Nr. 169. 3 Abonnements-Bedingungen: abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Poft- Zeitungs. Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Dte Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Indien, China und das Erwachen Asiens. Von H. Hyndman. Dienstag, den 24. Juli 1900. $ " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Eine solche Armut hat die Welt noch nicht gekannt. Solch den Spaniern, als sie auf der Höhe ihrer Macht standen, jemals verübt worden. Einen solchen Ruin hat nicht einmal Timur, der Tartar, und nicht Dschinschisthan bewirkt. Vor drei Jahren wütete in Britisch- Indien eine große Hungers. not. Ich sage: eine große Hungersnot. Denn Hungersnot bringt niederträchtige Erpressungen sind weder von den Römern, noch von heutzutage ein jedes Jahr in Britisch Indien. Nur wenn Millionen betroffen betroffen werden, kümmert die Regierung sich darum, und teilt es dem Publikum mit. Hungersnot ist Wohl niemals in der Weltgeschichte hat es einen merkwürdigeren in Britisch- Indien die Regel, nicht eine Aus Dies sind teine rhetorischen Phrasen, teine Redefiguren. Es und zu gleicher Zeit gefährlicheren Zeitabschnitt gegeben, als den, in nahme Aber die Hungersnot, die gegenwärtig wütet und im ist die buchstäbliche Wahrheit über die britische Art, in Judien zu welchen wir jetzt eintreten. Europa, Asien, Afrika, Amerika find alle Moment, wo ich dies schreibe, die gräßlichsten Verheerungen an- regieren, wie sie heute besteht. mit ihren Lebensintereffen an dem großen Ringen beteiligt, und richtet, ist die furchtbarste Heimsuchung dieser Art, von der das viel- Und das ist die Art der Civilisation, welche Europa, so wie was in einem Winkel der Erde geschicht, kann die internationalen geprüfte Indien jemals in seiner langen Glanz- und Leidensgeschichte es durch seine Regierungen vertreten ist, einem Land von über Beziehungen der Staaten auf unserm ganzen Planeten ernsthaft betroffen worden ist. Lord Curzon, der Bicelönig von Indien, 400 Millionen Menschen auferlegen will, das Tausende von Jahren beeinflussen. In einer solchen Zeit ist die Lage eines Reichs wie ein großer Engländer", der sehr stolz ist, einer der größten"( förper- des Gedeihens und des Kulturbestands hinter sich hat. Ich hoffe, daß Großbritannien, das in seinen Grenzen nicht weniger als lich) seiner Rasse zu sein, erklärt ein über das andre Mal, daß keine der europäischen Mächte Erfolg habe. Die Chinesen haben ein Fünftel der bewohubaren Erdoberfläche und die Ausdehnung der Hungersnot ohne Beispiel"( unprecedended) utrecht in ihrer Methode, sie haben aber recht in ihrer Politik des ein Viertel ihrer Gesamtbevölkerung umfaßt, dessen ist und die durch sie erzeugte Not und Misere ohne Gleichen" Widerstands. Vor vielen Jahren, lange ehe China zur brennenden Handel fich auf jeden Hafen der Erde erstreckt und dessen Flagge( unparallelled). Wir dürfen dieses Urteil von maßgebendster Stelle, Frage wurde, die es heute ist, schickte ich an Li und zwei andre in allen Gewässern weht nicht bloß für dieses Reich selbst dieses höchste amtliche Zeugnis, gewiß als richtig ansehen. chinesische Vicekönige meine Schriften über Indien und warnte sie sondern auch für alle übrigen Nationen von der größten Wichtigkeit. Die Zahlen unterstügen das Zeugnis des Vicekönigs. Nahezu vor dem Schicksal, das ihren Landsleuten drohe, wenn diese den Was die andern Nationen heute erstreben, das hat 100 000 000- geschrieben: hundert Millionen Menschen plündernden Europäern erlauben würden, ihre gewohnten Praktiken Großbritannien bereits erreicht. Jenes System der find gegenwärtig in Britisch Indien dem Mangel an durch Ansiedelung auf den chinesischen Boden zu übertragen. Handelssuprematie und der Kolonialherrschaft, das von leitenden Nahrungsmitteln oder positiver hungersnot Wie die Einführung der kapitalistischen Methoden des gesetzlichent Persönlichkeiten in Deutschland, Frankreich, Rußland, Amerika als ausgefeßt. Weit über sech& Milliontent find Raubs und der Neichtums- Entziehung im Großen für China ebenso die denkbar ruhm und vorteilhafteste Politik gepriesen wird, ist für in den Regierungs Werten zur Unterstützung" verderblich werden muß, wie es für Indien gewesen ist, so wird sie uns Engländer nichts Neues wir genießen es seit Generationen.( Government relief works), wo die Unterstützung so jämmerlich und auf der andren Seite auch den Völkeru Europas auf die Es würde leicht sein, den Nachweis zu führen, daß die Masse spärlich ist und den Leuten solch elende Gristenzbedingungen geboten Dauer keine andren Vorteile bringen, als die, welche die systematische des Bolts daheim von dieser Politit nur wenig, wenu werden, daß keine auständige Nation sie anbieten würde, außer aufs Ausbeutung Indiens den Arbeitern Englands gebracht hat. überhaupt irgendwelchen Nugen gehabt hat; noch leichter Aeußerste getrieben, unter dem Zwang eiserner Notwendigkeit. Die Und da ist noch eins zu bemerken: unsre Civil- und Militärbeamten ist unglücklicherweise der Nachweis, daß der größte und von Cholera, Hand in Hand mit der schwarzen Hungerpest", und Staufleute, die sich ins Privatleben zurückgezogen haben, nach. Natur reichste Landbesig, der jemals unter der Kontrolle der fast ausschließlich die Armen zum Opfer fallen, entvölfern dem sie in Indien ihr Plünderungswert gethan, stellen sich eines Reichs gewesen ist: Indien, von unsrer Herrschaft weite Landstrecken. Fast noch schlimmer für die Bebauung faft ausnahmslos auf die Seite der reaktionären und nicht nur teinen Rugen gehabt hat, sondern durch die grenzen des Bodens ist, daß das Bugvich massenhaft weg militaristischen Partei, und die Regierung sorgt dafür, daß Tose absucht und den unerträglichen Verwaltungsstirbt, so daß die Pflüge nicht mehr bespannt werden nur die gefärbten, verlogenen Berichte dieser Leute über die Zu druck des„ weißen Manns" vielleicht auf mehr als tönnen. Ohne das Vieh ist thatsächlich keine Landwirtschaft stände in Indien verbreitet werden und Kurs bekommen. ein Jahrhundert hinaus zu Grunde gerichtet mehr möglich. Und in manchen Distrikten sind nach den letzten würde selbstverständlich geschehen, wenn die Ausraubung Chinas ge worden ist. Hierauf nochmals die öffentliche Aufmerk- Berichten von 1 500 000 Stüd Vieh 1000 000, das ist awei länge. China verficht also in diesem Augenblick die famkeit zu lenken, ist im gegenwärtigen Augenblick um so Drittel, durch die Seuche weggerafft. Das ist keine bloke Hungers- Suche der Arbeiter Europas, indem es sich der notwendiger, als wenn es nicht, was ich trotz der entsetzlichen not mehr, daß ist der wirtschaftliche Zusammenbruch 3erreißung und Aufteilung seines Gebiets durch Borgänge in Peking und anderswo bon Herzen wünsche, den( economical cataclysm). 8 graut einem, wenn man an die Folgen die vereinigten Heerhaufen des europäischen Chinesen gelingt, die Uebergriffe der europäischen Mächte beuft. Und um das Maß des Unheils noch über und übervoll zu Rapitalismus widerseyt. zurüdzuweisen alle Glieder des europäischen Konzerts" dazu machen, wird allen Anzeichen nach der Regenfall in diesem Noch ein Wort. Die Erfolge der Chinesen in ihrem Verteidigungsschreiten werden, auf einzelne Teile Chinas dieselben Jahr ungenügend sein. fampf werden in ganz Asien empfunden. Und wenn Methoden kapitalistischer Blutsaugerei anzuwenden, welche das Unter solchen Umständen scheint es unglaublich, ist aber buchstäbe die Chinesen auch schließlich erliegen sollten, so wird die Wirkung arme Judien in jenes grauenhafte, fast hoffnungslose Elend gestürzt lich wahr, daß die britische Regierung in diesem Jahr grauen- deffen, was sie schon gethan haben und noch thun fo haben, das zu beklagen und mildern zu wollen unsre herrschenden haften beispiellofen" Glends aus dem verhungernden, von Seuchen abscheulich es uns erscheinen mag- doch bestehen bleiben. Stlassen in ihrer heuchlerischen Frechheit sich und uns vorlügen. dezimirten Indien für die oberen und reichenklassen Großbritanniens teine Indien ist am Vorabend einer furchtbaren ökonomischen Katastrophe. Kein Wunder, daß der Chinese die Fremden haßt; kein Wunder, geringere Summe als 16 Millionen Pfund Sterling. Ist es wahrscheinlich, daß das Volt dort geduldig auf ewige Zeiten daß die Chinesen sich zu Millionen zusammenthun, um zu verb. 5. 320 Millionen Mart Golb, allein auf amtlichem forthungern und sich mißhandeln lassen wird, während die Aushindern, daß diese fremden Ausbeuter mit ihren erbärmlichen Wege zieht. Es geschieht dies in Gestalt von Pensionen, Heim sicht ihm winkt, daß ein allgemeiner Aufstand, unter ( wretched) Missionären des Mammou ihnen das Ausgaben, Interessen, Dividenden usw. Diesen riesigen Summen ftigt von den eingeborenen Staaten und in letzter Instanz von nämliche Schicksal bereiten, das sie 250 Millionen Menschen in find hinzuzufügen von den Handelsprofiten abgesehen-ußland in einer Sturmflut unfre ungerechte barbarische Fremdeinem benachbarten Teile Aftens bereitet haben. die Privat Wechsel und die sonstigen von Engländerit bezogenen herrschaft für inmer wegfegen fönnte? Ich glaube nicht. Als ein Kein Wunder, wie vor Jahren einer der gebildetsten und geistig Summen, die sich auf 12 Millionen Pfund Sterling jähr- englischer Bürger, der das Studium unsres Regiments in Hindostan Höchststehenden der lebenden Chinesen dem General Grant und lich(= 240 Millionen Mart) belaufen. Das ist ein Aderlaß von sich zur besonderen Aufgabe gestellt hat, würde ich es weit lieber sehen, Herrn Russell Young gesagt hat kein Wunder, daß die 28 millionen Pfd. Sterl. in Gold für das Jahr, das heißt ein vollständiger Wechsel unsrer Politik und eine friedliche Umgestal Chinesen ihr eignes Land selber zu entwickeln suchen. Er fügte von fünfhundertsechzig Millionen Mart. Und nun tung unsres Regierungssystems träte ein und führte Indien mit allen hinzu: Die Sitten, Gewohnheiten und leber- überlege man, was das in einem solchen Jahre der Hungersnot be- Stulturerrungenschaften der Neuzeit, das ruhmvolle und weise Regiment lieferungen Tausender von Jahren lassen sich fagen will. Ha me des Heiden" Akbar zurüd. Indes, dies ist wohl kaum zu hoffen. llud besser als unsre jezige Herrschaft über Indien, die Hungersnot, Seuchen, Armut und Tod erzeugt, wäre das spreche ich offen aus- das Erwachen Asiens und das Ende unsrer unheilvollen kapitalistischen snech. tung und Ausbeutung Hindostan 3. London, den 21. Juli 1900. " " nicht in zwei oder drei Generationen ändern, Doch ja, wir senden ja nach Indien 300 000 Bfd. Sterl. als und wir halten es nicht für ratsam, fie gewaltsam zu Almosen, man dente sechs Millionen Mart! Das wiegt sicher ändern." In dieser Beziehung unterscheiden sich die Chinesen von lich die 28 000 000 pfd. Sterl. oder 560 000 000 Mart, die wir von den Japanern; aber auch die Japaner haben den Fremden keine dort geschäftsmäßig beziehen, reichlich auf. O diese schmähliche „ Einflußsphären" eingeräumt, in denen sie ihre Blut- Heuchelei! egel Politit nach Herzensluft betreiben können. Doch nehmen wir mun Indien, um an seinem Beispiel zu zeigen, was das direkte europäische Regiment, so wie die Deutschen in Riautschou, die Russen in der Mandschurei, die Franzosen in Tontin und Cochinchina und wie die Engländer in Kanton und Weihaiwvei planen, ür die Chinesen bedeuten würde. China. die Truppen aus Tientsin heranslocken? Dasselbe Das ist aber nicht alles. In Indien selbst find 28 000 Engländer, die in Form von Lohn und Gehalt nicht weniger als 15 000 000 Bfd. Sterl oder 300 Millionen Mart das Jahr beziehen, wobei feiner unter 1000 Silber- Rupien das Jahr erhält. Die Gingeborenen sind von den höheren Stellen so gut wie aus. geschlossen. Die Stellen, die sie früher, noch unter der muhamedanischen Man muß der schlauen chinesischen Diplomatie zugestehen, daß Wir Engländer find seit mehr als einem Jahrhundert die Herrschaft bekleideten, werden jetzt alle von jungen Engländern eins fie es versteht, die ganze Welt an der Nase herumzuführen. Sie hat Herrschende Macht in Indien und durch Raub und Ränte haben genommen, die insgesamt nach dem amerikanischen Ausdrud ,, carpet zuerst die Meldungen von dem Gemezel in Beling verbreitet, sie läßt es fich jetzt angelegen fein, jene Nachrichten zu widerrufen. wir unsre Herrschaft fortwährend ausgedehnt, bis wir jetzt baggers" b. i. handwerksmäßige Geschäftspolititer find. die ganze hidostanische Halbinsel mit Ceylon direkt oder indirett Ich sagte soeben, was wir jährlich aus Indien herausnehmen. Wollte man damals, in dem man die Schauergeschichten ausstreute, unter unfre Botmäßigkeit gebracht haben. In runden Ziffern Wohlan die Summe ist gewaltig. Und das jedes Jahr. In den enthält das von uns beherrschte Gebiet zwei hundert legten zwanzig Jahren haben wir, nach sorgfältiger Berechnung, fünfzig Millionen Menschen, nebst außerdem etwa 500 millionen Pfund Sterling dem Lande geraubt ohne sechzig Millionen in den tributpflichtigen Eingebornen Staaten. Kommerzielles Equivalent. Fünfhundert Millionen Pfund Sterling Wenn unfre Herrschaft wohlthätig gewesen wäre, dann müßten die das sind zehntausend Millionen Mart- anderthalb 250 Millionen unter unsrer Herrschaft die glücklichsten Menschen von mal so viel als der Betrag der französischen Kriegs. der Welt sein. Wir haben ihnen den Frieden bewahrt, wir haben entschädigung! die Sutti( Wittvenverbrennung), den Kindermord, das Thugtum So wird Indien bis zur Weißblutung" ausgeraubt, so ( den Mordkultus), die antliche Beamten- Expreffung und andre Miß wird die Hungersnot planmäßig durch die herrschenden Selaffen gebräuche abgeschafft, haben Eisenbahnen und Kanäle gebaut, Posten und schaffen, damit sie für die Familien ihr Pfund Fleisch" bekommen. Telegraphen errichtet, und englische Gerichtshöfe überall in dem Das ausgemergelte Land wird immer ärmer und ärmter gemacht ungcheuren Reich eingesetzt. Gleichheit der Religionen ist ver- durch ein Vorgehen, das nicht seinesgleichen hat in der Geschichte der kündet, die Macht der eingeborenen Fürsten heilsam beschränkt und Menschheit. Erreicht ist von den Cinesen das eine, daß niemand mehr über die Vorgänge in Beting sich flar ist. Bereits glaubt man, daß die Fremden wirklich noch leben und sich in chinesischer Obhut als Geifeln befinden. Aber wenn dem so wäre, welches Juteresse hätten die Chinesen daran, die Wahrheit zu verschweigen und den Mächten durch Kundgebungen Ser Gesandten selbst zu beweisen, daß diese am Leben sind? So lange solche direkten Lebenszeichen, an deren Echtheit und deren Datierung fein Zweifel ist, fehlen, so lange wird man nicht allzu Auch von deutscher Seite ist jezt große Hoffnung hegen dürfen. das Erfuchen an die chinesischen Behörden gerichtet worden, eine Kundgebung aus der deutschen Gesandtschaft zu vermitteln. wird den Erfolg dieser" Probe" abwarten müssen. * Die Vorgänge in Peking. Man Breßfreiheit, innerhalb gewisser, neuerdings enger gezogener Unfre Finanzmethoden find so schlecht, wie sie nur sein tönnen. Schranken gewährleistet. Das find die Lichtpunkte, auf Unfer System, die Landsteuer zu erheben, ist das schlechteste, welche in England und im Ausland die Aufmerksamkeit das überhaupt jemals existiert hat. Die„ Agence Havas" meldet aus Tschifu vom 21. Juli: Ein geflissentlich konzentriert wird. Und ich habe num ein volles Wir zwingen thatsächlich die Eingebornen, die Laudabgaben in Telegramm des Gouverneurs Juan- schi- kai vom 20. Juli abends Bierteljahrhundert lang erfolglos gefämpft, um dem Ruin barem Geld zu zahlen, che noch die Ernte eingebracht ist. besagt, er erfahre in bestimmter Form aus Beling, daß alle Geentgegen zu wirken, den uufre Politik unter dieser gleißenden Außen- Dadurch überliefern wir sie den Klanen der Geldverleiher, fandte wohlbehalten seien, daß keine Strankheit unter ihnen heersche seite von scheinbarem Wohlstand und gutem Regiment hervor denen unsre Gerichtshöfe in ganz Indien unfehlbar Recht und daß die rechtmäßigen chinesischen Behörden Maßregeln treffent, um sie zu retten und zu beschützen. gerufen hat. geben. Wir erhöhen die Steuerstufen des zu Grunde geJetzt endlich ist der ökonomische Zusammenbruch da, richteten Landes in einem solchen Maße, daß die Eingeborenen den ich so lange boransgesagt habe; niemand kann ihn mehr leugnen nicht allein nicht im stande sind, sich etwas für schlechte Jahre zu und die Folgen des Zusammenbruchs werden furchtbare sein für erübrigen, sondern sogar unfähig, nur soviel aus dem Lande herausIndien und für England. zuziehen, um sich in guten Jahren halb satt zu essen. Die Londoner chinesische Gesandtschaft hat dem Auswärtigen Amt eine Botschaft übermittelt, derzufolge alle Gesandten außer dem Freiherrn von Stetteler wohlbehalten seien. Das Telegramm besagt, daß die Gesandten noch am Leben seien und unter dem Schuße der Regierung ständen Die Depesche trägt tein Datum. Tientsin. Eine Depesche des Admirals Seymour besagt, die Chinesen hätten Tientsin und seine Umgebung vollständig geräumt. Der Befehlshaber der japanischen Truppen in Tientsin meldet vom 17. Juli: Die Boyertruppen sind aus der Nähe von Tientsin völlig verschwunden, es steht nur noch eine kleine chinesische Truppen abteilung in Jangun, 15 Meilen nördlich von Tientsin. Die Verwaltung von Tientsin wird durch ein internationales Komitee provisorisch ausgeübt, das aus dem japanischen Oberstlieutenant Aoki, dem englischen Oberstlieutenant Bower und dem russischen Obersten Wogad besteht. Russische Nachrichten aus Tientsin vom 15. Juli besagen: In der Nacht vom 13. auf 14. d. M., nach unsern bedeutenden Erfolgen, verließen die Chinesen das Fort und die Befestigungen von Impani und flohen nach Norden in der Richtung auf Pefing. Impani fiel in die Hände der Russen. Das Fort wurde jedoch, da eine Explosion befürchtet wurde, nicht besetzt. Die chinesische Stadt ist nun in Händen der Verbündeten und hat Unterwürfigkeit und Gehorsam versprochen. Der Vicekönig ist wahrscheinlich nach Einnahme der Stadtwälle geflüchtet. 