Nr. 4. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Brets für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mk.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern Sprech- Anschluß: Aurt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Quittung. Mittwoch, den 6. Januar 1892. Expedition: Beuth- Straße 3. 35,95. Die rothen Buchbinder aus der Grünstraße, Berlin 5, ist zwar als eine Art Kompromiß zwischen den verschiedenen Droschtenführer Berlins 6,35. Von Maurern Lübecks nachträglich Interessen anzusehen, begünstigt aber die Industrie. Es vom Maifonds 18,- Von den Delegirten des Freiburger jetzt die Freizügigkeit fest, macht aber die Erwerbung des Barteitags 50,-. III. Berliner Wahlkreis, Ueberschuß der Unterstützungsrechtes von einem zweijährigen Aufenthalt in Delegationskosten für Erfurt 311,55. München- Au durch S. 30,-. II. Berliner Wahlkreis 189,30, darunter von May 50, einer Gemeinde abhängig. von CI. 13 20,-.. 2. in 2. 2,80, Marttzeula 6,-, I. Berl. In der letzten Quittung mußten die Posten unter Göttingen also quittirt werden: bei T. in Laube 2,40. Dorf Wende von 17 Genossen 14,35, durch amerik. Auktion Wahlkreis 150,-. Merlin W., 4. Januar 1892. Für den Parteivorstand .cbcl, Gr. Görschenstr. 22a, Die östliche Landwirthschaft hat sich von jeher durch dieses Gesetz verlegt gefühlt, aber alle Anstrengungen, die sie gemacht hat, günstigere Bedingungen zu erlangen, die Freizügigkeit der Arbeiter mehr zu beschränken, sind bis jetzt an dem Widerstande der Industrie und der westlichen Landwirthschaft gescheitert. Die Maßregel der Grenzsperre und der Ausweisung von russischen und österreichischen Arbeitern aus den östlichen Provinzen haben die Lage für die östlichen Landwirthe ohne Zweifel noch ungünstiger gestaltet. Man flagt allgemein über Mangel an Arbeitern zur Zeit der Ernte im Osten, und das Projekt, Chinesen einzuführen, ist ernstlich. erwogen aber als zur Zeit unthunlich vorläufig verlassen worden. Jm Monat Dezember gingen bei dem Unterzeichneten an Im Monat Dezember gingen bei dem Unterzeichneten an freiwilligen Beiträgen ein: M. 2. 842,50. Dr. A., Berlin 20,-. W. 2., Luxemburg 150,-. Dr. Br., Berlin 20,-. Braunschweig 300,-.. 2., G. 1. und J. S., Berlin 3, Bon den fidelen Fechtbrüdern in Karlsruhe 8, S. 2. V. Karlsruhe 30,-. 17. hannoverscher Wahlkreis 300, G. M., Apolda, durch die„ Tribüne" Erfurt Die Seidersbach 10, 3. Jacoby in Berlin in 2 Raten 15,70. Die wilde Jagd, Staaten 4,-. St. u., Berlin 25,-. Bessungen Darmstadt 10,-. Magdeburg- Buckau 96,- Gesammelt durch R., Berlin 2, Nürnberg 200,-. Begefact 30,-. RichzenhainMainsberg 10. sächsischer Reichstags- Wahlkreis 20,- Liste 2866, Berlin 37,50, zur Stärkung der Disziplin von 21 Hammeln und Schafen. Sozialdemokratische Grenzwacht St. Ludwig i. Elf. und Umgegend 4,-. Dömiz a. Elbe 3,50. Fürstenwalder Genoffen 10,-. Von der organisirten Arbeiterschaft Krempe in Holstein 30,-. Bugerkolonne P. Wäsch, Berlin 2,85. Von den Genossen Au München 60,-. Leipzig Neu- Schönefeld 30- Bon einer rothen Rindtaufe, Bschiedge bei Dresden 1,-. Afen 9,-. A. Schm. St. Ludwig i./Elf. 1, Historische Entwickelung 30,-. Flensburg 19,- Bremen G. W. Sch. F. 500,-. Ueberschuß der Versammlung der Goldschmiede Berlin 10, A. B. Berlin 150,-. P. S. Berlin 50,- Bom Teufel Berlin 3: Pf. Cl. R. Altona 1888 5,-. Durch D. A. Berlin 12, Maurer von Ziemsen's Bau Humboldtstr., Barmbeck 8. Rate 29,40. Berloren geglaubt, aus dem Süden Berlins 10,-. Freiburg i. Baden 10, Wahlkreis Offenbach- Die Industrie hat ihren Wohnsitz zwar hauptsächlich, Dieburg 25,- Gemüthliche Gippschaft Glauchau 3,25. Von aber nicht ausschließlich in den Städten. Im Westen Die Kreuz- Zeitung" giebt vor, zu wissen, es solle die der Gemüthlichkeit Berlin 10,- Bigarren- Auktion in der Ge- Deutschlands ist sie bereits seit lange auch auf das Land Wohnungsfrage benutzt werden, um den östlichen Grund müthlichkeit Berlin 5,- Luther Worms 20,-. V. Berliner hinausgezogen. Die Zuckerfabriken gebrauchen für ihren befizern die Arbeiter an ihre Scholle zu fesseln, wenigstens Wahlkreis 200,-, VI. Berliner Wahlkreis durch Graßnic 185,20. Bandwirthschafts- Betrieb eine sehr große Zahl von Arbeits- den verheiratheten Theil derselben. VI. Berliner Wahlkreis durch Fischer 55,65. 111. Berliner Wahlfreis 200,-. 5, W Beschränkung der Freizügigkeit. Das Recht und die Freiheit, die Arbeiter auszubeuten, ist seit längerer Zeit zwischen der Industrie und der Landwirthschaft strittig geworden. Je mehr Deutschland sich zu einem Industriestaate umgebildet hat, desto mehr zieht die Industrie die Arbeiter an sich. Jetzt wird plötzlich durch die„ Kreuz- Zeitung" die Nachricht verbreitet, die Regierung zeige sich den Ansprüchen der östlichen Landwirthe geneigter als bisher, sie stehe einer Aenderung der Geseze über die Freizügigkeit nicht unfreundlich gegenüber. Man stüßt sich darauf, daß der Reichskanzler von Caprivi eine gesetzliche Regelung in Aussicht gestellt hat, ohne aber zu sagen, nach welcher Richtung hin diese Regelung stattfinden soll. " Das Projekt ist nicht unschlau ausgedacht und ganz Mehrere Genossen in Niederrabenstein durch kräften, die sie sich aus dem östlichen Deutschland heranH. S. 5,05. Vom Hundeschmauß Gebnih i. S. 4, Bon einer amerit. zuholen suchen. Darob klagt die östliche Landwirthschaft, im Sinne der heutigen sogenannten„ Sozialreform" und der Auktion in Schwedt durch A. W. 4,35. Greubenhändler Chemnitz 12, die ihren Arbeitermarkt entvölkert sieht, über Schädigung berüchtigten Wohlfahrtseinrichtungen" der Fabrikanten gePfahlbürger Ritterstraße Berlin 76,20. Digjelben für Neue Welt- ihrer Interessen. Diese Klagen sind nicht mehr neu. halten. Es kommt darauf hinaus, daß unter dem VorKalender 17, Erster nassauischer Wahlkreis 300,-. Die Industriellen und die zuckerbauenden Landwirthe wande, die Wohnungen der Arbeiter in den Städten zu prozente von einigen Kollegen bei Belling u. Hirsch, Berlin 5,20. des Westens sind für möglichst weite Freizügigfeit. Sie ver- verbessern, für jede Stadt eine„ Normalwohnung" festgestellt . Leipzig- Thonberg 10, St. Gl. V., Löderburg b. Staßfurt Köln a. Rh. durch Vertrauensmann H. W. 500,-. Ginige langen, daß der bei ihnen anziehende Arbeiter ohne Kosten wird. Eine anziehende Arbeiterfamilie wird in einem Orte daß er aber nur dann zugelassen, wenn sie eine solche Normalwohnung zielbewußte Genossen der Zeche Lothringen Holthausen b. Gastrop in die Gemeinde aufgenommen wird, Genosse Lambrecht i. Pf. 10,-. S. A. G. B. B. durch noch möglichst lange in seiner früheren Heimath sich beschaffen, d. h. sie bezahlen und eine gewiffe Zeit be Lother 10,-. IV. Berliner Wahlfreis, Often 207, Die vier den Unterstützungswohnsitz behält, damit er, wenn er etwa haupten kann. Das Halten von Schlafburschen und das Alten, Osten Berlin 5,-. 2. B. C. Berlin 2- Gera 50,- arbeitsunfähig wird, in die alte Heimath zurückgeschickt Abvermiethen von Räumen in diesen Normalwohnungen wird Tambacher und Dielharzer Genossen 10,-. Oscha 5, Bet werden kann. Die Gutsbesitzer und mehr ackerbautreibenden verboten. Es ist also ausgeschlossen, daß die anziehende schau 2,85. Sch., Breslau 1,-. IV. Berliner Wahlkreis, Südost Gemeinden des Ostens verlangen, daß die Freizügigkeit Arbeiterfamilie sich dadurch eine Erleichterung verschafft. 306,50, darunter durch Günther 3,-. Geburtstagsfeier Restaurant möglichst behindert wird, daß aber der einmal nach dem Kann sie die Normalwohnung nicht mehr halten, so wird Friebel, Adalbertstr. 71, 1,70. 2. F. durch Wörlitz 30,-. Amerikanische Auftion einer Lassallebüfte, Naunynſtr. 86, Westen gewanderte Arbeiter dort auch so schnell wie möglich fie nach ihrer ursprünglichen Heimath abgeschoben. Die uktion unterſtüßungsberechtigt wird, damit sie nicht die Armenlast Wirkung einer solchen Maßregel würde freilich eine den R. F. Südost 2,-. Profit Neujahr 4,95. Görliger- und Sorauerstraßen Ecke 22,85. VI. Berliner zu tragen haben. östlichen Grundbesizern durchaus erwünschte sein. Die Wahlkreis Schönhauser Vorstadt 212,75, darunter von Hackert Wie sich in den einzelnen deutschen Ländern die Politik Sachsengängerei würde sich dann nur ausschließlich auf die 10. Rontobuch- Arbeiter, Leipzigerstraße, Berlin 5,-. VI. Berliner bald mehr auf die sogenannten„ konservativen" oder besser agra- ledigen Personen erstrecken, für die, da ihre Aufnahme in Wahlkreis Moabit, durch Bertrauensmann J. Pfarr 107,20. rischen Clemente, oder auf die sogenannten liberalen" oder Privatquartieren sehr erschwert werden würde, der Fabrikant Buzer vom Bau Schüßen- und Markgrafenstraßen- Ecke 7,85. besser industriellen Elemente stüßte, schwankte sie zwischen oder der zuckerfabrizirende Gutsbesitzer Kasernen einrichten Auttion eines Manschettenknopfes bei H. Mertens, Landwehrftraße 11, Berlin 3,05. 28. Zemberg 1,-. VI. Berliner Wahlkreis, stärkerer oder minder starker Beschränkung der Freizügigkeit würde. Der Abzug von Familien vom Lande würde aber durch Schwabe 244,- VI. Berliner Wahlkreis Bedding, Oranien- hin und her. Bald wurden die Zuziehenden mit Einzugs- sehr erschwert sein. Die von dort nach der Stadt kommenden Arbeiter finden hier nur deshalb so willige Aufnahme, burger Borstadt 886,75. II. Hamburger Wahlkreis 1800. 9. 23. 10, gelb belastet, bald diese Entlastung wieder aufgehoben. Moringen 3,05.. VI. Berliner Wahlkreis, Rosenthaler Vorstadt Das bestehende deutsche Gesetz vom 1. November 1867 weil sie ihrer niederen Bedürfnisse wegen sich billig an36,05. Feuilleton. Nachdruck verboten.) ( 4 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Teufeleien fund Chikanen gegen den Wachtmeister, dessen Leute und die angeschlagene Hausordnung ausgesonnen und vereinbart werden." außerhalb der Essenszeit das Konversationszimmer genannt. Hier treten Sie in das Spielzimmer, so genannt, weil sich hierin Diejenigen zu begeben pflegen, welche ungestört einen Stat oder Whift, eine Partie Schach oder ein Domino In dieses letzte Zimmer hatte sich inzwischen der junge spielen wollen. Die beiden Betten, welche hier stehen, sind Buchdrucker zurückgezogen. Er las in einem Buche und für mich und den Herrn Advokaten, da wir, als die beiden nahm von der Anwesenheit der Anderen keine Notiz. Frank ältesten Insassen, dem Ausgange am nächsten sein wollten. schien sich auch alsbald zu besinnen, welches Gesetz für Durch diese Thür gelangen Sie in das Meditationszimmer, dieses Zimmer durch die allgewaltige Macht der Gewohn in welches sich Diejenigen zu begeben pflegen, welche einmal heit eingeführt worden, denn er trat zurück, schloß die Thür ungestört, sei es über ihr eigenes Schicksal, sei es und bemerkte sodann: über den Weltenlauf im Allgemeinen nachdenken wollen. Die drei Bettstellen und Strohmatraßen werden meist D, ich begreife vollkommen," entgegnete der Ruffe tröstend. Bei mir war der Grund freilich nicht Geldnoth; „ Es bleibt Ihnen nun überlassen, welche von den noch eine verwickelte Familien- Angelegenheit. " Eine verwickelte Familien- Angelegenheit?" rief der nur benützt, wenn nirgendwo anders ein Platz frei ist. nicht besetzten Lagerstellen Sie mit Beschlag belegen wollen. Advokat lebhaft interessirt, das schlägt in mein Fach, ich Hier kommen Sie weiter zur Esplanade oder zum Rosen- Hier im Familienzimmer ist freilich, wie gewöhnlich,» kein stehe Ihnen zu Diensten." garten, so genannt, weil hier wegen der Düfte des Hofes Platz, denn hier schlafen, nach dem Rechte des früher er„ Mir auch... GeUnd ich bin der Schauspieler Molinaro," sprach jetzt und des benachbarten Kabinets Niemand zu schlafen pflegt griffenen Besitzes, der ehrsame Schuhmachermeister, der große der Mime hervortretend, nachdem er lange genug auf das und deshalb Staum genug für den Flügelschlag einer freien Mime, der Krieger und der 3sraelit ben Schlaf per eBorgeſtelltwerden gewartet hatte." Jedenfalls haben Sie Seele, wie für die Schritte eines promenirenden Philo- rechten. Sie haben also die Wahl zwischen dem Studirbereits meinen Namen nennen gehört, da ich an den größten sophen geblieben ist. Wir kommen nunmehr in das zimmer, in welchem der Buchdrucker und der Kaufmann Mandel, Bühnen Deutschlands engagirt gewesen bin. Von mir kann Familienzimmer, in welchem sich stets ein klub von den ich Ihnen noch nicht vorstellen konnte,- zwei ruhige, mit Recht gesagt werden, was Ziedge in seiner erhabenen Geistesverwandten zusammenfindet. Die vier Betten, die etwas melancholische Leute, mit denen Sie ganz gut auskommen " Urania" so schön ausspricht: Sie hier sehen, find fast immer besetzt, wenn es auch sonst werden wohnen, und dem Meditations- Zimmer, in welches an Bewohnern fehlen sollte, und die gelegentlichen Inhaber mir jetzt wieder zurückgelangen. Hier würden Sie ganz allein sein." behaupten, es sei ein Glückszimmer, weil aus dieser Stube " Dieses werde ich dann auch vorziehen," meinte der immer die Meisten wieder auf freien Fuß kämen, was aber sehr natürlich erscheinen muß, weil hier immer die Meisten Russe, indem er einen trostlosen Blick auf die drei BettWenig dadurch beirrt wandte sich Frank nunmehr nach wohnen. Und so find wir denn bei dem letzten Lofal an- stellen warf, in denen je eine abgenutzte Strohmatrage nebst der Thür, welche nach den inneren Gemächern führte, gelangt, welches wir das Studirzimmer nennen, da hier entsprechendem Strohtissen als einzige Inlage zu sehen seit Menschengedenken das Plaudern verboten ist und waren. Aber man bekommt doch wohl Betten?" Kommen Sie gefälligst mit, um unsere mehr aus- Jeder, der sich mit dem Andern unterhalten will, Wenn Sie selbst im Besitze von Betten sind, so dürfen gedehnten, als glänzend ausgestatteten Lokalitäten in Augen- ein anderes Wir Lokal aufsuchen muß. nennen Sie dieselben hier zollfrei importiren," erklärte Frank, indem schein zu nehmen. Dieses Zimmer war das Speiſezimmer, es auch das Verschwörungszimmer, weil hier alle er seinen Weg weiter nach den vorderen Zimmern fortsetzte, " War ein Leben aufgegangen," fügte Frank ergänzend hinzu und zog sich dadurch einen der Majestät nicht entbehrenden Bornesblick des Mimen zu. und rief: bieten. Besonders die Wohnungsbedürfnisse solcher neu Buziehender sind oftmals der allerursprünglichſten. Art. Politische Lebersicht. befizer als Vorsitzendem, einem Lehrer oder sonst SchreibWas in verständigen als Schriftführern und dann aus Bauern, GigenMüssen sie in der Stadt eine Normalwohnung nehmen, die z. B. Berlin, den 5. Januar. fäthnern, Rossäten, Handwerkern u. s. w. bestanden. Wähin Berlin besten Falls nicht viel unter 250 M. Jahresmiethe kosten würde, so geht dieser Vortheil der Billigkeit verloren. GeWenn es der Bourgeoisie an den Geldbeutel rend die meisten Mitglieder sonst noch nicht 3 M. im Tage lingt es aber einer solchen neu anziehenden Familie doch, geht, geräth sie außer Rand und Band. Mit leichtem verdienten, erhielten sie jetzt 12 bis 15 M. den Tag Reisegelder. Der freisinnige Korrespondent der Volts- Zeitung" fich eine Normalwohnung zu beschaffen, so würde dieselbe Herzen belastet sie den Aermſten mit 20-30 pet. seines schlägt nun vor, daß man der Ersparnis halber größere Ginkommens durch indirekte Steuern und Zölle, aber entschlägt die Miethe nicht zahlen und wird kurzer Hand mit Rück- ezt schreit sie auf, wenn man nur an 1 pct. ihres Gin- Boreinschätzungs- Bezirke mit weniger Mitgliedern einrichte, und diese nach dem„ Verhältnisse der praktischen Bedürf kommens rüttelt. Am 4. Januar hat in Preußen die Frist begonnen, innerhalb der Jaber, was die Ausweisung in die Heimath zur unmittelbaren ein Einkommen von über 3000 M. besitzt, sich selbst behufs heißt kurz und bündig, man solle die Diäten im Verhält Folge hat. Hier kommt die Familie nun aller Mittel ent- der Besteuerung einzuschäßen hat. Eine fieberhafte Unruhe niß zu einrichten. Der blößt an, und erhält eine der bekannten Normalwohnungen geht barob durch die Reihen der Besitzenden, als ob ihnen vielleicht mit 20 M., der große Bauer mit 10 unb Rittergutsbesizer mag dann als Kommissionsmitglied der östlichen Gutsarbeiter, wie sie oft genug geschildert sind, eine neue Steuer auferlegt wäre. Dabei handelt es sich nur so weiter herab bis zum Eigenkäthner und Handwerker, angewiesen. Die Kreuz- Beitung" sagt, auf dem Lande darum, daß sie einer ungerechten Besteuerung einen Riegel ber mit 2-3 m. abgefunden werden mag, bezahlt fehlt es weder an Arbeitsgelegenheit, noch an Arbeiter vorschieben, indem sie selbst ihr Einkommen angeben. So werden. Es iſt merkwürdig, daß bei Ehrenleistungen für wohnungen. Die Heimathbehörde, d. h. in den Gutsbezirken einfach dies erscheint, so sehr seht es die Bourgeoisie in Staat und Gemeinde den reichen und wohlhabenden Leuten der Gutsbesitzer selbst, wird schon dafür sorgen, daß sich ihr Verwirrung. In Geldsachen hört bekanntlich nach dem die Diäten nicht hoch genug angerechnet werden können, nicht Müßiggänger auf die Tasche legen. Man würde also geflügelten Wort des Urbourgeois Hansemann die Ge- und man erst dann an ihnen Anstoß nimmt, wenn ärmere diese Zurückgekehrten nöthigenfalls zwangsweise anhalten, muthlichkeit auf. Und mit der Gemüthlichkeit auch für einen vom Gutsherrn festgesezten, seiner Ansicht nach die Wahrheit. Jest soll nun aber auf einmal der Leute mit den reichen an demselben Tisch mit demselben Angenügenden Lohn zu arbeiten und jeden Versuch des Arbeiters, Bourgeois die Wahrheit sagen, spruch ſizen. das ist er nicht feine Lage zu verbessern, zwangsweise niederhalten können. Die Kreuz- Beitung" hofft von einem solchen Gesetz die Bochum von Seiten der Reichsten geschehen, daß dürfte wohl west preußen mit den Bismarc'schen Mitteln, die mehr gewohnt, das geht ihm gegen die Natur. Die Germanifirungsversuche in Posen und allerschönsten Wirkungen. Sicherlich würde daraus aber überall der Fall sein. Die Herren, die das stolzeste Wort die Schwächung der deutschen Elemente als das Gegentheil hervorgehen neben der Verknechtung des Landarbeiters für führen, menn es gilt die Armen zu belasten, wußten sich so bewirkt haben, werden jetzt aufgegeben. Eine Anzahl von die städtischen Arbeiter eine ganz empfindliche Steigerung hübsch vor der eigenen Besteuerung zu drücken. Das soll Volksschullehrern aus den westlichen Provinzen war mit der Ausgaben für Wohnungen, welcher gegenüber erst durch jetzt anders werden. Man denke sich nun den Bourgeois in Gewährung besonderer Staatszuschüsse nach den polnischen langwierige und hartnäckige Lohnkämpfe wieder ein geber gegenwärtigen Lage! Er denkt: Hier hätte ich so schöne Gegenden verpflanzt worden, um das Deutschthum zu genügender Ausgleich geschaffen werden könnte. Dann ein Gelegenheit einige hundert oder tausend Mart zu pro- fördern. Diese Zuschüsse werden jetzt zurückgezogen und man durch die Lohnerhöhungen und die Vertheuerung der fitiren( oder zu sparen"!); was habe ich nöthig der Steuer- tellt den Lehrern anheim, wieder Stellungen in ihren Heimaths Miethen bewirkter Rückgang der Bevölkerungszunahme; behörde zu sagen, daß ich 200 000 m. Einkommen habe; ich Provinzen einzunehmen. Der Nationalitäts- und