Nr. 5. 1 fcheint täglich außer Montags. bonnements Preis für Berlin: erteljährlich 3,30 Mt., monatlich 10 Mr, wöchentlich 28 Pfg fret ' s Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags- Nummer mit ftr. Sonntags- Beilage ,, Neue set" 10 Pfg. Poft- Abonnement: Mt.pro Quartal. Unter Kreuzfo: Deutschland u. Desterreichgarn 2 Mt., für das übrige 1sland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Pors mittags geöffnet. Fern Sprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Aus den Amtlichen Mittheilungen". " " Donnerstag, den 7. Januar 1892. " S. 164: Während in dem Bezirk Ost" " " Expedition: Beuth- Straße 3. Man vergleiche die ursprünglichen Auslassungen des mit den Knochen seiner Arbeiter frevelhaft wirthschaftenden Junkerthum sogar von den gutgesinnten preußischen Gewerbe- Königsberger Gewerberathes mit der sanften Redaktion ber räthen gemacht werden müssen, abzuschwächen und ihm die Amtlichen Mittheilungen", welche bedeutsame Säge und bittere Bille zu versüßen. Fest steht, daß in den landwirth Wendungen kurzerhand fortläßt, den Schleier der christlichen In den kürzlich erschienenen Amtlichen Mittheilungen schaftlichen Betrieben der höchste Prozentsatz schwerer Unfälle Nächstenliebe über die Herren Grundbesizer, die über sich us den Jahresberichten der mit der Beaufsichtigung der zu verzeichnen ist, daß in diesen die Vorkehrungen zum und ihresgleichen als Amtsvorsteher Polizei üben, mit wahr Fabriken betrauten Beamten" für 1890, diesem lang- Schutz vor Gefahren die allermangelhaftesten sind oder aber, haft rührendem Eifer zu breiten weiß, und den Text milthmigen Machwerk mit dem langathmigen Titel, findet sich was sehr häufig, ganz fehlen. Es lohnt sich, das dert, abschwächt, korrigirt. uch ein Abschnitt über die Unfälle. was die Jahresberichte der föniglich preußischen Gewerbe- Und wohlwollend wird die Aeußerung des OldenDanach hat die Zahl der Unfälle, welche durch Zu- räthe" für 1890 über diesen Gegenstand bringen, mit dem burgischen Aufsichtsbeamten, daß die große Zahl der Unfallendung von Anzeigen zur Kenntniß der Aufsichtsbeamten zusammenzustellen, was die Sozialpolitiker des Herrn Anzeigen aus der Forst- und Landwirthschaft für die Geelangten, im Berichtsjahre in den meisten Juspektions- von Bötticher in den letzten Amtlichen Mittheilungen" zu werbe- Inspektion wenig amtliches Interesse habe, wiederezirken mehr oder weniger", wie es in dem lieblichen bringen für gut befinden: gegeben; nach diesem Gewährsmann sei die Einsendung Bureaukratendeutsch heißt, zugenommen. So betrug die Amtliche Mittheilungen" Jahresberichte der tgl. folcher Anzeigen nicht erforderlich. ahl der eingegangenen Unfallanzeigen im Aufsichtsbezirk Welche Gefahren die starke Anwendung jugendlicher preußischen Gewerbe= Berlin Charlotttenburg 1887: 2484, 1888: räthe", S. 10: Arbeitskräfte mit sich bringt, ist bekannt genug. Aus dem 540, 1889: 3528, 1890: 3885, im Aufsichtsbezirke Raffel- und Westpreußen die Arbeitgeber Die Arbeitgeber zeigten im All- Inspektionsbezirke Bremen werden einige lehrreiche Ziffern Biesbaden 1887: 1607, 1888: 2078, 1889: 2291, 1890: ar im Allgemeinen an Ent- gemeinen freundliches Ent: mitgetheilt. Die große Menge der Fabrikarbeiter steht im 013. Jm Bezirke Potsdam- Frankfurt a. D. ist gegen 1889 feit gegenüber den Anordnungen gegenüber den zum Wohle und famen vor im Alter von 14-20 Jahren 102 Verlegungen gegenkommen und Bereitwillig gegenkommen und Bereitwilligkeit Alter zwischen 25-45 Jahren. Bei zusammen 440 Unfällen in Wachsthum der Unfallziffer um 11,8 pet. wahr der Aufsichtsbeamten es nicht Schuhe der Arbeiter geunehmen u. f. w. Es entspricht dem Wesen der Be- haben fehlen lassen, ist in der troffenen Anordnungen. Nur in gleich 23 pCt., 20-25 Jahren 85-19 pCt., 25-30 Jahren hwichtigungs- Hofräthe, welche in den Amtlichen Mit- Landwirthschaft und in den mit den mit der Landwirthschaft 68-15 pct., 30-35 Jahren 46= 10 pct., 35-40 Jahren heilungen" ihr löbliches Wesen treiben, daß alle denkbaren derselben zusammenhängenden im Zusammenhange stehenden 419 pCt., 40-45 Jahren 27= 6 pCt. u. s. w. fallen also 42 pCt. aller Verlegungen in Entschuldigungen hervorgesucht werden, um diese bedrohliche Betrieben noch häufig einer be- Betrieben, und besonders in der Es Bunahme im milderen Lichte erscheinen zu lassen. Gewiß lagenswerthen Gleichgiltigkeit Landwirthschaft felbst, begegnet die ersten zehn, 40 pct. in die folgenden zwanzig pielt die wachsende Vertrautheit mit dem Unfallversiche- worden; der Aufsichtsbeamte be- Gleichgiltigkeit und Sorglosigkeit, ftottern die Amtlichen Mittheilungen", welcher hier auf Sorglosigkeit" begegnet man noch zu häufig einer Arbeitsjahre." Der hohe Prozentsatz der Verlegungen" ungs Gefeße eine Rolle, gewiß beachten Unternehmer, merkt hierzu:" Die große Zahl daß man sich über die die Fabrikarbeiter im Alter bis zu 20 Jahren entfällt, Bolizeibehörden und Arbeiter die gesetzlichen Vor der nach wie vor gerade an 3ahl und die Bedeut chriften von Jahr zu Jahr genauer. Aber diese erhöhte landwirthschaftlichen Maschinen samkeit der an landwirth könnte die Vermuthung nahe legen, daß eine bedenkliche Sinsicht und Gefeßestenntniß reicht nicht aus, um eintretenden recht schweren Un- fchastlichen Maschinen Heranziehung jugendlicher Arbeiter zu gefährlichen Ver„ Könnte die Vermuthung nahe Die reißend schnelle Vermehrung der Unfallanzeigen zu erfälle beweist nur zu deutlich, daß eingetretenen Unfälle richtungen stattfindet". der Erfolg der Polizeiverord- ta um verwundern kann. legen,"" bedenkliche Heranziehung", wie mühsam wird diese nungen weit hinter den Erwar. Während in den beiden Regie Beichte abgelegt, und wie maftig stampft die Lobrede auf Dafürhalten liegt der Grund feit mehreren Jahren Polizei irgend eines Großindustriellen einher! ungen zurückbleibt. Nach meinem rungsbezirken Ostpreußens bereits jede Bettelsuppe, auf irgend einen Wohlfahrts- Firlefanz hierfür einzig und allein in dem verordnungen bestehen, welche die Mangel an sachverständigen Auf- Verkleidung gefährlicher Theile an Rücksichtslos springt das Kapital mit den Arbeitern fichtsbeamten. landwirthschaftlichen Maschinen um: die industrielle Reserve- Armee ist ja so groß und betreffen, fehlten bisher in West- Proletarierleben so wohlfeil wie Heidelbeeren. Im Aufpreußen derartige Vorschriften. fichtsbezirke Chemniß sind Patronenbuden der Erzgebirgischen Diesem Mangel ist nunmehr... Dynamitfabrik zu Geyer durch Explosion zerstört, vier Ars abgeholfen worden. Daß solche beiter dabei getödtet worden. Die eine Explosion fand am Polizeiverordnungen eine segens 8. Februar, die andere am 14. Juni 1890 statt. Die Urs reiche Wirksamkeit entfalten tönnen, sofern durch sachverstän- sachen," heißt es, tonnten nicht bestimmt ermittelt werden; dige Aufsicht ihre strenge Befol- es erscheint jedoch die Vermuthung zulässig, daß der Zustand gung überwacht wird, unterliegt der Patronstopfmaschinen etwas mangelhaft war. feinem Zweifel. Doch ebenso Vielleicht hat auch hastiges Arbeiten der im Stück lohn wie einer ganzen Reibe beschäftigten Verunglückten beide Fälle kamen Sonn von Landwirthen das abends vorzu den Explosionen Veranlassung gegeben. Verständniß für die Ge Seit jener Zeit wurde die Bauart der Stopfmaschine fährlichkeit gewiffer lären. N In der That find andere Ursachen hier maßgebend, ie steigende Gefährlichkeit der Betriebe, in welchen die Raschinerie größere und immer größere Aufgaben zu er illen hat, in welchen mit stetig wachsender Haft und In enfität geschafft, in welchen die Arbeitskraft auf das schärfste ngespannt, die Betriebsunsicherheit fortgesetzt gesteigert wird. Denn so bereit das Großkapital ist, sobald ein in Mark ind Pfennigen ausdrückbarer Gewinn sich dabei erzielen läßt, ie Technik zu verbessern, Bewegungs- und WerkzeugsMaschinerie in neuerer, vervollkommneter Gestalt an die Stelle ilterer, minder leistungsfähiger Einrichtungen zu sehen, so ähe ist die Unternehmerschaft, wenn der Schutz der Arbeiter or Gefahren aufs Tapet gebracht wird. Dann wird gepart, getnickert, gezögert, so lange es geht, so weit die Unfallversicherung Spielraum läßt; sind Anschaffungen am Ende gar nicht zu vermeiden, so giebt bei ihrer Auswahl n der Regel die Entscheidung nicht die größt mögliche Brauchbarkeit und Nüglichkeit, sondern der Kostenpunkt. So darf man sich auch nicht wundern, wenn der Arbeiter eine Schutzvorrichtung nicht beachtet, welche in Wirklichkeit keine ist, wenn er darauf verzichtet, z. B. eine Schutzbrille zu tragen, welche ihm das Arbeiten das Aeußerste erschwert, sodaß er in seinem fargen Erwerbe uch noch geschädigt wird. Der Aufsichtsbeamte für Posen agt, daß nach seinen Erfahrungen 30 bis 40 pCt. aller Unfälle durch geeignete Schutzvorrichtungen würden berhindert werden können. auf Mit zärtlicher Fürsorge bemühen sich die Redaktoren ber Amtlichen Mittheilungen", die Vorwürfe, welche dem Feuilleton. Rachorud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. 5 und " Maschinentheile fehlt, wesentlich verbessert und es ist außerdem darauf hingewirkt so entbehren auch sehr worden, daß eine strengere Aufsicht über die Instandhaltung viele der in ländlichen und Bedienung der Maschinen stattfindet, und nur ältere, Bezirken die Polizei- zuverlässige Patronenarbeiter beschäftigt werden, die nicht behörde bildenden Amts veranlaßt find, das die Aufmerksamkeit etwas beeinträch vorsteher und ihre Unter- tigende An- und Forttragen des Rohmaterials und der aufertigen Patronen selbst vorzunehmen." Weshalb wird die reichenden Sachkenntniß, Konstruktion der Stopfmaschinen nicht von vornherein oder um die in Rede stehenden Ver- doch wenigstens nach dem ersten Unglück verbessert? Wesordnungen... zur Durchführung bringen zu können. Die große halb werden die Arbeiter bei solch gefährlichstem Produziren Zahl der nach wie vor gerade gezwungen, Affordarbeit, die hier im Wortsinne Mord= 1. f. w., u. s. 10. arbeit, zu verrichten? Weshalb werden nicht von Anfang beamten einer War es die Luft des Ortes? waren es eigene Er Heims möglich geblieben, denn vor den meisten Fenstern fieht man außer den starken eisernen Gittern auch noch innerungen, die den Sinn des Einsamen mit einem tief hölzerne Kästen angebracht, welche den Gefangenen die melancholischen Gefühle erfüllt hatten? Der junge BuchAussicht sowie einen Theil des himmlischen Lichtes benehmen. Drucker saß mit schwerathmender Brust unbeweglich und sah Kein Friedhof und kein Krankenhaus sieht so viel durch das trübe Fenster. Erst als die Hand Jwan's seine Thränen, hört so viel Seufzer und Verwünschungen, wie Schulter berührte, erhob er den Blick, und eine tiefe Röthe solch ein Ort, an welchem die Stumpffinnigen, die Ueber überzog sein Gesicht. Im nächsten Augenblicke aber sprang reizten, die Troßigen, die Beschränkten und Unwissenden, die er auf und rief: Echwachen und Leichtsinnigen, die Verirrten, die Verstockten," Wie, Herr Baron, Sie verfolgen mich selbst bis ja die oftmals nur Unglücklichen oder Verwahrlosten nach einer Schablone behandelt werden. hierher?" Verfolgen?" fragte Jwan mit verwundertem, fast trauerndem Tone; nennen Sie es Verfolgung, wenn ich mich gedrungen fühle, eine nothwendig gewordene Erklärung herbeizuführen, die ich sogar zu fordern berechtigt bin, Wilhelm?" Hier lauscht er eine Weile; doch kein Geräusch läßt sich orinnen vernehmen; und so faßt er endlich Muth und drückt Und das wird so lange die Regel bleiben, bis an Stelle die Thürklinke nieder. Der junge Buchdrucker sitzt noch immer an dem Fenster, der handwerksmäßigen Praxis die Prinzipien einer humaneren welches nach dem Gefängnißhofe hinausgeht, anscheinend in Wissenschaft und des erwachten gesellschaftlichen Gewiffens trüben Gedanken versunken. treten. Dazu muß aber die Hilfe von außen kommen, denn Freilich ist der Ort auch ganz dazu angethan, ein Heer nicht einmal die Theologie hat eine so ausgesprochene " Ich muß Sie ernstlich bitten, Herr Baron, mich nicht düsterer Gedanken in der Seele eines fühlenden und denken- dottrinär- konservative Tendenz, wie die sogenannte Rechtsben Menschen wachzurufen. In den öden, freudenleeren gelehrsamkeit, d. h. die Wissenschaft von dem, was in mehr bei dem Namen zu nennen, bei welchem mich nur Hof starren eine Anzahl Fenster hinab, von denen nur früheren Zeiten und unter anderen Verhältnissen einmal meine Verwandten oder meine intimsten Freunde zu nennen einige hinter der grün angestrichenen Bank mit Vorhängen als Recht betrachtet worden und für die Privilegirten unserer Und zu den Letzteren zählen Sie mich wohl nicht und Blumentöpfen geschmückt sind und damit die Anwesen Tage als ihnen zusagend und zweckmäßig erachtet wird." heit von Menschen verrathen, welche die Thatsache ihres Bom Rechte, das mit uns geboren, Hierweilens nicht zu verwünschen Ursache fühlen. Von dem ist leider nie die Frage! Nein, Herr Baron." Das ist die Wohnung des Gefängnißinspektors. Nur mußte schon der ironisirende und doch so vielfach hochwenigen Anwohnern des Hofes indessen war der Anblick konservative Goethe seinen schonungslos tritifirenden Teufel Dieses in solcher Umgebung doppelt traulich erscheinenden Mephisto sagen laffen. haben." mehr?" Wie Sie wollen, Herr Barth, ich werde diesem Wunsche Rechnung tragen, hoffe aber nun umsomehr, daß Sie auch mir gerecht werden." t 2r in E e r t .ta er 11 b en 11= ase te irt ? r= ch rt ren ebner nn egt fte Se rt ffe en Det at, er ด รั 20 Des id= icht er rds iche Be bier M. an geschulte, in der Vollkraft stehende Leute eingestellt? Weshalb werden die Patronenmacher bei ihrem gefahrdrohenden Geschäft auch noch mit solchen zeitraubenden Nebenarbeiten beschäftigt? Weshalb? Wir warten nicht auf Antwort. Politische Atebersicht. Berlin, den 6. Januar. Wenn die Auswanderung ein Beweis des Wohlstandes ist, wie Bismarck einst sagte, dann muß das vergangene Jahr in Deutschland als ein gesegnetes angesehen werden. Die Auswanderung ist in diesem Jahre, und ins besondere im Monat November bedeutend gegen die Vorjahre gestiegen. Das letzte Monatsheft zur Statistit des Deutschen Reichs macht betreffs der überseeischen Answanderung aus dem Deutschen Reiche über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam folgende statistische Angaben: Es wanderten auf dem angegebenen Wege aus 8835 Perfonen gegen 7345 im November 1890, 5622 im November 1889, 6108 im Nov. 1888, 6691; 6140, 4889, 6183 und 8683 im November der Jahre bis 1883 zurück. Von den Auswanderern des letzten November tamen 2358, also mehr als 4 der Gesammt= zahl, aus Westpreußen, und 1028 aus Posen. Seit Beginn 1891 bis Ende November sind im Ganzen 111 714 Perfonen ausgewandert, gegen: 89 308, 87 402, 95 819, 97 247, 76 981 und 104 920 im entsprechenden Zeitraum der Jahre bis 1885 zurück. Von den Auswanderern des Jahres 1891 famen 75 635( 1890 57 979) aus Preußen, 10 419( 9467) aus Bayern, 5965( 5878) aus Württemberg, 4056( 3469) aus Baden, 3954 ( 2470) aus Sachfen, 2068( 1795) aus Hamburg u. f. w. Unter den preußischen Provinzen stehen bei Weitem obenan Posen mit 17 724( 1890 10 915) Auswanderern und Westpreußen mit 15 049( 10 520); dann folgen Pommern mit 9576( 8257), Hannover mit 6547( 5826), Brandenburg einschl. Berlin mit 5538( 4027), 9heinland mit 4813( 3906), Schleswig- Holstein ber Natürlich! Es ist gekommen, wie wir voraussagten. Deutliche Namensunterschrift in allen amtlichen Ob gegen das Zuhälter wesen ein neues Gesetz ge- Schriftstücken wird den Post beamten in einer besonderen schaffen werden wird, ist sehr fraglich. Die Materie bietet Verordnung zur Pflicht gemacht. Auch anderen Beamten doch größere Schwierigkeiten, als man anfangs gedacht u. s. w. könnte eine solche Verordnung nicht schaden. In den meisten - so lesen wir jetzt in Blättern, die noch vor einigen Fällen ist bei amtlichen Schriftstücken der Name des unter Wochen luftig nach einem neuen Gesetz riefen. Ja, das zeichnenden Beamten nicht zu lesen, was oft viel Verdruß denken wir auch größere Schwierigkeiten, als man und überflüssige Mühe macht, oft auch positiven Nachtheil anfangs gedacht" so große Schwierigkeiten, daß kein zur Folge hat. Man erinnert sich noch, daß der 6. Berline Herenmeister sie überwinden kann, geschweige denn unsere Wahlkreis einmal sehr nahe daran war, eine Neuwah Gesetzgebungskünstler, die gewiß keine sind. Die Quadratur vornehmen zu müssen, weil der Gewählte den Namen de des Birkels ist eine Kleinigkeit dagegen. Man müßte sich Beamten, der ihm das Wahlergebniß mitgetheilt hatte, nich an den Wundermann wenden, der sich an seinem eigenen entziffern konnte. Freilich durch Verordnungen, wie di Bopf in die Höhe hob. Er könnte es vielleicht. Aber wo des Herrn Stephan, läßt sich dem Uebel nicht gründlich ist er zu finden? Das weiß nur der berühmte Freiherr steuern. In der Eile wird Jeder einmal seinen Namen undeutlich schreiben. Die sicherste Abhilfe wird wohl das von Münchhausen. durch geschaffen, daß jeder Beamte, der amtliche Schriftstücke In Mecklenburg scheint die preußische Militärhoheit zu unterzeichnen hat, verpflichtet ist, seiner Unterschrift einen ein wenig die Empfindungen der Souveränetät des Landes- Stempel mit seinem Namen beizufügen. Diesem Gefühle geben die Das toftet so gut wie nichts, macht keine Mühe und raubt herrn verletzt zu haben. Mecklenburgischen Nachrichten" Ausdruck. In einem Artikel feine Zeit. Beiläufig ließe dies fich auch für Privatbriefe derselben heißt es: Bedauerlich ist es, wenn Preußen auch da sich Feinde empfehlen. In welche Verlegenheit sind wir nicht schon macht, wo es Freunde haben könnte, wenn es auch anderen durch unleserliche Unterschriften gerathen! Bundesstaaten gegenüber eine Politik verfolgt, welche die wohl Denkenden Männer aller Parteien mit Nothwendigkeit gegen Wieder einmal von den wilden" Fran es aufbringt, um nicht zu sagen, empört. Fürst Bismarck hat, so lange das neue Reich besteht, stets das feinige gethan, um zosen überholt! Die französische Kammer hat soeben den inneren Frieden zu wahren und nicht fünstlich da Unwillen ein Gesetz angenommen, welches die Entschädigung zu wecken, wo ursprünglich die Freude am Reiche vorhanden unschuldig Verurtheilter zur Staatspflicht macht war. Man geht jetzt andere Wege. Es wird nach Be- und die Entschädigungssummen regelt. darf die Rücksicht durch Rücksichtslosigkeit, Wir kennen die Einzelheiten des Gesetzes nicht, wiffen das Recht durch die Macht des Stärkeren er also