Nr. 164. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir flluftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewenschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Ternsprecher: But I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Retten oder Rächen. In die Gemütsverfassung der bürgerlichen Weltpolitiker kann man zur Zeit tiefe aufflärende Einblicke gewinnen. Wir hätten es verstanden, wenn die bürgerliche Presse energisch auf eine Irasche Aktion gedrängt hätte, als die Fremden in Peking noch gerettet werden konnten. Statt dessen äußerte man seine Befriedigung, daß infolge des deutsch- russischen Widerstandes Japan nicht mit der Rettung der in Peking Eingeschlossenen betraut worden. Man fand nicht die mindeste Merkwürdigkeit darin, daß die 20000 Mann, die verfügbar waren, anstatt auf Beting zu marschieren augenschein lich sich mit der Erledigung von nationalen Rangstreitigkeiten befaßten. Auch von den Regierungen hat man nicht gehört, daß sie nach China telegraphische Order gegeben hätten, unter allen Um ständen den Versuch zu unternehmen, die schuldlosen Opfer der Mittwoch, den 18. Juli 1900. Die Lage in China. Buberläffige Einzelheiten über den Untergang der Fremden in Peting fehlen noch immer. An der Katastrophe selbst aber fann füglich nicht mehr gezweifelt werden. Untlar ist auch noch die Lage in Tientsin. Die Nachrichten sind widerspruchsvoll. Indessen scheint es, als ob es den Mächten am 13. und 14. Juli gelungen ist, die chinesischen Forts und die Chinesenstadt zu erobern. Ueber die Ausbreitung des Aufstands werden die bedrohlichsten Nachrichten verbreitet. Insbesondere wird die Situation in Shanghai für sehr ernst angesehen. Von der Einigkeit" der Mächte hört man nichts. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Aus Nikolstoje in der Provinz Ussuri wird vom 11 Juli gemeldet, die Lage in der Mandschurei ist kritisch, da die chinesischen Truppen zusammen mit den Borern operieren und die Bewegung zweifellos eine nationale geworden ist, welcher die chinesische Regierung sympathisch gegenüber steht. Am 9. Juli wurde beschlossen, eine neue japanische Division nach Taku zu senden. Die Einschiffung der Division begann am 12. Juli. Der Hauptingenieur der mandschurischen Bahn meldet, daß er die Eisenbahnbeamten und die Schuhwachen nach den Grenzstationen zurückgezogen habe. Hierauf wurden die Bahnstationen von den Chinesen geplündert, die Vorräte zerstört und die Telegraphenverbindung mit Chaborowka zerstört. Eine Meldung aus Dscharfent vom 11. d. M. teilt mit, daß es in Kuldocha( Westgrenze der Mongolei) unruhig ist und daß eine Compagnie zum Schuße des dortigen Konsuls abgeschickt ist. Nach einer Meldung aus Söul vom 9. Juli ist die Telegraphenverbindung mit Port Arthur gestört, die Linie Shanghai- Tschifu arbeitet noch. " Weltpolitik zu retten. Japan, das binnen acht Tagen ein großes wird auf 1000 geschätzt. Die„ Köln. 8tg." specialisiert die Zahl Die Zahl der Opfer in Peking Heer nach Peking hätte werfen können, wurde bedeutet, daß es im einzelnen. Eine Berechnung, die der Figaro" vor einigen vom 14. Juli: Der Dampfer Michael", welcher von Chaborowka Der Militärgouverneur des Amurgebiet, General Grinodi meldet feine anmaßende Rettungsaktion mur bleiben lassen solle; die Mächte Tagen angestellt hat, umfaßt allein 171 Mitglieder der französischen nach Blagowesttschenst mit fünf Barken Artilleriemunition für fürchteten, daß Japan eine zu große Kostenrechnung für seine Hilfe- Kolonie, nämlich 17 Personen der Gesandtschaft, darunter 6 Frauen legteren Ört abgegangen war, wurde bei Aigun mit Schüssen Leistung präsentieren würde. Und die diversen Befehlshaber der und 2 Kinder, 75 Offiziere und Seeleute, die als Schuhmannschaft empfangen und durch chinesische Signale aufgehalten. Drei bewaffnete 20 000 Mann erklärten fühl, man werde erst im Herbst nach Beting nach Peking gesandt wurden, 17 Beamte und Kaufleute, darunter chinesische Offiziere famen in einem Boot an Bord mit dem Befehl, marschieren. 4 Frauen und 4 Kinder, 49 Personen, die den Missionen angehören, die Schiffahrt auf dem Amur einzustellen, und verlangten den Niemand in der deutschen bürgerlichen Presse nahm an darunter der Bischof Favier. Ferner glaubt man, daß drei Jugenieure Schiffskommandanten und die Offiziere des Transports zu sprechen. dieser unerhörten Verzögerung Anstoß. Man schickte sich in diesen und 40 Werkmeister, die beim Bau der Hankau- Eisenbahn beschäftigt Der Kommandant beauftragte den Transportführer, Kapitän Kriozow, brutalen Verzicht, dem Hilfeschrei der Betinger Fremden Folge zu britischen und amerikanischen Staatsangehörigen beläuft sich auf mit dem Grenztommissar des Amurgebietes an Bord, welcher vont waren, sich nach Peking geflüchtet haben. Auch die Anzahl der mit den Chinesen zu unterhandeln. Unterdes stieß der Dampfer, Selenga" leisten, und ließ es geruhig zu, daß jene Unglückseligen dem Unter- mehrere Hundert. Der britischen Gesandtschaft gehörten 29 Ber- einem Zuge Kofaten begleitet war, zum Dampfer" Michael" und gang entgegengingen. sonen an, darunter 3 Frauen und 4 Kinder. Die amerikanische Ge- erteilte den Befehl, daß der " Michael" weiter gehen sollte. Nachdem aber das Furchtbare geschehen durch die doppelte fandtschaft zählte 22 Personen, darunter 12 Frauen und 4 Kinder. Zu Als der Transport fich in Bewegung setzte, eröffneten die Chinesen und dreifache Schuld der Mächte, insbesondre der russisch- deutschen dem Stab der chinesischen Seezollverwaltung gehörten 24 Erwachsene, ein Gewehr- und Geschüßfeuer auf denselben. Die Kosaken er Politik und ihrer Preßvertretung- da gellt ein besinnungsloser Wut- darunter 6 Frauen, außerdem zahlreiche Kinder; diese Personen find widerten das Feuer, doch gelang es dem„ Michael" und dem„ Selenga" schrei durch die Blätter. nur zum größten Teil Briten, es sind wahrscheinlich auch Deutsche nach Blagowestschenst zu kommen, obwohler sowohl wie der„ Selenga" Was will man denn jetzt noch, nachdem man die an sich mögliche darunter. Die britischen und amerikanischen Staufleute werden mit beschädigt wurden. Der Grenzkommissar, 2 Kofaten und 2 Bootsleute Rettung nicht einmal versucht hat, was will diese Presse, die tein 23 angegeben, nebst 8 Frauen und mehreren Kindern. Sehr zahl wurden verwundet. Kapitän Kriozow, welcher zum Befehlshaber von Wort der Brandmarkung für jene schreckliche Versäumnis gefunden, und Missionare, 58 Frauen, auch eine Anzahl Kinder. Was die einzustellen. reich ist ferner das Missionspersonal englischer Zunge: 33 Geistliche Aigun gesandt worden war, erhielt dort den Befehl, die Schiffahrt Ein chinesischer Convoi begleitete sodann den Kapitän wie sie feine Mahnung zum raschen Handeln gewagt? Nachdem Schußmannschaften betrifft, so mögen sie mit Einschluß der Truppen- nach Blagowesttschenst am rechten Anrufer, worauf eine stärkere man die Opfer, über deren Schicksal man jetzt mehr wütend als mit- abteilungen, die kurz vor dem Abbruch des Verkehrs mit Peking dort ruffische Truppenabteilung von hier aus abgesandt wurde, um den leidvoll weint, hat ruhig umkommen lassen, warum jezt auf einmal eintrafen, die Zahl 450 erreichen. Dem Lehrkörper des Kollege of russischen Schiffer die freie Fahrt auf dem Amur bei Aigun sicher die wilde Aufregung, die allen Schwulst eines unechten Zeitungsstils Peking, der aus 25 Personen bestand, gehörten auch einige Damen an. zu stellen. zu Hilfe ruft. Die Kämpfe um Tientsin. Der Chef des deutschen Kreuzergeschwaders telegraphiert ab Taku, den 14. Juli: Es ist erstaunlich: das Versäumnis der Rettung beunruhigte fie nicht. Was lag auch am Retten! Aber das Rächen kann nicht blutig genug sein. Rächen ist notwendig, retten nicht! Als KulturWilde, die noch unter die niedrigste Stufe der menschlichen Entwidlung zurüdgeſunten, erschöpfen sich die bürgerlichen Breßbedienten die freisinnigen Philister voran!- in dem einen gierigen Brunstgestöhn: Rache! In der„ Frankfurter Zeitung" wird im Feuilleton! auf eine Stelle in Buschs„ Tagebuchblätter" aufmerksam gemacht: Dort giebt Busch für die Dentart des Kanzlers charakteristische" Aussprüche Bismards wie folgt wieder: Ein Telegramm des Chefs der zweiten Station der chinesischen Ant 13. Jult Ofteisenbahn, Ingenieurs Ryschow meldet: um 10 Uhr tam auf der Station Chailar ein Dragoman des Generals Tschuen, des Kommandanten einer aus 1000 Main bestehenden gut bewaffneten bewaffneten chinesischen Truppe mir = ,, Die Verbündeten haben Befit ergriffen am 13. von allen Befestigungen um Tientsin, außer einer. Wegnahme und erklärte, daß er infolge eines von dem Kommandanten dieser wird erwartet nach Eintreffen unterwegs befindlicher in Tsitsi thar erhaltenen Befehls militärische Operationen russischer Geschüße. gegen die Russen eröffnen müffe, wenn wir nicht sofort die Mandschurei verließen. Ich berief infolgedessen alle Arbeiter und versammelte sie auf den Stationen, wo wir uns im Einverständnis mit dem Kommandanten der Schutzwache zur Verteidigung berschanzten. Um 2 Uhr erhielten wir einen Cirkularbefehl des Hauptingenieurs, an der russischen Grenze alle fünf Sektionen mit der Kasse und den Dokumenten zu konzentrieren. Die„ Daily Mail" meldet aus Ehanghai: Die verbündeten Truppen nahmen am Morgen des 14. Juli den Angriff auf die ummauerte Stadt in Tientsin wieder anf; es gelang ihnen, eine Bresche in die Mauer zu schießen; sie nahmen alle Forts; die Chinesen waren in voller Auflösung. Die Verbündeten ergriffen von der Eingeborenen- Stadt und ihren Befestigungen Besitz. Die Gesamtverluste der Verbündeten in den Gefechten am Donnerstag, Freitag und Sonnabend betragen etwa 800 Mann an Toten und Verwundeten. Die größten Verluste hatten Russen und Japaner. Am 13. Juli war es noch nicht gelungen, die erobern. custadt zu „ Die Nemesis( so heißt es in einem„ Auf Wilhelmshöhe" betitelten Auffaz der National- Zeitung") hätte gegen den Mann des 2. Dezember den Austifter des Merikanischen Trauerspiels, den Anzetteler des jeßigen grenelvollen Kriegs weniger galant sein sollen... So urteilt das Volksgemüt. Wir ( Bismarck) teilen diese Ansicht in keiner Weise. Die öffentliche Meinung ist nur allzusehr geneigt, politische Verhältnisse in der Weise von privatrechtlichen aufzufassen Der amerikanische Admiral Nemey meldete aus Tschifu vom und u. a. zu verlangen, daß der Sieger... den Besiegten zur Montag: Nach hier eingegangenen Berichten griffen die verbündeten Strafe ziehe. Ein solches Verlangen ist völlig ungerechfertigt. Truppen die Eingeborenenstadt in Tientsin am Morgen des 13. Juli Es stellen heißt, die Natur der politischen Dinge, unter die die an, die Russen am rechten Flügel egriffe Strafe, Lohn, ta che nicht gehören, gänzlich mißverstehen, 9. Infanterie- Regiment und die hm entsprechen hieße das Wesen der Politik fälschen. Die Politit hat die Bestrafung. der göttlichen Vorsehung... zu über Lassen. Sie hat. sich einzig und allein zu fragen: Was ist der Vorteil eines Landes?... Die Politik hat nicht zu rächen, was geschehen ist, sondern zu sorgen, daß es nicht wieder geichehe." B mit dem amerikanischen Marine Truppen auf dem linken Flügel. Die Verlust e der verbündeten Truppen waren groß. Die Ruffen verloren 100 Mann, ein schließlich eines Artillerie- Obersten, die Amerikaner über 30 Mann, die Engländer über 40, die Japaner 58 Mann einschließlich eines Obersten; die Franzosen büßten 25 Mann ein. 11m 7 1hr abends wurde der Angriff der Verbündeten auf die Eingeborenenstadt mit großen Verlusten zurüdgewiesen. den Alle Beamten, Bedienstete und Arbeiter, insgesammt 600 Mann, sowie das Sektionslazarett mit den Kranken kamen glücklich um 5 Uhr in Zuruchaitujewskij an. Am 14. Juli nachmittags wurde unerwartet und ohne Ursache Blagowestschensk von Chinesen von Sachalin aus bis 91/2 Uhr abends bombardiert. Auf unsrer Seite fielen 3 Mann, darunter 1 Soldat, 6 Mann, darunter 5 Soldaten wurden verwundet. Die Truppen und die Bewohner von Blagowestschenst verteidigten die Stadt in musterhafter Weise, die Gebäude wurden nur unbedeutend beschädigt, die Verluste der Chinesen sind nicht bekannt. Die chinesische Kaserne in Sachalin einem chinesischen Dorf gegenüber Blagowestschenst und viele Wohngebäude wurden durch das Feuer unsrer Geschüße in Brand gesteckt. richten vom 17. b. W., wonach die dänische Miffions- Station in Die dänische Missionsgesellschaft erhielt telegraphische NachJung- kwan- tung auf der Halbinsel Liaotong zerstört, die Missionare jedoch gerettet seien. Dieselben befanden sich in Chemulpo. Die Vorbereitungen des chinesischen Aufstands. So urteilte Bismard über die Politik der Rache. Er wird ja Der Temps" stellt fest, daß in dem Verzeichnis der chinesischen Dem Reuterschen Bureau" wurde aus Tientsin vom 13. Juli nun wohl auch unter die Vaterlandslosen geworfen werden. Der Ruf nach Rettung hatte einen menschlichen Sinn. Das tolle gemeldet: Heute wurde von den Verbündeten ein kombinierter An- 3ollverwaltung ein zu geringer Betrag für die Eingangszölle aus. ländischer Waffen und Munition bemerkt worden ist, obgleich griff auf die Eingeborenenstadt unternommen. Die chinesischen Stel- China in den letzten Jahren bedeutende Mengen Waffen und Schreien der Blätter nach Genugthuung ist völlig sinnlos. Niemand lungen wurden von mehr als 40 Sanonen beschossen. Die Ver- Munition in Belgien, Deutschland und England gekauft habe. Die hat eine klare Vorstellung, was eigentlich geschehen soll fein bündeten erlitten sehr schwere Verlust e. Acht chine- chinesischen Beamten," sagt der„ Temps"," Haben bei Aufstellung Minister und kein Mann der Presse nur Rache will man, man sische Geschüße wurden erobert. Der Feind wurde nach einem der Statistik die Einfuhr der Waffen wissentlich übergangen, und so will Blut sehen, Chinesenblut. Alle Völker sollen ihre Soldaten in heftigen Geschützfeuer aus dem Westorsenal vertrieben, doch hielt konnten die Chinesen ihre Rüstungen betreiben, ohne daß die Mächte Hunderttausenden nach China schicken, ihre Mordwerkzeuge sollen spielen, man es für unmöglich, heute in die Stadt einzudringen. Eine starke auf der Grundlage der Statistik die Ausdehnung dieser Rüstungen daß die gelben Bestien fallen wie die Halme unter der Sichel des gemischte Truppenmacht liegt jest dicht vor den Mauern der Schnitters. Dieser eine Gedanke tobt nur in ihnen Chinesenstadt. Morgen wird wahrscheinlich ein Sturmangriff unterteine Frage nommen. nach dem Wozu dieses furchtbaren Blutvergießens. Rache, GenugDie Gefährdung Shanghais. thuung, Sühne! Weiter denkt niemand. Wenn es nun aber auch gelänge, die chinesische Hauptstadt zu erobern, was wäre erreicht! Die Toten sind dadurch nicht lebendig zu machen, daß man den tausend Toten Hunderttausende hinzufügt. Was aber wäre sonst zu erreichen möglich! Die Todfeindschaft der„ civilisierten" Mächte untereinander würde im Weltbrand auflodern, wenn man eine Aufteilung Chinas versuchte vorausgesetzt, daß sie überhaupt möglich. Es giebt keine triegerische gemeinsame Aktion der Mächte, die zum wirklichen Frieden führen könnte. Der Feldzug der Nache würde sich au den Rächern selbst rächen. Es ist Gefahr, daß man über der ziellofen, menschenmordenden Aktion der Rache aufs neue eine Aktion der Rettung versäumt, so lange sie noch möglich ist die Rettung des Weltfriedens. bemerken konnten." " Die Haltung der Mächte. Die Auffassung der deutschen Regierung giebt ein Berlinter Dem Londoner Globe" wird telegraphiert, daß 100 000 Telegramm der Sölnischen Zeitung" Kölnischen Zeitung" wieder, das erChinesen mit Mausergewehren und moderner Artillerie auf tlärt, an der deutschen Politik ändere die Thatsache, daß Shanghai im Anmarsch sind und gegenwärtig in drei Kolonnen auch die andern Gesandten die Opfer der chinesischen Mörder 40 Meilen von dort biwatieren. geworden, nichts. Niemand wisse heute, wie die Zustände Eine Shanghaier Depesche der„ Daily Mail" vom Montag be- in China zukünftig sich gestalten; das aber bleibe sicher, zeichnet als eines der ernstesten Merkmale der Lage, daß nach daß die deutsche Politik in erster Linie unbedingt die Herbeiamtlichen chinesischen Quellen den Bogern nahegelegt wurde, sich führung einer Genugthnung für den Gesandtenmord verlange, nach Süden zu wenden. Es heiße, daß sie Tsching- Hang- po am Großen Kanal zum Zielpuntt von fünf Regimentern zu machen 1o wie sie dem schweren Verbrechen entspricht. Man würde übrigens beabsichtigen, die nach diesem Platz abgehen und sich unterwegs er- einen großen Fehler begehen, wenn man heute noch die Kraft gänzen