Nr. 171. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1900 unter Mr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder dei.n Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs: Anzeigen 20 Pfg. " Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für dte nächfte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt 1, nr. 1508. Telegramm- Adresse: ,, Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt 1. Nr. 1508. Die Wohnungsnot. I. Donnerstag, den 26. Juli 1900. 26 Schlafgänger tamen. Und wie wohnen die Schlafgänger? 39,2 Proz. derselben waren in Wohnungen aufgenommen, die nur aus einem Zimmer bestanden, 50 Proz. in Wohnungen von zwei Zimmern. Nur 7,7 Proz. aller Berliner Schlafgänger finden wir in Wohnungen mit drei, nur 2,5 Prozent in Wohnungen mit vier und mehr Zimmern! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. China. An wesentlichen Nachrichten liegt heute kaum eine vor. Nur die ohne Meldungen über die Rettung der Gesandten" strömen reich daß die Masse die Glaubwürdigkeit erhöht. Auch von den militärischen Operationen der Mächte hört man nichts von Belang. Die chinesische Politit bleibt ebenso dunkel wie die Einmütigkeit" der civilisierten Mächte. " Die Vorgänge in Peking. Seit Jahren beschäftigen sich einsichtige Socialpolitiker mit Erhebungen über die Wohnungsverhältnisse der arbeiten- Das Schlafstellenwesen birgt zunächst große Gefahren den Klasse, kommunale Behörden, die die Wichtigkeit der in sittlicher Hinsicht in sich. Treffend weist Schmoller Wohnungsfrage erkannt haben, veranstalten statistische Unter- darauf hin, daß die Gesellschaft die unteren Schichten des suchungen, volkswirtschaftliche Kongresse treten mit Vorschlägen großstädtischen Fabrikproletariats durch die WohnungsWarum die Deutschen sich von Tientsin zurückgezogen haben, an die Gesetzgebung zur Abhilfe des Notstands auf, Hygieniker verhältnisse mit zwingender Notwendigkeit zum Zurückſinken ist bisher nicht aufgeklärt. Hinter den Kulissen der deutschen Politik bemühen sich, auf ihren Zusammenfünften die Forderungen auf ein Niveau der Barbarei und Bestialität, der Roheit und scheinen sich lebhafte Kämpfe zwischen den schneidigen Draufgängern festzulegen, die vom Standpunkt einer geordneten Gesundheits- des Rowdytums nötigt, das unsre Vorfahren schon Jahr eines Rachefeldzuges und den besonnenen Leuten abzuspielen; die pflege aus an Arbeiterwohnungen zu stellen sind, Gewerbe- hunderte hinter sich hatten. Und Adolf Braun, der seiner jüngeren Militärs, die noch keinen Krieg gesehen haben, neigen offenbar Inspektoren berichten über haarsträubende Zustände in ihren Beit die Denkschrift der Berliner Arbeiter- Sanitäts- Kommission zum fröhlichen Zug nach Peking, den älteren behagt die ganze Bezirken,- und doch ist bisher so gut wie nichts zur bearbeitet hat, schildert die Nachteile der Aufnahme von abenteuerliche Weltpotitik nicht. Linderung der Wohnungsnot geschehen. Noch immer be- Aftermietern mit folgenden Worten: Kinder beiderlei Gefinden sich, um die Worte eines bürgerlichen National- schlechts müssen mit Eltern und oft mit Fremden im gleichen öfonomen zu gebrauchen, die weitaus meisten Angehörigen Raum, oft auch im gleichen Bett hausen; die Vorteile der der ärmeren Klassen in Wohnungsverhältnissen, die mehr häuslichkeit gehen verloren, das Wirtshaus bietet vielen eine oder minder Gesundheit und Sittlichkeit schädigen, das angenehmere Erholung, als das Zusammensein mit Frau und Familienleben beeinträchtigen, dem Dasein Freude und Be- Sind in einem Raume, der mit Fremden geteilt werden muß, haglichkeit rauben. in dem die Gelegenheit zu Bank und Streit infolge des engen Zur Zeit ist die Wohnungsnot nicht nur in Großstädten, Aneinanderwohnens ununterbrochen besteht. Es werden die sondern auch in mittleren und teilweise sogar in fleinen schlechten Wohnungen somit eine der Ursachen des steigenden Städten so hoch gestiegen, wie kaum je zuvor. Selbst als Alkoholismus, der Zerrüttung des Familienlebens, der zu Beginn der siebziger Jahre der Milliardenregen sich über mangelnden Erziehung der Jugend." Deutschland ergoß und Bauschwindler im Verein mit gewissen- Fügen wir noch hinzu, daß in den schlechten Wohnungslosen Spekulanten ihr wucherisches Unwesen trieben, war verhältnissen, und vor allem in dem Schlafstellenwesen, nach die Wohnungsnot nicht so ausgedehnt, wie heute. übereinstimmender Ansicht aller Kenner der Thatsachen eine Mehr als zehntausend Einwohner in Berlin und fast der Hauptquellen der Prostitution zu suchen ist, so wird die tausend Einwohner in Humburg sind heute gezwungen, für sittliche Schädigung weiter Kreise der Bevölkerung durch Wohnungen ohne heizbare Räume, die ursprünglich garnicht das Wohnungselend nicht länger in Zweifel gezogen werden zum Aufenthalt von Menschen bestimmt waren, sondern als fönnen. Lagerfeller, Ställe u. dergl. dienten, eine hohe Miete zu entrichten, und in andren Städten ist es nicht viel besser bestellt. Die Zahl der vorhandenen Wohnungen steht in feinem Verhältnis zur Zahl der erforderlichen. Das„ Reutersche Bureau" meldet vom 22. Juli aus Tafu: General Li, Kommandent der in der Nähe von Taku gelegenen Beitang- Forts, benachrichtigte den britischen befehlshabenden Offizier bei Tongku, daß ein Läufer, welcher Peting am 14. d. M. ver= ließ, berichte, daß die Stadt sich im Zustande vollständiger Anarchie befunden habe, die Truppen hätten mit den Boxers gekämpft; legztere hätten die Ueberhand im Kampfe gewonnen. Die Marim Munition der Gesandtschaftswachen sei erschöpft gewesen, die Europäer wären sparsam mit der Gewehrmunition umgegangen. Die fremdenfeindlichen Chinesen hätten eine Anzahl Geschüße auf die die Gesandtschaft beherrschenden Wälle gebracht; die Wachen hätten bracht. Li fügte hinzu, er möchte es gerne vermeiden, gegen die jedoch einen Ausfall gemacht und die Geschütze zum Schweigen geVerbündeten zu kämpfen. Nach einer dem„ Reuterschen Bureau" aus Tientsin den 20, d. M. zugegangenen Meldung berichtet ein aus Beking dort eingetroffener Läufer, die Europäer hätten sich am 10. d. M. noch in Sicherheit befunden; es hätten beträchtliche Kämpfe zwischen den Borers und chinesischen Soldaten im Innern der Stadt stattgefunden. Gine hier aus Beling eingetroffene, vom 10. Juli datierte Nachricht Dem„ Standard" wird aus Tschifu vom 23. Juli gemeldet: besagt, die in der britischen Gesandtschaft befindlichen Ausländer bedürfen dringend des Entsages, unter ihnen herrsche Krankheit, die chinesischen Truppen halten die BeGefahr einer Verelendung der Arbeiterklasse in Aber die schlechten Wohnungsverhältnisse bergen auch die sich. Mit der Zahl der Bewohner, die auf ein Haus kommen, steigt die Sterblichkeit. London, das auf ein Haus im Durch schnitt acht Bewohner zählt, hat eine Sterblichkeit von 23 pro Tausend, Berlin eine solche von 25 bis 32 pro Tausend. In Kopenhagen betrug die Sterblichkeitsziffer 24,60, hingegen lagerung noch aufrecht. in den von der gemeinnützigen Baugesellschaft daselbst errichteten Der französische Minister des Aeußern Declassée erhielt vom Unter dieser Wohnungsnot hat die arbeitende Bevölkerung schwer zu leiden. Wietssteigerungen in vorher nie gekannter Höhe sind an der Tagesordnung, Familien, die mit Kindern nach Ansicht der Hauswirte etwas zu reichlich gesegnet sind, werden an die Luft gesetzt und können nur mit großen Häusern nur 18,10. französischen Generalkonsul in Shanghai ein von gestern abend Ewierigkeiten, oft auch garnicht, ein neues Unterkommen Welchen Einfluß die Wohnungsverhältnisse auf die Uhr 20 Minuten datiertes Telegramm, welches befagt, Li- Hung finden, höhere Löhne, die die Arbeiter durch heiße Kämpfe dem Sterblichkeit haben, ergiebt sich u. a. aus den Untersuchungen, Tichang habe ihm( dem Generalfonful) die Berfichermas habe Unternehmer abgerungen haben, fallen nicht ihnen, sondern die Dr. Neefe in Breslau angestellt hat. Es starben geben, daß der Gesandte Bichon lebe, Li- Hung- Tichang habe den Hauswirten in den Schoß, so daß die Lebenshaltung des dort im Jahre 1896 von je 1000 Lebenden, die eine Wohnungs- eingewilligt, an Pichon eine Botschaft zu übermitteln und Arbeiters, auch wenn sein Einkommen absolut gestiegen ist, miete bis zu 300 M. zahlten, 20,7, bei einer Wohnungsmiete babe fünf Tage Zeit für die Antwort gefordert. doch keine oder eine nur winzig höhere ist, als vordem. von 301-750. 11,2, bei einer Miete von 751-1500 m. Diese Frist von fünf Tagen wird man nun abwarten müssen; Je geringer das Einkommen einer Familie ist, desto dagegen nur 6,5. Im Durchschnitt betrug die Sterblichkeits- allerdings scheint uns auch dies Versprechen nur dem Zwecke zu größer wird der Anteil, den die Wohnungsmiete verschlingt. ziffer 17,6. Von Kindern im Säuglingsalter starben bei der dienen, die Mächte in wirren Ungewissen zu lassen, damit die So nehmen z. B. nach den Berechnungen des ehemaligen armen Bevölkerung mehr als die Hälfte, bei den Reichen nur Chinesen in Muße ihre Operationen treffen können. Leiters des städtischen statistischen Bureaus in Berlin, ein Sechstel. werden. Der Vormarsch auf Peking. Li erklärte, Dr. Schwalbe, bei einem Jahrescinkommen bis zu 900 M. Leider haben die Kommunen diesem Zweige der Statistik Das„ Reutersche Bureau" meldet vom 19. d. M. aus Tientsin: die Ausgaben für Wohnung 24,10 Proz. in Anspruch, bei bisher noch nicht die genügende Beachtung entgegengebracht; Man ist hier der Meinung, daß die Berbündeten die Vorwärts. einem Einkommen von 900 bis 1500 m. 22,11 Broz, aber aber wo derartige Ergebungen veranstaltet sind, zeigt sich regel bewegung wahrscheinlich früher beginnen werden, als bei einem Einkommen von 30 000 M. nur 9,20 Broz. mäßig mit der Zunahme der Dichtigkeit der Bevölkerung auch eine ursprünglich beabsichtigt war, und zwar möglicherweise schon Ende Also etwa den vierten Teil des Einkommens muß eine Zunahme der Sterblichkeitsziffern. Für München ergiebt die Stades Generals Gafelce, der in einigen Tagen erwartet wird, nicht gefaßt dieses Monats. Ein endgültiger Beschluß wird vor dem Eintreffen Arbeiterfamilie allein für Wohnungsmiete ausgeben. In Hamburg beträgt bei einem Einkommen von 600 bis Sterblichkeits ziffer von 35 bezwv. 32, in der Ludwigſtadt eine tistik in den äußeren Stadtbezirken Ostend und Westend eine des Generals Gafelce, der in einigen Tagen erwartet wird, nicht gefaßt 1200 M. der für Miete zu zahlende Bruchteil 25,5 Prozent, solche von 22, in der Altstadt und der Marstadt, wo die treffen, berichten, daß die faiserlichen Truppen die Borer töten, Chinesen, die aus den benachbarten Gebieten hier ein also noch etwas mehr als der vierte Teil des Einkommens, wohlhabende Bevölkerung wohnt, eine solche von 19 bezw. 17. wo fie fie mir zu Gesicht bekommen, indem sie erklären, bie während sich dieser Bruchteil im Jahre 1868 nur auf 18,8 Proz. Aehnlich in Charlottenburg, einer verhältnismäßig Boger hätten sie verleitet, einen Hoffnungslosen Streit, zu belief. Mit andern Worten: der auf die Wohnungsmiete ent- gefunden Stadt. Im Jahr 1899 starben durchschnittlich beginnen. Ein intelligenter Chineſe äußerte sich dahin, es sei nur fallende Anteil des Einkommens einer Arbeiterfamilie zeigt 15,10 pro Tausend der Bevölkerung; während aber die eine Frage der Zeit, daß der gleiche Zustand in Peking herrsche, eine steigende Tendenz. Für alle Städte bieten die statistischen Sterblichkeitsziffer in den reichen Bezirken, die im Westen und dann würden wahrscheinlich General Yung und Prinz Tsching Erhebungen dasselbe Bild. In der gegnerischen Presse findet man vielfach die An- Berlins angrenzen, zwischen 6,05 und 8,05 schwankt, beträgt genügend Einfluß gewinnen, um die maßgebenden Stellen in Beting schauung vertreten, als ob die Arbeiter überhaupt keine fie in den eigentlichen Arbeitervierteln überall über 20 zur Eröffnung der Friedensverhandlungen zu bewegen.(??) in einzelnen Gegenden sogar mehr Li- Hung- Tschang, sogar mehr als 26. Genau höheren Bedürfnisse haben und ihren höheren Verdienst nicht so verhält es sich mit dem Anteil der Kinder unter der Organisator der Verwirrung, hatte mit dem„ Times"-Korrespon für die Schaffung befferer Wohnungen, sondern nur im Wirts einem Jahre an der Gesamtsterblichkeit. Dieser Anteil denten in Shanghai am 23. Juli eine Unterredung. hause durchbringen. Diese Anschauung, die von den Scharf der im Durchschnitt der ganzen Stadt 31,5 Proz. betrug, berber Ermordung des Gesandten, schuldig gemacht hätte, so würde er die Mandſchu- Partei ſich des schrecklichen Berbrechens, nämlich machern in nur allzudurchsichtiger Absicht geflissentlich verbreitet wird, findet eine schlagende Widerlegung u. a. durch ringerte sich in den reichen Stadtvierteln bis auf 8,6 Broz, fich unter allen Umständen weigern, die Unterhandlungen zu übernehmen. Li- Hung- Tichang fügte hinzu, die Absicht des Thung- Lidie über die Lage der Stuttgarter Arbeiter von den dortigen stieg dagegen in den Arbeitervierteln bis auf 52,27 Proz. bereinigten Gewerkschaften angestellten, von dem Genossen Diese Zahlen sprechen für sich; sie lehren, daß wie die Damen sei jetzt, die Raiserin zu bitten, zunächst den Gesandtschaften Leipart fürzlich veröffentlichten Erhebungen. Leipart weist an Fabrikarbeit der Frauen das Kind im Mutterleibe töfet, fo Nahrungsmittel zu senden, dann Vorkehrungen zu treffen, um die der Hand eines unanfechtbaren Zahlenmaterials nach, daß die den schlechten Wohnungszuständen mehr als die Hälfte der Gesandten unter Begleitung eines Generals nach Tientsin zu senden. niedrigen Wohnungsmieten bis 200 m. verschwinden, je höher der Arbeiterfinder im ersten Lebensjahr zum Opfer fällt. Und Der Kampf in Beting habe aufgehört und die fremden Truppen hätten eine Stellung füdlich der Yuho- Brücke inne, während Lohn steigt, während die mittleren Mieten von 200 bis 400 m. diesen Zuständen steht in Deutschland wenigstens die Truppen von Tungfubfiang auf der Nordseite stehen. bereits ein langfames Steigen erkennen lassen und die hohen bürgerliche Gesellschaft bisher gleichgültig gegenüber. So gut Mieten über 400 m. die Steigerung des Lohns sogar weit wie nichts ist geschehen, dem Wohnungselend und seinen un- Li- Hung- Tichang, Chinas Finanzlage würde dem Lande nicht übertreffen. Wir sehen also, daß der Arbeiter sehr wohl heilvollen Einflüssen zu steuern, im Gegenteil, die Macht der gestatten, eine Entschädigung zu zahlen, und das Volk würde höhere Bedürfnisse hat und daß er dieselben in entsprechender jenigen, die mit die Schuld an diesen Verhältnissen tragen, niemals weitere Gebietsabtretungen zulaffen. Er sei der AnWeise zu befriedigen sucht, sobald seine finanziellen Verhältnisse wird in Staat und Gemeinden durch eine verfehlte Gesetz- ficht, daß die Mächte sich damit einverstanden erklären sollten, wenn es ihm nur gestatten. gebung fünstlich gehoben. man ihnen Zusicherungen gäbe, daß die Verwaltung reformiert Leider aber reicht in den weitaus meisten Fällen der Um so mehr hat die Arbeiterschaft die Pflicht, sich mit wird und die für die jetzige Krisis verantwortlichen Beamten abLoh: des Arbeiters nicht aus, um sich eine menschenwürdige der Wohnungsfrage zu beschäftigen, den Ursachen der Wohnungs- gesetzt werden. Wohnung zu schaffen. Die Folgen sind leicht ersichtlich: not auf den Grund zu gehen und auf Mittel zu ihrer Be- Ein Vertrauensmann Li- Hung- Tichangs aus seiner Umgebung Zahllose Arbeiterfamilien sind gezwungen, einen Teil ihrer seitigung zu sinnen. Handelt es sich doch um das eigne erklärte, Li- Hung- Tichang werde sich nicht nach dem Norden begeben, ohnehin kleinen Wohnungen an Kost- und Schlafgänger ab- Interesse der Arbeiter, die vor der Verelendung geschützt bis er überzeugt sei, daß die Saijerin- Witwe die Thorheit der bisher zugeben, und das bedeutet eine schwere Gefahr in gesund- werden müssen, um in dem Befreiungskampf, den sie gegen befolgten Politik eingesehen und sich die Erfordernisse der jetzigen heitlicher und sittlicher Beziehung. Am schlimmsten ist es in die bürgerliche Gesellschaft zu führen haben, nicht vorzeitig Sachlage tlar gemacht habe. Bezug auf das Schlafstellenwesen in Berlin zu ermatten. bestellt, wo nach den Resultaten der Volkszählung vom Jahre 1895 auf je 1000 männliche Personen 77,2, auf je 1000 weibliche l die Bezüglich der Grundlage der geplanten Unterhandlungen fagte Hinter den Kreuz- und Querzügen Li's enthüllt sich ganz klar, daß China nicht daran denke, sich den Mächten demütig zu unters werfen. China fühlt sich als Herr froh der scheinbar ängstlichen Beschwichtigungsversuche. Ferner wird der" Times" aus Hongkong vom 28. Juli ge- dieser schreckliche Graf nicht nur sie selbst sondern auch sogar den meldet: Bevor Li- hung- Tschang nach dem Norden abreiste, nahm deutschen Kaiser unter Depeschencensur stelle, und diese Gleichstellung er den Befehl zurück, daß die Schwarzflaggen nach Peking marschieren muß sie erfreuen. sollen. Die Schwarzflaggen lagern jegt außerhalb Kantons und werden von dem stellvertretenden Vice- König überwacht, welcher für die Sicherheit der Fremden in der Niederlassung die Garantie übernahm. Die Einigkeit der Mächte. