Nr. 165. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. Pofta Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Zeitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 17. Jahrg. Dte Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber@ rpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Rmt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" 610 Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I. Nr. 1508. Zur Mülhauser Wahl. Donnerstag, den 19. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. organisierte Partei im Lande das Rücktrittsangebot des Abg. Bueb beide Oberschenkel. Lieutenant v. Wolf leicht: Schuß durch Unterangenommen habe, betrachte das Landeskomitee das Mandat des schenkel. Die Uebrigen leicht. Reichstags- Abgeordneten Bueb als erloschen. 2. Zur felben Beit griffen 3 amerikanische Bataillone, 700 Engländer, 2000 Japaner, 200 Franzosen und 50 Desterreicher von Westen Arsenal und Chinesenstadt an. Der Kampf dauerte bis abends unter schweren Verlusten und ohne bleibenden Erfolg. Um 8 Uhr abends Die Chinesen widerstanden hartnäckig. traten die verbündeten Kolommen im Westen stark erschöpft den " In Ihrer gestrigen Nummer veröffentlichten Sie furz die Rückzug an, nachts durch zwei deutsche Kompagnien als Reserve von Straßburg aus der Wählerschaft des Kreises verstärkt. Mülhausen gegenüber angeordnete Erlöschung 8. Der Gesamtverlust der Verbündeten beträgt 775 Mann. meines Reichstagsmandats. Ich habe nicht die Absicht, 4. Nach telegraphischer Mitteilung ist darauf am 14. die zur Zeit in eine Erörterung darüber einzutreten, ob und Chinesenstellung einschließlich umwallter Stadt und Citadelle eventuell wie weit circa 14 000 Wähler des vollständig genommen und 62 Geschütze erobert. Einzelheiten Kreises Mülhausen einem halben Dugend fehlen. Wir werden um Aufnahme der folgenden Erklärung ersucht: Auf diese Erklärung antwortete der Abg. Bueb durch zwei Nachdem der Abgeordnete Bucb schon vorher wiederholt weitere Zuschriften an die bürgerliche Preffe.( Expreß" vom die Absicht kundgegeben hatte, sein Reichstags- Mandat niederzulegen, 21. März und Milh. Tagbl." vom 23. März.) Die legte diefer Buteilte unterm 16. September v. J. der Parteivorstand dem unter- schriften, veröffentlicht in dem Blatt, das in dem Wahlkreise die stärkste zeichneten Landeskomitee mit, daß zwischen dem Vorstand und dem Verbreitung hat. lautete: Abgeordneten Bucb Verhandlungen in dieser Angelegenheit stattgefunden hätten und Bueb ein Agitationszuschuß von 150 Mart monatlich in Aussicht gestellt worden sei. Bueb habe daraufhin den Wunsch geäußert, daß der verabredete Betrag auf 180 Mark pro Monat erhöht und ihm sofort ein Vorschuß von 500 M. gegeben werde, der in monatlichen Raten von 50 M. von den 180 M. in Abzug gebracht werden solle. Bei Beratung dieses Antrags, so teilte der Vorstand weiter mit, hätten die Controleure Einspruch erhoben gegen die Zahlung dieses Zuschusses. Um mun, ohne die Beteiligten gehört zu haben, eine abschließende Entscheidung nicht zu treffen, habe man fich dahin geeinigt, daß die Angelegenheit einer am 24. desselben Monats zu Millhausen stattfindenden Kreisfonferenz unterbreitet werden solle, auf welcher der Landesvorstand sich vertreten lassen möge. Vorläufig wurden die 180 M. an Bueb gezahlt. Auf den 24. September war, als dieses Schreiben des Parteiborstands eintraf, bereits eine Landeskonferenz nach Straßburg einberufen, auf welcher Mülhausen durch fünf Delegierte vertreten war. Man tam überein, daß die Angelegenheit auf dieser Konferenz erledigt werden soll. Bom Parteivorstand nahmen daran Teil die Genossen Pfannkuch und Brühne, letzterer als Controleur. Straßburger Herren untergeordnet sind. Ich 5. Japanischer Admiral teilt mit, daß nach Mitteilung von dem thie das deshalb nicht, weil ich jedenfalls zur Be- japanischen Gesandten aus Peking vom 29. die Fremden von forgung der Geschäfte der politischen Gegner der Socials allen Seiten beschossen wurden, schwer bedroht waren und nur demokratie im gegenwärtigen Moment nicht beitragen will. noch Lebensmittel für zwei Tage hatten. Aus diesem Grund sehe ich daher davon ab, der von Ihnen 6. Die Eisenbahn Taku- Tientsin ist wiederhergestellt bis auf im Schlußjazz Ihrer Notiz ausgesprochenen Erwartung, daß ich eine Brücke, wo Umladung nötig ist. die fragliche Erklärung nicht ohne Antwort laffen werde, vor- Ueber Kämpfe vom 11. Juli wird aus russischer Quelle bez Iäufig zu entsprechen. Dagegen bestätige ich Ihnen die Richtigfeit Ihrer Notiz über den Zeitpunkt meiner Mandatsniederlegung und wiederhole dabei, daß ich dann den von mir zu thuenden Schritt in ausführlicher Weise öffentlich motivieren werde. Hochachtungsvoll F. Bueb. Mit dieser Schriftleistung gab der Abg. Bueb den gegnerischen Parteien die Parole für den Wahlkampf. Seine gleichzeitige BeBei Eintritt in die feinen Punkt betreffenden Verhandlungen, teuerung, er wolle jedenfalls die Geschäfte der politischen Gegner die mit der Ablehnung des fraglichen Agitations- Zuschusses endigten, der Socialdemokratie im gegenwärtigen Moment nicht besorgen, ist bemerkte der Abg. Bueb, er bitte, bei Besprechung der Angelegenheit ebenjo zu bewerten, wie sein feierliches Versprechen auf der Konferenz alle persönlichen Momente auszuscheiden. Namens in Straßburg, feinen Nachfolger in der Kandidatur, wer es auch sei. des Landeskomitees erklärte darauf Genosse Böhle, daß für das rednerisch in Versammlungen zu unterstützen. Was es mit dieser Landeskomitee, das sich einstimmig gegen den fraglichen Agitations- Unterstügung auf sich hatte, wissen die Genossen, die im Kampf geZuschuß erklärt habe, außer fachlichen auch persönliche standen haben. Gründe bestimmend seien, daß er( Redner) aber nach dem Ersuchen Buebs, von dem persönlichen Momente abzusehen, auf die Anführung dieser Gründe verzichte. richtet: Am 11. d. M. teilten Patrouillen mit, daß sich die Chinesen im Nordosten kongenstrieren. Darauf eröffnete am 10 1hr früh russische und japanische Artillerie Feuer auf die Chinesen; diese verjuchten vergeblich die Geschütze zu stürmen. Als General Stößel ein Weichen des rechten Flügels bemerkte, verstärkte er ihn durch zwei Schüzenbataillone. Zum erstenmal beteiligte sich auch japanische Kavallerie am Kampfe. Nach scharfem dreistündigen Stampfe gelang es den Schützen und der japanischen Infanterie, verstärkt durch Kosakenartillerie, die Chinesen zurückzutreiben. Viele Chinesen fielen, die Japaner verloren 67 Mann. Drei Geschütze und 360 Gewehre wurden erbeutet. Am gleichen Tage brach eine Feuersbrunst in Tientsin aus, die bald gelöscht wurde. Beking. Das Landeskomitee der socialdemokratischen Partei ElsaßDie chinesische Diplomatie versucht jetzt die Nachricht, von der Lothringens war sich wohl bemußt, daß eine unter diesen Umständen Niedermezelung der Fremden zu widerrufen, und zwar geht der erfolgende Nachwahl den Besitz des Mandats schwer gefährden Widerruf von derselben Seite aus, wie die frühere Meldung über In einer am Abend stattgefundenen Nachkonferenz, an welcher mußte; das Landeskomitee war so weit entfernt als möglich von das Massacre, nämlich vom chinesischen Eisenbahndirektor Scheng. außer den Vertretern des Parteivorstandes und dem Landeskomitee jeder Ueberschäßung der eignen Straft und Unterschägung der lofalen Diefe Ablengnungen haben indeffen keine Glaubwürdigkeit. nur die Delegierten von Mülhausen teilnahmen, wiederholte der und persönlichen Verhältnisse, deren ganz ungewöhnliche Zuspigung Das Datum der dem chinesischen Gesandten Wu- ting- fang in Abg. Bueb die Erklärung von seiner Rücktrittswahl und bezeichnete in Mülhausen das zweifelhafte Verdienst des langjährigen Abgeord Washington von dem chinesischen Gesandten in London zugegangenen es als selbstverständlich, daß er bereit sei, seinen Nachfolger neten von Mülhansen ist, der sein Mandat von der Partei empfangen Meldung, daß die Gesandten noch am Leben seien, in der Kandidatur, wer das auch immer sei, im Wahlkampfe hatte. Aber das Landeskomitee war übereinstimmend der Neber- ist der 13. Juli nach chinesischer Zeitrechnung, welcher dem rednerisch zu unterstützen. Auf Vorschlag der Mülhauser Delegierten zeugung, daß die weitere Fortdauer des bisherigen Zustands in Mil- 9. Juli in der europäischen Berechnung entspricht. In dieser Bot nahm man, vorbehaltlich der Zustimmung einer Mülhausener Wahl- hausen der Partei unwürdig sei und deren gesunde schaft wird ferner an die Mächte das Erinchen gerichtet, die Stadt freistonferenz, für diese Kandidatur den Genossen Emmel in Fortentwicklung unterbinde. Das Landeskomitee hat Tientsin nicht zu zerstören, da die Zerstörung der Stadt für den Aussicht. Die Mülhauser Delegierten waren einstimmig in der gehandelt, wie es unter den gegebenen Umständen die Pflicht ihm europäisch- chinesischen Handel von den schwersten Folgen begleitet Annahme diefer Kandidatur, wie sie einstimmig waren in der Ab- gebot. sein würde. Die Depesche ist vom 16. Juli datiert und von den lehnung des fraglichen Agitationszuschusses, nachdem der Abg. Bueb Mißverständlich und geeignet, eine falsche Auffassung zu eriveden, Bicefönigen von Ranting und Butschang und von dem Eisenbahnerklärt hatte, es könne damit auch nur ein Provisorium geschaffen ist die von den Müthauser Delegierten zur Landes- und zur Mülhauser direktor Scheng unterzeichnet. werden, er würde dennoch spätestens im Frühjahr 1900 demissionieren. Streiskonferenz unterm 1. Juli erlassene öffentliche Erklärung, wonach Der weitere Verlauf der Angelegenheit ist in frischer Er- der Landesvorstand mit Ausnahme eines einzigen Mitgliedes fich innerung. Als Termin für die von Bueb angebotene und von der gegen die Kandidatur Emmel ausgesprochen haben soll. Eine Ab Partei acceptierte Mandatsniederlegung, deren öffentliche Moti ftimmung über die Kandidatur Emmel fand im Schoße des Landesbierung Bueb überlassen blieb, war die Zeit unmittelbar nach den vorstands überhaupt nicht statt; Bedenken wurden nur ausgesprochen Gemeinderats- Ersatzwahlen, die Mitte Oktober stattfanden, vor- wegen des materiellen Fortkommens des Genossen Emmel in Milgesehen. hausen, dessen Niederlassung in Mülhausen von den Mülhauser Delegierten gewünscht worden war. Gegner der Kandidatur als solcher war im Landeskomitee tein Mitglied. Die Aufgabe der Partei im Wahlkreise Mülhausen muß es muu, Als diese Wahlen erledigt waren, der Reichstag auch wieder zusammengetreten war und der Abg. Bueb weder wie vereinbart fein Mandat niedergelegt, noch sich zu den Verhandlungen in den Reichstag begeben hatte, trat am 26. Dezember v. J. in Mit- nachdem reiner Tisch gemacht ist, sein, zu arbeiten. hausen eine Wahlkreis- Konferenz zusammen, welche durch einstimmig Die 7-8000 Stimmen vom diesjährigen 5. Juli, wenn es sich gefaßte Resolution das Mandat des Reichstags- Abgeordneten Bueb um eine organisierte Partei handelt, bedeuten ungleich mehr noch einmal zurücknahm und den Abg. Bueb ersuchte, die nötigen als die 13-14 000 vom Jahre 1898, denen keine politische Schulung Formalitäten mit einer diesbezüglichen öffentlichen Erklärung sofort und feine Disciplin, wie der Wahlausfall vom 5. Juli auch dem zu erfüllen". Nichteingeweihten gezeigt hat, Zusammenhalt verlieh. Wenn die Abg. Bueb, der an der Konferenz nicht teilgenommen hatte, Barteigenossen des Kreises Wilhausen aus dem Wahlergebnis that auf die ihm schriftlich zugestellte Resolution nichts. Durch vom 5. Juli die richtige Lehre ziehen, jo datiert von diesem Schreiben vom 25. Januar d. J. wandte sich das Landeskomitee an Lage für die Parteibewegung im Kreise eine neue Aera fragend an ihn, den Wortlaut der vorerwähnten Resolution ihm der Arbeit und der ununterbrochenen Erfolge. nochmals zustellend. Abg. Bueb antwortete durch Brief vom folgenden Das Landeskomitee Tage: je eher er das Mandat loswerde, um so lieber sei es ihm, er der socialdemokratischen Partei Eljaz Lothringens. möchte sich aber vorher noch beim Parteivorstand in Berlin vorstellen, B. Böhle, Vors. Ch. Schott, Schriftf. ,, um seinen Entscheid zu erhalten". " China. Während über die Zustände in Beling keinerlei zuverlässige Nachrichten vorliegen, bestätigt sich die vollständige Einnahme Tientsins durch die Mächte. Dagegen meldet das Neutersche Bureau" aus Shanghai vom 16. d. M. Es ist kaum noch ein Zweifel, daß der Telegraphendirektor Scheng seine Meldung aufrecht erhält, und daß die Nachrichten bezüglich des Pekinger Blutbades als zutreffend an gesehen werden können. Eine ältere Kundgebung aus dem Lager der Eingeschlossenen erhalten wir jetzt über Tientsin: Der japanische Gesandte in Pefing schrieb am 29. Juni, daß chinesische Soldaten die Gesandtschaften Tag und Nacht bombardierten, daß bei den Belagerten Mangel an Munition eintrete und daß der Untergang bevorstehe, wenn die ängstlich erwartete Entsazarmee ansbleibe. Wie der Bote erzählte, waren zu dieser Zeit in der englischen Gesandtschaft vier Tote und dreizehn Verwundete, die Schutzwachen hatten sechszehn Tote und fiebzehn Verwundete. Ter Korrespondent der„ Daily Mail" in Shangai will- von wem und vorher? erfahren haben, daß Prinz Tsching und andre fremdenfreundliche hohe Beamte Sir Robert Hart den Vorschlag machten, verfleidet zu flüchten, was ihm dadurch, daß er fließend chinesisch spricht, leicht geworden wäre. Hart habe sich aber geweigert, allein zu flüchten und die andren Ausländer zu verlassen. Zweimal und zwar das legte Mal am 5. Juli habe Hart dem Prinzen Tuan geschrieben und ihn ersucht, das Leben der Fremden zu schonen, doch keine Antwort erhalten. Am 6. Juli soll art getötet worden sein. Falls die Gesandtschaften gerettet würden, sei ihm von England, Frankreich und den Vereinigten Staaten bereits Entgegen kommen versprochen worden, und er rechne hierauf bei dem guten willen, den er zeige, auch für ſeine Verhandlungen mit den übrigen Mächten. Die Gouverneure von 11 Provinzen hätten dem Thron eine gemeinsame Dentschrift überreicht, worin die Berücksichtigung folgender fünf Punkte empfohlen würde: Das Landeskomitee enthielt sich nach Empfang dieses Schreibens und nachdem es den Parteivorstand von der Sachlage unterrichtet hatte, jedes weiteren Schrittes, bis anfangs März durch eine in Li- Sung- Tschang diktiert den Frieden! einem Straßburger Blatt veröffentlichte Mithauser Sorrespondenz Li- Hung- Tichang, der zweidentigste aller Diplomaten, will nuns die bürgerliche Presse sich der Gerüchte von der bevorstehenden mehr nach Beling reisen. Aus Kanton wird gemeldet: Mandatsniederlegung bemächtigte und der Abg. Bueb in dieser Li- ung- Tichang ficherte in der Abschiedsaudienz des Konsular nicht in der Parteipresse Zuschriften veröffentlichte( Mich. Die chinesische Diplomatie bemüht sich, allerlei verwirrende Nach: mitgeteilt, daß England und Frankreich die Häupter der chinesischen corps Ruhe im Süden Chinas zu und erklärte, er habe nach Beking Tagbl." v. 13. März, Expreß" v. 16. März), in deren erster er äußerte, seit mehreren Tagen teine Zeitung außer dem" Müth. richten zu verbreiten: so dementiert sie beispielsweise die Ermordung Megierung für das Leben ihrer Gesandten und Staatsangehörigen Tagbl." zu lesen und in deren zweiter er auf den diesbezüglichen der Fremden. Li- Hung- Tichang selbst soll sich mummehr wirklich in Peking persönlich haftvar machen. Er habe dabei als Borhalt des„ Expreß" erklärte, er lese jein Partei- Organ, die" Freie nach Peking begeben, und hat vorher eine Art Friedensvertrag zur einziger, der dies wagen konnte, der Regierung zu Peking Presse", nicht blos darum nicht, weil das Mülh. Tagbl." einen Kenntnis gebracht. Uebrigens hat die deutsche Regierung, um das offen seine Mißbilligung ihres Verhaltens ausgesprochen. ausführlicheren Lofalcharakter" habe, sondern auch und hauptsächlich chinesische Diplomatenspiel zu erschweren, den Depeschenverkehr der deshalb, weil er die Freie Presse" nicht mehr erhalte. Er habe chinesischen Gesandtschaft in Berlin unter Kontrole gestellt. angeordnet gehabt, daß das Blatt bei seinem Barbier abgegeben Auch heute laufen ungünstige Berichte über die Ausbreitung des werde, seit einiger Zeit geschehe das aber nicht mehr. Und so weiter. Aufstands ein, ohne daß andrerseits Bestimmtes über ein einheitliches sich Abg. Bueb über seine Nichtteilnahme an den Meichstags- Vorgehen der Mächte verlautete. sigungen und hob die untergeordnete Bedeutung" der Verhandlungen im Dezember hervor, hinzusetzend, daß, wenn das Fehlen in diejen Sigungen für seine Parteigenoffen Grund zu einer Aufforderung zur Der Chef des deutschen Kreuzergeschwaders meldet telegrapisch Mandatsniederleging bilden sollte, er sich wahrscheinlich in etwas den 15. d. Mts. ab Tatu: zahlreicher Gesellschaft befände". 1. Am 13. morgens haben 12 russische, 2 deutsche Compagnien, Das war, wie gesagt, im März d. J., nachdem die Linke des 2 russische Feldbatterien, 1 französische Gebirgsbatterie, die chinesische da dann noch Verhandlungen möglich seien, wobei sich die Regierungen Neichstags soeben durch Anspannung aller Sträfte die Annahme der Nordost- Stellung nördlich vom Lutai- Kanal vom Osten flankiert und der Geretteten für China verwenden könnten; lex Heinze verhindert hatte. Das Landeskomitee der Partei hielt es aufgerollt, 12 Geschütze genommen und zwei Magazine in die Luft 3. ein Entschuldigungsschreiben der Regierung hiernach nicht mehr der Würde und den Interessen der Partei ent- gesprengt. Nach Witteilung des russischen Generals haben die an den deutschen Saiser wegen der Ermordung des Gesprechend, diesem Gebahren des Abg. Bueb unthätig zuzusehen. Es Deutschen Geschüße genommen und zwei Magazine in die Luft ge- fandten v. Ketteler, sowie Vorschlag der Vermittelung audrer Mächte erließ die bekannte Erklärung vom 19. März, in welcher das Ver- sprengt. Nach Mitteilung des russischen Generals haben die und schriftliche Zusicherung der guten Absichten Chinas an Frankreich hältnis des Abg. Bueb zur Partei seit der Bekundung seiner Deutschen als Avantgarde unter Führung von Kapitänlieutenant und die Vereinigten Staaten von Amerika; Demissionsabsicht flargestellt und schließlich gesagt wurde: nachdem Weniger hervorragend gekämpft. Verlust: 6 Verwundete, darunter 4. voller Schade prinz für alle Verluste an fremdem sowohl die organisierte Partei im Wahlkreise Mülhausen wie die Matroje Humm von S. M. S. Gefion" schwer: Schuß durch Leben und Eiaentum: In einer dritten Zuschrift( Expreß" vom 19. März) verbreitete * Die Einnahme Tientsins. 1. Schuß der fremden Kaufleute und Missionare im ganzen Reich, gleichviel ob Strieg oder nicht, um das Auschen Chinas als Kulturstaat zu wahren; 2. Rettung der noch überlebenden Gesandten, 5. Anweisung an die Militärbehörden und Civilbeamten in der Provinz Tichili, die Räuber und marodierenden Truppen zu bestrafen. Im Laufe seiner Unterredung mit den Konsuln gab Li- HungTschang seiner großen Besorgnis bezüglich der fremden Gesandten in Peting Ausdruck. Er erklärte den Konsuln, daß er vom englischen Premierminister Lord Salisbury und dem französischen Minister des Auswärtigen Delcaffé gleichlautende Mitteilungen erhalten habe, worin fie für ihre Gesandten Schutz verlangte und falls dieselben getötet würden, die verantwortlichen hohen chinesischen Beamten mit Todesstrafe bedrohten. Li- Sung- Tschang übermittelte diese Mitteilungen der Kaiserin- Witwe und hatte, wie er sagte, teinen Zweifel, daß diefelben viel zur Rettung der Gesandten beitragen würden. Li- Hung- Tschang versteht, wie man sieht, das DiplomatenHandwerk. In ähnlicher Weise erklärte der chinesische Gesandte in Petersburg der russischen Regierung, daß die Ereignisse in der Mandschurei nicht im Einverständnis mit der Regierung in Beting stattfänden. Gleichzeitig versprach der Gesandte, seiner Regierung auf dem Wege über Hongkong in Peking ernste Vorstellungen zu machen und auf die ernsten Folgen hinzuweisen, die entstehen könnten, falls die Feindseligkeiten in der Mandschurei nicht aufhören in der sollten. Die Berliner chinesische Gesandtschaft ist unter Depeschencensur gestellt worden. „ Nordd. Allg. Ztg." an der Spitze des Blatts: Diese Maßregel soll verhindern, daß die chinesischen Gesandt. schaften unter einander und mit China sich verständigen und so ihre Ränke ſpinnen. Sie ist aber auch offenbar eine Maßregel des Kriegszustands, der doch immer noch nicht bestehen soll. Die Ausbreitung des Aufstands. Aus Tschifu wird gemeldet: Prinz Tuan mobilifierte bis 950 000(?) Mann, die in mehrere Corps geteilt sind. Das mördliche Corps hat Befehl. die Fremden am Amur zu vertreiben. Seine Betinger Armee ist in 4 Corps geteilt; das erste hat gegen Mukden zu marschieren und ein Teil desselben die Straßen zwischen Befing und Schanhaitwan zu besetzen: das zweite Corps wird bei Tientsin, das dritte bei Peking, das vierte bei Nanting fonzentriert; ein Teil des dritten Corps wird in der Stärke von 40 000 Mann gegen Weihaiwei und Tsingtau dirigiert. Gegenwärtig stehen in China 23 000 Japaner; die Zahl der Schüßen in Tichifu ist 3000. Eine Meldung aus Shanghai lautet: Die chinesische Flotte ist im chinesischen Meer konzentriert, wo Feindseligkeiten erwartet werden. Zur Lage in Shanghai Frebel zu fühnen, und uns unsre Kriegskosten sowie die erlittenen Schädigungen zu ersetzen. 5. Am besten regeln wir unsre chinesischen Interessen im Einverständnis mit Rußland und Frankreich. Jedenfalls ist es, bemerkt das konservative Blatt dazu, unerläßlich, über all diese Fragen zu voller Klarheit gelangt zu sein, ehe die entscheidenden Schritte geschehen. Jezt, da das Unheil in Pefing leider bereits geschehen ist, liegt uns unsre Stellung in Schanting zunächst näher als Petschili oder sonst ein andres Interesse in China. Die Zeit bis zur Ankunft unfrer Truppen in China muß zur diplomatischen Verständigung und auch zur Verständigung über die zu ergreifenden militärischen Maßnahmen ausreichen. Das ganze chinesische Problem steckt so voller Schwierigkeiten, daß jede Ueberstürzung verhängnisvoll werden kann. Wir tragen unsrer Regierung das Vertrauen entgegen, daß sie uns davor bewahren wird." der Beteiligten niemals ein so günstiges Jahr wie das letzte gekannt haben. Was die Handelsbewegung des laufenden Jahrs betrifft, so ist in den fünf Monaten Januar bis Mai die Einfuhr von Rohſtoffen von 170 673 166 Pejetas in 1899 auf 155 876 478 Beſta zurückgegangen, die Einfuhr von Fabrikaten zeigt dagegen mit 134 521 054 Pesetas eine bedeutende Steigerung gegenüber dent Betrage von 118 074 711 Pejetas des Vorjahrs. Die Einfuhr von Nahrungsmitteln bezifferte sich in 1899 auf 72 416 056 Pesetas und in 1900 auf 58 707 177 Pesetas. Die Ausfuhr von Nahrungsmitteln belief sich in den ersten fünf Monaten auf 107590721 Besetas gegen 97 593 638 Pejetas in 1899. Die Ausfuhr von Rohstoffen ist von 118 217 919 auf 114 135-768 Pesetas zurückgegangen, die aber Ausfuhr von Fabrikaten von 58 808 842 auf 64 181 497 Befetas gestiegen." Da haben wir gleichsam einen experimentalen Belveis für die Richtigkeit der socialistischen Ansicht, daß marinistische Weltmacht Die Mächte. und folonisierende Raubpolitik Handel und Industrie nicht förderit, Gine sondern zerstören. Monatelang haben all die weisen FlottenEine Anregung auf Einberufung einer internationalen Kon- professoren, die Schweinbürger und Naumänner uns zu bekehren ferenz zieds Erörterung des chinesischen Problems wird als grund- versucht, wie unendlicher Segen aus Panzerschiffen und Kolonien lose SKombination bezeichnet. Eine Nacherede hat der italienische Kriegsminister beim Ab- ströme, daß Deutschland zu Grunde gehen würde, wenn wir nicht schied der Truppen gehalten:" Rächet die Gesandtschaften! Die Erschleunigst Milliarden ins Wasser würfen. Und wie haben sich die Spekulationen dieser Klugen Herren oberung aber, nach der gestrebt wird, ist die Eroberung eines bewährt! Marktes und hierfür bedarf es vor allem der wirtschaftlichen Kraft des Landes, die durch eine große Expedition mir geschwächt werden fönnte. Eure Aufgabe ist ernst; denn das Ansehen und die Ehre des italienischen Heeres find schon in den ersten Kämpfen in Euren Händen!" ,, Das unfertige Europa". dod volt Deutschland verwickelt in blutige Abenteuer von unübersehbarer Gefahr, in schwerer wirtschaftlicher Krisis, die Milliardenflotte und den Platz an der Sonne wie Mühlsteine am Halse. Das ist das weltpolitische Deutschland. 1 Darüber meldet die Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Graf v. Bülow, hat sich veranlaßt gesehen, der hiesigen chinesischen Gesandtschaft bekannt zu geben, daß es ihr bis Hingegen Spanien nach dem wohlthätigen Aderlaß, ganz. auf weiteres nicht mehr gestattet werden könne, chiffrierte und gar nicht. weltpolitisch, nicht lüstern, der Welt den Frieden zu Es beginnt allmählich sich einiges Licht über die Dinge in China gebieten und an allen Punkten der Erde seine Kraft zu verschwenden, oder in verabredeter Sprache abgefaßte Telegramme abzusenden, und daß offene Telegramme vor der Absendung zu verbreiten. Zwei Dinge wiffen wir heute: daß die Krise des fröhlich gedeiht obwohl, nein, weil es die Panzerfähne und dem Staatssekretär zur Genehmigung der Beförderung chinesischen Riesenreichs eine Revolution ist; und daß die die Kolonien, diese saugenden Parafiten, durch einen schweren europäischen Mächte bon dieser Revolution völlig über- operativen Eingriff losgeworden ist. vorzulegen feien.. find, obgleich fie bei fie bei einigem Scharf Hoffen wir, daß wir noch rechtzeitig die Bahn der weltpolitischen rascht worden sind," hätten blick die Lage erkennen müssen und rechtzeitig Abenteuerei verlassen- ehe uns spanische Lehren fühlbar beVerblendung der europäischen schieden werden! gewarnt waren. Die Staatsmänner ist geradezu unbegreiflich. Ein Volk Handel und Weltpolitik. 