Nr. 155. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508, Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Eine Niederlage. Die tapitalistische Presse jubelt. Das Mülhauser Reichtagsmandat ist der Socialdemokratie, die es seit einem Jahrzehnt behauptete, entrissen worden. Mehr noch, die Stimmenzahl der Socialdemokratie ist mit einem Schlage noch um ein bedeutendes hinter die Stimmenzahl zurückgeworfen worden, die unsre Partei bereits im Jahre 1890 erreicht hatte. Eine Niederlage also, die im ersten Augenblick für die Socialdemokratie ebenso vernichtend erscheint, wie für die toalterten Bourgeoisparteien über alle Maßen glänzend. Und dennoch, so wenig wir die Absicht haben, an der Thatsache und der Schwere dieser Niederlage auch nur das geringste abzufeilschen, ergiebt eine nähere Untersuchung der Umstände, unter denen dies überraschende Wahlresultat zu stande gekommen ist, daß die Blätter vom Schlage der Post" und der„ Neuesten Nachrichten" wirklich feine Ursache haben, tönende Siegeshymnen anzustimmen. Denn nichts ist deplacierter, als die mit so großer Majorität erfolgte Wahl des Allerweltskandidaten Schlumberger als ein Pronunciamento für den„ Reichsgedanken" und den Marinismus zu bezeichnen, wenn es auch sehr begreiflich ist, daß die für den Panzerflottenpatriotismus begeisterten Offiziösen der Herren Stumm und Krupp die Wahl in Mülhausen in ihrem Sinne zu fruftificieren suchen. 11 ,, So schreibt die„ Post": " Sonnabend, den 7. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. treten sein, deffen Haltung durch die Parteiparole bestimmt würde, Die Amerikaner scheinen sich an dem Angriff auf Tatu nicht besondern durch einen im wirtschaftlichen Leben seiner Heimat teiligt zu haben, sie hielten vermutlich diesen gewaltsamen Angriff stehenden, sachverständigen Mann. In der Wahlcampagne, die von nicht für geeignet, die gärende Stimmung in China zu bebeiden Seiten mit größter Energie geführt worden ist, trat dieser sänftigen. wirtschaftliche Interessenstandpunkt immer mehr in den Vordergrund, da er das beste Bindemittel zwischen den bürgerlichen Parteien bildete und die beste Waffe zur Bekämpfung des Socialdemokraten." möglich gewesen, daß die Socialdemokratie 6000 Stimmen an Noch freilich bleibt die Frage zu beantworten, wie es den bürgerlichen Kompromißkandidaten verlieren konnte. Die " Post", die im übrigen nicht genug über die beispiellose NiederLage der Socialdemokratie zu triumphieren vermag, giebt uns, infonsequent genug, selbst die Antwort: So viel steht jetzt fest einzelne Blätter haben uns wegen dieser Annahme in üblicher Weise beschimpft, daß die Eroberung von Taku das Signal zum allgemeinen Ausbruch des Kriegs geder Borer. geben hat, zum Uebergang der regulären Truppen in das Lager Die Nachricht, daß Herr v. Ketteler erschossen worden ist, beweist, daß die bisher verbreiteten sensationell- ungeheuerlichen Einzelheiten über die Art der Ermordung erfunden waren. Peking. Das gegenwärtige Wahlergebnis liefert übrigens auch den Reuters Bureau" erfährt, daß in Beantwortung einer Beweis, daß die Socialdemokratie aus eigener Kraft niemals den Wahlkreis besessen hat." In ihren Ziffern telegraphischen Anfrage über das Schicksal der Fremden in Beling stedten Stimmen von Protestlern und klerikalen, das folgende Telegramm aus maßgebender Quelle von Shanghai die dieses Mal zu dem gemeinsamen Kompromißtandidaten von gestern früh eingetroffen ist: ,, Bereitet Euch vor, das niedrigster Art", wie sich der Vorwärts" in böser Vorahnung der schlimmste zu hören!" Dinge in seiner letzten Nummer ausdrückte, übergingen, Eine„ Times"-Depesche aus Shanghai vom Mittwoch meldet, weil Kommerzienrat Schlumberger ein außerordentlich populäres der britische Konsul habe, um ein letztes Rettungsmittel zu versuchen, wirtschaftliches Programm entwickelte. In Mülhausen ist man an General Yuan- shii- kai telegraphiert und ihn dringend gebeten, schutzzölnerisch gefumt und charakteristischerweise schutzöllnerisch seinen Beistand zur Rettung der Europäer in Beting gegenüber Frankreich. Die im Elsaß dominierende Garuindustrie hat jenseits der Vogesen ihre schärfste Konkurrentin." zu leisten. Die Tausende von Stimmen, die wir irrig von SocialDie Weser- Zeitung" veröffentlicht folgendes Telegramm der demokraten abgegeben wähnten, waren bloß der Ausdruck Firma Melchers u. Co. in Shanghai vom 6. Juli abends: Wir haben Heute ist es wiederum ein Fabrikant, der das Mandat er- sondern als scharfen Oppositionellen, als äßenden Kritiker des find. des Protestlertums, das für Bueb nicht als den Socialdemokraten Grund zu glauben, daß alle Fremden in Peking umgebracht Die Rebellion im Norden von China breitet sich obert hat, aber ein Fabrikant der neuen Zeit, der seine wirtschaft Diftaturregiments stimmte. Die Frage des Garnzolls aus. Die Fremden in Tientsin werden die Stadt verlassen liche Straft in einem möglichst innigen Zusammenschluß der natio- brachte es endlich zu einer reinlichen Scheidung. Und dann müssen, da neue chinesische Angriffe erwartet werden. Die Unnalen Interessen sieht und der folgerichtig ein Schutzöllner und zum Schmerze des Vorwärts" ein eifriger Vorfämpfer vor allem noch eins: Bueb war selbst Elsässer, Emmel ruhen in Schantung nehmen zu. Wir sehen jedoch noch keinen der Flottenverstärkung ist. Daß die Socialdemokratie aber Reichsdeutscher, der erst seit kurzem zugezogen war Anlaß zu Besorgnissen für das Jangtse- Gebiet und Shanghai, da wiederum eine Niederlage erlitten hat, ist in diesem Wahlkampf und dem deshalb jede Empfehlung für ein engherziges die Vicefönige von Wutschang und Nanking die Befehle der gegenganz gewiß ein erfreuliches und kein unwichtiges Moment. Wichtiger Protestlertum fehlte. wärtigen Machthaber in Peking nicht anerkennen. Auf alle Fälle ist aber noch ist uns die Thatsache, daß in dem Siege des Kommerzien rats Schlumberger der Reichsgedante durchgedrungen ist und Kreisen vermeintlicher Socialisten eine gewisse Mißstimmung Der Kandidatenwechsel mag endlich auch in den die Lage der Dinge jedoch sehr ernst. Tientsin. daß der Wahlkreis Mülhausen nunmehr mit einem glänzenden erregt haben. Mehrheitsergebnis offiziell eintritt in die deutsche Interessengemeinschaft; er ist wieder unser geworden, das wiegt mehr als alles andre." Und die„ Neuest. Nachr." leitartikeln in demselben Gedanfengang: " = Londoner Blätter melden aus Shanghai vom Mittwoch: Jm Ziehen wir also das Facit: Norden und Osten Tientsins erschienen 30 000 von Qutai kommende Nicht die Weltpolitit, nicht der Marinismus, Chinesen. Es gelang den russischen und japanischen Truppen, sie nicht der Reichsgedanke" hat eine rätselhaft alchi- zurückzuschlagen, doch wurden die Operationen der Truppen durch mistische Wirkung hervorgerufen und aus Protestlern Mangel an Nahrung und Wasser beeinträchtigt. Täglich treffen " Der Großindustrielle Schlumberger ist ausgesprochener Schutz- und Socialdemokraten Teutsche und Flotten starke chinesische Verstärkungen aus der Mandschurei ein. zöllner und hat sich, wie der Vorwärts" selbst sagt, als ich wärmer gemacht, sondern das brutal egoistische Der Umfang des Aufstands. eifriger Marineschwärmer" gezeigt. Die elfäffischen Interesse der Garnzoll- Erhöhung hat in VerReichstags- Abgeordneten haben größtentheils gegen die Marine- bindung mit der protestlerischen Vergangenheit Nach einem in London eingetroffenen Telegramm aus Shanghai Vorlage gestimmt. Umſomehr fällt ins Gewicht, daß also Schlum- des Kandidaten alle reinen und socialistisch ver- haben sich, zuverlässigen Informationen zufolge, sämtliche Prinzen berger troß seines Eintretens für Flottenverstärkung mit unge- ta ppten Protestler um die Fahne Schlumbergers ge- des faiserlichen Hauses den Boxern angeschlossen. ahnter, riesiger Mehrheit gewählt wurde. Schon bei verschiedenen schart, dessen Flottenpatriotismus die Nationalliberalen die missionare aus Schantung und andre Gerettete, im ganzen 35 Personen, unge- tappten Nach einer Depesche aus Shanghai sind die amerikanischen Reichstagsnachwahlen war augenscheinlich die Einwirkung des tief ins Volf gedrungenen Verständnisses für unsere Seemacht zu be- anrüchige politische Vergangenheit des Kompromißkandidaten am 3. d. M. in Tsingtau eingetroffen. vergessen ließ. merten." Das französische Ministerium des Auswärtigen giebt bekannt, Also hauptsächlich die Schwärmerei für den„ Reichs- Weniger noch, wie der Marinismus und die Weltpolitik daß der französische Konsul François mit allen Franzosen, die sich gedanken" und die händelsuchende Wasserpolitik soll das das Protestlertum ausgelöscht haben, haben sie Social- in günnan befanden, wohlbehalten in Laokai angekommen ist. glänzende Stimmergebnis für Schlumberger zu stande ge- demokraten zur Fahnenflucht aus dem Lager der Roten in bracht haben. Von einer Marineschwärmerei war aber unter das der Marineblauen verleitet. Die Mächte. dem protestlerischen Teil der Wähler bisher ebenso wenig zu Nichts weniger als entmutigt, freuen wir uns, daß nunverspüren gewesen, wie von einer Begeisterung für den Reichs- mehr reine Bahn gemacht worden ist. Muß auch der Während die Vereinigten Staaten und England Japan die Exekution übertragen möchten es werden darüber diplomatische gedanken. Daß die Kultivierung der Protestlerei identisch sei Kampf um die Erringung des Mandats wie vor 1890 von Verhandlungen gepflogen erklärt weber Japan seine Bereitwilligmit einem Sympathisieren für den Reichsgedanken, werden ja selbst neuem beginnen, wir sind der Gewißheit, daß nach zähem teit, dieses Amt zu übernehmen, noch sind Rußland und Deutschdie Mundstücke unsrer beiden Marine- Interessenten nicht be- eisernem Ringen der Sieg dennoch unser sein wird. Lassen land geneigt, Japan die Führerrolle zuzugestehen. Für den haupten wollen! Die protestlerische Bewegung ist aber seit wir den Schweinburgischen die Freude über den Garnzollfieg eigentlichen Schutz der Fremden, den die Mehrzahl der Mächte als dem Jahre 1890 keineswegs abgeflaut. Die protestlerischen des Reichsgedankens". Die protestlerischen des Reichsgedankens". Bereiten wir den Sieg des un- einziges Ziel der Operationen aufstellt, ist es allerdings, was Peking Kandidaturen brachten es nämlich 1890 auf 5473, 1893 auf verfälschten socialistischen Gedankens vor! 9797 und 1898 auf 8052 Stimmen. Es wäre sehr fühn, anzunehmen, daß durch die Inaugurierung der glorreichen Weltpolitit binnen zwei Jahren die Landesparteiler in enthusiasmierte Aldeutsche umgewandelt worden wären. " Totenstille. Die Sache liegt vielmehr so, daß die protestlerisch- klerikalen Das völlige Verstegen neuer Nachrichten über die Vorgänge in Stimmen auf Schlumberger entfallen sind, nicht weil, China verrät die Troftlosigkeit der Lage. Sieht man von den greusondern trotzdem dieser vielseitige Kandidat auch für lichen Schilderungen ab, wie fie die rohe Phantasie europäischer den Marinismus eintrat. Beitungsmenschen erfindet, die dafür bezahlt werden, ihren Blättern Schlumberger war Kompromißkandidat der bürgerlichen tagtäglich die schaurigsten Sensationen zu dichten, so liegt über Parteien. Seiner protestlerischen Vergangen- den Fortgang der Dinge nichts von Belang vor. Seit dem Ende heit wegen vereinigte er die 8000 Stimmen auf sich, die Juni verlautet nichts Sicheres über die Zustände in Beling. Auch 1898 auf den Elsässer Vonderscheer entfallen waren. Sein Tientsin scheint eingeschlossen, so daß Meldungen unmöglich geMarineprogramm ließ ihm die 1800 nationalliberalen Stimmen worden sind. Die Operationen der Mächte sind aufgegeben oder zufallen, und seine Eigenschaft als Bourgeois empfahl ihn all gelähm den Elementen, die als Linksliberale sonst noch im Wahlfreis ein verborgenes Dasein fristen mochten. Ueber den Tod Kettelers Ein alle nichtsocialistischen Elemente zusammenschweißendes Moment war aber ferner der prononciert schutzöllnerische liegt heute die erste wirklich authentische Nachricht vor, deren EinzelStandpunkt des Herrn Schlumberger, der dem borniert heiten Glauben verdienen. Sie lautet: egoistischen Lokalinteresse der von der Textilindustrie abhängigen Bevölkerung besonders angepaßt war. Die Wiedererhöhung der Garnzölle war die eigentliche Parole des Wahlkampfs. Das wird denn auch einmütig von der bürgerlichen Presse zugestanden. Die„ Neuesten Nachrichten" schreiben: anbetrifft, zu spät. In der niederländischen Kammer erklärte der Marineminister, der einzige Zweck der Entsendung eines Kriegsschiffs nach China sei, die niederländischen Staatsangehörigen zu schützen und ihnen beizustehen. Der Marineminister betont weiter, die Haltung der Niederlande gegenüber China sei ganz verschieden von derjenigen der Großmächte. Die niederländische Regierung werde sicherlich die nötige Klugheit beachten; das Land werde sich nicht thatsächlich in die Politik der Großmächte bezüglich Einflußsphären in China mischen. des Aeußern erklärte im Senat, der belgische Konsul habe gegen die Aehnlich zurückhaltend flingt es aus Belgien. Der Minister stattgehabten Verwüstungen, besonders der Eisenbahnen, energischen Einspruch erhoben. Die Regierung werde über die Interessen ihrer Staatsangehörigen wachen. " Englische Blätter kritisieren die Haltung Deutschlands gegenüber dem Vorschlag, Japan mit dem Mandat zur Pacifikation Chinas zu betrauen, aufs schärfste. Namentlich wird, so berichtet das„ B. T.", der Gegensatz hervorgehoben zwischen der in der kaiserlichen Rede proklamierten energischen Aktion der Ahndung mit dem Diplomatisieren und Ausweichen vor Rußlands selbstischen Bedenken. Der Daily Chronicle" behauptet, aus Berlin zuverlässige Nachricht zu haben, daß Deutschland nicht gegen das japanische Mandat auftrete, sondern es nur abgelehnt habe, bei Rußland dafür einzutreten. Daily Graphic" mahnt die britische Regierung, sich von der Politit loszusagen, die in Petersburg und Berlin getrieben werde. " „ Der deutsche Konsul in Tiensin meldet unter dem 1. Juli über Tschifu: Ein soeben hier eingetroffenes, vom 20. Juni datiertes authentisches Schreiben des englischen Gesandten in Peking, Sir Claude Macdonald, an den hiesigen englischen Konful bestätigt, daß der deutsche Gesandte Frhr. v. Ketteler Von einer einheitlichen Aktion der Mächte kann somit keine am 20. Juni auf dem Wege zum Tsung- li- Yamen von Rede fein. Die militaristische Zerklüftungspolitik des letzten Menschenchinesischen Soldaten erschossen und sein Begleiter, der alters zeigt jetzt ihre Wirkungen: ein aftionsunfähiges Europa. Hat sich schon bei dem winzigen Kreta- Fall das europäische Konzert in Dolmetscher Cordes, gefährlich verwundet ist. Nach der Annahme der lächerlichsten Weise blamiert, jo versagt es jetzt ganz und gar, des englischen Gesandten ist Frhr. v. Ketteler auf der Stelle tot da durch die leichtsinnig ins Blaue abenteuernde Weltpolitik Fragen gewesen, doch ist sein Leichnam nicht gefunden worden. Sir Claude von weltgeschichtlichem Ernst sich erhoben haben. Macdonald befürchtete einen sofortigen Angriff auf die englische Gesandtschaft. „ Geradezu vorbildlich aber ist die Mülhauser Wahl für eine gesunde Wirtschaftspolitit. Die materiellen Interessen follen gewiß bei der Wahl der Reichsboten nicht allein ausschlaggebend sein; jedenfalls aber find sie berechtigter und notwendiger als die Parteidoktrinen. Es ist ein Hohn, daß z. B. unser größter Seehandelsplatz Hamburg durch drei Socialdemokraten im Reichstag vertreten ist. Bei dieser Elsässer Wahl aber wurde von Anfang Damit ist endlich das Datum der Ermordung festgestellt. Es an als Parole ausgegeben, die Industriestadt Mülhausen, das Centrum der elsässischen Industrie, dürfe bei den kommenden wird bestätigt, daß die Ermordung des Gesandten, wenn sie überHandelsverträgen, die für sie so außerordentlich wichtig wären, im haupt in einem Zusammenhang mit der Einnahme von Taku Reichstag nicht durch einen landfremden Socialdemokraten versteht, die Folge des Eingreifens der fremden Truppen gewesen ist. * Eine französische Stimme. Genosse Jean Jaurès spricht sich in der" Petite Republique" gegen den Krieg mit China aus. Er schreibt u. a.: " Ich weiß es wohl, es scheint geradezu naiv, in einer Welt. stärkster Gegenfäße Friedensrufe erschallen zu lassen. Aber es ist die Pflicht und die Größe des Socialismus, an den Frieden zu glauben, für ihn zu wirken, trotz aller Kriegsraferei, von der die Welt erfaßt ist. Das beste Mittel, für den Frieden zu wirken, ist, daß man denkt, spricht und handelt, als ob der Frieden unmittelbar und fofort möglich sei. Glaubt man nicht an den allgemeinen Völter frieden, erhebt man sich nicht über die egoistischen Gewalten, die sich gegenseitig bekämpfen, dann läuft nan Gefahr, sich durch Vernunftsgründe untergeordneter Natur mit hineinreißen zu laffen in den allgemeinen Kriegsstrudel. Und einmal hinweggerissen in diesen Wirbelwind, ist es schwer, den Geist wieder davon loszumachen. Wir Socialisten müssen denn festhalten an dieser idealen Wahrheit; durch die Kraft des Glaubens und der Hoffnung auf den Frieden, durch seine Propagierung, selbst gegen die Brutalität der augenblicklichen Sachlage, helfen wir ihn begründen. Und genügt auch diese fortgesetzte und absolute Betomung des Friedens keineswegs, den Krieg zu vermeiden, so ist sie dennoch nicht unwirksam, denn sie kann wenigstens die Chancen des Krieges begrenzen. Wenn überall, im sogenannten civilisierten Europa, sich eine Partei erhebt und selbst in der stürmischsten Zeit ihre Stimme in die Wagschale wirft für den Frieden, überall denselben Ruf für die Humanität erschallen läßt, unbekümmert um den Wirbelwind des Fanatismus und der Naserei, der über die Welt dahinsaust, dann sind die Regierenden, die Befizenden gezwungen, sich zu mäßigen, ihrem Ehrgeiz Zügel anzulegen, und die Möglichkeit einer schnellen und verständigen Beilegung der Konflitte ist gegeben." Politische Meberlicht. Berlin, den 6. Juli, Die unkorrigierte Kaiserrede. Von der Kaiferrede von Wilhelmshaven veröffentlichen Blätter der dortigen Gegend eine andre Lesart, die augenscheinlich auf dem untorrigierten Stenogramm der Ansprache beruht. In dieser Fassung lautet die Rede wie folgt: Jetzt schlüpft aus dem chinesischen Gewande des Ne- te- man Warum haben die Herren Studiost nicht lieber gleich dem Herr v. Hanneken, der vor einigen Jahren gegen gutes Dr. Strubell eine Ovation dargebracht als Beweis ihrer chinesisches Geld die Chinesen in die Geheimnisse des preußischen Bewunderung solcher Heldenthaten? Der hat doch das eigentliche Waffendienstes einweihte. Lieferte Krupp die Waffen, so lehrte Herr Verdienst! v. Hanneken die Chinesen, fie erfolgreich anwenden. Konservative und Antisemiten. Gegen den antisemitischen Kandidaten im Reichstags- Wahlkreis Hofgeismar- Rinteln werden die Konservativen der Kreuz- Beitung" zufolge einen eigenen Kandidaten aufstellen. Ausland. Es ist unglaublich, was man alles dem Publikum jetzt zu bieten wagt. Herr v. Hanneten präsentiert sich jetzt dem deutschen Bolt als Warner, er schildert die Furchtbarkeit der gelben Gefahr, er tann fich nicht genug thun in Schmähungen des Chinesenvolts- und dieser selbe Herr v. Hamieten hat im Solde der Chinesen gestanden, hat sie für die Dressur im Totschießen nach den besten Regeln europäischer Kriegskunst abgerichtet, hat also der gelben Gefahr erst die Mittel ihrer Straft geliefert und jezt wagt er, zu erklären, er habe immer die von China drohende Gefahr gekannt, was ihn aber Der Präsidenten Wahlkampf in den Vereinigten Staaten steht nicht gehindert hat, für die Verstärkung der Gefahr nach Möglichkeit unter dem Zeichen des Imperialismus. Gegen die Anhänger zu wirken. Den Feind erst rüsten und dann vor dem Feinde schimpfend warnen dieses Doppelkunststück wagt doch nur ein Mit- Mac Kinleys, des Imperialisten, rüsten sich die National- Demokraten, arbeiter Scherls feinen Lesern darzubieten. die Bryan als Präsidenten wünschen. Gegen den Imperialismus. 