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Tientsin vom 28. Juli gemeldet: Die tussen beabsichtigen, über die ganze Eisenbahnstrede von Taku nach Peking die Kontrolle auszuüben bis zur Beendigung der Feindseligkeiten, und die Eisenbahnlinie dann wieder den Chinesen zurückzugeben. Admiral Seymour ist entschieden dagegegen, daß es den Russen gestattet werde, die Eisenbahn jenseits Tientsins wieder herzustellen, und ist der Auficht, daß die Briten diese Aufgabe übernehmen sollten. Seine Ansicht wird von allen britischen Einwohnern geteilt. Die Franzosen bemühen sich, die Kontrolle über die Flußschlepper zu erlangen und man glaubt, daß sie sich die Kontrolle mit den Russen teilen wollen. Die britischen Einwohner befürchten, daß die alleinige russische oder französische Kontrolle über die Eisenbahn und die Flußschiffahrt eine ernste Bedrohung der britischen Interessen und ein Hindernis für die britischen Operationen bedeuten würde. In der That, eine rührende Einigkeit. Jede Macht will felbe, das aber keine der andern gönnt. [ Ein Attentat in Hongkong? Dem„ Daily Expreß" wird aus Hongkong vom 24. Juli gemeldet: Am letzten Sonntag fand beim Beginn des Gottesdienstes in der hiesigen Baptistenkapelle in einem anliegenden Hause eine heftige Explosion statt. Die in der Kapelle Anwesenden blieben unversehrt. Die Chinesen behaupten, die Explosion fei einem unglücklichen Zufall zuzuschreiben, haben aber versprochen, daß der Eigentümer des Hauses hingerichtet werden soll. In der Mandschuret. Bur selben Zeit, wie der Graf Billow, hat der amerikanische Präsident Mac julen seine Antwort auf das Vermittelungserfuchen des chinesischen Kaifers erteilt. Sie lautet: " Ich bin erfreut, zu erfahren, daß Encre Majestät anerkennt, daß die amerikanische Regierung und das ameri tanische Volt nichts weiter von China wollen, als was recht und billig ist, Die Truppen sind gelandet worden, um die Gesandtschaft aus schwerer Gefahr zu befreien und Leben und Eigentum der im Einklang mit den Vertragsrechten sich in China aufhaltenden Amerikaner zu füßen. Aus Euer Majestät Brief geht hervor, daß böswillige Menschen, die den Freiherrn v. Ketteler ermordet und die Gesandten in Beling belagert haben, sich im Aufstand gegen die kaiserlichen Behörden befinden. Wenn dies der Fall ist, so lege ich Euer Majestät Regierung hiermit feierlich nahe, § 12. Die Einfuhr von Fleisch in luftdicht ver schlossenen Büchsen oder ähnlichen Gefäßen, von Würste it und sonstigen Gemengen aus zerkleinertem Fleisch in das 8ollinland ist verboten. Im übrigen gelten für die Einfuhr von Fleisch in das Zollinland bis zum 81. Dezember 1903 folgende Bedingungen: 1. Frisches int Fleisch darf in das Zollinland nur ganzen Tierkörpern, die bei Rindvich, ausschließlich der Kälber, und bei Schweinen in Hälften zerlegt sein können, eingeführt werden. Mit den Tierkörpern müssen Brust und Bauchfell, Lunge, Herz, Nieren, bei Kühen auch das Enter in natürlichem Zusammenhange verbunden sein; der Bundesrat ist ermächtigt, diese Vorschrift auf weitere Organe auszudehnen. Das Verbot der Einfuhr des gesundheitsschädlichen" amerika nischen Büchsenfleisches wird in einem Augenblick veröffentlicht, wo die deutschen Militär- und Marinebehörden massenhaft das„ gesundheitsschädliche" Fleisch auftaufen, um deutsche Soldaten zu ver proviantieren. Dieser Widerspruch wirkt geradezu skandalös und wird das Volk gründlich aufklären über den elenden agrarischen Schwindel, daß diese Fleischsperre aus gesundheitlichen Nücksichten geboten sei, er wird auch keine sehr schmeichelhaften Vorstellungen 2. den Diplomaten sofortige freie Verbindung mit ihren von einer Regierung verbreiten, die die agrarischen Argumente Regierungen zu gewähren und alle Gefahr für ihr Leben und ihre unterschreibt und gleichzeitig durch ihre eignen Handlungen widerlegt. Freiheit zu befeitigen und Bereits spricht man davon, daß die Militärbehörden genötigt 1. öffentlich zu erklären, ob die fremden Gesandten noch leben und in welcher Lage sie sich befinden, 8. die kaiserlichen Behörden in China mit der Entsaz- sein werden, zur Verproviantierung der Chinatruppen nach dent Expedition in Verbindung treten zu lassen, um ein Kooperieren 1. Oftober das Verbot einfach dadurch zu umgehen, daß man das zum Schutz der Ausländer und zur Wiederherstellung der Ordnung Büchsenfleisch, das ins Zollinland nicht eingeführt werden darf, in den Freihäfen Hamburgs und Bremens auftauft. herbeizuführen. Auch diese Fleisch- Farce gehört zu der neuestdeutschen Weltpolitik. Während man die chinesischen Mauern jenseits des Oceans stürmen will, baut man sie daheim und noch dazu nach den Weisungen agrarischer Bauschwindler"! China und das Völkerrecht. Unfre Professoren, die sonst bei jeder Gelegenheit die öffentliche man denke an Meinung zu erleuchten und zu erziehen suchen, verhalten sich jetzt den Flottenrummel und die Heinze- Campagne mäuschenstill, wo es doch gewiß an der Zeit wäre, gegenüber der verwüstenden Demoralisierung der öffentlichen Meinung, wie sie die bürgerliche Preise in der Chinafrage Tag für Tag ausübt, als mahnende Erzieher zur Bernunft, Wahrheit und Gerechtig Philosophenweg". Wenn diese drei Punkte zuge standen werden, so glaube ich, wird sich einer freundschaftlichen Beilegung aller sich aus den jüngsten Unruhen ergebenden Fragen kein Hindernis entgegen stellen. Die freundschaftlichen guten Dienste Russische Meldungen. Amerikas werden mit Zustimmung der übrigen Mächte Guer Die mandschurischen Truppen unterscheiden sich von den chinesischen Truppen, die von fremden Majestät gern zur Verfügung gestellt werden." Instrukteuren ausgebildet sind. Die Mandschuren entbehren tüchtiger Wir sind Gegner der imperialistischen Politik Mac Kinleys, aber und energischer Generale, während die Chinesen solche bei den seine Antwort erkennen wir als das an, was die des Grafen Bülow Operationen von Tientsin und Taku hatten. nicht ist als ein Meisterstück. Sie geht Klugerweise auf die Zur Befreiung Charbins eilen russische Truppen aus Nikols- Fiktionen der chinesischen Kundgebungen ein und-entwaffnet koje und vom Sungarifluffe herbei. General Gerngroß leitet die sie dadurch. Ohne daß sich Mac Stinleh das mindeste vergiebt, Berteidigung und es ist Hoffming auf baldige Verbesserung der Lage arbeitet er auf die Sympathie Chinas hin; indem er flar und vorhanden. Die Bevölkerung verhält sich den Russen und der Eisen energisch seine Bedingungen stellt, vermeidet er doch jede feit aufzutreten. Aber ringsum herrscht Schweigen auf dem bahn gegenüber freundlich. Mit der Rettung Charbins werden wahrscheinlich auch andre Punkte gerettet sein. Drohung, jedes rüde Säbelgeraffel; er verkehrt mit der General Grodekow meldet vom 28. Juli: Die Chinesen erneuerten chinesischen Diplomatie nach den civilifierten Gepflogenheiten und gestern das Bombardement auf Blagowestschenst, richteten aber vermeidet es einsichtig, sie unter eine Ausnahmebehandlung zu stellen. wenig Schaden an. Abends wurde die Beschießung heftiger, hörte Wir werden uns nicht als falsche Propheten erweisen, wenn wir aber in der Nacht auf. Kosaken überschreiten den Amurfluß und voraussagen, daß die Chinapolitik der Vereinigten Staaten bei den bedrängen die chinesischen Vorposten. Die Truppenabteilungen unter einsten Opfern den größten Erfolg haben wird. den Generalen Alexejew und Tschitschagow am Sungari schreiten vorwärts. Das schnelle Vorgehen der Generale am Sungari hat bewirkt, daß die Chinesen bereits einige Punkte der mandschurischen Bahn geräumt haben. Politische Nebericht. Berlin, den 25. Juli. Ein feiner Kopf. Mac Kinley ist in Wirklichkeit ein feiner Kopf, wenn auch die unsagbar bornierte deutsche Presse, die Bülows mißglückte Schneidigkeit preift, höhnt, wie leichtgläubig und optimistisch der Präsident der Union gegenüber chinesischen Lügen sei! Der einfältige Mac Kinley und der kluge Graf Bülow es ist nicht zu glauben! Die deutsche Politik ach! fie beherzigt längst nicht den Sinnspruch, der an dem alten Rathaus zu Nothenburg zu lesen ist: Regirn freundlich und mit willen " Thut viel Haß und Haders stillen, Wer mit dem Kopf will obent auß Der thut viel schadn und richt nichts aus." Aufhebung der militärgerichtlichen Oeffentlichkeit. Graf Bülow, der die auswärtige Politik des Deutschen Reichs versieht, ist liebenswürdig zu den Leuten der bürgerlichen Presse. Und die Leute dieser Presse sind durch ihr Handwerk verpflichtet, die Talente eines Ministers nach seiner Zugänglichkeit und seinen Informationen zu schätzen. So hört man denn in Berlin, München, Frankfurt, Wien, Paris und London Beting hat Der Kaiser hat eine Verordnung erlassen über die Vorausja einstweilen teine Weltblatt Vertreter in Berlin das fegungen über Ausschluß der Oeffentlichkeit im Lob des feinen Kopfes fingen- der dankbare Journalist militärgerichtlichen Verfahren wegen Geist immer zu Gegendiensten gern bereit. Höchstens knurren einmal fährdung der Disciplin. Die Verordnung lautet: die Agrarier über den Liebling der Götter und Korrespondenten. Graf Bülow, der die Verantwortung für den chinesischen Krach trägt, hat zwar bisher nur einige mäßige parlamentarische Scherze geleistet, dennoch ist er ein feiner Stopf, ein gewandter Staatsmann und was sonst alles noch. Was er auch immer thun mag, es ist flug, würdig, geschickt, elegant, weitblickend. Es giebt mehr Bülow Byzantiner als Kaiser- Byzantiner, und besonders gewandte Preßmenschen kriegen sogar das Kunststück fertig, die Chinapolitik der Kaiserreden und die in geradem Widerspruch dazu stehende Politik des geistreichen Grafen gleichermaßen zu bejubeln. A Wir wissen nicht, ob das Publikum den Zeitungsagenten des Grafen Bülow Glauben schenkt, ob es wirklich geneigt sei, den chinafremden Grafen Bülow für einen zuverlässigen Führer in der Chinapolitik zu halten, wo die in Beking selbst vereinigte Diplomatie aller Länder sich als von völliger Unwissenheit und Urteilslosigkeit Wir verkennen auch nicht, daß Graf befangen erwiesen hat. Bülow mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, als irgend ein andrer Minister des Auswärtigen- Dant den eigentümlichen kon stitutionellen und personalen Verhältnissen in Deutschland. Immerhin sollte die öffentliche Meinung darüber i..3 Klare tonen tönnen, daß Graf Bülow unter das bescheidene Maß diplomatischer Fähig feiten hinabsteigt, das auch unter den obwaltenden Umständen in Deutschland au sich möglich wäre. Sein Vorgänger, Herr v. Marschall, den die Bismarckische Fronde bissig herabsetzte, war eine ernste, gescheidte, arbeitseifrige Persönlichkeit; die auch dem Gegner Sympathie einflößte, weim er auch vielleicht nicht mit der blendenden Grazie, die seinen Nachfolger ziert, bei Gartenfeften im Auswärtigen Amt den Wirt gespielt haben mag. Graf Bülow ist ein jovialer Herr, der lächelnd nach Kiautschon gewandert ist, jetzt nach der Katastrophe ebenso Lächelnd seine Ratlosigkeit in diplomatischen Kundgebungen stilisiert und fein größter Vorzug!- gewiffen Entgleisungsgefahren gegenüber tapfer die Hand am Hebel der Notbremse hält. " " Ich erlasse hierdurch über die Voraussetzungen, unter denen nach Inkrafttreten der Militär- Strafgerichtsordnung vom 1. Dezember 1898 das Gericht die Oeffentlichkeit der Hauptverhandlung wegen Gefährdung der Disciplin ausschließen soll, folgende allgemeine Vorschriften. Die Disciplin verlangt, daß auch im gerichtlichen Verfahren das Ansehen der Kommandogewalt, der militärischen Einrichtungen, Verordnungen und Gebräuche erhalten, der Sinn für die unbedingte Unterordnung des Untergebenen unter den Vorgesetzten jeden Grades ge wahrt und dem berechtigten Ehrgefühl aller Beteiligten, insbesondere derjenigen des Offizierstandes, Rechnung getragen wird. Sobald dieser Grundsatz gefährdet ist, sei es nach dem Gegenstande der Anklage, nach den Eigenheiten des zur Verhandlung kommenden Falles, nach der Persönlichkeit des Angeklagten oder den Beugen, nach zeitlichen oder örtlichen be sonderen Verhältnissen, ist die Oeffentlichkeit auszuschließen. Die Prüfung, ob der Ausschluß der Oeffentlichkeit zu beantragen, gehört in erster Linie zu den Pflichten des Gerichtsherrn und des Vertreters der Anklage. Aber auch die erkennenden Gerichte find verpflichtet, ohne solchen Antrag die Deffentlichkeit für die ganze Verhandlung oder einen Teil derselben auszuschließen, wenn die Voraussetzungen hierfür nach dem vorstehend von mir gegebenen Grundsatz eintreten. Gegeben Nenes Palais, den Wilhelm." 28. Dezember 1899. Obwohl die Verordnung bereits im Dezember 1899 gegeben worden ist, wird sie erst jest veröffentlicht. Man erfährt also sehr spät, daß die durch das neue Militärjustizgesetz eingeführte Oeffentlichkeit des Verfahrens durch die kaiserliche Verordnung im Wesentlichen wieder aufgehoben ist. Von unsrer Seite wurde bei den Beratungen über das Geset vergebens darauf hingewiesen, daß die Bestimmung, die dem Kaiser die entscheidende Anordnung über die Oeffentlichkeitsfrage überließ, auch tonftitutionell bedenklich sei. Nach der kaiserlichen Verordnung wird kein Prozeß, der Schäden im Heer enthüllt, öffentlich verhandelt werden. So wird z. B. jeder Mißhandlungsprozeß unöffentlich sein; denn die Militärs werden in einer öffentlichen Erörterung solcher Vorkommnisse zweifellos eine Erschütterung der Disciplin im Sinne der kaiserlichen Verordnung empfinden. -Sonst aber läßt sich an einen Kundgebungen zur Chinafrage nicht viel Geniales wahrnehmen. Sein neuestes Meisterstück ist die Antwort auf das angebliche Vermittelungsgesuch des Kaisers von China. Alle Korrespondenten und Redakteure winden sich in Krämpfen der Bewunderung, die Kreuz- Zeitung" äußert ihre volle Bustim mung, die„ Post" begrüßt die Antwort des Grafen Billow mit Be friedigung, das Berliner Tageblatt" findet fie forrekt und würdig", Die„ Boff. 3tg." nemt sie eine entschiedene und würdige Abweisung. Bereits hört man auch aus London den Beifall der berühmten politischen Kreise. Und was hat der Grof Billow gethan? Er hat- so grob wote möglich der chinesischen Gesandtschaft erklärt, er fei nicht in der Lage das Telegramm des chinesischen Kaisers dem deutschen Kaiser Es ist kein wahrhafter Kraftzuwachs, den das Heerzu unterbreiten. In der That eine geniale Eingebung diplomatischer Erfindungskraft! Nur schade, daß ein vernünftiger Mensch nicht wesen durch die auf dem Wege der Verordnung für alle wesentlichen Fälle befeitigte Oeffentlichkeit erhält. weiß, was damit erreicht werden soll. Ob wohl das Centrum in dieser Verordnung auch wieder Als Herr Delcassé, der französische Minister des Auswärtigent, dem chinesischen Gesandten erklärte, er werde seine Antwort durch einen Erfolg des Reichstags begrüßen wird? den französischen Gesandten in Peking der chinesischen Regierung übermitteln lassen, war das ein effektvolles Epigramm. Graf Bülow trachtete, den französischen Kollegen zu übertrumpfen und wurde zivedklos plump. Wir glauben fogar, daß die chinesische Gesandtschaft in Berlin in der Antwort des Grafen Bülow eine tröstende Genug Das Fleischschau- Gesez wird durch kaiserliche Verordnung thung gefunden haben mag; denn in ihrer eigentümlichen fonfe- teilweise vom 1. Oktober 1900 in Kraft gesetzt. Es handelt quenten Logik wird sie die Sache fälschlich so aufgefaßt haben, daß sich im wesentlichen um den§ 12 Absatz 1 des Gesetzes, der lautet: Ein rühmliche Ausnahme macht Professor Wilh. Förster, der große Astronom, der in der" Ethischen Kultur" die chinesische Frage von höherer Warte erörtert. In der neuesten Nummer dieser ochenschrift äußert er sich über die„ Verlegung des Völkerrechts" durch die Gesandten wie folgt: Wenn man ganz genau und völlig parteilos die Sachlage beurteilt, so ist doch bis zu dieser letzten traurigen Entwicklung der Dinge die Verlegung des Völkerrechts zunächst von den„ Kulturvölkern" ausgegangen. " Zwar vermag man über den erschütternden Ausgang und über alles, was in den letzten Wochen und Monaten vorhergegangen ist, noch nicht klar genug zu sehen, um in dieser Beziehung schon ganz zutreffend urteilen zu können, aber das eine steht doch nach allen glaubhaften Berichten, die vor dem Beginn der VerkehrsUnterbrechungen offiziell zu uns gelangt sind, vollkomment fest, daß die Gesandten kleine Abteilungen der Truppen ihrer eignen Länder mit Artillerie nach der Haupt- und Residenzstadt von China haben kommen lassen, allerdings, wie es scheint, mit sogenannter Zustimmung der augenblicklichen chinesischen Machthaber. Was aber diese Zustimmung unter den obwaltenden Verhältnissen völkerrechtlich zu bedeuten hatte, blieb auch für uns, gefchweige denn für die Chinesen, mindestens im unklaren. Keinesfalls darf man es den Führern der national er regten Maffen in China( für deren Stimmungen unsre Nationalen doch auch einiges Verständnis haben sollten), verargen, wenn sie den Eindruck, und natürlich den durch allerhand Gerüchte und Uebertreibungen verschärften Eindruck gehabt haben, daß durch dieses Einrücken fremder Truppen in die Hauptstadt ihres Landes die Regierung in Unfreiheit gefeßt wurde, und wenn fie dieses Einrücken bei anscheinendem Friedenszustande überhaupt als eine schwere Verlegung des elementaren Völkerrechts empfunden haben. " Daß jenes Einrücken der Schutz: vachen in gewissem Grade schon relativ berechtigte Notwehr, wenn auch nur durch eigenes unweises Auftreten erforderlich gewordene Notwehr var, soll nicht in Abrede gestellt werden. Das Hauptnurecht hatte eben schon Man hatte es durch eine fast unabfrüher stattgefunden. lässige Reihe von Vergewaltigungen und Demütigungen des Landes und seiner Behörden soweit kommen lassen, daß die Gesandten die Voltsbewegung zu fürchten begannen. Wenn nun aber das chinesische Volt Anlaß hatte zu glauben, seine eigne Regierung befände sich in ihrer Hauptstadt bereits in der Waffengewalt der Fremden, ist es dann zu verwundern, daß von da ab die chinesischen Boltsmassen die Gesandten nicht mehr als die durch das Wölter recht geheiligten friedlichen Vertreter der andern Staaten, sondern überwiegend als bie Chefs der fremden militärischen Besatzungen ihrer eignen Hauptstadt angesehen haben? Alle die Frrungen und Mißgriffe, die unfren eignen Voltsgenossen ebenso wie den Angehörigen der andern Stulturstaaten in der Borgeschichte dieser schrecklichen Ereignisse zur Last fallen, werden sicherlich, wenn man alle Verkettungen des Geschehens kennen und abwägen wird, viele Milderungsgründe für sich haben. „ Wer sich aber, inmitten leidenschaftlicher Wallungen des Bornes oder des Mitleids, sittlich gesund und im Besitz ent sprechender Einsicht und Thatkraft erhalten will, der muß sich anch alles unweigerlich vor die Seele bringen, was zur Aufhellung und Milderung des Urteils über die Gegenseite dienen kann." Die Uebereinstimmung mufrer Anschauungen über diese Frage mit einem Wilhelm Förster vermöchte uns einigermaßen über die gegen uns geiprizten Gemeinheiten der Stumm- und KreuzBeitungs" Söldlinge zu trösten, wenn wir eines solchen Trostes beSürfen in Wahrheit sind uns fa die Beschimpfungen seitens der Gegner mir Bestätigungen, daß wir im Rechte find. Graf Bülow begiebt sich am Donnerstag zum Vortrag beim Kaiser nach Brenterhaven. Eine Juſtitution, die die öffentliche Stritit nicht berDie Nache ist mein! spricht der Herr. Aber der christliche tragen kann, ruht auf morscher Grundlage. Eine äußerlich Reichsbote" denkt anders und stellt sich über den Herrn, obgleich erzwungene Disciplin, ein durch Vertuschen und Verheimlichen biejer nach der Bibel der Herr der Heerscharen ist. Der Gedante, behauptetes Ansehen ist wertlos. Das Gesunde, Starte, daß, falls die Nachricht von der Rettung der Gesandten sich bestätigt, Lebensberechtigte gedeiht gerade unter dem spähenden Urteil das Striegsgemegel in China fiberflüffig fein sollte, macht den frontmen, Die Herren in Beting, so ruft der Kritik. Nur was innerlich bereits überwunden ist, flieht chriftlichen Reichsboten" ganz rabiat. er ingrimmig aus, würden hinterdrein nur über Europa lächeln, aus der Oeffentlichkeit. das sich auf so leichte und bequeme Art in den rächenden Arm Es muß also auf jeden Fall eine Massenmezelei veranstaltet fallen ließ." werden, damit das christliche Gewissen sich beruhigen kann. Der fromme Reichsbote" erinnert uns an jenen gleichfrommen Pfarrer in Zürich, der 1839 bei den Straußen"-Krawallen( gegen David Strauß) einem Haufen aufgehetzter Bürger zurief: Im Namen Gottes schießt!" Der Mann hieß Hirzel. Im Namen Gottes fchießt!" das ist auch die Devise des christlichen„ Reichsboten". Und da will man den Chinesen verargen, daß sie von solchem Christentum nichts wissen wollen! * Deutsches Reich. Die Fleischsperre. " " " Eine bürgerliche Stimme aus der Schweiz. Während die deutsche Borerpresse rohrspaßenmäßig auf uns schimpft, weil wir nicht so inkonsequent find, wie sie, erkennt die bürgerliche Presse Der Vernunftfieger Schlumberger in Nöten. Aus Elsaß nicht: nichts schiene uns verkehrter, der von der Weltpolitit- Seuche verschont gebliebenen Schweiz Lothringen schreibt man uns vom 24. d. M.: Wie bereits mit- Dreschgrafen zum Märtyrer seiner geistigen Abnormität machen die Korrektheit unsrer Haltung in der China- Frage an. So schreibt geteilt, hat der tapfere Herr Schlumberger, der glorreiche" Sieger würde, auch gehört er ja unzweifelhaft zu der Gattung z. B. der demokratische St. Gallener Stadtanzeiger"( vom 