Mr. 175. Abonnements- Bedingungen: H Abonnements Preis pränumeranbo: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir illuftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. guga pendude17. Jahrg. simse dau Die Insertions- Gebühr Vorwärts iduralist Berliner Volksblatt. beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zelle ober deren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 pfc. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Mort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bts 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Bernfpredjer: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Organisation der Dienstag, den 31. Juli 1900. § 12. Die Einberufung des außerordentlichen Parteitages muß spätestens 14 Tage vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das Centralorgan der Partei in wenigstens drei aufeinanderfolgenden Nummern mit Angabe der Tagesordnung erfolgen. Socialdemokratischen Partei Deutschlands. haltung des Parteitags im Centralorgan zu veröffentlichen. § 1. Bur Partei gehörig wird jede Person betrachtet, die sich zu den Grundsätzen des Parteiprogramms bekennt und die Partei dauernd durch Geldmittel unterstützt. § 2. 8ur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben BerAnträge der Parteigenossen sind spätestens 5 Tage vor der AbIm übrigen gelten für die außerordentlichen Parteitage dieselben Bestimmungen wie für die ordentlichen Parteitage(§§ 8-10). sen Parteivorstand. § 18. Der Parteivorstand besteht aus 5 Personen, und zwar is Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Gewaltpolitik. Monza, Sonntag, 29. Juli, Mitternacht. Als der König heute abend 10/2 Uhr nach der Preisverteilung bei einem Wettturnen mit seinem ersten Flügeladjutanten den Wagen bestieg, um sich ins Schloß zu begeben, fielen drei Schüsse. Der König fank zurück und starb, ins Herz getroffen, um 112 Uhr. Der Mörder, Angelo stoßes gegen die Grundsätze des Parteiprogramms oder wer sich aus 2 Borsigenden, 2 Schriftführern und 1 Kassierer, die berechtigt Bressi aus Prato( Toscana), wurde alsbald einer ehrlosen Handlung schuldig gemacht hat. Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet nach Anhörung der Parteigenossen der einzelnen Orte oder Reichstags- Wahltreise der Parteivorstand. Gegen diese Entscheidung steht den Betroffenen die Berufung an die Stontrollkommission und den Parteitag zu. find, fich gegenseitig zu vertreten. berhaftet. Die Wahl des Parteivorstands erfolgt durch den Parteitag In diese aufgewühlten Tage, da die Welt nichts als Blut und mittels Stimmzettel in einem Wahlgang und nach absoluter Mehr- Rache zu sehen scheint, fällt, zur Steigerung der Erregung die heit. Hat ein Kandidat die absolute Mehrheit der abgegebenen Kunde, daß König Humbert von Italien in Monza von einem Stimmen nicht erhalten, so findet Stichwahl zwischen den beiden Mörder getötet worden ist. Kandidaten statt, auf welche die meisten Stimmen gefallen find. Bei Mit dem Tode, dem Austritt oder der Ausschließung aus der Stimmengleichheit entscheidet das Los. Partei erlischt für jeden früheren Parteigenossen das Recht, das er Nach erfolgter Wahl hat der Parteivorstand seine Konstituierung etwa gegen die Partei, gegen den Parteivorstand, gegen die Kontroll- vorzunehmen und dieselbe im Centralorgan der Partei bekannt zu kommission oder gegen einzelne Parteigenossen aus seiner Partei- orzunehmen mitgliedschaft erivorben hat. Vertrauenspersonen. § 3. Zur Wahrnehmung der Parteiinteressen wählen die Parteigenossen in den einzelnen Orten oder Reichstagswahlkreisen in zu diesem Zweck berufenen Vereins- oder Partei Versammlungen eine oder mehrere Vertrauenspersonen. Die Art der Wahl dieser Vertrauenspersonen ist Sache der in den einzelnen Orten oder Kreisen wohnenden Genossen. § 4. Die Wahl der Vertrauenspersonen erfolgt alljährlich und zwar im Anschluß an den voraufgegangenen Parteitag. Die Vertrauenspersonen haben ihre Wahl mit Angabe ihrer genauen Adresse sofort dem Parteivorstand mitzuteilen. § 5. Tritt eine Vertrauensperson zurüd oder tritt fouftivie eine Balanz ein, so haben die Parteigenossen sofort eine Nemwahl vorzunehmen und ist das Resultat derselben entsprechend§ 4 Absatz 2 den Parteivorstande mitzuteilen. § 6. Dort, wo aus gefeßlichen Gründen die in den vorstehenden Paragraphen gegebenen Vorschriften unausführbar sind, haben die Parteigenossen den örtlichen Verhältnissen entsprechende Einrichtungen zu treffen. Parteitag. machen. Der Parteivorstand verfügt nach eignem Ermessen über die vorhandenen Gelder. Der Parteivorstand oder die Kontrollkommission können durch feinerlei Rechtsgeschäfte die einzelnen Parteigenossen oder die Partei verbindlich machen. Auch erwirbt kein Parteigenosse oder ein andrer durch Berträge mit dem Parteivorstand oder der Kontrollfommission ein flagbares Recht gegen diese oder ihre Mitglieder. Kein Parteigenoffe hat ohne ausdrücklichen Beschluß des Parteitags ein flagbares Recht, die Geschäftsbücher oder Papiere des Parteivorstands, der Kontrollkommission oder der Partei einzusehen oder sich aus ihnen Abschriften oder Auszüge anzufertigen oder eine Auskunft oder Uebersicht über den Stand des Parteivermögens zu verlangen. § 16. Scheidet ein Mitglied des Parteivorstands aus, so ist die Vakanz durch eine von der Kontrollkommission vorzunehmende Neuwahl zu ergänzen. Kontrollkommission. Der italienische König ist in einem Augenblick den Kugeln eines Verbrechers verfallen, da sich die politischen Leidenschaften in Italien in einem Ruhezustand befanden. Nicht während der letzten leidenschaftlichen parlamentarischen Konflikte, nicht während der Wahlfämpfe, die vielleicht einen verwirrten Fanatiker zu Gewaltthaten veranlassen könnten, hat sich das Attentat ereignet, sondern in Zeiten der Beruhigung und des Friedens. So fehlt jeder direkte Zusammenhang des Mords mit den augenblicklichen Verhältnissen Italiens. Andrerseits erklären sich zum teil diese Thaten aus den allgemeinen Kultur- Zuständen Italiens. Es ist wohl kein Zufall, daß die Attentäter, denen der französische Präsident Carnot und die östreichische Kaiserin Elisabeth zum Opfer fielen, ebenso Jtaliener waren, wie der Mörder Humberts. Das tiefe wirtschaftliche Elend, in dem Italien schmachtet, die furchtbare Unwissenheit der wassen, die von einem wuchernden Pfaffentum in Aberglauben und Vernunftlosigkeit erhalten werden, dazu das heiße fübliche Tempera ment, das erflärt hinlänglich die allgemeinen Dispositionen zut diefen abertvitzigen Gewaltakten, die- auch wenn sie politisch § 14. Die Mitglieder des Parteivorstands können für ihre gefärbt sein sollten, und in den Augen der Thäter einen Thätigkeit eine Besoldung beziehen. Die Höhe derselben wird durch edlen Zweck zu verfolgten ein fchlechthin verwerfliches den Parteitag festgesetzt. und untaugliches Mittel darstellen. Italien ist das Land, § 15. Der Parteivorstand besorgt die Parteigeschäfte und in dem die Kriminalstatistik den höchsten Prozentsatz an Mordthaten aufweist. Nur Rußland, Serbien und Rumänien hat eine noch kontrolliert die principielle Haltung der Partei- Organe. größere Anzahl von Rekruten aufzuweisen, die weder des Lesens noch des Schreibens fundig sind; von 1000 eingestellten Rekruten tönnen 380 ihren Namen nicht schreiben. So wuchert der dumpfe Wahn in den Köpfen, und die brutale Getvalt erscheint den unauf§ 7. Alljährlich findet ein Parteitag statt, der vom Parteiborstand einzuberufen ist. § 17. Zur Kontrollierung des Parteivorstands, sowie als Be- geflärten Massen als ein gerechtes Auskunftsmittel in privaten und Hat der vorhergehende Parteitag über den Ort, an welchem der rufungsinstanz über Beschwerden gegen den Parteivorstand, wählt öffentlichen Notlagen. Aber es bleibt trotz aller dieser Erkenntnis der Untergründe nächste Barteitag stattfinden soll, keine Bestimmung getroffen, so hat der Parteitag eine Kontrolltommiffion von nenn Mitgliedern. der Parteivorstand mit der Kontrolffomunission und der ReichstagsDie Wahl der Controleure erfolgt nach einfacher Wehrheit. Bei solcher Verbrechen immer noch unklar, warum gerabe jest fraktion hierüber sich zu verständigen. a gleicher Stinunenzahl entscheidet das Los. Zur Leitung ihrer Ge- das Verbrechen geschehen ist, wo sich die politischen Leidenschaften in §8. Die Einberufung des Parteitags muß spätestens vier Wochen schäfte wählt sich die Kontrollkommission einen Vorsitzenden, der Ort Italien gemildert hatten und wo man auf ein ertragreiches ruhiges vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das Centralorgan und Zeit der Sigungen bestimmt, so weit die Kontrollkommission Arbeiten hoffen konnte. Es liegt nahe, an die Stinnmung zu denken, die durch die chinesischen Ereignisse in dem Europa der herrschenden der Partei mit Angabe der provisorischen Tagesordnung erfolgen. nicht darüber beschließt. Wenn alle diese civilisierten Die Einladung zur Beschickung des Parteitags ist mindestens dreiSlaffen hervorgerufen worden ist. in ihren einflußreichsten Schichten in mal in angemessenen Zwischenräumen zu wiederholen. Etaaten und Völker der rohesten Gewalt alles Heil sehen, wenn von den leitenden Streifen und Staatsmännern alle sittlichen Begriffe verwirrt und überhaupt aus dem Bereich der Politik gewiesen werden, wenn statt des Glaubens an Vernunft, Gerechtigkeit und Humanität als höchste und heiligste Religion die Durchschlagskraft des Kleinkalibrigen gepredigt wird, wenn das Blut tausender von Menschen erbarmungslos aus Gründen der Staatsraison die in Wahrheit die Staatsun vernunft ist vergossen wird, ohne daß die beleidigte Menschheit aufschreit, so muß das Gewissen der Massen abgeſtumpft werden, die autoritäre Empfehlung des Massenordes muß für den dumpfen Sklaven der Herrschenden Brutalitätsanschauung den Einzelmord rechtfertigen, die wunderthätige Kraft, die nach dem Dogma der herrschenden Klassen der Bernichtung von Menschenleben innewohnt, verleitet dann leicht einen leidenschaftlichen Wirrkopf dazu, daß auch die gewaltsame Beseitigung eines Fürsten Bauberivirtungen für den Fortschritt der Kultur haben könnte. Die gefährlichen, verwahrlosten Meinungen, die der Chinakoller aus der Tiefe europäischer Barbarei an die Oberfläche geschwemmt hat, mögen in dem Mörder Humberts einen allzu gelehrigen Schüler gefunden haben. Anträge der Parteigenossen für die Tagesordnung des Parteitags sind bei dem Parteivorstand einzureichen, der dieselben spätestens 10 Tage vor der Abhaltung des Parteitags durch das Centralorgan der Partei bekannt zu geben hat. § 9. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der Partei. Zur Teilnahme an demselben sind berechtigt: 1. die Delegierten der Partei aus den einzelnen ReichstagsWahlkreisen, mit der Einschränkung, daß in der Regel kein Wahlkreis durch mehr als drei Personen vertreten sein darf. Insoweit nicht unter den gewählten Vertretern des Wahlfreises Frauen sich befinden, können weibliche Vertreter in besonderen Frauenversammlungen gewählt werden. 2. die Mitglieder der Reichstags- Fraktion. 3. die Mitglieder des Parteivorstands und der Kontrolltommiffion. Die Mitglieder der Reichstagsfraktion haben in allen die parlamentarische, und die Mitglieder des Parteivorstands in allen die geschäftliche Leitung der Partei betreffenden Fragen nur beratende Stimme. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Teilnehmer, wählt seine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. Zur Gültigkeit der Beschlüsse des Barteitags ist eine Beschluß fassung durch die Mehrheit der Anwesenden ausreichend. § 10. Zu den Aufgaben des Parteitags gehören: 1. Entgegennahme der Berichte über die Geschäftsthätigkeit des Parteivorstands und der Kontrollkommission sowie über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Abgeordneten. 2. Die Bestimmung des Orts, an welchem der Parteivorstand feinen Siz zu nehmen hat. 3. Die Wahl des Parteivorstands und der Kontrollfommission. 4. Die Beschlußfaffung über die Partei- Organisation und alle das Parteileben berührenden Fragen. 5. Die Beschlußfassung über die eingegangenen Anträge. § 11. Ein außerordentlicher Barteitag laun einberufen werden: 1. auf einstimmigen Beschluß des Parteivorstands; 2. auf Antrag der Mehrheit der Reichstagsfraktion; 3. auf Antrag von mindestens 15 Wahlkreisen; 4. auf einstimmigen Beschluß der Kontrollfommiffion. 00 Falls der Parteivorstand sich weigert, einem gestellten Antrag auf Einberufung eines außerordentlichen Parteitages stattzugeben, so ist derselbe durch die Reichstags- Fraktion einzuberufen. Als VerSammlungsort eines außerordentlichen Parteitages ist ein geographisch möglichst günstig gelegener Ort zu bestimmen. Die Kontrolle muß mindestens vierteljährlich einmal stattfinden. Alle Einsendungen für die Kontrollfommission find an den Vorfitzenden derselben zu richten, der seine Adresse im Centralorgan der Bartei mitzuteilen hat. Auf Antrag der Kontrollkommission oder des Parteivorstandes finden gemeinsame Sigungen statt. Centralorgan der Partei. § 18. Centralorgan der Partei ist der Vorwärts, Berliner Boltsblatt". Die offiziellen Bekanntmachungen find an hervorragender Stelle des redaktionellen Teils zu veröffentlichen. Zur Kontrolle der principiellen und taktischen Haltung des Central organs, sowie der Verwaltung desselben wählen die Parteigenossen Berlins und der Vororte eine Breßkommission, die aus höchstens zwei Mitgliedern für jeden beteiligten Reichstags- Wahlkreis bestehen darf. Die Preßkommission entscheidet in Gemeinschaft mit dem Parteivorstand über alle Angelegenheiten des Centralorgans, insbesondere über Anstellungen und Entlassungen im Personal der Redaktion und Expedition. Bei etwaigen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Parteivorstand und der Preßkommission entscheidet die Kontroll tommission, der Parteivorstand und die Breßtommission in der Art zu gleichen Rechten, daß jedes dieser dret Organe je eine Stimme hat. Abänderung der Organisation. § 19. Aenderungen an der Organisation der Partei fönnen mur durch einen Parteitag vorgenommen werden, doch muß die absolute Mehrheit der anvejenden Vertreter sich dafür erklären. Anträge auf Abänderung der Organisation fönnen nur beraten werden, wenn sie innerhalb der Fristen, welche die§§ 8 und 12 vorschreiben, zur öffentlichen Stenntnis der Parteigenoffen gelangten. Eine Abweichung von der letzteren Bestimmung ist nur dann zulässig, wenn mindestens 3/4 der anwesenden Vertreter auf einem Parteitag sich für die Abweichung entscheiden. # Vorstehender Entwurf eines Organisationsstatus ist von einer von der Reichstagsfraktion eingesetzten Kommission bestehend aus den Genossen Aner, Bebel, Geyer, Dreesbach, Stadt bagen und Singer entworfen. Der Entwurf ist von der Fraktion eingehend beraten und beschloffen worden, denselben in vorliegender Form dem Parteitag zur Annahme zu empfehlen. 21 Wir Socialdemokraten, die wir an die Kultur des Kleinkalibrigen nicht glauben, die wir in unbelehrbarer Humanitätsduselei" dieſe letzten Wochen hindurch, völlig einsam die Ausschweifungen der rohen Gewaltpolitit Tag für Tag bekämpft haben, wie sie die herrschende Klaffe durch ihre feile und schamlose Preffe in der Chinafrage brünstig begehren wir Socialdemokraten haben einzig und allein jetzt das moralische Recht, auch die Gewaltpolitif" des italienischen Stönigsmörders zu verurteilen, der nach den Weisungen der europäischen Nache- Apostel das Mittel durch den Zweck geheiligt und in dem finnlosen Bernichtungsaft fälschlich ein taugliches Mittel glaubte. Warum jetzt dieser ernente Racheschrei durch die Bestialitäts- Presse? Diese Zeitungs- Entrüsteten haben das Recht verwirkt, den Mörder Humberts zu schmähen; dieser„ Anarchismus" ist auf dem Boden ihrer eignen Moral erwachsen; er ist ihr natürliches, vergeb Tich abgeleuguetes Kind. Und wenn man jetzt wieder versucht, aus Socialdemokraten für den Mord verantwortlich zu machen, so flößt uns solch verleumderisches und idiotisches Geschwäß, das von dem Haß der Unternehmer gegen die Arbeiterschaft befoldet wird, mur Etel ein; Verachtung wäre eine unverdiente Ehrung. Wenn man schließlich noch nach einem besondren Motiv der Ermordung Humberts sucht, so sei auf unfreweiter unten abgebrudte italienische Storrespondenz aufmerksam gemacht, die auf die durch verkehrte Regierungsmaßregeln mit veranlaßte Steigerung der Brotpreise hinweist, die eine drohende Gährung des Hungers zur beranlassen geeignet ist. Aber auch dieses Moment erklärt nur den Haß gegen ein System und allenfalls gegen eine Regierung. Warum wandte sich der Fanatismus gegen den König, und gerade gegen diesen König, der zum persönlichen Haß niemals einen Anlaß gegeben hat? Wieder zeigt es sich, daß gerade neutrale, impolitische Persön lichkeiten zum Opfer fallen: Carnot, Elisabeth von Oestreich, Humbert. Schon dieser eine Umstand verrät grell die völlige politische Unwissenheit der Attentäter. König Humbert ist persönlich nicht viel hervorgetreten. Er galt allgemein als wohlmeinend, aber unbedeutend. In den Parteikampf mischte er sich nicht viel, und wurde deshalb auch von den Parteien, eine einzig ausgenommen, nicht in den Parteikampf hineingezogen. In der republikanischen und socialistischen Presse wurde er kaum genannt. Zum Unglück des Königs waren nicht alle feine Minister so ridsichtsvoll wie diese Parteien. Insbesondere Herr Crispi suchte sich bei jeder Gelegenheit mit der Person des Königs zu decken. Und nicht genug, daß er ihn in die Afrika- Politit und die Belagerungszustands- Politik hineinzog, er hatte auch den Cynismus, den Namen des Königs in die Bankskandal zu zerren. Die einzige Partei, welche den König methodisch angriff, waren die Kleritalen, deren Presse oft einen sehr heftigen Ton anschlug. Ein Lieblingsthema der päpstlichen Bresse war, die heutige Notlage des italienischen Volks mit den Zuständen, wie sie vor der Gründung des Königreichs Italien herrschten, in ungünstigen Vergleich zu bringen. To würde es schließlich auch nicht überraschen, wenn der Attentäter, den man natürlich fofort als„ Anarchisten" rubriciert, ein Nachfolger Ravaillac& wäre. Die weltpolitischen Zeitungen, die seit dem afrikanischen Feldzug des Abwehrkriegs zu vollenden. Außerdem hoffte fie- und zwar den Beinamen Kriegswüter" erhalten haben, finden nicht Worte mit Recht auf das zunehmende Zerwürfnis der Mächte der genug, um die focialistische Partei, die ihnen mit ihren Artikeln über Civilisation untereinander. die Expedition nach China in die Quere gekommen ist, zu verdammen Die Nachricht, daß die Gesandten am Leben sind, bildet die und zu vernichten. Besonders die Socialisten, daneben aber auch die Republikaner und die Rabifalen, haben dargelegt, daß das italienische schneidende Antwort der Thatsachen auf die letzte Rede des Kaifers. wolt gar tein Intereffe daran hat, an einer mili- Rein Zweifel, daß, wenn sich für alle Gesandten die Richtigkeit tärischen Aktion nach China teilzunehmen; das italienische Volk treibt der chinesischen Meldungen bestätigt, ein Teil der Mächte dort keinen Handel und kann teine Kapitalien dorthin exportieren, sich von dem chinesischen Abenteuer völlig lossagt Deutsch= weil sie ihm in Italien fehlen. Die Socialisten haben die Manöver land, das sich am weitesten und am unvorsichtigsten exponiert der Spekulanten der Reeder, der Militärs aufgedeckt, welche die Be- hat, wird bald ziemlich isoliert dastehen; und da es gegen den wegung der Borer benutzen wollen, um Geld aus den Taschen des Willen von Amerika, England und Japan nicht vorgehen tann, es italienischen Volts in die ihrigen hinüberzuleiten. Propaganda der socialistischen Partei auf die öffentliche Meinung Fiasko des Reichs sehr groß sein und auf die bisherige Machtſtellung Und den Beweis, daß die gegen die Weltpolitik gerichtete müßte denn den Mut des Va- banque- Spielers haben, so wird das einwirft, liefern die feindseligen Artikel der„ triegswütigen" Presse in Europa bedenklich zurückwirken. gegen die Socialisten. Man nennt sie dort Vaterlandsfeinde, Ver- Ob die Chinesen die Gesandten als Geiseln bewahren, steht räter des öffentlichen Interesses und der öffentlichen Meinung; man noch nicht ganz fest. Daß China ernstlich bereit ist, es auf einen fälscht die Artikel der„ Wiener Arbeiter- Zeitung", um einen Gegensaz Entscheidungskampf um feine Unabhängigkeit ankommen zu lassen, zwischen der Meinung und Haltung der östreichischen Socialisten und ist nicht zu bezweifeln. Es ist ja nicht eigentlich ein Strieg gegen die derjenigen der italienischen Socialiſten zu konstruieren; ja, man Fremden, sondern gegen die fremden Herren! felbst herauszufinden. Sit Mailand, wo das Leben der Batterie bemüht sich sogar, einen Konflikt unter den ieniſchen Socialiſten fräftig pulsiert, fand vor einigen Tagen eine Diskussion statt zwischen den Socialisten Turati und Treves über die Frage, ob man sich an der chinesischen Expedition beteiligen solle. Der deutsche Konsul in Tientsin telegraphiert unter dem Turati verteidigte den Say, daß für solche Unternehmungen wie 28. Juli: Unter dem 21. Jult schreibt der erste Sekretär bei die chinesische kein Mann und kein Groschen bewilligt der Gesandtschaft in Peking, Herr von Below: Dank für werden dürfe; denn, sagte er, die Niedermegelungen von Missionaren Nachricht vom 19. 