9 Destreich- Ungarn. Ueber das Programm der Kinley- Gegner wird telegraphiert: Das civilisierte Europa. Wir lesen in einem Blatte: Die demokratische Nationalkonvention nahm heute die Platt.... Bis jetzt ist das Blut in kleinen Bächen geflossen, im form an. Dieselbe macht den Imperialismus zum Hauptgegenstand Interesse des Friedens wird es besser sein, daß es in der Folge des Wahlkampfs, erklärt, der Imperialismus auswärts in Strömen rinnt. Es kann nicht eher von Frieden in China führe zu Haus schnell zum Despotismus, wendet sich die Nede sein, bevor die Boger vernichtet sind, und bevor gegen die Politik der Regierung auf den Philippinen und auf Kuba durch die weiten Gebiete kein andres Geräusch erschallt, als und verlangt die Unabhängigkeit der Philippinen mit amerikanischer das Wehklagen der Frauen, die über ihre gefallenen Männer, Protektion gegen fremde Einmischung; dagegen begünstigt sie tie Söhne, Väter und Geliebten weinen. Volle Unterdrückung ohne Gnade, friedliche Expansion, wo die Bevölkerungen geeignet und eine kurze scharfe Weigerung eines jeden Versuches zum Unter- gewillt, amerikauische Bürger zu werden, hält die Monroe- Doktrin Handeln, unaufhörliches Angreifen und Verfolgen, das muß deutsche hoch und erklärt, teine Bewohner Ameritas dürften je gegen Potitik sein. Laßt uns bewirken, daß die Kanibalen einfallen, wo ihren Willen unter der Botmäßigkeit europäischer Gewalt gewir unsre eigne Truppeumacht nicht entfalten können, und wenn halten werden. Die Plattform verurteilt ferner die Trusts und die Frauen in China darunter zu leiden haben, dann mögen sie den Dingleytarif als eine Trusts erzeugende Maßregel, verlangt sobedenken, daß sie es gewesen sind, die ihre Männer zum Kampf fortige, freie und unbegrenzte Ausprägung von Gold und Silber im angefeuert haben! Wenn wir die Borer erst besiegt haben, soll Verhältnis von 16: 1, befürwortet die direkte Wahl zum Senate in China die deutsche Kraft das Bogergezücht vernichten und und die sofortige Erbauung des Nicaragua- Kanals im Eigentum das Land blutrot färben, damit das Gras schneller wachse." und unter Kontrolle der Vereinigten Staaten; endlich verurteilt sie Wer diese kräftigen Säge niedergeschrieben hat, die man ja das schlechtverhehlte republikanische Bündnis mit England, welches ,, Verbrechen, Frechheit, schauderregende Grausamkeit wohl nur noch innerhalb der Socialdemokratie für bestialisch halten eine Burücksetzung andrer befreundeter Nationen mit sich bringe und dürfte? Wir haben uns eine kleine Korrektur erlaubt. Herrscht jetzt in China. Mein Vertreter ist durch schändliche Original steht für Boxer Buren, statt China Transvaal, statt Im drückt ihre Sympathie für die Boeren aus. Hinterlift dahingerafft worden in der Blüte seiner Jahre. Dem Deutsche Engländer. Graf v. Bothmer hat diese civilisierte Meinungsdeutschen Recht ist Hohn gesprochen, das deutsche Voltsbewußtsein äußerung aus den englischen Straits Times" dem deutschen ist verletzt und verlangt eine exemplarische Bestrafung aller Publikum mitgeteilt. Uebelthäter. Seitdem ich Euch zu den Waffen gerufen, Aber entrüsten wir uns um des Himmels Willen jetzt nicht seitdem ich die Mobilmachung meiner Seebataillone meiner Seebataillone an- über die vertierten Engländer! Was dort die Verbrecherphantasie geordnet, ist die Situation leider eine viel ernstere geworden. eines Journalisten gegen die Boeren ausgesonnen, liest man heute Ich hoffe zwar, den Frieden wiederherzustellen mit dem in deutschen Beitungen alle Tage über die Borer. Schwert und Rache zu nehmen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat; aber schwere Aufgaben harren bis dahin noch den Truppenteilen aller civilisierten Staaten, die sich jetzt in China be= finden. Mein Geschwader- Chef hat mich heute um Entfendung einer Devision gebeten: daraus erseht Ihr, wie ernst die Lage ist. Bergeßt nicht, daß Ihr einem Feind gegenübersteht, der nicht minder tapfer ist als Ihr und von europäischen Offizieren die Waffenkunst erlernt hat. Gott sei Dant, Eure Kameraden in China haben sich in altem deutschen Waffenruhm bewährt, sich ruhm- und siegreich verteidigt. Ich aber schicke Euch hinaus, die Vaterland begangene Schmach zu tilgen, die uns von Barbaren zugefügt worden ist. Ich werde nicht eher ruhen, als bis die deutschen Fahnen auf den Maueru von Peking flattern und dort den Frieden diktieren. Ihr habt dort treue Kameradschaft zu halten mit allen Truppen, sie seien Russen, Franzosen, Engum länder oder Japaner. Sie alle verfolgen dasselbe Ziel. Wir kämpfen aber auch für unsre Religion, für unfre Brüder, die Missionare, die den Märtyrertod gestorben find. Nun geht und bringt die Fahne, die ich Euch rein übergebe, fleckenlos zurück. Mein Gebet wird Euch begleiten, und mein faiserlicher Dant wird Euch nicht fehlen!" an dem Am bemerkenswertesten scheint uns in diesem ursprünglichen Wortlaut der in der offiziellen Veröffentlichung erheblich gemilderte Sazz, daß der Kaiser erklärt, Rache nehmen zu wollen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Bor drei Jahren. Als sich die Nachricht von der Ermordung des deutschen Gesandten in Beting bestätigte, schrieb die Germania": Dieses scheußliche Verbrechen schreit laut nach Ra che. Deutschland hat jetzt mehr denn je Veranlassung, in China start und hart zu sein, denn das vergossene tostbare edle deutsche Blut heischt bon eiserner Willenskraft diftierte ent schlossene Thaten. Hoffentlich wird es die Regierung in dieser Richtung nicht fehlen lassen." Und nach der Wilhelmshavener Rede des Kaisers ließ sich das genannte Centrumsblatt wie folgt vernehmen:" Die stolzen fraft ftrogenden Worte des Kaifers werden in den Herzen des gesamten deutschen Volts begeisterten widerhall finden. Deutschlands Staatsschiff gleitet stolz und majestätisch auf dem großen Ocean ber eltpolitit dahin, und mit sicherer, zielbewußter Hand führt bas Steuer unser Kaiser." Angesichts dieser Ausbrüche weltpolitischer Verzückung darf man wohl daran erinnern, wie vor drei Jahren die Führer des Centrums über eine Politik dachten und redeten, die jetzt in dem führenden Blatt der Partei einen so beredten Vertreter findet. Im September des Jahres 1897 hielt der Reichstags- Abgeordnete Bachem vor seinen Wählern in Krelfeld eine Rede. Er kam dabei auf die zur damaligen Zeit auftauchenden Gerüchte von einer bevorstehenden Flotten vermehrung zu sprechen und untersuchte, ob die Verstärkung der Marine nötig sei zur Küstenverteidigung, zum Schutz Deutschlands im Herzen von Europa oder zum Schutz des Handels. Herr Bachem tam in allen drei Fällen zu einem Nein. Dann fuhr er fort: Wozu soll denn nun eine Flotte ersten Ranges dienen? Man Militärische Roheiten. Aus Przemysl, der galizifchen Stadt der alltäglichen Militärbrutalitäten, wird wieder ein tapferes Soldatensfüd gemeldet. Zwei Wachtmeister vom Pionierregiment überfielen am hellen lichten Tage ein junges Mädchen und mißhandelten es ohne jede Leipziger Allerlei. Das Kleine Journal", das bei einzelnen Veranlassung. Das Mädchen wurde am Gesicht geschlagen, mit Hofleuten starten Einfluß haben soll, verbreitet folgende Dichtung: Füßen getreten, gewürgt, mit Fäusten bearbeitet in einer " Mit eiserner Haud müssen die Bezopften nieder- doppelten Attacke, bei der das Mädchen zweimal ohnmächtig wurde. geworfen werden. Die Blutthaten von Pefing schreien Mit dem Ruf: Du mußt unter uns sterben!" hätten die nach Rache. Wie die alten Konquistadoren Chile und Peru sauberen Patrone ihr Opfer bald von der Brücke ins Wasser niederwarfen, wie Lord Roberts die fanatisierten Indier der geftfirat." Mutiniti zertrat, so müssen die vereinigten Truppen der Ein erbärmlich feiges Publikum, welchem dem Vorfall beiKulturstaaten Furcht und Angst um sich her verwohnte, hatte nicht den Mut, das Mädchen zu schützen. Die Wüteriche breiten. Peking muß in auch aufgehen. Hinrichtung haben versucht, sich am nächsten Tage bei dein Mädchen zu entmuß auf Sinrichtung folgen, kein Alter, kein Geschlecht schuldigen! darf Schonung finden, mit unerbittlicher, alles vernichtender Rächerhand muß das Volk im Reich der Mitte lernen, die " Fremden" zu fürchten, wie es noch nie gethan, und der Ruf ein Weißer muß zum Schreckendruf werden, der den Eingebornen Chinas in Zukunft vor Angst erstarren lassen wird." henfers beworben und wird demnächst nach China sich einschiffen, Herr Leon Leipziger hat sich bereits um das Amt des MassenDeutschland davor zu bewahren, daß auch bei uns der Ruf ein „ Weißer" zum Schreckensruf werde, weil man darunter einen tobsüchtigen Narren versteht. Der Kanalminifter. Schweinburg beteuert wieder einmal, daß die erweiterte Kanalvorlage ungeteilt dem Landtage zugehen werde. Herr v. Thielen werde den Entwurf vertreten, und die Hoffnung derer sei müßig, die da glauben, wenn Herr v. Thielen ginge, werde auch der Mittellandkanal in der Versenkung verschwinden. Die Bevölkerung der Stadt ist so empört, daß die Wachtmeister wohl der Lynchjustiz anheimfallen werden. Das Ganze bildet einen klassischen Beitrag zum Thema: Erzieherische Wirkung der Kaserne....Finnland. Freiheitskampf der Finnländer. Aus Helsingfors wird ges meldet: Die Weigerung des finnländischen Senats, den laiserlichen Erlaß betreffend Einführung der russischen Sprache als offizielle in Finn land zu veröffentlichen, erfolgte nach einer offiziöfen Kumdgebung deshalb, weil der Erlaß nach der Meinung des Senats der Verfassung Finnlands widerspreche. Nach Durchführung Les Grlasses würde die höhere Berwaltung Finnlands in einigen Jahren von russischen Beamten besetzt sein. Von den 3 700 000 Bewohnern Finnlands sprächen nur 7000 russisch. 7009 Afrika. Die Wünsche, die auf eine Abtrennung einzelner Stücke der Borlage abzielen, und die in ihrem Dienst unternommenen Angriffe feien nicht geeignet, die Stellung Thielens zu erschüttern, Vom Boevenkrieg. Die Abordnung der Boeren- Nepubliken ob sie bestimmt find, Thielen zu stürzen oder zu halten. Die chine- bem Präsidenten des franzöfifchen boerenfreundlichen Komitees, Man kann bei diefen offiziösen Aeußerungen im Zweifel sein, ist von New York in Havre eingetroffen und vom Senator Pauliat, fifchen Wirren" innerhalb der preußischen Regierung erschweren das irteil, welcher Zweck verfolgt wird. empfangen worden. Pauliat hieß die Abordnung willkommen, wobei er sagte, alle Herzen in Frankreich schlügen den beiden füdafrikanischen Republiken entgegen, und alle Franzosen wünschten von Herzen, daß die Republiken ihre Freiheit behalten möchten. Durch ihren Opfermut hätten die Boeren sich die Bewunderung und die Hochachtung Frankreichs gewonnen. Mus Maseru wird gemeldet: Die Boeren machten einen veraweifelten Verfuch, Ficksburg wieder zu befeßen. Um Mitternacht fand ein heftiges Gefecht statt, das Stunden lang dauerte; auch bei Senelal wurde gekämpft. Das gekränkte Centrum. Die„ Norddeutsche Allgemeine 8tg." hat neulich bei dem Durcheinander unfrer Regiererei wußte man nicht, zu welchem Zwed feierlich festgestellt, daß der Kaiser in seiner Eislebener dede des Schwedenkönigs Gustav Adolf verherrtichend gedacht habe; dazu bemerkt mun die katholische Germania": Es ist in hohem Grade auffallend, daß die Norbd. Allg. 8tg." gerade drei Wochen gebraucht hat, um diese Enthüllung, die uns Katholiken nichts weniger als angenehm ist, der Ein Telegramm aus Bretoria befagt: Der erfolgreiche Abschluß Welt zu verkündigen. Am Dienstag, 12. Juni, hat Kaiser der Operationen im Freistaat, der es den englischen Streitfräften Wilhelm die bekannte Nede in Eisleben gehalten. In der offiziösen ermöglichen würde, Botha anzugreifen, wird täglich erwartet. G Fassung fehlte der Passus über den Schwedenkönig, der nur scheint, daß Botha Schwierigteiten hat, die Burghers zusammenvon einem Privatberichterstatter einigen Berliner Blättern mit zuhalten, geteilt war. Ein Augen- und Ohrenzeuge hatte im Reichsboten" eine mit seinem Namen unterzeichnete Erklärung veröffentlicht, der Monarch habe die in der Presse ihm in den Mund gelegte Aeußerung über Gustav Adolf nicht gethan. Und nun die Konstatierung des Gegenteils durch die Offi ziösen!" Da die Germania" fast mehr wie alle andern Blätter von den neuesten Kaiserreden entzückt ist, so wird sie doch über den Umstand leicht hinwegkommen, daß Wilhelm II. gelegentlich auch sein evangelisches Bekenntnis betont. Partei- Nachrichten. Blinder Eifer. Aus Posen wird uns geschrieben: In dem vom Gewerkschaftskartell eingerichteten Lesezimmer waren am Mitts woch den 4. Juli wie allabendlich mehrere Genossen zusammen und unterhielten sich über die Ereignisse des Tags. Es mochten wohl gegen 30 Personen anwesend sein, gewiß ein Zeichen, daß diese Einrichtung sich der Sympathie der Arbeiter erfreut. Doch daß es in Posen Arbeiter giebt, die lieber in zwangloser Unterhaltung zufagt, um Weltpolitik zu treiben. Ja, was ist denn das? Darunter Wirkungen der Fleischsperre. Unter der agrarischen Ver- fammenkommen, als in dumpfer Destille beim Schnaps verversteht man vielleicht eine Art Abenteurerpolitit, die schärfung des Fleischbeschau- Gesetzes und dem beschlossenen Verbot kommen, schein gewisse Leute sehr zu verschnupfen. So erschienen überall die Hand im Spiele haben soll, ohne selbst der Einfuhr von Büchsenfleisch hat jetzt auch die Versorgung unsrer um 9 Uhr abends zwei Kriminalfommiffare und sagten: recht zu wissen, was sie eigentlich will. Und das eben nach China bestimmten Truppen fühlbar zu leiden, wie der Freis. Hier ftudet wohl eine Versammlung statt!" Genosse Gogowsti wollen wir nicht. Wir wollen eine Flotte, die innerhalb der Beitung" mitgeteilt wird, hat die Intendantur in Kiel vergeblich verneinte dies, protestierte gegen das Auftreten der Polizeibeamten naturgemäß gezogenen Grenzen die Grundsäge von Recht gesucht, zur Ausrüstung für die Marine Cornedbeef und Boiledbeef und verweigerte den Eintritt in das Lefezimmer. Ungeachtet des und Billigkeit überall zur Geltung bringen in den Seestädten zu kaufen. Was von Büchsenfleisch noch vorhanden Protestes betraten die Beamten aber doch das Zimmer und notierten tann. Daß unsre bestehende Flotte das vermag, das hat sich in ist, das ist verzollt. Die Intendantur wird sich nun an englische fich die Namen der Anwesenden. Heute ist doch der Maurer Eckstein der Orientpolitik glänzend gezeigt. Mehr wünschen wir Firmen wenden müssen, um die notwendige Ausrüstung der Truppen aus Zwidau hier, um eine Versammlung abzuhalten?" wurde dann auf die Dauer nicht, und damit die gesunde Entwicklung mit Büchsenfleisch zu beschaffen. inquiriert. unfrer Marine nicht ins Ungefunde umschlage, dafür wollen wir mit Versuchs- Kaninchen. Man schreibt uns aus Jena: Genosse Edstein war allerdings an diesem Tage in Bosen, um aller Kraft sorgen." eine Versammlung abzuhalten. Es war aber bei der SaalDas grausame Experiment, welches der Assistenzarzt Dr. Strubell, abtreiberei nicht gelungen, die hier vorzüglich organifirt ist, Sechs Monate darauf bewilligte das Centrum das erste Flotten- wie der Vorwärts" veröffentlichte, vor zwei Jahren an einem ein Lokal bekommen, zu und so war Genosse Edstein gefeß, zwei Jahre weiter das zweite, und wenn es gefordert wird. Sarnruhrkranken in der Medizinischen Klinit zu Jena unternommen unverrichteter Sache wieder abgefahren. Wir kommen in Bosen auch bewilligt es nach andern zwei Jahren das dritte. Damals ver- hat, scheint nun doch noch ein gerichtliches Nachspiel erhalten zu ohne Versammlungen vorwärts und werden der Polizei niemals deit urteilten die Führer der Partei die Weltpolitik als eine Abenteurer follen. Die Untersuchungen find vor dem Amtsgericht in Jena Gefallen thun, eine geheime Versammlung abzuhalten. Alle unfre politit", heute jegeln die führenden Organe der Partei stolz und bereits eingeleitet und es steht zu erwarten, daß man in absehbarer Maßnahmen werden in der breitesten Oeffentlichkeit getroffen, an majestätisch auf dem großen Ocean der Weltpolitik". Ghedem die Zeit das Ergebnis derselben erfährt. Soweit dürfte alles in Ord- unsrer Gese Blichkeit sollen die Gegner zu Grunde gehen. Es Politit von Recht und Billigkeit", heute das Walten der eisen mung sein. ist ja möglich, daß man die Leseabende zu Versammlungen stempeln gepanzerten Faust und das alles innerhalb dreier Jahre. Bei Inzwischen hatte die Jenaer Studentenschaft, d. h. die will; uns wäre nun dieses Unternehmen sehr erwünscht, wäre dann folcher Wandlungsfähigkeit tann es das Centrum noch weit Farbentragenden" aller Schattierungen, den Beschluß gefaßt, Herrn doch die Gelegenheit geboten, vor den Schranken des Gerichts festbringen.Profeffor Stinging als einen Beweis ihres Vertrauens und als Ant- zustellen, wie die Polizei in Bofen arbeitet. Die geheime Verwort auf die Angriffe" der Presse, einen a delzug zu bringen. bindung der Polen ist vor Gericht wie eine Seifenblase zerplagt, Bon diesem Beschluß ist dann dem Herrn Professor Mitteilung ge- jezt sollen der Socialdemokratie geheime Versammlungen nachmacht worden und der Sprecher der Deputation hat in schwung gewiesen werden. vollen Worten" die Zustimmung des Herrn Stinging herausgefordert. Herr Stinging hatte aber soviel Tattgefühl, die begeisterten Musenföhne zu ersuchen, die beabsichtigte Rundgebung bis zum Abschluß der gerichtlichen Untersuchung zu verschieben. Ne- te- man. Unter diesem Namen treibt seit einiger Zeit im Scherlichen Intelligenzblatt ein Mann eine besonders wüste welt politische Agitation gegen die gelbe Gefahr. Er proklamierte den Kampf mit brutalfter Gewalt gegen die chinesischen Bestien" und forderte den sofortigen Austrag des Weltkriegs zwischen der gelben und weißen Rasse. " " " Unser Elberfelder Bruderorgan ist, wie wir aus einer Notiz ersehen, der Ansicht, daß unsre Erörterung der Stadthattenangelegenheit einen bösen Zadel wegen der von unfren Elber " Der Harburger Brauerftreit ist von neuem ausgebrochen, weshalb die Sperre über die Aktienbrauerei in Harburg von neuem verhängt worden ist. felber Genossen bewiesenen Naivetät" habe enthalten sollen. Diese liche Leistungsfähigkeit der Betriebe hatte sich also in dem furzen Auffassung, die Elberfelder Genossen wären das Opfer einer allzu Beitraum von 25 Jahren mehr als verdreifacht. forglofen Gutgläubigkeit geworden, weist unser Elberfelder Bruder- Die in diesen Ziffern zum Ausdruck kommende Konzentration organ speciell mit der Bemerkung zurüd: der Brauereibetriebe, die Verdrängung der Kleinen und fleinsten Man darf also den hiesigen Genossen schon zutrauen, daß sie durch die größeren und größten, wird durch die Zahlenreihen der Zur Stellungnahme der katholischen Arbeitervereine zu vor der Hergabe des Geldes im Jahre 1898, trotz aller Ver- amtlichen Statistik( vergl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche den Krankenkassen. Der Arbeitersekretär J. Giesberts in Münchensprechungen des Stadthallen Ausschusses, doch schon die Even Reich, Jahrg. 1899, S. 48 ff.) treffend illustriert. Gruppiert man Gladbach erklärt in Nr. 152 dieses Blatts vom 4. Juli, es sei nicht tualität eines Wortbruchs in Erwägung gezogen haben. die Brauereibetriebe nach der Höhe der von ihnen entrichteten Brau richtig, daß der Delegiertentag der katholischen Arbeitervereine der Wenn sie dennoch zu dem Entschluß tamen, das Geld herzugeben, steuer in drei Größentlaffen, etwa so, daß man die bis Erzdiözese Köln beschlossen hätte, dafür einzutreten, daß die Unterso werden sie wohl dazu ihre ganz bestimmten Gründe gehabt 1500 M. Brausteuer zahlenden als tfeine, die zwischen 1500 und nehmer zur Hälfte im Vorstand der Krankenkassen vertreten seien. haben. 6000 m. entrichtenden als mittlere, die über 6000 m. zahlenden Die Berichtigung des Herrn Giesberts ist an die unrichtige Adresse die Redaktion Er hätte dieselbe unbedingt an Die Fränt. Tagespost" hat die Situation denn auch ziemlich als große Betriebe bezeichnet, so ergiebt sich von der Entwickelung gerichtet. richtig erfaßt, wenn sie am Schlusse schreibt: Boltsfreunds" richten müssen. Denn wir des Brauereigewerbes im deutschen Brausteuergebiet während der bes Boltsfreunds" " Uebrigens konnten die Elberfelder Stadtväter in Elberfeld legten 25 Jahre( die amtlichen Nachweise liegen an der angegebenen haben uns, da die katholischen Arbeitervereine stets hinter verund Barmen ist die protestantische Muckerei daheim nichts Stelle erst bis mit 1897 vor) das folgende interessante Bahlenbild: fchlossenen Thüren tagen, an den Bericht obigen Blatts Dümmeres thun. Das von ihnen beobachtete Verhalten wird tost- Es betrug die Zahl der Brauereien, die wir bezeichnet gehalten. Da der Delegiertentag in Aachen tagte, so mußten wir liche Früchte tragen." haben als Die Absicht, unsre Elberfelder Genossen ihres Verhaltens wegen zu tadelu, lag uns wirklich fern. Wenn wir davon gesprochen, daß fie übers Ohr gehauen" worden seien, so richtete sich diese Schärfe des Ausdrucks lediglich gegen die Wortbrüchigen. Ueber die Wirkung des schmählichen Treubruchs teilen wir, wie wir übrigens in unsrer Notiz bereits deutlich zu erkennen gaben, vollständig die Meinung der Elberfelder Genossen und der Fränk. Tagespost". Der Siegeslauf der Socialdemokratie in Italien. Bei den legten italienischen Wahlen haben unsre Parteigenossen, wie bekannt, große Fortschritte gemacht; die Zahl der Mandate ist von 16 auf 32 gestiegen. Die hervorragendsten Erfolge fallen auf Nord- und Mittel- Italien. Wie sehr dort die Idee des Socialismus fortschreitet, ist aus nachstehender Tabelle recht deutlich erkennbar. Es wurden Stimmen abgegeben: 1895 Lombardei 20 667 Piemont 8848 1897 28 043 29 925 Ligurien. 3 521 6 759 Venedig 6248 12 476 • Emilia und Romagna Toskana Marken 17 726 23 760 9102 11 969 • . 