Kultur Bauthätigkeit in den größeren Städten, der die Arbeiter in Laß es bei 50 000 m., so profitirst( sparst") du 6000 M. Das Ansiedelungs- Gesetz hat einigen bankerotten polnischen hohem Grade schädigen würde. Ferner würden manche Er möchte schon, allein da tritt die Furcht an ihn heran Gutsbesitzern Gelegenheit gegeben, ihre Güter vortheilhaft Industriezweige die Stadt ganz verlassen und dadurch Elend und sagt: Wie aber, wenn es herauskommt? Du hast dann zu verkaufen, ein paar polnische Rittergutsbesizer sind durch in viele Arbeiterkreise bringen, die heutigen schon so schlechten statt 6000 m. 60 000 m. Strafe zu zahlen, und wenn die Steuer- deutsche ersetzt, die ihrerseits aber auch meist ihre deutschen Verhältnisse würden noch mehr verwirrt, noch schlechter Behörde erst aufmerksam wird, findet sie vielleicht ein noch Arbeiter durch die billigeren polnischen ersehen. Jedenfalls Es ist ja eben eine Eigenthümlichkeit der heutigen und spar" süchtige Bourgeois entscheiden? Ganz sich zur deutschen im Mach 3 thum begriffen. Bismarck hat höheres Einkommen heraus. Wie soll sich da der profit- ist die polnische Bevölkerung im Verhältniß zur Wirthschaftsordnung, daß ein jeder Verbesserungsversuch, Wahrheit zu bekennen, das geht nicht an. Die Haupt- fich hier wieder als der große Staatsmann" gezeigt, selbst da, wo er sich gegen unableugbare Uebelstände mit vertreterin der Bourgeoisie, die„ Kölnische Beitung", fleht ber immer das Gegentheil von dem bewirkt, was er be fcheinbar ganz zweckmäßigen Mitteln richtet, nicht Abhilfe, daher die Steuerbehörde an, ein Auge zuzudrücken, nur absichtigt. sondern nur neue Schädigungen bringt. fürchtet sie, daß der starre Bureaukratismus gleich von Der Grundgedanke, die Industrie zur Auswanderung vornherein seine Fangarme auf die Selbsteinschätzung aus- Verspätete Einsicht. Das„ Militärische Wochenblatt" aus den großen Städten zu veranlassen, mag an sich nicht strecke und dadurch in weitesten Bürgerkreisen die schon schreibt in seiner Neujahrsbetrachtung, daß in allen Heeren zu verwerfen sein, aber in der Durchführung müßte er den vorhandene Verstimmung unleidlich vermehren und ver- Europas eine raftlose Thätigkeit herrsche, um den Nachbar Arbeitern und der Kleinindustrie nur neue Leiden zu den tiefen werde". Sie hofft, daß das Machtwort des Finanz- zu überbieten in der Zahl der Streiter, in deren Organi alten bringen. ministers Dr. Miquel dem entgegentreten, werde". fation, in der Ausrüstung, Ausbildung und dem Streben, Daß die Großindustrie und die westliche Landwirth Eine weitere Befürchtung hegt das Kölnische Kapitalisten für die veränderten Waffen auch die richtige Taktik zu treffen. schaft auf den von der„ Kreuz- Zeitung" vorgeschlagenen Organ betreffs der Kommunalabschätzung. Bisher ver- Der größere Theil dieser Thätigkeit sei noch im Werden neuen Kompromiß in Betreff der Theilung der Arbeiter theilten die Stadtverwaltungen die von ihnen erhobenen begriffen und ringe nach Gestaltung. An das Wissen, die eingehen würde, ist kaum anzunehmen. Das Bestreben der Steuern nach Maßgabe der Staatssteuern. In Berlin Einsicht und Arbeitskraft jedes Einzelnen würden badurch östlichen Landwirthschaft, sich in den verheiratheten Arbeitern 3. B. erhebt die Stadtverwaltung 100 pCt. Buschlag zur erhöhte Anforderungen gestellt, denen nur mit Aufbietung zugleich die Frauen- und Kinderarbeit zu sichern und den Staatssteuer als Kommunalsteuer. In einer Anzahl Städte aller Kräfte genügt werden könne. Ja, die Gefahr sei vor westlichen Konkurrenten nur die leichter zu fasernirenden wird ein Gemeindezuschlag von 200, auch 300 pet. und handen, daß ein großer Theil Derjenigen, auf deren Schultern jüngeren männlichen Arbeiter zu lassen, zeigt ja beut darüber erhoben. Wie nun, wenn ein solcher Betrag auch hauptsächlich die Arbeitslast liegt, b. h. Offiziere und Unterlich, daß man bei der Theilung für die östlichen Grund- nach der richtigen oder richtigeren Abschägung der Bour offiziere, dieser Last erliege und vor der Zeit verbraucht wird. befizer den Löwenantheil will, den man ihnen aber anderer- geoisie erhoben würde? Das freilich hat der Kölnischen" Es wird dann weiter ausgeführt, es sei allerdings wohl nothseits nie zubilligen wird. feine Herzbeklemmungen gemacht, daß in Bochum die gewendig, daß wir den Nachbarn an Bahl der Streitkräfte, werden. ? d Auch wir halten es für ganz ausgeschlossen, daß der von sammte Einwohnerschaft 225 p Ct. Gemeinde Güte der Ausrüstung 2c. nicht nachstehen; es bricht sich aber den Großindustriellen stark beeinflußte Reichstag mauschlag zahlen mußte, weil die Herren Baare und immer mehr und mehr die Ansicht Bahn, daß das mora einen ähnlichen Gefehentwurf annehmen würde, ſelbſt dann Genossen es hübsch verstanden, sich um die Steuer zu drücken. Tische Glement bie stärkste treibende Feder ist, sowohl nicht, weun ihm ein noch weitergehender Unternehmerschuß Erst jetzt, wo der Zuschlag auch die Herren Baare und in der ewig gleichgestellten Uhr des Dienstes, wie in aller beigefügt würde, wie ihn die letzte Arbeiterschutz- Novelle zu Genossen treffen würde, da wird das kapitalistische Herz anderen zu leistenden Arbeit. Das moralische Element im bringen versuchte. Selbst für den Preis der vollkommenen weich und ruft die Milde der Steuerbehörde an, da mahni Heere ist maßgebend für seine Qualität, und die Qualis Berstörung des Koalitionsrechtes der Arbeiter dürften die es die städtischen Behörden zur Sparsamkeit und fordert sie tät eines Heeres ist ein noch wichtigerer Großindustriellen auf den Plan der„ Kreuz- Zeitung" kaum auf, größere Ausgaben lieber durch Anleihen zu decken, Faktor zum Siege wie die Quantität, das eingehen. und den nachkommenden Geschlechtern die Tilgung der zeigt uns die Kriegsgeschichte aller Zeiten." Diese erklärte denn auch schon, es habe sich nur darum Schulden zu überlassen, die wir machen. Après nous le gehandelt, das Terrain zu fondiren, als sie ihren Vorschlag déluge! denkt die„ Kölnische Zeitung", nach uns kommt ja richtig gehalten haben, befürworten wir Sozialdemokraten Sehr richtig. Und weil wir dies von Anfang an für machte. Wir zweifeln aber feineswegs, daß Maßregeln doch die Sintfluth und was dann geschieht, warum darob auch, seit wir als Partei bestehen, die Abschaffung gegen die Arbeiterfreizügigkeit doch wohl zu befürchten find. sorgen! Aber Gnade und Schonung für die heutige bez stehenden Heeres und dessen Ersehung durch Die Großgrundbesitzer sind durch den geringen und ganz Bourgeoisie! ein echtes, wahrhaftiges Volksheer. In den Volksheeren, die unzulänglichen Erlaß an den Kornzöllen geärgert, und es wäre gar nicht etwas ungewöhnliches, wenn man ihnen als Ersatz eine noch mehr als bisher gesicherte Arbeiter ausbeutung geben würde. Wir werden auf der Wacht sein. ,, andernfalls leiht Ihnen der Wachtmeister für Geld gute Worte, was Sie brauchen". und Die Beiden waren unter diesem Gespräche in das Konversations Zimmer zurückgelangt, wo sich die Blicke Aller von Neuem auf das jüngste Mitglied der Gesellschaft richteten. Jezt nahm Frank eine feierlichere Haltung an und zugleich ein fleines Schreibheft in die Hand, welches von häufigem Gebrauch und ziemlich sorgloser Handhabung zeugte. Und sich mit demselben gegen seinen selbstangenommenen Schützling wendend, begann er: " In manchen Voreinschätzungs- Bezirken zur Ein- feinen blinden Gehorsam, keine mechanische Drillung, keinen fommensteuer wird der Bolts- Zeitung" aus Preußisch- geist- und charaktertödtenden Kasernen- und Paradedienst Lithauen geschrieben, hat die veranlagte Steuer kaum die an kennen, ist das moralische Element weit stärker als in den die Kommissionsmitglieder zu zahlenden Tage- und Reise- stehenden Heeren, in deren System die Erdrückung der gelder gedeckt. In der Regel hätten selbst die kleineren Individualität und die Vernichtung der kräftigsten moralischen Amtsbezirke zwei Kommissionen gehabt, die aus dem Guts- Faktoren liegt. durchaus nichts zu sagen, wenn Sie nur versprechen wollen, diesen Einstand gelegentlich berichtigen zu wollen." " Dazu mache ich mich mit dem größten Vergnügen verbindlich, und zum Pfande kann ich ja hier Der Fremde häkelte eiligst eine goldene Rette von seiner Wefte ab. . " D, ich bitte," rief Frank, indem er mit der Hand abwehrte, wir glauben Ihren Worten." Hier ist Geld," sagte der Russe und ließ den größten Theil der Silbermünzen in die ausgeftredte Hand des fichtlich erfreuten Mimen gleiten. Warten Sie einmal," rief dieser, das Geld geschäftig überzählend:" das giebt ein ganzes Abendessen. Hier sind ein Thaler und zwanzig Groschen. Paffen Sie auf, meine Herren! Behn Groschen für Schweizertäje, zehn Groschen für Wurst und einen Thaler für Bier und...." " Ich will Ihnen leihen zehn Thaler auf die Kette," Haltda," unterbrach aber Frank jetzt den Mimen, nicht rief der Jude, der schon bei der Vorstellung das goldene so schnell, wenn ich bitten darf. Vor allen Dingen ist die Geschmeide mit Kennerblicken gemustert hatte. Zwei Thaler Vereinskaffe zu berücksichtigen; erst der Staat und dann die Es erübrigt mir nun noch, etwas Geschäftliches mit will ich Ihnen gleich geben auf Abschlag, weil ich nicht bin Staatsbürger, wie es die Zivilisation des Jahrhunderts Ihnen abzumachen. Wie jedes andere Gemeinwesen, kann im Besitz von Mitteln und muß borgen bei einem von zur Pflicht macht." auch das unsere nicht ohne Steuern einen gewissen Grad unsere Leut'. Sie werden haben morgen die andern acht. Bögernd und nicht ohne Zeichen von Bebauern reichte von Wohlbefinden herbeiführen. Unsere Gläubiger sorgen Sie können haben die zehn Thaler auf vier Wochen zu ganz der Mime den geforderten Tribut hin. Der großmüthige zwar für das Allerwesentlichste von des Lebens Bedürfnissen, mäßigen Zinsen, sollen auch behalten die Kette bei fich, bis Geber hinderte jedoch das Vollbringeu des Opfers, indem aber einiges Wesentliche bleibt trotzdem unserer Sorge Sie gehen aus, wo ich muß behalten eine Sicherheit; und er um die Erlaubniß bat, einen Thaler in die Vereinskaffe überlaffen. Dazu gehört vor allen Dingen Licht, materielles wenn Sie haben eine Uhr von ansehnlichem Werthe, können extra spenden zu dürfen. Nachdem er hierauf die ihm noch sowohl, wie geistiges. Das erstere beschaffen wir in Gestalt Sie auch behalten die Kette." verbliebenen wenigen Münzen in die Tasche hatte gleiten Drittes Kapitel. von Del, das lettere in Form einer Zeitung. Außerdem" Ich nehme Ihr Anerbieten an, Herr Levy," rief lassen, benutzte er die jetzt beginnende Berathung über den brauchen wir Streichhölzer, Seife, Wichse für unsere der junge Russe erfreut, aber ich will Ihnen ein Pfand Vorschlag des Mimen und die zahlreich hierzu gestellten Stiefeln, manchmal muß auch eine Bürste erschwungen in die Hand legen. Ich habe hier einen Diamantring, der Amendements, um geräuschlos und unbeachtet von den werden. Zur Bestreitung dieser unabweisbaren Bedürfnisse Ihnen ausreichende Sicherheit bieten dürfte." Uebrigen nach den inneren Lokalitäten zurückzukehren. erlauben wir uns von jedem Ankömmling ein Eintrittsgeld" Ich kann Ihnen verschaffen auf diesen Ring fünfzig zu erheben, welches ihn für die Dauer seines Verbleibens Thaler zu ganz mäßigen Binsen, wenn Sie es wünschen hier an besagten Gütern theilzunehmen berechtigt. Die Höhe follten." des Beitrages richtet sich nach dem jeweiligen Stand der Kasse und den in nächster Zeit zu bestreitenden Ausgaben. Der selbe ist zur Zeit auf 10 Groschen festgesetzt. Somit erlaube ich mir bei Ihnen die ergebene Anfrage, ob Sie den genannten Beitrag an unsere Rasse entrichten wollen?" Der Fremde erröthete im ganzen Gesichte und meinte Kleinlaut: Dabei zog der Israelit ein Lederbeutelchen hervor, in welchem sich eine Anzahl Silbermünzen befanden. Nach dem er den Inhalt überflogen, meinte er: Ich kann Ihnen auch geben drei Thaler gleich auf der Stelle, das Uebrige kann werden berichtigt, wie Sie es wünschen, Wenn Sie also etwas geben wollen zum Besten der Gesellschaft, brauchen Sie nicht zu sorgen wegen des anderen Tages." " Ich schäme mich, mein Herr, Ihnen sagen zu müssen meine Verhältnisse.. ich besaß. den letzten Wenn ich mir erlauben darf....?" fragte der Russe Thaler schenkte ich den Gerichtshäschern, damit sie mich schüchtern. noch ein Biertelstündchen länger an dem Orte verweilen Sie dürfen sich erlauben," erklärte der Mime hinzuließen, an welchem sie mich unversehens überraschten." tretend. Ein Dugend Glas Bier besiegelt die Ramerad Also abgebrannt ganz und gar? Nun, das kommt schaft am Besten, und wir sitzen hier wie ein- nein, ich auch vor," erklärte Frank in tröstendem Tone, und hat wollte sagen: acht Fische auf trockenem Sande." Eine Auseinandersetzung. Der freundliche Leser, welchen jedenfalls, gleich uns, nichts mehr empört, als die an ihn von Seiten gewiffer Beitungen gerichtete Zumuthung, sich mit dem Küchenzettel zu beschäftigen, nach welchem andere Leute ihren Magen vollgestopft haben, wird es wohl vorziehen, dem jungen Nussen, den wir seinem Wunsche gemäß fortan Jwan nennen wollen, ihre Begleitung zu schenken, und die ist aus nahe liegenden Gründen nicht auf eine weite Strecke erforderlich. Eilenden Fußes durchmißt er das Spielzimmer, sodann seine fünftige Wohnung: das Mediationszimmer, den immer ein samen Rosengarten, das Familienzimmer, und steht nun klopfenden Herzens an der Thür, die in das letzte Gemach, das Studirzimmer, Einlaß gewährt. ( Fortsetzung folgt.) 15 Arbeiter den Arbeitern Halle's angeschloffen. In Sachen des Bier- Boykotts haben sich die Delitzscher Die preußische Armee, welche 1792 gegen die, vom An anderen Orten wird das heilsame Beispiel jetzt[ baum- Verloosung ab, welche aufs beste vertief. Es wurde dabef Revolutionssturm hastig zusammengefegte Rekruten armee nachgeahmt. mehrfach dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß man, dem Beispiel Frankreichs zu kämpfen hatte, war in ihrer Art gerade so Schwierigkeiten bietet dieser Reinigungsprozeß nicht, da anderer Orte folgend, auch hier einen Arbeiter Sänger musterhaft und vollkommen, wie die besten der stehenden die Anarchisten", auch wo sie am zahlreichsten" sind, in bund errichten möge. Heere von heute und doch wurde sie besiegt und mußte einer Droschke Platz haben, sich allerdings mitunter sehr schimpflich das Feld räumen. Warum? Weil auf fran- vornehmer Gönnerschaft erfreuen, so daß es an Kognak und unseres Genossen Beus angebotene Raution vom dortigen Gericht Aus Magdeburg erfahren wir, daß die behufs Freilassung zöfifcher Seite die moralischen Faktoren weit stärker einem Chorus von Koguakliebhabern nicht fehlt. Die abgelehnt worden ist. Als Gründe für die Ablehnung wurden waren. Und in der Geschichte finden wir, daß für die nach Pariser Anarchisten" zehrten früher bekanntlich aus dem die Schwere der Anklage Vorbereitung zum Hochverrath und den militärischen Zunftanschauungen der Zeit vollendetsten Futtertrog des Herrn Andrieux, weiland Polizei- Majestätsbeleidigung-- und die Vermögenslosigkeit des Inhaftirten und bestausgerüsteten Heere fast regelmäßig der Augenblick präfekten, und später aus dem des Herrn Boulanger angegeben. tommt, wo sie von relativ schlecht disziplinirten und aus- bessen Erben noch leben. Wenn wir den einzigen Reclus gerüsteten, aber unter dem Einfluß mächtiger moralischer ausnehmen, der ein Gelehrter ist und von politischen Dingen Faktoren befindlichen Heeren, wie von einer unwiderstehlichen nicht die leiseste Ahnung hat, so befindet sich unter den Elementarkraft niedergeworfen werden. Wir wollen hier zwei oder drei Dußend französischer" Anarchisten"- die Ju Bäckerick, Güftebiefe und Bellin a. O. fanden am nur an die Kämpfe mit den schweizerischen Bauern und an selben reisen viel herum, wodurch sie ihre Zahl größer er 27, 28. und 29. Dezember Voltsversammlungen statt, welche sehr die Huffitenkriege erinnern die beide sich in dieser Be- scheinen lassen die beide sich in dieser Be- scheinen lassen nicht cine Persönlichkeit, deren Stuf intakt zahlreich besucht waren. In letterem Orte tagte die Versamm ziehung den französischen Revolutionsfriegen an die Seite wäre. lung, da tein Lokal zu bekommen war, unter freiem Himmel in stellen. einem Garten. Leiter derselben war Genosse Schure. Die Damit wollen wir indeß nicht gesagt haben, daß Herr Crispi hat mehr Rourage als sein deutscher Tagesordnung der ersten beiden Versammlungen bildete die Disziplin nicht nothwendig sei. Im Gegentheil. Allein es Bruder in Krakelio- er hat sich nicht blos in die Kammer Berichterstattung vom Erfurter Parteitage und ein Referat über giebt Disziplin und Disziplin- eine mechanische und eine hineingewagt, sondern stellt sich jetzt auch öffentlich, wohl das Thema:" Sind die Forderungen der Sozialdemokratie organische eine Disziplin des freien Mannes und eine gemertt öffentlich nicht in geheimen Konventikeln unberechtigte?" während in der dritten Versammlung nur letzterer Punkt auf der Tagesordnung stand. Referent in sämmtlichen Disziplin des Sklaven oder der Maschine von Fleisch und und Geheimbünden an die Spiße der Opposition. Der Bersammlungen war Herr Stabernad aus Berlin. Für die Blut. Lettere Disziplin kann momentan riesige Erfolge Mann ist wenigstens kein Feigling und hat doch den Muth Güstebieser Versammlung hatten sich die freisinnigen Gegner herbeiführen, kann jedoch auf die Dauer gegen die von seiner Ueberzeugung, was immer diese werth sein möge. einen Herrn Dr. Beifer aus Königsberg kommen lassen, um moralischen Faktoren getragene Disziplin des freien Für Herrn Rudim ist das freilich kein Nachtheil, denn der den Sozialdemokraten zu widerlegen. Die Sache tam jedoch Mannes nicht aufkommen. Gine Idee", die den Menschen geniale" italienische Radaupolitiker ist gleich feinem anders. beherrscht, sein ganzes Wesen erfüllt, kann nur mit dem chriftlich- germanischen Unglücks- Kollegen- so verrufen, daß Nachdem der Referent in 2%/ aftündiger Rebe die BerhandLeben aus ihm getrieben werden, der gedankenlose Respekt seine Gegnerschaft für Jeden eine Ehre und ein Vortheil lungen in Erfurt und die Forderungen der Sozialdemokratie an der Hand des Programms in verständlicher Weise flargelegt hatte, vor einem Befehl verschwindet im Nu, sobald die Furcht ist. trat Herr Dr. Peiser mit folgenden Ausführungen hervor: Er vor Denen, die den Befehl gegeben haben, dahin ist. Und das Zu Weihnachten hielten die holländischen bitte, da man den Referenten in seinem sehr gefchickt gehaltenen geschieht bei Soldaten bekanntlich mit dem Pfeifen der ersten Sozialisten einen Parteitag ab, der sich blos mit langen Vortrage so ruhig und aufmerkſam angehört hätte, auch feindlichen Kugeln. Das Militärische Wochenblatt" hat also internen Angelegenheiten beschäftigte, ein allgemeines aber feien feine fozialdemokratischen, sondern einfach radikal freiihm daffelbe angedeihen zu laffen. Alle angeführten Forderungen sehr recht, die moralischen Faktoren zu betonen nur sollte Interesse aber dadurch erlangte, daß die bisher unbeschränkte finnige, er unterschreibe dieselben mit Ausnahme einiger