maurer Schulz die Geschoßsind und„ fliegen" müssen, dürften mindestens richtung festgestellt und es ergab sich, daß auf obigem lebungspla wachsenen Bollarbeiter bei zehnstündiger Arbeitszeit 2,80 M. im 2500 tinder figen! Tagelohn verdient, während bei Accordarbeit über 3,25 M. Arbeits- Stadtteil wandert, also selber ein fliegendes" ist, das erklärt sich Daß das Uebel der fliegenden" Klassen von Stadtteil zu zur jeiben Zeit und auch schon während des ganzen Nachmittags verdienst erzielt wurden." Stadtteil wandert, also selber ein„ fliegendes" ist, das erklärt sich Biel- Schießübungen von den Mannschaften des jetzt dort garnisoDaß seit dem Vorjahr in der Rüdersdorfer Cementfabrikation aus der Art, in der man bem lebel abhilft. Während nierenden Füsilier- Bataillons des Kaiser Alexander Garde- Grenadiereine außergewöhnliche Steigerung" der Löhne gar nicht stattgefunden an der einen Stelle ein Loch zugemacht wird, bricht an einer andern Regiments Nr. 1 abgehalteit wurden. Schulz die Mannschaften von dem Vorgefallenen unterhat, ergiebt sich aus dem eignen Bericht der Aeltesten über das schon wieder ein neues auf, während man in dem einen Stadt- richtet, wurden die Leute von dem betreffenden Hauptmann Jahr 1898, in dem auf Seite 115 bemerkt ist, daß die Arbeitslöhne teil dem seit Jahren gesteigerten Schulbedürfnis der verder Rüdersdorfer Portland- Cementfabriken für Tagelöhner bei mehrten Bevölkerung endlich durch Errichtung von ein oder nach einem andern Ort kommandiert. Auch der Polizei ist durch zehnstündiger Arbeitszeit 2,75 M. und der Verdienst der Vollarbeiter givei neuen Schulen notdürftig zu genügen sucht, vermehrt sich einen in der Gitschinerstraße patrouillierenden Schußmann von dem vorfall Kenntnis gegeben und seitens der Polizei sind auch die 3 M. betrage. Aber die Fabriken erzielten 1899 noch weit größere in andren Stadtteilen die Bevölkerung in demselben Grade, ohne weiteren Recherchen eingeleitet; mit welchem Erfolg ist mir bis jetzt Reingelvinne als 1898. Für die wesentlich in Betracht kommende daß hier durch geeignete Maßnahmen rechtzeitig einer nicht bekannt. Durch diesen Vorfall aufmerksam gemacht, habe ich in Aktiengesellschaft Adler" betrug dieselbe: Schulnot vorgebeugt würde. Die städtische Verwaltung Erfahrung gebracht, daß schon früher einigemale und zuletzt am tommt mit ihren Schulbauten immer erst um 1896 M. 254 779,43 " 1897 M. 399 891,60 und die gezahlte Dividende betrug: 1895 Prozent 41/2 1896 Prozent 81/2 1898 M. 1899 M. 495 760,46 850 930,08 1897 Prozent 10 1898 Prozent 14 1899 Prozent 25 " Nachdem der Maurer mehrere Jahre hinterher; fie eilt der Entwicklung nicht ersten Osterfeiertag d. J. Gefchoffe von der Richtung diefes llebungsvoraus, sondern hinkt ihr nach. Wenn der Standal der„ fliegenden plages durch die Fenster des Gartenhauses Belle- Alliance- Platz 7 Klaffen überhaupt einmal aufhören soll, dann muß in der Ver- in die daselbst befindlichen Wohnungen eingedrungen, aber mehrung der Schulen ein ganz andres Tempo einzufällig Personen dadurch nicht verlegt, sondern mur FensterAuch hierüber hat die Polizei geschlagen werden. Das tostet Geld, aber um die Volts- scheiben beschädigt wurden. Recherchen angestellt- mit welchem Erfolg, ist mir nicht bekannt. schule zu fördern, sollte teine Ausgabe gefcheut werden. lichkeit". Hier hätte er längst Gelegenheit gehabt, sie zu beweisen; Erbse, ist noch in der Wunde und kami nach Ausspruch des Arztes Der Berliner Freifinn rühmt sich so gern seiner Volksschulfreund- Das Geschoß hat, nach der Kopfivunde zu urteilen, die Größe einer aber wir warten noch immer darauf. erst in einigen Tagen entfernt werden." " Die Preiserhöhung ist also nicht fast" gänzlich durch die Arbeitslöhne absorbiert worden. Seite 180 sagt der Spezialbericht über die Lage der Heimarbeiter in der Berliner Soweit der Einsender. Ist die Kugel aus der Wunde entfernt, Wäscheindustrie: Die Näherei in der Wäsche und Kragendann wird sich mit Sicherheit feststellen lassen, ob wirklich Schieß konfektion besserer Fabrikate in ihrer heutigen Vollendung erfordert vor Ein hübsches Geschichtchen, das in einem Vorort an der übungen auf dem Ererzierplaz abgehalten wurden. Uns erscheint es ihrer Ausübung, einige untergeordnete Nähereiteile ausgenommen, mehr- Nordbahn fürzlich passiert ist, wird uns von einent Mitbeteiligten trotz der bestimmten und fachlichen Darlegung noch immer zweifeljähriges, handwerksmäßiges Erlernen. Sie gewährt dafür andrerfeits in folgender launigen Weise berichtet: Im hohen Norden Berlins ist haft, ob wirklich in so leichtfertiger Weise durch militärische Uebungen gesicherten und mehr als austömmlichen Verdienst." vor kurzem eine neue Gemeindefchul- Kommission gebildet worden. Menschen in Lebensgefahr gebracht werden. Wie hoch dieser mehr als austömmliche Verdienst" ist, giebt der Die neubestallten Kommissionsmitglieder hatten in ihrer jüngsten Aus der Paderstein- Stiftung sollen folchen hilfsbedürftigen Bericht nicht an, man tam ihn aber aus einem Bericht des Prof. Sigung einen Herrenausflug mit Gästen nach der zwar sehr idyllisch Bewohnerinnen der Stadt Berlin, welche verarmten Familien an2. Brentano in der