58. Cordes befindet sich befriedigend, und Kaufleuten in China find Vorkommnisse, welche die kapitalisti- die übrigen Mitglieder der Gesandtschaft find wohlauf. fchen Unternehmer angehen, und der Staat ist in keiner Weise ver- Das Detachement hat 10 Todte und 14 Verwundete. Die Häuser pflichtet, für den Schaden aufzukommen, wie er auch nicht den auf der Gesandtschaft sind durch Geschüßfener stark beschädigt, werden der Straße beraubten Bürger entschädigt. Wir können diese Unter- aber von uns gehalten. Seit dem 16. ist der Angriff der nehmungen nicht unterstüßen; sonst kommen wir dahin, wohin das europäische Konzert- seine Eintracht ist freilich verschleiert, wie chinesischen Truppen auf uns eingestellt. Mit Berlin ist keine Berlin iſt eine mit seiner Politik jezt gekommen ist. Es ist dringend nötig, daß die Verbindung. Ein Lebenszeichen. In jedem Fall ist König Humbert persönlich unschuldig an den Mißständen, unter denen das Land leidet. Und wieder ist es der von das Bild zu Sa ebenfalls jede militärische koloniale Unternehmung schleunigst vorrücken. Gutem Vernehmen nach ist die Leiche = zuschreiben, wenn sich der Haß unklarer Fanatiker gerade auf verwirft, sagte, daß der Satz keinen Mann und keinen des Freiherrn von Ketteler von der chinesischen gekrönte Häupter lenkt, die in konstitutionellen Staaten fast Groschen für China angesichts der kapitalistischen Entwicklung. Regierung geborgen. überall mir einen mäßigen oder gar keinen Einfluß auf die welche für unser Land vorteilhaft und geeignet ist, sein ökonomisches Der deutsche Konsul in Tschifu meldet telegraphisch vom Entwicklung haben. Die Byzantiner, die immer lügen, daß der dürfte. Und er fügte hinzu, daß dieser Satz uns dahin führen könnte, Niveau zu heben, wohl eine ausnahmsweise Interpretation erfahren 27. Juli: König der Vater alles Guten sei, müssen natürlich in nicht scharf den Tausenden von Italienern, die nach Süd- Amerika auswandern, mich, ist meine Depesche an unfre Gesandtschaft in Beling am Nach einer Drahtmeldung des Gouverneurs von Schantung an denkenden, unwissenden Köpfen auch die Folgerung hervorrufen, daß jeden Schutz zu verweigern. Das ist der schwache Punkt in der 22. Juli befördert worden. Ferner telegraphiert der Gouverneur an der Fürst auch der Urheber aller Uebel sei. Die monarchische Be- Beweisführung von Treves, weil man sehr wohl zugiebt, daß Italien das hiesige Konsularcorps, daß nach einem taiserlichen geisterung, die in jeder Handlung eines Fürsten eine wundervolle wirkliche Interessen in Bezug auf Handel, Geld und Menschen hat, und Editt vom 24. Juli mit Ausnahme des deutschen Vertreters Offenbarung sieht, und der Monarchenmord ist im Grund derselben weil niemand, auch kein Socialist, eine koloniale nicht alle Gesandten unversehrt, auch mit Lebensvermitteln versehen seien. whſtiſchen Anschauung über die Aŭmacht fürſtlichen Gottesgnaceus militärische Aktion verwirft. Dieſer Bunkt wurde in einer Gine briffe Depeſche des Gouverneurs an das Stonjufarcorps meldet die tums erivachsen. Ovationen und Attentate ruhigen Diskussion erörtert, die in den Mailändischen Journalen Weiterbeförderung eines Telegramms der Admirale vor Taku an die find entgegen Aufsehen erregt hat; diefelbe wurde von den Weltpolitikern( auch Gesandtschaften in Peking. In diesem Telegramm werden die Gegesezte Erscheinungen desselben Irrglaubens, der von den der deutschen Presse, wie des„ Berl. Tagebl.". Red. des„ Vorw.") sandtschaften gebeten, direkte Nachrichten mit fliegendem Courier zu Wortführern der herrschenden Gesellschaft geflissentlich genährt wird. ausgebeutet, die hierin eine Spaltung zwischen den Socialisten schen senden. Wie immer man auch die Motive des beklagenswerten Ver- wollten. Ich habe kaum nötig, hinzuzufügen, daß die große Nach chinesischen Meldungen wurde am 8. Juli die englische brechens wählen mag, König Humbert ward ein Opfer jener Mehrheit der Partei und der Presse auf Seite Turatis und des Gesandtschaft von Truppen Tungfuhitangs angegriffen, der finsteren Mächte des Elends, des Aberglaubens, Avanti" steht. Angriff aber erfolgreich abgeschlagen. Tungfuhsiang wird auch von der Unwissenheit, der Gewaltthätigkeit, die von So viel bleibt sicher, daß dank der Opposition der socialistischen den Truppen des Brinzen Ching bekämpft. Gegenwärtiger Zufluchtsden führenden Klassen unablässig geschützt und Partei und ihrer Propaganda unter den arbeitenden Klaffen eine ort der Europäer ist die dicht bei dem Kaiserpavillon gelegene gestärkt werden, deren Ausrottung aber die neue koloniale Unternehmung der Art, wie die afrikanische, die uns Peitang- Kathedrale. Der Palast selbst wird ebenfalls von den Empörern belagert. Die verwüstete Altstadt von Peking ist eng umweltgeschichtliche Mission der internationalen nach Adua geführt hat, heute unmöglich ist Der„ umstürzlerische" Stadtrat Wailands ist im Begriff, eine zingelt. Das große Einschließungsheer besteht aus Borern und Socialdemokratie ist.... Organisation der italienischen Kommunen zu schaffen, um eine Liga chinesischen Truppen. der Gemeinden zu bilden und durch die Kammer ein Gesetz zu er halten, das den Kommunen eine größere Selbständigkeit zur Entwicklung der lokalen Gewalten gegenüber der staatlichen Bureaukratie verleiht. * Die Einzelheiten des Mordes. Die vorliegenden Meldungen sind natürlich nach der bei allen Attentaten üblichen politischen Schablone tendenziös zugespitzt. Der Anarchist" stellt sich ja stets sofort ein, bevor man nur das mindeste über die Person, seine Geistesverfassung und seine Beweggründe weiß. Unter diefem Borbehalt seien die offiziellen Telegramme wiedergegeben, die teilweise den Wert chinesischer Nachrichten haben. " Hier handelt es sich, unter dem fräftigen Anstoß der demokratischen Seräfte, um eine tommunale Renaissance, die an die ruhmreichen italienischen Kommunen des Mittelalters erinnert. Bis heute sind 350 Stadträte der Liga beigetreten. Es ist dies noch nicht viel, aber doch schon ein hübscher Anfang für einen ersten Versuch, zumal die von den Socialisten auf dem Kongreß zu Mantua vorbereitete Agitation von den Reaktionären als umstürzlerisch hingestellt und eine entgegengesetzte Agitation entfaltet wurde, die darauf hinausläuft, daß die Regierung feudale Rechte gegenüber den italienischen Kommunen ausüben solle. Ferner wird aus Tientsin gemeldet: Vergangene Nacht kam der Bote eines hiesigen amerikanischen Missionars von Peking zurück mit der Meldung, die Gesandtschaften feien vom 15. bis 18. Juli nicht beschossen worden. Die Kaiserin- Witwe habe schon lange durch Edikt befohlen, das Bombardement völlig einzustellen. Tschifu vom 27. Juli, welches besagt, daß der japanische Konsul in Der New York Herald" veröffentlicht ein Telegramm aus Tientsin am 15. d. M. einen Läufer nach Peking gesandt habe. Dieser habe am 19. Juli Beling wieder verlassen und ein chiffriertes, an die japanische Regierung gerichtetes Telegramm überbracht. In diesem Telegramm heiße es: Wir verteidigen uns wacker gegen die Chinesen. Wir werden bis Ende des Monats aushalten, obwohl das keine Der Augriff hat jetzt aufgehört. Teichte Aufgabe sein wird. Die japanischen Verluste find folgende: Tot find: Gesandtschafts- Attache Stozima, ein Kapitän, ein Dolmetscher Unterfangen eines Priesters, der die Bannflüche aus Nom auf Eleve und eine kleine Anzahl von Marinesoldaten. Schwerverwundet fein Haupt herausgefordert hat, weil er feine Schafe aus find 5 oder 6, leicht verwundet eine große Anzahl." Das Telegramm Robecco d'Oglio aufgefordert hat, für den Regierungskandidaten erwähnt die übrigen Gesandten nicht. gegen den Socialisten Bissolati zu stimmen. Der Priester Don Alle diese Nachrichten stimmten, wie man sieht, gut zusammen Baldovi ist nach Rom zur Bernehmung gefordert worden, damit er und bestätigen und ergänzen einander. Um so weniger glaubhaft Erklärungen für seinen Ungehorsam gegenüber dem päpstlichen Verbot find englische Sensationsmeldungen, die, wie immer, feine sichere abgebe. Und er hat von dem ruchlosen Gebahren des Socialismus Quelle angeben, daß alle Fremden in Peking massakriert auf dem Lande gesprochen, von der Verderbtheit der Sitten, vom wurden, ausgenommen wenige Gesandtschaftsmitglieder, die Schwinden des Glaubens, von den zunehmenden Gefahren und der als Geiseln gefangen gehalten werden, um den Vormarsch auf Der Mörder erklärte nach der Festnahme, er heiße Gaetano Notwendigkeit, mit allen Ordnungselementen zusammenzuarbeiten- Beting zu verhindern. Breffi, geboren am 10. November 1869 in Prato, und sei Seiden- das heißt also Verteidigung des Votums der Landleute für den weber. Er sagte weiter, er sei Anarch ist und komme von Amerika, Regierungskandidaten zur Rettung des Baterlands. wo er sich in Paterson aufgehalten habe. Er habe keine Mitschuldigen und habe das Verbrechen aus Haß gegen die monarchischen Einrichtungen begangen. Er fei am 27. Juli von Mailand, wo er sich seit einigen Tagen befunden habe, in Monza angekommen. König. Humbert nahm die Einladung des Bürgermeisters von Monza zum Provinz- Turnfest an. Er wohnte demselben ohne die Königin mit dem Adjutanten Ponziovaglio bei, die Riegen zogen an ihm vorbei, er verteilte Preise an die Prämierten und sprach zu jedem einige Worte. Um 10 Uhr verließ er den Weiter beschäftigen sich die bürgerlichen Journale mit dem Turnplag und bestieg den bereitstehenden Wagen. Noch ehe der Adjutant eingestiegen war, trat aus der Menge ein schlecht gekleidetes Individuum hervor und schoß aus einem furzen Revolver in rascher Folge drei Schüsse auf den König ab. Diefer ſprang auf fiet aber fofort, the Serge troffen, zurüd und starb. Die Menge ftürzte fich auf den Mörder, den die Polizei blutend und zerfetzt herauszerrte, in einen Wagen warf und fortführte. Der König wurde in die Villa Reale nach Monza gebracht. out diftri 0 empfohlen hat, der socialistischen Propaganda unter den nach der Und der heilige Vater, der in diesen Tagen selbst den Priestern Schweiz, Frankreich und Deutschland wandernden Arbeitern entgegen zu treten, hat dem Pater Valdovi Absolution erteilt; denn, sagte er. wenn die Handlung des Don Valdovi der Stein ist, der vom Berge Die Entrüstung der Voltsmenge über die Mordthat war so groß. fich loslöst und die Lawine bildet, so geschehe Gottes daß der Mörder von der Menge in Stücke gerissen worden wäre, ille. Natürlich sehen die Regierungs Journale in diesen wenn die Polizei nicht rechtzeitig eingegriffen hätte. ids Worten das Ende des Wahlverbots, wenn auch vielleicht en nicht von Leo XIII. unterzeichnet, so doch sicher von seinem Nachfolger; sie hoffen, eine Anzahl von wählenden Schafen zu gewinnen, und obwohl sich gezeigt hat, daß die Wahlmacht der Klerikalen viel schwächer ist, als man glaubte, preisen sie mit lautem Geschrei die mutige erleuchtete That dieses Don Baldovi Der Preis des Brotes steigt, und wie denkt die Regierung dem anders, als mit Herabjegung des Zolls auf Getreide dentgegenzutreten? Sie will eine bestimmte Menge Getreide bei den Käufern zum Tagespreis von 1,80 Fr. pro Centner Der neue König, d Humberts Sohn, der als Victor Emanuel III. den Thron besteigen wird, ist 31 Jahre alt. Er ist mit der Prinzessin Helene von Montenegro verheiratet. Bis zur Rückkehr des neuen Königs, der sich auf einer Orientreise befindet, erwägt man die Einsetzung einer Regentschaft. Deutsch- offizielle Nachricht. Chinesische Pläne. 24. Juli datiertes Editt erhalten habe, in welchem erklärt wird, die Der„ New York Herald" meldet, es sei in Washington von Shanghai" die Nachricht eingetroffen, daß Li- Hung- Tichang ein vom chinesische Regierung beabsichtige die fremden Minister als Geifeln zurückzuhalten, und gleichzeitig Li- Hung- Tichang der Befehl gegeben wird, eiligst nach Peking zu kommen, um den Oberbefehl der kaiserlichen Truppen gegen die fremden Truppen zu übernehmen. nach einer" Times"-Meldung mit starker Truppenmacht Peking. Li- Ping- Heng, einer der wildesten Fremdenhaffer, nähert sich Lu- Chuan- Lin, Gouverneur von Kiangju, verließ yang- Chan mit vielen wohlbewaffneten Truppen ebenfalls nach Beting. Nach diesen Meldungen darf man annehmen, daß die Chinesen alles aufbieten, um einen Vormarsch der fremden Truppen nach Beling zu verhindern. Ansbreitung des Aufstands. Der„ Reichs- Anzeiger" schreibt: als Berichte aus den Yangtje- Provinzen melden umfassende miliSeine Majestät der König von Italien ist das Opfer feitfegen, unter der Bedingung, diese zurückerhalten zu können, wenn tärische Vorbereitungen der chinesischen Autoritäten. Aus dem eines fluchwürdigen Verbrechens geworden. Ueberall im Deutschen sie sie für den Verkauf an das Publikum wünscht. Das heißt Shanghaier Arsenal vurden nach Nanking und den andren Reich erweckt diefer neue, grauenvolle Ausbruch aber, sie drückt nicht den hohen Preis des Getreides herunter, Orten des Flusses große Mengen von Sanonen und Munition veranarchistischer Mord sucht mit dem tiefsten Abscheu gegen sondern sie begünstigt im Gegenteil die Spekulanten. Denn diese laden. den Thäter die innigste Teilnahme für die Herrscherfamilie und taufen das Getreide zu Tagespreisen, um es später an die Die Konsuln in Shanghai beschlossen, ihren Regierungen die Bevölkerung des verbündeten Königreichs Jtalien. Das jähe Hin- Regierung abzugeben und den Ueberschuß in ihre Tasche zu Borstellungen zu machen, daß die Situation eine militärische scheiden des edlen Monarchen trifft auch unser Vaterland als ein großer stecken; außerdem aber kaufen sie das Getreide wucherisch auf, um Schumacht in Shanghai notwendig erscheinen lasse. schmerzlicher Verlust. Seine Majestät der Kaiser und den Preis in die Höhe zu treiben und die Regierung zu zwingen, König beweint in dem hohen Entschlafenen einen treuen, un- das bestimmte Quantum abzunehmen. vergeßlichen Freund, und mit der italienischen Nation trauert an der Bahre ihres geliebten ritterlichen Königs, voll herzlicher Sympathien für seinen erlauchten Sohn und Nachfolger, das gesamte deutsche Volt. 11 Aehnlich äußert sich die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", die also ihren Nachruf beginnt: Und dabei ist die Ursache der blutigen Tage vom Mai 1898 der hohe Preis des Brotes gewesen und die Weigerung der Regierung, den staatlichen und kommunalen Zoll aufzuheben! ido sto Eine furchtbare Schredenstunde hat in der verflossenen Nacht Die Gesandten leben! der Draht aus Monza übermittelt. Kaiser Wilhelms treuer Freund, All die Schauermärchen über den Untergang der Fremden, die Deutschlands hoher Bundesgenosse, der ritterliche König Humbert englische Blätter bis in alle greulichen Einzelheiten ausmalten, diese worden. Voll tiefer Empörung über diese neue anarchistische von Italien, ist durch einen verruchten Meuchelmörder getötet Schilderungen von unerhörten Greueln der gelben Bestien, haben sich Frevelthat, der ein für sein Land in unermüdlicher monarchischer mun Pflichterfüllung wirkender edler Herrscher zum Opfer fiel, fühlen wir uns in diesen Stunden bitterer Trauer eins mit dem großen Schmerz der verbündeten italienischen Nation." In beiden Auslaffungen kehrt die Betomung des anarchistischen" Verbrechens wieder. * * Vor dem Attentat. Weltpolitifer und Socialisten. Renaissance der Städte. Eine Das Loch im päpst lichen Wahlverbot. Steigende Brotpreise. Aus Nom, 27. Juli, wird uns geschrieben: Der„ Expreß" meldet ein neues faiserliches Editt an die Vicekönige und Gouverneure, mit allen Mitteln den Vormarsch der verbündeten Truppen am Yangtsekiang zu verhindern. Keinem Fremden solle erlaubt werden, sich aus dem Inland nach der Küste zu entfernen. In Briefen, die aus Wu- tschou eingetroffen find, wird gemeldet, daß in der Stadt fremden feindliche Plakate angeschlagen worden sind. Kanton ist ruhig. In Hu- tschou in der Nähe von Hang- tschou find neun eng lische Missionare ermordet worden. Einem aus Shanghai in Tokio eingetroffenen Telegramm Christen bei Bao- ting von den Bogern am 8. Juli angegriffen wurden. zufolge verlautet dort, daß die fremden Missionare und eingeborenen woran wir nie geziveifelt haben als erfunden heraus- Ein fremder Arzt( dessen Nationalität unbekannt ist) sowie über gestellt; denn die Gesandten was allerdings bisher nicht glaub- 2000 eingeborene Christen wurden niedergemegelt und alle ihre haft nachgewiesen war- leben thatsächlich, mit Ausnahme des Herrn Häuser zerstört. Weiter heißt es, daß der chinesische General v. Ketteler. Die chinesischen„ Lügen" der letzten Woche haben sich als wa hr Li- khokeh, der jezt nach Befing marschiert, den unter seinem erwiesen. Am 21. Juli sind die Mitglieder der deutschen Gesandtschaft noch Kommando stehenden Soldaten den Befehl gegeben habe, alle Ein französischer Pater und am Leben gewesen, das ist durch einen eigenhändigen Brief des deutschen Christen, die sie antreffen, zu töten. Gesandschaftssekretärs in Peking erwiesen. Seit dem 16. Juli ist der 2-3000 eingeborene Chriften feien bereits von ihnen niederMan befürchtet jetzt allgemein, daß durch die Die gemehelt worden. Angriff auf die Gesandtschaft überhaupt eingestellt worden. Die Anfunft dieses chinesischen Generals mit seinen Soldaten in Beting amerikanische Leichtgläubigkeit" hat sich also als berechtigt erwiesen. Die Gefahr noch gesteigert und die Lage sich dort noch kritischer geWenn die chinesische Diplomatie bisher kein authentisches Lebens stalten werde. zeichen hat passieren lassen, so wurde sie offenbar von dem Erwägen Diese japanischen Sensationsmeldungen gleichen auffällig den geleitet, die Mächte hinzuhalten, um in aller Muße die Vorbereitungen englischen Der Vormarsch auf Peking. Eine russische Meldung aus Port Arthur vom 25. Juli besagt: Viceadmiral Alexejew hatte mehrere Male eine Beratung mit den Oberbefehlshabern der verbündeten Truppen bezüglich der Verwaltung der Stadt Tientsin, die jetzt völlig geregelt ist. Die beschädigten Forts und Kasernen von Tientsin werden schnell wiederhergestellt. Die chinesischen Truppen stehen in drei Lagern, um den Vormarsch der verbündeten Truppen gegen Peking zu verhindern. Die Frage bezüglich der weiteren Operationen gegen Peking wird in in dieser Woche entschieden werden. General Lenewitsch ist in Port Arthur angekommen, sein Detachement wird in der Mandschurei operieren. Die Europäer in Tientsin. Englische Blätter bringen fortgesezt Einzelheiten über die Plünderung Tientsins, die bisher trop des telegraphischen Vertehrs mit Tientsin amtlich nicht dementiert worden sind. sie In einem Shanghaier Telegramm der„ Daily Mail" wird behauptet, die Eingebornenstadt von Tientsin wurde nach ihrer Einnahme geplündert. Die Staatsmagazine sollen mehr als Silber 600 Tonnen enthalten haben. Reiche Stickereien, kostspielige Pelze, Juwelen, Seidenstoffe, Goldbarren, Zierraten und Kuriositäten lagern im Straßenschmutz. Tausende von Leichen, etliche von ihnen verstümmelt, blieben in der Sonne liegen, der Gestank war schrecklich, das Gemetel war fürchterlich. Am gräßlichsten war das Blutbad in den von den Russen angegriffenen Stadtvierteln. Sie gaben keinen Pardon und stachen alles ohne Rücksicht auf Alter oder Ge schlecht nieder. Alle Lebensmittel in Tientsin sind enorm teuer, Brot ist um teinen Preis zu erlangen. Ein Blaubuch. Am Sonnabend wurde, wie aus London gemeldet wird, ein Blaubuch über China veröffentlicht, das eine ausführliche Darstellung über die gesamten Vorgänge in Peking sowie die diplomatischen Verhandlungen Englands mit Japan giebt, das indes wenig Neues enthält. Am 26. Mai fand eine Be ratung der Gesandten in Peking statt. Da die chinesischen Soldaten, die gegen Sie Boger entfendet worden waren, mit diesen fraternisiert hatten, statt sie niederzuwerfen, machte man der Regierung ernsthafte Vorstellungen. Der englische Gesandte Macdonald speciell hatte eine Unterredung mit dem Prinzen Tsching über das Umisichgreifen der Bewegung und die unbefriedigende Antwort des Tjung- li- Yamen. Prinz Tiching beteuerte, daß die Gefandten des Schutzes der Regierung sicher seien und die Borer als Feinde des Landes angesehen würden. ant der sich untersteht, einen Nebenmenschen, der arbeiten will, an freiwilliger Arbeit zu hindern. Denselben Ton schlug der Kaiser ein Jahr später an, als er in einem Trinkspruch zu Oeynhausen sagte: ich habe ihr gleich geschrieben, daß ich wahrscheinlich fort dann schrieb sie, sie wollte mich am Sonntag besuchen. Liebe Eltern sollte etwas vorkommen über die Tage, schreibe ich sofort, denn man muß immer bereit sein. Das Gesez naht sich seiner Vollendung und wird den Voltsvertretern in diesem Jahre zugehen, worin jeder, er möge sein, wer er will und heißen wie er will, der einen deutschen Arbeiter, der willig wäre, feine Arbeit zu vollführen, daran zu hindern versucht oder gar zu einem Streit anreizt, mit Zuchthaus bestraft das der König von Württemberg für die nach China aus Die württembergische China- Parole. In dem Kirchengebet, Ich grüße und füsse euch alle euer G. Begeisterung für die Kulturmission in China atniet dieser briefliche Stoßseufzer gerade nicht. werden soll. Beim Festmahl des Brandenburgischen Provinzial- Landtags 1899 ziehenden württembergischen Truppen angeordnet hat, heißt es:„ Laß sagte der Kaiser: sie vollbringen, wozu sie gesandt sind. Wehre dem BlutDie Reise an die gelobten Stätten und die heiligen Orte wird bergießen und gieb' Frieden allenthalben und auf allerlei Weise." mir behilflich sein, um diesen Baum( die deutsche Reichseiche) zu beschüßen und zu fördern und zu pflegen, wie ein guter Gärtner die Zweige zurückzuschneiden, die überflüssig fied, auf die Tiere zu geben, die seine Wurzeln benagen wollen, um fie auszurotten. Dem allen schließt sich die Pardonverweigerungs- Rede ganz folgerichtig an. Umfturzdelirien. " Die Feststellung der Kaiserrede. Der Korrespondent der Franff. 