4-500 Millionen fommt doch nicht in eine so gewaltige und leidenschaftliche Bewegung, ohne daß das sich vorher bemerkbar Die Handelsinteressen sind bekanntlich zur Beschönigung macht. Allein die europäischen Staatsmänner hatten sich in den der Besizergreifung von Kiautschou und des Baues der Wir protestierten Glauben versenkt, das chinesische Volk denke nicht, fühle nicht, Milliardenflotte vorgeschoben worden. sei eine tote Masse, und China„ ein Kuchen", den man sofort dagegen und wiesen an dem Beispiel Frankreichs nach, Für diesen verhängnisvollen daß der Besitz einer großen Striegsflotte dem Handel nicht nach Belieben aufteilen" tönne. Wenn aber die Staatsmänner förderlich ist. Thatsächlich hat der Handel Deutschlands, Irrtum ist die Strafe erfolgt, wie etwas namentlich auch mit China, nicht auf die Flotte gewartet; Irrtümer begehen, dann haben die Völker zu büßen er hat vor Auftauchen der Weltpolitik einen gewaltigen modifiziert der lateinische Vers besagt. " Das unfertige Europa( Europe the unready)- schreibt Aufschwung genommen, und ist durch diese Weltpolitik ein Londoner Blatt: die" Daily News", spielt in diesem furchtbaren fch mer geschädigt worden. Daß die Weltpolitik uns den fo viel versprechenden Handel Drama eine gar jämmerliche Rolle. Keine Macht fah die Gefahr voraus. Alle Mächte thaten, was die Gefahr ver- mit Japan gänzlich verpfuscht hat, das haben wir in einem stärken, ja schaffen mußte. Einige Mächte weigerten früheren Artikel ziffernmäßig dargelegt. Jezt hat die Weltsich direkt, zu thun, was die Gefahr hätte abwenden politik unserm Handel mit China, auf den mit Recht wird noch berichtet, daß die Woosung- Forts verstärkt worden. In tönnen. Die Rückkehr eines dämonischen Weibs an den Hof( der sehr große Hoffnungen gesetzt wurden und der auch, wenn den letzten Tagen bemerkte man, wie ein kleiner chinesischer Dampfer Kaiserin- Witwe) wurde mit dem Wort„ Palastrevolution" abgethan. die Regierung sich begnügt hätte, die Interessen des deutschen öfters die Forts mit einem Frachtboote im Schlepp mit Truppen Man schnitt luftig und sorglos in den Kuchen hinein und achtete Handels friedlich zu wahren, einer ungeheuren Ausdehnung für das Arsenal in Shanghai verließ und von dort wahr nicht der Warnung Gordons( des späteren Helden von Chartum, fähig war, folossalen Schaden zugefügt. Daß die furchtbare scheinlich mit Munition für dieselben zurückkehrte. Die der lange in China war),„ daß ein stolzes Volt sich das nicht auf Feuersbrunst, welche die Weltpolitit in Ostasien entzündet fremden Konsuln wünschten, daß die chinesischen Behörden die Dauer gefallen lassen werde". Als die Vorzeichen tamen, hat, allem Handel mit China ein Ziel setzt, und daß von die Fahrten des Dampfers untersagten, das Schiff ist jedoch wieder wurden sie von keiner Macht verstanden. Zahlungen für dahin gelieferte Waren nicht die Rede sein kann, schwer beladen hier vorübergefahren. Die Konsuln traten zu einer Und als die Katastrophe hereinbrach, da hätte das Leben das ist einfach selbstverständlich. Und günstigen Falls wird Beratung zuſammen und beſchloſſen, den Verkauf von Waffen in der aller Fremden in Peking noch gerettet werden können, es jahrelang dauern, ehe der Feuersbrunst wieder ein Fremdenniederlassung an die Chinesen zu verhindern. Infolge verelende wenn die Eifersucht der Mächte nicht Zustand der Ruhe folgt, der friedliche Handelsbeziehungen schiedener hier umlaufender Gerüchte herrschte Aufregung. Der„ Daily Mail" wird aus Shanghai vom 17. Juli' gemel- verhindert hätte, daß die einzige Macht, die, weil nahe dem ermöglicht. Der Schaden, den die Weltpolitik in China angerichtet bet: Es gelangten Nachrichten hierher, daß am 9. Juli in Schauplay, helfen konnte, zum Handeln die Möglichkeit fand. Tahen, der Hauptstadt von Schansi, vierzig Ausländer und Die Ränke und Eifersüchteleien der Mächte in China werden eine hat, kann auf Hunderte von Millionen geschäzt hundert chinesische Christen niedergemetzelt worden find. der schmutzigsten Kapitel der Geschichte füllen. Und um das werden. Ganz besonders hat Deutschland zu leiden, dessen mit China Tausende gut bewaffneter Chinesen befinden sich in der Maß der Schande voll zu machen, erlauben die europäischen Handel jüngeren Datums ist, als der Umgegend Die und Shanghai. bon Befremdenfeindliche englische Stöße nicht so so gut aushalten kann. Mächte, daß den Chinesen aus Europa fortwährend Waffen zuwegung verbreitet sich schnell in Mittel- und Süd- China. geführt werden, um die Soldaten der europäischen Mächte totzuschießen." Von allen Seiten kommen Berichte, daß die deutsche Eine Nachricht aus Nanking besagt, infolge der Befehle des Die„ Daily News" kommt schließlich zu dem Urteil, daß, ganz ab- Industrie durch die chinesische Krise, diese Frucht der WeltPrinzen Tuan herrsche eine große militärische Bewegung wegen In Rheinland- Westfalen, in des Erscheinens der Japaner auf chinesischem Boden. Der gesehen von der Furchtbarkeit der Katastrophe, die zünftigen politik, schwer geschädigt ist. „ Staatsmänner" niemals so eklatant ihre Unfähigkeit bewiesen haben, Schlesien, in Sachsen, überall dieselben Klagen, Stocken der Bicelönig von Nanting habe den fremden Konsuln angezeigt, und daß fie der Aufgabe, die sie zu lösen berufen find, topf- Industrie, Entlassung von Arbeitern. Und aus dem Wahldaß er für die Ereignisse in Schao- fin, Ningpo und Tschutschau kreise des alldeutschen Weltpolitikers Hasse, der dein deutschen Handel goldene Berge versprach aus Leipzig die Verantwortung nicht übernehmen könne. Die Ausländer eilten und planlos gegenüberstehen und uneinig. kommt heute die Hiobspost, daß infolge der chinesischen Krise die Leipziger Wollfämmerei" 200 Arbeiter entlassen muß, und auch andre Fabriken, wie die„ Leipziger Volkszeitung" mitteilt, aus dem gleichen Grund viele ihrer Arbeiter entlassen. Als Köder für die Krupp- Stummsche Milliardenflotte diente, wie man sich erinnern wird, die Behauptung, fünfzig Tausend deutschen Arbeitern würde durch den Bau der Flotte lohnende Arbeit geschafft. Wirklichkeit ist, daß weit mehr deutschen Arbeitern durch die Weltpolitik ihre Arbeit schon genommen ist oder in Bälde geUnd die Krupp Stummsche Milliardenflotte ist nur ein Stück Weltpolitik. Die Milliarden, die wir für diese Flotte ins Wasser werfen, sind nur der kleinere Teil dessen, was das deutsche Volk für die Weltpolitik zu zahlen haben wird diesem schlimmsten Feind des deutschen Handels und der deutschen Industrie. nach Shanghai, wo wenig Truppen seien. Die Lage sei bennruhigend. Aus Ningpo, wo die Häuser in Brand gesteckt und die Missionare mißhandelt würden, seien 16 Ausländer angekommen. Die aufständische Bewegung habe sich Südchinas bemächtigt, die Fremden in Tschuauitschu und Intschu würden angegriffen und es herrsche allgemeine Panik. Politische Neberlicht. e8 Berlin, den 18. Juli. Der Segen verlorner Kolonien. Ein Telegramm des französischen Konsuls in Shanghai vom Die spanische Weltpolitik ist im Strieg mit Amerita zerschmettert 13. d. M. besagt, daß Missionare in der Provinz Tschetiang worden. Spanien hat seine Kolonien, seine Flotte verloren und da und in der Mandschurei angegriffen wurden. mit nach der Logit unsrer Welt- und Flottengauklerden wirtEin Telegramm des französischen Konfuls aus Hankan vom schaftlichen Ruin erlitten. Wenn die Entwicklung von Handel und 11. d. M. besagt, daß an genanntem Tage alles an seinem Wohnsize Industrie auf Kolonien und maritimer Seemacht beruht, so muß ja ruhig war. Der Vicefönig ergriff Maßnahmen, um Unordnungen in Spanien, nachdem es Kolonien und Seemacht eingebüßt, jetzt in der nommen werden wird. feinem Gebiete vorzubeugen. Das europäische Bahnpersonal hält wirtschaftlichen Entwicklung schlimm zurückgehen. die Bahnlinie Hantau- Befing bis zum 215. Kilometer besetzt, die Was zeigt sich nun aber in Wirklichkeit. Spanien blüht Frauen und Kinder derselben sind jedoch nach Hankan gebracht. auf, nachdem es den weltpolitischen Schwindel hat aufgeben Der apostolische Vitar in Honan telegraphiert, daß er in seinem müssen ohne Kolonien und Flotte- beginnt sich ein belebender Size Nan yang fou angegriffen wurde, der apostolische Vikar im Aufschwung zu zeigen. * nördlichen Hupe berichtet, daß die Missionsanstalten in Siang- yang Die Vossische Zeitung" stellt in ihrem Handelsbericht zerstört worden seien und daß es den Anschein habe, als ob die auf Grund zuverlässiger Berichte und nach der jüngsten Statistik für Aufstandsbewegung sich von Pefing aus nach dem Süden ausbreite. Spanien eine Periode wirtschaftlichen Anfschwungs" fest,„ die in Der französische Stonjul in Tichung- fing telegraphiert vom 11. Juli, einem lange nicht gekamuuten Gedeihen ihren Ausdruck gefunden hat. daß in der Provinz Sztschwan alles ruhig wäre und daß die Obwohl Spanien durch den Verlust von Kuba, Portorico und den Konsuln im Hinblick auf etwaige Ruhestörungen einen Dampfer Philippinen wertvolle Abfagmärkte einbüßte, zeigt Handel und In zurückgehalten hätten, welcher gegebenenfalls die Europäer fort dnstrie eine lebhafte Aufwärtsbewegung: bringen könnte. " Ueber die Lage in der Mandschurei liegen folgende Meldungen vor: Aus Chaborowsk wird unter dem 14. d. M. gemeldet: Der Dampfer Großfürst Alerey" brachte aus Charbin 300 Frauen und Kinder von Bahnbediensteten. 40 Werst von Charbin sammelt sich der chinesische Landsturm. Das Lager und die Zelte konnte man von dem Dampfer aus sehen. Die Holzdepots sind unversehrt, die Schiffahrtssignale und das Fahrwasser frei. General Gribski meldet aus Blagowjeschtschenst: Die Chinesen haben längs des Amur bei Aigun und Blagowieschtschenst in der Ausdehnung von 20 Werst Schanzen aufgeworfen und Batterien gebaut, die sie mit 40 Kanonen besetzten. Bei der Beschießung von Blagowieschtschenst hatten die Chinesen 8 Geschütze und 2000 Mann. Die deutsche Politik. Auf die den Nacheschreiern gegenüber sehr zurückhaltende Auffassung der deutschen Regierung, wie sie ein offiziöses Telegramın der Köln. 3tg." zum Ausdruck brachte, haben wir bereits gestern hingewiesen. Sehr maßvoll und nüchtern urteilt auch die Rreuz- 8tg.", die folgende Thesen aufstellt: 1. Der Bug gegen Beting ist nur bei gemein. samer Aktion aller Mächte von Deutschland mitzumachen. 2. Der Schiverpunkt unsrer Interessen darf nicht über das schon jetzt unter unserm Einfluß stehende Gebiet in Schantung ausgedehnt werden. 3. Erwerbung chinesischer Territorien ist nicht weiter zu wünschen. 4. Deutschland hat jede Regierung in China an zuerkennen, welche bereit und fähig ist, die geschehenen " " Im Jahre 1899 wurden 61 Gesellschaften mit einem Kapital von 128 Mill. Bej. gegründet; in 29 Fällen handelte es sich um Pes. Schiffahrtsgesellschaften, ferner waren darunter 7 Banten, 8 Zuckerfabriken, 6 Elektricitätswerke, 7 Minengesellschaften und Metallfabriken. Große Aufmerksamkeit wurde auch dem Erziehungswesen geschenkt und u. a. eine Art technische Hochschule gegründet. Die Erzgewinnung des Deutsches Reich. " Flotten Excellenz? Wie die Germania" meint, haben der Präsident des Reichstags, Graf Ballestrem, den Excellenz- Titel erhalten, als ein Zeichen der hohen Befriedigung des Kaisers über das Zustandekommen des Flottengefeges. Dieser Titel würde demnach das deutsche Volt mehr als fünf Milliarden kosten. Die Friedenskonferenz des Weltkriegs. Die„ Frankfurter Zeitung" meldet aus Amsterdam: In den ersten Tagen des September werden Bevollmächtigte aller Staaten die Aften zur AnEinen Beweis für die Belebung des gewerblichen Verkehrs erkennung der Beschlüsse der Friedenskonferenz unterzeichnen. Es des Landes findet sich in der starken Zunahme der Einfuhr findet alsdann eine Zusammenkunft zur Ernennung eines Generalvon Kohlen, vorzugsweise aus England. So stieg allein Sekretärs und der nötigen Beamten statt. Auch die Geschäftsordnung der Import von Kohlen und Coaks in dem Hafen Barcelona wird dort festgestellt. von 379 425 To. in 1898 auf 526 876 To. in 1899. In den ersten Während die Welt brennt, halten die Feuerwehrleute in der fünf Monaten des laufenden Jahres hat allerdings diese Einfuhr Ferne eine Lösch- Parade ab! nicht ganz die vorjährige Höhe erreicht. Dieser Rüdgang dürfte ein Verbrechen, das mur aber darauf zurückzuführen sein, daß in Folge der teuren Frachten Ein ,, unerhörtes Gemehel", und Kohlenpreise der Abbau spanischer Kohle einen kräftigen Barbaren" begehen konnten, soll der Pekinger Fremdenmord gewesen sein, wie ein Teil unsrer Presse am lautesten fast die Impuls erfahren hat. uns vorzetern. Nun überschritt tollgewordenen Hämmel" des Freisinns Bezirks Bilbao die von 1898 um 30 pet. Die stärkste Ausfuhr aus Bilbao an die Pariser Bluthochzeit und an die Sizilianische Vesper haben mit dem pharisäischen Trost: nach ging mit 3955 000 To. während England, nach verschiedene Blätter schon erinnert Wir wollen an Neueres erinnern Deutschland 44 000 To. und nach den Vereinigten Staaten 75 000 es ist schon lange her. an weit Schlimmeres, das mitten in dem Civilisations= To. verschifft wurden. Im ganzen waren 220 Minen im Distrikt und in Bearbeitung, darunter 204 Eisenerzgruben. 1899 wurden in herd unseres civilisierten Europa geschehen ist und zwar unter dem ganz Spanien 9 344 320 Tonnen Eisenerze gewonnen gegen Beifall sämtlicher Parteien mit alleiniger Ausnahme der Socialisten. 7197 045 Tonnen in 1898. Ani 1. Januar 1899 betrug die Zahl Wir reden von der blutigen Maiwoche in Paris", die der Minentonzessionen int Distritt San Sebastian 497, dann weit blutiger war als die blutigen Juni- und Juliwochen von 364 Eisenminen, 38 Bleiminen, 4 Kupferminen und 36 Zinkminen. Beting, denn es sind dort mehr Tausende hingeschlachtet worden als Während des Jahres wurden nicht weniger als 112 nene hier Hunderte. Und es waren nicht Menschen, die nach den Geboten Von eines Patriotismus, der auch bei uns in allen Schulen gelehrt Kouzeffionen bewilligt, davon 101 auf Eisengruben. andren Gewerben sind noch die Baumwoll- und die Leinen wird, Fremdherrscher und Eindringlinge totschlugen, sondern Menschen, Industrie zu erwähnen, welche nach übereinstimmender Ansicht die ihre Mitbürger und Landsleute ermordeten, weil diese ihren Mit Die Aeußerung des Staatsanwalts Petersen fiel gegenüber dem menschen Gutes thun und das arbeitende Volt aus den Klauen, wahrscheinlich weil sie nicht eifrig genug für dies des Kapitalismus erretten wollten. Parteizwede gearbeitet haben", und entrüstet sich dann Verteidiger des Grafen Arnim, der mit dem Vorstand und dem Gewißes find greuliche Dinge, die sich in Peking zugetragen zwanzig Beilen weiter unten über den schnöden Undank der Mül- Aufsichtsrat der Pommerschen Hypothekenbant angeklagt war, weil haben, allein sie reichen nicht entfernt an das entsegliche Rachewert, hauser Genoffen folgendermaßen: die Bank seit Jahren faliche Bilanzen veröffentlicht und das unsre Civilisation im Mai 1871 der Pariser Kommune gegen- Bei der Socialdemokratie, für welche die beiden soviel geendlich, als die verschleierte Unterbilanz an den Tag tam, ihre über für erlaubt nicht bloß, nein für eine Pflicht der kapitalistischen wirft haben, daß ihnen zu thun fast nichts Genossen und Pfandbriefinhaber um einige Millionen erleichtert hat: Civilisation gehalten hat.. mehr übrig blieb, gilt anscheinend das Wort nicht: Dem Gegenüber dem Grafen Arnim, der als Vorsitzender des AufsichtsVerdienst die Krone." pour rats an der Spize der Hypothekenbank stand, war die Sache insofern Zur Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen Um den Widerspruch noch auffallender zu machen, testiert sie fompliziert, als die Bant dem Grafen auf sein Gut Nassenheide noch in Werkstätten mit Motorbetrieb. Für Werkstätten, in welchen dazwischen den Ausgeschlossenen, daß sie es an der Dogmentreue" 700 000 92. Landschaftlicher Hypothek nach 23/4 Millionen Mark nicht bloß vorübergehend durch elementare Kraft( Dampf, hätten fehlen lassen, der von oben" verlangt werde. Nach den geliehen hatte. Nach dem Gutachten eines Sachverständigen ist das Wasser. Wind, Elektricität, Gas 2c.) bewegte Triebwerke Darlegungen in unsrer heutigen Nummer über den Fall Bueb Gut aber nur 23/4 bis 3 Millionen Mark wert. Nun ist die Wertandre Sachverständige Zur Verwendung fommen, treten am 1. Januar 1901 fönnen wir das von der„ von oben" verlangten Dogmentreue füg: schäßung eines Guts nicht so leicht; die Bestimmungen des§ 154 Absah 3 der Gewerbe- Ordning lich auf sich beruhen lassen. Der Geistreichtum der Bost" verrät rechneten mehr heraus, und deshalb ließ die Staatsanwaltschaft die in Kraft. Der Bundesrat hat soeben die Ausführungs- Bestimmungen sich in dem Sat: Beide haben sich der Parteivertretung dadurch Antlage auf Untreue gegen den Grafen fallen. dazu erlassen. Danach dürfen in Werkstätten mit Motorbetrieb, in unangenehm bemerkbar gemacht, daß sie 1890, 1895 und 1998 die welchen in der Regel zehn oder mehr Arbeiter beschäftigt Mandate im ersten Wahlgange eroberten." Danach gehört es werden, Kinder zwischen 13 und 14 Jahren, welche nicht mehr zum wohl auch zu den Dogmen der Partei, daß ein Mandat erst in der Besuch der Volksschule verpflichtet sind, täglich nicht mehr als Stichwahl erobert werden darf. Besonders reizend aber nimmt sich zehn Stunden beschäftigt werden. In Schleifer- und Polier- Werk- in dem Organ des absolutistischen Beherrschers von Saararabien stätten der Glas-, Stein- und Metallverarbeitung darf jedoch ihre folgender Saz aus: Beschäftigung die Dauer von sechs Stunden täglich nicht über- Dieses Scherbengericht jarakterisiert den gewaltthätigen schreiten. Auf die Werkstätten mit Motorbetrieb, in denen Geist der Socialdemokratie." in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden, Wer gedenkt dabei nicht der von uns veröffentlichten Stumm finden von dem oben bezeichneten Datum die Bestimmungen Briefe! Per§§ 135 bis 138 der Gewerbe- Ordnung Anwendung; diefe Wertstätten werden damit also bezüglich der Kinderbeschäftigung im wesentlichen mit den Fabriken gleichgestellt. In der gleichen Art werden auch die Arbeitsverhältnisse der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen sowie die der Frauen über 16 Jahre den Bestimungen der Gewerbe- Ordnung unterworfen. Immerhin blieben nun die starken Bilanzfälschungen und ein falscher Bericht an den Staatskommissar übrig. Unverkennbar ver antwortlich dafür waren die Direktoren. Thymm und Uhsadel. Die übrigen Angeklagten erklärten sich für Landwirte und wußten von den Geheimnissen der Buchführung weniger als nichts. Und die Sachverständigen meinten denn auch, man fönne es den Aufsichtsratsmitgliedern nicht zuni Vorwurf machen, wenn sie falsche Buchungen nicht entdecken könnten. Dazu müsse man schon beständig an der Geschäftsleitung teilnehmen. Unter diesen Umständen hat allerdings die Garantie, welche der Aufsichtsrat Genossen und Aktionären geben soll, feinen erheblichen Wert. Besuch bei den Notleidenden. Von Mitgliedern des StaatsZweierlei Recht giebt es nun zwar in Preußen nicht, wohl aber wissenschaftlichen Seminars der Berliner Universität und Studierenden zweierlei Rechtsauffassung; das beweist ein Vergleich des Urteils, der Landwirtschaftlichen Hochschule wurde jüngst unter Leitung des zu dem die Richter gekommen sind, mit den Anträgen des Staats Professors Mar Sering eine Erkursion ins Havelland unter anwalts. Selten ist der Unterschied zwischen dem richterlichen Urteil nommen, um Güter und Bauernwirtschaften kennen zu lernen. Nach und dem Antrag der Staatsanwaltschaft so schroff ausgefallen, wie den Mitteilungen, die über die Studienfahrt verbreitet werden, in dem Stettiner Prozeß. Wie oft überraschen unsre Gerichtsurteile Die Unternehmerschaft und König Stumm im Kriege mit ging die Reise nach einem Besuch der landwirtschaftlichen durch die ahnungsreiche Uebereinstimmung der Strafmaße, mit der dem Bürgerlichen Gesetzbuch.§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Lehranstalt in Nauen nach der Domäne Liezow; in Staatsanwalt und Gerichtshof sich in den weiten Grenzen, die unser bestimmt bekanntlich, daß der Arbeiter des Anspruchs auf Lohn da- diesem Ort die Bauerngehöfte von Bredow, Strafgesetzbuch läßt, zurecht finden. Wie wenig aber ist von dieser durch nicht verlustig geht, daß er für eine verhältnismäßig nicht Herm. Gorgas, Schönberg, Schmidt und Buge besucht. Uebereinstimmung zu merken in dem Stettiner Prozeß! erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne Von hier erfolgte Weiterfahrt nach Martee, wo das Rittergut Da ist zunächst die große Hauptfrage, ob Graf Arnim überfein Verschulden an der Dienstleistung verhindert ist". Nach dieser des Herrn Stolze besichtigt wurde. Hieran schloß sich noch der Be- haupt zu verurteilen sei. Der Staatsanwalt und der Erste StaatsVorschrift ist also der Lohn auch Accordlohn- z. B. bei Wahr- such der Bauerngehofte von Schrobsdorf, Eichstädt und Schmidt in anwalt bejahen diese Frage: der Antrag lautet auf sechs nehmung von Terminen, von Kontrollversammlungen, furzen Krant- Martau. Allenthalben war man von dem Gesehenen in hohemi Monate Gefängnis, die allerdings als verbüßt durch die heiten( dadurch entfällt der Nachteil der Karenzzeit) zu zahlen. Grade befriedigt; die vortrefflichen Einrichtungen Unterfuchungshaft angesehen werden sollten. Die Haft hat ein Jahr Solche Bestimmung war bei einigen Unternehmern, z. B. in der der Wirtschaften, der vorzügliche Viehstand, die gedauert! Das Gericht aber sprach den Grafen Arnim und mit optischen Anstalt von Zeiß in Jena, schon vordem aus üppigen Felder erregten allgemeine Bewunderung, und der ihm alle Angeklagten, außer den beiden Direktoren frei. Der Staatsfreien Stücken eingeführt, der größeren Menge der Unter- Führer der Exkursion. Professor Sering, fagte: In der vermeint- anwalt hatte gegen den Angeklagten v. Blumenthal 4 Monate Genehmer ist sie aber ein Dorn im Pfahle des Verdienstes. lichen Streusandbüchse des heiligen römischen Reiches sei durch ungefängnis beantragt. Das Gericht sprach ihn frei. Gegen die Direktoren Sie haben, wie wir wiederholt darlegten, gegen diese Bestimmung heuere Energie und große Intelligenz etwas geschaffen. das der Thymm und Uhfadel waren 2 Jahr bezw. 1 Jahr Gefängnis, gegen losgedonnert und versucht, sie durch Arbeitsordnung auszuschliezen. vollsten Anerkennung wert jei." ersteren auch 3 Jahr Ehrverlust beantragt; die Untersuchungshaft von 1 Jahr sollte nicht angerechnet werden, weil sich die Angeklagten nicht als schuldig bekennen wollten. Das Gericht aber hat nur auf 6 Monate bezw. 6 Wochen Gefängnis erkannt und diese als verbüßt erachtet. So ist denn die große Aktion gegen die Bankleiter aus. gegangen wie das Hornberger Schießen. Solcher Ausschluß ist ungiltig, weil er gegen die guten Sitten ver- Profeffor Sering hat sich längst den Agrariern mit Leib und stößt. Das ist von der Mehrzahl der Rechtslehrer und Gerichte und Seele verschrieben. So werden wohl seine politischen Gönner wenig auch von Gewerbe- Inspektoren und Polizeibehörden anerkannt. gegen die Feststellung einwenden können, daß sich sogar die LandDarob war auf dem Verbandstag des Bunds der Großindustriellen wirte auf dem märkischen Sande vortrefflicher Einrichtungen, vor großes Lamento. Sie müßten es sich verbitten, riefen da einige züglichen Vichstandes und üppiger Felder erfreuen. Wie viel besser Kommerzienräte aus, daß Beamte und Polizei ihnen eine Belehrung wird das nun erst alles sein, wo noch günstiger Boden dazukommit, darüber geben, was" gute Sitten" seien. Auch König Stumm in der Provinz Sachsen, in Pommern. Ost- und Westpreußen 2c. hat sich an diesem Wettlauf gegen die guten Sitten und gegen das In einem Staate, wo es den Landwirten möglich ist, ihre WirtBürgerliche Gesetzbuch beteiligt. Durch Zusatz zu seiner Arbeits: schaften durch Jahrzehnte hindurch in so hoher Blüte zu halten, da ordnung hat er für das Neunkirchener Eisenwert festgelegt. sollte man doch das Gerede von den„ Notstand" unterlassent. Dem§ 10 der Allgemeinen Arbeitsordnung für das Neunkircher Eisenvert wird folgender Saß vorangefeßt: Der Arbeiter fann keinen Lohn für solche Zeiten beanspruchen, in denen er durch einen in seiner Person liegenden Grund an der Arbeit verhindert worden ist, auch wenn die Verſännis entGebrüder Stumm. hat. Zum Fremdenkrieg. In Bochum besteht ein polnischer Gesangverein" alla", der mit Politit nichts zu thun Trozdem wird dem Verein seit einiger Zeit die Ehre der polizeilichen leberwachung in seinen Wersammlungen zu teil. In der legten Monatsversammlung, die sich ausschließlich mit Gejangsangelegenheiten befaßte, fragte ein Mitglied, wie die Polizei dazu komme, den Verein zu überwachen. Darauf erklärte der Beamite die Versammlung für aufgelöst! Der Verein hat gegen dies Vorgehen Beschwerde eingelegt. Auf der andern Seite werden sich strebsame Verteidiger die Der Prozeß ist von großer Bedeutung unter dem Gesichtspunkte der Ereignisse, die man von der hereinbrechenden wirtschaftlichen Krije erivarten muß. Graf Arnim und die übrigen Angeklagten haben. davon profitiert, daß noch kein Sturm wegen verkrachter Gründungen durchs Land geht. Alle Reden, alle Aussagen, alle Meinungen und das Urteil wären höchst wahrscheinlich anders ausgefallen, wenn wir in einer Zeit lebten entsprechend derjenigen von 1875. Gutachten und Aussagen und das daraufhin ergangene Urteil Protokoll nehmen und es in den kommenden Prozessen berierten, schuldbar und von nicht erheblicher Dauer iſt. Dieser Zusatz tritt 14 Tage nach heute in Kraft. vor allem jenes wertvolle Gutachten, daß ein Aufsichtsrat von der Buchführung nichts zu verstehen braucht und die Bilanzen im VerNeunkirchen, den 2. Januar 1900. trauen auf die Direktoren und Buchhalter unterschreiben darf, auch wenn diese Bilanzen stark gefälscht sind. Aber vielleicht wird dies Der Schloßherr von Neunkirchen hat bekanntlich ein eigenes alles andre Angeklagte nicht vor der Verurteilung schüßen, sobald Cherecht ſeinen" Arbeitern gegeben. Dem reiht sich würdig das Der Konsum des Rohrzuckers ist in Spanien seit dem Verlust Stimmung und Meinung unter der veränderten Auffassung einer Sonderrecht wider die guten Sitten" und das Bürgerliche Gesez der westindischen Kolonien erheblich zurückgegangen. Eine große allgemeinen Entrüstung verschoben sein werden. buch" an. Nach der Gewerbe- Ordnung ist dieser gesezwidrige Busaz Zahl von Zuckerfabriken sind im Lande neu entstanden, welche alle Aber zweierlei Recht? Bewahre! Es ist ein Recht, nur ge aus der Arbeitsordnung polizeilich zu entfernen, denn§ 134f G.. heimisches Rohmaterial verarbeiten. Der Anbau der Zuckerrübe hat handhabt unter verschiedenen Umständen, angesehen und beurteilt ſchreibt vor: Arbeitsordnungen und Nachträge zu denselben, deren beträchtlich zugenommen. Der durchschnittliche Jahresverbrauch an von verschiedenen Männern, in verschiedenen Zeitläuften, ohne, daß Inhalt den gesetzlichen Bestimmungen zuwiderläuft, Buder beträgt in Spanien ca. 90 000 Tonnen. Die Zahl der Zucker- damit den unter veränderten Umständen verschieden Rechtfind auf Anordnung der unteren Verwaltungsbehörde durch gefeß- fabriken ist nunmehr auf 30 gestiegen, welche den Gesamt- Inlands- sprechenden ein Vorwurf daraus gemacht werden soll und kann. mäßige Arbeitsverträge zu ersehen oder den gesetzlichen Vorschriften bedarf nahezu decken. 