Nr. 168. mind i da in " Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährt. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir flluftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter treuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. V Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Ein Nachwort 康 zum Textilarbeiter- Kongreß. Die Grausamkeit und blutgierige Habsucht, welche dem Kapitalismus innewohnt, hat wieder alle schlechten Leidenschaften der Menschen entflammt, und im fernen Asien werden Laufende und Abertausende von Menschen, die in friedlicher Arbeit fulturfördernd wirken könnten, zur Schlacht bant geführt. Sonntag, den 22. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. greifenden Arbeiterschuß- Bestimmungen und deren Anwendung ein von japanischer Seite veröffentlichter Briefwechsel zwischen dem mit aller Energie einzutreten sich verpflichten." Natürlich konnten Kaiser" von China und dem Mikado; die Tendenzen, die auf einen unsre deutschen Arbeiter, wie aus ihrer ganzen Geschichte zwingend Bund der gelben Raffe abzielen, werden durch diese Briefe bewiesen; folgt, fein Paktieren mit bürgerlichen Reformern zulassen, möglicherweise handelt es sich aber auch um Pressionsversuche der sondern sie mußten den Standpunti des Klassenkampfes mit japanischen Diplomatie, die den Mächten ans Herz legen will, Japan aller Schärfe betonen. Es gelang nicht, die Engländer zu die gebührende Rücksicht zu teil werden zu lassen, weil es sonst mit beeinflussen, deren Standpunkt bei den Wahlen sich teilweise China gehen würde. aus ihrer politischen Freiheit und der Stellung der englischen Bourgeosie zu gewerkschaftlichen Fragen erklärt. An den unleugbar noch bestehenden, aus der Verschiedenheit der politischen Verhältnisse der verschiedenen Länder entspringenden Gegensägen konnte die Abstimmung nichts ändern. Leben die Gesandten? Der deutsche Konsul in Tschifu, der beauftragt war, bet dem Gouverneur von Schantung wegen der angeblich von diesem gemeldeten Erstürmung der Gesandtschaften in Peking Erkundigungen heit, über Erftürmung der Gesandtschaften und Ermordung einzuziehen, telegraphiert unter dem 20. d. Mts.: Der Gouverneur von Schantung erklärt mit Entschiedender Fremden in Peking keinerlei Nachrichten gegeben zu haben, und teilt feruer sämtlichen Konsuln in Tschifu mit, er habe am 20. d. M. 10 Uhr nachmittags mit fliegendent Boten durch das Tsung- li- Damen ein vom 18. Juli datiertes, in ausländischer Sprache abgefaßtes Telegramm des amerikanischen Gesandten nach Washington erhalten und dasselbe sogleich weiter telegraphiert. besagt, der Gouverneur von Schantung telegraphiere, er habe soeben die endgültige Nachricht erhalten, daß die Gesandten in Peking gefund und wohlbehalten feien, und daß die Behörden Mittel und Eine Depesche des amerikanischen Konsuls in Tschifu Mitten hinein in den Kriegstaumel, in das But- und Rachegeschrei fiel die Tagung des Kongresses der Textilarbeiter, deren Vertreter sich aus den verschiedensten Ländern über die Accord und eberarbeit, in welchen Fragen Als wichtiges Ergebnis erscheinen dagegen die Debatten zusammenfunden hatten, um über die Verbesserung ihrer Lage ein vollständiges Einverständnis herrschte. Von allen zuberaten. Während da, wo der Kapitalismus herrscht, die Seiten wurde die Notwendigkeit der Stärkung der Organi Völker gegen einander gehezt werden die vielberufene fationen zur Beseitigung der mörderischen Accord- und Einigkeit" der europäischen Mächte gegen China ist nur eine Weberarbeit gefordert. Wenn die Engländer schließlich gegen Phrase ohne jeden Inhalt- vereinigen fich die Arbeiter aus Eng- die von den Deutschen eingebrachte Resolution stimmten, land mit denen aus Deutschland, Oestreich, Frankreich, Belgien, deren Fassung ihnen nicht glücklich erschien, so ließen doch die Rußland und fizen friedlich in gemeinsamer Arbeit beisammen. Verhandlungen selbst nicht den mindesten Zweifel, wie einig So unscheinbar diese Veranstaltungen der Arbeiterschaft äußerlich man allgemein in der Verurteilung dieser Arbeitsmethode ist. fein mögen, so gewaltig erheben sie sich in ihrer Kultur- Auch die Verhandlungen über die Durchführung der idee über alle die lärmenden Haupt- und Staatsaktionen Arbeiterschutz- Gesetzgebung erscheinen recht bedeutsam. In Wege suchten, um sie zu befreien und zu beschüßen. der bürgerlichen Welt und der herrschenden Gesellschaft. Und Frankreich wird die Fabrifinspektion von den dortigen Genossen Der Londoner chinesische Gesandte teilt den Jubalt eines darum prallt der matte Hohn der Gegner wirkungslos abgerühmt. Zwar wird das Millerandsche Schutzgesetz von den vom Echeng Taotai aus Shanghai an ihn gerichteten Telein diesem bescheidenen Kleid arbeitet die Zukunft, in der französischen Stumms mit grimmigstem Hasse bedacht; aber die gramms mit, wonach der Scheng Taotai von dem Gouverneur von Galapracht der andren spreizt sich mühsam eine innerlich morsche Fabrifinspektoren fühlen sich geschützt und üben ihre Pflicht Schantung die telegraphische Nachricht erhalten hat, dem amerikaVergangenheit. gewissenhaft aus. Ein wirksamer Arbeiterschutz ist auf die mischen Gesandten Wir. Conger in Peking sei von der dortigen Ne Gewiß ist es auch bei den Arbeitern ein materielles Dauer natürlich nur möglich, wenn eine starke Arbeiter gierung am 18. d. M. erlaubt worden, nach Washington ein chiffriertes Telegramm zu richten. Interesse, welches sie bei ihren Beratungen leitet: fie wollen organisation vorhanden ist, welche den Versuchen zur Der belgische Minister des Auswärtigen teilte mit, der fürzere Arbeitszeit und höhere Löhne, eine menschenwürdigere Gesezesübertretung flar und entschieden gegenüber tritt. chinesische Geschäftsträger in Brüssel habe heute Vormittag von Eristenz erringen. Aber ein großer Gegensatz zeigt sich zwischen In England, das von allen Ländern die älteste und beste dem in London und Brüffel beglaubigten chinesischen Gesandten den Bestrebungen der Herrschenden und der Proletarier: Arbeiterschuß- Gesetzgebung hat, ist kein Vertreter der Arbeiter folgendes Telegramm erhalten: Ich empfange soeben eine von dem jene suchen ihre Bereicherung auf Kosten der Völker und der Minister; troßdem berichten die englischen Delegierten, daß Eisenbahndirettor Scheng übermittelte Depesche des Gouverneurs Kultur, diese erstreben das Wohl der gesamten Arbeiterklasse, tein Fabrikinspektor sich erdreisten könnte, seinen Pflichten von Schantung, in welcher erklärt wird, daß die fremden Ge... gegen deren Schicksal das individuelle als nebensächlich ver- nicht nachzukommen. Der Druck der öffentlichen Meinung des Auswärtigen betonte bei der Entgegennahme dieser Des sandten in Peking wohlbehalten seien. Der belgische Minister schwindet, und wirken somit im Sinne der Fortentwicklung würde ihn von seinem Plaze hinwegfegen. Diese Zustände pesche aufs dringste, es sei notwendig, daß er mit dem belgischen der gesamten Menschheit, im Sinne der allgemeinen Kultur- verdanken die Engländer einzig der Stärke ihrer Organi- Gesandten in Beling in Berbindung trete, und in surgweifelhafter Entwicklung. fationen. Weise über das Schicksal der Belgier in Peking unterrichtet werde. China. Ferner erhielt der belgische Minister am Sonnabend ein am felben Tage um 5 Uhr 25 Minuten nachmittags nach chinesischer Zeit befördertes Telegramm: Eine Depesche des Gouverneurs von Schantung versichert, daß die Gesandten in Peking am 20. d. M. wohlbehalten gewesen seien und sich unter dem Schutz der chinesischen Behörden befunden hätten. " Und gerade diese Bestrebungen machen ein internatio Am schlimmsten steht die Sache bei uns in Deutschland; nales Zusammenwirten zur unbedingten Notwendigkeit. Ver- der greise Holmes aus Lancashire berichtete, daß er auf langt der englische Arbeiter höhere Löhne, so verweist ihn sein seinen vielen Reifen in Amerika und in Europa nirgends Unternehmer auf den Kontinent, dessen Konkurrenz bei niedrigen so viele und ungeheuerliche Umgehungen der ArbeiterschutzLöhnen auch die Lohnerhöhung in England unmöglich mache; gefeße angetroffen habe, wie gerade in Deutschland. und genau dasselbe ist bei den kontinentalen Arbeitern in den Fassen wir den Eindruck, den der gesamte Stongreß Alle diese Nachrichten stammen aus derselben, sehr verdächtigen verschiedenen Ländern der Fall. Hier kann nur eine inter- mit feinen Verhandlungen machte, furz zusammen, chinesischen Quelle. nationale Organisation der Arbeiter Wandel schaffen, eine so bewahrt schon das Fehlen großer Textil- Industriebezirke uns Die amerikanische Regierung ist überzeugt, daß ihr GeVerständigung der Arbeiter aller Länder über das, was sie vor jeder Ueberschägung. Es ist noch viel zu thun. In Deutsch fandter am 18. Juli noch lebte; sie hat deshalb die Depesche Congers erreichen wollen, und über das, was sie bereits erreicht haben. land liegen die Verhältnisse sehr darnieder; im Elsaß z. B. tommt den amerikanischen Gesandten im Ausland übermittelt und legtere Freilich ist eine solche internationale Organisation nicht auf 30 Arbeiter erst ein Organisierter. Noch nieder angewiesen, die betreffenden Regierungen zu bewegen, zum sofortigen leicht zu erreichen, und die Vorbereitung der regelmäßig drückender sind die Verhältnisse in Oestreich, wo Entsan Pekings mitzuwirken. wiederkehrenden internationalen Kongresse erfordert viele müh- ein Organisierter erst auf mehr als 40 Arbeiter tommt. Aber ist, giebt den Beamten des Staatsdepartements, so meldet eine Die Thatsache, daß das Telegramm Congers ohne Datum same Arbeit. Auch der diesmalige Kongreß der Textilarbeiter es geht vorwärts. Und je schlimmer es noch steht, Stabeldepesche des B. T., nicht zu Bedenken Anlaß, weil der amerikahat das von neuem gezeigt. Es wäre sehr gut, wenn um so dringender ist die Stärkung der Organisationen und nische Konsul in Shanghai telegraphiert hat, daß der Gouverneur bei seiner Vorbereitung von vornherein eine Geschäfts- die internationale Verständigung nötig. Zu dieser hat der von Shantung ihm mitteilte, Conger habe am 18. Juli Ordnung ausgearbeitet würde, die allen Beteiligten Kongreß jedenfalls einen Schritt vorwärts gethan, und des- telegraphiert. Man fragt aber, warum Conger ſein Telegramm bereits bekannt und von ihnen angenommen ist, bevor sie zu wegen berechtigt er uns zu einem freudigen, anspornenden: nicht selbst datiert habe; das sei verdächtig, weil Chiffretelegramme das Datum stets in Chiffren selbst enthielten. Man hält es für möglich, den Beratungen zusammentreten. Die verschiedenen Sitten, Hoch die internationale Solidarität die für die geschäftliche Behandlung im Parlament bei den daß das Telegramm echt, aber einige Wochen zurückgehalten der Arbeiter! und jetzt von Scheng herausgegeben worden sei. Evening verschiedenen Völkern im Gebrauch sind, erschwerten am ersten Post" meint, das Telegramm sei entweder ein ungeheuerer Tage die Verhandlungen ganz ersichtlich. Der Engländer Betrug, oder die civilisierte Welt sei drei Wochen lang mit riesen„ erhascht den Blick des Sprechers( Vorsitzenden)", wie der haften Lügen gespeist worden. Mail and Expreß" sagt, die Kunstausdruck lautet, er spricht also ohne jede vorherige AnVereinigten Staaten hätten wieder ihre Fähigkeit zur Führerschaft meldung und ohne laute Kundgebung des Vorsitzenden, der Die Tagesfrage ist, ob die fremden Gesandten noch leben. Das der Diplomaten der Welt bewiesen, und beglückwünscht Mac Kinley Deutsche dagegen bringt eine womöglich schriftliche Wort- gestern mitgeteilte Telegramm aus Washington tönnte Hoffnungen dazu, daß die Vereinigten Staaten nicht dem Beispiele Deutschlands meldung ein und wartet dann auf den Aufruf feines Namens erwecken. Stein Zweifel, daß die Depesche des amerikanischen Gesandten und Frankreichs in betreff der Sperrung der Storrespondenz der seitens des Vorsitzenden. echt ist, weil sie in Chiffreschrift gehalten ist nur bleibt unflar, chinesischen Gesandten gefolgt seien. Wenden wir uns nun zu den Resultaten des Kongresses, wann der Gesandte dies Lebenszeichen von fich gegeben hat. Nach an die Richtigkeit dieser Meldungen und ist nach wie vor fest überso haben wir die wichtigsten der gefaßten Beschlüsse ins Auge chinesischer Versicherung wäre das Telegramm des amerikanischen Gezu fassen. Was zunächst die zu Punkt 6 und 7 der Tages- fandten eine Antwort auf eine am 11. Juli an ihn gerichtete Anfrage. Der ordnung beschlossene Resolution betrifft, so hat sich der Kongreß amerikanische Gesandte müßte also am 11. oder 12. Juli noch gelebt mit einer überwältigenden Majorität zu dem Endziel und der haben. Aber das Telegramm ist nicht datiert, es handelt sich wahr Taktit des Programms der socialdemokratischen scheinlich um ein älteres Telegramm des Gesandten, das von den Partei bekannt. Die beiden Punkte der Tagesordnung betrafen Chinesen aufgehalten und jezt als angebliche Antwort auf die AnMittel und Wege, um Geseze für die Arbeiterschaft zu erreichen" frage verwertet worden ist. Freilich ist damit das Rätsel nicht ganz und die Vertretung der Arbeiter in öffentlichen Körperschaften". gelöst. Die Chinesen haben unmöglich die Geheimschrift des Gesandten Hierzu hatten die Deutschen eine Resolution eingebradjt, entziffern tönnen, sie wußten demnach nicht, was in ihm stand. Und in der es in Uebereinstimmung mit unserm Erfurter Pro- wenn sie jetzt auf gut Glück ein älteres Telegramm weitergaben, gramm heißt, daß das in der Textilindustrie herrschende Elend so liefen sie Gefahr, daß in dem Telegramım das wirkliche Datum nur beseitigt werden kann durch Verwandlung des der Absendung chiffriert vermerkt oder sonstige Einzelheiten angegeben tapitalistischen Eigentums an Produktions- waren, aus denen die amerikanische Regierung sofort ersehen fonnte, mitteln in gesellschaftliches Eigentum, und daß die Chinesen falsches Spiel trieben, wenn sie die Depesche des Gedurch die Verwandlung der Warenproduktion fandten als jüngsten Datums ausgaben. In Washington selbst hält man in socialistische, für und durch die Gesell- denn auch die chinesischen Angaben für zuverläffig, während man in den schaft betriebene Produktion. andern Ländern übereinstimmend an eine chinesische Fälschung glaubt Die Resolution, welche im übrigen Zeilnahme der zur und die Fremden für tot hält. Mit völliger Sicherheit läßt sich Klassenpartei vereinigten Arbeiter an den Wahlen zu den die Frage nicht entscheiden. gesetzgebenden Körperschaften verlangt, wurde gegen die Ueber die Bewegung des Aufstandes liegen hente teine Mit Stimmen einer einzigen Nation angenommen, und zwar der teilungen von Belang vor. Aufklärend ist die jetzt festgestellte That Engländer. Diese behaupten, daß derartige Fragen in die fache, daß schon am 10. Juni der französische Gesandte in Peking in erste Stelle der Gewerkschaftsberatungen nicht gehörten, und einer Sigung des diplomatischen Corps den Antrag gestellt hat, die schlugen eine Resolution vor, in welcher vor allen Dingen die Gesandten sollten die Stadt verlassen; der Antrag wurde jedoch Wichtigkeit der Organisation zur Erringung befferer Arbeits- nicht angenommen. Sollte nicht auch von chinesischer Seite recht berhältnisse betont wurde. zeitig den Gesandten der Abzug angeraten worden sein? Die englische Resolution schlug ferner das Eintreten für folche Wahl- Kandidaten vor, welche für Einführung von durch Die„ Einigkeit" der Mächte erschöpft sich in Streitigkeiten über die Frage, wer den Oberbefehl übernehmen solle. Interessant ist In Londoner politischen Kreisen glaubt man dagegen nicht an die Richtigkeit dieser Meldungen und ist nach wie vor fest überzeugt, daß die Fremden in Peking sämtlich schon längst umgebracht find. Tagegen hat man in dortigen Handelstreisen, die in China intereffiert sind, noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, daß die Gesandtschaften in Peking den Schutz der Regierung genießen und noch nicht zerstört sind. Auch in Berlin mißt man dem Telegramm Congers teine Be= deutung bei. Wir haben oben in der Einleitung auf die merkwürdigen Schwierigkeiten des Falles hingewiesen, der vorläufig zu teiner zwingenden Entscheidung gebracht werden kann. Ein Antrag auf Wegzug der Gesandten. Der Figaro" veröffentlicht ein vom 28. Mai bis 10. Juni reichendes Tagebuch des Dolmetschereleven bei der französischen Gesandtschaft in Beting, Sausfine. In demselben erzählt dieser unter Anderem, daß das diplomatische Korps infolge beunruhigender Nachrichten am 10. Juni eine Sigung abhielt, in welcher der frauzösische Gesandte beantragte, das diplomatische Korps möge unter Begleitung von 400 Mann der europäischen Schuytruppe abreifen. Dieser Antrag sei jedoch nicht angenommen worden. Der französische Gesandte scheint demnach am meisten Version für die Lage gehabt zu haben. Die Lage im Aufstandsgebiet. Dem Daily Expreß" wird aus Tientsin vom 18. Juli gemeldet: Die Verbündeten erbeuteten die Kaffen des Generals Nich und des Vicekönigs, welche 1½ Million Taels enthielten. Der Daily Mail" wird aus Shanghai vom 19. Juli gemeldet: Amtlichen chinesischen Meldungen zufolge wurden große Massen Mandschutruppen nach Mukden gesandt, um den von Bladivostoc gegen Peking vorrückenden Truppen entgegen. zutreten und ihnen eine Schlacht zu liefern. Nach Meldungen aus Ranton find alle tartarischen Truppen Besonders interessant war aber der Teil der Verhandlung, der daß in China seit 30 Jahren nichts mehr in dieser Beziehung gein das Boguefort und die übrigen Außenforts verlegt worden. fich speciell mit fünf der Angeklagten beschäftigte, die 6 Wochen in schehen sei. Einige Schwarzflaggen wurden in das Hauptquartier des Tartaren Untersuchungshaft gehalten worden waren. generals gelegt. 