20. d.): über den socialdemokratischen„ Unsinn" in Sachen seiner Wahlerzählung der Ungefährlichen. Wir gönnen den Antisemiten von ganzem Aus den Blättern Deutschlands namentlich schallt als Antwort über die ihm im Jahre 1888 aufgezwungene Begrüßungsrede an Herzen jede Redefreiheit, selbst die des Tollhauses; wenn auf den Christenmord in Beling der Ruf nach blutiger Rache. den Statthalter vor dem Dementi der amtlichen Straßburger wir uns deshalb mit der unerhörten Toleranz der PolizeiWer auf den Widersinn hinweist, das vergossene Blut der Korrespondenz" bereits soweit den Rüdzug angetreten, daß er die behörde in diesem Falle beschäftigen, so geschieht das mur, um Europäer dadurch zu fühnen, daß dafür so und so viel ursprüngliche Behauptung, es sei damals ein Polizeifommissar mit lediglich den zehnten Teil dieser Toleranz auch für uns in Tausende von Chinesen zusammengeschossen und erschlagen werden, einer Namensliste von 50 einheimischen Personen bei ihm erschienen, Anspruch zu nehmen. " " " 1 " der wird in vornehm sein wollenden Blättern, wie den Münchner um ihn durch die Drohung mit der Ausweisung derselben zur Mit Pücklers Rede war unser Interesse an dem Antisemiten Neuesten Nachrichten", mit einem Tollhäusler auf die gleiche Linie Uebernahme jener Ansprache zu bestimmen, in einer Erklärung meeting erschöpft. Was Dr. Bachler in schlechtgegliederter, pointen gesetzt und überhäuft mit niederträchtigen Schimpf seines Wahlkomitees dahin modifizierte, nicht ein Polizeikommissar loser Rede über die Konizer Mordaffaire erzählte, hat man längst worten. Puntto Fanatismus haben die deutschen Patrioten in habe das gethan, sondern der damalige, inzwischen längst verstorbene viel überzeugender" in der Staatsbürger Zeitung" lesen können. diesen Tagen den französischen Chauvinisten nicht gerade viel vor- Kreisdirektor Hartenstein sei es gewesen. Nun haut der amtliche Für den Geist dieser Nede ist kennzeichnend, daß Bachler meinte, der zuwerfen. Von Humanität und Christentum ist in Moniteur des Ministeriums Buttfamer in einem zweiten Dententi Erfolg der antisemitischen Konizheze werde jedenfalls der sein, daß den Spalten der deutschen Blätter nichts zu ver dem neuen Vertreter der Stadt Mülhausen auch dieses Ballium in Juda beim nächsten Passahfest etwas vorsichtiger sein werde. spüren, welche die chinesische Bevölkerung lieber heute schon als Fezen. Nachdem sie festgestellt, daß die ganze Erzählung von den bei Außerdem sonnte der Redner sich bereits in dem Martyrium des der morgen mit Stumpf und Stiel aus rotteten. Herrn Schlumberger mit einer Liste von 50 auszuweisenden Personen Staatsbürger- Zeitung", wie gestern bereits gemeldet, bevorstehenden erschienenen Polizeikommissar in allen ihren Teilen falsch ist, fährt Aufreizungsprozesses. Hoffen wir mit Dr. Bachler, daß es noch deutsche die Straßb. Korr." fort: Richter" giebt. Wenn nun jetzt, wie es nach der Erklärung des Wahlkomitees Das obligate Kaiser- Telegramm wurde erst nach einer Diskussion den Anschein hat, Herr Schlumberger, im Widerspruch mit seinen beschlossen. Herr Böckler bat, von der Absendung Abstand zu nehmen, früheren Angaben, sich allein auf eine Unterredung mit dem da da, wie das stete Ausbleiben jeder Antwort beweise, maligen inzwischen längst verstorbenen Kreisdirektor Harten das Telegramm nicht zur Kenntnis des Kaisers gelange. Bückler stein beruft, so läßt sich freilich nicht mehr feststellen, was bei behauptete jedoch, daß jedes Telegramm dem Kaiser vorgelegt werde, diesem Anlaß etwa über die Begrüßung des kaiserlichen Statt weshalb die Versammlung sich für die Absendung eines Huldigungshalters gesprochen worden ist. Es ist aber im höchsten Grade Telegramms erklärte. Die in der Ignorierung der bisherigen Treuunwahrscheinlich, scheint vielmehr völlig ausgeschlossen, gelübde liegende Antwort konnte die teutschen Männer natürlich daß der genannte Beamte Maßregeln angedroht haben sollte, die nicht abhalten, von neuem dem angestammten Herrscherhause Treue ganz außerhalb seiner Zuständigkeit lagen und von denen er, da zu geloben. feine sämtlichen politischen Ausweisungsanträge bereits seit einem Jahre definitiv erledigt waren, wußte, daß ihre Ausführung von der zuständigen Stelle abgelehnt werden würde. Sie sehen nicht ein, daß Europa durch einen derartigen Raches feldzug, welcher überdies enorme Opfer fosten würde, China erst recht revolutionieren müßte. Und mit diesem Millionenreich ist nicht so leicht fertig zu werden, wie mit den Kaffern in Centralafrika. In den bisherigen Kämpfen haben sich die Chinesen als muntige und sehr gewandte Soldaten ausgewiesen. Enorme Mengen modernen Kriegsmaterials wurden in den letzten Jahren unter den Augen der fremden Gesandten eingeführt, Kruppsche Ge schüße und französische Gewehre. Deutsche Instruktoren drillten die Chinesen auf die Taktik ein, welche den neuen, weittragenden Geschossen gegenüber zu beobachten ist. So kam es, daß die europäischen Truppen in China ihre bisherigen Erfolge mit schweren Verlusten an Menschenleben erkaufen mußten. Die Todfeindschaft der„ civilisierten" Mächte untereinander würde das bürgerliche Blatt übernimmt im folgenden Säge aus dem„ Vorwärts" im Weltbrand auflodern, wenn man eine Aufteilung Chiuas versuchte vorausgesetzt, daß sie überaupt möglich. Es giebt teine triegerische gemeinsame Aktion der Mächte, die zum wirtlichen Frieden führen könnte. Der Feldzug der Nache würde sich an den Nächern selbst rächen. Es ist Gefahr, daß man über der ziellosen menschenmordenden Aktion der Rache aufs neue eine Aktion der Rettung versäumt, so lange sie noch möglich ist die Rettung des Weltfriedens. crgreifen würde." " Ausland. Belgien. Herr Schlumberger wird übrigens Gelegenheit haben, in dem gegen den Redacteur des Journal de Colmar" bracht worden. Gegen je eine Wahl in Verviers und in Mons Durch Pfaffentrng sind unsre Genossen um ein Mandat gein dieser Angelegenheit eingeleiteten Strafverfahren war Protest erhoben- gegen diese von unfrer Seite, gegen den Widerspruch zwischen den verschiedenen ihm zugeschriebenen jene von Seiten der Klerifalen. In beiden Fällen hatten wir Aeußerungen aufzuklären." ungweifelhaft die Mehrheit, allein die pfäffische Kammer- Majorität Beim Dreschgrafen. Der Wundermann Varnum Und zwar Serbien. Neues Kabinett. König Alexander, der Bräutigam, hat nuns mehr ein neues Ministerium zu stande gebracht. Anläßlich seiner Berlobung plant er eine Amnestie. Amerika. Afrika. Wenn Herr Schlumberger Wert darauf legen sollte, unter die wußte es so zu drehen, daß der Sig in Mons den Klerikalen erhalten an ständigen Politiker gerechnet zu werden, so müßte er die blieb und der in Verviers uns geraubt wurde; was natürlich nicht Verpflichtung anerkennen, der Oeffentlichkeit, insbesondere aber ohne einige heftige Scenen abging. Allein gegen die Majorität war seinen Wählern schon jetzt, und zwar unverzüglich, das nicht anzufämpfen. Die Zahl der socialistischen Mandate beträgt Beweismaterial für die von ihm aufgestellten Behauptungen zu also jetzt nur 31.Noch ein andres Moment ist es, das die Mächte und speciell unterbreiten. Deutschland von dem blutigen Revanchefeldzug, abhalten sollte. England. Es ist sein aufblühender Handel mit dem tausendUnterhaus. Bei Beratung des Kolonialetats bejährigen Reich, der auf Jahre hinaus zerstört in spricht Sidney Burton die Um berühmt zu werden, die Nengierde des tausendköpfigen Südafrika behandelten Fragen und führt aus, dem letzten Blaubuch über werden müßte, wenn die Aufstandsbewegung Ungeheners Publikum zu erregen, bedarf es weder des Genies, noch die Be gegen die Europäer noch weitere Provinzen jener außerordentlichen Anstrengungen, durch die zuweilen ein mittelstrafung der Aufständischen dürfe nicht rachsüchtigen Charakter In ähnlichem Sinn spricht sich„ La Revue" von Lausanne und mäßiges Talent an Leistungen hinanreicht, wie sie nur das Genie haben oder von politischen Erwägungen geleitet sein. Redner rät eine Anzahl sonstiger Blätter aus deutsche wie französische. zu vollbringen vermag. Auch moralische Eigenschaften positiver und afrika bedächtig vorzugehen. Sir Wilfrid Lawson beantragt einen der Regierung, bei der zukünftigen Regelung der Dinge in SüdMan kann die Ein bemerkenswertes Urteil über Wachstum und Wirk- allgemeine Aufmerksamkeit schon billiger als durch einen sensatio- Abstrich am Etat als Proteft gegen die Politik Chamberlains famkeit der Arbeiterorganisationen fällt der Mainzer Fabrik nellen Mord auf sich ziehen. in Südafrika. Dieser Antrag wird von Sir Robert Neid mit dem inspektor Va entsch in seinem neuesten Bericht. Der Beamte weist hat uns auch das Bemerken unterstügt, daß die Politik der Regierung die jetzige unzunächst auf die starke Zunahme der Gewerkschaften seines Bezirks mit seiner reichhaltigen Kollektion menschlicher Kuriositäten erquickliche Lage in Südafrika verschuldet habe." Hierauf ergreift hin. Während in Mainz im Jahre 1895 erst 17 Gewerkschaften mit Wie war das Podium diefer menschlichen Seltsamkeiten umlagert. Chamberlain das Wort. 1669 Mitgliedern vorhanden waren, gab es 1898 deren 21 mit Und zwar interessierten die dort gezeigten Künste des Fußkünstlers, 2842 Mitgliedern, die sich im Lauf des Berichtsjahrs( 1899) der Schwertschluckerin, der Prestidigitateuse usw. weit weniger, als auf 34 Organisationen mit 4420 Mitgliedern vermehrten. die natürlich unnatürlichsten Absonderlichkeiten des lebenden ( Inzwischen ist die Zahl der organisierten Arbeiter bereits Raritätenkabinetts. Je abnormer die frankhafte Mißbildung der an über 5000 gestiegen.) Die Frage nach den Gründen dieser raschen gestaunten Unglüdlichen war, desto lebhafter erregten sie das und kräftigen Entwicklung beantwortet Herr Baentsch wie folgt: Interesse der sie Umdrängenden. " Untersucht man die Frage, durch welche Veranlassung die Organisationen solche Fortschritte gemacht haben, so sind diese erinnert auch die neueste Attraktion der Berliner Antisemiten, Bureau" aus Caracas meldet, ist in der ganzen Republik An die Abnormitäten der größten Schaustellung der Welt" Die Revolution in Venezuela ist beendet. Wie„ Neuters wohl zunächst der regen Agition zuzuschreiben. Mittel zur der Agitation waren in erster Linie das Gesetz zum Schutze mehr Graf Pickler aus Klein- Tschirne. Das Lefen und noch das Hören seiner der Arbeitswilligen(), ferner im Baugewerbe der Schuß erregt genau diefelben Gefühle, wie die grotesten Mißbildungen der berühmten Dreschreden Venezuela der Friede verkündet. Die politischen Gefangenen wurden freigelassen. gegen den Terrorismus der Streitenden. Dann wurden die Arbeiter Barnum- Ausstellung: einen grauenhaften Lachkizzel und ein mit einander näher gebracht durch die Streits der Maurer, Zimmerer Lachtonvulsionen vermischtes Mitleid. Wenn sich schon vom StandAufstand in Columbien. New York Herald" meldet aus und durch einige auswärtige Streits, welche von hier aus unter- punkt der Humanität und Aesthetik aus viel gegen die Schaustellung Banama, daß in der Nähe der Stadt Panama gekämpft wird, und daß stügt wurden. Auch in diesem Jahre konnte wieder die der körperlichen Monstrositäten einvenden ließ, um wie viel mehr die Regierungstruppen den Aufständischen hartnäckigen Widerstand leisten. Beobachtung gemacht werden, wie das Gewerkschaftskartell ließe sich erst gegen die schamlose Schanstellung der geistigen Die Regierung hoffe durch Verstärkung ihrer Truppen der AufLohnstreitigkeiten einzelner Fabriken mit ihren Arbeitern abnormität fagen! Dergleichen Erwägungen freilich sind der Masse ständischen Herr zu werden. Alle felddienstfähigen Bürger find zu und ganzer Gewerbegruppen auf gütlichem Wege zu fremd, und die Antisemitenversammlung, der Dienstag abend der den Waffen gerufen. Bisher zählt man 200 Töte und Verwundete. schlichten versuchte und vor einem voreiligen Streik Graf Bückler zum drittenmal seine Dreschrede vortrug, verspürte nur warnte, da ein Ausstand nur als das aller- dieselbe unbändige Sensations- und Lachluft, die die große Masse letzte Mittel angesehen wird. E2 wurde auch vom etwa dem Budelmenschen oder dem Mitrofephalen gip gegenüber Gewerkschaftskartell nicht Vom Kriegsschauplak in Transvaal liegen eine ganze Reihe versäumt, den Arbeitern neue befallen hatte. socialpolitische Gesetze bekannt zu geben und durch geeignete SachMeldungen vor, aus denen ersichtlich ist, daß der Widerstand der Boeren Im übrigen weiß der Berliner, was er fich als Großstädter noch nicht gebrochen ist. Die Nachrichten stammen alle aus englischen verständige erklären zu lassen. Selbstverständlich wurden auch in schuldig ist. Auch Püdler zieht schon nicht mehr recht, denn die letzte Quellen und berichten demgemäß fast ausschließlich von englischen einzelnen Gewerkschaften gesellige Veranstaltungen abgehalten. Es ist zu begrüßen, daß sich die Einsicht von der Notwendigkeit es antisemitisches Stammpublikum zu sein, was sich eingefunden Marques, daß der Kommandant der Boeren Stoomatiport auf der Bersammlung war nur von ca. 600 Personen besucht. Zudem schien Siegen". So melden„ Daily News" vom 24. d. M. aus Laurenco und Nüglichkeit des gewerkschaftlichen Zusammenlebens der Arbeiter hatte. Man sah es den Leuten eigentlich gar nicht an, welcher Grenze des Swazilandes von einer englischen Patrouille getötet unter den süddeutschen Aufsichtsbeamten immer mehr Bahn bricht. Nadaustimmung fie fähig sind. Kleine Geschäftsleute, Subalternbeamite, worden sei. National- antinational- international. Die" Post" hat ein paar Studenten, dazu einige besser fituierte Kaufleute und Die Times" berichtet vom 22. d. M. aus Waterval: entdeckt, daß wir unser Princip der Internationalität, das wir noch etliche höhere Beamte. Der Gesamteindruck war der einer gewissen General Clery marschierte heute gegen Waterval. Auf dem linken in dem Begrüßungsartikel zum internationalen Tegtilarbeiter- Kongreß ichlichten Spießbürgerlichkeit und geistigen Anspruchslosigkeit. englischen Flügel fand ein Blänkler- Gefecht mit einer beträchtlichen so scharf hervorgehoben hatten, plöglich über Bord geworfen hätten. Von fanatischer Erregung, von einer elektrischen Geladenheit keine Anzahl Boeren statt. Da unsren Lesern unsre überraschende Mauferung vermutlich ent- Spur. Und felbft als als bas Bravorufen 1015 Beifalls- Wie die Blätter vom geftrigen Tage aus Kapstadt melden, gangen sein wird, sei ihnen mitgeteilt, daß die" Post" unfre Be- flatschen bei den Blicklerschen Dreschphrasen schier kein Ende nehmen fehrung zum Nationalismus, und zwar zu einem Nationalismus, wollte, zeigten diese geräuschvollen Demonftrationen nichts von der selbst der" Post" zu borniert erscheint, darin erblickt, daß wir zorniger Erregung, vielmehr ein philisterhaftes Behagen am harm das arbeiterfeindliche Berhalten der Hamburger Werftbefizer lofen Nadau. gebrandmarkt hatten, die lieber ihren Betrieb einstellen, Der Löwe des Abends, Graf Bückler, hielt in wesentlichen wieder 3000 ihrer Arbeiter aufs Straßenpflaster werfen und die genau die Dreichrede, die wir bereits des öftern topfschüttelnd und Einen weiteren Sieg" der Engländer erleichterten die Boeren dringenden Arbeiten ausländischen Werften übertragen, mit einem leisen Mißtrauen gegen die Wahrheitstreue der Bericht- dadurch, daß sie sich zurückzogen, ohne den Kampf aufgenommen statt einigen hundert hundert Nietern der Reiherstiegwerft ihren erstatter genossen hatten. Konnte wirklich ein Mensch mit ffinf ge- zu haben. Dem Reuterschen Bureau" wird aus Bronkhorst Stundenlohn auf 48-47 Pf. zu erhöhen, während der Stundenlohn sunden Sinnen derartige Reden halten? Nun, Graf Pidler Spruit vom 24. Juli gemeldet: Als die Boeren erfuhren, der Nieter der übrigen Hamburger Werften bereits 45-48 f. be- ipricht genau so, wie das in der liberalen Preffe berichtet daß die britischen Truppen vorrücken, räumten sie alle ihre trägt. Diese Brutalität, diese mutwillige Aussperrung Tausender wurde. Er fordert Dusende von Walen in so ungezwungen Stellungen. Es wird jetzt berichtet, daß sie in nordöstlicher Richtung von Arbeitern, diese ganz unnötige Uebertragung von Arbeiten burschifosen Wendungen dazu auf, die verfluchten, marschieren und zwar nach Lydenburg, wohin sich auch an ausländische Unternehmungen, die von einheimischen Arbeitern verdammten Kerle" von Juden zu hauen, zu Präsident Krilger begiebt. Ein Teil des Feindes bleibt nördlich von verrichtet werden konnten, wenn nur die Hamburger Geld- bauen und abermals 811 hauen, daß man unwill- Bushvelt, von wo aus er versuchen will, die britischen Verbindungsproten einen winzigen Teil der Summen, die sie fürlich das Staunen über Redner und Ueberwachende vergißt linien abzuschneiden. Die Brücken find hier völlig zerstört, auch aus Arbeiterfeindlichteit opfern, den streikenden Nietern und herzhaft in die dröhnenden Lachsalven einstimmt. Der zwei fleinere Brücken zwei Meilen westlich. Es wird für unBezahlt hätten, all diese unsimige und antinationale Brutalität hatten Dreschgraf ist mit seinen drollig variierten Aufforderungen, die wahrscheinlich gehalten, daß dem Vormarsch der britischen Truppen wir gebührendermaßen als arbeiterfeindlich und allerdings mur Juden zu hauen, zu bauen, ja endlich einmal zu hauen, so un- nach Middelburg Hindernisse in den Weg gestellt werden. beiläufig und andeutungsweise als nichts weniger als national glaublich komisch, daß selbst ein jo beispiellos naives Publikum wie Von einer englischen Niederlage meldet Lord Roberts in einer bezeichnet. Das der antisemitischen Versammlungen sich dieser Komik nicht zu Depesche vom 24. Juli:" In der Nähe von Roode val wurde vom Ferner hatten wir, indem wir einmal den Gedankengang der entziehen vermag und fich förmlich ausschüttelt vor Lachen. Die Feinde ein Vorratszug erobert, in welchem sich 2 Offiziere und für das Zuchthaus schwärmenden Scharfmacher für einen Augen- animierten Hörer sehen sich um mit der Miene: Nein, ist etwas so 200 Mann wallser Füsiliere befanden. Die meisten derselben wurden blic ironisiert uns zu eigen machten, den Nachweis geführt, Bergfellerschütterndes schon dagewesen? Eine ältere Dame, die in gefangen genommen. Roberts meldet ferner: Baden- Powell habe wenn irgend jemand, so die Hamburger Terroristen unsrer Nähe saß, mußte förmlich nach Luft schnappen nach jedem vom Majatopaß vom 22. Juli berichtet: Die Obersten Aireh und nach dem Absichten des§ 8 der Buchthausvorlage ins Bucht- Lachanfall. Luffington mit nur 400 Mamt vertrieben 1000 Boeren aus einer Haus gehörten, da sie sich gerade den Augenblick zu ihrer Straft Neben den gemfitlichen Aufreizungen zum Verhauten der ver starken Stellung und zersprengten fie, indem sie ihnen große Ver probe" ausersehen hätten, in dem fie ihre Verpflichtung zur dammten Judenbande ergeht sich Graf Pieter zu Zeiten in lufte beibrachten. Die Verluste der Briten betrugen 6 Tote, 19 BerJustandsegung der für die oftastatischen Truppentransporte be- feinem flirrenden Pathos, das von der hemdärmligen Art feiner ge- wundete. stimmten Dampfer vertragsmäßig zu erfüllen hatten. Wir wöhnlichen Nedeweise doppelt absticht und augenscheinlich andern hatten damit bündig den Vetveis des antinationalen Ver- Mustern nachgebildet ist. Das deutsche Bolt muß z. B. werden