1897 betrug die Zuckereinfuhr noch Nur schade, daß es für den Angeklagten ganz gleich ist, ob. entsprechend abzuändern". In Neunkirchen ist dies noch nicht geschehen. 28 000 Tonnen, 1898 dagegen mir noch 8600 Tonnen. Die Zucker ihn ein andres Recht siedet, oder eine andre Rechtsauffassung Dies gesezwidrige Vorgehen derer, die an Flottenpanzerherstellung ausfuhr nach Spanien wird also für die deutsche Zuckerindustrie bratet. Millionen verdienen, wird hoffentlich im Reichstag seine gebührende immer aussichtsloser. Kennzeichnung erfahren. Man sieht aus dem Kampf des Großunternehmerthums gegen den§ 616, den übrigens z. B. Professor Ehrlich für zwingendes Recht hält, wie wenig Achtung vor dem Gesez Stapitalisten innewohnt. " Ausland. Rumänien. Gegen die Errichtung von Jnnungs- und BetriebsKrankenkaffen hat die hessische Regierung Stellung genommen, indem sie auf eine diesbezügliche Eingabe der OrtsStranfenfassen entschieden hat, daß Innungs- Krantentassen 2c. nur Kabinettswechsel. Carp wurde beauftragt, ein Kabinett des Die Korn- und Fleisch- Wucherer suchen die Befürchtung, daß dann die behördliche Genehmigung erhalten sollen, wenn die- konservativen Zusammenschlusses zu bilden, welches bis Freitag. selben ihren Versicherten größere Vorteile bieten tonftituiert sein wird. Das Ministerium wird wahrscheinlich folgenderdas Verbot der Einfuhr amerikanischen Büchsenfleisches nach Deutsch tönnen, wie die Orts Krantentassen". In der Ent- maßen zusammengesetzt sein: Carp, Vorsitz und Finanzen; Olanesco, der jezige Präsident der Deputiertenfammer, Inneres; Marghilomar scheidung heißt es u. a.: " Afrika. land zu Repressalien führen könne, dadurch zu beschwichtigen, daß fie geltend machen, die deutsche Einfuhr nach Amerita sei nur um ein Drittel so groß, als die amerikanische Ausfuhr nach Deutschland, " Nach den Erfahrungen, die heute bei der Durchführung des Answärtiges; Majoresco Juftig; Nicolaus Filipesco, der frühere Amerika habe also mehr zu verlieren als Deutschland. Bei dieser Rechnung Krankenversicherungs- Gesezes gemacht worden sind, kann es feinem Bürgermeister von Bukarest, Handel und Domänen; Constantur ist nur eins außer acht gelassen: daß die amerikanische Einfuhr Zweifel unterliegen, daß die wohlthätige Absicht des Gesetzes, den Arion Unterricht und Kultus. General Lahovary, der gegenwärtige notwendig ist zur Ernährung des deutschen Volks, und Versicherten eine ausreichende Fürsorge in Strankheitsfällen zu ge- Kriegsminister und Gradistiano, der gegenwärtige Minister der öffent aus Waren besteht, für die wir zunächst auf Amerita angewiesen währen, am besten durch Errichtung von Kassen mit großer Mitgliederlichen Arbeiten behalten ihre Portefeuilles. find, wohingegen die Produkte, die Deutschland nach Amerika aus- zahl zu erreichen ist. Aus diesem Grund ist vor allem darauf führt, zumeist aus andren Staaten bezogen werden können. Der Bedacht zu nehmen, daß die Kassen leistungsfähig bleiben und daß Boerenkrieg. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria Zolfrieg mit Amerika bedeutet demnach Aushungerung des deutschen die Neuerrichtung von Kassen, die voraussichtlich nicht genügend Volks und schwere Schädigung des deutschen Handels und der leistungsfähig sein werden, nicht stattfindet. Gerade diesem letzt vom 17. Juli: Gestern griffen die Boeren den linken Flügel der deutschen Industrie. An dieser Schädigung liegt den Junkern nichts, erwähnten Gesichtspunkt ist aber bei der Frage der Genehmigung Stellung des Generals Pole- Carew ohne Erfolg an. Pole- Carew und durch den Hunger des deutschen Volts füllen sie sich die von Strankenkassen Kleinerer Inningen besondere Beachtung zu hatte eine scheinbare Lücke in seiner Verteidigungsstellung gelassen, Taschen. schenken." welche jedoch durch das Feuer seiner Schiffs- und Feldgeschütze be Ferner würden durch Errichtung von Immungs- Krankenkassen strichen werden konnte. Die Boeren gingen vorsichtig vor, als die Das gefundheitsschädliche" amerikanische Büchsenfleisch häufig der Orts- Krankenkasse gerade solche Mitglieder entzogen, die britische Artillerie plößlich ein heftiges Feuer auf sie eröffnete, se wird jetzt massenhaft zur Verpflegung der Truppen verwandt. verhältnismäßig weniger in die Lage kämen, die Kasse in Anspruch daß sie zurüdgehen mußten. Wie der Hamb. Storr." erfährt, hat eine große amerikanische zu nehmen und so der Orts- Krankenkasse die Mitglieder verbleiben, Auf Springs wurde ebenfalls ein Angriff seitens der Boeren Konservenfabrit 60 000 Stiften gleich etwa drei Millionen die verhältnismäßig am meisten die Krankenkassen in Anspruch gemacht, wo sie nach heftigem Stampf bis auf 50 Yards an die Pfund Corned beef mit der englischen Regierung fontrahiert. nehmen. Auch sei wiederholt die Beobachtung gemacht worden, daß Stellung des Royal Irish Regiments herankamen. Das Regiment, Die englische Regierung würde gewissenlos handeln, wenn sie in Betrieben, die eigene Krankenkassen besigen, aufgefordert, sich zu ergeben, gab als Antwort eine Salve ab, welche mit gesundheitsschädlichem Fleisch ihre Soldaten verproviantierte. nur solche Arbeiter angenommen worden seien, den Feind nach allen Richtungen zerstreute. Die ganze Verlogenheit univer hinter hygienischen Vorwänden Wucher von denen man annehmen konnte, daß sie der Kasse menschlicher Wie das Reutersche Bureau" aus der Umgegend von Rooikranz treibenden Agrarier erhellt aus dieser Thatsache. Voraussicht nach vorerst nicht zur Last fallen werden.(!) vom 15. d. Mts. meldet, tam General Rundle, welcher seinen VorAuf Grund dieser Erwägungen wird den Behörden genaue marsch fortgesetzt hatte, bei ooikranz nordwestlich von FicksPrüfung jedes Einzelfalls zur Pflicht gemacht und die Zulassung burg mit dem Feinde in Berührung. Die Boeren, ungefähr einer Krantentasse nur unter oben genannter Borausseßung empfohlen. Beginn der Fleischsperre. Wie die„ Münchener Allg. 3tg." erfährt, wird von dem Fleisch beschau geje z zunächst das Einfuhrverbot für Würste und Büchsenfleisch in Kraft gejezt werden. Eine kaiserliche Verordnung, welche die Frist hierfür bestimmt, steht in wenigen Tagen zu erwarten. Ueber den Zeitpunkt, zu welchem die übrigen Bestimmungen des Gesetzes in Straft treten sollen, scheinen entscheidende Beschlüsse noch nicht gefaßt zu sein. Das Volk wird in demselben Augenblick vor dem„ schädlichen Büchsenfleisch gerettet, in dem es die Soldaten als Proviant nach China nehmen. " 150 Mann start, zogen sich allmählich zurück. General Brabant befezte Rooikranz. Die britische Artillerie nahm die Hügel den ganzen Tag unter Feuer, während Brabants Truppen und die Yeomanry auf Büchsenschußweite heftig feuernd vorrückten. Vor Sonnenuntergang wurden große Verstärkungen der Boeren bemerkt, welche ungefähr 5 Meilen entfernt über die Berge kamen. Der Feind beabsichtigt anscheinend aus den Bergen vorzubrechen; der Kampf wird wahrscheinlich morgen berichtet das„ Reutersche Bureau" aus Zeerust vom 17. d. M., General Ueber die Degradierung eines Boerenanführers Delarey habe den Kommandanten Snyman vom Kommando enthoben und degradiert. Partei- Machrichten. Um den persönlichen Verkehr mit den Arbeitern reger zu gestalten, hat der Gewerbe- Inspektor für den Mainzer Bezirt, Herr Bäntsch, ein nachahmenswertes Verfahren eingeschlagen. Er hält in einzelnen Gewerkschaften und sonstigen Arbeitervereinen Vorträge. So hat er kürzlich in der Gewerkschaft der nichtgewerblichen Arbeiter einen Vortrag über die Novelle wieder aufgenommen werden. statiert er, daß sich der Verkehr mit den Arbeitern immer lebhafter Unfallversicherungs- Gesez gehalten. In dem jüngsten Bericht kongestaltet habe und für beide Teile mugbringend gewesen sei. Auch Einem tragischen Los sind die von dem socialdemokratischen die übrigen hessischen Gewerbe- Inspektoren berichten, daß ihnen aus Verein aus der Partei ausgeschlossenen ehemalige Genossen Bueb dem Verkehr mit den Arbeiterorganisationen manche wertvolle Aufund Hickel verfallen: sie werden von der Post" in überquellendem flärung geworden ist. Der Beamte für den Gießener Bezirk, Mitleid brünstig ans Herz geschlossen. Mögen die beiden noch so herr Engeln, hat neuerdings dem Vorsitzenden des dortigen fehr gegen parteigenössische Pflichten gefündigt haben, eine derartige Gewertschaftskartells den Wunsch ausgesprochen, einer Startellfigung Buße haben sie nicht verdient. Freilich teilen die beiden dies beizuwohnen. Selbstverständlich wird dem seitens der Arbeiter Der Ausschluß von Bucb und Hickel aus der socialtragische Geschick mit allen, die, sei es aus politischen oder bereitwilligst willfahren. demokratischen Partei erfolgte, wie bereits mitgeteilt, durch eiits auch aus weniger unanstößigen persönlichen Gründen, der Partei stimmiges Votum der von etwa 150 Genossen besuchten Verden Rücken gekehrt haben, oder aus ihr ausgeschlossen worden sind. sammlung des Mülhauser Wahlvereins, und zwar auf Grund der Daß die Logik der" Post" von ihrem Mitleid getrübt wird, ist so erklärte mit jenem Stolz, den die preußischen Beamten aus§§ 1 und 3 unsres Organisationsstatuts, von denen der erstere nur um so weniger eine auffallende Erscheinung, als die" Post" die vergangenen Tagen übernommen haben, der Erste Staatsanwalt denjenigen zur Partei zählt, der diese nach Kräften unterſtüßt", Logit überhaupt als minderwertige journalistische Eigenschaft Dr. Petersen in Stettin, giebt es in Preußen nicht. Es während der lettere mit Ausschluß bedroht, wer sich einer„ ehrlosen einzuschäzen pflegt. Gleichwohl sei es uns, die wir die Logif geht nichts über die Würde eines tgl. Staatsanwalts, wenn er eine Handlung" schuldig macht. Der Verstoß gegen erstere Bestimmung etivas höher bewerten, gestattet, auf die Widersprüche, die amtliche Erklärung abgiebt; diese Würde ist so erhaben und echt, daß wurde darin gefunden, daß Bueb nach Niederlegung seines Reichstagsdie" Post" in eine Notiz von dreißig Zeilen hineinzupressen weiß, nur ein ganz ordinärer Demokrat und Kritisierer noch ein Auge offen hält mandats durch Inanspruchnahme bürgerlicher Blätter in feinem aufmerksam zu machen. Die Post" giebt der Vermutung Ausdrud, für die etwaigen Mängel, die, wie allem menschlichen Thun, auch Streit mit der anerkannten Organisation der reichsländischen daß die Mülhauser Genossen Bueb und Hickel ausgeschlossen hätten, einer amtlichen Erklärung anhaften können. Socialdemokratie diese in voller Kenntnis der Tragweite seiner 2010 0 0 Zweierlei Recht, Aus der Frauenbewegung. bekannten Bandlungsweise schwer geschädigt, insbesondre aber durch sein Ver- Daß eine Abmachung auf zwei Jahre nicht besteht, dürfte halten während des Ersatzwahlkampfes felbst zum großen Teil die weiter den Arbeitgebern die Versammlung vom 13. Juli 1899 beschwere Niederlage unfrer Partei verschuldet hat. Indem er in wiesen haben, welche das Resultat der Einigungsverhandlung vom Arbeitsniederlegung in Dänemark. In den einem Schreiben an das Mülhauser Tageblatt" die Frage aufwarf. genannten Tage entgegennahm. In derselben werde ausdrücklich Beauvaisichen Konservenfabriken hat ein halbes Hundert Frauen die ob feine ca. 14 000 Wähler den sechs Herren in Straßburg"( ge- hervorgehoben, daß der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen im Arbeit niedergelegt. Es ist fein Streit, denn es existiert fein Fach meint ist damit das Landeskomitee) untergeordnet seien, gab er Frühjahr wieder aufgenommen würde. berein, sondern nur ein Niederlegen der Arbeit. Da bloß ein Sechstel amjern bürgerlichen Gegnern die Wahlparole, mittels deren sie die Die Berechtigung der jetzigen Lohnforderung ist dadurch be- der gesamten Arbeitsfräfte sich daran beteiligen, ist die Hoffnung, bisherigen Anhänger Buebs gegen den eingewanderten Kandidaten wiesen, daß die Arbeitsniederlegung bei Nichtbewilligung in den be- daß die Frauen etwas erreichen werden, sehr gering. Es ist nur Emmel aufhezten und sie ihrem Schlumberger zuführten. Insbesondere treffenden Geschäften eine einmütige ist, und daß selbst Fliesenleger, ein Massenprotest gegen die Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft, die aber hat Bueb das von ihm feierlich gegebene Versprechen, seinen welche bis 18 Jahre in ein und derselben Firma thätig waren, von der öffentlichen Meinung als das, was sie ist, stigmatisiert Nachfolger in der Kandidatur, wer er auch immer sei, nach Kräften sich derselben angeschlossen haben. Mögen die Herren Arbeit werden sollte. zu unterstüßen, ohne Grund ehrlos gebrochen, indem geber unsre Forderung anerkennen und dies unsrer Lohn- Für eine Arbeitszeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends er nicht nur nicht für, sondern direkt gegen Emmel kommission mitteilen, refp. erklären, daß sie mit derselben zweds werden diese unglüdlichen Frauen mit einer Krone und zwanzig agitierte. In den von ihm besuchten Versammlungen unsrer Partei Verhandlung in Verbindung treten wollen, so wird im ersten Fall Dere entlohnt( etwa 80 Streuzer). Giebt es wirklich jemanden, der vermied er es ängstlich, eine Silbe zu Gunsten Emmels zu sprechen, die Arbeit aufgenommen werden, im andern Fall noch so lange ruhen, glaubt, daß ein Mensch bei den jezigen teuren Zeiten sein Leben und die von ihm in bürgerlichen Blättern veröffentlichte Aufforde- bis die gemeinschaftlichen handlungen zu einem uns annehmbaren damit fristen fann? rung an feine Anhänger, von einer demonstrativen Stimmenabgabe Abschlusse gelangt sind. Die Arbeiterinnen verlangten 1 Krone 50 Oere pro Tag. Es auf seinen( Buebs) Namen abzusehen, wurde, da er jede Tilbe zu 2. Fliesenleger sind entschloffen, die Arbeit nicht eher aufzuwurde ihnen abgeschlagen. Darauf legten sie die Arbeit nieder. Gunsten Enimels dabei vermied, allgemein so aufgefaßt, als überlasse nehmen, als bis ihre Verhältnisse endgültig geregelt sind. Leider ist die Not so groß, daß diese Plätze zu 1 Krone 20 Dere er es seinen früheren Wählern, diesmal für seinen„ Landsmann" Die Lohntommiffion der Fliesenleger Berlins und Umgegend. für einen zwölfstündigen Arbeitstag im Nu besetzt waren. Schlumberger einzutreten. In einer socialdemokratischen Versammlung ließ Bueb, ohne jeden erkennbaren Grund, mit Beziehung auf Deutsches Reich.. den Rheinländer Emmel die Worte fallen:„ Es ist ja kein Verbrechen, ein Schwob( Altdeutscher) zu sein, aber ein Unglück ist es doch!" und auch sonst lieferte er den Gegnern allerhand Waffen gegen unsre ohnedies in schwierigster Position kämpfende Parteifandidatur. In ähnlicher Weise verging sich id el, Buebs Freund, in schwerer Weise gegen die Interessen der Partei. Er erklärte an mehreren Stellen öffentlich, er wähle teinen„ Schwoben" und arbeitete auch in andrer Weise im geheimen gegen Emmel. In der Diskussion über den vom Mülhauser Wahlkomitee gestellten Ausschlußantrag gegen Bueb und Hicer erhob sich nur eine einzige Stimme zu Gunsten der beiden; alle übrigen Redner unterstüßten, unter Anführung teilweise recht belastenden Materials, den Antrag. Nach der einmütigen Annahme desselben( der erwähnte Gegner des Antrags hatte vor der Abstimmung das Lokal verlassen) wurde ferner beschlossen, an der Kandidatur Emme I auch für die Zukunft festzuhalten. Der Vertreter des Landeskomitees teilte der Versammlung mit, daß die zur Zeit noch zwischen Bueb und dem Berliner Parteiborstand schwebenden Verhandlungen sich lediglich auf die Ent schädigung für erwachsene und etwa noch erwachsende Prozeßtosten bezögen. Partei- und Landesvorstand seien darin einig, daß man die Socialdemokratie zur Beseitigung der beiden mur beglückwünschen fönne. Indessen habe Bueb noch zwei Mandate von der Partei inne, dasjenige zum oberelsässischen Bezirkstag als Vertreter von Markirch und das Mülhauser Gemeinderats- Mandat. Nach Lage der Gesetzgebung empfehle es sich nicht, die Niederlegung dieser Mandate bon Bueb zu fordern; nach feinem Ausschluß aus der Partei sei diese in dieser Hinsicht ja ohnedies jeder Verantwortung ledig. Dasselbe treffe auch bei idel zu, der von der Socialdemokratie ebenfalls in den Mülhauser Gemeinderat gewählt worden ist. = Eine Frau als Direktorin einer Schlofferwaren Fabrik. Die Anssperrung der Hamburger Werft- Arbeiter be- Das Amtsblatt des ungrischen Handelsministeriums meldet die interschäftigte am Dienstag eine von 2500 Personen besuchte Verfommlung effante Thatsache, daß bei der ersten ungrischen Schlosser- und der auf den Werften beschäftigten Arbeiter. Sämtliche Resner ver Blechwarenfabrits Attiengesellschaft in Erlau Frau Alexander Geburteilten in der schärfsten Weise den brutalen Gewaltakt des beit hardt, geb. Emilia Raud, vauer, zum Direktor gewählt wurde. Es geberverbandes. rieten jedoch der Arbeiterschaft, einstweilen ist dies unsres Wissens der erste Fall, daß in unsrer Branche eine ruhig die weiteren Schritte der Unternehmer abzuwarten. Frau als Direktrice eines Jndustrieunternehmens figuriert. Betont wurde, daß der Metallarbeiterverband fampfbereit dastehe und bereit sei, den Fehdehandschuh aufzunehmen, falls der Frauen zum Studium der Rechts: und Staatswissenschaften Arbeitgeberverband einen weiteren Schlag führen wollte. Jede zuzulassen beschloß das Professorenkollegium der Prager czechischen Streitarbeit sowie Mehrarbeit zur Ersetzung des durch die Aus- juridischen Fakultät in seiner legten Sigung mit Stimmenmehrheit. sperrungen verminderten Arbeitsquantums jei zu verweigern. Zum Von Beginn des Schuljahrs 1900/1901 werden also in Prag die Schluß wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Frauen an allen drei Fakultäten studieren düsen. Die Versammlung erklärt, durchaus nicht überrascht zu sein durch das brutale Vorgehen des Arbeitgeberverbands, denn nach dem, was die Herren Blohm und Genossen bisher geleistet haben auf diesem Gebiet, war nichts andres zu erwarten. Die Ver fammlung beschließt, das weitere Vorgehen der Herren in aller Ruhe abzuwarten. Die Werftarbeiter werden fich in leiner Weise provozieren lassen, um der Behörde und der öffentlichen Meinung feine Gelegenheit zu geben, gegen die Ausgesperrten Stellung zu nehmen. Die Versammelten sind der Meinung, durch Ruhe und Besonnenheit der Sache mehr zu dienen, als es im Gegenteil der Fall wäre, sie erklären ferner, durch einmütiges Zusammenstehen den Uebermut des Arbeitgeber Verbands zu brechen und verpflichten sich, nach wie vor feine Arbeit der Ausgesperrten zu verrichten, sowie die Nacht- und Nachfeierabend Arbeit, sobald dieselbe von ihnen verlangt werden sollte, rundweg abzu schlagen, um den ausgesperrten Arbeitern den Kampf nicht zu erichiveren." M A Die Budapester Studentinnen. Es sind jetzt genau vier Jahre, seitdem in Budapest die höheren Gymnasialtlaffen für die Mädchen eröffnet worden, und heuer wurden die Studentinnen zum erstenmal zur Maturitätsprüfung zugelassen. Sie durften diefes Bei den Prüfungs ramen an zwei Mittelschulen ablegen. Abiturientinnen, und von diesen 50 haben 39 die Prüfung mit gutem tommissionen beider Rehranstalten meldeten sich insgesamt fünfzig Erfolg bestanden. Der chinesische Krieg. Petersburg, 18. Juli.( B. H.) Das Gerücht von einer erfolgten Striegserklärung Rußlands an China ist unbe gründet. Petersburg, 18. Juli.( W. T. B.) Eine Depesche aus Irkutst von gestern befagt: Die Beschiehung von Blagowestschensk durch die Chinesen vom Dorfe Sachalin aus dauert seit zwei Tagen an. Es verlautet, Aigun sei von den Russen genommen. Die in Kalgan wohnenden Russen haben die Stadt verlassen und werden in Stiacta erwartet. Die nicht ausgesperrten Arbeiter der verschiedenen Werften sind am Mittwochmorgen ausnahmslos zur Arbeit gegangen. ArbeitsWegen Verbreitung des Kalenders ,, Ostpreußischer Land- willige" für die streifenden Nieter haben sich bis jezt nicht gefunden. bote" während der Zeit der Beschlagnahmung hatte das Schöffen Auf der Werft von H. Brandenburg und auf der Reiherstieg gericht in Proefuls den Genossen Petereit zu 150 Mt. Geldstrafe Schiffswerft und Maschinenfabrik find die Meister mit einigen oder 30 Tagen Haft verurteilt. Der Amtsanwalt hatte zwei Lehrlingen mit Nieten beschäftigt, während auf den andern Monate Gefängnis beantragt. Der Verurteilte legte Berufung Werften nichts von Nietern zu spüren ist. Der Viermast Paris, 18. Juli.( W. T. B.) Wie der„ Tengs" meldet, rechnet ein, ebenso der Amtsanwalt, weil ihm die Strafe nicht Dampfer" Batavia", welcher von den Arbeitern der Hamburg Expeditionskorps zu bilden, wodurch dieses die Stärke eines man mit der Möglichkeit, noch eine neue Brigade für das chinesische hoch genug war. Die Straffammer in Memel fegte die Strafe auf Amerika Linie werden follte, mußte 30 M. herab. In der Verhandlung wünschte der Vorsitzende gern zu liegen bleiben, weil die Leute in den Streit getreten sind. Die Armeekorps erhielte. erfahren, ob die Geldstrafe wohl aus der socialdemokratischen Partei- Gesellschaft übergab die Arbeiten an Blohm u. Voß, damit deren tasse getragen würde. An dem Urteil ist bemerkenswert, daß der Arbeiter diese Arbeit verrichten sollten; aber diese weigerten Gerichtshof dem Angeklagten glaubte, daß er nicht gewußt habe, sich. Sie wurden hierauf gestern entlassen. was das Wort„ konfisziert" bedeutet, aber doch annahm, derselbe Die Zahl der Gemaßregelten auf dieser Werft beträgt gegenhätte doch wissen müssen, daß er die Kalender nicht verbreiten wärtig 1300. durfte. Brüffel, 18. Juli.( W. T. B.) Der belgische Konsul in Shanghai meldet, daß zufolge Nachrichten aus chinesischer Quelle die Fremden in Peking in das Palais des Prinzen Tsching geflüchtet fein sollen. Brüffel, 18. Juli.