Nr. 159. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Zeitungs Breisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile ober beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. ..Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpcbition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm- Abreffe: Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutl- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterklasse 1894-1898. II. Unter Berücksichtigung dieser Steigerungssäge für die einzelnen Sparten des Haushaltsbudgets ergiebt sich nunmehr folgende Generalaufstellung. Der Arbeiter muß, um die nämlichen Waren zu kaufen und die gleiche Wohnung innezuhaben wie im Jahre 1894, im Jahre 1898 folgende Geldbeträge dafür verwenden: Betrag 1898 Ernährung.. Wohnung Kleidung • Heizung und Beleuchtung Uebrige Ausgaben. Betrag 1894 Zuschlag( resp. in Mark-Abschlag) für 1898 15 in Mart 256,14 13 Broz. 285,19 143,52 0 143,52 " 106,57 " 79,93 5 " 33,30 10 46,38 " Sa 666,14 122,56 75,93 36,63 46,68 6,51 Broz. 710,51 10 0 Donnerstag, den 12. Juli 1900. waren, um die Arbeiterklasse zu befähigen, auf dem von Jahr zu Jahr reicheren, und nunmehr bald überfüllten Warenmarkte dauernd als gute Abnehmer mit ständig steigendem Bedarf aufzutreten. China. r. C. Aus Peking nichts aus Tientsin Nachrichten von schwersten, opferreichen Stämpfen, die in Bälde erwarten lassen, daß die fremden Truppen die Stadt räumen. So wenig man den berichteten Einzelbeiten über die Lage in Tientsin trauen darf offizielle Berichte fehlen so ist die Situation in Tientsin doch immerhin noch verhältnismäßig klar zu überschauen. -Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. 250 Kranke und Verwundete, meist von Admiral Sehmours Kolonne, in großen Flußbooten nach Tatu; dieselben wurden auf dem ganzen Wege dorthin von den Chinesen unaufhörlich be= Täftigt. Am 5.- 8. Jult wurden die Fremdenniederlassungen wiederholt von den Chinesen bombadiert. 6. Jult. 2000 Boyer werden, nach einem Telegramm des deutschen Konsuls in Tientsin, von den Ruffen zurückgeschlagen. Englische Blätter berichten über diese Kämpfe über Shangai: von allen. Die Russen allein begruben 200 Tote. Die Chinesen Der Kampf um Tientsin am 6. Juli war bis jetzt der heftigste beschießen die Stadt vom Nordwestwall des Stadtforts. Der Taotai und die Mitglieder des Yamens bezweifeln, ob die vorhandene Streitmacht der vereinigten Truppen im ftande ist, auszuhalten, falls nicht bald große Verstärkungen eintreffen. Die Verteidiger Tientsins find durch die beständigen Kämpfe ermüdet, und es ist nur dem glänzenden Kundschafterdienst der Stosaken zu verdanken, daß die Stellungen der Verbündeten nicht schon längst erstürmt find. Artillerie der vereinigten Truppen, die Chinesen, die mit zwei vierNach einer andren Meldung gelang es an diesem Tage der zölligen Batterien angriffen, nach achtstündigem Gefecht zum Am 7. Juli bombardierten die Engländer und Japaner die Dach des deutschen Konsulats und zündeten, das Feuer wurde aber fofort gelöscht und es ist nur unerheblicher Schaden entstanden. Verwundeten- Transport nach Zafu ab. Die Wasserstraße TientsinDer Dampfer„ Peiping" ging am 6. Juli mit einem deutschen Taku ist nach Besetzung eines auf halbem Wege gelegenen Forts sicher, auch die Eisenbahn nach Tongtu ist bis auf drei englische Meilen vor Tientsin wieder hergestellt. Fast alle Familien der dort ansässigen Fremden sind schon am 4. Juli nach Tafu abgereist. Dagegen sind die Meldungen aus Beling samt und sonders er funden, zumeist mit einem fast tomisch wirken ungeschick fabriziert. Die Diplomaten der einzelnen Länder pflegen ja verschiedene Methoden anzuwenden. Wenn die neuesten Nachrichten über die Vorgänge in Beling Erzeugnisse chinesischer Diplomatie sein sollten, die alle Wässer zu trüben suchen, so laffen diese Kundgebungen die viel Bei überaus gering angenommenen Steigerungen fommen gerühmte chinesische Schlauheit völlig vermissen. Denn wer soll wir zu dem Schluß, daß ein Arbeiter, der 1894 666,14 m. für daran glauben, daß die Gesandten und Fremden jetzt geborgen find, Schweigen zu bringen. feinen Lebensunterhalt verbrauchte, im Jahre 1898 mindestens obgleich seit dem 24. Juni, seit dem Verzweiflungsschrei Harts, 710,51 m. verdienen mußte, um den nämlichen Lebensunterhalt zu bestreiten wie 1894. Eine Lohnerhöhung des betreffenden Arbeiters nicht eine einzige Meldung von ihnen selbst gekommen ist. Wenn chinesischen Batterien. Abends schlugen chinesische Granaten in das um 43,37 während der Jahre 1894/98 würde also noch nicht irgend es Hart gelang, eine Botschaft an die Truppen zu entfenden, damals, welche wirtschaftliche Verbesserung der Lage des Arbeiters bedeuten; als die Fremden und Gesandten in höchster Gefahr schwebten, so fie wäre vielmehr nur der notwendige Ausgleich gegenüber der ge- müßte es doch erst recht möglich sein. Nachricht zu geben, nachdem juntenen Kauftraft des Geldes. fie angeblich von den Gegenrevolutionären gerettet sind. Nun haben wir in unsrer früheren Untersuchung über die Be Dieses Schweigen der Beteiligten selbst kann nur auf zweierlei wegung der Löhne in den Jahren 1894-1898 gefunden, daß der hindeuten, daß die Fremden nicht mehr am Leben oder aber daß sie Lohn von 666,14 M. im Jahre 1894 auf 742,52 m. im Jahre 1898 gestiegen ist. Nach dem nominellen Geldwert bei der Gefangenschaft der Boxer sind, die sie möglicherweise als Jahre 1898 gestiegen ist. Nach dem nominellen Geldwert beträgt diese Steigerung allerdings 11,46 Proz. Für die wirt- Geiseln hüten. Ju feinem Fall kann dieses unheimliche Verstummen schaftliche Lage des Arbeiters bedeutet aber die Lohnsteigerung als ein Beweis für die Richtigkeit der Telegramme gelten, die davon jehr viel weniger. Er muß mit Rücksicht auf seinen Lebens reden, daß die Gesandten außer Gefahr seien. Wenn die fremdenunterhalt im Jahre 1898 710,51 m. mit den 666,14 M. im Jahre freundliche Gegenrevolution gefiegt hätte, so würde sich die Re1894 gleichwertig sezen. Nur was er über diese 710,51 m. verdient gierung es zuerst haben angelegen sein lassen, die eigenen Nachhat, ist wirklicher Mehrverdienst gegenüber dem Lohne von 1894. richten der Gesandten an die Küste zu übermitteln. Dieser Mehrverdienst beträgt daher nicht, wie nach dem nominellen So stehen also die Dinge noch immer in Beling. 28 ir Zobne berechnet werden könnte, 76,38 M., ſondern nur 742,52 weniger wissen gar nichts. Die Greueltelegramme find ebenso er barunter 77 mit tödlichem Ausgange, unter der Eingeborenen710,51= 32,01 m. Unter Berücksichtigung der Geldwertveränderung funden wie die Beschwichtigungsmeldungen. ist also der wirkliche Mehrverdienst nur um 41/2 Proz., oder will man den Prozentsaz mit dem Geldwertlohn von 1894 ins Bernabe eine Statastrophe für die vereinigten Truppen der Mächte. hältnis fezen, um 48/10 Proz. gestiegen. " Die Kämpfe in Tientsin sind äußerst blutig und bedeuten beiDie russische und die deutsche Abteilung scheinen besonders schwer hereindringende Cholera. Als Bundesgenosse gefellt sich zu den Bogern die aus Indien * * Nichts aus Peking. Der Korrespondent der Daily Mail" in Tientsin bezeichnet die Geschicklichkeit der Chinesen bei der Bedienung der Artillerie und ihre Treffsicherheit als staunenerregend. Die Cholera. Die Times" meldet aus Simla, daß eine schwere Cholera Epidemic in Kohat, woher ein Sith- Regiment fürzlich nach China abgegangen ist, herrscht. In der vergangenen Woche seien 207 Fälle, Garnison und dem Lagertroß vorgekommen. Ausdehnung des Ausstands. 10. 5. M.: Die Russen senden 30 000 Mann von Arbin, südwestlich Der unzuverlässige Daily Expreß" meldet aus Tschifu vom von Kirin, nach der Eisenbahnlinie zwischen Kirin und Tsi- tsi- har. Südlich diefes Ortes verbrannten die Chinesen alle Brücken und führten eine Schreckensherrschaft in der ganzen südlichen Mandschurei ein. Eine von der Südlinie der chinesischen Eisenbahn in Petersburg eingetroffene Brivatmeldung befagt: Die chinesischen Arbeiter fliehen, die Arbeit ist eingestellt. Keine Arbeiter sind aufzutreiben. Der Schienenstrang, 70 erst lang, ist demoliert, die Brücken find zerstört. ist zerstört. In Kirin beginnen Ueberfälle. Der Aufstand um Die Telegraphenverbindung zwischen Port Arthur und Wladiwostof Mutden wächst. Nach einem in Rom eingelaufenen Telegramm find der apostolische Vilar Guillon in Mulden, zwei Parijer Missionare und zwei barmherzige Schwestern getötet worden. Rüstungen der Mächte. Nach der Mitteilung einer Marinekorrespondenz soll die von Deutschland zur Entsendung gelangende Seebrigade mehr als 10 000 Mann umfaffen. Bählt man die bereits in Ostasien befind lichen Truppen hinzu und die inzwischen dahin passierten, so würde das gesamte deutsche Aufgebot 23 000 Köpfe betragen. Zur Bewertung dieses Schlußergebnisses muß man sich noch betroffen. einmal vergegenwärtigen, daß die Jahre 1894/98 eine Periode lebhaftesten Geschäftsganges repräsentieren, in denen auf dem deutschen Arbeitsmarkte eine ständige Nachfrage nach Arbeitskräften fich bemerkbar machte, in denen die Chancen für die Arbeiterklasse verhältnismäßig günstig lagen. Angesichts dieses Umstandes allein schon ist eine durchschnittliche allgemeine Lohnerhöhung von 4/2 Broz. Wie der deutsche Konful in Tschifu telegraphiert, hat der ein ganz minimaler Anteil an den reichen Erträgnissen der geschäft Gouverneur von Schantung an die fremden Konsuln in Tschifu eine lichen Konjunktur. Die Behauptungen der Gegner der Arbeiter- amtliche Depesche gerichtet, wonach laut Nachrichten vom 4. Juli bewegung, wonach auch bie Arbeiter in den Jahren die Gesandten in Beking außer Gefahr und die Rebellion im 1894/1898 fp so reich mit Lohnerhöhungen bedacht worden Abnehmen sein soll. Alle katholischen und evangelischen Missionen feien, stimmen also nicht mit der Wirklichkeit. Wohl in Schantung sind nach Tschifu oder Tsingtau gebracht. haben einzelne Arbeiterkategorien, so im Bergbau, in der Eisen- und In ähnlicher Weise teilte der Bariser chinesische Gesandte dem Maschinen- Industrie wesentliche Lohnsteigerungen zu verzeichnen, aber Minister des Aeußern Delcaffé mit, daß der Vicelönig Li- Hungauch bei diesen ist zu beachten: einmal, daß sie durch die Steigerung Tschang ihm eine Depesche aus Kanton vom 10. d. M. gesandt habe, der Warenpreise eine starte Beeinträchtigung in ihrer Wirkung auf nach welcher Li- Hung- Tichang ein Telegromm aus Beting empfing, bie wirtschaftliche Lage dieser Arbeiter erfahren, sodann aber, daß befagend, daß die Soldaten und Rebellen, welche die zu einem hohen Prozentsaz diese Lohnsteigerungen durch Vermehrung Gesandtschaften umzingelten, sich nach und nach der Arbeitsdauer, durch leber, Nacht- und Sonntagsschichten, durch erstreuen. den Ausfall von Feierschichten, kurz durch vermehrte Ausgabe von Dem Daily Mail" wird aus Shanghai gemeldet, daß dort Arbeitskraft an die Unternehmer herbeigeführt wurden. ein Exemplar eines der Edikte des Prinzen Tuan eingetroffen ist, Mit der Anwerbung von deutschen Freiwilligen geht es trotz der Wenn gar behauptet wird, daß die deutsche Arbeiterklasse an in welchem er sich selbst als Raiser bezeichnet. patriotischen Reklame nicht ganz glatt ab. Beim Train ist der Beden Erträgnissen des Aufschwungs einen entsprechenden Ein englisches Sensationsblatt läßt nicht nur die Raiſerin, barf nicht sogleich gebedt worden. Von dieser Truppengattung wird Anteil bekommen hätte wie Unternehmer und Kapitalisten, so ist sondern auch den eigentlichen Kaiser selbst wieder re= zur Ausrüstung der Fahrkolonnen( für Sanitätszwede, Bontondiese Behauptung vollends gänzlich unhaltbar. gieren. Danach wäre in Shanghai eine Botschaft aus transport, Feldbäderei 2c.) eine verhältnismäßig, große Zahl von Nach unfern eingehenden Berechnungen find die Gewinne des Beting eingetroffen, die das Datum des 2. Juli frig, vom Unteroffizieren gebraucht, da von denen, die sich freiwillig meldeten, industriellen Kapitals sehr viel rascher und stärker gewachsen, als die Kaiser Kwangsi persönlich an den Bicekönig Liu von Ranting ge- nicht die hinreichende Zahl tropendienstfähig befunden worden Berzinsung des in der menschlichen Arbeitskraft stedenden Stapitals. richtet war und angeblich der russischen, englischen und japanischen ist, so hat man auf die Gefreiten und Mannschaften zurückgegriffen, Nehmen wir an, daß der Lohn die Verzinsung der kapitalisierten Regierung zu übermittelnde Noten enthielt. Der Kaifer beklagt die fich freiwillig dazu bereit erklärten und gleich als Unteroffiziere Arbeitskraft darstelle und im Jahre 1895 die Berzinsung für das darin die Vorgänge der jüngsten Zeit und versichert, daß die mitgehen. Geldkapital den nämlichen Saz betragen hätte wie für das Arbeits- legitime Regierung niemals etwas mit dem Schutz der Boxer Die amerikanische Haltung kennzeichnet ein Rundtraft- Kapital, so würden wir unter Feststellung gleicher Stapital- zu thun gehabt habe, vielmehr die Unterstützung der Mächte schreiben des Staatssekretärs Hay an die Vertreter der Bereinigten fummen zu folgender Verzinsung des Geld sowie des in der zur Unterdrückung der Bewegung anrufe. Demfelben Blatte Staaten im Auslande am 8. b. Mts., in dem er erklärt, Arbeitskraft stedenden Kapitals gelangen. Es verzinste fich zufolge bemüht man sich in amtlichen chinesischen Streifen, die Sache baß die Bereinigten Staaten die Bustände in Beting als völlige 1o hinzustellen, als habe Freiherr v. Ketteler seinen Tod nicht bloß Anarchie anfähen und meinten, daß die Staatsgewalt und die Beraut feiner allgemeinen Unpopularität zuzuschreiben, sondern durch fahr wortlichkeit thatsächlich zur Zeit auf den Lokal- und Provinzial- Behörden läffiges Berhalten, indem er sich ohne genügenden Schutz der Wut beruhten. So lange diese nicht offen mit den Aufrührern sich ver eines rasenden Böbelhaufens aussette, jeine Ermordung halb und halb provoziert. Durch sie wiederum habe sich in der Hauptstadt die Wage der Macht erst endgültig auf die Seite der Borer geneigt. Alle vorstehenden Meldungen sind, wie wir wiederholen, Während die Berzinsung des Unternehmungstapitals in den gänzlich wertlos. Jahren 1895-1898 von 6,29 auf 8,46, also um mir als den dritten Nach dem Figaro" umfaßt die französische Kolonie in Beling Teil gestiegen ist, hat fich die Verzinsung des von den Arbeitern re- unter Einschluß von 10 Frauen und 6 Kindern 171 Personen, näm präsentierten Arbeitskraft- Kapitals nur von 6,29 auf 6,94, also um lich 17 von der Gesandtschaft, 75 von der Schußwache, 17 Beamte 0,65, das ist noch nicht ganz ein Zehntel, gehoben. Das Unter- und Kaufleute und 49 von der Miffion, darunter Bischof Favier, nehmertum und die Kapitalisten haben, Berzinsung des Kapitals fowie 13 vom Bau der Hankaubahn wahrscheinlich nach Beling geund Löhne auf einen Renner gebracht, von 1895 auf 1898 mehr als flüchtete Techniker. dreimal schneller und stärker verdient wie die deutschen Arbeiter. Kämpfe in Tientsin. das Geld- das Arbeitskraft Kapital 1895 ชน 6,29 Proz. สน 1896 7,19 6,29 Proz. 6,48 " " 1897 8,61 6,67 " " 1898 8,46 6,94 " " Das ist das Endresultat unsrer Untersuchungen über den Bei Tientsin finden tagtäglich Kämpfe statt. Wir ordnen die Unternehmungsgewinn des industriellen Kapitals, über die Nachrichten zeitlich. Löhne und über die Lebenshaltung der Arbeiter in 4. Juli. Ueber die Kämpfe an diesem Tage meldet Daily der Zeit der nunmehr abgelaufenen geschäftlichen Hochkonjunktur. Expreß aus Tschifu folgende, nicht ohne weiteres als zuverlässig Aus der von uns aufgemachten Bilanz ergiebt fich aber, daß eine anzunehmende Einzelheiten: Volkswirtschaft mit rasch steigender Produktivität den Ausgleich zwischen Konsum und Produktion nie finden wird, so lange nicht durch weit erheblichere Lohusteigerungen, als sie in der angeführten Zeit erfolgt sind, die Konsumkraft der arbeitenden Bevölkerung ge stärkt wird. Wenn wir jetzt in die ridläufige Bewegung eingetreten sind und kritische Beiten mit Geschäftsstockungen, Arbeitslosigkeit usw. nicht ausgeschlossen sind, fo liegen die lezten Gründe dieses Umschwungs daran, daß die Lohnerhöhungen der lezten Jahre zu klein binden, und so lange sie ihre Gewalt dazu benügten, das Leben und Eigentum der Fremden zu schützen, sebe Amerita fie als Vertreter des chinesischen Volts an, mit dem es in Frieden und Freund ich af t leben wolle. Die Absicht des Präsidenten sei, wie bisher, darauf Wiedereröffnung der Verbindung mit Beling und Befreiung der gerichtet, in Uebereinstimmung mit den Weächten zu handeln bei dortigen Amerikaner, bei dem Schutz von Leben, Eigentum und Interessen amerikanischer Staatsangehöriger und bei dem Bestreben, ein lebergreifen der Unruhen in andre Provinzen zu verhindern und solche Unruhen zu beseitigen. Die Bolitit der Vereinigten Staaten verfolge das Ziel, eine Lösung zu suchen, welche für China dauernden Frieden und Ruhe zu stande bringe, welche China als territoriales und administratives Ganges be stehen lasse, unter Wahrung aller den befreundeten Mächten burch Berträge und Bölkerrecht garantierten Rechte, und welche fchließlich für die ganze Welt an dem Princip des gleichen und unparteilichen Handels mit allen Häfen Chinas festhalte. Politische Ueberlicht. Berlin, den 11. Juli. Diplomatische Erleuchtung. Die Chinesen griffen Tientsin am 4. Juli mit 75 000 Mann und über 100 Geschüßen an, welches von 14 000 Mann der vereinigten Truppen verteidigt wurde. Die Ruffen und die Japaner hatten die stärksten Verlufte. Von einer ruffischen Infanterie- Compagnie in Stärte von 120 Mann wurden mit Ausnahme von 5 Mann alle getötet oder verwundet. Große Berlufte hatte auch das deutsche Kontingent, die Verlufte der Engländer betrugen 30 Mann. Die Deutschen sandten liche Botschaft vom Mittwoch: Wir erhalten durch das Wolffiche Bureau folgende feier Der Ausschuß des Bundesrats für auswärtige es mit angesehen hat, mit welch zäher Befliffenheit Herr Winterer! Elfäffertums zurüdtreten und zogen ihn dem socialistischen I affenAngelegenheiten trat heut Vormittag