Nr. 170 Abonnements- Bedingungen: V Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrierter Sonntags= Beilage ,, Die Meue Welt" 10 Pfg. Poft: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. ald dil ser moldalad Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Inf- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg.. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: mt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Socialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Hamburger Massenaussperrung unter Staatshilfe. Man schreibt uns aus Hamburg: Mittwoch, den 25. Juli 1900. arbeiterschaft verhängt haben, zur Scham aufrufen sollten. Statt dessen zwingt man die staatlichen Arbeiter durch die famose Arbeit ordnung, Streitbrecherdienste zu leisten und bringt sie fo in Gewisser louflikte schlimmster Art. Warum droht die Merineverwaltung nicht den Hamburger Prozen vom Reeder und Werftkapital mit Entziehung der Aufträge wegen ihrer Halsstarrigkeit gegen die Werftarbeiter? Warum läßt sie das unpatriotische Verhalten dieser hingehen, ja unterstüt es noch? Die Arbeiter müssen mit Pfennigen rechnen, welche die Werftb.sizer leicht geben fönen. Wir protestieren des= halb namens der gesamten Werftarbeiterschaft aufs entschiedenste gegen ein folches Ver= halten der Marineverwaltung. Wir werden dafür Sorge tragen, daß sie im Reichstag Nede und Antwort zu stehen hat und gebührender Weise festgenagelt wird." Wir haben dem Entrüstungsschrei der Wilhelmshavener Werftarbeiter, dem unser Banter Bruderorgan Ausdruck giebt, nichts hinzuzufügen. Die Hamburger Unternehmer sperren in unerhörtem Uebermut Tausende von Arbeitern aus und die staatliche Werftverwaltung„ fördert" diese Aussperrung durch ihre Beihilfe, obwohl der§ 8 der Zuchthausvorlage auch die Förderung einer Aussperrung bedrohte. ,, Mit den am letzten Sonnabend und am Montag ausgesperrten 1000 Mann find jetzt insgesamt 3000 Werftarbeiter ausgesperrt und etwa 400 sind ausständig, das ist so etwa der vierte Teil aller auf den überhaupt in Betracht kommenden größeren Werften be= schäftigten Arbeiter. Obwohl also noch drei Viertel in Arbeit stehen, find die Werften durchaus nicht in der Lage, die ihnen übertragenen Arbeiten sämtlich ausführen zu können. Es kommen da in erster Linie die an den von der Hamburg- AmerikaLinie an das Reichs- Marincamt zum Truppentransport nach Ostasien vercharterten Dampfer vorzunehmenden Reparaturen und Umbauten in Betracht. Dieselben müssen schleunigst ausgeführt werden und alle noch verfügbaren Kräfte werden dabei angespannt. Die Folge davon ist, daß die sämtlichen Werften andre ihnen über tragene Reparatur Arbeiten abgeben müssen. Ind da die sämtlichen deutschen Werften, die dabei in Betracht kämen, zur Zeit selbst vornehmlich mit Während man unfre Soldaten nach China hinaussendet, um Neubauten vollauf beschäftigt find was neben dort für den europäischen Kapitalismus zu kämpfen, wendet bei uns bei gesagt auch zur Folge hat, daß troz eifriger Bemühungen der die Staatsgewalt alle Zwangsmittel an, um die durch den UeberHamburger Scharfmacher und ihrer Agenten bisher Arbeitswillige in mut des Stapitalismus auf die Straße geworfenen Arbeiter zur überhaupt nennenswerter Bahl nicht zu bekommen waren-geben Unterwerfung zu nötigen. So offenbart sich auch im äußerlichen die Herren Oberpatrioten die Arbeiten furzer Busammentreffen die innerliche Verbindung von Welt- und Zuchthaus Hand an das Ausland a b. So sind schon in der letzten politit. Woche mehrere reparaturbedürftige Schiffe nach England gegangen, und jezt sind wieder zwei große Dampfer 1: ach England gesandt. Am Sonntag ging der Dampfer, Lesbos", der zur Hamburger Levante- Linie gehört und auf der ReihersticgMit großer Hartnäckigkeit verbreiten jezt die Chinesen fortgesetzt sejt einer großen Reparatur unterzogen werden sollte, zu diesem Meldungen, daß die Gesandten in Beking wohlbehalten seien; ja es Zwecke leer nach England und heute folgte ihm der Dampfer Eros", wird sogar schon behauptet, daß sie auf dem Wege nach Tientsin der ein Loch von 16 Fuß im Bug hat. Derselbe sollte auf der feien. Eine dirette Nachricht von den Gesandten selbst aber liegt Brandenburg- Werft repariert werden, erhielt hier jedoch nur eine nicht vor, und so lange eine solche fehlt, sind jene Versicherungen Notverschalung über der Oeffnung und geht so ebenfalls leer nach werflos. Glauben finden sie nur in Anterika; allerdings verfolgen England.. die Vereinigten Staaten mit Rücksicht auf die zukünftige Entwicklung ihres Handels mit China ganz zweifellos die Politik, China sehr höflich zu behandeln, um sich höflich zu behandeln, um sich gegenüber dem europäischen Rachegefchrei vorteilhafte Sympathien zu erwerben. Amerika hat sich ja auch nicht an der Eroberung Takus beteiligt, die das eigentliche Signal zum Aufstand gab. Die in der Aussperrung beabsichtigte Provokation hat auf die Arbeiter bisher keinen Eindruck gemacht. Sie wissen, was auf dem Sie wissen, was auf dem Spiele steht und lassen sich durch den unerhörten Brutalitätsatt nicht zu einem allgemeinen Streit reizen, der den Arbeitgebern gegenwärtig nur zu gelegen käme, da sie dadurch aller ihrer kontratt lichen Verpflichtungen, bei denen sie sich durch Aufnahme der Streitflaufel vorgesehen haben, überhoben wären. Es läßt sich zwar natürlich der Ausgang der ganzen Bewegung noch nicht im entferntesten absehen, aber sicherlich steht dieselbe zur Zeit für die Arbeiter außer ordentlich günftig. pai.. lichkeit." * " Das chinesische Dunkel. Nebenher betreibt die chinesische Regierung" man weiß nicht, welche, das Geschäft, alle Regierungen mit Bermittelungsgesuchen anzugehen. Wieder verhielten sich die Vereinigten Staaten wohl wollend, während sich die deutsche Regierung schroff ablehnend erklärt hat. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. den Aufständischen ermordet wurde, was uns zum Ausdruck des tiefsten Bedauerns Anlaß giebt. Die Untersuchung behufs der Festnahme und Bestrafung der Mörder war im Gange, als bei allen fremden Staaten sich der Verdacht regte, daß sich die kaiserliche Regierung der Bevölkerung gegenüber bei der Verfolgung der Christen in Konnivenz verhalte. Darauf erfolgte zuerst die Einnahme der Befestigungen von Tatu, Feindseligkeiten begannen, und das Unglück wurde immer verwickelter. Die Lage, in der sich zur Zeit China befindet, ist schwer zu ordnen, besonders, da die chinesische Regierung nicht die Absicht hat, in den bestehenden guten Beziehungen jemals eine Aenderung eintreten zu lassen, denn es sind nur die Umstände, die zur Zeit obwalten, welche die Regierung zu deren Bedauern in eine Zwangslage gebracht haben. Zur Beseitigung des allgemeinen Unwillens gegen die chinesische Regierung und zur Klärung der Lage bleibt nur das einzige Mittel, die Beihilfe Deutschlands anzurufen. Daher öffnen wir Eurer Majestät unser Herz in diesem Schreiben in der Hoffnung, daß dadurch der Fortbestand der freundschaftlichen Beziehungen gesichert werde, und daß Allerhöchstdieselben be wogen werden, einen Plan zur Erreichung dieses Zwecks ins Auge zu faffen und die Leitung zu übernehmen, um die früheren friedlichen Zustände wieder herbeizuführen. Wir bitten, uns einen günstigen Bescheid zu erteilen, wofür unsre Dankbarkeit Ew. Majestät gegenüber immer lebendig bleiben wird. Gegeben am 23. Tage des 6. Mondes im 26. Jahre des Regierungsstiles Kwangsi( 19. Juli 1900). Berlin, den 21. Juli 1900."" Der chinesischen Gesandtschaft ist darauf am 24. d. Mts. dic folgende Note zugestellt worden: Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Staatsminister Graf v. Billow, hat die Verbalnote der kaiserlich chinesischen Gefandtschaft vom 21. d. Wc., enthaltend eine telegraphische Mitteilung Sr. Majestät des Kaisers von China an Se. Majestät den Kaifer und König erhalten. Graf Bülow fieht sich nicht in der Lage, dieses Telegramm Sr. Majestät dem Kaiser und Könige zu unterbreiten, so lange nicht das Schicksal der in Beting eingeschlossenen fremden Gesandtschaften und der dortigen fibrigen Fremden aufgeklärt ist, die kaiserlich chinefifche Regiernug für die frevelhafte Ermordung des kaiserlichen Gesandten Sühne gewährt und für ein dem Völkerrecht und der Civilisation entsprechendes künftiges Verhalten genügende Garantien geleistet hat." Was die chinesische Diplomatie mit diesen Aktionen bezweckt, ist schwer abzusehen. Oder bedarf sie der schroffen Abweisungen und Drohungen der Mächte als Agitationsmaterial für die Befeuerung des Unabhängigkeitskriegs in China? " Das Schicksal der Gesandten. Der Hamburgische Korrespondent" meldet: Laut einem bei hiefiger gut unterrichteter Stelle eingetroffenen Telegramm aus London ist das Personal der Gefandtschaften in Peking wohlbehalten und auf dem Wege nach Tientsin. als verwendbarer Geifeln sei. Es ist wohl angebracht, darauf hinzuweisen, daß sich die ausDas ist eine sehr dunkle Meldung. Wo ist die Hamburger„ gut Auch über die Lage des Aufstands ist man nicht im Klaren. unterrichtete Stelle?" Woher stammt das Telegramm und warum gesperrten und ausständigen Arbeiter einer geradezu muster- Wie ist die Situation in Tientsin? Warum haben sich die Deutschen, würdigt es„ Wolffs Bureau" der Weiterverbreitung? Das Hamhaften Ruhe und Besonnenheit befleißigen. Es ist die an der Verwaltung der eroberten Stadt nicht beteiligt sind, bis auf burger Blatt ist officiös bedient. Um so auffälliger ist diese Bebisher noch nicht der allergeringste Konflikt mit der Polizei vor- 300 Mann, zurückgezogen und an Bord begeben? Deutet das auf schwichtigungsnachricht, die fast gleichzeitig verbreitet wird mit der gekommen, gerade wie beim großen Hafenarbeiterstreit, ehe sich die Be Differenzen der vereinigten" Mächte oder auf die Gefährdung alarmierenden Note des Grafen Bülow. hörden offensichtlich mit allen ihren Maßnahmen auf die Seite des Tientsins, dessen Umzingelung durch die Chinesen man fürchtet. Die World" meldet aus Shanghai, Li Hung- Tichang hätte Unternehmertums schlugen und dadurch die Ausständigen auf das furchtin einer Unterredung erklärt, die Mitglieder der Gesandtschaften barste erbitterten, was dann allerdings dieje oder jene Auschreitung nicht Reklamenachrichten den Mächten einen Begriff von seiner Wichtigkeit Verbündeten nach Peking wahrscheinlich der Vorläufer des Japan bemüht sich seine feits, durch Verbreitung tendenziöser in Peking feien noch am Leben, doch würde der Vormarsch der genügend disciplinierter Elemente zur Folge hatte. Hoffentlich beEr, Li- Hung- Tichang, wahrt in diesem neuen, vom Unternehmertum frech vom Zanne zu geben. In der That ist es die eigentliche Vormacht heute der Todes aller Weißen in Peking sein. gebrochenen Kampfe die Behörde auch fürderhin strengste Un- Hauptkämpfer gegen China, morgen vielleicht sein Verbündeter. würde in stande sein, mit weniger als 20 000 Mann weißer Truppen Das große europäische Konzert" wird übertönt durch das die Ordnung wiederherzustellen. japanisch- amerikanische Duett, das ein Duett der rettenden- Liebe ist. Wir glauben faum, daß der geriffene Li so tölpelhaft den gwed Die Vereinigten Staaten Golche Drohungen der chinesischen Ausstreungen enthüllt hat. von Nordamerika Der Staat stellt sich wieder einmal auf die Seite der nahmen von Anfang an eine ganz besondere Haltung ein- fte er hätten nur dann einen Sinn, wenn zugleich der unzweifelhafte Unternehmer, das beweist die neueſte Phase der Aussperrung. flärten, mit der„ Attion" Europas gegen China nichts gemein haben Beweis erbracht worden wäre, daß man im Besitze der Gesandten Während die Unternehmer ihre Privataufträge im Ausland herstellen zu wollen. Darob füberlegenes Lächeln ber europäischen In der Dienstagsigung der belgischen Repräsentantenkammer lassen, werden sie ihrer Verpflichtungen gegenüber der Marine- Klugmeier. Ja, fie verstehen eben diese neue Macht nicht. Wie wäre erklärte der Minister des Auswärtigen, der chinesische Gesandte habe behörde dadurch überhoben, daß die staatlichen Werftbetriebe dem es, wenn die Amerikaner nicht als Feinde nach Beting ziehen ihm heute morgen noch ein Telegramm des Vicekönigs von Nanking Hamburger Unternehmertum, das seine Arbeiter in frivolem Ueber- wollten, sondern als- Bundesgenossen? Das ist die übermittelt, in welchent versichert wird, daß die Fremben in Der Minister fügte hinzu, daß mut aufs Straßenpflaster geworfen hat, den Hamburger Terroristen neueste Idee der„ neuen Macht". In dem letzten Heft der Beting wohlbehalten seien. Handlangerdienste bieten und die zum Truppentransport erforder- amerikanischen politischen Wochenschrift„ Independent" schreibt sich die in Belgien herrschende Aufregung durch ein Telegramm des lichen Schiffe selbst fertig stellen! Die Sardinia" ist nämlich John Barret, langjähriger Gesandter der Vereinigten Staaten belgischen Gesandten selbst legen lönnte. inzwischen in Wilhelmshaven angekommen und wird dortselbst in Siam:@dobrimal bid dried b Petersburger Privatnachrichten zufolge hätte der chinesische Gesandte in London am 18. Juli aus Peking die Nachricht erhalten, von den Arbeitern der kaiserlichen Werft in reisefertigen" Für Amerika giebt es nur eine Bolitit: wir müffen daß die chinesische Regierung einen Sieg über bie Zustand versetzt. Unser Banter Bruderorgan schreibt darüber: unter allen Umständen für die Unabhängigkeit Boger in Beting errungen habe und daß gehofft werde, " Das Unerhörte ist geschehen. Die kaiserl. Marineverwaltung Chinas eintreten und jeden Versuch, ihm Gebiet weg- die diplomatischen Beziehungen bald wieder herzustellen. hat eines von den Transportschiffen für China, die Sardinia", zunehmen, bekämpfen. Uufre Interessen erheischen dies ge- Daß Boyer und chinesische Regierung eines sind, scheint nach hier genommen, um die darauf notwendigen Arbeiten aus bieterisch. zweifellos. führen zu lassen, welche auszuführen die Hamburger, Stettiner Endlich ist noch dem Londoner chinesischen Gesandten von Scheng Wenn solche Gedanken in den Kreisen der amerikanischen Regieund Rostocker Arbeiter verweigerten, weil sie dann Streitbrecher warum sollten nicht die 6000 Amerikaner, die folgende aus Shanghai, 23. Juli, datierte Depesche zugegangen: gewesen und ihren Hamburger Brüdern in den Rücken gefallen rung obwalten Nach Meldung aus Peking vom 18. Juli hat das Tsung- li- Yamen den wären. Die Privatwerftbesitzer in Stettin und Rostock konnten die man jetzt nach Beting schicken will, als Bundesgenossen der Departements- Untersekretär Wen- Jin entsandt, um die ausländischen Ausführung der Arbeiten nicht erzwingen. Die kaiserlichen Chinesen erscheinen? Eines ist sicher: Die Macht treibt die flügste Gesandten zu besuchen; er fand sie alle, außer dem deutschen Ges erften aber können das. Und die Marineverwaltung Politit, die auf die Seite Chinas tritt; ihr werden die wirt fandten, bei guter Gesundheit. Yunglu wendet sich jetzt mit der hat sich nicht gescheut, diesen 3wang auszuüben. Daut schaftlichen Vorteile in den Schoß fallen. Bitte an den Thron, die Gesandten sämtlich unter Bedeckung des Umstands, daß für die Staatsarbeiter das Koalitions nach Tientsin zu senden, in der Hoffnung, daß dann die recht nur auf dem Papier steht, daß sie jeder ange= militärischen Operationen eingestellt werden. wiesenen Arbeit sich unterziehen müssen, widrigenfalls sie sofort entlassen werden, ist es einfach unmöglich, sich zu weigern, solche Arbeit zu niachen. Mit Grimm im Herzen und voller Empörung haben die dazu bestimmten Arbeiter die verlangte Arbeit aus deutschen Auswärtigen Amt nachstehendes Telegramm des Staatsrats geführt. Bier Mann, die sich heute morgen weigerten, weiter auf diesem Schiff zu arbeiten und andre Arbeit verlangten, sind entlassen worden. Der Baurat, der in der Sache entschied, machte den Leuten Vorwürfe, daß sie angesichts der Lage in China sich weigerten. Sie sollten sich schämen ob dieser Neuitenz. Die Leute sagten, daß sie dazu keine Veranlassung hätten. Wir sagen den Herren von der Marineverwaltung, daß sie statt der Arbeiter vielmehr die Hamburger Werftbefizer, welche die geringen Forderungen ihrer Arbeiter in propigster Weise abgewiesen, ja unerhörte Maßregeln über die WerftEin chinesisch- deutscher Notenwechsel. Die Berliner chinesische Gesandtschaft hat am 21. ds. Mts. dem Auswärtigen Amt folgende Bebalnote überreicht: „ Die faiserlich chinesische Gesandtschaft beehrt sich, dem kaiserlich zur gefälligen Kenntnisnahme zu bringen. Dasselbe war dem Gonverneur von Schantung, Juen- she- tai, zur Weiterbeförderung an den Tautai von Shanghai, Jü- lien- yuen, behufs Uebermittlung an diese Gesandtschaft zugestellt worden. Der Kaiser der Tatfing Dynastie entbietet Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser Gruß. China und Deutschland haben lange in Frieden gelebt, und beiderseits hat kein Mißtrauen bestanden. Neuerdings ist es zivischen der chinesischen Bevölkerung und den ( einheimischen) Christen zu Haßausbrüchen gekommen, wobei unerwartet der taiserlich deutsche Gesandte, Freiherr v. Stetteler, voul Gegen einen übereilten Vormarsch nach Peking spricht sich entschieden die Kreuz 8tg." aus: " Die Bortführer für einen solchen Vorstoß haben eine Anzahl erwägenswerter Gründe. In erster Linie erwarten sie von einent so prompten Borstoß eine große moralische Wirkung auf die Chinesen; ferner fürchten sie mit Recht, daß die öffentliche Meinung, so lange auch nur eine Möglichkeit vorhanden ist, die Gefangenen zu retten, mit voller Straft fich für ein solches Projekt erivärinen, wenn nicht gar aus verständlicher Humanität erhitzen wird; auch meinen sie, daß die Chinesen eine zu lange Bause in den Operationen am Beiho für Schwäche ansehen und dazu be mußen würden, ganz West- und Süd- China in Bewegung zu bringen! Wir geben zu, daß alle diese Motive den Entschluß [ diver machen, zu thun, was militärisch das Richtige ist. Wir können aber nicht verhehlen, daß wir andrer Ansicht| dem Sungari, südlich von Charbin zu begen. Dieser Rückzug verschiedenheiten unter einen Hut bringt, aber ohne einen der find, und zwar gewiß in lebereinstimmung mit allen, die die wurde am 14. Juli beendigt. Beteiligten zu verlegen. Denn die liebe Eitelkeit mancher Generale Frittionen des Serieges aus eigner Anschauung Die Bewegung dehnt sich jetzt füdlich von Charbin will namentlich in einem Koalitionskriege sorgfältig geschont tennen. Die Tendenz„ nur schneidig!" macht sich nicht nur bei aus, wo zweihundert Wachmannschaften befohlen wurde, sich bis werden. den bekannten Laien Strategen bemerkbar, sondern zum Aeußersten zu halten und das Teliner Detachement zu ver Ferner muß der Oberkommandierende strenge alles vereine solche frißt sich immer nach längeren Friedens teibigen, das von zahlreichen Banden Aufständischer bedroht wird. perioden auch in den Heeren durch. Es giebt faum Bur Befreiung der Bedrohten fan niemand abgehen, da die Ein- meiden, was feine Verbündeten auf den Glauben bringen cifrigere Vertreter der Offensive als wir; allein es ist ein wohner feinen Proviant und teine Fourage liefern fönnte, daß er für sein eigenes Land im Trüben fifchen will. großer Unterschied zwischen kopflosen Unternehmen und träftigfter und Charbin verteidigt werden muß, wo sich einige Segt sich ein solches Mißtrauen fest, so ist es vorbei mit dem Offensive. Tausend unbewaffneter Beamten mit ihren Fa Gehorsam. In den papierenen Arbeiten mancher jungen Strategen milien befinden. Der letzte Teil der Frauen und Kinder Wir sehen also, daß der Oberkommandierende einer fönnen die Truppen oft ohne Verpflegung auskommen: in und der zweite Teil der Arbeiter und Beamten der Central- folchen Stoalition eine direkte Gewalt über seine Unterführer Der Wirklichkeit ist allerdings eine tüchtige Armee, die durch jahre administration wird jetzt auf Dampfern befördert, die übrigen nicht besitzt, daß er bei seinen Maßnahmen nicht vom rein langes Training an Strapazen und Hunger gewöhnt ist, im ftande, müffen das Detachement aus Charbin abwarten, und ist dann die militärischen Standpunkt ausgehen darf, sondern große Nüdnicht besit, daß er bei seinen Maßnahmen nicht vom rein leidlich viel zu ertragen, allein eine junge Armee in einem Hoffnung vorhanden, die verlassenen Sektionen allmählich wieder militärischen Standpunkt ausgehen darf, sondern große RückKlima, das an ihre Kräfte ohnehin furchtbare Anforderungen stellt, einzunehmen. Die Waffen werden mir gegen die Rebellen ſicht auf die politischen Absichten der einzelnen verbündeten würde an Verpflegungsmängeln einfach zu Grunde gehen. Das gebraucht. Die Lage ist bis fcht kritisch, da täglich leberfälle Mächte nehmen und sich hüten muß, auch nur das geringste Land am Beiho ist ausgefogen, und dieses vielleicht gar der Grund feitens der Rebellen und Landstreicher, von denen die Mandschurei Mißtrauen zu erwecken. Unter derartigen lähmenden Verdes Abzugs der Boxer usw. überfüllt ist, befürchtet werden. Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß hältnissen aber kann ein General keine Lorbeeren erringen. Ein Zug nach Norden, so kurz den an die Potsdamer die chinesischen Soldaten nach dem Beispiel der Soldaten in der Denn nur da, wo der Krieg nur nach militärischen Gesichtsund andere Chauffeen gewöhnten Kriegern die Strede von Provinz Mulden, welche Telin angegriffen hatten, ihre Waffen gegen punkten geführt wird, wo also nichts entscheidet als die Tientsin nach Beling vorkommten mag. bedarf großer Bor- die Eisenbahn tehren werden. Die Gouverneure haben zu wenig militärische Notwendigkeit, ist ein Erfolg zu erwarten. bereitungen auf den zerstörten Straßen, auf dem durch Ueber Autorität, um die Fanatiker in feitischen Moment zu beherrschen, auf den um ble flutungen versumpften Gelände; selbst das Waffer aus den während die Bevölkerung bisher zurückhaltend und friedlich gestimmt Brunnen ist nicht trinkbar, sondern muß bekanntlich dem Beiho ist und sich vollkommen sympathisch zur Eisenbahn verhält. cittnommen und dann erst gekocht werden. Wer an der Verpflegung einer Armee teilgenommen hat und weiß, was zur täglichen Nation 0001 2S bountifte nur eines Armeecorps gehört, und welches Aufgebot von FahrPolitifde Mebericht. zengen oder Lastvieh dazu gebraucht wird, um diese Verpflegung sicher an stellen, der wird die Unmöglichkeit eines nicht gründaja machanged Berlin, den 24. Juli. lich eingeleiteten Vormarfes ganz erkennen. Wenn Excelfenz Centrum. Excellenz Centrum. Die Köln. Volksztg." Die Köln. Volksztg." hat folchen Warnern vorgehalten wird, baß es ben Japanern es fezt herausgebracht, warum der Präsident des Reichstags, möglicherweise gelingt, sich nach Beting zu werfen, so halten wir Graf Ballestrem Excellenz, geworden. Das ist eine Anerkennung das weder für eine Schande, noch für ein Unglüd. Der schwerste für die durch das Centrum dem Reichstag eroberte- Selb Feind ist das Klima, die völlig andre Verpflegung und dergl., an welche Dinge der Japaner mehr gewohnt ist; auch würde ein ständigkeit: Miklingen japanischer Operationen mehr Totalen Charakter tragen und nicht auf das Prestige europäischer Striegführung ein so fchweres Manto legen, als wenn der Marsch der Verbündeten gar fehl ginge. Wenn der Oberbefehl mun gar darauf hören möchte, was die öffentliche Meinung will, so sollte er den Degen ruhig in die Hände ftimmungserfüllter Schönredner legen, vielleicht regen deren Artikel und Ansprachen die Leute so an, daß sie hunger und Durst vergessen, die Wege, in denen sie knietief versinken, für nichts achten, das bradige Wasser für Nektar, die Klimatischen Fieber usw. für Begeisterung halten, den Mangel einheitlichen Oberkommandos durch Enthusiasmus erfezen umd über ein Geschlagenwerden, das dann sehr wahrscheinlich ist, sich trösten mit dem Spruch in magnis voluisse sat est!