( B. H.) Der Minister des Auswärtigen erhielt ein Telegramm eines Ingenieurs der belgisch franzöfifchen Hankau- Bahn, in welchem berichtet wird, er. der Ingenieur, habe vernommen, daß ein Teil der Fremden in Befing im Balaste des Prinzen Tiching Zuflucht gesucht und gefunden habe. Der Vorstand der Metallarbeiter wird sich umgehend mit den Die Gelsenkirchener Feiertagsruhe sollte durch die Ver- englischen Werftarbeitern in Verbindung setzen, damit in England breitung der Mai- Agitationsnummer des„ Boltsblatts" feine von Hamburg kommenden Schiffe repariert werden. gestört worden sein, und zwar, obwohl der betreffende Genosse, Ehrenpflicht aller Arbeiter ist es, den Zuzug nach Hamburg welcher sich deswegen dieser Tage vor dem Schöffengericht zu verstrengstens fernzuhalten I London, 18. Juli. Eine Depesche des Admirals Seymour antworten hatte, die Verbreitung während der für den öffent- Ein Vertrauensvotum ist Herrn Dr. Mar Hirsch von vom 15. Juli besagt: Die verbündeten Truppen hatten beim Angriff auf lichen Geschäftsverkehr freigegebenen geit vorgenommen hatte. dem Ortsverband der Gewertvereine von Magde die Eingeborenenstadt Tientsins am 13. Juli ein heftiges Gefecht Daß die Verbreitung nur innerhalb der Häuser geschehen, versteht burg und Umgegend ausgestellt worden, indem in einer am zu bestehen, das von 2 Uhr früh bis 8 Uhr abends dauerte, wo die fich am Rande. Troßdem erfolgte die Anklage, die sich teils auf 14. Juli abgehaltenen Vierteljahrs- Versammlung folgende Resolution Außenmauern der Stadt noch standen. In der Frühe des 14. Juli eine Polizeiverordnung für die Provinz Westfalen ohne Angabe angenommen wurde: des Titels und Geburtsjahrs", teils darauf berief, daß gewisse Personen durch die Verbreitung belästigt" worden seien. Die Beweisaufnahme ergab aber nicht ein einziges Belastungsmoment; nicht einmal einen Kronzeugen, der sich in seiner Feiertagsstimmung belästigt" gefühlt, fonnte man aufweisen. Interessant wäre dies jedenfalls insofern gewesen, als der Richter geneigt schien, in diesem Falle zu einer Berurteilung zu kommen. Eine solche schien der Amtsanwalt auch noch nach dem negativen Ergebnis der Beweisaufnahme für möglich oder doch angebracht zu halten, denn er beantragte 6 M. event. 2 Tage Haft. Das Urteil lautete natürlich auf Freisprechung! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Dekateure. Bei der Firma J. D. Elz sind Differenzen eingetreten. Sämtliche Werkstellen- Arbeiter haben die Arbeit niedergelegt. Arbeitswillige haben sich genügend gefunden. Da wir jedoch der Ansicht sind, daß die Firma mit derartigen Kräften nicht auf längere Zeit fertig werden kann, so haben wir Hoffnung, daß es noch zu einer Verständigung kommen wird, und verzichten vorläufig darauf, in einem längeren Bericht auf einzelnes einzugehen. Freitagabend 8 Uhr findet zur Besprechung dieser Angelegenheit eine öffentliche Versammlung Juselstr. 10 statt. " Der Ortsverband Magdeburg und Umgegend der deutschen sprengten die Japaner die Thore in die Luft und drangen in die Gewerkvereine( H.D.) nimmt mit tiefster Entrüstung Kenntnis Stadt ein, die Truppen der andren Mächte folgten und trafen auf von den grundlosen gehässigen Angriffen und böswilligen Ber- teinen Widerstand. Die Stadt und alle Forts wurden hierauf geTeumdungen, denen der Verbandsanwalt Landtags- Abgeordneter nommen. Die Russen auf der rechten Seite nahmen 12 Batterien Dr. May Hirsch in der letzten Zeit seitens der Berliner Bolts- fleiner Geschüße am Liutai- Kanal. Alle andern Truppen waren auf Beitung" ausgesetzt gewesen ist. Die Versammlung erklärt die der linken Seite im Gefecht. Die ganze im Gefecht befindliche Haltung des Herrn Anwalts in der streitigen Frage als durchaus Truppenmacht war 8000 Mann stark. Der Verlust beziffert sich auf forrekt, spricht dem verehrten Vorkämpfer für Arbeiterinteressen 700 Tote und Verwundete. und Volkswohl ihr vollstes Vertrauen aus und verbindet damit herzlichen Dank für seine aufopfernde und erfolgreiche Thätigkeit ein Schreiben, in welchem er sagt, die traurigen Ereignisse in China, Rom, 18. Juli. Der Papst nichtete an den Kardinal: Vikar im Dienste der deutschen Arbeiterschaft." " Diese Resolution tann freilich nach dem Kommentar der Volks- welche feine Seele wegen der Bergießung so vielen christlichen Beitung" weniger als ein Beachtung verdienendes Vertrauensvotum, Bluts mit Schmerz erfüllen, flößten ihm Furcht und Sorge als vielmehr als ein Beweis für den totalen Mangel an ein hinsichtlich der Lage der apostolischen Vikariate und der Selbständigkeit und Urteilsfähigkeit der Ne Gefahren, von welchen die Missionare und die Glieder der christsolvierenden angesehen werden. Nach der Volts- 3tg." wurde lichen Gemeinden bedroht würden, welche sehr schmerzlichen Brü nämlich die Resolution in jener von 50 Personen die sich gleich- fungen und selbst der Hingabe des Lebens ausgefegt jeien. Der wohl im Namen der 1150 Abwesenden zu sprechen anmaßten be Bapst fordert daher alle kirchlichen Gemeinschaften auf, heiße Gebete suchten Versammlung angenommen, troydem die Versammlung an Gott zu richten, damit er dem Blutbad Einhalt thue und die weder bon dem stenographischen Wortlaut der in Frage Herzen mit Eintracht und Frieden erfülle. kommenden Nede des Herrn Dr. Mar Hirich noch von der Re- Washington, 18. Juli. Der amerikanische Gesandte in Soul folution des Herrn Hirsch wegen dieser Rede ihren Tadel vo- telegraphierte, daß Boxer und eine chinesische Streitmacht wenige tierenden Schuhmacher Versammlung unterrichtet worden Meilen von der Grenze Koreas stehen. Die Eingeborenen feien in war! Man hatte sogar gefliffentlich vermieden, die Erörterung der Unruhe verjetzt und flüchteten. Die Ausländer seien noch in Sicher Frage durch die Tagesordnung der Beriammlung be- heit, doch seien die koreanischen Behörden sehr in Sorge. fannt zu geben, um in engsten 3irkel hübsch Washington, 18. Juli..( B. 5.) Der Ministerrat beschloß, an unter sich zu sein und der angegriffenen, Volts China den Krieg nicht zu erklären und Truppensendungen auf Zur Lohubewegung der städtischen Gasarbeiter. Am Zeitg." 18. Juli fand unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Kirschner Beita" die Möglichkeit der Verteidigung abschneiden eigene Verantwortung des Präsidenten nach China zu beordern, 3 u fönnen. In der Versammlung half man sich über die wodurch die Einberufung des Kongresses bermieden wird. und in Anwesenheit des Stadtrats Marggraff eine technische Ston- mancheſterliche Rede des Herrn Hirsch mit der Flause hinweg, daß ferenz der städtischen Gasanstalts- Verwaltung statt. Es find Er Herr Hirsch es anders gemeint habe, während man andrerseits mittelungen über die Begründetheit des Antrags der Arbeiter die Verdienste des Herrn Hirsch in den leuchtendsten Farben auftrug. Deputation der städtischen Gasanstalten im Gange und es steht zu hoffen, daß bereits im Lauf der nächsten Woche ein Bescheid erteilt schlichenen Bertrauensvotums feine arge manchesterliche Blöße nicht Herr Dr. Mar Hirsch wird mit dem Feigenblatt diefes er Tekte Nachrichten und Depelthen. verdeden fönnen, dagegen wird die Handvoll Getreuer die BerantZum Ausstand der Fliesenleger. Der Verband der wortung dafür tragen, wenn das gewerkschaftliche Ansehen der vereinigten Geschäfte und Lagerbetriebe in ganzen Organisation aberntals um ein Beträchtliches vermindert Berlin und Umgegend hat folgende öffentliche Erklärung erlaffen: werden wird. werden." wird. Sociales. Bom Boerenkrieg. London, 18. Juli.( W. T. B.) Lord Roberts telegraphiert aus Bretoria von gestern: Der Feind machte gestern einen entschlossenen Angriff auf Pole Carews linke Flanke und längs unfres von Hutton befehligten liuken Flügels. Der Feind machte mehrere Versuche, die Stellung im Sturm zu nehmen, wobei es zum Handgemenge fam und die Füfiliere aufgefordert wurden, sich zu übergeben; die Stellungen wurden aber von irischen Füsilieren und Kolonials truppen tapfer verteidigt. Der Feind hatte 15 Tote, 50 Verwundete, 4 Gefangene; auf englischer Seite fielen 7 Mann, 29 wurden verwundet, 28 werden vermißt. 1500 Mamm mit 5 Geschüßen durchbrachen den von den Brigaden Hunters und Rundles gebildeten Kordon zwischen Bethlehem und Ficksburg und gingen auf Lindley vor, dicht gefolgt von den Brigaden Pagets und Broadwoods. Die unterzeichneten Firmen stehen nach wie vor auf dem Standpunkt der am 13. Juli 1899 mit der Lohukommission auf zwei Jahre getroffenen Abmachungen und fordern ihre ausständigen ,, Kulturaufgaben leiden nicht". Die Regierung zu Liegnig Fliesenleger auf, die Arbeit binnen zwei Tagen wieder aufzunehmen, hat an die sämtlichen ihr unterstellten Schulinspektoren folgende widrigenfalls dieselben aus den Betrieben endgültig entlassen Verfügung erlassen: Der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal Zur Entgegnung auf diesen Aufruf hat die unterzeichnete angelegenheiten hat uns diesjährig zur Gewährung von EntschädiKommission im Auftrage der Aufgeforderten zu erklären, daß es gungen an die Lehrer und Lehrerinnen für die Teilnahme an amtnicht der Wahrheit entspricht, wenn sie, wie es an den Anschlagfäulen lichen Konferenzen einen erheblich geringeren Betrag als im Vorjahr zu lesen steht, von Abmachungen auf die Dauer von zwei Jahren zur Verfügung gestellt und gleichzeitig daran erinnert, daß die Sprechen. Schulgemeinden zur Deckung der durch diese Konferenzen entWohl ist es wahr, daß am 13. Juli 1899 Abmachungen in Bezug stehenden Kosten nicht mehr herangezogen werden dürfen. Wir find auf das Arbeitsverhältnis für die Fliesenbranche mit sechs Geschäften daher nicht in der Lage, Entschädigungen von gleicher Höhe wie im getroffen sind, jedoch niemals mit der Bestimmung auf eine bestimmte vorigen Jahre in Aussicht zu stellen, können jedenfalls Bergütigungen Beit, folglich auch nicht auf zwei Jahre. Diese falsche Behauptung außer für die Streiskonferenz mur noch für eine Bezirkskonferenz bebenußen die Herren dazu, um die öffentliche Meinung irrezuführen, willigen. Es wird daher auf die Abhaltung noch einer zweiten Bejedenfalls aber ohne Erfolg, denn auch die Arbeiter haben ein am zirtstonferenz verzichtet werden müssen. Die Herren Kreisschulgenannten Tage ausgefertigtes Schriftstück, auf dem nichts ver- inspektoren ersuchen wir demgemäß, sofort das weitere zu veranlaffen geffen, was die Abmachung betraf, in ihren Händen; das die eigen- und uns die von den einzelnen Lehrpersonen aufgestellten Behändige Unterschrift derselben Herren trägt, welche heute in ihrem rechnungen in einer ihren ganzen Aufsichtskreis umfassenden BuAufruf an erster Stelle prangen. sammenstellung bis zum 1. Januar fünftigen Jahres vorzulegen. angenommen. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Brüffel, 18. Juli.( W. T. B.) Die Nepräsentanten. ammer wählte Sadeleer( Statholik) zum Präsidenten, sowie Schollaert und Heynen( beide Katholiken) zu Vicepräsidenten. Loudon, 18. Juli.( W. T. B.) Das Unterhaus nahm die zweite Lefung der Freiwilligen- Bill an, nachdem Unterstaatssekretär Wyndham erklärt hatte, die Regierung würde nicht auf dem Paragraphen des Gesezes bestehen, welcher bestimmt, daß die Freiwilligen sich für den Dienst im Auslande. anwerben laffen können. Sodann wurde die zweite Lesung der Bill über die Refervemannschaften ebenfalls Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Ir. 165. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Angriffe auf die Fremdenniederlassung in Tientsin. Der Plan stellt die Fremdenniederlassung, die am südöstlichsten Ende der in einem weiten Bogen mit einem Befestigungswallumzogenenstadt Tientsin liegt, dar. Dieselbe erstredt sich in ziemlicher Länge am rechten Ufer des bei Taku ins Meer mündenden Peihoflusses entlang. Den nördlichsten, der chinesischen Stadt Tientsin also am nächsten liegende Teil der Niederlassung nimmt die französische Konzession ein, innerhalb deren sich das französische Konsulat, die Verwaltung der Eisenbahn, der Union- Klub, ein Bostamt und ein Zollhaus, sowie das franzöfische Verwaltungsgebände befinden. Südöstlich an die französ fische Konzession stößt die räumlich ausgedehntere britische Niederlassung, die noch eine Erweiterung nach Süden hin bis zur äußeren Stadtumwallung erfahren sollte. In ihr liegen die betreffenden britischen öffentlichen Gebäude, sowie an der Grenze gegen die südöstlich sich anschließende deutsche Niederlassung die deutsch- asiatische Bank. Die deutsche Niederlassung erstrect sich in einer die halbe Länge, der gesamten Fremdenniederlaffungen ausmachenden AusPeiho Hospit d Vicek Pekind Ersepbatt -Club Nied Hosp Med. Coll Kirche Hospita Gasa Proj Erweder Brit Niederla EU Cons Kuan arten sch Chines Rearv behnung am Ufer des Beibe Die Fremden- Niederlassung entlang, über den vor einiger Zeit niedergelegten, in öffentliche Gartenanlagen umges wandelten Teil der Stadt: umwallung hinaus; westlich an die Niederlassung grenzt hier 2206 ein Chinesenquartier. in Tientsien. Vierter internationaler Textilarbeiter- Kongreß. Berlin, den 18. Juli 1900. Dritter Verhandlungstag. Vormittags- Sigung. Er übernimmt die Den Vorsitz führt Lepers- Roubair. Leitung mit dem Wunsche, daß die erregten Scenen von gestern nachmittag sich nicht wiederholen mögen. Uebersicht. Thring Huangchuany Langfang Pirkechung Hunho Beg pt. graba Sch Tientsin Peiho PUniver Under Chines Quapter Taku Shaheitwan Luthai Tungko Donnerstag, 19. Juli 1900. Nacht und Ueberzeitarbeit gefordert, die mir im Juteresse der Kapitalisten liegt. Gerade in der Textilindustrie ist eine starke Reservearmee vorhanden, die eingeschränkt werden muß. Die Tertils arbeiter Oestreichs gehen in ihren Körperkräften zurück; Erleichterung ist dringend notwendig für sie. Da Wilkinson unterstützt namens der englischen Delegation die Resolution. Die Verkürzung der Arbeitszeit sei stets das Ziel der englischen Gewerkschaften gewesen. Seit 1894 mache sich im Textilgewerbe eine stetige Tendenz zur Herabsetzung der Arbeitszeit bei gleichem Steigen der Löhne bemerkbar. Die Arbeitszeit beträgt jetzt 561/2 Stunden pro Woche. mit find die Arbeiter aber nicht zufrieden. Sie verlangen, daß die Fabrik Sonnabends bereits um 12 Uhr nicht, wie jetzt um 1 Uhr mittags geschlossen werde, und daß die Arbeiter auch nicht mehr während der Frühstücspause die Maschinen zu reinigen brauchten. Die Fabrikanten weisen allerdings auch auf die Länge der kontinentalen Arbeitszeit hin. Aber damit speist man in England die Arbeiter nicht ab. Dazu sind dort ihre Organisationen zu start. Mit besonderer Freude erfüllt es die englischen Delegierten, daß der Antrag auf Abschaffung der UeberzeitSie hoffen, daß die Arbeiterschaft aller Länder ihre Kraft einsehen werde, um der Ausbeutung der Arbeitskraft durch die Ueberarbeit ein Ziel zu setzen.( Lebhafter Beifall.) arbeit and than injeksen Taku mach Tak nach Jazie Karlins Parsale. Berta Beamten möglich sei, das müsse sich auch für Arbeiter durchführen lassen.( Lebhafter Beifall.) Hierauf wird die Debatte über diesen Punkt geschlossen. Der Präsident giebt noch einem englischen Redner das Wort, da die Engländer mitteilen lassen, daß sie eine wichtige Erklärung abzugeben häften. Nach Berlesung einiger Begrüßungsschreiben der Textilarbeiter von Couvrai und St. Etienne( Frankreich), Verviers( Belgien) Teſtár ( Ungarn) und der schweizer Tegtilarbeiter tritt man in die Tages- Fühlung genommen hätten. ordnung ein. Brüdemann- Münster führt einige Beispiele für die Ausbentung der weiblichen Arbeitskräfte an. Vor einiger Zeit richtete die Gewerbe Inspektion in Blauen die Anfrage an die Fabrikanten des Bezirks, ob sie nicht den Frauen den Sonnabend- Nachmittag frei geben fönnten, damit diese das Hauswefen bestellen könnten. Die Fabrikanten erklärten, in der Spinnerci und Appretur sei das rundweg unmöglich. Die Nachtarbeit wird auch noch in erschredendem Maße geleistet. Vorzüglich im Wupperthal, wo fie geradezu die Regel bildet. In Elberfeld 2c. werden die Arbeiter regelmäßig des Nachts beschäftigt. Es findet da nicht einmal ein Schichtwechsel statt, so daß die Arbeiter das ganze Jahr hindurch zur Nachtarbeit verurteilt sind. Die Nachtarbeitszeit beträgt da 55 Stunden pro Woche. Die Tagesarbeitszeit betrug da früher 11 Stunden pro Tag, seit dem 1. September 1899 ist die 10 stündige Arbeitszeit errungen. Mils Lancashire: In der Baumivollen- Industrie wird auch bei uns der Versuch gemacht, die Ueberzeitarbeit einzuführen. Aber an der Stärke der Organisation scheitern die Pläne der Fabrikanten. Dem Redner ist es als Engländer unverständlich, daß irgend jemand die Ermächtigung haben könne, leberzeitarbeit zu erlauben. Das dürfe in England selbst der Minister nicht, geschweige denn eine Ortspolizeibehörde. Nur durch Gesetz kann die Ueberzeitarbeit allgemein für Saisongeschäfte erlaubt werden, aber die Weberei ist teine Saisonarbeit. Die Lancashirer Weber sind sämtlich für den Achtstundentag. Sie können ihn aber nicht erringen, so lange auf dem Kontinent noch so lange Arbeitszeiten üblich sind. Ich verlange von Euch, tontinentale Brüder, daß Ihr dort, wo Jhr 12 Stunden arbeitet, un den Elfftundentag kämpft, wo ihr 11 Stunden arbeitet, den Zehnstundentag erringt. Dann werden wir einen neuen Vorstoß zur Erringung des Achtstundentags machen.( Bravo!) Hill Lancashire berichtet von den Versuchen der BaumivollenFabrikanten durch Einführung des Schichtwechsels die Arbeitszeit zu verlängern. Das Anfinnen sei von den Organisationen aber abgewiesen worden. = Im Auftrage der Majorität der Arbeiter von Lancashire erklärt mehr der internationale Sekretär, Wilkinson, daß die Majorität der Lancashirer gegen die Resolution sei, und daß auch Hy besch Brinn: Die Spinner von Brünn führen seit Jahren Wenn das die übrigen Lancashirer für Aussetzung der Beschlußfassung seien, da einen vergeblichen Kampf gegen die Nachtarbeit. sie mit ihren Mandanten über diesen Punkt noch nicht genügend Geschäft gut geht, führen die Brünner Spinnereibefizer die Nachtarbeit ein. Nach einigen Monaten wird sie wieder aufgeBei der Abstimmung spalten sich die Engländer. Die Yorkshirer hoben, wenn das Geschäft nachläßt. Alle Jahre werfen sie zu ge( Delegierte) stimmen gegen den belgischen Antrag, die Lanca- wissen Zeiten die Hälfte der Spiner und Krempler auf die Straße. shirer( 22 Delegierte) dafür.( Nach der Erklärung von Holmes Die Arbeitslosen müssen sehen, wie sie durchkommen. Aus ihnen stimmen noch die Belgier für ihren Antrag, die Deutschen, Arbeiter in der Fabrik zu erseßen. Durch dieses System iſt die repräsentieren erstere 2000, lettere 140 000 Arbeiter.) Außerdem wählen dann die Fabrikanten wieder einzelne heraus, um organisierte Franzosen und Oestreicher aber dagegen. Der Antrag ist somit mit Brinner Tertilarbeiter- Organisation schwer bedroht. Wir begrüßen deshalb die Resolution mit besonderer Frende. Holstein die Nachtarbeit noch sehr im Schwange fei. Die tägliche Didmann Neumünster berichtet, daß auch in SchleswigArbeitszeit beträgt bort 10/2 Stunden. Gesuche um Herabsezung derselben werden von den Fabrikanten einfach nicht beantwortet. Hier muß die internationale Organisation eingreifen. Die Verhandlungen über den dritten Punkt ,, Abschaffung der Accordarbeit" werden fortgesetzt. Reichstags- Abgeordneter Baudert- Apolda beantragt, die englische Resolution auf Abschaffung der Accordarbeit dahin zu ergänzen, daß ausdrücklich die Einführung des Wochen- 3 Johns verlangt wird, damit die Arbeiter durch ihnen vom gegen 2 Nationen abgelehnt. Fabrikanten aufgezwungene Feiertage nicht etwa in ihrem Lohn geschädigt werden. Die belgischen Kollegen beantragen, die Entscheidung über den ganzen Punkt bis zum nächsten Stongreß zu verschieben. Für Belgien sei die Einführung neuer Maschinen zu erwarten, die es demi Arbeiter ermöglichten, auch bei Stücklohn mehr zu verdienen. Enghels Lille erklärt sich energisch gegen den belgischen Borschlag. Die Accordarbeit hätte schon längst abgeschafft werden sollen. Lepers Roubair äußert sich in gleichem Sinn. Er wünscht ferner die Einfeßung eines internationalen Komitees, welches einen einheitlichen Lohntarif für alle Länder auszuarbeiten hätte. Bar Gent begründet den belgischen Antrag. Er habe infolge der falschen Uebersetzung dieses Puntts fich mit feinen Mandanten über die Frage der Abschaffung der Accordarbeit nicht verständigen fönnen. Er persönlich glaube übrigens, daß nach Einführung der verbesserten Maschinen es dem Arbeiter bei Stüdlohn nicht so schlecht gehen werde. J Für die Abschaffung der Accordarbeit stimmen sodann die Deutschen, Franzosen, Oestreicher und 3 Engländer. Die Belgier enthalten sich der Abstimmung, ebenso die übrigen Engländer. Die Abschaffung der Accordarbeit ist somit beschlossen. Auch das Amendement Baudert gelangt mit 3 gegen 2 Nationenstimmen zur Annahme ( Lebhafter Beifall bei den Deutschen). Die Engländer behalten es sich vor, die ganze Frage auf dem nächsten internationalen Stongreß wieder anzuschneiden. Schließlich wird beschlossen, daß die Engländer sich während der Mittagspause über ihre Stellungnahme definitiv schlüssig machen Kurz vor 1 Uhr wird die Sigung vertagt. sollen. Rachmittags- Sigung. Beim Beginn der Nachmittags- Sigung giebt die englische Delegation die Erklärung ab, daß sie sich nunmehr über die Frage der Accordarbeit in ihrer Gesamtheit der Stimme enthielte. Die Abschaffung der Accordarbeit ist somit durch die Stimmen von drei unter fünf Nationen beschlossen. M leberzeit- und Nachtarbeit durch die Gefeßgebung erfolgen müffe: Allangee Yorkshire ist der Ansicht, daß die Beseitigung der England werde sich bemühen, in der Reduktion der Arbeitszeit stets voranzugehen. Hoffentlich werden die übrigen nicht zurückbleiben. ( Beifall.) = Fischer Reichenberg i. Böhmen: Bei uns in Oestreich besteht die gesetzliche elfstündige Arbeitszeit. Aber durch die Gewerbes Inspektion ist nachgewiesen, daß fast überall ueberarbeit 3 bis 4 Stunden lang geleistet wird. Besonders in der Saison wird die eberarbeit in großem Maßstab betrieben. Die Arbeiter haben aber nichts weiter davon, als cine Lohnreduktion nach Schluß der Saison. Ein großer Hebelstand liegt in der Unregelmäßigkeit der Arbeitszeit, die es ermöglicht, daß aus der gefeßlichen 11stündigen Arbeitszeit noch 1/ 2-3/ 4 Stunden mehr herausgeschunden wird. Die Arbeiter müssen daher mit aller Energie für eine Regelung der Arbeitszeit eintreten und das, was sie hier von ihren Sollegen aus England gehört haben, in der Agitation gehörig ausnuten. Damit schließt die Debatte. Die deutsche Resolution wird ein stimmig angenommen.( Lebhafter Beifall.) Die Hower Lancashire wendet sich im Namen der Mehrheit der Die Aufstellung eines einheitlichen Lohntarifs wird auf Vorschlag Lancashirer gegen die Annahme der von den Yorkshirer vor- des Vorsigenden Lepers auf den nächsten Kongreß verschoben. geschlagenen englischen und von Baudert ergänzten Resolution. Troß Es folgt Punkt 4 der Tagesordnung:„ Abschaffung der Ueber Der vorzüglichen Argumentation Turners fei nicht einzusehen, wes- zeit- und Nachtarbeit." halb die Accordarbeit abzuschaffen sei, die unsre Großväter selbst Die deutsche Delegation schlägt folgende Resolution vor: eingeführt hätten. Es sei ja richtig, daß durch diese aus den Ar- Der Kongreß erachtet es für dringend notwendig, daß die beitern recht viel Mehrwert herausgepreßt werde. Aber wenn man Arbeiter aller Länder dahin streben, mit Hilfe der Organisation, sowie Es folgt Punkt 5: Wie ist eine bessere Durchführung der den Stücklohn einfach abschaffte, so würde die individuelle auf dem Wege der Gesetzgebung die Beseitigung der Ueberzeit- und Arbeiterschuß- Gesetzgebung möglich?" Leistungsfähigkeit zurückgehen; niemand hätte dann noch ein Interesse Nachtarbeit zu erreichen." daran, seine Fähigkeiten besonders auszubilden. Die Mißbräuche der Lepers Roubaix: In Bezug auf die Durchführung der Wagner Cheimniß begründet die Resolutior In Deutschland Accordarbeit könnten durch starke Organisationen leicht beseitigt besteht für die Frauen der 11 stündige Arbeitstag. Es werden aber Arbeiterschuß- Gesetzgebung ist Frankreich besser daran, als die übrigen werden. Anstatt also hier in einer Reſolution generell die Ab- fortgejezt Ausnahmen von den Behörden gestattet, wodurch der ganze Inspektoren kontrollieren mit größter Gewissenhaftigkeit. Es ist Länder. Die Fabrilinspektion ist da eine vorzügliche. schaffung der Accordarbeit zu verlangen, sollte man lieber dafür Wert der Arbeitszeiteinschränkung illusorisch wird. 1897 wurde die forgen, daß die Eifersüchteleien unter den Organisationen aufhörten, ueberarbeit in 1151 Betrieben zugelasien, 1898 in 1114. Dagegen betrug ba vorgekommen, daß ein Inspektor einem Fabrikanten an einem so daß diese erstarken fönnten. Der tüchtige Arbeiter stehe bei Stüd- die Dauer der täglichen leberarbeit 1898 1127 Stunden, während sie 1897 einzigen Tage 60-100 fache Uebertretungen nachgewiesen hat. Iohn besser als bei Zeitlohu. Er bitte also, die Resolution ab- uur 1008 betragen hatte. Die Anzahl der Arbeiterinnen, welche lleberarbeit Die Hauptsache ist das vorzügliche Einvernehmen zwischen den zulehnen. leisteten, war 1897 110 696, 1898 90 635, die der Betriebstage mit leber- Inspektoren und den Vorständen der Gewerkschaften. Das meiste hat Groß- Lancashire( für die Minderheit der Lancashirer): In arbeit 1897 22 333, 1898 21 567. Die Zahl der bewilligten Ueberstunden dazu das Millerandsche Gesez beigetragen, durch das die Inspektoren der Weberei hat die Accordarbeit die skandalösesten Zustände gezeitigt. betrug 1897 1 681 747, 1898 1 866 246. Es ist da aljo 1898 ein Mehr sich geschützt fühlen.( Lebhafter Beifall.) Bevor der Weber überhaupt dazu kommt, aus den ihm gegebenen von 215 501 Stunden zu verzeichnen. Da die Anzahl der in lleberstunden Baudert- Apolda: Die bürgerliche Presse hat mit Behagen Stoffen Tuch zu verfertigen, geht ihm eine große Zahl von Tagen ver- beschäftigten Arbeiterinnen aber gesunken ist, so entfällt auf den Ausspruch Millerands gebracht, daß Deutschland an der Spize loren, die bei Accordarbeit unbezahlt bleiben würden.( Lebhafte Zustim- die einzelne Arbeiterin ein höheres Maß von Arbeit. 