852 66 964 4258 117 190 1900 87 361 47 029 10 253 12 845 27 068 18 785 2 500 155 841 im Jahre fleine mittlere große 1873 11529 1571 461 1878 9745 1587 535 1883 8472 1609 622 1888 7085 1687 784 1893 5827 1511 907 1894 5655 1435 923 1895 5858 1514 983 1896 5228 1472 984 1897 5048 1456 1045 " annehmen, daß der„ Aachener Volksfreund" als Centrumsorgan einen Berichterstatter dort hatte und mußten den Bericht für richtig halten, um so mehr, als das Blatt bis jegt noch teine Berichtigung gebracht hat. Da uns die Strömung in den katholischen Arbeitervereinen gegen die socialdemokratischen Vertreter nicht allein in den Krankenkassen, sondern in allen Institutioneu, wo Arbeitervertreter vorhanden sind, bekannt ist, so konnten wir an der Darstellung nicht zweifeln. Wir können wohl mit Recht erwarten, daß der Boltsfreund" zum Widerruf veranlaßt wird. Werkwürdig ist es, daß Herr Giesberts den„ Vorwärts" in Berlin mit einer Berichtigung beehrt, dagegen eine, nach seiner Ansicht falsche Darstellung in der Nähe völlig unberücksichtigt läßt. Ausland. Die Schiffsarbeiter in Rotterdam sind in den Ausstand ein getreten. Auch die bei der Erzladung beschäftigten Arbeiter in HuII und Groenlo haben sich der Bewegung angeschlossen. Sociales. Neben der augenfällig starken Aufsaugung der Kleinbetriebe durch ihre fapitalfräftigen Konkurrenten und der relativ starken Vermehrung der großen Betriebe zeigt sich hierbei die interessante Erscheinung, daß die Betriebe mittlerer Größe dem vernichtenden Ansturm der großen vorerst noch einigermaßen Stand zu halten vermochten. Es fällt ihnen offenbar die Aufgabe zu, erst einmal mit der großen Bahl der zwerghaften Konkurrenzbetriebe aufzuräumen, um später dann ihrerseits den modernen Riesenbetrieben zur Beute zu werden Der foeben erschienene Jahresbericht des Gewerbegerichts und ihnen durch jene Vorarbeit den Vernichtungstampf gegen die zu Köln teilt ein Gutachten mit, das von dem Gericht erstattet zahlreichen fapitalschwächeren Mitbewerber zu vereinfachen und damit worden ist über die beantragte Genehmigung eines Statuts für das zu erleichtern. Die ersten Opfer der großkapitalistischen Kon Schiedsgericht der dortigen Barbier, Friseur- und PerrückenmacherBählt man hinzu die im Süden Italiens für die Socialdemo- zentrationstendenz find also die in den kleineren und kleinsten Orten Junung. Das Gericht gab sein Gutachten dahin ab, daß der Gefratie abgegebenen Stimmen, so erhält man folgende Bahlen: zerstreuten 8wergbetriebe, die ihre Eigenproduktion ein- nehmigung erhebliche Bedenken entgegenstehen. Es sei zu erwägen, 1895: 76 359; 1897: 134 502; 1900: 167 541. zustellen und unter die Abnehmer der ihre Bolypenarme immer ob nicht andre Jnnungen ebenfalls die Errichtung von Schiedsweiter ausstreckenden Bierfabriken großen und größten Stils zu gehen gerichten beantragen, wenn die Genehmigung erfolgt. Als weiterer gezwungen werden. Zur Entwicklung des deutschen Brauereigewerbes. Grund der Ablehnung komme hinzu die Abneigung der Gebilfen gegen dieJnnungs- Schiedsgerichte. Es bedürfe feiner weiteren Ausführung, daß die Innungs- Schiebs. gerichte einen ungeheuren Rückschritt bedeuten gegenüber den Gewerbegerichten, da das Berfahren bei den Schiedsgerichten umständlich und langsam sei, und da gegen die Entscheidungen binnen einer Notfrist von einem Monat Klage bei den ordentlichen Gerichten erhoben werden könne, daß es sich also nicht empfehle, an Orten, wo ein allen Anforderungen genügendes Gewerbegericht besteht, dieses für einen Teil der Gewerbetreibenden und ihre Gehilfen durch ein so unvollkommenes Schiedsgericht zu erseyen. Die wirtschaftliche Ueberlegenheit der Riesenbetriebe in der Bierbrauerei beginnt jedoch bereits auch den Mittelbetrieben die Jllusion ihrer Widerstandsfähigkeit mehr und mehr zu rauben. Bis zum Jahre 1887 noch bewegte fich die Zahl der in vorstehender Tabelle als Betriebe mittlerer Größe bezeichneten Brauereien in aufsteigender Linie. Von da ab beginnt ihr vorerst zwar noch langsamer, aber immerhin deutlich wahr nehmbarer Rückgang. Zwischen 1872 und 1887 von 1441 auf 1700 gestiegen, ist ihre Zahl im Laufe des folgenden Jahrzehnts auf 1456 gefunken. Die tommenden Jahre werden zeigen, daß der fabrikmäßige Großbetrieb in der Bierbrauerei, nachdem er auf dem Groberungszug in die Absatzgebiete der Kleinen die Entscheidung zu seinen Gunsten längst herbeigeführt hat, sich jetzt mit wachsendem Erfolg auch gegen den vorerst noch einigermaßen widerstandsträftigen meisterliche Rückständigkeit. Gegner in den Reihen der mittelgroßen Konkurrenzunternehmungen Die fapitalistische Betriebskonzentration vollzieht sich mit der Sicherheit und Unwiderstehlichkeit eines Naturprozeffes. Und alle Versuche, auf dem Wege legislatorischer Gingriffe diese Entwicklung zum Vorteil der kleinen und Schwachen zu hemmen, werden sich als erfolglos eriveisen. 0. G. Gewerkschaftliches. Berlin und lingegend. Das ist ein wahrhaft vernichtendes Urteil über die JunungsSchiedgerichte, dieses gefezgeberische Zugeständnis an die inmungsDas Ende der Phosphorzündhölzchen. In der Schweiz hat mit Ende Juni die Fabritation von Phosphorzündhölzchen aufgehört, nachdem in den letzten Monaten noch riesige Mengen von solchen hergestellt worden sein sollen. Der Verkauf von Phosphorzündhölzchen sowie die Ausfuhr von solchen erreichen mit 1. Januar 1901 thr Ende, Nach den Berichten der Fabrikinspektoren find in den letzten awei Jahren abermals mehrere Fälle von Erkrankungen an der Phosphornetrofe vorgekommen. Diese schreckliche Krankheit tamn in der That nur durch das Verbot der Verivendung von Phosphor ausgerottet werden. In kaum einem zweiten Industriezweige ist im Laufe der jüngsten Jahrzehnte die Tendenz der zunehmenden Betriebskonzentration, der Prozeß der Aufsaugung der Kleinen durch die Großen in so deutlicher Weise in die Erscheinung getreten, wie im Brauerei gewerbe. Die Ursachen hierfür sind mannigfacher Art. In erster Linie kommt wohl der Umstand in Betracht, daß von einer extensiven Ausdehnung des Absatzgebietes und damit von der Einführung der Großbetriebe im Brauereigewerbe erst von dem Beitpunkt an die Rede sein konnte, wo die Verkehrsmitteltechnik auf einer Höhe der Ausbildung angelangt war, die nicht zu wenden beginnt. Auch dabei wird er schließlich Sieger bleiben, nur billige Bersand- Tariffäge, sondern ganz besonders auch jene Schnelligkeit des Transgorts ermöglichte, ohne die bei dem hier in Frage kommenden Industrie- Erzeugnis von einem Versand nach entfernter liegenden Abfazgebieten aus Ursachen, die in der Natur des Produkts selbst liegen, nun einmal feine Rede sein konnte. Wer der Bierbrauer deshalb in früherer Zeit mit dem Absatz seiner Erzeug niffes auf einen lokal eng begrenzten Markt angewiesen, so haben die modernen Verkehrsmittel in Verbindung mit den auf die leichtere und bequemere Konservierung des Vieres abzielenden Erfindungen( fünstliche Eisbereitung, Kohlensäure- Behandlung 2c.) dem Gerstensaft nicht bloß zum gesamten nationalen, sondern Branzösische Streits im Mai. Das Arbeitsamt verzeichnete thatsächlich zum Weltmarkt den Zugang eröffnet. Münchener und Nabizputer. Zwischen dem Berband der Gipss, Cement im Vai 98 Streifs und 1 Aussperrung mit 12 614 Teilnehmern( für Kulmbacher, böhmische und englische Biere werden nicht bloß und Deckenbaugeschäfte Berlins und Umgegend" einerseits und den 90 Fälle) gegenüber 84 Stouflitten mit rund 22 000 Teilnehmern im allenthalben in Europa zu finden sein, auch in den meisten über- organisierten Sabigpuzern andrerseits ist am Donnerstag, wie wir April laufenden Jahres. Die Textilindustrie steht obenan mit 37 Streits, feeischen Ländern kann sich der Begüterte den Genuß derselben gestern schon mitteilten, ein Vertrag zu stande gekommen. Der dann folgen: das Baugewerbe mit 22, die Metallindustrie mit Leisten. Bertrag hat die Buftimmung einer außerordentlichen Mitglieder- 7 Streits u. a. m. Die Willerandsche Arbeiterschugreform hat weitere Nachdem diese Voraussetzungen einmal gegeben waren, mußte versammlung der Zahlstelle III des Maurerverbands gefunden, die am 17 Lohnstreits hervorgerufen infolge der Verkürzung der Arbeitszeit. die gerade im Brauereigewerbe besonders starte Ueberlegenheit des Donnerstagabend in den Arminhallen tagte. Sein Wortlaut ift Susgefant war die Lohnfrage die Urfache von 71 Konflikten, darunter maschinellen Großbetriebs über den noch bis in die letzten Jahr- folgender: 56 Angriffsstreits, 9 Abwehrstreits und 6 Forderungen eines zehnte vorherrschend gewesenen handwerksmäßigen Zwergbetrieb,§ 1. Der Lohnfah erhöht sich vom 9. Juli ab auf 80 Bf. und einheitlichen Lohntarifs. Die Verkürzung der Arbeitszeit wurde in Verbindung mit der relativ hohen Sicherheit und Stetigkeit vom 1. April 1001 ab auf 85 f. pro Stunde. Der Lohnsatz der in 6 Fällen gefordert, int einem Fall Fall weigerten sich der Absatzverhältnisse, die nur in geringem Maße von den durch Unfall und Invalidität minder leistungsfähigen Buyer unter- 7 Pariser Juwelierarbeiter in eine Verkürzung der ArbeitsZufällen der wirtschaftlichen Konjunktur beeinflußt werden, das Groß liegt der freien Vereinbarung. geit zu willigen. Sonstige mit andern zugleich wirkende tapital im Lauf der letzten Jahrzehnte veranlassen, sich mit besonderer§ 2. Die Arbeitszeit beträgt vom 1. März bis zum 30. November Ursachen: Werkstättenordnung 11 mal, Abschaffung der Bußen und Vorliebe dem Brauereigewerbe zuzuwenden. 9 Stunden und vom 1. Dezember bis Ende Februar 8 Stunden. des Lohnabzugs für die Versicherungsprämie 7 mal, Personenfragen Nicht ohne Einfluß mag in dieser Hinsicht auch die rückläufige Ueberstunden sind nur in ganz dringenden Fällen zu machen und 15 mal u. a. m. Ausgang von 73 im Mai und 17 vorher be Entwidlung des deutschen Weinbaus gewesen sein. Ist doch allein werden mit 25 Broz. Aufschlag bezahlt. gonnenen Streits: 8 Erfolge, 46 Ausgleiche, 86 Mikerfolge. Bon im Jahrzehnt 1888/97 bie mit Wein bepflanzte Bläche im Reich von§ 3. Für Buzer, welche auswärts arbeiten, beträgt der Lohn ben mit der Arbeiterschusreform verknüpften Streits find in Mai 18 120 588 auf 117 042 Heftar zurückgegangen, wobei noch eine Meihe pro Tag 9 M.; außerdem wird ihnen Fahrgeld 8. Slaffe vergütet. beendet worden, darunter 2 vorher begonnene und stvar gab es 3 r von schweren Mißernten bafür gesorgt haben, daß auch der relative§ 4. Um geordnete Arbeitsgelegenheit herbeizuführen, wird der folge, 10 Ausgleiche und 5 Mißerfolge. Ertrag der Weinernte in biesem Beitraum unter bem Nachiveis von Buzern durch den Arbeitsnachweis der Durchschnitt früherer Jahre zurückgeblieben ist. Kein Wunder also, Nabispuser vermittelt. wenn gerade das süddeutsche Weinland Baden, das z. B. im§ 5. Arbeitsordnungen, welche den hier getroffenen VerJahre 1897 mehr als den sechsten Teil der gesamten Weinproduktion einbarungen entgegenlaufen, find ungültig. des Reiches lieferte, obwohl es nur etwa den 35. Teil der Bodenfläche dieses Gebietes ausmacht, an dem Aufschwung des Brauerei gewerbes in den letzten Jahren besonders stark beteiligt war und feine Bierproduktion zwischen 1872 und 1897 von 927 000 auf rund 2700 000 geftoliter gesteigert, in dem verhältnismäßig furzen Zeit-§ 7. Die Organisation der Rapigpuger verpflichtet sich, folange raum von 26 Jahren also geradezu verdreifacht hat. Am aller- Mitglieder des Verbands der Gips-, Cement- und Deckenbaugeschäfte wenigsten wird dies denjenigen überraschen, der die verzweifelte Buger benötigen, diese ihnen zuzuweisen, selbst wenn sie fte Lage des fleinen Weinbauern am Oberrhein fennt und Ge- Firmen, die dem genannten Arbeitgeber Berband Tegenheit hatte zu zu beobachten, wie im Laufe der letzten fernstehen, entziehen muß. Jahrzehnte der Weinkonsum der Bevölkerung dort von einer§8. Diefer Vertrag gilt bis zum 30. März 1902 und bleibt alltäglichen Gewohnheit zur Ausnahme, und an Stelle des Weines auf ein weiteres Jahr bestehen, wenn er nicht durch eine ber beiden jeyt bas billigere Bier auch in jenen gefegneten Landstrichen zum vertragschließenden Parteien drei Monate vor Ablauf gekündigt allgemeinen Bolfsgetränk geworden ist. wird." 4 § 6. Zur Schlichtung von aus dem Arbeitsverhältnis entstehenden Streitigkeiten wird ein Ausschuß von 6 Mitgliedern, zu gleichen Teilen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, gewählt. Den Vorfiz führt ein Arbeitgeber. Es ist unter diesen Umständen leicht erklärlich, daß im Brauereis Die Rabigpuzer hatten bekanntlich eine Erhöhung des Stundengewerbe, nachdem die seine Entwicklung hemmenden Fesseln einmal lohns von 75 auf 85 f. gefordert. gelöſt Ivaren, bie ökonomischen Entwicklungstendenzen des tapitalistischen Zeitalters mit der gesteigerten Energie der verhaltenen Achtung! Herren- Maßschneider! Da die Firma H. Bortrefflich, Kraft sich Geltung verschaffen und in besonders rascher wo sich sämtliche Arbeiter im Ausstand befinden, angeblich versuchen Weise alle jene Umwälzungen herbeiführen mußten, die in foll, Arbeiten bei andren Firmen z. B. bei Herz, Französischestraße, andern Gewerbszweigen fich langsam und daher weniger Meyerstein, Friedrichstraße, Frank und Kurta, Französischestraße und augenfällig hatten bollziehen fönnen. So fommt es, bei Stala, Friedrichstraße aufertigen lassen soll, so ersuchen wir die daiz ber Zwergbetrieb in der Bierbrauerei, der noch vor wenigen Berliner Kollegenschaft der Maßbranche, hierauf genau zu achten, Jahrzehnten die Regel war, mit rapider Geschwindigkeit von der und von diesen Firmen feine fremde Arbeit anzunehmen. Bildfläche zu verschwinden und der modernen Betriebsform, der Bierfabrit großen Stils, das Feld zu räumen gezwungen wurde. Die Ortsverwaltung des Verbands deutscher Schneider. Achtung, Töpfer! Die Baudelegierten- Versammlung hat be Im Jahre 1873 gab es im deutschen Brausteuergebiet, fchloffen, daß die 50 Pfennig- Marte diesen Sonnabend nochmals er also bem gesamten Reichsgebiet mit Ausnahme der füddeutschen haben wird. Es ist ein Teil unsrer Kollegen dem Beschluß der Ber Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß- Lothringen, sammlung noch nicht nachgekommen; dieselben werden ihren Vernoch 13 561 Bierbrauereien mit einer Gesamtproduktion von pflichtungen hoffentlich baldigst nachkommen. Wir machen die 19,7 Millionen Hektoliter; 1897 war ihre Zahl auf 7542 Bertrauensleute zur Innehaltung einer stritten Kontrolle verantwortlich; zurückgegangen, die Menge des gewonnenen Biers aber auf jeder Stollege muß zwei Marten a 50 Pf. geklebt haben. 41,6 Millionen Hektoliter gestiegen. Während also auf der Der Vorstand der Filiale Berlin. einen Seite die Produktionsmaffe um etwa 110 Broz. gewachsen tst, hat sich in demselben Deutsches Reich. 25jährigen Beitraum die Zahl der baran be Die Zimmerer in Bielefeld beschlossen in einer öffentlichen teiligten Betriebe um rund 80 Proz. vermindert. gimmererversammlung, war eines neuen Lohntarifs durch eine Mit andern Worten: Im Jahre 1873 betrug die durchschnittliche Lohnkommiffion mit den Unternehmern in Unterhandlung zu treten. Produktion einer Bierbrauerei im Brausteuergebiet erst 1470 Hefto Inzwischen wird gebeten, den Zuzug von Zimmerern nach Bielefeld liter, 1897 dagegen bereits nahezu 5520 Hektoliter; die durchschnitt- ftreng fernzuhalten. . Die Krakauer Abteilung der galisischen ,, Boltsuniversität Ab. Mickiewicz" veröffentlicht ihren Bericht für das Jahr 1899/1900. Die Abteilung zählt 384 Mitglieder. In dem Berichtsjahre fanden in Krakau 125 Vorlesungen statt, die von zusammen 17457 Buhörern besucht waren. Hiervon waren 6379( 87 Proz.) Arbeiter. Die Frauen bildeten 42 Proz. der Zuhörer. Geschichtliche Borlejungen hatten den größten Zuspruch. Von Zeit zu Zeit wurden wissenschaftliche Diskussionen veranstaltet. Eine Anzahl naturgeiichtlicher Vorträge wurden durch Lichtbilder unterstützt. " Die Bollsuniversität" ist im Jahre 1898, als überall ber hundertjährige Geburtstag des revolutionären polnischen Dichters Adam Midie wieg gefeiert wurde, gegründet, Der Gedanke ging von dem Ingenieur 2ibansti aus, der sich durch Veranstaltungen von populären Naturgeschichts- Borträgen äußerst verbient gemacht hat. Der Gedante wurde durch die Bemühungen der Lemberger Vereinigung" der fortschrittlichen Studenten in Wirklichkeit übersetzt. Die Universität" wurde zuerst für Lemberg organisiert. Die Vorlesungen begannen am Anfang des Jahres 1899. Die naturgeschichtlichen Vorträge des Ingenieurs ibansti und ein Cyklus des Genoffen antie wiez über die französische Revolution wurden mit Begeisterung aufgenommen, 50 Proz. der Zuhörer in Lemberg waren Arbeiter. Mit der Zeit entstanden Abteilungen der Universität auch in Krakau, Przemysl, Stanislawow und Boryslaw, Anfang dieses Jahves fand auch in Lemberg eine Giordano Bruno- Feier statt. Die " Universität" veranstaltet auch periodisch Vorträge in den Provinzftädten, ein Vortrag wurde auch schon in einem Dorf vor Bauern gehalten. Die Regierung und die Polizei haben es an Chitanen gegen die" Universität nicht fehlen laffen. Verweigerung von Sälen, Verbote von Sammlungen und sonstige polizeiliche Freundlichkeiten beweisen zur Genüge, daß die Regierung die Ausbreitung der Bildung mit allen Mitteln verhindern möchte, Trotzdem macht die Universität hocherfreuliche Fortschritte. In Galizien wachsen nach offiziellen Zahlen etwa 730 000 Kinder ohne jeglichen Schufunterricht auf. Da ist die Entstehung einer wirklichen Volksuniversität bon ungeheuerer Kulturbedeutung und wir freuen uns in erster Linie, daß die galizische Arbeiterschaft durch den großen Besuch der Vorträge belviesen hat, daß sie dies Kulturnoment zu würdigen weiß. Die Abschaffung der Nachtarbeit in den Bädereien bøn Amerita. Der Gedanke der Tagarbeit gewinnt in ben amerikanischen Bädereien immer mehr Boden.„ Es tann", schreibt The Baters| Bau und ersuchte Apel, sie zu entlassen. Apel entließ sie auch am Sonn- jüber diesen Gegenstand abgeben. Der Abg. P. T. Connor fragt Journal"," fein gweifel mehr darüber walten: die Tagarbeit wird abend. Die Kläger zeigten sich von vornherein einem Vergleich geneigt, an, ob das Haus diese Erklärung dahin verstehen soll, daß das in der nächsten Zukunft im Bäckergewerbe sich zu einer Hauptfrage während der Beklagte sich zunächst sträubte und betonte, daß er Gesuch an Japan, in dieser Sache vorzugehen, einstimmig seitens gestalten. Dann wird es sich zeigen, wer sich auf die Seite des nichts übrig habe. Er führte noch an, daß die Kläger sich während der Mächte erfolgte. Hierauf gab der Unterstaatssekretär feine wahren Fortschritts stellt und wer diejenigen sind, die sich der Flut der Arbeitszeit betrunken hätten, wie er am Wochenschlusse erfahren Antwort. der Zeit entgegenstemmen und die höchst notwendigen Reformen, habe. Der Vorsitzende Dr. Schalhorn riet ihm, doch auf London, 6. Juli. Den Abendblättern wird aus Shanghai welche ebensowohl im Interesse des Bäckergewerbs als in dem des einen Vergleich einzugehen, wenn er nicht alles zahlen wolle. Nach gemeldet, in Peking seien, außer den Ausländern, fünftausend zum Gemeinwohls liegen, zu hintertreiben versuchen." Ansicht des Gerichts stehe die Sache für ihn schlecht, und zwar Christentum übergetretene Eingeborene von den kaiserlichen Truppen aus folgenden Erwägungen: Trunkenheit sei nur so lange ein Ent- niedergemehelt worden. laffungsgrund, als sie anhalte und den Betreffenden arbeitsunfähig zu heranreichten. zu stande. Grund aus einem Kontraktbruch Sociale Rechtspflege. mache. Hier seien nun 2. und K. erst am Sonnabend entlassen London, 6. Juli. Das„ Reutersche Bureau" meldet vom Feiertagsbezahlung und§ 616 des Bürgerlichen Gesetz- worden, während sie am Mittwoch betrunken gewesen sein sollen. 