( in großen Dingen genügt es, gewollt zu haben)." Dieser in verschiedener Hinsicht recht interessante Artikel zielt ganz offen gegen jene in militärischen Kreisen beliebte Draufgängerei, die auf einen isolierten Rachezug Deutschlands nach Peking drängt. Im Grunde treffen die Argumente der Kreuz- Zeitung" auf bie ganze deutsche Attion in China zu! linton Japan in Tientsien. Aus Berliner japanischer Quelle geht dem Wolfffchen Bureau" nachstehender über Tschifu in Totio eingetroffener vom 20. Juli datierter japanischer Militärbericht ans Tientsin zu: für alle Mißerfolge, auch wenn er daran so unschuldig ist Endlich ist der Generalissimus auch noch der Sündenbock ivie ein neugeborenes Kind. Es ist ja für die Generäle der anderen Nationen unendlich bequem, ihre eignen Dummheiten dem fremden Oberbefehlshaber in die Schuhe zu schieben. Sie brauchen sich dabei auch gar keinen Zwang anzuthun, da sie ja nur einen General einer andern Armee anmee an schwärzen. Um skul Die Geschichte giebt einige Beweise für den Fluch, der auf der Stelle eines solchen Generaliffimus lastet. Der Fürst von Schwarzenberg, der in den BefreiungsEriegen gegen Napoleon I. tommandierte, ist der beGs läßt sich nicht verkennen, daß der Reichstag in den kannteste Märtyrer dieser Sorte: Im Hauptquartier neunziger Jahren eine ganz andre Bedeutung gewonnen hat, als eine gehörige Anzahl von Leuten, die ihm ins Handverk er in den fiebziger und achtziger Jahren hatte. Während der siebziger Jahre hatte durchweg die Reichsregierung im Reichstag pfuschten, darunter Efel wie Langenau, Duka, Kutschera, die Führung, und die nationalliberale Mehrheit hat jelten draußen in der Armee gar nicht selten die frasseste Judisciplin. erheblich mehr mehr durchgesetzt, durchgesetzt, als ihr von der Reichs- So schlug der russische General Barkley de Tolly nach der regierung von vornherein foncediert wurde. Die achtziger Niederlage von Dresden eine andre Straße als die ihm anJahre brachten einen verschleierten Bustand: das Centrum gewiesene ein und brachte damit den ganzen Rückzug in die war allerdings die stärkste Partei, aber das Präsidium des Reichs- größte Verwirrung. Bernadotte, der Führer der Nordarmee, tags wurde trotzdem den Konservativen überlassen. Es ist kein der der Nachfolger Napoleons zu werden hoffte und es daher mit Wunder, daß diefe Bwitterstellung nicht zur Hebung des Ansehens den Franzosen nicht verderben wollte, konnte überhaupt nur mit des Reichstags beitrug. den größten Schwierigkeiten zu einem ernſten Zugreifen veraulaßt werden. Erst die Drohung des englischen Kriegsfommissärs Charles Stuart, daß die englischen Subsidien ausbleiben würden, machte ihn mobil. Die neunziger Jahre brachten endlich selarbeit, indem das Centrum als die stärkste Partei auch das Präsidium des Reichstags in die Hand nahm. Seit dieser Beit ist die Bedeutung des Reichstags weit mehr gestiegen, als die Gegner des Centrums zu geben wollen, und die ausgesezten Angriffe auf diesen" Reichstag find der beste Beweis dafür." Der Oberbefehl. Ein ehemaliger Offizier schreibt uns: Bei diesem Vergleich ist aber nicht aus dem Auge zu berlieren, daß die Interessen der Verbündeten gegen Napoleon auch nicht entfernt so stark auseinandergingen, wie jene der Mächte in China. di da * * Deutsches Reich. Der Niedergang. Xand for in the Minister des Auswärtigen Delcaffé empfing hat Generäle unter sich, die geheime Instruktionen fortgefekt die widersprechendsten Gerüchte verbreitet, Tientsin entbehrlich ist! die über Also das Centrum hat vom Kaiser den Excellenztitel erhalten, weil der Reichstag gegenüber der Regierung und dem Raiser selbständig geworden; es ist gewissermaßen die Belohnung für die Ablehnung der Zuchthausvorlage und für andre Leistungen der Selbständigkeit, nicht etwa, wie man glauben sollte, die Anerkennung dafür, daß das centrum gegenüber dem Militarismus und Marinismus alle Selbständigkeit aufgegeben und alle Forderungen der Regie- rasch verflaut, je länger die Volksbewegung in China dauert und Die hurrapatriotische Stimmung der gutgesinnten" Breffe ist Das Verhalten der japanischen Truppen war nach der Eins rung, knurrend- willfährig, apportiert hat. nahme von Tientsin in strengster Aufrechterhaltung der militärischen Disciplin ein vorzügliches. Die Chinesen, Toren haben sollte; so hat es mit dieser Umkehrung der that schlagen, die Kapitalisten haben viele Millionen verloren und lähmend Wenn das Centrumsorgan nicht etwa den Verstand ver- ie unzuverlässiger und widersprechender die Nachrichten des Telever- graphen find. Handel und Industrie find bereits tiefe Wunden ge welche in der Stadt geblieben waren, sowie auch die außerhalb fächlichen Verhältnisse eine äßende Satire auf den jämmer- legt sich der chinesische Schrecken auf das ganze Geschäftsleben. In derselben zogen japanische Flaggen auf mit der Inschrift:" Die General- Versammlung gehorsamen, friedlichen Untergebenen von Groß- Japan". Ihre Freude lichen Niedergang des Centrums von einer oppofitionellen der General Bersammlung der London Joint Stod Bant" über das ordnungsmäßige Berhalten der japanischen Mannschaften principientreuen Partei zur regierenden, grundsaylosen bebauerte deren Vorsitzender die gegenwärtige Lage. Es liege die Befürchtung vor. daß fich schon Anzeichen eines äußerten sie durch Ueberbringen von kleinen Gaben, wie Früchte, Schacherpartei schreiben wollen. Thee, Kuchen, an die japanischen Posten. Es gelingt den Japanern Rüdgangs in dem Wohlergehen des Landes bemerklich machten. täglich mehr und mehr, das Vertrauen und die Achtung der chinesischen Die hohen Preise hätten Beschränkungen in dem Handelsverkehr ver anlaßt und die Direktoren der Bank hätten es deshalb für ratsam Bevölkerung von Tientsin zu gewinnen. Die militärische Offupation der Stadt ist in vier Distrikte eingeteilt worden, wobei ja ein gehalten, aus den Erträgen des Halbjahrs die Reserven 31 Distrikt von den Truppen einer Macht gehalten wird. Bom west Dermalen streiten sich die chauvinistischen Blätter der kräftigen. In gleicher Weise versucht die ganze Kapitalistenvelt lichen bis zum südlichen Thor England, vom nördlichen bis zum verschiedenen Länder darüber, welcher Macht der Oberbefehl ficherer Sapitalien sich vor Plöglichkeiten und leberraschungen zu durch Stärkung der Bankreserven und Zurückziehung un westlichen Thor Frankreich, vom östlichen bis zum nördlichen in China übertragen werden soll. Auch unsre nationale" ichügen. Auch unsre nationale" schügen. Infolgedessen beginnt sich die Lage des GeldThor Japan und vom südlichen bis zum öftlichen Thor Amerika. Die Ortschaften auf dem linken Ufer des Beiho wurden von Presse, die ja niemals fehlt, wenn es albern zugeht, legt sich matttes nachgerade immer schwieriger zu gestalten und wird Rußland besetzt. Die Organisation der militärischen Verwaltung eifrig für ein deutsches Oberkommando ins Beng. Und doch auch die an der gegenwärtigen Krise ganz unbeteiligten Industrien von Tientsin wurde durch eine Konferenz der Generale und wäre eine solche Führerſtelle ein Danaergeschenk ohne Gleichen, henimen, wenn erst zum Winter oder schon im Herbst die GeldKommandierenden der verbündeten Truppen nach längerer ein- sie wäre eine Rolle, nach der sich kein deutscher General be- teuerung ihre Wirkungen voll äußert. gehender Konferenz beschlossen und ein internationaler Aus- fonders sehnen wird. Langjam beginnt auch schon das Baugeschäft die Folgen der schuß gewählt. Seitdem Admiral Seymour von Tientsin nach Zunächst kann der Oberfeldherr derartiger Koalitionen gemeldet, daß die Banten bereits mit ihren Kapitalien zurückhalten schwierigen Martilage zu spüren. Aus München wurde vorige Woche Zatu zurückgekehrt ist, ist Admiral Alexejew der Rangältefte. Es ist überhaupt nicht nach rein militärischen Gesichtspunkten operieren, und infolgedessen in München ein Bauunternehmerkrach bevorstehe. den Japanern sowohl von feiten der fremden Offiziere wie von sondern er muß nebenbei auch ein sehr vorsichtiger Dieser Anfündigung ist nur ein schwächliches Dementi gefolgt, aus seiten der Civilpersonen in Tientsin die Anerkennung zu teil ge- Diplomat sein, der mit der politischen Situation und den dem so viel hervorgeht, daß in der That die Banken mit Krediten worden, daß das Hauptverdienst an der Einnahme von Tientsin dem politischen Absichten der Verbündeten ängstlich rechnet. Er fehr zurückhaltend geworden sind und deshalb der Zusammenbruch mutigen Angriff der japanischen Truppen zuzuschreiben ist. Ein hübsches Beispiel japanischen Selbstbewußtseins; Deutsch fann auch seinen Unterführern nicht so befehlen, wie man aller derjenigen Elemente bevorsteht, die sich in dieser Profperitätsden Offizieren des eigenen Heeres befiehlt, sondern er periode der Ueberspekulation übernommen haben. Der französische Ueber die Lage der Eisenindustrie werden noch Tetzte Nacht mehrere vom 18. bis 18. Juli datierte Depeschen des ihrer eigenen Regierung in der Tasche haben, und die plögliche und allgemeine Geschäftsverschlechterung hinweg französischen Konsuls in Tientsin, in welchen er mitteilt, daß die zwar Justruktionen, welche ihnen vorschreiben, in erster täuschen sollen. Auch für die Koblenindustrie ist die gute Beit Verluste der Frangofen beim Angriff auf die chinesische Stadt von inie das Interesse ihres Landes zu wahren. Ergreift offenbar bereits vorüber und die Blättermeldungen von einer noch Tientsin 15 Tote und 50 Verwundete betrugen. Am 17. Juli sei die chinesische Stadt ruhig gewesen und hätte wieder ihr gewohntes der Oberkommandierende Maßregeln, die dieses Intereffe ver- maligen Stohlenpreissteigerung im Herbst sollen wohl nur den Zweck Ausschen angenommen. Ein Bote der am 17. Juli nach Beting legen, so wird der davon betroffene Unterführer eben den haben, die Abnehmer der gechen und Syndikate zu Bestellungen zu geschickt worden sei, könne in fieben Tagen wieder zurüd sein. Die Gehorsam entweder bersagen oder passiven ermuntern und ein Rückgehen der Preise zu verhüten. Aus der Eisenmilitärischen Befehlshaber hätten am 18. Juli darüber beraten, Widerstand leisten, wogegen der Generalissimus industrie wird gemeldet, daß die bekannten Tyssenschen Werke dem fo welche Regierung in Lienifin einzusehen sei. Der französische Konjul ziemlich machtlos ist. Denn er hat gar keine Gewalt über Shudikat plötzlich wegen Betriebsbeschränkungen schon bestellte Coatsfügt hinzu, daß er am 18. Juli noch keins der Telegramme den umbotmäßigen fremden General, und daher bleibt mengen wieder zur Verfügung stellen. In der Textilindustrie erhalten habe, die feit dem 20. Juni von Paris an ihn abgesandt ihm nichts übrig, als sich mit einer Beschwerde an die vor Baumwollindustrie schwer in Mitleidenschaft gezogen zu sein. flaut der Geschäftsgang immer mehr ab, namentlich scheint die worden seien. gesetzte Behörde des renitenten Führers zu wenden. Da Entsprechend dem ist denn auch die Haltung der Börse. Die Nach Mitteilungen des Chefs des deutschen Kreuzergeschwaders aus dieser aber zu Gunsten ihres Landes den Gehorsam versagte, Lügen des Telegraphen haben zwar die Wirkung gehabt, daß man so wird ihm wohl nicht viel Unangenehmes passieren, im nun nichts mehr glaubt und infolgedessen eine befestigtere Stim bom 21. b. M. ist der zweite Admiral des Kreuzergeschwaders Konter Gegenteil wird er höchstwahrscheinlich eine Belohnung für mung Blaz gegriffen hat. Im allgemeinen aber bleibt der Börsenadmiral Stirchhoff, welcher bisher den Verteidigungs- und Etappen feine Indisciplin erhalten. verkehr, wie die Berichte ausweisen, ein äußerst geringer. Man dienst in Taku geleitet hatte, an Bord der„ Hansa" zurückgekehrt. Nun wäre es gerade in einem Koalitionsfriege gegen fürchtet sich vor dem Abschluß neuer Geschäfte, weil jeder Tag Die Bewegung des Aufstands. China sehr leicht möglich, daß die geheimen Instruktionen schlimme Nachrichten bringen kann. Das New York Journal" meldet aus Shanghai, daß 3000 der Führer der einzelnen Kontingente sich sogar diametral Mann russische Truppen in Niutsch wang von Port Arthur widersprächen, so daß der Generalissimus es überhaupt nicht Kruppsche Weltpolitik. Die Weltpolitik und die Ver= angekommen feien. Ihr weiterer Vormarsch werde durch 10 000 allen recht machen könnte. Rußland, daß sich sehr gern als mehrung der Marine kostet dem deutschen Bolle ungeheuer Mann chinesischer Truppen, welche wohlbewaffnet feien, Freund und Proteftor Chinas zeigt, tann eine lare Strieg viel Geld ein. Zu diesen Glücklichen gehört Herr Friedrich Krupp viel Geld, aber sie bringt auch anderseits manchen Lenten ungeheuer gesperrt, eine Schlacht sei bevorstehend. Die Chinesen berhielten sich defensiv, seien jedoch entschlossen, den weiteren führung wünschen, während England, dem infolge seiner in Essen, der in der angenehmen Lage ist, 46 679 Menschen für Bormarsch der Russen nicht zuzulassen. momentanen Schwäche eine schnelle Beendigung der oft ich arbeiten zu lassen, wobei wir es dem Lejer überAus Nitolskoje wird gemeldet, daß die Station Chantaches der asiatischen Krisis willkommen wäre, ein energisches Vorgehen lassen, schäßungsweise zu berechnen, wie viel Herr Strupp an mandschurischen Eisenbahn von den Chinesen zerstört verlangt. Daher ist es sehr wohl möglich, daß jedem Angestellten jeden Tag verdient. Und offenbar fommt worden ist. der russische General von Petersburg aus den ge- die neueste Entwicklung der Marine und Weltpolitit Herrn Krupp Nach neuesten Meldungen find in Charbin große chinesische heimen Befehl hat, sch vere Schläge gegen die Chinesen zu hinsichtlich seiner Einnahmeverhältnisse sehr zu ſtatten. In dem Truppen tonzentriert. Ein Telegramm des Generals Grobelow aus Chaborowsk vom vermeiden, indessen dem englischen das Gegenteil von London furzen Zeitraum vom 1. Auguft 1899 bis zum 1. April 1900, alio Werken Angestellten um beinabe 2600 gewachsen, nämlich vont 22. D. M. meldet, daß der am 16. Juli aus Charbin abgegangene aus zur Pflicht gemacht ist. Daß der Generalissimus mit innerhalb von acht Monaten, ist die Zahl der auf den Kruppschen und in Chabarowst am 21. Juli eingetroffene Dampfer dessa" solchen Berbündeten" viel Merger und Verdruß hätte, braucht 44 087 auf die erwähnten 46 679. einent Bericht bes Hauptingenieurs Jugowitsch überbracht man wohl nicht näher auszuführen. habe, in welchem es heißt: Unser 200 Mann startes Weiter ist der Oberkommandierende in seinem Haupt- Frühjahr 1900 die Behandlung der neuen Marineforderungen im Detachement, welches am 7. Juli mit einem großen Troß quartier nicht der alleinige Herr. Benn gleidh starke Mächte, Barlament statt, und und ebenso bekanntlich ist gerade Herr von chinesischen Christen, Frauen und Kindern von Kelin aufgebrochen wie Rußland, Frankreich, Deutschland, England, Japan einen Strupp an den Lieferungen für die neuen Schiffe in allererster war, langte nach drei Tagen, an welchen es beständigen Angriffen Stoalitionstrieg führen, so fordern sie natürlich einen Einfluß Linie beteiligt. Man geht deshalb wohl nicht fehl, wenn man die Infolge beunruhigender Nachrichten wurde aus dem Gebiete nördlich werden daher Striegskommissare in das große Hauptquartier nicht nur Leute, die für die Weltpolitik zahlen, sondern auch solche, ausgefezt war und starke Verluste erlitt, in Schnan- Maozy an und eine Kontrolle der obersten Leitung des Feldzugs. Sie neuen Marinepläne und die Arbeitervermehrung auf den Kruppschen alles mitgenommen, was von der Schutzwache auf zweimal fortgefchaft werden konnte. Nach Telin schicken. Diese Herren sprechen natürlich überall wacker mit, die an ihr anständig verbienen. Jur einzelnen vollzog sich die Be wurden 70 Kosaken mit 15 000 Patronen abgeschickt, allen weiter es kommt zu Reibereien, und dann muß der Generalissimus wegung in der Zahl der Angestellten auf den Kruppschen Werken nördlich Angestellten wurde befohlen, fich mit der Schuhwache nachlimmer der versöhnende Engel sein, der alle diese Meinungs- folgendermaßen: von Schuan Mjaozy M Tafu direkt Bekanntlich fand gerade im Herbst und Winter 1899 und im Gußstahlfabrik in Essen Gruson- Wert in Buckau • 3 749 8.475 1. August 1899 25 617 1. April 1900 27 462 2962 8 450 5852 6 164 5.907 Germania- Werft in Berlin und Niel die Kohlenzechen. Hüttenwerke, Schießplatz Meppen 2c. 44 087 6128 46 679 Was Herr Friedrich Krupp alles fein eigen nennt, geht aus der folgenden, von der Effener Handelskammer herrilhrenden Uebersicht hervor. Zu den Werken der Firma Krupp gehören zur Beit: die Gußstahlfabrik in Essen, das Kruppiche Stahlwert vormals F. Afthöwer u. Co. in Annen i. W., das Grusonwert in Buckau bei Magdeburg, vier Hochofenanlagen bei Duisburg, Neuwied, Engers und Rheinhausen( die Hochofenanlage in Rheinhausen umfaßt brei Hochöfen, deren Erzeugung in 24 Stunden für den Ofen 230 Tonnen beträgt), eine Hütte bei Sayn mit Maschinenbaubetrieb, vier Kohlengruben, außerdem Beteiligung an andren Zechen, über 500 Eisensteingruben in Deutschland, darunter 11 Tiefbananlagen mit vollftändiger maschineller Einrichtung; verschiedene Eisensteingruben bei Bilbao in Nordspanien; ein Schießplatz bei Meppen von 16,8 Kilometer Länge mit der Möglichkeit, bis auf 24 Kilometer Entfernung zu schießen; 3 Seedampfer, verschiedene Steinbrüche, Thon- und Sandgruben usw.; außerdem ist der Firma Fried. Krupp vertragsmäßig der Betrieb der Schiffs- und Maschinenbau- Aktiengesellschaft Germania" in Berlin und Kiel überlassen. Die hauptsächlichsten Fabrikationsgegenstände der Gußstahlfabrik in Effen find Geschütze( bis Ende 1899 38 478 Stüd geliefert), Geschosse, günder, fertige Munition usw., Gewehrläufe, Pangerplatten und Banzerbleche für alle geschützten Teile der Kriegsfchiffe folie für Fortifikationszwecke, Eisenbahnmaterial, Schiffsbaumaterial, Waschinenteile jeder Art, Stahl- und Eisenbleche, Walzen, Werkzeugftahl und andres. " Herr Krupp hat durch diese Riefenkonzentration eines industriellen Betriebs der Expropriation tüchtig vorgearbeitet. Und dabei bleibt er fogar von einer Umsatzsteuer verschout. Unbewilligte Ausgaben. Man schreibt uns aus Kiel, 28. Juli: Die Entsendung von Werftarbeitern nach Ostasien, über welchen Plan der Marineverwaltung wir gestern berichteten, hat thatsächlich den Zweck, das Stammpersonal für in Tsintau zu errichtende Wertftätten abzugeben. Der Reichstag ist um die Bewilligung der Mittel für diese Werkstätten nicht angegangen. Aus eigener Machtvollkommenheit beschließt die Marineverwaltung diese Einrichtung. Und damit ist der Anfang gemacht zu Anlagen, welche die Konsequenz der dauernden Stationierung einer so starken Flotte in Ostasien sind. Wir besprachen schon früher einmal die voraussichtliche Gestaltungsres chinesischen Sonnenplatzes zu einem Flottenstigpunkte. Wir schrieben, daß Docks und Werftanlagen dort ohne Zweifel von der Marineverwaltung anzulegen geplant würde. Jetzt fängt die Marineverwaltung an, ohne die Zustimmung des Reichstags dort Reparaturwertstätten einzurichten. Das wird schon Hunderttausende kosten. Und wir sehen schon, daß diese Einrichtung fich nicht nur gut bewähren" wird, sondern gar nicht einmal genügt. will die Marineverwaltung die dort in Oſtaſten ſtationierten Schiffe um eine Bodenreinigung vornehmen zu können. Bisher find, wenn notwendig, hierzu die Dr gelegenheiten in Hongkong und Nagasaki benutzt worden. Duch die riesenhafte Anfammlung der heit ausreichen und die Folge wird sein, daß diese in europäischen Schiffe dert aber wird kaum diese Docgelegen Kiautschon zu schaffen geplant wird. Das wird für den Steuerzahler einen tiefen Griff in den Geldbeutel bedeuten. Aber natürlich, wo die Marineverwaltung so viele Hunderte von Miltonen für neue Schiffe erhält, da werden so viele einzelne Millionen nur als kleine Summe erscheinen und verlangt werden. Es ist nicht zu bestreiten, die Marineverwaltung spart gerade nicht das Geld, um die Arbeiter zur Reise nach Tsintau zu bewegen. auf der kaiserlichen Werft in Kiel den Arbeitern mehr versprochen, Im Berhältnis wird in dem schon gestern erwähnten Anschlag als den auch gesuchten Werkführern. Es heißt in dem Anschlag wörtlich: Es wird gewährt für Arbeiter: 1. ein Tagelohn, der dem doppelten Verdienst in der Heimat etwa gleich kommt, jedoch darf der 300 fache Arbeitslohn 4000 m. jährlich nicht übersteigen. Dieser Lohn ist vom Eintreffen in Esintau bis zur Einschiffung zwecks Rücklehr in die Heimat zu zahlen. Während der Hinreise nach Tsintau und der Rückreise wird der heimatliche Tagelohn bezahlt.. 2. Auf der Hin und Rückreise freie Fahrt, freie Verpflegung und 1 M. pro Tag Transportzulage. 1190 " Alldeutsches über China. Aus Halle, 28. Juli, wird uns| Sonnabend vor, zogen fich aber uach einem mehrstündigem Gefecht berichtet: 8ur chinesischen Frage äußerte sich der national zurfid. Am Sonntag wurden die Feindseligkeiten mit einem liberale Professor Dr. Hasse aus Leipzig in einer hier stattgehabten Artilleriegefecht wieder aufgenommen. Der Befehlshaber der ReVersammlung von Mitgliedern des Flottenvereins und des Aldeutschen gierungstruppen flüchtete sich mit dem Chef feines Stabes auf das Verbandes dahin: britische Kriegsschiff Leander". Der stellvertretende Gouverneur Man beabsichtige zunächst givar leine Gebietserweiterung, von Panama hat jetzt die Zeitung der Operationen der Regierungssondern nur Rechtssicherheit, absoluten Schutz für Handel und Ge- truppen übernommen. werbe der Deutschen( und Europäer) in China; sollte sich derselbe aber nicht garantieren lassen und vor allem, sollten andere dort beAfrika. teiligte Weltmächte die territoriale Frage aufrollen, so kann Boerenkrieg. London, 24. Juli. Daily Telegraph" meldet Deutschland hinter ihnen nicht zurüdstehen, eine Großmacht aus Lourenço Marques von heute: Die Frau des Präsidenten weiten Ranges darf Deutschland nicht werden, und wird in Krüger hat mit verschiedenen Burghersfamilien aus freien Stücken diesem Falle mit den andern Mächten gemeinsam chinesisches Gebiet Pretoria verlaffen." Daily Expreß" meldet vom 23. Juli aus in Besitz nehmen. Machadodorp: Sechshundert Frauen und Kinder aus so verteilt Pretoria find in Berberton eingetroffen, unter denen auch die Frau des Präsidenten Krüger und die Frauen der Generale Botha und Mayer sich befinden. 250 Kriegsgefangene sind heute hier eingetroffen. In den letzten drei Tagen fand ein schweres Gefecht ftatt. Vierhundert britische Soldaten sind in den letzten Rämpfen bei Derdepoort östlich von Pretoria gefallen. Hamilton hat Doorntraal besetzt.Stevensons Brigade hat Elandsriver eingenommen. Herr Hasse treibt Politik mit Karte und Rotstift er die Welt! Süddeutsche Stimmungen. Wie feindlich der Weltpolitit Süddeutschland gestimmt ist, das beweist das Verhalten der Bresse, die teilweise eine auffällige Schiventung vornimmt. So schreibt neuerdings der reaktionäre, Schwäbische Merkur", in dent fürzlich noch der Plan einer fofonialen Verbrecherarmee auftauchte, ganz vernünftig: Denftigen " Parket- Machrichten. Jan Den richtigen Standpunkt wird man nur gewinnen 61 fönnen, wenn man sich auf die Seite Chinas, nicht auf diejenige der Europäer stellt. Das chinesische Volt ist der Träger einer uralten, der unsrent in unendlich vielen Beziehungen widerstrebenden Kultur; unsre tultureffen Anschauungen sind ihnen Parlamentarischer Bericht. Der sonst im Protokoll und der mindestens so unverständlich wie uns die ihren, in sehr vielen We- Parteipreffe reproduzierte Bericht über die Thätigkeit der socialziehungen erscheinen sie ihnen minderwertig, vielfach widerwärtig. demokratischen Reichstags- Fraktion ist diesmal vom Genossen Paul Das Auftreten der europäischen Wöller innerhalb Singer ausführlich als Broschüre zur Maffenverbreitung dieses alten Kulturcentrums hat aber das allerwenigste bearbeitet worden, weil die Gegenstände, welche in der letzten bazu beigetragen, den Chinesen bie Ueber Session den Reichstag beschäftigt haben( z. B. das Unfallzeugung von dem höheren Wert der euro versicherungs- Gesez, die Flottenvermehrung, die lex Heinze, das päischen Geistes nnd Herzensbildung beizu Herzensbildung beizu- Fleischbeschau- Gesetz, das Reichs- Seuchengeses, die Gewerbedas Reichs- Seuchengeſes, bringen. Die Abonnenten haben wohl die Redaktion dermaßen er- Ordnungs- Novelle 2c.) das besondere Interesse der arbeitenden Klassen beanspruchen. Die Parteigenossen erhalten damit eine in ihrer Aktualität der 14 billigem Brelse. leuchtet. Freifinnige Visionen. Ein freisinniges Blatt Bofens will am Himmel eine weltpolitische Erscheinung gesehen haben, die gitation in allen Wahlkreisen wirksamst bienende Broschilre zu wie folgt geschildert wird: Eine interessante, scharf ausgeprägte himmels Parteigenossen des Wahlkreises Prenzlan Angermünde! erscheinung wurde gestern abend von vielen Leuten der Die diesjährige Streiskonferenz tritt Sonntag, den 5. August, mittags hiefigen Gegend am westlichen Himmel beobachtet. Am 12 Uhr, in Prenzlau im Sturgarten zusammen. Als provisorische Firmament erschien dort bald nach Sonnenuntergang eine Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Bericht der Kreis- Bertranensperson prachtvolle Bollenbildung, die ohne Phantasie als die Gestalt und Bericht der Revisoren. 