3000 Schwarzflaggen mit einem Chef befinden sich Nicht Ich habe gegen den Mißstand gekämpft, aber vergebens. Ich habe jetzt die vorzüglichste Armee der Welt gesehen, die deutsche. Wenn ich auch selbst in 8utunft nicht mehr eigne Mittel verwenden kann, die mir als Verfügung standen, so will ich doch dahin wirken, daß geschieht, was Eure Durchlaucht mir rät. Wir müssen reorganisieren und zivar mit preußischen Offizieren und nach preußischem Muster". geringste fonnte das diesen Angeklagten in einem verschanzten Lager, 7-10000 Mann befinden sich an andern nachgewiesen werden, ja es stellte sich heraus, daß diese Punkten. In Kanton herrscht Ruhe. Dem russischen Generalstab sind heute folgende Berichte 5 Personen nur deshalb in Haft genommen und 6 Wochen weil die fie zugegangen: Die Truppen, welche zum Schutz der beim Bau der lang darin gehalten worden waren chinesischen Bahn beschäftigten Arbeiter und Ingenieure, die abge verhaftenden Schutzleute wörtlich dem ihnen gegebenen Befehl gemäß schnitten waren, entsendet waren, bewegen sich nach allen Richtungen gehandelt hatten, alle ihnen begegnenden Personen zu verhaften, mit gutem Erfolg. Das schöne Wetter in der Mandschurei be- einerlei, ob sie bei Ausschreitungen attrapiert wurden oder nicht. günstigt die Bewegungen der Truppen, zumal auch das Wasser des Die beiden Verteidiger dieser wunderbarerweise in AnDamals lag die ganze Industrie Europas vor dem großen Amur und des Schilka bedeutend gestiegen ist. Die russische Grenzflagezustand Verfetten hoben denn auch in ihrem Plaidoyer hervor, Chinesen, dem„ Besteller", auf dem Bauch, am hartnäckigsten die bevölkerung wurde von den Chinesen nicht überrumpelt. Oberst Denisow marschiert mit den Schußtruppen auf Charbin. Die chinesischen daß sie ihr Bedauern darüber aussprechen müßten, daß die deutsche. Li- Hung- Tichang mußte mit tiefem Etel über die Wachen verließen die Eisenbahnlinie und kehrten nach dem Fort Je- Cho Angeklagten auf Grund eines solchen Befehls, aber ohne europäische Würdelosigkeit der tapitalistischen Profitjäger nach China zurück. Mudadzian ist von den Russen besetzt. jegliches Beweismaterial 6 Wochen lang in Untersuchungs- zurückkehren. Was lag näher, als daß er sein Volk vor dieser haft behalten seien. Das Gericht tam ohne Beratung zur Kultur zu bewahren ſuchte. Freisprechung und Haftentlassung dieser Angeklagten. General Grodefow meldet über Blagowjestschenst vom 16. d. M.: Die Beschießung wird seit heute früh fortgesetzt; die russische Artillerie antwortet nur selten. immer in Charbin. Wir glauben uns kaum zu irren, wenn wir annehmen, daß in chinesische General Bau, welcher 2000 Wann kommandiert, ist noch niemals Personen in Antlage zustand verfest und Die Bewohner des Bezirks von Charbin sind ruhig. Der neuerer Zeit wenigstens, auf einer solchen Unterlage noch General Grodekow berichtet über die Lage in Blagowjestichenst: Iange Wochen in Untersuchungshaft gehalten Die Beschießung der Stadt hörte um 8 Uhr abends auf; ein Haus worden find!— wurde durch Granaten in Brand geschossen, doch wurde das Feuer bald gelöscht; das Haus des Wohlthätigkeitsvereins wurde beschädigt. Neun Soldaten und ein Knabe wurden verwundet. Die Chinesen 000& t- Hung Tschangs Triumphzng. Li * Deutsches Reich. die ouer Eiſenindustriellen beabsichtigen, nach einem TeleAussperrung weiterer 1200 Werftarbeiter. 21. Juli: bc= gramm des Wolffschen Depeschenbureaus, also wirklich, den Bogen noch schroffer zu ſpannen. Das genannte Bureau meldet vom Der Verband der Eiſenindustriellen Hamburgs hat Es war an einem Tage des Juni im Jahre 1896, da stand im werfen die Todten in den Amur; am 17. b. Mts. sah man 40 Leichen Rittersaale des föniglichen Schloffes in Berlin 2i- Hung- Tichang, chlossen, daß heute abend ein zweites Sechstel aller auf auf demselben treiben. Die Chinesen versuchten über den Fluß zu der Abgesandte des Kaisers von China, vor dem deutschen Kaiser schäftigten Arbeiter entlaffen werden den größeren und mittleren Werften Hamburgs soll. Es kommen dringen und den Zansejskischen Bezirk anzugreifen, wurden aber von den Kosaten zurückgeschlagen, es wurden Truppen abgesendet, um und sprach: hierbei etiva 1200 Werftarbeiter in Betracht. Sofern jeden Uebergang über den Fluß unmöglich zu machen. Mit Ehrfurcht trete ich vor Ew. Majestät voll von Be- fich unter diesen zur Entlassung bestimmten Arbeitern wunderung für das große Deutsche Reich, dessen Errungen Leute befinden, die sich bereit, erklären, die von ihnen ge schaften in der Kultur, dessen moralische Kraft und dessen Größe und Ruhm schon längst die Aufmerksamkeit der forderten Arbeiten zu verrichten, soll von ihrer Entlassung Abstand genommen werden. Da die Zahl der Feiernden zur Zeit etwa 2600 Menschheit nahe und fern auf sich ziehen. China und Deutschland beträgt, so dürften mit Einschluß der heute zu entlassenden 1200 Manu und einer Anzahl von Arbeitern, die in kleinern Trupps fortgesett die Arbeit niederlegen, da sie die von ihnen geforderten Arbeiten nicht verrichten wollen, etwa 4000 Mann von heute abend ab ausDie Meldungen der Blätter, daß Niutschwang geplündert worden sei, hat sich nicht bestätigt. Die Chinesen haben allerdings einen starten Angriff unternommen, wurden aber zurückgeschlagen. Zu Blagowjestschenst ist die Nachricht einges troffen, daß die Chinesen aus ihren Stellungen längs des Amurs vertrieben find. Zur Herstellung der Ruhe mußte ein russisches Detachement Aigun besetzen, wo sich chinesische Truppen mit Artillerie festgesezt hatten. Am 18. Juli eröffneten die Russen ein heftiges Gewehrfenter. Der Kampf dauerte lange, aber der Bravour der Russen konnten die Chinesen nicht widerstehen, fie mußten schließlich Aigun in wilder Flucht verlaffen. Die Russen zogen in Aigun ein und sicherten sich dadurch eine den Amur beherrschende Stellung. Die Verluste auf russischer Seite waren unbedeutend. Die Chinesen zogen sich südlich vom Flusse Sun zurüd. Nach der Ankunft des Generals Liniewitsch in Tientsin, der den Oberbefehl über die dortigen russischen Truppen erhalten hat, soll die Frage über den weiteren Vormarsch auf Peking entschieden werden. In Tshifu wurden Aufrufe des Prinzen Tuan aufgefangen. Vorläufig ist aber alles ruhig geblieben, da dort japanische Truppen stehen. Li- Hung- Tschang. haben schon längst in Freundschaft gestanden und diese freundschaftlichen Beziehungen find so ausgezeichnet wie zu feiner andern Macht." Y So sprach Li- Hung- Tschang, der Vertreter des chinesischen Kaisers, zum deutschen Kaiser, von dem er hoffte, daß er seinen Beistand leihe zur Befestigung einer ewigen Freundschaft zwischen Deutschland und China zur gemeinsamen Teil haftigkeit an den Segnungen des Friedens" Worauf Kaiser Wilhelm erwiderte: ständig oder ausgesperrt sein." " Auf der Werft von Brandenburg wurden am Mittwochabend zehn Mann Kleinere Maßregelungen haben inzwischen bereits stattgefunden. gemaßregelt, die Streitarbeit verweigert hatten. Bei Blohm u. Boß wurden am Donnerstagmorgen 18 Mann entlassen, welche Arbeiten Gern erblicke ich in Ihrer Entsendung einen neuen wertvollen auf den Dampfern Batavia“ und„ Sardinia" verrichten sollten, dies aber furzerhand zurückwiesen. Beweis der freundschaftlichen Gesinnung, die Ihr Während die Herren Werftbefizer ihre Arbeiter zu Taufenden mächtiger Herrscher mir und dem Deutschen Reich entgegenbringt. aufs Straßenpflaster werfen, find sie in den andern Hafenstädten Ich erwidere dieselben mit aufrichtigem Herzen. Daß die in der Vergangenheit erprobte, auf gleichen Interessen der emsig bemüht, gegen Zusicherung abnorm hoher Löhne Arbeitswillige Kultur und des Friedens beruhende Freundschaft zwischen anzuwerben. Die auswärtigen Werften arbeiten den Werbern der China und Deutschland in Zukunft unvermindert fortbestehe und Hamburger Werftbefizer dabei follegialisch in die Hände. So wurden die darauf gegründeten mannigfachen Beziehungen sich zum von der Neptun- Werft in Rostoc durch Inspektor und Vorarbeiter Segen beider Länder weiter entwickeln mögen, das ist auch mein etwa 60 Nieter, Schmiede und Bohrer veranlaßt, nach Hamburg zu reisen, um dort die Sardinia" und" Batavia" in Stand Wunsch und meine zuversichtliche Hoffnung." Eine Anzahl Schloffer, die ebenfalls angeworben Den Times" wird aus Shanghai vom 19. Juli von gut untertichteter Seite gemeldet, Li- Hung- Tschang habe sich unter drei Bedingungen nach dem Norden begeben, um dort die Unterhandlungen zu führen: Erstens müsse sofort von der Regierung eine versöhnliche So sprach der deutsche Kaiser zum Vertreter des chinesischen Haltung angenommen werden, zweitens müssen die" Borer" Kaisers. Er bat den Gesandten, seinem Herrn die besten Wünsche energisch niedergeworfen werden und drittens dürfe er selbst nicht für sein dauerndes Wohl und für das Gedeihen seines verantwortlich gemacht werden, wenn es ihm nicht gelingen sollte, großen Reiches zu übermitteln". den Streit in befriedigender Weise beizulegen. Den" Times" wird aus Hongkong vom 19. Juli gemeldet Nach der Abreise Li- Hung Tschangs landeten die Franzosen 300 anamitische Matrofen von zwei Kanonenbooten, die Briten landeten ebenfalls Wachen, um die europäischen Niederlassungen in Kanton zu schützen. China und Japan. Aus Yokohama wird gemeldet: Der(?) Kaiser von China und der Kaiser von Japan haben Briefe ausgetauscht, welche nunmehr veröffentlicht werden. Der(?) Kaiser von China bespricht in seinem Schreiben vom 3. Juli die letzten Ereignisse und weist darauf hin, daß Osten und Westen einander gegenüberstehen. China sei nicht allein Gegenstand der ehrgeizigen Bestrebungen der Möchte. Wenn es China nicht gelingen würde, seine Integrität zu wahren, dann würde auch Japan sich wahrscheinlich bedroht sehen. Deshalb müsse China sich auf die Unterstüßung Japans verlassen. Der Kaiser von Japan betont in seiner Antwort die Notwendigkeit, daß China den Aufstand unterdrücke, die fremden Vertreter rette und so ein Unglück verhindere. Wenn es geschähe, so würden die Mächte daraus erkennen, daß China wünsche, den Krieg zu vermeiden, und dann würde Japan bereit sein, bei den Ver Handlungen seinen Einfluß zur Wahrung der Interessen Chinas aufzubieten. Ein französisches Ultimatum. Das war Mitte Juni des Jahres 1896. Im November des Jahres 1897 wurde von Deutschland Kiautschou„ gepachtet" und dann entwickelten sich die Dinge zwischen China und Deutschland weiter bis zum gegenwärtigen Stand, der in so scharfem Widerspruch steht mit dem, was sich vor vier Jahren zutrug. " zu setzen. worden war, weigerte sich, Streitbrecherdienste zu leisten. Die Arbeitswilligen ließen sich durch den Köder, daß ihnen 8 Mart pro Tag bei völlig freier Station gezahlt werden sollte, verlocken. Man sieht, den Herren kommt es nicht darauf an, hohe Löhne zu zahlen, nur nicht den eignen Arbeitern, die an der günstigen Konjunktur auch ein wenig partieipieren möchten. Von den aus Rostod Transportierten schwenkten dann allerdings nach der Ankunft in Hamburg fofort 14 ab, und auch unter dem Rest zeigte sich Neigung, dem Beispiel der 14 zu folgen. Auch die Werftarbeiter des Stettiner„ Bultan" werden in jeder Li- Hung- Tichang reiste von Berlin nach Magdeburg, weiter nach Essen und dann nach Köln, der gastlichen Hauptstadt des Rheinlandes. Die ,, Kölnische Zeitung" widmete dem Gaſt einen schwung- Weise bearbeitet, um sie zu veranlassen," ihren ausgesperrten Hamvollen Leitartikel, worin es hieß: Wenn wir aufrichtig mit einander sind, müssen wir uns ge- burger Kollegen in den Rücken zu fallen. Vom" Vulkan" sollen stehen, daß wir( die Chinesen und Deutschen) bis jetzt uns als so 120-150 Leute mit dieser ehrenvollen Mission betraut werden. Den etwas wie Barbaren betrachtet haben. Wir waren den Leuten ist ebenfalls doppelter Lohn und freie Fahrt zugesichert Chinesen die rothaarigen Teufel und für uns waren die Be: worden. Man bietet also alles auf, um vermittelst des„ gelben Arbeitswillige zu machen. wohner des Reiches der Mitte eben die Chinesen, Leute, Supplers" aus ehrlichen Leuten denen der Zopf stets hinten hängt, weil wir einander Daß die Aussperrung dem herrischen Unternehmerflüngel unendnicht kannten. Es braucht nicht untersucht zu werden, auf lich viel mehr tostet, als ihnen die kleine Lohnaufbesserung welcher Seite der größere Teil der Schuld lag, gefündigt wurde der paar hundert Nieter gekostet haben würde, liegt auf der Hand. hüben und drüben und aus dieser Verständnislosigkeit entsprang viel Unheil. Auch nach dieser Richtung hin erscheint uns die Reise Li- Hung- Tichangs als ein willkommenes Anzeichen, daß zwischen dem Osten und dem Westen fortan die Anerkennung der Menschenrechte und der Menschenachtung gelten soll, ohne die fein ersprießlicher Verkehr, auch kein anständiger Handelsverkehr möglich sein kann." Im französischen Ministerrat las der Minister des Aeußern Delcassé das Telegramm des Kaisers von China, Kuang- sü, vor, in welchem derselbe die Vermittelung des Präsidenten Loubet So schrieb die„ Kölnische Zeitung" am 1. Juli 1896. Sie ging nachsucht. Dem Kaifer wurde zur Antwort gegeben, daß diese Frage fogar so weit und das ist für ein nationalliberales Blatt alles nicht eher zweckmäßig erörtert werden könnte, bevor man nicht über mögliche Li- Hung- Tichang mit Bismard zu vergleichen, indem folgende Punkte Gewißheit hätte: sie schrieb: 6112 1. Daß dem Gesandten Pichon und seinen diplomatischen Kollegen. wirksamer Schutz und vollste Freiheit in ihrem Verkehr mit ihren Regierungen zugesichert werde; 2. daß Prinz Tuan und die hohen Beamten, welche für die gegenwärtigen Ereignisse verantwortlich wären, aus der Regierung entfernt würden und daß ihre Bestrafung unvermeidlich zu erfolgen habe; 3. daß die Behörden und die Truppen in dem ganzen Reiche den Befehl erhielten, die Feindseligkeiten gegen die Fremden einstellen; 4. daß Maßnahmen getroffen würden zur strengen Unterdrückung der aufständischen Bewegung der Boxer. So lange diese unerläßlichen Garantien nicht gegeben worden seien, tönne mur von einer militärischen Aktion die Rede sein. Der Minister Delcaffé teilte ferner mit, daß die Mächte auf feinen Vorschlag, fich über die Verhinderung der Waffeneinfuhr in China zu äußern, sämtlich eine günstige Antwort erteilt haben. Der Oberbefehl. Dem„ Hamb. Corresp." wird aus Berlin telegraphiert: Die Frage des Oberbefehls in China ist noch nicht geregelt. Was Deutschland betrifft, so ist man hier weit entfernt, diesen Posten für einen deutschen General zu aspirieren, da man sich nicht verhchlt, daß die Nebernahme des Oberbefehls eine würde, starke Last sein die in feinem Verhältnis zu der militärischen Beteiligung Deutschlands in China stehen würde. Davon, daß Lord Wolseley als Generalissimus vorgeschlagen worden sei, ist hier nichts bekannt. Man hat also zu KandiDer Hamburger Arbeitgeber- Verband, speciell der Verband der Eiſenindustriellen hat nun aber einmal die schon bei früherer Gelegenheit bekundete feste Abficht, den Arbeitern der mit Millionären gefegneten centralen Handelsmetropole freche Begehrlichkeit ab- und das demütige Bewußtsein anzugewöhnen, daß die Unternehmer Herren im Hause" sind. Es wäre wirklich an der Zeit, daß dem Hamburger Prozentum die Herrenge lüfte endlich einmal ausDer riesigen Geldsackmacht des Hamburger getrieben würden. Arbeitgeberrings gegenüber fann freilich nur die streng ste Solidarität der Arbeiter zum Siege führen! Ueber die Taschenspielerkunststücke der Herren Unternehmer und Hoffen wir, daß die Reise des außerordentlichen Botschafters ihrer Presse schreibt noch unser Hamburger Bruderorgan: „ Während die Scharfmacher in der Eisenindustrie täglich Hunderte des Kaisers von China in ihren Folgen die Mißverständnisse von Arbeitern aufs Pflaster werfen, d. h. aussperren, berichten beseitigen werde. China ist erwacht! Möge der die Scharfmacherorgane fortgesetzt von dem, täglich wachsenden Bismard des Ostens sich berufen und stark fühlen, es aus stand der Werftarbeiter". Das Taschenspielerkunststück nach dem Vorgange des Li- Hung- Tschang des Westens in den soll den Zwed haben, die brutale Aussperrung der Arbeiter, Sattel zu heben reiten wird es schon können." welche die Scharfmacher insceniert haben, zu einem Streit zu Heute, also just vier Jahre später, nennt das Kölnische Blatt stempeln, damit die Herren Werftbefizer bei Nichtinnehaltung ihrer China„ ein Land der Erstarrung, der Beraubung, der Ungerechtig kontraktlichen Lieferungsverpflichtungen die Streitklausel in den keit, der Verschmutzung, der Dummheit, des Hochmuts, des Egois- Lieferungsverträgen für sich in Anspruch nehmen können. Demmus, der Lüge, der Grausamkeit, der Feigheit kurz des Verfalls gegenüber muß immer wieder hervorgehoben werden, daß es sich in jeder Beziehung." Und das Blatt, das vordem zwischen China nicht um einen Streit, sondern um eine von den und Deutschland die gegenseitige Anerkennung der Menschenrechte Scharfmachern inscenierte brutale Massen und Menschenachtung proflamierte, schreit heute im Stile des„ Kleinen aussperrung handelt, für welche die Streiftlausel ohne jede Journals" nach blutiger Rache, nach der Anwendung von Feuer und Bedeutung ist. Es bleibt dabei: nicht Streit, sondern Aus. iperrung!" So ändern sich die Zeiten! Li- Hung- Tschang hat aber damals schon mit der an Bismard ge rühmten Ehrlichkeit der modernen Diplomatenschule offen die Pläne Chinas enthüllt. Zu Wilhelm II. fagte er: Schwert, " Als ich zur Zeit meines