Nr. 163. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags: Nummer mit flluftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungs. Preisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Emt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Der Untergang der Fremden. Dienstag, den 17. Juli 1900. ander gedrängt den Ansturm der überwältigenden Massen und starben so. Expedition: SW. 19, Beutli- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Was nun? Die bürgerlichen Blätter hoffen nun, nachdem es zu spät Der„ New York World" wird aus Shanghai gemeldet: Der ist, auf ein einiges Vorgehen der Mächte. Man begreift nicht Telegraphendirektor Scheng ließ den Konsuln eine Benachrichtigung woraus! Bu solchem Vorgehen wäre doch weit mehr Anlaß gewesen, zukommen, in welcher er ihnen mitteilt, daß die Fremden in Beling als es noch etwas zu retten gab. Jezt bliebe doch wirklich nur noch getötet worden seien. Er tadelt den fremdenfeindlichen General ein Feldzug zweckloser Ra che übrig; vorher hätte man eine Aktion Tung und fügt hinzu, daß dieser General über den Widerstand, den die britische Gesandtschaft leistete, so entrüstet war, daß er den der Rettung ausführen können. Wenn man nicht einig werden konnte, Befehl gab, sie mit schweren Geschüßen zu beschießen, so daß sie als es galt, Menschen zu retten, so ist nicht einzusehen, warum man in Flammen aufging und die Fremden infolge- es jetzt werden sollte, wo man nur noch imstande ist, Menschenleben zu Obwohl noch keine Nachricht, die als unbedingt authentisch gelten könnte, über den Untergang der Fremden vorliegt, so scheint doch die Thatsache selbst kaum noch zweifelhaft, daß zwischen dem 6. und 7. Juli die Opfer der europäischen Weltpolitik verblutet sind. Wenn die englischen Sensationsblätter jetzt wieder die greulichsten Einzelheiten melden, die schon zu berichten wußten, als sich die Katastrophe noch gar nicht vollzogen hatte, so muß diese gewissenlose Befriedigung der Sensationslust Etel erregen; aber dessen ihren Tod fanden. freilich, bei dem tiefen Verfall der bürgerlichen Presse, die nur Geschäft und ein sehr schmutziges Geschäft ist, ist solch' Thun nicht verwunderlich; für diese Sorte Zeitung hat ein Lustmord in der Nachbarschaft den gleichen Beilenwert wie die Tragödie in Peking, eine Tragödie, die in furchtbarer Folgerichtigkeit langjährige schlimme Schuld in Blut erwürgen läßt. Immerhin der Krieg fennt keine Menschlichkeit, und so mag denn in der Tobsucht des Fanatismus des Entsetzlichen genug ge= schehen sein. Wereschagin, der russische Maler, hat uns in seinen Darstellungen russischer Kriegsgreuel die Dokumente der Vertierung in Farben gestaltet doch wir vergessen, daß Rußland ja jetzt in erster Linie an dem Feldzug der Civilisation gegen China beteiligt ist. Ju der bürgerlichen Preffe aber beginnt abermals ein geiferndes Toben. Die Bestialitäten, die von den Chinesen berübt worden, sollen durch verzehnfachte Bestialiäten der civilisierten Mächte gesühnt werden. Wenn aber den Chinesen seit Wochen eine Rache angedroht wird, wie sie die Menschheit niemals gesehen, so haben allerdings und das ist das Gefährliche solcher Preßäußerungen- die Chinesen gar nichts mehr zu verlieren und es kann sich für sie mur darum handeln, der Rache ihrerseits zuvorzukommen, zu versuchen, durch die Errichtung einer furchtbaren Schreckensherrschaft die Mächte einzuschüchtern. Wieder erinnert man sich auch zärtlich des Völkerrechts und schäumt ob seiner frevlen Verlegung. An das Völkerrecht hätte man in den Tagen von Kiautschou denken sollen. Wenn man einmal auf den Grundsatz schwört, daß Gewalt vor Recht gehe, wenn man die ganze Weltgeschichte in das Problem zusammendrängt, wer die meisten und am besten gezielten Flintenkugeln besitzt der Raffenkampf ums Dasein! der habe wenigstens den Mut des Bekenntnisses und verzichte auf die heuchlerische Citierung des Völkerrechts. Wo ist das Völkerrecht, das den Boeren hilft, sich gegen die Bedrückung durch eine militärische Uebermacht zu behaupten? Nein, auf das Völkerrecht beruft man sich eben nur dann, wenn man am eignen Leibe einmal die Folgen der Lehre spürt, daß Gewalt vor Recht geht. Und warum findet man die Hinschlachtung Wehrloser besonders abscheulich, wo es doch als höchste europäische Staatsweisheit gilt, daß man ein Volk gerade dann und deshalb überfallen müsse, weil es militärisch wehrlos ist oder doch für militärisch wehrlos gehalten wird. Der Starke hat Recht das ist der oberste Grundsatz der Weltpolitit; nun, einstweilen fühlen sich die Chinesen als die Stärkeren. Worüber entrüstet man sich also? Nur die Socialdemokratie hat das moralische Recht, kraft ihrer humanen Weltanschauung die Grausamkeiten des Kriegs zu verurteilen. hat es nicht vernichten. Ist diese Aufgabe wirklich das edlere und höhere Ziel, um deffentwillen mun plötzlich alle Hindernisse beiseite gesetzt werden? Wenn man die Auslassungen der Zeitungen liest, muß man allerdings glauben, daß die Bourgeoisie solcher Logik huldigt, daß am Retten nichts liege, sondern nur am Nächen. Wie der phantastische„ Daily Expreß" sich den Hergang vorstellt, ist aus dem folgenden in allen Einzelheiten offenbar erfundenen Sensationsbericht zu ersehen. Das romanhafte Blatt erzählt: ,, Sheng, der Taotai von Shanghai, verlangte Audienz bei dem gesamten Konsularkorps und benachrichtigte es anscheinend mit tiefer Bewegung, daß gegen den 30. Juni gregorianischer Beitrechnung sämtliche Ausländer in der britischen Gefandt- Kreuz- 8eitung". Sie schreibt: schaft ermordet worden sind. Er hätte, sagte er, diese Nachricht vom Gouverneur von Schantung Quanshikai empfangen, der meldete, daß die fremden Gesandten und Legationswachen, die mit Frauen und Kindern Hunger qualen litten, da sie seit bielen Tagen ohne Lebensmittel waren, beschlossen, in der Nacht zum 30. Juni einen Ausfall zu machen. Der An= griff erfolgte unerwartet. 200 chinesische Truppen wurden von den Legationswachen getötet. Tung- fuh- fiangs Truppen, die die Thore der Gesandtschaft besetzt hielten, wie die Borer, ver suchten alsdann die Gesandtschaften zu stürmen, stießen aber auf berzweifelten Widerstand und zogen sich zurüd. tit Eine merkwürdige Zurückhaltung, die zeigt, wie gefährlich das chinesische Rätsel den besonneneren Konservativen scheint, beobachtet die So scheußlich und verbrecherisch, grausam und heimtückisch die Greneithaten in Peting sind, so wird die europäische Diplo matie doch flug daran thun, die ganze Mordgeschichte auch weiterhin als ein Civilverbrechen anzusehen, für das nian das chinesische Reich als Ganzes kaum verantwortlich machen kann. Hat in der That auch die chinesische Regierung es an Heuchelei und Falschheit nicht fehlen lassen, jo mangelt doch der Maßstab dafür, inwieweit dieses auf den schließlichen Word Einfluß gehabt hat; jedenfalls behalten die Verbündeten freie Hand, wenn sie den oben angedeuteten, auch vom Grafen v. Bülow offenbar eingenommenen Standpunkt festhalten; das wiederholt betonte, wenn auch vergebliche Eingreifen des Prinzen Tiching zu Gunsten der Fremden giebt für diese Auffassung auch eine reelle Grundlage." Kühler tann man die Sachlage nicht beurteilen. Allerdings sind die Konservativen niemals Freunde der Weltpolitik gewesen. Wütend gemacht durch diesen Widerstand und die Verluste feiner Truppen, ließ General Tung schwere Geschüße auffahren und die Gesandtschaft beschießen, bis sie zerstört war und in Flammen stand, alle Fremden, die nicht durch Kanonenfeuer oder durch Tungs Truppen oder die Boyer Wie die chinesische Diplomatie die Dinge auffaßt, zeigt eine getötet wurden, tamen in den Flammen um. Tuan hatte Aeußerung des chinesischen Gesandten in Tokio. Dieser hat dem die Gesandtschaften umringen und die Lebensmittel- Zufuhr japanischen Minister einen Besuch abgestattet und ihm eine Depesche abschneiden lassen, in der Annahme, daß die Gesandten, mitgeteilt, welche, wie er sagte, die erste sei, die ihm seit Beginn der um ihr Leben wie das der Frauen und der Kinder Unruhen aus Peking zugegangen sei. Diese Depesche besagt, die zu retten, sich bedingungslos ergeben würden, und Ermordung des deutschen Gesandten und andrer Ausländer er dann in der Lage sein würde, mit den Mächten sei die Folge der Ereignisse in Taku und der Enthe gues Unterhandlungen wegen der Zerstörung der Takuforts an der Expedition Seymours gewesen. Die Regierung thue zuknüpfen. Tuan vermochte nicht zu verstehen, wie die jetzt, was in ihren Kräften stehe, um die Fremden in Beting zu Fremden so lange standhalten konnten, und entdeckte schließlich schützen. Die Kämpfe in Tientsin. durch Wachen, daß Prinz Tsching fie mit Lebensmitteln und Munition versah. Auf seinen Befehl wurde auf Tschings Die Nachrichten lassen erkennen, daß die Kämpfe in Tientsirt Mandschutruppen gefeuert. Diese wurden mit großem Verlust täglich stattfinden. Die Truppen der Mächte kämpfen mit wechselndem zurückgetrieben. Das Schicksal Tschings ist unbekannt, er foll entweder getötet oder schwer verwundet sein. Der Angriff auf die Gesandtschaft wurde nach den ersten sechs oder sieben Tagen stets bei Einbruch der Nacht eingestellt und die Fremden, die von Tsching mit Munition für ihre Gewehre aber nicht für die Maschinentanonen verschen wurden, glaubten, sie könnten die Soldaten an den Thoren nachts erfolgreich überrumpeln und sich durchschlagen. Der Ausfall wurde am frühen Morgen des 1. Juli gemacht. Alle Fremden nahmen daran Teil. Die Frauen und Kinder befanden sich in der Mitte eines von den Truppen gebildeten Vierecks. Alle Fremden waren mit Revolvern bewaffnet. Viele Boxer wurden getötet, weil sie den Angriff nicht erwarteten und die meisten zur Zeit schliefen. Die Boger geberdeten sich, wie wilde Bestien, als sie merkten, daß die Fremden sie angriffen. Tung ließ die schweren Geschüße gegen die Fremden spielen und andre Kanonen gegen die schwächsten Stellen der Mauern der Gesandtschaft wenden und Breschen in diese zu schießen. Wir ersparen es uns, noch einmal die eherne Verkettung von Ursache und Wirkung darzulegen, die zu dem jezigen Zusammenbruch führen mußte. Aber eins sei noch in aller Schärfe hervorgehoben. Die Toten von Peking sind nicht nur die Opfer der vorangegangenen Weltpolitik, ihr Blut schreit gegen die je zige Aktion der Mächte. Die mißtrauische Eifersucht der Militärstaaten zugelassen, daß Japan rechtzeitig zum Schutz der Fremden eingriff; hier liegt die Schuld an dem elenden Untergang der in Peking Eingeschlossenen. und Kinder Ein Rätsel ist es ferner, daß die 20 000 Mann, die in Tientsin lagen, nicht die Entschlossenheit besaßen, unter allen Umständen nach Peking vorzubringen. Das war ihre Aufgabe, mochten sich noch so viele Schwierigkeiten entgegen stellen. Auch dieser Verzicht auf die Stellung der Fremden läßt sich nur aus der Uneinigkeit der Mächte erklären. So ist die Betinger Katastrophe in jeder Hinsicht durch die Schuld der Weltpolitik verursacht- ein blutiges Wahrzeichen wider das System des auf Raub ziehenden internationalen Kapitalismus. Die Katastrophe in Peking. Eine amtliche Depesche des Gouverneurs von Schanting Besagt: Die Geschütze der Chinesen legten eine Bresche in die Mauern der Gesandtschaften. Nach heroischer Verteidigung und nachdem die Munition erschöpft war, wurden alle Ausländer getötet. meldet: 1 Erfolg. Ihre Lage scheint nach wie vor sehr gefährdet. Wir stellen die Meldungen chronologisch zusammen. 6.- 8. Juli. Depesche aus Tientsin über Tschifu vom 10. Juli: Die Zahl der Chinesen wächst beständig, ebenso nimmt ihre Berwegenheit zu; sie schließen die Stadt täglich enger ein. Durch ihr Feuer sind schon viele Gebäude in Trümmer gelegt, darunter ein Gasbehälter. Nachdem die Engländer und Amerikaner in der Nacht vom 6. auf den 7. ohne Erfolg den Versuch gemacht hatten, ein Geschütz der Chinesen zu nehmen, machten letztere einen heftigen Angriff auf die Fremdenniederlassung, wurden jedoch von den Japanern zurückgeworfen. Am 7. wurde das Bombardement auf seiten der Chinesen von mehreren neuen Punkten aus wieder aufgenommen. Eine Granate fiel in das Lager der britischen Marine- Mannschaften und tödtete und verwundete je zwei Mann. Das Artilleriegefecht dauerte am 8. noch fort, als die Depeschen abgingen. 9. Juli. Amtliche Depesche des Admirals Seymour aus Tientsin vom 9. Juli: Die Stellung des Feindes südwestlich der Fremden- NiederTassung wurde hente früh 4 Uhr von uns angegriffen. Die Japaner vertrieben den Feind durch einen Flankenangriff aus seiner Stellung und eroberten vier Geschüße. Die Kavallerie verfolgte den Feind und vervollständigte seine Niederlage, indem sie eine große Anzahl von Soldaten und Boyern tötete. Die verbündeten Truppen bombadierten sodann das westliche Arsenal und nahmen dasselbe, wobei sie noch zwei Kanonen caceuteten. Da sie das selbe nicht besezt halten fönnen, wurde es niedergebrannt. Der Die Ver Verlust des Feindes beträgt au Toten 350 Manu. bündeten hatten nur geringe Verluste. Gine spätere Meldung berichtet über denselben Tag: Die Fremben, sagt der Läufer, der die Nachricht überbrachte, wurden ebenfalls toll und töteten alle ihre Frauen mit ihren Revolvern, anstatt die auf Borer zu feuern. Als die schweren Kanonen geladen waren, wurden fie alle gleichzeitig abgefeuert. Die Fremden wurden niedergemacht wie Gras, die Boyer stürzten sich auf die Gefallenen und zer= hackten Lebendige wie Leichen. Viele Ausländer liefen, als die Kanonen abgefeuert wurden, ins Gebände zurück, in der Hoffnung. dem Gemezzel zu entgehen, die Boxer verfolgten sie. Die Fremden waren nahe dem Gebäude, als die Kanonen näher gebracht und dieses zerstört und in Brand geschossen wurde. Die Chinesen unterhielten ein furchtbares Bombardement, Berfolgte wie Verfolger verbrannten in der Legation. Die Boyer, sagt der Läufer, waren wie Dämone. Als es feine Ausländer welches sich namentlich gegen die Baracken der Verbündeten und mehr zu töten gab, verstümmelten sie die umherliegenden Leichen, das Hauptquartier richtete. Eine Granate fiel in eine britische dann griffen sie die Quartiere der eingeborenen Christen an und Barade, tötete einen Maun und verwundete zwei. In der vers megelten alle nieder, die sich ihnen nicht anschließen wollten. Sie gangenen Nacht wiesen die Japaner einen neuen heftigen Infanterievergewaltigten die Frauen und töteten kleine Kinder mit dem Angriff auf den nordwestlichen Teil der Fremden Niederlassung Gewehrkolben. In den Straßen der Tartarenstadt floß das Blut zurück. Britische und angloasiatische Artillerie, Jufanterie und Secin Strömen." soldaten mit deutscher und japanischer Infanterie und Kavallerie und Auf die Katastrophe bereiten die folgenden Meldungen vor: einer Abteilung japanischer reitender Artillerie, insgesamt Der belgische Minister des Auswärtigen empfing von der belgischen 2000 Mann, gingen erst nach Südwesten vor, schwenkten dann Norden und zersprengten den Feind vollständig, obVertretung in Shangbai folgendes vom 14. Juli datiertes Tele: nach gramm: Der Telegraphendirektor Scheng hat ein Telegramm des wohl derselbe zweimal heftigen Widerstand zu leisten ver Gouverneurs von Schantung vom 7. Juli übermittelt, welches fuchte. Die japanische, angloasiatische und britische Artillerie beschoß bejagt, die europäischen Truppen, welche die Gesandtschaften ver- sodann das West- Arsenal, welches von den Japanern erstürmt, später teidigen, hätten einen Ausfall gemacht und 200 Soldaten des Generals aber wieder aufgegeben wurde. 400 Chinesen wurden getötet Tung getötet. Die Boyer hätten die Gesandtschaften nicht erstürmen und sechs Geschütze erbeutet. Die japanische Kavallerie und können und zwei Kanonen aufgefahren, um eine Bresche zu schießen, Artillerie leisteten hervorragende Dienste. Am Nachmittag begannen die Lage sei sehr fritisch. In der Depesche der belgischen Vertretung die Chinesen wieder von der Chinesenstadt aus die FremdenEin Schuß traf die Baracken der wird hinzugefügt, Scheng halte die Lage für gefährlich. niederlassung zu beschießen. englischen Seesoldaten. Dabei wurden zei Mann getötet. Depesche des Generals Dorward aus Tientsin Aehnliche Meldungen fie tommen sämtlich über Shanghai bestätigen, im einzelnen abweichend, die Katastrophe. Dem„ Daily Mail" wird aus Shanghai vom Sonntag geDie Verteidiger der britischen Gesandtschaft machten während der Belagerung Tag und Nacht häufige Ausfälle. Der erste Versuch, die Gesandtschaft, nachdem Bresche gelegt war, zu stürmen, wurde unter schwerem Berluft zurückgeschlagen. Ehe der zweite VerDas Reutersche Bureau" meldet aus Shanghai vom 13. Juli: such gemacht wurde, erschienen Prinz Tsching und General Wang Von amtlicher Seite wird mitgeteilt, daß der Gouverneur von wengtschao auf dem Kampfplaze und griffen Tuans Truppen an, Shantung unter dem gestrigen Tage hierher telegraphiert habe, vom 10. b. Wits. datiert und in Tschifu am 18. Juli eingetroffen:. wurden aber schließlich auseinander gesprengt. Wangwengtschao die chinesischen Soldaten und die Borer hätten gemeinsame Sache Gestern früh 3 Uhr griff eine Abteilung von 1000 Japanern wurde getötet, Prinz Tsching wird vermißt. Während der Nacht gemacht und die Gesandtschaften einige Stunden lang angegriffen. Es unter dem Befehl des Generals Fukushima, von wurden mehrere andre Angriffe abgewiesen und die Angreifer iei ihnen aber bisher nicht gelungen, in diefelben einzubringen. Sie britischer Infanterie, 400 britischen Marinesoldaten, 100 Ameri wurden mehrere andre Angriffe abgewiesen und die Angreifer beschöffen die Gesandtschaften jetzt mit schweren Geschützen, um eine fanern und 400 Ruſſen unter dem Kommando des Generals zogen sich zurück, als gegen fünf Uhr morgens General Tung mit Bresche für den letzten entscheidenden Angriff zu legen. Der Dorward die feindlichen Stellungen im Südwes.cu der einer starken Abtheilung Kangju- Truppen von Tientsin her eintraf. Gouvernrur fürchte, daß alle Gesandten ebenso wie die chinesische Stadt alt. Dieselben wurden rafch Ale die Sonne aufging, war die Munition der Verteidiger Regierung selbst in großer Gefahr schweben. Die Regierung sei von der Feind an Toten 350 Mann verlor und vier kleine erschöpft. Die noch Ueberlebenden erwarteteten dicht anein- der größten Besorgnis erfüllt. Geschüße einbüßte. Sodann griffen die verbündeten Truppen das 550 Mann genominen, wobei Deutsches Reich..801.1 Europen& Kulturmission in China. West- Arsenal an, das nach kurzer Beschießung von Amerikanern und daß fie frei urteilen und handeln können. Allein Japanern erstürmt wurde. Das ganze Gelände westlich des Arsenals diese Gewißheit haben wir leider nicht. Große war von den Chinesen unter Waffer gefegt, ein weiteres Bordringen Truppensendungen gehen in aller Eile nach China ab. Wir selbst in dieser Richtung war somit unmöglich. Der Zweck des Borstoßes, schicken mehr Streitkräfte, ats wir ursprünglich für nötig In einem Brief, den Bakunin am 8. Dezember 1860 an der darin bestanden hatte, die feindlichen Geſchüge zu beseitigen hielten. Aber wer soll die verbündeten Armeen Herzen von Irkutsk aus richtete( M. Bakunins ſocial- politischer und den Feind mehr in westliche Richtung zu brängen, war vollkommen erreicht. Die Ehre des Tages hatten die fommandieren und auf welcher strategischen Basis Briefwechsel. Herausgegeben von Dragomanow. Stuttgart 1895. Japaner und Amerikaner. Während dieser Vorgänge follen fie vorgehen? Das ist eine Frage, deren Cotta.), findet sich folgende, heute doppelt interessante Steffe: wurden die britische und die französische Niederlassung von den im Beantwortung nicht hinausgeschoben werden kann. Sie muß Nordosten stehenden chinesischen Batterien heftig mit Granaten befofort geregelt werden, wenn die Verzögerungen, schossen. Die Engländer hatten Kleine Berluste, die Russen und denen mittlerweile die Ausländer in Beling vielleicht zum Amerikaner gar keine. Opfer gefallen sind, nicht noch weiteres Unheil herbei10./11. Juli. Der Chef des deutschen Kreuzer führen sollen." geschwaders meldet telegraphisch ab Taku, den 12. da.: Während der Nacht auf den 11. haben die Chinesen das Ostarsenal von Tientsin beschoffen, sie wurden zurüdgewiesen. Gleich zeitig haben die Japaner einen Teil der Chinesenstadt besetzt. Das Folgende ist ein Bild der militärischen Lage in Tientsin: Die Russen halten das Ostarsenal und Lager auf dem linken Ufer, südlich vom Bahnhof. Die in Eo das jedenfalls gut unterrichtete und vorsichtige Organ des englischen Ministeriums am vorigen Sonnabend. Ueber die Katastrophe von Peking haben wir inzwischen Gewißheit erlangt. Nach der Auffassung des englischen Regierungsblatts ist sie durch die Eifersucht und Uneinigkeit der Mächte verfchuldet. Auch den zugehörigen Niederlassungen die Deutschen, in der Universität am sichert übrigens, daß bisher zwischenchener Allg. 8tg." berGroßmächten üb über äußersten Südostende der deutschen Niederlaffung. Die deutsche Hauptaufgabe ist das Offenhalten des Beiho- Flusses zum Verkehr mit Ernennung eines gemeinsamen Oberbefehlshabers der in China ge= Tafu. Dieser ist ungehindert. Täglich gehen Artillerienachfendungen landeten oder noch zu landenden Streitkräfte teine Einigung ernach Lientsin. Die Chineſen halten die veraltete Citadelle in der zielt worden set. chinesischen Stadt und das Lager nordöstlich davon. Die telegraphische Berbindung ist wieber hergestellt von d potenoi dem russischen Lager nach Zaku. Alexejew mit Armee- Tas deutsch- amerikanische Handelsabkommen. stab ist in Tientsin. Ueber das neue deutsch- amerikanische Handelsabkommen finden Ausdehnung der Unruhen. Das„ Reutersche Bureau" meldet ans Shanghai: In Ning po fst es zu ernsten Unruhen gekommen. Die römisch- katholische Wission ist niedergebrannt. Einzelheiten fehlen noch. Petersburger Meldung. Die Eisenbahn- Linie nördlich von Niutschwang wird von den Borern und mit ihnen verbündeten Truppen in Stärkte von etwa 40 000 Mann bedroht, die Schußmannschaft genügt nicht zur Verteidigung der Bahn, die bereits an mehreren Punkten zerstört ist. Die Aufrührer erschienen fogar bei Riutschwang, welches von Stofafen und Artillerie verteidigt wird. Der Telegraph Wladiwostok- Port Arthur ist zerstört. Wie Sie Agenzia Stefani" aus Shanghai meldet, berichtet der dortige italienische Konsul, daß die italienische Mission in Sunan zerstört sei, der Bischof Fantojati und zwei Miffionare feien getötet worden; auch die Missionen in den Provinzen Honan als ob Wunder Ivas 149 Aus den Zeitungen werdet ihr den von ihm abge= schlossenen Vertrag erfahren, aber was ihr nicht erfahren werdet, das ist die beispiellose Barbarei der englischen, besonders aber der französischen Heere in China. Die ersteren begnügten sich meistenteils mit Raub, sie bestehen vorzüglich aus Sipahis, die letteren jedoch, e ch te Franzosen, notzüchtigten Frauen nud ersäuften oder töteten sie darauf und schnitten ihnen die Beine ab. Daraus zog die ruffische Scharfsichtigkeit und die russische Disciplin Nutzen: an der Spitze von 19 Kosaken erschien Ignatiew als Netter Chinas, und jetzt haben wir bereits festen Fuß am Stillen Ocean gefaßt." Jezt ist allerdings an der Verbreitung europäischer Kultur die & age welt beteiligt. Unfreiwillige Freiwillige. Bon verschiedenen Seiten gehen ims Meldungen zu, daß, wo Freiwillige für China fich nicht meldeten, solche einfach ausgelost wurden. Die Kriegsverwaltung sollte sich über diese Frage, die geeignet ist, große Unruhe in der Bevölkerung hervorzurufen, ſchleunigst äußern. Unser Banter Partei- Organ berichtet: id Am vorigen Donnerstag oder Freitag wurden die im April eingestellten Einjährig- Freiwilligen und Vierjährig- Freiwilligen des Maschinenpersonals, die auf den Hulls einquartiert sind, zusammen In der Augsburger„ Bolfsztg." lesen wir: Ein Soldat des 3. Infanterie- Regiments, der in den nächsten Tagen mit andren nach China eingeschifft werden soll, hat jezt vollauf zu thun, von seinen Angehörigen, Freunden und Bekannten Abschied zu nehmen, fonnte dabei jedoch nicht die Gefühlsäußerung unterdrüden, daß er nur sehr ungern nach China gehe. Auf den Einwurf, daß er sich dann nicht hätte melden sollen, ers widerte er, er habe fich garnicht freiwillig gemeldet." Aehnliche Berichte gehen auch uns zit. Giebt es denn thatsächlich nicht die genügende Anzahl wirklich Freiwilliger? guliaHungerlöhne. 