2. Organisation und Agitation. der Germania zu erkennen war. In sigender Stellung sich 8. Die Preffe. 4. Die Reichstags- Kandidatur. 5. Der Provinzial befindend, mit emporgehobenen Armen, jah dieselbe nach parteitag und Wahl der Delegierten zu demfelben. 6. Wahl der Often hin. Fliegendes Haar umwallte den Kopf. Der linte Ellen Streisvertrauensperson. Es ist Pflicht der Parteigenossen aller Orte, bogen stützte sich auf ein kurzes Schwert, dessen Griff deutlich die Konferenz durch Delegierte zu beschicken. hervortrat. Die Spize desselben ruhte auf den Knieen der Der Vertrauensmann: Rob. Günterberg. fizenden Frauengestalt. Die rechte Faust erschien etwa zehn Minuten lang blutig rot gefärbt und drohte nach Osten Sein grober Unfug. Als im Laufe des Jahres 1899 bie hin. Taille und Rock waren schön und klar ausgeprägt. Den organisierte Arbeiterschaft in Jena den Lokalboykott verschärfte ,. Sockel der Figur bildeten wunderbar schön gewellte wollen. Vor erschien zu den Weihnachtsfeiertagen ein Aufruf der Lokalkommiſſion wie sie thatsächlich von allen Beobachtern noch nicht gesehen Ansichten der Staatsanwaltschaft war damit grober Unfug verübt der Gestalt befanden sich mehrere so eigenartig geformte Wötchen, im" Jenaer Boltsblatt", in welchem an die Arbeiterschaft um strengste Durchführung der gefaßten Beschlüsse appelliert wurde. Nach den worden sind. Auf einem Gemälde würden sie für unnatürlich worden. Als Verfasser des Aufrufs erhielt Genosse Grunwald einen gehalten werden müffen. Mant tönnte sie etwa zeichen jenes Volks im fernen Osten ber" Jenner Boltsblatts" sollte 25 W. blechen. Auf die eingelegte Bemit den eigenartig verschnörkelten Schrift auf 50 m. lautenden Strafbefeht, ebenso Genosse Klopfer als Mitglied der Lokalkommission einen solchen von 30 M. Der Verleger des gleichen, das jezt die blutige Kriegsfadel in alle weit hinaus geschleudert hat. Die ganze Erufung hin kam das Schöffengericht zu einer gänzlichen und allseitigen den Feldern Leute danach ausschauen sah. Eine Gruppe machte der Staatsanwaltschaft Revision angemeldet worden. Seit einiger scheinung war so eigenartig und auffallend, daß man überall auf Weimar in zweiter Instanz. Aber auch gegen dieses Urteil ist von Freisprechung. Ebenso auf eingelegte Revision hin das Landgericht die andre darauf aufmerksam. Jeder Beobachter sprach sich verwundert darüber aus, und noch stundenlang schwebte sie ihm dann abends vor seinem geistigen Auge." Dies Wunder ist tein Wunder. Wenn man Tag für Tag die geistige Auge der Leser derartige Bifionen erzeugen. Ausbrüche freisimmiger Chinapolitik aushält, so muß schließlich das " Zeit warteten die Genossen wieder auf eine Ladung, als ihnen am legten Sonntag mitgeteilt wurde, daß die Staatsanwaltschaft die eingelegte Revision zurückgezogen hat. Am schlechtesten kommt dabei natürlich die Staatstaffe weg, welche die ganzen nicht unerheblichen Kosten zu tragen hat. kritisiert unser Frankfurter Bruderorgan eine Polzelverfügung des Polizei und Arbeiter- Turnvereine. Unter dieser Stichmarke Frankfurter Polizeipräsidenten, die in der That einen neuen Beweis dafür ablegt, daß Arbeiter Turnvereine mit einem ganz andren Maße gemessen werden, wie bürgerliche Vereine. Der tonfiscierte Drefchgraf. Haussuchung und Beschlagnahme fanden Dienstag wieder in der Staatsbürger- geitung" statt. Die zweite Beilage der Nr. 326 vom 15. Juli, welche die Reden der Herren Graf Bückler, Bruhn und Böckler in der TonhallenBersammlung am 13. Juli enthält, war die Ursache der Haussuchung Die Verfügung lautet: und das Ziel der Beschlagnahme mit der Begründung, daß in der selben Aufreizungen zum Klassenbaß, zum Kampf der Deutschen gegen die Juden enthalten seien. Gegen die Redner ist demzufolge Anklage erhoben. 3. Ein einmaliges Ausrüstungsgeld von 200 m." Der arme Dreschgraf wird sich mit Hilfe von Polizei und Den Werkführern wird an Mehr gegenüber dem schon in der Gericht noch zu einem Märtyrer seiner üppigen Bildersprache aus Seiniat zu zahlenden außer einem Ausrüstungsgelde von 400 m2. wachsen. nur 5 M. Ortszulage innerhalb und 7,50 m. außerhalb Tsintau gezahlt. Die Marineverwaltung muß anscheinend also annehmen, daß sich leichter Wertführer als Arbeiter finden werden, nach dem Fieberneste Kiautschou zu reisen. Die Ausfuhr deutscher Waffen nach China scheint bisher leine Unterbrechung gehabt zu haben. Darauf deutet folgende Melbung der„ N. F. P." aus Berlin hin: Wenn die Regierung davon Kenntniß erhält, daß ein deutscher Kaufmann eine Waffenlieferung vorbereitet, wird sie ihn er suchen, mit der Absendung der Lieferung vorläufig noch zu warten. Es heißt, daß einige Fälle dieser Art bereits vorgekommen seien." Dieser erstaunliche Mangel an Schneidigkeit und diese Fülle von Söflichkeit ist schier unerklärlich. Strupp, der Hauptlieferant, scheint so zu rechnen: Wenn schon einmal deutsche Soldaten totgeschossen werden sollen, so geschieht das am zweckmäßigsten mittels deutscher Waffen. Erstlich sind die Soldaten an diese Waffen gewöhnt und es wird für sie ein gewisser patriotischer Trost sein, in der Bewunderung deutscher Technik aus dem Leben zu scheiden. Zweitens aber hat doch die nationale Arbeit Vorteil von diesen, andernfalls ganz muglofen, Todesfällen durch deutsche Fabrikate. Würden die deutschen Soldaten an englischen, amerikanischen oder chinesischen Erzeugnissen sterben, so wären fie auch tot und hätten dabei nicht einmal die deutsche Industrie gefördert. Der lönigl. Polizeipräsident. D Frankfurt a. M., den 18. Juli 1900. Erwiderung auf den unter dem 29. v. Mis. beim 8. Polizei- Revier gestellten Antrag. Gegen die Abhaltung eines Bezirts Turnfestes am 29. Juli d. Js. im Tivoligarten, Darmstädter Landstr. 284, von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends, ist nichts zu erinnern. Die Abhaltung von Tanz und die Aufstellung einer Tombola sowie die Veranstaltung von Feuerwerk wird auf Grund des§ 6 der Regierungs Polizeiverordnung vom 1. August 1891 verboten. Das achte Welträtsel. Das unergründlichste Welträtsel ist Gefühl nemt. giveifellos jener menschliche Seelenzustand, den man monarchisches fches Gefühl am furhessischen Fürstenhause erprobt, fo färbt es sich Hat man z. B. bis zum Jahre 1866 sein monarchi plöglich anläßlich der Aeußerlichkeit einer Annektion hohen Die Genehmigung für Veranstaltung des Aufzuges fann gollerisch. Auch sonst ist das monarchische Gefühl der wunderbarsten aus verkehrspolizeilichen Gründen nicht erteilt Wandlungen fähig. Es ist z. B. von den Breiten- und Längegraden werden. v. Miffling. abhängig. Das monarchische Gefühl eines deutschen Blattes sieht Was man mit diesem System benn bürgerlichen 8. B. an deutschen Fürsten nur Glanz und Erhabenheit, hin Vereinen pflegt man auch in Frankfurt nach Herzenslust tanzen wiederum es fiber einige Kilometer weiter wohnende Monarchen und Feuerwerke abbrennen zu lassen eigentlich beziveckt, ist nach Herzensluft höhnt. uns wirklich rätfelhaft. Oder glaubt man, durch derartige LiebensHeberbüängung mit monarchischem Gefühl leidet, und zwar so heftig, daß patriotischen Turner zurückſchenchen zu können? Wobei noch immer Man wird zugestehen, daß das„ Kleine Journal" geradezu an würdigkeiten die Arbeiterturner vielleicht wieder ins Lager der es jedes Wort, das ein deutscher Monarch von sich giebt, für einen die Frage offen bliebe, was denn eigentlich die Polizei die ArbeiterMartstein der Weltgeschichte erklärt. Das hindert aber das Blatt turner angehen? nicht, über die Verlobung eines regierenden Königs von Gottesgnaden das folgende zu schreiben: " Aus einer bloßen Gemütsepisode, durch welche jeder Jüngling wie das Tier durch eine Häntung geht, baut dieser König sich die eigne und die Zukunft seines Volks auf! Eine Kalbsliebe nimmt er tragisch, und schreibt dazu ein Manifest, das jeder Hebamme das Zwerchfell in Erschütterung ver fezzen muß. Wir wollen seiner Braut nicht nahe treten. Die böse Fama allerdings hat schon herausgefunden, daß Draga Maschin bereits am Vater übte, was sie nun am Sohne meistern will... laffen wir die Fama Fama sein und räumen wir der Auserwählten König Alexanders ein, daß sie in Ghren grau geworden ist. Kann das den Schritt entschuldigen? Aber ein Sochofen glüht, in Serbien ganz und gar, und respektlos höhnt Dergestalt erlischt das monarchische Gefühl, das in Berlin wie man über die Kalbsliebe eines Königs. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 1767 haben die Kollegen wegen Lohndifferenzen und unannehmbarer BerTapezierer! Bei der Firma W. Giese in Magdeburg ordnungen die Arbeit niedergelegt. Da die betreffende Firma in Berliner Beitungen Gehilfen suchen wird, warnen wir vor Zuzug. Die Verbandsleitung. J. A.: Leo Schmidt. Achtung, Töpfer. Die Sperre über die Firma Spiegel in Steglig ist aufgehoben, da Herr Spiegel sich durch Unterschrift verpflichtet hat, den Tarif in allen Positionen zu bezahlen. Die Lohntommiffion. Der Profit ift gerettet. Die Deutsch- Asiatische Bank hat ein Telegramm ihrer Centrale in Shanghai bekommen, worin gemeldet wird, daß die fällige Monatsrate für die 5 prozentige Anleihe von 1898 pünktlich bezahlt worden ist. Die Bant bemerkt dazu, daß die absolute Pünktlichkeit, mit welcher bis in die jetzigen fritischen Achtung, Lebergalanterie- Arbeiter! Bei der Firma Bunke, Zeiten hinein die ausbedungenen Ratenzahlungen für den Dienst der monarchische Gefühl auch gegenüber fremden Botentaten straf- vermöge ihrer guten Organisation erkämpft. Dieses Vorgehen diene Gut, daß die Umfturzvorlage nicht Gesetz geworden, die das Köpniderstr. 112, haben die Kollegen eine 10prozentige Lohnerhöhung betrachtet werden kann, für die Anschauungen, welche in den gesetzlich zu schützen suchte. Dann hätte es Leon Leipziger erleben den übrigen Kollegen als Beispiel. Der Vertrauensmann. maßgebenden chinesischen Beamtenkreisen hinsichtlich der vertraglich können, wegen Majestätsbeleidigung ins Gefängnis zu wandern.- Sattler. Die Kollegen der Treibriemen- Fabrik von Kemmerich übernommenen Zahlungsverpflichtung herrschen. Wohnungsnot. Der Mangel an Arbeiterwohnungen macht u. Comp., Schlesischestr. 6. haben die Arbeit niedergelegt, da einer Die Censur flingt etwas wohlwollend für die Chinesen. Wie sich gegenwärtig auch in alle sehr fühlbar. Ju der Stadt der ältesten und besten Arbeiter, der aber bei verschiedenen Gelegenfollte sie auch nicht! Wer seine Zinsen prompt bezahlen kann, ist verordnetenfißung wurde beschlossen, den Bau des Asyls für Obdach- heiten die Interessen der übrigen beim Fabrikanten vertreten hatte, immer ein Ehrenmann. Diese Gutlose zu beschleunigen. Nach den Angaben des Stadtrats meldeten angeblich wegen Mangel an Arbeit entlassen wurde. sich vor dem 1. Juli rund 50 Familien, die teine Wohnung be- laffung wurde von den übrigen als Maßregelung betrachtet, weshalb tommen konnten. sämtliche zehn Mann die Arbeit niederlegten. Rusland. England. Mandarinen- Weisheit. In einer italienischen Korrespondenz wird ein glänzender Ausspruch eines chinesischen Gelehrten über die Thätigkeit der Fremden in China mitgeteilt: " Buerst tommen die Männer in den schwarzen Gewändern und geben vor, daß sie uns fostenlos den Himmel öffnen werden: in Wahrheit machen sie nur die Spione für die Männer Unkosten der Weltpolitik. Wie das„ Reutersche Bureau" erin weißen Gewändern. Diese kommen und treiben Handel mit fährt, werden die für den Krieg in da frita und die cine ums, betrügen und übervorteilen uns. Wenn wir aber die weißen fische Expedition erforderlichen Zuschlagstrebite zum Männer zur Rechenschaft ziehen wollen, so tommen als die legten eeresbudget 11/2 Millionen Pfund betragen. die Männer in bunten Gewändern mit Flinten und Kanonen und bringen uns um." Amerika. Das ist in föftlichem Wiz eine schlagende Charakteristik des Aufstand. Eine Depesche des„ New York Herald" ans Panama Dreibunds des weltpolitischen Kapitalismus: Pfaffen, Händler und besagt: 1500 Aufständische sind legten Freitag in Corozal bei Panama angekommen. Die Truppen der Regierung rückten am Soldaten! Der gemeinsame Arbeitsnachweisraum im Gewerkschaftshanse ist bisher noch nicht in genügendem Maße benutzt worden. Verschiedene Gewerkschaften behaupteten, deshalb nicht fommen zu können, weil am Tage niemand anwesend sei, um telephonische Aufträge für den Nachweis entgegenzunehmen. Diesem ist jetzt abgeholfen. Der Centralverein der Adreſſenſchreiber hat einen Tisch im Arbeitsnachweisraum für den ganzen Tag gemietet und sich bereit erklärt, am Tage einlaufende telephonische Bestellungen anzunehmen und an den gi ständigen Arbeitsnachweis weiterzugeben. Es wäre nun zu wünschen, daß die noch fernstehenden Kleinen Gewerkschaften von der segensreichen Einrichtung dieses mit keinem Trinkzwang verbundenen Arbeitsnachweisraums Gebrauch machten. Deutsches Reich. Die Hamburger Massenaussperrung beschäftigte eine am 21. Juli stattgehabte Werftarbeiter Versammlung in Bremerhaven. Ihre Solidarität mit den Opfern der Brutalität bekundete sie durch Annahme folgender Resolution: chemische Fabrik machte am 14. Juli durch Anschlag den Arbeitern regel von den ca. 50 000 Baumwollarbeitern Fall Rivers etwa befannt, daß vom 25. Juli an die Arbeitszeit verkürzt und der Lohn 20 000 betroffen werden. reduziert wird. In der größten Maschinenfabrik Krefelds, wo mur Maschinen für die Textilindustrie hergestellt werden, sind jezt schon 50 Arbeiter entlassen und stehen noch 50 in Kündigung. Genau das nämliche wird aus dem Gladbacher und Aachener Bezirk gemeldet. " " daß und die Ueber den Stand in der Wollstoff- Industrie verlautet nicht viel; doch ward fürzlich gemeldet, daß eine der größten Firmen derselben die Schließung einer Anzahl ihrer Etablissements in Olneyville, " Die am 21. Juli im Kolosseum" tagende öffentliche GewerkRhode Island, und Lawrence, Mass. mit 7000 Arbeitern angeordnet schafts- Versammlung erklärt, daß die Werftarbeiter der Unterweserhabe. orte die moralische Pflicht haben, ihre Hamburger Kollegen in Aus der Schuhstadt" Haverhill kommt die Nachricht, daß dort jeder Hinsicht zu unterstüßen und gegebenenfalls Daß unter diesen Umständen die Begeisterung für den Rache- sehr viele Arbeiter beschäftigungslos seien; und auch hier in New jede Arbeit zu verweigern, die bestimmt ist, die Ham- krieg bei der Arbeiterschaft am Niederrhein unter dem Gefrierpunkt Vort, wo sich besonders im Borough, Brooklyn große Schuh burger Werftbefizer in ihrem prozenhaften Verhalten zu bestärken." steht, ist kein Wunder. fabriken befinden, ist ein Rückgang zu verzeichnen, indem nur fünf Außer dieser Resolution gelangte ein Antrag gleichfalls einstimmig zur Annahme, der das Gewerkschaftskartell auffordert, un- infolge ihres socialen Milieus dem Leben der arbeitenden Klasse Die Durchfütterung" von Arbeitern. Unsre Juristen, die Tage in der Woche gearbeitet wird. Neuerdings tauchen auch häufiger Nachrichten über schon verzüglich Sammellisten zur Unterstügung der ferner stehen, als dies in Anbetracht einer die Verhältnisse des der Regel findet dieser Prozeß in der Weise statt, stattgehabte oder angekündigte Lohnreduktionen auf. In ausgesperrten Werftarbeiter in Hamburg in Umgewerblichen Lebens betreffenden Judikatur vielfach zu wünschen die betreffenden Etablissements geschlossen werden Iauf zu seßen. wäre, prägen zuweilen recht sonderbare Kunstausdrücke. Von der Wiederaufnahme der Arbeit unter reduzierten Löhnen erfolgt. Soldaten als Arbeitswillige. Der„ Mecklenburgischen Bolts- originellen Bezeichnung„ Mehrlohnerpressungsversuch"( Wobei ebenso in der Regel die Reduktion mehr beträgt, als die Beitung" wird aus Wismar gemeldet, daß dortselbst infolge Aus- haben wir unlängst als einer Bereicherung des Juristendeutschs Notiz in Zeiten des„ Aufschwungs" errungenen Lohnerhöhungen). bruchs eines Hafenarbeiter- Streits von der Militär genommen, heute können wir den Ausdruck, Durchfütterung" Zu der Baumwollindustrie der Südstaaten scheint derjenige behörde Soldaten zum Löschen der eingelaufenen Schiffe zur Ver- im Sinne einer Verföstigung von Arbeitern dieser Rubrik der Prozeß mehr in Fluß zu kommen, welcher für diese Industrie an fügung gestellt worden seien, was unter den Werftarbeitern begreif- Sprachkuriositäten einverleiben. In dem Organ der Binnenberem alten Siz, den Neu- England- Staaten, von schweren Folgen licherweise große Erbitterung hervorgerufen habe. fchiffer lesen vir nämlich: Erfolg der Organisation. In der Grafschaft Glas ist Handelsgesellschaft J. T. u. Co., Berlin 69 C. 440.00 des tgl. Departements in Streits eingetreten feien, weil ihre Löhne durch " Ju Prozeßsachen des Schiffseigners Hermann N. gegen die sein wird. Aus Atlanta, Georgia, fommmt nämlich die Nachricht, daß in zwei der dortigen Baumwollstoff- Fabriken die Arbeiter gewisser es den Bemühungen des Glasarbeiter Verbands ge- Amtsgerichts I Berlin gebrauchte der Herr kgl. Amtsgerichtsrat die Einführung neuer Maschinen verkürzt worden sind. Bisher lungen, eine Organisation zu schaffen. Dieselbe hat auch schon einen Thomas in dem von Ueberwinterungskosten handelnden Urteil waren in den Südstaaten, wo nur die geringeren Waren hergestellt in der Torben Grfolg aufzuweisen, da in Wald ſtein bei Rückers die folgende Redewendung, indem er von dem Lebensunterhalt des waren in den Südstaaten, wo nur die geringeren Waren hergestellt Forderungen der Glasarbeiter ohne Streit bewilligt wurden. Dies Schiffers spricht:„ Die Durchfütterung und Ablöhnung des letzteren Staaten die Maschinen nenester Kostruktion für die Hers wurden, alte Neu- England- Maschinen in Gebrauch, während in den mochte dem Geistlichen in Rückers ein Dorn im Auge sein, denn Schiffers selbst und der Bemannung etc." flugs gründete er eine christliche Organisation der Glasarbeiter. Der fönigliche Amtsgerichtsrat Thomas sagen, wenn bezüglich feiner weiterer Vorgang in der Baumwoll- Industrie der Südstaaten steht Was würde der Herstellung der feineren Waren Verwendung fanden. Auch noch ein Liebe Müh' dürfte aber wohl vergeblich sein, denn die Arbeiter werten Person jemand einen derartigen Ausdruck gebrauchte?" haben den Wert einer auf dem Boden des Klassenkampfs stehenden Organisation tennen gelernt. in pret in Aussicht, welcher die Abschüttelung eines zahlreichen Heeres von ,, Baumivoll Parasiten" bezweckt. Die Baumwoll- Pflanzer und Spinner beabsichtigen nämlich, Agenturen in den größeren Städten des Landes zu etablieren, durch welche die Fabrikanten ihren Bedarf direkt bezichen können, so daß die Kommissionäre, welche bisher die Vermittlerrolle spielten und dabei„ auständige Profite" machten, samt ihrem Hilfspersonal in Wegfall kommen. Nur ein kleiner Prozentfaz der ersteren wird dadurch nicht geschädigt, nämlich diejenigen, welche zugleich Aktionäre entweder von Baumwoll- Plantagen oder Fabriken sind; c3 werden also, wie immer, nur die„ Kleinen" betroffen. Da es für die republikanische Partei bei der bevorstehenden Präsidentenwahl- Campagne von der größten Bedeutung ist, daß die angeblich durch die von ihr praktizierte Schuzzoll- Politik herbeigeführte Prosperität" feinen Rückgang erleidet, so ist zu mutmaßen, daß ihre Führer mit den Vertretern der am Schutzzoll interessierten Fabrikanten Besprechungen über diese Angelegenheit gepflogen haben und dabei zu dem Uebereinkommen der Produktions- Einschränkung gekommen sind, damit die Warenvorräte so weit reduziert werden, um im Monat vor der Wahl( Oktober) die Fabriken wieder eröffnen und bis zu dieser selbst in Gang halten zu können! " Auch wir sind der Ansicht, daß von einem Mehrwert schaffenden Arbeiter, dessen Beköftigung einen Teil seines Arbeitslohns darstellt, feineswegs gefagt werden kann, daß er durchgefüttert" werde. Sonderbare Auslegungen des preußischen Vereinsgesetzes erlauben sich immer noch die Schöffengerichte, obgleich sie von den Die Schwarzen Liften" werden oftmals von den UnterLandgerichten in den meisten Fällen rektifiziert werden. In einer nehmern felbst, namentlich bei guter Geschäftskonjunktur, als eine Annonce, die die Mitglieder des Deutschen Bergs und Hüttenarbeiter- Fefsel unangenehm empfunden. In Zeiten, wo Arbeiter gesucht sind, Verbands aus 6 Orten zu einer Versammlung einlud, fand sich der schrecken die Unternehmer denn auch vor Umgehung der Verträge ominöse Zusatz: Gäste find willkommen". Dadurch soll die Ver- nicht zurück. Das folgende Schreiben eines Fabrikanten an einen fammlung den Charakter einer„ öffentlichen Versammlung" gehabt andren bringt einige solche Fälle zur Sprache; einer wirft den Haben und wurden vom Schöffengericht zu sagen der Einberufer, andern Treubruch vor. In Kettwig a. R. hatten die Tuch der Referent und der Wirt zu je 15 M. Geldstrafe fabrikanten das Abkommen getroffen, daß Arbeiter oder Arbeiterinnen, verurteilt, da sie das Vereinsgesetz übertreten haben sollen. welche von dem einen entlassen worden bezw. wegen Differenzen von enten entagen to be betwegen Da der Bergarbeiter Verband unter dem Vereinsgesetz die Arbeit eingestellt hatten, von dem andern innerhalb eines Jahrs steht, feine Mitglieder- Versammlungen auch an vielen Orten nicht mehr eingestellt werden sollten. Dieser Vertrag scheint nun, wie von der Polizei überwacht werden, kann von nichtöffentlichen aus nachstehendem Schreiben hervorgeht, vielfach umgangen worden Versammlungen eigentlich gar keine Rede sein, auch liegt es nur in zu sein. 0 dem Willen der Mitglieder ob sie Gäste zu ihren Beratungen Der Brief lautet: zulassen wollen oder nicht. Selbstverständlich wird Berufung gegen das Urteil eingelegt. Achtung, Zimmerer! Die organisierten Zimmerer in München beschlossen, in den Generalstreit einzutreten. Zuzug ist fernzuhalten. Der Beleidigung Arbeitswilliger waren in dem rheinischen Industrie- Ort Düren neun Arbeiter angeklagt, darunter ein Junge von 16 Jahren. Die Arbeitswilligen, die als Zeugen auftraten, gaben an, fte feien beleidigt worden durch Ausspucken, durch Worte wie Judas"," Schuft"," Lump" und dergleichen; ferner habe man fie mit Brügeln und Inswasserwerfen bedroht. Der Streit, an dem die Angeklagten bis auf einen nicht beteiligt waren, entstand wegen der Maßregelung von Vorstandsmitgliedern des christlich- socialen Textilarbeiter Verbands durch die Firma Johann Peter Schöller zu Mariaweiler. Die Angeklagten sind sämtlich Mitglieder des christlichen Verbands. Der Staatsanwalt hielt die Anklage gegen alle Angeklagte aufrecht. Er führte an, die Belästigungen feien in Scene gesetzt worden, um die Arbeitswilligen zur Teilnahme an dem Streit zu zwingen. Wie Wegelagerer hätten die Angeklagten den Leuten aufgelauert und sie belästigt. Die Bedrohung fei allerdings nicht so ernst aufzufassen. Er beantragte gegen zwei Angeklagte 120 und 100 m., gegen sechs je 40 M. und gegen den Jungen 10 M. Geldstrafe. Das Urteil lautete gegen zwei Angetlagte auf je 60, gegen sechs auf je 15 M.; der Junge wurde frei gesprochen. Welch hohe" Löhne noch im Buchdrudgewerbe be zahlt werden, davon ein Beispiel. Bei der Firma Klöckner 1. Mausberg in Kempen, in deren Verlag die ultramontane Kempener Zeitung" erscheint, sind Differenzen in der Buchdruckerei ausgebrochen. arbeiteten dort nämlich 7 Verbandsmitglieder neben 9 Unorganisierten und einer Anzahl Lehrlinge. Die Verbandsmitglieder wurden nach und nach entlassen und an deren Stelle Empfohlene", wie die Firmeninhaber erklären, eingestellt. " Selbstverständlich waren die„ Empfohlenen" stets Unorganisierte. Mit einem derartigen Vorgehen waren die Verbändler nicht zufrieden, und als am 18. Juli wieder zwei Kollegen entlassen wurden, er flärten fich die 5 Organisierten und 2 Unorganisierte mit den Entlassenen solidarisch. Es wird vor Zuzug gewarnt! Bei der Gelegenheit wurde festgestellt, daß die Ünorganisierten an Lohn erhalten: 3 Gehilfen pro Woche je 8 M. 3222 " " " 11 15 18 " " " Die Verbandsmitglieder erhielten 21 M. Trotz diesen Schundlöhnen trieft die Rempaner Beitung" von Christlichkeit und schimpft über die unchristlichen Unternehmer, welche ihren Arbeitern feinen austömmlichen Lohn zahlen. J Kettwig, den 31. August 1899. Herrn Joh. Wilh. Scheidt, Kettwig a. Ruhr. Auf Ihr Geehrtes vom 30. cr. erwidere ich Ihnen höflichst, daß ich den Arbeiter L. allerdings wieder angenommen und zwar aus dem vollberechtigten Grund, weil sie den Mann gegen die soll, wie die" Frantf. 