Nr. 156. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft- BeitungsPreisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Gonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Ohnmacht der Macht. Alljährlich werden die europäischen Parlamente mit militärischen und marinistischen Forderungen überschüttet. Milliarden werden für friegerische Rüstungen ausgegeben. Deutschland verfügt im Krieg ohne Landsturm über ein Heer von 21/2 Millionen Soldaten Sonntag, den 8. Juli 1900. sie einmal die Ideale des Socialismus verstanden haben. Für diese Macht des völkerbefreienden Socialismus wird es kein Jena geben, bzwar und weil er ohne Rüstung und ohne Mordwaffen in den Kampf geht. Der Schrecken in China. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. belagerten Truppen von allen Seiten bedrängten; selbst der Mutigste hätte die Hoffnung aufgegeben gehabt.; Der russische Oberst Bowac habe angeordnet, daß der Haupteil der Truppen einen Ausfall machte, um mit den Civilpersonen nach Tatu zu gelangen. 400 Ruffen sollten zurückbleiben, die Stadt zu verteidigen und die Aufmerksamkeit des Feindes auf sich lenken und im schlimmsten Fall fich opfern. Aber das rechtzeitige Eintreffen britischer und amerikanischer Truppen retteten den Tag. Ihr Eintreffen überraschte den Feind. Die Entdeckung der bisher unbekannten Arsenale bereitungen, die die Chinesen für den Serieg getroffen haben. In und Lager gehört zu den Beweisen für die ungeheueren Vorund hat bis jetzt 96 Kriegsschiffe. Dieselbe Zahl an Meldungen voll ungeheuerlicher Einzelheiten versichern heute Soldaten hat Frankreich, dessen Kriegsflotte 457 Fahrzeuge den Untergang der Fremden in Beling. Man wird aber bei diesen beträgt. Großbritanniens Kriegsflotte zählt 967 Schiffe. Rußlands Nachrichten immer im Auge behalten müssen, daß es sich lediglich Kriegsarmee in Europa wird auf 2 700 000 Mann geschätzt, dazu um Gerüchte handelt. Diese Telegramme über die Niedermegelung den Arsenalen außerhalb Tientsins wurden Waffen und Munition tommt sein asiatisches Heer und eine Flotte von 458 Fahrzeugen. der Fremden, die mit allen möglichen bestialischen Einzelzügen modernster Type im Werte von über zwei Millionen Pfund ver Auch alle übrigen europäischen Staaten starren in Waffen, Amerika ausgestattet sind man glaubt, die Berichte zu lesen, nichtet. hat gleichfalls eine bedeutende Marine, und Japan hat sich zu einem in denen die Unthaten geschildert wurden, die sich die civilisierten Nach den neuesten Meldungen dauern die Kämpfe bei Tientsin hervorragenden Militär- und Marinestaat ausgewachsen. Menschen unlängst beim Brande in New York haben zu Schulden noch fort, indem die Chinesen die Chinesen die Eingeborenstadt halten. kommen lassen diese sensationellen Telegramme sind, wie wir 12 000 Mann alliierter Truppen sind da, aber mehr sind dringend betonen müssen, durchaus aus unbeglaubigten Gerüchten geschöpft. benötigt, um die Stadt zu halten. Eine von Tutai gekommene chinesische Streitmacht offupierte am 30. Juni die Brücke Möglich sind natürlich die Meldungen, die uns übermittelt werden im Blutrausch der Kriegsgreuel erstickt überall der letzte Rest von verbindung ab. 800 Russen marschierten ab, um den Chinesen ein zwischen Tongku und Tiensin und schnitt die EisenbahnMenschlichkeit. Gefecht zu liefern. Das Feuer hat gerade begonnen. Ein Immerhin scheint uns, als ob sichere Nachrichten über die japanisches Regiment ist abgesandt, um den Russen beizustehen. Bustände in Peking nicht weit über die Ermordung Kettelers hinaus- Der Fluß ist heute noch bis Tienfin offen, aber das Wasser ist gehen. Was seitdem geschehen, wissen wir nicht. Die Fremden seicht. Die Chinesen haben die Kanalufer geöffnet und das Wasser haben sich in die Gesandtschaften geflüchtet, dort hat man sie be- herausgeleitet. Tagert Hilfeschreie an die fremden Truppen bilden die letzte Ueber die Lebensäußerung der Eingeschlossenen. Seitdem ist alles stumm und nur die erregte Phantasie der fern an der Küste Wohnenden verbreitet statt der Thatsachen unheimliche, leider nicht unwahrscheinliche Vermutungen. Nur eines steht fest: Peking befindet sich so fest in den Händen der Chinesen, daß keine authentische Nachricht an die Küste gelangt. Und die in Tientsin zusammengezogenen Truppen von 20 000 Mann find unfähig, Peking zu Hilfe zu eilen. Diese furchtbaren Lasten trugen die Völker, so redeten die Regierungen und die herrschenden Klassen ihnen ein, um den Frieden zu erhalten. Die Staaten mußten sich ausplündern lassen, um den Krieg zugleich hintanzuhalten und, wenn er doch ausbräche, ihn fiegreich durchzuführen. Die erdrückende Rüstung des bewaffneten Friedens schnürte die Kulturbestrebungen zusammen, aber sie mußte so schwatte man uns vor ertragen und immer schwerer gepanzert werden. Und jetzt? Der bewaffnete Frieden hat den Frieden nicht gewährleistet. 1eber der ganzen Welt lastet die dumpfe Ahnung einer furchtbaren atastrophe. Aber nicht nur den Frieden hat der Militarismus uns nicht gebracht, sondern er erwies sich auch als ohumächtig in dem jelben Augenblid, wo ein ernster Krieg ausbrach. Welch ein Schauspiel! Die Millionen von Soldaten, die Tausende von Kriegsschiffen, welche die Staaten der ganzen Erde aus der Arbeit des Volts gewaffnet haben, vermochten nicht, einige Fremde in der Hauptstadt des chinesischen Reichs zu retten, vermochten nicht, die armen Opfer der verblendeten Gewaltspolitik Europas den Händen der durch unerhörte Provokationen zum lodernden Fanatismus gereizten Massen zu entwinden. Vernichtung von 3000 Ruffen melden, daß eine aus 3000 Ruffen bestehende Kolonne, welche am weiß der äußerst unzuverlässige" Daily Expreß" aus Tschifu zu 11. Juni Tientsin verlassen hat, um sich nach Beling zu begeben, aufgerieben worden ist. Seit 24 Tagen ist man ohne Nachricht von dieser Kolonne. Man vermutet, daß sie von den 30 000 chinesischen Soldaten angegriffen worden ist, welche sich jetzt in Lofa befinden und sich anschicken, gegen Tientsin vorzurücken. Auffällig ist, daß aus Tschifu, woher zuerst wichtige und zuverlässige Meldungen über die Vorgänge in China kamen, jetzt der telegraphische Dienst stockt. Offenbar sind auch hier die Chinesen gramme ein: im Aufstand, wie Andeutungen erkennen ließen. Den„ Times" wird aus Tientsin vom 3. Juli gemeldet: Ein Bote von Sir Robert Hart brachte die Nachricht, daß am 24. Juni in der britischen Gesandtschaft in Beting 9 Soldaten getötet und viele verwundet worden seien; die Frauen und Kinder seien in Sicherheit, aber die Lebensmittel und Schießvorräte in Abnahme begriffen. Wir müssen stark genug sein, um einen Krieg mit Frankreich und Rußland führen zu können, predigte man uns, jedesmal wenn eine Militärvorlage im Reichstag erschien. Wir müssen die Deutschen im Auslande schützen können, wir müssen den Welthandel sichern, wir müssen es schließlich auch mit England aufzunehmen im stande sein- so hörten wir es zum Ueberdruß von den verblendeten Agitatoren der neuen Wafferära. Und nun vereinigen sich alle diese bis an die Zähne gerüsteten Mächte, sie erklären China für den gemeinsamen Feind, und es ge- vom 6. Juli: lingt dem ganzen Riesenaufgebot nicht, 150 Kilometer weit in ein Land zu dringen, das wie man uns bis zur legten Zeit ervon einem Haufen widerstandsunfähiger Feiglinge bezählte wohnt sei. Wozu sollen wir da noch rüsten, wenn alle Mächte zusammen trotz Heer und Flotte nicht vermögen, Fremde im Ausland zu schügen! Der Bankrott des Systems des Wettrüstens, der Völkers hezze hat sich jetzt furchtbar enthüllt. Die Staaten sind nicht stärker geworden, sondern schwächer der Panzer des gewaffneten Friedens hat ihre Kraft ausgesogen, ihre Aktionsfähigkeit vernichtet. Mag immerhin noch das militärische Unternehmen der europäischamerikanisch japanischen Mächte in China Einheit und Erfolg gewinnen, die Thatsache wird nicht aus dem Gedächtnis der Völker gelöscht, daß es nicht gelang, mit vereinten Kräften nicht gelang, die in Peking belagerten Fremden zu retten. er Die Ausdehnung des Aufstands. An amtlicher Stelle in Petersburg trafen folgende Teles Nikolstoje, den 2. Juli. Der chinesische Gouverneur von Heiludsien, welcher durch Gerüchte über eine bevorstehende Dislozierung von Truppen aus Blagoweschtſchenst nach Zizichar beunruhigt war, versprach, die Bahnlinie nötigenfalls durch sind dem Bahnbau auch schon früher bedeutende Hindernisse bechinesische Truppen bewachen zu lassen. In der Provinz Schendehin reitet worden. In der Nähe von Mukden und Tieling wurden in letter Zeit aufrührerische Banden bemerkt. In Laojan sind die Bahngeleise zerstört, die große Brücke und das Stationsgebäude verbrannt worden. Bei Tieling wurde ein Ingenieur überfallen. Niutschuang, den 3. Juli: Der Vicefönig von Hankan erklärte allen Konsuln durch den Taotai und seinen Privatsekretär, daß, welche Wendung im Norden die Ereignisse auch nehmen würden, er und der Vicekönig von Nanking alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ruhe ergreifen würden. Er stehe für die Sicherheit ein, er bitte nur die Mächte, keine Streitkräfte am Yangtse- Riang vorzuschieben. Die Erregung wächst, obwohl vorläufig noch alles ruhig ist. Ein englisches Kanonenboot liegt hier. " Das Blutbad in Peking. Londoner Sensationsblätter vom Sonnabend melden aus Shanghai Die Nachricht über die Niedermehelung der Gesandten in Peking sowie ihrer Frauen und Kinder und der europäischen Wachen nach achtzehntägigem Widerstand wird bestätigt. Als die Munition und die Lebensmittel er schöpft waren, drangen die Chinesen in die Gesandtschaften ein, töteten die am Leben Gebliebenen, steckten dann die Gesandtschaftsbebände in Brand und verbrannten die Ver- Ein Telegramm aus Tschifu vom 30. Juni lautet: Die wundeten und Toten. Vom Prinzen Tuan wurden selbst Lage in der Mandschurei ist alarmierend. Bewaffnete chinesische gegen Chinesen schreckliche Grausamkeiten verübt. Er ließ Streitkräfte befinden sich innerhalb 60 Meilen in Niutschwang. 4000 angesehene chinesische Bürger töten, weil sie gewagt Dieselben zerstören die Nordmandschurische Eisenbahn. Ein russischer hatten, in einer Petition ihn zu ersuchen, dem Blutbade Beamter ist getötet. Frauen und Kinder in Niutschwang sind glückEinhalt zu thun. lich fortgeschafft worden. In dieser Nachricht fehlt je de Quellenangabe, ihre Der britische Konsul in Shanghai macht Personen, die etwa nach Einzelheiten sind deshalb vorläufig mit großer Vorsicht Wei- hai- wei reisen wollen, in einer in einem hiesigen Blatt eraufzunehmen. Man bedenke, daß das richtige Datum der schienenen Mitteilung darauf aufmerksam, daß Wei- hai- wei unter Wilhelm II. hat, nachdem er seine zum Rachezug auf- Ermordung Kettelers 20. Juni Striegsrecht steht und niemand dort landen darf. und die Art seines Todes fordernden Reden gehalten, ein anderes Mittel versucht, um den wurde erschossen eben erst authentisch bekannt geworden ist, und Ueber die Ursachen des Aufstands Fremden in Beling zu Hilfe zu kommen. Er hat jedem 1000 Taels man wird alle diese ihrer Herkunft nach dunklen Meldungen an hat der Missionar Maus, der als Kenner der chinesischen Verhältnisse ( 3400 Mart) auf sein kaiserliches Wort versprochen, der einen zweifeln müssen. gilt, in einem Vortrag u. a. ausgeführt: der in Peking eingeschlossenen Fremden lebend ausliefert. Eine Depesche aus Tatu vom 30. Juni via Tschifu vom 1. Juli Man habe es nicht nur mit den„ Boxern" zu thun, sondern Der Zweck dieser kaiserlichen Proklamation ist nicht recht er- meldet: Kuriere, welche Peting am 24. Juni verließen, trafen noch mit vielen andern geheimen Gesellschaften, die die Dynastie fichtlich; denn weder ist es sehr wahrscheinlich, daß die Fremden noch heute hier ein. Dieselben brachten Botschaften von den stürzen wollten, weil sie abgewirtschaftet hat und das Reich den am Leben sind, noch ist anzunehmen, daß Chinesen, die den nationalen Gesandtschaften an die alliierten Truppen in Tientsin. Die Fremden ausliefere. Warum wollen die Chinesen die Europäer Freiheitskrieg für die Souveränetät ihres Landes führen, durch solche amerikanische Botschaft lautet:„ Wir sind belagert. Unfre Vor- verjagen? Nun, die Chinesen haben von uns gelernt, die Summen gewonnen werden könnten, ihrer Sache untreu zu werden. räte sind nahezu erschöpft. Die Lage ist verzweifelt. Das Gebildeten können Englisch und Französisch, und da lesen Eins aber geht aus der neuen taiserlichen Kundgebung flar hervor: Entsagcorps möge seinen Vormarsch antreten und uns Kunde durch fie fortwährend, daß die europäischen Großmächte China der Kaiser glaubt nicht mehr an einen sofortigen Erfolg der Signale geben!" ,, aufteilen" wollen. Da sei es kein Wunder, wenn die Chinesen militärischen Aktion der gesamten Mächte. Die Milliarden, die für fagen:„ Gut, da wollen wir mitthun!" und wenn sie sich Rüstungen ausgegeben werden, haben sich als nuglos erwiesen; so schilderte ein Telegramm, das in der gestrigen Nummer nicht mehr wehren. Neuerdings sei gesagt worden, die Missionen, namentlich wird jetzt als letter Rettungsversuch erprobt, ob nicht einige Summen für die ganze Auflage mitgeteilt werden konnte und das daher die protestantischen, hätten Schuld an dem Aufruhr, aber dieser VorGeldes, direkt angewendet, zu dem Ziele führen könnten, wiederholt sei. wurf wäre unbegründet. Die protestantischen Missionen... hätten das die vielen Milliarden die man in Soldaten, Gewehre, Säbel Das Reutersche Bureau" meldet bont 29. Juni aus Tientsin: und Panzerschiffe gesteckt hat, nicht zu erreichen im stande waren. zweifelten Mitteln zu greifen, jedoch würde der Versuch eines Gewalt- folge erzielt; 250 000 evangelische Chriſten gebe es in China. Ja, Die fremden Befehlshaber sind gewifft, zu ver- friedlich gewirkt und ohne Anwendung unlauterer Mittel große ErDie in Interessenfeindschaft zerklüfteten Staaten der„ Civilisation" marsche von Tientsin den zu ihrer Verfügung stehenden Truppen es wären oft Strafexpeditionen der Großmächte gegen die haben, statt bas internationale Rettungswert auszuführen, sich in fichere Vernichtung bedeuten, abgesehen von der Niedermegelung Chinesen ausgerüstet worden, aber nicht zum Schuße der Missionen, Langwierigen Auseinandersetzungen unter sich begeben. Weil niemand der Civilpersonen, die dann thatsächlich ohne Schuß zurückgelassen sondern im Interesse der Politik und des Handels, dem andern traut, weil jeder glaubt, von dem teuren Nachbar über- würden. Hinreichende Wasserzufuhr ist eine schwierige Aufgabe, da die sowie der Eisenbahnbauten. Missionar Maus verurteilte listet und übervorteilt zu werden, führen sie den zwar verborgenen, Gegend kein Waffer liefert, außer dem aus den Flüssen, denn die Brunnen besonders das schroffe Vorgehen der Engländer. Was die in Grunde aber um so ingrimmigeren Diplomatenkrieg Aller gegen sind vergiftet. Die Chinesen verüben furchtbare Grausamkeiten an Chinesen in den letzten Jahren neben der„ Aufteilung" furchtbar Alle und die Opfer der verblendeten Weltpolitik gehen derweil den Verwundeten und verstümmeln alle Toten, die in ihre Hände erbittert habe, das sei die Rücksichtslosigkeit, mit der die zu Grunde. fallen. General Jungfusiang ist mit 10 000 Mann der bestdisciplinierten Truppen der chinesischen Armee, die Mohamedaner Europäer die Eisenbahnbauten betrieben hätten; die Gräberfelder Das ist die Ohnmacht der Macht- jener äußerlichen Macht, find, von Südwesten her auf dem Marsche gegen Peking. Das in feien zerstört worden... Die wiederholten Strafexpeditionen bedie in der gepanzerten Faust die Gewähr und das Mittel des Friedens, der Nachbarschaft der Hauptstadt befindliche Heer ist etwa 50 000 deuteten feinen Erfolg, denn die Truppen mußten schließlich des Fortschritts, des wirtschaftlich- kulturellen Erfolgs wähnt. Dieses Mann start. Die Kaiserin Witwe ist in den Sommerpalast ge- wieder abrücken, und nun richtete fich der Hak gegen System der brutalen Gewalt hat sich in seiner inneren Nichtigkeit flüchtet. Mohamedaner und Boger kämpfen in Peking. Die Frauen die zurückbleibenden chriftlichen Missionen.„ Die Politik und Schwäche für alle Zeiten entlarvt. und Kinder werden aus Tientsin nach Taku gebracht werden, sobald verdirbt die Missionen und nicht die Missionen die Politik." Beting ist das internationale Jena der mili. die Reise für sie sicher ist. Tausende todter Chinesen liegen uns und Maus wiederholte nochmals zusammenfassend: Die wahre taristisch marinistischen Weltpolitit. beerdigt auf den Feldern bei Tientsin. Der Fluß von Tientsin bis Ursache des Aufruhrs ist, daß die Europäer, also die GroßDie Wiedergeburt der Völker aber wird von der friedlichen WeltTatu schwimmt voller Leichen, von denen viele von der Flut ans Ufer gespült werden. Die Fremden in Tientsin erklären, daß sie mächte, nach Ansicht der Chinesen China aufteilen wollen." politik des Proletariats erarbeitet werden, das feine Civilisation den ihr Leben den Russen danken, ohne deren Hilfe die kleineren aus eigenen Erfahrungen erzählte der Redner, wie lenksam und Bölkern nicht auf zu zwingen braucht, weil die ausgebeuteten Abteilungen der anderen Mächte ficher am 20. Juni über- entgegenkommend die Chinesen bis zur Eroberung Tonkins durch Massen aller Böller sich willig und freudig zu ihr bekennen werden, sobald wältigt worden wären, an welchem Tage die Chinesen die die Franzosen gewesen seien; von da ab habe sich das Blatt ge= Die Lage in Tientsin Politische Mebersicht. wendet. Schon vor zwei Jahren sollte in Kanton ein von Honolulu jährige Ueberlieferungen gebeugt. v. Ketteler Habe in der letzten Emmels der Wählerschaft einen Kandidaten präsentierte, der erst aus organisierter Aufstand- der Sitz vieler geheimer chinesischer Beit offen die Notwendigkeit der Teilung Chinas gepredigt. einige Wochen vor der Wahl nach Mülhausen verzog, dort also nicht Gesellschaften ist Honolulu und Kalifornien ausbrechen, aber er Rußland hat nun allerdings am wenigsten das Recht, Ser nur in fleinbürgerlichen, sondern auch in Arbeiterkreisen völlig unwurde vorher verraten... deutschen Bolitit Vorwürfe zu machen, wenn auch diese leider sich so bekannt war. Richt als ob wir einem beschränkten Lokalpatriotismus viele Angriffspunkte gegeben hat. das Wort redeten! Das liegt uns durchaus fern, und niemand wünschte sehnlicher ats wir den Augenblic herbei, wo in ber socialdemokratischen Wählerschaft alle beschränkten Kirchturmrücksichten beiseite gesetzt und nur nach Princip und Programm gestimmt würde. Da wir aber noch nicht so weit sind, so muß eben mit den gegebenen Verhältnissen gerechnet werden, sofern wir nicht ohne Not die Partei selbstverschuldeten Schlappen aussehen wollen. Und wenn irgendwo, so haben wir in Elsaß 2othringen alle Veranlassung, diesen rückständigen Berhältnissen aussetzen wollen. Und wenn irgendwo, so haben wir in ElsaßRechnung zu tragen. Denn was in Hamburg, Berlin oder Nürnberg möglich ist, das läßt sich noch lange nicht auch in Straßburg oder Die Mächte. Berlin, den 7. Jult. Zur Mülhauser Wahl. Mülhausen durchführen. Interessant waren die Mitteilungen des Missionars über die Einschmuggelung der deutschen Mausergewehre in China. Sie wurden in Särgen von angeblich im Auslande gestorbener Chinesen eingeschmuggelt, bis Maus durch einen Zufall dahinter tam. Er machte die Behörden darauf aufmerksam, und nun wurden die Särge genauer nachgesehen. Aber es sind doch viele Hunderte von Mausergewehren eingeschmuggelt worden. Wie Maus mitteilte, schreibt uns unser reichsländischer Korrespondent unterm 6. b. M.: von Mausergewehren eingefchmuggelt worden. Wie Mays mitteilte, es wäre thöricht und sträfliche Selbsttäuschung, wenn wir uns der hat er selbst auf Gewehren den Stempel Danzig" gelesen. Erkenntnis verschließen wollten, daß das Ergebnis der Mülhauser Reichstags- Grfazwahl eine Niederlage der Socialdemokratie bedeutet, wie sie in der Geschichte derselben bisher kaum zu verzeichnen ge= wesen ist. In zahllosen Versammlungen hatte unser Kandidat Emmel vor der Wählerschaft fein Programm entwickelt, viele Behntausende von Flugblättern, die sich die Kennzeichnung der Teil der Schuld an unsrer beschämenden Wahlniederlage zuzumessen Damit kommen wir auf einen Mißstand, dem wohl der größte gegnerischen Kompromißkandidatur zur Aufgabe machten, waren in die ist: wir meinen den Mangel einer gründlichen politischen städtischen und ländlichen Wählermaffen geworfen worden, seit Wochen Schulung unsrer Muthauser Wähler, der Erziehung derselben hatte unser reichländisches Partei- Organ fich Tag für Tag in den von elsässisch partitularistischen Socialisten zu Dienst der Wahlagitation gestellt, gegen Ende der Wahlbewegung überzeugten Anhängern der internationalen waren gar noch unsere Reichstags- Abgeordneten Bebel und Hoch zur Socialdemokratie. Die Hätschelung der traditionellen Verstärkung der rednerischen Agitationskraft herbeigeeilt, furz: es partikularistischen Instinkte, von der die bisherige war unfrerseits alles geschehen, um den Wahlkampf mit Ehren be- Führung unsrer Mühlhausener Bartei nicht freizusprechen ist, hat stehen zu können. Und nun dieses Resultat, das die schlimmsten jetzt ihre Früchte getragen und dazu geführt, daß die socialistische Befürchtungen übertraf, die man im Lande da und dort bezüglich wählerschaft in dem Augenblick versagte, wo sie neben ihrer socialdes Mülhauser Wahlausfalles gehegt hatte. nehmen bereit war. Die Engländer hatten als das zweckmäßigste bezeichnet, wenn man Japan mit dem Schuß der Fremden betraute. Japan hätte in wenigen Tagen große Truppenmassen nach China werfen fönnen; indessen es verstand sich von selbst, daß Japan, das 1895 durch die Mächte an der Ausnutzung feines Sieges gehindert wurde, nicht ohne gewiffe Gegenleistungen und Garantien diese Aufgabe zu über Das brutale Intereffe Rußlands, das die Konkurrenz Japans nicht stärken will, hat bis jetzt verhindert, daß Japan diese Mission übernahm. Und Deutschland befindet sich in biefer Hinsicht völlig im Schlepptau der russischen Macht. Die Katastrophe in Beling ist mit verschuldet durch diese russisch- deutsche Politit, die den rettenden Arm Japans zurüdwies. Das auswärtige Amt in Berlin verbreitete am Sonnabend folgende Erklärung: M politischen Bekenntnis auch auf ihre international- solidarische UeberVon 13 160 Stimmen, die bei der Hauptwahl von 1898 für Die japanische Regierung hat darauf hingewiesen, daß ihrer Bueb abgegeben worden waren, haben wir gestern ganze 7688 ge- Wählern, die mit Begeisterung ihrem Bueb die Stimme gegeben zeugung die Probe bestehen sollte. Tausende von proletarischen Ansicht nach der wachsende Ernst der Lage in China die fofortige rettet, mithin eine Einbuße von 5922 Stimmen erlitten, was batten, weil er ein Elfäffer, noch mehr": ein Mülhaufer Entfendung größerer Truppenkörper erheische und hat hierbei den einem Rückgang von nicht weniger als 44 Broz. in dem kurzen Zeit Wunsch geäußert, die Ansicht der Mächte zu kennen. Die deutsche raum von ein paar Jahren gleichkommt, während die vereinigten man ihnen iſt, fie verleugneten ihre socialistische Ueberzeugung, als Regierung hat geantwortet, daß sie das Hauptmoment der Gegner es auf 17 731 gegen damals 9950 Stimmen brachten. man ihnen einen Preußen, einen als Wahl„ Schwaben" Lage in der Erhaltung des Einvernehmens unter den bewerber präsentierte. Weg mit der Berliner SocialDie Stadt Mülhausen allein( der Bezirk umfaßt außerdem bemokratie!" so schloß der tleritale„ Arbeiterfreund" Winterer Mächten erblickt. Dementsprechend würde die deutsche Regierung noch etwa 50 Landorte) weist einen Verlust von mehr als 3000 einen feiner Wahlaufrufe, und diese partikularistisch- beschränkten Anallen Maßnahmen zustimmen, die von andrer Seite keinem Ein- socialistischen Stimmen auf, und nur in einer verschwindend kleinen schauungen, die in der elsässischen Bourgeoisie noch weit verbreitet spruch begegnen. Das heißt aus dem Diplomatischen ins Deutsche übersetzt: Deutsch- Bahl von Einzelbezirken derselben haben sich diesmal socialistische find, haben leider auch in den dortigen Arbeiterkreisen nur allzu viel land lehnt das Anerbieten Japans ab, weil Rußland es nicht acceptiert, Mehrheiten ergeben. Dabei ist die Wahlbeteiligung, wie schon aus Anhänger gefunden. Daß wir in dieser Hinsicht im Laufe der leyten den angegebenen beiden Hauptzahlen hervorgeht, gegenüber 1898 10 Jahre, seit Mülhausen im Reichstage socialistisch vertreten iſt, das China als seine Beute betrachtet. Dem" Standard" nach, der die Ansichten der englischen Regierung nicht etwa schwächer geworden, hat diesmal vielmehr zugenommen noch nicht weiter gekommen sind, das ist, wie gesagt, mit die Schuld zum Ausdruck bringt, ist man in London sehr aufgebracht und die hohe Ziffer von etwa 82 Proz. erreicht. Wir stehen also vor derjenigen, die versäumt haben, ihre Wähler, statt zu perfönüber den Widerspruch Rußlands. Der" Standard" fagt, es sei der unteugbaren Thatsache, daß eine beträchtliche Zahl von Wählern, lichen Anhängern, zu überzeugten, nach jeder Richtung hin geradezu unbegreiflich, daß die einfachsten Forderungen der die 1898 für den socialistischen Kandidaten votierten, bei der gestrigen überzeugten Socialdemokraten und politisch auHumanität politischen Erwägungen geopfert würden hätte man Wahl dem bürgerlichen Bewerber ihre Stimme zugewandt haben. die Japaner gleich zu Anfang in China einschreiten lassen, Daß einer derart ungewöhnlichen Wandlung einer Wählerschaft berlässigen und disciplinierten Parteigen offen so wären vielleicht die Megeleien in Beling auch ungewöhnliche Ursachen zu Grunde liegen müffen, ist ohne weiteres 3 erziehen. Jetzt hat sich leider an der Partei gerächt, was lar. Und diesen Ursachen auf die Spur zu gehen, das halten wir einzelne ihrer Führer verschuldet haben. Rechnet man noch die aus dem Kandidatenwechsel sich eraugenblicklich im Interesse der Partei und ihrer gedeihlichen Weitergebenden Mighelligkeiten hinzu, so wird unsre Niederlage nur allzu entwicklung in Elsaß- Lothringen für eine weit verdienstvollere Aufgabe, als den Versuch, unfre Niederlage zu beschönigen. begreiflich. verhindert worden". Aus dieser Aeußerung erhellt, daß das Anerbieten Japans schon vor dem Gesandten mord, das heißt spätestens schon Mitte vorigen Monats gemacht worden ist. Der Stand der Dinge ist also: die Eifersucht der europäischen Großmächte hintertreibt die elementarsten Rettungsarbeiten! an thin dis Nun