fehr gern. es dann auch so konsequent sein, den ganzen modernen Diktatur des Redakteurs Don Recht voor Allen", Aber das sei nicht dasjenige, was die Sozialdemokraten wollten, Militarismus über Bord zu werfen, der die absolute Domela Nieuwenhuis, ernsthaft bestritten wurde. das hätte auch der Referent wohlweislich verschwiegen; nämlich and ſyſtematiſche Negation ber moralischen Die Opposition, deren Sprecher van der Goes war, die Zerstörung der Familie, das Fortreißen der Kinder von den Faktoren" ist. blieb zwar in der Minderheit, allein sobald die sozialistischen Eltern u. f. w. furzum, Hr. Dr. Peifer fchwamm mit einem Male " -― Das geheime Zirkular eines königl. Eisenbahn- Ideen etwas mehr in die Massen dringen, wird die flott ins Fahrwaffer Eugen Richter'scher Jerlehren und erklärte, Betriebsamts, welches in der„ Politischen Uebersicht" der holländische Bewegung auch in Holland ihren jezigen aus vorerwähnten Gründen tönne er niemals mit den Sozial Nr. 2 des„ Vorwärts" abgedruckt ist und in dem eine Be- Sektencharakter abstreifen, sich von der hohlen Phrase be demokraten sympathifiren, sondern würde dieselben stets beschränkung der Ausgaben bei den Handwerkerrechnungen wie freien und zu ernstlicher, wirklich und wirksam Diesen Ausführungen trat Stabernack in seinem Schlußinsbesondere der Ausgaben für Arbeiterlöhne durch Herab- revolutionärer übergehen. Sehr erschwert wort derart kräftig entgegen, daß der Herr Dr. P. es vorzog, Arbeit tämpfen. zutreten. Wieners setzung der Lohnfäße sowohl wie durch Verminderung der wird die propagandistische und organisatorische Thätig- mit seinen Freunden aus dem Saale zu verschwinden. Arbeiterzahl mit der Berufung auf die ungünstigen finanziellen feit unserer holländischen Genossen durch das reaktionäre In den Versammlungen, welche das Interesse unserer Partei Ergebnisse der Staatseisenbahnverwaltung und die dadurch Wahlgeset. Indeß die Bel gi er haben ein ebenso reaktionäres wieder ein kräftig Stück gefördert haben dürften, erklärten sich in bedingte äußerste Sparsamkeit motivirt wird, veranlaßt den Wahlgefeß, und doch haben sie eine große Be- einer einstimmig angenommenen Resolution die Anwesenden mit Reichsboten" zu der Bemerkung: wegung. Warum? Gerade aus der Mangelhaftigkeit der den Verhandlungen des Erfurter Parteitages und den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflichteten sich, für die Ver Daß man es hier offenbar mit einer Fälschung zu thun Gesetzgebung schöpfen sie die Kraft gegen dieselbe anzu- breitung der Ideen und Ziele der Sozialdemokratie wirksam eins babe, die gemacht sei, um gegen die Regierung aufzuheben; fämpfen. Statt unter radikal, revolutionärem" Wortdonner denn es sei nicht anzunehmen, daß die Regierung fich für die die Hände in den Schooß zu legen und politische Enthaltung Eisenbahnausfälle an den Handwerkern und Arbeitern durch zu predigen, benutzen sie alle Hebel und Handhaben, die sich Abzüge an den Handwerkerrechnungen und Lohnherabsehungen ihnen bieten, um die Massen aufzurütteln und in die fchadlos zu halten fuchen sollte. Das würde doch den Tendenzen politische Arena zu treiben. Sie reden nicht, sie der kaiserlichen Erlasse schnurstracks zuwiderlaufen. handeln. Und wir dächten, das Handeln wäre Wir haben zu dieser Auslassung des Reichsboten" zu etwas Radikaleres und auch etwas Revolutionäreres als das bemerken, daß es nicht seines Amtes ist, in irgend einer Reden. Freilich, der Radikale" und" Revolutionär" Sache den zuständigen Organen einer Staatsverwaltung par excellence denkt umgekehrt. vorzugreifen. Im Uebrigen glaubt das Blatt wohl selbst nicht an eine Fälschung. Wir halten eine solche für ausgeschlossen. Amüsant plaudert das Bourgeoisblatt Wien er Hausfrauen- 3eitung" aus der Schule, indem es schreibt: Der Hochgebildete bedarf keiner Berbildlichung jenes Begriffes, welchen das Kind und die Menge unter der Bezeichnung eines allweifen und allmächtigen Gottes erfaßt, er fann der gewohnten Form entbehren, beren Gehalt längst in sein innerstes Wesen, fein Denken und Fühlen übergegangen." . Für die Hochgebildeten", die natürlich zugleich meist reiche Leute sind, weil wirklich hohe Bildung in der Regel ohne fost Aus Rußland häufen sich die Nachrichten über den spieliges Studium nicht erworben werden kann, ist also der Entsetzen erregenden Nothstand in allen Gebieten des Reiches. Atheismus die vernunftgemäße Weltanschauung. Für das Volk Bugleich zeigt sich immer mehr die Unfähigkeit, un aber schickt sich nur die alte hausbackene Religion trotz ihrer Zur Nohheitsstatistik. Bekanntlich gelangt in zuverlässigkeit und Unreblichkeit der Ber- größten Irrthümer, weil sie den Armen durch die Hoffnung auf sächsischen Armenhäusern die Prügelstrafe waltungsbehörden. Aus Moskau meldet der Draht: und die Furcht vor dem" Jenseits" in den Schranken hält, die noch zur Anwendung. In dem vor einigen Tagen heraus. Die Klagen über die Fahrlässigkeiten der städtischen und aufrecht zu erhalten nöthig ist, damit der Hochgebildete sein be gegebenen Jahresbericht des Landes- Medizinal- landschaftlichen Verwaltungen in den von der Hungersnoth bagliches, egoistisches Dasein ohne Störung weiter führen kann. Kollegium3 über das Medizinalwesen im betroffenen Gebieten mehren sich beständig. So ist der im Die Voltsmassen wollen aber von den Klängen des alten Das ist die Moral der Bourgeoisie. Königreich Sachsen wird hierüber gesagt:" Bestrafungen September gefaßte Beschluß der Ufa'schen Stadtverwaltung. Entfagungsliedes nichts mehr wissen, fie verlangen auf Grund durch körperliche Büchtigungen kommen zuweilen vor, doch fofort 55,000 Hubel für den Ankauf von Roggenmehl an des Naturrechts die Erde zurück von den handvoll Leuten, beren neuerdings auffallend weniger oft als früher; sie haben zuweisen, noch immer nicht ausgeführt worden. Eigenthum fie geworden ist; fie dürften nach der Wissenschaft, stets einen unverkennbar guten, oft sehr Nach einem weiteren Telegramm berichten Petersburger nach der Kunst, nach allem, was das Leben vernünftig und annachhaltigen Eindruck auf widerspenstige, Blätter von heutigen Tage, daß die Bevollmächtigten einer genehm gestalten kann, und sie werden ihr Biel so sicher erreichen, zur Auflehnung geneigte, einer Besserung an der Wolga belegenen Landschaft zum Besäen der Felder wie nach der düstersten, längsten Nacht doch endlich wieder die taum fähig scheinende Subjekte gehabt. im nächsten Frühjahr große Duantitäten Weizen angekauft Sonne aufgeht. Sie finden stets nur nach ärztlicher Untersuchung der zu haben, welcher, wie sich nachher herausgestellt habe, größtenPolizeiliches, Gerichtliches ze. Bestrafenden durch den Bezirksarzt und in dessen Bei theils Winterweizen sei, also zur Sommersaat total Das Reichsgericht hat das Urtheil bes fein statt." unbrauchbar. Um diesen Mißgriff zu verdecken, hätten Magdeburger Landgerichts, welches gegen ben ParteiWie weit muß die Verrohung gewisser Kreise bereits die Bevollmächtigten beschlossen, den einmal gekauften genossen 28 i 15. Meyer wegen Aufreizung verschiedener Begediehen sein, um ein solches beiläufig den Thatsachen Winterweizen mit Sommerweizen zu mischen und ihn so völkerungsklassen auf 9 Monate Gefängniß erkannte, aufgehoben diametral zuwiderlaufendes-Urtheil sogenannter Männer den Bauern zu übergeben. Durch die Bestellung der und an die erste Instanz zurückverwiesen. der Wissenschaft überhaupt nur moralisch möglich zu Sommergetreidefelder mit einer solchen Mischung würden die Der Redakteur FIlge vom Halleschen Bauern in Gefahr gerathen, wiederum eine sichere Mißernte zu Boltsblatt" wurde in einer Beleidigungstlage frei. gesprochen. erleben. Die Anarchistelei ist unter den Sozialdemo Der Redakteur A. Ruth von der Zeitung der An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen! traten Frankreichs so in Verruf gekommen, daß deutschen Bergleute" wurde wegen Beleidigung eines gehts in " So unsere Genossen dort mit allem, was sich anarchistisch" despotischen Musterstaaten zu, wo Steigers vom Landgericht Dortmund zu 1 Monat, der Berfaffer irgend ein beliebiges nennt und unter„ revolutionärem" Aushängeschild die revoVäterchen" sich unterfängt, des betr. Artikels, Bergmann Iselberg aus Holzwickede, zu lutionäre Bewegung des Proletariats zu schädigen sucht, als Stellvertreter Gottes auf Erden allweise und allmächtig 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Freigesprochen wurde in Erfurt der frühere jede Gemeinschaft zurückgewiesen haben, und sich auf Dis für all seine Unterthanen" denken und sorgen zu wollenfuffionen gar nicht mehr einlassen. Und das ist sehr ver- und wo Jeder, der sich beikommen läßt selbst für sich zu Redakteur der Thüringer Tribüne", Karl Schulze, von der nünftig. Mit Leuten, die sei es aus Dummheit oder denken und zu sorgen, von Bäterchen" höchst unväterlich selbst die Freisprechung beantragt hatte. Die„ Unterschlagung" der mit Absicht- für die Bourgeois Regierungen arbeiten, nach Sibirien oder ins Zuchthaus geschickt wird. Wie alle bestand darin, daß Schulze Gelder, welche für den Hamburger vor ihm ist jeßige Zar kein Gott, Freundschaft verkehren. Die„ revolutionäre" Phrase der sondern ein Mensch, und kann natürlich die Aufgabe, die nicht er, sondern ein anderer Erfurter Genosse sie von den betr. Anarchisten kann den Gegensatz nicht zudecken. Die„ Ques- er in toller Selbstüberschäßung auf sich genommen, nicht Gebern empfangen und nach Hamburg gesandt hatte.- Wegen tion Sociale" von Bordeaux spricht sich in einem, von dem erfüllen, sondern leidet mit seinem System jämmerlich Schiff einer anderen Klagefache Beleidigung des Feldwebels der den deutschen Delegirten bruch. machen? braven Lavigne Korrespondenzen und Parteinachrichten. Lada und des Unteroffiziers Wirbel aus Ham= wurde Schulze zu 150 M. Geldstrafe bezw. 30 Tagen burg Gefängniß und zu den Kosten des langwierigen Prozesses verurtheilt. Ferner sprach das Gericht den beiden Soldaten die Bes fugniß zu, das Urtheil auf Kosten Schulze's in der Geraer Neuß. Tribüne" und den Erfurter Allgemeinen Anzeiger" zu veröffentlichen. " " Soziale Nebericht. zum Pariser und zum Brüsseler Kongreß in gutem Andenken sein wird gezeichneten Artikel sehr scharf in dieser Richtung aus, und verweist gleichzeitig auf den neuesten Schwindel der Anarchisten. Diefelben sammeln nämlich unter dem Lumpenproletariat anständige Arbeiter wollen nichts von ihnen wissen allerhand verkommene Existenzen, nennen sie eine Gewerkschaft ( syndicat) von Lastträgern und Handarbeitern"( hommes Eine Konferenz der Parteigenoffen aus dem Rede peine), und schmuggeln sich dann mit dieser Gewerk- gierungsbezirt Schwaben fand am 8. Januar in schaft" in die Arbeitsbörsen"( Bourses du Travail), die aufbeuern statt. Es handelte sich besonders um die Ein- Maurer Berlins und Umgegend! Kollegen! Nachdem jezt in allen größeren Städten Frankreichs bestehen und führung des seit dem 1. Januar im Verlage von M. Ernſt in die Buchdrucker am 28. Dezember in der Bockbrauerei, aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden. Sind sie München erscheinenden sozialdemokratischen Wochenblattes Bay- Tempelhofer Berg, ohne Rücksicht auf die Höhe der ihnen zu einmal in der„ Börse", so beginnt die Arbeit nicht der rischer Bürger- und Bauernfreund", welches hauptsächlich für fließenden Unterstützungsgelder, am Neunstundentage einstimmig feftOrganisation, sondern der Des organisation. In Südbayern bestimmt ist. Die Vertreter aus 14 ber quößten Dite gehalten haben, appellire ich von Neuem an Gure Solidarität, ihrer eigenen„ Gewerkschaft", die nur auf dem Papier Schwabens beſchloſſen einstimmig, mit aller Kraft für die Ber- an Eure Menschenpflicht, Gelder zu sammeln auf allen Bauten und zum Schein besteht, ist nichts zu thun, aber die breitung des" Bayrischen Bürger- und Bauernfreunds" einzu- und wo sonst die Gelegenheit es bietet, um der gerechten Sache, treten. In Bezug auf die mündliche Agitation wurde beschlossen, welche die Buchdrucker erstreben, zum Siege zu verhelfen. Ferner anderen echten Organisationen werden gestört, chitanirt, überall, wo es eben angängig ist, Versammlungen abzuhalten. ersuche ich alle Kollegen, welche sich der Filiale II des Zentralin Streit verwickelt, an jedem fruchtbaren Wirken gehindert. Nachmittags tagte eine große Boltsversammlung, wie Kaufbeuern Verbandes der Maurer Deutschlands angeschlossen haben, mit Eine Beit lang ließen die gutmüthigen Sozialisten sich das eine solche noch nicht erlebt hat. In derselben referirte Genoffe Verbreitung der Sammellisten für die streikenden Buchdrucker that gefallen- jetzt ist aber der Geduldsfaden zerriffen. In Breder aus Augsburg unter großem Beifall über das Thema fräftigst vorzugehen, denn ihr Sieg ist unser Sieg. Solche Sammel Baris machte man den Anfang: Die Anarchisten wurden Die Landbevölkerung und die Sozialdemokratie". In Schaaren listen sind bei mir zu haben. Gelder können alle Sonnabend einfach aus der„ Arbeitsbörse" hinausgeworfen, worauf sich waren die Landleute aus den umliegenden Orten zu der Versammlung Abend von 8 bis 10 Uhr und Sonntag Vormittag im Restaurant dann herausstellte, daß überhaupt gar teine Organi fchienen und Alle traten den Heimweg mit dem Gefühle der bei Grube, Mariendorferstr. 10, abgeliefert werben. Nochmale, Befriedigung über das Gehörte an. sation bestand, teine Beiträge gezahlt, feine Bücher geführt vurden u. s. 1. und daß die ganze Bureauthätigkeit im Beeren von Kognatflaschen bestanden hatte. " * Ju lm hielten die vereinigten Fachvereine am Sylvesterabend zum ersten Male seit ihrem Bestehen eine ChristKollegen, thue Jeder seine Pflicht! Ist das Scherflein noch so klein, wird es doch willkommen sein. Mit follegialem Gruß Heinrich Klingenberg, Wittenwalderstr. 88, Theater. Mittwoch, den e. Januar. Opernhaus. Die Afrikanerin. Schauspielhaus. Die. Journalisten. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Deutsches Theater. Obolus. Hier auf: Schwiegermama. Berliner Theater. Nach Madrid. Residenz- Theater. Madame Mon godin. Der Mikado.. Thomas Theater. Der Naub der Sabinerinnen. Bellealliance- Theater. Der Meineid. bauer. Circus Renz. Karlstraße. 99 Mittwoch, den 6. Januar, Abends 71/4 Uhr: Auf Helgaland" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National- Tänzen( 60 Damen), Aufgen 2c. Ferner Dampfschiff und Bootfahrten, Wasserfälle, RiesenWallner- Theater. Gewagte Mittel. fontänen mit allerlei Lichteffekten sowie Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. neuen Arrangements E vom Direktor E. Renz. Außerdem: 6 Trakehner Rapphengste, zusammen dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Grosses Hurdle- Rennen, geritten von Damen und Herren mit Oftend- Theater. Der Hüttenbesizer. Bollblut- Springpferden. Colmar, ger. Adolph Ernst Theater. von Fräulein Clotilde Hager. Eine Tanzteufel. Vergnügungsfahrt mit versch. HinderAlexanderplatz- Theater. Schwarze nissen von der Elton- Troupe. Geschw. Cottrelly, Equilibristinnen. Auftreten Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. der vorzüglichsten Reitkünstlerinnen u. Gebrüder Richter's Variété. Spe- Reittünstler. Komische Entrees und zialitäten- Borftellung. Intermezzos 2c. Brüder. Der Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Täglich:„ Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor Circus G. Schumann. stellung. Konkordia- Valant- Theater. Spe Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Gratweil' sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf. Sonntags 25 Pf. Empfeh'e meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Gta.issement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum. Neu: Die Sündflut mit Donner, Blitz, Regen und Windesheulen etc. Castan's Panopticum Friedrichstr. 165a, Ece Behrenstr. eu: No Colossal- Gruppe Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Achtung Arbeiter Berlins! Mittwoch, den 6. Jannar, Abends 8 Uhr: 4 gr. öffentl. Volksversammlungen in folgenden Lokalen: 1. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: Referent Herr H. Besteck. 2. Brauerei Friedrichshain( fr. Lips): Referent Herr E. Döblin. 3. Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117 an der Andreasstraße: Referent Herr G. Eifler. 4. Kronen- Brauerei( fr. Volksbrauerei), Alt- Moabit 47/48: Referent Herr Ph. Schmitt. Tages- Ordnung: 1. Der Buchdruckerstreik- ein Klassenkampf- und die Maßnahmen der Regierung. 2. Diskussion. Arbeiter Berlins! An Euch ist es, zu erklären, daß Ihr die Sache der Buchdrucker für eine gerechte Sache haltet, besucht deshalb die Versammlungen recht zahlreich. Die Versammlungen finden mit Einverständniß der Vertrauensmänner statt. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontroll- Kommission. J. A.: Hermann Faber, N., Antonstraße 84, v. prt. Ein strammer Proletarier soeben angelangt. 860b Gala- Vorstellung unter persönlicher Heute Abend 7/2 Uhr: Große Mitwirkung des Direktors. Besonders hervorzuheben: Brillant, Medt. Geft., in allen Gangarten der hohen Schule geritten vom Direktor G. Schumann. Nur noch 6 Tage: Gastspiel der weltberühmten Colibri- Truppe, der fieben fleinsten Menschen der Welt. Unserem Freund Ferdinand Ney Etagen- Karoussel mit 25 Pferden dar zu seinem heutigen Geburtstage ein Berlin, 5. Januar 1892. Hermann Hanold, Töpfer, u. Frau. gestellt von Serrn Max Schumann. Doch, daß in der Gulmſtr. 33 der Keller Batonde americain. Doppel- Jockey nach oben kommt. H. K. A. S. 841b Mr. Joë Hodgini und Viktor Bedini. Ringlet, engl. Vollblut, als SpringBigarrenmacher! 859b pferd ger. von Frl. Adele Schumann. Die Beerdigung des am 3. Januar 3um Schluß der Vorstellung:„ M. W." verstorbenen Kollegen Franz Schroth oder Berliner Kinder im Som- findet am Mittwoch, den 6. Januar, mer und im Winter. Gr. Wasser-| Nachm. 3 Uhr, vom Krankenhause Am und Feuer- Pantomime in 2 Abthei- Urban aus statt. A. Braun. lungen, 10 Bildern und Apotheose mit Balet, Evolutionen und Gruppirungen Den geehrten Gesangvereinen zur mit neuen sensationellen Wasser, Nachricht, daß ich augenblicklich DonnersLicht und Feuer- Effekten. tag und Freitag frei habe und möchte, Morgen: Große Vorstellung. Gast- wenn möglich, wieder besetzen. spiel der Colibri Truppe. Zum Franz Apel, Gefanglehrer, 9. Male: ,, M. W." Frankfurterstr. 110, II. A 864b Verein d. d. Maler, Anstreicher u. Lackirer. am Donnerstag, den 7. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstrasse 116: Sombinirte Mitgliederversammlung sämmtl. Filialen Berlins Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Sommerfest. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 211/14 Freie Vereinigung der Kaufleute. Grosse Versammlung am Donnerstag, den 7. Januar 1892, Abends 8½ Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Strasse 77-79. Zages Ordnung: 1. Eugen Richter's Bukunftsbilder. Referent: Herr Jul. Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Herr Eugen Richter ist schriftlich eingeladen. Gäste willkommen. Üm zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Lese- und Diskutirklub ,, Süd- Ost". 