Nr. 161. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mir flluftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufter Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. seile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Kernsprecher: Amt I, 11r. 1508. Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Aus den Berichten der sächsischen Fabrikinspektoren. II. Eine Enquete über Fabrikarbeit berheirateter Frauen. Sonnabend, den 14. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Kiautschou. vielmehr in einer großen Kindersterblichkeit bemerkbar. Eine von einem Arzte im Plauenschen Bezirk an- Deutsch- offiziös wird bekannt gegeben: Die aus englischer gefertigte Aufstellung zeigt drastisch, daß die Kindersterblichkeit Quelle stammende Nachricht von einem Zusammenstoß deut mit der Fabritarbeit zugenommen hat: scher Truppen mit Bogern bei Kiants chou findet biss her an Berliner amtlicher Stelle keine Bestätigung. Auch über weitere Verluste unsrer Marinetruppen bei Tientsin sind teinerlei Mitteilungen eingegangen. in den Jahren. 1800-1824 Im Durchschnitt befanden sich unter 100 Sterbefällen in Plauen: 33,8 Säuglinge 1825-1829 32,4 1830-1875 39,8 .1875-1899 43,9 # " P " " " • " " " " Diese Nichtbestätigungen und Nicht- Mitteilungen beweisen nichts. Eine Bestätigung für die Gefährdung Kiautschous liegt dagegen in der Truppenentfendung von Taku aus. Wem dient Li- Hung- Tschang? Aus Kanton wird berichtet: Die Nachteile, die sich als Folge der Ehefrauenarbeit in gewerblichen Betrieben auf dem Gebiet der Volksgesundheit und der Kindererziehung in sehr fühlbarer Weise bemerkbar machen, haben die Kommission für Arbeiterstatistik veranlaßt, Erhebungen über diese Seite moderner Ausbeutung, ihre Diese Aufstellung stellt ohne Kommentar eine furchtbare Gründe und ihre Folgen anzuregen. In Sachsen sind Anklage gegen die Gesellschaft dar. Diejenigen der Kleinen, id Der Vicekönig Li- ung- Tichang hat am 6. b. M. auf diese Umfragen im letzten Viertel des verflossenen Jahres vor welche die Vernachlässigung ertragen, haben zumeist eine dem Landwege ein handschriftliches faiserliches Edift vom 17. Junt sich gegangen, leider aber auf Anordnung des Ministeriums des traurige, freudlose Stindheit, die mangelnde Erziehung erhalten, worin alle Gouverneure um schleunige Truppensendung zur Innern auf eine Weise, die die Feststellung der Thatsachen macht sich nicht selten in der Schule noch bemerkbar. So Hilfe gegen die Rebellen, zu denen offenbar auch der Prinz Tuan erschwerte. Durch die Unternehmer und unter deren sagt ein Lehrer im Plauenschen Bezirk, daß sich bei Kindern, gerechnet wird, ersucht werden. Li- Hung- Tichang will auf dieses Kontrolle wurde die Befragung der Arbeiterinnen vorgenommen. deren Mütter in der Fabrik arbeiten, schlechtes Betragen, Editt hin, das unzweifelhaft noch echt ist, einige Tausend Mann nach Es wurden jedoch auch die Gutachten der Unternehmer selbst Mangel an Fleiß und Unreinlichkeit als nachteilige Folge der Beting schicken. Auch andre Gouverneure werden voraussichtlich eingeholt und Umfragen bei Aerzten und teilweise auch bei fehlenden mütterlichen Aufsicht und Erziehung bemerkbar Truppen entfenden. Lehrern porgenommen. Die Arbeiter- Organisationen sind hierbei machen. Der 17. Jumi ist lange her, und die Versicherung, Li wolle Es ist ein trauriges Bild, das sich in den Benatürlich wiederum übergangen worden. Soweit Unternehmer in richten der Fabrikinspektoren hier enthüllt. Und doch offen- Truppen nach Beling entfenden, sieht ganz wie eine Berhöhnung der Mächte aus. Betracht kommen, sind die Urteile natürlich ganz wertlos. bart sich auch hier die Unfähigkeit der Gesellschaft, auch nur Uebrigens bleibt Li- Hung- Tschang in Kanton und begiebt sich Sie leugneten aus leicht erklärlichen Gründen einfach alle ge- die schlimmsten Uebel zu beseitigen. Nicht mit Unrecht wird nicht nach Beting. fundheitlichen und sonstigen Nachteile und waren, wie aus der Vorschlag, die Fabrikarbeit verheirateter Frauen Der Aufstand in der Mandschuret. den Berichten hervorgeht, sichtlich von dem Bestreben geleitet, ganz zut verbieten, mit dem Hinweis beantwortet, Wie dem Standard" aus Shanghai vom 11. d. Mts. berichtet einer Reform durch ihre Gutachten vorzubeugen. Trotz der daß die Folge nur die Vergrößerung des Elends sein würde, wird, find dort Meldungen aus Niu- tschwang eingegangen, unglücklichen Form, in der die Erhebungen aufgenommen oder man erreichte, daß die Frau zur Heimarbeit greifen und denen zufolge die Ausländer dort einen Angriff von Borern und wurden, sind doch teilweise ganz interessante Thatsachen zu so aus dem Negen in die Traufe tommen würde. Selbst der chinesischen Soldaten fürchten. Es wird weiter gemeldet, daß Tage gefördert worden. Vorschlag, die Schonzeit für Wöchnerinnen zu verlängern, russische Truppen eine Abteilung Chinesen bei Liao- Yang, 40 Meilen Die Frauenarbeit ist in Sachsen ungemein ausgebreitet. begegnet dem Einwand, daß dann die Frau bei jeder Schwanger- füdlich von Mulden, geschlagen haben. Sicheres fehlt. Unter 527 523 in zählpflichtigen Betrieben beschäftigten Personen schaft die Stelle verlieren würde, und von einer Verkürzung nicht batierte Darstellung aus dem ruffischen Finanzministerium Neber den Aufstand in der Mandschurei liegt eine ausführliche waren nach der Arbeiterzählung am 1. Mai b. J. 168 833 der Arbeitszeit und Verlängerung der Mittagspause fürchtet vor. Danach hätten sich revolutionäre Bewegungen nur in der Arbeiterinnen und darunter( einschließlich der geschiedenen man, daß die Unternehmer dann von der Arbeit verheirateter Gegend der Städte Hai- Tichen, Ljao- jan und Mukden bemerkbar und verwitweten) 50 762 Verheiratete. Der größte Teil ist Frauen ganz absehen könnten, was die schon angedeuteten gemacht, doch wurden sie bald unterdrückt. Noch am 21. Juni in der Textil- und Bekleidungs- Industrie, eine beträchtliche Folgen haben würde. berichtete der Hauptingenieur der Mandschurischen Bahn aus Anzahl aber auch in Bergwerken, Eisenhütten, Steinbrüchen, In der That dürfte eine einheitliche Reform der Frauen- Charbin, daß auf der Bahn überall Ruhe herrsche und daß die Glashütten usw. mit schweren Arbeiten beschäftigt. Gouverneure von drei Provinzen für die Aufrechterhaltung der Nach den an die Unternehmer ausgegebenen Fragebogen Ruhe einstehen, wenn die Russen keine Feindseligkeiten beginnen. war zunächst zu ermitteln, welche Gründe Ehefrauen veranlaßt Die ruhige Stimmung, die scheinbar längs der Bahn herrscht, hielt haben, in der Fabrik Beschäftigung zu suchen. Es kann und aber nicht an, sondern die revolutionäre Bewegung verbreitete fich von Pefing aus bis nach der Mandschurei. Einige chinesische Bewird niemand überraschen, daß der weitaus größte Teil dieser amte schlossen sich der Bewegung an und chinesische Truppen machten Frauen durch die Not zur Fabrikarbeit gezwungen wird; es dort mit ihnen gemeinsame Sache. ist aber immerhin bemerkenswert, daß diese Thatsache selbst in der allergünstigsten geschäftlichen Konjunktur von den sächsischen Fabrifinspektoren berichtet werden muß. So meldet der Dresdener Beamte, daß von 131 in einer Schokoladenfabrik beschäftigten Frauen nur eine angab, nicht direkt zur Arbeit Der Nachrichtendienst ist nun fast völlig verstummt. Ueber das in der Fabrik gezwungen zu ſein; sie arbeite vielmehr nur um fatale Schweigen helfen sich die Sensationsblätter damit hinweg, zu sparen. Im Chemnizer Bezirk wurden von 2002 Ehefrauen daß sie wieder die Geschichte von der allgemeinen Niedermezelung die Gründe ermittelt. 1317 davon sind wegen zu geringen Ver- der Fremden in Peting aufwärmen diesmal wird das Massacre dienstes des Manns genötigt, 190 arbeiten um Schulden bezahlen auf den 6. Juli datiert. zu können, 56 haben franke Männer, 43 lebten getrennt von Auch über die Lage in Tientsin kommen feine neuen Meldungen. ihren Männern, 42 haben Eltern zu unterſtüßen, 14 eine Jedenfalls haben die Führer der europäischen Truppen keine Gezahlreiche Familie und 21 arbeitsscheue oder im Gefängnis legenheit, Erfolge zu vermelden. Dagegen werden Klagen laut über befindliche Männer; 253 aber behaupten, zu arbeiten, um die die Uneinheitlichkeit des Vorgehens. Zeit besser ausnußen zu können. Aehnlich gestalten sich die Erhebungen über diesen Punkt auch in andren Bezirken. arbeit auf Schwierigkeiten stoßen. Es ist eben fast unmöglich, diese aus der allgemeinen Arbeiterfrage herauszulösen. Als Teil der socialen Frage" fann sie nur mit dieser gelöst werden. Man befördere die Socialgesetzgebung und gewähre Gewerkschaften die nötige Bewegungsfreiheit, dann werden auch die geschilderten Schäden von selbst verschwinden. China. Am 22. Juni wird aus Charbin gemeldet, daß der Gehilfe des Gouverneurs von Mukden den Gouverneur in Haft genommen, sich an die Spige der aufständischen Truppen gestellt habe und gegen Tjelin marschiere. Auch die stohlenbergiverke von Jan- Sai wurden von Chinesen angegriffen und die Brücke bei der Station Liao- Jan angezündet. Die katholische Mission in Mukden wurde zerstört und die dortigen Kaufmannsläden wurden geplündert Im Norden der Mandschurei, in der Provinz Bizikar wurden schnell chinesische Truppen zur Sicherheit der Bahn mobilisiert. Die Proklamationen der Aufständischen wurden auch in Mukden und Girin veröffentlicht und der Gouverneur erklärte der Bahuverwaltung. nicht für die Sicherheit garantieren zu können, von Amur bat um Schußz. Der Oberingenieur berichtete darüber: Der Generalgouverneur von Amur bat um Schutz. Am 24. Juni wurde ein Edikt des chinesischen Kaisers aufgefangen, das den Truppen befahl, fich mit den Vogern zu vereinigen. Am 25. Juni wurde dem Hauptingenieur vom Gouverneur von Mukden bekannt gemacht, daß das ganze Eigentum' an die chinesischen Beamten übergeben werde, und daß sich die Russen unter dem Geleite der chinesischen Soldaten entfernen und die Mandschurei verlassen sollen. Darauf gab der Hauptingenient alsbald folgende telegraphifche Antwort: Beamten Gemäß dem mit der chinesischen Regierung abgeschlossenen Vertrag sind die Russen verpflichtet, die Eisenbahn zu banen. Des wegen famen fie nach der Mandschurei, wo sie drei Jahre hindurch mit der Bevölkerung im besten Einvernehmen gelebt haben. Jetzt find in der Proving Mukden Voger aufgetaucht, welche die chine sischen Christen angegriffen und Eisenbahnarbeiter, die Be wachungsmannschaften und Ingenieure nicht verschont haben, während die in Mulden nichts gethan haben, imt das zu verhindern. 11m den Unordnungen fofort ein Ende zu machen, ist der Gouverneur in Mukden ver pflichtet, die Rebellen zu vernichten. Kann er das nicht mit den ihm zu Gebote stehenden Machtmitteln, so soll er sich wegen Hilfe von seiten der russischen Regierung an den Chef der Provinz Kwantung( Port Arthur) wenden. Der chinesische Gouverneur hat kein Recht, den Russen vorzuschlagen, die Eisenbahnarbeiten aufzugeben, da die Eisenbahn im Einvernehmen von Rußland und China gebaut ist. Ich sehe, daß der Gouverneur von Mukden die Pflicht des trenen Dienstes zum Kaiser vergessen hat, wenn er folchen Antrag vorschlug. Der Gouverneur beging eine so schwere Uebertretung, wahrscheinlich unr and Furcht vor den Aufständischen und vergaß die Pflicht für seinen Dienst und seine Ehre. Jch rate, dieses niedrige Gefühl der Furcht vor den Bogern aufzugeben, sowie die schlechten Berater von sich zu entfernen, und fich männlich an die Spize der Truppen zu stellen, welche noch nicht dem Ausstand verfallen sind und mit Hilfe des russischen Chefs von Kwantung die Nebellen zu vernichten und die Ruhe wieder herzustellen. Ziveifelhaft ist es einstweilen, ob sich das Ausbleiben zu verlässiger Meldungen dadurch erklärt, daß die Truppen der Mächte Die Erörterungen über die gesundheitlichen Nach einer Statastrophe zutreiben oder bereits verfallen find oder ob nur teile der Frauenarbeit für die Frauen selbst der Nachrichtendienst technisch gehemmt ist. Nach angeblich zu sind sehr lückenhaft. Es find einzelne Berufe gar verlässigen Londoner Meldungen ist auf dem Landweg zwischen Korea nicht berücksichtigt, sondern meist nur ganz allgemeine und China je de Telegraphenverbindung unterbrochen. Das gleiche Gutachten abgegeben worden. Als Folge der durch die Ehe- gilt von der Telegraphenverbindung zwischen Tschifu und frauenarbeit bedingten unregelmäßigen Ernährung werden fast Shanghai. Deshalb müssen Telegramme jetzt per Schiff von allgemein Magenkrankheiten angeführt. Ein Großenhainer Taku nach Chemulpo gebracht und von dort über Japan und Arzt hat beobachtet, daß Frauen, welche in der Textilbranche Singapore weiter befördert werden, was mit großem Zeitverlust ver und Cigarrenfabrikation beschäftigt sind, weniger Wider- bunden ist. standsfähigkeit bei Erfrankungen als andre Frauen Ist dies richtig, so kann man vorerst überhaupt auf authentische gezeigt haben; ein Arzt in Riesa konstatiert, daß die schwere Meldungen verzichten. Arbeit in Ziegeleien häufig Fehlgeburten erzeugt, auch Die Lage in Siautschou bleibt ungellärt. Daß deutsche auf das Vorkommen von Bleivergiftung in Ziegeleien, wo Truppen von Taku nach Tsingtau geschickt worden sind, scheint darauf glasierte Ware hergestellt wird, wird von ärztlicher Seite hin- zu beuten, daß auch der Platz an der Sonne gefährdet ist. gewiesen. Eine eigentümliche Rolle spielt Li- Hung- Tichang, der große Bedeutungsvoller noch als die gesundheitlichen Ein- Chinese; er schickt fortgeiegt allerlei beschwichtigende widerspruchs wirkungen sind die Folgen auf die Kinderpflege volle Sundgebungen in die Welt. Wir haben den Eindruck, als ob und Erziehung; daß hier die Frauenarbeit arge Mißstände i- Hung Tichang auf den die fremden Mächte so verim Gefolge hat, wird fast in allen Berichten zugegeben. Der trauensvoll rechneten in Wahrheit der eigentliche Organi Inspektionsbeamte des Bezirks Planen i V. läßt sich in jator des Boger Aufstands ist, in dessen Dienst er auch dieser Beziehung folgendermaßen aus:.... Frühmorgens, jezt seine diplomatischen Künste stellt. ehe die Frau zur Arbeit geht, ist sie gezwungen ein oder zwei Kinder zu der Ziehfrau oder, wenn möglich, in eine Bewahtanstalt zu bringen, sofern feine Verwandten für deren bin Peking und Tientsin. Verpflegung forgen. Die Kinder müssen deshalb häufig Londoner Abendblätter melden, daß Freitagvormittag in London gewaltsam aus dem Schlaf gerissen werden ein amtliches Telegramm aus Beting eingetroffen sei, nach welchem und gleich darauf durch die oft kalte Morgenluft ihrem Tages- fämtliche Fremden in Peking am 6. Juli ermordet worden bestimmungsort zugeführt werden; daß die Gesundheit feien. Aus diesem Anlasse richtete das Neutersche Bureau" an mancher Kinder darunter leidet, dürfte nicht zu bezweifeln das Auswärtige Amt eine Anfrage, auf welche ihm geantwortet sein." Zeigt sich schon hier, wie die unschuldigen Kleinen wurde, daß im Auswärtigen Amte nichts hiervon bekannt sei. schwer unter der schrankenlosen Ausbeutung der billigen weib- Es handelt sich zweifellos um leere Sensationsmache. lichen Arbeitskraft leiden, so tritt diese Thatsache durch folgende Neber die Kämpfe um Tientsin wird nichts Neues berichtet. Schilderung des Chemniger Beamten noch drastischer hervor: Die Das Neutersche Bureau" meldet aus Tientsin vom 4. d. W., fich große Waffen chinesischer Truppen sammelten, um einen Angriff den Kindern( von fremden Ziehmüttern) gereichte künstliche zwischen den Befehlshabern der verbündeten Trupper bestehe all- an mehreren Punkten der Bahn vorzubereiten, und selbst Charbin Nahrung ist nach dem Urteil aller darüber befragten Aerzte meist gemein der Wunsch, miteinander zu kooperieren. Ein wirksames Vor- zu bedrohen. Der Hauptingenieur gab den Befehl, die Eisenbahnsehr unzweckmäßig, ja un vernünftig; es soll nicht selten gehen der Verbündeten werde aber durch Mangel an Zusammen- Bediensteten zum Schuge der Bahn zu konzentrieren. vorkommen, daß den Kindern Schnaps eingeflöfzt wird, schluß beeinträchtigt. Der Vorteil habe bei ben Operationen der inn sie zu beruhigen." Aehnliche Aeußerungen ließen sich legten Wochen im ganzen auf Seite der Chinesen gelegen, deren Für das deutsche oftafiatische Expeditione corps wird die noch eine ganze Anzahl anführen. Die Folgen einer folchen Artillerie derjenigen der europäischen Truppen an Güte über- Stellenbejegung veröffentlicht. Gebildet werden zwei Kindererziehung bleiben natürlich nicht aus, fie machen sich legen fei. oftafiatische Infanterie- Brigaden" mit je awei as * * Peking und Tientsin. Am 26. Juni wurde gemeldet, daß sich überall längs der Eisenbahn chinesische Truppen fammeln. Am 27. Juni meldete der Hauptingenieur, daß die Schußmannschaft in Stärke von 150 Mann gezwungen war, sich von Tjelin zurückzuziehen, und daß Die deutsche Seebrigade. 0 = 9 ostasiatischen Infanterie- Regimentern", welche im Rheinland sich nicht mit den Krankenkassen- Vorständen in Ver- geben? Oder will es sich zur Gerechtigkeit entdie Nummern 1 bis 4 erhalten. Daneben wird ein ost bindung gefegt haben. Man hält offenbar die Vorstände der Kassen schließen, die in diesem Fall, wie in den meisten Fällen, die asiatisches Reiterregiment" zu 3 Schwadronen( For- nicht für die geeigneten Personen, um in dieser sie zu allernächst beste Politit ist? mationsort Potsdam; 1. Garde- Ullanen- Regiment) gebildet. Die angehenden Frage ihr Urteil abzugeben. ,, Keinen Mann" kann Lord Roberts in Südafrika entArtillerie besteht aus einem„ ost asiatischen Feldartillerie- Regiment" zu 4 Batterien, einer„ leichten In Köln hat sich ohne Zweifel auf behördliche Anregung behren. Aber woher sollen die in China so notwendigen Munitions Kolonne", einer halben leichten Feld der Verein der Industriellen des Regierungsbezirks Köln in Expeditionstruppen fommen? In England sind kaum Haubiz Wunitions Kolonne"" und einer„ Batterie feiner letzten Sizung mit der Frage beschäftigt. Truppen genug für die erforderlichen Nachschübe; und die paar schwerer Artillerie des Feldheeres( Haubigen)". Der Verein hat der Ausdehnung der Unterstügungsdauer zu Regimenter, welche in der Eile aus Indien entsandt worden Jedem der 4 Infanterie- Regimenter sind außer dem Kommandeur gestimmt mit der Meinung, daß die Mehrbelastung der Kassen sind, müssen unbedingt rasch wieder ersetzt werden, und 3 Stabsoffizieren 8 Hauptleute als Kompagnieführer, je 9 oder Sadurch nicht erheblich sein werde. Die geplante Erweiterung da die Ereignisse in Südafrika und in Ostasien auch in 10 Oberlieutenants und je 25 oder 26 Lieutenants zugeteilt. Im soll sich auf sämtliche der Invalidenversicherung unterliegende ndien eine bedenkliche Gährung hervorgerufen haben. ganzen besteht das Offizier corps für die ostasiatische Personen erstrecken. Eine Vereinheitlichung der Ortskrankenkassen Expedition aus 326 Offizieren und 94 Aerzten. Jedem der vier Infanterie Regimenter und dem Artillerie- Regiment find 4 Aerzte, dem Reiter Reginient und dem Pionier Bataillon je 2 Aerzte zugeteilt. Die Sanitäts Compagnie umfaßt 8 Aerzte, die 4 Feldlazarette 24, das Kriegs Lazarett Personal 19 und das Lazarettschiff 10 Aerzte. 