1 Von einem nenen Zusammenstoß berichtet eine andre russische Meldung: Bei Tientsin rekognoszierende Chinesen wurden von Japanern und Kosaten geschlagen, wobei acht Japaner getötet, ein Sofake verivundet wurde. Viele Chinesen wurden gefangen ge= nommen. Nach Mitteilung des Chefs des deutschen Kreuzer geschwaders aus Taku vom 20. d. M. ist die deutsche Besatzung von Tientsin auf 300 Mann unter dem Kommando des Kapitänlieutenant Weniger reduziert. Käpitän v. Usedom, dessen, Verhalten von englischen und russischen Befehlshabern gleichmäßig worden. haben wir Befehl gegeben, die Individuen, welche dieses Ver- Man sieht die Bankrotteure der Weltpolitik entwickeln brechen begangen hatten, zu ergreifen und zu bestrafen. Jedoch jezt den Wagemut von Leuten, die nichts mehr zu verlieren hatten die fremden Mächte im Glauben, daß bei dem bestehenden haben, und die alles auf eine Karte sezen. Konflikt zwischen unsren christlichen christlichen und nicht christlichen Die Köln. 8tg." verlangt die sofortige Bewilligung der Unterthanen unfre Regierung die Bewegung gegen die Christen Auslandsschiffe, deren Notwendigkeit durch die„ glänzenden unterstützt hätte, die Forts von Tatu angegriffen und besest. So entstanden Feindseligkeiten. Die Lage Thatsachen" so nennt das Blatt die Katastrophe in China und die Beziehungen zu den Mächten sind immer verwvidelter ge- bewiesen seien. Diese Forderung setzt die sofortige Berufung ge- bes Steichstags voraus. Man befrage nur den Reichstag und Der Westen und Often stehen fich feindlich gegenüber. dann das Volk über die glänzenden Thatsachen der WeltEnerer Majestät und unsre Staaten find die einzigen, welche politik! den Osten aufrecht erhalten. Nicht bloß auf China richten sich die lüsternen Blicke der Mächte, Ins Zuchthaus mit den Hamburger Arbeitgebern! um ihre Pläne zur Geltung zu bringen, Wie bekannt, haben die Hamburger Werftbesitzer über sondern falls China nicht im stande ist, seine Stellung zu behaupten, so befürchten wir, daß auch für Euerer Majestät Reich 3000 ihrer Arbeiter ausgesperrt, weil einige hundert die Lage unhaltbarer werden wird. Die Interessen der Nieter unter Ausmuzung der momentan äußerst günstigen beiden Reiche sind eng miteinander verbunden Geschäftskonjunktur in den Ausstand eingetreten waren, um und wir hoffen daher, das Eure Majestät die Angelegenheit eine geringfügige Lohnforderung durchzudrücken, die ihren untergeordneter Bedeutung in diesem Moment übersehen möchten Lohn auf die Höhe des den Nietern der andern Hamburger Werften und mit uns gemeinschaftliche Sache machen, um unsere bereits gezahlten Lohns bringen sollte. Da selbstverständlich die gleichartigen Interessen zu beschützen. China ist in diesem Moment so vollständig durch seine militärischen Operationen in in Arbeit stehenden Nieter sich weigerten, Streifarbeit zu verrichten, Anspruch genommen, um den Aufstand zu bewältigen, daß es nicht griff das Hamburger Prozentum in der es auszeichnenden im stande ist, der von außen drohenden Gefahr die Spige zu bieten und Brutalität dazu, Tausende und Abertausende undie Verwidlungen mit den Mächten zu einem erfolgreichen Ende zu beteiligter Werftarbeiter aufs Straßenr Werftarbeiter aufs Straßenführen. Wir sind daher darauf angewiesen, auf die Unterstügung des- pflaster zu werfen. Durch diese Maßregel sollten die jenigen Landes zu rechnen, welches, wie unser Reich, einen Streiffassen der Arbeiter leer gepumpt und die Hungernden geTeil von Asien bildet. Unter diesen Umständen richten zwungen werden, um Pardon zu bitten. Dies Vorgehen wir diese Botschaft an Enere Majestät in einem absolut offenen erregte nicht nur die Entrüstung der gesammten Arbeiterschaft, und vertrauensvollen Geiste und bitten wir, Euere Majestät möge gelobt wird, ist mit den übrigen Leuten frisch und bei guter Gesund- solche Schritte anordnen, als für gut befunden werden, unter sondern auch bürgerliche Blätter, z. B. die" Bossische Zeitung", Euerer Majestäts mächtiger Führung Frieden und Ordnung wieder- sahen sich gezwungen, einen derartigen Grad terroristischen Unternehmerübermuts als etwas sehr Bedauerliches zu beherzustellen. heit an Bord zurückgekehrt. Der Vormarsch auf Peking da ist nach einer amerikanischen Meldung für Mitte August in Aussicht genommen. Der Sekretär des Kriegs Root telegraphierte dem Oberst lieutenant des neunten, amerikanischen Regiments in Tienisin, er folle, wenn es möglich sei, einen allgemeinen Vormarsch der Verbündeten auf Beting veranlassen. Li- Hung- Tichang ist in Shanghai eingetroffen. Die Konsuln beschlossen, ihm einen amtlichen Besuch nicht abzustatten. Das wird der Bismarck des Ostens zu ertragen wissen. Begeisterung für den Kaiser von China. Die„ Times" melden aus Hongkong: Hier wurde der 30. Ges burtstag des Kaisers von China von der chinesischen Kolonie der Staufleute mit größerer Begeisterung begangen als gewöhnlich. In Hongkong herrscht Unruhe wegen der Möglichkeit einer Erhebung in Kanton. = Die Bewegung des Aufstands. Bei Wei hai wet kam es zu zwei Zusammenstößen zwischen den Engländern und den Chinesen. Den Engländern gelang es, nachdem sie aus der Festung verstärkt worden waren, die Chinesen nach hartnädigem ampfe zu schlagen, wobei sie 200 Gewehre erbeuteten. Der französische Konsul in Tschungking meldete unter dem 18. Juli telegraphisch: In der Provinz Sze tichwan wurde die Ruhe nicht gestört; doch sind in den ländlichen Bezirken im Nordwesten der Provinz einige christliche Niederlassungen zerstört worden. Der deutsche Konsul in Swatau meldet vom 21. Juli: Sämtliche deutsche Missionare sind aus dem Jnnerit hier eingetroffen und in Sicherheit. Die Lage der Russen in der Mandschurei bleibt schwierig. Die Nachrichten sind sehr zahlreich, aber die strenge Ausübung der russischen Censur mindert ihre Zuverlässigkeit. bom Am 7. Tag des 6. Monats im 26. Jahre Kwvangsu ( 3. Juli 1900.) zeichnen. Dieser Ausdruck der Entrüstung wird indes weit übertrumpft durch eine fulminante Auslassung, der wir heute im Berliner Organ Krupps begegnen. Während die Arbeiterpresse sich mit der moralischen Brandmarkung der Hamburger Terroristen und mit dem Appell an das Solidaritätsgefühl des in seiner Gesamtheit brüstierten Proletariates begnügte, richten die Berliner Neuesten Nachrichten" einen flammenden Appell an die Gesezgeber. Nichts Geringeres als die Wenn Eurer Majestät Regierung aber ernstlich die In- Schärfe des§ 8 der seligen Zuchthausvorlage sollte gegen furrektion zu bekämpfen sich entschlossen hat und die Bejene Kapitalistenprozen angewendet werden, die in ihrem stierfreiung der Gesandten ins Werk jetzt, würde die Lage fich nackigen Uebermut sogar das Staatswohl in seinen Grundvesten verhältnismäßig günstiger gestalten. Die Unterdrüdung zu erschüttern die Stirn haben. Wissen die Hamburger Unterdes Aufstands und die Nettung der fremden Vertreter ist eine Der Mikado antwortete am 18. Juli, wie bereits bekannt, ablehnend. Es heißt in der Antwort: " Die Handlungen der Insurgenten verlegen auf das empfind lichste das völkerrechtliche Princip, daß diplomatische Agenten mit höchster Achtung zu behandeln und ihre Personen unverletzlich sind. Eine Beleidigung eines diplomatischen Vertreters ist ein Verstoß gegen das Wölferrecht. Kaum nötig ist es, darauf hinzuweisen, wie schwer das Verbrechen des Gesandtenmords ist. Pflicht, welche Eure Majestät ebensowohl gegenüber Ihrem eignen nehmer doch durch die frivole Aussperrung Tausende von, Reich wie in Bezug auf die Mächte der Welt zu erfüllen haben Arbeitern, die arbeitswillig sind, an der Fertigstellung und dieses sollte sobald als möglich geschehen. Seit dem letzten jener Transportdampfer zu hindern, deren Reich zum Transport seiner„ ostMonat haben die Mächte starke Streiffräfte nach Tientsin gelandet das und hat Japan es für nötig gehalten, ebenfalls seine Truppen zu asiatischen Division" so dringend benötigt! entfenden. Der Zweck dieser militärischen Aktion ist, die In- Wenn die so schnöde verworfene Zuchthausvorlage Gesetz furrektion zu unterdrücken und die diplomatischen Vertreter und geworden, so würde man jetzt den eisernen Geboten der andere Fremde zu befreien. Außerdem haben die Mächte keinen Staatsraison gemäß die Hamburger Terroristen ins Zuchtweiteren 3wed im Auge. haus werfen. Wenn Ew. Majestät Regierung leine Zeit verliert, die Gefandten der Fremdmächte aus ihrem belagerten Zustand zu be freien, hoffen wir, daß die Mächte darin ein Zeichen erkennen werden, daß es Eurer Majestät Ernst ist, einen Krieg zu vermeiden und das Unglück, welches sonst Eurer Majestät Lande befallen würde, dadurch zu milnern. Meine Regierung hat, wie Eurer Majestät bekannt ist, für Ihr Land herzliche Gesinnungen gehegt und wird, falls die Verhältnisse es gestatten, sich nicht weigern, an den geeigneten Stellen ein freundschaftliches Wort einzulegen. Bedingung ist aber, daß Euer Majestät Regierung sofort den Aufstand unterdrückt und wirklich die fremden Vertreter aus dann kann Japan sich bereit befreit, erst ihrer Lage befreit, finden, seinen Einfluß bei den eventuellen Verhandlungen zwischen Ihrem Reich und den fremden Mächten zum Zweck der Erhaltung der Interessen Ihres Reichs zu verwerten." Ein Telegramm des Ingenieurs der chinesischen Bahn von der Station Pogranitschnaja im Primorstischen Gebiet 18. Juli besagt: Am 10. Juli haben die Bahnarbeiter der elften Sektion sowie die Beamten und die Schuhmannschaft die Station Chantachegi verlassen. Die Station wurde von den Chinesen ge= Man wird den Eindruck nicht los, daß es sich in diesem Briefplündert und in Brand gesetzt, die Telegraphenverbindung mit Charbin zerstört. Am selben Tage wurde die nach Charbin dirigierte wechsel um ein japanisches Diplomatenkunststück handelt zugleich Schutzmannschaft bei Muren von 400 gut bewaffneten Chinesen an- ein Zeugnis für die korrekte Wohlanständigkeit der japanischen Bolitit gegriffen, aber von der Eisenbahnwache zurückgeschlagen. Auf und eine versteckte Drohung gegenüber den Mächten, denen mit dem russischer Seite wurden dabei ein Mann getötet, 3 verwundet, auf Bund der gelben Nasse gewinft wird. chinesischer Seite fielen 60 Mann. Ein Telegramm des Ingenieurs der östlichen chinesischen Bahn von der Station Algatschi( Transbaikalien) vom 20. Juli besagt: Chailar wurde von den chinesischen Truppen besetzt. Die Schutzmannschaft wird bei Charbin zusammengezogen. Politische Neberlicht. Berlin, den 23. Juli. Deutsche Pläne, Der Berliner Vertreter der„ N. F. P." in Wien meldet Eine Depesche des Generals Grodekow an den Kriegsminister aus Chaborowsk vom 19. d. meldet: In der Station Mandschuria wurden Häuser und Läden von mongolischen Banden geplündert. aus Berlin: Versuche zur Ueberschreitung der Grenze kamen nicht vor. Der Chef der zaseistischen Truppenabteilung Oberstlientenant Gincito hatte ein Scharmüßel mit Chinesen; dabei fielen 3 Soldaten und 3 Freiwillige aus der Bauernschaft, während ein Offizier sowie 10 Soldaten und als Freiwillige fämpfende Bauern verwundet wurden. Am 18. Juli bedrängten die Chinesen vom Fort Echo aus die Vorposten der Nikolskijchen Truppenabteilung; die Vorhut konzentrierte sich und trieb die Chinesen in das Fort zurück, wobei 200 Chinesen fielen. In der Nacht vom 19. Juli verließen die Chinesen das Fort; die Russen verbrannten das Fort, nahmen die Fahnen ab, führten die Geschütze weg und vernichteten die Patronenvorräte. Die Russen, berloren dabei 2 Mann. " In hiesigen militärischen Kreisen wird erzählt, daß über den deutschen Feldzug in China noch nichts Definitives bestimmt ist, nur das eine steht fest, daß Peking genommen werden soll. Auch scheint an hoher Stelle die Neigung vorzuwalten, einen selbständigen Vormarsch der deutschen Truppen gegen die chinesische Hauptstadt anzuordnen, und zwar auf dem Wege über Kiautschon, was mit Rücksicht auf den Zustand der Straßen in Schantung, auf denen beispielsweise Kanonen mur mit Mühe fortgeschafft werden könnten, die Aufgabe der deutschen Truppen sehr erschweren würde." Diese Nachricht mag sich von der Wahrheit nicht allzu Eine Abteilung des Obersten Servianow passierte am 20. Juli weit entfernen. Die zweite Kaiserrede sprach sa unumwunden Michailovo- Semenovskoje. Am 19. wurde Blagewestschenst schwach den Gedanken eines isolierten Vorgehens Deutschlands aus. beschossen, die Kanonade danerte bis zum Morgen des 20. Juli Es ist durchaus begreiflich, wenn jetzt in dieser Weise milialt. Auf unsrer Seite wurde ein Soldat getötet, einer tärische Streise der notwendigen Schlußfolgerungen aus den berivundet. In der Stadt ist kein besondrer Schaden angerichtet worden. Vom linken Amur- Ufer wurden am 19. dieses Sundgebungen des höchsten Kriegsherrn ziehen. Andrerseits Monats die Chinesen durch eine Abteilung des Oberst Petschenkin scheint die Bremserpolitik des Grafen Bülow einstweilen nichts vertrieben. Eine Truppenabteilung von Charbin erreichte Fugdin von diesen Absichten wissen zu wollen. Immerhin wird man gut thun, bei der Beurteilung der chinesischen Politik die und setzt den weiteren Vormarsch mit Erfolg fort. Kaiserreden nicht ganz zu vergessen. Lautete doch der§ 8 des„ Entwurfs zum Schutz des gewerblichen Arbeitsverhältnisses": „ Soll in den Fällen der§§ 1, 2, 4 ein Arbeiterausstand oder eine Arbeiteraussperrung herbeigeführt oder gefördert werden, und ist der Ausstand oder die Aussperrung, mit Rücksicht auf die Natur oder Bestimmung des Betriebs geeignet, die Sicherheit des Reichs zu gefährden oder eine gemeine Gefahr für Menschenleben oder für das Eigentum Herbeizuführen, so tritt GefängnisStrafe nicht unter einem Monat, gegen die Nädelsführer nicht unter 6 Monaten eint. Ist infolge des Arbeiterausstands oder der Arbeiteraus: sperrung eine Gefährdung der Sicherheit des Reichs eingetreten... so ist auf Zuchthaus bis zu 3 Jahren, gegen die Rädelsführer bis zu 5 Jahren zu erkennen." In der That, hätten die Vertreter der Arbeiterschaft damals nicht in furzsichtigem Mißtrauen gegen die Zuchthausvorlage gestimmt, so befäßen jetzt deutsche Richter die Handhaben, die Herren vom Hamburger Arbeitgeberverband ins Zuchthaus zu werfen! Das hätte wenigstens der Gedankengang der um den Fall der Zuchthausvorlage Leid tragenden„ Neuesten Nachr." sein müssen, falls deren Denken den Gesezen der Logik, statt denen des Kanonenkönigs Krupp unterworfen wäre. Da ein Preßföldling des Kapitals aber aus weiß schwarz machen muß. lautet seine Elegie auf die Totgeburt des§ 8 folgendermaßen: In Hamburg hat eine heute abgehaltene Versammlung von Werftarbeitern, wie telegraphisch gemeldet wird, das Verbot der Nacht- und Ueberstunden- Arbeit auf allen Werften beschlossen, um dadurch die Werftbesitzer zu verhindern, rechtzeitig Dampfer für den Truppentransport abzuliefern. Dieser Hamburger Kampf zwischen Arbeitern und Arbeitgebern mag entstanden sein wie jede andre Arbeitsverweigerung wegen Lohnforderungen oder vielmehr wegen der Machtfrage. In diesem Falle gewinnt aber die Sache eine ganz besondere Bedeutung: die Socialdemokratie, welche bereits in Worten so maß und schamlos für die chinesischen Mörder gegen das eigene Vaterland eingetreten ist, schreitet nun auch zur That, indem sie die absolut not wendige Absendung der deutschen Truppen er schwert. Wären wir offiziell im Kriege mit China, dann würde ein solches landesverräterisches Beginnen zweifellos die gebührende Strafe finden können. Ob es unter den bestehenden Verhältnissen möglich, bleibt dahingestellt. In dem so leichtfertig totgeschlagenen Gesez zum Schuße der Arbeitswilligen war gerade die schärffte Strafe für solche Fälle ausgesprochen, wo es sich um die höchste Gefährdung des Allgemeinwohls handelte, und im Princip mußten selbst die Gegner des Buchthausgesetzes" das als berechtigt anerkennen. Auch den Hamburger Werft= arbeitern steht es jezt frei, zu arbeiten oder nicht, soweit sie sich in den Grenzen ihres Rechts bewegen. Die Hetzer aber, welche anerkanntermaßen unsre Mobilmachung hemmen wollen, dürfte man fich doch noch näher ansehen. „ Daily Mail" meldet aus Petersburg, die rusische Censur über Die„ Köln. 8tg.", die zwischen der kaiserlichen und der sämtliche Nachrichten betreffend, die Einnahme von Blageweftschenst sei eine sehr strenge. Den Zeitungen sei sogar ein amtliches Dementi Bülowschen Politik hin und herschwankt, fordert in über diese Meldungen zugegangen. Der Korrespondent der„ Daily einem bemerkenswerten, an leitender Stelle veröffentlichten Mail" behauptet troßdem, versichern zu können, daß die Artifel fofortige Kreditbewilligung für den Bau der beim Stadt am letzten Sonnabend besetzt war. An diesem Tage sei letzten Flottengesek gestrichenen Auslandsschiffe, die sofort in General Gripski gezwungen gewesen, die Stadt nach einem heftigen Angriff genommen werden müßten, nachdem die deutschen Gefecht, welches 8 Stunden dauerte, zu verlassen. Er machte 200 Küsten durch die chinesischen Wirren entblößt worden seien. Mit der Entfendung einer ganzen Division Schlachtschiffe nach China chinesische Gefangene und eroberte 8 Geschütze, verlor aber selbst fehlte das, was zur Verteidigung der eignen Meere nicht entbehrt werden 870 Tote und Verwundete. Nach ihrer Niederlage flüchteten Befudelt der Geifer in diesem Fall nur die eignen tönne. Heute dürfe die Regierung, gestützt auf die Beweiskraft die Chinesen in die Festung von Aigun, wo die Russen sie noch der glänzenden Thatsachen nicht zögern; sie sei der Lippen, so ersehen doch ersehen doch die deutschen Arbeiter aus bombardieren. Zähigkeit des Reichstages gegenüber nie in einer günstigeren diesem Fall, wie gefährlich die Zuchthausvorlage war. Denn Lage gewesen und brauche um den Widerstand der radikalen nicht die Arbeitgeber, sondern die brutal gemaßman ins& e= Parteien sich weniger zu kümmern, Petersburg, 22. Juli. Ein kaiserlicher Utas an den Kriegsminister vom 21. Juli ordnet den Kriegszustand für die Militärbezirke von Sibirien, Turkestan und Semirjetschenst an. Ein zweiter an den Dirigierenden Senat gerichteter Ufas von demselben Tage befiehlt die Einberufung aller Reservisten der genannten Militärbezirke. Die Haltung Japans. Es wird jetzt der angebliche Briefwechsel zwischen den Kaisern bon China und Japan veröffentlicht. Der Brief des Kaisers von China lautet nach einer japanischen Veröffentlichung wie folgt: r Der Kaiser von China an Se. Majestät den Kaiser von Japan. Während unser Reich sich in aufrichtigen Freundschaftsverhältnissen mit dem Reich Eurer Majestät befand, wurde der Kanzler Eurer Majestät Legation vor etwa einem Monat angegriffen und ermordet. Durch dieses Ereignis tief betrübt, als jemals vorher. Mit besonderem Nachdruck hebt der Artikel hervor, daß gegen- regelten Arbeitnehmer würde wärtig in Ostajien auf Grund der starten Machtentfaltung die fängnis, wo nicht ins 8uchthaus geworfen haben. Möglichkeit zu einer glänzenden diplomatischen Thätigkeit von Daß die Gelegenheit der Anwendung des§ 8 so bald einer Tragweite gegeben sei, die sich in hunderten von Jahren nur schon eintreten könnte, hat freilich selbst die Socialeinmal wiederhole. Seit dem chinesisch- japanischen Kriege habe die demokratie im vorigen Jahre nicht erwartet, so weitausschauende deutsche Politik auf dem vielbegehrten Boden des wenig man auch den Beteuerungen am grünen Tische traute, ausgedehnten chinesischen Landes Posto gefaßt, um in China das daß dieser Paragrah ein beschauliches Dasein fristen würde. seiner Macht entsprechende Stück abzubekommen. Die„ Kölnische So liefert denn das chinesische Abenteuer nicht nur den Zeitung" warnt das Centrum, in ablehnender Haltung gegenüber Beweis der Richtigkeit unsrer Prophezeiungen bezüglich der den Auslandschiffen zu verharren, denn bei dem Gang, den plötzlich die ostasiatischen Ereignisse genommen, sei es möglich, daß die Weltpolitit", sondern auch bezüglich der ZuchthausEs sind ja auch nur zwei Ranken desselben Entscheidung in der Flottenfrage aus ihrer Hand in eine andre politik. Gewächses! überginge. " Deutsches Reich. Die deutsche ,, Einigkeit" in der Chinapolitik. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Jetzt giebt selbst das Kleine Hofjournal in einem herzbewegenden Klageruf zu, daß das deutsche Volk keineswegs so rachegierig ist wie die Blutmenschen am Schreibtisch. Das Blatt bringt ein Stimmungsbild aus Bayern, in dem es heißt: " lichen Aufschwung befindet. Wir geben zu, daß diese Feststellung den Interessenorganen der Marinelieferanten sehr peinlich sein muß. Deswegen braucht man doch aber nicht gleich wieder den alten Chinawig gegen uns auszuspielen, daß wir nun auch für spanische Zustände" schwärmen". Aber die Rheinisch- Westfälische Zeitung" des Bewaffners der Boyer hat diesen Mut und schreibt- andre - unter dem Titel„ Spanien als Erzieher": lallen es nach „ Es ist erreicht! Das große politische Muster, das dem Urteil Deutschlands höhere Geseze geben muß, die gegenwärtige socialdemokratische Verbohrtheit, hat ihn entdedt: es heißt Spanien. Es ist zwar durch und durch klerikal und es giebt doch sonst feinen wilderen Feind der Priester und ihrer Herrschaft, als die socialdemokratische Presse. Das macht aber nichts, den Arbeiter fümmerts ja nicht, ob man einmal schlimmster Reaktionär wird Denn es gilt ja jezt, alle Kräfte bis aufs äußerste anzuspannen, um das Auge der irrezuführenden Arbeiter von dem für die Agitation so unbequemen China hinweg immer wieder mit dem viel schrecklicheren inneren Feind zu hypnotisieren." " einer AnRichtung entwvideln werde, welche es seit dem Tage eingeschlagent habe, an welchem sich das serbische Volt, dem Rufe des Königs folgend, vereint und verbrüdert habe. Der König werde es sich angelegen sein lassen, dem Volte auch fernerhin durch einiges glüdliches Gheleben voranzuleuchten. Die ferbische Dynaftie sei aus dem Volke hervorgegangen, in dieser Thatsache liege thr Stolz und ihre Macht. Das serbische Bolt, daß aus eigner Kraft einen nationalen Staat zu bes gründen, zu befestigen und zu vergrößern verstanden habe; fönne mit Recht Anspruch auf die Achtung aller erheben. Deshalb glaube der König recht zu haben, wenn er aus dem Volke sich die Lebensgefährtin erwähle, die sein Glück begründen solle, Dieses Recht stehe dem König umsomehr zu, als sich heute bereits die Politik der Herrscher und Staaten nicht mehr nach verwandtschaftlichen Beziehungen, sondern nach den Interessen der Völker richte. Es sei ein großes Glück für den König und sein Volt, aus diesem Volte die Kraft Serbiens und seines Hauses zu schöpfen; er fühle fich glücklich, eine Gemahlin ausertoren zu haben, die würdig sei, Serbiens Königin zu werden, die freudig sein und jeines Voltes Schicksal teilen werde. Diese Frau sei die Entelin jenes Mannes, der einer der bedeutendsten Mitarbeiter des großen Maschin bei der Begründung des heutigen Serbiens gewesen sei, das sei Frau Draga, Tochter des verewigten Banta und seiner Frau Andja Linuewiza. Ein böser Streit ist entstanden in Bayern über die EntMit Ausnahme der sendung bayrischer Truppen nach China. beffer fituierten Klassen und der Beamtenschaft herrscht im Volke leider nur die eine Ansicht, daß Bayern der ganzel Chinastreit nichts angehe. Außerdem behauptet das Bolt, daß die nach China gehenden bayrischen Soldaten durchaus nicht alle freiwillig sich gemeldet hätten, sondern teilweise überredet worden wären und teilweise überhaupt kommandiert worden seien, da eine genügende Anzahl trotz aller Ueberredung fich nicht gemeldet hätte. Man nennt bestimmte Regimenter, so das erste schwere Reiter- Gegiment, das 3. Infanterie- Regiment, das Der letzte Satz hat sich wohl nur versehentlich in den Artikel 3. Feldartillerie- Regiment und andre, welche ihre Mannschaften nicht durch absolut freiwillige Meldungen aufgebracht haben der Rh.- Westf. Ztg." verirrt. Er wird nur dann verständlich, wenn sollten. In der offiziösen Münchener Presse sind natürlich schon man annimmt, er ſei aus einer taktischen Anweisung Krupps an tagtäglich Dementis erschienen, aber in der hier allein verbreiteten seine Agenten versehentlich in die Zeitung gelangt populären Preise werden die entgegengesetzten Behauptungen weisung, in der die Struppiers der weltpolitischen Spielhölle belehrt immer wieder erneuert, so daß seitens des bayrischen Kriegs- werden, daß es ihre Aufgabe sei, zur Jrreführung der Arbeiter diese von Schließlich gelobt der König, daß er, nachdem er nun sein ministers jetzt thatsächlich eine amtliche Rundfrage an die dem für die Weltpolitik so unbequemen China hinweg und auf den - hin- Lebensglück begründet habe, mit Gottes Hilfe mit festem willen bayrischen Regimenter ergangen ist, zu berichten, ob irgend welche der viel schrecklicheren immeren Feind die Socialdemokratie und Begeisterung an der Stärkung und Beglückung des teuren nach China bestimmten Soldaten kommandiert werden mußten. zulenten. Vaterlands arbeiten werde. Die Eingangsfäße aber sind der Chinawik in spanischer Fassung. Ein bayrischer Abgeordneter erklärt, daß bei Wiedereröffnung des Landtages und besonders bei Einberufung des Reichs. Wir schwärmen für spanische Pfaffen, weil wir der„ Vossischen In Serbien werden noch die Vollsmärchen erlebt, in denen wenn es auch in diesem tags das Verhalten der bayrischen Regierung in der Zeitung" einige Angaben entnahmen, daß das Land in Industrie die Hirtentochter Frau Königin wird ganzen China- Angelegenheit einer sehr scharfen Kritik aus- und Handel sich günstig entwickele, nachdem es Flotte und Kolonien Fall eine Ingenieurs- Witwe ist. Alexander hat alle weiblichen Was der Artikel im übrigen sachlich gegen unsre Sprößlinge europäischer Gottesgnaden- Familien verschmäht, er zieht gefeßt sein wird. Das Volk beschuldige ganz offen die verloren. bayrische Regierung zu großer Schwäche gegenüber den Ausführungen vorbringt, bietet in Wahrheit nene Argumente so fcheint es das Alter der Braut selbst bei weitem dem Alter für unsre Meinung. Man muß die Höhe naiver Einfalt ihres Geschlechts vor; wenn sie selbst nur auf eine längere Vermaßgebenden Faktoren in Berlin. bewundern, daß der Verfasser der Polemit die folgende Thatsache gangenheit zurückblickt! gegen uns zu veriverten_fucht: Mein Gewährsmann ist der Ueberzeugung, daß die Mobilifierung eines halben Armeecorps deutscher Truppen und die Teilnahme desselben an einem Kriege mit China vollständig außerhalb aller Verträge mit den Bundesstaaten liegt und ohne borherige Genehmigung seitens der berufenen Vertreter des ganzen deutschen Volks nicht hätte unternommen werden sollen. Diese Ansicht ist die hier allgemein verbreitete. Man ist hier eben zu weit vom Pulsschlag des den Erdball umspannenden Weltverkehrs entfernt, als daß man hier einen ehrlichen Enthusiasmus für die weitblickende Weltpolitik unfres Kaisers vorausseßen dürfte. " In den Spalten der inspirierten Blätter, wie es die M. N. N." find, herrscht natürlich größter Enthusiasmus, durch diesen offiziösen Enthusiasmus muß man sich nicht täuschen lassen. Die Leute, die sich in den neuen China- Uniformen( blaue Litewka und braune Schuhe) auf den Straßen zeigen, sind gleich der Gegenstand allgemeinster Teilnahme, man bedauert die Leute und am Biertisch werden die Freiwilligen ganz kurzweg Kanonenfutter für China genannt. „ Erwähnen möchte ich noch den Inhalt eines Gesprächs mit einem öftreichischen Diplomaten, der der Ansicht Ausdruck verlieh, Deutschland sei durch England in das chinesische Abenteuer hineingelockt worden, ebenso wie Bismard seiner Zeit Ferry nach Tontin gehen half, um ihn in Europa zu paralysieren. Deutschland sei nunmehr seiner Politik der freien Hand auf immer verlustig gegangen und werde ganz notgedrungen der Basall Englands(?) in allen Fragen der Weltpolitik." Wir wollen nicht untersuchen, aus welchen Erwägungen und in welchen Absichten das unsaubere Blatt plöglich der Wahrheit die Ehre giebt. Die Schilderung der Thatsachen selbst behält ihren Wert unabhängig von den Motiven ihrer Veröffentlichung. Die mit verdächtigem Gifer wiederholte Versicherung, daß die Bundesregierungen einig seien, wird jetzt sehr erklärlich. Wir haben auf diese seltsamen Erklärungen der Einigkeit schon früher als auf ein Symptom der Uneinigkeit hingewiesen. und Das Volk will nichts von der Berliner Weltpolitik wiffen nicht nur das bayrische Bolt. Das wissen unsre leitenden Minister sehr wohl und darum schenen sie die Einberufung des Reichstags. „ Die Eigenschaft faugender Parasiten" aber haben jene Kolonien für Spanien gerade deswegen bekommen, weil sie ihm verloren gegangen sind. Vorher waren es Goldquellen. Denn nach dem Pariser Frieden vom 10. Dezember 1898 hat Spanien sowohl die tubanische Schuld im Betrage von einer Milliarde 446 Millionen Petetas und die Philippinenschuld im Betrage von 199 Millionen Pesetas übernommen; hierzu tam eine Staatsschuld von 9 Milliarden 655 Millionen Pesetas, so daß Spanien eine Schuld von zusammen 11 Milliarden und 300 millionen Pesetas zu tragen bat, für die an Binfen jährlich 478 Millionen Besetas erforderlich sind. Aus diesen kurzen Zahlen schon erhellt die Unwissenheit des Borwärts", der seinen Lesern alle Thorheiten bieten zu können meint." diene" der • Das serbische Ministerium des Königs Alexander hat wegen der Verlobung mit der Frau Maschin, die übrigens auch dem Vater Alexanders, dem Herrn Milan, schon start gefallen haben soll, seine Entlassung genommen. Ob die europäischen Vettern des Königs ihn wegen dieser Mesalliance noch als Standesgenossen anerkennen, oder ihn als einen Gottesguadentümler zweiter Klasse behandeln werde? Oestreich- Ungarn. Versöhnungs- Versuche. Czechischen Blättern zufolge verhandelt Ministerpräsident, v. K o erber mit den Chriftlich- Socialen und dem verfassungstreuen Großgrundbesiz behufs Bildung einer neuen Parlaments- Majorität. Parallel damit laufen Verhandlungen mit ben Czechen. Sollten diese Verhandlungen fehlschlagen, so würden die Sprachenverordnungen zwar aufgehoben bleiben, die Czechen aber auf dem Gebiete des Schulwesens Konzessionen erhalten. Statthalter von Böhmen und Mähren sind zur Teilnahme an den Beratungen über neue Versöhnungsversuche nach Wien berufen worden. Türkei. Die Räuberet. Der Dragoman des französchen Vicekonsulats in Kirk- Kilise im Vilajet Adrianopel wurde von Räubern ents führt, welche ein öfegeld von 4000 türkischen Pfund verlangen. Die französische Botschaft machte Vorstellungen bei der Pforte, welche daraufhin mitteilte, daß Maßregeln zur Befreiung der Gefangenen getroffen worden wären. Afrika. aus Boerenkrieg. Feldmarschall Roberts telegraphiert Pretoria: Die Boeren schlossen eine Bahnstation 13 Meilen östlich von Heidelberg ein, machten einen energischen Angriff auf dieſelbe, und ſuchten sie zu zerstören. Der Ort wurde von zwei Stompagnien Dubliner Füfiliere, nebst Bahnbeamten und Yeomanry verteidigt. General Hart rückte alsbald von Heidelberg zur Unterstützung aus. Die Boeren waren jedoch bei seinem Eintreffen schon zurückgeschlagen. Wenn trotz dieser riesigen Schuldenlaft, die Spanien als Hinterlassenschaft die Weltpolitit übernehmen mußte, wenn es trotz des Verlustes" Goldquellen" beginnt, sich gedeihlicher zu entwickeln, so ist dieser Aufschwung, wie hoch oder niedrig man ihn immer bewerten mag, ein um so schlagenderer Beweis für die Heilkraft des Verzichts auf die Weltpolitik im Sinne der Flottenphantasten. Spanien, das nach den Flottentheorien hätte zusammenbrechen müssen, ist thatsächlich in der Erholung begriffen es ist nicht schlimmer, sondern besser geworden, und dies, ob wohl es noch immer an den„ Segnungen" der früheren Kolonialpolitit leidet. In dieser Hinsicht kann Spanien in Wahrheit als Erzieher Als die Spanier in den gelten, aber noch in einer andren. amerikanischen Krieg zogen, rief Ministerpräsident Sagasta seinem Volt zu: " Jetzt gedente man die Ehre Spaniens zu verletzen und sein Gebiet zu bedrohen: das würden die Spanier nie mals zulassen. Alle Spanier müßten jetzt, wie es die Vorfahren gethan fich vereinigen. Spanien wird sich tein Stüd seines Gebiets ungestraft nehmen lassen, noch zugeben, daß ein Stüd seines Gebiets als Handelsgegenstand Lord Roberts telegraphiert aus Pretoria vom Montag: General Was diesen großen Worten folgte, ist bekannt. Wir erinnern unter De Wet, welche Hunters Umschließung entschlüpft waren. Einbruch Die Regierung im Umherziehen. Der Berliner Vertreter der unsre ruhmredigen China- Aufteiler und Weltpolitiker in der Preffe Little stieß nahe bei Lindley am 19. 6. M. auf die Boerenkommandos der " Frankfurter Zeitung", der die zugänglichen Minister des Aus- daran, auf die Gefahr hin, alsbald wieder zu lesen, wir begeisterten Das Gefecht dauerte bis zu mr int wo der Dunkelheit, Feind geworfen und wärtigen immer für feine Köpfe erklärte, nimmt den alten Hohenlohe uns für den Ministerpräsidenten Sagasta. in Schuß, daß er sich die chinesische Frage ruhig aus seinem Ferienurlaub anschaut. Hamilton und Mahon setzten Ein erloschenes Mandat. Der konservative Reichstags- und zwei Teile zersprengt wurde. Weitere Nachrichten von Broadwood Er meint, Herr v. Bülow, dieser geschmackvolle oder Hunter liegen nicht vor. Sleptifer", tönne feine Freude haben an der plumpen„ Gegenüber- Landtags Abgeordnete für den Wahlkreis Randow Greifenhagen, ihren Marsch thatsächlich ohne Widerstand fort, machten einige GeLandrat v. Manteuffel, ist gestorben. stellung seiner elastischen Leistungsfähigkeit und des Erholungsbedürfnisses eines greifen Staatsmanns". Damit ist ein Reichstags- Mandat für einen Kreis erloschen, in fangene, erbeuteten vier Wagen und werden heute Pole- Carew in " Ob Graf Bülow in nächster Zeit trotz der chinesischen Wirren dem sich die Socialdemokratie günstig entwickelt hat. 1898 fiegte der der Nähe von Eerſtefabrieken die Hand reichen. Eine Abteilung des einen Zug zur Entgleisung, welcher 21 Krante und zwei Offiziere nicht auch den Staub der glutheißen Reichshauptstadt von seinen Sonservative mit 15 020 Stimmen gegen 10552 socialdemo- Feindes brachte zwischen Krügersdorp und Potschefstroom am 19. d. M. fratische und 1241 freisinuig- volksparteiliche. Füßen abschütteln wird, bleibt übrigens abzuwarten. Dann reist nach Krügersdorp bringen sollte. Einzelheiten fehlen. er von Beamten begleitet und löst sich so wenig wie in früheren Handwerker für Kiantschou. Man schreibt uns aus Kiel, Jahren von der Leitung der Geschäfte auch in der Sommer- 22. Juli. frische los, wie ja auch der Reichskanzler von einem vortragenden Vor einiger Zeit schon tauchten Mitteilungen auf, daß die Rate des Auswärtigen Amts begleitet ist, und wie um auch Marineverwaltung beabsichtige, für kleinere Reparaturen an Bord das hinzuzufügen den Kaiser, wenn er im hohen Norden, oft und für die nach Ostasien entsandten Schiffe ein Werkstattschiff zu Der verantwortliche Redacteur der Schleswig- Holsteiner nicht leicht erreichbar, weilt, außer andren Beamten auch ein Ver- etablieren und dem Thef des Kreuzergeschwaders zur Verfügung zu Volkszeitung", Genosse Sorn, ist am Sonnabend nach Ber treter des Auswärtigen Amts umgiebt. Die moderne Zeit des stellen. Vorbereitungen hierzu sind aber anscheinend noch nicht ge- büfung einer zweimonatigen Gefängnisstrafe, welche er sich durch Verkehrs hat uns allmählich an das Regieren im Umherziehen macht worden. Am Sonnabend ist mun furz vor Feierabend in den seine Breßthätigkeit zugezogen hatte, in die preußische Freiheit gewöhnt." Werkstätten der kaiserlichen Werft ein Anschlag erschienen, daß zurückgekehrt. Gegen zwei weitere Verurteilungen von 5 und Gewiß, die Herren v. Bülow und der alte Hohenlohe können zur Entsendung nach Tintau eine Reihe Handwerker gesucht 2 Monaten Gefängnis hat Genosse Horn Revision angemeldet. ganz gut auch aus der Sommerfrische die nach China geschickten werden, welche ihrer Militärpflicht genügt haben müssen, unver Den Verlust eines braven Genoffen, des Steinmetzen Soldaten mit ihren besten Wünschen begleiten, und wenn sie dann beiratet sind und sich für ein Jahr zum mindeſten verpflichten Felix Nachtigall, haben die Parteigenossen Leipzigs zu beim Spätherbst vom Reichstag die Millionen für China nachträglich müssen. Den brauchbaren Schlossern, Drehern, Maschinenbauer, verlangen, dann läßt es sich auch in Berlin ganz gut leben. Kesselschmieden, Schmieden, Hoblern usw. wird ein Verdienst bis zum lagen. Genosse Nachtigall, der nach mehrjähriger Krankheit im vierHöchstbetrag von 4000 M. im Jahre zugesichert. In diese Summe undvierzigsten Lebensjahr der Partei entrissen wurde, war namentist die Bezahlung für Ueberstunden, Sonntags- und Nachtarbeit einlich unter dem Ausnahmegefeg eifrig für die Arbeiterfache thätig; sowohl als Obmann der Steinmegorganisation wie als Mitbegründer Wir haben keine große Meinung von der bürgerlichen Bresse, geschlossen. Die Meldung der unter dem Werftpersonal hierzu der Thonberger Abteilung des Arbeitervereins Leipzig zog er fich die ihre heiligste Aufgabe im Geschäft und ihre zweitheiligste in der sich bereit findenden Arbeiter soll sofort erfolgen, da= Verdummung ihres„ Abonnentenstandes" sieht. Aber weil wir doch ein- mit die Entiendung nach Ostasien schon mit dem ersten den Haß des Unternehmertums in besonderem Maße zu. Da er gemal beruflich gezwungen find, die Auslaffungen des civilifiert nach dort abgesandten Dampfer erfolgen kann. Anscheinend ist also maßregelt wurde, war er genötigt, feinen Beruf aufzugeben, seinem Andenken. europäischen Geistes zu lesen, haben wir doch das nicht allzu an- in Tintau selbst die Errichtung von Reparaturwerkstätten für das spruchsvolle Verlangen, daß man ein wenig mannigfaltiger und deutsche Geschwader geplant. Das höhere Personal zur Entscheidung, reicher in der Polemik gegen die Socialdemokratie sei. Wir wollen welche Arbeiten gemacht werden sollen, ist ja an Bord der Schiffe die Narrheit schließlich mit Geduld hinnehmen, selbst dort schon vorhanden, da sowohl beim Kreuzergeschwader wie bei die verlogene Narrheit aber wenn diese verlogene Narr- der Panzerdivision ein schiffsbautechnischer Beamter von der Werft heit gar eintönig wird, dann fühlen wir uns benachteiligt an Bord ist. und werden mürrisch. Es ist unser Menschenrecht zu In welcher Höhe das Werftpersonal nach Ostasien abgehen soll, fordern, daß die Narrheit immer neue Lügen erfinnt und die alten fonnten wir noch nicht in Erfahrung bringen. nicht immer wiederholt. Eintönige Narrheit. Weil die Socialdemokratie die Heuchelei des Kapitalismus geißelt, Ausland. Frau Königin. Partei- Nachrichten. " Ehre Die Errichtung einer eigenen Druckerei in München ist in der letzten Sigung des erweiterten Ausschusses des dortigen socialdemokratischen Vereins", zu der Gauvorstand und die Breßkommission hinzugezogen worden waren, beschlossen worden. Nach einem eingehenden Referat des Genossen Cohn fand ein Antrag einstimmig Annahme, worin die Breßtommission aufgefordert wird, die nötigen Vorarbeiten zur Errichtung einer eigenen Druckerei der Münchener Bost" alsbald in Angriff zu nehmen. Die erforderlichen Geldmittel Die sollen durch verzinsliche Darlehen aufgebracht werden. Münchener Post" erwartet von der Gründung eine neue Etappe der parteipolitischen Entwickelung Südbayerns. der vorgiebt, Kultur nach China bringen zu wollen, weil wir unsre Nationalisten daran erinnern, daß man auch den Chinesen das Recht zugestehen müsse, ihre nationale Selbständigkeit zu verteidigen, Der König Alexander von Serbien hat sich mit einer Przemysl( Galizien). Die Militärbehörde begnügt sich jetzt weil wir endlich bemüht sind, gegenüber den graulichen Ammen- früheren Hofdame seiner Mutter verlobt. Er ist 24 Jahre, fie 39 Jahre märchen der Ignorantenpresse über die stulturzustände Chinas auf- alt. Sie ist die Witwe eines Ingenieurs. Alexander hat seine Ver- nicht mehr mit den Haussuchungen bei unsren Genossen und unfrer zuklären- darum jo lügt die Narrheit in efter Eintönigkeit- lobung in einer feierlichen Proklamation angezeigt, in der aus- Presse. Legthin hat sie selbst über Teritale Vereine durch die Polizei Erkundigungen eingezogen. Seit den legten Veröffent schwärmt" die Socialdemokratie für die chinesischen Verhältnisse, für geführt wird: Kulitum und Mandarinenwesen, ja wohl auch für die Brutalitäten Der König habe, da er wisse, daß sein Volt seine Vermählung lichungen der Soldatenmißhandlungea in der Presse sucht man eifrig wünsche, den Entschluß gefaßt, diesem Wunsche des Volts nach nach irgend einer antimilitaristischen Verschwörung. Ein Pionier, der schon 5 Wochen im Untersuchungsgefängnis zukommen, weil er es für seine