das Unheil einmal da, erübrigt sich für uns nur, aus dem Es soll nicht außer acht gelassen werden, daß die Stellung selben unsre Nuganwendungen zu ziehen. Und da möchten wir vor Wie soll es nun erst werden, wenn diese Mächte größere didatur Schlumberger von vornherein eine sehr schwierige war. Arbeiterschaft für die Zukunft energischer als bisher den bereits unfrer Mülhauser Partei gegenüber der bürgerlichen Sammel- Stan- allem den Beteiligten ans Herz legen, in der reichsländischen Truppenmassen und Flottengeschwader auf dem Kampfplaz haben? Ob die Engländer und Japaner, deren Zusammenhandeln jetzt wir haben dies bereits vor Wochen nicht ohne Widerspruch im charakterisierten Geist des beschränkten Partikularismus und Lokaloffenbar ist, sich den Widerspruch Rußlands ruhig gefallen lassen und eignen Lager zu finden dieser Stelle ausgesprochen. patriotismus zu bekämpfen, den wir ruhig der politisch- rückbis in den September warten werden, wo die Verstärkungstruppen Der Name des Schlumberger, alteingesessener Mülhauser, erft eintreffen können, wo es aber auch keine Europäer mehr in deren Geschlecht mit der Geschichte der Stadt seit hundert ständigen Bourgeoisie als ein zweifelraftes Privileg überlassen können. Die altdeutsche Socialdemokratie, die an der Ueberwindung China zu retten geben wird? Es ist beinahe undenkbar. Und und mehr Jahren eng verknüpft ist, befigt weit über das Weichbild der historisch erklärlichen Gefühlsgegnerschaft zwischen Süden wenn nicht, so ist die Frage des Weltkriegs geste II t. Mülhausens hinaus einen guten Kang. Zahlreiche Mitglieder und Norden des Reichs unbestreitbar das größte Verdienst hat, sie Inzwischen hat Japan beschlossen, eine gemischte Division nach der Familie befinden sich seit Jahren in bürgerlichen Ehrenstellen, und wie fann der reichsländischen Arbeiterschaft hierin allezeit als Borbild China zur Verstärkung der dortigen japanischen Streitmacht zu ent- die übrigen Angehörigen der oberelsässischen Fabrikaristokratie, so dienen. Dann aber ist auch zu hoffen, daß zwischen der Masse der fenden. Damit wird die Gesamtzahl der japanischen Truppen in sobienen. China auf 22 000 Mann erhöht. wußten auch sie durch eine wohlberechnete Munifizenz fich von jeher socialistischen Arbeiter Mülhausens, insbesondere den Anhängern des großen Einfluß und Anhang in allen Schichten der Bevölkerung zu bisherigen Vertreters der Stadt und den zur Leitung der Parteisichern. Und die Thatsache, daß der bürgerliche Kandidat Theodor Schlumberger bisher in politischen Dingen wenig an die Oeffentlich trauen und Zusammenarbeiten wiederhergestellt werde, ohne welches Deffentlich- geschäfte in Kreis und Land berufenen Körperschaften dasjenige Berfeit getreten, für die meisten also in dieser Hinsicht ein unbeschriebenes eine gedeihliche Förderung unsrer Parteibewegung in Elfaß- Lothringen Blatt geblieben war und sich keiner der zu seiner Unterstützung ber bündeten Parteien gegenüber politisch kompromitiert hatte, machte ihn zum bürgerlichen Sammelkandikaten besonders geeignet, Einem derart wohldisponierten Wahlbewerber gegenüber hätte man auch unsrerseits bei der Wahl des Kandidaten eine besondre Vorsicht walten laffen sollen. Wir hielten es für einen entschiedenen taktischen Fehler, als die Mülhauser Parteikonferenz in der Person Uebrigens fallen die russischen Blätter, trotzdem Deutschland der russischen Politik in der Frage Japans die Schleppe trägt, wütend über Deutschland her und kritisieren die Reden Wilhelms II. aufs schärffte. " Die Nowoje Wremja" macht die deutsche Politik für den Aufstand verantwortlich. Die„ Petersburgstija je domosti" schreiben: Deutschland habe eine furchtbare Suppe im fernen Osten eingerührt. Die Beleidigung des Tsung- li- Yamen durch Baron v. Heyting, die Annexion Niautichous, die Reise Prinz Heinrichs mit ihrem Etikettebruch haben die innere Autorität Chinas, dieser konservativsten Macht der Erde, gebrochen. Das deutsche Faustrecht" habe hundertDie angebliche Erstarrung der chinesischen Kultur.") 90 undenkbar ist. Wird dies alles erreicht, dann wird der Schlag, den der gestrige Tag unsrer Partei verfeste, für diese schließlich doch nicht ohne günstige Folgen bleiben, eine Niederlage, über die übrigens die Altdeutsch- Nationalen am wenigsten zu triumphieren Anlaß haben weil sie die Macht der Protestler- Stimmung unzweidentig zeigt. alten Gesezbücher waren vielfach sehr grausame, sie sind mit namentlich den oberflächlichen Beobachter zu dem Glauben verleitet, der Zeit mildere geworden, namentlich sind die als wenn China überhaupt keiner Entwicklung fähig wäre. Und doch verschiedenen Arten der Verstümmelungen in braucht man nur einen Blick auf die Geschichte des Landes zu werfen, Wegfall getreten. Eine Tortur im rechtlichen Sinne be- um sich vom Gegenteil zu fiberzeugen. steht nicht, da aber das Geständnis des Angeklagten zu seiner Ver- Versucht man, sich aus den in der ältesten Zeit hieroglyphisch Die Erfindungen und Kulturbereicherungen zivingen uns nicht urteilung notwendig ist, so wird sie thatsächlich überall und oft in dargestellten Gegenständen und aus den ersten Bufammensetzungen nur eine hohe Achtung vor dem Höhenpunkte der alten chinesischen der grausamsten Weise angewendet, obgleich in solchen Fällen derselben ein Bild der Zustände zu machen, welche zu den Zeiten Geftttung ab, sondern sie beweisen auch das Irrtümliche der auch manchmal freilich verspätete verspätete Remedur feitens der der Bildung dieser Zeiten geherrscht haben mögen, so dürfte man nur zu weit verbreiteten Ansicht, nach der die chinesische höheren Behörden oder der Regierung einzutreten pflegt. Das Recht auf ein vom Westen her eingewandertes und noch manche, wenn Kultur seit Jahrtausenden erstarrt fei und nicht allein jeder weitern Eute ist das gleiche für alle, doch steht es Beamten und Frauen auch unflare Erinnerungen an die alte Heimat bewahrendes Bolk widlung entbehrt habe, sondern auch derselben unfähig fei. Die Bewohner vielfach frei, sich von andren über sie verhängte Strafen loszu- oder auf ein Bolt, dem von Westen gekommen war, was es an bes himmlischen Reichs haben fort und fort teils durch eignes Nach- faufen. Tiefeingreifende Veränderungen hat das Eigentum am Kultur besaß, schließen, welches sich im llebergangsstadium vom denken, teils durch Aufnahme fremder Gedanken ihre Zustände ver- Grundbesig in China durchgemacht; im Altertum gab es nomabischen Hirtenleben zu Aderbau und festeren Wohnfigen befindet. beffert. Ein Blick auf ein chinesisches Wörterbuch gewährt in dieser i berhaupt keinen Privatgrundbesig; unter den ersten Und nun vergleiche man damit das China unter der Tang Beziehung die interessantesten Aufschlüsse. Nadeln, früher aus drei Dynastien war der Staat der einzige gefeßliche Eigen-( 618-905), der Sung( 960-1126), der mongolischen( 1260-1367), Bambus, jezt aus Stahl gemacht, werden in den verschiedenen tümer aller Ländereien, welche er zur Bearbeitung unter die der Ming( 1368-1643) und der noch jezt regierenden mandschurischen Zeiten unter den verschiedenen Wurzeln aufgeführt; Strümpfe Familien verteilte. Jeder mußte außerdem einige Tage im Jahre Dynastie, von denen die letzte und drittlegte allerdings fremden Urwaren, die Mandschuren fich wurden bis ins 13. Jahrhundert aus Leder gefertigt, vier Jahr- fronen, um die öffentlichen Arbeiten, Wege, Kanäle, Dämme usw. sprungs aber vollständig hunderte später bringt das Wörterbuch Kanghis fie Wörterbuch Stanghis fie unter zu beschaffen. Erst mit der vierten Dynastie bildete sich das Privat- mit den Chinesen identifiziert haben. China ist, wenige die es umgebenden der Wurzel Baumwolle; ähnliche Beispiele ließen sich zu Hunderten eigentum am Grundbesitz immer mehr aus: die Fiktion des Jahre des Verfalls abgerechnet, für Siam, Tibet, Birma, Annam, Korea ud anführen. In der Kost der Chinesen sind leicht ähnliche Veränderungen Eigentumsrechts des Staats an allem zum Ackerbau bestimmten Staaten: nachzuweisen; der Mais, das Zuckerrohr sind späteren Ursprungs, Grund und Boden blieb aber bestehen und fand feinen Ausdruck in Japan, das gewesen, was Griechenland in alter Zeit für das römische und die Kenntnis der Zuckerbereitung verdanken sie erst den der von dem Ertrag der Ernte zu entrichtenden Grundsteuer. Reich war und nach der Zerstörung von Konstantinopel für MittelIndern; die feineren Gewürze, Gewürznelle Kardamom, Aber abgesehen von dieser sich im Land selbst vollziehenden und Westeuropa wurde; es hat ihnen seine Morallehre, seine PhiloMustatnuß und Muskatblüte, dann Kampfer und Aloëholz, tamen Entwicklung hat sich auch frem der Einfluß in China nach den sophie, seine Schrift, feine staatlichen und socialen Einrichtungen erst 630 nach Chr. aus dem Süden, d. h. aus dem indischen Archipel verschiedensten Richtungen hin fühlbar gemacht; zuerst beim Ein- gegeben und ist für die Gelehrten aller dieser Länder während nach China. Thee ist erst später allgemein gebräuchlich geworden. dringen des Buddhismus, durch den bisher unbekannte vieler Hunderte von Jahren die alma mater gewesen, von der alles Milch, Butter und Käse haben sich nie einbürgern können. Dagegen Tier- und Pflanzenformen in die Ornamentit eingeführt tam, was lernens, wissens- und begehrenswert war. hat der Gebrauch des Opiums in den letzten Jahrhunderten reißende wurden, die fich bis dahin hauptsächlich auf archaisch oder archaistisch Auch die troß der vielfachen Totalen Unruhen und Aufstände Fortschritte gemacht und den des indischen Hanfs, der schon im ftilifierte Tier- und Pflanzenverschlingungen beschränkt hatte. Später und der häufig auch größeren Maßstab annehmenden politischen 3. Jahrhundert nach Chr. bei chirurgischen Operationen zur Hervor machen sich indische und centralasiatische, dann, freilich in geringem Umwälzungen für gewöhnlich in China herrschende gute Ordnung bringung der Narkose benußt wurde, ganz verdrängt, wie dies jest in Maße, japanische und endlich europäische Einflüsse, besonders in Bezug mußte anregend und zur Nacheiferung anspornend auf die Nachbar einzelnen Teilen Chinas das Morphium, innerlich und subcutan auf Bellenschmelz, Emailmalerei, Lad, Stidereien und Verzierung von völter wirken. Noch heute muß die geringe Zahl der vom Staate ( durch Hauteinsprigung) angewendet, mit dem Opium thut. Be- Borzellangefäßen geltend. Aber auch in Bezug auf den geistigen besoldeten Beamten, etwas über 6000, welche die mindestens 250 Mill. rauschende Getränke, aus Reis und Hirse, find den Chinesen seit Einfluß, der vom Ausland auf China ausgeübt worden ist, fehlt es zählende Bevölkerung regieren, um so mehr unsre Bewunderung den ältesten Zeiten bekannt, der Gebrauch derselben im nicht an Beispielen von der tief eingreifenden Wirkung derselben. erregen, als die denselben zur Verfügung stehende bewaffnete Macht, Uebermaß ist aber wohl mehr auf Mongolen und Mand- So hat sich der Buddhismus nach allen feinen Richtungen hin mit wenn auch auf dem Papier recht erheblich, in Wirklichkeit eine sehr schuren und den Norden überhaupt beschränkt. Die Gewinnung dem Taoismus und dem Stonfucianismus in einer Weise ver unbedeutende ist, so daß die Behörden der Bevölkerung gegenüber von Salz geschieht aus ausgedehnten Salzgärten am Meerufer wie mischt, daß es heute schwer, wenn nicht unmöglich sein dürfte, das faßt ausschließlich auf den moralischen Einfluß angewiesen sind, den aus Salinen im Inlande, der Verkauf ist Staatsmonopol. eigentlich Chinesische von dem Fremden zu unterscheiden. Auch in fie fraft ihrer Stellung auszuüben im ftande sein sollen. Jeder Befehl in Im alten China bestand die Sklaverei nur als den philosophischen Disciplinen sind buddhistische Einflüsse die maß- China tommt sozusagen aus vaterländischem Munde; die Beamten Strafe, wie dies auch heute noch unter dem Namen der gebenden geworden; unter der Sung- Dynastie im 12. Jahr heißen die Bäter und Mütter des Volts, Gehorsam ist die erste Verschickung in die Poststationen und an die Grenzen des hundert nach Chrifti hat der unzweifelhaft bedeutendste Koms Kindespflicht, und der Tod droht jedem, der sich an seinen Eltern Reichs der Fall ist; im Süden ist die Haussllaverei solcher mentator der chinesischen Klassiker, d. h. der chinesischen Philosophie, vergreifen sollte. Die wenigstens theoretisch unbeschränkte Macht Leute, die sich selbst in dieselbe verkauft haben, sowie ihrer Nach Chu hi, fich den buddhistischen Einflüssen so wenig zu entziehen des Herrschers( thatsächlich schränken Ceremonial- und Bräcedenztommen nichts Seltenes; im Norden besteht dieselbe nur für Mand- gewußt, daß seit dem Ende der Ming Dynastie eine starte Opposition fälle fie schon erheblich ein) gründet sich ebenfalls auf den schuren, wie auch der Mandschure in seinen Eingaben an den Kaiser der chinesischen Buristen sich gegen ihn bemerkbar gemacht hat, die Rechtsiap, daß er der Vater des Volkes fei. Derartige fich stets als der Sllave desselben bezeichnet. Die Strafen der allerdings bis jetzt nicht im stande gewesen ist, ihn aus seiner Grundfäße können selbstverständlich nur da durchgeführt werden, wo Stellung als Repräsentant der orthodoxen Eregele zu verdrängen. das Gefühl der gegenseitigen Verantwortlichkeit und Heberwachung *) Wir entnehmen diesen Aufsatz mit einigen Kürzungen der Die Thatsache aber, daß eine solche Bewegung bestand und besteht, ein sehr ausgebildetes ist, und diesem Princip huldigt die Einteilung neuesten Auflage von Hellwalds Kulturgeschichte. Der Abschnitt genügt, um zu beweisen, daß das wissenschaftliche Leben, weit ent- der Bevölkerung in Behner, Hunderte und so weiter, wie in Straßen, über China, in dem das obige Kapitel enthalten, ist von fernt ausgestorben zu sein, unter einer allerdings scheinbar erstarrten Bezirke. Gemeinden, in denen jeder für alle, alle für jeden verM. v. Brandt, dem langjährigen deutschen Gesandten in China be- Oberfläche frisch pulsiert. Es ist diese archaistische Oberfläche, antwortlich find. das Festhalten der Chinesen an dem Althergebrachten, was arbeitet. Prätorianisches. feine liberalen Reformbestrebungen nicht überall durchbrangen, daß sich r Die rheinischen Agrarier laffen, so schreibt man uns vom Paris, 5, Juli. beispielsweise in der auf den Lehrerjeminaren üblichen Ausbildungs- Rhein, ihren Genossen östlich der Elbe, was die Begehrlichkeit und Generalstabsoffizier Fritsch, Generalstabschef Delaune, methode, die ja auch heute noch Wissenschaft wie Pädagogik vielfach Hohn die Nachhaltigkeit im Schreien angeht, nicht viel nach. Der Rheinische „ Generalissimus"( Oberbefehlshaber im Striegsfall) und Vicepräsident spricht, nicht allzuviel änderte, ist vielleicht nicht die Schuld Falls. Bauernverein, ein durchaus ultramontanes Gebilde, hielt dieser Tage des höheren Kriegsrats Jamont- die prätorianische Revolte hat Eine einzelne Person kämpft vergebens gegen ein System an. Auch in Geilenkirchen eine Versammlung ab, der auch die ReichstagsFürsorge für die Universitäten war eine lebenswerte; unter Abgeordneten Amtsgerichtsräte Dr. Opfergelt und Fehr. v. Eynatten nun alle Staffeln der Hierarchie durchlaufen. Es handelt sich bei seinen Regiment war es auch noch möglich, daß Friedrich Albert beiwohnten. Der Geschäftsführer des Vereins, Herr Schreiner, redete der Revolte nicht um Staatsstreichsgelüfte, sondern nur um gange als Lehrer an eine deutsche Universität berufen werden über die Lage der deutschen Landwirtschaft unter besonderer BeMinister sturzgelüfte, deshalb aber ist fie doch ein konnte. ritcft chtigung der rheinischen Verhältnisse". Nach der ultranicht minder schlimmes Symptom prätorianischer Anmaßung. Was Die liberale Beschränktheit Falts zeigte sich dagegen in der Rolle, montanen Rheinischen Volksstimme" wies er in gemeinden Fritsch, Delaune und Jamont guten Mut einflößt, ist das Ber die er im Stulturkampf spielte, in ben er sich durch Bismarck hin- verständlichster, schlagendster Weise" nach, nur durch wußtsein, daß sie unter allen Umständen nichts oder so gut wie nichts eintreiben ließ. Der Gedanke, den Einfluß der katholischen Kirche e bung der Getreidepreise die durch eine Reihe von Umriskieren und den Schutz regierungsfähiger Parteien und Personen durch allerlei Chikanen, die sich 1875 sogar zur Ausweisung der Orden ständen veranlaßte sehr gedrückte Lage der Landwirtschaft gebessert genießen, was ihnen in nicht ferner Zukunft eine schöne Belohnung fichtig wie im Grunde illiberal. Kein Wunder, daß schon 1880 ein fei nicht zu denken. Deshalb feien auch jest alle rist Licen und Kongregationen steigerten, au brechen, war politisch ebenso turz- werden könne." An eine weitere Vergrößerung des Biehbestandes für ihre Meuterei verspricht. völliger Systemwechsel eintrat und Bismarck fich troy aller Ruhm Parteien darin einig, daß die 8ölle auf Getreide erhöht Man hat in der gestrigen Kammerdebatte über das menterische redigkeit nach Canojia verfügte. An den Folgen dieses Kulturkampfs werden müßten, um dadurch den Bauernstand, die beste Stüße von Demiffionsschreiben des Generals Jamont erlebt, daß nicht etwa ein traurigen Angedenfens laborieren wir noch jetzt, denn ohne ihn Thron und Altar, vor dem Untergang zu bewahren." nationalistischer Schreihals, sondern ein ehemaliger Kriegsminister, wäre das Centrum nicht die allmächtige Partei von heute, Falf be- Der Wortführer des Rheinischen Bauernvereins hat nur zu sehr Herr Kranz, ein Adjutant Melines, den wider seinen Chef, faß die Fehler und die Tugenden eines liberalen Doktrinärs. Er recht: die christlichen" Parteien sind sich über die Erhöhung der den Kriegsminister André, rebellierenden Generalissimus mit war fein Heros, höchstens im Vergleich zu den Goßler, Zedlig und Getreidezölle, über den verstärkten Wucher mit unsrem täglichen Brot Huldigungsworten" überhäufte!. Alles spricht übrigens Studt, aber immerhin ein achtenswert liberaler Mann, der noch bereits einig, und die katholischen- rheinischen Großbauern benutten dafür, daß die Prätorianer von vornherein unter einer etwas von Grundsägen sein eigen nannte, ihren mächtigen Einfluß auf das Centrum, um es immer weiter zu treiben auf der Bahn des volksausbeutenden Agrariertums. Decke mit den ungeduldigen oppositionellen Parteien spielten. Die Demission des„ unentbehrlichen" Oberbefehlshabers Jamont sollte unvermeidlich dem Ministerium das Genick brechen. Wie in den Dreyfus- Debatten die Armee- Ehre" das wirksamste Geschoß der prätorianischen Parteien bildete, so jetzt das Gezeter über die„ Desorganisation der Armee", woran natürlich nicht die menterischen Generäle, sondern die ihrer Haut sich wehrende Civilgewalt schuldig ist.. " Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar fchreibt man Die Frage der Einberufung des Reichstage soll jest nach einer Meldung aus dem Vorzimmer des Auswärtigen Amts in Er- uns als ein besonders beachtenswertes Borkommnis ist bas seit Jahresfrist er st e Stattfinden einer politischen Boltsversammlung in wägung gezogen fein. Auf der andern Seite melden die„ Berliner Neuesten Nach- Ilmenau, in welcher Genoffe Baudert über die Thätigkeit des Reichstags sprach, zu verzeichnen, nachdem mit Ausnahme von der richten": Ueber die Frage der Einberufung des Reichstag 8 in Stadt polda, alle socialdemokratischen Versammlungen im Ländchen Hinblick auf die Ereignisse in China haben, wie wir hören, Er- verboten wurden. Sollte sich die Regierung es wirklich zu Herzen wägungen stattgefunden, welche zu dem Ergebnis führten, daß zur genommen haben, daß sogar bürgerliche Blätter anläßlich der in Eisenach verbotenen Landtagswahl- Versammlung schrieben: daß Beit zu einer solchen Maßnahme fein Bedürfnis vorliegt. Ob sich etwa im weiteren Verlaufe der ge die zweckmäßigkeit der Be- infolge verkehrter Verwaltungsmaßnahmen einzelner Personen rufung des Reichstags hera net fann, ist im Augenblick nicht rottamierung der Rechtlosigkeit an der Tagesordning wang und Druck und Rechtstiftelei, wenn nicht gar vorauszusehen, fei! " Ausland, Frankreich. Diefes intime 8ufammengehen der Prätorianer mit einer starten, regierungsfähigen Minderheit des Parlaments bietet eine Erklärung für das schwächliche Vorgehen der Regierung gegen die Menterer. Delaune wurde seines Amts enthoben, ebenso Jamont das ist alles! Die Regierung getraute sich nicht, weiter zu gehen, trotz des jüngsten Kammervotums, welches die„ rigorose" Rundgebung der Disciplin gegenüber den Offizieren aller Grade verlangte. Man freis. Am Freitag fand in diesem Kreise die Neuwahl für den Nationalliberale Heldenthaten im 11. Hannoverschen Wahlfann ja nicht wissen, ob die Kammermehrheit die buch- kreis. Reichstag statt. Das Mandat des Bündlers Harrinhausen war für stäbliche Ausführung ihres eignen Votums billigen würde. Und ungültig erklärt, und zwar wegen unerhörter Beeinflussungen, Benn dann wäre es fraglich, ob die Hocharmee Nachfolger man mun annimmt, daß diese Lehre im neuen Wahlkampf beherzigt Oestreichisches and Paris. In der Kammerflyung am Freitag an Stelle der ernstlich gemaßregelten Menterer liefern würde. Auch werden würde, so irrt man sich gewaltig. Genosse Hoffmann- Berlin ging es, so meldet die„ Boff. Stg.", luftig zu. Als Lasies dem so hat der Kriegsminister dem Militärgouverneur von Paris, General sprach in Einbeck, Osterode, Lichtfelde 2c., am Sonntag, den 1. Juli, abgehenden Walded Rousseau nachrief: Judas! Bandit!" Brugère, unter dessen Belassung im früheren Amte die sollte derfelbe in Daffel sprechen, Der Wirt, der den Saal dazu hergegeben antworteten ihm hundert Stunden: Feigling! Lump! Strolch!" an- afies Stelle Jamouts anbieten müssen, während er zum Nachfolger hatte, befindet sich in Konkurs und sowie die Versammlung an- Lafies war mit einem Saz am Fuße der Nebnerbühne und wollte Delaunes den bisherigen Generalstabschef desselben Militärgouverneurs, fündigt wurde, erschien der nationalliberale Herr Preis einbauen, da faßte ihn Senator Berand an der den General Pen bezec, ernennen mußte. Die mehr oder minder aus Dassel, welcher erster Gläubiger des Grundstücks ist, und erklärte urget, brädte ihn an die Wand und würgte ihn, dem Wirt: Wenn die Versammlung stattfinde, fliegen baß er blau wurde. Der alte Cluferet sprang ihm tapfer republikanischen Generäle find gar dünn gesäet. Sie morgen auf die Straße." Wohl oder übel mußte unter het, erhielt aber im Handgemenge einige verirrte Hiebe über den felchen Umständen der Wirt sein Wort brechen. Kopf, daß ihm das rechte Ohr dick auschwoll. Auch sonst wurden viele rühmliche Einzelfämpfe ausgefochten, deren Einzelheiten jedoch nicht genau verfolgt werden konnten. Auch zwischen Abgeordneten und nationalistischen Berichterstattern fam es zu Busammenstößen, wobei es jedoch ungleich mehr Geschrei und Gefichtel als ernste Die radikalen Blätter flagen heute den Vor Als Einberufer und Hoffmann nach Dassel tam, wurde folgender Faustarbeit gab. und Thatbestand festgestellt: Der Bürgermeister von Daffel, Herr Louis fizenden Deschanel an, den Nationalisten den Hof zu machen, Creydh, Anhänger der nationalliberalen Partei, warnen ihn vor der Fortsegung dieses Spiels. hatte die Schwiegermutter des Befizers der Scheune zu fich kommen lassen, und diese macht darüber folgende Aussage: Der err Bürgermeister hätte gedroht, weit it die Wer sammlung abgehalten würde, dann werde er, der Bürgermeister, das Kapital, welches von mung über die Initiativbegehren auf Einführung des ihm auf dem Grundstück geliehen sei, tün- Proportional Wahlsystems für die Nationalratswahlen igen. Schließlich schrieb der Bürgermeister die und auf Wahl des Bundesrats durch das Volt auf den 4. November dieselbe zur Post tragen. Schwiegermutter und Frau beein Depesche auf, gab der Frau das Geld und ließ ihr angefegt. flußten nun den Mann und als die Versammlung stattfinden sollte, wurde er von der Frau verleugnet, aber um 4 Ühr nachmittags im Bett vorgefunden, Die Verfammlung aber war vereitelt. Beim Glase Bier saßen dann die Erschienenen mit Genossen Hoffmann beisammen und freuten sich über den Liberalismus der National liberalen, Das gestrige Vertrauensvotum wurde mit 287 gegen 230 Stimmen votiert, eine etwas größere als die übliche Regierungsmehrheit. Damit dürften die prätorianischen Ministersturz- Versuche- wenigstens bis zu den nahen Sommerferien ihren Abschluß gefunden haben. Das ändert aber nichts an dem durch jene Versuche verschlimmerten organischen Uebel, am ebenso frechen wie straflosen Politisieren der Vertreter der Hocharmee. Auch diese, von einer treuen und ausschließlich republikanischen Mehrheit unterstützte Regierung hat sich nicht einmal zum Versuch aufgerafft, das Uebel au der Wurzel zu packen. Als Abwehrmittel nennt sie nur Personenänderungen. Beim internationalen Totentanz in Ostafien will auch die Italienische Regierung nicht fehlen, wo die Weltpolitit Orgien feiert, muß sie dabei sein. Und lfte hätte doch wahr doch wahr lich befferes zu aufe zu thun wie andre Regierungen auch Der polnische Zobelpela, unter dem fein Hemde getragen wird, diese folonial- und weltpolitische Mode, über die selbst Bismarck höhnte, ist noch immer beliebt. Unser römischer Korrespondent schreibt uns: So sollen auch wir uns die Fingern in Ostasien verbrennen. Als ob wir sie nicht schon zur Genüge in Afrika verbrannt hätten! Natürlich Nun gab ein Einwohner feine Scheune her. Am Sonntag früh traf in Einbeck beim Einberufer folgende Depesche ein: Verbiete das Betreten meines Grundstücks; gebe die Scheune nicht her."( Folgt Name.) 