Nr. 174. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerandot Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrterter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft 8ettungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. do 17. Jahrg. menco Die Insertions- Gebühr Vorwärts beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., politische und gewerkschaftliche Vereinh und Versammlungs- Anzeigen 20 P1 Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pig ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. ad slots side Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Berliner Volksblatt. Zelegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berlin Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. -> Sonntag, den 29. Juli 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Y Der Hauptsatz der Kaiserrede von Bremerhaven lautet nach einem Bericht der ,, Nordwestdeutschen Zeitung" wie folgt: Kommt Ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer Euch in die Hände fällt, sei Euch verfallen! Wie vor 1000 Jahren die Hunnen unter ihrem König Ezel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Ueberlieferung und Märchen gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch Euch in einer Weise bethätigt werden, daß niemals wieder ein Chinese es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen! Erste Lesart Wolffs. Drei Sesarten! In der Ansprache, mit welcher der Kaiser sich von den 8 weite Les art Wolffs, übernommen vom Reichs- Anzeiger". " nach Ostasien gesandten Truppen verabschiedete, wies der Große überseeische Aufgaben sind es, die dem neu entKaiser zunächst auf die Aufgaben hin, die dem Deutschen standenen Deutschen Reich zugefallen sind, Aufgaben weit Reich in den letzten Jahrzehnten auf überseeischem Gebiet größer, als viele meiner Landsleute es erwartet haben. Das erwachsen seien, und führte dann aus, die Truppen sollten Deutsche Reich hat seinem Charakter nach die Verpflichtung, nunmehr vor dem Feinde Probe ablegen, ob die Richtung, seinen Bürgern, wofern diese im Ausland bedrängt werden, in der Deutschland sich in militärischer Beziehung beizustehen. Die Aufgaben, welche das alte römische Reich bewegt habe, die rechte sei. Die Kameraden von der Marine deutscher Nation nicht hat lösen können, ist das neue hätten bereits gezeigt, daß die Ausbildung und die Grund- Deutsche Reich in der Lage zu lösen. Das Mittel, das fäge, nach denen die militärischen Streitkräfte Deutschlands ihm dies ermöglicht, ist unser Heer. In dreißig ausgebildet feien, die richtigen seien; Sache der jegt nach Ost- jähriger treuer Friedensarbeit ist es herangebildet asien gehenden Truppen sei es, es ihnen gleich zu thun. worden nach den Grundsäßen meines verewigten GroßDer Kaiser erwähnte dann, es erfülle alle Deutschen mit vaters. Auch Ihr habt Eure Ausbildung nach diesen GrundStolz, daß gerade aus dem Munde auswärtiger Führer fäßen erhalten und sollt nun vor dem Feinde die Probe abden deutschen Streitern das höchste Lob zuerkannt sei, und legen, ob sie sich bei Euch bewährt haben. Eure Kameraden wies auf die Größe der Aufgabe hin, die die Truppen zu von der Marine haben diese Probe bereits bestanden, sie lösen hätten. haben Euch gezeigt, daß die Grundsätze unsrer Ausbildung gute sind, und ich bin stolz auf das Lob auch aus dem Mund auswärtiger Führer, daß Eure Kameraden draußen sich erworben haben. An Euch ist es, es ihnen gleich zu thun. Nordwestdeutsche Zeitung" Bremerhaven. Die Aufgabe, zu der ich Euch hinaussende, ist eine große. Et Daß ein Volf, wie es die Chinesen gethan hätten, im Eine große Aufgabe harrt Eurer: Ihr sollt das schwere stande gewesen sei, tausendjährige alte Völkerrechte um- Unrecht, das geschehen ist, sühnen. Die Chinesen haben das Ihr sollt schweres Uurecht fühnen! Denn ein Fall in der zuwerfen und der Heiligkeit der Gesandten und der Heilig. Völkerrecht umgeworfen, sie haben in einer in der Welt Art, wie es die Chinesen gethan haben, die es gewagt, keit des Gastrechts in so abscheulicher Weise Hohn zu geschichte nicht erhörten Weise der Heiligkeit des Gesandten, tausendjährige alte Völkerrechte umzuwerfen und der Heiligsprechen, sei in der Weltgeschichte noch nicht vorgekommen, den Pflichten des Gastrechts Hohn gesprochen. Es ist das keit des Gesandten, der Heiligkeit des Gastrechts in so abnoch dazu bei einem Volt, welches stolz sei auf eine viel um so empörender, als dies Verbrechen begangen worden ist scheulicher Weise Hohn zu sprechen, ist ein Vorfall, wie er in der tausendjährige Kultur. von einer Nation, die auf ihre uralte Kultur stolz ist. Weltgeschichte noch nicht vorgekommen ist, und dies hat sich noch dazu ein Volt geleistet, welches stolz ist auf seine vieltausendjährige Kultur! " Der Kaiser betonte hierauf, daß jede Kultur, die nicht Bewährt die alte preußische Tüchtigkeit, zeigt Euch als, Aber Ihr könnt daraus ersehen, wohin eine Kultur auf dem Christentum aufgebaut sei, zu Grunde gehen Christen im freudigen Ertragen von Leiden, möge Ehre und kommt, die nicht auf dem Boden des Christentums aufgebaut müffe, und fuhr dann etwa fort: So sende ich Euch Ruhm Euren Fahnen und Waffen folgen, gebt an Mannes- ist; jede heidnische Kultur, mag sie noch so schön und hinaus, daß Ihr bewähren sollt, einmal Eure alte deutsche zucht und Disciplin aller Welt ein Beispiel. Ihr wißt es herrlich sein, wird bei der ersten Kraftprobe erliegen! Tüchtigkeit, zum zweiten die Hingebung, die Tapferkeit, das wohl, Ihr sollt fechten gegen einen verschlagenen, tapfern, gut freudige Ertragen jedweden Ungemachs und zum dritten Ehre bewaffneten, grausamen Feind. und Ruhm unsrer Waffen und unsrer Fahnen. Ihr sollt ein Beispiel abgeben der Mauneszucht und Disciplin, der Selbstüberwindung und Selbstbeherrschung. Ihr sollt fechten gegen einen gut bewaffneten und gut ausgerüsteten Feind. Aber Ihr sollt auch rächen nicht nur den Tod der Gesandten, sondern auch den vieler Deutschen und Europäer." Der Kaiser sagte dann noch ungefähr folgendes: Noch Kommt Ihr an ihn, so wißt: Pardon wird nicht nach tausend Jahren möge der Name Deutschlands in gegeben, Gefangene werden nicht gemacht. Führt Eure China in solcher Weise bekannt sein, daß niemals Waffen so, daß auf tausend Jahre hinaus kein Chinese wieder ein Chinese wage, einen Deutschen auch nur mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen. fcheel anzusehen. Der Kaiser ermahnte weiter, daß die Truppen mit einer Wahrt Manneszucht, der Segen Gottes sei mit Euch, die ltebermacht zu kämpfen haben würden. Das feien die Gebete eines ganzen Volts, meine Wünsche begleiten Euch, deutschen Truppen aber gewöhnt, wie die deutsche Kriegs- jeden einzelnen. Deffnet der Kultur den Weg ein für geschichte beweise. allemal! Nun könnt Ihr reisen! Adieu Kameraden! Die Rede schloß dann folgendermaßen:„ Der Segen des Herrn sei mit Euch, die Gebete eines ganzen Volks begleiten Euch auf allen Euren Wegen. Meine besten Wünsche für Euch, für das Glück Eurer Waffen werden Euch folgen. Gebt, wo es auch sei, Beweise Eures Mutes. Möge sich der Segen Gottes an Eure Fahnen heften und er Euch geben, daß das Christentum in jenem Lande seinen Eingang findet. Damit steht Ihr mit Eurem Fahneneid cin. Und nun glückliche Reise. Adieu, Kameraden! 69 ... Kommt Ihr vor den Feind, so wird derfelbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer Euch in die Hände fällt, sei Euch verfallen! Wie vor 1000 Jahren die Hunnen unter ihrem König Etel fich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Ueberlieferung und Märchen gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch Euch in einer Weise bethätigt werden, daß niemals wieder ein Chinese es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen! Ihr werdet mit einer Uebermacht zu fechten haben; doch dies sind wir gewohnt, unsre Kriegsgeschichte beweist es! Ihr habt es gelernt aus der Geschichte des Großen Kurfürsten und aus Eurer Regimentsgeschichte. Heftet neuen Ruhm an Eure Fahnen; der Segen des Herrn sei mit Euch! Die Gebete der Euren, eines ganzen Volks begleiten Euch auf allen Euren Wegen! Meine besten Wünsche für Euch, für das Glück Eurer Waffen! Eure Leistungen werden Euch folgen, wohin es auch sei! Und Gottes Segen möge an Eure Fahnen sich heften und dieser Krieg den Segen bringen, daß das Christentum in jenem Lande seinen Einzug hält, damit solch traurige Fälle nicht mehr vorkommen! Dafür steht Ihr mir mit Eurem Fahneneid! Und nun glückliche Reise! Adieu, Kameraden! indie Hunnenrede. Das Wolfffche Bureau hat diesmal noch mehr Beit als gewöhn lich gebraucht, um den Wortlaut der neuesten Rede des Kaisers, fest tustellen. Es scheint dabei in den leitenden Kreifen nicht ohne ämpfe und Verwirrung abgegangen zu fein. Sonst hätte das areau nicht gleich zweifach den Verfuch unternommen, den ortlaut authentisch" zu verbreiten. Wer aber die Geschichte der früheren Jahrhunderte fennt, für die Nachricht, daß Prinz Tuan getötet(?) worden sei. Die den bietet die Kaiserrede nichts Ueberraschendes, und der Widerspruch Boyer feien in legter Beit in zwei Parteien geteilt gewefen. zwischen der christlichen und der militärisch- energischen Anschauung Die eine wollte die Wandschus niederwerfen und die Ming- Dynastie befremdet nicht mehr. In dieser Weise hat das Christentum Jahr wieder aufrichten, die andre trat für Tuan ein. In einem vers hunderte lang die heidnischen Bölker zum Glauben bekehrt auch weifelten Rampfe außerhalb der östlichen Thore gegen deren Willen. Gegen den äußeren und inneren Feind und Tuan selbst gefallen. ber Stadtfei die Partei Tuans geschlagen worden hat es gleichermaßen nach solchem Grundsaz gekämpft. Im Namen des Christentums wurde ja auch der dreißigjährige Krieg geführt. Des Kaisers Weltanschauung erscheint in der That aus einem Guß, wenn man die historischen Traditionen bedenkt, in denen das christliche Gottesgnadentum erwachsen ist. Phantasiemeldungen!„ Daily Expreß", der jetzt die Gesandten nach Tientsin marschieren läßt, hat sie doch vor furzer Zeit erst mit Angabe aller schauderhaften Einzelheiten hinschlachten laffen, int Dem Reuterschen Bureau" wird aus Shanghai bom 27. Juli gemeldet: Yuan- schi- fai telegraphiert, die fremden Gesandten seien am 24. Juli wohlbehalten gewesen und mit Lebensmitteln versorgt worden. Der italienische Konful in Songtong ersuchte, um die Zu verlässigkeit der Versicherungen der Chinesen bezüglich der Sicher heit der Gesandschaften zu erproben, den stellvertretenden Vicefönig von Stanton, sich mit dem italienischen Gesandten Beting in Verbindung zu setzen und von demselben die Antwort auf eine Anfrage in einer Anlegenheit zu erlangen, die nur dem Gewiberie, er tonne dem Grinchen nicht folge leiten, würden auf geheimen Wegen erlangt und der Gouverneur da es über fein Vermögen gehe, denn alle Botschaften aus Beting von Shantung sei der Vermitteler. Wir haben umstehend die drei Lesarten nebeneinander gestellt, die über die Rede vorliegen, zwei Wolfffche und die eines privaten Ohrenzeugen. Verbindet man die erste mit der dritten, so erhält man ungefähr den Wortlaut der Rede, so wie ste der Kaiser wirklich ge Man darf nicht erschrecken über die Konsequenz dieser chriftlich halten haben mag. Die mittlere Lesart, die der Reichs- Anzeiger" nilitärischen Weltanschauung, wenigstens nicht mehr erschrecken. O ilbernimmt, stellt ein Kompromis zwischen der ersten und dritten dar. Die Mahnung, nicht Pardon zu geben, hat ja der Kaiser schon ein Die erste Wolffiche Faffung unterdrückte die Stelle über die mal an seine Soldaten gerichtetin noch schärferer Form. Das Art der vom Kaifer befohlenen Kriegsführung, brachte aber dafür mals waren es nicht Chinesen, denen der Kaiser die Vernichtung an der vom Kaiſer in größerer Ausführlichkeit die christlichen Wendungen, welche mert brohte, sondern deutsche Wolfsgenossen, wir Socialbemo würdigerweise in der offizicasten" zweiten Lesart fehlen. Es wäre fraten. Den Nefruten schärfte er damals ein, daß sie wenn er ein nicht uninteressantes Problem zu untersuchen, warum der es befehle- auch auf Vater und Mutter schießen fandten und ihm( dem Konsul) bekannt jei sei. Der Vicefönig er es Redacteur der Kompromißfaffung zwar die Pardonstelle, wenn auch mit e n. Dagegen flingt die jebige Aufforderung mithile it nicht in voller Kraft, aufnahm, dagegen die christlichen Säge strich. nicht die erste und nicht die äußerste Konsequenz dieser straffen Welche Erwägungen mögen ihn berleitet haben, gerade diesen wirt chriftlich- militärischen Weltanschauung Wilhelms II. famen Kontraft abzuschwächen? Die dritte Lesart endlich enthält sowohl die chriftlichen wie die energischen Säge, leztere in ihrer ganzen ursprünglichen Fülle, die an dem Sinn feinen Zweifel auftoummen läßt. Die scharfite Stritit die fich im übrigen für jeden aus der bloßen Vergleichung der Lesarten ergiebt liefert auffälligeriveise die parteilos- byzantinische und die konservative Presse. Lolal Anzeiger"," Post"," Streuz- Beitung" ufw. wagen es, an dem unzweideutigen Kaiferivort fälschend zu deuteln und zwar im Hinblid auf den Saz: Pardon wird nicht gegeben. Alle diese Blätter behaupten, der Satz sei ein Hinweis darauf, daß die Chinesen feinen 3 Pardon geben und keine Gefangenen machen. 19 In diesem Sinn schreibt die„ Krenz- Zeitung": Dieser Sat, ist verschiedentlich misverstanden und sogar Unmögliches hineingelegt worden, indem man Seiner Majestät zumutet, daß von ihm die Truppen ermahnt werden sollten, feinen Barbon geben und feine Gefangenen zu machen; während offenbar mur eine Erläuterung der Art der Nach einer Meldung des Daily Expreß" führt Li Hung Noch eine Lesart! In der N. Hamb. Beitung lautet der Tschang unter dem Gindruck des Zweifels, der von den Konsuln eine Resor „ n. Schlußjag der Rede: bezüglich der Zuverlässigkeit seiner Mitteilungen geäußert wird, eine sehr Der Herr fei mit Euch, der Segen Gottes begleite Euch, meine besten Wünsche werden Euch folgen, jedem Wort, bafir ein, daß sowohl die Gesandten als auch Sir Robert Sieg, wenn Ihr für europäische Kultur kämpft im Lande der unfehlbar zur Niedermezelung der dort noch Ueberlebenden führen einzelnen, wo er auch sei. An Eure Fahne knüpfe sich der Hart noch am Leben seien, daß aber der Vormarsch gegen Beting Bestien, und num glüdliche Reise. Adieu, Kameraden." werde. Am Mittwochabend erklärte er dann, einige Gesandten ſeien bereits unter Bedeckung unterwegs, so daß man fast stündlich ihre Prefftimmen. Die liberale National- Zeitung" meint: Ankunft in Tientsin erwarten könne. Betanntlich ist die deutſche Division für China mobil gemacht. Die Ausbreitung des Aufstands. worden, als die Nachricht von der Ermordung des deutschen Gefaudten weifeln war, v. Ketteler, hier eingetroffen und nicht mehr zu Der Führer eines chinesischen Transportdampfers, der in Kanton Stohlen einnimmt, erklärt, er fahre unverzüglich nach Shanghai der graufigen That hörten, vielleicht der natürliche Ausbruch einer Plakate befestigt, in denen die Bevölkerung aufgefordert in denen hinesischen Beamten und die Hochgespannten Erregung über die schwere Verletzung des wird, fich zu erheben, die Seitdem ist kaum etivas geschehen, was Fremden und den Stadtteil Schamien zu plündern und niederzubrennen. Im übrigen herrscht in Stanton Ruhe. Der amerikanische Konsul Goodnow in Shanghai telegraphiert, dem schweren Eindruck that waren Worte, wie wir sie damals über die Nache und Sühne un Li Hung Tichang zurückzuholen. In Kanton sind überall Grausamkeit der Chinesen gegeben werden sollte, bie eben nie- Schicksal der übrigen Gesandten und auch der Angehörigen der mand schonen und alles niedermeßeln! Echon die allgemeine Erfahrung, daß eine Armee, die selbst Grausamkeiten ausübt, an der Manneszucht schweren Schaden leidet, und die Wahrheit, daß es eines Christen nicht würdig ist, ähnliche Schandthaten, wie die Chinesen zu begehen, macht die Auslegung zur Unmöglichkeit." Die„ Post" erläutert" munter: Als oberster Kriegsherr sprach er gestern zu seinen Truppen und mahnte sie, dessen stets eingedent zu sein, daß es ein heimtückischer Feind ist, gegen den es zu fämpfen gilt, ein Feind, der den Pflichten des spricht und während der geben, noch Gefangene genes Gastrechts Hohn weder Pardon ge= hat. Ihm gegenüber müssen die Deutschen stets auf dem qui vive sein und im Notfalle ihr Leben so teuer als möglich verkaufen. Nur auf diese Weise wird es gelingen, die aufrührerischen Chinesen derart in Schreden zu fegen, daß sie fich nicht so bald wieder gegen Europäer zu er= heben wagen." 