8tg." mitzuteilen weiß, nunmehr ihrer Lösung Die Regelung der Handarbeit in der Cigarrenfabrikation Vereinbarung eingestellt hatten. Derselbe ist am 11. Fe entgegengehen. Eine Abordnung aus dem Reichsamt des Jumern bruar 1899 hier und am 14. März 1899 bei Klein- Schlatter( auch hat in diesem Frühjahr im westfälischen Industriebezirk Unter Tuchfabrit) ausgetreten, aber schon am 15. März von Ihnen anfuchungen über die Verhältnisse in der Hausindustrie angestellt. genommen worden. Dergleichen Fälle sind nach den Versicherungen Nachdem auch das kaiserliche Gesundheitsamt ein Gutachten ab meiner Meister sehr viel zu verzeichnen. Bon neueren Ch. Sp. Der Der chinesische Krieg. am 17. Juni 1899,.. am 8. Juli 1899, A. M. am 8. Juli gegeben, dürfte demnächst auch die Anhörung von Sachverständigen 1899 hier ausgetreten. Meine Meister haben sich über diese seltsame aus dem deutschen Tabakgewerbe vom Reichsamt des Jnnern zu er warten sein. Art und Weise, in der die Vereinbarung von ihren Angestellten zum diesseitigen Nachteile gehandhabt wird, fortwährend bitter beschwert und auch ich muß sagen, daß in dem Fall der Geschwister M. die dort beliebte opportunistische einseitige Aenderung der Vereinbarung mir wenig Freude gemacht Petersburg, 24. Juli.( W. T. B.) Ueber die Situation in hat. Diese Vereinbarung lautet ausdrücklich auf 1 Jahr", eine der Mandschurei und den Grenzländern von Semirjetschenst und Thatsache, an der nicht zu rütteln ist, sie war nicht allein mir. Kuldscha melden Berichte des Generalstabs vom 21.: Auf der Grenze sondern auch fämtlichen Meistern und Arbeitern nicht von Kuldscha ist alles ruhig, die Post geht zweimal in der anders bekannt. Die Kopie eines darauf bezüglichen Woche regelmäßig nach Kuldscha und zurück, die russische Post wird Briefes von Ihnen, aus der Zeit des Herrn Eisenbeck von vier Kosaken begleitet und geht regelmäßig, ebenso verkehren muß sich übrigens bei Ihnen vorfinden, leider kann ich das auch Beamte und Private ohne Hindernis. Der Konsul hat zu Original nicht finden. Bei der langer Hand vorbereiteten den Chinesen die besten Beziehungen. Die Chinesen rückten indessen Wegnahme der Geschwister M. hieß es bei dieser Reklamation insgeheim start. Der Konsul von Tschugutsch at telegraphierte plöglich, daß die Vereinbarung nur 1/2 Jahr Zwischenzeit vor- am 20. an den Generalkonsul: Hier herrscht vollkommene Ruhe, gesehen. drr Gouverneur bürgt für die Aufrechterhaltung derselben. Die meiste Gefahr droht der östlichen Sektion der chinesischen BahnBerichte vom 19. besagen, die Linie nördlich der Station Daschizao ist samt der Brücken und der Waggons zerstört, ebenso die Kohlengruben von Tautai, viele Beamte und Mitglieder der Schutzmannschaft sind getötet. Die chinesischen Truppen konzentrieren sich in großen Gruppen in Jmpu Sjutscheli und andren Orten nahe der Bahulinie. Die ganze Organisation der Chinesen und ihre UeberKapital und Staatsgewalt. Zum legten Sonntag wurde fälle beweisen, daß nach einem streng durchgedachten Plan vornach Radlin O.-S. vom christlichen Bergarbeiter Verband für Oberschlesien eine Bersammlung einberufen, die von den zug unmöglich zu machen und sie zu vernichten. gegangen wird, kleine Detachements abzuschneiden, ihnen den RückBergleuten auch zahlreich besucht war. Kaum hatte der Vorsitzende einige christlich- gottesfürchtige Eingangsworte gesprochen, als der Der englische Konsul in Tientsin telegraphiert unter dem 21. d. M.: ( Meldung des" Reuterschen Bureaus.") Amt 3 vorsteher Glogger mit einem Gendarmen in den Saal Ich habe heute von Macdonald einen Peking, den 4. Juli, datierten fürzte und rief: Halt, Halt, Halt! Ich habe das Brief erhalten, in welchem Macdonald um Hilfe bittet und Wort, ich schließe die Versammlung!" Nach den Gründen mitteilt, daß noch hinreichend Lebensmittel für 14 Tage vor der Schließung" befragt, wollte der Ortsgewaltige nichts angeben. handen seien, daß die Garnijon sich aber nicht mehr lange gegen Die Aufregung unter den Versammlungsbesuchern war eine so ge- die heftigen Angriffe würde halten können. 44 Mann seien tot, waltige, daß es erst einiger Mahnungen ihrer Führer bedurfte, ehe verwundet die doppelte Auzahl. sie den Saal verließen. Sie können sich aber ungefähr denken, daß ich nicht reklamiert haben würde, wenn dem so gewesen. Solche Vereinbarungen sind nur dann möglich, wenn sie von beiden Seiten ernstlich gehalten werden, wobei namentlich die Meister den erhaltenen Instruktionen sich nicht gleichmütig hinwvegfezen dürfen. " Hochachtungsvoll gez. Otto Thannscheidt. Der schließende Amtsvorsteher ist zugleich General auf denen die unzufriedenen Bergleute beschäftigt sind. direktor der Werke" Emma" und" Johann Jakob", London, 24. Juli.( B. H.) Nach hier eingetroffenen, angeblich aus Beting stammenden Privatdepeschen soll das Chriftenmassacre anfangs Juli stattgefunden haben. Den Gesandten sowie deren Angehörigen soll es aber gelungen sein, sich mit Hilfe der ihnen freundlich ge finuten Mandarinen in einen unterirdischen Gang zu flüchten, wo dieselben von den Mandarinen mit Lebensmitteln versehen und so lange versteckt gehalten wurden, bis die Regierung die Oberhand Washington, 24. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureaus"). an den Rentabilität von Arbeiterwohnhäusern in London. Dem jüngsten Jahresberichte der Londoner Metropolitan Association Eine internationale Konferenz chriftlicher Textilarbeiter for Improving the Dwellings of the Industrial Classes" zufolge foll in der nächsten Beit in M.- Gladbach stattfinden. Die belgischen rentieren sich, wie wir der" Socialen Braris" entnehmen, die großen über die Boger wiedergewonnen hatte. und holländischen christlich- socialen Textilarbeiter- Organisationen Gebäudeblods, die die Gesellschaft für Arbeiterwohnungen errichtet find an den Vorstand der chriftlichen Textilarbeiter- Organi- hat, trog der Billigkeit der Wohnungen sehr gut, die Gesellschaft be- Der Eisenbahndirektor Scheng in Shanghat hat sation in Krefeld mit einem derartigen Wunsche heran- figt in den verschiedensten Distrikten Londons 14 Blocks, in denen getreten. Der Vorstand hat seine Bereitwilligkeit erklärt. Zweck der zusammen 6162 Personen wohnen. Die Bilanz der Gesellschaft stellte Konferenz foll sein, eine gegenseitige Aussprache über den Stand der fich pro 1899: Organisationen herbeizuführen, ferner die Beratung von Maßregeln, um dauernd mit einander in Verbindung zu bleiben. Die Einrichtungen der freien Gewerkschaften müssen doch nicht so schlecht sein, denn sie werden doch stets von den Christlichen nachgeahmt. Ansland. Einnahmen 25 726 Pfd. Sterl. 13 Sh. 9 d. 13.733 Ausgaben 18 4 Gewinn 11 992 Pfd. Sterl. 15 Sh. 5 d. " " " " hiesigen chinesischen Gesandten Wu- ting- fang telegraphiert, daß die fremden Gesandten unter Eskorte nach Tientsin gesandt werden sollen. Die chinesische Regierung habe sie nicht nur beschützt, sondern ihnen auch Nahrungsmittel zukommen laffen.stis Die Geſellſchaft brachte auf Grund dieser Bilanz eine 41/ prod. Tehte Nachrichten und Depeschen. Dividende zur Verteilung. Die Gesundheitsverhältnisse in den Der Färberstreik in Kopenhagen dauert fort. Da die Blocks sind ziemlich günstig; die Mortalität betrug 1899 13,96 pro Fabrikanten nach einem uns zugegangenen Telegramm des deutschen Mille. Celle, 24. Juli.( W. T. B.) Heute früh 3/2 1hr stießen auf Textilarbeiterverbands versuchen, Streitbrecher aus Deutschland dem hiesigen Güterbahnhofe ein Güterzug und ein Eilgüterzug heranzuziehen, so bitten die dänischen Färber ihre deutschen Kollegen Geschäftsstockung in den Vereinigten Staaten. Man zusammen. Zwei Bremser trugen dabei leichte Verlegungen davon, Der sonstige dringend, für Fernhaltung des Zuzugs zu sorgen. Die deutschen schreibt uns aus New York vom 13. Juli: In den letzten Wochen zehn bis zwölf Wagen wurden zertrümmert. Parteiblätter werden um Abdruck dieser Warnung gebeten. hat die Schließung von Etablissements der Eisen- und Stahlindustrie, Materialschaden ist nicht beträchtlich. Brüffel, 24. Juli.( W. T. B.) Die Repräsentantenkammer Der Ausstand der Hafenarbeiter in Rotterdam hat nun- resp. beſtinimter Departemens derselben, sowie die Löschung von mehr thatsächlich mit einer Niederlage der Streifenden geendet. Hochöfen immer größeren Umfang angenommen. Aber auch in andren nahm die Vorlage betreffend die Genehmigung der Schlußakte der Wie dem„ Hamb. Echo" gemeldet wird, muß Mangel an Organisation Industriezweigen beginnt die Stockung, und zwar in solchen, deren Friedenskonferenz und der dazu gehörigen Verträge an. Auf eine und Disciplin als Ursache dieses Mißerfolgs angesehen werden. Stand in besonderer Weise auf die Gesamtlage schließen läßt, so in Anfrage erklärte der Minister des Acußern, die Regierung bringe Vorläufig find 500 Mann ausgesperrt. Bei dem sehr regen Schiffs- der Textil- und Schuhindustrie. Bezüglich ersterer fommt haupt- dem Plane einer belgischen Expedition nach China volle berkehr ist aber zu erwarten, daß man bald alle zur Verfügung fächlich die Baumwollstoff- Produktion in Betracht; sowohl am Sympathie entgegen, da derselbe der öffentlichen Meinung entdieses Hauptplat stehenden Arbeitskräfte benötigen wird. Industriezweigs, Fall River R. Fall River Mass., wie spreche.(? N. d.„ V.") auch an andren Bläzen der Nen- England- Staaten sind Eine amtliche Depesche aus Kapstadt vom In Krynki( Gouv. Grodno) dauert schon 4 Wochen ein Cireit schon diverse Etablissements( in den letzten Tagen circa ein gestrigen Tage besagt: Aus Kroonstad wird berichtet, daß dort von christlichen und jüdischen Lederarbeitern. Dußend) geschlossen worden; und ein an erstgenamtem Ort von der keine Nachrichten von Hunter eingegangen sind. Oberst Bullod Fabrikanten- Bereinigung eingesetztes Komitee, welches Untersuchungen meldet aus Honingspruit vom 22. d. WM., daß eine Boerentruppe über die Ursache des eingetretenen schlechten Geschäftsgangs anstellen während der Nacht die Eisenbahnlinie südlich von Serfontein kreuzte; sowie Vorschläge zur Abwendung der üblen Folgen" machen sollte, die Linie sei gegenwärtig frei von Boeren, welche augenscheinlich in hat empfohlen, sämtliche Spinnereien( mit über einer Million der Richtung nach dem Punkte marschierten, wo der Rhenoster sich Der Einfluß der chinesischen Wirren macht sich in sehr un- Spindeln) auf vier Wochen zu schließen. Es heißt, daß die Stockung in den Vaal ergießt. Es heiße, De Wet wolle sich dort mit einem angenehmer Weise für die Krefelder Arbeiterschaft geltend. des Absages nach China infolge der dortigen Vorgänge in anderen Boerenkommando vereinigen. Die Gefangennahme der hundert Die Stoffindustrie liegt total danieder, auch greift die Flaue erster Linie in Rechnung fomme.( Der Export von Baumwollwaren Hochländer mit ihrem Kommandeur sei bei dem Ort Window er jezt auf die Sammetfabrikation über. In einer Anzahl Fabriken ist nach dort war von vier Millionen Pfund in 1896 auf zehn Millionen folgt. Der Babutörper sei schwer beschädigt, werde aber bald wieder die Arbeitszeit auf 612 Stunden reduziert worden. Eine große Pfund im vorigen Jahr gestiegen.) Es würden durch diese Maß- in Ordnung sein. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Sociales. " London, 24. Juli. Sierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Nr. 170. 17. Jahrgang. 1. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 25. Juli 1900. Arbeitgeber allerdings erschwert und unbequem gemacht habe, hätte einbarungen sowie für Stärkung der Organisation bestrebt zu sein. Sechste General- Versammlung des Central- Verbandes der dabei sehr gute Absichten verfolgt. Sei es nun auch in Fällen, wie als Arbeitnehmer- Mitglieder der Zehnertommiffion werden Frau deutschen Hafenarbeiter. Hamburg, den 23. Juli. ( 8 weiter Tag.) . und Die Kindergärtnerin". " erblüht ein lieblicher Ersatz in dem Fräulein". Eine Autorin*) Für die Hausfrauen jedoch, welche die Hausgehilfin verlieren, schreibt: dem hier vorliegenden, besonders unbequem, die Lohnzahlung Budow( Wäscherin), Fräulein Scheel, Fräulein Seeger, Frau Versicherungsangelegenheiten mit jedem Einzelnen Drechsler und Frau Hill( Blätterinnen) gewählt. zu regeln, so sei es doch falsch, sich einer Mittelsperson Kommissionsmitglieder sind alle Beschwerden 2c. über Nichtzu bedienen, die wirtschaftlich so schwach sei, wie jeder andre innehalten der Vereinbarungen sofort zu richten. Diese Kommission Arbeiter. Wie nun, wenn der Zwischenmann böswillig mit dem soll auch die Ausführung der Bestimmungen der Gewerbes Nach Wiedereröffnung der Bersammlung referierte Döring über Gelde durchbrenne? An wen anders, als an den Auftraggeber, den Ordnung fontrollieren. den Bunft Organisation". Auf der vorigen Generalversammlung eigentlichen Arbeitgeber, sollten sich die Leute halten? Bei den habe man in der Majorität auf dem Standpunkt gestanden, nicht ge Bretterträgern sei der Kolonnenführer eine Art Vorarbeiter, der füllte Kassen, sondern eine starke Organisation sei die Hauptfache. Accordverträge abschließe, ohne dadurch die Qualifikation eines Die Thatsachen hätten jetzt das Gegenteil erwiesen; das Arbeitgebers den andern Kolonnenmitgliedern gegenüber zu erlangen. Die Agitation für Befferstellung des Gefindes hat sich neuerheißt, nicht nur starfe Organisationen sondern auch gefüllte Da dem Kläger nach Annahme der Kammer als solcher der dings träftiger gerührt. Ein neuer Name wird verlangt" Haus Stassen seien notwendig, um die Zwecke des Verbands zu er- selbe Anspruch zustehe, wie den übrigen Mitgliedern, so müsse der gehilfen" und wird sicher gern gegeben werden; es flingt gut füllen. Man gehe, wenn nicht alle Anzeichen trügen, einem Bellagte Lange als der ihm fpeciell verpflichtete loftet nichts. Die Hauptforderung: Abschaffung der Gesinde wirtschaftlichen Niedergang entgegen, also einer Zeit, die die Unter Arbeitgeber den Rest von 22,35 M. an G. zahlen, obwohl Ordnungen und Stellung unter das Gewerbegesek, wird der Gesetznehmer mit Vorliebe gegen die Arbeiter ausnügten. Da sei also er den vollen Betrag dem kolonnenführer schon gebung schwer abzuringen sein; ist ja die einzig günstige Gelegenein großes Verbandsvermögen besonders notwendig. Die Unter einmal gegeben habe. Lehmann fönne er regreßpflichtig beit dazu bei Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs versäumt ehmer wüßten wohl die Solidarität der Arbeiter zu beurteilen und machen. worden. Absichtlich versäumt, natürlich die Anträge von socialfürchteten sie auch; sie wüßten aber auch, daß es, wenn das demokratischer Seite fanden taube Ohren. Was sonst für die HausGeld alle sei, bei einem Streit mit der Solidarität allein feine Entlassung wandte der Juwelier Meierowizich ein, er habe den zwei Hälften scheiden. Die eine davon ist leicht zu erringen, denn Gegen einen Entschädigungsanspruch wegen unberechtigter gehilfen gefordert wird besonders in der Stadt- läßt sich in Hätte der Hafenarbeiter Verband die W. nderthalb Millionen, die beim großen Hamburger Streit läger 28. nur versuchsweise engagiert. In der Verhandlung vor sie besteht schon lange bei einer großen Anzahl vernünftiger Hausausgegeben seien, vorher in der Staffe gehabt, so würde sich das der Kammer V des Gewerbegerichts wurde festgestellt, daß der frauen und energischer Dienender. Die andre, mit der Forderung einer Unternehmertum wohl gehütet haben, sich mit den Arbeitern in läger beim Engagement dem Beklagten seinen früheren Lohn angegeben feft begrenzten Arbeitszeit als Mittelpunkt, wird größere Stämpfe enteinen solchen Streif einzulassen. Gefüllte Stassen feien bas, vor hat und daß Meierowitsch darauf erwiderte:„ Wir wollen es versuchen." fesseln. Geht sie siegreich durch, so wird sie zunächst zu einer großen Ber dem die Unternehmer Respekt hätten. Solche zu erlangen, müsse das Der Gerichtshof sprach dem Kläger die Lohnentschädigung zu, und minderung der Hausgehilfinnen führen. Von unsrem Standpunkt fann dieses Resultat mur hauptsächlichste Bestreben des Verbandes sein. Bezüglich der Order Vorsitzende Dr. Voigt führte begründend aus: Mit den Worten: aus mit Freuden begrüßt ganisation" und" Agitation" seien diverse Anträge gestellt. fo „ Wir wollen es versuchen", sei nicht hinlänglich zu verstehen ge- werden; Beschränkung der persönlichen Dienstbarkeit gilt uns immer besonders von Ludwigshafen auf Einsetzung einer füddeutschen geben, daß ein Engagement auf Probe beabsichtigt sei. Sie könnten als Fortschritt. Agitationskommission. Dieser Antrag sei sehr berechtigt, denn es ebensogut dahin ausgelegt werden, daß Beklagter mit W. einen Agitationskommission. Dieser Antrag sei sehr berechtigt, denn es versuch machen und eventuell die Kosten tragen wollte, wenn der gabe eine Unzahl von Schiffern und Hafenarbeitern in Süddeutsch- Versuch fehlschlage. Süddeutsch- Bersuch land, deren Organisation höchst notwendig, von Hamburg aber schwer zu betreiben sei. Ullrich Ludwigshafen tritt auch für diesen Antrag ein. Diverse Redner treten für eine Aenderung des Namens des Verbands ein, weil die Binnenschiffer immer erklärten, fie ge Hörten nicht in einen Hafenarbeiter- Verband hinein. Mit dem Namen des Verbands müsse auch derjenige des Verbandsorgans geändert werden. Einige Delegierte treten für ein monatliches Erscheinen des Organs ein, das bisher nur quartaliter erschien. Eine ganze Reihe Delegierter tritt gegen Gründung von besondern Agitationstommissionen, aber für Abhaltung von durch Decker Magdeburg vorgeschlagenen Bezirkstonferenzen ein, zu denen jedesmal ein Mitglied des Centralvorstandes hinzugezogen werden soll. Ausnahmslos treten die Delegierten für Anstellung eines zweiten Verbandsbeamten ein, weil sich der Verband infolge der Anstellung eines Beamten außerordentlich gehoben habe, infolgedessen die Arbeit für einen Beamten aber wieder zu viel geworden sei. Ueber einen Antrag auf obligatorische Einführung der Einkassierung der Beiträge durch Beauftragte in den Wohnungen der Mitglieder, sogenannte Hauskassierung, entſpinnt sich eine ziemlich lebhafte Kontroverse besteht, machte der Droschfenbefizer Gurau gegen die EntschädigungsEs sei Ufus, daß im Droichtengewerbe Kündigungsausschluß zwischen einer Anzahl von Rednern, von denen sich die meisten auf den Standpunkt Standpunkt stellen, flage eines Droschkentutschers geltend. Ferner wandte er ein, daß daß die Haus der Kläger nach erfolgter Entlassung doch mindestens seine Absicht, taffierung den einzelnen Mitgliedschaften überlassen werden müßte. ihn zu verklagen, hätte ausdrücken müssen. Beklagter hätte ihn dann Unter Zurückstellung der meisten Anträge zur Statutenberatung wird wahrscheinlich während der Kündigungsfrist weiter beschäftigt. Die zu dem Punkt„ Agitation" schließlich nur ein Antrag Jünger Ham- Kaminer VII des Gewerbegerichts unter dem Vorsitz des Dr. Meier burg angenommen:" In Anbetracht der großen Schwierigkeiten der verurteilte jedoch Gurau zur Zahlung von 35 M. wegen un Der Vorsigende führte aus: gewerblichen Arbeitsverhältniffe Gewerbe- Ordnung sei die vierzehntägige Kündigungsfrist das all erkenne das Gericht gemein Bültige. Solle sie für ein Arbeitsverhältnis nicht bestehen, gemein Bültige. dann müsse fie ausdrücklich ausgeschlossen werden. Im Droschten fuhrgewerbe ſei leider immer noch die irrige Meinung von einem Sündigungsausschluß durch„ Usus" weit verbreitet, ebenfo bei den Kohlenhändlern und ähnlichen Gewerbetreibenden. Es wäre gut, wenn der richtige Stand der Dinge der Deffentlichkeit wieder einmal unterbreitet würde. Der Arbeiter verliere auch nicht dadurch ein Recht, daß er nicht gegen die Entlaffung protestiert. Grobe Beleidigungen nach der Entlassung sind für Entschädigungsansprüche aus der Entlassung nicht rechtsunerheblich. Ein Arbeiter war aus verschiedenen Gründen entlassen worden. Im Anschluß an die Entlassung hatte sich dann ein Streit entwickelt, in dessen Verlauf er unzweifelhaft den bisherigen Arbeitgeber grob beleidigte. Es kam zu einem Rechtsstreit bei der Kammer VI des Gewerbegerichts. Der Entlaffene verlangte eine Lohnentschädigung und machte geltend, daß seine plögliche Entlaffung zu Unrecht erfolgt fei. Der Gerichtshof, unter dem Vorsitz des Gewerberichters Dr. Krause, wies die Klage schon deshalb ab, weil der Kläger den Beklagten grob beleidigt habe und grobe Beleidigung nach§ 123 der Gewerbe- Ordnung ein Grund zur sofortigen Entlassung fei. Der Vorsitzende hob hervor, daß eventuelle Schadensersah ansprüche wegen unberechtigter Entlassung durch grobe Beleidigungen des Arbeitgebers auch dann aufgehoben würden, wenn der Arbeit geber erst nach der Entlassung beleidigt werde. Jm gleichem Sinne hätten bereits Kammergericht und Reichsgericht entschieden. des „ Eine tüchtige häusliche Erziehung also, eine Erziehung zur Thätigkeit, zur Arbeit, das ist's, was unsren Fräuleins" am meisten fehlt. Daß man außerdem noch allerlei Einzelthätigkeiten tönnen muß, fie nicht verschwiegen. So braucht ein Kinderfräulein, auch wenn es nicht im Kindergarten vorgebildet ist, fast immer Musit". Ebenso erwünscht sind fremde Sprachen. Beides wird in vielen, vielleicht in den meisten Stellen verlangt. Sodann muß fie gut nähen, womöglich gut schneidern, zuweilen auch plätten tönnen; die kleinen häuslichen Hilfeleistungen sind selbstverständlich, aber man muß fie auch richtig thun fönnen. Aber man muß auch alles gern und freudig thun, darf nie schlechte Laune haben, darf weder empfindlich noch vor laut sein, muß vielmehr genau wissen, wohin man gehört, darf nie vergessen, daß man, bei aller Familienzugehörigkeit, doch nur eine bezahlte Persönlichkeit ist. Sonst fönnte es einem bei Ge legenheit recht unliebfam flar gemacht werden; doch muß man sehr viel Takt haben und darf sich keineswegs mit den Dienstboten auf häusliche Erziehung, um auf der Mittelstufe, auf der sie steht, den eine Stufe ftellen. Fräulein" braucht eben eine ausgezeichnete richtigen Platz zu finden." Eine Erzieherin, Schneiderin, Gesellschafterin, dazu im Nebenamt ein Mädchen für alles, etwa ohne Kohlentragen und Treppenſcheuern. und dies alles für 100 oder 120 M. jährlich! Freie Station ist selbstverständlich, doch auch, bis zu einem gewiffen Grade Toiletten ausgaben, denn" Fräulein" geht mit den Kindern spazieren und Fräulein" gehört zur Familie. Eine Aufbesserung des fümmer lichen Gehalts bietet sich vielleicht in allerlei Geschenken: Blousen ,: jedoch zur Herbeiführung einer zweckmäßigen Agitation eine Beiner: Usus nicht an. Nach dem Wortlaut des§ 122 der Schürzen 2c., auch außer der regelrechten Weihnachtsgabe. Lich, so find für dieſe Bezirke mit Zustimmung des Central borstands zeitweife Konferenzen einzuberufen. deckt die Centrallaffe". Die Kosten Der Antrag, Agitationsfommiffionen einzufeßen, wird, Kommission energisch dafür eintritt, abgelehnt. Auf Antrag wird sodann beschlossen, von den zur Abänderung der Statuten gestellten Anträgen diejenigen vorweg zu beraten, die darauf abzielent, imer halb des Verbands ein Unterstüßungswesen einzuführen. Es find solche Anträge gestellt von den Speicherarbeitern und den SchauerTenten Hamburgs, von Bremerhaven III, Harburg, Lehe und Mannheim, die sämtlich eine Zuschußtasse in Krankheitsfällen wünschen. Mannheim beantragt Einführung einer Central- Krankenkasse. Bon den Vertretern der Antragsteller wird zur Begründung ausgeführt, sämtliche Organisationen, die das Unterstügungswesen eingeführt haben, hätten die besten Resultate erzielt. Die Aussicht auf Unterftügung in Krankheitsfällen binde die Mitglieder an den Verband und agitiere auch für ihn in nicht zu unterschätzender Weise. Verschiedene Delegierte Kleinerer Binnenhäfen und von Bremen und Lübeck sprechen sich gegen die Einführung des Unterstügungswesens aus, weil die Mitglieder durch die dadurch notivendig werdende Er höhung der Beiträge zu sehr belastet würden. Andre Redner sind nur gegen die obligatorische Einführung. obwohl Sabath von der General Sociale Rechtspflege. Die: beste Ausgleichung jedoch findet thatsächlich statt, indem das Ges forderte von den jungen sechzehnjährigen Mädchen, welche die Stelle als Fräulein" suchen, überhaupt nicht geleistet wird. Die ersten Jahre werden denn auch nur als„ Lehrjahre" betrachtet, welche