zu einer Sigung zusammen, über die ganze Zeit des Wahlkampfs bestrebt war, die Wähler- genossen vor, lediglich weil diefer das Unglück hatte, in Preußen um Erklärungen des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts i cha ft über die Flottenfreundlichkeit des bürger- geboren zu werden. b. Bülow." Die Katastrophe wäre nicht auszudenken gewesen, wenn ctwa Herr v. Metzsch andrer Meinung gewesen wäre, wie Graf Bülow. Aber sie sind einig! Das Volk, die Welt ist beruhigt, nur China zittert der Einigkeit der Herren v. Crailshaim, v. Mietzsch v. Bülow!. Die Mülhanser Reichstagswahl, der ,, Reichsgedanken" und die Weltmachtspolitik. " = * Deutsches Reich. - 10 dent weggenommen hat. Grafen v. Bülow über die Lage, in Oſtaſien entgegenzunehmen. lichen Bewerberg hinwegzutäuschen, ihnen klar zu So findet in unsrer obigen Darstellung der Verhältnisse ebenso Bayern war durch den Ministerpräsidenten Freiherrn v. Crailsheim, machen, daß in den nächsten drei Jahren bis zu den allgemeinen die Thatsache der unerwarteten socialistischen Wahlniederlage ihre Sachsen durch den Staatsminister v. Mezzsch vertreten. Nach einer Wahlen, ja teine neue Marine vorlage mehr an den Reichs- Erklärung, wie auch die Versuche der Weltmachtsschwärmer durch längeren Besprechung, an der sich sämtliche Mitglieder des Aus- tag kommen werde, so daß die Wahl Schlumbergers in dieser Hinsicht kreuzt werden, aus dem Mülhauser Wahlergebnis für deutsche schusses beteiligten, tonstatierte der Vorsißende die gewiß keinen Schaden bringen könne, der begreift ohne weiteres Expansionspolitik und neue Flottenvermehrungen Kapital zu schlagen einmütige Zustimmung des Ausschusses zu die Aufrichtigkeit der Dankesbezeugung des Straßburger Regierungs- und dies gerade in dem Augenblid, wo diese Abenteurerpolitik den eingehenden Darlegungen des Grafen organs, das aus der Kenntnis der Stimmung der Mülhauser Wähler- nach kurzem Phantasierausch krachend zusammenstürzt! fchaft heraus die Befürchtung hegte, die Marineschwärmerei So jezt weiß das Volk also, wie die verbündeten ihres Auserwählten werde der Kandidatur Schlumberger am Wahl: Regierungen über die chinesische Frage denken! Es hat zwar tage„ das Genick brechen". sehr lange gedauert, bis man in Berlin das Bedürfnis Die Verrohung in Deutschland. Ebenso fatal wie die Wahlbetrachtung des offiziösen ButtkamerUnter dieser Spigmarke schreibt die Ethische Kultur" in empfand, auch die andren Regierungen des Deutschen Reichs Blattes ist für die Herolde des Reichsgedankens" auch die Ausum ihre Meinung über den Krieg zu befragen wir führen legung, die das Leiborgau des Herrn Schlumberger selbst, der ihrer neuesten Nummer: Wer in diesen Tagen alles das liest, was ja nur einen Krieg, der amtlich nicht als Krieg gebucht Mülhanser, Expreß", dem ordnungsparteilichen Wahlfieg giebt, in- in der öffentlichen Meinung Deutschlands über China laut geworden ist, aber es ist dafür nun auch etwas Gründliches heraus dem es schreibt: ist, der muß wirklich aufs schmerzlichste betroffen sein von der ganz gekommen aus der Beratung der vereinigten Schicksals-„ Die Wahl des 5. Juni war eine imposante unglaublichen Roheit und Blindheit des Urteilens, die sich schmiede Deutschlands. Eine Flut hellen Lichts quillt bee- Kundgebung des Lokalpatriotismus. Stadt und gand haben felbſt in aufgeklärten Streifen breit macht. Diese Verbindung von mit dem Indianermoral Bruftton von freiend in das Volk, und die ganze Welt hört mit innigem Sie lehnten sich primitivster ihre Zusammengehörigkeit glänzend bekundet. Ueberlegenheit, diese Stimmung wilder Dankgefühl die herrliche, klärende Kunde die entschieden gegen den Zugereisten auf, den bekannte Herren Tultureller Herren b. Crailsheim, Metsch, und die andren unge- in Berlin berlin hierher sandten, deren Verlodungen wir nie folgen Blutrache im Namen der Ausbreitung christlicher Civilisation nannten Staatsmänner sind mit dem Herrn v. Bülow, das ist wirklich die tieffte Erniedrigung Deutschlands seit werden." der diesmal seine Gemeinpläße nicht an der Sonne, sondern Armer Reichsgedanke"! Bedauernswertes tief ins Volk ge- den Tagen von Jena und Austerlik. Daß man z. B. einem im tiefsten Schatten der Diplomatie zu haben begehrt-die drungenes Verständnis für unsre Seemacht"! in großen deutschen Publikum Auslassungen zu bieten wagt, wie sie Crailsheim, Metsch, Bülow sind hört es, ihr Völker, und Mit welchem Raffinement aber hat Herr Schlumberge das„ Berliner Tageblatt" von sich gegeben hat das ist allein atmet auf--- einig. selbst die notorischerweise in seiner Wählerschaft schlummernden schon ein vernichtendes Zeugnis für das Niveau unsrer öffentEs kann der Frömmste nicht in Frieden Wer nun nach dieser erlösenden Botschaft noch nicht weiß, etsäsiisch- partitularistischen und verstedt- protest- lichen Meinung. leben, venn es dem bösen Nachbar nicht gefällt" wie die in einmütigem Denken verbündeten Regierungen über Ierischen Instinkte in den Dienst seiner Wahlkandidatur zu wirklich und es da buchstäblich, und mit die chinesische Frage urteilen, der ist ein unheilbarer Kretin stellen gewußt hat! Man denke an das Märchen von der Be- heißt und ihm ist nicht zu helfen. „ frommen Nachbar" ist der Deutsche gemeint, der im grüßungsrede für den Statthalter! Jezt ist natürlich auch die Einberufung des Reichstags, Die Wirkung jener Schlumbergerschen„ Enthüllung" blieb in der tiefsten Frieden gegen alles Völkerrecht den die man nach halboffiziösen Aeußerungen gegenwärtig für That auch nicht aus. In überschwänglicher Weise wurde diese Chinesen ein Stüd Land möglich hält und die von einigen süddeutschen Regierungen Haltung des Protestlers Schlumberger in der altelsässischen„ Der Ruf nach glänzender Genugthuung für dieses Vergewünscht zu werden scheint, gänzlich überflüssig und ent- Presse während des Wahlkampfs als eine„ Rettungsthat" gegenüber brechen wider alles Völkerrecht" wird ausgestoßen mit Bezug auf behrlich. den Anschlägen des Gouvernements gepriesen, und aus dieser Ver- die Ermordung unfres Gesandten und kein Wort wird darüber Wir wissen ja alles! gewaltigung eines freien Staatsbürgers", der es unter seiner verloren, daß wir die Mörder dieses Gesandten sind, indem wir zuDie Herren v. Crailsheim, v. Metzsch, v. Bülow sind würde hielt, den Vertreter des Reichsoberhaupts erst die Chinesen außerhalb alles Völkerrechts stellten, ein friedliches einig, einig, einig. zu begrüßen, der Stoff zu einer Reihe von nichts weniger als Volk zum äußersten brachten durch Gewaltthätigkeiten, die kein Gott sei Dank! reichsfremdlichen Leitartikeln genommen. Und das Ministerium Deutscher solange auf sich hätte figen lassen und damit eben unsre in Straßburg, das die Stimmung der Mülhauser Wählerschaft wohl diplomatischen Vertreter denselben wilden Inzu beurteilen verstand besser als die" Post" und" National- it i ntten preisgaben, die unsre Politit offiziell Zeitungs"- Männer in Berlin! und dem es nur erwünscht i anktioniert hatte. Man wende fich also mit dem Ruf fein tonnte, auf diesem Wege auch die bürgerlich oppofitionelle der Genngthunng an den Minister, der damals für diese vor Wählerschaft des Kreises für die Kandidatur des politischen Dinge verantwortlich war und an das Parlament, das fie und Helden“ und„ Gesinnungsmärtyrers" Schlumberger gewonnen gebilligt und an das Volk, das solche Volksvertreter zu zu sehen: es ließ die Schlumbergersche Räubergeschichte, Sprechern seiner Gesamtkultur erwählt hat... von der es wohl wußte, daß sie den Thatsachen nicht Den stärksten Beitrag zur Beruhigung der Gewissen hat jedenentspricht, wie der Vorwärts" schon gestern erzählte, im Wahlkampf falls der christliche Theologe Professor Pfleiderer ruhig ihre Wirkung thun und wartete mit der Berichtigung desselben geleistet. Sein Artikel in Nr. 26 der„ Woche“ über die MissionsAus Elsaß- Lothringen schreibt man uns: zu bis am Tag nach der Wahl. Schließlich war ihm eben der thätigkeit in China beginnt mit folgenden Worten:„ Vor drei Jahren Mit unendlicher Heiterkeit hat man hier zu Lande im Lager Großfabrikant, Schutzzöllner und Marineschwärmer Schlumberger, hat das Deutsche Reich durch freundschaftlich- friedliche aller Parteien die tollen Jubelausbrüche aufgenommen, zu welchen wenn ihm auch start protestlerische Traditionen anhafteten, Vereinbarung mit der chinesischen Regierung in der Ausfall der Reichstagswahl in Mülhausen die Preßorgane der doch angenehmer als der Socialist Emmel; und die Verdrängung i antichou eine Rolonie gewonnen" reichsdeutschen Flotten- und Weltmachtsschwärmer begeistert hat. des letzten Socialdemokraten aus der Reichstags- Vertretung Elsaß verstehen einfach nicht, wie ein christlich denkender Mann, der doch So leid es uns auch thut, den Herren die holde Illusion rauben zu Lothringens war für die Regierung in Straßburg, der vom früheren den Weltereignissen gefolgt ist, derartige Beschönigungen niederzumüssen, mittels deren sie sich über die blutigen Mißerfolge der Vertreter Mülhausens von der Tribüne des Reichsparlaments aus schreiben vermag. Wenn ich einem Volte im tiefsten Frieden ein deutschen Expansionspolitit hinwegzutäuschen suchen, so halten wir es manchmal so unangenehm zugesetzt worden war, begreiflicherweise Stück Land fortreiße und dann dem Wehrlosen einen Pachtvertrag doch im Interesse der Wahrheit für unsre patriotische Pflicht, die ein Ziel, das die fleine llnmoral eines solchen protestlerisch- gouverne- biftiere, so fann man doch wahrlich nicht von einem Gewinn durch überschwänglichen Jubelhymnen auf denjenigen Ton herabzustimmen, mentalen Wahlmanöverchens wohl aufzuwiegen vermochte. freundschaftlich- friedliche Vereinbarung reden. Aber hören wir Herrn der durch die thatsächlichen Verhältnisse allein gerechtfertigt erscheint. Er erzählt von dem Aberglauben der Dergestalt waren also die Hilfsmittel, mittels deren man dem Pfleiderer noch weiter. Und diese Tonart dürfte so fürchten wir jenen Herren nicht Reichsgedanken" und dem„ Verständnis für unsre Seemacht" im Chinesen und fährt dann fort: gerade angenehm in den Ohren klingen. Mülhauser Wahlkampf zum„ Durchbruch" verhalf: auf der einen Die gute ,, National- Zeitung" erblickt in dem Siege des Mül- Seite die ausschlaggebende Unterstützung der Schlumbergerschen Hauser Großfabrikanten, Schutzzöllners und Schutzzöllners und Flottenfreundes Kandidatur durch den elsässisch- oppositionellen Pfarrer Winterer, den Schlumberger einen spontanen, flammenden Protest gegen ausgesprochenen Gegner der jüngsten Flottenver die schmähliche Haltung der socialdemokratischen mehrung, auf der andern der Appell an die direkt Presse in der weltpolitischen Frage, die heute das reichs feindlichen Instinkte der großen Wählermassen des deutsche Volt, die ganze Kulturwelt bewegt, und in der es den Kreises. In der Thvt eine glänzende Illustration zu den nationalFührern der deutschen Socialdemokraten vorbehalten war, sich auf marinistischen Kraftphrasen des weltmachistollen Berliner Zeitungsdie Seite der das Völkerrecht mit Füßen tretenden Barbaren zu geschwisters! stellen und Deutsche Reich unausgesetzt zu beschimpfen." Die Wahl Hätten diese Herren während der letzten Tage Gelegenheit geso meint das Blatt sei die beste Antwort auf die un- habt, die fürsorgliche Beslissenheit zu beobachten, mit welcher grade entwegte Vereinigung in allen nationalen die regierungsfreundliche Presse Elsaß- Lothringens auch Fragen. Auch die ,, Berliner Neuesten Nachrichten" registrieren die geringste Anspielung darauf zu vermeiden bestrebt war, als ob den Mülhauser Wahlausfall als einen moralischen Erfolg der die Wahl Schlumbergers als ein Erfolg der Germanisationsbestrebungen Schutzöllnerei und der fortschreitenden Marinisirung der deutschen gedeutet werden könnte, sie würden erröten ob der gelinde Wählerschaft. Der Berliner ,, Post" des Panzerplattenfönigs Stumm gesagt- politischen Naivetät, die ihrer Beurteilung der bei dem endlich erscheint als erfreulichste Seite der Wahl die Thatsache, daß Mülhauser Wahlausfall ausschlaggebend gewesenen Motive zu Grunde ,, in dem Siege des Kommerzienrats Schlumberger der Reich liegt. Soweit die einheimische Presse die Wahl überhaupt von gedanke durchgedrungen ist, und daß der Wahlfreis Mül nationalen Gesichtspunkten aus beurteilt, tommt sie im Gegenteil zu hausen nunmehr mit einem glänzenden Mehrheitsergebnis offiziell dem Ergebnis, daß das elsässische Bewußtsein der eintritt in die deutsche Interessengemeinschaft; er ist Wählerschaft auf Kosten ihres deutschnationalen wieder unser geworden, das wiegt mehr als alles andre." Empfindens eine Stärkung erfahren hat. Typisch Was an dieser aus der Entfernung erfolgten Beurteilung der für diese Beurteilung der Situation ist es, wenn z. B. der in politischen Manifestation der obereljässischen Reichstags- Wählerschaft Straßburg erscheinende Elsässer", das Organ der dortigen am meisten auffallen muß, das ist der unversöhnliche, direkt Klerifalen, schreibt: diametrale Gegensatz, in dent sie zu den Kommentaren steht, mit denen die bürgerliche Presse des Reichslandes selbst das Mülhauser Wahlergebnis begleitet. Und das werden uns die Herren von der„ Nationalzeitung" und ihre Vettern- unbeschadet ihres hoben politischen Verständnisses doch gewiß zugestehen, daß ihre parteigenössischen Kollegen in Elsaß- Lothringen, die doch seit Jahren den Pulsschlag des öffentlichen politischen Lebens der ReichsTande mit eigner Hand zu fühlen in der Lage sind, zur Beurteilung der Bedeutung des Mülhauser Wahlausfalls in höherem Maße befähigt sind, als sie selbst. Und da ist es doch recht sonderbar, daß in der gesamten reichs- und regierungsfreundlichen Presse unfres Landes sich keine einzige Stimme fand, die sich dazu verstiegen hätte, die Wahl Schlumbergers nach Art der genannten Berliner Preßorgane als einen Erfolg der Germanisation oder gar der flottentollen Weltmachtsideen darzustellen. " er wurde stets mit Es war . Wir ,, Bedenkt man, daß das tägliche Leben der 400 Millionen Menschen Chinas in den Fesseln solchen jämmerlichen Aberglaubens und Stumpffinns gebunden liegt, so muß jeder, wie er auch sonst über den Wert der Mission denken mag, zugeben, daß es eine Pflicht der Humanität ist, diefen Unglücklichen Hilfe zu bringen durch die befreiende Macht unsrer Kultur, unsrer Welterkenntnis und Menschenliebe."( Man bringe doch erst einmal unsren Weltpolitikern diese Hilfe.) ,, Vor dem Licht der Wahrheit unsrer monotheistischen Weltanschauung, die uns( auch die orthodoxprotestantischen und katholischen Missionen?) in dem Kosmos ein vernünftiges, gefegmäßig geordnetes System von natürlichen Kräften erkennen lägt wird der der Sput Dämonen verschwinden, und vor der Wärme der christlichen Bruderlicbe, die uns im leidenden Mitmenschen ein göttliches Ebenbild, ein Glied des einen allumfassenden Gottesreichs sehen läßt, werden die spröden, scheuen Herzen sich aufthun. So wird die zunächst noch erst politisch kommerzielle Verbindung Deutschlands mit China mit der Zeit zu einem regen Wechselverkehr der Geister und Herzen werden oder, wie Leibniz hoffte, zu einem Kommerzium von Licht und Weisheit". Aus dem unscheinbaren Keim der Missionsschule und des Krankenhauses in Tsingtau wird vielleicht dereinst eine medizinisch- technische und theologisch philosophisch historische Universität erblühen, in deren Hörsälen echte Wissenschaft im Bund mit gesunder, praktisch fruchtbarer Frömmigkeit gepflegt wird, ein Mittelpunkt deutscher Kultur im fernen Osten, von wo aus die Pioniere deutschen Geistes in das ganze chinesische Land ausziehen und in neuen Zungen verkünden werden von der Herrlichkeit der geistlichen Güter, die Gott uns geschenkt hat und durch uns auch der Heidenwelt schenken will. Und so wird am deutschen Wesen einst auch China noch genesen!" V 0 Man steht einfach starr vor solcher Umwertung aller Worte." Aber dahin führt die sogenannte„ internationale Gesinning". dann Das Nationalbewußtsein unsrer Arbeiter ist gottlob noch nicht derart geschivmnden, daß sie den ersten besten ihnen dargebotenen Kandidaten, der gestern noch im Badischen oder gar im Pommerschen hauste, zu ihrem Kandidaten wählen.... Da helfen alle schönen Reden Wir wollen wahrhaftig nicht den Chinesen das Recht vindicteren, und Versprechungen des Mannes und selbst die Anpreisungen der Barbarei mit Barbarei zu vergelten, aber wenn man wie Herr großen Berliner Parteihäupter nichts. Für den abgetretenen Professor Pfleiderer so ohne jede ernste Kritik die deutsche Attion in Reichstags- Abgeordneten Bue b bedurfte es ſeinerzeit dieſer China einfach mit der Sache der Civilisation identifiziert großen commis- voyageurs nicht, hört doch wirklich alles auf. großer Majorität gelvählt, weil er in Mülhausen Die„ Eth. Kultur" citiert dann die von uns bereits mitgeteilten daheim und den Arbeitern bekannt war. Glaubten die Henter- Phantasien des fleinen Hof- Journals und bemerkt dazu: Herren vont Parteivorstand, daß die„ Germanisierung"„ Ja, in der That, an solchem deutschen Wesen muß doch schließbei den Mülhauser Arbeitern schon so fortlich das arme China genesen. Und damit niemand glaube, der blutgeschritten sei, daß sie den Elsässer Bueb ein- triefende Artikelschreiber des„ Kleinen Journals" tenne bloß die fach beiseite schieben und durch den Eingewanderten Moral der tomahawkschwingenden und auf die Zahl ihrer Skalpe Wie nüchtern man in Elsaß- Lothringen vom national- deutschen Emmel ersezen tonnten? Da tennen sie aber stolzen Sioux- Indianer, so sei hinzugefügt: nein, so ganz unStandpunkt das Wahlergebnis beurteilte, dafür ist die Straß unsre elsässischen Arbeiter schlecht! civilisiert ist er doch nicht. Er hat eine der wichtigsten Marimen burger Post", der reichsländische Ableger der Kölnischen geradezu eine Beleidigung für die Mülhauser Arbeiter, daß keiner aller modernen Kultur in sein Inneres tief eingeprägt und empfiehlt Zeitung" und Moniteur des Diktaturministeriums Buttkamer, von ihnen für fühig gehalten wurde, als Kandidat aufzutreten; fie