Pflicht erachte, jenem Bolt, welches figt, wird wegen socialistischer Propaganda" vor die Schranken des feinen Vorgängern ebenso wie ihm viele glänzende Beweise Gerichts treten. Borläufig hat man ihn ins Garnisonlazarett der Liebe und Ergebenheit geliefert habe, mit diesem Atte die Beständigkeit Dynastie für die gebracht. Zukunft zu fichern. Er tomme dieser Pflicht Pflicht dem Bolf gegenüber um so freudiger nach, als er damit zugleich seinen Gefühlen folge, indem er eine Gemahlin wähle, mit welcher Friede, Glüd und Zufriedenheit in sein Haus eintehren werde. einer in allen Zeiten und Zonen gleich vertierten Soldateska. Das ist der einzige Chinawitz, den die mit der blutig- bankerotten Weltpolitik belastete bürgerliche Presse gegenüber die Socialdemokratie zur Verfügung hat- eine schöne Anerkennung, daß gegen müfre wirklichen Argumente nichts eingewandt werden kann, sondern höchstens gegen ihre Karikatur, aber es ist auch nicht angenehm, dieselbe Anerkennung ein duzendmal täglich vernehmen zu müssen. = Sollte man es für möglich halten, daß nun noch derselbe närrisch- verlogene Wit, der doch in der Chinafrage genugfam abgenugt ist, nun auch auf andern Gebieten angewendet wird? Wir hatten neulich darauf hingewiesen, daß das flottenund kolonienlose Spanien, das nach der Theorie der Weltpolitiker völlig ruiniert sein müßte, sich in einem unleugbaren wirtschaftder # " 1 Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 20: 1 Zur Lohnbewegung der Fliesenleger. Wie in der gestrigen Der König weist sodann auf die Erschütterungen und schweren Berfammlung die Lohnkommission berichtete, hat sich in den letzten Kämpfe Serbiens hin, welches erst in der letzten Zeit zu gefunden Tagen die Zahl der Ausständigen wieder vergrößert, troßdem begonnen habe, und spricht die Hoffnung aus, daß Serbien in einige Firmen die zulegt aufgestellten Forderungen bewilligt ein Teil der Fliesenleger zu den neuen BeBälde vollkommen hergestellt sein werde, wenn es sich nach jener haben und bingungen eingestellt worden ist. Von den 182 Fliesenlegern, die fich gegenwärtig im Ausstand befinden, sind bisher über 50 Mann zum Maurerberuf übergegangen. Etwa 30 Mann arbeiten noch zu den alten Bedingungen, wovon sich aber ein Teil noch der Bewegung anschließen wird, so daß den Unternehmern nur noch sehr wenige und minderwertige Kräfte zur Verfügung stehen. Die Unternehmer haben jedwede Berhandlungen mit der von den Ausständigen gewählten Kommission abgelehnt. Falls sich die Unternebmer weiter ablehnend verhalten und kein Entgegenkommen zeigen, so foll event. der Generalstreit proklamiert werden und zwar auch desHalb, um irgendwelche Manipulationen seitens einzelner Geschäfte zu verhindern. Die Situation ist für die Ausständigen eine sehr günstige und es wird erwartet, zumal die Arbeit vielfach sehr drängt, daß die Lohnbewegung in Bälde erfolgreich beendet sein wird. Heute foll eine Baukontrolle vorgenommen werden, um ein genaues Resultat festzustellen und in den nächsten Tagen wird wieder eine Bersammlung stattfinden, die über die weiteren Maßnahmen zu beschließen hat. Deutsches Neich. 0 In Neu- Ruppin wurde in einer in voriger Woche stattgehabten und gut besuchten Versammlung aller Gewerkschaften, nach einem von Paul Jahn Berlin gehaltenen Referat über die Bedeutung der Gewerkschaftskartelle", einstimmig beschlossen, ein Gewerkschaftskartell für Neu- Ruppin zu gründen. Das Bureau der Versammlung wurde mit der Ausführung dieses Beschlusses beauftragt. Ueber die weitere Massenaussperrung in Hamburg, über die wir bereits in unsrer Sonntagsnummer berichteten, meldet unser Hamburger Bruderorgan noch folgende Details: ,, Von der brutalen Maßnahme sind, soweit bis jetzt bekannt, 800 Arbeiter, zum größten Teil Familienväter, betroffen worden. Bei Blohm u. Voß wurden 600, bei Stülcken 30, auf der Reiherstieg Schiffswerft und Maschinenfabrit 108 Arbeiter aller Branchen entlaffen. Die Zahl der am vorigen Sonnabend, im Laufe der Woche und heute abend aufs Straßenpflaster geworfenen Leute beträgt insgesamt über 3000." beachtet wurde." Sociales. = Der Verband der Möbelpolierer hielt am 16. Juli eine General- Versammlung ab. Nach dem Kaffenbericht war am 31. März Zur Reform der Krankenversicherung nahm die kürzlich in ein Bestand von 591,80 M. vorhanden. Die Einnahme vom 1. April Hamburg stattgehabte fiebente General- Versammlung des Verbands bis 30. Juni betrug 10 512,61 M., was einen Bestand von freier Krantenfassen Stellung. Der Vorstand war von der Aufsichts- 11 104,41 M. ergiebt. Die Ausgaben betrugen 6423,32 M., der behörde aufgefordert worden, sich zu der geplanten Reform zu äußern. Bestand am 30. Juni 4681,09 M. In den Arbeitsnachweisen waren Dabei hatte man sich aber gehütet, diejenigen Punkte der Begut- 867 Adressen vorhanden, arbeitslose Kollegen waren 880 einachtung des Vorstands zu unterbreiten, welche sich mit der Selbst geschrieben, befeßt wurden 705 Stellen durch Verbandsmitglieder, verwaltung der Kassen beschäftigen. Nach den Artikeln des 21 durch Nichtmitglieder.- Der 2. Punkt der Tagesordnung, Dr. Hoffmann, Beamter im Ministerium des Innern, ist aber durch die Antrag Reuter, betreffend Aufhebung des Kartellvertrags mit dem Reform vor allem eine gewaltige Einschränkung des Selbstbestimmungs- Solzarbeiter- Verband, gab zu lebhaften Debatten Veranlassung. rechts der Kassenmitglieder geplant; gegen diese Absichten wandte Glode, der zu dieser Bersammlung eingeladen war, konnte nicht sich die Generalversammlung, indem sie nachstehende Resolution zur erscheinen. Reuter legte in ausführlicher Weise die Gründe flar, die Annahme brachte:" Die fiebente ordentliche Generalversammlung zur Einbringung dieses Antrags geführt haben, und ist der Meinung, des Verbandes freier Krantentassen am 9. Juli 1900 in Hamburg daß bei dem letzten Streit, wo durch den Kartellvertrag die Möbelbeschließt: Die Krankenkassen haben gegen die Vorschläge auf Ab- polierer sehr start in Mitleidenschaft gezogen wurden, nicht nur die änderung des Kranken- Versicherungsgesetzes, soweit sie, wenn auch finanzielle Hilfe ausgeblieben sei, was ja selbstverständlich gewesen nur auf privatem Wege, die wohl als die Auffassung der Regierung sei, da der Holzarbeiter- Verband selbst im Kampfe stand, sondern gelten dürften und die auf die Entrechtung der versicherten Glocke habe sich auch redlich bemüht, den Möbelpolierern und den Arbeiter abzielen, bekannt geworden sind, sofort Stellung Maschinenarbeitern, die ebenfalls dem Kartell angehörten, noch die zu nehmen und gegen eine solche Entrechtung entschieden zu finanziellen Hilfsquellen zu verstopfen. protestieren. Zu diesem Zwed find überall fofort öffentliche Ver Die moralische Unterstützung sei also ebenfalls ausgeblieben, so jammlungen einzuberufen, in welchen die geplante Entrechtung be- daß der ganze Kartellvertrag zwvedlos wäre. sprochen und dagegen Stellung genommen wird. Gleichzeitig beschließt die Generalversammlung, die Centralkommission zu Berlin zu ersuchen, sobald die Regierungsvorlage zur Abänderung des Krankenversicherungs- Gesetzes vorhanden ist, zur Stellungnahme zu der selben sofort einen allgemeinen Kongreß aller Krankenkassen einzuberufen." Die Glaser: Jnnungsmeister beschlossen auf ihrem Verbandstage in Lübeck, eine Unterstügungstaffe zu gründen für Innungen oder Meister, die durch Streits oder verhängte Sperren der Hilfe bedürftig seien. Eine Kommission soll das Weitere besorgen. Alle nachfolgenden Redner sprachen in demselben Sinne. Schließlich wurde der Antrag der nächsten Generalversammlung überwiesen. Die anwesenden Vertreter des Holzarbeiter Verbands versprachen, dafür zu sorgen, daß Glocke in dieser Versammlung erfcheinen würde. Als zweiter Vorsitzender wurde Dittmann gewählt. Der chinesische Krieg. Der London, 23. Juli.( W. T. V.) Unterhaus. Hedberwid Die braven Jünglingsvereine. Wie unser Anhalter Bruder- fragt an, ob es dem diplomatischen Gebrauch entspreche, daß, organ mitteilt, hat der Jünglingsverein in Roßlau( Anhalt) sich ein während Engländer in China gemordet würden, die Vertreter der Ferner sieht sich das„ Hamb. Echo" veranlaßt, nochmals auf Hausgrundstück für 20 000 Mart getauft. Hierzu find ihnen von chinesischen Regierung in England bei Staatsfunktionen und die Entstehungsursache der Massenaussperrung zurückzukommen: mehreren Fabrikbefizern namhafte Geldspenden überwiesen worden, andren offiziellen Angelegenheiten Einladungen erhielten. " Da die Arbeitgeber durch ihre Beauftragten und durch die woraus wiederum ersichtlich ist, wie sehr dem Unternehmertum die Parlamentssekretär des Aeußern, Brodrick, erwidert, die Antwort auswärtige Bresse die erlogene Behauptung verbreiten laffen, die braven Jünglingsvereine ans Herz gewachsen sind, im Gegenteil hänge vom Stande der Dinge in Beling ab, über den die Regie hiesigen Werftarbeiter hätten maßlose Forderungen gestellt und seien zu den Gewerkschaften, denen man systematisch die Lokale abrung nur unvollkommen unterrichtet sei. Die Regierung habe nicht in den Streit eingetreten, sei hier nochmals kurz bemerkt, daß es zutreiben sucht. verfehlt, alles zu thun, um den Vertretern der chinesischen Regierung sich um eine Massenaussperrung handelt, wie sie brutaler Einen Protest an den Bundesrat hat der deutsche ihre Ansicht über die letzten Borgänge in Peking flar zu machen. noch nie insceniert worden ist. Bekanntlich hatten ursprünglich sellnerbund eingereicht. Die Eingabe wendet sich gegen die Der Staatssekretär für Indien, Lord Hamilton, teilt mit, daß der mur die Nieter auf der Reiherstieg- Schiffswerft eine sehr bescheidene Aufbesserung ihres miserablen Lohns gefordert, und Vorschläge der Kommission für Arbeiterstatistit, welche in jeder Be- Maharajah von Gwalja ein vollständig ausgerüstetes Hospitalschiff fanger Beit gezahlt wird, was aber rundweg abgelehnt bewegung steht, awar so viel, wie auf andern Werften schon seit ziehung als ungenügend erklärt werden. Die Forderungen dieses für den Dienſt in China angeboten habe; dies Anerbieten sei mit Verbands, der nicht auf dem Boden der modernen Arbeiter- Dank angenommen worden. Brodrick teilt mit, der britische Generalfonsul Warren habe lehnen sich durchweg ant die bekannten, wurde. Als sich die übrigen Arbeitergruppen weigerten, die Arbeit auf dem allgemeinen Fachkongreß der Gastwirtsgehilfen gefomme, daß er in zwei Tagen eine Mitteilung aus Beling ers bei dem Gouverneur von Schantung telegraphisch angefragt, wie es der in den Streit eingetretenen Leute zu verrichten, wurden nicht faßen Beschlüsse an. Auch die deutschen Kellner im Ausland nur die hierzu aufgeforderten Werftarbeiter, beteiligen fich an der Bewegung. So wird uns aus 2uzern halten habe, bei der britischen Regierung aber keine Nachricht sondern auch dieser Angelegenheit ganz fern stehende Arbeiterkategorien gemaßregelt. Im( Schweiz) berichtet: Am 16. D. M. versanimelte sich in Luzern der von den britischen Gesandten eingelaufen sei. Die Antwort des großen Stile begannen die Maßregelungen, als die an die Nieter größte Teil der zahlreichen hier angestellten deutschen Kellner und Gouverneurs von Schantung lautete folgendermaßen: Die Mitteilung protestierte durch Annahme einer geharnischten Resolution aufs des amerikanischen Gesandten wurde vom Tsung- li- Damen durch ergangene Aufforderung, die Arbeit wieder aufzunehmen, nicht energischste gegen die Beschlüsse der Kommission für Arbeiterstatistik einen Boten abgesandt, der etwa 200 engl. Meilen täglich zurücklegte. Ich gebe Ihnen die Versicherung, daß eine telegraphische Ver des deutschen Reichstags. Eine am Sonnabend stattgehabte, von 2000 erftarbeitern bindung mit Peking nicht besteht. Ich kann es nicht erklären, besuchte Versammlung der ausgesperrten Werftarbeiter weshalb Macdonald keine Nachricht von sich gegeben hat, aber ich wendete sich ebenfalls mit aller Schärfe gegen die tendenziöse AusAus der Frauenbewegung. bitte sich über die Gesandten nicht zu beunruhigen, denn sie streuung der Arbeitgeber, daß die Arbeiter maßlose Forderungen aufund die übrigen Ausländer sind am Leben und unverletzt. Darüber gestellt und dadurch die Kraftprobe des Arbeitgeberverbands provoZwei Gewerbe- Inspektorinnen sind neuerdings wieder in habe ich schon mehrere verläßliche Nachrichten erhalten. Brodrick ziert hätten. Weiter wurde betont, daß die noch beschäftigten Arbeiter fest Holland ernannt worden und zwar sind es Mme. Stuyper- Ternis fügt hinzu, da über ein Monat verflossen sei, setdem die britische entschloffen seien, keine Streitarbeit zu verrichten. Auch wurde erklärt, daß und Mille. Kleerekoper, die ihr Doktoreramen für Pharmacie und Regierung von ihrer Gesandtschaft in Peking eine Mittheilung Verhandlungen mit den Arbeitgebern nur noch seitens der Organisation Naturwissenschaften gemacht hat. erhalten habe, während das Tsungli- Gamen durch Boten mit vers oder der Lohnfommission geführt werden dürften. Die Arbeitgeber haben schiedenen chinesischen Behörden verkehre, so könne die britische Rebisher mit ihren Bemühungen, Arbeitswillige heranzuziehen, nur Die Dienstbotenfrage in Amerika. Die Kommission für gierung Mitteilungen oder Dekreten, die dem Kaiser von China fehr minimale Erfolge gehabt. Von den Rostockern hat sich der Industrie in den Vereinigten Staaten, die durch einen Beschluß des oder der chinesischen Regierung zugeschrieben werden, feinen Glauben größere Teil mit den Ausgesperrten solidarisch erklärt. Man hat Rongresses am 18. Juni 1898 eingesetzt wurde, um alle Fragen schenken, so lange sie nicht durch Briefe welche die Unterschrift des Beshalb Agenten nach Holland und England geschickt, doch ist in Betreff der Arbeit, Einwanderung 2c. zu prüfen, hat Miß britischen Gesandten Macdonald oder andrer britischer Beamten zu hoffen, daß auch die dortigen Arbeiter ihren Hamburger Kollegen Gail Laughlin mit dem genauen Studium der Dienstbotenfrage tragen, oder durch ein Telegramm mit der Chiffre der britischen nicht in den Rücken fallen werden. beauftragt. Miß Gail Laughlin hat an der Rechtsschule von Regierung bestätigt werden. Da es der Hamburg- Amerita- Linie nicht gelungen ist, den für Cornell im Jahre 1898 ihr Examen gemacht und ist dann im die Truppentransporte nach China bestimmten Dampfer" Sardinia" darauffolgenden Jahr in New York als Rechtsanwalt zugelassen fertigstellen zu laffen, ist die" Sardinia" nach Wilhelmshaven ge- worden. Miz Laughlin arbeitet auch lebhaft mit in dem National bracht worden, um dort fertiggestellt zu werden. Die dortigen Werftverein für das Frauenstimmrecht. arbeiter werden sich in einer Versammlung mit der Angelegenheit beschäftigen und, was wohl mit Bestimmtheit angenommen werden darf, ebenfalls die Streifarbeit verweigern. Der ebenfalls für die Truppentransporte in Aussicht genommene Eine Versammlung aller im Brauereibetrieb beschäftigten 200 Werftarbeiter ausgesperrt worden. Dagegen ist heute der Streit Dampfer„ Adria", liegt noch bei Blohm& Bo B. Hilfsarbeiter, einberufen vom Centralverband deutscher Brauer, Sind die Unternehmer ausdauernd entschlossen, alle Minen springen tagte am Sonntag bei Keller, Koppenstr. 29. Die Lohntommiffion der Klempner und Mechaniker für die Arbeiter siegreich zu lassen, so herrscht auch unter den Arbeitern eiserne Entschlossen- berichtete über die Verhandlungen mit den Ringbrauereien. Nach beendet worden. heit, den ihnen aufgezwungenen Kampf bis zu Ende durchzuführen. diesem Bericht, den Schüler erstattete, haben auf Ansuchen der Hamburg, 23. Juli.( W. T. B.) Die Schiffsbauer der Der Geist der Solidarität der Ausgesperrten findet darin einen Lohntommission und nach mehrmaligem gegenseitigen Schriftwechsel Sostoder Neptun Werft, welche zum Umbau der von schönen Ausdruck, daß von den 1300 von Blohm u. Voß aufs Straßen- Verhandlungen stattgefunden, und schließlich wurden den Hilfsarbeitern der deutschen Reichsregierung gecharterten Dampfer der Hamburgpflaster Geworfenen nur etwa 406 Unterstützung in Anspruch ge- von dem Verein der Brauereien Berlins und Umgegend unterschrift- Amerika- Linie hierher gefandt worden sind, haben die Arbeit auf nommen haben. lich folgende Bugeständnisse gemacht: Es soll betragen: der„ Batavia" beendet." Nachdem die" Batavia" in der vergangenen Versammlungen. Tehte Nachrichten und Depeschen. Die Hamburger Maffenaussperrung. Hamburg, 23. Juli.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Außer den am Sonnabend gemeldeten 800 Mann sind noch weitere Leoben, 23. Juli.( B. H.) Der im Bau begriffene Tunnel der elektrischen Lokalbahn der Alpine- Montan- Gesellschaft ist teilweise eingestürzt. Hierbei wurden 11 Arbeiter verschüttet, von denen bisher 7 aus den Trümmern hervorzogen werden konnten, während die übrigen 4 voraussichtlich tot sind. Vom Maurerftreik in Elbing. Bereits 11 Wochen dauert 1. Der Lohn der Flaschenspüler im ersten Jahre pro Woche Nacht den Hamburger Hafen verlassen hat, find die Werftarbeiter der Streit in Elbing. Der Streit hat sich während der langen 19 M., nach einem Jahre 20 M., nach zwei Jahren 21 M. und zwar auf den Bostdampfer Adria" überquartiert worden, um auch den Dauer wenig verändert. Es arbeiten zu neuen Bedingungen für 10 Stunden per Tag, also für eine Arbeitszeit von 60 Stunden Umbau dieses Schiffes zum Transportdampfer zu bewerkstelligen. Die Adria" wurde gestern Abend von der Blohm und Voßschen ca. 100 Maurer, ca. 200 befinden sich außerhalb. Es sind während pro Woche. der ganzen Dauer durch allerhand Versprechungen der Unternehmer 2. Der Lohn der Reservekutscher im ersten Jahre pro Woche Werft nach dem Betersquai gebracht, um dort gleichzeitig die Aus Der Postdampfer" Phönicia" wird 15 Mann abgefallen, auch ist es den Unternehmern gelungen, un- 21 M., nach einem Jahre 22 M. Für Faßbier- Mitfahrer im ersten rüstung an Bord zu nehmen. gefähr ebenso viel Arbeitswillige von außerhalb heranzuziehen, Jahre pro Woche 20 M., nach einem Jahre 21 M. Für Flaschenbier- heute Abend seine Ladung gelöscht haben und dann ebenfalls dem welche jedoch wieder abzureisen gedenken. Der Betrieb wird spär- Witfahrer, sofern sie unter 20 Jahre alt sind, 18 M., sofern sie 20 erforderlichen Umbau unterzogen werden. lich mit einigen alten Leuten und Lehrlingen aufrechterhalten. Eine oder mehr Jahre alt find, 19-20 W. Diese Lohnfäße sollen als Firma beschäftigt z. B. ca. 50 Lehrlinge; auch werden Arbeiter als Minimallohnsäge gelten, so daß es bei denjenigen Brauereien, wo höhere Maurer verwendet. Der Streit hat sich zur Machtprobe entwidelt, Löhne bewilligt find, bei diesen verbleiben soll. Die Lohnfäße des da es den Unternehmern nur darauf anfommt, die Organisation zu Fahrpersonals gelten einschließlich der Provision. sprengen. Ein Mittel hierzu glauben sie darin gefunden zu haben, Ferner foll: 3. Ueberarbeit und Sonntagsarbeit der im Betriebe daß sie Schwarze Listen ausgestellt und in die Umgegend verschickt beschäftigten Arbeiter, zu denen das Fahrpersonal nicht zu rechnen haben, außerdem sollen die Leute, die auf dieser Liste stehen, niemals ist, mit einem Lohnzuschlag von 10 Broz. bezahlt, 4. die Sonntagswieder bei einem Innungsmeister beschäftigt werden. arbeit möglichst vermieden, jedenfalls aber auf die gesetzlich erlaubte Das Gewerbegericht, welches die Streitenden als Einigungsamt beschränkt, 5. bei den Maschinisten und Heizern die 18 stündige angerufen, wurde von den Unternehmerprozen abgelehnt. Wenu Wechselschicht beseitigt werden. nun die Herren geglaubt haben, die Maurer würden dadurch 6. Bei infolge von Betriebseinschränkung erforderlichen Arbeiterden Mut verlieren, so haben sie sich gewaltig geirrt. In entlassungen soll in der Regel nach der Anciennität verfahren werden. einer am 17. Juli stattgefundenen Maurer- Bersammlung wurde Auch mit den ringfreien Brauereien hat die Lohnkommission einstimmig beschlossen, den Kampf so lange zu führen, bis die For- verschiedentlich verhandelt und in einigen Fällen ein sehr gutes deringen der Maurer anerkannt und die Schwarzen Listen ver- Resultat erzielt. schwunden seien. Für diesen Sommer dürfte den Unternehmern der Profit etwas geschmälert werden, da jezt mindestens 300-400 Mann Ersay fehlen. Buzug ist fernzuhalten. Teplitz, 23. Juli.