auch nicht, ob es sich blos auf unschuldig Verangestammten Fürston mißachtet und urtheilte bezieht, und nicht auch auf unschuldig Eingekerferte, und überhaupt strafrechtlich Verfolgte. Indeß wenn das neue französische Gesetz auch diese Lücke enthalte und sich blos auf unschuldig Verurtheilte beschränkt, so wäre es immerhin ein großer Fortschritt und sehr beschämend für uns Deutsche, die wir uns einst rühmten, an der Spitze zu marschiren. Der Reichstag, Die zartfühlenden Mecklenburger Junker! Wenn der der Zivilisation mit 4112( 8836), Heffen- Nassau mit 2945( 2718), Ostpreußen Großherzog einmal versuchen wollte, die verrottete mecklen welchem auch in dieser Session ein das Gleiche bezweckender mit 2595( 1956), Schleſten mit 2594( 2163), Westfalen mit burgische Verfassung etwas nach vorwärts zu revidiren Gesezentwurf vorliegt, wird durch das Beispiel Frank 63( 97) Auswanderern. Also nur aus Westfalen und Sohen- oder auch nur die elenden Schulverhältnisse zu reformiren, reichs hoffentlich zu einem möglichst einstimmigen Votum zollern war die Auswanderung geringer als im vorigen Jahre. dann würde bei der hochedlen Ritterschaft, deren Interessen angespornt. Freilich erreicht ist damit noch nichts. Von den Auswanderern des November v. J. wurden 4808 bie Mecklenburgischen Nachrichten" vertreten, die ganze Denn der betreffende Gesetzesentwurf ist ein sogenannter über Bremen, 2492 über Hamburg, 153 über Stettin, 1170 Loyalität gegen den angeflammten Fürsten in die Initiativantrag, d. h. ein aus der Mitte des über Antwerpen, 131 über Rotterdam und 61 über Amfter Brüche gehen und auf die Kränkung ihres theueren Reichstags hervorgegangener Antrag und solche Anträge dam befördert. Außerdem sind noch befördert Auswanderer Landesherrn" würde es der getreuen Ritterschaft wenig an- pflegen vom Bundesrath in den Papierkorb geworfen zu aus fremden Staaten über Bremen 5108, Hamburg 8678 und fommen. werden es sei denn, daß sie auf Wunsch( oder Befehl) in irgend einer Daß Fürst Bismarck sehr zartfühlend gegen die be- von Oben apportirt" worden sind Obenan in der Zahl der Auswanderer stehen die Pro- rechtigten Eigenthümlichkeiten" der Fürsten war, das wissen figlichen Frage, wo die Regierungen sich scheuen den ersten vinzen, die am meisten der Segnungen der Junkerherrschaft wir wohl. Er wußte beispielsweise seiner Zeit, daß der Schritt zu thun. Und dieser ist kein Antrag der letzteren fich erfreuen. Wie die Pest scheint das Volk die Segnungen verstorbene Herzog von Braunschweig in allen Stücken ein des patriarchalischen" Regiments zu fliehen, und wenu es treuer Gefolgsmann Preußens war, die leichteste Verlegung Die Sozialdemokratie und das Duell. nicht der Mangel an Mitteln zur Auswanderung ver- des Scheins seiner Souveränetät ihn jedoch zum un- dieser Ueberschrift giebt die Germania" unsere Pariser hinderte, so würde die schon jetzt ungeheuere Zahl der versöhnlichsten Gegner Preußens gemacht hatte. Aber gleichAuswanderer in Posen, Westpreußen und Pommern fich zeitig wissen wir, daß um der Wahrung dieses Scheines Korrespondenz über das Duell zwischen Vaillant und Gégout noch verdoppeln und verdreifachen. Latifundia Italiam willen der Herzog in allen Stücken, die nur das Bolks- wieder, zugleich mit unserer redaktionellen Bemerkung zu dem Duellunfug":" Wir können nur wünschen, daß unsere perdidere die Großgrund befizer Herr intereffe berührten, seine 2 Stimmen im Bundesrath stets französischen Genossen ihren Bruch mit der Bourgeois chaft mit ihren, zum Schuße der Landwirthschaft" er zu Gunsten Preußens in die Wagschale legte. gesellschaft auch damit manifestiren, daß sie auch in dieser hobenen Kornzöllen richtet Deutschland zu Gründe und treibt das Volk aus dem Lande. Die Stichwahl im Hildesheimer Wahlkreis ist zu Beziehung mit den Gepflogenheiten der Bourgeoisgesellschaft Gunsten des nationalliberalen Kandidaten Sander aus brechen." Die Germania" stellt hierzu folgende Frage: Das Jefuitengefet tritt jetzt wieder in den Vorder- gefallen, der etwa 2000 Stimmen mehr als sein Gegen- Wäre da nicht ein schärferes Wort gefallen, wenn nicht grund. Die Aufhebung desselben wird von den Ultra- kandidat Bauermeister( Zentrum) erhielt. Der Wahlkreis eben Sozialdemokraten und Anarchisten in Betracht montanen verlangt, von den Nationalliberalen und einem war bisher durch den Welfen Freiherrn von Hake verTheil der Konservativen bekämpft. Die Nationalliberalen treten, durch dessen Tod die Neuwahl erforderlich geworden Die freundliche Frage verdient eine freundliche Ant 2204( 2318), Sachsen mit 1845( 1420) und Hohenzollern mit Stettin 484. untergraben." In einer weiteren Auslaffung heißt es dann: " Wer will es uns monarchisch gesonnenen Mecklenburgern verdenken, wenn wir die Kränkung unseres theuren Landesherrn als eigene Kränkung mitfühlen." " 1 Sorte. " " Unter fämen?" sehen mit der Zulassung der Jesuiten das ganze Reich be- war. wort, die wir hiermit geben: Sollte in Deutschland sich droht, das vor einer Hand voll Jesuiten im Handumdrehen einer unserer Genossen bei einem Duellunfug betheiligen, aus allen Fugen gebracht werden würde. Der Stöcker und Sächsisches. Wir meldeten seiner Zeit, daß Redakteur so würde er von unserer Seite eine Abfertigung erfahren, die protestantischen Jesuiten fürchten vor allem die Kon- Thiele in Wurzen, gegen den die Ordnungsparteien an deren Schärfe und Wuchtigkeit die Germania" gewiß In Frankreich steht die kurrenz der katholischen Jesuiten. Wir bekämpfen die feit der Fastnachtswahl von 1887 eine brutal- niederträchtige nichts vermissen würde. Einen wie die Anderen, aber auf dem Boden des gemeinen Satz organisirt hatten, schließlich, nachdem er sich der Meute Sache aber etwas anders als in Deutschland und wir er Rechts, wir hassen den Jesuitismus in jeder Form, selbst siegreich erwehrt, aus dem Stadtverordneten- Kollegium durch theilten unseren dortigen Parteigenossen nur den nachbarwenn er unsere Maske sich wählen wollte und dann Ungiltigkeitserklärung seines Mandats hinausgemaßregelt lichen Rath, in ihrer Mitte auch mit dem Unfug Auskehr gerade erst recht, aber wir treten gegen das Jesuiten wurde. Der Beschluß, der von der Leipziger Kreishauptmann zu machen, indem wir ihnen überließen, ob sie einen geset, als gegen ein Ausnahmegesez ein. Alle Gründe für schaft bestätigt ward, hat nunmehr auch die Sanktion stärkeren oder schwächeren Besen brauchen wollen. In dasselbe sind jesuitisch im voltsüblichen Gebrauche des der obersten Instanz-- des Ministeriums des unserer Mitte werden wir gewiß von dem stärksten Gebrauch Wortes. Wenn der Antrag im Reichstage zur Berhand- Junern erhalten. machen. lung kommt, wird unsere Partei, unter Wahrung ihres Ju Sachsen nennt man das neuen Kurs". Die Sache, Die Germania" darf überzeugt sein, wir kennen fein prinzipiellen Standpunkts, energisch für ihn eintreten. welche jo recht charakteristisch ist für die Zustände im Messen mit zweierlei Maß, und unsererseits wird, so weit Gleiches Recht für Alle! Wer es nicht vertragen kann, der Lande Sachsen und im Deutschen Reich, wird jedenfalls unsere Kraft und unser Einfluß reicht, dem ebenso lächer hat kein Recht zu egistiren. demnächst den sächsischen Landtag beschäftigen. lichen als barbarischen Duellblödsinn schonungslos zu Leibe Die Erklärung Ihres Benehmens, Herr Barth, eine Erklärung, die Sie mir bisher so hartnäckig vorenthalten haben." Ich suche Jedem gerecht zu werden, aber was verlich ist für ihre Lebenszeit, unglücklich durch Sie! Nunmehr mir wie ein Märchentraum, von den Lippen einfacher langen Sie von mir?" wissen Sie, Herr Baron, was Sie schon vorher gewußt, Arbeiter Ansichten und Grundsätze aussprechen zu hören, und wenn Ihnen meine Erklärung nicht gefällt, so die längst in meiner Seele geschlummert hatten und die in werden Sie die Schuld hoffentlich nicht mir beimessen. solcher Klarheit kaum in den Schriften unserer berühm Jetzt aber...." testen Demokraten, wie Bakunin, ausgedrückt zu lesen waren. Sie, Herr Barth, waren in der Versammlung mein nächster Nachbar; Sie hörten die ersten Aeußerungen meiner höchlichen Verwunderung, meines freudigen Erstaunens und bald meiner Begeisterung. Von dem gleichen Impuls der Freude getrieben, reichten wir uns da zum ersten Male im Leben die Hand. Gedenken Sie noch daran?" " Es erscheint mir in der That wunderbar, Herr Baron, daß Sie von mir zu hören verlangen, was Sie sich bei einigem Nachdenken selbst sagen fönuten. Wenn Sie aber durchaus auf einer Erklärung aus meinem Munde bestehen, so will ich sie Ihnen auch so kurz und bündig, wie möglich, geben. Sie haben sich, voin ersten Augenblicke unserer Bes kanntschaft an, ber unwahrheit bedient, und das, sollte ich meinen, ist genügender Grund für einen wahrheitsliebenden und aufrichtigen Menschen, um eine flüchtige Bekanntschaft wieder aufzuheben." " Eine flüchtige Bekanntschaft, Herr Barth. Können Sie wirklich das Verhältniß, welches zwischen uns bestanden, uur als eine flüchtige Bekanntschaft bezeichnen?" Jetzt werde ich wohl das Recht in Anspruch nehmen dürfen, auch mit meiner Vertheidigung gehört zu werden?" Also immer noch," rief der Buchdrucker mit ungeduldigem Achselzucken. " Herr Barth, Sie sind ein Mann, der trotz seiner großen Jugend mit Besonnenheit und Mäßigung seine deen zu vertreten entschlossen ist; beweisen Sie diese Eigenschaften vor allen Dingen in unserer Streitfache." Was könnten Sie sagen?" п " Das werden Sie ja hören, wenn Sie nur den guten Willen haben, gerecht zu sein." Der Buchdrucker setzte sich ergebungsvoll nieder und faltete die Hände im Schooße. " Ich erinnere mich noch sehr wohl," erwiderte der Ge fragte, aber in einem Zone, als wäre er halb vom Traume umfangen. Jwan aber fuhr in seinen Darlegungen weiter fort: Von Stund' an war ich entschlossen, mich näher mit den Ideen und Bestrebungen dieser Männer bekannt zu machen, und um im persönlichen Verkehr mit ihnen keinen Wie Sie das nur so sagen können," seufzte der" Ich bin," begann Jwan, indem er sich an der Seite ungerechtfertigten Argivohn gegen meine Person, teine Ver Andere. Ja, Sie haben Recht; wir waren durch engere des jungen Mannes niederließ, augenblicklich noch nicht legenheit und Zurückhaltung auf der anderen Seite hervor Bande mit einander verknüpft, durch die engsten, die ich in der Lage, Ihnen das Ganze meiner unerquicklichen und zurufen, was einen freien, unbefangenen Austausch unmög kenne, wenn ich die Liebe und die Dankbarkeit aus verwickelten Familienangelegenheiten auseinander zu setzen. lich gemacht haben würde, gab ich mich für Jemanden aus, nehme. Denn was kann auf Erden festere Freund- Dieselben waren der Grund meiner Reise nach dem Aus- der ich nicht war, und doch vielleicht für nichts Anderes, schaft gründen, als das Bewußtsein gleicher Gesinnungen, land. Ich war entschlossen, auf dieser Reise Land und Leute als was ich in Zukunft sein werde, wenn mein Schicksal übereinstimmender Meinungen und das Vorhaben gleicher gründlich kennen zu lernen; ich las, hörte und fah. teine andere Wendung nehmen sollte. hoher Biele? Sie aber haben diese Gesinnungen Nun wollte es der Zufall, daß an einem mir unver Da konnte es meiner Aufmerksamkeit nicht entgehen, ebensowenig gehegt, diese Biele ebensowenig erstrebt, und daß hier in Deutschland auch die Arbeiter öffentliche Ver- geßlichen Tage ich Sie und Elisen im Konzertgarten traf. auch nur erstreben wollen, als Sie der arme verbannte sammlungen abhalten, in welchen sie ihre Rechte und Inter- Sie saßen mit ihr allein an einem Tische unter dem Sprachlehrer Jwan Herzen aus St. Petersburg find." essen diskutiren, sich gegenseitig aufklären und zu plan Schatten eines mächtigen Kastanienbaumes und hatten Das Letztere trifft zu, Herr Barth, aber Sie vergessen, mäßigen gemeinsamen Beschlaffen gelangen. Sie können vor sich die Aussicht auf den majestätischen Strom und die daß ich diese unwahren Mittheilungen über meine sich wohl denken, daß für mich, dem als Russen allgemeine schöne Stadt, die sich an den beiden Ufern ausbreitet. Jdh persönlichen Verhältnisse nicht dem Freunde, sondern dem Bolksversammlungen schon etwas ganz außerordentlich begrüßte Sie und nahm auf Ihre freundliche Einladung noch Unbekannten nach der ersten flüchtigen Bekanntschaft Seltenes und Neues waren, eine Arbeiterversammlung von hin an Ihrem Tische Platz. Frei und freudig sprachen wir geniacht hatte." ganz besonderem Interesse sein mußte. Ich ging also hin, uns aus, verbrachten fostbare Stunden im rückhalttlosesten Es war fein guter Anfang, und das Ende entspricht und zwar, wie ich gern eingestehen will, den Spott auf den Austausch unserer Gefühle und Ideale; wir fühlten uns ihm. Nein, Herr Baron, Sie täuschen sich selbst, oder Lippen und in der Seele! erwärmt durch gegenseitigen Gluthhauch der Seelen, er wollen mich täuschen, denn Sie haben die Maske auch weiter noch dem Freunde hingehalten, haben unter derfelben Waste das Herz eines jungen, unerfahrenen Mädchens zu gewinnen gewußt, das Herz meiner armen Schwester, die jetzt unglück " Wer malte mein Erstaunen, als ich da Leute, die bei kannten uns als Brüder, als Landsgenossen, als Bürger uns nicht viel höher geachtet werden, als Arbeitsthiere, fich einer anderen Welt, als die, in welcher wir Beide uns nicht benehmen sah und sprechen hörte, wie es bei uns faum die heimisch fühlen konnten. Denken Sie noch daran?" Wohl dente ich noch daran," erwiderte der Andere gebildeten und gelehrten Klassen zu thun vermögen. Es war /n gegangen werden. Bei dieser Gelegenheit wollen wir die „Germania* daran erinner», daß das unselige Duell L a s s a l l e's von den Sozialdemokraten wohl psychologisch erklärt, aber niemals vertheidigt worden ist.— Der Krach geht herum— der Krach geht herum, und die bürgerliche Gesellschaft hat zwar uicht den Muth, sich„umzuschauen", allein die Schläge„krachen" ihr auf den Rücken und auch auf den Schädel. Flüchtige Kassirer, Bankiers, die sich eine Kugel in den Kopf jagen, weil sie sich„verspekulirt", purzelnde Banken, Geschäftsfallimente en gros, Börsenpaniken— das sind so alltägliche, so allstündliche Nachrichten, daß sie gat keinen Eindruck mehr machen. Und«mi mit dein neuen Jahr beginnt denn auch der S t a a t s b a n k e r o t t in Europa. Diesmal kommt der Gast aus Amerika— aus der argentinischen Republik, die voriges Jahr den Staats- bankerott erklärte. In Europa hat das kleine Portugal den Vortritt übernommen— seit dem 1. Januar des neuen Jahres 1892 zahlt es die Zinsen der garantirten Eisenbahn- Obligationen nicht mehr, und von den direkten Staats- schulden auch nur d i e Zinsen, welche die Regierung zu zahlen— oder nicht z» zahlen— für gut findet. Kurz, der richtige, echte Staatsbankrott, den wir übrigens schon vor mehreren Wochen voraussagten. In nicht viel besserer Lage als Portugal ist das Nachbarland Spanien, das ebenfalls thatsächlich bankerott ist, und die Bankerott- e r k l ä r u n g wohl kaum noch lauge wird hinausschieben können. Noch früher als Spanien wird freilich vielleicht daS «R i e s e n r e i ch im Osten" dem Bankerott verfallen, der „Koloß mit thönernen Füßen", dessen Lage noch ver- zweifelter ist als die des Zwergstaats im äußersten Westen von Europa. Tie letzte Anleihe hat bekanntlich ein so miserables Resultat ergeben, daß die völligen Zinsen kaum davon gezahlt werden können, und nun sind infolge der Hungersnoth und der Ausfuhrverbote auch die letzten Geld- quellen versiegt. Kredit hat das durch den Musterdespotis- mus gründlichst zu Grund gerichtete Land nicht mehr— die Regierung kann sich blos durch allerhand Taschen- spielerkunststückchen und Schwindeleien für den Augenblick noch über Wasser halten— die K a t a st r o p h e ist aber nicht mehr abzuwenden— die Finanzkatastrophe, der die p o l r t i s ch e Katastrophe zur Begleiterin dienen wird.— Zur Naturgeschichte der Diplomatie. Bei den alten Griechen, die bekanntlich nicht auf den Kopf gefallen waren und sehr„helle" sahen. war M e r k u r, u s der Schutzgott der Kaufleute und Diebe. Wenn die Griechen unsere moderne Staatsmannskunst geahnt hätten, würden sie den Diebs- und Kaufmannsgott sicherlich auch zum Gott der Diplomaten gemacht haben— aller guten Tinge find drei. Und da glaube man nicht, wir Sozialdemokraten hätten zuerst die Aehnlichkeit und Verwandtschaft entdeckt. Wie in vielen anderen Dingen haben wir hier Vorgänger und„berühmte Muster", denen wir als gelehrige Schüler nur folgen. Eine kleine Geschichte möge das beweisen, die zwar etwas„pikant" ist, aber den Vorzug hat, wahr m sein. Also: Es war gegen Ende der Zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts. Die Russen hatten einen der üblichen Raubkriege gegen die Türkei be- gönnen, es ging ihnen jedoch, wie in den meisten dieser Raubkriege, sehr schlecht— sie erlitten Niederlagen über Niederlagen; und noch mehr als das Schwert der Türken setzte ihnen dieDiebischkeit der Armeeverwaltung zu— statt Diebischkeit könnte man auch sagen: Diebitschkeit, denn der kom- wandirende Feldherr hieß Diebitsch. Tie armen Soldaten hatten Nichts zu essen— Alles wurde ihnen vor den spitz- bübischen Lieferanten und Kommandanten von dem hungrigen Mund wegstiebitzt. ES war so arg, daß das da- malige„Väterchen" die Pateraugen nicht länger verschließen konnte. Ein grimmiger Ukas erging. Ein Exempel sollte statuirt werden. Die Untersuchung, obgleich russisch ge- führt, d.h. von Spitzbuben gegen Spitzbuben, ergab unglaub- liche Unterschleife. Völliges Vertuschen war nicht möglich. Einer der Hauptschuldigen wurde zum Tode vernrtheilt. Vor der Hinrichtung ließ„Väterchen" sich die Prozeßakten zur Einsicht kommen. Er ging sie gewissenhaft mit seinem Lieblingsminister durch. Und das war eme interessante Lektüre. Ter Todeskandidat hatte seine Spitzbübereien nnt "nd strich sich mit der Hand über die Stirn, als wollte er einen Einfluß von sich wegbannen, den er gegen seinen Willen auf sich einwirken fühlte. „Aber unser Gespräch," fuhr Iwan mit erhöhter Leb- haftigkeit fort,„hatte einen eifrigen Zuhörer; Elise folgte unseren Ausführungen mit steigendem Interesse; sie fühlte wie wir, und ihre Blicke sprachen lebhaft mit. Das Weitere wissen Sie. Unsere Herzen hatten sich an diesem Abende gesunden; fester und immer fester knüpfte sich das Band unserer Liebe, knüpfte sich das Band unserer Freundschaft, und befangen in dem Rausche dieser neuen, allmächtigen Gefühle sagte ich mir wohl manchmal, daß es meine Pflicht sei, Euch ganz und voll die Wahrheit über meine persön- uchen Verhältnisse zu offenbaren, fürchtete aber doch die Unruhe, die Besorgnisse, welche durch derartige Mit- thcilungen in Elijen's Herzen wachgerufen werden möchten, und über diese Furcht konnte ich bis zur Stunde noch nicht hinwegkommen. Es war wohl Unrecht von niir, daß ich überhaupt einmal zu einer Unwahrheit meine Zuflucht nahm, aber ich that es nicht aus böser Absicht; es war wohl nicht recht, daß ich so lange mit der Darlegung meiner gisellschaftlichen Stellung zögerte, aber ich glaubte zögern zu 'Nüssen. Können Sie mir das uicht nachseyen, Herr Barth, sv muß ich das um unserer Beider willen auf's Lebhafteste bedauern: vor meiner zweiten Richterin jedoch hoffe ich Gnade zu finden." Der junge Buchdrucker schwieg, aber es kämpfte mächtig w seinem Innern. Iwan bemerkte es und, die Hand auf die Schulter des ehemaligen Freundes legend, fügte er hinzu: �„Sie kämpfen mit sich selbst; ich will auf ihre Erwägungen leinen ungebührlichen Einfluß auszuüben versuchen; ivir werden weitere Gelegenheit finden, uns auszusprechen, da Schicksal durch äußerlichen Zwang uns hier zusammen- ....Ich kämpfe mit mir selbst, ja," erwiderte der Buch- rucker.