29. Juni aus Tientsin: Die fremden Befehlshaber sind gewillt, zu buchs. In einem Sühnetermin, den Gewerberichter Dr. Leo Ebensowenig greife der Einwand durch, daß die Kläger einen verzweifelten Mitteln zu greifen, jedoch würde der Versuch eines Gewaltals Vorsitzender der Kammer I abhielt, stand auch ein Rechtsstreit der Mitarbeiter geschlagen hätten. Es möge dies ja bedauerlich sein, sei marsche von Tientsin den zu ihrer Verfügung stehenden Truppen Schneiderin E. gegen die Modisten Giesi de und Hiller zur Ver- aber nicht durch die Gewerbe- Ordnung zu treffen. Und wenn die sichere Vernichtung bedeuten, abgesehen von der Niedermezelung Handlung. Die selägerin beanspruchte 21,90 m., wobei sie auf Bezahlung Kläger blauen Montag" machten, wäre auch das zu bedauern, der Civilpersonen, die dann thatsächlich ohne Schutz zurückgelassen einiger Feiertage nicht bestand, während die Beklagten nur 12 M. ohne daß es die Entlassung rechtfertige. Nur eine beharrliche würden. Hinreichende Wasserzufuhr ist eine schwierige Aufgabe, da die anerkannten. Der Rest wurde wegen angeblicher Pfuscherei ver- Arbeitsverweigerung sei ein Entlassungsgrund. Eine solche liege weigert. Herr Dr. Leo schlug einen Vergleich auf 18 M. vor, indem nicht vor, denn Beklagter sei am fraglichen Tage gar nicht auf dem Gegend kein Wasser liefert, außer dem aus den Flüssen, dann die Brunnen er folgendes ausführte: Die Klägerin habe es nicht nötig, sich die Bau gewesen, er könne also die Kläger nicht ermahnt und zur find vergiftet. Die Chinesen verüben furchtbare Grausamkeiten an Feiertage abziehen zu lassen. Es tomme der§ 616 des Bürgerlichen Weiterarbeit aufgefordert haben. Nach dieser Belehrung ging den Verwundeten und verstümmeln alle Toten, die in ihre Hände Gesetzbuchs in Betracht, worin es heiße: Der zur Dienstleistung Apel auf einen Vergleich ein. Die Kläger ermäßigten freiwillig ihre fallen. General Jungfujiang ist mit 10 000 Mann der bestVerpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht Ansprüche auf je 20 M., die zu zahlen Herr Apel sich bereit er- disciplinierten Truppen der chinesischen Armee, die Mohamedaner dadurch verlustig, daß er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Klärte. sind von Südwesten her auf dem Marsche gegen Peking. Das in Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Ver- Ein Beitrag zur Aufrechnungsfrage. Der Schleifer W. der Nachbarschaft der Hauptstadt befindliche Heer ist etwa 50 000 schulden an der Dienstleistung verhindert wird. Bei finn hatte den Unternehmer Bieme beim Gewerbegericht wegen Mann start. Die Kaiserin Witwe ist in den Sommerpalast gegemäßer Auslegung dieser Bestimmung müsse man 16 M. rückständigen Lohns beklagt. Bieme wollte hiergegen einen flüchtet. Mohamedaner und Borer kämpfen in Peking. Die Frauen Wenn Personen bei Schadensersatzanspruch aufrechnen, den er damit begründete, und Kinder werden aus Tientsin nach Taku gebracht werden, sobald Sie auch auf die Feiertage anwenden. vorübergehender Krankheit, Soldaten bei Wahrnehmung bon daß W. ohne Innehaltung der vierzehntägigen Kündigungsfrist Tausende todter Chinesen liegen unKontrollversammlungen teine Lohneinbuße erleiden sollten, so müsse die Arbeit niedergelegt habe. Die Sache wurde vor der Kammer V die Reise für sie sicher ist. Der Fluß von Tientsin bis man umsomehr annehmen, daß auch der Lohn für die Feiertage verhandelt. Der Vorsißende Dr. Voigt wies den Beklagten beerdigt auf den Feldern bei Tientsin. der zahlen sei, da hier des Feierns nicht darauf hin, daß gegen die Lohnforderung des Klägers als Taku schwimmt voller Leichen, von denen viele von der Flut ans einmal in der Person des Betreffenden liege, sondern in gefeßlichen einer unpfändbaren Förderung eine Aufrechnung nach§ 394 Ufer gespült werden. Die Fremden in Tientsin erklären, daß sie Somit des Bestimmungen beziehungsweise in Polizeianordnungen. Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht zulässig sei. Andrer ihr Leben den Russen danken, ohne deren Hilfe die kleineren könnten die Beklagten ruhig noch 6 M. für die Feiertage zu der seits wäre im vorliegenden Fall zu beachten, daß auch Abteilungen der anderen Mächte sicher, am 20. Juni überihrerseits anerkannten Summe zulegen und die Klägerin werde wahr- die Gegenforderung des Beklagten eine solche sei, gegen die nach wältigt worden wären, scheinlich damit zufrieden sein, weil 18 m. nahe an ihre Forderung§ 393 des genannten Gesezes nicht aufgerechnet werden dürfe; belagerten Truppen von allen Seiten bedrängten; selbst der an welchem Lage die Chinesen die Es kam dann auch ein Vergleich auf 18 Mark denn werde diese Forderung des Klägers, also aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Mutigste hätte die Hoffnung aufgegeben gehabt: Der russische Oberst Unzuständigkeit des Gewerbegerichts. Wegen Frechheit und Handlung hergeleitet. Es frage fich, ob nicht vielleicht dadurch, 3owack habe angeordnet, daß der Haupteil der Truppen einen Aus Liederlichkeit entlassen". Diesen Vermert hatte der Restaurateur daß sich zwei solche Forderungen gegenüberstehn, der Kompensations fall machte, um mit den Civilpersonen nach Zaku zu gelangen. Hildebrandt dem Hausdiener S. in das Arbeitsbuch ein- ausschluß wieder aufgehoben sei. Nachdem ein Vergleichsversuch gescheitert 400 Ruffen sollten zurückbleiben, die Stadt zu verteidigen und die getragen. S. verklagte Herrn Hildebrandt deshalb beim Gewerbe- war, wurde der Beklagte verurteilt, an W. den rückständigen Aufmerksamkeit des Feindes auf sich lenken und im schlimmsten gericht und verlangte unter anderm die Beschaffung eines neuen Lohn zu zahlen. Dr. Voigt führte aus: Eine Kammer des Gewerbe- Fall sich opfern. Aber das rechtzeitige Eintreffen britischer und Arbeitsbuchs, sowie eine Entschädigung. Er behauptete vor der gerichts habe schon einmal entschieden, daß die Aufrechnung wieder amerikanischen Truppen retteten den Tag. Ihr Eintreffen überKammer VI, der Beklagte habe ihn geschlagen und er sei gar nicht zulässig sei, wenn sich zwei Forderungen gegenüberständen, gegen entlassen worden, sondern selber gegangen, weil er sich seines Lebens die an sich nicht kompensiert werden dürfe. Dem habe sich der raschte den Feind. Die Entdeckung der bisher unbekannten Arsenale nicht sicher gefühlt habe. Der Gerichtshof erklärte den Vermerk im Gerichtshof nicht anschließen können. Er habe nicht einzusehen und Lager gehört zu den Beweisen für die ungeheueren VorArbeitsbuch für unzulässig, verwies aber den Kläger mit seinen An- vermocht, weshalb durch ein solches zufälliges Busammentreffen bereitungen, die die Chinesen für den Krieg getroffen haben. In sprüchen aus dieser gesetzwidrigen Handlung wegen Unzuständigkeit die Bestimmung des einen der in Betracht kommenden Paragraphen den Arsenalen außerhalb Tientsin wurden Waffen und Munition außer Kraft gesezt sein solle. Der rückständige Lohn müsse auf jeden modernster Type im Werte von über zwei Millionen Pfund ver des Gewerbegerichts an das Amtsgericht. Der Metallarbeiter N. war Fall gezahlt werden. nichtet. Ungenügende Entschuldigung. Die Rolle des Stellenvermittlers beim Engagements- Rom, 6. Juli.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Die Abeines Nachmittags seiner Arbeitsstätte in der MetallwarenfabrikAls er am andern Morgen sein abschluß wurde in einem Prozeß erörtert, der die Kammer VI des geordneten Colajanni und Ferri bekämpften die KolonialAttiengesellschaft ferngeblieben. Fernbleiben mit dem Eintritt gewisser Familienverhältnisse Gewerbegerichts beschäftigte. Der Gastwirt Schoof verlangte von Politik und die auf China bezügliche Politik der Regierung. nicht weiter beschäftigt. N. der Kellnerin N. eine Buße wegen Kontraktbruchs, indem er be- Abg. Forito trat dafür ein, daß Italien Hand in Hand mit den entschuldigen wollte. flagte demnächst gegen die Aktiengesellschaft beim Gewerbebauptete, die Beklagte habe trotz erfolgten Engagements die andern Mächten in China ginge. gericht und verlangte einen Lohnrest, indem er geltend Stellung bei ihm nicht angetreten. Die Verhandlung ergab, daß Die Kammer genehmigte sodann in geheimer Abstimmung mit machte, daß die angefangene Accordarbeit ihm einen Stundenverdienst der Kläger mit der Kellnerin überhaupt keine Verein- 213 gegen 42 Stimmen das Handelsübereinkommen zwischen von 75 Pf. ermöglicht haben würde. Der Vertreter der Beklagten barung getroffen hatte, sondern daß Fräulein St. lediglich vom Italien und den Vereinigten Staaten, worauf die Sigung aufFalt zu ihm gesandt worden war, nachdem gehoben wurde. berief fich demgegenüber auf die Arbeitsordnung, wonach die Vermittler telephonisch„ eine Kellnerin" bestellt hatte. Sowohl Accordarbeiter für die bereits geleistete Arbeit nur auf den orts- er Petersburg, 6. Juni.( W. T. B.) Auf eine Anfrage der üblichen Lagelohn Anspruch baben sollen, wenn der Accord durch Herr Schoof als auch die als Zeugin erschienene Geschäfts- japanischen Regierung betreffend Entsendung japanischer Truppen ihre Schuld unvollendet bleibt. Der Kläger habe schon mehr als den führerin des Stellenvermittlers waren der Meinung, hier nach China zur Hilfeleistung für die in Peking befindlichen Ausländer schon der Arbeitsvertrag perfekt antwortete die kaiserlich russische Regierung, wie die„ Russische ortsüblichen Tagelohn erhalten. Die Kammer V, unter dem Vorsitz durch sei Die Geschäftsführerin meinte sogar, jede Dame Telegraphenagentur aus authentischer Quelle erfährt, bereis ant des Dr. Voigt wies N. mit folgender Begründung ab: Der geworden. Atläger könne nicht mehr als den ortsüblichen Tagelohn verlangen, müsse die Stellung annehmen", die ihr zugewiesen werde, und 27. Juni, daß sie der japanischen Regierung volle Aktionsfreiheit denn die Unterbrechung des Accords habe er selber verschuldet. Er der Gastwirt müsse die geschickte Dame einstellen. Der Gerichtshof in dieser Beziehung einräume, um so mehr, als die japanische Reden Mund des Vorsitzenden sei ohne Entschuldigung einen ganzen Nachmittag fortgeblieben. Nun sprach sich indessen durch gierung ihre Bereitwilligkeit aussprach, in vollem Einvernehmen mit folle ihm geglaubt werden, daß Familienverhältnisse ihn dazu Dr. Krause gegen die Auffassung des Klägers und gegen ben andern Mächten zu handeln. veranlaßt hätten. Trotzdem sei mit Recht am nächsten Morgen die der Zeugin aus: Wenn der Vermittler einem Arbeitgeber Washington, 6. Juli.( W. T. B.) Der Konsul der Vereinigten feine Entschuldigung nicht angenommen worden. Es sei festgestellt einen Arbeitslosen zuschicke, dann sei damit das eigentliche Engagement und er bestreite es nicht, daß er am fraglichen Nachmittag so viel noch nicht vollzogen. Ein Restaurateur z. B. brauche ein ihm Staaten in Shanghai telegraphiert unter dem 5. d. M.: Die AufZeit hatte, in einer Kneipe ein Glas Bier zu trinken. Somit sei zugeschicktes Mädchen, das ihm nicht gefalle, nicht annehmen, und standsbewegung dehnt sich aus. es N. möglich gewesen, sich noch am selben Tag zu entschuldigen. umgekehrt habe der Arbeiter dieselbe Freiheit. Bei der Arbeits- Norden Niederlagen erleiden sollten, werden die Unruhen sich auf Daß er es unterließ, müsse ihm darum als ein Verschulden an- vermittelung durch einen Dritten konime der Arbeitsvertrag erst in dem Central- und Südchina ausdehnen und die Ausweisung und ErAugenblick zu stande, wo sich die beiden Vertragschließenden mordung der Ausländer im Innern sowie die Vernichtung des gerechnet werden. gegenseitig damit einverstanden erklärten. Besonders in Betracht Mangelhafte Arbeit und plöhliche Entlassung. Der Ar- tomme hier noch, daß es sich um eine sogenannte feste Stellung Handels zur Folge haben. Eine starke Streitmacht ist erforderlich, beiter N. war von Herrn Gabriel, dem Erfinder einer Walze für Handele, d. H. um eine Stellung nicht nur für einen Tag oder eine um die Vicekönige im Norden in Schach zu halten und die Vicezum Arbeiten an der Drehbank Photographen, engagiert bestimmte Gelegenheit. Bei diesen vorübergehenden Beschäftigungen fönige im Süden zu unterstützen. worden. Seine Arbeit gefiel Herrn Gabriel aber so wenig, im Gastwirtsgelverbe( Lohnarbeiter" 2c.) habe die Praxis allerdings Tschifu, 6. Juli.( W. T. B.) Die Südliche Mandschurei he daß dieser ihn schon nach ein paar Tagen entließ. Es kam zu zu andren Anstellungsgewohnheiten geführten, würden von einem findet sich im Aufruhr, das Kohlenwerk bei Mukden, die Eisenbahn einem Prozeß vor dem Gewerbegericht. N. verlangte 30 M. Restaurateur 50 Kellner auf Lagelohn verlangt, dann nach Niutschuang und die Telegraphenlinien sind zerstört. Teleals Entschädigung wegen unberechtigter Entlassung. Der Beklagte sei er natürlich bei entsprechenden Abmachungen mit gramme von Port Arthur gehen über Tschifu. Gabriel wandte dagegen ein, daß er den Kläger hätte ent- dem Vermittler verpflichtet, diejenigen 50 anLassen können, weil N. sich als Dreher ausgegeben habe, zunehmen und zu beschäftigen, die ihm der Ver alle die Fähigkeiten eines solchen zu besitzen. Außerdem fei N. ohne nur zur Probe" angenommen worden, denn er habe ihm bei der Annahme ausdrücklich gesagt, er wolle es mit ihm versuchen. Schon deshalb hätte Kläger sofort entlassen werden können. Der Kläger behauptete demgegenüber, er habe schon öfter an der Drehbant gearbeitet, wenngleich er nicht gelernter Eisen- oder Metalldreher sei; es wäre selbstverständlich, daß er sich bei Gabriel erst hätte einarbeiten müssen. gab wurde er • Wenn die Verbündeten im mittler zufchide. Der Kläger folgte einem Rat der Richter Lehte Nachrichten und Depeschen. und verzichtete freiwillig auf seinen Anspruch. Der chinesische Krieg. Herne, 6. Juli.( B. H.) Durch Explosion schlagender Wetter wurden auf der Zeche Friedrich der Große" vier Berglente verlegt, davon drei schiver. Frankfurt a. M., 6. Juli.( B. B.) Die Frankf. Zeitung" meldet aus Darmstadt: Die zweite Rammer lehnte heute nach einer sehr lebhaften Verhandlung die Beschlüsse der ersten Kammer gun Lehrerbesoldungs- Gesetz ab, trotzdem die Regierung dieselben sich zu eigen gemacht hatte und aufs wärmste in der Person des Staatsministers Rothe dafür eingetreten war. Der in namentlicher Abstimmung mit 23 gegen 18 Stimmen erfolgte Beschluß der Zweiten Kammer bedeutet eine ernste Niederlage des Finanzministers und des gesamten Ministeriums, welches durch die Stellungnahme des Finanzministers zu einer schroffen Ablehnung aller entgegengesezten Beschlüsse der Zweiten Kammer veranlaßt werde. Im Laufe der Verhandlung Berlin, 6. Juli.( W. T. B.) Der Kaiser Wilhelm hat der Beklagte Beklagte zu, бав man das Dreherhandwerk soeben an den Chef des Kreuzergeschwaders, den Gouverneur nicht speciell gelernt haben brauche, um seine Walzen abzudrehen. von Kiantschon in Tsingtan, den Generalgouverneur von Er wurde von der Rammer V verurteilt, an St. 30 Mart zu Shantung, den Vicekönig von Nanking und den Vicekönig zahlen. Gewerberichter Dr. Voigt führte begründend aus: Ein von Wutschang folgendes Telegramm gerichtet: probeweises Engagement hätte den Beklagten allerdings Ich verpflichte mich auf mein kaiserliches Wort für jeden berechtigt, den Arbeiter während der Probezeit plötzlich zu entlassen. Ein solches Engagement liege aber hier nicht vor, ba der zur Zeit in Peking eingeschlossenen Fremden jeder die Worte des Beklagten, er werde es mit dem Kläger versuchen, Nationalität, welcher lebend einer kaiserlich deutschen oder einen Arbeitsvertrag auf Probe" noch nicht begründeten. Es tämen sonstigen fremden Behörde übergeben wird, demjenigen, der Paris, 6. Juli.( B. H.) Senator Fabre hat gegen die„ Libre somit nur die gefeßlichen Entlassungsgründe in Betracht. Unge- die Auslieferung herbeiführt, 1000 Taels auszuzahlen. Auch nügende Arbeit gehöre nicht zu diesen Gründen, der Be- übernehme ich alle Kosten, welche jedwede Uebermittelung Parole" Strafantrag gestellt, weil sie die 153 Senatoren, welche gestern dafür gestimmt, daß die Rede Walded- Rousseaus angeschlagen tlagte müsse darum nach dem Klage- Antrage verurteilt werden. meiner Zusage nach Peking verursacht. gez.: Wilhelm." werde, als Schurken bezeichnet hatte. Er verlangt die Wiederrufung Wie schwer es den Angehörigen verunglückter Arbeiter Hamburg, 6. Juli.( W. T. B.) Die Hamburg Amerika Linie dieser Beleidigung durch 200 Zeitungsinserate. zuweilen gemacht wird, die ihnen zustehende Rente zu erhalten, erhellt hat ihren Dampfer Savoia", welcher morgen in Hongkong fällig Paris, 6. Juli.( W. T. B.) Deputiertenkammer. Lasies aus einem dieser Tage vor dem Reichsversicherungsamt ist, dem Kaiser als Hospitalschiff zur Verfügung gestellt. Die will eine Juterpellation einbringen über die Vertagung des von der " Savoia" hat Ordre, sofort nach Yokohama wetterzugehen, um dort Aurore" gegen den Hauptmann Fritsch angestrengten Prozesses. verhandelten Fall, der dadurch besonders interessant ist, daß als beflagte Partei die Direktion der kaiserlichen Werft zu Wilhelms- unter Mitwirkung des deutschen Hospitals die erforderlichen Ein- Ministerpräsident Waldeck Rousseau ersucht das Haus, die haven figurierte. Der Heizer Cornelius zu Bant hatte am 28. Mai v. J. richtungen zu beschaffen. Auf die bezüglichen Meldung der Gefell- Tagesordnung nicht zu unterbrechen. Lassies erhebt hiergegen bei der Arbeit am Werfidampfer Kraft" durch Ertrinken seinen Tod schaft sandte der Kaiser der Hamburg- Amerika Linie das folgende Einspruch, ergeht sich in Beleidigungen gegen Waldeck- Rousseau gefunden. Als die Witwe die ihr zustehende Rente forderte, lehnte Telegramm: und versucht, feine Interpellation zu begründen. Auf Befragen des die Werft dies Gesuch ab, weil angeblich nicht erwiesen war, daß der Tod In dem Anerbieten der Hamburg- Amerika Linie auf Sergabe Präsidenten Deschanel beschließt das Haus, Lafies das Wort zu ent wirklich mit einem Betriebsunfall in Zusammenhang stehe. Als es darauf des Dampfers„ Savoia" als Hospitalschiff für China erblicke ich einen ziehen; Lasies weigert sich, die Rednertribüne zu verlassen. Präsident dem Vertreter der Witwe, unserm Parteigenossen Duden in Bant, geWaldeck- Rousseau an der Rednertribüne vorbeigeht, steht Lasies lungen war, vor der kaiserlichen Intendantur, die als Schiedsgericht hochherzigen Beschluß, der mir einen erneuten Beweis liefert von der Deschanel vertagt hierauf die Sigung und veeläßt den Saal. Als in Betracht kommt, ein obfiegendes Erkenntnis zu erzielen, legte die patriotischen Gesinnung, welche die Hamburg Amerika Linie immer wieder Beleidigungen gegen ihn aus. Alle Deputierten begeben Werftdirektion beim Reichs- Versicherungsamt Rekurs ein. Ein föniglicher ausgezeichnet hat. Ich nehme das Anerbieten mit warmen Dank an sich nach dem Raum um die Rednertribüne, von allen Seiten Intendanturrat hatte hier die Ansprüche einer Witwe und ihrer drei und werde dem Chef des Kreuzergeschwaders die erforderlichen Be werden Rufe und Verwünschungen laut. Die Tribünen, auf unmündigen Kinder zu bekämpfen, während Duden abermals für fehle zugehen lassen. denen ebenfalls Lärm entsteht, werden geräumt. Auch das ReichsInteressen der Bedrängten eintrat. Versicherungsamt erkannte der Wittwe die Jahresrente in Höhe von 720 M. zu und bewilligte ihrem Vertreter ferner eine ReiseEntschädigung von 35 M. Daß der Staat durch solche Prozesse an Bertrauen bei der Arbeiterschaft gewinnt, wird sich nicht behaupten die laffen. Wilhelm I. R. Kiel, 6. Juni. Die erste Division des ersten Geschwaders erhielt von dem Kaiser Befehl, Montagvormittag 10 Uhr Stiel zu verberlassen. Gesandtschaft sind am 1. Juli 6000 japanische Jufanteristen und Wien, 6. Juli.( B. H.) Nach einer Meldung der japanischen eine Artilleriebrigade in Tatu gelandet. " Während der Aufhebung der Sigung herrscht eine lebhafte Erregung in den Wandelgängen, obgleich die meisten Abgeordneten ini Sigungssaale geblieben waren. Die Abgeordneten Lasies und der Rednertribüne auf, obwohl der Präsident Deschanelihn aufBarrot schickten sich gegenseitig Zeugen. Nach Wiederaufnahme der Sigung hielt sich Lafies ständig auf fordert, dieselbe zu verlassen. Lasies wirft dem Präsidenten vor, die Freiheit der Rednertribüne nicht zu wahren, wogegen die Linte protestiert, während die Rechte Lafies Beifall zollt. Nach einigen Bemerkungen wird die Interpellation Lafies hinter die schon auf der Tagesordnung befindlichen gesezt, womit der Zwischenfall erledigt ist. Paris, 6. Juni. Aus den Besprechungen der Zengen der Deputierten Barrot und Lasies hat sich ergeben, daß kein Grund zu Gegen Entschädigungsansprüche der Kleber 2. und K. machte London, 6. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Der Unterstaatsder Tapezierermeister Apel vor der Kammer III geltend, daß er die Kläger mit Recht entlassen habe. Die Verhandlung sekretär des Aeußern Brodrick erklärt: Die japanische Regierung ergab folgenden Sachverhalt. Die Kläger waren auf einem hat von der britischen die Versicherung erhalten, daß eine prompte But, wo sie im Auftrage ihres Meisters arbeiteten, mit einem Entsendung einer großen japanischen Streitmacht nach Tatu von Anschläger in nicht ganz friedliche Körperliche Berührung gekommen. England willkommen geheißen werden würde. Kein Einwand wurde Dies mißfiel dem Bauherrn und noch mehr verstimmte es ihn, daß von irgend einer Macht gegen dieses Verfahren erhoben. Da die die Leute sich zeitweilig in einer Kneipe anfhielten. Er wies fie vom Unterhandlungen fortdauern, so kann ich feine weitere Erklärung einem Zweikampf vorliegt. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 155. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berliner Partei- Angelegenheiten. V Sonnabend, 7. Juli 1900. zugeben, ist noch immer unerfüllt, weil die Schuldeputation in dieser um fast das Fünfzehnfache, während die Zahl der Grundstücke auf Frage die Entscheidung den Rektoren überläßt. Was bleibt den etwa das Doppelte und die der Wohnungen und Gelasse auf das Kindern da anders als die Straße? Dreifache stieg. Es wurden verzeichnet im Jahre 1869: 653 Brände, Parteigenoffen Berlins und der Provinz Brandenburg! Die socialdemokratische Fraktion der Stadt- 1879: 1479, 1889: 3762, 1899: 9160. Die Zunahme der Brände ist Der diesjährige Provinzial- Parteitag findet am berordneten Versammlung hat mit Rücksicht auf diese wohl in der Hauptsache auf die Steigerung der Wohndichtigkeit Sonntag, den 26. August, in Berlin im, Gewertschafts- Bedenten im Mai den Antrag gestellt, es solle den zurückzuführen, doch hat darauf auch der Massenkonsum von Gas haus", Engel- Ufer 15, statt. Als provisorische Tagesordnung ist Gemeinde Schulkindern durch entsprechende und Elettricität erheblichen Einfluß. festgesetzt: Einrichtungen ermöglicht werden, in den Sommerferien unter Leitung geeigneter Personen auf tolonie an der Elbingerstraße festgenommene Tischler Lehmann ist Der gelegentlich eines Einbruchsversuche in der Laubenden Schulhöfen und in den Parts zu spielen, 2. Wie organisieren sich die Landarbeiter der Provinz Branden- Ausflüge in die Umgegend zu machen usw. Der An- eine wegen Eigentumsvergehens schon vielfach, zuletzt mit fünf Jahren 1. Bericht der Agitations- Kommission. burg? 3. Agitation und Organisation. 4. Die Presse. 5. Anträge. Die Parteigenoffen aller in Betracht kommenden Wahlkreise werden gebeten, die Wahlkreiskonferenzen resp. Parteiversammlungen zu berufen, um Stellung zur Tagesordnung zu nehmen und die Wahlen der Delegierten zu vollziehen. Jeder Wahlkreis ist be: rechtigt, drei Delegierte zu entsenden. Den Delegierten ist ein Mandat auszustellen. Mandats- Formulare werden zugesandt. Event. Anträge sind bis spätestens 18. August dem Unterzeichneten einzusenden. 0 Mit Parteigruß Agitations Kommission für die Provina. Brandenburg. J. A.: Karl Dimmid, Berlin S., Luisen- Ufer 11. 0 trag ist angenommen worden. Für dieses Jahr war natürlich eine Buchthaus vorbestrafte Persönlichkeit, die auch jetzt schon wieder von Ausführung des Gedankens nicht mehr möglich, aber im nächsten der Polizei gesucht wurde. Eine Specialität des Verbrechers bildetent Jahre soll ein Versnch damit gemacht werden, falls der Magistrat Geflügelbiebstähle. Den lezten derartigen Diebstahl, der ihm die Einrichtungen zu schaffen, daran kann, wer ein Verständnis für die auf den ihn verfolgenden Eigentümer einen Schuß ab und mißzustimmt. Daß die Gemeinde die Pflicht hat, die geforderten schwere Zuchthausstrafe einbrachte, hatte 2. in einem westlichen Vorort berübt. Er wurde hierbei von dem Bestohlenen überrascht, gab focialen Aufgaben unsrer Zeit hat, nicht zweifeln. Thun die städtischen Behörden in dieser Hinsicht endlich einmal ihre Pflicht, handelte ihn. Nach seiner Freilassung wußte sich der Verbrecher, der dann werden fünftig auch ärmere Eltern ihren Kindern lange Ferien sich obdachlos hier aufhielt und seine Diebesthätigkeit sofort wieder gönnen dürfen und nicht aus Besorgnis vor erziehlicher Schädigung aufgenommen hatte, der Polizeiaufsicht zu entziehen. Jetzt dürfte Ber Kinder- schon am Ferienanfang das Ferienende herbeiwünschen er jedenfalls für längere Zeit unschädlich gemacht werden. müssen. an " Der Sieg der samoanischen Küche. Seht, vir Wilden find doch bessere Menschen! Auf dies in unfren Tagen zum Gemeinplat Die Entschädigung unschuldig Verurteilter ist in unfrem gewordene Wort können sich auch unsre neuesten Landsleute aus modernen Rechtsstaat noch immer eine ungelöste Frage. Der zag- Samoa berufen. Rennten sie weiter noch unsern Schiller, wie wir hafte Versuch, den die Gesetzgebung vor einigen Jahren auf diesem ihn anstandshalber lennen, so würden sie dem mit Feuerwaffen und Gebiet unternahm, ist vollständig mißglüdt, weil die Regierung mit unter Umständen auch mit Feuerwasser tolonifierenden Europäer be aller Entschiedenheit es ablehnte, überall da Entschädigung zu ge- weisen, daß der Vers Wohlthätig ist des Feuers Macht" uneinwähren, wo durch Irrtum oder Nachlässigkeit der Beamten Personen geschränkt wohl auf die Samoaner in Berlin, nimmer Schaden zugefügt wird. Leider ist der Reichstag, wie in so aber auf die Berliner in Samoa zutrifft. Denn wo in aller Welt An die Parteigenoffen des Kreises Teltow- Beeskow! vielen andren Fällen auch hier nicht energisch aufgetreten, um ist es schon geschehen, daß ein moderner Kolonialheld einem der Am 8. Juli erscheint die Lokalliste für die Hochsommer- Saison, für diese Frage in einer Weise zu lösen, die den Grundsägen einer Berdeutschung preisgegebenen Völkerstamme die Ueberlegenheit und die Zeit der Ausflüge und Landpartien. In dieser Liste find wieder humanen Rechtsauffassung entspricht. Man hat sich mit der Abschlags- Vorzüglichkeit der europäischen Kultur an einem langsam am Feuer verschiedene Aenderungen enthalten, die das weitgehendste Entgegen- zahlung begnügt, die unschuldig in Strafhaft Genommenen zu ent- röstenden Schweinebraten demonstriert hat? Mit dem röstenden tommen der Lokalkommission gegenüber den Parteigenoffen auf- fchädigen, für unschuldig weisen. Es ist daher Pflicht der Genossen, daß sie sich streng nach jede Entschädigung abgelehnt. erlittene Untersuchungshaft jedoch Schweine aber operierten gestern die Samoaner im 8oologischen Wie dringend notwendig aber Garten, und weil sie folches thaten, eroberten fie nicht allein der Lokalliſte richten und nur solche Lokale besuchen, die uns zur auch die Entschädigung der unverschuldet in Untersuchungs- Berlin im Sturm, sondern erzielten auch ob dieses ihres Beginnens Erledigung unsrer Parteigeschäfte zur Verfügung stehen. Hauptsächlich haft Gekommenen ist, hat die Untersuchungsbehörde bei einen uneingeschränkten moralischen Erfolg. Mit welcher Umsicht muß die Agitation in die Werkstätten und Fabriten verlegt werden, ihren irrigen Maßnahmen zur Aufklärung des Mords war aber auch das Vorhaben ins Werk gesetzt worden! Feierlich damit gemeinſame Touren, gleichviel ob per Kremser, Bahu oder zu Fräulein Medenwaldt bewiesen. Hier ist durch eine längere Unter- trug man um vier Uhr nachmittags das Schwein heran, in dessen Fuß, nur in die der Arbeiterschaft zur Verfügung stehenden Lokale untersuchungshaft gegen vollkommen unschuldige Personen eine ganze Zeichen Samoa fiegen wollte. Das sauber ausgeweidete Opfertier nommen werden. Jeder Genosse, der in diesem Sinne wirft, leistet Familie schwer geschädigt, und leider steht keinem der Betroffenen ein ward dann als Ganzes mit frischem Laub umwickelt und zwischen den Parteigenossen in den kleineren Orten einen großen Dienst und Anspruch auf Entschädigung zu. große Steine gelegt, die durch brennende Holzscheite zum Glühen unterstügt sie in dem schweren Kampf, welchen dieselben mit den Lokalbefizern und den Behörden auszufechten haben. Vor einigen Tagen wurde uns über einen Fall berichtet, der gebracht wurden. Diese auf dem Erdboden verrichtete Arbeit sah Darum, das gleiche Gebiet streift. Auch hier steht dem Betreffenden kein An- einem ceremoniösen Begräbnis ähnlich; es war gewissermaßen ein Parteigenossen, beherzigt die neue Lokalliste und führt den Euch auf- recht auf Entschädigung zu, trotzdem er zweimal aus seinem Kompromiß zwischen Humus- und Feuerbestattung. Mehr oder gezwungenen Kampf mit aller Entschlossenheit fort, damit wir auch Arbeitsverhältnis gerissen wurde. minder wonnige Düfte verbreiteten sich allmählich im Garten, und Diese fleinlichen Machinationen zu Schanden machen. Durch Kampf zum Sieg! Der Geschädigte ist der Arbeiter May S., als Kutscher in einem nach drei Stunden geschickten Schaffens war das Gewollte erreicht. Die lokalkommission des Reichstags- Wahlkreises wurde S. von seinem Fuhrwerk weg verhaftet, angeblich, weil er sted- Gymnafiaft zu Beginn der achten Stunde das Schwein erstehen; größeren Fuhrgeschäft beschäftigt. Am Donnerstag früh voriger Woche Dem Phönig gleich aus der Asche sah ein dichterisch verklärter brieflich gesucht werde. Richtig war, daß gegen S. im Jahr 1898 ein schnell war das gebratene Tier von fundiger Hand zerlegt, und der Arbeiter, Parteigenossen! Die Lokalkommission des Kreises Steckbrief erlassen war, weil er sich zur Abbüßung einer Strafe, die er im Citieren so muntere Jüngling erhielt zum Dank für den finnigen Niederbarnim fieht sich veranlaßt, ganz besonders auf die am wegen Wilddieberei erhielt, nicht stellte. Nachträglich hat S. die Vergleich den fettesten Bissen zugewiesen. Auch was sonst an Sonntag erscheinende Lokalliste hinzuweisen. Soll die Lokalliste ihren Strafe verbüßt und ist der Steckbrief gegenstandslos geworden. Mit S. Publikum zur Stelle war, wurde von den gastfreien Samoanern mit Zweck erfüllen, dann ist es unbedingt notwendig, daß bei Ausflügen ging nun die Reise vom Polizeirevier mittels des grünen Wagens Kostproben überschüttet, und jedermann war bald des Lobes voll nur die auf der Lifte verzeichneten Lokale berücksichtigt werden. Es nach dem Alexanderplatz und von da zum Untersuchungsgefängnis, über die leckere Zubereitung des Schweinebratens. Im besonderen mag sein, daß es in einigen Ortschaften mit kleinen Unbequemlich- wo er, nachdem der Irrtum aufgeklärt war, erst am Sonnabend- aber gab die anwesende Frauenwelt ihrem Entzüden Ausdruck. feiten verbunden ist, unfrem Verlangen nachzukommen. Aber wir mittag freigelassen wurde. Denn diese hatte schon längst mit Wohlgefallen bemerkt, daß nicht fönnen unsre Versammlungsfreiheit nicht anders schützen, als daß Am Sonntagmittag ist S. auf dem Hofe seines Fuhrherrn in allein die Arbeit des Röstens und Zerlegens, sondern auch das wir jenen, die uns politisch boykottieren, mit gleichen Mitteln ent- Reinickendorf beschäftigt, als ihn abermals ein Gendarm für ver- Servieren des Bratens von den männlichen Mitgliedern der haftet erklärt, weil er der steckbrieflich verfolgte S. sei. Alles Netla- Samoanertruppe besorgt wurde; den Samoanerinnen blieb Arbeiter, Parteigenossen! Wir haben in den ländlichen Kreisen nieren half nichts, er mußte den Weg zum Amtsbureau antreten und faßbar für ein deutsches Hausfrauengemüt- an dem ganzen Werk einen schweren Stand; mit allen Mitteln werden uns die Lokale ab- saß er dort in sicherem Gewahrsamt bis abends 1/27 Uhr, währenddessen keine andre Mühe als die des Verzehrens. getrieben. Deshalb bitten wir Euch, erachtet es als Eure Pflicht, in Moabit Nachfrage gehalten wurde. Mit der kurzen Bemerkung: die Samoaner. Läßt diese wirkliche Kulturthat auch teine tieferen Also vollzog sich gestern die moralische Eroberung Berlins durch die Lokalliste zu beachten. „ Sie können gehen," wurde er zum zweitenmal entlassen. Die Lokalkommission des Niederbarnimer- Reichstagswahlkreises. leicht seine Stellung verlieren. Wer entschädigt ihn dant? Wer bleibt am Ende doch vielleicht die Wirkung, daß die Speisekarte Solche Irrtümer find tiefbedauerlich, denn der Arbeiter konnte Spuren an unserm überlegenthuenden Civilisationsdünkel zurück, so Der socialdemokratische Verein für Zehlendorf und Um- entschädigt ihn aber überhaupt für den entzogenen Arbeitsverdienst? aller besseren Restaurationen hinfort unter den kulinarischen Gegegend hält am Sonntag, den 8. Juli, die erste Vereinsversammlung Niemand. Andrerseits müßte doch der Behörde bekannt sein, daß nüssen auch den Schweinebraten auf samoanische Art bereitet ab, in der Paul Göhre über: Die politische Partei und der Steckbrief gegenstandslos geworden war, wahrscheinlich ist die aufzählt. die Gewerkschaften referieren wird. Registrierung übersehen. Derjenige, aber, der unter solchen rr- Selbstmord eines Cafétiers. Der Pächter des„ Cafés tümern zu leiden hat, muß billigerweise ein Recht haben, Friedrichshof", Friedrichstr. 42, Herr Karl Zöllner, ist vorgestern eine Entschädigung zu verlangen, das geringste, was man bei der morgen durch Selbstmord aus den Leben geschieden. In der sonstigen Unbill, der der Inhaftierte ausgesetzt war, berlangen kann. gegentreten. Teltow Beestow Storkow. = Lokales. Ferienanfang. Der Vorstand. Unfre Jungen und Mädel werden diesmal in noch gehobenerer Stimmung als sonst in die Sommerferien gehen. In diesem Jahre haben die Berliner Gemeindeschulen zum ersten mal fünf Wochen Ferien, also ebenso viel, wie die höheren Schulen. Fünf Wochen! Wie lang erscheint dieser Zeitraum, wenn die Ferien anfangen wie furz wird er erscheinen, wenn sie zu Ende find! Unsern Kindern wenigstens dürften die rasch verflogenen fünf Wochen hinterher als immer noch zu kurz erscheinen. Die Eltern dagegen sind in diesem Punkt vielfach andrer Ansicht, und manche Mutter, die schon bei vierwöchigen Ferien die Wildheit der Jungen und die Ausgelassenheit der Mädchen nicht mehr zügeln zu fönnen glaubt, mag diesmal bei dem Gedanken an eine Ferienzeit von nun fünf Wochen den Ferienanfang in noch weniger gehobener Stimmung als sonst begrüßen. ändern sei. Die Lage der Fahrstuhlschaffner läßt, wie uns mitgeteilt wird, recht viel zu wünschen übrig. Ihr Beruf ist, wie die häufigen Unglüdsfälle liefern, so lebensgefährlich, daß selbst der Umsichtigste leicht zu Schaden kommen kann, und auch scheint es, daß die sicherheitspolizeiliche Ueberwachung noch mancher Verbesserung fähig ist. Da die Bedienung des Fahrstuhls im engeren Sinn felne allzugroße Kraftanstrengung erfordert, so stellt man, selbstverständlich zu niedrigen Löhnen, nicht selten Invaliden dazu ein, ebenfalls fommt es vor, daß pensionierte Unterbeamte usw. sich um derartige Stellungen bemühen. un Friedrichstadt erregt dieser Vorfall ziemliches Aufsehen. Ueber den Anlaß zur That wird folgendes berichtet: Zöllner, der verheiratet und Bater dreier Kinder war, unterhielt seit längerer Zeit eine Liaison mit einer jungen Dame. Gegen den Pflegebater derselben war infolge einer von dritter Seite erstatteten Anzeige die Unterfuchung wegen Gelegenheitsmacherei erstattet werden, da er im Verdachte stand, das Verhältnis zwischen seiner Pflegetochter und dem Cafétier geduldet und gefördert zu haben. Bei seiner Bernehmung als Zeuge soll Zöllner mit seinem Eide das Gegenteil dieser Beschuldigung darzuthun versucht haben, was dazu geführt habe, daß gegen Böllner die Untersuchung wegen Meineids eingeleitet wurde. Diese Wendung der Angelegenheit wirkte auf den Gemütszustand des 8. sehr start ein, er griff zu Morphium, um die Schlaflosigkeit zu überwinden, und hat allem Anschein nach mit diesem Gift auch den Selbstmord verübt. Am Mittwochabend war 3. ausnahmsweise bis fast gegen Mitternacht im Café verblieben. Es war bemerkt worden, daß sich Zöllner um Mitternacht plötzlich erhoben und unter Zeichen großer Aufregung in seine im selben Hause gelegene Wohnung be geben hatte. Gegen vier Uhr morgens, als die Söhne Zöllners fich aus dem Café in die Wohnung begaben, fanden sie ihren Vater auf dem Korridor leblos ausgestreckt liegen. Ein eiligst herbeigerufener Arzt fonnte mur mehr den eingetreten Tod des 8. feststellen. Wie gefährlich aber die Bedienung des Fahrstuhls durch der artige Kräfte ist, braucht nicht erst geschildert zu werden; ein gebrechlicher Mann ist beim Eintritt eines Unglücks selber der Hilfe bedürftig und kann daher weder sich retten, noch andern beistehen. Aber auch unter normalen Umständen bringt es das Geschäft so mit sich, daß der Fahrstuhlschaffner ohne Rücksicht auf seine Fähigfeiten bald mit dem Verladen schwerer Kolli und mit ähnlichen anEs hat lange gedauert, bis man fich dazu entschloß, es auch bei strengenden Arbeiten betraut wird. Dazu kommt die lange Arbeitsden Gemeindeschulen mit fünf Wochen zu wagen. Die Gegner dieser zeit, die sich oft vom frühen Morgen bis zum späten Abend erstreckt Forderung sind nicht müde gewordeu zu sagen: den Gemeinde- und in den meisten Fällen auch auf den Sonntag ausgedehnt wird. schulen eben so lange Sommerferien wie den Alle diese Umstände laffen es begreiflich erscheinen, daß auch die höheren Schulen zu geben, das sei nicht nötig, ja Fahrstuhlschaffner neuerdings die Beteiligung an der gewerkschaft- Zu der Blutthat, die am 18. v. M. in dem Hause Lübeckeres sei sogar bedentlich- und noch im letzten Augenblid, als die lichen Organisation mehr als bisher ins Auge faffen und an die Ber- straße 40 verübt wurde, wird jezt ein bemerkenswerter Nachtrag mitFerienordnung für 1900 bereits vom Magistrat festgesezt und vom besserung ihrer Lage denken. geteilt. Wie seiner Zeit ausführlich berichtet wurde, wußte der Provinzial- Schulfollegium bestätigt war, trat die Stadtverordneten31 Jahre alte Schreiber und Bureaudiener Adolf Gagel, ein Mann bersammlung dazwischen und gab durch ihre Stellungnahme zu der Droschkenbefizer und der Berliner Droschtenbefizer- Vereinigungen feinem Verhältnis mit der Aufwärterin Helene Kurzweg hervor. Auf die gemeinschaftliche Petition des Fachvereins Berliner mit höherer Schulbildung, einen 2/2 Jahre alten Knaben, der aus neuen Ferienordnung zu erkennen, daß sie sie zunächst nur für wegen der durch die Pflasterarbeiten in der Königgrägerstraße zwischen gegangen war, an sich zu reißen und tötete ihn durch einen Schnitt dieses Jahr gelten lassen wolle, weil jetzt nichts mehr daran zu dem Botsdamer- und dem Brandenburger- Thor hervorgerufenen Ber- in den Hals. Gagel versuchte, sich selbst ebenfalls den Hals abzuDaß es nicht nötig sei, die Gemeindeschullinder sich eben fehrsstörungen und wegen Errichtung eines Droschten- Halteplages schneiden und wurde schwerverlegt als Bolizeigefangener in ein fo lange erholen zu lassen, wie die Schüler höherer Lehranstalten, an der Ecke der Link- und Potsdamerstraße ist vom Polizei Krankenhaus gebracht. Hier machte er, wie wir vor einigen Tagen mitmit dieser Behauptung kann man sich taum ernsthaft beschäftigen. präsidium folgender ablehnender Bescheid eingegangen:„ Der in der Ein- teilten, noch wiederholt Selbstmordversuche und mußte schließlich der Sind bei der ärmeren Bevölkerung- denn fast nur diese tommt gabe bom 31. Mai d. J. ausgesprochenen Bitte während der infolge von Delirantenstation zugewiesen werden. In dieser traurigen Anfür die Gemeindeschulen in Betracht die Kinder den Schädigungen die Kinder den Schädigungen Pflasterarbeiten notwendig gewordenen Sperrung das Befahren der gelegenheit spielte, wie früher schon angedeutet wurde, die Mutter des Schulbesuchs vielleicht weniger ausgesetzt als in wohlhabenderen Königgrägerstraße vom Brandenburger- Thor bis zum Potsdamer- Gagels, die 58 Jahre alte Gutsbefizerswitwe Marie Gagel geb. Streifen? Ist das Erholungsbedürfnis dort geringer als hier? Blaz bezw. der Leipzigerstraße bis zur Wilhelmstraße durch leere Meier eine verhängnißvolle Rolle. Ihr Sohn wollte die Mutter Man möchte eher das Gegenteil annehmen. Die Droschten zu gestatten, tann nicht entsprochen werden, da der den seines Kindes, ein äußerst fleißiges und tüchtiges Mädchen, heiraten. Kinder der weniger Bemittelten sind ja in der Regel von vornherein von der Potsdamerstraße nach dem Spittelmarkt fahrenden Kutschern Diesem Plane widersetzte sich aber Frau Gagel mit allen Mitteln. weniger widerstandsfähig, weil sie untet ungünstigeren wird jedoch bemerkt, daß die städtische Baudeputation von hier aus niemals ihre Wohnung betrat, beschuldigte, ihrem Sohne 270. durch die Sperrung entstehende Umweg nicht so bedeutend ist. Es Sie erreichte auch ihren Zweck, als sie die Aufwärterin, obwohl diese wirtschaftlichen Verhältnissen aufwachsen. Der andre Einwand, daß es bedenklich sei, die die ersucht worden ist, die Straßenarbeiten in der Königgrägerstraße entwendet zu haben. Gagel zweifelte nun an feiner Geliebten und Gemeindeschule besuchende Jugend so lange sich selber zu Einrichtung eines Droschten- Halteplages an der Ecke der Link- und zu der Ueberzeugung gelangte, daß seine Mutter selbst das Geld an sich thunlichft zu beschleunigen. Dem gleichzeitigen dortigen Antrage auf zeigte fie der Kriminalpolizei an. Später bereute er diesen Schritt, da er überlassen, verdient mehr Beachtung. Wie die Dinge heute liegen, muß thatsächlich ein großer Zeit Potsdamerstraße kann aus verkehrspolizeilichen Rücksichten nicht ent- genommen habe und die Anfwärterin bewußt falsch beschuldige, und der Gemeindeschultinder in den gerien fast prochen werden. Der früher an dieser Stelle belegene Halteplay hat versuchte eine Aussöhnung mit der Beschuldigten. Das Mädchen war völlig sich selber überlassen bleiben. Darf man infolge des durch die Eröffnung der elektrischen Straßenbahnlinie aber zu tief getränkt und wollte von Gagel nichts mehr wissen. Die fich da wundern, wenn die Eltern solcher Kinder vielfach Potsdamerplay( Linkſtraße)-Steglig" erheblich gesteigerten Verkehrs Abweisung trieb den Mann zu der schauderhaften That. Jezt hat von einer Berlängerung der Sommerferien nichts wissen wollen? beseitigt werden müssen; durch die Eröffnung zweier weiteren sich herausgestellt, daß Frau Gagel geistestrant ist. Gestern tam geEs fehlt bei uns leider immer noch an genügenden Strecken" Potsdamerplaz( Linkſtraße)-Wilmersdorf bezw. Hunde- meingefährlicher Wahnsinn bei ihr zum Ausbruch und sie mußte alstehle- Grunewald hat dort der Verkehr eine noch weit größere Aus- bald in einer Anstalt untergebracht werden. Einrichtungen, die es auch den Kindern der weniger Bemittelten ermöglichen, ihre Ferien dehnung erhalten." Festgestellt ist die Persönlichkeit des Greises, der gestern nach mit gesundheitlichem Nugen und zugleich Die Zunahme der Feuersgefahr in Berlin illustrieren die einem Soolbad im Admiralsgartenbad am Alexanderplatz am Herzohne erziehlichen Schaden zu genießen. Selbst Jahresberichte der Feuerwehr. Die Zahl der Brände ist von 3968 schlag plöglich verschied. Der Verstorbene ist der 87 Jahre alte verständlich wollen sich unsre Kinder in den Ferien im Freien im Jahre 1890 auf 10 035 im legten Berichtsjahre angeschwollen. Rentner Heinrich Janenz aus der Frankfurter Allee Nr. 110. tummeln. Die Zahl der Spielpläge ist aber in Berlin lächerlich Das legte Jahr brachte gegen das vorhergehende allein ein Plus Aus Furcht vor Strafe sprang gestern morgen um 8 Uhr die gering im Verhältnis zu der Masse der hier vorhandenen Kinder. von 875 Bränden.