开 Schweiz. Der Proporz. Der Bundesrat hat die Volts abftim. Mußland. Die Nussifizierung Finnlands. Nachdem 11 Senatoren ihr Amt niedergelegt haben und der Senator Janatius ebenfalls ſeine Demission eingereicht hat, hat der Senat das Nestript des Kaisers betreffend die Einführung der ruffischen Sprache als Verwaltungssprache in der höheron Berwaltung Finnlands veröffentlicht und dasselbe in den Amtsblättern anzeigen lassen. Türkei. " hervor, daß ein Daffeler Einwohner schließlich auf den Tisch Wie sehr solche Kampfesweise empört, geht am besten daraus ist's auch bei uns zum Teil kapitalistische Geschäftssache. gum aubern Teil der alte macchiavellistische Sniff, durch auswärtige Ver- haben; ich werde meine Scheune hergeben und so fand schlug und erklärte: Die Herren sollen ihren Willen nicht wickelungen und Lorbeeren( mehr oder weniger zweifelhafter Art) den am Mittwoch, den 4. Juli, die Versammlung froß alledem Berhaftungen. In den letzten Tagen ist in Konstantinopel Blick vom inneren Elend und der Mißwirtschaft im Lande abzulenken, statt. Die Scheune war hier bis auf den letzten Fleck gefüllt eine größere Anzahl Armenier verhaftet und zum Teil nach ihrer Ueber die chinesischen Dinge, wie fiber die gesamte Kolonial- und und die Anwesenden stimmten jubelud der Anregung bei, am Heimat in Kleinasien abgeschoben worden. Als Grund hierfür wird Weltpolitik denken die italienischen Socialisten genau Wahltage die Antwort auf solche Geldfads Gewaltatte zu angegeben, daß die Polizei auf awei armentiche Revolutionäre fahnde, wie die deutschen. Und zwischen unserm" Avanti" und Ihrem geben. welche angeblich eingetroffen sein sollen, um einen neuen Schlag vor„ Vorwärts" herrscht in all diesen Fragen völlige Uebereinstimmung. Am Sonntagabend sprach in Eimbeck der Geh. Regierungsrat, zubereiten. In maßgebenden Kreisen ist jedoch von der Ankunft derHöchst ungelegen sind in diesem Moment unsrer Regierung die Reichstags Abgeordnete Dr. Sattler und der nationalliberale felben nichts bekannt. gräulichen Nachrichten aus Apulien gekommen. Dort herrscht im warm empfahl und gegen die Angriffe der Bändler verteidigte, ere Kandidat Herr Jorns. Während ersterer den Kandidaten recht Afrika. wahrsten Sinne des Worts die Hungerpest. Jufolge des uns flärte Jorns, daß er allerdings kein Redner wäre, aber in all Der Boerenkrieg. Feldmarschall Roberts telegraphlert ans günstigen Frühjahrs sind alle Gemüse, Früchte, kurz die ganze Grute den stundenlangen Reden, die im Reichstage ge- Pretoria von gestorn: General Paget wurde am 8. b. We, mit den mißraten, einschließlich der Weine und Olivenernte, die als zerstört halten, würde nicht fünf Minuten fachlich ge- Boeren bei Pleiferfontein in einen Stampf verwideft; es gelang thm, gelten kann. Die Leute sterben massenhaft Hungers; und unter prochen". Herr Sattler machte bet dieser Bewertung die Boeren aus der starken Stellung gegenüber Levkop bis Bronerident. entfräfteten Menschen wülten alle möglichen Krant feiner langen Reden durch einen eignen Parteigenoffen fontein zu verdrängen; an legtevem Ort fchlug er ein Viwack auf. heiten. Selbstmorde und Familienmorde durch verzweifelube ein recht verdustes Geficht. Als Genosse Hoffmann das Wort erbat, verfolgte dann den Feind und am Nachmittag des folgenden Eltern sind an der Tagesordnung. Auch an leineren Hunger. erhielt er diefes ohne weiteres und so lange er mit dem Bändler zu Tags war er am Blaawutopje 15 Meilen nordwestlich von Bethlehem. revolten fehlt's nicht: Bäckerlaben werden erstürmt und die Gen liberale Partei eine Vertretung des Großkapitals nannte, wurde ibm Freistaats, mit Ausnahme des Präsidenten Steijn und des General Gericht ging, schmunzelten die Herren, aber als er die national Baget meldet, sämtliche Mitglieder der Regierung des Oranjedarmerie kann die" Ordnung" nicht bewahren. An das einzige Seil mit wunderbarer Schnelligkeit das Wort entzogen, den dichtgefüllten schatzmeisters, welch legterer sich nach Wrede begab, befänden sich mittel: den Hungernden Brot zu geben, denkt die Regierung nicht Saal verließen daraufhin soviel Personen, daß etwa mur eine halbe gegenwärtig in Bethlehem, welches zur neuen Hauptstadt aussie hat Geld nur für Soldaten, Schiffe und Ruhm. Mandel zurückblieb und daher der Vorsigende schleunigst ohne ein gerufen sei. Dem Bernehmen nach sei Steijn in die Berge geIn der Provinz Nevigo ist unter den Erntearbeitern ein Streit Wort die Versammlung schloß. Am Biertisch wurden die Herren flohen. Buller meldet, die Eisenbahnlinie bis Heidelberg sei derart ausgebrochen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen verlangen einen selbst unter sich uneins, indem eine Reihe von ihnen der Ansicht wiederhergestellt, daß die Bahnverbindung zwischen Natal und halbwegs menschenwürdigen Lohn. Die Gutsherren verweigern ihn, war, daß sie sich durch diese Art des Vorgehens selbst schwer ge- Pretoria vollständig ist. und die Regierung, die nach bekannten Mustern die Partei schädigt. Am Mittwoch sprach der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete der Starken gegen die Schwachen nimmt, hat ein Regiment Wamhof für Jorns in Silwertshausen und MarkoldenSoldaten hingeschickt, obgleich die Ruhe in keiner Weise gestört, oder dorf. In beiden Orten fam G. Hoffmann zum Wort, die erste Aus der Frauenbewegung. auch nur bedroht ist. Bersanunlung war so schwach besucht, daß nur 8 von den Anhängern der Während die Regierung dem Bolt die Bildung vorenthält die Nationalliberalen anwesend waren; die zweite Bersammlung war dagegen Frauen im Eisenbahndienst. Auf dem Lebrter Bahnhof größere Hälfte der Kinder hat keinen, die andre einen zumeist sehr überfüllt, Arbeitgeber hatten ihre Arbeiter hintommandiert, werden Frauen als wagenpuserinnen beschäftigt. Sie er schlechten Schulunterricht- bemüht sich unsre Partei, den Arbeitern einige trattierten dieselben auch mit Bier; sie machten recht ver- halten, wie der Weckruf der Eisenbahner" mitteilt, pro Tag 9 W., Gelegenheit zum Lernen zu bieten. In Turin haben wir Socia- duzte Gesichter, als ein Socialdemokrat das Wort erhielt, da ein während die Männer für diese Thätigkeit 2,80 bis 8 M. erhalten. listen den Grund zur ersten Wolfsuniversität in Italien solcher noch nie diesen Ort entweiht hatte. Der Herr Superindentent auf der märkisch- schlesischen Strecke werden die Frauen ger als und ein anderer Herr verließen unwillig den Saal; Ge gelegt: am 1. November wird sie eröffnet. Das wird für Italien noffe Hoffmann sprach 3/4 Stunden zum Entsetzen der anwesenden Tagelohn. Die Verwendung von Frauen auch im äußern Dienst Streckenarbeiterinnen beschäftigt, selbstverständlich auch zu niedrigeren ersprießlicher sein als die Expedition nach China. Reichstreuen und unter dem Beifall der Arbeiter über das, was der Eisenbahn, int innern find Frauen ja bereits zu Tausenden die Socialdemokratie will; da entstand ein Retter den verzweifelten angestellt wird noch mehr Männer auf die Straße setzen, aber Arbeitgebern, die wider Willen ihre Arbeiter zum Anhören der socialdemokratischen Ideen tommandiert hatten, in der Gestalt des Lehrers auch den Ueberschuß der Bahnverwaltung steigern. Evers. Dieser hatte Eugen Richters Zukunftsbilder" sehr gut aus- Die Besorgnisse, welche allerfeits gehegt werden, wenn von wendig gelernt und ließ diese zur Warnung derjenigen, die der Verleihung des Wahlrechts an die Frauen gefprochen wird, sich durch die glatten Worte des socialdemokra baben sich schon oft als nicht begründet und allgemein zutreffend Aus Hamm kommt die Nachricht, daß der ehemalige Kultus- tisch en Agitators verleiten ließen, aufmarschieren. Genoffe erwiesen. Vor allem zeigt sich dort, wo die Frauen das Wahlrecht minister Dr. Falt verstorben ist. Hoffmann war es unter solchen Umständen nicht schwer, den guten haben, daß sie ihre Bürgerrechte zu schäßen wiffen und auch ge= Falt, geboren am 10. August 1827 zu Metschkau( Schlesien), Mann von Eugens Klepper in den Sand zu feyen, besonders rief brauchen. So bei den Wahlen für die gefeßgebenden Körper in wurde 1850 Staatsanwaltsgehilfe zu Breslau, 1853 Staatsanwalt er dem Jugenderzieher aber ins Gedächtnis, daß gerade die Lehrer Auftraften und amerikanischen Staaten und bei verschiedenen andern zu wyd. 1861 wurde er als Staatsanwalt an das Kammergericht zu in erster Linie der Socialdemokratie die wesentliche Verbesserung Wahlen in andern Ländern. Kürzlich fanden in Cleveland( Ohio) Berlin berufen, 1862 zum Rat bei dem Appellationsgericht zu ihrer Lage zu danken haben, was der Herr auch zugeben mußte. die Wahlen zur Schulverivaltung flatt, wozu auch die Frauen, wahl Glogau befördert. Seine Beförderung zum Geheimen Justizrat und berechtigt find. Bon 9172 eingeschriebenen Wählerinnen tamen trozz vortragenden Rat im Justisministerium erfolgte 1868, 1871 strömenden Regens 7842 aur Urne, während von den ftimm wurde Fall zum Geh. Oberregierungsrat und 1872 an Stelle berechtigten Männern mehr als die Hälfte zu Hause blieb. Der Mühlers zum Kultusminister ernannt. Erfolg blieb den waderen Frauen nicht aus, denn es wurden mehrere Frauen in den Schulrat gewählt. Deutsches Reich. Kultusminister Falk. * Hannover, 7. Juli.( W. T. B.) Bei der gestrigen Reichstags Falt war eine ausgeprägte Persönlichkeit und seinem Vorgänger Fall war eine ausgeprägte Persönlichkeit und seinem Vorgänger Graywahl im Wahlkreise Ginbeck- Northeim wurden bem Hannover sowohl intellektuell wie in der Fortgeschrittenheit feiner Anschauungen schen Courier zufolge im ganzen 14 629 Stimmen abgegeben. weit überlegen. Die Aufhebung der reaktionären Stahlschen Schul- Davon erhielten Jorns( natt.) 5282, Filcher( Soc.) 3026, regulative von 1854 ist sein Verdienst, wie Falt sich denn überhaupt über 3( Bund der Landwirte) 3559, v. Hake( Welfe) 2162 Stimmen. die Hebung der Volksschule, die Verbesserung des Lehrplans derselben 8wischen beiden ersteren hat mithin Stichwahl stattzufinden. Dies und die materielle Befieritellung der Lehrer angelegen sein ließ. Daß selbe ist auf den 16. Juli angefest. " Der socialdemokratische Parteitag der Arbeiterpartei Senbs, welcher fürzlich in Rotterdami getagt hat, hat, wie die Gleichheit" berichtet, eine Genossin, Frau Cornelie Huggens, zum Mitglied des Barteivorstands gewählt Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte l Die zum Schutze der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassenen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung über: die Dauer der Arbeitszeit für Arbeiterinnen über 16 Jahre, für jugend liche Arbeiter, über Kündigung und Entlassung, Ausstellung von Zeugnissen, Strafgelder, hygienische und Schutzmaßregeln, ungesunde Arbeitsräume, Waschvorrichtungen, Ankleideräume, Beschaffenheit und Zahl der Aborte, werden vielfach seitens der Unternehmer nicht be achtet und die Rechte der Arbeiterinnen gekürzt. Arbeiterinnen, achtet darauf, daß die zu Eurem Schutze erlassenen gesetzlichen Bestimmungen von den Unternehmern durchgeführt und innegehalten werden. Um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne Nachteile für ihre Existenz auf Beseitigung der Mißstände in den Arbeitsstätten hinzuwirken, sind nachstehende Personen bereit, wahrheitS> getreue Beschwerden unentgeltlich entgegenzunehmen und au schleunigste Abhilfe zu dringen. Die Namen der Beschwerdeführer werden streng geheim gehalten! Frl. O. B a a d e r, Strausbergerstr. 28, v. IV. Frau B au s ch k e Rostockerstr. 47, Stfl. II. Frl. H a a s e, Alexanderstr. 15, vorn IV. Frau Jung. Fichtestr. 25, Hof II. Frau Lutz. WiIhelmstr.21.Hofpart Frau A. M e s ch, Lychenerstr. 3, linker Ausg., IV. Frau M. T i e Blumenstr. 63, I rechts. Frau Schneider, Höchstestr. 29, Frau Sprung, Mariannen- Ufer 7, Hof III, rechts. Jeden Mittwochabend 7—9 Uhr. Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16, 1. Alle Wochentage von S— 1 und 6—8 Uhr._ Die socialdemokratische Presse über die chinesische Krisis. Wie einmütig die gesamte Parteipresse die weltpoli tische Katastrophe in Ostasien beurteilt, mögen die nachstehenden Preßstimmen beweisen, die sich leicht um das Zehnfache vermehren ließen. „Hamburger Echo": Unsre„Weltpolitiker", die seiner Zeit die„Pachtung" von Kiautschou nnt so hellem Jubel begrüßten, werden nachgerade doch auch bedenklich bei der Entwicklung der Dinge in China und den daraus sich ergebenden Folgen. Und nun kommen auch von andrer Seite Auslassungen, welche der„Pachtungspolitik" un- verblümt die Schuld an der jetzt in China be gonnenen Blutarbeit zuschieben.... Somit liegt die Gefahr nur zu nahe, daß sich an den chinesischen Wirren schließlich der große Weltbrand entzünden wird, der vielleicht der ganzen kapitalistischen Herrlichkeit und dem damit verbundenen Raub- und Ausplünderungssystcm ein Ende machen wird, aber auch unsere ganze Kultur mit den schwerstey Gefahren bedroht. Die Politik der gepanzerten Faust hat auch Deutschland mitten in diesen Strudel internationaler Wirren hinein- gerissen. Goldene Berge hat man sich von dieser neuen„Welt Politik" versprochen und heute, wo sie kaum begonnen, droht aus ihr der W e l t k r a ch. Die socialdemokrotischen Propheten scheinen leider im allerschlimmsten Sinne recht behalten zu sollen. «Leipziger BolkSzeitung": Die weltgeschichtliche Bedeutung deS so unverhofft aus- gebrochenen Kriegs ist für jedermann klar. Die europäische Weltpolitik der„gepanzerten Faust" zeitigt ihre Früchte: gegen sie erhebt sich zur Abwehr, zum Verzweiflungskampf um die eigne Existenz das in seiner natronalen Eigenart und Kultur bedrängte China... Die Besitzergreifung von Kiautschou ist zum Ausgangspunkt einer frenidenfeindlichcn Bewegung in China geworden, der gegenüber die Mächte den Kamps für die heiligsten Güter des Kapitalismus proklamiert haben. Die blutige Weltpolitik, in die die an den chinesischen Absatzgebieten interessierten Mächte ein- getreten sind, kann zu einem Weltkrieg führen, dessen Schrecken und Folgen unabsehbar sind. „Sächsische Arbeiter-Zeitung". Das offizielle Deutsche Reich befindet sich nebst einer Reihe an- drer Kulturstaaten seit einiger Zeit im„offiziösen" Kriege mit China. Zu Dutzenden sind unsre Brüder im fernen Osten der jäh auf- lodernden Wut eines I a n g e b e l e i d i g t e n u n d m i ß- handelten Volks zum Opfer gefallen, andre Dutzende, Hunderte und Tausende werden vielleicht noch in den Tod gehen müssen.... ES kann gar keinem ern st haften Zweifel unterliegen, daß die famose„Pachtung" Kiaut- schous den kräftigsten Anstoß zu der chinesischen Befreiungsbewegung gegeben hat. Auch ohne das direkte und unanfechtbare Zeugnis des Bischofs Anzer war das ge- wiß; in dem Augenblick, als eine europäische Macht die„Politik der offenen Thür" in China verließ und zu Eroberungen schritt, war der Ausbruch einer Katastrophe mit Sicherheit vorauszusehen. Das deutsche Bürgertum jubelte in seiner politischen Kurzsichtigkeit den Thaten der gepanzerten F a u st zu, weil es eine neue Profitgelegenheit witterte; an schönen Phrasen zur ideologischen Verbrämung seiner derbrealen Gelüste hat es ihm freilich auch bei dieser Gelegenheit nicht gefehlt. . AugSburger VolkS-Zeitung." Die Schuld an der Erregung der Chinesen liegt un« be st reitbar an dem Auftreten der europäischen Mächte. Sie haben, vom TeilungSfieber ergriffen, Zipfel um Zipfel vom Lande der Zopfträger abgetrennt— im Namen der Civilisation!? Nack unsren RcchtSbegriffen ist das nichts andres als Eroberung! Und doch sind heute schreib- selige Bedientennaturen die Menge an der Arbeit, jenes Vorgehen zu rechtfertigen und die Chinesen, die sich das selbst- verständlich wie andre auch nicht gefallen lassen, als elende, züchtignngswerte Kerle zu brandmarken. Die Tage der Landung der europäischen Mächte in Kiautschou, Port Arthur und Weihaiwei sid die Erzeuger der Erbitterung, des Hasses der Thätlichkeiten von heute. Und was lhut das chinesische Volk in der That? ES beschützt seinen heimatlichen Boden, es wehrt unberufenen Eingriffen. Welch' schöne Tugend! Die Liebe zur heimatlichen Scholle, die Liebe zum Vaterland, die uns Deutschen schon in der Schule einge— bläut wird, sie regt sich in den Bewohnern des Reichs der Mitte. Doch dafür haben wir Deutsche in diesem Falle kein Verständnis. Wenn zwei das Gleiche thun, ist es eben nicht das Gleiche! „Magdeburger VolkSsttmme". Der Großhandel, die Großindustrie sind es, die Wirtschaft- liche Vorteile von der Weltpolitik haben; sie brauchen neue Absatzgebiete und hatten deshalb die„Erschließung" Chinas in edler Profitsucht lebhaft erstrebt. Nun zeigt es sich, wohin das g es ü h rt h a t. und im Reichstag, dessen Zusammenberufung bei einer Kriegserklärung nicht mehr uingangen werden könnte, würden sich schon diejenigen finden, die wie bisher schon ungs- los den Dingen auf den Grund gingen. „Rh.-Westf. Arbeiter-Ztg.": «Die Ermordung des deutschen Gesandten in Peking, ein gewiß verabscheuungswnrdiges Verbrechen, giebt einem Teil der deutschen Presse Veranlassung, ein indianisches Rachegeheul an- zustimmen. Das ist zwar nicht sehr christlich und wird die Chinesen sicher nicht zu begeisterten Anhängern des Christentums machen, aber es mag die übertriebene Hetze den Interessen der herrschenden Klasse entsprechen. Wer hat denn die gelbe Gefahr herauf- beschworen? Kommen die Chinesen vielleicht nach hier, um hier ihre Religion aufzuzwingen? Umgekehrt war es doch wohl! WaS würde aber im entgegengesetzten Fall hier geschehen? Dann würde eine Volkserhebung gegen die Aufdringlinge natürlich das höchste patriotische Gebot sein. „Volksstimme"(Mannheim): Der! Tod Kettelers wird gewiß von allen bedauert und das Verbrechen verurteilt, mögen die Meinungen auch noch so ver« schieden über die W e l t p o I i t i k sein, die in letzter Linie ver- antwortlich für den Krieg in China ist. Aber was soll der R a ch e k r i e g gegen die Chinesen, der un- gezählte neue Opfer fordert' und den oder die Schuldigen an dem Verbrechen gegen Ketteler kaum treffen wird? Was hat Civilisation und Religion mit einem solchen Rachekrieg zu thun? Wenn die Chinesen die christliche Religion nicht haben wollen und wenn sie europäische Civili- sation ablehnen, so hätte man sich bescheiden sollen und eS nicht erst zu diesem wilden Ausbruch deS Volkshasses gegen alles Fremde kommen lassen dürfen. Aber das vertrug sich nicht mit den Zielen der Weltpolitik. Nun eröffnet diese Weltpolitik die Aussicht auf einen schweren, blusigen Krieg, in dem die einzige europäische„Civilisation", die von den Chinesen accepttert' wurde: die Kruppschen Kanonen schreck- liche Verwüstungen unter den Soldaten der fremden Mächte an- richten wird. Und imGefolge desKrie�ges marschieren weitere gefährliche Verwickelungen und Krisen. „Freie Presse"(Elberfeld). Wie Deutschlands Fürsten über die Weltmachtpolitik denken, wissen wir nicht, daß aber ein sehr großer Teil des Volkes sie nicht billigt, wissen ivir bestimmt. Dieser Teil des Volks befürchtet gerade von dieser Weltpolitik das Schlimmste für Deutschland. „Schlcswig-Holsteinische Volks-Ztg." Was ist vorgefallen? Der Kapitalismus hat den Versuch gemacht, China zu erobern, mit seinem Segen zu beglücken. Da China nicht gutwillig wollte, hat man es mit Kanonen und Bajon netten gezivungen, die fragwürdigen Segnungen kapitalistischer Ausbeutung ins Land zu lassen. Erst erzwang man das Recht für die Fremden, in gewisse Städte des Reichs der Mitte einzuziehen. Dann erzwang man das Recht, de» Chinesen ein dem schlimmsten Fusel gleichwertiges Gift, das Opium aufdrängen. Später erpreßte man ur die Europäer usw. Zutritt in das ganze Land. Europäische und andre Kaufleute siedelten sich an, überschwemmten das Land mit ihren Waren iind ruinierten den chinesiüben Handiverker und den bezopften Handelsmann. Europäische Missionare drängten sich ein, um ihre Glaubenslehren an ein Volk zu bringen, das dafür keinen Sinn hatte und sich nicht wehren durfte, wenn nicht die Feuer- schliinde der sogenannten Civilisation mitsprechen sollten. Endlich noch eine italieuisch-socialistische Ssimme! Der„Avanti" schreibt:„Der Kapitalismus würde sich China vielleicht friedlich erobert haben, wenn nicht Rußland, das nur mit dem Schwert erobern kann, durch seine Machinationen und das Deutsche Reich durch sein brutales Vorgehen in Kiautschou die Chinesen zum gewaltsamen Losbruch veranlaßt hätte». Und die Völker Europas haben jetzt, dank der absolutistischen Ländergier und dem Militarismus einen Krieg mit dem chinesischen Ricsenreich auf dem Hals". Der Rest des Artikels geißelt die Thorheit der italienischen Regierung, die sich, ohne auch nur einen halbwegs plausiblen Vor- wand in diesen Krieg stürzt, der den Völkern Europas nur Nach- teile bringen kann, den Handel und die Industrie schwer schädigt, und wahrscheinlich einen Weltbrand entzünden wird.— Seite(z. B. in Preußen, Bayern und Hessen) anferlegte Anzeige- Pflicht passen schlecht zusammen und führen im Verein nnt einer absonderlichen Rechtsprechung auch auf diesem Gebiete zu Resultaten. die den gewissenhaften Arzt in furchtbare Konflikte und die Er- krankten und die noch nicht Angesteckten Gefahren aussetzt, die leider häufig zu einer Verheimlichung und Verbreitung der Krankheiten führen. Es ist nutzlos, auf die vielen Widersprüche hinzuweisen, die der Gesetzgeber auch bei Regelung der specicll ärztlichen Pflichten begeht. So lange Moralheuchelei an Stelle eines verständigen Aufklärungsbestrebens den Gesetzgeber beseelt, so laiige schein- heilige„Sittlichkeit" Geschlechtskrankheiten nicht als Krankheiten sondern als Verfehlungen zu behandeln geneigt ist, so lange endlich nicht an Stelle des Rufs nach Flickarbeit eine organische Regelung' dieser Matesie im Sinn der Bebelschen Resolution erfolgen wird, werden leider die Sexualleiden eine immer größere Gefahr werden. Das beweist auch das Dr. Radecksche Buch und ruft dem Reichs- Gesundsheitsamt, dem Bundesrat und dem Reichstag ein eindring- liches äiseits moniü(lernt, da Ihr nun gewarnt seid) zu. sst.' sexuellen Krank- der Rechtsprechung Von Dr. msa. LikkcvKvirtfjcs. Syphilis und Gonorrhoe vor Gericht. Die heiten in ihrer juristischen Tragweite nach Deutschlands, Oestrcichs und der Schlveiz. Wilhelm Radcck. So betitelt sich ein 148 Seiten starkes, bei Hermann Costenoble in Jena erschienenes,„dem deutschen Reichstag gewidmetes" Buch. Der Verfasser nimmt an, daß die ungeheure sociale Bedeutung der Geschlechtskrankheiten, nicht aber ihre juristische längst und allseitig anerkannt sei. Diese Ansicht dürfte etwas sehr optimistisch sein. Gewiß' hat ja der Reichstag der von Bebel vor Jahre» beantragten Re- olnsion zugestimmt,„die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag bald einen Gesetzentwurf vorzulegen über die Bekämpfung und Einschränkung der geschlechrlichen Krankheiten". Welch' großen Kampfs bedurfte es aber noch im vergangenen Jahre, die Bestimmung aus dem Invaliden- Versichernng'sgesetz zu entfernen. die die sexuellen Krankheiten als nicht anrcchnungsfähige Krankheiten behandelt wissen wollte. Ob es gelingen wird, auch die ähnliche, viel weiter tragende Ausnahniestellung der Geschlechtskrankheiten im Krankenversicherungsgesetz zu beseitigen, dürfte immerhin noch dahin stehen. Und endlich— welche Schsitte hat denn die Regie- rung gethan, um dem Gedanken der Resolution zu entsprechen? So viel bekannt— nichts. Aber mag auch des Verfassers Ansicht über die Kenntnis der socialen Tragweite der Sexualleiden leider zu sehr von seinem dahin gerichteten Wunsch beeinflußt sein: ein Buch selbst ist geeignet, diese dringend erforderliche Kenntnis zu verbreiten. Zwar'geht des Verfassers Bestreben nur dahin, der nach der j u r i st i s ch e n Richtung hin bestehenden Unkenntnis und Unsicher- heit entgegenzutreten und so gleichzeitig eine neue und erfolgreiche Waffe für den Kampf gegen die Sexualleiden zu schmieden. Aber die juristischen Vorschsiften lassen sich von der socialen Bedeutung in dieser Frage so wenig wie sonst trennen. Gerade der Umstand, daß auch auf diesem Gebiet dieser Zusammenhang nicht gewahrt und eine grenzenlose Moralhenchelei getrieben ist. hat zur Verbreitung des durch Sexualleiden hervorgerufenen Siechtums und Elends un- endlich viel beigetragen. Dr. Radcck hat eine Fülle reichhaltigen Stoffs aus der Gesetz- gebung und Rechtsprechung ans diesem so eminent wichtigen Gebiet zusammengetragen. Seine Darlegungen betreffen das strafrechtliche. vermögensrechtliche, eherechtliche Gebiet, heben die schon oben betonte verkehrte Behandlung der Geschlechtsleiden durch das deutsche Krankenvcrsichcrungs-Gesetz hervor und verbreiten sich auch über die specicll den Aerztestand angehenden Vorschriften(Berufsgeheimnis und Anzeigepflicht). Auf strafrechtlichem Gebiet belegt der Verfasser seine Ansicht, daß die vorsätzliche oder fahrlässige Ansteckung mit Syphilis oder Gonorrhoe auch ohne Veränderung der Gesetzgebung in den meisten Fällen sich als strafbare vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung charakterisiere, mit einer Reihe der Praxis entnommenen Fälle. Andre von ihm angeführte Entscheidungen be- stätigen, daß auch eine fahrlässige Uebesiragung des Sexualgifts in vollem Umfange für die Folgen der Ansteckung s ch a d e n S- ersatzpflichtig macht. Geradezu unheimlich sind die Fälle aus denen sich ergiebt, wie wahr die auch an dieser Stelle wieder- holt vertretene Ansicht derer leider ist, daß Unwissenheit, Leichtsinn und Gemeinheit auf diesem Gebiete LebenSglück und Lebensfreude so vieler Mädchen und Frauen veriiichtet und von Gesundheit blühende Frauen zu lebenslänglich siechen, leidenden Geschöpfen macht. Diesem fürchterlichen Zustand gegenüber kann der Umstand wenig Trost gewähren, daß eine Klage auf Nichtigkeit oder Trennung der Ehe für die in Siechtum und Elend verfallenen Frauen oft mit Aussicht auf Erfolg angestrengt werden kann. Dringend ergiebt sich aus diesem Teil der Dr. Nadeckschen Schilderung die schon so oft von Aerzten und Politikern verschiedener Richtungen vergeblich betonte Notwendigkeit, in erster Reihe auf' Maßregeln zur Verhütung der Sexualleiden, ins- besondere auf rechtzeitige prüderiefteie Aufklärung über das Wesen und die Gefahr der Sexualleiden bedacht zu sein. Ist doch gar nach der von Dr. Radeck durch Gerichtserkenntnisse bestätigten Darstellung der blödsinnige und verbrecherische Aberglaube auch in Deutschland noch verbreitet, daß Sexualleiden durch Berührung mit jungfräulichen Kindern schwinden. Die strafrechtliche Vosichsist, daß Aerzte die ihnen anvertrauten Privatgeheimnisse zu wahren haben und die ihnen auf der andern Der chinesische Krieg. Wien, 7. Juli.(B. H.) In diplomatischen Kreisen verlautet, die russische Regierung habe die Mächte bereits verständigt, daß in- folge der Ereignisse in Peking der Befehl zum Einmarsch russischer Truppen in die Mandschurei erfolgt sei und daß an den Ope- rationen der Mächte in Südchina Rußland selbstredend weiter teil- nehmen werde. PariS, 7. Juli.