Münchener Allgemeinen Zeitung" ersehen, der belegenen, von der Kultur aber noch wenig beleckten Ortschaft gehören, und insbesondere Hilfsbedürftigen gebildeter Stände christgeftigt auf die eingehenden Untersuchungen des Frl. G. Dyhren- beschlossen; für Nachzügler war zum Nachmittag ein abjeitsicher und jüdischer Religion, Nähmaschinen und andre Handwerksfurth über die Lage der Hausindustrie allen Arbeiterinnen in der der Bahnstation gelegener Gasthof zur Gasthof zur Soune" beſtimmt geräte zur unentgeltlichen Benuzung gewährt werden. Die städtische Berliner Blusen, Schürzen zc Fabrikation feststellt, daß sich diese worden. Dort trafen denn auch nach und nach in Trupps cirka Stiftungsdeputation fordert daher hilfsbedürftige Bewohnerinnen Arbeiteriniten bei angestrengtester Arbeit mit einem Stundenlohn 40 Personen zusammen. Das Bier war jedoch leider von so schlechter Berlins der porerwähnten Kategorie, welche sich um die unentgeltbon 7 bis 15 fennig begnügen müßten und daß die Beschaffenheit, daß die Gesellschaft und unglücklicheriveise für den liche Ueberlassung von Nähmaschinen oder sonstigen Handwerks Folgen dieser erbärmlichen Bezahlung die allerjämmerlichsten Wirt, um diesen nicht unnüz zu tränken, im Flüsterton- beratsgeräten aus der genannten Stiftung bewerben wollen, auf, ihre Lebensverhältnisse und nicht selten die Schande find. Seite 148 äußert sich der Specialbericht über die chemische imbiß nach der Rückfahrt in einer anständigen Berliner Restauration, ichließlich an die Stiftungsdeputation, Poststr. 16, einzureichen. schlagte, ob man nicht besser daran thäte, den gemeinsamen Abend Gesiiche imter Angabe der Religion bis zum 8. Juli einIndustrie folgendermaßen: Auch auf dem Gebiete der Ge- anstatt in dem primitiven Gasthof zur Sonne". wie es zuerst feft- Gesuche ohne Angabe der Religion und des vollständigen Nationale werbebygiene und Unfallversicherung in Fabriken hat das Berichts- gefegt war, einzunehmen. Der Wirt hatte aber dennoch die sowie verspätete Anträge werden nicht berücksichtigt. fahr wiederholt die schon früher gemachte Erfahrung bestätigt, daß Ohren gespigt und glaubte in den unheimlichen Gäften, die Forderungen der Gewerbe- Inspektoren oftmals über den Rahmen die ja ja einander zuflüsterten sowie auch aus ihren Ges Die Anlage der elektrischen Beleuchtung der Mühlendes Erforderlichen weit hinausgehen, wodurch den Fabrikanten Opfer berden staatsustürzlerische Anarchisten zu wittern, die da dammschleuse soll nummehr definitiv hergestellt und mit der Erauferlegt werden, welche offenbar gar nicht in der Abficht irgend einen teuflischen Plan ausheden wollten, under schickte richtung der bereits an Ort und Stelle angefahrenen Trägermasten des Gesetzgebers gelegen haben. Die Anordnungen der Gewerbe- zur Polizei... Man war gerade zum Abmarsch bereit, als auf der für die Bogenlampen sofort begonnen worden. Bekanntlich ist von Inspektionen hinsichtlich der Betriebssicherheit und der Berhütung von Landstraße der Gemeinde- Polizeidiener und der Ortsnachtwächter der Behörde in Aussicht genommen, das Durchschleusen von Schiffen Unfällen stehen oft in direktem Gegensatz zu den Anschauungen der schweißtriefend in das„ Gasthaus zur Sonne" stürmten. Nach einer in Zukunft auch während der Nachtzeit stattfinden zu laſſen. Zu Beauftragten der Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie, so verständnisvollen Begrüßung mit dem verschmitt lächelnden Sonnen- diesem Zweck hatte man vor einiger Zeit zu beiden Seiten der daß hier ein Konflikt selbst beim besten Willen und größtem Ent- wirt forderten num die Beamten mit gewichtiger Miene die hoch Schleuse probe: veise je drei Bogenlampen provisorisch an hölzernen gegenkommen faum zu vermeiden ist." Die Zahl der Vollarbeiter aufhorchenden Berliner Ausflügler, um Auskunft über ihre Personalien" Trägermasten angebracht, deren Licht zu einer Beleuchtung des und der gemeldeten Unfälle in der Berufsgenossenschaft der und den Zwed ihres Dajeine"." Das hochnotpeinliche Inquifitorium Schleusengebiets vollkommen ausreichte. chemischen Industrie war nach deren eigenen Angaben( die Zahl der löfte sich natürlich bald in Wohlgefallen auf, ohne daß die Verdächtigten Arbeiter in 1890 gleich 100 gefekt): Hydra- Coupons. Das Polizeipräsidium giebt belamut: Geit erst ins Sprizenhaus mußten; als aber der voreilige Sommenwirt etwa Jahresfrist vertreibt das Warenhaus„ Hydra" und die Gesellund Anarchistenriecher unter tausend Krazfüßen seine Entschuldigungen fchaft Bella" Waren in der Weise, daß fie sogenannte Urkunden hervorstammelte, brachen die in einen so schmählichen Verdacht ge- bezw." Berechtigungsscheine ausgeben, an denen sich eine Anzahl ratenen, nengewählten unbefoldeten Berliner Gemeindebeantten in Coupons bezw. Gutscheine befinden, die von den Käufern der ein homerisches Gelächter aus und verließen mit den besten Segens- Berechtigungsscheine wieder anderweit abgefekt werden müssen, wenn wünschen des denunziationslüfternen freuzunglücklichen Hoteliers den diefelben in den Besitz der von ihnen zu erstehenden Waren gelangen ungaftlichen„ Gasthof zur Sonne". wollen. Die Firma Adolf Rosenau und die Imperial- Fahrradwerke