ranh, haltens der Hamburger Arbeitgeber sowohl in unfrem hart, eisern, gepanzert." Dies geschmadiose Ariegervereinspathos, Sinn, wie in dem der Scharfmacher- geliefert. Trotzdem das doppelt geschmacklos wird, wenn es fich in fentimentaler Für Parteizwecke gingen aus 8 wid an ein: Die Urbehauptet die" Post", wir wären national" geworden. Eine Stimmungsmalerei ergeht, ist indes etwas künstlich Aufgepfropftes, fomischen 124,20. Maiblume 88,02. Brand 7,65. Baurath 350,-. Behauptung, die weder parador noch geistreich ist, sondern originell ist der Dreichgraf erst dann wieder, wenn er zum Anfang Lohr 22,30. Neues Jahrhundert 50,--. Geburtstag W. 3, Hereinfach beispiellos albern. Diese Albernheit enthüllt freilich die und Schluß seiner Rede vom Dreschen sprechen kann. Hier liegen mann S. 44,19. Hermann Sr. 30,- Hermann B. 1,-. Hermann abgrundtiefe Berlogenheit und Voltsfeindlichkeit des Nationalismus die starten Wurzeln seiner komischen Straft, hier entfesselt er die an- Sch. 83,89. Papierfiste Zwickau 14,86. Aug. M. 7, Feiner der Post". Die Unternehmer dürfen sich in der gemein- haltendsten Beifallsstürme. Davd 6,80. Tillner 9,90. Seger- und Druckerpersonal S. V. 17,--. Summa Wilhelmi 8,75. gefährlichsten Weise gegen die Intereffen der Arbeiterklasse, Neben Bückler selbst erregt in einer Picklerversammlung der Windhorst 6,10. Robert M. 2,15. Ses Volts versindigen, sie dürfen in der frivolften Weise kraft ihres überwachende Beamte das meiste Interesse. Wer erfahren hat, wie 771,31 Mart. Kapitals, das doch einen Teil des Nationalvermögens" ausmachen ungemein findig die preußische Beamtenschneidigkeit in der Ent- Die Kreiskonferenz für den Wahlkreis Erfurt- Schlenfingen foll, gegen die Volkswohlfahrt wüten, fie dürfen selbst, um im Sinn deckung eines Grundes zur Auflösung der Versammlung ist, der tann Biegenrück sand am vergangenen Sonntag in Struth bei Suhl und Jargon der Scharfmacher zu sprechen, aus schnödester Profitwut nicht genug staunen über die eiferne Staltblitigkeit, die beispiellose statt. Anwesend waren 20 Delegierte aus 10 Orten; die Leitung eine Gefährdung der Sicherheit des Reichs" herbeiführen, fie find Selbstbeherrschung des Kommissars. Was der Dreschgraf in Auf- lag in Händen des Genossen Heinrich Schulz Erfurt. Die und bleiben„ national". Diese Sorte von Nationalismus nicht reizungen zu Gewaltthätigkeiten leistet, ist sicherlich das stärkste, Einnahmen und Ausgaben der Kreistasse balancieren mit 1048,87 r. cinmal mit dem Nodärmel zu streifen, halten wir allerdings für was jemals von einem antisemitischen Demagogen geleistet worden Der wichtigste Verhandlungsgegenstand war die Beratung einer eine Anstandspflicht aller nur etwas auf Reinlichkeit haltenden ist. Und sicherlich ist es nicht seine Schuld, wenn sein heiliger In- strafferen Streisorganisation, wie sie die feit dem 1. Januar neuMenschen. grimm in schallenden Lachsalven verpufft. Man mißverstehe uns geschaffene Lage gestattet. Man mißverstehe uns geschaffene Lage gestattet. Das einstimmig angenommene Kreis" hatte die Carrington- und Rhodesia Feldtruppe das erste Gefecht mit dem Feinde; fie griff gestern die Boerenstellung am Selous- Fluß an und nahm diefelbe nach einem heftigen Gefecht im Sturm. Die Engländer hatten 4 Tote und 19 Verwundete; die Verluste der Boeren find schwer. " Partei- Nachrichten. Simon Dereure,( sprich: Deröhr), einer der Gründer des internationalen Socialismus in Frankreich und Mitglied der Kommune von 1871 ist am 19. d. M. in Paris gestorben. Schuhmacher von Beruf, kam er sehr früh in die socialistische Bewegung und hat bis wenige Tage vor seinem Tod, als Mitglied der ( Marristischen) Arbeiterpartei ein Leben unermüdlicher Thätigkeit und ununterbrochenen Kampfs geführt. Ehre seinem Andenken! Statut fagt im§ 1:„ Der Wahlverband für den Reichstags- Wahl-] Achtung Marmorarbeiter! In der Werkstelle von Häger, gebern gewählten beiden Schiedsrichter, der Arbeitsminister Baudin freis Erfurt- Schleusingen- Ziegenrück" bildet die gemeinsame Organi- Greifswalderstr. 37, haben sämtliche Kollegen wegen Lohndifferenzen und der Bürgermeister Marais, haben den Mindest- Stundenlogn sation der socialdemokratischen Vereine sowie der einzelnen Genossen am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten für Grundarbeiter auf 43, für Rohrleger auf 53 Centimes festin denjenigen Orten, in denen noch keine Partei- Organisation be Der Vertrauensmann. gesezt. steht. Der Verband kann in einzelne Agitationsbezirke zerlegt Deutsches Reich. Der Bürstenarbeiter- Streik in Westrußland. Ein bedeus werden." Vorort des Verbands ist Erfurt. Der Vorstand des dortigen Socialdemokratischen Vereins bildet gleichzeitig den CentralIn der Hamburger Massenaussperrung ist keine Aenderung tender Teil der jüdischen Bürstenarbeiter Westrußlands führt jezt vorstand. Zum Delegierten für den Parteitag in Mainz eingetreten. Das Unternehmertum, unterstützt durch das Vorgehen einen hartnädigen Kampf mit den Unternehmern. 10 Wochen sind wurde Redacteur Heinrich Schulz gewählt. der kaiserlichen Werft in Wilhelmshafen, bietet auch fürder Truz. es schon, seitdem die ersten 300 Arbeiter die Arbeit niederlegten, Nur den einen Kummer haben die Werftbefizer, daß die Arbeiter dann hat der Streit immer größere Dimensionen angenommen, sich nicht dazu hinreißen lassen, in den Ausstand zu treten, da sie die Zahl der Streikenden ist auf 600 und noch mehr angewachsen, und dann auf Grund der Streifflausel ihrer vertragsmäßigen Ver- man kann bestimmt glauben, daß wenn die Streifenden sich pflichtungen entbunden werden. Nachdem nun die Aussperrung noch kurze Zeit halten werden, der Sieg der ihrige bleiben wird. nichts geholfen hat, versucht man es mit dem gleich erbärmlichen Die direkte Ursache des Streits ist die Forderung seitens Mittel der Lohnreduktion. Arbeiter am Freitag bis 1/24, Unser Hamburger Bruderorgan der Arbeitgeber, daß die schreibt darüber: statt wie früher bis 2 Uhr arbeiten sollen. Es liegt aber Die wirklich muster" Wollen die Arbeiter nicht streifen, so muß man sie dazu ein tieferer Grund in diesem Streit. zu zwingen versuchen, das ist die Devise, nach welcher jetzt die hafte Organisation der Bürstenarbeiter war schon lange den UnterOber- und sonstigen Scharfmacher handeln. Gestern wurde den nehmern ein Dorn im Auge. Sie haben sich, um diese Arbeiterauf der Werft von Blohm u. Voß beschäftigten Maschinenbauern organisation erfolgreicher zu bekämpfen in einen Arbeitgeberverein eröffnet, daß nach den bisherigen hohen Accordsäßen nicht mehr bezahlt zusammengeschlossen. Gelingt es dem Arbeitgeberbund, die Arbeiter werden könne. Die Maschinenbauer wiesen die ihnen von den Meistern zu meistern, so würden sie allmählich eine nach der andern angebotenen Abzüge zurück und wandte sich an den Obermeister. Durch schwere Kämpfe erkaufte Errungenschaften der Arbeiter zu Dieser Herr meinte, daß nur bei den besonders hohen Säßen nichte machen. Daher dieser so hartnäckige Kampf und die große ein Abzug erfolgen solle. Auch dies wurde zurückgewiesen, worauf Bedeutung dieses Streits. Die Streifenden halten sich vorzüglich. Socialistische Demonstrationen in Kongreß- Polen. Wenn die Arbeit nach den alten Sägen abgeschlossen wurde. Den Ar- Streitbrecher sind in jener Gegend nicht zu finden. Leider gelingt es nur in einem Lande alle Arbeiterversammlungen auf das strengste ver- beitern wurde aber doch erklärt, daß bei den hohen Sägen ein Abzug manchmal den Unternehmern aus andren rückständigen Örten russische boten sind, muß die socialistische Organisation originellere erfolgen werde. Wird eine Arbeit zu einem vereinbarten Lohn ver- Arbeiter zu bekommen. Daher hat auch der Kongreß des jüdischen Mittel fuchen, um auf die Massen zu wirken. In letterer Zeit hat geben, dann muß auch der Lohn bezahlt werden, das wissen auch Bürstenarbeit erbundes in Polen und Littauen beschlossen, eine rege die socialistische Partei Polens mit gutem Erfolg bei den Be- die Scharfmacher. Die Herren haben es, was hierdurch Agition unter den christlichen Arbeitern zu entfalten. Der jetzige gräbnissen der Genossen Demonstrationen eingeführt. Die eklatant bewiesen wird, auf den Konflikt ab- Kampf ist noch besonders schwer, Arbeiter versammeln sich in großen Massen, bilden regelrechte gesehen. völlig erschöpft hat und die Not unter den Streifenden Glieder und begleiten den Zug unter Absingung revolutionärer Der Dampfer Batavia" soll nunmehr auf einer Werft in eine äußerst große ist. Wenn man sich erinnert, daß eine ganze Lieder bis zum Kirchhof. In Warschau, wo die Begräbnis- Bremerhaven fertiggestellt werden. Außer dem Rest der Reihe von den Städten Westrußlands und auch des übrigen Rußdemonstrationen recht oft vorkommen, ziert auch ein großes Polizei- Rostocker Arbeitswilligen sind auf demselben 16-18 ungelernte Ar- lands noch unlängst größere Streits durchgemacht hatten, so daß auch den Zug und bemüht sich redlich, die Genossen beiter vom Hamburger Aktiendock beschäftigt. Sechs Bremerhavener von dort feine besonders große Hilfe kommen kann, so wird man sich an der legten Ehrung des Verstorbenen zu stören. So Arbeiter verweigerten die Arbeit und wurden sofort entlassen. wirklich wundern, wie diese Arbeiter in dem fast dreimonatlichen tommt es oft zu Zusammenstößen mit der Polizei und Andre Arbeitswillige dürften sich kaum finden. Streit zu verharren im stande sind. Es ist nur der beispiellosen schon dadurch übt das Begräbnis eine agitatorische Wirkung Opferwilligkeit dieser Arbeiter und dem vollen Verständnis für die Sache, für die sie kämpfen, zu verdanken. " Die franzöfifche Arbeiterpartei( Marristisch) wird ihren heurigen Jahrestongreß am 21. und 22. September, also unmittelbar vor dem Internationalen Arbeiterkongreß, in Paris abhalten. Der allgemeine Kongreß der vereinigten socialistischen Fraktionen Frankreichs wird unmittelbar nach dem internationalen Kongreß stattfinden. aufgebot Eindruck. " veil er die Kassen Der chinesische Krieg. auf die Massen aus. Seit einiger Zeit hat man auch in andren Unfre Notiz Soldaten als Arbeitswillige" erfährt durch Mittelpunkten der polnischen socialistischen Bewegung Demonstrationen die Darstellung unsres Stettiner Bruderorgans folgende interessante bei Begräbnissen veranstaltet. Sie haben schon in Dabrowa Ergänzung: Gornicza dem Centrum der polnischen Berg und HüttenDie Firma H. Podeus in Wismar hatte zwei Schiffe mit arbeiter Bewegung stattgefunden und letthin auch in Kohlen erhalten und verweigerte den Hafenarbeitern den ihnen zur Lodz dem polnischen Manchester. Vor einiger Zeit wurde dort Kontrolle von allen andern Firmen gestatteten Einblick in die die erste Begräbnis- Demonstration veranstaltet. Sie Konnossements. Darauf verweigerten die Hafenarbeiter die Entladung Washington, 25. Juli. Eine Depesche des Kommandanten galt dem Tischler Lemansti. Es folgten etwa 1500 Genossen, der Schiffe. Da angeblich eines der Schiffe, die„ Marie", von der des Kriegsschiffs" Brooklyn" aus Tschifu von gestern an das die sich in Reihen zu je acht Personen gruppierten. Der Zug ging Marineverwaltung als Proviantschiff für China gemietet worden Marine- Departement meldet: In Tientsin ist am 21. Juli eine vom Hause des Verstorbenen zur Kirche und von dort zum Stirchhof war, so wendete sich die Reederei mun an die Militärbebörde und vom 4. Juli datierte schriftliche Botschaft, unterzeichnet Conger, Viele Arbeiter hatten rote Schlipse angelegt, was der Polizei gar verlangte von dieser, daß Soldaten die„ Marie" löschen sollten. eingegangen, welche besagt: Sind zwei Wochen lang in britischer Große Gefahr allgemeiner nicht gefallen wollte es war ein unverkennbares Zeichen der ver- Der Major und Kommandeur des in Wismar garnisonierenden Gesandtschaft belagert worden. haßten Gesinnung! Am Ende der Stadt nahm man den Sarg auf 2. Bataillons des Füsilier- Regiments Nr. 90 erschien am Hafen und Hinmordung durch chinesische Soldaten, welche die Legation täglich die Schultern und trug ihn 3 Kilometer, die Rote Fahne", die ließ sich von den dort befindlichen Arbeitern den Sachverhalt dar- bombardieren. Entsaz muß, wenn überhaupt, bald kommen. Die Warszauianta" und andre revolutionäre Lieder singend. Den legen, nachdem er bemerkt hatte:" Ich will Euch das Geld hier Stadt ist ohne Regierung, außer durch die chinesische Armee, Demonstrierenden folgte ein großes Publikum. Das Begräbnis, nicht wegnehmen; ich habe nur Soldaten zum Dienst, nicht welche entschlossen ist, alle Fremden in Beting umzubringen. Der welches nicht einmal von der völlig unvorbereiteten Polizei zur Arbeit. Aber ich habe Befehl vom Generalfommando, Einmarsch des Entsazzcorps in die Stadt wird wahrscheinlich heiß gestört wurde, machte auf die ganze Stadt einen gewaltigen wenn sich keine Arbeiter finden, um die" Marie" zu löschen, bestritten werden. so soll ich Soldaten hinschicken, weil der Dampfer, den die Marine Es muß überhaupt festgestellt werden, daß die Arbeiter Lodz', für unsre Kameraden in China braucht, unbedingt am Freitagabend welche nach dem gräßlichen Blutbad des Jahres 1892- die russische leer sein muß." Als der Major den Sachverhalt erfahren, erklärte Soldatesta hatte bei der Maifeier 40 Arbeiter getötet er, er wolle noch einmal mit der Firma Podeus reden, da es sich sich bisher passiv verhielten, jezt erwachen und mit großer Energie ja nur um 50 Pfennig pro Keel( welcher Betrag bei der„ Marie", das Versäumte nachholen. Erst vor einem Jahre veröffentlichte die die etwa 42 Steel geladen hatte, nur die geringe Summe von Polnische socialistische Partei den ersten Aufruf an 21 M. ausmacht) und um das Konnossement handle; dies sei ja die Lodzer Arbeiter und heute umfaßt die geheime Partei- nur eine Kleinigkeit". Aber die Firma dachte über diese kleinig Lehte Nachrichten und Depelchen. organisation der Stadt Tausende und Abertausende. feit anders. Der Major erreichte nichts bei ihr. Er stellte Das Lübecker ,, Zuchthausgeset". Derselbe Fortschritt ist erfreulicherweise auch in allen umliegenden nun die Hafenarbeiter vor die Entscheidung, bis 2 Uhr fich Lübeck, 25. Juli.( W. T. B.) Die Bürgerschaft lehnte einen Fabrikorten der polnischen Textilindustrie zu verzeichnen. darüber schlüssig zu werden, ob sie zu den Bedingungen der Firma Sie sind alle von der P. S. P." gewonnen und in ihre Organi- arbeiten wollten, widrigenfalls er Soldaten schicken würde. Da die Antrag des Mitglieds Pape, an den Senat ein Ersuchen um Aufsation eingefaßt. Arbeiter aber trotzdem bei ihrem Beschluß herharrten, so wurden hebung der Verordnung betreffend das Verbot des Streikthatsächlich 60 Soldaten zum Ausladen der postenstehens zu richten, mit allen gegen die Stimme des Antrag Opfer eines Aprilscherzes. Ein uns befreundetes Blatt in Stohlen tommandiert. Außerdem wurden noch 20 bis ftellers ab. Im Lauf der Debatte erklärte der Senatskommissar Südamerika, die„ Germania" von Sao Paulo, Brasilien, brachte zum 25 Wann mit geladenen Gewehren zur Ueberwachung Senator Dr. Fehling, die Verordnung sei vom Senat nicht auf Grund 1. April eine Korrespondenz aus Europa mit der Nachricht, daß der Arbeit kommandiert. Mit welchem Rechte die Militärverwaltung des§ 366 Nr. 10 des Reichs- Strafgesetzbuchs, sondern kraft der ihm Liebknecht aus der Socialdemokratie ausgetreten sei und in der die Soldaten zur Arbeit kommandiert, obwohl die Ursache der nichtStummschen" Post" die Gründe dieſes Schrittes auseinandergesetzt rechtzeitigen Löschung des Schiffes an dem Verhalten der Firma zustehenden allgemeinen Polizeihoheit erlassen worden. Der Senat H. Podeus liegt, darüber wird die Militärverwaltung wohl noch habe auf Grund zahlreicher Gerichtsverhandlungen die Ueberzeugung genaue Auskunft geben müssen. erlangt, daß die Verordnung notwendig sei, da in denselben fest" habe. In der betreffenden Notiz hieß es: Der deutsche Reichstags- Abgeordnete Liebknecht ist plöglich und ohne ersichtlichen Grund aus der socialdemokratischen Partei, zu deren Führern er seit ihrer Begründung gehörte, ausgetreten und hat sich der nationalliberalen Gruppe des Reichstags als Hoſpitant an geschlossen. Unter den Genossen" herrscht naturgemäß nicht geringe Aufregung, der das Hamb. Echo" und andre Parteiblätter einen kräftigen Ausdruck geben. Man nimmt im allgemeinen an, daß Liebknecht diesen Schritt gethan habe, um die Beamtenlaufbahn feines Sohnes, der bekanntlich als Gerichts- Assessor in Breslau lebt, nicht zu gefährden. Tokio, 25. Juli. Der japanischen Regierung liegt eine aus Tientsin vom 10. Juli datierte, über russische Telegraphenlinien eingegangene Meldung vor, welche besagt, daß Yunglu die Gesandt schaften mit Lebensmitteln versehe. Die Gasarbeiter in Bremen sind in einen Streit eingetreten, gestellt sei, daß das Streitpostenstehen sich als Quelle starker da ihre Forderung, ihren 4,24 M. betragenden Tagelohn auf 4,50 M. Verwilderung und wachsender Beunruhigung erwiesen habe. zu erhöhen, von der Verwaltung abgelehnt worden war. Abgelehnt, Auch sei es nicht richtig, daß die Verordnung mit§ 152 der Reichsich an dem Streit zu beteiligen, haben nur zwei Personen. Gewerbe- Ordnung in Widerspruch stehe, da es nicht die Absicht der Der Fabritmeister drohte, er werde die Arbeit durch die Hof: Reichs- Gesetzgebung sein könne, daß die Rücksicht auf die Streikenden arbeiter verrichten lassen. Den Hofarbeitern wurde gedroht, daß jeder, der sich weigern würde, ins Feuerhaus zu gehen, sofort ent über die Rücksicht auf das allgemeine Wohl gestellt werde. lassen werden würde. Stunde noch nicht betaimt. Welche Haltung die Hofarbeiter einnehmen werden, ist uns zur Prag, 25. Juli.( B. H.) Infolge eines falschen Gerüchts, daß der Kaufmann Pick das Kind eines Feldarbeiters ermordet hätte, fanden in Altbenatet antisemitische Unruhen statt. Der Pöbel versuchte die Demolierung des Bidschen Hauses und erst nachdent die Gendarmerie eingeschritten und das Kind wiedergefunden worden war, konnte die Nuhe wiederhergestellt worden. Liebknecht hat in der" Post" eine„ Rechtfertigung" seiner Hand lungsweise unternommen, der folgende Stellen entlehnt sind: Aber wie gesagt, gerade was die Socialisten ihren Maurerftreik in Duisburg. Eine am 22. Juli stattgefundene gut Gegnern vorwerfen, fällt auf sie in erhöhtem Maße zurück. Sie besuchte Maurerversammlung hat einstimmig beschlossen, am Freitag, den wollen eine Partei des Fortschritts bilden und belächeln dabei die 27. Juli, in den Streik einzutreten. Die Forderungen, welche schon Auffassung Seiner Majestät, daß ihre eigne Doftrin eine vorüber im Frühjahr den Unternehmern zugestellt, von den meisten aber Paris, 25. Juli.