(W.T.B.) Deputiertenkammer. In Beantwortung einer Anfrage über die chinesische Angelegenheit führt der Minister des Aeußeren Delcasss aus, Japan habe aus- drücklich seine Bereitwilligkeit ank„esprochen, mit den Mächten Hand in Hand zu gehen und nichts ohne dieselben zu thun. Frank- reich habe Japan mitgeteilt, daß es mit Freude Japan seine Bemühungen der gemeinsamen Sache widmen sehen würde. Was die Frage des Kriegszustands betreffe, so ftagt Delcasss, wem man denn den Krieg erkären solle. Die kaiserliche Regierung scheine weg- gefegt oder befinde sich in der Gefangenschaft der Meuterer, aoer die Vic-Könige schienen den Führern des Ausstands nicht zu ge- horchen. Delcasss weist hierauf hin auf die Gefahren, welche eine offizielle Kriegserklärung für die Europäer in China haben würde. Andrerseits könne die Kriegserklärung nicht ein isolierter Akt einer Macht sein und Frankreich habe keinen Grund, eine Initiative hierin zu ergreifen, welche glauben machen könnte, es habe hierbei besondere Hintergedanken, die aber nicht existierten.(Beifall.) Was das Schicksal der Gesandtschaften in Peking betreffe, so sei keinerlei amtliche Mitteilung eingetroffen. Hierauf spricht Delcasss von einer Depesche, aus der hervorgeht, daß am 25. Juni der französische Gesandte und seine Gemahlin noch am Leben gewesen leicn und hebt Pichons Verhalten rühmend hervor.(Beifall.) Frankreich beabsichtige nicht, irgend eines seiner Rechte aufzugeben (Beifall), aber diese Rechte könnten gegenwärtig nicht von den Rechten der andren Mächte getrennt werden. Delcasss be- tont nochmals die Notwendigkeit eines einigen Vor- gehcnS der Mächte und erklärt, daß diese Einigkeit bestehe. Der Minister schließt mit der Bitte, die Kammer möge der Regierung freie Hand lassen, unter ihrer eignen Verantwortlichkeit zu handeln; seiner Zeit werde die Regierung die Kammer ersuchen, sie von ihrer Verantwortlichkeit zu entbinden.'(Lebhafter Beifall.) Hierauf nimmt die Kammer eine Vorlage an, wonach den französischen Staats- angehörigen, welche sich in China ausgezeichnet haben, besondere Auszeichnungen verliehen werden sollen. London, 7. Juli.(W. T. B.) Wie das„Reutersche Bureau" erfährt, gehen die zur Beteiligung an der Unterdrückung des Aufstauds in China bestinimten weiteren 20 000 japanischer Truppen sofort nach Taku ab und werden bereit sein, unverzüglich in Aktion zu treten. Falls, wie angenommen wird, 100 000 Mann erforderlich sein werden, und Japan den größeren Teil der Arbeit selbst verrichten soll, so dürste Japan darauf sehen, daß die Mächte zu einem vorläufigen Einverständnis betreffend die Position Japans gelangen. London, 7. Juli.(B. H.) Der japanische Gesandte erklärte in einem Interview, daß die Uneinigkeit der Mächte wegen einer Intervention Japans fortbestehe. Erst wenn die Forderungen Japans bewilligt worden sind, wird dasselbe binnen 10 Tagen eine ausreichende Anzahl Truppen landen können. London, 7. Juli.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) Das Bureau der chinesischen Zollverwaltung erhielt ein Telegramm aus Shanghai von heute, das besagt, ein Courier, welcher Peking am Z. Juli verlassen, berichte, daß noch zwei Gesandtschaften ge- standen hätten. Die chinesische» Truppe» hätten 2000 Mann verloren und die Boxer viele ihrer Anführer. London, 7. Juli.(W. T. B.) Der hiesige chinesische Gesandte hat gestern ein Telegramm Li-Hung-Tschangs erhalten, warin Li-Hung-Tschang mitteilt, er habe guten Grund zu der An- nähme, daß die Gesandtschaften in Peking unter dem Schutze der Regierung in Sicherheit seien. Die Richtigkeit dieser An- nähme wird bezweifelt. Rom, 7. Juli. Deputiertenkammer. Prinetti führt ans, Italien müsse die Hinschlachtung seiner Söhne rächen. (Unruhe auf der äußersten Linken.) Die chinesische Frage sei so ernst, daß sie eine Rückwirkung auf Europa ausüben werde. talien dürfte daher nicht interesselos bleiben. S o n n i n o meint, italien habe kein Interesse an der Zerstückelung Chinas, aber es niüsse sich nach Maßgabe seiner Kräfte zusammen mit den andern Mächten an der Wiederherstellung der Ordnung in China beteiligen, welche die Einsetzung einer civilisierten Regierung und die Sicherung einer gerechten Genngthnung für die geschehene Unbill bezweckt.(Beifall.) Ministerpräsident Saracco erklärt, Liberale und Konservative hätten die heilige Pflicht, sich zu einigen.(Lebhafter Beifall.) WaS die chinesische Frage angehe, so seien die Gerüchte über die von der Regierung angeordneten Maßnahmen sehr über« trieben. Die Regierung habe Vorbereitungen zur Entsendung von Truppen nach China getroffen, damit man sehe, daß Italien nicht beabsichtige, seinen Platz zur Verteidigung der Civilisation bei der gemeinsamen Aktion der übrigen Mächte zu verlassen, aber ohne Absichten einer Aufteilung Chinas und ohne abenteuerliche Pläne. Washington, 7. Jnli.(Meldung des„Renterschen BureanS.") Das Staatsdepartement erhielt eine Depesche von dem Konsul der Vereinigtelt Staaten in Shanghai, welche besagt, am 3. Juli hätten die fremde» Gesandtschaften noch gestanden. Der letzte Angriff der Boxer sei schwach gewesen und die Boxer schienen de» Weg der Aushungerung einzuschlagen.(Dainit werden die Greueltelegramme der englischen Sensationsblätter als Er- findungen gekennzeichnet. Red.) Simla, 7. Juli.(Meldung des„Reuterschen BureauS".) Das 16. bengalische Lanccrs-Regiment ist nach China beordert worden. Ein weiteres Kavallerie-Regiment wird ebenfalls dorthin gesandt werden, und außerdem noch eine Batterie Artillerie mit einer Mtmitionskoloiinc. Ein drittes Kavallerie-Regiment geht wahrschein- lich gleichfalls»ach China ab. Cauton. 6. Juli. Die Reise Li-Hung-TschangS nach dem Norden ist trotz des hier wallenden amerikanischen Kriegsschiffes „Princeton" so gut wie aufgegeben; er erklärt selbst, keinen Einfluß ini Norden zu haben. In den hiesigen chinesischen Zeitungen wurde eine an Li-Hnng- Ttchang und andre Gau- verneuere gerichtete Depesche Unnglus veröffentlicht, daß die nach dem 21. Juni eingetroffenen kaiserlichen Edikte nicht echt seien. Li-Hnng-Tschang proklamierte die sofortige Hinrichtung aller Ruhestörer, strengste Strafe für Verbreitung falscher Gerüchte, vertragsmäßigen Schutz fiir Christen. Li-Hnng-Tschang hat den französischen Konsul gebeten. die französische Regierung zu ersuchen, in Dünnan nichts zu unternehmen, da dadurch die hiesige Lage erschwert werde. Beramwortltcher Redacteur: Hugo Portzsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke m Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hierzu 4 Beilogen und NnterbaltungSblatt. Br. 156. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Ortsgewaltiger. Sonntag, 8. Juli 1900. Nahezu 10 000 Personen haben am letzten Freitag vom Stettiner Fernbahnhof aus Berlin verlassen, um in der Sommers frische Erholung zu suchen. Es ist dies der größte Berkehr, der dieser Bahnhof bisher zu verzeichnen hatte. Sämtliche Züge führten 4 bis 5 Gepäckwagen mit sich. Nicht minder start war auch der Verkehr im Vorortsbetriebe der Nordbahn seitens derjenigen, welche zu diesen Zügen war so bedeutend, daß sie vielfach mit Verspätungen von Berlin ausfuhren. Arbeiter- Bildungsschule. Der letzte Vortragsabend in Nede Uebung findet am Dienstag, den 10. Juli, statt, damit sind die Kurse beendigt. Wiederbeginn Mitte Oktober. Während der FerienMädchen, Mädchen, Ihr seid schlimm! könnte der Gemeindezeit ist die Bibliothek jeden Donnerstagabend von 8 bis vorstand zu Geschwenda eine von ihm erlassene und jetzt in 9 Uhr geöffnet. Der Vorstand. Erinnerung gebrachte Polizeiverordnung betiteln. Dieses klassische Stück Schwarzburg- Sondershausener Polizeibevormundung war unter Die Arbeiter der Schönhauser Vorstadt werden darauf aufdem Eindruck des Heinzeprozeſſes am 26. September 1892 erlassen, merksam gemacht, daß am Mittwoch, den 11. Juli, bei Mierte, Sommerwohnung in den nördlichen Vororten bezogen. Der Andrang und ist dieser Lage den ehrbaren Bürgern Geschwendas wieder in Schönhauser Allee 101/102, eine große Volksversammlung statt: Erinnerung gebracht. Diese Polizeiverordnung lautet wörtlich: findet, in welcher Reichstags- Abgeordneter E. Wurm über die Polizei Verordnung. städtische Verwaltung und die Arbeiterinteressen einen Vortrag halten § 1. Der Besuch öffentlicher Schanklokale durch jugendliche wird. Personen beiderlei Geschlechts ist verboten. Als jugendliche Zu dieser Versammlung findet am Dienstag, den 7. Juli, Personen sind anzusehen, Knaben, welche das 17. und Mädchen, abends präcise 8 Uhr, eine Handzettel- Berbreitung statt und werden welche das 16. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben. die Parteigenoffen ersucht, sich recht zahlreich auf den bekannten § 2. Erwachsene Mädchen dürfen öffentliche Stellen einzufinden. Centralstelle ist bei Emil Rieb, Danziger Schanklokale nur in Begleitung und unter Aufstraße 93. Der Vertrauensmann. sicht ihrer Eltern und Vormünder besuchen. nommen werden. § 3. Kinder dürfen in öffentliche Schanklokale nicht mitge §4. Juhaber öffentlicher Schanklokale dürfen nicht dulden, daß die in§ 1 und 2 bezeichneten Personen ihre Lofale betreten sowie daß Kinder von ihren Eltern oder andren Personen mit in dieselben gebracht werden. $ 5. Sie sind auch verpflichtet, diese Polizeiverordnung in ihren Lokalen an einer in die Augen fallenden Stelle auszuhängen. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 M., an andrer Stelle im Falle der Unbeibringlichkeit entsprechende Haft tritt bestraft. 87. Ausnahmen von den Verboten in den§§ 1-3 kann die Orts Polizeibehörde( Gemeindevorstand) zulassen. § 8. Vorstehende Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Geschwenda, den 26. September 1892. Eltern verloren Dritter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Heute, Sonntag, 8. Juli, vormittags, Ausflug nach Friedrichshagen( Ravenstein). Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Zu dem Naubmord an dem Kutscher Glucke, der bekanntlich bei Hermsdorf erhängt aufgefunden wurde, erfahren wir: Der Verdacht gegen den obdachlosen Arbeiter Lehmann, der 29. vorigen Monats wegen Diebstahls verhaftet wurde und bei dem bekanntlich die Uhr des getöteten Stutschers vorgefunden wurde, hat fich noch wesentlich verstärkt. Die von ihm versuchte Beibringung eines Alibibeweises ist vollständig mißglückt. 2. behauptet, in der Nacht zum 23. Juni, in welcher der Mord verübt worden ist, im Friedrichshain genächtigt zu haben. Dem aber steht die Thatsache gegenüber, daß der Verhaftete am 22. v. M. abends in der Nähe von Dalldorf gesehen worden ist. Ein weiteres Verdachtsmoment 4. Wahlkreis( Often). Der Wahlverein hält am Dienstag, bildet auch die Schnur, die zur Anknüpfung des befimungslosen den 10. dieses Monats, seine Versammlung ab. Stadtverordneter Stutschers benutzt wurde. Es ist dies eine Zuckerschuur, die der Er C. Freudenberg hat das Referat übernommen. Diejenigen mordete bestimmt nicht bei sich geführt hat. Dagegen wurde ein Genossen, welche noch im Besitz von Billets zur Sternwarte find, Stück gleichartigen Bindfadens bei Lehmann vorgefunden. Es ist werden ersucht, baldigst abzurechnen. Der Vorstand. wahrscheinlich, daß der Mörder mit Glucke gemeinfam in einem diesbezügliche Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Kriminalofal gewesen und möglicherweise die beiden dort Bekanntschaft mit einander geschlossen haben. Es wäre erwünscht, daß Personen, die polizei melden, um gegebenenfalls 2. zu rekognoscieren. 81/2 hr, findet im Lotal des Herrn Gerth, Tempelhof, Dorfstraße, Mariendorf Tempelhof. Dienstag, den 12. Juli, abends die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen C. Müske über das Genossenschaftswesen und seine Bedeutung für die Arbeiter. Weißensee. Die Genossen werden auf das am 8. Juli stattfindende vom Niederbarnimer Wahlkreis arrangierte Boltsfest im Schloß Weißensee ganz besonders aufmerksam gemacht.( Siehe heutige Annonce.) Köpenick. Der socialdemokratische Verein hält am Dienstag, den 10. b. M. bei Stippekohl, Schönerlinderstraße 5, seine VerLokales. Sommerfrenden. seiner Frau, die er hört nicht zur Konkursmasse. ge An einen Selbstmord erinnert eine Bekanntmachung in dem Konkursverfahren über das Vermögen des Rittmeisters a. D. Erit Erben gehörenden Balais Unter den Linden Nr. 77 wohnte. Pförtner von Wigleben, der bis vor einiger Zeit in dem den v. Biglebenschen Der Gemeindevorstand. N. Wallendorf. dieses Balais war ein Herr Kludaß, der schon unter den Eltern des Dieser Ausfluß polizeilicher Fürsorge hat zunächst den einen Rittmeisters diese Stelle bekleidete. Kludaß hatte durch Sparsamkeit i Fehler, daß die Verordnung rechtsungültig ist, weil und soweit sie ein kleines Kapital zusammengebracht, das durch ein ansehnliches im Gegensatz zur Reichsgewerbe- Ordnung steht. Nach der GewerbeLegat nach dem Tode der alten Frau von Wigleben, die ihren Ordnung ist der Betrieb auch des Schankgewerbs nur den durch sammlung ab. Mann überlebte und im Jahre 1896 starb, noch beträchtlich die Gewerbe- Ordnung vorgeschriebenen oder zugelassenen vermehrt wurde. Lange sollte er sich jedoch seines WohlBeschränkungen unterworfen(§ 1 der Gewerbe- Ordnung). Die Gewerbestands nicht erfreuen. Rittmeister a. D. bon Wigleben Ordnung unterwirft das Echanfgewerbe einigen Beschränkungen, läßt borgte von dem Pförtner noch im selben Jahre 1896 rund insbesondre leider für die Abhaltung von Lanzlustbarkeiten 20 000 Mark in der Hoffnung die landesrechtlichen Bestimmungen maßgebend sein. Soweit geht der Hoffnung, sie ihm einst in besseren aber das Reichsgesetz nirgends," daß es die durch die Geschwendaer Wie ein großer Schwarm Zugvögel, die eine unfreundlich und Bapieren wiedergeben zu können. Im vergangenen Jahre nahm er Sittlichkeitsverordnung angeordneten Beschränkungen des Gastwirts- ungaftlich werdende Stätte verlassen, so eilen jetzt Tausende hinaus, ihn noch zweimal in Anspruch. Depeschen aus Mentone veranlaßten gelverbs irgend einer Polizeibehörde und sei es die Schwarzburg- um dem Trubel der Großstadt, dem geschäftlichen Treiben und Kludaß, für den Rittmeister in Berlin 1500 W. zu bezahlen und uni Rudolstadter, gestattet. Ob und inwieweit etwa die Schwarzburg- Drängen zu entfliehen. Da, wo der Geldbeutel zureicht, geht die eben so viel nach Mentone zu senden. Aus der Rückzahlung aber wurde nichts. v. Wigleben geriet in Vermögensverfall. Seludaß Sondershausener Behörden berechtigt sind, Schul kindern im Jutereffe Reise in weite Ferne, um mit stillem Behagen sich der Wunder der pfändete, da er von den 23 000 nur 8000 m. wiederbekommen der Schulzucht den Lokalbefuch zu untersagen, entzieht sich unfrer Natur zu erfreuen. Wo der Mammon weniger im Ueberfluß konnte, die Einrichtung, die ihm auch 11 000 m. brachte, diese Stenntnis. Die besagte Verordnung bezieht sich aber nicht auf Schul- vorhanden ist, da werden die Berliner Vororte unsicher ge- mußte er jedoch an die Konkursverwaltung wieder herauszahlen. finder, sondern will allen Mädchen und fast allen Knaben das Sigen, macht. Schnell find alle vermietbaren Räume, manche Kludaß berlor alt 15 000 m. Eines Tags wurde der Stehen, Trinken, Essen in Schanklokalen ja gar auch in Milch- recht dürftiger Art, bezogen, und nicht selten drängt sich in einem Pförtner von in Jahre 1897 und Selters- Schanklokalen wehren. Außer dem Mangel der 11 naum eine zahlreiche Familie zusammen, um etwas von den Sommergültigkeit haftet der wohllöblichen Verordnung auch der Fehler frenden zu genießen. Nur heraus aus dem rasselnden Verkehr, den heiratet hatte, im steller des Palais erhängt aufgefunden. Niemand in der Nachbarschaft konnte sich erklären, was den wohlhabenden. der Unverständlichkeit und des Widerspruchsvollen an. Die Ver- geraden mit hohen Backsteinbauten eingeengten Straßen, heraus Mann in den Tod getrieben haben mochte. Erst später erfuhr man ordnung spricht von jugendlichen Personen,„ Kindern" und aus den Bereich der Schlote, um einmal den Blick über eine weite ben Grund, den großen Verlust, den er nicht verschmerzen konnte. erwachsenen Mädchen". Was jugendliche Personen im Ebene schweifen zu lassen, die frische von Rauch und Staub freie Sinne der Verordnung sein sollen, sagt sie. Da danach Luft einzuatmen. Immer weiter drängen uns die hohen Ungetüme Jetzt wird bekannt gemacht, daß am 13. d. M. eine Gläubiger- Ber" jugendliche" Personen die Säuglinge bis zu den Knaben von 17 hinaus, wenn wir uns ganz aus ihrem Bereich entfernen wollen. fammlung über den etwaigen Verkauf des Bizlebenschen Guts und Mädchen von 16 Jahren sein sollen und da in§ 3 ausdrücklich In immer größeren Kreisen haben sie sich um die Stadt aufgepflanzt Mariahalden" beschließen soll. Das Palais Unter den Linden gedie Mitnahme von„ Stindern" verboten ist, so sind offenbar Kinder und rauben uns die frische Luft, schwärzen das sonnige Antlitz der Berlin verlassen hat, steht es leer und soll demnächst vermietet etwas andres als jugendliche Personen". Was find mum Kinder, Natur. da es nicht bis 16 oder 17 Jahre alte Personen sein können? Glücklich diejenigen, die auf vier bis fünf Wochen unter bes werden. Nur die Witwe des Pförtners, der aus der Masse 5000 M. Offenbar alle, die das Glück haben, noch Eltern zu besigen. Allen scheidenen Ansprüchen in einen Vorort hinausziehen können und zurückerstattet worden sind, wohnt noch darin. diesen ist also durch die Verordnung verboten, sich sollte es selbst nur der Mutter und den Kindern gestattet sein. Wie Vermißt werden wieder mehrere Personen. Die Frau des in Schanklokale mitnehmen" zu lassen. Selbständig be viele find in der Großstadt gefesselt, können ihrer Qual und Bein Schlossers Bachnick aus der Demminerstraße 27 fehlt seit Donners fuchen dürfen sie, wenn sie männlichen Geschlechts und über nicht entfliehen. Sehnsüchtig schaut der kleine Bursche seinem tag vor acht Tagen. Bachnick, der seit 8 Jahren verheiratet ist und 17 Jahr alt sind, freilich Schanklokale aber sie dürfen sich Spielkameraden nach, der in der Droschte mit den Eltern in mehreren Geldschrank- Fabriken arbeitete, machte sich in Lands nicht von ihren Freunden, Frauen, Eltern oder gar Schwieger zur Bahn fährt, und wie bencidet er den, der so glücklich war, berg a. 2. selbständig und wollte dorthin am Freitag vor acht müttern mitnehmen" lassen. So will es die Heiligkeit der Familie. als Ferienkolonist mit Mutterns weisen Ermahnungen, bepackt mit Tagen übersiedeln. Am Abend vorher, als Bachnick noch in der Aehnlich wunderliche Ergebnisse zeitigt bei näherer Würdigung der einigen Leckerbissen, Berlin zu verlassen. Ihm bleibt nur die Straße. Stadt beschäftigt war, verschwand seine Frau und ließ die beiden § 2 der Verordnung. Dort ist der erwachsenen Mädchen" gedacht. auf der er zwischen Wagen und hastendem Verkehr seine Sommer- Kinder im Alter von 7 und 3 Jahren allein in der Wohnung zurück. ann ist ein Mädchen erwachsen? Man wird annehmen freude austummeln soll. Im günstigsten Fall geht es nachmittags Der Mann konnte sich das Ausbleiben seiner Frau nicht erklären, bis er dürfen, daß ein 45 Jahre altes Mädchen ungefähr erwachsen ist. mit Muttern in einen Park oder des Sonntags in über- am folgenden Tage einen Bettel fand, der ihm Aufschluß gab. Die Fran Und dies 45 Jahre alte Mädchen soll ein Schanklokal nur in Begleitung fülltem Eisenbahnwagen nach einem Vorort. Ruhe, Erholung schrieb darauf, daß sie nicht nach Landsberg ziehen wolle, weil sie dort feiner Eltern und feiner„ Vormünder" besuchen dürfen? Einen Vor- ist an Sonntagen auch hier von zweifelhafter Güte, und früher gebient habe. Alle Nachforschungen nach ihrem Verbleib hatten mund kann ein 45 Jahre altes Mädchen mir haben, wenn es entmündigt abgespannt und müde, in fürchterlichem Gedränge, muß feinen Erfolg. Am Montag mußte Bachnick schließlich mit feinen ist. So unglücklich sind erfreulicherweise wohl wenige erwachsene die Heimfahrt auf der Eisenbahn angetreten werden. Kindern abreisen, um das Geschäft zu eröffnen. Die Frau ist auch Mädchen" von 45 Jahren. Hat das 45 Jahre alte Mädchen seine Und wie viele giebt es, denen auch das wenige nicht beschert wird, bis heute nicht ermittelt. Wahrscheinlich hat sie die auf dem Zettel; so darf es gar nicht in ein Schanklofal gehen. die unter der Last der Arbeit auf jede Freude und jeden Genuß ausgesprochene Absicht, sich das Leben zu nehmen, ausgeführt. Benn es aber Hunger hat? Wenn es dürftet? Wenn es tanzen will? dieser Art verzichten müssen. Tag ein, Tag aus, Sonntag und Der 16 Jahre alte Sohn May der Witwe Gläser aus der Gräfes dann muß es Geschwendas Grenzen überschreiten. Aber, Wochentag geht es in der ewig gleichmäßigen Tretmühle der Arbeit straße 1, der 5/4 Jahre bei einem Kaufmann in Berlin, dann drei Aber, Herr Gemeindevorstand von Geschwenda, was haben denn dahin, die die so nötig der Erholung bedürfen, die aufatmen Monate bei einem Musiker in Sandau an der Elbe und zuletzt bei: die arinen Mädchen gethan? Gefallen hat uns an der ungültigen müßten in freier Natur, fie müssen verzichten, um die Schäße herbei einem Kapellmeister in Bossen sechs Wochen in der Lehre war, lief dort, und furzweiligen Verordnung der§ 5- nach der die Verordnung zuschaffen für zahlreiche Müßiggänger, für die die Sommerreise mehe weg, weil er für eine Nachlässigkeit bestraft worden war, und lam vor: auszuhungern ist. Das ist Recht. 14 Tagen nach Berlin zurück. Jeden Mittag begleitete er seitdem die. Solche Berordnung mug zum Sport geworden ist. recht sichtbar an einer in die Augen fallenden Stelle" an Schloßwache beim Aufziehen. Am Dienstag fehrte er von einem: gehängt werden auf daß die Lokalbesucher etwas zum Die Sorge um die Familie solcher Arbeiter, welche frankheits- solchen Ausgange nicht wieder zurück. Nach Aeußerungen, die er hat: Lachen haben und der erwachsenen" Töchter des gestrengen Orts halber eine eilanstalt aufsuchen müssen, nimmt bekanntlich fallen lassen, vermutet seine Mutter, daß er den Versuch machen Geschwenda da in Mitleid gedenken. Mitleid führt manchmal zur nach dem Geseze die Landesversicherungs- Anstalt zum werde, auf einem Handelsschiff nach China zu kommen. Der junge Liebe. Und ist die Liebe eingezogen und standesamtlich beurkundet, Teil auf sich. Durch die Verwirklichung dieses zuerst von der Abenteurer ist 1,55 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und trägt so ist das„ ertvachsene Mädchen" ja kein Mädchen mehr dann Socialdemokratie angeregten Gedankens soll der Heilungsprozeß einen schwarzen Jackettanzug, einen schwarzen weichen Hut und Zugdarf es die Schanklokale besuchen. Mädchen Geschwendas Der 52 Jahre alte Schneidermeister August Tiefe aus laßt des Kranken beschleunigt werden, da ganz selbstverständlich die stiefel. Euren Polizeigewaltigen hochleben, er sorgt ja für Euch aufs beste. Gemütsverfassung eines Leidenden, der seine Familie in bitterer der Dunderstr. 75 ging am Donnerstag vor acht Tagen in eine Not weiß, die Wiederherstellung der Gesundheit verzögert. Leider Tuchhandlung, um Stoffe zu kaufen. Da er aber zu wenig Geld scheinen die Angehörigen solcher Stranker zuweilen recht lange auf hatte, um das, was er brauchte, taufen zu können, so verließ er das die Unterstützung warten zu müssen, so daß der Zweck des Gesetzes, Geschäft wieder, ohne etwas mitzunehmen. Seitdem ist er verder so wie so nur in allerbescheidenstem Maße erreicht wird, völlig schwunden. Tiete, ein Krüppel, der an einem Stock und einer Krüde verloren geht. geht, weil ihm der linke Fuß abgenommen worden ist, hat wahrs ist der heutigen Nummer unsres Blattes beigefügt. Jedem Arbeiter, Ins wurde dieser Tage die traurige Geschichte eines Arbeiters scheinlich in schwerer Berstimmung über seinen Fehlschlag Hand an jedem Parteigenossen erwächst die Pflicht, sie genau zu beachten. mitgeteilt, der sich zur Zeit in der Lungenheilstätte am fich gelegt. Nach wie vor ist die Lokalliste eins der wesentlichsten Mittel, um der Grabowfee befindet. Bereits vor der Aufnahme lag er fieben Wochen Hause trant. Er erhielt Mark Krankengeld, Klassenbewußten Arbeiterschaft in Versammlungs Angelegenheiten 3 Gleichberechtigung zu erkämpfen. Auf alle Fälle sind daher solche Lokale ein Betrag, womit ein gesunder Mensch für sich allein verhungern zu meiden, wo der Wirt zwar gern sieht, daß der Arbeiter bei ihm sein muß und der zur Ernährung des Stranken, seiner Frau und der drei im zarten Alter befindlichen Kinder natürlich nicht entfernt aus Geld verzehrt, wo den Parteigenossen aber die Thür vor der Nase reichte. Ein Stück des Hausrats nach dem andern wanderte ins zugeschlagen wird, wenn sie wegen Abhaltung einer Versammlung Leibhaus. Unter solcher Verfassung kam der Unglückliche in die Heilanfragen wollen. anfitalt; feine einzige Hoffnung war, daß die Landes- VersicherungsVor allem tritt in der jetzigen Zeit der Ausflüge an die anstalt bald ihrer Pflicht genügen werde. Es vergeht einige Beit; Parteigenossen die Pflicht heran, ihre Brüder in den Vororten im der Krante glaubt allmählich zu genesen; die Sehnsucht nach der Gs Familie stellt sich ein, und der Patient deutet seiner Frau in einem Kampf gegen den Druck der Behörden zu unterstützen. ist bekannt, wie schwer es zuweilen der Arbeiterschaft durch die be- Brief an, daß er gelegentlich auf ihren und der Kinder Besuch rechne. Am nächsten Tag erhält er von seiner Frau eine Postkarte folgenden Erschoffen hat sich Freitagnachmittag furz nach 6 Uhr der tannten„ ordnungsstüßenden" Maßnahmen gemacht wird, in den Inhalts:„ Daß ich Deinen Wunsch nicht erfüllen fonnte, wirst Du 19 Jahre alte Handlungsgehilfe Friz Dubse, ein Sohn des Schlossers Vororten Säle zu Versammlungen frei zu bekommen. Hier hängt begreiflich finden, wenn Du erfährst, wie es mir geht. So sehr Duhse aus der Müllerstr. 