Amtes als Generalgouverneur von Betschili zur Einrichtung einer Militärschule schritt, war ich mir vollbewußt, daß die deutsche Armee die erste der Welt sei. Eure Majestät hatten damals die Guade, die zu diesem datur auch noch nicht Stellung nehmen können. Jiefer ausis 3 wed als Instrukteure nach China zu entfenden den Offiziere zu bestimmen. Die Thätigkeit diefer Herren ist für die unter meiner Verwaltung stehende Armee bon großem Vorteil gewesen. Deutschland jeder Regelung zustimmen, die der gemeinsamen Sache zu nügen verspricht. Politische Uebersicht. Berlin, den 21. Juli. Grandlose Untersuchungshaft. Ueber die Blindheit und Kopflofigkeit der europäischen Staatsmänner mit Bezug auf die chinesischen Dinge spricht in seiner letzten Nummer wieder das Organ der englischen Regierung, der " Standard". Keiner der Staatsmänner" habe eine Ahnung davon gehabt, was in dem Riesenreich vorgeht; und keiner wisse, was mun zu geschehen habe. Das englische Regierungsblatt urteilt unter solchen Umständen natürlich sehr pessimistisch über die bevorstehende Aktion der Mächte"." Die Möglichkeiten liegen, das ist das Schlußrefumé, zwischen einem internationalen Spaziergang nach Peting und einem Weltkrieg." Leider mir zu wahr. Nur, daß die Aussicht auf den„ internationalen Spaziergang" weniger groß ist, als die auf dent WeltBeim Ankauf von Kriegsschiffen und Kriegs- frieg. Denn das wird jezt auch schon dem leichtherzigsten und leichtgeistigften Staatsmann" flar, daß die Gefahr in China selbst ganz material jeder Art hat sich China im Laufe vieler Jahre vinzig ist, verglichen mit der Gefahr, die in dem Gegensatz der an die deutsche Industrie gewandt, und Deutschland ist uns machte" liegt. ohne Rückhalt und in vollem Maße entgegen getommen." " Chinesische Kulis für die deutschen Kolonien. Herr Eugen Wolff, die Kolonialautorität des„ Berliner Tageblatts", formuliert figuriert auch folgende Forderung: Eine zweite Massenaburteilung der an den Hannoverschen. Straßenbahntrawallen beteiligten Personen fand am 19. Juli Auch bei der Unterhaltung mit Bismard drehte sich das statt. Nicht weniger als siebzehn Angeklagte standen diesmal vor Gespräch in der Hauptsache um die militärische Reorgani- Borschläge für die Kriegskosten, die China zu zahlen haben wird den Schranken des Gerichts. Dem großen Apparat entsprach aber iation China s. Nur wußte Li- Hung- Tichang bei seinen mit der Ausgang des Prozesses feineswegs. Nur 4 der 17 Angeklagten gut gespielter Naivetät gestellten Fragen es so einzurichten, daß wurden verurteilt und zwar wegen groben Unfugs zu vier Bismarck selbst dem Vicekönig die Schaffung einer nach europäischem Wochen Haft; alle übrigen mußten freigesprochen werden. Muster organisierten Armee empfahl. Li- Hung- Tschang bedauerte, China muß veranlaßt werden, uns für die nächsten 50 Jahre für den Bedarf unsrer gesamten Kolonien so viel Hunderttausende Kulis zu liefern", wie wir deren haben wollen, und zu unsren Bedingungen. " Gewerkschaftliches. Streite. Das heißt doch Kolonialpolitik! Erst werden tropische Kolonien Elemente sollten mit den Gewerkschaftsdelegierten in der„ beratenden anmeltiert, weil die deutschen Auswandrer der deutsche Kraft- Kommission" zusammenfißen.... Die Arbeitsbörse geriet in Gährung. überschuß dem Deutschtum erhalten bleiben soll, weil ihnen durch das Für heute, am 19. Juli, wo die Kommission mit den neugewählten Vom Verlauf und Ende des St. Louis'er StraßenbahnerVorhandensein deutscher Kolonien Gelegenheit gegeben werden soll, auch Gemeindevertretern zuerst zusammentreten sollte, war in der Arbeitsnach der Auswanderung in Verbindung mit dem Vaterlande zu bleiben. börse eine Protestversammlung einberufen. Die Gewerkschaften Nun, da sich gezeigt hat, daß es Europäern absolut unmöglich ist, wehrten sich schier aus einem physischen Efelgefühl vor jeder Be- auf dieser Seite des Oceans, wo sie bekanntlich weit häufiger einMan schreibt uns aus St. Louis: In der Geschichte der Streiks in jenen Fieberhöllen zu arbeiten, daß sogar von den mit allen dent- rührung mit dem Demagogengesindel. Die Arbeiter wollten nicht treten als drüben, war bisher noch keiner zu verzeichnen, der innerbaren Vorsichtsmaßregeln und unter Aufwendung unverhältnismäßig mit den Dubue, Gaston Mery und Konsorten zusammenfißen. großer Kosten dort lebenden Beamten 2c. biele zu Grunde gehen, jetzt Jetzt ist durch Millerands Dekret die Sache gebührend geregelt. eben beendete. Stein vorurteilsfreier, unparteiischer Mensch wird die halb acht Wochen so schwere Folgen nach sich gezogen hat, wie der hört man nichts mehr von den Heimstätten, die der überschüssigen Die Gewerkschaften haben zugleich mit der Selbstverwaltung die Berechtigung zu diesem Ausstande bestreiten, zu dem sich die Andeutschen Vollstraft" in den Kolonien geschaffen worden find. Die Entfernung der nationalistischen Einschleicher aus der Arbeitsbörse gestellten durch die unehrliche und brutale Handlungsweise der Sache kommt jest günstigstenfalls darauf hinaus, daß einige tapitali- erreicht. stischen Gesellschaften Versuche machen, aus den Sandwüsten Bahngesellschaft gezwungen sahen und die nach Ausbrechen des In ihrer ersten Bestürzung drohen die Demagogen mit Re- Streits durch ihr dann eingeschlagenes Verfahren noch mehr Del ins Kapital zu schlagen. Die Herren Kapitalisten gehen natürlich preffalien. Der Vorsitzende des Gemeinderates in Person, Herr Feuer goß, wofür sie allerdings sehr bitter hat büßen müssen. nicht selbst in die Fiebergegenden, sondern durch Ausfeßung Grébonval, schreibt in einem groben Schimpf- und Verleumdungsscheinbar hoher Gehälter veranlassen sie eine Reihe deutscher artifel gegen die Gewerkschaften, daß die nationalistische Gemeinde im Ausstand Begriffenen und der Gesellschaft, aber bald trat eine Ursprünglich handelte es sich nur um einen Kampf zwischen den Proletarier als Beamte, kaufmännische Angestellte 2c. in den Kolonien ratsmehrheit in Zorn geraten tönnte, wenn man sie so angreift, dritte Macht in den Kampf ein, und diese Macht war das Publikum. ihr Leben für die Kapitalisten zu riskieren. ehe das Geld zurückerstattet ist.".. Mit anderen Worten, der bisher Kapital und Monopol haben bekanntlich nur eine einzige verwundJetzt ist man schon soweit, die deutschen Kolonien mit so arbeiterfreundlich thuende Demagoge droht mit der Abschaffung bare Stelle ihr Geldbeutel und auf diese ward der Gesamteinigen Hunderttausend Chinesen zu bevölkern. Das heißt dann der kommunalen Subtantion, so seine wahre Natur verratend. die überschüssige deutsche Volkskraft dem Deutschtum erhalten! angriff deshalb auch gerichtet. Ihre Einnahmen mußten so viel wie Darum also wurden Millionen und Abermillionen für die Kolonial- l möglich verkürzt werden, und das brachten Publikum und Streikers Die Afrikander- Gesandten mit vereinten Kräften auf das gründlichste fertig. Die überwiegende politit aufgewandt, daß günstigstenfalls einige deutsche Kapitalisten aus den von Chinesen bearbeiteten Plantagen Geld- gehen in London agitatorisch vor. Am Donnerstag hielten sie in Mehrheit, man darf sagen dreiviertel der Einwohnerschaft, stand an auf Seiten der Ausständigen, und dieser der Queens Hall, dem großen Saal, in welchem der Londoner von Anfang vorteile ziehen. Die Sache ist übrigens im Sinn der deutschpatriotischen Kolonial- Internationale Arbeiterfongreß vor 4 Jahren tagte, ein sehr gut be- Parteinahme verlieh man dadurch den kräftigsten Ausdruck, die Straßenbahnen nicht benüßte. Die Com politiker gesprochen nicht ungefährlich. Es hat sich in der Welt- fuchtes Meeting ab, welches auch den besten Verlauf nahm. Be- daß man diesem„ Boygeschichte in der Regel gezeigt, daß Kolonien über kurz oder lang denen schlossen wurde, für die Unabhängigkeit der beiden Boerenrepubliken pagnie griff zu den verzweifeltſten Mitteln, anheim fielen, die das Land bewohnen und bebauen. Wir erinnern einzutreten. Man hatte befürchtet, die Jingoes würden das Meeting fott" entgegen zu treten, sie bezahlte gut gekleidete Frauenzimmer, an die südamerikanischen Staaten, Kanada, neuestens Kuba 2c. die als Lockvögel hin und her fahren mußten, um dein Publikum die gewaltsam stören oder gar sprengen. teilen von Freifarten, die jedem auf der Straße angeboten, aber mit Furcht zu benehmen, allein das half eben so wenig wie das AusSohnlachen zurückgewiesen wurden die Cars blieben nach wie vor nahezu leer. Es könnte sich auf diese Weise ereignen, daß die deutschen Stenerzahler den Chinesen einen Abzugskanal für die überschüssige chine den Chinesen einen Abzugskanal für die überschüssige chinesische Volkskraft geschaffen hätten. Jingoes fangen jegt an, für sich selbst Befürchtungen zu begen; und Allein die Befürchtung erwies sich als grundlos die Herren Chamberlain, der vor acht Wochen den Kopf wieder hoch trug, fängt Daß sich der famose Eugen Wolff, dem nur noch das„ Berl. an fich recht unbehaglich zu fühlen. Die neuesten Boerensiege und die Katastrophe in Ostasien gehören zu jenen harten und halsTagebl." gestattet, seiner Lust zu fröhnen, sich mausig zu machen, ftarrigen( stubborn) Thatsachen", die auch in den härtesten und übrigens einen Sklavenhandel en gros befürwortet, wenn er die " Lieferung" der Ware Kuli fordert, fei noch nebenbei als ein Doku- halssturrigsten Schädel ein Loch schlagen können. ment europäischer Kultur" angemerkt. " Italien. Eine der eigentümlichsten und überraschendsten Phasen im Verlaufe dieses Streits trat erst vor ein paar Wochen zu Tage; die Unzufriedenheit der Bürgerschaft darüber, daß die gesamte Polizeimannschaft im Interesse der Bahngesellschaft verwendet und nach Verlauf von drei Wochen auch noch ein Aufgebot von nahezu 2000 Mann aus Bürgern, meistens Geschäftsleitten, zun Der belohnte Kanalfeind. An eine endgültige Unterwertung Lombroso über die Chinapolitik. Der bekannte italienische Wachs Patrouilledienst herangezogen wurde, steigerte der preußischen Regierung unter die kanalfeindlichen Agrarier glaubt Gelehrte schreibt über die italienische Chinapolitit: sich mit jedem Tag und man verlangte aufs dringendste, die" Post". Sie weist darauf hin, daß Graf Ballestrem Excellenz„ Anstatt Kriegsruhm zu ernten werden wir nur neuen daß die Compagnie auf ihre eignen und nicht auf geworden ist, obwohl er im Abgeordnetenhaufe die schärffte aller Abenteuern entgegengehn und dabei deutlich unsre Lücken Kosten der Stadtkasse für die Sicherheit ihres Betriebes und Eigengegen den Mittelland Kanal gerichteten Neden gehalten hat. und unsre Unzulänglichkeit zeigen. Welche Vorteile können tums sorgen solle. Das paßte ihr aber nicht in den Keram, schon Der unbeugfame Wille der Kanalfeinde hat gesiegt und wird wir gar genießen, wenn uns wirklich ein Stück China in den des Geldpunktes wegen und um die Einwohnerschaft glauben zu fegt außerdem geehrt. Echoß fallen sollte. China ist ein Land, das vierzig Tage- machen, daß sie all dieses polizeilichen Schutzes noch immer bereisen wohlverstanden: Seereisen von uns entfernt ist; ein dürfe, inscenierte sie einige Dynamitattentate, um das Publikum in Wie man in Posen germanisiert. Unter dieser Spizmarke Striegsschiff dorthin zu senden, kostet nicht weniger als eine halbe Schrecken zu halten. Das Dynamit wurde so geschickt und vorsichtig beröffentlichten wir in der Nummer 162 einige Gloffen zu der Ver- Million, und wenn es mit 1000 Soldaten bemannt ist, eine gehandhabt, daß stets nur die Vorderräder einer Car beschädigt fügung, in welcher der Kultusminister v. Studt der Regierung in ganze Million; zu importieren ist dort nichts, weil sie dort wurden. Posen sein Mißfallen über die geringen Leistungen der Schule für für die Arbeitskraft einen fabelhaft geringen Preis zahlen, die Förderung des Deutschtums ausspricht. Von sachverständiger so daß der chinesische Kuli sprichwörtlich geworden ist, wie der Seite wird uns mun mitgeteilt, daß des in der Notiz Gesagte voll- arme italienische Arbeiter. China ist ein Land, in welchem tommen zutreffe. Gleichzeitig sei noch ein Umstand erwähnt, der das Einkommen des Staates nur 300 Millionen beträgt, wo zur weiteren Erklärung der ungenügenden Erfolge des Unterrichts von zwei Drittel von den Einfuhrzöllen herrühren, ein Land, Sient. Reichlich 50 Prozent aller Kinder, deren Schulpflichtalter be- das weniger als 80 Pf. Steuern pro Person zahlt, das bei ginnt, verstchen überhaupt kein Wort deutsch, reichlich 95 Broz. einer Bevölkerungsdichtigkeit, die sich nur mit der Belgiens aller Lehrer verstehen tein Wort polnisch. Die Kinder verstehen vergleichen läßt, fast gar keine Industrie hat, ein Land, in tein Deutsch, weil ihre Eltern und Angehörigen durch das jest welchem wir alles verlieren und nichts zu gewinnen haben. Die bestehende Schulsystem erbittert sind, die Lehrer fein Polnisch, weil Kolonisation dieses Landes ist bei der großen Entfernung und mit unfren die polnisch Sprechenden im Interesse des Dienstes" nach dem Kolonisierungsgewohnheiten nicht gut denkbar. Wir werden wieder, wie Westen versetzt werden. Jedenfalls wird unter folchen Umständen nach Afrita, Soldaten und ein Beamtenheer hinschicken und dann die ein deutscher Lehrer von hundert polnischen Schulkindern eher Ausgaben, die wir für die Erhaltung dieses Heeres aufbringen polnisch lernen, als umgekehrt die hundert polnischen Kinder von dem müssen, Gewinn nennen." unglückseligen deutschen Lehrer deutsch lernen werden. Serbien. Derartige Verhältnisse müssen mit Notwendigkeit dazu führen, daß die Erfolge des Unterrichts in den posenschen Elementarschulen nicht nur gering, sondern nahezu gleich Null sind, und daß die Verantwortung dafür nicht dem einzelnen Lehrer, sondern dem verpreußten, mechanisierenden System zur Last fällt. Ausland. Die Selbstverwaltung der Arbeiterbörse. Aus Paris, 19. Juli, wird uns geschrieben: Die Selbstverwaltung der Pariser Arbeitsbörse ist vom socialistischen Handelsminister Miller and durch ein Dekret wieder eingeführt worden. Daniit erlangen die Gewerkschaften im wesentlichen alle Rechte wieder, die sie vor der gewaltthätigen Schließung der Arbeitsbörse durch das Ministerium Dupuy ( im Sommer 1893) besessen haben. " Die Einberufung der vorerwähnten 2000 Specialpolizisten, die offiziell den Namen Hilfsscherifs führten, erwies sich als ein arger Mißgriff, sie wurden mit Schrotflinten versehen und machten von dieser gefährlichen Waffe( die damit verursachten Wunden sind nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern auch schwer zu heilen) nur zu oft unnötig Gebrauch und töteten sogar mehrere Personen ohne stich haltigen Grund. Der Bürgerschaft riß schließlich die Geduld und man war froh, als die Entlassung dieser so gut wie überflüssig ge= vesenen Mannschaft verfügt wurde. Die Gesellschaft verharrte auch in den zweiten vier Wochen hartnäckig auf ihrer Weigerung, mit dem Verband der Angestellten oder dessen Bertretern zu verhandeln und wies auch alle Vorschläge für eine schiedsgerichtliche Vermittelung ab, wodurch sie Zeit gewann, inmier mehr Leute anzustellen, von denen allerdings die meisten völlig im umerfahren von Handhaben Motoren waren und infolgedessen nicht selten Zusammenstöße mit Cars oder Fuhrwerken herbeiführten, bei denen noch zahlreiche Personen verletzt wurden: Wie tief eingewurzelt die Abneigung des Publikums gegen diese Streitbrecher" war und noch ist, geht am besten aus der Thatsache hervor, daß man ihnen keine Wohnungen vermieten, sie nicht beherbergen will und lieber Zimmer leer stehen läßt, als fie ins Haus zu nehmen. Kabinettswechsel. Das Ministerium hat aus bisher un- andern bekannten Gründen seine Entlassung gegeben. Afrika. Boerenkrieg. Wie die Londoner Abendblätter aus Kapstadt, den 21. melden, habe Feldmarschall Roberts mit einer großen Streitmacht Middelburg angegriffen; es habe die Schlacht be Dies trug wohl mit dazu bei, daß der Erekutivausschuß der Streifer am Abend des 2. Juli, genau acht Wochen nach Beginn des gonnen. Präfident Krüger befinde sich inmitten seiner Burghers, Streiks, ein Abkommen mit der Compagnie einging, durch das der die er ermahne, den Kampf bis zur Entscheidung durchzuführen. Ausstand für beendet erklärt wurde. Die seitens der Compagnie Ein englischer Rechentünstler hat die Berichte der Zeitungs- gemachten Zugeständnisse lauten in der Hauptsache dahin, daß alle korrespondenen vom Kriegsschauplatz verfolgt und flagt in einem von jetzt eintretenden Vakanzen aus den Reihen der Streifers Eingesandt, daß er völlig" mystifiziert" ist: Er hat die britischen besetzt werden.. ebenso alle Stellen an den neu zu Angaben über Boerenverluste sorgfältig notiert, und findet eröffnenden Linien, die in allernächster Zeit dem Betriebe nun, daß die Beeren bis jetzt über 250 000 Mann verloren vergeben werden sollen. Ferner ist in dem Abkommen haben. Da die Streitkräfte der Boeren jedoch auf nur 50 000 ge- die Anerkennung des Verbands der Angestellten durch die, schätzt wurden, möchte er wissen, wober die übrigen 200 000 Toten Gesellschaft mit eingeschloffen, doch soll es den Leuten frei stehen, und Verwundeten tamen und was das eigentlich für Leute sind, die dem Verband anzugehören oder nicht und schließlich wird die jetzt noch der 225 000 Mann starken britischen Armee so viel Un- Forderung von 2 Dollar Lohn für 10 Stunden Dienst innerhalb gelegenheiten bereiten! zwölf aufeinander folgenden Stunden bewilligt. Partei- Nachrichten. An die Parteigenossen und die organisierten Arbeiter Deutschlands! Der Streit hat und das kann nicht genug bedauert werden 16 Menschen das Leben gekostet, von denen obendrein nahezu alle