( B. H.) Der Handelsminister Millerand gehende Erscheinung sei; sie beanspruchen die Zukunft für sich, und nicht beantwortet waren, von den beiden größten Firmen dagegen strift eröffnete heute den internationalen Arbeiterschutz- Kongreß. Zahlversagen unfähig dem erlauchten Geiste zu folgen, der Deutsch- ablehnend und verhöhnend, bestehen in der Hauptsache in 10stündiger reiche Delegierte aus allen Ländern sind zu dem Kongresse erschienen. lands Geschicke lenkt die Bewilligung der starken Flotte, die uns Arbeitszeit und 50 Pf. Stundenlohn. Der Geist unter den Maurern Darunter befinden sich u. a. der frühere preußische Handelsminister so bitter not thut, denn Deutschlands Zukunft liegt ist ein guter, so daß hoffentlich bald der Sieg auf seiten der Maurer v. Berlepich und die deutschen Centrums Abgeordneten Dr. Lieber auf dem Wasser; sie fordern, daß Fürst Bismards Wort: sein wird. Zuzug ist fernzuhalten. Die Lohnkommission. und Hize. Die vier Punkte des Programms sind: Einschränkung Jeder Deutsche hat das Recht auf Arbeit, unter Beihilfe der hohen Der Streit bei Bertram, Teigteilmaschinen- Fabrit in alle, der Arbeitszeit, Abschaffung der Nachtarbeit, Einrichtung einer ArbeitsRegierungen zur Wahrheit werde, aber sie murren, wenn von aller- ist durch einen günstigen Vergleich für die Arbeiter beigelegt worden. aufsicht und internationale Verſtändigung für den Arbeiterschutz. höchster Stelle angedroht wird: Zuchthaus dem, der freie Arbeit Der auserforene zweite Meister Reichenbach, durch dessen Anstellung Belgrad, 25. Juli.( W. T. B.) Die Amnestie für politische hindert!" Nur den zu Gefängnis Ver der Streit entstand, soll nicht als Meister für die Gesellen, sondern Verbrechen ist nur eine beschränkte. An einer andern Stelle heißt es dann:„ Mein ganzes politisches für die Lehrlinge gelten und den ersten Meister nur bei der urteilten wird die Strafe erlassen, die Kerkerſtrafen werden in Leben ich schulde meinem Gewissen dies Bekenntnis war ein Material- und Werkzeugausgabe unterstützen. Die neueingestellten Gefängnisstrafen umgewandelt und erheblich herabgemindert. einziger, großer Irrtum. Tadle man mich drum, aber fordere man Streitbrecher, die sich als vollständig unbrauchbar erwiesen nicht, daß ich ihn unverbessert lasse, nachdem ich ihn erkannt." hatten, wurden von dem Fabrikbefizer Bertram entlassen und die Chamberlains Politik vor dem Unterhaus. Dann wieder: Auch andre überzeugungstreue Männer man Streifenden sind sämtlich, soweit sie nicht schon anderweitig Arbeit London, 25. Juli. Unterhaus. Kolonialminister Chamberlain denke an Johannes v. Miquel, meinen Freund und Mitkämpfer genommen haben, wieder eingestellt worden. bekämpft den Antrag Lawsons auf einen Abstrich vom Koloniale aus der Zeit vor der politischen Wiedergeburt des geeinten Er führt aus, die Streitfrage sei durch den Ans deutschen Vaterlands haben, nicht Schaden ihres Die Zimmerer in Striegau in Schlesien haben die Arbeit etat. zum so gestellt, daß die gauge Politik bezüglich des politischen Gehalts, ihre Ueberzeugungen geändert, warum sollte niedergelegt, weil die Unternehmer die den Zimmerern versprochene trag nicht auch ich, dem in dieser Beziehung Erfahrung zu gute Bulage von 1 Pfennig pro Stunde zurückgezogen haben. Zuzug ist Krieges verkehrt und daß daher die Einverleibung der beiden Republiken unrecht sei. Ueber die Streitfrage rufe er mit Freuden tommt, darauf verzichten, fernerhin mit dem Recht auf Striegsfuß zu fernzuhalten. das Urteil des Hauses an. Die Regierung plante, daß der Krieg stehen?" Wie man Spitel züchtet. Vor kurzem veröffentlichte die ebenso unvermeidlich war, als er gerecht ist und man müsse die Unsere Genossen lachten über den Scherz. Die Gegner find Braca", das Organ des Beuthener christlichen Bergarbeiter- sich hieraus ergebenden Konsequenzen ziehen. Der Beschluß der Kapaber reingefallen". Die in Valparaiso erscheinenden Deutschen Verbands, eine Korrespondenz, die sich mit den Zuständen auf dem Regierung eine besondere Kommission zur Rechtsverfolgung der AufNachrichten" drucken den Scherz als baren Ernst ab. Und an Borsigwert bei 8abrze i. D.- Schl. befaßte. Jezt hat die ständischen einzusehen, sei ein gemäßigter Vorschlag. Die Politik der Nachahmern und Mitopfern, auch in Europa, wird es wohl schwer Verwaltung des Werts 160 mart demjenigen zugesagt, der ihr den Regierung sei nicht auf Nache gerichtet; Rache liege ihrem Gelich fehlen. Verfasser des Schreibens nennen will! Sanken fern. Was sie wolle, seien Vorbeugungs- Maßnahmen. Und der Bischof befahl. In Duisburg bestand früher nur Sie wolle, daß ein Aufruhr nicht als eine so leichte und vorteilhafte ein katholischer Arbeiterverein, dessen Führung die katholische Geistlich- Sache erscheine, daß auch für die Zukunft Versuchungen zu einem teit hatte. In diesem Verein bildete sich eine Opposition, und nach solchen vorhanden sein würden. Es sei nicht beabsichtigt, die milieiner stürmischen Versammlung, in welcher man einem fatholischen tärische Verwaltung ins Unbestimmte zu verlängern, vielmehr solle Kaplan ein Bierglas an den Kopf warf und in der überhaupt ver- sobald als möglich eine Civilverwaltung eingesetzt werden. Er glaube An die Bauhandwerker Berlins und Umgegend. Da der schiedene Prügeleien stattfanden, spaltete sich der Verein. Ein Teil nicht, daß der Guerilla- Krieg lang dauern werde, noch daß es der geistlicher Führung, Streit der Fliesenleger Berlins und Umgegend vom 9. Juli weiter blieb unter ſanguinisch sei, anzunehmen, daß die Regierung die schwierige AufDie Regiedes Vorsitzenden des christlichen Metallarbeiter gabe zu einem befriedigenden Abschluß bringen werde. um sich gegriffen hat, so richten wir an die Berufsgenossen unsrer Führung Branche die Bitte, uns in unfrem Lohnkampf nach jeder Richtung Verbands, Wieber. Nun hat der Bischof von Münster gewünscht, rung habe ja die zweifellose einmütige Unterstützung der Nation Wenn die Regierung die autoritative Unterstützung hin zu unterstützen, indem sie etwaige Arbeitswillige auf unsren daß beide Vereine wieder vereinigt werden, selbstverständlich unter hinter sich. Lohntampf aufmerksam machen, ihnen entsprechende Anweisungen geistlicher Leitung. Einem derartigen Wunsche konnte der„ radikale" der Nation gehabt hätte, würde der Krieg schon vorüber sein. geben und sie von einer unsolidarischen Handlungsweise abhalten. Wieber, welcher die Fabrikanten Verbände Raubverbände nennt, Es sei zu wünschen, daß die thatsächliche Einmütigkeit des Hauses Die Lohnkommission der Fliesenleger Berlins und Umgegend. nicht widerstehen, weshalb er und seine Getreuen wieder einge- hinter der Regierung stehe.( Beifall.) schwenkt sind. Vor solchen Leuten braucht das Unternehmertum Alle Anfragen sind zu richten Grenadierstr. 33 bei Buske. freilich keine Angst zu haben. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Achtung Sattler! Da die Berliner Militäreffetten- Sattler in einer Lohnbewegung stehen, ist der Zuzug streng fernzuhalten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Ortsverwaltung. " inter # Ausland. andre tam Jm weiteren Verlauf der Debatte erklärt der Führer der Liberalen Campbell Bannermann, er sei nicht bereit, so weit zu gehen wie Lawson und könne nicht für den Antrag Lawson stimmen; gleichzeitig sei es ihnen aber auch unmöglich gegen den Antrag zu stimmen. Der Antrag Lawson wird schließlich mit 208 gegen 52 Stimmen abgelehnt.( Vergl. Polit. Uebersicht.) Der Erdarbeiter- Ausstand in Havre ist nach zweimonatlicher Dauer beendet. Die von den Ausständigen und den ArbeitVerantwortlicher Redacteur: Hugo Poeksch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Vading in Berlin. Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt. Nr. 171. 17. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 26. Juli 1900. Sechste General- Versammlung des Central- Verbandes der Berliner Barbier mit der Pflege ihrer Haartracht betraut. Im An- es ihm nicht mehr, den schweren Waggon zum Stehen zu bringen. deutschen Hafenarbeiter. Hamburg, den 24. Juli. ( Dritter Tag.) Es wird fortgefahren in der Beratung über das Unterstügungswesen. Hierzu liegen mehrere Resolutionen vor, von denen folgende, von Jünger Hamburg gestellte in namentlicher Abstimmung mit 35 gegen 3 Stimmen angenommen wird: Der Centralvorstand wird beauftragt, eine Vorlage mit staffelförmigen Leistungen nach Maßgabe der Dauer der Zugehörigkeit zum Verband auszuarbeiten, diese Vorlage nebst Begründung den Mitgliedschaften zu übermitteln und über die eventuelle obligatorische Einführung eine Urabstimmung erfolgen zu lassen." Hierauf gelangt das Statut zur Beratung. Hierzu liegen viele teils vom Centralvorstand, teils von den Mitgliedschaften gestellte Abänderungsanträge vor. " sprechende, Chinesen haben nämlich seit mehreren Wochen einen Führer des letzteren das falsche Manöver zu spät bemerkte, gelang schluß an diese Thätigkeit ist Meister Figaro, der es ausgezeichnet Der Anprall erfolgte mit solcher Gewalt, daß dem Waggon 1847 versteht, mit seiner gelbhäutigen Kundschaft fertig zu werden, ersucht die rechte Seitenwand völlig zertrümmert wurde. Von worden, die Berichte über die chinesischen Wirren vorzulesen. Es dem anfahrenden Wagen wurde die Border Plattform gewährt einen eignen Reiz, während dieser Zeit die asiatischen Zu eingedrückt und die Betriebsvorrichtung zerstört. Der Hörer es erscheinen deren stets nur zwei bis drei dem zu beobachten. auf Perron stehende Maschinenbauer Josef Klein Ohne eine Miene zu verziehen oder eine Bewegung zu machen, wurde vom Wagen geschleudert und ihm das rechte Bein derartig lauschen sie sichtlich höchst gespannt den Nachrichten. Kaum ist aber gequetscht, daß er einen doppelten Schenkelbruch erlitt. Vier andre K. wurde mittels die Vorlesung zu Ende, dann beginnt ein erregter aber nur furzer Personen trugen leichtere Kontusionen davon. Disput, nach dessen Schluß der Barbier gebeten wird, gewisse Stellen Droschte nach der Unfallstation am Mariannen- Ufer gebracht und noch einmal zu verlesen, damit sie von einem der Chinesen niedergeschrieben von dort auf seinen Wunsch seiner Wohnung zugeführt. werden können. Mit der so gewonnenen Kriegspost" eilen nun die Eine zweite Karambolage eines Straßenbahnwagens der Linie Kundschafter mittels Droschke nach der in Moabit befindlichen Kreuzberg- Gesundbrunnen mit einem Faßwagen der WeißbierWohnung eines Landsmanns, wo sich die auch nur vorübergehend Brauerei Karl Breithaupt fand gestern morgen gegen 7 1hr in der in Berlin aufhaltenden Bürger des Reichs der Mitte gern zu Münzstraße statt. Der Motorwagen fuhr mit solcher Gewalt auf geselligem Verkehr einfinden. Auch Zeitschriften, die Bilder aus den Brauerwagen auf, daß die Ladung auf den Straßendamm geChina bringen, lassen sich die Chinesen jetzt häufig durch Mittels- schleudert wurde und 3/4 Tonnen Bier ausliefen. Der Straßenbahnmänner besorgen. Bemerkt sei noch, daß die Chinesen selbst wagen wurde stark beschädigt, die Passagiere tamen ohne Verletzungen erklären, daß sie bisher nicht im geringsten in irgend welcher Weise davon. wegen der peinlichen Vorfälle in Peking belästigt worden sind. In der ersten Zeit hätte wohl die Mehrzahl von ihnen dahingehende der 40 Jahre alte, in Befürchtungen gehegt. Diese feien aber infolge der ruhigen Haltung der Berliner zerstreut worden. Die gräßlichen Vorfälle in China werden von ihnen, wie sie sagen schon im eignen Interesse sehr bedauert. In seiner Wohnung erschoß sich vorgestern spät abends einer Mühle an der Oberspree beschäftigte Arbeiter Ferdinand Furchert aus der Mühlenstr. 72a. Furchert lebte in guten Verhältnissen und finderloser aber wohl nicht ganz glücklicher Che. Vorgestern ging der Mann von Kneipe zu Sneipe und kehrte erst spät betrunken nach Hause zurück. Bald darauf hörten die Hausgenossen einen Schuß fallen. Furchert hatte sich nach einem Wortwechsel mit seiner Frau durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe entleibt. Wiederbelebungsversuche eines Arztes hatten keinen Erfolg. Um feine Mißdeutungen aufkommen zu lassen, wird zu§ 1 beschlossen, den Namen des Vereins in Verband der Hafenarbeiter und verwandter Berufsgenossen Deutschlands" umzuändern. Zu§ 5( Aufbringung der Mittel) beantragt der Centralvorstand, den monatlichen Beitrag von 60 bezw. 30 auf 80 beztv. 40 Pf. zu erhöhen. Die Mitgliedschaft Le he will den monatlichen Beitrag auf 1 M. festgeseẞt; aber eine entsprechende Unterstüßung eingeführt wiffen. Die Debatte gestaltete sich recht lebhaft. Die Anhänger der Eine alte Kunst wird gegenwärtig in den Straßen Berlins zu Erhöhung der Beiträge führen aus, daß nur hierdurch der Verband neuem Leben erweckt, das Silhouettenschneiden. Geht man durch leiſtungsfähig gemacht werden könne, während die Gegner hervorheben, die belebteren Straßen der Friedrichstadt und des Centrums, so findet daß es schon jetzt schwer halte, die Beiträge einzutreiben. Die Be- man an allen Ecken und Enden die Wägelchen, an denen ein Silschäftigung am Hafen sei eine Saisonarbeit, worauf man Rücksicht Houettenschneider thätig ist. Die Leute machen ganz gute Geschäfte, zu nehmen habe. Jünger Hamburg meint, es wäre zwvedmäßiger ihre fliegenden Ateliers find immer umlagert, ganz besonders von gestanden haben, der seit dem Anfang dieses Jahres in dem Hause Furchtbare Leiden muß der Rechtskonsulent Albert Buller ausgewesen, wenn der Hauptvorstand ſeinen Antrag früher veröffentlicht Arbeitern und Arbeiterinnen, die sich schon scherzeshalber gern einen gestanden haben, der seit dem Anfang dieses Jahres in dem Hause hätte, dann hätte man in Versammlungen dazu Stellung nehmen Schattenriß als billiges Porträt" mit nach Haus nehmen. Das Sil- alte Mann wohnte für sich allein und besorgte seine Wirtschaft selbst Große Frankfurterstraße 36 ein Bureau hatte. Der etwa 50 Jahre tönnen. Es werde immer behauptet, daß wohlgefüllte Taschen den houettenschneiden ist eine ursprünglich französische Kunst. In den janmer ohne jede fremde Hilfe. Seit Sonntag fam er nicht mehr zum VorArbeitgebern Respekt einflößen, das sei nicht wahr. Die englischen vollen Tagen der Pompadour und Ludwig XV. gehörte die Silhouette schein. Hausgenossen, denen das auffiel, benachrichtigten gestern endMaschinenbauer hätten mit neun Millionen, die Buchdrucker mit einer Million gestreift, und doch seien diese unterlegen. Man werde den Modeartikeln der Bariſer Salons, die schönen der erstlich die Revierpolizei und ein Kriminalbeamter ließ nun die Wohkratie setzten einen Stolz darin, möglichst viele ihrer Geliebten im immer auf die Solidarität der übrigen Gewerkschaften, der Arbeiter der ganzen Welt angewiesen sein. Ihm wird von Dethlefsen Bild dem berüchtigten Finanzminister Ludwigs XV., Etienne de redlichen Zustande aufgefunden. Der Bejammernswerte lag vor beiter der ganzen Welt angewiesen sein. Ihm wird von Dethlefsen" Schattenriß“ zu befizen. Seinen Namen verdankt das schwarze ung durch einen Schlosser öffnen. Der Insasse wurde in einem Hamburg erwidert, daß, wenn die Hafenarbeiter sich stets auf die Silhouette. Es ist bezeichnend für ihn, daß man in Paris alles dein Sofa auf dem Fußboden und gab mur noch schwache Solidarität der andren Arbeiter verlassen wollten, es mit dieser was nichtssagend, inhaltlos und erbärmlich war, à la Silhouette Man Lebenszeichen bon sich. In mehreren Wunden, die der Sabath, Vertreter der nannte. Bei den Schattenrissen fügte man dem Namen noch zur Solidarität bald vorbei sein würde. sich augenscheinlich Herabfallen bont Sofa Generalfommission, pflichtet dieser Ansicht bei und fordert in längeren weiteren Erklärung den Satz hinzu: sie seien leer wie sein Staats- deren, er sich in seiner Schwäche und Hilflosigkeit nicht erwehren am linken Auge und im Gesicht zugezogen hatte, saßen Fliegen, Ausführungen die Delegierten auf, der beantragten Beitragserhöhung schatz und schwarz wie seine Seele". zuzustimmen. Moje Hamburg beantragt, über den Antrag des fonnte. Der Unglückliche wurde mit einem Lückschen Rettungswagen Centralvorstands eine Urabstimmung stattfinden zu lassen. Schlüter- Im städtischen Arbeitshaus zu Rummelsburg befanden schleunigst in ein Krankenhaus gebracht, wo man einen Schlaganfall Kiel beantragt die Erhöhung des Beitrags auf 20 Pf. die Woche, sich am 30. Juni d. J. an Korrigenden: 1269 Personen( 1110 Männer feststellte. Er hat ohne Zweifel schon seit Sonntag morgen in der während He her- Hamburg mit der vom Centralvorstand beantragten und 159 Frauenspersonen), ferner 367 Hospitaliten( 260 männliche, Unsauberkeit ohne jede Hilfe dagelegen und wurde fast in den letzten Erhöhung auf 80 Pf. pro Monat einverstanden ist mit der 107 weibliche). Außerdem waren während eines Umbaues vorüber- Zügen dem Krankenhause eingeliefert. Maßgabe, daß 75 Pf. an die Centraltasse abzuliefern sind. Des gehend 142 Hospitaliten im städtischen Obdach untergebracht. Es weiteren beantragt dieser Redner, den von ihm gestellten Antrag mit dem betrug mithin die Gesamtzahl der Korrigenden und Hospitaliten am 1. Januar 1901 in Straft treten zu lassen. Jünger führt aus, er 30. Juni 1778 gegen 1802 am 31. März d. J. In dem sei im Princip ebenfalls mit der Erhöhung der Beiträge einver- Lazarett der Anstalt und in den Lazarettstationen des Hospitals standen, doch dürfte diese Angelegenheit nicht über die Köpfe der wurden am 30. Juni 265 Personen verpflegt, und zwar 30 männMitglieder hinweg beschlossen werden. Redner ersucht um die An- liche und 12 weibliche Korrigenden und 161 männliche und 62 weibnahme des Antrags Moje. Döring bittet um die Ablehnung der liche Hospitaliten. Während des Vierteljahrs April- Juni befanden beantragten Urabstimmung, da deren Ergebnis vorauszusehen sei. sich im Arbeitshause durchschnittlich täglich 1240 Korrigenden und Die Delegierten scien berechtigt, die Entscheidung zu fällen. 528 Hospitaliten. Es waren demnach im Durchschnitt täglich Kellermann empfiehlt die Annahme des vom Centralvorstand 1768 Personen von der Verwaltung des Arbeitshauses zu vergestellten Antrags und wendet sich gegen die Urabstimmung, des- pflegen. V gleichen Schleef vom Centralvorstand. Nachdem noch eine Aus dem Erbrecht, das die Stadtgemeinde an dem Nachlaß Anzahl Redner teils für, teils gegen die Erhöhung der der aus Mitteln der öffentlichen Armenpflege unterstützten Personen Beiträge gesprochen, wird die ein: zur Abstimmung über hat, nahm die Stadt Hauptkasse im Jahre 1899/1900 im ganzen gelaufenen Anträge geschritten. Der Antrag Moje wird mit 34 032,54 M. ein. Davon tamen 28 810,14 M. auf die mit Geld usw. 19 gegen 17 Stimmen angenommen. Die Ürabstimmung unterstützten Personen, 4219,91 M. auf die Siechenanstalt in der soll so schnell wie möglich erfolgen. Damit find die übrigen An- Fröbelstraße, 875,81 m. auf die Siechenanstalt in der Pallisadenträge erledigt. Ein Antrag Stettin, daß für Ganzinvaliden der Straße, 126,68 m. auf die Waisenpflege. In diesen Zahlen ist der monatliche Beitrag 20 Pf. betragen soll, wird angenommen. Erlös für die hinterlassenen Wirtschaftsgegenstände, Kleidungsstücke usw. der unterstützten Personen miteinbegriffen. wird 60 gegen eine Nachmittags Sigung. 1 beim Straßensperrung. Die Neanderstraße von der Annenstraße bis zur Schmidstraße wird wegen Umpflasterung vom 23. ab und die Naunynstraße vom Oranienplatz bis zur Adalbertstraße wegen Asphaltierung vom 26. d. M. ab bis auf Weiteres für Fuhriverte und Reiter gesperrt. Aus den Nachbarorten. " Die Lokalkommission von Charlottenburg macht darauf aufmerksam, daß der Rauchklub Blauer Ring" sein Stiftungsfest bei Wenglow, Spreestr. 