4 11 * # Die Einigkeit der Mächte mächte = ist in China genau ebenso bestellt, wie weiland die„ Einigkeit" in reta: es ist die Einigkeit der Hunde und Kagen. Der Londoner Standard", das Organ Lord Salisburys, enthüllt in seiner gestrigen Nummer die erbauliche Thatsache, daß die Mächte fich nicht einmal über die Stärke der von jeder einzelnen zu stellenden Expeditionstruppen verständigt haben, und daß jede Macht nach Gutdünken handelt und möglichst viel Truppen zu schicken sucht ein Zustand, der, wie das englische Regierungsblatt mit etwas trivialer, aber unanfechtbarer Weisheit fich äußert, die Gefahren der Lage eher vermehrt als vermindert". * in Städten oder ländlichen Bezirken zur Vereinfachung der Den Boerenfricg fortsetzen, heißt unter diesen Verhältnissen Verwaltung und zur Beseitigung von Ungleichheiten erscheint den Fortbestand der englischen Weltmacht im allgemeinen wünschenswert, soll aber im Hinblick auf die gefährden. Verschiedenheit im Stande der Kassen nicht durch Gesez, sondern von den Verwaltungsbehörden nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse bestimmt werden können. Eine Erhöhung der Beiträge der Arbeitgeber ist weder notwendig, noch angesichts der ohnehin schon in Deutschland sehr hohen socialen Lasten wünschens * Deutsches Reich. Die ,, einigen" Regierungen. Mit der Einigkeit der deutschen wert. Sollte sie trotzdem erfolgen, so wäre eine Gleichstellung Regierungen scheint es ähnlich zu stehen, wie mit der Einigkeit der der Arbeitgeber hinsichtlich der Rechte in der Verwaltung der Wachte. Audrerseits würde sich nicht der merkwürdige Eifer erklären, Stassen selbstverständlich zu beanspruchen. Dem Anschluß der mit der die Einigkeit immer wieder festgestellt wird. So wird jetzt Ortsfrankenkassen an die Gemeindeverwaltung von München aus versichert, der bayrische Ministerpräsident v. Crails wird entschieden widersprochen, da dadurch die Selbst- heim habe in der Sigung des Bundesrats- Ausschusses hervor verwaltung beeinträchtigt und dem Bureau- gehoben, daß die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten sich in fratismus Vorschub geleistet wird. Aerztliche Beden bewährtesten Händen befände; man dürfe daher mit Ver trauen in die Zukunft blicken. handlung soll nur durch wissenschaftlich gebildete, approbierte Aerzte Aber hat man denn jemals etwas andres geglaubt? gestattet sein, unbeschadet der Zuratezichung von Naturheilärzten Wie jezt übrigens festgestellt wird, hat man sich zu der in bestimmten Fällen mit Genehmigung des Kassenvorstands. Der Verein spricht sich gegen die unbeschränkt freie Arztwahl aus, eine Berufung des Bundesrats- Ausschusses für auswärtige Angelegenbeschränkt freie Arztwahl genüge. Das Krankengeld soll auch im heiten die zum erstenmal ſeit Bestchen des Reichs erfolgt ist Beranlaßt ni Fall der Erkrankung durch geschlechtliche Ausschweifungen thatsächlich erst auf Drängen Bayerns entschlossen. zur Verhütung von Ansteckungen, die bei sonst zu beworden sei der Schritt der bayrischen Regierung nicht bloß durch die chinesischen Wirren, sondern mehr noch durch die zum erstenmal fürchtender Verheimlichung der Krankheit erfolgen können, umsomehr gewährt werden, als die Kassen dadurch nicht erin größerem Maßstab erfolgende überseeische Verwendung deutscher Truppenkörper. heblich belastet würden. Die bestehenden Hilfstassen sollen im Hinblick auf die wohlthätige Wirkung solcher Kaffen, namentlich Vorschriftsmäßig. Das gestern von uns geweißsagte begeisterte im Stande der kaufmännischen Angestellten, als gleichberechtigte Freudengewicher der bürgerlichen Bresse über die völlig belanglosen Träger der Krankenversicherung beibehalten, neue Kassen dieser Allgemeinheiten des Grafen Bülow hat sich prompt cingestellt. Bedürfte es noch eines Beweises dafür, wie faul die Art aber nur noch als Zuschußlassen behandelt werden. Der Verantwortliche der jetzt eingetretenen blutigen Katastrophe ganze fapitalistische Herrlichkeit ist, so wäre es das Ver- Die Reform der Krankenversicherung im Sinne des Geheimrats der Weltpolitik erfreut sich immer noch der hohen Protektion des halten der Börse während der letzten vierzehn Hoffmann findet demnach selbst bei den Scharfmachern nicht unbedingte Kultur- Schmods. Wir sind neugierig, wann die Ratten an die Tage gegenüber den chinesischen Wirren. Auf Anerkennung, wenn diese natürlich auch mit der Herausdrängung Abreise denken werden; einstweilen scheint ihnen das Schiff noch die wilden Kursstürze iſt zwar einige Beruhigung der Socialdemokratie aus der Kassenverwaltung durchaus einver- behaglich. Wolff meldet natürlich wieder die Huldigungen des AuslandPolitische Uebersicht. Berlin, den 13. Juli. Die Börse und die chinesischen Wirren. Man schreibt uns: gefolgt, aber sie ist künstlich gemacht und unter der standen sind. anscheinend ruhigen Oberfläche hört man die dumpfen Donnerschläge des Zusammenbrechenden. An warnenden Stimmen, die das baldige Ende dieser Prosperitätsperiode verkündeten, hat es ja feit langem nicht gefehlt, aber sie gingen unter in dem tollen Geschrei nach dem höchsten Profit. Es ist fast wie eine Fronie der Geschichte, daß der Chinese, den man eben erst mit all den Segnungen kapitalistischer Kultur er drücken wollte, es ist, welcher aus der Ferne der zu den höchsten Kurshöhen hinaufgelogenen kapitalistischen Schwindel herrlichkeit den alles erschütternden Fußtritt giebt. In Der Löwe ist nicht tot! Schmocks für den Grafen von Kiautschou; die ausländischen Preßstimmen über die zweite Kaiserrede über den Nachekrieg ist das Bureau immer noch schuldig. im wenn die Langzöpfe vor der deutschen Flagge auf den Bauch fallen, wenn sie wissen, daß einen Deutschen antasten die exemplarische Strafe auf die Uebelthäter zieht. Wir tönnen nicht von unsrem Vergeltungszuge lassen, felbst we in wir wollten:„ Die Autorität muß stabiliret werden, als wie ein rocher de bronze. Und wir wollen auch gar nicht!- Sühne und Genugthuung! Davon soll uns niemand abbringen!" " 11 Namen Deutschlands! Also erläutert Leon Leipziger die Worte des Grafen Bülow Der überflüssige Reichstag. Die schriftstellerische Uebung des Grafen Bülow über die Chinafrage genügt, so wird jetzt verfündet, allen Ansprüchen des Volks. Die Einberufung des Reichstags Hälfte des Oktober dem Volke die Rechnung für die Weltpolitik präsentieren. Die Bourgeoisie hat natürlich gegen solche Ausschaltung der Die Bülow macht alles. Bolksvertretung nichts einzuwenden. chinesische Katastrophe scheint offenbar noch immer nicht groß genug.9 ,, Viele Hunde sind des Löwen Tod," sagt das Sprichwort, Die tiefst empfundenen Worte findet doch wieder der Kleine und nach den letzten englischen Berichten aus Transvaal schien Journal"- Leipziger, der doch eigentlich die auswärtige Politik noch es manchem, der Boeren- Löwe sei von der Meute der eng- schwungvoller leitet als Herr v. Bülow. Herr Leipziger wird erst lischen Bulldoggen müde gejagt und werde bald niedergehegt dann zufrieden sein, fein. Wir selbst wandten uns wiederholt gegen diese kleingläubige Auffassung, die in fast der gesamten boerenfreundlichen Bresse der bürgerlichen Parteien mehr und mehr zur Herrschaft gelangte. Wir wiesen darauf hin, Nachdem, trotz aller Schweigsamkeit des Telegraphen, daß die Ereignisse in Ostasien ermutigend auf die Boeren Yangsam die schreckliche Wahrheit der unübersehbaren Rata gewirkt haben müssen, und zogen gerade aus den häufigen strophe in China durchgesichert war, wurde die Börse von einer englischen Siegesberichten den Schluß, daß sogar in dem wilden Panik ergriffen, die sich in massenhaften Verkäufen Oranje- Freistaat, der kleineren der beiden Republiken, die äußerte. Für die Verluste der letzten 14 Tage werden Riesensummen Kampfluft und Kampffähigkeit der Boeren nicht gebrochen ist. genannt; im Augenblick ist es wohl noch gar nicht möglich, Der britische Ober- General Roberts war in seinem sie abzuschätzen. In Berlin haben sich, um das schlimmste Urteil über den Stand der Dinge auch keineswegs optimistisch. zu verhüten, alsbald die Häupter der hohen Finanzwelt zu Auf die Anfrage der englischen Regierung, ob er nicht einer schleunigen Hilfeleistung zusammengethan. Ihre Käufe Truppen für Ostindien abgeben könne, antwortete er sei danach entbehrlich geworden. Man wird erst in der zweiten haben dann die kopflose Angst der Geldbefizer etwas beschwichtigt, fategorisch nicht einen Mann! und erklärte, daß vor die Schweigfamkeit des Telegraphen hat ein llebriges gethan September an die Beendigung des Kriegs nicht zu und im Augenblick herrscht einige Ruhe. Doch die Börsen- denken sei. Heute wird er auch diese Erklärung noch für panit hat nur einen vorläufigen Abschluß gefunden-zu günstig halten. Hat er doch in den letzten Tagen die das dicke Ende kommt nach. Kraft des Löwen an seiner eignen, von ihm persönlich Die Zuversicht in den Fortbestand der guten Konjunktur, tommandierten Hauptarmee zu erproben gehabt und gleich wie sie noch bis vor kurzem an der Börse bestanden hat, ist zeitig zwei schwere Niederlagen erlitten. Vom Fremdenkrieg. Seitens der Reichsanwaltschaft jegt vollständig geschwunden. Auch die die Diskont. Der Telegraph meldet darüber: sind, so wird der„ Volkszeitung" aus Leipzig gemeldet, Erhebungen ermäßigung der Reichsbank und die beruhigenden Feldmarschall Roberts telegraphierte aus Pretoria vom 12. Juli: gegen die Polenvereine Deutschlands eingeleitet, um festAeußerungen des Reichsbank Direktors Dr. Koch ber- Die Boeren machten gestern einen entschlossenen Angriff auf unsre zustellen, ob Unterſtüßungen an den„ polnischen Nationalschak" in Rapperswyl seitens polnischer Vereine gezahlt werden. mögen daran nichts mehr zu ändern. Denn gleich- rechte Flante und ich bedauere melden zu müssen, daß es ihnen Es ist mithin eine große Hochverrats- Campagne gegen die Polen zeitig damit tauchen die ungünstigsten Nach gelang, fich des Nitraleneck zu bemächtigen, welcher von einer im Gange. richten Dom Eisenmartt auf. Juländisches Schivadron der grauen Schotten, 2 Geschützen und 5 Kompagnien Die Chinesen bekämpfen nur die Fremden, die als geduldete Roheisen wird plötzlich unter dem Synditats des Lincoln- Regiments befegt war. Die Boeren griffen bei Tages- Gäste sich Herrenrecht anmaßen. Deutschland führt fortgesetzt Krieg preise angeboten, ausländisches Roheisen Robeifen, istanbruch mit überlegenen Streitkräften an, nahmen die Sügel, gegen die eignen Angehörigen des Reichs. plötzlich um 15 Mart Tonne billiger welche den Paß beherrschen und eröffneten ein mörderisches Die Schußtruppe der Weltpolitik. Der von dem„ Schwäbischen geworden und vom amerikanischen Eisenmarkt kommen die Gewehrfeuer auf die kleine Besagung. Der Nitralsnet Mertur" übrigens nicht redaktionell, sondern als Publikumsungünstigsten Gerüchte. Das sind erst die Vorboten! liegt etwa 18 Meilen von Pretoria auf der Verbindungslinie mit meinung- gemachte Vorschlag, aus Näubern, Mördern und SpizIm rheinisch westfälischen Industrierevier beginnen die Werke Rustenburg. Der Kampf danerte den ganzen Tag über. Ich buben eine deutsche Kolonialarmee zu schaffen, hat nicht einmal den bereits mit Betriebseinschränkungen und durch eine lächerliche sandte Verstärkungen, aber bevor dieselben eintrafen, war die Be- Borzug, neu zu sein. Ein solches Heer stand schon einmal in deutschen Geheimniskrämerei sucht man um die Thatsache herum fagung geschlagen. Die beiden Geschütze und ein großer Diensten. Als Herzog Johann von Mecklenburg Stargard am zukommen, daß Strupp demnächst zu Arbeiter- Teil der schottischen Schwadron fielen in die Ausgang des 14. Jahrhunderts gegen Dänemark und Norwegen zu Entlassungen schreiten wird. Hände des Feinds, weil die Pferde der Unsrigen erschöpft Felde zog, erließ er einen Aufruf an alle, die auf eigne Kosten gegen beide Reiche, freibeuten und abentheuern" wollten, mit Rauben, Brennent Zunächst haben erst die Werke, die direkt für China mit waren. Außerdem machten die Boeren 90 Gefangene vom Lincoln- und Nehmen." Sie sollten sich in Wismar und Rostock einfinden, dort Aufträgen versehen waren, die Folgen der Mirren zu kosten Regiment. Die Verlustliste liegt mir noch nicht vor, doch fürchte ich würde man ihnen einen Stehlbrief" geben und„ dazu bekommen durch Zurückziehung der Aufträge. Bald wird der daß sie bedeutend ist. Zu derselben Zeit wurden vergönnen, daß jeder frei parthen, beuten und den Raub verkaufen Wellenschlag der chinesischen Ereignisse weitere Kreise erfassen. unsere Vorposten bei Derdepoort angegriffen. Das 7. Dra- fönne."" Es ist nicht zu beschreiben- sagt der Chroniſt- wieviel Schon jetzt ist klar, daß eine allgemeine Finanz- gonerregiment hielt mit großer Geschicklichkeit den Feind im Schach. lofen und bösen Gesindels zu Haufe lief aus allen trisis in Ostasien nach Beendigung der Wirren ausch zog darauf die Reserven zurüd und würde vielleicht feine Landen, von Bauern und Bürgern, Amtstnechten und andrem Bolt, deren Chirileager eben großen Verluſte gehabt haben, wenn eine Abteilung nicht Boeren- leichter Mühe ambien at en storing her min von armen norwegischen und das kapitalistische Europa erfaßt und deren Sturmivögel eben truppen, die in einem Gehölz versteckt waren, für unsere Mann- bänischen Bauernreich zu werden. über die Börse dahingerauscht sind. schaften gehalten hätte. General Smith- Dorrien hat den Boeren Da die Bande sich selbst beköstigte, nannte sie sich„ Bictalien Wir stehen anscheinend bereits unmittelbar dem Schlimmsten bei Krügersdorp starte Verluste beigebracht. General Buller hat nach Broders" d. H." Victualien- Brüder". Aus ihr entstand die be gegenüber. Wenn in der nächsten Zeit Europa sich auf dem einem furzen Gefechte die Boeren, welche die Bahnlinie bei Paarde- rüchtigte„ Bitalien- Brüderschaft", die noch jahrelang die Ost- und chinesischen Kampfboden weitere Niederlagen holen wird und traal zerstörten, zurückgeschlagen. Nordsee unsicher nachte und schließlich alle Schiffe, ob feindlich oder der Telegraph nichts mehr verschweigen kann, wird es für So die Depesche. Also zwei Niederlagen, die nicht, raubte, plünderte und verbrannte. Der Chronist sagt bedie Börse kein Halten mehr geben und wir werden die jedenfalls im Zusammenhang mit einander stehen, und durch züglich ihrer Entstehung:" Averst Godt tröste, wor man denen loſen Statastrophe erleben, für welche die Kursstürze der vierzehn die es den Boeren gelungen ist, die Eisenbahn- hindern und weren kann, dar se nehn Quadt( keinen Schaden) Hupen de Hant loẞleth, so man se doch mit aller Macht fume verTage nur das Vorspiel gewesen sind. Verbindungen der Engländer zu stören und ihren dohn, wenn man sie alschon in grotem Dwange holt." Vormarsch aufzuhalten. Jedenfalls war der Angriff Das Aufgebot der Bestie hat sich also bereits praktisch be Zur Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes. der Boeren sowohl gut kombiniert, als wuchtig; und aus währt. Man schreibt uns vom Rhein: Auch die Regierung in dem Wortlaut des Telegramms geht hervor, daß diese neuesten Landarbeiter- Elend. Das Berliner Tageblatt" brachte uns Düsseldorf hat den Landräten, Bürgermeistern usw. ihres Be- Niederlagen der Engländer den Niederlagen Bullers und längst folgende Schilderung: zirks den ministeriellen Erlaß über die Begutachtung der znr feiner Unglücksgenossen zu Anfang des Jahres nichts nachAenderung des Krankenversicherungs- Gesezes gemachten Vorschläge geben. Die paar fleinen Siegesnachrichten", die am Schluß mitgeteilt. In dem Schreiben des Regierungspräsidenten von des Telegramms als Pflaster auf die Wunde gelegt werden, Düsseldorf werden die Landräte, Bürgermeister usw. angewiesen, machen einen fast komischen Eindruck, sie betreffen ganz unmit den Vorständen der Orts und Betriebs- bedeutende Guerillagefechte im Oranje Freistaat. Krantentassen oder sonstwie geeigneten Personen" Rücksprache Nach einer weiteren Depesche, die jedoch nur in verzu nehmen. Und in der That ist denn auch von einigen, allerdings stümmelter Form zu uns gelangt ist weshalb wir sie nicht nur wenigen Stadtverwaltungen den Vorständen der im Orte vor veröffentlichen, muß namentlich das zweite der von handenen Krankenkassen der behördliche Erlaß zur Begutachtung mit Pretoria. also aus der größeren der beiden Republiken, geteilt worden, allerdings nur von Punkt 1 bis 10( siehe den Vor- gemeldeten Treffen sehr blutig und für die Engländer wärts" vom Dienstag), die Punkte 10a- c fehlen, wenigstens in verlustreich gewesen sein. der Fassung, wie der Oberbürgermeister von Essen den Erlaß den In England hat die Hiobspost eine niederschmetternde Strantenkassen- Borständen mitteilt. Wahrscheinlich ist der Herr zu Wirkung ausgeübt. Die Hoffnung auf baldige Beendigung diplomatisch, um die politische Hauptabsicht der Reform, die Aus: des Kriegs ist nun endgültig zerstört, und das englische Volk sperrung der Socialdemokratie, den Vorständen der Krankenkassen zu ist jegt vor die Frage gestellt: will es, unt die Taschen der verraten. Ob die übrigen Regierungspräsidenten an die Behörden Chamberlain, Rhodes und Consorten zu füllen, sich in' Ostasien, wo eine ebenso vernünftige Anweisung gerichtet haben, ist uns un- feine Weltm a cht auf dem Spiele steht, Tahm legen bekannt, wir wissen nur, daß die allermeisten Stadtverwaltungen und unter die Vormundschaft der Japaner bel " " V " Zum " Als wir am Sonntag, den 10. Juni d. J., auf einer Kremserpartie nach ante famen, gefellten sich polnische Arbeiter zu uns und luden mich und... ein, mitzukommen und ihre Wohnung zu besichtigen. Mit Schaudern und Entsez en betrachteten wir dieselben. Es war uns, als ob wir in ein Verließ für Sträflinge geraten feien. Eine lange breite Treppe führte in einen tiefen Keller ohne Licht und Luft, da mir zwei Kleine Lufen durch die Dede führten. Aufgemacht wird diese Art Fenster wohl, wie der weil die Kinder Augenschein zeigt, niemals, fie Zielgegenstand ihrer Steinvürfe machen und bei Regen wetter sonst das Wasser direkt hineinkommen würde. An den Wänden friechen Schneden umher( offenbar eine direkte Folge der Feuchtigkeit, die da unten herrscht). Das Schlimmste aber ist: beiderlei Geschlechter sind nicht einmal getrennt, sondern schlafen in ein und denselben Raume. Von den Lagerstätten will ich nichts erwähnen, es sind richtige Nester, die jeder sich ausmalen mag. Zu einer hinteren Ede des Raumes lag eine franke Person, doch fonnte man wegen der mangelnden Helle nicht erkennen, ob es ein männliches oder " weibliches Wesen war. Und in dieser schrecklich berpesteten Luft noch höheren Instanzen geführt werden müssen. Als ein weiteres foll ein franker Mensch wieder gesund werden! Uns wurde in Special Hilfsmittel, ihm nicht genehme Beschlüsse zu hinterbreiten, der kurzen Zeit, während wir in dem Raume teilten, so übel beliebte der Herr Oberbürgermeister private Randglossen bei den dem zu Mute, daß wir schleunigst abziehen mußten und nur mit Mühe Kreisamt zur Genehmigung einzureichenden Beschlüssen in Anwendung eine gewaltsame Entleerung unfres Mageninnern zurückhalten zu bringen, die dieselben dann als socialdemokratische" hinstellen Tonnten. Wer soll hier Rat und Hilfe fchaffen?" sollten, um gegen sie Stimmung zu erzeugen. Aber auch damit hat dieser Herr schon Reinfälle erlebt, da solche Diese Schilderung bringt nichts Außergewöhnliches. Wir haben schon weit entsetzlichere Darstellungen über das Wohnungselend der in Preußen und Sachsen wirksame Mittelchen in Hessen nun doch Landarbeiter mitgeteilt. Wir erinnern z. B. an die unlängst von noch nicht verfangen. Gerade der letztere Umstand, der unsren Genossen uns veröffentlichte Schilderung eines Arztes über die grausigen Zu- so ganz zufällig bekannt wurde, hat deren Geduld erschöpft und sie stände in ostelbischen Schnitterhäusern. Die Nicht- Trennung der zu eingangs erwähntem Beschluß veranlaßt, der den Machinationen Geschlechter ist auch sonst nichts Ungewöhnliches, und das kaiser- des eigenwilligen Stadtregenten ein für allemal einen Riegel vorliche Wort von den Wohnungen, die schlechter seien als die Schweine- schieben wird. Der gewählte und nach der Hessischen StädteOrdnung zulässige Ausschuß besteht aus fünf Mitgliedern und hat ställe ist unvergessen. Der Fall in Lanke gewinnt aber dadurch eine gewisse Mert auch das Recht, sämtliche über Stadtverordneten Beschlüsse anwürdigkeit, daß unsres Wissens zum erstenmale- die agrarische gefertigte Aftenstüde einzusehen wie überhaupt deren Durchführung auf Presse sich herbeiläßt, dieses Dokument des Wohnungselends im alle ihm gutdünkende Art zu überwachen. Der Herr Oberbürger Paradies der Junker wiederzugeben. Sonst werden derlei un- meister war sehr mit dieser Einrichtung einverstanden und schien angenehme Dinge sorgsam vertuscht, mag es sich auch um weit dieselbe gar nicht als ein Mißtrauensvotum aufzufassen. schlimmere Zustände handeln. Ist die„ Deutsche Tageszeitung", die die obige Darstellung wiedergiebi, plöglich in sich gegangen und bemüht sich, dem Uebel zu steuern, indem sie der Wahrheit die Ehre giebt? Oder hat man ihr ein Kuckucksei in das agrarische Nest gelegt, das zu besudeln sie nicht für nötig hält, weil es ohnehin schnußig genug ist? Ach nein, weder das eine noch das andre trifft zu. Die„ Deutsche Tagesztg." hat ihre Todschweige- und Beschönigungstaftit nur für einen Ausnahmefall aufgegeben, weil jenes Gut, das einem Grafen v. Redern gehört, an einen- Juden, den bekannten Kohlen- Friedländer, verpachtet ist. Schade, daß nicht alle Gutsbesizer und Gutszüchter Juden find, dann würde die Presse des Bundes der Landwirte doch wenig stens energisch gegen den Notstand der Landarbeiter vorgehen und vielleicht endlich Abhilfe schaffen. -Grundstück des Grubenarbeiters August Kastner wird hiermit zurüď. geogen. Ihre politische Vergangenheit als Verfechter der Grundsäge der socialdemokratischen Partei läßt die Annahme gerechtfertigt er scheinen, daß das Ziel der Versammlung darauf hinausgehen foll in der hiesigen Stadt und Umgebung die socialdemokra tischen Bestrebungen zu fördern und neu zu be leben, Bestrebungen, die andrerseits von der großen Mehrzahl der Bevölkerung energisch bekämpft werden. Aus der Abhaltung der Versammlung ist daher ein 31 fammenstoß der beiden Parteien und damit Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu be fürchten, während dem gegenüber der Zugang zu dem Kastnerschen Grundstück und das letztere selbst räumlich so beengt sind, daß bei einer etwaigen Störung der öffentlichen Ordnung die Entfaltung der Kräfte der Polizeibehörde zur Wiederherstellung der Ordnung fanm möglich erscheine. Dazu kommt die feuergefährliche Bauart des Rastnerschen Hauses sowohl wie der Nachbargebäude, so daß dieselben durch unvorsichtiges Tabakrauchen leicht einer Feners Majorke. gefahr ausgesetzt werden könnten. Die Schriftstücke sind beide mit der eigenhändigen Unterschrift Angesichts des chinesischen Aufstands, der durch die systematische Mißhandlung Chinas seitens der europäischen Mächte hervorgerufen des Neuroder Bürgermeisters Herrn Majorte verschen. Was ant worden ist an welcher Mißhandlung auch die deutsche Regierung 5. Juli zu keinerlei Beanstandung Ursache gab, erscheint am 10. Juli durch ihren völkerrechtswidrigen Einfall in China ihr vollgerüttelt im bedenklichsten Lichte. Vergeblich sinnt man nach, was in einer so und geschüttelt Maß hat- angesichts der jetzt an den" Fremden" furzen Zeit den Meinungswechsel bei dem Herrn Bürgermeister herin China geübten Vergeltung ist es charakteristisch, mit welcher vorgerufen haben könnte. fröhlichen Wurstigkeit seiner Beit seitens der deutschen Regierung gung dem Herrn Bürgermeister Kühns politische Vergangenheit and Zunächst muß zur Begründung der Zurückziehung der Genehmi in das chinesische Abenteuer hineingestiefelt wurde. Aus den Flitterwochen der Weltpolitik". konnten die Die Weisheit, die tiefe Moral und der fröhliche Wagemut des sein Bestreben, unsre Grundsäße zu fördern und neu zu beleben, Landsknechts beseelte Herrn Bernhard von Bülow, als er im Anfang dienen. Das, wie alles Uebrige, mußte der Herr Majorke Herr des Jahres 1898 dem Reichstag Rechenschaft geben sollte, über die Art, doch aber auch schon am 5. Juli wissen. wie man in China zu kolonisieren beliebt hatte. Er müsse hervorheben, Majorke hat nämlich vor gar nicht langer Zeit in Volksversamm meinte er, daß wir weder in Abenteuer hineindampfen, noch lungen mit Kühn und anderen socialdemokratischen Rednern Rede Lebensmittelpreise und Arbeitslohn. Die offiziösen„ Berliner irgendwie den Frieden stören, noch irgendwem zu nahe duelle ausgefochten in seiner Eigenschaft als Angehöriger Politischen Nachrichten" ärgern sich über unsere Berechnungen, durch treten". Die Chinesen haben ja darüber inzwischen eine andre der Centrumspartei. Freilich hat Herr Majorke bei diesen Rede fämpfen den Kürzeren gezogen. die wir nachwiesen, daß von der Lohnerhöhung der letzten Jahre in- Ansicht bekundet. Wie wenig