8tg.", der die Kaiser- Rede unmittelbar nachdem sie gehalten war, abtelegraphieren wollte, erhielt das Manuskript nach einer og Stunde zurück und zwar, wie ihm mitgeteilt wurde, auf Befehl des Grafen Bülow. Inzwischen war aber die Rede in dem Bremerhavener Blatt publiziert worden und zwar auch die Stellen, die der offiziöse Telegraph erst in einem Nachtrag veröffentlichte. Nachdem nunmehr die vorher von der Veröffentlichung ausgeschlossenen Säge der Kaiserrede in die Oeffentlichkeit gedrungen waren, hat nachträglich auch das offiziöse Wolfffche Bureau" die vorher unterdrückten Säße veröffentlicht. Die Bremer Filiale des offiziösen Wolffschen Telegraphenbureaus" hat auch die von der Berliner Redaktion des ,, Wolffschen Bureans" nicht mitgeteilten Ausführungen über König Ehel und die Sunnen weiter verbreitet. mordung des Königs Humbert zum Anlaß einer neuen Die Scharfmacherpresse bekommt es fertig, auch die Er Umsturzhetze zu machen und dies in einem Augenblick, wo einzig und allein die Socialdemokratie, die von allen bürgerlichen Parteien geforderte und geförderte Gewalpolitik grundsäßlich bekämpft. Die gelbe Gefahr erscheint den um ihren Profit bangenden Unternehmern plötzlich doch wieder weit geringfügiger als die brennende rote Gefahr. Die Kultur des Kapitalismus soll jetzt wieder dem inneren Feind eingeschossen werden. Auch wer gegenüber den Gemeinheiten der ScharfmacherPresse längst abgehärtet ist, erschricht doch über den Grad ſittlicher Verwilderung und intellektuellen Kretinismus, daß diese Federbravi, die in den Vorstellungen von Massenmezeleien gegenwärtig schwelgen, gerade jezt es wagen, der Social demokratie die Schuld an Gewaltakten beizumessen. Hören wir diese Sippschaft. So ist also auch die schärfste Lesart authentischl Bayrische Stimmungen. Der Dr. Sigl fennt die Stimmung Säge aus dem„ Bayr. Vaterland" die Wiedergabe. Wir geben nicht der kleinen Lente, für die er schreibt und deshalb verlohnen einige die stärksten, sondern die schwächsten Stellen wieder: " Vor ungefähr einem Vierteljahr haben wir den bayrischen Bauern im Vaterland vorausgesagt, daß infolge des unausgesetzten Boltsverrats des Centrums, das mit seinem Marinismus Weltmachtsfoller mur den noch mehr aufstachelt, der Tag kommen würde, wo die bayrischen Bauern ihre Söhne als Soldaten über das weite Meer in fremde Länder schicken müßten. Jetzt schon ist diese Prophezeiung erfüllt: 918 Bayern ihnen weitere 800 folgen. Von diesen 918 Bayern find mindestens schwimmen bereits auf dem Meere nach China und in Bälde werden 600 Bauernföhne oder Knechte, also aus Euren Reihen, Ihr Bauern. Die Kreuz 3eitung" erinnert daran, daß der Mailänder Stadtrat fürzlich dem vorbeireisenden König Humbert Der chinesische Gesandte Lofengluh übergab am 11. Juli eine Begrüßung verweigert hat und schließt daraus: Und wozu fahren diese Soldaten nach China? Nur um eine Depesche des Kaisers bon China vom 3. Juli " Sogenannte Anarchisten werden dem Mailänder Gemeinde die dortigen Bauern niederzuwerfen, die sich ihr die Königin von England, in welcher der Kaiser in ähn rat wohl ebenso wenig angehören, wie dem Berliner Stadt- bischen habe von den nimmersatten europäischen Spekulanten, lichen leisten wollen, parlament. Die Herren, die jenen schmachvollen Beschluß durch die partout Großes wie bei Mac Kinley den dazu Ausdrücken ohne und europäischen Souveränen um die guten Dienste Englands zur Beilegung der geführt haben, sind vielmehr sicherlich Gesinnungsgenossen unsrer nötigen Spiritus auch nur entfernt zu besitzen, doch nicht so Schwierigkeiten mit den übrigen Vertragsmächten bittet. Am Bebel, Liebknecht und Singer. Die Chinesen sind arme Den Magistrat, der dem gutwillig nehmen lassen. 4. Juli telegraphierte Lord Salisbury an den englischen GeStaatsoberhaupt einen derartigen Affront zuzufügen wagt, trifft Bauern, jeder Fuß ihrer Aecker ist ihnen nötig zum Leben schäftsträger Whitehead zu Tokio, wies, wie bereits Sey= aber trobem mit die ganze Schwere der Ver- und heilig als ererbtes Gut. Und da kamen die Jugenieure mour am 30. Juni es gethan, darauf hin, daß die Lage in Peking antwortung für das scheußliche Verbrechen." der europäischen und amerikanischen Kolonialspetulanten und eine verzweifelte sei, und gab ihm Befehl, dies den japanischen Die Ablehnung einer politischen Ovation und ein Mord nahmen den armen chinesischen Bauern ihr Land, um darauf Ministern mitzuteilen und zu sagen, Japan sei die einzige ist also für das Blatt identisch. Gut, daß auf die Kinder des Eisenbahnen, Wärterhäuser und Bahnhöfe zu bauen. Und weiter Wacht, welche im stande sei, rasch Verstärkungen Regenten von Lippe bisher kein Attentat verübt worden ist, tamen die schneidigen" fremdländischen Militärs und ließen die nach Tientsin zu entfenden. Keine europäische Macht sonst hätte die Kreuzzeitungs"-Logit einen Zusammenhang Chinesen, die ihnen nicht gleich zu Willen waren, prügeln wie widersetze sich dieser Maßnahme. Whitchead antwortete am zwischen solchen Verbrechern und der bekannten Verweigerung die Hunde. 5. Juli, Japan fei der Ansicht, daß alle Mächte in Meinungsaus des Grußes durch den Korpskommandanten festhalten müssen. Leuten einfach rauben, ließet Ihr Euch so mir nichts dir nichts Bauern, hört, ließet Ihr Euch Eure Felder von fremden tausch treten müßten in Bezug auf gemeinsame Maßregeln. Uebrigens ist der Mailänder Gemeinderat nicht anarchisch und peitschen? Japan sei bereit, eine größere Truppenmacht abzusenden, wenn nicht socialistisch, sondern radikal. es die Zusicherung erhalte, daß es Gegen die, wie wir fahen, auf das Aeußerste gereizten vor Komplikationen geschützt und für seine Aufwendungen an Geld und Mann1= Auch die Wie viele von ,, Berliner Neueste Nachrichten", Chinesen müssen also Eure Söhne marschieren. schaften entsprechend entschädigt werden solle. die im übrigen, wie auch Schweinburg, nach einer inter- ihnen wiederkehren, wie viele von ihnen den sicheren Kugeln Am 6. Juli telegraphierte Salisbury an Whitehead, auf Japan nationalen Anarchistenheze schreien, finden es charakteristisch, der Chinesen zum Opfer fallen, und wie viele von ihnen werde eine schwere Verantwortung lasten, wenn es sein„ daß vor wenigen Tagen der socialistische Stadtrat in unter den Messern der Boxer verbluten werden, weiß nur der Vorgehen verzögere. Die internationalen Verhand Mailand entgegen früherer Uebung beschloß. König himmel.... Inngen verursachten eine verhängnisvolle Ver Humbert Und dann heißt es weiter: auf der Durchreise nicht mehr zu be= zögerung. Deshalb sei England bereit, die finanzielle grüßen. Die Socialdemokratie untergräbt die Söhne verantwortlich machen? „ Und wen müßt Ihr Bauern für Eure in China sterbenden Berantwortlichkeit für die Aktion Japans zu übernehmen. Salisbury monarchischen Einrichtungen, und das Vor allem haltet Euch Produkt der an das Centrum! Hätte das Centrum nicht Marinemachte einen scharfen Unterschied zwischen Maßnahmen, welche un mittelbar zum Zwed der Rettung der Gesandtschaften Socialdemokratie, ihre Konsequenz, der Anarchismus, vorlage auf Marine vorlage bewilligt, hätte es nicht Beifall getlatscht zur Berliner Weltpolitit", so nötig seien und zwischen weitergehenden Schritten; alle mordet offen und chnisch." und also auch kein Fragen betreffend die letteren müßten einer späteren Erwägung würde jetzt in China kein deutsches und also übertassen bleiben. bayrisches Blut fließen. Dann wäre auch die Pachtung" Whitehead erwiderte am 6. Juli, Japan werde Verstärkungen entsenden. schlug, unterblieben. Und auch jetzt hat die Reichsleitung fich in Kiautichou, die nachgewiesenermaßen dem Faß den Boden aus Das Blaubuch bespricht hierauf die wichtigen Verhandlungen, der Zustimmung des Centrums versichert, denn andernfalls würde welche England mit den europäischen Mächten in bezug auf die japanische Aktion geführt hat. Deutschland nahm die die Reichsleitung doch etwas vorsichtiger sein. So hat das " Was die Socialdemokratie zu dem neuen Mordfall fagen Centrum für das in China vergossene deutsche Stellung ein, es dürfe nichts geschehen, was das Einvernehmen der Mächte gefährden könne. Japan bestand darauf, es müsse ihm zuwird, wissen wir im voraus. Ihn als Spigelerfindung angesichts Blut zu haften und zwar noch mehr als die Reichsleitung gesichert werden, daß sein Eingreifen nicht zu einem Zusammendes furchtbaren Erfolgs hinzustellen, geht nicht gut, aber der selbst. Mörder wird als abnorm, als geistestrant hingestellt werden. Natürlich werden die Centrumsmänner sich auf den Schuh stoß mit Rußland führen werde. Rußland endlich erklärte am 28. Juni, es habe nicht die Absicht, die Aktionsfreiheit Japans zu Vor allem aber wird das alte Repertoireſtüd hervorgesucht, der Mission hinausreden. Aber glaubt es nicht, Bauern, Anarchismus und Socialismus als angebliche Gegensäge aus- es ist dies echter Centrumsschwindel. Der Missionar soll behindern insbesondere nach dessen Erklärung, daß es die Absicht zugeben. sich nicht mit Bajonetten schützen, sondern durch die Erhabenheit habe, sein Vorgehen mit dem der anderen Mächte in Einklang zu bringen. Politische Weberlicht. Berlin, den 30. Juli. Pardon wird nicht gegeben! Das allgemeine Erstaunen über die Aufforderung des Kaisers, in China keinen Pardon zu geben und jeden Chinesen, der den deutschen Soldaten in die Hände fällt, als dem Schwert verfallen zu betrachten, das Erstaunen hierüber wäre vielleicht geringer gewesen, wenn man sich erinnert hätte, daß auch in früheren Reden des Kaisers das Motiv der rücksichtslosen Bestrafung, der Ausrottung, der Zerschmetterung vielfach antlingt. Wir citieren einige Stellen aus faiserlichen Reden. Schon im ersten Jahre nach seinem Regierungsantritt fagte er beim Empfang der Bergmannsdeputation aus der Rheinprovinz: Merke ich daher, daß sich socialdemokratische Tendenzen in die Bewegung mischen und zu ungefeßlichem Widerstand anreizen, fo würde ich mit unnachfichtlicher Strenge einschreiten und die volle Gewalt, die mir zusteht und die ist eine große Bur Anwendung bringen. Auf dem Festmahl des Brandenburgischen Provinzial- Landtags im Jahre 1890 erklärte der Kaiser: 176 Jch gedenke nach Kräften mit dem Pfunde so zu wirtichaften, daß ich noch manches andre hoffentlich werde dazu legen tönnen. Diejenigen, welche mir dabei behilflich sein wollen, sind mir von Herzen willkommen, wer sie auch seien. Diejenigen jedoch. welche sich mir bei dieser Arbeit entgegenstellen, zerschmettere ich. Bei der Rekrutenbereidigung 1891 sagte der Kaiser die so be. fannt gewordenen Worte: Ihr habt mir den Treueid geleistet, das heißt, Euch gilt vor nun an nur ein Befehl, und das ist mein allerhöchster Befehl. Ihr habt nur einen Feind, und das ist mein Feind. Und müßte ich Euch einst vielleicht Gott wolle es verhüten dazu be= rufen, auf Eure eignen Verwandten, ja, Geschwister und Eltern zu schießen, so denkt an Euren Eid! Bei der Taufe des Panzerschiffs Heimdal" 1892 sagte der Kaiser: Wenn Du dereinst zum Kampf berufen sein wirst, so bringe auch Zerstörung und Verwüftung in die Reihen Deiner Feinde! In der bekannten Bielefelder Kaiserrede vom Jahr 1897 heißt es: Schutz der nationalen Arbeit aller Produktionsstände, Kräftigung eines gesunden Mittelstandes, rücksichtslose Niederwerfung jedes Umfturzes. Und die schwerste Strafe dem, Bekanntlich ist der Anarchismus das Produkt und die Konsequenz der Schweinburgerei. Die bündlerische ,, Deutsche Tageszeitung" macht gleichfalls die Socialdemokratie verantwortlich und der frumbe Reichsbote" jammert: " " Das wird dem Vorwärts" auch diesmal wenig helfen. Denn seiner Lehre, durch seine eigne Person, die den Heiden als etwas in der Hauptsache- in dem Haß gegen die bestehende Gesell- Höheres erscheinen muß. Und fällt er dennoch, so ist er ein Märtyrer schaft, in dem Streben, dieselbe umzustürzen, in der Regation feines Glaubens. Märtyrer aber schreien nach Rache. alles Bestehenden, mitsamt der Religion, der christlichen Sittlichkeit und Weltanschauung find Social Ueber ,, das Erwachen Chinas" und seine geistige Hebung demokratie und Anarchismus völlig einig. Nur über die Methode in den letzten Jahren berichtet unser Bruderorgan, die„ New Yorker des Umsturzes und über das, was an die Stelle des Beſtehenden Volkszeitung", in ihrem Wochenblatt, dem Vorwärts", vom 7. Juli zu sezen ist, sind sie verschiedener Meinung. in einem längeren Artikel manches Interessante. Wir wollen hier Religion- christliche Weltanschauung da sind also nur eine besonders bemerkenswerte Stelle wiedergeben: letzten Endes wohl die liberalen Professoren und die Goethebündler an dem Attentat schuld! Deutsches Reich. " Von des Prof. Robert S. Douglas, der lange Zeit im Konsulardienst in China stand und jezt Professor am Kings College in London ist, berichtet, daß die englische Gesellschaft zur Verbreitung, allgemeiner Wissenschaften in den letzten Jahren 120 ausgewählte Werke über Geschichte, Geographie und Naturwissenschaften ins Chinesische übers fegen ließ. Sie schenkt die Bücher nicht fort, sondern verkauft sie. Und einte Wie China Freiwillige" präpariert werden. Immer entwickelt. Vor dem Krieg mit Japan verkaufte fie in einem Jahr ganz außerordentliche Nachfrage nach ihnen hat sich neue Dolumente dafür, wie manchen Shafi- Eingekleideten die Rache- e 19. Jahrhunderts wurden binnen begeisterung gegen die gelben Bestien suggeriert worden ist, werden für 817 Dollar; im Jahre 1898 aber für 18 457 Dollar. zu Tage gefördert. Sehr interessant ist nach dieser Richtung hin Mackenzies Geschichte des ein Soldatenbrief, der unsrem Straßburger Partei- Organ auf den 14 Tagen 4000 Stück verkauft. Das wäre wahrscheinlich in einem großen civilisierten" Lande nicht möglich gewesen. Einen Schutz Redaktionstisch geflogen ist. Der Brief lautet: es in China nicht und gegen Nachdruck giebt so find Liebe Eltern und Geschwister! diese Werke dort noch stark vervielfältigt worden. Ich muß euch noch einmal schreiben, weil ich auf meinen legten Neisende in China berichten, tief im Innern Beamte Brief feine Antwort erhalten habe. Liebe Eltern es sieht mit gefunden zu haben, welche über die neuesten uns hier schlecht aus. Heute den 11. haben wir dreimal Erfindungen in Europa und Amerita informiert Bataillons- Appell gehabt wegen China, es haben sich erst 30 iv a rent und die politische Geschichte Mann freiwillig gemeldet, worunter fich 6 Elsässer befinden, es abendlandes ganz gut fennen. Ein weiteres Symptom wurde heute bei jedem Appell vorgelesen, daß des Erwachens Chinas ist die Thatsache, daß die Zahl der sich sämtliche Reichständer besinnen sollten, ehe 8eitungen in China von 19 im Jahre 1895 auf 80 im fie dazu gezwungen werden, denn 30 Mann sind nochahre 1898 gestiegen ist." nicht genug, es müßten mindestens 50 Mann sein zur ersten Beförderung, dieselben werden eingeteilt, 26 Mann als Regelrechte Boykottierung durch Großkauflente. Sehr bes Brücken Train, 15 Mann Feldbäckerei- Kolonne, 15 Mann achtenswert für Leute, die den von Arbeitern ausgeübten Boykott Sanitäts Kompagnie. es handelt sich jetzt noch um nicht streng genug zu brandmarken wissen, ist der folgende Fall. 26 Mann, welche am nächsten Montag ausgeloft werden, Die Wollstoff Fabrikanten des M. Gladbacher Bezirks hatten sich es haben sich von unsrer Compagnie 4 Unteroffiziere und zusammengethan, um eine bessere Regelung des Zahlungswesens zu 1 Offizier gemeldet. unser Rittmeister hat mich heute schon erwirken. Die Bereinigung sandte ihren Kunden ein Rundschreiben, in vorgehabt, warum daß ich mich nicht gemeldet habe, da welchem die neuen Bedingungen mitgeteilt wurden. In Berlin, Breslau doch alle meine Landsleute vom Bataillon sich freiwillig gemeldet und Stettin fanden Protestversammlungen dagegen statt, und es ist jetzt zu haben, wenn es am Montag auf ihn ankommt, fehen wir einer Boykottierung der Mitglieder der M.- Gladbacher Vereinigung uns nicht wieder. Am 19. Juli geht das Untersuchen in Berlin der Budstin, Kammgarn- und Cheviotfabrikanten gekommen. Eine los, und von dort geht es dann weiter, auf Urlaub darf keiner große Zahl von Konfektionären hat sich durch Unterschrift verpflichtet. mehr fahren. Liebe Eltern, das ganze Bataillon ist durch vorläufig bis 1. Juli 1901 feine Ware mehr bei Mitgliedern der einander, das könnt ihr euch denken. Dienst haben wir M.- Gladbacher Vereinigung zu kaufen. In jedem Uebertretungsfalle weiter feinen mehr, als Unterricht und Zielübungen ist eine Strafe von 200 M. zu zahlen. S # und Hiebe hauen. Liebe Mutter Du brauchst Dir weiter Wenn die Arbeiter irgend einen Unternehmer boykottieren keine Gedanken machen, denn freiwillig melde ich mich nicht, ohne fich Konventionalstrafen aufzuerlegen, sondern nur an das und wenn mich das Los trifft, dann kann ich es auch nicht Solidaritätsgefühl der Klassengenoffen appellierend dann möchte ändern. Liebe Mutter, die Tante Marie hat mir auch geschrieben, man fie am liebsten ins Zuchthaus sperren. " Bueb hatte schon vorige Woche zu einem Bekannten Emmels geäußert, er werde Emmel für die gegen ihn gebrauchten Worte ohrfeigen. Es handelt sich hier also um den Versuch einer solchen ritter lichen Revanche für die öffentliche Kennzeichnung seiner Verräterei und Wortbrüchigkeit gegenüber der Partei. Bueb Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung Wie unser Parteigenoffe Emmet uns mitteilt, wird er gegen stellen.mp Das war fein Meisterstreich. Ottavio 1 Geschichtliche Worte erfüllen sich oft in recht seltsamer Weise. I dritten Schlag jedoch traf sein rasender Gegner in eine Glasscheibe Der Streit der Harburger Maurer und Zimmerer dauert Das preußisch- deutsche Reich zum Beispiel wird bekanntlich für die des Ladentisches und verlegte sich anscheinend schwer an der Hand, fort. Da die Unternehmer die trampfhaftesten Anstrengungen machen, Verwirklichung des Worts vom einigen und freien Deutschland" denn er verließ schimpfend und fluchend den Laden, um sich in einem durch Annoncen Arbeitswillige heranzuziehen, sieht sich unser Harausgegeben. Ebenso wunderbar ist das Schicksal eines Worts, das nahen Coiffeurgeschäft die stark blutende Hand verbinden zu lassen. burger Bruderorgan veranlaßt, erneut zur Fernhaltung jeglichen vor jezt 52 Jahren auftauchte. Es war während der Juni- Als er vom Barbier fortging, rief er laut einem Bekannten zu: Ein Buzugs aufzufordern. Bisher haben die Werbeversuche der Harburger schlacht von Paris im Jahre 1848, als von einem Socialisten Mülhauser läßt sich von einem Schwob nicht sagen, er habe ehrlos Unternehmer nur einen sehr geringen Erfolg gehabt. fresser das Sunnes ort geprägt wurde: n der Neuzeit":" Die Socialisten sind die sein Wort gebrochen.“ Die Socialisten haben das Wort Lügen gestraft; jetzt aber nach mehr als einem halben Jahrhundert sind die Hummen der Neuzeit wieder auf die politische Bühne gerufen worden. Jedoch sind es nicht mehr die Socialisten, welche die Rolle der Hunnen heut spielen sollen, sondern die Deutschen. Wegen wiederholter öffentlicher Beleidigung der Gerichtsund Staatsanwaltschafts- Behörden durch ihre Konig- Artikel ist gegen die Staatsbürger- Zeitung" vom Landgericht I Berlin die Anklage erhoben worden. Sofern dieser Preßprozeß dazu beitragen könnte, in die dunkle Koniger Affaire Licht zu bringen oder doch wenigstens die journalistische Gewissenhaftigkeit der Staatsbürger- Zeitung" zu beleuchten, könnten wir die Erhebung der Auflage verständlich finden; sofern man jedoch das Recht der freien Kritik durch die Presse zu garrottieren beabsichtigen sollte, müßten wir die Erhebung der Anflage lebhaft bedauern. Nicht durch gerichtliche Verdikte, sondern nur durch Boltsaufklärung wird die mittelalterliche Blutmäre beseitigt " werden können. " Der Kronprinz und das edle Waidwerk. Das Wolffiche Depeschenbureau findet trotz seiner angestrengten Thätigkeit, die Welt über Kaiserreden, die chinesische Wirren, die serbische Liebesromantik und den Boerenkrieg auf dem Laufenden zu erhalten, noch Zeit. Drahtmeldungen über den Auszug des Kronprinzen zur Pirsche zu bringen. Danach ist der Kronprinz am 30. Juli in Dels eingetroffen, um sich zur Ausübung des edlen Jagdsports am 31. Juli nach Ludwigsdorf zu begeben. Vom Präsidium der Berliner Finkenschaft werden wir um Beröffentlichung folgender Zufchrift gebeten: " Die in Nr. 173 des Vorwärts" erwähnte Berliner Finkenschaft, in der Prof. v. Liszt einen Vortrag über Gefängnis arbeit" hielt, ist, wie fälschlich angegeben wurde, kein Studentenberein, sondern die Gesamtheit aller Studierenden, die keinem akademischen Berein angehören. Ausland. Frankreich. Der Internationale Preskongres ist am 30. Juli in Paris zusammengetreten. Der Präsident des Kongresses, Chefredacteur Singer vom„ Nenen Wiener Tageblatt", eröffnete den Kongreß mit einer Ansprache, in der er die Notwendigkeit des internationalen Busammengehens der Journalisten zur Verbesserung der Lage der im Dienst der Presse Stehenden betonte und Frankreich als das Land der Menschenbefreiung und die Quelle freiheitlicher Ideen feierte. Wenn der Redner es als den Beruf der Presse bezeichnete, mit jedem Fortschritt zu gehen und die großen Ideen des Jahrhunderts zu demokratisieren, so dürfte er damit wohl den Zukunfts beruf der Breffe gemeint haben, denn vorläufig ist die Tochter der großen Er findung Gutenbergs dieses ihres Berufs sehr wenig eingedent gewesen. Serbien. Zum Streit der Maurer in Hannover giebt der„ Boltswille" folgenden Situationsbericht: Zu den neuen Bedingungen arbeiten 156 Kollegen. Die Hälfte der Kollegen, 961, ist abgereist, während noch 703 am Orte streiten. Daß noch nicht mehr Meister bewilligt haben, liegt an der Hartnäckigkeit der Immung, welche glaubte, die Maurer würden, durch Hunger getrieben, nach 8 Tagen wieder auf diejenigen Meister, welche wohl gerne bewilligen möchten, es aber die Baupläge laufen. Die Herren haben sich gründlich getäuscht und auch mit der Immung nicht verderben wollen, werden bald ihren Schaden einsehen. Es ist denn auch ganz natürlich, daß unter der Genosse Liebknecht sprach am Sonnabend im Trianon in Meisterschaft selbst schon Zwiespalt eingetreten ist, zumal auch die Dresden, am Sonntag in dem benachbarten Bichachwitz über Welt herbeigefehnten 400 Galizier immer noch nicht eintreffen wollen. Die politik und die Revolution in China. Die Versammlungen waren Aussichten des Streits sind demnach günstige. sehr zahlreich besucht. Jusbesondere das Trianon wurde schon Der Maurerftreik in Kassel dauert fort. Wir ersuchen die Stunden vor Beginn der Versammlung abgesperrt. Die Vorträge, Parteiblätter, Notiz hiervon zu nehmen und alle Anzeigen, durch die die lebhafte und ungeteilte Zustimmung fanden, find stenographiert Mauer für Kassel gesucht werden, zurückzuweisen. Auch an die und werden vom Verlag der Sächsischen Arbeiterzeitung" als Broschüre Kollegen allerorts ergeht die Bitte, den Zuzug strengstens fernzuherausgegeben. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 12 halten. Der chinesische Krieg. Berlin, 30. Juli. Nach telegraphischer Meldung des Kaiserlichen Die ausständigen Fliesenleger hielten gestern wieder eine Konsuls in Tientsin vom 27. Juli traf dort eine vom 19. Juli Versammlung ab. Nach dem Bericht der Lohukommission ist der datierte Mitteilung des japanischen Gesandten in Pefing ein, wonach Stand der Lohnbewegung unverändert. Von 193 Fliesenlegern arbeiten die in der Hauptstadt eingeschlossenen Fremden sich fortgefeßt gegen 12 zu den neuen Bedingungen, ca. 50 arbeiten als Maurer, 6 fungieren als die chinesischen Truppen verteidigen und an der Hoffnung festhalten, " Arbeitswillige", während alle übrigen Fliesenleger streifen, so daß die sich bis Ende Juli behaupten zu können. Bis zu diesem ZeitArbeit bei den Firmen, welche die Forderungen nicht bewilligt haben, fast punkt werde von den Eingeschlossenen die Ankunft der Entsatzvollständig ruht. Die Unternehmer, die sich ja in einer nicht ange- truppe erwartet. Der japanische Gesandte erwähnt in seiner Mitnehmen Situation befinden, lassen bei allen Mitgliedern des Bundes teilung, daß die Chinesen seit dem 18. Juli aufgehört hätten, die der Bau-, Maurer und Zimmermeister schwarze Listen" mit den Stellung der Fremden zu beschießen. Diese Angabe wird auch von Namen der Ausständigen cirkulieren und verlangen, daß dem Kommandanten des in Peking befindlichen japanischen Detachedie als Maurer beschäftigten Fliesenleger entlassen werden. ments unterm 22. Juli bestätigt. Nach längerer Disfuffion gelangte ein Antrag zur Annahme, wonach London, 30. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Unterstaats bei denjenigen Fliesenleger Unternehmern, welche nicht selbst mit sekretär Brodric fonstatiert, daß in der Versammlung der Fliesen handeln resp. Vertretung für Fabriken haben, ebenfalls die Admirale am 16. Juli beschlossen worden sei, die Eisenbahn von Arbeit eingestellt werden muß. Außerdem wurde beschlossen, daß Taku nach Tientsin unter den Schutz und die Leitung russischer jeder an der Lohnbewegung beteiligte Fliesenleger verpflichtet ist, Truppen zu stellen. England habe der russischen Regierung mit vor Annahme einer Arbeit, einerlei welcher Art, der Lohnkommission geteilt, daß, da dieses Abkommen unter den gegenwärtigen Umständen davon Mitteilung zu machen. das beste sei, England keinen Widerspruch erheben wolle, es müsse aber vollkommen klar sein, daß die Linie nach Beendigung der Feindseligkeiten ihrer früheren Leitung wieder unterstellt werde. Achmead Bartlett stellt die Frage, ob immer noch englische Scelente als Landtruppen in China verwendet würden, und Gibson Bawles die Frage, ob Rußland die von der britischen Regierung ges stellten Bedingungen angenommen habe. Auf beide Fragen erfolgt vom Regierungstische keine Antwort. Achmead Bartlett fragt sodann, was die zum Entsak von Peking bestimmten Truppen der Verbündeten tommandieren jolle und wie die Zusammensetzung dieser Truppe sein werde. Unterstaatssekretär Brodrick entgegnet, infolge der Mängel der telegraphischen Berbindung wisse die Regierung nicht genau, was für Truppen auf dem Kriegsschauplag eingetroffen feien. Aus dem gleichen Grunde sei es ihm auch nicht möglich, wegen des Oberkommandierenden der Truppen eine Auskunft zu erteilen. Tichifu, 28. Juli.( W. T. B.) Der Gouverneur der Proving Die Hilfsarbeiter der Fliesenleger find nun ebenfalls in eine Lohnbewegung eingetreten und haben den Unternehmern die Forderungen, darunter 60 Pf. Stundenlohn, unterbreitet. Falls bis Mittwoch die Forderungen nicht bewilligt, so soll die Arbeit eingestellt werden. Die Fliesenleger erklärten sich mit den Hilfsarbeitern solidarisch und verpflichteten sich, für die Durchführung der Forderungen mit einzutreten. Achtung, Stuccateure! Die Firma Schirmer, Schaperstaße ist wegen Differenzen gesperrt. Zuzug ist streng fern zu halten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdrud gebeten. läßt Deutsches Reich. Die Hamburger Werftbefizer haben, wie man uns aus Königliche und Minister Kabale. Leicht ist es dem jungen Hamburg schreibt, am legten Sonnabend keine weiteren AusFerdinand- Alexander von Serbien nicht geworden, mit der Dame perrungen vorgenommen, und das, trotzdem sich die Arbeiter des seiner Wahl in den Hafen der Verlobung einzulaufen. Nach den Aktien- Docs Sonnabendnacht Arbeiten fertig zu stellen weigerten, Meldungen eines in Hofflatsch besonders gut bedienten Blattes wäre die auf der Werft von Blohm n. Voß infolge der Aussperrung nicht Schantung hat am 21. Juli eine Proklamation erlaffen, durch die dem jungen Serbenkönig sein fünftiges Gemahl beinahe per Schub fertiggestellt werden konnten. Die Aussperrung hat sich den Herren ein kaiserliches Edikt vom 1. Juli verkündet wird, in dem es heißt: über die Grenze spediert worden. Werftbesizern nämlich als eine sehr, sehr zweischneidige Waffe er: Wir hofften, die Jhochuan- Miliz( Boxer) würden den Feind beThatsächlich, behauptet das Blatt, waren die früheren Minister wiesen. Trotzdem sie sich an alle deutschen Hafenstädte ge- fämpfen und die drohende Schmach abwenden helfen; Banditen bei Frau Maschin, unt fie zur Verzichtleistung auf die wandt und Werbe- Agenten nach Holland und England ge- haben aber unter ihrem Namen geraubt und gemordet, weshalb die Bermählung mit dem König zu bewegen. In die Enge geschickt hatten haben sich„ Arbeitswillige" ni ht finden falschen von den echten Jhochnan gesondert und scharf unterdrückt trieben, schwankte Frau Draga und gab halb und halb lassen. Einmal machte das die Solidarität der Arbeiter, zum werden sollen. Der Gouverneur bemerkt dazu, in Tientsin und ihre Zustimmung, das Land zu verlassen. Dann zweiten und hauptsächlich aber die gute Konjunktur im Schiffbau, telephonierte fie den Vorgang dem König, der sofort einen Minister- die allen Werften alle Hände voll zu thun giebt. Es ist anders Befing herrsche die größte Gefahr, die Ihochuan ſollten ſchleunigst rat berief und diesem seinen Entschluß, sich mit Frau Maschin zu als beim Hafenarbeiter- Streit 1896. Die Arbeit der Schauerleute, nordwärts ziehen. berloben, mitteilte. Den Ministeru fehlte die Energie, des Hauptfontingents der damaligen Ausständigen, fomute zur Not Tientsin, 26. Juli. Unveit Tientsin wurde den 24. Juli eine um gegen Frau Maschin so vorzugehen, wie es jetzt unter der fachverständigen Leitung der Stauer und Vizen von den ruffische Abteilung von 13 Mann durch 80 Japaner anoffizios geschildert wird. Nur der vorgestern entlaffene Polizei- durch Werbeagenten herbeigezogenen Holsteinischen und medlen gegriffen. Die Ruffen verloren 2 Tote, 3 Russen wurden verpräfett Bademlitsch erklärte sich bereit, nötigenfalls mit der burgischen Landarbeitern verrichtet werden; die Ewerführer wundet, der Nest ergab sich den Japanern. Durch die sofort einAusweisung gegen die Maschin vorzugehen, doch hatte der Minister wurden durch Flößer der Weichsel und andre Binnenschiffer, geleitete Untersuchung wurde festgestellt, daß die Ruffen von den des Junern nicht den Mut, eine solche Maßregel gut zu heißen. deren Arbeit infolge des strengen Winters Der Triumph der treuen Liebe ist inzwischen mit allem Fest- ersetzt, völlig ruhte, Japanern irrtümlicherweise für Chinesen angesehen worden aber der gelernte Werftarbeiter und Schiffbauer gepränge gefeiert worden. indult Am Sonnabend, kurz nach 6 Uhr abends, fand die offizielle fich fo leicht nicht durch einen ungelernten Arbeiter waren. Der Zwischenfall wird als erledigt betrachtet. ersetzen. Das scheinen die Herren vom Arbeitgeber- Verband wenig ( Eine sehr merkwürdige Meldung! Ruffen und Chinesen sind sich Verlobung des Königs Alexander in der festlich geschmückten Wohnung in Berücksichtigung gezogen zu haben. Und, wie Fama raunt, ist es doch nicht so ähnlich, daß man sie verwechselt. Sollten nicht etwa der Braut statt. Den Akt vollzog in Gegenwart des Metropoliten am legten Freitag in der Sitzung des Arbeitgeber- Verbands sehr die Japaner anfangen, ihrerseits einen Kulturkampf gegen die der Pfarrer des Kirchensprengels der Braut. Anwesend waren der heiß hergegangen. Die kleineren Werftbefiger, die sich gezwungener- russischen Barbaren zu führen? Red.) gesamte ofitaat, sämtliche Minister mit ihren maßen an der Aussperrung beteiligt haben und mun all die schönen Am 25, wurde das chinesische Lager bei Beitang von 3 russischen Damen, der Präsident der Stupsahtina, Neftoro- profitablen Arbeiten teils nicht übernehmen können, teils vitsch, der Präsident des Staatsrats, Nicola das Ausland abgeben müssen, an Compagnien beschossen. Die Russen hatten keine Verluste. haben eingesehen, wohin der Christitsch, und das diplomatische Corps. Abends fand von dem fich ins Fäustchen lachenden Großwerftbefizer ein& adelzug statt. Das Attentat. Blohm herbeigeführte Gewaltatt sie führt. Es ist, wie Hoffentlich vertragen sich Frau Maja und Herr Alexander besser ich aus sicherer Quelle höre, in der erwähnten Sigung Monza, 30. Juli.) W. T. B.) Die hier herrschende Entrüstung miteinander als das erlauchte Elternpaar des königlichen des Arbeitgeberverbandes zwischen Blohm und befonders einem und Trauer ist unbeschreiblich. Die Stadtverwaltung hat eine KundBräutigams. fleineren Werftbefizer zu einem sehr scharfen Renkontre gekommen. gebung erlassen; die Stadt hat Trauerflaggen aufgezogen, die KaufAfrika. Und die Folge ist, daß man die gewohnte sonnabendliche Aus- läden sind geschloffen. Die Geistlichkeit celebrierte eine Totenmesse Einen großen Erfolg der Engländer meldet das„ Reutersche sperrung diesmal wohlweislich zu unterlassen beschloß. Ja, es wird in der föniglichen Billa. Der Mörder wird im Gefängnis streng Bureau aus Kapstadt. Danach soll sich General Prinsloo mit eifrig ein Gerücht fofportiert, wonach der Beschluß noch weiter geht, überwacht; er frühstückte morgens mit großem Cynismus. 5000 Boeren bedingungslos ergeben haben. Wem, wo daß nämlich am Montag wieder alle Werften für die Ausgesperrten Der Herzog von Genua ist heute früh hier eingetroffen. Der Man fand und wann, wird nicht berichtet. Die Nachricht flingt zu günstig für geöffnet werden sollen. Um auf alle Fälle gerüstet zu sein, haben Herzog und die Herzogin von Aosto werden erwartet. die Situation der Engländer, als daß man ihr ohne weiteres die Arbeiter am Sonnabendnacht in einer imposanten Bersammlung, unter einer öffentlichen Tribüne auf dem Playe des Wettturnens Glauben schenken könnte. Auch ist nicht gut anzunehmen, daß man die an die Zeiten des großen Hafenarbeiter- Ausstands erinnerte. noch einen zweiten Revolver. bei eventueller dem bisher so gut wie unbekannten General Prinsloo das Kom- beschlossen, Oeffnung der Werften nicht mando über 5000 Boeren anvertraut haben würde. so ohne weiteres wieder an die Arbeit zu gehen, sondern in einer Vielleicht sind ein oder zwei Nullen zuviel in das Telegramm hineingeraten. sofort einzuberufenden Versammlung die Bedingungen( Entschädigung Frankfurt a. M., 30. Juli.( B. H.) Die Frankfurter 8tg. Die weiteren Depeschen sind belanglos. Sie lauten: für entgangenen Arbeitsverdienst) festzusehen, unter denen die Arbeit meldet aus Mannheim: Der Mörder des Königs von Italien war, wie London, 29. Juli. Dem Reuterschen Bureau" wird aus aufgenommen werden soll. Brugspruit vont 28. d. M. gemeldet: French besetzte Middelburg. die Geseße mit Füßen zu treten sich erlaubt, ist eine bekannte That- früher in Mannheim als Gipsfigurenverfertiger thätig gewesen. Daß das Unternehmertum bei Streitigkeiten mit den Arbeitern bier beschäftigte italienische Arbeiter der Volksstimme" versicheru, Bolecarew fam mit der Gardebrigade hier an. London, 29. Juli. Eine Depesche des Feldmarschalls Roberts fache. Folgender Fall erbringt für diese Thatsache wieder einen recht Er soll einer der gefährlichsten Ausbeuter seiner jugendlichen vom 28. Juli besagt, daß, wie Buller berichtet, der Posten an der charakteristischen Beweis. Der Dampfer, an dem die 80 Nieter der Reiber- Landsleute gewesen sein, und es hat eines schweren Kampfs beStation Blatlaagte in der Nacht vom 26. Juli zweimal angegriffen, tieg- Werft wegen Richtbewilligung ihrer Forderung, mit den Nietern der durft, um ihm hier das Handwerk zu legen. der Feind aber zurückgetrieben wurde, ohne Schaden angerichtet zu übrigen Hamburger Werften im Lohn gleichgestellt zu werden, die Arbeit Ein Geheimbund". haben. Des weiteren antwortet Roberts auf die Anfrage des Kriegs- cinstellten, ist in einem Zustand nach England gegangen, der den Paris, 30. Juli.( W. T. B.) Der Temps" teilt mit, die amits, ob der Zug mit Walliser Füfilieren, der fürzlich von den einschlägigen gefeßlichen Bestimmungen dirett Boeren erobert wurde, derselbe sei, wie der Zug, über dessen ins Gesichtschlägt. Die Platten waren nicht ver- italienische Regierung sei am 20. Juni von den österreichischen Be Eroberung seitens der Boeren schon früher eine Meldung eingelaufen nietet, sondern nur mit Schrauben provisorisch an- hörden in Kenntnis gesezt worden, daß eine geheime Gefellvon Italien Italien beschlossen war, in dem sich aber angeblich Hochländer befunden hatten. Roberts geschraubt, ein Zustand, der die höchste Gefahr für die schaft den Tod des Könige Die östreichische Polizei hätte Bemannung in jich barg. Der Seemannsverband hat, sobald habe. teilt nun mit, daß nur ein Zug und zwar in der Nacht vom 21. Juli das zu seiner Kenntnis tann, sofort Schritte bei der Seeberufs- Bontapel ein Individuum verhaftet, welches erklärt, an jenem Tage in er ſei zwischen Kroonstad und dem Baal erobert worden sei. Er habe einer Anarchistengruppe, der er angehöre, auserwählt Vorräte geführt und sei von 2 Offizieren und 100 Mann Walliser genossenschaft gethau, um zu verhindern, daß das Sargschiff in von Füfilieren begleitet gewesen. See ging. Es war aber schon zu spät. Wie die Berufsgenossen worden, den König Humbert zu ermorden. Vier andere Souveräne schaft mitgeteilt hat, war das diff icon in in See. Hätte seien von den Anarchisten ebenfalls zum Tode verurteilt worden. Das fie rechtzeitig Kenntnis gehabt, fagt die Berufsbetreffende Individuum habe hinzugefügt, seine Verhaftung verhindere genossenschaft. fie die Ausfahrt des nicht die Ausführung des Urteilsspruchs, denn ein andrer Anarchist Dampfers inhibiert haben. sei dazu bezeichnet worden, ihn zu ersetzen. Sobald nun der Herrn Buebs Revanche. In unfrem Elsässer Bruderorgan Das Wolfsbl. für Harburg" weiß über die Gäring unter den italienische Minister des Innern die Depesche der östreichischen Tefen wir: Als gestern Abend furz nach 5 1hr unser Parteigenoffe einen Werftbefizern ähnliches zu berichten. Dasselbe fareibt: Regierung empfangen habe sei von ihm der Sicherheitsdienst für Emmel in seinem Geschäft in der Bäckerstraße zu Mülhausen mit Unter den ausgesperrten Werftarbeitern befinden sich auch mehrere den König Humbert verstärkt worden und diese Maßregeln feien Briefschreiben beschäftigt war, trat ein Herr in den Laden, der sich Schiffszimmerleute von Wilhelmsburg. Diese Leute sehen selbst- von dessen Nachfolger Saracco aufrecht erhalten worden. Der König schnell ihm näherte. Emmel, der von seiner Beschäftigung nur halb verständlich zu, anderswo Arbeit zu bekommen und begaben sich auf habe aber bemerkt, daß er stärker bewacht werde, und verlangt, das aufgeschaut hatte und es mit einem Kunden zu thun zu haben verschiedene Werften am Neiherstieg. Es wurde ihnen von den bezüglich seiner Bewachung alles beim Alten bleiben sollte. glaubte, trat zur Bedienung des Eintretenden mechanisch hinter den Werftbefizern erklärt, daß sie sie nicht einstellen dürfen,( Diese Schauermär scheint dem Hirn eines wahnwizigen Reporters Ladentisch und bemerkte erst dann, daß er es mit Herrn F. Bueb, Arbeit wäre genügend vorhanden. es thäte ihnen entsprungen. Redaktion des Vorwärts".) dem ehemaligen Reichstags- Abgeordneten von Mülhausen, zu thun leid, sie nicht beschäftigen zu können. hatte, der ihn unter lautem Geschrei und Geschimpfe fragte, ob es Den Herren Blohm und Konsorten widerführe nur etwas Lehte Nachrichten und Depesiren. wahr sei, daß er gefagt, er( Bueb) habe sein Wort ehrlos ge- Längstverdientes, wenn durch ihren neuesten Gewaltatt der Arbeitbrochen. Emmel bejahte diefe Frage, worauf sein Gegenüber, geberring auseinanderfiele. Die Hamburger Aussperrung. augenscheinlich seiner selbst nicht mehr mächtig, dreimal mit der Aus Hamburg geht uns noch die Mitteilung zu, daß das Hamburg, 30. Juli.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Die Faust nach ihm schlug. Emmel, der auf einen solchen Ueber Gerücht, die Aussperrungen würden ant heutigen Montag aufgehoben Dreher und Maschinenbauer der Aftiendods" verweigerten heute fall nicht gefaßt war, konnte den Sieben ausweichen, beim werden, sich nicht bestätigt hat. wiederum die Nachtarbeit; trotzdem erfolgte keine Maßregelung. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Wading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Partei- Machrichten. würde Der Attentäter. " " Br. 175. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bezugs- Einladung. $ der M Dienstag, 31. Juli 1900. ziehung, während andre, ungefähr zehn, Magazine ent haben die Wickelmacherinnen einen Durchschnittslohn von höchstens weder bon Missions Gesellschaften oder im Interesse der 5-7 Mart, die Rollerinnen einen solchen von 8-9 Mark und männ christlichen Kirche in China herausgegeben waren. Und so liche Arbeiter durchschnittlich etwa 12 Mart. Im Februar d. J. begannen die Arbeiter der Verband und arfchienen in China, als die Reformbewegung auf ihrer Höhe stand Hirsch Dundersche Gewerkverein gingen gemeinschaftlich Mit dem 1. Auguſt eröffnen wir ein neues Abonnement auf den nicht weniger als ii e ben zig Eingeborenen- Zeitungen und Magazine, vor in die Lohnbewegung einzutreten. Sie unterbreiteten den deren Zahl beständig im Wachien war. Die Zeitungen und Fabrikanten etwa 80 an der Zahl ihre wirklich bescheidenen die periodische Presse waren in furzer Zeit zu einer Macht ge- Forderungen. worden. und wenn nicht die Reaktion, nach der thatsächlichen Absezung des Kaisers im Herbst jenes Jahres( 1898) gekommen wäre, würde die Sache der Reform bis heute sehr große Fortschritte gemacht haben." „ Dorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". So der amerikanische Gelehrte, der feine Mitteilungen zum großen Teil aus der Deutschrift schöpft, die Kang Yu Wai, Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Teil das Haupt der chinesischen Reformpartei und bis zu dem Staatsdes Romans „ Die Fanfare" fostenlos nach geliefert. Für Berlin nehmen fämtliche 8eitungsspediteure sowie unsre Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. 2 Mart 20 Pfennig für die Monate Auguft und September entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste unter Nr. 7971.) " Die Redaktion des„ Vorwärts". 