mit einem Taschengeld genügend vergütet werden. Später, bei besseren Leistungen, steigt die Entlohnung langfam; in einigen feltenen Fällen bis zu 50 M. Von diesen Ausnahmen abgefehen ist jedoch auch im günstigsten Fall mit 30 Jahren dieser Beruf abges schlossen. Fräulein" ist jung. Was num? Hausdame? Repräsentantin? Als solche kann ste bis 800 M. erzielen bei freier Station und oft sehr angenehmer Stellung. Aber dieses findet sich selten. Und noch weit seltener, weil viele Frauen, welche fast genug befizen, um davon zu leben, fich für ein Taschengeld oder auch bloß für Wohnung und Kost an bieten. Es ist hier auch die Schmugtonfurrenz derer die es nicht eigentlich nötig haben," welche den Beruf für die arbeitende Frau verderben. Die gelernte Kindergärtnerin, welche mehr für ihre Ausbildung thun muß, fann auch eine beffere Besoldung beanspruchen, wenn sie auf eine Stelle in einer Familie. rechnet." Die meisten werden es wohl vorziehen, in größeren Kindergärten Beschäftigung zu suchen, oder selbst solche zu gründen, wenn sie genug ersparen konnten, um Aus der Frauenbewegung. Die Alt- Wäscherinnen und-Blätterinnen waren am Montag versammelt, um den von Frau Emma Ihrer erstatteten, bereits in der Nummer vom 14. Juli im Vorwärts" mitgeteilten Bericht über die Verhandlungen vor dem Einigungsamt entgegenzunehmen. Rednerin bemerkte dabei, daß die Arbeiterinnen mit dem Erfolg immerhin zufrieden sein tönnten, immer vorausgesetzt, daß der fest gestellte vereinbarte Tarif nunmehr auch von den Unternehmern innegehalten werde. Pflicht aller beteiligten Arbeiterinnen müsse es nunmehr sein, nicht nur das Errungene festzuhalten, um das noch zu Erlangende vielleicht im nächsten Jahre zu erlämpfen, ein fleines Kapital zu befizen. sondern darauf zu achten, daß niemand unter dem Tarif Die Autorin ist ehrlich und wahr. Sie schildert die vielen arbeite. Denn nur durch die Ausdauer und Bähigkeit Anforderungen, den geringen Lohn, den geringen Lohn, die Schwierigkeit später der Arbeitnehmer wurden die Arbeitgeber zur Bewilligung gezwungen. eine austömmliche Lebensstellung zu finden, es sei denn, durch Die Kolonnenaccorde der Bretterträger und die Be- Damit sei zugleich die Antwort auf die Frage: Was gedenten wir heirat, was meist die günstigste Lösung bedentet. Eine Besserung ziehungen des Auftraggebers zu den einzelnen in der Zukunft zu thun?" selbst gegeben. Die Referentin sowie ihrer Lage durch Organisation ist wohl nur bei den Kindergärtnerinnen Kolonnenmitgliedern. Sieben Bretterträger hatten im Auf- rinds und Ahrendt, der als Beisiger beim Einigungsamt denkbar und möglich, und zwar im Anschluß teils an die Lehrerinnen trage des Fuhrherrn Lange einen gemeinschaftlichen Accord and fungierte, bemerkten übereinstimmend, daß man außer dem Tarif vereine, teils an die Hausgehilfen- Organisationen. Denn die Kindergeführt, wofür 261 M. zu zahlen waren und auch an den Kolonnen auf strenge Innehaltung der verkürzten Arbeitszeit gärtnerin, die etwas gelernt hat, hat mehr Urteil über ihre Lage führer Lehmann gezahlt wurden. Auf jedes Kolonnenmitglied achten müffe, weil diese gerade die wichtigste Errungenschaft sei. und die Mittel sie zu bessern; mehr Selbstbewußtsein im richtigen wären somit anter normalen Verhältnissen 37,35 M. entfallen. An Dem jammervollen Einwand der Arbeitgeber, daß bei der Unregel: Sinne. Sie fühlt sich mit Stolz als Arbeiter, der seines Lohnes läßlich des Streits arbeitete aber der Träger Grünad einen halben mäßigkeit der Wäschelieferung, die aber immer spätestens Sonntag wert ist. Tag weniger als die andern und der Kolonnenführer hielt sich deshalb morgens fertiggestellt sein müsse, die Arbeitszeit nicht so genau zu" Fräulein" aber will vor allen Dingen ihren Stand wahren. und aus andern hier nicht interessierenden Gründen für berechtigt, regeln sei, jei entgegen zu halten, daß vor Einführung der Der Name bezeichnet in verhängnisvoller Weise die ganze An an G. nichts weiter abzugeben, nachdem dieser 6 M. Vorschuß und allgemeinen Sonntagsruhe dieselbe Entrüstung ansbrach. Und schaung dieser ungelernten, gedrückten, oft schlecht Besoldeten, welche indirekt durch Schuldentilgung- 4 M. erhalten hatte. G. ver- heute sind alle diefe Angstphilister zufrieden, daß wir die es als Trost empfinden, daß sie feine Arbeiterinnen sind, wenn tlagte darauf den Fuhrherrn Lange als eigentlichen Arbeitgeber auf Sonntagsruhe haben. Das gleiche ergab und ergiebt sich fort- fie auch deren Arbeit thun müssen und die ihrige außerdem. Für Bahlung von noch 22,35 M., indem er bereit war, sich außer den während mit der verkürzten Arbeitszeit, in der bei richtiger Ein- die Macht des Standesbewußtseins ist„ Fräulein" heute noch der erwähnten 10 m. weitere 5 M. für den versäumten halben Tag teilung nicht nur dieselbe, sondern eine größere Arbeitsmenge ge- lebendigste Beweis. den Gesamtanspruch bon 37,35 M. anrechnen su schaffen werden könne. Gerade für Wäscherinnen und Blätterimien laffen. Herr Lange bestritt jede Verpflichtung mit ihren durchweg bleichen und blutleeren Gesichtern, die Folge der schon deshalb, weil er nicht der Arbeitgeber umgefunden Beschäftigung, sei verkürzte Arbeitszeit ein Gebot der Für die Bariser Ausstellung hat Miß M. Carey Thomas, die Präsi Fortschritte der Franenbildung in den Vereinigten Staaten. bes Klägers fei. Er habe nur mit Lehmann Notwendigkeit. Die Bemerkung einer Rednerin, daß viele In dentin des Frauenkollegs von Bryn Mawr, auf Veranlaffung der zu thun. Ihm habe er die Arbeit für einen bestimmten Preis pro haberinuen solcher Anstalten überhaupt nicht richtig waschen und Kommission für die Vereinigten Staaten eine statistische ZusammenMeter übertragen und es ihm überlassen, sich die erforderlichen Hilfe- plätten könnten, wurde mit stürmischen Beifall aufgenommen. stellung gemacht. Die erſte aller Frauen- Universitäten in Amerika fräfte anzunehmen. Wie die Leute sich auseinandersetzten, geh ihn, Wenn in jeder Anft alt eine entsprechende Betanntmachung ben Beklagten, nichts an. Der Kläger betonte bemgegenüber, daß wegen Ablieferung der Wäsche angebracht sei, wie ähnlich in feine Thore öffnete. In den Jahren 1897/8 studierten insgesamt an iwar Baffar, welches einer kleinen Anzahl Mädchen im Jahre 1865 immer mehrere Bretterträger zusammen arbeiteten und daß selbst fast allen Geschäften, dann würden alsbald geregelte 8 Stolleges und Universitäten mit gemeinsamen Unterricht und an verständlich einer davon die Arbeit annehmen müsse. Lehmann stände eintreten. Neben der strengen Innehaltung des Tarifs und tönne er nicht verklagen, weil der nichts habe. Betlagter der verkürzten Arbeitszeit unter ständiger Kontrolle der zu diesem Frauenkolleges 22 297 Frauen. Besonders interessant ist es, daß erklärt, daß er nur für Lehmann Versicherungsmarken Klebe; Zweck vorgeschlagenen Behner- Kommission, zu gleichen Zeilen aus die Zahl der studierenden Frauen schneller zunimmt, als die der das sei sein Arbeiter. An den Kolleges und den Universitäten mit gemeins Für die Leute, die Lehmann an Arbeitgebern wie Arbeitnehmern, sei der Anschluß und die famem Unterricht hat die Zahl der Studentinnen zwischen den nehme, tlebe er nicht. Seines Erachtens sei es Lehmanns Stärtung der Organisation, des Vereins der Arbeiter Sache, für sie zu kleben. Der Vorfigende der Kammer VII des Ge- und Arbeiterinnen der Wäschebranche", die Hauptaufgabe für die Jahren 1890-1898 um 105,4 Prozent, die Zahl der Studenten werbegerichts, vor der die Angelegenheit verhandelt wurde, Gewerbe- Butunft! Um die Aufnahme in diese Organisation zu erleichtern, nur um 78 Prozent zugenommen. Während derselben Zeit war die richter Dr. Meier, hielt dem Beklagten entgegen, daß es durchaus sollen außer den bereits vorhandenen Zahlstellen noch mehrere in Bunahme an den Kolleges, die mur Männer aufnehmen, 34,7 Prozent, Zuwachs 138,4 Prozent. falsch sei, den Arbeiter zum Arbeitgeber zu allen Stadtgegenden errichtet werden. Später wird auch für die an den Frauenkolleges betrug der machen. Die weitere Verhandlung drehte sich darum, ob vielleicht eu plätterinnen 2c., die bisher stets indifferent waren, die was die Gesundheit der Studierenden anbetrifft, so zeigt die Statistik, daß der Gesundheitszustand der Studentinnen etwas besser ein Kontraktbuch des Klägers vorliege. Der Gerichtshof nahm einen Agitation für eine Lohnbewegung eingeleitet werden. ist als der nichtstudierender Frauen. In Bezug auf das Heiratent solchen nicht ant und berurteilte den Beklagten Lesen von Arbeiterblättern, wie der„ Gleichheit" Organ für der Studentinnen ist angegeben, daß 36 Prozent der näheren Lange, an den Kläger 22,35 M. zu zahlen. Dr. Meier alle Arbeiterinnen und des Vorwärts" können sich Studentinnen von Bassar verheiratet sind. Genaue Schlüsse können führte begründend aus: Der Gerichtshof habe einstimmig ange alle Arbeiterinnen die erforderliche Aufklärung verschaffen. nommen, daß Herr Lange der Arbeitgeber des Klägers einer Arbeiterin wurde noch erwähnt, daß Stärkerinnen in vielen erst gezogen werden, wenn man eine Statistik hat über das Heiraten gewesen sei. Wenn Beklagter den Versuch gemacht habe, die Ver Betrieben bei elfstündiger Arbeitszeit und äußerst anstrengender Be- nicht studierender Frauen, die dasselbe Alter und einen ähnlichen äußerlichen Lebensgang haben. antwortlichkeit und die Lasten des Arbeitgebers auf den Kolonnen schäftigung 9-12 M. Wochenlohn erhalten! führer Lehmann abzuwälzen, so nehme das Gericht an, daß dies im In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärten sich guten Glauben und nur aus Rechtsirrtum geschehen sei. Der alle Anwesenden mit den Vereinbarungen vor dem Einigungsamt*), Fräulein", Die Kindergärtnerin, Forde Gefeggeber, der durch die Versicherungsaeseze die Stellung der einverstanden; gleichzeitig damit für Aufrechterhaltung dieser Ver- rungen, Leistungen in diesem Beruf. Von Jenny Schwabe auf --Durch Von Männer. " Versammlungen. werden." nicht übernehmen zu können glaubte. Da aber nur der Centralstreik herigen Handhabung der Erbauung eines Krankenhauses, wie sie leitung das Darlehn übergeben werden sollte. so übernahm ich seitens der beiden städtischen Körperschaften geübt wird, nicht einDie Staker hielten am Sonntag, den 22. Juli, eine start schließlich mit Kollegen Maaß die Verpflichtung, mit nachträglicher verstanden ist, sie ersucht und erwartet vom Magistrat und den Stadtbesuchte öffentliche Versammlung ab, in welcher Bauarbeiter Bustinimung der Verwaltung des Holzarbeiter Verbandes, dafür zu verordneten, daß der Bau unbeschadet der hierdurch entstehenden G. Behrendt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über: sorgen, daß die 15 000 M. zurückgezahlt würden. Es sind nun bez finanziellen Lasten sofort in Angriff genommen wird. Die Gründe „ Die wirtschaftliche Lage der Stater und der bei den reits vier Monate darüber hingegangen, und ich hätte er dieses Verlangens sind bei den Beratungen der beiden Körperschaften selben beschäftigten Arbeiter" hielt. In der darauf folgenden wartet, daß sich die Leitung des Möbelpolierer Ver- selbst wiederholt zum Ausdruck gelangt; desgleichen erfordert es der Diskussion sprachen C. Krüger, Neukirch und Noak im Sinne bandes mit uns verständigt hätte, wie und wann das hygienische Zustand der Stadt und bedingt es der Gesundheitsdes Referenten. Nach einem fräftigen Schlußwort des Referenten Darlehen zurückzuzahlen wäre; statt dessen erzählen die Herren in zustand der Gesamtbevölkerung, daß die Errichtung städtischer wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die der Versammlung, ich hätte mich redlich bemüht, die finanziellen Bolts badeanstalten in die Wege geleitet wird, denn es heute Inselstraße 10 tagende Versammlung der Staker und der Hilfsquellen zu verstopfen." erscheint der Versammlung als ein Gebot der Pflicht, die in diesem Betriebe beschäftigten Arbeiter erklärt sich mit den Eine solche Darstellung der Vorgänge ist weder anständig, noch Reinlichkeit nach jeder Richtung hin zu pflegen, um dadurch Krank Ausführungen der Redner einverstanden und beschließt, sich in dem trägt sie zur friedlichen Zusammenarbeit der verwandten Organisa- heiten und Epidemien vorzubeugen. Die Versammlung erwartet von Verband der Bau- und Erdarbeiter Deutschlands zu organisieren, um tionen und zur Hebung derselben bei. den Vertretern der Stadt, daß sie ihren so häufig geltend gemachten so durch eine kräftige Organisation die wirtschaftliche Lage der Th. Glode. Standpunkt, das Interesse der Gesammtheit zu Staker und der in diesem Berufe thätigen Arbeiter zu verbessern." Unter Verschiedenes" fand ein Antrag Behrendt, nach welchem innerhalb eine ungemein start besuchte Versammlung ab, die von den GesellenDie Steinfeger hielten am Sonntag im Gewerkschaftshause wahren, bei dieser wichtigen Frage zum Ausdrucke bringen 14 Tagen eine Mitglieder- Branchenversammlung der Stater einDiese Resolution soll den städtischen Behörden übermittelt zuberufen ist, um die Wahl eines Vertrauensmannes vorzunehmen, ausschüssen für Berlin und Steglig einberufen war behufs Stellung werden. nahme zur Lohnfrage für 1901. Die genannten Ausschüsse schlugen Annahme. Rieck berichtet über eine Arbeitsniederlegung bei dem nahme zur Lohnfrage für 1901. Außerdem wurde in dieser Versammlung die Abrechnung der Unternehmer Kripahlte. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung bis 75 Bf. Stundenlohn bei der Innung zu beantragen, wohingegen für diese Parteispedition vollzogen. Die nächste Versammlung vor, für das Jahr 1901 die achteinhalbstündige Arbeitszeit und 70 Parteispedition entgegen genommen und die Wahl von 3 Revisoren Der Verband der Graveure, Cifeleure und verwandten die Versammlung nach sehr eingehender Debatte sich dahin resolvierte. findet am 6. August statt, mit dem Thema:„ Die Wirren in China". Berufsgenossen Deutschlands, Filiale Berlin, hielt am Dienstag, den schon vom 1. Januar 1901 ab die achtstündige Arbeitszeit und 80 Bf. 17. Juli, im Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45, seine General- Minimal- Stundenlohn zu fordern. Nach dem Entwurf der Gesellen- Wilmersdorf. Eine gutbesuchte Generalversammlung des versammlung ab. Nachdem der erste Vorsitzende der Filiale den ausschüsse sollte die achtstündige Arbeitszeit erst 1902 eingeführt werden. Socialdemokratischen Vereins tagte am 18. d. M. in Wittes VolksGesamtbericht des Vorstands vom letzten Vierteljahr gegeben hatte Die Arbeitszeit soll von morgens 7/2 bis nachmittags 5 Uhr dauern, garten, Berlinerstr. 40. Der Vorfizende gab einen Ueberblick vom und den Kassierern Decharge erteilt war, erstattete unser Gewerkschafts- unter Wegfall der bisherigen Vesperpause. Bezüglich der Nacht- I. Quartal. Der Verein zählt gegenwärtig 103 Mitglieder, eine delegierter Bericht über seine Thätigkeit innerhalb der Gewerkschafts- arbeit entschloß sich die Versammlung zu einer bedeutenden Konzession sehr geringe Bahl den gewertschaftlich organisierten fommission. Seine Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen. an die Unternehmer. Während dieselbe bisher mit 50 Proz. Auf- Arbeitern Wilmersdorfs gegenüber. Der Kassierer berichtete über In der darauf folgenden Wahl wurde der Kollege wiederum gewählt, fchlag bezahlt wurde, sollen Ueber- und Nachtstunden, vorausgesetzt, den Staffenbestand. Die Einnahmen betrugen 98,12 M., die Ausaußerdem noch ein Vertreter. daß die übrigen Forderungen anerkannt werden, durchweg mit 1 M. gaben 43,93 M., der Bestand 54,29 M. Der Kassierer Als Revisor wurde bezahlt werden. Allerdings sollen bei Nachtarbeit nicht weniger wurde von der Versammlung entlastet. nur zu Genoffe Böttcher nachgewählt. Hierauf beschäftigte sich der Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer als fieben Stunden bezahlt werden, dieses jedoch materiell des Verbandes. Friedrichsfelde. be= Der hiesige Socialdemokratische Berlins und der Umgegend hielt am Sonntagvormittag ſeine dem Bwved, die jetzt sehr häufigen Arbeiten dieser Art auf Verein mit der hiesigen freiwilligen Feuerwehr und Generalversammlung in den Borussia- Sälen ab. Nach der Ab- das Maß des absolut Notwendigen zu beschränken. Hierzu ge- dauerte, daß eine Gemeinde von 27 000 Einwohnern sich mit einer rechnung des Kassierers R. Kaufmann betrugen die Einnahmen langt ein von Knoll gestellter Antrag zur Annahme, wonach derartigen Wehr begnüge. Alsdann wurden die ſanitären Einrichim 2. Quartal, darunter 4951,65 M. für Beiträge und 51 M. für im Falle der Durchführung vorstehenden Antrags in die Beratung tungen sehr kritisch besprochen. Es wurde hier in letzter Zeit eine Ginstände insgesamt 5324,58 M. Die Ausgaben betrugen, darunter betr. Errichtung eines Arbeitsnachweises getreten werden soll, der Leiche in einem nicht menschenwürdigen Wagen transportiert, worauf für das Fachorgan„ Die Einigkeit" 1756,20 M., für die Verbreitung hauptsächlich den Zweck hätte, für die dann noch verbleibende Nacht wir in einem besonderen Artikel zu sprechen kommen. Die von dem Sesselben 624,64 m., für Drucksachen 106,75 M., für unter arbeit die Einführung des Schichtwechsels zu ermöglichen. Es soll Barbier Arthur Burow, Bruchsalſtr. 13, ausgesprochenen Behaupstügung an franke Mitglieder 105 M., insgesamt 3156,34 M. dadurch dem Unwesen gesteuert werden, daß diefelben, die die ganze tungen find von einer Kommission untersucht worden, die Unter Es ist denmach in diesem Quartal eine Mehreinnahme von Woche tagsüber arbeiten, sich auch um die Nachtarbeit rissen. Es fuchung ist zu seinen Gunsten ausgefallen, somit die Angelegenheit 2168,24 M. zu verzeichnen, so daß inkl. des alten Bestands von 11 024,40 M. das Vermögen des Vereins 13 192,64 m. beträgt. Jahren zu erwartende sinkende Konjunktur als sehr vorteildürfte sich eine derartige Regelung für die in wenigen erledigt. Von der Bibliothek wurden 116 Bücher entliehen und für zu spät haft erweisen. Sonntagsarbeit soll pro Stunde mit 1,30 M. Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte Reinickendorf. Der Wahlverein hielt am 21. d. M. seine zurückgelieferte Bücher dem Regulativ entsprechend 5,60 m. vereinnahmt. Nach kurzer Diskussion wurde dem Kassierer auf Antrag bezahlt werden. Außerdem soll jeder Steinfeger auf mindestens die Versammlung das Andenken des Genossen Anton Kopp in der 1 Mark pro heiten sind dem Vorstande zur Regelung überwiesen worden. felbe auf nicht länger als zwei Jahre abgeschlossen werden. der Nevisoren die Entlastung erteilt. Einige Bibliothek- Angelegen über diesen Tarif eine Vereinbarung zu stande kommt, so soll die üblichen Weise. Alsdann nahm die Versammlung den Bericht des in 3 Versammlungen Sodann wurde an Stelle von Garbe das Mitglied Witte selbe auf nicht länger als zwei Jahre abgeschlossen werden. stattgefunden, die Mitgliederzahl beträgt 87. Hierauf verliest Achter als Revisor gewählt. Den Bericht des Ausschusses erstattete Steinfeger und das Verhalten der Mehrzahl der hiesigen Innungs- stand 60,40 m., die Ausgabe 16,45 M. beträgt, somit ein Beſtand Nach einem Bericht Kuolls über die Aussperrung der Leipziger den Kaffenbericht, aus dem hervorgeht, daß die Einnahme mit Beder Obmann Mette. Danach haben seit dem 15. Februar d. I. meister dazu, gelangt eine Resolution zur einstimmigen Annahme, 12 Sigungen stattgefunden, in denen unter andrem 9 Unterstüßungs- in welcher ausgesprochen wird, daß durch derartige Maßnahmen des der Kassierer entlastet. Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: von 43,95 M. verbleibt. Auf Antrag der Revisoren wird und Rechtsschutzsachen ihre Erledigung fanden. In 11 Fällen mußte Unternehmertums die Arbeiter daran erinnert werden, für eine starke Gramm, 1. Vorsitzender; Otto, 2. Vorsitzender; Hornburg, Schrift fich der Ausschuß mit auf der Baustelle vorgekommenen Streitigkeiten Organisation und einen gutgefüllten lokalen Streitfonds zu forgen. führer.' Bum Kassierer wird Achter wiedergewählt. Als Revisoren beschäftigen. Einige Mitglieder wurden vom Ausschuß wegen Accord Den ausständigen und ausgesperrten Leipziger Steinfegern spricht wurden Lüders und Glas, als Bibliothekar ward Lüders gewählt. mauerns aus dem Verein ausgeschlossen. In der Diskussion wurde die Versammlung ihre volle Synipathie aus und fordert dieselben auf. Als Delegierte zur Kreistonferenz wurden Gramm, Hornburg und von einigen Rednern bemängelt, daß einem Polier, der allerdings in dem ihnen aufgedrungenen Kampfe unentivegt bis zum Siege Lüders gewählt. auch dem Verein angehört, Rechtsschutz gewährt wurde in einer auszuharren. Gleichzeitig versprechen die Steinfeger Berlins und Unfallsache, bei der die beteiligten Maurer den Polier für den Umgegend, die Leipziger Kollegen in ihrem Kanipfe moralisch und Unfall verantwortlich machen. Jm übrigen erklärte fich die Bersammlung mit der Thätigkeit des Ausschusses zu unterstützen, da der Kampf die Bedeutung eines Wahlverein hielt am 19. d. Mts. eine Versammlung ab, in völlig einverstanden. Nachdem die Versammlung beschlossen, den lassenkampfes hat." Auch Bertreter des hiesigen Unterstügungs- welcher Genosse Rechtsanwalt Victor Fränkt einen Vortrag über Maurer R. Westphal auf Antrag des Ausschusses aus dem Verein Vereins gaben die Erklärung ab, daß sie jede Woche denselben Ertra- Irrtümer der Juftig" hielt. Bevor in die Tagesordnung eingetreten auszuschließen, richtete Kleber Strasser das Ersuchen an die Ver- beitrag( 25 Pf.) nach Leipzig abführen würden, wie die Mitglieder wurde, gedachte der Vorsitzende des im Dezember vergangenen jammelten, für eine gute Sontrolle der Karten bei den Klebern auf Jahres ausgewiesenen und am 14. Juli verstorbenen Genoffen Anton den Bauten Sorge zu tragen, und für deren Anschluß an die beKopp aus Friedrichsberg, zu dessen Ehren sich die Anwesenden von Der Socialdemokratische Wahlverein für Lichtenberg: ihren Blägen erhoben. Alsdann ergriff der Referent das Wort zu stehende Organisation zu wirken, damit die durch die Lohnbewegung Friedrichsberg hielt am 17. Juli eine Generalversammlung ab bei seinem bereits an andrer Stelle charakterisierten Vortrage, der mit errungenen Erfolge nicht wieder verloren gehen und die Opfer auch Höflich, Frankfurter Chauffee 120. Bor Eintritt in die Tagesordnung großem Beifall aufgenommen wurde. Nachdem Genosse Glawe der übrigen Gewerkschaften nicht vergebens gebracht worden sind. machte der Vorsitzende die traurige Mitteilung, daß unser treuer und als zweiter Revisor gewählt worden, gab der Vorsitzende bekannt, Hierauf hielt Genosse A. Hoffmann ein Referat über:„ Auf was wir waderer Kämpfer, Genosse Anton Kopp, infolge eines Nervenleidens daß der Antrag des Friedrichsberger Wahlvereins:" Alle in dem Stolz sind". Eine Diskussion über den mit lebhaftem Beifall auf- am 14. Juli im Ausland verstorben ist. Wie bekannt, war Anton Gemeindebezirk Lichtenberg wohnenden Genossen haben sich in Bus genommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Unter Verschiedenes" Stopp feit 1892 Kreis- Vertrauensmann des Nieder- Barnimer Kreises, funft dem Friedrichsberger Wahlverein anzuschließen", als erledigt weist Fliesenleger eller auf die Lohnbewegung der Fliesenleger hin, am 12. Dezember v. J. wurde er aus dem preußischen Staatsgebiet anzusehen sei, da die zur Ausarbeitung bestimmte Kommission dem und giebt der Erwartung Ausdruck, daß die Maurer keine liesen ausgewiesen, weil er sich als Ausländer angeblich lästig gemacht Antrag in aller Form zugestimmt habe. Nach Erledigung minder Tegerarbeit übernehmen und dahin wirken, daß während des Streiks habe; ihm wurde die übliche Ehrung zu teil. Darauf erläuterte wichtiger Angelegenheiten wurde die Versammlung geschlossen. überhaupt keine derartigen Arbeiten ausgeführt und die Fliesenleger Genoffe Grauer die Bedeutung der von der Regierung angeordneten von den Maurern bei der Kontrolle möglichst unterstützt werden. Ohne Neuwahl des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung. Es Charlottenburg. In der am 22. Juli stattgefundenen Mit. Diskussion wurde hierauf beschlossen, den Fliesenlegern als 1. Rate wurde infolgedessen des einstimmig beschlossen, in den Wahl- glieder Versammlung Zentralverbandes 500 M. als Unterstügung zu überweisen. Die Versammlung fampf mit aller Energie einzutreten. Hierzu wurde deutscher Maurer gab Kollege Grahs den Bericht vom erklärte sich sodann mit dem Beschluß der letzten Baudeputierten ein Wahlkomitee eingesezt, bestehend aus den Genossen Weißflut, Gewerbegericht. Sigung, wonach die Klebekarten vom 30. Juli ab zur Regelung J. Schulz, Alb. Lenz, Kette Neu- Lichtenberg und Nöseler- Wilhelms- Redner führte an, daß die Beteiligung an den Wahlen schon der Bücher eingezogen. eingezogen werden sollen, einverstanden. Die berg. Die Abrechnung von der Gemeinderats- Wahl am 19. und eine viel regere gewesen sei, als in den Vorjahren. Streitsachen Beschlußfassung darüber, ob die in Mitleidenschaft gezogenen Hilfs- 20. März d. J. ergiebt eine Einnahme 397,27 M., Ausgabe 340,90 m., wurden im legten Geschäftsjahr 655 erledigt; davon entfallen auf arbeiter eventuell unterstützt werden sollen, wie es von der Central- der Ueberschuß von 56,37. wurde dem neuen Wahl das Baugewerbe 187 Fälle gegen 165 im Vorjahre. organisation der Maurer beschlossen worden ist, wurde bis zur nächsten tomitee überwiesen. Genosse Lows teilte mit, daß am Arbeitgeber flagten gegen Arbeitgeber in 1 Fall. Arbeitgeber Versammlung vertagt. Nachdem noch zur Kontrolle der Kommunal- 19. August eine Kreistonferenz in Rummelsburg stattfindet, gegen Arbeitnehmer in 7 Fällen und Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber wählerlisten aufgefordert worden war und nachdem der Vorsitzende und empfahl, die Genossen Graner, Liepe und Janviers als Deles in 647 Fällen. Für die Arbeitnehmer wurden davon 48 Proz. geein Schreiben des Reichstagsdirektors bekannt gegeben hatte, wonach gierte dorthin zu senden, welche auch gewählt wurden. Es wurde wonnen. Alsdann gab der Kassierer den Kaffenbericht vom zweiten man über die zur Zeit eingereichte Petition, die Abänderung des beschlossen, in der nächsten Generalversammlung den Gesamtvorstand Quartal. Die Einnahmen betrügen für die Hauptkasse 2218,75 M., Unfallversicherungs- Gesetzes betreffend, zur Tagesordnung über- des Vereins neu zu wählen und zwar so, daß jedes halbe Jahr die für die Lokalfasse 694.72 M.; die Ausgaben für die Hauptkasse gegangen sei, erfolgte der Schluß der Versammlung. Hälfte ausscheidet. Ferner wurde beschlossen, für die Bibliothek das 2218,75 M., für die Lokaltasse 343,17 M., mithin bleibt ein KassenDer Verband des technischen Bühnenpersonals hielt am lichen Gesetzbuch anzuschaffen. Genosse Lows machte noch auf die Arbeiterrecht von Arthur Stadthagen und den Auszug aus dem bürger- bestand von 351,55 M. Die Mitgliederzahl belief sich am Schlusse des Quartals auf 850. 