Herr Majorte aber mit seiner Begründung recht hat, folge der gleichzeitigen Erhöhung der Lebensmittelpreise nur ein Damals aber fuhr Herr v. Bülow in heiterem Plauderton fort: Bruchteil den Arbeitern zu gute gekommen ist. Das Schwein- China gegenüber haben wir unsre Forderungen in so moderierten beweist die Thatsache, daß genau auf demselben Blaze, wo die diese burgsche Organ meint, unsre Berechnung gäbe ein schiefes Grenzen gehalten, daß dieselben weder der chinesischen Regierung malige Versammlung stattfinden sollte, bereits zu Pfingsten 1898 eine fehr start besuchte socialdemokratische Bild, weil das Jahr 1898 überdurchschnittlich hohe Preise Anlaß zu berechtigten Ausstellungen geben, noch gar aufgewiesen habe. Hätten wir das Jahr 1899 bei der Berechnung innere Kohäfion oder den Fortbestand des chinesischen Reiches Wählerversammlung mit Kühn als Referenten zu Grunde gelegt, so würde sich der wirkliche Anteil der Arbeiter an gefährden Ich möchte besonders konstatieren, stattfand, wobei keinerlei Ruhestörung vortam und auch keinerlei Gefahr entstand. der Lohnerhöhung als bedeutend größer herausgestellt haben, weil daß wir aufrichtig die Wohlfahrt von China wünschen.... Ich bin wie es selbstverständlich ist Kandidatenwechsel im 7. hannöverfchen Wahlkreis. Da die Lebensmittelpreise gerade im Jahre 1898 den höchsten Stand überzeugt, daß die Erwerbung von Kiautschou der Ausbreitung erreicht hätten. Die statistischen Mitteilungen über das Jahr 1899 christlichen Glaubens und christlicher Gefittung zum Segen gereichen der bisherige socialdemokratische Reichstagskandidat Genosse Wiehle lagen nun unfrem Mitarbeiter, als er seine Berechnungen an- und daß sie förderlich sein wird für die wirtschaftliche Entwicklung seine Kandidatur niedergelegt hat, wurde an seiner Stelle Genoffe ftellte, noch gar nicht vor. Aber auch jetzt, nachdem sie und für die politische Machtstellung des Deutschen Reichs." Behle als Kandidat aufgestellt. crschienen sind, kann man nur sagen, daß die Behauptung der Ob der Leiter unsrer auswärtigen Politik jest nicht selber Das Verfahren wegen Gotteslästerung wird doch noch B. P. N." feineswegs zutrifft. Eine Stichprobe im neuesten Heft erstaunt ist über seinen damals bekundeten staatsmännischen gegen den Genossen Swienty vom Boltsblatt" in Halle eröffnet des Statistischen Jahrbuchs für das Deutsche Reich" ergiebt, daß Scharfblick! von den vier Städten, über deren Getreidepreise Mitteilungen Freilich, man kann die Männer der Reichsregierung freisprechen werden. Die 2. Kammer des Landgerichts in Halle hatte die Ergemacht werden, zwei 1899 höhere Roggenpreise als 1898 von einem Teil der Schuld, uns in dieses in seinen Folgen noch öffnung des Verfahrens abgelehnt. Auf Betreiben der Staatshatten, während für zwei Städte der Roggen, das wichtigste unabsehbare Abenteuer hineingetrieben zu haben, wenn man sich anwaltschaft hat jedoch das Oberlandesgericht in Naumburg die Er Voltsnahrungsmittel, eine niedrigere Notiz aufweist. erinnert, welche Grundsäge über Moral, Völkerrecht damals aus dem öffnung des Verfahrens angeordnet. Reichstag, und zwar von allen bürgerlichen Parteien heraus vorgetragen wurden. Auch die optimistische Stimmung der Regierung wurde von den bürgerlichen Parteien gern übernommen. nationalliberale Herr Hasse meinte, die bei den Chinesen zuerst eingetretene Mißstimmung sei schon vollständig gewichen. Die Fleischpreise waren dagegen 1899 allgemein und zum Teil sehr bedeutend höher als im Jahre zuvor. Nur Schweinefleisch zeigte eine billigere Notiz. Rindfleisch ist von 113,3 auf 115,9 Mt. für den Doppelzentner gestiegen, Hammelfleisch von 108,4 auf 110,0 M. und Kalbfleisch gar von 119,7 auf 132,5 M.! Rechnet man dazu die weitere enorme Steigerung der Wohnungspreise im Jahre 1899, so wird es nicht nur bei unsrer Berechnung bleiben, sondern sich sogar herausstellen, daß der wirkliche weiter verringert hat. Der Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. B ,, Es hat sich die sonderbare Sachlage herausgebildet. Die Pensionskaffe der Großen Berliner. daß weite Kreise der Chinesen selbst über die Fußfassung Zehn Versammlungen von Straßenbahn Angestellten, die Deutschlands durchans befriedigt find." Anteil der Arbeiter an der Lohnsteigerung im Jahre 1899 sich noch beg allgemeinen Wölferrechts jib die Chinesen bisher ziemlich hart- Nacht zum Freitag in den verschiedenen Stadtteilen bahnhofsweise Und der Freisinnige Barth führte aus:" Für die Grundsäge von insgesamt etwa 3000 Personen besucht waren, wurden in der des sind Die Tagesordnung der von dem Centralverband für hörig gewesen. Wenn man bei ihnen etwas erreichen will, muß abgehalten. Haussuchung. Am Freitag früh fand in der Redaktion der man notwendigerweise auch ein nicht unbeträchtliches Stück realer Handels- und Transport- Angestellte einberufenen Versammlungen Staatsbürger- Zeitung" eine Haussuchung statt. Beschlagnahmt Macht mit in die Wagschale werfen." Die Wirkungen der die An- betraf die Ruhegehaltstasse. Wie seitens der verschiedenen Referenten wurden Zeitungen, Manuskripte und Briefe in der Koniger Mord- schauungen und das Recht anderer mit Füßen tretenden Politit mitgeteilt wurde, haben zahlreiche Betriebs- Angestellte bisher die Beitrittserklärung zu der Kasse nicht find ja inzwischen über die Europäer hereingebrochen. Vermutlich wollte die Behörde die Beweise für den Ritualmord Eine Art Genugthuung ist es für uns, daß schon damals nicht abgegeben, weil sie mit den einzelnen Bestimmungen der ſuchen, die das Blatt ja, seiner täglichen Versicherung zufolge, in nur unsre Presse, sondern auch unsre Vertreter im Reichstage die Sagungen nicht einverstanden seien. Die schon seit langer Zeit vervölkerrechtswidrige Politik der Regierung gebührend gebrandmarkt sprochen gewesene und gerade von den älteren Angestellten haben. Be bel führte aus, daß nach den Regeln des Völkerrechts sehnsüchtig erwartete Pensionskasse hat leider in ihren Bevor der gewaltsamen Besetzung Kiautschous bei der chinesischen Stimmungen der gewaltsamen Besetzung Kiautschous bei der chinesischen Stimmungen nicht das gehalten, was von den Direktoren Regierung hätte angefragt werden müssen, ob sie bereit sei, eine Ge- ichon vor vielen Jahren ihnen zugesichert sei. mugthuung für die Ermordung der Missionare zu leisten. angelegenheit. Hülle und Fülle besitzt. feinen Aus dem Großherzogtum Sachsen- Weimar schreibt man ms: Drud erzeugt Gegendrud. Dieses technische Naturgesetz scheint sich allmählich auch in unsrem„ Musterländchen" auf politischem Gebiet Eingang und Anerkennung verfchaffen zu wollen. Noch in den lezten Jahren war hier zu Lande abgesehen von der steten Be- Bebel fuhr fort: Ein Recht auf chinesisches Land haben wir tonung des principiellen Standpunkts der Socialdemokratie bei allen nicht. Und wenn die Chinesen gleich jedem andern Volk der passenden Gelegenheiten, und nicht zu gedenken der Scharmützel in Erde, wie sie es aber nicht gethan haben, den Einfall den Reichstagswahlkämpfen von einer politischen Agitation wenig Deutschlands mit Gewalt zurückgewiesen hätten, so wäre zu spüren. Obwohl die Gegensätze vorhanden waren, traten fie doch dies ihr gutes Recht gewesen. Man muß sich nur nur verhältnismäßig felten in Erscheinung, da der Friede dem wundern, daß sie von diesem guten Recht Kampfe vorgezogen wurde. Seit aber Herr Hans Luze v. Wurmb, Gebrauch gemacht haben." und an einer andern Stelle seiner der streitbarste Agrarier unfres Landtags, seinen Landtagsfig Rede führte Bebel aus, daß wir vielleicht nicht immer so glimpflich mit dem Ministersessel vertauscht hat, ist dies anders geworden. fortkommen fönnten, wie es damals der Fall war. Die von ihm inaugurierte freiheits- und volksfeindliche Politit, deren Dieser Zweifel hat sich als nur allzu berechtigt erwiesen. Tendenzen am dentlichsten in der Handhabung des Vereins- und Versaminlungswesens, d. h. in der Unterdrückung aller selbständigen Regungen der arbeitenden Klasse, zum Ausdruc tamen, hat auch in den der Arbeiterschaft fernstehenden Kreisen manchen, der den Schlaf des Gerechten schlief, aufgewedt. Der Name v. Wurmb begegnet Dynamitangst. Gegenüber einer Meldung von Blättern, daß feineswegs überall respektvoller Würdigung, auch nicht bei denen, im Großen Palasie der Weltausstellung zwei Kisten Dynamit die ihrer socialen Stellung nach dem Gewaltigen am nächsten ent de dt worden seien, stellt die„ Agence Havas" fest, daß es sich nur um zwei Schachteln, je 400 Gramm Sprengpulver enthaltend, Gegen diese Neaktion ist nun eine Koalition aller handele, und daß man vermutet, daß dieselben im Laufe der Ausfreiheitlich gesinnten Elemente des Großherzogtums stellungs- Arbeiten gestohlen worden sind, und von den Dieben im im Gange. Den Anlaß bieten die bevorstehenden Land- Keller versteckt feien, um sie später zu holen. tagswahlen. Unfre Genossen haben die Initiative ergriffen und entsprechende Vorarbeiten getroffen, welche eine Stärkung der Opposition im Landtag verbürgen. Von der gleichen Absicht find auch die Freisinnigen erfüllt, die nicht stehen. Ausland. Frankreich. Partei- Nachrichten. nur ihre Der internationale Arbeiterkongreß wird im Salle 3 Landtagsfize behaupten, sondern noch einen dazu erobern wollen. Wagram, 36 Avenue de Wagram, tagen. Der sehr schön ausDaß sie dabei auf die Unterstützung der Socialdemokraten aus gewiesen sind, steht fest. Ebenso sicher ist aber auch nach den Er- gestattete Saal hat Raum für 1500 Sigpläge und die Seitengalerien gebnissen der am legten Sonntag in Weimar abgehaltenen Konferenz für 1000-1200 Personen. Es wird also für Kongreßdelegierte und Zuder freifinnigen Vertrauensmänner der drei weimarischen Reichstags schauer nicht an Plaz fehlen, wie im Jahre 1889. Auch Nebenräume Wahlkreise, daß, 100 die socialdemokratischen Kandidaturen und Kleinere Säle sind vorhanden, in denen die Kommissionen ihre aussichtsvoll sind, dieſe von den Freiſinnigen unterstützt werden. Sigungen halten und die nötigen Drudarbeiten usw. besorgt werden Vor allen Dingen wurde der zweifelhafte§ 16 besprochen, durch welchen die Pensionsfähigkeit derjenigen Beamten, die schon seit 15 Jahren und mehr im Straßenbahnbetrieb thätig seien und für die Direktion ihre Gesundheit geopfert hätten, arg eingeschränkt wäre. Auch zahlreiche andre Bestimmungen gäben Anlaß zum Protest. Ohne den Willen der Direktion feien Sagungsänderungen überhaupt nicht denkbar, da die Verwaltung durch ihre Vertreter, wem auch nur ein einziger in den Versammlungen der Staffe anwesend ist, stets genau so viel Stimmen habe, wie Angestellte anwesend seien. Wenn auch nur ein einziger von den letzteren die Interessen der Direktion wahr. nehme, so habe diese schon bei der Abstimmung die Majorität. In sämtlichen Versammilungen wurde nachstehende Resolution an genommen: Die am 12. Juli versammelten Angestellten der Gr. Berl. Str. B. erklären, daß die Sagungen der Ruhegehaltskaffe in keiner Weise ihren Ertvartungen entsprechen. Die Angestellten erwarten von der Betriebsleitung, daß diese mindestens die Sagungen in folgender Weise abändert, resp. einem dementsprechenden Beschlusse der Kassen vertreter ihre Zustimmung giebt. Die Angestellten verlangen: 1. Streichung des Absay 2 im§ 4 der„ Sazungen, beginnend mit„ Dieser Ausspruch" bis ausgeschlossen". 2. Der§ 6 ist wie folgt zu ändern: Wer durch Ausspruch der Betriebsunternehmerin, wegen Truntsucht im Dienst oder eines ehrenrührigen Vergehens nach den Bestimmungen des Strafgesetzbuchs entlassen wird, erwirbt usw. Angestellten freigestellt, der Ruhegehaltskaffe beizutreten. 3.§ 14 Abs. 4 soll lauten: Von den so Befähigten ist es den 4.§ 16 Abs. 2 ist wie folgt zu gestalten: Die Wartezeit ver türzt sich auf je 3 Jahre Dienstzeit um 1 Jahr. 5. Bei§ 19 ist zwischen dem ersten und zweiten Absatz folgender Passus einzuschalten: Die Hinterbliebenen eines noch nicht im Ge nusse der Pension stehenden Mitglieds erhalten ebenfalls Dreiviertel der Beiträge des Verstorbenen zurückvergütet. 6.§ 45 ist zu streichen. Auch den National Socialen wird nichts übrig bleiben, als sich dem können. socialdemokratisch- freisinnigen Kompromiß, soweit bis jetzt von einem Die Lage des Kongreßlotals ist eine sehr günstige etiva folchen geredet werden kann, anzuschließen. Auf diese Weise könnte 200 Meter vom Arc de Triomphe de l'Etoile( dem Stern- Triumph- den Worten:" Von den Betriebsunternehmern es vielleicht gelingen, Herrn v. Wurmb bis zu einem gewissen Grad das Handwerk zu legen und freiheitlicheren Grundsägen in Staat bogen) und in unmittelbarer Nähe der Ausstellung außerdem in und Gemeinde die Bahn zu brechen. einem Stadtteil, welcher der Socialdemokratie eine beträchtliche Zahl Wähler und Genossen stellt. Ein Oberbürgermeister unter Vormundschaft der Stadtverordneten. Weitere Mitteilungen werden demnächst seitens des Pariser Komitees erfolgen. " Neurode, den 5. Juli 1900. Aus dem Großherzogtum Hessen, 12. Juli, schreibt man uns: Ein Oberbürgermeister unter der Vormundschaft Das Schicksal einer Versammlung. In Neurode in der Stadtverordneten, das dürfte wohl auch etwas Neues Schlesien sollte am 15. Juli eine Versammlung unter freiem Himmel sein, was im deutschen Kommunalleben so leicht nicht zum zweiten- stattfinden. Wie das Vereinsgesez vorschreibt, wurde rechtzeitig um mal vorkommen dürfte. Ein derartiges Vorkommnis ist heute in die Genehmigung der Versammlung ersucht. Am 8. Juli erhielt der Offenbach zur Thatsache geworden, indem auf Antrag unsrer Einberufer der Versammlung, Genosse Kühn in Langenbielau, Genossen die Stadtverordneten- Versammlung den Beschluß faßte, einen folgendes Schreiben: Kontrollausschuß einzusetzen, der die Geschäftsführung des Oberbürgermeisters Brink ständig zu überwachen hat. Dies machte fich deshalb notwendig, weil dieser nationalliberale Herr glaubte, Stadtberordneten- Beschlüsse, die ihm nicht paßten( und deren gab es bei dem zur größeren Hälfte aus Socialdemokraten zusammen gesezten Stadtverordneten- Stollegium mehrere) einfach ignorieren zu können, indem er es teilweise vermied, die ihm zustehende Beanstandung der felben auszusprechen, fie aber ebenso wenig ausführte, so daß ihn infolge dessen direkte Mißtrauensvoten ausgestellt wurden. Andrerseits beanstandete er wieder Beschlüsse, die ebenfalls in völlig legaler Weise gefaßt wurden, so daß um deren Durchführung erst langwierige Verhandlungen vor dem Kreisausschuß und event. Polizei- Verwaltung. Auf den Antrag vom 4. d. Mts. wird Ihnen hiermit die Genehmigung erteilt, am Sonntag, den 15. Juli d. I. nachmittags 4 1hr, auf dem Garten resp. Wiesengrundstück des Grubenarbeiters August Kastner hierselbst, Sandhübel Nr. 383, eine allgemeine Versammlung für Männer und Frauen unter freiem Himmel abzuhalten. Majorke." doch am 11. Juli erhielt Kühn folgendes Schreiben: Nun wurden die Vorbereitungen zur Versammlung getroffen, " Polizei- Verwaltung. Neurode, den 10. Juli 1900. Die Ihnen unterm 5. d. Mts. diesseits erteilte Genehmigung zur Abhaltung einer Versammlung unter freiem Himmel auf dem 7. Zu streichen ist ferner der Absatz 2 des§ 46 beginnend mit Stellvertreter ernannt". 8. Jm§ 52 find die Worte: oder kommt die Wahl nicht zu stande" zu streichen. 9.§ 54 ist zu streichen. Die Angestellten erachten die ihrerseits zu leistenden Beiträge zur Ruhegehalts- Staffe als zu hoch. Diese Beiträge nehmen 40 bis 80 Proz. der fürzlich gewährten Gehaltszulage in Anspruch und ist infolgedessen die pretäre wirtschaftliche Lage der Angestellten fast die gleiche geblieben. Sollte die Betriebsleitung wider Erwarten den in dieser Resolution bezeichneten, äußerst beschränkten Wünschen nicht entsprechen, so behalten sich die Angestellten weitere Schritte vor. Die Angestellten verpflichten sich, nach wie vor treu zu ihrer Organisation, dem Centralverband, zu halten, um mit dessen Hilfe ihre berechtigten Forderungen zur Durchführung zu bringen und eine den Zeitverhältnissen entsprechende Gehaltserhöhung herbeizuführen, Achtung, Glasarbeiter! Auf Grund einer Lohnforderung, welche die Direktion der Stralauer Glashütte abgelehnt hat, haben sämtliche Glasmacher nebst Pflegern am 3. Juli ihre Kündi gung eingereicht. Zuzug ist streng fernzuhalten. Sämtliche arbeiterfreundlichen Blätter werden um Nachdruck gebeten. Deutsches Reich. Maurerftreit in Hannover. Zu der gestern bereits gebrachten Meldung von dem Ausbruch des Generalstreits der Maurer in Hannover entnehmen wir unserm Hannoverschen Bruderorgan noch folgende näheren Mitteilungen. Die Arbeit wurde am 12. auf fämtlichen Bauten, mit Ausnahme eines einzigen, eingestellt. An dem Ausbruch des Streits tragen die Unternehmer die Schuld, die die Maurer bei der Stellung der bescheidensten Forderungen stets bis auf weiteres vertröstet haben. Zu Dienstag dieser Woche war ihnen endlich definitiver Entscheid zugesagt worden, allein die Maurer warten noch bis auf diesen Augenblid auf eine Antwort. Da ein solches Verhalten der Unternehmer die Maurer zu der Auffassung drängte, daß sie einfach zum Narren gehalten werden sollten, saben sie sich genötigt, zum Ausstand ihre Zuflucht zu nehmen. Der Streit wurde ibre in einer am Abend des 11. Juli stattgehabten Versammlung mit 1185 gegen 80 Stimmen beschlossen. Die Forderungen der Maurer waren: Bis zum 1. Januar 1901 471/2 Pf. und von da ab 50 Pf. pro Stunde bei 9/ 2stündiger Arbeitszeit und Abschaffung der auf den Bauten bestehenden Mißstände. Da aber die Meister kein Entgegenkommen zeigten, ja die Maurer nicht einmal einer Antwort würdigten, wird jetzt auch für die Zeit bis zum 1. Januar ein Lohn von 50 Pf. pro Stunde gefordert. Eine am Morgen des 12. Juli tagende Versammlung der Maurer war sehr stark besucht. Unter den Ausständigen herrscht bezüglich der getroffenen Maßnahmen vollständiges Einvernehmen. amt zurud und nach 2/2 stündiger Beratung unterbreitete es den Parteien folgende Vorschläge: Es sollen im Accord an Plätterinnen gezahlt werden, und zwar Ostbahn vom Montag, den 16. Juli, ab: Für Oberhemden pro Dußend Staatsbahn Westen pro Südbahn. 1,20 m., gestickte oder mit Falten nach Uebereinkunft. Stück 15 Pf., Kragen pro Dugend 30 Pf., Manschetten pro Dugend Nordbahn 40 Pf., Chemisetts pro Dugend 40 Pf.. Damen- Oberhemden mit Westbahn tragen und Manschetten pro Stüd 25 f. • Zusammen seitens der bei der Verwaltung Bedientesten 12 15 Proz 10 5 81/2 15 111/2 " 9 12 15 Paris- Orleans- Bahn 33334: 6 Der chinesische Krieg. 12 16 15 " 16 " An Blätterinnen ist von demselben Zeitpunkt ab an Wochenlohn Paris- Lyon- Méditerranée- Bahn 10 ohne Kost durchschnittlich ein Betrag von 18 M. zu zahlen. Die Einzahlungsquoten variieren somit zivischen 11,5 und Wäscherinnen erhalten von demselben Zeitpunkt ab durchschnitt- 16 Proz. Eine Ausnahmestellung nimmt die Eisenbahn Parislich pro Tag 2,50 M. und Kost oder 3,50 M. ohne Kost. Orleans ein, deren Verwaltung bei vollständiger Entlastung ihrer Die Arbeitszeit wird festgesezt: a) Für den Sommer von 7 Uhr Bediensteten von jedem Abzug die ganze Beitragsquote von 15 Proz. morgens bis 7 ühr abends. Pausen sind zu gewähren für die Zeit aus eignem bestreitet. Nach 25jähriger Dienstleistung hat der An812-97 and and Nach Anvon 812-9 Uhr morgens, von 12-1 Uhr mittags, von 41/ 2-5 Uhr gestellte Anspruch auf die Hälfte seines Gehalts. Darüber hinaus nachmittags; b) für den Winter von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr steigt die Höhe der Pension in Abstufungen von fünf zu fünf Jahren abends. Pausen sind zu gewähren für die Zeit von 9-91/ 2 Uhr um je 10 Proz. des Aftivitätsgehalts. Mit erreichtem 55. Lebensjahre morgens, von 12-1 Uhr mittags, von 4-5 Uhr nachmittags. hat der Bedienstete das Recht, ohne weitere Motivierung seine VerSollten von einigen Arbeitgebern höhere Löhne gezahlt werden jegung in den Ruhestand zu beanspruchen. wie vereinbart, so dürfen Herabſegungen nicht vorgenommen werden. Zur Regelung etwaiger zufünftiger Differenzen und zur Vermeidung von Streiks und Aussperrungen foll innerhalb 4 Wochen eine Stommission gebildet werden. Sie soll sich zusammenseßen aus Berlin, 18. Jnli. Vom Chef des Kreuzergeschwaders ist aus 5 Arbeitgebern bezw. Arbeitgeberinnen und 5 Arbeitnehmerinnen. aku vom 8. d. Mts. folgende Melding eingegangen: Nach MitDen Borsiz soll als Unparteiischer ein Richter des hiesigen Gewerbe- teilung des ruffischen Befehlhabers hat Major Christ mit dem Seegerichts führen. soldaten Detachement sich im Kampfe am 23. und 27. Juni durch Es wird nm strengste Fernhaltung des Zuzugs gebeten! Maßregelungen dürfen aus Anlaß dieser Lohnbewegung von hervorragende Leistung und entschlossenes Vorgehen ausgezeichnet. feiner Seite vorgenommen werden. Zum Effener Maurerftreik.( In einer am 11. Juli tagenden Die Vertreter der Parteien erklärten sich mit den verstehenden Gutes Schießen und rücksichtsloses Draufgehen von Offizieren außerordentlich stark besuchten Maurerversammlung hielten die Essener Bedingungen einverstanden und unterzeichneten das Einigungs- und Mannschaften haben wesentlich zum glücklichen Ausgang beider Maurer den Generalappell für den bevorstehenden Ausstand ab. Der protokoll. Gefechte beigetragen. Die Seesoldaten- Kompagnien werden überall Referent der Versammlung erklärte, daß bis jetzt über 600 Mann Am Mittwoch, den 18. Juli, abends 9 Uhr, findet wieder eine gerühmt. ihre Kündigung eingereicht hätten. Die Unternehmer versuchten, öffentliche Verfammlung der Blätterinnen im Gewerkschaftshaus, London, 13. Juli.( W. T.-B.) Unterhaus. Unterstaatsdurch Unterhandlungen mit Einzelnen Zwietracht in die Reihen der Engel- Ufer 15, statt, in der die Einigungsbedingungen bekannt ge- sekretär Broderid stellt auf eine Anfrage fest, daß kein allgeKollegen zu säen, doch sei zu erwarten, daß diese Manipulationen geben werden. meines Verbot der Ausfuhr von Waffen nach China ergangen völlig erfolglos bleiben würden. Das Vorgehen der Unterfei, es würden aber Schritte gethau, um die Bestimmung der dorthin nehmer fei zu durchsichtig. Man verspreche jezt Einzelnen gelieferten Munition zu überwachen. Dillon stellt die Frage, ob beabsichLohnerhöhungen, im die Arbeiter ant deren einmütigem tigt sei, die verbündeten Truppen unter das Kommando eines Japaners Borgehen zu verhindern, den Ausstand illusorisch zu machen, Polizeiverordnung gegen Gewerbe- Ordnung. Mit Hinweis zu stellen, und wer zur Zeit Befehlshaber der verbündeten Truppen um dann wieder die bewilligten Lohnerhöhungen rüd auf die vielen Ausstände der legten Zeit", hält es die Rh.