sollen. Nussische Kämpfe in der Mandschurei. Daily Mail" meldet, daß in Niutschwang ein ernster Kampf bevorstehe. Die Borer ständen dicht bei der Fremdenniederlassung. Die Russen hätten die Straßen verbarrikadiert und die russischen Bantbeamten hätten Geld und Wertpapiere nach Port Arthur ge bracht. Auch Berichte aus russischer Quelle lauten sehr ernst.. der Chinesen unterschätzen wollte. Seit gestern hält General v. Bessel mit seinem Generalstab, sowie den höheren Offizieren der Expedition Beratungen ab, um jedem Befehlshaber genaue Instruktion zu erteilen, damit sie den späteren Jntentionen des Oberbefehls entsprechend handeln können. Die Auslassung entspricht der bisherigen Taktik der deutschen Regierung, die ihre Ratlosigkeit offen bekennt, aber auch vor haftigen Schritten der Leidenschaft zurückschreckt. " Die offiziöfe Auslassung der Köln. 8tg." steht in starkem Widerspruch zu den wilden Racheschrei eines redaktionellen Artikels desselben Blatts, das im Stile des„ Kl. Journals" schreibt: Es ist internationaler Brauch geworden, wenn Wilde und Neger sich am Leben des Abendländers bergreifen, die ganze Ortschaft, zu der die Mörder gehören, zusammenzuschießen und niederzubrennen. Soll aber die Strafe gelinder ausfallen bei einem auf seine alte Kultur stolzen Bolte wie die Chinesen, die sich zum großen Teil der Schandthaten, die sie verübt, bewußt sein mußten, als bei Wilden und Kannibalen? Sicherlich nicht, denn die höhere Kultur ist für sie ein erschwerender Umstand. Die Konfequenz aus alledent wäre daher, daß Peking, die Stadt mit den drei Mauern, die Chinesen-, die Tar taren und die kaiserliche Stadt von Grund aus zerstört würde und daß dann, falls die Mächte es aus politischen Gründen für erforderlich halten sollten, an demselben Plaze die Regierungscentrale wiederum zu errichten, die Chinesen gezwungen würden, auf den Trümmern der alten ihre nette Hauptstadt wieder aufzubauen als eine Stadt ohne Mauern und Festungswerke, als eine nach den Grundsätzen des Abend Landes gedachte und durchgeführte offene Stadt, in der jeder aus- und ein- und seinen Geschäften nachgehen kann." Das offiziöse Telegramm aus Berlin wird wohl den Kölner Schreiber ein wenig abgekühlt haben. Auch die englische Preffe schnaubt Rache. Man heischt die volle und unnachsichtige Sache und die Vernichtung und Ausrottung aller chinesischen Würdenträger. Fremde frei und unbehelligt aus, und eine und febrer In der franzöfifchen Regierung soll man die Minimalstärke der französischen Expedition für China auf 40 000 Mann berechnen. Jeder Minister wird in seinem Ressort möglichst bald die nötigen Borkehrungen treffen, damit das Expeditionscorps in allernächster Beit nach China abgehen kann. ihre Mittel erlauben es ihr für Opium und Thee schnellfeuernde Gewehre, Kruppsche Kanonen, Panzer und Torpedos kaufen, an dem sie alle ihre Streitkräfte bewaffnen und in den Kampf an dem Tage wird man mit ihr rechnen müssen, schicken wirdund die Rechnung wird jedenfalls schwer abzuschließen sein." = Politische Nebericht. . Berlin, den 17. Jult. fungen Leute die militärische Carriere eingeschlagen, schon längst tönnten sie„ Erzieher" des Volles sein. Und weiter! Weiß die„ Kreuz- Zeitung"-die selbst bei dieser Gelegenheit den Rassenhaß predigt nicht, was in PreußenDeutschland vorgeht? Wir können die Polizei gegen den gewiß nicht beabsichtigten Vorwurf, sie bulde hier Fremdlinge, die sich nicht als preußische Gäfte benehmen, in Schuh nehmen. Nicht nur nach dem Süden, o nein, noch viel höher" hinauf zielt der Polizeifnüppel. Daß lästige" Arbeiter ausgewiesen werden, dürfte selbst der KreuzBeitung" bekannt sein. Aber damit begnügt man sich nicht. Aufangs April ds. Js. wurden sogar zwei leibhaftige Frei herru Oestreicher die in Westfalen angeerbte Rittergüter bes weil sie nach polizeilichen Begriffen 11 " " Opfer des Börsen- und Weltmacht- Schwindels. Aus Bochum wird uns vom 15. Juli geschrieben: Daß bei figen, ausgewiesen, dem Kurssturz der letzten Monate viele Börsen petulanten des Ruhr- das preußische Gastrecht verlegt haben! Die Kreuzzeitung" tann reviers hart mitgenommen worden sind, ging aus der Jeremiade fich also zufrieden geben, der preußische Polizeiknüppel zwingt jeden, eines hiesigen Lotalblatts hervor, welches diese Woche in einem ob Jud oder Christ, zur Beachtung der preußischen Gastrecht"> Leitartikel in betweglichen Worten die Folgen verunglückter Börsen- Regeln. spekulationen Schwarz in Schwarz malte. Die reichen Börsengewinne Und instinktiv empfindet das Volt, und die Folgen lassen es der letzten Jahre hätten manchen soliden Mann verleitet, sein auch schon erkennen, daß die Weltmachtspolitik nur Ünheil bringt. Gelb zum Bantier zu tragen und zu spekulieren. In den letzten Die Sinnlosigkeit derselben liegt aber auch zu offenkundig Monaten seien aber feien aber viele solche Spekulanten, Handwerfer, vor aller Augen. Nur noch eine Stimme, wie das Volk denkt. Bei Beamte, Kaufleute 2c. mitfamt ihren Familien vollständig meiner heutigen Fahrt kam ich in ein Gespräch mit einem Geschäftsruiniert worden. Kursstürze von 80-90 Proz.( Bochumer mann. Derselbe stellte die Frage, was ich von der Lage in China Gust a b) führten große Rapitalverluste herbei. Für das Ruhr- dächte? Meine Grwidering lautete dahin, daß nach den neuesten revier wird der Verlust annähernd auf 400 Millionen Mark ange- Nachrichten die Befürchtung, es handle fich um einen wohlgeben. Ein einziger Industrieller soll 18 Millionen Mart vorbereiteten, über ganz China organisierten Aufstand gegen die dabei verloren haben. 23er fann das wohl sein? Der Mann muß Fremden, viel an Wahrscheinlichkeit gewinne. Dann wird noch viel in den letzten Jahren viel verdient haben, um in wenigen Wochen Blut fließen", warf mein Reisegenosse ein. Und", fuhr er fort, 18 millionen Mark zu verlieren, ohne einen finanziellen Bufammen will man die Wahrheit sagen, eigentlich tragen an allem, was bort bruch zu erleben. Die großen Banken, beziehungsweise geschieht, allein die europäischen Staaten die Schuld... Besonders die hauffe Spetulanten haben nachweislich haben nachweislich die jüngsten rächt sich jetzt( an dem Volfe. Anm. d. Red.) die rücksichtslose Gewinne in Sicherheit gebracht. Ruiniert werden bei solchen Verfolgung von Geschäftsinteressen. Vor wenigen Wochen noch brachte Affairen mur Mittel- und Kleinbürger, die für ihre Spekulationswut die Scherliche Woche" eine Illustration, die der Verherrlichung der Ueber die Haltung der Vereinigten Staaten wird der schwer büßen müssen. Die Wirren in China befördern natürlich den deutschen Industrie galt. Es wurde da nämlich veranschaulicht, wie Frankfurter Zeitung" aus New Yort gemeldet: Mac Rüdgang der Kurse, welche dieses Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht auf dem Kruppschen Schießstand in Meppen- Chinesen in der Kinley unterbricht, die Ferien und lehrt sofort nach habent pürften. Such den Bergleuren wird in der„ Induſtrie" in Sandhabung der modernsten Wordwaffen unter Washington zurüd. Er hält daran fest, daß kein Kriegs- einem Leitartikel, der einer Anregung von Essen seine Entstehung richtet wurden, und zu derfelben Beitschossen die zustand gegeben sei, daß indessen größere Truppenmaffen für verdankt, schon mit Lohn her abfeßung gedroht. Dem Syndikat, Chinesen bereits deutsche Soldaten und Civilisten China unbedingt nötig und die Zustimmung des Kongreffes dazu welches in dieser Angelegenheit die Initiative ergreifen soll, wird mit Struppi chen kanonen nieder...." erforderlich sei. General Miles hatte eine Konferenz mit dem Kriegs- dazu im gegenwärtigen Augenblick noch nicht greifen, man fürchtet Wie die Gefühle bei solchen Gedanken sind, wird sich auch die sekretär. Er befürwortete die sofortige Absendung fast aller Mann- die Feinde desselben in Kapitalistenkreisen, vor denen man auf der Kreuz- Beitung" vorstellen können; folche Gefühle werden auch nicht schaften von den Philippinen nach China. Infolge des Berichtes über Hut fein müsse. Aber in recht diplomatischer Weise heißt es am durch eine Nacherede umgewandelt. die schweren Verluste der Amerikaner ist die Stimmung sehr erregt. Schlusse des Artikels: Das Kabinett hielt eine Extrafikung ab. Man spricht von einer Wenn die Industriepreise ihre höchste Staffel erflommen Die Reichstags- Stichwahl in Einbeck- Northeim hat dem besonderen kongreß Session und Absendung einer großen haben und absteigen werden, dann gehen auch die Preise nationalliberalen Kandidaten Jorns den Sieg gebracht. Er erhielt für die Verbrauchs- und und Verkehrsgegenstände zurück, und 8612 Stimmen, während der Socialdemokrat mit 4855 Stimmen dann ist der Augenblid gekommen, in dem ohne Lohnkampf- unterlag. Bei der Hauptwahl hatte Jorns 5282, Fischer 3626 St., nach und nach abbrödeln und dieses Abbröckeln sich von selbst nach Kartell in natürlicher Weise der Lohnstandard ins Wanken kommen, Lüders( Bund der Landwirte) 3559 und v. Hake( Welfe) 2162 St. Die Bündler haben für den Nationalliberalen gestimmt, die und nach in ein Tempo setzen wird, das dem Abbröckeln der von Welfen sich der Stimme enthalten. blick näher oder ferner ist, wird das Syndikat allerdings in den Bergwerken abgeworfenen Rente entspricht. Ob dieser AugenExcellenz Ballestrem. Der Präfident des Deutschen Reichsdem Augenblick zu entscheiden haben, wenn es sich über tags, Graf Ballestrem, hat den Charakter als Wirklicher Geheimer die Frage der weiteren Preiserhöhung schlüssig Rat mit dem Prädikat, Excellenz" erhalten. Schlumbergers unsinnige Vernunft. Die protestlerischen Man sieht, die Herren haben liebenswürdige Absichten. Wenn wähler des Herrn Schlumberger befinden sich gegenwärtig in heller in natürlicher Weise den Lohnſtandard ins Wanten kommt" eine Fehde mit ihrem Erwählten. Daß die Geschichte von dem protestlerunbezahlbare Bhraje, die dem Artikelschreiber alle Ehre machtischen Opfermut, dessen sich Herr Schlumberger gerühmt, nur ein wird man sich gleichzeitig über eine Preiserhöhung der Wahlmärchen war, hat die Gemüter stark erregt. Kohlen für die Lieferungen des Jahrs 1901 schlüssig werden um die Renten zu retten. Ob die Verbrauchs- und Verzehrsgegenstände für die Arbeiter wirklich im Preise zurückgehen, was bei den gegenwärtigen Heeres- und Marinerüstungen, wo immer höhere Hölle und Berbrauchssteuern herausgeschlagen werden müssen, ta um zu hoffen ist, wird die Herren wenig fümmern. Der Arbeiter muß eben den Hungerriemen enger schnallen. Streitmacht nach China. Die deutsche Streitmacht, 豆花 die für China bestimmt ist, beträgt nach einer Aufstellung der Krenz Beitung" insgesamt 493 Geschütze und rund 25 195 Mann, wovon für den Feldfrieg verfügbar 94 Geschütze und 18 455 Mann. Von letzteren find als eigentliche Kombattanten 15 000 Mann zu Warnungen vor der Katastrophe. rechnen. Die Tägl. Rundschau" veröffentlicht einen am 31. Mai aus Beling abgegangenen Brief des Herrn Hans von Broen, Professors an der Universität Peking. Jufolge der Bogergefahr habe schon in der vorletzten Maiwoche der französische Gesandte im Ministerrat schleunigste Berufung europäischer Detache ments vorgeschlagen, habe jedoch auf deutscher, russischer und englischer Seite keine Gegenliebe gefunden. Am Sonnabend ( 26. Mai) erklärten mir meine Diener, daß alle Europäer und Christen, welche innerhalb der nächsten zwei Tage die Stadt nicht verlassen hätten, getötet werden würden. Am Haupteingangsthore Betings( Chuen men) prangte ein rotes Iatat, welches dieses allgemeine Blutbad bereits für die nächste Nacht( Sonnabend zum Sonntag, 26. bis 27. Mai), ankündigte. Nun begab ich mich zur deutschen Gesandtschaft, fand aber Dort keinerlei Verständnis für meine Bedenken. Auf mich allein angewiefen, durch Ueberanstrengung und Fieber usw. gänzlich erschöpft, beschloß ich, soweit möglich, mir selbst zu helfen. Noch einmal ritt ich an den wutschnaubenden Bogern und Soldaten langsam vorüber; packte dann die allernötigsten Sachen in drei Kisten und begab mich in das einzige hier befindliche, mitten zwischen den Gesandt schaften liegende Hotel eines Franzosen... Kaum im Hotel abgestiegen, informierte mich der Befizer, daß im Falle eines Angriffs der Chinesen die Eingänge so lange verteidigt werden sollten, bis sich die Damen und Kinder durch eine in die Maurer geschlagene Deffung in die anstoßende französische Gesandtschaft gerettet hätten. Ich fragte bei der deutschen Gesandtschaft an, ob dieser Plan bekannt und genehm sei. Man antwortete mir:„ Wir ist von einem solchen Plan nichts bekannt. Ich persönlich glaube auch jetzt noch nicht an irgend welche Gefahr." Ein Prophet. 14 Jahren, am 13. Juni 1886, der bekannte chinesische Militär" wird." Deutsches Reich. Hohenlohe und Lieber. Wie die Frtf. 8tg." erfährt, fam der te ich stanzler Fürst Hohenlohe am Sonnabend von Ragaz nach Flims, wo er dem dort mit Frau und Töchtern zur Erholung weilenden Centrumsführer Dr. Lieber einen Besuch abstattete. Man darf wohl annehmen, hofft das Blatt, daß in der Unterhaltung der beiden Politiker auch die Ereignisse in China und die Einberufung des Reichstags eine Rolle gespielt haben. Daß sich Fürst Hohenlohe vom Abg. Lieber die Erlaubnis geholt haben sollte, den Reichstag einzuberufen, ist eine recht zweifelhafte Stombination des Blatts. Der Centrumsführer und der Reichskanzler scheinen ja beide der Meinung, daß die chinesische Frage nicht wichtig genug oder zu wichtig sei, um den Reichstag zu bemühen. Bülow macht alles! Kanglers glauben. Wenigstens meldet ein Blatt, daß Fürst HohenUebrigens tönnte man fast an eine Abschiedsvisite des lobe das Haus Unter den Linden 77 für sich auf drei Jahre " " 1 Das Journal des Débats erinnert an einen Bortrag, den vor gemietet er denn in der Wilhelmstraße bereits- ausgentietet? Attaché General Ticheng- Ki- Tong im Pariser Cercle Saint- Simon Von der journalistischen Kolonialarmce. Der schöne Gegehalten hat. Es flang wie eine Fanfare, wie eine Kriegserklärung dante, aus Verbrechern eine Kolonialarmee zu bilden, ist einstweilen Der gelben an die weiße Raffe, und seine Zuhörerschaft, die sich aus nicht verwirklicht. Dagegen scheint die bürgerliche Bresse sich altdem eleganten Paris zusammenfeite, überschüttete ihn niit Bei- läßlich des chinesischen Kriegs eine Solonialarmee geworben zu fall. Ticheng- ki- Tong galt für den glänzendsten Vertreter des haben, zu deren Rekrutierung man allerdings nicht die Buchthäuser, jungen China und für einen Schüler und Vertrauten Li- Sung- fondern die Irrenanstalten geleert zu haben scheint. Es gäbe ein Tschangs. Mit bald sanfter, bald schneidend scharfer Stimme trug grelles Gemälde europäischer Kultur, wenn man zusammenstellen er den Parifern seine geheimen Spöttereien und seine ernst ge- würde, was die Journalistenhirne in diesen heißen Tagen allein an meinten Drohungen vor. Er begann, sich über sich selbst lustig zu logischen Widersprüchen zu Tage gefördert haben. machen, er entschuldigte sich wegen seines Gewandes, seines gelben Eo vergleicht z. B. der Lokal- Anzeiger" den Böbeltriumph" in Teints, seiner Schlibaugen und wegen seines langen Zopfes. Er Peking mit dem Kommune- Aufstand von 1871. So fühlten sich" fügte hinzu, daß Paris ihm als reigender Aufenthaltsort erscheine, schreibt der Special- Jrre des Scherl'schen Organs für Waffen daß die Pariser Schneider sehr geschmackvolle Leute, die Köche verdunmung„ die Kommunards Herren von Paris und feierten wahre Künstler, die Theater sehr amüsante Häufer wären; die Parise ihre Bluthochzeit". rinnen wären unvergleichlich und alle Mandarine würden glücklich Wir verzichten darauf, mit den tollen Ignoranten Scherls über Aber auf den sein, sich ihnen zu Füßen zu legen, obwohl diese Füßchen doch weniger die Verleumdung der Kommmards zu diskutieren. flein feien, als die der Frauen in seiner Heimat wären. Allmählich ungeheuerlichen Widerspruch sei aufmerksam gemacht, in den der wurde die Fronie des Redners beißender und herausfordernder. Er Schreiber des großen August ahnungslos verfällt. Wenn wirklich verhehlte seinen Zuhörern nicht, daß ihn auch manches an ihnen in die Handlungen der Kommunards und der Boger( in der Lokal Erstaunen setze und daß er sie nicht ganz rückhaltlos von Stopf bis zu Anzeiger"-Auffassung des Kolportage- Romans) gleichwertig oder auch den Füßen bewundern könne; ihre sogenannte glänzende Civilisation nur vergleichbar sind, mit welchem Recht kann dann das Volk der scheine ihm z. B. einen Abgrund von Eitelteit, Leicht- Kommunards, die Franzosen berufen sein, an dem gemeinsamen sinn und