8, abhält. Dieses Lokal ist von der Arbeiterschaft gesperrt, und empfehlen wir die Billets in Arbeiterkreisen zurückzuweisen. Steglitz- Friedenau. Freitag, den 27. Juli, findet eine Boltsversammlung in den„ Kaiserhallen" zu Steglitz statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Rosenow über Weltmachtspolitik sprechen wird. Ein tötlicher Unglücksfall ereignete sich am Freitagabend kurz nach 5 Uhr in Tempelhof. Arbeiter waren damit beschäftigt, einen 36. Centner schweren Schrauben- Automaten abzuladen. Da aber nicht genügend Arbeitskräfte vorhanden waren, kippte dic Maschine von der einen Seite. Der Meister Ernst Stein, der mit den Chef nicht weit davon stand, sprang hinzu, um das Ungeheuer abzusteifen. Dabei geriet er unter die Last und wurde ihm die ganze linke. Brustscite zerquetscht. Da teine ärztliche Hilfe vora handen war, brachte man den Verunglückten mit einer Droschte nach dem Krankenhaus am Urban, wo er am Sonnabendabend 11 Uhr feinen Verlegungen erlag. Der Verstorbene, der schon mehrere Jahre bei der Firma A. Rühle beschäftigt war, genoß auch in Arbeiterreisen als ein tüchtiger und braver Mann volle Achtung. Er wollte Bom Ban abgestürzt ist in Steglitz ein Maurer. von einem Brett einen Eimer wegnehmen, glitt aus und stürzte in die Tiefe. Im zweiten Stockwerk durchschlug er ein Schutzdach und fiel dann zur Erde. Der Aermste, welcher einen schweren Schädelbruch erlitt, wurde ins Streiskrankenhaus Groß- Lichterfelde gebracht, wo er vier Tage bewußtlos lag. Dank der sorgfältigsten Pflege ist Besserung eingetreten. Es wird in der Statutenberatung fortgefahren. Vor Eintritt Eine dankenswerte Verbreiterung erfährt jetzt der vier in dieselbe wird der Beschluß, über den Antrag des Centralvorstandes angegriffene Engpaß der Charlottenstraße zwischen eine Urabstimmung stattfinden zu laffen, da derselbe, wie sich heraus- der Behren- und Rosmarienstraße und zugleich wird auch diese stellt, von irrigen Voraussetzungen ausging, annulliert. Der Antrag zuletzt genannte schmalste und unansehnlichste Schlüteriel, den Beitrag auf wöchentlich 20 Pf. festzusetzen, u er straße der Friedrichstraße zunächst in ihrem öftlichen Teile vom angemessen verbreitert. An der Ecke der Behrenstraße läßt die starte Minorität abgelehnt, Centralvorstand. beantragte Erhöhung des Beitrages von nämlich die Berliner Bankauf dem vor kurzem freigelegten Grundauf 80 Pf. und für weibliche und solche Mitglieder, stück, wo sich bis zum vorigen Jahr das fürstlich Byronsche Palais erhob, welche den ortsüblichen Tagelohn nicht erhalten, von 30 auf 40 Pf., einen monumentalen bereits in Angriff genommenen Neubau er mit 20 gegen 15 Stimmen angenommen. Die Beitragserhöhung richten, der mit seiner an der Charlottenstraße belegenen Seitenfront bis tritt am 1. Oktober 1900 in Kraft. Es wird sodann eine Reihe von zur Rosmarienstraße reicht und mit der Hinterfront die Hälfte dieser Anträgen beraten, die darauf abzielen, die 1898 gefaßten Beschlüsse Straße einnimmt. Dem Erbauer dieses Gebäudes ist nun aufbetreffend Zahlung eines Sterbegeldes weiter auszudehnen. Nach gegeben worden, die Fronten an der Charlotten sowie auch an der lebhafter Debatte wird schließlich folgendes beschlossen: In jedem Rosmarienstraße um je zwei Meter einzurüden. HierFall des Todes jedes Mitglieds, das zwei Jahre ununterbrochen dem durch wird für beide Straßen eine erhebliche Verbreiterung eintreten Berband angehört, wird ein Sterbegeld von 50 M. aus der Central und für die Rosmarienstraße steht dann noch eine durchgängige Verfasse gezahlt. Weiter wird im Fall des Todes der Frau jedes breiterung in Aussicht, da, wie verlautet, auch die Beseitigung der Mitglieds, das dem Verband ununterbrochen zwei Jahre an dem Neubau anstoßenden alten Gebäude dieser Straße in nicht angehört, ein Sterbegeld von 30 M. aus der Centraktaffe ferner Zeit erfolgen soll. Infolge dieser Vorschrift stehen denn auch Bei einem Zusammenstoß zweier Ruderboote geriet vorgezahlt. Beim Bunft Verwaltung des Verbands" wird beschlossen, die bereits aufgestellten Sockel des Neubaues zivci Meter hinter der gestern nachmittag gegen 5 1hr der Barbiergehilfe Lange in die daß Mitglieder von Mitgliedschaftsvorständen nicht gleichzeitig mit alten Baufluchtlinie zurück. Gefahr des Ertrinkens. Er hatte sich von dem Restaurant„ Eierglieder des Centralvorstands sein dürfen. Auch wird bei diesem Eine Polizeiverordnung für Kraftfahrzeuge so nennt häuschen" ein fleines Boot gemietet und ruderte stromaufwärts. Bunkt ein vielerseits gestellter und allgemein als notwendig aners. wird sowohl für Berlin wie Jufolge falscher Steuerung trieb Lange sein Boot gegen ein ihm erkannter Antrag angenommen, für den Verband einen zweiten be- das Polizeipräsidium die Automobile soldeten Beamten anzustellen. Es ist von mehreren Seiten der An- für Preußen im Ministerium vorbereitet. Der augenblicklich dem entgegenkommendes, mit vier Personen besetztes Fahrzeug, wobei trag gestellt, alljährlich eine Generalversammlung stattfinden zu Ministerium des Innern vorliegende, vom Polizeipräsidium für Berlin der leichte Nachen in starte Schwankungen geriet und umschlug. Der lassen. Der Antrag wird jedoch aus Sparsamkeitsrücksichten ab- und dem Präsidium zugeteilten Vororte ausgearbeitete Entwurf regelt. des Schwimmens untundige Barbiergehilfe verschwand sofort in den gelehnt und dafür beschlossen, daß die nächste Generalversammlung wie wir hören, u. a. auch das Führer- und Fach chschul- Flitten und erst nach längerem Bemühen gelang es, den bereits wesen. Nach dem Vorschlag des Polizeipräsidiums sollen einzelne Befimumgslosen zu landen. Der Verunglückte erhielt in dem nahen in der 2. Hälfte des Januar 1902 stattfinden soll. Fahrschulen für Führer von Kraftfahrzeugen die Restaurant Waldschlößchen" die erste Hilfe. Er erholte sich soweit, Die Verhandlung wird vertagt. Berechtigung erhalten, Prüfungszeugnisse aus daß er sich nach Berlin begeben konnte. zustellen, die mit besonderer Rechtswirkung be gabt werden sollen. Solche Prüfungszeugnisse betrieblich fonzeffionierter Fahrschulen dürften dann nicht nur von den berufsmäßigen Führern der Automobile, sondern auch von den Liebhaber Führern verlangt werden. Das Fahren von Automobilen durch ganz unkundige und üngeübte Führer dürfte damn ganz unterbleiben. " Tokales. Ein recht ernstes Nachspiel wird für eine Anzahl Freiwilliger von dem in Potsdam formierten Ostasiatischen Reiter- Regiment der wüste Erzeß haben, den dieselben am Sonntag in dem Tanzlokal Solosseum" dortselbst verübten. Wie berichtet, gingen die Ostasiaten dort den du jour habenden Unteroffizieren ernstlich zu Leibe, als einer der ostasiatischen Reiter arretiert werden sollte. Ein Artillerie- Unteroffizier mußte von dem Wirt vor den wütenden Die Beerdigung unfres Parteigenossen W. Mesch fand gestern nachmittag auf dem Friedhof der freireligiösen Gemeinde statt. Etwa 500 Teilnehmer, Männer und Frauen, hatten sich eingefunden, um dem allzufrüh Dahingeschiedenen das letzte Geleit zu An der National- Galerie sind die Bauarbeiten, die unter der geben. Waldeck Manasse hielt eine ergreifende Gedächtnisrede, äußeren Vorballe notwendig geworden waren, weil hier der Stuck Asiaten in Sicherheit gebracht werden. Am Montag haben nun zahlin welcher er die zwar stille aber unermüdliche Thätigkeit infolge der Witterung des legten Winters sich gelockert hatte und in reiche Vernehmungen wegen dieser Affaire, insbesondere von Manndes Verstorbenen im 6. Wahlkreis rühmend hervorhob. Die greise großen Stücken herabgefallen war, jetzt beendet worden. Die Stirn- schaften der Schloßwache, welche den Krawall geschlichtet haben, stattMutter und die Witwe mit fünf Kindern betrauern den allzufrühen and hat in ihrer ganzen Ausdehmung bis auf den Stein bloß gefunden, wobei 26 Mann ermittelt wurden, welche sich gegen die Heimgang des Verstorbenen. Der Gesangverein ,, Nordwacht" widmete gelegt und neu mit Stuck verkleidet werden müssen. Die Arbeiten du jour habenden Unteroffiziere renitent betragen hatten. Denselben dem Abgeschiedenen die legten Grüße der Lebenden. haben volle drei Monate erfordert. Die Vorhalle und die zit ihr wurde eröffnet, daß sie nun nicht mit nach China fämen und strenge Arbeiter- Bildungsschule. Wir machen die Mitglieder auf die hinaufführende Freitreppe sind nun für den Besuch wieder frei- Bestrafung zu erwarten hätten. Es wurden bereits Schritte gethan, um von den Kavallerie- Regimentern andre Freiwillige zu erhalten, heute abend in der Neuen Roßstr. 3 stattfindende Generalversamm gegeben. lung aufmerksam, und bitten diejenigen, welche im Besize eines Der Turnverein Fichte", dessen turnerische Leistungen in die statt der 26 zurückbleibenden eintreten sollen. Bibliothet- Katalogs find, denselben mitzubringen, da gegen Arbeiterkreisen in guter Erinnerung stehen, begeht am kommenden Am Hikschlag verstarb in Steglitz am Sonnabendnachmittag Vorzeigung desselben der zweite Nachtrag in der Bibliothek zwischen Sonntag sein 10jähriges Stiftungsfest durch ein Vereinsschauturnen die Arbeiterfrau Block. Die Frau war auf dem Felde der Dahlemer 8 und 9 Uhr ausgehändigt wird. Der Vorstand. in der Turnhalle Prinzenstr. 70. Der Verein zählt gegenwärtig Gemarfung mit Kornbinden beschäftigt und mußte, übermannt von Chinesenpost. Auf eigenartige Weise verstehen es die in Berlin 1200 Mitglieder, die in 18 Abteilungen turnen. Wir wünschen dem der großen Sige, die Arbeit um 4 Uhr nachmittags aufgeben. Man legte die am Higschlag schwer Leidende unter einen schattigen Baum, weilenden Söhne des himmlischen Reichs, welche naturgemäß großes Verein auch ferner das beste Gedeihen. Interesse daran haben, die neuesten Nachrichten über die Ereignisse Ein folgenschwerer Zusammenstoß zweier Straßenbahn- fonnte ihr aber leider erst nach 11/2 Stunden ärztliche Hilfe bringen. in ihrer Heimat recht schnell zu erfahren, sich diese zu verschaffen. züge fand vorgestern abend unt 1/28 Uhr an der Ecke der Neander- Diese war leider sehr dürftig, da sich der Arzt um die Kranke weiter Daur wenige der Zopsäger deutsche Zeitungen lesen können und und Köpnickerstraße statt. Der Führer des vom Morigplatz kom- nicht fümmerte und nur kurz nasse Umschläge, verordnete. Bald diese Wenigen der Gesandtschaft angehören, deren Mitglieder sich menden Accumulatorwagens 1347 hatte an der Ede der Köpnifer- nachdem die bedauernswerte Frau in ihre Wohnung überführt war, jezt gegen ihre Landsleute eben so schwer zugänglich zeigen, wie und Neanderstraße nicht auf die Stellung der Weiche geachtet und verstarb sie, da die geeignete Hilfe zu spät gekommen war. fie es gegen die Weißen thun, sind die schligängigen Herren, deren so tam es, daß der Waggon, statt in die Köpniderstraße einzubiegen, Pankow. Ju der am 24. d. Mts. stattgefundenen Gemeindees in Berlin außer der Grsandtschaft etwa ein halbes Hundert giebt, geradeaus nach der Brückenstraße fuhr. Zu derselben Zeit kam ein vertreter- Sigung erfolgte die Genehmigung eines abgeänderten Beauf einen praktischen Gedanken verfallen. Einige, wenigstens deutsch Gegenwagen derselben Linie aus der Köpnickerstraße und da der bauungsplans für das hierselbst gelegene, von der Prenzlauer fordernde mit 76 400 m. Wilmersdorf. Die Frage der Durchführung des Prachtstraßen Projekts beschäftigt hier augenblicklich die Grund- und Hausbefizer und drängt alle andern Gemeindeange Tegenheiten zurück. Es ist nämlich ein offenes Geheimnis, daß das Millionenprojekt dem Scheitern nahe ist und daß dann, wenn sein Schicksal besiegelt ist, Schmargendorf wohl eine neue prächtige Straße bekommt, Wilmersdorf aber leer ausgehen dürfte. So wie die Sache heute liegt, muß diese sogen. Prachtstraße, die den Kurfürstendamm an Schönheit, Breite und Verkehrsstärke womöglich noch übertreffen soll, Stickivert bleiben. Die Wilmersdorfer Interessenten bezeigen enormen Kosten die Strecke anteilig zu bezahlen, und verlangen, daß die Gemeinde Wilmersdorf und die Schmargendorfer Adjazenten einen Teil der Kosten abnehmen. Die Gemeinde wäre wohl unter Umständen zu einer Höchstleistung von 400000 m. bereit; ob aber die Schmargendorfer nach wie vor wenig Neigung von 2 Millionen Mark neue Verein führte den Namen„ Allgemeiner Knappschaftsverein in werden das Ehrenwort ihrer Vertreter hochhalten; verpflichten fich Chauffee, der Damerowstraße, der Kavalierstraße und dem königlichen Es ertönt dann der Notschrei... daß es anders werden müßte.| gungen Sorge zu tragen. Die Lohnfommission hat eine große Schloßpark und der Baute begrenzte Terrain. Bewilligt wurden was sagen die Centrumsblätter jetzt nach dem Eingeständniß ihrer Anzahl Bäckereien namentlich festgestellt, wo die Einigungsbedin die Kosten für eine umfangreiche Reparatur des Kirchenbachs. Es Kollegin. gungen, die am 1. Juli überall in Kraft treten sollten, gar nicht find hierfür 1300 M. angesetzt. Für eine hierselbst unter Garantie und Aufsicht der Gemeinde zu erbauende höhere Töchterschule 1. Juli bestand der Allgemeine Knappschaftsverein in Bochum energisch genug für die Regelung der Arbeitsverhältnisse eintritt. Bom allgemeinen Knappschaftsverein in Bochum. Am beachtet werden. An diesem Zustande ist allerdings auch ein Teil der Gesellen und insbesondere der Werkmeister schuld, der nicht wurden im Submissionsverfahren die Arbeiten dem Mindestfordernden 10 Jahre. Die Entwicklung des Vereins spiegelt die Ausdehnung Nach einer längeren Diskussion, an der sich Schneider, Most übergeben. Während das höchstgebot in der Höhe von rund des Kohlenbergbautes im Stuhrrevier wieder. Der Borläufer bes 92.000 m. abgegeben wurde, betam ben Zuschlag der Mindest Vereins war das im Jahre 1767 gegründete Knappschafts- Instituta. beteiligten, wurde nachstehende Resolution, die auch dem GeJahre 1892 dürfen Hunde an den Markttagen zu den Verkaufs Meurs. Das Institut führte den Namen Märkischer Knappschafts- Vereinbarungen des Einigungsamts teils nicht anerkennt und voll-Auf Grund einer Verfügung vom für die Grafschaft Mart, das Herzogtum Cleve und das Fürstentum werbegericht übermittelt werden soll, beſchloſſen: " Im Hinblick darauf, daß ein großer Teil der Meisterschaft die ständen weder von Käufern noch von Verkäufern mitgebracht werden. Die Hundefänger sind berechtigt, dieselben trotz Maniforb und Marke Namen Essen- Werdenscher Verein, ein Teil, die Bergleute der Abtei ständig ignoriert; ferner daß die Jnnungsvorstände nicht den guten abzufangen. Die Verordnung besteht im Interesse der Sauberkeit Werden umfassend, ab. Nachdem die Herrschaft Broich, einschließlich schaffen, erklärt die heutige Versammlung, daß sie die einzige Geltung zu vers der feilgehaltenen Waren. des Kirchspiels Mülheim, Preußen angegliedert war, mußte nach den Gewähr für die Einhaltung der Bestimmungen des EinigungsBestimmungen des allgemeinen Landrechts auch für diesen Bezirk amts in einer starten Organisation erblickt, wie sie unter eine Knappschaftskaffe gegründet worden. Dieselbe kam aber erst den gegenwärtigen Umständen durch die Lohukommission gegeben ist. Die 1843 unter dem Namen Mülheimer Knappschafts- Verein zu stande. Versammelten verpflichten sich, die Lohnkommission nach besten Kräften Es bestanden mithin drei Vereine. Da zwischen den Vereinen finanziell und moralisch zu unterstützen, um derselben die Mittel an fein Vertragsverhältnis bestand, so konnten die Mitglieder eines finanziell und moralisch zu unterſtützen, um derselben die Mittel an Vereins nicht einmal in den Bezirk eines andren Vereins in Arbeit die Hand zu geben, zur gegebenen Beit in der geeigneten Weise treten, wollten sie auf die bereits erworbenen Rechte nicht verzichten. urteilt entschieden das unmännliche Verhalten einzelner Kollegen, gegen die renitenten Meister vorzugehen. Die Versammlung verAus diesem Grunde konnte eine von den Mitgliedern erstrebte Ber- die den Bestimmungen entgegen handeln und ihrem Stande dadurch schmelzung der drei Vereine, nur von großem Vorteil sein. Aber wenig Ehre machen. Alle Versammelten stellen sich nach wie vor auch aus administrativen Gründen wurde die Zusammenlegung erstrebt. Im Jahre 1890 fand dann die Verschmelzung auch statt. Der auf den Boden der Vereinbarungen vor dem Einigungsamt und Bochum". Im Jahre 1890 zählte der neue Verein 129 032 Witbieten zu können, Mann für Mann den bestehenden Organisationen glieder, das Vermögen betrug 4 681 915,42. Anfang 1900 war beizutreten. die Mitgliederzahl un faft das Doppelte, auf 220 843 Mitglieder Hierauf wurde Bauer als Kandidat für die nächsten Gewerbean gewachsen. Das Vermögen hat sich in dem Zeitraum aber gerichts- Wahlen aufgestellt. Nach einer lebhaften Debatte wurde faft 11111 das Behufache vermehrt, nämlich auf fodann ein Streit- und Maßregelungs- Regulativ beschlossen, dessen werden, nachdem sie vordem nur 100 000 m. geboten haben, ist sehr 42291020,52 m. Das Grund- und Mobiliarvermögen wird außerdem wesentlichste Bunkte lauten: Sollen Verbesserungen des Arbeitsfraglich. Aus diesem Grunde ist es nicht unmöglich, daß das Projett auf 609 565,06 m. geschätzt. Die Snappschaftstaffe umfaßt brei verhältnisses in einem Betriebe durchgeführt werden, so muß m auf Jahre hinaus vertagt wird. Damit würde auch die von der Versicherungszweige:" Die Krankenversicherung, Unfallversicherung, bedingt und in allen Fällen vorher die Lohnkommission zu Nate Eisenbahn- Direktion bereits zugesagte Erweiterung einer neuen sowie die Alters- und Invaliditätsversicherung. Die Kaffe der Insbesondre gezogen und deren Zustimmung eingeholt werden. Ringbahnstation an dem Treffpunkt der Prachtstraße mit der letztern wird gesondert geführt und weist ein Vermögen von foll bei allen Streitigkeiten wegen Nichteinhaltung der EinigungsRingbahnlinie am Berliner Plazz hinfällig werden. 