11. Jult. Depesche des Admirals Seymour vom 12. Juli: Die Chinesen machten gestern früh 8 Uhr in großer Stärte einen fich in der liberalen Presse derartig mißverständliche Anschauungen, Die Chinesen machten gestern früh 3 Uhr in großer Stärte einen daß man stugig werden kann, ob denn dieses Presse die Bedeutung energischen Angriff auf die Bahustation. Sie wurden zwar dieses sogenannten neuen Abkommens überhaupt flar ist. Da wird schließlich gegen 6 Uhr früh zurückgeworfen, die Verbündeten als besonderer Erfolg hervorgehoben, daß Deutschland keine Konhatten aber einen Verlust vou 150 Toten und Verwundeten. zessionen hätte einzuräumen brauchen, dort wird von einem getrommelt und von den ihnen vorgese ten Maschinen- Jugenieuren Die Verluste der Chinesen sind unbekannt; man glaubt, aber, daß sie schwer sind. Die Forts wurden am Nachmittag von Freude, neuen Gegenseitigkeitsvertrag gefaselt; es herrscht Jubel ungefragt, wer von ihnen freiwillig nacy China wolle; fie müßten aber ein halbes Jahr tapitulieren. Von den etwa den Engländern und Franzosen beschossen. Ein Fort und die Pagode, Wert geschaffen wäre! Die Freifimige Beitung" versteigt sich für ein handelspolitisches 70 Mann meldeten sich alle bis auf 17. Bald darauf stellte sich welche als Signalturm benutzt wurde, wurden zerstört. Unsere sogar zu dem Sage:„ Seit den Tagen des Grafen Caprivi ist es heraus daß ein halbes Jahr nicht tapituliert werden könne, Truppen haben durch Ankunft von 1500 Amerikanern Verstärkungen jest der Reichsregierung zum erstenmal wieder gelungen, einen es müßte mindestens ein Jahr fein. Nan, erhalten. da sie einmal ja gesagt hatten, bissen sie auch in dieseit 12. Jult. Daily Mail" berichtet aus Shanghai, daß die ver- neue Abkommen gewährt Deutschland die volle Meistbegünstigung." vor dem Kapitänlieutenant v. Oriola antreten, der fie ob handelspolitischen Erfolg von größerer Tragweite zu erzielen. Das faueren Apfel. Die 17 Unluftigen mußten am andren Tage bündeten Truppen am 13. d. M. einen gemeinsamen Angriff auf die Es ist erfreulich, daß die Regierung der Vereinigten Staaten durch Eingeboren- Stadt von Tientsin gemacht hätten, der mit einem Ver- das neue Abkommen eine langjährige Differenz zwischen Deutschland ihres Mangels an Vaterlandsliebe und Mut herunter luft der Europäer von mehr als 100 Toten zurückgeschlagen und Amerika beseitigt hat, aber zu mehr als etwa einem Gefühl der machte. Der Erfolg war, daß auch die renitenten 17 worden sei. An Toten und Verwundeten hätten die Engländer 40, Genugthuung liegt nicht der mindeste Grund vor. fich nun ,, freiwillig" nach China meldeten und kapituliertcut. die Japaner 60 Mann verloren, auch die Russen und Amerikaner Sie bekamen eben noch so viel Zeit, um diesen heroischen„ eigneit hätten schwer gelitten. 8wei amerikanische Obersten und ein russischer Es handelt sich zunächst gar nicht um einen neuen Gegen- Entschluß" ihren Eltern zu melden. Dann wurden sie nach Kiel Artillerie- Oberst seien gefallen. Die Chinesen hätten sehr feitigteits- Wertrag, es handelt sich, genau besehen, nicht einmal dirigiert. Dann kamen die Vierjährigen baran. Von diesen weigerten hartnädig gekämpft und sicher und tobbringendum ein neues Handelsabkommen, sondern das bisherige Verhältnis sich nur fünf, freiwillig nach China zu gehen. Den Fünfen wurde geschossen. bleibt nach wie vor das der Meistbegünstigung, nur daß die Ver- Bedenfzeit gelaffen, nach deren Ablauf sie erklärten, sie wollten einigten Staaten sich zu einer loyalen Auslegung dieser Meist- wohl freiwillig nach China gehen, aber nur für die Dauer begünstigung entfchloffen haben. Durch das Abkommen sind die des Krieges. Diese Bedingung steht nicht in den Instruktions Verhandlungen glücklich zu Ende geführt, die über die Auslegung büchern der Marine. Doch bis der Zwischenfall erledigt, tam Befehl, der Meistbegünstigung seitens Ameritas zwischen der deutschen und der jüngste Jahrgang solle nicht nach China, sondern ein älterer. Der amerikanischen Regierung schon sehr lange Zeit geführt worden sind. schwierige Fall war ohne Entscheidung erledigt. Die Vierjährigen Unsere Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten beruhen fonnten hier bleiben und die Einjährigen werden wohl wieder zur nach wie vor auf dem preußisch amerikanischen Abkommen vom Freude der Bahnverwaltung von Kiel nach Wilhelmshaven transJahre 1828 und den gleichartigen Vereinbarungen der anderen portiert worden sein. deutschen Seeuferstaaten. Die einschlägigen Bestimmungen, die zu Differenzen in der Auslegung führten, haben folgenden Inhalt. Der Artikel 5 sieht vor, daß auf den Eingang der Erzeugnisse des einen vertragschließendes Landes in das andre Land weder andre noch höhere Abgaben gelegt werden sollen als diejenigen, welche auf dieselben Artikel irgend eines andern fremden Landes gelegt sind oder gelegt werden möchten. Der Artikel 9 aber lautet: Wenn von einem der kontrahierenden Teile und Hupe seien überfallen worden. in der Folge andern Nationen irgend eine besondere BerDaily Expreß" meldet aus Shanghai: Alle Fremden aus der günstigung in betreff des Handels oder der Schiffahrt zugestanden Proving Che- Stiang sind hierher geflohen. 20 000 chinesische Christen werden sollte, so soll diese Vergünstigung sofort auch dem andern find in den Provinzen Hupe und Honan in den letzten Tagen unter Teil mit zu gute gute kommen, welcher dieselbe, wenn sie den furchtbarsten Martern hingemordet worden. Tausende von ohne Gegenleistung zugestanden wird, ebenfalls ohne eine Borern rücken auf Wei- Hai- Wei vor. Die Bewegung macht folche, wenn fie aber an die Bedingung einer Verreißende Fortschritte im Lande. geltung gefnüpft ist, gegen Bewilligung derselben Ver Der langwierige Prozeß gegen die früheren Direktoren und Dem New York Journal" wird aus Tschifu gemeldet: Die geltung genießen wird. Aus diesen beiden Artikeln hat Aufsichtsräte der Stettiner National- Hypotheken- Aktiengesellschaft hat Geschüße der im Hafen befindlichen Kriegsschiffe sind auf dringende Deutschland mit Recht stets gefolgert, daß ihm hinsichtlich aller Zoll- mit einem auffallend milden Urteil gegen die Angeklagten ges Nachrichten vom Lande, daß ein Aufstand befürchtet werde, fragen die unbeschränkte Meistbegünstigung zustehe, daß es dagegen schloffen. Bezeichnend waren einige Aeußerungen in den Plaidoyers auf die Stadt gerichtet worden. Alle Ausländer find zum Wachtdienst auf etwaige besondre Begünstigungen anderer Art, die von seiten der Verteidiger, von denen wir für eine größere Oeffentlichkeit aufgefordert worden. Der Dienstpflicht wurde mit Eifer nach Ameritas dem Handel und der Schiffahrt eines dritten Staats gegen wenigstens eine figieren möchten, um den stets unzufriedenen gekommen. Posten wurden ausgestellt, um die Eingeborenen zu Entgelt gewährt werden, nur dann Anspruch machen könne, wenn Arbeitern zu zeigen, wie unberechtigt ihr Streben nach höheren überwachen. Die Besatzungen der Schiffe find bereit, nötigenfalls auch Deutschland sich zu entsprechenden Gegenleistungen gegen Löhnen und befferer Lebenshaltung ist. Der Rechtsanwalt Dr. fofort zu feuern, aber die Notwendigkeit ist noch nicht eingetreten. Amerika versteht. Die amerikanische Regierung hat aber nach Ein- Delbrück- Stettin, der den Angeklagten Uhfadel zu verteidigen hatte, führung des Dingle- Tarifs plöglich eine andre Auffassung vertreten, machte im Hinblick auf seinen Klienten, der nur 10-11 000 m. jähr Eine chinesische Antwort. nämlich, daß die im Artikel 9 des Vertrags enthaltene Einschränkung liches Gehalt bezog, folgende klassische Feststellung: Allein so viel steht allgemein gedacht und also auch in Zollfragen maßgebend sei, der boch fest, wenn ein alter Hypothekenbant- Direktor ein jährliches Der kaiserliche Konsul in Tschifu hatte dem Generalgouverneur art. 5 also durch den Art. 9 eingeschränkt werde. Nach dieser Auslegung Gehalt und eine Tantieme von 10-11000 M. bezicht, ber Probing Shantung die Botschaft des Kaisers, enthaltend das wurden dann die handelspolitischen Beziehungen geregelt, Deutsch dann fann das nur als Hungerlohn bezeichnet werden. Versprechen von Geldpreisen für die Befreiung eines jeden der in Beling land thatsächlich um das garantierte Meistbegünstigungsrecht gebracht. Was doch den Herren der Baufivelt der Kamm geschwollen sein eingeschlossenen Fremden telegraphisch bekannt gegeben. Der General Daß Deutschland sich diese Auslegung nicht gefallen ließ und in ihr muß, daß für sie ein auskömmliches Gehalt bei mehr als 11.000 wt. gouverneur hat darauf am 13. d. M. dem Konsul zurüd telegraphiert, ein ganz unhaltbares Unrecht erblickte, war um jo flarer, als bie jährlich beginnt. Wenn ein Einkommen von 10 000 und 11 000 m. nicht die Einschließung der Fremden gehe ihm sehr zu ergen; amerikanische Regierung felbft in früherer Seit fich gleichfalls auf genügen fann, um austömmlich und reichlich zu leben, was nififfent bie Versuche zu ihrer Befreiung seien wegen des Aufstandes in Lichili den deutschen Standpunkt der Auslegung der Artikel 6 und 9 aus- Wiltonen deutscher Arbeiter, die jährlich noch nicht den zehnten Leil gescheitert; er wolle jest nach besten Kräften neue Versuche machen. drücklich, gestellt hatte. Durch einen att des amerikanischen Ston- dieses Hungerlohns verdienen, denken, wenn sie lefen, daß für einen greffes im Jahre 1842 Settion 8§ 5 waren östreichische Weine in Bankdirektor 10-11 000 M. einen Hungerlohn bedeute. Wie groß Bankdirektoren Flaschen in Amerika höher tarisiert worden als die ficilianischen müssen danach erst die Gehaltfäße andrer Weine in Flaschen; dagegen erhob die östreichische Regierung Einspruch. sein! Richtig ist ja, daß im Bankfach Gehälter bezahlt Daraufhin erging am 5. Aug. 1844 ein Cirkularschreiben des Schassekre- werden, die in feinem Verhältnis zu den individuellen und durchtärs der Vereinigten Staaten über die Bedeutung der Meistbegünstigungs- schnittlichen Leiſtungen der Betreffenden stehen, die das Einkommer Berlin, den 16. Juli. flausel, in dem ausgeführt wird, daß die Forderung Ameritas, ben der höchsten Reichs- und Staatsbeamten um das Doppelte, ja bis östreichischen Flaschenwein höher zu tarifieren als den sicilianischen, zum Vierfachen übersteigen. In dieser Beleuchtung mag ja denn Zur ,, Einigkeit der Mächte". dem§ 5 des Handelsvertrags, der in§ 5 und§ 9 wörtlich mit ein Einkommen von 10-11 000 m. noch als gering erscheinen. ind Wenn die Arbeiter selbst bescheidene Lohnforderungen stellen, Der Washingtoner Korrespondent des englischen Regierungs- dem amerikanisch preußischen Vertrag von 1828 übereinstiuunt, nicht organs" Standard" telegraphierte am Freitag, der Gesandte Chinas entspreche. Das Rundschreiben fährt nach dieser Feststellung fort: wenn sie dafür in den Streit treten, so werden sie in der Preise der bei den Bereinigten Staaten habe ihm mitgeteilt, die zwanzig- Die vertragsmäßigen Abmachungen müssen mit der größten Treue Kapitalisten und des Unternehmertums ob ihrer linersättlichkeit, ihrer wie die Schlagworte sonst alle lauten, taufend Mann„ verbündeter Truppen in China hätten ausgeführt werden. Die politische Loyalität der Vereinigten Staaten Ungenügfamkeit und Und dabei handelt es es fich fast fast aus steht über jeder Geldfrage und über jedem Preis. Der Kongreß der eifrig geschmäht. fehr gut nach Beting vorrücken können, wenn dies nicht Vereinigten Staaten, als er den Aft von 1842 annahın, hat aus- nahmslos um ganz geringe Zuschläge zu Löhnen, die weit geschehen sei, so gebe es bloß drei Erklärungen: entweder seien die drücklich erklärt, daß teine Interpretation beliebt werden solle und unter 1000 W. im Jahre betragen! Was werden dieſe geſchmähten Mächte eifersüchtig auf einander, oder die mili teine Anwendung dieses Altes stattfinden dürfe, welche geeignet arbeiter num fagen, wenn die nämliche Preſſe widerspruchslos be tärischen Führer vertrügen sich nicht, oder den wäre, die vertragsmäßigen Abmachungen, die mit fremden Staaten richtet, daß im andern Lager ein Einkommen von 10-11 000 20. Truppen fehle Mut und Disciplin. Bemerkens existieren, irgendwie zu verschieben." Hier liegt also eine authentische als Hungerlohn bezeichnet werden kann und darf? In Sachsen hat eben das Landgericht Freiberg entschieden, daß tvert ist, was der" Standard" zu dieser Aeußerung fagt: amtliche Auslegung des Meistbegünstigungsverhältnisses seitens Die letztere Möglichkeit betrachten wir" so heißt es in Amerikas vor, die sich vollständig mit der deutschen Aus den streifenden sächsischen Bergleuten, die seiner Beit gemaßregelt ivurden, ihre vor der Entlassung eingezahlten Beiträge nicht herauss dem Leitartikel des vorigen Sonnabend als einfach ausgeschlossen. legung deckt. Wir fürchten eben, die beiden andren Annahmen Daß Deutschland eine andre, uns thatsächlich der Meistbegünsti- zuzahlen seien; damit ist den sächsischen Bergarbeitern ihr Anrecht, gung beraubende Auslegung fich nicht gefallen lassen durfte, war auf eine Besserung ihrer Lebenslage eventuell durch den Streit find nicht ganz grundlos. Das europäische Konzert" bat felbstverständlich. Amerita hatte sich ins Unrecht gesezt und es hinzuarbeiten, thatsächlich genommen oder doch so beeinträchtigt, daß fich schon bei früheren Gelegenheiten sehr schlecht bewährt; und durch mußte, falls die amerikanische Regierung Ioyal bleiben wollte, diefes fie fich in Zukunft sehr überlegen werden, ob sie ihren kaum das Hinzutreten der japanischen und amerikanischen Unrecht wieder gut machen. Es hat lange gedauert, bis Amerila fidh 1000 m. betragenden Jahreslohn durch eine Lohnforderung aufElemente ist die Aktionsfähigkeit des Konzerts" sicher nicht dazu entschlossen hat. Durch das sogenannte Abkommen zwischen bessern wollen. Was werden diese Arbeiter, denen ihre sauer verbermehrt worden. Es ist nur zu wahrscheinlich, dem deutschen Gesandten in Washington und dem amerikanischen dienten Pfennige in einem Rechtsstaate von Rechtswegen aberkannt baß das Fiasto des geeinigten Europa" in der tretischen Staatssekretär Hay ist nichts weiter erreicht, als daß Amerila fich werden können, dazu sagen, wenn sie die kapitalistische Feststellung eines Rechtsanwalts bor einem deutschen Gericht vernehmen: Angelegenheit sich in größerem Maßstab wiederholen zu einer loyalen Auslegung der Meistbegünstigungsklausel ber- 10-11 000 9. ist ein Hungerlohn, für das eine brauchbare Kraft standen hat. im fapitalistischen Getriebe nicht existieren fann.to f . Politische Uebersicht. . wird. Wie wir erfahren, sind die Operationen in Tientsin durch den Mangel einheitlicher Zeitung und durch die Weigerung verschiedener Kommandeure, zusammenzuwirken, Aus Washington wird berichtet: In der Proflamation, durch gelähmt worden. Diese Behauptung ist durch eine Note des die Präsident Metinleh die neuеn, den Gegenseitigkeits- Koloniale Kämpfe. Nach Meldungen aus Kamerun bes französischen Ministeriums des Aeußern in vollem ablommen mit Deutschland entsprechenden 8o11bestimmungen stätigt es sich, daß Hauptmann v. Bejjer am 7. Juni ein glückliches Umfange bestätigt worden. Es ist allerdings höchst eigen in Kraft jetzt, fagt der Präsident, da Deutschland einem Ab Gefecht gegen die Ekoi bestanden hat. v. Besser ist am rechten Arm tümlich, daß 10 000 europäische Truppen in Tientsin laum im Lommeu augestimmt habe, durch welches resiprote und an der linken Hand verwundet worden, doch scheinen seine Gunsten Der Vereinigten Verlegungen nicht ernster Natur zu sein. Stand gewesen sein sollen, ihre Stellungen gegen die Chinesen& uge ständnisse zu zu verteidigen. Und unbegreiflich ist es, Staaten gesichert würden, ermäßige er die Zölle auf aus Und unbegreiflich ist es, daß 20 000 der Deutschland eingeführten Weinstein, Brandy oder andere aus Ge Deutschland eingeführten Weinstein, Brandy oder andere aus Gen Bom Fremdenhas. Wir gaben neulich„ Stimmen des Volks" tüchtigsten Soldaten, die in allem zur Verfügung stehen, nicht aus- freide oder anderen Materialien hergestellte oder deftillierte über den chinesischen Krieg wieder. Darin wurde u. a. die Aeußerung reichen sollen zur Rettung ihrer in Beling vom furchtbarsten Spirituosen, nichtmoussierende Weine, Wermuth. Gemälde und mitgeteilt: Die Chinesen haben doch kein Unrecht; sie werfen einGeschick bedrohten Laudsleute. Wir würden uns allerdings vor Statuen nach Maßgabe der 3. Sektion des Dingley- Tarifgesetzes. fach die Fremden, die sich bei ihnen nicht als Gäfte benehmen, hinaus." Dazu fragt uns die Kreuz- Zeitung": dem Urteil der Leute am Ort" verneigen, wenn wir sicher wären, Was würde der Vorwärts" sagen, wenn wir diesen Saz auf Juden, die sich in Deutschland ähnlich benehmen, anvenden mi palle wollten?" jod Ausland. Deftreich- Ungarn. Der Parteitag der deutsch- fortschrittlichen Partei Mährens M untreu Genoffe Setfarth hat am Sonnabend die in dem mehrfach ersi wähnten geugniszwvangs- Verfahren über ihn verhängte Haft antreten müssen. Unser reußisches Bruderorgan bemerkt dazu: Wir geben der Kreuz- Beitung" sehr gerne die gewünschte AntGenoffe Seifarth ist mit dem Gefühl ins Gefängnis gegangen, tout. Erstlich haben die Juden bisher nicht verlangt, was die fremden nahm einstimmig einen Beschlußantrag an, in welchem ertfärt wird, daß ihn auch kein Mittel des„ Rechtsstaats zwingen wird, ſeiner zu wahren, Gesandten in Peking forderten, daß jeder, der sie bedroht oder der der Sprachengeschentwurf für Mähren sei für die Deutschen un- fittlichen Pflicht, Redaktionsgeheimnisse die antisemitische fremdenfeindliche" Bewegung unterstützt Strads hin- annehmbar, da er der ungeschwächten Aufrechterhaltung der inneren werden. Er kann der Sympathie aller rechtlich denkenden gerichtet werden solle, widrigenfalls die Heere aller Stulturstaaten in deutschen Amtssprache nicht Rechnung trage und das Geltungsgebiet Menschen versichert sein.. Wie lange das Ministerium als Deutschland einmarschieren würden. Zweitens hat die Streuz- 3tg." der czechischen Sprache, ohne daß ein wirkliches Bedürfnis dafür Auftraggeberin der Disziplinaruntersuchung den Landratsamts. die Kleinigkeit übersehen, daß die deutschen Juden keine Fremden vorliege, wesentlich erweitern wolle. find, sondern vollberechtigte Staatsbürger. Und drittens verteidigt die Abgeordneten auf, die Verwirklichung des Gesezentwurfs zu laffen wird, ist noch ungewiß. Auch ist das Rechtsmittel der Be Der Beschlußantrag fordert Assistenten Richter und indirekt des Beugnis Zwangsverfahrens gegen Genossen Seifarth die Tortur der Zwangshaft verhängen der Vorwärts" keinerlei Fremdenhaß, er erkennt nur das Recht der verhindern. Notwehr gegen Fremdherrschaft an. Wir internationalen schwerde gegen die haft eingelegt worden. Ein höheres Gericht Socialdemokraten find eben doch die einzigen aufrichtigen und Schweiz. wird also noch die Frage zu prüfen haben, ob die Zwangshaft im principiellen Nationalen. Die Kreuz- Beitung" freilich nennt es Zürich, 10. Juli.( Eig. Ber.) In Sachen der Ver- Falle Seifarth gesetzlich zulässig ist. Lorbeeren wird das Ministerium ,, antinational", wenn man die Auflehmung gegen nationale Fremd- werfung des Basler Wohnungsgefehes war im„ Grütlianer" in der ganzen Sache sicherlich nicht pflücken." herrschaft als berechtigt anerkennt. gefagt worden, daß hieran nicht zum fleinsten Teil die unentschiedene Haltung der socialdemokratischen Partei schuld gewesen sei. Der verantwortliche Redacteur des Echleswig Holft. Einen feltenen Fall socialdemokratischer Schreckens- un antwortet darauf der Genosse, Nationalrat Wullschleger Volkszeitung", Genosse C. Horn, ist ani 13. Juli von der Kieler herrschaft nagelt wieder einmal das Organ des würdigen Kaplans im gleichen Blatte. Aus feinen Ausführungen entnehmen Straffammer wegen Gendarmenbeleidigung zu 2 Monaten Gefängnis Dasbach fest. Der Fall, den das Blatt, dessen Terrorismus- Märchen wir folgende beachtenswerten Säße:" Zunächst möchte ich verurteilt worden. Die Beleidigung wurde gefunden in einer früher gerichtlich in blauen Dunst aufgelöst worden sind, diesmal der bestimmten Ueberzeugung Ausdruck geben, daß das Woh Korrespondenz, welche sich mit der bei der letzten Verbreitung des anführt, hat mit der Socialdemokratie nicht das Mindeste zu thun. Es nungsgefeß, auch wenn sich die socialdemokratische Partei Norddeutschen Bollskalenders" erfolgten Wiedereinsammlung der handelte sich bei der Ausschreitung nur um einen spontanen Nobeits- offiziell für seine Annahme erklärt hätte, mit entschiedener Mehrheit verbreiteten Schriften durch den Gendarmen befaßte. Die Thatsache ausbruch einiger Maurer, der zwar durch Lohndifferenzen hervorgerufen wäre verworfen worden. Von den Socialdemokraten, die sich an der selbst erwies sich als autreffend. wurde, für den aber weder die Gewerkschaft, noch die Partei die Abstimmung beteiligten, haben sicherlich mindestens drei Viertel, und Zu Sekretären des am 1. Oktober ins Leben tretenden Verantwortung trägt. Wenn freilich das Organ des Herrn Dasbach von der Arbeiterschaft überhaupt, soweit sie stimmte, wenigstens vier Samburger Arbeitersekretariats sind mit 128 resp. 127 behaupten will, daß die Socialdemokratie deshalb für alle Aus- Fünftel nein geschrieben. Weitaus die meisten hätten dies unter allen von 142 abgegebenen Stimmen die Genossen M. Odelmann und schreitungen von Arbeitern verantwortlich ist, weil sie das Recht der Umständen gethan, selbst wenn ihnen die socialdemokratische Partei Fr. Leiche aus Hamburg gewählt worden. Ockelmann ist ein alter Arbeiter auf höheren Anteil an dem Werte ihres Arbeitsprodukts noch so eindringlich die Annahme empfohlen haben würde. Wull- Hamburger Parteigenoffe, der früher Lehrer an einer Privatschule vertritt, so müssen wir einer derartigen Beweisführung gegen Schleger erklärt, daß er das Gesez bekämpfte und dasselbe im war und seit deren Verstaatlichung vor einigen Jahren im Geschäft über die Waffen strecken. Die Behauptung, daß die socialdemokratische Großen Rat wie in der Volksabstimmung verwarf, weil es weder von Auer u. Co. beschäftigt ist. Lesche, ursprünglich Tischler, ist Agitation die Arbeiter zu Ausschreitungen geneigt mache, während socialdemokratischen Charakter hatte noch auf dem demokratischen seit etwa 6 Jehren Vorsitzender und Leiter der großen Allgemeinen sich genau das Gegenteil aus allen Ländern beweisen läßt, ist eine Grundfaze der Selbstverwaltung beruhte und somit auch kein Arbeiter- Krankenkasse von Hamburg- Altona und war bei den legten derart thörichte und gehässige unwahrheit, daß man ihr nachgerade focialreformerisches Gesez war. Er begründet diefen Reichstagswahlen Kandidat unsrer Partei im Herzogtum Lauenburg, mur noch in Blättern von dem Kaliber der„ Märt. Volts- Beitung" feinen Standpunkt folgendermaßen: Unter Socialreform verstehe wo er das letzte Mal mit dem Grafen Bernstorf in Stichwahl begegnet. Mag Herr Dasbach weiter fabulieren. ich den Erlaß von Gesetzesvorschriften, die Durchführung von stand. Maßregeln und die Schaffung von Institutionen, welche Vom fürstlichen Pumpmonopol. Der Fürst Ferdinand von unterdrückten Boltstlassen dienen. ötonomischen Besserstellung und socialen Befreiung der Berichtigung. In der Sonntags- Nummer des Vorwärts" ist Diesen Zwed tonnte das unter der Rubrik Polizeiliche Logit" ein Schriftstück des RegierungsBulgarien, hinlänglich bekannt wegen seiner stetigen Geldverlegen- Wohnungsgesetz seinem Inhalte nach nicht erfüllen. Es enthielt präsidenten von Bosen veröffentlicht, worin unter anderem gejagt heiten, hatte, um furz zu erzählen, wiederholt einem Münchener einige schöne Rezepte, wie man gesund wohnen kann und gipfelte in wird: Daß auf dem polnisch- socialdemokratischen Parteitag in Berlin Hotelbirektor die Bezahlung eines Betrags von 3000 m. versprochen, dem Gebote: wohne gefund! Es glich den Kochbüchern, welche uns( am 15./16. April d. 3.) die Parteiführer dahingehende Er um die der Hoteldirektor durch den Privatsekretär des Fürsten ge- mit ihren herrlichen Rezepten den Mund wässerig machen, aber leider flärung abgegeben haben, daß das Pofener Kartell beziv. Arbeiterprellt worden war. Troß des Versprechens fam aber kein Geld und nicht sagen, wo wir das nötige Kleingeld bekommen, um uns die sekretariat nach jahrelangem Sinhalten lagt der Geschädigte gegen den Fürsten. töftlichen Speisen zubereiten zu lassen jocialdemokratische Tendenzen bers Als Leiter des Am 3. Juli sollte nun endlich vor dem Landgericht in München ein ein notwendiges Stüd Socialreform bedeuten sollte, so war es fizender des polnisch socialdemokratischen Parteivorstands erkläre Wenn diese Vorlage folge. genannten Parteitags und VorTermin stattfinden, um dem Fürsten begreiflich zu machen, daß jedenfalls eine sonderbare und sehr wohlfeile Sorte von Social ich diefes als nicht den Thatsachen entsprechend: im Gegenteil, den auch für ihn die Moral des schlichten Mannes aus dem dem reform. Das Wohnungsgesetz war lediglich ein sanitäres Gefeß. Bofener Deligierten, welche auf dem gen. Parteitag für die AufBolt, wenigstens in Geldangelegenheiten, zu gelten habe. Diesen Umstand mache ich ihm feineswegs zum Vorwurf Gewiß lösung der polnisch- socialdemokratischen Partei plädierten, wurde der Wie erstaunt mag nun der Kläger gewesen sein, als ihm bedeutet tönnen und sollen Socialdemokraten auch für fanitäre Gefeße, die Borwurf rein gewertschaftlicher Bestrebungen" wurde, daß gegen die eigentümliche Fürstenmoral des bulgarischen je nach Umständen von Wichtigkeit fein und indirekt zur Förderung gemacht und ihnen das Recht diesbezügliche Anträge für die AufMonarchen der deutsche Rechtsstaat teine Hilfe bringen, daß der ber Socialdemokratie beitragen können, einstehen, sofern diefe lösung der polnisch- socialdemokratischen Partei zu stellen ab= deutsche Gerichtsvollzieher gegen den fäumigen Fürsten nicht mobil Gesetze wirklich nützlich und durchführbar find. Allein bloße fanitäre gesprochen. gemacht werden könne. Der Erste Staatsanwalt hatte dem Gerichts- Geseze soll man nicht als Socialreform anpreisen, wodurch die borsigenden die Mitteilung zugehen lassen, daß mit höchster Ent lettere bloß in Mißtrebit gebracht wird, und nicht schon deshalb August Berfus, Berlin SO., Reichenbergerstr. 