4. Der junge Mann war 4 Monate lang alles von der Energie ab, mit der die Berliner Barteigenossen ich mich sehne, Dich wieder zu sehen, aber was soll ohne Stellung und erhielt erst vor acht Tagen wieder Beschäftigung ihre Pflicht thun. Kein Wirt darf bei privaten wie bei Vereinsaus- ich machen, wo es am nötigsten fehlt. Ich habe immer in einer Handlung im Centrum der Stadt. Am Mittwoch kam er flügen berücksichtigt werden, der nicht das Versammlungsrecht der noch kein Geld erhalten und daher habe ich, wenn ich einen Tag nicht nach Hause, am Donnerstag ließ er sich im Geschäft Arbeiter durch die That anerkennt. nicht arbeite, den andern nichts zu essen. Vorige Woche waren zwei seine Papiere und das wenige Geld geben, das er verdient Angabe von Gründen, daß er Möge jeder Arbeiter in diesem Kampf auf dem Posten sein! Herren zum Recherchieren hier; vielleicht daß diese den Vorstand hatte, und erklärte ohne Angabe von Auch seinem Vater teilte cr Auskünfte sowie Lokallisten sind bei sämtlichen Lokalkommissions- nächstens davon überzeugen, wie fehr uns Hilfe not thut. Gestern nicht weiterarbeiten tönne. Auskünfte sowie Lokallisten sind bei sämtlichen Lokalkommissions- hatte ich den ganzen Tag nichts als Staffee; tein Stückchen Brot nicht mit, daß er die Stellung aufgegeben habe, blieb Mitgliedern zu haben. Die 2otallkommission. blieb für mich selber übrig, wo doch die hungerunden Kinder zuerst vielmehr verschwunden. Freitagnachmittag um 64 Uhr hörten die zu befriedigen waren. Im einzelnen darf ich Dir ja gar nicht Angestellten der Nordhafen- Apotheke in der Fennstraße 31 auf dem Zur Lokalliste. Nachträglich hat Herr Häring, Wirtshaus schildern, wie traurig es uns geht. Sieh Du nur wenigstens, daß Flur des Hauses einen Schuß fallen und fanden den jungen Duhse aus einer Brustwunde blutend daliegen. Sie bemühten sich, den zum Orantesee in Hohen- Schonhausen, sein Lokal der Arbeiterschaft Du bald wieder gesund und arbeitsfähig wirst." zur Verfügung gestellt. Wir bitten, dies in der Lokalliste zu beVerwundeten am Leben zu erhalten, er starb ihnen jedoch schon nach achten. Die Lokalkommission von Hohen- Schönhausen. wenigen Minuten unter den Händen. Die Revolverlugel hatte das Herz getroffen. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht, der Vater des Selbstmörders durch einen, Nun Berliner Partei- Angelegenheiten. Die neue Lokalliste Durch ein Versehen ist in der Liste Rigdorf nicht aufgeführt. Wir bemerken, daß in Rigdorf sämtliche Lokale frei find. Wir brauchen die Wirkung, die dies Schreiben auf den Kranken übte, wohl nicht erst auszumalen. Vielleicht, daß dieser Fall die Versicherungsanstalt wenigstens für später zu schleunigster Erfüllung ihrer Pflicht anregt. Das Ableben des Cafétier Zöllner betreffend wird uns voit einer dem Verstorbenen nahestehenden Seite mitgeteilt, daß der so plößliche Tod infolge eines Herzschlags und gleichzeitiger Gehirnblutung eingetreten sei. Eine Untersuchung habe woy gegen Böllner gefchwebt, doch wäre es taum zu einer Verurteilung gekommen. Zöllner habe bereits seit langem an nervösen Zu tänden gelitten, er hätte jedoch aur Bannung seiner Schlaflosigkeit niemals Morphium angewandt. Schließlich wird noch bemerkt, daß Böllner sich an dem seinem Hinscheiden vorangegangenen Abend bereits um 7 Uhr in die Wohnung begeben habe, wo er um 4 Uht morgens tot aufgefunden wurde. Gerichts- Beifung. Schußmann von dem traurigen Vorfall benachrichtigt. Man glaubt, Die Beweiserhebung ergab, daß der Kläger trotz Verwarming mehr- Prozeßordnung anzusehen sind. Die gemeinschaftliche Geltend daß der junge Mann leichtsinnig geworden sei und Schulden ge- mals zu spät zur Arbeit gekommen ist und daß er an drei machung ihrer Ansprüche war eine rein zufällige. Rechtlich standen macht habe. nicht weit auseinanderliegenden Tagen betrunken bon der sie dem Beklagten völlig als einzelne gegenüber. Durch die EinTour tann. In dem einen Fall tomte er das ein- legung der Berufung gegen den Kläger Tich. wurde die Lage des Beim Einschlagen einer Schaufensterscheibe hat sich Freitag genommene Geld nicht aufzählen. Die Kammer VI unter dem Klägers K. überhaupt nicht berührt. Bei dieser Selb abend der 30 Jahre alte obdach- und arbeitslose Hermann Heuert Borsiz des Gewerberichters Krause wies B. mit folgender Beständigkeit der Streitgegenstände kann eine Bu schwer verwundet. Heuert, der sich in der Alten Leipzigerstraße aufhielt, geriet über seine mißliche Lage so in Wut, daß er eine gründung ab: Das wiederholte Zuspätkommen fei, zumal Kläger fammenlegung der Streitwerte nicht erfolgen. berwarnt wurde, als eine beharrliche Arbeitsverweigerung und Somit fonnte die Berufung mangels eines berufungsfähigen Schaufensterscheibe zertrümmerte. Dabei zog er sich am linken somit als Entlassungsgrund anzusehen. Aber auch ohne dies hätte Objekts nicht als statthaft anerkannt werden." Soweit das Unterarm eine schwere, stark blutende Wunde zu. Ein Schutzmann B. sofort entlassen werden können, denn er thabe einen liederlichen schriftliche Erkenntnis. In der mündlichen Verhandlung hatte der brachte ihn in ein Krankenhaus. 041- Lebenswandel im Sinne des§ 123 Nummer 2 der Gewerbe- Borsigende Landgerichtsdirektor Landgerichtsdirektor Recke die Unhaltbarkeit des In der Herberge des Gewerkschafshauses haben im Monat Ordnung geführt, indem er sich in kurzen Zwischenräumen dreimal Krauseschen Verfahrens noch schärfer gekennzeichnet. Er führte aus: Juni 1104 Personen 4486 mal übernachtet. Hiervon waren 604 betrunken habe. Wenn bei Klagen gegen denselben Arbeitgeber ein Zusammenlegen organisiert. Bäden wurden 1149 verabreicht. Gereinigt wurden zweier an fich ganz selbständiger Streitgegenstände, wie hier bor41 Personen. lägen, zulässig wäre, dann wäre mancherlei möglich, was der Gesezgeber sicherlich nicht gewollt habe. Zum Beispiel könnte der Beflagte, wenn jemand 99 M. beanspruche, schnell einen andern dingen, Ein Sohn Robert Blums auf der Anklagebank. Vor der von ihm 2 M. einzuflagen. Die Sache wäre dann berufungsfähig, Leipziger Straffammer hatte sich am 4. Juli der 57 Jahre alte ohne daß der erste Kläger es wollte oder verhindern könnte. Ratsbauinspektor Karl Georg Richard Blum wegen Wechselfälschung Ein schwerer Einbrecher wurde gestern der neunten Strafzu verantworten. Blum befizt in Leipzig zwei Grundstücke. Auf tammer des Landgerichts I in der Person des Korbmachers Emil fein Gesuch ist er am 14. Mai d. J. aus dem städtischen Dienst Baul Weidlich vorgeführt. Der Angeklagte, ein noch nicht entlassen, weil er in Konkurs kam. Er bezog im letzten Jahre ein 24 jähriger arbeitsscheuer Mensch, hat schon verschiedene Strafen Gehalt von 5025 M. Die Auflage legt ihm zur Last und Blum giebt es glatt zu, wegen Diebstahls erhalten und verbüßt zur Zeit eine vierjährige Buchthausstrafe. Zusammen mit dem Angeklagten hatte die Witwe daß er seit 1898 in 120 Fällen Urkunden gefälscht bezw. verfälscht marie Peme unter der Anklage der Kuppelei und Hehlerei auf hat. Die Fälschungen zerfallen in drei Gruppen. Der Unternehmer der Anklagebant Platz zu nehmen. Weidlich wohnte Ende Februar Wüstner hatte für Blum bei der Kreditbank gebürgt und verlangte dieses Jahres in dem Hause Grenadierstr. 5. Ihm gegenüber hatte zu seiner Sicherheit von Blum einen Wechsel auf Sicht. Im die Witwe Happach eine kleine Wohnung gemietet, in der sie ihr Jahre 1898 gab Blum ihn einen solchen über 12 000 M. Diesen eines falschen Schlüssels geöffnet und und völlig ausgeräumt. steller auf den Wechsel vermerkte. Das Berliner Aquarium ist seit einigen Tagen in der glücklichen Lage, den Besuchern in einem Becken einen Bewohner fandiger Meeresfüsten borstellen zu können, der wohl als das merkwürdigste und interessanteste Geschöpf des Tierreichs gelten darf. Durch Professor Heinde, dem Leiter der Biologischen Anstalt auf Helgoland, wurden außer andern Seetieren eine Anzahl Lanzettfischchen( Amphioxus) eingesandt, jenes Fischchens, das feiner inneren und äußeren Organisation nach in so erheblichem Maße von anen mirbeltieren abweicht, daß sein Gutbeder Ballas es gar nicht als ein Wirbeltier betrachtete, sondern als eine Nacktschnecke beschrieb. Es wird in der That dem Unbefangenen auch schwer, diese kleinen, faum fingerlangen, born und hinten zugespizten, seitlich zusammengedrückten, durchsichtig weißen, schädel- und tieferlojen, Herz- und gehirnlosen, der Gliedmaßen entbehrenden und anstatt einer eigentlichen Wirbelsäule nur einen gallertartigen un gegliederten Stab( bie fog. Rückenſeite) besitzenden Geschöpfchen als Angehörige des Wirbeltierkreises anzuertennen. Immerhin aber sieht man in bem Amphiorus aus besonderen Gründen das zu unterst stehende Endglied der langen Reihe der Wirbeltiere oder doch als Mittelglied zwischen diesen und den Manteltieren. Im Zoologischen Garten hat der von dem bekannten Afrikareisenden C. G. Schilling& geschenkte Guereza- Affe sich nun vollständig eingewöhnt. Dieser herrliche Affe, wohl der schönste aus der ganzen Fa milie, war seiner Zeit, durch einen Streifschüß betäubt, am Kilima Ndjaro gefangen worden. Jezt ist die Wunde gut geheilt, das Tier hat sich an die Veränderte Nahrung gewöhnt und erfreut sich guter Gesundheit. Zu seiner Gesellschaft ist einer seiner nächsten Vettern aus Asien gewählt worden, ebenfalls eine interessante und kostbare Art, der„ Budeng", Semno pithecus maurus, von Java, ein schwarzer, durch ſtruppiges Stopfhaar auffallender Schlankaffe. Beide vertragen sich sehr gut. Alle Schlank: affen sind Frucht- und Blattfresser und haben einen geteilten Magen, im wie der menschliche aus einem ungeteilten Organ besteht. Feuerbericht. Vom Freitag zum Sonnabend erfolgten nur fünf unbedeutende Brände. Straßmannstr. 1 waren Sonnabend früh Preßkohlen durch Selbstentzündung in Brand geraten. Vorher wurden Steinmetstr. 49 und Steinmetzstr. 56 Möbel und Kleider durch Feuer beschädigt. Kirchbachstr. 3 und Manteuffelstr. 4 hatte die Balkenlage Feuer gefangen. Aus den Nachbarorten. Wechsel hat er gefälscht, indem er seinen Sohn, den Arzt, als Aus- Mobiliar aufbewahrte. Diese Wohnung hat Weidlich mittels Die dritte Gruppe umfaßt 107 Wechsel in Höhe von 450 bis 1300 M., die er völlig gefälscht. Sämtliche Wechsel hat er bei dem Spar- und Korschußverein Reudnik domiziliert. Das Urteil wurde am 7. Juli verkündet und lautete auf ein Jahr acht Monate Gefängnis und ein Jahr Ehrverlust. Wäsche Hände. bon etwa D ließ daher Alarm blasen. Nach Die AufDie zweite Gruppe sind Fälschungen der Art, daß er auf echte Ihm fiel hierbei eine gewaltige Menge der verschiedensten Wechsel durch Vorsehung einer Eins den Wert des Wechsels be- Möbelstücke, Kleidungs- und Gebrauchsgegenstände, vor allem im Gesamtwerte in die 3000 Mart deutend erhöhte. So hat er einen Wechsel von F. G. Damm über Unter den gestohlenen Sachen befand sich auch eine 150 M. in einen solchen über 1150 M. geändert und dann fünf weitere Wechsel in derselben Weise gefälscht, um damit die Vorder- vollständige Plüschgarnitur. Den größeren Teil der Sachen hat die Augeklagte Beme erworben. Der Staatsanwalt beantragte gegen wechsel zu prolongiereu. Weiblich 11 Jahre Zuchthaus, gegen die Witwe Peme wegen Kuppelei zwei Wochen, wegen Hehlerei 4/2 Jahre Gefängnis. Für letztere suchte Rechtsanwalt Dr. Davidsohn Freisprechung bezw. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß Richard Blum eine mildere Strafe zu erzielen. Der Gerichtshof sprach die AnGegensatz zu den alles fressenden Makaken und Meerkatzen, deren Magen als Angestellter des städtischen Tiefbauamts insgesamt 135 Wechsel geklagte Peme von der Anklage der Kuppelei frei, verurteilte sie aber Da er inner mit den Fälschungen ein Loch aufmachte, um das Buchthaus. auf städtische Lieferanten gefälscht und zum Diskont gebracht hat. wegen Hehlerei zu 1 Jahr Gefängnis. Weidlich erhielt 2/2 Jahre andre zuzubecken, so beziffert sich der endgültige Schaden auf 21 100 M. Die Stolper Krawalle vor dem Schwurgericht. Am Abend Blum erhoffte durch Abzahlungen auf die älteren Wechsel und Pro- des 21. und 22. Mai d. J. ist es in Stolp zu Ausschreitungen gelongationen nach und nach den ganzen Wechselbetrag zu decken. fommen, die am Montag vor dem Schwurgericht ein ernstes NachAußerdem hoffte er seine beiden Hausgrundstücke mit einem Ueber- spiel finden werden. Der Anlaß zu den Strawallen ist ein ganz schuß von ca. 50 000 M. zu verkaufen, so daß er auch hierdurch in geringfügiger gewesen. Ein Kohlenhändler Müller wollte seinen Ardie Lage versetzt würde, die Wechselbeträge zu regulieren. Die Sache beiter Manste entlassen, weil dieser sich betrunken hatte. Manste wuchs ihm jedoch über den Kopf, so daß er zur Selbstanzeige weigerte sich jedoch, das Haus zu verlassen, ehe er seine Aus Rigdorf. Eine polizeiliche Revision aller hiesigen Bäckerei schritt. Bei dem am 17. Mai d. J. angemeldeten und am 20. Mai Jnvalidenkarte erhalten habe und skandalierte, so daß Müller Es kam dann auch der Polizeisergeant betriebe hat in den lezten Tagen stattgefunden. Es wurden große eröffneten Konkurs über sein Vermögen glaubte er für den Fall zur Polizei schickte. Mißstände bezüglich der Schlafräume für Gesellen und Lehrlinge fest- eines günstigen Verkaufs der Grundstücke, daß für die Gläubiger etwa füster, der gleich auf Manste eingehauen haben soll, so daß gestellt. In vielen Betrieben wurden die Lehrlinge in Räumen 70 Broz. Herausspringen würden. dieser blutende Verlegungen am Kopf erhielt. In diesem untergebracht, die sich keineswegs für den dauernden Aufenthalt von Der Verteidiger Justizrat Broda plädierte für Bubilli Zustand brachte Küsten den Mann unter großem Zulauf zum Polizei. Menschen eignen. In manchen Betrieben wird ein Bett von ver: gung mildernder Umstände und bat, Blum nicht die bürgerlichen gebäude auf dem Markt, woselbst man ihn jedoch nach Feststellung Manske ging nun in eine fchiedenen Personen benutzt. In allen Fällen, in denen solche Miß- Ehrenrechte abzuerkennen. Unter andrem führte er hierzu aus, der Personalien alsbald entließ. stände konstatiert wurden, hat die Polizei die betreffenden Meister daß er auf Anraten des Arztes seine schwerkranke Frau nach der Destillation und wusch sich dort das Blut ab. Inzwischen stellten aufgefordert, schleunige Abhilfe zu schaffen. Ein Teil der Meister Riviera schicken und seine Kinder erheblich unterstüßen mußte. Er sich fünf Polizisten am Eingang der Straße auf, um Manske abzus ist dieser Anordnung auch bereits nachgekommen, die übrigen Unter- bedauerte, daß der Angeklagte gerade der Verurteilung unterliege, faffen, wenn er etwa weiter lärmen würde. Dieser Vorgang und die nehmer weigern sich aber entschieden, für ihre Arbeiter menschen- der doch bestrebt gewesen sei, den Namen seines Vaters immer mehr anwachsende Ansammlung auf dem Markt erregte würdige Zustände zu schaffen und sollen daher mit den gesetzlichen zu rehabilitieren und es als Stolz empfand, seinen Sohn, naturgemäß auch das Interesse und die Neugier der übrigen Be= Zwangsmitteln hierzu angehalten werden. Da giebt es noch Leute, einen Enkel Robert Blums, dem ehrenwerten deutschen wohner, und bald ging in der ganzen Stadt das Gerücht: die die sich darüber wundern, daß die Bäckergesellen bemüht sind, das Offiziers stand zuzuführen. Polizei sei einigen Juden auf der Spur, die den Mord an Winter Kost- und Logisverhältnis beim Meister abzuschaffen! in Konig begangen hätten. Sofort wurden Hep, hep!" Rufe laut, und ehe man sich dessen versah, richtete sich der Krawall gegen die Die Durchführung eines Stichkanals des Teltowkanale Juden, da die meisten Leute von dem Vorhergegangenen keine Durch Rigdorfer Gebiet scheint gesichert, zu sein. Die zwecks Landabtretung erforderliche Separation( Grundstückszufammenlegung und Von der Anklage der öffentlichen Beleidigung durch die Kenntnis hatten. Verschiedenen am Markt befindlichen jüdischen Läden, Biederverteilung) der sogenannten„ Köllnischen Heide" wird voraus- Preffe ist am 10. April vom Landgericht II in Berlin der Re- darunter einigen Warenbazaren, wurden die Fenster eingeworfen, so fichtlich auf friedlichem Wege erfolgen. Die Interessenten sind mit bakteur der polnischen Arbeiterzeitung( Gazeta robotnicza) Stanis daß ein erheblicher Schaden entstand. Der Polizei- Inspektor Kaschewski, der wohl einsah, daß das Auf der Separation einverstanden, stellen jedoch folgende Bedingungen: laus Lesniewski freigesprochen worden, nachdem ein früheres treten der Polizisten im Fall Manske den eigentlichen Anlaß zu dem Die Kosten trägt die Stadtgemeinde. Die Arbeiten werden dem auf drei Monate Gefängnis lautendes Urteil auf seine Revision auf- Tumult gegeben hatte, ließ sofort alle Mannschaften in das Wach Bureau von Härtel u. Jeschal übertragen. Vom Terrain wird gehoben worden war. Vor dem Angeklagten war Kaczmarek Redakteur. zimmer kommen, um sie dem Anblick der Menge zu entziehen, und nur ein Viertel Flächeninhalt abgetreten.. Die Grundwert- Dieser war wegen Beleidigung des früheren Oberpräsidenten von Steuer darf auf zehn Jahre nach Abschluß der Separation den Bosen, Freiherrn von Wilamowig- Möllendorf und seines Gutsver- schon begann das Volk sich zu zerstreuen, als plötzlich im Schaufenster jetzigen Betrag nicht übersteigen. Die anzulegenden Straßen follen walters zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ueber die des jüdischen Kaufmanus Gelbstein am Markte durch unvorsichtigkeit ein Feuerent stand. Nunmehr nahm der Kommandeur der Blüchereine Breite von 2 Muten erhalten. An der Separation muß sich Berhandlung veröffentlichte L. einen Bericht in seinem Blatte und im allgemeinen, und er auch der Berliner Magistrat, soweit er Ländereien in dortiger Gegend fagte darin, daß die Angaben der Korrespondenz aus Markowitz Hujaren an, es handle sich um einen Aufruhr gegen die Juden befigt, beteiligen. Die Kosten für Pflasterung der Straßen und sich als wahr erwiesen hätten. Thatsächlich hat, so heißt es im wenigen Minuten ritten zwei Schwadronen Husaren in die den Pläge werden nur zur Hälfte von den Besigern getragen. Die Urteil, die Beweisaufnahme ergeben, daß die betreffenden Angaben Markt füllende Menge hinein, die von der andern Seite durch die Grundstücke behalten nach Möglichkeit dieselbe Lage. Sowie der nur ganz minimal berechtigt waren. Der Angeklagte konnte jedoch, Kanal angelegt wird, müssen drei Brüden über die Cannerstraße so heißt es weiter, den Eindruck gewonnen haben, als seien die Vor- aus dem Polizeigebäude herausströmenden Polizisten bedrängt und die beiden rechts und links von dieser abgehenden Straßen an- kommnisse auf den Gütern so, wie gefchildert. Der Angeklagte ver- wurde, jo daß eine allgemeine Verwirrung entstand. forderung zum Auseinandergehen blieb unbeachtet, und erst das gelegt werden. Eine Kommission soll die Angelegenheit mit dem trat mit dieser seiner Veröffentlichung die berechtigten Interessen rücksichtslose Vorgehen mit der blanken Waffe ermöglichte die Magistrat weiter beraten, seiner Leser. Form und Umstände ergeben nicht die Absicht der BeRäumung des Marktes. leidigung. Auf die Revision des Staatsanwalts hob hente Am nächsten Abend, den 22. Mai, wiederholten sich diese Scenen. Sociale Rechtspflege. das Reichsgericht das freisprechende Urteil auf und verwies die Es wurden im ganzen ca. 50 Personen verhaftet, von denen 23 am Sache an das Landgericht II zurück, weil die Begriffe berechtigte Montag vor einem außerordentlichen Schwurgericht unter der AnSonntagsfron. Der Hausbiener W. war von dem Seiler- Interessen wahrnehmen“ und„ befriedigen" nicht genügend aus- flage des Aufruhrs und Landfriedensbruchs, sowie der Sachwaren- Fabrikanten Klaus entlassen worden, weil er am 1. und einandergehalten seien. beschädigung, Widerstands, groben Unfugs usw. zu erscheinen haben, 2. Osterfeiertag nicht ins Geschäft gekommen war. 2. verlangte An der künstlichen Schaffung berufungsfähiger Objekte während die übrigen nur wegen leichterer Reate seiner Beit von der darauf im Klagewege eine vierzehntägige Lohnentschädigung und durch das Berliner Gewerbegericht haben wir schon wiederholt Straffammer abzuurteilen sein werden. bestritt vor dem Gewerbegericht, daß er verpflichtet gewesen sei, Kritik geübt. Jezt hat in einem solchen Fall das Landgericht I, an den Feiertagen zu arbeiten. Ein Zeuge bestätigte jedoch die Be- Civilkammer VIII, die Berufung als unzulässig, das heißt nicht hauptung des Beklagten, daß dem Kläger gesagt worden sei, er müsse a Is gegeben verworfen. Der Sachverhalt war Sonntags um 9 Uhr sich zur Verfügung stellen. Thatsächlich ist auch folgender: Der ant 3. März entlassene Bonbonkocher K. W. ein Jahr lang des Sonntags für Klaus thätig ge- und der 10. März entlassene ant Bonbonkocher Tich. wesen. Im Lauf der Verhandlungen beklagte er sich bitter hatten zufällig am selben Tage beim Gewerbegericht Entschädigungsdarüber, daß die Sonntagsarbeit oft bis 3 Uhr nachmittags flagen gegen den Schokoladefabrikanten Hugo Lehmann anhängig gedauert habe, ohne daß er inzwischen hätte frühſtüden und gemacht. Der eine forderte 60, der andre 50 M., also pe des au Mittag essen können. Es wäre immer später geworden und er Streitobjekt betrug weniger als 100 m. und war deshalb an sich habe darum befürchtet, er würde von den Feiertagen gar nichts haben, nicht berufungsfähig. Der Borsigende der Kammer VI, Gewerbewenn er ins Geschäft ginge. Der Vorsitzende Herr Schulz machte richter Dr. Krause, legte beide Sachen zusammen, wohl mit der ben Kläger darauf aufmerksam, daß er doch mit dem Arbeitgeber Abficht, ein berufungsfähiges Gesamtobjekt heraus. hätte Rücksprache nehmen müssen. Einen Vergleichsvorschlag zubekommen. Herr Dr. Krause erklärte beide Kläger für lehnte der Beklagte ab. Er wollte keinen Pfennig" zahlen. Streitgenossen im Sinne des§ 61 der Civilprozeß Ordning und Auf Anraten des Vorsigenden nahm w. schließlich die Klage meinte, die Zusammenlegung wäre doch ein Vorteil, denn so 3rüd. Der Gerichtshof tvar der Meinung, daß der wäre doch die Sache berufungsfähig. Die materielle släger vertraglich verpflichtet gewesen sei, auch des Sonntags Verhandlung ergab, daß K. rechtzeitig gekündigt worden war, zu arbeiten, und daß er, nachdem er es häufig gethan, nicht plöglich dieser Kläger wurde deshalb abgewiesen. Anders lag die Sache an den Feiertagen hätte fortbleiben dürfen. Der Kläger erhielt bei Tsch. Er war am 8. März gekündigt worden, Lehmann hatte den horrenden Wochenlohn von 18 M., worin die Sonntagsarbeit ihn aber bereits am 10. März entlassen, angeblich wegen beharrlicher eingeschloffen war. Arbeitsverweigerung. Durch die Beweiserhebung wurde festgestellt, daß Wegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wurde der Tich. trok anfänglicher Weigerung am fraglichen Nachmittag die Arbeit Mufiter. mit einer Klage gegen den Musikdirektor Wagner von ausgeführt hatte. Herr Hugo Lehmann, der übrigens recht oft auf der Kammer VI abgewiesen. Der Vorsigende, Gelverberichter dem Gewerbegericht erscheint, wurde verurteilt, ihm 50 Mart zu zahlen. Dr. Krause, führte zur Begründung folgendes aus: Unstreitig habe Gegen dieses Urteil legte Herr Lehmann Berufung ein, wogegen W. als Mitglied der Kapelle des Beklagten nur in den Belten" im vom Vertreter Tich.'s geltend gemacht wurde, die Berufung wäre Tiergarten tonzertiert und nicht Tanzmusik ausgeführt. Kläger schon wegen Unzulässigkeit zu verwerfen. Das Streitobjekt jei garfönne aus diesem Grunde nicht als gewerblicher Arbeiter im Sinne der Gewerbe- Ordnung und des Gewerbe- Die Entlassung des letzteren sei 10 Tage später erfolgt, als die St.'s nicht 100 M., denn die Klage des K. gehe ich. absolut nichts an. Gerichtsgesetzes angesehen werden. Er müsse seinen Anspruch beim habe mit dieser nichts zu Wie schon thu. ordentlichen Gericht geltend machen. wurde als die Berufung Lehmanns Diese Entscheidung steht entschieden in Widerspruch mit den von zulässig bon der achten Civilkammer des Landgerichts I. uns in lezter Zeit veröffentlichten Urteilen des Ober- Verwaltungs- verworfen, und zwar mit folgender Begründung: Der Streitgerichts und des Kammergerichts, denn danach sind Musiker nur bann keine gewerblichen Arbeiter, wenn sie vorwiegend in einem gegenstand in erster Instanz liegt für jeden einzelnen der beiden Kläger unter der Berufungsgrenze; es ergiebt sich nur bei tiinstlerischen Gesamtunternehmen mitwirken. Die Mufit, die Herr einer Zusammenrechnung beider Streitgegenstände ein Betrag von Thomas More- Halle. Zum Beweis, wie wenig sich zuweilen Wagner mit seiner Kapelle bei freiem Eintritt ausführt, ist aber mehr als 100 M. Die Entscheidung über die Zulässigkeit der nur Polizeibeamte, die mit der Berichterstattung über Versammlungen bes teinesfalls von höherem Kunstinteresse." gegen den einen der Kläger gerichteten Berufung hängt also davon traut sind, zu dieser Obliegenheit qualifizieren und wie zuverlässig Mehrmaliges Betrinken als liederlicher Lebenswandel. ab, ob auch in einem solchen Falle eine Zusammenrechnung ihre Berichterstattung bemgemäß sein muß, bringt Es ist das Hallesche Boltsblatt"" folgende Reminiscenz: Redacteur Herr Krüger, der Inhaber einer Kaffeerösterei, wandte gegen die der beiden Streitgegenstände zu erfolgen habe. Sprach einem Abend, dem an Entschädigungsflage seines ehemaligen Geschäftstutschers B. vor dem von auszugehen, daß die beiden Kläger erster Instanz nur Swienth Gewerbegericht ein, daß er B. mit Recht plötzlich entlassen habe. formell als Streitgenossen im Sinne des§ 61 der Civil- Stadt irgend ein Studentenumzug stattfand, in einer Gewerkschaft --" und angegeben, uns Partei- Machrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeiterfekretariate. Die Veröffentlichung foll periodijch erfolgen; jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Berzeichnisses zu unterstützen und von einer Adressenänderung uns rechtzeitig Kenntnis geben zu wollen. Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S. A.) Unterm Schloffe 1. Altona, Große Bergstr. 204, I. Beuthen( O. S.), Schießhausstr. 6. Bremen, Osterthorstr. 26 I. Breslau, Messergasse 18/19 I. Darmstadt, Elisabethstr. 31. Frankfurt a. M., Schuurgasse 45 I. Halle a. S., Geiststr. 21. Hannover, Leinestr. 17. Hildesheim, Judenstr. 5. Jena, Saalbahnstr. 3. Mannheim, S. 3, 10. Mühlheim a. Main, Wiesenstr. 3. München, Jjarthorplay 6. Nürnberg, Egydienplatz 22. Posen, Grünstr. 7. Striegau, Annengasse 4. Stuttgart, Eßlingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldenburg, Schl. Töpferstr. 1. Berlin, den 7. Juli 1900. " ant Der Parteivorstand. Kreuzbergstr. 30. das in bet " " " Vermischtes. über: Thomas More, ein Apostel des Socialismus.( Thomas More, Die centralorganisierten Einseker nahmen in ihrer am 1. Juli Resultat: Vorsitzender C. Jwan, Kassierer Diefer, Schrift. Der große englische Philosoph und socialistische Utopist, war bekannt im Gewerkschaftshause abgehaltenen sehr gut besuchten Versammlung führer Jacobi, Beisiger Krüger. Es wurde sodann die lich unter Heinrich VIII. Lordkanzler und wurde 1535 geköpft. Die den Bericht über die endlich zu stande gekommene Einigung mit den Debatte über die Ümänderung der Partei Organisation Bolizeiverwaltung brauchte an dem betreffenden Abend an Arbeitgebern über den Tarif entgegen. Die Lohnbewegung hat nahezu fortgesetzt. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: scheinend alle Beamten zur Beschützung der Studenten ein Jahr gedauert, dafür ist der Erfolg aber auch der Arbeit Die heutige Generalversammlung des socialdemokratischen Wahlbor Lattchern und ähnlichen Elementen, fie sandte nur wert. Im Spätsommer vergangenen Jahres legten die Ein- vereins empfiehlt der nächsten Parteiversammlung, die Geschäfte des einen Beamten zur Ermittelung der Tagesordnung. Der jezer den Arbeitgebern einen neuen Tarif bor, der auch Vertrauensmanns dem Wahlverein zu übertragen. polnische Name Swienth schien dem Verständnisvermögen dieses infolge der günstigen Konjunttur fast allgemein, namentlich von den Ferner gelangte ein Antrag, die Namen derjenigen Mitglieder, Beamten nicht faßlich genug zu sein, denn trotzdem ihm mindestens besseren Firmen, bewilligt wurde. Aber schon nach wenigen Monaten, die wegen restierender Beiträge aus der Mitgliederliste des Wahlfünfmal laut und deutlich Thema und Name des Referenten genannt als die Konjunktur wieder nachließ, gingen die Errungenschaften vereins gestrichen worden sind, zu veröffentlichen, zur Annahme. wurden, schrieb er stolz in fein Notizbuch: nach und nach zum Teil verloren. Die Kommission der Samariter: Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen 1. Punkt: Ein Apostel des Socialismus. Einsetzer trat wieder mit den Arbeitgebern in Unterhandlung, Montag, abends 9 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Ratkowsky über ErRef.: Thomas More- Halle. welche jedoch resultatlos verlief. Die Einsezer sahen sich somit ge- trinken, Erstiden, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit. Nachher Ob er auch seinen Bericht in dieser Weise erstattet hat?- zwungen, von neuem, als die Periode wieder besser wurde, in die praktische Uebungen. Auf dem internationalen Arbeiterkongres in Paris wird Bewegung einzutreten. Am 22. Januar d. J. wurde in Herzbergs Allgemeine Familien- Sterbe- Kaffe. Heute Zahltag: Aderstr. 123 auch die japanische Socialdemokratie vertreten sein. großem, start gefüllten Saal in öffentlicher Versammlung beschlossen, bei Diefe von 3-6 Uhr. Wie wir dem Bruderorgan Claß Struggle"(„ Klaffenkampf") von in den Streit zu treten. Auch diesmall ließ sich die Bewegung gut tember fein Unterricht. Wiederbeginn Mitte Ottober. Die Bibliothek die Anerkennung des Tarifs durch Unterschrift zu forden, andernfalls Arbeiter Bildungsschule. In den Sommermonaten Juli bis Sep San Francisco, Kalifornien, entnehmen, ist Genosse Murai, der Generalsekretär der an. socialistischen Arbeitervereine Schon am ersten Tage konnten einige 50 Unterschriften aus dem ist jeden Donnerstagabend von 8-9 Uhr geöffnet. Japans, auf der Reise nach Paris zum Kongreß in San Streitbureau niedergelegt werden, und ein gut Teil ging in den folgenden Für die Ortskrankenkaffe für Tempelhof und Hasenheide sind Francisco eingetroffen. Er spricht fließend englisch und wird in Tagen ein. Bald darauf traten die Tischler Berlins in eine Lohnbewegung, am Montag, den 9. Juli, von abends 6-8 Uhr, im Restaurant Greve, die den Vereinigten Staaten verschiedene Vorträge über die Bewegung welche von den Arbeitgebern mit der 20prozentigen Aussperrung Wahlen von sechs Arbeitnehmer- Delegierten vorzunehmen. in Japan halten. In New York wird er sich nach Europa einschiffen, stark in Mitleidenschaft gezogen. beantwortet wurde. Die Einsezer wurden durch diese Bewegung wo er hoffentlich auch einige Vorträge halten wird. Er will Eng durch Vermittelung des Herrn Gewerberichters v. Schulz das Als nun einige Wochen darauf land, Frankreich und Deutschland besuchen. Wir werden also vielleicht Gewerberichters als Einigungsamt in der Tischlerbewegung tagte pas Vergnügen haben, den Delegierten der Socialisten Japans hier und für die Tischler eine Einigung erzielt wurde, ward die Sache zu begrüßen. Konik. Ueber die Freitagabend erfolgte Verhaftung des erst der Einsetzer auf 6 Wochen zurückgestellt, in welcher Zeit aus dem 16 Jahre alten Präparanden Speisiger, der bisher auf der Zur ungrischen Bewegung wird uns berichtigend aus Buda- Meistertarif, dem sog. Grünbuch und dem Einsekertarif, dem Blaubuch, Präparandenanstalt in Jastrow war, wird mitgeteilt, daß derselbe best geschrieben:" In einer Korrespondenz des Vorwärts" vom in gemeinschaftlicher Beratung ein neuer Tarif hergestellt und infolge seiner vor zehn Tagen abgegebenen eidlichen Bekundung vor 24. Juni wird einer unsrer Genossen Wilhelm Mazöfi als dann vor dem Einigungsamt festgelegt werden sollte. Die Frist ver- dem Untersuchungsrichter, dahingehend, daß er gewußt habe, winter, " Söldling Banffys", des geweſenen Ministerpräsidenten, bezeichnet. längerte sich jedoch und erst am 30. Juni fand Termin vor dem sein früherer Schulfollege, hätte viel mit Moriz Levy verkehrt und Das ist eine unwahrheit. Mit dem Söldling" hat es folgende Einigungsamt statt, jedoch ohne Resultat. In legter Stunde gelang ebenso intim auch mit den Kaspari- und Tuchlerschen Mädchen Bewandnis. Die Freunde Banffys gaben hier in Budapest seit es noch den Vertretern der Einsetzer, die Arbeitgeber zu einer privaten verkehrt, in Haft genommen wurde. Der Untersuchungsrichter Monaten ein Tageblatt" heraus, bei welchem Genosse Mazöfi Sigung zu bestimmen, und in dieser kam endlich die lang ersehnte ist nach den bisherigen andren Zengenaussagen zu der uns 03 Stenograph angestellt ist. Er hat die Wiener Mit- Ginigung zu stande. Die Einsetzer haben alle Ursache, mit dem umstößlichen Ueberzeugung gelangt, daß Speisiger einen Meineid ungen ins Ungrische zu übertragen und zu stenographieren. Das Erfolg zufrieden zu sein. Die geforderten Preise wurden mit ge- geleistet habe, denn Moris Levy hat unter seinem Eide in Abrede ist doch keine ihn brandmarkende Thätigkeit. ringen Abweichungen fast durchweg bewilligt. Die Forderung gestellt, den Ermordeten irgendwie gekannt zu haben. Desgleichen So die Berichtigung. der Hinaufbeförderung der Arbeiter int betreffenden habe Meta Caspari sowie die Tuchlersche Tochter eidlich den Etagen seitens der Arbeitgeber wurde dahin geregelt, daß die Unter- geschlechtlichen Verkehr mit Winter in Abrede gestellt. Bis nehmer die Arbeiter in den Bau, resp. bis zur 1. Etage schaffen gestern abend waren Zeugen zu Gunsten Speisigers nicht vorhanden, lassen; für Arbeiten in den oberen Etagen wird ein Aufschlag und da somit gegen Levy Meineidsverdachtsmomente nicht vorlagen, gezahlt. Zwei Mißstände aber, die man als Krebsschaden an unfrem mußte der Untersuchungsrichter zur erwähnten Verhaftung schreiten. Gewerbe bezeichnen kann, werden, wenn die Kollegen auf dem Bosten sind, hoffentlich verschwinden. Es ist dies erstens die Beschaffung der Nägel Der heilige Joseph. In Nr. 6 des Jahrgangs 1899 der in durch den Einsetzer, welch erstere jetzt vom Arbeitgeber geliefert werden, Regensburg erscheinenden Rotburga", Beitschrift für Dienstboten, und 2. die Abschaffung des Zwischenmeisterwesens, oder besser gesagt, Un- wird erzählt:" Ich betete oft um gute Dienstboten, allein es schien, Nun setzte ich mein wesens. Als nicht zu verachtende Errungenschaft ist noch zu registrieren, als ob all mein Gebet vergebens wäre. Achtung, Stuccateure! Die Firmen Bosmann u. Knauer, daß die Einigungsbedingungen von der Kommission des Central- ganzes Vertrauen auf den heiligen Joseph mit dem VerWestphal find wegen Differenzen gesperrt. Zuzug ist streng fern- herbands der Bautischlermeister Berlins und Umgegend und von der sprechen, die Erhörung in der" Notburga" zu veröffentlichen. zuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Kommission des Holzarbeiterverbands unterzeichnet sind, letzterer somit und siehe, schon am dritten Tage meiner Andacht erhielt ich die von den Arbeitgebern anerkannt ist. Der Erfolg ist einzig und allein Nachricht, daß ich eine sehr gute, brave Magd bekomme. In der Brotfabrik von Hugo Schröter( vorm. Bobel) nung ausgesprochen werden, daß die indifferenten, der Gewerkschafts- Möchten doch alle Herrschaften zum heiligen Joſeph ihre Zuflucht der Organisation zu verdanken und es darf min auch wohl die Hoff- ist auch fleißig im Stall, wo ich gegenwärtig viel Glück habe. Müllerstr. 11( Befizer der Berliner Kornbrot- Fabrit, früher Tresckow- bewegung, noch fernstehenden Stollegen, die jest wohl miternten nehmen, wenn fie guter Dienstboten bedürfen, und ebenso alle Straße) find Differenzen ausgebrochen. Der Unternehmer hat am werden ohne gesät zu haben, sich nun ihrer gewerkschaftlichen Pflicht Dienstboten zum heiligen Joseph gehen, wenn sie eine gute Herr 1. Juni d. J. durch Unterschrift den jetzigen Lohntarif anerkannt. bewußt werden und sich Mann für Mann dem Verbande annschaft suchen." Außer dem Departement für Dienstboten hat der Jetzt will er denselben schon wieder dadurch durchbrechen, daß er vier schließen und in die Reihen der gewerkschaftlichen Stämpfer treten heilige Joseph anscheinend auch die Abteilung für oder vielmehr Arbeitern einen Lohnabzug von wöchentlich 3,80 M. zu machen versuchte. werden. gegen gemischte Ehen. Dasselbe Blatt erzählt: llufre älteste Selbstverständlich gingen dieselben nicht darauf ein, weshalb ihnen vom Tochter, die in München bedienstet ist, war ganz nahe daran, einen Unternehmer gekündigt wurde. Dieses Vorgehen des Unternehmers schaftshaus eine Mitgliederversammlung ab mit der Tagesordnung: unsrerseits drangen zu tauben Ohren. In dieser Bedrängnis nahmen Der Verband der Buchbinder hielt am 4. Juli im Gewerk Protestanten zu heiraten. Alle Vorstellungen und Warnungen ist durch nichts gerechtfertigt, kein Arbeiter hat sich etwas zu schulden 1. Fortsetzung der Debatte über den Bericht vom Verbandstag; wir unsre Zuflucht zum heiligen Joseph, dem teuſcheſten Bräutigam tommen lassen, so leicht dies unter den dortigen Zuständen auch ein- 2. Abrechnung vom Pfingstausflug und Besuch der Urania; 3. Ver- Mariens, indem wir eine heilige Messe lesen ließen und neun Tage treten kann. In Anbetracht dessen haben sich( mit einer Ausnahme) bandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zu Punkt 1 sprachen noch nacheinander täglich das Josephs- Rosenkränzlein beteten. Und siehe! fämtliche dort beschäftigten Bäcker sowie ein Kutscher mit ihren die Kollegen Gerhard, Siebert, Schumacher, Keller, Fast wie durch ein Wunder wurde diese gemischte Ehe verhindert Sollegen solidarisch erklärt und ihrerseits die Kündigung eingereicht. Goldschmidt, Weinschild, Hofmann, Schmit, Kohl, und selbst das Verhältnis gelöst, was wir gar nicht erwartet hatten. Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. Sattler, Völker und Bytomsky. Zu Punkt 2 gab Kollegen so auffallender und augenscheinlicher Art hatte ich die mächtige Eine gemeinsame Lohukommission haben die Drechsler- emier die Abrechnung. Beim Besuch der Urania betrug die Ein- Fürbitte des heiligen Joseph noch nie erfahren." gehilfen mit den Drechler Innungsmeistern ge- nabme 218 M., die Ausgabe 355 M., mithin ist ein Deficit von bildet in derselben sind 9 Gehilfen und 9 Meister vertreten. Diese 137 M. zu decken. Beim Pfingstausflug betrug die Einnahme Achtzehnerkommission soll die Löhne festiegen, und soll auf diese 38,25 M., die Ausgabe 51,52 M.; mithin ist ebenfalls ein Deficit Weise der Streit möglichst vermieden werden. Die Meister ihrerseits von 13,27 M. vorhanden. Unter Verschiedenem giebt Schuhmacher haben bereits eine 20 procentige Erhöhung ihrer Preise beschlossen. bekannt, daß bei der Firma Werner die Arbeiter einen vollNichtigstellung. Zu dem Artikel:" Die Lage der Gewerkschafts- Generalversammlung stattfindet, und am 10. Juli eine öffentliche ständigen Sieg errungen haben, daß Mittwoch, den 25. Juli, eine beamten" in Nr. 152 dieses Blatts wird uns berichtigend mitgeteilt, Versammlung. Redner ermahnte die Kollegen zum zahlreichen Bedaß Bringmann, Redacteur des Zimmerer", nicht zugleich fuch der Feier des guten Montag. Vorsitzender des Zimmerer- Verbands ist. Dagegen träfen unsre Unter den ungrischen Genossen sind leider Streitigkeiten ausgebrochen, die es uns sehr schwer machen, die Wahrheit zu erkennen. Jedenfalls find wir bestrebt, nach feiner Seite hin gegen unsere Barteipflicht zu verstoßen. Möge es den ungrischen Genossen recht bald gelingen, die Einigkeit herzustellen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Lohnkommission. übrigen Voraussetzungen( Ueberlastung 2c.) auf Bringmann wohl zu. Deutsches Reich. Berufsgenossen Deutschlands, Filiale Berlin, hielt am Dienstag, Der Verband der Graveure, Giseleure und verwandter Achtung, Segelmacher Deutschlands! Nach einer uns zu- mäßige Vereinsversammlung ab. In derselben referierte der Genosse den 3. Juli, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, seine ordnungsgegangenen Information find die Segelmacher Kopenhagens wegen Baul Jahn über„ Materialistische Geschichtsauffassung". Lebhafter Lohndifferenzen in den Ausstand getreten. Zuzug dorthin ist Beifall der gutbesuchten Versammlung belohnte den Referenten für streng fernzuhalten. Anfragen sind zu richten an A. Nielsen, seine interessanten und lehrreichen Ausführungen. Kopenhagen, Alysundegade 26, 4. Etage, oder J. Schlüschen, Hamburg, Druvenhof 15, 1. Etage. gebeten. Verband der Hafenarbeiter Deutschlands. Mitgliedschaft Segelmacher. Schriften- Eingang. Sie Arme Leute in Krankenhäusern. München, Stägmeyersche Verlags: Handlung. Preis 1 Mart. ( E. Biersons Verlag). Josephi, Guido. Der Gesellschafts- Ausbau. Dresden und Leipzig 1900 Parifins, Ludolf. Leopold, Freiherr von Hoverbed. Ein Beitrag zur vaterländischen Geschichte. Berlin 1900( J. Guttentag). Zweiter Teil, Abteilung II. 1864-1875. Hartmann, Ludo Moriz. Römer und Longobarden bis zur Teilung Italiens. Leipzig 1900( G.. Wigands Verlag). v. Manteuffel, Dr. Carl Frhr. Das Sparen. Sein Wesen und seine voltswirtschaftliche Wirkung. Jena 1900( Guſtav Fischer). Berlin 1900.( Militärverlag R. Felir.) Deutschland bei Beginn des 20. Jahrhunderts. Von einem Deutschen. v. Massow, Wilhelm. Militarismus oder Milizsystem? Burschen: schaftliche Bücherei. Herausgeber: Hugo Böttger, Berlin 1900.( Carl Seymanns Berlag. Zum Kampf gegen die Kurpfuscher. I. Die mangelnde Aus: bildung der Aerzie. Von Homosum. München 1900.( Max Poeffl.) Witterungsübersicht vom 7. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometers stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5°.= 4° R. Stallonen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 16° G.= 4° R. Adlershof. Am 2. Juli fand hier eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse Heine über das neue Unfallversicherungs Gesetz sprach. In 13/ 4stündigem Vortrage führte derselbe den zahlSämtliche arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdrud reich Erschienenen die Vorteile und Nachteile des Gesezes eingehend vor und wies besonders auf die Wichtigkeit der Beteiligung an den Die Aussperrung der Leipziger Steinseher. Wahlen zur Krankenkasse hin, da der Ausfall derselben von größter Steinfeger Leipzigs find infolge der Forderungen der neunstündigen Geseze vorgesehenen Schiedsgerichte ist. Unter Punkt 2 der TagesSämtliche Bedeutung für die Zusammensetzung der im Unfallversicherungsrbeitszeit und der Erhöhung des Stundenlohns von den Unter- ordnung sollten verschiedene örtliche Mißstände besprochen werden, nehmern bezw. der Innung ausgesperrt worden. wovon der Gemeindevorsteher, der Schularzt, der Vorsitzende der Die Holzbildhauer in Mainz find in einer Anzahl Fabriken Orts- Krankenkasse und der Inhaber des Warenhauses Weil schriftlich in eine Lohnbewegung eingetreten, um die neunstündige Arbeitszeit benachrichtigt und eingeladen waren. Bei der vorgerückten Zeit und sowie Einführung der Lohnarbeit bei 24 M. Minimallohn und da von den Eingeladenen mur Herr Weil anwesend war, wurde Eminemde 754 S 5 wolkig 15 Prozent Lohnzuschlag zu erlangen. Zuzug ist streng fernzuhaltent. nur über die Arbeitsverhältnisse im Weilschen Geschäft Hamburg Berlin Wir ersuchen alle arbeiterfreundlichen Blätter um Abdruck der verhandelt. Hildebrandt führte dazu aus, daß das Personal Frantf./M. Bekanntgabe. eine Arbeitszeit von morgens 7 Uhr bis abends 10 11hr mit Dünchen einer einstündigen Mittagspause habe, aber vielfach noch darüber Wien hinaus bis ca. 11 Uhr beschäftigt werde. Ebenfalls wäre im Winter Wetter Prognose für Sonntag, den 8. Juli 1900. feinerlei Heizvorrichtung vorhanden gewesen, so daß den Angestellten Biemlich fühl, vielfach heiter, jedoch unbeständig mit Regenschauern und Hände und Füße verfroren wären und dieselben teilweije 14 Tage frischen, später nachlassenden nordwestlichen Winden. frant zu Hause gewesen seien, der Lohn war ebenfalls ein solch ge= Berliner Wetterbureau. genannt. Nachdem Herr Weil die Schuld an diesen traurigen Verhältnissen ringer, daß Menschen nicht davon leben könnten, es wurden Löhne von 30m. Ausland. Ausstand der Frachtfuhrarbeiter in Rotterdam. Die Frachtfuhrarbeiter sind in den Ausstand getreten. Die Polizei, durch Marinemannschaften verstärkt, bewacht die Straßen, um Ausschreitungen vorzubeugen. An allen Zugängen zur Stadt find Ausständige aufgestellt, um etwaige Arbeitswillige über die Lage zu unterrichten. Versammlungen. " 14 Haparanda 7609 8648 4 hlb. bed. 755 WSW 6 bedeckt 12 Betersburg 760 BNW 1volfig 757.3 4wolfig 14 Cort 7719 3h16. beb. 14 2 bedeckt 11 Aberdeen 760 SW 767 NW 5 wolkig 762 SW 5 bedeckt 11 Paris 764 NA 4 bedeckt 757 23 3 Regen 14 16 9 15 Marktpreise von Berlin am 6. Juli 1900 nach Ermittlungen des tal. Bolizeipräsidiums. zuerst auf die leidige Konkurrenz schieben wollte, bequemte er sich zum Schluß doch zu der Erklärung, daß in seinem Geschäft von jezt ab der Neunuhr Ladenschluß eintreten solle. Mit dieser Erklärung Weizen, gut D.- Str. mittel Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Am Sonn- fonnte fich die Versammlung zufrieden geben, da den Angestellten dadurch die Arbeitszeit um eine Stunde verkürzt wird. Wie üblich, gering tag, den 1. Juli, fand eine Ausschußßigung des Bunds statt. Auf ist auch diesmal wieder mit, Eintritt der Polizeiſtunde die Ver- Roggen, gut genommen wurde der Gesangverein Liederzweig" in Hermsdorf. Nachdem eine Aussprache von sämtlichen Vereinen in Berlin betreffe fammlung aufgelöst worden, wogegen Beschwerde erhoben werden soll. Einführung von Bezirks- lebungsstunden stattgefunden hat, stand Potsdam. Seine diesjährige Generalversammlung hielt der †) Gerste, gut nunmehr die Beschlußfassung über diese Angelegenheit auf der Tagesordnung. -: " " mittel gering 11111188821181111 1300 Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 10, Rindfleisch, Keule 1 kg Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 1,60 120 " do. Bauch 1,20 0,90 " 15, " Schweinefleisch 1,60 1, " mittel 1,60 1, " " gering 1,60 1,10 " " " 14,90 14,40 2,60 1,80 14,30 13,90 Gier 60 Stud 3,60 2,10 13,80 13,40 Karpfen 1 kg 16,10 15,10 Aale 15, 14,10 Bander 14, 13,10 Hechte 9, 6, 40, 45, 6,66 5,82 Barsche Schleie Bleie Krebse 2,40 1,20 1,40 0,80 per Sjot 20, 2,50 70, †) Hafer, gut mittet gering 1,60 1, 2,80 1,40 2,60 1,20 2,40 1, 1,80 0,80 hiesige Socialdemokratische Wahlverein am 5. Juli ab. Dent Geschäftsbericht entnehmen wir folgendes: Die MitVom Antragsteller wurde hervorgehoben, daß angesichts der That- gliederzahl betrug im Juli 1899 94, dieselbe stieg im Laufe des fachen, daß die Bundeslieder vernachlässigt werden und der guten Vor- Jahres auf 110, gestrichen und abgereist find 21 Mitglieder, so daß tragsweise entbehren, es eine Notwendigkeit sei, den Mitgliedern aller am Schlusse des Geschäftsjahres der Wahlverein 89 Mitglieder Nichtstroh Bundesvereine in Berlin und der näheren Umgegend die Gelegen- zählte. Dieselben verteilen sich auf die einzelnen Berufe eu heit zu bieten, an den Uebungsstunden teilnehmen zu können, was wie folgt die Zahl 25, der gewerkschaftlich Organisierten Erbsen bisher, durch die weite Entfernung der Mehrzahl der Mitglieder vom fügen wir jedesmal in Klammern 25, bei Speisebohnen Maurer 16 Wohnort zum Uebungslokal, nicht der Fall war und als Entschuldi-( 310), Bimmerer 8 Linsen 30, ( 135), Holzarbeiter 7( 140), Tabakgung galt. Die Einführung der Bezirksübungsstunden wurde mit arbeiter 11( 98), Buchdruder 4( 98), Richtgewerbliche 9( 286), Maler+) fret Wagen und ab Bahn. großer Majorität angenommen und ist der Vorstand beauftragt, das 1( 120), Metallarbeiter 2( 60), Sattler 1( 40), Tapezierer 1( 36). Meldungen aus Nordamerita eröffnete der hiesige Getreidemarkt in fester Produktenmarkt vom 7. Jult. Infolge der durchschnittlich höheren Weitere zu veranlassen.- Zur Vorbereitung zum Sängerfest in Weißensee Töpfer 3( 45), Schneider 8( 28), Steinsetzer 1( 28), Schuhmacher Saltung, welche namentlich am Frühmarkt in einer Preissteigerung von circa am 5. August find noch einige Proben notwendig. Den Vereinen wurde die 8( 20), Stuccateure 1( 18). Tertilarbeiter 2( 16), Barbiere 2(-), I m. für Weizen und Roggen zum Ausdruck kam. Stimulierend wirkte Ermahnung zu teil, sich an denselben rege zu beteiligen. Ebenfalls Restaurateur 1, Klempner 1(-), Schmied 1(-), Handschuh- ferner nach wie vor das unbeständige Wetter, besonders im Hinblick auf die wurden die Vereine aufgefordert, sich an den Voltsfesten gejanglich näher 1(-). Das find in Summe 89 politisch Organisierte unmittelbar bevorstehende Ernte. Die Getreidezufuhren sind im Verhältnis zu beteiligen. Dem Verein Wacht auf" in Güstebiefe a. D. gegenüber 1478 gewertihaftlich Organisierten, ein Ver- zur Jahreszeit verhältnismäßig Klein und der Warenbegehr ist bei uns im wurden 80 M. als Beitrag zu den Klagekosten, welche infolge eines hältnis wie 16 au 1. Bei der letzten Reichstagswahl wurden Steigen begriffen. Aus Nordrußland lagen wieder reichliche Roggenofferten Brozesses wider die örtliche Behörde entstanden sind, bewilligt. für die Socialdemokratie abgegeben 2324 Stimmen, also auf gemeinen sind am Betreidemartt nahe Sichten fester als spätere Lieferungen. vor, welche zu einigen Abschlüssen für Herbstabladung führten. Im alls Der zweite Schriftführer saat hat seinen Posten niedergelegt, der 26 Stimmen erst ein Wahlvereinsmitglied. Die Einnahmen be- Am Mittagsmarkt kam die weitere Preissteigerung zum Stillstand, da die erfte Schriftführer Rasche übernimmt bis auf weiteres dessen Ob- trugen im legten Quartal 81,20 M., die Ausgaben 22,40, bleibt notierungen an den Märtten Deftreich- Ungarns eine rüdläufige Bewegung Liegenheiten. ein Bestand von 58,80 M. Die Vorstandswahl ergab folgendes zeigten, und das Geschäft wurde sehr still. Die Schlußpreise stellten sich für " Beisen noch etwa 0,75, für Roggen 0,50 Mt. über gestern. Am Futtermarkt seigte sich einige Frage für prompten, inländischen Hafer besserer Qualitäten; Lieferungen waren dagegen nicht gefragt und schwächer; Mais gut behauptet. Rüböl lag still, eher eine Kleinigkeit fester. Spiritus loco 80g 0,10 M. an. Städtischer Schlachtviehmarkt. . 1 1 der Miete abzuziehen. Bu solchem Abzug wären Sie freilich an fich be: Max Gr. Schriftliche Antwort zu erteilen ist unmöglich. Sie fönnen rechtigt. Da aber in Ihrem Vertrage die Ermissionsklausel für den Fall auf Herstellung der Wohnung, Beseitigung der Schäden und Schadensersatz nicht völliger Mietszahlung steht, könnte ein Gericht der Ermissionsflage gegen den Wirt beim Amtsgericht flagen. Ob eine Ermissionstlage des stattgeben, falls es annimmt, Sie hätten zuviel abgezogen. Aus diesem Wirts unter den von Ihnen geschilderten Umständen Erfolg hätte, ist Grunde empfiehlt es sich, zu flagen und erst nach Durchführung der Klage awweifelhaft, läßt sich aber, da nicht feststeht, ob die Reparatur und den Abzug zu machen. C. G. 201. Nein. M. E. 68. Solche Schadensersatzkosten die Höhe des Mietszinses erreichen, nicht mit Sicher: heit verneinen. E. B., Nigdorf. 1. und 2. Ja. W. S. Nein. Amt: Verordnung existiert nicht. Sie können unter Darlegung des Sachverhalts Berlin, 7. Juli 1900.. G. 94. J. M. 42. Nein. Die neue Unfallgesetzgebung( Gewerbe, landwirtschaftliche, licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 4495 Rinder, nicht anonym- Abhülfe beim Polizeipräsidium beantragen. 1709 Stälber, 16 725 Schafe, 8479 Schweinte. Bezahlt wurden für 100 Pfund A. B. Nein. E. B., Osterwiek. Wenden Sie sich an Ihren Bau- und See- Unfallversicherung) erscheint in nächster Zeit bearbeitet als erster Nachtrag zum Arbeiterrecht im Dietschen Verlage. Die genannten oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund Gläubiger mit dem Ersuchen um Bewilligung von Rentenzahlungen. in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Kazmarek. Ob und welche Zeugen zu vernehmen sind, hängt in schöffen: Unfallgesetze sind noch nicht veröffentlicht. Neberdies treten sie stückweise in Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) innge fleischige, nicht gerichtlichen Sachen von dem Ermessen des Gerichts ab. Gegen das Urteil Kraft, die faiserlichen Verordnungen, von deren Erlaß das Inkrafttreten ausgemästete und ältere ausgemästete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut ist Berufung zulässig. In der Berufungsinstanz kann abermals die Ver- eines Teils der Gesetze abhängt, find noch nicht erschienen.- N. 743. Die genährte ältere 54-55; d) gering genährte jeden Alters 50-52.- Bullen: nehmung der Zeugen beantragt, eventuell tönnen die Zeugen vom An- Rente ist richtig berechnet. Trotzdem ist Ihnen zu raten, Berufung einzua) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 58-63; b) mäßig genährte jüngere geflagten selbst geladen werden. Unzulässig ist eine Beschwerde über die legen. Denn wenn Sie jetzt Berufung einlegen, so wird voraussichtlich über und gut genährte ältere 54-57; c) gering genährte 47-52. Färfen und Nicht- Vernehmung. 23. R. 74. Solcher Vertrag ist gültig. Ihre Berufung, jedenfalls aber über Ihren dann einzulegenden Rekurs erst She: a) bofleischige, ausgemäſtete Färsen höchsten Schlachtverts 00-00; Edmund G. 19. 1. Ja, sie kann aber beim Amtsgericht beantragen, nach dent 1. Oktober entschieden. Alsdann kommen bie für Sie günüigeren Unfallgesetzes zur Anwendung. 