( B. H.) Im Plutoschacht der Brüger Kohlenwerke erfolgte in letter Nacht nach Absperrung eines in Brand geratenen Seitenstollens eine Explosion schlagender Wetter, wodurch mehrere Bergleute mehr oder minder schwer verletzt wurden. Bordeaux, 28. Juli.( B. H.) Der Dampfer" Pernambuco", welcher aus St. Louis( Senegal) mit 150 Passagieren angekommen ist, wurde unter Quarantäne gestellt, da sich mehrere Fälle von gelbem Fieber an Bord des Dampfers ereignet hatten. So hat die Kaiserbrauerei den Hilfs- London, 23. Juli.( W. T. B.) General Broadwood meldet arbeitern einen Wochenlohn von 24 M. bei neunstündiger Arbeits- über Honingspruit und Kroonstad, er habe das Kommando unter zeit, die Weißbier- Brauerei von Gebhardt eine 10prozentige General Dewett seit dem 16. Juli verfolgt und sei am 19. Juli in ein Lohnerhöhung bewilligt und auch in andern Brauereien haben Lohn- heftiges Gefecht bei Balmiefontein verwidelt worden. Der Einaufbefferungen stattgefunden. Bezüglich der Süddeutschen Brauerei tritt der Dunkelheit habe die Verfolgung des Feindes verhindert. Kinz u. Co. wurden die Verhältnisse für die Arbeiter als ungünstig Der Verlust der britischen Truppen betrage 5 Tote und 6 VerAlle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Der Feind habe sich nachts schnell nach Paarde geschildert, auf die da herrschenden sanitären Mißstände hin- wundete. Man glaube, das betreffende Kommando Alle Schreiben find an F. Kriese, Inn. Marienburger Damm 9b, gewiesen und unter anderm behauptet, daß die Biergefäße an traal zurückgezogen. Reinlichkeit viel zu wünschen übrig lassen. Nach einer längeren Dis- bestehe aus 2000 Mann und 4 Kanonen und stehe unter dem Befehl zu richten. Maurerstreik in Hannover. Zu unsrer Notiz in Nummer 161 fuffion, in der auch die Arbeitsverhältnisse in den Brauereien Bichels- Steyns und der beiden Dewetts. dorf und J. Bögow fritisiert worden waren, erklärte fich die Vers Eine Depesche des Generals Rellyfenny aus Bloemvom 14. d. M. erhalten wir nachstehende Richtigstellung: „ Es ist unrichtig, daß den Maurern, den Arbeitnehmern fiber fammlung einstimmig mit der Thätigkeit der Lohnfommission fontein vom 22. Juli besagt: Die Eisenbahn wurde legte Ein Zug mit haupt, ein definitiver Bescheid bis Dienstag der vorigen, d. h. der einverstanden und damit ebenfalls mit den oben angeführten Berein Nacht nördlich von Soningspruit abgeschnitten. Woche vom 8. bis 14. 6. M., zugesagt worden ist, vielmehr ist ihnen barungen zwischen der Lohnkommission und dem Verein der Bauereien 100 Hochländern wurde vom Feinde erobert. Hier traf die Meldung Berlins und Umgegend. ein, daß eine bedeutende feindliche Truppenabteilung auf Honingspruit mitgeteilt worden, daß ein Bescheid vor Ablauf der ersten Hälfte Als Kandidat zu den nächsten Gewerbegerichtswahlen wurden vorrückt. Mit Pretoria ist jede Verbindung unterbrochen, die zweite dieses Monats erfolgen würde, und die Lohnkommission, mit welcher Franke und als Erfagmann Dreibrodt nominiert. und dritte Kavallerie- Brigade verfolgen den Feind. die Verhandlungen gepflogen, ist genau darüber unterrichtet ge- unter Berschiedenes" wurde über verschiedene Unregel London, 23. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureans".) Lord wesen, daß am Donnerstag, den 12. d. M.. in der General versammlung des Arbeitgeber- Verbands über die gestellten Anträge mäßigtetten im Arbeitsnachweis der Ningbrauereien berichtet Roberts telegraphiert aus Pretoria, wahrscheinlich über Natal vom Beschluß gefaßt werden sollte. Trotzdem ist am Tage zuvor der und schließlich eine dreigliedrige Kommiffion gewählt, die mit dem 22. Juli, daß Lord Methuen den Feind mit schweren Berluften Kuratorium des Arbeitsnachweises in Verbindung treten soll, um bei Oliphantsneh zerstreute, Rustenburg befreite und sich sodann mit Streit beschlossen und am Donnerstag begonnen worden. eine forrette Handhabung der Arbeitsvermittlung zu veranlassen. General Baden- Powell vereinigte. Außerdem gelangte eine Resolution zur Annahme, in der das Ver- London, 23. Juli.( W. T. B.) Oberhaus. Die zweite Lefung balten der ringfreien Brauereien, die nach den gemachten Fest der Bill betr. das Verbot der Ausfuhr von Waffen wird an stellungen zumeist die früheren Versprechungen den Arbeitern gegen genommen. Durch die Bill wird die Königin ermächtigt, die Aus über nicht innegehalten haben, entschieden verurteilt und der Lohn- fuhr von Waffen und Munition zu verbieten, wenn einem Der Tischlerftreit in Frankfurt a. M. dauert, wie die fommission aufgegeben wird, geeignete Maßnahmen zu treffen, damit das Verbot für angebracht gehalten wird, um zu verhindern, daß Streilleitung befait giebt, fort. Der Zuzug ist nach wie vor die vielen Mißstände beseitigt werden. Die Wahl des Gauvorstands diese Waffen und Munition gegen britische Truppen oder mit ihnen soll in der nächsten Versammlung vorgenommen werden. streng fernzuhalten. tämpfeude Truppen verwundet werden. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th, Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. Der Vorstand des Arbeitgeber Verbands für das Baugewerbe der Stadt Hannover. H. F. Ilfe. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Br. 169. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sechste General- Versammlung des Central- Verbandes der diese Reform kaum bringen, denn es fehlt uns das Zutrauen, der Inschrift J. Hoffmann. deutschen Hafenarbeiter. Hamburg, den 22. Juli. borfuhr. Dienstag, 24. Juli 1900. Variétés und das Schankwesen gehören.- Etwas Besfres wird Steinchen und einen breiteren Ring mit einem roten Stein und der Polizei die Censur über litterarische Erzeugnisse zu überantworten. In der Militär- Schwimmanstalt in der Köpenickerstraße hat Die Berliner Patentanwalte. Die Abfaffung einwandfreier am Sonnabendnachmittag der im Garde- Kürafffer- Regiment dienende Batentgesuche ist für solche, die in dieser Materie nicht genau Bescheid 21 jährige Karl Frost einen rätselhaften Tod gefunden. Die vierte Der Vorsitzende Job. Döring Hamburg eröffnet die General- wiffen, mit großen Schwierigkeiten verknüpft. Nicht die Vorteile, Schwadron des genannten Regiments, bei welcher F. stand, hatte in versammlung mit einer Begrüßung der Delegierten. Die Berlefing welche die betreffende Erfindung mit sich bringt, sollen in einem der Pfuhlschen Bade- Anstalt eine Schwimmübung abgehalten und der Präsenzliste ergiebt die Anwesenheit von 37 Delegierteit, die solchen Gesuche bargelegt werden, sondern die Grundgedanken der nach ihr badeten Mannschaften des 2. Garde- Dragoner- Regiments. 46 Mitgliedschaften vertreten. Unvertreten sind 8 Mitgliedschaften, Erfindung und die zu ihrer Berkörperung und Ausführung notwendigen Kaum befanden sich einige dieser Soldaten im Waffer, als fie auf die ihren Sis meist recht entfernt von Hamburg haben. Mittel müffen genau klargelegt werden. Deshalb sucht sich der Erfinder die Leiche eines jungen Mannes stießen und dieselbe aus Land Bertreten find die Orte: Hamburg, Bremen, Lübeck, Har fast ohne Ausnahme einen sachverständigen Beistand; er nimmt einen schafften. Inzwischen waren die Küraffiere zum Abmarsch burg, Rostock, Stettin, Kiel, Flensburg, Bremen, Bremer- Batentanwalt in Anspruch, welcher sein Batentgesuch auffezt, einreicht angetreten und erst jetzt wurde entbedt, daß Frost haven, Lehe, Altona, Magdeburg, Schönebeck, Mainz, Duis und vertritt. Solcher Patentanwalte giebt giebt es in Berlin fehlte. In dem aufgefundenen Toten wurde der vermißte Kürassier burg, Ludwigshafen, Mannheim, Breslau und Wismar. Der ungefähr hundertundfünfzig. Es dürfte aber wohl kaum einen Beruf erkannt und die Leiche, nachdem noch an Ort und Stelle vergebliche Centralvorstand ist vollzählig, vom Ausschuß Möller- Lübeck, von den in Berlin geben, in welchem in Bezug auf sociale Stellung und Wiederbelebungsversuche angestellt worden waren, nach dem GarnisonRevisoren Will- Hamburg erschienen. Der Jahresbericht des Vor- Einkommenverhältnisse eine größere Differenzierung besteht, als im lazarett gefchafft. Es wird angenommen, daß der Soldat, der ein stands liegt gedrudt vor. Döring giebt einige Erläuterungen dazu. Batentanwaltsstande. Vom Millionär, der am Morgen vom vor- vorzüglicher Schwimmer war und feine Kunstfertigkeit durch die Der Verband ist seit seiner legten Generalversammlung im Jahre nehmsten Westen Berlins in einer Gummifarosse ins Geschäft eilt, Ausführung von Kopffprüngen wiederholt bewiesen, bei einer solchen 1898 sehr erheblich gewachsen. Es find in den letzten beiden Jahren bis zum ärmsten Manne, der von der Hand in den Mund lebt und Gelegenheit von einem Krampfanfall erfaßt und nicht mehr an die Weise geehrt. Es haben sich seit 1898 gebildet 21 neue Mitglied- mietet, das er durch eine Portiere in, Comptoir“ und„ Wohnung" getrennt diente, stammt aus Alsen, woselbst seine Eltern eine Ackerwirtschaft schaften. Drei Lokalorganisationen sind in den Verband übergetreten. hat, find wohl alle Zwischenstufen vertreten. In den Bureaus der großen" befizen. Für die neugebildete Mitgliedschaft Flußschiffer" find 15 Bahlstellen Patentanwalte ist oft ein kleines Heer von Ingenieuren, Technikern, im Flußgebiet der Elbe, Weichsel, Oder und der Saale gegründet Beichnern und Bureaubeamten thätig: die klientel dieser Anwalte einem Brauerwagen, bei welchem zwar Menschen nicht verletzt wurden, Ein heftiger Zusammenstoß eines Straßenbahnivagens mit worden, weil die Flußschiffer ja stets unterwegs sind. Diese Mit- fetzt sich zusammen aus Erfindern von allen Gegenden und Ländern. aber ein bedeutender Materialschaden entstand, fand Sonntage a dschaft hat es in der kurzen Zeit ihres Bestehens auf nahezu Diese Bureaus nehmen nur große Sachen" an, Erfindungen, von 1400 Mitglieder gebracht. Der Verband besteht jetzt aus 54 Mitglied benen anzunehmen ist, daß sie einen großen Gewinn bringen. Bei nachmittag gegen 5 Uhr in der Neuen Promenade statt. Ein Wagen schaften mit 12 578 Mitgliedern, gegen 33 Mitgliedschaften mit diesen Anwalten ist jedoch die Ausarbeitung und Vertretung von Markt kommend, das lintsseitige Geleise der Straßenbahn entlang. der Brauerei E. Paschen, Prinzen- Allee 77 fuhr, vom Hackeschen 7778 Mitgliedern im Jahr 1898. Mit einer ganzen Reihe weiterer Batentgesuchen die am wenigsten gewinnbringende Thätigkeit. Ihren auf welchen ihn der Accumulatorwagen 1797 der Linie Nigdorf Orte find Verbindungen angeknüpft, um dort die Gründung von Hauptgewinn ziehen sie aus der Finanzierung und Verwertung von ErIm letzten Augenblick suchte Mitgliedschaften in die Wege zu leiten. Besonders ist das Rhein- findungen, die patentiert worden find. Sie haben große Kapitalfonfortien der Brauereitutscher Weißenburgerstraße entgegentam. Brauereitutscher auszuweichen, vermochte dies jedoch gebiet ins Auge gefaßt. So ist fürzlich schon eine Mitglied- und Industrielle hinter sich und kaufen den Erfindern besonders gewinn schaft in Straßburg gegründet, während Köln demnächst folgen reich erscheinende Erfindungen ab. Bei diesen Geschäften werden nicht mehr, weil auf dem Nebengeleise ein Motorwagen wird. Um diese Refultate zu erzielen, ist vom Centralvorstand eine oft riesige Sunmen verdient. Der Zusammenstoß erfolgte mit solcher Heftigkeit, daß der Borderteil des Brauerwagens zertrümmert wurde, die sehr rege Agitation betrieben worden. Leider sind, führt der Jahres- Ganz anders ist das natürlich bei den„ kleinen Patentanwalten", Stränge des Gespanns zerriffen und die Borderplattform des Motorbericht aus, in den Berichtsjahren auch 3700 alte Witglieder ver- fie haben einen sehr schweren Stand gegenüber den großen Patent- wagens eingedrückt wurde. Die auf den Perrons ſtehenden Baffagiere Toren gegangen, die durch den Eintritt neuer Mitglieder freilich mehr bureaus. Ihre Kunden sind fast immer Handwerker und Arbeiter aus wurden auf den Bürgersteig geschleudert, kamen jedoch ohne Berals erjeszt sind, deren Verlust aber zu ernſtem Nachdenken Anlaß der nächsten Nachbarschaft, und sie haben meist nur Erfindungen von legung davon. Dagegen waren bei dem angerannten Accumulatorengiebt. Diese Fluktuation, unter der der Verband stets zu leiden geringerem Wert zu bearbeiten. Die Ausarbeitung und Bertretung wagen die Betriebsvorrichtungen vollständig zerstört, so daß er von gehabt habe, fordere gebieterisch Einrichtungen, die geeignet feien, eines Batentgefuchs wird mit 10-15 m. bezahlt, doch wird nicht einem nachfolgenden Wagen ins Schlepptau genommen und nach Sen Mitgliedern den Verband als etwas Liebenswertes erscheinen selten dieser Betrag zurückgezahlt, wenn das Batentgesuch einen der Endstation gebracht werden mußte. zu lassen, das man nicht so schnell achtlos beiseite werfe. Sonst negativen Erfolg hat. fei ja schließlich alle Agitation zwedlos. Tötlich verunglückt ist der 57 Jahre alte Kaufmann Karl Streits find in den Berichtsjahren von Bedeutung nur zwei ge Berlins ältestes Volksschulhaus ist jetzt gerade 100 Jahre Wengel aus der Chauffeeftr. 27, der in einer Holzhandlung in wesen, der der Binnenschiffer im Mai 1899 und ein Streit in alt. Es ist das Seitengebäude des neben der Parochialkirche ge- Moabit als Buchhalter angestellt war. Für diese Handlung waren Magdeburg im März und Februar 1899. Ferner haben verschiedene legenen Hauses Klosterstr. 65. Heute sind darin nur noch wenige mehrere Kähne mit Holz angekommen, das Wenzel zu prüfen hatte. Heinere Streifbewegungen stattgefunden. Mit Ausnahme von zwei Klaffen untergebracht, die als Filiale der 24. Gemeindeschule geführt Am Sonnabendnachmittag ging er vom Hause weg, um sich nach Streifs, in Altona und in Hamburg( Hamburg- Amerika- Linie), ver- werden. Der Bau des Schulhauses wurde 1799 angefangen und im dem Nordhafen zu begeben, in dem die Kähne antern. Von diesem liefen fämtliche Streils zu Gunsten der Arbeiter. Der Jahresbericht Sommer 1800 beendet. Die Schicksale der Schule, für die die Ausgang kehrte er nicht wieder zurück. Am Sonntagmorgen fand rigt, daß in den beiden verlorengegangenen Streits von den Arbeitern Räume bestimmt waren, sind in mehreren Punkten bezeichnend für man ihn unweit der Kähne in der Nähe der Frauen- Badeanstalt als nicht mit der gehörigen Ueberlegung vorgegangen sei. Bei ruhiger die Entwickelung des Berliner Elementarschulwesens. Die Schule Leiche im Wasser treiben. Man vermutet, daß der schon bejahrte Beurteilung der Verhältnisse hätten sich diese beiden Streits wohl ver- bestand schon seit 1705 als Kirchschule der Barochialgemeinde. Sie Mann bei dem Versuch, von einem Kahn auf den andren überzumeiden lassen. Es sind insgesamt in den Berichtsjahren 18 350,11 m. für nahm anfangs nur Kinder dieser Gemeinde auf, arme unentgeltlich, treten, ausgerutscht, in den Hafen gefallen und ohne daß er um Streits im Hafenarbeiter- Berufe ausgegeben, M. 4950 für Streife in andre gegen Schulgeld. Später wurden auch aus fremden Kirchen andren Berufen, also zufammen W. 18 300.11. Trotzdem der Kassenbestand gemeinden zahlende Kinder aufgenommen, von der Mitte des 19. Jabr- Silfe rufen fonnte, sofort untergegangen und ertrunken ist. Zunehmende Erblindung hat den 82 Jahre alten Rentner des Verbands ganz erheblich gestiegen ist, nämlich von W. 11 509,09 hunderts an auch solche, für die die Stadtgemeinde zahlen mußte. ( 1898) auf M. 40 733,05( 1900), genügten die finanziellen Ver- Die Parochialschule diente so, gleich vielen privaten Glementar- Gottlieb Grebe aus der Schönhauser Allee Nr. 135 in den Tod gehältniffe des Verbands nicht, um in größere Bewegungen zweds idhulen, als Ergänzung der damals sehr wenig zahlreichen städtischen trieben. Grebe hatte früher in der Dragonerstraße eine große FutterErringung befferer Lohn- und Arbeitsverhältnisse einzutreten. Es Elementarschulen. Als 1870 in den Gemeindeschulen das Schulgeld handlung und lebte seit 20 Jahren von seinen Renten. Seit sechs müssen deshalb auch die Hilfsquellen des Verbands ausgebaut aufgehoben wurde, traten die meisten zahlenden Kinder aus der Jahren wohnte er als Wittwer bei dem Fuhrherrn Wendland in der werden. Aus dem ebenfalls gebrudt vorliegenden Kaffenbericht ist Parochialichule in die Gemeindeschulen über. Die Parochialschule Schönhauser Allee. Vor etwa Jahresfrist begann er an den Augen Das Uebel verschlimmerte sich zusehends, und seit hervorzuheben, daß M. 91 722,72 fonnte fich mim nicht mehr behaupten und mußte 1872 von der zu leiden. Einnahme alt Ausgabe von 2. 50 989,67 gegenübersteht. Von der Aus: Stadt als Gemeindeschule übernommen werden. Sie erhielt die 14 Tagen konnte der Greis fast garnichts mehr sehen. Der Wirtin gabe fallen nur M. 7332,61 auf Verwaltungs Unfosten. Bezeichnung 70. Gemeindeschule, blieb aber in den alten, der flagte er häufig sein Leid. Am Sonnabendmorgen bat er sie, ihn Für Agitation find verausgabt 2900 m., an Sterbegeld 5300 M., Parochialgemeinde gehörigen, von der Stadt gemieteten Räumen. den Vormittag hindurch schlafen zu lassen, da er eine unruhige Nacht Als die Frau sich um 1/2 Uhr einmal nach ihm für Rechtsschutz 2226,11 m. An die Generalkommission sind Sier hat sie noch über 25 Jahre bestanden, bis die wachsende Ab: gehabt habe. 2092,84 M. abgeführt. Der Kassenbericht resolviert sich dahin, daß wanderung der unbemittelten Bevölferung aus dem inneren Berlin imsah, fand sie ihn als Leiche wieder. Der alte Monn hatte sich der bisherige Beitrag von 0,60 m. pro Monat zu gering sei und nach den äußeren Stadtteilen die Zahl der Klassen so weit verringerte, erhängt. notwendigst erhöht werden müsse, wolle anders der Verband seinen daß fie feine volle Schule mehr bildeten. Mit einem Strick um den Hals ist am Sonnabendabend die Zweck erfüllen. An der Fassung des Jahresberichts wird von einer die 70. Schule hinaus nach der Ravenéstraße verlegt, wo sie rasch 63 Jahre alte unverehelichte Almojenempfängerin Emilie Traube Reihe Delegierter verschiedenes moniert, so besonders, daß der Fall auf jett 21 Klaffen mit über 1100 Kindern angewachsen ist. In der ins Waffer gegangen. Ihres sonderbaren Wesens wegen war ihr die des ungetreuen Verbandsbeamten Stehn nicht erwähnt sei. Döring Klosterstraße blieb nur ein fleiner Reft zurück, gegenwärtig 6 laffen Wohnung gekündigt. Am Sonnabend machte sie plöglich Anstalten widert, der Fall sei genügend in der Presse erörtert, man folle des mit 280 Kindern, der nicht als selbständige Schule weiterbestand, zum Ziehen. Um 4 Uhr nachmittags verließ fie die Wohnung und Filialen Ziehen. Uni 4 Uhr nachmittags verließ sie die Wohnung und halb Stehn seine Strafe ruhig verbüßen und den Fall ruhen lassen. sondern der hinter der Garnisonkirche gelegenen 24. Echule als Filiale tehrte nicht wieder zurüid. Um 10 Uhr abends sprang fie am KupferAuf Antrag der Mitgliedschaft Duisburg wird derselben eine Schuld angegliedert wurde. Auch dieser Nest wird bis auf wenige Kinder fehrte nicht wieder zurück. Um 10 Uhr abends sprang fie am Kupferin ein Krankenhaus gebracht. Jetzt entdeckte man, daß sie einen von drei Quartalsbeiträgen an die Verbandskasse erlassen, weil die schwinden, wenn zur Erbauung des zweiten Rathauses der benach- graben ins Wasser, wurde jedoch gerettet und von einem Schuhmann Mitgliedschaft mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Auf Au- barte Häuserblock an der Klosterstraße niedergelegt wird und dadurch Strid um den Hals hatte. Die Lebensmüde hatte vorher schon vertrag Meyer- Bremen wird dem Centralvorstand einstimmig Decharge wieder ein paar Hundert Familien aus dem Innern der Stadt versucht, sich zu erhängen, war aber nicht zum Ziel gekommen. erteilt. Ein Antrag der Altonaer Speicherarbeiter, ihnen die Rück- drängt werden. Nach dem völligen Eingehen der Schule will die zahlung eines Darlehns von 50 M. zu erlassen, wird einstimmig ab- Barochial- Gemeinde das alte Schulhans" abbrechen und durch ein gelehnt. Wohnhaus ersetzen. Döring berichtet sodann über den Punkt Agitation", indem er In städtischer Irrenpflege befanden sich am 30. Juni dieses ein anschauliches Bild davon entwirft, wie und wo für den Verband Jahres 5506 Personen, davon waren 3592 in den städtischen Anagiliert sei. Er beklagt sich darüber, daß der Vorstand von sehr stalten Dalldorf, Herzberge und Wuhlgarten, 1534 in den aushilfs vielen Orten keine Antwort erhalten, an die er sich gewandt habe, um Berbindungen anzuknüpfen und Mitgliedschaften neu au be gründen. Aus diesem Grund habe z. B. eine schon lange geplante Tour durch das Rheingebiet unterbleiben müssen. G Die Verhandlungen werden sodann auf Montag vertagt. Tokales. eine 1898 wurde dann Eifersucht hat den 19 Jahre alten Krankenpfleger Paul Schmidt aus der Bahnstr. 