1897 famen auf der Socialreform marschiere. Unfre Arbeiter waren darüber ja mung). Wenn man für die Accordarbeit eintrete, weil unsre Vorfahren so eine Arbeiterin 15,2 Ueberstunden, 1898 dagegen 20,6; fie mußte etwas verwundert; noch mehr müssen sie es heute sein, wenn gearbeitet hätten, so könne er wirklich nicht einsehen, weshalb das, also 1898 um 34 Proz. mehr arbeiten, als 1897. ihren französischen Genossen hören, Man sieht, daß fie was für unsre Großväter gut genug gewesen sei, auch für uns gut die Arbeiterinnen einzelner Fabriken jezt mehr als früher heran- züglich es gerade Frankreich in dieser Beziehung hat. sein solle.( Lebhafter Beifall.) Redner bittet um Annahme der gezogen werden; die Ueberarbeit tommt also im wesentlichen ist ja in Deutschland manches auf diesem Gebiete geschehen. Aber englischen Resolution, aber unter Ablehnung des Amendements einzelnen Unternehmern zu gute. Die einzelnen Arbeiterinnen es ist doch noch sehr, sehr viel zu wünschen übrig. Das bißchen nur der Socialdemokratie Baudert, da er die Forderung, daß der Fabrikant auch arbeitslose haben aber davon, daß fie ueberarbeit leisten, gar nichts. Denn Socialreform ist hier Tage mitbezahlen solle, für völlig aussichtslos hält." Zeigen Sie jede Ueberarbeit führt in ihren Konsequenzen zu einem allgemeinen Die organisierte Arbeiterschaft muß daher fortgesezt mir einen Fabrikanten in der Welt, der 6 Tage bezahlt, wenn nur Lohnbrud, so daß schließlich auch die mehr arbeitenden Arbeiterinnen ihr Augenmerk auf die Erringung der politischen Macht 4 Tage gearbeitet worden ist. doch nur einen geringeren Lohn bekommen. Der Effekt ist also richten. Nicht nach bloßer Verbesserung der Lebenshaltung sollen Reichel Chemniß erklärt, die deutschen Kameraden fönnten lediglich eine größere Ausbeutung der Arbeitskraft ohne Entgelt an die Organisationen streben. Dieie wird ja schließlich doch durch er auf die von den belgischen beantragte Verschiebung der Beschluß- den Befizer derfelben. Der Kampf gegen die Ueberzeitarbeit ist höhte Lasten, die die Unternehmer auf die Arbeiter abwälzen, wieder fassung nicht eingehn. Die Accordarbeit sei der größte Krebsschaden des daher eine der wichtigsten Aufgaben, die die Arbeiter zu erfüllen wettgemacht. Was die Arbeiterklasse braucht, das ist etwas mehr ganzen Gewerbs. Eie drüde das Lohnverhältnis im allgemeinen herab, haben.( sville: Die Frage braucht nicht länger debattiert Annahme der Refolution.( Beifall.) ( Bustimmung.) Ellbogenfreiheit! Ich bitte Sie daher um möglichst einstimmige da der Unternehmer die Arbeit dessen als Norm nehme, der die meisten Enghels Stüde abgeliefert, also am meisten geschuftet habe. Die Argumente zu werden. Die verschiedensten nationalen und internationalen Bar Gent: Die Belgier sind in Bezug auf die Arbeiter für die Accordarbeit tönnten nicht überzeugen. Die Fähigkeit des Arbeiterkongreffe haben sich für den Achtstundentag erklärt und für schutz- Gefeßgebung sehr schlimm daran. Die Fabrikinspektion ist eine Arbeiters werde durch das Accordsystem nicht gesteigert, sondern herab- jeden Anhänger des Achtstundentages ist es selbstverständlich, daß er miserable. Die Juspektoren sind von den Kapitalisten abhängig, sie gedrüdt, weil der Arbeiter dabei derartig ausgebeutet werde, daß seine Gegner der Ueberzeit- und Nachtarbeit ist. ignorieren alle lagen und Mißstände. Die Annahme der Resolution physischen und geistigen Sträfte fich gar nicht erholen könnten, also Die englische Delegation erklärt ihre Zustimmung zu ist für die Belgier eine dringende Notwendigkeit. beständig zurückgingen. Redner bittet, die Resolution mit dem der deutschen Resolution. Die Diskussion wird hier abgebrochen. Amendement Baudert anzunehmen. Die Forderung des Wochen Brezina Wien: Auch die Oestreicher stimmen der Resolution Die englischen Delegierten wünschen, daß man jetzt die Frage. lohns sei durchaus berechtigt. Und was bei Werkmeistern und zu. Sie haben auf allen Landeskongressen die Beseitigung der erörtere, wie die Kongreßuntosten zu decken seien bont 4 wvie Dor= zu vers પિયા, મોના અન્ય તો, Der Vorsitzende Leper fieht Teine Veranlaffung, von der bei dem Wahlgeschäft focialdemokratische Arbeit| Auflösung des Verbands tommen möge. Ein diesbezüglicher Antrag 8weigberein angenommen nehmer und Tocialbemofratii de Urbeitgeber it it don por längerer Zeit vom biefigen regulären Abwidelung der Tagesordnung abzuweichen, Hierauf vertagt sich der Kongreß.( 5 Uhr.) gegenseitig unterstützen. Die diesbezügliche Weigerung eines organis worden. Nach Erledigung von noch zwei weiteren Angelegenheiten fierten Genossen gilt als principieller Verstoß", wurde nach furzer erfolgte Schluß der sehr interessanten Versammlung um 21/2 Uhr. = In den Bericht über die vorgestrige Rede von Berger Berlin Begründung durch den Antragsteller den Genossen zur Beachtung Schlächter! Donnerstag, den 19. Juli cr., abends 81/2 Große Haben sich einige finnstörende Druckfehler eingeschlichen. Der Nedner empfohlen. hat ausgeführt, daß im sächsischen und böhmischen Erzgebirge die Dem aus Niederbarnim ausgewiesenen und unlängst in Böhmen öffentliche Bersammlung in Cohn's Feniälen( größer Saad), Beuthſtr. 20/21. Möbel- und Konfektions- Posamentenindustrie fich derartig entwidelt verstorbenen Genossen Kopp widmet der Borsigende Kiesel einen Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Laden Schlächtergesellen zur Lohnbewegung der Engros Schlächtergesellen Berlins? Referent: Reichstagshat, daß von dort aus der gesamte europäische und amerikanische warmen Nachruf, die Versanunlung chrt sein Andenken durch Erheben Abg. Friz 3ubei 1. 2. Stellungnahme zu dem Beschluß der hiesigen Markt vollständig versorgt werden kann. Ferner hat er noch bemerkt, von den Sigen. Das Referat des Genossen Gutheit über„ Unfall- Schlächter- Innung betr. Beibehaltung der Sonntagskündigung. 3. Gewerkdaß in Mannersdorf( Nieder- Oestreich) die Arbeiter der Gold- und und Krankenversicherung" wurde wegen vorgerückter Beit bis zur schaftliches. II. Homöopathischer Verein Berlin. Heute, Donnerstag, den Silberband- Manufaktur gezwungen sind, neben ihrem Hauptberuf nächsten Versammlung vertagt. Der Vorsigende ermahnt die Arnoch Landwirtschaft zu treiben. beiter, mur den„ Vorwärts" zu lesen, da ein jeder nur darin 19. Juli cr., abends 9 Uhr, im Stadtbahnbogen am Lehrter Bahnhof: eine richtige Beurteilung und Würdigung der gegenwärtigen Distuffionsabend. Gäste willkommen. Zitherklub Menzenhauer". Heute abend 81/2 Uhr, Andreasftr. 3: Weltlage und politischen Wirren, wie auch aller sonstigen Vorgänge nebungsstunde. auf politischem, wirtschaftlichent und socialem Gebiet zu finden vermöge, Frauen und Männer hätten in dieser Hinsicht die gleichen Interessen und Verpflichterungen. Mit einem begeisterten Hoch auf die internationale Socialdemokratie erfolgte Schluß der Ver sammlung. Scholz Berlin legt Wert darauf, um jedes Mißverständnis auszuschließen, die Stelle seiner gestrigen Rede, die sich auf die Berliner Webeschule bezog, wortgetreu wiedergegeben zu sehen. Er fagte: " Die Webeschule in Berlin tann tros der hohen Kunstentwicklung eine Besserung der hiesigen Verhältnisse nicht herbeiführen. Die Teilnahme zur weiteren Ausbildung in der Schule kann in dem früheren Maße nicht mehr stattfinden, weil keine Lehrlinge mehr am hiesigen Ort in die Weberei eintreten." люби und -12. danach. noid to bilj dsdopeus mit Die nachher erhält, ist für die Bemeffung feiner Rente in der Regel unerheblich. 1 Eingegangene Druckschriften. it coul Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diek' Verlag) ist soeben das 42. Seft des 18. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Kulturschwindel. Der Weltbund zur Bekämpfung der Vivisektion. Von Die Maler und Berufsgenossen hielten am Dienstag eine Eduard Sokal. Die Neutralisierung der Gewerkschaften. Von K. Kautsky. Versammlung in den Arminhallen ab, in der Genosse Drunjel( Fortsetzung.) Micius, ein chinesischer Vorläufer des christlichen Kom über Tarifvereinbarungen referierte. Dem beifällig aufgenommenen munismus. Von Ferdinand Fren Bon der Gerechtigkeit" in der festBortrag folgte eine längere Diskussion, in der principielle Bedenken jezung der Unfallrente. Von A. Winter. Litterarische Rundschau: TroelsDevlammlungen.o gegen eine Tarifvereinbarung nicht geltend gemacht wurden, sondern und, Himmelsbild und Weltanschauung im Wandel der Zeiten. Notizen: Anarchistische Citierfunst. Von K. Kautsky.- Feuilleton: Das Verbrechertum Der Wahlverein für den vierten Reichstags: Wahlkreis sowohl Mitglieder der lokalen als auch der centralen Organisation im modernen Roman. Von Professor Enrico Ferry( Nom). Autorisierte ( Südost) hielt am Dienstag eine Versammlung im Graumannschen gleich dem Referenten für dieselbe eintraten. Die Abstimmung über Ueberfegung von Wilhelm Thal.( Fortsetzung.) Lotal ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung" ehrte man das An- die von der Innung mit dem Gesellenausschuß vereinbarten Bedenken des verstorbenen Mitglieds Koffta, sowie des Genossen Anton dingungen, die bis zum 1. April und dann immer auf ein weiteres Kopp in der üblichen Weise. Auf der Tagesordnung stand ein Vor- Jahr gelten sollen, went bis zum 15. November die Kündigung trag von Dr. Silberstein über das Thema: Der Alkohol und die von feiner Seite erfolgt ist, wurde bis zur nächsten Versammlung Briefkasten der Redaktion. Arbeiter. Der Vortragende gab eine wissenschaftliche Darstellung vertagt. der Wirkungen des Alkohols auf den menschlichen Körper und Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Die Lohnbewegung der Fliesenleger ist in ein neues Stadin Freitag von 7-9 Uhr abends statt. zeigte alt statistischen Zahlen die Beziehungen zwifchen getreten. In der gut besuchten Versammlung, die am Montag im Alkoholismus und Verbrechen. Die Ursachen des Alkohol-" Englischen Garten" tagte, wurde nach eingehender Beratung und Mineralogie. Fragen Sie in einer größeren Schulbuchhandlung genuffes in Arbeiterkreisen führte der führte der Redner zurück auf nachdem über den Stand der Bewegung berichtet worden war, nachichlechte Ernährung, Ueberanstrengung, und außerdem auch auf die stehender Tarif beschlossen: B. 153. 1. Uns unbekannt. 2. Das erfahren Sie durch den Rettor der Ihnen nächst gelegenen Gemeindeschule oder durch Ihren fommunalen erheiternde Wirkung des Alkohols. Der Redner tam zu dem Schluß: 1. Der Stundenlohn beträgt bei neunstündiger Arbeitszeit pro Bezirksvorsteher. Der Alkoholismus in Arbeiterkreisen steht in ursächlichem Zusammen- Stunde 80 Bf. Mindestlohn bis zum 31. Dezember 1900. Vom S. 11. Sprechen Sie mit der Geburtsurkunde gelegentlich in der hang mit den ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen der Arbeiter. 1. Januar 1901 beträgt der Stundenlohn bei achtstündiger Arbeits- juristischen Sprechstunde vor.$. C. Sie hätten sich an uns vor dent Je mehr diese Verhältnisse gebessert werden, desto mehr wird auch zeit 90 Pf. 2. Die Arbeitszeit beginnt vom 1. Januar ab um 71/2 Uhr Termin wenden sollen, nachdem Sie die Klage erhalten hatten. Jegt ist B. P. 18. der Alkoholgenuß zurückgedrängt. Der Kampf für eine bessere morgens. Von 9-91/ allhr Frühstüc, von 12-12/ 21hr Mittag, um 41/ 2hr nichts mehr ohne Einwilligung Ihres Gläubigers zu erreichen. daneben die Auf- Feierabend ohne Vesperpause. Vom 1. März ab von 12 bis 1 Uhr Durch Pfändung würden abermals überflüssige Soften erwachsen. Die Kosten fönnen soviel betragen. Auch kann alsbald gepfändet werden. tlärung über die schädlichen Wirkungen des Alkohols ist Mittag, von 3/2 bis 4 Uhr Vesper, um 5/2 Uhr Feierabend. 5½ Feierabend. After Abonnent 26. Uh in Berlin Se b amme zu werden, mielbet auch der erfolgreichste Kampf gegen den Alkoholismus. 3. An den Sonnabenden ist eine Stunde früher Feierabend. An den man sich beim Bezirksphyfitus Schulz am Tempelhofer Ufer 29; Frauen Dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine rege Aussprache. Tagen vor den hohen Festtagen wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten aus dem Regierungsbezirk Botsdam melden sich bei ihrem Kreisphyſifus. Der erste Rebiter war der Ansicht, daß der Alkoholgenug in Nord- ist um 2 Uhr Feierabend, ohne daß ein Lohnabzug zu machen ist. Diese erſte Weldung geschieht zum Zweck der Vorprüfung und Untersuchung deutschland mit Rüdficht auf das Klima nicht ganz entbehrt werden Das Geschirr wird während der Arbeitszeit befördert. 4. Der Lohn Hierauf haben die Frauen beim Polizeipräsidenten und die aus dem Regie: Tönne. Sämtliche nachfolgende Redner dagegen sprachen sich in ist für die volle Woche auszuzahlen und darf nichts einbehalten zungsbezirt Potsdam beim Regierungspräsidenten ein Gesuch um zulaffung Uebereinstimmung mit dem Vortragenden, ohne gerade Enthaltsam werden. Der Lohn ist nach Feierabend sofort auf der Baustelle, genommen sind oder nicht, und werden im erfieren Fall zu den Kurfus Sodann erhalten Sie Befcheid, ob sie anzur Ausbildung einzureichen. teitsapostel zu sein, ganz entschieden gegen den Alkoholmißbrauch andernfalls im Comptoir zwischen 4 bis 4½½ 1hr, an den Tagen einberufen, der jährlich vom 1. Ottober bis 31. März in der Charité abge: aus. Unter Vereinsangelegenheiten teilte der Borfigende mit, daß vor den hohen Festtagen bis spätestens 2 1hr auszuzahlen. halten wird. halten wird. Während der Zeit ihrer Ausbildung müssen die Frauen in der in der nächsten Versammlung Genosse Ströbel einen Vortrag über 5. Der 1. Mai ist als Feiertag freizugeben. 6. Fahrgelder werden Charité wohnen. Die Kosten für Ausbildung, Wohnung, Verpflegung und die englischen Getverkschaften halten wird. vergütigt, in Berlin pro Tag 20 Pf., in den Vororten Schöneberg, Instrumente stellen sich auf etwa 300 M. Frauen im Alter von über Der Wahlverein für den 6. Wahlkreis hielt am Dienstag orte, wofür eine Stunde zu vergüten ist, liegen in dem Radius bis enthalten die Bekanntmachungen vont 6 August 1883, 16. April 1884 uns Rigdorf, Charlottenburg u. s. w. pro Tag 40" Bf.- 7. Für die Vor- 30 Jahren werden in Preußen zur Ausbildung nicht zugelassen. näheren Bestimmungen über Bulaffung zum Gebammenberuf in Berlin im Kolberger Salon seine stark besuchte Generalversammlung ab. Vor Beginn der Tagesordnung ehrte die Versammlung das au einer Meile, für die Vororte, wofür zwei Stunden zu vergüten 11. Oftober 1887. Dieselben tönnen Sie auf der Redaktion in der juristischen Andenken der im verfloffenen Quartal verstorbenen Mitglieder allen Fällen das erforderliche Fahrgeld zu erstatten. 8. Für Ar find, liegen in dem Radius bis zu zwei Meilen. Außerdem ist in Sprechstunde einsehen. R. N. Der Anspruch des Kindes ist nicht verfährt. Der Vater sowohl Anders, Klage, Schulz, Dietrich, Ganda, Rojen- beiten außerhalb ist der in Berlin ortsübliche Lohn und ein Zuschlag wie die Mutter können ſelbſtredend heiraten. R. B. 194. Die Forde feld und Straßenreuter durch Erheben von den Sigen. Schröter. Schrift: Der Vorsitzende Kiesel erstattete zunächst den Gesamtbericht des nicht unter 3 M. pro Tag zu bezahlen. Falls Rost und Logis ge- ung müssen sie zahlen, sie ist nicht verjährt. liche Antwort erteilen wir nicht. Welche Stellung der Unfallrentner Borstands vom letzten Quartal. Außer 5 Vorstandssigungen 2c. währt wird, so ist ein Zuschlag nicht unter einer Mark zu zahlen. 9. Ueberstunden-, Nacht- und Sonntagsarbeit ist möglichst gu fanden 4 Versammlungen in verschiedenen Bezirken statt. Der F. B. 10. Der Vorsitzende und der Verein wären schadensersatzpflichtig. Scheddin. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Ist eint Borschlag, die Wahlvereins Bersammlungen an den Anschlagsäulen vermeiden; wo Ueberstunden gemacht werden müssen, ist ein Aufbekannt zu machen, habe sich auch infofern gut bewährt, als ichlag von 25 Pf. zu bezahlen. Für Nachtarbeiten von 9 Uhr schriftlicher Vertrag gefchloffen, so ist der Meister nicht berechtigt, abends bis 7 Uhr morgens, sowie für Sonntagsarbeit ist der denselben einseitig zu ändern. Liegt nur ein mündlicher Vertrag vor, die betreffenden Versammlungen sehr gut besucht waren. Um doppelte Lohn zu berechnen. 10. Zur Schlichtung von aus dem so kann kein Teil auf Schadensersatz klagen, vielmehr jeder von dem Ver die Agitation für Aufnahme neuer Mitglieder in den E. D. War Wahlverein allen Genossen in 6. Wahlkreis zu erleichtern, habe Arbeitsverhältnis entstehenden Streitigkeiten wird eine Kommission trag abgehen, weil es sich um einen Lehr vertrag handelt. der Vorstand Aufnahmescheine mit Quittung für den Monats- ans 4 Arbeitgebern und 4 Arbeitnehmern gewählt. 11. Um geordnete monatlich gemietet, so kann allmonatlich bis am 15. zum 1. gefündigt gefünbigt werden. M. W., Reinickendorferstraße. 1. Ja. 2. Nein. beitrag aufertigen und allen bekannteren Genossen zur Ausgabe über- Arbeitsgelegenheit herbeizuführen, wird der Arbeitsnachweis der werben. Andrenfalls fonnte nur bis zum 3. dieses Monats zum 1. Oktober mitteln lassen. Es sei dadurch die Möglichkeit vorhanden, auf allen Organisation der Fließenleger zur Vermittelung benutzt. K. Französisch- Buchholz gehört zum Bezirk des Amtsgerichts II, Berlin, Fr. Das Vormundschaftsgericht hat die Kosten Arbeitsstätten 2c., sowie in Familien- und Bekanntenkreisen Mit- Arbeitsordnungen, welche den getroffenen Vereinbarungen ent- Hallesches Ufer 29/31. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. dem Gefes entsprechend gefordert. Vom 1. Januar 1900 würden in solchem glieder für den Wahlverein zu werben. Wie sehr dies notwendig gegenstehen, sind ungültig. fei, habe die gesamte politische Entwicklung der letzten Jahre gezeigt. Situation für die Arbeiter eine durchaus günstige. Nach dem Bericht, den die Lohnkommission erstattete, ist die Fall feine Stoften zu zahlen sein, weil von da ab die Mutter die gefegliche Bisher find Vertreterin ohne Einleitung einer Vormundschaft wäre. J. M. Nein. Gerade die Wahlvereine als einzige politische Organisation der 162 Fliesenleger an der Lohnbewegung beteiligt. Einzelne Firmen A. J. 383. 3u solchen Redewendungen ist die Billetverkäuferin nicht Genossen sollten den Kern derselben für die Partei, die Schule der haben den bisher geforderten Stundenlohn von 75 Pf. bereits be- berechtigt. Es wäre aber doch etwas hart, deshalb nun gleich ein hocht. Mitglieder im politischen Kampf gegen die bürgerlichen Parteien darpeinliches Verfahren gegen die vorlaute Billeteurin zu beantragen. Sollte stellen. Leider sei aber die Zahl der Mitglieder im Verhältnis zu den bei der willigt. Ein Teil der Ausständigen ist zum Maurerberuf über Ihnen eine ähnliche Frage geftellt werden, so antworten Sie ruhig: Das Es wird geht Sie nichts an, unterlassen Sie solche Bemerkungen, die schicken fich Reichstagswahl abgegebenen Stimmen, besonders im 6. Wahlkreis, gegangen, während 91 Mann noch ausständig find. wo allein 150 000 28ähler vorhanden sind, eine äußerst geringe. übrigens erwartet, daß auch die wenigen Fliesenleger, welche noch nicht für jemand, insbesondere wenn er felbft arbeitet. E. B. 35. Nein. Redner bedauert auch, daß die eine Versammlung, in welcher Lieb- u den alten Bedingungen arbeiten, sich der Bewegung anschließen, 4 Wettende. Moltte, am 26. Ottober 1800 in Parchim geboren, starb am knecht ſeiner Zeit über die„ lex Heinze" referierte, nur schwach, da- teinerlei Entgegenkommen zeigten, sondern bereits mit schwarzen Liſten.. Da Gle lo verlegt find, baß Sie ohne frenide Silfe und so daß die Unternehmer, die bisher auf die Vorstellungen der Arbeiter 24. April 1891 in Berlin. tönnen eine selage abwarten. gegen die von den Bürgerlichen mit demselben Thema im Cirfus gegen die von den Bürgerlichen mit demselben Thema im Cirkus operieren und die der Vereinigung der Baugeschäfte beitreten wollen, wartung nicht bestehen tönnen, so steht Ihnen vom 1. Oftober 1900 ab Sie Schumann einberufene, sehr stark auch von Socialdemokraten besucht um jede Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu bekämpfen, 100 Broz, und zwar berechnet nach dent höheren Jahresarbeitsverdienst, zu. gewesen sei. Jedenfalls dürfe man bei späteren ähnlichen Gelegen- bald gezwungen sein werden, die aufgestellten Forderungen anzu- Ferner steht Ihnen ein Anspruch auf einen Fahrstuhl zu. Sie thun gut, heiten wohl erwarten, daß die Genossen eher die von der eigu en erkennen. Von mehreren Rednern wurde darauf hingewiesen, daß Shren Anspruch schon jetzt zu erheben, damit möglichst bald nach dein Partei einberufene Versammlung besuchten. Auch sei zu die Geschäftskonjunktur eine sehr gute ist, daß die Organisation be- Ottober entschieden wird. Bielleicht kommen Sie zur Berechnung des wünschen, daß Erleichterungen, wie fie der Verein durch Sonder- sonders in der letzten Zeit recht erfreuliche Fortschritte gemacht hat Jahresarbeitsverdienstes mit Ihren Unfallpapieren in einer der nächsten vorstellungen auf der Sternwarte und in der Urania", nur strafbar, wenn wegen des Ehebritchs die Ehe geschieden ist. durch Uebernahme von Einlaßkarten zu ermäßigten Preisen und daß der numehr aufgestellte Tarif, der den Verhältnissen im Sprechstunden heran. Fliesenleger Gewerbe völlig entspricht, unter allen Umständen zur Anerkennung gebracht werden muß, damit für längere Zeit endlich wenig Opfer erfordert, ist den Ausständigen anheimgegeben, bis auf geordnete Zustände geschaffen werden. Damit der Kampf möglichst Der von Tauschel erstattete Staffenbericht ergab mit weiteres als Maurer zu arbeiten. Das Gewerkschaftskartell hat dem früheren Bestand von 292,70 M. cine Gesamteinnahme von stützung der in Mitleidenschaft gezogenen Hilfsarbeiter haben die in übrigens die Unterstützung der Bewegung zugesichert. Die Unter4028,90 9., eine Ausgabe darunter 3000 m. für Agitation Betracht kommenden Organisationen übernommen. Das Bureau der bont 4026,90 m., so daß ein gegenwärtiger Bestand von 2 M. ver bleibt. Eine genauere Abrechnung sei leider deshalb nicht möglich, Lohnkommission befindet sich bei Buske, Grenadierstr. 33. 18 Saparanba 7595 Verbands weil bedanerlicherweise mit den Einlaßkarten zum Stiftungsfest deutscher Swinembe. 767 Der Zweigverein Berlin des noch immer feine vollständige Abrechnung bezw. Ablieferung erfolgte. Barbiere, Friseure und Berrüdenmacher hielt am Donnerstag, den Hamburg 769 N 768 SW Die betreffenden Genossen werden ersucht, die für Starten 12. d. M. bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, seine ordentliche General Berlin 762 SW bereimahmten Gelder oder nichtverkaufte Karten abzuliefern. verfammlung ab. Der Kassenbericht des legten halben Jahres ergab Grantf./m. 760 NW 4 geiter München 770 Still wolfenl 21 Paris 768NNO 2woltent 20 Die gleiche Gäumigkeit ſei sei leider auch mit der eine Einnahme von 545,48 M. und eine Ausgabe von 500,01 m., fo Wien an 766 NW 35lb. bed. 22 Zahlung der Beiträge eingeriffen. Die Das Vereins Abteilungs- daß ein Kassenbestand von 45,47 W2. verbleibt. führer werden daher ersucht, ebenfalls pünktlicher abzurechnen. vermögen beträgt inklusive des Arbeitslosen- Unterstützungsfonds Gegenwärtig betrage die Witgliederzahl 5940, die aber für den 245,47 W. Der mit der Freien Vereinigung zusammen geführte fechsten Wahlkreis viel zu gering sei. Gleinert befundet die Arbeitsnachweis vermittelte in der Zeit vom 1. Januar bis 1. Juli Nichtigkeit der Abrechnung namens der Revisoren, worauf die insgesamt 388 feste und 1340 Aushilfsstellungen und kann sich beantragte Entlastung erteilt wurde. Ein Antrag Wernau, den rühmen, der bestbesuchteste Arbeitsnachweis Berlins zu sein. An der Monatsbeitrag von 20 auf 30 Pf. zu erhöhen, wurde nach kurzer im Oktober vorigen Jahres errichteten Fachschule im Damenfrisieren unserm Bummelbruder an der Bante, p Erörterung zur Beratung für die nächste Generalversammlung beteiligten sich bis zum Schluß derselben 20 Schüler, es ergab einen Gustav Löffler, zu seinem GeburtsBernau den Inhalt der zumeist von Alademikern geschriebenen frisieren verlief in glänzender Weise. Unferm Von der Verbandsleitung sind der Filiale nachstehende Ur Vereinsbruder Gustav Flugblätter. Der Erfolg derselben sei darum so gering, weil Diese Flugblätter zumeist in einer dem Volte unverständ- abstimmungs- Anträge zugegangen: I. Die Verbandsmitglieder mögen Löffler zu feinem Geburtstage die der Kollege Tischler lichen Schreibweise verfaßt und mit ungenügendem Hinweis befchließen, daß die erwähnte Kommission sanktioniert wird, die ein- besten Wünsche. auf den Borwärts" und die Wahlvereine geichrieben gelaufenen Korrespondenzen sowie das Verwaltungsmaterial einzu- Lotterieverein Groß Schwein. feien. Flugblätter dürften überhaupt nur von Genossen geschrieben ziehen, um erstere erledigen und legteres an die Vereine gelangen werden, denen die Anforderungen und Bedürfnisse, besonders aber zu lassen. II. Die Verbandsmitglieder mögen beschließen, daß ent die Ausdrucksweise der Arbeiter genügend bekannt seien, sonst weder a) die unten erwähnte Kommission oder b) ein hierzu Verband der Bau-, Erd- und werde man cher Schaden als Rugen haben. Auf besonderen engagierter Kollege gegen festes Gehalt die Verbandsverwaltungsgewerblichen Hilfsarbeiter Beschluß der Versammlung wurde dieser Antrag Bernau dem Vor- Arbeiten bis zum Verbandstag erledigt. III. Den bisherigen Deutschlands, Zahlstelle Berlin III. stand und den Bezirksführern zur Begutachtung über: viesen. Für Verbandsvorsitzenden abzusehen. Diese Anträge nebst Begründung da die das Miglieb Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Die beiden aus wirtschaftlichen Ursachen ausscheidenden Mitglieder riefen eine heftige, langanhaltende Debatte hervor, da die das Wiglieb ( 42/12 Nach Bumite eine geteilte war. werden als Abteilungsführer Handite( Oranienburger Meinung über einzelne Borstadt), Behrend( Wedding- Bezirk) ernannt. Ein Antrag, ein fast einstündiger Diskussion wurden die Anträge in folgender Gustav Müller, Mitglied, das fich beim Ausstand einer Gewerkschaft unsolidarisch be- Faffung einstimmig angenommen: I. Der Berliner Zweig auf dem Neubau Lychenerstraße 19 nommen haben soll, deshalb aus dem Wahlverein auszuschließen, verein erkennt die Kommiſſion an, jedoch müſſen zwei Delegierte wurde, weil der Fall nicht genügend aufgeklärt, abgelehnt. der Gewerkschaftskommission mit hineingewählt werden. II. Gollte Frangi wifcht, daß der Vorwärts" bei ähnlichen Ereignisfen, legteres nicht geschehen, so ist sämtliches Material an die Generalwie beim plöglichen Ansstand der Straßenbahner, wie es andere fommiffion nach Hamburg zu senden. III. Der bisherige VerbandsZeitungen gethan, ebenfalls eine Ertra- Ausgabe" verteile. Ein Antrag vorsitzende wird abgefeyt. Aus der Diskuffion über die Anträge Guttmann:" Zu den am 21. September stattfindenden Gewerbe- war noch herauszuhören, daß es den meisten Kollegen wünschensgerichtswahlen sind die Parteigenoffen verpflichtet, dahin zu wert erscheine, wenn es auf dem im nächsten Monat in München wirken, daß hinsichtlich der Besetzung die einzelnen Posten stattfindenden Verbandstag der mißlichen Verhältnisse wegen zu einer) den Mitgliedern verschafft habe, auch in Zukunft aus= genügt werden. Gegenwärtig feien noch 30 Urania Karten vorhanden, die in den Zahlstellen 2c. entnommen werden tönnten. = de d Moltke und M. 23. 