177/8 Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Donnerstag, den 7. Januar, Abends 8/2 Uhr, Görlikerstraße 58 Viel neue Spezialitäten. La belle Irene, bei Tolksdorf: General Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheit. die tätowirte Amerikanerin in 3. Verschiedenes und Fragekasten. Präuscher's anatomischem Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Museum nur noch kurze Zeit Kommandantenstr. Täglich für erwachsene Herren. Dienas und Damen. Freitag für Institut F. Pietsch' Lauf- Dresdenerstr. 10. 408/6 Der Vorstand. Verein der Sattler u. Fachgenossen. Hente, Mittwoch, den 6. Jannar, Abends 9 Uhr: Geschlossene Mitglieder- Versammlung E. neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren im Klubhause, Annenstraße 16. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Abrechnung beg. Sonntag, 10. Jan., Nachm. 4 Uhr. Meld. Adalbertstr. 3 u. b.Beg. d.Unterr. Dom IV. Quartal. 3. Wahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 4. Verschiedenes. Gesunden billigen Mittagstisch. Gut zubereitete Gemüse, Mehl, Milch- und Gierspeisen bietet das Vegetarische Speisehaus von J. Schramm, Chauffeestraße 13, 1 r. Mitgliedsbudy legitimirt. Es wird besonders auf die Neuwahl des Vorstandes aufmerksam gemacht Der Vorstand. und ladet hierzu ein NB. In dieser Versammlung gelangen die Billets u. Plakate Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. 148/17 Im Verlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde, Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 f. Juhalts- Uebersicht: 15. Mai 1891. Kalendarium.- Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Wechselstempel.- Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersverficherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Im Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration.- Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von Mar Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jetzt. Von Karl Kautski. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Moriz Rittinghausen. Mit Porträt. Gäsar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen.- Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Jllustration.- Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreske von M. Regel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891.- Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des ,, Neuen Welt- Kalender jedem Parteigenossen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. Fachv. d. Tischler. Roh- Tabake. Donnerstag, den 7. Januar, Abends 81/2 Uhr, Grösste Auswahl, billigste Preise von fämmtl. im Handel befindlichen Tabaken in Norbert's Restaurant, Beuthstr. 21/22 1531a Heinr. Frank, Vorstandssitung. Brunnenstr. 141-142. Diejenigen Mitglieder welche eine Unterstüßung zum Besuch der Handwerkerschule feitens der Ge- Jede Uhr 2 werbedeputation beanspruchten, zur unter Garantie toftet bei mir 1,50 Mk. Mittheilung, daß für dieses Semester, zu repariren nach dem Bescheid der Gewerbedepu( außer Bruch) tation, die Mittel der Abeggstiftung Kleine Reparaturen entsprechend billiger. erschöpft sind und infolge dessen feine Uhren, Gold- u. Silberwaaren Unterstügung von dieser Seite gezahlt wird. Diese Mitglieder können jedoch C. Wunsch, neplat die aus der Vereinskasse gewährte Unterstützung vom Rendanten des Ver11. zu unserm am 6. Febr. d. J. im Feen- Palast B. Um 25. Dezember zum Beih- Gute Speisen und Getränke, 2 KegelAllen Freunden u. Genossen empfehle eins in dieser Vorstandssigung erheben. mein Weiß- u. 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Billige Wohnungen: 1 zweifenstr. Zimmer, Küche, Cl., Keller, Boden 160 bis 210 M. Putbuserstr. 18, N. 856b Hierzu eine Beilage. 16 23 1,1 in 5. P Sez igat sta Der Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 4. Mittwoch, den 6. Januar 1892. und Treiben im Vaterlande zu erinnern angethan war, sich loszusagen eher bereit waren, als die Angehörigen anderer Volfsgemeinschaften, weil die regierenden Personen, die leitenden Kreise und die herrschenden Klassen in Deutschland im Allgemeinen noch volksfeindlicher, völfern.*) von nationaler 9. Jahrg. Wege nach dem Dorfe zu. Ein großer Mann ist's mit einem tief ins Gesicht gedrückten breitfrämpigen Filzhut. Viele Arbeitsleute, die zur Bescheerung heimkehren, begegnen ihm. Sie müssen ihn gut kennen, denn freudig nahen sie, um herzlichen Gruß und Händedruck von ihm zu empfangen. Wahrlich, ein werthvoller Hände druck ist's, mit dem der stattliche Mann die Arbeiter beglückt. Kein Wunder, daß sie vor Freude strahlen, als sie von ihm weggehen. In jeder Hand blitt ein funtelnagelneues 3wanzigmartstück mit dem Bilde unseres Kaisers. Der große Herr hatte sich die ganze Tasche damit gefüllt, um sie zu seinem Weihnachtsvergnügen den Leuten auszutheilen. Na, wer das glaubt! Wir haben die wundersame Historie Kraft haben, da reichen wir ihnen die Hand, schicken ihnen über doch wohl ein Recht zu der Frage, ob auf dem Gipfel der allein mir fehlt der Glaube! Kultur des letzten Jahrzehnts vom 19. Jahrhundert, an der Um den Fürsten solchergestalt im Brillantfeuer der edlen schiede. ein Nächstenliebe erglänzen zu lassen, ist dem frommen Blatt aber etwas unangenehmes passirt. Es plaudert arg aus der Schule, indem es fortfährt: " Da gab es fröhliche Gesichter daheim, ein Gingen und Klingen in den Hütten der Armuth. Wo sonst immer Schmalhans Küchenmeister und das Fleisch so selten war, wie ein weißer Rabe, da gab es nun etwas in den Kochtopf und auf die Schüffel. Der Mann mit dem Filzhnte hatte vielen vergnügte Feiertage bereitet." Deutscher Michel nenestes Heldenthum. Merkwürdige Sache das! Ein großer, viel tausend Mit- trostloser, jämmerlicher waren, als die entsprechenden glüdglieder zählender Verein, der sich über ganz Deutschland und bevorzugten Menschen und Menschengruppen bei anderen Kulturweit über Deutschlands Grenzen hinaus erstreckt und, angeblich Die Normannen 2c. waren Naturmenschen, fie folgten allgemein wichtige, hohe, des edelsten Strebens werthe Ziele ver100 fie auch waren, auf dem Lande und auf dem folgt und selber eingangs seines neuesten Aufrufes sich gedrungen Meere, ihren verhältnißmäßig sehr einfachen Bedürfnissen fühlt, darüber bittere Klagen zu erheben, daß er wunderbarer feine Ahnung und Trieben; fie hatten Weise noch so wenig bekannt" sei, obgleich er es bereits auf 40 000 Mitglieder in etwa 400 Ortsgruppen gebracht habe. Deutschthümelei deswegen sprachen sie ein deutsches Idiom Was ist nun das für ein Verein? Was will er und was so lange ihnen von außen her deutsche Laute ins Ohr klangen kann er? Und woher kommt es, daß man so wenig von ihm prazen auf und verbreiteten diese sogar in England, als ihrem noch in feinem anderen Blatte gelesen, ſelbſt in der fanatischen und ihrem Gedächtniß sich einprägten, und nahmen romanische Es ist ein Verein mit einem langen und gewichtigen Namen: Wesen und Bedürfen romanische Sprachart näher trat und besser Bismarckpresse nicht und für die wäre das doch ein„ fetter Bissen" Der " Allgemeine deutsche Schulverein zur Grufagte. Zum Theil ist es sicherlich ganz ähnlich geschehen mit den gewesen. Der Erkanzler, mit vollen Händen Zwanzigmarkstücke ein Anblick für Götter. Der Aufenthalt haltung des Deutsch thums im Auslane und Deutſchen neuerer und neuester Zeit diesseits und jenseits des Ozeans; austheilend, Friedrichsruh muß den Fürsten ja von Grund damit ist eigentlich schon Alles gefagt. viele Jahrhunderte lang aber, bis in die neueste Zeit hinein, hatten in bisher haben wir den berühmten Wo Deutsche sind, die mit ihren Kindern deutsch zu bleiben die dem deutschen Volke entstammten Auswanderer alle Ursache aus geändert haben, wünschen, die es nicht vergessen können und wollen, daß sie ihr sich ihres deutschen Vaterlandes, und derer die es regierten und Zeitgenossen immer nur bewundern können, wie er mit vollen Geistesleben, ihr bestes Kapital, dem deutschen Volksthum ver- offiziell rep räsentirten, zu schämen, und wenn heute auch gefagt Händen zwanzigmarkstücke- einfäce Ite und jetzt sollte er danken, daß sie im deutschen Vaterlande die starken Wurzeln ihrer wird, daß das schon seit 1870 anders geworden sei, so hat man dieselben so reichlich verschenken? Die Botschaft hör ich wohl, Land und Meer unsere Bücher, unsere Unterrichtsmittel, unsere Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts, die Herrschaft des BlutWir kennen weder politische noch konfessionelle Unter- und Gisenmannes, feiner Grundsäge und jener ihm noch heute anhängenden Junker- und Bourgeoissippe wirklich so Gut faiserliche Desterreicher halten wir ebenso werth wie rühmlich war und zu edel menschlichem Stolze berechtigt republikanische Amerikaner; die streng- katholischen Tyroler find hätte!?? uns nicht minder lieb als die lutherischen Siebenbürger." Das Streben des Allgemeinen deutschen Schulvereins aber Also zu lesen in dem oben bereits erwähnten umfangreichen ist schon darum, weil es nue das Vorhandene erhalten will, proklamirt es doch damit ganz offen als Aufrufe des Vereins, der in diesen Tagen zur Versendung ge- Biel, immer und überall benen ihr Räuberrecht laffen zu wollen, geradezu lächerliches, langt ist. Und damit ja Niemand den Verdacht hegen kann, der Verein welche deutsche Volksgenossen mit Erfolg bereits beeinträchtigt, So also steht es bei den Arbeitsleuten des Fürsten aus. diene irgend welcher Art„ staatsgefährlicher Tendenzen, entlärt beleidigt, geschädigt haben. Daß die Czechen, Magyaren 2c. vor fann man es ihnen Schmalhans war in diesen Hütten der Armuth" während des weiter unten in fettgedruckten Zeilen der Verfasser des Aufrufs: den Deutschen so wenig Respekt haben, " Unsere Bestrebungen richten sich nur auf Erhaltung des verdenken, wenn deutsche Michel, und die vom Allgemeinen übrigen Jahres Küchenmeister, Fleisch war so selten in den Borhandenen, wir wollen feinen fremden Stamm aus seinem deutschen Schulverein voran, stets laut und feierlich erklären, daß Schüsseln wie ein weißer Rabe! Ginzig und allein dem ZwanzigBesißstand verdrängen." sie den bedrängten und beraubten Deutschen in Desterreich und markstück des freigebigen fürstlichen Millionärs war es zu danken, Der deutsch- nationalen Sache gilt mithin das Streben des anderen Raubftaaten zwar beispringen, aber nur das erhalten daß die Leute etwas in den Kochtopf" zu stecken hatten während Allgemeinen deutschen Schulvereins. Den Deutsch- Desterreichern, helfen wollen, was jene ihnen eben noch übrig gelaffen haben, der Feiertage." Wenn nun das Zwanzigmarkstück nicht gekommen den Deutschen in Böhmen, den Deutsch- Tyrolern, den Deutschen jedoch beileibe nicht, was diese früher und selbst gestern noch wäre, was dann? Dann hätten die Arbeitsleute auch am Weinachtsfest eben genau so wenig zu brechen und zu beißen gehabt, in Ungarn und Siebenbürgen u. f. w.", mit einem Wort Allen, besaßen? Und soll man etwa das deutsche Volk schelten, daß es sich wie all die übrigen 360 Tage des Jahres! beren Muttersprache die deutsche war, will der Allgemeine dem Allgemeinem deutschen Schulverein nicht in Massen zuwendet? Das Blatt des" Christlichen Zeitschriftenvereins" hat sich ein deutsche Schulverein beispringen und für fie„ das Borhandene erhalten." Das Streben diefer großen Vereinigung solches fleinliche, beſchämend bescheidene Streben ausschließende Friedrichsruh genau so aussieht wie im ganzen Neiche: ein Mann Das deutsche Volk hat in neuester Zeit wieder andre große, und Verdienst erworben, als es der Welt fund gab, daß es in also ist im eminentesten Sinne des Wortes konservativ und ganz Biele. Das arbeitende Volk in Deutschland und das ist glück- mit wohlgefüllten Taschen auf der einen, hunderte von hungernaußerordentlich unschuldig. Es ist die Milch der frommen deutschen Denkart, die der Allgemeine deutsche Schulverein verlicherweise dessen große Mehrheit- trägt in unseren Tagen das den und darbenden Proletariern auf der anderen Geite... zapft, und diese Denkart ist so rührend bescheiden, daß sie des Banner der internationalen Arbeiterverbrüderung den Proletariern aller Völker voran Wirken zum Heile der ganzen Zu dem berühmten ,, Kampfe mit geistigen Waffen" gegen das Aus- welchen unsere Gegner gegen uns führen, gehört auch der Theil, zwar nach den Auseinandersetzungen des mehrerwähnten Auf- arbeitenden Kulturmenschheit, Kampf beuter- und Schmarozerthum der ganzen zivilisirten Welt, für vereinzelt vorkommende unehrlicheHandlungen von Leuten, welche rufes zu den weitestgehenden Ansprüchen durch seine weltgeschicht bag ist die Losung der Zeit, und da kommt der sich als Genossen bezeichneten, die ganze Partei verantwortlich zu lichen Leistungen berechtigt, denn was hat uns Deutschen die Welt nicht alles zu verdanken!? Allgemeine deutsche Schulverein mit den 40 000 Steifleinenen machen. Wenn irgendwo ein Arbeiter, von Noth und VerWerfen wir einen Blick rückwärts in die Geschichte. seiner Milch- oder Mehlsuppen- Armee und ruft in alle Welt zweiflung getrieben, einige Groschen aus der ihm anvertrauten wirksam gewesen; die urdeutschen Normannen in Frankreich und Bunge klingt, zusammenrotten und unseren deutschen Brüdern wie ein Mann: Seht, solche Kerls find diese Sozialdemokraten. Wenn wir in gleicher Weise verfahren wollten, dann hätten England, die Diigothen in Italien, Westgothen in Spanien, die auch da, wo sie schon beraubt sind bis aufs Hemd- erhalten, wir täglich den Freifinnigen einige pleite gegangene Bantiers, Ueberall haben aber, im Geiste des Ja, die Philister, auch die deutschen Michel vom Allgemeinen den Nationalliberalen einige Schienenflicker und Millionendiebe, Allgemeinen deutschen Schulvereins gesprochen, die deutschen Stämme den unverzeihlichen Fehler begangen, ihr Deutschthum deutschen Schulverein, sind fürchterlich in ihrem Zorn, haupt- den Konservativen einige Brachtexemplare von Großgrundbesitzern auf zuhalfen. Unlautere Elemente schleichen sich in jede Partei allmälig abzustreifen, sich den Verhältnissen anzupassen, sich mit fächlich für sich selber- das 2ächerliche tödtet ein und fällt es uns gar nicht ein, der Partei das entgelten zu den landeingesessenen Bölkern zu amalgamiren und ihre Sprache zu lassen, was irgend ein ungerathenes Mitglied derfelben auf dem vertauschen mit derjenigen, welche in dem fremden Lande allgemein Kerbholz hat. Eine wahre Wuth, der Sozialdemokratie für Au üblich war. Und so ist es nicht nur in grauer Vorzeit geschehen, das verantwortlich zu machen, was irgend ein angebliches Parteidamals als das römische Weltreich in Stücke ging, und während mitglied verbrochen hat, entwickelt die sog. Pastorenpresse, dies des nächsten halben Jahrtausends darauf, sondern so hat es heißt die Presse, welche von Pastoren a. D. geleitet wird, aber fich immer wieder ereignet, wo Deutsche in die Fremde gingen auf welche Pastoren i. D. maßgebenden Einfluß ausüben. Dazu und dort heimisch wurden. werden diese Notizen in einer so hämischen Form gebracht, daß wir doch endlich einmal Gelegenheit nehmen wollen, mit gleichem zu vergelten. Wir erreichen vielleicht dadurch, daß die Pastorenpresse etwas weniger anspruchsvoll auftritt und erst den Balken aus dem eigenen Auge entfernt, ehe sie sich über den Splitter im Auge des Nächsten unnöthig aufregt. Das Ländlein Oldenburg wird gegenwärtig durch den „ Fall Müller" in große Aufregung versezt. Herr Müller war ein streitbarer Pastor in Goldenstadt bei Bechta ein großer Defraudant vor bem Herrn. Er fälschte, betrog, daß seine Leistungen auf Gebiet den Neid fämmtlicher Spizbuben der Bandalen in Afrika. War das wirklich ein Fehler? Hätten die Deutschen im Auslande gut gethan, wenn sie hartnäckig überall ihr Volksthum festhielten? Wir verzichten auf tiefsinnige Forschungen, wie die Normannen, Ost- und Westgothen was sie haben. Lokales. " Eine gar wunderbare Geschichte tischt ein frommes Blättchen, welches im Verlage des bekannten Schriftlichen Zeit schriftenvereins", Alte Jakobsir. 129, erscheint, feinen Gefen auf Unter der Ueberschrift:„ Ein Händedruck", erfahren wir folgende wirklich ergreifende Sache: Es ist heiliger Abend. Auf dem Gute Friedrich 3ruh, dem Ruhesize des Fürsten Bismarck, schreitet eine hohe Gestalt zwischen mächtigen Bäumen auf dem yes und die Vandalen dazu kamen, sich nicht als so gute Deutsche zu bewähren, wie z. B. Felix Dahn, der sicherlich auch kannibalischen Afrifanern gegenüber deutschen Sang und Klang nicht entrathen möchte, aber wir wären bereit, das Thun und Lassen der Deutschen der jüngsten Jahrhunderte und Jahrzehnte in Frankreich, England*) Uebrigens mögen sich die Herren vom ,, deutschen Schulverein" und und Amerifa u. s. w. des Näheren zu beleuchten und dessen über die Vernichtung des Deutschthums im Auslande bei dem unterschlug, Beweggründe zu untersuchen. Wir wissen jedoch, daß dagegen von ihnen vergötterten Bismarck bedanken, der das gute Beispiel diesem mel er der spiritus rector des Allgemeinen deutschen Schulvereins, in der Verfolgung anderer Nationalitäten gegeben hat. Hätte Welt erwecken müssen. Als die Geschichte„ sengerich" wurde, Herr Karl Bröll, noch Felix Dahn, dessen eben erwähntes leuch ein französischer, dänischer oder polnischer Schulverein sich im tendes Vorbild, etwas einwenden kann, wenn wir behaupten, daß Auslande gebildet, um in Deutschland für ihre Nationalität zu die deutschen Auswanderer deswegen ihr Deutsch thum abzustreifen, wirken, Bismarck und die ganze nationalliberale Partei hätten ihre Muttersprache aufzugeben, und von allem, was sie an das Leben über Landesverrath geschrien.