- Westf. fei. Unterstaatssekretär Brodrick entgegnet, er sei zur Zeit nicht in gängig zu machen. In der Versammlung konnte auch die erfreuliche Zeitung" für angebracht, die Polizei auf eine noch nicht bekannt der Lage, irgend welche Mitteilungen zu machen. In VeMitteilung gemacht werden, daß eine große Anzahl christlicher gewordene rechtsfräftige Bezirks Polizeiverordnung", betreffend antwortung einer anderen Frage bemerit Redner, daß gestern eine Stollegen sich nicht zu Arbeitswilligen entwürdigen, sondern an der Streitpostenstehen, aufmerksam zu machen, auch giebt sie gleichzeitig der Depesche eingegangen sei, in der stehe, daß fie vom chinesischen Seite der übrigen Kollegen den Lohnkampf mitkämpfen werde; viele Erwartung Ausdruck, daß nach obiger Verordnung die Frage des Kaiser an die britische Regierung gerichtet jei, er könne aber derfelben hätten ebenfalls ihre Kündigung eingereicht. Der Lohn Streitposten stehens als gelöst betrachtet werde, nicht sagen, ob dieselbe mit andren, auf China Bezug habenden tampf beginnt also unter den günstigsten Aussichten. Am 18. Juli wenigstens im Regierungsbezirk Düsseldorf. Damit Papieren veröffentlicht werden würde. Die Nachrichten von der wird die erste Streitversammlung stattfinden. Auch die Polizei soll die Polizei veranlaßt werden, jedes Streitpostenstehen zu Niedermegelung sämtlicher Ausländer in Peking ſeien bisher rüstet sich bereits zum Streit. Von der Altendorfer Polizei verhindern. Das Unternehmerorgan beruft sich dabei auf folgendes. noch nicht bestätigt. Der Telegraph arbeite nicht zwischen Shanghai verwaltung ging den Unternehmern folgende hettographierte Unter dem 26. März d. J. ist in Krefeld eine Bezirkspolizei- Verord- und Tichifu und man sei somit nicht im stande, mit den GeschwaderAufforderung zu: nung erlassen, in der auch die Bestimmung enthalten ist, daß den offizieren in Verbindung zu bleiben. von der Polizei erlassenen Anordnungen, die zur Sicherheit London, 13. Juli. Die Times" widmen dem Rundschreiben Wie mir mitgeteilt worden ist, sollen noch nach meiner ersten und Aufrechterhaltung auf den Straßen dienen des Grafen Bülow einen längeren Leitartikel. Sie sagen daß, wenn Anfrage vom 5. d. M. viele Maurer und Handlanger ihre Ent- follen, unbedingt Folge zu leisten ist. Auf auch das harmonische Zusammenwirken der Mächte viellaffung beantragt haben, und ersuche ich Sie ergebenst, mir Grund dieser Verordnung bedachte die Polizei fünf Färber leicht nicht ant erste Stelle gesezt fei, das Rundhierunter gefl. angeben zu wollen, wieviel Personen jegt bei wegen Streifpoftenstehens mit Strafmandaten über je 10 M. fchreiben jedenfalls eine Politik formuliere, deren Endzwecke Ihnen gekündigt haben. Das Schöffengericht sowie die Straftammer haben das Strafmandat einwandsfrei erscheinen und mit englischer und amerikanischer In Vertretung bestätigt weil die Verordnung zu Recht an Auffassung übereinstimmten. Alles komme jedoch auf die Auslegung gewandt fei, nämlich um eine Belästigung und Bean, welche der Ausdruck geeignete Regierung für China" finden unruhigung der bei der Arbeit verbliebenen Leute werde. Alle bisherigen Ereignisse und Erfahrungen, wie dies auch zu verhüten. Es kommt also nur auf die„ rechte" Anwendung aus dem Rundschreiben hervorginge, hätten bewiesen, daß das bisherige von Polizeiverordnungen an, und ohne Zuchthausgesez ist Regiment der Kaiserin und der Mandschu- Partei das Material den Arbeitern in der Praxis das techt, sich bessere zu einer solchen Regierung nicht biete. Der Standard" wirtschaftliche Verhältnisse zu erringen, gespricht. ohne des näheren auf das Rundschreiben, welches er als sehr nommen! interefiantes Dokument bezeichnet, einzugehen, seine Befriedigung über Es haben bei mir gekündigt Altendorf, Rhld. 10. Juli 1900. Görres. Maurer Handlanger An den Bauunternehmer Herrn Es erscheint uns einstweilen schleierhaft, weshalb die Polizei ein fo lebhaftes Interesse für den Streit befundet. Ob sie den Ausbruch einer fleinen Revolution befürchtet? Ausland. Ueber den Hafenarbeiterstreik in Rotterdam liegen folgende Telegramme des Wolffschen Bureaus vor: Rotterdam, 13. Juli. Die vereinigten Reder haben 1200 ausländische Arbeiter, größtenteils Engländer und Deutsche, für die Ausladearbeit während 6 Wochen eingestellt. wieweit dieſe Nachricht den Thatsachen entspricht, vermögen toir nicht zu fonstatieren. Da aber 13000 Mann streiken, würden die 1200 Arbeitswilligen, selbst wenn die Zahl richtig angegeben wäre, den Unternehmern herzlich wenig nügen. D Sociales. wed, sondern Mitleid habe. O die B die aus reinem " " " " Die mitleidigen Fabrikanten. Kinder unter 14 Jahren sollen die in demselben niedergelegten Anschauungen aus. Dieselben deckten in Fabriken nicht länger als 6 Stunden täglich beschäftigt werden. fich mit den gleichzeitig erfolgten Erklärungen Mac Kinleys, des Der Leiter einer Fabrit in Reichenbach in Schlesien beschäftigte japanischen Gesandten in Washington und anscheinend auch des Schöffengericht in Reichenbach verurteilte ihn deswegen zu 20 M2. Es sei nur zu hoffen, daß die verbündeten Mächte späterhin in aber dennoch ein Kind bedeutend länger als 6 Stunden täglich. Das russischen Communiques in der Wiener politischen Korrespondenz". Geldstrafe. Aus der Urteilsbegründung teilen wir die inter- Sinne dieser Präliminar Erklärungen auch handeln werden. effante Bemerkung mit, daß die Strafe nur deshalb so niedrig be- Daily Chronicle" fragt, wie der Ausspruch im Rundschreiben, messen wurde, weil der Strafthat nicht ein selbst süchtiger teine Teilung Chinas", sich mit einer gewissen Transaktion zu Grunde gelegen betreffs Kiautschou vertrage. Daily Telegraph" sagt, die guten Fabrikanten, lichtvollen Darlegungen des Grafen v. Bülow bewiesen, daß die Gesandten in Pefing die Lage verkannt und die chinesischen MachtMitleid zarte Kinder für sich Mehrwert schaffen lassen! haber eine betrügerische und zweideutige Rolle gespielt hätten. Die auffallende Milde, mit der die Gerichte Unternehmer, die Deutsche und ruffische Politik feien anscheinend betreffs einer Teilung Mus der Schweiz. In den Uhrenschalen- Fabriken in Biel die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung übertreten, zu be- Chinas identisch, nur spreche sich Deutschland schlechtweg gegen jede welche bisher noch längere Zeit arbeiteten, wird der Zehnstundentag handeln pflegen, trat auch in zwei aus Ludwigshafen ge Teilung oder Gebietserwerbung aus, während Rußland gegen ein eingeführt. Zum ständigen Sekretär des schweizerischen Metall- meldeten Fällen zu Tage. Mit 5 M. schreibe in Worten mit fünf englisches oder japanisches China sei, seine eigenen Abfichten jedoch arbeiter- Verbands wurde Schneeberger in Bern gewählt. Er tritt Mart wurde der Fabrikant Joh. Noth jr. bestraft, weil er tro noch verhülle." Daily News" bezeichnet das Rundschreiben seine Stelle am 1. Auguſt an. In Bern dauert die Arbeitslosigkeit I. In Bern dauert die Arbeitslosigkeit aufforderung des revidierenden Polizeibeamten als in jeder Hinsicht einwandsfrei und würdig.". Die deutsche fort. 130 Beschäftigungslose marschierten vorige Woche unter der om August 1899 bis zum 14. Februar 1. J. die Fabrikordnung an Politik stimme hiernach in den Umrissen mit der russischen überein. Anführung des Arbeiterfekretärs Bischoff und des Redacteurs Moor eine Arbeiter nicht verteilt hatte. Noch billiger fam der Leim Daily Mail" hebt als wichtigstes Moment im Rundschreiben zum Voltshause, von wo sie ins Stadthaus ziehen wollten. Allein fabrikant Dr. Otto Zimmermann weg. Er wurde zur lächerlich hervor, daß Deutschland weder Theilung noch Gebietserwerbung der Gemeinderat hielt schon morgens 7 Uhr Sigung, um sich mit geringfügigen Strafe von 10 m. verurteilt, weil er in der Nacht anstrebe. der Sache zu beschäftigen. Er appellierte neuerdings an die Bau- bom 20. auf 21. Januar d. J. vier Arbeiterinnen von London, 13. Juli. Das Neutersche Bureau" erfährt, die unternehmer, die einheimischen Arbeitskräfte mehr zu berücksichtigennachts 12 bis früh 5 Uhr in seiner Fabrik beschäftigen Succursale der chinesischen Seezölle in London habe eine Depesche jedenfalls mit dem gleichen Mißerfolg wie früher. ließ und zwar deshalb, weil die älteren männ lichen Arbeiter die von den Arbeiterinnen ver erhalten, in welcher das Telegramm des Generalkonsuls der Verrichteten Arbeiten um die früheren Lohnsäge einigten Staaten in Shanghai, Goodnow, über das Bombardement der Aus der Frauenbewegung. nicht mehr verrichten wollten. Da num die Mädchen Gesandtschaften durch den General Tung vom 7. d. bestätigt wird. billiger arbeiten, wurden diese hierzu verwendet. Derselbe war Jn amtlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß diese Depesche schr Die Lohnbewegung der Alt- Plätterinnen wurde am Freitag ferner angeflagt, eine Arbeiterin unter 16 Jahren an wenig Hoffnung hinsichtlich des Looses der Europäer in bor dem Einigungsamt verhandelt. Den Vorsiz führte verschiedenen Sonntagen beschäftigt zu haben, mußte Beking lasse. Gewerberichter v. Schulz. aber, da im Anklagebeschluß der fgl. Straffammer eine Namens- Paris, 13. Juli.( Meldung der„ Agence Havas".) Der Minister Die Einzelheiten dieser Lohnbewegung find unfren Lesern durch verwechselung vorgekommen ist, freigesprochen werden. des Aeußern Delcassé empfing den chinesischen Gesandten, der ihm bie betreffenden Versammlungsberichte bekannt. Es handelt sich im Die minimalen Strafen, in die die Unternehmer wegen der das Edift vom 29. Juni zustellte. Delcassé bemerkte dem chinesischen wesentlichen um folgendes: Die Inhaber der Wasch- und Plättanstalten artiger Uebertretungen der Gewerbe- Ordnung genommen werden, Gesandten, daß die chinesische Regierung, da sie Mittel besize, haben im Frühjahr dieses Jahrs eine Preiserhöhung beschlossen und sind etwas ebenso Symptomatisches, wie die rigorosen Bestrafungen ihren Gesandten im Auslande Mitteilungen zugehen zu lassen, auch auch durchgeführt. Un die Breissteigerung dem Publikum gegenüber zu von Arbeitern, die sich bei Streits geringfügige Ausschreitungen zu dafür sorgen müsse, daß die Mächte ihren Vertretern in Peking rechtfertigen und dieselbe ohne Schwierigkeiten durchführen zu können, Schulden kommen lassen. Mitteilungen zukommen lassen tönnen. Der Minister beauftragte haben die Geschäftsinhaber die Arbeiterinnen ebenfalls in die Bes Ueber den Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen den chinesischen Gesandten, ein erstes Telegramm an den französischen wegung für die Preissteigerung hineingezogen. Während es seither Konjunktur und dem Landstreichertum" liefert die hessische Gesandten Bichon gelangen zu laffen. allgemeiner Branch war, daß die Arbeiterinnen die Hälfte des Preises, Statistik einen beweiskräftigen Beitrag. Die Zahl der im Groß- Brüffel, 13. Juli.( W. T. B.) Das Ministerium des Aeußern den der Geschäftsinhaber erhält, als Lohn bekamen, haben die Jn- herzogtum Hessen zur Bestrafung gekommenen Landstreicher" und erhielt heute ein Telegramm aus Shanghai mit der Meldung, haber der Plättanstalten, nachdem sie die Preiserhöhung Bettler betrug im Jahre 1894 noch 2746; die Zahl ging stetig zurüd daß General Nieh nach Mitteilungen aus chinesischer Quelle, die burchgesezt hatten, mit dem Herkommen gebrochen. Den bis 1267 im Jahre 1899. Aufständischen bei Beting geschlagen habe und den Prinzen Tiching Blätterinnen ist zwar eine Erhöhung des früheren Accord- Das ist eine Abnahme um mehr als 50 Proz. Woraus er: fowie Jung- lu unterstütze, welche sich bemühen, die Europäer zu vertarifs zugestanden worden, der jedoch nicht die Hälfte der jezigen fichtlich, daß auch die Landstreicher" die Arbeit dem Vagieren vor- teidigen. Vier Belgier find in Shanghai eingetroffen. Preise erreicht. Die Arbeiterinnen bestehen nun darauf, daß ihuen ziehen, sofern ihnen nur Arbeitsgelegenheit geboten ist. Washington, 13. Juli.( Meldung des" Reuterschen Bureaus"). wie früher, die Hälfte des Preises als Lohn zukommt, denn, so wird diese Forderung begründet, die Ausgaben, welche die Arbeiterinnen Bedingte Entlassung von Gefangenen in der Schweiz. Der Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Shanghai für ihren Lebensunterhalt aufzuwenden haben, seien in demselben In Kanton St. Gallen besteht seit 1886 die bedingte Entlassung telegraphiert, nach einer Depesche des Gouverneurs von Schantung Maße gestiegen, wie die Ausgaben der Geschäftsinhaber, und diese befferungsfähiger Verurteilter und wie gut fie fich bewährt hat, zeigt hätten Borer und Soldaten die Gesandtschaften vor dem Schlußfeien sehr wohl in der Lage, auch in Zukunft die Hälfte ihres Preises folgende Ausführung des regierungsrätlichen Berichts für 1899: angriff am 7. Juli bombardiert; der Gouverneur sei in größter Be Seitdem das neue Gesez über den Vollzug der Freiheitsstrafen in forquis wegen der Gesandten und der befreundeten Chinesen in an die Arbeiterinnen zu zahlen. Demgegenüber vertraten die Geschäftsstraft ist, fonnte 78 Gesuchen um bedingte Entlassung entsprochen Beting. Der Generalkonsul fügt hinzu, man befürchte allgemein das inhaber den Standpunkt, daß mit dem Princip der Halbteilung des werden. Wegen schlechten Verhaltens mußten nur 4 Gefangente zur Schlimmste. Breises gebrochen werden müsse, denn die Geschäftsuntosten seien in Abbüßung des Strafrestes eingezogen werden; es entspricht dies 5,13 Broz. Li- Hung Tsang habe Basiage auf dem chinesischen Dampfer höherem Maße gestiegen, als die Verteuerung des Lebensunterhalts der Gesamtzahl der Entlaffenen. Seit dem Jahre 1893 wurde fein Anping" genommen, der Tag der Abreise nach dem Norden sei aber Vor dem Einigungsamt wurde eine längere Diskussion zwischen bedingt Entlaffener mehr eingezogen. Das System hat sich also noch unbeſtimmt. den Vertretern beider Parteien geführt. Die Forderungen der But bewährt und die St. Galler Erfahrungen sprechen für Nach ekte Madridten Arbeiterinnen begründeten Frau Ihrer, Fräulein Seeger, Herr Trinks ahmung desselben. und andre, während als Wortführer der Geschäftsinhaber die Herren Unentgeltlichkeit der Lehrmittel in der Schweiz. Unfre Frankfurt a. M., 13. Juli.( B. H.) Die Frankf. Zeitung" Lösche, Thierbach und andre auftraten. Von dieser Seite wurde Genossen in Luzern haben beschlossen, falls der Stadtrat nicht bis meldet aus Bern: Auf das Rundschreiben um Vermittelung im die Erklärung abgegeben, daß die Geschäftsinhaber den alten, zum Oktober die Begutachtung der Einführung der Unentgeltlichkeit füdafrikanischen Kriege, welches das Berner internationale vor der Preiserhöhung gezahlten Tarif den Verhandlungen zu der Lehrmittel erledigt, zu deren Einführung dann die Initiative zu Friedensbureau am sämtliche im Haag vertreten gewesenen Staaten Grunde legen und höchstens einen Aufschlag von 331/3 Proz, auf ergreifen. richtete, hat Dr. Leyds, der Vertreter Transvaals, dem Friedensdenselben bewilligen würden. Was fümmiert es die Plätterinnen, Pensionsfonds der Eisenbahnbediensteten in Frankreich. bureau geschrieben: Möchte endlich dieses ungleiche Duell aufhören wieviel wir vom Publikum bekommen? Die Halbteilung ist eine Im Sinne der Konvention, welche im Jahre 1887 seitens der sieben und zwischen den kriegführenden Parteien durch ein offenes und ganz verkehrte Einrichtung. So fagten die Vertreter der Geschäfts- Hauptbahnen Frankreichs geschloffen wurde, werden die Pensions- loyales Dazwischentreten eines imparteiischen Vermittlers ein auf inhaber. Dagegen wies Frau Ihrer darauf hin, daß die Geschäfts- fonds zum Teil durch Beiträge der Direktionen der Eisenbahnen zu gerechte und billige Bedingungen gegründeter Friede zu stande inhaber dem Publikum gegenüber die Preissteigerung mit der Lohn Gunsten ihrer Bediensteten, zum Teile von den letzteren selbst durch kommen. erhöhung der Blätterinnen begründet haben, und daß lediglich diefe prozentuelle Abzüge von den Gehältern und Löhnen dotiert. Der Lemberg, 13. Juli.( B. S.) Die Witterung hat sich hier ges Begründung das Publikum veranlagt habe, die Preiserhöhung als Vermögensstand dieser Pensionskassen belief sich mit Ende 1899 auf bessert. Das Hochwasser ist gegenwärtig im Sinten begriffen. In gerechtfertigt anzuerkennen. 35 000 000 Fr. Die Einzahlungen in die einzelnen Kaffen betragen den Orten Jtry und Boryslaw beträgt der Schaden viele Millionen. Die Diskussion währte 2 Stunden. Dann zog sich das Einigungs- pro Kopf, in Prozenten ausgedrüdt: Der Bahnverkehr ist immer noch gestört. Berantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. der Arbeiterinnen. " 9 Der amerikanische Konsul in Canton meldet, und Depeschen. Hierzu 2 Beilagen. Br. 161. 17. 3abrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Praxis der Unfallversicherung von = V Sonnabend, 14. Juli 1900. vollständig freie Hand gelassen werden, selbst zu entscheiden und Ausbildung und größeren Wertschägung gesunder förperlicher Tüchtigs Durch eine feit hinüberleitet. Und dennoch schändet die körperliche Arbeit in den vornherein aussichtslose Fälle abzulehnen. fachkundige Vertretung wird sowohl der Verletzte als auch das Augen von Sportsleuten! Es wäre unfres Erachtens besser, auch solche Sportbeslissene in äußern sich die beiden Münchener Arbeiterfekretäre Mühlbauer Reichs Versicherungsamt eine wesentliche Unterstützung finden. und Timm im Korrefpendenzblatt". Sie haben in ihrer Thätig- Der Vertreter wird nach voraufgegangener Attendurchsicht ebenso der Sonderklasse mitsegeln zu lassen, die sich durch ihrer Hände teit als Arbeiterfekretäre die Erfahrung gemacht, daß die Wahr- genau informiert sein wie der Referent und manche Lücken zu Arbeit" ernähren, zumal es ja nicht von allen übrigen Sportgenossen feststeht, ob sie in der Lage sind, sich durch ihres Kopfes Arbeit" den nehmung der Rechte der Unfallverlegten bei dem komplizierten Apparat Gunsten seines Mandanten ansungen können. der Unfallversicherung den größten Aufwand an Arbeitskraft heischt. Die Vermittelungsorgane für zu vertretende Fälle wären die Lebensunterhalt zu erwerben. Es genüge aber nicht, wenn dem Unfallverlegten Berufungs- und bestehenden Arbeiterfekretariate. Diese hätten die Sachen, in welchen Vakanzen Zeitungen. Im Inseratenteil der verschiedensten Refursschriften angefertigt werden; es habe sich vielmehr als absolut eine Vertretung notwendig erscheint, dem Berliner Vertreter zu übernotwendig erwiesen, in beſtimmten Fällen die Verlegten vor den mitteln und demselben die notwendigen Informationen zu ver- Zeitungen, besonders aber in der Provinzpresse, stößt man ſeit neuerer Zeit wieder in verstärktem Maße auf Annoncen, in denen unter dem Berufungs- und Rekursinstanzen zu vertreten. schaffen. Es heißt dann wörtlich weiter: Es ist selbstverständlich, daß die einzelnen Orte, welche die Ber- obigen, folide klingenden Namen Nellame für diese Zeitungen" gemacht wird. Unentbehrlich für jeden stellungsuchenden Kaufmann, „ Sehr oft ist es notwendig, im Laufe einer Verhandlung neue liner Vertretung in Anspruch nehmen, entsprechend zu den Unkosten Techniker, Landwirt und Privatbeamten"," Wöchentlich viele hundert Anträge zu stellen oder auch Stellung zu nehmen zu den von Ge- beizutragen hätten. Unfre Arbeiterfekretariate sind meistens ſo Stellungen", so sind die Anzeigen gewöhnlich überschrieben. Eine so nossenschaftsvertretern gestellten Anträgen. Wichtig ist es auch, sich fundiert, daß die finanzielle Frage teine Schwierigkeiten machen solche„ Vakanzen- Zeitung", die wöchentlich zwei- bis dreimal erscheint, vor der Verhandlung über die Aftenlage eingehend zu informieren. dürfte. Und die Berliner Arbeiterschaft, die bei allen wirtschaftlichen kostet monatlich 1,50 bis 2 M., auch wohl 3 M. pro Exemplar und Bei der großen Anzahl der Fälle, die gewöhnlich an einem Sigungstage Stämpfen große materielle Opfer gebracht hat, wird sich sicherlich wird dem Abonnenten durch Kreuzband zugeschickt. So mancher erledigt werden, sind die Beisiger über den einzelnen Fall nur sehr unvoll nicht sträuben, einen Teil der Mittel aufzubringen, die zur Wahr- Stellungsuchende, vielleicht schon viele Wochen oder Monate erwerbe tommen informiert. Der Referent trägt die ihm am wichtigsten erschei- nehmung der Rechte armer Unfallverlegter notwendig sind. nenden Thatsachen in gedrängter Kürze vor. Ist der Parteivertreter Uns erscheint die aufgeworfene Frage so wichtig, daß wir sie los, der diese Annoncen liest, wird dadurch bestimmt, auf eine solche nun gleichfalls informiert, so wird er manches Fehlende, für die Be- hiermit zur Diskussion stellen und die Gewerkschaftskartelle und Vakanzen- Zeitung" zu abonnieren. Mit nenen Hoffnungen erfüllt, schickt er aus seiner zusammengeschmolzenen Barschaft den erforderurteilung des Falles aber durchaus Wichtige, ergänzen können. Er Arbeiter- Sekretariate ersuchen möchten, dazu Stellung zu nehmen." lichen Betrag ein. wird die Beisitzer dadurch wesentlich unterstützen. So ist durch unser Jezt ist er Abonnent der„ wöchentlich viele hundert Stellungen" Eingreifen bei den Verhandlungen schon manche Sache anders ge= bringenden Vakanzen- Zeitung", nun kann es nicht mehr lange dauern, würdigt worden, als wie es sonst der Fall gewesen wäre. er muß jetzt eine Stellung befommen so bildet sich der Stellungs fuchende wenigstens ein. In Wirklichkeit ist er aber nur seine paar Mart los, denn durch die Balanzen- Zeitung" eine Stellung zu be tomumen, ist so gut wie ausgeschloffen. Um beweisen zu können, daß bor Berliner Partei- Angelegenheiten. " Unfre Vertretung hatte vielfach auch den Erfolg, daß manche, nicht ganz zulässige Praktiken eingestellt wurden. So hatte sich An die Parteigenoffen des 6. Berliner Wahlkreises. den Schiedsgerichten vielfach der prozessual unzulässige Wie alljährlich, jo liegen auch in diesem Jahr die Wählerlisten Brauch eingebürgert, daß die Bertrauensärzte der Berufsaur Sommunalwahl in der Zeit vom 15. bis einschließlich diese lettere Behauptung richtig ist, braucht man sich nur einmal genossenschaften als Sachverständige vernommen wurden. 