50 III. schließung des Staatsministeriums der Justiz von 5. Juni 1900 annehmen, weil sie gut gemeint find. Zudem war das Basler socialistischen Partei Polens, ist am 8. Juli aus der neuen Die Nr. 87 des ,, Robotnik"( Arbeiter", Organ der in Verbindung mit dem Staatsministerium des kgl. Hauses und des Wohnungsgefez gerade in seinem sanitärischen Zwecke leider Geheimdruderei der Partei erschienen. Den Inhalt der Aeußern beschlossen wurde, die erbetene Mitwirkung zum Zweck der derart verpfuscht, daß man an der Möglichkeit seiner wirk- Nummer bilden zunächst eine ausführliche Beschreibung der letzten Bustellung der Klage abzulehnen, da fremde Souveräne der deutschen famen Ausführung ernste Zweifel hegen mußte." Gerichtsbarkeit nicht unterworfen seien. Die Verhandlung fonnte Warschauer Maidemonstrationen und ein Artikel über zwei Gedenktage, demnach nicht stattfinden, da dem Beklagten die Klage nicht über: als geschicht abgefaßt, während gerade eine gefchickte Fassung ber Suworows, des, Führers der fürchterlichen Mordarbeit in Lepteres ist gewis richtig. Das Gesetz war nichts weniger welche die garenregierung in ber legten Bett feierte: die Feier mittelt war. Diefe Ausnahmestellung der Fürsten von bem für anbre Geseze in der Demofratte eine unerlägliche Notwendigkeit ist. Da Braga, der Vorstadt Warschaus, im Jahre 1794, und das Jubiläum Menschenkinder geltenden Rechtsverfahren verwerfen wir zwar durchaus, aber, tvenn sie nun einmal besteht, so sollte man meinen, gegen scheint uns die Auffassung des Wohnungsgefeyes als eines der Aufhebung der Union, einer der barbartschsten Thaten daß die Minifter der privilegierten hohen Herren wenigstens großen Bedeutung der Wohnungsfrage für die Arbeiter und des Storrespondenzen bloßen fanitären Gefeßes eine etwas einseitige zu sein angesichts der in der Nethe der religiösen Verfolgungen. Es folgen so viel Solidarität entwickelten, um solche Geschichten, wie sie bem großen Einflusses der Wohnungsverhältnisse auf die Kulturhöhe des focialistischen Bewegung. aus allen Mittelpunkten der polnischen Fürsten Ferdinand passierten, ganz und gar zu vermeiden. Glücklicher- arbeitenden Bolts. Stellt man sich aber auf den Standpunkt des Ausbreitung der Sie zeigen alle von einer großen wcise fommen berartige Fälle sehr selten vor. Indessen selbst einzelne Genossen Wullschleger, der jedenfalls von vielen der Verwerfenden Eine Fülle von Nachrichten aus dem Land beschließt die Nummer. socialistischen Partei Organisation1. Ausnahmen sind geeignet, nach außer hin das allgemeine Standes ebenfalls eingenommen wurde, dann fann man auch in der Ver: ansehen start zu beeinträchtigen. Würde es angesichts solcher Vor- werfung des Wohnungsgefeges feinen Migerfolg der Socialpolitit fälle nicht doch zu empfehlen sein, daß die Herren Minister in den erblicken und dann schrumpft die Bedeutung der vielbesprochenen verschiedenen Staaten, die in die peinliche Lage geraten, einem Verwerfung des Basler Wohnungsgefeges auf ein Minimum zu recht hochstehenden faumseligen Schuldner das geltende Gesetz außer fammen. Dies um so mehr, als die Regierung befchloffen hat, nun Wirkung jezzen zu müssen, eine Vereinbarung träfen, wonach etwaige eine Revision der Berordnung über Rost und uneinilagbare Schulden, die aller Voraussicht nach von den Schlafgängereien vorzubereiten, wodurch der durch Schuldnern nicht bezahlt werden, aus einem gemeinsam zu die Verwerfung angerichtete Schaden zum Teil wieder gut gemacht bildenden Fonds beglichen würden, damit wenigstens einiger werden kann. maßen dem Gerechtigkeitsgefühl der Oeffentlichkeit Genüge geschähe. Es ist ja dazu nicht eine besondere internationale Frankreich. Diplomatentonferenz nötig, die Sache läßt sich auf ganz ein General Bellieng, einer der Mitschuldigen am Dreyfushandel, fachem Wege durch vertrauliche Korrespondenz erledigen. Wit ist gestorben. Im Esterhazy- und Zola- Prozeß hat er durch Verwürden uns freuen, wenn durch unsren Vorschlag der anwendung der Fälschung Henrys die Geschworenen zur Berurteilung gepumpte und vom Fürsten Ferdinand hintangehaltene Hoteldirektor Bolas verführt.in München doch noch zu seinem Gelde käme. Denn er zweifelt heute schon an der allgemeinen Gültigkeit des Moralgrundsages: ein Mann ein Wort. Gemütvoll. In einer Plauderei des Berliner Lokalanzeiger" lefen wir: " Die friegsstarke Compagnie der Eisenbahner, welche am Dienstag an ihrem Formationsort Berlin zusammentritt, um sich für die Abreise nach China zu rüsten, wird nicht nur im ferien Often für die dort, ach, so notwendigen Verbindungen zu sorgen haben, sondern auch darauf verpflichtet werden müssen, eingebent zu sein, daß die bereits bestehenden Anschlüsse mit dem weiblichen Berlin W auf keinen Fall unterbrochen werden dürfen. Die 250 behelmten Söhne des Mars, die sich dem Afien. " Die Nummer hat zwei Beilagen. Eine aus Barf chan mit zahl reichen Korrespondenzen aus verschiedenen Fabriken und Werkstätten der Hauptstadt. Die andre für Lodz, wo die socialistische Be wegung fich immer mehr ausbreitet. Die Nummer des Robotnik" ist jegt bereits in allen Mittelpunkten der Bewegung in Kongreßpolen und Littauen verbreitet worden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung Musikinstrumenten- Arbeiter. In allernächster Beit wird eine öffentliche Abrechnung von der Thätigkeit der Schuldentilgungskommission gegeben werden, wir fordern deshalb die Kollegen, welche noch Marten oder Gelder in Händen haben auf, am Donnerstag, den 19. Juli, abends von 71/2 bis 91/2 Uhr im GewerkDer Philippinen- Krieg. Der Heroldo de Madrid" verschaftshause, Sigungszimuner 2, endgültig abzurechnen. öffentlicht ein Schreiben aus Manila, in welchem gemeldet wird, Die Rommission. ein a meritanisher höherer Offizier mit 50 Soldaten fei in einen Hinterhaft gefallen und von den Aufständischen gefangen genommen worden. d Partei- Nachrichten. Beuthstraße 21, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher es Achtung, Tapezierer! Heute Dienstagabend findet bei Cohn, gilt, mifre Stellmig zu präcifieren bez. der Beteiligung an der Wahl des Gehilfen Ausschusses zur Zwangsimumg. Da außerdem noch einige aubre für die Berliner Kollegen sehr wichtige Buntte zu er lebigen find, ist vollzähliges und pünktliches Erscheinen notwendig. Der Vertrauensmann: Leo Schmidt, Schöneberg, Belzigerstr. 8. Achtung, Glasarbeiter! Wie bereits bekannt, befinden sich die Stralauer Glasarbeiter sowie Pfleger in einer Lohnbewegung. Die Forderungen sind folgende: 1. Berkürzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde. 2. Lohnzuschlag von 15 Pf. pro 100 Flaschen. 3. Erhöhung des Lohns der Pfleger um wöchentlich 2 M. Ferner noch einige fleinere Forderungen. Die drei Hauptförderungen wurden von der Direktion rundweg abgelehnt. Anton Kopp gestorben. Ein tiefschmerzlicher Berlust hat die bewimpelten Schiff zur großen Fahrt anvertrauen, dürfen die Partei getroffen. Am 14. Juli ist der langjährige Vertrauensmann Echiffe nicht ganz hinter sich abbrechen, indem sie, gestützt auf die des Kreises Niederbarnim, unser Genosse Anton Kopp im Ausland Bertragsklausel, daß der Krieg als höhere Getvalt gilt,( in Asch in Böhmen) verstorben. Anton Kopp war am 1. Nofich plötzlich allen Vereinbarungen mit der Geliebten bember 1849 zu Neukirchen in Oestreich geboren. Seit dem ihres Herzens zu entziehen suchen. Das alte Lieb: Jahr 1883 war er in Preußen ansässig. Der ruhige, gielAndre Städtchen, andre Mädchen!" wird an ber bewußte, opferfreudige Weber Anton Stopp war im gewerk Trene dieser 250 Mann, von benen fein einziger schaftlichen und im politischen Leben thätig. Seit dem sich bisher auf dem Standesamt gebunden hat, elend Jahre 1892 war er Kreis- Vertrauensmann im Kreise Niederbarnim. zu Schanden werden. Sie werden allesamt gesund Plötzlich, am 12. Dezember 1899, wurde er behördlich aufgefordert, Da nun in unsrer Branche eine überaus gute Konjunktur herrscht und wohlbehalten zurüdtehren, nachdem sie das preußische Staatsgebiet innerhalb vierzehn Tagen zu verlassen, und ferner die Lebensbedingungen der Arbeiter sich immer schwieriger den Betrieb zwischen Beking und Tatu so sicher da er als Ausländer sich lästig gemacht" habe. Läftig, weil Anton gestalten, wurde durch Ur abstimmung beschlossen, unsre Fordewie zwischen Jüterbog und 3offen gestellt Stopp ohne mit den Strafgesezen in Konflikt zu kommen, raftlos, rungen eventuell durch Streit durchzusetzen. haben. Das sei hier zum Troste aller Mädchenangen in stets opferbereit für das Wohl der Allgemeinheit Nach nochmaliger Verhandlung mit der Direktion, welche Schöneberg und den angrenzenden Straßenzügen feierlich nieder- eigennügig thätig war. Das konnte der Kulturstaat Breußen abermals resultatlos verlief, wurde von sämtlichen Glasarbeitern, geschrieben! Denn die Abschiedsthränen dort fließen wie das nicht vertragen Anton Kopp wurde ausgewiesen. Zu Weihnachten 270 Mann und Pflegern, welche sämtlich dem Verband der GlasBächlein auf den Wiesen." 1899 veranstalteten die Genossen Niederbarnims ein imposantes Ab: arbeiter Deutschland angehören, die Kündigung am 13. Juli einschiedsfest für den Ausgewiesenen. An dem Fest nahmen fast nur gereicht. Wir sind fest entschlossen, unire Sache durchzusetzen und erprobte Kämpfer und Kämpferimen Berlins und der Umgegend ersuchen die Kollegen, den Zuzug nach Stralau streng fernzuhalten. teil. Tiefgerührt dankte Kopp damals für all die Beweise der Alle Arbeiterblätter bitten wir um Abdrud. und für die Zeichen des Ingrimms über die Ausweisung des treuen, braven Genossen. Schon damals aber artikel unserer Sonntags- Nummer enthielt einen Irrtum: Es hieß Internationale Arbeiterkougreffe in Berlin. Der Leitfüllte Schmerz das Herz so mancher Freunde, denen es nicht ent- da, der jetzige Textilarbeiter Kongreß sei der zweite ging, daß der trene, brave Kamerad infolge der plöglichen internationale Arbeiterkongreß, der in Berlin tage. Thatsächlich ist Ausweisung und der dadurch verursachten Aufregung einem es der dritte, denn außer dem internationalen Bergarbeiter schweren Nervenleiden entgegenging. Leider wurde bie Betongreß des Jahres 1895 hat auch 1898 00fürchtung zur Wahrheit. Der unermübliche, umeigennützige Streiter nationaler Glaser Rongreß hier getagt. ein inter mußte in Asch, wohin er sich mit seiner Frau infolge der Ausweifung begeben hatte, bald ein strankenhaus aufsuchen. Vor wenigen Wochen verließ er dies trop der Pflege durch seine Frau starb er So watet der Scherl'sche Patriotenhumor fieghaft durch Ströme bon Menschenblut. Unterschied. Unter diesem Stichwort reimt der Kladdera Dankbarkeit datsch": Wer alles Frende haßt wie Gift, Wie Sünde und wie Schande, Wer es, wo er es immer trifft, Ausrotten möchte im Lande, Wer stets nur, was landsmännisch ist, Und nie will andres lesen, Der heißt bei den Christen Nationalist Und Boger bei den Chinesen. ditir Deutsches Reich. Eine Maffenanssperrung von Arbeitern haben die Hamam 14. b. Mts." ein Opfer der Verfolgung preußisch- deutscher burger Werftbefizer unter Zührung des Herrn Blohm, Vom Fremdenkrieg. Zu unsrer Notiz, die wir unter obiger Politit, ein braver Streiter für die Arbeiterfache, einer der Vorfizender des noch vom großen Hafenarbeiter- Ausstand her fatisam Epigmarte in Summer 161 des„ Vortvärts" vom 14. d. m. ver treuesten siillen Kämpfer für das hehre Ziel der Socialdemokratie. bekannten Hamburger Arbeitgeber- Verbandes, am Sonabendabend öffentlichten, geht uns vom Ober- Reichsanwalt folgende Be Friede feinem Angedenken. Das Leiden, das Streiten, die vorgenommen. Die Vorgeschichte dieser brutalften Unternehmerterroris ridtigung all:" Seitens der Reichs- Anwaltschaft sind Entbehrungen des teuren Kameraden, so unheilvoll sie ihm mus offenbarenden That ift turg die folgende: Anfang Juni richtete die teinerlei Erhebungen gegen die Polenvereine Deutsch geworden sind, fie werden teine vergeblichen sein. Dein, Sektion Werftarbeiter vom Metallarbeiter- Verband ein Schreiben anden lands eingeleitet." Der Reichsanwalt. Olshausen. Anton Kopp, gedenken viele tausende Genossen und in Er- Verband der Eisenindustriellen, in dem um diverse Verbesserungen der Wir hatten diese Notiz der Berliner„ Bolts- Beitung" ent- innerung an Dich belebt sich Opfermut und Opferfrendigkeit; Lohn- und Arbeitsverhältnisse gebeten wurde. Versehentlich war dies Dir geloben Bieltausende: in Deinem Sinne weiter zu streben, Schreiben wohl mit Verband der Metallorbeiter, Sektion Werftund durch den Erfolg des Strebens die Unbill zu rächen, die Dir arbeiter" unterzeichnet, nicht aber mit einem Namen. Der Sekretär der zugefügt ist. Dein Andenken lebt weiter. Eifenindustriellen schrieb deshalb zurück, die Arbeitgeber könnten nommen. Ausland. Sociales. auf diese Eingabe nicht eingehen, weil die Unterschrift fehle, und p Schwarze Listen haben anläßlich des Kasseler Maurer gegenwart und Umsicht fehle, die auch für das weibliche Publikum, weil der Ton der Eingabe ein ,, ungehöriger" sei. Am 19. Juni wurde streits die dortigen Unternehmer an ihre Kollegen in Deutsch das sich im Straßenverkehr bewege, so notwendig sei. Der Gerichts deshalb eine neue Eingabe an den Verband der Eisenindustriellen land versandt. Es sind 800 Maurer aufgeführt, vor deren Ein- hof erkannte auf Freisprechung. gesandt, die sich in überaus höflichen Formen hielt und zum Schluß stellung die Kasseler Unternehmer warnen. Ein Bauunternehmer in Gegen den Spieler Hermann Wolff ist nunmehr die Vorum Verhandlungen über die aufgestellten Forderungen bat. Die Gelsenkirchen äußerte angesichts des Uriasbriefes:" Schade, Ob die Sache vor dem Herbst felbe wurde am 30. Juni beantwortet, und zwar ablehnend. In- daß nicht schon welche hier find, ich habe gerade viel Leute nötig!" untersuchung geschlossen worden. zur Verhandlung gelangt, dürfte fraglich sein, da die Mehrzahl der zwischen hatten die Nieter der Reiherstieg- Werft sich an die Direktion der Werft direkt mit bestimmten Forderungen, geringe Beugen so glücklich gestellt ist, daß sie während der SommerLohnaufbesserung und neunstündige Arbeitszeit, gewandt. Die Färber in Kopenhagen sind zwecks Erlangung höherer monate verreisen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Wronker, wird Auch fie proponierten Verhandlungen, wurden aber sowohl mit Löhne in einen Streit eingetreten. Die jetzigen Löhne der Färber auch noch einige Zeugen laden. Ebenso fraglich ist es noch, ob der diesem Vorschlage, wie mit ihren Forderungen furzer in Kopenhagen betragen durchschnittlich 20 M. Es wird dringend zu erneuernde Prozeß gegen die„ Harmlosen" mit der Sache Wolff Hand abgewiesen. Am 3. Juli legten dieselben, nachdem sie ersucht, den Zuzug von Färbern nach Dänemark streng fern- verbunden werden wird. tags zuvor die Direktion davon benachrichtigt hatten, deshalb die zuhalten. Herr Adolf Brand, der durch sein Attentat auf den Abges Arbeit nieder. Der Zeitpunkt war ein sehr günstiger, denn die Arbeiten ruf der Werft drängten sich. Die Werft suchte Hilfe bei andren einer Lohnbewegung, da die Fabrikanten beabsichtigen, unter dem Brand hatte in einer dortigen Zeitung fürzlich im Anschluß an die Die Juteweber in Södertelge( Schweden) befinden sich in ordneten Dr. Lieber so viel von sich reden machte, stand dieser Tage wegen Beleidigung durch die Presse vor der Tilsiter Straffammer. Werften, jo beim Attien- Dod. Es wurden von diesem 10 Schmiede Borwand der schlechten Konjunttur früher gemachte Lohnaufbesserungen Affaire des Stabsarztes Dr. Sternberg über die Entmündigung beauftragt, Nieterarbeit auf der Reiherstieg Werft zu verrichten. wieder rüdgängig zu machen. Der Vorstand des Juteweber- Fach- eines Tilsiter Arztes einen Auffag veröffentlicht. Durch den Artikel Die Leute weigerten sich und wurden entlaffen. Darauf erklärten vereins ersucht daher eine Fernhaltung des Zuzugs nach Södertelge. fühlten sich die Sachverständigen des leztgenannten Entmündigungssich die übrigen 90 Schmiede und Schlosser des Docks mit den Gemaßregelten solidarisch und legten am 5. Juli ebenfalls verfahrens beleidigt und stellten gegen den Verfasser Brand, den die Arbeit nieder. In verschiedenen Versammlungen der MetallVerleger und den verantwortlichen Redakteur der Zeitung, Strafarbeiter Hamburgs wurde beschlossen, feine Arbeit für antrag. Das Urteil der Straffammer lautete auf zwei Monate die Reiherstieg- Werft und das Aktien- Dock зи berrichten. Die unheilvollen Einflüsse des chinesischen Kriegs auf die Gefängnis gegen Brand; die Mitangeklagten erhielten 500 und Am 11. Juli fand sodann eine Zusammenkunft der Eiſenindustrie machen sich immer stärker bemerkbar. Namentlich 200 M. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte gegen Brand vier Werftbesizer mit Vertretern der Arbeiter statt. Die Ersteren die rheinisch- westfälische Kleineisen- Industrie Monate Gefängnis beantragt. forderten sofortige Wiederaufnahme der Arbeit, machten aber leidet merklich unter einer schweren Depression. Dieselbe war in Tanzvergnügungen geschlossener Gesellschaften können beim übrigen nicht die geringsten Zugeständnisse. Nur gaben den letzten Jahren stark an der Ausfuhr nach China beteiligt und steuert werden. Beim Gastwirt Beyl in Krefeld hatte im Februar sie das nach früheren Erfahrungen sehr vage Versprechen, hatte auch neuerdings eine Reihe bedeutender Aufträge er dieses Jahres der dortige„ Sängerbund" sein Stiftungsfest mit Tanz es sollten teine Maßregelungen stattfinden. Die Zusammenhalten, die teils bereits ausgeführt, teils in der Ausführung abgehalten, ohne daß vorher eine Lustbarkeitssteuer entrichtet worden funft verlief ergebnislos. Am Sonnabendabend haben die begriffen sind, aber jest nach Ausbruch des Krieges nicht abgesandt war. Behl wurde deshalb wegen Uebertretung der Krefelder LustWerftbesitzer mun eine Drohung eines Teilnehmers an obiger resp. weiter ausgeführt werden können. Die Folge davon ist, daß barkeits- Steuerordnung mit Geldstrafe belegt. Er remonstrierte und Zusammenkunft wahr gemacht:" falls die Nieter nicht bedingungslos die Kleineisen- Industrie in Iserlohn, Hagen, Altena, Remscheid machte geltend, daß es sich hier um das Vergnügen einer geschlossenen die Arbeit aufnehmen würden, werde ein Sechstel der gesamten und Solingen darniederliegt und auch einige große Walz- Gesellschaft handle und daß solche Vergnügungen nicht zu besteuern seien. Werftarbeiter ausgesperrt werden", indem von der Werft von Blohm und Stahlwerke vergebens auf ausreichende Bestellungen Die Steuerordnung wäre insoweit ungültig, als sie auch Lustbarkeiten und Voz 800 Mann der verschiedenen Branchen, von der Reiherstieg warten. Beträchtliche Arbeiterentlassungen dürften von Vereinen und geschlossenen Gesellschaften der Steuer unterwerfe. Werft 200, von der Brandenburg- Werft 100, von Janssen und unter diesen Umständen für die nächste Zeit bevorstehen. Es handelt Das Schöffengericht sprach den Angeklagten auch frei, das LandSchmilinsky 60 und bei Wenck Söhne 40 Mann entlassen wurden. sich bei der Kleineisen- Industrie um eine Repression, die nicht, wie gericht als Berufungsinstanz verurteilte ihn jedoch zu einer GeldEs sind das zusammen 1200 Mann, die von dem Unternehmertum bei dem Kanonen- und Panzerplatten- Fabrikanten Krupp, nach Be- ftrafe und erklärte die Steuerordnung für rechtsgültig. B. legte erbarmungslos auf das Straßenpflaster geworfen werden, weil etwa endigung des Kriegs oder vielleicht auch noch während des Krieges Revision ein, wiederholte seine früheren Ausführungen und berief 300 andre Arbeiter in zwei Betrieben die Arbeit eingestellt haben, durch gesteigerte Bestellungen wieder wett gemacht wird, sondern um sich auf das Kommunal- Abgaben- Gejezz. Das Kammergericht wies um ihren wahrhaft winzigen Forderungen Nachdruck zu verleihen, eine industrielle Schädigung auf Jahre hinaus. die Revision zurück, indem es ebenfalls anmnahm, daß durch die die die z. B. ausgezeichnet prosperierenden Werften ihnen abgelehnt Erholungsurlaub für kaufmännische Angestellte. Der Steuerordnungen die Lustbarkeiten geschlossener Gesellschaften den haben und über die sie mit ihnen nicht einmal zu verhandeln bereit Deutsch- nationale Handlungsgehilfen- Verband" versendet an die öffentlichen Luftbarkeiten gleichgestellt werden könnten. Nach der tvaren. Da die Werften mit Arbeiten geradezu überhäuft find, Bresse folgende Notiz: Ausführungsanweisung des Finanzministers sollten dagegen reine dürfte dieser brutale Terrorismus ihnen hoffentlich nicht zum Besten Familienfest lichteiten nicht besteuert werden. ausschlagen. Versammlungen. Bei dem " Die Ferienzeit ist wieder mal herangekommen. Allenthalben werden Vorbereitungen zu Erholungsreisen getroffen. Weil in Nach einem Wolfffchen Telegramm beläuft sich die Gesamtzahl unsrer Zeit die tägliche Arbeit in der Ausständigen und Ausgesperrten auf über 2000 Mann. Auch soll einem nervenzerrüttenden Haften und Jagen begleitet wird, deshalb unsrer Zeit die tägliche Arbeit in so vielen Berufen von der Arbeitgeber- Berband beabsichtigen, noch weit größere Eutist es auch ganz selbstverständlich, daß die Einführung Rigdorf. Eine sehr gut besuchte polnische Volksversamm laffungen vorzunehmen, falls die Arbeiter durch die vorläufige eines Erholungsurlaubs immer allgemeiner werden muß. 3m lung fand am 15. Juli in Lautners Lokal statt. Genosse Haase Stummschen Geist, der in den Kreisen des Hamburger Arbeit- Kaufmannsstande giebt es zwar heute ebenfalls bereits eine Reihe Berlin referierte über Christentum und Arbeiterbewegung". angesehener Handelshäuser, die ihren Angestellten zwei Wochen Er erläuterte die wirtschaftlichen Ursachen, welche zum Entstehen des geberverbandes umgeht, würde ein derartiges Vorgehen nicht über- Ferien gewähren, immerhin muß man aber doch sagen, daß Urchristentums geführt haben. An der Hand des Neuen Testaments raschen. Hoffentlich aber seht der Ausgang dieser von dem Ham- diese Firmen seither nur einen fleinen Bruchteil jämtlicher führte der Redner den Beweis, daß das Christentum in seinen burger Unternehmerthum frivol heraufbeschworenen Machtprobe" Handelsbetriebe bilden. In den meisten Handelshäusern müssen Anfängen kommunistisch, Im Laufe der Zeit hat es den Herren einen gehörigen Dämpfer auf. An das Solidaritätsgefühl die Angestellten ohne Unterbrechung auch in den Sommermonaten feinen Charakter von Grund auf geändert. Mit dem Entstehen des der deutschen Arbeiter braucht wohl nicht erst appelliert zu werden. Tag für Tag hinter dem Ladentisch oder vor dem Pult stehen. Es Berufsklerus verschwand auch der letzte Rest des Kommunismus aus Ein Privattelegramm meldet uns noch, daß 40 Nieter der wurde deshalb im vorigen Herbst bei den Beratungen über die den Lehren des Christentums. Zur Parole wurde die Eroberung Brandenburg- Werft die Arbeit niederlegten und auf Stuelkens Werft Gewerbenovelle im deutschen Reichstage bereits die Frage auf der politischen Macht und des wirtschaftlichen Einflusses. Der heutige 35 Nieter ausgesperrt wurden. Weitere Entlassungen stehen bevor. geworfen, eine Ferienzeit für Handelsangestellte gefeßlich anzu- Klerus verleugnet in seinen Thaten vollständig die Lehre, die er Am Dienstag findet eine Versammlung der Arbeiter statt, in der zuordnen. In Anbetracht der großen Schwierigkeiten, die sich vertreten soll. Der Beamten Priester tann der Arbeiterder Aussperrung Stellung genommen werden wird. einer gefeßlichen Regelung dieser Angelegenheit entgegenstellen bewegung nicht einmal neutral gegenüber stehen. Er ist Partei und " Der Verband der Zimmerlente, Zahlstelle Hamburg, ist aus würden, ist zu hoffen, daß immer weitere Kreise der selbständigen handelt als solche gegen jede Bewegung zur Verbesserung der Lage Der Verband der Zimmerlente, Zahlstelle Hamburg, ist aus Kaufmannschaft für ihre Angestellten einen Erholungsurlaub freides arbeitenden Volks. Redner geißelt in scharfen Worten die volksdem Kartellverband der Hamburger Gewerkschaften ausEs dürfte gerade gegenwärtig an feindliche militaristische und Brotwucherpolitik der katholischen Partei, getreten, weil er mit dem Majoritätsbeschluß, ein Arbeiter- willig einführen werden. des Centrums. Das polnische Volt, welches unter dem schwersten wirt jekretariat für Hamburg ins Leben zu rufen, nicht einverstanden ist gebracht sein, auf seine Vorgänge hinzuweisen." Trotzdem die Arbeitgeber, die für ihre Angestellten und Arbeiter schaftlichen, politischen und nationalen Joch seufzt, hat die meiste Verund sich dem Beschlusse nicht fügen will. Die Zimmerleute glauben, Ferienurlaub eingeführt haben, infolge der dadurch erlangten großen anlassung, sich endlich gegen seine katholischen Führer" zu wenden. die durch die Schaffung des Sekretariats, das mit zwei Sekretären Frische ihrer Angestellten durchaus teine materielle Schädigung Die Erfahrung hat ihm bewiesen, wie weit diese Führer es gebracht und zwei Buraubeamten besezt werden soll, entstehenden Mehr- erlitten haben, ist doch kaum zu erwarten, daß sich breitere haben. Der Referent erläutert die Bestrebungen der politischen und kosten, soweit dieselben auf ihren Teil fallen, nicht aufbringen zu Unternehmertreise zur können. Auch bei den organisierten Maurern ist viel Stimmung urlaubs verstehen werden. freiwilligen Einführung Ferien gewerkschaftlichen Organisation des Proletariats und fordert die AnAuch diese Forderung der Ar- wesenden zum Anschluß an die Socialdemokratie auf. Damit, dafür vorhanden, aus dem gleichen Grunde aus dem Kartell aus- beiter, deren Berechtigung selbst vom kapitalistischen Standpunkt aus schließt er, werden Sie viel mehr im Sinn des wahren Christenzuscheiden. nicht erst erwiesen zu werden braucht, muß von der Arbeiterklasse tums handeln, als alle Pfaffen mit den schönen Worten tann Den Handlungsangestellten erkämpft auch und den schlechten Thaten!