„Ihre Ausführungen haben, das will ich Ihnen gern zugestehen, manche Ursache zum Groll und Mißtrauen nn mrr beseitigt, aber ein mit Theil Argwohn bleibt doch n seiner Seele zurück.(Fortsetzung folgt.) einem wahrhaft„genialen" Raffinement betrieben— so „genial", daß der Zorn gegen thn sich in Bewunderung vcrivandelte. Einen solchen Mann darf man nicht hin- richten, er hat das Zeug zu einem großen Diplomaten! Er hatte blos seinen Beruf verfehlt und was war natür- licher und logischer als der Gedanke, ihn seinem r i ch- t i g c n Beruf zuzuführen? Gedacht, gethan. Der Prozeß ward in aller Stille niedergeschlagen, wie die meisten Pro- zesse dieser Art; der„geniale" Spitzbube wurde begnadigt, irgend einer entfernten Gesandtschaft zugetheilt und dann, nachdem Gras über die Sache gewachsen war, auf einen, seinen tähigkeiten angemessenen Posten gestellt. Der begnadigte pitzbube ist einer der berühmte st en Diplo- maten der Neuzeit geworden. Sein Name sängt mit einem B an und endet mit einem w. Und woher wissen wir das Alles? Ein anderer Diplomat, der aber kein Spitzbube war und mit dem betreffenden„genialen" Kollegen viel zu thun hatte, hat es der Welt verrathen. Auch dieser andere Diplomat, der sich später freilich einem weniger heiklen Berus zuwandte, ist ein sehr bekannter Mann.— Korrespondenzen und Vorteumchrichten. In Hagen Ü/W. tagte am 3. Januar eine sozial- demokratische Parteikonferenz für den Reichstags- Wahlkreis Hagen. Dieselbe war aus 9 Orten von 23 Delegirten besucht und verhandelte über die bisherige Taktik der Partei, sowie über die Punkte: Presse, Agitation und Organisation. Zu Punkt 1. wurde eine Resolution einstimmig angenommen, nach welcher die bisherige Tatik beizubehalten ist und die Beschlüsse des Parteitages anerkannt wurden. Hinsichtlich der Presse beschloß man, bis zum 1. April an Stelle der bisherigen„Hagener Arbeiterzeitung" welche ein Privatunternehmen der Frau Jeup in Gelsenkirchen ist, ein der Partei gehöriges dreimal wöchentlich erscheinendes Organ für den ganzen Wahlkreis zu schaffen, dessen Verlag sich in Hagen befindet, während der Druck in Dortmund durch die Buchdruckerei der„Westfälischen Freien Presse"' erfolgt. Zur Einführung des Blattes wurde eine Preßkommission gewählt. Betreffs der Agitation beschloß man, in allen größeren Orten des Kreises Sammellisten für gelesene Arbeiterblätter zu errichten, und bei günstiger Witterung Agitationstouren auf's Land zu machen und bei solchen Gelegenheiten die gesammelten Blätter zu vertheilen. Auch soll so viel wie möglich durch Versammlungen agitirt werden. Es wurde auch betont, daß jeder einzelne Parteigenosse eine regere Thäligkeit zu entfalten habe, damit nicht die Agitation wenigen Genossen allein überlassen bleibt, lieber die Organisation bestimmte man, daß überall da, wo sozialdemokratische Vereine noch nicht bestehen und die lokalen Verhältnisse deren Errichtung er- landen, solche gegründet werden müssen. Die Verhandlungen der Konferenz, welche die Zeit von Nachmittags 2 biS Abends VeT Uhr in Anspruch nahmen, wurden mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie zum Abschluß gebracht. Man sieht: auch im Wahlkreise des„großen" Jrrlehrenmannes geht es mit unserer Partei flott vorwärts. Trotz der Richter'schen Irrlehren und semer Zerrbilder wird das sreisinnige Bollwerk immer morscher. »» Die Sozialdemokratie des Wahlkreises Nordhausen hielt ain 27. Dezember in N o r d h a n s e n eine P a r t e i v e r- s a m m l u n g ab, welche aus mehr als 20 Ortschaften von ins- gefammt SOV Personen besucht war. Dieselbe wurde durch einen mit stürmischem Beifall aufgenommenen Chorgesang des Gesang- Vereins„Vorwärts" eingeleitet, worauf Redakteur Hülle aus Erfurt über die heutige Gesellschaftsordnung und die Ziele der Sozialdemokratie unter großem Beifall der Versammlung sprach. An diesen Vortrag reihle sich eine vom Genossen Holzapfel gegebene Darlegung der wirthschaftlichen Verhältnisse der Tabak- arbeiter, Metallarbeiter, Weber und Landarbeiter des Kreises Nordhausen, die mit der Aufforderung endete, alle Arbeiter möchten sich der gewerkschaftlichen und politischen Organisation anschließen, um durch dieselbe die sonst unmögliche Besserung ihrer Lage herbeizuführen. Die Versammlung besmloß dann, daß der in Nordhausen bestehende Sozialdemokratische Wahlverein den Titel„Sozialdemokratischer Wahlverein des Reichstags-Wahl- kreises Norbhausen" annehmen solle, damit den ländlichen Ar- beitern Gelegenheit zum Beitritt gegeben werde, und hierauf folgte ein Fest, das ohne jeden� Mißton verlief. Kassel, ö. Januar. Vorgestern hat in Melsungen der zweitehessis che Parteitag stattgefunden. Anwesend waren gö Delcgirte ans 18 Ortschajten, welche sich auf 6 der 8 hessischen Wahlkreise verlheilen. Nicht vertreten waren die beiden Wahl- kreise Fritzlar, Hornberg, Ziegenhain und Rotenburg, Hersfeld, Hünfeld. Dagegen befriedigte es allgemein, daß der schwärzeste der hessischen Wahlkreise, der Fuldaer Wahlkreis, durch 2 Delegirte vertreten war. Ueberhaupl muß den Fuldaer Genossen, so zung sie noch in der Bewegung stehen und so klein ihr Häuflein auch ist. die Anerkennung gezollt werden, daß sie mit Ausdauer und Zähigkeit der schwarzen Garde arge Kopfschmerzen bereiten. Tie Verhandlungen des Parteitages begannen Morgens II Uhr und dehnten sich mit Einschluß einer zweistündigen Mittagspaufe bis Abends 8Vs Uhr aus. Die Verhandlungen wurden geleitet von den Genossen Pfannkuch und Brinkmann- Kassel als Vorsitzendem und Körner-EschwegeundPuth-FechenheimalsSchristführermDieTageL- ordnnng enthielt folgende Punkte: Berichterstattung der Telegirien, die Agitation, unsere Presse, Kenntnißnahme der Eschweger Vor- kommniffe, Vortrag und Diskussion über unser Programm. Wenn auch anerkannt wurde, daß die traurigen Erwerbsverhält- nisse der materiellen Seite der Bewegung nicht förderlich sind, so konnte man auderseils konslatiren, daß dieselben mächtig zur Entwickelung der Partei beitragen. Zur Betreibung einer einheitlichen und planmäßigen Agitation wurde eine drei- gliederige Kommission mit dem Sitz in Kassel bestellt und der- selben Ermächtigung ertheill. behufs Aufbringung von Mitteln Werthzeichen im Betrage von S und 10 Pfennig in Umlauf zu setzen. Das Vorgehen der Kasseler Genossen in Bezug des „Volksblatts" wurde einstimmig gebilligt. Die Preßkommission zu bestellen übertrug man den Kasseler Genossen mit der Maß- gäbe, daß Preß- und Agitationskommission ihr Mandat bis zum nächsten ordentlichen hessischen Parteilag auszuüben habe». Nach Kenntnißnahme einiger Eschweger Streitigkeiten, wozu sich der Parteitag nur auf ausdrücklichen Wunsch der Bethciligten bereit erklärte, mußte wegen der vorgerückten Zeit der letzte Punkt unerledigt gelassen werden. Da die Erörterung über das Pro- gramni weniger des Parteitages bezw. der Delegirten halber als vielmehr wegen der Melsunger jc. Landbevölkerung ans die Tages- ordnnng gesetzt war, soll dieselbe später tn einer nach Melsungen einzuberufenden Volksversammlung nachgeholt werden. Nach einem Resumä des Vorsitzenden wurde der Parteitag mlt einem Hoch auf die Sozialdemokratie und dem Gesang der Marseillaise geschlossen. Zur Sicherheit der Telegrrte» bezw, der Theilnehmer und zur Wabrung des ungestörten Forlganges der Verhandlungen war eine außerordentlich starke Polizeimacht aufgeboten worden. So wenigstens wurde uns die Anwesenheil der zahlreichen Gen- bannen von einem der Herren in der liebenswürdigsten Weise erklärt. «« » Der unsere« Leser« sattsam bekannte Stiinterer, welcher seit Jahren schon im Londoner Kommunist»- schen Arbeiter-Bildungsverein bestrebt ist, Unruhe zu stiften und die deutsche Sozialdemokratie zu lästern, hat jetzt Sukkurs aus Deutschland«halten. Der Photograph Drach- holz, welcher auch in Erfurt auf dem Parteitag war und von dort nach der Schweiz wanderte, ist jetzt in London eingetroffen. Dieser Herr ist aus Aerger darüber, daß der Parteivorstand sein Anerbieten, ihn mit der Landagitation in Pommern zu betrauen und entsprechend zu besolden, abgelehnt hat. zur Opposition übergegangen. Als Oppositioneller hat Drachholz nun am 19. v. M. im genannten Londoner Berein einen Vortrag gegen die deutsche Parteileitung gehalten und wurde darauf auch von den anwesenden 27 Mitgliedern mit 22 gegen S Stimmen eine Resolution angenommen, welche das„kurzsichtige Verhalten des Erfurter Parteitags" vernrtheilt. Der bekannte radikale Sozialist, Anarchist und Gelegenheits-Korrespondent der„Possischen Zeitung" berichtet dieser unterm 3. Januar das welterschütternde Ereigniß, hütet sich aber wohl, die Zahl der Abstimmenden anzugeben, eu nennt nur die Mitgliederzahl des Vereins: 200. Ebenso verschweigt der Korrespondent vorsichtig den Namen des Redners und„Erfurter Delegirten". Er scheint eben doch selbst zu fühlen. daß mit Drachholz, der, als er in Erfurt einmal den Versuch zu sprechen machte, nach den ersten Sätzen allgemein ausgelacht wurde, kein Slaat zu machen sei. Neiv-Pork, 25. Dezember.'Ein köstliches Dokument hat der „General-Werkmeister" des Ordens der„Knights of Labor" der Oeffentlichkcit übergeben. Es ist darin„offiziell" und in drastischster Art das bestätigt, worauf ich in meinen Berichten stets als auf die Ursache hingewiesen, von der die politische Ohnmacht der amerikanischen Arbeiter, wie überhaupt die That- fache herstammt, daß die Arbeiterklaffe dieses Landes noch nicht zur„Erkeimtniß ihrer Klassenlage" gekommen ist. Das Schrift- stück, ein Zirkular an die Ordensm»tglieder, ist deshalb werth, daß es in seinem wesentlichen Inhalt auch den europäische» Ar- beitern zur Kenntniß gelangt. Dasselbe beginnt: „Auf der Schwelle eines neuen Jahres«scheint es mir an- gemessen, einige wenige Worte über eine Sache an unsere Mit- zlieder zu richten, welche den Generalbeamten nicht wenig zu chaffen gemacht hat. Die Angelegenheit ist heikel, aber wir ver- ichern, daß nur die besten Interessen des ganzen Ordens uns veranlassen, jetzt das Wort zu ergreifen. Während der Präsident- schafts-Kampagne von 1883 verlor der Orden über 100 000 Mit- glieder, welche empört waren über die Handlungsweise hervor- ragender Mitglieder, die für einen oder den anderen Kandidaten in's Zeug gingen. Viele, die im Orden Aemtn bekleideten, warfen ihre Verpflichtungen bei Seite, um für die Kandi- baten ihrer Wahl") auf den Stnmp zu gehen. während Andere, ohne ihre Aemter niederzulegen, politische Stellen an- nahmen und in öffentlichen Versammlungen damit prahlten, daß sie Beamte des Oroens seien. An vielen Orten wurde d er Orden dadurch kompromittirt, daß Lokal- und Distrikt> Assemblies sich für die verschiedenen Parteien«klärten. Der ganze Orden wurde als Rekrutirungsfeld für die Agenten beider Parteien benutzt. Unsere Assemblies wurden mit politischen Dokumenten und Rednern überschwemmt. Der Orden wurde vom Mittelpunkt bis an seine äußersten Grenzen erschüttert; seine Existenz war bedroht und viele Derjenigen, welche uns verließen, um sich einer oder der anderen politischen Partei anzuschließen, versicherten, daß der Orden jene Kampagne nicht überleben würde.— Es steht nichts in unseren Gesetzen, wodurch ein Mitglied daran verhindert werden könnte, die Kandidaten irgend ein« Partei zu empfehlen, und die Generalbeamten denken nicht daran, die Rechte der Mitglieder in dieser Beziehung zu beeinträchtigen; aber wir erkennen die Gefahr, welche uns im nächsten Jahre droht, und wir fordern deshalb jedes einzelne Mitglied auf, zu bedenken, daß die Jnter- essen unserer großen industriellen Assoziation auf dem Spiele stehen." Es folgen nun darauf bezügliche Vorschläge, worunter be- sonvers der, daß die Mitglieder bei den bevorstehenden Beamten- wählen nur solche Mitglieder wählen sollen, von denen fie sicher sind, daß sie über dem Präsidenten-Wahlrummel rncht die Interessen des Ordens vernachlässigen.— Man sieht, es handelt sich für Powderly nur darum, seinen Orden intakt zu halten; daß der in dem Zirkular geschilderte Zustand der Dinge die ganze Entwickelung der Arbeiterklasse hemmt, sie zum ewigen „Resonnanzboden" der kapitalistischen Parteien macht, scheint dem „großen" Arbeiterführer nicht bewußt zu sein. Auch vermeidet er sorgfältig, aus den„Boodle" anzuspielen, welcher die eigent- liche Triebscd« für das verderbliche Treiben der geschilderten „Beamten" ist; er braucht da nur den unschuldigen Ausdruck, baß sie für die Kandidaten„ihrer Wahl" auf den Stnmp(aus Agitation) gegangen seien. Es wäre aber naiv, anzunehmen, daß Powderly glaube, jene Leute halten den Orden„von seinen, Mittelpunkt bis zu seiner äußersten Grenze erschüttert", um einem idealen Privatvergnügen nachzugehen. Er weiß so gut wie andere Leute, daß die Kandidaten „ihrer Wahl" die Kandidaten der Partei sind, von der jene Stumpgänger für ihre Thätigkeit, die ihren besonderen Werth in dem Hinweis auf den Einfluß innerhalb der Arbeiterkreist hat— denn an Rednern und Agitatoren sonstiger Art ist kein Mangel—, in„oassi"(Baar) oder mit a n- genehmen P ö st ch e n belohnt werden. Da„liegt der Hase im Pfeffer", und da wird er s» lange liegen bleiben, bis sich die Arbeitermassen von ihren Führern obigen Schlages emanzipirt haben. Warum sie daS nicht thun, nicht schon lange gethan haben? Nun, weil jene Cash- und Aemterjäger sammt den Arbeiter- führern ä la Powderly zwecks Ausrechterhaltung des für sie nach der einen oder anderen Richtung profitablen Zusiandes verhindert haben und verhiudern, daß die Arbeiter über ihre wahren Interessen aufgeklärt werde». «• • Polizeiliches, Gerichtliches te. — Der Verleger der Magdeburger„Volks- stimm e" wurde vom dortigen Landgericht wegen einer angeb- lichen Verletzung des§ 130 des R. St. G. B., begangen tn einer Rede über die Märzfei«, zu neun Monaten vernrtheilt und dann einige Wochen später in Untersuchungshaft genommen. Jetzt bat das Reichsgericht das Urtheil ausgehoben, weil der erste Richter fälschlicherweise die Regierung als eine Bevölkerungsklaffe im Sinne deS§ 130 genommen hat. Das Reichsgericht führt aus,„daß die Regierung oder die Regierenden nicht als Klasse betrachtet werden könnten, die anderen Klassen gegenüberzustellen sei. Der§ 130 könne also in diesem Falle nicht angewendet werden. Eine sofortige Freisprechung sel jedoch nicht erfolgt, weil in den inkriminirten Worten möglicherweise eine in anderer Richtung strasbare Handlung zu«blicken sei." Genosse Meyer muß also weiter brummen, obwohl das Reichsgericht festgestellt hat, daß er des zuerst angenommenen Ver- gehcns sich nicht schuldig gemacht. Gelingt es nun den Magde- burger Richtern nicht,„in anderer Richlung" eine strafvare Hand- lung aus der Rebe heraus zu lüfteln, so kann Meyer zwar nicht bestraft werden, aber seine diversen Monate Gefängnisse hat« doch weg. Es lebe der Rechisstaat! — Redakteur H. Watermann von der„Nord- deutschen Volksstimme" hat am d. Januar eine zweimonatliche Gefängnißhaft angetreten. — Redakteur Bender vom„Offenbacher Abend- blatt" wurde von der Straskammer in Darmstadt wegen Be- leidigung des Mainzer Gouverneurs von Reibnitz zu vi« Wochen Gefängniß verurtheill. Der Staatsanwalt hatte SOOM. Geldstrafe beantragt. *)„Ihrer Wahl" ist gut! D. E. Theater. Donnerstag, den 7. Januar. Opernhaus. Keine Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 7. Januar, Sterbe- Kaffe von Schauspielhaus. Die Kronpräten- Abends 74 Uhr: Auf Belga Arbeitern der Berliner Denten. 99 Inna" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologiſche Ausstattungs Maschinenbau- AktienBantomime in 2 Abtheilungen mit Leffing- Theater. Das vierte Gebot Pantomime in 2 Abtheilungen mit und Cavalleria rusticana. National Tänzen( 60 Damen), Auf V Deutsches Theater. Stella. Hieraufzügen 2c. Ginlage: TscherkessenDie Mitschuldigen. Berliner Theater. Der Hütten befizer. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Gesellschaft. Tanz. Ferner Dampfschiff und Sonntag, den 17. Januar 1892, Bootfahrten, Bootfahrten, Wasserfälle, Riefen fontänen mit allerlei Lichteffekten sowie neuen Arrangements Vormittags 9/2 Uhr, im Lokale des Herrn Stümke, Ackerstraße 128, 865b Wallner- Theater. Gewagte Mittel. vom Direktor E. Renz.- Außerdem: General- Versammlung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Bellealliance- Theater. DerMeineidbauer. Ostend- Theater. Der Trompeter von Säffingen. Der Adolph Ernst- Theater. Tanzteufel. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Tagesordnung: 6 irländ. Jagdpferde, zus. dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. Oceana Renz. Cyd, geritten v. Herrn schiedenes. Das Quittungsbuch legis Schulpferd Coriolan, ger. von Fräul. 1. Halbjähriger Raffenbericht. 2. VerGaberel. Eine Vergnügungsfahrt mit timirt. Um pünktl. Erscheinen ersucht versch. Hindernissen von der EltonTroupe. 4 Gebr. Briatore, Afrobaten. Sisters Lawrence am fliegend. Trapez. Auftreten der vorzüglichsten Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. KoTäglich):„ Auf Helgoland." mische Entrees und Intermezzos 2c. Sonntag 2 Vorstellungen. E. Renz, Direktor. Der Vorstand. J. A.: Aug. Acke, Vorsitzender, Müllerstr. 184, 2 Tr. Spandau. Den Mitgliedern des freidenkenden Achtung! Arbeitslose! Berlins! Freitag, den 8. Januar, Vormittags 10 Uhr: Zwei gr. öffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: Referent Genoffe E. Vogtherr. 