2 Der ,, Reichsbote" meint: daß das Zollamt von Ruhe ſtörungen meldet, die in Yunnan vorgekommen feien. " speciell die deutsche Empfindlichkeit und Erregung gegen China und die Chinesen noch höher hätte anstacheln können, zumal ja das deutschen Mission in Beting zum mindesten noch zweifelhaft ist und nach den chinesischen Berichten sich sogar nicht ungünstig gestaltet haben soll. Und die Sühne auch für die Schreckensthat an Herrn b. Retteler bedingt noch nicht, daß darunter alle Chinesen, soweit sie mit deutschen Kriegern zusammengeraten, leiden müssen. Der Times" wird aus Shanghai gemeldet: Ein Mitglied der Wenn ihnen„ tein Bardon gegeben wird", wenn Gefangene nicht gemacht" werden sollen, so würde damit eine Kampfart wieder eingeführt, die in den europäischen Striegen glücklicherweise seit langem völlig beseitigt erscheint und die kaum geeignet wäre,„ der Kultur" auch in Afien den Weg ein für allemal zu öffnen" Wohl, unsre Soldaten in China haben es mit einem übermäßig grausamen, verräterischen und verschlagenen Feinde zu thun. Das entbindet uns aber natürlich nicht von der Pflicht, die nicht nur die Pflicht des Kulturmenschen, sondern auch die des Christen ist, Gleiches nicht mit Gleichem zu vergelten. Denn die moderne Kultur, als deren Kinder wir Deutsche uns ja mit stolzer Befriedigung bekennen dürfen, wird von uns nicht uur geübt, weil und wenn wir Gegner der gleichen Kulturstufe uns gegenüber haben, sondern um ihrer selbst willen und Nachrichten, welche dem Finanzminister durch den Ingenieur dies erlegt uns die selbstverständliche Pflicht auf, daß wir sie auch Sviagin von der Station Pogranitschnaja den 25. zugegangen sind, be dem Gegner dann bewähren, wenn dieser von ihren Regeln heim fagen: Das östliche Detachement hatte ein Scharmützel mit den tückisch abweicht. Der Krieg gewährt an sich so mancherlei traurige Chinesen bei dem Fort Echo, bei welchem die Chinesen 200 Mann Veranlaffung, von den menschlichen Regeln der Kultur abzugehen, berloren. Ein Pulvermagazin mit dem Artillerie Zubehör wurde daß jede Anreizung dazu zum mindesten unvorsichtig sein in die Luft gesprengt. Unter den Chinesen herrscht eine Panit; die müßte, schon mit Rücksicht auf die andren Kulturstaaten. Der Arbeiter und Einwohner fliehen. Alle Beamten befinden sich dagegen deutsche Kaiser kann daher diese Worte auch nicht gemeint in ihren Stellungen. Der Eisenbahnverkehr von Grodekowo bis haben, wie sie eigentlich aufgefaßt werden müssen. Vielleicht liegt Mureni ist frei. Gegen 10 000 chinesische Arbeiter sind geflohen, der auch eine Ungenauigkeit der Berichterstattung vor." auch eine ungenauigkeit der Berichterstattung vor." Eisenbahnverkehr mit Charbin ist gestört. ,, Berliner Neueste Nachrichten": ind i do enokin J Dem Standard" wird aus Tschifu vom 25. Juli gemeldet: Nach amitlichen chinesischen Berichten der Provinz Petschili find dort 18 Missionare niedergemetzelt worden. englischen Baptisten- Mission telegraphiert aus Sinangfu die Christen von Schensi seien niedergemegelt, fünf Ausländer getötet worden. Hilfe sei dringend nötig. Aus der Mandschurei. Ein Telegramm des Chefs der Staatsbankfiliale in Blagowestschenst, Jakubowski, vom 22. Juli meldet: Nach fiebentägigem andauerndem Schießen hat heute nacht ein Dampfer Minition aus Chabarowst gebracht. Gegenwärtig wird ein stärkeres Feuern unterhalten. Ein Telegramm desselben Beamten aus Blagowestschenst vom 23.d. besagt, daß die Gefahr für Beschädigung des Kaffengewölbes groß gewesen, gegenwärtig aber vorüber sei. Das kleine ihm zu Gebote stehende Detachement fönne im Verein mit den Freiwilligen die Stadt halten, bis Verstärkung eintreffe. Mason And Nais Ausgeschlossen erscheint uns eine Auslegung, die hierin eine Aufforderung zu einem schonungslosen Raches und Vernichtungsfriege gegen die Chinesen erblickt, gleich als wolle der Kaiser gegen diese infolge ihrer eignen Rechtsbrüche nun eine Kriegführung ohne Humanität und ohne Pardon empfehlen. Das kann der Kaiser den Soldaten, denen er eben Mannszucht und Christentum an das Herz gelegt hat, nicht gesagt haben, die Echonung von wehrlosen Feinden, die sich selbst gefangen geben, ist sogar ein Artikel der Genfer Konvention, der sich am wenigsten die deutsche Kriegführung wird entziehen wollen. Vielmehr ist die Wendung sicher so zu verstehen, daß der Kaiser damit die Soldaten auf die Gefahren aufmerksam machen will, die ihnen von seiten der das Völkerrecht nicht achtenden Chinesen drohen; wenn sie an diese herankommen, Mit einer ernsten begeisterten Ansprache verabschiedete Wie dem New York World" aus Washington gemeldet wird, sollen sie nicht vergessen, daß von diesen, ihren Gegnern, die kurz vor sich gestern in Bremerhaven der Kaiser von den nach Ostajien soll die Depesche des amerikanischen Gesandten in Beting, Conger, eine Fälschung sein. Das Staatsdepartement, heißt es weiter, beher vom Kaiser als grausam und verschlagen gekennzeichnet werden, abgehenden Truppen." dok size den absoluten Beweis, daß die betreffende Depesche von Scheng nicht Bardon gegeben, vielmehr jeder Unterliegende und Gefangene Kleines Journal"( Leon Leipziger): massatriert wird. Darum sollen sie ihr Leben so teuer wie möglich und Juan- schi- kai chiffriert worden sei. verkaufen und so kämpfen, daß den Chinesen das Wiederkommen vergeht oder, wie der Staifer in seiner gern superlativischen Ueber steigerung fagt, auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen." " -O Die Haltung Amerikas. Ein Tendenzmanöver, um Amerifa scharf zu machen! Die New York Tribune" veröffentlicht eine Depesche aus Shanghai" vom 27. Juli, welche folgendermaßen lautet: Beting berichtet, Gesandten leben, ihre Sicherheit gewährleistet. Einzug verbündeter Streitkräfte Peking unnötig. Li- SungDieses Telegramm erscheint zu naib, als daß es von Li her Mit Worten, deren rüdhaltlose Offenheit jedes Soldatenherz paden muß, hat der Monarch den scheidenden Truppen ihren Weg gewiesen und der Wiederhall der Rede wird so bald wohl nicht verflingen. Sie tommt nach den Zweifeln und Schlichen der letzten Tage, die eine bedrückende Atmosphäre schufen, wie ein tielle Denthalben der wird nicht ohne heilſame reinigendes Gewitter, und der tiefe Gindrud, den sie Tichang." Folgen bleiben. Mit jener Präcision, die man an ihm gewohnt ist, rühren fönnte. hat der Monarch auch diesmal seinen Standpunkt flar gemacht, deutlich bis frei von jeber Beric wommenheit, ins Mart hinein. Da ist tein Wenn, kein Aber und tein Sollte." Germania( Centrum!!): Politische Uebersicht. Berlin, den 28. Juli. Gegner, feinen Barbon guapfen, i endung verNur als Appell an eine Tapferfeit, die weiß, daß sie bom ständlich, nicht als Befehl, die Chinesen außerhalb des Wölferrechts 12zu stellen, das wir doch um seiner selbst und der christlichen theHumanität willen, nicht um Dant bei den Feinden üben." Die Berliner Neueste Nachrichten" versichern: Wenn der Kaiser jegt wirklich gesagt hat: Bardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht so tann man nach bem formellen Busanimenhang der Worte vielleicht in 8weifel sein, Diefe träftigen, entschiedenen Worte unfreshin efanth? ob sie sich auf die Chinesen oder auf die deutschen Truppen be- Kaisers werden im ganzen deutschen Volke lebhaften wiederhall Ein Jahr nach der Friedenskonferenz. ziehen sollen. Dem Geist nach ist aber jeder Zweifel ausgeschloffen. finden." Obwohl die Chinesen barbarische Alte begangen haben, dürfen wir nicht dasselbe thun. Es ist selbstverständlich unmöglich, daß unsre deutschen Soldaten bezwungene Feinde, seien es selbst Würdig waren die Worte des kaiserlichen Kriegsherrn; fie chinesische Mordbuben, die sich im Kampfe ergeben und wehrlos werden ihre Wirkung ausüben auf die todesmutigen deutschen Krieger; find, niedermachen. Eine solche Deutung hat sicherlich auch der sie werden ihren Wiederhall finden auf dem ganzen Erdenrund, wo Kaiser für seine Worte nicht entfernt zulassen wollen, wie schon man den Entschließungen des Deutschen Kaisers mit Spannung entsein Schlußfaz„ öffnet der Kultur den Weg" und seine Mahnung gegensieht." zeigt Euch als Christen" beweisen. Man muß also darin nur don Staatsbürger- Zeitung: Prekstimmen des Auslands Am 29. Juli ist genau ein Jahr verstrichen, seit im feierlichen Schlußakt der zehnwöchigen Tagung der internationalen Friedenskonferenz der Mächte die zu stande gefommene Konvention von den Vertretern der„ Signatarmächte" unterzeichnet wurde. Am Abend dieses denkwürdigen Tages versammelte Sir Julian Pauncefote die Delegierten zu einem legten, glanzvollen Diner, in dem, wie auch bei den eine durchaus angebrachte Warnung vor der fanatisch brutalen die besonders bemerkenswert sein dürften, sind bis jetzt vom früheren zahllosen Festivitäten zu Ehren der Delegierten, Kampfart der Chinesen sehen." Wolffschen Telegraphenbureau nicht übermittelt worden. Die ,, Deutsche Tageszeitung" schreibt: Sodann aber hat der Kaiser nicht gemeint, daß unsre Soldaten gewiefen, daß der granjame Feind, gegen den sie zu fämpfen gegeben" In heiterste Laune und die gehobenste Stimmung geherrscht haben soll. Man war froh, die Strapazen der Diners, Soireen, Routs usw. hinter sich und das glorreiche Werk der friedlichen Annäherung der Regierungen zum Abschluß gebracht zu haben. gleichzeitig auch eine inoffizielle getagt, die der bürgerlichen Neben der offiziellen Friedenskonferenz hatte im Haag gleichzeitig auch eine inoffizielle getagt, die der bürgerlichen am Schluß des Kongresses an die Delegierten die Bitte geEiner dieser Kongreßbummler, Mr. W. T. Stead, hatte am Schluß des Kongresses an die Delegierten die Bitte gerichtet, ihm doch ein Autogramm zu geben, das in Form eines Ratschlages, eines Wunsches oder einer Losung geeignet richtet, ihm doch ein Autogramm zu geben, das in Form niemals Barbon geben sollen, sondern nur auf die Thatsache hind Die Lage in China. haben, teinen Bardon giebt, eine Thatsache, die sie au um so Auch heute werden im wesentlichen Meldungen über die Fremden größerer Tapferkeit und Entschlossenheit auffordern soll." Während sich diese Organe dermaßen in schwierigen Auslegungs- tifling berbreitet, denen man so viel oder so wenig Glaubwürdig Künsten ergehen, ist der ,, Köln. 3tg." die einfachste und wirksamste sandten aus neuester Zeit liegt nicht vor, sei es, weil die Chinesen beimeffen mag, wie man will. Eine direkte Nachricht der GeDeutung gelungen. Sie„ redigiert“ einfach:" Pardon wird euch nicht das nicht vermögen, sei es, weil sie es für gut befinden, obwohl die get Wirklichkeit läßt schon die Reichs- Anzeiger"-Faffung alle Gesandten in Sicherheit sind, die Mächte im Dunkeln zu laſſen, biese Deuteleien als hinfällig erscheinen und wir fönnen sie nur als indem ihnen der einzige, givingende Lebensbeweis vorenthalten wird. sei, den Steptifern die nötige Achtung vor der Konferenz beiDie Rangfrage über den feigen Versuch der Presse betrachten, unter der Fiftion einer ist noch nicht gelöst. Man zweifelt daran, daß der Vormarsch auf numöglichen Auslegung indirette Kritik an der Aufforderung des Kaisers zu üben. Wenn Wilhelm II in jener ersten Chinarede be Beling so bald vor sich gehen werde. H tenerte, er werde eine Nache nehmen, wie sie die Welt noch nicht Gewisse amerikanische Blätter suchen die amerikanische Regierung zu einer anderen Haltung zu veranlassen. Man streut aus, gesehen, wenn er jetzt die Soldaten mahnt, die Waffen so zu führen, daß die chiffrierte Depesche Congers gefälscht sei. Das ist eine das die Chinesen für tausend Jahre nicht wagen, einen Deutschen dumme Erfindung. An dem Datum der Depesche konnte man scheel anzublicenso tann auch der umstrittene Satz nur so ge- zweifeln, ihre Echtheit selbst ist zweifellos. Wenn die Chinesen deutet werden: Gebt kein Bardon, verbreitet Furcht und Schrecken, wirklich die amerikanische Chiffreschrift fennen, so hätten sie sicher Appeals der Depesche einen andern Inhalt gegeben und auch das fehlende Datum hineingefälscht. daß auf 1000 Jahre usw. Zum Ueberfluß aber hat das Bekanntwerden der ganzen Stelle den stümpernden Fälschern das Handwerk völlig verdorben. Der Kaiser hat ja die 1000 Jahre näher erläutert, indem er an den Hunnenzug erinnerte und befahl, daß jeder, der den Deutschen in die Hände käme, nach Hunnenart ihnen verfallen sei. In welchen unheimlichen Zuständen leben wir, daß die königstreuen Blätter selbst monarchische Neben nur unter der Zuhilfenahme allerhand Deutelungen zu erörtern wagen! Das Rätsel von Peking. zubringen. Ein Teil der Delegierten war denn auch so höflich, die Bitte Mr. Steads zu erfüllen. Von diesen Epigrammen, zu denen die deutschen Delegierten übrigens nicht beisteuerten, seien nur drei erwähnt: stärker bie britische Marine, desto sicherer Admiral Sir Fisher( Delegierter für England):„ Je der Weltfriede." der starte Mann in Waffen fein Haus hütet, so Sir John Ardagh( Delegierter für England):„ Wenn find seine Güter in Sicherheit." " Yang- Yü( Delegierter für China): Die Kriegs. wolte ist in dünne Luft zerflossen und der Dem Londoner Daily Expreß" wird aus Shanghai vom Sonnenschein des Friedens erhellt nun die Welt." 26. Juli gemeldet: Li- Hung- Tiang erklärt, die fremden Gesandten seien schon auf dem Wege nach Tientsin, wo sie Drei Epigramme auf die Abrüstungskonferenz am Sonntag eintreffen sollen.(??) Dasselbe Blatt berichtet aus und ihre politischen Ergebnisse, wie sie beißender Shanghai vom 27. d. M.: Li- Hung Tschang empfing nicht gedacht werden können! Die ganze Friedenskonferenz an sich, ihre Einberufung und Beschickung, war freilich schon die ärgste Travcstierung einer wirklichen Triedenskonferenz. Verdankte sie ihre Anregung doch dem Zarenmänisest vom 24 August 1898. Die Friedenspalme in der krallen- bewehrten Pranke des russischen Bären— kein übles Bild. Der Despot eines absolutistischen Raubstaates, in dessen Kerkern die Besten der nationalen Jugend schmachten, als Anwalt der„nationalen Kultur", der„Principien des Rechts und der Gerechtigkeit", der„Wohlfahrt der Völker", des „großen Gedankens des Weltfriedens" und wie die tönenden Phrasen des Zarenmanifestes alle lauteten. Und dann die Dele- gierten der Konferenz: glatte Schönredner, schmiegsame Diplo- waten, säbelrasselnde Eisenfresser und Professorale Prediger der rasseveredelnden Mordkultur— man denke nur an den deutschen Delegierten, den Münchener Professor Stengel, der kurz zuvor in einer Broschüre gegen die lächerliche „ F r i e d e n s d u s e l e i" zu Felde gezogen war.(Herr v. B ü l o w freilich nahm den Herrn Professor entrüstet in Schutz, indem er Mr. Stead gegenüber behauptete, daß es sich nur um einen„bloßen Vortrag" handle, der im„intimen Freundeskreis" gehalten und wider seinen Willen meuchlings vom Verleger veröffentlicht worden sei— als ob das. selbst wenn es wahr wäre, an der Gesinnung des Herrn Stengel' auch nur das geringste geändert hätte I) Aber es bedurfte gar nicht der p r o f e s s o r a l e n Ver- herrlichung des Militarismus, da der militärische Vertreter Deutschlands, Ober st Schwarzhoff. mit echt Preußischer Schneidigkcit den Standpunkt der deutschen Regie- rung dem Zarenmanifest und der ganzen Abrüstungsfrage gegenüber präcisierte. Der russische Oberst SchilinSky hatte ganz im Gedankengang des Zarenmanisestes auf die wirtschaftlichen und kulturellen Schädigungen der sich fortgesetzt steigernden Kriegsrüstungen hin- gewiesen, die schließlich zum Ruin der Nationen führen müßten. Dem gegenüber entwickelte Oberst Schwarzhoff den deutschen Standpunkt folgendermaßen: „Das deutsche Volk ist nicht erdrückt unter dem Druck der Lasten und Steuern: es ist nicht auf der schiefen Ebene zum Abgrund; eS eilt nicht der Erschöpfung und dem Ruin entgegen. Ganz im Gegen- teil: der öffentliche und der Privatreichtum ist im Steigen begriffen; der allgemeine Wohlstand, der..Ltauclarä ot life" wird von Jahr zu Jahr ein höherer. „Was die allgemeine Wehrpflicht betrifft, die mit diesen Fragen innig verbunden ist, so betrachtet sie der Deutsche nicht als eine schwere Last, sondern als eine heilige und patriotische Pflicht, deren Erfüllung er seine Existenz, seinen Wohlstand und seine Zukunft ver- dankt." Da Deutschland nach der Ansicht der deutschen Regierungs- kreise seinem forcierten Militarismus seine Existenz, seinen Wohlstand und seine Zukunft verdankt, so wäre es von diesem Standpunkt aus ja geradezu verbrecherisch, den Rüstungen Einhalt zu thun. Diese Auslassungen kennzeichnen ebenso wie die oben citierten Bonmots der beiden englischen Delegierten die Bedeutung der Friedenskonferenz, von der kindliche Friedensfchwärmer sich eingebildet hatten, daß sie den ersten Schritt der A b r ü st u n g bedeuten werde. Die„Friedenskonferenz" sollte ferner schiedsrichterliche Instanzen zur Vermeidung blutiger Völkerkonflikte schaffen. Daß auch auf diesem Gebiete nicht viel geleistet wurde, versteht sich von selbst. An die Möglichkeit der Schlichtung internationaler Streitigkeiten durch ein Schiedsgericht zu glauben, dazu gehört schon die alle treibenden politischen Faktoren unsrer kapitalistischen