1900. E. Sch., Wettende. Ein Ghebruch ist Witterungsübersicht vom 18. Juli 1900, morgens& the. Stationen Barometer stand mm = QUI 768 28 richtung Windstärke Better Temp. n. C. Stallonen NW 3bedeckt 35lb. bed. 17 Petersburg 3 bedeckt 17 Cort 21 Aberdeen Barometer stand mm 28ind richtung Winditärte 316 Wetter Temp. n. 6. 2231 16.4° 9. 2 bedeckt 13 3Nebel 16 416.bed. 21 Wetter. Prognose für Dounestag, den 19. Juli 1900. Ziemlich heiter, am Tage etwas wärmer bei schwachen füdwestlichen Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. judsline Berliner Wetterbureau. idio d tikrodis Deutscher s zurüdgestellt. In seiner Begründung dieses Antrags bemängelte lleberschuß von 69 M. Das von derselben arrangierte Schau- tage die besten niche fenden Holzarbeiter- Herband. " 1 19636] die Bummelbrüber. ( 19626 bergben ist. Beerbian verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Gethsemane- Kirchhofes Niederschönhausen, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht die Orts- Verwaltung. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Georg Stoppe am Dienstag früh 3 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. d. M., nachmittags 6 Uhr, von der Reichenhalle des Emmans. firchhofes Bris aus statt. Todes- Anzeige. [ 105/2 Nach langem fchwerem Leiben ber schieb am 18. d. M. mein lieber Mann, unser guter Onfel und Schwager, der Gastwirt Gustav Waschlowski, im 51. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. d. M., nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Warschauerftr. 13, aus nach dem Georgenkirchhof, Lands: berger- Allee, statt. Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Medaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Donnerstag, den 19. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Echauspielhaus. Geschlossen. Neues Overn Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Die Geisha. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Die Dame von Marim. Aniang 7, 1hr. Reus Flitterwochen. Vorher: omuierregen. Anfang S Uhr. Locken. Der Vogelhändler. Anfang 71 11br. Schiller. Der Troubadour. Anfang 712 1hr Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 11hr. Thalia. Die Tochter Jerusalems. Anfang 72 Uhr. Carl Weiss. Die Anna- Lise. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Doppelgänger. Aus dem Paradiese. Jim Garten: Specialitäten Vorstellung Konzert. Anfang 6 1hr. = = und Friedrich Wilhelmstädtisches. Jut Garten: Großes Konzert u. Specialitäten Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. te Der Zauberer am Nil. Anfang M: 8 11hr. Apollo. Specialitäten Borstelling. Venus auf Erden. 8 11hr. Anfang Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Paffage Panoptifum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Juvalidenste, 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abende 8 Uhr( im Theatersaal);„ Eine Wanderung durch die Parijer Weltausstellung". Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Donnerstag, abends 72 11hr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Der Troubadour. Große Oper in 4 Atten v. G. Verdi. Freitag, abends 72 Uhr: Figaros Hochzeit. Sonnabend, abends 72 11hr: Gastspiel Heinrich Bötel. Postillon von Lonjumean. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Anna- Life, des alten Dessauers Jugendliebe. Schauspiel in 5 Akten von H. Hersch. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Ju Garten: Sommerfest des Vereins chemal. Kameraden der UnteroffizierSchulen. Theater, Konzert, Specialitäten. Anfang 5 Uhr. Crutral Theater Sensationeller Lacherfolg!! Berlin nach Elf. Gr. Poffe in glänzender Ausstattung. Anfang 8 Uhr. Die fenfationellen Schlager: Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Thalia- Theater. Heute und folgende Tage: Schloss Weissensee. ensee Sonntag, den 22. Juli 1900: Grosses Volks- Fest arrangiert vom VI. Berliner Wahlkreis. Früh, mittags und abends: Instrumental- Konzert ausgeführt von 2 starkbesetzten Musik- Kapellen unter Leitung der Dirigenten Herren Behnfeld und Tietz. Massen- Gesänge von ca. 500 Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes( 24 Vereine) unter Leitung des Bundes- Dirigenten Herrn R. Blobel. Von 4 Uhr nachmittags: In beiden Sälen: Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Von 4 hr nachmittags bis abends: Vorstellung. Puppen- u. e. Kasperle- Theaters. Auf der Wiese neben dem Bal champêtre Kinder Belustigungen aller Art. Wettrennen, Topfschlagen etc. etc. Im herrlich gelegenen See- Theater Auftreten sämtlicher Specialitäten bei freiem Entree. 5 Uhr nachmittags: Reigenfahren ausgeführt von Mitgliedern des ArbeiterRadfahrer- Vereins Berlin". 7 Uhr abends: Auftreten verschiedener Athleten 1. Ranges, 10 Uhr abends: Gr. Brillant- Wasser- Feuerwerk und bengalische Beleuchtung der Statue der Freiheitsgöttin. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2-6 Uhr zur Verfügung. a Liter 60 Pfennig, 12 Liter 30 Pfennig. Die Samariter- Kolonne hat neben dem Bal champêtre ein eignes Verbandszelt errichtet und ist zu allen ärztlichen Hilfeleistungen bereit. Für hinreichende Fahrverbindung nach allen Teilen Berlins ist Sorge getragen. 8 axial Or adals M. Anfang des Konzerts früh 3 Uhr. Lokals eine Kontermarke geben zu lassen, dach dem Coupieren das alte Billet seine Gültigkeit verliert. 220/ 7* Das Komitee. Um zahlreichen Besuch bittet 32/19478 6, See- Terrasse Röderstr. 6. Lichtenberg ( zwischen Landsberger Allee und Dorf Lichtenberg). Grösstes Sommer- Etablissement Berlins mit herrlichem 3 Morgen gr. See. Säle, Vereins- und Gesellschaftszimmer. Das Grossfeuer hat nur die Eiswerke zerstört, während das Vergnügungs- Etablissement ( 25 000 Personen fassend) verschont blieb und sich nach wie vor in flottem Betrieb befindet.. Täglich: Grosses Konzert. Jeden Sonntag: Erstklassige Specialitäten im Variété- Theater. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. F 4 hochelegante Kegelbahnen.- Grosser Vergnügungspark. Grosser Tanz im neuen Bal champêtre( auch jeden Montag u. Donnerstag). Auftreten der vorzüglichen Tyroler Alpensänger im Gartensaal. Gesamt- Entree 10 Pf. Kinder frei. Wochentags frei. RS ZOOLOGISCHER GARTEN. OUT BLetzte Woche: Ausstellung unsrer neuesten Kolonie SAMOA Vorher nie in Berlin gesehen: Das Braten eines ganzen Schweins auf samoanische Weise zwischen Blättern und glühenden Steinen. Verteilung von Kostproben an das Publikum! ra Ausserd. das ganze interessante Progr. Geöffnet von 10-12 u. 3-8 Uhr. suna Vorstellungen 11, 4. 5, 7 Uhr. Entree direkt von der Strasse( Stadtbahn- Eing.) 50 Pf., Kinder 25 Pf. vom Zoologischen Garten aus 25 Pf., Kinder 15 Pf. Schweizer- Garten. Am Königsthor. 0000000000 Urania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Der wilde Jäger, romant. Sage mit Gefang u. Tanz in 4 Abt. von Hugo Schulz, Musik von 2. Kersten. Ballett unter Leitung der Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftr. d. Excentric- Chansonnette Molly Verch, Tauma Quartett, The Miltons, Red Haltestelle der elektr. Ringbahn. Am Friedrichshain. b.Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Täglich: Gattspiel der Orientalischen Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Borstellung, Ball. tler, Weiß Tont Pico, crotische Operetten- Gesellschaft. Die Tochter Jerufalems Clown Tanti" Historisch orientalische Operette in vier Aufzügen von 3. Auerbach. Musik von Wolfsthal. Sonnabend, 21. Juli: Sulamith. Apollo- Theater. Zum 161. Male: Venus auf Erden. Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Bernhard Mörbitz. Messters neue Aufnahmen: Unsre Marine auf dem Wege nach China. Anfang 8 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almransch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. 35 mit seinen dressierten Ponnys, Affen und Hunden. Catrini- Ballett, 7 Damen. Familie Patty- Frank Hombert und Renardo, ( 6 Pers.) Parterre: und Luft- Afrobaten. musikalische Excentrics. Eugen Milardo, Ella Bertini, - Moderne Karikatur Jeden Abend 10 Uhr: „ Die lustigen Weiber von Berlin", ausgeführt vom Theater- Ensemble( 20 Personen). Tanz- Soubrette. Volks- Beluftigungen aller Art. Anfang 4 resp. Entree 30 Big. 5 Uhr. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. all Täglich: Trapeztünstlerin, Fred und Max, Chinesen. The Greenwood, Panto: mime: Die musikalische Schmiede". Konzert. Im Saale: Ball. Uhr. " Gintritt 30 Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, den 26. Juli, abends 8½ Uhr: General- Versammlung im Englischen Hof, Neue Ross- Strasse 3. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Lehrer- Kollegiums und der Revisoren. 2. Wahl eines Revisors. 3. Schulangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert.- Beiträge werden entgegengenommen. Die Bibliothek ist während der Ferienzeit jeden Donnerstag von 8-9 Uhr abends geöffnet. 4/ 7* Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Freitag, den 20. Juli, abends 6 Uhr, im Restaurant Steinike, Savigny- Platz( Stadtbahubogen): Kommissions- Sitzung der Parkettbodenleger mit den Vertrauensleuten. Alle Firmen müssen vertreten sein. 105/1 Achtung, Dekatenre! Freitag, den 20. Juli, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Jannaschk, Jufelstraße 10. Tagesordnung: 1. Der Ausstand bei der Firma J. D. Elz. 58/4 2. Verschiedenes. Die jetzigen Arbeiter bei der Firma Els sind hiermit besonders einDer Vertrauensmann. geladen. Adtung! Maler und Berufsgenossen. Achtung! Donnerstag, den 19. Juli, abends 8½ 1hr, im Lokal des Herrn Nümann, Brunnenstr. 188: General Derlammlung der Gewerkschaft der Maler u. Berufsgenossen für Berlin und Umgegend. Tages: Ordnung: 1. Wahl der gesamten Verwaltung. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! Fliesenleger. 125/4 Der Einberufer. Donnerstag, den 19. Juli, abends 8 Uhr Achtung! Oeffentliche Versammlung bei Schulz, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Stand unfrer Lohnbewegung. 2. Der Säulenanschlag der Arbeitgeber. 56/14 Sid Die Kommission. Achtung: Köpenick. Arbeiter- Radfahrer. Achtung: Sonntag, den 22. d. M., nachmittags, im Lokal von Karl Nelke( M. b. B.„ S."), Grünanerstr. 31 Geselliges Beisammensein. Hierzu find alle Radler des Bundes Solidarität" freundlichst eingeladen. 27/7 Um recht zahlreichen Besuch bittet der A.-R.-V.„ Ziel". ..: W. Vogel. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. stussy onilo W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung Neu! Neu! Neu! Orts- Krankenkale der Gastwirte u. verwandten Gewerbe zu Berlin. en Ausserordentliche Generalversammlung der gewählten Vertreter der Orts Krankenkasse der Gastwirte und verwandten Gewerbe am Freitag, den 27. Juli 1900, Nachm. präcise 3 Uhr im Lokal des Herrn Nümann, Brunnenstr. 188. Tages Ordnung: 1. Anmietung neuer Räume für das Kassentotal. 2. Anstellung eines Arztes im Norden, an Stelle des verstorbenen Rassenarztes Herrn Sanitätsrat Dr. Blod vom 1. Oktober 1900 ab. 3. Beschickung der Jahres- Versamm lung des Central Verbandes der Orts- Krankenkassen im deutschen Reiche in Nürnberg. Nette Matrosen. 4. Mitteilung des Borstandes über Poffe mit Gesang von Linderer. Musik von Steffens. Der Herzverführer. Operette in einem Att von 2. Ely. Musik von B. Holländer. Saal: Im: 呀 Wall. Ostbahn- Park Anfang 4 gr.- Eintritt 30 3. Ostbahn- Park Num. Platz 50 Pf. Kalbo. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: = Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Rünstler I. Ranges. Jm renovierter Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Grosses Doppel- Konzert, Theater und Sanssouci Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag. Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Passage- Panopticum. Metropol- Theater. Marokkaner Der Zauberer am Nil. ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 10% Uhr: Théâtre variété. Ausstattungs- Operette Mumien Ballett Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Douners: tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Vereinsbillets nud Passepartouts Gültigkeit. Feldichlößchen Fritz Nagel, Müllerstraße Nr. 142. Täglich: Konzert, Theater. und Specialitäten- Vorstellung. Entree fret. Juli- Specialitäten- Programm. Sommings: Gr. Extra- Vorstellung Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. und Ball. Entree 20 Pf. Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Kustriner Play. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Borstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrfis Nachzahl. 20 Bf. allgemeine wichtige Raffer An gelegenheiten. 5. Vorliegende Anträge und allge meine Besprechung. Borit Berlin, den 15. Juli 1900. Der Vorstand.[ 272/14 Poppe, Vorsitzender. Kraushaar, Schriftführer. Kranken- und Sterbekasse aller gewerblichen Arbeiter für Schöneberg u. Berlin ( eingetr. Hilfst. 115/132). Sonntag, 29. Juli, vorm. 10 Uhr im Saale v. Obst, Grunewaldstr. 110 Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 General- Yersammlung Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Tagesordnung: 1. Salbjährlicher Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstands über die Thätigkeit vom Jahre 1899. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen sämtlicher Mitglieder ersucht 268/ 17* Der Vorstand. Deutsche Konzert- Hallen Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: Entree 50 Bf. Borverlauf 40 f. Gr. internationelle Konzerte Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. * [ 50382*] X Hans Kayser Kiefholzstraße, Plak 2 ( Görlizer Bahn). Billigste Bezugsquelle für Press- n. Steinkohlen. von sämtlichen Gesangs- Musik- Kapellen. Entree frei. Von 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Cigarrenhändlern offeriere befonders preiswert meine 3 Specialmarken. Agenten gei. Eugen Brann, Wehlheiben- Kaffel. 50920* BHAJA MTM- 101100TA Nach beendeter Inventur sämtlicher Lager bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft: J297- edlo 2922013 Strobbüte. Ca. Auditor ish pasti?-anolammo alen werden nunmehr zu 21000 Waschstoffe. Strümpfe. 21000 Meter Barenhaus Arbeiter Berlins! Wilhelm Stein. BERLIN N., Chausseestraße 66. galaaqppa" N Zähne 2 M. ' quv qvaahv uv RG GI 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Arbeits- Bekleidung * C/ IFI Von den Finsterwalder Cigarrenfabrikanten haben die nachfolgenden die Lohnforderungen der Arbeiter best willigt: H. Sporn. Dietrich( Hanisch Nachf.). K. Weigel. R. Klähre. W. Enigk. O. Wessly. R. Reinike. G. Franz. F. König H. Müller. A. Hurras. R. Bär. Reinhold Kaiser. Karl Uhlich. Adolf Hartung. Paul Winkler. abiti e de a saippu für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schloffer, Schlächter, Konditoren, Friseure. Max Püschel. Die Kommission der Berliner Tabafarbeiter. Bon jetzt ab steht dieses Inserat nur Donnerstags und Sonntags im Vorwärts". Die " Aktien- Brauerei Hohen- Schönhausen braut als Ersatz für die theuren Biere, welche die Pilsener Brauereien in Deutschland in den Handel bringen, seit geraumer Zeit unter dem patentamtlich geschützten Namen: - Säcular- Bier ein helles, den Pilsener Bieren ähnliches und gleichwertiges, aus feinster mährischer Gerste und bestem Saazer Hopfen hergestelltes Bier, das vermöge seines feinen Geschmacks und seiner guten Bekömmlichkeit sich die Gunst des biertrinkenden Publikums in bestem Maasse erworben hat. Die Brauerei verkauft das Bier in geaichten Gebinden und berechnet dasselbe ohne jede Nebenspesen mit 5137L* 16 Pfennigen per Liter. W Um geneigten Zuspruch seitens der Herren Restaurateure bittet Hochachtungsvoll Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Betten, Steppdeden, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Remontoiruhren, goldene, Regu Yatoren, spottbillig Leihaus Neander: Straße 6. Teppiche, Gardinen, spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. Manrer! Filzbretter, auch ganze Tafeln, stets vorrätig Hut- Bazar, 61, nur Potsdamerstraße 61. Bitte ausschneiden. Die Direktion. Achtung Tischler! Günstig Modern eingerichtete Möbelfabrik, rentable, 15 Bänke, soll in Genossen: schaft umgewandelt werden, behufs Bergrößerung. Kaufmann mit 7000 Mart vorhanden. Herren mit 800 bis 1000 Mart wollen Ihre Adresse nieder: Tegen unter O. P. 19, Postamt Andreas: Straße. [ 11676 Schultze, Wasserthorstr. 1/2, I. Behandlung aller Haut, Haru: und Blajenleiden ohne jegliche Bernfsstörung. 3973L* Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittag feine Sprechstunde. Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Proz. Möbelstoffe!! aud Reste! alle Qual felten billig! Gelegenheitskauf: Mocquett Plüsche 5,35 M. per meter( 130 cm breit).( 48618 Emil Lefèvre, Oranienſtr. 158. Muster b. näherer Angabe franco. Berlin S., Bettfedernreinigung elektrischer Betrieb, Grüner Weg 3,[ 49302* Hauschild& Kettnitz. En gros- Detail. 5001L* D. Wurzel& Co., Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Künstl. Zähne on 3 M. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. Schmerzloses Zahuziehen. Goldstein, Oranienftr. 123.[* Wo ist der schönste Garten? In + Rixdorfs Vereinsbrauerei! Heilung+ Frei- Konzerte, Kaffeeküche, Kegelbahnen 2c. Martin Berndt, Gastwirt. Eberts Klub- Haus. 72. Kommandantenstr. 72. mit Bühne an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. Säle Empfehle allen Freunden u. Bekannten aller Haut, Harn:, Blasen: leiden ohne Berufsstörung. 31jährige Erfahrung. ElsasserHarder senior, Strasse 20. Sprechst. 9-1 u. 5-8, Sonnt. 9-2. 84/ 3* Chronische Leiden jeder Art ohne Berufsstörung. Institut Jost, Chausseestr. 117, 1. 1. 9-3, 5-9, Sonntags 9-7.[* Arbeitern 20 Proz. Ermäßigung. mein Weiss-, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 30 f. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. H. Stramm, Rest., Ritterstr. 123. 5000* Brima harte 110 Bf a Pfd. halbhart Versuchen Sie die Cigarre Schlackwurst bet Binneböse, chilling Schinkenw., prima hart trake 36. a Pfd. 85 hiesige Schlach tung, mager bei 5 Pfd. Ausschneiden! Speck. Gültig 4 Mt.! Landschinken, Künstl. Zähne von 3,- M. an in tadelloser Ausführung. Speck, fett, oſtpr. " " 95 " 65 62 " " 55 " " 90" Köpnicker: 150822 J. Striepling, traite 163. Guckel, Laufizer Plaz 2. 2. Geschäft: Invalidenſtr. 147. Natur- Heilverfahren. Haut, Haru- u. Blafenleiden, Franen- Krankheit.. heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39789* ( fr. Wallstraße 23.) 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. R. Wagner, Invalidenfr. 151/1 Kleine Anzeigen. Abessiner Feld, Gartenbrunnen, Tische, Stühle, Bänfe, Spaten, billig. Karl Kauffmann, Müllenhoffstraße 19, am Urban. [ 19596* Laabs Elsasserstr. 39. Behandl aller Haut, Harn und Blajenleiden ohne schädliche Mittel u. Gifte. Sprechst.: 9-2. 6-9. Freitag und Sonntag nur 9-2. Verbandskarten Ermäßigung. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. [ 146 Arbeit. Stühle werden gut geflochten, Blinder Stuhlflechter bittet um fertigt dieselben werden abgeholt und zurüc 14786 geliefert. Gläser, Mulackstraße 27. Zimmer, Andreasstraße 70. Fuhren jeder Art fährt billigst Otto Damel, Hedemannstr. 2, Kohlen: handlung. 9826 Fahrrad, gut erhalten, verkauft Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Violin, Klavier, Biston, Cello: preiswert Schulze, Hagenauerstraße 14. Anzahlung. Lager vierhundert Dea Unterricht, monatlich 4 Mart, Oranien Nähmaschinen, ohne Anzahlung, schinen, Bahnrenner, 18 Pfund, straße 118. wöchentlich 1- Mart, fünfjährige Straßenrenner, Lurus Damenräder, Buchbinder- Arbeit jeder ArGarantie, rüd- und vorwärtsnähende Zweisiger, Kinderräder, Anhängewagen fertigt Ferdinand Kleinert, W. Bülow: direkt aus Fabrit Imperial" Dieffen: straße 56, 2. Hof parterre. Ringschiff, Schnellnäher, Bobbin, 23876 [ 2408* Adler. Kostenfreier Unterricht. Alte bachstraße 33. Uhren repariert Wilhelm Flade, rechne an. Postkarte erledige sofort. Luxus- Straßenrenner verkauft oder Uhrmacher, Putbuserstraße 45. Frize, Turmstraße 39, Nähmaschinen tauscht mit erfitlassigem Bahnrenner. 25/ 12* geschäft. Fahrrad Reparaturen 17746 Dochoow, Baufow, Kaiser Friedrichstraße 71. Manopan, gutes, verkauft billig Thormann, Danzigerstraße 90.+51 ( 21/ 18* Wegen Uebernahme größerer Staare, eine Mart, junge, lernen Restauration verkaufe gangbare Schant 15446* sprechen, pfeifen. Oranienstraße 87, wirtschaft. Gothenstraße 35, Schöne: Großes Lager von Berliner Mauer Vogelhandlung. 1936b berg. + 105* Binseln sowie auch Schrubbern in jeder Gaskocher, Sparsysteme, Zwei Altes Parteilotal, Restauration mit Größe für Bauhandwerker hält auf loch 6,00, Dreiloch 10,00, Gas- Platt Garten, Vereinszimmer, besetzt mit Lager Kirchner, Görlizerstraße 65.[ † 2cijen, Schneider Bügelapparate Strantenlassen und Vereinen, an Rußbaummöbel, ganze Wirtschaft, billig! Wohlauer, Wallnertheater: Barteigenossen preiswert zu verfaufen. spottbillig, auch einzeln, Gartenstr. 32A, straße 32. 18496 Näheres Schilling: und Magazinstraße: I lints. +141 Geschäftsleute. Werkstätten, 45 Fl. Ede( Destillation). Emil Stopnid. Möbelverkauf neue und ge: 10 Bayrischbier 3 Mart. Brauerei: brauchte, auch Teilzahlung. Römer, Versand Andreasstraße 63. 1670b Sebastianstraße 81. 18646* Eckbaustelle im Vorort, an Chaussee mit Hochwald Bauholz verkaufe mit Dameurad zit verkaufen. Alexan ( 19726 1200 Mart. Joers. in Zeperuid.* drinenstr. 79; Plättanſtalt. Damenbüsten billig Hülß, Wein bergsweg 13b., 9186 Fahrräder, erstklassig, zu Engros preisen( auch Teilzahlung). Muster: Lager, Kommandantenstraße 46 I. Nähmaschinen sämtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche 1 M., fünf* jährige Garantie, Bestellung Postkarte. Nähmaschinengeschäft Wille, Rirdorf, Berlinerstraße 84, nahe Herrmannplaz Sofa, grün, Chaiselongue, wenig gebraucht billig. Elisabethufer 33, part. rechts. Vermischte Anzeigen. Stellenangebote. ** Kartonarbeiterinnen, geübte, ver Tangt Anders Nachfolger, Adalbert: 19606* straße 7. Mamfells auf Jadetts außer dent Hause( Preis 1,80 bis 2 Marf) ver langt Lobſtein, Hussitenstraße 31.[* 100 Jackett- Arbeiterinnen verlangt ftraße 21 und Gerichtstraße 31 bei Riewe, Raumerstraße 21, 8orndorfer Kramer. [ 15426* Mehrere geübte Maschinenstrumpf jiricferinnen im Repajsiren bewandert. fönnen Beschäftigung finden. Mar Segall, Aktiengesellschaft, 5 Köllnischer Privat Mittagstisch, Herren 40, [ 1961B 2 Dachdecker werden verlangt, die Fischmarkt. Damen 35 Pfennige. Oranienstr. 178, I. auch auf Rüstung arbeiten fönnen. Kartonnagen- Arbeiterinnen finden Saal und Bereinzimmer empfiehlt 2. Petruschke, Fischerbrüde 17.[ 19336 lohnende Beschäftigung bei Pauly u. Jannascht, Inselstraße 10.[ 2068* Arbeiter Vereinszimmer. fleiner Saal, maschinen verlangt Schmidt, Lange an Holzbearbeitungs- Pinner, Kommandantenstr. 18. 19356* Rumpf und Jackettarbeiterinnen mehrere Tage, auch Sonntags, u straße 91. [ 1958b verlangt Lambrecht, Schliemanns vergeben. Gold, Große Frankfurter 1934b Korbmachergesellen auf Lurus straße 28. * 60* Straße 133. gesucht. Erler, köpniderstraße 114, Vereinszimmer empfiehlt Lier Quergebäude, 1 Treppe.[ 1957b Im Arbeitsmarkt durch Alte Jakobitsaže 119. [ 288K* Farbigmacher auf beffere Politur: besonderen Druck hervorgehobene Unfallsachen, Klagen, Gingaben, leisten verlangt A. Bichstädt, Stall Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile Retlamationen. Pugger, Stegliger: schreiberstraße 18. [ 1964b straße 65. 