( Stürmischer Beifall.) aus diesem Anlaß nicht dringend genug der Anschluß an die Organisation, den„ Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen" und den auf dem Boden der modernen Arbeiter bewegung stehenden Verband der Handels- Hilfsarbeiter empfohlen werden. Der Ansstand der Glasarbeiter in Flensburg ist siegreich beendet. Es wurde eine ganze Reihe der von den Streitenden gestellten Forderungen bewilligt, auch gab der Direktor der Fabrit sein Ehrenwort, daß keinerlei Maßregelungen stattfinden würden. M Der Versuch der Leipziger Steinseher Innung, die in Leipzig ausgesperrten Steinfeger auch in Berlin außer Arbeit zu bringen, hat sich, wie sich nun herausgestellt hat, als ein Schlag ins Wasser erwiesen. Es ist nur ein fleiner Teil der schon in Arbeit Stehenden entlassen worden, die bis auf einen sofort wieder bei andren Berliner Meistern in Arbeit gekommen sind, und nur eine Anzahl eben Zugereifter mußte- vorläufig wieder abziehn, da man denselben überall, wo sie anfragten, offen erklärte, es sei ein Rundschreiben von Leipzig eingetroffen, demzufolge alle hier arbeitenden Leipziger Steinfeger entlassen werden müßten. werden. Fleischausfuhr Südauftraliens. Südaustralien hat noch nicht 500 000 Einwohner, gleichwohl führte diese Kolonie im Jahre 1899 nicht weniger als 71 260 geschlachtete Schafe, 1562 Hammel, 407 096 Staninchen, 14 826 Bungen, 212 812 Nieren und eine große Menge sonstiger Fleischstücke nach Großbritannien aus. Diese Waren hatten einen Weg von ungefähr 12 000 Meilen quer über den Aequator um die halbe Erde zurückzulegen, um einen Markt zu finden. Mit den genannten Fleischwaren gingen auch noch aus jenem fernen Lande eine Menge Enten, Gänse und Hühner auf den Gerichts- Beifung. Diese nicht gelungene Aussperrung der Leipziger Steinfeger in Berlin hat sich nun als ein arger Strich durch die Rechnung der europäischen Markt. Leipziger Innung entpuppt. Diese hat nämlich jedenfalls in ganz sicherer Erwartung der„ niederschmetternden" Wirkung der abermaligen Aussperrung es abgelehnt, das von den Arbeitern nach der Aussperrung angerufene Einigungsamt des Gewerbegerichts ebenfalls anzurufen. Wie verschieden bisweilen die Feststellungen des Gerichts Wenn auch diese niederschmetternde Wirkung ganz bestimmt nicht von denen der Polizei find, zeigte eine Verhandlung, die gestern eingetreten wäre, so ist doch nunmehr nach dem glänzenden Miß- vor der siebenten Ferien- Straffammer des Landgerichts I stattfand. erfolg der Innung die Situation für die Ausgesperrten die denkbar Auf der Anklagebank befand sich der Droschkentutscher August Richter beste, indem von den ca. 170 Streifenden und Ausgesperrten über unter der Beschuldigung der fahrlässigen Körperverlegung. Nach der 100 in auswärtiger Arbeit sind und noch täglich weitere untergebracht anklage sollte er am 23. Februar d. I. in unvorsichtig schneller und werden, so daß Leipzig in furzer Zeit von Steinfegern vollständig rücksichtsloser Weise an einer Pferdebahn- Haltestelle in der Charlotten entblößt sein dürfte. Damit geraten dann aber die Leipziger Unter- Straße vorübergefahren sein und dabei eine Dame umgestoßen und verlegt nehmer in eine ganz verzwidte Lage. Haben dieselben schon durch haben. Er sollte nicht angerufen und nach dem Unglücksfall nicht anDer Angeklagte bestritt die Richtigkeit dieser Bedie ganz willkürlich und plötzlich vollzogene Aussperrung bei den gehalten haben. Behörden ins Fettnäpfchen getreten, und durch die Ablehnung des Hauptungen und die Verlegte hatte sich bei dem Vorfalle in solcher Einigungsamtes die offenbare Verlegenheit des Stadtbauamtes noch Aufregung befunden, daß ihre Wahrnehmungen nicht besonders zu gesteigert, so ist es jetzt vollständig ausgeschlossen, daß selbst, wenn berlässig waren. die Aussperrung in nächster Zeit aufgehoben würde, auch nur annähernd die genügende Anzahl von Steinfegern sich in Leipzig einfinden wird, um die massenhaften Arbeiten bewältigen zu fönnen. So vermag der Eigensinn von einem Dußend Unternehmern über ein großes Gemeinwesen die schlimmste Stalamität herauf zu beschwören. der In der Diskussion sprachen die Genossen Berfus, Poddang und Saturna im Sinne des Referenten. Von den anwesenden Mitgliedern des polnischen katholischen Vereins ergriff, trotz wiederholter Aufforderung, keiner das Wort. Im Schlußwort ermahnte der Referent die Anwesenden, dem polnischen socialdemokratischen Klub Jaroslaw Dobrowski" beizutreten.( Anmeldungen nimmt der Genosse letlinski, Rigdorf, Bergstraße 30, entgegen.) Damit hatte die gut verlaufene Versammlung ihr Ende erreicht. " Der chinesische Krieg. Tschifu, 15. Juli. Hier ist die Nachricht verbreitet, das Fort und die Chinesenstadt in Tientsin sei am 13. Juli von den Verbündeten unter japanischem Oberbefehl mit schwerem Verlust genommen worden. Angeblich hätten auch Truppen des Schantung corps gegen die Verbündeten im Feuer gestanden. Berlin, 16. Juli. Heute eingetroffene Telegramme des Kaiserlichen Konsuls in Tientsin vom 9., 11. und 12. Juli melden: Die Fremdenniederlassungen wurden am 9. Juli heftig beschossen. Japaner umd Russen eroberten sechs Geschütze und töteten 850 Chinesen. Ein in der Nacht zum 11. Juli unternommener Versuch icr Deutschen, Ruffen und Japaner, eine östlich von der Chinesenstadt aufgestellte feindliche Batterie zu umgehen und zu nehmen, mußte aufgegeben werden, da die Bontons über den Kanal unbrauchbar waren. Engländer, Franzosen und Japaner hielten die Eisenbahnstation unter Verlusten gegen einen Angriff am Morgen. Auf das Bombardement der Niederlassungen am 11. Juli antwortete eine verstärkte englische Batterie scheinbar mit gutem Erfolge. 12. Juli ruhte der Kampf. Am London ,; 16. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Parlaments, Unterfefretär des Auswärtigen Brodric erklärt, obgleich die ReAber der Kaufmann Tempeltey, der damalige gierung feine positive Mitteilung bezüglich der schrecklichen Fahrgast des Angeklagten, hielt es für seine Pflicht, als Entlastungs- Katastrophe in Peking erhalten habe, so könne man doch kaum sich zeuge für den Angeklagten aufzutreten. Er bekundete, daß der noch irgend welcher Hoffnung hingeben. Brodric teilt ferner mit, es jei Angeklagte an Iangiam Haltestelle vorübergefahren ein Telegramm eingetroffen, welches besage, Admiral Seymour sci In der Mitte zwischen der sei. Haltestelle und der wieder an Bord eines Schiffes gegangen, nachdem er eine ge Bordschwelle und dem Bürgersteig habe die Dame genügende Anzahl Mannschaften der Marinebrigade in Tientsin Der Angeklagte habe wiederholt angerufen, die Dame zurückgelassen, um die Geschüße zu bedienen. standen. habe fich aber nicht einmal umgesehen, geschweige denn ihren Stand- Admiral Seymour telegraphierte aus Taku vom 14. d. M.: Die Glafergehilfen Offenbache sind am Montag in eine punft verändert. Sie habe einen sich nähernden Pferdebahnwagen Er glaube, daß die Vereinigten Truppen von allen Forts mit AusBrodrick Lohnbewegung eingetreten. Die den Meistern unterbreiteten Forde im Auge gehabt und sei plöglich einige Schritte vorwärts getreten, nahme des Forts von Tientsin Besitz ergriffen hätten. über die Stärke der bei rungen, auf die in 14 Tagen Bescheid erwartet wird, sind: Geregelte um fich zu überzeugen, ob sie den Wagen benutzen könne. giebt sodann folgende Darstellung 91/ 2stündige Arbeitszeit von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends mit je Dies sei wohl nicht der Fall gewesen, denn ebenso un Tatu und Tientsin am 10. Juli vereinigten Truppen der Warn, ſei 1/2 Stunde Frühstücks- und Vesperpause, sowie 11/ 2stündiger Mittags- vermutet fie 149 Offiziere, 8200 wieder einige Schritt zurüdgetreten zurüdgetreten, und Mächte: Die Russen haben Japaner 124 gegen das Pferd des Angeklagten gelaufen. die pause. An gewöhnlichen Sonnabenden tritt der Arbeitsschluß eine dadurch gerade gegen 5100 Mann, Offiziere, England habe Stunde früher ein, an den Sonnabenden vor hohen Festtagen jedoch Sie es in ihrer Angst am Gebiß gepackt und 175 Offiziere, 2400 Mann, Frankreich 103 Offiziere und Die bereits im 4 1hr nachmittags. Ein Lohnabzug darf dafür nicht sich daran festgehalten, bis es dem Angeklagten gelungen iei, das 2400 Mann, Deutschland 36 Offiziere, 2400 Man, gemacht werden. Sodann wird eine 15prozentige Lohnerhöhung Pferd zum Stehen zu bringen. Die Dame sei dann beiseite ge- Amerikaner 10 Offiziere, 1300 Mann; außerdem sind noch kleine sowie ein Aufschlag von 15 Proz. für Ueberstunden und 20 Pf. für sprungen, und da anscheinend ein Schaden nicht entstanden war, habe Abteilungen der Oestreicher und Italiener dort, so daß sich Sonntagsarbeit pro Stunde gefordert. Für Arbeit außer der Zeuge den Angeklagten gedrängt, weiter zu fahren, da er sonst die Gesamtstärke der vereinigten Truppen auf 604 Offiziere halb des Stadtkreises fordert man einen Stundenzuschlag von aussteigen müsse. Der Angeklagte habe dann nach einer kurzen und 20700 Mann beläuft. Bedeutende Truppenverstärkungen 15 Pfg. und außerdem, falls übernachtet werden muß, einen Zu- Strecke wieder angehalten und gesagt, er könne es nicht über fich werden jetzt ausgeschifft oder sind noch unterwegs, jedoch ist das schlag von 3 M. Die Löhne schwanken zwischen 18 und 24 M., gewinnen, zu fahren, er misse sich erst über anden von Truppen in Tatu infolge mangelnder Vorrich.ungen be legteren Saz erhalten jedoch nur meistens verheiratete Arbeiter. zeugen, ob die Dame verlegt sei oder nicht. Der Beuge fügte schränkt. Eine Forderung, auf die noch besonders Gewicht gelegt wird, ist hinzu, daß er seit Jahrzehnten viel Droschke gefahren, aber Paris, 16. Juli. Nach einem Telegramm des„ Temps" aus die Anerkennung des Gehilfenarbeitsnachweises durch die Unter- ein so anständiger Droschtenfutscher, wie der Angeklagte, sei ihm Shanghai beschlossen die Gouverneure der Provinzen Hope, nehmer; auch soll die noch in einigen Geschäften herrschende Accord noch nicht vorgekommen. Thatsächlich hat die Dame doch eine des Prinzen Tuan arbeit gänzlich beseitigt werden. Bei circa 140 in Betracht kommen- Quetschung der linken Hüfte erlitten. Der Staatsanwalt beantragte Humand und Honan, den Weijungen den Gehilfen sind etwa 100 Gehilfen organisiert. Die Aussichten sind die Freisprechung des Angeklagten, dem ein Verschulden nicht nach- 3 gehorchen. Zahlreiche Christen wurden massakriert, Kirchen also die besten und hofft man, daß es gelingen wird, die Lohn- zuweisen sei, und der Verteidiger, Rechtsanw. Morris, trat diesem zerstört. In der Provinz Che fianz beginnen gleichfalls Nubebewegung in beiderseitigem Intereffe gütlich zu regeln. Alle Arbeiter Antrag bei unter dem Hinweis darauf, daß vorliegender Fall so recht störungen. Auf Ersuchen des französischen Konsuls in Shanghai blätter werden ersucht, von Nachstehendem Notiz zu nehmen. zeige, daß es manchen Damen an der Entschlossenheit, Geistes- I traf der dortige Gouverneur Maßnahmen zum Schutz der Franzosen. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wing Bading in Berlin. weiter V Br. 163. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Trübe Stimmungen. Igitur London, den 14. Juli 1900. teiner weiteren Auseinandersetzung. Bierter internationaler Textilarbeiter- Kongreß. Pub grid i Dot spoign Dienstag, 17. Juli 1900.. auf der andern die Armen, die Arbeiter. Ich war in amerikanischen Fabrikstädten und in Strimmitschau, in Manchester und Roubair, ich fah Berlin, den 16. Juli 1900. überall da Arbeiter aus den Fabriken kommen. Ueberall derselbe Typus! Die Furchen der Arbeit auf den eingefallenen Gesichtern, vor der Zeit Die parlamentarische Saison nähert sich ihrem Ende, und die Der Kommers und die Feftreden. gealtert. Aber wenn man auf die Börsen geht, in London und Berlin, Saijon der oberen Zehntausend ist so gut wie zu Ende. Sie war Zur Begrüßung der auswärtigen Kameraden und Delegierten in Wien und Baris, wenn man die Stumm und die anderen Magnate eine der trübseligsten, die London seit langem zu verzeichnen gehabt gaben die deutschen Textilarbeiter am Sonntagabend Sonntagabend einen des Großkapitals ficht: fiberall dasselbe Geschlecht, dem man es hat. Der Krieg in Süd- Afrika hat viele Familien der befizenden Sommers. Die mit Bannern und Emblemen reich geschmückte amnerit, daß es Geld hat, Gelb im Ueberfluß hat, das durch jenes Klaffen in der einen oder andern Weise mitgenommen; die einen weiße Salle des Gewerkschaftshauses war von 6 1hr abends andre Bolt da verdient iſt.. beklagen den Verlust von Augehörigen, die andern den von Rapi- an von einer festfrohen Menge gefüllt. An fangen, weiß ge- Staaten der Welt( lebhafter Beifall), wir fennen nur einen Strieg, Wir aber hier, wir gründen den Zukunftsstaat": die Vereinigten talien. Kein Wunder, daß Mayfair", das Quartier der beckten Tafeln hatten die Delegierten und Gäfte Plaz genommen. eleganten Welt, sehr viel weniger Bälle und Gesellschaften Auf der Tribüne standen unter Lorbeerbäumen rechts unb links die den gegen Unterdrückung, Unkultur, Ingerechtigkeit und Unwissenheit. der deckten Tafeln hatten die Delegierten und Gäste Plaz genonumen. gesehen hat wie in andren Jahren. Und das macht sich dann wieder Büsten von Mary und Laffalle, während von der Hinterwand ein Das ist die Weltpolitik der Socialdemokratie. Und allerhand Geschäftsleuten empfindlich bemerkbar. Ein Blumenhändler breites rotes Banner herabhing, das bie aufgehende Sonne und darum: Arbeiter aller Länder vereinigt Euch! Hoch die inter in Regent Street berechnet, wie mir erzählt wurde, seinen Verlust darunter in Goldbuchstaben die Inschrift: Freiheit, Gleichheit, nationale Organisation der Arbeiter.( Stürmischer Beifall.) Liebknecht während der Saison auf 6000 Bfd.- Steri. Daraus kann man auf Brüderlichkeit" zeigte. An beiden Seiten bes Banners wurden die fiberfetzt sodann seine Rebe ins Englische. Als er fie auch ins die Ausfälle der Modewarenhändler 2c. schließen. Zum Schluß gefellte Fähnchen der einzelnen Kulturnationen durch ein weißes Band zu Franzöfifche übersetzen will, unterbricht ihn Genosse Lepers fich zu allen andern Trübseligkeiten auch noch die Erhebung in fanimengehalten, das in Englisch und Französisch den Nuf bes und bittet ihn mit französischer Liebenswürdigkeit, sich nicht weiter China, die das Geschäftsleben mehr noch durch das Gefühl der Un- tommunistischen Manifestes trug: Proletarier aller Länder vereinigt zu bemühen. Die Franzosen hätten ihn vollkommen verstanden, ficherheit hinsichtlich der nächsten Zukunft trifft als durch direkte Ab Euch! Männergesang leitete das Fest ein. bennt man fenne in Frankreich seinen Charakter und seine Ideen, die fasstörungen, obgleich auch diese nicht gering find. Insbesondere Dam beftieg Stotte Berlin die Tribüne und entbot den Er die Ideen der Arbeiterschaft der ganzen Welt seien. Teidet die Baumwollinduſtrie Lancashires, der schon die Hungersnot schienenen im Namen der Textilarbeiterschaft Deutschlands ein herz- Außer der Feftrede ſei noch des Prologs gedacht, den Ges in Indien schwere Wunden geschlagen hatte. In Blackburn, Burnley, tiches Willkommer. As im Jahr 1897 in Noubaig der Beschluß noffe Wagner verfaßt hatte und vortring. Ebenso lebhaften Beifall Nelson usw, ſtehen Tausende von Bebstühlen leer oder gehen„ kurze gefaßt wurde, den nächsten internationalen Kongres in Deutsch fanden auch zwei wirkungsvoll gestellte lebende Bilder, von denen Seit", und was das für die betreffenden Arbeiter bedeutet, bedarf land abzuhalten, konnten unsre deutschen Delegierten zunächst das eine eine Huldigung an Karl Marr, das andre die Marseillaise rout influite teine bindende Zusicherung geben. Bu jener Zeit stand darstellte. Fröhliche Musik und die Vorträge des Karthaus. Two Souft, iſt es die Furcht vor Zerwürfnissen mit die Zuchthausvorlage auf der Tagesordnung und die Gefahr war Summerschen Gesangvereins hielten die Teilnehmer noch lange bei. europäisen Mächten, welche den Boger- Aufstand vorhanden, daß sie Gesetz werden würde. Dann wäre es unmöglich fammen. vielen Engländern ganz besonders bedenklich erscheinen läßt. Bei gewesen, den Kongreß in Deutschland abzuhalten. Aber die gemeins allen Vorgängen in Asien stellt sich immer wieder die Gefahr fame Arbeit der deutschen Arbeiterschaft beseitigte die Gefahr, die eines großen russisch- englischen Konflikts den Blicken dar, und es Zuchthausvorlage wurde den Machthabern zerrissen vor die Füße ge Berolius@ istin fehlt nicht an Schriftstellern, die sie auch jezt in den lebhaftesten worfen. Im Kampf um das bißchen Stoalitionsrecht hat auch die sobte eröffnet un 10% Uhr den Kongreß. Er teilt mit, Farven schildern. Trete England nicht jetzt energisch und bestimmt Sentiche Tegtilarbeiterschaft ihren Mann geftellt. So fonnten wir auf, und entschließe es sich nicht endlich zu einer konfequenten Politit Sie denn hier begrüßen, und wir sind besonders stolz darauf. daß daß das Bureau von Vertretern aller Nationen gebildet ist und der Bekämpfung von Rußlands Vorgehen in China, so werde das wir Sie in unfren eignen Mauern, auf eignem Grund und Boden, heißt noch einmal die Anwesenden herzlich willkommen. Wenn man Ende vom Liede des jezigen Aufstands sein, daß Rußlands Einfluß in diesem Gewerkschaftshause begrüßen tönnen.( Beifall.) So wie gestern den Frohstum habe walten laffen, so heißt es heute, ernſte dort auf Kosten Englands eine neue Stärkung erfährt. Hier gebe es sich beim Bau dieses Hauses Stein an Stein gefügt hat, bis das Arbeit verrichten, um die Lebenshaltung der Textilarbeiter zu ver Teine Wahl mehr, alles Verschieben und Vertuschen verschlechtere nur hellichte Ganze dastand, so ist die Klassenorganisation der Arbeiter beffernt und der Gefezgebung der einzelnen Länder die Bege zu die Aussichten des unvermeidlichen Weffens der beiderseitigen Sträfte fchaft zu einer Macht herangewachsen, mit der jeder rechnen muß, weisen, die sie zu gehen hat. Er sei davon überzeugt, daß jeder für England. md mag er Beifall.) noch fo so hochgefürftet dastehen.( Lebhafter der Delegierten feine Pflicht thin und den Beratungen seine volle Nationen die Bruderhand. Die Deutschen reichen den Arbeitern der übrigen Kraft zur Verfügung stellen werde. Wir alle vir alle vollen, daß der Arbeit die Welt gehört. alle find Arbeiter, Als Vertreter der östreichischen Textilarbeiter überbringt Neichs beffere Organisatoren geben, Es mag tags- Abgeordneter Hybe ich den Dank der östreichischen Kollegen für als tvir sind, aber in der die materielle Unterstützung, die die von ihren ausländischen Fachgenoffen Treue zu den einmal als richtig erkannten Grundsätzen laffen wir in ihrem vorjährigen großen wirtschaftlichen Stampf erhalten hätten. Deutsche mus von feinem übertreffen, auch nicht im treuen Festhalten Das Auftreten der östreichischen Teytilarbeiter sei eine Verzweiflungsthat an der Hoffnung, daß die Bölker sich fchließlich einmal verständigen gewesen. Sie hätten eingefehen, daß nur die Verkürzung der Arbeitss werden.( Bravo!) wenig können wir unfern fremden Gästen zeit ihnen helfen könnte, und so sei man zuerst in Brünn in den bieten, aber es fommt aus vollem Herzen. Die Ueberzeugung Streit eingetreten um Erringung des Zehnstundentags. Die werden die auswärtigen Delegierten febenfalls mit nach Hause foalierte Bourgeoisie hätte alles gethan, um ihn nieders nehmen, daß die deutschen Textilarbeiter jederzeit für ihre zuschlagen. fei ihr nicht gelungen. Heute hätten außerdeutschen Brüder einzutreten bereit sind. Mit einem fich mehr als 100 000 östreichische Arbeiter den Zehnstundentag Hoch auf die Gäste, das begeistert aufgenommen wurde, schloß der erkämpft. Der Eieg wäre aber unmöglich gewesen, wenn nicht die; Reduer. Kollegen aus England, aus der Schweiz usw. so thatkräftig Hilfe geleistet hätten. Und so müsse er ihnen seinen herzlichsten Dank fagen, und er hoffe, daß der vierte internationale Tegtilarbeiter Stongreß eine weitere Stärkung der internationalen Solidarität unter den Textilarbeitern bedeuten werde.( Beifall.) Diesen Stimmen gegenüber macht das liberale Wochenblatt " Speaker", das vor einiger Zeit in neue Hände übergegangen ist und feitdem den linken Flügel der Partei vertritt, auf folgende bemerkenswerte Zahlen der englischen Handelsstatistit aufmerksam Englands Einfuhr betrug in Millionen Pfund Sterling: Im Jahre Won China Von Rußland Durchschnitt 1880-84 11sd 9 1898 Zu- und Abnahme 910 1890 1898 18 2,7( Durchschnitt 1893-98: 22-28 8,35mg adatta 4-5 and as gigfond Englands Ausfuhr betrug in an Millionen Pfund Sterling Nach China Nach Nußland 61/2 gar 5 11/2 " 5,7 9,1 des sid Erster Verhandlungstag. o si in Vormittags- Situng. Es Es folgten lurze Erividerungen der auswärtigen Delegationen. Zu- und Abnahmte Sybesch Brüm überbrachte die Grüße der Teytilarbeiter +3,4 pie Destreichs, deren Organisation durch die Rückständigkeit der politischen Während der Handel mit China im fortdauernden Rückgang Zustände und die Vielsprachigkeit erfchivert werde. Doch iſt in Wilkinson Lancashire verweist die Delegierten auf den begriffen ist, ist danach der mit Rußland im Zunehmen und jeden der letzten Zeit ein tüchtiger Schritt nach vorwärts gethan. Bericht des internationalen Sekretariats. Er ist mit dem Verlauf falls viel bedeutender als der erstere( 1894: 32 gegen 7,7 Millionen).