Periode verkennende Naivetät der bürgerlichen Friedensphantasten. Folgender famoser Paragraph der im Haag beschlossenen internationalen Kon- vention sollte das schon beweisen: „In Fällen internationaler Meinungsverschiedenheiten, die weder die Ehre noch die Lebensinteressen der be- teiligten Mächte berühren, erachten die Signatarmächte es für angezeigt, daß die Parteien, die sich auf dem gewöhnlichen diplomatischen Wege nicht einigen konnten, soweit es die U m st ä n d e erlauben, zur Einsetzung von internationalen Untersuchungskommissionen schreiten, welche staatsrechtliche Fragen durch unparteiische und gewissenhafte Prüfung auf- klären sollen." Schiedsgerichte und Untersuchungskommissionen also nur eine Instanz für Bagatellsachen— das sagt genug l Der Genfer Konvention ist die Haager Kon- vention gefolgt. Nichtsdestoweniger befinden wir uns heute, ein Jahr nach dem festlichen Schluß des Haager Kongresses, in der Vorbereitung zu einem Rachefrieg. Trotz der H a a g e r Konvention befinden wir uns möglicherweise am Vor- abend eines blutigen Weltkriegs; trotz der Genfer Konvention zieht die Jugend des Volks der Dichter und Denker in einen Krieg, in dem dem Feind kein Pardon gegeben werden soll. Das sind die Früchte der Friedenskonferenz im Haag! Und trotzdem feiert die gute Bertha von S u t t n e r in ihrem kürzlich erschienenen Buche über die Haager Friedens- konfcrenz, dem wir einzelne Details über die Verhandlungen entnahmen, die Konferenz als einen Sieg der Friedens- i d e e:„Zehn Jahre lang war das Wort und die Sache ver- lacht worden, ihre Teilnehmer, machtlose Privatleute, galten als Utopisten und Schwärmer; jetzt aber versammeln sich, auf den Ruf des mächtigsten Kriegsherrn der Erde, die Ab- gesandten aller Machthaber." Ob die gutgläubige Schwärmerin auch heute, am JährungL- tage der Haager Konvention, diese Tiradcn noch wiederholen würde? Tie Mächtigen Europas stehen der Friedensidee heute feindseliger gegenüber denn je; nur das Volk, das Proletariat, vermag den Weltstiedeu zu verwirklichen. Noch ist seine Zeit nicht gekommen, aber sie rückt mit Riesenschritten heran. Die Hunnen waren ein wilde? astatisches Neiteroolk, vermutlich mongolischen Stammes— wie die Chinesen. Sie brachen im vierten Jahr- hundert unsrer Zeitrechnung in Europa ei», um dort während eines langen Zeitraums die furchtbarsten Greuel zu verüben. Wir finden über ihre Thätigkeit in Schlossers Weltgeschichte die folgenden Schilderungen: Ihre Raubzüge waren furchtbarer als die irgend eines andren Bolls jener Zeit: sie zerstörten ans bloßer Freude am Zerstören, schleppten die Menschen mit sich in die Sklaverei fort und ließen sie Hunger und Mißhandlungen aller Art erleiden. Doppelt furchtbar wurden diese verhcrenden Züge dadurch, daß die Hunnen den Affen, denen sie an Gestalt ähnlich ivaren, auch an Schamlofigkeit glichen, weshalb das weibliche Geschlecht, welches von den meisten germanischen Stämmen selbst auf ihren Raubzügen mit Achtung behandelt wurde, ganz besonders ihren Mißhandlungen ausgesetzt war.,. Alle Hnnnen waren beritten, lebten unter Zelten oder Hütten, zeichneten sich durch Raubgier, Wildheit und rohe Sinnlichkeit aus. Uebrigens versäumt Schlösser nicht, hinzuzufügen, baß sich der Hunnenkönig Etzel(oder A'k MTff, wie er gewöhnlich genannt wird) auch sehr für die Kunst und die Künstler interessierte. Durch die griechischen und römischen Künstler„erhielten die Hunnen alle Arten von Luxus und Bequemlichkeiten gebildeter Völker, und daß Leben dieser Barbaren zeigt' uns daher eine sonderbare Mischung von asiatischer Sitte und Roheit mit griechisch-römischen Genüssen und Einrichtungen." Aus Kolbs Kulturgeschichte der Menschheit citieren wir: Weder Alter noch Geschlecht noch Stand ward geschont. Waß der Wut bei den ersten Einfällen entging, ward in den folgenden vernichtet. Die fruchtbarsten und volkreichsten Provinzen wurden in Wüsten verwandelt; die Ruinen der Städte und Dörfer dienten nur wenigen, elend gewordenen Menschen zum Obdach, welche daß durch Morden stumpf gemachte feindliche Schwert oder der Zufall erhalten hatte. Hunger und Pest, das stete Gefolge eines mit solcher sinnlosen Grausamkeit geführten Krieges, wüteten in allen Teilen Europas und vollendeten dessen Leiden.... Die „Geißel Gottes", der„V e c t i l g e r der N a t i o n e n". waren die siirchtbaren Beinamen, mit denen die zeitgenössischen Ge- schichtsschreiber den belanntesten der Barbarcnhäuptlinge. eben Attila, auszeichneten. Die Zerstörung aber. welche jene wilden Horden über die Welt brachten, verglichen sie mit den Verwüstungen durch Erdbeben, Brand und Wasserflut— dem Schrecklichsten und Verderblichsten, was daö menschliche Fassungsvermögen zu begreifen vermag.— « Deutsches Weich. Kultur-Verbreitung. Einem aus zuverlässiger Quelle stammenden Privatbriefe aus Kamerun entnimmt der„Hamb. Korresp." folgende Mitteilungen: „Vor dem Tode des Herrn v. G.... sind zwei Fälle hinter- einander vorgekommen, wie sie sich seit der Okkupation durch die deutsche Regierung noch unter keinem Richter ereignet haben. 1. M p u n d o A k w a erhielt im Disziplinarwege durch Herr» v. G. LS Hiebe, weil er sich einem Matrosen vom„Habicht" gegenüber„Prinz" gcuaunt hatte. 2. Victor M a n g a, der zweite Sohn Mangas, erhielt ebenso LS Hiebe auf Befehl deS Herrn v. G., weil er den Materialverwalter Herrn O. nicht ordentlich gegrüßt, seinen Hut nicht vom Kopfe abgenommen hat. Bevor die 25 Hiebe an dem Victor vollstreckt waren, ging Mango sofort, nachdem er davon Kenntnis hatte, daß sein Sohn 25 Hiebe kriegen solle, zu Herrn v. G. und bat ihn deshalb um Verzeihung. Seiner Bitte wurde jedoch von Herrn v. G. kein Gehör geschenkt. Diese beiden brutalen Thatcn haben die Ein- Ivohner der Dualla in hohem Grade peinlich berührt. Von den Einwohnern Duallas hatte niemand geträumt, daß Mangas Sohn 25 Hiebe bekommen kann, weil dieser doch der angesehenste von allen Häuptlingen ist. He>? v. G. ist dann plötzlich in der Wildnis am„Sonnenstich" gestorben; das Hamburger Blatt deutet an, daß er einem Racheakt erlegen sein dürfte. Herr v. G. bethätigte seine Prügelsucht an Sprößlingen afrika- nischer Königs geschlechter, denen er auf diese Weise den Ahnenstolz anszutcciben suchte. Diese Prinzen sind zudem harmlose Jungen. Die deutschen Byzantiner suchen eben, wenn sie nach Afrila kommen, sich für den heimischen Zwang zum Monarchenkult schadlos zu halten, indem sie die dortigen Söhne„vornehmeren" Bluts prügeln. So bläut man den Wilden europäische Kultur ein.— Pardongebcn im Völkerrecht. Das Pardongcben gilt als die geheiligte Sitte civilisierter Kriegsführung, den Gegner, der die Waffe streckt und um Pardon bittet, nicht zu töten, sondern ihn gefangen zu nehme», durch welches mildere, menschlichere Mittel ebenfalls der Zweck erreicht wird, die Widerstandskraft der feiiidlichen Armee zu schwächen. Die angesehensten Lehrer des Völkerrechts sind über diese Frage wesentlich einer Auffassung. In B l u n t s ch I i s Werk„Das moderne Völkerrecht der civilisierten Staaten" heißt es unter anderm: „Wird die Ehre eines andern Staats verletzt oder seine Würde mißachtet, so ist der beleidigte oder gekränkte Staat berechtigt, entsprechende Gemigthunng zu fordern. „Wird die Verletzung ohne Ermächtigung oder Auftrag der Staatsgewalt von Beamten oder Privatpersonen verübt, so' kann der verletzte Staat nur fordern, daß der Staat, dem diese Personen angehören, sie dafür zur Rechenschaft ziehe und für Abstellung des Unrechts, beziv. Bästrnfung des Schuldigen sorge. „Wenn für Ehrenkränkungen und Verletzungen der Staatswürde Genugthuung gefordert wird, so darf doch dem dafür vcrantwort- lichen Staat keine mit der Fortdauer und Würde eines selbständigen Staats unerträgliche Demütigung zugemutet werden." Kann auf dem Wege der Unterhandlungen keine Genugthuung erlangt werden, so bleibt dein verletzten Staat das Recht. Repressalien zu üben, oder den Krieg zu erkläre». Z» den Völker- rechtlich zulässigen Repressalien ohne Krieg gelten jedoch imr verschiedene Arten von Beschlagnahmen, Zurückbehaltuug von Personen als Geiseln, Ausweisungen und dergleichen. Will der verletzte Staat iveiter gehen, so' hat er den Krieg zu erklären. Ein kriegerisches Eindringen in das Gebiet der fremden Staaten ohne Kriegserlläruiig giebt es völlerrechtlich nicht. Jedenfalls sind auch nach der thatsüchlichen Eröffnung des Krieges gewisse Hnmanitätsregeln dem Feinde gegenüber zu beachten. B l u n t's ch l i schreibt: „Der antike Satz, daß der Feind rechtlos sei. wird vor, dem heutigen Völlerrecht als unmenschlich verivorfen. Ebenso wird der Satz,' daß lvider den Feind alles erlaubt sei, was dem Krieg füh- renden Staat nützlich scheint, von dem civilisierten Völkerrecht als barbarisch mißbilligt. „Die Träger der nnlitnrischen Äntorlkät sind nicht entbunden von den Gesetzen der Meiischiichkeit. der Gerechtigkeit, der Ehre'und des civilisierten Kriegsgebrauchs. „Wenn der Feind die Schranken der guten Kriegssitte mißachtet, oder völkerrechtswidrige Kricgsmittel anwendet, so sind Repressalien gestattet. Indessen dürfen bei der Anwendung nicht die Grund- geböte der Menschlichkeit verletzt werde». Die Barbarei des Feindes rechtfertigt nicht die eigene Barbarei. Die Ausbildung eines humanen Völkerrechts fordert die Beschränkung des Notrechts auf das wirklich notivcndige. Würdiger ist es, von' demselben möglichst wenig Gc- brauch zu machen. „Der militärische Befehl, dem Feinde keinen Pardon zu geben, darf nur aus Gründen der Wicdervergcltnng oder in äußersten Notfällen insbesondere dann gegeben werden, wenn es der eignen Sicher- heit wegen unmöglich ist, sich mit Kriegsgefangenen zu belasten. niemals aber aus Haß und Rache. Kein Trupp-nkörper ist berechtigt, zu erklären, daß er überhaupt Pardon weder gebe noch annehme. „Feindliche Truppen, welche ihrerseits keinen Pardon geben, haben auch den Anspruch verivirkt, daß ihnen Pardon gewährt werde. „Auch wenn der Pardon mit Recht perweigert wird, so dürfe» doch Feinde, welche unfähig geworden sind, Widerstand zu leisten, oder sich bereits in der Kriegsgefangenschaft befinden, nicht getötet werden.. „Die eigne noch so lebhafte Ueberzeugling, daß der Fernd für eine offenbar ungerechte Sache kämpfe, begründet niemals das Recht, den feindlichen Truppen den Pardon nichb zu geben. „Feindliche Personen, welche die Waffen streiken und sich dem Sieger ergeben, sind zu schonen und dürfen weder verwundet noch getötet, wohl aber zu Kriegsgefangenen gemacht werden." Soweit Blnntschli. Wir lassen über den letzteren Gegenstand noch einen andren Autor zu Worte kommen. In dem Deutschen Slaats-Wörterbuch von Bluntschli und Brater lesen wir im ö. Bmid In einem Aufsatz von Berner: „Allerdings ist zuzugeben, daß die Beobachtung zahlreicher Kriegsregeln nur auf der Voraussetzung der Gegenseitigkeit ruht, und daß derjenige, der diese Regeln verleugnet, keinen Anspruch mehr hat, durch dieselben geschützt zu werden. Allerdings ist ferner zuznaebc», daß in außerordentlichen Gefahren und im Interesse der Selbsterhaltung manches sonst verbotene erlaubt ist... Aber die Grenzen der Menschlichkeit, die das Gebot über alle Gebote ist, dürfen dennoch nicht überschritten werden. Was sich schlechthin als eine Forderung der Menschlichkeit darstellt, gilb unbedingt und gilt daher auch unabhängig von der Boraussetzung der Gegenseitigkeit." In H o l tz e n d o r f f s„Handbuch des Völkerrechts" heißt es: „Verboten ist namentlich das„über die Klinge springen lassen" der in feindliche Gewalt gefallenen Soldaten, solvie das Nickit-Pardon- geben, falls es nicht als Repressalie nötig wird. Es muß vielmehr den sich Ergebenden Pardon gegeben und das mildere Mittel der Gefangennahme angewandt werden, Ivo es hinreicht, d. h. Wider- stand und Widerstandsmöglichkeit aufhebt, also den Zweck erfüllt." Endlich lesen wir im„Völkerrecht" des Prof. Ullmann in München: „Gegenüber der Anschauung, daß im Kriege jedes Mittel zur Erreichung der Kriegszwecke erlaubt fei. verbietet die in der Kriegs- manier zum Ausdruck kommende civilificrte Völkersitte die gegen- fettige Anwendung von Gewaltmaßregeln und kriegerischen Mitteln, die eine unnötige Grausamkeit oder Lcideuszufügung bedeuten.... Ilm deswillen kennt die G e g e n>v a r t k e l n R e ch t über Leben und Tod der Kombatianten; die Tötung von Kriegs- gefangenen, die Verweigerung dcö Pardons, die Verübung von Grausamkeiten an den Verteidigern eines festen Platzes usw. sind niit den heutigen Anschauungen unvereinbar."—■ Da» Kirchengebet. Der Evangelische Ober-Kirche»rat hat die Konsistorlen seineS Amtsbereichs angewiesen, schleunigst Fürsorge zu treffen, daß nach- stehende Fürbitte in das Allgemeine Kirchengebet eingeschaltet werde: „In der schweren Prüfung, die durch ruchlosen Friedensbruch über uns gekommen ist, bitten wir Dich: Bllbarniherziger Gott und Vater, tröste die Betrübten, deren Angehörige um des Vaterlandes willen im fernen Lande den Tod erlitten haben. Breite Deine Hand.über die, welche um ihres christlichen Glaubens willen ver- folgt und gequält werden, und über die Verklludiger Deines Evan- geliums unter den Heiden. Laß das Geleit Deiner Stärke mit den Söhnen unsres Volks sein, die ausgesandt ffnd, Recht und Gerechtigkeit aufzurichten unter den Frevlern; mache ihre Hand sieghaft, und führe sie uns heim mit einem ehrenhaften Frieden." Der Flottensegen. Die Marineprofessoren haben jetzt ihren Lohn erhalten. Von den während der Flottenagitation zu Gunsten der Flotteuverstärkuiig hervorgetretenen Unibersttätsprofessoren haben die Berliner Professoren Sering, v. Drygalski, v. H a l l e, R a t h g e n- Marburg, S t o e r k- Greifswatd, Privat- dozcut v. W e n ck st ern- Berlin den Roten Adler-Ordcn vierter Klasse erhalten; die Nationalökonomen Wagner und Schmoller erhielten den Kronenorden zweiter Klasse und Professor Delbrück- Charlottcnburg den Krouenorde» driller Klasse. Und Sombnrt?— Zukimststantlichc Flottcnpolitik. Einige Blätter machen sich das Vergnügen, ans der Broschüre des Atlanticns über den Zuknnfts- staat kolonialpolitische Ausführungen gegen die Socialdemokratie zu citieren. Sie verschweigen aber dabei, daß AtlanticnS— kein Socinl- demokrat ist. Karl Kautsky hat in der Borrede zu der Schrift ausdrücklich erklärt, daß die Schrift nicht vom socialdemokratischen Standpunkt geschrieben sei. und daß der Verfasser Anton Menger näher stehe als Karl Marx. Insbesondere hatte Kautsky in Ausführungen, die wir den Atlanticus-Freunden der reaktionären Presse— sein znkunftsstaatlicher Socialismus trübt diese Freundschaft nicht— dringend zur Klärung ihres Deukens zu beachten empfehlen, scharf gegen die kolonialpolitische Schwärmerei des Verfassers polemisiert. Wie unwissend die Presse ist, die Atlanticus für einen Social- dcmokrntcn hält, geht aus dem einen Umstand hervor, daß er ftir das socialistische Gemeinwesen Europas tropische Kolonien forderte, deren Bewohner in Zwangsarbeit für feine Bedürfnisse sorgen müßten.—. Militiirboykott. Aus Halle wird mi» geschriebene Auch das K r i e g s in i n i st e r i u m hat sich der Petition der ver« einigten Saalbesitzer von Halle behufs milderer Handhabung des MilitärboykottS gegenüber ablehnend verhalten. Alles Bitten und Betteln der Saalbesitzcr und auch die matt-liberale Drohung im Stndtverordneteu-Sitzuugssaal hat nichts genutzt. Herr General« lieutcnant Renthe Finl boykottiert ruhig und ungestört weiter.— Socialistische Ahinafahrer. Aus Elsaß-Lothringen schreibt man uns: Mit Begierde haben die ob der teilweise recht fragwürdigen Erfolge des Chinn-Freiwilligen-Aufrufs von patriotischen Beklemmungen heimgesuchten Preßorgane der Weltmackstsschwärmerei eine ursprünglich von der„Metzer Zeitung" in die Welt gefetzte Nachricht aufgegriffen, derzufolge in der lothringischen Garnison Mörch ingen„zwei als überwiesene- sl) Socinldemokraten bc- kannte Leute" sich freiwillig zur Aufnahme in das ostasiatische Expeditionscorps gemeldet hätten. Mörchingen ist eines jener unsagbar trostlosen Garnisons- dörfer des Lothringer Landes, denen' die Rolle von Straf- verbaNnnngSorten für disciplinarisch gemaßregelte Offiziere zukommt, und die von letzteren dieserhalb. kurzweg als„Deutsch- Sibirien" bezeichnet Iv erden. Es erscheint uns aus diesem Grunde unter allen Umständen begreiflich, wenn ein zu mehrjährigem Militärdienst dorthin verschickter Kulturmensch jede, auch die denkbar ungünstigste Gelegenheit wahrnimmt, um sich einem solchen Dasein zu entziehen— selbst auf die Gefahr hin, dabei zum Rachezug gegen unsrcn neuesten Erbfeind gelber Couleur herangezogen zu werden. Ganz abgesehen davon dürfte aber dem genannten Metzer Blatt der Nachweis der thatsüchlichen Richtigkeit seiner Meldung kaum gelingen, es müßte denn sein, daß auch bei den Truppenteilen des XVI.' Armeccorps über die politische Gesinming der Mannschaften genau Buch geführt wird. Wie gering das Maß der Zuverlässigkeit solcher Gesinnungseinschätzungen bei der Aufstellung der bckannien militärischen„schwarzen Listen" ist, das dürste durch zahlreiche Bei- spiele aus den letzten Jahren in hinreichender Weise dargethan worden sein. Aber selbst dann, wenn jene beiden Mörchinger Chinafahrer 'ich thatsächlich einmal zur Socialdemokratie bekannt haben sollten, beweisen sie durch ihr jetziges Verhalten— immer vorausgesagt, daß dasselbe lediglich die Folge ihres unbeeinflußten freien Willens ist!