Arbeiterzahl = 1890: 97 498= 100 1891: 100 285 = 102,8 1892: 102 101 = 104,7 1893: 106 006$ 108,7 1894: 110 348 113,1 1895: 114 570=> 117,5 1896: 124 393= 128,6 1897: 131 100 134,5 1898: 136 704= 140.2 1 davon entschädigungs pflichtig Broz 545= 0,55 576 0,57 Unfälle Proz. 4172 4,25 4489= 4,47 4797= 4,69 5251= 4,90 5352 4,85 5752= 5,02 6686 1 5,33 6839= 5,22 7125 5,21 " 581= 0,57 618= 0,58 674 0,61 689= 0,60 824= 0,66 903 0,68 947= 0,69 s zu Das Rohrnen der städtischen Gaswerke erfährt in diesem hierselbst haben dieses System auf den Verlauf von Fahrrädern und Jahr mehrere wichtige Erweiterungen, mit deren Ausführung schon die Firma Nelken hierselbst auf den Verkauf von Eßbesteden ausDer Vertrieb der Coupons bezw. Gutscheine wird nach an verschiedenen Stellen der Stadt begonnen worden ist. In der gedehnt. Hauptsache handelt es sich darum, die Anstalt Gitschinerstraße, die den 88 42a, 56 Abſay 2 und 5, und 148 Ziffer 5 und 7a der Gewerbe- Ordnung mit Geldstrafe bis zu 150 M., im Unvermögensan der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt ist, au entlasten falle mit Haft bis zu vier Wochen bestraft, weshalb vor dem Weiterund zum Erfaz das Abgabegebiet der Anstalt Danziger Diese Zahlen zeigen nicht nur, daß die von den Gewerbe- ftraße, deren Leistungsfähigkeit von täglich 200 000 Stubit- verlauf der Gutscheine amtlich gewarnt wird. Inspektoren getroffenen Aenderungen nicht nur nicht überflüssig meter auf 250 000 Stubitmieter gesteigert werden soll, weiter Ueber 900 fleine Ferienkolonisten sind gestern vormittag in waren, sondern daß sie nicht einmal genügten, um eine sehr be auszudehnen. Zu diesem Zweck wird das Rohrnet der Anstalt Begleitung von Lehrern und Lehrerinnen vom Stettiner Bahnhof deutende Steigerung der Unfälle zu verhüten, und daß weit schärfere Danzigerstraße durch neue Beitungen in eine bessere Verbindung mit nach dem Strand der Ostsee und nach Rügen befördert worden. Maßregeln durchaus notwendig sind, um nicht nur eine weitere Steige dem Rohrney der Anstalt Gitschinerstraße sowie mit dem der Gas- Bufammenstoß auf der Sprec. Leck geworden und versunken rung der Unfälle zu verhüten, sondern auch eine Verminderung derselben behälter- Anstalt Stralauer Blaß gebracht. Unter anderm wird, zur ist Mittwochabend infolge Kollision mit einer Sandzille nahe an der herbeizuführen. Den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft, die die Versorgung der Gegend von der Jannowitz Brücke bis zum Marschallbrücke ein von Oberschlesten kommender Kohlenkahn. Der eine Leitung von 760 Millimeter ihnen zugegangenen Specialbericht in ihren Gesamtbericht haben Schlesischen Bahnhof. der Königstraße an der Stadtbahn ent Schifferfamilie gelang es, noch rechtzeitig mit einigen Habseligkeiten aufnehmen laffen, ist wohl feine Schuld beigumeffent, wenn sie als Durchmesser von Mundstüd von Behauptungen bemust worden sind, die die Wahrheit lang bis zur Alexanderstraße gelegt und im Anschluß an au flüchten. Da der versunkene Kahn den andren Fahrzeugen die geradezu auf den Stopf stellen; aber diese Berichte zeigen, mit welchen diefe Leitung eine solche von 710 Millimeter von der Königstraße Bailage versperrte, verfuchten ihn ein paar hinzukommende Dampfer Waffen unsre Industriellen für erhöhte Schutzölle und unbeschränkte an der Stadtbahn entlang bis zur staiser Wilhelmstraße. Zur Ber- Die benachrichtigte Strombolizei traf dann die nötigen AnordVerans fer zu drängen, doch erwies fich der Soloß als viel zu schwer. Arbeiterausbeutung fämpfen. forgung der Gegend des Spittelmarkts und der Markgrafenstraße wird eine Leitung von 610 Millimeter Durchmesser von der Königingen, so daß es endlich gelang, den übrigen Kähnen freie Bahn straße durch die Boststraße bis zum Mühlendamm gelegt, ferner zu schaffen. Die ,, fliegenden" Klassen der Gemeindeschulen eine Leitung von 525 Millimeter bom Lustgarten durch die Schloß- Im Straßenbahnwagen vom Tob ereilt wurde gestern, berdienen ihren Namen eigentlich aus einem ziviefachen Grunde. freiheit zur Brüderstraße und hieran anschließend eine Leitung Dommerstag, morgen in der Gitschinerstraße eine alte Frau, deren Eine fliegende" Klasse ist bekanntlich eine überzählige, fir von 610 Millimeter durch die Brüderstraße über den Betri Berfönlichkeit noch nicht festgestellt werden tomte. Ihrem Aeußeren die in der betreffenden Schule kein eigner Unterrichtsraum Plaz durch die Grünstraße bis zur Spree, außerdem in der Mart nach scheint es eine Waschfrau zu sein, die sich auf bent Weg zur mehr zur Verfügung steht, die aber dennoch eingerichtet werden muß, grafenstraße zwischen der Französchen und der Zimmerstraße statt rbeit befand. In einem Korb führte sie ältere Sleider bei sich, weil die Zahl der Kinder die Einrichtung noch einer Klasse erfordert. der jezigen Leitung von 315 und 380 Millimeter eine solche von die sie wohl zur Arbeit anziehen wollte. Vor dem Hause Gitschiner Gine solche Klasse muß dann unterzukommen suchen, wo gerade 760 Millimeter. Die Ausführung der Arbeiten ist da, wo die straße 51 sant sie plöglich in einem Motorwagen der Linie Zoologischer ein 8immer für fie frei wird. Sie wandert den gangen Leitungen