Verderbtheit zu verdecken. Er sagte ihnen, Feldzug der„ Civilisation" teilzunehmen? ohne sie anscheinend beleidigen zu wollen, und indem er für seine chinesische Ungeschicklichkeit" höflichst um Entschuldigung bat, manche unangenehme, sogar verlegende Wahrheit. Und endlich schloß der General seinen Vortrag mit folgenden prophetischen Drohungen: Sie kennen China nicht!" Es ist zu groß; wir selber, wir Chinesen kennen es nicht ganz. Europa, das nicht alles weiß, das besonders das Chinesische schlecht fennt, hat unrecht, so leicht. fertig von dem Reich der Mitte zu sprechen und es aus der Ferne als eine kleine Sache zu behandeln. China ist ein großes Reservoir von verborgenen und noch schlummernden Kräften. Die Chinesen sind ein konservatives, friebliches, Aderbau treibendes Bolt. Der Europäer behandelt fie, als ob sie geistig zurüc geblieben wären, und doch haben sie das Bulver erfunden, und Schr geärgert ist die Kreuz- Zeitung"( Nr. 326 vom 15, Juli) fie betrachten ihrerseits die Europäer als Barbaren und Eindringlinge. über unsre im Vorwärts" veröffentlichten Stimmen aus dem Volfe Seit Jahrhunderten sind sie nicht mehr friegerisch gesinnt, sie über die China- Wirren. Daß die Stimmen des Voltes mit dem so denken nicht an den Krieg und würden sich nicht gern schlagen. gern gezüchteten Talmi- Patriotismus nicht in Einklang zu bringen Aber wer weiß? Man wird vielleicht in der nächsten Zukunft felt find, muß begreiflicherweise bei den Hurra- Tollpatschen nicht gelindes Unbehagen eriveden. Die Kreuz- Zeitung", die Verteidigerin der fame Dinge erleben, die gelbe Raffe hat noch nicht ihr lehtes Jeu- Jugend hält es merkwürdigerweise für angepaßt, um die Stimmen Wort gesprochen. An dem Tage, an dem sie ein wenig zu mißkreditieren, nur die Aeußerung der jungen Leute" wiederzugeben. ihren Kon- Fu- Tse, den sie Konfuzius nennen, bernach Die betreffenden jungen Leute sind schon als anscheinend Verlässigen wird, um gleich Ihnen die Theorie des waltungsbeamte" bezeichnet worden. Dieselben haben also schon Kriegführens zu studieren, an dem Tage, an dem sie sich etwas gelernt und müssen auch etwas leisten; denn im Industries Instruktoren in der europäischen Art holen wird, an dem sie gebiet tann man teine jeuenden Beamten gebrauchen. Hätten diese " " Deutsche Waffen in China. In dem einen Jahr 1899 wurden allein über Hamburg für 6 Millionen Mark Waffen und Munition nach China geliefert. Deutsche Soldaten dürfen jetzt die Wirkungen deutschen Unternehmer- Patriotismus verspüren. meal at 000 Die Friedenspoffe. Die Friedenspoffe. Die holländische Regierung hat von England die Nachricht empfangen, daß es die Vereinbarungen des Haager Kongresses unterzeichnet habe. Gerade jezt! Ein grausamer Wiz. Stimmen aus dem Wolfe. Man schreibt uns: " Drohend schreibt jetzt der„ Els. Boltsbote", Hinter dem zwei Reichstagsabgeordnete stehen: " Herr Theodor Schlumberger, unfer jüngster Reichstags Abgeordneter, hat bis jezt auf das Dementi, das die„ Amtl. Storr." seinem in einer Wähler- Bersammlung über einen vor zwölf Jahren stattgehabten Statthalter- Empfang gegebenen Bericht entgegenseßte, mit keiner Silbe geantwortet. Er hat weder etwas von dem zurückgenommen, was er damals vorbrachte, noch das Zugeständnis gemacht, daß ihn sein Ges dächtnis über die Vorgänge vor 12 Jahren im Stiche gelaffen habe. Dieser Zustand", bemerkt mit Recht die Kolmarer Boltspartei", in Verbindung mit der„ Gemütlichkeit", mit welcher die Regierung diesen Fall im Gegensatz zu andren relativ weniger schweren Affairen behandelt, giebt zu den seltsamsten Mutmaßungen Anlaß, welche weder für die Regierungsfreunde noch für Herrn Schlumberger sehr schmeichelhaft sind." " „ Wir sind ganz derselben Meinung und müssen unbedingt verlangen, daß hier eine flare Situation geschaffen wird. Nötigenfalls glauben wir Herrn Schlumberger, falls er es nicht vorher für angebracht erachtet, das Gehege seiner Zähne zu öffnen, in Aussicht stellen zu können, daß ihm hierzu im Reichstag eine Gelegenheit geboten wird, der er sich kaum dürfte entziehen können. Wir haben ein unbedingtes Interesse daran, authentisch zu erfahren, was es mit jener Sache vor 12 Jahren wirklich für eine Bewandtnis hatte und daß sich Herr Schlumberger von dem Vorwurf, ein unlauteres Wahlmanöver getrieben zu haben, reinigt." Die Protestler drohen ihrem Abgeordneten vorläufig mit einer öffentlichen Abstrafung vor versammeltem Reichstag. Herr Schlumberger wird in solcher moralischen Kritit ein geringeres Uebel fehen, als eine von ihm etwa verlangte Mandatsniederlegung für ihn bedeuten würde. Jedenfalls hat sich noch niemals ein Abgeordneter so sehr bes vollen Mangels an Bertranen seiner Wähler erfreut wie der glor reiche Sieger über die Socialdemokraten von Mülhausen, der aller dings mit seiner Vernunft einen allzu unsinnigen Aufivand getrieben hat. Bezirkstagswahlen in Elsaß- Lothringen. In zwei von den vier Kantonen, in welche die Stadt Straßburg für die Wahlen zum Bezirkstag des Unterelsaß eingeteilt ist, haben im Laufe dieses Jahres Neuwahlen stattzufinden. Als Termin für dieselben ist der 23. September in Aussicht genommen, sodaß bereits am 5. August mit der Offenlegung der Wählerlisten begommen werden muß. Der eine der beiden diesmal nicht zur Wahl stehenden Kantone ist seit 1896 durch einen Socialdemokraten vertreten, den einzigen in der sonst durchweg regierungsfreundlich gesinnten Körperschaft. Unfre Partei wird sich an den Neuwahlen voraussichtlich durch Aufstellung eigner Kandidaturen beteiligen. Umsatzsteuer abgelehnt. Die Gemeinden Günigsfeld und Stadt Wattenscheid hatten vor dem Verkauf der Zeche„ Centrum" noch rasch die Erhebung einer einprozentigen Umsatzsteuer bei Bergwerksverkäufen beschlossen. Der Bezirksausschuß zu Arnsberg hat aber diese Gemeinden mit ihrer Forderung abgewiesen, das be= deutet für Wattenscheid allein einen Ausfall von 140 000 M. Kein Wunder, daß noch beim Ober- Verwaltungsgericht Berufung gegen die Entscheidung eingelegt werden soll. Ein Borer- Plakat. Um den bis zur Iallenden Tobsucht gesteigerten Fremdenhaß zu illustrieren, geben wir aus einem Aufruf die folgenden Stellen wieder: " 8wei Völkerschaften bewohnen unser chinesisches Vaterland, die Chinesen und die Fremden. Auf die Dauer ist ein Vertragen zwischen diesen beiden ganz unmöglich, folglich muß die eine herausgeschmissen werden. Das ist die einzig mögliche praktische Lösung der Fremdenfrage. Durchhauen und' rausschmeißen, das ist das einzige. Die christliche Unverschämtheit geht über alle Beschreibung. Wir werden über alle Maßen mit Schmutz und Sot beworfen, und die Christenpresse nennt uns Boger und Maulhelden. Ja wohl! Für ihre Frechheiten verdient die Christenpreffe, daß wir sie in die Nippen boxen, daß die Knochen im Leibe krachen und sie endlich ihr Maul hält und aufhört, mit ihrem Geschmiere Unheil anzustiften. Uns treibt die Liebe zu unserm Volk und Vaterland hinaus, um den Chinesen aufzurütteln, damit wir zusammenhalten gegen das Fremdenpad und gemeinsam tämpfen. Wir müssen vereint fämpfen, vereint schlagen, dann werden wir unwiderstehlich sein und den Sieg auf immer an unfre Fahnen fesseln. Trostlos ist unsre Knechtschaft in den Chriftenbanden. Weg darum mit der thörichten Humanität und der albernen Gefühlsdufelei. Kein Mitleid dürfen wir mit all dem chriftlichen Ungeziefer haben. Mitleid sollen wir nur mit Fremdenmord". Infolge der Ermordung eines amerila uns selbst haben, sonst bleiben wir auf der Strecke. Der Himmel nischen Juden in Tanger herrscht unter den dortigen hat das chinesische Baterland uns gegeben, nicht der ekelhaften, Israeliten, die sich in ihren Häusern verschanzt haben, große Auf dreckigen Chriftengesellschaft. Freie chinesische Männer wollen regung. Die Vereinigten Staaten sollen von der franzöfifchen Ne wir sein und werden. gierung wegen dieser Ermordung eines amerikanischen Unterthanen bedeutende Entschädigungen gefordert haben. Wir leiden unter schimpflicher Verfremdung der Verhältnisse und stehen unter dem Druck des christlichen Großkapitals. Die Freude am Vaterland ist uns verloren gegangen. Die finsteren Mächte sind tatlo an der Arbeit zu unsrer Bernichtung. Es ist hohe Zeit, daß wir das Unkraut von unfrem Acker aus Bierter internationaler Textilarbeiter- Kongres. jäten. Dem frechen Christentum müssen wir den Krieg erklären auf Tod und Leben, bis aufs Meffer bis zur völligen Vernichtung; denn freie Männer wollen wir fein im freien schönen Vaterlande. Wir find die Avantgarde für Freiheit und Chinesentum und empfinden den Herzschlag des Bolts. Uns treibt die Liebe zu unserm Vaterland zum Kampf gegen die Fremden. Wenn die Fremden verständige Leute wären, würden wir ihnen ihr Geld von Herzen gönnen. Aber die Lumpe, Spitzbuben, Salunken und Ganner treiben mit ihrer Geldmacht den größten Unfug. Darum erfüllt uns nicht Haß und Neid, sondernu heiliger Zorn. Den Sturm der Begeisterung wollen wir erwecken und dem hinterliftigen Fremdenpack zu Leibe gehen. Wir stehen vor einer entfeglichen Statastrophe. Ich habe Angst vor dem dunklen Schicksal des chinesischen Volks. Raffen wir uns darum auf. Vielleicht ist uns noch eine kurze Gnadenfrist gegönnt. Wir müssen den Kampf aufnehmen mit aller Energie gegen das internationale Christentum. Besiegen wir dieses, dann blüht uns eine herrliche Beit, drum frisch auf in den Kampf! Sehen wir uns die Boeren an, die sich kräftig gegen ein fremdes hinterlistiges Volt wehren. Applizieren wir den Fremden kräftige Boerenhiebe. Hinaus müssen die Christen, sonst wird es nicht besser." . " Daß sich der alte Jude erfrechte, ein Mädchen für schön zu halten, findet darin- so deutet die Staatsbürger- Zeitung" finnig eine Erklärung, daß der alte Jude lüstern das Mädchen als ein geeignetes Objekt für einen fünftig vorzunehmenden Ritual mord bezeichnen wollte. Auf, verkünden wir diese staatsbürgerliche Kultur den chinesischen Bestien! meded giá Berlin, den 17. Juli 1900. Zweiter Verhandlungstag. Vormittags- Sigung. Kote teilt mit, daß von feiten der englischen Delegierten der Wunsch geäußert sei, hiesige Fabriken zu besichtigen. Er habe sich daher an mehrere Etablissements mit der Bitte um Erlaubnis zum Besuch gewandt. Der Kongreß tritt sodann in die Tagesordnung ein. Auf der felben stehen zunächst Berichte über den Stand des Gewerbes und die seit dem letzten Stongreß eingetretenen Veränderungen. England und Deutschland haben gedruckte Berichte vorgelegt; ihre Delegierten erstatten daher keinen mündlichen Bericht. Als Vertreter Belgiens überbringt niedrigen Löhne, die dort gezahlt werden, hin. Das Handwerk foll ihnen aber gelegt werden, Arbeiter gegen Arbeiter auszuspielen. Die Arbeiter find nicht gesonnen, sich noch länger die Kehlen abzu schneiden. In der Nottinghamer Wirkerei beträgt die wöchentliche Arbeitszeit 44 Stunden, die Löhne für Männer 85-55 M., für Frauen bei gleicher Arbeitszeit 11-25 M. Die Textilarbeiter der ganzen Welt müssen sich vereinigen, um in allen Ländern dieselben Löhne bezahlt zu erhalten, damit endlich die Schmußkonturrenz aus der Welt geschafft wird.( Lebhafter Beifall.) Die Mittagspause tritt ein. Nachmittags Sigung. Die Berichterstattung wird fortgesetzt. erLepers Roubaig: Der einzige Fortschritt, der in ben legten Es wird gedroschen, so lange bis die Fremden windel Den Vorsiz führt Holmes Lancashire. In seinen Eröffnungs- Jahren für die Textilarbeiter von Roubaig erzielt worden ist, besteht weich vernichtet und zerschmettert am Boden liegen. Ein Elend worten teilt er mit, daß die verschiedenen Nationen gestern eine in dem Millerandschen Gesetz, wodurch die Arbeitszeit von 12 auf ist es, daß in den Reihen der Christen so viel Chinesen mitkämpfen. Geschäftsordnung ausgearbeitet hätten, die hoffentlich eine 11 Stunden herabgesetzt worden ist, ohne daß die Löhne vermindert Eine Schmach ist es, daß mit der Christenbande so viele mitlaufen. geregelte Leitung des Kongresses ermöglichen werde. Des worden. Die Spinner verdienen 3 Fr. täglich; bei Tage find hauptDas ist das Furchtbarste an der ganzen Sache. Weiteren Tommt er auf Sie gestrige Auseinandersetzung zu sächlich Frauen und junge Mädchen in den Spinnereien be Arbeiter. In der In der Weberei sprechen, er betont, daß die Engländer sich von feinerlei persön- fchäftigt, in der Nacht junge Arbeiter. täglich verdient, weil das Angebot von lichen Gefühlen hätten leiten lassen, sondern lediglich im Intereffe werden 5 Fr. der Sache δας internationale Sekretariat verteidigt hätten. Arbeitsträffen geringer ist. Die Färber sind drei Monat Für die Hausweberei gilt dasselbe, Er hoffe, daß auf keiner Seite irgend welche Animosität zurück im Jahre ohne Arbeit. was Kollege Scholz von den Berliner Webermeistern geblieben sei.( Allseitiger Beifall.) Die neue Geschäftsordnung bestimmt, daß jeder Redner fünf zählt hat. Es sind vielleicht noch 100 Stühle in Thätig Minuten, ein Antragsteller und ein Unterstüßer des Antrags je zehn teit. Auch die Handweber sind drei Monate im Jahre ohne Arbeit; Minuten Redezeit habe. In der Diskussion darf jedermann mir fie erhalten die schlechteste Arbeit. Durchschnittlich verdienen sie 8 Fr. aweimal sprechen, der Antragsteller hat jederzeit das Recht der Er- täglich. Handweber von Möbelsammet tommen ausnahmsweise auf widerung. Wortmeldungen find schriftlich einzureichen. Nach Er 5 Fr. täglich. Nur der Achtstundentag kann das ueberangebot ledigung der gestern festgestellten Tagesordnung können weitere von Arbeitskräften beseitigen und damit höhere Löhne herbeiführen. Punkte auf diese gesetzt werden. Merz Mülhausen: Die Verhältnisse im Elsaß haben sich seit Roubaig 1897 nicht wesentlich geändert. Nur in Mülhausen haben sich die Textilarbeiter den 101/2 ftündigen Arbeitstag erringen können; im übrigen Elsaß beträgt er nach wie vor 12-13 Stunden. Was die Lohnverhältnisse betrifft, so erhalten die Wollspinner 45 M. für 12 Arbeitstage, ihre Anleger 29-31 M., die Anstecker 10 M., die Baumwollspinner 28 m., die Anleger der Baumwollspinnerei 22 M., Man könnte den wahnwitzigen Haß dieses Aufrufs begreifen, immer für 12 Tage. In der Weberei giebt es für 12 Tage 32 M.) entschuldigen, wenn man bedenken dürfte, daß in der That die Die männlichen Arbeiter müssen da je vier Stühle bedienen. Die Fremden die Unterjochung des chinesischen Vaterlands planen, daß weiblichen bedienen nur je 2 und erhalten nur je 26 M. pro 12 Tage. sie dazu als Gäste von der Regierung die Hinrichtung der In der Zeugdruckerei wird durchschnittlich 24 W., in der Bleicherei nationalen Fremdenfeinde verlangt haben. Aber man darf diese Baddewyn die Grüße der" belgischen Textilarbeiter, ins- 26. gezahlt. Durch die Einführung der englischen RingEntschuldigung nicht geltend machen, weil das obige- gar kein besondere der von Alo st. Die dortigen Weber verdienen drossel" sparen die Fabrikanten folossal ant Arbeitskräften. Bogerplakat ist, weil es sich um kein Kriegsgeschrei gegen Fremde bei einer Arbeitszeit volt 72 Stunden pro Woche durch An einer Mafchine früher waren 3 Ansetzer und 1 Spinner befondern gegen eigne Sta atsgenossen handelt, kurz, weil wir nur schnittlich 8 bis 14 Franks! Sie sind daher großenteils auf schäftigt, an einer Ringdroffel heute mir 2 Frauenspersonen, beren die neueste Rede des Dreschgrafen Bückler gegen die deutschen die Privat- Wohlthätigkeit angewiefen. Das Elend ist so groß, daß Durchschnittslohn 14-17 m. für 12 Arbeitstage beträgt. In Elsaß Juden mitgeteilt haben; im Original ist statt Fremden und Christen die Stinder öfter buchstäblich hungern müssen. Den Spinnern geht Lothringen giebt es 60 000 Textilarbeiter, wovon mur 2000 immer Juden zu lesen und statt Chinesen Deutsch e. Es wäre es ein wenig beffer, und zwar deshalb, weil sie organisiert find. organisiert sind. Es ist das Bestreben der Fabrikanten, das Prolealso höchst ungerecht, die Garde des Dreschgrafen auf eine Stufe Die Fabrikanten haben als Erwiderung auf alle Klagen und Bitten tariat dort versumpfen zu lassen, und daher laffen sie dort bon mit den Bogern zu stellen, die sich doch wirklich gegen die Unter- um Lohnerhöhung stets die Ausrede, daß die Konkurrenz der morgens früh bis abends spät arbeiten. Sie werfen den Arbeitern jochung durch fremde Eindringlinge zur Wehr fezen. Dentschen, die noch niedrigere Löhne zahlten, sie zu jenen Hunger dort eine Grundscholle hin, und dann sind diese gefesselt und können Um aber gleich ein zweites europäisches Kultur- löhnen zwinge. Es ist daher von besonderer Wichtigkeit den Fabrikanten nicht mehr entrinnen. Es ist daher für sie gerade tokument anzuführen, sei noch die folgende Notiz der Staats- für uns, hier die Zustände in deutschen Fabriken tenuen eine internationale Organisation notwendig. Belgische, franbillige bürger 8eitung" wiedergegeben: zu lernen, um die Lohn- und Arbeitsverhältnisse mit den uusrigen zösische und englische Fabrikanten taufen sich da den organisierten Arbeitern in ihrem Filehue. Ein hiesiger Jude, dessen Stellung vielfache Be- vergleichen und unsren Fabrikanten mit positiven Angaben entgegen Arbeitskräfte, Es wäre sehr wünschenswert, rührung mit der christlichen Hautevolée bedingt, bezeichnete türzlich treten zu können. Der Kongreß würde sich ein großes Verdienst Lande in den Rücken zu fallen. in einem Restaurant die zweite Tochter eines christlichen Beamten erwerben, wenn er eine dahingehende Enquete aufnehmen wollte. wenn der internationale Austausch von Mitteilungen recht rege als das schönste Mädchen von Filehne, sie sei gesund Enghels- Lille teilt mit, daß die Zustände in Lille nicht so ungünstig von statten ginge, es wäre das sehr gut für das Elsaß sowohl wie und frisch, so etwa Wollte dieser Jude, der ver- liegen. Die Wochenlöhne seien sogar etwas gestiegen. Die Spinner erhielten das Ausland.