darum auch der deutschen Regierung als Richtschnur für ihre ein flassisches Beispiel. Von nationalen oder weltmachts- die Antwort ist aber nicht ausgeblieben." China- Politik: nicht durch kleinliche moralische Erwägungen sich beWir sind gewiß über den Verdacht erhaben, als ob wir die stimmen und aufhalten zu lassen, sondern eingedenk zu sein, so politischen Kraftphrasen im Stil der„ National Zeitung", der " Post" 2c. findet sich in ihren Wahlbetrachtungen auch nicht ein reichsländische Bevölkerung in diesem Gedanken der partikularistischen heißt es wörtlich in unserm Artikel-, daß nur der blanke Sterbenswörtchen! Wohl rühmt das Blatt das politische Verständnis. Exklusivität bestärken wollten, halten es vielmehr gegenwärtig für Ruben entscheidet". Ist das nicht höchste Stultur, sublimster die Wahldisciplin des gegen die Socialdemokratie toalierten Bürger- die wichtigste und zugleich dringendste Aufgabe unserer Parteigenossen Ausdrud moderner Civilisation? Und dagegen sträuben sich die tums und den Scharfblick und die Festigkeit seiner Führer. Die in Elsaß- Lothringen, unter ihren Freunden mehr als bisher das Gefühl Chinesen, denen man doch auch einen hohen Grad von Klugheit nachPalme des Verdienstes um den Wahlsieg der Bürgerlichen reicht es der internationalen Zusammengehörigkeit und Solidarität der rühmt? Unbegreiflich." aber unbedenklich dem Reichstags- Abgeordneten Winterer, dem Arbeiterschaft wachzurufen. Immerhin aber dürften auch die obigen Führer der flerifalen Elsässer Gruppe, der mit Ausführungen einen Beitrag bilden zur Erklärung der unerhörten seinen Getreiten bei der entscheidenden Abstimmung im Reichstag Niederlage, mit der der Mühlhauser Wahlkampf für die Socialdemokratie gegen die Flottenvermehrung votiert hatte. Ebenso geendigt hat. Die eljässische Abstammung des bürgerlichen Sammelals flug taktvoll" Regierungs Organ tandidaten hat eben bei der großen Masse der eingeborenen so sagt das von der Wahlthätigkeit Winterers wußte er alle Hinder- Bevölkerung den Ausschlag gegeben, und selbst weite Kreise der niffe aus dem Wege zu räumen und dem Kandidaten, dessen Wahl socialistisch gesinnten Wählerschaft ließen im verflossenen er im Interesse der Stadt Mülhausen und des Wahlkampf die sociale Klassenfeindschaft des großReichslandes für richtig hielt, die Pfade zu ebnen." Und wer| kapitalistischen Bewerbers hinter dem vermeintlichen Vorzug seines " V Pfändungs- Protokoll: Vier Oftereier für den Küfter. Nachstehend veröffentlichen wir im Wortlaut ein Märkisches Kreis: Zauch Belzig. Verhandelt zu nehmig. Gemeinde: Nehmig, in der Wohnung des Büdners Vogel zu Nehmig, den 19. Juni 1900. Auf Grund des von dem Amtsvorsteher Pietsch gegen den Bübner Vogel wegen rid ständiger 4 Eier zum Gesamt des 2. . Pf. betrage von 30 Pf. und wegen eines Kostenbetrags von 30 Pf. 1 Der neue deutsche Gesandte in China. Zum diplomatischen 125. April 1876). Der Minister der Polizei sprach die Hoffnung unter dem 19.(? R. d.„ V.") d. J. erlassenen Pfändungsbefehls| Vertreter in China ist der bisherige außerordentliche Gesandte und aus, das oberste Gericht werde seine Ueberzeugung verlassen. Dem hat der unterzeichnete Vollziehungsbeamte heute in Gegenwart bevollmächtigte Minister in Luxemburg von Mumm auserschen. Minister wurde wegen dieses von Tonservativer und national des Schuldners und dessen Ehefrau als Zeugen zugezogen worden Er soll sich schon in den nächsten Tagen in Begleitung des Dolmetsch- chauvinistischer Seite bejubelten Angriffs auf das oberste Gericht der Vorwurf gemacht, das Aussprechen solcher mit der Verfassung un waren, nach fruchtloser Aufforderung zur Zahlung und nach Vor- Sekretärs Freiherrn von der Golz nach Ostasien begeben. zeigung des Pfändungsbefehls die nachbezeichneten, in der Wohnung Aus dieser Ernennung geht hervor, daß das Deutsche Reich die vereinbaren Hoffnungen sehe dem Versuch, die Unabhängigkeit der des Schuldners befindlichen Sachen, nämlich: diplomatischen Beziehungen mit China weiter aufrecht erhält.- Richter zu verlegen und das Recht zu beugen, sehr ähnlich. Gegen 1. 2 Bretterstühle geschätzt zu 2 M. die vom Minister proklamierte Mißachtung der Verfassung von Zu dem Zeugniszwangsverfahren gegen den Genossen polnisch sprechenden Deutschen gegenüber wurde insbesondere im Seifarth in Gera können wir heute in Ergänzung der uns gestern behufs Pfändung in Besitz genommen. Vollziehungsbeamten bezw. die unter Nr. 2 bezeichneten Sachen gestundet worden ist, damit er auch seine Familienangelegenheiten eines der unbeholfensten Minister, den Preußens lange Miniſterreihe Die unter Nr. 1 bezeichneten Sachen sind mit dem Amtssiegel Seifarth der Antritt seinier Haft bis zum Sonnabendmittag Reichstag und hoffte auf alsbaldige Belehrung des Ober- VerwaltungsDie unter Nr. 1 bezeichneten Sachen sind mit dem Amtssiegel telegraphisch zugegangenen Nachricht mitteilen, daß Genossen Reichstag lebhafter Protest erhoben. Herr von der Rede schwieg im gerichts. Das Ober- Verwaltungsgericht erfüllte dies ministerielle Hoffen mit Amtssiegel als Pfändungszeichen versehen worden. Der Schuldner hat sich zur Aufbewahrung der unter Nr. 1 bezeichneten Sachen nicht verpflichtet und ist auf die Strafen der handelt es sich nicht um die Aufhellung eines Verbrechens jammlung wegen Gebrauchs der polizeifremden polnischen Sprache Bei dem Zeugniszwangsverfahren gegen Genossen Seifarth aufzuweisen hat, nicht. Durch Urteil vom 5. Oftober 1897 erklärte um die Aufhellung eines Verbrechens es die vom Minister des Innern gebilligte Auflösung einer VerDie unter Nr. 1 bezeichneten Sachen sind aus dem Gewahrsam sondern nur um den Nachdrud einer Verfügung für ungefeßlich und verfassungswidrig. In Nr. 154 haben wir dardes Bürgermeisters in Schleiz. Auch enthält der diese Dem Schuldner ist eröffnet worden, daß die öffentliche Verfügung fritisierende Artikel feine Beleidigung, weshalb denn gelegt, daß dennoch seitens der Hallenser Polizei erfolgte Behinde Be- auch Bersteigerung der gepfändeten Sachen, falls anderweite Be- auch kein Strafantrag gestellt worden ist. Weil mm an irgend rungen von Versammlungen aus dem Grunde erfolgt sind, weil die ſtimmung und Mitteilung hierüber nicht erfolge, am 28. Juli, einer Stelle die Vermutung besteht, der Landrats polnischen Versammlungsbesucher polnisch sprachen. vormittags 10 Uhr, in dem Hause des Gastwirts W. Schulze statt. amts Assistent Richter in Schleiz habe den Artikel verbeeilen sich die offiziösen Berl. Pol., Nachr." der Welt die faßt oder die Unterlagen hierzu hergegeben, wird dieses lange, hoch Mähr aufzubinden, das Ober- Verwaltungsgericht habe zwar erkannt notpeinliche Untersuchungsverfahren eingeleitet, um zu erfahren, ob Richter thatsächlich mit dem Artikel in Verbindung steht. des Schuldners entfernt worden. finden werde. Die vorstehende Verhandlung ist den bei derselben beteiligten Personen vorgelesen, und von ihnen nach vorgängiger Genehmi gung wie folgt unterschrieben worden. tveil Die Unterschrift des Schuldners ist verweigert worden, Berhandelt wie oben. Dieser Verhandlung, von der das obige hochnotpeinliche, sehr mangelhaft abgefaßte Protokoll Zeugnis ablegt, und welche 50 Pig Gebühren fostete, ging nachstehende Mahnung voraus: Amtsdiener Name unleserlich Der Büdner Friedrich Vogel zu nehmig wird hierdurch auf gefordert, die folgenden Rüdstände, nämlich: 1. 4 observanzmäßig an den Lehrer zu nehmig zu entrichtende Ostereier sowie die nebenvermerkten Gebühren binnen drei Tagen an den Amtsvorstand Lehnin abzuliefern, widrigenfalls unverzüglich zur Pfändung geschritten werden wird. Der mit der Behändigung des Mahnzettels beauftragte Beamte ist zur Annahme der Eier und Gebühren ermächtigt. Lehnin, den 11. Juni 1900. Der Amtsvorsteher: Pietsch. Der Mahnzettel toftete 10 Bf. Gebühren. Die Weigerung des Vogel, die Eier zu liefern, begründete dieser damit, daß er nicht in die Kirche gehe.( Die Eier sind für die Küsterdienste des Lehrers zu entrichten.) Breisfrage: In welches Jahrhundert fühlt man sich versetzt, wenn man dieses Pfändungsprotokoll liest? Der deutsche Kaiser ist am Mittwoch in Bergen ein getroffen! Ein römisches Cäsarenfeft. Aus Homburg melden die Blätter: ordnen kann. Unser Genosse ist bereit, es darauf ankommen zu lassen, ob man die gefeßlich zulässige Haft von 6 Monaten über ihn verhängen wird. Selbst wenn man ihn diesem äußersten Zwang unterwerfen follte, wird er sich natürlich nicht dazu bewegen lassen, gegen die elementarsten Berufs- und journalistischen Anstandspflichten zu fündigen. Es ist indes noch immer anzunehmen, daß man auch in Gera das moralisch Unzulässige einer derartigen modernen Tortur einschen und, wie das ja auch in den in letzter Zeit bekannt geMotive der Zeugnisverweigerung unsres Genossen und des nun wordenen ähnlichen Fällen geschehen ist, in Anerkennung der ehrenhaften einmal in der gesamten Breffe eingewurzelten journalistischen Sittenfoder, das Verfahren einstellen wird. = Aus Anlag .. daß der Gebrauch einer fremden Sprache nicht schon an sich einen gejeglichen Auflösungsgrund bildet, es läßt aber die Frage völlig offen, ob eine Versammlung nicht in voller Uebereinstimmung mit dem Gesetze aufgelöst werden darf, wenn eine fremde Sprache zu dem Zwecke gebraucht wird, der Polizeibehörde die Erfüllung der ihr gefeßlich obliegenden Pflicht der leberwachung unmöglich zu machen. Polizeibehörden, welche unter dieser Begründung eine Versammlung auflösen, verstoßen daher keines wegs gegen den von dem Ober- Verwaltungsgericht aufgestellten Rechtsgrundfah." ant Bolizeibehörden veranlassen, diese Art Begründung als Grund zur Offenbar will das offigiöse Blait durch feine Darlegung die Polizeibehörden veranlassen, diese Art Begründung als Grund zur Sitten- Auflösung anzugeben, um dadurch einer Rüge jeitens des Cher Verwaltungsgerichts zu entgehen. Die Darlegung der„ Berl. Pol. Die Liste der geistlichen Verbrecher, die unlängst in der Nachr." haben nur einen Fehler: fie find Flunterei. Das Ober„ Volts Zeitung" zusammengestellt und von uns übernommen Verwaltungsgericht hat in allen diefe Materie angehenden Erkennts worden war, erfährt in der letzten Nummer dieses Blatte eine Fort- nijjen anerkannt, daß es in der Natur der Sache liegt, daß in Vers segung. Die über den Monat Juni sich erstreckende Statistit, die sammlungen, in welchen öffentliche Angelegenheiten beraten auf Vollständigkeit natürlich keinen Anspruch erhebt, enthält folgende verden, regelmäßig diejenige Sprache gesprochen wird. am meisten Fälle: welche den Meinungsaustausch der Teilnehmer Sittlichkeitsverbrechen: erleichtert und somit dem Zweck der Versammlung P. J. F. Abele in Ellwangen wurde wegen Knabenschändung zu besten dient, also die Muttersprache der Versammelten". drei Monaten Gefängnis verurteilt. Von dieser Einsicht sei auch der Gesetzgeber ausgegangen. Die Pfarrer Millan in Aveyron verübte im Wartesaal des dortigen Auflösung einer von Polen besuchten Versammlung wegen Bahnhofs an einem jungen Soldaten ein Unfittlichkeitsattentat, der, Gebrauchs der polnischen Muttersprache sei deshalb un ein handfester Bursche, ihn erst durchprügelte und dann der Wache zulässig. Allerdings sei hiervon die Frage zu trennen, ob die übergab. Auflösung einer Berjammlung in einem Fall zuläjjig ist, in welchem P. Pförtner in Neumarkt( Tirol) befindet sich wegen Kinder- besondere Veranstaltungen getroffen worden sind, um deloser Weise schändung in Untersuchung. b in frondem legis dem Abgeordneten der Polizeiverwaltung die Kaplan Rüth in Kallming beging mehrere Sittlichkeits- leberwachung unmöglich zu machen". Wenn der Gebrauch einer fremden verbrechen, flüchtete, wurde aber in der Schweiz aufgegriffen und Sprache nicht auf einer solchen Bethätigung des gefeßlich gewährleisteten verhaftet. Berjannniungsrechts bernhe, sondern nur die Bereitelung der Ueber Die Grundsteinlegung des Cäsariums auf der Saalburg foll Staplan Eichler in Loßdorf unterhielt mit einem Mädchen ein wachung zum 3 wede habe und lediglich auf Verhinderung der Verhältnis, das nicht ohne Folgen blieb. Vor der Niederkunft fuhr Kenntnisnahme des Verhandelten abzielt, dann wäre das Vorin Gegenwart der Kaisers mit besonderer Feierlichkeit be- Eichler mit dem Mädchen nach Wien, um im dortigen Findelhaus gehen der Versammlungsbejucher unzulässig. Das ist etwas völlig gangen werden. Mit dem Arrangement zu der Feier ist Intendant die Geburt abzuwarten. Das Pärchen, das sich für Geschwister aus als die„ Berl. Pol. Nachr." darzustellen versuchen. andres Würden von Hülsen beauftragt worden. Die Feier wird einen streng gab, übernachtete in Taus, wo die Niederkunft unerwartet erfolgte. in geborene Nichtpolen lediglich deshalb griechisch oder römischen Charakter tragen. Die Wälle der Burg werden mit P. Gichler versah Hebammendienste, dann fuhr er, das Mädchen hilf- polnisch sprechen, um den Polizeibeamten zu frozen oder um ein römischen Soldaten besetzt. Bei dem Heramahen des Kaisers los im Stiche lassend, auf und davon. Verbrechen zu verabreden, so üben sie nach Ansicht des Ober- Veröffnen sich die Thore, der Kaiser betritt mit seinem Gefolge das P. Menzel in Griesdorf erteilte den Mitgliedern des von ihm waltungsgerichts nicht bloß ihr Versammlungsrecht aus und müssen Innere, worauf sich die Thore wieder schließen. Der Eingang ist dort gegründeten christlichen Jungfrauenbundes auf dem Ortefriedhofe fich eine Auflösung ihrer Versammlung gefallen laffen, falls der Polizeivon Spalier bildenden römischen Kriegern bewacht. Im Hinter- die sogenannte„ Christenlehre". Drei Frauen, die am Pfingstionntag beamte des Griechischen oder Polnischen nicht mächtig ist. Solche Voraus über die Friedhofmaner schauten, erblickten den hochwürdigen Herrn fegungen treffen in den von uns angegriffenen polizeilichen Maßgrund ist das Cäsarium mit dekorativen Mitteln so aufgebaut, wie in„ innigster" Ilmarmung mit einer solchen christlichen Jungfrau nahmen nach keiner Nichtung zu. In Halle wollten die Arbeiter ihr es später in Wirklichkeit erstehen soll. Am Cäsarium empfängt der zwischen den Gräbern liegen. Versammlungsrecht ausüben, um ihre Lage zu verbessern. Hieran Kaiser römische Edle, Feldherren, Priester 2c., die P. Schulit in Schönberg beteiligte sich an einer Wallfahrt sind sie durch die ungefeßlichen Maßnahmen der Polizei gehindert. ihn in das Innere geleiten. Hier findet nun die feierliche Grund- auf den bl. Muttergottesberg und hob unter fortgeseztem Gebete: Verfassungswidrige Drangialierungen polnisch sprechender Deutscher steinlegung statt. Zu der Mitwirkung an der Feier werden die Gegrüßt seist Du u. s. w." einer vor ihm gehenden Lehrerin von find wiederholt im Reichstag von socialdemokratischen, polnischen und Mitglieder des Wiesbadener Hoftheaters, der hiesigen Bürgerschaften hinten die Röde in die Höhe. und der hiesigen Garnison herangezogen werden. Major Lauff wird einen Prolog verfassen, mit dem der Kaiser von einem römischen Priester, dargestellt von einem königlichen Schauspieler des Wiesbadener Hoftheaters, an dem Eingang zu dem Cäsarium empfangen wird. Die Feierlichkeit findet auf fpeciellen Befehl des Raisers statt. Centrums- Abgeordneten gegeißelt. Auch die Hallenser Vorgänge Diebstähle, Morde u. s. w. werden wohl dort nicht unerwähnt bleiben. Die von solchen BeP. Julian Anguita in Castillo wurde wegen Ermordung des hinderungen des verfassungsmäßig gewährleisteten Versammlungsredits Betroffenen aber follten den Weg einer Schadensersatzeigenen Vaters zum Tode verurteilt. Pfarrer Peter Michels wurde vom Landgericht Saargemünd flage gegen die gefegwidrig vorgehenden Beamten trotz der Schwierigkeit, int solchen Prozessen in Deutschland Recht Vielleicht wegen Körperverlegung zu 30 M. Strafe verurteilt. bringt die Pfarrer P. Echwertner in Schönlinde schlug ein Mädchen derart zu erhalten, nicht unversucht lassen. auf den Kopf, daß ihm Blut aus Mund und Nase quoll. Nötigung, den Geldbeutel etwas leichter zu machen, manchem schneller Der Pfarrer von Zäfingen bei Mülhausen geriet bei einer Feld- das Verständnis der Verfassung bei als allein der langsame Weg des Die polnischen. Arbeiter wehren fich prozession mit dem Kreuzträger in Streit, sie wurden bald handgreif- Berwaltungsstreitverfahrens. und wälzten sich auf dem Felde herum, indes das Volk betete: mit Recht gegen die Beschränkung ihres Versammlungsrechts. Der Gegrüßt seist Du Maria Gebrauch des Versammlungsrechts ist für den polnischen Arbeiter, der als Lohndrücker gegen seinen nur deutsch sprechenden Arbeitskollegen gebraucht werden soll, mehr not als je. Die Saalburg ist die Ruine eines römischen Kastells bei Bad Homburg im Taunus. Sie stammt aus der Zeit der Kaiser August. Das Fest wird kostümegetren in die Zeit der römischen Welt- lich herrschaft und Weltpolitik zurüdführen, die gar bald jäh zusammen brach! " Ausland. Zwei Boerengesandtschaften Kaplan N. Baldi in Unterlangkampfen bläut seinen Schülern sein Ein schlagendes Argument. Die Mordkultur- Agenten Christentum mit einer Vorhangstange ein. Krupps in den Berliner Neuesten Nachrichten" erzürnen sich über P. Schnar in Nordhausen unterschlug Schulsparkassengelder, wodas gestrige Kieler Stimmungsbild, das einige Aeußerungen der für er zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde. nach China geschickten Mannschaften wahrheitsgemäß mitteilte. Die Pfarrer Walch, ein Tiroler Pfaffe, ohrfeigte während des GottesB. N. N.", die natürlich an ihrem gesicherten Schreibtisch von dienstes zwei Knaben derart, daß der eine bewußtlos liegen blich, Gloire- Patriotismus triefen und Menschenblut nicht höher schäzen dem andern aber Blut aus Mund und Naie quoll. Der bewußtlose sind gegenwärtig in Europa, eine direkte und eine indirette. als ihren Kleister, nennen die fatale ungeschminkte Schilderung er- Knabe tränkelte seitdem und starb endlich. Walch wurde mir Die direkte, die von den Boeren- Republik en vor zwei Monaten nach logen und fügen dan hinzu: wegen Ehrenbeleidigung(!) zu 200 Kronen verurteilt, womit er