30. Juli täglich von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 hr im flar zu werden, wie eine solche Beitung" vom„ Verleger" hergestellt Sechs Berufsgenossenschaften bringen ihren Vertrauensarzt Wahlbureau Poststr. 16, 2 Tr., Zimmer 57, zur Einsicht der Bürger wird. Der Macher einer derartigen Zeitung" hält nrehrere größere regelmäßig mit in die Sitzungen des Schiedsgerichts. Bo öffentlich aus. Bei der zunehmenden Wichtigkeit der Stadtverordneten- Breßorgane und Fachblätter, in denen gewöhnlich viele Stellen immer wir die Verlegten vertreten haben, erhoben wir Wahl ist es Pflicht unsrer Parteigenossen, sich zu überzeugen, ob ihr angebote stehen. Er beschäftigt mehrere ingendliche Schreiber, denen auf Grund§ 406 C.-P.-O. Protest gegen die einseitige Zu Name in die Listen eingetragen ist. Wer jetzt nicht ein- die Aufgabe obliegt, diese Stellenangebote herauszuziehen und zu laffung solcher Sachverständigen, wegen Besorgnis der Befangenheit; getragen ist, kann bei einer in diesem Jahr etwa stattfindenden registrieren. Die Notizen werden, je nach der Branche und der Art fast immer wurde dann auch davon Abstand genommen. Neuwahl seine Stimme nicht abgeben, steht infolge dessen der Stellung, rubriziert, und diese Aufstellungen werden dann auf " die in der " Der Wert der Rechtsvertretung der Berlegten ergiebt sich auch den Maßnahmen der Gegner rechts und schutzlos gegenüber. Daß mechanische Weise vervielfältigt- alsdann ist die große„ Bakanzenzahlenmäßig aus der Thätigkeit des Münchener Arbeiterfekretariats es aber notwendig ist, Leute in das Stadtverordneten- Stollegium zu Zeitung" fertig. Meistenteils hat so ein„ Berleger" mehrere„ Abfür das Geschäftsjahr 1899. Von den vor den Schiedsgerichten ver- entienden, welche die Rechte der Arbeiter energisch vertreten, haben feilungen", in der einen wird die„ Vakanzen- Zeitung für Kauftretenen Fällen wurden 63 Proz. zu Gunsten der Verletzten ent- die Vorkommnisse der letzten Zeit wieder so recht deutlich bewiesen. lente", in der andern die für Techniker, Zeichner, Landwirte usw. schieden und von den vor dem Landes- Versicherungsamt persönlich ver- Arbeiter, denkt an das Verhalten ber städtischen hergestellt. tretenen Retursen hatten 70 Broz. für die Verletzten Erfolg. Demgegen Behörden der Straßenbahn- Gesellschaft gegen Wenn die„ Vakanzen- Beitung" dem Abonnenten zugeht, find über steht die auffällige Thatsache, daß von den zum Reichs- Versicherungs: über, denkt aber auch daran, wie bei der Kohlennot gewöhnlich schon 4-5 Tage, auch wohl eine Woche verflossen; man amt eingelegten Refurfen nur 18 Broz. Erfolg hatten, obwohl bei der Coatsverkauf der städtischen Gaswerte gefann als sicher annehmen, daß dann die betreffende Stellung nicht Einlegung derselben ebenso verfahren wurde wie bei den andren Instanzen. regelt" wurde. Aber in den meisten Fällen ist Bon nicht eingelegt. Der Wählern des 44. ist. große Unterschied, wird darauf zurütdzuführen ein, sagt möchten wir nun befo1. Rommunal. Wahlbezir vornherein alvedios, fich um eine Stelling, au bemühen, Denn, Vakanzen Zeitung" abgeschrieben ist. suchenden aus unsrer Gegend wegen der weiten Entfernung fast nie- ficht in die Wählerlisten zu nehmen, da durch die einmag der Fabrikant oder Kaufmann in seiner Annonce noch so genau mals vor dem Reichs- Versicherungsamt erscheinen können und daß gereichte Klage einiger Antisemiten gegen die Gültigkeit des Mandats angegeben haben, welche Anforderungen er an den Bewerber stellt, auch eine zweckmäßige Vertretung fehlt. unfres Genossen Glode möglicherweise eine Neuwahl in diesem welches Alter er haben soll u. s. w., in der„ Vakanzen- Beitung" Daß es notwendig erscheint, hierin Wandel zu schaffen, ergiebt Bezirk stattfindet. Unmöglich ist eben nichts. Auf alle Fälle muß kommt davon nichts zum Ausdruck. Eine Annonce, die vielleicht in sich auch daraus, daß diese Frage im Berliner Arbeitervertreter- also jeder Wähler auf dem Bosten sein. Wer jetzt nicht seine der Preffe 12-15 Beilen lang ist, wird mit 6-8 Worten abgethan. Verein erörtert wurde, wie wir aus einem Bericht in Nr. 104 des Pflicht erfüllt, hat mit schuld daran, wenn sich bei einer eventuell Mehr wie eine Zeile wird grundsäglich nicht verwendet. Daß sich ,, Vorwärts" entnehmen. stattfindenden Neuwahl die Gegner vergnügt die Hände reiben, weil unter diesen Umständen der Stellungsuchende keine Ansicht bilden Die geäußerten Bedenken und unterlaufenen Irrtümer einiger fo und so viele Arbeiter nicht eingetragen sind und deshalb ihre fann, ob er zu der ausgeschriebenen Stellung qualifiziert ist und Redner erfordern im Juteresse der Sache eine nähere Besprechung. Stimme nicht in die Wagschale werfen können. Es wurde unter andrem das Bedenken erhoben, daß der Vertreter Da nun die Zeit der Auslegung der Listen für die Arbeiter be- dergleichen, versteht sich von selbst. Die Besitzer solcher Machwerke, des Verletzten zur mündlichen Verhandlung vor dem Reichs- Ver- sonders schlecht gewählt ist, haben sich folgende Genossen bereit er die oft viele Tausende Abonnenten für ihren Humbug einfangen, ficherungsamt nicht zugelassen werde, weil die Behörde ihn als einen flärt, für andre Einsicht in die Wählerlisten zu nehmen und bitten machen glänzende Geschäfte. Die Hauptspesen bilden die Insertions gebühren und die Porti, die anderen Kosten, wie Schreiberlöhne, geschäftsmäßigen Vertreter ansehen werde." Sollte dies geschehen, wir diesen die nötige Legitimation zu überweisen, welche gewiſſen- Abonnementsgelder für Zeitungen und Papier kommen im Verhältnis was vorerst billig bezweifelt werden muß, so wäre es eine ganz haft zurückgestellt wird: parteiische Maßnahme, die durch nichts begründet erscheint. Schönhauser Vorstadt: Namlow, Schönhauser Allee 135; zu den Summen, die das Geschäft einbringt, kaum in Betracht. In§ 12 Abs. II der Verordnung, betreffend die Formen des Augustin, Schönhauser Allee 73; K. Schulz, Pappel- Allee 106; Stieb, abonniert hätte, die wirkliche Annoncen bringt, gar bald merkt er, Verfahrens und den Geschäftsgang des Reichs- Versicherungsamts, Danzigerstraße 93: Mahnlop, Dunderstraße 13; Mars, Kastanien- daß er dupiert worden ist, aber sein Geld bekommt er deshalb doch ist bestimmt:„ Das Reichs- Versicherungsamt kann Bertreter, Allee 95/96, Partei- Spedition; Dierke( J. F.: F. Lietzle), Schwedter nicht wieder. Die Unverfrorenheit dieser Geschäftsleute geht so weit, welche, ohne Nechtsanwälte zu sein, die Vertretung geschäftsmäßig straße 33; Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9; Gobien, Prenzlauer daß sie am Schluß des Abonnements ein Cirkular beilegen, in betreiben zurückweisen." In der Anmerkung 4 zu diesem Absay, allee 232; G. Schmidt, Treschowstr. 22; Pinner, Tresckowstr. 36; welchem aufgefordert wird, das Blatt von neuem zu bestellen. Man enthalten in dem von Mitgliedern des Reichs- Versicherungsants Siebert, Wörtherstr. 15. herausgegebenen Handbuch, wird gesagt:" Die Zurückweisung bekann den Stellungsuchenden nur dringend raten, von Bestellungen Rosenthaler Borstadt und Gesundbrunnen auf solche„ Vakanzen- Zeitungen" abzusehen. schränkt sich aber auf den Einzelfall." O. Bachgänger, Swinemünderstr. 34; Rosin, Ruppinerstr. 42. Ede Schönholzerstraße; Hoppe, Aderstr. 21; G. Herrmann, Putbuser Wife Agitation. Wenn Arbeiter im Kampf für Verbesserung straße 45; Abendroth, Badstr. 42/43; 2. Gaßmann, Partei- Spedition, ihrer Lage hier und da mal ein etwas fräftiges Wort gebrauchen, Grünthalerstr. 65; Geiseler, Veteranenstr. 4; F. Lietzke, Brunnen- um den auf ihnen lastenden Druck des Kapitalismus zu kennzeichnen, Straße 85. dann schreit die unternehmerfreundliche Preise und das gesamte Wedding und Oranienburger Vorstadt: Seidel, honette Bürgertum über den wüsten Ton, den die Heßer und Wühler Neue Hochstr. 39; H. Schulz. Schwarzkopffftr. 15; Gießel, Bohen- anschlagen. Daß auch die Unternehmer, trog ihrer angeblich höheren straße 40; Dobath, Sellerstr. 2; J. Strause, Müllerstr. 7a;. Bildung, in der Agitation gegen die Bestrebungen der Arbeiter Strawezac, Müllerstr. 159 a; Aug. Doye, Müllerstr. 32a; F. Gleinert, feinen feinen Ton anschlagen, beweist folgendes Schreiben: Schulstr. 29; H. Tauschel, Wiesenstr. 29; F. Bergmann, BajewalterVereinigung Berliner Damenmäntel- und Kostüme Detail- Geschäfte. straße 3; Müller. Gerichtsstr. 62; S. Joseph, Tiechstr. 34; F. Völkel, Borsigstr. 25; E. Diede, Ackerstr. 123; Hilgenfeld, Bergstr. 60; Sehr geehrter Herr! Brückner, Gartenstr. 63. Die gleiche Bestimmung wie in§ 12 Abs. II der Verordmung über das Verfahren vor dem Reichs- Versicherungsamt ist enthalten in§ 9 Abs. II der Verordnung über das Verfahren vor den auf Grund des Unfall- Berficherungsgesetzes errichteten Schiedsgerichten. Und die im Handbuch enthaltene Anmerkung 7 zu dieser Bestimmung fügt hinzu: Aus Abjaz II kann die Berechtigung zu einer allgemeinen Ausschließung von Rechtskonsulenten ohne Berücksichtigung des einzelnen Falls nicht hergeleitet werden. Unter besonderen Umständen kann eine solche Vertretung und demzufolge auch die Pflicht zur Erstattung der dadurch erwachsenen Kosten gerechtfertigt sein. Die Ausschließung eines Rechtskonsulenten ist jedenfalls gerechtfertigt, wenn diesem selbst die Prozeßfähigkeit mangelt." Nach§ 52 der C.-P.-O. ist eine Person insoweit prozeßfähig, Moabit: J. Döring. Beuffelstr. 79; A. Fabra, Waldstr. 57; als sie sich durch Verträge verpflichten kann. Gefeßlich ist es also Fischer, Benfielstr. 9; D. Fischer, Beuffelstr. 66; Greffe, Beuffeldurchaus zulässig, daß außer Rechtsanwälten auch andre Vertreter, straße 17; Gruß, Beusselstr. 44a; A. Plath, Sidingenftr. 43; Wai, selbst dann, wenn sie die Vertretung geschäftsmäßig betreiben, zu Rostockerstr. 18; Pfarr. Butligstr. 10; Renfer, Turmistr. 69; gelassen werden. Nachdem ohne Widerspruch erst jüngst in der Kom- Schreiber, Huttenstr. 9; Streit, Kirchstr. 22; Wendt, Sidingenſtr. 4 mission zur Beratung der Novelle zum Unfallversicherungs- Gesez Bachstein, Salzwedelerstr. 16; Faber, Stephanftr. 11; Anders, anerkannt wurde, daß Arbeitersekretäre, die mit der Praxis der Parteispedition, Salzwedelerstr. 8. Unfallversicherung als auch mit den Verhältnissen der Verletzten vertraut find, als die geeignetsten Vertreter erscheinen, müßte schon ein großes Maß von Parteilichkeit vorausgesezt werden, wenn man annehmen wollte, daß das Reichs- Versicherungsamt folche Vertreter zurückweist. Von den Parteigenossen des vierten Reichstage. Wahlkreises wird am Sonntag, den 15. Juli, im Schloß Weißenfee ein Sommerfest abgehalten, auf welches wir die Arbeiterschaft heute schon aufmerksam machen. Die früheren Veranstaltungen des Die Instanzen, vor denen wir Unfallverlegte vertraten, haben genossen und Genossinnen vollauf befriedigen wird. Kreises geben Gewähr dafür, daß auch das nächste Fest die Parteidenn auch diesen Versuch niemals unternommen. Bei Beginn der Thätigkeit des Münchener Arbeiterfekretariats wurde allerdings die Den Genossen und Genoffinnen zur Nachricht, daß der Frage der geschäftsmäßigen Bertretung vor dem bayrischen Landes- 6. Wahlkreis am Sonntag, den 22. Juli, jein Sommer Berficherungsamt von dem Präsidenten desselben angeregt. Nach fest im Schloß Weißenfee feiert. Bei der Reichhaltigkeit entsprechender Klarstellung über die Aufgaben und Organisation des Programms und dem niedrigen Entree von 20 Pf. ist wohl auf des Arbeitersekretariats wurde gegen unire Vertretung nicht nur eine rege Beteiligung der Genossen und Genossinnen nichts eingewendet, sondern wir müssen hervorheben, daß zu hoffen, zumal für Bequemlichkeit und Amusement, wie ja von diefe Thätigkeit fowohl vom: Landes- Versicherungsamt als den vorhergehenden Sommerfesten des 6. Kreiſes bekannt sein dürfte, auch von den Schiedsgerichten anerkennend gewürdigt wird. alles gethan ist.( Siehe Annonce.) Als Beweis hierfür sei beispielsweise erivähnt, daß vor Der Agitationsverein für Stralsund- Franzburg- Rügen dem Schiedsgericht der Vorfigende, ein Regierungsrat, darum ersuchte, veranstaltet am Sonnabend, Schönhauser Allee 135 einen Familienwir möchten uns eines Verlegten annehmen, der bei einer nicht abend. entschädigungspflichtigen Berufsgenossenschaft seine Ansprüche geltend gemacht hatte. Es kommt ferner noch in Betracht, daß nur wenige Rechtsanwälte sich bereit finden, Unfallverletzte zu vertreten. Die GebührenTokales. Es ist unbedingt nötig, daß Sie den oben bezeichneten Verein schleunigst beitreten, da die Agitation der Arbeiter gegen uns in einer Weise betrieben wird, die dringende Selbsthilfe not macht. Falls wir nicht wie ein Mann geschloffen zusammenhalten, werden wir bald nicht mehr die Herren im eignen Hause sein, da neue Attentate nicht nur auf unsern Geldbeutel, sondern auch auf fre Autorität geplant werden. Sie werden hiermit zu der am Freitag, den 6. Juli 1900, stattfindenden Vereinsfigung ergebenst eingeladen. J. A.: Felig Oppenheimer, Vorsitzender. Jägerstraße 54. anbetrifft, so leistet sich Herr Oppenheimer in lebertreibung ein gut Das muß man sagen: Was den Ton des vorstehenden Schreibens Stück. In Wahrheit sind diese Vereinsagitation und die hier bekundeten Bestrebungen ein Versuch, die schon so erbärmliche Lage der Arbeiterinnen dieses Berufs noch weiter herabzudrücken. Die Autorität dieser Herren ist ein Mißbrauch ihrer Macht gegen eine elend bezahlte Kategorie der Arbeiterinnen, und wenn es den Arbeiterinnen gelänge, diese Autorität zu brechen, dann gebührte ihnen die Hochachtung aller human denkenden Menschen. Mit dem Abbruch der alten Häuser Roßfiftr. 12a und 12, welcher gestern begonnen worden ist, verschwindet auch der an der Roßstraße gelegene Teil der Rittergaise, da die freigelegten Grundstücke bekanntlich zum größten Teil zur Verbreiterung der Straße benutzt werden. Das nur wenige Häuser zählende enge Gäßlein, dessen direkte Fortsetzung auf der Ostseite der Roßstraße den Namen„ Schornsteinfegergasse" hat, bildet mit dieser zusammen noch ein recht charatteristisches Stück des alten Berlin, das nun endlich auch einen etwas modernen Anstrich erhalten soll. Die Rittergafie hieß früher einmal Petersilien- Gasse" ordnung für Rechtsanwälte findet auf die Vertretung der Parteien Arbeit schändet. Auch in diesem Jahre finden auf den Seen nach einem Peter Zilge, der hier ein Haus beseffen haben soll. Mit dem im Schiedsgerichts- und im Rekursverfahren nach den Unfall- der Umgebung Berlins große Segelregatten und Ruderwettkämpfe Anfange des 17. Jahrhunderts hat die Gasse den heutigen Namen, versicherungs- Gesezen keine Anwendung. Selbst im Fall des Ob- statt. In Sportkreisen nennt man diese alljährlich gegen Ende des fiegens können nur minimale Beträge in Ansat gebracht werden, Sommers stattfindenden Wettkämpfe die„ Berliner Woche". Kürzlich zu ein 1620 erlassenes Aufgebot der Ritterpferde vermutlich die Veranlassung gab. Die Schornsteinfegergasse hatte ehemals die und aus eignen Mitteln einen Rechtsanwalt zu honorieren, dazu ist sind nun die Ausschreibungen hierfür erfolgt, die für eine zu bildende Aeltere Bezeichnung Staternats- Gäßlein" oder„ Katernakel". der Verletzte meistens nicht im stande. Die Berufsgenossenschaften Sonderklasse" die folgende Bestimmung enthalten: freilich können sich das leisten; sie halten sich zur Wahrnehmung Die Bemannung der Yachten, welche an den Wettfahrten der Berliner werden sich daran erinnern, daß es früher hier in mehreren ihrer Jnteressen vor dem Reichs- Versicherungsamt die gewiegtesten Sonderklasse teilnehmen, darf nur aus höchstens drei Herren aus allen Stadtteilen Leute herbeicilten, um ihren Bedarf an diesenr Verkaufsläden die beste Stiefelwichse von ganz Berlin gab und daß Anwälte, deren Praktiken den Berletzten gegenüber schon oft im bestehen, welche Amateure sowie Mitglieder eines anerkannten " Vorwärts" eine treffende Beleuchtung gefunden haben. europäischen Yachtklubs sein müssen, ihren Lebensunter müglichen Material in der Schornsteinfegergasse zu decken. halt nicht durch ihrer Hände Arbeit verdienen Eine wichtige Verfügung für solche Militärmannschaften, und dem Lande angehören, in welchem die Yacht erbaut ist." auf Retlamation ihrer unter stigungsDie in dieser Sonderklasse" segeinden Herren thun sich gewiß bedürftigen Angehörigen vorzeitig aus dem aktiven viel auf ihre Bornehmheit zu gute, weil sie fich nicht durch ihrer Militärdienst in die Hennat entlassen worden sind, wird jetzt Von den organisierten Arbeitern Berlins sollte die Hände Arbeit ernähren. Aber von Sportsleuten sollte man wirklich seitens der Landratsämter zur Kenntnis der Beteiligten gebracht. von diesen entlassenen Soldaten ihrer Unterbesprochene Angelegenheit in Angriff genommen werden und zwar am wenigsten solche Beschränktheit erwarten, die in der körperlichen Da manche in der Heimat nicht nachgekommen sind, Arbeiterjekretariat so, daß eine autoritative Justanz geschaffen Arbeit etwas Schändendes sieht. Leitet doch die ganze moderne stüßungspflicht würde. Die Thätigkeit eines der Sekretäre müßte ausschließlich Sportbewegung gerade daraus ihre Berechtigung her, daß fie eine ohne daß ihre Wiedereinziehung in die Wege geleitet worden darin bestehen, die Unfallverlegten vor dem Reichs- Versicherungsamt Reaktion bilde gegen Stubenhuckerei und ausschließlich geistige Be- ist, so werden den Ortsbehörden die einschlägigen Bestimmungen des zu vertreten. Natürlich nicht jeden Fall. Es muß dem Vertreter thätigung. Will doch gerade der Sport die Brüde sein, die zur Neichs- Militärgefeges in Erinnerung gebracht, wonach ein Berüd Die Ausnigung der Rechte auf dem Gebiete der Arbeiterverficherung ist ebenso wichtig als die Unterstützung der Fabrifinspektion durch die organisierte Arbeiterschaft und überhaupt jede andre sociale Mitbethätigung. die bringen. Sie Titigter, der sich der Erfüllung des gweds entzieht, welcher Jahres eine Erfagwahl notwendig werden sollte, jeder Genosse in] Präs. Wie? man hat ernsthaft angenommen, daß von seiten feine Befreiung vom Militärdienst herbeigeführt hat, vor Ablauf der Lage ist, von seinem Stimmrecht Gebrauch machen zu können. der Behörde zu Unruhen aufgefordert würde?- Zeuge: Ja, denn u. a. des Jahrs, in welchem er das 25. Lebensjahr voll endet, nachträglich ausgehoben werden kann und daher zu ge- auf der der Straßenbahn- Strede Berlin- Tegel nicht nur eine Zu- geheißen, die Revolte follte bis 12 Uhr nachis dauern und In Tegel darf von der Einführung des elektrischen Betriebes sagte mir ein Geschäftsführer, es hätte doch in der Bekanntmachung wärtigen hat, sofort wieder eingestellt zu werden. Die nun sei sie schon um 11 Uhr verboten worden. Präs.: Ist das Ortsbehörden sind zugleich angewiesen worden, sobald derartigenahme des Sonntagsverkehrs, sondern auch eine Steigerung des Thatsache? Sollten die Leute wirklich der Annahme gewesen sein, Zuzugs aus Berlin erwartet werden. Der Ort hat schon in den Fälle zu ihrer Kenntnis kommen, diese sofort zur Anzeige zu lezten Jahren einen sehr lebhaften Zuzug und infolge dessen einen daß die Behörde den Krawall befohlen hatte? Mehrere Geschworene: Das ist richtig. Wir haben auch davon gehört, mgewöhnlich starken Bevölkerungszuwachs gehabt. Bei der daß man das geglaubt hat. Zeuge Mielte: Ich kann auch nicht Treppenhaus- Diebe machen gegenwärtig den Norden und Volkszählung vom 2. Dezember 1895 hatte Tegel Tegel erst das Centrum unsicher. Die seltsamen Diebe haben es auf die 2740 Einwohner. Die Personenstands= Aufnahmen vom No- anders sagen, als daß die Leute das thatsächlich angenommen haben. Präs.: Das wäre ja eine ganz unglaubliche Naivetät. Wessingstäbe abgesehen, welche in vielen Häusern teils zum Schuß vember 1896, 1897, 1898, 1899 ergaben sodann eine Zeuge: Es war aber so. Ich der Treppenkanten, teils zum Befestigen der Treppenläufer an Einwohnerzahl von 3065, 3387, 4597, 6200 Personen. Die Ein- Das ist ja gar nicht möglich. gebracht sind. Die Diebe arbeiten mit außergewöhnlicher Frechheit wohnerzahl stieg also von 1896 zu 1897 um 101/2 Proz., von 1897 kenne doch auch die Angeklagten von Jugend auf und weiß, daß sie Aber an dem Abend und üben ihr Handwerk größtenteils am hellen, lichten Tage aus. zu 1898 aber um rund 36 Proz. und von 1898 zu 1899 um rund waren sie wie besessen und schrien:" Hepp! Hepp!" und" Juden sonst ganz ruhige und besonnene Leute sind. Sie sind zweifellos identisch mit jenen Thürklinken- und Gasarmen- 35 Proz. Von 1896 zu 1899, also in einem Zeitraum von nur drei raus!" Es war, als wenn plöglich etwas Fremdes in die Leute Mardern, welche schon vor einigen Jahren zum Schaden der Haus- Jahren, hat sich die Einwohnerzahl reichlich verdoppelt. Tegel verlangen Messingstangen kaum unbemerkt und unbeobachtet erfolgen legten Jahren eine Strafanstalt für Berlin und mehrere große macht doch keine Dummheiten, geht bloß nach Hause, das ist hier eigentümer thätig waren. Wiewohl die Fortschaffung der ziemlich dankt diesen raschen Aufschwung dem Umstande, daß hier in den gefahren wäre. Ich kannte manche von ihnen seit den 18 Jahren, die ich in Bütow bin und sagte zu ihnen deshalb:„ Kinderchen, tann, ist es bisher noch nicht gelungen, der Diebe oder des Hehlers Fabriken errichtet worden sind. nichts für Euch, da tann was Schlimmes nachkommen." habhaft zu werden. Aus Rigdorf. Der Magistrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, gingen denn auch gleich, aber blieben bald wieder stehen und Von einem Geschäftswagen überfahren und schwer verletzt während der Schulferien die Schulhöje als Spielpläge für schrien ganz wild: Juden raus! Juden raus!" Das tam mir wurde gestern, Freitagnachmittag um 1 Uhr, der 69 Jahre alte Kauf- die Jugend zur Verfügung zu stellen. Dem Beschluß der dann bedenklich vor, und ich schickte einen Beamten in die mann Johann Prasch aus der Bergstr. 