die Straßenbahn freuzen, mit Schwierigkeiten verknüpft, Garten- Schlesisches Thor in sich zusammen und war tot. Ein Arzt ormittag über in dem Schulgebäude umber und wie man gegenwärtig in der Königstraße und besonders am Bahnhof aus der Nachbarschaft versuchte noch, fie ins Leben zurückzurufen, läßt sich bald hier, bald da nieder. Wo eine Klasse den Unterricht Alexanderplatz beobachten tann. mußte aber bald feststellen, daß der Tod bereits eingetreten war, bes Morgens erst später beginnt, eine andre des Mittags früher vermutlich infolge eines Herzschlags. Die Verstorbene mag etiva schließt, eine dritte in der Zurnhalle turnt, überall da stellt sich Zum städtischen Schulinspektor in Berlin ist der Seminar 60 Jahre alt gewesen sein. Sie ist ungefähr 1,50 Meter groß, hat die fliegende" Klasse ein und besetzt für eine Stunde den vorüber lehrer Ernst Gäding aus Dillenburg gewählt worden. Herr Gäding graues Haar, blaue Augen und schlechte Zähne und trug einen gehend freigewordenen Raum. tritt in die eine der beiben zum 1. Oktober für Berlin neu ge- weißpunttierten Rod, eine blauweißlarrierte Taille, ein braunes Balb hier, balb da, bald dort aufzutauchen, das schaffenen Schulinspektorstellen ein. Diese Wahl ist insofern bemerkens- Umschlagetuch, einen hellgrauen Unterrod mit Sammnetbesatz und ist das caratteristische nicht nur für die einzelne fliegende" wert, als G. früher Boltsschullehrer war und zwar in Berlin. Er einen roten Parchend Unterrod und eine rotblangestreifte Schirge. Selaffe, fondern überhaupt für die ganze Einrichtung, die wurde 1862 hier geboren, besuchte 1881-84 das hiesige Seminar, Das weiße Hemd ist A. K. 4, das Taschentuch P. K., der goldne man mit dem Namen der fliegenden Alaffen bezeichnet. In war dann zunächst drei Jahre als Hilfslehrer an hiesigen Gemeinde- Trauring B. K. 15. 5. 76 gezeichnet. Die Leiche wurde in das manchen Stadtteilen tritt diefer Uebelstand zeitweise in so aus schulen thätig und wurde 1887 als Gemeindelehrer fest angestellt. Schauhaus gebracht. " Eine Familientragödie, Sie glücklicherweise einen weit weniger| aber: wer übt in Pankow die Funktionen der Bau- Stewards Karl Schröder und Frdr. Schulz; vermißt Koch Arthur schrecklichen Ausgang genommen hat, wie die in der Wrangelstraße, polizei aus? Die Ortspolizei? Das ist aber der Amts- Armgarth, Stewards Ernst Kunze und Baul Quasdorf, Lagermeister hat sich, wie erst nachträglich bekannt wird, am Mittwoch im Norden vorsteher Gottschalt! Emil Bölzle( Eberswalde), Kohlenzieher Paul Mistol. Vom der Stadt abgespielt. In der Müllerstr. 150c wohnt der 34 Jahre Im städtischen Arbeitsnachweis zu Schöneberg fuchten im Dampfer Bremen" gerettet Junge Paul Koza, Koch Rud. Fiedler, alte Arbeiter Otto Schulz, der mit seiner 28 Jahre alten Frau Monat Juni 117 Personen( 92 männliche, 25 weibliche) Arbeit. Aufwäscher Frdr. Krause, Kohlenzieher Rud. Bohl; im Hoſpital Minna geb. Frante aus Marienwerder im Kreis Nieder- Barnim feit Hauptsächlich waren es Fabritarbeiter und Arbeiterinnen, sowie Kohlenzieher Rudolf Junge( Steglis); vermißt Aufwäscher Reinh. 7 Jahren verheiratet war. Aus der Ehe gingen ein jezt fast sechs Hausdiener, welche Arbeit suchten und auch gesucht wurden. Offene Guerice. Offene Guerice. Vom Dampfer Main" gerettet Leichtmatrose Walt. Jahre alter Sohn May und eine nahezu zwei Jahre alte Stellen waren 101( 42 männliche und 59 weibliche) vorhanden. Die- Neumann, Kohlenzieher Karl Thomas( Charlottenburg). Tochter Gertrud hervor. Die Leute, in deren Wohnung selben wurden erledigt durch Einstellung 44, Burücnahme 5, ander- einer Meldung des„ Reuterschen Bureaus" aus New York wurden im vierten Stock es sehr sauber aussieht, lebten zufrieden und in weite Bejeßung 13, Streichung 26.- Der Arbeitsnachweis ist jetzt bisher 115 Leichen von Personen, welche bei dem Brandunglüd umaustömmlichen Verhältnissen. Sie hatten bereits einige Ersparnisse des Sonntags geschlossen. gekommen sind, geborgen. zurückgelegt. Frau Schulz litt aber seit Jahren an Gelenkrheumatis- Die Gastwirte in Schöneberg haben die Preise für Mittags- Zusammenbruch einer Weltfirma. Die Hamburgische mus und war infolge dessen etwas nervös und reizbar. Dadurch den Kaffee. von er werden. Gerichts- Beitung. Nach der Die tam es mitunter aus ganz nichtigen Veranlassungen zu kleinen tisch mit Bier auf 60 Pf. erhöht. Sie begründen die Preiserhöhung Börsenhalle" meldet: Das hiesige Kommissionshaus Alexander Zwiftigkeiten. Schon als Braut wollte sich die Kranke zweimal das mit Steigerung der Miete und der Lebensmittel. Die Arbeiter an u. Co. hat seine Zahlungen einstellen müssen. Die Firma Leben nehmen und erst t vor 14 Tagen versuchte sie wieder sich nachts find schließlich immer diejenigen, auf die alle Lasten abgeladen hatte vor einigen Jahren bei dem Konkurse eines Magdeburger Zuckerhauses mehrere hunderttausend Mark verloren und vor unaus dem Fenster hinabzustürzen. Acht Tage vor Pfingsten verließ Frau Beim Charlottenburger Gewerbegericht ist ein Massen- gefähr Jahresfrist bei dem Zusammenbruch eines hiesigen Schmalz aber ließ sie ihn bitten, sie einmal zu besuchen, und kehrte dann zu prozeß von 100 Maurern und Arbeitern