den Vereinigten Staaten geschickt ward und jetzt, nachdem sie dort " Hoffentlich wird der Kieler Gewährsmann des„ Vorwärts", aber nicht zufrieden war und Berufung ergriff. Das Junsbrucker nichts ausgerichtet hat, in Paris weilt. Und die indirekte, die von der anonym die Ehre der deutschen Marine anzutasten wagt, Landesgericht wies den Einspruch zurück und bestätigte das erst den Afrikandern der englischen Kaptolonie abgeschickt ward und vorigen Sonnabend in London angekommen ist. Die direkte bald aus deren Kreisen erkannt und mit einer tüchtigen richterliche Urteil. wird P. Jirka in Wien- Brigittenau prügelte einen am Beitstanz Gesandtschaft in Frankreich ebensowenig ausrichten, Tracht Prügel über die wahre Stimmung belehrt." in den weil er getacht hatte so unmenschlich, daß wie fie Vereinigten Staaten ausgerichtet hat. Ob die Stimmung der dem unersättlichen Abgrund des leidenden Knaben chinesischen Nebel- Abenteuers ausgelieferten Deutschen erheblich der Knabe schwer erkrankte und ins Karolinenspital gebracht werden Sympathien und schöne Worte in Hülle und Fülle, doch keine Thaten. Keine Macht hat Lust, mit England anzubinden. gebeffert werden würde, wenn paar den Interessen mußte. der internationalen Kanonenfabrikation dienende Bravi gedungen Kanonifus Eagle in Cordoba wurde wegen Urkundenfälschung zu Günstiger find die Aussichten der Afrikander- Delegation. Diese besteht aus Professor de Vos, R. J. Botha, J. du Plessis und R. J. de Wet. werben, um die Wahrheit niederzufnütteln, bezweifeln wir sehr. sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Anreizung zu Gewaltthätigkeiten, die das Blatt wagt, zeigt Pfarrer Löffler in Westhausen gab einem elfjährigen Mädchen Professor de Bos hat einem Vertreter der„ Daily Mail" folgende aber, wie tief wir in den Schlamm schmutzigster chauvinistischer in der Schule zwei derart träftige Schläge auf den Kopf, daß das Mitteilungen über die Absichten der Deputation gemacht: Renontmisterei gesunken sind. Der edle Ratgeber würde ein hervor Mädchen davon nicht nur große Schmerzen hatte, sondern auch ragender Offizier der von dem„ Schwäbischen Merkur" empfohlenen epileptische Anfälle bekam. Schustruppe der Weltpolitik werden können. der " -Kaplan Neuhauser in Gösting prügelte einen Schulfnaben derart, daß noch einige Tage später Blutunterlaufungen auf Gesäß und Oberschenkel vorhanden waren. Das Gericht sprach den Hochwürdigen Herrn frei, worauf der Vater des mißhandelten Knaben dem Katecheten mit gleicher Münze heimzahlte. " Unter solchen Umständen werden dem Wert die aus Heiligenstadt, der zur nationalliberalen Partei gehört, siegte in der Unter folchen Umständen werden dem Wert die aus Stichwahl mit Hilfe der Freifinnigen Bereinigung über unsren der Ausführung des Flottengejeges zu er Kandidaten Tischlermeister Gerlach in Halberstadt. In der Hauptwartenden Bestellungen sehr willkommen fein. Somit fönnte es fich nur um vorübergehende Schwierig- wahl hatten Stimmen erhalten: Heiligenstadt 7151, Gerlach 6409; in der Stichwahl Heiligenstadt 8870, Gerlach 6974. feiten handeln." " Wir beabsichtigen, unferer eignen Richtschnur zu folgen. Wir werden nichts mit Mr. Stead oder Mr. Courtney zu thun haben. Wir sind keine Boeren, sondern Kolonisten, treue Unterthanen der Königin, und wollen diese ganze afrikanische Angelegenheit in ein Licht stellen, in dem sie dem britischen Volke bisher noch nicht gezeigt worden ist. Wir wollen hier keine Hilfe, sondern suchen nach dem besten Wege, unsre Sache vorzutragen, und glauben, wir werden angehört werden. Ueber die Einzelheiten fann ich noch nicht sprechen, aber ich kann sagen, daß wir die schließliche Unabhängigkeit der Boeren- Republiken befürworten und deren Die Sorge um Krupp. In der Münch. Allgemeinen 3tg." Lejen wir: " Der„ Vossischen 3tg." wird heute abend aus Effen gemeldet, daß in mehreren Betrieben der Kruppschen Werke seit Wochen Mangel an Beschäftigung sich fühlbar mache und daß befürchtet der Bantdirettor Abgeordneter Dr. Heiligenstadt, der in ein Ersatzwahl zum Reichstag. Im Kreise angleben hat werde, es könnte daraufhin die Notwendigkeit von Arbeiterent Staatsaint befördert worden ist, sein dadurch erlöschendes Mandat lassungen sich einstellen. Die Bossische 3tg." fügt dem Telegramm felber niedergelegt. Ansicht dem britischen Volk vorlegen wollen." Er wird voraussichtlich wieder kandidieren. ihres Effener Storrefpondenten folgende Bemerkung hinzu: Die Delegation findet in England einen für ihre Bestrebungen nicht unempfänglichen Boden. Durch das Ereignis in China ist die verbrecherische Thorheit des Boerenkrieges in so scharfe Beleuchtung fieht. Und trotz der letzten Depeschen des Generals Roberts steht gestellt worden, daß nur wer nicht sehen will, die Wahrheit nicht es fest, daß die Boeren, wenn zum äußersten getrieben, den Ob die Freisimmige 8tg." des Herrn Eugen Richter und ob Zur Versammlungsfreiheit der Polen. Die offiziöfen Breß- Aleinfrieg noch weit in die Länge ziehn, und die, in Ostasien so Voor wärts" sich dazu aufschwingen, ihren Lesern die organe fahren in den vor Jahren unter dem verflossenen Senebelgejezz- notwendige britische Armee in Südafrika festhalten können. Auffassung der Vossischen Zeitung" mitzuteilen, bleibt abzu- minister v. d. Rede vergeblich unternommenen Versuchen fort, den Dazu komme und darauf wird die Delegation das HauptPolen das ihnen verfassungsmäßig gewährleistete Versammlungsrecht gewicht legen die Bevölferungsverhältnisse in SuidWie das Münchener Blatt hiermit sieht, hat sich der Vorwärts" zu nehmen. Im Jahre 1896 unternahm es der damalige Minister afrita. Wie wir schon vor Ausbruch des Striegs hervorhoben, sind von den Boerenrepubliken abgesehen die Kolonisten Bu diefer Mitteilung aufgeschwungen. Die Zumutung, daß es die des Innern, Bersammlungsverbote und Berjammlungsauflösungen, Aufgabe der Socialdemokratie fei, die Geschäftsinteressen der Firma die deshalb erfolgt waren, weil der Polizei die Kenntnis holländischer Abkunft in Südafrika viel zahlreicher als die Strupp zu vertreten, übertrifft allerdings die sonst in dem Blatte übliche der Sprache der in ihrer Muttersprache sich unterhaltenden Kolonisten englischer Abkunft. Nach der yorjährigen Statistit zählt Einfalt noch um ein Beträchtliches. Im übrigen aber scheint uns Polen fehlte, im Abgeordnetenhause als verfassungs- und die englische aufpt to lonic: die[ optolonie, bei einer die Sorge um den Profit Krupps durchaus unbegründet. Die gesetzmäßig hinzustellen. Die gesetzmäßig hinzustellen. Er mußte zugeben, daß das Ober- Gesamtbevölkerung von anderthalb Millionen Einwohnern 376 987 Chinesen werden ihn schon wieder mit umfangreichen Aufträgen Verwaltungsgericht ständig dahin entschieden habe, daß Verfaffung Weiße, von denen 288 627 der holländisch en reformierten Kirche aus bedenken. und Vereinsgefeß die Auflösung einer Versammlung wegen Gebrauchs gehören und holländischer Abstammung find. Also über drei Viertel der Daß die Einfalt der Münchener Allg. Zeitung" den Sinn der der polnischen Sprache seitens der Versammlungsbefucher verweißen Bevölkerung sind Stammesgenossen der Boeren! In Natal ist das Bemerkung der Tante Voß völlig mißverstanden hat, sei nebenbei biete. Die erste Entscheidung des Ober- Verwaltungsgericht, die holländische Element nicht so start, aber es bildet auch hier die angemerkt. Die Vossin hat einfach auf die auch von der„ Kreuz- diesen Grundjaz anerkannte, war am 26. September 1876 ergangen, Mehrheit. Einschließlich der zwei Boerenrepubliken betrug nach Zeitung" feiner Zeit zugestandene Thatsache angespielt, daß die alfo nach noch nicht halbjähriger Spruchpraris des obersten Ver- der legten Zählung die weiße Bevölkerung in Südafrika zusammen neue große Flottenvorlage u. a. auch deshalb kommen müßte, waltungsgerichts( die erste Entscheidung, die das seit November 1875 830 000 Stopfe und von diesen sind ungefähr 620000, also reichlich Diese weil die Firma Krupp die Aufträge dringend brauchte. bestehende Ober- Verwaltungsgericht überhaupt gefällt hat, datiert vom drei Viertel, holländischer Abstammung. varten." " Bern find beweiskräftig; um beweisträftiger, als Firma erklärte, 40 Bf. pro Stunde niat zahlen zu fönnen, wurde die holländischen Familien die englischen an Kinderreichtum am Nachmittag die Arbeit niedergelegt refp. nicht wieder aufges übertreffen und die Zähigkeit der Holländer sprichwörtlich ist. Die nommen. Zuzug von Erdarbeitern ist daher fernzuhalten. Möglichkeit, daß das holländische Element von dem englischen auf die Dauer gewaltsam niedergehalten werden könne, ist einfa ausgefchloffen. Das den Engländern flar zu machen, ist die Mission der Afrikander- Delegation.Türkei. Stodfabrit Bettenhausen bei Kassel und dem Fabrikanten sind wegen Achtung, Stockarbeiter! Zwischen den Biegern der Rochollschen Herabsetzung der Accordpreise Differenzen ausgebrochen. Da hauptfächlich Berlin wegen Zuzug in Betracht kommt, bitten die dortigen Kollegen, Zuzug streng fern halten zu wollen. Handelspolitisches. Die Pforte richtete an die Gesandten von Serbien, Griechenland und Rumänien in Betreff des Differenzial tarifs identische Noten, in welchen erklärt wird, daß die Pforte bereit sei, in Verhandlungen bezüglich einer Vereinbarung über Handelsverträge einzutreten, daß der Tarif jedoch bis zum Abschluß der Verträge in Kraft bleiben müsse: die Pforte lehne es ab, eine provisorische Konvention abzuschließen. Der serbische Gesandte machte ernste Vorstellungen, indem er die ungerechte Behandlung Serbiens im Vergleiche zu Montenegro und Bulgarien hervorhob, denen Sympathieresolution an. das Regime des achtprozentigen Tarifes gewährt wurde. ferbische Gesandte begab sich zu gleichem Zwede auch zur Pforte. Die Metallarbeiter in Halle und der Fall Wüftemann. Eine imposante Metallarbeiterversammlung, die von rund 900 Perfouen besucht war, fand am 9. Mai abends im großen Saale des Sofiäger in Salle statt. Nach einem Vortrage des Redacteurs Genossen Thiele über die Lage der Metallarbeiter und den Fall Wüste mann, wurde zu dem Ausstande bei der Firma Bertram Stellung genommen. Die Versammlung erklärte sich mit dem Vorgehen der Bertramschen Metallarbeiter einverstanden und nahm eine Afrika. Partei- Nachrichten. Der Ein Nachspiel zur Maifeier in Halle brachte die VerHandlung gegen die Bauarbeiter Wilhelm Schulze und Karl Baum. Sie hatten den 1. Mai gefeiert, und zwei Arbeitswillige, die an dem Tage auf dem Bau erschienen waren, um zu arbeiten, beschimpft. Schulze soll auch die beiden Personen genötigt haben, den Bau zu verlassen. Das Gericht verurteilte Schulze zu 2 Monaten und Baum zu 2 Wochen Gefängnis. Einen ihrer ältesten Veteranen verlor die Partei in dem Genossen Karl Findeisen, dem die Genossen in Frohburg ( Sachfen) am Montag das letzte Geleite gaben. Genoffe Findeisen, der das hohe Alter von 84 Jahren erreicht hatte, war allzeit ein waderer Soldat der proletarischen Armee. Parteilitteratur. Auf diesem Parteitage werden die Verhandlungen nur in deutscher Sprache geführt, und die Parteivertretung ist der Ansicht, daß demzufolge der Parteitag seine Tagesordnung in fünf Tagen erledigt haben wird. trenne. Ausland. V Aus der Frauenbewegung. und den der Boctales. Bäckerei- Verordnung und Bäcker- Junungsmeister. Der Referat des Obermeisters Gemeinhardt- Berlin, der 15. Verbandstag der brandenburgischen Bäcker- Junungen Germania, der am 10. Juli in Eberswalde tagte, debattierte nach einem die Bundesrats- Verordnung als ein Schmerzenskind der Bäckermeister bezeichnete, über folgende Resolution: „ Die in Eberswalde am 10. Juli zum 15. Verbandstag des Zweigverbands Brandenburg versammelten Delegierten von 82 Bäcker Jnnungen mit 4000 Mitgliedern erklären, der Bundesrats- Verordnung vom 4. März 1896, der Eigenartigkeit des Bäckereibetriebes wegen nicht nachkommen zu können. Nach den bisherigen Erfahrungen find schwere finanzielle Schädigungen durch die verschiedenartigen, unvorhergesehenen Einflüsse der Witterung und teilweise auch hervorgerufen durch die zu verarbeitenden Nohprodukte immer wiederkehrend und unausbleiblich. Auch sind wir vollständig der Willkür böswilliger Arbeitnehmer ausgesetzt und ein Spielball ihrer Denunziationslust. Das frühere familiäre und segensreiche Verhältnis zwischen Meister und Gesellen ist verschwunden und in den meisten Fällen ein direkt feindliches geworden. Auch ist hierdurch des Meisters Autorität seinem Lehrling gegenüber tief erschüttert und die Pflichten, welche die Gewerbe- Ordnung dem Lehrherrn seinen Lehrlingen gegenüber auferlegt, schwer durchzuführen. Die Bersammlung beauftragt deshalb ihren Vorstand, beim hohen Bundesrat, dem Reichstag, sowie bei allen Handelskammern zu beantragen, die magimale Arbeitszeit in eine minimale Ruhezeit von täglich 10 Stunden zu ändern und dadurch wieder geordnete Verhältnisse für unser Gewerbe herbeizuführen." Die Resolution wurde nach langer Debatte mit der Abänderung angenommen, daß nicht eine bestimmte Ruhezeit von zehir Stunden angegeben werde, sondern nur um eine durchführbare bänderung gebeten werden soll, auch nicht der Meister für die Durchführung der Verordnung verantwortlich gemacht werden soll, sondern der gegen die Verordnung Berstoßende, also event. der Geselle. Echt bäckerinnungsmeisterlich! Ein Sieg des Kohlensyndikate. Zwischen dem rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat und einer Anzahl Werke, in deren Besitz Kohlengrnben übergegangen sind, die vertragsmäßig dem Syndikat angeschloffen waren, schweben betreffs Lösung der Verpflichtungen verschiedene Prozesse. Diejenigen Werte, welche Kohlengruben erworben hatten, waren der Meinung, mit Verkauf der Gruben sei der Vertrag mit dem Syndikat, nach dem bis zum Jahre 1905 sämtliche geförderten Kohlen, so weit sie nicht dem Selbstverbrauch dienen, dem Syndikat überwiesen werden müssen, aufgehoben. Verschiedene Werte im Ruhrrevier glaubten sich nämlich in der Zuteilung der Kohlen" Der Hafenarbeiter- Ausstand in Rotterdam ist noch immer in der Ausbreitung begriffen. Arbeitswillige Arbeiter sind aus Vom Boerenkrieg. Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts Beeland importiert vorden, aus Gravesende ebenfalls einige hundert aus Bretoria meldet: Die Streitkräfte Clements und Bagets find Mann. Für diese Arbeitswilligen ist ein Schiff im Binnenhafen zur am 7. d. M. in Bethlehem eingetroffen. Da De Wet sich weigerte, Kaserne hergerichtet worden. Zu dem Marine- Aufgebot zum anfich zu ergeben, nahm ein irländisches Regiment die feindliche geblich erforderlichen Schutz der Arbeitswilligen bestehend aus Stellung im Sturm und eroberte dabei ein Geschütz wieder, welches einem Panzerschiff, 2 Kanonenbooten und 7 Schaluppen bei Stormberg in die Hände des Feindes gefallen war. Der Feind bereits vorhandenen Landtruppen ist noch eine Schwadron Husaren befindet sich in vollem Rückzuge. Die englischen Verluste sind noch aus Haag als Verstärkung hinzugekommen. Sind die Unternehmer, nicht vollständig festgestellt, doch sind sie nicht erheblich. in ihrer Starrköpfigkeit bestärkt durch diese gewaltige militärische Machtentfaltung, nicht gewillt, nachzugeben, so bezeigen auch die Ausständigen keinerlei Absicht, sich zu unterwerfen. Täglich finden große Versammlungen statt; die Erzträger haben einen besonderen Verband gegründet, dem alsbald 700 Mann beigetreten sind. Frankfurt a. M., 11. Juli. Wie der Frankf. Zeitung" aus Amsterdam depeschiert wird, beschlossen auch die Rheinschiffer in einer gestern in Rotterdam abgehaltenen Versammlung, fich dem Streit der Schiffearbeiter anzuschließen. Bei der Ankunft des Tielichen Boots ist es gestern zu einem großen Auflauf ge tommen. Etwa 100 streifende Schiffer verjammelten sich, in der Meinung, das Boot bringe auswärtige Arbeiter. Polizei und Seefoldaten trieben die Streitenden auseinander, ohne von der Waffe Gebrauch zu machen. Abends fand eine Arbeiterfrauen Verfammlung statt, in der sich 700 Frauen der Sache der Männer anschlossen. Rotterdam, 11. Juli.( W. T. B.) Der Ausstand dauert an. Nur etwa 20 Schiffe haben die Ladung gelöscht. Außer Segelschiffen Als neue agitationsbroschüre warten 140 Dampfer auf die Entladung. In einer heute abunter dem Titel„ Wie ein Pfarrer Socialdemokrat wurde" hat gehaltenen Versammlung beschlossen die Fuhrleute, die auf mengen seitens des Syndikats nicht genügend berücksichtigt. Um im die Buchhandlung vorwärts foeben die Rede erscheinen festes Gehalt angestellt find, in den Ausstand zu treten. Die Fracht- Kohlenkonsum nicht länger vom Synditat abhängig zu ſein, fauften laffen, womit der frühere National- Sociale Pfarrer a. D. Göhre fuhrherren bewilligen die Forderungen der Arbeiter unter der Be- die betreffenden Werke die nötige Anzahl Gruben an. Das Kohlen in Chemniz feinen Uebertritt zur Socialdemokratie begründet Die Schrift ist in mehrere Abschnitte geteilt und die populären Daringung, daß ihre Vereinigung sich von der Transportföderation fyndikat verlangte aber auf Grund der abgeschlossenen Verträge die legungen Göhres über die Fragen Christentum und Social werden morgen die Arbeit wieder aufnehmen. Diese Bedingung wurde angenommen, und die Fuhrleute Ueberweisung der bezüglichen Fördermengen. Die neuen Eigentümer der Gruben wendeten ein, laut Vertrag jei der Eigenverbrauch nicht demokratie",„ Gefeßlichkeit der Socialdemokratie",„ Patriotismus überweisungspflichtig, und durch die Verschmelzung der Gruben mit und Socialdemokratie"," Reaktion und die politischen Parteien", die den Werken sei die hier benötigte Stohle als selbstverbrauchte zu be er in dieser Rede auch erörterte, dürften die billige Schrift( 10 Pf. trachten. Das Syndikat beschritt den Klageweg. In erster Instanz pro Stüd) namentlich zur Agitation in den Reihen der indifferenten wurde denn auch ein Urteil dahin gefällt, daß die ShudifatsKreise geeignet machen. verträge trotz des Uebergangs der Gruben in andern Besitz Zur Lohnbewegung der Blätterinnen, beziehungsweise zu rechtsträftig blieben. Der Parteitag der öftreichischen Socialdemokratie ist laut den Einigungsverhandlungen vor dem Gewerbegericht, nahm eine hm zufolge follte die Gewerkschaft Westfalia" überhaupt nicht beDas Urteil ging sogar noch weiter. Bekanntgabe der östreichischen Parteivertretung auf den 2. Sep- von etwa 500 Inhabern und Juhaberinnen von Wasch- und Plätt- rechtigt sein, ihre Zechen vor Ablauf des Syndikatsvertrags zu bertember nach Graz einberufen worden. anstalten besuchte Versammlung Stellung. Dieselbe fand am Dienstag, äußern. Die Gewertschaft legte gegen dieses Urteil Berufung ein. Die Parteivertretung schlägt vorbehaltlich der Entschließungen in Dräs els Saal statt. Schon gleich zu Beginn der Versammlung Das Oberlandesgericht in Hamm hat nunmehr das Urteil in seinem des Parteitags felbft folgende Tagesordnung vor: 1. Bericht der machte sich eine sehr gereizte Stimmung gegen die Lohnbewegung ersten Teile bestätigt, dagegen die Aberkennung des Verkaufsrechts Barteibertretung. 