( Anmerkung der Redaktion.) " einer Fälschung und zweitens einer Lüge schuldig. Er fälscht den " gesetzlichen Arbeiterschutz", von dem ich gesprochen habe, denn der A wenn er lügt, rückte der Herr Pastor aus und wollte nach dem gelobten Lande Amerika verduften.. Ehe er aber noch so weit tam, hatte ihn die Polizei beim Kragen und so wird der Herr Pastor seine nächste Predigt dem Gericht vortragen, die sicher recht gut ausfleißige Arbeiterin, welche noch Gelegenheit hat, zu Hause zu arbeiten und an ihrer Familie Anhalt findet, braucht nicht zu Toll geworden? Bei meiner Rückkehr von einer Neujahrsreise finde ich einen in dem ABC- Buche von 1885 wird nicht nur der Maximal- Ar- darben". Und Herr Richter fügt als triumphirenden Schlußhübschen Stapel von Artikeln der„ Freifinnigen Zeitung" vor, in beitstag, sondern auch das Verbot der Kinderarbeit, die Be- trumpf hinzu:" Dies ist also die Art, wie Herr Mehring„ nach 1. f. w., furzum die amtlichen Quellen", wohlgemerkt unter Anführungszeichen, zitirt". denen Herr Eugen Richter noch immer mit rasenden Geberden schränkung verdonnert ganze Arbeiterschuß Gesetzgebung in den Wie liegt nun die Sache in Wirklichkeit? Einfach so, daß die gegen meine„ Bilder aus der Gegenwart" um sich schlägt. Seine ganze um, und Maximal- Arbeitstag" er 1890 Aeußerung Stülpnagels an der von mir angeführten Stelle wort Bertheidigung ist nach wie vor dieselbe, welche ich schon in über den Maximal- Arbeitstag ebenso gelästert haben will, wie wörtlich so steht, wie ich sie zitirt habe. Herr Richter behauptet meinem Schristchen im Voraus geschildert hatte. Nicht eine Spur 1885 im A B C- Buche und 1891 in den Zukunftsbildern". In aber, so wie er sie zitire, stehe sie in einer amtlichen Denkschrift von fachlicher Erörterung, wie sie beispielsweise von der gleich bem betreffenden Kapitel macht er nur einige ganz fanftmüthige Stülpnagels. Gäbe er nun nicht nur mein Bitat, sondern auch meine falls freifinnig- tapitalistischen„ Nation" in, wie ich anerkenne, und in ihrer Art halbwegs fachliche Einwendungen gegen den Bitatenquelle an, so würden ihm selbst seine verbohrtesten Bewunderer anständigen Formen versucht wird, sondern Fälschen, Lügen, Maximal- Arbeitstag für erwachsene männliche Arbeiter; nichts sagen:" Aber Sie sind ja der reine Hansnarr! Stülpnagel hat sich Berdrehen und Werdrehen, Lügen, Fälschen: eine sogenannte von den gehässigen Ausfällen, mit denen Herr Richter vorher und offenbar an zwei verschiedenen Stellen über die Sache geäußert, Polemit", deren Unwiderleglichkeit" allerdings in fo nachher den gesetzlichen Arbeiterschutz zu besudeln versucht hat, dem Sinne nach gleichlautend, aber im Wortlaute etwas abfern nicht bestritten werden kann, als ich ein Buch schreiben müßte, um das Knäuel zu entwirren, das Herr nichts von der scheinbaren, aber sehr zweifschneidigen Arbeiter weichend. Mehring hat die eine Quelle vor Augen gehabt, Sie Richter in einem halb Dutzend Nummeru der" Freifinnigen freundlichkeit", nichts von der" schädlichen Abhängigkeit von Be- schleifen, der Himmel weiß aus welchen Gründen, die andere hörden", nichts von den Polizeivollmachten" findet sich in der Quelle an den Haaren herbei; was hat es nun aber für einen Beitung" zusammenwirrt. Gleichwohl erbitte ich mir von der Sinn, diesen Quart von geringfügigem Wortunterschiede spaltenFreundlichkeit des„ Borwärts" nochmals das Wort, um wenigstens Faceltanzpolonaise" von 1890. Zweitens: Dem demagogischen Blödsinn von der typischen lang breit zu treten?" Um solchen oder ähnlichen Apostrophen zu ein paar Punkte feststellen zu können, welche den Lesern zeigen Arbeiterin, die sich in der heutigen Gesellschaft vom 14. bis zum entgehen, unterschlägt Herr Richter nicht nur die Angabe meiner werden, wie sehr der lärmendste Klopffechter des Kapitalismus 21. Lebensjahre mehr als 2000 Mart sparen können soll, hatte Quelle ich wiederhole sie noch einmal, wie sie wörtlich auf zwar nicht auf den großen Mund, aber um so nachdrücklicher ich zu allem Ueberflusse ein paar niederschmetternde Zeugnisse Seite 23 meiner Schrift steht( Siehe die Berichte des Vereins für auf den hohlen Kopf getroffen worden ist. aus bürgerlichen Kreifen entgegengefeßt. Um sich hier zu retten, Sozialpolitik: Die deutsche Hausindustrie, IV, 11), sondern Erstens: In den Bildern aus der Gegenwart" habe ich versucht Herr Richter die fürchterlichsten Verdrehungen; ich muß er fälscht sie noch, wohlbemerkt unter Anführungszeichen, in die hervorgehoben, daß Herr Richter die gehässigen Tiraden gegen mich aber und kann mich auch darauf beschränken, eine derselben Worte nach amtlichen Quellen" um, damit der Lefer glauben Der foll, daß ich aus der amtlichen Dentschrift des Herrn v. Stülp ben gefeglichen Arbeiterschuß. die sich noch in aufzudecken, die anderen find ungefähr von gleiche Kaliber. dem A- B- C- Buche und mich so mehrfacher Fälschungen" von 1885 finden, in dem A- B- C- Buche hiesige Gewerberath v. Stülpnagel fagt( Siehe die Berichte des nagel geschöpft Und nun von 1990 gestrichen habe, frage ich jeden wieder desto ge- Vereins für Sozialpolitik: Die deutsche Hausindustrie IV, 11)-fchuldig gemacht hätte. hässiger in den„ Sozialdemokratischen Zukunftsbildern" über die ich zitire Seite 23 meiner Schrift genau so, wie hier gedruckt ehrlichen Menschen, ob mit einem findischen Taschenspieler Arbeiterschutz- Gesetzgebung herzufallen. Herr Richter schlägt mir ist- Gine Anfängerin und ungeschickte Arbeiterin fann, diefes Ralibers überhaupt eine fachliche Erörterung geführt wer nun mit seinem Fackeltanzbeine ein Schnippchen und sagt: es ist wenn sie auf sich allein angewiesen ist, ihren Unterhalt nicht den kann? Aber die Leser der" Freisinnigen Zeitung", die sich nicht wahr, daß die Verurtheilung des Marimal- Arbeitsverdienen. Gine gefchickte, fleißige Arbeiterin, welche in der eigenen fo nasführen lassen müssen, tönnen einen Hund jammern. tages aus dem ABC- Buche von 1890 verschwunden ist: Meh- Familie Anhalt findet, braucht nicht zu darben." Halt, ruft Herr Drittens: Der Hinweis auf meine Schrift„ Kapital und ring verschweigt, daß sie sich in diesem Buche zwar nicht unter Richter, hier sind mehrfache Fälschungen." Nach seiner Behauptung Presse" hat Herrn Richter einigermaßen verleidet, über meine der Rubrit: Arbeiterschutz- Gesetzgebung, aber desto ausführ- fagt Herr v. Stülpnagel vielmehr:" Freilich verdienen Anfängerinnen Gesinnungswechsel" zu zetern. Aber um auf seinem Rückzuge licher" in einem besondern nachfolgenden Kapitel über den und ungeschickte Arbeiterinnen oft faum so viel, so daß es ihnen noch einen Bartherpfeil abfchießen zu können, ringt er feinem erMaximal- Arbeitstag" findet. Hier macht sich Herr Richter erstens schwer wird, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Eine geschickte, schöpften Gehirne noch eine letzte nichtswürdige Verleumdung ab. um dann # 1 fnlkn wird, denn er kann sich jetzt die Sache hinter den schwedischen Gardinen reiflich überlegen. Frau und Kinder hatte der Pastorale Ehemann frommen Gemiiths zurückgelassen, was . sollte er sich mit lästigem Gepäck herumschleppen. Die Fälschungen, aus Grund welcher sich der Gottesmann Geld verschaffte, sind außerordentlich rasfinirt angelegt, der Pastor Müller hatte mit solcher Qualifikation zum Urkundensälschen getrost Bankkassirer werdeil können. Tanebe» geht eine Schiebung von Protokolle», deren großartige Belege die Schwindlergeschichte der letzten Jahr- zehnte kaum auszuweisen hat. Aus diese Weise hat sich der Herr Pastor etwa 150 000 Mark ero-� uert, vielleicht noch etwas mehr, — es kam ihm da nicht so lau daraus au. Die Gemeinde- Mitglieder hatte der edle Seec Hirt derart beschwatzt, daß diese zu ihm andachtsvoll emporblichen, als zu einem echten Werkzeug Gottes, so„lieb, so rein, so hold". Jetzt ist der Gauner erwischt worden, er wird eine Zierde des Zuchthauses bilden. Diese Geschichte erzählen wir, wie gesagt nur, um den Pastorenblättern zu zeige», daß wir auch mit Material aufwarten könne», wenn es gilt, sich über die Korruption in jenen Kreisen zu entrüsten. Wir denken aber nicht daran, wegen dieses Falles das gesammte Pastorenlhum als eine Gesellschaft von Urkunden- fälschern hinzustelle». Diese perside Kampfesweise überlassen wir der Pastorenpresse, welche d mn auch heruntergekommen genug ist, Jie stets dann anzuwenden, wenn es sich um einen angeblichen Sozialdemokraten handelt. Die Veranstaltung von Dellersammluitge» bei öffent- liche» Zusammenkünften war für den Regierungsbezirk Potsdam durch eine Polizeiverordnung vom 7. Januar 1SS1 verboten worden. Nachdeu» das königliche Kammergericht zu Berlin durch Urtheil vom S. Dezember v. Js. in einem Spezialfälle dieser Verordnung die gesetzliche Gilligkeit abgesprochen hat, ist das Verbot der Tellersammlungen durch Verfügung des Regierungs- Präsidenten in Potsdam vom 19. Dezember 1891 ausgehoben worden. Die Landrathsämter und die Magistrate der Städte sind kürzlich hiervon in Kenntniß gesetzt worden. In mehreren bürgerlichen Blättern wurde von einem „sozialdemokratischen Stadtvater" im Südosten erzählt, der seinem Dienstmädchen ein zu geringes Weihnachtsgeschenk angeboten, weshalb das Mädchen auf die Annahme des Geschenkes ver- zichtet habe. An diesen angeblichen Vorgang wurden allerlei „geschmackvolle" Glossen gehängt. Wir haben betreffs der Stadt- verordneten, welche in Betracht kommen könnte», Erkundigungen über die Richtigkeit dir Erzählung eingezogen und können fest- stellen, daß sie einfach wsunden ist. In dem Dorfe Liebenthal, Kreis Nieder-Barnim, giebt es sehr fromme Leute. Trotzdem in dem Kirchlein deS Ortes am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag Gottesdienst stattgefunden hatte, wollten die Liebenthaler auch am ä. Feiertag noch„Kirche" haben. Nun war zwar von der Kanzel herab bekannt gegeben worden, daß an diesem Tage Gottesdienst nicht abgehalten werde, aber das störte die Liebenthaler so wenig, daß sie am dritten Feiertage in gewohnter Weise zur Kirche pilgerten und der Dinge harrten, die da kommen sollten. Etwa zwei Dutzend Erwachsene und ein Dutzend Schulkinder hatten sich eingefunden und warteten vergeblich auf den Geistlichen und den Lehrer, welcher Küster- dienste versteht. Keiner der Herren erschien, auch deren Stell- Vertreter ließen sich nicht blicken. Die Liebenthaler aber sind resolute Leute, sie wußte» sich zu helfen. Als sie lauge genug gewartet hatten, beschlossen sie, ohne Geistlichen und ohne Küster den Gottesdienst abzuhalten. Unverrichteter Sache wollten sie aus keinen Fall wieder nach Hause gehen. Es wurde also zuerst gemeinsam ein Gesangbnchlied angestimmt, dann las einer der Kirchenbesucher aus der Bibel vor, dann kam noch ein Schluß- gesang und damit war die„Kirche ans" und die frommen Lieben- lhaler gingen zum Mittagessen in der Ueberzeugung, ihr Seelen- heil wesentlich gefördert zu haben. Od die Sache noch irgend ein erbauliches Nachspiel haben wird, wissen wir nicht, auf jeden Fall ist von der etwas übertriebenen Frömmigkeit dieses Theiles der Liebenthaler Bevölkerung kein Schluß zu ziehen aus die religiöse und politische Haltung der Liebenlhaier überhaupt. Die letzten Reichstagswahlen haben den Beweis erbracht, daß in Liebenthal ein sehr guter Boden ist für die Ideen der Sozial- demokratie. der abgegebenen Stimmen sielen auf den sozia- listischen Kandidaten, sein Gegner mußte sich mit dem letzten Drittel begnügen. Da die Genossen im Torfe eine rege Agitation entwickeln, steht zu erwarten, daß die nächste Wahl der Sozial- demokratie noch günstigere Resultate bringen wird. Die vielgeriihmte„postalische Findigkeit" versagt nicht selten ihre» Dienst. Einer unserer Abonnenten theilt uns fol- gendes Postkuriosum mit. das freilich von der„Findigkeit" nichts aufzuweisen hat. Am 27. Juni v. I. sandte das Königl. Amts- gericht I eine Kostenrechnung au den Tischlergesellen Herrn W. SR., Schönhauser Allee Vir. 48, II. Der Brief trägt den Ver- merk: Adressat ist nach Angabe des Hauswirthes unbekannt ver- zogen. Da die polizeiliche Abmeldung vorschriftsmäßig erfolgt Er schreibt von mir:„Dieser vielseitige Charakter hat, wie wir inzwischen erfabren, selbst im Frühjahr 1891 sich noch einer freisinnigen Provinzialzeitnng zur Abfassung von parlamentarischen Wochenberichten empfohlen. In der Thal soll er auch für die- selbe einige tadellose, freisinnige Wochenberichte solcher Art ge- liefert haben." So wie die Sache dasteht, ist sie baar und blank erlogen. Ter Schatten von Thatsache, der hinter ihr steht und Herrn Richter natürlich nicht„inzwischen", sondern schouMit Jahr und Tag bekannt geworden ist,—„inzwischen"hat er ihn uur sur verleumderische Zwecke zurechtgestutzt— ist folgender. Nicht im Frühjahr 1891, sondern im Oktober 1899 fragte Herr Leopold Freund, Besitzer der„Breslauer Morgenzeitung", der ein persönlicher Freund des Herrn Richter ist, aber mir bis dahin so bekannt war, wie etwa der Mann im Monde, brieflich bei mir a», ob die Zeitungs- Nachricht, daß ich die von mir„vortrefflich geleitete"„Volks- Zeitung" verließe, wahr sei und ob ich, falls sie wahr sei. Lest- arlikel für sein„links von der freisinnigen Presse* stehendes Blatt schreiben möchte. Auf meine vorläufige Zusage kam Herr Freund nach Berlin und machte die Sache mit mir endgiltig ab, indem er mir seinen lebhasten Abscheu über den Boykott der„Volks-Zeitung" und seine ebenso lebhafte Freude kundgab, mir wieder ein Plätzchen in der demokratischen Presse eröffnen zu können. Ich schrieb demnach einige Monate wöchentlich zwei Leitartikel für die„Breslauer Morgen-Zeitung", bis mich nach dem Erscheinen von„Kapital und Presse" Herr Freund genau in derselben Weise boykottete, in welcher mich zu feinem lebhaften Abscheu die„Volks-Ztg." geboykottet hatte. Was liegt nun in diesem Thatbestande für mich Ehrenrühriges? Ich selbst habe ihn beiläufig zuerst in einer vom„Vorwärts" im Juli v. I. abgedruckten Erklärung veröffentlicht. Viertens: Unmittelbar nach den oben angeführten Sätzen fährt Herr Richter fort:„Und eine solche Persönlichkeit erhebt die Prätenston, entweder Alles, was er über sich und Andere geschrieben, als wahr anzunehmen oder mit ihm„vor den ge- richtlichen Schranken einen ehrlichen Gang zu thun". Herr Eugen Richter— der reine Julius Zäsar, wie er von sich spricht!—„hat niemals sich herbeigelassen, einen politischen Gegner wegen Beleidigung ooer Verleumdung gerichtlich zu be- langen." Es widerstrebt mir, die Verdrehungen, welche Herr Richter auch hier mit meiner Erklärung vom aa Dezember v. I. vornimmt, im Einzelnen aufzudecken. Ich beschränke mich aus die Bemerkung, daß ich ihn mit keiner Silbe vor die gerichtlichen Schranken geladen habe. Weiß ich doch schon seit fünfzehn Jahren, daß er in höchstem Grade an der Abneigung aller gewerbsmäßigen Verleumder leidet, mit eigener Person für ihre Lügen zu hasten! Damals tauchte zuerst der verleumderische Klatsch, mit dem Herr Richter noch heute gegen mich haustrt. in einem anonym erschienenen Flugblatte mar, wandte sich die Post an das zuständige Polizeibureau und erhielt hier die Auskunft, daß der Adressal nach der Oderberger- straße 23 verzogen sei. Dies war ein Jrrthum, denn die Woh- nung befand sich Oderbergerstr. 21. Der Briefträger fand in Nr. 23 ganz natürlich den Empfänger nicht und so ging das Schreiben als unbestellbar an das Amtsgericht zurück. Merk- würdiger Weise sind' anderen Zusendungen vom ersten Termin an bis zum Sc des Prozesses nach der Oderberger- straße 21 richtig adressir cden. Auch das Objekt des Prozesses ist vom Polizeipräsidiu. laut Postanweisung richtig bestellt worden. Die am 27. I..ii v. I. abgesandte Kosteurechnung allein hatte das Pech, seazs Monate lang ihren Beruf zu ver- fehlen, denn sie gelangte am 31. Dezember v. I. erst in jdie Hände des Adressaten. Zum Glück sind diesem große Nachtheile aus der Verzögerung nicht erwachsen, aber es hätte sich doch ebenso gut um einen dringlichen Fall handeln können. Es soll nicht untersucht werden, wen die Schuld au der verspäteten Zu- stellung trifft, soviel steht aber fest, daß bei genügender Auf- merksamkeit dieselbe nicht hätte vorkommen können. Jnvalidjtäts- und Altersversicherung. Im Laufe des Jahres 1891 sind bei der V e r s i ch e r u n g s- A n st a l t Berlin 1859 Ansprüche auf Altersrente angemeldet worden. Von diesen sind 1218 anerkannt, 589 abgelehnt, 22 auf andere Weise erledigt und 30 auf den Monat Januar unerledigt über- nommen worden. Auf der Fahrt vo» Berlin nach Potsdam hat sich in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag in einem Eisenbahn- wagen zweiter Klasse der Postsekretär Fritz K. aus Potsdam er- schössen. K. ist der Neffe eines früheren Reichstags-Abgeordneten und Landgerichtsrathes und galt als großer Lebemann. Man wunderte sich deshalb um so mehr, als K. vor zwei Jahren, nachdem er fast vierzig Jahre alt geworden, eine Ehe mit der Schwägerin eines Restaurateurs aus Klein-Glienicke schloß. Am Sonnabend war K., welcher aus der Bahnpost in Potsdam thätig war, nach Berlin gefahren und wurde bereits am Nachmittag von seiner Gattin, welche ihrer Entbindung entgegensieht, auf dem Bahnhof gesucht. Als K. um 11 Uhr Abends in Berlin am Bahnhof Friedrichstraße abfuhr, bat er den Schaffner, ihn in Potsdam zu wecken, da er wahrscheinlich schlafen würde. Im Konpee hat K. dann eine Flasche Wein aus- getrunken und sich dann mit einem Revolver in die Schläfen geschossen. Als der Schaffner die Thür öffnete, fand er eine Leiche. K. hatte seine Legitimationspapiere in die Brusttasche derart gesteckt, daß Jeder gleich sehen konnte, wer er sei. Der Wagen, in dem er sich erschossen, wurde ausgesetzt und nach dem Güterbahnhofe gefahren. Die Frau des Selbstmörders erschien am Sonntag Vormittag wieder auf der Bahnpost, um sich nach ihrem Manne zu erkundigen. Als die Aermste dort seinen Tod erfuhr, siel sie in Ohnmacht. Die von K. verwaltete Postsache befand sich in bester Ordnung nnd nimmt man als Grund zu dem Selbstmord Verpflichtungen an, die K. einem Mädchen in Berlin gegenüber hatte.— In Potsdam erschoß sich ferner am Sonnabend Abend der zwanzigjährige Schleifergeselle Hensel und zwar vor dem Hause seiner Geliebten, einer Wittwe, welche von ihm nichts mehr wissen wollte. Die Frau sah vom Fenster aus gleichgiltig der Verzweiflungsthat ihres ehemaligen Lieb- Habers zu. Ein der Auftlärnug»och harrender Fall nimmt seit gestern Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Anspruch. I» dem dritten Stockwerk des Hauses Waisenstr. 