1. Eine Lohnerhöhung für Roller von 50 Pf., für Wickelmacher von 25 f. auf jede Sorte; 2. als Minimallohn soll gezahlt werden für schlanke den Rollern 4,50 M., den Wickelmachern 2,25 M.; 3. für schräge soll als Minimallohn gezahlt werden den Rollern 5 M., den Wickelmachern 2,50 M.; 4. für schwer zu verarbeitende Tabake( wie Brasil, Vorstenland, Merito 2c.) 1 M. mehr. Des weiteren wurde die Kommission beauftragt, bei den Herren Fabrikanten vorstellig zu werden um Beseitigung vieler noch in einzelnen Fabriken herrschenden Mißstände. So ist es in mehreren Fabriken Usus, daß die Wickelmacherinnen vor Sonn- und Festtagen die Arbeitsräume scheuern und die Fenster pugen müssen und gewährt wird. Auch in sanitärer Beziehung herrschen vielfach Mißdergleichen, daß sie ferner Wasser und Feuerung heranholen und Feuer anmachen müssen, ohne daß ihnen hierfür eine Entschädigung fiände, so betreffs Ventilation der Arbeitsräume 2c., ferner wird vielfach die Einlage in den Arbeitsräumen getrocknet; in manchen Fabriken herrscht auch im Winter eine zu niedrige Temperatur. Den Arbeitern war es darum zu thun, womöglich ohne Streif die Bewilligung ihrer Forderungen zu erreichen, und sie betonten dies in ihrem Schreiben an die Fabrikanten; diese dagegen stellten fich von vornherein auf den Herrenstandpunkt, sie antworteten furz und schneidig: Finsterwalde, den 11. März 1900. mit streich im Herbst 1898 Vertrauensmann des jungen Kaisers, nach seiner Flucht im Oktober 1898 ausgearbeitet hat. Der Plan, den Kang dem jungen Kaiser nuterbreitet und für den er dessen Genehmigung erhalten hatte, war in furzen limrissen folgender: Großen zu treten. Sodann empfahl er ihm, junge, gebildete Männer Kang riet dem König, in die Fußstapfen Japans oder Peter des, auszuwählen, die, erfüllt von den Ideen des Westens, ihn bei der Wiedergeburt des Reichs unterſtügen tönnten. Für außerhalb nehmen sämtliche Bostanstalten Be- Die Wahl sollte stattfinden ohne Rücksicht darauf, ob sie der stellungen zum Preise von niederen oder höheren Klasse entstammten. Als unerläßliche Vorbedingung sollten die alten Beamten allmählich entlassen und zwölf nene Verwaltungs- Departe ments organisiert und nach der Art des Westens eingerichtet werden, mit tüchtigen Ausländern als Lehrern und Ratgebern und Leitern. In allen Provinzen, in je zwei Präfekturen sollte ein Bir erklären hiermit, daß wir auf höhere Lohnforderungen geseggebender Nat errichtet werden, dessen Hauptaufgabe es unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht eingehen und in solchen sein sollte, den Vorschriften der zwölf Departements Wirksamkeit zu Fragen überhaupt mit einer Sommission nicht verschaffen, für die Sicherheit des Landes zu sorgen, gesund- verhandeln werden. Etwaige Wünsche unsrer Arbeiter und Die Revolution in China. heitliche Reformen einzuführen, Landstraßen zu bauen, Arbeiterinnen sind, wie immer, den Arbeitgebern direkt vorzutragen. und das Volk zu veranlassen, das Land nach der neuen Die Vereinigung der hiesigen Cigarrenfabrikanten. Diese provozierende Antwort versetzte die Arbeiter in große Den Chinesen wird von den Europäern vorgeworfen, daß sie Art zu bewirtschaften und den Handel zu heben. Erregung. Sie wissen wohl aus Erfahrung, welchen Wert „ bersteinert" seien, aus alten Ideen, Vorstellungen und Einrichtungen Kang, der den Plan genau ausgearbeitet hatte, wies nach, es für sie hat, sich einzeln an die Fabrikanten zu wenden. nicht heraustönnten. Wie die meisten Vorwürfe, ist dieser mur eine welch ungeheurer Verlust an Einkünften dem kaiserlichen„ Wenn es Ihnen nicht paßt, fönnen sie gehen", ist die stereotype Uebertragung des Jch auf andre. Er wird seit Jahrhunderten Schatz unter dem jezigen System erwächst. Er zeigte Antwort der Unternehmer auf die Wünsche einzelner Arbeiter. Die gedankenlos, stereotyp gemacht und ist versteinert, jedoch nicht eine an der Magistratur von Ranting, feinem Geburtsdistrikt, daß Arbeiter versuchten zunächst nochmals eine gütliche Einigung herbei. chinesische Versteinerung, sondern eine europäische. Heute die volle Suninie der Einkünfte dieses Distrikts sich auf jährlich zuführen, sie beauftragten die Kommission, nochmals wiffen wir schon, obgleich China uns vergleichsweise noch wenig be- 240 000 Dollar beläuft, und daß thatsächlich in den kaiserlichen Schatz iedem Fabrikanten einzeln zu verhandeln. Auch dieser Versuch scheiterte kannt ist, daß die Stulturgeschichte Chinas eine stetige Fort- nun wenig über 20 000 fließen. Er empfahl die vollständige Aenderung an der Starrköpfigkeit der Fabrikanten, fie lehnten es rundweg ab, mit der Kommission in Unterhandlung zu treten. In ihrem entwidhung aufweist und mindestens ebenso viel Wandlungen und eines Systems, unter dem so etwas möglich sei und, China mit Judien Antwortschreiben behaupteten sie, daß namentlich die süddeutsche innere Stämpfe wie die Geschichte Europas. Die Entwicklung hat vergleichend, sagte Kang dem Kaiser, daß aus den gewöhnlichen Steuern Sonkurrenz fie an der Gewährung höherer Löhne hindere. Der freilich bisher eine andre Richtung genommen nicht die zur kapita- jährlich vierhundert Millionen Taels( der Tael ist gleich Streik war mun unvermeidlich und kam am 14. April zum Ausbruch. listischen Großproduktion und zum Militarismus. Daß die Chinesen es 6 W.) gezogen werden könnten, und daß, wenn der Likin( die Fast sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen mit nur wenigen Ausin der Kunst des Totschießens nicht so weit gebracht haben wie wir, Verkehrssteuer auf ausländische Waren) abgeschafft, das Zoll- nahmen schlossen sich dem Streit an. Alle Versprechungen und das spricht doch gewiß nicht gegen sie. Jezt, wo wir Europäer sie wesen vernünftig geregelt, Banknoten ausgegeben, eine Stempel- Drohungen der Fabrikanten haben bisher nicht vermocht, die gezwungen haben, diese Kunst zu üben, werden sie wohl auch Hervor- steuer erhoben und andere Finanz- Reformen eingeführt würden, Streikenden zu desorganisieren. Die Fabrikanten suchten vor allen ragendes in ihr leisten. Dingen, die Arbeiterinnen zur Wiederaufnahme der Arbeit zu ver Die Anfänge find schon vielversprechend. wenigstens noch weitere dreihundert Millionen, also aulassen, aber gerade die weiblichen Streifenden blieben fest. Einigen Und schließlich ist keine Stunst leichter zu erlernen, als die des zusammen siebenhundert Millionen Taels aufgebracht Arbeiterinnen, deren Mütter Armenunterstützung erhielten, drohte methodischen Maffenmords. werden könnten. Kang lieferte den Nachweis, daß es mit solchen man, den alten Frauen werde das Armengeld entzogen, wenn Einfünften leicht sein würde, eine Flotte zum Schuße der Küste zu ihre Töchter die Arbeit nicht wieder aufnehmen. Die Drohung hat erhalten, Seeschulen, zur Heranbildung von Offizieren zu errichten, zwar den gewünschten Erfolg nicht gehabt, wohl aber ist in dem Staatsbahnen zu bauen und andere nötige Re- einen Fall die bis dahin geleistete Unterstützung in der That entformen ins Leben zu rufen. zogen worden. Die Streifenden haben während der ganzen langen Dies der Plan. Dauer des Kampfs die strengste Disciplin gewahrt, es ist nicht die geringste Ausschreitung feitens der Ausständigen bekannt geworden. an der nicht bloß die Cigarrenfabrikanten, sondern auch die übrigen Für die Fabrikanten handelt es sich um eine Machtprobe, industriellen Unternehmer interessiert sind. Diese sagen sich, daß, wenn es erst den Tabakarbeitern gelungen ist, die Löhne zu er höhen, dann würden auch die Unternehmer andrer Branchen namentlich der Textilindustrie, die Löhne erhöhen müssen. Aus diesem Grunde hält das gesamte Unternehmertum in Finsterwalde zusammen, um eine dauernde Niederlage der Arbeiter herbeizuführen. Auf der andren Seite haben auch nicht nur die Tabakarbeiter, sondern auch die übrige Arbeiterschaft von Finsterwalde ein starkes Interesse an dem endlichen Ausgang dieses Streits, der sich zu einem staffentampf ausgewachsen hat. Mit den Anklagen gegen China verhält es sich ähnlich, wie mit den Anklagen gegen die Türkei, der ebenfalls nachgesagt wird, sie sei der wirtschaftlichen und politischen Fortentwicklung unfähig, weil der Muhamedanismus keinen Fortschritt erlaube. Genau derselbe Vorwurf könnte dem Christentum und jeder andren Religion gemacht Ein ähnliches Spiel wird auch China gegenüber gespielt. Und zwar ist es auch hier Rußland, das die Reformarbeit durch freuzt in der durchsichtigen Absicht, eine Neugeburt des Reichs zu verhindern, durch die es den Klauen seiner beutegierigen Freunde" entrissen wurde. Einem vom New Yorker Independent" veröffentlichten Auffage John Foords, Sekretärs der Asiatischen Gesellschaft von Amerika, und eines der besten Kenner Chinas, wo er lange in amtlicher und nichtamtlicher Eigenschaft gelebt hat, entnehmen wir folgende Einzelheiten. ward. . " = Die Tabatarbeiter Berlins, die sehr stark unter der Schmutzkonkurrenz der Finsterwalder Fabrikate zu leiden haben, sind von Anfang an energisch thätig gewesen, um ihren Berufsgenossen in Die Berliner Arbeiterschaft Finsterwalde zum Sieg zu verhelfen. it im Einverständnis mit der Gewerkschaftskommission aufgefordert worden, die Finsterwalder Fabritate, die in großen Mengen namentlich von den hiesigen Schankwirten in den Verkauf gebracht werden, zurückzuweisen. Einigermaßen scheint dieser Boykott mun doch gewirkt zu haben; die Fabrikanten haben jetzt gewissermaßen die Lohukommission der Arbeiter als eine rechtmäßige Vertretung anerkannt, indem sie sich bereit erklärten, mit derselben zu unterhandeln. Am 19. Juli fand diese gemeinschaftliche Sigung statt; es wurde in derselben nicht bloß über die sonstigen Beschwerden" der Arbeiter gegen einzelne erhöhung, deren Erörterung früher von den Fabrikanten stritte Betriebe verhandelt, sondern auch über die Frage der Lohn= abgelehnt worden war. leber den Verlauf dieser Sigung wird uns berichtet: Nachdem in diefer Sigung zuerst die Arbeiter den Zweck und die werden. Es giebt überhaupt keine fortschrittliche Religion, weil das Es galt zunächst die öffentliche Meinung für ihn zu gewinnen. Wesen der Religion an sich den Fortschritt ausschließt. Und was was durch die Presse erfolgreich geschah. Alles war im besten insbesondere die Türkei angeht, so hat es dort an träftigen Gang- da machten sich vom Westen her störende Einflüsse Reformversuchen nicht gefehlt, die aber dadurch vereitelt wurden, geltend. Die unglückselige Weltpoliti!" trat in geräuschvolle daß europäische Mächte, welche in Worten Reformen Aktion. Das mittelalterliche Märchen von der gepanzerten Faust" forderten, wirkliche Reformen gewaltsam verhinderten. Tebte wieder auf, und das Faust recht sollte internationales Hat Rußland doch zwei Kriege gegen die Türkei geführt den von 1828 t e chi werden. und den von 1877, als große Reformmaßregeln in der DurchDen Lodrufen von der Newa wußte man an der Spree führung begriffen waren. nicht zu widerstehen. Nicht gewißigt durch die schlimmen Folgen des Bündnisses mit Rußland und Frankreich gegen Japan verdarb sich Deutschland seine Position China gegenüber durch die" Pachtung" von Kiautschon, die das Signal war für Rußland, mit seinen brutalen Eroberungsplänen hervorzurücken. Es begann nun jenes schmähliche Europäer- Wettrennen um die aus dem„ Kuchen" zu schmeidenden Stücke. Die Wirkung konnte nicht ausbleiben. Das Mißtrauen wurde von neuem entfacht, der alte Fremdenhaß erwachte wieder und der Wind wurde gesäet, den die europäische Zunft- Diplomatie jetzt zur Strafe für ihre Sünden und Verbrechen als Sturm erntet. In China besteht eine sehr starte Reform bewegung, Trotzdem gab der junge Kaiser von China mit seinen Ratgebern die namentlich nach dem Krieg mit Japan in Fluß fam, und die Reformsache nicht für verloren. von dem jungen Kaiser eifrig begünstigt, von der unter Ji Juni 1898 wurde mit der Ausführung begonnen. Eine russischem Einfluß stehenden Kaiferin Witwe fanatisch bekämpft Reihe von Reformdekreten erschienen. Das erste bezweckte eine Um gestaltung der Universität von Peking, auf der die Heute, so schreibt Foord, sind in China zwei Parteien, wo Beamten erzogen werden. Schulreformen, Reformen des Verfrüher nur eine war die tonservative Partei und die waltungswesens, des Steuersystems folgten einander in rascher liberale oder Reformpartei. Die legtere hat, ungeachtet Reihenfolge. Da tam der Staatsstreich: die Kaiserindes kürzlich erschienenen Unterdrückungs Erlaffes Tageszeitungen Witwe nahm das Staatsruder in ihre Hände und der junge Staiser und periodisch erscheinende Blätter zum Zwed der öffent- wurde als Gefangener in einen Palast eingesperrt. Stang fonnte Begründung ihrer nochmaligen Anfrage fargelegt und die Steigerung Lichen Aussprache der Ansichten. Die fonservative Partei noch rechtzeitig fliehen, gewarnt von dem Staiser selbst. Mehrere der ganzen Lebenslage der Arbeiter geschildert, gaben die Fabrikanten dagegen verwirft den Gebrauch aller solchen„ neumodischen geistigen einflußreiche Reformer wurden hingerichtet. Und jetzt organisierte auch umumnwunden zu, daß in allen Bedarfsartikeln sowie in Wohnungs Waffen. Es giebt teinen schlagenderen Beweis für die Lebenstraft der sich, gefördert von der Kaiserin, unter den Augen der Gemiete die Preise in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind fortschrittlichen Ideen in China, als das Wachstum der Zeitungen fandten, jene Bewegung gegen die fremden Eindring- und es dem Arbeiter nicht zu verdenken ist, wenn er seine Lage zu verbessern bestrebt ist. Aber sie die Fabrikanten seien wegen und der periodischen presse von 1895 bis 1898. Die ein linge, die zu den Ausbrüchen dieses Frühjahrs und Sommers der füddeutschen Konkurrenz nicht in der Lage, höhere Löhne zu heimische Presse hat man mit einem telegraphischen System verglichen geführt hat. zahlen. Nach Ansicht des Fabrikanten Gen 3 seien die Löhne der das den elektrischen Strom neuer Gedanken durch das ganze Land Nach Ansicht Foords ist es leicht. China auf den Weg der Reform hiesigen Tabatarbeiter, welche seit zwanzig Jahren dieselben feiner Länge und Breite nach befördert. Im Jahre 1895 gab es die zu bringen, wenn die Reformbestrebungen der Eingeborenen vergeblieben find, noch hinreichend, um den Unterhalt der Familie Befinger Beitung", die älteste der Welt, eingerechnet- nur e If in ständig unterſtügt werden. bestreiten zu können. Sehr bezeichnend ist die Aeußerung desselben ländische Zeitungen, die sämtlich in Hongkong oder den Vertragshäfen Mit Gewalt ist nichts auszurichten. Da aber die Ver- Herrn, daß für ihn der Lohn des Tabatarbeiters zur Bestreitung erschienen. Abgesehen von Hongkong, wo fünf dieser Zeitungen erschienen, einigten Staaten, England und Japan ein geweise gewöhnt sei. Von 21 Firmen, welche hier die geforderten des Lebensunterhalts nicht zureichen kann, weil er an andre Lebensgab es in China selbst nur ein halbes Dugend Zeitungen. Drei meinsames Interesse und den gemeinsamen Willen haben, China Löhne ohne weiteres bewilligt haben, werden ganz dieselben davon tamen, je eine in Kanton, Futschu und Tientsin heraus. Trei von innen heraus zu reformieren und die Integrität waren angefertigt und sie können nach Aussage der InJahre später, 1898, erschienen in Shanghai allein regelmäßig und Unabhängigkeit des Reichs, zu erhalten, so haber auch bei der geforderten Lohnerhöhung bestehen, mithin fechzehn chinesische Zeitungen: 12 täglich, eine halbwöchentlich, zwei erachtet der amerikanische Gelehrte den reaktionären Er- tönnen es doch die andren Fabrikanten auch bezahlen. wöchentlich und eine alle zehn Tage. Zu diesen find noch oberungsplan Rußlands aussichtslos. Von Deutschland Nach längerer Diskussion stellten die Arbeitervertreter die Frage, ob wenigstens zwanzig inländische Zeitungen hinzuzufügen. die und Frankreich. die. als civilisierte Staaten das gleiche Interesse die Fabrikanten geneigt seien, ihre Stollegen in eine Versammlung andern Teilen Chinas heraustamen. Es gab demnach haben. wie England und die Vereinigten Staaten, spricht Mr. Foord zu berufen, in welcher über ein Entgegenkommen beraten werden fünfunddreißig Gingeborenen Zeitungen, die größten nich: er glaub: offenbar nicht an eine ernsthafte Störung des foll. Die Antwort darauf war die, daß die Fabrikanten diese Berteils täglich erschienen, die regelmäßig und in ausgedehntem Maße nach Reformwerts con dieser Seite. Und darin ha: er wohl Recht, was jammlung einberufen werden, aber sie glauben nicht, daß ihre Kollegen über die geforderte Lohnerhöhung anders beschließen werden allen Richtungen in den zwölf Provinzen verbreitet wurden. Magazine, auch die abweichenden Bestrebungen einzelner ſein mögen. als früher. Weil für ein und dieselbe Arbeit in mehreren Fabriken Revuen und andre periodische Schriften gab es im Jahre 1895 nur geringere Löhne gezahlt werden als in andern, so wollen die acht, die sämtlich mit dem Missionswerk in Beziehung standen. Davon Fabrikanten nach Aussage ihrer Vertreter zwar einen Ausgleich der erschienen fünf in Shanghai und je eine in Pefing, Nanking und Löhne vornehmen, sowie auch die gerügten Mißstände abschaffen, aber Futschau. Im Jahre 1898 gab es deren nicht weniger als an eine Erhöhung der Minimallöhne werden sie nicht herangehen wollen. fünfunddreißig: wovon 25 in Shanghai. Die meisten Vorläufig bleibt die Situation also ganz die alte; die Berliner In Finsterwalde, wo eine ausgedehnte Cigarrenfabrikation ihren Arbeiter werden also ihre Unterstützung den Streitenden von Finsterwurden von den Chinesen selbst veröffentlicht, und fast alle sig hat, währt der Streit der Tabatarbeiter jetzt bereits 16 Wochen. walde auch ferner noch angedeihen lassen müssen. Die Haltung der hatten die Aufklärung und Reform Chinas zum Zwed. Einige Die Arbeiter und Arbeiterinnen der dortigen Cigarrenindustrie Streitenden ist nach wie vor eine mustergültige. In den Streit einbehandelten besondere Zweige des Studiums, wie die Medizin, den gehören zu den schlechtest bezahlten der Branche, ihre Löhne sind seit getreten sind 497 Personen, davon befinden sich noch im Streit 335. Aderbau, die Mathematit, die allgemeine Wissenschaft und Er20 Nahren nicht erhöht worden. Bei den seither bezahlten Löhnen Von den übrigen 162 Personen sind 97 abgereist, zu den neuen in . Der Tabakarbeiterstreik in Finsterwalde. Hoffen wir, daß es den mutigen Kämpfern doch noch gelingen werde, die Halsstarrigkeit der Unternehmer zu brechen und ihre berechtigten und bescheidenen Forderungen durchzudrücken. Lungen Die Deutsche Metallarbeiter Gewerkschaft, OrtsErklärung:„ Auf verschiedentliche Anfragen in Bezug auf den Ververwaltung Berlin, ersucht uns um Aufnahme, folgender fammlungsbericht der Elektromonteure vom 27. Juli haben wir zu bemerken, daß die Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft mit dem Lokalverband der Elektromonteure und dessen Statuten und Einrichtungen nichts zu thun hat. einanderreihen genannter Organisationen im Bericht, woraus Jrtümer Schuld an den Anfragen trägt lediglich das sonderbare Anentstanden sind." stunde vor. Das Bedingungen arbeiten 40( im ganzen arbeiten 187 zu den neuen ben guten Willen der Unternehmer angewiesen seien, weshalb ihre wollten, die chinesischen Censoren aber insbesondere wahrheitsgemäße Kritik Bedingungen), zu den alten Sägen arbeiten 8 Personen und 17 find Lage vielfach eine schlechtere sei als die der Arbeiter. Redner von Regierungshandlungen nicht gestatten. Es besteht eine Reihe von in andren Berufen untergebracht. verlangt schließlich, daß die früheren Vereinbarungen mit den durch Nichtchinesen herausgegebener Zeitungen, 3. B. bas Journal Unternehmern: 48-51 M. als Mindestlohn, wie auch die Forderung, fischen Zeitungsmöglichkeit insbesondere der Umstand entgegen, daß nach de Shanghai" und das Journal de Hongtong". Hindernd steht der chinedaß, wenn ein Polier feine Stellung als solcher verliere, er von Ansicht der chinesischen Kadis jedwede kritit über Sandlungen der noch demselben unternehmer auch sofort als Arbeiter weiter beschäftigt herrschenden Dynastie verboten ist. Die ,, Volksvertretung" in Japan werden könne. Das schließliche Ergebnis der langwierigen Verhand- besteht aus dem Reichstag. Dieser Reichstag fetzt sich aus lungen war, daß ein von Panni gestellter, aber von Schuch be- einem Abgeordnetenhaus und einen Herrenhaus zusammen. Aus der Frauenbewegung. fämpfter Antrag: Die Meinungen und Forderungen der Poliere auf erstere wird mittels direkter, öffentlicher Wahlen zusammengesetzt. WahlDie Beschäftigung verheirateter Frauen in Cigarren Grund der bereits erfolgten Vereinbarungen, dem Arbeitgeberbund berechtigt ist, wer mehr als 15 yen direkter Staatssteuern zahlt und 25 Jahre fabriken hat in dem Jahrsbericht( 1899) des Darmstädter zur wohlwollenden Geneigtheit" zu unterbreiten, mit geringer Mehr- alt ist. Boun Klaffenwahlsystem iſt Japan frei. Das Herrenhaus besteht Gewerbe- Inspektors Moeser eine eingehende Behandlung erheit angenomen, ein entgegengesezter Antrag mit demselben Stimmen Kaiser Berufenen. Das Budgetrecht des Reichstags ist so beschränkt, wie aus Angehörigen des Kaiserhauses, Mitgliedern der Adelsverbände und vont fahren. Es ist ein sehr düsteres Bild, das uns da entgegentritt. verhältnis abgelehnt wurde. Damit hatte die Versammlung ihr Ende nach der falschen seit dem Weilitärtonflikt verteidigten Anſicht das gleiche Ueber die schädigende Wirkung dieser Beschäftigung auf die Gefund erreicht.t ist Recht der Volksvertretungen in Deutschland ist. Es bestimmt nämlich die heit der Arbeiterinnen sagt der Bericht auf Grund eines ärztlichen Gutachtens u. a.: Verfassung: bereits bestehende Ausgaben, welche auf den nach der Verfassung „ Namentlich der feine Tabakstaub reizt leicht zum Husten gesetzlichen Verpflichtungen der Regierung gehören, dürfen gegen den Willen stimmungen veranlaßt sind, ferner solche Ausgaben, deren Leiſtung zu den dem Kaiser zustehenden Rechten beruhen, oder welche durch geſetzliche Beund sezt besonders deshalb den Keim erkrankungen namentlich der Schwindsucht, weil die meisten Arbeiten der Regierung durch den Reichstag weber abgelehnt noch geändert werden. in fizender und gebückter Stellung verrichtet werden, wobei die kommt der Staatshaushaltsetat nicht zu stande, so hat die Regierung den Etat den Vorjahres weiter auszuführen. China hat also despotische Lungen bei der dabei stattfindenden oberflächlichen Atmung nur Regierung, Japan einen in ähnlicher Weise wie in Preußen Deutschland wenig ausgedehnt werden. Dieser Gefahr sind die Mädchen in ihren Entwidlungsjahren besonders vor dem 18. Lebensjahr, nur von dem erben, was Ihre Frau hinterlassen hat durch konstitutionelle Schminke verbrämten Absolutismus. A. 2. Das Kind ist Erbe Ihrer Frau geworden. Es fann natürlich. und mehr noch verheiratete Frauen ausgefekt, gana be Anders liegt es, fonders wenn diefelben schwanger sind. wenn märkisches Erbrecht oder wenn Gütergemeinschaftsrecht zur Anwendung Wird die Arbeit in der Fabrit fortgesetzt, so entstehen Die Marmor, und Granitarbeiter hielten am 26. Juli eine gelangen sollte. Ob dies der Fall ist, hängt davon ab, wo Sie Ihren ersten leicht Lungen- Erkrankungen, Schwindfucht, Unterleibsleiden, zu start besuchte Versammlung ab. Die Abrechnung vom I. Quartal Wohnsitz nach Eheschluß genommen haben. Sprechen Sie gelegentlich zur frühe Geburten und fast regelmäßiges Unvermögen, die Kinder zu ergab eine Einnahme inkl. des Bestandes vom IV. Quartal von Alarlegung des Sachverhalts und Ihrer Rechte in der juristischen Sprech Ritter 116. Durch Klage fönnten Sie gegen die Erben stillen. Es ist eine große Seltenheit, wenn eine 831,84 M., die Ausgabe betrug 448,13 M., so daß ein Bestand von Ihres Vaters Ihr Recht verwirklichen. Die Klage fönnen Sie sowohl Mutter ihr Kind stillen tann, meistens ist ein Mangel 382,91 m. verblieb. Bei der Abrechnung vom Vergnügen war eine bei dent Gericht erheben, 100 Ihr Vater gestorben ist, mie on Wuttermilch vorhanden, oder die Mütter nehmen sich nicht die Einnahme von 100,80 m. und eine Ausgabe von 130,38 M., so daß bei bent Gericht in beljen Beast be ater Erben wohnen. ein Defizit von 29,58 m. zu verzeichnen war. Außerdem B. G. B. Zuständig ist für den Antrag auf Großjährigkeitserklärung So wird den Kindern der Keim zu Siechtum und Schwäche als wurden für Ertrasteuern 196,40 m. vereinnahmt. Zum reit das Amtsgericht, in deffen Bezirk Ihr Vater wohnt. Seine Zustimmung ist Erbstück in die Wiege gelegt. Und sie, die der sorgsamen Pflege bei der Firma Jäger wurde das Verhalten des betreffenden erforderlich. Das Nähere finden Sie im Arbeiterrecht, S. 51, Anm. 22. der Mutter umsomehr bedürften, werden dann der Obhut anderer Herrn einer scharfen Kritik unterzogen. Herr Jäger verlangt,.. 56. 1. Das Urteil des Ober: Verwaltungsgerichts ist zu Ungunsten anvertraut, indes die kaum genesene Mutter in die Fabrit muß. um daß seine Leute den von ihm unterschriebenen Tarif, welcher erst seit der Schlafburschen ausgefallen. 2. Nein.