18 645 765,27 Mark auf. Die Zahl der Pensionsempfänger zu bedingungen vor der eventuellen Arbeitseinstellung Anfang des Jahres 1900, belief sich auf insgesamt 72 676 und zwar die Lohnkommission hinzugezogen werden, um eine gütliche 17 650 Unfallrentner, 12 274 Witwen, 37 121 Kinder, 5356 In Beilegung der Sache zu versuchen. Werkstätten Streifs, validenrentner und 275 Altersrentner. Während also beim Berg- die auf Verbesserungen im Betriebe gerichtet sind, fönnen nur die mann die Gefahr, Unfallinvalide zu werden, sehr groß ist, haben nur Zustimmung der Zohukommission erhalten, wenn sämtliche in Betracht verschwindend wenig Aussicht, Altersrentner zu werden. Die rücksichts- kommenden Arbeiter im Besitz ordnungsmäßiger Streikkarten find Eine Anklage wegen Ruppelei wurde gestern vor der dritten lose Ausnutzung der Arbeitskraft im Bergbau steigert die Unfallgefahr, und mindestens zwei Drittel der Organisation angehören. Bei AbStraffammer des Landrichts 1 gegen den Invaliden Karl 2üd läßt es aber auch nicht zu, daß der Bergmann Altersrentner wird. verhandelt, nachdem kürzlich seine Ehefrau wegen desselben Vergehens Aus diesem Grunde ist auch das Bestreben der Mitglieder, die wehrftreifs, wo es sich um Lohnabzüge, Abwehrung von für die zu einer erheblichen Gefängnisstrafe verurteilt worden ist. Es trat Leistungen der Kasse für die Invaliden zu erhöhen, ebenso größere falls der Streit nach voraufgegangener Verhandlung der LohnArbeiter nachteiligen Neuerungen oder Maßregelungen handelt, werden, ein junges Mädchen als Bengin gegen den Angeklagten Aufwendungen zur Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten mit dem Unternehmer oder mit Zustimmung auf, welches bekundete, daß Lück sie systematisch auf den eintreten zu lassen, mir zu berechtigt. Diesem Bestreben stehen die nur fommission alle der Lohnkommission schlechten Weg gebracht und beschlossen wird, sie zur Gewerbsunzucht Die von ihnen geförderte an Werksbefizer entschieden gegenüber. Die von ihnen geförderte Bei an unterstützt. allen Streiks, gehalten habe, täglich unt 6 Mt. Miete einſtreichen zu Stapitalansammlung hat allerdings für sie auch einen sehr realen ersten Tage des Streife an welche innerhalb fünf Tagen ihre Erledigung können, welche sie für eine fleine Stube bei den Rückschen Eheleuten Hintergrund. Nach dem Knappschafts- Statut können nämlich die finden, zahlen mußte. Wiederholt habe sie ihm erklärt, daß fie dies Leben Werksbesizer ihre Beiträge von 1½, auf 1/8 herabsetzen, wenn das wird keine Unterſtügung bezahlt. Vom 1. August wird ein wöchent nicht weiterführen wolle, Lück habe sie aber nicht freigegeben. Vermögen eine bestimmte Höhe, die vielleicht in drei Jahren erreichtlicher Streitbeitrag von 20 Pf. erhoben, der durch Marken quittiert Schließlich habe sie die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen. sein wird, erlangt. Aus diesem Grund ist der Widerstand der Werks- wird. In Unterſtügungsfällen ist streng darauf zu achten, daß die Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnis- befizer gegen eine Erhöhung der Kassenleistungen erklärlich. strafe von vier Monaten, der Gerichtshof ging aber weit über den Antrag hinaus, indem auf ein Jahr Gefängnis, Ehrverlust und Polizeiaufsicht erkannt wurde. Gerichts- Beifung. vier Monaten erkannt. erhielt Bociales. Die Zahl der preußischen Fabrikinspektions- Beamten soll nach einer offiziösen Meldung vermehrt werden. Eine anderweitige Regelung der Organisation der Gewerbe- Aufsicht sei jedoch nicht beabsicht. Hoffentlich haben die Erfahrungen, die man inzwischen mit der versuchsweisen Anstellung von Assistentinnen gemacht hat, ein derartiges Resultat ergeben, daß man auch das weibliche Hilfspersonal vermehrt. Der Konflikt wegen Erhebung einer einprozentigen Um fatzsteuer beim Verkauf der Zeche„ Centrum" ist für die Stadt Wattenscheid dadurch erledigt worden, daß der Direktor des Werks das Anerbieten gemacht hat, jährlich 700 000 m. an Umfagsteuern und Kommunalabgaben zu zahlen. Die Stadtväter haben, fast von Rührung überwältigt, das großherzige Geschenk" angenommen und verzichten mun gern auf die 140 000 m., die sie allein an Umsatzsteuer von dem Werk einfäckeln wollten. Versammlungen. die günftige aller Arbeiter bom Streiffarten in Ordnung sind. Auf allgemeine Streits findet das Regulativ feine Anwendung. In den übrigen Punkten werden die Söhe der Unterstügung und die besondren Verhaltungsmaßregeln festgesezt. Als Mitglieder der Lohnkommission wurden Schneider, Stock und 8arl für die lokale, eich old, Hamann und Ein pflichtvergessener Beamter stand gestern in der Person Als Revisoren des früheren Briefträgers Otto Niedermeier vor der VII. Ferien- Das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend hielt ehmann für die centrale Richtung gewählt. strafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte ist nur 8 Monate am Dienstag eine Delegiertenversammlung bei Schulz. Dragoner: werden bis auf weiteres Most und se as l'er fungieren. Zu unsrem Bericht über die Versammlung der Lederim Dienst gewesen. Sein Verhalten gab zu mehrfachen Rügen Verstraße ab. Als erster Punkt stand der Streit der Fliesenleger auf anlassung. Er erhielt im Disziplinarivege eine Geldstrafe, weil er der Tagesordnung. Die Bertreter der Fliesenleger, Steller, arbeiter in Nr. 169 des Vorwärts" gehen uns folgende Berich aus Bequemlichkeit verabsäumt hatte, einen Briefkasten zu entleeren. th und stup ke gaben einen ausführlichen Bericht über die Ur- tigungen zu: und fachen den Stand der Genosse Maler G. 2int schreibt: Der Bericht entspricht in dent Bewegung, zit ent Am Morgen des 5. Juni kam der Angeklagte in wenig Leistungsfähigem Zustande in den Dienst; daß Situation für die Ausständigen feiner Weise den Ausführungen, die ich gemacht habe. Da ich seitens hatte die nehmen war, er eine danernd Er ist. Trop Anstrengungen meiner Kollegen vom Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission ganze Nacht durchgekneipt. gegen 200 Postfendungen, zumeist Ansichtskarten, die er zu bestellen hatte. Es er seitens der Unternehmer haben sich bisher nur zwei Arbeitswillige darüber zur Rede gestellt, würde ich Sie höflichst bitten, nachregte Verdacht, daß er die Bestellung auffallend schnell erledigte. von auswärts gefunden. Zu unterstützen find gegenwärtig folgende Erklärungen in der nächsten Nummer des Vorwärts zu Man durchsuchte die Klosetts in seinem Revier und fand dabei ein 138 Ausständige mit 211 Kindern, da ein Teil der Streifenden als bringen. Ich habe nicht gesagt, wie es in dem Bericht des„ Vorwärts" ganzes Bündel Briefe und Postkarten, deren sich der Angeklagte auf Maurer arbeitet. Von Th. Fischer und W. Wernau wurde es Beile 13 bis 18 heißt: Daraus entstehe aber auch die berechtigte diesem Wege entledigt hatte. Niedermeier wurde sofort aus dem nur als ein taktischer Fehler bezeichnet, daß im Verlauf der Lohn- Besorgnis, daß der Charakter des Klassenkampfes verwischt und gePostdienst entlassen. Der Gerichtshof war mit dem Staatsanwalt bewegung die zuerst aufgestellten Forderungen abgeändert bezw. schwächt werde, sondern ich sagte: Es giebt einen fleinen Prozent der Ansicht, daß das Verhalten des Angeklagten als höchst straf- erhöht worden sind. Metzke und andre Delegierte äußerten fich fatz der organisierten Arbeiter, die sich gar nicht radikal genug gewürdig zu bezeichnen sei, es wurde auf eine Gefängnisstrafe von zustimmend zu der Bewegung und führten an, daß die hier geübte berden können, die behaupten, durch Eingehung von Tarifgemeinwerde der Charakter der Tattit unter gewissen Uniständen angebracht sei. Nachdem die Not- schaften, Unterstützungswesen 2c. werde der Klassenkampf ges wendigkeit einer strengen Kontrolle auf den Bauten betont worden Kampfesorganisation verwischt, Eine größere Thorheit giebt es nicht, als war, wurde die moralische und finanzielle Unterstützung der schwächt usw. in derartige Behauptung die Gewerkschaften hineinFliesenleger einstimmig beschlossen. Diejenigen Gewerkschaften, eine so trasser, wenn wir welche auf Listen sammeln, können solche im Bureau des Kartells, zuschlendern. Die Thorheit wird Dragonerstr. 38, erhalten. Auf Antrag des Ausschusses wird der ichen, wie die Leutchen, die diese Behauptung aufstellen, sich bei den nächste Geschäfts- und Kaffenbericht ein 5/4 jähriger sein und dann Tarifgemeinschaften bezw. deren Annehmlichkeiten ganz wohl fühlen. immer mit dem Schluß des Kalenderjahrs abschließen. Als Revisor Es ist feine Gefahr vorhanden, daß durch diese Tattit die Gewerk wurden Dietrich und als Ausschußmitglied flugge an Stelle der schaften im Klaffenkampf geschwächt werden. Im Gegenteil, fie Ausgeschiedenen gewählt. Auf eine Anfrage hin erklärte Fischer, werden den Kampf gegen das Kapital intensiver führen können denn daß dem Ausschuß davon nichts bekannt sei, daß ein Zusammen- ie. Von weiteren Berichtigungen will ich Abstand nehmen, nur schluß mit der Gewerkschaftskommission, wie es in dem Bericht noch bemerken, daß ich durchaus auf dem Boden der Tarifgemeineiner Lederarbeiter- Versammlung heißt, in nächster Zeit erfolgen schaften stehe. Achtungsvoll G. 2int. foll.") Die Verhältnisse in der Gewerkschaftskommission hätten sich nicht geändert, die Gründe, die den Austritt veranlaßten, seien noch Ferner wird uns geschrieben: In dem Bericht über die Vervorhanden, mithin liege teine Veranlassung zum Wiedereintritt in fammilung der Lederarbeiter läßt der Berichterstatter mich sagen: die Kommission vor. Gerade in legter Zeit hätten sich die Gegen- Die Spaltung der Lokalorganisierten werde in nächster Zeit aussäge durch die Stellungnahme: ob politische oder unpolitische Gewerk- geglichen werden, da eine baldige Einigung zu erwarten sei. Nichts schaften, noch mehr verschärft. Nachdem der Vertreter der Buch von alledem ist gesagt worden. Ich habe gesagt:„ So bedauerlich drucker zur möglichsten Verbreitung der von Stressin verfaßten es ist, daß sich die Lokalorganisierten von uns getrennt haben, Broschüre: Die deutsche Gewerkschaftsbewegung" empfohlen und fönnen wir doch mit Genugthing fonstatieren, daß die Zahl der in der Vertreter der Bäcker auf die Differenzen in der vormals Bobel- Centralverbänden organisierten Arbeiter um 16 000 im Jahre 1899 Der Verband dentscher Arbeitsnachweise hält am 24. Sep- fchen Brotfabrik hingewiesen hatte, erfolgte der Schluß der Ver- gestiegen ist. Bezüglich des früheren Beamten Millarg fagte ich, tember seinen zweiten Verbandstag in Köln a. Mh. ab. Hier fammlung. Anwesend waren alle Vertreter bis auf den der daß auf Grund der Berichterstattung des Rechenschaftsberichts 1899 anschließend findet die Arbeitsnachweis Konferenz statt. Bilderrahmenmacher. die Behörde die Angelegenheit Millarg verfolgi. Aus der Tagesordnung der beiden Versammlungen heben wir Gustav Buffe. hervor: Die Arbeitsvermittelung für weibliche Personen und Dienst- Die Bäcker hielten am Dienstagnachmittag eine öffentliche Bund deutscher Bodenreformer. Freitag, den 27. d. M., abends boten. Referenten Rechtsrat Dr. Menzinger- München, Beigeordneter Versammlung bei Brochnow, Weberstraße, ab, in der zunächst 81/2 Uhr, öffentliche Versammlung in Steglitz im Albrechtshof, Albrechts Dr. Kayser Worms. Die Errichtung von Arbeitsnachiweisen an Schneider über die Maßregelung in der vormals straße. Damen und Herren willfommen. Bortrag des Rechtsanwalts Berg: fleineren Orten. Referent: Domvitar Groll- Münster. Bericht- Bobelschen Brotfabrik berichtete. Der Redner verwies Die Wohnungsnot und ihre Beseitigung durch die Domäne Dalem". erstattung über die Arbeitsvernittelung für ländliche Arbeiter. darauf, daß in früheren Jahren ein gutes Verhältnis zwischen UnterReferent: Rat Dr. Naumann- Hamburg. Die Organisation der nehmer und Organisation bestand, das sich aber dann änderte und Facharbeitsnachweise und ihr Anschluß an den allgemeinen Arbeits- in legter Beit völlig ungesund wurde. Vor einiger Zeit versuchte der nachweis. Referenten: Stadtrat Dr. Flesch- Frankfurt a. M., General- Unternehmer Schröder die bis dahin bestehende vierzehntägige Schiffsnufälle au der deutschen Küste. Die Zahl der amtlich direktor Richard Rösicke- Berlin. Kündigungsfrist zu beseitigen und später eine ganz brutale Fabrit bekannt gewordenen, an der deutschen Küste( ausschließlich Helgoland) ordnung einzuführen, nach der sich u. a. die Arbeiter vijitieren Ein katholisches Urteil über katholische Arbeiter. Als vor laffen sollten, feinen Besuch empfangen durften, für den eventuellen im Jahre 1898 vorgekommenen Schiffsunfälle beziffert sich, nach den einiger Zeit ein Werftdirektor in Kiel erklärte, die katholischen Ar- Materialschaden aufkommen mußten usw. Infolge des einheitlichen Beröffentlichungen des Statistischen Amts, auf 345, welche 480 Schiffe betrafen, von denen 71 gänzlich verloren gingen. Den Unfällen beiter seten weniger intelligent als die übrigen, brauste ein Sturm solidarischen Vorgehens der beteiligten Arbeiter wurde nicht nur die der Entrüstung durch den ultramontanen Blätterwald. Der Direktor Einführung der rigorosen Fabrikordnung verhindert, sondern es fielen 42 Menschenleben( sämtlich von der Besatzungs Mannschaft) zum Opfer. Von den 480 verunglückten Schiffen sollte die Schmähung widerrufen, und solcher Dinge noch mehr ver- wurde auch ein Lohntarif aufgestellt, der schließlich von Schröder find 127 gestrandet, 2 gekentert, 24 gesunken, 258 in Kollision gelangten die führenden Centrumisblätter. anerkannt worden ist. Die Vereinbarungen hat der Unternehmer Nun schreibt aber die Vereinsschrift für den katholischen Bolts- aber nicht innegehalten und schon nach kurzer Zeit erhebliche Lohn- raten und 69 von sonstigen Unfällen betroffen worden. Unter diesen Schiffen befanden sich 181 deutsche und 50 fremde Segelschiffe, verein" also eine erzkatholische Zeitung, folgendes: Von allen social- abzüge vorgenommen, was die Arbeiter wieder veranlaßte, die 146 deutsche und 102 fremde Dampfschiffe, ferner 1 Dampfschiff unpolitischen und wissenschaftlichen Fragen, überhaupt vom öffentlichen Stündigung einzureichen, und nachdem jedwede Verhandlungen seitens bekamuter Flagge. Den erheblichsten Schaden fügte der am NachLeben halten sich gerade gutgesinnte katholische Männer fern. Man des Unternehmers abgelehnt worden waren, die Arbeit einzustellen. erhält fast den Eindruck, als hätten sie Bedenken, ob solcherlei Daß die Arbeiterschaft mit dem Verhalten des Herrn Schröder mittag des 24. März einsetzende und bis zum 27. anhaltende, äußerst weltliche sociale und politische Thätigkeit für einen guten Statho- nicht einverstanden ist, geht daraus hervor, daß in den genannten heftige Nordoststurm der Schiffahrt zu. Während dieses Sturmes, Betrieb jetzt nur 6 Bäcker beschäftigt find, während früher 12 bollauf welcher an der ganzen Küste und besonders stark in der westlichen und östlichen Ostsee wütete, und welcher sogar im Westen der südWie ist diese Zurückhaltung so mancher katholischer Männer zu zu thun hatten. erklären? Ueber die Nichteinhaltung der Vereinbarungen des Einigungs- lichen Ostsee Sturmfluten im Gefolge hatte, ereigneten sich 16 UnUnfres Erachtens rührt sie zum großen Teil daher, daß man amts durch die Meisterschaft und die Stellung der Innungsvorstände fälle, bei welchen 9 Schiffe gänzlich verloren gingen und 7 mehr an leitender Stelle vielfach im Volke bloß das Verständnis und dazu referierten ekschold und Most. Nach den Ausführungen oder minder erhebliche Beschädigungen erlitten. Unter den 71 gänz Interesse für religiös- sittliche oder höchstens firchenpolitische Fragen der Redner hat am 12. Juli endlich eine Sigung der laut Einigungs- fich verloren gegangenen Schiffen befanden sich 49 deutsche und 22 Die Leute gehen dann Sonntags pflichtmäßig bedingungen bestehenden Kommission stattgefunden, die aber fast zur Kirche, Werktags gewohnheitsmäßig ihrer Arbeit nach, ver- gänglich resultatlos verlaufen ist. Kein einziger der strittigen Buntte Eine schwere Eisenbahn Katastrophe hat sich, wie eine forgen ihr Hausivesen, bekunden im übrigen aber für Fragen, zum wurde geregelt, und nach diesen Verhandlungen gewinnt es immer amtliche telegraphische Nachricht aus Dortmund besagt, in der Beispiel der Socialpolitik oder Politit, des Wiffens, des wirtschaft- mehr den Anschein, daß die Unternehmer den Arbeitern überhaupt Nacht zum Weittwoch um 2 Uhr auf dem Bahnhof Kamen lichen Fortschritts 2c., tein Interesse. Zur Wahl gehen sie nur, wenn keine Zugeständnisse machen wollen und auch die Jnnungsvorstände ereignet. Der Schnellzug Köln- Berlin fuhr auf einen auf einem und weil und wie der Geistliche es wünscht. Diese Leute haben so- gar nicht gewillt sind, für die Durchführung der Einigungsbedin- Geleise haltenden Güterzug. Nach der amtlichen Meldung wurden zusagen nur eine religiös- firchliche Weltanschauung; was in diesem der Lokomotivführer und der Heizer, des Schnellzugs getötet, der Horizont sich nicht unterbringen läßt, existiert für sie nicht, vermag*) Dieser Jrrtum unsres Berichterstatters ist an andrer Stelle Bugführer und Backmeister schwer verlegt, fünf Reisende leicht ver auch nicht ihr Interesse zu wecken." berichtigt. R. 5. V. legt. Der Materialschaden ist bedeutend. Das nördliche Hauptgeleis liken passe. gewedt hat. " fremde. Vermischtes. und das füdliche Nebengeleis find fahrbar. Die Reisenden mußten| länder- Gesellschaft für den Bau von landwirtschaftlichen Maschinen. umsteigen. Die Schuld trägt anscheinend der Wärter der vor- Der Ingenieur wurde ausgeplündert- er hatte glüdlicherweise nur liegenden Blockstation, der die Strecke eigenmächtig frei gab. wenig Geld bei sich und dann freigelassen. Ein Telegramm des Depeschenbureaus„ Herold" giebt an, daß zehn Passagiere schwere Verlegungen erhalten hätten. Ein zweiter, glücklicherweise nicht so bedeutender Eisenbahnunfall hat sich vorgestern in Celle ereignet. Dort überfuhr ein Gilgüterzug aus Hamburg das Haltefignal und fuhr einem ausfahrenden Güter- Weizen, zug in die Flante. Leicht verlegt wurden zwei Bremser, 17 Wagen wurden beschädigt. Der Betrieb wurde nachmittags in vollem Umfang wieder aufgenommen. " 17 Marktpreise von Berlin am 24. Juli 1900 Roggen, gut nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr.| 10, Rindfleisch, Keule 1 kg 1,60 | 11181 JJ J J J " " " " 2100 5, 1,20 Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 1hr abends statt. G. L. Wenden Sie sich an das Centralbureau des„ Roten Kreuz" Berlin SW., Wilhelmstr. 73. P. Spandan. Der Ausspruch hier nicht bekannt. V. K.( P. Kr.) 299. Wenden Sie sich an einen auf dem Gebiete praktisch erfahrenen und theoretisch geschulten Fachmann. B. Sch. Galileo Galilei. 1,20 1, 3- d. Ihre Manuskripte" lagern vorläufig ab bis zur Edelreife. 