2. Brauerei Friedrichshain( früher Lips): Referent Genoffe Fr. Zubeil. Tagesordnung: Die Arbeitslosigkeit und deren Folgen für die Arbeiter. Diskussion. Verschiedenes. 391/15 Lese- und Diskutir- Klubs Der ,, Hasenclever" zur Kenntniß, daß die Beiträge jeden Theater der Reichshallen. Spe- Circus G. Schumann. Sonnabend Abend 8 Uhr bei Radke, 5, Der Einberufer. Große Versammlung Bäckergesellen Berlins und Umgegend heute, Donnerstag, den 7. Januar, Nachmittags 3½ Uhr, in der Brauerei Friedrichshain. Tages- Ordnung: 1. Vorlage der Denkschrift an das königl. Winter- Garten. Spezialitäten- Bor- Friedrich- Karl- Ufer, Edhe Karlstr. Nommen werden. in Empfang Polizei- Präsidium, betr. der Sonntagsruhe. 2. Distuffion. stellung. Konkordia- Palast- Theater. Spe- Sport- Vorstellung mit vorzüglich zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Heute Abend 7/2 Uhr: Große gewähltem Programm. Grosser Preis- Ringkampf zwischen Prinz Deval Mr. 840b Der Vorstand. 3. Was lehrt uns der Buchdruckerstreit? 8666 Der Einberufer. 1000 Mk. Prämie dem Sieger: Verlag des„ Vorwärts" Gr. öffentl. polnische Volks- Versammlung für Männer und Frauen Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße Nr. 2. Gratweil'sche alle starken Männer Berlins werden aufgefordert, den Ringkampf beizuwohnen. Nur noch einige Tage: Gastspiel der weltberühmten Colibri- Truppe, der sieben fleinsten Menschen der Welt. Wir empfehlen zur Anschaffung folgende Zum Schluß der Vorstellung:„ M. W." oder Berliner Kinder im Som: Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder mer und im Winter. Gr. WasserKonzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. 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In einigen der älteren Länder sehen wir, daß eine künstliche Hungersnoth durch die Mißwirthschaft der wohl habenden Klassen herbeigeführt tst... Es bestehen dort Gefell schaften, welche mindestens zehntausend Paupers jeden Monat an unseren Gestaden landen. Politische Aktion. 9. Jahrg. Dem sich hieran schließenden Raffenbericht entnehmen wir, daß die Gesammteinnahme der Erekutive der Föderation der Arbeit im Jahre 1891 21 346,43 Dollars, die Gesammtausgabe 13 190,07 Dollars betrug, so daß der momentane Kaffenbestand 8156,36 Dollars ist. Unter den Ausgaben finden wir an StreifDarlehen 2060 Dollars, an direkter Streif- Unterstügung dagegen nur 330 Dollars verzeichnet. Mehrere im Laufe des Jahres gegebene größere Darlehen find bereits wieder zurückgezahlt. Tokales. Wiederum sind es die großen Kompagnien, welche ohne Rück ficht auf das Gefet massenhaft Arbeiter unter Kontrakt nach den Vereinigten Staaten einschiffen; durch laye Handhabung feitens Um 14. Dezember wurde in Birmingham der jährliche Kon- der Regierungsbeamten ist das bestehende Gesetz zu einer Farce greß der American Föderation of Labor eröffnet. Präsident geworden. Der Bericht besagt, daß eine Regelung der EinwandeGompers erstattet zunächst Bericht über die wichtigsten Vorkomm- rung nicht nur im Interesse der arbeitenden Klasse der Vereinigten niffe in der Gewerkschaftsbewegung vom Jahre 1891. Staaten, sondern der aller Länder sei, weil manchmal infolge Die statutarische Bestimmung der Maschinisten Union, tünstlich angeregter Auswanderung in anderen Staaten nothFarbige als Mitglieder nicht aufzunehmen, war Veranlassung zur wendige ökonomische, politische und gesellschaftliche Reformen Gründung der internationalen Maschinisten- Union von Amerika, zurückgehalten würden. Der Fiskus spart an allen Ecken und Enden! Wir haben welcher sich bereits 25 Zweigvereine angeschlossen haben. Eine dieser Tage erst eine vertrauliche Verfügung eines Eisenbahnbaldige Vereinigung mit der alten Union ist wahrscheinlich. Die Betriebsamtes über Betriebseinschränkungen bei der Staatsinternationale Böttcher Union wurde reorganisirt. Die Lokal- Ginzelnen so ausgelegt worden, als wenn sich derfelbe gegen Ausgaben bei den Handwerker- Rechnungen, eine Herabſegung der Der Beschluß hierüber seitens des letzten Kongresses sei von Eisenbahn- Verwaltung mitgetheilt, welche eine Einschränkung der vereine der Elektrizitätsarbeiter, der Stellmacher, der in der eine politische Thätigkeit der arbeitenden Klaffe erklärt habe. Das Lohnfäße, sowie Verminderung der Arbeiterzahl verlangte. Das Kleiderindustrie beschäftigten Arbeiter, der Gerberbranche, wurden zentralisirt. Sparsamkeitssystem scheint auch in anderen fiskalischen Betrieben fationen Diese und sieben weitere Bentrali fei nicht der Fall. haben sich Den einzelnen Gewerkschaften sei völlige Freiheit und zur Geltung gebracht zu werden. Es wird uns wenigstens mits der Föderation im Laufe des Jahres angeschlossen. Zur Bildung von Zentralisationen der Unabhängigkeit bezüglich eines politischen Vorgehens gelassen; getheilt, daß an den Anschlagstafeln der töniglichen ArtilleriePolirer und der bei Straßenbahnen beschäftigten Arbeiter finden wenn dieselben Arbeiterkandidaten unterſtüßen wollten, oder es werkstatt in Spandau in den letzten Tagen ein Plakat mit folin nächster Zeit Kongresse statt. für richtig erachteten, eigene Kandidaten aufzustellen, so stehe dem gendem Inhalt angeheftet worden ist: politische Partei als solche fein Recht auf Vertretung in einer gedurchaus nichts im Wege. Beschlossen sei, daß irgend eine wertschaftlichen Körperschaft haben solle. Nur Mitglieder der Gewerkschaft selbst könnten in den Gewerkschaften und den von ihnen geschaffenen Institutionen( Kommissionen, Gewerkschaftsfartelle 2c.) stimmberechtigt sein. Dieser Standpunkt sei der der Gewerkschaften der ganzen Welt. Die sämmtlichen Zweigvereine der dem Bunde angehörenden Zentralvereine zusammengerechnet, ergiebt die Bahl von 12 000 Zweigvereinen. Im letzten Jahre ist ein Zuwachs von 1040 Zweigvereinen zu verzeichnen. Der Anschluß der großen zentralisirten Union der vereinigten Maurer und Maurerarbeitsleute steht in nächster Zeit bevor. Nicht angeschlossen haben sich bis jetzt die Eisenbahnarbeiter- Organisationen, doch ist das Berhältniß derselben zur Föderation ebenfalls ein freundschaftliches. wonnen. Achtstunden- Bewegung. Frauen Arbeit. = Direktionsbefehl. Laut friegsministerieller Verfügung vom 22./12. 91 fällt der Fahrgeld- Zuschuß für die außerhalb Spandaus wohnenden Arbeiter mit dem 2. Januar 92 fort. Becker, Direktor. Die in Berlin wohnenden Arbeiter hatten bisher pro Woche 1 M. Zulage erhalten für die durch die Fahrt verursachten Auslagen. Diese Zulage fällt also jetzt laut friegsministerieller VerDer Präsident bespricht sodann des Weiteren die immer mehr fügung fort. Es bleibt den in Berlin wohnenden Arbeitern somit Sämmtliche Organisationen haben an Mitgliederzahl ge- um sich greifende Frauenarbeit und deren Folgen und betont, nur übrig, das Fahrgeld aus der eigenen Tasche zu zahlen, oder daß es Pflicht der männlichen Arbeiter sei, in der Erkenntniß, in Spandau selbst Wohnung zu nehmen. Die Lohnverhältnisse daß der Mangel der Organisation die Frauen schutzlos der in der Artilleriewerkstatt sind nicht derart günstige, daß der Auf Antrag der Bergleute wurde auf dem vor- unmenschlichen Ausbeutung des Kapitals überantworte, den weib- Arbeiter den Fortfall einer Mark pro Woche so ohne Weiteres jährigen Kongreß der Beschluß gefaßt, daß die Bergleute am lichen Arbeitern in der Bildung von Organisationen behilflich verschmerzen fonnte. Ist der Arbeiter verheirathet, so bedeutet 1. Mai 1891 zur Durchsetzung der Forderung der achtstündigen u sein. Eine systematische Agitation müsse zu diesem das für ihn sogar einen empfindlichen Ausfall. Von der Idee, Arbeitszeit die Arbeit einstellen sollten. Die übrigen Gewerke 3weck von der Föderation unternommen werden: zwei Frauen die Wohnung in Berlin aufzugeben und in Spandau zu miethen, wurden verpflichtet, vorläufig zurückzustehen und die Bewegung seien von der Exekutive besonders eingeladen, um über die Ver- kommt Jeder sofort zurück, der die Wohnungsverhältnisse in der Bergleute mit allen Mitteln energisch zu unterstützen, um hältnisse unter den weiblichen Lohnarbeitern Auskunft zu geben. unserer Nachbarstadt fennt. Da tönne man ja vom Regen in durch diese Konzentration der Kräfte einen allgemein durchFrauen- Wahlrecht. die Traufe! Es bleibt da also nichts weiter übrig, als die Mark schlagenden Erfolg in der Achtstunden- Bewegung zu erringen. Die beschlossene Petition an den Kongreß der Vereinigten in aller Ergebenheit fahren zu lassen. Die markweise Knauferei Alle Anstrengungen wurden gemacht, für den Kampf der Berg- Staaten, den Frauen das Wahlrecht zu gewähren, fei von des Fiskus scheint uns aber schlecht zu passen zu der ewig und leute unter den Arbeitern des ganzen Landes die nöthige 270 000 organisirten Arbeitern unterzeichnet worden, und sei die immer betonten„ Fürsorge", welche der Staat den Arbeitern Sympathie zu erwecken. Bekanntlich traten die Bergleute jedoch Zeit wohl nicht allzufern, wo in den Vereinigten Staaten den im Allgemeinen und seinen Arbeitern im Besonderen zunicht in die Bewegung ein und wird der diesjährige Kongreß Frauen dasselbe Recht wie ihren Brüdern gewährt werde. sich mit den hierzu maßgebenden Gründen noch weiter zu be fchäftigen haben. Der Kongreß der Vereinigten Staaten habe in den Sigungen Alexanderstraße nicht ganz gefahrlos zu sein, wenigstens dann Für Zivilpersonen scheint die Passage durch die fleine Auf dem letzten Kongreß der Buchdrucker wurde der des laufenden Jahres keine Zeit gefunden, sich mit der hierauf nicht, wenn ihnen die Instruktionen des dort stationirten miliBeschluß gefaßt, den Mitgliedern einen Antrag, betr. Eintritt bezüglichen Petition der Gewerkschaften zu beschäftigen, und tärischen Wachtpostens nicht genau bekannt sind. Die Schießerei in die Neunstunden- Bewegung, zur Urabstimmung zu unterbreiten, werde es Aufgabe der zu wählenden Exekutive sein, die Petition auf den Angestellten des Alexanderplatz Theaters ist noch in der Antrag erhielt bei der Abstimmung nicht die erforderlichen abermals vor den Kongreß zu bringen. awei Drittel Mehrheit der Mitglieder. Kinder Arbeit. = Seeleute. Dem Kongreß der Föderation der Arbeit liegt dies. mal ein Antrag der Gewerkschaft der Bäder Ameritas Marinedienst sei eine Delegation der Föderation bei dem PräWegen brutaler Behandlung von Seeleuten im bor, als dasjenige Gewerk bestimmt zu werden, welches am 1. Mai 1892 die Durchsetzung des Achtstundentages in Angriffsidenten der Vereinigten Staaten vorstellig geworden und hätte zu nehmen berechtigt sei. eine strenge Untersuchung zugesagt. Höhere Gewerkschaftsbeiträge unt Zentralisation. Obgleich durch das passive Verhalten der Bergleute anfänglich eine Entmuthigung in der Bewegung zur Verkürzung der Arbeitszeit auch in anderen Gewerten Platz griff, sind doch Der Bericht macht darauf aufmerksam, daß gute finanzielle im Laufe des Jahres eine Reihe nicht unwesentlicher Erfolge zu Verhältnisse zur Stärkung der Gewerkschaften beitragen. Höhere berzeichnen, namentlich ist dies der Fall in den Gewerben der Beiträge seien die nothwendige Vorbedingung zur Erreichung Bau-, Eisen- und Eisenbahnarbeiter, sowie bei den zur Beklei- höherer Löhne. bungsindustrie gehörenden Arbeitern, auch die Buchdrucker sind Ebenso sei es nothwendig, daß die Gewerkschaften sich immer nach Ablehnung des Antrages auf ein allgemeines Borgehen im mehr und mehr zentralisiren. Diejenigen lokalen Gewerkschaften, ganzen Lande, mit Erfolg in mehreren Orten lokal vorgegangen. welche sich der in dem betreffenden Gewerbe bestehenden Zentrali Als charakteristisch für den in der amerikanischen Bewegung ſation nicht anschließen und sich den Beschlüssen derselben nicht herrschenden Geist verdient hervorgehoben zu werden, daß auf fügen, sollen hinfort seitens der Föderation keine Unterstüßung die feitens der Grefutive der Föderation an die einzelnen Ge- im Falle der Noth mehr finden. werkschaften gerichtete Umfrage: Bureaus für Arbeiterstatistit. Welches sind nach der Ueberzeugung der Mitglieder Eurer Es giebt deren jetzt in den Vereinigten Staaten 28, außer Gewerkschaft die drei wichtigsten Bunkte, auf welche die Förderation dem Hauptbureau in Washington. Der Bericht empfiehlt, auf Berfürzung zunächst ihre Kräfte konzentriren sollte?" einstimmig die die Einführung eines Gefeßes hinzuwirken, nach welchem die der Arbeitszeit als vor allem einzelnen Bureaus fester mit dem Bureau in Washington verAnderen als zunächst zu erstrebendes Ziel bezeichnet wurde, bunden werden und dieses selbst permanent gemacht werde. während über die beideu übrigen Punkte die Antworten sehr verschieden ausfielen. Arbeitertag. A13 Arbeitertag schlägt der Bericht vor, den ersten Montag Der Bericht nimmt dann Bezug auf den Beschluß des letzten im September festzuhalten. Auch im Distrikt Columbia soll dieser Gewerkschaftskongresses in England, die englische Regierung Tag als gefeßlicher Feiertag seitens der Regierung anerkannt aufzufordern, die internationale Regelung der Verkürzung der werden. Arbeitszeit bis auf acht Stunden anzubahnen," und empfiehlt,| diesem Beschluß auf dem Kongreß näher zu treten. Internationale Arbeitertongreffe. waren Arbeiter Rontrollmarken. wenden will. frischer Erinnerung und schon wieder wird uns ein Fall mitgetheilt, aus dem zur Genüge erhellt, daß der Zivilist flüger poften links liegen läßt. In einer der letzten Nächte zwischen thut, wenn er die kleine Alexanderstraße mit sammt ihrem Wacht12 und 1 Uhr gingen drei Herren die erwähnte Straße entlang: ein Schuhmachermeister, ein Klempnermeister und ein Seidenweber. Einer der Herren trat mitten in die Straße, blieb einige Augenblicke stehen, um so unauffällig und unbemerkt wie möglich ein Bedürfniß zu befriedigen. Sofort war der Wachtposten zur Stelle, um ein kategorisches Verbot zu erlassen. Der Zivilist erwiderte, der Posten habe ihm, da er nicht auf dem Bürgersteige, sondern mitten auf dem Fahrdamm stehe, nichts zu sagen. Sofort machte der Posten das Gewehr schußfertig, er beabsichtigte wahrscheinlich, den Zivilisten vom Fleck weg zu arretiren. Wäre dieser nun nicht sofort demüthig in das Schilderhaus gekrochen, sondern hätte auch nur einen Schritt zur Flucht gewandt, so war Berlin um eine weitere Schießaffäre reicher. Zum Glück gelang es der Vermittelung der beiden anderen Zivilisten, Unheil zu verhüten. Der eine wandte sich zu dem Posten und versuchte ihm flar zu machen, daß das Verbrechen doch kein so ungeheures sei; außerdem befände sich der Betreffende mitten auf dem Fahr. damm und wenn derselbe sich wirklich vergangen habe, so gäbe es ja genug Polizei- und städtische Beamte, welche eventuell eine Sistirung vornehmen könnten. Der Posten stand endlich von der Weiterverfolgung der Sache ab und die drei Zivilisten konnten Stoßgebet zum Himmel, als sie die kleine Alexanderstraße im unbehelligt ihres Weges weiter wandern. Sie sandten aber ein Rücken hatten und außer Schußweite des Postens waren. = P Einen nenen Skandalprozeß hat uns gleich der zweite Tag des neuen Jahres gebracht. Als Angeklagter figurirte ein Bezüglich derselben hat kürzlich der höchste Gerichtshof des Agent Siegfried Abrahamsohn, während der HauptbelastungsStaates Bennsylvania einen Beschluß gefaßt, welcher, wenn derselbe zeuge, der Graf von Gersdorff, nicht erschienen war. Wir Präsident Gompers bedauert, daß der legte Rongreß keinen aufrecht erhalten wird, einen der schwersten Schläge gegen die haben f. 3. über den Verlauf des Prozesses eingehend berichtet in Brüssel gefaßt habe und ist der Meinung, daß der Umstand, Gewerkschaften nur das Recht, Kontrollmarken zu benutzen, wenn verlagt und der Angeklagte gegen eine Kaution von 10 000 m. Beschluß bezüglich Bertretung auf dem Internationalen Reorganisirten Arbeiter bedeuten würde. Nach demselben hätten und werden sich unsere Leser erinnern, daß die Sache schließlich daß in Brüssel die gewerkschaftlich organisirten Arbeiter diefelben das Eigenthumsrecht an den von ihnen mit Kontroll- aus der Haft entlassen wurde. Schon in der Verhandlung brachte Ameritas nicht vertreten die Ursache ist, daß marken zu versehenden Produkten nachweiſen könnten. Eine un- der Vertheidiger über den Zeugen Dinge zur Sprache, die ein ber Brüsseler Kongreß anstatt die Einladung der Föderation gerechtere Entscheidung sei auch in den finstersten Tagen mehr denn eigenthümliches Licht auf diesen Edelſten der Nation" der Arbeit zur Theilnahme am Internationalen Arbeiter- amerikaniſcher Jurisprudenz nicht getroffen worden. Die Gewerk werfen. In den Parlaments- Almanach der Graf v. Gersdorff Rongres in Chitago anzunehmen, beschlossen habe, den nächsten schaften sollten gegen eine derartige Begünstigung, durch welche ist auch„ Bolts" vertreter hat sich derselbe folgendermaßen einRongreß in einem anderen Lande abzuhalten. nur das Interesse einiger der Ausbeuter par excellence gefördert getragen: Freikonservativer Landtags Abgeordneter für RothenDer Präsident schlägt vor, den Zeitpunkt der Abhaltung des werde, energisch Front machen. burg Hoyerswerda, Landrath des Kreises Hoyerswerda, Internationalen Rongresses in Chikago definitiv festzusetzen und Von der Pacific- Küste. Hufaren- Rittmeister a. D., Rechtsritter des Johanniter- Ordens, eine Delegation nach den nächsten Gewerkschaftskongressen in Der legtjährige Kongreß in Detroit beschloß, die lokale Union Kammerherr und Landesältester auf Lipsa bei Ruhland. Das ist England und Deutschland zu entfenben, um die Ge- der Brauarbeiter in San Franzisko aufzufordern, sich der schließlich so ziemlich Alles, was das Herz eines preußischen wertschafts- Organisationen dieser Länder zur Betheiligung ein- Bentralisation der Brauarbeiter Ameritas anzuschließen und Junkers begehrt! Suspendirte das Gewerkschaftskartell der Pacific- Küste, weil es Aber das Herz thut's heut allein nicht mehr es gehört die Vertretung der genannten lokalen Union anerkannt hatte. auch Geld in den Beutel. Bei dem Grafen aber war fein Geld In den letzten Monaten wurde die Frage der Zuchthaus- Im letzten Jahre fand nun eine Konvention aller an der Pacific- mehr in den Bänken und auch mit dem Pump in den Schänken arbeit in der amerikanischen Bevölkerung lebhaft erörtert; Ber- Küste beſtehenden unionen statt, zu welchen auch Delegirte von fah's schlecht aus, deshalb ging der Graf zu dem„ Juden", der anlaffung hierzu gabbas Borgehen der Bergleute in Spokane, Washington California und