angestrengt worden, die am hauses weitere etwa 100 000 m. eingebüßt. Der hiesige Plaz ist in nennenswerter Weise nicht beteiligt. Der Mitinhaber dieser Firma ihm zurück. In dieser Zeit der Trennung hatten nun Verwandte Plößensee- Charlottenburger Verbindungskanal beschäftigt sind. Der der Frau dieſer zugeredet, doch ihre Sachen aus der Wohnung des Unternehmer dieſer Arbeiten, Regierungs- Landmesser Wilhelm Rutsch ist der bekannte liberaldenkende Socialpolitiker Ma Ein Priester als Mörder. Am 27. Juni wurde in Orel nach Mannes herauszunehmen. Aus diesem Grunde wollte Schulz die mann aus Fürstenberg hat einem Charlottenburger Lofalblatt Verwandten in seiner Wohnung nicht mehr sehen. Am Dienstag folge den Arbeitern seit 17 Tagen teinen Lohn ausgezahlt, weil ihm fiebentägiger Verhandlung der bereits einmal vom Senat taffierte nachmittag mußte er wegen eines Magenleidens von seiner die ausgeführten Arbeiten von der königlichen Wafferbauverwaltung Prozeß gegen den Geistlichen der Tulaschen Eparchie Waffili Jwanow Arbeitsstelle, dem Hamburger Bahnhofe, Bahnhofe, weg Arzt wegen verschiedener Mängel nicht abgenommen warden sind. Die Timofejew, den Arbeiter Boris Stamoschin und die 18jährige besuchen und tam dann unerwartet eine Viertelstunde vor Maurer und Arbeiter haben nun beantragt, die von Nutschmann bei Bäuerin Jewvdokija Arenowa zu Ende geführt. Der Priester, der Beendigung seiner Arbeitszeit die noch rück mit der Bäuerin ein Liebesverhältnis unterhielt, hatte mit Hilfe des nach Hause. Hier traf der Behörde hinterlegte Kaution von 8000 M. uun eine Schwester seiner Frau. Nachdem diese weggegangen war, ständigen Löhne beziffern sich auf eine diesem Betrage nahe kommende Arbeiters Sjamoschin den Ehemann der Geliebten, den 19 jährigen Bauern Ayenow, ermordet. Die Verhandlungen fanden bei ge= machte er seiner Frau Vorhaltungen, daß sie seinem Willen ent- Summe mit Beschlag belegen zu lassen. schlossenen Thüren statt. Der Geistliche und der Arbeiter wurden gegen doch ihre Schwester in der Wohnung geduldet habe. Obwohl zum Verlust aller Nechte und zu schwerer Zwangsarbeit es hierbei ganz in Ruhe herging und kein heftiges Wort fiel, fo Priester für 20, der Arbeiter für 10 Jahre verurteilt. ging Frau Schulz Schulz doch abends um 8 Uhr mit ihren Kindern zu ihrer in der Nachbarschaft wohnenden 71 Jahre Die Angelegenheit des Geheimen Kanzleidieners im Kultus- Bäuerin wurde wegen Mangels an Beweisen für ihre Mitschuld freigesprochen. alten Mutter und dann der ebenfalls in der minifterium Haus Haak, der in seiner Eigenschaft als Mitglied Müllerstraße wohnenden Schwester, Frau Krummhügel, nnd der Armenkommission sich gegen eine Bittstellerin vergangen haben Bescheidene Ansprüche. Ein reicher Amerikaner, Stephen S. klagte beiden, daß sie sich das Leben nehmen müsse. Anscheinend sollte und deshalb wegen thatlicher und wörtlicher Beleidigung vom Marchand, hat sich in Paris ein Schlafzimmer im Stile Ludwig XVI. ganz beruhigt begab sie sich aber später nach Hause und legte fich Schöffengericht zu 150 M. Geldstrafe verurteilt worden war, be- bestellt, welches die Kleinigkeit von 4 882 200 Frant foftet. Das Bett schlafen. Auch am nächsten Morgen zeigte sie nichts Auffallendes, schäftigte gestern die fünfte Strafkammer des Landgerichts I., allein, an das 22 Jahre Arbeit verwendet wurde, wird auf 1½½ Mill. weckte vielmehr ihren Mann und machte ihn wie gewöhnlich da Haat Berufung eingelegt hatte und in einer erneuten geschäßt. Es ist aus massivem Ebenholz, mit Gold und Elfenbein Als Schulz jedoch auf seine Arbeitsstelle ge- Verhandlung seine Unschuld beweisen wollte. Das Schöffengericht eingelegt. Die Stühle von gleicher Arbeit, tosten 21/2 Millionen, gangen war, verließ die Frau um 81/2 Uhr mit den hatte folgenden Thatbestand als erwiesen angenommen: Ein Fräu- die Stamingarnitur 100 000 Frant, der Toilettentisch 200 000 und Kindern die Wohnung. Hansgenossen benachrichtigten, nichts lein Anna Zeit war um eine Unterſtügung eingekommen. Es war der Nachttisch 75 000 Frank. Die Gardinen wurden in Lhon vergutes ahnend, sofort ihre alte Mutter und diese folgte ihr nun bis ihr eine solche in Höhe von 10 M. bewilligt und der Angeklagte an- fertigt, zu 300 Franken der Meter und dem entspricht der Preis des Boden- Teppichs. zur Haselhorster Brücke. Hier versuchte die Frau, ihre Mutter zur gewiesen worden, den Betrag auszuzahlen. Als Fräulein Zeiz am Heimkehr zu bewegen, hatte aber damit keinen Erfolg. Dann lockte Nachmittag des 20. März zu diesem Zweck in der Wohnung Einen Zusammenstoß mit zwei Wilderern hatte am Sonn fie ihren Sohn an das Ufer des Spandauer Schiffahrtskanals unter des Angeklagten erschien, that der letztere die Aeußerung, daß tag der Münchener Landgerichtsrat Riedl in dem Walde bei Hohendem Vorgeben, daß sie ihm im Wasser spielende Fische zeigen die Bittstellerin die 10 M. doch auf leichterem Wege ver- schäftlarn, wobei der eine der Wilderer durch einen Kugelschuß gewolle. Sobald der Knabe ahnungslos an den Uferrand gegangen dienen tönne, und als er sie dann bis zum Flur begleitete, tötet wurde. Die Allg. 3tg." berichtet darüber: Ein großer war, stürzte ihn die Mutter