21. Juli im Engliſchen Hof seine 3. Generalversammlung ab. Nach Raffallefeier aufmerksam, welche nur 15 Pf. Entree toftet und im Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kaffierer Decharge erteilt. dem Bericht des Kassierers betrugen die Einnahmen im letzten Vierteljahr 135,50 M., die Ausgaben 27,50 M., Bestand 687,50 M." Fürsten Wolfgang" an der Landsberger Allee stattfindet. Die Ab- Im weiteren wurden zwei Kollegen ausgeschlossen; Karl Kahle wegen Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassierer entlastet. Der Vor- Einnahme 163,10 M., Ausgabe 44,05 m., bleibt Bestand 356,05 M., rechnung für dieses Quartal ergab folgendes: Alter Bestand 237 M., Accordmanerns. Ferner wurde der Versammlungsbeschluß in Erinnerung gebracht, fizende verlas hierauf den Geschäftsbericht, nach welchem 3 Mit- wovon 100 m. dem Vorstand zur Agitation und 100 M. dem Wahl- solche Lokale, wo Accordmaurer verkehren, zu meiden; zugleich wurde glieder verstorben, 18 gestrichen und 7 neu aufgenommen find. Im komitee überwiesen wurden. bekannt gemacht, daß der Bau Nehringstr. 27 ein Accordbau sei und Arbeitsnachweis meldeten sich 6 Kollegen, 3 erhielten Stellung nach: die betreffenden Accordmaurer bei Gustav Morgenroth verkehrten. einzurichten, fand sehr wenig Anklang, vielmehr hielt man die Kollegen Die Anregung, eine Bibliothek für das gesamte Streitgebiet " gewiesen. Von den 68 statistischen Fragebogen, die an aus- Rigdorf. Der Deutsche Holzarbeiter Verband wärtige Bühnen versandt wurden, find 19 Stück ausgefüllt nahn in seiner Generalversammlung am 18. Juli den Kassenbericht zurüd gekommen. Zur Bearbeitung derselben erboten sich der Abrechnung vom II. Quartal entgegen. 3 Kollegen freiwillig. Alsdann beschloß der Verband, Die Einnahme der Verbandskasse beträgt 1655,29 M., die Aus- an, sich dem socialdemokratischen Wahlverein anzuschließen und sich den schon in früheren Bersammlungen angeregten Anschluß an die gabe 1624,22 M.; in der Ortstasse bleibt ein Bestand von die demselben gehörende Bibliothek zu muge zu machen. Alsdann wurde der Antrag der Gewerkschaftskommission: Wie Berliner Gewerkschaftskommission. Kollege Mechel wurde als Dele- 293,20 m. gierter gewählt. Derselbe legte jedoch sein Amt als zweiter Vor- Die Extrastreitbeiträge von 1 Mart wöchentlich fonnten bisher stellen sich die Gewerkschaften zur Leistung fortlaufender Beiträge fizender nieder, weshalb Kollege Hundt zu diesem Amt gewählt noch nicht abgerechnet werden, da noch 4 Sammellisten ausstehen. eines besonderen Zweds wegen an die Gewerkschaftskommission?" Nachdem der Antrag von den Kartellwurde. Auf Antrag des Kaffierers wurde ein stellvertretender Die Kollegen, welche die Listen noch im Besiz haben, werden auf zur Diskussion gestellt. Raffierer gewählt. Die Wahl fiel auf Kollegen Düdow. Ein An- gefordert," diefelben sobald als möglich abzurechnen. Die Samm- belegierten begründet, wurde folgender Antrag angenommen:„ Die trag, eine Agitationskommission von fünf Mitgliedern zu wählen, lungen in der Pianofabrik von Neumeher haben 147 Mart er- Bahlstelle Charlottenburg des Centralverbands der Maurer verwurde angenommen und die Wahl derselben sofort vorgenommen. geben. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Kassierer Decharge pflichtet sich, an die Gewerkschaftskommission die Beiträge zu dem Ferner teilte der Vorsitzende noch mit, daß die Mitgliederzahl in erteilt. Nach Bericht der Kontrollkommission haben im letzten Viertel- von den Delegierten motivierten Zweck zu leisten". Ein Gesuch der Hamburg sich nahezu auf 100 beläuft. jahr 11 Werkstattfigungen stattgefunden, hierzu waren 55 Mann er- Bahlstelle Wriezen wurde bis zur nächsten Bersammlung zurüidschienen. Zu Kommissionsmitgliedern wurden auf 1 Jahr die Kollegen gestellt. " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die Gastwirtsgehilfen hielten am Freitag eine öffentliche Genz und Schwanherz gewählt, zum Revisor wurde Kollege Lusch Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute abend Versammlung in den Arminhallen ab, in der G. Weinacht über bestimmt. Der Bibliothekar machte bekannt, daß im legten Viertel- 8 Uhr Arminhallen, Kommandantenstr. 20. die Bedeutung der Gewerbegerichte für die gastgewerblichen Arbeiter jahr die Bibliothet 46 mal benugt wurde, es sollen zwei Bände Verband deutscher Barbiere, Friseure 2c.( 3weigverein Berlin.) referierte. Nach kurzer Diskussion im Sinne des Referats wurden Arbeiterrecht" angetauft werden, auch sind für die Bibliothek Donnerstag, den 26. d. M., abends 10 Uhr, bei Schiller, RosenthalerP. Hilgert, Klugmann, Krambach, Thomas und weitere 30 m. bewilligt worden. Den Finsterwalder Tabatarbeitern straße 57: Bersammlung. Scheffler als Kandidaten zu den bevorstehenden Gewerbegerichts- sollen 50 W. aus der Lokaltasse überwiesen werden. Die wahlen nominiert. obligatorische Einführung des wöchentlichen 10 Pf. Beitrags zur Erklärung. Nach dem Bericht der Versammlung des Ver- Lokalstreiffasse wurde abgelehnt.- 8um Schluß wurde bekannt bands der Möbelpolierer in der gestrigen Nummer des Vorwärts" gegeben, daß die Anschuldigung gegen ein Mitglied der Ortsverwaltung, betreffend Ueberstundenarbeit auf dem Dampfer Hat Reuter die Behauptung aufgestellt, ich hätte mich anläßlich des R. B., Alt: Stralau. 1. Ja. 2. Beide Scheine sind erforderlich.-Holzarbeiter- Streits redlich bemüht, den Möbelpolierern und Deutschland", auf Univahrheit beruht. F. W. 75. Solch ein Maschinenarbeitern die finanziellen Hilfsquellen zu verstopfen". Schöneberg. Am Montag, den 16. Juli veranstaltete der 5. Nein: drei bezüglich zwei Jahre. Worauf sich diese ungeheuerliche Behauptung stützt, ist aus dem Bericht hiesige socialdemokratische Verein im Klubhaus eine Protest- Ver- Testament würde von den Söhnen mit Erfolg als ungültig angefechten werden können. A. R. Behalten Sie die Papiere.- Rechtsschuß. nicht zu ersehen. Nach den mir zugegangenen Mitteilungen soll mein sammlung, die sich mit folgenden! 3 Fragen beschäftigte: 1. Die Einsicht in das Firmenregiſter ſteht jedem frei. Die in der Praris ge Verhalten bei der Aufnahme eines größeren Darlehns seitens der Errichtung eines Krankenhauses, Referent: Stadtv. Ob st; 2. Er- brauchte Firma muß mit der dort eingetragenen übereinstimmen. Möbelpolierer Anlaß zu obiger Behauptung gegeben haben. Dieses richtung von Badeanstalten, Referent: Stadtv. Masuch; 3. die Woh- A. S. 100. Wenden Sie sich an den Verein vom Roten Kreuz, Wilhelmstr. 73. mein Verhalten bestand darin, daß ich beim Beginn der Verhandlungen nungsfrage, Referent: H. Schubert. In ausführlicher Weise A. B. Moabit. Hebammentaren giebt es nicht. Solche Taren sind bei der Aufnahme des Darlehns die Garantie nicht übernehmen brachten die 3 Referenten die einzelnen Punkte zur Sprache, worauf nach der zutreffenden Ansicht der Gerichte ungültig, weil mit der Gewerbewollte, daß die zu leihenden 15 000 m. wieder zurückgezahlt würden; folgende Resolution zur einstimmigen Annahme gelangte:„ Die Ordnung unvereinbar. Es sind an Hebammen die vereinbarten Gebühren zu zahlen. Liegt teine Vereinbarung vor, so find angemessene Gebühren zu einmal deshalb, weil der Verband der Möbelpolierer als Organi: heute den Räumen des Klubhauses tagende, bon zahlen. Als solche gelten: Für Beistand bei einer einfachen Entbindung fation für das zu erhebende Darlehn selbst einstehen könne, dann zahlreichen Bürgern Schönebergs besuchte Bersammlung bis 12 M., bei einer verzögerten( Tag und Nacht) 6 bis 20 M., dasselbe aber auch, weil ich als Einzelperson die Verantwortung der Nückzahlung des Socialdemokratischen Vereins erklärt, daß sie mit der bis- bei einer Zwillingsentbindung, für eine Tagwache 1,50 bis 3 m., für einen in Besuch 50 Pf. bis 1 M., für einen Nachtbesuch das Doppelte. Für den Beistand in Ihrem Falle würden demnach etwa 12 M.( abgesehen von den Besuchen) für angemessen erachtet werden. Königs Wusterhausen. Ja. 21. 2. Den nächsten Termin müssen Sie wahrnehmen. Liegt die Sache so wie Sie angeben, so würde eine strafbare Urkundenfälschung vor: Tiegen und ein an die Staatsanwaltschaft schriftlich gerichteter Antrag auf Bestrafung nicht ohne Aussicht auf Erfolg sein. 1007.. Ja. E. W. Oestreich. Außer Ihrer Geburtsurkunde müssen Sie eine Be scheinigung Ihrer östreichischen Heimatsbehörde darüber besiken, daß Ihrer Heirat nach dortigen Gesezen nichts im Wege steht. W. M. 100. Ja. e. G. 16. Eine solche Polizeiverordnung besteht für Berlin nicht. Welchen Artikel Sie im Gedächtnis hatten, ist nicht ersichtlich. Für mehrere Orte bestehen Polizeiverordnungen, welche das Ausschänken von geistigen Getränken an Schulkinder, die ohne Begleitung Erwachsener das Lokal be: treten, verbieten. F. Döring. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Der Gegenstand Ihrer Anfrage ist wiederholt an dieser und an andern Stellen des Vorwärts" ausführlich dargelegt. Die Mehrheit des Reichs: tags und die Regierung nimmt an, daß auch ohne Kriegserklärung Truppen des stehenden Heers im Ausland, insbesondere in China, zur Verwendung gelangen können. Es ist eine die entgegenstehende Ansicht ver tretende Resolution vom Reichstag abgelehnt. O. 2. 9. Nein. - Dissident. Nein. O. W., Kopfstr. 61. Beide Behörden sind Hierzu berechtigt. Darüber, ob eine Klage beim Oberverwaltungsgericht " Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 23. Jult. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Briefkasten der Expedition. Witterungsübersicht vom 24. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 56° 64° R. Stationen Barometerstand mm Wind: richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. C.= 4° R. Aussicht auf Erfolg hätte, wollen Sie nach Erhalt des Bescheids des Ober präsidenten mit dem Bescheide in der juristischen Sprechstunde vorsprechen. N. Schön. Beides bezeichnet unerhebliche Körperfehler, die noch nicht zur Ausmusterung Veranlassung geben. G. A. Pichelsdorf. Senden Sie an die Buchhandlung Vorwärts Müller, Kantstr. 106. Gine 3.50 M. ein, worauf Ihnen das Gewünschte sofort zugeht. Berufung wäre aussichtslos. A. B. 101. 1. Wenn er der Erbschaft nicht entsagt hat: ja. 2. Für diese Schulden muß der Ehemann, auch wenn er der Erbschaft entsagt hat, aufkommen. Hg.. Vankow. Nein. Frik H. Schriftliche Antwort erteilen wir nicht. Die Straf verfolgung einer Unterschlagung verjährt in 5 Jahren. Die 5 Jahre laufen von Bornahme einer richterlichen Handlung( z. B. Erlaß eines Steckbriefs) von neuem. Die Unterschlagung ist in Ihrem Falle mit Gefängnis von einem Tage bis zu 5 Jahren bedroht. Mobilmachung macht feineswegs frei. Außer wegen Unterschlagung fönnen Sie wegen unerlaubter Entfernung ins Ausland ohne militärbehördlichen Urlaub mit Ordnungsstrafe belegt werden. Der einzige Rat, den wir Ihnen erteilen tönnen, ist der: Stellen Sie sich freiwillig der Strafverfolgungsbehörde. Fey. Der Arzt ist im Recht. Die Impfung ist in der Regel nur zweimal vorzunehmen: 1. vor Ablauf des auf das Geburtsjahr des Kindes folgenden Kalenderjahrs, 2. innerhalb des Jahrs, in welchem der Schüler das zwölfte Lebensjahr zurücklegt. Nach§ 3 des Impfgefeßes muß aber eine Impfung, falls sie nach dem Urteil des Arztes erfolglos geblieben ist, spätestens im nächsten Jahr und falls sie auch dann erfolglos bleibt, im dritten Jahr wiederholt werden. Urania See- Terrasse Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62: Reucs Opern: Theater( ron). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Leffing. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Nesidenz. Die Dame von Marim. Anfang 72 Uhr. Neues. Frage an das Schicksal. Mondscheinsonate. Abschiedssouper. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die weiße Dame. Anfang 7 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Sulamith. Anfang 712 Uhr. Carl Weiß. Die Anna- Life. Aufang 8 Uhr. Belle- Alliance. Doppelgänger. Aus dem Paradiese. Im Garten: Specialitäten Vorstellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Jm Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. = Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. 72 Uhr. Anfang Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. affage Panoptikum. Specialis täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Apollo- Theater. Zum 167. Male: Venus auf Erden. Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Bernhard Mörbitz. Messters neue Aufnahmen: Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Metropol- Theater. Der Zauberer am Nil. Ausstattungs- Operette Mumien Ballett Taubenstraße 48/49. Abende Juli- Specialitäten- Programm. 8 Uhr( im Theaterſaal):„ Eine Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Wanderung durch die Pariser Weltausstellung". Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Mittwoch, abends 7/2 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Die weisse Dame. Komische Oper i. 3 Atten von Boieldieu. Donnerstag, abends 72:: Carmen. Freitag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Alessandro Stradella. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Thalia- Theater. Heute und folgende Tage: Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stüd 1 M Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Gastspiel der Orientalischen Sanssouci Natursänger Sulamith. Alttestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners tag humorist. Soiree der Norddeutschen Central Theater Quartett- Sünger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Sensationeller Lacherfolg!! Anfang Sonntags 7 Uhr. Berlin nach Elf. Gr. Boffe in glänzender Ausstattung. Anfang 8 Uhr. Die enfationellen Schlager! Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Anna- Lise. Schanspiel in 5 Aften von H. Hersch. Anf. 8 Uhr. Morgen: Die Tochter Bellals. Freitag: Anna- Lise. Sonn abend: Die Grille. Jn Vorbereit.: Die Borer in China. Aktuelles Beitgemälde in 4 Att. v. Dr. Maximilian Wolff. Jm Garten: Kinderfrendenfest, Theater, Specialitäten, Konzert. Anfang 5 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almrausch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Entree 50 Pf. Donners: tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Vereinsbillets und Bassepartouts Gültigkeit. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Jut renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. 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Großer Gala Umzug der Schnitter und Schnitterinnen. Ansprache des Amtmanns. Daun div. Spiele, Bonbonregen, Kirschenverteilung, Luftballon: steigen, Fackelpolonaise, Feuerwerk usw. Nachher: Verlosung von reizenden Sachen. 1. Hauptgewinn: eine goldene Damenuhr. 2. Haupt: gewinn eine Standuhr. Die Verlosung geschieht unter meiner Kontrolle streng reell. Entree: Erwachsene 10 Bf., Kinder 15 Pf., wofür jedes Kind 1 Stocklaterne oder 1 Müze oder 1 Schärpe gratis erhält.[ 51480* Die Kaffeeküche ist geöffnet. Martin Berndt, Gastwirt. Kirchhofsbesucher haben freien Eintritt. : Deutsche Konzerthallen W. Noacks Theater. Spandauer Brücke 3. Einzig in seiner Art. Ohne jede Konturrenz. Billigste Familien Unterhaltung. Wochent. abends 6 Uhr freies Entree. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Theater. u. Specialitäten- Vorstellung Das Radel- Madel Seldschlößchen Massen- Konzerte. oder: Puffschnutchen. Jnh.: Fritz Nagel, üllerstraße Nr. 142. Täglich: Konzert, Theater. und Specialitäten Vorstellung. 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Juli, abends 8 1hr, im Lofal ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45: General- Derlammlung. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 25. Juli, abend3 8 Uhr im Volksgarten ( früher Weimann), Badstu 16. Tages Ordnung: Was wollen die Deutschen in China? Referers Reissägs: Abgeordneter Arthur Stadthagen. Der Vorstand. J. A.: M Kiesel. 248/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Arbeiter- Bildungsschule.| Bekanntmachung. Donnerstag, den 26. Juli, abends 8%, Uhr: Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß General- Versammlung werbebetrieb der Kaufleute, Handels: unſer Parteigenoffe, der Steinnes im Englischen Hof, Neue Ross- Strasse 3. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstands, des Lehrer- Kollegiums und der Revisoren. 2. Wahl eines Revisors. 3. Schulangelegenheiten. 4. Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legitimiert.- Beiträge werden entgegengenommen. Die Bibliothek ist während der 4/ 7* Der Vorstand. Ferienzeit jeden Donnerstag von 8-9 Uhr abends geöffnet. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, 25. Juli, abends 8 1hr, bei Raabe, Kolbergerstr. 23: General- Versammlung. T.- D.: 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Bericht der Delegierten von der Gaufonferenz. 3. Der Streit in Lehnin. 4. Berbandsangelegenheiten. Heute, Mittwoch, den 25. Jult, abends 8 Uhr, im Lokal Märkischer Hof, Admiralstrasse No. 18 c: 64/9 Branchen- Versammlung der Telephon- Tischler und aller, die auf photographische und chirurgische Instrumente arbeiten. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Der Einberufer. 105/5 Gr. öffentliche Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Fliesenleger! Donnerstag, den 26. Juli, abends 8 Uhr, bei Herrn Schulz, Grenadierstr. 33: Große öffentliche Versammlung. 56/16 Tages- Ordnung: Der gegenwärtige Streik. Die Kommission. Senefelder- Bund ( Mitgliedschaft Berlin). am Donnerstag, den 26. Juli, abends 8 Uhr, im Lokal Am Donnerstag, den 26. Juli, abends 72 Uhr, im Lokal Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. 84/12 Tages Ordnung: 1. Abrechnung der Lohnkommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Centralverband der Maurer Deutschlands ( Filiale Berlin II). Am Freitag, den 27. Juli 1900, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Bergmann, Pajewalkerstr. 3: Mitglieder Versammlung für den Wedding. = Tages- Ordnung: Vortrag. Diskussion und Verschiedenes. Uni zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Kleber( Tapezierer)! 189/7 Mittwoch, 25. Juli, abends 8 ihr, bei Janasch, Inselstr. 10: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufstellung und Wahl eines Gewerbegerichtsbeisigers. 2. Wie stellen fich die Berliner Kleber zu der vom Central- Verband der Tapezierer vorgenommenen Wahl des Innungsausschusses? 3. Unsere fernere Taftit. 101/1 Die Lohnkommission. J. A.: J. Uessem. Charlottenburg. des Herrn Miegel, Stralauerstr. 57: Mitglieder Versammlung = Tages Ordnung: 269/2 1. Fortsetzung der Beratung und Beschlußfaffung über Anträge zur Generalversammlung. 2. Die Amtsniederlegung der Kontroll- Kommission und event. Neuwahl derselben. J. A. Paul Möhring, Borsigender. Empfehle meine Säle zu Ver: September und Oftober noch einige Sonnabende und Sonntage frei.[ 48902* Cohns Festsäle, fammlungen. Beuthstrasse 19/20. PASMON Eröffnung! Donnerstag, den 26. Juli 1900, abends S Uhr, in der J. Fränkel. ,, Gambrinus- Brauerei", Wallstraße 94: " Große öffentliche Versammlung Zähne 2 M. der arbeitenden Bevölkerung beiderlei Geschlechts. Tages Ordnung: 1.„ Das nene Unfallversicherungs- Gesetz und die Arbeiter." Referent: Genosse Gustav Link- Berlin. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Um rege Beteiligung ersucht Kraftnahrung ersten Ranges ( Eiweiss und Nahrsalze der Milch) Rohtabak Eröffnung! [ 49582* Größte Auswahl zu billigsten Preisen Vertr.: S. Gröbel. 181. Brunnenstrasse 181. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmorzloses Zahnziehen i M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. zum Ausschank sehr geeignet! süss, rot, wie Portwein, ausgezeichnet im Geschmack, Wein # 2055b garantiert rein, 10 Ltr. M. 7,-, 100 Ltr. 65,-, Oxhoft M. 120, Eugen Neumann& Co., Berlin SW., Hollmannstr. 16. Die Gewerkschafts- Kommission. J. A.: Otto Flemming, Schlüterstr. 71. Jedes Wort: Pfennig. Walter Mesch Die von der Generalversammlung der Orts Krankenkasse für den Ge leute und Apotheker zu Berlin am 24. April 1900 beschlossene erste Ab: änderung zum Statut hat am 6. Juli 1900 die Genehmigung des Bezirksamt 22. Juli verstorben ist. ausschusses gefunden und ist mit diesem Tage in Straft getreten. Die Beerdigung findet heute, Mitts woch, nachm. 5 Uhr, vom Trauerhause, Die Abänderung beschränkt sich auf Lychenerstraße 3, aus nach dem Frei § 55, betreffs Kündigungsverhältnisse religiösen Friedhof, Pappel- Allee, statt. Ses Rendanten und der Beamten, Um zahlreiche Beteiligung ersucht sowie auf§ 64 über Veröffentlichung 248/2 der die Kasse betreffenden Bekannt machungen. Druckeremplare dieser ersten Ab: änderung werden den Mitgliedern in unserm Kassenlokale ausgehändigt. Berlin, am 20. Juli 1900. Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kauflente, Handelsleute und Apotheker. Der Vorstand. A. Werner, H. Philipsohn, Vors. Schriftf. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Buchbinders Der Vorstand. Achtung, Steinarbeiter! Sonntag, den 22. Juli, verstarb att der Berufskrankheit unser langjähriges Mitglied, Stollege Walter Mesch. wo, ben 25. Juli, nachmittags 5 Uhr, Die Beerdigung findet am Mitts vom Trauerhause Lychenerstr. 3 aus nach dem Begräbnisplaß der Freireligiösen Gemeinde in der PappelAllee statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 275/1 Der Vertrauensmann. Deutscher Eduard Ruppert, ſage ich allen Holzarbeiter- Verband. legen der Firma Ernst u. Co., der der Kollege, Tischler Verwandten und Freunden, den KolFirma Klemm und den VerbandsKollegen den besten Dank. 20465 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Adolf Marschel Die Beerdigung findet am Mitt Die trauernde Witwe Martha Ruppert. am Sonntagabend 11 Uhr verstorben ist. Alle Wanzen sterben wochnachmittag 5 Uhr von der Leichen nebst Brut durch meinen Wanzen- halle des alten Thomas- Kirchhofs, Hermannstraße, aus statt. tod. Fl. 0,50, 1 Mk. Schwaben, Flöhe, Fliegen etc. werden durch mein Pulver vollständig vertilgt. Schachtel 0,30, 0,60 u. 1 M. Zahlreiche Anerkennungen. 