British- Columbia Zutritt den neuesten Pump vermitteln sollte. Der kam denn auch mit Tennessee, welche die Sträslinge gewaltsam an der Arbeit hatten. In jener Zusammenkunft wurde ebenfalls eine Föderation Ach und Krach zu Stande, freilich waren die Spesen ziemlich hohe. in ben Minen verhinderten. Die Bergleute haben es lange ge- gegründet. Der Bericht befürchtet, wenn nicht von vornherein Das konvenirte dem Grafen nicht und er ging zum Staatsanwalt. buldig mit angefehen, wie nach und nach immer mehr Straf- mit derselben ein Uebereinkommen zu Stande komme, daß mit Der Agent wurde in Hast genommen und das vorläufige Resultat in den Bergwerken untergebracht, den freien" der Zeit ernstliche Differenzen zwischen jener Föderation und der war der erwähnte Prozeß. Während desselben machte nun der Arbeitern die Arbeit weggenommen und deren Löhne" herab- Föderation der Arbeit eintreten würden. Der Bericht giebt der Bertheidiger folgende verblüffende Angaben über Se. Erlaucht gesetzt wurden. Mehr oder weniger ist dieser Uebelstand in allen Hoffnung Ausdruck, daß es dem Kongreß gelingen werde, durch den Grafen von Gersdorff: zuladen. linge Zuchthausarbeit. Staaten der Union vorherrschen. Nur um bem Staate ein feinen Einfluß die eigentliche Ursache des Streites, die Uneinigkeit Der Vertheidiger behauptete, daß Graf Gersdorff mit seinem paar lumpige Dollars zu sparen, werden dadurch auf Kosten des in der Brauarbeiter- Union, zu beseitigen, und daß die Gewerkscha ten sogenannten„ Generalbevollmächtigten" Seeger eine fortgesetzte arbeitenden Bolles einige begünstigten Kapitaliſten ganze Ber- an der Pacific- Küste ihre zweite Organisation wieder aufgeben Reihe von Schiebungen gemacht habe. Graf Gersdorff, jei mögen zugefchanzt. frusta excussus und sein Generalbevollmächtigter gleichfalls. Er behaupte, daß Herr Seeger bei diesem ganzen Geschäft Einwanderungs- Uebelstände. werden. Boykotts. Es gab eine Zeit, wo amerikanische Volf erklären konnte, Der Bericht tadelt, daß jede lokale Gewerkschaft für sich das 50 000 und 300 000 m. verdient habe, daß unmittelbar nach baß die Bereinigten no basine Bufluchtstätte für die Unter Recht beanspruche, ſelbſtändig einen Boykott zu verhängen. Das diesem Geschäft der Graf und sein Bevollmächtigter die Herrschaft brückten aller Rationen fein fouten, und alle, welche fich eine sei eine Unfitte. Jedem Bontott müsse eine pein- Driesen- Steinbruch sofort für 6½ Millionen Mark an den Herrn Rut Heimath gründen wollten, zur Uebersiedelung nach den liche Untersuchung vorhergeben, um fein un- v. Gustedt verschoben habe. Er habe eine Reihe von Zeugen Rüften Ameritas einlud. Damals befand sich die Industrie in gerechtes Urtheil fällen zu können. Bei richtiger geladen, welche die ganzen Operationen, die der Kammerberr, quellen beffelben waren bedeutende. Heute glebt es fein Gewerbe, Händen der Arbeiter; verkehrt angewandt, fönne die beabs tigte bezeugen sollen, erbauliche Dinge seien auch aus den Prozeſſen bei welchem nicht das Angebot von Arbeitstraft ein immenfes wirtung fehr leicht in ihr Gegentheil umschlagen und die Ge- ersichtli), welche perr v. Gusteet gegen den Grafen Geffen wäre; auch die Farmer erheben dieselbe Beschwerde, daß bei wertschaften mehr geschädigt als gefördert werden. angestrengt habe. Darin sei unter Anderem auch festgestellt, daß " " Herr v. Gustedt von einem vorher instruirten Rutscher halte. Er( Jäckel) habe stets die entgegengesezten Maßnahmen| gelangte. Im Dezember 1690 wurden verschiebene Schankwirth des Grafen so gefahren worden sei, daß er in den Glauben ver- getroffen, wie er es nach den Berichten des Vigilanten habe thun von zwei jungen Leuten besucht, welche angaben, daß sie Vei setzt wurde, als ob er weite Strecken durch dichten Wald fahre, müssen und damit richtig gehandelt. Dieser Vigilant habe treter der großen" Weinhandlung von Schwarz u. Brody während thatsächlich immer dieselbe Strede durchfahren sicherlich Kenntniß von dem Thäter. Man rief ihn herbei und der Alexanderstraße seien. Sie boten den Schantwirthen unt wurde. Der Vertheidiger betonte, daß er sich diese Dinge nicht erhielt auf die Frage„ Nun, was halten Sie denn von Ruttte?" Aufwand großer Beredsamkeit an, eine Kommissions- Niederla etwa ausdenke, fondern sich auf gerichtliche Feststellungen die Antwort:" Ich lege meine Hand ins Feuer; Ruttfe ist der von Ungarweinen zu übernehmen, wobei sie die denkbar günstigst Der Abnehmer solle Die eing stütze. Mörder nicht!" Dies bestärkte den Verdacht und führte zu der Bedingungen stellten. eines bestimmten Bezirkes habe Recht erbauliche Enthüllungen, nicht wahr? Da scheinen in Verhaftung Ruttte's, in welchem der wirkliche Thäter ja auch Niederlage innerhalb dem Prozeß die Nollen wieder einmal vertauscht gewesen zu sein, ohne Zweifel gefaßt worden ist. es sollte ihm nicht ein Pfennig Unkosten oder Auslage ciner elegante dem gräflichen Zeugen" gebührte wohl ein anderer, weniger Die unverehelichte Christiane Schütt hat gestern( Mittwoch) erwachsen; ihr Schaufenster werde mit angenehmer Play. Der Zeuge war auch insofern sehr vorsichtig, ein umfassendes Geständniß abgelegt, und nach diesem ist unfere Marmor- Retlametafel versehen werden und zweckentsprechent als er sein Richterscheinen von Wien aus durch Krankheit ent- erste Annahme, daß sie sich in der Bieste'schen Wohnung befunden Annoncen in den Zeitungen würden für den Absatz sorgen. Ei schuldigte. Diese Vorsicht war auch sehr geboten, denn es hat und Nuttfe eingelaffen habe, richtig. Die Schütt ist durch den Umstand, ganze Menge Wirthe ließ sich überreden. Einer der Reisend fich jetzt herausgestellt, daß das Erscheinen des Grafen von seinen daß der Polizei- Inspektor Jäckel bei einer nochmaligen Durchsuchung Namens Alfred Vas, der vorgab, als Ungar nur gebroch Gläubigern sehnlichst erwartet wurde, denn diese wollten ihn ihrer Wohnung auf einigen ihrer Kleidungsstücke Blutsprißen vor- deutsch sprechen zu können, holte bei Abschluß des Geschäfts ein zwingen, den Manifestationseid zu leisten, und das ist für einen gefunden hatte, zu dem Geständniß bewogen worden. Sie giebt Buch hervor und ersuchte den betreffenden Wirth, seinen Namen Grafen eine immerhin unangenehme Sache. Auf's Ganze" ist an, schon am 29. v. M. bei Biste genächtigt zu haben. Bei dieser recht deutlich auf einen der weißen Blätter zu schreiben. Annoncenbestellung der edle Graf auch nicht immer gegangen, er ist so bescheiden Gelegenheit habe sie dessen Geld gesehen und ihre Wahrnehmung Es solle diese Unterschrift zu einer geworden, sich auch an Kleinigkeiten genügen zu lassen. So am nächsten Tage Ruttke mitgetheilt. Beide haben nun den Mord bei den betreffenden Zeitungen benutzt werden. In diesem Anpräfentirt eine Dresdener Firma eine Nota" für gelieferte beschlossen, sind am 30. v. M. um 7 Uhr Abends zu Biste ge- finnen wurde etwas Verfängliches nicht gefunden. Zu ihrer Waaren" im Betrage von ganzen 62 Mark! gangen und haben mit ihm gezecht, bis Ruttke gegen 10 Uhr sich unliebfamen Ueberraschung erhielten die Wirthe nach wenigen entfernt habe, um anscheinend nach Hause zu gehen. Er ist jedoch Tagen eine Rechnung von der Firma Schwarz und Brody über und stand nur bis auf den Hausflur gegangen, wo er sich versteckt hielt. große Posten Wein in einem Falle über 500 M. Das Haus war inzwischen verschlossen worden. Nun habe Bieste am Kopfe der Rechnung:" Für Ihre werthe Rechnung und Gefahr die Schütt in sein Schlafzimmer gewinkt, wo sie auch zu Bette erhalten Sie gegen 6 Monate Biel:" Die Wirthe eilten nach gegangen sei. Sobald sie sich davon überzeugt gehabt, daß Bieste dem Komptoir der Firma Schwarz und Brody und erhoben schlafe, habe sie die Thür nach dem Korridor geöffnet und Rutite Einwendungen. Sie trafen nur den alleinigen Inhaber der der ihnen aber kühl er eingelassen. Dann habe sie sich angekleidet, sei mit Ruttke Firma, Josef Brody, an, zusammen das Bett des Schlafenden getreten und widerte, daß er fich auf nichts einlassen könne, einen Schein in Händen, worin eine fefte" Ruttfe habe mit dem aus ihrer Wohnung mitgenommenen habe Beil nur einen Schlag auf den Kopf Biefte's geführt, welcher den Bestellung unterschrieben sei. Es zeigte sich, daß die von den Schädel zertrümmerte und den sofortigen Zob herbeiführte. Um wirthen unterschriebenen leeren Blätter nachträglich von den 2/3 Uhr Nachts habe Ruttke dann Alles, was in ihrer Wohnung Reisenden mit einer festen schriftlichen Bestellung ausgefüllt wor vorgefunden worden sei, in einen Sack gesteckt, worauf Beide den waren. Herr Brody strengte gegen alle Wirthe Prozesse an, über die sogenannte lange Brücke" in die Schütt'sche Wohnung welche zum größten Theile noch schweben, zum Theil von Brody fich begeben hätten. Unterwegs habe Ruttte das Beil auf eine aurückgenommen find. Als die Polizei von dem Treiben der bladestelle fortwerfen wollen, fei aber dabei hingefallen und Schwindler Kenntniß erhielt, waren nur die Begleiter des Bas zu erlangen; der Lettere hatte habe nun das Mordwerkzeug bis auf die Mitte der Brücke mit vorerwähnten vorgezogen, genommen, von wo er es in die Dahme geschleudert habe. Gleich es Ungarn zu sich nach seiner Heimath nach der That sei ein Ropftiffen auf des Erschlagenen Haupt flüchten. Im gestrigen Termine hatten fich hatten sich deshalb gelegt worden, um den schaurigen Anblick zu verdecken. Troß nur die Reisenden Earl Nicolai und Julius Vogel biefer den Stempel der Wahrheit tragenden Aussage verharrt zu verantworten. Dieselben behaupteten, daß sie Ruttfe bis jetzt bei seinem Zeugnen. Ueber den weiteren Verlauf dem Wesen des Geschäfts feine Renntniß gehabt und nur von der Untersuchung werden wir demnächst berichten. Die Wähler des Kreises Rothenburg- Hoyerswerda fönnen auf ihren Vertreter entschieden stolz sein! Für uns ist diese gräfliche Erscheinung der Typus jenes verlotterten Großgrundbefizerthums, wie es ein Jahrzehnt lang auf den Taschen des Volkes gelegen hat und noch heut liegt. Könnte sich dieser progende Landadel nicht von den Kornzöllen noch die Taschen füllen, hätte er schon längst abgewirthschaftet und das wäre für die Allgemeinheit fein Schaden. Denn es ist nur eigene Schuld, wenn diese Landlords schließlich in ihren Schulden ersticken. Nichts gelernt, ftets mit vollen Händen das Geld hinausgestreut, noble Bassionen,- ist es da ein Wunder, wenn der landwirth schaftliche Betrieb des Gutes zurückgeht? Nachdem erst Rennpferde geritten worden sind, kommen Wechsel an die Reihe, wenn's fein muß auch Kellerwechsel, allerhand gewagte Schie bungen, endlich gewöhnlicher Bump bis herab zu 30 Thalern, Graf von Gersdorff ist ein würdiger Nachfolger der Quitow's, er ist ein echter Vertreter der Prudelwige und Strudelwize. " an einer er von In der Herberge zur Heimath scheint das Faustrecht immer mehr zur Geltung zu gelangen. Freilich wird dasselbe immer nur in recht einseitiger Weise, d. h. von Angestellten der Herberge ausgeübt. Wir haben schon wiederholt die Behandlung Bas angenommen worden seien, um ihn zu unterstützen. Die gekennzeichnet, welche den Gästen dieses christlichen Hospizes zu Beweisaufnahme fiel zu Unguften der Angeklagten aus, einige Theil geworden ist. Ein weiteres Beispiel theilt uns ein Leser Eine fogenannte ,, Spufgeschichte" macht gegenwärtig in Beugen befundeten, daß sowohl Vas wie Nikolai in einigen unferes Blattes mit: Als ich am Sonnabend die Dranienstraße Moabit Aufsehen und beschäftigt seit Tagen schon unsere Polizei. Fällen wahre Taschenspieler- Redekunststückchen gemacht hätten, entlang ging, sah ich einen Bekannten in die Herberge zur Es handelt sich nämlich um Klopfgeister", die einem Miether um die Unterschrift auf ein Blatt Papier zu erlangen, das am Heimath gehen. Ich hätte gern mit demselben gesprochen, wes- der zweiten Etage des Hauses Thurmstr. 18 gar arg aufegen und Kopfe bedruckt gewesen sei und wie sich später heraus enthalten festen Bestellung halb ich ebenfalls in die Herberge ging. Raum hatte ich den der Familie desselben schon seit mehreren Wochen die nächtliche stellte, den Vermerf Saal betreten, als ich von einem Bediensteten gefragt wurde, ob Ruhe rauben. Uebrigens hat der Veranstalter des Sputs noch hatte. Mit dem Papier war beim Borlegen zur Unterschrift eine ich eine„ Warte" befäße. Mit den in der Herberge herrschenden ein ganz nichtswürdiges Bubenstück auszuüben versucht. Es ist Sandbewegung gemacht worden, wodurch es den Anschein Gebräuchen vollkommen unbekannt, bat ich höflich um nähere nämlich vor einiger Zeit bei einem in der vierten Etage des gewann, als wolle es durch den Zug vom Tische fliegen, einer Auskunft. Da fam ich aber schön an, denn der chriftliche Mann Hauses wohnenden Wiether, in deffen Abwesenheit, eine größere ber Reifenden hatte dann wie zum Schuße die Hand darauf schrie niir sofort zu: Scheer Dich raus, Du Lump und packte Menge zusammengepreßtes und mit Petroleum getränktes gelegt, den bedruckten Kopf bedeckt und gefagt: So, nun unters mich am Arm. Troßdem ich sofort tehrt machte und das un- Papier durch die Thür hineingeschoben und dann angezündet schreiben Sie nur." Der als Zeuge vernommene Weinhändler gaftliche Lokal verließ, folgte mir der Mann auf dem Fuße und worden. Glücklicherweise hat das brennende Papier nur gefohlt. Josef Brody hatte einen schweren Stand. Er erklärte, daß er rief mir fortwährend höhnische Bemerkungen nach. Ohne stehen Man wird die spukenden Burschen hoffentlich bald unschädlich vor etwa zwei Jahren von Ungarn nach Berlin gekommen fei. zu bleiben und ohne mich umzusehen, verbat ich mir das Du" machen. Das Geschäft und Lager befinde sich in Ungarn, hier führe mit der Bemerkung, daß dieser noble Ton" eine Folge vom er nur ein Romtoir, zur Zeit im Hause Urbanstraße 25. vielen Gebete hersagen nicht sein tönne. Mit einem Sprung war Das spurlose Verschwinden einer kranken Frau von ihrem Der Beuge will von den unreellen Geschäftsabschlüssen feine der Herbergsmann an mich heran, schrie: Jawohl, hier wird viel Krankenbette beschäftigt seit gestern Nachmittag die hiesige Kenntniß gehabt haben; eine Behauptung, die der Vorsitzende als fam ich einen so heftigen Schlag gegen den Hinterkopf, daß ich die wohnt, ist vor einigen Wochen der Ehemann gestorben und feit- knüpfte, daß der Zeuge von Glück sagen könne, wenn er nicht gebetet, jetzt geht's bei Dir los und in demselben Augenblick be- Polizeibehörde. Einer Frau John, welche in der Brizerstraße Kenntniß gehabt haben; eine Behauptung, die der Vorsitzende als Direkt unglaubwürdig bezeichnete und hieran die Bemerkung Stufen der Hoftreppe hinunterstürzte. Als ich mich wieder empor- bem machte sich bei ihr eine täglich zunehmende Schwermuth be auf der Stelle in Untersuchungshaft genommen würde. Der gerafft hatte, protestirte ich gegen eine solche Behandlung und merkbar, welcher troß der aufopfernden Pflege einer 15jährigen Gerichtshof verurtheilte den am schwersten belasteten Angeklagten fuchte die Straße zu gewinnen, um mich zu dem dort postirten Tochter und der Nachbarsleute nicht Einhalt zu bieten ist. Nicolai zu zwei Jahren Gefängniß und drei Jahren Schußmann zu flüchten. Kaum hatte ich ein paar Schritte vor der Kranken, die sich aus eigener Kraft im Bette nicht zu er- Ghrverlust, den Angeklagten Vogel zu drei Monaten wärts gethan, wurde ich von Neuem von hinten zu Boden ge- heben vermochte, dies einigermaßen zu ermöglichen, hatte man schlagen und erhielt noch mehrere wuchtige Hiebe über den Kopf an der Wand einen Strict mit einer Handhabe befestigt. Gestern Gefängniß. Beide Verurtheilte wurden sofort in Haft ges Als ich mich wieder etwas erholt hatte, schleppte ich mich zum früh, als die Tochter nach kurzer Abivesenheit in das Krantennächsten Polizeibureau, um hier ein Protokoll aufnehmen zu simmer trat, fand sie ihre Mutter auf den Dielen liegen. Um laffen. Mir wurde der Rath ertheilt, Privattlage zu erheben. ihren Hals hatte sie den Strick von der Wand geknüpft, doch Als ich endlich in meiner Wohnung angekommen war, ließ ich war derselbe zerrissen. Mit Hilfe einer Nachbarin wurde Frau den Arzt holen, der anordnete, daß ich vorläufig im Bette zu John von der erschreckten Tochter in ihr Bett gebracht. Die fampiren und Eisumschläge zu machen habe. Wie mir Beugen Tochter eilte dann zum Arzt. Als sie zurückkehrte, war ihre Derficherten, bebiente sich der Angestellte in der Herberge eines Wutter verschwunden. Man nimmt an, daß sie den geplanten Gummischlauches zum Zuschlagen." Selbstmord anderwärts zur Ausführung gebracht hat. Wir tönnen nach solchen Vorkommnissen nur dazu rathen, die„ chriftliche Herberge zur Heimath" sobald es nur irgend geht, zu meiden. In der obstursten Winkel- Kneipe ist der ärmste Teufel beffer aufgehoben und seines Lebens mehr sicher, als bei diesen Leuten, die stets falbungsvolle Worte auf den Lippen und in der Faust stets den Gummischlauch führen. Um nommen. Buchdrucker- Bewegung. Die authentische Geschichte" über den Vermittelung Die Leiche der achtjährigen Bertha Fischer, welche versuch beim Handelsminister in dem Buch bruders einer gegen deren in dem Hause Waisenstr. 2 wohnhafte Mutter streit wird, wie man uns aus Gehilfenkreisen mittheilt, in der gerichteten Anzeige zu Folge dem Leichenschauhause zwecks Feft- Presse wieder durch die Leipziger Prinzipalsführer ganz einseitig Mittag durch die Gerichtsärzte Medizinalrath Dr. Jung und die muß hervorgehoben werden, daß seitens des Hauptvorstandes des stellung der Todesursache überwiesen worden war, ist gestern und für das Publikum ganz unverständlich dargestellt. Zunächst Sanitatsräthe Dr. Mittenzweig und Dr. Straßmann geöffnet Unterstügungsvereins Deutscher Buchdrucker die Bedingung gestellt Die Entdeckung des Jufluenzabazillus ist, wie die" Post" worden. Das Ergebniß der Untersuchung lautet dahin, daß das wurde, daß zur Ermöglichung von Verhandlungen mittheilt, bei Gelegenheit der diesmaligen Epidemie in Berlin Kind an Darmtatarrh verstorben ist, mithin äußere Einwirkungen von beiden Theilen, Prinzipalen und Gehilfen, faft gleichzeitig in zwei Instituten unabhängig von einander ge- den Tod nicht herbeigeführt haben. Hiernach ist das Verfahren alle Vorbedingungen fallen gelassen würden, um jedem Theil das Recht vor dem Vermittler zu wahren, das macht worden. Während im Koch'schen Justitut das Batterium gegen die Mutter natürlich hinfällig geworden. Für und Wider des Ausstandes darzulegen. Dieser gerade Weg von Stabsarzt Dr. Pfeiffer, wie von uns bereits gemeldet, ge= Ein blutiges Liebesdrama hat sich in der verflossenen paßte den Herren Prinzipalen nicht und der Herr Handelsminister funden worden ist, hat die gleiche Entdeckung im städtischen Nacht in dem Hause Andreasstr. 