völlig unschuldige Opfer der Ereignisse waren, die sich hier abspielten; die Zahl der Verwundeten beträgt zwischen 150 und 160 und es steht zu fürchten, daß auch von diesen noch manche ihren Verlegungen er liegen, während viele zeitlebens als Strüppel einhergehen werden gleich den Getöteten die Opfer inhumaner Halsstarrigkeit des leider nur zu oft auf seine Macht pochenden unbeugsamen Kapitals. Der Streik der Maler und Anstreicher in Danzig ist als beendet zu betrachten. Die hauptsächlichste Forderung eines Mindestlohns von 40 Pf. wurde nach einer Unterhandlung der beiden Parteien seitens der Arbeitgeber anerkannt. Für jüngere Leute bis zu einem Jahre aus der Lehre foll nicht unter 35 ẞf. bezahlt werden. Die Arbeitnehmer forderten einen Mindestlohn von 35 Pf. für Anstreicher. Durch die Erringung eines einheitlichen Mindest lohns für Anstreicher und Maler ist daher eine Lohnverbesserung erzieht, welche die eigentliche Forderung der Gehilfen noch übersteigt. Bei der Wiedereröffnung der Arbeitsbörse im Dezember 1895 Hatte Mesureur, der linksradikale Handelsminister des Kabinetts Léon Bourgeois, die Anstalt unter die Vormundschaft des Präfekten des Seine- Departements gestellt, dem es allein zustand, über alle Ber waltungsfragen zu entscheiden. Ihm zur Seite stand eine be ratende Kommission", in der neben 10 Gewerkschaftsdelegierten 6 Vertreter des Gemeinderats, 2 Vertreter der Präfektur und 2 Vertreter des Arbeitsamts saßen. In Wirklichkeit war freilich der Präfekt nicht im stande, seine Bollmachten zu mißbrauchen. Die von der Socialistischen und radikalen Mehrheit des Gemeinderats stets unterstützten Gewerkschaften waren thatsächlich stark genug, um dem Präfekten etwaige autoritäre Gelüste auszutreiben. Dazu tam, daß der ebenfalls von Auf Anregung und Vermittelung des Parteivorstandes hat sich Mesureur eingeführte Verwalter der Arbeitsbörse, der direkte Vertreter des der Deutsche Socialdemokratische Leseklub in Paris" in entgegenPräfekten, fein andrer war als der ehemalige socialistische Angeord tonamendster Weise bereit ertlärt, für die deutschen Delegierten nete Dumah. Judes fühlten sich doch die Gewerkschaften belästigt und zurückgesetzt, so lange fie in allem und jedem auf die Ent Quartiere in angemessener Preislage zu besorgen, wie auch ein fcheidung des Präfetten angewiesen waren. Sie verlangten nach Empfangskomitee zu bilden, dessen Mitglieder am 22. und der Wiederherstellung der Selbstverwaltung desto energijcher, als die 23. September bei allen auf dem Ost- und Nordbahnhof einlaufenden Arbeitsbörsen der Provinzstädte dieselbe genossen. Zügen anwesend sein werden, um die eintreffenden Delegierten in Im Februar d. J. votierte der alte Gemeinderat eine Resolution ihre Quartiere zu geleiten. Das Erkennungszeichen der Komiteezu Gunsten der Selbstverwaltung. Millerand trug sofort der mitglieder wird später bekannt gegeben. Resolution Rechnung und feßte einen Ausschuß ein, in Um den Mitgliedern des Deutschen Socialdemokratischen Leseden auch drei Gewerkschafts- Vertreter berufen wurden. flubs die übernommenen Arbeiten zu erleichtern, richten wir an die Dieser Ausschuß hat num das Selbstverwaltungs- Defret ausgearbeitet, dessen Hauptbestimmungen folgende find. An Stelle der gewählten Delegierten die dringende Bitte, die Anzeige ihrer erfolgten beratenden Kommission" tritt eine 15 gliedrige Verwaltungs. Wahl unter genauer Angabe der Adresse ihres Wohnorts an das tommiffion, die ausschließlich aus den für ein Jahr gewählten Ver- Parteibureau, Adresse: tretern der Gewerkschaften zusammengesezt ist. Alle wesentlichen J. Auer, Berlin SW 47, Kreuzbergstr. 30 Vollmachten des Präfeften gehen auf diese Kommission über. Sie bis spätestens den 31. August gelangen zu lassen. Später einlaufende Für die ausgesperrten dänischen Arbeiter sind nach Abentscheidet über die Zulassung und den Ausschluß von Gewerkschaften, Meldungen können Berücksichtigung nicht finden. rechnung der Generalfomission im vorigen Jahre aus Deutschdie Verteilung der Lokale, die Reihenfolge der von den einzelnen Gewerkschaften in den Versammlungssälen abzuhaltenden Bertönnen bei der Quartierbeschaffung berücksichtigt werden Nur die im Parteibureau rechtzeitig einlaufenden Anmeldungen land insgesamt 198 628,50 m., also fast zweihunderttausend Mart, Die sich beigesteuert worden. Davon liefen bei der Generalfommission der Gejammlungen über alle Beschwerden und Reklamationen der in Anmeldenden erhalten vom Parteibureau als Quittung der erfolgten werkschaften Deutschlands 141 347,87 M. ein, nämlich 55 022,08 m. der Arbeitsbörse verkehrenden Bersonen. Sie verteilt die von den Centralverbänden, 75 630,08 m. von den Gewerkschaftstommunale Subvention Anzeige die Adreßkarte des Deutschen socialdemokratischen Leseklubs kartellen( darunter die Gewerkschaftskommission Berlin mit 22 100 M.) ( im legten Jahre varen es 115 000 Fr.) unter die einzelnen Gewerkschaften, leitet das in Paris" zugesandt. und 10,695,71 M. von sonstigen Vereinen und Privaten. Außerdem statistische Bureau und die Bibliothek, besorgt die Veröffent- Das Vereinslokal des Deutschen Sozialdemokratischen Lefellubs hat der Holzarbeiterverband direkt 15.000 m. nach Kopenhagen ge= lichung des Jahrbuchs und des Bulletins der Arbeitsbörse, arbeitet befindet sich je eine Viertelstunde von dem Ost- und Nordbahnhof schickt, der Verband der Handschuhmacher 3200 wt., der Metallarbeiteralljährlich den dem Gemeinderat zu unterbreitenden Budget- entfernt. Nach dem Bereinslokal wollen fich diejenigen Delegierten verband 22 100 M. und der Ortsverwaltung Berlin des Metallvoranschlag aus u. a. m. Dem Präfekten steht nur noch das Recht der begeben, die bei ihrer Ankunft in Paris die Mitglieder des Empfangs- arbeiter- Verbands 20 567,40 M. Oberaufsicht zu, die er durch den beibehaltenen Verwalter ausübt, tomitees auf dem Bahnhof verfehlen sollten. fowie die Ernennung der niederen Beaniten. Berlin, den 20. Juli 1900. Der Parteivorstand. Der von beiden Parteien anerkannte Tarif ist so lange giltig, als er nicht von der einen oder andern Seite gefündigt wird. Von den bei der Generalkommission eingegagenen 141 347,87. wurden nach Dänemark gesandt 133 300 M. Der vorhandene Kassenbestand von 7994,57 M. wurde an die Verbände der Steinarbeiter und Lederarbeiter, die umfangreiche Lohnbewegungen zu führen hatten, als Darlehen gegeben und erhielten: Steinarbeiter 5000 und Lederarbeiter 3000 W. Millerands Reform macht zugleich einen dicken Strich durch die Rechnung der nationalistischen Temagogie. Das verhält sich so. Die nationalistische Mehrheit des Gemeinderats wiegte sich mit der Die Kolportage des ,, Hamburger Echo" ist vom 1. Juli ab Hoffmung, durch die frühere beratende Stommission" der Arbeitsbörse in Barteiregie übernommen, das gleichzeitig eine Verbilligung um mit den Gewerkschaften immige Fühlung zu gewinnen. Die ebenso 6 Bf. zur Folge hatte. Infolge dieses Umstandes und einer nachunwissenden wie gewiffenlosen Demagogen wähnten, die klassen haltigen Agitation unsrer Hamburger Genossen ist der Abonnenten- Zum Hafenarbeiterstreik in Rotterdam. Trotzdem das bewußten, durch und durch socialistisch gesinnten Pariser Gewerk- stand des Blatts am 1. Juli von etwa 26 000 auf 33 000 gestiegen. Wolffiche Depeschenbureau den Hafenarbeiterstreit bereits für beendet schaftler durch einige Linsengerichte und gute Worte gewinnen zu Dazu kommen noch etwa 1500 sogenannte Sonntags- Abonnenten. erklärt und behauptet hat, daß die Arbeiter die Arbeit wieder fönnen. Gie begingen dabei den denkbar größten Fehler, indem sie Ein schöner Erfolg einer ursprünglich vielerfeits angefeindeten Maß aufgenommen hätten, meldet unser Hamburger Bruderorgan, in die„ beratende Kommiffion" schamlos gerade die allerschlimmsten regel. daß man noch fortlaufend versucht, Hamburger Hafenarbeiter Demagogen wählten, schändliche Kreaturen der Drumont, Nochefort, zu überreden, nach Rotterdam zu gehen und dort Streifs Eine schweizerische Kundgebung gegen den Chinakoller. brecherdienste zu verrichten. Mehrere Déroulède, deren Name schon jedem socialistischen Arbeiter das Blut Hamburger Reeder vallen macht in Hamburg verstärkte Besatzung an, die dann ob der Schmach, die durch ihre Wahl in Genosse Bebel iprach am Donnerstag in einer imposanten Volts- mustern Gemeinderat die Stadt Baris getroffen hat. Diesel versammlung in Zürich über die chinesischen Wirren. in Rotterdam in der Ladung arbeiten muß. Die Hafenarbeiter den Aus der Frauenbewegung. Der Verein der Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am Montag feine halbjährliche Generalversammlung ab. Bu nächst gab die Vorsitzende einen kurzen Ueberblick über die Thätig keit des Vereins, es fanden demnach in der Zeit vom 5. März bis 25. Juni 8 Versammlungen, 6 Vorstandssigungen statt. Laut Bericht der Raffiererin betrugen die Einnahmen 208,25 M., Ausgaben 125,06 m., so daß ein Bestand von 83.19 M. verblieb. Auf Antrag der Rebeantragt, die Vereinsfizungen bis zum 27. Auguft zu vertagen. Beschlossen wurde, am Montag, den 30. Juli, einen Familienausflug legt werden soll. nach Neptunshain zu arrangieren. " vers laffen sich nicht verlocken und gehen nicht als Streifbrecher nach| Grenadierstr. 33 ab, welche sich mit dem Abstempeln der Sammel-| Unternehmern nicht mehr berücksichtigt wird. Neben den AccordHolland. tarte beschäftigte. preisen wird unter anderem ein Stundenlohn von 60 Pf. für KistenDie formelle" Beendigung des Streifs ist auch heute noch nicht bes Streits Zu diesem Punkt erörterte Kollege Gehl die Unzwedmäßigkeit macher, 70 Bf. für Zuschneider und Kreissägenichneider und 15 Bf. gemedet worden, weshalb man wohl annehmen darf, daß auch die der Abstempelung der Karten, jedoch wurde nach längerer Debatte Buichlag für Ueberstundenarbeit festgesezt. Die Arbeitszeit soll thatsächliche Beendigung des Streits einstweilen noch auf sich beschlossen, die Karten durch die Baudeputation vom 30. Juli 1900 von morgens 7 bis abends 6 Uhr dauern, bei 1/ 2stündiger warten läßt. ab einzuziehen, aber nur zur Regelung der Bücher. Dieser Be- Frühstücs, 1/2 stündiger Mittags: und 1/2 stündiger Vesperdum schluß soll der am 22. d. M. stattfindenden Generalversammlung zur paufe. Außerdem wird wird die Freigabe des 1. Mai Sanftion vorgelegt werden. Tangt. Dieser Tarif Tarif wird den Unternehmern zugesandt, Der zweite Bunft der Tagesordnung: Situationsbericht, war diese werden in den nächsten Tagen in einer Versammlung hierzu ein sehr reichhaltiger. Es wurde zunächst über den von den Ver Stellung nehmen. Falls eine Einigung erzielt wird, so sollen die bandstoflegen in ihrer am 10. d. M. im Gewerkschaftshaus ab Vereinbarungen event. vor dem Gewerbegericht festgelegt werden. gehaltenen Bersammlung gefaßten Beschluß, nach welchem die In einer demnächst stattfindenden Versammlung der Kistenmacher Kollegen, welche durch Streits der Hilfsarbeiter in Mitleidenichaft ge wird die Tariffommission über das Resultat berichten und soller zogen werden, unterstügt werden. gesprochen. Es soll, da wir in dann die weiteren Maßnahmen beschlossen werden. unirer am felbigen Tage stattgefundenen Versammlung demgegen- Berichtigung. In dem Bericht über die Versammlung über auf unirem alten Standpunkt beharrten, der Generalveriamm der Gewertigaftstommission ist von dem Berichterstatter angegeben worden, daß unter anderm die Vertreter der Gewert richtete Gehl über den Arbeitszettel, der in kurzer Zeit ad acta ge- fhaften der Vergolder, Graveure. Hafenarbeiter und SteinindustrieFerner machte er die Kollegen auf den in der öffentlichen Ver- einem Irrtum, da sich nur einige Delegierte cor Schluß der VerArbeiter unentschuldigt gefehlt hatten. Dieie Mitteilung beruht auf fammlung am 10. d. M. gefaßten Beschluß, betreffend die VerDer Verein der Blätterinnen und Wäscherinnen Charmeidung des Arbeitsnachweises der Unternehmer, aufmerfiam. sammlung entfernt hatten. lottenburgs hielt am 17. Juli seine Vereinsversammlung ab. Es wurde kurz über den Vergleich des Einigungsamts berichtet. Als dann wurde über den Arbeitsnachweis diskutiert und beschlossen. denselben bei Wernicke, Bismarckstr. 34, einzuführen. Als Delegierte zum Gewerkschaftskartell wurde Frau Kelm und Frau Lepioers gewählt. Die Versammlungen finden jeden Monat statt, und zwar jeden ersten Dienstag nach dem 15., abends 81/2 Uhr, bei Wernicke, Bismarckstr. 34. ber Cann be 17 Im weiteren sprach Gehl über die von den Verbandskollegen Der focialdemokratische Wahlverein für Teltow Beeskow. abgehaltene Baufontrolle und erwähnte, daß es die Verbandsleitung Stortow Charlottenburg hielt am Donnerstag, den 19. vor einigen Wochen verschmäht habe, mit uns gemeinsam eine Bau- diefes Monats seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Kaſſent tontrolle auszuüben. Es wurde den Baudeputierten ans Herz, ge- bericht ergab im 2. Quartal einschließlich des alten Bestands eine legt, dafür Sorge zu tragen, daß die Mißstände, welche auf vielen Einnahme von 788,06 m.. während sich die Ausgaben für den gleichen Bauten noch herrschen, sobald wie möglich von der Bildfläche Beitraum auf 154,05 m. beliefen. Mithin beträgt der Bestand 634,01 W. verschwinden, indem sie den betreffenden Unternehmer oder Troßdem feiner von den Reviforen anwesend war, wurde dem Polier auf strikte Innehaltung der getroffenen Vertragsbestimmungen Raffierer Genossen Henschte Decharge erteilt. Ein angefagter Borverweisen. trag des Genofien Dr. Borchardt wurde auf Beschluß der Versammlung Weiter las Kollege Gehl einen Artikel( Schreiben der Unter- von der Tagesordnung abgelegt. Nachdem einige geschäftliche Mitteilungen nehmer von Neu- Nnppin) aus der Baugewerkszeitung vor. in welcher erledigt. u. a. auch der Ausschluß des Mitgliedes Frizz Bled bekannt das rigorose Vorgehen des Vorstandes des Arbeitgeberbundes gegen gegeben war, entspann sich eine furze Diskussion über eventl. ihre eigenen Verbandsmitglieder in der kraffesten Weise charat- Statutenänderungen in Bezug auf den§ 10, die mit der Mitteilung terisiert wird. Im Verschiedenen wurde das Verhalten der Kollegen auf dem Bau Prinzen- Allee bei dem Unternehmer fler von der Verfamm lung verurteilt. Es wurde denselben anbefohlen, ihre Sache der nächsten Generalversammlung vorzulegen. Ferner wurde bekannt gemacht, daß laut Kongreßbeschluß die als Maurer arbeitenden Fliesenleger zum Streiffonds der Berliner Maurer zu zahlen haben. des Vorsitzenden über eine demnächst zweifellos zu erwartende umfassende Reorganisation in der Partei endigte. Der zweite Vorfizende, Genosse Bunge, giebt auf eine Anfrage bekannt, daß ein Teil der noch vorhandenen Broschüren bei den Abteilungsführern der verschiedenen Bezirke abgehoben werden tönne.lt passen sintetid Dienstmädchenlos. Eine sehr bezeichnende Verhandlung fand dieser Tage vor der Strafkammer in Hanau statt. Der Han. Anz." bringt darüber folgenden Bericht: Ein Geschäftsmann R. soll im Januar dieses Jahres sein Dienstmädchen schwer miß handelt haben, indem er sie 30 Meter weit an den Haaren über den Gang geschleift, in den Rüden gestoßen, getreten habe usw. An diesen Mißhandlungen soll sich auch die Ehefrau Nt. beteiligt haben. So wenigstens giebt das Dienstmädchen an, das außerdem noch bekundet, daß ihr der Koffer aufgebrochen worden wäre, aus dem man das Weihnachtsgeschenk wieder herausgenommen habe, und das und das alles, weil sie unnügerweise Kohlen braucht hätte. Pankow Niederschönhansen. Am Dienstag fand bei GroßNun bestreiten aber die angeklagten Eheleute R. dies ganz entschieden. Frühere Dienstmädchen der An- Der Centralverband der Töpfer( Filiale Berlin) hielt am statt. Bevor der Vorsitzende die Versammlung eröffnete, gab derfurt, Berlinerstraße. die Generalversammlung des Arbeitervereins geklagten befunden, daß sie bei denselben sich guter Behandlung er- Donnerstag die Generalversammlung für das verflossene Quartal ab. felbe das Ableben des ausgewiefenen Genoffen Stopp bekannt, wofreuten. Auf demselben Gang dicht bei den Angeklagten wohnende Zunächst erstattete der Kassierer David den Kassenbericht. Die rauf sich die Versammelten zu Ehren des Verstorbenen von Leute haben von dem ganzen Vorgang nichts wahrgenommen. Die Abrechnung der Haupttasse schließt in Einnahme und Ausgabe mit den Plätzen erhoben. Genosse Hoffmann erstattete hierauf Angeklagten werden freigesprochen mit der Begründung, daß in dem 6560,08 m. Unter den Ausgaben befinden sich: 2845,41 m. für den Bericht des vergangenen Geschäftsjahres. Der KassenHause zweifelsohne etwas passirt jei, was nicht Berwaltung, 3500 M. an den Centralvorstand, 59,30 M. Reise- Unter- bericht ergab den Bestand von 208,02 m., die Mitgliederzahl bes hätte paffieren dürfen, aber das Gericht halte stügung. 