— höchstens das eine, daß ihnen die kulturellen und hnmani- tären Lehren des Socialismus noch nicht in Fleisch und Blut über- gegangen sind, lleberlassen wir also die beiden Renonimier-China- Sociaiisten ruhig den Weltmachtsschwärmern l Der verschwindende Ausnalnnefall bestätigt nur die Regel. daß das aufgeklärte, zum Bewußtsein seiner Klasieninteressen erwachte wcrkthätige Volk von dem Stachezug nach Ostasten im allgemeinen nichts tvissen will und die„Ehre" der Durchführung desselben neidlos andren überläßt. Ausland. Schweiz. mouth. at schlaut du Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Feftfegung der Lohn- und Arbeitsbedingungen der städtiscu Straßenbahner, er verlangt nur die Kenntnisnahme ihrer Verhält niffe. Aber selbst dieser über die Maßen bescheidene Antrag stieß auf den heftigen Widerspruch des Oberbürgermeisters Beder und eines Teils der Stadtverordneten. Herr Becker meinte: In dem Bestreben, die Arbeiter entsprechend zu löhnen, find wir ein assabuch einer Gewerkschaft die Abhaltung der Lohn, die Kündigungsfrist und die Arbeitszeit der bei der einer Versammlung darthun soll, ist uns unbegreiflich. Straßenbahn angestellten Beamten und Arbeiter ergebe. Bescheidener Wie schade, daß der Berbindungs- Baragraph aufgehoben ist. Gin fann man gewiß nicht sein, als es der Centrumsmann Trimborn Fromme Sünder. Aus Zürich, 26. Juli wird uns geschrieben: Teil der beschlagnahmten Schriftstücke, Notizbücher und Kaffenbücher ist; er verzichtet auf die Mitwirkung der Stadtverordneten bei der Auch die Schweiz liefert einen Beitrag zu der Gallerie wurde zurückgebracht. Allerdings in beschädigtem Zustand. frommer Sittenhelden. Es ist der Kleine katholisch regierte Kanton Zug, in dem der fleritale Justizminister Weber als Specialität die Ueberwachung der wegen Sittlichkeitsdelikte verurteilten Insassen der Strafanstalt betrieb und dabei Handlungen beging, die feine Ministerkollegen veranlaßten, ihn zur Demission zu zwingen. Außerdem übergab die Regierung, der auch ein Social- Arbeiter und Bauhandwerker! Seit dem 9. Juli 1900 be- alle uns einig: die Verwaltung ist aber wohl mit der Deputation demokrat und zwvei Liberale angehören, die Sache der Staats- finden sich die Fliesenleger im Streit. Wir machen namentlich die der Auffassung; je weniger über folche Sachen öffent Jedes un anwaltschaft. Nach dem Grütlianer" war der fehr ehrenwerte verwandten Berufe der Maurer und Töpfer auf unsre Lage auf- lich geredet wird, desto besser ist es. Wort erwedt Mißtrauen und Minister Weber seit Jahrzehnten einer der einflußreichsten Führer merksam, um jedwelche Fliesenarbeit ganz energisch während der bebacte der ultramontanen Partei und bekleidete seit Jahrzehnten die höchsten Dauer unsrer Lohnbewegung zurüdzuweisen, und, wo folche dennoch gehrlichkeit. In der Kommission ist der Platz für solche fantonalen Amts- und Ehrenstellen. Und nun ist diese Säule ausgeführt wird, die Kommissionen der beteiligten Organisationen Erörterungen. Diese Sachen aber ohne Anlaß fortgefegt öffentlich geborsten zur Freude aller kantonalen Beamten, die unter seiner unverzüglich mit Angabe der Namen der Betreffenden davon in zur Verhandlung zu stellen, das kann ich nach meiner Auffassung mit dem wirklichen städtischen Interesse nicht vereinbaren, ebensoDiftatur und seinem langjährigen Unterdrückungssystem schwer zu Kenntnis zu setzen. Der Stand unsrer Bewegung ist ein guter. leiden hatten. Die Lohntommiſſion. wenig aber auch mit dem der Arbeiter selbst." Afrika. ertveckte in " 02. Partei- Nachrichten. dsimt Der Vertrauensmann. Deutsches Reich.: CX 514 Be= Herr Becker ist Vicepräsident des preußischen Herrenhauses, das erklärt manches, aber nicht alles. Herr Becker würde nicht wagen, solche vorfündflutlichen Ansichten zum besten zu geben, wenn er nicht wüßte, daß er im Sinne der liberalen Majorität redet und von der ultramontanen Minderheit in ihrer Waschlappigkeit nichts zu fürchten hat. Der Antrag Trimborn wurde schließlich mit 13 gegen 11 Stimmen angenommen. Die Hochmögenden von der liberalen Seite find im Bade, sonst wäre der Antrag nach dem Willen des Oberbürgermeisters durchgeraffelt. So werden im Zeitalter der Socialreform unsre großen Gemeinwesen regiert. " Achtung! Marmorarbeiter! In der Werkstelle von Haeger, in Der Boerenkrieg. Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts Greifswalderstr. 37, haben sämtliche Kollegen wegen Lohndifferenzen aus Pretoria vom 27. Juli besagt: French und Hutton setzten die Arbeit niedergelegt. Alle vom Unternehmer angewandten Mittel, die Verfolgung des Feindes am 25. Juli fort. Der erstere Arbeitskräfte heranzuziehen, waren bisher vergeblich. Es wird aufüberschritt den Oliphants- Fluß und konnte Middelburg sehen, gefordert, auch in Zukunft allen Zuzug nach genannter Fabrik fern sowie den Feind, der sich in einer Entfernung von 7 Meilen zuhalten. in großer Unordnung längs des Weges nördlich von der EisenbahnAchtung! Grundierer. Bei der Firma Methlow u. Co. linie zurüczog, welcher durch Reiter und Wagen auf( Inh. Meyer) find Differenzen ausgebrochen. Die Grundierer werden mehrere Meilen versperrt war. Es war unmöglich, den ersucht, Zuzug nach dieser Werkstatt bis auf weiteres fern zu halten. Feind dann weiter zu verfolgen, da der Rest der Truppenmacht noch westlich vom Oliphants Fluß stand und und der Regen Die ungünftige Geschäftslage macht sich auch in Leipzig in Strömen floß. Der Regen dauerte die ganze Nacht an mit Der Maurerstreik in Spandau ist noch immer nicht beendet. immer deutlicher bemerkbar. Neben der Textilindustrie, wo in letter heftigem Ostwind. Unter den Maultieren und den Ochsen Trotz der sich mehrenden Bauten haben die Unternehmer ihre völlig Beit die Produktion durchweg erheblich eingeschränkt worden ist, zeigt ift bie Sterblichkeit groß, die Haltung der Mannschaften ablehnende Haltung noch nicht aufgegeben, sie segen vielmehr die ich diese Krise hauptsächlich in den Musikwerken und Pianoforte ist vortrefflich. Hunter befeßte Fouriesburg, Wo er die Bauarbeit mit schneckenhafter" Eile mit Hilfe der ihnen zur fabriken. Zahlreiche Arbeitsentlassungen und eine beträchtliche VerGattin des Präsidenten Stejn und mehrere britische Ge- Verfügung stehenden Italiener und Accordmaurer, leider sehr lost- fürzung der Arbeitszeit, die sich teils auf halbe Tage erstredt, bilden fangene antraf. Broadwood überwacht noch Christian Detvet, bare" Arbeitsfräfte, fort.- Die wegen der Vernichtung der Kleider überall die Folge davon. Auch in der Maschinenindustrie mehren der mehrere hohe Hügel in der Nähe von Reigburg, 7 Meilen süd- der Arbeitswilligen" auf dem Bastianschen Neubau vor mehreren fich die Anzeichen einer ungünstigen Konjunktur in ganz bedenklicher lich vom Vaal, befeßte. P. Dewet, ein junger Bruder Christians, Wochen in Untersuchungshaft genommenen drei Maurergesellen sind Weise. ergab sich. Methuen rückt nach Potschefstroom vor. noch immer nicht aus derselben entlassen; ebensowenig verlautet Gleiches Recht für alle. Die Straßb. Post" meldet: Die Abendblätter veröffentlichen folgende Depesche aus Kapaber, daß schon die Anklage gegen die vermeintlichen Uebelthäter er- Durch Erlaß des Ministeriums ist dem katholischen stadt vom 27. Juli: Dewet hat sich erboten, sich zu ergeben hoben wäre. Arbeiterverein in Burgfelden die Erlaubnis erteilt worden, unter der Bedingung, daß es seinen Mannschaften gestattet werde, Im Zusammenhang mit den Arbeiterausständen der lezten zum Besten des Neubaues eines Vereinshauses eine Lotterie zu verunbelästigt nach ihrem Wohnsis zurückzukehren. Roberts weigerte sich. Beit dürfte das Kontursverfahren über das Vermögen anstalten, deren Lose in ganz Elsaß- Lothringen vertrieben werden auf ein derartiges Anerbieten einzugehen und verlangte, daß sich Dewet des Baumeisters Perrin in Spandau stehen, welches in dürfen." bedingungslos ergebe. sdam Spaudau allgemeines Aufsehen erregt. Es soll sich um eine bedeutende Schuldenlast handeln. Herr P. wurde bei früheren Den braven Kindern Zuckerbrot, den unartigen die Rute! Gummiluft". Auf Veranlassung der städtischen Verivaltung Differenzen mit den Arbeitern vielfach genannt, er gehörte eine Beit lang auch dem Vorstande des Arbeitgeber- Verbands an. Sein Amt find in Leipziger Gummiwarenfabriken Untersuchungen über die EinZur Elberfelder Stadthallen- Affaire. Bekanntlich hat die als Vorsigender der Orts- Krankenkasse Hat Herr P. niedergelegt, die wirkungen des zum Vulfanifieren verwendeten Schwefeltohlenstoffs auf die Gesundheit der Arbeiter vorgenommen. Es ist dabei die hiefige Stadtverordneten- Majorität auf Anregung des Oberbürger- Ersaywahl ist bereits vorgenommen. erschütternde und jedenfalls lehrreiche Thatsache festgestellt, daß feit meisters Funt beschlossen, die Stadthalle unsrer Partei zu ver: Der Gasarbeiterstreik in Bremen dauert fort, da alle Versuche den siebziger Jahren allein in Leipzig 50 Personen infolge jener weigern, troßdem der Socialdemokratische Verein seiner Zeit 2000 m. der Arbeiter, auf friedlichem Wege eine Einigung zu erzielen, an Einwirkungen an zum Teil unheilbaren Geistesstörungen erfranften, zu den Grunderwerbstosten beigesteuert hatte. Dieser Beschluß dem Berhalten der Verwaltung scheiterten. Die Arbeiter hatten während zahlreiche andre Arbeiter sich leichtere Nervenerkrankungen ben weitesten Streiſen der Bürgerschaft eine auch das Einigungsamt angerufen, jedoch lehnte es die Deputation während zahlreiche andre Arbeiter sich leichtere Nervenerkrankungen hochgradige Erregung, da bei der Beratung der Errichtung durch ein Schreiben des Senators Hildebrand ab, vor dem Einigungs- uzogen. Wir wollen bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, daß nach unsren Feststellungen sich auch bei den Verkäuferinnen in der Stadthalle ausdrücklich im Stadtverordneten- Kollegium und ohne amt zu erscheinen. Da die Verwaltung durch den Arbeiterausschuß Gummiwarengeschäften gewisse Nervenstörungen und andre KrantWiderspruch hervorgehoben wurde, daß dieses Lokal in erster Linie bekannt geben ließ, daß sie es auf eine Kraftprobe ankommen lasse, ein Versammlungshaus für große Volksversammlungen werden solle, fahen sich die Arbeiter gezwungen, im Ausstand zu verharren. Geheitserscheinungen bemerkbar machen, die von jenen Bediensteten auf die Gummiluft" zurückgeführt werden. Jedenfalls handelt es das selbstverständlich allen Parteien ohne Ausnahme Freiherr wird gebeten, den Zuzug strengstens fernzuhalten. fich auch hier um schleichende gefährliche Berufskrankheiten. Die von der Heydt betonte damals ausdrücklich: von den Socialdemo- Die Lohnbewegung der Glaser in Offenbach wird, wie Aerzte sollten die Einwirkung der„ Gummiluft" auf die Gesundheit traten an bis zu der antisemitischen Partei zur Verfügung stehen wir im früheren Bericht andeuteten, mit einem gütlichen Vergleich des Arbeiterpersonals und der Verkäuferinnen einmal genauer fest mitjie. Nach diesen feierlichen Erklärungen voit damals fah man in der Bürgerschaft in der Saalverweigerung eine gröbliche anstandslos bewilligt, auch wurde schließlich seitens der Arbeitgeber beendet. Die 91/ 2stündige Arbeitszeit wurde bei voller Bezahlung zustellen suchen. Verlegung des gegebenen Worts, einen Rechtsbruch flagrantester Form. Die gesamte Presse des Wupperthals, ohne Aus- die Bezahlung einer Stunde früheren Arbeitsschlusses an Sonnabenden nahme, ging mit der Stadtverwaltung scharf ins Gericht, und ohne zugestanden und weiter genehmigt, daß an den Vorabenden der Mainz, 28. Juli.( W. T. B.) Der Bischof von Mainz hat Ausuahnie wurde der Beschluß als gröbliche Verlegung von Treu Feiertage um 4 Uhr die Arbeit beendet wird, ein Lohnausfall aber An Stelle der geforderten ein Rundschreiben erlassen, durch welches er die Geistlichen seiner und Glauben, und die Art, wie derselbe zu stande kam, als eine gleichfalls nicht stattfinden darf. 15 prozentigen Lohnerhöhung begnügten sich die Gehilfen Komödie bezeichnet. Ein Gegenſchlag war notwendig und schließlich mit einer achtprozentigen, tauschten dafür aber noch einige andre sie verfolgten Chriften und die nach China entsandten Truppen Diocese ersuchte, in das allgemeine Kirchengebet eine Fürbitte für entschloß sich der allgemeine Bürgerverein, cine Volksversammlung nach der Stadthalle einzuberufen. 80 Bf. Zuschlag pro Tag und freie Fahrt gewährt; muß übernachtet Hleinere Bebesserungen ein. So wird für Arbeiten außerhalb einzufügen. Petersburg, 28. Juli.( W. T. B.) Dem Generalstabe zuges um der Bürgerschaft Gelegenheit zu geben, ihre Meinung zu der werden, wird für fleinere Orte 2 M., für größere und teurere 2,50 W. gangene Nachrichten vom heutigen Tage besagen: General Niedermüller Sache zu äußern. Diese Versammlung fand nun am Donnerstag Buschlag gewährt. Die Accordarbeit wird gänzlich abgeschafft und meldet telegraphisch aus Strjetenst vom 27. d. M.: Das Detachement abend statt. Um 82 Uhr war die Versammlung angesezt und zur der Gehilfennachweis völlig von dem Meister anerkannt. Maß des Obersten Schwerin ist zur Verstärkung der Garnison von felben Beit schon wurden die Saalthüren polizeilich abgeschloffen regelungen dürfen nicht stattfinden. Der neue Tarif gilt vom Blagowestschenst entsandt worden. Heute nachmittag brannte es Wohl an die 3000 Bürger Elberfelds waren zur Protesterhebung regelungen dürfen nicht stattfinden. 1. August d. J. bis 1. August 1902. Da die hauptsächlichsten in dem Orte Moche gegenüber der Station Ignaschino am Amur. erschienen. Nach einigen einleitenden Worten des Herrn Ziegler. Forderungen in einer Gehilfeuversammlung am Mittwoch bereits Die Bevölkerung floh. In Moche blieb ein russischer Poſten.-Oberst Vorsitzender des einberufenden Vereins, ergriff unser Genoſie acceptiert waren, so wird eine am Sonnabend stattfindende weitere Flug telegraphiert aus Tientsin: In dem Gefecht bei Lientfin an Gewehr als erster Redner das Wort, um die Handlungs- Versammlung dieser am Donnerstagabend zwischen den Meistern 13. d. wurden 6 Offiziere, darunter ein Oberstlieutenant, und weise der Stadtverordneten- Majorität zu brandmarken. wirksamstes Mittel, das geschehene Unrecht wieder gutu Buftimmung erteilen. und der Gehilfen- Lohnkommission festgesetzten Neuregelung sicher die 22 Soldaten getötet, 126 Soldaten wurden schwer verwundet. machen, erachtete Nedner die Sprengung des StadtratsBrüssel, 28. Juli.( W. T. B.) Der belgische Konsul in Shanghai tartells bei der nächsten Stadtverordnetenwahl. Die Düsseldorfer Dachdecker sind wegen geringfügiger meldet von heute, der Taotai Scheng habe ihm mitgeteilt, daß Tofender langanhaltender Beifall wurde den Ausführungen unsres 2ohndifferenzen, die die Meister sehr wohl hätten aus der Welt alle Miffionare in Baotingfu ermordet, daß die belgischen Genossen zu teil. Nicht minder wirkungsvoll und mit demselben schaffen können, wenn sie die betreffenden bescheidenen Forderungen Missionare in der Oftmongolei aber wohlbehalten seien. Weiter Erfolg sprach hierauf Redacteur Schöler von der freisinnigen Bolts- der Gesellen bewilligt hätten, in den Ausstand getreten. Zwei Meister habe Sajeng erklärt, daß die Regierung, falls die Verbündeten auf partei. Dieser Redner wies besonders darauf hin, daß die Saal- haben nun schon bewilligt, die audren Meister haben heute geheime Beting marschieren sollten, möglicherweise nach Hsinganfu flüchten verweigerung für die Socialdemokraten in Verbindung mit Beratung. Zuzug von Dachdeckern nach Düsseldorf jedenfalls fern- werde. Rom, 28. Juli.( W. T. B.) Das Amtsblatt veröffentlicht eine angesagten Kaiserbesuch gebracht worden ift. Es zuhalten. inni sin gehe das bestimmte Gerücht, daß das Militärkabinett zu Cigarrenarbeiterstreit. Jn Kaldenkirchen an der holländischen Verordnung, durch welche die Ausfuhr von Waffen und Munition berstehen gegeben habe, den Besuch des Staisers noch zu Grenze sind die Cigarrenarbeiter in den Streit eingetreten, weil nach China verboten wird. hintertreiben, wenn den Socialdemokraten die Stadthalle zur ein christlicher Fabrikant chriftliche Gewerkschaftsmitglieder gemaß- London, 28. Juli.