( Bravo!) der Bewegung in den letzten drei Jahren nicht so zufrieden. Die Selbst Englands Ausfuhr nach Hongkong sei von 2,7 Millionen im Lepers Roubaig dankt namens der franzöfifchen Delegation internationale Organisation funttioniere doch noch ziemlich langsam, Jahre 1890 auf 2,8 Millionen in 1898 zurüdgegangen. für den freundlichen Empfang; ihm schließen sich Miltinion für er hofft aber, daß die Beschliffe des Berliner Kongresses die Sache Die Zahlen find tendenziös ausgesucht, aber insofern forrekt, die Engländer und der Blame Bandewyn Gent für die in eine schnelleres Tempo bringen werden. als sie das llebergewicht von Englands Handel mit Rußland über Belgier an. Gels- Lille begrüßt den Kongreß im Namen der frana den mit China veranschaulichen. Und doch führen unfre Es war bereits 9 Uhr vorüber, als Genosse Liebti e cht von zösischen Gewerkschaften, im speciellen der Zegtilarbeiter von. Handelsjingoes", ruft der Speaker" aus,„ beständig Reden, jubelndem Beifall und Händeklatschen begrüßt, die Tribüne betrat, Lille und Roubair. Es handle sich um die Sache aller, die für als ob ein Strieg mit Rußland chinesischen Er feierte den Kongreß als eine Stulturthat ersten Rangs. Eine Hungerlöhne arbeiten. Noch in der vorigen Woche habe er Arbeiter; Handels willen eine vernünftige Geschäftsanlage wäre." Fattisch andre Welt erblickt man hier in diesem Saal, als die offizielle Welt gesprochen, die einen Taglohn von noch nicht 1 M. bezogen. Und würde er vom Geschäftsstandpunkt aus noch verfehlter sein da draußen. Vor einem Menschenalter mußten Destreicher und froßdem sei es schwer, die Arbeiter zu organisieren. Sie, die sich wie der Krieg in Südafrika. England würde 200 Millionen Preußen, vor 30 Jahren mußten Franzosen und Deutsche als Soldaten gegen Feuer und Hagel versicherten, zögerten immer noch, Pfund Sterling ausgeben, einen ausgedehnten und steigenden einander gegenüberstehen, auf einander schießen. Hier reichen Deutsche, in diese größte Versicherung, in die Gewerkschaften einzutreten, Handelsverkehr zu schädigen, 11111 der entfernten Möglichkeit Oestreicher, Franzosen einander die Britderhand. Der englische Ar- Es bedürfe da unermüdlicher propagandistischer Arbeit. Nur die der Steigerung eines schwachen und zurückgehenden Handels beiter geht hier mit dem deutschen Schulter an Schulter, während gewerkschaftliche Organisation sei imstande, die Lebenshaltung der willen. Der„ Speater" hofft daher, daß die Zeit nahe ist, wo die das offizielle Deutschland jahrelang eine schmachvolle Heze Arbeiter dauernd zu heben. Er hoffe, daß der Kongreß auf diesem produzierenden Klassen dieses Landes und die Großhändler und gegen England entfesselt hat. Der Boerenfrieg, der England auch wege ein tüchtiges Stück Arbeit leisten werde.( Lebhafter Beifall.) Ladenbesiger auf die Warnungen Mr. Morleys hören und zu den im deutschen Bolt unpopulär gemacht hat, ist ja nur von der Der Vorsigende verliest hierauf folgende Erklärung des Vertreters gefunden Lehren Brigths und Cobdens zurüdfehren." tapitalistischen Gesellschaft gemacht worden, das englische Volt ist der jüdischen Arbeiter der westrussischen Stadt Belostok:) Hinsichtlich Rußlands ist diese Hoffnung insofern nicht unberechtigt, daran unschuldig. Während der deutsche Reichstag eine Flotte be- Werte Genossen! Ich bin beauftragt, Ihnen die brüderlichen als in der That eine starte ruffenfreundliche Strömung vorhanden willigt, die bestimmt ist, die englische Flotte zusammenzu Grüße der jüdischen Weber von Belostok zu übermitteln. Aus dem ist und in Lord Salisbury einen willigen Helfer findet. Sonst aber schießen beiläufig ein wahnsinniges Unterfangen! fizen hier ausführlichen Berichte des Belostoker Komitees der jüdiſchen Weber, fehlt die Darlegung des Speaker" darin, daß sie, wie so viele die englischen Arbeiter bei den deutschen. Wir sehen es ist hier welcher während der Dauer des Kongresses unter Ihnen verteilt Auslaffungen der Nichts als Freihändler, einige wichtige That eine nene Welt, fie vertritt eine neue Weltanschauung und treibt werden wird, werden Sie sehen, daß troß der enormen Schwierigsachen durch Ignorierung einer Anzahl Anzahl mit ihnen vereine neue Weltpolitik.( Lebhaftes Bravo!) Die Weltpolitik da feiten, mit denen die Arbeiterbewegung in einem Lande verknüpft ist bundener Fragen im falschen Lichte darstellt. So wird der draußen schickt die Soldaten zur Mezzelei nach China. Sie in dem das Bolk weder das Koalitions- und Versammlungsrecht, Umstand völlig übergangen, daß England nicht mur als follen dort ein gewaltiges Reich zertrimmern, das eine noch die Breßfreiheit hat und der unbeschränkten administrativen Verkäufer und Käufer von Waren am Handel mit China inter- über 10 000 Jahre alte Civilisation hat, und das man Willkür der Regierung ausgesezt ist es den Belostoker Webern effiert ist, sondern auch in außerordentlich hohem Grade als bei uns nur deshalb verachtet, weil die Chinesen die Kunst nicht so während der letzten drei Jahre gelungen ist, die Berkürzung Spediteur von Waren, daß sein Geetransportgelernt hatten, auf ihre Mitmenschen zu schießen, weil dieses alte der Arbeitszeit auf 10 Stunden durchzusetzen fie arbeiten dienst eine der wichtigsten Industrien Englands ist, worauf kulturvolk den Krieg für eine Barbarei gehalten hatte. Run, jest jegt von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends mit zwei Stunden Unterdie strammen Freihändler bei andern Gelegenheiten selbst mit haben sie dort das Schießen gelernt. Uufre Offiziere haben es ihnen brechung für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot und das Energie verweisen. Und dann ist die chinesische Frage nicht bloß beigebracht, und unser patriotischer Herr Krupp hat ihnen die Kanonen Zivischenmeister- System, unter dem ein Teil der Belostoker Weber zu eine Frage zwischen England und Rußland, sondern eine inter- geliefert, mit denen sie unfre Soldaten zusammenschießen.( Bewegung leiden hat, zum Teil zurückzudrängen, daß aber die angestrebte nationale Frage der großen Handelsnationen, und würde und lebhafter Beifall.) Was sucht denn der Kapitalismus in China? Er vollständige Beseitigung dieses Systems leider infolge der Strifis, fich England durch Willfährigkeit gegenüber Rugland in fucht ein neues Land, um es auszurauben, da er seine eignen Länder von der die Belostoter Industrie seit einem Jahr betroffen ist, zur Gegensag zu einer einer Reihe dieser und damit wieder in bereits bis auf den Grund ausgeraubt hat.( Lebhafter Beifall.) Beit unmöglich ist. Ferner werden Sie aus diesem Bericht sehen, immer größere Abhängigkeit an Rußland bringen. Es ist der Das ist die Welt da draußen. Und hier? Während dort ein daß diese Kämpfe schwere Opfer erfordert haben eine Anzahl große Fehler des bürgerlichen Radikalismus, durch den er sich hier Weltkrieg sich vorbereitet, fizen hier die Nationen in der Belostoker Weber befindet sich zur Zeit in der Verbannung in Politik gewöhnlich immer nur unter einem speciellen, naheliegenden herrscht ein höherer Gedanke, unsre Welt ist eine höhere. Gesichtspunk zu betrachten pflegt. So sind auch die summarischen Für die Arbeiter sind die verschiedenen Nationen nur, was die Handelsziffern, wie eine Betrachtung der Hauptgegenstände des Familien in der Gemeinde find. Die deutschen Arbeiter wiffen, was Barenaustausch zwischen Rußland und England zeigt, sehr Frankreich für die Sache der Freiheit, was England für die Eut trügerisch. wicklung der Menschheit durch die Schaffung seiner Arbeiterorganis Augenblicklich scheint übrigens Rußland selbst hinlänglich in der fationen gethan hat. Eine der ältesten und bedeutendsten dieser Klemme zu figen, um sich den Lugus aggressiver Maßregeln und Organisationen ist die der Textilarbeiter. Denn die Weberei ist von Intriguen gegen die andern Mächte versagen zu müssen. Und England fcher bis in die neueste Beit hinein dasjenige Gewerbe, welches die wiederum hat, wie die Niederlage bei Nitrals- Ret zeigt, in Süd- meisten Menschen beschäftigt hat. Der Hauptkampf gegen den Stapi afrika noch genug zu thun, als daß es sich leichtherzig in einen Handel talismus ist durch die Weber geführt. Der Kampf gegen die Weber- Ich bin überzeugt, daß die Kenntnisnahme von den Vera mit Rußland stürzen sollte. organisationen führte vor 100 Jahren zu dem schuftigen Zuchthaus- handlungen, die Sie hier im vollen Lichte der Oeffentlichkeit au Daß die erwähnte Niederlage hier große Enttäuschung hervorgesetz Englands: der Anti- Koalitionsbil. Aber nach 25jährigem pflegen in der Lage sind und von Ihren Kämpfen, die Sie in allen gerufen hat, ist selbstverständlich. Bon der Siegesstimmung der Tage Stampf mußte die Regierung nachgeben. Die englischen Arbeiter Ländern Westeuropas unter bestimmten Rechtsgarantien ausfechten von Mafeling und Victoria ist wenig übrig geblieben. Trogdem erhielten volle Koalitionsfreiheit. tönnen, dazu beitragen wird, bei den Textilarbeitern Rußlands das darf man nicht erwarten, daß die Deputation von Kap- Holländern, Es kam die Periode der Großindustrie. Gerade die Weber Bewußtsein ihrer eignen Rechtlosigkeit zu stärken und ihnen als die herübergekommen ist, um gegen die Anegion der Boerenstaaten haben unter der neuen Produktionsart am meisten zu leiden ge- neuer Ansporn dienen wird, im Verein mit der gesamten Arbeiterzu agitieren, hier Nennenswertes ausrichten wird. Wohl ist es habt. Redner schildert den Verzweiflungskampf der englischen Handweber schaft Rußlands danach zu fireben, sich die Möglichkeit zu erringen, vielen Engländern erst jetzt zum Bewußtsein gekommen, welche mit der Maschine, dessen letzte Zuckungen er selber in den 50er Jahren im freien, offnen Verkehr mit einander und mit den Kollegen des Aufgabe die Annegion bedeutet, und vielfach fragt man fich in England studiert habe. 30 Jahre später habe er dasselbe Schau- Auslandes, ohne der Willtür einer despotischen Regierung preisgegeben ernsthaft, ob die Sache der Opfer wert war. Aber vor Schwierig spiel in Deutschland miterlebt. Und dieser Uebergang zur Fabrit zu sein, am großen Befreiungskampfe des Proletariats der ganzen teiten zurüdzuweichen, nachdem man eine Sache einmal in Angriff industrie sei vorteilhaft für die Arbeiter. Nichts Tomme dem Elend Welt teilzunehmen."( Lebhafter Beifall.) genommen, liegt so wenig im Charakter der Engländer, und das Gefühl, der Hausindustrie gleich. Jetzt aber gelte es, weiter zu gehen. Sodann heißt der Vorsitzende der Generalfommission Legien daß das Recht auf Seiten Englands ist, ist so start ver- Das nächste Biel sei Erhöhung der Löhne und Herabsetzung der im Namen der deutschen Gewerkschaften die Delegierten willkommen, breitet, daß es noch ganz anders kommen müßte, bevor Arbeitszeit. Das könne aber nur durch die Kampforganisationen besonders die Delegierten der fremden Länder. Bis vor wenigen es gelänge, die Masse der Engländer für eine andre als die von der Arbeiter erreicht werden. Jahren sei es noch unmöglich gewesen, auf deutschem Boden einen der Regierung angefündigte Politik zu gewinnen. Die erste Erfahrung Die Arbeiter dürfen nicht auf die Manöver der Stapitalisten internationalen Stongreß abzuhalten. Daß diese Periode der das Reaktion beseitigt sei, der Kap Holländer war, daß sie das Hotel, in dem sie abgestiegen hereinfallen, die die nationalen Gegenfäße der Arbeiter gegen ein- finstersten die sich auf waren, auf Verlangen eines Teils der Gäfte wieder verlassen ander ausspielen. Belgien soll nicht mehr von seinen Fabrikanten der Kraft der deutschen Arbeiterbewegung, mußten, eine Intoleranz der letzteren, für die kein Wort der Ver- hören, daß die Löhne nicht erhöht werden können, weil die deutschen politischem, wie auf wirtschaftlichem Gebiet bethätigt habe. urteilung scharf genug ist, die aber zeigt, welche Stimmung im Fabrikanten Hungerlöhne zahlen. Die Arbeiter aller Völker find Sie habe es es erreicht, daß nunmehr schon zum drittenmal Publikum vorwaltet. nur eine Nation. In der heutigen Welt giebt es überhaupt hier in Deutschland ein internationaler Arbeiterkongreß tagen könne; und nur zwei Nationen, und diese werden bestimmt durch das 1894 sei ihm der Bergarbeiter- Kongreß vorangegangen, der GlasKlassen- Interesse. Auf der einen Seite die Reichen, die Kapitalisten, arbeiter- Kongreß sei diesem gefolgt. Durch die Anteilnahme aller = Weber dazu gebracht haben, daß er seinen schlimmsten Feind im Barismus sieht. mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse Rußlands halte ich es im Intereffe unsrer Sache für geboten, auch hier außerhalb Rußlands nicht öffentlich aufzutreten und werde mich daher an den Abstimmungen des Kongresses nicht beteiligen. Ich werde mich darauf beschränken, Ihren Verhandlungen aufmerksam zu folgen, um meinen Auftraggebern einen ausführlichen Bericht über die Arbeiten des Kongresses geben zu fönnen. danke man Aus der Frauenbewegung. Länder habe es sich gezeigt, daß die Arbeiter begriffen hätten, wie die deutsche Delegation verlangt. Der Kongreß tritt nunmehr in die] fehr eine internationale Organisation notwendig fei im Stampf gegen Tagesordnung ein. das internationale Kapital. Das Kapital sei international; wenn Der Bericht des internationalen Sekretariats ist den ,, Die Organisationsfähigkeit der Arbeiterinnen" bespricht es durch Zollschranken beengt werde, verlege es ruhig seine Pro- Delegierten schriftlich übergeben worden. Der Berichterstatter ber- Gertrud Dyrenfurth in der socialen Braris. Gelegenheit duktion in ein andres Land. Gerade in der Textilbranche habe sich zichtet daher auf eine mündliche Darstellung. Aus dem gedruckten hierzu giebt ihr ein Artikel in einer englischen Zeitschrift für Frauendas gezeigt. Das Kapital nehme ausländische Arbeitskräfte, wenn sie Bericht geht hervor, daß das internationale Sekretariat über eigne gewerkschaften". Der englische Autor hält im ganzen nicht viel von billiger seien. Da müßten auch die Arbeiter international zufammen- Geldmittel nicht verfügt, weshalb es die Anträge auf Streikunter- der weiblichen Gewerkschaftsthätigkeit. Die Ursache dieser Minderhalten. Besonders erfreulich sei die Anteilnahme der englischen Arbeits- stüßung an die Einzelfettionen überweisen muß. Auf diesem Wege wertigkeit findet er in dem Doppelberufe der Frau, welcher ihr brüder. Leider müsse er hier auch etwas weniger Erfreuliches er- haben 1899 die streifenden öftreichischen Textilarbeiter eine namhafte Interesse zwischen häuslicher und gewerblicher Arbeit teilt. Die wähnen. Die Geſamtorganisation der englischen Arbeiterklasse, ver- Geldunterstützung erhalten. Die Finanzfrage soll im übrigen auf freie Zeit, welche der Arbeiter dem Vereinsleben widmen kann, muß sie einigt in dem Parlementarischen Komitee und dem diesem Kongreß erörtert werden. für Familie und Haus verwenden. Und daß dies die höhere Pflicht Trades Unions Kongreß, nehme sehr wenig Anteil an der sei, beileibe nicht die Gewerkschaft, das sagt ihr nicht nur das eigene Reichel Chemnitz findet, daß der Bericht denn doch gar zu internationalen Bewegung. Auf dem Festlande, und speciell in Deutschland, habe die Resolution des legten Trades Unions- Kon mager ſei. Wie sei es möglich, daß auf einer fleinen Ottavfeite der Gefühl; es wird ihr ſehr nachdrücklich durch die ganze Umgebung gresses in Manchester, zu den ausländischen Kongressen feine Dele- werde! Damit könne man nicht einverstanden sein. In Gent ſeien Berufsorganisation der Fran schließlich auch am meisten gewinnt, das ganze Bericht über die ganze internationale Thätigkeit gegeben gepredigt. Denn daß die Familie durch eifrige und zweckbewußte sierten zu entfenden und mit den ausländischen Organisationen die Funktionen des Sekretariats festgestellt, in Roubaig feien fie tommt ihr nur selten zum Bewußtsein. nicht einmal Berichte auszutauschen, feineswegs sympathisch be- erweitert worden. Das Sekretariat sei verpflichtet, von den einzelnen angewiesen sind, einen Berufsverein zu pflegen. Der Sekretär des weib Leichter ist es natürlich für selbständige Mädchen, die auf sich allein rührt. Redner hofft, daß die hier anwesenden englischen Delegierten Ländern Berichte einzufordern und diese an die einzelnen Organi- lichen Buchdruckerverbandes bezeichnet die Unverheiratete als das weit bestrebt sein werden, den Trades Unions- Kongreß über die Be- fationen zu verteilen. Man müsse sich fragen: Hat das internationale bessere Mitglied, nicht nur, weil sie nicht durch häusliche Pflichten deutung der festländischen Arbeiterorganisationen beffer zu unterrichten. Sekretariat seine Pflicht erfüllt? Aus dem Bericht ſei nichts zu gebunden ist, sondern auch weil sie ein Eriſtenzminimum zu ber Erst das Zusammengehen aller Nationen stärke das Selbstbewußtsein ersehen, nicht das geringste statistische Material über die Lohntämpfe teidigen hat. Bei den Verheirateten gilt der Lohn ja doch meist als vers der Arbeiterklasse, es verschaffe ihr die Macht und damit das Recht. in den einzelnen Ländern sei darin enthalten, nichts sei angegeben Bubuße, eines Kampfes nicht wert, der auch Opfer, und vielleicht vers ( Lebh. Beifall.) über die zu ergreifenden Maßregeln. Es sei Pflicht und Schuldigkeit Bon englischer Seite wird die Rede Legiens mißverstanden. Die der von den Kongressen eingefeßten obersten Behörde, Auskunft zu gebliche fordern muß. Als Beispiel für das Gesagte führt er englijchen Delegierten glauben, er habe den Textilarbeiter- Kongreß in geben über ihre Thätigkeit. Mit oberflächlichen Redewendungen sei folgendes an: Manchester gemeint. egien erwidert ihnen, es handle fich um den Organisationen nicht gedient. Das Sekretariat müsse nach den allgemeinen Trades Ünions- Kongreß in Manchester. Dort habe weifen, was es in den drei Jahren gethan habe, ehe man ihm man eine Resolution, die ein Zusammengehen mit dem Auslande Decharge erteilen könne. berlangte, abgelehnt. Die englischen Delegierten verlangen einen gedruckten Beweis dieser Behauptung. Legien zeigt ihnen einen Artikel des Genossen v. Elm über Organisationsstarre", den derselbe in den„ Socialistischen Monatsheften veröffentlicht hat, und der jene Resolution und ihre Ablehnung mit teilt. Beide Teile behalten sich vor, auf die Angelegenheit noch einmal zurückzukommen, wenn der offizielle Bericht jenes Trades UnionsKongresses vorliege, den Legien herbeischaffen will. betrage. " # 75 Frauen streiften um eine Lohnerhöhung. Alles ging glatt. Joh Bor einiger Zeit hatten wir einen Ausstand in Nord- London; unterhandelte mit der Firma und jah alle Aussicht, zu einer be friedigenden Abmachung zu kommen. Die Mitglieder erhielten am für sich einen ausführlichen Bericht vorgelegt hätten. Man dürfe Num stelle man sich unsere Entrüstung vor, als am Montag 7 oder Holmes Lancashire weist darauf hin, daß die Engländer Wochenschluß Streifgeld und man war entschlossen, fest auszubarren. dem Sekretariat aber doch nicht die Schuld der andren Länder in 8 Frauen die Arbeit zum alten Lohnjazz wieder aufnahmen. Das Berichte eingesandt worden. die Schuhe schieben. Dem Sekretariat feien bon nirgends her Mesultat war, daß der Ausstand im Sande verlief, und Nachermel schütteln. Man solle lieber den säumigen Organisationen waren und zwar die Gattinen von Männern in gut bezahlten Be Es könne sich doch keine aus dem forschungen ergaben, daß die Streitbrecherinnen verheiratete Frauen Borwürfe machen, nicht demi Sekretariat. schäftigungen, darunter einer mit einem Wochengehalt von 40 M." " -XO Wie sehr gilt doch das Obengesagte auch von der deutschen Frau! Alle die Ursachen ihrer Schwäche treffen hier in noch erhöhtem Maßstabe zu und erklären wohl genügend die ursprüngliche schaften zusammen zu thun. Hier aber wie dort haben sie eingesehen, Abneigung der Arbeiter, sich mit Frauen in Vereinen und Gewerkdaß das beste Mittel, die Frau zur Selbständigkeit, zum Klaffenbewußtsein zu erziehen, die Aufnahme in die bestehenden Organi fationen sei, wo sich dieselbe irgend durchführen läßt. Hier findet fie fräftigen Rückhalt, tüchtige Schulung und den Geist des festen baren Mitglied zu machen. Busammenhalts, der sie durchdringen muß, um sie zu einem brauchNamens des Vorstands der socialdemokratischen Partei Deutschlands Wilkinson erklärt sich bereit, den englischen Bericht noch Ueber die Frau als Gewerkschafter ist eine Blütenlese von Aus heißt sodann Reichstags- Abgeordneter 2. Pfannkuch die an- durch mündliche Ausführungen zu ergänzen. sprüchen männlicher erfahrener Genossen angeführt:„ Sie ist ein schlechter wesenden Delegierten willkommen. Der Redner betont, daß die Lepers schließt sich den Beschwerden der Deutschen an. Er be- Gewerkschaftler, weil ihr so lange gelehrt wurde, daß sie Abhängigkeit Berliner Socialdemokratie, die Avantgarde der deutschen Arbeiter- flagt sich darüber, baß das Sekretariat auf mindestens 50 An- und Unterordnung als ihr Teil hinzunehmen habe."„ Die Frauen bewegung, den Pflichten, die ihr die internationale Solidarität auf- fragen von französischer Seite nicht geantwortet habe. Man habe haben kein Selbstvertrauen, weder als Individuum noch als Klaffe. erlegt, stets in hohem Maße nachgekommen sei. Er ermahnt die Anwesen- ichließlich in Frankreich gar nicht mehr gewußt, ob das Gefretariat Die Hoffnungslosigkeit der Arbeiterinnen ist tragisch und bildet Sie wollen den, bei ihren Beratungen stets den großen Gesichtspunkt im Auge zu be- überhaupt noch bestehe, oder nicht. Man habe mehrfach um Streit eins der größten Hemmnisse für ihre Organisation. halten, daß die Notlage der Arbeiter nur dadurch völlig gehoben werden unterſtügung gebeten, ohne daß je eine Antwort erfolgt sei. das Elend nur vergessen, doch nicht offenen Protest gegen diees verschulden."„ Erst wenn Tönne, daß man ihre Ursache beseitigt: die Trennung der Arbeitsmittel von unfren Wilkinson verwahrt sich gegen die gegen ihn erhobenenjenigen erheben, die wirtschaftlichen Kampf auch den um die Erringung der politischen Roubaix gewandt, aber die Antworten ließen noch heute auf sich bereint zu handeln wissen, wie die Männer; bis dahin wird die Masse der Der Arbeitskraft. Die deutsche Arbeiterklasse habe immer neben dem Verwürfe. Er habe sich Dugende von Malen an die Franzosen in Mädchen Unabhängigkeit und ein Gewerbe gelehrt wird wie den Knaben, werden wir Frauen auf den Arbeitsmarkt bekommen, die Macht geführt. Das deutsche Proletariat habe eine Anzahl aus- warten. Er dagegen habe stets mit Hilfe feines Sekretärs jeden Lohnarbeiterinnen zc. bleiben, wo sie jetzt zu finden ist außerhalb gezeichneter parlamentarischer Vertreter, es sei in die kommunalen Brief sofort beantwortet. Redner fragt sodann die Deutschen, welche der Linie der organisierten Arbeit." So lauten die Urteile über die Verwaltungen eingedrungen, in die Krankenkassen, in die Gewerbe- Berichte sie ihm denn eigentlich gefandt haben. Er hätte nie einen große Masse. Andrerseits aber heißt es, daß, wenn manche Frauen gerichte. Der Klassenpolitit der deutschen Arbeiterklasse erhalten, obgleich er mehrfach angefragt habe. Ueberhaupt, wie dächten sich das Princip, um das es fich handelt, auch wirklich erfaßt haben, sei allein der heutige Stand der deutschen Socialreform zu die deutschen Brüder die internationale Organisation? Sie hätten sie ganz so standhafte und loyale Mitglieder werden wie die Daufen. Diesen Klaffenkampf gelte es zu führen bis an das Endziel: während der drei Jahre insgesamt 6 Pfd. Sterl. 6 Sh. 7 Pence Männer. Die Aufhebung des Privatbesizes an den Produktionsmitteln.( Lebhafter( ungefähr 130 M.) eingesandt.( Heiterkeit.) Was glaubten Sie wohl, Beifall, in den auch ein Teil der Engländer einstimmt.) was man mit einer so lumpigen Summe anfangen tönne? Er habe Es wird hierauf zur Wahl des Bureaus geschritten, in das alle hunderte von Malen Ermahnungen und Anfragen nach Deutsch Nationalitäten zwei Vertreter entsenden. Von deutscher Seite sollen land gesandt. heute Hübsch- Berlin und Kotke präsidieren, am Dienstag ruht die Herren Jnterpellanten, die hier das Sekretariat anranzten, sollten Kein Mensch habe sich darum gekümmert. Die Zeitung in den Händen der Engländer Holmes und Allangee, iam fich also lieber an ihre eigene Nase fassen. Mittwoch in den Händen der Franzosen, am Donnerstag in den Händen der Oestreicher, und am Freitag in denen der Belgier. Bar Gent findet die Vorwürfe, die man dem Sekretariat Ueber die Arbeitszeit des Kongresses entspinnt sich eine lebhafte mache, sehr seltsant. Die belgischen Kameraden hätten von dem Debatte. Die Engländer bestehen darauf, nur 5, höchstens 51/2 Stunden Sekretariat auf all ihre Anfragen stets prompte Antwort erhalten. täglich zu tagen, während die Deutschen eine etwas längere Arbeits- von den Vertrauensmännern der verschiedenen Länder Berichte einReichel bleibt dabei, daß das Sekretariat verpflichtet gewesen sei, zeit vorschlagen. Nur selten und bei ganz eigentümlich entwickelten Berufszweigen Reichstags- Abgeordneter Baudert weist darauf hin, daß die zufordern. Wenn der Sekretär das gethan, aber keine Antworten Arbeitszeit vieler Tertilarbeiter allein bis zum Mittag 6 Stunden erhalten habe, jo hätte er uns davon unterrichten sollen. Was die werden sich speciell weibliche Organisationen als zweckmäßig erweisen. Da könne doch der Textilarbeiter- Kongres insgesamt Anzapfung Wilkinsons bezüglich des Beitrags betreffe, so habe Immer werden sie vermutlich zu Anfang männlicher Hilfe bedürfen, 6 Stunden tagen. Schließlich einigt man sich dahin, von 9-12 und überhaupt nicht vom Standpunkt einer Geldaristokratie sprechen. ein Stamm von Arbeiterinnen, fähig und tüchtig, die' Arbeit zu Man dürfe um die Leitung in richtige Bahnen zu lenten. Erst allmälig erwächst von 2-5 Uhr, also 6 Stunden zu tagen. In der internationalen Streitunterstügung sei die deutsche Textil- leisten. Als Regel bleibt die gemischte Organisation wünschens Hierauf wird die Mandatsprüfungs- Kommission arbeiterschaft nicht zurückgeblieben. Sie habe nach Destreich, nach wert für. beide Teile, weil die verschiedene Beanlagung der Ges gebildet. Jede Nation ernennt 3 Mitglieder derselben. Bei der Festsegung der Tagesordnung beantragt agner hier gar nicht in betracht. Dänemark, nach England genügend Geld abgeführt. Aber das fomme schlechter in glücklicher Weise die Mängel des Einzelnen ausgleichen Chemnitz den Punkt: Wie ist die internationale Streifunterstützung allem informieren. Die Delegierten wollten sich vor und ergänzen. ru regeln? einzufügen. Ein englischer Delegierter wundert sich Sekretariat Informationen zu verlangen. Und sie seien berechtigt, von dem Es giebt aber Arbeiterinnen und ganze weibliche Berufe, welche darüber, daß man die Bekämpfung des Alkoholgenusses auf die der Organisation einen hartnäckigen Widerstand entgegensezen, Ihnen führt G. Dhrenfurt h Tagesordnung gesezt habe, während vor den meisten Delegierten Wilkinson erklärt, er habe sich an die verschiedenen aus Trägheit und Abneigung gemischt. ein Glas Bier ſtehe.