- A. D. 62. Es geht nicht an, den Unterhalt für die Familie mit zu verdienen. Von den 522 in einem halben Jahre in Kraft ist, durchbrechen, indem sie 25 bis nur einen des Ghebruchs Schulbigen be bestrafen zu den Fabriken arbeitenden Müttern, die Kinder unter 14 Jahren 30 Proz. unter dem Tarif arbeiten sollen. Die Versammlung behatten, vertrauten 72 ihre Kinder den Kinderschulen an, 277 über- chloß, die streikenden Kollegen thatkräftig zu unterstützen, und zwar ließen sie der Aufsicht von Verwandten, erwachsenen Geschwistern, sollen die verheirateten 15 M. und für jedes Kind 50 Pf., die unGroßeltern 2c., 34 gaben sie in bezahlte Pflege zu fremden Leuten verheirateten 12 M. pro Woche erhalten. Zum Schluß machte der ohue besondere Aufsicht laffen, darunter waren 50 Frauen, Statistit nicht abgegeben hat, keinerlei Ansprüche an die Organi mit noch nicht schulpflichtigen Kindern. Daß die Kinder unter der fation hat. Abwesenheit der Mutter Not leiden, ist selbstverständlich," bemerkt Charlottenburg. Am Sonntag beschäftigte sich eine außer der Bericht kurz und bündig. Und wie wird den Frauen die Arbeit, die ihre eigne Gesundheit Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen mit dem Lohnkampf untergräbt und zum Fluch an ihren Kindern wird, gelohnt? Man bei der Firma F. Zimmermann u. Sohn in Charlottenburg. Aus den 1. Bericht des Vorstands und der Revisoren. 2. Neuwahl des Vorhöre! Die in den Cigarrenfabriken des Bezirks beschäftigten Berichten der Plakkommission sowie des Betriebsausschusses ging stands und der Revisoren. 3. Besprechung über das zu errichtende ArbeiterArbeiterinnen verdienten: hervor, daß 2 Pf. pro Stunde bewilligt sind. Nach langer, ziemlich fekretariat. 4. Verschiedenes. Anzahl der Arbeiterinnen lebhafter Debatte, an der sich auch der Hauptvorsitzende des Ber- Mitgliedsbuch legitimiert. 18 106 163 174 94 49 28 15 bands, Genosse August Brey- Hannover, beteiligte, wurde folgende Der Vorstand. J. A.: Ed. Warnst, Schriftführer, Stolbergerstraße 7, II 2-3 3-4 4-5 5-6 6-7 7-8 8-9 9-10 10-11 11-12 12-18 Resolution gegen 11 Stimmen angenommen:" Die Versammlung erMark Wochenlöhne. flärt sich einverstanden damit, daß 1. der Ausschuß mit der Plazkommission am Montag nochmals vorstellig wird, un vielleicht noch einiges zu erreichen; 2. Maßregelungen unter keinen Umständen stattfinden dürfen, auch ist die Versammlung der Meinung, daß wenn auch nicht 40 Pf.. so doch mehr als 37 Bf. zu erreichen ist. Die Arbeit soll genommen werden. antrag nur gegen einen der Ghebrecher gestellt, so muß das Strafverfahren sich auch gegen nach Scheibung der The wegen Ghebruchs- rd der Strafdessen Mitschuldigen richten. und 139 Mütter mußten ihre Stimber während ihrer Fabritthätigkeit Bertranensmann noch bekannt, daß derjenige Kollege, welcher feine Arbeitervertreter= Verein. " 7 4 3 Donnerstag, den 2. August, abends 82 Uhr( präcise), im Gewerks schaftshaus, Saal 3. Eugel- llfer 15: ordentliche Versammlung des Vereins der Fabrit-, Land-, General- Dersammlung. Cardig Tages Ordnung: 53/6 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 1. August, abends 8 Uhr: wo nach Aussage des Berichts Mangel an Arbeitsfräften am Montagmittag unter den erreichten Bedingungen wieder auf- Vertrauensmänner- Versammlungen. " Für den Tages Ordnung: bei Mann, 105/11 Also von 661 Arbeiterinnen erhielten 647 Wochenlöhne von weniger oder höchstens 10 Mart, und nur 14 Arbeiterinnen erreichten die glänzenden Löhne von über 10 bis 18 Mart! Und das geschah zu einer Beit, Herrschte und die Nachfrage nach weiblichen Sträften besonders start war. Angesichts dessen ist die Gleichgültigkeit der Arbeiterinnen Schöneberg. Am 18. Juli hielt die praktische Aerztin, Fräulein gegenüber den Organisationsbestrebungen in ihren Reihen doppelt Dr. Jenny Springer im Verein für Frauen und Mädchen" Often und Nordoften: Straußbergerſtr. 3. zu beklagen. einen Vortrag über:" Alkohol und sociale Frage." Rednerin legte Die Stellung der muhamedanischen Frau und der Jolam. infihren Ausführungen vom medicinischen Standpunkt aus die Schädlich- 1. Bericht der Kontrollfommission. 2. Werftattangelegenheit. 3. BerKaffem Amin Bey, Rat am Appellgericht in Stairo, hat unlängst zu feiten des Genusses von Alkohol für die verschiedenen Organe des bands- Angelegenheit und Verschiedenes. Gunsten der Stellung der muhamedanischen Frau in arabischer menschlichen Körpers tlar, wies auf die furchtbaren Folgen der VerSprache ein Buch geschrieben. Fünf Forderungen stellt der Borerbung hin und forderte zum Schluß auf, überall dahin zu wirken. tämpfer für die Rechte der Muhamedanerinnen auf: 1. Unterricht daß der Staat ein Gesetz erlasse, wonach der Alkohol ebenso wie am 1. Auguft, abends 82 Uhr, und Erziehung; 2. Selbständigkeit in Handlungen, Gedanken und schon jetzt das Morphium, in den Schrank des Apothekers gehöre. Tages Ordnung: 1. Werfftattangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen der Werkstatt von Rätsch, Forsters Gefühlen; 3. Freiheit in der Gattenwahl; 4. Beschränkung des Reicher Beifall belohnte die Referentin für ihren interessanten Vortrag. Repudiationsrechts des Gatten und Zuteilung des gleichen Rechts Ferner wurde bekannt gegeben, daß die Mitglieder mit Familie am straße 54, Bökel, Mustauerstr. 28, Siebert, Mantenffelftr. 22, einan die Frau; formeller Scheidungsprozeß; 5. gejegliches Verbot der 12. August einen Ausflug veranstalten, und daß sich erfreulicherweise geladen. Polygamie. die Mitgliederzahl seit Gründung des Vereins nahezu verdoppelt hat. In seiner Begründung sind die interessantesten Punkte die, daß die Unterdrückung der Muhamedanerin nicht dem Propheten und dem Storan zuzuschreiben ist, sondern alten Sitten und Gebräuchen Serjenigen Völker, welche den Glauben Muhameds zuerst angenommen haben. " Bezirk Südost: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95, 61017 Süden: bei Krieger, Wasserthorstraße 68. Eingeladen find folgende Wertstellen: Ziehe, Schinteftr. 9, Kühn, Simeonstr. 11, Schubert, Budowerstr. 6, Raimann, Gellnerſtr. 5, Wagner, Fürstenstr. 3, Prehn, Alte Jacobstr. 80, Wachsmann, Wasserthorstr. 61, Ruppert, Dresdenerstr. 88. Moabit: im totale des Herrn Jocksch, Turmstr. 84. Tages Ordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Stralau. Am 26. Juli fand hier eine Versammlung der Glasarbeiter statt. Die Lohnkommission berichtete über die Verhandlungen mit der Direktion betreffs unsrer Lohnbewegung. Die Direktion hat zu den fleineren Forderungen, welche bereits bewilligt waren. mm noch eine kleine Lohnaufbesserung zugestanden. Verschiedene Kollegen Der Koran sagt ausdrücklich:„ Das Weib hat ebenso viel Rechte sprachen sich gegen Annahme dieser Bewilligung aus. Da sich nun als Pflichten. Eine der Wohlthaten, die Gott dem Manne erwiesen aber die Situation in unsrer Branche in den letzten Wochen be hat, ist die, daß er das Weib ihm geschaffen und Mann und Weib zu deutend dadurch geändert hat, daß auf verschiedenen Glasfabriken die dem Zwed vereinigt hat, daß fie fich lieben und gegenseitig unter Arbeiter gelindigt haben reip. in Streit getreten ſind, empfehlen der Wedding und Gesundbrunnen: Stolbergerstr. 23. flügen."" Erinnert Euch der feierlichen, Euren Weibern gegebenen Centralvorstand sowie die Lohukommission die Annahme des BeVersprechen." So ist auch die Verschleierung keine Vorschrift des Islam, willigten. Nach längerer erregter Debatte wurde zur Abstimmung der nur bemerkt: Sage auch den weiblichen Gläubigen( wie vorher geschritten. Diese ergab 168 für Annahme der Bewilligung und 3 den Männern), daß fie die Augen niederschlagen, ehrsam leben und 33 dagegen. Somit hat unsre Lohnbewegung ihr Ende erreicht. Fremden nur das Sichtbare des Körpers zeigen." Das„ Sichtbare" hat der Text nicht erklärt. Die Ulemas find einig, daß Gesicht und Hände dazu gehören; über Arme und Füße ist Streit. Auch die Trennung von Mann nnd Weib im Verkehr und in der Wohnung ist nicht Koran- Vorschrift; sie ist nur durch Weiterauslegung einer Stelle entstanden, worin die Weiber des Propheten von Besuchern abgeschlossen werden sollen. Tausendjährige Gewohnheit und muhamedanischer Despotismus haben das orientalische Weib zu Boden gedrückt; vielleicht bringt das neue Jahrhundert auch ihm die Erhöhung.Versammlungen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag. Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Einsender von Braunschweig. Der Gesandtenmord von Rastatt iſt von uns bereits behandelt. Zwei Wettende. Hier unbekannt. H. 28. Ob eine solche Vereinigung besteht, läßt sich mit Bestimmtheit nicht fagen. 2. 78. Tages Ordnung: bei Raabe, 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. Berfchiedenes. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23. Tages: Ordnung: Bericht der Werkstatt- Kontroufommission. Wertstattangelegenheiten und Verschiedenes. Drechsler. Mittwoch, den 1. Auguft cr., abends 8 Uhr, Osten: bei Matthes, Koppenſtr. 41. in folgenden Lokalen: Die Kollegen des Herrn W. 2. 8. Soviel uns erinnerlich, ist der Betreffende nicht mehr am Berger, Lebuserstr. 5, sind besonders eingeladen. Leben. H. R. 77. 1. Nein. 2. Das ist möglich. 3. Ja. Norden: bei Neumann, Brunnenstr. 150. Nein. C. B. Lödenburg. War Ihr Sohn beim Vertragsabschluß Süd- Osten, Westen und Süd- Westen: bei Möhring, uinderjährig, so ist er an den Bertrag nicht gebunden, sonst würde er zur Admiralstr. 18c. Abnahme der Bilder verurteilt werden... 1001. 1. bis 4. Gin Tages- Ordnung wird in den Verfammlungen bekannt gegeben. Pflicht Recht auf Naturalisation in Deutschland haben Sie als Ausländer nicht, jedes Vertrauensmannes ist es, zu erscheinen. ebenfowenig ein Recht auf Erteilung der Bescheinigung, daß Sie aus dem Donnerstag, den 2. Auguſt, abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 57, Sie ohne Hilfe machen.- Hoffnung 1900. 1. Nein. 2. Das ist möglich, Vertrauensmännerversammlung d. Stellmacher. bei Schiller, 2300 Die fociale Lage der Maurer- und Zimmerer: Poliere Berlins und Umgegend" bildete den Gegenstand einer öffentlichen Berjammlung dieser Berufsgenossen am vorigen Sonntag. Referent SI aus führte etiva aus: Die beiden in Berlin bestehenden Orga: andren Staatsverband ausscheiden tönnen. 5. Ja. 6. Nein, das fönnen nisationen, der Bund der Maurer- und Steinmez- Poliere und die Vereinigung der Zimmerer- Poliere, haben bereits im vorigen Jahr aber von der Zustimmung der Behörde abhängig. 3. Die Kinder müßten Grün 100. Der gemeinsame Verhandlungen Tages: Ordnung: mit dem Arbeitgeber- Bund im durch Testament zu Erben eingesetzt werden. 4. Nein. Baugewerbe gepflogen. betreffende Paffus ist mit Recht aus dem Statut fortgelaffen. Allein der Wird die neunstündige Arbeitszeit überall innegehalten? wobei anch von den 11nter Sonfumverein ist der berechtigte. Wer diesen zu vertreten hat ob etwa Es ist Pflicht der Kollegen, aus jeder Werkstatt einen Vertreter zu nehmern die Bewilligung bestimmter Lohnjäße 2c. zugesagt wurde, Liquidator oder der Vorsitzende muß sich aus seinen Statuten entfenden. u. a. ein Minimal lohn von 45 M. pro Woche. Wie sich aber und Verhandlungen über die Auflösung des Vereins ergeben. Die Ortsverwaltung später herausstellte, habe man unter Minimallohn einfach einen A. B. Ja. Zopf. 1. Sie müssen an das Bezirkskommiando fofort Normallohn verstanden wissen wollen, womit die Poliere natürlich schreiben, deß Sie den Superrevisionstermin nicht wahrnehmen können, nicht einverstanden sein konnten. Auf eine diesbezügliche Anfrage weil sie bettlägerig find. Sonst kann noch eine Bestrafung eintreten. Ihre beim Arbeitgeberbund sei von diesem die Antwort erfolgt, rau fann keinerlei militärische Befehle" erhalten. 2. In beiden Fällen daß er nach den Beschlüssen der zu diesem Zwed stattgehabten Wiederholen Sie Ihre Anfragen oder sprechen Sie in der juristischen Sprech: Bureau: Engel- lifer 15, Zimmer 1-5. Ferusprecher: Amt VII, 353. ist dieselbe Strafe( Gefängnis und Zuchthaus) möglich. 2. F. 00. Generalversammlung es ablehne, neue Verhandlungen über be- unde vor. Weißensee T. 32 und andere. Sparkaffengelder können stimmte Lohnjäge mit den Polieren zu pflegen. Infolgedessen haben nicht zu Kriegszweden beschlagnahmt werden. O. W. Es ist richtig. beide Organisationen der Poliere sich zunächst dahin verständigt, den Unwiffender. Inwiffender. 1. Ste fönnen nur mit Einwilligung des Wirtes den Versuch einer einheitlichen Organisation zu machen, um Vertrag aufheben. Sonst Tann der Wirt, auch wenn Sie nicht zuziehen, dadurch die gemeinsamen Interessen zu fördern. Diesem Wunsch auf Zahlung der Miete klagen, vielleicht fünnen Sie einen Erfagmann stellen nach Einigkeit in der Organisation sei aber taum die Hälfte der oder sich sonst gütlich einigen. Das Gesez ist auf ſeiten des Wirts. 2. Weder die Altersrente noch die Unfallrente ist pfändbar. J. Für den Often: bei Bartel, Gr. Frankfurterfir. 18. 2. Boliere nachgekommen. Einigkeit aller fei aber erforderlich, um eine 1. Die Kosten auch in Straffachen richten sich nicht nach der Anzahl der beffere Existenz zu erlangen. Denn die Stellung eines Poliers als Termine. Für die Höhe der Gerichtstoften ist die Höhe der Strafe ent: Für den Westen: bet Werner, Bitlowstr. 59, G. N. 37. 1 Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Mittwoch, den 1. Auguft cr., abends 8 1hr, Vertrauensmänner- Konferenzen. Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. Die Ortsverwaltung. Filiale Berlin. Dienstag, den 31. Juli cr., abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Mittelglied zwischen Unternehmer und Arbeiter mit der gleichzeitigen scheidend. 2. Für die Auslagen( Zeugengebühren, Schreibgebühren und der Verantwortlichkeit den Behörden gegenüber sei eine äußerst gleichen) haften die verurteilten Angeklagten folibariich, nicht aber schwierige. Handle er im Jntereffe des Arbeitgebers, dann habe für die außerdem in Anfazz zu bringenden Gerichtsgebühren er die Arbeiter, im ungekehrten Fall die Unternehmer gegen pflicht, eine Brt Bereuiðverjamin( ungs- unb pale tub cine vrt Bolts: Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen unrecht. Japan hat allgemeine Wehr: fich usw. Breßrecht und In der hierauf folgenden allgemeinen Besprechung meint vertretung, China hat diese Einrichtungen nicht.§ 29 der japanischen Verfaffung vom 11. Februar 1889 fagt, alle japanischen Unterthanen haben Schuch, daß die Organisation auch einen bestimmten Zweck ver- innerhalb der gefeßlichen Grenzen die Freiheit, ihre Meinung in Wort und folgen müsse, um das Interesse der Berufsgenossen zu erwecken Schrift zu äußern, sowie Bersammlungen abzuhalten und Vereine zu und zu fördern. Der schwache Besuch der Versammlung lasse sich gründen". Eine ähnliche Vorschrift besteht für China nicht. Dort bildet auch daraus erklären, daß sie in einem von den Arbeitern boykottierten lediglich die Familie und der Familienverband eine Art Lotal( Konkordia", Andreasstraße) stattfinde. Gerade die überaus drücklich geschütten Vereins. Zeitungsfreiheit besteht in China nicht. Es keine Zeitung im schwierige Lebensstellung der Poliere follte ihnen Veranlassung sein, existiert die Betinger Zeitung", das ist aber 1. Wie stellt sich die Organisation zu neuen Riefenunternehmungen in fich mehr auf die Seite der Arbeitnehmer, als auf die der europäischen Sinn, fondern eine Art offiziöfer Korrespondenz, die von Beamten dem sogenannten Rat der Censoren zufammengestellt wird. unfrer Branche? 2. Streifabrechnung und Abrechnung vom zweiten Quartal. Arbeitgeber zu stellen! Bronste meint ebenfalls, daß die Bon Brivaten herausgegebene Zeitungen, insbesondere Botal- Anzeiger, find 3. Verschiedenes. Lohnfrage von den Arbeitern viel schärfer aufgefaßt werde, wohl alle oder fast alle nach furzen Bestehen wegen strafrechtlicher Ver- Der wichtigen Tagesordnung wegen erfucht um zahlreiche Beteiligung als von den so schwach organisierten Polieren, die fast immer nur auf folgung der Zeitungslente gestorben, weil diese die Wahrheit schreiben 162/11] alts: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Die Ortsverwaltung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 31. Juli. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. = Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Neues Opern Theater( roll). Tägl. Sternwarte. Geschlossen. Deutsches. Der Probekandidat. An: fang 72 Uhr. Leffing. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 7/2 Uhr. Neues. Unsere Gusti. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Postillon von Lonjumeau. Anfang 72 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Die Tochter Jerufalems. Carl Weiß. Die Grille. Anfang 712 Uhr. Belle Alliance. = Der Steckbrief. Im Garten: Specialitäten- Vor: stellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Jm Garten: Specialitäten- Vorftellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Anfang Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage: Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theatersaal): Eine Wande: rung durch die Pariser Welt: ausstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Dienstag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillon von Lon jumean. Kom. Oper in 3 Atten v. A. Adam. Whittwoch, abends 7 Uhr: Populäre Borstellung b. halb. Preisen zum letztemal: Zar und Zimmermann Uhr: Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 1012 Uhr: Théâtre variété. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. 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Zahlreichen Besuch erwartet Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küftriner Platz. Täglich Konzert, Theater. und Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Im Garten oder Saal Anf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Bf. Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochen: tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Familien- Billets 3 Stück 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten= Vorstellung. Im Künstler I. Ranges. Großer renovierten Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volts: stück mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Hugo Schulz, Musit von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballett: meisterin Frl. Döring. Auftreten der Eycentric Chansonnette Molly Verch, d. Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am 3fachen Rect, Miß Pico, Trapezfünstlerin, Fred und Max, Chinesen, The Greenwood, Pantomime: Die musikalische Schmiede". Konzert. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt Num. Donnerstag, abends 7 W. Noacks Theater. Gitttt 30 funt. Blag 50 Pf. Bötel. Die weisse Dame. Freitag, abends 72 Uhr: Zum erstenmal: Zampa ober: Die Marmorbraut. Central Theater Sensationeller Lacherfolg!! Berlin nach Elf. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Theater. u. Specialitäten- Vorstellung Das Radel- Madel oder: Puffschnutchen. Posse mit Gesang in einem Att von Braune. Musik von Thiele. Der Herzverführer. Gr. Bosse in glänzender Ausstattung. Operette in 1 Aft von Ely. Musik Anfang 8 Uhr. von Holländer. Die sensationellen Schlager! m: Tanzkränzchen. Eisenbahn- Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Thalia- Theater. Heute und morgen: Gastspiel der Orientalischen Natursänger Saal: Feldschlößchen Juh.: Fritz Nagel, Müllerstraße Nr. 142. Täglich: Konzert, Theater: und Specialitäten- Vorstellung. Entree frei. Kalbo. Deutsche Konzert- Hallen Spandauer Brücke 3. 7 Stadtbahnbögen. Großer Naturgarten. Täglich von 6 Uhr ab: von sämtlichen Gr. internationale Konzerte Gesangs- Musik- Kapellen. Entree frei. Bon 8 Uhr ab: Theater- Abteilung. Specialität.- Vorstellung. Die Tochter Jerusalems. Sonntags: Gr. Extra- Vorstellung quelle für Wiederverkäufer. Historisch orientalische Operette in 4 Aufzügen. Musik v. Ch. Wolfsthal. Donnerstag: Der Sternensohn( Bar Kochba). Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Bum leztenmal: Die Grille. Schauspiel in 5 Att. v. Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Zum letztenmal: AnnaLise. Donnerstag: Tochter Belials. Freitag: Zum erstenmal: Die Boyer in China. Altuelles Zeitgemälde in 4 Atten von Dr. Wolff. Im Garten: Theater, Konzert. Specialitäten. Anfang 52 Uhr. Mittwoch: Kinderfreudenfest. Apollo- Theater. Zum 173. Male: Venus auf Erden. Bernhard Mörbitz ( Letzte Woche). Robert Steidl vom Urlaub zurück!! Kosmograph neueste Aufnahmen Unsre Marine auf dem Wege nach China. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung& Uhr. Metropol- Theater. Der Zauberer am Nil. Ausstattungs Operette = - Mumien Ballett Juli- Specialitäten- Programm. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. und Ball. Entree 20 Pf. Refterverkauf. Billigste Bezugs handlung, Neue Königstraße 30. 216* Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 20 f. Anf.: Wochent. 5 Uhr. Entree 10 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrsiz Nachzahl. 10 Pf. Hermann Imbs, Direktor. Charlottenburg. 189/18 Oeffentliche Versammlung am 99 für Frauen u. Männer Donnerstag, den 2. August, abends 8% Uhr, der Gambrinus- Brauerei, Wallstrasse 94. in der Gambages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Paul Hirsch über: Wer trägt die Schuld an den Mietssteigerungen?" 2. Diskussion. Zu zahlreichem Besuch, besonders der Frauen, labet ein Die Vertrauensperson. Wedding- Park Verband der Tapezierer und verw. Berufsg. Müller Strasse 178. Jeden Dienstag Original und Sonnabend Norddeutsche Sänger. Blegler, Wolff, Hohenberg etc.[* Nachher: Tanz. W. Trapp. Eberts Klub- Haus. 72. Kommandantenstr. 72. Säle mit Bühne an Sonnabenden und Sonntagen noch frei. Säle Luisenstd.Klubhaus Aunenstr.16( nh.H.Grupe) für Vereine, Hochzeiten u. Privat: Gesellschaften. Telephon Amt 7a No.7301. Pfd. Brot 50 Pig. H. Albrecht's Bäckerei Wrangelstr. 9, Krautstr. 19, Falkensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Kranzbinderei n. Blumenhandlung von[ 49892 Robert Meyer, Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball2 Mariannen- Straße 2. geſchmadvoll und preiswert geliefert. Natur- Seilverfahren. Deutschlands. Filialen Berlins. Sonnabend, den 4. Anguster.: Grosses Mottenfest in der Nenen Welt, Safenheide 108-114. Konzert, Specialitäten, Ball, Grosses Feuerwerk und Kinderbelustigungen aller Art etc. etc. Achtung! Schmiede. Das Festkomitee. Achtung! Mittwoch, den 1. August, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e: Große öffentliche Versammlung der Schmiede Berlins u. Umgegend. Tages Ordnung: V 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Gentoffen Rosenow. 