2. a) Parlamentarische Thätigkeit, b) Parteitaktik. der Blätterinnen und deren Vertreter bemerkbar. 3. Wahl der Parteivertretung. 4. Partei- Organisation. 5. Partei anstalts- Juhaber hatte entdeckt, daß eine Frau, die Ein Plätt aufgehoben. Die übrigen noch schwebenden Klagen werden wohl in preffe. 6. Gemeinde Wahlrecht. 7. Alters- und Invaliditäts- Lohntommiffion = gleicher Weise zu Gunsten des Kohlensyndikats ausfallen. Welches versicherung. 8. Landagitation. 9. Allgemeine Partei- Angelegen wesend war, der Blätterinnen angehört, im Saal ans Geschäft diese Unternehmervereinigung macht, ist daraus zu ersehen, und als er dies den Bersammelten mitteilte, daß die Firma Mösch- Dortmund, welche von der vorerwähnten heiten. aus dem Saale zu entfernen. Auch die Anwesenheit des Vorsigenden pflichtung an das Kohlensyndikat bis zum Ablauf des Vertrags schien es, als ob ein Teil derselben Luft hätte, die Frau Gewerkschaft die Zeche Kaiserstuhl" erworben hat, durch die VerTrinks vom Verein der Wäsche und Krawattenarbeiterinnen, der( 1905), einen Schaden von rund 2/2 Millionen Mark erleidet. die Lohnbewegung leitet, wurde mit luvillen bemerkt. Dann stente sich aber heraus, daß Herr Trinks von den Einberufern der Ver- Wieder ein Socialdemokrat Obermeister einer Zwangsjammlung ausdrücklich eingeladen war, und daß auch die innung. Bei der Wahl eines Obermeisters der Schuhmacherder Lohnkomunisfion angehörende Frau als Inhaberin einer 3wangsinnung in Frankfurt a. M. erhielt Genoffe Brühne Blätterei eine Einladung erhalten hatte. Die erregten Ge- 156 Stimmen, fein bürgerlicher Gegenkandidat 123 Stimmen. Brühne müter beruhigten sich nun wieder. Die Ausführungen des war somit gewählt. Auch die Wahl der übrigen fünf Vorstands. Achtung! Herren- Maßschneider! Der Ausstand der Kollegen Referenten ahmeten einen durchaus friedlichen Geist. Der Redner mitglieder fiel zu Gunsten der Zwangsinnungs- Gegner aus. Die bei der Firma Bortrefflich bauert unverändert fort. Streitbrecher erkannte die Lohnbewegung der Blätterinnen als berechtigt an, mur Jungsspießer follen arg verdugte Gesichter gemacht haben, sind aus den Reihen der Ausständigen nicht zu verzeichnen. Wir meinte er, ihre Forderungen seien zu hoch und könnten deshalb erfuchen nochmals die Berliner Kollegenschaft, alle Arbeitsangebote Inhaber von ungünstigen Folgen begleitet sei, so plaidierte der übereifrige Vorstand des Kriegervereins in Blaue( Schwarzburgnicht bewilligt werden. Da aber ein Streit für die BlättereiAllzu scharf macht schartig. Eine schwere Niederlage hat der gedachter Firma von sich zu weisen. Die Firma Stala ersucht uns, berichtigend mitzuteilen, daß ent- Referent für die Beteiligung der Geschäftsinhaber an den Berhand: Sondershausen) erlitten, der in einer am 5. Juli stattgehabten gegen der Behauptung in der Freitag- Nummer des Vorwärts", bei lungen vor dem Einigungsamt. Der friedliche Ton, den der Referent Generalversammlung des dortigen Striegervereins den Antrag hatte ihr Streifarbeit für die Firma Vortrefflich nicht angefertigt ivird, angeschlagen hatte, fand bei den Versammelten wenig Antlang. Bei stellen lassen, diejenigen Mitglieder, die bei der Landtagswahl als ihr Streifarbeit für die Firma Vortrefflich nicht angefertigt wird, den zunächst folgenden Rednern stieß er jogar auf heftigen Widerspruch. focialdemokratische Wahl männer fungiert hatten, aus Diese wendeten sich, begleitet von stürmischem Beifall der Zuhörer, dem Verein auszuschließen. Fast sämtliche Anwesenden stimmten Die Ortsverwaltung des Verbandes der deutschen Schneider. mit großer Schärfe, teils fogar mit unverkennbarer Gehässigkeit, jedoch gegen diesen Antrag, so daß sich der Vorsitzende genötigt Von den andgesperrten Leipziger Steinsetzern hatte eine gegen die Forderungen der Blätterinnen. Wir denken gar nicht fah, sein Amt niederzulegen. Selbst die Kriegervereine beträchtliche Anzahl hier in Berlin und den Vororten Arbeit ge- baran, vor das Einigungsamt zu gehen"," Einen Streit giebt es laffen sich also nicht mehr zu harrapatriotischen Exekutionen miß. funden. Dieselben sind am Dienstag auf Veranlassung der Leip- ja gar nicht!". Laßt sie nur kommen, wenn sie streifen wollen, brauchen. ziger Junung sämtlich entlassen worden. Bemerkenswert ist, daß dann werden wir das Publikum darüber aufklären, mit welcher fich unter den Ausgesperrten so mancher befindet, der an eine Be- Frechheit man uns die Haut über die Ohren ziehen will!" Solche teiligung am Streit nicht gedacht hätte. So liefern also auch die und ähnliche Aeußerungen entfesselten stürmische BeifallsLeipziger Steinfegmeister fleißig Material zu einem neuen falven. Trinks, der auch das Wort nahm, um ชน Zuchthaus Gesetz für die Unternehmer. In den Kreisen der bekunden, daß er namens der Blätterinnen gekommen sei, um die Lehte Nachrichten und Depelthen. Berliner Steinfeger herrscht infolge der brutalen Handlangerdienste, Hand zu einer Einigung zu bieten, wurde von verschiedenen Seiten welche die hiesige Junung ihrer Leipziger Kollegin geleistet hat, eine mit persönlichen Anzapfungen bedacht. Nachdem es in dieser Weise sehr starke Erregung. Nur mit großer Mühe ist es den Leitern der eine Weile fortgegangen war, tamen einige Redner zum Wort, die Organisation möglich gewesen, spontane Arbeitseinstellungen zu ver- den von den Vorrednern angeschlagenen Ton entschieden mißbilligten Remen aus ihifu vom 10. d. M. besagt: Ich traf gestern hier hindern. und zu Einigungsverhandlungen rieten. Die weiteren Debatten ein; zwei Bataillone des 9. Infanterie- Regiments und ein Bataillon Immerhin foll die Sache für die Berliner Jnnung nicht ganz so trugen denn auch einen mehr fachlichen Charakter. Gegen das Vor- Seefoldaten unter dem Kommando des Obersten Meade wurden heute glimpflich abgehen, indem jedenfalls in den nächsten Tagen beschlossen gehen der Blätterinnen wurden folgende Einwendungen ge- ans Land gesezt, um nach Tientsin vorzurücken. Die Thätigkeit der werden wird, den Zuzug fremder Steinfeger nach Berlin und den Vor- macht: Es fei ganz unzutreffend, wenn man die Inhaber von verbündeten Truppen in Tientsin ist gegenwärtig darauf gerichtet. orten für die Dauer des Leipziger Streits zu sperren. Es dürfte das Wasch- und Plättanstalten als Meister oder gar als Unter ihre Stellungen festzuhalten. Eben erfuhr ich von Admiral für die hiesigen Meister ein recht empfindlicher Schlag sein, da die nehmer bezeichne, denn die Inhaber feien entweder Arbeiter, Seymour in Tientsin, daß die Ausländer hart bedrängt seien. meisten derselben noch einer sehr großen Anzahl von Steinfegern be- die in Fabriken und Werkstätten ihrem Beruf nachgingen, während nötigen, solche aber in Berlin bis auf weiteres nicht zu haben sind. die Frau die Wasch- und Plättanstalt leite, oder fie arbeiteten selbst Nachträglich sei noch mitgeteilt, daß am Sonnabend voriger in der letteren mit. Die Inhaber von Wäschereien und Plättereien Woche bei der Firma Wickel in Rigdorf die Rammer in einer seien demnach eben solche Proletarier, wie die Blätterinnen. Wenn Anzahl von 14 Mann die Arbeit eingestellt haben. Herr W. weigerte man auch anerkennen wolle, daß die früheren Löhne der Blätterinnen fich bisher, den Lohntarif schriftlich anzuerkennen, wenn er auch bis einer Aufbefferung bedürfen, so gehe es doch nicht an, daß man der deutsche Botschafter von Holleben haben gestern ein Abjezt nach demselben gezahlt hat. ihnen als Lohn die Hälfte dessen bezahle, was die Inhaber des Ge lommen unterzeichnet, nach welchem auf die deutsche Einfuhr die Jn Sachen der Alt- Blätterinnen und Wäscherinnen wird schäfts von den Kunden erhalten. Der Brauch, den Preis der Arbeit bisher andren Ländern gewährten Zollerleichterungen Anwendung das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts am Freitag ver- ie zur Hälfte zwischen Geschäftsinhaber und Arbeiterin zu teilen, finden. Präsident Mc Kinley wird demnächst eine Proklamation handeln, nachdem sich gestern die Arbeitgeber damit einverstanden habe zwar bei den früheren niedrigen Preisen bestanden, er könne erlassen, welche die ermäßigten Zölle in Kraft fest. erklärt haben. Die Verhandlungen finden im Bürgerfaal bes aber jest nicht mehr aufrechterhalten werden, da die Preissteigerung Rathauses statt und beginnen vormittags 10 Uhr. Als Beifizer lediglich mit Rücksicht auf die Verteuerung des Materials und die Erhöhung der Mieten für die Geschäftslotale erfolgt sei. Die Köln, 11. Juli.( W. T. B.) Bei Biesdorf ftleß, wie die find ausersehen: Former A. Körsten, Tischler R. Ahrens, Blätterinnen hätten ja in den Versammlungen über gesundheits- Kölnische Volkszeitung meldet, ein Rheindampfer gegen einen Ingenieur Bernhardt und Hutmachermeister Lucht. Den Vorfie schädliche, menschenunwürdige Arbeitsräume geklagt. Benn die Ge- Personennachen. Der Fährmann des letztern und drei Juſaſſen wird Gewerberichter v. Schulz führen. Als Zuhörer fönnen mur 60 Arbeitnehmer und 60 Arbeitgeber zugelassen werden. Es werden schäftsinhaber menschenwürdige Räume mieteten, dann müßten ertranken. Karten ausgegeben. Die Starten für die Arbeitnehmer sind bei inhaber hätten bereits die früheren Löhne für Oberhemden aus New York: Der deutsch- amerikanische Reziprozitätsvertrag fie dieselben unmenschlich bezahlen. Die Vereine der Geschäfts- Frankfurt a. M., 11. Juli.( B. B.) Die„ Frff. 8tg." meldet Trints zu haben. Im Bureau des Gewerbegerichts werden teine von 90 Bf. auf 1,20 m., für Kragen von 20 auf 80 Bf., für Man- ift gestern unterzeichnet worden. Starten vergeben. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. welchem Wunsche wir hiermit nachkommen. " Der chinesische Krieg. Washington, 11. Juli.( W. T. B.) Ein Telegramm des Admirals = Deutsch amerikanische Zollvereinbarung. Washington, 11. Juli.( W. T. B.) Staatssekretär Hay und fchetten von 30 auf 40 Bf. und für Chemisetts von 30 auf 40 Pf. per Budapest, 11. Juli.( B. 5.) Der Senat der Universität rele Achtung Stuccateure! Die Sperre über die Firmen Bo3wau Dugend erhöht. Daran werde man festhalten, und die weitergehenden u. Knauer, Westpfahl, Jädel ist, da sämtliche Forderungen be Forderungen der Blätterinnen ablehnen. Die Abstimmung ergab gierte 18 Studenten wegen Indegfälschungen. willigt find, aufgehoben. Der Vertrauensmann. zunächst eine große Mehrheit gegen die Verhandlung vor dem Einigungsamt. Nachdem einige Redner diesen Beschluß gemißbilligt einen Verhaftungsbefehl gegen Sipido erlassen. Man glaubt, Paris, 11. Juli.( B. S.) Die Brüsseler Gerichtsbehörde hat Deutsches Reich. hatten, und auch der Einwand erhoben wurde, bei der Abstimmung Erdarbeiterstreik in Harburg. 40 bis 50 Erbarbeiter habe ein Mißverständnis geherrscht, fand eine nochmalige Abstim- Sipido habe Briffel überhaupt nicht verlassen, sondern halte sich der Firma Gierme, Harburg, wurden beauftragt, von mung statt, welche nunmehr eine Majorität für die Einigungsver irgendwo verſtedt. Seit gestern werden jämtliche Bahnhöfe von Koebers Eisenwert Erde per Achse nach Hamburg zu schaffen, und Handlungen ergab. Die Versammlung ernannte die Vertreter, welche Bolizeiagenten in Civil belacht. zwar für 35 f. pro Stunde. Da die Arbeit eine sehr schmußige die Verhandlungen vor dem Einigungsamt zu führen haben und gab Rom, 11. Juli.( W. T. B.) Der Senat hat die Vorlage ist, erklärten die Arbeiter, die Stunde nicht unter 40 Bf. arbeiten zu ihnen auf, nicht über die vorstehend angeführten Bewilligungen hinaus betreffend das Budgetprovisorium bis zum 31. Dezember aus wollen. Zugleich wurde bis Mittag um Antvort gebeten. Da die zugehen. Hierzu 1 Veilnge und Unterhaltungsblatt. bon genommen. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drnd und Verlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 159. 17. Jahrgang. Tokales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jonnerstag, 12. Juli 1900. Ablehnungsschreibens bei einem der Liquidatoren angebracht werden. Trunk ergeben. Aus diesem Grunde verging fast kein Tag der Wird von diesem Recht fristzeitig nicht Gebrauch gemacht, so gilt die jungen Che ohne Zant und Streit. Gestern mittag tam Trefs wieder Freie Volkebühne. Die Generalversammlung dieses Quartals Festsetzung beziv. Ablehnung als anerkannt. Mündliche Auskunft betrunken nach Hause und machte Lärm. Ein Wortwechsel führte zu finder heute Donnerstag, den 12. Juli, abends 812 Uhr, im über die für die Festlegung bezw. Ablehnung maßgebenden that Thätlichkeiten. Frau Trefs goß in der Wut ihrem Mann großen Saal der Arminhallen statt. Der Eintritt ist nur Mitgliedern schriftlichen Reklamation im Kassenlokal während der Geschäfts- Besenstiel und schlug mit einem wuchtigen Sieb seine Frau nieder. sächlichen und statutarischen Unterlagen wird vor Eingang der einen Eimer Wasser an den Kopf. Nun griff Trefs au gegen Borzeigung der Mitgliedstarte gestattet. Der angefündigte Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Fränkt fällt wegen Verhinderung ſtunden auf Wunsch erteilt werden. Während sie bewußtlos am Boden lag, schickte der Pförtner Rotter, desselben aus. An Stelle dessen spricht Herr Regisseur May Als aber ein Schutzder auf das Geschrei hinzufam, zur Polizei. Martersteig über: Die Tragödie". Den zweiten Punti mann tam, war Trefs durch einen zweiten Ausgang entkommen. der Tagesordnung bildet der Geschäftsbericht des Vorstands, Der Beamte brachte die schwerverletzte Frau nach der Unfallstation Staffterers und der Revisoren; Diskussion, und eine Neuwahl des Munde an der rechten Kopfseite feststellte, und von dort mit einent in der Alten Schüßenstraße, wo man eine zwölf Centimeter lange Obmanns der Ordner der 7. Abteilung. Alle weiteren Bekanntmachungen des Vereins sind aus dem gestrigen Inserat des„ VorLückschen Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Friedrichshain. wärts" ersichtlich. Der Borstand. Trefs, der sich wegen versuchten Todschlags zu verantworten haben wird, war vorgestern abend noch nicht ergriffen. " " Die längste Straßenbahnlinie Berlins wird nach der Ein führung des elettrischen Betriebs auf der Tegeler Strede die Linie Briz- Tegel sein, die durch Verlängerung der bisherigen Linie Briz- Seestraße gebildet wird. Die neue Linie wird rund 20 Stilo meter lang sein. " Ober- Schöneweide. Sonnabend, den 14. Juli, findet bei John die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Daselbst werden auch neue Mitglieder aufgenommen. " Dürfte ich Ihnen vielleicht meinen Arm anbieten?" Mit diesen Worten nahm ein Schußmann am Alexanderplatz einen jener Bur Umfrage betr. die Novelle zum Krankenversicherungs: Burschen fest, die es sich zur Aufgabe machen, alleingehende Damen Gejes. Ein ähnliches Rundschreiben, wie das von uns mitgeteilte zu belästigen. Dienstagabend gegen 7 Uhr wartete eine junge 50jährigen Jubiläumt stand, der 77 Jahre alte Schloffer Wilhelm Tödlich verunglückt ist ein Arbeiterveteran, der kurz vor dem des Potsdamer Regierungspräsidenten, ist wohl von jämtlichen Dame an der Straßenbahn- Haltestelle vor dem Stadtbahnhof Willnow aus der Juvalidenstr. 141. Wilnow war 49 Jahre und preußischen Regierungen erlassen worden. Wenigstens ist uns be- Alexanderplatz auf eine elektrische Bahn, jedoch vergeblich, da alle einen Monat bei Borsig beschäftigt, gulegt in Tegel, und freute sich fannt, daß in einer Reihe von Städten z. B. Breslau, Frank- herankommenden Wagen besetzt waren. Ein junger Mensch, der sich schon darauf, im nächsten Jahre sein 50 jähriges Arbeitsjubiläum furt a. O. auf Grund eines solchen Schreibens der Magistrat später als der Kaufmann B. entpuppte, belästigte die Wartende Regierungspräsidenten enthaltenen Fragen zur Beantwortung vor- nehmen des Kaufmanns zu entziehen suchte, auch thätlich; B. ergriff rücklings herab und zog sich einen Schädelbruch zu, obwohl er ans den dortigen Krankenkassen die in der Verfügung des Potsdamer zunächst mit Redensarten und als sie sich dem zudringlichen Be feiern zu können. Am Sonnabendmorgen jaß er auf einer neuen Maschine und hämmerte. Hierbei verlor er das Gleichgewicht, stürzte gelegt hat, allerdings mit Ausnahme der Frage 10 c, den Arm der sich Sträubenden und versuchte, dieselbe mit sich zu unbeträchtlicher Höhe fiel. Im Paul Gerhardt- Stift, wohin man betr. den Mißbrauch der Verwaltung zu social- ziehen. Ein dort postierter Schußmann hatte den Vorgang beobachtet ihn mit einer Droschke brachte, ist er seinen Berlegungen erlegen. demokratischen Parteizweden. Dem Berliner Magistrat und mit den Worten:„ Dürfte ich Ihnen vielleicht meinen Arm an ift offenbar ein ähnliches Schreiben zugegangen; er hat es bieten", trat der Beamte an den Kaufmann heran, hielt diesen fest aber nicht für nötig befunden, in dieser Angelegenheit und bewirkte auf Antrag der Schwerbeleidigten die Sistierung des Aus den Nachbarorten. die hiesigen Krankenkassen oder auch mir die Gewerbe- Burschen. deputation" gutachtlich zu hören, sondern er hält die Sachkenntnis" Brik. Am Freitag, den 13. Juli, findet die Jahres- Generaldes Magistratskommissars für die Berliner Krankenkassen", Herrn aufnahme- Verfahren ist vom Landgericht I abgelehnt worden. Gönczi ftatt. Auf der Tagesordnung steht: Bericht des gesamten Vorstands Das von dem Raubmörder Gönczi beantragte Wiederversammlung des Boltsbildungs- Bereins für Britz und Umgegend" Stadtrat Friedel, bez. die ererbten Fähigkeiten von hat gegen diesen Beschluß Beschwerde beim Kammergericht einlegen und Neuwahl desselben. deffen Vertreter, Magistratsaffeffor Dr. Meyer, für völlig genügend, laffen. um diese für die Kassen und die Versicherten so wichtige Frage er lebigen zu können. Die Krankenkassen- Borstände und VerwaltungsWegen Sittlichkeitsverbrechens wurde der 26 jährige Tischlerbeamten werden freilich der Ansicht nicht beitreten können, daß die geselle Mag Frie, der in der Waßmannstr. 