( Beifall.) heiratet ist und seine 60 Jahre und mehr zählen kann, mir jetzt einen Tageslohn von durchschnittlich 7 Fr.( früher 6 Fr.), die Berger Berlin teilt als Vertreter der Konferenz der Posamenfeinen ästhetischen Geschmack damit bekunden? Oder sollte es Lehrlinge und Hilfsfrauen 1 Fr., die Spinnerinnen 2 Fr. Auf dem tierer Deutschlands und Oestreich- Ungarns mit, daß diese umfang sich um andre Gesichtspunkte handeln? Im ersten Fall nächsten Kongreß hofft er noch weit besserere Resultate mitteilen zu reiche Erhebungen über die Lage der Posamentenarbeiter in beiden müßten wir die Frage aufwerfen: Was hat sich denn ein Jude können, weil bis dahin die Organisierung der Arbeiter große Fort- Ländern angestellt habe. In Böhmen und dem sächsischen Erzgebirge überhaupt um christliche Frauen, resp. Mädchen zu befiimmern? schritte gemacht haben werde. Redner plädiert für eine Enquete figen 80 Proz. aller Posamentierer; sie können aber nicht von ihrem Mag er doch Umschau unter denen seiner Raffe halten. Um aber über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Ländern, Gewerbe leben, fie arbeiten nebenbei als Maurer und Zimmerleute.; einer andren Möglichkeit ev. begegnen zu können, so haben aus der sich dann die Forderung eines einheitlichen Lohnes für die Die Löhne, die die Posamentenarbeiter erhalten, spotten jeder Bewir den Fall registriert und werden ihn im Auge behalten. Der Arbeiter derfelben Branche in allen Ländern ergeben werde. schreibung. Eine ganze Familie von 4-5 Personen, die sämtlich mitTeufel mag einem alten Juden trauen, wir Fischer Reichenberg erstattet Bericht aus Oestreich. Der arbeiten, erhielt 4-5 Kronen( 1 Krone= etwa 85 Pf.) pro Woche.; nicht." Einfluß der Organisationen ist da ziemlich schwach. Giebt es doch Jm sächsischen Erzgebirge zahlt man 10 M. pro Woche, bei einer unter 500 000 Arbeitern nur 12 000 organisierte! Nur wenn die 11-12stündigen täglichen Arbeit. In Oestreich hat sich die GoldArbeiter direkt durch die Verzweiflung zum Vorgehen getrieben und Silberbandindustrie so sehr entwickelt, daß, wie der Delegierte werden, haben sie hier und da ein wenig Erfolg. Die Heimindustrie von Annaberg mitteilen konnte, die Ausfuhr aus dem dortigen hat dort entsetzliche Zustände zur Folge. In Böhmen, Mähren und Konsularbezirk nach Amerika im Quartal Ottober bis Dezember vielen andern Distrikten verdient so ein Heimarbeiter bei schrankenloser 1899. gegen die gleiche Zeit im Vorjahre um 5000 Dollar gestiegen Arbeitszeit, und wenn seine ganze Familie mitarbeitet, im günstigsten ist. Im Bezirk Eibenstock betrug die Zunahme fast 100 Prozent. Falle 2-4 Gulden pro Woche.( Hört! hört!) Auch ist der Lohn sehr Diese Distrikte tönnen allein ganz Amerika mit Posamenten versehen. unsicher. Wenn die Leute die Ware zum Wertmeister tragen, so Tausende von Webstühlen sind dort beschäftigt. Und doch fällt für 13 wissen sie noch nicht einmal, was sie dafür bekommen werden. Das die Arbeiter absolut nichts ab. Die Organisationen sind eben dort habe ich in der Gegend von Afch häufig genug mit angesehen. Wir zu mangelhaft. Einige Ansätze zur Organisierung sind ja gemacht haben in Oestreich ja auch eine sociale Gesetzgebung. Aber worden. Aber es herrscht dort unter den Arbeitern ein unglaublicher Seit der Günstling der russischen Barin Katharina, Graffie gilt nicht für die Hausindustrie. Fortwährend finden Lohn Judifferentismus. Sie laufen lieber nach wie vor in ihre MilitärBotemkin, vor 130 Jahren seiner Maitresse auf der Reise nach der reduktionen statt. Unfre Unternehmer kommen immer wieder damit vereine, statt ihre Berufsinteressen wahrzunehmen. Die Konferenz neugestohlenen rim schöne Coulissendörfer mit gemalten Bauern heraus, daß sie, um konkurrenzfähig mit allen andren Ländern der Posamentierer Deutschlands und Destreich- Ungarns hat an der Landstraße aufstellte, die von Station zu Station mit bleiben zu können, immer geringere Löhne zahlen müßten. es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Indifferentismus zu geschleppt wurden, herrscht in Rußland die Praxis der In der Großindustrie haben die Fabrikanten ganz be brechen. Auf dem ersten deutsch östreichisch ungrischent! Potemtinschen Dörfer. Nur heute mit dem Unterschied, daß ſondere Formen der Ausbeutung gefunden. Ein Weber, Bosamentierer- Kongresse, der diese Ostern zu Weipert in Böhmen; sie nicht bloß dem Zar, sondern auch, und zwar Hauptsächlich, dem der früher einen Stuhl bediente, muß jest bis fünf Stühle be- stattfand, sind verschiebene Borschläge gemacht worden, wie man die Ausland vorgemacht werden. Auf dem Papier hat Rugland Millionen dienen, ohne auch nur einen Kreuzer Lohn mehr dafür zu erhalten. elende Lage der Arbeiter verbessern könnte. Hier kann die internationale von Soldaten. Kommt's zum Krieg, so find die Millionen nicht zu Außerdem haben sie die vierzehntägige Lohnauszahlung ein- Organisation helfend eingreifen. Durch häufige und genau informierende finden. Bar Nikolaus I. berriet vor 70 Jahren dem franzöfifchen geführt, zahlen aber in 14 Tagen fegt nur so viel, wie Mitteilungen über die Zustände in andren Ländern könnte man proGesandten Custine das Geheimnis:„ Eine Armee auf dem Papier früher in der Woche, nämlich 6 Gulden. In der Spinnerei helfen fich pagandistisch außerordentlich wirken. Es wird Sache des internatio toftet sehr wenig und imponiert dem Ausland ebenso gut wie eine die Fabrikanten so, daß sie jetzt weniger Arbeiter an eine Maschine nalen Sekretariats sein, solche Berichte herauszugeben und sie dent stellen, wodurch das Arbeitspensum für den Einzelnen erheblich einzelnen Sektionen mitzuteilen. Im Namen der Konferenz der Das Wort fällt uns gerade jezt ein, wo sich herausstellt, größer wird. So ein Spinner verdient pro Woche 11/ 2-2 Gulden. Bofamentierer bitte ich Sie, dieser zurückgebliebenen Arbeiterschaft daß in China und Ostasien die großen russischen Truppenmassen,( Der Redner muß hier seine Ausführungen, denen der gesamte Ihre Hilfe nicht zu versagen.( Beifall.) die in den letzten Jahren insbesondere seit dem Bau der sibirischen Kongreß mit großer Aufmerksamkeit gefolgt ist, abbrechen, da seine Glanzmann- Leipzig: In den großen Städten verdienen; Bahn hingeschafft sein sollen, zum größten Teil nur auf dem Papier Redezeit abgelaufen ist.) die Kammgarnspinner durchschnittlich 4 M. pro Tag, in den fleinen vorhanden sind. Des weiteren stellt sich jetzt heraus was wir Bar Gent teilt mit, daß in den belgischen Baumwollwebereien Ortschaften, wohin die Fabriken mit Vorliebe verlegt werden, werden übrigens auf Grund zuverlässiger Mitteilungen schon vor Monaten und Spinnereien in Bezug auf die Höhe der Löhne und die Zahl der jedoch nur 15-18 m. pro Woche bezahlt. Die Vigogne- und Abfall mitteilten, daß die große fibirische Eisenbahn, die schon Arbeitsstunden keine Veränderungen seit 1897 vor sich gegangen seien. spinner verdienen jogar mur 12-15 m. Die Löhne für die vor Jahresfrist als fertiges Weltwunder gepriesen ward, In der Weberei arbeitet man 65-66 Stunden pro Woche und er- Spinner sind also in Deutschland bedeutend niedriger als in weder fertig ist, noch ein Weltwunder, weil sehr schlecht gebaut hält dafür 14-16 Fr. Die gefeglichen Arbeiterschuß- Bestimmungen Belgien und in Lille. Jeder Spinner hat 3-7 Arbeiter unter furz auch ein Botemkinsches Dorf. Als die deutsche Stegierung, werden in der Praxis nicht beachtet. Belgien ist das einzige Land, sich, die Andreher und Aufstecker, die mitunter mur 4-5 m. wöchent welche an das Weltwunder geglaubt haben muß, nichtamtlich in welches noch eine 72stündige Arbeitszeit pro Woche kennt. Doch er- lich verdienen. Auch die deutschen Fabrikanten berufen sich gePetersburg anfragen ließ, ob nicht deutsche Truppen per sibirische starten dort allmählich auch die Organisationen, so daß zu hoffen wohnheitsmäßig auf die Konkurrenz des Auslands, aber auch auf Eisenbahn nach China geschafft werden könnten, wurde das Geheimnis steht, daß bald eine gewisse Besserung der Verhältnisse erzielt die einzelner Bundesstaaten. Die sächsischen Fabrikanten sagen: auch von den Gläubigen entdeckt. ,, Gehen Sie mal runter nach dem Elsaß, dort wird viel billiger Scholz Berlin schildert die Verhältnisse der Berliner Haus- gearbeitet." Und heute hören wir, daß dort höhere Löhne als bei webermeister, die überaus traurige zu nennen seien. Es sei fast uns gezahlt werden. Eine große Rolle spielt auch bei uns unmöglich, die nackte Existenz zu behaupten. Von den 1480 Mit die Wohnungsfrage. Die Fabriken werden aufs Land verlegt und Socialdemokratie, Wahlrecht und Monarchie. Der„ Beuple" gliedern der 4 Berliner Innungen könnten nur noch 310 ihrem Beruf Fabritwohnungen eingerichtet. Der Kontrakt feffelt den Arbeiter an Wenn er sich rühren will, dann droht ihm nicht fchreibt:" Die Socialisten treten für das allgemeine Stimm- fehen müssen oder seien der Armenpflege zur Last gefallen. Von der mir Arbeitslosigkeit, sondern auch nachgehen. Die übrigen haben sich nach andrer Beschäftigung um die Scholle. Obdachlosigkeit. Er muß recht ein aus taktischen Gründen und um die Lage der Arbeiter zu Weberinnung, die eigentlich 900 Mitglieder zähle, feien nur noch 240 sich alles gefallen lassen. Die deutschen Fabrikanten suchen: verbessern, nicht um gegenwärtig die Monarchie abzuschaffen, obwohlthätig, von der Tuchmacherinmung, die 800 Witglieder habe, nur noch böhmische und polnische Arbeiter heranzuziehen. Wenn niedie Mehrzahl der Belgier Gegner der Monarchie sei. 40, von der Zeug- und Raschmacher- Innung, die 24 Mitglieder zähle, mand die Lohndrüder aufnehmen will, werden sie zu 10 und 12 24, und von der Seidenwirker- Innung, die 40 Mitglieder zähle, in der Fabrit auf Stroh gelegt. Die böhmische Organisation sollte Rußland. gar mir noch 6. Bezeichnend für das Elend in der Hausweberei sei dafür sorgen, daß die böhmischen Weber ihre Lage so verbessern ,: Gefeierte Asiaten. Anläßlich der Ankunft des Echah von der Umstand, daß die Meister überhaupt keine Gesellen mehr erhalten daß sie nicht nötig haben, außer Landes zu gehen. Perfien in Petersburg schreibt das Journal de St. Pétersbourg": fönnten. Niemand hätte mehr Luft, in dies Gewerbe einzutreten. Ein englischer Delegierter beantragt den Schluß der BerichtDer Echah wird feierlich empfangen werden. Er macht feit seiner Bon allen 4 Berliner Jnnungen beschäftige nur noch eine einzige, erstattung. Klagen haben wir jetzt genug gehört, wir müssen nun Thronbesteigung zum erstenmal eine Reise nach Europa und beginnt die Weberinnung, überhaupt Lehrlinge und auch diese nur ganze vier. überlegen, wie es besser zu machen ist. feine Besuche bei den Souveränen und Staatsoberhäuptern mit dem Hier in Berlin bestehe eine glänzende Webeschule, auf der man Die Oestreicher schlagen folgende Resolution vor:„ Der Kongreß russischen Hof. Die Bevölkerung der russischen Hauptstadt wird gerade die Stunstweberei vorzüglich erlernen fönne. Aber aus beauftragt das internationale Sekretariat, ein halbes Jahr vor jedem den erlauchten Gast aufrichtig willkommen heißen und unser Berlin besuche sie niemand, niemand wolle da etwas lernen. Nur internationalen Kongreß einen Fragebogen über Arbeitszeit und Lohnerhabener Herrscher wird sich eine Ehre daraus machen, dem wenige Ausländer gingen hin. Die vier Lehrlinge der Weberinnung verhältnisse an die nationalen Vertrauensmänner zu schicken, die geSchah einen warmen Empfang zu bereiten, unter dessen Regierung feien auch nur der Form nach Weberlehrlinge; in Wirklichkeit erlernten wissenhaft auszufüllen und 6 Wochen vor dem Kongreß an den internatiodie von jeher bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zivischen Sie mir das Kaufmännische. Wenn die Berliner Weber überhaupt nalen Sekretär zurückzuschicken find. Jedes halbe Jahr sind Berichte unfrem Reiche und Berfien glücklicherweise aufrecht erhalten worden sind. noch Weber bleiben wollten, so müßten sie auswandern, nach dem über Lohnbewegungen und Stand der Organisationen dem interGenau dasselbe schrieben die europäischen Blätter über China, Erzgebirge, nach Böhmen, nach Bayern. Der Arbeitslohn für die nationalen Sekretär von den nationalen Bertrauensmännern einals Li- Hung- Tichang 1896 seine Rundreise durch Europa machte. Hausweber betrage in Berlin wöchentlich 8-14 M., die Arbeitszeit zureichen." Und heute? betrage mindestens 12 Stunden pro Tag. Ausnahmen tämen höchst Es folgt eine längere Geschäftsordnungs- Debatte, in derem Verselten vor. lauf der Delegierte aus Lille, Enghel, bedanert, daß die Reben des Thorncloe Nottingham: 8um erstenmal beschicken die englischen Präsidenten nicht überfest würden; daraus entstehe Ber Nottinghamer Wirker einen internationalen Textilarbeiter- Kongreß. wirrung, und sie fühlten sich vor die Thür gesetzt. ( Beifall.) Es liegt ihnen besonders daran, festzustellen, welche Löhne Schließlich wird die Berichterstattung geschlossen und über die in der deutschen Wirterei bezahlt werden. Auch die englischen Fabri- öftreichische Resolution nach Nationen abgestimmt. Sie wird ein tanten weisen beständig auf die Konkurrenz des Auslands und die stimmig angenommen. wirkliche." Ausland. Potemkinsche Dörfer. Belgien. Afrika. Boerenkrieg. Lord Roberts entsandte eine Streitmacht, um die Boeren von den Kopjes im Norden und Nordwesten der Stadt zu vertreiben. Die Boeren räumten indessen diese Stellungen, ohne einen Schuß zu thun.werde. junker ist es doch reizend, daß sie nicht allein tüchtige, willige und billige Arbeiter bekommen, sondern dabei auch eine humane Pflicht gegen Volfsgenossen erfüllen", wenn sie die vom evangelischen Hauptverein angebotenen Arbeiter engagieren. Es folgt der dritte Punkt der Tagesordnung: Abschaffung von Mut nicht, und wenn uns die Kollegen unterstützen, dann müssen wir Tageslohnarbeit. fiegen. Anfragen und Geldsendungen find an W. Funt, Berlin N., Es entsteht Unsicherheit darüber, was unter„ Abschaffung der Stettinerstr. 26 zu richten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdrud Tageslohnarbeit" zu verstehen sei. Soll darunter verstanden werden gebeten. Einführung eines Wochenlohns unter voller Bezahlung der Feiertage Die Bauschloffer in Hamburg find am 16. Juli in einen Der zweite Kongreß der selbständigen Krankenpfleger, und halben Arbeitstage? Streit eingetreten, da ihre Forderungen nur von einem fleinen Teil Masseure und Heilgehilfen Deutschlands wird am 24. und fellen zu den neuen Bedingungen beschäftigt. der Arbeitgeber bewilligt worden find. In 27 Betrieben find 85 Ge- 25. Auguſt in Dresden abgehalten werden. Anmeldungen zum ( die Antragsteller sind die Nottinghamer Delegierten) vorliegt, und Schließlich stellt sich heraus. daß ein Fehler des Ueberfegers daß es heißen soll: Abschaffung der Accordarbeit. Die Nottinghamer Delegierten ziehen vermutlich aus Mißverständnis ihren Antrag auf Erörterung dieses Gegenstandes zurüd.