1909b* Vergolder, tüchtiger, erfahrener Tüchtigen Monteur auf Brüdena Großes Vereinszimmer zu ver: Werkführer für nur gute Fabritation wagen verlangt H. Bockhacker, N., geben. Sander, Söpniderstraße 158+. gesucht. Gehalt nach Leistung, 40 bis Müllerstr. 179. [ 28/ 4* Elektrotechait. Anmeldungen zu 45 Mart. Bisherige Thätigkeit bitte Geübte Belegerinnen auf Golds dem neuen Abendkursus der„ Eleftra", anzugeben. Offerte X 5, Haupt: leisten finden dauernde Beschäftigung Prinzenstraße 55, bis zum 24. Juli. expedition dieses Blattes. 19656 bei Werfmeister, Brunnenstraße 194. Keine Kenntnisse erforderlich.[ 247 Bügler, tüchtigen, Knüppel, Reichen 1966b Rechtsbureau, Andreasstraße 63 bergerstraße 52. ( neben Concordia), Rechtsbeistand. Tüchtiger Heizungsmonteur bei hohem Gehalt und dauernder Be Vermietungen. [ 19566 Achtung! Parkettleger, Bauhandwerker! Halbrenner 155 Mart, Touren: maschine 125 Mart, Damenrad 130 Möbelfabrik, Oranienstraße 2a Rechtsschut erteilt Gnadt, Rup: Mark, Laufdecken 10 Mart, jedes ein 1* 70* Jahr Garantie. Matern, O., Strauß- Muschelspinde 27, Spiegelspinde 24, pinerstraße 41. Küchenspinde, Ruhebetten, Rohrlehn Elektrotechnik. Jackson, Alte + 31* bergerstraße 24. stühle 5, Kleiderspinde, Wäschespinde, Jakobstraße 24. Neuer Abendkursus schäftigung gesucht. Offerten unter Malzkraftbier, blutbildend, für Auszugtische 15, Säulentrumeau, zur Ausbildung zum Elektromonteur Chiffre W 5 an die Haupt- Expedition Blutarme, Brustkrante, Schwächliche, Muschelbetten, Marmortoiletten 27, in Theorie und Praris nach be des„ Vorwärts". Die Firmen Görlitz- Classen, Gewichtszunahme, bessere Gefichts: Plüschgarnituren 95 Paneelsofa 75. währter Methode beginnt 17. Juli. Bendix Söhne, die WeissenEinsetzer werden verlangt in farbe, überraschend, 14 Flaschen Vollständige Einrichtungen allerbilligst. Borkenntnisse nicht erforderlich. Anseer Holzbearbeitungs3 Mart, Tonne 3,50 erflusive. Eventuell Teilzahlung unter solideften meldung täglich, auch Sonntags. 207* Steglitz, Plantagenstraße 2. 19546* Fabrik, Genossenschaft mit beschr. Nicht Flaschenzahl, Qualität ent: Bedingungen. Näherinnen auf Priesenhemden, Haftpflicht, Passauer ParkettPhotographie. 6 Visit und 1 Kabinett, 2 Mart 50 Pfennige, Freundlich möbliertes Zimmer für Knopflochnäherin verlangt Benzmter, fussboden- Fabrik( Bertreter Brunnenstraße 152. [ 84/ 8* Kohlfeld), Pieck( Bertreter Schüttko) feinste Stoffe 9-12 Mart. Verfauf Kinder und Familiengruppen, sechs 2 Herren sofort zu vermieten Forster: Oppelnerstraße 48, Hof parterre. Geübte Belegerinnen auf Gold: find gesperrt! Milchgeschäft mit Rolle verkauft Sonnabend und Sonntag. Versand: Perionen, gleiche Preise. E. Hering, traße 54, Quergebäude III, bei 100 Witwe Rosenthal. Teisten gesucht Liegnigerstr. 15.+390/9 Die Kommiffion. Krüger, Müllerstr. 163a. 11786 HausGermania, Unter den Linden 21 FI Schönhauser Allee 146. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Injeratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drug und Verlag von May Bading in Berlin. 2218* cheidet. Porterfellerei Ringler, Elegante vorjährige Herrenhofen Zimmer. Br. 165. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Tokales. " Lokallifte. Die Arbeiter der Werkzeug- Fabrik Aleranderwert", Neue Jacobstraße 6, veranstalten am Sonnabend, den 21. d. Mis., eine Dampferpartie nach Rauchfangwerder zu Rutkowsky. Es sei bemerkt, daß dieses Lokal für dir Arbeiterschaft gesperrt ist. Die Lokaltommission. 5. Wahlkreis. Heute, Donnerstag, abends 81/2 Uhr, findet im Alten Schüzenhaus, Linienstraße, eine Vereinsversammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter Zubeil über das Thema: Aus dem Reiche des Herrn Thielen, referieren wird. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. Den Genoffen und Genoffinnen zur Nachricht, daß der 6. Wahlkreis am Sonntag, den 22. Juli, sein Sommerfest im Schloß Weißensee feiert. Bei der Reichhaltigkeit des Programms und dem niedrigen Entree von 20 Pf. ist wohl auf eine rege Beteiligung der Genossen und Genossinnen zu hoffen, zumal für Bequemlichkeit und Amüsement, wie ja von den vorhergehenden Sommerfesten des 6. Kreises bekannt sein dürfte, alles gethan ist.( Siehe Annonce.) Donnerstag, 19. Juli 1900. An den Tagen des höchsten Verbrauchs pflegt die Wassermenge pro wurde, konnte noch nicht festgestellt werden. Er ist ein Mann von Kopf und Tag auf rund 120 Liter zu steigen, während sie andrer etwa 50 bis 55 Jahren, anscheinend ein Arbeiter, und 1,60 Meter feits an den Tagen des niedrigsten Verbrauchs manchmal fast bis groß, hat schon etwas ergrantes Haar mit starker Glaze, einen auf 50 Liter herabgeht. Die Tage des höchsten Verbrauchs sind Schnurrbart, graue Augen und an den unteren Augenlidern ist eine stets sehr heiße Tage und meist die heißesten des ganzen Jahres. linsengroße Warze. Bekleidet war er mit einem hellgrauen, rotEine zusammenhängende Reihe von ungewöhnlich heißen Tagen stellt farrierten Jadett, einer blaugrauen Stoffhose, schwarzer Wefte, an die Leistungsfähigkeit der städtischen Wasserwerke sehr hohe An- dunkelgestreiftem Halstuch, Strümpfen mit dem Zeichen A. R. und forderungen. Zugstiefeln. 2. Wahlkreis. Das diesjährige Sommerfest( Konzert, SpecialiVom Werderfchen Obstmarkt. Trotz der sehr reichlichen Vom Hikschlag getroffen wurde gestern Nachmittag ein täten, Theater, Tanz und Feuerwert) findet am nächsten Sonnabend, Ernte das Erträgnis dürfte ungefähr doppelt so groß sein, wie Arbeiter Julius Hirsch auf dem Bau am Kupfergraben. Ein den 21. 6. M., in der„ Neuen Welt", Hasenheide, statt. Regen Beim vorigen Jahre stellen die Werderfchen Obstzüchter dieses Jahr Stoppscher Rettungswagen brachte ihn nach der Charité. Außer dem such erwarten Die Vertrauensleute. sehr hohe Preisforderungen. Während in den vergangenen Jahren Namen weiß man von dem Kranken nichts, da er noch nicht im 3. Wahlkreis. Der Wahlverein veranstaltet am Sonntag, den im Großhandel 50 Kilo Himbeeren mit 18-20 m. bezahlt stande ist, über seine Verhältnisse Auskunft zu geben. 22. Juli, einen Familien- Ausflug nach Pferdebucht bei Köpenick. wurden, verlangen die„ Werderschen" dieses Jahr 25 Mark. Straßensperrung. Die Straße Am Festungsgraben, von Abfahrt vormittags 10 Uhr, vom Schlesischen Bahnhof. Rege Be- Die Berliner Fruchtsaftpresser weigerten sich ganz entschieden, der Südfront des Opernhauses bis zur Straße Unter den Linden, teiligung erwartet Der Vorstand, diesen hohen Preis zu bezahlen, so daß große Quanten Obst nach Werder zurücktransportiert werden müssen, was noch nie sowie auf der Nordseite des Platzes am Opernhaus von der Straße vorgekommen ist, so lange die Verkaufs- Genossenschaft besteht. Die unter den Linden bis zum östlichen Flügel des Univerſitätsgebäudes hohen Forderungen der Werderschen Obstzüchter finden ihre Er wird wegen Asphaltierung von morgen ab bis auf Weiteres für flärung in dem Umstand, daß sich dieses Jahr eine außerordentlich Fuhrwerke und Reiter gesperrt. große Anzahl Einkäufer aus allen Gegenden in Werder aufhält; Feuerbericht. Die tropische Hige der letzten Tage drückte viel diese Aufläufer erwerben große Posten Obst zu sehr hohen Preisen. fach den Nauch in den Schornsteinen nieder, wodurch irrtümliche Dadurch wird natürlich die Konkurrenz auf dem Markt verringert Feuerbefürchtung hervorgerufen wurde, was dann in vielen Fällen und die Preise werden hoch geschraubt. Die Posten, die durch den zu muglosen Alarmierungen der Feuerwehr führte. Dieſe Hitze be= Streit der Berliner Fruchtsaftfabrikanten hier nicht abgesetzt werden günstigt auch die Selbstentzündung von Preßkohlen. Brände dieser konnten, wurden sofort von fremden Aufkäufern an sich gebracht. Art waren Teltowerstraße 21, Grünauerstraße 15, Das neue Gerichtsgebände an der Gruner- und der Neuen Kronenstraße 54 und 58 abzulöschen. Hornstraße 18, Friedrichstraße wird noch während der Gerichtsferien bezogen werden. Sein str. 20b und Ryke str. 45 erfolgten Kleine Zimmerbrände, Die innere Einrichtung ist fast vollendet. An derselben wird mit bodens in der Gneisenaustraße 96 erlitt die Wohnungs einem voller Kraft gearbeitet, um bis Ende August alles fertig zu stellen, inhaberin Brandwunden an den Händen. Kleinere Brände, die fast Eine Qual für die Omnibusfutscher sind bei der denn am 3. September beginnt das Landgericht I feinen Umzug von alle ohne Zuthun der Feuerwehr beseitigt werden konnten, wurden Herrschenden Hitze die schweren Lederhüte, welche die Leute der Jüdenstraße nach dem neuen Justizpalaste. Sobald der Umzug vom frühen Morgen bis zum späten Abend auf dem Kopf tragen vollendet ist, fällt das historische Gebäude in der Jüdenstraße der noch gemeldet aus: Lüneburgerstraße 13. Graudenzerstraße 8, Sebastianstraße 18, Greifswaldermüssen. Dazu kommt noch, daß die Straßen, welche die Omnibusje Spighacke anheim, um durch einen modernen Neubau erjet traße 21 und Dresdenerstraße 16. durchfahren, gerade zur Mittagszeit und in den ersten Nachmittags zu werden. stunden völlig ohne Schatten find, so daß die sengenden Sonnenftrahlen während der ganzen Fahrt unausgesetzt die Almojenempfängerin Witive Zeufer aus der Lothringerstraße 38. Einer Alkoholvergiftung erlegen ist die 60 Jahre alte Köpfe der vielfach schon in vorgerückten Jahren stehenden Kutscher Die Frau traut sehr stark. In der Nacht zum Dienstag tobte sie treffen. Es wäre daher sehr angebracht, wenn die Omnibuskutscher in ihrer Kellerwohnung betrunken umber. Gestern Morgen um Stadtverordnetenwahl liegen in der Zeit vom 15. Juli bis ein gleich den Führern der Straßenbahnwagen, wenigstens im Sommer, 8 Uhr fand eine fleine Entelin sie tot auf einem Stuhle figen. Vor eine leichte Müge tragen würden. In jedem Jahre ist von uns auf diesen Nebelstand hingewiesen, ihr standen drei geleerte Flaschen. ohne daß die Omnibusgesellschaft diesen berechtigten Wünschen nach Den Tod im Waffer suchte am Dienstagna.... cin gekommen wäre. Wenn nur das geringste Empfinden für eine Fräulein von Ruckteschell, das seit zwei Tagen vermißt wurde. Die humane Behandlung der Angestellten bei dieser Gesellschaft vor- junge Dame, die etwa 20 Jahre zählt und bei ihrer verwitweten handen wäre, dann würde auch die Arbeitszeit der Kutscher und Mutter, der Baronin von Ruckteschell in der Fasanenstr. 47 wohnt, Schaffner bei der großen Hize eingeschränkt. Auf das Pferde: wurde von mehreren Herren im Grunewaldsee zwischen Paulsborn material muß man Rücksicht nehmen und der Wechsel tritt an den und Hundefehle treibend aufgefunden, gelandet und bewußtlos mit heißen Tagen viel häufiger ein; der Kutscher aber muß bei dem einer Droschke nach der Unfallstation am Zoologischen Garten geglühenden Sonnenbrand mit seinem bis oben zugeknöpften Tuchrock bracht, die sie später ihrer Mutter wieder zuführte. Die Lebensmide ohne Ausnahme, ohne Unterbrechung den Dienst verschen. Das muß noch das Bett hüten, ist aber außer Gefahr. Die Veranlassung Menschenmaterial ist eben billiger als der Pferdebestand. zu dem Selbstmordversuche soll unglückliche Liebe sein. Aus den Nachbarorten. An die Parteigenossen von Rigdorf! Die Wählerlisten zue schließlich 30. Juli d. J. an den Wochentagen von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags und an den Sonntagen von 8 bis 10 1hr vormittags im Rathanse, Berlinerstr. 63, I, gimmer 36, zur Einsicht öffentlich ans. Um jedem Wähler der 3. Klasse Gelegenheit zu geben, sich zu überzeugen, ob sein Name in die Liste eingetragen ist, wird von nächsten Sonntag ab in jedem der 16 Wahlbezirke eine Liste aufgelegt werden. Die Namen derjenigen Genossen, wo die Listen einzusehen find, werden in einer der nächsten Nummern des„ Vorwärts" bekannt gegeben. Jeder Parteigenosse sollte sich bemühen, Einsicht in die Wählerlisten zu nehmen. Wer jetzt nicht eingetragen ist, kann bei der in diesem Jahr stattfindenden Ersatzwahl von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch macheit. Adlershof. Sente abenb 8/2 1hr spricht im socialdemo fratischen Arbeiter- Bildungsverein bei Schmauser, Bismarckstr. 16, Genosse Grempe über„ Wiüllverbrennung". Gäste haben Zutritt. Arbeiter- Rifiko. Der Maurer Harendt, welcher auf einen Neubau in der Jahnstraße zu Briz beschäftigt war, hatte das Unglüd, aus beträchtlicher Höhe abzustürzen, wobei er lebensgefährliche Berlegungen davontrug. In hoffnungslosem Zustand wurde er nach der Rigdorfer Krantenanstalt gebracht. Der Hauptjahres- Abschluß der Stadt- Hauptkasse Berlin Ein nubekanntes Mädchen wurde gestern man der für das Etatsjahr 1899, der joeben fertiggestellt ist, ergiebt ein Herkulesbrücke als Leiche aus dem Landwehrkanal gelandet und rechnungsmäßiges Soll in Einnahme 127 331 591,05 W., in Ausgabe nach dem Schauhause gebracht. Die Ertrunkene ift etiva 20 bis 119 949 088,67. und nach Abzug der darin enthaltenen Reste aus 25 Jahre alt, schlauf und mittelgroß. hat schwarzes Haar, den Vorjahren 115 003 721,20 m. in Einnahmen und 107 621 218,82 m. dunkelbraune Augen und ein längliches Gesicht und trug in Ausgabe eine weißrote einen weißrote Bluſe, so daß ein Ueberschuß verbleibt von Rock, grauen einen grauen 7 382 502,38 m., gegenüber dem Etatsjahre 1898 mit 7 848 464,46 M., und einen braunen Unterrock, schwarze Strümpfe und Knöpf 1899 daher weniger 460 962,08 m. Der lleberschuß für 1899 stiefel. Das weiße Hemd ist T. W., das Taschentuch Karoline Nr. 4 setzt sich wie folgt zusammen: A. Mehrerträge lieferten: Die gezeichnet. Bei der Leiche, die augenscheinlich höchstens einige Tage Gemeindegrundsteuer 326 471 M., die Gewerbesteuer 114 652 M., die im Wasser gelegen hat, fand man einen goldnen Ring, der einen Von feinem leeren Arbeitsfuhrwerk überfahren wurde in Gemeindeeinkommensteuer 1 117 778 M., die Hundesteuer 40 446 M., Stein enthalten hat, ein Paar goldne Ohrringe, ein grünes leeres der Braumalzsteuer- Buschlag 5984 m., die Umsatzsteuer 367 744 Bortemonnaie und eine Starte des Jacobichen Warenhauses in der der Erfstraße in Rigdorf der Arbeiter Fernstädt aus Berlin. Mark, die verschiedenen Einnahmen 365 607 Mart, zusammen Wilmersdorferstr. 56 zu Charlottenburg. Diefe gelbe Karte trägt Schwerverlegt wurde er nach dem Krankenhaus am Urban übergeführt. 2 338 682 Mark, weniger dagegen die Kämmerei- Verwaltung die Nummer 14 306 vom 1. 2. 00 und ist eine Quittung über Charlottenburg. Wie eine Lokal- Korrespondenz meldet, ist die ( wegen der außerordentlichen Kosten der Ausbaggerung des Schäfer Photographien. Tiefbauverwaltung zur Zeit mit geeigneten Maßnahmen beschäftigt, fecs) 125 019 M., die Betriebsstener 2700 M., die Wanderlagersteuer Im Schlaf zum Fenster hinausgestürzt. Der Fabrikant Holz, um bei der bevorstehenden Anlage von Unterpflaster Bahnhöfen 50 M., zuſammen 127 769 M., so daß nach Abzug dieses Betrags Neue Königstr. 19 wohnhaft, fehrte in der Nacht zum Mittwoch gegen gleichzeitig unterirdische Bedüfnisanstalten zu errichten. vou obigen Mehr- Erträgen noch 2210 913 M.( einschließlich 12 Uhr heim. Da im Zimmer eine erdrückende size herrschte, setzte In London sind solche Anstalten bereits seit Jahren in Gebrauch 1.970 325. bei der Steuerverivaltug gegenüber einem Etatssoll sich Herr H. an das offene Fenster seines nach dem Hof zu belegenen und haben sich aufs beste bewährt. von 56 Millionen Mark) als Mehr- lleberschuß verbleiben. B. An Schlafraus und von Müdigkeit überwältigt schlummerte er ein. In wenigen Wochen soll das große Siechen- und Hospitaliten Zuschüssen erforderten weniger: die Schuldenverwaltung Hierbei war der Körper des Herr H. auf das Fensterbrett herab- haus an der Ecke der Sophie Charlotten- und Mollwigstraße, mit 461 304 r., die Unterrichtsverwaltung 277 783 M., die Kranken- gesunken, er verlor das Gleichgewicht und stürzte topfüber in die welchem auch ein Asyl für Obdachlose verbunden ist, der und die Gesundheitspflege 142 596 M., die Part- und Gartenverwaltung Tiefe. Das Aufschlagen des schweren Körpers auf den gepflasterten Benugung übergeben werden. Gleichzeitig wird auch der 16556 M., Bauverwaltung 868 299 m., Polizeiverwaltung 38 665 M. Hof und das Stöhnen des Echwerverletzten alarmierte die Haus Bau des auf 1000 Betten berechneten strankenhauses am die Friedhöfe und Civil- Standesämter 14 264 M., die verschiedenen bewohner, die Herrn H. in einer Blutlache liegend vorfanden und Spandauer Berg in Angriff genommen werden. Weiterhin plant Ausgaben 359 523 M., zusammen 2 178 990 M.; Mehr- 3uschüsse: ärztliche Hilfe herbeiholten. Der Fabrikant hatte eine schwere Ber- der Magistrat die Einrichtung eines Genesungsheims, das die Armenverwaltung 99 693 M., die Verwaltungskosten 144 556 M., legung am Kopf und Brüche an beiden Beinen erlitten. Er verblieb, solchen Bersonen Aufnahme gewähren soll, die nach längerer Krant die Straßenbeleuchtung 2c. 496 609 M., zusammen 740 858 9. 16 da Lebensgefahr nicht vorlag, in seiner Wohnung. heit noch einer regelmäßigen Pflege und unbedingter Nuhe bedürfen. wirklicher Minderzuschuß verbleiben somit 1 438 132 M. Der wirkFür den Bau dieser Anlage ist ein größeres Gelände in der Nähe liche Mehrüberschuß beträgt 2 210 913 M. Beim engeren Stadtdes Charlottenburger Riefelguts starolinenhöhe in Aussicht genommen. haushalts- Etat( 8. h. ohne Werke), ergiebt sich daher ein Mehrüberdas nicht nur für das Gebäude selbst, sondern auch für umfangreiche schuß von 3 649 045 M. Von den städtischen Werken haben Mehr Gartenanlagen Raum bietet. überschüsse geliefert die Gaswerte 2048 163 M., die Wasserwerke 392 082 M., der Vieh- und Schlachthof 342 420 M., dagegen hat die Kanalisationsverwaltung weniger Zuschuß erfordert 950 792 m. Das Gesamtresultat der städtischen Werke hat sich somit um 3 733 457. günstiger gestaltet als der Etat annahm. Daher der oben angegebene Ueberschuß für 1899 7382 502 W. " In seiner eignen Droschte erfchoß sich in der Nacht zum Mittwoch im Tiergarten der 19 Jahre alte Droichtenkutscher Wilhelm Deitert, der einzige Sohn einer Witwe aus der Arndtstr. 32. Der junge Mann war früher in Molkereien beschäftigt und seit Pfingsten Charlottenburg. Eine französische Kommission, ernannt vom Kutscher bei einem Schöneberger Fuhrherrn. Vorgestern hatte er den ganzen Tag über wenig verdient. Darüber flagte er, als er um Handelsminister Millerand wird denmächst zum Studium der 9 Uhr abends bei seiner Mutter das Abendbrot aß. Da er am Tage bhiitalisch technischen Reichsanstalt hier eintreffen. fein Glück gehabt hatte, so wollte er es noch einmal in der Nacht Die Kommission, die bereits von Paris abgereift ift, besteht 11. A. versuchen aus Leon Bourgois, Artilleriemajor Hartmann, Adolphe Caronal. Dienst. daher im Heute morgen in früher Stunde erschoß er sich auf der Charlottenburger Schöneberg. Weit über siebenhundert MilitärChaussee in seinem Wagen. Die Leiche wurde nach dem Echanhause an wärter haben sich um die von dem hiesigen Magistrat ausgebracht. Was den jungen Mann zu dem Selbstmord veranlaßt hat, geschriebenen sechzehn Assistentenstellen bereits beworben und dabei iweiß man noch nicht. sollen täglich neue Bewerbungen einlaufen. und blieb Der Chamisso- Garten hinter dem Hause Friedrichstr. 275, dessen Fassade das Medaillonbild des Dichters schmückt, ist jegt, nachdem diefer Tage der Pfeiffersche Biergarten beseitigt worden ist, allein noch von den vielen großen Gärten übriggeblieben, die sich früher Eine neue Polizeiverordnung, um die Feuers fast hinter jedem Hause der oberen Friedrichstraße zwischen der Von einem Bierwagen totgefahren wurde vorgestern mittag gefahr für Gebäude, in denen sich feuergefährliche gewerbliche Buttkamerstraße und dem Belle- Alliance- Platz hinzogen. Be- der 5 Jahre alte Sohn Paul des Gürtlers Neumann aus der Anton Betriebe befinden, möglichst zu beschränken, hat soeben die hiesige fanntlich hat Chamisso in dem Vorderhause 235 lange Jahre straße 24. Der Knabe tummelte sich mit mehreren andren auf dem Polizeidirektion erlaffen. In derselben wird festgelegt, daß bei Neuhindurch bis zu seinem im Jahre 1881 erfolgten Tod gewohnt Stratendamm in der Nähe der elterlichen Wohnung und achtete im bauten steller und Dachgeschoß zum dauernden Aufent und sich mit Vorliebe in dem schönen auf dem weiten Eifer des Spiclens nicht auf das, was um ihn herum vorging. So jah halt von Menschen( Verkaufsräumen, Ateliers, Comptoiren, Küchen, werden dürfen. Wohnungen, Hinterlande befindlichen Garten aufgehalten, dessen vorderer Teil er auch einen Bierwagen der Brauerei Bichelsdorf nicht und hörte nicht werkstätten) nicht benutt oder zur Vereinigung bon Menschen jezt als Turnplag für die Zöglinge einer im Hause befindlichen auf die Zurufe des Kutschers. Bevor dieser die Pferde zum Stehen Arbeitsstätten höheren Töchterschule benutzt wird, während die andre größere bringen konnte, waren die Räder über den Kleinen hinweggegangen. bestimmte Räume müssen nach einer Treppe einen Ausgang Hälfte in eine Radfahr- Lehrbahn umgewandelt worden ist. Schiver verletzt wurde er nach der Unfallstation VI in der Lindower- haben, die auch bei völliger Verqualmung der Geschäftsräume und Trozdem hat man den schönen Baumbestand des Gartens, straße gebracht, wo er bald unter den Händen der Aerzte verschied. deren Treppen sicher benugbar bleibt. Petroleum darf in den dessen Boden allerdings Blumen, wie das zu den Zeiten Chamissos Ein zweites Opfer forderte der Straßenverkehr in der Moz Verkaufsräumen überhaupt nicht verwendet werden, ebenfalls find der Fall war, nicht mehr zieren, so viel wie möglich erhalten straße. Dort geriet eine 69 jährige Greisin Frau Wildenberg aus bewegliche Gasar me unzulässig. Schaufenster dürfen und auf der Lehrbahn die starken Stämme der noch stehen gebliebenen der Lutherstr. 27 unter einen Steinwagen. Ein Rad quetschte ihr nur von der Straße derart erleuchtet werden, daß sich zwischen schönen Lindenbäume durch dice Polster vor jeder Beschädigung geschützt. die linke Hand fast ganz ab, ein andres zerschmetterte ihr den Schaufenster und den Beleuchtungskörpern eine starte Glasscheibe Noch völlig in seiner ursprünglichen Form aber besteht das alte, in rechten Unterschenkel, während das linke Bein, auf dem die Frau befindet. charakteristischem Stil errichtete und von zwei riesigen Kastanien- lahmt, unversehrt blieb. Die Verunglückte wurde durch die Schöne Schutz den Vögeln! Da bemühen sich die Tierschutzvereine bäumen flankierte Gartenhäuschen, in welchem Chamisso so manches berger Rettungswache nach dem Moabiter Krankenhause gebracht. und sonstige Menschen, die Interesse für die Tierwelt haben, die seiner Gedichte verfaßt hat, und das noch jezt im Sommer ständig Unter dem Verdacht des Kindesmords ist das 23 Jahre zweckloje Quälerei der Tiere zu verhindern, insbesondere auch, die bewohnt wird. In dem Garten ist auch der Ephen von der eignen alte Dienstmädchen Veronika Studzinski, das in der Potsdamer Jugend von der Zerstörung der Vogelnester abzuhalten. Die staatHand des Dichters gezogen worden, der nach dessen legtwilliger Ber- Straße 14 in Stellung war, verhaftet worden. Das Mädchen wird lichen Institute geben hierin jedoch nicht imuner gute fügung später feinen jezt halbverfallenen Grabhiigel auf dem alten beschuldigt, ein Töchterchen, das es in der vergangenen Nacht zur Beispiele. So founte man am Dienstagvormittag auf dem beobachten, wie ein Unterbeamter Jerusalemer Kirchhof an der Bellealliancestraße umspann und noch Welt brachte, unmittelbar nach der Geburt getötet zu haben. Es Bahnhof Halensee heute umspinnt. wurde einstweilen als Polizeigefangene nach der Charité gebracht. mit ciner Stange unterschiedlos sämtliche Vogelnester aus Der Wasserverbranch in Berlin erreicht in Beiten großer Ein rätselhafter Vorgang beschäftigt die Behörden. In der dem Sparrenwert der eisernen Bedachung des Bahnsteigs herSize, wie wir sie in den letzten Tagen gehabt haben, eine Höhe, die Nacht zum Montag sahen kurz vor Mitternacht Straßengänger und unterholen mußte. Auch Nester mit Eiern befanden sich daruiter. ſehr weit über das gewöhnliche Maß hinausgeht. Gegenwärtig ein Schuhmann gegenüber dem Hause Kottbuser Ufer 44 einen Aus einem Rest mit einem Ei flog die Mutter erst heraus, als es fördern die städtischen Wasserwerke in Jahre über 50 Millionen Mann im Landwehrkanal treiben, der sich kaum noch rührte und dem schon an der Stange in der Luft schwebte. Die gesammelten Refter Kubikmeter Wasser. Nund vier Fünftel daron werden gegen Zahlung Tode nahe war. Er war augenscheinlich schon mehrmals unter- wurden dann auf dem Schienengeleise verbrannt. Im Königreich an Privatabnehmer geliefert, der Neft wird zu öffentlichen Zwecken gegangen und wieder aufgetaucht. Es gelang, den Mann mit Preußen muß eben alles seine Ordnung haben, und unangemeldete ( Straßenbesprengung usw.) verwendet. Der gesamte Verbrauch, dent Rettungsfahn ans Land zu bringen. Da immer noch und zahlungsunfähige Bewohner werden unter dem Dach einer das unentgeltlich für öffentliche Zwecke gelieferte Wasser ein Leben in ihm war, so führte man ihn mittels einer Droschke dem föniglich preußischen Eisenbahnhalle nicht geduldet. Sie werden gerechnet, beträgt nach den Berechnungen der Verwaltung der Krankenhaus am Urban zu. Hier starb er jedoch noch in derselben ermittiert und ihre mühsam zusammengebaute Schlafstelle wird vers Wasserwerke täglich nicht viel weniger als 80 Liter pro Kopf Nacht, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Man weiß brannt. der Berliner Bevölkerung, wobei allerdings auch das einigen Vor- daher auch nicht, wie er in das Wasser geraten war. Die Persön orten gelieferte Wasser als von Berlin mitverbraucht angesehen wird. lichkeit des Ertrunkenen, dessen Leiche nach dem Schauhauje gebracht Die diesjährige Parteifonferenz für den Wahlkreis PotsdamOsthavelland findet am 12. August d. I. im Webefchen Lokale zu Nach dem Referenten sprachen noch eine große Zahl von Bartei Spandau, Pichelsdorferstr. 