176/7 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu ers scheinen und dafür zu agitieren. Der Einberufer. Achtung, Fliesenleger- Hilfsarbeiter. Mittwoch, den 1. August 1900, abends 8 Uhr, bei Schulz, Grenadierstraße Nr. 33: Oeffentliche Versammlung. 56/18 Tages Ordnung: 1. Unfre Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann der Bauarbeiter lokaler Richtung. Mechaniker! sträußchen, Bouquets 2c. werben fehr Mittwoch, den 1. August, abends 82 Uhr, im GewerkschaftsHaut, Harnu. Blasenleiden, Frauen- Krankheit.. heilt sicher ohne Berufsstörung.[ 39782* R. Wagner, alienſtr. 151/5 ( fr. Wallstraße 23.) 9-2, 5-9, Sonntags 9-2. 2. M. an, vorzügl. Künstl. Zähne Reelle Garantie. 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Im Variété- Theater: Grosse Specialitäten- Vorstellung. Entree 20 Pf., Kinder frei. Kasseneröffnung 2 Uhr. Konsum- Verein Berlin- Nord ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) Vineta- Platz 1. Am Mittwoch, den 1. August cr.: Eröffnung der 2. Verkaufsstelle Choriner- Strasse 46. Das Geschäft ist geöffnet [ 269/5 von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends Sonnabends bis 10 Uhr. Sonntags bleibt das Geschäft geschlossen. Neuaufnahmen erfolgen in beiden Verkaufsstellen: Vineta Platz 1 und Choriner- Strasse 46. Den Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, dass infolge der Ringbildung der KohlenInteressenten, dem Vorstand es nicht möglich war, einen für die Mitglieder günstigen Abschluss zu erlangen; wir nehmen somit in diesem Jahr von der Kohlenlieferung Abstand. Der Vorstand: H. Grashold. H. Rietz. H. Schaefer. hans, Engel- User 15: Allgemeine Mechaniker- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Robert Schmidt: Das Handwerkergesez. 2. Stellungnahme zu der seitens der Deutschen Gesellschaft für Mechanit und Optit beschlossenen Einsetzung einer gemischten Kommission zur Regelung des Lehrlingswesens. Kollegen! Am 19. Juli fand eine von der Deutschen Gesellschaft für Mechanit und Optit einberufene Mechaniker- Versammlung statt, in welcher die Wahl von 5 Kommissionsmitgliedern und 5 Stellvertretern als Deputierte der Gehilfenschaft vorgenommen werden sollte. Die anwesenden Kollegen beschlossen indeffen die Vertagung, um diese Frage genügend diskutieren zu können, weshalb die Kollegen ersucht werden, recht zahlreich zu erscheinen. 114/6 Die Kommission. J. A.: Hermann Friedrich. Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf, Hermannstr. 214-219. Mittwoch, den 1. Auguft 1900: Il grosses Ernte- Fest verbunden mit grossem Gartenkonzert. Groker Gala- mzug der Schnitter und Schnitterinnen. Ansprache des Amtsmanns. Div. Spiele, Bonbonregen, Kirschenverteilung, Luftballonsteigen, Fackelpolonaise, Feuerwerk 2c. Nachher: Verlosung von reizenden Sachen. 1. Hauptgewinn: 1 goldene Damenuhr. 2. Hauptgewinn: 2 Wassereimer. Da der Hauptgewinn vom vorigen Mittwoch nicht eingefordert worden ist, so kommen event. 2 Damenuhren zur Verlosung. Die Verlosung gefchieht unter meiner Kontrolle streng reell. Entree Erwachsene 10 Pf., Kinder 15 Pf., wofür jedes Kind eine Stocklaterne, eine Müße oder eine 51662* Die Kaffeeküche ist geöffnet. Schärpe gratis erhält. Martin Berndt, Gastwirt. NB. Kirchhofsbesucher haben freien Zutritt. Schweizer- Garten. -W Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: am Am Friedrichshain. Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Vorstellung, Ball. ,, Clown Tanti" Familie Patty- Frank mit seinen dressierten Ponnys, Affen und Hunden. ( 6 Pers.) Parterre: und Luft- Akrobaten. Hombert und Renardo, musikalische Excentrics. Catrini- Ballett, Eugen Milardo, Ella Bertini, 7 Damen. - Moderne Karikatur. 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Echi- ti- uti, der Dredfint, in Thränen zerfließt: Wer hätte gedacht, daß der Stoff so schnell schießt. Schi- ti- nti, es giebt was, paß auf mur, du Biest, Du wirst noch geradert, geköpft und gespießt. ng Die Karte ist im Verlage von Dr. Eysler erschienen, die Zeichnung dazu von F. Jüttner, einem talentvollen Zeichner der Luftigen Blätter. Der Tegt einer andern Karte lautet: Ihr warft die Schweinewirtschaft nieder, Num teilt Euch in die Wurst, Ihr Brüder! Urgermanische Kraft verkündet die folgende Karte: Deutscher Matrose zum englischen Admiral Schmour: Laß man jut find, Jungeten, mit dem wirst Du nicht fertig, den müssen wir mal vertobaken." Auf einer andren Starte heißt es überaus witzig: Wo sich jung Deutschlands Fahnen zeigen, Die Schnurrbarthaare zu Berge steigen! Dienstag, 31. Juli 1900. Da ein Arzt in der Nachbarschaft nicht zu finden war, so rief man arbeitern in das Gehöft eingedrungen und hatte fünf Pferde aus gleich einen Koppfchen Rettungswagent. Da gerade ein Wagen an den bereits brennenden Ställen gerettet. Mit unheimlicher Schnelliggespannt war, so befand sich die Unglückliche bereits 10 Minuten teit hatte das Feuer in wenigen Minuten nicht nur den ganzen nach dem Unfall in einem Krankenhause. Trotzdem wird es kaum Schuppen erfaßt, sondern war auch auf die Dachstühle der beiden möglich sein, sie am Leben zu erhalten. Die Haare find ihr vom Pferdeställe und auf mehrere abseits stehende mit Leitern und Stopfe vollständig abgefengt, die Schultern, der Rücken, Arme und Brettern voll beladene Lastwagen übergesprungen, so daß sich die Beine stellenweise so schwer verbrannt, daß das Fleisch in Feßen Feuerwehr vor einem gewaltigen Glutmeer befand. Zum Ueberherabhängt. Die Angehörigen wurden aus Eberswalde telegraphisch fluß wurde auch noch behauptet, daß ein Kutscher samt seiner Frau sich noch in der brennenden Dachwohnung über herbeigerufen. die Schon stand dem einen Pferdestall befänden. alt Wegen versuchten Mords ist die obdachlose Ehefrau des Drehorgelspielers Weigel am Sonnabendabend verhaftet worden. Die der Außenseite nach dem Dachgeschoß führende leichte Holztreppe in Flammen, als Brandmeister Bliesener zwei seiner dem Trunk ergebene, 30 Jahre alte Frau tam am Sonnabend furz Leute beorderte, nach oben vorzubringen. Beide Wehrmänner wurden nach 9 Uhr abends mit ihrem acht Monate alten Knaben nach dem dabei fortwährend unter Waffer gehalten, so daß sie Bahnhof Schönhauser Allee und wartete auf einen Ringbahnzug. sich unbeschädigt ihrer Aufgabe entledigen fomuten. Die angeblich Wieder schwer betrunken, fiel sie durch ihre wirre Reden bald den vermißten Personen hatten sich aber schon gleich bei Ausbruch des übrigen Fahrgästen, deren sich etwa 50 auf dem Bahnsteig befanden, Feuers in Sicherheit gebracht, ohne daß es bekannt geworden war. auf. Das war, wie sich bald zeigte, für den kleinen Knaben ein Da das Feuer von mehreren Seiten aus mit 5 Wehren erfolgreich Glück. Als nämlich um 94 Uhr ein Nordringzug vom Wedding angegriffen werden konnte, wurde ihm auch bald der Weg verlegt. her einlief, packte Frau Weigel ihren Sohn, um ihn vor Immerhin aber dauerte die vollständige Ablöschung über drei die Maschine zu schleudern. Da fie jedoch durch ihr Gebahren die Stunden. Der verursachte Schaden ist beträchtlich, aber durch VerAufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte, so nahm man ihr, Borhaben noch rechtzeitig wahr. Ein Arbeiter sprang rasch hinzu und entriß ſicherung gedeckt. Es wird angenommen, daß der Brand auf einen ihr das Kind, während andre die Mutter selbst ergriffen und fest- gemeinen Racheakt zurückzuführen sei. hielten. Der Fahrgäste, die sich in dem Zug und auf dem Bahnsteig Fenernachrichten. Schwere Brandwunden erlitten Montags befanden, bemächtigte sich eine große Aufregung. Unter einem nachmittag zwei Personen bei einem Kellerbrande in der Weberstr. 50. starken Auflauf wurde die Frau von herbeigerüfenen Schutzmännern In dem der Restaurationswitive Walbarth gehörigen Keller war aus nach der Wache des 97. Reviers in der Stargarderstraße gebracht, nicht ermittelter Ursache Feuer ausgebrochen, das Frau M. zu löschen um später der Kriminalpolizei zugeführt zu werden. Ein andrer suchte, weil es noch im Entstehen begriffen war. Hierbei wurden Beamter brachte das Kind mit einer Droschte nach dem St. Josefs- jedoch ihre Kleider von den Flammen erfaßt, die sie zwar noch erheim auf dem Grundstück der St. Hedwigsgemeinde in der Pappel- sticken konnte, sich dabei aber Hände und Arme schwer verbrannte. Sie flüchtete. dann aus dem Keller. worauf auf ihren versuche waren erfolglos, Feuerruf der in der Deftillation anwesende Kutscher Albrecht mit einem Arbeiter gegen das Feuer vordrang. Ihre Löschund Albrecht zog sich dabei sehr die Flamme ein großes gefülltes Spiritusfaß unspielte, zogen fich gefährliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen zu. Da beide Männer schleunigst zurück. Kaum hatten sie den Ausgang erreicht, als das Spiritus faß unter heftiger Detonation explodierte, den Brand in furzer Zeit. Borher brannte in der Jagowstr. 18 brand zu beseitigen war. Uebergekochter Teer veranlaßte außerdem ohne aber weitern Schaden anzurichten. Die Feuerwehr dämpfte eine Schuhmacherwertstätte aus, während Zwingliste. 9 ein Wohnungseinen Alarm nach Grünerweg 20. Allee 110/111. geselle Neimann zu, welcher mit einem Einspänner nach der MarktErhebliche Verlegungen zog sich am Sonntag der Schlächter, halle fahren wollte. An der Ecke der Weinmeister- und Neuen Mit einem Chinesen, dem die Schnurrbartspitzen nach bekannter Schönhauserstraße wurde das Pferd schen, jagte in die Schönhauser deutscher Barttracht gen Himmel gerichtet sind. ſtraße hinein und, den Wagen hinter sich herschleifend, auf den Eine Nation, die sich an solchen Versen erfreut, hat es wirklich Bürgersteig hinauf. St., der das Pferd nicht zu halten vermochte, dringend nötig, ihre Stultur" nach China zu tragen. suchte sich durch einen Sprung vom Wagen zu retten und zog sich beneidenswerten Leute, die das unrentable Geschäft des Obsthandels Rosenthalerstraße mit einer Droschte und jagte am Hadeschen Markt Sommerwohnung auf dem Hundewagen. Ueber die wenig hierbei erhebliche Verlegungen zu. Das Pferd raste weiter, riß vor dem Hause Nr. 11 eine Straßenlaterne um, farambolierte in der im Umherziehen betreiben, schreibt ein hiesiges Blatt: In der Nähe einer sehr belebten Straßenede waltet tagtäglich gegen den Inselperron. Hierbei wurde der Fleischerwagen zer ein Dugend solcher fliegenden Obst- und Gemüsehändler ihres Amts. trümmert, das Pferd stürzte und konnte nun endlich zum Stehen Ihre Seßhaftigkeit oder vielmehr Standhaftigkeit hat einen Freund gebracht werden. unfres Blatts veranlaßt, doch einmal aufzupassen, wann diese Leute eigentlich das Geschäft schließen. Er mußte sehr lange warten, bis nach Mitternacht. Da löschte der vor seinem Hause haltende Obstprinzipal die Leuchte aus und begab sich unter das Zeltdach des Wagens zur Nachtruhe; seine Leute, ein junger Mann von 18 und ein Mädchen von 10 Jahren trochen mit dem Bierfüßler, der die treibende Kraft des ganzen Geschäfts iſt, in den zweiten Wagen, um dort zu schlafen." Wir müssen gestehen, wir haben noch nicht davon gehört, daß die Straßenhändler auf ihren Hundewagen zu nächtigen pflegen. Sollte die obige Mitteilung aber wirklich auf Wahrheit beruhen, dann würden sich hier herrliche sittliche Zustände enthüllen. Am Schlaganfall verstarb plöglich am Sonnabendabend im Zoologischen Garten der hier zum Besuch weilende 70 jährige Dr. Pintus aus Marienwerder. Für unbemittelte Angenkranke ist im St. Marienstift, Laufigerstr. 41 unter Leitung von Dr. Erzelliger eine Poliklinik errichtet worden. Die Sprechstunden finden werkläglich von 8-10 Uhr vormittags statt. In der Marienkirche veranstaltet Musikdirektor Otto Dienet MittAufgeklärt ist jetzt der Selbstmord, den am Freitagmittag ein wech, den 1. August, mittags 12 Uhr, eine zweite Bach Feier zum alter Herr in einer Badeanstalt am Alexanderplay verübte. Nach Gedenken an den 150 jährigen Todestag des Meisters. Das aus Bachschen einer Karte, die man bei ihm fand, hielt man, wie wir mitteilten, Stompofitionen bestehende Programm wird ausgeführt von Herrn Dienel, den Selbstmörder zunächst für einen Geschäftsmann aus der Brücken Frau Gertrud Thomas, Frl. Teresina Glaeser, Hrn. 2. C. Breeuws, Hrn. straße. Erst später ermittelte man, daß es der 76 Jahre alte Rentner Hans Buffening, Bionist, Sin. Rob. Schwiesselmann und Hrn. Franz hatte im Dezember vorigen Jahres das Unglück, in der Köpenicker Die Gesellschaft Urania hat angesichts des regen Besuchs ihrer Alexander Joseph aus der Köpenickerstraße 79 ist. Der alte Mann Alter. Der Eintritt ist frei. straße bei der Glätte zu fallen. Seitdem war er kopfleidend und Sternwarte vom Landes- Ausstellungspark aus eine Eintritts- Ermäßigung sehr nervös. Auf Anordnung seines Arztes ließ man ihn nie allein geschaffen, welche darin besteht, daß gegen Guffeine, die au sen sath bie ausgehen. Am Freitagmorgen um 9 1hr aber benugte er einen Berkaufsstellen im Ausstellungspalast unentgeltlich zu haben find, fich die Besichtigung des Instints in der Invalidenstraße auf 30 Pf. ermäßigt; unbewachten Augenblick, um sich über die Hintertreppe zu entfernen. Diese Gutscheine sind überdies noch übertragbar und bis zum 1. Ottober In der Brückenstraße fanfte er sich dann ein Raftermesser und schnitt gültig. Diese Neuerung dürfte unter den Besuchern der Kunstausstellung sich mit diesem in der Badewanne den Hals durch. Im Kranken- um so mehr Anklang finden, als der Sternhimmel augenblicklich eine seltene Die Direktion der Berlin Charlottenburger Straßenbahn, haus am Friedrichshain starb er einige Stunden nach der Auf- Fülle interessanter Objekte bietet. welche durch Personalunion mit der Direktion der Großen Berliner name. Straßenbahn- Gesellschaft vereinigt find, siedelt bereits am Große Savarie erlitt gestern, Montagnachmittag, der Omnibus nächsten Mittwoch, den 1. August, nach Berlin über. Nr. 23 der Linie Schönhauser Adee- Kottbuser Brücke. An der Ecke Sie sind in den Räumen der Berliner Direktion im Hause des der Beuth- und Leipzigerstraße brach ihm das linke Hinterrad. Die Apollo- Theaters, Friedrichsir. 218, so lange untergebracht, bis das Fahrgäste im Innern und auf Ded wurden bei dem heftigen Rud, neue Direktionsgebäude der Großen Straßenbahn am Leipziger mit dem er liegen blieb, start durch einander geschüttelt, tamen aber Play fertig gestellt ist. In Charlottenburg verbleibt lediglich die ohne Schaden davon. Betriebsinspektion und Bahnhof- Verwaltung. Der Betrieb der Fürst Peter Krapotkin, einer der befähigtsten Vertreter des Anarchismus, wird in nächster Zeit im Verlage von Dietz in EStutt gart seine Memoiren herausgeben. C Aus den Nachbarorten. Arbeiterinnen für Pankow Niederschönhausen. Heute, Dienstag, abends 82 hr, Berjammlung bei Gettelorn in Niederschönhausen, Bortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben. Ausgabe der Fadel" an die Mitglieder. Gäste willfommen. Charlottenburger Linien wird vorläufig in der alten Weise weiter- In seinem Bett tot aufgefunden wurde am Sonntagmorgen Ans Rigdorf. Unter einen Wagen der elektrischen Straßens geführt. Erst allmählich sollen die Einrichtungen der kleinen der 31 Jahre alte Stuccateur Albert Krause, der feit zwei Jahren bahn Dönhoffplatz- Sefebeckstraße geriet Sonnabendabend der Gesellschaft deren der großen angepast werden. Ez bei der Witwe Brandt in der Lankwißstraße 5 wohnte. Stranje war sjährige Sohn des Arbeiters Stelze aus der Steinnesstr. 59. Glück haben jedoch schon seit einiger Zeit die Betriebsbeamten seit dem Anfang März d. J. halsleidend und konnte nur wenig licherweise kam der sinabe, dem in der Unfallstation XII die erste der Charlottenburger Straßenbahn die Uniform der Großen arbeiten. Am Sonnabend fühlte er sich, als er um 10 Uhr zu Bett Hilfe zu teil wurde, mit leichten Quetschungen und HautAm andern Morgen um 9 1hr fand abschürfungen davon.Berliner, dunkelgrau mit grünem Sragen 2c., gegen ihre ging, verhältnismäßig wohl. Die früher von den Amtsgerichten in frühere impraktische hellgraue vertauscht. Nachdem die Große Ber- ihn ein Arbeitsgenosse, der mit ihm das Zimmer teilte, tot im Bett den Vororten geführten Handels- und Firmenregister sind bekanntliner die ehemalige Neue Pferdebahngesellschaft, die Westliche und liegen. lich seit Anfang dieses Jahres mit dem Berliner Handelsregister verSüdliche Vorortbahn und jetzt auch die Charlottenburger Gesellschaft Zum Krüppel gefahren wurde am Sonnabendabend der einigt worden und werden num von dem Amtsgericht I Berlin geaufgejogen hat, bleibt an Straßenbahnen in Berlin nur noch wenig 32 Jahre alte verheiratete Kutscher Valentin Piesnack aus der Berg- führt. Da die Geschäftswelt in den Vororten hierdurch große übrig, was nicht zu ihrem Bereich gehört: die beiden Linien von straße 9 zu Niydorf, der bei Nicolai in der Mühlenstraße beschäftigt Nachteile hat, beantragte der Rigdorfer Magistrat, die Zurückverlegung Der Justizminister Siemens u. Halste nach Pankow und nach Treptow, die Straßen- war. Biesnad war vermutlich unter der Einwirkung der Hize auf der Register nach dem Nigdorfer Amtsgericht. bahn nach Hohenschönhausen der Continentalen Gesellschaft für seinent beladenen Sohlemvagen eingeschlafen. In der Hannoverschen hat jeyt im Einverständnis mit dem Kammergerichts- Präsidenten das elektrische Unternehmungen in Nürnberg, sowie endlich die Deftliche Straße fiel er um 8 Uhr abends so unglücklich herab, daß er unter Gesuch unsres Magistrats abgelehnt. Vorortbahu mit dem Spreetumet. die Näder geriet. Die schwere Last zermalmte ihm beide Ober- Ju der letzten Sihung der Briher Gemeindevertretung Der Turnverein Fichte", Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes, schenkel. Ein Schutzmann des 5. Reviers brachte den Berunglückten wurde beschlossen, den projektierten Schulhausbau in der Rudowerhielt am vorigen Sonntagnachmittag anläßlich seines zehnjährigen nach der Charité. straße zunächst mit 16 Klassen und allen Nebenbauten( Turn Bestehens in der Turnhalle, Brinzenstr. 70, ein Schauturnen ab. Es Eine fchreckliche Ueberraschung wurde vorgestern morgen halle ufiv.) zur Ausführung zu bringen. Die Kosten des Baus find begann um 4 Uhr mit dem Einmarsch der Männer- und Lehrlings- dem Arbeiter Meeguleit in der Wilhelmshavenerstraße 49 bereitet. auf rund 200 000 Wt. veranschlagt, von welcher Summe die Gemitglieder in einer Vierer- Stirnfäule. Nach den ersten Egercitien Als er umt 6 Uhr zur Arbeit gehen wollte, vermiste er den Kaffee, meinde 66 000 W. übernehmen will, während die übrigen 134 000 m. hielt der Vereinsvorsitzende eine kurze martige Ansprache, in der er den ihm sonst seine Mutter regelmäßig zurecht machte. Mit der als staatliche Beihilfe aus dem im nächsten Jahre zur Ausschüttung den zahlreich erschienenen Zuschauern für ihr Erscheinen dankte: Frage:„ Mutter, bekomme ich denn heute feinen Kaffee?" öffnete er gelangenden Zehn- Millionen- Fonds erbeten werden sollen. er führte dann weiter aus, wie nüglich das Turnen gerade die Stubenthür und sah nun die Mutter als Leiche an der Thür- Berhandlung über den Anlauf des Schulgrundstücks ward für die arbeitende Klaffe, die unter so ungünstigen Verhältnissen angel hängen. Die 55 Jahre alte Frau litt an epileptischen Kommission eingesetzt. existieren müsse, sei. Das Turnen erhalte nicht nur den Körper ge- Strämpfen und hat wahrscheinlich in geistiger Verwirrung Hand an fund, fondern auch den Geist, und das sei in unsrer Zeit, des Servis fich gelegt. lismus der Geistestnechtschaft, besonders notwendig. Das Programm bestand aus 14 Nummern. Besonderen Beifall fand der von zwei Ein langjähriges Leiden hat den früheren Schneidermeister Damen- Abteilungen ausgeführte Reigen. Auch die Stabübungen der Morig Feder veranlaßt, Hand an fich zu legen. Feder, ein Mann Männer- Mitglieder machten einen guten Eindruck, wie überhaupt das von 78 Jahren, lebte jeit 7 Jahren als Hofpitalit in der städtischen ganze Arrangement trefflich gelungen war. Altersversorgungs- Anstalt in der Schönhauser Allee. Seit fünf Jahren innerlich leidend, war er in den letzten Wochen sehr niedergefchlagen. Vorgestern morgen fand ihn ein Mädchen, das zum einmachen tam, erhängt auf. Zur eute Lebensgefährliche Zustände herrschen in Treptow an der Endhaltestelle der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft. Die beiden Fabrigeleise Laufen dortselbst in vier Paar dicht an einander gelegenen Schienenfträngen aus, die durch zahlreiche Weichen untereinander verbunden sind. Hier halten die Wagen, um Passagiere aufzunehmen und gleichzeitig zu rangieren. Das Publikum ist gezwungen, die Geleise zu überschreiten und sich durch das Gewirr der hin- und her Ein schwerer Zufammenstoß des Ningbahn- Motorwagens 1127 die Geenen, die sich hier Sonntags abspielen. Während sich die fahrenden Waggons hindurchzuwinden. Geradezu beängstigend sind mit einer Droschte rief Sonntagabend 11 1hr große Erregung unter den Passanten der Andreasstraße hervor. Der Führer des Baffagiere dem eben vorgefahrenen Wagen zudrängen, Frauen und Motorwagens hatte zu spät die Bremse angezogen, sonst wäre die Bestrafter Leichtfinn. Der 20 Jahre alte Sohn Bernhard der Kinder ihre Füße eben auf das Trittbrett gesetzt haben, Droschke noch glücklich passiert. So aber traf der mit voller Fahrt Witwe Ulrich aus der Bergstraße 1, der in einer Töpferei als Abschießt der Koloj plöglich vorwärts, so daß sich die im Aufdahersausende Motorivagen das Hinterrad und warf die Droiche in träger beschäftigt war, verbrachte den Sonnabendabend in Gesellschaft steigen Begriffenen gewöhnlich nur mit Mühe vor der Gefahr einem weiten Halbkreis herum, der Droschfenkutscher wurde herab- von Bekannten, mit denen er um Mitternacht den Landwehrkanal des Serabstürzens retten fönnen. Gleichzeitig wird auf dem Nebengeschleudert und trug eine schwere Stopfwunde und anscheinend auch entlang nach Hause zu ging. Auf dem Heimwege tam er auf den