( 9160 im Ve ahre.) Sieht man die legten 17 Jahre alte Tochter des Briefträgers Molle aus dem Fenster. Auch die Forderung, die Schulhöfe für die spielende Jugend her- 30 Jahre in Betracht, so ergiebt sich eine Vermehrung der Brände Molle erhielt Kenntnis davon, daß seine Tochter, die in dem Mützen geschäft von Wichmann in der Markusstraße arbeitete, öfter während baren Vergleich mit den Wredeschen Erben anbahnen follte. Legteres| fest zugebrehten Ofen des Nachts geöffnet und die ganze Afche herausder Arbeitszeit auf der Straße gesehen worden war. Als er sich in gelang insofern, als sich die Wredeschen Erben bereit erklärten, die Steuer genommen hatte. Deshalb hätte die Jägel nie die Ktrante aus dem dem Geschäft erkundigte, wie das komme, erfuhr er, daß sie schon nach dem Urteil des Kreisausschusses zu bezahlen mit der Maßgabe, daß der ofenlosen Jfolierraum herausnehmen dürfen. In der damaligen Hauptbor acht Tagen ohne Angabe eines Grundes die Arbeit verlassen Grundwert bis zum Jahre 1905 successive erhöht wird. Die verhandlung wurde die Jägel aber freigesprochen, da der Gerichtshof anhabe. Donnerstagabend und gestern morgen stellte er seine Tochter 4000 W., welche die Gemeinde Britz nach dem Kreisausschuß- Urteil nahm, daß der Unglücksfall auf die mangelhaften Einrichtungen der Collinzur Rede und kündigte ihr an, daß er sich noch näher nach ihrem als zuviel erhobene Steuer an die Wredeschen Erben zurückzahlen muß, schen Anstalt, das Fehlen einer zweiten folierzelle oder eines ofenTreiben erkundigen werde. Als er dann um 8 Uhr in den Dienst ge- sollten der Gemeinde beim Zustandekommen des Vergleichs für ein lofen Raumes zurückzuführen sei. Diese Begründung veranlaßte den gangen war, begab sich das Mädchen in den 3/2 Stod hoch am Treppen Kaiser Wilhelm- Denkmal verbleiben. Mit diesen Vergleichsvorschlägen Staatsanwalt, nunmehr gegen Fräulein Collin Auflage wegen fahrflur gelegenen Klofetraum, zwängte sich mit aller Gewalt durch das hatte sich nun dieser Tage eine außerordentliche Sigung der Gemeinde- lässiger Tötung zu erheben. Sie hätte eine Ueberfüllung der Anstalt enge Fenster und stürzte sich auf den asphaltierten Hof hinab. Mit Vertretung zu beschäftigen. Nach mehrstündiger lebhafter Debatte vermeiden sollen und alle erforderlichen Vorsichtsmaßregeln hinsichtlich einem Bruch des Nasenbeins und des Unterkiefers und andren wurde der Vergleichsvorschlag mit 8 gegen 6 Stimmen abgelehnt. der Oefen treffen müssen. Zur gestrigen Hauptverhandlung hatte der schweren äußeren und inneren Verlegungen wurde sie in einem Vorgestern fand nun vor dem Ober- Verwaltungsgericht die Ver- Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, einen umfassenden EntLückschen Rettungswagen in das Krankenhaus am Friedrichshain handlung des Steuerprozesses statt, welcher mit der Bestätigung des lastungsbeweis angetreten. Die Wärterinnen bekundeten, daß sie bei gebracht. Urteils des Bezirksausschusses endete. Von den erheblichen Gerichts- ihrem Eintritt von der Angeklagten eingehend über ihre ObliegenAn der Trockenmaschine schwer verunglückt ist Freitagnach- tosten wurden 2/3 der Gemeinde, 1/3 den Wredeschen Erben auf heiten und Pflichten unterrichtet worden seien, besonders sei ihnen mittag die 17 Jahre alte Arbeiterin Bertha Königsmann aus der erlegt. eingeschärft worden, die Kranken liebevoll und mit Geduld zu beStendalerstr. 7, die in einer Wäscherei in der Greifswalderstraße beDer Verdacht, den Kutscher Glucke bei Hermsdorf er: handeln und es ihr oder ihrer Vertreterin zu melden, wenn schäftigt war. Da wenig zu thun war, so hatten die Arbeiterinnen mordet und beraubt zu haben, hat sich auf den obdachlosen Arbeiter eine Kranke in die Jfolierzelle gebracht werden sollte. Auch die schon um 4 Uhr Feierabend. Bertha Königsmann machte sich nun Mar Lehmann aus Berlin gerichtet, gegen den die Voruntersuchung lokal- technischen Fragen fanden durch die Beweisaufnehme eine für noch an der Trockenmaschine zu schaffen. Dabei rutschte ihre rechte wegen des ihm zur Last gelegten Verbrechens eingeleitet ist. Die die Angeklagte so günstige Erledigung, daß der Staatsanwalt selbst Hand in die Maschine hinein und wurde von den Fingerspigen bis Kriminalbehörden glauben jetzt bestimmte Beweise dafür zu be- ein freisprechendes Urteil beantragte. Der Gerichtshof erkannte dem zum Gelenk vollständig gequetscht. fißen, daß hier ein Raubmord vorliegt, den nach dem bis entsprechend mit der Begründung, daß der Angeklagten ein Vorwurf herigen Ergebnis der Untersuchung der genannte Lehmann der Fahrlässigkeit nicht zu machen sei. Einen tödlichen Ausgang hat ein Bauunfall genommen, der ausgeführt haben soll. Derselbe war am 29. v. M. wegen vor mehreren Tagen dem 29 Jahre alten Monteur Gustav Wolter Eigentumsvergehens in Haft genommen worden. Alsbald entdeckte aus der Schulzendorferstraße 17 zustieß. Wolter, der in der Träger- man bei ihm bei einer Untersuchung die dem Glucke geraubte fabrik von Steffen u. Nölle am Weidendamm 1 arbeitete, stürzte auf Taschenuhr und andre dem letzteren gehörige Gegenstände, nach deren Eine polnische Volksversammlung fand am Sonntag, den dem Neubau einer Fabrik in der Gneisenaustraße beim Legen von Berbleib in voriger Woche eifrigst recherchiert worden war. Als 1. b. M. im Englischen Garten statt. Trägern aus dem ersten Stock in den Keller hinab. Von der Unfall- Lehmann in ein scharfes Kreuzberhör genommen wurde, machte er station in der Bellealliancestraße wurde er trotz der Schivere der über den Erwerb der Taschenuhr so widersprechende Angaben, daß Reichspolitit befassen?" referierte Genosse a afe. Er Warum muß sich das polnische Volt mit der Berlegung auf feinen ausdrücklichen Wunsch mit einer Droschte nach fich der anfänglich gegen ihn gerichtete Verdacht bedeutend verstärkte. erläuterte das wirtschaftliche Elend und die politische Knechtig, feiner Wohnung gebracht. Der Arzt, der ihn hier behandelte, ließ noch weit unsicherer find seine Aussagen über seinen Aufenthalt zur welche das polnische Volt und insbesondere die Arbeiterschaft in ihn sofort nach dem Augustahospital bringen, da er einen Bruch der Beit des Mordes. Halswirbelsäule feststellte. Im Krankenhause ist der Berunglüdte ge- nicht zu erbringen. Thatsache ist, daß er sich zur fraglichen Beit auf der Hand der Berichte des Vereins für Socialpolitik" besprach der Einen Alibibeweis vermochte Lehmann bisher Russisch- Polen, Galizien, Posen und Schlesien zu erleiden hat. storben. Er hinterläßt seine Frau mit zwei Töchtern im Alter von Hermsdorfer Gebiet aufgehalten hat. Er ist im Moabiter Unter- Redner eingehend die Lage der polnischen Landarbeiter in Posen 6 und 3 Jahren. suchungsgefängnis interniert. und ging dann zu den politischen Verhältnissen DeutschStraßensperrung. Vom 9. b. Mts. ab werden wegen Erhängt hat sich am Mittwochabend in einem gimmer des lands über. Die Schulverhältnisse seien miserabel, beAsphaltierung folgende Straßen für Führwerke und Reiter gesperrt: Gisenbahnhotels in Potsdam der schon ältere Reisende Schmiedel fonders für polnische Kinder, denen nicht einmal die Die Panoramastraße von der Neuen Friedrichstraße bis zur Straße aus Berlin. Er hatte am Mittag noch verschiedene Briefe zur Post Muttersprache genügend gelehrt werde. Genau so steht es mit an der Stadtbahn, ausschließlich der Kreuzdämme mit den genannten gegeben und sich dann, bevor er die That vollführte, in seinem der politischen Freiheit. Die vom preußischen Landtag geplante BeStraßen, einschließlich des Kreuzdamms der Gontardstraße; ferner Bimmer bis aufs Hemd entkleidet. die Strelitzerstraße von der Anklamer- bis zur Elisabethkirchstraße, Potsdamer Kirchhof gebracht. schränkung der Freizügigkeit der Landarbeiter habe es zur Genüge bewiesen. Und bei dieser Debatte habe weder die Fraktion der ohne Kreuzdämme; die Rheinsbergerstraße von der Brunnen- bis Polen noch das Centrum auch nur mit einem Wort gegen zur Ruppinerstraße, ohne Kreuzdämme, und die Forsterstraße von der das geplante Ausnahmegeses protestiert. Das Centrum ist Reichenbergerstraße bis zum Rottbuser Ufer. eine rein agrarische Partei geworden. Das haben die FlottenDebatten gezeigt. Die Flottenvorlage muß das Volk mit höheren Agrarzöllen bezahlen. " Treptow Sternwarte. Der Mond wird auch in dieser Woche mit dem Riesenrefraktor auf der Treptow Sternwarte" beobachtet. Sonntagnachmittag um 5 Uhr spricht Direktor Archen hold in einem mit zahlreichen Licht- und Drehbildern ausgestatteten Vortrag:„ Ein Ausflug in die Sternenwelten" über den Standpunkt unfres Sonnensystems im Weltall. Das Thema des 7 Uhr- Vortrags lautet: Meine Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis in Algier". Aus den Nachbarorten. bemier " Versammlungen. Seine Leiche wurde nach dem Vergiftet. Seit dem 4. d. M. wurde der in Friedrichsberg, Kronprinzenstr. 3, wohnhafte 60 Jahre alte Pensionär Hugo Erdmann vermißt. Gestern vormittag entschloß man sich nun, die Wohnung des alten Herrn zu öffnen, da man befürchtete, es könnte ihm ein Unglück zugestoßen sein. Die Befürchtung erwies sich als begründet, der alte Mann lag tot vor der Thür am Fußboden. Ein des Geschlechts der polnischen socialistischen Partei Der Redner forderte die Anwesenden auf, sich ohne Unterschied hinzugerufener Arzt konstatierte Vergiftung. und der gewertschaftlichen Organisation anzuschließen, und schließt unter lebhaftem Beifall. Nach einigen einigen Schlußworten des Vorfizenden Berfus wurde die Versammlung mit einem begeisternden dreifachen Hoch auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. Unter einen elektrischen Straßenbahnwagen der Linie Seestraße- Rigdorf geriet am Donnerstagnachmittag der 10 Jahre alte Sohn Otto der Witwe Pretsch aus der Kopfstr. 46. Der Knabe fuhr in der Hermannstraße mit einem Handwagen, den der Arbeitsbursche Wilhelm Bergmann hinten schob. Letterer soll nun den Wagen aus Uebermut auf die Schienen gestoßen haben, wodurch der kleine B. von einem entgegenkommenden Straßenbahnwagen gefaßt und forti geschleift wurde. Schwerverlegt wurde der Knabe nach der Unfallstation gebracht, wo ein Knöchelbruch, eine Gehirnerschütterung und andre Verlegungen fonstatiert wurden. Nach Anlegung der erforderlichen Verbände wurde der bedauernswerte Knabe nach der städtischen Krankenanstalt übergeführt. Gerichts- Beitung. Bei dieser Gelegenheit machen wir alle polnischen Genossen darauf aufmerksam, daß die Versammlungen des polni chen focialdemokratischen Vereins" jeden Sonnabend, abends 9 Uhr, Annenstr. 9, stattfinden und bitten um regen Be such derselben. Die Glafer hielten am Donnerstag eine start besuchte öffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause ab, um über die Vorbedingungen für die künftige Lohnbewegung zu beraten. Paul Jahn referierte über„ Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter" unter" reichem Beifall der Anwesenden. Thild erstattete hierauf Bericht über den Agitationsfonds vom 1. Oftober 1899 bis zum 1. Juli 1900., be= Die Reform des Armenpflegewesens in Rigdorf, die schon bor längerer Zeit in Angriff genommen worden ist, nähert sich immer noch nicht ihrem Abschluß. Rirdorf befizt noch aus der Zeit feiner dörflichen Verfassung her 12 Armenpflege- Bezirke mit der entfprechenden Anzahl von Armenkommissionen. Diese Einrichtung ist fchon lange veraltet und hat sich gegenüber dem folossalen Bevölkerungszuwachs als völlig unzureichend herausgestellt. Die Kontrolle derjenigen, die Unterstützungen erbaten, fonnte nur eine mangelhafte sein, und so hat mancher wirklich Bedürftige hinter fogenannten unver schämten Armen" zurückstehen müssen. Schon vor Monaten haben Bei der Reichstagswahl im Juni 1898 wurde der Redacteur Mit einem früheren Bestand von 624,07 m. bei einer Einnahme num die städtischen Körperschaften eine Kommission eingesetzt, deren des Voltsblatts für alle", unser Parteigenosse Adolf Thiele, von insgesamt 241,15 M. betrug die Ausgabe 316,20 M., so daß; Aufgabe es war, einen vom zuständigen Magistratsdecernenten vor in der Stichwahl gegen den agrarischen Kandidaten Rittergutsbesitzer ein Bestand von 549,02 m. verbleibt. Als Revisoren zur Prüfung geschlagenen Reformierungsplan zu beraten. Beabsichtigt wurde die Dippe für den Wahlkreis 8eiz- Weißenfels- Naumburg der Abrechnung wurden Rochow, Boeker und Soyker Neu- Einteilung der Stadt in 24 Bezirke und Schaffung vont eben so gewählt. Am 29. Juni erschien im„ Boltsblatt" eine aus Naumburg ernannt. Die Neuwahl eines Vertrauensmanns soll in vielen Bezirksämtern, verbunden mit Waisenräten, Armenvorstehern batierte Notiz, in welcher unter der Spigmarke„ Ein heiteres Wahl der nächsten, innerhalb vierzehn Tagen stattfindenden öffentund Bezirksvorstehern. Die Angelegenheit beschäftigte die Kommission ergebnis" erzählt wurde, Herr Dippe habe mehreren seiner Arbeiter lichen Versammlung erfolgen. Thilo und Rochow in fünf Sigungen. Es wurde beschlossen, daß Stadtverordnete nicht den ausbedungenen Lohn nicht zahlen wollen und in dem sprachen nunmehr die Forderungen für eine fünftige LohnVorsitzende von Bezirksämtern werden dürften und daß jedes Bezirks- Konflikt mit jenen Arbeitern sehr schlecht abgeschnitten", er betwegung: 50 Pf. Stundenlohn, neunstündige Arbeitszeit und mögamt aus 7 Mitgliedern bestehen solle. Die Socialdemokraten be- habe nach jenem Vorfall feine Wahlreden mehr halten lichste Beseitigung der Accordarbeit; für diese soll aber ein neuer hielten sich vor, in jedes Bezirksamt zwei Leute ihres Vertrauens fönnen, und bei der Stichwahl seien dann im Gegensatz zur Haupt- besonderer Tarif aufgestellt werden. Schulz, Starte, offzu wählen. Von der Wahl kleiner Geschäftsleute und besonders wahl in dem Wohnort des Herrn Dippe 10 Stimmen auf Thiele mann u. a. sind ebenfalls der Meinung, daß die gegenwärtig noch Gastwirte soll Abstand genommen werden, weil folchen Per- gefallen. Herr Dippe fühlte sich durch diese Veröffentlichung be- günstige Beit für Aufbefferung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse sonen durch die amtliche Thätigkeit sehr leicht wirtschaftliche leidigt und stellte Strafantrag. Das Landgericht Halle verurteilte benutzt werden müsse. Ueber die Zustände bei Spinn u. Co. wurde Nachteile erwachsen könnten. Von bürgerlichen Sommissions- am 22. Oftober 1898 Thiele, der die fragliche Nummer als verant- allgemein geklagt und das Verhalten einiger Kollegen getadelt, die mitgliedern wurde vielfach geklagt, daß sich wenig Leute für die wortlicher Redacteur gezeichnet hatte, zu zwei Monaten Gefängnis, alles ruhig über sich ergehen lassen. Es sei unbedingt erforderlich, Mitwirkung in den Bezirksämtern finden würden. Darauf da es als erwiesen annahm, daß der Inhalt der inkriminierten Notiz daß sämtliche Glaser Berlins sich aufraffent, unt die Lohn erklärten sich die socialdemokratischen Mitglieder bereit, dem vollständig erfunden sei. Festgestellt wurde allerdings auch, daß das bewegung mit Erfolg durchführen zu können. Zu diesem Zweck Magistrat eine ganze Reihe bon Leuten zur Besetzung Gerücht, Herrn Dippe fei etwas derartiges passiert, in der Naum- gelangte u. a. ein Antrag Thilo zur Annahme, daß ein jeder der Aemter zur Verfügung zu stellen. Von diesem freundlichen An- burger Gegend damals weit berbreitet war. Nachdem am Glaser es als feine Pflicht erachte, durch Entnahme von erbieten wollten indessen die andern Herrn unbegreiflicherweise teinen 15. Dezember 1898 der Reichstag die Aussetzung des Strafverfahrens Marken wöchentlich mindestens 25 Pf. zum Agitationsfonds beizuGebrauch machen. Unfre Parteigenoffen stellten im Laufe der Ver- gegen Thiele beschloffen hatte, fomite über seine Revision heute stenern, wozu anstatt der bisherigen grünen vom 1. Juli d. I. ab handlungen den Antrag, den Beschluß auf Errichtung von 24 Be- verhandelt werden. Er war selbst erschienen und gab zu seiner nur grane Starten zum Einkleben der Marken benutzt werden. zirksämtern wieder aufzuheben, nur 20 Aemter einzurichten Entschuldigung an, daß er in der fraglichen Zeit durch Wahlreden Werkstatt- Vertrauensmänner haben die Kontrolle und alles weitere und diese mit den 20 Wahlbezirken der III. Abteilung, fehr fiberanstrengt gewesen sei, daß die fragliche Notiz ohne fein zu veranlassen. In nächster Woche findet eine Vereinsversammlung die nach der nächsten Volkszählung geschaffen werden müssen, Vorwiffen in das Blatt gekommen sei und daß er ihren Abdrud statt. Ueber die Krankenkassen- Verhältnisse der neugeschaffenen zufammenzulegen. Der Antrag wurde vorläufig zurückgestellt verhindert haben würde, wenn er sie vorher zu Gesicht bekommen 3wangsinnung der Glaser soll in einer späteren Versammlung beund in der geftrigen legten Sizung wurde beschlossen, die hätte. Das Reichsgericht erkannte nach dem Antrage des Reichs- richtet werden. Vorlage noch einmal an den Magistrat zurüdzuverweisen. Die anwalts auf Verwerfung der Revision, da die Thäterschaft des Socialdemokraten wollten die Angelegenheit möglichst bald erledigen, Angeklagten einwandsfrei festgestellt fei und Einwendungen gegen Haus, Engelufer 15, eine start besuchte Versammlung ab. Zum ersten Die Parkettbodenleger hielten am 3. Juli im Getvertschaftskonnten aber gegen das Ferienfieber der andern Mitgtieder nichts die thatsächlichen Feststellungen in der Revisionsinstanz teine Be- Punkt der Tagesordnung hielt Kollege Klingner einen Vortrag über ausrichten. Ein bürgerlicher Vertreter betonte schließlich noch, daß achtung finden können. verschiedene der alten Armenkommissionen nur noch wenige Gewerkschafts- Organisation." Im Verschiedenen wurde bekannt Mitglieder hätten, und daß diese infolge dessen recht amtsmüde der von dem Angeklagten eingelegten Revision gestern vor dem Schöneberg, den neuen Tarif unterschrieben haben. Es wird somit Die Affaire Sternberg fam, wie bereits mitgeteilt, auf Grund gegeben, daß die Firma Damte( Vertreter Peter), sowie auch Fröhlich, wären. Wenn nicht schnell abgeholfen werde, dann wirden bald einige Armenbezirte ganz ohne Hüter fein. Die Armendeputation zweiten Senat des Reichsgerichts zur Verhandlung. Der An- die Sperre über die genannten Firmen aufgehoben. wurde beauftragt, für eine ausreichende Befezung jener Kom geflagte wurde durch Justizrat Dr. Sello und Rechtsanwalt Die Freie Vereinigung der Elvil- Berufsmusiker Berlins missionen zu sorgen, damit bis zur Errichtung der Bezirksämter Dr. Werthauer vertreten, welche in längeren mündlichen Ausdie erforderlichen Arbeiten wenigstens einigermaßen erledigt werden. führungen die in der Revisionsschrift niedergelegten rechtlichen und Umgegend hielt am 3. 