17 zu Schöneberg das Leben so verleidet, daß er ihm durch einen Revolverschuß ein Ende zu machen beschloß. Der junge Mann hatte zwei Jahre lang ein Verhältnis mit einem Dienstmädchen Elise G., glaubte aber in der letzten Zeit wahrzunehmen, daß diese ihre Gunst einem Bäckergesellen zuwandte. Die Eifersucht packte ihn so mächtig, daß er am Freitag seine Stellung aufgab, sich einen Revolver faufte, und am Sonnabend. nachmittag auf dem Spielplatz an der Bellevue- Allee eine Kugel in die Brust jagte. Schwer verwundet wurde er von einem Schuzinam in ein Krankenhaus gebracht. weise mitbenutzten Privatanstalten und 380 in Familienpflege unter gebracht. Die Verwendung privater Anstalten zur Aushilfe hat in den letzten Jahren einen immer größeren Umfang angenommen Am 30. Juni 1895, 1896, 1897, 1898, 1899, 1900 belief fich die Zahl aller in städtischer Jrrenpflege befindlichen Personen auf 4279, 4488, 4623, 4980, 5202, 5506, davon waren 675, 755, 914, 1088, 1284, 1534 in privaten Anstalten untergebracht. Jif privaten Anstalten Auf der elektrischen Straßenbahn verunglückte am Sonn waren 1895 erft 16 Prog., 1900 aber bereits 28 Broz. aller in abend gegen 10 Uhr abends der 42 Jahre alte Sternmacher Otto städtischer Irrenpflege befindlichen Personen. Die Ueberweisungen Redmann aus der Stendalerstr. 12. Redmann hatte eine Leiche nach Der focialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner au Privatanstalten werden voraussichtlich zunächst noch weiter zu dem Kirchhof begleitet und fuhr mit mehreren andern auf dem Reichstage Wahlkreis hält am Mittwoch, den 25. Juli, bei Ball- nehmen. Erst nach Vollendung der vierten städtischen Frrenanstalt Reichenwagen zurück. Vor dem Hause Müllerstr. 166a sprang er ab, fiel vor einen elektrischen Straßenbahnwagen, wurde eine ganze schmieder, Badstr. 16, eine Bersammlung ab. Auf der Tagesordnung werden sie sich wieder vermindern können. steht ein Referat des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen Die städtische Heimstätte für Genesende in Heinersdorf Strede mitgeschleift und am Kopf schwer verletzt. Bewußtlos wurde über: Was wollen die Deutschen in China? hat, wie das Heimstätten- Kuratorium bekannt giebt, als vorläufigen er nach der Unfallstation in der Lindowerstraße und von dort mit Walter Mesch, ein eifriger Parteigenoffe im 6. Berliner Ersatz für das fürzlich abgebrannte Haus zwei Baracken erhalten, einem Koppschen Rettungswagen nach der Charité gebracht. Lebensgefährlich verbrannt hat sich am Sonnabendnachmittag Wahlkreis, hat am Sonntag nach langen Leiden die Augen für die im Park errichtet worden sind und 82 Männer aufnehmen immer gefchloffen. Die Krankheit hat ihn gehindert, in letzter Zeit fönnen. Die schleunigfte Beschaffung dieses Ersatzes war um so die 19jährige Ehefrau Frieda des Restaurateurs Klaffte aus der für die Befreiung der Arbeiterklasse zu wirken, in feinen gefunden mehr nötig, da gerade in den Sommermonaten der Budrang zu Mustauerstraße 65. Um zum Staffeekochen das Feuer anzufachen, Tagen gehörte er uns, unserer Bewegung, unseren Stämpfen. Sein den Heimstätten so start ist, daß in dieser Zeit nicht nur sämtliche bediente fich die junge Frau, die erst seit einem Jahre verheiratet ist, Andenken wird den Parteifreunden in ehrender Erinnerung bleiben. Bläge beinahe ständig besetzt sind, sondern eine große Bahl von des Petroleums, obwohl diese Unfitte schon so oft Unheil angerichtet Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. d. M., nachmittags Genesungsuchenden sogar viele Tage und Wochen auf die Aufnahme hat. Kaum hatte sie etwas hincingegossen, da schlug eine mächtige Stichflanine aus dem Ofen heraus und verbrannte die Frau an 5 Uhr, von Lychenerstr. 3 nach dem Friedhof der Freien Gemeinde, warten muß. Pappel- Allee, statt. Immer mehr Opfer fordert die unerträgliche Size. Der Brust und Leib um so schwerer, als sie der Hige wegen nur leicht Ein Nünzelscher Nettungswagen mußte die Ver 21jährige Wilhelm Nadaß aus der Kaybachstr. 2, der bei Schultheiß gekleidet war. Eine Reform in der Ausübung der polizeilichen Theater auf Tivoli beschäftigt war, Ind am Sonnabend um die Mittagszeit unglückte in das Strankenhaus am Urban bringen. Vom Hizschlag Censur für Berlin ist, wie ein hiesiges Blatt berichtet, in aller in der Nähe des Schlesischen Bahnhofs Bier ab. Einen entsetzlichen Selbstmord verübte am SonnabendStille vorbereitet worden und soll, wenn irgend möglich, bereits getroffen, brach er plöblich lautlos zusammen und kam nicht wieder nachmittag der 50 Jahre alte Hutmacher Theodor Dietze, ein Jungzum bevorstehenden 1. August in Kraft treten. Bisher wurde zu sich. Man brachte ihn nach der Polizeiwache auf dem Schlesischen die Censur als Nebendienstzweig von der politischen Polizei Bahnhof, wo sich alsbald mehrere Aerzte um ihn bemühten. gefelle, der in der Weinſtr. 11 bei einem Gastwirt wohnte. Dieße in Verbindung mit der Abteilung I des föniglichen Bolizei. Umsonst, der junge Mann starb nach der junge Mann starb nach kaum einer halben war feit einem halben Monat in der Hutfabrik von Seelig in der präsidiums( Allgemeine und landespolizeiliche Verwaltung) aus. Stunde. Der 64 Jahre alte Kohlenträger Friedrich Mücke Pappelallee 24 beschäftigt, nachbent er zwei Monate lang leine Arbeit geübt. nehmen wolle. Als er am Sonnabendnachmittag im dritten Stock Hieraus geht hervor, daß diese Brüfung ursprünglich aus der Kaylerstraße 5 wurde am Sonnabendnachmittag um 2/2 Uhr gehabt hatte. Fast jeden Tag äußerte er, daß er sich das Leben hauptsächlich von politischen Gesichtspunkten aus vorgenommen am Urbanfafen beim Kohlenausladen vom Hizschlag gerührt, der werden sollte. Bei der bevorstehenden Reuorganisation des Genfur- 36 Jahre alte Arbeiter Ferdinand Spielmann brach um 4 Uhr nach der Fabrik beschäftigt war, riß er furz vor 4 Uhr plöglich ein Fenster auf, firzte sich durch das Glasdach des Maschinenhauses hindurch wesens geht man mun von der Annahme aus, daß die Bahl der mittags in einer Schneidemühle zu Treptow in der Bouchéstraße und blieb mit zerschmetterten Gliedern auf dem Dampffeffel liegen. Ein Arzt, der sofort gerufen wurde, konnte nur noch feststellen, daß unter modernen Verhältnissen für die Beurteilung scenischer Auf- befinmungslos zusammen. Beide wurden mit einem Nünzelschen und blieb mit zerschmetterten Gliedern auf dem Dampffefsel liegen. der Tod auf der Stelle eingetreten war. führungen wesentlichen Momente eine so große ist, daß hier ein Rettungswagen nach dem Krankenhaus am Urban gebracht, wo sie Ein Arzt, der sofort gerufen wurde, konnte nur noch feststellen, daß genügend ausgiebiges Arbeitsfeld für eine besondre Behörde gegeben schwer daniederliegen. Bu der Frau des Postbeamten Schuster Wegen vorsätzlicher Brandstiftung wurde am Sonntag ist. Diese Behörde wird denn auch vielleicht als Unterabteilung der in der Beusselstr. 59 fam am Sonnabenduachmittag gegen 61/2 Uhr oben erwähnten Abteilung I, wahrscheinlicher aber als eine neue eine unbekannte Frau in die Wohmung und bat, da ihr von der Hige nachmittag die 33 jährige Ehefrau des Architekten VI andowsky Abteilung des Polizeipräsidiums und zivar als Abteilung VII ins unwohl geworden sei, um ein Glas Wasser. Bevor noch Fran! Schuster aus der Kl. Hamburgerstraße verhaftet. Frau Blandowsky schickte Leben treten. Als fünftiger Vorfizender der neuen Censur- Abteilung ihrem Wunsche entsprechen konnte, brach die Unbekannte zusammen am Sonntagnachmittag gegen 2 Uhr ihre drei schulpflichtigen Kinder wird Regierungsrat Domrat genannt. Um der neuen Abteilung und verschied auf der Stelle. Ein Arzt, der sofort gerufen wurde, auf die Straße mit der Weisung, auf den Omnibus zu warien, sie Gelegenheit zu geben, ihre Aufgabe in möglichst umfangreicher fonnte nicht mehr helfen. Die Verstorbene trug 1. a. an einer fäme sogleich nach. Sie bestieg denn auch mit den Kindern das Weise, ohne Rücksicht auf etwaige Kompetenzen andrer Behörden und schwarzen Glasfette vierblättrigen Klee in einer ziemlich großen Gefährt, um bis zur Linienstraße zu fahren. Staum zwei Minuten nach bon einheitlichen Gesichtspunkten aus zu lösen, werden zu ihrem Ges herzförmigen Kapsel aus grünem Glas, filberne Ohrknöpfchen zum ihrem Weggang bemerkte der Portier des Hauses im Vorübergehen, schäftsgebiet noch die Aufsicht über sämtliche Luftbarkeiten, über die Einschrauben, einen schmalen goldnen Ring mit weißen und blauen daß zwei Fenster der Bl.schen Wohnung ganz dicht verhangen, die Versammlungen. " Fensterscheiben aber auch völlig angelaufen waren. Bugleich bemerkte- Der Beklagte entgegnete, er habe mir einen Betriebsleiter, und| Schachtmeher und Wolff erscheinen, während Herr v. Kröcher trotz des er, daß Flammen in der Wohnstube emporloderten. Er schlug Lärm, das sei der Formermeister John. Ihm unterständen sämtliche gegen ihn zu erlassenden Steckbriefs der Aufforderung, sich zu stellen, und während einige Hausbewohner die Thüren sprengten, wurde die 120 Angestellte ausschließlich des Comptoirpersonals. Bei vielen voraussichtlich keine Folge leisten wird. Feuerwehr herbeigerufen. Das Feuer war bald abgelöscht, doch Expeditionen wirfte ein Buchhalter mit. Die Eintragungen des zeigte sich, daß noch ein zweiter Brandherd in dem abgegrenzten Klägers seien nur einfache Notierungen. Kläger fei übrigens nur Korridor bestand. Die Verbindungsthür nach diesem Korridor war versuchsweise zu Expeditionszwecken verwandt worden. von der Stube aus mit Kisten verrammelt. Es kommte auch leicht Formermeister John als Zeuge befundete u. a., daß er stets der Die Lederarbeiter( Weißgerber, Lohgerber, Lederfärber 2c.) festgestellt werden, daß auf beiden Brandstellen Gegenstände mit Vorgesetzte des Klägers gewesen sei und daß er öfter ihm Weisungen Petroleum begoffen waren, so daß an böswilliger Brandstiftung kein erteilt habe. Andrerseits hätte ihn der Kläger wegen der Auswahl hielten am Sonnabend eine sehr start besuchte Versammlung im Zweifel war. Da der Verdacht sich sofort auf Frau BI. lenkte, bestimmter Gußstücke befragt. Der Beklagte würde Sp. eventuell Gewerkschaftshaus ab. Genosse Lint hielt einen mit großem Beiwurde sie verhaftet. auch auf sein Verlangen entlassen haben. Er hätte jederzeit über fall aufgenommenen Vortrag über Tarifgemeinschaften". Da, wie Zengen gesucht. Am 1. Juni d. J., abends gegen 10 Uhr, den Kläger verfügen können. Insofern dieser Leute( Butzer) an bereits eine erhebliche Zahl andrer Gewerkschaften, auch die Lederwurde der Handelsmann Schmidt, Mauerstr. 9, Hof 2 Tr., vor dem genommen habe, hätte er es nur mit Erlaubnis des Zeugen und arbeiter geneigt sind, mit den Unternehmern Tarifgemeinschaften zu gewiffermaßen an seiner Stelle gethan. Im übrigen gab vereinbaren, müsse man beachten, daß das Wesen sowie die Durch Kempinskyschen Restaurant in der Leipzigerstraße von einem Schuß der Zeuge zu, daß Kläger die von ihm behaupteten Thätig führung der Tarifgemeinschaften nicht für alle Gewerkschaften gleich mann von hinten gepackt und zur Wache sistiert. Zeugen, welche feiten ausgeübt habe. Der Gerichtshof verurteilte seien. Wenn auch die Buchdrucker mit der Tarifgemeinschaft schon diesen Vorgang mit angesehen haben, insbesondere die Herren, welche den Beklagten, gemäß dem Klageantrage, an Sp. an Sp. den hinreichende Erfahrungen über Wert oder Invert gemacht hätten, zu dem Schußmann fagten: Sie haben unrecht 2c.", werden höflichst wochenlohn für 14 Tage mit 66 Mart abzüglich 15 Mart Kranken- versuchten seit einigen Jahren auch andre Gewerkschaften, durch gebeten, ihre Adresse obenstehender Adresse anzugeben.geld, also 51 Mark zu zahlen. Der Vorsigende Dr. Voigt führte Einführung von Arbeitslosen- Unterstützung und Tarifgemeinschaften, Orgelvortrag. Mittwoch, den 25. Juli, mittags 12 Uhr, veranstaltet zur Begründung aus: Das Gericht sei der Ansicht, daß der Kläger die Lohnkämpfe in ruhigere Bahnen zu lenken. Herr Musikdirektor Otto Dienel in der Marienkirche zum Gedenken an als Expedient Betriebsbeamter gewesen sei. Maßgebend für aber auch die berechtigte Besorgnis, daß der Charakter des KlaffenJoh. Seb. Bachs 150jährigen Todestag( den 28. Juli 1750) eine Bach diese Annahme seien die von ihm thatsächlich ausgeübten Funktionen. tampfes verwischt und geschwächt werde. Andrerseits beruhen alle Feier, in welcher ausschließlich Kompofitionen des Altmeisters unter Mit- Die einschränkenden Aussagen des Zeugen John änderten nichts Vereinbarungen mit Tarifgemeinschaften zwischen Unternehmer und wirkung von Frau Gertrud Thomas, Frl. Teresina Glaeser, Herrn 2. C. Breeuws, Hrn. Hans Bussenius, Violinist, Hrn. Robert Schwiessel: daran. unerheblich fei der Einwand, daß Sp. versuchs- Arbeiter nur auf moralischer Gegenseitigkeit, da sie keine rechtliche Gerade dieser Uebelstand werde von ge mann und Hrn. Franz Alter aufgeführt werden. Der Eintritt weise die Expedientendienste geleistet habe. Der Werkmeister, der Vertragsgültigkeit hätten. um die von ihnen ein Betriebsbeamte, der versuchsweise da sei, sei eben solange wiffenlosen Unternehmern ausgenügt, um Feuerbericht. In Erstidungsgefahr schwebten zwei Werkmeister oder Betriebsbeamter im Sinne des§ 138a, wie gegangenen Verpflichtungen nach furzer Zeit den Arbeitern gegenüber Berfonen bei einem Dachstuhlbrande, der Montagnachmittag 6 Uhr er die Stelling versuchsweise innehabe. Mit der Veränderung wieder rückgängig zu machen. Die Schwierigkeiten mit den einzelnen Bersonen bei einem Dachstuhlbrande, der Montagnachmittag 6 Uhr Mittelstr. 16, hinter Bahnhof Friedrichstraße, zum Ausbruch fam. der Stellung des Klägers seien auch seine rechtlichen Beziehungen Punkten eines Tarifs fämen bei Aufstellung eines solchen ganz bezum Arbeitgeber andre geworden. Der Kündigungsfonders in Betracht. Der Portier des Hauses hat im 5. Stock( Dachgeschoß) des rechten ausschluß gelte nur für sein erstes Arbeits- Troz aller derartigen Hindernisse haben die Arbeiter im Verlauf ist frei. Gefahr. Schwarzkopf str. 10. Aus den Nachbarorten. Daraus entstehe Seitenflügels feine Wohnung. Unmittelbar neben derselben war berhältnis, für die Zeit, wo er Puzer war. Als der letzten Jahre die Vorteile der Tarifgemeinschaften genügend auf nicht ermittelte Weise der Brand ausgekommen, hatte Expedient und Betriebsbeamter könne er die sechswöchentliche erkannt, un durch Einführung derselben Erfolge zu erzielen. In Tapetenrollen, Hausrat und anderes erfaßt und eine starke Sündigungsfrist beanspruchen. Sollte auch für dieses Arbeits- nicht allzu ferner Zeit wird auch die Gesetzgebung eine rechtliche Berqualmung herbeigeführt. Ein Schlosserlehrling, der vonr Quergebäude aus das Feuer zuerst bemerkte und zum Brand- verhältnis der Kündigungsausschluß gelten, dann hätte ihn Be- Unterlage für dieselben schaffen müssen. Für die Arbeiter selbst sei herd mit einem Eimer Wasser vordrang, erlitt eine starke Rauch- lagter im geeigneten Moment ausdrücklich erneuern eine große und starte Organisation die einzige Gewähr vergiftung. Auf dem Rückwege stürzte er auf der Treppe bewußtlos müssen. Daß der Kläger damals krank geworden sei, mache nichts für Junehaltung der von den Unternehmern eingegangenen Verzuſammen und mußte weggetragen und in ärztliche Behandlung aus, denn nach§ 133 c der Gewerbe- Ordnung habe er trotzdem auf pflichtungen. Redner verweist am Schluß seiner Äusführungen auf vom Gewerkschaftstongreß in Frankfurt a. M. M. gefaßte gegeben werden. Der Portier entging nur dadurch einer Rauch anerkannt werden müssen. die sechs Wochen Anspruch. Seine vorläufige Forderung habe darum die Resolution, worin worin, bei Möglichkeit der Durchführung und vergiftung, daß er sich platt auf den Boden warf und so von seiner anerkannt werden müssen. Gin interessanter Prozeß gegen die Allge der nötigen Vorsicht bei der Aufstellung der einzelnen Stube die Treppe herabkroch. Die alarmierte Feuerwehr ging meine Glettricitätsgesellschaft beschäftigte die Kammer V Posten, die Tarifgemeinschaften empfohlen werden. In der unter Leitung des Brandmeisters Leybold mit mehreren des Getverbegerichts. Der Werkmeister P. Hatte vertragswidrig aflgemeinen Besprechung, an an der sich u. a. Haberland, Schlauchleitungen vor und beseitigte nach fast einstündiger Arbeit die seine Stellung bei der Allgemeinen aufgegeben und war bei Mix. Ga de gast, Neumann, Busse, Bringmann und der Genest eingetreten. Dort wurde er jedoch auf Veranlassung der Referent beteiligten, wurden zwar die einer Tarifgemeinschaft noch Infolge des starken Gewitterregens, der in der Nacht zum erstgenannten Gesellschaft wegen Fortdauer seines Vertrags- vielfach anhaftenden Mängel anerkannt, jedoch wird gleichzeitig hervorMontag über Berlin niederging, entstanden mehrfach Keller- lleberschwemmungen, die Alarmierungen der Feuerwehr zur Folge hatten. verhältniffes zu dieser bald wieder entlassen, und zwar am gehoben, daß dieselbe ebensogut ein wichtiges Stampfmittel in der 5. Mai. Am 7. Mai stellte er sich der A. E.-G. schriftlich zur Lohnbewegung, wie im allgemeinen proletarischen Klassenkampf ſei. Küchenbrände waren am Sonntag Stralauerstr. 51 und Neue Verfügung und am 11. Mai trat er thatsächlich wieder in den Trapp und Busse berichteten hierauf über ihre Thätigkeit als Kleinere Wohnungsbrände erfolgten Urbanstr. 38, Staligerstr. 122, Stegligerstr. 