1,60 1,10 Sie fönnen sie jedoch früher zurück erhalten, wenn es pressiert. Erfreuen 1,60 1Sie doch einmal die Feuilletonredaktion oder unser Sekretariat etwa zwischen 1,60 1,10 10 und 4 Uhr mit Ihrem Besuch. Als Legitimation gentigen Ihr Tauf 2,60 2,00 fchein, die Konfirmations- Urkunde, sowie Ihre letzte Censur, vielleicht auch 3,60 2,20 ein Erlaubnisschein Ihrer Frau Mama. Hoffentlich kommen Sie unsrer wiederholten Einladung nach. gut mittel gering " do. Bauch " 14,50 " Schweinefleisch mittel Kalbfleisch " " " gering Gerste, gut " Hammelfleisch 15,40 14,90 Butter " " " niittel gering 14,80 14,40 " 14,30 13,90 " +) Hafer, gut 16,30 15,30 Eier Karpfen Aale 60@int 1 kg " " 3,- 1,40 " mittel gering 15,20 14,30 Bander " 14,20 13,30 Hechte " " 6,50 5,66 Barsche " 7,20 5,- Schleie " " 10,- 25, " 45, " Der Schnelldampfer ,, Deutschland" ist vorgestern, Dienstag, früh 8 Uhr in Plymouth eingetroffen. Er hat die Rückreise von*) New York nach Europa mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23 Knoten zurückgelegt und damit den höchsten Weltrekord erreicht. Der Einstellungsbeschluß in dem Verfahren gegen den Schlächtermeister Hoffmann in der Konitzer Mordaffaire enthält folgende Begründung: Nach dem ärztlichen Gutachten des Kreisphysilus Dr. Müller und des praktischen Arztes Dr. Bleske vom 29. Juni 1900 ist die Ermordung des Gymnasiasten Winter zwischen 3 und 4 Uhr und bis spätestens halb 5 Uhr nachmittags erfolgt. Danach erscheint es aber völlig ausgeschlossen, daß der Angeschuldigte der Thäter gewesen ist, weil der Angeschuldigte am Sonntag, den 11. März, sich nachmittags zunächst in der Kirche, und sodann mit seiner Tochter Anna, Pfarrer Reimann, Amtsvorsteher Fengler und Fräulein Fengler in dem Haufe der Fleischermeister Ziebarthschen Eheleute bis nach 6 1hr aufgehalten hat. Ueberbies ist es nach dem Gutachten der Sachverständigen Dr. Müller und Bleske völlig ausgeschlossen, daß der Thäter die That ohne Ueberlegung ausgeführt hat, vielmehr sprechen die Beschaffenheit der Leiche, die Art der Berstückelung und die Art der Beiseiteschaffung der Leichenteile dafür, daß die That von mehr als 2 Personen und nach einem wohlüberlegten Blane ausgeführt ist. Der Angeschuldigte Hoffmann kann daher auch aus diesem Grunde als Thäter nicht in Frage kommen. " Nichtstroh Hen Erbsen Speisebohnen Linjen Bleie 25, Krebse 70,- 30, *) ab Bahn und fret Wagen. Georg C. und G. 1900. Die Frage, ob Soldaten im Frieden nach 2,60 1,20 dem Ausland geschickt werden können, ist an dieser Stelle, im politischen 2,40 1,20 und im parlamentarischen Teil wiederholt ausführlich dargelegt. Es mag noch 1,80 0,80 einmal die bereits unter dem 7. Juli an dieser Stelle hierüber erteilte Auskunft 2,40 1,20 wiederholt werden. Nach Ansicht der Regierung verpflichtet der Soldateneid 1,40 0,80 zur unbedingten Folge zu Wasser und zu Lande, so daß keinerlei verfassungsper oct 15,- 2,50 rechtliches Hindernis bestehe, selbst im Frieden auch den Infanteristen( auch " tab Bahn und frei Wagen. Produktenmarkt vom 25. Jult. Der heutige Getreidemarkt war matt auf schwaches Nordamerika, starkes russisches Angebot und teilweise günstige Ernteberichte, beispielsweise aus Bayern. Das Geschäft war bei großer Reserviertheit der Käufer im allgemeinen ruhig, nur zeitweise momentan etwas belebter. Bereits am Frühmarkte war Weizen 1 M., Roggen 0,50 M. billiger zu haben. Beszterer Artikel wurde einigermaßen gestigt durch Kaufordres aus der Provinz. Mittags führten die Meldungen aus Ungarn, wo über schlechte Erdruschresultate geflagt wird, eine leichte Erholung herbet, biefelbe war jedoch unbedeutend, und die Grundtendens blieb schwach. Futterartikel lagen sehr still. Rüböl war bei mäßigen Umfäßen im Preise unverändert. Spiritus ohne Umsatz( nominell 50,40 m.) Amt: Selbst wenn man aber auch die Möglichkeit zugeben wollte, daß die That nach 1/25 Uhr, in den Abend- oder Nachtstunden, vollführt sei, so würde der Angeschuldigte Hoffmann gleichfalls der That nicht verdächtig erscheinen, weil nach den durchaus glaubwürdigen Aussagen der Hausgenossen des Hoffmann, der Fleischerlehrlinge Langear, Myfikowski und Welte und des Dienstmädchens Kandegfi, weder an dem Abend des 11. März, noch an späteren Tagen irgend verdächtige Umstände oder Spuren der That bemerkt worden sind. Die Voruntersuchung hat sonach die Nichtschuld des Angeschulbigten ergeben. Demgemäß war der Angeschuldigte außer Ber- 00-00; c) altere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere folgung zu setzen. ein. Reservisten und Landwehrmann) nach China, Südamerika oder sonst wohin zu kommandieren. Dieser Ansicht hat sich die Mehrheit des Reichstags angeschlossen und die Forderung, daß die Soldaten nur im Kriegsfalle im Ausland Verwendung finden sollen, verworfen. Die Ansicht der Regierung und der Mehrheit des Reichstags beruht auf absolutistischen, die entgegen stehende auf tonstitutionellen Anschauungen und auf der Ansicht, daß der Sweck des Heeres die Verteidigung Deutschlands sei. Darüber, daß für den Fall einer Mobil machung die Heereßpflichtigen auch nach außereuropäischen Ländern kommandiert werden können, besteht kein Zweifel. 2. Sch. N. Ja, ziehen Sie auf der Gerichtsschreiberet Erkundigung H. D. 102. Die Ergänzungsstener, gemeinhin Vermögenssteuer genannt, wird in Preußen von einem Vermögen von 6000 M. ab erhoben. 2. S. O. 1. Verpflichtet ist durch die Abrede nur der Einzelne, der die Verpflichtung eingegangen ist. 2. Für den Fall, daß eine feste Vers einbarung über Bereitstellung des Saals getroffen war, fönnte der Wirt bei Rücktritt von dieser Vereinbarung Schadensersatz begehren; er müßte dann aber beweisen, daß ihm ein Schaden entstanden ist; d. h., daß er den Saal nicht anders hätte vermieten können und daß der Verein erschienen sein würde. Beides ist wohl kaum möglich. 3. Teilen Sie dem Wirt mit, daß der Verein den Saal nehmen würde, wenn er innerhalb fünf Tagen der Lokalkommission zur Verfügung gestellt würde. Wenn dies nicht erfolgte, so verzichten Sie auf den Saal, da dann doch niemand erscheinen würde. 2. S. 100. Sie würden zur Herausgabe der Sachen verurteilt werden, weil es sich um unentbehrliche und deshalb unpfändbare Sachen handelt. Witterungsübersicht vom 25. Juli 1900, morgens 8 Uhr. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 25. Juli 1900. licher Bericht der Diretion. Zum Verkauf standen: 530 Rinder, 1959 Kälber, 2172 Schafe, 7899 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete, höchsten Schlacht wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 00-00; e) gering genährte 44-46. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemäßtete Färjen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemäftete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Kühe und Färjen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 44-46; e) gering genährte Kühe und Färsen 40-43. Kälber: a) feinste Mast Die Königin mit dem Revolver. Ein Pariser Sensations- fälber( Bollmilchmast) und beste Saugkälber 65-68, b) mittlere Masttälber blatt meldet, daß die König Amelia von Portugal, die Schwester des und gute Sangkälber 59-63, c) geringe Saugfälber 48-56, d) ältere, gering Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast Swinembe. 763 23 2hb. bed. 21 paparanda 7510 Herzogs von Orléans, ihren Gatten im Sommerpalast zu Cintra bei genährte( Fresser) 30-35. c) mäßig genährte 3 heiter 22 Petersburg einer sehr intimen Unterhaltung mit der Gräfin V... überrascht hammel 64-67, b) ältere Maſthammel 58-62, 2 heiter 22 Cort 761 habe. Die Königin soll dann in eifersüchtiger Wut gegen den König- Sammel und Schafe( Werzschafe) 53-57, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren 2wolfent 20 Aberdeen 759 NM lichen Gemahl einen Revolverschuß abgefeuert haben. Die Kugel Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1% Jahren 50-00, Frankf./. 765 2wolfen 19 Baris verfehlte jedoch ihr Ziel. Dagegen fühlte sich die Gräfin V... ge- b) Räjer 00-00, c) fleischige 47-49, d) gering entwickelte 43-46, ünchen Wien 765 NNW 2wolkent 20 treffen und soll Portugal für immer" verlassen haben. Räuberischer Ueberfall in der Nähe von Rom. Aus Nom wird uns gemeldet: Bei Civita Lavinia überfielen drei vermummte startbewaffnete Räuber den Ingenieur Merlotti, Vertreter der MaiFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 26. Juli. Opernhans. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Menes Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Die Geisha. Anfang 71/2 Uhr. e) Sauen 42-44. Stationen Hamburg Berlin 763 W 76423 767 SO = Wetter Stationen Wetter -Do 2 wolkig 12 1516. bed. 17 2 bedeckt 14 Verlauf und Tendenz. Von den Rindern blieben etwa 200 Wetter Prognose für Donnerstag, den 26. Juli 1900. Stück unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen Sehr warm und schwül, vielfach heiter, zeitweise woltig bei meist nur wurde Schlachtvieh, reichlich Dreiviertel des Auftriebs, ausverkauft. Der schwachen füdlichen Winden und etwas Neigung zu Gewittern. Schweinemartt verlief ruhig und wird voraussichtlich geräumt. Urania See- Terrasse Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/02: Tägl. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Resibens. Die Dame von Maxim. Central Cheater. Anfang 71/2 Uhr. Neues. Frage an das Schicksal. Sensationeller Lacherfolg!! Mondscheinsonate. Abschiedssouper. Anfang 8 nhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang 71/2 Uhr. Schiller. Carmen. Anf. 72 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Sulamith. Anfang 71/2 Uhr. Carl Weiß. Die Tochter Belials. Anfang 8 hr. Belle- Alliance. Doppelgänger. Aus dem Paradiese. Jm Garten: 1 Berlin nach Elf. Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Anfang 8 Uhr. Die sensationellen Schlager! Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Berliner Wetterbureau. Röderstr. 1-6,( wischen Metropol- Theater. Der Zauberer am Nil. Landsberger Allee( Steuerhaus) und Lichtenberg).. Grösstes Sommer- Etablissement Berlins mit herrlichem 3, Morgen gr. See. Säle, Vereins- und Gesellschaftszimmer. Sonntag, den 29. Juli: Grosses Konzert der amerik. Matrosen- Kapelle ,, Columbia". Auftreten des unbesiegbaren Preisringkämpfers W. Rüstow in seinen staunenerregenden Kraftproduktionen im Pferdezug mit Wasserfall. ausgeführt von dem unbesiegbaren Herrn Grosser Ringkampf, Bäckermeister W. Rüstow mit dem preisgekrönten Ringkämpfer Herrn Restaurateur Paul Ludwig. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 4 hochelegante Kegelbahnen. Grosser Vergnügungspark. im neuen Bal champêtre( auch jeden Montag u. Donnerstag). Im Variété- Theater: Grosse Specialitäten- Vorstellung. Grosser Tanz Kasseneröffnung 2 Uhr. Entree 20 Pf., Kinder frei. Schweizer- Garten. Victoria- Brauerei. Specialitäten Borstellung und Carl Weiss- Theater m Königsthor. Haltestelle der elettr. Ringbahn.- Am Friedrichshain. 0 Konzert. Anfang 6 Uhr. B Friedrich Wilhelmstädtisches. Im Garten: Großes Konzert u. Specialitäten- Borstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 71 Uhr. Stettiner Sänger. Reichshallen. S Gr. Frankfurterstr. 132. Cyclus volkstümlicher Vorstellungen. Die Tochter Belials. Konkurrenz- Preis- Lustspiel in 5 Aften von Kneifel. Anf. 8 Uhr. : Anna- Lise. Sonnabend: Die Freitag: Grille. In Vorbereitung: Die Boxer in China. Aktuelles Zeitgemälde in 4 Att. von Dr. Maximilian Wolff. Im Garten: Specialitäten, Theater, Konzert. Anfang 52 Uhr. Passage Panoptikum. Specialis Sonnabend: Sommernachts: Fest. Anfang 8 Uhr. täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr( im Theatersaal):„ Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung". Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Apollo- Theater. Zum 108. Male: Täglich: Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Borstellung, Ball. ,, Clown Tanti" mit seinen dressierten Ponnys, Affen und Hunden. Catrini- Ballett, Familie Patty- Frank ( 6 Pers.) Parterre- und Luft- Akrobaten. Hombert und Renardo, musikalische Excentrics. Eugen Milardo, Ella Bertini, - Moderne Karikatur7 Damen. Jeden Abend 10 Uhr: " Die luftigen Weiber von Berlin", ausgeführt vom Theater- Ensemble( 20 Personen). Tanz- Sonbrette. Volks- Beluftigungen aller Art. Anfang 4 resp. 5 Uhr. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Familien Billets 3 Stück 1 W. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Entree 30 Big. Tanzkränzchen. Venus auf Erden. Max Kliem Sommer- Theater Deutsche Konzert- Hallen Bernhard Mörbitz ( Letzte Woche). Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Donnerstag, abends 7%: Kosmograph neueste Aufnahmen Carmen. Freitag, abends 7 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Alessandro Stradella. Hierauf: Die Nürnberger Puppe. Thalia- Theater. Heute und folgende Tage: Gastspiel der Orientalischen Natursänger Sulamith. Alttestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Feldschlößchen Jnh.: Fritz Nagel, Müllerstraße Nr. 142. Täglich: Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Sonntags: Gr. Egira- Vorstellung und Ball. Entree 20 Bf. Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Reichshallen. Hafenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Staffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Täglich: Stettiner Sänger. Sanssouci W. Noacks Theater. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 Pf. Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sünger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz fret. Donnerstags haben Vereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Theater- u. Specialitäten- Vorstellung Das Radel- Madel ober: Puffschnutchen. Poffe mit Gesang in einem Aft von Braune. Musik von Thiele. Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: Ausstattungs- Operette = Mumien BallettJuli- Specialitäten- Programm. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 10% Uhr: Théâtre variété. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almransch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. VoltsGr. internationelle Konzerte mit Gefang und Tanz in 3 Atten von sämtlichen Gesangs- Musik- Kapellen. von Hugo Schulz, Musik von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftreten der Excentric: Chansonnette Molly Verch, d. Grotesqueuettisten Gebr. Milardo, Entree frei. Tauma- Quartett, The Miltons, Turifer Von 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Specialität.- Vorstellung. Alt Moabit 80/81. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küstriner Play. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten- Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 f. Operette in 1 Aft von Ely. Mufit Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Pf. von Holländer. Kinder 10 Pf. Sperrsit Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Der Herzverführer. Saal: Tanzkränzchen. am 3 fachen Reck, Miß Pico, Trapez fitnstlerin, Fred und Max, Chinese, The Greenwood, Pantomime:„ Die musikalische Schmiede". Konzert. Ju Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Kalbo. Eintritt 30 Pf. Rum. Blay 50 Pf. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Tüglich: Konzert, Theater und Specialitäten Borstellung. Künstler I. Nanges. Im renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Achtung! Achtung! Central- Krankenkaffe d. Maurer etc. ( Grundstein zur Einigkeit, Verwaltungsstelle Berlin). Am Freitag, den 27. Juli 1900, abends 8 Uhr, Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kassen und Revisionsbericht vom 2. Quartal. 2. Innere Kaffenangelegenheiten und Verschiedenes. 149/6 Mitgliedsbuch legitimiert. J. A. P. Hoffmann. Centralverband der Maurer Deutschlands ( Filiale Berlin II). Am Freitag, den 27. Juli 1900, abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Bergmann, Pafewalkerstr. 3: Mitglieder Versammlung für den Wedding. = Tages- Ordnung: Vortrag. Diskussion und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Verbandsleitung. Marmor- und Granitarbeiter. 189/7 Donnerstag, den 26. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann( Engl. Garten), Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vierteljahrs- Abrechnung und Abrechnung vom Vergnügen. 2. Der Streit bei der Firma Häger. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. 275/2 Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands.( 3ahlstelle Berlin I.) Sonnabend, den 28. Juli d. J.: 9. Stiftungs- Fest in Mag Kliems Festsälen( neuer Saal), Hasenheide 13-15. Anfang des Garten Konzerts 4 Uhr, des Sommer: Theaters 6 Uhr, wozu unsre Festteilnehmer freien Eintritt haben. Jm großen, neuerbauten Saale von 8 Uhr ab Grosser Ball u. Ueberraschungen aller Art. Billets, für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf., sind bei sämt lichen Vorstandsmitgliedern zn haben. 42/14 Hierzu ladet freundlichst ein Die Ortsverwaltung. Apollo- Theater, Rixdorf, Hermannstrasse 49. Sonntag, den 29. Juli 1900: Grosses Volks- Fest der Arbeiter Rixdorfs bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert. Musik, ausgeführt Mitwirkende: ArbeiterUnterstüßungsverein aller in Danksagung. der Hutbranche beschäftigten Allen Kollegen der Piano- Fabrik Arbeiter und Arbeiterinnen des Herrn Otto, sowie dem Fach Filiale Berlin. verein der Musikinstrumenten- Arbeiter und dem Spar- und Kredit- Verein Den Mitgliedern zur Nachricht, Glück- Auf", sage ich hiermit für das daß unser Kollege Beileid meines verstorbenen Mannes meinen besten Dank. 20706 Witwe Martha Mirring, geb. Pfitzner. Theodor Dietze Eberts Klub- Haus. am 21. Juli plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. Juli, abends 6 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirchhofs( in Weißensee, Falkenberger: 72. Kommandantenstr. 72. straße) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Säle mit Bühne an Sonnabenden 86/2 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter Verband. = und Sonntagen noch frei. Wo ist der schönste Garten? In Rixdorfs Vereinsbrauerei! Frei- Konzerte, Kaffeeküche, KegelDen Mitgliedern zur Nachricht, daß bahnen 2c. Martin Berndt, Gastwirt. der Kollege, Tischler Robert Liebsch am 23. Juli verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners: tagnachmittag 4 Uhr vom Trauer: hause, Admiralstraße 34, nach dem Marienkirchhof in Mariendorf statt. Um rege Beteiligung ersucht 105/9 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse für das Barbiergewerbe. Nach kurzer, schwerer Krankheit ist unser Kassierer, der Heilgehilfe Gustav Unrein Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin Gesangvereine Rixdorfs( t. d. A- S- B.), Theater- Geſellſchaft„ Apollo", geftorben, und Umgegend. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) Am Sonntag, den 29. Juli, vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Schulz, Grenadierstraße Nr. 33: Gr. Kinder- Fackelzug, Duettisten, Charakter- Komiker, Volts- Humoristen. wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Anfang 4 Uhr, Entree 20 Pf. Von 5 Uhr ab im großen Saale TANZ. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Billets sind in den mit Plakaten versehenen Geschäften zu haben. [ 203/12] Das Komitee. Ordentl. Generalversammlung Zähne 2 M. Tages Ordnung: 1. Bericht des Kassierers vom 2. Quartal sowie Revisionsbericht. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen I M. Plomben 1,50 M. Teilz. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 130. Sprechst. 9-7. Bericht des Borstands und Ausschusses. 3. Wahl sämtlicher Hilfskaffiterer. Künstl. Zähne on 3. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. 4. Innere Kaffenangelegenheiten. 38/8 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. E Der Vorstand. J. A.: H. Metzke. Kur- und Wannenbad„ Hohenzollernplak Die vollständig renovierte, mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtete und Hohenzollernplatz 9 befindliche Badeanstalt halte ich dem geehrten Publikum bestens empfohlen. Besonders empfehle ich: Loh- Tannin- Bäder, Sool, Schwefelbäder, Kasten: Dampfbäder. Massagekuren nach Vorschrift der Herren Aerzte. Kalte Abreibungen usw. 1901b* Herm. Bading, Rigdorf, Hohenzollernplatz 9. Lieferant sämtlicher Krankenkassen. Arbeits- Bekleidung für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure. En gros- Detail. D. Wurzel& Co., 5001L* Wrangel- Strasse 17, Ecke Manteuffel- Strasse. Schmerzloses Zahnziehen. Goldstein, Oranienstr. 123.[* Möbelstoffe!! and Reste! alle Qual felten billig! 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Danksagung. Für die überaus rege Teilnahme vor und bei der Beerdigung unfres unvergeßlichen Sohnes und Bruders sagen wir allen, die sich in diesen trüben Stunden unsrer annahmen, ins besondere der Firma Gebr. Nothmann und dem Personal derselben, sowie den Filialvorständen Berlins u. Umgegend und den Mitgliedern der Filiale 7 der Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter, sowie dem Verein Guekel, Laufiger Platz 2. Geselliger Brüder und allen TeilLaabs Elsasserstr. 39. Behandl aller Haut, Harn und Blasenleiden ohne schädliche Mittel u. Gifte. Sprechst.: 9-2. 6-9. Freitag und Sonntag nur 9-2. Verbandskarten Ermäßigung. nehmern den tiefgefühltesten Dant. 20626 Berlin, im Juli 1900. Witwe Bittcher und Sohn. Bettfedernreinigung elektrischer Betrieb. Grüner Weg 3,[ 49302* Hauschild& Kettnitz. Kleine Anzeigen. ge Rechtsbureau, Andreasstraße 63 " Versuchen Sie die Cigarre bei Binneböse, chilling. straße 36. 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