5. Mts. eine außerordentliche Generalund formellen Bedenken begründeten. Der Ober- Reichsanwalt bersammlung ab mit der Tagesordmmg: 1. Aufnahme neuer MitDie Rigdorfer Baudeputation besichtigte kürzlich die schon beantragte Verwerfung der Revision, die Verteidiger dagegen die glieder: 2. Bahl eines erften Vorsitzenden, und ersten Schriftführers. feit 25 Jahren existierende Gemeindeschule in der Grtstraße. Dabei Aufhebung des Urteils der IX. Straffammer. Der II. Senat ver- 3. Bericht der Lohnkommission und Vereinsangelegenheiten. Aufstellte sich heraus, daß sich die Schulbänke in einem recht schlechten fündete, wie uns ein Privattelegramm mitteilt, in Uebereinstimmung genommen wurden die Kollegen Max und Arthur NiederZustand befanden; auf den Sigflächen splitterte das Holz in langen mit den Ausführungen der Berteidiger dahin, bag, bas Urteil der gefäß, Bergemann, Beitel und Thieme. Als erster Vorals wurde Kollege Irrgang, Fasern ab. Auf Antrag des Stadtv. Ostermann wurde beschlossen, IX. Straftammer aufzuheben und die Sache zur als erster Schriftführer Kollege Stinne, als zweiter Kollege zweiter Molitor, während der Ferien die erforderlichen Reparaturen ausführen zu anderweiten Verhandlung und Entscheidung an Bezzel und als Beisiger Kollege Bieler gewählt. Der Punkt„ Bericht Lassen. Bezeichnenderweise erfolgte der Beschluß gegen den Wider- die erste Instanz zurüdzuberweisen sei. spruch eines Magistratsmitglieds und einzelner bürgerlichen Stadtder Lohnkommission" tonnte nicht erledigt werden, da der Genosse berordneten, die an dem Zustand der Bänke nicht viel auszusehen Ein trauriges Vorkommnis in der Privat- Jrrenanstalt zu Otto Frante troy Einladung nicht erschienen war, und mußte infolge hatten. Es find das diefelben Herren, die für die Volksschule nie Lichtenrade führte gestern deren Vorsteherin, Fräulein Martha Collin, dessen zurückgestellt werden. Der Kollege Howe, welcher mit seinen biel, desto mehr aber für die höhere Schule übrig haben. unter der Anklage der fahrlässigen Tötung vor die 1. Straffammer Beiträgen im Rückstande ist, hat seinen Austritt erklärt. Es wurde bes Landgerichts II. In dem Jolierraum der genannten Anstalt aur Kenntnis der Versammlung gebracht, daß der betreffende Kollege Die Gemeinde Brit hat soeben vor dem Oberverwaltungs- befanden sich am Abend bes 20. November 1898 die fich beim Verein Berliner Musiker zur Aufnahme gemeldet hat, jedoch gericht einen fostspieligen Prozeß verloren, Im Jahre 1895 hatte beiden Kranten Augufte Wettermann und eine Frau nicht aufgenommen wurde. Alsdann wurden interne Vereinss bie Gemeinde das Brizer Rittergut, den Wredeschen Erben gehörig, Fleischhauer, mit deren Ueberwachung die Krankenwärterin Therese angelegenheiten erledigt, worauf der jezige Vorsitzende Kollege gu einem Grundwerte von sechs Millionen Mart eingeschägt äel betraut war. Als die leptere noch gegen 9 Uhr die Belle Irrgang die Versammlung mit einem Hoch auf die Musikerund nach diesem Betrage zur Grundwertsteuer herangezogen. besuchte, fand sie die beiden Infaffen im Streit um die Dede, die Bewegung schloß. Die Wredeschen Erben reklamierten gegen diese Veranlagung ihnen zur gemeinsamen Benugung übergeben war. Um Ruhe zu erDer Fachberein der Musikinstrumenten- Arbelter hielt am bie Reklamation abgewiesen wurde, flagten fie sielen und weiteren Streitigkeiten vorzubeugen, brachte die Jäkel die 2. Juli im Often Berlins eine Bezirts- Verfanimlung ab, in der nach im Verwaltungsstreitverfahren auf Serabfeßung der Abschäzungs- Krante Auguste Wettermann aus der Jiolierzelle hinaus und 2. Juli im Osten Berlins eine Vezirts- Berjanımlung ab, in der nach fumme und Herauszahlung der zuviel gezahlten Steuer. Der Kreis- in einem Referat des Kollegen Haffner über Wert und Nugen der einem Vorraum unter, der sonst nicht zur Auf ausschuß des Kreises Teltow erachtete die Klage für berechtigt und nahme bestimmt bon Kranken war. Sie will gewerkschaftlichen Organisation" beschlossen wurde, eine Zahlstelle Hierzu Als Beitragfaminter ſetzte den Grundwert des Briger Ritterguts auf 2 379 000. Die Erlaubnis der Oberwärterin, die die abwesende Leiterin des Fachbereins für den Often einzurichtent. feſt. Die Gemeinde legte gegen dieses Urteil Berufung ein vertrat, eingeholt haben. Der Jfolierraum hatte feinen Ofen, dieser wurde Stollege Bleul gewählt. Alles Nähere wird im Inseratenteil des„ Vorwärts" bekannt gemacht. und die nächste Instanz, der Bezirksausschuß zu Potsdam, befand sich in dem erwähnten Vorraum. Die Kranke wurde während septe den vom Kreisausschuß festgestellten Grundwert um der Nacht nicht beaufsichtigt. Gegen Morgen, als die Ofenthür nicht Rigdorf. Am Montag, den 2. d. M., tagte bei Babenschneider, weitere 158 000 M. Herunter. Damit wollte sich die Gemeinde- mehr so heiß war, muß fie dieselbe aufgedreht und die Hermannstr. 197, die regelmäßige Versammlung des Verbands bertretung aber nicht zufrieden geben, da nach Ansicht der Mehrheit der Feuerungsstoffe hinausgewühlt haben. AIS die Wärterinnen Ser Möbelpolierer, Bahlstelle Nixdorf. Stadtverordneter Gemeindeverordneten der Grund und Boden des Ritterguts Britz zum am folgenden Morgen den Raum betraten, fanden fie die Genoffe Dr. Silberstein hielt zunächst einen äußerst interessanten mindesten den ursprünglich seitens der Gemeinde veranlagten Wert von Strante erstidt am Boden liegen, die Dielen bor dem Vortrag über„ Alkoholismus". In der Diskussion wurden vom 6 Millionen Mart repräsentiere, und so wurde beschlossen, auch das Ofen waren verbrannt, wodurch ein dichter Qualm erzeugt worden Referenten einige Fragen beantwortet. Unter Verschiedenem wurde Ober- Verwaltungsgericht als lezte Instanz anzurufen. Nebenher war. Die Bärterin Jägel wurde zur Verantwortung gezogen. Sie auf den Wert der Arbeiterpresse sowie auf die hier am Ort befindwurde aber ein Ausschuß niedergesetzt, welcher event, einen annehms soll gewußt haben, daß die Wettermann schon einmal einen andern' liche politische Organisation, den Verein Vorwärts, hingewiesen. und als figender " Wilmersdorf. In einer schwach besuchten Versammlung des partetgenössischen Angelegenheiten find an vorstehende Adresse unter Bezetch: facialdemokratischen Vereins, die am 4. Juli in Wittes Boltsgarten, nung: An den 1. Sekretär" zu Händen des Vereinsvorstandes", zu richten. Berlinerstr. 40, tagte, sprach Genosse Hirsch( Charlottenburg) über: Verein Vorwärts, Johannesburg( Transvaal). Vereinslokal " Das preußische Junfertum, ein Hort der Realtion". Er zerlegte in Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. kurzen Umrissen das heute bestehende Wahlrecht, Versammlungsrecht, und Vergnügungsverein„ Astania", Ramlerstraße 36. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Theater: Vereinsgesetz, das Eisenbahnwesen sowie das Schulwesen. Der" Bohemia", Pletschow, Beteranensir. 18.- Schauspielflub„ Centrum", Theaterverein Vortrag war ein sehr lehrreicher und wurde mit großem Beifall Königssäle, Neue Königstraße 26. aufgenommen. Eine Diskussion im Sinne des Vortragenden fand Deutscher Arbeiterverein Brüssel. Verkehrs- und Vereinslokal: statt. Dann erledigte der Verein verschiedene interne Angelegen- Maison du peuple. heiten. Die nächste Versammlung findet am 18. Juli statt und ist eine Generalversammlung. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erwünscht. Allee 135. = Noch im Umlauf befindliche Badebillets sind zurückzugeben. Bildungsverein Mehr Licht". Sountag, den 8. Juli, Ausflug nach Birkenwerder. Treffpuntt Paradiesgarten vormittags 11 Uhr. Socialdemokratischer Agitationsverein für den Neichstags: Wahlkreis Stralsund Franzburg- Rügen. Sonntag, den 8. Juli, pormittags 10 Uhr präcise, Generalversammlung bei Ramlow, Schönhauser Central- Kranken- und Sterbekaffe für Frauen und Mädchen in Deutschland( E. H. 26 Offenbach a. M.) Verwaltungsstelle Berlin I. Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung im Gewert schaftshause, Engelufer 15, Saal I. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( G.§. 29, Samburg, Filiale Berlin 5). Sonnabend, den 7. Jult, abends ½ Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, Mitgliederversammlung. Vermischtes. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und reitag von 7-9 1hr abends statt. 27 G. S. 24. Globus", Braunschweig", Fallersleberthor- Promenade 13. Verlag Vieweg u. Sohn. 2. N. Fragen Sie brieflich an bei dem Stadtverordneten Herrn Rieger, Moltkestr. 3, Spandau. " " Denn was ber Wer eine Grube 5. B. 33. Wenn Kaiser und Bundesrat den Krieg beschließen und der Reichstag lehnt die Mittel ab, so wäre ein Konflikt die Folge, wie er in den sechziger Jahren in Preußen geherrscht hat. G. F. 99. Das Käseblättchen erschien fast unter Ausschluß der Deffentlichkeit und ist vor längerer Zeit sanft entschlafen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 8. Juli, vorm. 8 Uhr, Zur Ermittelung eines Mörders erläßt das PolizeiMissionar. Wir empfehlen Ihnen folgende Bibelstellen zur Kenntnisnahme: im oberen Saal des Englischen Gartens", Alexanderstr. 27o: Berjamm- präsidium folgende Bekanntmachung: Am Abend des 29. Juni ist lung. Freireligiöse Vorlesung". Um 10 Uhr vorm. ebendaselbst. Vor der in Baschendorf bei Meissen am 28. Dezember 1857 geborene br. 10, 30). " Die Rache ist mein", spricht der Herr: 5. Mos. 32, 35,( öm. 12, 19; trag des Frl. Jda Altmann:" Weltanschauung und Jugendbildung. IV. Er Brauer Friedrich Mar Haase in einem Kornfeld in unmittelbarer Bergeltet nicht Böses mit Bösem", 1. Petri 3, 9. ( Bac. ziehung im monistisch- freireligiösen Sinne." Gäste, Damen und Herren, sehr Nähe des Dorfes Blumrode bei Regis ermordet und seiner Bar- 6, 37). Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet", Matth. 7, 1. willkommen. Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf Verein der Buchdrucker und Schriftgicher für Rigdorf- Brig. Ergreifung die schaft beraubt aufgefunden worden. Der Mörder, auf dessen sie", Joh. 8, 7. Was du nicht willst, das man dir thue, daß thue einent Verwandten Sonntag, den 8. Juli, nachmittags 1 Uhr, Vereinsversammlung im Apollo: des Haase eine Sie fäen Belohnung andreu auch nicht", Tobias 4, 16( Matth. 7, 12, Luc. 6, 31). 35 bis 40 Jahre alt, Mensch fäet, das wird er ernten", Gal. 6, 7. Wind und werden Ungewitter einernten", Hosea 8, 7. Theater, Hermannstr. 50( fleiner Saal). Tagesordnung: 1. Geschäftliches. von 50 M. ausgesetzt haben, ist 2. Halbjahrsabrechnung. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. von kräftiger, gedrungener und etwas über mittelgroßer Gestalt, giebt, der verdirbt darinnen", Jes. Sirach 3, 27. ,, Wer sich gern in Gefahr mit rundem und vollem, aber wenig gerötetem Gesicht, kleinem machet, der wird darein fallen", Sprüche 26, 27. Schnurrbarte von rötlichblonder: Farbe, unter der Stirn zurück- 6. B. 99. Der Meister hat tein Recht auf die Unfallrente, sondern liegenden, kleinen Augen und starter Glaze. Er trägt dunkelblaues hat diese dem Lehrling herauszuzahlen. Ob die Rente richtig bemessen ist, Cheviottjackett, Hellgrautarierte Hosen, lichtgrauen, in der Mitte ein- und ob fie später erhöht werden tann, läßt sich ohne Einsicht in die Ergedrückten Filzhut, braune Segeltuchschuhe mit gelbem Leder besetzt, fenntnisse nicht sagen. Sprechen Sie mit diesen in der Sprechstunde vor. weißes Vorhemdchen mit Umlegekragen und langem dunklen Schlips. Jhehoe. 1. und 2. Nein. Ch. Lehnig. 1. Nein. 2. SelbstverständSeinem Anzuge, der im übrigen anständig ist, fehlt die Weste. Die ich die Frage erledigt sich aber durch 1. 3. Nein. Sie müßten die VollSchuhe hat er erst am Abend des 29. Juni in Borna gekauft. Sie Frage ist ja wiederholt im politischen und parlamentarischen Teil des streckbarkeitsklausel auf die Erben umschreiben lassen. E. P. 14. Die sind an der Spitze der Sohlen mit der unter Umständen noch Blattes dargelegt. Nach Ansicht der Regierung verpflichtet ber Soldateneid erkennbaren Nummer 44 gezeichnet. ist in Borna, Am Morgen des 2. Juli zur unbedingten Folge zu Wasser und zu Lande, so daß teinerlei verfassungsverdächtige Mann bis dahin aufgehalten hat, ein Damen- Reservisten und Landwehrinaun) nach China, Südamerika oder sonst wohin woselbst sich der des Nanbmordes dringend rechtliches Hindernis bestehe, selbst im Frieden auch den Infanteristen( auch fahrrad gestohlen worden. Dasselbe ist ein Rissenrower, su tominandiren. Dieser Ansicht hat sich die Mehrheit des Reichstags anFelgen und Lenkstangen weiß bronciert, rechtes Pedal durch geschloffen und die Forderung, daß die Soldaten nur im Kriegsfalle iur Ausland Verwendung finden sollen, verworfen. Die Ansicht der Regierung eine Reparatur doppelt so start als das linke. Möglich ist es, und der Mehrheit des Reichstags beruht auf absolutistischen, die entgegen daß der Raubmörder dieses Rad gestohlen hat, um es zu seinem stehende auf konstitutionellen Anschauungen und auf der Ansicht, daß der Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender alle zur Ermittlung und Ergreifung des flüchtigen Mörders geeig- ben Fall einer Mobilmachung die Heerespflichtigen auch nach außerFortkommen zu benutzen. Die Staatsanwaltschaft in Leipzig bittet, 3med des Heeres die Verteidigung Deutschlands set. Darüber, daß für Richard Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer Seikrit, Fidicin Straße 16. Alle Aenderungen im Vereinstalender find neten Wahrnehmungen umgehend der nächsten Polizei- oder europäischen Ländern kommandiert werden können, besteht fein Zweifel. zu richten an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Sonnabend, abends Gendarmeriestation mitzuteilen oder direkte Anzeige an die Leipziger 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder.-Staatsanwaltschaft zu erstatten, nötigenfalls aber die sofortige FestLyrania", Göbel, Landsberger Allee 156." Sanges: Echo", Kucuck, nahme zu bewirken. Naunynstr. 6. Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13. „ Glüc zu", Lorisch, Pantstr. 32d." Hand in Hand II", Friedrichsberg, Heinecke, Friedrich Karlstr. 11. Frisch auf I", Friedrichsberg, Paul, Rummels: burgerstr. 45. Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. Eintracht I", Teltow, Derg, Zehlendorferstr. 6. Sängerluft", Lucenwalde, Schulze, Beeligerstr. 34." Frohsinn", Rummelsburg, Bentling, Goethe u. Kantstraßen: Ece. Echo II", Markgrafenspieste bei Fürsten walde, Grasnic. Gem. Chor", Luckenwalde, Gerhart, Haag 5. " " Vereinskalender. " 1 " Zündholz", Becker, Wriezenerstr. 6. Marktpreise von Berlin am 5. Juli 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 10,- 7, Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch Roggen, gut " 1111118111111 1111 Do. Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Weizen, gut " mittel gering " 1,60 1,20 1,20 0,90 〃 " " " 1,60 1, mittel gering " " 1,601, " " 1,60 1,10 †) Gerste, gut 14,90 14,40 2,60 1,80 " " " mittel gering " 14,30 13,80 " 13,40 13,90 Eier Karpfen 60 Sid 3,60 2,10 1 kg 1,60 1, Safer, gut " 16,10 15,10 Wale " " miltel gering " 15,- 14, Bander 2,60 1,20 13,30 " Hechte " 2,40 1, Barsche 1,80 0,80 " " Schleie 2,40 1,20 " " 40,- 25, 45, 25, Bleie Strebse 1,40 0,80 70, 30, Ueber die Lebensrettung eines Luftschiffers berichtet die Libauer Zeitung": Von Glück im Unglück kann der Luftschiffer Vitollo erzählen. Ein glücklicher Zufall war es, daß einige Mitglieder des hiesigen Segel- und Ruderklubs sich trotz des Regenivetters entschlossen, in zwei Booten eine Tour aufs Meer hinaus zu machen, um dem bei dem herrschenden Ostwinde fraglos ins Schöneweider Liedertafel", Ober- Schöneweide, Wagener, Edisonstr. 5. " Ober: Wasser niedergehenden Fallschirmtünstler eventuell Beistand zu leisten. Vorwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Goethe: u. Kantstraßen- Ecke. Der Aufstieg gelang schlecht, der Fallschirm entglitt den †) Händen des Luftschiffers, ehe er ihn benugen konnte, und er selbst hatte sich in den Schnüren des Ballons unentwirrbar verfangen. Zum Glück aber war die Füllung ungenügend, so daß der Ballon sich alsbald zu senken begann, verfolgt von den in mächtigem Heu Tempo vorschießenden Klubbooten. Dem Vierriemer„ Sturm" gelang Speisebohnen es, den Ballon einige Momente nach dem Niedergange, etwa 1/2 Werst Linjen vom Ufer, zu erreichen und Vitollo aus seiner lebensgefährlichen Lage durch Zerschneiden der Ballonschnüre glücklich zu befreien. Unter den brausenden Hurrarufen der am Strande harrenden erregten Menschenmenge landete der Vierriemer bald darauf vor dem Kurhause den um ein Haar dem Schicksal seines bekannten Vorgängers Lerong entronnenen Luftschiffer. " " Nichtstroh Erbsen 11111989111111 2,80 1,40 per Shot 20,- 2,50 Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Albert Liebetren, Berlin, Putbuser Straße 44, 4 Tr. Sonnabend:„ Angler I", Ruppert, Bimmerstr. 59( alle 14 Tage). Havana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstr. 31. Glück Auf", Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinikstr. 19. Kuba", Mehr wald, Alte Jakobstraße 54/55. Pappel", Dahmke, Buchholzerstr. 5. Havana I", Rixdorf, Pflug, Juliusstr. 59. Blauer Dampf", Doye, +) frei Wagen und ab Bahn. Müllerstraße 32a." Kommune", Bärsch, Drontheimerstr. 1e. Grüne Produktenmarkt vom 6. Jult. Der heutige Getreidemarkt stand in Wiese", Schrader, Stralsunderstr. 63. Wasserturm", Schwarz," Straßerster Linie unter dem stimulierenden Einfluß fefter Preismeldungen von burgerstraße 32. Ginigkeit III", Wohlert, Herzfelde, Hauptstraße. den Börsen Nordameritas, wozu später noch die Notierungen in Budapest Guter Tabat", Kupsch, Teltow, Hoher Steinweg 41. Blätter, Charlottenburg, Cauerstr. 20. " Venus", Eisenfamen, die auf große Size 8 Heller höher waren. Auch bei uns erregt das Wetter wiederum Bedenken, wenn auch in andrer Weise. Central- Raucherbund. Zuschriften an May Roch, Rirdorf, HermannDas Fallen des Barometers läßt auf Regen schließen, dessen man bereits mehr als geng ftraße 34. Sonnabend:„ Lange Pfeife", Nixdorf, Schröder, KnesebeckEin Jdyll vom Lande erzählt der Elsässer" folgendermaßen: gehabt hat. Am Frühmtarfte tonzentrierte sich das Geschäft ausschließlich Straße 60.„ Glück Auf", Rixdorf, Noster, Knesebeckstr. 49." Frohsinn", Bum Namensfeste wurde der Schulschwester ein prachtvoller auf Weizen, der bei ruhigen Handel bis i M. höher gehalten wurde, Rirdorf, Diet, Hermannstr. 115. Grüne Quaste", Lichterfelde, Schmidt, Göckelhahn" zum Geschenk überreicht. Da mun unfre gute Lehrerin während Roggen still und unverändert war. Offerten in effettiver Ware Wilhelmstraße." Edelweiß", Lichterfelde, Boigt, Moltkestr. 33. Grüne den Braten für eine spätere Zeit aufbewahren wollte, mußte der lagen vom In und Ausland reichlich vor. Die Aufnahmefähigkeit des Eiche", Behlendorf, Küt, Berlinerstr. 1. Gemütlicher Qualm", Potsdam, Federheld einstweilen in dem Schullokal hinter der großen schwarzen Marktes war jedoch gering, namentlich da Abgeber hohe Preisforderungen Schaade, Zimmerstr. 2. Gasthof. Seemanns Lust", Potsdam, Luisenstr. 43, Tafel Logis nehmen. Unser Bremer Stadtmusikant hielt sich recht stellten. weittags behauptete Weizen seine gesteigerten Preise, wodurch auch Germania", Tegel, Klippenstein. Am Futtermarkt lag Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnv." Fichte", Berlin. ruhig, belauschte die belehrenden Worte der guten Schwester und toggen schließlich einigermaßen beeinflußt wurde. Hafer gut behauptet, Mais unverändert. Nüböl war 0,20 m. höher abbs. 8-10 hr: 1. Männer Abt. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abt. erheiterte hier und da die Kinder durch sein„ Kickeridi". Doch gehalten Boechstr. 17/20. Männer Abt. Reichenbergerstr. 131-132. das Schicksal erschien eines Morgens unerwartet in der Gestalt des 8. Männer Abt. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings Abt. Stalizer gestrengen Schulinspektors. Es wurde in verschiedenen Fächern geStraße 55-56. 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. Berl.- Abt. prüft und unterrichtet. Alles ging so ziemlich nach Wunsch. Zu Ackerstr. 67." Freie Turnerschaft Johannisthat" abd3. 9-10 Uhr Senft guterlegt tam auch der Gesang an die Reihe, als aus der Ecke leben. Turnerschaft d. V. Nereus"( gegründet 1882), 1. Behrlings: neben dem geöffneten Fenster ein lautes Stickeridi" ertönte. In der Stationen Abteilung 8-10 Uhr abds. Manteuffelstr. 7. Arb.- Turno." in Adlershof, Meinung, der Ruf käme von der Straße her, ermutigte der SchulSchmauser, Bismarcftr. 16, 81/ 2-10 Uhr abends. Konsumverein Eintracht. Jeden letzten Sonnabend im Monat, inspektor die Mädchen mit den Worten: Hört Ihr, wie fein der's kann! daran müßt Ihr Euch ein Beispiel nehmen. Durch diese lobenden Zwanglose Zusammenfünfte mit Damen im Restaurant des Worte geschmeichelt, glaubte unser gefiederter Sänger" den ZeitGewerkschaftshauses. Sonnabend: Buchbinder. punkt für gekommen, von seinem Versteck aus ein Stickerici" nach dem andern erschallen zu lassen. Darob lautes Gelächter der Schuljugend, Bestürzung und Verlegenheit der armen Schulschwester. Es braucht nicht weiter erwähnt werden, daß sich das Geheimnis alsbald lüftete. Unter schwer zu verbergendem Schmunzeln bedeutete der Wetter Prognose für Sonnabend, den 7. Juli 1900. Herr Schulinspektor bei seinem Weggange der arg verlegenen Lehrerin, in Zukunft ein anderweitiges Unterkommen für ihre gefiederten westlichen Winden; später zeitweise auffiarend. Etwas fühler, zunächst meistens trübe mit Regenfällen und mäßigen Schüler" ausfindig zu machen. Proz, Annenstr. 9. Deutscher socialdemokratischer Leseklub in Paris. 82 rue Notre- Dame de Nazareth, 3e arrond. Brasserie des 3 Suisses. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, franzöfifcher Unterricht. London. Der einzige hiesige socialdemokr. Verein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Alle Anfragen in gewerkschaftlichen und " " 2itterungsübersicht vom 6. Juli 1900, morgens 8 lthr. Wetter Stallonen 17 Haparanda 7549 15 Petersburg 758 17 Cort 7689 Wetter Temp.n.6. 5° G.= 4° R. 3wolkig 4 bedeckt 1Regen 15lb. beb. 14 2 bedeckt 5516. bed. 14 4 bedeckt 17 Aberdeen 755 WSW 3bedeckt 2 bedeckt 763 Still- bedeckt 16 Paris 16 7030 2 Regen 11 16 winemde 759 SW 758 20 Damburg 760 2B Berlin Frankf./M. 761 S wien Mituchen 764 2 Verband der Möbelpolierer. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- O“ Montag, den 9. Juli 1900, abends 8 1hr: Versammlung bei Dieke, Ackerstraße 123. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Renter: Unser Beruf einst und jetzt." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 147/2 Unser diesjähriges Sommerfest findet am 14. Jult im Schweizergarten statt. Billets in allen Zahlstellen und bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Achtung, Textilarbeiter Berlins. Montag, den 9. Jult, abends 812 Uhr: Kottbuser Ufer 44 a. Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a: 5. Verschiedenes. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Statutenänderung. Mitgliedsbuch legitimiert und für die Lieferanten die Legitimationsfarte. Der Vorstand. 268/1 Falzerinnen! Buchbinder! Hefterinnen! Seie ranten- u. Segräbnis Dienstag, den 10. Juli 1960, abends 8 1hr: Grosse öffentliche Textilarbeiter- Versammlung Große öffentliche Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Delegierten zum vierten internationalen Tertilarbeiter: Kongreß. 2. Bericht der Beisiger zum Gewerbegericht. 3. Aufstellung von Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl. 197/6 Der Vertrauensmann: F. Kotzke. Adtung! Militäreffekten- Sattler, Atung! Sonntag, den 8. Juli 1900, mittage 12 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Werkstatt- Delegierten über die Verhandlung mit unsern Fabritanten. 2. Was gedenken wir jetzt zu thun? 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 157/17 Die Agitationskommission Berlin IV. aller der in Buchbindereien beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engel- nfer 15. Tages Ordnung: 1. Der Verband deutscher Buchbindereibefizer und unser Tarif. Ref.: Rollege Emil Kloth, Leipzig. 2. Misstände in Berliner Buchbindereien. Referent: Kollege Jul. Krause. 3. Verschiedenes. Bahlreicher sowie pünktlicher Besuch ist in Anbetracht obiger wichtigen Tagesordnung notwendig. Im Auftrag der Tariftommission: F. Bytomstt, Dresdenerstr. 9, 5. I. ist der schönste Aufenthalt für Ausflüge und Lande partien? Auf der Insel Plchelswerder[* beim alten Freund. Wo? Kranken- Unterstügungs- und Begräbnis- Kasse Lederzurichter Berlins. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Barbie e der Sonntag, den 8. Juli, nachmittags 5% Uhr, in Buskes Salon, Grenadierftr. 33: General- Versammlung. NB. Die Mitglieder sowie Freunde und Gönner des Vereins werden auf die am 14. Juli in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lipps) stattfindende Feier des 50 jährigen Gesellen Jubiläums des Mitgliedes Herrrn Albert Seghuterra aufmertjam gemacht. ( E. H. No. 50.) Sonntag, den 15. Juli, vorm. 101/ Uhr, Weinstraße 11 bei Feind: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 2. Quartal 18186 1900. 2. Geschäftliches. 18086 Der Vorstand. Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, 1. Behandlung aller Haut, Harn- und Blasenteiden ohne jegliche Berufsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 ut. 5-9. Donnerstagvormittag feine Sprechstunde. Bei Vorzeigung ber Verbandskarte 10 Proz. fase der Schuhmacher Berliner Wetterbureau. 4. Nachtrag zim Statut ber Orts- Krankenkasse für den Gemeinde- Bestet Borhagen- Rummelsburg ( beschloffen in der General- VersammTung am 4. April 1900). Der§ 31 und 1. Nachtrag zum Statut wird dayin abgeändert, daß die wöchentlichen Stassenbeiträge von 3 Broz. auf 32% Proz. des durchschnittlichen Tagelohns der Kaffenmitglieder erhöht werden, und zwar nach oben abgerundet, in eine burch Demnach 3 restlos teilbare Zahl. und Berufsgenossen Berlins wirben biefelben betragen: ( E. H. No. 27). Montag, den 16. Juli, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Generalversammlung Tagesordnung: 1. Biertelfährlicher Kaffenbericht. 2. Innere Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand: 1. für erwachsene männliche Mitglieder über 16 Jahre ausschließlich der Lehrlinge 51 P 2. für erwachsene weibliche Mitglieder über 16 Jahre 27 3. für männliche Mitglieder unter 16 Jahre einschließ lich der Lehrlinge 21 4. für weibliche Mitglieder unter 16 Jahre 18 Borstehende Statutenänderung tritt • J. A.: F. Luz. 18096 mit bent 1. Juli 1900 in straft. Arbeiter Radfahrer- Verein Summersburg, ben 19. April 1900 " Berlin". 27/5 Sonnabend: Nach Groß Lichterfelde, Chauffeestr. 104 ( Stiftungsf.). Abfahrt 7 Uhr, Hallesches Thor. Sonntagnachmittag 2 Uhr: Abfahrt Königsthor( Schloß Weißensee). Gäste willkommen. Grünau. Zur grünen Ecke Köpnickerstraße 89. Arbeiter Verkehrslokal. Gute Speisen und Getränke zu civilen Preisen. 1 Billard u. 1 Stegelbahn stehen den geehrten Gäften zur Verfügung. Um zahlreichen Bejuaj bittet M. Gerke. Vorstand. gea. Ritter. Rohr. Baetz. Juckel. Hermann. * Genehmigt. Potsdam, den 6. Juni 1900. ( L. S.) Namens des Bezirksansschuffes. Der Vorsitzende. In Vertretung: gez. Joachimi. 80 Laabs Elsasserstr. 39. Behandl. aller Haut, Haru und Blafenfelden ohne hädliche Mittel u. Gifts. techft.: 9-2. 6-9. Freitag und Sonntag nur 9-2. Verbandstarten Ermäßigung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 7. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll).. Geschlossen. Leffing. Rhodope. Anfang 712 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Belle- Alliance- Theater. Deutsche Konzert- Hallen 8. Gastspiel Mlle. Carmen Darlot, Mr. Leon Christian, Mr. Albert Felix. ,, Fregolina." 66 Jm herrlichen Sommer- Garten: Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: ,, Von den Alpen zum Vesuv". Grosses Garten- Konzert. Gr. internationelle Konzerte Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Prater- Theater. Anfang 72 Uhr. Nenes. Lumpacivagabundus. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Glocken von Corne ville. Anfang 712 Uhr. Der Freischütz. Schiller. 72 Uhr. Anfang Central. Berlin nach. Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Die Tochter Beltals. Anfang 8 Uhr. # Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Bettelstudent von Berlin. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Belle- Alliance. Französisches Gaftspiel( Fregolina). Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstelling. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr( im Theatersaal): den Alpen zum Vesuv". bends Bon Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Der wilde Jäger, romant. Sage mit Gesang u. Tanz in 4 Abt. von Hugo Schulz, Musik von A. Kersten. Ballett unter Leitung der Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftr. d. Excentric- Chansonnette Molly Berch, Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Tauma Quartett, Ueberle Truppe, Afrobaten, Brothers Lebré, PercheAtrobaten, Fred und Max, Chinesen. The Greenwood, Pantomime:„ Die musikalische Schmiede". Konzert. Anfang 4 Uhr. Jm Saale: Ball. Eintritt 30 Pf. Num. Platz 50 f. Kalbo. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Sonnabend, abends 7½ Uhr: Ostbahn- Park Populäre Vorstellung ( bei halben und ermäßigten Preisen): Der Freischütz. Romant.Oper in 4Att. v. C. M.v.Weber. Sonntag, abends 72 Uhr: Die Jüdin. Montag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küstriner Platz. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten- Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 Pf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Bf. Carl Weiss- Theater Stinber 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 10 Pf. Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Tochter Belials. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Mein Kumpan. Jut Garten: Gr. Sommernachtsfest. Specialitäten, Theater, Konzert. Anfang 51 Uhr. Central Theater Anfang 8 Uhr. Hermann Imbs, Direktor. Jul. Wernaus Sommer Theater. Schwedterstraße 23. Sonntag, den 8. d. Mts.: Extra- Theater- Vorstellung, Konzert und Tanz. Zur Aufführung gelangt: ,, Hohe Gäste Excellenz und Elephant." Sensationeller Lacherfolg! nfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 5 Uhr.[ 50752* Zahlreichen Besuch erwartet J. Wernau. Berlin nach Elf. Gr. Boffe in glänzender Bushattung. A. Die sensationellen Schlager: Eisenbahn Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Apollo- Theater. 3um 148. Male: Venus auf Erden. Ferner: Julia Karen. Ferreyros. Bernhard Mörbitz. Hella Orlon. Henry Taylor. Trio Monfroid. Frl. Bianca. Der Kosmograph. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Täglich 9 Uhr 10 min.: Specialitäten vornehmsten Genres. Im Märchenwald. Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. von sämtlichen Gesangs- Musik- Kapellen. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 15. Juli, nachmittags 22 Uhr, im Schiller- Theater, Wallner Theaterstraße 35: Opern- Vorstellung( Morwitz- Oper) Figaros Hochzeit von Mozart. Billets a 1 m. inkl. Garderobe für Mitglieder und Gäste sind in nachstehenden Zahlstellen zu haben: W. Noacks Theater. Entree frei. Raumpuite. 85. 6.& auf botb, Wrangelſtr. 52. Often: Bauf Gees, Brunnenstraße 16. Heute Sonnabend, den 7. Juli: Extra- Theater- und Specialitäten- Vorstellung Der Weg durchs Fenster. Lustspiel in 1 Att von Randolf. Nette Matrosen. Poffe mit Gesang von Kinderer. Mufit von Steffens. Am: Gr. Sommernachts- Ball. Saal: Ziehung 12. Juli. 1 Briesener Mark- Loose 1652 Gewinne im Werte von 50 000 M. Ferner empfel len wir: Zweite Lotterie Geld zur Erhaltung des Siebengebirges Ziehung 22. Augustu.folg. Tage zu Köln. 300,000 Loose. 15000 Geldgewinne zahlbar ohne Abzug: 1 a 125000 1 a a 75000 M. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Dr. 155. 17. Jabrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Außerordentliche Generalversammlung des Verbands der Porzellanarbeiter. $ 129 Sonnabend, 7. Juli 1900. drängen, weil er( Bey), der frühere Gewerkvereinler, auch jetzt noch mit einer Hirsch- Dunckerschen Organisation im Jahre 1892 Verbands. auf dem Boden der realen Thatsachen stehe, und für die praktische beamte gewählt wurden, zwischen denen principielle Gegenfäße über Arbeit in der Gewerkschaft eintrete, während Wollmann Phantast sei, die Ziele der Gewerkschaft bestanden, und daß aus persönlichen der von den großen Aufgaben der Kampjorganisation spreche, aber Gründen eine Ausgleichung dieser Gegenfäße nicht möglich fein Verständnis für die praktische Kleinarbeit habe, und deshalb war. Hinsichtlich der formalen Seite des vorliegenden Streitfalls Am Montagnachmittag begann die Erörterung des Streitfalls, auch auf diesem Gebiet nichts Iciste. Bey behauptet ferner, wies Regien aus dem Statut des Verbands nach, daß dasselbe twegen dessen die Generalversammlung einberufen ist. Zunächst Wollmann intriguiere gegen ihn, und auch die Veranlassung Widersprüche enthalte, so daß jeder der streitenden Teile fich auf das gab der Verbandsvorsitzende Wollmann in zweistündiger Rede dieses Streitfalles sei ein abgefartetes Spiel, welches Wollmann Statut stügen könne und man deshalb keiner Seite ganz unrecht eine Darstellung der Angelegenheit. Am Dienstag erwiderte und Jahn ersonnen hätten, um ihn( Bey) aus dem Vorstande zu geben könne. Veh betonte, daß er mit den Hirsch- Dunderschen Anhierauf der Verbandskassierer" Bey in einer vierstündigen Rede, entfernen. schauungen längst gebrochen habe und ebenso wie die andern Vordann folgte die Debatte. Aus den Erörterungen ging folgendes Wollmann sagt demgegenüber, allerdings beständen zwischen ihm standsmitglieder auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung hervor: Die unmittelbare Ursache des Streits ist rein ge- und Bey principielle Gegensäße hinsichtlich der Aufgaben und Ziele stche, wenn er auch dies Wort nicht immer im Munde führe. schäftlicher Natur, es handelt sich um die Frage, ob außer dem der Gewerkschaft. Er( Wollmann) sei auch seiner Zeit gerade deshalb Als die Debatte über diesen Gegenstand am Donnerstag Verbandskassierer auch die übrigen Verbandsbeamten, wenn an sie in den Vorstand gewählt worden, um die Principien der modernen nachmittag geschlossen wurde, lagen drei Resolutionen vor, darunter Gelder für die Verbandskasse eingehen, solche annehmen dürfen, um Arbeiterbewegung im Verband zur Geltung zu bringen. Wenn er auch eine von Legien im Sinne seiner Ausführungen abgefaßte. Bon fie dann dem Staffierer abzuliefern. Aus Anlaß eines bestimmten hinsichtlich der gewerkschaftlichen Taktik mit Beh nicht übereinstimme, den drei Resolutionen wurde mit 24 gegen 21 Stimmen diejenige Falls ist über diese Frage ein Streit zwischen dem Kajsierer Bey so erkenne er doch dessen musterhafte Kassenführung rückhaltlos an, angenommen, welche, im Gegensatz zu der Legienschen, dem Vorstand einerseits, und dem Vorsitzenden Wollmann, sowie dem Ver- und sei für ein friedliches Zusammenarbeiten mit Bey. Ganz ent- gegenüber dem Kassierer Bey und dem Schiedsgericht unrecht giebt hands Redacteur Jahn andrerseits entstanden. Als dann schieden bestreitet Wollmann, daß er oder ein andres Vorstands- bezüglich der unmittelbaren Ursache des Konflikts. einer Vorstandssigung erörtert wurde, mitglied gegen Bey intriguiert habe. Am Freitag ſtand die ſierer Bey lehute wegen seines in oiese Angelegenheit in Verbandsvorstands auf der fühlte sich sich Bey durch eine Aeußerung Wollmanns be= Die Debatte drehte sich hauptsächlich um die formelle, auf Grund Tagesordnung. Der feitherige Staffierer Bey lehute wegen seines im leidigt, entfernte sich und blieb von da an den Vor- des Statuts zu entscheidende Seite des Etreitfalls. Soweit die höchsten Grade ungünstigen Gefundheitszustands eine Wiederwahl ab. standssigungen fern. Nachdem der Vorstand den Kassierer Bey Delegierten auf die principiellen Gegensäge zwischen Wollmann und An seiner Stelle wurde Herdel aus Waldenburg gewählt. Die mehrmals vergebens aufgefordert hatte, in den Sigungen zu er- Beh eingingen, erkannten sie an, daß solche bestehen und gaben übrigen im Verbandsbureau beschäftigten Vorstandsmitglieder: der erste scheinen, erhielt Bey durch den Vorstand die Kündigung. Beh hat der Ansicht Ausdruck, daß das Vorhandensein dieser Gegensäße im Vorfizende Wollmann, der Schriftführer Schneider und der Redie Angelegenheit vor das in Oberhausen bestehende Verbands- Vorstand dem Vorwärtskommen der Organisation hinderlich sei. dacteur Jahn wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt. Die Wahl des Schiedsgericht gebracht, dasselbe hat sich auch auf Beys Seite ge- Der Verband müsse aber unter allen Umständen die Principien zweiten Vorfigenden, der nicht im Bureau beschäftigt ist, fiel auf stellt, aber der Vorstand bestritt dem Schiedsgericht in dieser An- des Klassenkampfs befolgen, seine Taktik demigemäß einrichten, und Kraaz. Der Siz des Vorstands bleibt in Berlin, und der Siz des gelegenheit die Kompetenz, und deshalb hat sich min die General- den Vorstand so zusammensetzen, daß Streitigkeiten der vorliegenden Verbands- Schiedsgerichts, an dessen Verfassung keine erhebliche Weiter bes versammlung damit zu beschäftigen. Der Behauptung Beys Art nicht mehr vorkommen fönnen. Legien, der als Vertreter der Benderung vorgenommen wurde, in Oberhausen. zufolge hat Wollmann schon so lange wie er dem Vor- Generalfommission anwesend ist, führte die Differenzen im Vorstande schäftigte sich die Generalversammlung mit Statutenberatungen, die staude angehört, die Absicht, ihn( Bey) von seinem Posten zu ver- auf die Thatsache zurück, daß bei der Verschmelzung des Verbands tein allgemeines Interesse haben. Telephon Amt IV 447. V Conrad Tack& Cie. Deutschlands bedeutendste Schuhfabriken. Burg bei Magdeburg. 66 eigene Verkaufshäuser in allen grösseren Städten Deutschlands. Weltbekannt sind unsre Fabrikate durch ausserordentliche Haltbarkeit, durch Vorzügliche chice Passform, durch unerreicht billige, feste Preise, durch unübertroffene Leistungen auf dem Gebiete der Schuh- Industrie. Prämiiert mit der goldenen Medaille 1893. Goodyear- Welt( System Handarbeit) eignes Fabrikat, der beste Stiefel der Gegenwart. 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Rur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Summern in Parenthese beigefügt ( Ohne Gewähr.) 104 6 48 245 680 711 827 917 1004 46 104 414 936 48 2008 128 55 221[ 150] S18 465 647 749 92 825 914 91 3147 96 327 46 68 91 762 66 824 986 4043 90 151 234 92 619 24.709 85 5157 813 22 44 972 85 6010 87 132 364 432 706 7284 453 89 517 76 82 716 43 8044 132 383 583 703 938 9285 816 23 [ 100] 50 93 413 744 828 52 918[ 100] 20 66 13255 15043 17083 10046 435 83 510 756 951 67 11335 95 441 664 885 91 12012 286 390 406 41 51 573 605 744 63 68[ 200] 872 420 605 24 819 930 14106 311 695 709 10 41 71 77 187 258 484 72 776[ 100] 10136 38 50 873 919 40 198 285 320 29 82 84 784 18032 148[ 100] 216 99 318 430 636 72 794 800 72 19002 9 87 107 302 52 816 20009 95 174 211 14 19 70 318 24[ 100] 76 425 543 51 684 749 67 808 935 86 21016 65 116 244 75 436 77 533 73 745 806 951 22164 806 49 81 598 751 84 23040 151 368 513 98 24035 492 548 693 94 770 815 983 25112 66 98 645 775 99 261 533 748 953 71 78 26291 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150] 846 984 215021 143 98124 77 292 329 461 566 602 742 849 905 45 99031 65 87 [ 100] 89 137 68 388 633 73 87 738 59 65 859 81 130100108 63 246 319 101053 58 244[ 100] 302 422 40 564 95[ 100] 848 73 967 102025 95[ 100] 206 527 770 103154 57 484 508 30 818 72 220 90 366 43 206 97 422 658 60 959 80 82 93 216113 216 340 66 413 551 650 750 64 834[ 100] 217098 330 444 533 84 662 703 878 87 970 78 218077 280 313 29 34 45 74 418 66 791 926 31 73 219001 36 83 88 98 132[ 100] 374 531 47 64 92 624 31 892 386 16 20 902 785 962 105033 141 248 52 28 44 630 37 55908 2007 220 50 682( 100) 743 99 861 902 221065 175 378 871 83 100018 212 13 49 396 432[ 200] 37 534 695 107382 429 500] 36 55 79 80 550 75 801 3 943[ 150] 108013 213 48 309 304 32 68 89 768 96 865 109014 185 238 414 79 622 872 110171 76 509 733 111087 190 226 303 77 632 851 906 25 75 112050 137 875 85 483 606 7 31 803 113030 89 112, 297 P16[ 100] 114007 55 81 85 229 37 343 567 646 729 993-115015 46 212 350 427 49 790 815 47 116157 268 78 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Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Restauration, direkt Hof, großes Fabrifgeschäft, mit fleinent Garten, 9 Jahre jelbst, verkauft Hecht, Chaussee: Straße 52. 222015 142 48 737 55 86 871 90 223017 99 192 201 15 99 577 773 890 970 223051 249 438 89 224009 139 231 308 12 536 742 814 974 504 27 472 528 62 606 30 87[ 100] 723 901[ 100] 9 Gewinnrabe verblieben: 1 Geminn zu 3000 2. 3 zu 1000 r., 6 zu 500 Wt. Berichtigung: Die Numier 180 808 in der Liite vom 5. Juli nachmittags ist nicht gezogen; fiati 206 192 lies 207 192. 60040 474 715 964 61017 94 163 415 39 510[ 150] 97 63045 600 66 94 913 62100 455 504 795 839 76 926 38 39 67207 68115 79 298 303 78 423 71 567 64170 223 300 90 409 92 810[ 100] 981 65047 84[ 100] 107 35 213 39 370 422 586 713 73 811 14 21 77 983 60188 457 564 625 722 27 803 10 93 967 [ 100] 356 95 623 78 714 84 93 841 71 901 44 48 60 282 470 508 638 43 81 805 10 914 69013 58 196 444[ 100] 512 28 711 20 889 975 70200 69 381 409 897 904 49 64[ 150] 71039 46 145 62 90 375 552 711 75 72129 94 308 427 628 748 72 81-86 864 74311 50 548 90 8022 51 120 46 403 512 94 619 92 743 76026 30 114 32 217 611 865 75294 610 702 5 26 71 898 78006 35( 100] 80 398 739 52 77075 132 74 385 415 825 79321 34 537 163 285 305[ 150] 24 39 90 653 745 839 915 71 668 706 98 817 938 45 80002 456 678 750 78 842 81099 231 46 313 38 95 410 23 817 67 76 936[ 150] 82040 55 97 156 70 99 235 308 27 459 75 500 664 810 66 96 932 83396 435 509 798 855 962 63 84058 118 221 321 44 57 420 91 608 775 85103 239 490 561 87071 81 636 745 S6202 331 39 460 595 722 25 66 801 21 328 433 588 720 S8010 58 126 379 482 540 92 788 89098 241 92 662 799[ 100] 90344 633 701[ 100] 914 91046 140[ 100] 51 756 816 980 92127 82 89 91 202 353 97[ 1000] 450 552 620[ 150] 94141 73 216 705 870 94 940 93029 196 204 317 714 974 27 68 96 782 85 958 95292 303 75 86 508 47 694 825 917 97108 11 66 96089 334 470 501 23 641 73 755 809 13 926 200 61 92 307 547 69 711 48 883 910 44 98010 212 69 97 532 659 861 73 99178 307 507 614 63 75 712 21 27 47 84 94 808 60[ 100] 100146 54 272 362 498 520 53 68 803 54 845 101037 579 892 960 102063 176 305 417 75 633 49 58 875 87 954 89 103078 323 71 431 45 104193 224 71 85 327 690 733 820 96 105020 77 106 56 245 322 51 402 57 59 583 616 707 69 844 51 64 936 38 106159 303 64 787 838 926 52[ 100] 107307 109099 407 108031 166 304 39 423 97 631 76 8 [ 100] 801 76 409 24 51 582 758 829 110172 570 632 45 743 111386 462 529 59 91 666 796 849 929 85 112109 212 335 80 485 551 98 918[ 300] 83[ 100] 114053 127 113046 59 67 322 24 C5 445 531 88 629 950 34 47 270 858 491 557 91[ 100] 115104 321 407 20 649 72 Kleine Anzeigen. 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