29 bei. in Schlafstelle Testgenannten Herren zu ihrer Orientierung einer Befragung der wohnt, verhaftet. Während K. Wohnung suchen ging, und die Frau Kaffen, bez. der Gewerbedeputation nicht bedürfen. Ist es doch in fich ebenfalls aus der Wohnung entfernt hatte, um Einkäufe zu den Kreisen der Kaffen hinreichend bekannt, daß diese Herren feines- machen, verging Frie fich an der 1(!!) Jahre alten Tochter in schänd wegs unfehlbar find, fondern daß bisweilen ihre Maßnahmen rechtlicher Weise. Als die Mutter Heimkehrte, war der Verbrecher verjehr der Korrektur durch die höhere Verwaltungsbehörde" be schwunden. Das Kind schrie fürchterlich, und als die Mutter das durften. arme Geschöpf aufrichtete, wurde ihr flar, was geschehen war. Das Das Poftcheckverfahren wird vorläufig nicht eingeführt. Rind liegt fchwer frank danieder, so daß an seinem Aufkommen geDas Poftcheckverfahren wird vorläufig nicht eingeführt. Die Errichtung von Postchedämtern und die Einführung des Bostched- weifelt wird. Der Berbrecher wurde später von der Polizei fest wefens war von der Reichspost- Berwaltung ursprünglich schon zum 1. April d. J. beabsichtigt. Die Regierungsvorlage, durch welche der Schwere Brandwunden zog sich der Stereotypeur Krüger, der Reichstanzler ermächtigt werden sollte, das Verfahren einzuführen, in der Buchdruckerei von Ullstein u. Co. beschäftigt ist, gestern nach tourde bekanntlich vom Reichstag wesentlich umgeftaltet. Die mittag zu. Krüger war damit beschäftigt, einen schweren Behälter wurden fast ganz beseitigt und dafür die Ver- flüssigen Bleis in die Form zu gießen. Auf dem Wege vom Ofen zinjung der Einlagen aufgehoben. Der Vertreter des Reichs- zur Form glitt er auf dem mit Eisenblech beschlagenen Fußboden aus postanits erklärte damals in der Kommission, die Ver- und fiel in die glühend heiße Masse. Mit schweren Brandwunden, waltung vermöge das veränderte Verfahren im Laufe unter entseglichen Schmerzen, wurde der Unglückliche, nachdem ihm ein des Jahres, etwa im September zur Einführung zu bringen. Wie Notverband angelegt war, in ein Krankenhaus überführt. wir berichtet haben, neigte man in den maßgebenden Kreisen sogar Während das ganze Personal der Druderei noch unter dem dazu, das Postchedwesen schon früher, im Juli oder August, einzu- Eindruck des Unglücks stand und ihr inniges Mitgefühl mit dem führen. Wie jetzt aus wohlunterrichteten Streisen verlautet, be ab Arbeitskollegen Ausdrud gab, fuchte der technische Leiter, Herr figtigt der Reichstanzler nicht, von der ihm Rudolf üllstein, anscheinend nach einer Erklärung für den erteilten Ermächtigung, das Postedverfahren unglüdsfall und äußerte sich zu dem Abteilungsvorsteher, dahin, daß einzuführen, Gebrauch zu machen. Das Postchedverfahren der Mann wohl befoffen gewesen sei? Das Bersonal war wird also auf keinen Fall noch in diesem Jahr zur Verwirklichung gelangen. Ob dem Reichstag eine neue Vorlage unterbreitet werden foll oder ob der ganze Plan als endgültig gescheitert zu betrachten ist, entzieht sich unsrer Kenntnis. Gebühren genommen. In der Strafsache gegen den Redacteur Paul Wilhelm John zu Berlin, Dunkerstraße 69, geboren zu Berlin am 27. April 1868, Diffident, wegen Beleidigung durch die Presse hat die 4. Straflammer des stöniglichen Landgerichts I in Berlin am 15. Febr. 1900 für Recht erkannt: der Angeklagte ist der Beleidigung mittels der Breffe schuldig und wird deshalb unter Belastung mit den Soften des Verfahrens zu 2- zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Den Mitgliedern der Straßenreinigungs Deputation au Spandau wird die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung binnen einem Monat nach Zustellung einer Ausfertigung des rechtsträftigen Urteils durch einmalige Einrückung des Urteilstenors in der Zeitung " Borwärts", und zwar in demselben Teile und mit derselben Schrift wie der Abdruck des beleidigenden Artikels geschehen, auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Alle Exemplare der ersten Vorwärts" vom 17. Dezember 1899, Beilage zur Nr. 295 des sowie die zur Herstellung dieser Beilage bestimmten Blatten und Formen find unbrauchbar zu machen. Berlin, den 21. Juni 1900. ( L. S.) Lindner, Gerichtsschreiber aglohns thun. Er Berliner rdorfer des Königlichen Landgerichts I, Straffammer 4. Ueber die Einführung des Schulzwange für die Fortbildungsschule in Rigdorf verhandelte dieser Tage die Rigdorfer aufs böchste empört über diese frivole Behandlung eines Unglüds- Gewerbedeputation auf Veranlassung der Regierung. Bürgermeister falls, aber diese Dentweise ist charakteristisch für unser Unternehmertum. Voigt und Kreisschulinspektor Dr. v. Komorowski nehmen schäzungsweise an, daß bei Einführung des Obligatoriums die Schülerzahl Unfall auf der Arbeitsstätte. Der Steinträger Baul Kafer in Rirdorf von 300 auf 2000 wachsen würde. Beide Herren erklärten ivar am Dienstag auf dem Bau Leipzigerstr. 72/78 damit beschäftigt, sich principiell für den Schulzwang, hielten aber wegen der unVorbereitung zur Volkszählung. Im Statistischen Amt, Steine auf den Ständer zu laden. Dabei hatte er nicht bemerkt, günstigen Finanzlage Rigdorfs seine Einführung in der Stadt zur Lützowufer 6-8, werden schon seit längerer Zeit die Vorbereitungen daß ein Stapel Steine lose wurde, der nun unerwartet umfiel und Beit für völlig ausgeschlossen, da die Kosten von etwa 6000 M. auf zu der am 1. Dezember stattfindenden Volkszählung getroffen. Die dem S. eine zum Glüd nur ungefährliche Wunde am Stopf bei- 00--70 000 m. jährlich steigen würden. Der Bürgermeister hält es Fragebogen werden in den nächsten Tagen an die Kreisämter und brachte. außerdem für unmöglich, daß Rigdorf ohne Berlin in jener Richtung an die Kommunen, die einem Kreisverband nicht angehören, vers Dieses Bedenken wurde indeffen vom Kreisschickt. Auch die Bureau- Hilfskräfte, die bei der Volkszählung und alte Schugmann Josef Teichmann aus der Lübederftaße 51 Mittwochschulinspektor nicht geteilt. Durch einen Sprung aus dem Fenster hat sich der 41 Jahre vorgehen könne. Fast alle Deputationsmitglieder nachher während mehrerer Monate bei der Sichtung des Materials mittag in der Charité getötet. Leichmann erfrankte vor längerer waren für die Einführung des obligatorischen Fortbildungs- Untergebraucht werden, find bereits engagiert. Sie erhalten pro Tag Beit an Verfolgungswahnsinn und versuchte, sich aus einem Fenster richts, mit Rücksicht auf die Finanzverhältnisse wurde aber beschloffen, 4. M. Es sind viele hundert Bewerbungen eingelaufen, berücksichtigt einer Wohnung auf die Straße hinabzuftürzen. Am 19. Mai kam der Regierung zu antworten, daß der Frage nur damn nähergetreten wurden aber fast ausschließlich nur solche, die schon bei früheren Gelegenheiten im Statistischen Amt thätig gewesen sind. er daher in die neue Charité. Hier trat später Gelentrheumatismus werden könnte, wenn der Staat die Mittel zur Verfügung stelle. hinzu. Da er sich geistig bedeutend gebessert hatte, so wurde der Der Kreisschulinspektor schlägt vor, die Herren Apelt und Böttcher Das Holzpflafter wird nun auch in der Panoramastraße be- stranke nun von der Delirantenabteilung nach der inneren Klinit verlegt. zu Lehrern an der Fortbildungsschule zu bestellen. Apelt soll Physik feitigt und durch Asphalt erfegt. Es lag hier bereits seit Anfang Geistig vollständig flar, konnte er dort vor einigen Tagen das Bett ver- und Böttcher Buchführung lehren. Die Deputation beschloß dem der achtziger Jahre und war in der legten Zeit trog häufiger Aus- laffen, da auch das förperliche Leiden fast ganz geheilt war. Man wollte gemäß. befferungen so schlecht geworden, daß seine endliche Beseitigung schon nur noch eine Schwellung der Sniegelente beseitigen, dann sollte der Stadtv. Wach( Soc.) regt an, die erforderlicher Schritte zur mit Rücksicht auf den lebhaften Wagenverkehr der benachbarten Mann geheilt entlaffen werden. Da sprach er am Montag plöglich Erhöhung des festgefesten ortsübliche Central- Markthalle geboten fchien. Die Banoramastraße gehört zu den Stabsarzt der Station an und fragte ihn, ob es wahr sei, daß von 2,40 art auf 2,70 Mart( Berliner Satz) den neun Straßen bezw. Blägen, beren Holzpflaster in den Jahren er nach Moabit gebracht werden solle, wie ihm die andern Stranfen begründet dies mit der Gleichartigkeit der Nixdorfer 1881-1889 von einem Wiener Unternehmer gelegt wurde und mit gefagt hätten. Es ergab sich, daß der Strante wieder Bahn- Verhältnisse. Durch den alten niedrigen Sah seien vien denen die Stadtgemeinde wie der Unternehmer recht ärgerliche Er- vorfiellungen hatte. Er wurde daher wieder auf den Wachtfaal gearbeiter als Krantentaffen Mitglieder benachteiligt. Es we be fahrungen gemacht hat. Dieses Pflaster erwies sich als so wenig wider bracht und der besonderen Aufmerksamkeit und Obhut der Wärter fchloffen, in eine Prüfung der Frage einzutreten. standsfähig, und seine Unterhaltung war so kostspielig, daß der Unters empfohlen. Nachdem der Mann in der Nacht zum Dienstag über ganz Die Einwohnerschaft Charlottenburgs ist vem Statistijden nehmer froh war, als er fich 1898 gegen Zahlung einer Abstands- tlar und ruhig geblieben war, nahm man von seiner Rüdverlegung nach Amt der Stadt nach dem vorläufigent Ergebnis der& rtschreibung jumme von 30 000 M. von der für eine lange Reihe von Jahren der neuen Charité Abstand, zumal er binnen turzem entlassen werden sollte. zu Anfang Junt auf 187 866 Seelen berechnet. Für Anfang Mai übernommenen Verpflichtung, das Pflaster gegen eine Entschädigung Teichmann hatte sich indessen verstellt, seine Gesundheit nur ge- berechnet das Amt die Einwohnerzahl auf 185 889. Die teine Ein von jährlich 0,75-1,00 m. pro Quadratmeter zu unterhalten, be- heuchelt. Als vorgestern nachmittag um 48/4 Uhr der Stabsarat im buge, welche der März der Bevölkerungszahl Charlottenburgs gefreien fonnte. Für die Panoramastraße hätte die Verpflichtung ber- Wartesaal, der im ersten Stod liegt, war und sich mit dem Bersonal bracht hatte, hat also der Aprilumzug wieder eingebracht. Bei der tragsgemäß noch bis 1907 gedauert. Die betreffenden Straßen und beschäftigte, stand er vom Bett auf und sagte auf die Frage, was Volkszählung dürfte Charlottenburg es auf 190 000 Einwohner ge Blaze werden, fotveit es die Steigungsverhältnisse gestatten, er vorhabe, er wolle nur den in Saale befindlichen Abort auf bracht haben. Wird auch der Sonner, wie in früheren Jahren, asphaltiert beztv. find bereits asphaltiert worden. suchen. Dann ging er auch dort hin, wandte sich aber vor dem wieder eine Kleine Verminderung bringen, so wird dies jedenfalls Ein elektrischer Sommer- Omnibus der Allgemeinen Berliner Abort plöglich um und sprang aus dem von jener Stelle stets auf- boch mehr als ausgeglichen durch den Herbstzuzug im Monat Oftober Omnibus- Gesellschaft wurde Dienstag der Polizei vorgeführt und stehenden Fenster hinaus, und zwar mit einem so mächtigen Sazze, werden. wird in den nächsten Tagen auf der Strede Unhalter Bahnhof- baß er den Fenstersims nicht berührte. Die Wärter, die hinzu- Schöneberg. Tem Haus und Grundbefizer- Verein ist jetzt Stettiner. Bahnhof in Betrieb gefegt werden, der Wagen, der die sprangen, konnten ihn nicht mehr faffen, so blizschnell spielte sich ber von dem Polizei- Präsidenten folgender Entscheid gegen den Einspruch Nummer 660 führt, ift leicht und gefällig gebaut. Der Staften liegt Sauptfront des Krankenhauses und verlegte sich so schwer, daß er bortplay zugegangen:„ Der aufrecht erhaltene Einspruch gegen die Vorgang ab. Der Unglüdliche fürate auf das Pflaster an ber der Verlegung der Ueberführungsrampe nach dem Nollen. ziemlich hoch auf den Achsen und der Zugang zu dem Wageninnern balb darauf an einem Echädelbruch verstarb. wird durch vier Stufen bewirkt. Der Omnibus hat eine Doppel- Witwe mit 5 Kindern. Er hinterläßt seine von der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen probant, die in der Mitte des Innern aufgestellt ist, ähnlich wie bei jeftierte Bahnanlage muß als ungerechtfertigt aurid. Dedigen mit zwei Seitengängen. Demgemäß befinden sich an der Spielverlufte haben den 84 Jahre alten Kellner Baul gewiefen werden. Die beanspruchte Verkürzung der lleber Rückwand des Wagens zwei Eingänge und zwar für jede Bankfeite Poplinski, der feit acht Tagen in der Lothringerstr. 26 in Schlaf- führungsrampe auf etwa 1:15 ist aus technischen Gründen unauseiner. Der neue Omnibus enthält 14 Sig- und 6 Stehpläge. stelle wohnte, zu einem Selbstmordverfuch getrieben. Poplinski blieb führbar. Die Verlegung derselben von dem Rollendorfplatz nach der Schließung der allgemeinen Volks Krankenkaffe. Das Polizei: fast alle Nächte von Hause weg. Am Sonnabendmorgen tam er in Billowstraße ist, wie in dem Verhandlungstermin von dem Kommiffar präsidium teilt mit: der größten Aufregung nach Hause. Am ganzen Leibe zitternd er- des Polizeipräsidiums ausgeführt worden ist, in den der KabinetsAuf Klage des Herrn Bolizeipräsidenten ist gemäß§ 129 zählte er seiner Wirtin, daß er im Spiel sehr viel Geld verloren ordre vom 4. Dezember 1899 voraufgegangenen Verhandlungen einzu 2 des Reichsgesetzes über die eingeschriebenen Hilfskaffen vom habe. Am Montagmorgen war es wieder ähnlich. Gestern nachmittag gehend erörtert worden, mußte jedoch aus zwingenden Gründen aufum 1/2 Uhr griff der Spieler aum Revolver. In der Nähe des Sport- gegeben werden." 7. April 1876 in Verbindung mit§ 142 Absatz 2 des Zuständigkeits- restaurants am Bahnhof Treptow schoß er sich aus einem Kleinkalibrigen Die Aufgaben der Polizei in Adlershof. Am vergangenen 1. Juni 1884 Revolver zwei Kugeln in den Kopf. Seine Hand war jedoch sehr Sonntagabend gegen 101/2 Uhr fand im Gasthof Bur Gemütlichkeit". Gesezes vom 1. Auguft 1883 durch Verfügung des hiesigen Bezirks unsicher, die Gefchoffe gingen statt in die Schläfe in die linke Wange einem für die Arbeiterschaft gesperrten 2otal, unter ausschusses vom 15. Mai d. Js. die borläufige Schließung der und brangen bis zum Rafenbein vor. Nur mit Mühe tonnte ein ben Gästen eine arge Echlägeret statt, gegen die die polizeiliche allgemeinen Bolts- Krantentasse, eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 126, Arzt den Berlegten verbinden, da er fortgefeßt abwehrte und be- Gewalt des Herrn Oppen vollkommen unzureichend war. Allerdings bis zum Erlaffe bes Endurteils angeordnet worden. Die Abstänbig flebte, man solle in doch nur sterben laffen. Es gelang aber war das Polizei- Aufgebot nur ein geringes, denn der Polizeidiener widelung der Geschäfte( 8 80 (§ 30" des Silfskaffengefehes) ist doch, den Verband fertig zu stellen und den Verwundeten mit einem Jankowsky mußte ohne Unterftigung in den Trubel ein1. dem Bolizeiferetär, Stalkulator Bethge, Langenbedstraße 17, Rünzelfchen Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Urban zu greifen, weil die Gendarmen andere wichtige Aufträge aus2. dem früherek Rendanten der fraglichen Staffe, Buchhalter Fris bringen. zuführen hatten. An demselben Tage war nämlich nahezu Neumeister, Neue Hochstr. 39, mit der Maßgabe übertragen worden, Auf seinem Rahn tödlich verunglückt ist der 78 Jahre alte bie Gendarmerie des ganzen Bezirks schon um 71/2 llhr vor dem daß den ersteren die vollständige Leitung obliegt, zur Entgegen Schiffseigner Ferdinand Hubans aus Giebichenstein, der zum Löschen Lokal von Schaufer zusammengezogen, um das von der anständigen nahme von Zahlungen ist jedoch jeder der beiden genannten Herren hinter den Belten angelegt hatte. Am Sonnabend that der alte Arbeiterschaft hier arrangierte eft aufzuheben. So tam es, daß berechtigt. Die Geschäftsstelle der Staffe, sowie die Geschäftsstunden Mann, als er von seinem auf einen neben ihm liegenden Kahn über der Amtsbiener auf seinem Poften im Gasthof Bur Gemütlichkeit berselben werden später mitgeteilt werden. Für die Zeit nach dem treten wollte, einen Fehltritt, glitt dabei aus und stürzte in feinen allein stand und dem Ansturm nicht gewachsen war. Thatsächlich 15. Mai d. J. können gemäß§ 31 Abfay 2 des Hilfskaffengefeges fast leeren Kahn hinab. Er zog sich Rippenbrüche und innere Ber- wurde ihm die Uniform vom Leibe geriffen, und verließ er den Krantenunterstügungen nicht mehr geltend gemacht werben. Die Kampfplatz mit einigen Verlegungen im Gesicht. Solche Zustände Berpflichtung zur Buftellungen der statutenmäßigen Staffenbeiträge legungen zu und starb gestern früh. besteht für alle alle am 15. Mai dieses Jahres vorhanden Einen furchtbaren Auftritt gab es gestern mittag in dem find erklärlich, wo der Amtsvorsteher seine Hauptaufgabe im Kampf gewesenen Mitglieder gemäß§ 31 Absah 1 des Silfskaffen Haufe Staiserstraße 25. Hier wohnt feit brei Monaten im Keller gegen die Socialdemokratie erblickt. gesezes. Begründete Reklamationen gegen die Anerkennung bezw. ein 42 Jahre alter Dienstmann Franz Trefs, der fich vor acht Wochen Die Einführung des elektrischen Betriebs bei der Straßen eftfeung und gegen die Ablehnung des Anspruchs tönnen spätestens mit einer 30 Jahre alten Aufwärterin verheiratete. Während die bahn nach Tegel war ursprünglich auf den 10. Juli vorgesehen imerhalb vier Wochen nach Empfang des Anerkennungs-, bezw. I Frau als ordentlich und fleißig geschildert wird, ist ber Mann dem gewesen. Die Regulierung der Scharrnweberstraße in Reinickendorf Gerichts- Beifung. " | Versammlungen. hat dies jedoch unmöglich gemacht. Die landespolizeiliche Abnahme| Beamten räumen ließen, Widerstand geleistet?