( Lebhafter Widerspruch der Deutschen; Unruhe bei den Engländern.) Rotte Berlin: Der überwachende Polizeilieutenant macht uns eben darauf aufmerksam, daß er, wenn der Tumult fordauert, nicht wisse, was er machen solle. Ueberwachender: O, was ich machen soll, weiß ich schon. Kotte: Jedenfalls bitte ich die auswärtigen Kameraden, den preußischen Polizeigeist zu berücksichtigen, der hier herrscht. Der Vorsitzende Holmes- Lancashire vertagt hierauf den Kongreß auf zehn Minuten, damit die Nationalitäten sich erst unter einander über einige Fragen verständigen könnten. Vorher wird noch mitgeteilt, daß die Mehrheit der englischen Delegierten mit der Verhandlung des Punktes: Abschaffung der Accordarbeit, einverstanden ist. Nach Wiedereröffnung der Sigung erwartet der Präsident, daß beim Ertönen des Glockenzeichens jeder Redner sofort seine Rede anterbricht; nur dann ließen sich die Verhandlungen ruhig durch führen. Zu Bu Punkt 3 der Tagesordnung( Accordarbeit) erhielten zunächst für die Antragsteller Turner- Yorkshire das Wort: Redner erklärt seine Zustimmung zur Abschaffung der Accordarbeit. Auch die Maurer z. B. werden in England nicht nach Stückarbeit bezahlt. Die Accordarbeit sei eine Erfindung des Teufels.( Lebhafter Beifall.) Wie die Unternehmer fich mit der Art der Arbeit nach Abschaffung der Accordarbeit abfinden, ist ihre Sache; sie fragen auch nicht danach, wie die Arbeiter arbeit aus." Zum Streik der Klempner und Mechaniker in Hamburg. Jn 214 Groß- und Kleinbetrieben, in denen 890 Gesellen beschäftigt find, wird zu den neuen Bedingungen gearbeitet, während sich im Streit nur noch 80 Mann befinden. Die Gesellen haben mithin einen schönen Erfolg erzielt. Soll dieser ein vollständiger werden, so vernotwendigt es sich, daß nach wie vor der Zuzug von Klempnern und Mechanikern ferngehalten wird. Kongreß sind bei dem Herausgeber der Deutschen KrankenpflegeBeitung", Herrn Dr. Paul Jacobsohn, Berlin W., Maaßenstr. 25, zu richten. Schauspieler- Proletariat. Welche Gagen mittlere Stadttheater" zahlen, darüber giebt eine Annonce, die eine Theateragentur in einer Bühnenzeitung erläßt, bezeichnende Auskunft. Der Operettenkomiker" verdient, wenn er nebenbei noch die Regie führt, 150 M." Jugendliche Helden" werden mit 80-120 M. ent lohnt. 90 m. werden Charakterspielern", die singen tönnen, geDer Ausstand der Maurer in Zeit hat mit einer Nieder- boten. Muntere, naive und sentimentale" Liebhaberinnen" lage der Streifenden geendet, da es den Unternehmern gelungen ist, haben einen Kurswert von 75-90 M., fomische Alte" von 80-90 m. arbeitswillige Maurer aus Schlesien und Böhmen in genügender Am lebhaftesten begehrt scheinen junge Damen und Herren"( AnAnzahl heranzuziehen. Mitgefommene Frauen werden beim fänger) zu sein. Von ersteren werden in dem betreffenden Inserat Kaltsteinmachen und ähnlichen Verrichtungen als Hilfskräfte ver- 15, von legteren 6 gesucht. Ihre Gage schwankt zwischen 60 und wendet, Sociales. 70 Mark. Wann wird das Schauspieler- Proletariat sich endlich einmal unter Ueberwindung seines thörichten Künstlerstolzes zur Schaffung einer wirklichen Kampforganisation veranlaßt sehen? Der chinesische Krieg. voit Kapitalgewinn und Arbeitslohn. Enorme Gewinne hat in dem legten Jahrzehnt die Schlesische Aktiengesellschaft für Bergbau und Zinthütten Betrieb in Lipine gemacht. Nach dem Geschäftsbericht dieser Aktiengesellschaft hat bies seit 1872 mit einem Grundkapital von 231/2 Millionen Mark arbeitende Unternehmen feit seinem Bestehen stets mit anständigen Gewinnen gearbeitet, besonders aber seit 1888 macht Alle verbündeten Truppen mit Ausnahme der zum Schuß der es immer steigende Riesengewinne. Die Dividende betrug in den Niederlassungen gebrauchten Schußmannschaften machten gemeinsam Jahren 1888-1898 jährlich: 9 Proz. 13, 18, 18, 15, 12, 9, 11, 15 einen Angriff auf die Chinesenstadt und auf die schweren Geschütze und 18 Proz. Viel riesiger war aber der Gewinn im Jahre der Chinesen im Osten im Osten. Bei Tagesanbruch eröffneten 1899 und zwar wesentlich infolge erhöhter Verkaufs- 42 Geschüße der Verbündeten das Feuer auf die Stadt, und richteten preise. Der Rohgewinn belief sich auf 9,6 Millionen Mart, der furchtbare Verheerungen an. Große Gebäude- Komplere gerieten in fich mit den Arbeitsverhältnissen abfinden.( Lebhafter Beifall.) Reingewinn auf 7,33 Millionen Mark. Davon bekommen die Brand und fast alle Geschütze der Chineſen in der Stadt wurden zum Redner beantragt folgende Resolution: „ Der Kongreß spricht sich für die Abschaffung der Accord- 6 352 830 m. Die Dividende beträgt demnach in den letzten 1500 Ruſſen, unterstützt von kleineren deutschen und franzöſiſchen Aktionäre als Kapitaldividende 27 Proz., die Summe von Schweigen gebracht. Baudert Apolda Accordarbeit ist Mordarbeit sagt ein zwölf Geschäftsjahren 170 Proz. Das ist der reine Stapitalgewinn, Truppenförpern die acht Geschüße des Feindes an, welche dieser im Often der Stadt an der Einbettung der Bahnlinie aufgestellt hatte. altes Sprichwort, das den hohen Grad der Ausnutzung bei dieser für den die Empfänger keinen Finger zu rühren brauchen. Art der Arbeit ausdrückt. Die Accordarbeit hat sich erst mit dem fichtsrat für seine Müheverwaltung", von deren Intensität man Eine glänzende Entschädigung erhielt auch der Auf- Die Geschütze wurden genommen, ebenso eine Befestigung, welche der Feind dort errichtet und mit fünf Kanonen versehen hatte. Fabritbetrieb entwidelt. Die Vorrichtung und Einrichtung wird in der Weberei noch heute nicht bezahlt, obwohl sie mehr Arbeit sich eine Vorstellung machen kann, wenn man erfährt, daß einer Das Magazin wurde von den Franzosen in die Luft gesprengt. Zu erfordert, als die Fertigstellung des Stüdes. Das Prämiensystem hat der 13 dem Aufsichtsrat angehörenden Herren, der Ober- Bergrat a. D. derselben Zeit machten alle verfügbaren britischen, amerikanischen, fich heute zu dem entwickelt, was früher die Peitsche des Sklaven Dr. Wachler, gleichzeitig in sieben Aktiengesellschaften im japanischen und östreichischen Truppen, denen sich auch die noch Aufsichtsrat sigt, während der Bankier Ludwig Delbrück- übrigen Franzosen anschlossen, einen Vorstoß und griffen das Westhalters war. Bei Beamten wird ein Jahresgehalt bezahlt ohne Ab- Berlin dem Aufsichtsrat bon fünfzehn Attien- arsenal von neuem an, welches die Chinesen nach ihrer fürzlichen zug von Festen. In der Textil- Induſtrie wird der Lohn nicht gesellschaften zur Zierde gereicht. in feiner Vielseitigkeit aber niederlage wieder in Besitz genommen hatten. Nach dreistündigem für längere Zeit, sondern für Tage und selbst Stunden bezahlt. trotzdem noch von dem Bankdirektor Fromberg in Breslau übertoffen Kampfe, dem erbittertſten, der in den bisherigen Kämpfen zu ver Selbst die wenigen Stunden einer militärischen Kontrollversammlung wurden bisweilen abgezogen. Das bürgerliche Gesetzbuch verbietet wird, der nicht weniger als siebzehn verschiedenen Aufzeichnen ist, gelang es durch das ununterbrochene heftige Feuern der fichtsräten angehört. Die dreizehn Aufsichtsräte erhielten für japanischen, britischen und französischen Feldartillerie und der britischen das, und die Normen desselben wollen wir in die Wirklichkeit umvon ihre anstrengende Thätigkeit obengenannten Attien- Maschinengeschütze den Feind, der sein Gewehrfeuer mit tötlicher fetzen. Die Unternehmer spielen gegen uns die englische Industrie aus, mit der sie nur bei Accordarbeit konkurrieren können. gesellschaft im Jahre 1899 das nette Sümmchen von 413 362 M., Sicherheit aufrecht hielt, zu vertreiben. Nachdem das Arsenal geWir möchten gegen diesen höchsten Grad der Ausnutzung noch sodaß auf jedes der Aufsichtsratsmitglieder der Betrag von cirta räumt war, gingen die Amerikaner, Franzosen, Japaner und die Wenn sich die Thätigkeit der in 7, 15 und walisischen Füsiliere auf die Chinesenstadt selbst vor. Die noch eine viel schärfere Reſolution haben, als die englische. Auch das 17 Aufsichtsräten zugleich fizenden Herren Aufsichtsratsmitglieder übrigen Engländer blieben in der Reſervers efter die sich bestand Absicht, internationale Solidaritätsgefühl sollte zur möglichst scharfen Stellung überall so gut bezahlt macht, so difte fich das Nebeneinkommen falls möglich, durch einen konzentrischen Angriff aller Truppen die nahme für die Abschaffung der Accordarbeit führen. Stadt zu nehmen. Die japanische Infanterie und eine Abteilung Wir Deutschen empfehlen die Annahme folgender Resolution: dieser Herren auf mehrere Hunderttausend Mark belaufen. Leider ist aus dem Geschäftsbericht nicht ersichtlich, wie hoch die reitender Artillerie gelangten bis an die Wälle der Stadt, unterstützt " Der Kongreß erachtet es als eine dringende Notwendigkeit, daß Löhne der Arbeiter sind. Man darf aber füglich annehmen, von den Amerikanern, der französischen Infanterie und den britischen das heutige Accordsystem immer mehr der Bezahlung nach Zeit baß fie den Durchschnitt der in Schlesien den Bergarbeitern zur Verstärkung inzwischen angelangten Reſerven. Da ein sofortiges weichen muß, und zwar hält es der Kongreß für erforderlich, daß und Hüttenleuten gezahlten Löhne von 900 M. nicht übersteigen Eindringen in die Stadt unmöglich war, lagern bie Truppen jet bor die Lohnzahlung nicht nach Tagen oder Stunden, sondern nach werden. 36 000 m. für ein Aufsichtsratsmitglied, 900 M. für einen derselben. Man glaubt, morgen werde ein Verſuch gemacht werden, Enghels( Lille) beantragt den Schluß der Debatte und Zu- Vierzigfache eines Arbeiters. Ein Aufsichtsratsmitglied erhält also das die Stadt zu nehmen. Die Verluste der Verbündeten sind äußerst schwer, besonders haben die Franzosen, Amerikaner und Japaner gestimmung des Stongreffes zu der Forderung der möglichst allge- Vierzigfache eines Arbeiters. litten. Einzelheiten folgen morgen. Das heutige Bombardement meinen und vollständigen Abschaffung der Accordarbeit in der Textilhat in der Chinesenstadt mehrere Explosionen hervorgerufen. Der Industrie. Feind hat augenscheinlich zur Zeit kein rauchloses Pulver, da er mit gewöhnlichem Bulver schießt. Wochen zu erfolgen hat." Der Präsident schlägt Abbruch der Sigung vor, weil einige Engländer, die sich vor Einlauf der zweiten Resolution zum Wort gemeldet haben, noch unbedingt zum Wort kommen wollen. Der Vorschlag wird angenommen. Note teilt noch mit, das bisher nur die Firma Felix Landé die Erlaubnis zur Besichtigung ihres Etablissements gegeben habe. Zur Besichtigung der Webeschule gehört die Erlaubnis des Handelsministers. Kopke ist der Meinung, unter diesen Umständen darauf zu verzichten.( Lebhafte Zustimmung.) Damit schließt die Sizung. Schluß 5 Uhr. --> Dem gestern wiedergegebenen Bericht über die Mandatsprüfungen ist noch anzufügen, daß an dem Kongreß auch ein Delegierter des Komitees der jüdischen Weber in Belostock( Westrußland) teilnimmt, dessen Mandat für gültig erklärt worden ist. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Ausstand der Herren Maßschneider bei der Firma Vortrefflich hat nach 14tägiger Dauer mit einem großen Erfolg der Arbeiter geendet. Die Firma verpflichtete sich schriftlich: 1. Sämmtliche Arbeiter mit Einschluß der zwei Gemaßregelten werden wieder eingestellt. 2. Der im Frühjahr d. J. bewilligte Tarif wird von neuem für die Dauer anerkannt. 3. Vor dem 1. Oktober d. J. wird keiner der am Ausstand Beteiligten entlassen. Da dieser Ausstand in eine für diese Branche sehr ungünstige Zeit fällt, so ist dieser Erfolg, der mit Hilfe der Organisation erzielt wurde, um so höher anzuschlagen, da dadurch auch andre Unternehmer sich wohl hüten werden, an den seiner Zeit gemachten Zugeständnissen zu rütteln. 36 000 M. entfällt. Arbeiter! der Immer neue Anzeichen der Krisis. In manchen Zweigen der sächsischen Großindustrie herrscht gegenwärtig nach der Frank furter Beitung" ein empfindlicher Mangel an Aufträgen. So ist in der sächsischen Möbelindustrie die Beschäftigung gegen das Vorjahr, wie dem Blatt von einer hervorragenden Möbelfabrik berichtet wird, um etwa 25 Broz. zurückgegangen; auch die sächsischen Sägewerke sind sehr schlecht beschäftigt, da die Bauthätigkeit in Sachsen in diesem Sommer eine geringe iſt. Einen Beweis für den Niedergang der wirtschaftlichen Konjunktur liefern auch die statistischen Angaben, die die von Dr. Jastrow herausgegebene Halbmonatsschrift„ Der Arbeitsmarkt" über die Zahl der Mitglieder der Krankenkassen und der bei den Arbeitsnachweisen sich meldenden Stellensuchenden macht. Paris, 17. Juli.( W. T. B.) Ein Telegramm der französischen Konfuls in Shanghai von gestern meldet: Eisenbahndirektor Scheng dementiere die Nachricht von der Niedermekelung der Gesandten in Peking. Der französische Konful in Tschifu telegraphiert unter dem 7. d. M., daß alle französischen Missionare, mit Ausnahme von dreien, in Tschifu eingetroffen sind. London, 17. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Unterstaatssekretär Brodrick teilt mit, daß im Laufe der letzten 24 Stunden weder von dem britischen Konsul in Tientsin noch von dem kommandierenden Während die Zahl der beschäftigten Arbeiter nach den Mit- Offizier irgend welche Nachricht eingegangen sei. Es liege auch gliederlisten der Krankenkassen im Juni 1899 um 0,8 Proz. zu feine Bestätigung der nach Schanghai gelangten Meldungen von dem genommen hat, ist sie diesmal um 0,6 Proz. zurückgegangen. Angriff der Verbündeten auf Tientsin vor. Pritchand Morgan fragt, Die beschäftigungslos gebliebenen Arbeiter fangen an, die Arbeits- ob Li- Hung- Tschang Canton verlassen habe, um das Oberkommando nachweise zu drücken. Während an den deutschen Arbeitsnachweisen, in China zu übernehmen. Der Unterstaatssekretär giebt darauf soweit sie an die Berichterstattung des„ Arbeitsmarkts" angeschlossen teine Antwort. find, für 100 offene Stellen im Monat Juni des vorigen Jahres London, 17. Juli. Oberhaus. In Erwiderung auf mehrere nur 93 Bewerber zur Verfügung standen, drängen sich diesmal von Bedford gestellte Fragen erklärte der Kriegsminister Lord 11117 100 offene Stellen schon 103,4 Arbeitssuchende, nach- Lansdowne, er könne dem Hause versichern, daß die Regierung keine dem bereits im Mai dieses Jahres auf 100 offene Stellen Mühe scheuen werde, im südafrikanischen Feldzuge gemachte ErBewerber gekommen waren. Wo Mangel 101,2 wenn ihr Ergebnis zeige, an fahrung in Rechnung zu ziehen, Arbeitskräften war, ist er in Ueberfluß umgeschlagen. Die daß Aenderungen in der Organisation und Verwaltung der Armee Abwärtsentwickelung der Industrie, die nach der Lage des Eisen- am Platze seien. Die Regierung werde dieser Frage ganz un martis mit Sicherheit vorauszusehen war, ist durch die parteiisch näher treten und nicht zögern, das Parlament um die für chinesischen Wirren für den Augenblid noch befolche Aenderungen etwa nötigen Mittel anzugehen. fchleunigt worden. Washington, 17. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Die Arbeiterschaft muß die chinesische Abenteurerpolitit teuer Der hiesige chinesische Gesandte hat von dem chinesischen Gesandten in London eine von dem Eisenbahndirektor Scheng und zwei Vice. bezahlen! Osten und m Hilfe gegen die Lentenot. Der evangelische Hauptverein fönigen beglaubigte Depesche erhalten, nach welcher die fremden Gefür deutsche Ansiedler und Auswanderer", eine Art Bibel- und sandten und die Ausländer am 9. Juli noch am Leben gewesen wären Traftätchen- Gesellschaft, veröffentlicht in agrarischen Blättern und den Schuß der Regierung genoffen hätten. folgendes:„ Der Verein hat es als einen Teil seiner Aufgabe er- Washington, 17. Fuli.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) tannt und bereits praktisch in die Hand genommen, aus den start Ein Telegramm des amerikanischen Konsule in Kanton meldet, bevölkerten deutschen Kolonistengegenden außerhalb des Reiches im Li- Hung- Richang sei hente von Stanton abgereift, nachdem er in der Südosten Europas deutsche Arbeiter zu ber- vergangenen Nacht ein Edikt erhalten habe, durch welches er zum Nach den ersten Versuchen im Jahre 1899, die Bicekönig von Tschili ernannt und angewiesen wird, sich sofort dortAchtung Stuccateure! Die Firma Kleemann, Charmitteln. lottenburg, Spreestraße 23, ist wegen Differenzen gesperrt. wesentlichen zur Zufriedenheit ausfielen, sind für hin zu begeben. In Canton, heißt es in dem Telegramm weiter, J. A.: Der Vertrauensmann. diesen Sommer schon cirka 300 Arbeiter vorbestellt und find werde befürchtet, daß die Abwesenheit Li- Hung- Tichangs Anlaß zu Buzug ist streng fernzuhalten. noch Hunderte zu haben. Ueber die Art der Leute ist zu sagen, daß Ruheſtörungen geben werde. In Canton seien französische KanonenDeutsches Reich. sie, aus einfachen, fleinbäuerlichen Verhältnissen tommend, an den boote eingetroffen. Honkong, 16. Juli.