( Heiterkeit.) Die endgiltige Festsetzung der Vertrauensmänner in der That gewandt, aber ohne Erfolg. das Beispiel von Viktoria in Australien an, wo für die aus Tagesordnung wird auf den Nachmittag vertagt. Hierauf tritt die Er könne doch nicht jedem Vertrauensmann einen persönlichen Besuch gebeutetsten Arbeiterklassen, denen die Energie zum Zusammenschluß fehlt, Staats zwangsweise Organisation von Mittagspause ein. abſtatten. wegen eingeführt wurde. Sie kommit zu dem Schluß, daß dies, Wagner Chemnitz, der Vertrauensmann der deutschen Textil- im Interesse der wirtschaftlich Schwächsten die gedeihlichste Lösung arbeiter für den internationalen Verkehr, bestreitet, jemals einen fei. Ohne eine so schwierige Frage entscheidend beurteilen zu wollen, Die Prüfung der Mandate ergiebt, daß Deutschland vertreten Brief des internationalen Sekretärs unbeantwortet gelassen zu haben. meinen wir doch, daß sich nicht eins für alle schickt. Bei uns würden ist durch ein Mitglied des Vorstands der deutschen Socialdemokratie, Dagegen habe Mr. Wilkinson höchst selten geschrieben. Richtig staatlich organisierte Zwangs- Berufsvereine unter den gegenwärtigen ein Mitglied der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands, fei nur, daß die halbjährigen Berichte, die die einzelnen Verhältnissen taum etwas Berlodendes haben. einen Vertreter der Wirker- und Weber- Innung zu Berlin( 900 Mit- Länder dem internationalen Sekretär zu erstatten verpflichtet Wo es fich um die allgemeine menschliche Natur handelt, da glieder), einen Vertreter des elsässischen Textilarbeiter- Verbands feien, manchmal nun sechs Monate verspätet abgegangen seien. find die Erscheinungen in den verschiedenen Ländern gleich. ( 1000 Mitglieder) und 29 Vertreter des deutschen Textilarbeiter Steichel habe Wilkinson nur den Vorwurf gemacht, daß Entwicklung der äußern Verhältnisse aber, von zahlreichen wirtschaftVerbands( 42-43 000 Mitglieder). Oestreich hat 3 Vertreter, Frank- er feinen ausführlichen Bericht erstattet habe. Дь mun lichen Einflüssen abhängig, geht überall andre Wege. Die groß reich 2 Vertreter( 12 000 Organisierte) und Belgien 2 Vertreter für viel oder wenig Geld eingegangen sei, jedenfalls müsse man wissen, artige Organisation der englischen Textilarbeiter, der 95 Proz. des Gent und Alost entsandt. England schickt 25 Delegierte, die wie es verwandt worden sei. Man müsse erfahren, ob die einzelnen Gewerbes angehören, in welcher seit einigen Generationen die Kinder 81 525 Weber, Haspler und Weifer, 23 472 Krempel- Stube- Arbeiter, Länder ihren Verpflichtungen nachgekommen seien. Von Deutschland von klein auf arbeiten, Feste feiern, heiraten und sterben, bildet eine 18 030 Spinner, 3884 Aufscher, 3808 Doublierer und Zieher, seien die Beiträge in der Höhe, wie sie die internationalen Kongreffe Macht, hat aber in ihrer selbstsüchtigen Einseitigkeit alle Fehler 2000 Yorkshirer und 4000 Lancashirer Textilarbeiter vertreten, zu beschlossen, regelmäßig abgesandt worden. Gefündigt sei wohl auf ihrer Vorzüge. Sie kann uns nicht Beispiel sein. Wir haben andre fammen 136 719 organisierte Arbeiter. Kein Mandat wird beau- beiden Seiten, auf seiten der Sekretäre und mancher Vertrauensleute. Borteile, eine treibende und wirkende Kraft, welche nicht nur standet. Deutschland aber habe seine Schuldigkeit gethan. einer Gewerkschaft dient, welche jeder Berufsart gleich Enghels Lille giebt im Anschluß an die Mandatsprüfung Wilkinson erkennt an, daß der einzige Vertrauensmann, der mäßig Anregung giebt und Freudigkeit zu aufnähere Auskunft über den letzten großen Liller Streit. Der Eintritt einen schriftlichen Bericht erstattet hat, Wagner gewesen ist. Die strebendem Gedeihen einzuflößen weiß. des Genossen Millerand- ins Ministerium hat zur Folge gehabt, daß Belgier hätten einen Bericht wenigstens mitgebracht; aber die Es ist dies das Bestehen einer großen Arbeiterpartei, die Arbeitszeit für Frauen und Kinder, die nach dem früheren Gesez Holländer, Franzosen und Destreicher hätten trotz aller Mahnungen deren Kämpfe für das arbeitende Bolt in jedermanns Bewußtsein 10 Stunden betragen sollte, in Wirklichkeit aber 12 Stunden dauerte, feinen Bericht eingeschickt. Was solle er da thun? Er sei nach lebendig find, deren bloßes Dasein schon dem widerau; 11 Stunden festgelegt wurde, welche Bestimmung auch streng einen Beschluß eines internationalen Kongresses berechtigt, für seine it rebenden Gegner so manche Verbesserung ab Durchgeführt wurde. Das wollten sich nun die Fabrikanten Arbeiten als internationaler Sekretär 60 Pfund( 1200 M.) zu liquidieren. gerungen hat. Das Parteiprogramm giebt auch der Frau das, in Lille nicht gefallen lassen; sie wollten nunt auch eine Er habe das Geld nie erhoben und habe bisher umsonst gearbeitet, was sie sonst überall umsonst sucht: Gleichberechtigung mit entsprechende Lohnreduktion für die verlorene Arbeitsstunde weil sonst alles Geld, bas eingegangen, nur für ihn hätte ausge- dem Mann in allen Lebensverhältnissen. Die eintreten lassen. Das hatte einen Ausstand zur Folge, der geben werden müssen. Wenn aber solche Anzapfungen tämien, Arbeiterin empfindet, daß ihr hier doppelter Schutz geboten ist: als sich mit rasender Geschwindigkeit über das ganze Revier dann würde er fünftig die ganze Summe beanspruchen, die ihm zu: Arbeiterin und als Frau. verbreitete. Er hielt 9 Wochen ant und erstreckte sich zum tomme. Er sei Arbeiter und müsse als Arbeiter seinen und seiner allergrößten Teile auf die unorganisierten Arbeiter. Die organis Familie Lebensunterhalt verdienen. Zuweit gehenden Anforderungen sterten gaben sich nun alle Mühe, die Streifenden für die Organi tönne er nicht nachkommen. Es wäre deshalb besser gewesen, wenn fationen zu gewinnen. Die Agitation hatte auch den Erfolg. daß die scharfen Worte gegen ihn unterblieben wären. Die Organisation auf 5000 Mitglieder anwuchs. Redner hofft, daß fie in furzer Zeit auf 8000 steigen werde. Was den Streit selbst hetrifft, so verlief derselbe erfolgreich. Nachmittags Sigung. = Bar Gent verlangt, daß ein ausführliches Protokoll der Dasselbe werde in Kongreßverhandlungen herausgegeben werde. der Agitationsarbeit wesentliche Dienste leisten. Ein englischer Delegierter meint, es fönne sich doch höchstens um die Wiedergabe der Hauptpunkte handeln. Sonst werde das Protokoll ja so dick wie eine Bibel. Nunmehr wird die Tagesordnung wie folgt festgestellt: 1. Berichterstattung des internationalen Sekretariats. Die Von einer fast unglaublichen Rückständigkeit der Aufichten in einem Teile unsrer Lehrerschaft legen die Thesen Zeugnis ab, die unlängst auf einer Versammlung von Lehrern des schlesischmärkischen Grenzgaues mit großer Mehrheit angenommen wurden. Enghels Lille spricht die Vermutung aus, daß Briefe an Im Vollgefühle ihrer männlichen Ueberlegenheit dekretierten diese den internationalen Sekretär an der Grenze unterschlagen worden Herren nach Anhörung eines Vortrags über die Gefahren, welche der Schule angeblich feien.( Heiterkeit.) durch eine übermäßige Verwendung Wilkinson erklärt sich bereit, seine Abrechnung vorzulegen der weiblichen Lehrkräfte drohen, Lehrkräfte drohen, einfach: Lehrerinnen und sie durch Revisoren prüfen zu lassen. Vor drei Jahren habe find weder für Erziehung noch Unterricht unsrer er in Roubaix öffentlich abge.cnet. Die Abrechnung sei aber Jugend notwendig. Ihre vermehrte Heranziehung zum Schulwegen schlechter Ueberschung nicht verstanden worden. dienste und ihre übermäßige(?!) Verwendung in demselben ist aus Mit dieser versöhnlichen Er ärung schließt die Diskus on. pädagogischen(?) Gründen zu vermeiden. Man befürchtet" In ihrem ganzen Verlauf atten sich die Unterschiete zwischen auch, daß die physische Kraft der Damen nicht ausreichend sei englischer und deutscher Form de: Geschäftsordnung störend bemert- für eine längere Wirksamkeit in der Schule. Bei übermäßiger Berwendung der Lehrerinnen besteht für die Schule die Gefahr einer Die Deutschen hatten es als geschäftsordnungswidrig empfunden, einseitigen Gemütsbildung bei Vernachlässigung der daß die Engländer ohne vorherig: Wortmeldung das Wort nahmen. notwendigen Verstandsbildung, sowie die Gefahr einer mangelCharakterausbildung. Die Forderung der Die Engländer wieder empfanden es als unzulässig, daß ein haften 5. Wie ist eine bessere Durchführung der Arbeiterschutz- Gesetz- Diskussionsredner zu demselben Gegenstand mehrmals das Wort Lehrerinnen auf absolute Gleichstellung mit den Lehrern sei gebung möglich? nehmen durfte. So dokumentieren deutsche Lehrer ihre Gemüts- und Charakterausbildung, so verbirgt sich hinter der Besorgnis um das Gedeihen der Schule nichts weiter als der gewöhnlichste Brotneid. vor seinem Tode halb vergessene ehemalige Kultusminister Falk würde sich wahrscheinlich im Grabe herumdrehen, wenn er von den in den Thefen niedergelegten reaktionären Ansichten hörte. Wenn er auch nicht der liberale, heroische Edelfalt auf dem Ministersessel war, zu dent ihn die freifinnige Presse jest wieder einmal erhebt, so war er i doch ein Mann, der ein gewisses Verständnis für den Zug der Zeit 2. Berichte über den Stand des Gewerbes und die seit dem bar gemacht. legten Kongreß eingetretenen Veränderungen. 3. Abschaffung von Tages- Lohnarbeit. 4. Abschaffung der Ueberzeit- und Nachtarbeit. 6. Mittel und Wege, Gesetze für die Arbeiterschaft zu erreichen. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, wurde schließlich Ein7. Die Vertretung der Arbeiter in öffentlichen Körperschaften. verständnis darüber erzielt, daß die Präsidenten der verschiedenen 8. Wie können es die organisierten Arbeiter bewerkstelligen, um Nationen eine Geschäftsordnung unter sich vereinbaren und dem dem Genuß alkoholischer Getränke in der Arbeiterklasse wirksam ent- Kongres morgen vorlegen sollen. gegenzutreten? Mit diesem Beschluß endigen die heutigen Verhandlungen. Schluß 5 Uhr. 9. Die Regelung der internationalen Streifunterftügung. 10. Wie sind die Kongreßunkosten zu decken? Die provisorische Tagesordnung hat also nur insofern eine Aenderung erfahren, als Punkt 9 eingefügt worden ist. Das hatte zu bekämpfen. Punktum! Der Versammlungen. " " Diese besondere Ausgabe des Führers" ist nicht identisch mit dem Führer", der dem„ Arbeitericcht" angeheftet ist. Alle Beweisungen des " Führers" auf das" Arbeiterrecht" mußten notwendigerwcie in die neue Separatausgabe übernommen werden, wodurch sich der Umfang des„ Führers" wesentlich erweitert hat. Im Verlag von J. H. W. Die Nach f. ift foeben erschienen Heft 3 und 4 des Lieferungswertes: Gesundheitsschutz in Staat, Gemeinde und Familie, herausgegeben unter Mitwirkung von Aerzten und Fachgelehrten von Emanuel Wurm. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Abstammung des Menschen. Affe und Mensch. Der menschliche Körperbau. Leben und Tod. Unfre fleinsten einde. Außerdem enthält Heft 4 eine farbige Tafel:" Spaltpilze oder Lebensdauer, Krankheitshäufigleit und Sterblichkeit. Batterien". Das Werk wird in Lieferungen von je 32 Seiten a 20 Pf. erscheinen und in 25 Heften komplett vorliegen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und Kolporteure entgegen. Alle 14 Tage erscheint ein Heft. Briefkasten der Redaktion. besaß, während der schlesisch- märkische Grenzgau nebst Genossen mit um diese Posten zu übernehmen. Sie wuden einstimmig gewählt. seinen Bestrebungen um etliche Jahrzehnte hinter unsrer Zeitrechnung Die Vorwürfe gegen Wilkeit, welcher sein Amt als Beisiger in der ridgeblieben ist. 31er Kommission nicht regelmäßig ausgeführt haben sollte, wurden erledigt, indeni man ihn auf seinem Posten beließ und den Wünsch äußerte, daß er die kommenden Sigungen pünktlich besuche. Zu den Fällen Dobelke, Echwarz, Ludwig und Paul Briesemeister, welche Accordarbeit ausgeführt hatten, wurde Maurerversammlung. Am 13. Juli 1900 tagte eine mit beschlossen, die Genannten von der Kommission laden zu lassen, um gliederversammlung vom Centralverband deutscher Maurer Filiale II dann das Weitere zu veranlassen. Ein Antrag, jedem VersammlungsBerlin im Restaurant Königshof, Bülowstraße Als Referent war besucher einen Stempel ins Mitgliedsbuch zu drücken, um regen VerRechtsanwalt Fränkt erschienen. Er sprach über das Thema: fammlungsbesuch herbei zuführen, wurde, nachdem mehrere Kollegen Einiges über die Irrtümer der Justiz". Er wies nach, daß von der dagegen gesprochen haben, abgelehnt. Für den Kollegen Johann Beit Chavonnarolas und Giordana Brunos, ohne von den Klaffen- Edhardt wurde eine Tellersammlung veranstaltet, welche 16,10 M. urteilen unsrer Zeit zu reden, fortgesezt Juſtizirrtümer begangen einbrachte. worden sind. Die Ursachen dieser Irrtümer seien einesteils Fanatismus und böswillige Voreingenommenheit, andernteils auch Köpenick. Am Dienstag, den 10. Juli, hielt der Socialmenschliche Vorurteilsmöglichkeit gewesen. Diese auf Irrtum be- demokratische Arbeiterverein seine Jahresversammlung im Lokal des ruhenden Urteile würden auch in Zukunft, hauptsächlich in unsrer Genossen Albert Stippkohl ab. Die Tagesordnung lautete: 1. Beheutigen Gesellschaftsordnung, nicht ausgeschlossen sein. Es richt des Vorstands über das verflossene Geschäftsjahr. 2. Kassenerweise sich deshalb als dringend notwendig, unfre Straf- bericht und Bericht der Revisoren. 3. Neuwahl des Gesamtgesetze zu ändern. Vor allen Dingen müsse die Todesstrafe aus den vorstands. 4. Vereinsangelegenheiten. Aus dem Bericht des Vor- Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Paragraphen des Strafgesetzbuchs verschwinden. Niemand sei mehr stands ging hervor, daß der Verein 155 Mitglieder gegen 128 des Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Deckes. Ohne Rücksprache mit dem Zeugen nicht aufzunehmen. ins Leben zurückzurufen, wenn er als Opfer eines Justizirrtums ge- Vorjahrs zählte. Versammlungen wurden 10 abgehalten, darunter Ringbahn. Der„ Ring" der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellfallen sei. Andernfalls biete fich Gelegenheit, wenn die Todesstrafe eine öffentliche. Sigungen fanden 15 statt. Die Bibliothek beſteht schaft" wurde in einzelnen Abschnitten gebaut, die nacheinander in den bom Gelesen wurden abgeschafft sei, den unschuldig Verurteilten beim Beweis seiner Un aus 253 Werten. 1. Juli 1899 bis Jahren 1873-1879 in Betrieb gesetzt wurden. Der erste Abschnitt war die schuld seiner Leiden wegen zu entschädigen. Auch das Strafverfahren 1. Juli 1900 92 Werke. Der Kassenbestand am 1. Juli 1899 betrug Strede Oranienburger Thor- Rosenthaler Thor, die aut 13. September bedürfe bedeutender Abänderungen. Das Wiederaufnahme- Ver- 203,50 M., die Einnahme 557,75 M., in Summa 761,25 M., die 1873 eröffnet und zunächst im Anschluß an die bereits bestehende Pierde fahren zum Beispiel im Fall Biethen bedürfe bedeutender Erleich- Ausgabe betrug 488,30 M., so daß ein Bestand von 272,95 m. ver- bahnlinie Rosenthaler Thor- Gesundbrunnen betrieben wurde. Der zuleşt terungen. Diese Bestrebungen, das Strafrecht zu ändern, hätten bleibt. Genosse Anders teilte im Namen der Revisoren mit, daß die fertiggestellte Abschnitt war die Strede Straußberger Platz- Landsberger ihren Ursprung hauptsächlich in der Socialdemokratie. Deshalb sei es Bücher und Beläge geprüft worden seien und sich alles in bester Plazz, mit deren Jubetricbsetzung aut 20. Oftober 1879 der„ Ring" ges notwendig, diese Bestrebungen zu unterstüßen und sich der socialdemokrati- Ordnung befunden habe. Er bittet, dem Kassierer und dem Gesamt- schlossen war. schen Partei anzuschließen. Man zollte dem Referenten lebhaften Beifall. vorstand Decharge zu erteilen, was einstimmig geschah. Zum 1. VorEine Diskussion wurde nicht beliebt. Jm Gewerkschaftlichen" gab fizenden wurde Genosse Karl Schulze einstimmig wiedergewählt. Als man bekannt, daß die Statistik zur Aufnahme der Arbeitslosigkeit in 2. Vorsigender wurde einstimmig Gen. Gruft Winjorra gewählt. Zum August wieder vorgenommen werde. Es wurde den Kollegen em- Kassierer wurde Genosse Kuhring und zum Schriftführer Otto Liegner Zum Beisitzenden wurde Genosse pfohlen, die zu beantwortenden Fragen am Schlusse einer Woche einstimmig wiedergewählt. genau einzutragen. Da sich bei den Erhebungen in den Wintermonaten Hermann Dittmann gewählt und zu Revisoren die Genossen Herbst, die Notwendigkeit einer scharfen Kontrolle erwiesen hat, so wurde ein Springforn und Kegel auf ein halbes Jahr. Genosse Woit beantragt, Antrag Gollmid angenommen, der die Kontrole der statistischen der Vorstand möge beim Magistrat vorstellig werden, um dem Bücher auf der Arbeitsstätte durch die Baudeputierten empfiehlt. Verein eine Abschrift der Wählerlisten gegen Entgelt anfertigen zu Jedoch soll dieser Antrag erst den 31er- Kommissionen vorgelegt lassen. werden. Es soll dann Ende Juli eine außerordentliche Mitgliederrersammlung stattfinden, woran sämmtliche Mitglieder und Zahlsteffen des Streitgebiets beteiligt sind, um denn endgültig Beschluß zu fassen. " Weiter waren 5 Bezirke führerlos. Es meldeten sich aber sofort freiwillig die Kollegen Rudolf, Müller, Katschkowsky, Wall und Wegner, Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 17. JuIt. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Eingegangene Druckschriften. Im Verlag von J. H. W. Die Nach f. ist soeben erschienen: Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch von Arthur Stadthagen, mitglied des Reichstags. Besondere Ausgabe. 19 Bogen Oftav. Preis gebunden 2,50 M. Witterungsübersicht vom 16. Juli 1900, morgens 8 1hr. Stationen Barometerftand mm Windrichtung Windstärte Wetter Eminemde 768 NNO 1 heiter Hamburg 769 CO 2 wolfenl 768 Still Zenip. n. G. 5° 4°. Siationen SA stand mm Barometer Wind: 21 Haparanda 756 N 21 Betersburg 24 Sort Bunzia Windstärte Wetter Temp. 1. C. 15° C.= 4° R. 4 Regen 14 -wolfent 2wolfen! 768 NO 24 Aberdeen 2 wolfen! 20 Baris -wolfen! 19 764 WSW 3wolfig 764 SSO 2 bededt 765 ONO 1 wolfent 16 13 26 Bertin Franff./M. 767 Winchen 770 Wien B Wetter Brognose für Dienstag, den 17. Juli 1900. Borwiegend heiter und sehr warm bei meist nur schwacher Luft: bewegung; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berliner etterbureau. 000000000000000 Prater- Theater. Urania See- Terrasse Röderstr. 6, Lichtenberg Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62: Neues Opern Theater( From). Tägl. Sternwarte. Beschloffen. Leffing. Die Geisha. Anfang 71 hr. Siciidens. Die Dame von Maxim. ing 72 Uhr. Flitterwochen. Vorher: Scerregen. Anfang 8 Uhr. Weften. Die Fledermaus. An fang 71/2 Uhr. Schiller. Wilhelm Tell. Anfang 712 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 11hr Thalia. Die Tochter Jerusalems. Anfang 71/2 Uhr. Carl Weik. Die Anna- Life. An fang 8 Uhr. = Belle Alliance. Doppelgänger. Aus dem Paradiese. Im Garten: Specialitäten Vorstellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Benus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. 8 Paisage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almrausch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Passage- Panopticum. Der Haar- Athlet Sascha und 192015 8 Uhr( im Theaterſaal):„ Gine erstklass. Specialitäten. Wanderung durch die Pariser Weltausstellung". Schiller Theater Metropol- Theater. Der Zauberer am Nil. ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Eienstag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Wilhelm Tell. Große Oper in 4 Aufz. von Rossini. Ausstattungs Operette Mumien Ballett -NGGO Mittwoch, abends 7 15: Juli- Specialitäten- Programm. ( bei halben und ermäßigten Preisen): Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Populäre Vorstellung Der Wildschütz. Donnerstag, abends 7/2 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Central Theater Apollo- Theater. Zum 158. Male: Senfationeller Lacherfolg!! Venus auf Erden. Berlin nach Elf. Bernhard Mörbitz. Gt. Bofie in glänzender Musiloting. Messters neue Aufnahmen: Die Tensationellen Schlager: Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Bertin nach Elf. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Verstellung Neu! Neu! Neu! Nette Matrosen. Posse mit Gesang von Binderer. Musik von Steffen 3. Der Herzuerführer. Operette in einem Aft von 2. Ely. Musik von B. Holländer. Jur Saal: Ball. Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 72 Uhr. Anfang der Vorstellung S Uhr. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Mit hoher Genehmigung der königlichen General Jutendantur: Die Anna- Life, des alten Dessauers Jugendliebe. Schauspiel in 5 Aften von H. Hersch. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. 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Die Beerdigung findet am Dienstag, ben 17. b. 9, nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des Emmans Kirchhofs, Mirdorf, Germannstraße, aus ſtatt. 272/13 Aẞutann. Danksagung. Sage allen Kollegen, Freunden und Bekannten sowie den Herren Chefs und Wertführer der Firma, der #Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 17. Juli, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstrasse 27: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Gen. Dr. R. Silberstein- Nigdorf über: Alkohol und die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 243/ 6* Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Mechanischen Werkſtatt Heinrich ytele für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 11. Co., für die Teilnahme und zahl reichen Kranzspenden bei der Beerdi gung meiner lieben Frau meinen 19436 Herzlichsten Dank. August Dommisch. Danksagung. Sage allen Bekannten und Ver wandten, den Herren Gebr. Krause, den Kollegen, dem Centralverband, der Handels- und Transportarbeiter, sowie dem 4. Wahlverein Dienstag, den 17. Jult, abends 83 Uhr: General- Versammlung bei Raabe, Kolbergerstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Bereinsangelegenheiten. 3. Vortrag. 4. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. ffo 247/20 Der Vorstand. Faldcuſteinſtr. 28, anfigerte. 2. Chronische Leiden ustas ber Beerdigung meines Socialdemokratischer Wahlverein für TeltowBei Behandlung der Fettsucht" BERICHT AUS DER KLINIK VON Geh- Med Rath Prof. Dr. GERHARDT. " Bei ,, Chronischer ( LIEBREICH). Verstopfung DAS BESTE " APENTA" OFENER BITTERWASSER gleichbleibend" ( LANCEREAUX). ,, Dauernd sich Bei Apothekern, Drogisten und Mineralwasser Händlern, 007 In ganzen und halben Flaschen. i jeder Art ohne Berufsstörung. Mannes für die Teilnahme und die Institut Jost, Chausseestr. 117, 1. r. reichen Kranzspenden meinen herz9-3, 5-9, Sonntags 9-7.[* lichsten Dant. disd 1942b Arbeitern 20 Broz. Ermäßigung. Witwe P. Kofke nebst Kindern. Achtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Am Donnerstag, den 19. Jult, abends 82 Uhr, in der ,, Gambrinus- Brauerei", Wallstr. 94: General- Versammlung. Tages Ordnung: 3309101 Am Mittwoch, den 18. Jult, abends 82 Uhr, im Lokal 1. Vortrag des Stadtv. P. Hirsch über: Bodenwucher und des Herrn Cohn, Beuthstraße Nr. 20: Versammlung des Wahlvereins. Tages Orbnung: 1. Vortrag des Genossen Franz Feldmann aus Langenbielau über:„ Momentbilder aus Schlesien". 2. Diskussion. 