1000 Mark Belohnung demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein bei Hugo Barth, Brunnenstrasse 18, Ecke Veteranenstrasse. [ 5153L* Um rege Beteiligung ersucht 105/6 Die Ortsverwaltung. Nachruf! Infolge eines Unfalls verstarb am Sonnabendabend 11 Uhr unser Meister Ernst Stein. Günstig für Tischler. Borgefesten, welcher uns immer wohl. Modern eingerichtete Möbelfabrik, 15 Bänke, rentabel, soll Genossenschaft werden. Kaufmann m. 7000 M. vor: handen. Herren mit 800-1000 m. wollen Adresse niederlegen O. P. 19 Postamt 51. 20496 Miete 1200 M. Erforder: Hochrentb. 2000 m. Lebenslich mittel- Geschäft zu verkaufen. Zu erfragen bei Harwitz, Elsasser: Straße 60, vormittags 8-10. Natur- Heilverfahren. 2054b Haut, Harn- u. Blafenleiden, Frauen- Krankheit., heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39782* ( fr. Wallstraße 23.) 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. R. Wagner, 3nvalidenſtr. 151/1 Heidelbeerwein Obst- Sherry a Fl. 55 Pf. exkl. Amt IVa. 7130.[ 4993L Max Gaulke, Fruchtstr. 23, Ede Rüdersdorferstr.[ 1854b 5 Kleine Anzeigen. Nur das erste Wort fett. 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Juli, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Admiralstr. 34, aus statt. Dies ze igen tief betrübt an 20566 Die Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz spenden bei der Beerdigung meiner unvergeßlichen Frau [ 20476 Auguste Mangler geb. Schmelzer fage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen der Firma Angrid, meinen tiefgefühlten Reinhard Mangler, Dant. Nixdorf, Knesebecstr. 117. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Beuthstr.3 bis 4 Uhr angenommen. Tüchtige Heizungsmonteure zum fofortigen Eintritt von erster Heizungs firma gesucht. Offerten unter A. 6 an die Expedition dieses Blattes. Tüchtige Farbigmacher finden dauernde Beschäftigung bei E. Beer, Rixdorf, Prinz Handjerystraße 73. Goldleisten. Backer verlangt Kottbuser Damm 100. Werkmeister für eine neu in Berlin zu gründende Lackfabrik gesucht. 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Wir ersuchen und die liberale Partei. an und Steglitz- Friedenau. Die Parteigenossen werden gebeten, sich an der Mittwochabend stattfindenden Flugblattverbreitung in folgenden Lokalen einzufinden: disad Schellhaase, Ahornstroße. Gärtner, Schloßstraße. Schimrod, Düppelstraße. Kaiserhallen, Albrechtstraße. Früher Geil, Marksteinstraße. domo odd tato Der Vertrauensmann. modis pilo dj lodide di Lokales. ut ipin geordneter Zustände in Südafrika, wie das entwickelte Programm, wendungen gegen die Richtigkeit der Liste können Rassenverhezung möglichst kräftig zum Ausdruck zu bringen. Der daher unsre Parteigenossen, diese Frist nicht zu versäumen, damit am innere Widerspruch kennzeichnet nur die Schwierigkeit der Sachlage Tage der Wahl jeder Genosse sein Wahlrecht ausüben kann. für die britische Demokratie, denn bei der Wahl und im Parlament London, den 21. Juli. ist es unmöglich, mit einem negativen Programım, einem bloßen Das System der zwei großen, um die Regierungsmacht Protest etwas auszurichten. Es ist nun soviel sicher, daß die Führer ftreitenden Parteien, auf dem der englische Parlamentarismus der Liberalen, wenn sie auch der Annektion der Boeren beruht, bringt es mit sich, daß die eine oder die andere republiken zustimmen werden-selbst John Morley hat dieser Parteien oder auch beide häufig das Bild dies indirekt zugestanden für möglichst günstige Begrößter innerer Zerrissenheit darbieten. Es ist ein Ding dingungen an die Boeren sich ins Zeug legen werden. der Unmöglichkeit, das wirtschaftliche und geistige Leben eines und so würden die boerenfreundlichen Demokraten gegebenenfalls großen Volks so zu vereinfachen, daß sich seine politischen Be- doch genötigt sein, im Parlament und selbst schon bei der Wahl mit firebungen vollständig und restlos in die Maschine der zwei Parteien oder neben ihnen gegen die Regierungskandidaten zu stimmen. soll einfügen lassen. Das ist denn auch faktisch nie der Fall ge Dasselbe Resultat ergiebt sich, wenn man die Maßregeln durchwesen. Die Geschichte der beiden Parteien ist die Geschichte be- sieht, welche die Regierung in der inneren Politik vertritt. Im d ständiger innerer Kriege und Sezessionen, von Umbildungen und Parlament hat sie sich in der letzten Zeit wieder durchaus als Koalitionen, von Perioden der Zersezung und solchen der Gönnerin der Grundbesitzer in Stadt und Land erwiesen und zum Neugestaltung. Gegensäße oder sich kreuzende Tendenzen der ver- Beispiel eine Umwandlung der Zehntenabgaben der irischen schiedenen Bevölkerungsklassen, individuelle Ehrgeize und Ränke Grundbefizer durchgedrückt, die thatsächlich nichts als eine politischer Führer haben stets dafür gesorgt, daß die Parteidisciplin Liebesgabe Der Abschied der Chinatruppen veranlaßt die Berliner Bediese Klasse auf Kosten der übrigen völkerung, wenn man den Versicherungen der bürgerlichen Bresse durchbrochen wurde oder den alten Parteien eine dritte,„ neue" Bevölkerung ist. Ihr Widerstand gegen die Erleichterung Bartei fich entgegenstellte, eine Partei der Jungen", der schärferen der Enteignung städtischer Grundbesizer hat die Bekämpfung der aufifcher Begeisterung. Gelegenheit dazu bieten besonders die glauben darf, zu stürmischen Kundgebungen patrio Tonart", der modernen Auffassung. Aber zugleich sorgte das„ System" den ärmeren Klassen lastenden Wohnungsnot in schwerer Weise scher Begeisterung. Gelegenheit dazu bieten besonders die dafür, daß sich diese neuen Parteien jedesmal schließlich doch in der gehemmt, und so in vielen andren Fragen demokratischer Kommunal- Abschiedskonzerte, die von den Kapellen der oftastatischen einen oder andren Weise dem Schaukelspiel der beiden Heerlager an politik. Es ist ganz unmöglich, die Regierung auf diesen Gebieten Regimenter veranstaltet werden. Solche Abschiedskonzerte giebt es paßten, bis sie entweder von den„ alten" wieder auf eine Weile ab- zu bekämpfen, ohne damit in der einen oder andern Weise doch jest Abend für Abend in Berlin, heute in diesem Biergarten, sorbiert wurden oder unter der Führung eines tüchtigen Politikers, der ihr gegenüberstehenden stärksten Oppositionspartei morgen in jenem, übermorgen wieder in einem andern und so fort. Sie bringen, da sie bei bedeutend erhöhtem Entree stattfinden, fage eines Disraeli, thatsächlich dem einen der Lager eine neue das ist die liberale in die Hände zu arbeiten. Man Politik aufzwangen. fann diese Opposition in ihrer Zusammenseßung ändern, aber man den Kapellen wie den Wirten eine sehr hübsche Einnahme. Für die Man muß sich dieser Thatsache erinnern, um die gegenwärtige fann ihr nicht das Lebenslicht ausblasen. Soweit ist England noch Veranstalter der Konzerte hat die Sache auch nur diesen einen Situation des englischen Parteilebens richtig zu beurteilen. An nicht. Wer solche Vorstellungen hegt, dem werden die kommenden weck; zu einer Kundgebung des Patriotismus kann sie erst durch scheinend befindet sich die eine der beiden großen Parteien, die Wahlen wahrscheinlich große Enttäuschungen bereiten. Die Reaktion Um zu prüfen, ob das in dem Maße der Fall ist, wie nach den das an der Veranstaltung teilnehmende Publikum werden. liberale, in vollständiger Auflösung. Auf eine parlamentarische gegen das Striegsfieber wird sicher auch der englischen Social- farbenprächtigen Schilderungen der bürgerlichen Bresse angenonnnen Minderheit reduziert, wie nie zuvor, hat sie durch den südafrikanischen demokratie zu gute kommen, aber sie kann da nicht halt machen. werden müßte, haben wir einem solchen Konzert beigewohnt. Wir Krieg einen neuen Stoß erlitten, der die Gegensäge in ihren Reihen auf die Spize trieb, neue Austritte zur Folge hatte. machten unsere Beobachtungen in einem im Norden der Stadt ge= Die unbe stimmte Haltung ihrer Führer erbitterte die große Masse derer, die gelegenen Brauerei- Ausschant, der im Sommer regelmäßige Militärfonzerte für 10 oder 15 Pf. bietet. Am Abschiedsabend kostete das England bei diesem Krieg für im Recht halten ebenso wie diejenigen, die es für in Unrecht halten. Vergnügen 30 Pf., aber der Garten war trotzdem ziemlich gefüllt. Ein Teil ihrer Wähler stimmte bei Was au musikalischen Genüssen geboten wurde, konnte selbst sehr Nachwahlen für Konservative, ein audrer Teil stand verdrossen bei bescheidenen Ansprüchen faum Die Kapellen der genügen. feite. Ihre Aussichten für die bevorstehende Erneuerung des ostasiatischen Regimenter sind eben erst zusammengestellt Parlaments fönnen nach alledeni nicht ungünstiger sein. worden und zwar vorwiegend aus den jüngsten und So scheint es, ob es wirklich so ist, muß abgewartet werden. augenscheinlich am wenigften tüchtigen Musikern aller möglichen Totgesagt ist die Partei schon oft worden, aber daran stirbt man bekanntlich nicht. Der Tod der Partei sezt die Beseitigung des Militärkapellen. Das Publikum jah zumeist in gutmütiger AnspruchsParlamentarischen Regierungssystems in England voraus. So lange Der socialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner Tofigkeit siber diesen Mangel hinweg, oder ein Teil der Besucher die Macht nicht da ist, diesem den Garaus zu machen, und fein Reichstags- Wahlkreis hält am Mittwoch, den 25. Juli, im Volte frente fich, wie man aus manchem Gespräch entnehmen konnte, desto Mensch mit gefunden Sinnen wird behaupten, daß eine solche Macht garten( früher Weimann), Badstr. 56, eine Versammlung ab. Auf mehr auf die Schlußnummern, die die musikalische Illustrierung des bereits vorhanden ist, wird das, was sich heute liberale oder radikale der Tagesordnung steht ein Referat des Reichstags- Abgeordneten Abschiednehmens bringen sollten. Als es dann endlich so weit war, als der deutsche Krieger programmgemäß in das feindliche Land Partei nennt, wohl seine Zusammensetzung und Schattierung ändern, Arthur Stadthagen über: Was wollen die Deutschen in China? hinausbegleitet und zuletzt unter betäubendem, die Schrecknisse einer aber nicht von der Arena verschwinden, werden die Verhältnisse immer modernen Schlacht markierenden Bumbum und Trara durch Kampf wieder eine parlamentarische Koalition zu stande bringen, die sich zum Sieg geführt worden war, da gab es allerdings eine recht der konservativ- unionistischen Koalition in annähernd gleicher Stärke to Ile Scene. Man flatschte sich die Hände wund, man schrie entgegenstellt, um sie gegebenenfalls von der Regierung zu verhoch und hurra", man forderte durch stürmische Zurufe inumer von drängen oder in Schach zu halten. neuem die Wiederholung einzelner Lieder, des" Flaggenliedes", der. Nationalhymne", ja man bemächtigte sich schließlich des verbuzzt dreinschauenden Dirigenten der Kapelle und trug ihn auf den Schultern durch den Gartern. Zu diesen Betrachtungen geben die Bemühungen Anlaß, die im Augen von einer Anzahl Radikaldemokraten gemacht werden, um eine Koalition aller demokratischen Elemente wider die offizielle Tiberale Partei zu stande zu bringen. Eine solche Koalition wird schon seit Jahr und Tag von dem radikalen Sonntagsblatt Rehnolds Newspaper" und einigen ähnlichen Organen der äußersten Linfen propagiert, und die Idee ist naturgemäß von vielen derjenigen, und ihre Zahl ist nicht gering, mit Beifall aufgenommen worden, die sich im Lauf der Zeit von der liberalen Partei losgefagt haben, weil sie ihnen nicht energisch und principientreu genug auftritt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Der socialdemokratische Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis hält heute, Mittwochabend 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, jeine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht: Bericht des Vorstandes, Kaffenbericht, Ergänzungswahl des Vorstandes und Vortrag des Genoffeu Karl Liebknecht. " Das Sommerfest im 6. Wahlkreis, das, vom herrlichsten Wetter begünstigt, am Sonntag im Schloß Weißensee stattfand, war von reichlich 20 000 Personen besucht und vom besten Erfolg gekrönt. Das Programm war äußerst reichhaltig und umfaßte allein 57 Musikaufführungen. Nicht weniger als 24 Gesangvereine hatten sich zu fammengeschlossen, um eine Reihe der besten Arbeiterlieder zum Vortrag zu bringen. Das Reigenfahren" des Arbeiter- RadfahrerVereins Berlin" wurde von Jung und Alt mit Begeisterung aufgenommen; desgleichen die Athletenvorstellungen der Mitglieder des Athletenklubs„ Birke". Für alle Teilnehmer jeden Alters wechselten in buntem Durcheinander die zahlreichen Vergnügungen. Der Glanzpunkt des Festes mag wohl für alle Teilnehmer das Feuerwerk gewesen sein. Am Schluß desselben prangten den zu Tausenden am See gedrängt stehenden Zuschauern im herrlichen Farbenglanz die erhebenden Mahnworte entgegen: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! 2 " War das nun nicht Beweis genug für den glühenden Patriotismus, der diese Massen befeelte? Arme, bedauernswerte Soldaten, die ihr wäret, wenn eure Volksgenoffen alle euch mit keinen andren Empfindungen hinausgeleiteten, als es diejenigen zu thun scheinen, die dieses Schauspiel aufführten! Ein Ausmarsch zum Kriege ist ein Ereignis, das sehr wohl Anspruch darauf machen darf, bei allen Schichten der Be völkerung in der einen oder der andern Form Jetzt hat sie der frühere Redacteur des„ Daily Chronicle", Teilnahme zu weden auch bei denen, die über den Krieg Mr. Massingham, aufgenommen und in der„ Ethical World" vom Die Parteigenossen von Rigdorf und insonderheit über diesen Krieg ihre eignen Gedanken haben. 14. Juli den Vorschlag einer Konferenz aller demokratischen machen wir darauf aufmerksam, daß die Wählerlisten zur Stadt- Aber was sich in jenem Biergarten Luft machte, das war nicht einElemente entwickelt, auf der eine gemeinsame Taftit für die bevor- verordnetenwahl in nachstehenden Geschäften zur Einsicht ausliegen: mal der Landesübliche Hurrapatriotismus. Den stehenden allgemeinen Wahlen vereinbart werden soll. Ju der 1. Bezirk: Herrmann, Cigarrengeschäft, Kirchhofstr. 1. 8um meisten der Teilnehmer war diese Kundgebung ein ganz geNummer des genannten Blatts vom 21. Juli nehmen bereits eine 1. Bezirk gehören: Canner Chaussee, Cannerstraße, Gärtnerstraße, wöhnlicher Radau, Radau, hervorgegangen aus einer uit Reihe von namhafteren Vertretern der verschiedenen Sektionen Herzbergstraße, Kirchgasse, Mittelbuschweg, Richard Plazz, Nichard- stimmung, die manchem von ihnen schon lange, bevor sie zum der äußersten Linken, darunter auch der Genosse Bruce straße, Treptowerstraße und Straße 88a, Glasier, Vorsitzender des Generalrats der Unabhängigen Arbeiterpartei, zu ihr Stellung. Die Antworten sind alle dem Vorschlag günstig, wenn auch unter verschiedenartiger Motivierung und mit ziemlich weit auseinandergehenden Erwartungen. Was Massingham hauptsächlich beseelt, ist die Gegnerschaft gegen den chauvinistischen Imperialismus. Sein Ziel ist mehr die Reinigung als die Vernichtung der liberalen Partei( das Wort in seinem weiteren, englischen Sinn genommen). Er empfiehlt vor allem die Bekämpfung derjenigen liberalen Kandidaten, die sich als Jingoes gezeigt oder dem Jingolärm nachgegeben haben. Andern ist jedoch dies negative Programm nicht genug, sie wünschen die Bildung einer Koalition oder Alliance mit einem bestimmteren Programm. Daneben macht fich aber auch ein ſtarter Zweifel geltend, ob irgend eine neue Organisation mehr Erfolg haben werde, als ähnliche frühere Versuche, die nichts Dauerndes zu schaffen vermochten. 3. Bezirk: Breil, Restaur., Rosenstr. 24. Zum 3. Bezirk gehören: Hohenzollern- Platz, Rosenstraße, Goethestraße, Bergstr. 43 bis 50-51 und 110-150. Ausbruch kommen durfte, deutlich genug auf dem Gesicht geschrieben 2. Bezirk: Bartels, Restaur., Schöneweiderstr. 9. Zum 2. Bezirk stand. Es machte diesen Leuten sichtlich unbändigen Spaß. gehören: Vergstr. 52-68, Bodestraße, Ilsefstraße, Jonasstraße, einmal so recht nach Herzenslust brüllen und toben zu Kirchhofstr. 1-9 und 35-49, Schöneweiderstraße. dürfen. Wer bei einem gewöhnlichen Konzert so toben wollte, der würde mit erfreulicher Schnelligkeit durch die wohlthätige Hand des Hausknechts auf die Straße gesetzt werden. Wenn aber geschäftskundige Wirte die Kapellen der Chinatruppen zum Abschiednehmen engagieren, dann darf sich ein„ Patriot" schon einmal etwas leisten. Zur Ehre der übrigen Besucher des Gartens muß jedoch gesagt werden, daß diese sogenannten Patrioten eher in der Minderheit als in der Mehrheit 5. Bezirk: Martinius, Restaurateur, Jägerstr. 5. 8um 5. Bezirk waren. Wir sahen viele, die sich völlig schweigend verhielten, und gehören: Berlinerstr. 41-61, Biebrichstrauße, Donaustraße, Elbſtraße, manchen, der verwundert den Kopf schüttelte. Es ertstraße, Fuldafſtraße, Jägerstr. 1-15 und 65–78, Jſarſtraße, bleiben, ob das Stopfiquitten mehr benen galt, bie fich ihrer Zust Münchenerstraße, Schönstedtstraße. am Radau so rüdhaltlos überließen, oder mehr denjenigen, die solchen Unfug als patriotische Rundgebung registrieren. 5. Bezirk: Münzer, Restaurateur, Steinmetzstraße, Ede Lessingstraße. Zum 4. Bezirk gehören: Bergstr. 1-42 und 151-163, Mittelweg, Steinmetzstr. 1-19 und 68-87, Thomasstraße, Waß mannstraße. " " 6. Bezirk: Schwarzer, Barbier, Berlinerstr. 89. 8um 6. Bezirk gehören: Berlinerstr. 1-40 und 62-107. Die große Schwierigkeit ist aber, all die heute politisch heimat- 7. Bezirk: Bybell, Restaurateur, Reuterstr. 57a. Zum 7. Bezirk Der Blumenthal, dessen wunderbare Waldesschönheit den Auslofen Elemente der englischen Demokratie auf ein wirksames poli- gehören: Elerstraße, Friedelstraße, Hobrechtstraße. Mainzerstraße, flüglern dank eines reich ausgebildeten Geschäftsfinns seiner Besitzer, tisches Aftionsprogramm zu einigen. Ein solches Programım muß, Hansenstraße, Weserstraße, Pannierstraße, Reuterstraße, Wildenbruch der Familie von Eckardstein, jezt verschlossen werden soll, gehört zu wie die Verhältnisse hier liegen, bestimmt und real sein, das heißt, straße. den historisch interessantesten Bläßen der Mart. Im Blumenthal, die Ueberzeugung erweden, daß es in absehbarer Zeit verwirklicht 8. Bezirk: Stangenberg, Cigarrengeschäft, Kottbuser Damm 99. richtiger„ Blumendal" liegt die„ Stedtstelle", der Ort, wo nach un werden kann. Für abstrafte Programme sind die Massen der Wähler Bum 8. Bezirk gehören: Harzerstraße, Hermannplatz, Kaijer verbürgten Annahmen das sagenhafte Rhetra des Wenden stand. nicht zu gewinnen. Kommt es aber zur Formulierung fonkreter Friedrichstraße, Kottbuser Danm, Lohmühlenstraße, Maybach- Ufer, Der Blumendal liegt auf dem Platean fast in der Mittte des Forderungen, dann zeigen sich unter denen, die in der Negation Schinkestraße, Straße Nr. 59. hohen Barnin. Ein meilenweiter Laubwald, mit dunklen Seen, gegegen die derzeitige liberale Führung einig sind, doch wieder sehr 9. Bezirk: Köpke, Restaurateur, Hermannstr., Ecke Karlsgarten- heimnisvollen Sümpfen und wunderbaren Thälern zieht er sich hin. weitgehende Unterschiede. straße. Zum 9. Bezirk gehören: Hajenheide, Karlsgartenstraße, Die Schäferei, die Försterei, am Fuße der Bienenberge ein einfames So hat am Mittwoch hier in der Queens Hall wieder ein Wanglidstraße, Wißmannstraße. Walddorf: Der Grebbin", das sind die einzigen menschlichen Meetig des Versöhnungsausschusses für Südafrika 10. Bezirk: Nezerau, Cigarrengeschäft. Hermannstr. 40. Zum Niederlassungen. Die Stedtstelle" liegt in der Nähe der Schäferei stattgefunden, das gut besucht war und eine von dem Arbeiter- 10. Bezirk gehören: Hermannstr. 1-98 und 167-258. und des Blumendalfees, sie zeigt sich als ein Trümmerfeld, das noch Abgeordneten Fr. Maddison und dem bekannten Philanthropen 11. Bezirk: Benner, Cigarrengeschäft, Jägerstr. 42. Zum deutlich die Spuren einer ehemaligen menschlichen Niederlassung Bassmore Edwards beantragte Resolution gegen die Vernichtung der 11. Bezirk gehören: Allerstraße, Boberstraße, Fontanestraße, Herr zeigt. Das farolinische Landbuch nennt bereits im 14. Jahrhundert Boeren Republiken annahm. Auf dem Meeting sprach u. a. der furthstraße, Jägerstraße 41-64, Leinestraße, Lichtenraderstraße, ein Dorf" Blumendal" und giebt auch genaue Auskunft über die in radikalen Kreisen sehr angesehene Baptisangeistliche Dr. Clifford Mahlowerstraße, Heissestraße, Oderstraße, Selchowerstraße, Weise- Lehens- und Dienstverhältnisse; in denen die wenigen Bewohner und brandmarkte die von der Regierung in Südafrika straße. zum nahen Straußberg standen, es ist aber ganz ausgeschlossen, daß verfolgte Politik als die des Tigers: unmenschlich, antisocial, 12. Bezirk: Breßler, Restaurant, Biethenstr. 69. Zum 12. Be- diefes jetzt verschwundene Dorf mit den Trümmern der„ Stedtstelle" ungerecht, teuflisch und sinnlos." Dafür von der Daily News" zirk gehören: Fallstraße, Ziethenstraße. identisch war. Die Stedtstelle" tritt als solche erst seit dem 18. Jahrangegriffen, die in der Afrikafrage auf seiten der Regierung steht, 13. Bezirk: Fellenberg, Barbier, Prinz- Handjerystr. 18. 8um hundert in den Akten auf, ihre Ruinen weisen jedoch auf ein sendet Dr. Clifford heute diesem Blatt eine Antwort, worin er für 13. Bezirk gehören: Prinz- Handjernstraße. weit, weit höheres Alter zurück. Im 18. Jahrhundert konnte BeckSüdafrika folgende Politik als die von ihm befürwortete bezeichnet: 14. Bezirk: Krüger, Restaurateur, Steinmetzstraße, Ede Faltmann noch eine Zeichimg dieser Ruine aufnehmen. Er fand noch Behaurung der Hegemonie Großbritaniens über die vom Strieg straße. Zum 14. Bezirk gehören: Kopfstraße, Steinmetstr. 20-67. einen Wall, die Reste und Grundmanern ehemaliger Straßen 2c. In heimgesuchten Gebiete und das übrige, unter britischer Flagge 15. Bezirk: Schöneberg, Restaurant, Herdaftr. 1. Bum 15. Bezirk den 70er Jahren hatte man ebenfalls noch ein anschauliches Bild stehende Südafrika, jedoch mit dem Anerbieten voller Selbstregierung gehören: Edmundstraße, Hermannstr. 99-166, Herthastraße, Kirch- der untergegangenen Ortschaft. Es gab da noch den" Ziehbrunnen" des Volks in allen lokalen Angelegenheiten auf der Grundlage der Hofstraße 10-34, Knesebeckstraße, Mariendorferweg, Reinholdstraße, den Weg zum Markt" und den Marktplaz" felbft, auf dem der gleichen Rechte der weißen Rassen." Worauf die" Daily News" Ringbahnstraße. riesenhafte Marktstein" lag, auch der Grundriß eines Tempels war erwidert, daß das auch das von ihr erstrebte Programım sei, die 16. Bezirk: Schulze, Restaurateur, Bergstr. 81. Zum 16. Bezirk noch zu erkennen. Jetzt sind auch diese spärlichen Reste noch spärFrage sei r, ob es sofort praktizierbar sei. Aber wenn in gehören: Bendastraße, Bergstr. 