( Telegranını des„ Reuterschen Bureaus".) Ziegelei- Arbeiter- Bewegung in der Mart. Der Streit der strammen Betrieb eines rationell bewirtschafteten Gutes sich erst Ziegelei Arbeiter von Lehnin und Umgegend dauert unverändert fort. gewöhnen müssen; allein bei persönlich ehrenwertem Charakter und Die Ankunft Li- Hung- Tichangs wird morgen erwartet. Gestern wurde Wie bekannt, wurden auf 9 Ziegeleien die Arbeiter ausgesperrt, ehrlicher deutscher Gesinnung sich alle Mühe geben, in dem neuen er in Kanton von allen fremden Konsuln aufgesucht, es gelang weil auf der 10. Ziegelei die Arbeiter gekündigt und höhere Löhne Arbeitsverhältnis die Zufriedenheit der neuen Arbeitgeber zu denselben aber nicht, ihn von der Reise nach Norden abzuhalten. gefordert hatten. Der Gauvorsitzende Funk- Berlin versuchte mit erwerben. Die Ansprüche an Lebenshaltung und Löhne find wohl Die Chinesen sagen, er habe sein vicekönigliches Siegel mitgenommen, den Herren zu verhandeln; die Verhandlungen tamen auch zu höher, als die, wie sie in manchen Gegenden von slavischen Arbeitern um dadurch zu verhindern, daß in seiner Abwesenheit ProklamaEin Dampfer aus Kanton stande. Der Amtsvorsteher von Lehnin leitete dieselben, 2 Ziegelei gemacht werden; aber der Gutsbesizer hat eine ehrliche deutsche tionen erlassen werden können. Befizer vertraten den Unternehmerverein, und die Stoll. Funt- Berlin, Arbeiterschaft. Zudem erfüllt er eine humane Pflicht, indem er bringt die Nachricht, daß die Chinesen hinter den Bogue Forts ein und Otto- Nagelsdorf die Arbeiter. Es fam hierbei die Einigung zu Volksgenossen, die in Verhältnissen sich befinden, welche ihnen wenig Militärlager errichten. Der Schwarzflaggen Häuptling Liu- lee hat fiande, daß die Unternehmer sowohl als auch die Arbeiter ihre Verdienst bieten, einen angemessenen Lebensunterhalt ermöglicht. Die Befehl erhalten, mit seinen Leuten auf dem Landwege nach Beling Forderungen fallen lassen sollten, und daß die Arbeit am Montag, tostenlose Vermittelung besorgt die Geschäftsstelle des evangelischen zu gehen. Die Chinesen sagen, in der Abwesenheit Li- Hung- Tichangs den 16. Juli, aufgenommen werden sollte. Bei der nun vor- Hauptvereins für deutsche Ansiedler und Auswanderer in Wigen- fei es um die Sicherheit Cantons besser bestellt, wenn Liu- lee fort sei, der den früheren Vicekönig Yan terrorisiert habe. genommenen Urabstimmung wurde dieser Einigungsvorschlag ver- hausen a. Werra. = V worfen und zwar mit 205 gegen 9 Stimmen, jedoch wurde mit allen Wahrscheinlich sind unter diesen deutschen Kolonisten im Osten gegen 2 Stimmen beschlossen, 50 Broz. der Forderungen fallen zu und Südosten Europas Angehörige der deutschen Gemeinden in Ungarn Lassen, um den Unternehmern auf halbem Wege entgegen zu kommen.( an der oberen Neutra, in den Grenzgebieten der Komitate, in der Dieser Vorschlag wurde von den Herren abgelehnt und jede weitere Ver- Bips, im Bakonywalde) oder in Galizien( im Burgenlande) oder in Lehte Nachrichten und Depelthen. handlung abgebrochen und verweigert. Der Streik dauert daher under- der Butowina, Dombrudscha, Volhynien, Podolien, Bessarabien, Dortmund, 17. Juli.( B. H.) Auf dem Wittener Gußstahländert fort. Es sind immer noch 70 Kollegen mit über 100 Kinder zu Cherzon, Laurien oder im Kaukasus gemeint. Diese mehr oder unterstützen. Wir appellieren daher an die Kollegen, uns zu unter- weniger unvermischten deutschen Stanimesgenossen, die entweder werk stürzte ein Schmelzofen zusammen. Der glühende Jnhalt erftüßen und vor allen Dingen den Zuzug fernzuhalten, umſomehr, selbst oder deren Vorfahren ihre deutsche Heimat verlassen haben, goß sich über vier am Ofen beschäftigte Arbeiter. Sie erlitten alle da es den Arbeitgebern gelungen ist, auf ihre Kollegen dahin zu weil sie in derselben keine Aussicht hatten, zu einer menschen- schwere Brandwunden und mußten ins Hospital gebracht werden. Frankfurt a. M., 17. Juli.( B. H.) Die Inhaber der wirken, daß einem größeren Teil der Lehniner Arbeiter, die aus- würdigen Existenz zu gelangen, haben wohl an ihrem neuen Wohnort wärts beschäftigt waren, wieder gekündigt wurde. Zum Teil sind auch nicht alles schön gefunden. Aber wenn sie sich jegt über- fallierten Bantfirma Gustav Vogel 1. Co., Gustav und Max Bogel, daher die Arbeiter schon wieder entlassen, so in Parez, Werder, reden lassen, wieder in Ostelbien in Arbeit zu treten, werden sie im nahen Offenbach haben sich nach bedeutenden Unterschlagungen. Aber für die Herren Land- geflüchtet. Glindow und Brandenburg. Trotzdem verlieren die Arbeiter den ihre Verhältnisse kaum bessern. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Wag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Nr. 164. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Machrichten. Mittwoch, 18. Juli 1900. Die von dem Die Kohlenpreise dürften im bevorstehenden Winter, wie uns fleine Milchwirtschaft betreibt. T. hatte seinen 17- jährigen Sohn bevon fachmännischer Seite geschrieben wird, eine derartige Höhe er auftragt, von dem genannten Grundstück eine Fuhre Pferdeding abBuch und Hickel aus der Partei ausgeschlossen. In der auf reichen, daß besonders für die ärmeren Klassen unsrer Bevölkerung zuholen. Der junge Mann hatte die Grube bereits bis zur Hälfte aus dieser Kohlennot sich eine arge Kalamität entwickeln dürfte. geräumt, als er durch in plöglich verstärktem Maße aufsteigende Gase Sonnabendabend zum Zwecke der Regelung der dortigen Partei- Breßkohlen, die sonst im Sommer 6,40-7,80 m. per 1000 verkauft betäubt wurde und in die Grube hineinstürzte. Der Unfall war voit angelegenheiten einberufenen Versammlung des socialdemokratischen Wahlvereins Mülhansen( Elsaß) wurden die früheren Vertreter wurden, kosten zur Zeit 10,80-14 M. Wiewohl der Absatz gegen Bewohnern beobachtet worden, denn es gelang, den Verunglückten wärtig nur ein sehr unbedeutender ist, sind auf den Plätzen Läger aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. des Kreises im Reichstag, Bueb und Hickel, durch einstimmiges nicht vorhanden und werden die Preise noch jest gesteigert. Sie fofort hinzugerufenen Arzt Dr. Kühne angestellten WiederbelebungsVotum der zahlreich Anwesenden aus der Partei ausgeschloffen. dürften im Winter im Detailverkauf voraussichtlich 2-2,40 m. per versuche waren zwar von Erfolg begleitet, doch ist der Zustand des Die Inhaftnahme des Genossen Seifarth zur Erpressung 100 fosten. Steinkohlen sind zur Zeit fast überhaupt kaum noch zu jungen Mannes ein sehr bedenklicher. des Zeugnisses, dessen Ablegung ihm seine redaktionelle Anstands haben. Verschiedene Engroshändler nehmen sofortige Lieferungs- Lebensrettung. Die Mannschaft des neuen Doppelzweiers pflicht verbietet, wird auch in den bürgerlichen Blättern des reußischen aufträge überhaupt nicht an, da sie selbst für Geld und Jaczko" vom Ruderklub„ Titania" in Charlottenburg machte ant Ende August Vorräte nicht erhalten Ländchens scharf verurteilt. Das Geraische Tageblatt" schreibt nach gute Worte Darlegung der Vorgeschichte des Falles: können. Die von den Gruben für September zugesagten Lieferungen Sontagnachmittag die erste Ausfahrt mit ihrem Boot. Als sie " Wir verwerfen nach wie vor ein Verfahren, das auf sind so gering, daß die Steinkohlenfeuerung der ärmeren Bevölke- das Maybachufer passierten, wurde ihnen vom Ufer aus einer großen Ansammlung von Menschen zugerufen: Heda, hier ist eben einer Moralität nicht den geringsten Anspruch erheben kann. Wir rung überhaupt unmöglich gemacht werden wird. Aehnlich traurig reingefallen!" In demselben Augenblick sahen die Ruderer auch bedauern, daß sich auch unsre Gerichtsbehörden von den berühmten liegen die Verhältnisse bei Anthracit, dessen Preise von 1,80 Mart einen Körper aus dem Wasser hervortauchen und einer der BootsBeispielen, die in Preußen und Sachsen gegeben worden sind, haben im vergangenen Sommer und 2,40 Mark im Winter 1899/1900 jetzt insaffen, Carl D. aus der Goßkowskystraße sprang a tempo hinterher verleiten lassen, zu einer Maßnahme Zuflucht zu nehmen, die all- auf 2,70 Mart pro Centner gestiegen sind. Der voraussichtliche und brachte den schon Bewußtlosen an Land. Es handelte sich um gemeine Verurteilung erfährt. Bürde ein Privater eine gleiche Preis dieses Feuerungsmaterials für den kommenden Winter wird den fünfjährigen Knaben Lang, der beim Spielen von einem andern oder ähnliche Handlung wie das hiesige Gericht vornehmen, so würde auf 3,50-4 Mark geschäßt. Auch eine Holzfeuerung wird bei den Knaben mutwillig in den Kanal gestoßen worden war. Der Gerettete er von dem Gericht schleunigst wegen Nötigung und Freiheitsberaubung jest hohen und noch täglich steigenden Preisen dem Gros der Be- wurde nach Wiedererlangung des Bewußtseins seinen Eltern, Schinkebelangt werden. Das Gericht kann sich so etwas aber erlauben, ohne völkerung unmöglich gemacht. Dagegen werden die Coakspreise borstraße 10 of 2 Tr. wohnhaft, zugeführt. aussichtlich etwas fallen, da die von den Gasanstalten mit UnterStrafe befürchten zu müssen." " Selbst die fürstl.„ Reuß- Geraer Zeitung", Amtsblatt für den Stadtrat zu Gera, fügt ihrer Mitteilung über die Verhaftung Geifarths folgende Bemerkung an: Seifarth weigert sich auch heute noch, und wie der Fall für uns liegt, aus berechtigter Wahrung des journalistischen Anstands, den Namen feines Gewährsmanns zu nennen." " ständlich ergebnislos. bis 811= nehmern geschlossenen Verträge zum Teil am 1. Januar 1901 Zu dem Eifersuchtsdrama, über das wir berichteten, erfahren ablaufen und nicht erneuert worden sind. Coats, welches heute wir, daß gegen Frau Minna Rekowsky wegen der versuchten Tötung 1,40 M. per Scheffel kostet, dürfte in der zweiten Hälfte des ihres Kindes kein Strafverfahren eingeleitet wird. Man nimmt an, kommenden Winters mit 1 M. gehandelt werden. Allerdings ist daß die Frau, die einem Familienereignis entgegensieht, sich ihres schon jetzt vorauszusehen, daß die Nachfragen nach diesem Brenn- Bustands wegen in einer fieberhaften Aufregung befunden hat, in material das Angebot um das 20 fache übersteigen werden. Dieser dieser Aufregung den Entschluß, sich und ihr Kind zu töten, faßte Mit einer Haussuchung wurde am 16. Juli die Redaktion der unerhörte Zustand ist durch die städtische Verwaltung verursacht, und auch beim Anfang der Ausführung dieses Entschlusses nicht zu Mannheimer Boltsstimme" beglückt. Gefahndet wurde nach dem die einer schlimmeren Preistreiberei die Hand geboten hat, als es rechnungsfähig war. Sie wird daher im Krankenhaus auch nicht Manuskript eines vom Landesvorstand der Partei an das badische je von einer engherzigen kapitalistischen Interessenvertretung ge- mehr als Polizeigefangene behandelt und voraussichtlich schon heute oder morgen mit dem Kind ihrem Mann wieder übergeben werden. Bolt gerichteten Flugblatts. Die Haussuchung, die den Beamten der schehen konnte. Julihiye wegen manchen Tropfen Schweißes Loftete, verlief ſelbſtver- fast gänzlich verschwunden ist, unter den gegebenen Verhältnissen nommen, den vorgestern morgen der 16 Jahre alte Kaufman. Es ist anzunehmen, daß die Torffeuerung, die in Deutschland Ein vorzeitiges Ende hat der Ausmarsch nach China ge= Preußische Polizeibeamte und Thüringer Dialekt. Im einen bedeutenden Umfang annehmen wird. Schon jezt hat ein Kohlenhändler den Torfverkauf in die Hände genommen und ver- lehrling Mag Lehder aus der Berlinerstr. in Charlottenburg antrat. Anschluß an das lustige Polizeigeschichtchen, das dem Genossen schiedene Unternehmer haben, wie uns ferner versichert wird, mit Der junge Mann las sehr viel Romane und ist eben abenteuerlich Swienty vor einiger Zeit mit jenem leberwachenden passiert war. Besizern von Torfftichen Abschlüsse auf Lieferung getroffen. veranlagt. Die furchtbaren Nachrichten aus China veranlaßten ihn, der den großen englischen Utopisten Thomas More zum Referenten dorthin aufzubrechen. Mit einem Revolver und einem großen Messer aus Halle gemacht hatte, teilt die Franks. Volksstimme" eine nicht Fahrpreidermäßigung für franke Kaffenmitglieder. Bei bewaffnet, machte er sich vorgestern auf den Weg. 50 M., die er minder lustige Affaire mit, die unlängst dem Redacteur dieses Partei- der jegigen Jahreszeit ist es am Blaze, die neue Bestimmung der für seinen Lehrherrn in Berlin bezahlen sollte und seine Ersparnisse Organs, dem Genossen Quarck, passiert ist. Genosse Quard, der Eisenbahn- Verkehrsordnung in Erinnerung zu bringen, wonach seit von 20 M. nahm er mit. Gestern morgen erhielt der alte Lehder in einer öffentlichen Maurer- Versammlung über die bekannte dem 1. Januar auf sämtlichen deutschen Eisenbahnen denjenigen die telegraphische Mitteilung, daß die Rathenower Polizei seinen Petition des Berliner Arbeitervertretervereins zu den Unfall- Mitgliedern von Krankenkassen, die von diesen in Heilanstalten oder Hoffnungsvollen Sprößling an der Weiterreise hindere. Er fuhr sofort versicherungs Gesetzen gesprochen hatte, war nicht wenig erstaunt, Erholungsorte entsendet werden, die Benugung der III. Klasse nach Rathenow, um ihn nach Hause zurückzuholen. nach einiger Zeit vor den Untersuchungsrichter gerufen zu werden, aller Züge zum Militärfahrpreis gestattet wird. Die Kassenum zu einer gegen ihn eingeleiteten Klagesache wegen gröblichster zugehörigkeit und der Reisezweck ist durch eine Bescheinigung des In einer Gaststube erschoß sich vorgestern nachmittag der Beleidigung der Hessen- Nassauischen Baugewerks- Berufsgenossenschaft Kafſsenvorstands nachzuweisen. Die Bescheinigungen sind nach Vor- 42 Jahre alte Kaſſierer Gustav Bittcher aus der Neuen Hochstr. 36, feine Aussage zu Protokoll zu geben. Und zwar sollte Genoffe drucken, die den Krankenkassen unentgeltlich übermittelt werden, aug- eine in gewerkschaftlichen Streisen bekannte Persönlichkeit. Bittcher Quarck die Beamten in seinem Vortrag in jener Maurer- zustellen. Ist in den Bescheinigungen der Tag der Rückreise nicht war seit 20 Jahren in der Nähmaschinenfabrik der Gebrüder Nothversammlung nach den Aufzeichnungen des überwachenden Beamten angegeben, so ist bei derselben eine Bescheinigung des Anstalts- mann in der Kaiser Friedrichstr. 27/29 zu Rirdorf beschäftigt und " Beamtenbestien" tituliert haben. Genosse Quard war sofort leiters, bei Rückkehr aus dem Erholungsort eine solche der Orts- bekleidete zugleich das Amt eines Kassierers der Gewerbe- Krankenan der Hand der vorliegenden Berichtsstelle in der Lage, dieſe an- polizeibehörde über die Beendigung des Aufenthalts beizubringen. faffe der Wietallarbeiter, eingeschriebene Hilfskasse 29, die ihren gebliche Beleidigung als die Folge eines grotesken Mißverständnisses Auf jede Fahrkarte werden 25 Kilogramm Freigepäd gewährt. Be- Hauptsis in Hamburg hat. des ueberwachenden nachweisen zu können. Genosse Quard hatte in gleiter genießen keine Ermäßigung. Die alte Bestimmung, wonach schon ein halbes Jahr lang Spuren zunehmender Nervosität. Borgestern morgen verlangte er bei Nothmann plöglich seine feinem Vortrag von Beanitenpöstchen" gesprochen, die überwachenden mittellosen Kranken, die in eine Heilanstalt reisen, eine Papiere. Man gab sie ihm jedoch nicht, sondern empfahl Beamten hatten jedoch, da Quard als geborener Thüringer das p Ermäßigung gewährt wird, bleibt daneben weiter bestehen. Die weich gesprochen hatte," Beamtenbestien" verstanden, ein Miß- Mittellosigkeit muß hierbei von der Ortsbehörde bescheinigt werden. ihm, nach Hause zu gehen, sich auszuruhen und sich die Sache noch einmal zu überlegen. Statt dessen ging Bittcher nach dem verständnis, das bei der ganzen Art des Sprechens unsres Genossen und in dem Zusammenhang der Stelle Eine eigenartige Gedenkfeier findet in Befolgung einer alten Kirchhof der Dantesgemeinde an der Dalldorfer Chaussee und besuchte eigentlich als ausgeschlossen hätte gelten sollen. Die Er testamentarischen Bestimmung alljährlich im Juli auf dem Friedhof dort das Grab seiner Frau. Um 11/2 Uhr mittags tehrte er hierauf der Jerusalemsgemeinde in der Belle- Alliancestraße statt. Die im bei dem Gastwirt Schwegerle in der Reinickendorferstr. 