39, statt. Die Tagesordnung wird noch zeugen geladen. Bei Beginn der Verhandlung wurde die DeffentAlle Reden bezogen sich auf die bes bekannt gemacht werden. lichkeit und, was hier nur selten vorkommt, auf Anregung aus genossen aus dem Ort. Nach kannten Vorgänge in Adlershof und übten eine scharfe dem Richterkollegium auch die Presse ausgeschlossen. Der Dampfschiffs- Verkehr auf der Ober- Havel hat in breiundeinviertelstündiger Verhandlung verkündete der Vorsigende und treffende Kritik alt dem Verhalten des Amtsvorstehers. diesem Jahre bereits vielfach zu Klagen des Publikums Anlaß ge- das Urteil. Stoeß wurde für schuldig befunden und zu unter andrem wurde folgender bezeichnende Fall mitgeteilt. Als bei geben. Seitdem fich der gesamte Dampferverkehr in den Händen 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Strafmildernd fei ge- dem jüngst durch polizeiliches Eingreifen gestörten Feſt eines Konsum einer Gesellschaft befindet, sind die Fahrpreise( angeblich wegen der wesen die gute Führung des Angeklagten, straferschwverend der Um- Vereins die Beamten in den Saal traten und die Anwesenden aufhöheren Kohlenpreise und Arbeitslöhne) sehr erheblich in die Höhe stand, daß er sich an einer Gefangenen vergriffen, die seiner Obhut forderten, sich zu entfernen, erhob sich einer der Festgenossen und geschnellt. Die Schiffsführer scheinen sich aber auch an eine regel anvertraut war. Der Staatsanwalt soll dem Vernehmen nach richtete an die übrigen das Ersuchen, sie sollten den Beamten nicht mäßige Abfahrtzeit gar nicht zu kehren. Der Dampfer Sophie", 6 Monat beantragt haben. Folge leisten, da dieselben kein Recht zum Einschreiten hätten, sich der am vorigen Sonntag fahrplanmäßig um 4 Uhr nachmittags seine Wenn das Gericht die gute Führung des Angeklagten als straf- also nicht in der Ausübung gefeglicher Amtshandlungen befänden. Fahrt von Spandau nach Tegel antreten sollte, fuhr beispiels- mildernd bewertet hat, so soll nicht vergessen werden, daß sich derselbe Gegen den Betreffenden ist eine Strafanzeige erstattet worden. weise etwa eine halbe Stunde später ab. Besondere Eraber in der Aufforderung des seinen Untergebenen in der kurzen Zeit seiner hiesigen Amtsthätigkeit Die Staatsanwaltschaft hat nichts Strafbares gefunden, und das dadurch hervor, daß dieses Schiff Daraus folgerte der Redner, daß auch Verfahren eingestellt. die Staatsanwaltschaft der Ansicht sei, die Beamten hätten in den genannten Fall ungefeßlich gehandelt, denn sonst wäre der Betreffende zweifellos vor den Richter gefordert und auch verurteilt des reging tiefton, Contagief frontier anlege, C½ Jahr) alles andre als Liebe erworben hat. Seine„ Korrektheit" Bestteilnehmerg aber nachdem es zwei Gendarmen an Bord genommen, sofort nach Spandau weiterfuhr, ohne daß dem zahlreichen, an der Anlagestelle wartenden Publikum vom Fahrpersonal die Fahrtrichtung angegeben worden wäre. Dadurch blieben die bereits mit Billets nach Spandau versehenen Fahrgäste unfreiwillig in Saatwinkel zurück und ließen sich später mit einem Fährboot nach Valentinswerder überseßen. Weitere Unzuträglichkeiten lassen es dringend wünschen, daß die Gesellschaft etwas mehr Rücksicht auf das Publikum nehmen möge. Gerichts- Beifung. den Wärtern wie den Gefangenen gegenüber wurde gedrückt zur Härte. Versammlungen. milde aus worden. Kurz vor 11 Uhr erhielt Zubeil das Schlußwort. Während seiner Rede es war wenige Minuten nach 11 1hr erhob sich der überwachende Gendarm und erklärte die Versammlung auf Grund des§ 5 des Vereinsgefeßes für aufgelöst. Ein dreimaliges brausendes Hoch auf die Socialdemokratie ertönte als Antwort, dann verließen die Anwesenden ruhig den Saal. Verein der Zimmerer. Am 15. Juli tagte bei Cohn, Beuthstraße, die zweite Generalversammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend. Zunächst erstattete der Kassierer Metzner die Abrechnung vom zweiten Quartal, die mit einem Vermögens bestand von 14 785,24 M. abschloß. Der Kassierer wurde auf Antrag der Revisoren entlastet. Repichläger bemängelt die schlechte Beteiligung an der letzten Urania- Vorstellung und erincht in Zukunft Ehe diese neueste Polizeithat im Reich des Herrn v. Oppen erSchwere Ausschreitungen gegen Polizeibeamten find den un regere Beteiligung. Zur Abrechnung selbst teilt der Vorsitzende folgte, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Hinrichsen mit, daß sich das vom 1. April ab eingeführte EinheitsDie Versammlung erklärt, nach dem Referat des ReichstagsSteinkutschern Bernhard Spannowski und Karl Schlechtsystem welche gestern vor der ersten Ferienstraffammer am Landgericht II ſtem ſehr gut bewährt habe und zur Zufriedenheit der Mitglieder Abgeordneten Zubeil, die Maßnahmen des Amtsvorstehers vom Amtsfunktioniere. bezirk Alt- Glienicke als nicht mit der preußischen Verfassung in standen, recht teuer zu stehen gekommen. Am Abend des 24. April d. J. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung mit dem Arbeits- Einklang stehend. Das Vereins- und Versammlungsrecht, welches ſah der Schuhmann Lauk in der Hauptstraße zu Schöneberg fieben nachweis des Verbands der Baugeschäfte. Der Referent Th. Fischer auf Grund der Verfassung allen Staatsbürgern gleichmäßig Steinwagen so auf der Straße stehen, daß sie die Geleise der beleuchtete eingehend die Absichten der Scharfmacher im Baugewerbe und zusteht, wird durch die Maßnahmen des bezeichneten Straßenbahn versperrten. Die Kutscher hatten sich nach einer die in legterer Zeit eingeschlagene Taktik, durch Einführung der Streittlausel Amtsvorstehers für den größten Teil der Adlershofer Einwohnerschaft dicht dabei belegenen Destille begeben und zechten dort. Der Schuß- und unparitätischer Arbeitsnachweise die gewerkschaftlichen Organi- und Steuerzahler illusorisch gemacht, und das Grundprincip des mann ging ihnen nach und forderte sie auf, die Straße frei zu machen fationen der Bauarbeiter illusorisch zu machen. Besonders der fein preußischen Staats: Jeder Preuße ist vor dem Geseze gleich, dadurch und ihre Fuhrwerke der Fahrordnung gemäß aufzustellen. Höhnisch durchdachte Plan der Berliner Unternehmer, durch eine unschuldig vernichtet. Die Versammlung beauftragt deshalb den Vertrauenserwiderten die Kutscher:" Sie haben uns gar nichts zu aussehende Geschäftsordnung den Arbeitsnachweis der Bauarbeiter mann der socialdemokratischen Partei in Adlershof, den vorgeſetzten fagen! Wir machen uns unsre Geseze selber!" Der Berlins schmackhaft zu machen, müsse energisch zurückgewiesen werden. Behörden des Amtsvorstehers v. Oppen vom Amtsbezirk AltSchußmann sah, daß er allein mit den übermütigen Leuten nicht Die Versammlung nahm alsdann folgende, von den Plazdeputierten Glienicke von den betreffenden Amtshandlungen in geeigneter Weiſe fertig werden konnte, er holte sich einen Kameraden herbei. In- durch beratene Resolution einstimmig an: Kenntnis zu geben und sie zu ersuchen, veranlassen zu wollen, daß zwischen waren die Kutscher aus dem Lokal gekommen, sie sprangen " Die am 15. Juli tagende zweite Generalversammlung der durch auch in Adlershof und Umgegend das Grundprincip zur Geltung auf ihre Wagen und wollten davonjagen. Der Schußmann Vertrauensmänner centralisierten Zimmerer erklärt nach reiflicher gelangt: Jeder Preuße ist vor dem Gesetze gleich. Lauk fiel aber den Pferden des ersten Wagens in die Zügel, Ueberlegung die Vorschläge des Verbands der Baugeschäfte zur Ein- Weiterhin sprechen die Versammelten ihr Bedauern darüber aus, erhielt dafür aber von dem Kutscher Spannowski einen wuchtigen führung eines Arbeitsnachweises für unannehmbar und ist deshalb daß noch viele Arbeiter vorhanden sind, die immer noch in geHieb mit der Schneide eines Spatens über den Kopf. Der mit der Haltung ihrer Vertreter einverstanden. Die Versammlung sperrten Lotalen, deren Säle der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung Helm des Beamten wurde zwar eingeknickt, doch der Kopf blieb ſteht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß nur ein Arbeitsnachstehen, verkehren. Die Versammelten hoffen, daß die Gewerkschaften unverlegt. Jezt fuhr aber der zweite Wagen, den der Angeklagte weis, an dem beide Teile, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, gleichmäßig dafür sorgen, daß diese Lokale gemieden werden. Schlecht führte, so dicht an den ersten Wagen heran, daß der Schutz beteiligt. sind, für das Baugewerbe maßgebend sein darf; und mann zerquetscht worden sein würde, wäre es ihm nicht gelungen, daß ein Arbeitsnachweis, in dem die Arbeitgeber„ Herr im Hause" sein wollen, schädigend auf die Verhältnisse im Beruf wirken muß, somit für organisierte Arbeiter entwürdigend ist. " 1 angeordnet worden. Dermischtes. = Marktpreise von Berlin am 17. Juli 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Sartoffeln, neue, D- Ctr.| 12,-| 6, Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Weizen, gut mittel gering mittel gering TILL Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelsleisch Butter 1,60 1,10 # 1,20 1." " oggen, gut 15, 1,80 1,10 " " " ) Gerste, gut mittel gering " 1,60 1, " 1,60 1.10 " " 15,20 14,80 2,60 1,80 " 14,70 14,30 Eier 60 Sti 3,60 2,20 " " 14,20 13,90 " Starpfen 1 kg " 16,50 15,50 Aale 2,80 1,40 " " 15,40 14,40 gering 14,30 13,30 " 40, 25, Zander Hechte 6,33 5,66 Barsche 7,60 5,40 Schleie Bleie 2,60 1,20 " 2,40 1,20 " 1,80 0,80 " 2,40 1,20 " 1,40 0,80 45, 25, Strebje per Sdjot 20, 2,50 70, 30, auf den zweiten Wagen zu springen. Kutscher Schlecht gab ihm aber einen Hieb mit einem Spatenstiel über den Kopf und warf nach wildem Ringen den Schuhmann auf einen Steinhaufen. Dem zweiten Das Viertel ,, Echte8" und der Herr Generalsuper. Die Versammlung macht es daher den organisierten Zimmerern Schutzmann gelang es, die Personalien der beiden Ercedenten fest- von Berlin und der Umgegend zur Pflicht, den Arbeitsnachweis In einem Dorf Ostpreußens will der neu ernannte General Schulvisitation abhalten. Der Herr zustellen. Dieselben wurden nun wegen Widerstandes gegen des Verbands der Baugeschäfte nicht zu benußen. Sollten die Staatsgewalt, wegen Körperverlegung mittels gefährlicher einzelne Mitglieder von den Unternehmern oder dessen Vertretern der eine halbe Stunde entfernten Bahnstation mit dem PastorPfarrer läßt den Vorgesezten durch einen biederen Landmann von Werkzeuge und einer das Leben gefährdenden Behandlung und wegen veranlaßt werden, den Arbeitsnachweis doch in Anspruch zu nehmen, zu nehmen, Da num Uebertretung der Straßenpolizei- Ordnung zu je drei Jahren wenn auch nur indirekt, so sind derartige Fälle sofort dem Bureau, wagen abholen. der Herr General Superintendent infolge Gefängnis und 10 M. Geldstrafe verurteilt. gezwungen iſt, der mangelhaften Bahnverbindung Dragonerstr. 15, zu melden." bis als Gast in zum Abend dem Dorf beriveilen, zu Einiges vom Ausnahmegesek gegen das Gefiude und die Unter Vereinsangelegenheiten wurde als erster Schriftführer hat der Herr Pfarrer seine Amtsbrüder aus der Um ländlichen Arbeiter. Nach§ 1 des Gesetzes vom 24. April 1854 Hans Blaumann, Autonſtr. 35, und als Controleur Joseph hat Gefinde, das ohne gejezmäßige Ursache den Dienst versagt oder Beyer gewählt. Der Zahlstelle Teltow wurden für die Kameraden in gegend eingeladen, an dem Imbiß, den er seinem hohen Gaſte vorseßen muß, teilzunehmen. Alles ist aufs beste vorbereitet und verläßt, auf Antrag der Herrschaft unbeschadet deren Rechts zu Gütergozz, denen ihr Werkzeug verbrannt ist, 200 M. überwiesen, ein Biertelchen Echtes ist zum Labsal der Gäste aus Königsberg feiner Entlaffung oder Beibehaltung, Geldstrafe bis zu 5 Thaler worauf der Vorfigende mit der Mahnung, das am 21. Juli statt bestellt, von wo aus es mit dem Herrn General Superintendenten in oder Gefängnis bis zu drei Tagen verwirkt". Gegen diese Be- findende Stiftungsfest zahlreich zu besuchen, die Versammlung demselben Zug eintreffen muß. Nachdem der Herr General. stimmung sollte sich der Schäfer Szczepinski dadurch ver- schloß. Superintendent im Wagen Platz genommen hat, entschuldigt sich der gangen haben, daß er eines Tages den Dienst auf Die Thaten des Amtsvorstehers v. Oppen gegen die social- biedere Bauer für einen Augenblick, da er für seinen Herrn Pfarrer mehrere Stunden verlassen hatte, um sich eine neue demokratischen Arbeiter seines Bezirks erfuhren eine ebenso scharfe etwas aus der Gepäckexpedition abholen müsse. Mit dem Viertelchen Stellung zu suchen. Eine Erlaubnis dazu hatte wie verdiente Verurteilung durch eine zahlreich besuchte Volks- Echtes" kommt er zum Wagen zurück, verstaut es auf dem er nicht erhalten. Am Abend desselben Tags war er wieder zu versammlung, die am Montag im Schmauserschen Lokal stattfand. Kutschersiz und die Fahrt kann nun losgehen. Unterwegs beseinem Arbeitgeber zurückgekehrt. Sz. beantragte richterliche Ent- Vor Eintritt in die Tagesordnung gab der Vertrauensmann ginnt der Herr General- Superintendent, ein freundlicher, leutseliger fcheidung und machte folgendes geltend: Er sei gekündigt gewesen Hildebrand bekannt, daß die Polizei seit einiger Zeit alle Arbeiter- Herr, mit dem Landmann eine Unterhaltung und, auf das Viertelchen und habe auch bereits den sogenannten" Losschein", die Be- versammlungen beim Eintritt der Polizeistunde unter Berufung auf weifend, fragt er ihn: Sagen Sie mal, mein lieber Mann, ist denn scheinigung, daß seiner Weitervermietung nichts im Wege stehe, den§ 5 des Vereinsgesetzes aufgelöst hat, ohne daß irgend einer der in Ihr Herr Pfarrer ein so großer Freund von derartigen Getränken, erhalten gehabt. Deshalb habe er geglaubt, er tönne fich nach diesem Paragraphen genanten Auflösungsgründe vorhanden gewesen daß er sich gleich ein so großes Gebinde aus Königsberg kommen einer neuen Stellung umsehen. Die nötige Zeit dazu müsse dem wäre. Auf die deswegen eingelegte Beschwerde ist bis jetzt noch läßt?" Unser braver Bauersmann erwidert hierauf treuherzig: Gesinde gewährt werden. Sein Dienstherr habe ihm nun aller- tein Bescheid erfolgt. " nei! Unser Herr Pfarrer, de trinkt je goar nich moal so veel dings freigestellt, am Sonntag auszugehen. Das hätte ihm in- Der Vortragende, Genosse Zubeil, tennzeichnete unter lebhaftem Bier, oaber da soll je heite so e Generalsuper aus Keenigsbarg dessen nichts nutzen können, denn Sonntags seien die Beifall der Zuhörer die polizeilichen Praftifen, unter denen die kommen, für den wird das wohl sind!" Vermittelungsbureaus geschlossen. Uebrigens sei er ja Arbeiterschaft von Adlershof seit Jahren zu leiden hat. Man sollte Peft. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Jm Centrum nach ein paar Stunden wiedergekommen und mit der Absicht, es zu es kaum für möglich halten sagte der Redner daß wir heute der Stadt Beirut sind fünf pestverdächtige Fälle vorgekommen; für thun, fortgegangen. Das Schöffengericht hielt aber die noch in Preußen, noch dazu in unmittelbarer Nähe der Reichshaupt- die Herfünfte aus Beirut ist infolgedessen eine 10tägige Quarantäne Strafe aufrecht und das Landgericht verwarf seine hiergegen stadt einen fortgesetzten Kampf führen müssen um die Ausübung des Vereingelegte Berufung und führte aus, daß Sz. sich ohne eine eins- und Versammlungsrechts. Die preußische Verfassung gewährleistet ausdrückliche Genehmigung auf keinen Fall vom Dienste hätte jedem Staatsbürger das gleiche Recht, und seit dem Fall des Socialistenentfernen dürfen. Das vorübergehende Verlassen des Dienstes gefezes giebt es feinelgefezliche Handhabe mehr, welche den Behörden gesei nach Entscheidungen des Kammergerichts ebenfalls strafbar, stattet, die Socialdemokraten mit anderm Maße zu messen wie die und handele es sich auch nur um wenige Stunden. Angehörigen andrer Parteien. Gleicht ohl giebt es in Preußen Der Angeschuldigte legte nunmehr noch Revision ein und immer noch Beamte, welche die Vorschriften der Verfassung nicht bebetonte anderem, vor daß er unter den obwaltenden achten, und die, obwohl sie zu Hütern der Geseze berufen find, die Umständen berechtigt gewesen sei, während der Dienstzeit einen Socialdemokraten, wo immer sich nur Gelegenheit dazu bietet, andern Dienst zu suchen. Der Oberstaatsanwalt am Stammer- gegen Recht und Gesez behandeln. Das ist die Politik, wie sie gericht beantragte, die Sache noch einmal an das Landgericht zurück Buttfamer und Köller gleich dem jezigen Minister v. Rheinzu verweisen. Er ging von folgenden Erwägungen aus: Gehöre baben im großen getrieben haben, und wie sie der Gewalthaber in Angeklagter zum Gesinde, dann hätte er auch auf. Stunden nicht Adlershof allerdings nur ein untergeordnetes Organ in der Ver-*) Hafer, gut ohne Erlaubnis weggehen dürfen, da damn§ 74 der Gefindes waltung in dem ihm unterstellten Bezirk im fleinen ausübt. Ordnung mit Anwendung finde, wonach es Dienstboten ver- Herr v. Oppen ist gar nicht darüber im Zweifel, daß er bei seinem boten sei, sich ohne Genehmigung der Herrschaft zu entfernen. Es Vorgehen gegen die socialdemokratischen Arbeiter den Boden der dichtstroh fei mun zweifelhaft, ob z. als Schäfer überhaupt zum Gesezmäßigkeit schon öfter verlassen hat. Sagte er doch selber, er Erbsen Gesinde gehöre und ob er nicht vielmehr zu den im§ 2c des Gefeßes wiffe sehr wohl, daß er ungefeßlich handle. Das ist ihm auch schon Speisebohnen von 1854 aufgeführten ländlichen Arbeitern zu zählen wäre, auf die zu wiederholten Malen in öffentlichen Versammlungen gesagt Linjen zwar dieses Gesetz, nicht oder die Gesindeordnung anzuwenden sei. worden, ohne daß Herr v. Oppen diejenigen, welche ihm *) frei Wagen und ab Bahn. per 8 ze andele bolt seit zur Aufsicht über die Wirtſchaftsarbeiten ungefeglichkeit vorwarfen, vor Gericht zur Verantwortung ge- Produktenmarkt vom 18. Juli. Auch heute war die Stimmung auf bestellten Personen und solchen Dienstleuten, welche gegen Gewährung zogen hätte. Der Redner führte verschiedene Einzelfälle dem Getreidemarkt flau infolge der matten Auslandsmeldungen und der einer Wohnung in den Gutsgebäuden und gegen einen im voraus aus der bekannten v. Oppenschen Polizeipraris all. Wenn Aussicht auf weiteren Fortbestand des schönen Wetters, worauf der weiter bestimmten Lohn behufs behufs der Beivirtschaftung angenommen auch die Wirte, die den Arbeitern ihre Lokale hergeben, auf alle gestiegene Barometerstand schließen läßt. Am Frühmarkte war namentlich Roggen gedrückt auf bedeutendes Angebot russischer Exporteure. Die nord: find." Gei Sz. eine solche Person, dann väre die mögliche Weise chifaniert werden, so richtet sich doch der Polizei- ruffifchen Offerten find billiger geworden. Mittags trat das ruſſiſche AuRechtslage eine andre; Sz. wäre dann nicht wegen fampf nicht gegen die Wirte, sondern gegen die Rechte der Arbeiter. gebot etwas weniger dringlich hervor, doch blieb der Artikel bei der allgemeinen des lediglich vorübergehenden Fortbleibens Daher ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, daß er nur bei solchen unternehmungsunluft und den günstigen Erntekonjunkturen unerholt, und bom Dienste zu bestrafen. Der Straffenat des Wirten verkehrt, die der Arbeiterschaft ihre Lokale zu Versammlungen auch Weizen trat unter den gegebenen Verhältnissen in eine AbwärtsStammergerichts hob auch die Vorentscheidung auf verwies die überlassen, daß er aber solche Wirte nicht besucht, welche sich dem bewegung ein. Die Lieferungspreise beider Artikel lagen bei sehr stillem Sache an das Landgericht zurück. Es ſtimmte den Aus- Druck des Amtsvorstehers fügen, ihre Versammlungssäle den Arbeitern Geschäft etwa eine Mark unter gestrigem Niveau. Futterartifel waren bei führungen des Staatsanwalts zu und führte außerdem noch aus verschließen und dadurch den Kampf gegen die Arbeiter begünstigen. minimalem Geschäft im Preise nominell unverändert. Rüböl geschäftslos. Spiritus loco unverändert. Selbst wenn Sz. zum Gesinde gehörte, wäre er noch Ein sehr erheblicher, ja vielleicht der wichtigste Umstand bei dem Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 18. Juli 1900. Amt: nicht ohne weiteres zu bestrafen. Das Landgericht habe festgestellt, Verhalten des Herrn v. Oppen ist der, daß sein gewaltsames, ungesetzlicher Bericht der Diretion. Zum Verkauf standen: 452 Rinder, daß Sz. fortgegangen sei, um sich auf Grund des Losfcheines liches Vorgehen gegen die Arbeiterschaft die unteren Beamten, welche 2505 Kälber, 1656 Schafe, 6835 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund einen andern Dienst zu suchen und daß er sich dazu für be die Anordnungen des Amtsvorstehers auszuführen haben, geradezu oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund rechtigt gehalten habe. Hierbei sei zweierlei möglich. Entweder zu Ungeseglichkeiten anhält. Wie kann es denn anders sein, als in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtSz. habe die Berechtigung daraus hergeleitet, daß er den Los- daß so ein Gendarm oder Gemeindediener, der doch selber keine wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleistige, nicht aus schein erhielt, oder er habe geglaubt, das Strafgesetz besondere befizt, durch das ungefeßliche gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut Bullen: seines von 1854 finde bei vorübergehendem Fortbleiben nicht Handeln genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. Vorgesetzten zu der Annahme verleitet a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere Anwendung. Im ersteren Fall läge ein civilrechtlicher Jrr wird, er, der Beamte, jei befugt, socialdemokratische Ar- und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 00-00. Färjen und tum vor, der von der Strafbarkeit entbinde; im beiter viel rücksichtsloser zu behandeln, wie andre Leute. Kühe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; ziveiten Fall dagegen ein strafrechtlicher Irrtum, der nicht So erklärt es sich denn, wenn untergeordnete Polizeibeamte in b) vollfleischige, ausgemäftete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren vor der Strafe schüze. Das Landgericht werde auch dies berück- gutem Glauben sich den Arbeitern gegenüber mehr Rechte heraus- 00-00; e) ältere ausgemäßtete Stühe und wenig gut entwickelte jüngere sichtigen müssen. nehmen, als sie thatsächlich haben. Wenn die Arbeiter trotz aller Kühe und Färjen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-47; Stälber: a) feinste Masts In Stolp i. P. standen dieser Tage wiederum 20 Angeklagte gegen jie verübten Gewaltmaßregeln ruhig und gesetzmäßig handeln, e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44. tälber( Bollmilchmast) und beste Sangfälber 63-68, b) mittlere aftkälber vor der Strafkammer, um sich wegen der Beteiligung an den anti- wenn sie in begreiflicher Aufregung darüber, daß bei einem Ver- und gute Saugfälber 58-61, c) geringe Sangfälber 48-51, d) ältere, gering gnügen Gendarmen in den Saal dringen und die Festteilnehmer genährte( Fresser) 00-00. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere. Mastsemitischen Krawallen zu verantworten. Von den Angeklagten mit bewaffneter Hand hinaustreiben, der Gewalt nicht Gewalt hamtel 64-67, b) ältere Maſthammel 58-62, c) mäßig genährte wurden zwölf zu vier Wochen bis neun Monaten Gefängnis ver- entgegensegen, wenn die Arbeiter der Ungefeßlichkeit des Amts: Hammel und Schaje( Merzschafe) 53-57, d) Holsteiner Niederungsurteilt, acht wurden freigesprochen. Schweine: a) vollfleischige der feineren vorstehers sich gegenüber streng gesetzlich verhalten, so ist schaje( Lebendgewicht) 00-00. bis zu 1 Jahren 50-51, Wegen Sittlichkeitsvergehens, begangen an einer Gedas nur dem erziehenden Einfluß der Socialdemokratie zu danken. Jassen und deren Kreuzungen im Alter fangenen, hatte sich am Dienstag der aus der Haft die Herr v. Oppen ausrotten möchte, was ihm aber weder aufb) Stäfer 00-00, c) fleischige 48-49, d) gering entwidelte 45-47, e) Sauten 44-46. vorgeführte. Inspektor des Bochumer Amtsgerichts gefeßlichem noch auf ungesetzlichem Wege gelingen wird, ebenso Verlauf und Tendenz. Vom Rindergeschäft blieben fast 300 gefängnisses, Stoeß, vor der dortigen Straffammer zu wenig, wie es größeren Leuten als Herrn Oppen möglich war, Stüd unveräußert. Der Kälberhandel gestaltete sich gedrückt und schleppend, verantworten. Etiva 30 Bengen, darunter Auffcher und die Socialdemokratie, gegen die sie den Vernichtungskampf im es wird faum ausverkauft. Bei den Schafen fanden ctwa 900 Stück Absatz. Der Schweinemarkt verlief ruhig und wurde geräumt. Gefangene, waren teils als Entlastungs- teils als Belastungs- großen führten, zu besiegen. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, Gesezeskenntnis Hen " mittel.