10,05 m. für Rechtsschutz. Die Lokaltaffe verzeichnet eine trägt 131. In der Bibliothek find 84 Bände sowie eine Anzahl das Zeugnis des Dienstmädchens doch für so übertrieben und un- Einnahme von 6209,49M., eine Ausgabe von 1581,95 m., darunter 100 M. Broschüren vorhanden. Benutzt wurde diefelbe etwas besser als im zuverlässig, daß darauf kein Urteil gesprochen werden könnte. Es für die streifenden Schuhmacher in Tuttlingen, 1000 M. für die Vorjahr. Die Neuwahlen gestalteten fich folgendermaßen: 1. Vorist eben sehr schwer, in solche Vorfälle, die sich innerhalb der vier streifenden Töpfer in Welten, 240 M. Krantenunterstügung. Das figender Genosse Eichler, 2. Vorsitzender Lenz- Schönhausen, Kassierer Wände der Wohnungen abspielen, Licht zu bringen. Dadurch wird Bermögen der Staffe beträgt 4772,86. Am Schluß des Quartals Summert, Schriftführer Kubig, Revisoren Ehrte, E. Bartsch und es den Dienstmädchen selbst wenn ungehörige Weißhandlungen zählte die Filiale 1200 Mitglieder. Auf Antrag der Revisoren Hoffmann, Bibliothekare Schön und Riebke. Unter Verschiedenem borgekommen sind- geradezu unmöglich, eine Bestrafung der wurde der Staffierer entlastet Bum zweiten Punkt der Tages- wurde besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die" Fackel" jeden artiger Herrschaften" herbeizuführen. ordmung: Politit und Gewertschaften erstattete der Ber- Monat im Leseabend gratis an die Mitglieder verteilt wird. Nachbandsvorsitzende Drunsel das Referat. Der Redner dem noch zum Abonnement auf die Freien Stunden" aufgefordert vertrat die Ansicht: die socialdemokratische Partei habe wurde, erfolgte Schluß der Versammlung. die Aufgabe, die Aufgabe, auf politischem Gebiet für die Biele der Sociales. Margarine- Ring. Unter Führung und auf Veranlaffung des Margarinefabrikanten und Landtags- Abgeordneten Mohr in AltonaBahrenfeld find die norddeutschen Margarinefabrikanten bestrebt, einen fämtliche deutsche Margarinefabriken umfassenden Ring zu bilden. Man will die gemeinsamen Interessen der Margarines fabriken auf diese Weise bestens wahrzunehmen fuchen. Ein Haupts interesse wird das sein, die Preise möglichst in die Höhe zu schrauben. Versammlungen. Der chinesische Krieg. Berlin, 21. Juli.( W. T. B.) Der kaiserliche Konsul in werden kann." 0 Socialdemokratie zu wirken, während es Aufgabe der Gewerkschaften Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen fei. für ihre Berufsangehörigen bessere Lohn- und Arbeitsverhält- Montag, abends 9 Uhr: Vortrag in der Centrale Dresdenerstr. 45 über: Verbrennungen, Erfrierungen, Hizschlag, Blitzschlag und Beschädigungen nisse zu erringen. Dazu brauche die Gewerkschaft die Mitwirkung durch Elettricitat. Nachher praktische Uebungen. möglichst vieler Angehöriger des Berufs, ohne Rücksicht auf deren Loge Berolina Nr. 23 des Guttempler- Orden zur Bekämpfung politische Stellung. Es wäre also verkehrt, wenn die Getverkschaft des Alfohols. Wallstr. Nr. 91 parterre Montag, den 23. Juli 1900, abend? Parteipolitit treiben würde. Das sei die Aufgabe der politischen 82 Uhr, Sigung nur für Mitglieder. Organisation. Wenn den Gewerkschaften jetzt die politische Neutralität empfohlen werde, so sei das durchaus kein neuer Standpunkt. Die Berbände hätten diese Taktik schon immer befolgt, sie treiben feine Parteipolitik, aber Klassenpolitik zu Gunsten der Arbeiter. Natürlich fönne durch die gewerkschaftliche Bewegung das Endziel der Socialdemokratie nicht erreicht werden. Das fei Aufgabe der politischen Die freie Bereinigung der Civil- Berufsmufifer hielt am Bartei; eine Aufgabe, welche um so leichter erfüllt werden könne, je Tshifu meldet in einem heute hier eingetroffenen Telegramım: 19. Juli ihre Mitglieder- Versammlung ab mit der Tagesordnung: mehr die Lebenshaltung der Arbeiter gehoben werde durch die Habe Shantung Gouverneur gebeten, folgendes Telegramm 1. Aufnahme neuer Mitglieder, 2. Kaffenbericht, 3. Antrag Hoch, gewerkschaftliche Bewegung. Wenn man sehe, daß die Unternehmer in chinesischer Sprache an die deutsche Gesandtschaft in Peking Unterstützungsfonds, 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Aufgenommen wurden die Kollegen O. Remple, P. Spannemann, fich ohne Rücksicht auf politische Meinungsverschiedenheiten in Organi- auf schnellstem Wege weiter zu befördern, enthaltend erstens D. iationen gegen die Arbeiter vereinigen, dann müfie man sagen, Nachricht über die von Sr. Majestät ausgefezte Belohnung, zweitens Karl Wagner und O. Reimann. Im Kassenbericht wies der Stassierer es würde der Nuin der Gewerkschaften sein, wenn man sie zu focial- Bitte: Telegraphieren Sie in derselben Weise wie amerikanischer nach, daß ein Bestand von 293 Mt. vorhanden ist, jedoch noch demokratischen Organisationen machen wollte. 500 Mt. als stehendes Kapital bei dem Fonds des Gewerkschafts- forgen wir für die Besserstellung der Arbeiter in der Gegenwart, Auswärtiges Amt und auch an mich zur Weitergabe offen oder demokratischen Organisationen machen wollte. Als Gewerkschaftler Gesandter durch Tsung- li- Damen und Gouverneur in Tfinanfu an hauses angelegt find, also der Verein ein Vermögen von und als Socialdemokraten tämpfen wir für die Erreichung unsrer chiffriert, was vorgegangen, was Ihre Lage, was für Sie gethan 793 Mt. befigt, was von den Revisoren bestätigt wurde, worauf Endziele. Wir werden hier wie dort unsre Schuldigkeit thun. dem Kassierer Decharge erteilt wurde. Punkt 3 wurde vertagt, un David war nicht in jeder Hinsicht mit dem Referenten einParis, 21. Juli. Der chinesische Gesandte übergab in der nächsten Generalversammlung als erster Bunkt erledigt zu verstanden. Die gewerkschaftliche Bewegung müsse das Rückgrat heute dem Minifter des Aeußern ein vom 18. Juli datiertes werden. Unter Vereinsangelegenheiten beschloß die Versammlung, der politischen Bewegung sein. eine Tariffonmission zu wählen, welcher folgende Kollegen anBeide gehören zusammen. und ihm heute durch den Vicekönig von Nanking übermitteltes gehören: H. Irrgang, M. Justo, A. Hoch, N. Kummer und Neutral dürfe die Gewerkschaft nur insofern fein, als sie auch nicht kaiserliches Edikt, in welchem es heißt: Mit Ausnahme des C. Molitor. Es wurde ferner ein Beschluß angenommen, in socialdemokratische Mitglieder aufnehme. Diese müßten aber durch deutschen Gesandten, welcher von aufständischen Leuten aus dem die Gewerkschaft zu Socialdemokraten erzogen werden. Nicht mit Volte ermordet wurde, deren Ausfindigmachung und Bestrafung wir türzester Zeit eine Generalversammlung einzuberufen und die der hohen Politit, aber mit Wirtschaftspolitik müsse man fich in den gegenwärtig mit Strenge vorschreiben, find seit einem Monat alle Genossen. Franke und St. Wengels zu dieser Versammlung ein- Gewerkschaften befaffen. Kronfeld vertrat ebenfalls die Ansicht, andern ausländischen Gesandten durch den Hof mit Sorgfalt zuladen. Schließlich wurden verschiedene Vereinsangelegenheiten er- daß die Gewerkschaften nicht ganz auf Politik verzichten können. beschützt und glücklicherweise find sie wohlbehalten. ledigt. Andre Redner stimmten im allgemeinen dem Referenten London, 21. Juli.( W. T. B.) Eine Depesche des Admirals Die Schlächtergesellen hielten am Donnerstag bei Cohn, zu. Eine nach Schluß der Debatte zu diesem Punft eingebrachte Seymour befagt, die Chinesen hätten Tientsin und seine Umgebung Beuthstraße, eine öffentliche Versammlung ab, in der über den Ver- Resolution soll in der nächsten Versammlung besprochen werden. vollständig geräumt. lauf der Lohnbewegung der Engros- Schlächtergesellen verhandelt Sierauf folgte die Erledigung gewerkschaftlicher Angelegenheiten. An New York, 21. Juli.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Der wurde. Der Referent und auch die andren Redner wiesen darauf Stelle eines ausgeschiedenen Mitglieds wurde Genezti in den Central- Marineminister Long hat Vorkehrungen getroffen, um 4000 Marine hin, daß die Lohnbegung lediglich infolge der noch zu schwachen vorstand gewählt. Weiter beschloß die Versammlung, den Ausschluß foldaten nach China zu senden. Der Sekretär des Kriegs Root Organisationsverhältnisse teine besseren Erfolge gezeitigt hat. Wäre einiger Mitglieder, die bei der gesperrten Firma Scheffel arbeiten, beim telegraphierte dem Oberstlieutnant des 9. amerikanischen Regiments in eine starke, zielbewußte Organisation vorhanden, so hätten die Unter- Borstand zu beantragen, und die Sperre über genannte Firma weiter bes Tientsin, er solle, wenn es möglich sei, einen allgemeinen Vornehmer die aufgestellten und bei einigem guten Willen sehr leicht stehen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit teilte Drunsel mit, daß in der marsch der Verbündeten auf Beting veranlassen. durchführbaren Forderungen zweifellos anerkennen müssen. Allerdings Scheffelschen Fabrik zwei Lehrlinge arbeiten, die beim Brennen einen Tag, Tschifu, Freitag, 20. Juli.( W. B. B.) Der Gouvernent ist die Bewegung nicht ganz resultatlos verlaufen, da eine Anzahl eine Nacht, und wieder einen Tag hinter einander beschäftigt find, und von Schantung telegraphierte heute nachmittag an alle hiesigen der Meister Zugeständnisse gemacht haben, und zwar trotzdem be- als besondere Entschädigung für diese Arbeitszeit je 50 Bf. bekommen. Konsule, er habe soeben authentische Nachrichten erhalten, sonders die Unternehmerpresse in der schamlosesten Weise die Be- Als Hilfskassierer für den Osten wurde Fuchs gewählt. Mante daß alle Gesandten außer Bedrängnis seien und sich unter wegung bekämpft hat. Im weiteren Verlauf der Debatte wurden erstattete einen furzen Bericht über die Thätigkeit der Provinzial Schutz der Regierung befänden. die bekannten Mißstände im Schlächtergewerbe, überaus lange Agitationskommission, aus welchem hervorging, daß diese Kommission Arbeitszeit, miserable Arbeits- und Wohnräume, schlechte unwürdige in dem halben Jahr ihres Bestehens nach Kräften gearbeitet und Behandlung, das Stellenvermittlungs- Unwesen 2c. beleuchtet und einige Erfolge erzielt hat. immer wieder zum festen Zusammenschluß in der Organisation aufgefordert, um endlich einmal bessere Zustände herbeizuführen. freis Stralsund- Franzburg- Rügen hielt am 8. Juli seine GeneralDer socialdemokratische Agitationsverein für den Wahl- Tekte Nachrichten und Depeschen. Einstimmig gelangte eine Resolution zur Annahme, in Die spanischen Schatzschwindler sind, wie das Polizeider sich die Versammelten mit den Ausführungen des Referenten versammlung ab unter folgender Tagesordnung: 1. Bericht des präsidium bekannt giebt, wieder an der Arbeit, versuchen sich jetzt einverstanden erklärten und sich verpflichteten, dem Verband der Vorstands. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Nach dem aber auf einem andren Gebiet, als bisher. Aus Taragona, Schlächtergesellen und Berufsgenossen Deutschlands beizutreten. Bericht des Vorstands sind abgehalten 2 Mitgliederversammlungen Barcelona und Valencia in Spanien find im Juni d. J. einer Einer herben Kritik wurde der Beschluß der hiesigen Schlächter- und 3 Vorstandssigungen. Die Einnahmen beliefen sich auf 26,40 M., Reihe hiesiger Bantfirmen von einem gewiffen Luis Garnier teils Innung, daß die Sonntagskündigung und die Entlassung am die Ausgaben auf 3,70 M., so daß ein Bestand von 22,70 M. Wechsel, welche das gefälschte Accept deutscher Kaufleute trugen, Sonntag beibehalten werden soll, unterzogen. Es wurde schließlich verbleibt. teils gefälschte Checks, welche von der thatsächlich überhaupt nicht beschlossen, daß sich der Vorstand der Organisation nochmals an die istierenden Union Bank of Spani and England in Valencia auf deutsche Geschäftsleute fälschlisch gezogen waren, zum Inkasso überEine öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche Innung und an die Freie Bereinigung der Schlächtermeister" wenden beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am 16. Juli im soll, um die Beseitigung der Sonntagskündigung zu veranlassen. Schüßenhaus". Frau Dr. Weyl hielt einer mit vielem Beifall aufAußerdem soll zu einer demnächst stattfindenden Versammlung Innungsgesellen Ausschuß eingeladen und aufgefordert genommenen Vortrag:„ Warum haben die Arbeiterinnen ein bez werden, die Wünsche der Gesellen bei der Immung zu verwurde Wittig vorläufig wieder auf ein Jahr als Korrespondent zum treten. Unter Verschiedenes" wurde dann angeführt, daß die internationalen Sekretariat gewählt. Geschlechtskrankheiten unter den Schlächtern außerordentlich stark verder breitet sind und zwar infolge der Thatsache, daß den Arbeitern im Der Allgemeine Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein Schlächtereigewerbe durch die ganzen Arbeitsverhältnisse ein Familien Berlins und Umgegend hielt am Montag, den 16. ds. Mts. seine leben unmöglich gemacht wird und sie der Prostitution geradezu zugeführt Generalversammlung ab, in welcher der Kassierer folgenden Kassenwürden. Natürlich wird die Krankheit so lange wie möglich verheimlicht bericht gab: Bestand vom I. Quartal 218,5 Mt., Einnahme 174,70 M., und von den kranten Gesellen ebenfalls auch das Fleisch und die Wurst Ausgabe 86,30 Mt., bleibt Bestand zum III. Quartal 306,45 W. bearbeitet. Ferner wurde auf die vielfach höchst unsauberen, etel- Hierauf wurde Kollege Haupt als Gewerbegerichts- Beisigender ge erregenden Arbeitsräume, die sich oft in finsteren, tiefen Steller wählt. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten folgte löchern befinden, hingewiesen. Zum Schluß gab der Vorsitzende be- Schluß der Versammlung. fannt, daß am Sonntag bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, eine Berfammilung des Verbands stattfindet. fandt worden. Alle diese ebenso dreiften wie plumpen Betrugsversuche find, fotveit bekannt, an der Vorsicht der betroffenen Firmen gescheitert. den bisherigen Erfahrungen aussichtslos. Es sei aber vor ihnen Eine strafrechtliche Verfolgung der Schwindler erscheint nach hiermit ausdrücklich gewarnt. Der Gewaltftreich der Hamburger Eisen- Industriellen. Samburg, 21. Juli, 8,30 abends.( Privatdepesche.) Heute abend wurden abermals 800 Werftarbeiter ausgesperrt. Die Zahl der Ausgesperrten beträgt jetzt insgesamt 3000. London, 21. Juli.( W. T. B.) Lord Roberts telegraphiert aus Bretoria von heute: General Little stieß nahe bei Lindley am 19. d. M., auf die Boerenkommandos unter De Wet, welche Hunters Die Kistenmacher hielten am Freitag bei Stechert eine Ver- Umschließung entschlüpft waren. Das Gefecht dauerte bis zunt fammlung ab, in der über den von der Kommission aufgestellten Einbruch der Dunkelheit, wo der Feind geworfen und in givei Zeile Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Dienstag, Lohntarif beraten wurde. Der Tarif entspricht im allgemeinen, bis zersprengt wurde. Die Verluste Littles sind flein, fünf Boereu ben 7. Juli cr., eine Baudeputierten- Bersammlung bei Schulz, auf einige Abänderungen, dem vom Jahre 1895, der aber von den wurden beerdigt. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. T r. 168. 17. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. Juli 1900. Tokales. gebinnen furzer Zeit zwei Fälle zu behandeln. Ein Mann von etwa mit aller Energie vorgegangen werden, um das Feuer rechtzeitig ab. 35 Jahren, der zu viel getrunken hatte, obwohl übermäßiger Alfohol zuschneiden, damit es nicht auf die angrenzenden Fabrikationsgebände und dadurch nicht nur das ganze FabritDie Parteigenoffen aus dem ersten Berliner Wahlkreis genuß bei dieser Hize besonders gefährlich ist, fiel vor den überspringe machen wir darauf aufmerksam, daß durch die Nachwahl im ersten Rolonnaden in der Königstraße bewußtlos um; eine 50 bis 60 Jahre grundstüd, sondern auch die umliegenden Wohnhäuser machen wir darauf aufmerksam, daß durch die Nachwahl im ersten alte Streichholzhändlerin auf dem Alexanderplaz. Beide wurden fährde. Während nun ztvei Dampfsprißen und mehrere Kommunalwahlbezirt, die durch das Ableben des bisherigen Ver- von der Unfallstation mit einer Droschte nach dem Krankenhaus am Hydranten stundenlang Wasser gaben, wälzten Wehrmänner treters, des Herrn Jordan, notwendig wird, eine Einsicht der jetzt Friedrichshain gebracht und sind noch nicht bekannt. die auf dem Hofe neben dem brennenden Schuppen aufausliegenden Wählerlisten dringend zu empfehlen ist. Die Listen liegen bis zum 30. Juli im Magistratsbureau, Poststr. 16, aus. In der Laube seines Vaters erschoß sich vorgestern der gestapelten gefüllten Fettfässer auf die Straße, trop des erstickenden Für diejenigen, die teine Zeit haben die Listen einzusehen, haben 17 Jahre alte Kaufmannslehrling Otto Gerlach aus der Dunder- Qualms und Gestants. Einige von ihnen sind dabei allerdings hart mitfich folgende Parteifreunde bereit erklärt dies zu übernehmen: straße 18, der Sohn eines Photographen. Der junge Mann lernte genommen, auch haben zwei Mann leichte Verlegungen an den Händen Nörschel, Restaurateur, Jüdenſtr. 35; Dieseleler, Restaurateur, feit zwei Jahren bei Kagelmann in der Köpnickerstr. 72 und ging babongetragen. Gegen 6 Uhr galt die Gefahr als beseitigt, wenn Stralauerstr. 16; Moll, Restaurateur, Klosterstr. 101; Weinacht, von dort am Dienstagabend um 7 Uhr weg, ohne daß etwas vor auch zur vollständigen Ablöschung noch Hydranten in Thätigkeit Restaurateur, Grünftr. 22; Oppel, Kaufmann, Fischerstr. 35, v. II; gefallen war. Borgestern fand man ihn in der Laube des Vaters blieben. Um 1/28 Uhr wurden die Löschzüge durch andre abgelöst, sreuß, Restaurateur, Neue Friedrichstr. 20; Ega, Schuhmacher, Roß auf dem unbebauten Gelände an der Dunderstraße als Leiche wieder. denen die Aufräumungsarbeiten zufallen. Der verursachte Schaden aße 23. Er hatte sich dort mit einem Revolver erschossen. Den Eltern ist ist sehr bedeutend. Die Nachbarschaft, die vielfach Beschwerde über Mann unglücklich liebte. der Beweggrund unbekannt, andre Leute aber wissen, daß der junge die Fabrikanlage wegen des Gestanks und der erhöhten Feuersgefahr führte, will gegen den Wiederaufbau der abgebrannten Fabrikgebäude Einspruch erheben. 