64b ein, sezte Hlärung Quards ging an den Staatsanwalt zurück, der wohl Jahre 1845 verstorbene Geheimsekretär- Witwe Marie Dorothea fich zum Wirt und einem andern Gast an den Tisch und trank anmit dem Polizeibeamten noch einmal gründlich Rücksprache genommen haben dürfte, denn in einem zweiten Termin wurde unirem Genossen Haase, geb. Unger, hat der städtischen Waisenpflege durch Testament scheinend ganz heiter sein Glas Bier. Nach einer lebhaften Untervom Amtsrichter eröffnet, daß in Anbetracht der Möglichkeit ein Kapital von 4500 M. überwiesen mit der Bedingung, daß das haltung, die Bittcher mit seinem Wizze zu würzen verstand, zog Grab der Stifterin und das ihrer im Jahre 1840 verstorbenen Tochter er um 21/2 Uhr plötzlich einen Revolver aus der Tasche, setzte eines Mißverständnisses das Verfahren eingestellt Wilhelmine v. Tiedemann geb. Haase, dauernd erhalten und gepflegt ihn blizschnell an die rechte Schläfe und schoß sich vor worden sei. Auf die Fähigkeit des überwachenden Beamten wirft wird und alljährlich am Todestag der Tochter 12 Waisenknaben und den Augen seiner beiden Tischgenossen mit dem Ruf:" Ich wohne das Mißverständnis freilich ein sehr eigenartiges Licht. Außerdem 12 Waisenmädchen beide Gräber mit Blumen und Kränzen schmücken Neue Hochstr. 36!" eine Kugel in den Kopf. Tödlich getroffen sank liebenden Redner die Möglichkeit eines Mißverständnisses zugegeben hat am Montagnachmittag stattgefunden. ist noch die Frage, ob man einem eine drastische Ausdrucksweise und dabei einige passende Lieder vortragen. Die diesjährige Feier er vom Stuhl. Während der Wirt sich um den Schwerverwundeten Die Schmückung der bemühte, holte der Gast von der Unfallstation in der Lindowerstraße haben würde, trotzdem natürlich kein normaler Mensch eine solche beiden nebeneinander gelegenen Gräber und die Gesangsvorträge einen Arzt. Dieser konnte aber nur noch feststellen, daß der Tod Beleidigung ausstoßen würde. wurden von Knaben und Mädchen der Anstalt in der Alten Jakob- bereits eingetreten war. Die Leiche wurde nach dem Schauhans gestraße ausgeführt, die unter Leitung eines Lehrers und einer Lehrerin bracht und die alte Mutter, mit der Bittcher zusammen wohnte, von erschienen waren. Das Testament bestimmt noch, daß den Kindern dem schrecklichen Borfall in Kenntnis gesetzt. Die von dem Selbst„ einige Erfrischungen gereicht und einige Ergöglichkeiten bereitet mörder verwaltete Kasse wurde noch vorgestern abend revidiert und werden." Demgemäß begaben sich die Kinder nach Schluß der Feier durchaus in Ordnung befunden. nach einem benachbarten Gartenlokal, um dort mit Kaffee und Kuchen bewirtet zu werden und den Nachmittag unter heiteren Spielen zu verbringen. Tokales. trotzdem In diesen Tagen der Hitze war es uns, wenn wir durch die bon Backofenglut erfüllten Straßen gingen, wieder eine rechte Freude, die liebevoll sorgende Teilnahme zu beobachten, die die meisten Leute gegenüber den schwer unter der Hige leidenden Thieren bekunden. Wo ein Droschtengaul ermattet stehen blieb, ein Ziehhund lechzend sich auf die Erde warf, da sammelten sich sofort Gruppen von Bassanten, die sich in lauten Aeußerungen aufrichtigen und herzlichen Mitleids mit den bedauernswerten Geschöpfen ergingen. Im Omnibus bemächtigte sich einzelner besonders empfindsamer Naturen manchmal geradezu eine gewisse Rührung, wenn an den Tränkstellen Halt gemacht und den Pferden der Wassereimer gereicht wurde. Wie gierig die Tiere darüber herfielen! Das schmeckt Euch wohl, was? Ja, so sorgt der Mensch für die Tiere!" frappiert Zum Schutz gegen die enorme Site, unter welcher namentlich die Pferde zu leiden haben, hat der Berliner Spediteurverein eine praktische Einrichtung getroffen. Auf den drei Omnibuslinien des genannten Vereins sind die sämtlichen Gespanne mit Stirnlappen versehen worden. Dieselben bestehen aus einem Stück Hanftuch, welches an jeder Endhaltestelle angefeuchtet und den Pferden unter die Stirnriemen gelegt wird. Die Gesellschaft hat in diesem Sommer noch teinen Verlust an Pferden durch Higschlag erlitten. nehme. all= Seit drei Jahren Witwer, zeigte er Ein brennender Eisenbahnwagen verursachte Dienstagnach mittag eine kleine Verkehrsstörung auf der Stadt- und Vorortsbahn. Die Firma Albu hat in zwei Stadtbahnbögen in der Lüneburgerstraße große Vorräte von Papier- und Bappabfällen angesammelt, um sie den Papiermühlen zum Einstampfen zuzuführen. So hatte fie auch gestern einen großen Gütertransportwagen der Eisenbahn mit Abfällen voll beladen und denselben hinter dem Stadtbahnbogen 367 gegenüber der Werftstraße hart an der Ringbahn stehen gelassen. Dieser war num jedenfalls durch Funken aus einer vorüberfahrenden Lokomotive in Brand geraten, der im Nu den ganzen Wagen ergriff, so daß die requirierte Feuerwehr aus der Turmstraße mit zwei DampfDen Verkauf von Eiern nach Gewicht und den Deklarations- sprizenrohren eingreifen mußte. Die Ringbahnzüge erlitten durch Auch wir haben diesen und ähnlichen Schauspielen, wie gesagt, mit herzlicher Freude zugesehen. Nur durch einen Umstand wurde zwang für die Herkunft ausländischer Eier durch Erlaß einer dies- das Feuer eine Verspätung von vier, die Vorortzüge eine solche von unfre Befriedigung über die wohlthätige Fürsorge, die der Mensch bezüglichen Polizeiverordnung hatte vor einiger Zeit der Klub 12 Minuten. Das um 2½ Uhr ausgebrochene Feuer war nach einer in den Tagen der Hize den Tieren zu teil werden läßt, recht beein- deutscher Geflügelzüchter beim Polizeipräsidenten von Berlin be- Stunde noch nicht vollständig abgelöscht, da es aus den auseinanderDer Vorstand des Vereins Berliner Kaufleute gerissenen Pappballen immer wieder emporloderte. Der Löschzug 15 trächtigt. Es ist eine Beobachtung, die man jeden Sommer aufs und Industrieller wurde hierauf vom Polizeipräsidenten ersucht, fich aus Moabit, der bei seiner Anfahrt das Feuer von weitem sah und neue machen kann, die einen aber immer wieder aufs neue in die Stadtbahn in Gefahr glaubte, erlitt noch insofern einen Unfall, die Beobachtung, daß sich unter all' diesen Tierfreunden anscheinend so sehr wenig Menschenfreunde befinden. zugehörigen, an dem Handel mit Eiern interessierten Kreise ein- als ein Pferd stürzte und sich erheblich verletzte. Außer dem beschädigten Güterwagen hat die Bahn feinen Verlust durch den Ueber die Leiden der Pferde und Hunde, die trotz der Sonnen glut ihre Wagen und Karren schleppen müssen, Die Antwort ging dahin, daß man sich gegen den Erlaß einer Brand erlitten. fann man diesbezüglichen Polizeiverordnung erkläre. Die Begründung dieses überall sprechen hören über die Leiden der ins Joch gespannten ablehnenden Standpunkts weist u. a. darauf hin, daß ein Gebot Aus den Nachbarorten. Menschen, die doch den Wirkungen der Hige nicht weniger ausgesetzt des Verkaufs von Eiern nach Gewicht den Vertrieb der Eier, find, wird fast nirgends gesprochen. Wie sehr jeder selber darunter Charlottenburg. In der nächsten Generalversammlung des zu leiden hat, das kann man tausendfach hören, aber an die andren der schon jetzt in hohem Maße unter der der Ware die andren Menschen! wird nur selten gedacht. Ueber den haftenden Bruchgefahr leide, noch mehr erschweren würde. Wahlvereins, am Donnerstag, spricht nicht, wie in der gestrigen AnDer Deklarationszwang für die Herkunft ausländischer Gier sei zeige angekündigt, Genosse Hirsch über Bodenwucher und WohnungsHund, der den Karren nicht mehr fortbringen kann, wird der Junge praktisch nicht durchführbar, zumal es sich um eine nur für Berlin not, sondern Genosse Dr. Borchardt über die politische vergessen, der schiebend nachhilft und vorwärts muß, obwohl auch geltende Verordnung handeln solle. Aber selbst, wenn eine solche Woche in einer öffentlichen Bersammlung für Männer und Frauen Lage. Ueber die Wohnungsnot wird Genosse Hirsch in der nächstent er sich kaum noch zu schleppen vermag; vor lauter Teilnahme Berordnung von Reichs wegen erlassen würde, wäre sie nur schwer für die Pferde, die mit der Last des Wagens nur mühsam zu verwirklichen. Den Käufer der Eier dadurch schüßen zu wollen, daß sprechen. weiterfeuchen, wird des Kutschers nicht gedacht, dem Aus Rigdorf. Beim Baden ertrunken ist am Montagabend man die genau der jeweiligen Beschaffenheit der Ware entsprechende Man versuche die Kraft nicht versagen darf. es ein= Bezeichnung der Eier als Trinkeier, Landeier, Transporteier 2c. vorschreibt. im Wiesengraben an der Treptowerstraße der achtjährige Sohn mal, die empfindsamen Naturen, die beim Anblick der scheine ebenfalls unzweckmäßig, da sich keine bestimmte Regeln darüber Franz des Schönleinstraße 6 in Berlin wohnhaften Arbeiters über den Tränteimer herfallenden Pferde von Rührung ergriffen aufstellen ließen, wie lange man ein Ei als Trinkei zu betrachten Wiad. Der Knabe war mit Altersgenossen und einem Bruder werden, an den bedauernswerten Kutscher zu erinnern! Man spreche ihnen von all den andern Arbeitern, die bei dieser Hiße ihrem habe. Da das Ei der hauptstädtischen Bevölkerung als schmackhaftes, an verbotener Stelle baden gegangen, als plöglich der kleine Franz Beruf im Freien nachgehen müssen!„ Ach, die empfinden das nicht billiges"(?) und gesundes Nahrungsmittel diene, müsse jede Er- W. im Wasser verschwand. Anstatt in der Nähe befindliche Erso, die wissen sich auch zu helfen; aber die armen Tiere können sich schwerung der zur Zeit noch dringend erforderlichen ausländischen wachsene von dem Unglücksfall zu benachrichtigen, blieben die Kinder nicht selber helfen." Sollte die Sache nicht eher umgekehrt liegen? Bufuhr verhindert werden, die mindestens 5 Proz. des auf zunächst unschlüssig stehen und wollten sich dann aus Angst entEin Hund schmeißt sich aufs Pflaster, wenn's ihm zu viel wird, und 7 Millionen Schock pro Jahr ermittelten Berliner Konjums be- fernen. Auf ihr Weinen erkundigten sich hinzukommende Personen, trage. Eine Erschwerung würde eine Verteuerung und damit eine welche sofort Rettungsversuche unternahmen. Der Knabe wurde bleibt liegen, bis er sich ausgeruht hat. Ein Mensch rennt weiter Verminderung des Konsums bedeuten." 3ivar bald gefunden, alle Wiederbelebungsversuche waren jedoch denn er muß weiter rennen manchmal so lange, bis er von felber umfällt. Im Tiergarten erhängt aufgefunden wurde am Dienstag resultatlos. Die Bestrebungen der Tierschutzvereine in Ehren; aber morgen furz vor 7 Uhr der 58 Jahre alte Weichensteller Ernst zuteilen will es uns doch beinahe scheinen, als ob die oft ge- Berchner aus der Rathenowerstr. 37. Berchner war 261/2 Jahre im hörte Versicherung, daß erst die Erkenntnis der Notwendigkeit des Eisenbahndienst, 24 Jahre in Kyriz und die letzten 2/2 Jahre bei Tierschuzes die Wege bahnen werde für die Erkenntnis der Not- der Ringbahn auf dem Bahnhof Wedding. Seit einem Jahr litt er wendigkeit eines Menschenschußes, auf einem Irrtum beruht. Die an einem Kopfübel, das sich vor acht Tagen so verschlinimerte, daß Erfahrung lehrt, daß man ein sehr großer Tierfreund sein und er dienstunfähig wurde. Dieses Leiden hat ihn wohl in den Tod dennoch die ärgsten Menschenschindereien nicht mur gleichgültig mit getrieben. Das Wort ansehen, sondern sogar begünstigen kann. Ja, so sorgt der Mensch für die Tiere!" wird in dem Munde folcher Leute zu einer grimmigen Jronie. An Grubengasen erstickte vorgestern nachmittag auf dem Grundstück Neue Schönhauserstraße 11 der 17jährige Sohn des Mollereibesizers Teltow aus Hohen- Schönhausen, der dortselbst eine Im Alter von 30 Jahren verstarb hier der Tischlermeister eonhard Bambach, ein Mitbegründer der Knesebeckstraße. Die Anlage der letteren war während der Gründerzeit ein Att der Selbsthilfe zahlreicher Kleiner Berliner Handwerksmeister, die sich hier ansiedelten. So entstand hier anfangs der 70er Jahre eine ganze Tischlerkolonie und noch heute befinden sich die meisten Tischlereibetriebe in der Knesebeckstraße. er an feiner Wegen Sittlichkeitsverbrechen8, welches 15jährigen Stieftochter begangen haben soll, wurde der Arbeiter Star1 amann aus der Schönweiderstr. 10 in Rigdorf ver Baftet. Die Denunziation soll durch die eigne Ehefrau bes 5. er 118. Jult cr., im Gemertfattshaus angemeldete Ber on foll burd folgt fein. A fammlung muß umständehalber vertagt werben. Näheres wird später bekannt gegeben werden. der Versammlungen. haben, da dieselbe fo weit sie nicht durch Versicherung erfolgt aus einem für solche Fälle angelegten Fonds geschieht. Hätte man diesen Fonds, resp. einen Teil desselben, zum Bau eines etfernen Dods Briz. Ueber die Jrrfahrten eines lebensgefährlich Verletzten wird uns berichtet: Am Sonntagabend wurde in der Rudower- Schöneberg. Der Frauen und Mädchenverein Schönebergs und zur Anlage genügender sonstiger Sicherheitsmaßregeln gegen straße hierselbst der 30 Jahre alte Färber Bruno Friedemann hält am Mittwoch, den 18. Juli, abends 8 Uhr, im Saal des„ Klub Feuersgefahr verwendet, so würden die 200 Menschenleben nicht zu beklagen sein. aus der Madaistraße in Berlin, der dem Kreisturnfest beige hauses", Hauptstr. 5/6, seine regelmäßige, Mittwoch nach dem 15. Seit vorgestern Nacht ist nicht weit vom Schauplatz obiger wohnt hatte, von einem Wagen der Südlichen Vorortbahn, den eines jeden Monats stattfindende Vereinsversammlung ab, in welcher Katastrophe, in Bayonne, am untren Ende des an Hoboken grenzenden er besteigen wollte, zu Boden geworfen und überfahren. Schwer Frl. Dr. Springer, praktische Aerztin, einen Vortrag über: Altohol Jersey City's, wiederum ein Riesenfeuer im Gange, und zwar in berlegt brachte man den Unglücklichen nach einem nahen und sociale Frage" halten wird. Im Interesse des wichtigen VorLokal und bestellte telephonisch den Krankenwagen der Rigdorfer trags ist es Pflicht sämtlicher Frauen Schönebergs und Wilmers den Werken der Standard Oil Comp. Dasselbe ward durch Bliz Unfallstation. Derfelbe war baldigst zur Stelle und brachte den dorfs, in der Versammlung pünktlich und zahlreich zu erscheinen. fchlag verursacht und sind von den 24 je 30 000 Fäffer Del enthaltenden Behältern 19 von den Flammen ergriffen worden. Nur die Berunglückten, der augenscheinlich furchtbar litt, nach dem taum Gäste haben Zutritt. fübrigen fünf fonnten bei der herrschenden Windrichtung geschützt 50 Schritt entfernten reis Krantenhaus. Hier wurde dem werden, indem ein tiefer Graben angelegt und die herausSchwerverletzten jedoch die Aufnahme verweigert mit dem Bemerken, geholte Erde als 28all angelegt wurde. Dadurch wurden auch man habe feinen Plazz. Nunmehr fuhr der Unfallwagen die auf demselben Terrain liegenden beiden chemischen Werke und den Verunglückien nach der Nigdorfer Krankenanstalt an Die Lohnbewegung der Glaser wurde in einer sehr start die Kupferschmelzerei geschützt, welche unter besonderen GesellschaftsCannerstraße, aber auch hier wurde die Aufnahme besuchten Versammlung am Montag in den Arminhallen als Inhalt firmen betrieben werden, aber ebenfalls dem Deltrust gehören. Ein des Unglücklichen wegen angeblichen Plazmangels abgelehnt. der Tagesordnung besprochen. Zunächst erstattete der bisherige Teil des brennenden Oels. floß in die N. V. Bai, welche auf eine Jetzt wurde der Schwerleidende nach der Unfallstation in der Stein Vertrauensmann Bergner in Ergänzung der vorigen Versammlung große Strecke ein Flammenmeer bildete; glücklicher Weise befanden messtraße gebracht, wo Dr. Waldstein außer erheblichen Wer- Bericht über seine Thätigkeit. Es haben im verflossenen Jahre mehr ich keine Schiffe in diesem Teil der Bai, der etwas abseits vom Yekungen im Gesicht einen Bruch der Wirbelsäule fach Versammlungen, Sizungen und Zusammenkünfte über Werkstatt Schiffsverkehr liegt; auch ist bisher kein Menschenleben zu feststellte. Er verband den Kranten und schickte denselben sodann angelegenheiten stattgefunden, wodurch die allgemeine Agitation sowie betlagen gewefen. Die Bewohner von Jersey City haben schon seit mittels des Krankenwagens nach dem Krankenhause Am Urban, wo die Organisation der Glaser wesentlich gefördert wurde. Die in der Anlage der Werke an dem Plaß den Eintritt einer Katastrophe endlich die Aufnahme erfolgte. vorigen Versammlung ernannten Revisoren bekundeten die Richtig befürchtet und auf Verlegung jener gedrängt. Da aber der Das Abweisen in den beiden Krankenhäusern, wo der Verletzte teit der Abrechnung, worauf dem Vertrauensmann Entlastung erteilt Deltrust, dieser gigantischste Kapitalisten Ning des Landes Silfe fuchte, muß aufs äußerste empören. Unweigerlich hätte den wurde. Hierauf wurde Mahnkopf als Vertrauensmann gewählt. der im Senat des Bundeskongresses zur Hälfte durch Teilhaber Schwerverletzten die erste Hilfe zu teil werden müssen, die er so Ueber die Frage der Lohnbewegung entspann sich nunmehr eine leb- an seinen diversen Unternehmungen vertreten ist, die andere Hälfte dringend bedurfte. Wer will es aber jemand berargen, wenn er hafte Besprechung, in deren Verlauf die Notwendigkeit einer Lohn- und das Repräsentantenhaus sich aber durch Schmieren" dienstbar nach Bekanntgabe solcher Grundsätze der Krankenhausverwaltungen, aufbefferung von allen Rednern anerkannt und gefordert wurde. macht auch auf die Legislatur des Staates New Jersey, wie die leider nicht vereinzelt find, jedes Vertrauen zu solchen Instituten Meinungsverschiedenheit herrschte nur darüber, ob eventuell ein all auf diejenigen aller übrigen Staaten, durch letztere Procedur ent berliert. gemeiner oder partieller Streit geführt werden solle. Die Versamm- scheidenden Einfluß übt, so ist ihm auf dem" gewöhnlichen Weg" Im Plößensee ertrunken. Das unerlaubte Baden an ver- lung war schließlich einstimmig der Meinung, daß fofort nicht beizukommen. botener Stelle hat vorgestern abend wiederum ein junges blühendes bie Lohnbewegung eingeleitet werde. Es wurde infolgedessen eine Eine Nachricht von Andrée? Aus Kopenhagen meldet ein Menschenleben als Opfer gefordert. In Gemeinschaft einiger Freunde Kommission von 7 Mitgliedern gewählt, um in allernächster Beit in nahm an einer verbotenen Stelle des Plößensees der 17 Jahre alte Verbindung mit allen Werkstattvertrauensmännern einen ausführlichen Telegramm: Rigaus Bureau" erhielt heute aus Derebat( Island) Maurerlehrling Batsch aus der Wildenowstr. 