2, vor dem Hause Lands- Gewerbe- Deputation, den obligatorischen Fortbildungs- jüdischen Geschäfte mit der Bitte, sofort zu schließen. Man bergerstraße 79. Der alte Mann hatte dort in einem Geschäft zu schul- Unterricht in Rixdorf einzuführen, wenn die Regierung ist auch der Bitte nachgekommen, nur der Kaufmann Markus thun gehabt; als er heraustrat und den Fahrdamm überschreiten die hierzu erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt, schloß sich der hatte wohl das Schaufensterrouleau heruntergelassen, aber wollte, riß ihn der schnell fahrende Wagen um und schleifte ihn Magistrat an, desgleichen dem vor einigen Tagen mitgeteilten Gut- die Thür nicht zugemacht, die Menge, die schon weiter: mehrere Schritte weit. Der Verunglückte trug einen Bruch der linken achten der Gewerbe- Deputation über die Abänderung des Kranken- gehen wollte, blieb deshalb bei Markus stehen und schrie: Was, Kniescheibe und starte Hautabschürfe davon. Er wurde nach der versicherungs- Gesetzes. der Jude hat nicht zugemacht? Darauf wurde das Geschäft mit Unfallstation X in der Alten Schüßenstraße und von dort mit Brit. Großes Herzeleid hat die Familie des Milchhändlers Steinen bombardiert. Man bat mich, beiseite zu gehen, einem Lückschen Rettungswagen nach dem Jüdischen Krankenhause Dietrich hierselbst betroffen. Der achtjährige Sohn Richard ging da man sonst nicht zielen könnte und mich treffen gebracht. mit andern Knaben in dem vor dem Dorfe belegenen Kienpfuht würde.( Heiterkeit.) Ich habe das Volk dann noch wiederholt er Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die baden. Als er sich mitten im Wasser befand, versant er plötzlich und mahnt, nach Hause zu gehen, aber man bekam kein Gehör mehr, da Leiche des 31 Jahre alten Zimmermanns Ferdinand Wagner, der fam nicht mehr zum Vorschein. Die erschrockenen Kameraden Holten viele Betrunkene in der Menge waren. Vor allem war der Angeklagte Präs. Also folgsam waren die Leute, am Dienstagabend beim Bau der elektrischen Hochbahn verunglückte. fofort erwachsene Personen herbei, welchen es auch gelang, den Szilke furchtbar angetrunken. Zeuge: Durchaus. Beim Abrüsten der Holzbrücke am Halleschen Ufer schlug ihm ein kleinen aus dem Wasser zu holen, doch war das Leben bereits ent- soweit Sie mit ihnen zu thun bekamen? Präs. Wo wurden dem überall die Fenster zertrümmert? Zeuge: an einem Tau befestigter Balten gegen den Kopf und verlegte ihn schwunden und alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. so schwer, daß er bald darauf im Krankenhaus am Urban starb. Bei Wolfram, Abrahamsohn, Markus, Hirschberg, Caspari, Lewin. Präs. Also wohl bei allen Juden? Zeuge: Das war kaum die Die Leiche soll gerichtsärztlich geöffnet werden, da der Unfall vielleicht Hälfte. Präs. Wie groß war der Schaden? Zeuge: Es find noch ein Strafverfahren nach sich zieht. 178 M. bezahlt worden. Präs. Wurde bloß nach Fenstern oder Bauunfall. Auf dem Bau des Maurermeisters Hans Behrend 75jährige Rentner Werner angeklagt worden. Man warf ihm Präf.: Der jüdischen Geschäfte? Wegen Vergehens gegen die Steuergesehe war der auch nach Personen geworfen? Zeuge: Nur nach Fenstern. in der Ziegelstraße ereignete sich gestern ein Unfall, der auf die Ver- vor, er habe wissentlich falsche Angaben über seine Vermögens- und Ausschreitungen gegen die Obrigkeit, die bewaffnete Macht, gegen Zenge: Ja.- Präs.: Also wendung schlechten Rüstmaterials zurückzuführen ist. einnahme verkürzt worden sei. Das Landgericht stellte folgendes Bräs.: War nach Ihrer Ansicht das Benehmen der jüdischen Als gegen Einkommenverhältnisse gemacht, wodurch der Staat in der Steuer- die Polizei sind nicht vorgekommen? Zeuge: Niemals. fest: Die seit 1868 bestehende Ehe zwischen Werner und seiner Einwohner die Ursache des Tumults? 78jährigen Frau hat sich in den letzten Jahren sehr unglücklich meine, Zenge: Ja. Ich es wäre jedenfalls beffer gewesen, wenn Gottschalt geſtaltet. Die Frau hatte sogar gegen den damals 73jährigen Mann Scheidemann mit seiner Zeitung zu Hause geblieben wäre und haben. Der dem alten Herrn vorgeworfene Chebruch wurde für auf Befragen sämtlich zu, das Plakat nicht für eine amtliche Bekanntdie Chefcheidungsklage angeſtrengt, ohne indessen damit Erfolg au nicht so aufreizende Reden geführt hätte. Die Angeklagten geben nicht erwiesen erachtet. Ein persönlicher und geselliger Verkehr besteht nicht mehr zwischen den beiden, sie leben getrennt. Als der machung gehalten zu haben. Gefangenaufseher Taeder, Gärtner Kauffmann, Schornsteinkonnten. Gerichts- Beitung. : 2 Uhr nachmittags eine Kolonne Steinträger Steine auf den Bau trug, brach in der einen Leiter eine morsche Sprosse. Ein Arbeiter fiel zwischen die Sprossen und hat sich anscheinend erhebliche Verkönnen, wenn der Steinträger nicht zufällig der legte der Kolonne gewesen wäre, so daß die herabfallenden Steine niemand treffen Von einem Omnibus überfahren und sehr schwer verletzt wurde am Donnerstagnachmittag um 2 Uhr auf dem Alexanderplatz Frau eine Erbschaft angekündigt wurde, erfuhr der Angeklagte fegermeister Fabricius und Tischlermeister Hasse bekunden übereinein unbekannter Mann von etwa 35 Jahren. In der Trunkenheit davon; die Frau und ihre Verwandten unterrichteten ihn jedoch ge- stimmend, daß der Lärm erst angefangen habe, als aus dem lief er zwischen die Pferde eines Wagens der Linie Oranienplatz flissentlich nicht über den Fortgang der Erbregulierung und darüber, wolframischen Hause Steine und eine Flasche geworfen wurden. Stettiner Bahnhof und wurde umgerannt. Ein Pferd trat ihm auf daß auf sie 52 400 M. entfielen. Infolgedeſſen zeigte W. nicht den Es ergiebt sich, daß aus dem Wolframschen Hause niemand geden Kopf und die Räder streiften ihn am Körper. Auf der Unfall- Eintritt der Bermögensvermehrung seiner Frau an und erwähnte worfen haben kann, dagegen wohnen im Nebenhause die jüdischen station in der Alten Schüßenstraße stellte man eine schwere Gehirn auch nichts in der Steuererklärung, die Einkommensverhältnisse Angestellten des Konfektionsgeschäfts von Abrahamsohn, das sich erschütterung, eine Wunde an der Stirn, die von einem Huftritt her- betreffend. Mit Rücksicht auf die festgestellten Thatsachen sprach im Parterre des Wolframschen Hauses befindet und das an jenem rührt, und eine klaffende Wunde am Hinterkopf fest, die der Ver- das Landgericht den Angeklagten frei. Die hiergegen von der unglückte sich durch den Fall zugezogen hatte. Der Mann wurde Steuerdirektion eingelegte Revision wurde vom Strassenat des Abend geschlossen war, so daß die jungen Leute auf ihren Zimmern waren. Die Näherin Mach und Bäckerlehrling Menard bekunden bewußtlos in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Kammergerichts mit folgender Begründung verworfen: Es stehe außerdem, daß die jüdische Buzmacherin Neumann beim Mazzen fest, daß der Angeklagte, bei Abgabe der Steuererklärung und der Aus Furcht vor Strafe erschoß sich vorgestern nachmittag Vermögensanzeige habe annehmen können und angenommen habe, effen die Aeußerung that: Die Mazze schmeckt diesmal besonders werde hon. Da Blut von Winter being ausgebi jüdischen Händlersfrau Keilus hat nach Zeugenaussagen dahin gelautet: Wir Juden brauchen kein Christenblut, das gebrauchen die fatholischen Poladen zum Weihwasser! bekamen. Sie bor Es fam Das alles bewirkte, daß die die büttel, die feit Weihnachten bei dem Lieutenant a. D. Meßner in der Derfflingerstr. 8 in Stellung war. Der Dienstherr nahm in der Frau durch Erbgang noch nicht eingetreten gewesen sei. Habe er aber angenommen, die legten Zeit wahr, daß ihm fast alle Briefe geöffnet wurden. Die Köchin lenkte den Verdacht auf den Diener, der neben ihr in dem erst mit der Verteilung der Erbmasse perfekt, die ihm nach den geDie weitere Beweisaufnahme wiederholte zum Teil die vorauf. Haushalt noch beschäftigt war, es stellte sich aber heraus, daß sie seinerseits ein civilrechtlicher Irrtum vor. richtlichen Feststellungen ja nicht bekannt geworden sei, dann liege selbst die Briefe öffnete und den Diener beschuldigte, um den halb nicht sagen, daß er wissentlich falsche Angaben gemacht habe. Man könne des gegangene Darstellung. Den Geschworenen wurden insgesamt 41 Fragen vorgelegt. Verdacht von sich abzulenken. Sie wurde am Mittwoch ent- Seine Freisprechung sei somit gerechtfertigt. Hierauf nahm Erster Staatsanwalt Braumann das Wort: laffen und fah ihrer Bestrafung entgegen. Am Nachmittag Meine Herren Geschwornen! Die heutige Verhandlung unterin der dritten Stunde stand die Wohnung leer; der Inhaber Ausschluß der Ceffentlichkeit. Von Landgericht Mag de scheidet sich nicht unwesentlich von der gestern und vorgestern hier war schon morgens weggegangen, und der Diener hatte zum burg ist am 5. April der Redacteur der„ Volkssfinune", unfer verhandelten Sache. Zunächst ist die Sache an sich einfacher. Es Mittagessen eine Wirtschaft aufgesucht. Da tam turz vor 3 Uhr die Parteigenosse Wilhelm Haupt, wegen Religionsvergehens nach handelt sich nicht um Aufruhr, sondern die Ihnen vorgelegten Köchin noch einmal zurück. Die Pförtnerfrau Riedel, der sie sagte,§ 166 zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Die Straf Fragen betreffen nur Landfriedensbruch, d. h. den Angeklagten daß sie etwas vergessen habe, ließ sie durch die Hinterthür in die im that wurde erblickt in der Veröffentlichung eines Dehmelschen Ge- wird zur Last gelegt, daß sie mit vereinten Kräften Gewaltthätig. Erdgeschoß gelegene Wohnung ein und hörte unmittelbar darauf dichts Die Magd".- Die Revision des Angeklagten fam am feiten gegen Sachen begangen haben, furz gesagt, daß sie eine Aneinen Schuß fallen. Entsetzt eilte die Fran hinein und fah, daß die Mittwoch vor dem dritten Straffenat des Reichsgerichts zur Ver- zahl Fensterscheiben eingeworfen haben. Aber auch aus andren Köchin sich auf dem Flur eine Kugel in die rechte Wange geschossen handlung. Geltend gemacht waren materielle 11110 pro- Gründen erscheint die Sache in einem wesentlich andren Licht als hatte. Bevor sie daran gehindert werden konnte, setzte die Lebens- zeffuale Rügen, der Senat beschränkte sich aber auf die Verhandlung die gestrige. Gestern wußte man nicht recht, was eigentlich die müde den Revolver zum zweitenmal an, diesmal an die rechte über eine prozessuale Beschwerde. In der Hauptverhandlung Menge zum Aufruhr und Widerstand veranlaßte, während man Schläfe, und tötete sich vor den Augen der Pförtnerfrau. Die hatte der Staatsanwalt beantragt, wegen zu befürchtender Gefähr heute wohl fagen kann, die Beweggründe liegen flar zweite Stugel traf besser als die erste, der Tod trat fast auf der dung der Sittlichkeit die Oeffentlichkeit auszuschließen. Das Gericht uns. Der Konizer Mord bildete gewissermaßen den HinterEs sind da innerhalb der Bütower Stelle ein. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schau- hatte fich laut Protokoll sofort zur Beratung und Beschlußfaffung grund der heutigen Sache. hause gebracht. zurückgezogen und der Vorsitzende hatte dann den Beschluß, daß die Bürgerschaft verschiedene Meldungen über diesen Mord vorhanden Oeffentlichkeit ausgeschlossen werde, verkündet. Die Revision rügte und es sind aus diesem Anlaß Aeußerungen von seiten der israelitischen Durch einen Zufall vom Tode gerettet wurde gestern morgen nur, daß über den Antrag, die Oeffentlichkeit auszuschließen, nicht Einwohnerschaft gefallen, durch welche die christliche Einwohnerschaft um 91/2 Uhr ein hübsches junges Mädchen an der Museumsbrücke. verhandelt, d. H., daß dem Staatsanwalt und dem Angeklagten nicht der Stadt sich wohl beleidigt fühlen konnte und auch beleidigt geEin Wachtmeister der Strompolizei, der dort vorüber kam, sah, daß Gelegenheit gegeben worden sei, sich über den Antrag zu äußern. fühlt hat. Dabei ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß auch von ein Mädchen sich durch das Üfergitter zwängte und in den Kanal Da hierdurch das Gesetz verlegt ist, hob das Reichsgericht das Urteil seiten der christlichen Bevölkerung die Juden beleidigende Aeuße hinabgleiten ließ. Er sprang hinzu, faßte nach der Kleidung der auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. rungen gefallen sind, doch das gehört nicht hierher. Lebensmüden und zog sie aus dem Wasser wieder heraus. Die Gerettete, der das volle blonde Haar aufgelöst um den Kopf hing, Gegen den Schriftsteller Joachim Gehlsen aus Charlotten- hinzu die Meldung der Danziger Neuesten Nachrichten", durch schrie laut, daß sie sterben wolle, und ließ sich nur schwer beruhigen burg wird in der Straffache wegen Beleidigung des Charlotten- welche die Juden in der Konizer Angelegenheit Oberwasser wie stolzierten deshalb, wir vom Zeugen und von dem Wachtmeister in ein Krankenhaus bringen. Ihren Namen burger Magistrats und des Magistratssekretärs Kuhlow am 27. d. M. wollte sie nicht nennen, wir ermittelten aber, daß sie eine 24 Jahre eine neue Verhandling stattfinden, da das Reichsgericht das frühere Röhl gehört haben, mit zufriedenen Gefichtern umher und reizten alte Marie Riedel ist, die feit 11/2 Jahren bei dem Weißwarenhändler freisprechende Erkenntnis des Landgerichts II aufgehoben und die dadurch die christliche Bevölkerung immer mehr. Es kam noch die Neumann in der Landsbergerstraße 66/67 in Steffung war. Ein Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht I verwiesen unglückselige Depesche hinzu, welche die Freude der Juden zu nichte tragisches Geschick hat das Mädchen, dem der Dienstherr ein geradezu hat. Gehlsen wird von den Rechtsanwälten Dr. Werthauer und machte, und zum Schluß entstand die irrige Auffassung, daß die glänzendes Zeugnis ausstellt, zu dem Selbstmordversuch veranlaßt. Löwenstein verteidigt, während dem als Nebenkläger auftretenden Behörde selbst eine Revolte wünsche. Als es vor furzem im St. Hedwigskrankenhaus lag, erhielt es von Charlottenburger Magistrat die Anwälte Justizrat Mundel und Menge nach Hepp! Hepp! und Juden raus!-Rufen gegen die jüdische Einwohnerschaft vorging. seiner Schwester aus der Heimat eine schreckliche Trauerkunde. Der Leonh: Friedmann zur Seite stehen werden. Bei Abmessung der Strafe muß man die gereizte Stimmung Vater, ein Eisenbahnbeamter in Magdeburg, war bei einem Unglüc Die Bütower Krawalle vor Schwurgericht. der Bevölkerung berücksichtigen, durch welche der Tumult schließlich ums Leben gekommen, und die Mutter war vor Schreck darüber gestolp i. P., 11. Juli. Bei der Zeugenvernehmung befundet zum Ausbruch fam, andrerseits muß aber auch in Rücksicht gezogen storben. Dieser doppelte Schicksalsschlag traf die Kranke so schwer, Stadtwachtmeister Mielke: Am 30. Mai war Markt in Bütow. werden, daß es sich um einen ernſten Krawall handelte. Man mag daß sie wie tiefsinnig umherging. Aus diesem Zustand ist ihre That Gegen 10 Uhr kam der jüdische Schlächter Gottschalk Scheidemann über die Juden denken wie man will, aber wenn es auch jüdische mit einer Zeitung, dem Kleinen Journal" oder den" Danziger Bürger sind, so hat man doch ihr Eigentum zu achten, und wenn Fenerbericht. Freitagnachmittag brannte Alte Schönhauser- Neuesten Nachrichten", auf den Markt und las laut vor, daß bei dem dieses Eigentum beschädigt wird, so muß die Schärfe des Geseges straße 6 ein Posten Cichorien und Fruchtstr. 4 ein Preßkohlenlager. christlichen Schlächtermeister Hoffmann in Keniz ein Arm des er zur Anwendung gebracht werden. Alexanderstr. 6 gingen Pappmaterialien und Gitschinerstr. 85 Gardinen mordeten Winter gefunden sei, und daß man Hoffmann und seine Nach ca. einstündiger Beratung bejahten die Geschwornen die und Fensterrahmen in Flammen auf. Donnerstagabend wurden Tochter als Mörder verhaftet habe. Die christliche Bevölkerung ihnen bezüglich dreier Angeklagten vorgelegten Schuldfragen, verBrunnenstr. 119 in einer Fahrradhandlung Gummireifen vom Fener von Bütow. die schon immer jeden Vorgang in Stoniz mit neinten jedoch sämtliche Schuldfragen in Bezug auf die übrigen beschädigt. Spannung verfolgte, wurde dadurch sehr erregt, und einige 12 Angeklagten. Auch verneinten sie bei dem 16jährigen Lingstädt Straßensperrung. Die Friedenstraße von der Prenzlauer Allee Birger thaten sich zusammen und telegraphierten nach Koniz um die Ueberlegung. bis zur Greifswalderstraße wird wegen Umpflasterung vom 16. d. M. nähere Auskunft. Es kam auch eine Antwort, die Redacteur Röhl Nach furzer Beratung verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. vom„ Bütower Anzeiger" als Plakat drucken und in der Stadt an- Hente wegen Landfriedensbruchs zu 6 Monaten Gefängnis unter Anfleben ließ. Der Präsident verliest die bei den Akten befindliche rechnung der erlittenen Untersuchungshaft, Rapp wegen SachDepesche und das Plakat, welches besagt:„ Extrablatt des beschädigung zu 14 Tagen Gefängnis und sprach sämtliche übrigen ,, Bütower Anzeigers". Zur Beruhigung unserer Bürgerschaft. Angeklagten frei. In der Begründung wurde als strafmildernder Charlottenburg. Die Liste der stimmfähigen Bürger liegt in eberall war heute in der Stadt das Gerücht verbreitet, Umstand für die beiden Verurteilten die stattgehabte Reizung und der Zeit vom 15.- 30. Juli, an Wochentagen von 8 Uhr vormittags man habe in Koniz den Mörder ermittelt und beim Schlächter- das offene Geständnis angeführt. bis 3 1hr nachmittags, Sonntags von 8-12 Uhr im Statistischen meister Hoffmann im Stall einen Arm von Winter gefunden. Amt, Berknerstraße 77 I öffentlich aus. Während dieser Zeit kann Wir ließen sofort den Telegraphen spielen und erhielten soeben jedes Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Liste folgendes Telegramm: Redacteur Hugo Röhl, Bütower Anzeiger". beim Magistrat Ginvendungen erheben, und es ist im Interesse der Armfund nicht wahr! Hoffmann, Tochter, Lehrer Weichel und Vollständigkeit und Richtigkeit der Liste erwünscht, daß von dem Schneidermeister Plath nach mehrstündigem Verhör wieder Eine zweite Volksversammlung im 6. Wahlkreise für die Recht der Einsichtnahme während dieser Zeit möglichst viel Gebrauch entlassen. In folge der Beschuldigung bis 12 Uhr Schönhauser Vorstadt, die am Mittwoch in Mierkes Lokal in der gemacht wird, da spätere Einsprüche unberücksichtigt bleiben müssen. nachts Revolte gegen die Juden!" Der Zeuge befundet Schönhanser Allee stattfand, beschäftigte sich ebenfalls mit der TagesVerwaltung und Die erste Abteilung der Wähler schließt ab mit einem Steuer- weiter: Als ich die Plakate an den Eden sah und die ordnung:„ Die städtische betrage von 3191,76 W., die zweite Abteilung beginnt mit einem wachsende Erregung der Bürger bemerkte, fagte ich dem Bürgermeister, Arbeiterinteressen 2c." Wie vortrefflich der Gedanke der Steuerbetrage von 3184,91 M. und endigt mit 768,30 M. und dem daß es am Abend jedenfalls zu Lärmscenen kommen würde und daß Genossen des 6. Wahlkreises war, gerade dieses interessante und Buchstaben M, während die dritte Abteilung mit 768,30 M. und dem Gendarmen requiriert werden müßten. Präs. Hatten Sie denn für die Arbeiterschaft überaus wichtige Thema in einer für Buchstaben St. anfängt. irgendwo gehört, daß man Lärm zu machen beabsichtigte? Zeuge: derartige Versammlungen anscheinend ungeeigneten Jahreszeit Wir fordern unsre Parteigenossen auf, sich davon zu überzeugen, Ja, es hatten verschiedene Leute das Plakat so aufgefaßt, als ob die zum Gegenstand der Tagesordnung zu machen, hatte nicht der ob sie in die Liste eingetragen sind und nötigenfalls für nachträg Ankündigung eine amitliche wäre und daß Revolte gemacht nur starte Besuch der ersten, sondern der ungee liche Einzeichnung Sorge zu tragen, damit, wenn im Laufe des werden sollte. heuere Andrang zu dieser Versammlung bewiesen, wenn mas erklärlich. Aus den Nachbarorten. " Versammlungen. die fei " die Lage des Lokale in einer nur schwach bevölferten Gegend,| Tarifverträgen dar und meinte, daß die Buchbinder diesen friedlichen unter auch die Gattin des Fährmanns, auf das Entfegliche aufmerksam. hart an der Grenze von Pankow, in Betracht zieht. Die Ueber- Weg gern einem Kampfe vorzögen. Bei den Prinzipalen scheine Trozdem man sofort Nachen löste, gelang es nicht, von den Ertrinken füllung des Saals veranlaßte Hunderte, im Garten Aufstellung zu aber wenig Neigung dafür vorhanden zu sein, denn die Einreichung den jemand zu retten, außer dem Arzt Dr. Freitag aus Wiesdorf und nehmen, um an den geöffneten Fenstern dem Vortrag zu lauschen. des neuen Accordtarifs sei kaum beachtet worden. Wenn die dem Acerer Rausch aus Köln- Merheim, denen es gelang, bis zu dem Besonders hervorgehoben zu werden verdient, daß die Frau en Einigungsverfuche fehlschlügen, dann müsse man andre Mittel und hinter dem Schrauber befindlichen Schleppnachen zu schwimmen und und Mädchen in beiden Bersammlungen reichlich die beffere Wege suchen. Ein richtiges Programm lasse sich indessen heute noch sich an demselben festzuhalten. Die unglückliche Fahrmannsfrau mußte Hälfte der Besucher ausmachten, jedenfalls ein erfreuliches nicht aufstellen. Die Arbeitgeber, besonders in Leipzig, beschwerten so, ohne selbst helfen zu können, zusehen, wie ihr Gatte und Ernährer Zeichen für das wachsende Interesse der Frauen an den all- sich bei allen Unterhandlungen über die Konkurrenz in den und ihre drei Söhne den Tod in den Wellen fanden. Augenzeugen des gememen Tagesfragen. Der Referent, Stadtverordneter dieses Provinzstädten. Dieser Einwand sei nicht ganz von der Hand entsetzlichen Unglücksfalles behaupten, daß die Schuld an dem Personal Bezirks, Reichstags- Abgeordneter Genosse Wurm, verstand es auch zu weisen. Aber gerade hier könnte der Arbeitgeberverband des Schraubenbootes gelegen habe, dessen Mannschaft erst auf Ded gein vortrefflicher Weise, für dies schon einmal behandelte Thema bei helfend eingreifen, nach der Art, wie im Buchdruckgewerbe vorgegangen kommen sein soll, als der Zusammenstoß erfolgt war. Alle Versuche den Zuhörern erneutes Interesse zu erregen. In der Stadt werde. Die Begehrlichkeit" werde am besten gekennzeichnet durch der Anwohner der in der Nähe gelegenen Orte, insbesondere von verwaltung keine„ Politit" im sta a t lichen Sinne zu treiben, bedeute die feit 1897 in Leipzig und Berlin geltenden Minimaljaze. 