51 und halber die Fabrik meiden. Er beanspruchte nun für die Zeit vom bewegung des verflossenen Jahres. Busse bemerkt hierbei, daß die Betrieb ein. Vom 14. Mai bis zum 2. Juni mußte er frankheits- Delegierte bei der Gewerkschaftsfonimission, sowie über die Lohnanak oradan7. Mai bis Ende Wai sein Gehalt, das monatlich 162 M. betrug. durch Neugründung des„ Gewerkschaftsfartell" für Lokalorganisierte mit 138,65 M. abzüglich 28 M. Krankengeld, also noch 110,65. entstandene Spaltung in nächster Zeit ausgeglichen und eine baldige Es fam zum Prozeß. Der Vertreter der Allgemeinen Elektricitäts- Einigung wieder herbeigeführt werden dürfte. Mit dem früheren Sekretär Gesellschaft stellte vor dem Gewerbegericht eine Gegenrechnung millarg wird sich alsbald die betr. Behörde zu beschäftigen haben. Gekentert ist vorgestern Nachmittag um 5 Uhr ein großes Segel- auf, indem er ausführte: Die Werkmeister erhielten alle Jahre eine Trapp und Buffe wurden als Delegierte zur Gewerkschaftsboot mit vier Infassen, zwei Damen und zwei Herren, zwischen der Gratifitation in Höhe eines Monatslohnes. Davon werde ihnen aber fommission einstimmig wiedergewählt. Als Revisoren zur AbAbtei und dem Eierhäuschen auf der Oberspree. Die Herren hatten nur ein Drittel ausbezahlt, während die übrigen zwei Drittel rechnung des Bertrauensmanns werden Schulz, Friz und Gade= vergessen, den Damen zu sagen, daß sie beim Wenden ihre Plätze zu bei der Sparkasse deponiert würden. Dieses Betrages gingen gast ernannt. Da auch die Lohgerber wegen ihrer erheblichen Anwechseln hätten. Als nun der Segler, der auf der genannten Strecke die Werkmeister nach den abgeschlossenen Verträgen unter gewissen zahl eine Vertretung beim Gewerbegericht beanspruchten, werden kreuzte, an der ſpißen Ecke von Treptow nach Rummelsburg wendete, Umständen verlustig, so zum Beispiel bei eigenmächtiger Löſung des Baumann als Kandidat und Schwarz als Stellvertreter einblieben die Damen beim Herumnehmen des Segels auf ihren Plägen Vertragsverhältnisses. Dem Kläger feien nun davon auf seinen stimmig empfohlen. Der Vorsitzende giebt noch bekannt, daß die fizen. Die Folge war, daß das Boot Wasser schöpfte und alsbald Wunsch 100 M. vorgeschossen worden, außerdem habe er aus der Abrechnungs- Kommission ihre Sigung jeden Dienstag umschlug. Von seinen vier Insaffen konnte nur ein Herr schwimmen, unterstügungstaffe 100 M. erhalten. Das Amtsgericht habe B. ver- abhält. Am 12. August findet das allgemeine Sommerfest die andern drei hielten sich an dem Boote fest. Ein Tretmotorboot, urteilt, 155 M. an die Gesellschaft zurückzuzahlen. 55 M. feien statt. Bringmann und Busse bemerkten, daß von jetzt ab das in der Nähe war, fuhr auf den gekenterten Segler zu, um die gezahlt, Kläger schulde also der Gesellschaft noch 100 M. und die meisten Versammlungen im Gewerkschaftshaus stattfinden werden Schiffbrüchigen zu retten, sein Führer kehrte jedoch wieder um, weil die wolle man gegen seine Forderung aufrechnen. Uebrigens und daß die Lederarbeiter aller Einzelbranchen auf Stärkung der feine Frau fürchtete, daß die Gefährdeten sich auf das Rettungsboot betrage des Klägers Gehalt mit der Gratifitation von Organisation bedacht sein möchten. Mit einem fräftigen Hoch auf stürzen und dieses ebenfalls zum Kentern bringen fönnten. Erst 162 m. jetzt über 2000 m. jährlich, es müsse darum die Bewegung erfolgte Schluß der Versammlung. einige Ruderboote nahmen die Leute auf und brachten sie in auch die Zuständigkeit des Gewerbegerichts an Die Heizungs-, Gas- und Wasserrohrleger und Helfer gezweifelt werden. Der Kläger entgegnete, daß er die aus ber Sparkasse erhaltenen 100 m. nicht als Vorschuß, sondern als batten für Sonntag eine Versammlung nach dem Gewerkschaftshaus Die rege Entschädigung für besondere Arbeitsleistungen ansehe. Er werde einberufen, die von etwa 1000 Personen besucht war. Agitation der letzten Jahre hatte diese Erfolge erzielt, ebenso daß gegen das amtsgerichtliche Urteil Berufung einlegen. Die bellagte Gesellschaft wurde zur Zahlung von 80 m. ver auch der größte Teil der etwa 4000 Berufsgenossen im Metallasiatischen Reiter Regiments wurde dortfelbst am Sonn- urteilt. Aus den vom Gewerberichter Dr. Voigt verkündeten Urteils- arbeiter- Verband organisiert ist. Aus dem von Karpentiel ertagabend ein grober Grceß beranlaßt, bei dem es blutige gründen ist hervorzuheben: Das Gewerbegericht sei zuständig. statteten Bericht der Agitationstommission ist zu ent Köpfe gab und das Einschreiten von Militärpatrouillen notwendig s wäre hier nur Sann unzuständig, wenn an nehmen, daß im verflossenen Jahre 5 öffentliche Versammlungen in wurde. Die Oſtaſiaten sind meistens junge, recht übermütige Leute, Lohn oder Gehalt jährlich mehr als 2000 m. bezogen hätte. Berlin, 1 in Charlottenburg, außerdem 25 Werkstattbersammlungen welche in Potsdam nach Beendigung der Dienſtſtunden recht viel Das sei aber nicht der Fall, denn nach der Annahme des Gerichts und 14 Kommissionssitzungen, die alle gut besucht waren und sich freie Zeit haben und denen auch das nötige Geld nicht fehlt. ei die Gratifitation nicht zu dem Lohn oder Ge= durchweg mit allen Gewerkschaftsfragen beschäftigen, stattgefunden Daher kommt es, daß sie truppweise von einem Restau- halt au rechnen, was der Kläger bezieht, und zwar haben. Auch das verausgabte Flugblatt hatte guten Erfolg. Das rant gum andern eilen, Kriegslieder fingen, und in aus dem Grunde, weil der Kläger unter gewissen Umständen gegen find die zur Pflege des Gemeingeistes und Besprechung der ihren Khakianzügen Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit sind. Da teinen Anspruch darauf haben soll. Dem Antrage auf Auf- Berufsinteressen veranstalteten Morgensprachen" zwar anfangs gut, Es habe sich hierbei eine sie auch viel spendiert bekommen, so find die jungen Krieger bald in rechnung tonne nicht stattgegeben werden, da man es hier später fast garnicht mehr besucht worden. einer Stimmung, die sehr rosenfarbig ist, es aber namentlich Damen mit zwei ganz verschiedenen Forderungen zu thun habe. Was die bedauerliche Intereffelofigkeit gezeigt, die hoffentlich in Zukunft einer geraten erscheinen läßt, ihnen aus dem Wege zu gehen, da sie von Beklagte an Vorschuß aus den Gratifikationsbeträgen zurück- besseren Erkenntnis der Klassenlage Play machen werde. den Ostasiaten vielfach recht dreist belästigt werden. Es beginnt mummehr die Beratung und Beschluß Dies geschah fordere, solle als Kaution und eventuell als Konventionalfogar am Sonntag in einem Wagen der Potsdamer Straßenbahn, strafe dienen. Wie schon ausgeführt, sei es feinesfaffung über den von der Kommission ausgearbeiteten Lohnwo der Uebelthäter, ein ehemaliger Bonner Husar, mit Gewalt aus falls ein Teil des Gehalts, dagegen habe der Kläger eine Gehalts- tarif. icius bemerkt zunächst, daß er kroz des ſehr starken dem Wagen entfernt werden mußte. In dem bekannten Tanzlokal forderung geltend gemacht. Ueber die Forderung des Beklagten Besuchs der Versammlung noch ein regeres Intereffe erwartet hätte. ,, Kolosseum", in der Spandauerstraße, hatten sich 11111 In der Kommission habe mit wenigen Abweichungen über alle Fragen am tönnte mir das ordentliche Gericht entscheiden. Dem Kläger Sonntagabend viele ostasiatische Reiter eingefunden, welde müffe fein Gehalt zugesprochen werden. Bezüglich die beste Einigkeit geherrscht. Auf einen Uebelstand sei aber besonders die der Höhe könne jedoch das Gericht seinem Antrage nicht folgen. hingewiesen worden, daß die Helfer sich vielfach von selbst erbötig habenden Einen Anspruch habe er erst von dem Tage ab, wo er thatsäch zeigten, nach Feierabend noch Ueberstunden zu leisten, wie auch Unteroffiziere reizten. Den letzteren verweigerten sie direkt den Ge- lich wieder die Betriebsthätigkeit bei der Beklagten aufnahm, d. h. Arbeiten nebenbei zu verrichten. Um dies für die Zukunft zu verhorsam und dies gab mun Veranlassung, daß einer von den Leuten vom 11. Mai ab. Für die Tage, für die er sich nur schriftlich zur hindern, sei bei Aufstellung des Tarifs ganz besonders darauf Rückſicht von einem Oberjäger arretiert werden sollte. Der Mann entwischte Verfügung" gehalten habe, fönne er nichts verlangen. Die Be- genommen. Zu den einzelnen Punkten des Tarifs gaben Ficius und aber und wurde nun von einem du jour habenden Artillerie- rechnung ergebe sontit 108 M. Davon 28 W. Krankengeld ab, blieben Unteroffizier festgenommen, der ihn nach der Garderobe bringen 80 M., die Beklagte an P. zahlen müsse. wollte. Dies war das Alarmsignal für die Kameraden des Arrestanten. Sie gingen gewaltthätig Sicherheit. Der Thatendrang der nach China beorderten Truppen erhält durch folgende Schilderung einer Potsdamer Korrespondenz eine treffliche Illustration: Durch Mannschaften des in Potsdam formierten Ost = dort das Kommando führen wollten und dadurch andern Soldaten, namentlich aber die du jour gewaltthätig gee gegen die Unteroffiziere vor, wobei letztere blank zogen. Ein oftafiatischer Gerichts- Beitung. zeigen, wie man Knechte behandelt. 3. M Räther unter Hinweis auf die Resolution der Berliner Gewerk äther wie auch die übrigen Kommissions- Mitglieder erläuternde Erflärungen. Jm ganzen umfaßt derselbe 10 Punkte, die im einzelnen zur Beratung und Abstimmung gelangen und durchweg, mit Ausnahme des Punkt 3, ohne Einvendung oder Abänderung einstimmig angenommen wurden. Zu Punkt 2 wurde noch bemerkt, daß bei den Klosettarbeiten ohnehin noch eine übliche Ertravergütung geleistet Reiter wurde dabei durch einen Säbelhieb an der Stirn recht erheblich verlegt, andre erhielten unerhebliche Verlegungen. Der Wirt werde. Ueber Punkt 3, Bezahlung der Ueberstunden, entspann sich Sehr milde Richter fand der 26jährige Student der Medizin eine lebhafte Besprechung, nicht nur über die Leistung sondern auch des„ Kolosseums" gebot sofort Feierabend, und um den Artillerie- Hans Windmüller, der wegen Straßenpolizei- lebertretung Unteroffizier vor der Wut der ostasiatischen Truppe zu schützen, und Beleidigung des Sergeanten Dölle vor dem Schöffengericht in Bezahlung derselben nach Prozenten. Einige Redner verlangten eine stufenweise Bezahlung anstatt der prozentualen. Ein dahingehender mußte er ihn in seine Stube einschließen. Inzwischen batte man alle angeklagt war. Der bezechte Student hatte in der Nacht Antrag wurde aber, nachdem äther und Schlegel da aus der nahe belegenen Kaserne der 3. Garde- lanen und von der zum 19. Mai auf der Straße eine anstößige Verrichtung unterSchloßwache Patrouillen herbeigeholt, welche die Ruhestörer zum nommen, weshalb der Beamte den Namen des Studenten feststellen gegen gesprochen, mit allen gegen fünf Stimmen abgelehnt; Saale hinausdrängten. Auch in andren Potsdamer Tanzlokalen wollte. Als W. diefes mertte, entgegnete, er dem Beamten:„ Was dagegen ein Zusatzantrag Näther: Ueberstunden möglichst zu haben die oſtaſiatiſchen Reiter Händel angefangen, die aber nicht so wollen Sie Polyp, Sie sind doch nur ein Knecht der Polizei". Erst vermeiden, sowie der ganze Punkt 3 mit allen gegen 5 Stimmen weit ausarteten. Im allgemeinen herrscht in Potsdam die Meinung waren Sie Knecht, dann Unteroffizier und jetzt wollen Sie angenommen. Ein von Tschöte als Punkt 11 gestellter Zusatzvor, daß es die höchste Zeit sei, daß zur Abfahrt geblasen wird. anständige Leute ärgern. Nun will ich Ihnen einmal antrag: den 1. Mai als Feiertag zu fordern, wurde von Kommen Sie". Mit diesen schaftskommission, sowie diejenige des Parfeitags lebhaft bekämpft. Worten ging Der Student in Köppels Hotel hinein Gerade dieser Zufag tönne geeignet sein, den ganzen Tarif zu verSociale Rechtspflege. und der gutmütige Beamte trottelte hinterher. Im Zinimereiteln. Nachdem hierauf dieser Zusatz mit allen gegen 5 Stimmen redete der Studio dann den Beamten mit folgenden Veränderung des Arbeitsverhältnisses und der Kündigungs- Worten an:„ Sol jest jege ich mich auf den Stuhl. wurde der ganze Zarif einstimmig abgelehnt, frist. Der Gußpußer Sp. war von dem Gießereibefizer Hartung Sie nehmen aber erst Ihren Helm ab und dann ohntarif der Gas-, Wasser- und Heizungs- Monteure und genommen. Derselbe hat nunmehr folgenden Wortlaut: unter Ausschluß der Kündigungsfrist engagiert worden. Nach nehme ich Ihr Notizbuch und schreibe meinen einiger Zeit wurde er mit den Geschäften des Expedienten betraut. Namen da hinein!" Nach der Namensfeststellung ging der Be- Gehilfen Berlins und Umgegend.( Es sei hierbei bemerkt, daß die Als er später die Stellung aufgeben mußte, beanspruchte er eine amte ab. Der Student lief ihm aber nach und redete ihn nochmals Bezeichnung" Gehilfen" fich durchweg auf Hilfsarbeiter Entschädigung, vorläufig für 14 Tage, indem er geltend mit den Worten an:" Machen Sie erst einmal Ihren bis bezieht.) 1. Neunstündige Arbeitszeit von morgens 7 machte, der sei a 13 Expedient Betriebsbeamter im Sinn Mund auf, ob Sie Polypen drin haben." Als er 6 Uhr abends, einschließlich Material Empfang und des§ 133 a der Gewerbe- Ordnung gewesen und habe deshalb draußen noch zwei Beamte bemerkte, rief er:" Da stehen ja noch halten einen Minimallohn von 60 Pfg. pro Stunde. Neuangelernte zweistündiger Mittagspause. 2. Monteure oder Rohrleger erein Recht auf die sechs wöchentliche Kündigungsfrist vor zwei solche Polypenschw.... Wegen all dieser Rüpeleien beantragte Minimallohn Hilfs Rohrleger einen und bout 50 Bfg., dem Quartalsersten. Der Beklagte bestritt dies vor der zuständigen der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 18 M. Der Gerichtshof ver- Gehilfen einen solchen von 40 Pfg. pro Stunde. 3. Ueberstunden Kammer des Gewerbegerichts und behauptete, Sp. sei nach wie vor Arbeiter geblieben. Der Kläger habe den Guß abnehmen, hängte wegen der Uebertretung eine Geldstrafe von 3 M. ev. 1 Tag dürfen nur in den allerdringendsten Fällen geleistet ihn verwiegen und im Lager placieren müssen. Sollte welcher aus- Haft und wegen der Beleidigungen 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage werden. Für diese sind von abends 6 bis 9 1hr 30 Broz., für geliefert werden, dann sei es seine Aufgabe gewesen, die Zettel aus- Gefängnis. Milde, sehr milde. Nachtarbeit von 9 Uhr abends bis 6 1hr morgens( einschließlich zuschreiben und für das Abfahren zu sorgen. Natürlich habe er sich Zum Prozeß der Harmlosen erfährt das„ KI. Journal", daß 1 Stunde Pause), desgleichen für Somi- und Feiertagsarbeiten auch den Guß ansehen müssen, denn er, Beklagter, habe von ihm durch Beschluß der Straffammer die Straffache gegen den Spieler 75 Broz. Zuschlag zu zahlen. 4. Accordarbeit ist möglich st erlangt, daß nur gute Ware geliefert werde. Der Kläger betonte Wolff mit dem Verfahren gegen die Harmlosen verbunden und dem zu vermeiden, eventuell muß der festgesetzte Lohn gesichert sein, noch, daß er den abgenommenen Guß gebucht und den Ausschuß gleich gemäß gemeinsam gegen alle Angeklagte verhandelt werden wird. Bauschalverträge find unter allen Umständen abzulehnen. zurückgerechnet habe. Ferner habe er den Puzern den Guß zu- Als Beginn der Verhandlung ist der 17. September in Aussicht ge- 5. Landzulage für auswärtige Montage innerhalb Deutschlands ist gewiesen und darauf geachtet, daß eilige Arbeit zuerst geputzt wurde. I nommen. Es werden auf der Anklagebant die Herren v. Kayser, I für Monteure, Rohrleger wie Gehilfen mit 3 M. pro Tag( einschließlich # = an= " der Sonn- und Feiertage) zu berechnen. Für Saison- Orte find eventuell| hielt es der Offizier nicht mehr aus, und den ganz verdugt drein- Karlshorst, Mahlow.- Pape. Leider sind Erziehungsanstalten der von besondre Preise bezw. Landzulagen zu vereinbaren. Letterer schauenden Sicherheitswächter" traf ein gründliches Donners Ihnen gedachten Art in Berlin fast nicht vorhanden. Ohne irgend eine der gilt auch für das Ausland. Die Vergütung der Reisezeit laut Lohn- wetter. Aber vielleicht sind es doch solche von der Großen Faust", Anstalten empfehlen zu wollen, nennen wir folgende Anstalten oder Vereine, tarif; das Fahrgeld ist für 3. Wagenklasse zu berechnen und zu be- die absichtlich hier herumfahren", wagte der Gorodowoi kleinlaut zu Wohlfahrt"( vegetarisch), Wadzeck- Anstalt, Wadzechstr. 7/8, Kinder- Asyl deren Zwed die Erziehung moralisch gefährdeter Kinder ist: Kinderheim zahlen. 6. Fahrgeldvergütigung in allen Fällen innerhalb der Stadt- bemerken. Machen Sie, daß Sie fortkommen," schrie der Rürasterstr. 21/22 und Erziehungsanstalt des Vereins zur Erziehung sittlich und Ringbahn; für die Vororte ist Fahrgeld und Fahrzeit Offizier, sonst sollen Sie selbst die Große Faust" zu fühlen be- verwahrloster Kinder in Zehlendorf( Bureau Berlin, Jägerstraße 21). zu vergütigen. 7. An jedem Zahltag ist der Lohn eine Stunde und kommen." Der Polizist entfernte sich mit den beiden Chinamännern G. 5. 29. Nein, hierzu sind Sie nicht verpflichtet. 2. S. 96. vor den Feiertagen zwei Stunden früher ohne Lohnkürzung zu zahlen. und murmelte noch an der Thür:" Wenn wir doch aber mit China Bur Zahlung würden Sie noch verpflichtet sein. Eine strafbare Handlung 8. Bei Hoch- und Tiefbauten ist gutes und genügendes Rüstholz, Krieg führen, und die„ Große Faust...", während die beiden Ihrerseits liegt nach Ihrer Schilderung nicht vor. Onaft. 1. Die Hebezeug und Leitern zu liefern. Auf Bauten und Streckenarbeiten Chinesen bie Köpfe und die 3öpfe ſchlittelten, on hie nicht wusten, günfiigeren Bestimmungen des neuen Unfallgefezes finden vom 1. Oftober ist ein verschließbarer, mit Heizvorrichtung versehener Raum zur was das alles bedeuten sollte. 1900 ab auch auf die erste Feststellung von Entschädigungsansprüchen aus Unfällen Anwendung, welche sich vor dem 1. Ottober 1900 ereignet haben, Verfügung zu stellen. Bei Arbeiten im Grundwasser sind wasserSchiffsunfälle. Infolge Nebels fand bei Belfast ein Zusammen fofern diese Ansprüche bereits nach dem alten Unfallgesez begründet waren dichte Stiefel zu liefern. 9. Sämtliche für den Beruf notwendigen stoß zwischen zwei mit Ausflüglern voll besetzten Dampfern statt. und am 1. Oftober 1900 über dieselbe noch nicht rechtskräftig entschieden ist. Werkzeuge sind in gutem und brauchbarem Zustande zu liefern; Beide Dampfer wurden schwer beschädigt: 5 Personen wurden ge- Das ist wiederholt, unter anderm an dieser Stelle, dargelegt. 2. Seit bein desgleichen Puglappen, Streichhölzer, Seife und Auslagen, die tötet, ungefähr 50 verlegt. 1. Januar 1900 giebt es teine Zusazmarten für Selbstversicherer mehr. eventuell hierfür erforderlich, sind zu vergütigen. 10. Maß- Der auf der Fahrt von New York nach Liverpool befindliche Neben. Siehe Arbeiterrecht S. 303. Ihre Frau tann- auf grauer, nicht gelber- Karte, in welcher felaffe fie will regelungen wegen Durchführung des Lohntarifs dürfen nicht statt- Dampfer, Campanind" der Cunard- Linie stieß am Sonnabendfrüh im M., Rigdorf. 1. Ja. 2. Nein. Entarijs dürfen finden. - Klarheit 31. 1. Nein, die Verurteilung würde nach den älteren gefetzEinem Antrag Räther gemäß wird die Agitationstommiffion Seeland unterwegs war. irischen Kanal mit der Bark„ Embleton" zusammen, welche nach Neu- lichen Bestimmungen erfolgen, weil das Kind erst nach dem 31. Dezember Die ,, Embleton" fant, elf Personen, 1899 geboren ist. 2. Nein. R. B., Jahnstraße. Ja, die Verjährung beauftragt, in Berbindung mit der Ortsverwaltung der Metall- darunter der Kapitän, ertranten. Joil agains tritt erst in 5 Jahren ein. Wette A. E. Nein, es sei denn, voß arbeiter diesen Tarif bis zum 29. Juli jämtlichen Unternehmern zu unterbreiten, bezw. die Antwort über der er deutsche Schulschiff" Stosch" hat Sonnabendvormittag in Deuschlands Küsten oder das Bundesgebiet angegriffen ist. Bucht einen schwedischen Schooner angerannt und das Schiff nahezu durchschnitten. Innerhalb einer Minute sant das fremde Schiff; die aus 5 Personen bestehende Besatzung wurde vom Stoich" Welgen, gut D.