69-109, Bruno Bauerstraße, licher geworden, man hat den Boden in Acer verwandelt, Storn diesem Puntt Dr. Clifford mur mit andern Worten dasselbe will wie Delbrückstraße, Emferstraße, Glasowstraße, Juliusstraße, Nogay- wächst darüber hin. Wissenschaftliche Forschung hat ergeben, daß die„ Daily News", so ist es zweifelhaft, ob sein Programm den straße, Siegfriedstraße, Thüringerstraße, Walterstraße. man in der Stedtstelle eine uralte Kulturstätte vor sich hat. " " Der Beifall andrer Gegner des Boerenkriegs und der Boeren selbst Wahlberechtigt find alle Preußen( Nichtpreußen, die nicht natura- Marktstein", ein rohbearbeiteter Findling, trägt alle Zeichen eines ehefindet. Die Einigteit besteht da fast nur in der Negation, in der lifiert sind, haben kein Wahlrecht), welche am 30. Juni d. J. das maligen Opfersteins, auf welchem Menschenopfer hingeschlachtet wurden. Brandmarkung der Mittel, gewisser Formen und moralischer 24. Lebensjahr erreicht haben und mindestens die 2. Stenci stufe Ebenso spricht alles dafür, daß die Opferstätte wendischer Herkunft Wirkungen der Regierungspolitik. Aber sie hört da auf, wo es fich bezahlen, sowie diejenigen Personen, welche am 1. Juli war. Die Germanen hatten ihre geweihten Bläzelin heiligen Hainen. um die Abzeichnung dessen handelt, was nun werden soll. dieses Jahres ein Jahr in Rixdorf wohnen und im Besige Die Wenden bauten ihren Gößen Tempel in volfreichen Städten. Ich hebe das nicht hervor, um Dr. Clifford, der ein sehr der bürgerlichen Ehrenrechte Ehrenrechte find. Wähler, deren Namen Die Tempelreste waren und sind teilweise noch vorhanden, die ehrenhafter und verdienter Demokrat ist, als unwahr oder nicht in der Liste stehen, müssen im Wahlbureau, Rathaus, Zimmer 36, Ruinen der Stadt auch. Man geht also wahrscheinlich gar nicht fehl, verlappten Jingo hinzustellen. Das ist er durchaus nicht. die Eintragung in die Wählerliste beantragen und sich zu diesem wenn man annimmt, daß im Blumenthal die Kultusstätte Ligislafs, Er fieht eben teine andre Möglichkeit einer Herstellung 8wede mit einer Legitimation versehen( Steuerzettel 2c.). Ein das untergegangene Rhetra ftand. Der umfangreiche Erweiterungsbau des Stettiner Bahn-| Weltausstellung gegeben. Eine Fülle der schönsten Lichtbilder zeigen hofe wird jetzt, nachdem die Fundierung vor kurzem beendet worden in anschaulicher Weise die großartigen Anlagen und Bauten der ist, bereits in die Höhe geführt. Auf der Ostseite des Haupt Ausstellung, das Leben und Treiben auf derfelben, so daß der Voreine geführt, die fich an die schon bestehende Halle anschließt, in den die Ausstellung aus eigner Anschauung tennen lernen wollen. Shrt, die sich an die schon weite Bahnhofshalte auftrag namentlich denjenigen von besonderem Wert fein dürfte, welche Schiffers Wilhelm Schwiht vor der ersten Ferienstraffammer am selben riesigen Dimensionen wie diese gehalten und ausschließlich für Fenerbericht. In einer Instrumentenfabrik Brunnenstraße 25 Beihilfe war daneben der Gastwirt Rummel angeklagt. Sch. Fernzüge bestimmt ist. Der Verkehr auf dem Stettiner Bahnhof ist tam Dienstag früh ein Brand aus, der mit einem Rohre abgelöscht nämlich von Jahr zu Jahr derartig gewachsen, daß die auf dem werden konnte und nur geringen Schaden verursachte. Kurz vorher Bahnhofsterrain vorhandenen Baulichkeiten schon längst nicht mehr ausreichten und deshalb zu Neubauten geschritten werden ging Mezzerstraße 8 ein Posten Wäsche in Flammen auf. Bei der Explosion einer Petroleumlampe wurden Montagabend Reichenbergermußte, welche diesem Mangel gründlich abzuhelfen versprechen. straße 52 Möbelstücke durch Feuer beschädigt. Dresdenerstr. 97 ivar Infolge dieser Neuanlage muß auch die eisenbahnfiskalische Straße Badmaterial in einem Kolonialwarengeschäft in Brand geraten, der kassiert werden, die sich an der Oſtſeite des Bahnhofs hinzieht aber noch im Keime erstickt werden konnte. Berschiedene andre Allarund früher, als sich auf demselben noch die Post befand, den mierungen basierten anf unbedeutenden Anlässen. einzigen Zugangsweg zn derfelben bildete. Auf dem lassierten Etraßenterrain wird sich später ein Theil der Geleise der neuen Bahnhofshalle hinziehen. Im Rohbau fertig ist ferner jetzt das neue Inspektionsgebäude, das sich ebenfalls an der Ostseite des Bahnhofs, aber mehr nach der Gartenstraße zu erhebt. Sobald Aus den Nachbarorten. 消 Gefentert. Fünf Personen wurden durch das mutige Eingreifen dieses im Backsteinrohbau errichtete Haus bezogen worden ist, wird des Pianofortefabrikanten Rudolf Groß und seines Sohns_Richard das alte Inspektionsgebäude abgerissen werden, das auf der West- von Ertrinten gerettet. Die beiden Herren bemerkten am Sonntag, feite an dem großen Droschkenhalteplatz liegt und den letzten Reft als sie mit ihrer Segelyacht auf dem Seddin- See kreuzten, durch der Baulichkeiten des alten Stettiner Bahnhofs darstellt, deffen Hilferufe aufmerksam geworden, das Segelboot„ Elisabeth", das dem Hauptgebäude es war. Ein Vergleich zwischen diesem bescheidenen Sinten nahe war. Es gelang Herrn Groß, unterstützt durch günstigen Bau und der mächtigen Halle des jezigen Bahnhofs zeigt deg riesigen Wind, so schnell an die Unglücksstelle Heranzukommen, daß er mit Fortschritt, der auf dem Gebiete des Bahnhofbauwesens in den Hilfe feines Sohns die Bassagiere des fintenden Boots aufnehmen Tetzten Jahrzehnten gemacht worden ist. fonnte. Nur einer war des Schwimmens kundig, sodaß die andern Untersuchungen über Malaria- Erkrankung werden in einer vier dem sicheren Tode entronnen find. Anstalt der hiesigen Universität gegenwärtig angestellt. J Ne Die schon oft gerügte Unfitte der Kinder, fich an Wagen an gierungsbezirk Potsdam ist ein Fall von Malaria aufgetreten. Ezuhängen, hat wieder ein junges Menschenleben vernichtet. Der besteht nun die Vermutung, daß diese Erkrankung auf die Vogelwelt nennjährige Sohn des Eisenbahnarbeiters Sback in Johannis. als Trägerin des Malariakeims zurückzuführen ist. Um darüber thaI versuchte gestern auf einen Sprengwagen aufzuspringen, griff Gewißheit zu erhalten, stellt man jetzt die Untersuchungen an. Der aber fehl und in das Hinterrad. Der Knabe wurde von dem Rad Regierungspräsident von Potsdam hat die ihm untergebenen Be- herumgeschleudert und so unglücklich überfahren, daß er nach kurzer hörden angewiesen, bestimmten Personen zu diesem Zweck beim Bogelfang behilflich zu sein. Der Fang erstrect sich auf Vögel aller Art, Beit verstarb. old natürlich auch auf Singvögel. Außer den Bögeln, die schon in großer Anzahl eingefangen sind, wurden auch die Neste genau untersucht. Ueber das Ergebnis dieser Forschungen ist noch nichts belannt, man zweifelt aber nicht daran, daß sie auf die Frage, ob die Vögel auf ihren Wanderungen in Malariagegenden den Krankheitsteim in fich auf nehmen, in andre Gegenden weiter verbreiten und dort wieder mittelbar auf Menschen übertragen, eine bestimmte Aufklärung geben werden. wurden. Johannisthal. Der Beschluß des Gemeinderats, die Grundbefizer zu verpflichten, ihre Bürgersteige pflastern zu lassen, ist ungültig, da die Gemeinde fein Ortsstatut befigt. Auf die Tagesordnung der am Donnerstagabend 8 11hr bei Heimlich stattfindenden Sigung steht mit Rücksicht auf diese Sachlage ein Antrag des Genoffen Mann auf Einführung eines Ortsstatuts. Ferner kommit ein Antrag, der den Bau eines Gemeindehauses bezweckt, zur Verhand 08 lung. Die Zustände sind für die Gemeindeverwaltung unhaltbare, da die Gemeinderatsfigungen schon im Schlaf und Wohn immer eines Restaurateurs abgehalten wurden. nur mit seiner Trunkenheit. Der Urteilsspruch des Gerichts Yautete auf ein Jahr Gefängnis und drei Wochen Haft. Ein Naturforscher stand gestern in der Person des früheren Landgericht II, um sich wegen Diebstahls zu verantworten. Wegen ernährt sich schlecht und recht als Naturforscher zur See", d. h. er sucht den Rummelsburger See ab und fischt mit einem jogenannten Käscher" von Eisendraht alles das vom Boden des Sees heraus, was andre verloren haben. Er findet da mancherlei Wertsachen, Uhren u. dgl., die Sportsmen verloren haben, hauptsächlich aber realere Dinge wie Kohlen 2c. Im Januar d. J. hat er sich durch das Eis des Sees in der Nähe der Anilinfabrik diverse Löcher gehauen. Durch diese hat er den Boden abgesucht und mehrere Centner Kohlen herausgefischt, die beim Ausladen der Kohlenzillen in den See gefallen waren. Gastwirt Rummel, bei dems. wohnte, hatte diestohlen auf die Versicherung hin abgefahren, daß S. vom preußischen Fiskus die Erlaubnis erhalten habe, auf dem Boden des Sees nach Kohlen zu fischen. Die Direktion der Anilinfabrik hat aber das Herausfischen von Kohlen an ihren Gestaden verboten und erstattete Anzeige. Die Beweisaufnahme ergab, daß S. in ganz Rummelsburg als„ Naturforscher zur See" befannt ist und ihm anstandslos das Ergebnis ſeiner Forschungen" abgekauft wird. Rechtsanwalt Steiner als Verteidiger machte mit Erfolg geltend, daß hier der strafbare Dolus, das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit, fehle und in diesem Simme erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung beider Angeklagten. Dersammlungen. -dem unter diefer Ueberschrift in verschiedenen Blättern veröffent Zur Lohubewegung der Adressenschreiber, das heißt zu lichten Artikel, nahm der Central- Verein der im Adressenwesen und verwandten Branchen Beschäftigten in seiner Bersammlung am Sonnabend, den 21. d. M., insofern Stellung, als er es entschieden verurteilt, daß derartige Mitteilungen, die im allgemeinen und in verschiedenen Einzelheiten weder der Wahrheit entsprechen, noch irgendwelche Kenntnis der thatsächlichen Verhältnisse verraten, ihren Weg in die Bresse finden. Es wird dadurch nur Verwirrung unter den Kollegen, hervorgerufen und das Lefepublikum wie die Kunden der Adressenbureaus werden hinters Licht geführt. Bezeichnend für die Sachfenntnis des Artikelschreibers ist es, daß diesem das Bestehen der obengenannten Fachorganisation vollständig unbekannt zu sein scheint, Jutereffante Funde find auf dem Schloßplas gelegentlich obwohl dieselbe u. a. im vorigen Jahre eine Lohnerhöhung der Tagelöhner um etwa 881/8 Proz. in dem Rob. Teßmer'schen Bureau der jest stattfindenden Arbeiten für die Umgestaltung des Blages erzwungen hat. Aus dem Teßmerschen Geschäft, dessen gemacht worden. Bei den für die Verlegung der Kanalisation not Bankow. Ein Antrag, eine Voltsbibliothek zu errichten, welcher Inhaber sich mindestens acht Monate im Jahre von wendigen Ausschachtungsarbeiten stieß man in der Nähe des Haupt- bor turzer Beit von der hiesigen Gemeindevertretung abgelehnt den Anstrengungen seiner geschäftlichen Thätigkeit erholen portals gegenüber der Breitestraße auf ein eines Mauergewölbe, wurde, wird diese Körperschaft noch einmal beschäftigen. In einer muß, ergingen wieder Klagen gegen die sogenannten Aufsichtsin dem die Stelette von einem Mann und einer Frau vorgefunden Bekanntmachung des Gemeindevorstands vom 11. Juli wird darauf beamten", insbesondere deren Obersten, einem chemaligen An dem Hinterschädel des Frauenskeletts befand sich ein hingewiesen, daß die von dem Cigarrenhändler Bogemehl, Berliner holländischen Kolonialfoldaten, Namens Birtler, mit dessen Unterfleiner Metallpfeil, der zweifellos dazu gedient hat, das Haar der firaße 11, verwaltete Boltsbibliothek jedem Einwohner Bankows offiziersmanieren sich der Verein schon im vorigen Jahre beschäftigen Verstorbenen zusammenzuhalten. Die ursprüngliche Annahme, unentgeltlich zur Benutzung frei steht. frei steht. Daraufhin hat der mußte. Entgegen den öffentlich und wiederholt abgegebenen Erdaß man hier die Ueberreste der Opfer eines im Mittel- Vorsigende des Bürgervereins eine Erklärung in der hiesigen lärungen ihres Prinzipals verhindern diese jede Agitationsalter verübten Verbrechens entdeckt habe, mußte jc- Borort Zeitung abgegeben, daß die Bibliothek alleiniges thätigkeit für den Verein. Der ehemalige holländische UnterDoch fallen gelaffen werden, nachdem noch vier broncene Eigentum des genannten Vereins ist und nur deffen Mit- offizier wollte am Freitag sogar einem mit dem Verteilen Garggriffe zu Tage gefördert wurden. Die Stelette wurden wieder gliedern unentgeltlich zur Verfügung steht. Diese Bibliothek von Handzetteln betrauten Dienstmann auf der Straße diese für vergraben und die übrigen Gegenstände dem märkischen Museum wird nun seit Jahren von seiten der Gemeinde mit 100 m. die Aufklärung der rückständigen, indifferenten und eingeschüchterten siberwiesen. Das oben erwähnte fleine Gewölbe fand eine Fort- jährlich fubventioniert. Wir sind der Meinung, daß die aus dem Kollegen so migliche und notwendige Thätigkeit untersagen. Zum segung durch ein außerordentlich starkes Mauerwerk, das sich teil- Steuersäckel der Gemeinde unterhaltene Bibliothek Gemeingut der Glüd war der Mann auf ein Refontre vorbereitet und hat den weise nach der Spree und teilweise nach der Breitestraße zu erftredt. gesamten Bürgerschaft sein sollte. Deshalb möge man so tonsequent Herrn, der sich dabei als Geschäftsführer" bezeichnete, nicht den Die Mauersteine haben eine ungewöhnliche Größe und wiegen 15 fein und diese Bibliothek dahin stellen, wo sie gehört, in ein Schul- Gefallen get han, die Verteilung einzustellen, und so mußte derselbe bis 20 Pfund. Das Bauwerk war verstärkt durch gewaltige Fels- gebäude unter der Aufsicht eines Lehrers oder Gemeindebeamten. zusehen, wie seine Leute" die Bettel nahmen. Steinblöcke, die ein Gewicht von 5 bis 10 Centnern besigen. Gie Ein Opfer des schlechten Sommers ist der Gastwirt Louis Die Versammlung beschloß ferner, den Arbeitsnachweis des müssen mittels Winden gehoben werden. Die Mauern find auf Hansen von„ Marienhöhe" geworden. Dieser taufte das bekannte Centralvereins unter Aufgabe des bisherigen Lokals vom 25. d. M. einer Breite von 14 Meter freigelegt, doch sind dieselben noch er- Sommerlolal zwischen Mariendorf und Südende vor einem ab nach dem Gewerkschaftshause. Engelufer 15, Zimmer 34, zu vers heblich stärker. Das Beseitigen des festen Gemäuers verursacht den Jahre, nachdem sein Vorgänger, Gastwirt Krause, es aufgegeben legen und in dem dort zur Verfügung stehenden Raum eine ständige Arbeitern erhebliche Schwierigkeiten. hatte, weil seine Frau auf der Rückreise von Jerusalem in Neapel Schreibstube einzurichten. Einmal, um den verschiedenen gemaßregelten gestorben war. Da der Sommer lange Beit für Gartenwirtschaften Stollegen Arbeit zu verschaffen, unabhängig von der Thätigkeit für irgend sehr schlecht war, so wollte das Geschäft nicht so gehen, wie der neue einen Unternehmer, und ferner zum weiteren Ausbau der Thätigkeit irt es sich gedacht hatte. Unter der Laft der Binsen und täglichen für die Gewerkschaften und Gewerkschaftszeitungen, mit deren Unkosten verlor Hansen den Mut und wurde von Tag zu Tag trüber Expedition 2c. der Centralverein der im Adressenwesen 2c. Beschäfgestimmt. Am Montagmorgen fand ihn sein Sohn erhängt auf. tigten betraut ist. Der Verstorbene betrieb früher eine Wirtschaft in Potsdam in der Nähe der Garde- Jäger- Kaserne. Eine China- Expedition will auch die Heilsarmee ausrüften. Ueber die Stärke und Ausrüstung der Expedition, die sich bei paffender Gelegenheit einschiffen wird, ist noch nichts bestimmt worden. In der legten Bestellungsversammlung für Berlin teilte der Kommandant einige Zahlen mit, die von dem rapiden Wachstum der Heilsarmee in Deutschland Kenntnis geben. So bestanden z. B. 1896 26 Corps mit 70 Offizieren; heute zählt man dagegen 110 Corps mit 350 Offizieren. Außerdem hat die Heilsarmee in dieser Zeit drei Rettungshäuser, Wöchnerinnenheime, Kinderheime und Samariterheime geschaffen. In nächster Zeit soll unter dem Namen Metropole ein Logierhaus für weibliche Bersonen im Centrum Berlins eröffnet werden. Gerichts- Beitung. H Die nächste Mitgliederversammlung findet am Sonnabend, den 4. August statt, wozu die Kollegen mit dem Hinweis auf die bevor stehenden wichtigen Verhandlungen noch besonders eingeladen werden. Vermischkes. Ein graufiges Verbrechen ist in Gurtow im Kreis Friedeberg in der Neumart dieser Tage entdeckt. Vor einiger Zeit ver schwand hier die 85jährige Arbeiterfrau Kurzweg, die mit ihrer 55 Jahre alten Tochter zusammenwohnte. Alle Recherchen nach dem Verbleib der Greifin blieben erfolglos, bis sich die Polizei dazu entschloß, eine sehr eingehende Haussuchung bei der Tochter der Greifin vorzunehmen. Hierbei wurde der Leichnam der Vermißten im Dunkhaufen verscharrt aufgefunden. Der Körper wies Spuren großer Ge Arme und Beine anscheinend durch Beilhiebe nochmals gebrochen. Der Verdacht der Thäterschaft richtete sich natürlich sofort gegen die Tochter, die denn auch schließlich zugab, die That begangen zu haben. Heber die Motive zu dem Verbrechen konnten wir bisher nichts. Näheres erfahren. Marktpreise von Berlin am 23. Juli 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Eine zeitgemäße Warnung wurde gestern seitens der ersten Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die Leiche Brandstiftung war der Arbeiter Wilhelm Marquardt angeklagt. New York verunglückten Kapitäns des Dampfers des Norddeutschen Ferienstraftammer am Landgericht erlassen. Wegen fahrlässiger Die Ueberrefte des bei dem großen Brande im Hafen von des 68 Jahre alten Grünkramhändlers August Schäfer aus der Der Angeklagte befand sich im April d. J. bei dem Rittergutsbesitzer Lloyd" Saale", Hans Mirow, wurden Montagnachmittag auf dem Manteuffelstr. 28, der Anfang dieses Monats verunglückte. Schäfer Böttcher in Tazdorf in Stellung. Am 11. April fegte er fich Goslarer evangelischen Friedhofe der Erde übergeben. Die Mutter hatte zweimal einen Schlaganfall gehabt und war seitdem etwas während der Mittagspause am Rande einer Schonung nieder. Nach des Verstorbenen wohnte früher dort. Auch Mirow ſelbſt beabfopflos. Als er am 3. d. W. eine Gastwirtschaft verließ. lief er in dem er sein Mittagbrot verzehrt hatte, zündete er sich einen Cigarren fichtigte nach seiner Pensionierung sich in Goslar dauernd aufzu das Gespann eines Geschäftswagens hinein und wurde am linken rest an und warf achtlos das noch brennende Streichholz hinter sich. halten, dies veranlaßte die zur Beit in Bremerhaven lebende witive, Bein überfahren. Dieses wurde im Krankenhaus am Urban abBein überfahren. Diefes wurde im Krankenhaus am Urban abgenommen, es stellte sich aber der Brand ein und so führte der nicht lange darauf sah er sich plöglich von Flammen umgeben. Das ihn in Goslar beerdigen zu lassen. Unfall zum Tode des alten Mannes. trodene Gras hatte Feuer gefangen. Er versuchte zwar zu löschen, aber das gelang ihm nicht. 30 Morgen Kiefernichonung brannten Durch Ueberfahren schwer verunglückt ist der 50 Jahre alte nieder. Mit Rücksicht auf den tolossalen Leichtsinn des Angeklagten Arbeiter Emil Musold aus der Prinz Eugenstr. 3. Musold war erkannte der Gerichtshof auf einen Monat Gefängnis. beim Stabellegen an ber de der Königs und Sloſterſtraße beſchäftigt Widerstand gegen die Staatsgewalt. Der 15jährige Kauf und sah eine Droschte nicht, die aus der Klosterstraße um die Ecke manns- Lehrling Alfred Heidemann war vom Schöffengericht wegen gefahren tam. Das Pferd riß ihn um und trat ihm auf den Kopf. Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 3 Monaten Gefängnis verDie Räder gingen ihm über den Körper und brachten ihm innere urteilt worden. Als die Schutzleute Bollnow und Friedrich am Verlegungen und Abschürfungen an den Beinen und Armen bei. 19. Mai einen Mann festnehmen wollten, der Steine gegen einen waltthätigkeiten auf, der Kopf war vom Rumpf getrennt und die Der Kutscher, ein Mann, der schon 16 Jahre ohne Tadel fährt, war Pferdebahnwagen geworfen hatte, wurden sie vom nachdrängenden über den Unfall ganz untröstlich und brachte den Verunglückten mit Bublikum in arger Weise belästigt. Der Angeklagte versetzte seiner Droschte schleunigst nach der nächsten Unfallstation und von ihnen u. a. mehrere Schläge mit dem Schirm über den Rücken. dort nach seiner Wohnung. Hier verschlimmerte sich gestern nach Im geftrigen Termin baten der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Werthauer mittag der Zustand des Ueberfahrenen so sehr, daß man ihn mit und der Water des in Thränen zerfließenden Knaben um Herab einem Lückschen Rettungswagen dem Augustahospital zuführen mußte. fegung der Gefängnisstrafe auf einen Verweis, der Angeklagte jei Außerordentlich vorsichtig ist ein Selbstmörder zu Werke ge- habe. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß Mitleid nicht am Blaze schon streng genug dadurch bestraft, weil er seine Stellung verloren gangen, der sich gestern morgen auf der Alsenbrücke das Leben fei. Die Autorität des Staats müffe gewahrt und dem radaulustigen nahm. Schiffer, die in jener Gegend antern, und einige wenige göbel ein für allemal die Luft zu ähnlichen Ausschreitungen ge andre Leute, die schon so früh auf den Beinen waren, jahen gegen nommen werden. Die Berufung wurde verworfen. Studenten Weizen, gut 4 Uhr, wie ein Mann sich auf der Brücke auffällig zu schaffen frawolle scheinen die Autorität des Staats nicht so schwer zu machte. Bevor sie weiter darüber nachdenken konnten, was der Mann wohl vorhabe, setzte sich dieser auf das Geländer, band sich mit untergraben, denn wir finden sehr oft, daß Gerichte im Hinblick auf einem ledernen Niemen zwei Hanteln um den Hals, schoß sich dann das Fortkommen des jungen Mannes, der als Schüler der Hochschule*) Bloggen, gut recht rüpelhafte Radauscenen verübte, Milde walten läßt. Wir aus einem Revolver eine Augel in die rechte Schläfe und fiel rück wollen dabei nur jan die Gerichtsverhandlung vor dem Halleschen)" Gerfie, gut lings vom Geländer in die Spree hinab. Obwohl er sich beschwert Schöffengericht erinnern, die wir in der gestrigen Nummer brachten, hatte, kam der Mann doch bald wieder an die Oberfläche und konnte gelandet werden. Er war aber eine Leiche, schon der Revolverschuß fie beweist, mit welcher Wilde hier die Richter gegen einen Standaleur hatte ihn auf der Stelle getötet. Papiere oder andre Gegenstände, ausgebildeten Kreiſen urteilten. Ist das Fortkommen eines Mannes, t)" Safer, gur die über die Persönlichkeit Austunft geben tönnten, fand man bei ber diesen Streisen nicht angehört, weniger bedeutungsvoll? dem Toten nicht. Es ist ein Mann in den vierziger Jahren, Ein rabiater Bettler stand gestern in der Person des Bäckers Nichtroh hat schwarzes Haar und etwas Glaze und einen schwarzen Otto Rumpff vor der ersten Ferienstraffammer am Landgericht II. Sen Schnurrbart und trug nur ein grünlich fariertes Drillidhjadett, Der 36 jährige Angeklagte hat wohl die Hälfte feines Lebens im Grbfen eine Hoſe aus Semselben Stoff, feine niedrige Schaft Gefängnisse zugebracht. Unter seinen Vorstrafen befinden sich sehr Speisebohnen ftiefel und ein weißes leinenes Hemd mit den Zeichen C. v. N. 5. viele wegen Gewaltthätigkeits- Deliften. Am 19. Juni d. J. bettelte Der Unbekannte trug drei goldene Ringe, einen Trauring mit dem er in Grünau und überall, wo er abgewiesen wurde, iniltierte er Zeichen J. v. S., einen Ring mit einem weißen Stein und einen die Leute, bis schließlich der Amtsdiener Jankowsky aus Adlers Siegelring mit Wappen. hof erichien, um ihn zu arretieren. Dabei stellte sich heraus, daß Verloren. Sonntagmorgen ist Strakauerbrüde 5 ein Weber- Rumpff auch die Frühstücksbeutel mit Inhalt gestohlen hatte. Als er nun abgeführt werden sollte, leistete er verzweifelten Widerstand. Mit ateher mit stontrollmarken vom Verband der Maurer abhanden ge- einem Stod und mit der Faust schlug er den Beamten nieder, so daß dieser fommen. Der Finder wird gebeten, gegen Belohnung die gefundenen am Boden lag, dann ergriff er die Flucht. Er wurde wieder einSachen bei Palme, Ostbahnhof 5, p. III, abzugeben. geholt, stieß aber nun den Beamten mit dem Fuß vor den UnterIn Weißenfee wurde am Sonntag auf dem Boltsfest ein Negen leib und schlug ihn wieder mit der Faust ins Gesicht. Erst mit schirm, eine Damenuhr, ein Jackett und ein Schlüssel gefunden. Diese Silfe des herbeigeholten Gemeindedieners konnte er überwältigt Gegenstände sind bei taste, Hochstr. 82, abzuholen. und ins Amtsgericht gebracht werden. Sier zerschlug er zehn Im wissenschaftlichen Theater der Urania, Taubenstraße, Fensterscheiben, zertrümmerte den Ofen und riß die eisernen Fenster wird allabendlich der Vortrag von Franz Goerte über die Pariser traillen aus der Mauer. In der Verhandlung entschuldigte er sich Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Basing in Berlin. " Linsen Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 11,-| 5, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 1,20 do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Fier Karpfen mittel " gering " 14,50 " mittel " gering " 15,40 14,90 mittel " gering mittel " gering 14,80 14,40 14,30 13,90 16,30 15,30 15,20 14,30 14,20 13,20 " 6,16 Hechte 5,50 Barsche " 7,40 5, 40, 25, 45, 70, 25, Schleie Bleie Krebse 30, 223 Aale Bander 1,20 1" " 1,60 1,10 1,60 1, # 1,60 1,10 " 2,60 1,80 60 Std 3,60 2,20 1 kg 3,- 1,40 2,60 1,20 2,40 1,20 n 1,80 0,80 2,40 1,20 1,40 0,80 per Schock 20,- 2,50 *) ab Bahn. **) ab Bahn und frei Wagen. +) ab Bahn und frei Wagen. Produktenmarkt vom 24. Juli. Die gestern begonnene Baiffe bewegung auf dem Getreidemartt, welche nachbörslich noch in eine weitere bedeutende Berflauung ausgelaufen war, machte heute weitere Fortschritte. Am Frithmarkt, der sehr ruhig verlief, fonnten sich die Preiſe noch einiger maßen behaupten. Mittags führten Ermäßigungen ber russischen Offerten einen Südgang der Roggenpreise uut 1,50. gegen geftrigen tiefsten Stand herbei. Weizen war im Anschluß an matte Welbungen aus Nordamerita are fehlte jegliche Kaufluft. Die Lieferungspreise waren am Frühmartie und günstige Wetteraussichten bis 2 M. billiger zu haben. Für effektive. noch etwa 1 W. höher als mittags. Am Safermarkte zeigte sich nur für allerfeinste Ware einige Frage. Mais lag im Preise gut behauptet. üböl 0,10 bis 0,20 m. nachgebend. Spiritus unverändert.