in den Kanal hinab. Dann sprang umarmte er sie. Der Beschuldigte bestritt beides. Er habe die Bitt- Wälderkomplex zwischen Neufahrn und dem Starnberger See bietet sie, das fleine Mädchen auf dem Arm, selbst hinein. Jetzt ftellerin mur darauf aufmerksam gemacht, wie leichtsinnig sie dem Besizer und Jagdberechtigten Heilmann und Littmann ein aus erst rief die alte Mutter um Hilfe, machte sich aber zugleich selbst gehandelt habe, daß sie sich eine große Wohnung mietete und viele giebiges Feld, zahlreiche Jagdfreunde und Gäste zu fröhlicher Weidan das Rettungswert. Der Knabe machte unwillkürlich die Be- Möbel auf Abzahlung entnahm. Nun seien die erhofften Mieter aus- mannsluft zu versammeln. Ebenso sehr bieten aber auch diese Wälder wegungen des Schwimmens und näherte sich so dem Ufer so weit, geblieben und sie sei in Verlegenheit geraten. Sie solle doch lieber einen mit ihrem Wildreichtum, insbesondere an Rehen, einen großen daß die Großmutter, die in's Wasser hineingegangen war, ihn faffen Dienst annehmen, da lebe sie gut und sorgenfrei. Ueber diese Zumutung Anziehungspunkt für ungebetene Jagdgäste, für Wilderer. konnte. Zugleich erreichte die alte Frau auch die fleine Entelin noch sei die Besucherin aufs höchste empört geworden, sie habe gesagt, wie den Jagdgästen, die am letzten Sonntag in frühester Morgenstunde und rettete beide ans Land. Frau Schulz dagegen ging gleich unter man ihr so etwas anbieten könne, fie stanume aus einer guten dem Waidwerk dort oblagen, befand sich auch der Rat am Landgericht Nur einmal noch streckte sie einen Arm empor, als ob sie etwas greifen Familie, ihr Großvater sei Rechnungsrat gewesen. Sie fei fort- München, Marimilian Riedl. Kurz vor 4/2 Uhr morgens, als wollte, dann verschwand sie ganz. Als auf das Hilfegeschrei der Greifin gegangen mit den Worten:„ Das werde ich Ihnen austreichen!" eben Herr Riedl eine Lichtung betrat, stellten sich ihm, durch einen Schiffer und andre Leute herbeigeeilt kamen und sie wiederfanden und was die angebliche Umarmung betreffe, so habe er diefe gar nicht starken Tannenbaum gedeckt, zwei Wilderer entgegen, die aber im Yandeten, war sie bereits tot. Die Kinder, die mit der Großmutter ausführen können, da er die Dame mit der schweren Tisch gleichen Augenblick vor des Jägers drohendem Rohre die in die väterliche Wohnung zurückgebracht wurden, haben keinen lampe in Es Flucht ergriffen. der Hand bis zur Thür begleitet habe. Der einfante Jäger pürschte weiter und Schaden genommen. An der Leiche der Frau fehlt der Trauring. traten viele Zeugen auf, welche dem Angeklagten ein geradezu gelangte kurz nach 5½ Uhr an einen Kahlhieb gegen die StarnOb er bei der Bergung der Leiche zufällig vom Finger gestreift und glänzendes Zeugnis ausstellten, er verwalte jein Amt als berger Lichtseite zu, als im gleichen Moment die beiden Wilderer, verloren gegangen oder gestohlen worden ist, läßt sich nicht fest- Armenvorsteher seit einer Reihe von Jahren mit seltener Pflicht die ihn allem Anscheint nach verfolgt hatten, ihm in Schußstellen. Der Ring, den Frau Schulz. zur Verlobung bekommen hatte, treue und Gewissenhaftigkeit. Die Zeugin Zeiß blieb aber mit bereitschaft entgegentraten. Rat Riedl rief dem schußbereiten Wilderer ist O. S. 25. 12. 92 gezeichnet. größter Bestimmtheit dabei, daß sie in feinem einzigen Punkt von Gewehr weg" zu, worauf dieser sein Gewehr an die Backe schlug. In Adlershof erschossen hat sich der 35 Jahre alte Gerichts- der Wahrheit abgewichen sei. Der Gerichtshof war deshalb mit dem In diesem Moment aber frachte schon der Schuß des ohne Deckung schreiber Ernst Krause aus der Christburgerstr. 4. Krause war feit Staatsanwalt der Ansicht, daß die Feststellungen des Vorderrichters dastehenden Rats Riedl und der Jagdfrevler faut lautlos zu Boden, 10 Jahren bei dem Land- und Amtsgericht I in der Neuen Friedrich- aufrecht erhalten werden müßten, es müsse angenommen werden, daß von der Kugel zu Tode getroffen, während sein Begleiter eiligst im straße beschäftigt und hat sich dort, soweit den Angehörigen bekamit der Angeklagte sich bedauerlicherweise einmal vergessen habe. Die Didicht des Waldes verschwand. Der Getötete ist ein gewiffer Schillinger, Wirt in Regensburg, wo er zulegt wegen großer Beift, nichts zu Schulden kommen lassen. Kummer über die Krankheit von ihm eingelegte Berufung sei zu verwerfen. seiner Frau, die seit einem Jahre schwer lungenleidend ist, hat ihn Unter der Anklage der Doppelehe stand gestern der Drogist trügereien mit dem Strafgesetz in Konflikt fam. seinen Aeußerungen nach in den Tod getrieben. Jakob Heußer vor der vierten Strafkammer des Landgerichts 1. Zum Tode verurteilt wurde am 5. Juli vor dem Breslauer Der Angefchuldigte ist im Jahre 1894 nach New York gegangen und Schwurgericht nach dreitägiger Verhandlung der Wirtschaftsbefizer dort bald darauf die Ehe, mit einem Frl. Hramotto eingegangen. Adalbert Dolata aus Zmyslona. Dolata hatte am zweiten OsterEs wollte ihm nicht gelingen, dort eine Existenz zu gründen, feiertag den Dienstknecht Ponitka, der gegen ihn in einem Prozeß weshalb er im Jahre 1896 nach Berlin zurückfehrte. Hier als Zeuge auftreten sollte, betrunken