2 wohnt die Frau Minna Fischer geb. Hintze, welche seit etwa 9 Monaten von ihrem Ehemanne getrennt lebt. Bei ihr befand sich ihre einzige acht- jährige Tochter Bertha. Diese letztere nun erkrankte plötzlich am 29. v. M. und starb am folgenden Tage, Nachmittags um 7 Uhr. Die Beerdigung sollte nun am Sonntag Nachmittag um 1 Uhr stattfinden, wurde aber polizeilich nicht zugelassen, die Leiche des Kindes vielmehr um 11 Uhr Vormittags dem Schauhause über- wiesen. Es war nämlich bei der Polizei die Anzeige einge- laufen, und zwar von dem Manne der Frau Fischer, daß diese ihre Tochter mittelst eines Knüttels aus den Kops geschlagen habe, und daß der Tod des Kindes infolge dieser Mißhandlung ein- getreten sei. Obgleich nun die Mutter zugeben muß, ihr Kind am zweiten Weihnachtsfeiertage wegen einer geringsügigen Ur- fache gezüchtigt zu haben, so behauptet sie doch, daß zwischen dieser'körperlichen Züchtigung und der tödtlichen Krankheit— Gehirnentzündung— kein Zusammenhang bestehe, das Kind sei früher auf den Kopf gefallen und seitdem stets krank gewesen. Polizeilicherseits sind die eingehendsten Erhebungen im Gange, um Klarheit in die Sache zu bringen. Auch ist die gerichts- ärztliche Obduktion seitens der Staatsanwaltschaft angeordnet worden. Die Mutter befindet sich auf freiem Fuße. Eines be- sonders guten Leumunds erfreut sich dieselbe nicht. Ein betrübender Borfall hat sich gestern Nachmittag in Lichtenberg zugetragen. Der Malermeister W. war damit beschäftigt, eine» Revolver zu laden, den er während seiner Ab- auf. Ich ersuchte den Drucker in einem höflichen Schreiben um Auskunsl darüber, wer die preßgesetzliche Verantwortlichkeit trage, ausführend, daß ich den Weg der Klage zu beschreilen beabsichtige, aber ungern auf diesem Wege den mittelbaren Au- laß zur Verfolgung des preßgesetzliche, l Verstoßes geben würde, der in der mangelnde» Angabe eines verantwortlichen Heraus- gebers oder Redakteurs enthalten sei. Der Drucker sandte meinen Brief an den Verfasser und'erhielt von ihm folgende, mir im Originale vorliegende Antwort: Ich würde es sehr bedauern, wenn ich in diesem Augenblicke persönlich in diese Affäre gezogen würde. Das Material gegen Franz Mehring habe ich zur Hand. Ich würde den Brief völlig unbeantwortet lassen, keinesfalls vor der morgen Abend sialtfindenden Konferenz eine Antwort geben. Die Sache hat nicht die mindeste Eile. Die Drohung ist albern, insofern es sich höchstens um eine Ordnungsstrafe von einigen Thalern wegen nnterlassener Bezeichnung eines Herausgebers handeln kann. Es grüßt Sie E. Richter. In der„morgen Abend stattfindenden Konferenz" drückte sich der tapfere Eugen natürlich auch. Ich mußte gegen den Drucker klagbar werden und da Herr Richter, als es zum Klappen kam,„das Material gegen Franz Mehring' natürlich nicht„zur tand hatte", so wurde der Drucker wegen Verbreitung unwahrer eleidigungen über mich verurtheilt und bestraft. Er hat mir später'seine völlige Schuldlosigkeit dargcthan, und ich habe ihm mein lebhaftes Bedauern darüber ausgesprochen daß die Feigheit des Herrn Richter mich gezwungen hatte, an einem moralisch llnscyuldigen mir mein Recht zu nehmen. Seitdem hat die Hand- schrift des Herrn Richter in meinem Geheimschranke für kapita- listische Raritäten geruht, aber wenn so ein Heckenreiter, der immer nur aus sicheren Hinterhalte verleumdet und dem die Ehre seiner Mitmenschen um eine„Ordnungsstrafe von einigen Thalern" feil ist, gar noch in einer bei ihm dreimal albernen Hochnäsigkeit von„solchen Persönlichkeiten" reden will, sosoll ihm doch auch einmal öffentlich der Staar darüber gestochen werden, welche Persönlichkeit er denn eigentlich ist. Doch genug! Die Leser des„Vorwärts" werden mir nach den vorstehenden Proben zugeben, daß ich die Kampfweise des Herrn Richter unmöglich höflicher kennzeichnen kann, als durch die zarte Andeutung in der Ueberschrift dieser Zeilen. Mit dem Kapitalismus aber meine ich es gut, wenn ich ihm rathe, die RevaktionSwände der„Freisinnigen Zeitung"tschleunigst polstern zu lassen. Er könnte sonst unversehens um seinen kostbarsten Klopffechter kommen. Berlin, den 5. Januar 1892. F. Mehring. Wesenheit seiner Frau zum Schutze zurücklassen wollte. Neben ihm stand sein 13jähriger Sohn und sah seinem Vater bei dem Laden der Waffe zu. Der Revolver entlud sich plötzlich auf bisher nicht aufzuklären gewesene Weise, das Geschoß drang dem Knaben in den Kopf und führte den sofortigen Tod desselben herbei. Zum Raubmorde in Köpenick. Eine Konfrontation zwischen dem als Mörder verhafteten Rüttle und dessen Braut hat nicht stattgehabt, weil es außer Zweifel steht, daß die Schütt unschuldig ist, und Rüttle ein umfassendes Geständniß in nahe Aussicht gestellt hat. Er behauptet nämlich, daß er von der Blutthat wisse, sie aber nicht selbst vollführt habe. Die Behörde glaubt natürlich nicht hieran. Die Schütt hat auch gestern(Dienstag) ein neues Belastungsmoment angeführt. Rüttle soll um Wi Uhr Nachts zu ihr in die Wohnung gekommen sein und Enden von Würsten mitgebracht haben.. Der Glienickerstr. 38 wohnhafte Schlächtermeister Brockt hat sich nun bei der Polizei mit der Er- klärung eingesunden, daß der Ermordete am Abend vor der That solche Würste bei ihm gekauft habe. Hiernach erscheint es zweifellos, daß Rüttle entweder schon bei dem Wurslessen zugegen war oder von der Wurst nach der That genommen hat. Nach- dem er die Schütt verlassen hatte, hat er sich vollständig betrunken und ist während der ganzen Sylvesternacht nicht in seine Woh- nung heimgekehrt, hat sich vielmehr im Hirschkrug aufgehalten. — Die geraubte Uhr ist übrigens nicht bei der Schütt vorgefunden ivorden; denn dieselbe befindet sich in Waren bei den Eltern der Genannten. Die Kette scheint durch Ruttke vergraben worden zu sein. Das Beil, mittelst dessen der Mord verübt wurde, hat sich, wie jetzt feststeht, au der Maschine in der Küche der Schütt befunden und scheint einige Tage vor dem blutigen Gebrauch heimlich durch Ruttke mitgenommen worden zu sein. Die Leiche des Erschlagenen ist gestern Nachmittag um drei Uhr beerdigt worden. Des Weiteren erfahren wir, daß nunmehr auch die Zeit, zu welcher die Blutthat vollführt worden ist, feststeht. Es muß am 39. v. M. gegen 10 Uhr Abends gewesen sein. Bei der Polizei in Köpenick hat sich nämlich ein in der Grünauerstraße gegenüber dem Bieste'schen Geschäfte wobnhafter Mann, Namens Schulz ge- meldet, welcher angiebt, daß um IG/« Uhr die Rolljalouste des Schaufensters mit einem ungewöhnlichen Krach herabgestürzt sei. Dies sei ihm aufgefallen, da Bieste selbst in der Trunkenheit sehr behutsam das Schaufenster geschlossen habe, und er habe so- fort die Ansicht gehabt, daß eine ungeübte Hand die Arbeit vor- genommen habe. Daß die Mörder die Jalousie nach der That selbst herabgelassen haben, unterliegt keinem Zweifel, da der Gurt au derselben über und über mit Blut besudelt ist. Daß Ruttke den Raubmord lange vorher geplant hat, erscheint gleich- falls begründet, und zwar aus dem Umstände, daß er mit drei jungen Mädchen, welche in dem Mordhaus« wohnen, zu gleicher Zeit Liebesverhältnisse anknüpfte, sich stundenlang bei ihnen auf- hielt und während dieser Zeit stets die Bieste'sche Wohnung beobachtete. Am Tage nach der That muß Ruttke seine„Ver- Hältnisse" mit Leckereien bedacht haben, denn die bei der Schütt vorgefundenen Tüten, welche mit Chokolade und Bonbons ae- füll: waren, sind fast leer gewesen, und Ruttke mit der Schutt haben unmöglich die Menge bewältigen können. Berliner Rsylvmin für Obdachlose. Im verflossenen Monat Dezember 1891 nächtigten im Männer-Asyl 9257 Per- sonen, davon badeten 2966 Personen; im Frauen-Asyl 1962 Per- fönen, davon badeten 156 Personen. Polizeibericht. Am 4. d. M. Vormittags sollte der aus Berlin ausgewiesene und eines Einbruchs verdächtige Schuh- macher Degen in der Wohnung feiner Frau, Reinickendorfer- straße 23b, verhaftet werden. Als die Beamten zu seiner Ver- Haftung dort eintraten, fanden sie ihn erhängt vor.— Auf dein Bahnhofe Stralau-Rummelsbnrg warf sich zu derselben Zeit ein Kaufmann vor die Räder eines einfahrenden Ringbahnzuges, wurde überfahren und auf der Stelle getödtet.— Gegenüber dem Grundstück Mariannen-Hser 9 wurde Abends ein Arbeiter von einem Schlächterwagen ühersahren und erlitt dabei so bedeutende Verletzungen am Fuße und im Rücken, daß seine Uebersührung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich wurde.— Zu derselben Zeit brachte sich eine Frauensperson in einer Woh- nung in der Andreasstraße zwei Revolverschüsse in der Brust bei und mußte nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden.— Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. Thvrrkev. Im Thomas- Theater ist seit gestern wieder der Schön- than'sche Schwank„Ter Raub der Sabinerinnen" ins Repertoire aufgenommen. Er bewährte auch gestern wieder seine lustige Zugkraft. Von weiterer Bedeutung des Schwanks, als daß er durchgängig eine heitere, das Zwerchfell erschütternde Wirkung übt, ist nicht zu reden. Herr Thomas gab den Theaterdirektor Striese mit seinem unverwüstlichen Humor und treffender Charakteristik, seiner Darstellung wurde der schallendste Beifall und sich oft wiederholende Hervorrufe zu Theil. Neoeu Herrn Thomas sind Herr Kurz als Professor und Dichter des„Raubes der Sabinerinnen", sowie Frl. Gallus als Dienstmädchen befonders lobend hervorzuheben. Die Darstellung war durchweg eine flotte und gelungene. Gerickks-Ieikuttg. Wegen eines Vergehens gegen das Alters- nnd In- validitätS- VersichernngS- Gesetz hatte sich der Mauerpolier Hesse vor der VI. Strafkammer hiesigen Landgerichts I zu ver- antworten.§ 151 bedroht denjenigen, der in Quittungskarteu Vermerke oder Eintragungen macht, welche nach§ 108 unzulässig sind, mit Geldstrafe bis zu 2000 M. oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten. Ter Gesetzgeber wollte auf diese Weise verhindern, daß sich die Arbeitgeber etwa über die Führung der Arbeiter durch geheime Zeichen versländigeii. Der Angeklagte hatte nun in der ihm unterstellten Arbeitergruppe einem Maurer die Versicherungsmarke in die Karte geklebt und in das leere Feld der Versicherungskarte seinen Namen geschrieben und die Ver- sicherungsmarke darauf geklebt. Aeußerlich war an der Karte nichts zu bemerken und man entdeckte den Namen nur, wenn man die Karte gegen das Licht hielt. Der betreffende Maurer hatte aber diesen Verstoß gegen das Gesetz heraus- gefunden und sorgte dafür, daß derselbe auch der Anklage- behörde bekannt wurde. Das Schöffengericht sprach den Au- geklagten frei, da es aber für solche Fälle unzuständig ist, legte der Staatsanwalt Berusimg ein und beantragte, den Angeklagten zu 6 Mark Geldstrafe zu verurtheilen. Der An- geklagte versicherte seinerseits wiederholt, daß es ihm gänzlich ferngelegen, den Arbeitnehmer durch die Eintragung seines Namens späteren Arbeitgebern gegenüber zu kenuzeichneii, vielmehr sei es ihm lediglich darauf angekommen, event. beweisen zu können, daß er seine Pflicht nicht verabsäumt habe. Selbstredend!— Die Strafkammer war zunächst nicht im Zweifel darüber, daß auch durch solche Eintragungen unterhalb der Marke objektiv das Gesetz verletzt werde. Subjektiv schloß sich der Gerichtshof aber der An- ficht des Rechtsauwalts Böger dahin an, daß in diesem Fallt ein strafbarer Dolus nicht vorliege und erkannte deshalb auf Frei« sprechung.— Aber wenn es nun einmal umgekehrt so gemacht würde?! �■•'■.•' 17 Bi 1,1 in'a 5. Upn Set igar sla Der 92 Telephonische Grobheit ist schon für Manchen von un- 1 Handschuhmacher Friedrichshagens und nahezu Ausschluß der Kündigung an den Werkstellen angeschlagen, ferner angenehmen Folgen begleitet gewesen; für den Kaufmann Willy 10 Wochen die Buchdrucker Deutschlands im Streit es allgemein bekannt" sei, daß die Innungsmeister jebe Kündi Elfan, der gestern vor der VI. Straftammer hiesigen Land- und noch immer tobt der Kampf fort; die Ursachen deffelben find gung ausgeschlossen haben. Der Kläger erklärte: Als er den gerichts Í stand, ist dabei eine Geldstrafe von 150 M. heraus- Euch in der letzten Versammlung flargelegt worden. Ihr kennt Vertrag unterschrieb, sei erfelbe ihm weder vorgelesen noch sonst der gekommen. Der Angeklagte wünschte eines Tages telephonischen auch die Vortheile und Nachtheile solcher Lohnbewegungen, Inhalt bekannt gegeben; er habe nur gewußt, daß mit der Unterschrift Anschluß nach Charlottenburg, fein Wunsch fiel aber in eine namentlich die der Buchdrucker, welche um den Neunstundentag die Kündigung ausgeschlossen werden sollte. Dieses Arbeitsver Zeit, in welcher ein solcher Anschluß nicht mehr vorgenommen ringen, voll und ganz aus gleichartiger eigener Erfahrung. Was hältniß wurde aber gelöst und als er etwa nach drei Monaten werden konnte. Er wurde von dem betr. Beamten auf der Ver- habt Ihr nun bisher zur Unterstützung der Streifenden bei- wieder bei Krieger in Arbeit fam, wurde meder schriftlich och mittelungsstation darüber aufgeklärt und es tam zu einigen Ausein- getragen? Leider sehr wenig. Es sind stets dieselben wenigen mündlich die Kündigung ausgeschlossen. Nachdem er nun ohne andersetzungen, in deren Verlauf Hr. E. den Aufsichtsbeamten zu Kollegen, welche die Opfer, sogar große Opfer brachten, während Ründigung entlaffen worden sei, von genanntem Paffus in dem Sprechen wünschte. Das Erscheinen desselben am Apparat dauerte dem- ein jeder Arbeiter stolz darauf sein sollte, sein Scherf- früheren Bertrag aber nicht einmal eine Ahnung hatte, so halte felben aber zu lange und als der Beamte erschien und auf die lein zur Unterstübung beitragen zu können. Ist es cr fich für berechtigt, für die noch in Frage stehende Arbeitswoche Beschwerden des Herrn E. demselben auseinandersetzte, daß er ja nicht pflicht jedes tlaffenbewußten Arbeiters, feine Brüder die entsprechende Entschädigung zu beansprachen. Das Gericht nicht nur seinetwegen da sei, sondern auch noch anderen Leuten und Schwestern im Kampfe gegen die Unternehmerklasse in jeder entschied darauf, daß Krieger allerdings ht verpflichtet mar Rebe und Antwort zu stehen habe, wurde Herr E. außerordentlich Weise zu unterstügen? Wohl wissen wir, daß auch Ihr mit den dem Kläger den Arbeitsvertrag vorzulesen, dagegen könne dieser mißlaunig und gab dem Beamten kurzerhand die Versicherung, wirthschaftlichen Verhältnissen zu kämpfen und zu rechnen habt, Vertrag für das spätere Arbeitsverhältniß nicht als rechts daß derselbe ein Narr sei. Der Beamte deckte seinerfeits über gehört unsere Branche doch dem Textilgewerbe an, und das be- verbindlich erachtet werden. zumal Krieger es versäumt habe, diefen Vorfall den Mantel der Liebe, als aber Herr E. sogar noch fagt genug! Dennoch, trob unserer tieftraurigen Lage, müssen den Kläger bei seinem Wiedereintritt in die Arbeit auf jenen eine Beschwerde an die Ober- Postdirektion losließ, da hielt wir an der Seite unserer Genossen stehen, sie während ihres Vortrag auch nur hinzuweisen. es der Beamte denn doch für gerathen, davon Mittheilung Streits mit Geldmitteln thatkräftig unterstützen. zu machen, wie der Beschwerdeführer sich über Europas über- Wenn jeder Arbeiter wöchentlich nur 10 Pf. 20 jährige Stenerfreiheit gesteht ein in Desterreich fünchte Höflichkeit hinweg zu sehen gewagt hatte. Das Schöffen- giebt, so ist das bei einer Massenbetheiligung schon eine große von der Boltsvertretung angenommenes Gesetz Vereinigungen, gericht hatte deshalb Herrn Eltan zu 150 M. Geldbuße ver- Silfe. Ein solcher Betrag fällt den Einzelnen nicht so schwer, Gemeinden und Privaten für Gebäude zu, welche ausschließlich urtheilt, die Strafe schien demselben aber zu hoch und er ging es fann und soll ihn daher ein jeder geben, welchem es vergönnt an Arbeiter vermiethet werden. Vorausgesetzt ist dabei, daß auch an die Berufungskammer. Der Staatsanwalt bedauerte im ist, in Arbeit zu stehen; das ist er sich selbst, das ist er seiner der betreffende Provinzial- Landtag auf seine Steuerzuschläge ner Termin, daß er nicht auch Berufung eingelegt habe, da die Klasse schuldig. zichtet. Für die Größe des betreffenden Wohnraumes und die Selephonbeamten in ihrem an sich schon aufreibenden Beruf Wie Euch bereits bekannt ist, giebt die Berliner Streit- Höhe des Miethzinses sind gewisse Vorschriften erlassen, die einenergifch gegen Insulten zu schützen seien. Die Straffammer war Rontrollkommission Marken im Werthe von 5 Bf., sowie Sammel- gehalten werden müssen, falls die Steuerfreiheit Play greifen derselben Ansicht, hielt die Strafe teineswegs für zu hoch und listen heraus Dieselben sind jederzeit im Arbeitsnachweis, Alte foll. Auf die Höhe der Wohnungsmiethe wird dieses Gefeß einen verivarf deshalb die Berufung. Jakobftr. 66, Restaurant Alms, zu haben. Ihr werdet hiermit nennenswerthen Einfluß faum ausüben; den hauptsächlichsten Nutzen werden wohl wic immer die besitzenden Klassen davon ersucht, recht rege davon Gebrauch zu machen. Mit kollegialischem Gruß hab.n. Friz Berger, Delegirter zur Berliner Streik Kontrollkommission. Achtung, Glasschleifer Berlins! Infolge eines Lohnabzuges von 15-40 pCt. haben die Kollegen der Firma A. W. Arlt die Arbeit niedergelegt. Wir bitten daher die Kollegen, den Zuzug fernzuhalten. Mit Gruß die Kollegen der Arlt'schen Werkstelle. " Versammlungen. Zur Abschreckung für Nowdies und raufluftige Per fonen tann eine Verurtheilung dienen, die gestern vor der 91. Abtheilung des Schöffengerichts unter dem Vorsitze des Gerichtsassessors Mende erfolgte. Als der Wächter Kersten am Abende des 24. Mai feinen Beobachtungsgang nach der äußersten Weichbildgrenze der Stadt unternahm, bemerkte er eine Anzahl Berfonen, welche vom Tempelhofer Felde kam und sich in der Richtung nach der Stadt zu bewegte. Der Wächter kannte mehrere derselben als berüchtigte Unfugstifter und Schläger. Als er den Der Bau- Arbeiter- Verein der Rosenthaler Vors Rückweg antrat, begegnete ihm nach einiger Zeit eine aus stadt hielt am 20. Dezember seine Versammlung ab, in welcher Bersonen beiderlei Geschlechts bestehende Gesellschaft, welche sich nach Der Streit der Münchener Schmiede ist zu Ende, die Abrechnung vom Monat September verlesen und für richtig Tempelhof begab. Dem Wächter kam sofort der Gedanke, daß nachdem die Forderungen der Gehilfen zum größten Theile beerklärt wurde. Aus dem weiteren Verlaufe der Sigung ist mites zwischen den beiden Trupps zu Streitigkeiten fommen würde. willigt worden sind. zu unterstützen sind nur noch 10 Ge- autheilen: Herr Rudolf Derpe tritt dem Verein gegenüber in Seine Voraussetzung erwies fich als richtig; bald hörte er hinter hilfen. Die Lohnkommission schreibt über den Streit: seine Rechte wieder ein, indem er seine rückständigen Beiträge sich wüstes Geschrei und Hilferufe. Er eilte zurück und fand die Wir haben unseren Sieg nur unseren deutschen Kollegen au nachzahlt. Die kranken Mitglieder Otto Fischer und Karl Schlägerei in vollem Gange. Wie sich herausstellte, hatte die verdanken, da sie uns eine so großartige Unterstügung zu Thei! Kunert erhalten je 15 M. Unterstügung. Die Versammlungen von Tempelhof tommende Gesellschaft den Streit aus reiner werden ließen, was wir gar nicht erwartet haben. Sogar der werden von nun ab durch Inserat im Vorwärts Berliner BoltsDas Wintervergnügen findet am Rauflust vom Baun gebrochen. Es gelang, drei von diesen Per- Zentralverein der deutschen Schmiede hat uns mehrere hundert blatt" bekannt gemacht. fonen, den Arbeiter" Otto Lange, den Tischler Rudolf Mark geschickt, trotzdem wir gar nichts zu erwarten hatten, 20. Februar in Schröder's Restaurant( früher Weddingpart) statt; Grunwald und den Schlosser Franz Müller bingfest zu indem wir ja teiner Organisation angehörten; wir hatten die Herren Kersten, Kleinert, Bernhöst, Berger, Genz, Wallenthien machen. Dieselben standen gestern wegen gemeinschaftlicher cine sorgenvolle Zeit in dieser Streitangelegenheit zu er- und Deich bilden das Festkomitee. Körperverlegung vor Gericht. Durch die Beweisaufnahme wurde warten, jetzt aber sind wir durch die uns zu Theil gewordene In einer vom Verein ,, Karl Marg" einberufenen festgestellt, daß der Angeklagte Lange fich zunächst von seinen Unterstützung aller Sorgen enthoben. Erwähnt seien hier nur die Begleitern getrennt hatte und der ihm begegnenden Gesellschaft, Braunschweiger Kollegen, welche uns allein hundert Mark schickten. harmlofe Einwohner aus Tempelhof, allein entgegengetreten war. Ebenso zahlreich waren die Unterstützungen der Kollegen anderer Den ersten ihm nahe Eretenden rempelte er in brutaler Weise deutscher Städte, so daß wir mit einem namhaften Ueberschuß zu an und verfekte demselben einen Fauftschlag ins Gesicht, als rechnen haben werden, derselbe wird dem Vertrauensmanne der dieser sich die Anrempelei verbat. Gleichzeitig stieß Lange einen deutschen Schmiede zur Verfügung gestellt werden, welcher ihn Pfiff aus und dies war das Zeichen für seine sich versteckt den deutschen Buchdruckern übermitteln wird. Die haltenden Begleiter, herbeizueilen und sich ohne Weiteres Münchener Schmiede werden hieraus erschen, welchen Weg fie auf die Angegriffenen zu stürzen. Der Gerichtshof hielt in Zukunft zu gehen haben hezüglich ihrer Organisationsform, es für zweifellos, daß es sich um einen geplanten Ueber- und fordern wir sämmtliche Schmiede Münchens anf, sich der fall handelte. Der Staatsanwalt, Assessor Jürgens, führte aus, demnächst zu gründenden Bahlstelle der Vereinigung der deutdaß an eine Besserung der drei bereits sämmtlich wegen ähn schen Schmiede" anzuschließen." licher Gewaltthaten bestraften Personen durch die ihnen neuerdings aufzulegende Strafe wohl nicht zu denken sei. Die öffentliche Sicherheit verlange aber, daß bergleichen Personen so lange wie möglich unschädlich gemacht würden, er beantrage daher gegen Lange drei Jahre, gegen Grunwald zwei und gegen Müller zwei Jahre drei Monate Gefängniß. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen bei und erkannte auch nach den Anträgen des Staatsanwalts. Büffetiers, Bersammlung, welche von Männern und Frauen start besucht war, sprach am letzten Sonntag im großen Saale der Bockbrauerei Dr. Lütgena u über, den Ursprung des Monotheismus". Referent ging auf die natürlichen und die sozialen Elemente in der Entwickelung der Religion ein, trennte die Einflüsse beider Elemente scharf und tabelte u. a. nachdrücklich den sonntäglichen Leitartikel der Volksztg.", die so tief gesunken sei, daß sie bas Christenthum deshalb angreife, weil es Gerechtigkeit und Berminderung der Ungleichheit predige. Eine Diskussion fand nicht statt. Der Vorsitzende gab dann einen furzen Rückblick über die Thätigkeit des Vereins im alten Jahr und forderte auf, auch im neuen Jahr mit demselben Eifer wie im alten zu agitiren. Darauf In Cette( Frankreich) streiken die 2astträger. Sie ver- war geselliges Zusammensein. langen 10 Franken Tagelohn. Die Arbeiter der Pelzmügen und Zurichterbranche Die Zahl der Arbeitslosen in Magdeburg wird, wie hörten in der öffentlichen Versammlung am 2. Januar den Be man von dort schreibt, auf mehrere Tausende geschäßt. richt des Herrn Wiehr über die Arbeitseinstellung der fünf Besonders in den Maschinenfabriken sind schon vor längerer Kollegen in der Gärtner'schen Müßenfabrit. Danach war es Beit zahlreiche Arbeiter wegen Mangels an Arbeit entlassen bisher bei Herrn Gärtner Ufus, daß auf Ganzstück gearbeitet worden. Eine Kommission, die in einer Versammlung Arbeits- wurde und jeder Geselle seine Mamsell selbst bezahlte. Jest foll Unter der Anklage des Rautionsschwindels in mehreren lofer gewählt war, hat sich zu dem Oberbürgermeister Böttcher Halbstück- Arbeit eingeführt werden, d. h. bas Geschäft bezahlt die Fällen stand gestern der Restaurateur Paul Brösi ce vor der begeben und um Beschäftigung der Arbeitslosen bei städtischen Arbeiten Mamsell selbst, berechnet aber dem Gesellen dafür kaum ein II. Straffammer des Landgerichts I. Der Angeschuldigte, der gebeten. Aus dem Bericht, den diese Kommission in einer öffent- Drittel des für das Dugend Mügen früher bezahlten Preises, ein Restaurant unter dem Namen„ Süd- West" besaß, pachtete im lichen, von tausend Arbeitslosen besuchten Versammlung gab, was für den Gesellen einen Minderverdienst von 12 m. vorigen Jahre in dem ihm gegenüber belegenen Bellealliance- geht hervor, daß dieselbe in entgegenkommender Weise empfangen pro Woche ausmachen soll. Die fünf Kollegen konnten Theater einen Bierausschank dazu. Er will gehofft haben, das worden ist. Der Oberbürgermeister hat die Zusicherung gegeben, barauf nicht eingehen und da auf ihre Vorstellungen bei feinen Ansichten verblieb, so legten durch seine zerrütteten Vermögensverhältnisse verbessern zu können, daß fofort Erdarbeiten in Angriff genommen werden sollen, die Herr Gärtner ist aber vom Regen in die Traufe gekommen. Dann wenigstens einem Theil der Arbeitslosen Beschäftigung gewähren. fie die Arbeit nieder. Herr Dittmann führte hierauf an, daß verfiel der Angeklagte auf das verhängnißvolle Mittel, Es sollen dabei nur Magdeburger Arbeiter und unter diefen in er als Vorsitzender der Filiale sofort Kenntniß von der Arbeitssich durch Annahme von die Raution zu erster Linie solche, die schon längere Zeit arbeitslos sind, oder einstellung bekommen hätte und auf der Tafel, welche im Arbeitshinterlegen hatten, über Einem eine starke Familie haben, berücksichtigt werden. Eine Anzahl nachweislokale aushängt, die Firma notirt und vor Zuzug gewarnt halten. Waffer zu seiner Angestellten erzählte er, daß er mit der Direktion des Arbeitsloser hat denn auch schon Beschäftigung erhalten, und hätte. Bugleich habe er mit Herrn Gärtner persönlich gesprochen, worauf ihm derselbe bemerkt hätte, er wolle den Gesellen 30 M. Bellealliance- Theaters wegen Uebernahme des Theaterrestaurants zwar zum Stundenlohn, der freilich kein hoher ist. Wochenlohn geben, verlange dafür aber 21 Dußend Müzen herin Berbindung stehe, die Berpächterin wolle 40 000 Mark Pacht Die Firma Gebr. Körting in Saunover hat, wie wir gestellt. Herr Siem forderte die Versammlung auf, die fünf haben, er besige aber nur 80 000 Mart. Sobald er die noch fehlenden 10 000 Mark angeschafft haben würde, könnte er die dem Hannoverschen Volkswillen" entnehmen, mit Beginn des Ausständigen nach Kräften zu unterstützen, sowie den Buzug fernBacht übernehmen. Der Buffetier begnügte sich einstweilen mit neuen Jahres die Stücklöhne um 10-30 pt. r.duzirt. der Uebernahme des Ausschants im Vorderhause, er zahlte Um Arbeiter Entlassungen zu vermeiden, die man Neu Angestellte, daß die Ausgaben die Einnahmen über- wegen Arbeitsmangels sonst für unumgänglich hielt, hat nach der in der Fabrik bleiben, eingeschloffen werden, und verlas eine ftiegen, er suchte das Verhältniß schleunigst wieder zu die Arbeitszeit reduzirt. Aus gleichem Grunde soll Karte, welche von dem Werkführer des Herrn Westmann an den Lösen. Bei seinem Austritte war der Angeklagte außer Stande, dem Buffetier die Kaution zurückzugeben, der Lettere wie das„ Taubaner Tageblatt" hört- im Bezirke der Berliner Eisen- Wertführer der Gärtner'schen Fabrik gerichtet ist, worin ersterer mußte fich mit Wechseln begnügen, die am Verfalltage nicht ein- bahndirektion die bisher zehnstündige Arbeitszeit seit 1. Januar um demselben Arbeiter verspricht. Zwei Mann von Westmanns die gelöst wurden, die Zwangsvollstreckung war fruchtlos, da der eine Stunde verkürzt worden sein. Daß der Lohn auf der hätten denn auch bei Gärtner angefangen. Herr Wedemayer Schuldner schon vor längerer Zeit den Offenbarungseid geleistet früheren Höhe wie bei zehn Stunden belaffen sei, wird nicht ge eines Menschen übersteige, und meinte, 14 Dugend wären vollmeldet, demnach würde diese Art der Arbeitszeitverkürzung die hatte. Für sein Restaurant Süd West" hatte der Angeklagte Billigung der betroffenen Arbeiter schwerlich finden. Indessen ständig genügend, dabei fönnte der Fabrikant sehr gut bestehen ebenfalls einen Buffetier mit Raution angenommen, dem in furzer Aufeinanderfolge andere folgten, dieselben find sämmtlich um seigt doch die Mittheilung, daß durch Verkürzung der Arbeitszeit und auch den Arbeitern einen anständigen Lohn zahlen. Herr furzer Aufeinanderfolge andere folgten, dieselben sind sämmtlich um die Arbeitslosigkeit sich thatsächlich vermeiden läßt, um so un- Schmela, einer von den beiden bei Gärtner in Arbeit geihre Ersparnisse gekommen. Der Gerichtshof war mit dem Staats anwalt der Ansicht, daß dem fortdauernden Kautionsschwindel begreiflicher ist es, daß die preußische Regierung den Buchdruckern tretenen Gehilfen, erklärte, nachdem ihm von mehreren Rednern in Berlin nur durch eine energische Bestrafung ein Ziel Hemmnisse bereitet, welche aus gleichem Grunde um den Neun- sein Verhalten vor Augen geführt worden war, die Arbeit niederlegen zu wollen. In einer sur Annahme gelangten Resolution erklärte sich dann die Versammlung mit den Streikenden gesetzt werden könne, Brösecke wurde zu einem Jahr Gefängniß ſtundentag kämpfen. und einjährigem Ehrverlust verurtheilt, auch seine sofortige Bersolidarisch und verpflichtete sich, dieselben mit allen ihr zu Gebote haftung angeordnet. stehenden Mitteln zu unterstüßen. Ferner beantragte die Verſammlung, über die Gärtner'sche Werkstatt die Sperre zu verhängen und den Buzug streng fernzuhalten. Hierauf wurde auf Antrag Pieper die Errichtung eines Agitationskomitees be schlossen und in dasselbe Frau Bernack, Frau Fellechner B Soziales Elend. In Hannover wurden laut Polizeibericht im Monat Dezember zur Haft gebracht 78 Personen weiblichen Geschlechts wegen ,, lüberlichen Umbertreibens" und zuhalten. Herr Feldmann tabelte das Verhalten des Herrn Gärtner, der in seiner Fabrit auch die Anordnung getroffen haben soll, daß die Mamsells, welche über Mittag Ein alter Bekannter auf friminellem Gebiete, der Dachdeckermeister August Gregor Skoruppa, wurde gestern 206 Obdachlose. wiederum der 7. Straffammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich Wie schändlich die Prostituirten ausgebentet werden, wegen Betruges in zwei Fällen zu verantworten. Der Angeklagte war kaum aus dem Zuchthause entlassen worden, als er einen ergiebt sich aus einem Bericht, welcher der„ Elsaß- Lothringischen sowie die Herren Pieper, Schwarz, Günther und Riem gewählt. eigenartigen Schwindel in Szene fette. Er machte bekannt, daß Bolts- Zeitung" aus Straßburg zuging. Danach wohnen in Nachdem noch Herr Regge in die Streit- Kontrollkommififon er eine Fabrit künstlicher Dungstoffe gründen wollte und hierzu Straßburg die Prostituirten außer in Bordellen auch in Zimmern, gewählt worden war und der Kassirer Hübner zum Beitritt in deren Vermiether die polizeiliche Erlaubniß dazu haben. Die den Verband aufgefordert hatte, schloß der Vorsitzende die Ver mehrere dienstbare Kräfte brauchte. Es meldeten sich viele Perfonen und Storuppa erflärte auch, sie alle beschäftigen zu wollen, Prostituirten zahlen ihrem Vermiether täglich 6-10 Mart für fammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. aber er müsse Sicherheit in Händen haben, da Ehrlichkeit heut Logis und Kost. Letztere ist meistens geringwerthig und höch Herr Emil Brucks, Töpfermeister, Tempelhoferstraße 23, zutage eine seltene Tugend sei. Ein junges Mädchen hinterlegte bis 7 m. täglich für die Miethe übrig bleiben, macht in einem fendet uns zu dem in Nr. 300 des Vorwärts" veröffentlichten itens auf 1,50-2,50 M. zu schäßen, so daß dem Vermiether 4 als Sicherheit 250 Mark und erhielt dafür das Versprechen, daß bis 7 M. sie demnächst in der Guanofabrik als Kassirerin angestellt werden Jahre 1300-2700 Wt. Der Miethswerth beträgt vielleicht 120 Bericht über eine stattgehabte Versammlung des Vereins zur follte, ein Hausdiener opferte dem Angeklagten 200 m. für ein übrig bleibt. Rechnet man nur 100 Prostituirte, fo giebt das und Umgegend eine längere Erklärung, in welcher in Bezug auf bis 250 W., so daß ein Reinprofit von zirka 1200-2300 Mart Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berling ähnliches Versprechen. Natürlich sind beide um ihr Geld gekommen, da Sforuppa auch nicht die mindeste Aussicht hatte, eine Summe von 120 000-230 000 M., welche die Männerwelt folgende Stelle jenes Berichts: 3u bedauern sei es, daß immer je Fabrikbesizer zu werden. Der Staatsanwalt Jaroczewski be- Straßburgs( naturgemäß fast ausschließlich dessen bessere" noch ein großer Theil Kollegen fich ruhig Abzüge gefallen läßt. antragte gegen den unverbesserlichen Betrüger eine Buchthaus- Männerwelt den hungrigen Zimmervermiethern in den Rachen Namentlich gelte dies von den bei der Firma G. Bruds arbeitenstrafe von acht Jahren, 1200 Dt. Geldstrafe event. noch wirft; eine Summe, welche die wirklich geleistete Armenunter- den Kollegen" gefagt ist: Noch nie habe ich die Absicht W. hao Tage Zuchthaus und zehnjährigen Ehrverlust. Der Gerichts- ftüßung erreicht oder noch übertrifft. hof erkannte nach dem Antrage. Soziale Uebersicht. Achtung, Posamentenbrauche! Kollegen und Kolleginnen! Schon über zwanzig Wochen Tiegen die Weißgerber Berlins, über 18 Wochen die 21 gehabt, den bestehenden und von mir voll und ganz anerkannten Lohntarif herabzudrücken oder daran herumzunörgeln, was die Vorm Nürnberger Gewerbegericht tam folgender inter- Gesellen, die schon viele Jahre bei mir arbeiten oder gearbeitet effante Fall zur Verhandlung. Der Tagelöhner Döbler beanspruchte haben, gewiß gern bezeugen werden. Daß ich aber Arbeiten, die von dem Maurermeister Krieger eine Entschädigung von 19,50 M. nicht geleistet werden, bezahlen soll, ist eine Thatsache, die ich wegen widerrechtlicher Entlassung. Als Beweis, daß einfach nicht begreifen kann. Der neue im Oktober v. J. heraus. er dem Kläger nichts schuldig sei, produzirte Krieger einen Vertrag, gegebene und von mir anerkannte Sohntarif ist mit einigen erin welchem außer dem Ausschlusse der Kündigung noch der Baffus läutemden Ergänzungen um deswillen versehen worden, um die enthalten war:„ daß der Ausschluß der Kündigung auch für leidigen Streitigkeiten bei den Lohnzahlungen zu vermeiden; durch jedes spätere Arbeitsverhältniß volle Giltig- das, ich behaupte absichtliche Fortlassen der unter B des teit habe." Außerdem machte der Beklagte geltend, daß der alten Lohntariss vermerkten Bosition ohne Medaillon und Auf" " Männer " Bei der fab weniger 2,50 M." ist aber gerade ein Streitpunkt um des- I eingerichtet, um den Schülern, die alljährlich wechseln, einerseits| fest genug im Pelz der Mutter, macht so alle Sprünge mit und willen geschaffen, als in dem neuen Tarif ausdrücklich vermerkt Wohnung zu bieten, andererseits sich einen flexen Nebenverdienst, gelangt mit ihr in Sicherheit. Bei zahmen Affen wurde steht, daß die Preise für Defen mit Medaillon und eine Beihilfe zu fleinem Einkommen zu verschaffen. Eine Depu- Aehnliches beobachtet. Wallace erzählt von einem neu Auffay in Ansatz gebracht sind; es ist auch durchaus unbillig, tation der Gemeinde bat den Direktor der Brauerschule um geborenen Orang, dessen Mutter er getödtet hatte; das Junge eine nicht geleistete Arbeit bezahlen zu sollen, denn der Bauherr Vermittlung, die dann auch, wie das dortige Tageblatt" meldet, griff ihm in den Bart und war mit feinem Mittel loszubringen, läßt in einzelnen untergeordneten Räumen nur deswegen Defen in liebenswürdiger, entgegenkommendster" Weise versprochen bis man es in ein weiches Bisonfell hüllte, in das es dann hinohne Medaillon und Aufsatz feßen, um diefelben billiger zu er- wurde". Dennoch wurde es der Deputation nicht erspart, mit einschlüpfte. Dr. Robinson hat nun zu erforschen gesucht, bis zu halten und wird sich von den Töpfergesellen schwerlich vorschreiben den jungen Herrchen selbst in Unterhandlung treten zu müssen, welchem Grade das menschliche Junge die nämliche Fähigkeit des laffen, welche Art von Deffen er sich in den einzelnen Räumen welche zuletzt befriedigende Resultate" ergaben. Man ver- Festhaltens besitzt, und er war der Ansicht, daß wenn Darwin setzen lassen muß." gegenwärtige fich, wie man in gleichem Falle mit Arbeitern Recht hat, wenigstens eine Spur dieser Fähigkeit bei dem neuFreie Vereinigung der Kaufleute. Sonnabend, den 9. Januar umgesprungen sein würde! geborenen Menschen sich finden müsse. Er hat nun dar Berliner Bockbrauerei, zu Gunsten der streikenden Buchdrucker: Großer im Alter von weniger als Kommers. Humoristische und ernste Borträge, darunter Vorträge des Mülhausen( Elsaß). Mit dem 1. Januar trat die Ver- auf hin sechszig Kinder zwar die meisten gleich gefangvereins„ Typographia". Sum Schluß: Tanzkränzchen. Näheres die ordnung des Ministeriums in Kraft, daß die Führung der einem Monat untersucht, und Platate. Standesregister im Reichslande, einschließlich der darauf während der ersten Stunden nach ihrer Geburt. In allen Fällen, Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. bezüglichen Verhandlungen, in sämmtlichen Gemeinden blos zwei ausgenommen, hatte das Neugeborene mindestens Beeinte Bratt, Sonteinſtraße 6. Abends» Uhr Sigung bet klein in Deutscher Sprache zu erfolgen hat, soweit nicht für zehn Sekunden lang frei an den Händen hängend sich festhaltent Gäste, urch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Gäste willkommen. Gamansipation", Abends 8½ Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. einzelne Gemeinden der Gebrauch der französischen Sprache zeit- fönnen, entweder an den Fingern des Beobachters, oder an einem Charlottenburg. Lese- und Diskutirklub Mehrweise durch das Ministerium zugelassen wird. Ringe, so daß das ganze Gewicht des Körpers an den Händen Licht", Abends 8 Uhr, im Lokale Spreeftr. 3b. Männer und Frauen, burch Mitglieder eingeführt, find stets willkommen., Gleichheit", " Greiz. Das seit 117 Jahren bestehende hiesige ,, Amts- hing. In zwölf Fällen, bei Kindern vom Alter einer Stunde, Sigung Abends 8% ihr, Staligerstr. 7 bei Schönemann. verfloß eine halbe Minute, ehe der Halt losgelassen wurde; in Jacoby", Abends 8½ ühr bei Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. Gäfte, durch Jahres sein Erscheinen eingestellt. Das Blatt wurde zuletzt von vier Zagen hatte im Allgemeinen die Kraft zugenommen, und Jobann und Nachrichtsblatt" hat mit Schluß des vergangenen brei Fällen verfloß beinahe eine ganze Minute. Im Laufe von Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. nebungs- dem nationalliberalen Hofbuchdrucker Otto Henning heraus- fast alle Kinder fonnten sich mit ihrem Gesammtgewicht eine Stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangvereinte des gegeben. freiheit", Blumenstraße 38, bei Hente. Gesangverein Freya", halbe Minute lang aufhängen. Nach 14 Tagen hatte die ( Gem. Chor), Alte Schönhauserstr. 22-23, Bögow's Brauerei. Gesangverein Der französische Romanschriftsteller Guy de Maupassant Faustkraft der Neugeborenen ihr Maximum erreicht; die meisten Hilaritas", Hochstraße 32 a, bet Wilte. Gefangverein" Deutsche hat in Cannes einen Selbstmordverfuch begangen. Er blieben 11/2 Minuten hängen, zwei mehr als 2 Minuten, Gich e", Blumenstraße 46, bei Went. Gefangverein" Borwärts 2" feuerte mehrere Revolverschüsse auf sich ab, die aber wenig eines sogar Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. und 2 Minuten 35 Sekunden. Gesangverein, d) o 1", Pantow, Schulzestr. 27.- Gefangverein er che", Usedomstraße, Cafee Sumboldt. Schaden anrichteten, da sein Diener so vorsichtig dar, die Kugeln raschen Zunahme des Gewichts erklärt es sich, daß Gefangverein der Steinmegen", Johannisstraße 20, bet Müller. Gefangverein, Freiheit", Bülowstraße 27, bet Gundlach. aus den Patronen zu entfernen, und brachte sich dann mit einem es den Neugeborenen von der dritten Woche an immer schwerer Gefangverein der Kürschuer", D. V. D. Br. Berlin, Neue Friedrichstr. 44, afirmesser einen tiefen Schnitt in den Hals bei. Maupassant wird, sich aufgehängt zu halten. In einem Fall, den Dr. Robinson bet Röllig. Gefangverein Südost 2", Guvrnstraße 16, bei Ziemer. foll sich zwar außer Lebensgefahr befinden, ist aber wegen anführt, ließ ein Kind nach zehn Sekunden mit der rechten Hand Gefangverein ,, Sangeslui", Bülowstr. 