( W. T. B.) Daily Mail" meldet aus Verfügung gestellt würde. regelt hat. Adsized Shanghai von heute: Die Blätter in Shanghai veröffentlichen Es sprachen hierauf noch der Führer der Antisemiten, Herr Aus der chriftlichen Gewerkschaftsbewegung. In einer die Mitteilung eines einflußreichen Bantiers, der nahe bei der Runge, und der christlich- sociale Heistermann und unser Genoffe außerordentlichen Generalversammlung erhöhte der christliche Textil- britischen Gesandtschaft in Beting wohnte. Derselbe verließ Peking Rechtsanwalt Landé. Auch sie hatten nur scharfe Worte der Ver- arbeiter- Verband von M.- Gladbach und Unigegend seinen Wochen- am 7. Juli und traf in Shanghai am 25. Juli ein. Bei seinem urteilung der Stadtverwaltung. Einstimmig wurde folgende Rejo- beitrag auf 15 Pf. Bis jetzt wurde pro Monat 30 Pf. gezahlt. Weggang waren die Gesandtschaften zerstört und alle Europäer lution angenommen: Außerdem wurde beschlossen, Streit- und Unterstützungsmarken ein- verschwunden. Er kann nicht bestimmt sagen, ob sie ermordet seien zuführen, zu deren Abnahme jedes Mitglied verpflichtet ist. oder nicht. dem 1100 od Der chinesische Krieg. # Die heute am 26. Juli in der Stadthalle Johannisberg tagende, von über 8000 Personen besuchte, große Bürgerver- Die Motive zur Erhöhung der Beiträge sind folgende: Washington, 28. Juli.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) sammlung erachtet die Notwendigkeit, die Stadthalle allen Parteien Sobald es die Konjunktur zulaffe, folle im Gladbacher Bezirk zur Verfügung zu stellen, schon aus verfassungs- und gemeind erecht eine 2ohnbewegung in Scene gesetzt werden, um die Fabri- Ein Telegramm des amerikanischen Konsuls in Tshifu, Fowler, lichen Gründen für gegeben. Sie ist aber auch der Meinung, daß fanten zu zwingen, gleichmäßige Löhne zu zahlen. Auch soll ein vom 26. Juli um Mitternacht besagt: Heute früh richtete eine materielle, namentlich aber eine moralische Verpflichtung der Centralverband der christlichen Textilarbeiter Deutschlands ins Leben ich auf Verlangen der verbündeten Admirale ein Telegramm an Stadtverwaltung in diefem Sinne vorliegt. Die Versammlung hält gerufen werden, weshalb der Berband dann ein wöchentlich er den Gouverneur von Schantung, in welchem ich ihm den es nicht für angemessen, daß die Stadtverwaltung die mit der Ent- scheinendes Fachorgan beziehen müsse. gegennahme der freiwillig geleisteten Beiträge zum Johannis- Man sieht, daß die driftlichen Gewerkschaften, wenn sie nicht zur Wunsch der Admirale mitteilte, von den Gesandten in Beling berg: Fonds übernommenen Verpflichtungen nachträglich und Bedeutungslosigkeit herabfinfen wollen, vorwärts gehen müssen. Wir ſelbſt Nachricht zu erhalten. Der Gouverneur antwortet jegt: einseitig verneint und nur alls" Billigkeitsgründen zur haben es hier mit der Gladbacher Richtung zu thun, welche am Ich habe heute ein Dekret des Kaisers von China erhalten, Herausgabe der Beiträge fraglicher Art sich bereit erklärt. weitesten fortgeschritten ist und sich am wenigsten von der Geistlich das besagt, die Gesandten seien wohl und würden mit LebensDie Versammlung weiß sich eins mit der der erdrückenden teit beeinflussen läßt. mitteln versehen. Ich bin überzeugt, daß die Gesandten außer Mehrheit der Bürgerschaft, wenn fie jede andere als völlig Bedrängnis sind und bitte Sie, diese vorläufige Mitteilung an die Admirale gelangen zu laſſen. Gezeichnet Quan- Schi- Kai, Die Bäckergesellen in Saarbrücken stehen in einer Lohn paritätische Benutzung der Stadthalle in dem Sinne der Ausbewegung. Infolge des rüdsichtslosen Borgehens der Bädermeister führungen, wie dieselben in der Sigung der Stadtverordneten- Ber- fcheint eine gütliche Einigung unmöglich zu sein und es ist nicht Gouverneur." jammlung vom 8. Juli 1898 unwidersprochen gemacht wurden, als ausgeschloffen, daß es zum Streit tommt. Der Zuzug nach dem ungefeßlich und ungerecht verwirft. Sie richtet deshalb an die Gaargebiet ist daher feruzuhalten. Die Arbeiterpresse wird gebeten, Stadtverordneten- Bersammlung die Forderung, ihren Beschluß vom ist das bekannt zu geben. # Vor Bociales. = Tehte Nachrichten und Depelchen. Frankfurt a. M., 28. Juli.( B. H.) Der Frantf. Beitung" wird aus New York gemeldet: Der weiße Mob in New Orleans brannte eine Negerschule sowie 30 andere Häuser nieder. Es werden neue Lhuchmorde befürchtet. 17. Juli d. J. unverzüglich und ohne Einschränkung aufzuheben." Diese große Proteftkundgebung hat den schlagendsten Beweis erbracht, daß die Stadtverwaltung bezw. Stadtverordneten- Versammlung vollständig isoliert dasteht, wenn man von der Kleinen, aber mächtigen Clique der Bourgeois absieht. der Einen Beweis für die socialpolitische Rückständigkeit Bürgerschaft ist die Stadt Verwaltung gerichtet, ist ihr das der Kölner Stadtverwaltungen liefert die legte Sigung Köln, 28. Juli.( W. T. B.) Heute abend ging ein schweres notwendige Vertrauen abgesprochen. Es steht nun abzuwarten, was der hiesigen Stadtverordneten Versammlung. Die Stadt Köln hat Unwetter mit wollenbruchartigem Regen und Hagelschlag über die kommende Stadtverordnetenwahl bringen wird. Unfre Genossen seit dem 1. Januar die bisher von einer Privatgesellschaft betriebene Köln und der Umgegend nicder, welches beträchtlichen Schaden werden dafür sorgen, daß über diese schmachvolle Geschichte tein Straßenbahn in eigne Regie übernommen. Bei den Verhandlungen anrichtete. Dächer wurden abgedeckt nnd Bäume entwurzelt, auch über die Bestimmungen, betreffend die Verwaltung der Straßenbahn, einige Personen tamen zu Schaden. Bras wachsen wird. Hagen t. W., 28. Juli.( B. H.) In einem Kohlenschacht des hatte der Stadtverordnete Trimborn den Wunsch geäußert, daß die Keine national- fociale Probe auf die Weltmachtpolitik. Die Grundsäge für die Festschung der Lohnverhältnisse, Arbeitszeit, hiesigen Bergwerts entstand gestern abend Explosion " Hilfe" erklärt endlich, daß innerhalb der national- socialen Kreise Kündigungsfrist 2c. der Straßenbahn- Angestellten von der Stadt- schlagender Wetter, infolge deren 20 Bergleute schwer und niemals die Absicht bestanden habe, sich an der Reichstags- Nachwahl verordneten- Versammlung geregelt werden sollten. Die Stadt 4 tödlich verletzt wurden. Die meisten der Verlegten sind Familien in Wanzleben zu beteiligen. Wahrscheinlich fehlt es an einer verwaltung hielt es indeffen für richtig, in ihrer Vorlage auf diesen väter. Es ist jedoch Aussicht vorhanden, daß die Verletzten am Leben gewiffen Kleinigkeit zum Kriegführen. Wunsch nicht einzugehen, und Herr Trimborn gab sich damit zufrieden, erhalten bleiben. New- York, 28. Juli.( W. T. B.) Wie verlautet, wird Bryan Vom Haussuchen in Posen. Am 27. Juli wurde abermals da, wie er sagte, für einen eventuellen Antrag doch keine Mehrheit gehaussucht im Arbeitersekretariat und beim Genossen Kaspreah. zu haben fei. Dafür verlangte er wenigstens, daß der Stadt- in seiner Rede, mit der er die Präsidentschafts- Kandidatur annehmen Beschlagnahmt wurden wiederum mehrere Schriftstüde und Bücher. berordneten- Versammlung in jedem Jahre mit dem Etat der wird, den Imperialismns als die Hauptfrage für den Wahlkampf Womit diese Beschlagnahmungen begründet werden sollen, wie z. B. Straßenbahn ein Verzeichnis mitzuteilen fei, aus dem sich aufstellent. Verantwortlicher Redacteur: Suno Vocksch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von War Wading in Berlin eine Sierzu 2 Neilaaen und Unterhaltungsbleit." Br. 174. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Tokales. Zur Lokalfrage. In Reinidendorf steht das Zolal von Emma Meinhardt, vorm. 6. Wiersing, Hauptstr. 48. zu Versammlung en zur Verfügung. Die Lolal- Kommission. Wie den Parteigenossen bekannt sein wird, steht uns das Lokal von Herrmann Schulz in Schönwalde i. M., troß allen Bemühungen nicht zur Verfügung. Trotzdem werden von Arbeitern vielfach Stremferpartien nach dort unternommen. Wir geben dies hierdurch belannt und erwarten, daß sich die Arbeiter in Bukunft nur dorthin begeben, wo die Wirte ihre Säle zu Versammlungen zur Verfügung stellen. Die Lotal- Kommission von Schönwalde i. M. Den Mitgliedern der Lofalkommission Berlins und der Umgegend zur Nachricht, daß am Sonntag, den 12. August, die nächste Lofaliste erscheint. Anmeldungen refp. Neuaufnahmen find bis spätestens den 7. August an die Unterzeichneten einzusenden und zwar für Berlin an Carl Echolz, Wrangelstr. 110. Für NiederBarnine an Paul Kette, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen Allee 20a. Für Teltow- Beeskow an Herrn Quitt, Rigdorf, Sobrechtftraße 82 IV. Für Potsdam Osthavelland an E. Rieger, Spandau, Moltkestr. 3. Für Ober- Barnim an R. Salomon, Wriezen a./. Sonntag, 29. Juli 1900. noch nicht fortgeschafft war. Der Kadaver verbreitete einen to Vorsteher nochmals, eine Entlastung für seine Rechnungsführung zu peftilenzartigen Geruch, daß die Bewohner des Hauses versuchteu, erlangen, wurde aber wieder furz abgewiesen und muß fich mun die Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen. Auf dem Polizei wohl oder übel zu einer nochmaligen Borlage entschließen, in der bureau wurde sonderbarerweise den Beschwerdeführern erklärt, daß die 350 Mart auf fein Konto gesetzt werden. die Polizei dagegen nichts ausrichten fönnte. Am Sonnabendfrüh um 10 Uhr mußte die Schuhwarenfabrit von Erpel die Leute ent laffen, da der Gestant unerträglich wurde. Und dagegen kann die Polizei nichts unternehmen? Bei der Arbeit überrascht wurden vier Diebe, welche in der Nacht zum Sonnabend der Brandruine des Arenschen Warenhauses einen Besuch abstatteten. Eine Nachtpatrouille hörte ein Geräusch im Keller der Brandruine. Bei näherem Zusehen nahm man wahr, In einem Anfalle von Schwermut zum Fenster hinaus. daß die Diebe Messingteile der elektrischen Maschinen abgeschraubt gestürzt hat sich vorgestern Abend die 57 Jahre alte Arbeiterwittwe hatten. Die Diebe waren Jungen im Alter von 15-17 Jahren. Luise Schulze, die bei ihrem Sohne, dem Arbeiter Schulze am Unter ihnen befindet sich ein gewisser Scheuing, der trotz seiner Weidenweg Nr. 58 im vierten Stod des Seitenflügels wohnte. Die Jugend schon mehrfach vorbestraft ist. Einer der Burschen wollte vor einem Jahre ihren Mann durch den Tod verlor, war sehr schwerbetagte Frau, die vor zwei Jahren von Schlag gerührt wurde und sogar mit einem Messer auf die Beamten losgehen. mütig und äußerte wiederholt Selbstmordgedanken. Vorgestern Abend furz nach 10 1hr stürzte sie sich aus dem Fenster ihrer Stube auf den gepflasterten Hof hinab und starb an einem Schädelbruch und inneren Verlegungen unter den Händen eines Arztes der Rettungswache I. Station an der General Bapestraße, an der Kreuzung der Der Bau des Vorortbahusteigs für die neue EisenbahnAnhalter mit der Ringbahn, ist jetzt in Angriff genommen worden. Er liegt gegenüber dem Stationsgebäude, das im Rohbau vor furzem vollendet worden ist und von dem aus der Uebergang zur Ringbahn ermöglicht wird. Der Verkehr zwischen dem Bahnsteig In der Einsamkeit hat der 50 Jahre alte Zimmerergeselle und dem Stationsgebäude wird durch eine Unterführung ver Wie bei Zwists wegen der Kinder lebte der Ehemann seit einem Jahre von allen Vorort- und Stingbahnstationen liegt auch der neue Bum Sängerfeft in Weißenfee. Am Sonntag, 5. Auguft, feiner Familie getrennt. Die Frau starb im Februar. Seit dem Bahnsteig zwischen den Geleisen und ist ausschließlich für den begeht der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend sein dies 1. Mai wohnte Defffe für sich allein in der Cuvrystraße. Hier fand Anhalter Vorortverkehr bestimmt, dessen Verlegung nach dem Potsjähriges großes Sängerfest. Die Beliebtheit, welcher sich der Bund ihn vorgestern morgen der Kohlenhändler erhängt auf. Ein Schutz- damer Bahnhof bekanntlich bevorsteht. Die Station wird vor allen in allen Kreiſen der Arbeiterschaft erfreut, läßt voraussehen, daß mann schnitt ihn ab, es war aber schon die Leichenstarre eingetreten. den Bewohnern von Schöneberg zu Gute kommen, die dann nicht dieses Fest, wie alljährlich, von Tausenden besucht werden wird. Die Arrangements sind dementsprechend von seiten des Vorstands In feiner Wohnung tot aufgefunden wurde vorgestern Abend mehr, wie es jegt der Fall ist, erst nach Berlin fahren müssen, falls getroffen, daß selbst bei starkem Besuch jedem Teilnehmer Rechnung der 22 Jahre alte Student Albrecht Stolle, der Sohn eines Predigers wollen. Auch für Tempelhof ist die neue Station wichtig, da sie den sie nach einem an der Anhalter Bahn gelegenen Vorort gelangen getragen ist. Seit Monaten bemüht sich die Sängerschaft, durch aus Köln a. N. Der junge Mann studierte hier Mathematik und Abhaltung von Uebungsstunden und Proben die programmmäßigen bewohnte seit drei Monaten bei den Kellner Sporlederschen Ehe- Erjazz für die jetzige, später eingehende Haltestelle auf dem Rangier Lieder gut einzustudieren, um dieselben zum Sängerfest im Schloß leuten in der Stallschreiberstr. 5 ein möbliertes Zimmer. Am bahnhof diefes Ortes bilden wird. Eine große Bedeutung aber wird Weißenfee wirkungsvoll zum Vortrag zu bringen. Hoffentlich werden Donnerstagmittag fühlte er sich unwohl, ließ sich von der Wirtin die neue Station auch für die Gebäude des Landwehr- Bezirksalle Anstrengungen von gutem Erfolg gekrönt sein. Kaffee machen und bat sie dann, ihn nicht zu stören, da er ruhen Kommandos besonders an solchen Tagen haben, an denen KontrollAbend aber wurde ihr die Nuhe ihres Mieters doch unheimlich, und wolle. Frau Sporleder kam diesem Wunsch auch nach. Vorgestern bersammlungen und Aushebungen stattfinden. als sie mun in das Zimmer hineinging, fand sie ihn tot auf dem Sofa liegen. Auf dem Tisch lag aufgeschlagen ein Band Chamisso. Das Bett war unberührt. Ein Arzt von der Unfallstation in der Alexandrinenstraße stellte fest, daß der junge Mann schon 24 Stunden vorher einem Herzschlag erlegen war. Wilhelm Deffle aus der Cuvryftr. 13 Hand an sich gelegt. Infolge mittelt, die in der Hauptsache bereits fertig ist. " ,, Modern". Unter dieser Stichmarke bringt die Deutsche Tageszeitung" nachstehende Notiz: Die Strafanstalt in Tegel, die erst vor zwei Jahren eröffnet wurde, ist schon jetzt völlig besetzt, und man plant bereits einen Erweiterungsbau. Freilich ist die koloffale Anlage so vorzüglich eingerichtet, daß sie zum Aufenthalt geradezu einladet. Die einzelnen Pavillons fehen wie Villen aus und die innere Einrichtung giebt einem Sanatorium nichts nach." " worden. Aus den Nachbarorten. Der Vertrauensmann. Ein kleiner Slowakenjunge, der mit Drahtwaren hausierte, brach vorgestern Mittag an der Tegeler Chaussee, vom Higschlage getroffen zusammen Mitleidige Anwohner bemühten sich um den Knaben, brachten ihn nach einer Gastwirtschaft und ließen ihm dort Essen und Trinken geben. Der kleine Drahtwarenhändler erholte sich bald wieder und konnte nach einer halben Stunde den Rückweg nach Berlin zu Fuß antreten. Auf einem Neubau in Hohen- Neuendorf verunglückte der dort wohnhafte, 42 Jahre alte Arbeiter Hermann Rickard. Er stürzte den Rücken. Der Verunglückte wurde zunächst in seine Wohnung infolge eines Fehltritts aus dem zweiten Stock herab und fiel auf gebracht, dort verschlimmerte sich aber sein Zustand so sehr, daß man ihn einem Berliner Krankenhause zuführen mußte. Ein Koppscher Rettungswagen brachte ihn hierher. Dermischtes. Der Feffelballon der Luftschiffer- Abteilung, welcher gestern losriß und mit Lieutenant He II vom Grenadier Regiment Kron pring" fortgetrieben wurde, ist nach halbstündiger Fahrt vier Kilometer südlich Borgersdorf am Friedrichsteiner Forst unversehrt gelandet. Ertrunken ist gestern morgen in der Nähe der Charlottenburger Wie wäre es, wenn die notleidenden Agrarier, die nach höheren Schleuse der 28 Jahre alte Bootsmann Franz Schnuppe aus Afen Tempelhof. An der Krenzung der Dorf und Berlinerstraße Getreidezöllen 2c. schreien, mit dem Dreschgraf Pückler und den an der Elbe, der auf dem Kahn des Schiffseigners Karl Torges be befinden sich, die Berlinerstraße entlang, givei tiefe ausgemauerte Redacteuren der Deutsch. Tagesztg." an der Spige, die„ Pavillons" schäftigt war. Der junge Mann, der hinten auf dem Kahn gestanden Gruben, die bei Regenivetter has Wasser, welches von der höher jenes mit schwedischen Gardinen" verzierten, und darum wohl so hatte, wurde auf der Thalfahrt von der Charlottenburger Brücke gelegten Dorfstraße zufließt, aufnehmen. Von Zeit zu Zeit werden „ einladend" ausschauenden Sanatorium" zum Sommeraufenthalt nach Spandau furz hinter der Schleuse vermißt. Da der Schöpfeimer dann die Gruben von dem angesammelten Schlamm entleert. aufsuchen wollten? Als vortreffliches Massagemittel tönnten fehlte, so glaubte man zunächst, daß er Wasser holen gegangen sei. Wiederholt fonnte man dabei die Beobachtung machen, daß der die Herren dann zur Abwechslung ab und zu die von ihnen so eifrig Ein andrer Bootsmann aber erinnerte sich nun, daß er ein Geräusch Schlamm einige Tage liegen blieb. Nach dem legten Regen am berlangte Brügelstrafe über sich ergehen lassen. Der„ Rumfutsch", blaue gehört hatte, als ob etwas ins Wasser gefallen sei und daß er auch vorigen Sonntag find die Gruben wieder entleert und blieb an Heinrich" zc. und die fühlenden Zephyrlüfte der nahen Jungfernheide einen Gegenstand im Wasser gesehen, ihm aber keine Beachtung ges einigen Stellen der Unrat wieder liegen, um vollständig eindürften alsbald ihre äußerst wohlthnenden Wirkungen nicht verschenkt hatte. Die Leiche war gestern abend noch nicht gefunden. zutrocknen. Man sollte doch meinen, daß in der Gemeindeverwaltung fehlen, um die ganze Gesellschaft vom Chinakoller und den ihnen Schmuppe ist ohne Zweifel beim Wasserschöpfen über Bord gefallen. in Tempelhof mehr Sinn für Reinlichkeit vorhanden ist. sonst anhaftenden Gebrechen gründlich zu furieren. Wenn gar alle Ein neuer Komet. Auf der Treptow Sternwarte" hat Direttor Mit dem Ausbau der Chaussee über das Tempelhofer Feld ist Internehmer, welche sich in ihrer Profitint nicht genug thun fönnen, archen hold bereits Donnerstag und Freitagabend den neuentdeckten jegt begonnen worden. Die Straße bleibt deshalb bis auf weiteres für die von ihnen vielfach begangenen Uebertretungen der Gewerbes Rometen Brooks- Borelly" mit dem Riefenfraftor beobachtet. Er jah, daß für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Ordnung, anstatt zu Geldstrafen, mit entsprechenden Haft- und der Kern länglich ist und an Helligkeit einem Stern 9. Größe gleicht. Der Gefängnisstrafen belegt würden, dann dürfte allerdings noch so Schweif läßt sich über 4 Bogenminuten weit verfolgen. Der Komet wird mancher Pavillon" erforderlich sein. In stiller Betrachtung der von heute ab täglich den Besuchern gezeigt. Er rückt am 30. Juli aus dem roten Villen" fönnten jene Herren alsdann einsam den schönen Direktor Archenhold nnter Vorführung zahlreicher Lichtbilder über den neuen Widder in das Sternbild des Perseus. Sonntagnachmittag 5 Uhr spricht Bers anstimmen: Ueb' immer Treu und- Stötlichkeit, bis an Kometen und die bevorstehenden Sternschnuppen. dein fühles Grab!" Bei der gegenwärtigen Hundstagshize jedenfalls fehr zeitgemäß und„ modern" 1 Feuerbericht. Kleinere Wohnungsbrände waren SonnabendUngeheuren Schaden hat die Hiße, die mit furzen Unter- Hachmittag Stralanerftr. 