gemacht, mit Spiritus be nahm er Stellung an und schlug sich mit seiner Frau goffen und denselben dann angezündet, so daß Ponitta qualvollen fümmerlich durch. Das Zusammenleben war ein wenig ersprießliches, Flammentod fand. Treptower Sternwarte. Durch Ausgabe von ermäßigten eines Abends fand Heußer seine Ehehälfte nicht vor; auf dem Tische Ferienkarten erleichtert die Direktion der Treptow- Sternwarte lag ein Bettel des Juhalts:" Ich bin zu meiner erkrankten Schwester den auswärtigen und hiesigen Lehrern und Schülern den Besuch der nach Wien gereift". Heußer hörte nichts mehr von seiner Frau, er ,, Vorträge" und des„ Astronomischen Museums", wie auch die Be- erfuhr nur später, daß sie wieder nach Amerita zurückgekehrt sei. obachtung der Gestirne mit dem Riesen- Fernrohr. Diese Ferienkarten Der Angeklagte lernte hier ein junges Mädchen kennen, berechtigen zur unbeschränkten Teilnahme an allen Veranstaltungen mit dem er den Gang tuo Standesamt antrat, zum der Treptow- Sternwarte während der großen Ferien. wvar. er verschwieg, daß er bereits verheiratet Die Die königliche Poliklinik für Lungenleidende befindet sich mutet auftauchte und den Angeklagten verhaften ließ. Im gestrigen neue Ehe war eine glückliche, bis eines Tags die erste Frau unverbom 5. Juli 1900 Quisenstr. 8 I. Sprechstunden werden wie Termin traten beide Frauen als Zeugimen auf. Die erste Frau bisher wochentäglich von 10-111/ 2 Uhr abgehalten. Heußer erklärte, daß sie bereit sei, sich baldmöglichst von dem Feuerbericht. Nur vier Alarmierungen sind aus den beiden Angeklagten scheiden zu lassen, da sie dann eine neue Che einlegten Tagen zu verzeichnen. Naunynstr. 29 hatte Naphthalin in gehen wolle, die zweite Frau Heußer, die denmächst Mutter wird, einer Wäscherei Feuer gefangen, das bei dem Vorhandensein explosiver gab die Erklärung ab, daß sie sich später noch einmal mit ihrem Stoffe leicht große Ausdehnung hätte gewinnen fönnen, glüdlicherweise Manne trauen lassen würde, sobald dieser von der ersten Frau ge aber noch im Entstehen erstickt wurde. In der Stereotypie schieden sei. Der Staatsanivalt beantragte gegen den Angeklagten+) der Berliner Zeitung" war Donnerstag früh die Balkenlage in ein Jahr Zuchthaus und 3jährigen Ehrverlust, während der Brand geraten, der die Wehr längere Zeit beschäftigte. Durch Verteidiger, Rechtsanwalt Schwindt, für Zubilligung mildernder Selbstentzündung war Belforterstraße 12 ein Bregtohlenbrand ent- Umstände eintrat. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis. †) Safer, gut standen, zu dessen Beseitigung längere Zeit Wasser gegeben werden Der er Gemeinde- Brandstifter. Wegen vorsätzlicher Brandmußte. Petersburgerstraße 68 gingen Kleidungsstüde und Lumpen stiftung in zwei vollendeten und in einem versuchten Falle hatte sich Richtstroh in Flammen auf. heute der Arbeiter Karl Rogge aus Bredow bei Spandan vor Hen dem Schwurgericht am Landgericht II zu verantworten. Der An- Erbsen Aus den Nachbarorten. geflagte ivar geständig, am 8. Februar dieses Jahres das zum Schulgebäude in Bredow gehörige Stallgebäude in Brand gesetzt zu +) frei Wagen und ab Bahn. Rigdorf. Die Bewohner des sogenannten oberen Ortsteils haben. Am Abend des 23. Februar d. s. hat er die Scheune des Produktenmarkt vom 5. Juli. Am Frühmarkte war im Getreide so haben häufig, besonders an Sonnabendabenden und in den Nächten Schmiedemeisters Walkow und ferner die Scheune des Gemeindezum Sonntag darunter zu leiden, daß halbwüchsige Burschen und vorstehers Grünfeld angezündet. Die erstere brannte ab, die gut wie gar kein Geschäft, und mittags beschränkten sich die Umfäße auf das Notwendigste. Offerten waren genügend vorhanden. Das wesentlich Mädchen die Straßen lärmend durchziehen. Die ganze Nacht durch zweite dagegen geriet nicht in Brand, weil das angelegte Feuer gebesserte Wetter übte einen preisdrückenden Einfluß aus. Die amerikanischen wird in verschiedenen Nebenstraßen gejohlt und werden zotige Lieder verlosch. Der Angeklagte ist Witwer, seine Frau ist ihm gestorben und sein Märkte waren gestern Feiertags halber geschlossen; das Fehlen der trans gesungen, so daß an eine Nachtruhe nicht zu denken ist. Der Standal einziges sechsjähriges Kind befindet sich bei seinen Eltern. Er hatte atlantifchen Notierungen trug mit zu der Stille des hiesigen Markts bei. ist zuweilen unerträglich, aber fein Schußmann läßt sich sehen, ob- aber wieder eine Braut", die jedoch nichts von ihm wissen wollte. Aus Oestreich- Ungarn und Frankreich lauteten die Preismeldungen etwas wohl Nixdorf mit solchen Beamten seit Einführung der föniglichen mit Hilfe derselben gelang es, den Angeklagten in eine Falle zu matter. Bei uns war Weizen im Lieferungshandel etwa 0,50 M., Roggen Polizei ziemlich gesegnet ist. Anwohner der Steinmetzstraße, die sich locken. Man hatte zwar starken Berdacht auf Rogge, aber feinerlei 0,25 D. billiger zu haben. Größere Preisabschwächungen wurden einerseits durch den gänzlichen Mangel an Geschäftsbeteiligung, andrerseits dadurch neulich Ruhe verschaffen wollten, wurden verhöhnt und beleidigt. Beweis. Da gelang es einem Gendarm, die Braut" zu bewegen, verhindert, daß eine neue Depression