3 ein Bad, wagte fich arif für Accordarbeiten 2c. aufzustellen. Der Gesellenausschuß über Leith folgende am 11. d. M. aufgegebene Depesche: Unbe dabei zu tief ins Wasser und ging unter. Voller Schreck ergriffen soll ebenfalls gehört werden. Im Princip soll aber nur Lohn schädigte Korkboje, Marke: Andrées Polarexpedition 1896, Nr. 3, die Freunde" die Kleidungsstücke des Ertrunkenen und rannten zu und möglichste Beseitigung der Accordarbeit gefordert ohne Deckel, ohne Inhalt, 7. Juli im Meer bei Lopstoedum unter den Eltern desselben, anstatt unverzüglich das Personal der Militär- werden. In einer demnächst stattfindenden öffentlichen Versammlung 63 Grad 42 Minuten nördlicher Breite, 20 Grad 43 Minuten westBoje abgeht mit dänischem Dampfer Schwimmanstalt zu alarmieren. Erst später erhielt dies Kenntnis wird der von der Kommission ausgearbeitete Tarif gleichzeitig mit licher Länge aufgefunden. von dem Unglücksfall, worauf eine Anzahl Schwimmlehrer der der Lohnforderung: 27 M. Mindestlohn bei neunstündiger Arbeits- Botnia" an meteorologisches Institut Kopenhagen". Der Fund ist Unfallstelle zueilten und nach dem Verschwundenen tauchten. Nach zeit der Beschlußfassung unterbreitet und später den Arbeitgebern natürlich bedeutungslos, da er keine Aufzeichnung von der Expedition landsich enthält. mehreren vergeblichen Tauchversuchen gelang es dem Unteroffizier zugestellt werden.-taste, sit Dettmann vom Garde- Füsilier- Regiment, den Leichnam zu finden Centra Iverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute, und zu bergen. Mittwoch, abends 82 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder: Versammlung. Gäste willkommen. Von einem Jagdteilnehmer erschossen wurde gestern abend im Walde bei Müggelheim der Drehorgelspieler August Schulz aus Rigdorf, der sich in dem Walde aufgehalten hatte, um Pilze zu suchen. Der unvorsichtige Schüße, ein Herr P. aus Köpenick, hat sich der Behörde gestellt. dnd em Dermischkes. I Marktpreise von Berlin am 14. Juli 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. " Weizen, gut mittel gering D.- Ctr. " 15, +) Roggen, gut mittel gering Gerfte, gut " 15,20 14,80 14,70 14,30 14,20 13,80 Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 12,-5, Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 1,60 1,10 1,20 1" 1,60 1,10 " 1,60 1" 1,60 1,10 " 2,60 1,80 mittel gering 60 Stud 3,60 2,20 " 1 kg 16,50 15,50 2,80 1,40 " " utittel 15,40 14,40 Bander 2,60 1,20 gering 14,30 13,30 Hechte 2,40 1,20 " " 6,16 5,32 Barsche 1,80 0,80 " " 7,70 5,50 Schleie 2,40 1,20 " Bleie Krebse 1,40 0,80 per Schot 20,- 2,50 Safer, gut " Nichtströh en In Heringsdorf gab es am Sonntag eine große Banit. An Ein Raubmord ist anscheinend in Riezneuendorf an dem aus der Anlegestation ist die Brücke, die zum Dampfer führt, an einer Berlin zurückgekehrten Bauarbeiter Schlegel, der in Riegneuendorf be- Stelle eingestürzt, und zwar während der geit, als sehr zahl-*) heimatet ist, verübt worden. Schlegel, der Vater von fünf Kindern ist, reiche Personen, znmeist Berliner, fich darauf befanden und die wurde von auf Arbeit gehenden Personen im Freigraben bei Waffermühle Ankunft des Dampfers erwarteten. Dem sehr aufregenden Vorgang Riegnenendorf tot aufgefunden. Er lag mit dem Kopf und der ist glücklicherweise niemand zum Opfer gefallen. Nachdem die Panit Bruft außerhalb des schlammigen Waffers. Die Schädeldede war fich gelegt hatte, machte die Empörung sich Luft, daß derartiges mit einem Beil oder einem ähnlichen Instrument gespalten, der linke habe geschehen können. Es wurde festgestellt, daß die Bretter der Backenknochen zertrümmert, das linke Ohr halbiert. Von der zum Anlegestelle nur 14 38oll und die Balken 5 Boll start gewesen sind. Schutz vorgehaltenen Hand war der fleine Finger getrennt. Auf Dazu waren beide start angefault, und morsche Proben davon haben dem Wege am Freigraben wurde neben einer großen Blutlache der mehrere Berliner Herren an sich genommen, um fie der StaatsHut Schlegels gefunden. Der Ermordete ist sicherlich nach dem anwaltschaft zu unterbreiten. Denn ein gerichtliches Nachspiel wird Zu bemerken ist noch, daß Graben geschleift worden. Staatsanwalt und Gerichtskommission die Statastrophe jedenfalls erhalten. find dort eingetroffen. Viele Vernehmungen haben stattgefunden. für das Betreten der Brücke, auch von den Personen, die ein UeberDer Ermordete pflegte in der Woche auf Berliner Bauten und auch fahrtsbillet befizen, am Sonntag eine Gebühr von zehn Pfennig in den Vororten Arbeit zu nehmen; Sonnabendabend kehrte er dann erhoben wird. zu der Familie mit dem Wochenlohn zurück. Als des Mordes verdächtig ist ein Mühlenbauer in Golßen verhaftet worden. Gerichts- Beifung. " Grbsen Speisebohnen Linsen 40,- 25, " 45, " 70, 25, 30, Aale +) ab Bahn. *) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 17. Juli. Die Stimmung auf dem Getreides markt war heute anfangs schwach. Das Wetter wird nicht ungünstig beurteilt, da ein mäßiger Niederschlag nach der längeren Trockenheit und starken Size ben Saaten nur förderlich sein kann. Auch vom Auslaude lauteten die Tendenzberichte nach wie vor matt, so aus Nordamerika, wo besonders Mais wesentlich im Preise gefallen ist, was auf die übrigen Artikel und auf den hiesigen Plas nicht ohne Einfluß blieb, und aus Oestreich- Ungarn, wo Weizen 10 Kr. niedriger notierte. Am hiesigen Frühmarkte war bei Mittags trat eine leichte Erholung ein, für welche ein unmittelbarer Grund nicht zu fonstatieren war. Weiterhin traten hiesige Kommissionäre als Käufer auf und die Tendenz befestigte sich wesentlich, Brotgetreide schloß zu etwas höheren Preisen als gestern. Am Futtermarkte war inländischer Hafer fest und knapp, russischer unverändert, Mais flau auf Amerika, im Preise 2,80 m. weichend. Rüböl blieb uinsatzlos, nominell unverändert. Spiritus loco wurde zu geftrigem Preise gehandelt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Ueber den Brand im New Yorker Hafen schreibt uns unser dortiger Korrespondent: Ueber das Feuer, welches am 30. Juni die Docks des Norddeutschen Lloyd, der Hamburger Paketfahrt- Attiengesellschaft und der dänischen( Thingvalla) Linie sowie die Dampfer der ersteren Gesellschaft Bremen"," Main" und" Saale" zerstörte ruhigem Geschäft Weizen 1 M., Roggen 12 bis 34 m. billiger zu haben. Wegen Betruges in zwei Fällen stand gestern der General- und dem mindestens 200 Menschenleben zum Opfer fielen, werden agent Ernst v. Böhm vor der zweiten Ferien Straffammer des die Leser schon des Genaueren unterrichtet sein. Es ist aber wohl Landgerichts I. Der Angeklagte hatte in der Brunnenstraße ein angebracht, einige Umstände zu erwähnen, welche möglicherweise vom Bureau eingerichtet, das auf dem Firmenschild als„ Allgemeine Stabel übergangen" worden sind. Boltsversicherung" bezeichnet war. Im Dezember 1898 fuchte er Es sind ungefähr zwei Jahrzehnte her, daß das Hamburger durch die Zeitung unter der Ueberschrift Lebensstellung" einen Staffen- Dock durch Feuer zerstört wurde, und seit dieser Beit hat es boten. Von den vielen sich Meldenden wurde ein Mnsiter Weigert zweimal auf dem Bremer Dock gebrannt; trotzdem aber behielt angenommen. Der Angelagte machte zur Bedingung, daß der Betverber man den gefährlichen Holzbau bei, statt wie es andre Schiffsgesellihn durch Eisen zu ersetzen. Ferner waren die eine Rautionseinlage" in Höhe von 1000 m. zu leisten habe. Es sollte ihm schaften gethan dies Geld nach dem Zinsfuße der Berliner Sparkasse verzinst werden Vorkehrungen gegen Feuersgefahr im höchsten Grade ungenügend; und außerdem sollte Weigert davon 5 Proz. Gewinnanteil beziehen. für den mächtigen, über 500 Fuß langen und bis zu seinem Ende Nach seinem Austritt sollte die Einlage 6 Wochen später zurück- geschlossenen Bau waren Wasserschläuche von nicht größerer Dimension gezahlt werden. Einige Monate später schied Weigert aus, worauf vorhanden, als wie sie zu Gartensprigen benutzt werden. Auch war der Angeklagte unter denselben Bedingungen einen andern Kassen- feine speciell für die Bedienung der Löschapparate angestellte und boten mit 800 M. Einlage fand. Keiner der beiden Angestellten er- eingeübte Mannschaft vorhanden, wie dies aus den Angaben von hielt ein Geld am Verfalltage zurück, fie glaubten, Personen hervorgeht, welche den Dockarbeitern behilflich waren, die einem Kautionsschwindler in die Hände gefallen zu sein. Schläuche mit den Hydranten der städtischen Wasserleitung zu Nachdem der Angeklagte in Haft genommen war, haben seine verbinden. Dabei lagerten stets feuergefährliche Stoffe auf dem wenigstens nach Behauptung der Beamten Verwandten für Schadloshaltung der Geschädigten gesorgt. Der Dock; freilich Staatsanwalt war nicht der Ansicht, daß der vorliegende Fall als außer einem kleinen Quantum Schmieröl tein sonstiges Del, Kautionsschwindelei anzusehen sei. Der Angeklagte habe die Vorsicht Terpentin oder dergleichen; aber z. B. Baumwoll- Ballen waren fast gebraucht, bei seinen mündlichen und schriftlichen Abmachungen das stets vorhanden, und wer solche nicht als feuergefährlich betrachtet, Wort„ Kautions- Einlage" zu gebrauchen und daß er das Geld im muß über diese Bezeichnung absonderliche Ansichten haben. Ist es Geschäft verwerten wollte, ging schon daraus hervor, daß es ver- doch bekannt, daß schon häufig auf Docks und in Schiffen lagernde Stationen zinst und gekündigt wurde und außerdem der Einlegende einen ent- Baumwolle sogar durch Selbstentzündung in Brand geraten ist. sprechenden Gewinnanteil erhielt. Unter diesen Umständen sei eine lebrigens taucht neuerdings die Bermutung auf, daß auch das betrügerische Absicht nicht nachweisbar und er müsse die Freisprechung jezige Feuer durch Baumwolle entstand, indem Funten aus dem der auf dem Doc Swinemde 762 NM des Angeklagten beantragen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Ramin eines Lichterschiffs auf einen von Hamburg Davidsohn, schloß sich diesem Antrage an und der Gerichtshof er- lagernden Baumwoll- Ballen flogen. Dieses Schiff war den auf ihm befindlichen Personen, Maschinist und Steuermann, Franti./m. 766 23 2 heiter tannte dementsprechend. in Sicherheit gebracht worden, aber die Beiden sind seitdem spurlós München 770 SW verschwunden. Ueber das schurkische Verhalten der Kapitäne und Wien 767 Still- wolfen! 19| Mannschaften einer Anzahl Schleppdampfer werden die Leser schon unterrichtet sein. Aus der Frauenbewegung. Zur Bewegung der Alt Plätterinnen. Die im Bericht der Verhandlung der Alt Blätterinnen und Wäscherinnen vor dem Einigungsamt in der Sonnabend- Nummer für Mittwoch, den 5. Wahlkreis. Socialdem. Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 19. Juli, abends 81/2 Uhr: General- Versammlung im Saale des alten Schützenhauses, Linienftraße 5. Tages Ordnung: Die Dividendenschlucker" des N. 2. sollen durch die Ersetzung erleiden des kolossalen Verlustes nicht den geringsten Abbruch zu Centralverband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Donnerstag, den 19. Juli, abends 6 Uhr, im Lokal des Stechert, Andreasstraße 21: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubell über: Aus 1. Abrechnung vom zweiten Quartal. 2. Politik und Gewerkschaften. dem Reiche Thielens. 2. Bericht des Vorstands, des Kassierers und der 3. Gewerkschaftliches. Pflicht jedes Mitglieds ist es, in dieser Versammlung Revisoren. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste sehr erwünscht. 245/ 9* zu erscheinen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Krankenkasse der Hutmacher- Englischer Garten gesellen zu Berlin ( E. S.-K. Nr. 67). Alexanderstraße 27 c. Säle für Sonnabende in den Monaten Montag, den 23. Jult, abends 8 Uhr Septbr., Oftbr., Novbr. 1900 noch frei. bei Feind, Weinstr. 11 Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Statutenänderung. 3. Wahl des Ausschusses und der Kranken: Controleure. 4. Ver: schiedenes. 19446 Im Interesse der Tagesordnung erjucht um zahlreichen Besuch Der Vorstand. O. Tschoppe. Natur- Heilverfahren. Haut, Haru- u. Blasenleiden, Frauen- Krankheit.. heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39782* R. Wagner, Ballitraße 23.) balibente. 151/1 ( fr. 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. 196/2 Mitgliedsbuch legitimiert. 1 Der Vorstand. Verein socialdemokratischer Gaft- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Freitag, 20. Juli, nachm. 5% Uhr, im Lokal des Kollegen Schumann in Rummelsburg, Neue Prinz Albertstraße 70/71: General- Devlammlung. E Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht vom zweiten Quartal. 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Antrag 3 ubeil- Lorenz betr. Ferienkolonien. 4. Bereinsangelegen heiten. Bu zahlreichem Besuch ladet ein 69/10 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald, 7. S. 61. Die Strecke Rothenburg- Glogau( Grünberg, Neufalz, Beuthen sind Zwischenstationen) ist am 1. Oktober 1871 dem Betrieb übergeben worden. Hefe. Ohne Beugen nicht zu verwenden. Französisch- Buchholz. Amtsgericht Berlin II. 2. 2. 29. Befommen Sie in jeder Qualität in jeder größeren Musikalienhandlung. Berlin Witterungsübersicht vom 17. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Barometerftand mm Wind: 764 W 763 S Buna Windstärte Wetter Temp. n. G. Stailonen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp.n.6. 2607= 9097691 4wolten! 15 1616. bed. 22 paparanda 757 NW 3 bedeckt 20 Betersburg 758NW 2wolfent 2wolkig 25 Cort 770S 2 heiter 25 Aberbeen 76423 2h1b.bed. 2 wolfen! 23 Baris Wetter Prognose für Mittwoch, den 18. Juli 1900. Etwas fühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. G Allgemeine Berliner Wetterbureau. Kranken- und Sterbefasse Familien- Sterbe- Kasse aller gewerblichen Arbeiter für Schöneberg u. Berlin zu Berlin. ( eingetr. Hilfst. 115/132). Sonnabend, den 28. Juli 1900, Sonntag, 29. Juli, vorm. 10 Uhr abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn im Saale v. Obst, Grunewaldstr. 110 Diecke, Aderstr. 123: Generalversammlung. Tagesordnung: General- Versammlung Tagesordnung: 1. Halbjährlicher Kaffenbericht. 1. Jahresbericht pro 1899/1900 und 2. Bericht des Vorstands über Bericht der Revisoren. die Thätigkeit vom Jahre 1899. 3. Berschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. 2. Festsetzung der Entschädigung für den Vorstand und die Revisoren. 3. Beschlußfaffung, in welchen Zeitungen die Bekanntmachungen der Raffe stattzufinden haben. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen sämtlicher Mitglieder erfucht 268/ 17* Der Vorstand. nach Maß Serren Anaben Anzüge ned Roj für U. 4. Wahl für die ausscheidenden Borstandsmitglieder. Es scheiden aus: Der Vorsitzende Herr Ade und der stellvertretende Schriftführer Hr.Eggert. 5. Antrag des Herrn Acke auf AbGrößte Auswahl in in- und and änderung des§ 25 des Statuts. Der Eintritt ist nur gegen Vor- ländischen Stoffen für Paletots, zeigung des Quittungsbuchs gestattet. Anzüge, Beinkleider 2c. werden Um pünktliches Erscheinen ersucht unter Garantie des guten Siges Der Vorstand. zu überaus billigen Preisen J. A.: August Acke, Vorsitzender, schnellstens angefertigt in Tuchgeschäft Gerichtstr. 57, IV. 19486 bei A.Karle, Waldemarstr. 66, Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 17. Juĭt. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Urania See- Terrasse Taubenstrasse 48/49. 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