69, bei Gründer. Gefangverein Geisteskrankheit in eine Heilanstalt überführt worden. " Morgenroth 3", Admiralstraße 38, bei Bülow. los und hielt sich schwebend allein mit der linken noch fünf SeGesangverein Stein nelte", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Gefangverein, yra 1", Raupach Ungeheures Aufsehen erregt in Peft der Selbstmord tunden lang. Dr. Robinson hat auch Photographien der so ftraße 6, bei Gtachel. Gesangverein ,, Euphonia", Annenstraße 16, bei des Haupt- Kassirers Piuffisch von der Ersten hängenden Kinder aufgenommen; die Haltung der Kinder( heraufReßner. Gefangverein Sand in" and", Mariannenstr. 31-32, bei Vaterländischen Sparkasse", des ältesten, reichsten und gezogene Beine) und die im Verhältniß zu den übrigen Gliedern Doberstein. Gefangverein Schneeglödchen 1", Kottbuser Damm 39, bei Jacob. Gefangverein Schneeglöckchen 2", Potsdam, Branden vornehmsten Geldinstitutes Ungarns. Biufsich selbst galt als sehr starke Entwickelung der Arme erinnert unwillkürlich an Affenart. burger Kommunfation 16, bei Glaser. Gesangverein Unverdrossen", reicher Mann, besaß mehrere Häuser in Pest, ein herrliches Land- Wer sich überzeugen will, welche Muskelkraft zu dem gehört, was Fennstr. 5, bet Strüger. bet Musehold. Gesangverein verein, Rieben anbergerit. 31, gut in Waißen, hatte eine reiche Frau geheirathet, nahm viel- ein neugeborenes Kind in dieser Weise vollbringt, der möge nur Rütli", Friedenau im Kurhaus. Gefangverein ,, Borwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bei Lerche. fach Vertrauensstellen ein, führte überhaupt eine beneidete und einmal mit eingezogenen Knien an einen Barren sich hängen und Gefangverein Freundestreue"( Gemischter Chor), Jüdenstr. 65, bei glänzende Existenz. Am 31. Dezember begab sich Piufsich auf versuchen, es so zwei bis drei Minuten auszuhalten; er wird Trieschmann. rjongeren berang" Sandsberger Blas 5 bet fein Gut nach Waißen, dort übergab er 18 000 Gulden an den dann über den Werth der Leisung im Klaren sein. Männerchor Südost 1", Köpaiderstr. 191, Restaurant. Arbeiter- Gesangverein Soffnung 1", Friedrichsberg, Friedrich Karl Direktor der Waißener Dampfmühle, welche Piufsich einkassirt straße 84, bet Schnlze. Gesangverein Rothe Nette", Schöneberg, hatte, vertheilte an seine zahlreiche Dienerschaft Geschenke, zog sich Grunewaldstr. 110, bet Jatob. Gefangverein Bergißmeinnicht", Schulftr. 46, bei Gutschow. Gefangverein" Freibett Moabit", zurück und erschoß sich. Die That wurde erst am Neujahrsmorgen entWilsnackerstr. 63, Kasino. Steinfeger Sängerchor", bei Maiwald, deckt, worauf die Behörden einschritten. Im Bester InstitutsGefangverein Freies Lied 1", Große Frankfurter Gebäude war die Direktion versammelt, um, wie alljährlich Gefangverein der Kupferschmiede, Weinstr. 11 am Neujahrstage, eine Revision der Kassen vorzunehmen, aber Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend der Kassirer kam nicht. Gegen 11 Uhr Vormittags erschien der Mittwoch: Berein, Fridolin" bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Theater: Waißener Polizeileiter und brachte die Kassenschlüssel und Briefe und Vergnügungsverein ,, Bultania" bet Metßner, Gartenstr. 162. tlubbellblau" bei Grand, Blücherstr. 59.auch des Selbstmörders. Das Vermögen Piuffich's wurde auf eine Bergnüngsverein Nord" bet Schipte, Schul- und Reinidendorferstraßen- Ecke, Verein„ 3id 8ad", Million Gulden geschäßt. Es scheint, daß er diese Summe und Sigung bei Heinrichs, Blücherstr. 61. darüber an der Börse verspielte, dann zu Geldern des Instituts Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein" Baufe- griff, außerdem Privatpersonen schädigte, welche ihm ihr Ver- Rom, 5. Januar. Der Gemeinderath sollte gestern Abend gefangverein Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Brüder mögen zu Spekulationszwecken überließen. Die Direktion und über die Konzession für die neuen Tramwaylinien berathen. Inftraße 26. Gesangverein Alpenglühen", 8 Uhr, bet Schröder, der Aufsichtsrath der Pester Ersten Vaterländischen Sparkasse folge dessen begaben sich 2500 ausständige Lohntutscher auf das Reichenbergerstraße Nr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willtommen. Bitherklub„ pen veitchen, bene motebung stellten das Fehlen eines Baarbetrages von 60 000 Gulden in Kapitol. Nach Schluß der Sizung, in welcher die Vorlage nicht Stunde Alexanderstraße 30. Gäste willkommen. Tambourverein" Echo" der Manipulationstasse, sowie einen Abgang von Renten Obli- zur Berathung gelangt war, erregten die Kutscher einen Tumult; fest, welche von Piuffich defraudirt worden sind. gationen im Betrage von nominell einer Million Gulden sie johlten und beschimpften die Gemeinderäthe. Letztere drängten die Ruhestörer vom Plaze, ein Infanteriebattaillon schob die London, 4. Januar. Die Liverpooler Bart Child- Tumultuanten sodann die Straße hinab. Mehrere Berhaftungen well" von Iquique nach Antwerpen gehend, wurde gestern in wurden vorgenommen. Der Ausstand dauert fort. der Nähe Vlissingens durch einen unbekannten Dampfer angerannt und ging unter. Von der Mannschaft sind fünfzehn Personen ertrunken, neun wurden durch das englische von Antwerpen nach Harwich fahrende Packetboot Ipswich" gerettet. Airy, der bis zum Jahre 1881 der Greenwicher Sternwarte London, 4. Januar. Der Astronom Sir George BiddelI als Direktor vorstand, ist heute gestorben. Müller. " Staftanien- Allee 28. ftraße 81 bei Weiß. bei Feind. " " " beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. " Männer( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowftr. 9. Tambourverein, or wärts", Uebungsstunde 9 Uhr Langeftr. 65. Gäfte willkommen. Tambourverein, Ginigteit", Ritterstr. 21. bei Juhd.sch, Mitwoch und Sonnabend, Abends 8 Uhr, Uebungsstunde. Männergesangverein 27 Mitglieder werden aufgenommen. Edelweiß" Abends 8 Uhr, bet Schneider, Belforterstr. 15. Neue Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnas.", Elisabethstr. 67-58. Berliner Turngen offenfchaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 1hr Turnlotal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis 11 Uhr. Turnlotal: Mühlenftr. 49-50. Turnverein Dit en", Männer Kraft- Turn- Verein Männer- Turnverein " Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Berolina" Mittwoch Abends 8 Uhr Reichenbergerstr. 73a bet Faust Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Jahn", Rigdorf( eigene Turnhalle, Biethenstr. 72a), von 6-8 Uhr Schüler Abtheilung, von 8-10% Uhr Männer- Abtheilung. Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, StallLondon, 5. Januar. In Neapel ist angeblich eine Engfchreiberstr. 60. Theater: u. Vergnügungsverein„ Bultanta" Abends 9 Uhr, länderin, welche alljährlich einige Wochen unter dem Namen in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge- Miß Wellesley Browning daselbst zubrachte, auf der Straße neigt sind, dem Verein beizutreten, fönnen fich daselbst melden oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. todt aufgefunden worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß Privattheater- Berein Durch Nacht zum Sicht." Jeden Mittwoch fie das Opfer eines Gewaltaktes, dessen sich ein junger NeapoliAbends& Uhr bei Zubeil, Naunynftr. 84, Sigung mit Damen. Gäste haben taner schuldig gemacht haben soll, geworden ist und daß sie in Zutritt. Herren und Damen, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet dort die beste Gelegenheit. Annielbungen und Auskunft ertheilt folge des ausgestandenen Schreckens am Herzschlage verstorben Der Vorsitzende Otto Eleser, Uhrmacher, Naunynstraße Nr. 15. Bollad ist. Der englische Konsul in Neapel hat eine Belohnung von Klub u ftige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant 2000 Lire für die Entdeckung des Thäters ausgesetzt. Es soll Liewald, Dresdenerstr. 38.- Berein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 Bergnügungs- Berein roletariat", sich nun herausgestellt haben, daß die Verstorbene eine Deutsche, Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorstr. 15, Hof" part. Gäste will Namens Hulda Weizel, von Geburt Berlinerin iſt. Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Stoppenstr. 40 e. Bergnügungsverein Bonum", Abends 8% Uhr bei Schröder, Stegliger- Aus dem Oftende Loudons, dem Schmerzenskind der straße 18. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willfommen. Berein bei G. Kien. Gäste willkommen. tommen. " reusfide I", Gigung mit Damen bet Doberstein, Mariannen britischen Metropole, werden schon wieder Fälle von Hungertod tommen. Rauchklub Sumatra " Südost, Reichenbergerstr. 83, Depeschen. Hildesheim, 5. Januar. Bei der Reichstags- Stich wahl wurden bis jetzt gezählt für den nationalliberalen Randidaten Sander 7962, für den Zentrumskandidaten Bauermeister 6830 Stimmen. Aus 31 Ortschaften liegt das Wahlergebniß noch nicht vor. Briefkaffen der Redaktion. In Sachen des Herrn Kerst an wollen wir erklären, daß derselbe uns versichert, er habe die Richtigkeit der betreffenden Stelle im Protokoll nicht bestritten. Daß Liebknecht genannt ist, beruht allerdings auf einem Irrthum, jedoch, wie uns gleichfalls versichert wird, nicht auf einem Irrthum der Redaktion des Protokolls. J. K., Hasenhaide 58. Ihr Schreiben ist an den Vorstand der hiesigen Buchdrucker- Organisation abgegangen. Die uns zu Otto R., Arbeiter Sängerbund. gesandte Notiz steht ja schon in der Sonntags- Nummer. P. S., Mühlenstraße. Nein. G. P., Pölzig. Wenden Sie sich an das Kommando des betreffenden Regiments. C. K., Neudamm. Die Bureaus der Ostafrikanischen Ges sellschaft befinden sich, soviel wir wissen, Wilhelm- und ZimmerStraßen- Ecke. firaße 31.- Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", gemeldet. Ein unbekannter Mann wurde dieser Tage in George B. B. 108. Ihre Frage ist gänzlich unverständlich. Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Stauchtlub Nord Street, Spitalfield, verhungert auf dem Trottoir gefunden. Ein ftern" in Friedrichsberg. Rauchtlub ,, Bultan", Abends Uhr bei anderes Opfer war das 18 Monate alte Kind eines Mannes die Richtigkeit Ihrer Angaben fehlt, können wir den Artikel nicht D. 3., Recklinghausen. Da uns hier jede Kontrolle über Ahmer, Gräfeftraße 82. Rauchtlub Frisch gewagt", Abends von 9 bis 11 Uhr, Poſenerstraße 5 bei Rodendorf. Rauchtlub Ohne Namens Wm. Gilham, der vor etwa drei Wochen mit seiner 8wang", Abends 8½ 1hr, bet Spät, Weinstr. 28.- Rauchtlub Grüne Frau und seinen beiden kleinen Kindern von Manchester zu Fuß aufnehmen. Senden Sie uns, wenn es zum Prozeß gekommen ua ste", Abends 9 ühr, bei Schlüter, Kleine Martusstraße 10. Gäfte will nach London gegangen war, um dort Arbeit zu suchen. Die Reife sein sollte, das gerichtliche Erkenntniß. Der Albumarbeiter Robert Tappert( früher Boppstr. 6 Restaurant Trucks. Jeden Mittwoch Don 8% Uhr ab Aufnahme hatte bei dem fürchterlichen Wetter 13 Tage gedauert; statt aber neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rauchklub Victoria" in London Arbeit zu finden, mußte er dort auf der Straße Schuh- wohnhaft) wird dringend ersucht, seine genaue Adresse an Friz jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Schüßenstraße 40-41, bet Stallbaum( Reftaur.) schnüre verkaufen. Dies brachte ihm so wenig ein, daß das Kind Freudenreich, Reichenbergerstr. 3, einzusenden. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchflub ,, utge Volksbierhalle Gr. Drehbahn, Hamburg. Derartige finnte Freunde." Jeden Mittwoch höchstestraße 28 bet Neumann. Gäfte verhungerte und er selbst mit seiner Frau und dem andern Kinde Vereine giebt es in Berlin nicht. willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchtlub,& affalle". dem Hungertod nahe war. In frassem Gegensatz hierzu stehen R. St. Wir wollen Ihnen mündlich gern Auskunft erJeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bet 2od. Gäste, zwei Fälle, in denen wohlhabende Leute sich aus Geiz nicht die durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt Humoristischer auch= stub. Jeden Mittwoch, Abends Uhr, Sigung bei Niemann, Görliger- nothwendigen Lebensmittel gönnten und lieber vor Hunger starben, theilen. Im Briefkasten lassen sich derartige Angelegenheiten Straße 42. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willkommen.- Statflub Treff", als sich von ihrem Geld trennten, um sich Nahrungsmittel und schlecht erledigen. Abends 8% Uhr, Frankfurter Allee Nr. 90 bei Otto Zabel. Gäste willtommen. sonstige Bedürfnisse anzuschaffen. So wurde in Canterbury eine F. Küstrin. Die Widerklage wegen Beleidigung kann in Pfeifenkluba ft ania". Lagt jest jeden Mittwoch von en Mitte alte Frau Namens Garab Flood, in äußerst herabgekommenem erster Instanz jederzeit bis zur Verkündung des Urtheils erhoben Beughofstraße 8, Restaurant Biester. Stattlub Revolution". Jeden Zustand verhungert in ihrer Wohnung gefunden, obwohl sie werden, ohne daß weitere Formalitäten dazu nöthig sind. Ian b." Jeben Mittwoch, Abends 10 Uhr, Bereinsfigung Neue Hochur. 19 goldene und silberne Schmucksachen, Checks und andere Werth- Schuldner ohne Zustimmung des Gläubigers Ratenzahlungen zu bet Liefe. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Berein ehem. fachen im Betrag von nahezu 1200 Bfd. Sterl. im Besitz hatte Schüler der 99. Gemeindeschule" Mittwoch, Abends brund außerdem noch ein Post- Sparkassenbuch besaß, in welches gewähren. Vielmehr wird der Schuldner, wenn der Gläubiger Schröder's Saal, Stegligerstraße 18. Geschäftliches; Fidelitas. Gäste wil mehrere Hundert Pfund eingetragen waren. In ähnlicher Weise darauf dringt, zur sofortigen Zahlung der ganzen Schuld verwurde in Tunyvallen, Grafschaft Armagh, ein ältliches Geschwisterpaar Namens James und Mary Murphy, verhungert in seiner schwebenden Sachen Anwaltszwang. A. 1. 900. Seit 1879 ist in allen beim Landgericht Der Beklagte, der ohne Wohnung gefunden; Erfterer lag auf einem Hausen Torf und Anwalt erscheint, gilt als nicht erschienen und wird durch VerLettere auf einem schmußigen Strohsack, und die einzige Nahrung, welche in dem Hause gefunden wurde, bestand aus einem Stückchen fäumnißurtheil verurtheilt. Brot. Der Mann war Farmer und besaß Land und Häuser im Werth von über 40 000 Pfd. Sterl. straße 22. Gäfte willkommen. Mittwoch Sonnabend tommen. " Vermischtes. Jeden Mittwoch Bochum, 5. Januar. In Schalte ist ein Post- Dieb In Masterton, einem Städtchen von 2000 Einwohnern anf st a h I verübt worden. Drei Einschreibebriefe, 7 Gelb briefe Neu- Seeland wurden bei einem Hochzeitsmahle dreißig und ein Werth packet find gestohlen. Ueber den Thäter und den Verbleib der entwendeten Postfachen ist noch nichts ermittelt. Personen vergiftet. Zwei sind bereits gestorben und die Die Oberpoftdirektion hat auf die Ermittelung des Diebes Anderen befinden sich in kritischem Zustande. Es heißt, daß ur300 M. ausgesetzt. Das gestohlene Werthpacket enthielt Gsch- sprünglich ein Scherz beabsichtigt war und der Betreffende glaubte, er habe Bitterfalz in den Ruchen gestreut. weiler Bergwertsaktien. Leipzig. Mit der am 1. d. M. erfolgten Aufnahme des Bororts Sellerhausen in die Stadtgemeinde Leipzig hat die Einverleibung der dortigen Vororte vorläufig ihren Abschluß erreicht. Die Stadtgemeinde Leipzig zählt nunmehr 357 122 Einwohner und umfaßt eine Flurgröße von 5699,82 Hektar. Borna. Die einzige landschaftliche Schönheit in der Um gebung, der 85 Acer große Rathswald, wird nieber geschlagen, damit der Eyersierplay vergrößert werden kann. R. B. Boeckhstr. Das Gericht hat nicht das Recht, einem urtheilt. ersatz für sich und seinen Sohn verlangen, aber nur von dem H. N. Wahls. Ihr Schwager fann zwar vollen Schadens: Knaben, der die Beschädigung verursacht hat, nicht von dessen Bater. Wenn der Knabe später einmal Vermögen zu erwarten hat, so würde es sich empfehlen, jetzt schon zu klagen, da die Ersatzfordernng in 3 Jahren verjährt. P. S. 177. Ihr Schwager muß für beide Kinder Alimente zahlen, und zwar einstweilen monatlich je 13,50 M. Wenn er das Mädchen bei Bekannten oder Verwandten als seine Braut vorgestellt hat, so hat dasselbe überdies Anspruch auf lebenslänglichen Unterhalt. Auguft H. Sie können sich die fehlenden Marken noch jetzt einkleben lassen. A. B. Triftstr. 1. Da Jhr jetziger Mann für Ihre Kinder erster Ehe nicht zu sorgen braucht, so fönnen Sie das Armen2. Wenn geld für dieselben sich ruhig weiter zahlen lassen. wegen dieser Schulden Ihres Ehemannes Ihre Sachen gepfändet werden, so können Sie Interventionstlage anstrengen. Etwas Darwinistisches. In der letzten Nummer des Nineteenth Century" veröffentlicht Dr. Louis Robinson einige Ergebnisse seiner Forschungen, die einen wichtigen Beitrag zur Darwin'schen Theorie bilden, nach welcher bekanntlich der Mensch wesensverwandt ist mit den Vierhändern, d. h. mit den Affen. Robinson erinnert zunächst an das darwinistische Ariom, daß die Entwicklung des Individuums ein Abbild der Stammes geschichte darstelle, und giebt dann eine Reihe von Beispielen aus dem Thier- und Menschenleben. Dann führt er aus, daß das Kindesalter noch manche Erscheinungen biete, die auf C. F., Liegnitzerstr. Ihre Frau tann seiner Zeit das Wie Bourgeoissöhnchen boykottiren und wie man mit den Zustand der Wildheit zurückweisen; zu diesen rechnet er Sterbegeld beanspruchen und muß sich nur die feit dem 22. Dtihnen verfährt, lieft sich äußerst erbaulich in folgender Meldung das Berstecken, die Abneigung gegen fremde Gesichter tober d. J. fällig gewordenen Beiträge abziehen lassen. dergleichen. Der Hauptgegenstand feines Artikels H. K., Königgrägerstr. Sie müssen Ihren Vater, wenn aus Freifing: Die Schüler der Brauerschule in Weihen- und stephan in Oberbayern haben den eigenthümlichen Beschluß ge- ist aber folgende Darlegung. Eines der charakteristischen Kenn- derselbe erwerbsunfähig ist, unterstützen. Zu näherer mündlicher faßt, sämmtliche Privatwohnungen in Freising zu verlassen, tein zeichen des Affengeschlechtes ist die Gewohnheit, sich mit den Auskunft sind wir bereit. Alter Abonnent 79. Wir können Ihnen nur wiederholen, Gastlokal mehr zu besuchen, überhaupt allen Berkehr mit der Stadt Händen irgendwo aufzuhängen. Diese Fähigkeit spielt im Affenabzubrechen. Und das alles- weil sie von der Polizei wegennächtleben eine große Rolle; sie entwickelt die Affenhand so sehr, daß was Ihnen schon auf der Polizei gesagt worden ist. Druckfehler- Berichtigung. In dem Artikel„ Ein Staatslicher Ruhestörung mit Strafmandaten bis zu fie zu einer träftigen Klammer geworden ist. Nicht nur die er10 M. bedacht wurden. Natürlich trifft eine solche Maß- wachsenen Individuen haben sie, sondern auch die neugeborenen. anwalt als Beuge" in der Sonntags- Nummer( 2. Beilage) ist in nahme die Bewohner der kleinen Stadt hart, da viele derselben Wenn eine Affenmutter mit ihrem Jungen von Aft zu Ast der ersten Spalte 9. Zeile von unten statt straf freie" zu auf die Schüler angewiesen waren; sie hatten ihre besten Zimmer I flüchtet, so fümmert sie sich nicht um dieses; es hält sich selber lesen:„ straf bare". Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Veriag von Maz Bading in Berlin SW., Beuchstraße 2.