38 Bf. Leverkusen, den Ertrinkenden Rettung zu bringen, waren vergebens. eben nur soviel, daß alle Vertreter im Stadtparlament, ohne Stundenlohn, wie in Leipzig, und 21 M. Wochenlohn, wie in Berlin, Dr. Freitag, der die Gefahr, in der die Insassen des Fährnachens Unterschied von Arm und Reich oder irgend einer Partei, die Pflicht legten wahrhaftig eher Zeugnis von einer zu großen Zufriedenheit, fchwebten, wohl bemerkte, rief dem Schraubenboote zu und winkte mit hätten, nur für das Allgemeinwohl zu sorgen! Obwohl aber der als von einer Begehrlichkeit ab. Die Hauptsache sei vorerst, festzu- dem Taschentuche, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Auf dem " Freifinn" zwar für den Reichstag das allgemeine, gleiche und halten an der Organisation und dieser immer neue Mitglieder zuzu- Schrauber scheint man diese Signale aber nicht bemerkt zu haben, denn direkte Wahlrecht fordert, sei er für die Gemeindeverwaltung ein- führen; dann werde im geeigneten Moment den aufzustellenden er fuhr mit voller Kraft gegen den Fährnachen, dessen Insassen so laut verstanden mit der„ göttlichen Weltordnung", wonach das Zehntel Forderungen der nötige Nachdruck nicht fehlen. Redner schloß mit schrien, daß die am Ufer Stehenden es hören konnten. Auf die Angaben Besitzender gegenüber den 90 Proz. der Befihlosen alle Herrschaftsrechte einem Hoch auf die Organisation und auf den zukünftigen, den ver- der Geretteten und der zahlreichen empörten Zuschauer des gräßauch fernerhin allein ausüben wolle. Stedner bespricht im weiteren die besserten Tarif, das bei der Versammlung stürmischen Wiederhall lichen Unglücksfalls wurde sowohl der Kapitän wie der Steuermann Coatsverteuerung und weist hierbei noch darauf hin, daß die Coats- fand. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: des Dampfers durch den Bürgermeister von Wiesdorf verhaftet. verbrennung fast nur im Haushalt oder kleineren Betrieben, nicht aber„ Die Versammlung erklärt, daß die Festsetzung der Lohn- und Nur mit Mühe konnte man verhindern, daß sich die empörte Menge in größeren Fabrikanlagen wegen deren Feuerungseinrichtungen an- Arbeitsverhältnisse im Buchbindergewerbe eine unbedingte Notwendig an den beiden vergriff. Bis Donnerstagmittag war noch feine wendbar sei. Deshalb habe auch die Berliner Bevölkerung mit Recht keit ist. Der Verband hat demgemäß seine volle Thätigkeit dahin der Leichen gelandet. Der verunglückte Fährmann, der als ein sehr zu verlangen, daß dieses Brennmaterial wieder billiger werde. zu richten, daß diese Verhältnisse entsprechend den gesteigerten Breifen gewiffenthafter Schiffer weit und breit bekannt war, hinterläßt eine Einen ähnlichen Raubzug hatten bekanntlich die Hausbefizer für alle Lebensbedürfnisse neu geregelt werden. Es ist Pflicht der Frau und drei kleine unversorgte Kinder. Die Strombau- Behörde infolge der vermeintlichen Wohnungsnot gegen die Bevölkerung Kollegen und Kolleginnen, dem Berbande jederzeit neue Mitglieder hat sofort eine eingehende Untersuchung eingeleitet und mehrere unternommen, was jedenfalls zum Nachdenken über die all zuzuführen, sowie auch in den Werkstellen allen Durchbrechungen Zeugen des Unglücksfalls sind schon vernommen worden. gemeine Wohnungsfrage anregen dürfte.. In der Wohnungsfrage, des Tarifs mannhaft entgegenzutreten und den führenden Bertrauens- Abgelehnte Ordensauszeichnung. Gelegentlich seiner Penwie bei Einführung eigener städtischer Betriebe, wie Fleischverkauf, männern bei allen Maßnahmen im Interesse des Verbandes wirksam Bädereien 2c., wie solche in vielen Städten Englands längst be zur Seite zu stehen. Die Versammlung drückt ferner ihr Erstaunen Anerkennung für treu geleistete Dienste das Allgemeine Ehrenzeichen be- zur fionierung wurde dem Zugführer Kroll zu Thorn vom Kaiſer als ständen, könne der„ sociale Gedanke" unter allen Bevölkerungs- darüber aus, daß die Prinzipale sowohl in Berlin als auch in Leipzig in Gold am Bande des Noten Adlerordens verliehen. Ohne Angabe schichten immer weitere Verbreitung finden. Der Rugen würde sich auf die Einreichung des neuen Tarifs entweder gar keine oder eine von Gründen hat K. indessen die Annahme der Dekoration veraber auch für die Arbeiter in solchen Betrieben mit vorteilhafterer ausweichende Antwort gegeben haben. Die Versammelten find weigert. Einrichtungen und geringerer Arbeitszeit und in wohlthuender Weise jedoch der Meinung, daß hierdurch die Bestrebungen auf Einführung geltend machen. Man brauche z. B. nur einen Vergleich anzustellen eines verbesserten Tarifs nicht beeinträchtigt werden." Die aufgebrochene Leichenkifte. Kürzlich wurde in Altona zwischen den Bäckerei- Arbeitern der Privatbetriebe im Gegensatz zu lleber Mißstände in Berliner Buchbindereien der Ranbmörder Feldhusen hingerichtet, worauf die Leiche, in einer denen der socialistischen Konsumvereine, wo bei a chtstündiger referierte J. Krause: Seien auch seit 1896 manche Besserungen Kiste verpackt, für die Anatomie nach Kiel gesandt wurde. Während Arbeitszeit sowie Anwendung der besten maschinellen Einrichtungen eingetreten, so gebe es doch noch in Berliner Buchbindereien vielerlei der Fahrt sind nun die beiden großen Vorlegeschlösser gewaltsam ereine größere Sauberkeit herrscht. Was das in neuerer Zeit vom fanitäre Mißstände. Infolge Einstellung von Maschinen werde der brochen worden, so daß die Stifte geöffnet in Kiel eintraf. StaatsStaat erlangte Monopol der Straßenbahn anbelangt, so eigentliche Arbeitsraum immer enger, die Staubentwicklung immer anwaltschaft und Eisenbahn- Direktion bemühen sich jetzt eifrig, die dem Oberbürgermeister Kirschner hoch anzurechnen, größer und trotzdem werde in manchen Werkstuben tagelang nicht Frevelthäter zu ermitteln. Augenscheinlich hat ein Bahnpostbeamter daß er das Selbstbestimmungsrecht der Stadt nachdrücklich zu wahren ausgefegt. Andrerseits werde das Ausfegen meist während der Arbeits- in einem unbewachten Moment die Leichenkiste aus Neugierde geversuche und erklärt habe, daß die Stadt unverzüglich die Errichtung zeit vorgenommen. Vielfach fehle Waschgelegenheit. Wenn man öffnet. Den Thäter dürfte, falls er erniert wird, eine strenge Strafe eigner Verfehrslinjen anstreben müsse. Zahlreiche andre Einrichtungen bedenke, daß 68 Proz. aller Todesfälle unter den Buchbindern auf treffen. harren ebenfalls ihrer Erfüllung im Interesse der Gesamtheit. Schwindsucht zurückzuführen seien, so erhelle die dringende NotRedner schließt feine lehrreichen, mit Humor Hinrichtung. Der Kuhhirte Franz Rabanowski, welcher in der Humor gewürzten, wendigkeit, daß jeder Einzelne und die Allgemeinheit auf Abhilfe Nacht zum 30. Oftober des vorigen Jahres den Sentier Michael vielfach vont Beifall unterbrochenen Ausführungen mit drängen müsse. Die neunstündige Arbeitszeit werde verschiedentlich Rautenberg in Groß- Schönbrüd ermordete und beraubte, wurde dem Hinweis darauf, daß auch die Frauen ein reges überschritten: um 1/2 Stunde bei Bürenstein, bei Jacobi, bei Schenk Donnerstag früh in Graudenz durch den Scharfrichter Reindel Interesse an den städtischen Angelegenheiten befunden möchten. Ob- und Sohn, um eine Viertelstunde bei Elsner. In der Werkstube von hingerichtet. wohl erst im nächsten Jahre die Neuwahlen für das„ Rote Hans" Weimann, wo meist Arbeiterinnen thätig sind, müsse 10 Stunden gestattfänden, sei es notwendig, die Agitation frühzeitig zu entfalten arbeitet werden. Bei Kähler werde von 7 Uhr früh bis 9 Uhr abends, Der schnellste Dampfer. Der gestern Bormittag in New York und gleichzeitig Einsicht in die Wählerlisten zu nehmen, um zunächst mit einer zweistündigen Bause, gearbeitet, also 12 Stunden, und der eingetroffene Schnelldampfer Deutschland" hat schon auf seiner mindestens die dritte Abteilung für die Socialdemokratie zu erobern; Stundenlohn betrage nur 30 Pf. Bei der Neuen photographischen Gesell- ersten Reise den Rekord der schnellsten Fahrt, welche jemals nad das Berliner Rathaus müsse nicht nur außen, sondern auch innen schaft, wo oft bis 5 Kollegen in den verhältnißmäßig kleinen Dunkel- New York ausgeführt ist, errungen. Die Leistungen des Schiffs auf rot" sein!( Langanhaltender Beifall.) kammern arbeiten müßten, mangele es an der notwendigsten dieser Erstlingsreise übertreffen um mehr als einen Knoten per. Nach kurzer Diskussion wurde die Versammlung mit einem Ventilation. Die Lehrlingszüchterei sei auch noch nicht ausgerottet. Stunde die Leistungen des nächst der Deutschland" schnellsten stürmischen Hoch auf die internationale Socialdemokratie geschlossen. Bei Lindner u. Sohn ständen neben 7 Kollegen 8 Lehrlinge und Schiffes, des Dampfers Kaiser Wilhelm der Große". Die Bedeutung der Konsumvereine für das arbeitende Freese habe gar außer nur einem Gehilfen 6 Lehrlinge.( Große Schrittsfahrt beziffert sich, obwohl einige Male Aufenthalt durch Nebel Volk lautete das Thema, über welches Genosse v. Elm in einer Heiterkeit und lebhafte Unvillensbezeugungen.) Einzig in seiner und fleine Maschinenstörungen entstanden, auf 22,42 Knoten per vom socialdemokratischen Vertrauensmann einberufenen Volks- Art fei Herr Werner, bei dem die„ Woche" hergestellt werde. Auf Stunde. Nach den Erfahrungen, welche bei allen, auf der Werft des versammlung in der Gambrinus- Brauerei in Char: Vorstellungen der Kollegen bewillige er stets alles, am andern Tage Stettiner„ Vulkan" erbauten Schiffen gemacht worden sind, dürfte lottenburg referierte. In zündender Rede wies& Im darauf hin, wie iei es bisher aber immer wieder beim alten gewesen. Er nehme fich die Geschwindigkeit des Dampfers bei künftigen Reisen noch sehr neben den materiellen Vorteilen, die aus der Organisation des viel Lehrmädchen an. Diese arbeiteten unter der Leitung wesentlich erhöhen. Bei dem„ Kaiser Wilhelm der Große" hat diese Konsums erwachsen, durch blühende Konsumvereine auch der Anstoß von älteren Arbeiterinnen gleich in der ersten Woche in mit der Zeit erzielte Geschwindigkeitserhöhung erheblich mehr als zur Eigenproduktion der Arbeiter gegeben werde und wie dadurch Accord und hätten, wie festgestellt, von dem so erzielten Verdienst einen Knoten pro Stunde betragen. die Arbeiter zu einem immer stärkeren wirtschaftlichen Machtfaktor 1,50 M. abgeben müssen, wovon 1 M. die Kolleginnen, welche sie Eisenbahn- Betriebsunfall. Freitag früh 71/2 Uhr explodierte Weil die Konsumvereine den Untergang des Mittelstands anlernten, und 50 Pf. Herr Werner erhalten hätten. Verschiedene auf Station Meißendorf der Kessel einer Gütergug- Lokomotive beschleunigen, suchen die Regierungen sie zu unterdrücken; unt so andere Redner vervollständigten noch Krauses Schilderungen und erwährend des Rangierens. Lokotivführer und Heizer find nur leicht mehr haben die Arbeiter ein Interesse daran, sie zu fräftigen. mahnten gleich ihm zum Festhalten an der Organisation und zur verletzt, weitere Verlegungen von Personen sind nicht vorIn der Diskussion erhob sich von keiner Seite Widerspruch gegen Unterstübung aller von dieser ausgehenden Reformversuche. Es gekommen. An dem Dach eines der Unfallstelle gegenüber liegenden die Bestrebungen der Konsumvereine an sich; nur wurde von einer wurde dann noch auf den Widerstandsfonds aufmerksam gemacht Schuppens der Ruckerfabrik sind geringe Beschädigungen durch fortSeite bemerkt, daß die Gründung sogenannter freier Vereine und um eine weitgehende Berücksichtigung desselben ersucht. Listen geschleuderte Steffelteile entstanden. Die Ursache der Explosion hat empfehlenswerter fei, als die von eingetragenen Genossenschaften mit cirkulierten in jeder Werkstatt. Mit einem Hoch auf die Bewegung bisher noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden können. beschränkter Haftung. Demgegenüber wurden die Vorteile der ein- trennte man sich. getragenen Genossenschaft hervorgehoben, sodann aber mit großem Die Zwangsinnung der Tischler beschäftigte sich unter andrem Nachdruck betont, daß vor allen Dingen ein einheitliches Vorgehen in ihrer legten Quartalsversammlung am 11. d. M. auch mit den notwendig sei. Da in Charlottenburg bereits seit acht Jahren ein Konsum- Herbergsverhältnissen für zureisende Gesellen. Der Gesellenausschuß verein bestehe, so empfehle es sich, denselben durch Eintritt zu unter- empfahl die Herberge im Gewerkschaftshaus. Ein Teil der Meister*) Weizen, gut D.-tr. 16,25 stützen, nicht aber die Konsumvereins- Bewegung durch Zersplitterung der hatte dieselbe besichtigt und konnte sich nur lobend über die Einrichtung kräfte zu schädigen. Dem Aufsichtsrat des Charlottemburger Vereins aussprechen. Aber das Princip! Was nügt die Reinlichkeit und Bequem-**)" Roggen, gut gehören von bekannteren Charlottenburger Parteigenossen Dr. Borchardt, lichkeit; die Hauptsache sei, erklärten die Herren, Zucht und Ordnung". Besche, Scharnberg, Sellin bereits an. Eine träftige Unterstügung Diese sei in der Herberge zur Heimat( Oranienstr.) zu finden, aber des Vereins seitens der Arbeiter würde diesen selbst in jeder Be- nicht in der„ Streitschmiede"( Gewerkschaftshaus). Als ein Vertreter des †) Gerfte, gut zichung zu großem Nugen gereichen. mittel Gesellenausschusses auf die intolerante Behandlung in der christlichen gering Herberge hinwies, antwortete ein Jnnungs- Meisterlein schr ge= ++) Hafer, gut schmadvoll wie folgt:" In der Gewerkschaftshaus- herberge wird noch mittet viel intoleranter vorgegangen und wir werden bald erleben, daß gering dort wer nicht pariert, einfach in den Kanal geworfen nichtstroh wird." Die Herberge zur Heimat wurde dann auch zur Innungs- seu herberge der Tischler erklärt, bis die Arbeitsnachweisfrage geregelt Grösen fei. Der Gesellenausschuß verweigerte hierzu die Zustimmung, erLinjen flärte sich aber bereit, der Frage der Arbeitsvermittelung auf paritätischer Grundlage näher zu treten. *) frei Mühle**) ab Bahn. würden. Einstimmig wurde von der Versammlung, die von 200 bis 250 Personen besucht war, eine Resolution angenommen, welche der Charlottenburger Arbeiterschaft den Anschluß an den dort bestehenden Konsumverein dringend empfiehlt. Die Aufnahme kann an folgenden Stellen vollzogen werden: Wilmersdorferstraße 27, Geschäftslokal des Konfumvereins. Dr. Borchardt, Goethestr. 8, Gartenhaus pt. Gimpel, Osnabrücker straße 4( Restaurant). Lehder, Bismarckstr. 74( Restaurant). Pasche, Potsdamerstr. 44( Restaurant). Scharnberg, Sesenheimerstr. 1, 1 Tr., ( Beitungs- Spedition). Sellin, Wilmersdorferstr. 115/116( Cigarrengeschäft. ant Die Meister nahmen dann auch noch einen Antrag an, Vorarbeiten zur Errichtung eines Jnnungs- Gewerkschaftshauses zu veranlaffen. V Eine öffentliche Versammlung der Stockarbeiter, die am Donnerstag in Stecherts Saal tagte, beschäftigte fich mit der Sperre Mariendorf- Tempelhof. Am 10. Juli cr. fand im Lokale des der Firma Körnig u. Aufrecht. Die Sperre besteht seit dem 19. Mai, Herrn Gerth, Tempelhof, die Generalversammlung des ihre Ursache ist folgende: Bei der genannten Firma sollte ein Wert- Arbeiter Bildungsvereins, statt. In derselben sprach führer eingestellt werden, der sich bei einem früheren Streit ein Genosse C. Mücke über:„ Das Genossenschaftswesen und seine Verhalten zu Schulden kommen ließ, welches von den Beteiligten Bedeutung für die Arbeiter"." Es entspann sich über diesen Vortrag als ein Verrat den Arbeiterinteressen bezeichnet wird. eine lebhafte Diskussion. Im allgemeinen wurde der Genossenschafts: Die bei der Firma beschäftigten Arbeiter lehnten es ab, mit diesem bewegung rege Sympathie entgegengebracht. Dem Bericht des Mann zusammenzuarbeiten, und legten, als er seine Werkführer- Vorstands entnehmen wir, daß der Verein zur Zeit 142 Mitstelle antrat, die Arbeit nieder. Die Werkstatt, die jest glieder zählt, welche sich auf die Orte Tempelhof, Mariendorf, mit unorganisierten, minderwertigen Arbeitskräften besetzt ist, ist Marienfelde, Mahlow, Lichtenrade und Südende verteilen. Die Einseitdem gesperrt. In der Versammlung waren die Meinungen nahmen des Vereins betrugen 47,80 M., die Ausgaben 56,35 M. darüber geteilt, ob es einen Zwed habe, wenn die Sperre fortbestehen inklusive des Bestandes des vorigen Abschlusses ergiebt sich ein Vereinsbleibt. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, die Sperre über vermögen von 40,68 M. die Firma Körnig u. Aufrecht weiter bestehen zu lassen. Die Bes Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 15. Juli, vorm. 81%, Uhr, arbeitung der von den Stockarbeitern veranstalteten Berufsstatistik im oberen Saal des Englischen Gartens", Alexanderstr. 27 c: Versamm wurde dem Kollegen Zorn übertragen. Die vom Kassierer des lung:„ Freireligiöse Vorlesung." Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Streiffonds vorgetragene Abrechnung für die Zeit vom 1. Februar Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrte:" Die Gottesidee". bis 30. Juni weist eine Einnahme auf von 1416,80 m. und eine Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Ausgabe von 1060 m.( darunter 600 W. für den Holzarbeiterstreit, 388 M. für Maianssperrungen, 60 M. für die Sperre über Körnig u. Anfrecht). Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. In einer öffentlichen Versammlung der Kistenmacher gab der Vertrauensmann Splinter die Abrechnung vom legten Quartal. Sodann wurde die Wahl eines Delegierten zum Gewerkschaftskartell vorgenommen und hiermit der Kollege Wolter betraut. Zur Gewerbegerichts Wahl wurde ebenfalls Wolter als Kandidat zum Gewerbegericht aufgestellt. Tischlerverein. Heute abend 8% Uhr, Melchiorstraße 15: General Bersammlung. Lokalverband der Elektromonteure und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Heute 8 Uhr Sigung im Restaurant Bum alten Blätt: eisen", Schillingstr. 36. Vermischtes. " " " " " " 000 Die Durch Marktpreise von Berlin am 12. Juli 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 16, Rindfleisch, Stente 1 kg do. Banch Schweinefleiſch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter mittel 1,60 1,20 " gering 1,20 1" " " 15,10 " 1,60 1,10 mittel " " 1,60 1, gering 1,60 1,10 " " 12,90 14,40 2,60 1,80 " 14,30 13,90 Eier 60 Stück 3,60 2,20 " 13,80 13,40 " 16,10 15,20 Karpfen Aale 1 kg 2,80 1,40 " 15,10 14,20 " Bander 2,60 1,20 " 14,10 13,30 Hechte 2,40 1,20 " 7,- 6, Bariche 1,80 0,80 8,40 5,70 Schleie 2,40 1,20 40,- 25, Bleie 1,40 0,80 45, 25, Krebse per Sajot 22,50 70,- 30, " Speisebohnen +) frei Wagen und ab Bahn. ††) ab Bahn und frei Wagen. Produktenmarkt vom 13. Juli. Heute machte auf dem Getreidemarkt die gestrige Berflauung der Tendenz weitere Fortschritte, da das dauernd schöne Wetter zu den besten Hoffnungen für die Ernte berechtigt und die Preisbewegung an den ausländischen Börsen, namentlich in Nordamerika und Deffreich- Ungarn, rüdgängig ist. In Amerika lauten die neuesten Ernteschägungen ebenfalls günstig. Bei uns war namentlich Weizen matt. Roggen wurde einigermaßen gesüßt durch einiges Dedungsbedürfnis und die Unrentabilität der russischen Offerten, welche aus dem Süden fast ganz fehlten, aus dem Norden im Preise nicht ermäßigt waren. Inländisches Angebot war knapp: für effektive Ware wurde am Frühmarkt ein Aufgeld von 3-4 m. gegen laufenden Monat bezahlt. Mittags gaben Weizenlieferungen bis 12, Roggen per September ca. 0,50 M. nach. Safer war fefter infolge großer Snappheit von guter inländischer Ware.- Mais war im Breise wenig verändert. Rüböl wurde fast gar nicht gehandelt..Spiritus umsaglos. 12 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag un Freitag von 7-9 1hr abends statt. Jajit. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Sie sind zur Stellung des Eimers nicht verpflichtet. 7. B. 1000. Zur Miets zahlung find Sie trotz der Ausweisung verpflichtet. 2. S. Friedrichs: berg. Nur diejenigen, mit denen nichts verabredet war, haben ein Recht, Schadensersatz zu verlangen und können den Schadensersatz beim Amtsgericht einflagen. A. T. Die Kündigung ist rechtmäßig. Sie würden in einer Eymiffionstlage verlieren. Sehen Sie zu, fich mit der Eigen: tümerin zu einigen. 2. M. 999. Nein. N. Sch. 1. und 2. Ja. 2. M. Wenn Sie G. K. Solcher Friedhof ist uns nicht bekannt. die Vollmacht nicht ausstellen, so kann das Grundstück nicht aufgelassen werden. Sind Sie mit dem Verkauf einverstanden, so müssen Sie also Die Nachenkatastrophe auf dem Rhein. Das entjegliche entweder selbst zur Auflassung zum Gericht reisen oder eine notariell oder G. R. Sie Schiffsunglück auf dem Rhein, welches sich am Mittwochnachmittag gerichtlich beglaubigte Vollmacht zur Auflaffung ausstellen. Der Verband deutscher Buchbindereibefizer und unser am hellen Tage zugetragen hat und sieben Menschenleben forderte, fönnen sich beruhigen: das Grundstück, das Ihnen abzuluren versucht ist, Tarif." Ueber dieses Thema referierte Emil Kloth aus Leipzig ist, wie nunmehr festgestellt ist, durch die Schuld des Personals des bleibt Ihr Eigentum. Der schriftlich, aber nicht notariell oder gerichtlich am 10. Juli in einer Bersammlung aller in Buch- Ruhrorter( nicht Mainzer) Schraubendampfers„ Karolina" herbei- abgeschlossene Staufvertrag ist ungültig, weil es sich um einen Grundstückskauf handelt. Die Ihnen angedrohte Klage müßte abgewiesen werden. bindereien beschäftigten Arbeiter und Ar geführt worden. Dieses Boot, welches dazu bestimmt war, die Kies64 W. 1 und 2: Nein. A. B. 32. 1. An den Geistlichen der beiterinnen, die im großen Saal des Gewerkschaftshauses etwa nachen von dem in Leverkusen arbeitenden Dampfbagger nach Merfenich betreffenden Kirche. 