- 8euge: Das der Linie ist deshalb auf Donnerstag, den 12. Juli, festgesetzt, tann ich nicht sagen. Jedenfalls waren wir gleich gezwungen, blant Zeuge: Weil Der Wahlverein im 4. Wahlkreis( Often) hielt am Diens. während die Eröffnung des elektrischen Betriebs am Freitag, den zu ziehen. Präs: Weshalb und wodurch? 13. Juli, erfolgen soll. Mit der Einführung des mechanischen es nicht anders ging, weil wir verufft und verhöhnt wurden. Am tag in der Königsbank" in der Frankfurterstraße eine sehr gut be Betriebs auf der Strecke Charlottenstraße( Unter den Linden)-Tegel nächsten Abend, so bekundet der Zeuge, sei der Zuzug zum Markt suchte. Versammlung ab. Stadtv. Genosse Dr. Freudenberg wird auch die Linie Charlottenstraße- Dalldorf zum wieder sehr stark gewesen. Man habe wieder die Polizei verhöhnt referierte über„ Die bürgerlichen Parteien und das Wahlrecht", mit Teil elektrisch, indem jeder zweite der nach Tegel gehenden Motor- und seinen Anordnungen Widerstand geleistet, so daß er wiederum besonderem Hinweis auf die„ Kommunalwahlrechts- Reform" in wagen einen für Dalldorf bestimmten Anhängewagen bis zur Scharrn- das Militär herangezogen habe. Seine, des Zeugen, Be- Preußen. Eine Besprechung fand nach dem mit lebhaftem Beifall aufDer Vorsigende Schneider weber- und Berlinerstraßen- Ecke in Reinickendorf mit sich führt. schwichtigungsversuche habe man damit beantwortet, daß man nach genommenen Vortrag nicht statt. Von dort werden die Dalldorfer Wagen mit Pferden an ihren ihm mit Steinen warf. Einer derselben habe seine Wange, ein ersuchte die Genossen, sich recht zahlreich an dem am Sonntag, Bestimmungsort gezogen. Tegel erhält so Zehn-, Dalldorf Zwanzig- andrer das Bein getroffen und beschädigt. Man habe auch wieder 15. Juli stattfindenden Sommerfest in Weißenfee zu be minuten- Verkehr. Hepp! Hepp! und Juden raus geschrieen, und er, Zeuge, teiligen. Ein Antrag Galle, in nächster Zeit eine außerordent habe daraus geschlossen, daß bestimmte antisemitische Kreise liche" Versammlung mit der Tagesordnung über China und die ganze Sache angeftiftet und geleitet hatten. An diesem Abend die politischen Wirren" einzuberufe, n wurde von Schneider und sei auch der den Polizisten und dem Militär geleistete Wider Wengels dahin beantwortet, daß in nächster Zeit eine Die Rettung der jungen Stadt Rigdorf durch Ausrottung stand ein viel größerer gewesen als am vorhergehenden Abend. Den derartige Versammlung mit einem hierzu geeigneten Referenten der socialdemokratischen Ideen läßt in hervorragendster Weise sich Angeklagten Gresenz hat der Zeuge beobachtet, wie dieser dem ab- stattfinden werde, obwohl die Socialdemokratie schwerlich viel Chinader Polizei- Lieutenant Kuhlmann vom dritten Polizei- Revier ange- ziehenden Militär ca. 30 Steine nachwarf. Erster Staatsanwalt fundige„ Weltpolitiker" aufzuweisen habe!( Heiterkeit.) Gide Tegen sein. Am 18. März hatte der Beamte auch die Versammlung Braumann stellt durch Befragen des Zeugen fest, daß dieser wieder- meinte, daß wohl ein jeder, der aufmerksam auch nur den„ Vorder Socialdemokratie, die im Lokale des Genossen Thomas( Apollo holt vergeblich die Aufforderung zum Auseinandergehen an die wärts" lese, sich über diese Verhältnisse genügend unterrichten könne. Theater) stattfand, überwacht. Vor Eintritt in die Verhandlung Menge gerichtet hat und daß bei dem Krawall ca. 20 Husaren Zum Schluß der Versammlung ersucht Schneider nochmals die Mits wollte der Gesangverein Freie Sänger" einige Lieder singen, was verwundet worden sind, darunter einer schwer. Ferner seien fast glieder des Wahlvereins, die Versammlungen pünffaber der Lieutenant verbot, weil diese Lieder nicht vorher der Polizei alle im Dienst befindlichen Polizisten mehr oder weniger verlicher zu besuchen, damit diese auch frühzeitig eröffnet werden gemeldet waren. Als die Versammlung geschlossen war, fingen die wundet worden. Im Weiteren bekundet der Zeuge, daß das fönnen. Arbeiter, die unten im Saal waren, zu fingen an. In diesen Casselsche Haus am Markt fortwährend mit Steinen beworfen sei, Der deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 9. Juli für Gesang mischte sich der vierstimmige Gesang einiger Sänger, die nachdem die Stolper Antisemiten das Gerücht ausgesprengt hätten, Wedding und Gesundbrunnen eine Bezirksversammlung ab, in der das Lied der Freiheit" anstimmten. Nachdem sich der Polizei die in dem Hause wohnenden Juden hätten vom Balkon aus das Genosse Theodor Megner einen Vortrag über die Lage der Arbeiter Staatsanwalt: Haben Sie in und die gegnerischen Barteien hielt. Der Vortrag fand lebhaften lieutenant von seinem Schrecken erholt hatte, forderte er energisch Bolt mit Steinen beworfen. die Versammlung auf den Saal zu verlassen. Sei es mn, daß den dieser Beziehung etwas ermitteln können? 3euge: Nein, ich Beifall. Als Beitragssammler wurden die Mitglieder Reiche und Beamten es zu lange währte bis der Saal leer wurde, oder nahm nehme aber an, daß das nicht der Fall gewesen ist, sondern daß die Otto Jakob gewählt. In die Werkstatt- Kontrollkommission wurde er Anstoß an dem Gesang, genug, er fandte den Schußmann nach an das Haus geworfenen Steine auf die Menge zurückgeprallt sind. Holze, Vichstädt, Fleischfresser, Gottschalk und Wittkowski gewählt. der Empore, um durch Festnahme des Dirigenten den Gesang zu Die übrigen Polizeibeamten bestätigen die Aussagen ihres Zum Schluß empfahl der Vorsitzende das Lesen und die Verbreitung inhibieren. Doch er fam zu spät, er fand nur noch den Notenwart Inspektors und belasten die einzelnen Angeklagten mehr oder weniger der Arbeiterpreise. Stuhnt, den er schließlich nach der Polizeidirektion brachte, um Der Untersuchungsrichter bekundet, daß fast alle Angeklagten Ein heftiges Redetournier fand am Dienstagabend zwischen die Feststellung vorzunehmen. Die Folge war, daß der Leiter angegeben hätten, sie wären nur auf dem Markt spazieren gegangen. den Hirsch- Dunderschen und den christlich- socialen Gewertschaftsdes Gesangsvereins Paech und Kuhnt jeder ein Strafbefehl in Höhe Durch eingehende Verhöre habe er aber feststellen können, daß die vereinlern statt. Der Christlich soziale Metallarbeiter Verband von 10 M. erhielt. Hiergegen hatten beide Berufung eingelegt. P. Leute eine halbe bis mehrere Stunden auf dem Markt sich trotz der machte zuerst die Verjährung geltend, doch kam er hiermit nicht durch, Aufforderungen der Polizisten bewegt hätten. Kaufmann Simon Deutschlands hatte eine Versammlung aller christlich- socialer Metalleinberufen. Da sämtliche christliche Gewerkschaftler hierzu da der Strafbefehl noch zur rechten Zeit erlassen ward. Alsdann hat den Angeklagten Schuhmachergeſeden Taube„ Hepp! Hepp!" und Arbeiter nach dem Lokal von Mittag, Bergstraße 144 in Rirdorf führte P. an, daß er der Meinung war, daß, da die Genossen unten Juden raus!" rufen hören, und bemerkt, daß diese Nufe eine Kaufmann eingeladen waren, so hatten sich viele Personen eingefunden, im Saate fangen, auch die Sänger, welche stets an einem solchen Menge Lente um den Angeklagten versammelten. Tage sich zusammen finden, das Recht hätten, ein Lied anzustimmen. Nietrant sah Taube, wie dieser Ziegelsteine zerkleinerte und den ab- o daß der Saal viel zu klein war und die Besucher nicht Als Referent trat ein Herr Hameder auf, faffen konnte. Das Gericht hielt alle diese Gründe nicht für stichhaltig und erkannte ziehenden Husaren nachwarf. Der Angeklagte habe auch Hepp! ber über:„ Die christliche Gewerkschaftsbewegung" sprach. Redner gegen Paech auf 10 M., gegen Kuhnt auf 6 M. Geldstrafe. Hepp! und Juden raus!" geschrieen und zu seinen Genossen ge- verbreitete sich zuerst im allgemeinen über Arbeiterverbindungen. Er Wegen Beleidigung des Senator König waren feiner Beit fagt:" Da ist ja auch noch so ein Jude, dem man das Fenster ein- innerte an die Zeit der Innungen und Zünfte, welche aber immer mehr unfre Parteifreunde Groth und Schmidt in Rost od zu zwei schmeißen könnte." Monaten refp. 30 M. Geldstrafe verurteilt. Hiergegen hatten beide Ueber die Menge der geworfenen Steine äußert sich der Polizei- durch die Habfucht und der Sucht nach Freiheit der Arbeiter verbeim Reichsgericht Revision eingelegt, die am Montag zur Ver- Sergeant Hoffmann dahin, daß es insgesamt eine Einspänner- drängt wurden. In jener Periode der Freiheit habe man das handlung kam. Der Thatbestand war folgender: Groth hatte am fuhre gewesen sei. Eine ganze Anzahl der Steine ist auf dem Ge- Koalitionsrecht verboten, auch habe man den Lohn durch längere 2. Dezember v. J. in einer öffentlichen Versammlung in Wismar richtstische niedergelegt, es befinden sich darunter alle Größen vom Arbeitszeit, die Einführung der Sonntags, Frauen und Kinderarbeit verringert. Hierdurch sei aber das Elend so groß geworden, daß eine Stede gehalten und dabei den genannten Senator scharf kritisiert. Kiesel bis zum Pflasterstein. Schmidt hatte dann in der von ihm redigierten„ Mecklenburgischen Volks: In der Sitzung am Dienstag war die Zeugenaussage ohne Intereffe. der Staat sich veranlaßt fah, Wohlfahrtseinrichtungen zu schaffen. zeitung" einen Bericht über diese Stede abgedruckt und die vom Gericht als Erster Staatsanwalt Braumann führte dann in seinem Plaidoyer Die Einführung des allgemeinen Wahlrechts sei die Grundlage zu der Selbständigkeit der Arbeiter geworden. Die Gewerkschaftsbewegung führe beleidigend angegebenen Stellen mit abdrucken lassen. Der Schuß aus: Die Vorgänge, welche sich hier in Stolp an den Abenden des allein zum Ziele, der Hebung der wirtschaftlichen Lage der Arbeiter. des§ 193, auf den sie sich beriefen, wurde den Angeklagten nicht 21. und 22. Mai auf dem Markte und in den angrenzenden Straßen Die Einführung des Alters- und Invaliden Gesezes habe zwar zugebilligt, da die Absicht der Beleidigung sich aus der gewählten abgespielt haben, haben ein großes und, wie ich zugeben muß, seitens der Arbeiter sei schuld, daß so viele Summen den Form ergebe. Ueber die Revision der beiden Angeklagten verhandelte auch ein durchaus berechtigtes Aufsehen erregt, nicht allein vieles Gute aber auch viele Lücken. Die Unkenntnis der Gefeße weit darüber unfrem engeren Bezirk hier, sondern das Reichsgericht bereits am 12. Juni, es mußte aber damals die Arbeitern verloren gingen, denn der Arbeiter sei in den meisten Lande. Die Zeitungen aller Parteien Sache vertagen, weil erst über die vom Verteidiger, Rechtsanwalt hinaus im ganzen Dr. Herzfeld aus Berlin, aufgestellte Behauptung, daß be haben darüber berichtet, teilweise haben sie die Thatsachen doch so Fällen nicht in der Lage, seine Rechte geltend zu machen. Redner er rät aber den den Anschluß an diejenigen züglich der Strafthat Groths bereits ein rechtsträftiges Urteil wiedergegeben, daß die höheren Behörden ein großes Interesse empfiehlt den Arbeitern, sich an die Gewerkschaftsvereinigung vorliege, Beweis erhoben werden mußte. Als Ergebnis an der Sache nahmen und Berichte darüber einforderten. Der Erste anzuschließen, dieser Beweiserhebung wurde heute folgendes mitgeteilt. Staatsanwalt schildert dann die Entstehung der Unruhen, die Bereinigungen, bei denen Politik und Religion ausgeschlossen Gegen Groth war vom Schöffengericht Wismar ein Ver- durchaus nicht den Ursprung hätten, den man ihnen zunächst seien. Der Christlich- sociale Metallarbeiter- Verband Deutschlands fahren eröffnet worden wegen Uebertretung einer mecklenburgischen untergeschoben habe. Der Anlaß, den der betrunkene Arbeiter Manste stehe auf diesem Boden und werde zum Wohle des Arbeiterstandes Verordnung vom 27. Januar 1851, weil er an der Versammlung durch sein gewaltthätiges Auftreten gegenüber dem Polizeibeamten und des Vaterlandes wirken. In der Diskussion nehmen mehrere bom 2. Dezember 1899, welche polizeilich nicht genehmigt war, fich Sister gab, war vielmehr ein ganz unpolitischer, geringfügiger, und Mitglieder der Hirsch- Dunderschen Vereinigung das Wort. Sie erbeteiligt hat. Die Eröffnung dieses Verfahrens erfolgte erft, nach erst dadurch, daß, wie dies immer geschehe, das Publikum für den klären sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz eindem bereits vor der Strafkammer des Landgerichts Schwerin das Verhafteten und gegen die Polizei Partei genomnien habe, verstanden, rieten aber von einer Zersplitterung entschieden ab. wies auf die Borteile, die der Hirsch- Dunderſche GewerkVerfahren eröffnet worden war, von dem oben die Rede ist. Der fei der Krawall zu einem Aufruhr ausgewachsen. Der offentschaftsverband biete und die Erfolge, die er in den 30 Jahren seines Vereinigung beider Straffachen widersprach die Staatsanwaltschaftliche Antläger bespricht hierauf an der Hand Bestehens errungen habe. Eine Zersplitterung bringe nur den Das Schöffenweisaufnahmen die Beteiligung der einzelnen Angeschuldigten Fabrikanten einen Vorteil, die sich darüber freuten. und sie wurden deshalb getrennt erledigt. gericht Wismar Sprach Groth frei, aber auf die Be an dem Tumult und resümiert sich dahin, daß sämtliche Angeklagten, Fabrikanten einen Vorteil, die sich darüber freuten. Denn wie könnten die Arbeiter etwas erreichen, wenn sie nicht einig unter sich rufung des Staatsanwalts verurteilte die Berufungsstraffammer soweit sie sich in der Menge auf dem Markt bezw. in den an: des Landgerichts Schwerin den Angeklagten zu 30 W. Geldstrafe. grenzenden Straßen befunden haben, auch für die Ausschreitungen feien. Auch bei den Hirsch- Dunckerschen seien Politik und Religion Christlich- socialer Metallarbeiter- Verband Deutschlands" nur für ein Außer der schon erwähnten Verordnung wurden noch zwei später der Menge verantwortlich gemacht werden müßten. Es gehe nicht ausgeschlossen. Andre Redner dieser Vereinigung hielten den Namen wäre richtiger und ergangene Verordnungen( die eine datiert vom 2. Mai 1877) heran- an, die Angeklagten mur insoweit zu bestrafen, als sie direkt an gezogen und die Verurteilung Groths erfolgte demgemäß, weil er fich an einer nicht genehmigten Versammlung beteiligt hatte und haben. Die Zerstörung sei eine Folge des allgemeinen Auf- ehrlicher, wenn man sich einfach Katholischer Arbeiterverein nennen in ihr als Redner aufgetreten war. Gegen dieses Urteil hatte der ruhrs gewesen, und von den Angeklagten sei erwiesen, daß wollte: Nachdem auch von der andern Seite die Vorteile des VerBezüglich der Zubilligung bands hervorgehoben worden, führte der Referent in seinem SchlußVerteidiger Dr. Herzfeld Revision beim Ober- Landesgericht Rostod fie an dem Aufruhr teilnahmen. eingelegt, er hatte aber das Rechtsmittel noch vor der mildernder Umstände macht der Erste Staatsanwalt geltend, daß wort aus, daß es nicht darauf ankomme, daß für die Religion Reichsgerichts Verhandlung vom 12. Juni der Krawall ein ganz außerordentlicher, ein Monstrum für Stolp Propaganda gemacht werde, sondern daß sie nicht unterdrückt zurückgenommen, so daß also die Verurteilung Groths zu 30 W. rechts war, eine wiiste Ausschreitung, die ganz exemplarisch bestraft werden werde. Nach einigen nebensächlichen Bemerkungen erfolgte der Schluß Träftig war, ehe über die Revision in dem Beleidigungsprozeß vor müßte. Der Aufruhr hätte unabsehbare Folgen haben können, da der Versammlung um 12 Uhr. Zitherklub Menzenhauer". Gemischter Chor. Uebungsstunde dem Reichsgericht entschieden wurde. Eine amtliche Bestätigung der für den dritten Tag das Militär mit scharfen Patronen ausgerüstet Zurücknahme jener Revision lag heute dem Reichsgericht vor. Der war. Deshalb müsse er sich gegen die Zubilligung mildern der Um- Andreasburg, Andreasstr. 3. Gäste willkommen. Berteidiger beantragte nun in der heutigen Verhandlung die Ein- stände aussprechen, damit einmal deutlich gezeigt werde, wie solche Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher. stellung des Verfahrens gegen Groth, da die inkriminierte Rede durch unreife Burschen hervorgerufenen Ausschreitungen geahndet bereits Gegenstand einer gerichtlichen Prüfung gewesen sei und das werden, damit andren Leuten die Lust zu ähnlichen Dingen vergehe. daraufhin ergangene Urteil seine Rechtskraft erlangt habe. Das Schöffen- Er bitte daher, die Schuldfragen jämtlich zu bejahen. Die Verteidiger suchen die für die Angeklagten günstigen Momente gericht und die Berufungs- Straffammer feien verpflichtet gewesen, die infriminierte That, d. h. die Rede des Angeklagten, nach allen in hervorzuheben und plädieren zum Teil für die Zubilligung von Betracht kommenden rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen; wenn mildernden Umständen. Rechtsanwalt Scheunemann meint, bei der dies unterblieben fei, so könne es mit Rücksicht auf den Grundsay Strafbemessung müsse berücksichtigt werden, daß der ganze Krawall ne bis in idem nach Eintritt der Rechtstraft des Berufungsurteils lediglich ein ins Große getriebener Dummerjungenstreich jei, obgleich in einem neuen Urteil nicht nachgeholt werden. Der Reichsanwalt man nicht lengnen könne, daß auch treibende Kräfte dahinter gesteckt gab die Richtigkeit dieser Ausführungen zu und schloß sich dem ge- hätten, die aber nicht mit auf der Anklagebank säßen. Man sollte die ftellten Antrag an. Das Reichsgericht erkannte sodann auf Ein- Angeklagten nicht für die Verbrechen andrer Leute büßen lassen. Das Schwurgericht verurteilte von den 23 angeklagten Personen stellung des Verfahrens gegen Groth, so daß die Gefängnisstrafe ganz in Wegfall kommt. Das Urteil gegen Schmidt wurde gleich- 22 zu Strafen von vier Monaten Gefängnis bis zu drei Jahren falls aufgehoben, doch erfolgte bezüglich dieses Angeklagten die Buchthaus. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Das Urteil ist im Vergleich zu dem Vorgehen überaus hart. Zurückverweisung der Sache an das Landgericht. Die Angeklagten waren meist junge Burschen, die aus Standalsucht Prozeß Kriegsheim vor dem Reichsgericht. Leipzig, an 11. Juli. In dem Prozeß gegen den frühern Bankdirektor diesen Erceſſen ſich beteiligten. Ihre Jugend und ihre politische v. Kriegsheim und den General- Agenten Wigmann, die nach fünf- nreife, die sich austobie in den Narrenspoffen antisemitischer Schreier, zehntägiger Verhandlung vom Landgericht I in Berlin am 16. Februar follte ihnen eine gelindere Beurteilung zukommen lassen. wegen verschiedener Strafthaten verurtheilt wurden, hat das Reichsgericht auf die Revision der Angeklagten hin auf teilweise Aufhebung des Urteils und Zurückverweisung der Sache in dem entsprechenden Umfang an das Landgericht I zu Berlin erkannt. V in der Be" = der Zerstörung der jüdischen Geschäftsläden teilgenommen Dedschild des alten Arbeiterschutzvereins.uschlands" werden. Donnerstag, den 12. d. M., abends 10 Uhr, bei Schiller, Rosenthaler Straße 57, Generalversammlung. Neuwahl des gesamten Vorstands. Dermischtes. Aus Konik. Am Dienstagabend gegen 101/2 Uhr hat bei dem Schlächtermeister Levy abermals eine Haussuchung und ein Lotaltermin stattgefunden. Es beteiligten sich daran der Untersuchungsrichter Dr. Zimmermann, Kriminalfommiffarius Klatt, mehrere Offiziere der Bejagung und der Arbeiter Maslow, sowie dessen Schwiegermutter Frau Roß. Ueber das Ergebnis wird Stillschweigen bewahrt. Für die Bürgerschaft ist die„ Affaire" momentan in die zweite Reihe gerückt, das Hauptinteresse wendet sich der Steuerfrage zu, da den stenerzahlenden Bürgern jetzt der Steuerzettel für das laufende Rechnungsjahr zugestellt worden ist. Nach demselben werden direkten Steuern zur Deckung der städtischen Bedürfnisse an 250 Proz. der Staatseinkommensteuer bezw. der veranlagten Berwaltungssteuersäge, sowie 200 Prog. der Realsteuern und endlich ein Gemeindeſtenerzuschlag von der Betriebssteuer in Höhe von 100 Broz. erhoben werden. Da die Stadt nur 10 500 Einwohner hat, so sind die Steuersäge im Verhältnis zur Größe der Stadt ungemein hoch, was lebhaft erörtert wird und die Erregung schürt. Dazu kommt, daß für die nächsten Jahre infolge der Untoften, welche die mili tärische Besetzung der Stadt verursachte, eine weitere Erhöhung der Steuern bevorsteht, denn die ganzen Unkosten werden auf keinen Fall von Staat übernommen werden. Danach kommt den braven Bürgern in Konig die Judenhezze teuer zu stehen. Aus der Frauenbewegung. Arbeiterinnen Berlins, wahret Enre Rechte! Die zum Schuße der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter Die Stolper Krawalle vor dem Schwurgericht. Am Montag begann in Stolp die. Verhandlung gegen 23 Angeklagte, die erlassenen Bestimmungen der Gewerbe Ordnung über: die Dauer sich an den antisemitischen Tumulten am 21. und 22. Mai beteiligten. der Arbeitszeit für Arbeiterinnen über 16 Jahre, für jugendPolizei Inspektor liche Arbeiter, über Kündigung und Entlassung, Ausstellung von Die Zengenvernehmung ergiebt folgendes: Saschewski schildert zunächst die Vorgeschichte des ganzen Beugnissen, Strafgelder, hygienische und Schußmaßregeln, ungefunde Spißbergen aus in einem Luftballon auf, um sich durch füdliche Der Kohlen- Arbeitsräume, Waschvorrichtungen, Ankleideräume, Beschaffenheit und Strawalls, die Verhaftung des Arbeiters Manske.. händler Müller habe seinen Arbeiter Manste wegen Trunkenheit Bahl der Aborte, werden vielfach seitens der Unternehmer nicht beentlassen wollen. Dieser habe sich dagegen gewehrt und trot achtet und die Rechte der Arbeiterinnen gefürzt. Arbeiterinnen, achtet darauf, daß die zu Eurem Schuße erlassenen wiederholter Aufforderung das Haus seines Chefs nicht verlassen wollen. Einen herbeigeholten Polizisten schlug Manste zu Boden gefeßlichen Bestimmungen von den Unternehmern durchgeführt und und lief darauf mit einer blutenden Wunde, die ihm der Polizist innegehalten 1 durch einen Säbelhieb beigebracht hatte, in den Straßen der Stadt und in den Kneipen umher. Das Volt sei dadurch ganz auf rührerisch geworden und in Massen zum Markt geströmt, wohin man Dianste ins Polizeigewahrsam geschafft hatte. Zeuge habe fönnen, deutlich wahrnehmen daß es die Menge nur Die Namen der Beschwerdeführer werden streng darauf abgesehen habe, die Polizei zu verulfen und zu verHöhnen. Deshalb habe er jämtliche Mannschaften in das Wacht geheim gehalten! Frl. O. Baader Strasbergerstr. 28, v. IV. Frau Bauschte, zimmer kommandiert. um sie dem Anblick der Menge zu entziehen. Das habe aber nichts geholfen, im Gegenteil sei der Lärm Rostockerstr. 47, Stfl. II. Fr. Dr. Weyl Lothringerstr. 67. Frau immer stärker geworden und mit einem Male sei auch„ Hepp! Hepp" Wesch. Lychenerfir. 3, linter Aufg., IV. Frau M. Ties, BlumenFrau Sprung, Engel- Ufer 4a, 2. Hof und„ Juden raus!" gerufen und die Laterne an dem Seeligichen straße 63, I rechts. Laden zertrümmert worden. Nun habe er die Polizisten heraus- Querg. II. Frau Schneider, Pallisadenstr. 92 II. Frau Jung, treten und den Markt mit blanker Waffe räumen lassen. Dann habe Fichtestr. 25, Hof II. cr einen Beamten zur Meitbahn geschickt und das Militär holen Tassen, das bald darauf mit dem Kommandeur an der Spige crschien. Präsident: Wurde, als Sie den Markt durch Ihre Um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne Nachteile für ihre Existenz auf Beseitigung der Mißstände in den Arbeitsstätten hinzuwirken, find nachstehende Personen bereit, wahrheits: getreue Beschwerden unentgeltlich entgegenzunehmen und auf schleunigste Abhilfe zu dringen. Für Charlottenburg: Fran Wilke, Osnabrückerstr. 27, I. A. Körsten, Gewerkschaftsbureau,' im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, 1., Zimmer 8. Borm. 9-1 und nachm. 6-8 Uhr. Ein äronantischer Gedenktag ist der gestrige Mittivoch. Vor 3 Jahren, am 11. Juli 1897, stieg der fühne Schwede André von Winde über den Nordpol treiben zu lassen und womöglich den Nordpol, das bisher unerreichte Ziel so vieler Expeditionen) zu entdecken. Bis heute sind André und seine Begleiter nicht wieder Luftschiffer noch am Leben find. Damals hieß es, daß, falls zurückgekehrt, und es ist auch keine Hoffnung vorhanden, daß die kühnen widrige Winde den Ballon verschlagen sollten, in spätestens 21/2 Jahren 3 Jahre vergangen, so daß es als ziemlich sicher erscheint, daß die sichere Kunde von ihnen bekannt werden könnte. Jetzt sind bereits Nordpolreisenden bedauerlicherweise Opfer der Forschung geworden sind. Eisenbahn- Unfall. Amtlich wird gemeldet: Am DienstagNordpolreisenden bedauerlicherweise Opfer der Forschung geworden sind. abend 7 Uhr stießen auf dem Stuttgarter Hauptbahnhofe gluei Rangierabteilungen zusammen und entgleisten teilweise. Ein 20tomotivführer ift furz darauf den bei dem Zusammenstoß erlittenen Verlegungen erlegen. Der Materialschaden ist nicht unbedeutend. Das Geleise wurde für einige Stunden gesperrt. Die Züge konnten jedoch ohne nennenswerte Verspätung auf dem Nebengeleise befördert werden. Peft Quarantäne. Laut Bekanntmachung bes QuarantäneAmts in Bremerhaven werden wegen Ausbruchs der Best in Smyrna die von dort kommenden Shiffe einer gesundheitspolizeilichen Kontrolle unterworfen. Marktpreise von Berlin am 10. Juli 1900 nach Ermittlungen, des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D. Ctr. Kartoffelu, neue, D- Ctr.| 12,-| Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 1,20 1, 1,60 1,10 " mittel gering *) Roggen, gut " " mittel +) Gerste, gut --- 15 118 60. Bauch Schweinefleisch " tälber( Bollmilchmaft) unb befte Saugtälber 67-70, b) mittlere Maftkälber Briefkasten der Redaktion. und gute Saugfälber 62-65, c) geringe Saugfälber 52-58, d) ältere, gering Schafe: a) Draftlämmer und jüngere Waft: Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zivei. Buchstaben oder eine Baht) genährte( Freffer) 37-42. c) mäßig genährte anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die Teste Hammel 63-66, b) ältere Masthammel 57-61, Fragen ohne solche werden nicht beant: Sammel und Schafe( Merzfchafe) 51-55, d) Solsteiner Niederungs- Abonnementsquittung beizulegen. nicht be wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. fchafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 50, Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und b) Räfer 00-00, c) fleischige 48-49, d) gering entividelte 44-47, Freitag von 7-9 Uhr abends statt. 2,60 1,80 e) Sauen 44-46. Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben etwa 25 Stüda. P. Lesen Sie nach: Reichstagswahlen 1867-1897 von Specht 3,60 2,20 1,60 1,- unverfauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen fand Verlag Heymann Berlin: ferner Boltsblatt" für Halle, Ergebnis der Zeizer 2,80 1,40 Schlachtware glatten Abjas, etwa 300 Stüd Magervieh blieben übrig. Der Wahl 1898. Beides zufammen genügt. Specht befindet sich wahrscheinlich 2,60 1,20 Schweinemarkt verlief ruhig, verftaute zum Schluß etwas und wurde nicht in der Bibliothet des„ Volksblatt". 23. Prillwis. Wir fönnen uns dazu nicht verpflichten; Sie müssen uns 2,40 1,20 ganz geräumt. 1,80 0,80 " " 1,60 1, 1,60 1,10 15,20 Kalbfleisch " gering Sammelfleisch " 14,90 14,40 Butter " mittel 14,30 13,90 Gier 60 Stüd " gering 13,80 13,40 Karpfen 1 kg " +) Hafer, gut ˊ 16,10 15,20 Aale mittel 15,10 14,20 Bander " gering 14,10 13,30 Hechte " 6,66 5,22 " 8,60 6, 40, 25, Barsche Schleie Bleie " 45, 25, Krebse per Schod 20, 70, 30, OICI " " Richtstroh yeu Erbsen Vinsen Speisebohnen *) ab Bahn. " 2,40 1,20 das jedes einzelne Mal per Karte mitteilen. Produktenmarkt vom 11. Juli. Infolge der höheren nachbörslichen 1,40 0,80 Preismeldungen aus New York sette Getreide heute gut behauptet ein, doch 2,50 beschränkte sich diese festere Stimmung lediglich auf den Frühmarkt. Mittags führte das schöne Wetter in Verbindung mit der vorherrschenden Geschäftsunlust und den Mangel an Anregung von den auswärtigen Märkten eine wesentliche Abschwächung der Preise herbei, und die Tendenz wurde wieder schwach. Dem Saatenstandsbericht aus Washington schenkte man überhaupt teine Beachtung. Effettive Ware war reichlich offeriert, Kauflust nicht vorhanden. Die Lieferungspreise für Weizen und Roggen waren zuletzt 0,25 bis 0,50 M. niedriger als gestern. Am Hafer- Futtermarkt notierte inländischer Hafer fest, feine inländische Ware sehr begehrt und höher, russischer gut behauptet, Mais unverändert. Rüböl verkehrte bei kleinem Handel zu gut behaupteten Preisen. Spiritus loco wurde nicht gehandelt. 29-119090 Bertin Amt: frei Wagen und ab Bahn. Berlin, 11. Juli 1900. Städtischer Schlachtviehmarkt. licher Bericht der Direftion. Zum Verkauf standen: 334 Rinder, 2218 Sälber, 1127 Schafe, 10 753 Schweine. Bezahlt wurden für 100 fund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäftete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. Färsen und Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färjen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) rollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemästete ühe und wenig gut entwidelte jüngere Rühe und Färsen 00-05; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 47-49; e) gering genährte Kühe und Färjen 43-46. Kälber: a) feinste Mast: Für den Inhalt der Injerate übernimmt die Redaktion dem Publifunt gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 12. Juli. Opernhaus. Geschloffen. Schauspielhaus. Geschlossen. Nenes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. 0 Leffing. Rhodope. Anfang 72 Uhr. Nefidenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7 Uhr. Nenes. Gläubiger. 7) itterungsübersicht vom 11. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen stand mm Barometer Windrichtung winemde 768 Stiα Hamburg Windstärke Wetter Temp. 1. G. 5° 4° R. 1621 Stationen Barometer stand mm Wind: richtung wolfen 16 Haparanda 75728 76750 1wolfent 16 Petersburg 765 WSW 768 S0 2wolfent 15 Cort 7609 17 Aberdeen 759 S Frautf./M. 766 OSO 2wolfig München 768 SO 3hlb. bed. 11 Paris 76450 Wien Briefkasten der Expedition. 165 928 3 wolkent 12 Windstärke Wetter Temp. n. 6. 1607909 4 Regen 7 1volfig 3hlb. beb. 15 14 3h1b.bed. 19 2 wolfenl 21 Binden mit Wetter Prognose für Donnerstag, deu 12. Juli 1900. Borwiegend heiter und trocken bei schwachen füdöstlichen Winden mit Müller, Köln u. a. Bei verspäteter Bestellung sind für Nachlieferung der bereits erschienenen Nummern 10 Pf. mehr an das Poftamt zu zahlen. Beschwerden sind nur an das betreffende Bostamt zu richten, bei dem die Beitung bestellt ist. Es empfiehlt sich, den Vorwärts" fpätestens acht zunehmender Erwärmung. Tage vor Ablauf des Quartals zu bestellen. " Urania See- Terrasse Röderstr. 6, Lichtenberg Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Von den Alpen zum Vesuv". Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Monbfchein PANOPTICUM fonate. Abschiedssouper. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Fledermaus. An fang 712 116r. Schiller. Dinorah oder: Die Wallfahrt nach Ploermel. Anfang 71/2 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8.11hr. Thalia. Geschlossen. Carl Weis. Die Tochter Belials. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschlossen. Belle- Alliance. Französisches Gaft: spiel( Fregolina). Anfang 6 Uhr. Metropol. Specialitätenvorstellung.. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 11hr. Apollo. 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M., nachm. 6 Uhr, von der Beichenhalle des St. Philipp- Apostel: Kirchhofs, Müllerstraße, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Sage allen Freunden, Bekannten und Kollegen sowie den Herren Chefs der Tischlerei Kimbel& Friedrichsen, Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. für die reichliche Unterstützung während Donnerstag, den 12. Juli, abends 8 Uhr: Versammlung der Mechaniker, Optiker und Uhrmacher im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow. 2. Diskussion. gerichtsbeifizer. 4. Wahl bes Branchenvertreters. 5. Verbandsangelegenheiten. 3. Berichterstattung des Kollegen Köhler über seine Thätigkeit als GewerbeAngesichts der überaus wichtigen Tagesordnung erwarten wir, daß die Kollegen zahlreich und pünktlich erscheinen. 114/7 Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. der Krankheit sowie für die Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dank. 18786 Witwe H. Rahn. Sterbefaffe chem. Pflugscher Arbeiter, Heheliche Kasse. General- Versammlung am Sonntag, den 22. Juli 1900, vormittags 10 Uhr, bei Nümann, früher Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. piforen. 3. Festsetzung der Zeitungen Sonnabend, den 14. Juli: Dampferpartie nach Neptunshain. Abfahrt 6/2, 71/2 und 81/2 Uhr ab Jannowizbrüde. 1. Verlesung des Protokolls vom 28. Januar 1900. 2. Staffenbericht pro 1. Halbjahr 1900 und Bericht der Re4. Verschiedene Kaffenpro 1901. angelegenheiten. 1879b Das Mitgliedsbuch legitimiert. Otto Winkler, Vorsitzender. Arbeiter Berlins! Von den Finsterwalder Cigarrenfabrikanten haben die nachfolgenden die Lohnforderungen der Arbeiter bewilligt: H. Sporn. Dietrich( Hanisch Nachf.). K. Weigel. R. Klähre. W. Enigk. 0. Wessly. R. Reinike. G. Franz. F. König. H. Müller. A. Hurras. R. Bär. Reinhold Kaiser. Karl Uhlich. Adolf Hartung. Paul Winkler. Max Püschel. Die Kommission der Berliner Tabatarbeiter. Bon jest ab steht dieses Inserat nur Donnerstags und Sonntags im Vorwärts". " Einheitspreis für Brennspiritus 30 Pfg. pro Liter. Detaillisten, die sich auf Einhaltung des vorstehenden Preises bei literweisem Verkauf von Brennspiritus verpflichten, erhalten bei Entnahme von wenigstens 30 Liter Volumen von den nachstehend genannten Firmen 87 Volumenprozent starken - BRENNSPIRITUS zu den VORZUGSPREISEN der Centrale für Spiritus-Verwertung in Leihgebinden des Verkäufers frei vors Haus gerollt. Bei Entnahme grösserer Quantitäten treten Ermässigungen ein. Bank für Sprit- und Produktenhandel R. Eisenmann Brennspiritus- Aktiengesellschaft Herm. Meyer& Co. I. Stargardt OCDOCE Empfehle Freunden und Bekannten mein Rüdersdorferstr. 11 gelegenes Restaurant. Neu renoviert. 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Die Mitglieder find verpflichtet, die bis zum 1. Juli 1900 erhaltenen Dividendenmarken nebst Quittungsbüchern bis zum 15. Juli d. J. in der Berkaufsstelle abzuliefern; später abgelieferte Marken haben keine Gültigkeit. Der Vorstand. Grosses Konzert Vorträge des Männer- Gesangvereins., Georgina" 268/13 91 Sommernachts- Ball. Kinder- Fackelpolonaise. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Billets zum Preie von 25 Pf. sind im Verbandsbureau, sowie bei den Kommissionsmitgliedern zu haben. Die Ortsverwaltung. 114/6 Achtung! Maurer. Fliesenleger! Donnerstag, 12. Juli, abbs. 8 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33: Versammlung der Fliesenleger Berlins u. Umg. Tages Ordnung: Achtung! Berichterstattung über den Stand unsrer Lohnbewegung. Freitag, den 13. Juli, abends 8 1hr, im Lokale„ Königshof", Bülowstraße 37: 56/12 Die Kommission. Achtung, Stock-, Schirm- und Celluloidarbeiter! Mitglieder- Versammlung Die öffentliche Bersammlung, welche am Montag night des Centralverbands der Maurer 2c. stattfinden konnte, ist heute abend 8 Uhr für Westen und Schöneberg. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. V. Frankl über: bei Stechert, Andreasstr. 21. Die Tagesordnung ist diefelbe. [ 189/ 6* ,, Einiges aus der Geschichte der Justizirrtümer. 2. Gewerkschaftliches. Um rege Beteiligung bittet Die Verbandsleitung. Zähne 2 M. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses ZahnDer Vertrauensmann. Arbeits- Bekleidung ziehen I M. Plomben 1,50 M. Tellz. wöchentl, 1 M. für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure. 5001L Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Künstl. Zähne on 3 M. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. Straße 52. Schmerzloses Bahnziehen. Goldstein, Oranienstr. 123.[* Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 16 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe.19 En gros Detail. D. 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