2. Der Vormund ist im Necht. Bestimmungen des Danach b) bollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren fie für volljährig zu erklären. und 53-54; c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere F. St. 100. Wenn der Todesfall vor dem 1. Jannar 1900 erfolgt ist, wären als Jahresarbeitsverdienst nicht 1234, sondern 1476 M., 1000. Nein. Kühe und Färsen 50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 46-48; so war das Testament auch mit der von Ihnen dargelegten Bestimmung als Kinderrente nicht 15, sondern 20 Proz. zu berechnen. e) gering genährte Kühe und Färsen 43-45. Kälber: a) feinste Mast gültig. Erfolgte das Ableben nach dem 1. Januar, so würde eine solche A. V. Die Weichselbrücke bei Dirschau ist 508 Meter, die Rheinbrücke tálber( Boumilchmast) und beste Saugtälber 66-68, b) mittlere Mastfälber Beschränkung des Pflichtteils unzulässig fein. Eine Testamentsabschrift bei Mainz 482 Meter lang. Die längste Brücke ist die Weichselbrücke bei und gute Sangfälber 60-64, c) geringe Saugfälber 50-55, d) ältere, gering fönnen Sie sich von Gericht erteilen lassen. Eine Anfechtung des Testa Grandens, die 1143 Meter lang ist. Die größte Bogenspannweite, 180 Meter, genährte( Freffer) 34-49. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Maftments fann nur seitens der in ihrem Pflichtteil Verletzten erfolgen. hat die Wupperthalbrücke bei Müngsten. hammel 63-66, b) ältere Masthammel 57-61, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzfchafe) 51-55, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren 51-52, b) Stäfer 00-00, c) fleischige 49-50, d) gering entwickelte 46-48, e) Sauen 45-47. Berlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich anfangs glatt ab, verflaute aber später und schloß ruhig; es bleibt mäßiger Ueber stand. Der Kälberhandel gestaltete sich langfam. Bei den Schafen fand Schlachtware, etwa 8000 Stüd, gut Abjazz. Bei Magervieh bleibt aber Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief glatt und wurde geräumt. Briefkasten der Redaktion. WochenSpielplan. Residenz Theater Neues Theater Sonntag 8. Montag 9. Dienstag 10. Nachm.: Jugend. Die Dame von Marim Die Dame von Maxim Die Dame von Marim Flitterwochen Schiller: Theater Theater Die Jüdin Nm.: Die Geisha. Abds.: Der Gastsp. H. Bötel Der Troubadour Der Bogelhändler Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und des Westens Bogelhändler Freitag von 7-9 11hr abends statt. Scholz. Stottern ist in vielen Fällen heilbar. N. 206. A. B. C. Sie thun gut, auf Hergabe des Waffers sowie auf Reparatur und event. Abende: Schadensersatz zu flagen, aber nicht den mutmaßlichen Betrag vorher von Nil. Gläubiger Mondsch.- Son. Abschiedssoup. Lucretia Borg. Hierauf: Die Nürnb. Puppe Der Vogelhändler Mittwoch 11. Die Dame von Maxim Flitterwochen Vorher: Sommerregen Gaftsp. H. Bötel Martha Donnerstag 12. Die Dame von Marim Flitterwochen Vorher: Sommerregen Zum 1. Mal: Dinorah Freitag 13. Die Dame von Maxim Gläubiger Mondsch- Son. Abschiedssoup. Gastsp. H. Bötel Die Hugenotten Die Fledermaus Die Fledermaus Die Fledermaus Sonnabend 14. Die Dame von Marim Flitterwochen Borher: Sommerregen Czar und Zimmermann Der Vogelhändler Sonntag 15. Lumpaci bagabundus Figaros Hochzeit. Gastsp. H. Bötel Der Postillon Urania. Alle Carl Weiß Theater. Alle Abende: Die Tochter Belials. Apollo Theater. Alle Abende: Venus auf Erden. Metropol Theater. Alle Abende: Zauberer am Französisches Gastspiel. Central Theater. Alle Abende: Berlin nach Elf. Von den Alpen zum Vesuv. Bellealliance Theater. Socialdemokratischer Wahlverein Ehrenerklärung, Hiermit nehme die Beleidigung, welche ich foll ausgestoßen haben, zurück für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Often). aur und ertiäre Frau Karpentiel, Dienstag, den 10. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Brener, Große Frankfurterstraße 117: Versammlung. 243/ 4* Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Stadtv. C. Freudenberg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Während des Vortrags werden Beiträge und Aufnahmen nicht entgegen genommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Todes- Anzeige. Allen Freunden und Befannten d. Der Vorstand. Forsterstr. 52, Quergeb. III, für eine anständige und ehrenwerte Frau. 18386] Kürschner! Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, Weinstr. 11: P. Braun, Kaufmann. Mitglieder- Versammlung. Kulturfreunde, welche selbstlos Tages Ordnung: t 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über Wissenschaft und Weltuntergang". eine gute Sache unterſtüßen können, 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum Streit der Wiener und Hamburger werden gebeten, mit dem Erfinder Kollegen. 4 Verschiedenes. 93/9 einer Kraftmaschine in Verbindung zu Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Näheres Sonntags bei Griech, 18416 Eundenerstr. 4, v. III. treten. en en bie Gentralverband D. Zimmerer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. traurige Nachricht, daß unsre Schwester und Schwägerin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Frl. Mathilde Knopfer Mitglied, der Zimmerer nach langen schweren Beiden am Sonnabend verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag den 10. Juli, nachmittag 6 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirch hofs aus ftati. Um stille Teilnahme ersuchen die Hinterbliebenen.[ 18516 3.A.: Carl Scholz, Wrangelstr. 101. Central- Krankenkasse der Zimmerer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Zimmerer Oskar Seefeld am 5. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, ben 8. d. M., nachmittags 3 Uhr, von dem Trauerhause, Bannierstr. 5 in Rixdorf, nach dem dortigen Kirchhof statt. 259/9 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter Verband. = Verwaltungsstelle Schöneberg. Todes- Anzeige. An 5. Juli verstarb an der Herzfrantheit unser treues Miglied, der Tischler Oskar Seefeld nach längerem Krankenlager am 5. Juli verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. d. M., nachm. 3 Uhr von dem Trauerhause Banier straße 5 Nixdorf, nach dem Rirdorfer erit Kirchhof statt. Um rege Beteiligung 254/15 Der Vorstand. Allen Verwandten u. Bekannten, die meinem lieben Mann, unsermi Montag, den 9. Juli cr., abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlung der Bezirke Verband der Sattler und Tapezierer ( Filiale Charlottenburg.) Sonnabend, den 14. Juli, in Hoffmanns Volksgarten. Westend, Kastanien- Allee 1: Grosser Sommernachts- Ball. Anfang 8½ Uhr. Ende? Einlaßkarten für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf., find bet 18325 Süden und Süd- Offen Dörre, Wallstr. 90. zu haben. L im„ Märkischen Hof", Admiralstr. 18c. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Herrn Dr. Weyl über: Der Kampf um 91/14 die Gesundheit." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Nichtmitglieder und Frauen haben als Gäste freien Zutritt. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen ist notwendig guten Bater die legte Ehre erwiesen, Weffen und Süd- Welten insbesondere für die zahlreichen Stranz spenden sage ich meinen innigsten Dant. [ 50892 Lonise Starosson nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Stranz spenden bei der Beerdigung meines lieben Manns sage ich allen Ber: wandten, Freunden, dem Herrn Chef und den Kollegen des Verblichenen herzlichen Dank. 18526 Johanna Falz geb. Bröcker. Orts- Krankenkasse für die in den Geschäftsbetrieben der Anwälte, Notare u.Gerichts: in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5. Tages Ordnung: Achtung! Rabitzputzer. Dienstag, den 10. Juli, abends 8 Uhr, in den Arminhallen. Kommandantenstraße 20: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung I des 1. Das Verhalten der Kollegen bei Werkstatt- Differenzen. 2. Ersatzwahl der Werkstatt- Kontrollkommission. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Verschiedenes. Kollegen! Erscheint alle Mann für Mann, da besonders über den ersten Punkt endlich Klarheit geschaffen werden muß. Wedding und Gelundbrunnen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Theodor Metzner über: Die Lage der Arbeiter und die gegnerischen Parteien. 2. Disfussion. 3. Verbands Angelegenheiten. 4. Wahl eines Beitragssammlers und Ergänzung der Werkstatt- Kontrollkommission. Achtung! Die Werkstatt- Kontrollkommissions Mitglieder werden ersucht, pünktlich vollzieher, der Krankenkassen, 7 Uhr abends voru im Lokal zur geschäftlichen Sitzung zu erscheinen. Berufsgenossenschaften und Ver ficherungsanstalten beschäftigten [ 91/15 Personen zu Berlin. Reinhold Scholz ( Neue Winterfeldstr. 48.) Ehre seinem Andenken. Dienstag, 10. Juli, abends 812 Uhr, in den Arminhallen", Komman dantenstr. 20: Ausserordentliche Die Beerdigung findet heute, Sonn: Generalversammlung. fag, den 8. Juli, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Kirchhofs( Marstraße) aus statt. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Kollegen, die meinem lieben Mann die legte Ehre erwiesen, insbesondere für die zahl: reichen Kranzspenden, und bem e fangverein Gefangfreunde" sage ich meinen tiefgefühlten Dank. Wwe. Mieczinsky. c. Tagesordnung: Regelung der Krankenkontrolle Das Erscheinen sämtlicher Herren Vertreter der Arbeitgeber und Arbeit nehmer ist unbedingt notwendig. 268/12] Mehrere Delegierte. Buss' Salon, Gr. Frankfurter straße 85. Empfehle meinen Saal nebst Garten an Vereine noch einige Sonnabende zu Festlichkeiten Otto Theel. Rixdorf. Socialdemokrat. Verein„ Vorwärts. Dienstag, den 10. Jult, abends 8/2 Uhr, General- Versammlung im Lokale des Herrn Peters, Knesebeckstraße 113. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Die Vertenerung der Lebensmittel und die Konsumgenossen: fchaften. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 232/9 Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Achtung! Achtung! Maler u. Berufsgenossen! Die Zahlstellen der Gewerschaft der Maler und Berufsgentoffen Berlins und Umgegend befinden sich: Steinbildhauer. Dienstag, den 10. d. M., 62 Uhr abends, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Seffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Resultat der Verhandlungen mit den Innungs geschäften. 2. Verschiedenes. J. A.: Der Vertrauensmann. 21/2 der Zahlstelle Berlin III Central- Verbands deutscher Maurer. Tages Ordnung: 252/15 Wie führen wir unsern Lohntarif bei den Geschäften durch, die den Vereinigten Gips: und Cement- Baugeschäften nicht anDie Ortsverwaltung. gehören? Große öffentliche Versammlung aller in Stock-, Sehirm-, und CelluloidwarenFabriken beschäftigten Arbeiter am Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstr. 21. Tages- Ordnung: 1. Bericht und Beschlußfassung über die Sperre von törnig u. Aufrecht. 2. Wahl einer Kommission zur Bearbeitung ber statistischen Fragebogen. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen muß jeder Kollege zur Stelle sein und pünktlich, da die Versammlung zeitig eröffnet wird. Der Vertrauensmann. 175/16 Fliesenleger. Dienstag, den 10. Juli, abeuds 8 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: 56/11 Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: NB. Sämtliche Kollegen sind hierzu eingeladen. Der Vorstand. Verband der an Holzbearbeitungs- Maschinen 1. Berichterstattung über unsre Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Berſchiedenes. beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Garten Alexanderstraße 27c: General Versammlung. Tages Ordnung: Abrechnung von der Aussperrung. Abrechnung vom zweiten Quartal. Wahl von Kommissionsmitgliedern. Anträge. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Achtung, Kistenmacher! 83/2 Montag, den 9. d. M., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15: 1 Gr. öffentl. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 94/20 1. Abrechnung des Vertrauensmanns vom letzten Quartal. 2. Neuwahl desselben event. eines Delegierten. 3. Verschiedenes. NB. Umt zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Achtung! Schneider Berlins! Kommandantenstraße 20: Ruppinerstr. 42 bei Rosin; Veteranenstr. 4 bei Gefster; Gneisenauftr. 65 bei Konrad. Schöneberg. Grunewaldstr. 112 bei Obst. Bahlstunden: Montag, Mittwoch und Freitag, abends von 8 bis Montag, den 9. Juli, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", 9 Uhr, Sonntags von 10-12 Uhr; Alte Jakobstr. 69 bei 2ent 3. Bahlstunden: Montag, Mittwoch, Freitag, abends von 8-9 Uhr; Bücklerstr. 3 bei Schmidt. Bahlstunden: Mittwoch, abends von 8-9 1hr, Sonntag, vormittags von 10-12 Uhr. Pankow, Mühlen und FlorastraßenGde bei Devantier. Bahlstunden: Mittwoch, abends von 8-9 Uhr, Sonntag, vormittags von 10-12 Uhr. Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Achtung, Maurer! 2 Mitglieder- Versammlungen des Central- Verbands der Mauer usw., Zahlstelle Berlin II, 189,5* am Dienstag, den 10. Juli, abends 8 1hr. Für Süd- Osten: im Lotal des Herrn Brüder, Waldemarstraße 75. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen D. Sante über Der natürliche Arbeitslohn". 2. Diskussion und Verschiedenes. Für Süden und Südwesten: bei Sikenstock, Gneisenaustraße 67. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen P. Winzler über„ Die Lage der Bauarbeiter". 2. Diskussion und Verschiedenes. im guten Besuch ersucht Die Verbandsleitung. Verband der Tapezierer! Dienstag, den 10. Juli, abends 8 Uhr, in Cohns eftfälen, Beuthstraße 21: Kombinierte Versammlung der Filialen Berlins und der Umgegend. Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung. 2. Diskussion. 178/4 J. A. der Ortsverwaltung: Richard Pape, Auguststr. 63. 3. Verschiedenes. 164/15 Märkischer Hof, Admiralstr. 18c 18. Jeden Sonntag: 1. Der Kampf der Kollegen der Firma Vortrefflich. 2. Distussion. Grosser Bail. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Der Central- Arbeitsnachweis der organisierten Waler, 3. Berschiedenes. Entree und Lackierer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend befindet sich In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht der Kollegen Tanz frei. Stralaueritr. 48 bei ahn. Geöffnet Wochentags, vormittags von schaft, zahlreich zu erscheinen. Jm Jult, August, September sind die Säle noch einige Sonnabende 7-11 Uhr. 125/1 Der Vertrauensmann. an Bereine zu vergebent. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Dr. 156. 17. Jabrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. Sonntag, 8. Juli 1900. " ,, Liedesfreiheit II", " " bestehen, daß aus ihren Reihen so viel Kandidaten entnommen würden, Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Erster Vorwie ihnen angehörende Gewerbegerichts- Beisitzer diesmal aus dem Amt ſizender: Rich. Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kaffierer: ausscheiden. Für den Fall, daß eine Einigung nicht zu stande sind zu richten an Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115a. Montag, abends Seikrit, Fidicinstraße 113. Alle Aenderungen im Vereinskalender. Das Berliner Gewerkschaftskartell hielt am 6. Juli bei tomme, warute er jedoch vor einem selbständigen Vorgehen. Es Buste eine Versammlung ab. Arendsee als Revisor gab den entspann sich eine sehr lange und lebhafte Debatte. Die meisten Stegliz, Kaiserhallen, Albrechtstr. 130. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Butunft II", Kassenbericht für die Zeit vom 4. Februar bis zum 20. Mai dieses Redner sprachen sich im selben Sinne wie Schulz aus. Die Meinung " Harmonie", Schulz, Höchstestr. 30. Tonblüte", Hentschel, Lübbenerstraße 18. Jahres. Im Februar war ein Bestand von 283,48 M. vorhanden. andrer ging dahin, daß der Ausschuß des Gewerkschaftskartells direkt Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße. Freya II"( gemischter Chor), Rusch, Eingenommen wurden aus Fonds an Beiträgen für das Kartell mit dem Ausschuß der Gewerkschaftskommission verhandeln und die Fichteftr. 19.- Solidarität", Meißner, Beuthstr. 10. Berliner Damen228,95 M., für die Formstecher 35 M., für die Bergarbeiter Wünsche der einzelnen dem Kartell angeschlossenen Gewerkschaften zur chor Harmonie", Rosin, Schönholzerstr. 42. ,, Vorwärts III", LichtenbergOestreichs 555 M., für die Bergarbeiter Deutschlands 50 M., für die Geltung bringen solle. Concordia", Lier, Alte Jakob, Tischler 966,35M., für die Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter7M., für die genommene Umfrage ergab, daß einen Kandidaten aufstellen möchten: Glienice, Saß, Grünauerstr. 19 a. Eine bei Feststellung der Präsenzliste vor- Friedrichsfelde, Schulz, Prinzen- Allee 6. straße 119. Rote Rose", Prinzen- Allee 44. Liedeslust III", AltKleber( Tapezierer) 25 M., für die Brettschneider 1231M. Auf Liſten gingen die Arbeiter und Arbeiterinnen, die Böttcher, die Fliesenleger, die Vorwärts IX" Charlottenburg, Beier, ein für die Bergarbeiter Destreichs 116,15 M., für die Tischler Isolierer und Rohrumhüller, die Metallarbeiter, die Schirmmacher, straße 5. Wallstr. 94. Eintracht III", Nieder- Schöneweide, Strecker, Grünauer1514,40 M., für die Kleber 189,55 M., für die Töpfer 19,90 m. die Zimmerer und die Kistenmacher. In einigen Gewerben, so in „ Männerchor Osten", Kobus, Rigaerstraße. Die Gesamteinnahme betrug somit 5221,78 M. Dem steht gegenüber der Holzindustrie, ist bereits mit dem Verband eine Einigung erzielt im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuser Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen eine Gesamtausgabe von 4908,92 M. Am 20. Mai verblieb ein Be- worden. Es wurde den genannten Gewerkschaften aufgegeben, sich ftraße 44, 4 Treppen. stand von 312,86 m. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub Abend und schnell über geeignete Kandidaten zu einigen und da, wo neben Aufnahme neuer Mitglieder: Abguß II", Schulz, Höchstestraße 30. Ueber die Verhandlungen des 4. Kongresses der durch Vertrauens- ihnen noch ein Verband besteht, eine Verständigung zu versuchen. Fidele Kolonisten", Klinge, Kolonieſtr. 137. Blaue Schleife", Dembiesky, männer centralisierten Gewerkschaften berichtete Th. Fischer, indem Außerdem wird der Ausschuß des Kartells mit dem Ausschuß der Görlitzerstr. 52. Grüne Linde", Kosseda, Drontheimerstr. 1a." er turz auf dessen Resultate einging. Er betonte, daß es für die dem Berliner Gewerkschaftskommission Fühlung nehmen, insbesondere wegen der" Morgenrot", Rolland Landsberger Allee 44.„ Eintracht", Kienast, Gewerkschaftskartell angeschlossenen Gewerkschaften von Bedeutung Wünsche einzelner Gruppen( Fliesenleger, Isolierer 2c.), die im Gefehn", Weber, Neu- Weißensee, Friedrichstr. 35.- Vorwärts Borndorferstr. 9. Wieder Palmerio", Pätzold, Prenzlauer Allee 43. fei, ihr Verhältnis zu dem Geschäftsausschuß der Vertrauensmänner- werbegericht bisher nicht vertreten waren. „ Vorwärts II", Wälisch Centralisationen geregelt zu sehen. Im allgemeinen fönne man Adalbertstr. 4. Die Gründung einer neuen 2otalorganisation der Central- Raucherbund. Zuschriften an May Koch, Rirdorf, Hermann mit den Beschlüssen des Kongresses zufrieden sein. Besonders damit, Handelshilfsarbeiter wird von etwa 40 Mitgliedern des straße 34.- Montag. Maiglöckchen", Schöneberg, Lehmann, Gleditschstr. 19. daß er klipp und klar ausgesprochen habe, in den Gewerkschaften sei bisherigen Lokalverbands angestrebt, der kürzlich in den CentralHeiterkeit", Schöneberg, Lewrenz, Gleditschstr. 2." Blaue Wolfe", socialdemokratische Politik zu treiben. Im Gegensatz dazu vermieden verband aufgegangen ist. Ihr Wortführer, Wendt, ersucht das Botsdam, Küsel, Victoriaftr. 54. Fidele Raucher", Potsdam, Buttle, die großen Centralisationen jede offene Stellungnahme. Durch die Kartell, sie zu unterſtügen. Sie müßten vor allen Dingen mit der Spandauerstr. 25.—„ Maiglöckchen", Potsdam, Plage, Kommunikation IV. Diskussionen in letzter Zeit habe sich herausgestellt, daß die Unter- Errichtung eines Arbeitsnachweises rechnen, und da würde man für Hoffnung", Moabit, Sauer, Wilhelmshavenerstr. 57. " Freunde", Potsdam, Wwe. Meier, Schottstr. 4. ,, Rap der guten schiede in taktischer und principieller Hinsicht viel größer feien, den Anfang 500 bis 600 Mark brauchen. An 200 Wankelals man bisher geglaubt habe. Die Kartellisten fönnten mütige" Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turno." Fichte", Lichtenberg, würden sofort dem Verein beitreten. mit dem Austritt aus der Gewerkschaftskommission ganz zufriedene gebrecht und Hausdiener Timm schlossen sich dem Vor- Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches Turnen. Hausdiener Restaurant„ Bum Fürsten Wolfgang"( Inhaber P. Müller), Weißenseeer An der folgenden Diskussion beteiligten sich Wernau, Reuter, redner an. Sie wandten sich heftig gegen den Vorstand des auf- Montag: Reppschläger, Thieme, Menzel und Straffer. Einige von ihnen be gelösten Lokalvereins, dem sie Berrat" vorwarfen. Turnb. Fichte", Berlin, abends bon 8-10 Uhr, Bei den 2. Damen- Abteilung, Aderstr. 67.; 7. Lehrlings- Abt., Wafferthorstr. 31. mängelten, daß der Kongreß den Antrag, den Namen der Ver- Delegierten des Kartells war wenig Neigung vorhanden, 500 M. Turnerschaft des Vereins„ Nereus", 2. Lehrlings- Abteilung abends 8 bis trauensmänner Centralisation in Föderation socialistischer Gewerk schaften" zu ändern, nicht zum Beschluß erhoben habe. Auch die während Th. Fischer vorschlug, daß sich die lokalistisch gesonnenen Damen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsbadeanstalt, Schillingsbrücke. zu opfern. Unter andern sprach Hoffmann für strikte Ablehnung, 10 Uhr Dieffenbachstr. 51. Arbeiter Schwimmerbund. Montag: Schwimmkl. Vorwärts", Nichtbeschickung des Pariser internationalen Kongresses wurde miß- Hausdiener dem Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen anschließen flub Nord", Damen- Abt., abends 7 Uhr, Voltsbadeanstalt Moabit, TurmSchwimmbilligt. Die versammelten Delegierten erklärten sich schließlich sollten. Mit der Erledigung der Angelegenheit wurde der Ausschuß straße 85 a. gegen 3 Stimmen mit den Kongreßbeschlüssen einverstanden. Zu der Frage, wie sich die im Kartell vertretenen Arbeitergruppen gelehnt habe, einen Aufruf der erwähnten Bierzig abzudrucken. Das schränkter Haftpflicht), Binetaplaz 1. des Kartells betraut. Wendt rügte, daß es der Vorwärts" ab= Konsumverein Berlin- Nord( Eingetragene Genossenschaft mit be zur Gewerbegerichtswahl stellen, nahm als erster Redner Organ der Berliner Arbeiter hätte die Pflicht, auch gegen die Sonntags jederzeit vollzogen. Aufnahmen werden dort außer Franz Schulz das Wort. Die Berliner Gewerkschaftskommission, Centralisation gerichtete Aufrufe von Arbeitern in seine Spalten Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner mit der man verhandelt habe, gebe den genannten Gruppen anheim, aufzunehmen. sich mit den Centralisationen ihres Berufs wegen der Aufstellung fommission. Schluß der Sigung 3/41 Uhr. Der Vorsigende verwies Wendt an die Preß- Privat- Theatergesellschaft„ Alpenrose", nachmittags 4 Uhr, Schmidt, PrinzenAllee 33. Vergnügungsverein„ Allemania", 6 Uhr, Englischer Hof, Neue von Kandidaten zu verständigen. Werde eine Verständigung nicht Roßstr. 3. Geselliger Verein Reganie", 61/2 Uhr, Schwedterstraße 17. erzielt, dann wolle der Ausschuß der Gewerkschaftskommiffion als 8-9 Uhr. Beginn des Unterrichts 9 Uhr, Ende 11 Uhr. Arbeiter Bildungs- Schule, Neue Roßftr. 3. Montag. Bibliothek Freie Sänger Vereinigung Fackel", Tolksdorf, Görlitzerstr. 58. Schiedsrichter fungieren. Redner ist für eine solche oder ähnliche Montag. Gesangverein Nord- Melodia", J. Mierke, Schönhauser Allee 101. Verein der Drechslermeister Berlins und Umgegend. Jeden Verständigung und meint, die lokalen Gewerkschaften müßten darauf zweiten Montag im Monat, Königstädtisches Kasino, Holzmarktstr. 72. Verein der Bierabzieher Berlins. Jeden Sonntag nach dem 15., nachmittags 3-6 Uhr, bei Ladewig, Kommandantenstr. 65. sein. N Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Bublikum gegenüber teinerlei Die Tochter Belials. Verantwortung. Theater. Sonntag, den 8. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Rhodope. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. 2 Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Preis- Lustspiel von Rudolf Kneisel. Anfang 71/2 Uhr. Montag bis Sonnabend: Dies. Vorst Im Garten: Neues Juli- Specialitäten Programm. Anfang 4 Uhr. Apollo- Theater. Zum 149. Male: " " Urania Berliner Aquarium Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: , Von den Alpen zum Vesuv". Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Tag Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis AS 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Venus auf Erden. Passage- Panopticum. Der wilde Jäger Montag: Die Dame von Marim. Bernhard Mörbitz etc. Neues. Lumpacivagabundus. Anfang 8 Uhr. Montag: Flitterwochen. Westen. Der Vogelhändler. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Der Bogelhändler. Schiller. 712 Uhr. Die Jüdin. Anfang Montag: Der Troubadour. Mesters neue Aufnahmen Unsere Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 6 Uhr, Konzert 62 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang Belle- Alliance- Theater. 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Geschlossen. Carl Weiß. Die Tochter Belials. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Bettelstudent von Berlin. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Belle Alliance. Französisches Gastspiel( Fregolina). Anfang 6 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dipollo. Specialitäten Vorstellung. auf Erden. Anfang Benus 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Passage Panoptitum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Juvalidenstr. 57/62. 9. Gastspiel Mlle. Carmen Darlot, Mr. Leon Christian, Mr. Albert Felix. ,, Fregolina." Jm herrlichen Sommer- Garten: Grosses Garten- Konzert. Specialitäten vornehmsten Genres. Im Märchenwald. Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Metropol- Theater. Täglich 9 Uhr 10 min.: Der Zauberer am Nil. Burleste Ausstattungs- Operette. Mumien- Ballett und das große Täglich abends von 5-10 Uhr Juli- Specialitäten- Programm. Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abende 8 Uhr( im Theatersaal):„ Bon den Alpen zum Vesuv". Montag: Dieselbe Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Sonntag, abends 72 Uhr: Die Jüdin. Große Oper in 4 Atten von Halévy. Montag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Dienstag, abends 72 Uhr: Lucrezia Borgia. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Central Theater Anfang 8 Uhr. Sensationeller Lacherfolg! Berlin nach Elf. Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Die sensationellen Schlager: Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. ( Blendendes Ballett.) Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonnabend, den 14. Juli: Erster Sommernachts- Ball. Eine Nacht am Nil. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Borverkauf 40 Pf. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. 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( Ohne Bewähr.) 89 206 437 828 64 1038 540 64 90 604 719 854 994 2009 149 244 346 431 74 606 965 3032 94 354 445 518 614 73 85 720 816[ 100] 4142 398 501 71 716 5017 357 433 619 713 811 6215 460 97 533 745 60 74 7003 422 619 748 8170 294[ 100] 330 60 441 56 85 523 68 828 9006 108 264 490 521 62 90 915 52 10370 560 862 95 11251 431 91 717 48 817 12149 57 201 19 326 417 20 610 11 22 76 99 731 914 13084 104 77 265 470 531 697 14076 204 381 645 92 973[ 150] 15019 52 411 540 648 763[ 150] 91 812 46 97 918 89 16273 457 70 600 88 710 89 90 17031 888 971 18305 517 632 44 52 882 19028 144 261 82 743 908 16 20058 67 480 602 787 941 21265 94 22146 92 499 544 51 76 702 850 917 28 23038 262 68 310 94 436 555 77 603 33 723 24229[ 100] 327 48 408 623 80 730 25081 58 171 231 459 359 26068 244 302 57 95 439 875 27051 444 757 843[ 100] 28208 318 443 610 29 67 99 29046 244 636 99 816 905 20 30244 302 548 710 823 31425 686 96 721 40 880 995 32227 439 857 904 79 96 33006 56 166 237 371 488 611 33 736 863 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Juli vormittags lies 8200 ftat 8400, in der Lifte vom 6. Juli nachmittags 21 784 tatt 22 784 unb 25853, 71 78 ftatt 25 958 71 78. Die Zichung der zweiten Selaffe der 903. Röniglich Preuß fchen Selaffen- Rollerie findet ftalt am 11., 13. und 14. Auguk 1900. Berantwortlicher Redacteur: Hugo Poeksch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Ur. 156. 17. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. gaffe 3. Sozialistische Preffe Deutschlands. Würzburg Fränkische Volkstribüne" Stifthaugerpfaffen Gewerkschaftspreffe Deutschlands. III. Quartal 1900. Central- Organ. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2, SW. 19 Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Die Neue Zeit." Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgaffe 12. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavener straße 38. Bielefeld„ Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Voltsblatt" Johanniterstr. 10. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Boltsblatt", St. Annenstr. 33. Zwickau i. S.„ Sächsisches Voltsblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Crefeld Niederrheinische Boltstribüne" Breitestr. 44. Dresden Der Volksfreund" Zwingerstr. 22. Falkenstein„ Vogtländische Volkszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. Gotha Boltsblatt für die Herzogthümer Coburg und Forst i. L. Märkische Voltsstimme" Frankfurterstr. 11. Gotha" Mohrenberg 7. " Görlik Görlizer Volkszeitung" Teichstr. 2. Greiz Reußische Volks- Zeitung" Hohegasse. Halberstadt Salberstädter Arbeiterzeitung" Balenstr. 37. Königsberg i. Pr. Bolts- Tribüne" Knochenstr. 32 p. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Boltsblatt" Kurhausstr. 14. Braunschweig Braunschweiger Volksfreund" Höhe 4. Augsburg Augsburger Volkszeitung" H. 352. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21/22. Bremerhaven Norddeutsche Volksstimme" Am Markt Breslau„ Volfswacht" Neue Graupenstr. 6. 6. Caſſel„ Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Hohenthorstr. 2. Chemnik„ Boltsstimme" Uferstr. 14. Dessau Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" Westenhellweg 120. Dortmund Westfälische Volkstribüne" Louisenstr. 7. Lüdenscheid, Dresden Sächsische Arbeiter- Zeitung" Swingerstr. 22. " Breslau Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. Delmenhorst Delmenhorster Boltsblatt" Koppelstr. 6. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. III. Quartal 1900. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Correspondent für Deutschlands Buch drucker und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen ber Hut- und Filzwaren Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Die Ameise", Organ des Porzellan arbeiter Verbandes, SO., Engelufer 15 II. Bildhauer- Zeitung", Neanderstr. 3. " Die Einigkeit", Organ der Vertrauensmänner Centralisationen Deutschlands, Adalbertstr. 19 II. Allg. Fahr: Beitung", Schützenstr. 58. Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. " Der Steinarbeiter", Rigdorf, Bergstraße 30/31 Hof pt. „ Der Töpfer" Engel- Ufer 15. Bochum Berg: und „ Deutsche Hütten arbeiter Beitung", Johanniterstr. 12. V Sonntag, 8. Juli 1900. Berlin Der Courier", Centralorgan für die Intereffen der im Handels, Transport und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, SO., Engels ufer 15. Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands" N. Wilsnackerstr. 39. " Deutscher Maschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO., Büdlerstr. 55.. „ Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 30, Winterfeldstr. 25. " Handlungsgehilfen Blatt" S. Oranien straße 73 III. " Der Handels Hilfsarbeiter", Organ für alle im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, C., Kommandantenstraße 25 I. „ Lederarbeiter Beitung", N. Solbinerstr. 37, II. " Sattler und Tapezierer Zeitung", SO., Engelufer 15. Allg. Steinfeger- Beitung", NW., Waldenserstr. 18. Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Reinicken dorferstr. 7. " Beitschrift für Graveure und Eiseleure", Rott bufer Damm 8. Braunschweig Barbieru. Friseur 8eitung", Rosenhagen 5. Saalfeld Thüringer Volksfreund"( Thür. Waldpost) Bremen Deutsche Böttcher- Zeitung", Langeftr. 100 I. Frankfurt a. M. Rosmaringaffe 7. Chemnik Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. " Thüringer Volksblatt"( Schwarzburger Voltsfreund) Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Rosmaringasse 7. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Düsseldorf„ Niederrheinische Boltstribüne" Graf Adolph- Bant„ Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. straße 43. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt„ Tribüne" Futterstr. 7 p. Effen" Der Weckruf" Gerlingsplatz 9. " Berlin Gazeta Robotnicza" Stralauerplatz 21. Braunschweig" Der Landbote" Höhe 4. Caffel Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden Der arme Teufel" Falkenstr. 10. " Frankfurt a. M.„ Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Gießen Mitteldeutsche Sonntags-Beitung" Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. Gera Reußische Tribüne" Zschochern 54. Halle a. S. Voltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4 p. Hannover„ Boltswille" Burgstr. 9. Hof Oberfränkische Volkszeitung" Lorenzstr. 23. Karlsruhe Boltsfreund" Werderplatz 31. Kiel„ Schleswig- Holstein'sche Volts- Zeitung" Bergstr. 11. Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 3. Leipzig Leipziger Volkszeitung" Tauchaerstr. 19/21. Ludwigshafen Pfälzische Post" Oggersheimerstr. 10. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Volksblatt" Schröderstr. 11. Magdeburg„ Boltsstimme" Jakobsstr. 49. plaz 11. Hamburg Correspondenzblatt der Generaltom mission der Gewerkschaften Deutschlands", Marktstr. 15 II. " Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Gilbeck, Friedenstr. 4 pt. „ Glück auf!"( für Former), Hamburg- Eilbeck, Friedenstr. 11. " Der Grundstein"( für Maurer), St. Georg, Neue Kirchen- Solzarbeiter Beitung", Eimsbüttel, Bismarck Brennerstr. 19 I. straße 10. Halberstadt Sonntags- Beitung" Batenstr. 37. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) St. Agathe 3. Stuttgart Schwäbischer Boltsfreund" Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. Berlin„ Die Fackel", Louisen- Ufer 11. " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herderstr. 21, Haus 8 II. " Barmbeck, Fachzeitung für Schneider", Rehmweg 41 II. Vereins Anzeiger für Water 2c.", Schmalenbeckerstraße 17. Der Zimmerer", Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. Leipzig Buchdrucker: Wa ch t", Tauchaerstr. 19/21. Sanau Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Leipzig„ Der Tabatarbeiter"( für Cigarrenarbeiter), Königsberg" Der Ostpreußische Landbote" Knochenstr. 32. Witzblätter( Erscheinen aller 14 Tage). Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Mainz Mainzer Volkszeitung"( Hessische Boltsstimme") München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Margarethengasse 13. Mannheim Boltsstimme" R. 3, 14. München Münchener Post" Senefelderstr. 4 I. Nürnberg Fräutische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25. Saalfeld Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" König Albertstr. 15. " " Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. Gr scheint in Wochenheften. Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Hamburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. 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Ar beiter und Arbeiterinnen), Leinstr. 31 III. Leipzig Neudnik Correspondenzblatt der Tapezierer", Gemeindestr. 19 I. Pforzheim Der Goldarbeiter", St. Georgenstr. 50. Stuttgart Die Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. " " Monatlich einmal erscheinend. Berlin„ Der Adressenschreiber" Organ des Centralvereins der im Adressenwesen und verwandten Branchen Beschäftigten, Wallstr. 57 part. " Der Bäcker", Organ für die Interessen der Bäcker gesellen Berlins und Umgegend, Klosterstr. 101. Der Bureau- Angestellte", N., Artonaplatz 3 II. " Der Elektromonteur" S. Urbanstr. 119 I. " " Der Fleisch e r" Fürstenstr. 22. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jeden Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreßoder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs VorAltenburg Einigkeit", Publikationsorgan für die merkung mitteilen zu wollen. deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer und Leb- Berlin, den 6. 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Vermag die deutsche Landwirtschaft Deutschland genügend mit Getreide zu versorgen?- Hamburgs Handeldentwickelung in 1899. Schutzollbestrebungen in Australien. Roggen.( Die Mengen in Tonnen zu 1000 Kilogramm.) Ernte: Einfuhr Inlands ins Zon Borrat gebiet") Ausfuhr Bleiben aus dem zur Ver Boll fügung im gebiet Inland us 1 027 577 7 315 456 681 418 6 722 991 886 751 7 517 065 973 728 91 531 59 673 214 844 010 682 1 014 352 7 156 159 3 021 493 894 603 728 849 304 296 203 765 7 746 466 8 454 077 7 905 343 7 550 069 8 276 444 jahr vom Ernte Aussaat1.Juli bis menge Quantum 30. Juni Vermag die deutsche Landwirtschaft Deutschland genügend mit Getreide zu versorgen? Die agrarische Presse sezt in Hin blick auf die Handelsverträge den Kampf um höhere Zölle auf land- 1894/95 8 343 033 wirtschaftliche Produkte, speciell um höhere Getreidezölle, mimter 1885/96 7724.902 1001 911 8534 717 fort, sekundiert von den unter dem Einfluß des Centralverbands 1896/97 8 534 037 1016 972 deutscher Industrieller stehenden Blättern, allen voran den Berliner 1897/98 8 170 511 Politischen Nachrichten". Dabei muß das alte, schon so oft wiber: 1898/99 9 032 175 1 legte Argument immer wieder herhalten, daß die deutsche Landwirtschaft den Bedarf des deutschen Bolks an Getreide völlig allein zu decken vermag. Um so bezeichnender ist es, daß selbst eine Publikation, wie die jüngst vom Staiserlichen Statistischen Amit herausgegebene Schrift Die deutsche Volkswirtschaft am Schluſſe des 19. Jahrhunderts", welche die Entwicklung der Landwirtschaft möglichst günstig darzustellen sucht und zu diesem Zweck nicht, wie bisher, die Eruteschäßungen der Gemeinden, sondern die höheren Schägungen der landwirtschaftlichen Sachverständigen*) ihren Berech nungen unterlegt, zu dem klaren Resultat gelangt, daß zwar unfre Landwirtschaft sowohl auf dem Gebiete des Getreidebauts ivie der Biehzucht mit ihrer Produktion dem Wachstum der Bevölkerung zu folgen sucht, daß aber der Bedarf in beiden Be ziehungen Getreide und Fleisch eine Zufuhr bom Auslande erheischt, um boll gebedt zu Weizen.( Die Mengen in Toniten git 1000 Silogramm.) Sendas Casch nicht leicht geworden sein; aber nbres ejultat Das Zugeständnis mag dem Leiter des Statistischen Amts, man mag Zahlen drehen und wenden, wie man will, ein springt nun einmal nicht heraus. In Einfuhr lands ins Boll Vorrat gebiet Ausfuhr Bleiben aus dem zur Ber Boll fügung im Juland gebiet In adfesi it offmano fil natu Sonntag, 8. Juli 1900. ar Mit Ausschluß der Kontanten, deren Einfuhr sich in 1899 auf 62 620 670 M. gegenüber einer Ausfuhr von 40 060 430 m. belief, stellte sich der Gesamt- Warenverkehr im Tezten Jahr auf 6 339 440 060 m., dagegen 1898 auf 6 099 777 580 M.; er hat aljo gegen das vorlegte Jahr um über 2391/2 Millionen Mark zugenommen, ein recht bedeutendes Mehr, das allerdings gegen die Bunahme von 1897 bis 1898 noch um rund 140 Millionen Mark zurückbleibt. An dieser Steigerung im Jahre 1899 ist, wie die nachstehenden Ein- und Ausfuhrziffern zeigen, die Einfuhr mit 78 766 080., die usfuhr mit 160 896 450 97. beteiligt. UDAN Es betrug: Die Einfuhr Auf dem Seetvege Mit den Eisenbahnen und von der Ober- Elbe #dad# 8 1898 Die Ausfuhr 1984 451 1 338 710 3 323 161 1899 ( in 1000 m.) 1899 ( in 1000.) ( in 1000 M.) 2014 870 Ernte Eritte Aussaat jahr menge Quantum } 1229 525 3 244 395 Ernte Erntejahr mengen Ausjaat Quane Inlands Vorrat 1894/95 3: 336 369 339 054 1895/96 8 171 844 330 783 1896/97 8 419 928 329 759 1897 98 23 268 235 828 684 1898/99 8 607 610 336 777 Gerste.( Die Mengen in Tonnen zu 1000 Kilogramm.) Einfuhr Ausfuhr Bleiben aus dem zur Verins Bollfügung Boll gebiet gebiet im Juland 36 151 65 538 2 997 315 1 280 381 108 785 2 841 061 1 537 069 71 852 3 090 169 1 498 482 148 186 2 934 551 1 289 818 269 284 3 270 888 1 602 791 179 335 4 168 861 1898 4 806 278 4435 465 3 954 580 4 694 269 ( in 1000 m.) til auf dem Seewege 1493 361 1 606 319 Mit den Eisenbahnen und nach der Ober- Elbe 1 362 021 1 409 959 2855 382 3 016 278 3 803 788 1898 3 501 811 2 2 359 158 1 209 274 986 847 631 017 1 302 061 26 389 3531 585 3 906 689 wysden Anzahl igekommen Davon beladen der Schiffe Reg.- Tons*) 12 523 In Ballast 2 850 133 253 589 Ackerflächen, auf denen sich der Getreidebau unter haben, daß 1895/96 74 829 251 449 2 523 380 1 246 484 31 954 3 737 910 Meist wird von den agrarischen Hochschutzöllnern behauptet, eine Erhöhung des Getreidezolls würde sofort die heutigen Ver hältnissen nicht rentiere, zum Anbau von Gerealien herangezogen würden. Thatsache ist dagegen, daß sich weder unter dem früheren höheren, noch unter dem jebigen Getreidezoll die Anbaufläche wesentlich vers größert hat. Betrachtet man die Veränderungen in der Anbaufläche der wichtigsten Feldfrüchte seit 1880, so erhält man folgendes Resultat: 1 Blatension Anbaufläche in Settar Roggen 1880 5 935 891 1885 5 841 841 1890 5 820 317 1895 5 893 596 1898 5945 191 Weizen 1820 727 1 919 278 1 960 181 1 930 830 Gerste 1 626 803 - 9 поя Hafer Kartoffeln 3 753 241 3 786 827 2 767 780 2 921 179 2 905 870 Spelz 386 417 374 553 1 742 386 366 845 1 664 188 3 904 020 339 707 1 690 592 4 028 692 3 049.718 1 660 126 3 996 521 3 080 588 1 969 311 328 078 1894/95 2 901 257 244 209 2 657 048 1 182 891 2 596 544 970 805 1896/97 2 7748 1897/98 2 609 060 249 902 09880 030 249 019 1898/99 29 Hafer.( Die Mengen in Tonnen zu 1000 Silogramin.) 988537 Erntejahr Eritte mengen AussaatQuant: tum Julands Vorrat 626 676 644 591 636 743 5 953 424 5 599 882 5 332 722 639 848 5 078 796 639 448 6 114 677 20639-443 1894/95 6 580 100 1895/96 6 244 473 1896/97 5 969 465 1897/98 5.718 644 1898/99 6 754 120 hibur Dem Aufschiving des Handelsverkehrs entspricht die Entwicklung der Schiffahrt im vergangenen Jahr. Die seewärts ein geführte Tonnenzahl( 1 Tonne 20 Ctr.) stieg von 8 895 178 auf 9 178 078, die seewärts ans geführte Tonnenzahl von 3 962 558 auf 4 154 792. Jut Vergleich zu 1898 ergeben sich für die Seeschiffahrt folgende Zahlen: 0 Abgegangen Davon beladen 9 362 3.165 12 532 7 354 118 6 777 367 9.851 585 695 1899 Anzahl der Schiffe Reg.- Tons 13 312 7 765 950 7 180 255 576 751 3461 7 393 333 13 336 7779 707 9 897 5 037 354 10 096 5 373 072 8135 2355 979 8 240 2 406 635 1898 1899 6 237 644 affet.Schiffe 5 796 828 Auf Dampfer 8 207 5 917 084 Auf Segelschiffe 4316 Reg.- Tons 6549 450 804 668 Schiffe 8 450 Reg.- Tons 6 862 442 4862 TBS6 Einfuhr Ausfuhr Bleiben ins Boll Boll aus dem zur Berfügung gebiet 334 669 241 061603 545 531 405 331 401 gebiet im Inland 50 449 44 115 19 183 26 285 5 583 916 65 639 6 380 439 In Ballast Von den angekommenen Seeschiffen entfielen: Von den abgegangenen Seeschiffen entfielen auf: Schiffe Schiffe Reg.- Tous 1898 1899 6 589 640 8 460 4876 903 508 mibo Reg.- Tons Auf Grund dieser Zahlen läßt sich leicht berechnen, welcher Auf Dampfer 8.222 6 889 897 Prozentteil des deutschen Konjums durch die Julandsproduktion ge- Auf Segelschiffe 4310 803 693 889 810 wurde werden welchen das Dagegen hat die Flußschiffahrt einen Nückgang genommen, Es Die Anbaufläche hat sich also, gerade was Noggeit und Weizen land zur Dedung beitrig und wie hoch fich der Verbrauch pro Kopf find im lesten Jahr von der Ober- Give nur 17 593 Fahrzeuge an anbetrifft, feit 1880 mir um ein ganz Geringes vergrößert, die mit der Bevölkerung stellte( 8. h. für den menschlichen Konsum, für gekommen und 17 631 dorthin abgegangen gegen 19 775 resp. 19752 Spelz bebaute Fläche ist sogar nicht unbeträchtlich zurückgegangen. tierische Ernährung und für die verschiedenen gewerblichen Zwede im Jahre 1898. Wenn trotzdem die Erntemengen für die genannten Feldfrüchte be- gusaimmengenommen): deutend zugenommen haben, liegt das an der infolge der neueren berbesserten Anbaumethoden gestiegenen Ertragsfähigkeit der Fläche, indes deckt dieje Zunahme nur knapp die Konsumssteigerung der dmn deutschen Bevölkerung, die im Jahr 1880 sich auf noch nicht 45 Millionen Personen belief, im Jahr 1898 dagegen auf über 54 Millionen, also sich in dem Zeitraum von 1880 bis 1898 um über ein Fünftel vermehrt hat. 5,1 * Schuhzollbestrebungen in Australien. In Australien 1897/98 1898 sind die Schutzöllner eifrig an der Arbeit, um das föderierte Australien mit hohen Zöllen zu beglücken. Auf einer Kont ferenz, die sie Anfang Mai in Sydney abhielten, haben sie fich über den vorläufigen Entwurf eintes 8oltarifs geeinigt, der später dem neuen Bundesparlament als Grundlage für die Zollfestsetzungen 00.00 vorgelegt werden soll. Die Forderungen laufen darauf hinaus, daß 94,9 Rohmaterialen, die Australien nicht selbst erzeugt, gar nicht oder doch nur in sehr geringem Maße besteuert werden; während für fremde Roh67,3 materialen, die den einheimischen Produkten auf dem australischen 95,8 Markt ernsthafte Konkurrenz niachen, so hohe Zölle festzusetzen find, als die Differenz zwischen den durchschnittlichen australischen und den 30,3 billigsten fremdländischen Produktionskosten beträgt: Zölle also, die 32,7 nabezit die Konkurrenz des Auslands ausschließen. Für Fertigs 4,2 fabritate werden ebenfalls hohe Zölle verlangt; und ferner soll die Judustrie durch Prämien sowie durch Zollnachlässe und Rabatte auf die zur Weiterverarbeitung eingeführten fremden Halbfabrikate möglichst unterstützt werden. Besonders der Eisen- und Stahlindustrie find hohe Zollnachlässe und Subventionen zugedacht; so wird u. a. eine Prämie bont 12/2 Schilling für jede im Juland erzeugte Tonne Gußeisen und Stahlbarren vorgeschlagen. Auch auf einige Genußmittel, vor allem Tabak und Zucker, wollen die Schutzzöllner hohe Steuern gelegt wissen, um die Zucker- und Tabaksproduktion Queenslands zu schüßen. 1894/95 1895/96 1896/97 Der Bedarf wurde gedeckt zu Proz.: Es betrug: bom Roggen Die Ernte vom Hettar in Tonnen( zu 1000 Kilogramm) Weizen 3 satulaa noldokume Spelz Gerste Hafer Kartoffeln Roggen 92,5 Weizen 71,9 Inland Gerste 69,9 Hafer 89,0 90,8 92,4 66,0 70,0 74,2 69,7 74,1 67,5 66,8 95,4 96,6 90,1 91,0 RD Roggen 7,5 11,0 9,2 7,6 vom Weizen 28,1 34,0 30,0 25,8 25,8 1880 0,84 1,29 1,27 1,32 1,18 7,05 Ausland Gerste. 30,1 Hafer 25,9 32,5 33,2 4,6 3,4 9,9 9,0 1885 1,00 1,36 1,25 1,30 1,15 9,59 1890 1,01 1,44 1,34 1,87 1,26 8.08 Verfügbar war pro 1895 1,12 1,45 1,10 1,48 1,30 10,42 Stopf der Be1898 1,27 1,67 1,30 1,51 1,45 10,32 völkerung in Roggen 153,0 Weizen 80,7 144,3 82,3 155,8 83,5 Gerste 78,6 66,970,4 65,5 Hafer 120,7 110,8 111,4 103,6 116,6 Roggen Die Gesamt Erntemenge N in Tonnen( au 1000 Kilogramm) Weizen 1880 4 971 290 2 353 115 1885 5 842 658 2 608 019 1890 5 868 078 2 830 921 Spelz Gerste Hafer 489 340 466 447 1895 6 595 758 2 807 557 374 575 1898 7 532 706 3 292 945 la Kartoffelit 4 242 611 19 512 716 4 358 039 28 016 592 4 5 Silogramm: ISISW 10 143,7 154,5 73,4 85,8 71,4 Erzeugnisse irgend welcher Art, die ganz oder zum Teil in Die Tabelle zeigt aufs deutlichste, obgleich die für die agrarische fremden Staaten in Sträflingsanstalten hergestellt sind, sollen überBehauptung günstigsten Schäßungsquanten eingestellt sind, was es 2 149 647 mit dem Gerede auf sich hat, die deutsche Landwirtschaft vermöchte haupt nicht in die australische Föderation eingeführt werden dürfen. 2 264 829 allein den Inlandskonsum zu decken. Von Weizen und Gerste muß und um dem Bundesstaat und den einzelnen Landesregierungen 492 970 2 283 432 913 544 23 320 983 fogar ungefähr ein Drittel aus dem Ausland bezogen werden. Dazu erschweren, die für staatliche Zwecke erforderlichen Produkte besser 2 411 731 252 590 31 786 621 bei fommit noch in Betracht, daß die Jahre 1894/99, wie auch aus und billiger aus dem Auslande zu beziehen, forderte die Konferenz, 426 407 2 514 024 5 780 699 31 791 683 den oben angegebenen Erntemengen hervorgeht, gute, zum Teil daß alle waren, die von den Regierungen und Behörden zum allfogar vorzügliche Erntejahre waren, deren Erträge hoch über dem gemeinen Nußen eingeführt werden, genau denselben Zoll bezahlen Auf Seite 197 ff. der vorgenannten vom Statistischen Aunt Durchschnittsertrag der letzten 12 Jahre stehen. Den agrarischen müssen, wie die von einer Privatperson importierten Waren. Ferner herausgegebenen Schrift wird unter Bugrundelegung der Sach Hochschutzöllnern wird allerdings auch diese vom Statistischen Anıt ol allen Schiffen, die sich nicht in australischen oder englischen gelieferte Widerlegung ihrer Argumentation recht wenig händen befinden, verwehrt sein, Personen und Frachten von einem verständigen Schägung für die Erntejahre 1894/95 bis 1898/99 be rechnet, wie hoch sich nach Abzug des Aussaatquantums der Inlande imponieren; sie sind überhaupt wissenschaftlichen Gründen nicht zu- australischen Hafen nach einem andern australischen Hafen zu beborrat stellt, welche Mengen vom Ausland ein- und ausgeführt gänglich. Tusupu- red- nagsie weit später die in dieſent ſchutzölneriſchen Entivurf nieberfind, inwieweit der Bedarf durch die einheimische Produktion gedeckt wurde und wie hoch sich der Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung belief. Obgleich, wie schon erwähnt, die hierbei berücksichtigten Ennte schäßungen den agrarischen Behauptungen entgegenkommen und den Anteil der inländischen Produktion an der Bedarf dedutg eher zu hoch, als zu niedrig erscheinen lassen, zeigen die betreffenden Tabellen doch, daß von einer genügenden Versorgung des einheimischen Markts durch die deutsche Landwirtschaft durchaus nicht die Rede sein kann. Da die in dem Buch gegebenen Tabellen für unsre gwede zu weitläufig und unübersichtlich sind, nehmen wir eine Vereinfachung vor: 1012 2822010 *) Vergl. Sie von andrer Seite verfaßte Kritik im Leitartikel ber Nr. 145 des Vorwärts"( vom 26. Juni). " Strand- Anzüge " gelegten Forderungen und Wünsche die Zustimmung des BundesHamburgs Handelsentwicklung in 1899. Die jüngst erschienenent, parlaments finden werden, läßt sich noch nicht absehen. Mit Ausvom Hamburger handelsstatistischen Bureau herausgegebenen nahme von Neu- Süd- Wales besigen in allen einzelnen Staaten die Tabellarischen Uebersichten über den Handel und Verkehr Ham Hochschußzöllner eine breite Anhängerschaft. Den englischen Imperiaburgs" zeigen, daß auch im letzten Jahre Hamburgs Handels- und listen machen diese Schutzzollbestrebungen einen dicen Strich durch Schiffsverkehr wieder einen bedeutenden Zuwachs erfahren hat, wenn ihre schönen Hoffnungen durch eine Zollunion Englands mit seinen auch nicht im gleichen Maße wie im Jahre 1898. Fast alle Pofitionen Kolonien. Was nügt es, daß Australien dem Norddeutschen Lloyd weijen eine Steigerung auf; nur der Wert der Einfuhr auf dem See- und den Messageries Maritimes das Recht der Personen- und Güterwege hat, obgleich die Gewichtsmenge um 282 895 Tonnen ftieg, um beförderung zwischen den australischen Häfen entzieht, wenn es beinahe 3012 Millionen Mark abgenommen, einesteils infolge eines gleichzeitig durch hohe Zölle und Subventionen eine einheimische InPreisridgangs, andernteils infolge Verschiebungen in der Art und dustrie aufzupäppeln unternimmt und dadurch dem englischen Mutter Qualität der eingeführten Waren. land den australischen Absazmarkt mehr oder minder verschließt. H. C. today *) Bei der Einfuhr ist der Import von Mehl mit 2 ein geschlossen. 1 Mg- Cons={ *) 1 Reg. Tons 100 engl. Stubiffuß 2,882 Aubikmeter. Reg.- Tons= schwarz, dunkelblau oder crême gestreift, elegante Touristen- Anzüge 20 M., bessere 30 t. 35 M. Havelocks aus porös wasserdichtem Lodenstoff 8, 10,50, 12 15, 18, 22,50-36 M. 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E. 23. aus Hannover schreibt: Schließlich, geehrter Herr Schultze, sage ich Ihnen für das au mir Geleistete imeinen verbindlichen Dank; man fängt wieder an, Mut zu bekommen und Mensch zu werden. O. K. aus Dresden schreibt nach 14 tägiger Behandlung: Hierdurch teile ich Ihnen er: gebenst mit, daß mich Ihre Kur bedeutend gebessert hat. Fr. Schniter aus Dresden schreibt u. a.: Sage Ihnen für bas mir Gesandte meinen besten Dank, hat dies doch wunde rbar gewirkt. 5. 2. aus Weiszeitsfee schreibt: Sage Ihnen für die schnelle Hilfe meinen verbind lichsten Dant und bin jetzt voll: ständig geheilt. Original einzu sehen. Licht! Lekker! Hollandsche Handwerk Sigaren. Sumatra Dek. Seedleaf Omblad. Tegen toezending van postwissel of papiergeld van R.-Mk. 15, zenden Ph. de Ruiter en Zoon, Sigarenfabrikanten, Culemborg( Holland) 300 fyne Sigaren franco, per post door gansch Duitschland. Kwaliteit excellent. MAGGI's Gemüse- u. 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