236/4 Die Mitglieder werden ersucht, sich an der am Sonntag, den 22. Juli stattfindenden Partie nach Pferdebucht recht zahlreich zu beteiligen. Der Vorstand. Künstl. Zähne on Wt. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerztos. Achtung! Zähne 2 M. C Schmerzloses Zahnziehen. 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Juli, vormittags 11 1hr, bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Mitglieder- Derlammlung 1. Abrechnung vom 2. Cuartal. 2. Wahl eines Revisors. 3. Die der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Gediegene obligatorische Einführung eines Extrabeitrags von 10 Pfennig. 4. Ber: Arbeit, änherit billige A. Schulz, Breise, empfiehlt Schulz, bansangelegenheiten und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitg Reichenbergerstr. 5. Auch Teilzahlung!(* Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig! Die Ortsverwaltung. 91/20 鍵 的 onad 50/3 Berlins und Umgegend. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Vorstand. Um recht zahlreichen Besuch bittet Täglich viele Schmerzloses Zahnziehen ohne Narkose! Anerkennungen. Frau Oberstleutenant J. v. B. schreibt: Es freut mich recht sehr, Ihnen meine vollste Zufriedenheit und besten Dank aussprechen zu können. Ich verspürte nicht den geringsten Schmerz etc. Herr Dr. H. schreibt: Ich habe während der Operation selbst als auch in der Folge keine Schmerzempfindung gehabt etc. etc. sqaghugung Linde's Zahn- Institut. Specialität: Plattenloser Zahnersatz, Plomben. 6B, L., Zahnarzt D Lind... Linde, Brückenstr. 6. Bilz' ReformJedes Wort: Nährsalz- Kakao 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Betten, Steppdecken, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Remontorruhren, goldene, Regu Iatoren, spottbillig Leihaus Neander 25/12 Teppiche, Gardinen, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Straße 6. Maurer! Filzbretter, auch ganze Tafeln, stets vorrätig Hut- Bazar, 61, mir Potsdamerstraße 61. Bitte ausschneiden. 15446 Großzes Lager von Berliner Maner ist der gesundeste, zuträglichste und ausgiebigste Kakao Kleine Sprechstunden: 9-6. Sonntags 9-12. Fernspr. VII a 7898. der Welt! Anzeigen. Geschäftslente, Werfstätten, 45 l. 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Alle diese Tiere und Tierchen Gastwirte, daß Pantomime, an der Kinder und Erwachsene mitwirkten, lebende Stand einnehmen. An der nächsten Ecke, wenn der Schuhmann ver Bilder und andres mehr. Einen wunderschönen Anblick bot der schwunden ist, beginnt das Anpreisen von neuem, und die Zehn Festplatz am Abend, als Kerzenschein aus den zahlreichen Fenstern pfennig- Mikroskope finden flotten Absatz. An die Parteigenossen des 6. Berliner Wahlkreises. strahlte und dazwischen das milde Licht aus Hunderten von bunten Wie alljährlich, jo liegen auch in diesem Jahr die Wählerlisten Lampions schimmerte. Ein interessanter Umzug begann am Montag und wird einige zur Kommunalwahl in der Zeit vom 15. bis einschließlich 30. Juli täglich von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr im doch auch die Erwachsenen vollen Anteil an demselben. Wer, selber siedelt aus seinem alten Gebäude in der Charitéſtr. 1 nach denr Wenn auch das Fest den Kindern gewidmet war, so nahmen Tage in Anspruch nehmen. Das Institut für Infektionskrankheiten Wahlbureau Poststr. 16, 2 Tr., Zimmer 57, zur Einsicht der Bürger unter dem Druck des Berliner Wohnungselends leidend, diesem Fest Nordufer über, um dem vierten städtischen Krankenhause angegliedert öffentlich aus. Bei der zunehmenden Wichtigkeit der Stadtverordneten- als Gast beiwohnte und gesehen hat, wie hier etwa 120 Familien zu werden. Die meiste Mühe machen dabei die Thiere, an denen Wahl ist es Pflicht unsrer Parteigenossen, sich zu überzeugen, ob ihr in schönster Eintracht, unbehelligt von einem Hausgewaltigen, im bunbert Stüd Ejel, Ziegen, Hunde, Kaninchen, Tauben, Frösche, die Versuchsimpfungen vorgenommen worden. Es sind mehrere Name in die Listen eingetragen ist. Wer jetzt nicht ein- eigenen Heim zusammenleben, der kann der Genossenschaft Ratten, Schildkröten und Mäuse. getragen ist, kann bei einer in diesem Jahr etwa stattfindenden Berliner Spar- und Bauverein" nur das beste Gedeihen wünschen. werden in Käfigen auf Möbelwagen transportiert. Auch die TollwutNeuwahl seine Stimme nicht abgeben, steht infolge dessen den Maßnahmen der Gegner recht- und schußlos gegenüber. Daß Die ganz und gar unschuldigen Hausbesiker. Den Berliner Schutzstation siedelt nach dem neuen Krankenhause über. Der Neubau es aber notwendig ist, Leute in das Stadtverordneten- Kollegium zu Hausbesitzern sollen wir in unsrer Plauderei„ Auf der Wohnungsuche" ist zwar im Innern noch nicht ganz fertig; der Umzug fann aber entsenden, welche die Rechte der Arbeiter energisch vertreten, haben Unrecht gethan haben. Die Mietesteigerungen, erwidert doch schon erfolgen und er muß es schon jetzt, weil das alte Ge die Vorkommnisse der letzten Zeit wieder so recht deutlich bewiesen. uns das„ Grundeigentum", haben ihre Ursache nicht in der will- bäude in der Charitéstraße möglichst schnell abgebrochen werden soll, Arbeiter, denkt an das Verhalten der städtischen fürlichen Laune der einzelnen Hauswirte, sondern in tiefer liegenden damit der Neubau für die Professor Heubnersche Kinderklinik, die Behörden der Straßenbahn- Gesellschaft gegen Verhältnissen rein wirtschaftlicher Natur. Sie seien nicht bisher in der alten Charité im ersten Stock untergebracht war, in über, denkt aber auch daran, wie bei der Kohlennot zurückzuführen auf rücksichtslose Ausmuzung der gegenwärtig für die Angriff genommen werden kann. der Coatsverkauf der städtischen Gaswerte ge- Hausbesizer günstigen Konjunktur des Wohnungsmarktes, sondern regelt wurde. auf das Steigen des Der Pilsener Bierkrieg will kein Ende nehmen. Beide Hypotheken Binsfußes, Den Wählern des 44. Kommunal- Wahlbezirks sowie auf die Mehrung der Reparaturkosten in Parteien, die Gastwirte und auch die Vertreter des Bürgerlichen möchten wir nun besonders ans Herz legen, Ein- folge Erhöhung Brauhauses erschöpfen sich in Beteuerungen patriotischer Gesinnung der Baumaterial- Breise und der Löhne. ficht in die Wählerlisten zu nehmen, da durch die ein- Das Bestreben, auch und Begeisterung für die Flotte, aber den Zoll will teiner zahlen. die Wohnungsmieten angemessen zu gereichte Klage einiger Antisemiten gegen die Gültigkeit des Mandats erhöhen, sei eine notwendige Konsequenz der allgemeinen wirt- Der Verein Berliner Gastwirte hat sich sogar in seiner letzten Sigung unfres Genossen Glode möglicherweise eine Neuwahl in diesem fchaftlichen Entwickelung. Andere Berufe hätten dieser längst Rechnung 8u einer ganz besonders patriotisch schillernden Manifestation emporBezirk stattfindet. Unmöglich ist eben nichts. Auf alle Fälle muß getragen; der wirtschaftlich konservativste Stand, der Stand der geschwungen, die folgenden Wortlaut trägt: also jeder Wähler auf dem Posten sein. Wer jetzt nicht seine Hausbefizer, tomme ziemlich verspätet nach. Nicht Aumaßung und tretern aus Anlaß der Erhöhung des Preises für Pilsener Bier von " In Erwägung, daß von böhmischen Brauereien und ihren Ver Pflicht erfüllt, hat mit schuld daran, wenn sich bei einer eventuell Ueberhebung, nicht rücksichtslose Ausbeutungssucht leite die Hausbefizer einer Flottensteuer in ironischer und abfälliger Weise gesprochen stattfindenden Neuwahl die Gegner vergnügt die Hände reiben, weil bei den Mietesteigerungen, sondern nur der Trieb der Selbst worden ist, erklären die heute in den„ Bismarcksälen" versammelten so und so viele Arbeiter nicht eingetragen sind und deshalb ihre erhaltung.. Mit einem Teil dieser Ausführungen rennt das Blatt offene Thüren ein. Wachsende Anmaßung hatten wir der Mehrzahl diese Aeußerungen als Stimme nicht in die Wagschale werfen können. Vereins der Berliner Mitglieder des fie Da nun die Zeit der Auslegung der Listen für die Arbeiter be- der Berliner Hausbesizer vorgeworfen, nicht weil sie bei der für sie ihres Kaisers ansehen; sie weisen daher jene Herren in ihre eine Verhöhnung der Deutschen und sonders schlecht gewählt ist, haben sich folgende Genossen bereit er günstigen Gestaltung des Wohnungsmarkts die Miethen steigern, Schrauten zurück und sprechen ihnen jedes Verständnis für innere klärt, für andre Einsicht in die Wählerlisten zu nehmen und bitten sondern weil sie gleichzeitig in ihrem Benehmen gegenüber den deutsche Verhältnisse ab." wir diesen die nötige Legitimation zu überweisen, welche gewissen- Miethern und den Wohnungssuchern wieder mehr den Pascha heranshaft zurückgestellt wird: tehren. Im fapitalistischem Gegenwartsstaat hat ja jeder das Recht, Ein Drittel des Bolls wollten die flottenbegeisterten Gastwirte Schönhauser Vorstadt: Ramlow, Schönhauser Allee 135; den Preis seiner Waren, also auch der Wohnungen, so hoch zu steigern, auf dem Altar des Vaterlands opfern, von der böhmischen Brauerei Auguſtin, Schönhauser Allee 73; K. Schulz, Pappel- Allee 106; Nieb, wie er will; kein Mensch wird das anmaßend nennen. Wer flug ist, verlangten fie zwei Drittel. Auf die Teilung patriotischer Gefühle Danzigerstraße 93: Mahnkop, Dunderstraße 13; Mars, Kastanien- steigert allerdings höchstens so weit, wie er kann so weit, wie gingen aber die Vertreter der böhmischenBrauerei nicht ein und so soll fürder Allee 95/96, Partei- Spedition; Dierke( J. F.: F. Liepke), Schwedter- er noch darauf rechnen darf. Abnehmer zu finden. Auch die Berliner as böhmische Bier von den Gastwirten boykottirt werden. Auch müssen Straße 33; Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9; Gobien, Prenzlauer- Hausbesitzer find meist klug genug, über diese Grenze nicht hinaus die Vertreter jener Brauerei für immer das Mertzeichen tragen, daß Allee 232; E. Schmidt, Treschowstr. 22; Pinner, Tresdowstr. 36; zugehen. Deshalb stimmen wir dem„ Grundeigentum" auch in dem sie kein Verständnis für die deutschen Verhältnisse haben. Unter dem anderen Punkte bei, daß die gegenwärtigen Mietesteigerungen ihre Fluch würden die Herren wohl nicht so niedergedrückt werden, wenn Gesundbrunnen: Ursache nicht in willkürlicher Laume" der Hausbesitzer haben. Die nicht das Geschäft in Frage stände, und da fängt auch bei unsern Schgänger, Swinemünderstr. 34; Roſin, Ruppinerſtr. 42, Ede Ursachen sind wirtschaftlicher Natur, das ist klar; Behrern im Bilfener Bierkrieg erſt das Verſtändnis für deutſche Schönholzerstraße; Hoppe, Ackerstr. 21; G. Herrmann, Butbuser aber so ganz unschuldig, wie das Blatt glauben machen Verhältnisse an, das nichts andres ist, als das Verständnis für ihre straße 45; Abendroth, Badstr. 42/43; W. Gaßmann, Partei- Spedition, möchte, find die Hausbesiger deshalb doch nicht. Die Geschäftsinteressen. elle a denta Grünthalerstr. 65; Geiseler, Veteranenstr. 4; F. Liette, Brunnen- Mieten werden niemals bloß wegen der Erhöhung des Hypotheken- In der Badeanstalt für Frauen und Kinder, welche der Straße 85. Zinses oder der Reparaturkosten gesteigert. Ausschlag- Verein für häusliche Gesundheitspflege in der Steinmegstr. 16 unterWedding und Oranienburger Vorstadt: Seidel, gebend ist immer die Lage des Wohnungsmartte s. hält, sind im Jahr 1899 insgesamt 5157 Bäder verabreicht worden, Neue Hochstr. 39; H. Schulz. Schwarzkopffstr. 15; Gießel, Boyen- Die Hausbesitzer steigern die Mieten gegenwärtig weniger deshalb, davon 3850 Wasserbäder pro Bad 15 bis 25 Pf. und 1307 Salzstraße 40; Dobath, Sellerstr. 2; J. Krause, Müllerstr. 7 a;.weil sie müssen, als deshalb, weil sie es fönnen weniger des bäder pro Bad 20 bis 35 Pf. Davon waren 1143 Bäder auf ärztKrawczad, Müllerstr. 159 a; Aug. Done, Müllerstr. 32a; F. Gleinert, halb, weil ihre Unkosten größer geworden sind, als deshalb, weil liches Attest nach festgestellter Bedürftigkeit frei oder doch fast ganz Schulstr. 29; H. Tauschel, Wiesenstr. 29; F. Bergmann, Bajewalker die Zahl der unvermieteten Wohnungen ab- frei gegeben worden. Nachdem die Anstalt im Frühjahr wegen Ausstraße 3; Müller. Gerichtsstr. 62; S. Joseph, Tiechstr. 34; F. Völkel, genommen hat. Andernfalls würde ihnen selbst bei Erbesserungsarbeiten auf ganz furze Zeit geschlossen war, ist sie seit Borsigstr. 25; E. Diede, Aderstr. 123; Hilgenfeld, Bergstr. 60; höhung der Unkosten die Lust zum Steigen vergangen sein. Mai wieder im vollen Betrieb und erfreut sich lebhaften Zuspruchs. Brückner, Gartenstr. 63. Sie beuten die Konjunktur aus, und zwar, wie die Die Aufsicht wird von Ehrendamen geführt, die dafür Sorge tragen, Moabit: J. Döring, Beuffelstr. 79; A. Fabra, Waldstr. 57; letzten Wochen wieder gezeigt haben, thatsächlich rücksichts- daß den Kindern Aufsicht und den leidenden Frauen, wenn nötig, Fischer, Beusselstr. 9; O. Fischer, Beusselstr. 66; Gresse, Beussel- Los; man thut dem wirtschaftlich konservativsten Stand". Beistand zu teil wird. Die Badezeit ist im Sommerhalbjahr straße 17; Gruß, Beuffelstr. 44a; A. Plath, Sidingenstr. 43; Mai, den angeblich ganz und gar unschuldigen Hausbefizern, wirklich nicht Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonnabend von 3 bis 81/2 Ühr. Rostoderstr. 18; Pfarr. Butligstr. 10; Renfer, Turmstr. 69; Unrecht, wenn man das von ihnen sagt. Cie steigern nicht bloß Schreiber, Huttenstr. 9; Streit, Kirchstr. 22; Wendt, Sidingenstr. 4; in angemessener" Weise, sondern wo's geht in einer Weise, alte Tochter Franziska des Milchhändlers Billmann auf der PfuelBeim Spielen ertrank am Sonnabenduachmittag die 6 Jahre Bachstein, Salzwedelerstr. 16; Faber, Stephanstr. 11; Anders, die mindestens den Mietern maßlos erscheint. Natürlich ist auch Parteispedition, Salzwedelerstr. 8. diese Maßlosigkeit wieder nicht auf bloße„ Laune" zurückzuführen, straße Nr. 9. Das Kind spielte am Gröbenufer auf der Bootssondern auf den jedem Kapitalisten innewohnenden Trieb, einen anlage. Als ihm die Puppe ins Wasser fiel, haschte es danach, möglichst hohen Profit herauszuschlagen. Daß die verlor dabei das Gleichgewicht, stürzte in die Spree und ging fofort Hausbefizer ihren Steigerungseifer unter anderm mit Erhöhung der Unglüdsstelle wieder auf. Einem Schiffer gelang es unter. Erst nach einer geraumen Weile tauchte es etwas unterhalb den nun der Löhne" zu bemäntein suchen, das muß die Arbeiterklasse auf der Oberfläche treibenden Körper mit einem Bootshaken zu geradezu als Hohn empfinden. Unberührt von dem herrschenden Wohnungselend Hausen erreichen und ans Land zu ziehen. Ein Arzt, der sofort gerufen die Mitglieder des„ Berliner Spar- und Bauvereins" in den freundIm Stadtbahn- und Vororts Betriebe herrschte am wurde, stellte Wiederbelebungsversuche an, mußte aber nach langem lichen und behaglichen Wohnstätten, welche ihnen die vom Verein bergangenen Sonntag ein Verkehr, wie ihn die Bahnverwaltung in Bemühen erkennen, daß der Tod bereits eingetreten war. Die Leiche errichteten Genossenschaftshäuser bieten. Die unersättliche Gewinn dieser Saison noch nicht zu bewältigen hatte. Die wurde nach Feststellung der Persönlichkeit zunächst nach der elterlichen sucht des Hausagriertums, welches gerade in letzter Zeit durch Zahlen der beförderten Passagiere, die die Bahn zu Ausflügen be- Wohnung und von dort später nach dem Schauhaus gebracht. horrende Mietssteigerungen einen Beutezug auf die Einkünfte der übten, dürften diejenigen in den Pfingstfeiertagen übertreffen. Der Bei einem Wirtshaus- Diebstahl ertappt wurde am Sonntags Mieter, und ganz besonders der kleinen, unbemittelten Leute aus bereits am Sonnabend an die Stationen herausgeführt hat, haben die Bewohner der Genossenschaftshäuser nicht gegebene Sonntags Fahrplan mußte vollständig nachmittag in Grünau ein Schlächtergeselle Rogge. Er wurde abzu fürchten. Wer da einmal eine Wohnung inne hat, dem geändert werden. Nach Grunewald und Halensee, auf dem gefaßt, als er im Begriff stand, mit je einem Dußend Messer und Südring und nach Johannisthal folgte Zug auf Zug. Da jedoch Gabeln kann sie weder gesteigert noch gekündigt werden. Auf dem Polizeibureau fand man bei zu verschwinden. In den Ansiedelungen des Spar- und Bauvereins waltet kein Hauspafcha, auf den Bahnhöfen zusammendrängte, wurden die Wagen- Abteile Scheine. das Gros der Ausflügler in der Zeit von 2-3 Uhr nachmittags sich ihm auch noch eine wertvolle goldene Uhr und zwei Hundertmart der mit Argusaugen jeden Schritt der Mieter bewacht, um etwaige außergewöhnlich start überfüllt und Hunderte fanden keinen Play. Verstöße gegen eine rigorose Hausordnung zu erspähen. Da giebt geitweife mußte der Verkauf der Fahrkarten auf verschiedenen nachmittag die 12 jährige Franziska Kuck, Tochter des Tischlers K., Bei einer Benzinexplosion verbrannte sich am Montag es keinen umumschränkten Gebieter, der die spielenden Kinder vom Stationen inhibiert werden. Hofe hinaustreibt in das lebensgefährliche Straßengewühl. Im Vororts- Verkehr, der Schlesischen, Hamburger und Nordbahn. Auf wohnt. Seine Frau ist seit zwei Tagen verreist, so daß drei kleinere Aehnliche Zustände herrschten im der Adalbertstraße 60 im dritten Stock des rechten Seitenflügel Gegenteil: Die Genossenschaft hat auch für das Wohl der Kinder dem Vororts- Bahnhof der letzteren in der Invalidenstraße drängten Kinder im Alter von 1/2 bis 9 Jahren tagsüber der Obhut der ihrer Mieter gesorgt. In vollster Freiheit dürfen sich die Kleinen auf dem geräumigen, luftigen of tummeln, und, wenn Bater ſich zeitweilig 800-1000 Personen zusammen. Hier mußte, un Franziska anvertraut waren. Kurz nach Mittag wollte das Mädchen und Mutter tagsüber außer dem Hause erustere Unfälle zu vermeiden, der Bahnsteig gesperrt und das Feuer in der Küche anzünden und goß weil die Preßfohlen nicht nachgehen, so befinden sich die Kinder unter Aufsicht und Fürsorge Strecke nach Friedrichshagen und Erkner befanden sich nicht nur in Kohlen. Publikum truppweise zu den Zügen zugelassen werden. Auf der brennen wollten aus einer Fünfliterflasche Spiritus auf die einer von der Genossenschaft eingesetzten Lehrerin. Das genossenschaft einzelnen Wagen 80 bis 90 Personen, sondern auch die Platt und der erzeugte Luftdruck zertrümmerte die Fensterscheiben, Unter heftigem Knall explodierte hierbei die Flasche liche Zusammenwirken bietet den Genossenschaftsmitgliedern nicht nur sondern es wirkt auch auf das Verhältnis der Hausbewohner unter- var mit Trains derartig belebt, daß eine Fahrt von Erkner liegenden abgelassen wurden. Die Strecke Hilferufe aus dem dritten Stock und eine im gegenüber einander günstig ein. Während sonst in großen Mietshäusern Seitenflügel wohnende Frau sab zu ihrem mit ihrem beständigen Wechsel der Bewohner ein Mieter nach Berlin annähernd drei Stunden in Anspruch nahm. Aehn Schrecken das Mädchen in eine Feuersäule gehüllt die Treppen dem andern fremd gegenübersteht, der Nachbar den Nachbar nicht lich waren die Zustände bei dem Betriebe der Wannseebahn. Ein herabspringen. Der zufällig auf dem Hofe anwesende Werkmeister fennt und ein freundschaftlicher Verkehr zwischen denselben deshalb nicht vorzügliches Geschäft machte auch die Straßenbahn; die sich in Ab- Krämer und der Portier Lafelt stürmten nach oben und fanden die stattfindet, Bant und Streit aber desto häufiger vorkommt, herrscht ständen von 3-5 Minuten folgenden Züge nach Tegel bestanden Franziska brennend auf der zweiten Treppe liegen. Sie gossen dem unter den Hausgenossen in den Ansiedelungen des Spar- und Bau- Die Wagen der Linie Kreuzberg- Alexanderplatz- Gesundbrunnen Flammen. Während nun Lafelt dem Mädchen, dem alle Kleider wie aus je drei Wagen und beförderten jedesmal 109-114 Personen. Kinde einige Eimer Wasser über den Körper und löschten die vereins ein schönes freund nachbarliches Verhältnis. Das Bewußt wurden sämtlich zur Unterstützung des Verkehrs nach Reinickendorf under vom Leibe fielen, auf den Armen nach dem nahe belegenen sein, Vorteile mancherlei Art zu genießen, die für den Einzelnen nur nach diesem Vorort geleitet. Auch auf vielen andren Linien war Krankenhause Bethanien trug, rettete Krämer dessen kleine halbdurch planmäßiges Zusammenwirken mit andren zu erlangen find, erzeugt bei den Hausgenossen das Gefühl, als ob sie gewissermaßen Untergrundbahn- Linie wurden bei ihrem Eintreffen auf der End- löschte den Küchenbrand noch vor Ankunft der Wehr ab. Die Wagen der jährige Echwester aus der bereits total verqualmten Stube, und alle Glieder einer großen Familie wären. Die er Dies schöne Verhältnis kam in recht anschaulicher Weise zum station am Schlesischen Bahnhof gestürmt. Hunderte kämpften ver- littenen Brandwiniden der Franziska sind sehr schwere, so daß an Ausdruck bei dem Kinder- Sommerfest, welches die Bewohner der geblich um ein Pläßchen und es mußte schließlich zur Aufrecht ihrem Aufkommen gezweifelt wird. genossenschaftlichen Ansiedelung an der Schreiner-, Proskauer und erhaltung der Ordnung ein Polizei- Aufgebot entwickelt werden. Auf genoffenschaftlichen Ansiedelung an der Schreiner, Proskauer und der Strecke Behrenstraße- Treptow folgten sich die Motorwagen mit Mirbachstraße am Sonntag feierten. Das Häuserviereck umschließt einen geräumigen Hof, der sich von ie 1-2 Anhängern" in Abständen von 2 Minuten. Lokales. der Erwerbsarbeit " äußere Vorteile in Gestalt von preiswerten unkündbaren Wohnungen, hof zahlreiche Extrazige formen wurden besetzt, wiewohl bom Schlesischen Bahn die lirrend in den Hof fielen. Gleichzeitig drangen gellende an ein Mitkommen nicht zu denken. vielfach " den Höfen der Berliner Mietshäuser nicht nur durch seine Größe, Der Händler mit Mikroskopen. Der Händler steht vor seiner sondern auch durch das überaus freundliche und anheimelnde Aus- Karre und sucht durch immer neue Redewendungen Kunden heransehen vorteilhaft unterscheidet. Ein in der Mitte des Hofes be- zuloden: Immer' ran, meine hochjeehrten Herrschaften, zehn Fennije findlicher Spiel- und Turnplat und Turnplatz wird von gärtnerischen An- det Mikroskopinstrument, een Froschen, Herrschaften, for jo ne kleene Tagen umgeben, und die den Hofraum begrenzenden Haus- Verjrößerungsmaschine. Sehr interessant, meine Damens und fassaden bieten durch ihre abwechselungsreiche Architektur ein Herr'n! Mit so'n Verjrößerungsjlas hami Ee jroßes Verjniegen. Bild, welches den Beschauer angenehm berührt und sich von Wenn Se een Troppen Bier rinn dhun, denn wird det so froß, det der bekannten Dede der Berliner Hoffassaden vorteilhaft unter- Se denten, Se finn' mitten mang bei Schultheiß'n oder bei Bögow'n. scheidet. Dieser an und für sich einladende Hofraum war am unn wenn Se mit jo'n Dings hier uff een bisken Schrippe fieken, Sonntag in einen Festplatz umgewandelt, zu dessen Ausschmückung denn denken Se, det es' n Fünfjroschenbrot is. alle Hausbewohner ihr Teil beigetragen hatten. Die zahlreichen Doch for de kleenen Mächens, die' nen Liebsten ham, is fo'n Balkons, von Bohnenlaub, Kresse und wildem Wein umirantt, sowie Dings sehr jut, denn, meine hochjeehrten Herrschaften und Freileins, die mit Blumenschmuck versehenen Fenster waren mit farbigen wenn Se eene Locke von Ihr'n Liebsten nehm', un Se dhun je unters Lampions, Transparenten und Fahnen dekoriert, und an Mikroskop, so wird se so start, det Se Jhr'n Liebsten d'ran jedem Fenster, auf jedem Balkon drängten sich Hausgenoffen feste bind'n tönn', un Se fönn' denn mit' m mach'n, wat Se und Gäste, um auf das fröhliche Treiben im Hofe woll'n. herniederzuschauen. Eine nach Hunderten zählende Kinderschar saß ,, Unn so' n Mikroftop, hochjeehrte Herrschaften, det kost' bei mich da auf dem Spielplaz an langen Tafeln, und alle die kleinen teene Mart, teene Fünfjroschen, teene zweemmm'halb, nee, nee, een Proletariersprößlinge ließen sich den ihnen dargereichten Kaffee und Froschen, zehn deitsche Reichspfenniche fost' et. Wer will noch so'n Suchen gut schmecken. Nach Aufhebung der Tafel folgten dann ver- Dings mimehm'?!! schiedene festliche Veranstaltungen: Kinderpolonaise, Gesangsvorträge Jm nächsten Augenblick fommt ein Schuhmann; der Händler eines Sängerchors der Hausgenossen, Festrede, Darstellung einer zieht schleunigst mit seiner Karre weiter, denn er darf keinen festen sich am Donnerstagnachmittag in der Lychenerstr. 19 ereignete. Der Einen tödlichen Ausgang hat ein Baunfall genommen, der 36 Jahre alte verheiratete Bauarbeiter Gustav Müller aus der Dunderstr. 