23 Jahre alte Dienstmagd Emilie Müller, die in Neu- Weißenfee Vergiftet. Mit Kochgas versuchte sich gestern morgen die Zeugen werden gesucht, die den Vorgang in der Prinzenstraße, in der Rönig- Chauffee 08 bei dem Staufmann Zidel in Stellung Ede der Sebastianstraße während des Straßenbahnerstreits am schaffen und mußte durch die Dienstherrschaft Sie machte sich am Abend auffallend lange zu Sonnabend, den 19. Mai, zwischen 1-2 Uhr mittags genau beobachtet en vorhergehenden Sommerfesten des 6. Kreises bekannt sein dürfte, werden, endlich zu Bett zu gehen. Heute morgen um 4 Uhr fand gesehen haben, werden gebeten, ihre Adresse abzugeben bei August Der Vertrauensmann. Den Genossen und Genoffinnen zur Nachricht, daß der 6. Wahlcis heute, am Sonntag, den 22. Juli, sein Sommerest im Schloß Weißenfee feiert. Bei der Reichhaltigkeit es Programms und dem niedrigen Entree von 20 Bf. ist wohl auf ine rege Beteiligung der Genossen und Genossinnen alles gethan ist.( Siehe Annonce.) Zur Lokallifte. Das Gafthaus von W. Brig in Müggelheim teht der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. zur Verfügung. Die Lokalfommission. Seht die Kommunalwähler- Liften nach! " Ja, wozu denn?! In diesem Jahre giebt es doch feine Kommunalwahlen! Das nächste ital wird doch erst wieder im Jahre 1901 gewählt!" war, zu vergiften. hatte Aus den Nachbarorten. Den Tod im Waffer suchte gestern morgen zwischen 5 und Schwarzer, Barbier, Berlinerstr. 89. Reuterstr. 57 a. 8. Bez. Stangenberg, Cigarrengeschäft, Kottbuser In diesem Jahre finden allerdings für die StadtverordnetenBersammlung teine regelmäßigen Ergänzungswahlen schlagnahmt. ftatt. Die giebt es nur alle zwei Jahre, und die lezten hatten wir erft im Herbst 1899. Aber wie steht es denn mit den außergewöhn6 Uhr der 16 Jahre alte Schlächter Paul Müller, der zulegt als lichen Ersazwahlen, die erforderlich werden, wenn ein Stadt- Sausdiener beschäftigt war. Der Bursche ist der Sohn eines verordneter sein Mandat vor der Zeit niederlegt oder stirbt? Solche Schuhmachermeisters aus der Kochstraße und hat seinen Eltern schon unvorhergesehenen Wahlen kommen alljährlich wiederholt Verdrießlichkeiten bereitet. Ungehörigkeiten, die im Gemehrfach bor. In den letzten 10 Jahren sind nicht weniger als schäft wieder vorgekommen waren, veranlaßten ihn wohl zu dem Inhaber durch Niederlegung oder Tod ausfchieden. Das macht im Landwehrkanal, wurde aber von Schiffern gerettet und nach dem 66 Stadtverordneten- Mandate vorzeitig frei geworden, weil ihre Selbstmordversuch. Er sprang an der Kottbuser Brücke in den Jahre 6-7 Ersazwahlen! Auch die III. Abteilung ist an diesen Strankenhaus am Urban gebracht. 28ahlen wiederholt beteiligt gevesen. Nur zwei Fälle aus der Sie Wendt, Straßmannstraße 18, Quergebäude IV. man sie in der Küche bewußtlos in einer Ede fizen. einem Ende in den Mund genommen und dann den Hahn geöffnet. dent Gashahn den Schlauch gelöst, diesen mit Die Lebensmüde, die mit einem Lückschen Rettungswagen nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht wurde, war schon so schwer Die Parteigenossen von Rigdorf machen wir darauf aufs vergiftet, daß es taum gelingen wird, sie durchzubringen. Da sie merksam, daß die Wählerlisten zur Stadtverordneten- Wahl von heute vor furzem flagte, daß ihr Bräutigam ihr untreu geworden sei, 10 ab in nachstehenden Geschäften zur Einsicht ausliegen: 1. Bez. ist wohl anzunehmen, daß Liebesgram sie zu dem Selbstmordverfuch Herrmann, Eigarrengeschäft, Kirchhofstr. 1. 2. Bez. Bartels, veranlaßt hat. Ein Brief an die Eltern, der mit 10 Pf. für die Restaurant, Schönweiderstr. 9. 3. Bez. Breil, Restaurant, RosenFreimarte auf dem Tische lag, wurde von der Polizei be- straße 24. 4. Bez. Münzer, Restaurant, Steinmeßstraße, Ede LessingStraße. 5. Bez. Martinius, Restaurant, Jägerstr. 5. 6. Bez. 7. Bez. Zybell, Restaurant, Damm 99. 9. Bez. Köpke, Restaurant, Hermannstraße, Ecke Karlsgartenstraße. 10. Bez. Rezerau, Cigarrengeschäft, Hermannstr. 49. 11. Bez. Benner, Cigarrengeschäft, Jägerstr. 42. 12. Bez. Prezler, Restaurant, Ziethenstr. 69. 18. Bez. Fellenberg, Barbier, Bring 16. Bez. Schulze, Restaurant, Bergstr. 81. Wahlberechtigt sind alle Handjerystr. 18. 14. Bez. Wilh. Krüger, Reſtaurant, Steinmetzstraße Ecke Fallstraße. 15. Bez. Schöneberg, Restaurant, Herdaftr. 1. Preußen( Nichtpreußen, die nicht naturalisiert sind, haben fein Wahlsowie diejenigen Personen, welche am 1. Juli d. I. ein Jahr in Nixdorf wohnen und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Wähler, deren Namen nicht in der Liste steht, bitten wir, einem der obengenannten Geschäftsinhaber die nötige Legitimation( Steuerliste beantragen können. Einwendungen gegen die Richtigkeit ber zettel 2c.) zu überweisen, damit diese die Eintragungen in die Wählergifte können nur bis zum 30. ds. Wits. erhoben werden. Wir erdamit am Tage der Wahl jeder Genosse sein Wahlrecht ausüben kann. suchen daher unsere Parteigenossen, diese Frist nicht zu versäumen, Steglit Friedenau. Die Flugblattverbreitung findet nicht legten Zeit, die noch in frischer Erinnerung find, seien hier brüde und in der Stöllnischenstraße. Der 49 Jahre alte Arbeiter" recht), welche am 1. Juli d. J. das 24. Lebensjahr erreicht haben mann. 1912 Dermischtes. erwähnt. Im August 1899 starb unser Genosse Stadtverordneter Jacobey, dessen Mandat noch bis Ende 1901 reichte, aber Theodor Bottle aus der Schivedterstr. 241 beschuldigte um 91/2 11hr nun unerwartet frei wurde. ein Mädchen, ihm 20 M. gestohlen zu haben, beschimpfte und be= In der Ersazwahl, die erst im November zusammen mit den regelmäßigen Ergänzungswahlen drohte es mit dem Revolver. Auf das Hilfegeſchrei des Mädchens vorgenommen wurde, fonnte das Mandat durch die Wahl des kamen zahlreiche Leute herbei gelaufen und schickten sich an, den ge Genoffen Pfannkuch für die Socialdemokratie behauptet werden. Im chimpfend zurüid. Vor dem Hause Köllnischestr. 9 schoß er seinen fährlichen Menschen festzunehmen. Dieser zog sich nun fluchend und Januar 1900 starb der freisinnige Stadtverordneter Langenbucher, Revolver ab. Die Kugel drang durch den Rollvorhang und eine der gleichfalls bis Ende 1901 gewählt war. In der Ersazwahl wurde das Mandat dem Freisinn entrissen und durch die Wahl des 60 Jahre alten Dienstmanns Thiele, traf die Decke und fiel dann Scheibe des Fensters in die im Erdgeschoß gelegene Wohnung des Genossen Wurm für die Socialdemokratie gewonnen. Also noch einmal: Seht die Kommunalwähler- Listen auf den Teppich herab, unmittelbar vor dem Sopha, auf dem die 56 Jahre alte Frau Thiele schlief. Von den Verfolgern jetzt noch nach, oder laßt sie durch andre für Euch nachsehen, wenn es Euch mehr bedrängt, lief Bottke in das schräg gegenüber gelegene Haus heute Sonntag, sondern erst Mittwochabend statt. Der Vertrauens Nr. 12 hinein und gab zunächst einen Schuß auf den Treppenflur Internationaler Kongrek für gefehlichen Arbeiterschuß. zurichten. Mittlerweile war der Echußgmann Grasse vom 1. Polizei hinauf ab. Das Geschoß drang in die Wand ein, ohne Schaden anIn der Zeit vom 25. bis 29. Juli d. J. findet in Paris im Musée revier herangekommen und wollte den Wüterich festnehmen. Potike social auf Veranlassung des Ministers Millerand ein internationaler legte auf ihn an und drückte ab. Die Kugel durchbohrte leber einen bedanerlichen Unfall im Kieler Hafen meldet Kongres für den gesetzlichen Arbeiterschutz statt. Als Vertreter des dem Beamten das rechte Hosenbein, ohne ihn selbst zu ver- den Berl. Tagebl," ein Telegramm folgendes: Das Schulſchiff Berliner Gewerbegerichts sind zu dem Kongreß der Vorsitzende dieses letzten, traf dagegen den Grenadier Urban der 3. Compagnie des" Stoich" überrannte beim Einfegeln in die Föhrde einen dänischen Gerichts Gewerberichter Affeffor v. Schulz, sowie der Vorfigende 3. Garde- Regiments zu Fuß, der dem Beamten zu Hilfe gekommen Schooner; dieser fant sogleich. Die Schulfregatte" Stosch" traf ben des Vereins der Arbeitgeber- Beifizer von Berlin Ingenieur und war und im Augenblick des Schusses dicht hinter ihm stand, in das Dreimastschooner mitschiffs an der Backbordseite beim Passieren des Tiefbau- Unternehmer E. Bernhardt deputiert. Außerdem be- rechte Knie. Aus der Wirtschaft von Feibner, die sich in demselben Friedrichsorter Leuchtthurms und durchschnitt den Schooner vollsuchen von den Arbeitnehmer- Beifizern des Gewerberichts der Former Hause befindet, hatten sich unterdessen mehrere Gäste den Verfolgern ständig. Die beiden Hälften blieben zuerst an dem Kriegsschiff Albin Körsten und der Tischler Karl Koblenzer die Pariser zugefellt. Obgleich diese ihn nicht gerade sanft anfaßten, Teistete hängen und versanken dann nach fünf Minuten. Die Besatzung iſt Ausstellung. Als Vertreter werden sie an dem Arbeiterschutz- Kongreß Bottle noch erheblichen Widerstand und griff auch den Schußmann mit genauer Rot vom„ Stosch" gerettet worden, der dann zum Zweck thätlich au. Erst nachdem der verwundete Grenadier ihm mit einer Reparatur in die Staatswerft eingelaufen ist. seinem Seitengewehr einen Hieb über den Kopf versetzt hatte, wurde er überwältigt und nach der Revierwache in der Unter- Marktpreise von Berlin am 19. Juli 1900 wafferstraße 18 gebracht. Auf dem Weg dorthin versuchte er noch nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. vergeblich, sich loszureißen und vor einen elektrischen Straßenbahn- Weizen, gut D.- Etr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. mittel wagen zu werfen. Da der Säbelhieb eine schwere Verlegung an Rindfleisch, Kente 1 kg do. gering Banch der linken Kopficite zur Folge hatte, so wurde der Festgenommene Jioggen, gut Schweinefleisch von der Revierwache zunächst mit einem Koppschen Rettungswagen mittel als Polizeigefangener nach der Charité gebracht. nicht teilnehmen. Von Herrn Prof. E. v. Bergmann erhalten wir folgende Zuschrift: In der Nummer 164 vom 18. Juli Ihres geschäßten Blattes veröffentlichen Sie eine Notiz über die Frrfahrten eines Lebensgefährlich Verlegten", welche mir Veranlassung gab, so weit das Kreis- Krankenhaus Briz hier in Betracht kommt, nähere Ermittlungen über den beregten Fall anzustellen. Auf Grund der felben bitte ich Sie um gefällige Aufnahme nachstehender Berichtigung: " " mittel Kalbfleisch Hammelfleisch Butter " 11,- 5.1,60 1,10 1,20 1." " " " 1,60 1,10 1,60 1, " gering 1,60 1,10 " " Gerste, gut 15,20 14,80 2,60 1,80 " 14,70 14,30 Cier 60 Sina 3,60 2,20 " gering " 14,20 13,90 Starpfen 1 kg 16,50 15,50 Aale 2,80 1,40 " mittel " 15,40 14,40 Bander " 2,60 1,20 gering 14,30 13,30 " Hechte " 9 2,40 1,20 Richtstroh " 6,16 5,66 Barsche 1,80 0,80 " 7,40 5,20 Schleie " 2,40 1,20 " 40, 25, Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Krebse ver Edjod 20 2,50 70, 30, " Banunfall. Gestern nachmittag stürzte der Stuccateur Heinrich*) Völler auf einem Neubau in der Friedrichstr. 118a von einem etwa 10 Meter hohen Gerüst ab. Der Unglückliche erlitt mehrere Verlegungen und eine schtvere Gehirnerschütterung. Er wurde einem Krankenhaus übergeben. Safer, gut pent Erbsen Es ist nicht richtig, daß der verunglückte Bruno Friedemann durch den Wagen der Unfallstation nach dem Krankenhaus Brig gebracht und dort die Aufnahme des Verlegten verweigert wurde, fondern es war nur bei dem Krankenhauſe telephonisch angefragt worden, ob der Verlegte Aufnahme finden könne, ohne daß auf die Anfrage des Krankenhauses, welcher Art die Verlegung sei, nähere Von ihrem eignen Vater in der grauenvollsten Weise mißAuskunft gegeben werden konnte. Da das Krankenhaus thatsächlich handelt wurde die zehnjährige Martha Berndt aus der Müllerstraße. belegt war, wurde der Bescheid gegeben, daß kein Platz vorhanden Der Vater des kleinen, schwächlichen Mädchens, Arbeiter Friedrich Speijcbohnen fei. Von der Verwaltung des Krankenhauses wird versichert, daß Berndt, war seit Jahren von einem ganz unerklärlichen Haß gegen Linjen wenn der Verlegte nach dem Krankenhause gebracht worden wäre, diese Tochter erfüllt. Als sie ihm nun gestern abend eine Tasse*) ab Bahn und frei Wagen. er auf alle Fälle die erforderliche erste Hilfe gefunden haben würde, Kaffee in den Hof hinabbrachte, erfaßte ihn plöglich eine solche Wut, Produktenmarkt vom 21. Juli. Sente stand der Getreidemarft unter bei dieser schweren Verlegung aber würde selbst bei leber- daß er wie beseffen auf das arme Wesen mit den Fäusten einhieb, dem stimulierenden Einfluß der durchschnittlich höheren Preismeldungen ans füllung des Krankenhauses eine Abweisung niemals stattgefunden einen Holapantoffel ergriff und mit diesem ihm die ganze Zahnreihe Nordamerika. Dazu kamen einige Kaufordres für Roggen aus der Proving, haben. auf der linken Gesichtshälfte einschlug. Fremde Personen entrissen welche die Unternehmungslust der Plaßspekulation einigermaßen anregion. Es mag hierbei bemerkt sein, daß wenn der menschenfreundliche ihm das Kind. Der rohe Patron ist schon einmal wegen Mißhandlung Sehr fest lag namentlich der Frühmartt, an welchem Brotgetreide über Fragesteller fofort die Centrale der Rettungsgesell des Kindes gerichtlich bestraft. fchaft, Amt III, 1960 angerufen hätte, von dort aus sowohl ein Transportwagen als auch die erforderliche ärztliche Hilfe und Aufnahme in einem Krankenhause unbedingt und in kürzester Frist vermittelt worden wäre. 1 W. beffer gezahlt wurde. Der Mittagsmarkt nahm einen ruhigen Ver lauf, die Preise für Lieferungen zeigten anfänglich) nur unwesentliche Gr Feuerbericht. Bei einer Spiritus- Explosion verletzt wurde höhungen, bewegten sich jedoch dauernd in steigender Richtung und schlossen Sonnabend Nachmittag die unverehlichte J Pech öl, die Schenken- für Weizen etwa 1 M., für Goggen 0,75 W. über gestrigem Niveau. Neuer dorfstraße 1 wohnt. Sie beging die Unvorsichtigkeit, Spiritus auf Roggen war wieder in vorzüglichster Qualität und Farbe, lieferbar in einen Kocher nachzugießen, während die Flamme noch nicht erloschen nächster Woche. Dagegen flagen märkische Landwirte über unbefriedigende Völlig aufgeklärt ist jetzt endlich ein Leichenfund, den die war. Hierbei explodierte die Flasche und fezte das Bett und die Schnittresultate. Dieselben sollen sich an einigen Stellen auf Inapp 60 Bro;. der eigentlichen Ertragsfähigkeit der betretenden Flächen belaufen. Dies: hiesige Kriminalpolizei auf Grund einer anonymen Anzeige be- Möbel in Brand. Glücklicherweise eilte der Flurnachbar Schröer auf jähriger Roggen stellte sich heute auf ca. 147 W. Parität Berlin. Der fchäftigte. Vor drei Wochen wurde, wie seiner Zeit gemeldet, die die Hilferufe der Dame herbei, zog dieſe aus dem brennenden Zimmer Preis erschien den Nehmern anfänglich zu hoch und wurde um ctwa 3 M. Leiche der 25jährigen Kellnerin Elife Zoller aufgefunden, an welcher und machte sich dann im Verein mit anderen Hausbewohnern an unterboten, später jedoch bewilligt. In Stettin ist bereits gestern neuer das Löschen. Die alarmierte Feuerwehr fand dann wenig zu thun. Die Roggen gehandelt und mit 13 M. bezahlt worden. In Futterartikeln war der Stopf gänzlich fehlte. Dieser wurde erſt 4 Tage später im affer Wohnungsinhaberin hat starte Brandwunden davongetragen. Vor- nur unbedeutendes Geschäft. Rüböl notierte um eine Kleinigkeit feſter. treibend entdeckt. Die 3. war von dem Führer eines Schleppdampfers her mußte Annenstraße Ecke Schäferstraße ein Preßkohlenbrand ab= Städtischer Schlachtvichmarkt. Berlin, 21. Juli 1900. Amt: von Berlin aus mitgenommen worden, hatte auf dem Dampfer gelöscht werden, der durch Selbstentzündung entstanden war. Kleine licher Bericht der Diretion. Wirtschaftsdienste verrichtet und war dann in der Nähe von Brände waren in der vorhergehenden Nacht Walstraße 26 und Zimmer- 1887 Kälber, 16 794 Edjafe, 9284 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Stopenid angeblich von demselben verschivunden. Der Obduktionsbefund hatte zwar ergeben, daß die Zoller nicht ertrunken ftraße 82 zu beseitigen. war, Zum Verkauf standen: 3945 Rinder, Bulten: oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mart( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht ob jedoch die zahlreichen Verlegungen am Körper dem Von einem großen Schadenfeuer wurde gestern früh die wertes, höchstens 7 Jahre alt 62-66, b) junge fleischige, nicht aus Mädchen durch dritte Personen beigebrecht waren, fonnte Seifenfabrit von Rengert, Elsasserstr. 91 heimgesucht. Das unmittel- gemäftete und ältere ausgemästete 57-61; c) mäßig genährte junge und gut natürlich nicht mehr festgestellt werden. Wie die von der bar am Rosenthaler Thor belegene Grundstück dehnt sich bis zur genährte ältere 50-53; d) gering genährte jeden Alters 46-48. a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 57-62; b) mäßig genährte jüngere hiesigen Kriminalpolizei nunmehr zu Ende geführten Ermittelungen Linienstraße aus und zwar steht das Wohnhaus Linienſtr. 81, während und gut genährte ältere 53-56; c) gering genährte 42-50. Färfen und ergeben haben, ist an der 3. ein strafbares Verbrechen nicht verübt die Fabrikations- und Lagerräume an der Elsasserstraße liegen. Ein Küße: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; worden. Die auf dem hiesigen Polizeipräsidium stattgehabten Verlanger einstöckiger Holzbau eine alte Baracke im wahren Sinn b) volfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren nehmungen des Kapitäns und des sonstigen Dampferpersonals haben des Wortes lehnt sich an das fünfstödige Nachbargebäude Nr. 92 52-53; c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere ergeben, daß die Boller beim Wasserschöpfen über Bord gestürzt ist. an und diente durchweg Lagerzwecken. Der darunter befindliche, nur ühe und Färien 50-51; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-48; Kälber: a) feinste Masts Der Unfall war fofort, bemerkt worden, und Rettungsversuche wurden durch Bohlenbelag abgedeckte Seller enthielt das Kohlenlager, während e) gering genährte Kühe und Färsen 40-43.unternommen. Der Körper des Mädchens wurde jedoch unter den in vier gesonderten Abteilungen des Schuppens Fässer mit fälber( Vollmilchmast) und beste Saugfälber 63-65, b) mittlere Mastfälber und gute Saugfälber 58-60, c) geringe Saugfälber 40-40, d) ältere, gering Dampfer getrieben und die Bemühungen der Bemanning, die Leiche Fett, Säde mit Startoffelmehl, fertige Seife, Säuren u. a. genährte( Fresser) 00-00. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast der Verunglückten zu bergen, waren infolge dessen vergeblich. Aller- lagerte. Hier fam gestern früh das Feuer angeblich durch Selbst- Hammel 64-67, b) ältere Masthammel 58-62, e) mäßig genährte dings hatte der Kapitän es verabsäumt, der Vorschrift entsprechend, entzündung zum Ausbruch. Wenige Minuten später schlugen gewaltige Hammel und Schafe( Merzschafe) 53-57, d) Solſteiner Niederungsden Unglücksfall sofort zu melden. Flammen bis über Dachhöhe des angrenzenden fünfstödigen Hauses schase( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren bis zu 1 Jahren 47-48, Eines Sittlichkeitsvergehens wegen wurde vorgestern der empor, so daß die anstürmende Feuerwehr unterwegs glaubte, es Raffen und deren Kreuzungen im Alter Die angetroffene b) Stäfer 00-00, c) fleischige 44-46, d) gering entwickelte 40-43, 18 jährige Arbeiter Lemke in Haft genommen. Der junge Mensch ist Situation war tritisch. Schon brannten die Laufbretter auf dem e) Sun 40-42. mit einem Dachstuhlbrand zu thun zu haben. beschuldigt, sich in mehreren Fällen an der 7 jährigen Tochter eines Dach des hohen Nebenhauses, weshalb hier schleunigst eingegriffen ab, es bleibt nicht unerheblicher Ueberstand. Der Kälberhandel gestaltete fich Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte sich langsam Arbeitskollegen, in dessen Familie er verkehrte, vergangen zu haben. wurde, um das Dach zu schützen. Ein fürchterlicher, von den ganz gedrückt und schleppend, es wird nicht ausverkauft. Bei den Schafen Vom Hitzschlag wurden vorgestern wieder mehrere Personen brennenden Fettmassen erzeugter Gestant verpestete die ganze Um- war der Geschäftsgang ruhig, vom Magervieh bleibt etwa die Hälfte des getroffen. Die Unfallstation X in der Alten Schüßenstraße hatte gegend und erschwerte das Vordringen der Wehr und doch mußteuftriebs unverkauft. Der Schwe inemarkt verlief ruhig und wurde geräumt Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Nedaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 22. Jult. Opernhaus. Geschlofient. Schauspielhaus. Geschlossen. Urania Zoologischer Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Neues Cvern Theater( ron). Tagl. Sternwarte. Geschlossen. Leijing. Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Diontag: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS Reſidenz. Die Dame von Maxim. PANOPTICUM Anfang 7 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Neues. Die Wahrsagerin. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Westen. Der Vogelhändler. Anfang 712 116r.! Montag: Der Obersteiger. Schiller. Carmen. Anfang 71/2 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Der Freischütz. Montag: Martha. Central. Berlin nach Elf. Anfang $ 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Sulamith. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Carl Weiß. Die Anna- Life. Anfang 8 hr. Montag: Die Camelien- Dame. Belle Alliance. Doppelgänger. Aus dem Paradiese. Im Garten: Specialitäten Vorstellung Konzert. Anfang 6 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. # und Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Specialitäten Vorstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 lthr. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Waffage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. 1xanid. Invalidenstr. 57/62. Läglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 1hr( im Theateriaal):„ Eine Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almrausch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 10% Uhr: Théâtre variété. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pf. Reichhaltigste Ausstellung Wanderung durch die Pariser der Welt an lebenden Seetieren, Weltausstellung". Reptilien etc. Schiller Theater Apollo- Theater. ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: bei halben Preisen: .v.Weber. Der Freischütz. Romant.Oper in 42ft. v. C. W.v.Weber. Sonntag, abends 72 Uhr: Carmen. Oper in 4 Aften von Georges Bizet. Montag, abends 7½ 15: Gastspiel Heinrich Bötel. Martha oder: Der Markt zu Richmond. Zum 164. Male: Venus auf Erden. Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Bernhard Mörbitz. Messters neue Aufnahmen: Unsre Marine Dienstag, abends 7 thr: auf dem Wege nach China. Der Waffenschmied. Thalia- Theater. Heute und folgende Tage: Kasseneröffnung 6 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Gaitspiel der Orientalischen W. Noacks Theater. Operetten- Gesellschaft. Sulamith. Alttestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Theater- u. Garten Heute Sonntag 50 Pf. Entree: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Von 4 Uhr Triple- Konzert. nachm.: Kapellen des Elisabeth G.- Gr.Regts., I. Feld Artillerie- Regts. und in der Waldschänke": Berliner Bläser- Corps. Sanssouci Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners: tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners: tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Vereinsbillets nnd Passepartouts Gültigkeit. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küftriner Platz. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 Pf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Giftree 10 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrjiz Nachzahl. 10 Pf. Hermann Jibs, Direktor. Feldschlößchen 3ng: Fritz Nagel, Müllerstraße Nr. 142. Täglich: Konzert. Theater: und Specialitäten Vorstellung. SE Entrée frei. Sonntags: Gr. Extra- Vorstellung und Ball. Entree 20 Pf. Prater- Theater. Kastanien Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volts: ftüd mit Gefang und Tanz in 3 Atten von Hugo Schulz, Musif von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballett: meisterin Frl. Döring. Auftreten der Ercentric Chansonnette Molly Verch, d. Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am 3 fachen Red, Miß Pico, Trapez fünstlerin, Fred und Max, Chinesen, The Greenwood, Pantomime:„ Die mufifalische Schmiede". Konzert. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr, Eintritt 30 Pf. Num. Blas 50 Pf. Kalbo. Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr., Eingang auch Landsb. Chauffee. Jeden Sonntag: Gr.Frei- Konzert. Schloss Weissensee. Heute, Sonntag, den 22. Juli 1900: Grosses Volks- Fest arrangiert vom VI. Berliner Wahlkreis. ? and Früh, mittags und abends: Instrumental- Konzert wasgeführt von 2 stark besetzten Musik- Kapellen unter Leitung der Dirigenten Herren Behnfeld und Tietz. Massen Gesänge von ca. 500 Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes( 24 Vereine) unter Leitung des Bundes- Dirigenten Herrn R. Blobel. Von 4 Uhr nachmittags: In beiden Sälen: Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Von 4 Uhr nachmittags bis abends: Vorstellung e. Puppen- u. e. Kasperle- Theaters. Auf der Wiese neben dem Bal champêtre Kinder Belustigungen aller Art. Wettrennen, Topfschlagen etc etc. Im herrlich gelegenen See- Theater Auftreten sämtlicher Specialitäten bei freiem Entree 5 Uhr nachmittags: Reigenfahren ausgeführt von Mitgliedern des ArbeiterRadfahrer- Vereins„ Berlin". 7 Uhr abends: Auftreten verschiedener Athleten 1. Ranges, 10 Uhr abends: Gr. Brillant- Wasser- Feuerwerk und bengalische Beleuchtung der Statue der Freiheitsgöttin. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2-6 Uhr zur Verfügung. 413 a Liter 60 Pfennig, 2 Liter 30 Pfennig. Die Samariter- Kolonne hat neben dem Bal champêtre ein eignes Verbandszelt errichtet und ist zu allen ärztlichen Hilfeleistungen bereit. id de Für hinreichende Fahrverbindung nach allen Teilen Berlins ist Sorge getragen. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr. Wir bitten die Festteilnehmer, sich beim Verlassen des Lokals eine 1001 Kontermarke geben zu lassen, da nach dem Coupieren das alte Billet 220/ 7* seine Gültigkeit verliert. Das Komitee. Um zahlreichen Besuch bittet Billet 20 Pfennig. Arbeiter- Schwimmerbund. Am Sonntag, den 22. Juli, nachmittags 4 Uhr, im Etablissement ,, NeuSeeland"( Wwe. Schonert) in Stralau: Gr. Schwimm- Fest. Programm: 1. Erstschwimmen. 2. Knabenschwimmen. 3. Juniorspringen. 4. Mehrkampf. 5. Jugendschwimmen. 6. Seniorspringen, 7. Rückenschwimmen. 8. Juniorschwimmen. 9. Schwimmen älterer Herren. 10. Jugendspringen. 11. Seniorschwimmen. 12. Riegen- Aufführungen. 13. Vereinsschwimmen. 14. Humoristisches. droll 0081 ounc Grosses Konzert. idisip Auftreten von Specialitäten I. Ranges. Grosses Land- und Wasser- Feuerwerk. Im grossen Saal: TANZ. [ 268/ 16*] Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr an zur Verfügung. Der Festausschuss. Eintritt 25 Pfg. la Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umgeg. 28193362 214 Sonntag, den 29. Juli, vormittags 11 Uhr, adipis im Saale der Aktienbrauerei Friedrichshain Probe zum Sänger- Fest. 1. Bundeshymne, 2. Bruderlied, 3. Saat und Ernte, 4. Sehnsucht, 5. Arbeiters Vaterlandslied, 6. Freiheit, 7. Frühlings- Erwachen. Die Vereine werden ersucht, obige Lieder in ihren Nebungsstunden durchzunehmen. Die Vereine find Specialitäten- Vorstellung Nene verdeckte Hallen, 2000 Perf., verpflichtet, zur Probe pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Das Radel- Madel Zelte für 1000 Personen Central Theater ober: Puffschnutchen. bieten Schuß gegen Sonne it. Regen. Bosse mit Gesang in einem Att Sensationeller Lacherfolg!! von Braune. Musik von Berlin nach Elf. Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Anfang 8 Uhr. Die sensationellen Schlager! Eisenbalın Quartett! Cordula! Anfzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Auna- Life, des alten Dessauers Jugendliebe. Schauspiel in 5 Aften von H. Herja). Anfang 72 Uhr. Montag: Die Cameliendame. Ju Borbereit.: Die Boger in China. Zu Garten: Theater, Konzert tele. Der Herzverführer. Operette in 1 Ait von Gly. Must Saal: von Holländer. Tanzkränzchen. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99 Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Rünstler I. Ranges. Jur renovierten Saale: Großer Anjang 4 Uhr. Ball. Lehmann. und Specialitäten. Anfang 4 Uhr Deutsche Konzerthallen Montag: Kinderfreudenfeit. Metropol- Theater. Spandauer Brücke 3. Einzig in fenter Art. Ohnejede Kcnturrenz Billigste Familien Unterhaltung Wochent. abends 6 Uhr fretes Entree. Der Zauberer am Nil.affen- Konzerte. Ausstattungs Operette Mumien- Ballett Juli- Specialitäten- Programm. Anf.& Uhr. Stauchen überall gestattet. Reichshallen. Täglich): Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 1hr Gutree 50 Pfennig. Borvertauf 40 Bi Italien. Janitidaren: Bande Rocco Tyroler Alpenfänger Michel Höpp Rumänisches, Orchester valer. Cestreichische Damenkapelle Sangard. Theater Abteilung. Abends 7 1hr Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. 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Dr Karl Liebknecht über:" Bur Naturgeschichte des Stretfbrechers" Die Bibliothek ist wieder geöffnet und werden die Mit5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten. 240/13 glieder zur regen Bennzung derselben aufgefordert. Achtung, Klavierarbeiter! do Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. NB. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich ber: Gottfr. Schuls.** Admiralstr. 40a, Kottbuser Plas, W. Börner. Ritterstraße 15, Martin Mescha. Adalbertstr. 24( Eing. Engel- Ufer); Emil Götte Brandenburgstraße 18; A. Flick, Simeonstr. 23; Ernst Lier, Alte Jakobstraße 119; Franz Krüger, Naunynstr. 54. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Schweizer- Garten. für den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: Oeffentliche Versammlung Am Friedrichshain. am Mittwoch, den 25. Juli, abends 8 Uhr. bei Ballschmieder, Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Vorstellung, BaBaðſtr. 16. Clown Tanti" Familie Patty- Frank smit seinen dressterten ( 6 Pers.) Parterre: und Luft: Atrobaten. Hombert und Renardo, Ponnys, Affen und Hunden. musikalische Excentrics. Catrini- Ballett. Eugen Milardo. Ella Bertini, 7 Damen. Moderne Karikatur Jeden Abend 10 Uhr: Die Volks- Beluftigungen luftigen Weiber von Berlin" Anfang 4 10 ausgeführt bom Theater- Ensemble( 20 Personen). aller Art. infama& refp. Entree 30 Big. 5 Uhr. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Louis Kellers Festsale. Koppenstraße 29. Meine neu renovierten Säle sind noch einige Sonnabende und Sonnlage an große Geſellſchaften zu vergeben. 1550652 Hochachtungsvoll Louis Keller, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: mas m wollen die Deutschen in China. Referent Reichstags: Abgeordneter Arthur Stadthagen. 248/1 Der Vorstand. J. A.: M. Kiesel. Die nächste Vorstandssigung findet am Dienstag, den 24. Juli, um 9 Uhr, bei Krause statt. Achtung! Sämtliche der brunn& Co., Steibelit. Mechanischen Klavierfabrik von Hellniedergelegt. haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit 8uzug fernhalten. nego- Te Die Ortsverwaltung. Achtung, Parkettbodenleger! Dienstag, den 24. Juli, abends 8 1hr. im Gewerkschaftshause", Engel- Ufer 15: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Werkstatt Kontrollkommissions: Mitgliedes und Waht dreier Revisoren sowie Ausgabe des neuen Tarifs. 2. Verschiedenes. Die Kollegen der Firma Ende werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Gleichzeitig wollen die Vertrauensleute mit den Santmel listen abrechnen. Die Kommission. Bäcker! Achtung! Deutsch. Metallarbeiter- Verband Dienstag, den 24. Juli, nachmittags 3 Uhr in Niefts Festsälen( Jnhaber G. Brochnow), Weberstr. 17 Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Nichteinhaltung der Vereinbarungen des Einigungs( Verwaltungsstelle Berlin). Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Ferusprecher: Amt VII, 353. Dienstag, 24. Juli, abends 81/2, im Dresdener Garten. Dresdenerstr. 45 Versammlung amts durch die Meisterschaft und die Stellung der Innungs der Gold- und Silber- Arbeiter und Berufsgen. vorſtände hierzu. Referent Stollege Hetzschold. 2. Kandidaten der Gold- und S Tages Ordnung: Aufstellung eines Beisitzers zum Gewerbegericht. 3. Wahl der Lohntommission und Beschlußfassung über das Maßregelungs- Regulativ. 4. Die 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Rosenow über:„ Die Maßregelung in der vormals Böbelschen Brotfabrit. 5. Verschiedenes. Kuligefahr und die deutschen Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Verbandss Die Streiftarten find mitzubringen! ( 114/11) Die Ortsverwaltung. Gangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Verein deutscher Schuhmacher. 2017b Die Lohnkommission. J. A.: Karl Hezschold. Adtung! Centralverband deutscher Brauer tung! n. verw. Berufsgenossen( Sektion der Hilfsarbeiter). Sonntag, den 22. Juli 1900, nachmittags 2 Uhr, in Kellers Festsälen( großer Saal), Koppenstr. 29 Große öffentliche Versammlung Mittwoch, den 25. Juli 1900, abends 81% Uhr bet Pohl, Rosenthalerstraße 12 General- Verlammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäfts: u. Kassenbericht v 2. Quartal. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, sich recht zahlreich an dieser Versammlung zu beteiligen. 170/7 Die Ortsverwaltung, aller im Brauereibetriebe beschäftigten Hilfsarbeiter, als da find: Hof- und Kellerarbeiter, Stalllente, Faß- und Flaschenkutscher und Mitfahrer, Maschiniften, Heizer, Schloffer, Achtung! Flaschenkellerarbeiter und alle sonstigen Hilfearbeiter. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Lohnfommission über die Verhandlung mit den Ringbrauereien. 2. Distuffion. 3. Die Wahl des Gauvorstands. 4. Auf stellung eines Kandidaten und Ersay- Kandidaten als Beisiger zum Gewerbe gericht. 5. Berschiedenes. 41/3 Es wird allen Kollegen zur Pflicht gemacht, zu dieser Versammlung bollzählig und pünktlich zu erscheinen, da unsere Intereffen voll und ganz gewahrt werden müssen. Jedes Mitglied, welches an der Wahl des Gauvorstands teil: nimmt, hat sein Mitgliedsbuch zur Legitimation mitzubringen. Der Vorstand. Wedding- Park Gewerkschaftskartell für Berlin u. Umg. Müllerstrasse 178. Am Wedding- Platz. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert ausgeführt von der 48692* Saustapelle unter Leitung des Musifdirigenten Herrn Koch. Im 3. Großer Ball. 7 verdedte Sommer- Kegelbahnen, von denen noch einige zu vergeben sind. Bolksbeluftigungen aller Art.- Kaffeeküche täglich nachmittags von 3-6 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag und Sonnabend Auftreten der Original- Norddeutschen Sänger. Am Donnerstag, den 21. Juni, erstes großes Kinderfest. W. Trapp. Cohns Festsäle, fammlungen. Empfehle meine Säle zu Ver Beuthstrasse 19/20. Oftober noch einige Sonnabende Hasenheide 108-114. September und ( 48909* und Sonntage frei. Neue Welt. Täglich: Hasenheide 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karussells, Marionettentheater zc. täglich geöffnet. Alles Nähere durch die Tagesauschläge an den Säulen. [ 48842* A. Fröhlich. Saal mit kompletter Bühne, Müllerstr. 7. Am Wedding- u. Gustav Milbrodt. Am Weddingplatz. Sonnabende frei unter coulanten Bedingungen. Wo hin? platz. nach 50418* [ 51499 Westend- Charlottenburg sp Dienstag, den 24. Juli, abends 82 Uhr nigw 1990 bet Schulz, Grenadierftr. 