- Ctr. an Bord aufgenommen und in Kiel gelandet. Stosch" selber hat am Vorderteil Beschädigungen erlitten und hat sofort die Werft aufgesucht... Annahme oder Ablehnung desselben entgegenzunehmen. In einer am Sonntag, den 4. August stattfindenden Versammlung soll alsdann das Ergebnis endgültig mitgeteilt und der eventuelle Beginn der Lohnbewegung beschlossen werden. Bis dahin haben sich alle Arbeiter in den einzelnen Betrieben jedes besonderen Vorgehens oder einer Arbeitsniederlegung zu enthalten. Als Kandidaten zu den Gewerbegerichtswahlen werden nach längerer Besprechung die bisherigen Beifizer Ficius und Staliti empfohlen. Berichtigung. In dem Bericht über die Versammlung der Rabizputer am Mittwoch voriger Woche heißt es irrtümlich, daß die Vereinbarungen zwischen den Unternehmern und der Organisation der Arbeitnehmer vor dem Gewerbegericht abgeschlossen worden seien. Diese Darstellung beruht auf einem Mißverständnis, da die Bereinbarung ohne Anrufung des Gewerbegerichts lediglich zwischen den beiden Organisationen zu stande gee kommen ist. Denticher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute abend 1/28 Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mitglieder- Versammlung und Vorstandssitung. Verein Berliner Wohnungsmieter. Mittwoch, den 25. Juli, abends 82 Uhr, im Reſtaurant Hensel, Invalidenstraße 1a, Ede Brunnen: ſtraße, öffentliche Mieterversammlung. Mieteſteigerungen in Berlin und Vororten. Jedermann, Männer und Frauen, willkommen. Referent: Herr Redacteur v. Gerlach. 08083- Dermischtes. Das Eingegangene Druckschriften. N. Nein. Marktpreise von Berlin am 21. Juli 1900 TITTE Kartoffeln, neue, D- Str.| 11 ,. Rindfleisch, Keule 1 kg Bauch " do. Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 5, 1,60 1,20 1,20 1, 1,60 1,10 1,601, " miltel gering Sioggen, gut " mittel gering " 1,60 1,10 Gerfte, gut 15,20 14,80 2,60 1,80 mittel gering 14,70 14,30 " 14,20 13,90 60 Strict 1 kg 3,60 2,20 16,50 15,50 Aale 2,80 1,40 " 15,40 14,40 Bander 2,60 1,20 14,30 13,30 Hechte.. " 6,16 5,50 Barsche ili 2,40 1,20 1,80 0,80 7,40 5,- Schleie 2,40 1,20 40,- 25, Bleie 1,40 0,80 45,- 25, 70, 30, Strebse per Shot 20, 2,50 " mittel 43. Seft des 18. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Ernüchterung.- Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Von Heinrich*) Hafer, gut Cunow. Die Neutralisierung der Gewerkschaften. Von K. Kautsky. gering Zur Reform des Krankenversicherungsgesetzes. Bon Eduard Schluß.) Gräf. und Thätigkeit. Litterarische Rundschau: Christliche Gewerfvereine, ihre Aufgabe Nichtstroh Hent Notizen: Statistit der staats: und rechtswissenschaft: lichen Litteratur. Die Steigerung der Kohlenproduction. Feuilleton: Grbsen Das Verbrechertum im modernen Roman. Von Professor Enrico Ferri Speiſebohnen Linien ( Rom). Autorisierte Uebersetzung von Wilhelm Thal.( Fortsetzung.) Briefkasten der Redaktion. " *) ab Bahn und frei Wagen. Produktenmarkt vom 23. Juli. Heute zeigte Getreide auf dem Frühmartt und dem Mittagsmarkt wesentlich verschiedene Haltung. Morgens war die Tendenz sehr fest auf hohe Preismeldungen aus New York und Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Chicago sowie unter dem Einfluß des eingetretenen starten Regens. Weizen Freitag von 7-9 Uhr abends statt. und doggen wurden je eine Mark höher gehalten. Mittags schlug die Zwei Genossen. 1. Austritt aus der Landeskirche. In Stimmung in das Gegenteil um, da die Magdeburger Wetterwarte wieder Preußen tann nach dem Gesetz vom 14. Mai 1873 jeder( im Geltungs: besseres, trocknes Wetter prognostizierte, und der gestern herausgekommene gebiet des Allgemeinen Landrechts, ieder, der das 14. Lebensjahr Saatenstandsbericht für Preußen um 2 bis 3 Points besser lautet, als der vollendet hat) aus einer Kirche mit bürgerlicher Wirkung da vorige. Inländischer Weizen und russischer Roggen waren start angeboten, durch austreten, daß er in Person vor bent Richter seines was einen Druck auf die Preise ausübte. Beide Brotfrüchte gingen daher Wohnorts eine dahingehende Erklärung abgiebt. Der Austrittserklärung auf ihr vorgeftriges Niveau zurück. Am Effektivmartt war es ziemlich still; muß ein hierauf gerichteter Antrag vorangehen. Sodann findet, nicht vor 4 nener Roggen war weniger offeriert. Die Preise stellten sich für neuen und nicht nach 6 Wochen nach Eingang dieses Antrags, vor dem Richter Roggen auf 146 bis 147, für alten auf 144 bis 145 W. pro 1000 Kilogr. Termin zur Annahme des Antrags zu gerichtlichem Brotokoll statt. Der Am Markt für Futterartikel wurden Klagen über qualitativ minderwertigen aus der Kirche Ausgetretene erhält auf sein Verlangen Mais laut; infolgedessen war gute Ware gefragt und höher. Hafer war eine Bescheinigung seines Austritts. Die Austrittserklärung hat bei schleppendem Geschäft im Preise unverändert. Nüböl leicht befestigt. die Wirkung, daß der Ausgetretene mit dem Schluß des auf die Austritts: Spiritus unverändert. erklärung folgenden Kalenderjahres zu Leistungen, welche auf der per sönlichen Kirchen- Angehörigkeit beruhen( also zu den Kirchensteuern), nicht mehr verpflichtet ist. Dadurch, daß mehrere gemeinsam austreten, verringern Jager. Die Bedingungen der einzelnen Genossenschaften an dieser Stelle mitzuteilen, verbietet der Raum. Erkundigen Sie sich über dieselben bei den einzelnen Genossenschaften; sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor oder lesen Sie dieselben in dem Buch„ Wohlfahrts einrichtungen in Berlin" nach. Witterungsübersicht vom 23. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Die ,, Große Faust" in Kiew. Kiewer Blätter berichten von einem allerliebsten Fall patriotischen Pflichteifers eines Polizisten. Dieser Tage steht ein Gorodowoi auf seinem Posten, als er plötzlich zwei Chinesen, regelrechte, wajchechte Chinesen in ihrer Tracht und mit ihren langen 8öpfen in einer Droschte vorbeifahren sicht. Was in diesem Augenblick in dem subalternen Kopfe des Polizisten vor fich gegangen sein mag, wird wohl niemals ergründet werden. Wir sich die Kosten nicht. 2. Ueber Spar- und Baugenossenschaften siehe unter fönnen nur die Thatsache berichten, daß der Gorodowoi kurz entschlossen den Kutscher halten ließ und von den beiden Söhnen des Himmels nachdrücklichst verlangte, fie sollten ihm auf das Amt folgen. Die Chinesen, die des Russischen mit feinem Worte mächtig waren, fahen sich genötigt, Jäger. Solche Baugenossenschaften find: Baugenossenschaft Freie Eminembe 761 Still dem Polizisten zu folgen. Im Polizeibureau berichtete dieserpflicht- Scholle"( Borsigender Baumeister Lilienthal zu Groß- Lichterfelde, Martha Hamburg schuldigst seinem Vorgefesten mit freudig erregter Stimme:" Ich straße 5) betrifft Terrains in Waidmannsluft und Marienfelde, Berliner Berlin habe auf den Straßen Kiews zwei Chinesen festgenommen." Darauf Baugenossenschaft( Borsitzender Schrader, Berlin, Steglizerstr. 80, Bureau Franff./M. 764 23 Stegliterstr. 19) betrifft häuser in Adlershof, Baumschulenweg, Hermsdorf München die erstaunte Frage des Offiziers:„ Warum das?" Aber, Euer und Groß- Lichterfelde, Berliner gemeinnügige Baugesellschaft( Bureau Holl: Wien Wohlgeboren, wir führen nämlich doch zur Zeit Krieg mit China mannstr. 23) betrifft Wohnhäuser in Berlin, Berliner Spar- und Bauverein und deshalb habe ich. Nun, und was haben Sie deshalb?"( Geschäftsstelle Sidingenstr. 7), Billen und Landhaus Baugesellschaft Ich meinte, wenn dort Krieg ist, und die Große Faust..." Dal Heimstätten- Aktiengesellschaft"( Diniſtr. 4) betrifft Schlachtensee, Nikolssee, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 24. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Die Geisha. Anfang 712 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 71% Uhr. Nenes. Gläubiger. Mondschein An= sonate. Abschiedssouper. fang 8 Uhr. Apollo- Theater. Zum 166. Male: Venus auf Erden. Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Bernhard Mörbitz. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62: Central Theater Sensationeller Lacherfolg!! Anfang 8 Uhr. Berlin nach Elf. Gr. Boffe in glänzender Ausstattung Die fenfationellen Schlager! Cordula! Eisenbahn- Quartett! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Messters neue Aufnahmen: Tägl. Sternwarte. Thalia- Theater. Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang CarlWeiss- Theater 71% 115r. Schiller. Der Waffenschmied. Anfang 71% 116r. Central. Berlin nach Elf. Aufang 8 11hr. Thalia. Sulamith. Anfang 71% Uhr Carl Weiß. Die Anna- Life. An fang 8 hr. Belle- Alliance. Doppelgänger. Aus dent Paradiese. Im Garten: Specialitäten Vorstellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. $ Jin Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Tochter Belials. Konkurrenz Preis: Luftspiel in 5 Aften von Kneifel. Anfang 8 Uhr. Mitt: woch: Anna- Lise. Donnerstag: Die Tochter Bellals. Freitag: Anna- Lise. Sonnabend: Die Grille, Jn Vorbereit.: Die Boyer in China. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. bis 102 Uhr: Heute und folgende Tage: Gastspiel der Orientalischen Natursänger Sulamith. Alttestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Metropol- Theater. Theatre variété. Der Zauberer am Nil. CASTANS Im Garten: Theater, Konzert PANOPTICUM u. Specialitäten. Anfang 512 Uhr. Mittwoch: Kinderfreudenfeft. Metropol. Specialitätenvorstellung Prater- Theater. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 11hr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 11hr. = Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volks ftück mit Gefang und Tanz in 3 Aften Reichshallen. Stettiner Sänger. Ballett unter Leitung der Ballett: von Hugo Schulz, Musik von R. Bial. Anfang 8 11hr. Paffage Panoptikum. Specialis meisterin Frl. Döring. Auftreten der Excentric Chansonnette Molly Verch, täten Vorstellung. d. Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am 3 fachen Rect, Miß Pico, Trapez: fünstlerin, Fred und Max, Chinesen, The Greenwood, Pantomime:„ Die musikalische Schmiede". Konzert. Jmi Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pi. Num. Play 50 Pf. Kalbo. Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung". Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almrausch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. -O Ausstattungs Operette: Mumien- Ballett Juli- Specialitäten- Programm. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: T Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horft, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Bf. M. Deutsche Konzert- Hallen omitten- Billets 3 Stünd 19. Spandaner Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Schiller Theater W. Noacks Theater. der Ratargarien. ( Wallner Theater). Brunnenstraße 16. Morwitz- Oper. Täglich im Garten: Theater- u. Dienstag, abends 7 Uhr: Specialitäten- Vorstellung Der Waffenschmied. Komische Oper in 4 Aften von Lorging. Mittwoch, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Die weisse Dame. Donnerstag, abends 72 Uhr: Carmen. Freitag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Stradella. Gierauf: Die Nürr berger Pppe. Großfer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: Gr. internationelle Konzerte Das Radel- Madel ober: Puffschnutchen. K Boffe mit Gefang in einem Aft von Braune. Musik von Thiele. Der Herzverführer. Operette in 1 Alt von Ely. Musik von Holländer. Saal: Tanzkränzchen. von sämtlichen Gesangs- Musik- Kapellen. Entree frei. Von 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Bons nur in der Woche gültig, Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Wetter Stationen 21 Haparanda 756 NW 18 Petersburg Wetter Temp. n. 6. 866.= 4° R. wolfig 2 wolfig 12 763 NW 762 NW 3 bedeckt 3 bedeckt 18 Cort 767 SO 1h16. beb. 18 2 bedeckt 20 berbeen 766 S 761 W 2 bedeckt 19 Paris 763 DSD 7669 1 bedeckt 2 wolfig 15 18 3 bedeckt 20 Wetter Prognose für Dienstag, den 24. Juli 1900. Ein wenig fühler, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit leichte Regenfällen und schwachen nordwestlichen Winden. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: Am Friedrichshain. Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Vorstellung, Ball. Clown Tanti"| Familie Palty- Frank mit seinen dressierten ( 6 Pers.) Parterre- und Luft- Afrobaten. Hombert und Renardo, Ponnys, Affen und Hunden. musikalische Excentrics. Catrini- Ballett, Eugen Milardo, Ella Bertini, Moderne Karikatur7 Damen. Jeden Abend 10 Uhr: „ Die luftigen Weiber von Berlin", ausgeführt bom Theater- Ensemble( 20 Personen). Tanz- Soubrette. Volks- Beluftigungen aller Art. Anfang 4 reip. Entree 30 Big. 5 11hr. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfeft. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.- Donnerstag! Elite- Tag. Die Staffee füche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien Kränzchen. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Im renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Sanssouci Wedding- Park Jun prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners: tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: TanzSpecialität.- Vorstellung. Kränzchen. Sanz frei. Alt Moabit 80/81. Donnerstags haben Vereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag und Sonnabend Norddeutsche Sänger. Blegler, Wolff, Hohenberg etc.[* Nachher: Tang. W. Trapp. Max Kliem. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Nüdersdorfer Straße 71 am Hüftriner Platz. Täglich Konzert, Theater. und Specialitäten Borstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 Pf. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Pf. Kinder 10 Pf. Sperris Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentage 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. 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Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Dienstag, 24. Juli, ab. 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, Versammlung Allen Genoffen, Freunden und Befannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Steinmez Walter Mesch am Sonntag, den 22. Juli cr., mors gens 7 Uhr, nach langem Leiden sanft entschlafen ist. 20356 der Gold- und Silber- Arbeiter und Berufsgen. ben 25. Jutt, nadm. 5 Uhr präciſe Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Nosenow über: ,, Die Kuligefahr und die deutschen Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Verbands: Angelegenheiten. Donnerstag, den 26. Juli, abends 8 Uhr: 114/3 Versammlung der Metallschleifer im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Die Mißstände in den Schleifereien und was thun wir zur Be feitigung? Referent Otto Naether. 2. Disfuffion. 3. Wahl eines Branchenvertreters und einer Agitations Kommission. 4. Verbands: Angelegenheiten. Die Ortsverwaltung. い Robert Hecht, Konsum- Verein Berlin- Rixdorf. Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschuk Typen„ Perfekt" zum Zusammensetzen einzelner Wörter fowie ganzer Säge von 1,50 M. an. Linde's Zahn- Institut Zahn- Arzt Dr. Fahne Plomben Lind u. Linde. Schmerzloses Zabnzieben Jeder Versuch befriedigt sicher chne Narkose. I Original- Dankschreiben höchster Herrschaften zur Einsicht. Special.: Plattenloser Zahnersatz. Absolut festsitzend, vorzügl. beim Sprechen, Singen etc. Plomben, Nervtöten, Reinigen etc. Sprechst.: 9-6 Sonntag 9-12 Brückenstr. 6b. I. a.d.Jannowitzbrücke. Eberts Klub- Haus. Zähne 2 M. 72. Kommandantenstr. 72. Säle mit Bühne an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. Empfehle Freunden und Bekannten mein Rüdersdorferstr. 11 gelegenes Restaurant. Neu renoviert. Vereinszimmer bis zu 50 Pers. Franz. Billard. früher Rob. Neumann, A. Andreasſtr. ( Fernsprecher) inde 10 Jahre Garantie. 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Antrag Hoffmann auf Abänderung des§ 8 des Statuts. 7. Anträge aus den Reihen der 269/1 Abs. Witglieder auf Grund des§ 13 2bf. 2 bes Statuts, Der Vorstand: Wilh. Jäger. W. Conrad. Socialdemokratischer Wahlverein f. den 4. Berliner Verein socialdemokratischer Reichst.- Wahlkreis( Osten). Gast- u. Schankwirte Berlins Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 22. Juli, starb der unser langjähriges Mitglied, Schankwirt R. Waslawiak. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. Juli, nachm. 312 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Kirchhofs in der Pappel- Allee statt. Ehre seinem Andenken! Um zahlreiche Beteiligung bittet 243/7 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur und Vater, der Schankwirt Nachricht, daß mein lieber guter Mann Rudolf Waclawiak am 22. Juli 1900, morgens 8 Uhr, fanft entschlafen ist. 51518 und Umgegend. Am 22. Juli 1900 starb plötzlich unser Mitglied und Kollege Rudolf Waclawiak. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. Juli, nachmittags 1/24 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Kirchhofs aus, statt. 69/11 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: E. Kapnid. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. richt, daß unser Mitglied Die Beerdigung findet am Mittwoch, bom Trauerhause Lychenerstr. 3 aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee statt. Anna Mesch und Kinder. Todes- Anzeige. Am 22. Juli ist unser Parteigenoffe, der Steinmetz 220/9 Walter Mesch an der Proletarier- Krankheit verstorben int Alter von 48 Jahren. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, den 25., nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Lychenerstr. 3, nach dem Friedhof der Freien Gemeinde, Pappel Allee. Um rege Beteiligung ersucht Der Vertrauensmann. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau sage ich allen Freunden und Bekannten aus Nah und Fern, insbesondere den Kollegen von Frister u. Roßmann, Ernst Drieschner, meinen tiefgefühltesten Dant.( 20386 nebft Schwägerin, Nichten u. Neffen. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unfres gutenSchwagers und Onkels, des Schantwirts Gustav Laskowski, Die trauernden Hinterbliebenen fagen wir allen unfren herzlichſten Dank. itwe Karoline Laskowsti, Warschauerstr. 13. [ 20426 Marly- Cacao Garantirt rein und leicht löslich. vornehmste Marke. AP Von Kennern bevorzugt. Den Mitgliedern die traurige Nach: Höchste Ausgiebigkeit und feinstes Aroma, pr. Pfd. 1,50, 2,00, 2,40 Deutsche Kaffee- Rösterei A. Pennitz, Rosenthaler Strasse 59. Franz Ludwig Schmidt Sonnabend früh 4 Uhr im 28. Lebensjahre von langen, qualvollen Leiden durch einen sanften Tod erlöst worden ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. Juli, nachmittags 31% Uhr, den 24. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen von der Leichenhalle des St. Thomas trauernde Witwe nebst Kindern. aus statt. Die Kirchhofs in der Bappel Allee aus, statt. Kirchhofes in Nixdorf, Hermannstraße, P. Waclawiak geb. Feuer, Um rege Beteiligung ersucht Frankfurter Allee 150. Kleine Anzeigen. Halbrenner 155 Mart, Touren: Nähmaschinen bester Systeme, vor maschine 125 Mark, Damenrad 130 und rückwärts nähend, ohne An Mart, Laufdecken 10 Mart, jedes ein zahlung wöchentlich 1 Mart, fünf Jahr Garantie. Matern, O., Strauß- jährige Garantie, Lieferung sofort, + 31* Boftfarte, Landsbergerstraße 35. Kein bergerstraße 24. Laden. Fahrräder. Teilzahlung, mäßige Anzahlung. Lager vierhundert Ma fchinen, Bahnrenner, 18 Pfund, Straßenrenner, Lurus Damenräder, Zweifizer, Kinderräder, Anhängewagen direkt aus Fabrit„ Imperial" Dieffen bachstraße 33. [ 21/ 18* 6 Visit und Der Vorstand. 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