28 abgespielt. Der Sach- wurde ihnen insoweit noch zu rechter Zeit förderlich, als er ſie Krankenhaus Moabit ein Assistenzarzt gemacht. Ersterer hat im Auswurf, letzterer im Blute von Influenzakranken stetig wieder verhalt ist der folgende. In dem genannten Hause wohnt in zuerst zur Audienz berief. Natürlicherweise gelang es den Herren fehrend einen Mikroben gefunden, der dem gewöhnlichen Eiterungs- der zweiten Etage der Rechtsanwalt beim Landgericht II, Max Brinzipalen, in mehrstündiger Besprechung den Minister zu über erreger( Streptococcus pyogenus) ähnlich ist, in Reinfultur Lehmann, ein noch junger und unverheiratheter Mann. 2. foll zeugen, daß eine Verhandlung nuglos und die Gehilfenschaft gezüchtet und auch auf Thiere überimpft worden ist. Nähere feit einiger Zeit in ziemlich intimen Beziehungen zu einer felbstverständlich im größten Unrecht sei. Es wäre auch schmerzlich Mittheilungen werden in den nächsten Tagen erfolgen. Uebrigens jungen Dame Namens Ohnstein, welche auf dem Schloßplatz für die Prinzipale gewesen, wenn die Gehilfenvertreter mit find Cokken bei der Influenza schon mehrfach gefunden worden; wohnen und Verkäuferin in einem Juweliergeschäft sein soll, ge- ihrem Beweismaterial, das sie in Betreff der Verkürzung indeffen hat bis jetzt noch bei feinem von ihnen seine Spezifität standen haben. Ob die genannte junge Dame nun Veranlassung der Arbeitszeit haben, vor den Minister hätten treten können, für diese Krankheit nachgewiesen werden können. Ob dies bei ben jetzt entdeckten der Fall ist, bleibt abzuwarten. " zu Eifersucht gehabt, oder ob diese nur eine fire Idee bei ihr denn die Herren Prinzipalsführer fonnten ja schon in Leipzig bei gewesen, ist bisher nicht aufgeklärt. In einem solchen Eifersuchts der Tarif- Kommissionsfizung nichts weiter auf dieses Beweiss anfalle hat sich Frl. Dhnstein nun vorgestern Abend gegen 9 Uhr material erwidern, als daß sie prinzipiell" die Ber ber Arbeitszeit nicht bewilligen Einen lebensgefährlichen Sprung machte gestern Abend in die Wohnung des Rechtsanwaltes begeben, daselbst einen febr fürzung Das wäre für sie vor dem Minister und der gegen 6 Uhr ein in dem Haufe Koppenstr. 93 in Schlafstelle heftigen Wortstreit herbeigeführt und im Verlauf desselben einen wollten. liegender Arbeiter Seibt. S., der sich eines Vergebens schuldig bis dahin in ihrer Kleidertasche verborgen gehaltenen Revolver Deffentlichkeit eine Bloßstellung gewesen, der sie nun glücklich gemacht, sollte durch einen Kriminalschuhmann verhaftet werden. hervorgezogen und sich, noch ehe Herr Lehmann hindernd ein entgangen find. Wenn nun die Zeitschrift" der Prinzipale Als der Beamte den in der zweiten Etage des genannten Hauses greifen fonnte, einen Schuß in die linke Brustgegend beigebracht. meint, daß nun die Vermittlungen hoffentlich ein Ende erreicht nach der Hoffeite zu belegenen Raum betrat, in welchem sich der Herr Lehmann machte sofort Anzeige bei der zuständigen Revier hätten," so wird ihr jeder Gehilfe hierin zustimmen; aber die Arbeiter aufhielt, und diesem den Zweck feines Erscheinens bee wache und requirirte dann ärztliche Hilfe. Eine nähere Unter- fernere Bemerkung, daß der Ausstand nunmehr energisch au fannt machte, riß Seibt das Fenster auf und sprang, noch ehe suchung der jungen Dame ergab, daß die Kugel allem Anscheine einem natürlichen Ende kommt und verhütet werden kann, daß der Beamte folches verhindern fonnte, durch dasselbe auf den nach eblere Organe nicht verlegt hat, so daß Aussicht auf Er- er an einzelnen Orten noch auf längere Dauer haften bleibt," Hof. Gespornt von der Angst versuchte er sich hier sofort wieder haltung des Lebens vorhanden ist. Nach Anlegung eines Noth- glaubt das Blatt zweifellos selber nicht, denn die ausstehenden aufzuraffen, um zu entfliehen, was ihm indessen nicht gelang, verbandes erfolgte die Ueberführung der Verlegten mittelst tüchtigen und brauchbaren Arbeiter sind sich ihrer Kraft bewußt denn er hatte sich die Kniescheibe so schwer verletzt, daß an ein Stranken- Transportwagens nach dem städtischen Krankenhause am und werden nicht eher zurückkehren, bis die Prinzipalität ein Fortbewegen garnicht zu denken war. Der inzwischen auf dem Friedrichshain, Am geftrigen Tage hat sich der Zustand der Entgegenkommen zeigt, worauf die Gehilfenschaft ehrlicher Weise eingehen kann, und wenn dies nicht geschieht, wird der Kampf Hof erschienene Beamte schaffte den Verletzten mit Hilfe einiger Kranken allerdings verschlimmert. fortgefeßt, bis die Prinzipalskoalition gesprengt ist. Möge der Hausbewohner in den Flur und requirirte darauf den Beistand Polizeibericht. Am 5. d. M. Vormittags wurde im Luifen- einfichtigere Theil der Prinzipalität dies berücksichtigen und des Polizeireviers und eines Arztes. Nachdem letzterer außer städtischen Kanal, gegenüber dem Grundstück Elisabeth- Ufer 4/6, den Kampf nicht fortsegen, um am Schlusse ausrufen zu müssen: den äußeren Berlegungen auch innere, anscheinend sehr schwere bie Leiche einer unbekannten, etwa 40 jährigen Frauensperson Noch ein solcher Sieg" und wir sind verloren!" festgestellt, erfolgte die Ueberführung des Seibt nach einem Als Abends ein Arbeiter wegen eines DiebKrankenhause. Dort soll sich der Zustand des Eingelieferten der tahls in seiner im 2. Stock des Hauses Koppenstr. 93 belegenen Berlin, eingesehen und mancher wird sich in Zukunft vor Prinzipals angefchwemmt. Daß dem so ist, haben schon viele Prinzipale, besonders in artig verschlimmert haben, daß an seinem Aufkommen ge- Wohnung verhaftet werden follte, sprang er aus dem Fenster auf führern hüten, die sich sonst jahrelang um das Innere des Buch 3weifelt wird. den Hof hinab und erlitt so schwere Verlegungen am Kopf und bruckgewerbes nicht gefümmert haben. In Berlin hat der Ausstand Zum Köpenicker Nanbmord ist die interessante Thatsache am Bein, daß er nach dem Strankenhause am Friedrichshain schon große Verwirrungen und Berwürfnisse unter der Prinzipalität nachzutragen, daß Ruttle, gegen welchen eine dreimonatige Gegebracht werden mußte. Zu derfelben Zeit entstand in dem infolge der Solidarität der gesammten Arbeiterschaft, einschließlich der fängnisstrafe rechtsfräftig geworden war, die Berbüßung dieser tonfektionsgeschäft von Salinger, Bellealliancestr. 22, ein Brand, Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereinler, hervorgerufen, denn es sind große und bedeutende Arbeiten, den vom Streit betroffenen Firmen Strafe mit der Mordihat anscheinend zu seinem Vortheil mite wodurch der gesammte Inhalt des Ladens zerstört wurde. einander in Verbindung zu bringen beabsichtigt hat. Seine Ab- Außerdem fanden im Laufe des Tages noch drei kleine Brände verloren gegangen, und weitere solche Verluste stehen in Aussicht, statt. Beispielsweise gefchab dies hinsichtlich der,& a hrzeitung sicht, sich zum Antritt der Strafe zu stellen, hat er fundgegeben Der Berliner Droschtenkutscher und des Regulators", dessen und wahrscheinlich derart falkulirt, daß er nach Vollbringung des Druct dem betreffenden Buchdruckereibesitzer von der Verwaltung beabsichtigten Mordes fich alsbald zur Strafverbüßung stellen der deutschen Gewerkvereine gefündigt wurde. Nach Allem haben werde, um dadurch seine Person aus dem Bereiche der Nachdie Prinzipalsführer keinerlei Ursache, den Mund so voll zu forschungen zu ziehen. Es tam aber anders, und zwar durch die unbewußte Hilfe eines Vigilanten R. Als nämlich der Inspektor nehmen, Beffer würden sie die Interessen ihrer Mandanten ges wahrt haben, wenn sie auf die Bewilligung des Neunstunden Jädel und der Kommissar Braun auf Ruttke den Verdacht bei der beiderseitigen Berathung lenkten, äußerte der erstere, er habe Naffinirte Betrügereien bei dem Verkaufe vou Ungar tages, der gerade von den meist wohlhabenden Buchdruckereis einen Bigilanten, welcher erfahrungsmäßig die Polizei auf weinen bildeten die Grundlage einer Antlage, welche gestern vor besigern mit Leichtigkeit bewilligt werden kann, hingewirkt falsche Fährten lente und es mit der Verbrecherwelt ber dritten Straffammer des Landgerichts I zur Berhandlung hätten. Gerichts- Beitung. " " Die Kommission der Tabak Arbeiter Berlins hat den streitenden Buchdruckern als dritte Unterstützungsrate 100 M. überwiesen. Unter den Buchdruckern Klagenfurts ist eine Lohnbewegung im Gange; infolge dessen ist die ganze Provinz Kärnthen für die organisirte Gehilfenschaft gesperrt. Die englischen Gewerkschaften haben bis jetzt, also in verhältnismäßig furzer Zeit, 3520 Pfd. Sterl. 4 Sh. oder 66 304 M. nach Deutschland zur Unterstüßung der streikenden Buchdrucker abgesandt. würde. von Der Gine nene Lügennachricht ist, wie der Rebakteur des 1500 Rutschern haben sich heute nur wenige eingestellt und auch| folgte, gestaltete fich zu einer fehr regen; alle Redner treten für Trade Unionist", Herr Nash, hierher telegraphirte, in die diese dürften morgen gemeinsame Sache mit ihren Kameraden energische Unterstüßung der Ausstehenden ein und gelangte gegen Londoner Zeitung Daily Chronicle" von Seiten deutscher Buch- machen. Die Ursache des Streits ist, daß die Gesellschaft für fünf Stimmen nach einem Schlußwort des Referenten eine die bruckereibefizer lancirt worden, um die gefürchteten englischen jeden Wagen täglich 16-22 Frants fordert lettere Summe Unterstüßung befürwortende Resolution zur Annahme. Der Geldsummen hintanzuhalten. Die Nachricht fabelt, daß das Ende mußte am Neujahrstage erlegt werden während die Kutscher Ueberschuß der Tellersammlung wurde den Streifenden bewilligt des Buchdruckerstreits thatsächlich erfolgt sei. Der Schwindel nicht mehr als 15 Frants zahlen wollen. Nach ihrer Berechnung und dann die Versammlung mit einem braufenden Hoch auf die hat natürlich den beabsichtigten Erfolg nicht haben können, da die betragen die Kosten für Wagen und Pferde täglich blos 11 Franks, Sozialdemokratie geschlossen. englischen Gewerkschaften an derlei Manöver der Unternehmer so daß den Unternehmern noch immer 4 Frants bleiben, was ein feit Anno Tobak gewöhnt sind; außerdem ist seitens der Leitung recht netter Profit ist. Die Gesellschaft bestreitet dies zwar, aber In der Brauerei Friedrichshain hatten sich, von den der deutschen Buchdruckergehilfen sofort telegraphisch das gehörige bei welchem Streit hätten denn die Unternehmer jemals ihren Buchdruckern einberufen, eine etwa von 2000 Personen besuchte Dementi erfolgt. Die englischen Gewerkschaften werden also Arbeitern Recht gegeben und so ihre Ausbeutung zugestanden? Bersammlung eingefunden, in der Herr Silberberg( an Stelle des fortfahren, respektable Summen nach Deutschland zu senden; Ein Drofchtenstreit ist zwar dem Publikum nie recht sympathisch, verhinderten Herrn Döblin), von dem Beifall der Anwesenden außerdem hat, wie Herr Eugen Richter mit Ingrimm ver- weil die Kutscher ihre Passagiere nicht selten übers Ohr hauen; häufig unterbrochen, das Referat hielt. Derselbe schloß mit einem nehmen wird, der Präsident Gompers von der amerika- es bedenkt aber nicht, daß die eigentlichen Schuldigen fast immer lebhaften Appell an die deutsche und damit an die internationale nischen Labor Föderation 8000 Mart als erste Unter die Droschenbefizer sind, für deren unverschämte Forderungen die Arbeiterschaft zur Unterstützung der Buchdrucker und schloß: ftüßungsrate telegraphisch nach Deutschland überwiesen. Rutscher dann zu büßen haben. Ob nämlich der Kutscher den Unsere Kollegen werden einsehen, wohin sie gehören, sie werden ganzen Tag über Passagiere findet oder nicht, hat er der Gefell- fich organisiren und werden Sozialdemokraten werden."( Stürfchaft die von ihr geforderte Summe zu erlegen. Ist es bei der misches Bravo.) Nach längerer Diskussion wurde einstimmig eine Höhe derselben dann ein Wunder, wenn der Kutscher hie und da Resolution im Sinne des Appells des Referenten angenommen. eine lange Tour versagt, für die er nicht beffer als für eine furze Die gestern Abend im Lokale der Königsbezahlt wird, oder wenn er bei einem allzugeringem Trinkgeld bant" stattgefundene Volksversammlung war von fich nicht recht höflich bebautt? Budem darf auch nicht vergessen 1000 Personen besucht. Ihr Verlauf war ein. glänzender. Buchwerden, daß die Kutscher allen Unbilden des Wetters ausgesetzt drucker Massini referirte unter stürmischer, einhelliger Zusind und, wie Dr. Bertillon erst in dem soeben erschienenen statistischen Jahresbericht der Stadt Paris nachgewiesen, das ſtimmung der Anwesenden. Es ward Folgendes beschlossen: ungefundefte Metier ausüben, so daß sie das kurzeste Lebensalter Die heute im Lokal Königsbank" tagende, zahlreich besuchte erreichen. Weiß man dies Alles, dann kann man nur wünschen, Bolksversammlung nimmt mit tiefer Entrüftung von dem auf Betreiben des kapitalistischen Unternehmerthums daß der Streit zu ihren Gunsten endet, was indeffen um so wahr Behörde getroffenen Unterdrückungs- Maßregeln gegen die scheinlicher sein dürfte, als die Kutscher der übrigen Gesellschaften im Ausstand befindlichen Buchdruckeret- Arbeiter und Arbeitesowie die kleineren Wagenvermiether bereit sind, sie in ihren rinnen Kenntniß. Sie erklärt sich mit den GemaßForderungen zu unterstützen. regelten solidarisch und erkennt es als Ehrenpflicht jedes zielKongreß der franzöfifchen Tabakarbeiter. Was würde bewußten Arbeiters, denselben mit allen ihnen zu Gebote stehenden Boziale Uebersicht. man wohl anderwärts, wo gleichwie in Frankreich die Tabak Mitteln zum Siege zu verhelfen." Die Resolution fand einfabritation ein Staatsmonopol bildet, dazu sagen, wenn die stimmige Annahme. Mit stürmischem Hoch auf die helfende Aufruf! Arbeiter und Genossen! Die Weißgerber Arbeiter und Arbeiterinnen jeder einzelnen Tabatfabrit sich behufs Sozialdemokratie schloß die imposante Bersammlung, die mit dem Berlins befinden sich seit zirka einem halben Jahre im Aus- Wahrung ihrer Interessen zu einer Gewerkschaft zusammen- brausenden Gesang der Arbeiter- Marseillaise auseinander ging. stand. Ausgleichsverfuche, welche noch fürzlich von uns gemacht schlössen In Desterreich- Ungarn würde man sie ganz einfach Der Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und worden sind, verliefen refultatios. Wir erinnern Euch nun an an die Luft setzen, die nicht am Fabriforte zuständigen Arbeiter Eure solidare Pflicht, uns ebenfalls materiell zu unterstützen, per Schub in die Heimath befördern und im Nothjalle das umgegend hielt am 3. Januar seine erste ordentliche GeneralDamit wir nicht unterliegen, durch welche Eventualität unsere Militär gegen sie ausmarschiren lassen; denn wird schon anderen versammlung ab. Dieselbe ertheilte dem Kassirer Decharge für ganze deutsche Kollegenschaft in Mitleidenschaft gezogen werden Fachvereinen, soweit sie überhaupt geduldet werden, das Leben den gegebenen Bericht, welcher die zahlenden Mitglieder auf 192 recht fauer gemacht, würde eine solche Gewerkschaft geradezu als bezifferte und ein Vereinsvermögen von 196,09 M. feststellte. Da wir Weißgerber stets auf dem Boden der Solidarität ein Staatsverbrechen angesehen und behandelt werden. Und in Sierauf erstattete Kollege Schönberg aus der Arbeitsvergeftanden haben, demgemäß immer dort thatkräftig eintraten, wo Frankreich sind nicht nur die Arbeiter jeder einzelnen Zabatfabrit mittelungs- Kommission feinen Bericht in Bezug auf das letzte es sich um das Wohl und die gerechte Sache des Arbeiters 84 einer Gewerkschaft zusammengetreten, sondern die Gewerk- Quartal. Während dieser Zeit fuchten im Verein 91 Mitglieder um Arbeit nach, wovon 41 durch eigene Bemühung Arbeit fanden. handelte, geben wir uns der Hoffnung hin, daß von den von schaften selbst haben sich zu einem Bund vereinigt, der zirka Der übrige Theil wurde von der Kommission befördert. Der uns verausgabten Sammellisten, welche mit dem Stempel der 12 000 Mitglieder, Männer wie Frauen, zählt, und äußerst rührig Redner wies auf verschiedene im Nachweis bestehende Mängel Berliner Streik Kontrollkommission versehen sind, genügender die Interessen der gesammten Tabatarbeiterschaft vertritt. So hin und Tegte der nächsten Kommission ans Herz, Gebrauch gemacht wird. Liste Nr. 491 ist verloren gegangen, hatte derselbe es erst jüngst durchgesetzt, daß die Invalidenpension möglichst Gerechtigkeit walten aut laffen. In dem dieselbe darf nur an Herrn Schensch, Adalbertstr. 