33 Oeffentliche Versammlung der Delegierten. Tages: Ordnung: 1. Der Streit der Fliesenleger. 192. Antrag des Ausschusses. 3. Wahl eines Revisors. Motel 300/2 10 Der Ausschuss. Putzer. Achtung! Mittwoch, den 25. Juli, abends 62 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Baudeputierten- Sihung der Pußer Berlins u. der Vororte. Der hochwichtigen Tagesordnung halber ist es notwendig, daß jeder Bau durch einen Deputierten vertreten ist. [ 134/13 Adtung! Fliesenleger! Achtung! Montag, den 23. Juli, abends 8 Uhr bet Schnlz, Grenadierstr. 33 56/13 Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die Kommission. A- 20 Unfer Streik. Steinarbeiter! Dienstag, den 24. Juli, abends 8 Uhr. im Englischen Garten, Alexanderstr. 27: Deutsch. Metallarbeiter- Verband effentliche Versammlung. Verwaltungsstelle Berlin. 40 Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Sonntag, den 22. Juli, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 15: Versammlung der Heizungs-, Gas- und Wasserrohrleger und helfer. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitations- Kommission. 2. Beratung und Beschluß fassung über den von der Kommission ausgearbeiteten Lohntartf. 3. Borschlag von Kandidaten als Gewerbegerichtsbeisiger. 4. Berbanbs angelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist notwendig. Die regelmäßigen zwanglofen Busammenfünfte finden jeden ersten Sonntag im Monat in folgenden Lokalen statt: vormittags 10 Uhr bei Diete. Aderstr. 123; Albert Beder, Blumenstr. 49; Martin, Naunynftr. 86; nachmittags 2 Uhr bei Quandt, Bergmannstr. 74a. 081 Donnerstag, den 26. Juli, abends 8% thr: Versammlung der Metallschleifer im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Die Mikstände in den Schleifereien und was thun wir zur Beseitigung? Referent: Otto Naether. 2. Distuffion. 3. Wahl eines Branchenvertreters und einer Agitations: Kommiffion. 4. Verbandsangelegenheiten. 114/ 10* Am Sonntag, den 12. und 19. August, vormittags 9 Uhr, finden für unfre Mitglieder in der Urania", Taubenstraße, Projektionsvorträge " Hoffmann's Volks- Garten.ber Die Bariser Weltausstellung" statt. Billets zum Preiſe von Jeden Sonntag: Gr. Frei- Konzert. Inh. Restaurant Alt- Landsberg, A. Diez, Landsberger Allee 76/77, vis- a- vis der Ringbahnstation. Elektrische Bahnverbingungen nach allen Stadtgegenden.[ 49239* Groker schattiger Garten, ca. 2000 ispläge. geben Großes Frei- Konzert und Großer Ball Sonntag: im neu er: bauten Saal. 2 Kegelbahnen, Staffeeküche sowie Voltsbeluftigungen aller Art. Treptow. Restaurant Karpfenteich, an der Köpenider Landstraße. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Ju Saale Tanz.(*) Lossow. 50 Bf. infl. Garderobe find bei den Kassierern sowie im Bureau, EngelUfer 15, erhältlich. Die Ortsverwaltung. 15Charlottenburg. Sonntag, den 22. Juli cr., nachm, 1 1hr, im Lokale des Genoffen Beyer( Gambrinus- Brauerei), Wallstr. 94: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2. Abrechnung vom Sommerfest. 3. Unfer weiteres Verhalten zu unsten fernstehenden Kollegen. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 172/19 binti Der Vertranensmann. Tapezierer! Dienstag, den 24. Juli, abends 82 Uhr: Mitglieder- Versammlungen. Filiale Süden: Filiale Norden: Markgrafenſtr. 83 bei Lorenz. Brunnenstr. 188 bei Nümann. Tagesordnung beider Filialen: Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 1. Quartalsabrechnung. 2. Diskussion über die Reorganisation des Verbandes in Berlin. 3. Verschiedenes. Die Verbandsleitung. 00.001-00.8 FÜR JEDEN TISCH! FÜR JEDE KUCHE! des Verbands der Fabrik-, Land-, Hilfs- operatio arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands HO Zahlstelle Charlottenburg). Tages Ordnung: 1. Die Lohnbewegung der Arbeiter der Firma F. Zimmermann& Sohn. 2. Distuision. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen von der Firma F. Zimmermann n. Sohn ist es, in dieser so wichtigen Versammlung zu erscheinen. 64/8 Die Ortsverwaltung. TUN PUR b8 vbns12 FUR JEDEN TISCH Magal Würzen d. Suppen ensieM Bouillen& Saucen Wanige Tropfen genügen. 2leistet die grössten Dienste zur Herstellung schmackhafter Suppen, Saucen und Gemüse. burd HusDie stal glueli Baer Sohn Aktien- Brauerei Hohen- Schönhausen Fabrikation und Mass- Anfertigung guter Herren- und Knaben- Bekleidung. Chausseestr. 24a u. 25. 11. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 20. Besonders vorteilhafte Angebote: Sommer- Joppen für Herren Loden- Joppen für Herren Sommer- Hosen 3,-, 2,25, Mk. 75. für Herren Sommer- Anzüge Reise- Anzüge. Feste, billigste Preise. für Herren in englischen Mustern Piqué- Westen 90 Pig. 2 MK. 25 1M 5 Mk. 75 alua!! 15 Mk. 2 Mk.25 6 Mk. 5 MK. 18 MK. 50 Pfg. 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Donnerstagvormittags teine Sprechstunde.( 3973L Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Prog. Alb. B. aus Wilhelms: haven schreibt: NachBeendigung meiner Kur teile ich Ihnen hier: mit bestens dankend mit, daß ich über den Erfolg derselben hoch erfreut bin. O. P. schreibt aus Blumen: thal. Was Sie mir verordnet haben, ist sehr gut. 8 Tage, später: Bringe hierdurch meinen wärnsten Dant und werde ich nicht vergessen, wenn irgend Menschen Rat u. Hilfe brauchen, Ihnen anzuempfehlen. V. W. aus Triebenbach fchreibt: Werde es mir zur Aufgabe machen, Ihre vorzügliche Heilmethode jedem ähnlich Leidenden aufs beste zu emt: pfehlen. M.K. aus Blasewik schreibt u.a. nach 10tägiger Behandlung: Wenn Sie, hochverehrter Herr Schulze, den Bericht meines ersten Briefes mit diesem ver gleichen, werden Sie finden, welche ausgezeichnete Wir tung Ihre Kur hat. Chr. J. aus Grohn schreibt: Ich spreche Ihnen meinen Dant aus für Ihre Hilfe. Ihre Mittel find von heilsamer Wirkung. M. B. aus Dresden schreibt nach 9 tägiger Behandlung: Habe die Kur nach Ihrer Vor schrift gemacht; da seit 3 Tagen nichts mehr zu spüren ist, so nehme ich an, daß die Kur ge= holfen hat. E. W. aus Hannover schreibt: Schließlich, geehrter Herr Schulze, sage ich Ihnen für das an mir Geleistete meinen verbindlichen Dant; man fängt wieder an, Mut zu bekommen und Mensch zu werden. C. K. aus Dresden schreibt nach 14 tägiger Behandlung: Hierdurch teile ich Ihnen er gebenst mit, daß mich Ihre Kur bedeutend gebessert hat. Fr. Schuster aus Dresden schreibt u. a.: Sage Ihnen für das mir Gesandte meinen besten Dank, hat dies doch wunderbar gewirkt. 5. B. aus Weißensee schreibt: Sage Ihnen für die schnelle Hilfe meinen verbind: lichsten Dant und bin jetzt vollständig geheilt. Original einzu fchen. [ 49622] Größtes Lager aller Arten Uhren und Goldwaren, fowie Hochzeits1. Paten Geschenke in Silber u. Alfenide von den einfachsten bis zit den elegantesten. 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Abteilung des Schöffengerichts wegen unterstügungen. Wo der ortsübliche Taglohn 3 W. beträgt, beträgt also Zum Rowdytum auf der Straße lieferte eine Verhandlung, Körperverlegung zu verantworten. Der Angeklagte hat die Aufsicht der höchste Sat 1,80 m; wo er 2,70 Mt. beträgt, 1,62 M. täglich. A.? Potsdam. Die Entlassung war eine rechtmäßige, eine Klage auf E. W. J. Sie brauchen sich die gestern vor der sechsten Ferienstraffammer des Langerichts über die Anlagen auf dem Andreasplaß. Hunde und Kinder be- Entschädigung müßte abgewiesen werden. stattfand, einen bemerkenswerten Beitrag. Der Kaufmann Sachse reiten ihm häufig dadurch Aerger, daß sie über die Einfriedigungen teinen Anwalt zu nehmen. Sie haben sich nach Ihrer Darlegung nicht war in einer Maiennacht gegen 12 Uhr im Begriff, seine Braut springen und den Rasen betreten. Der Angeklagte führte im ftraffällig gemacht. Anklage wird nicht erhoben werden, eventuell sprechen nach Hause zu bringen. In der Neanderstraße ließ er seine Monat Mai, als der Verkehr auf dem Andreasplak ein besonders Sie später mit der Anklageschrift in der juristischen Sprechstunde vor. Braut einige Augenblicke allein, als er sich wieder näherte, be- lebhafter war, stets ein Nohrstöckchen bei sich. Als er eines Tages G. in Reiche. Leider wäre ein Klageweg nach den Bestimmungen der 3. S. Sie thun am besten, vor der merkte er, daß sie von zwei Herren wie sich später herausstellte einen sechsjährigen Knaben erwischte, der sich unnük benahm, ließ Befinde- Ordnung aussichtslos. R. 33/34. die Schneider Ernst Kinzer und Karl Starcke belästigt wurde. er den Rohrstock weiblich auf dessen Rücken tanzen. Die Mutter Heirat einen Ehevertrag notariell oder gerichtlich zu schließen. Selbstverständlich können Sie Bestrafung wegen Beleidigung verlangen. Sachie erklärte turz: Die Dame ist meine Braut, lassen Sie sie in führte den Gezüchtigten zum Arzt, der verschiedene blaue Striemen unterbreiten Sie den Sachverhalt mit dem Antrage auf Bestrafung Ruhe!" Damit führte er fie am Arm weiter. Die beiden Schneider fefſiſtellte. Ihrem Strafantrag wurde Folge gegeben. Dem Un- schriftlich Lehnt diese öffentliche Anklage der Staatsanwaltschaft. 2. D. 12/13. Ja. folgten dem Paar auf dem Fuße, die unflätigsten Schimpfworte geklagten wollte es durchaus nicht einleuchten, daß ihm als städtischen ab, so fönnen Sie Privatflage erheben. und Deohungen ausstoßend. Eachse zog vor, davon keine Noliz zuufseher nicht das Recht zustehen solle, einen ungezogenen Kuaben Stargarderstrake. Bei Bwangsverkauf( Subhastation) ist Kündigung vor 1. Freihändiger Verkauf ändert in dem Miets zu züchtigen. Der Vorsitzende belehrte ihn, daß ihm ein Büchtigungs- verhältnis nichts. 2. Sie brauchen erst um 12 Uhz recht keineswegs zustehe und daß der Gerichtshof eine besondere Ablauf des alten Vertrags zulässig. Milde habe walten lassen, indem nur auf eine Geldstrafe von 15 M. mittags des 2. Oktober geräumt haben, müssen aber 1 Zimmer bereits ant Rudolstadt. Ist aut ersten dem Neu- Anziehenden zur Verfügung stellen. erkannt worden sei. dieser Stelle bereits ausführlich beantwortet: Beides gilt als zulässig. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Wölfel. Wir verweisen Sie auf den Juferatenteil. tal 23. 45." Chemnizer Boltsstimme", Uferstr. 14. nehmen, da er befürchtete, sonst mißhandelt zu werden. Es wurde ihm Hilfe durch einen ihm begegnenden fremden Herrn, der ihm im Vorübergehen die Worte zuraunte:" Gehen Sie ruhig weiter!" und dann der Gruppe in einiger Entfernung folgte, bis ein Schußmann angetroffen wurde. Nun wurde die Sistierung der beiden Störenfriede bewirkt. Auf der Wache begingen die Sistierten etwas Schändliches. Sie drehten den Spieß um und gaben zu Protokoll, daß die junge Dame fie angesprochen und sich wie eine Dirne benommen habe. Dies Benehmen hatte das Schöffengericht für so gemein gehalten, daß es trotz der bisherigen Unbescholtenheit der beiden Angetlagten nur eine Freiheitsstrafe am Blaze hielt. Kinzer wurde zu zwei, Starde zu drei Wochen Gefängnis verB. K. 77. Der Antrag auf unterstüßung der Familien: urteilt. Mit ihrer Berufungseinlegung hatten die Angeklagten angehörigen zu Friedensübungen eingezogener Mann einen entschiedenen Mißerfolg. Der Staatsanwalt ließ durchschaften ist bei der Gemeindebehörde des Orts zu erheben, an dem blicken, daß er in Erwägung ziehen würde, ob gegen die Angeklagten der Einberufene zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhnlichen Aufenthalts: nicht wegen wissentlich falscher Auschuldigung vorgegangen werden ort hatte. Es genügt etwa folgendes Schreiben: An den Magiftrat( Ge tönne. Im übrigen sei es zu bedauern, daß nicht auch seitens der meindevorstand) von Ich bin( war) vom bis..: zu einer Reserve: Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt worden sei, denn das Straf-( Landwehr) Uebung eingezogen. Ich beanspruche für meine Familie die ihr Meine Familie besteht aus meiner Frau und maß sei viel zu niedrig. Es sei ja bald gefährlich, mit einer Dame zustehende Unterſtügung. Kindern. Die Kinder sind geboren: Hedwig ant August am... ufw. bei Nachtzeit über die Straße zu gehen. Der Borsigende Landgerichts-( Datum, Name, Wohnung.) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht spätestens rat Telle, ging noch schärfer mit den Angeklagten ins Gericht und binnen vier Wochen nach Beendigung der Nebung erhoben wird. Die sprach gleichfalls sein Bedauern aus, daß die Strafe nicht erhöht unterstützung beträgt für die Ehefrau 30 Broz, für jedes Kind unter werden könne. Die Berufung wurde verworfen. 15 Jahren 10 Broz.( insgesamt aber für die ganze Familie höchstens 60 Proz. Todes Anzeige. Centralverein der deutschen Former. Am 18. Juli ertraut beim Baden unser Mitglied Klemens Schäfer. Derfelbe hinterläßt eine Frau mit drei Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. Juli, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Sebastian: Kirchhofs, Dalldorfer Chauffee, hinter dem Hedwigs- Kirchhof aus statt. Ebre seinem Andenken. Verband der Ban-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Bahlstelle Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Ferdinand Sedler am 19. d. M. nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag: nachmittag 4 Uhr von der Leichen halle des Gethsemane- Kirchhofs in Nieder- Schönhausen aus statt. Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. Ein Opfer unires Berufs wurde am 19. d. M. unser Kollege und langjähriges Mitglied Leopold Danderski, indem er durch einen Fehltritt von der obersten Etage des Neubaues Rigdorf, Berlinerstraße 73, abstürzte und auf der Steffe tot liegen blieb. Die Beerdigung findet heute nach mittag 5 1hr von der reichenhalle des neuen Michael Kirchhofs in Mariendorf aus statt. = Es wird ersucht, daß jeder Bau burch 1 oder 2 Stollegen bei der Be erdigung vertreten ist. 42/13 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Yerband. Todes- Anzeige. ist Nachruf. Am 16. d. M. vorm. ertrant beim Baden der Bildhauergehilfe Rudolf Schwarz aus Berlin, tief betrauert von seinen Meister und den Kollegen. Joh. Werrner und Frau, 2015b Möbelfabrik Culmsce. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege Paul Mirring am 19. Juli, morgens 9 Uhr, sanft entschlafen ist. ( 20306 Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Juli, nachmittags 4 Uhr, in Lübbenau( Spreewald) ſtalt. ses svars und KreditVereins Der Vorstand Spar: ,, Glück auf! Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann Paul Mirring am 19. Juli, morgens 9 Uhr, fanft entschlafen ist. [ 2029b Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Juli, nachmittags 4 Uhr, in Lübbenau( Spreewald) statt. Die trauernde Witwe Martha Mirring, geb. Pfitzner. 48482* Berlins Specialhans größtes Teppiche Salongröße a 5, 8, 10-300 m. Stets Gelegenheitskäufe in Teppich., Gardinen, Bortieren, Möbelstoffen, Tischdecken 2c. ca. 450 Abbil Bracht- Katalog Sungen, gratis und franco. Ernst Höflichs " ,, Schwarzer Adler" Konzert- Garten und Specialitäten Theater. Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Jeden Gr. Konzert und Specialitäten- Borstellung. Sonntag: Im Königssaal: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Jeden Mittwoch: Frei- Konzert. Im Königsfaal: Ball. 48832 Drei verdeckte Regelbahnen. Volts: und Kinderbeluftigungen aller Art. Den verehrt. Vereinen halte meine Säle und Vereins: zimmer bestens empfohlen. Ernst Höflich. Vereinsbrauerei- Ausschank, Rixdorf, Hermannstr. 214-219. Mittwoch, den 25. Jutt 1900. Erstes großes Erntefest verbunden mit großem Garten- Konzert. Großer Gala- Umzug der Schuitter und Schnitterinnen. Ansprache des Amtmanns. Dann div. Spiele, Bonbonregen, Kirschenverteilung, Luftballon: steigen, Fackelpolonaise, Feuerwerk usw. Nachher: Verlosung von reizenden Sachen. 1. Hauptgewinn: eine goldene Damenuhr. 2. Haupt: gewinn: eine Standuhr. Die Verlosung geschieht unter meiner Kontrolle Entree: Erwachsene 10 Pf., Kinder 15 Pf., wofür jedes Kind ftreng reell. 1 Stocklaterne oder 1 Müge oder 1 Schärpe gratis erhält.[ 51482* Die Kaffeeküche ist geöffnet. Kirchhofsbesucher haben freien Eintritt. Witterungsübersicht vom 21. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke 766 765 SSO Swinembe 766 NO Hamburg Berlin Frautf./M. 765 O Mindhen Wien Wetter 2wolfen! Temp. n. G. Stallonen 22 Haparanda 3 wolfent 24 Petersburg 1heiter 25 ort 2 heiter 769 Still Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C.= 4° R. 763 2 23 Aberbeen 769 NO 767 Still 3 bedeckt 17 3wvolfig -wolfent 23 12 -hlb. bed. 22 Baris 767 Still woltent 20 Wetter. 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W., nachut. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zionsfirchhofs ( Nieder- Schönhausen) aus statt. Der Vorstand. 272/15 Deutscher Buchbinderverband. Den Mitgliedern die traurige Nach richt, daß unser Kollege, der Buchbinder Eduard Ruppert am Freitag nachm. um 4 Uhr nach schwerem Leiben entschlafen ist. 24/13 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag nachm. 5 Uhr vom Trauerhause Michaeltirdir. 12 nach Wilhelmsberg statt. Um rege Beteiligung der Mitglieder bittet Die Ortsverwaltung. Teppich Oranienstr. 158. Specialhaus 慢 十 Ungeziefer aller Art, als Wanzen, Schwaben, Flöhe, Fliegen, Ameisen, Mäuse 2c. vertilgt man absolut sicher u. schnell durch Noas unerreichte Specialmittel u. umsonst erhalten Sie ausführl. Gebrauchs anweisung. Preis pro 2 Port. 50 Pf., Port 1.-M., gr. 1.75 48782 u. 3,- M. Max Noa, Berlin N., Meinickendorferstr. 48. Bersand in Berlin frei Haus. Laabs Elsasserstr. 39. Behandl aller Hant, Harn und Blasenleiden ohne schädliche Mittel u. Gifte. Sprechst.: 9-2. 6-9. 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