49, Golzmarfiftr. 37 und Friedrichstr. 3 abUnter- zulöschen. Swinemünderstr. 67 erfolgte eine Explosion eines brechungen in den letzten 14 Tagen angehalten hat, den Händlern Spirituskochers, der aber keinerlei Schaden verursachte. Am Oitmit Lebensmitteln, insbesondre aber denjenigen mit Fleischwaren zu bahnhof hatten sich Preßkohlen entzündet, während Invalidengefügt. In den Ständen der Engros- Markthalle verdarben trotz der straße 115 und Rosenthalerstr. 31 fleine Küchenbrände zu beseitigen vorzüglichen Kühlvorrichtungen bedeutende Mengen des zum varen. Verkauf gestellten Fleisches nach kurzer Zeit. Ein Schlächter in Weißensee mußte für ca. 700 M. Schweinefleisch vernichten, welches er nach der Engroshalle zum Verkauf bringen wollte. In ähnlicher Weise sind die Händler mit Räucherwaren in den Markthallen in Die Parteigenossen von Rigdorf machen wir barauf aufMitleidenschaft gezogen, da Büdlinge und Flundern durch die hohe merksam, daß die Wählerlisten zur Stadtverordnetenivahl nur noch Zur Ergreifung eines Mörders giebt die Staatsanwaltschaft Temperatur zersetzt und für den Verkauf ungeeignet wurden. bis morgen Nachmittag 3 Uhr zur Einsicht ausliegen, und daß Ein- in Leipzig folgendes bekannt: Der Sattlergehilfe Martin Feige, Ebenso flagen auch die Wild- und Geflügelhändler, die, obwohl wendungen gegen die Richtigkeit der Listen nach dieser Zeit nicht geboren am 23. September 1881 in Herischdorf, Kreis Hirschberg, fie sich nur möglichst fleine Vorräte halten, nicht' unerheblich gemehr erhoben werden können. Wir ersuchen daher diejenigen Schlesien, ist am 22. d. M. früh in der Nähe der Dörfer Deuben Genossen, die fich noch nicht davon schädigt worden sind. Ganz besonders aber haben die Milchhändler überzeugt haben, und Altenbach bei Wurzen unweit der Dresden- Leipziger Chauffee ob ihr Name in der Liste steht, Dieselbe zu leiden, die in diesem Sommer mit ganz enormen Verlusten zu den in Nummer 168 und Nummer 170 des„ Borwärts" genannten 10 Mart, sowie seiner Brieftasche aus orangegelbem Leder sofort in an einem Strohhaufen ermordet und seiner Barschaft von etwa rechnen haben. Ganze Fässer mit Milch, die nach nur wenigen Geschäften einzusehen. Eintragungen in die Wählerlisten fönnen nur beraubt worden. Der Stunden Eisenbahnfahrt auf dem Stettiner Bahnhof eingetroffen, That dringend verdächtig erscheint junger Mann, der fich dem Ermordeten auf waren bei der Ablieferung schon sauer und unverkäuflich. Ein einziger bis zu oben genanntem Termin im Wahlbureau, Rathaus, Bimmer 36, ein Wanderung bolt Oschazz Händler hat allein in einer Woche den Verlust von 11 Faß Milch zu unter Vorzeigung einer Legitimation( Steuerzettel 2c.) beantragt ber nach Leipzig angeschlossen hatte. Beide beklagen. 1/28 wurden zwischen 6 und Uhr in der Die Landes Versicherungsanstalt Berlin hat den Ankauf Die Genossen und Genossinnen von Rigdorf werden noch Nähe des Strohhaufens gesehen. Die an dem Leichnam festgestellten eines Grundstücks an der Gormannstraße für die Zwecke der Errich- mals auf das heute nachmittag im Apollo- Theater, Hermannstr. 49, Verlegungen sind augenscheinlich mit einem am Thatorte auf tung eines Arbeitsnachweis Gebäudes beschlossen. Das stattfindende Volksfest aufmerksam gemacht. Durch das niedrige gefundenen Sattlermesser( sogenannten Halbmonde) ausgeführt worden und es ist sehr wahrscheinlich, daß der Mörder Arbeitsnachweis- Gebäude soll dem Berliner Centralverein Eintrittsgeld von 20 Bf. ist jedem Gelegenheit gegeben, an dem fich beim Kampfe mit seinem Opfer nicht für Arbeitsnachie is verpachtet werden. Die Berliner Gemeinde: Feste teilzunehmen, Eintrittskarten find außer in den mit Plakaten Berlegungen beigebracht hat. Feige war 1,64 groß, der mutmaßliche unerhebliche behörden haben bekanntlich bereits den Beschluß gefaßt, dem Central- versehenen Geschäften auch an der Kaffe zu haben. Bei ungünſtiger Mörder überragt ihn um Kopfeslänge. Letzterer ist schlank, hatte dunkle verein für Arbeitsnachweis eine Unterstüßung bis zum Betrage von Witterung findet das Konzert im Saale statt. Augen, schwarze, ins Gesicht gefämmte Haare, Anfliig von schwarzem jährlich 20 000 M. zur Durchführung dieses Unternehmens zu leisten. Schnurrbart und ist ungefähr 20 Jahre alt. Die Sleidung bestand Durch Kurzschluß, der die Innenleitung eines Accumulatoren- An die Parteigenoffinnen und Genoffen Charlottenburgs! aus dunkelgrünem Jadettanzug, grünem Hut und Schaftstiefeln. In wagens der Linie Nollendorfplay- Landsberger Allee zerstörte, wurde am Donnerstag, den 2. August, abends 8½ Uhr, findet in der der Brieftasche des Feige befanden sich: 1: ein von der Sattler- Zwangsgestern morgen gegen 71/2 Uhr am Moltenmarkt eine größere Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94, eine öffentliche Voltsversammlung inming in Görlig für Feige ausgestellter, Görlig, Ostern 1900 datierter Berkehrsstörung herbeigeführt. Der mit einem Anhängewagen ver- statt, in welcher Stadtverordneter Hirsch über das Thema referiert: Lehrbrief, 2. ein Arbeitsbuch, 3. eine Quittungskarte der Alters- und sehene, verunglüdte Stoloß mußte auf ein totes Geleise gebracht er trägt die Schuld an den Mietssteigerungen?" Angesichts der Invaliditäts- Versicherung, 4. ein Mitgliedsbuch der Orts- Krankenkasse werden, doch immerhin nahm dies soviel Zeit in Anspruch, daß sich herrschenden Wohnungsnot, unter der die Arbeiterschaft besonders zu Görliz, zu 2-4 gleichfalls auf den Namen Feiges lautend, eine bis zum Spittelmarkt hinziehende Wagenburg ansammelte fchiver zu leiden hat, machen wir es ganz besonders den Arbeiter 5. eine Landkarte von der Provinz Schlesien, auf der eine Anzahl frauen zur Pflicht, für regen Besuch der Versammlung namentlich Städte mit Bleistift unterstrichen sind und 6. ein kleines Notizbuch unter denen zu agitieren, bie bisher der politischen Beivegung noch in blauer Pappschale, in dem Arbeitsmaße von Feige notiert sind. gleichgültig gegenüberstehen. Die Vertrauensperson. Hinschlag. Am Freitag tamen in Paris etwa 40 Fälle Stralau Rummelsburg. Den Mitgliedern des socialdemos von Bigschlag vor, von denen 13 einen tötlichen Ausgang nahmen. fratischen Vereins zur Nachricht, daß heute, am Sonntag, mittags Zigeunerrache. Im hiesigen Untersuchungsgefängnisse befinden 1/8 Uhr, in der Stralauer Brauerei die Generalversammlung statt. fich 3. 3. der Zigeuner Demeter und dessen beide erwachsene Söhne. findet. Sie sind beschuldigt, in der Nähe von Berlin ein kleines Mädchen geraubt und ermordet zu haben. Die Verhafteten behaupten, daß es bei Beginn derfelben zu einer längeren Geschäftsordnungs. Johannisthal. In der letzten Gemeindevertreter- Sigung fam sie nur das Opfer der Nachsucht eines Stammesgenossen werden follen. Zwischen einem der beiden Söhne Demeters und einem Debatte, da der Vorsteher drei Anträge, welche bereits in der vorigen Sigung eingereicht waren, nicht auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Sohne des Zigeuners Johann Milosch war es zu einer Schlägerei Nach einigen Einwänden des Vorstehers wurden schließlich die An- genommen. Es war uns sehr intereſſant, zu unsrer Nortz„ Schlafende gefommen, infolge deren der junge Milosch wegen Körperberlegung bestraft wurde. Milosch und seine Angehörigen träge noch zur Verhandlung gestellt. Bei der num folgenden Be- inte" die Ansicht eines alten Praktikers zu hören. nghongen sprechung der Gemeinberechnung für das Jahr 1899 wurde den rechtskräftig abgewiesen ist, so läßt sich mit Aussicht auf Erfolg nichts unterschwuren daher der Familie des Demeter Rache. die Demeters in Mainz von Milosch des Raubes bezichtigt und Gemeindevorsteher in ganz entschiedener Weise nahegelegt, von seinem nehmen. 2. Die Beschaffung von besonderen Fußbekleidungen gehört zu den berhaftet, aber bald wieder entlassen, da die Bezichtigung jeder Amt zurückzutreten, da sein Alter und seine bisherige Thätigkeit dies vom 1. Oftober 1900 ab feitens der Berufsgenossenschaft zu gewährenden Grundlage entbehrte. Bald darauf wurde ein Kasten, der in dem dringend erfordern. Die Forderung von 664 M. für schriftliche Aushilfe- Mitteln zur Sicherung des Heilverfahrens. Der Betreffende soll deshalb Familienvagen Demeters angeschraubt war, gewaltsam erbrochen und arbeiten im Gemeindebureau wurde beanstandet und der Vorsteher auf einen Antrag auf Gewährung dieser Mittel an die Berufsgenossenschaft daraus eine Summe von 500 W. entwendet. Der Thäter soll der junge gefordert, zu dieser Summe 350 M. von seinem Einkommen bei- richten und gegen einen ablehnenden Bescheid Berufung nsw einlegen. Milosch gewesen sein. Um sich nun der Verfolgung zu entziehen und zusteuern. Da er sich hierzu nicht verstehen wollte, wurde ihm für Dont. Die Gebühren würden etwa 300 grant betragen. Die Heirats feine Nache weiter zu fühlen, hat Milosch nun, wie Demeters be- feine Geschäftsführung auf den Einspruch des Vertreters Mette und urkunde müssen Sie beschaffen, oder durch Zeugen beweisen, daß die Heirat stattgefunden hat. Dafür machen Sie mit Unrecht den Anwalt verantwortlich. Weißenfee 100. Bis zum 1. Ottober 1900 ja, nach dem 1. Oktober haupten, diese des Mordes bezichtigt. Milosch soll sich ins Ausland Mann( Soc.) teine Entlastung erteilt. Während der Sizung nahm begeben haben. Demeters find jetzt bestrebt, durch ihren Verteidiger, der Vertreter Rehbein Anlaß, den Vorsteher wegen seiner un 1900 nein. Jedoch ist nach dem Ottober die Unfallrente des Verlegten, der Rechtsanwalt Dr. Schwindt, ihre Unschuld zu beweisen, indem sie passenden Ausdrücke, wie: Mensch, reden Sie doch nicht solchen Unsinn, und eine einen Monat übersteigende Freiheitsstrafe verbüßt, den Angehörigen, behaupten, daß sie zur Zeit, als der Mord geschah, sich in Lothringen andere, scharf in ſeine Grenzen zurückzuweisen. Der Antrag Mann( Soc.) auf welche im Falle seines Todes Anspruch auf Hinterbliebenenrente hätten, Einführung eines Gemeindeortsstatuts ist bereits dem Kreisausschuß über- bis zur Höhe der Hinterbliebenenrente zu überweisen. 1. Es muß auch wiesen. Eine Kommission, bestehend aus den Herren Rehbein, Schriftliche Antwort zu erteilen lehnen wir ab. Ihnen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines neuen Arbeitsverhältnisses" Starke Anforderungen an die Gernchenerben wurden am Ostwald und Knaape wurde gewählt, um die Vorarbeiten zum gewährt werden. Als angemessen werden nicht volle Tage, sondern einige Sonnabend an die Bewohner des Hauses Kaiserstraße Nr. 41 gestellt. Bau eines Gemeindehauses in Angriff zu nehmen. Die Lieferung Stunden täglich zu erachten sein. Abzüge vom Lohn fönnen für die Zeit Dort betreibt die Firma Barts u. Co. ein Speditionsgeschäft. Am von Heizungsmaterial soll dem mindestfordernden von den im Ort des Auffuchens eines neuen Vertragsverhältniffes nicht gemacht werden. Donnerstagabend stürzte der Firma ein Pferd, das am Sonnabend ansässigen Händlern überwiesen werden. Zum Schluß versuchte der 2. Die Wohnung mußten Sie am fünfzehnten räumen.- G.§. 5 M. = Der Redacteur des anarchistischen Blattes cucs Leben", Joseph Goßmann, welcher wegen Breßvergehens in Plößensee eine längere Gefängnisstrafe zu verbüßen hatte, hat jezt das Gefängnis verlassen. befanden. " Der Vertrauensmann. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Moning Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends flatt. J. F., hier. Wir haben mit Interesse von Jarem Brief Kenntnis Alter Abonnent 20. 1. Da der Anspruch nach Ihrer Schilderung Menges. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 29. Jult. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Leffing. Die Geisha. 712 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Die Dame von Marim. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Montag: Dieselbe Borstellung. Neues. Unsere Gusti. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Boccaccio. Anf. 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Borstellung. Schiller. Der Troubadour. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Lucrezia Borgia. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8. Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Sulamith. Montag: Dieselbe Vorstelling. Carl Weiß. Die Grille. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance. Der Steckbrief. Im Garten: Specialitäten- Vorstellung und Konzert. 6 Uhr. Anfang Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Im Garten: Specialitäten- Vorstellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Montag: Dieselbe Vorstellung. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Anfang Montag: Diefelbe Vorstellung. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang Uhr. Passage Bausptikum. Speciali H täten Borstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande rung durch die Pariser Welt ausstellung. Urania Zoologischer Welt- Etablissement ,, Schloss Weissensee". Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstr. 57/62. Garten Heute Sonntag 50 Pf. Entree: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Von 4 Uhr Militär- Doppelnachm.: Brinkmann und Tägl. Sternwarte. Konzert. Baumgarten. Nachmittags 5-10 Uhr. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft , Almrausch: 99 Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 1012 Uhr: Théâtre variété. Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 25 Pf. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. Schiller Theater Thalia- Theater. ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Populäre Vorstellung b. halb. Preisen: Der Waffenschmied. Kom. Oper in 3 Aften v. A. Zorzing. Sonntag, abends 7 ur: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Troubadour. Montag, abends 71/2 Uhr: Lucrezia Borgia. Heute und folgende Tage: Gastspiel der Orientalischen Natursänger Sulamith". Attestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Grille. Schauspiel in 5 Att. v. Birch- Pfeiffer. In Scene gesetzt von Robert Wack. Anfang 72 Uhr. Die Nürnberger Puppe. Montag: Anna- Lise. Dienstag: Dienstag, abends 72 Uhr: Die Grille. Mittwoch: Anna- Lise. Gastspiel Heinrich Bötel. Donnerstag: Die Tochter Belials. Freitag: Zum erstenmal: Die Boger Postillon von Lonjumeau. in China. Hierauf: Der Im Garten: Theater, Konzert. Central- Theater specialitäten. Anfang 4 Uhr. Mittwoch: Kinderfreudenfest. Sensationeller Lacherfolg!! Berlin nach Elf. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Täglich im Garten: Theater- u. Anfang 8 Uhr. Die sensationellen Schlager! Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Specialitäten- Vorstellung Das Radel- Madel oder: Puffschnutchen. Bosse mit Gesang in einem Aft von Braune. Musik von Thiele. Apollo- Theater. Der Zum 171. Male: Venus auf Erden. Bernhard Mörbitz ( Letzte Woche). Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Kosmograph neueste Aufnahmen Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 6 Uhr. Garten- Konzert 62 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Metropol- Theater. Der Zauberer am Nil. Ausstattungs- Operette Mumien- Ballett Juli- Specialitäten- Programm. zwerführer. Operette in 1 Aft von Ely. Musik von Holländer. Im Saal: In der " Waldschänke" ab 5 Uhr nachm.: Konzert d. Berliner Bläser- Gorps. Montag und folgende Tage: Doppel- Konzert. Sanssouci Jm prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags Uhr. Entree 50 Pf. Donners: tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Vereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Borverkauf 40 Pf. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien- Billets 3 Stüd 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Rüstriner Plaz. Täglich Konzert, Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 203f. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Bf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 10 f. Hermann Imbs, Direktor. Mentes Volksgarten, Lichtenberg, Röderstr., Eingang auch Landsb. Chauffee. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Gr.Frei Konzert. Puhlmanns Neue verdeckte Sallen, 2000 Perf., Zelte für 1000 Personen bieten Schutz gegen Sonne u. Regen. Vaudeville- Theater. Kaffeeküche u.Volksbelustig. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: 0 Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Int renovierten Saale: Großzer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volts: stück mit Gesang und Tanz in 3.Aften von Hugo Schulz, Musit von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftreten der Eycentric Chansonnette Molly Verch, d. Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am 3fachen Red, Miß Pico, Trapez fünftlerin, Fred und Max, Chineſen, Jm Riesenzeit: Bal champêtre. Für gute Bewirtung bürgt] H. Mente, feit 20 Jahren Oetonom im Böhmischen Brauhause. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest lichkeiten und Versammlungen. C. F. Walter. 49742*] Gesellschaftshans Swinemünderstr. 42. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. The Greenwood, Pantomime: Die Tägl. Theater u. 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Juli cr., Grosses Gastspiel- Konzert des Königlich Bayrischen Ulanen Regiments( Kaiser Wilhelm II.) aus Bamberg. Hochinteressantes Programm! Jm Bal champêtre( 1500 Personen fassend): Grosser Sommernachts- Ball. See- Theater. Specialitäten I. Ranges. Entree frei. Theater- Variété. Entree frei. Entree frei. Bei eintretender Grosses Brillant- Wasser- Feuerwerk Dunkelheit ausgeführt vom Pyrotechniker Herrn Albers. Jm großen Vergnügungs- Part: Volksbeluftigungen aller Art. Dampfer, Korso: und Boot: fahrten auf dem romantischen See. Die große renovierte Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2-6 Uhr zur Verfügung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Um recht zahlreichen Besuch bittet See- Terrasse Rudolf Schenk. Fernsprecher: Weissensee No. 95. 0000000 Röderstr. 1-6,( zwischen Landsberger Allee( Steuerhaus) und Lichtenberg). rösst es Sommer- Etablissement Berlins mit herrlichem 3, Morgen gr. See. Säle, Vereins- und Gesellschaftszimmer. Sonntag, den 29. Juli: Grosses Konzert der amerik. Matrosen- Kapelle ,, Columbia". Auftreten des unbesiegbaren Preisringkämpfers W. Rüstow in seinen staunenerregende Kraftproduktionen im Pferdezug mit Wasserfall. Grosser Ringkampf, Bäckermeister W. Rüstow mit dem preisausgeführt von dem unbesiegbaren Herrn gekrönten Ringkämpfer Herrn Restaurateur Paul Ludwig. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 4 hochelegante Kegelbahnen. Grosser Vergnügungspark. Grosser Tanz im neuen Bal champêtre( auch jeden Montag u. Donnerstag). Im Variété- Theater: Grosse Specialitäten- Vorstellung. Kasseneröffnung 2 Uhr. Entree 20 Pf., Kinder frei. Arbeiter Berlins! Von den Finsterwalder Cigarrenfabrikanten haben die nachfolgenden die Lohnforderungen der Arbeiter be willigt: H. Sporn. Dietrich( Hanisch Nachf.). K. Weigel. R. Klähre. W. Enigk. O. Wessly. R. Reinike. G. Franz. F. König. H. Müller. A. Hurras. R. Bär. Reinhold Kaiser. Karl Uhlich. Adolf Hartung. Paul Winkler. Max Püschel. Curt Lehmann. Adolf Hoyer. Curt David. Adolf Beuthert. Die Kommission der Berliner Tabakarbeiter. Bon jetzt ab steht dieses Juserat nur Donnerstags und Sonntags im Vorwärts". Schweizer- Garten. Am Königsthor.- Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: 1 Am Friedrichshain. „ Linden- Kasino" Don Franz Piesnack ( früher Zubell) Lindenstraße 106. Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Vorstellung, Ball. eben Sonntaa: Grosser Ball ,, Clown Tanti❝ mit seinen dressierten Ponnys, Affen und Hunden. Familie Patty- Frank ( 6 Pers.) Parterre- und Luft- Atrobaten. Hombert und Renardo, musikalische Excentrics. Catrini- Ballett, Eugen Milardo, Ella Bertini, 7 Damen. Moderne KarifaturJeden Abend 10 Uhr: „ Die lustigen Weiber von Berlin", ausgeführt bom Theater Ensemble( 20 Personen). Tanz- Soubrette. aller Art. Volks- Beluftigungen Anfang 4 resp. Entree 30 Pfg. 5 Uhr. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Raffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Wo amüsiert man sich grossartig? Hasenheide 21 und Jahnstr. 8 in Schnegelsbergs Festsälen, Jnh.: Max Schindler. Telephon: Amt IV Heute: Grosser Ball, Nr. 1132. als Specialität: Gigarren- Regen, verbunden mit Schlangen- u. Bonbon- Regen u. diversen Ueberraschungen. Täglich: Specialitäten Vorstellung. Entree frei. Empfehle den geehrten Gewerkschaften, Vereinen, Fabriken 2c. meine Säle, 300 und 1200 Personen fassend( mit Bühne) zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. 151420* Wedding- Park Müllerstrasse 178. Am Wedding- Platz. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert ausgeführt von der 48692* Haustapelle, unter Leitung des Musikdirigenten Herrn Koch. Im Saale: Großer Ball. 7 verdeckte Sommer- Kegelbahnen, von denen noch einige zu vergeben find. Volksbelustigungen aller Art. Kaffeetüche täglich nachmittags von 3-6 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag und Sonnabend Auftreten der Original- Norddeutschen Sänger. Am Donnerstag, den 21. Juni, erstes großes Kinderfest. W. Trapp. Safenheide Neue Welt. jenheide 108-114. Täglich: 108-114. Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Im Bal champêtre: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfest mit Gratisverlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Feuerwerk. Kaffeeküche, Karuffells, Marionettentheater zc. täglich geöffnet. [ 48842* Alles Nähere durch die Tagesanschläge an den Säulen. A. Fröhlich. von 3 M. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. Destreichische Damentapelle Hangard. Sonntags: Gr. Extra- Borstellung Frel- Konzerte, Kaffeekt, affitt. Künstl. Zähne Schmerzloſes Bahnziehen. Goldstein, Oraniensir. 123. Theater Abteilung: Abends 7/2 Uhr. bei freiem Entree.. [ 20766 Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit. Heute: Konzert u. Specialit.- Vorst. ( Großes Programm.) Ball. Entree 20 Pf. 20926] Anfang 4 Uhr. Hellmuth Peters. Schultze, Wasserthorstr. 1/2, I. Behandlung aller Haut, Harn: und Blasenleiden ohne jegliche Berufsstörung. Sprechstunden 9-2 u. 5-9. Donnerstagvormittags teine Sprechstunde.[ 3973L* Bei Vorzeigung der Verbandskarte 10 Proz. Alb. B. aus Wilhelms: haven schreibt: Nach Beendigung meiner Kur teile ich Ihnen hiermit bestens bankend mit, daß ich über den Erfolg derselben hoch erfreut bin. D. P. schreibt aus Blumen: thal. Was Sie mir verordnet haben, ist sehr gut. 8 Tage später: Bringe hierdurch meinen wärmsten Dant und werde ich nicht vergessen, wenn irgend Menschen Rat u. Hilfe brauchen, Ihnen anzuempfehlen. B. W. aus Triebenbach schreibt: Werde es mir zur Aufgabe machen, Ihre vorzügliche Heilmethode jedem ähnlich Leidenden aufs beste zu em: pfehlen. M. K. aus Blasewih schreibt u. a. nach 10tägiger Behandlung: Wenn Sie, Hochverehrter Herr Schultze, den Bericht meines ersten Briefes mit diesem vergleichen, werden Sie finden, welche ausgezeichnete Wir fung Ihre Kur hat. Chr. J. aus Grohn schreibt: Ich spreche Ihnen meinen Dant aus für Ihre Hilfe. Ihre Mittel find von heilsamer Wirkung. M. B. aus Dresden schreibt nach 9 tägiger Behandlung: Habe die Kur nach Ihrer Vor schrift gemacht; da seit 3 Tagen nichts mehr zu spüren ist, so nehme ich an, daß die Kur ge holfen hat. E. W. aus Hannover schreibt: Schließlich, geehrter Herr Schulze, sage ich Ihnen für das an mir Geleistete meinen verbindlichen Dank; man fängt wieder an, Mut zu bekommen und Mensch zu werden. D. K. aus Dresden schreibt nach 14 tägiger Behandlung: Hierdurch teile ich Ihnen er: gebenst mit, daß mich Ihre Kur bedeutend gebessert hat. Fr. Schuster aus Dresden schreibt u. a.: Sage Ihnen für das mir Gesandte meinen besten Dant, hat dies doch wunderbar gewirft. 5. 2. aus Weißensee schreibt: Sage Ihnen für die schnelle Hilfe meinen verbind: lichsten Dant und bin jezt voll ständig geheilt. Original einzu fehen. Achtung! MAURER. Achtung! Mittwoch, den 1. August, abends 8 Uhr, in Cohns Festsälen, Beuthstr. 19-20: General- Versammlung der Zahlfelle Berlin II. des Central- Verbandes deutscher Maurer 2c. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Welthandel im 19. Jahrhundert". 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Verschiedenes. 189/18 Zahlreichen Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sentral- ranten. SterbeMontag, den 30. Juli, abends 82 Uhr bei Mann, Straußbergerstr. 3 Vertrauensmänner- Versammlung für den Osten und Nord- Osten. Tages Ordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2 Werkstattangelegenheit. 3. Ver Bandsangelegenheit und Verschiedenes. 105/10 Achtung, Parkettbodenleger! Montag, den 30. Juli, abends 6 1hr bei M. Prill, Goethe: und Grollmannstraßen- Ecke Kommissions Sitzung Sitzung mit Vertrauensleuten. Die Verhandlungs- Kommissions- Mitglieder sind hiermit eingeladen. Es ist notwendig, daß alle erscheinen. Die Ortsverwaltung. Metallarbeiter! kasse der Tischler u. ( Oertliche Verwaltung Berlin H.) Todes- Anzeige. Am 25. d. M. verschied nach kurzem Leiden das Mitglied unsrer Kasse Karl Weinast im Alter von 43 Jahren. [ 184/16 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 22 Uhr vom Stranfen: hause am Urban aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Freie Kranken- u. Begräbnißfaffe der Schuhmacher u. Berufsgenossen Berlins( E.H.27) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Christoph Thomaschewski gestorben ist. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Jakobikirchhofs in Rirdorf, Hermannstr. 99-105, aus statt. Der Vorstand. Montag, den 30. Juli, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Um starke Beteiligung ersucht Engel- Ufer 15: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen und Auf: ftellung von Kandidaten hierzu. Gewerkschaftliches. 114/14 Die außerordentlich wichtige Tagesordnung erfordert zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Der Einberufer: Otto Näther, SO. Engel- Ufer 15. Achtung! Bildhauer. Achtung! Dienstag, den 31. Juli, abends 8 Uhr, im„ Gewerkschaftshaus", Engelufer 15, Saal I: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Rosenow. 2. Bericht des Bertrauensmanns und der Revisoren 3 Wie stellen sich die Kollegen zur Aufhebung des Vertrauensmannspostens? 4. Bericht des Delegierten zur Gewerkschaftskommission. 21/4 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler. ( Oertliche Verwaltung Rixdorf.) Dienstag, den 1. Juli, abends 82 Uhr, im Lofal des Herrn ner, Bergstr. 151/52: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1900. 2. Die jüngsten Vorkommnisse in unsrer Ortsverwaltung. 3. Ergänzungswahl des Kassierers. 4. Stassen angelegenheiten und Verschiedenes. Ale Mitglieder müssen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. 269/4] Achtung! Die Ortsverwaltung. Musiker. Dienstag, den 31. Juli, vormittags 11 Uhr Achtung! im Lokal von Pohl, Rosenthalerstrasse 12: Außerordentl. Generalversammlung der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht der Lohnkommission. 3. Antrag Soch: Unterstüßungsfonds. 4. Vereinsangelegenheiten u. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 50/4] Achtung! Der Vorstand. G. Irrgang, 1. Vorsitzender. Achtung! Verband der Bauarbeiter. ( Putzerträger.) Montag, den 30. Juli, abends 8 1hr, im Englischen Garten Alexanderstr. 27c Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Rotte:„ Ueben die Gewerkschaften einen Einfluß auf die Lebenshaltung des Arbeiters aus?" 2. Disfussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1900. 4 Abrechnung vom Stiftungsfest 5. Ber: bandssache und Berschiedenes. 42/15 Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es notwendig, daß jeder Kollege erscheint. Neue Kollegen werden aufgenommen. Achtung! Die Ortsverwaltung. Schmiede. Achtung! 2127b Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen KranzSpenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gastwirts Rudolf Waclawiak sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem„ Verein socialdemokratischer Gast- und Schant wirte" und dem„ Arbeiter Raucherbund", sowie dem„ Rauchklub Flieder: Freie Volksbühne. Achtung: Vom 1. August ab erfolgt in den Zahlstellen der Umtausch der alten 230/40 gegen neue Mitgliedskarten für die Wintersaison 1900/1901 gegen Zahlung des August- bezw. September- Beitrages. Etwaige Umschreibungen in eine andre Zahlstelle können nur bis zum 1. August bewirkt werden. Bis zu diesem Termin muss auch die Begleichung etwaiger Beitragsreste erfolgen, da die Restanten sonst ihr Anrecht auf die innegehabte Abteilung verMitglieder, die in eine andre Zahlstelle übertreten wollen, müssen lieren! ans der vorher zugeteilt gewesenen Zahlstelle ihre neue Mitgliedskarte abholen und in der neuen Zahlstelle eintragen lassen. Nene Mitglieder für die ersten 4 Abteilungen können nicht aufgenommen werden. Für die neue VII. Abteilung können sich täglich neue Mitglieder anmelden in folgenden Zahlstellen( Einschreibegeld 65 Pf., Monatsbeitrag desgleichen): No. N. 1. Ernst Beyer, Cigarrenhdlg., Veteranenstr. 13. 2. H. Roloff, Cigarrenhdlg., Wörtherstr. 31. 3. A. Charlet, Cigarrenhdlg., Ackerstr. 154. 4. A. Hintze, Cigarrenhdlg., Pankstr. 13. 5. H. Vogel I, Cigarrenhdlg., Demminerstr. 32. 6. Goldmann, Cigarrenhdlg., Lindowerstr. 5, Stadtbahnbogen 11. 7. E. Dieke, Restaurant, Ackerstr. 123. 8. A. Tietz, Cigarrenhdlg., Invalidenstr. 124 ( Stettiner Bahnhof). NO. 9. Franz Niemeyer, Cigarrenhdlg., Weberstr. 19. 10. J. Reul, Cigarrenhdlg., Barnimstr. 42. 0. 11. P. Horsch I, Cigarrenhdlg., Engel- Ufer 15, Gewerkschaftshaus. 12. G. Vogel II, Cigarrenhdlg., Koppenstr. 83. 13. Zabel, Otto, Restaur., Frankfurter Allee 90. 14. Chr. Schultz, Cigarrenhdlg., Blumenstr. 14. SO. 15. Paul Nicolas, Cigarrenhdlg., Skalitzerstr. 107. 16. R. Wenzel, Cigarrenhdlg., Mariannenstr. 5. 17. L. Tolksdorf, Restaurant, Görlitzerstr. 58 18. Carl Scholz, Glaserei, Wrangelstr. 110. 19. J. Gaedicke, Cigarrenhdlg., Gräfestr. 93. 20. Gottfried Schulz, Cigarrenhg, Admiralstr. 40a. No. 21. W. Börner, Cigarrenhdlg., Ritterstr. 15. 22. G. Ladewig, Restaur., Kommandantenstr. 65. SW. 23. Herm. Sass, Restaurant, Markgrafenstr. 102. 24. A. Ochs, Cigarrenhandlung, Lindenstr. 59. 25. A. Böttger, Cigarrenhdlg., Zossenerstr. 30. W. 26. H. Wagas, Restaurant, Pallasstr. 16. 27. Werner, Restaurant, Bülowstr. 59. NW.( Moabit.) 28. Joh. Pfarr, Restaurant, Puttlitzstr. 10. C. 29. Alb. Löwenberg, Cigarrenhdlg., Neue Schönhauserstr. 18. 30. P. Horsch II, Cigarrenhandlung, Gipsstr. 27. 31. G. Mörschel, Restaurant, Jüdenstr. 36. Rixdorf. 32. C. Minzer, Restaurant, Steinmetzstr. 65, Ecke edb Lessingstrasse. Charlottenburg. 33. A. Sellin, Cigarrenhandlg., Wilmersdorferstrasse 115/116. 34. H. Schurig, Café, Dresdenerstr. 128/129. Die Adresse des Kassierers ist: Gustav. Winkler, Berlin- Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II r. Achtung! Bauanschläger! duft II" meinen tiefgefühlten Dant. Dienstag, den 31. Juli, abends 8 Uhr, bei Buske, Im Namen der Hinterbliebenen: 21326] Frau Anna Waclawiak. Gentral- Kranken- 11. SterbeKasse der Tischler u. Ortsverwaltung Berlin C. Montag, den 30. Juli 1900, abends 82 Uhr, bei Werner, Bülow straße 59: Mitglieder- Versammlung. Terron Tages Ordnung: 1 Sassenbericht vom II. Quartal 1900. 