signalisiert, wurde, und man auch aus Der Privatschließer, der den Lärm untersagte, wurde bedroht. Eine gelegentlich eines Verhörs dem Rogge ins Gesicht zu sagen, sie habe dem herrschenden Nordwestwinde auf eine abermalige Unbeständigkeit des Abhilfe ließe sich leicht dadurch schaffen, daß die Polizei dem Bei- gesehen, wie Rogge versucht habe, die Scheune des Gemeinde- Wetters schloß. Die Tendenz nahm daher zuletzt einen mehr abwartenden spiele unsrer früheren Gendarmerie folgte und in den Sonntag vorstehers anzuzünden. Das that denn auch die Braut, obwohl sie Charakter an. Am Futtermarfte war Hafer ziemlich behauptet, Mais infolge nächten die Querstraßen von dieser höchst zweifelhaften Gesellschaft nichts gesehen hatte. Rogge ließ sich dadurch verblüffen und gestand vorhandener Offerten an coulanten Preisen rüdgängig. Am. Mehlmarkte jäuberte. Man laffe ein paar harmlose Versammlungen weniger erst den einen und dann alle drei Fälle. Als Motiv gab er Feind- war faum irgend welches Gefchäft. Rüböl lag im Preise unverändert. überwachen und man hat so viel Zeit gewonnen, daß die nächtlicher- seligkeit gegen seine früheren Arbeitgeber an. Nach dem Schuld- Gehandelt wurden einige Posten per Juli. Am Spiritusmarkte wurden weile beschäftigten Beamten sich ausruhen können. spruch der Geschworenen wurde er zu sieben Jahren Zucht- umfäße nicht bekannt. Pankow. Vor einiger Zeit besprachen wir die ganz außerhaus, zehn Jahren Ehrverlust und Polizeiaufficht verurteilt. gewöhnlich schnelle Steigerung der Mieten in dem Hause Breitestraße 24, das dem Amtsvorsteher Gottschalt gehört. Heute können wir an einem Beispiel den Nachweis führen, wie recht wir hatten, als wir das Gebäude für abbruchreif bezeichneten. In dem Hause. Die Opfer der Katastrophe im New Yorker Hafen, soweit deffen Fassade modernisiert ist, befinden sich drei Läden, die zwar sie die Bejagung der Schiffe betrifft, werden heute vom Nordnicht die Dimensionen eines modernen Warenhauses aufweisen, aber deutschen Lloyd in einer langen Liste namentlich aufgeführt. Es sind im immerhin dem Besizer einen acceptablen Mietszins einbringen. In ganzen 165 Personen als vermißt gemeldet; wenngleich wenig Eminemde. 765 3 bededt 13 Petersburg einem der Läden, in welchem sich ein Hutgeschäft befindet, stürzte Hoffnung vorhanden ist, daß von diesen sich welche gerettet haben, Hamburg Berlin 766 3 heiter 14 Cort vor einigen Tagen ein Teil der Dede ein, im ist es doch als möglich zu erachten, daß eine oder die andre der in 2 heiter 16 Aberdeen Fallen alles unter sich begrabend. Zum Glück befand der Liste aufgeführten Personen sich vielleicht in Privatpflege beRegen 12 Paris 763 3 bededt 17 fich niemand im Laden, und wurden so nur die im Laden befind- findet. Im Hospital liegen 37 Personen von den Mannschaften des lichen Gegenstände beschädigt. Bei näherem Zusehen stellte sich Norddeutschen Lloyd. Wetter Prognose für Freitag, den 6. Juli 1900. heraus, daß der der Thür zunächst liegende Balfen, welcher etwas Etwas wärmer, zeitweise heiter, vielfach wollig, mit leichten Regents Unter den aufgeführten Namen befinden sich folgende Berliner: angefault war, nachgegeben hatte. Der Inhaber des Ladens wird Vom Dampfer Saale" gerettet: Leichtmatrose May Nowacki, Junge fällen und mäßigen füdwestlichen Winden. Berliner Wetterburea 11. den Besizer für den Schaden verantwortlich machen. Wir fragen Johs. Rumplasch, Maschinist Aug. Weller, Kohlenzieher Adolf Schmidt, Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Verloren wurde am Sonnabend auf dem Wege von der Manteuffel- und Köpnickerſtraßen- Ecke bis Pücklerstraße ein Paket, das 21 Mitgliedsbücher des Holzarbeiter Verbands enthielt. Der Finder wird gebeten, das Paket an Ostar Mühle, Manteuffelstr. 24, v. IV bei Loth, abzugeben. bei Vermischtes. " Briefkasten der Redaktion. W. Schulze, Porzellanarbeiter. Neuhaldensleben. Ihre Zu schrift ist wohl an die falsche Adreffe geraten, sollte wohl an„ Die Ameise" gerichtet jein; für Vereinsgezänt ist bei uns fein Raum. Vielefeld. Die Rede" wurde am 17. Juni in Bethel gehalten. " Marktpreise von Berlin am 4. Juli 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Startoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Neule 1 kg mittel gering Kalbfleisch Butter <-' 1 1, 1,10 Weizen, gut 10, Roggen, gut mittel gering 7, 1,60 1,20 " " " 15, do. Bauch Schweinefleisch 1,20 0,90 " 1,60 mittel " " " 1,60 " gering Hammelfleisch 1,60 Gerfte, gut " 14,90 14,40 2,60 1,80 " 99 14,30 13,90 Gier 60 Stit 3,60 2,10 " 13,80 13,40 Karpfen 1 kg 1,60 1, " 16, 15, Aale 2,80 1,40 14,90 14, Zander 2,60 1,20 " 13,90 13, 6,66 9,40 Hechte 2,40 1, 5,82 Barsche 1,80 0,80 5,80 Schleie 2,40 1,20 " 40,- 25, " 45,- 25, Bleie Krebse 1,40 0,80 per Schod 20, 3, 70, 30, " " mittel gering Speisebohnen Linjen 111111984111281LL Witterungsübersicht vom 5. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm 765 2 Wind richtung Windstärke Wetter N 4 wolfig NW Franff./M. 766 NNO München Wien 765 Still Temp. n. T. 15° 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. T5° 6.= 4° R. 3hLb. bed. 15 14 Haparanda 750 N 45lb. bed. 11 766 757 WSW 5hib. bed. 17 768 768 NNW 2hlb.bed. 15