16, oder an die der weiblichen Arbeiter von 329 Frts. auf 400 Frks. und die der selben E3 Sinne sprach Kollege Schubert. männlichen von 400 Frts. auf 600 Frts. erhöht werde. Und unten verzeichnete Adresse abgegeben werden. vorige Woche hatte der Tabatarbeiter- Bund in der Pariser darauf die Wahl der Kommission vorgenommen. Dieselbe besteht Arbeitsbörse einen Kongres abgehalten, der von sämmtlichen Schönau, Süßmann, Gamrath und Ehmann. Gin danach aus den Kollegen Schubert, Volkmann, Zabalfabriken befchickt war. Der Rongreß, der mehrere Tage aus der Mitte der Versammlung gestellter Antrag, die Mitglieder währte, hat sich wie uns aus Paris geschrieben Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. beschäftigt und mehrere Refolutionen gefaßt, deren Durch war, daß man in Betreff der Opferwilligkeit eine Schranke nicht wird sehr eingehend mit der Lage der Tabalarbeiter möchten sich verpflichten, zur Unterstützung der streifenden Buchdrucker wöchentlich 50 Pf. zu zahlen, fand, nachdem betont worden Die Stettiner Droschkenbefizer wollen vom 20. Januar führung fie wesentlich verbessern würde. So wurde ab streifen, weil an diesem Tage ein neuer, von der Polizei- um nur die wichtigsten Refolutionen anzuführen beschlossen: fetzen solle und einen Zwang nicht auferlegen wolle, keine Anbehörde ausgearbeiteter und vom Regierungspräsidenten be- 1. Daß sämmtliche Fabriken dem Zentralfomitee einen Situations- nabme, ebenso wurde ein anderer Antrag, der besseren Kontrolle ftätigter Fahrtarif in Kraft tritt, durch den sie sich um jährbericht zu geben haben, in welchem die verschiedenen Arbeiten balber nur eine Liste im Vereinslokal zirkuliren zu lassen, ab= lich ca. 30 000 Mart geschädigt glauben. Mehr als 70 Droschten- und die hierfür gezahlten Löhne zu verzeichnen sind, wobei gleich- gelehnt, dagegen einstimmig der Antrag Hoffmann angenommen, besizer faßten diesen Beschluß einstimmig. Denjenigen Droschten zeitig anzugeben ist, bei welchen eine Lohnerhöhung gerechtfertigt wonach neue Sammellisten beschafft werden sollen. Hierauf gab Rollege Fleisch er bekannt, daß aus der Verloosung beim besitzern, welche mit Aerzten Fahrverträge abgeschlossen haben, ist erschiene und welche Gründe hierfür sprechen. In jedem Falle Stiftungsfest ein Gewinn( das Bild„ Der Maifeier Gedentblatt") gestattet, mit überklebten Nummern, als Privatfuhrwerke, noch sollen die Löhne nach den von den Handelskammern und den Herr Joel zufiel und dieser das Bild dem Verein als Geschent acht Tage über den 20. Januar hinaus fahren zu laffen. Gewerbegerichten anerkannten höchsten Löhnen der betreffenden überwies. Dasselbe bleibt Vereinseigenthum. Ob die bürgerliche Bresse diesen Unternehmerstreit Fabrikorte bemessen werden; 2. daß der Generaldirektor annicht auch als einen von langer Hand her vorbereiteten zuweisen sei, an sämmtliche Direktoren ein Zirkular zu richten, fozialdemokratischen Versuch, das gute Ginvernehmen dahingehend, daß künftighin kein Werkführer oder Beamter einem zwischen Arbeitgeber und Arbeiter zu stören" bezeichnen wird? Arbeiter eine Strafe auferlege, ohne daß der Betreffende vorher Herrn Eugen Richter ist's schon zuzutrauen. vom Fabrikdirektor gehört werde, was bisher nicht der Fall ist; 3. daß jeder Arbeiter, der in der Fabrik einen Unfall erleidet, während zehn Tagen seinen vollen Lohn erhalte und der Bund ihm die nothwendigen Mittel an die Hand gebe, um die Administration behuss einer entsprechenden Entschädigung gericht lich verfolgen zu können, um so der diesbezüglich geübten Willtür der Direktoren einen Damm zu sehen; 4. daß jeder Arbeiter im Krankheitsfall den halben Lohn, sowie ärztliche Fürsorge und Mebitamente erhalte; 5. daß jeder Arbeiter, ob er nun fest an gestellt sei oder nicht, nach Ablauf eines Jahres Anspruch auf ging man auseinander. Pension habe, da es jetzt häufig vorkommt, daß Arbeiter oft Jahre lang nur als Hilfsarbeiter gelten und demzufolge jedes Ju Grünau hielt am 27. Dezember der Arbeiter: Anrecht auf Pension verlieren, und 6. daß alle Arbeiter, die täg- Bildungsverein für Alt- und Neu Glienicke lich in der Fabrit zu erscheinen haben, gleichgiltig ob Arbeit für und Umgegend eine zahlreich besuchte Vereinsversammlung fie vorhanden sei oder nicht, im letzteren Falle 2 Franks ab. In derselben wurde zunächst mitgetheilt, daß von der AbEntschädigung erhalten follen. Bei dem gegenwärtigen haltung des angefagt gewesenen Tanzkränzchens Abstaud genommen Stande der Arbeiterbewegung und der jüngsten Erklärung werden muß, da der Herr Amtsvorsteher v. Oppen dasselbe verdes Ministerpräsidenten fann es kaum einem Zweifel unterliegen, boten hat. Es folgte dann ein Vortrag, welcher zu lebhafter daß die Zabatarbeiter mit ihren Forderungen mehr oder minder Diskussion Antaß gav. Im Verschiedenen beschloß man die Ver durchbringen werden. In der That hatte Herr v. Freycinet erst anstaltung eines Familienkränzchens zum Sylvesterabend. und gelegentlich des jüngsten Kohlenarbeiter- Streits im Parlament hierauf wurde mitgetheilt, daß dem Glienicker Arbeiter- Gesangerklärt, daß die Regierung bereit ſei, in der Behandlung der verein„ Gintracht" deshalb, weil er dem Sängerbunde beigetreten vom Staate beschäftigten Arbeitern den Privatunternehmern mit ist, das Lokal des Herrn Weimann nicht mehr zur Verfügung gutem Beispiele voranzugehen. Die Tabatarbeiter brauchten Stehe, weshalb der Verein beabsichtige, feine Gesangsstunden von Daher die Regierung nur an ihr Versprechen zu erinnern und jezt ab in Adlershof und zwar im Lotale des Herrn Keller abim Nothfalle sie von einem Abgeordneten diesbezüglich inter- zuhalten. Das Andenken des verstorbenen Vereinsmitgliedes pelliren zu lassen. A. Sayfferth ehrte man durch Erheben von den Sigen. Mit einem Hoch auf den Verein schloß die Versammlung. Unterstügungen nimmt Unterzeichneter dankbar entgegen. Im Auftrage der Kommission: Frih Trapp, Biesenthalerstr. 6a, IV. Die Tabakwaaren- Fabrik Gebrüder Adamy's Nachfolger( Arreuberg) in Schweidnih hat, Schweidnih hat, wie der Proletarier" berichtet, 15 Personen ihres Personals, darunter 8 Arbeiterinnen, als angebliche Heher und Aufwiegler" entlaffen, weshalb die Entlassenen um Unterstügung und um Fernhaltung des Zuzugs nach Schweidnig und Reichenbach bitten, in welch legterem Orte die genannte Firma eine Filiale errichten will. Sendungen find an Hermann Scholz, Schweidnig, Nonnenstr. 5, I zu richten. Loos des Arbeiters! Das Eisenbahn- Hauptreparaturwert in Eberswalde hat, wie ein Herold" Telegramm berichtet, am 5. Januar etwa 40 Arbeitern zum 19. Januar gekündigt. Weitere Kündigungen sollen bei der nächsten Löhnung in Aussicht stehen. Wenigstens die Staatsverwaltungen sollten sich endlich und awar generaliter zur Verkürzung der Arbeitszeit ver: stehen, um Entlaffungen von Personal, das man wohl meist bei nächster Gelegenheit wieder braucht, zu verhüten. Ju München haben acht Hafner, welche auf dem Bau des Rothen Kreuz- Spitals beschäftigt waren, die Arbeit wegen Lohnreduktion niedergelegt. Sieben verheirathete Arbeiter der Firma H. Bohong in Lambrecht in der Pfalz erhielten am 28. Dezember für den Fall gekündigt, daß fie binnen 3 Tagen nicht den Beweis erbringen fönnten, aus dem Textilarbeiterverband, dessen Mitglieder sie sind, ausgeschieden zu sein. So sieht die durch Reichsgesetz gewährleistete" Koalitionsfreiheit der deutschen Arbeiter in der Praxis aus! Aus der besten der Welten. Bei Rohr in Thüringen ist in der Christnacht ein Ausgangs der fünfziger Jahre stehender Mann, ein sog." armer Reisender" durch Er frieren ums Leben gekommen. " wurde Im Fachverein der Holz- und Bretterträger sprach am 17. Dezember Herr Appelt über das Thema: Organisation und Maschinenarbeit. Die Versammlung erklärte sich in einer Resolution mit den Ausführungen des Redners einverstanden und verpflichtete sich zu noch fleißigerer Propaganda für die Drganisation, da der Arbeiterschaft nur durch starke Vereinigungen geholfen werden könne. man 20 M. als Unterstützung. Zum Schluß wurde bekannt ge Den reifenden Buchdruckern bewilligte macht, daß die Billets zu dem am 28. Januar stattfindenden Maskenball von denjenigen Mitgliedern, welche mit ihren Beiträgen nicht im Rückstande sind, in Empfang genommen werden tönnen. Mit einem dreifachen Hoch auf die Arbeiterbewegung s Verein der Handlungsgehilfen. Donnerstag, den 7. Januar, Abends uhr, finder in Grauweil's Vierhalen, Kommandantenstraße, eine große Bersammlung statt. Tagesordnung: Bortrag über Gugen Richter's fozialdemokratische Butunftsbilder, Referent: Herr Julius Türt. Freie Diskussion. Jedermann hat Zutritt. Herr Eugen Richter is brieflich zu dieser Versamm lung eingelaben. Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeschule. Donnerstag, den 7. Januar, Abends uhr, Restaurant Säger, Grüner Weg 29, GeneralStrausbergerstraße 34, 1 r., sowie heute Abend im Bereinslokal zu haben. Bersammlung. Wahl eines neuen Borstandes. Sonnabend, den 16. Januar, Herrenabend daselbst. Billets a 50 Pf. sind beim Vorsitzenden hemel, Große öffentliche Versammlung der Konditorgehilfen, Pfefferkühler und Berufsgenossen, sowie deren Hilfearbeiter und Arbewegung. Referent: Stadtverordneter Friz Zubeil. 2. Die Lage der Verband deutscher Barbier-, Friseur- und PerrückenmacherIn Sachen des Nürnberger Brauerstreiks wurde in In Nordamerika ist gemäß einer Vereinbarung für alle einer dortigen Volksversammlung mitgetheilt, daß die Inhaber Kohlenbergwerks- Arbeiter der„ Delaware, Lackawana und Western" der vom Streit betroffenen Brauereien" nur" eine 14 stündige Bergwerksbestyer des Lackawanna Thales die achtstündige und der Delaware und Hudson"-Kompagnien, sowie der einzelnen tägliche Arbeitszeit von ihren Gehilfen verlangten. Diefe Forderung übersteigt das hohe Maß von Naivetät, das Arbeitszeit zur Einführung gelangt. man bei Unternehmern hinsichtlich der Arbeiterwohlfahrt in der Bevölkerungsstatistik Belgiens. Der belgische Staats- beiterinnen am Donnerstag, den 7. Januar, Abends 8 Uhr, bet Feuerstein, Regel voraussehen darf, jedenfalls noch um ein gutes Stück. Anzeiger" vom 31. Dezember v. J. veröffentlicht eine Uebersicht( oberer Saal), Atte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Die allgemeine ArbeiterHoffentlich werden die Brauereibesitzer durch die Bethätigung des der Einwohnerzahl sämmtlicher Gemeinden Belgiens am Ende Konditoren und Pfeffer tüchler gegenüber der allgemeinen Arbeiterbewegung. Solidaritätsgefühls seitens der deutschen Brauergehilfen 8u des Jahres 1890. Die Gesammtbevölkerung belief sich auf Steferent: Kollege Karl Bölt aus Hamburg. humaneren Anschauungen gezwungen. Es ist ein schweres Un- 6 070 284 Seelen. 1880 zählte Belgien 3520 009 Einwohner, recht, von einem Menschen 14stündige aufreibende Arbeit zu verfo daß es seitdem eine Bevölkerungszunahme von einer halben langen, zumal bei den glänzenden Gewinnen, welche die Million aufweist. Unter den bedeutendsten Städten hatten GinBrauereien erzielen. wohner: Brüffel mit den Vorstädten 471 789, Antwerpen Ueber den Bergarbeiterandstand in Steyermark wird 224 012, Gent 148 729, Lüttich 147 660. Außerdem zählten 57 Städte 10-51 000 Einwohner. In allen Gemeinden über der Boff. 8tg." aus Graz berichtet: Im Köflacher Revier ist der Ausstand der Berg- 5000 Seelen war die weibliche Bevölkerung stärker als die arbeiter ein allgemeiner, nur die Knappen der Gewerkschaft Bang- männliche, auf dem Lande dagegen war das Verhältniß umthal, denen ohnerhöhung zugestanden wurde, fuhren gekehrt, wodurch sich in ganz Belgien die Zahl der weiblichen an. Die Ausständigen verlangen 1 Fl. 50 Kr. Häuerlahn, 1 1. Einwohner( 8 042 597) mit derjenigen der männlichen( 3 027 687) abends 8% Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt 20 Kr. für Förderer. Seitens der Köflacher Gesellschaft wurde fast gleich ſtellt. der Häuerlohn mit 1 FI. 20 Kr., Förderlohn mit 90 kr. festgefeßt. Die Grubengesellschaften lehnen jede Unterhandlung ab. Die Arbeiter der obersteyerischen Werke, welche auch auf dem Bergarbeitertag nicht vertreten waren, arbeiten fort. In Seraing( Belgien) brach wieder ein Ausstand der Bergkeute aus. Die Arbeiter der Zeche Maribaye streiken, weil man ihnen den Sohn um 5 pet. türzen wollte. In Nom streifen die Fiater Kutscher. Bum Streik der Pariser Droschkenkutscher wird uns unterm 4. Januar aus Paris geschrieben: Seit gestern streifen fämmtliche Kutscher der Droschkengesellschaft Urbaine". Bon Versammlungen. In der in der Bockbrauerei gestern Abend abgehaltenen, von über 2000 Personen besuchten Boltsversammlung legte der Buchdrucker Beste cf den bisherigen Verlauf des Buchdrucker: fireits dar, zum Schluß seiner oft von lebhaftem Beijall unterbrochenen Ausführungen die anwesenden Arbeiter und Arbeiterinnen au reger Unterſtüßung des Streits auffordernd. Die Diskussion, welche dem mit großem und lautem Beifall aufgenommenen Vortrage Gehilfen( Zweigverein Berlin). Donnerstag, den 7. Januar, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Mitgliederversammlung. Serliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 7. Januar, Abends über Kinderfrankheiten( Diphteritis, Masern, Scharlach). Nach dem Vortrage 8% Uhr, im Klubhause, Kommandantenstr. 72. Bortrag der Frau Klara Muche beschließende Versammlung des Südbezirts. Gäste, Damen wie Herren, fine willkommen. Eintrittsgeld 20 Pf. Gäfte wiltommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. " Hefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Wahrheit", Markusstr. 31. eine" in Nixdorf, Ecte Knesebeck- u. Hermannstraße, Restaurant Beyler. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Lefe- und Distutirklub Fester Wille" haben Zutritt. Lese- und Distutirklub Maiwuchs", Charlottenburg. Jeden Donnerstag von 8 Uhr Abends ab" bei Aug. Ulrich, Leibnizstr. 78. Damen und Herren tönnen als Gäste eingeführt werden. Lese- und Disfutirflub, Gerechtigkeit". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Lokale von Ferd. Hoffmann, Waldemarstr. 61. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, willtommen. Lese- und Diskutirklub Dieggen". Jeden Donnerstag Abend bei Schröder, Wiesenftr. 39, Sigung. Gäste willkommen. Lesetlub Sozialdemokrat". Jeben Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Cotale Kirchbachstr. 7 bei Schnicke. Gäste willkommen. Herweg h", Abends " " hr, in Lokal von Otto Zinte, Forſterſtr. 45. Gäste willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsStunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer witglieder. Männerchor St. Köpenickerstraße 127a, bei Rüfter.- Gefangverein, ornblume", BlumenUrban", Annenstraße 9, bei Prob. Gesangverein Unverzagt", fraße 54, bei Wuttke. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwelltraße 5, bei Bartel. Gefangverein Brezelschluß", Annenstr. 16, testben fit. 101, bet better- Gefangverein Morgenroth 1", Rummelsburg, Berlinerfir. 9, bei Friefecte.- Gefangverein, Dorfglödlein" Reßner. # Arbeiter- Gesangverein Weiße Rose" Reinickendorf, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftftr.- Ede bet Schulz.- Gefangverein ,, Echo 2", zu fälschen u. s. r. Im Jahre 1889 find in Hamburg nicht der Thüre tauern die gefargenen Kinder, von denen das jüngste Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Gesangverein Einigkeit"( Hut= macher), Pappel- Allee 3-4, bei Krause. Gesangverein 3 ufunft 1", weniger als 700 000 Mt. Steuern, um welche der Staat betrogen etwa fünf Jahre zählt. In einem andern Theil der Hütte die zum AnSteglis, Kurhaus Friedenau. Gefangverein armonie", Zempelhof, werden sollte, nachträglich neben den üblichen Strafen eingezogen lagern die Waaren, besonders Pulver, die Dorfftr. 10, bei Gerth. Gesangverein eilchen blau", Rottbuser worden. In welchen Kreisen die Steuerdefraudanten zu suchen sind, tauf der Stlaven dienen. Der Pater beginnt ein Damm 39, bet Jakob. Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 3, bet brauchen wir ja gar nicht erst zu bemerken, in dieser Hinsicht Unterredung mit den Sflavenhändlern. Sie wollen Byrtec. Gefangverein ,, 8 ufunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. bei Keller. Straße, bei Hann. Neuft. Markt 2, bei Wendiers. Langeftr. 108, bei Neblin. " " lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Berliner Gesellschaft. von Ostpreußischer Männer Gesangverein", Jüdenstr. 55, bei fann ja Bochum als Beispiel dienen. Die Steuerdeputation hat nach Jbo; Jbo ist nur acht Tagemärsche von Rentarika, und Frischmann. Landsleute sind willkommen.- Gefangverein„ Edelweiß" fich nun veranlaßt gesehen, bei dem bürgerschaftlichen Ausschuß, dieses nur zwei Tagereisen vom Meere. Die Einfuhr von Pulver Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gesangverein Borar", Admiralstraße 38, bei Lülow." Seeger'scher Gefangverein", Blumen- der zur Prüfung des Senatsantrages, betr. Befugung ver- an der Küste ist untersagt, ebenso die Ausfuhr von Sklaven. Es ftraße 46, bei Weick.- Gefangverein ,, Maiglöckchen 2", S.-D., Manteuffel- schiedener Behörden zur Abnahme von Eiden 2c. niedergesetzt scheint aber, daß die arabischen Händler Schleichwege kennen, straße 67, bei Springstubbe. Gefangverein Felsenburg", Blumen- wurde, zu beantragen, daß die Deputation in Verdachtsfällen, auf denen sie Munition einführen und Sklaven ausführen. Ein ftraße 21a. Gesangverein Eintracht", Glienicke bei Adlershof, Gesangverein Einigteit 3"," Groß- Lichterfelde, Amalien- daß das Einkommen zu niedrig deklarirt sei, den Deklaranten zu Bericht vom April und Mai 1891 schildert die Folgen eines Gesangverein Soffnung 3", Brandenburg, einem Eide verpflichten könnte. Der Ausschuß hat diesen Antrag Kampjes der Wayao, der Leute von Mponda gegen die Wangoni. Gefangverein rete Sänger entschieden abgelehnt, mit der Begründung, daß die Versuchung Wir laffen hier die Aufzeichnungen des Tagebuches der Gesangverein 8utunft 3", Welten, bei W. Grunow. Gefangverein Freie Sänger" jeden Donnerstag, Abends 3 groß sei, sich durch einen Falscheid der Untersuchung zu Mission folgen. 1. Mai 1891. Am Morgen verkündigen die 9-11 Uhr. Gäste willkommen. Gefangverein Kreuzberger Har entziehen. Es könne auch wohl nicht verlangt werden, daß ein Trommeln, daß die Mannschaften ihrem Kriegsmonie", Lindenstr. 106 bei Poppe. verdächtiger Steuerpflichtiger den Schuldbeweis gegen sich selbst zuge zurückkommen. Wir verlassen unser Haus, um den Eine Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. erbringen sollte. Es wird also lustig weiter gebochumt. marsch der Krieger zu beobachten. Zahlreiche Frauen und Donnerstag: Humorist. Verein, Pautenschwengel", Stallschreiberstr. 58.Brivat- Theatergesellschaft ,, Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Prinzenstr. 87. In Breslan ist der Geheime Regierungsrath Dr. Heinrich Kinder strömen an uns vorüber, um ihre Anverwandten zu Mufitdilettantenverein ,, nimo", bei Schmidt, Wrangelstr. 141.Berein ,, Grüne Giche"( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1. Gefelliger Schröter, Professor der Mathematit, gestorben, in open- empfangen. In dem Zuge sehen wir die Kriegsbeute: Schafe, gnügungsverein Silaritas", bei Tempel, Breslauerstr. 27. Brivat bagen der hervorragende Geograph Professor Ersleer. Er Biegen, Hühner, Tauben, Matten, Körbe, Mehl, Mais, Speere, Theater- und Pantominengesellschaftiedeler Geif", bei Schneider, hatte die dortige geographische Gesellschaft begründet, war eine Schilde, Stoffe, Säckchen mit Perlen u. s. w., das ganze VerAdalbertstr. 8.- Bergnügungsverein, Ginigfeit", bei Linte, Forsterftr. 45. Reihe von Jahren deren Sekretär und redigirte die Zeitschrift der mögen der der Wangoni wurde von Den Siegern mitGesang, Turu- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat lub Nüdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Pallisadengeschleppt. Dazwischen tamen die gefangenen Sklaven: Stattlub firaße 47. Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, Jm Ganzen Abends 8 Uhr, bei Linneken( Flötenwirth"), Beuffelstr. 57. Mitglieder wer Magistrats abgelehnt, wonach fäumige Steuerzahler Dorfes allein erbeutet waren. ben aufgenommen. Rechnet man, daß dreizehn Lübeck'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, vom Besuche öffentlicher Vergnügungsorte ausgeschlossen sein Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein„ ften er sollten. Da Einrichtungen wie die in Annaberg abgelehnten große Dörfer an diesem Zuge gegen die Wangoni theilTurngen offenschaft, 1. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% uhr, in mehreren Orten Sachsens bestehen, so ist jener Beschluß mit genommen haben, so kann man die Gesammtzahl der gefangenen Stlaven auf mindestens 1200 veranschlagen. Rechnet man hierzu Jahn" Genugthuung hervorzuheben. die Todten und die Verwundeten, so bekommt man einen Begriff Leipzig. Auf Antrag des Stadtraths hat das hiesige von den Verwüstungen, die diese kleinen Kriege der Häuptlinge Männer- Ge sangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Stadtverordneten- Kollegium in seiner letzten Sigung beschlossen, anrichten. Triumphirend zogen die Wayao in Mponda ein: die Gneisenauftr. 88. Berein 3id 3a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches an den sächsischen Landtag eine Petition des Inhalts zu richten, Frauen erhoben ein lautes Jubelgefchrei und warfen sich zum Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinen- daß er mit der königlichen Staatsregierung die Erbauung eines Beichen der Freude Sand auf den Kopf und auf die Schultern, straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gefangverein Blaue die möglichst direkte Verbindung mit der die Männer schießen ihre Gewehre ab. Doch damit ist Schleife", Pantow, Echönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gefang: Nordsee und Norddeutschlands vermittelnden die Siegesfeier nicht zu Ende. Schon denkt man an verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Pfropfenverein Wedding", Abends 8% Uhr bet. Selterhoff, Antonstr. 5. Ver- Kanals in den Größenverhältnissen des neuerbauten Oder- den nächsten Krieg und an das Daoua( Zaubergnügungsverein, Blau- Veilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Spree- und des projektirten Rhein- Weser- Elbe- Kanals von Leipzig mittel), das die Krieger unverwundbar machen soll. Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. aus in Absicht nehmen und zu diesem Zwecke noch in gegen Gegen Mittag führt man einen Kriegsgefangenen in den Hof des wärtiger Tagung die für die erforderlichen Vorarbeiten und zur Königs. Es ist ein starker Wangoni in der Blüthe des Alters. Erlangung erschöpfender Gutachten und Unterlagen benöthigten Der König giebt ein Zeichen, und unter dem Jauchzen der umMittel der Staatsregierung zur Verfügung stellen möge. stehenden Menge durchschneidet der Henker die Kehle des Gefangenen, öffnet ihm die Brust, reißt das noch zuckende Herz heraus und überreicht es dem Zauberer. Dieser verbrennt es, mischt die Asche mit Mehl und macht daraus einen dünnen Brei, von dem Diejenigen effen müssen, die beim nächsten Kriegszug heil wiederkehren wollen. Hierauf findet die Theilung der Beute statt. Schafe, Biegen, Sklaven werden vor den König gebracht. Ein Wayao hat zwei Thiere oder zwei Sklaven erbeutet. Der König wählt sich eins aus, das andere überläßt er feinem Unterthan. Hat Jemand nur einen Sklaven gewonnen, so fauft der König ihn für Stoffe oder Pulver. ( Köln. Volksztg.") In Aunaberg haben die Stadtverordneten eine Vorlage des wenig Männer, viele Frauen und Kinder. etwa 130 Personen, die von den Kriegern unseres " im Leffing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. Männer- Turnverein Rirdorf.( Eigene Turnhalle, Biethenstr. 72 a.) Heute Abend von 8-10 Uhr Damen- Abtheilung. Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29. Geselliger Verein ,, Regina", jeden Donnerstag " Vergnügungsverein Caprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Babstr. 35-36, Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilchen"," 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstr. 38. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäfte will tommen. Brivattheater- Gesellschaft offnung", Abends 82 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im Hestaurant 6. Saberecht, D., Gr. Frankfurterstr. 30. Gäſte, insbesondere chemal. Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% 11hr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Noll, Schul- Kollegen, herzlich willkommen. " Bur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der 85. Gemeindeschule und Gäste sind willkommen. Tambourverein Jungfernfranz", Weidenweg 12. Vergnügungsverein Bruder= bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasftr. 3 bei Noll: Sitzung mit Damen. Nachdem Fidelitas. Donnerstag 9 Uhr, Oranienstr. 153, 1 Tr. Gäste( Herren) willkommen. Münster i. W., 6. Januar. Heute Morgen beim Schichtwechsel ereignete sich, nach einem Privat- Telegramm der" Post", auf der Zeche Monopol" eine Kohlenstaub Explosion. Drei Arbeiter sind todt, sechs schwer verwundet. " Bingen. Hier wurde ein Bahnbeamter aus Gelsenkirchen verhaftet, weil er seine Frau schwer mißhandelt und sein Kind mit Fußtritten derart verlegt hatte, daß es gestorben ist. Aus der Schweiz. Am Sylvester- Abend hat sich auf der Geselliger Klub Blau Beilchen" Rheinbrücke von Schaffhausen ein blutiges Drama ereignet. Geselliger Berein, Freiheit", Donnerstag Abend bet Thierbach, Schwedter- Ein Arbeiter tödtete aus Eifersucht seine Geliebte mit Meffer: Rauchklub„ Dezimal- Waage". Abends 9 Uhr bei Infinger, Krauts- stichen und stürzte sich dann über die Brücke in den hochgehenden Straße 48. Rauchtlub, ernspiße", Abends 8 Uhr bei A. Böhl, Rüders: Rhein. Das Mädchen war sofort todt; die Leiche des Mörders dorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 ühr, in Spengler's Births ist noch nicht gefunden worden. ftraße 44. Sonntag: Geselliger Abend. Breslauerstr. 27. Rauchklub Arcona", Abends 9 Uhr Reichenberger haus, Staligerstr. 41. Rauchklub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Ein Bild von dem fast unglaublichen Reichthum, der ftraße 71. Arbeiter Rauchtlub Nordpot". Sigung jeden Donnerstag sich in der City von London, dem kleinen Zentralpunkte der Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerstr. 6. Riesenstadt, welcher kaum den vierten Theil einer Quadratmeile Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Rauchflub Ohnesorge". Donnerstag, Abends 9 Uhr, Kohlenufer 2, Rogge's Bierhaus.. Rauchflub einnimmt, zusammendrängt, bietet die Steuerliste. Zur Einkommen: Waldesgrün". Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, Reichenberger- steuer wurden in der City von London während des Jahres 1890/91 firaße 113 a bei Kahlert. Gäste willkommen. Urfidele Heils- Armee. über 70 Millionen Pfund Sterling herangezogen, im ganzen Sizung jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, bei Kowald, Dranfenftr. 126. Gäste, übrigen London nur 41 Millionen und im reichen Lancashire Damen und Herren willkommen. Neue Mitglieder erwünscht. 33 Millionen Pfund. Gemeinsam repräsentiren diese drei Steuerbezirke einen Reichthum, welcher den des gesammten übrigen Englands und Wales übertrifft. Literarisches. Sprechfaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprech faals, soweit der Naum dafür auzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses der Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die Berliner Arbeiterschaft! Unterzeichnete Kommission theilt im Auftrage des Vereins Berliner Gastwirths- Gehilfen hierdurch mit, daß das weiße Er fennungszeichen seine Giltigkeit verloren hat und dafür das graue in Kraft getreten ift. Fernsprecher: Amt IX Nr. 1116, aufmerksam macht und darauf hinwirkt, die Hilfskräfte von da zu entnehmen. Laßt Euch nicht von den Wirthen damit abspeisen, daß man Euch sagt:„ die Kellner, welche sonst hier arbeiten, sind auch Mitglieder unseres Vereins", denn diese werden meist erst durch sogenannte Kommissionäre vermittelt und ausgebeutet. Also, Arbeiter, haltet fest an obigem Beschluß und helfet uns am Ausbau unserer Organisation. Mit sozialdemokratischem Gruß Die Geschäftskommiffion. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Aus dem Oftende Londons werden schon wieder Fälle von Hungertod gemeldet. Ein unbekannter Mann wurde Wir wenden uns an Euch mit der Bitte, von dem Beschluß, dieser Tage in George Street, Spitalfield, ver hungert auf welcher in einer öffentlichen Volksversammlung sowohl als auch Der Himmel auf Erden von Emil Gregorovius, Leipzig, dem Trottoir gefunden. Ein anderes Opfer war das 18 Monate in der Berliner Streit- Kontrollkommission gefaßt wurde, welcher Verlag von Fr. Wilh. Grunow. Mit schwarzer Leinwanddecke alte Kind eines Mannes Namens Wm. Gilham, der vor etwa dahin ging, feinem Kellner Trinkgeld zu geben, welcher nicht im und rother Inschrift mit Todtenkopf präsentirt sich uns das drei Wochen mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern Stande ist, sich mit dem zur Zeit giltigen Erkennungszeichen zu Buch, das mit den Worten:" Arbeiter für Euch!" an den Plakat von Manchester zu Fuß nach London gegangen war, um dort legitimiren, nicht abzuweichen, sondern selbigen hoch zu halten. fäulen angekündigt wird. Selbstverständlich holen wir uns das Arbeit zu suchen. Die Reise hatte bei dem fürchterlichen Wetter Arbeitskollegen! Was wir von Euch verlangen, ist Büchlein, 159 Seiten ist es start! Und was haben wir vor uns? Einen 13 Tage gedauert; statt aber in London Arbeit zu finden, mußte feine finanzielle, sondern eine agitatorische Unterstützung, nämlich neuen Sozialistentödter. Seit faft 30 Jahren folgt einer auf den er dort auf der Straße Schuhschnüre verkaufen. Dies brachte die, daß Ihr Euren Mittämpfern für gleiches Recht in dem andern, Jeder rühmt von sich, er habe die Sozialisten todtgeschlagen ihm so wenig ein, daß das Kind verhungerte und er selbst Kampfe gegen das Kapital beisteht. Zur Kräftigung einer Geund schließlich sind die Sozialdemokraten lebendiger als vorher, und mit seiner Frau und dem anderen Kinde dem Hungerto de werkschaft gehört in erster Linie ein gut organisirter nur ein Sozialistentödter hat den andern umgebracht. Von Schulze nahe war. Arbeitsnachweis, welcher in Händen der Arbeiter liegen Delißsch an reiht sich Sozialistentödter an Sozialistentödter. Und London, 6. Januar. Der mit der Untersuchung des bei muß, um dadurch auf die Lohnverhältnisse einwirten zu können. welche namhaften Todtschläger! Treitschke, v. Unruh, Scherr, Dechelhäuser- aus allen Kreisen rekrutiren sie sich, Gelehrte der Explosion in Dublin Castle verwendeten Explosiomittels Dazu, Arbeiter, fönnt Ihr beitragen, wenn Ihr bei Euven Festen, und Ungelehrte, Pfaffen und Laien, Millionäre und arme betraute Sachverständige hat seinen Bericht numunehr fertiggestellt. Versammlungen u. f. w. die Wirthe auf unseren fostenlosen Arbeitsnachweis, Schlucker. In jeder Tonart schlagen sie die Sozialdemokraten Nach demselben wurde die Explosion durch eine Anzahl DynamitAnnenstr. 14, todt, grob und weich, rauh und zart, fie poltern, sie flöten, fie tartouch en herbeigeführt; die Explosion war das Resultat zischen und girren; bald ist jedes Wort ein Knüppel, bald ein eines reiflich überlegten Planes. Wangenstreicheln und Liebkosen, Hänschen Blum macht alle Ton- Sklavenjagden am Nyaffa- See. Der englische Kommissar arten mit und begnügt sich schließlich mit lauter Stintbomben. am Nyassa- See, Mr. Johnston, hatte kürzlich den Häuptling Schließlich beweist Einer dem Anderen, daß er nur Mponda am Schire mit Waffengewalt gezwungen, jeder Verein Marktschreier, daß er nicht der wahre Sozialisten- bindung mit den Stlavenhändlern zu entfagen und eine Sklaven tödter sei, er selbst sei erst der einzig wahre. Als nun tarawane, die in Mponda zusammengestellt war, freizugeben. gar Eugen Richter als eigentlich wahrer Sozialistentödter, als Ueber die Art und Weise, wie in jenem jetzt englischen Gebiete der Abs derselben, als der Champion der Welt auftrat, da die Sllavenjagd und der Sklavenhandel getrieben wurde, berichten glaubten wir endlich Ruhe zu haben, denn jetzt mußte doch die Briefe der algerischen Missionare, die in Mponda selbst eine Sozialdemokratie wirklich todt fein. Und nun fommt dieser Emil Missionsstation haben. Als wir nach Mponda kamen, schreibt Gregorovius und sagt uns: dieser Eugen Richter ist ein Char ein Missionar, folgten wir dem Wege der Sklavenlatan, ein Aufschneider: er hat die Sozialdemokraten gar nicht händler. Er war leicht zu erkennen. Stlavengabeln( in tobtgefchlagen; das werde ich jetzt erst besorgen, und zwar in denen die Sklaven gebunden fortgeschleppt werden) fanden sich diesem Büchlein, daß noch einmal so dick ist, wie das jenes Erz bald vereinzelt, bald in Haufen am Wege. Sie bezeichnen die schwindlers. Herr Gregorovius zeigt uns nun den Himmel auf Stelle, wo der Säbel oder die Flinte des Händlers den erschöpften Erden", den die Sozialdemokraten Anfangs 1901 gründen werden. und sterbenden Sklaven getödtet hat. Die Leichname wurden von Die Mühlereien der Freifinnigen und der Friedensliga haben den Hyänen gefressen. Augenblicklich, da die ganze vorräthige eine allgemeine Abrüftung bewirkt, das Heer ist so zusammen Menschenwaare dem arabischen Stlavenhändler abgeliefert ist, geschrumpft, daß die Sozialdemokraten leicht mit ihm fertig ist man im Begriffe, sich neuen Vorrath zu verschaffen, um für ist beendet. werden und nun fann es losgehen. Alles Eigenthum muß aus die nächste Ankunft der Händler von der Küste ausgestattet Minsk, 6. Januar. In einer Eisengießerei in globin geliefert werden. Einer alten Frau, die ein weißes Altaskleid, in zu sein. Das einzige Mittel, Eflaven in großer Zahl wurden bei einer Refselexplosion 11 Arbeiter getödtet. dem sie vor vierzig Jahren getraut war, versteckt, wird der Kopf und billig zu bekommen, ist der Krieg. Sobald der abgehauen. Einer jungen Frau, die ein fleines goldenes Rettchen Stlavenhändler wieder hier erscheint, wird Krieg der ihres verstorbenen Eduardchen als Andenken behalten will, wird normale Zustand des Landes sein. Somit ist ist der gleichfalls der Kopf abgehauen. Schon auf den ersten Seiten Stlavenhandel die Hauptursache, daß die Kriege zwischen den wimmelt es von abgeschlagenen Köpfen, und gesoffen und Unzucht verschiedenen Stämmen niemals aufhören. Die Angriffe werden Briefkaffen der Redaktion. getrieben wird nach Herzenslust. Und das ist erst der Anfang, auf Anstiften der Händler unternommen, um möglichst viel Quittung und Dauk. Für die Arbeiter- Bildungsschule und das Büchlein ist, wie gesagt, 159 Seiten start. Was will Elfenbein und Sllaven zu erbeuten. Welche Folgen diese Kriege habe ich von Herrn Martiny in Danzig 100 Mark erhalten. gegen diese lebensvollen" Schilderungen des Gregorovius für das Land haben, ergiebt sich aus einem zweiten Berichte der der steifleinene Roman von Eugen Richter? Kurz, Eugen Richter Missionare von Mponda. Der verstorbene König Mponda hatte Herzlichen Dank. Berlin, 6. Januar 1892. W. Liebknecht. ist in den Sand gestreckt. Gregorovius ist jetzt der unbestrittene ein verhältnißmäßig großes Reich. Wenigstens 110 Dörfer er: Champion der Sozialistentödter bis ein Anderer kommt, der kannten seine Herrschaft an. Bei seinem Tode beOtto R. Ihre Bekanntmachung haben Sie ohne den Beifah auch ihn wirft. Vivat sequens! wir freuen uns schon im voraus. stimmte Mponda, daß fein Lieblings Silave Che Annonce" an die Redaktion geschickt. In diesem Falle mußte Ngwate sein Nachfolger werden sollte. Ein Theil seiner angenommen werden, daß Sie dieselbe in dem redaktionellen Theil Kinder mit dieser Bestimmung nicht zufrieden, aufgenommen wünschten. Annoncen müssen als solche bezeichnet und sie begannen unter Anführung des Chungarungaru und des und der Expedition zugeschickt werden. Malonda, zweier einflußreicher Großen, den Krieg. 64 Dörfer erfannten den Willen des verstorbenen Königs an und huldigten dem Che- Ngwate, der noch heute regiert. 46 Dörfer folgten den Hamburg, 6. Januar. Infolge des schweren Schnee Empörern. Drei Dörfer von Mponda wurden zerstört; die Einslurmes, welcher in der vergangenen Nacht hier herrschte, sind wohner zum Theil getödtet, zum Theil zu Sklaven gemacht, G. W. 78. Wenn der in einem Prozesse Unterlegene die Die meisten telephonischen Verbindungen in der Stadt, wie nach 34 Dörfer des Feindes wurden entvöltert. Die Bewohner Gerichtskosten und die dem Gegner erwachsenen Kosten nicht Auswärts gestört. An vielen Stellen hängen zerrissene Drähte wurden auf der Flucht getödtet oder gefangen und verkauft. zahlen kann, auch die Pfändung fruchtlos bei ihm versucht ist, so von den Häusern herab. Die Ausbesserung wird voraussichtlich Augenblicklich bleiben den Chungarungaru nur noch zwölf muß er auf Verlangen des Gegners den Offenbarungseid leisten. einige Tage dauern; der Schaden ist bedeutend. Dörfer. Die Zukunft wird zeigen, was aus ihnen werden Sonst paffirt ihm Nichts. Die Schuld verjährt in 4 Jahren; Maffenhafte Steuerhinterziehungen sind nach dem„ Echo" wird. Resultat des Krieges: 37 Dörfer zerstört, Taufende jeder Versuch der Zwangsvollstreckung unterbricht die Verjährung, in den letzten Jahren auch in Hamburg vorgekommen, die Zahl von Menschen getödtet oder verhandelt gegen Pulver und Stoffe. welche von da wieder zu laufen beginnt. derselben steigert sich von Jahr zu Jahr. Der Bochumer Prozeß Die arabischen Stlavenhändler wohnen in den Hütten, die ihnen D. H., Josephstraße. 1. Das Kind braucht nicht getauft hat ja bereits schlagend bewiesen, daß die bürgerliche Moral, der Häuptling in Mponda zur Verfügung gestellt hat. Abends zu werden. 2. Beschweren Sie sich beim Schulrektor über diese sobald es sich um den Geldbeutel handelt, ganz bestimmt in die geht einer der Unsrigen hin, um womöglich den unglücklichen fränkende Bezeichnung. Brüche geht und man es ohne Weiteres für berechtigt hält, zum Gefangenen zu helfen. An einen Pfahl, der den Giebel der Prenice. Es ist statthaft, aber nicht vorgeschrieben, daß Wohle des eigenen Geldbeutels den Staat und die Mitmenschen Hütte trägt, sind zehn erwachsene Sklaven, darunter drei Frauen, die Altersmarken durch einen horizontalen Strich entwerthet zu betrügen, Steuern zu hinterziehen, Schienen zu flicken, Stempel in ihren Gabeln stehend angebunden. In einem Winkel hinter werden. Vermischtes. war W Paris, 6. Januar. Der Streit der Lasiträger in Portefair G. H., Stralan. Es kommt darauf an, ob der Wirth die Garderobe verpachtet oder dieselbe für eigene Rechnung durch einen Angestellten hat besorgen lassen. Im ersteren Falle haftet der Bächter, im zweiten der Wirth. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.