2. Ja: wenn Ausländer, kann ohne jeden Grund die 1000 Personen, darunter viele Arbeiterinnen, zusammengeführt hatte. zu schleppen, fuhr tros des jammervollen Hilferufens der Jusaffen Naturalisation verweigert werden. W. B. Ist die militärische Uebung Er führte aus, es wäre jegt Zeit, sich mit der Tariffrage zu be- des Nachens gegen diefen. Der Fährmann wurde am Steuer vom von einer für die Dauer des Vertragsverhältnisses unerheblichen Zeit, so Die Frage schäftigen, obwohl die Prinzipalität noch keine klare Stellung ge- Bordersteven des Schraubers getroffen und dabei der 50jährige ist für die Militärdienstzeit der Lohn fortzuzahlen, sonst nicht. nommen habe. Der Verband der Buchbindereibejizer hätte Fährmann Andreas Stahlberg, der schon über 25 Jahre seines ist also von Fall zu Fall mit Rücksicht auf die Dauer des Vertragsverhält nisjes zu entscheiden. C. G. 6. Samtische Verträge, Rechtsgeschäfte ufm., allen Grund, den bisherigen Tarif in den vielen noch Amts als solcher mit großer Gewissenhaftigkeit waltete, getroffen die in der Absicht geschloffen worden, die Befriedigung eines Gläubigers zu tariffojen Städten zur Durchführung zu bringen. Statt und aus dem Nachen geschleudert, der sofort umtippte. Durch das vereiteln, find, auch wenn sie notariell oder gerichtlich gefchloffen worden, dessen glaube er, sich nur mit der„ Begehrlichkeit der Arbeiter" Hülferufen der ertrintenden unglücklichen Opfer der Katastrophe wurden dem Gläubiger gegenüber unwirksam. Außerdem ist eine Bestrafung auf beschäftigen zu müssen. Redner legte dann die Müglichkeit von die am Rhein wohnenden Leute der Orte Merkenich und Wiesdorf, dar- 1 Grund des§ 288 des St.-G.-B. möglich. Dr. R. 100, K. R. Nein. 9999. Wenn aus dem Inhalt des es sich Hanbelt, nicht zu beantworten. R. T. Sie müßten ven Bescheid Bertrages nicht das Gegenteil erhellt, brauchen Sie sich die Malerei nicht erst abwarten. F. 5. 23. Ihr Wunsch soll baldigst erfüllt werden. gefallen zu lassen.- P. 55. Es genügt, wenn Sie entweder das Teftament M. B. 17. 1. Für die Kosten des Anwalts haftet diesem gegenüber felbsthändig schreiben, datieren und unterschreiben oder es einem Gericht fein Auftraggeber. Der unterliegende Teil wird verurteilt, die Kosten des übergeben. Soweit Ihr Brief ersehen läßt, scheinen Sie in rechtsgültiger Rechtsstreits zu tragen. Zu diesen Kosten gehören auch die an den Anwalt Weise in Holland bereits testiert. Ist das der Fall, so ist das holländer verauslegten. Ob der Ehemann auch nach dem 1. Januar 1900 verpflichtet Teftament ohne weitere Schritte Ihrerfeit in Deutschland gültig. J.. ist, seiner Frau für einen gegen ihn anzustellenden Prozeß die Kosten vor: 1 bis 3. Etwa 400 bis 500 Mark 4. Ja. Max. Das eheliche zuschießen, ist streitig. 2. Will eine Partei das Armenrecht erlangen, so und das uneheliche Kind beerben ihre Mutter zu gleichen Teilen. wendet sie sich zunächst an die obrigkeitliche Behörde( in Berlin Armen Winkler. Die Kündigung ist unwirksam. Sie brauchen die Wohnung fommissionsvorsteher) mit dem Antrag, ihr ein Zeugnis auszustellen, daß sie nicht zu räumen und fönnen eine Klage auf Anerkennung der Fortdauer des zur Bestreitung der Prozeßkosten unvermögend ist. Vertrags gegen den Wirt anstrengen. E. M. in R. 1. Boraussichtlich unter Beifügung dieses Zeugnisses an das Gericht mit dem Antrag, ihr das nichts, schlimmstenfalls 1 Spiegel und die Kommode oder das Spind. Das Armenrecht für den Prozeß zu bewilligen. Durch Bewilligung des Armen: Gesez zählt nicht bestimmte Gegenstände auf, die unpfändbar sind, sondern rechts geht sie feines politischen Rechts, insbesondere nicht des Wahlrechts schreibt vor, daß die unentbehrlichen Gegenstände unpfändbar sein sollen. verlustig. 3. Etwa 30 bis 60 Mart. Disputo. 1. Ja. 2. Nach 2. Etwas furzsichtig. F. G. Die Heimarbeiter der Tabak und Textil- fünf Jahren, wenn während dieser Zeit keine gegen fie gerichtete Industrie sind versicherungspflichtig. Ob in Fhrem Falle eine Versicherungs: richterliche Handlung borgenommen ist, tritt Verjährung ein. pflicht besteht, ist wegen des Mangels jeder Angabe, um welche Art Thätigkeit Streitende. Ja. Uebrigens ist die Frage falsch gestellt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Rerantwortung. Theater. Sonnabend, ben 14. ult. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschloffen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Die Geisha. Anfang 7/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Lumpacivagabundus. Anfang 8 Uhr. Westen. Der Vogelhändler. fang 7 Uhr. Sodann wendet sie sich Urania See- Terrasse Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. AnDer Schiller. Zar und Zimmermann. Anfang 7 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 11hr. Thalia. Die Tochter Jerusalems. Anfang 7 Uhr. Carl Weiß. 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Eine Reihe ganz unnötiger Fremdwörter wie Aperturen, Appuntierungslisten, Marchandage, anagraphisch, sowie manhe specifisch öftreichische Wendung stören die Lektüre des sonst sehr interessanten Werkchens. während nunmehr auf dem Lande überall Detailgeschäfte entstanden find. Jeher fällen, als wir natürlich in manchen Punkten von der social In Kiel hat sich die Zahl der Höfer von 1890-1895 um 47 Broz. vermehrt; in einer Nachbarstadt von Osnabrüd fommen auf 3000 Gin wohner 20 Manufatturwarengeschäfte, also auf 150 Einwohner ein Manu fafturwarengeschäft! Die Zahl der Droguengeschäfte in Rostock ist von 1875-1897 bon3 auf 17 gewachsen. In einer Kreisstadt im Ostpreußischen tam auf 225 Einwohner ein Kolonial- und Materialwarengeschäft. In Breslau find in der Haus- und Küchengeräte- Branche in der knappen Zeit von 1892-1898 50 Geschäfte neu entstanden und 36 eingegangen. ant Beachtenswert ist die freimütige Kritit, die an dem Lohns system geübt wird:" Die geringe Anzahl von Lohnstufen, welche zur Folge hat, daß die größere Intelligenz, Geschicklichkeit und Vorbildung mitunter gleich der Leistung der ungelernten Arbeiter entgolten wird, der ansehnliche Prozentjazz, welcher auf die unteren Arbeiterklassen entfällt( bloß 6 Broz, hatten eine Jahreseinnahme von über 1000 M.), und den Durchschnittstaglohn aller Arsenalarbeiter im Vergleiche zu dem der Arbeiter in Privatbetrieben Während bei den Staatsarbeitern fast 12 herabgedrückt Proz. der Arbeiter in der niedersten Lohnkategorie eingereicht, waren in den verglichenen Privatbetrieben 2,83 Proz., 2,48 Proz. 2,25 Broz. in dieser Lohnstufe; dabei war der Ueberverdienst durch Accordarbeit nur im Staatsbetriebe nach oben begrenzt. Ein großer Teil der Staatsarbeiter ist auf regelmäßigen Nebenverdienst angewiesen, fo daß die städtischen Handwerker Bolas über die Konkurrenz der Heimarbeit der Staatsarbeiter flagen b Die Lage des Kleinhandels in Deutschland. Ergebnis der auf Veranlassung von Handelskammern, Handels- und Gewerbekammern und bon wirtschaftlichen Vereinen angestellten Erhebungen. Band II. Herausgegeben von der Handelskammer zu Hannover. VIII. Und 136 S. 80 Berlin 1900. Siemenroth u. Troschel. Dasselbe enthält nicht bloß eine Darstellung des Standes der Als der Vorwärts" in seiner volkswirtschaftlichen Rundschau Arbeitsverhältnisse, sondern auch eine Darstellung ihrer historischen Entwicklung. Einige Ergebnisse der Untersuchung über die Lage der vom 7. Mai vorigen Jahres den ersten Band dieser beachtens werten Enquete besprach, nahm der Recensent an, daß Die Agrarier, die doch in der bordersten Reihe der Bekämpfer Ende Dezember 1898 beschäftigten 72 Meister und 3138 Arbeiteweiteres reichliches Material folgen würde; leider ist diese Erwartung der Warenhäuser und städtischen Konsumbereine stehen, die sich als rinnen und Arbeiter wollen wir hier in Kürze anführen. Die Arbeitsvor allem soweit die Quantität in Frage kommt, arg getäuscht die aufrichtigsten Verfechter der Interessen des Mittelstands ordnung bestimmt, daß Arbeiter nach vollstrecktem" 63. Lebensjahre worden, bloß ein recht schmales Bändchen mit 12 sehr verschieden zu gebärden, werden über die hier angezeigte Schrift faun er zu entlassen sind. Wohl erhalten sie nachher eine Heine Pension, bewertenden Abhandlungen wird uns als Schluß der Erhebung freut sein, wird doch in ihr der verhängnisvolle Wettbewerb der die ihnen aber kaum gestattet, auf Armenunterstützung zu verzichten. borgelegt. Mit Recht wird in der Einleitung bemerkt, daß die beiden Raiffeisengenossenschaften gerade in den Gebieten, wo der Detail- Die Löhne der Arbeiterinnen schwanken zwischen 80 und 107 Pf. Bände bloß den Anfang einer Kleinhandelsenquete bedeuten können; handel noch bessere Existenzbedingungen haben könnte, gezeigt. So bei den Segelnäherinnen, sie betragen 1,35 M. bei den Wäscherinnen; weit weniger als der Mangel an Mitteln; der doch bei den Handels- erklärt z. B. der Verband deutscher Eisenwarenhändler, daß die Laftträger erhalten 1,35 M. oder 1,70 M., die ungelernten fammern eine feltsame Ausrede ist, dürfte die Indolenz, die Geheimnis er neben den Produzentenvereinen und Bazaren namentlich Arbeitsgehilfen 1,70 m., die in 4 Lohntlassen geschiedenen Werftfrämerei und ähnliche Eigenschaften der Vertreter des Kleinhandels gegen die Raiffeisen= Vereine Stellung nehmen müsse. Ihre matrosen 1,70 m. bis 2,40 m., die Werftobermatrofen 3,33 M., die an der ungenügenden Bearbeitung des Stoffes die Schuld tragen. Stonkurrenz ist besonders fühlbar geworden seit dem Gesez in fünf Lohnllaffen eingeteilten gelernten Arbeiter 2 m. bis 3,07 m. pro 1896, das auch ihnen Verkauf Dem Kreise der Detailhändler scheint keiner der Bearbeiter des von Nichtmitglieder Tag; die Meister 130 W., die Obermeister 147 M. pro Monat. Es Gegenstandes in dem vorliegenden Bande anzugehören, neben dem gestattete. Daraufhin haben sie seit dem 1. Januar 1897 in Frant ist da nicht zu verwundern, daß das Angebot an Arbeitskräften deutsch- nationalen Handlungsgehilfen- Verband Hamburg, der die furt a. M. eine Centralankaufsstelle für landwirtschaftliche und haus- niemals ein großes ist und daß sich zeitweise Schwierigkeiten er„ Licht und Schattenseiten der Konsumvereine" in der der anti- wirtschaftliche Maschinen eröffnet, welche die Bedürfnisse für ca. 3000 geben, den Bedarf an gelernten Arbeitern zu decken. semitischen Partei eigenen tendenziösen Weise bespricht, be- Raiffeisenvereine und ländliche Genossenschaften deckt und principiell schreiben vier Doktoren die Verhältnisse des Detailhandels mur aus erster Hand engros und per Kaffe tauft. Gegen solche in einzelnen Orten, drei Arbeiten rühren von Rostocker Studenten Organisationen wird der auf ungesunder Basis und noch fast ganz zer Es her und für die übrigen sind Handelskammern als Verfasser an- splitterte Detailhandel nicht mit Erfolg ankämpfen können. gegeben. So verschieden die Stellung der Verfasser ist, so sehr wird sich empfehlen, in ländlichen Gegenden zu erinnern, daß diese ivechselt auch Fähigkeit und Standpunkt in den Arbeiten. Neben der großartige Organisation zur Niederkonkurrierung des Detailhandels Empfehlung aller möglichen fleinen, ja lächerlich Kleinlichen Mittel fich der höchsten Patronanz des Bundes der Landwirte erfreut. Wir wollen unsre Ausführungen, die den Rahmen einer Buchzur Erhaltung des Detailhandels finden wir auch klare Erkenntnis der Ursachen des unsres Erachtens unaufhaltsamen Rückgangs beschreibung überschritten haben, mit den gleichen Worten schließen, dieser Form des Handels. Aber auch diejenigen, die bloß das die Dr. Borgius an das Ende seiner Untersuchung über den Eiseneine Ziel, die Erhaltung dieses Teils des ,, Mittelstandes" warenhandel in Breslau segt: auch der Detailhandel im weiten Umfange bedeutet nicht vor Augen sehen, geben, ohne daß sie es immer wissen, die thatsächlichen Ursachen des Rückgangs diefer Handelsform an. So werden ein logisch notwendiges, sondern nur ein historisch bedingtes Glied des die Zurüdgebliebenheit in der Organisation der Geschäfte gegenüber Wirtschaftslebens. Und wenn wir auch keineswegs an fein absolutes Verden modernen Warenhäusern, die mangelhafte kaufmännische Bildung schivinden glauben, so scheint uns doch eine bedeutsame Einschränkung nur während unsres Jahrhunderts so ausgedehnten der Geschäftsinhaber und der meist überaus schlecht bezahlten Gehilfen seiner und Ladnerinnen, das ungenügende stapital, verbunden mit leichtsinniger Thätigkeit durchaus tein focialer Schade zu sein. Wir glauben vielGewährung von Krediten an die Kundschaft, das Unterlassen genossen- mehr, daß die Probleme der inneren Handelspolitik der Zukunft auf ganz schaftlicher Bildungen zum gemeinsamen Einkauf und vor allem die andrem Gebiet liegen und daß ihre Kernfrage nicht mehr lauten wird: leichtsinnige, anarchische, ohne jede Rücksicht auf den Bedarf vor Kleinbetrieb oder Großbetrieb, sondern kapitalistischer oder genossen genommene Gründung von Detailgeschäften, dann die Unmöglichkeit, schaftlicher Kleinbetrieb im Detailhandel. Der gewaltige Kampf und gegen die Preisbestimmungen der Syndikate der Fabrikanten und der der Intereffengegensatz, den die kommenden Jahrzehute auf diesem Großhändler einen nennenswerten Widerstand entgegenzufeßen, als Gebiete zur Entfaltung bringen werden, wird nicht zwischen den Ursachen des Niederganges des Detailhandels angeführt. Wenn der selbständigen Detaillisten einerseits, den Warenhäusern und Konsum Referent auch überzeugt ist, daß die modernen Formen des Groß- vereinen andrerseits ausgefochten werden, sondern zwischen letteren betriebs im Detailhandel, wie die Warenhäuser, Versandtgeschäfte und beiden untereinander." der auf breiter Basis arbeitende Konsumverein den Detailhandel niederkonkurrieren werden, so sind wir doch der Ueberzeugung, daß der In günstigem Sinne bemerkenswert ist der auf den einzelnen gegenwärtige schlechte Stand des Detailgeschäfts vorerst weniger auf die Konkurrenz der Betriebe auf höherer Stufenleiter als auf Arbeiter entfallende Luftraum in den Betrieben; er beträgt 50 bis die Konkurrenz der Detailhändler selbst zurückzuführen ist. Wer 192 Rubikmeter pro Stopf; defto ungünstiger sind die Wohnungseine ungeschminkte Darstellung erfahren. heute seinen Beruf ändern will, wer als Handwerksmeister den verhältniffe, die Die für Bola typische und Sabei keineswegs billige aussichtslosen Kampf mit dem Großbetrieb aufgeben will, wer als Wohnung besteht aus Zimmer und Küche, diese ist zulveilen Arbeiter nach Selbständigkeit strebt, der wendet sich mit Vorliebe gemeinschaftlich mit einer andren Familie. In den alten Häusern dem Detailhandel zu. Von Ausnahmen abgesehen, fehlt diesen neuen Wir teilen nicht bloß der bibliographischen Genauigkeit wegen fehlen die Abtritte gänzlich. Sogenannte Wohlfahrts- Einrichtungen Gliedern des Mittelstands jede Geschäfts- und Warenkunde, jeder Ueberblick über den Markt, eine Kenntnis über die Möglich den Titel dieses Schriftchens so ausführlich mit, sondern auch um verschiedenster Art bestehen für die Staatsarbeiter; über deren Wert feit, sich einen dauernden Kundenkreis zu beschaffen und deswillen, weil schon aus ihm so manches zu lernen ist, vor allem ist schon mit Hinblick auf die Niedrigkeit der Löhne kein Wort zu über die billigsten jede Kenntnis billigsten und beften Bezugs- für den reichsdeutschen Leser. Während in Deutschland ängstlich verlieren. daß die Verhältnisse unsrer Staats- Etwa 20 Broz. der Arbeiter fönnen ieder lesen noch schreiben. quellen; er fann auch nicht abschäßen, wie das Zwergkapital, dafür gesorgt wird, das er in das Geschäft hineinlegt, verteilt werden muß, wie viel betriebe von der statistischen Forschung nicht berührt werden, Der geringen Schulbildung der Männer entspricht bei den Frauen man den bon den flottenbegeisterten Profefforen Bigotterie, Aberglaube und große Vorliebe für das Zahlenlotto. davon an Kunden kreditiert werden kann. In der Regel wartet er, während Verein für Socialpolitik verhindert hat, Er- Eingehend wird das Vereinsleben der Arbeiter geschildert und dabei bis die Reisenden kommen, um ihre Waren anzubieten; diese beurteilen geleiteten rasch die Fähigkeiten des neuen Kunden, über den fie ihr Net hebungen über die Lage der Angestellten und Arbeiter der staat zugestanden, daß es manches zur Verbesserung der socialen Lage werfen, sie wissen, daß er für kurze Zeit ein guter Abnehmer schlechter lichen Eisenbahnen auszuführen, beginnt man in Oeftrreich, einem der Arbeiterschaft beigetragen habe; es wird dabei auch erwähnt, daß und zu teurer Waren werden kann. So tauchen jahraus jahrein fouft sicherlich rückständigen Lande, eine neue Serie von Bublifationen 70-80 Arbeiter der socialistischen Organisation angehören. P So wenig Rühmenswertes die Schrift über die Lage der Arbeiter taufende tapitallofe Zwergbetriebe auf, deren ungefunde Grundlage des arbeitsstatistischen Amtes mit einer Darstellung der Arbeitsver hältnisse in den Betrieben der Kriegsmarine. Soweit man auf der östreichisch ungrischen Kriegsmarine enthält, so anerkennens bloß ein furzes Dasein ermöglicht. Wie sehr die Konkurrenz des Zwerg- Detailgeschäfts zur Ver Grund der Arbeit selbst schließen darf, ist die Schilderung ganz wert ist der Freimut und die Offenheit, mit der die Schäden in ringerung des Kundenkreises führt, mögen einige Beispiele, die wir ungeschminkt, fie scheut nicht den Beweis zu erbringen, daß die diesem Betriebe aufgedeckt werden. Diese Tendenz läßt erwarten, der vorliegenden Schrift entnehmen, zeigen: Jn Celle tam ein Arbeiter in den Privatbetrieben gleicher Art günstiger liegen als in daß die östreichische Marineverwaltung, wie in dem Schriftchen in Detail Manufakturgeschäft 1876 auf 727, 1886 auf 522 und den staatlichen. Auch sonst macht die Schrift den Eindruck, daß manchen Fällen angedeutet wird, ernstlich die Absicht hat, die Lage die Lage der Arbeiter der Arbeiter zu verbessern. Geschieht dies ohne Zimperlichkeit und 1896 auf blos noch 486 Einwohner; dabei war früher der man dem Bestreben des Verfassers, thatsächlichen Verhältnissen zu schildern, nichts in ohne falsche Sparsamkeit, so wird auch der Mangel an tüchtigen Ort, wie auch die meisten folgenden, der Plazz, wo die Land- nach Wir können dieses Urteil im fo Arbeitern aufhören. leute, auch der weiteren Umgebung, ihre Einkäufe machten, den Weg gelegt hat. Ve Marine- Arbeiter. b. Kreklik, Dr. Rainer, t. I. Marine Kommissionsadjunkten. Die Lohnarbeiter der t t Kriegsmarine. J. A. der Marinesektion des t. t. Reichs- Kriegsministeriums bearbeitet.( Mit teilungen des arbeitsstatistischen Amtes im 1. 1. Handelsministerium.) 1. Heft. Wien 1900, Alfred Hölder, 77 S. gr. 8. Die Arbeitszeit beträgt im Dezember und Januar bloß 7 Stunden, im Februar 71/2, in der ersten Hälfte des März und November und in der zweiten des Oktober 8 Stunden, in je einem weiteren Monat 81/2 und 9, und in 5 Monaten 91/2 Stunden effektive Arbeitszeit. Mit Ueberstunden darf freilich die Arbeitszeit auf 12, ja in Ausnahmefällen auf 14 Stunden ausgedehnt werden. Die Arbeitszeit in den ähnlichen Privatbetrieben Oestreich- Ungarns ist länger, doch verschlingen die Wege, welche die staatlichen Arbeiter von und nach den Betrieben zurücklegen müssen, bedeutend mehr Zeit, als die Wege der Arbeiter in den privaten Betrieben vergleichbarer Art. Für fast alle diese Betriebe gilt aber, daß die Arbeitszeit eine fürzere ist als in den gleichgestellten des Deutschen Reichs. b. Verband der Möbelpolierer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Gentral- Kranken- u. Sterbe- Gentral- Kranken- u. SterbeMontag, 16. Juli, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Anträge: Speciell Antrag des Kollegen Reuter: Aufhebung des Kartells mit dem Holzarbeiter Verband. 3. Wahl. 147/3 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung wird hiermit die Ortsverwaltung des Holzarbeiter Verbandes dringend eingeladen. Hente: to asprellot ( Moabit.) Am Sonntag, den 15. Juli 1900, vormittags 10 Uhr, im Lokal Stromstraße 28: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kunze über:„ Unfre Biele und unfre 91/18 Taltit". 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Grosses Sommerfest der Möbelpolierer Deutscher Buchbinder- Verband. im Schweizer Garten, verbunden mit Vorstellung und Tanz. Billets bei sämtlichen Vorstandsmitgliedern und in den Zahlstellen. Der Bahlabend fällt des Festes wegen aus. Der Vorstand. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 16. Juli 1900: Großes Sommer- Feft zur Feier des„ guten Montags" Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. in der neuen Welt, Hafenheide 108-114. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Juli, nachm. 5 hr, in Cohne Festfälen, Beuthstr. 20: General- Versammlung. Kaffenbericht. Bericht der Revisoren und der Fünfer- Kommission. Anträge. 138/14 Tages Ordnung: Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Verein der Lithographen, Steindrucker etc. Gr. Garten- Konzert. Specialitäten ersten Ranges. Theater Vorstellung für Kinder. Großes Feuerwerk. Von 5 Uhr ab im Bal champêtre: Grosser Ball. Eintritt in den Saal: für Herren 30 Pf., für Damen 10 Pf. Die Kaffeekfiche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Bei eintretender Dunkelheit: Grosser Fackelzug. Jedes Kind erhält am Eingang des Gartens 2 Bons, gültig für Stodlaterne und Schaukel oder Karoussell 2c. Billets 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Anfang nachm. 4 Uhr. Billet ist am Eingang abzugeben. Programm gratis. Billets sind heute noch in sämtlichen Zahlstellen, bei den WertstubenVertrauenspersonen, in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie in Sonntag, 15. Juli, früh 8 Uhr, von der Weideudammer Brücke ab: unserm Bureau, Engel- Ufer 15, II., bis Montagmittag 1 1hr zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet 24/11 Deutschlands. Extra- Dampferpartie nach Potsdam- Nedlitz. Mutit u. Getränke an Bord. Retourbillet 1 M., für Kinder v. 6--14 Jahren 50 Bi. Pf. Alle Kollegen, auch Mitglieder andrer Gewerkschaften, sind nebst Angehörigen eingeladen. Fahrtarten sind heute Sonnabend, zwischen 6-9 Uhr bei 1905b Chr. Tischendörfer, Sophienstr. 20, part. zu haben. Wo? ist der schönste Aufenthalt für Ausflüge und Land partien? 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