2. Verschiedene Kassen- Ange legenheiten. 182/11 Die Ortsverwaltung. Algem. Kranten- u. Sterbefasse d. Metallarbeiter ( E. H. 29) Hamburg. Filiale Berlin VII. Grenadierstraße Nr. 33: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Steppdecken besten und billigsten nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin S., 1. Rechenschaftsbericht. 2. Beschlußfassung über unsern Lohntarif. 3. Ber: 72, Wall- Strasse 72, schiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet [ 34/6 Die Lohntommiffion. Fliesenleger! wo auch alte Decken aufgearbeitet werden. 49909* Schneidern[ 2136b mit etwas Kapital bietet sich günstige Selbständigkeit. Adr. A. Z. 33 Poftamt 1. Montag, 30. Jult, abends 8 Uhr, bei Schulz, Grenadierstr. 33: Gelegenheit zur Uebernahme hochrent. Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Unser Streik. Die Kommission. 56/17 Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft. Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 11. August 1900: Ausserordentliche Grosses Grosses Sommerfest Mitglieder Versammlung am Montag, den 30. Juli 1900 in den Gesamträumen des ,, Marienbad", Badstr. 35/36. abends 81/2 Uhr, bei Bergmann, Bajewalferstr. 3. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Kassierers. 2. Wahl eines stellver: tretenden Kassierers. 3. Verschiedenes. Wir ersuchen unsre Mitglieder, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. 119/5 J. A: Ed. Warnst, Kolbergerstr. 7, II. Roh- Tabak Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von den Givil- Berufsmusikern. Theater- Vorstellung, Gesangs- Aufführungen, fowie Auftreten des Bolts- Humoristen O. Seclecke und der Geschiv. Pachow. Feuerwerk, Fackelzug, wozu jedes Kind 1 Stodlaterne gratis erhält. In beiden Sälen: Großer Ball. Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 1280/17] Anfang 6 Uhr. Billet 25 Pf. Billets sind in den Zahlstellen sowie bei den befannten Stollegen erhältlich. biniglie: Breife( 4977 Verband der vereinigten Verband der vereinigten Dachdecker Deutschlands Max Jacoby Strelitzerstrasse Nr. 52. Rohtabak. A. 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Antrag auf Anschluß an den Allgemeinen Verband der deutschen Erwerbsund Wirtschaftsgenossenschaften und den Revisionsverband der Provinz Brandenburg. 4. Antrag Böhmt, betreffend: Beschlußfassung über ein Minimalgehalt und eine Marimalarbeitszeit für alle besoldeten Angestellten. 5. Antrag Hahn, betreffend: Abänderung der S$ 13, 16, 40 des Statuts. 6. Antrag Hoffmann auf Abänderung des§ 8 des Statuts. 7. Antrag Toft auf Abänderung des§ 45 des Statuts. Mitgliedsbuch legitimiert. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche[ 49799* Fabrikations- Utensilien. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original- Fabrifpreisen. Heinrich Franck, 185. Brunnenstr. 185. Roh- Tabak zu den allerbilligsten Preisen. E. Erbe, Berlin C. Auguststr. 36, Hof parterre. 99 Elektra"-Abendkurse. praktische u. theoret. Ausbildung für alle Zweige d. Elektrotechnik. Beginn Neuer Kurse: Anfang August Anmeldungen: Prinzenftr. 55. 269/ Teilzahlung tiefert elegante Der Vorstand: Wilh. Jäger. W. Gonrad. NB. 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Nr. 331 Gew.- Ger. 1900. In Sachen haben, während die andern angaben, schon seit 14 Tagen Stimmen abgelehnt. Zum Vertrauensmann für Ober- und NiederAus der Frauenbewegung. auf dem Heuboden ihre Schlafstelle aufgeschlagen zu haben. Schöneweide wurde Berthold Sutthuff. Ober- Schöneweide, FrischeDie Folge war, daß St. zwei Strafmandate wegen straße 19, gewählt. Nachdem einem in Not geratenen Kollegen eine Meldepolizei- Kontravention in Höhe von je 5 M. erhielt. Hiergegen Unterstügung gewährt worden, erfolgte Schluß der Versammlung. legte er Berufung ein und behauptete im gestrigen Termin, daß Samariter Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen ihm nichts davon bekannt gewesen sei, daß die Personen bei abends 9 Uhr Brunnenstraße 150: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: ihm an Heuboden geschlafen haben. In dem einen Fall wollte Ertrinten, Grsticken, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit. Heute nacher sogar den einen Kutscher, der dort 14 Tage genächtigt hatte, gar mittags Ausflug nach Grünau bei Buchholz, Friedrichstraße. Zahlreiche fagten, waren die Personen eingeschlossen gewesen und von den An: Montag, den 30. b. Mets.: Deffentliche Versammlung in den Arminhalten, nicht beschäftigt haben und auch nicht kennen. Wie die Beamten aus- Beteiligung der Mitgleder erwünscht. Verband deutscher Barbiere. Friseure 2c.( Zweigverein Berlin.) verwandten des St. wollte niemand einen Schlüſſel zu dem Heuboden kommandantenfiraße 21. Tagesordnung: Wahl eines Gewerkschafts: drohten, Thür durch Belegizien. Schlosser öffnen zu lassen, tam plöglich der Schlüssel zum Vorschein. Nixdorf. Dienstag, den 31. Juli, abends 82 Uhr, findet eine MitDas Gericht erkannte auf Freisprechung des Angeklagen gliederversammlung des Frauen- und Mädchenbildungs- Vereins im Apollound zwar aus dem Grunde, weil es ausgeschlossen erscheine, daß die Theater, Hermannstraße, statt. Tagesordnung: Vortrag und Besprechung der Partie. beiden Personen ermittelt und als Zeugen vernommen werden fönnen. Ji andren Falle sei aber dem Angeklagten nichts bewiesen und mußte man ihm glauben, daß er von der Nächtigung nichts gewußt habe. Auch das einmal über Nacht bleiben sei nicht strafbar. bleiben fein November der Lohnbewegung der Alt- Plätterinnen und Wäscherinnen Berlins und Umgegend wird gemäß§ 66 des Gewerbegerichts- Gesezes vom 29. Juli 1890 und§ 75 des Ortsstatuts für die Stadt Berlin vom 26. Otober 1892, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, hier durch öffentlich bekannt gemacht, daß in der Sigung des sowohl von den Arbeitgebern als auch von den Arbeiterinnen als Einigungsamt angerufenen Gewerbegerichts vom 18. Juli 1900, an der teil1. Gewerberichter v. Schulz als Vorsitzender, 2. Ingenieur Bernhard genommen haben 3. Hutmachermeister 4. Tischler Ahrens u cht Arbeitgeber 5. Former Korsten Arbeiter folgender Vergleich geschlossen worden ist: als Beisiger, I. Es sollen im Accord an Plätterinnen gezahlt werden, und zwar vom Montag, den 16. Juli 1900, ab für 1. Oberhemden pro Duyend gestidt oder Falten nach Uebereinkunft, 2. Westen pro Stück. 3. Kragen pro Dugend. 44. Manschetten pro Duzend 5. Chemisettes pro Dußend 6. Damenoberhemden mit Kragen und Manschetten pro Stück 1,20 M. 0,15 " 0,30 0,40 0,40 0,25" II. An Blätterinnen ist von demselben Zeitpunkt ab an Wochen Tohn, ohne Kost, durchschnittlich ein Betrag von 18 M. zu zahlen. III. Wäscherinnen erhalten ebenfalls von demselben Zeitpunkte ab durchschnittlich: a) pro Tag 2,50 M. und Kost oder b) pro Tag 3,50 M. ohne Kost. IV. Die Arbeitszeit wird festgesetzt: nachmittags; a) für den Sommer von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, Pausen find zu gewähren für die Zeit von 812-9 Uhr morgens, von 12-1 Uhr mittags, von 412-5 Uhr b) für den Winter von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, Pausen sind zu gewähren für die Zeit von 9-91/ 2 Uhr morgens, von 12-1 Uhr mittags, von 4/ 2-5 Uhr nachmittags. V. Sollten von einigen Arbeitgebern höhere Löhne gezahlt werden, wie hier vereinbart, so dürfen Herabsetzungen nicht vorVl. Zur Regelung etwaiger zukünftiger Differenzen und zur Vermeidung von Streiks und Aussperrungen soll innerhalb 4 Wochen eine Kommission gebildet werden. Dieselbe hat sich zusammenzu: zujeßen aus 5 Arbeitgebern bezw. Arbeitgeberinnen und 5 Arbeitnehmern beziv. Arbeitnehmerinnen. genommen werden. " Versammlungen. Welgen, gut mittel gering " Marktpreise von Berlin am 27. Juli 1900 nach Ermittlungen des tgl. Polizeipräsidimus. 195 D.- Ctr. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 60. 9,00 15, 1,60 1,20 Bauch 1,20 1, " 31 01 Roggen, gut 14,10 Schweinefleisch 1,60 1,10 mitte! " Kalbfleisch 1,60 1, gering *) Gerste, gut mittel gering 15,40 14,90 Hammelfleisch Butter 1,60 1,10 2,60 1,80 14,80 14,30 Eier 60 Slid 3,60 2,40 " 14,20 13,70 " Karpfen 1 kg 16,40 15,40 Wale 3,-1,40 mittel 115,30 14,30 Bander 2,60 1,20 gering 14,20 13,30 Hechte 2,40 1,20 6,16 5,50 Barsche 1,80 0,80 40, 45, 7,30 4,80 Schleie Bleie 25, Krebse 70, 30, 2,40 1,20 1,40 0,80 per Schock 15, 2,50 Amts Bullen: In einer Volksversammlung für Steglik- Friedenau, die am vergangenen Freitag in den„ Kaiserhallen" in Steglig stattfand, referierte Reichstags- Abgeordneter Genosse Rosenow über Weltmachtspolitik". Als ein erfreulicher Beweis für des Bedürfnisses und †) Safer, gut Verständnisses der Arbeiterschaft für politische und wirtschaftliche Tagesfragen kann es jedenfalls bezeichnet werden, daß trotz des für Versammlungen anscheinend ungünstigen Richtfroh Wetters, an einem Freitag, wo gleichzeitig in allernächster en Erbsen Nähe eine von den Bodenreformern einberufene Versammlung über Speisebohnen die Wohnungsfrage" stattfand, diese Parteiversammlung, von Linfen Männern und Frauen äußerst start besucht war. Die Anwesenden folgten trotz der herrschenden Schwile im Saal mit gespannter *) frei Wagen und ab Bahn. +) frei Wagen und ab Bahn. Aufmerksamkeit den interessanten und lehrreichen Ausführungen Produktenmarkt vom 28. Juli. Am heutigen Getreidemarkt machte des Redners, dessen etwa 1/2 stündiger Vortrag mit anhaltendem sich eine ausgedehnte Geschäftslosigkeit breit, Preise waren fast durchweg Beifall aufgenommen wurde. Als Gegner meldete sich ein Herr nominell. Das Effettivgeschäft beschränkte sich auf einige Abschlüsse in Mangel, dem die deutsche China- und Weltmachtpolitit, vom neuem inländischen Roggen. Am Frühmarkte war die Tendenz fest, Weizen vaterländischen" Standpunkt aus„ natürlich für die einzig richtige" und Roggen wurden auf feste Meldungen aus Nordamerika 0,25-0,50 ere und„ notwendige" hielt. Wo sollen denn alle die vielen Menschen, höher gehalten. Mittags lagen aus Destreich- Ungarn gleichfalls höhere die fich in Deutschland mit jedem Tage vermehren, schließlich bleiben? Motierungen vor, da jedoch reichliche Warenofferten aus allen Teilen Rußlands, namentlich aus den Donauländern vorhanden waren, schwächte sich Wir müssen also Kolonien haben, um diese überzähligen Menschen die Tendenz wieder etwas ab und die Preise schlossen ungefähr wie gestern. dorthin zu bringen!" rief der Redner in seiner alldeutschen" Begeisterung Futterartikel lagen sehr still, preishaltend, ebenso Rüböl. aus. Uebrigens sei doch von der Regierung dem Brauntweintrinfen Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 28. Juli 1900. bei der einheimischen Bevölkerung in den deutsch- afrikanischen Kolonien licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 3072 Rinder, Einhalt gethan usw. Genosse Konrad kritisierte hierauf die Aus- 944 Kälber, 14 369 Schafe, 6106 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund laffungen eines gegnerischen Blattes, während Rose now in seinem oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Bfund Schlußwort Herrn Mangel eine treffende Antwort unter dem Beifall in Pf.): Für Ninder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäſtete, höchsten Schlachtder Bersammlung erteilte. Eine von Konrad gestellte Anfrage über wertes, höchstens 7 Jahre alt 64-68, b) junge fleischige, nicht aus: eventuelle Einberufung des Reichstags sowie über die in der gemäßtete und ältere ausgemäßtete 57-63; c) mäßig genährte junge und gut Reichsverfaffung nicht vorgesehenen etwaigen Truppentransporte a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 60-63; b) mäßig genährte jüngere genährte ältere 54-56; d) gering genährte jeden Alters 50-53. des stehenden Heers wurde vom Referenten dahin beantwortet, daß und gut genährte ältere 55-59; c) gering genährte 48-53. Färsen und die Entwicklung der augenblicklichen Verhältnisse wohl in nächster Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Zeit zu einer gründlichen Aussprache im Reichstage führen b) vollfleischige, ausgemäßiete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahrei werde. Schließlich gelangte eine längere Resolution ein 53-55; c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere stimmig zur Annahme, worin die Anwesenden die Welt- Kühe und Färsen 51-53; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 45-49; machtpolitik der herrschenden Klassen verurteilten und die e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44.- Stäber: a) feinste Maſtsocialdemokratische Fraktion im Reichstag beauftragten, diese und gute Saugfälber 65-68, c) geringe Saugfälber 55-60, d) ältere, gering tälber( Bollmilchmast) und beste Snugfälber 70-72, b) mittlere Mastfälber Politit der Regierung auch ferner energisch zu bekämpfen. Der Vor- genährte( reffer) 38-47. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast fizende Knöfel ermahnte die Genossen, für Anschluß an die Hammel 65-68, b) ältere Masthammel 59-63, c) mäßig genährte politische Organisation des Arbeiter- Bildungsverein für Hammel und Schafe( Merzschafe) 54-58, d) Holsteiner NiederungsSteglitz- Friedenau rege thätig zu sein, wie auch Frauen und schafe( Lebendgewicht) 00-00. Schweine: a) vollfleischige der feineren bis zu 1 Jahren 55-56, Männer es als ihre Pflicht erachten müßten, nur Arbeiterblätter zu Raffen und deren Kreuzungen im Alter lesen. Mit einem begeisterten Hoch erfolgte Schluß der Ver- b) täfer 00-00, c) fleischige 53-54, d) gering entwickelte 51-52, e) Sauen 48-50. fammlung. Verlauf und Tendenz. Das Rindergeschäft wickelte fich glatt Verbands der Handels- und Transportarbeiter Bei den Schafen wurden Schlachtware glatt geräumt, Wagerbien bitterläß Köpenick. Die wurglieder der hiesigen Ortsverwaltung des ab, es wurde ungefähr ausverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich glatt. hielten am 21. d. M. ihre Versammlung ab. Zunächst referierte der aber Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief lebhaft und wurde geräunit. Vorsitzende Nickel über die Differenzen in Ober- Schöneweide. Redner hob hervor, daß die Bewegung die erste seit Bestehen der Ortsverwaltung sei. Durch Unterhandlung sei ja die Sache vorläufig erledigt, leider hätten sich die Verhältnisse aber so gestaltet, daß die angelegenheit weiter im Auge behalten werden muß. Nach kurzer Aussprache wurde beschlossen, am Sonntag, den 29. Juli, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, zu der sämtliche FuhrIn einer Versammlung der Arbeitskutscher, welche feiner werksbefiger geladen werden sollen. Nachdem Habeball Bericht Ewintembe. 17 Petersburg Zeit im Apollo- Theater in der Hermannstraße zu Rigdorf stattfand, vom Gewerkschafts Startell gegeben sprach Nickel über Hamburg wurde gerügt, daß manche Fuhrherren ihre Kutscher auf dem Heu- die Organisation und Agitation. Durch die Ausdehnung Franff/ M. 21 Aberdeen boden oder Stall schlafen lassen. Die Nixdorfer Polizei ist nun der Ortsverwaltung auf die Umgegend hätten sich die Geschäfte ver- München 763 S 2wolfen! 22 Paris 2 heiter dieser Behauptung auf den Grund gegangen. Beamte revidierten mehrt. Redner beantragte eine Vermehrung der Mitglieder der Wien 762 9 1wolfen! 21 in aller Frühe die Grundstücke. Bei dem Fuhrherrn Otto Köppe Ortsverwaltung, Schaffung des Vertrauensmänner- Systems sowie Wetter Prognose für Sonntag, den 29. Juli 1900. wurden auf dem Henboden vier Personen gefunden, die dort Verlegung der Versammlungen. Nach längerer Diskussion wurden Warm und zeitweise heiter, vielfach wolkig bei schwachen südöstlichen nächtigten. Zwei behaupteten, nur für die eine Nacht geschlafen zu die beiden ersten Anträge angenommen, der letztere gegen zwei Winden, etwas Regen und Gewitterneigung. Den Vorsiz soll ein Unparteiischer, ein Richter des hiesigen Gewerbegerichts führen. VII. Maßregelungen dürfen aus dieser Lohnbewegung von keiner Seite vorgenommen werden. ( gez.) v. Schulz. Paul Lucht. E. Bernhard. A. Körsten. Rob. Ahrens. Es folgen mehrere Unterschriften der Parteien. Gerichts- Beitung. Der Redacteur und Verleger des„ Berliner Süd- West" Boten". Zu dem unter dieser Spigmarke erschienenen Bericht in der vorigen Nummer erhalten wir von Herrn Lübtle folgende Zuschrift: In dem eingangs genannten Artikel wird der Redacteur Paul Weinberg als Verleger des Berliner Süd- West- Boten" an gegeben. Der pp. Weinberg ist an meiner Zeitung, von der ich der alleinige Bertreter bin, als Aquifiteur bis vor drei Jahren thätig gewesen, und hat gelegentlich der Liquidation des Konsumbereine Süd- West" die Liquidationsangelegenheiten des Vereins für meine Zeitung redaktionell verwendet. Volksgarten ( früher Weimanus Volksgarten) Badstrasse 56 ist vom 1. Oktober d. 3. ab anderweit verpachtet. 51392* Vereins- Festlichkeiten, welche bei der jetzigen Direktion nach dem 1. 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