86, der infolge eines Fehltritts zwei Stod hoch vom Gerüst herabstürzte, ist an einem Schädelbruch und inneren Verlegungen im Krankenhaus am Friedrichshain gestorben. Durch einen Sturz vom Wagen verunglückte am Sonnabend abend um 7 Uhr der 39 Jahre alte Molkereibefizer Wilhelm Knuter aus der Schulstraße 50. Knuter war mit mehreren Wagen nach Bankow gefahren, um Grünfutter zu holen. Oben auf einer Grasund zog sich so schwere innere Verlegungen zu, daß man ihn mit ladung fizend, fiel er bei einem Zusammenstoß der Wagen herab einem Krankenwagen nach der Charité bringen mußte. Ihr Kind und sich selbst zu ermorden, versuchte gestern früh um 21/2 Uhr die 36 Jahre alte Frau des früheren Fleischers, jezigen Reisenden Rekowsky, Minna geb. Lieffe, aus der Anklamerstraße 15. Die Leute sind erst seit zwei Jahren verheiratet und haben eine noch nicht ganz ein Jahr alte Tochter Elisabeth. Vorgestern machten sie mit dem Verein der Pommern einen Ausflug nach Schildhorn. Auch das Kind nahmen sie mit. Gegen Abend wurde getanzt. Da forderte nun eine dem Ehepaar bekannte Fran R. auf, auch mit ihr einmal zu tanzen. Er entsprach der Aufforderung ebenso arglos, wie sie gestellt war. Frau R. aber geriet in maß liche Eifersucht. Vor einigen Tagen war ihr Mann einmal eine 17 Bescheid Organist Wilhelm Schmidt unterstützt. Es werden Quartett- Rieder, Arien und Orgelfompofitionen von Bach, Mendelssohn, Rheinberger, Merkel, auf die an den Herrn Regierungspräsidenten gerichtete Beschwerde Dienel 2c. auf Michele Costa, Curschmann, Blumner, Paul her, Baul Blumenthal, geführt. Die Orgelvorträge am Mittwoch, den 25. Juli und 1. August find Bach Konzerte. Macht weggeblieben; er hatte einen Stat gespielt und dann durchgetneipt. Sofort stand es nun bei ihr fest, daß er den Slat und Die Kneiperei nur vorgeschützt habe und daß er in Wirklichkeit jene vom 22. Mai er. Nacht bei der Frau gewesen sei, die jetzt mit ihm tanzte. Das sagte Die von Ihnen berührte Angelegenheit war bereits bei Eingang fie ihrem Manne laut, als sie vom Ausflug zurückgekehrt und um der Beschwerde des damaligen Vorsigenden des socialdemokratischen 11/2 Uhr vor dem Hause Anklamerstraße 15 angekommen waren. Agitationsvereins für Groß- Lichterfelde- Lankwig, am 23. Juli 1897, Wenn er nicht mache, so schrie sie ihn auf der Straße an, daß er Dienstag und Mittwoch nachts 12 Uhr 20 Minuten und 12 Uhr Gegenstand amtlicher Erörterung, die zu dem Grgebnis gelangte, daß in die Wohnung hinaufkomme, so werde sie ihm auf der Stelle 40 Minuten noch wegen der günstigen Mondbeobachtung Sonderwagen die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung der fr. Versammlung eine Flasche an den Kopf schlagen. Um nicht weiter Auf der elektrischen Straßenbahn von Treptow nach Berlin fahren. hätte erteilt werden müssen. fehen zu erregen, und in der Erwartung, daß seine Frau Für die Besucher der Treptow- Sternwarte" werden am ihm folgen werde, schloß Rekowsky die Hausthür auf Zeugen gesucht. Am Montag, den 2. Juli, wurde auf der und ging hinein. Die Frau aber folgte ihm nicht, sondern lief mit nach Bris fahrenden Straßenbahn an der Kottbuser Brücke ein Mann dem Kind weg, irrte einige Stunden umber und tam schließlich um vom Vorderperron herabgeschleudert. Zengen des Vorfalls werden 21/2 Uhr an den Nordhafen. Hier stieg sie über das Geländer, um gebeten, ihre Adresse Herrn Julius Strunt, Bißmanstr. 46, zu über sich mit dem Kind auf dem Arm in das Waffer zu stürzen. Ein mitteln. Schußmann des 5. Neviers jedoch, der ihr Gebahren wahrgenommen hatte, sprang in diesem Augenblick hinzu, riß die Frau zurück und brachte sie, da sie sich augenscheinlich in frankhafter Aufregung bc= fand, mit dem Kind nach der Charité. Die Frau, die abermals einem Ereignis entgegenficht, wird wegen versuchten Kindesmordes als Polizeigefangene gehalten. Dem Richter entzogen hat sich der 42 Jahre alte Schneider Gustav Goeman aus Spandau, indem er sich im Untersuchungsgefängnis zu Moabit erhängte. Aus den Nachbarorten. Baumschulenweg. Am Mittwoch, den 18. Juli, abends 81/2 uhr, findet im Lokal von Michler, Ernststr. 26, die Versammlung des Socialdemokratischen Vereins„ Vorwärs" statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Th. Metzner über: Social demokratie, ihre Entstehung und ihre Berechtigung. " 1 zu Daraufhin ist das Erforderliche verfügt worden. Das 1. St. zu der Versammlung bestimmte Lokal war bis dahin öffentlichen Versammlungszwecken noch nicht hergegeben und der in Frage stehende Raum war ein baupolizeilich zu Restaurationszwecken genehmigter Anbau von mäßigen Dimensionen. Ob derselbe den Anforderungen der Polizeiverordnung vom 15. November 1889 entsprach, war nicht festgestellt, weil der Besizer die im§ 84 dieser Verordnung vorgeschriebenen Unterlagen der Polizeibehörde rechtzeitig einzureichen unterlassen hatte. Diese war daher auch nicht in der Lage, die zulässige höchste Besucherzahl für den fr. Naum festzustellen. Biernach verbot sich aus sicherheitspolizeilichen Rücksichten die Abhaltung der Versammlung. ( Unterschrift unleserlich.) Der Der Bescheid widerspricht den attenmäßigen thatsäch Friedrichsfelde. In der am Donnerstag, den 19. d. m., lichen Feststellungen. Es war nicht eine öffentliche. stattfindenden Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins sondern nur eine Vereins Versammlung angemeldet, wird Genoffe Bictor Fränkel einen Vortrag über„ Irrtümer der Amtsvorsteher v. Milinowski schrieb darauf. daß er keine Justiz" halten. Der außerdem wichtigen Tagesordnung wegen ist Bescheinigung der erfolgten Anmeldung ausstellen das Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. tönne, weil ihm das Lokal nicht belanutsei. V spist Von einem Verbot aus sicherheitspolizeilichen Gründen war nirgends die Rede und konnte auch keine jein, weil ja doch dem Herrn Molinowski das Lokal, wie er felbft jagt, nicht bekannt war. Es erfolgte dann die Auflösung der Vereins Versammlung durch den Polizeibeamten, weil ihm die Anmelde bescheinigung, die gesetz- und rechtswidrig verweigert worden war, nicht vorgelegt werden konnte. Wenn ferner in dem Bescheid behauptet wird, daß der Besizer des betreffenden Saals der Polizeirerordnung vom 15. November 1889 nicht nachgekommen sei, so wollen wir bemerken, daß in dem seitens des Herrn v. Milinowski gegen den Wirt Herrn Dohrmann angestrengten Strafproze letterer in allen Justanzen freigeprochen und die Kosten inklusive der Berteidigung der Staatstaffe auferlegt wurden. Wir finden es sehr begreiflich, daß diesen Thatsachen gegenüber die Abfassung des landrätlichen Elaborate mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Wird auch gegen diesen Bescheid des Landrats weitere Beschwerde erhoben werden, so ist die juristische Belehrung, die Herrn v. Milionowski zu teil wurde, ganz schägungswert. Stünftig wird der Herr die Aumeldungen von Versammlungen ordnungsmäßig bescheinigen müssen. Vielleicht gelingt es uns weiter, in dem Serru Amtsvorsteher in nächster Beit einen Gegner der Social demokratie zu finden, der sich befleißigt, den Kampf für die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung vollkommen innerhalb der vom Gefeß gezogenen Schranken zu führen. Bei einem Zusammenstoß zwischen seinem Zweifißer und einem Zweirad schwer verunglückt ist in der Nacht zum Montag der 30 Jahre alte Sattlermeister Karl Wensky aus der Grünauerstr. 9, Wensky machte vorgestern mit seiner 21 Jahre alten Frau einen Ausflug nach Ertner. Auf der Heimfahrt begegnete dem Baar turz bor Mitternacht in der Nähe von Johannisthal an der Brüde, die Johannisthal mit Wilhelminenhof verbindet, ein andrer Radler. Dieser fuhr mit seinem Zweirad den Bweißiger so heftig an, daß er umfiel und schwer beschädigt wurde. Baukow Niederschönhausen. Heute, Dienstag, findet die Bently, der vorn faß, frate rüdlings, fiel auf den Hinterkopf und Generalversammlung des Arbeitervereins Bautow- Niederschönhausen blieb befinnungslos liegen, seine Frau fiel auf die Seite und kam bei Großturt, Berlinerstraße, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Bor mit einer leichten Verlegung am linken Ellenbogen davon. Der Radler, der das Unheil angerichtet hatte, kümmerte sich um die stands. 2. Bericht des Kassierers. 3. Neuwahl der Verwaltung, 4. Verschiedenes. Berunglückten nicht im geringsten, sondern jagte davon und entlam Kleider. Von andern Radfahrern erhielten die Berunglückten später Das Kreisturnfest des Arbeiter- Turnerbundes in RigdorfHilfe. Ein Arzt, der sich unter ihnen befand, legte Wensky, Brik nahm einen glänzenden Verlauf. Etiva 2000 Turner und der sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen hat, einen Turnerinnen aus allen Gegenden der Mark waren dem Rufe des Notverband an. Anderthalb Stunden mußten der Schwerverlegte Streisvorstandes zu der Hecrichau draußen im und beim Wäldchen und seine Frau auf eine Gelegenheit warten, nach Berlin zu kommen. des Herrn Körner gefolgt. Uebrigens historischer Boden, der Dann hielt ein Genderm, der benachrichtigt worden war, ein nach Feſtplay; ein Ueberbleibsel der ausgedehnten, bis Rigdorf heranDer Markthalle fahrendes Fuhrwerk an und veranlaßte es, sie mitzu- reichenden Waldungen, die der Altmeister der Turntunst, Vater Jahn, oft mit nehmen. Von der Sanitäts- und Rettungswache am Görlitzer Bahn- feinen Schülern aufsuchte. Am Sonntag, der diesmal ein echter Hof wurde sodann Wensly mit einem Rüngelschen Rettungswagen Sonnentag war, wurden dort bereits in aller Frühe Geschicklichkeit nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht. Hier liegt er sehr schiver und Straft im friedlichen Wettstreite gemessen, und schon hatte sich Darnieder. auch ein tausendköpfiges, lebhaft interessiertes Bublifum eingefunden, Wahrhaft impofamt gestaltete sich aber der große Aus- und Aufmarich am Nachmittag. Im Hauptquartier bei Philipp Thomas, im weiten Garten des Apollo Theaters, gegenüber der Vereinsbrauerei, wimmelte es von Turngenossen und-Genossinnen, sowie von festlich ge Eine Wanderung durch die Weltansstellung von Paris. tleideten Arbeitern und Arbeiterinnen, die den Zug durch die Stadt mit Das ist gegenwärtig das Repertoir der Urania in der Taubenstraße. mochen wollten. Die Aufstellung konnte wegen dieser Fülle nicht im Lokal, In 150 Bildern, die durch den großen Projectionsapparat vorgeführt sondern mußte in der Jägerstraße erfolgen. Obwohl sich mindestens verden, erhält der Zuschauer einen Einblick in die Wunder der Aus- 5000 Personen den 2000 Turnern anschlossen und andre Tausende stellung dieser grandiosen Schöpfung menschlicher Kunst und in der Hermannstraße und Jägerstraße Spalier bildeten, klappte es Köpenick. Die Liste der stimmfähigen Bürger für das Jahr Schaffenstraft. Wir durchwandern die wichtigsten Bauwerke und vorzüglich. Die beiden Schutzleute, die zu sehen waren, hätten auch an den schönsten Aussichtspunkten ein Bild der Gesammtwirkung noch daheim bleiben tönnen. Bald nach 2 Uhr setzte sich der Bug in 1900 liegt vom 15. bis 30. Juli d. J. int hiesigen Magistratsbureau dessen, was Wissenschaft, Kunst und Industrie in edlem Wettstreit Bewegung. Mit flingendem Spiel ging es durch die Jäger, die Simmer Nr. 3 öffentlich zu jedermanns Einsicht aus. Stimm hervorgezaubert haben. Als liebenswürdiger Führer dient uns hierbei Berg, die Walter- und die Rudowerstraße nach dem Festplatz, wo berechtigt ist derjenige, welcher sein Bürgergeld, gleichviel ob 9, 12, Herr Franz Görte in seinem Bortrag, der da, wo die bildliche Dar- der große Aufmarsch der Jahnjünger und Jüngerinnen erfolgte. 15 oder 18 M. bezahlt. stellung uns im Stich läßt, in anregender Schilderung das Fehlende Mit ihren Kleidsamen Kostümen, die bei den verschiedenen Vereinen Da in diesem Herbst die Neuwahlen zur Stadtvertretung vorergänzt. Denn so schön die Aufnahme der Bauwerke in ihrem sich in Schnitt und Farbenzusammenstellung unterscheiden, boten fie genommen werden und auch die im Verwaltungsstreitverfahren anInnern sowie in ihrem Aeußern gelungen ist, es fehlt ihnen der ein abwechslungsreiches, lebendiges Bild. Den Nachmittag über gefochtene Wahl vom Jahre 1898 hoffentlich bis dahin endgültig Farbenreiz, die Wirkung jener feenhaften Beleuchtung, die das Ent- folgten dann in bunter Reihe die Aufführungen der Männer und vom Oberverwaltungsgericht entschieden sein wird, so ist es die zücken jedes Beschauers hervorruft. Aber wir erkennen dankbar an, Lehrlingsabteilungen, der Frauengruppen und der Rigdorfer Briger Pflicht eines jeden Parteigenoffen, sich davon zu überzeugen, ob er daß das so beliebt gewordene Institut sonst seine Aufgabe in bester Schüler und Schülerinnen- Abteilungen. Die Darbietungen fanden auch in der Liste aufgeführt ist. Für diejenigen, welche nicht in der Weise gelöst hat. den lebhaftesten Beifall der etwa 15 000 Teilnehmer. Alles in allem age find, felbst die Liste nachzufchen, haben sich folgende Genossen Hundertmeilen- Rennen in Friedenau. Zum Glüd waren es genommen fann man nur sagen: es war ein Volksfest in des Wortes bereit erklärt, die Liste einzusehen: Aug. Rochlip, Gastwirt, Müggelheimerstr. 2; Franz Weber, Cigarrengeschäft, Grünauernur hundert englische Meilen, gleich 160,9 Kilometer, alfo eine Strede, allerbester Bedeutung. Abends fand in vier großen Sälen in Bris straße 2; Albert Stippekohl, Gastwirt, SchönerlinderBrißstraße fo lang wie von Berlin nach Leipzig. Die Fahrt wurde am Sonntag und Rigdorf der Festball statt. straße 5. von dem Sieger, dem Münchener Th. Rob I, bei einer Temperatur Die zweite Wüstenbahn, wie die neue ferbebahnvon 35 Grad Wärme in 8 Stunden 8 Minuten 36,4 Gefunden Linie Tempelhof- Groß- Richterfelde bereits genannt zurückgelegt. Ein Schnellzug gebraucht zu der erwähnten Fahrt von hier nach Leipzig 3 Stunden und 23 Minuten. Die tausend Mart, die dem wird, hatte sich am Sonnntage, dem Eröffnungstage, eines überaus lebhaften Zuspruches zu erfreuen, so daß besonders am Sieger zufielen, find allerdings ein respektables Stück Geld, und bei dem Nachmittage und Abend die Wagen stets besetzt waren. Auf der geistigen Wettrennen, zu dem ein Zeitungsredacteur verdammt ist, 36 Minuten dauernden Fahrt hat man Gelegenheit, ein großes und Eisenbahnunfall. Am Sonntagnachmittag fuhr der 7 Uht erst in etlichen Monaten zu holen. Bom Fabrikarbeiter, der bei an vielen gänzlich unbekanntes Stück der südlichen Umgebung Berlins 13 Minuten von Tharant fällige Personenzug bei der Einfahrt in gestrengter accordarbeit oft ein volles Jahr gebraucht, um tausend kennen zu lernen und sich wieder einmal davon zu überzeugen, daß in die Mittelhalle des Hauptbahnhofs in Dresden so heftig an den Mark zu verdienen, ganz zu schweigen. Aber wer dem vorgestrigen der Nähe unserer Stadt Gegenden zu finden sind, die einen hohen dortigen Gleisendpuffer an, daß die Zugmaschine und der nachJagen auf Leben und Tod zusah, wird bei alledem Reiz haben. Gleich hinter dem Anfangspunkte folgende Zugführerwagen mit je einer Age entgleiste. Durch den pem Sieger feinen Preis nicht mißgönnen. Drei Stunden Landschaftlichen e vet Berliner- und ber Bring Friedrich Karlstraße, ſtarten Anprall erlitten fünf Reisende und drei Schaffner garz in rasender Hast hinter dem benzinduftenden Schrittmacher- Apparat beim Tempelhofer„ Tivoli", ziehen sich zu beiden Seiten der Fahr- leichte Verlegungen. Eine Betriebsstörung trat nicht ein. Dec unausgesezt die Pedale treten, immer rund im Kreise herumfahren, nichts hören und nichts sehen und an nichts denken, als an die fünf Straße Kornfelder entlang, deren goldene Achrenpracht daran er- Unfall ist anscheinend durch verspätete Anwendung der in dienstKonkurrenten, die sich zu gleichem 8wed trainiert haben, das muß inern, daß die Ernte nahe bevorsteht. Sehr hübsch von hier aus tüchtigem Zustande befindlichen Luftdruckbremse verursacht worden. über die Felder hinweg ist der Blick auf Mariendorf und entsetzlich sein. Und nun die Gefahren, die hinter hundert Zufällig- Marienfelde, deren Häuser zur Linken in der Ferne auf- Eine lebhafte Bewegung gegen die Stierkämpfe macht sich feiten lauern, und die Mitleidlofigkeit, mit der das vielDer Bischof Monsignore Es w tauchen. Hinter Marienhöhe biegen die Wagen zur Rechten gegenwärtig in Barcelona bemerkbar. tausendköpfige Publikum die Rennfahrer betrachtet. Es waren in das schöne Südende cin, das wir in einem Bogen voll- Morgades ist sehr entrüstet, weil einige Priester ohne seine Erlaubnis zwanzig Hunden zurückgelegt worden, als ein Accident" Die Priester sollen streng ständig durchfahren, worauf dann wieder in die Chauffee, die die neue Stierlampf- Arena fegneten. eintrat. Dem Sieger in dem vorigen Rennen, dem Amerikaner wir bei Marienhöhe verlassen haben, eingelenkt wird. An Feldern bestraft werden. Die Gesellschaft zum Schuße der Tiere und Pflanzen Eltes, war der Luftreifen geplatzt; der Mann stürzte kopfüber die vorbei kommen wir nach antwit und durchfahren dieses uralte organisiert ein Meeting gegen die Stiergefechte. Man will vor allem Bahu hinab, überschlug fich ein paar Mal im Grafe und blieb dann Dorf, das sich seinen ländlichen Charakter zum größten Teil noch gegen die städtischen Behörden protestieren, weil auf dem Thor der besinnungslos liegen. In langen, schmalen Streifen rann vollständig erhalten hat, ebenfalls. Nach etwa 10 Minuten stoßen neuen Arena das städtische Wappen prangt. Die demokratische Presse ihm das Blut am Arm und Bein entlang; Samariter brachten wir wieder auf unfre alte Chauffee, nachdem wir uns zuvor noch unterstützt dieſen neuen Kreuzang, und die Arbeitervereine wollen den also unfreiwillig aus der Zahl der Mitbewerber Ausgeschiedenen auf einer Tragbahre zur Bahn hinaus, während die über den vorzüglichen Stand des Hafers auf der Lankwizer Feldmart alle Mitglieder, die hinfort Stiertämpfen beiwohnen würden, aus gefreut haben. Unter schattenspendenden Kastanienbäumen hinweg ihren Reihen ausstoßen. Die meisten corridas" finden daher vor Sonkurrenten unaufhaltsam weiter stürmten. Was sollten sie auch und an Gärten und Landhäusern vorbei gelangen wir dann nach leeren Bänken statt, und die meisten Stierfechter werden niedergezischt. anders? Bravo Robl!"" Smmer feste. Robl!" hieß es jetzt. Rob Groß- Lichterfelde- Ost, wo unsre interessante Fahrt gegenüber dem Die Bewegung gegen die Stierfämpfe ist feparatistischer Natur; hatte nämlich indeß mächtig ausgelegt. Bei der 105. Runde glückt Bahnhof ihr Ende erreicht. man will Catalonien auch in dieser Hinsicht von den Freunden" es ihm, die Führung zu bekommen; unter ungeheurem Jubel des Bahnhof ihr Ende erreicht. ( das sind die andern Spanier) befreien. blis patriotisch fühlenden Publikums ist es dem Deutschen gelungen, Die an der Dresdener Bahn zwischen Berlin und Zoffen den Engländer Walters zu überholen. Zwar giebt sich dieser so leicht gelegenen Vororte, welche fich ihren ländlichen Charakter nicht verloren; ein paar Mal fämpft er noch mit einigem noch fast bewahrt haben, und mit den Vorortzügen leicht zu erreichen Erfolg gegen den Münchener, doch ist die Mühe auf die Dauer ver find, tommen jetzt bei den Berlinern immer mehr in Aufnahme. gebens. Die geübten Schrittmacher des zum Glück nicht gefährlich Südende, Mariendorf, Marienfelde und auch Lichten verlegten Elfes eilen dem bedrängten Stammesgenoffen zur Hilfe; rade sind schon längst sehr beliebte Ausflugsorte, die besonders an aber dies Mittel wird vom Publikum nicht für fair angesehen, und Sonntagen das Ziel zahlreicher Befucher bilden. Neuerdings hat unter lebhaften Protesten müssen sie sich zurückziehen. Robl bleibt von sich diese Vorliebe mun ganz besonders auch dem darüber nun ab Führer. Er drückt den Zweistunden- Weltrekord und häuft so hinaus gelegenen 21 Kilometer von Berlin entfernten Dahl wit) nene Ehren auf sich. Allerdings, ganz aus eigner Straft ist zugewendet, einem recht schmucken Dorfe, an welches mimitteler nicht Sieger. Auf der Rennbahn zeigt sich, als fattsam erfreu- bar ein ausgedehnter Lanbwald mit sehr schönen Beständen liches Schauspiel neben dem mörderischen Hasten, was ein glückliches grenzt. Auch der durch seine prachtvolle Lage bekannte Rangs- Gerste, gut Familienleben wert ist. Frau Nobl, eine sympathische Dame, niet borfer See ist auf bequemem Waldwege in furzer Zeit von vor ihrer Markttasche, in der sich allerhand Leckerbissen und Dahlwiz aus zu erreichen, das außerdem vor allem durch seine Kühlungsmittel aufbewahrt finden. Bald bereitet sie ihrem Gatten ländliche Stille zu längerem Verweilen einlädt. Eine besondere einen stärkenden Trunt, bald rührt sie Ei und Zucker für ihn zu Sehenswürdigkeit aber ist das im Besitz der bekannten Berliner fammen, bald tränkt sie einen Schwamm mit Wasser. Es erfordert Architekten Ende und Boedmann befindliche Dahlwiger Gut, Richtftroh einiges Geschickt, diese Spenden dem Fahrer zuzuführen; noch mehr auf welchem der elektrische Betrieb in vollem Umfang eine en Melten Erbsen Withe mag Gaben zu verwerten, es fosten, die Gaben ohne geführt worden ist und die elektrische Kraft sogar zum daß man am Tempo einbüßt, wie es Walters verschiedent- er Kühe verwendet wird. In der nächsten Zeit wird sich in Speisebohnen lich passierte. Endlich ist die Qual zu Ende. Der mit Dahlwiß, das schon jetzt von Nadlern und Naturfreunden viel auf- Linfen Jubel begrüßte Nobl hat elf Runden vor Walters voraus. gesucht wird, auch eine rege Bauthätigkeit entfalten, da in Diefem folgt eine halbe Stunde zurück Röcher- Friedenau. Vierter der Nähe des Bahnhofs und an der Chauffee bereits eine ganze An wird kaefer. Ob das Publikum wirklich Freude an diesem Rennen zahl von Baustellen erworben worden sind. hatte? Wir wollen wünschen, daß die Rennbahnverwaltungen ihre Matadoren hinfort mit allzu ausgedehnten Arbeiten verschonen. . " Vermischtes. Marktpreise von Berlin am 14. Juli 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. Kartoffeln, nene, D- Ctr.| 14 ,. Rindfleisch, Kente 1 kg eigen, gut dioggen, gut mittel gering mittel " 00 " 15, " gering 15,20 14,80 " mittel " gering " *) Hafer, gut " " mittel gering *) ab Bahn. do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Starpfen Aale 14,70 14,30 14,20 13,90 16,50 15,50 15,40 14,40 14,30 13,30 Hechte 6,16 5,32 Bariche 7,70 5,50 40, 45, 70, Bander Schleie 25, 25, Bleie Krebse 30, 2235 +) frei Wagett und ab Bahn. 1,60 1,20 1,20 1 " 1,60 1,10 " 1,60 1, R 1,60 1,10 " 2,60 1,80 60 Sind 3,60 2,20 1 kg 2,80 1,40 2,60 1,20 " 2,40 1,20 1,80 0,80 2,40 1,20 " 1,40 0,80 per Shot 20,- 2,50 Produktenmarkt vom 16. Jult. Heute machte sich auf dem Getreide markt die Thatsache, daß in Bezug auf die Witterungsverhältnisse gerade das Gegenteil der gestellten Prognosen eingetreten war, in Gestalt eines bedeutenden Preisrüdgangs und einer fast abfoluten Geschäftsstille geltend. Die Spefulation ist offenbar momentan in der Beurteilung der für die Preisgestaltung gegebenen Momente irre geworden und hielt sich heute vom Geschäft zurüd. Die Abgeber bewahrten aut Frühmartte trotz des forts dauernd schönen trockenen Wetters und durchweg flauer Auslandsmeldungen noch eine gewisse Reserve; man wollte erst die östreichisch- ungrischen Meibungen abwarten, die möglicherweise auf Grund des nicht befriedigenden Saatenstands- Berichts weniger flan hätten ausfallen können; als jedoch Budapest im Einklang mit allen andren Plägen wensentlich ermäßigte Weizenpreise brahtete, griff am Mittagsmarkt eine forcierte Baiffebewegung Blas, wobei Weizen 2 M., Roggen 1 W. im Preise verlor. Offerten waren wiederum reichlich in nordrussischem Roggen vorhanden. Futterartikel lagen ftill, wenig verändert. Rüböl ohne Untsak. Es ist erreicht!" so kann der socialdemokratische AgitationsDem Hundertmeilenrennen gingen Fliegerrennen voraus, die verein für Groß- Lichterfelde ausrufen, auf dessen Beschwerde vom wie folgt verliefen: Großes internationales Hauptfahren. 28. Juli 1897 über den Amtsvorsteher in Zehlendorf die Ante Distanz 1000 Meter. Scidl 1.( 1 min. 40,1 Set.) Huber 2. Mündner 3. wort seitens des Landrats des Kreises Teltow nunmehr am Unpl.: Büchner. Tandem Hauptfahren. Distanz 13. Juli 1900 bei dem derzeitigen Vorsitzenden des genannten 3000 Meter. Zwei Vorläufe. Entscheidungslauf: Büchner- Kaeser 1. Vereins eingetroffen ist. ( 4 Min. 39,2 Set.) Green- Bocquillon 2. Huber- Seidl 3. Unpl. Und daß überhaupt nach drei Jahren noch eine Antwort eine Mündner- Nudela. lief, das ist wohl nur der Beschwerde an den Regierungspräsidenten Das Der Orgelvortrag, welchen Herr Musikdirektor Otto Diener, Mitt zu danken, die sich gegen den säumigen Landrat richtete. woch, den 18. Juli, mittags 12 Uhr, bei freiem Eintritt in der Verlegenheitsschriftstück, dessen meisterhafte diplomatische Formulierung Marienkirche hält, wird durch Frl. Gertrud Mautsch, Frl. Lotte Dienel, allerdings ganz gut drei Jahre zu seiner Fertigstellung gebraucht Frl. Martha Gielsdorf, Herr Aler. Gurth, Herr Karl Raché und Herrn haben kann, ist recht charakteristisch für unsre Rechtszustände. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.