geleise ein Anhängewagen rangiert und das nun nach dem dritten innerliche Verlegungen davon. Von der Wucht des Stoßes zeugte Gedanken, noch ein Bad zu nehmen. Zwischen der Tempelherren Geleise flüchtende Bublifum vernag sich nur mit Mühe davor der Umstand, daß der Motorwagen erst ca. 15 Meter von der Un- und der Bärwaldstraße entledigte er sich auf dem Rasen am Blaus zu schüßen, von den Rädern eines gerade abfahrenden Motorwagens glüdsstätte( Langestraßenecke) entfernt zum Stehen gebracht werden fer seiner Kleider und sprang, auf seine Schwimmkunst vertrauend, germalmt zu werden. in den Kanal. Zu ihrem Schrecken aber fahen seine Begleiter, daß Im vorigen Jahre wurden an dieser Stelle einer Dame beide er unterging und nicht wieder zum Vorschein fam. Alles Suchen Füße abgefahren. Der Unglücksfall hat aber die Direktion der war umsonst. Der junge Mann war, vermutlich vom Herzschlag Straßenbahn- Gesellschaft keineswegs veranlaßt, den Uebelstand zu gerührt, ertrunken und blieb verschwunden. Die Leiche wurde erit beseitigen, was durch Verzweigung der Geleise nach der rechten und gestern, Montagvormittag an der Möckernbrücke gelandet und nach linken Seite der Chaussee geschehen könnte. bem Schauhaufe gebracht. tonnte. Entschlich zugerichtet wurde gestern vormittag um 91/2 Uhr die 22 Jahre alte Frau Luise Anterbach geb. Hoppe, die bei ihrer Echwester, der Frau Bureauvorsteher Maßmussen, in der Elsasser straße 45/46 wohnt. Frau Anterbach, die von ihrem Mann, einem Charlottenburg. Infolge des steigenben Mangels Friseur, getrennt lebt und die Scheidungsklage eingeleitet hat, bes fand sich allein in der Wohnung, während sich ihre Schwester mit Ein großes Schadenfeuer, dessen Entstehung auf böswillige an tleinen Wohnungen hat das Statistische Amt der Stadt ihrem Manue bei Eberswalde in der Sommerfrische befindet. Um Brandstiftung zurüdgeführt wird, witete Sonntag früh Danziger bei denjenigen Grundeigentümern, die seit dem Jahre 1996 ihre Staffee zu lochen, benugte sie eine Spiritusmaschine und goß, obwohl straße 48, gegenüber der städtischen Gasanstalt. Auf der großen Grundstücke bebaut haben, eine Enquete veranstaltet, deren Ergebnis bor diejer gefährlichen Unfitte schon so oft gewarnt ist, aus der als Lagerplatz dienenden Gelände hatte die Firma G. Wesenhagen flipp und flor den Betveis dafür liefert, daß die Tendenz dabin geht, Flasche Epiritus in die brennende Flamme nach. Die zwei Pferdeställe und mehrere Schuppen aufgeführt. Einer der nur noch größere Wohnungen zu banen J Jahre 1896 fantent Flasche explodierte. und ihr brennender Inhalt setzte leztern, der eine Länge von etwa 30 Metern hatte und rait Gerüft- auf eine nenerbaute Wohnung noch 2.72 heizbare Zimmer im Durch die ganze Kleidung der Frau sofort in Flammen. Auf leitern, Brettern und Stangen( zu Baugerüften) angefüllt war. schnitt, im Jahre 1897 bereits 3,29, im nächsten Jahre 3,45 und im Jahre Das Feuer wurde früh 1/23 11hr zuerft 1899 jogar 4,02. Auf je 1000 neue Wohnungen entfielen im ihr Hilfegefchrei eiita der Reisende Lappe, der ein Zimmer ab ist total eingeäschert. und gemietet hat, herbei, goß der Frau einige Eimer Wasser über den von der Gasanstalt aus bemerkt dann mehrfach ge- Jahre 1896 noch 542, die bis zu zwei heizbaren Zimmern hatten, im Kopf und löschte so die Flammen. Nachbarn wideften die am ganzen meldet, jo daß vier Löschzüge, darunter zwei Dampfsprigen, Jahre 1897 mur noch 418, und im Jahre 1899 fant diefe Bahl bis Körper Verbrannte su nasse Tücher, um ihre Schmerzen zu lindern. Herbeteilten. Noch vor ihrer Aufunft war ein Schugmann mit Gas auf 342. Dagegen ist die Zahl der Wohnungen von 7 und mehr Bimmern seit 1896 von 27 bis auf 194 im Jahre 1899 gestiegen. Vorhang verhängt und dann desselbe ausgeräumt. Es lagen in Bodenreformer am Freitagabend im Albrechtshof zu Steglitz Herr Das Thema ist natürlich etwas nach der ( 1897: 81, 1898: 109 auf 1000). Wir wollen wünschen, daß die demselben etwa 3000 Mark in allerlei ausländischen Münzen, welche Rechtsanwalt Berg. Stadtverwaltung aus den statistischen Daten die nötigen Ston- Wechsler vorrätig zu halten und auszustellen pflegen. Außerdem lagen Methode der Neflame gewählt, worüber wir nicht weiter rechten sequenzen zieht und energische Schritte zur Linderung der Wohnungs im Schaufenster für 1700 M. Noten verschiedener Länder, an denen aber würden, wenn nicht leider die Bodenreformer auf ähnliche Weise not ergreift. die Koupons fehlten. Alle diefe Werte hat der Dicb an sich genommen und ihre ganze Thätigkeit und ihre Bestrebungen behandelten. aber alle " holten Zurückweifung dieses Vorwurfes durch einzelne Kommissions- gründen ließ. Nun war aber in der Nacht von vom 27. zum besiedelt würden, so wäre damit sicher der Boden zweckmäßiger verfann der 42 Jahre alte Schankwirt Reinhold Küngel aus der Schüßen Merte Wertpapiere will er an seinen Freund, den Kellner straße 40-42. Aüngel hatte früher Geschäfte in der KommandantenEingegangene Druckschriften. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen 1 Kochtopf. Der Internationale Kongreß für Frauenwerfe und Frauen= Die Thätigkeit der weiblichen Gewerbe- Aufsichts: Die Bewegung der Berliner Wäscherinnen und Stellungnahme der Genossinnen zum Internationalen Feuilleton: Bettina von Arnim.( Schluß.) Arbeitsbedingungen der Weibliche Fabrikinspektoren. bewegung. Marktpreise von Berlin am 28. Juli 1900 Kartoffeln, neue, D- Ctr. 9,005-> D.- Ctr. Rindfleisch), Keule 1 kg Neu- Weißensee. Necht rege Debatten gab es in der letzten niemals ist ein Stück davon wieder aufgetaucht. Der Verdacht der Wenn sie mit ihrer Bodenreform die kapitalistische Welt kurieren wollen, Gemeindevertreter- Sigung. Zuerst wurde über die ev. Erbauung Thäterschaft lenkte sich sofort auf Albert G. und dessen Bruder so ist das ganz ebenso zu beurteilen, wie ihre Beseitigung" eines Rathauses verhandelt. Der seinerzeit gewählten Stommission Franz G., der Maurer ist, damals aber eine Schaufwirtschaft im der Wohnungsnot durch die Domäne Dahlem. Wie der Referent selber wurde der Vorwurf gemacht, daß sie mir einseitig ein einzelnes Hause Horstwegstraße 7 in Charlottenburg betrieb. Franz G. wurde erklärte, bleiben von der Domäne, die bekanntlich im nächsten Jahre Angebot zum Plaze für das Rathaus geprüft habe, nicht noch an demselben Tage, Albert G. nad) zwei Tagen wieder auf pachtfrei wird und dann besiedelt werden soll, nach Abzug des andren eingegangenen Offerten. Trotz der wieder freien Fuß gesetzt, weil der Verdacht der Thäterschaft sich nicht be- für staatliche Bauten erforderten Gebiets noch 500 Morgen übrig. Auscheinend sollte wieder Gras über der Sache Wenn diese 500 Morgen nach dem Vorschlag der Bodenreformer mitglieder wurde beschlossen, diese ganze Angelegenheit der Kom- wachsen. 28. April v. J. bei dem Friseur Runge in Charlotten wertet, als wenn er Spekulanten ausgeliefert wird; selbstverständlich mission zur nochmaligen gründlichen Prüfung zu überweisen. Der im vorigen Jahre von der Gemeindevertretung auf ein burg ein Einbruch verübt worden. Dieser betreibt nebenbei einen fann man nur wünschen, daß der Profit der Zuwachsrente anstatt Jahr vertagt Antrag auf Erlangung des Stadtrechts für Neu- Handel mit Fahrrädern. In der fraglichen Nacht wurde die Jalousie dem Sädel der Spekulation, dem öffentlichen Interesse diene und Weißensee wurde abermals vom Gemeinde- Verordneten Grobe der Ladenthür hochgeschoben, das Schloß wurde von außen geöffnet augleich einer Anzahl minder bemittelter Familien die Möglichkeit begründet. Redner nannte das in der Gemeinde- Verwaltung und drei Räder im Werte von 550-600 m. wurden gestohlen. Erst geboten wird, unabhängig vom Kapitalisten zu wohnen. Aber man herrschende System ein müdes, schleppendes, dem jedes frisch nach Wochen wurde eins der gestohlenen Räder bei einem Schaut schießt doch allzu weit übers Ziel, wenn man das für eine Beseitigung pulsierende Leben fehle. Die weitere Debatte drehte sich hauptsächlich wirt entdeckt, bei dem es der Maurer Hermami Gaude versezt der Wohnungsnot ausgiebt. Dieser Optimismus fennzeichnet, wie um die Frage, ob die Gemeinde durch Erlangung des Stadtrechts in hatte. Mit Hilfe des Gaude wurde festgestellt, daß Albert und Franz gefagt, die ganze Agitation der Bodenreformer. Es trat in der finanzieller Beziehung einen Schaden oder Vorteil haben werde. Von Gedaniy den Einbruch verübt und ersterer Schmiere gestanden hatte. Stegliger Versammlung z. B. auch hervor in der Antwort des Vorunfern Parteigenossen wurde die Erklärung abgegeben, daß fie der Frage Inzwischen war der Einbruch beim Bantier Franz verübt und der verdäch- figenden Herrn Damaschte auf eine besorgte Anfrage, ob der Fistus, nicht feindlich gegenüberstehen und der Wunsch geäußert, daß man tige Albert G. wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Als man denselben der Staat, nicht bei den im Programm der Bodenreformer vorgesehenen Ende 10jährigen Neuschätzungen des Erbpachtwertes nach seinen bekannten dieselbe in kürzester Frift erledigen möge. Es wurde dann beschlossen, von neuem fassen wollte, war er nach Amerika verduftet. einer Kommission in Gemeinschaft mit dem Gemeindevorsteher auf- Oktober kehrte er nach Berlin bezw. Charlottenburg zurück und nun Rezepten verfahren und die Anbauer schwer steigern werde. Herr zugeben, innerhalb dreier Monate die hierzu notwendigen rechne- wurde die. Untersuchung sowohl wegen des Bank- sowie wegen des Damaschke teilte diese Besorgnis nicht im geringsten und bemühte sich, die gegen ihn aufgenommen. Neben Albert Hörer von aller Animosität und allem Mißtrauen gegen den bösen Fiskus rischen Grundlagen der Gemeindevertretung zur eventuellen Be- Fahrraddiebstahls schlußfaffung vorzulegen. G. stand sein Bruder Franz wegen Begünstigung in einem gegen den Rader von Sttaat zu heilen.„ Der Staat, das sind wir Bum dritten Bunft:„ Beschlußfaffung über Errichtung eines Ge- und wegen Teilnahme am Diebstahl in einem zweiten Fall vor felber" rief er aus. In Hannover pflegt man bei solchen Gelegen werbegerichts" lwar Außerdem war Gaude wegen Diebstahls aus heiten zu sagen: Ich wollte, du sagtest wahr und lögest giveifellos von der Mehrheit schon den Schranken. Albert G. verlegte sich zunächst aufs Leugnen, auf ein andermal. Selbstverständlich ist Herr Damaschte in seinem in einer Vorbesprechung Stellung genommen worden, anders geflagt. Albert G. verlegte das erdrückende Beweiss Optimismus ganz ehrlich, aber er irrt sich leider. Gerade aus Vorsitzende man fich die Haltung in dieser als ihm aber der Mehrheit einem Geständnisse. diesem: der Staat, das sind wir selber!" erhellt in Wahrheit, daß Frage nicht erklären. Nach eingehender Begründung des Antrags durch material vorhielt, bequemte er sich zu Gerstenberger( Soc.), welcher die vom Gemeindevorsteher Allerdings bestritt er nach wie vor, die früheren Uhren- und Gold- alle solche Bestrebungen nicht auskommen ohne ein politisches erhobenen Einwände auf ihre Richtigkeit zurückführte und darauf warendiebstähle ausgeführt zu haben, obwohl er gleich nach den: demokratisches Programm, das den Staat erst verivies, in welcher Einmütigkeit die beteiligten Streise Neu- Weißen- felben ebenfalls nach Amerita ging, wo sein Bruder Georg lebt, der aus Bureautratie Slassenwahlrecht, Feudalis und Kapitalismus erlöst. Mirfiel fees Arbeitgeber wie Arbeitnehmer für Errichtung des Ge- fich wegen der vielen Einschnitte in seinem Kerbholz gar nicht mehr mus diesem Optimismus gegen den Fiskus eine Geschichte werbegerichts eingetreten feien, meldete sich aus den Reihen der nach Deutschland zurückwagen darf. Der Einbruch beim Bautier bei Auf unsrer fleinen Jusel nutten Gegner auch nicht ein einziger zum Wort. Nach vorher festgelegter Franz hat er geständigermaßen in folgender Weise ausgeführt. Er aus meiner Jugend ein. Stellungnahme wurde von der Mehrheit( gegen 5 Stimmen) be- fah beim Vorübergehen, daß der junge Mann des Bankiers das die Einwohner seit alten Zeiten eine große Wiese, die vor Der preußische Fistus machte dies überschlossen, diese Frage zu vertagen, fo lange nicht das zu er Geschäftslokal schloß, den Schlüffel im Innern steden ließ und eine Tafel dem Dorf Tag. bauende Rathaus fertiggestellt jei! aubing, von 12-211hr geschlossen!" Erging nun zu seinem Bruder Franz, tommene Recht streitig, und es gab dieserhalb häufig GemeindeDie Vorlage, betr. Beschaffung von Mictsräumen für die durch bei dem er wohnte, holte sich eine feine Bange, ließ sich von seiner versammlungen. Ein Altersgenosse von mir hatte schon an diesen aus unzulänglichn Bureauräume der Gemeindeverwaltung, wurde Schwägerin ein Stück Leinen und ein paar Reißnägel geben. So Versammlungen teilzunehmen; er hatte das Pulver nicht erfunden. gutgeheißen. ausgerüstet, begab er sich wieder nach dem Geschäft. Mit der Zange Aber er merkte doch, daß der Fistus ihm das Fell über die Ohren zichen Die standalösen Zustände im Armenhause in der Göbenstraße faßte er den innen steckenden Schlüffel von außen, drehte denselben wollte. Da ergrimmte er und nahm in einer Gemeindeversammlung erfuhren durch Schilling( Soc.) die verdiente Würdigung. Die herum und öffnete so das Schloß. Dann hing er den mitgebrachten das Wort zu folgendem Kraftwort: Watt ist denn datt eegentlich Notwendigkeit schleunigster Abhilfe wurde anerkannt und die erforder- Vorhang vor das Schaufenster und räumte dieses muun in aller vorn Kerl, Fiskus; laat'n dat ins kaamen, denn will wi den Gemächlichkeit aus. lichen Mittel hierzu bewilligt. Die Münzen hat er darauf in England Swienhund versupen. er extra zu diesem Zwed gereist ist. Ich glaube, daß aus diesem Pessimisten eine Erfahrung redete, Das Gesuch einer Lehrerin um Gewährung einer erhöhten umgewechselt, wohin bevor er nach Amerika ging, von die besser orientirt war, als unsre optimistischen Bodenreformer. Mietsentschädigung wurde abschlägig beschieden, da zur Zeit ein Davon hat er dann, aus 900 Mark Grund zur Aenderung der Lehrerbesoldungs- Ordnung nicht vorliege. Oberhausen( zwischen Köln und Rotterdam) ant seinen Bruder Franz geschickt, der davon die Kneipe kaufte. geschickt haben. Letzterer ist einer der berüchtigsten straße und in Lichtenberg. Diese verkaufte er vorteilhaft und über- internationalen Verbrecher, der Lehrmeister Albert G.'s, der jegt in( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns foeben die Nr. 16 des 10. Jahrgangs zunahm am 1. März d. F. die Wirtschaft in der Schüßenstraße. Sein Holland sitzt und dann von dort nach Straßburg ausgeliefert wird, gegangen. Aus dem Inhalt dieſer Nummer heben wir hervor: Politik und Vorgänger, der auswärts ein Geschäft übernommen hatte, mußte für wo er fünf Jahre zu verbüßen hat. Franz G. wurde von seiner bestrebungen in Paris. die Miete haften und diese ganz bezahlen, da Künzel, der in leicht- eignen Frau schwer belastet. Nach Behauptung derselben habe ihr beamten in Heffen. Mann auch an den früheren Uhrendiebstählen teilgenommen. Durch Blätterinnen. finniger Geſellſchaft ſein Geld durchbrachte, ihn im Stich ließ. Ein ihre Vermittlung ist auch ein Koffer mit dem" Handwerks zeng" des Songeau Bari Mechtsstreit auf Schadloshaltung war bereits eingeleitet. Am legten Albert G., den granz G. verſtedt hielt, in die Hände der Polizei und Notizenteil von Lily Braun und Klara Bettin: Socialiſtiſche FrauenMittwod vormittag entfernte sich Künzel. Mittags ging auch seine des Gerichts gelangt. Dieser Koffer enthielt einen Revolver Arbeiterinnen.- Frauenbewegung. Frau weg, und seitdem war das Geschäft geschlossen. Am Sonnabend mit Patronen, Schießpulver und Zündschnuren, Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer fand man den Mann als Leiche im Flafensee. ferner Chloroform und Chloralhydrat, Dinge die darauf 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste schließen lassen, daß ihr Befizer bei Ausübung der Diebstähle vor für 1900 unter Nr. 3122) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Gerichts- Beilung. pisal site feinem Verbrechen zurückschreckt. Auf Grund der Beweisaufnahme Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. erkannte der Gerichtshof gegen Albert G. auf 5 Jahre Zucht= Auf weit über 100 Jahre Gefängnis und Haft belaufen haus, 5 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht; gegen Franz H. auf fich die Freiheitsstrafen, die infolge des Ausstands der Straßen- 2 Jahre Zuchthaus, Ehrverhist und Polizeiaufsicht, gegen bahner- Angestellten verhängt wurden. Gestern beschäftigte eine solche Gande auf 6 Monate Gefängnis. Sache wieder die fünfte Berufungs- Straffammer unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Hallervorden. Die Kutscher Nig, Zajat, Stuhnke od odd und Troll standen derzeit wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung dem Schöffengericht. vor Am Es kriselt. Aus Gleiwig i. O- Schl. wird gemeldet, daß*) Gerste, gut 20. Mai hatte die Straßenbahn- Gesellschaft durch Säulendie Arbeitszeit erheblich eindas Gifenwert de Wert 4 Uhr auschlag bekannt gegeben, daß sie Kutscher anstelle. Bewerber sollten geschränkt bat. Im oberen werk wird jetzt schon um 4 Uhr nachsich im Bureau in der Brandenburgstraße melden. Es erschienen an demselben Tage die vier Angeklagten im Bureau und fragten mittags aufgehört, während im unteren mur 5 Schichten wöchentlich †) Hafer, gut Die Beweise häufen sich, daß man auf alle den auf dem Flur befindlichen Schaffner Fischer, ob sie angestellt Dementis der Eisenindustriellen nichts geben kann. werden könnten. Da es ihm schien, als ob die Angeklagten, die sämt lich etwas angetrunken waren, mur famen, um Standal hervorzuArbeitslosigkeit in der Schweiz. In Bern hat infolge geu rufen, so wies er sie mit dem Bemerken ab, daß zur Zeit Stockung der Bauthätigkeit ein Baugeschäft 65 Arbeiter auf einmal Erbsen keine Kutscher angestellt würden. Die Angeklagten wollten sich mit entlassen, jo daß dadurch die Zahl der bereits vorhandenen Arbeits. Speiicbohnen i dem Bescheid nicht zufrieden geben, leisteten auch der Aufforderung, lojen noch erheblich vermehrt wurde. Die socialdemokratische Stadtfich zu entfernen, fein Gehör, sondern drangen auf Fischer ein, dem ratsfraktion hat die Einberufung einer Sigung des Stadtrats vernun sein Kollege, der Schaffner Kelling, zur Hilfe kami. Dieser sah, langt und ferner beschlossen, demselben eine Reihe von Vorschlägen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu machen. daß der Angeklagte Kuhnke dem Fischer entgegensprang und Darnach sollen bereits projektierte städtische sowie tentonale ihn mit den Worten:„ Nun, dann fahrt allein, ihr Ver und eidgenössische Hoch-, Tief- und Straßenbauten in Anbrecher!" ins Gesicht schlug. Fischer wehrte sich energisch griff genommen und dabei bis zu 75 Prozent einheimischer Arbeiter Jetzt eilten auch einige beschäftigt werden. Bei mehreren im Bau begriffenen und aus Schußleute hinzu, die sich in einer während des Streits in denselben Hause eingerichteten Polizeiwache befanden. Durch ihr öffentlichen Mitteln subventionierten Bahnbauten fei in gleichem Dazwischentreten wurde weiteren Ausschreitungen vorgebengt. Das Sinne zu intervenieren, da hierbei fast ausschließlich Italiener beschäftigt werden. Auch in St. Gallen giebt es eine größere Schöffengericht hatte nur den Angeklagten Kuhnke und zwar zu sechs Monaten Gefängnis- wegen Körperverlegung verurteilt, Bahl arbeitslojer Bauarbeiter, besonders Steinhauer, wo ebenfalls einen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch dagegen nicht für vor über die Bevorzugung ausländischer Arbeiter geklagt wird. liegend erachtet und die übrigen Angeklagten freigesprochen. g e Dieser Auffassung trat die Staatsanwaltschaft in der von ihr eingelegten Berufung entgegen. In der erneuten Beweis aufnahme wurde festgestellt, daß der Zeuge Fischer bereits Die Vauarbeiter Berlins und Umgegend hielten am Sonntag von seinem Gummischlauch in fräftiger Weise Gebrauch ge- bei Cohn, Beuthstraße, eine öffentliche Versammlung ab, in der zumacht hatte, nach dem er nur einen gelinden Stoß erhalten. nächst die Abrechnung vom verflossenen Halbjahr gegeben wurde. Staatsanwalt Romen hielt dennoch das für die Körper- Danach betrugen die Einnahmen inkl. des alten Bestands von verlegung erkannte Strafmaß von sechs Monaten fir 20 577,98. insgesamt 54 632,23 W.; die Ausgaben betrugen, durchaus mäßig, er beantragte außerdem gegen die drei übrigen darunter 9470,45 M. für Streit und Maßregelung- linterfügung und Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs eine 3000 2. an den Central- Streitfonds in Hamburg. insgesamt Gefängnisstrafe von je drei Monaten, gegen Kuhnte eine Gesamt- 20 548,40 m., jo daß ein Bestand von 34 083,83 m. verbleibt. Die strafe von acht Monaten. Die Verteidiger, Rechtsanwalte Leonh. Abrechnung wurde von den Revisoren als richtig bestätigt und auf Friedmann und Erich Friedländer, führten aus, daß der vorliegende deren Antrag dem Kassierer Böttcher die Entlastung erteilt. Eine Fall mit der social- wirtschaftlichen Frage gar nichts zu thun habe sehr lebhafte Debatte entspann sich über den nächsten Punkt der und eine strenge Bestrafung deshalb keineswegs am Platz sei. Der Tagesordnung: Die Handlungsweise der Mitglieder der Freien Gerichtshof war andrer Ansicht, bei Kuhnke blieb es bei der Strafe Vereinigung und welche Stellung nehmen wir gegen dieselben ein? von sechs Monaten Gefängnis, die drei übrigen Angeklagten wurden Vom Referenten O. Böttcher als auch von andern Rednern wurde zu einer Gefängnisstrafe von je einem Monat ver- angeführt, daß Mitglieder der Freien Vereinigung in zahlreichen Fällen urteilt. die Beschlüsse der Bauarbeiter nicht beachtet und nicht nur in Berlin, Ein Meister der Spitzbubenzunft stand gestern in dem sondern auch in den Vororten auf solchen Bauten die Arbeit aufgenommen 24 jährigen Steller Albert Gedanig aus Charlottenburg vor der haben, wo sie von andren Bauarbeitern zweds Erringung besserer Lohnzweiten Straffammer. Troß seines jugendlichen Alters gehört und Arbeitsbedingungen eingestellt worden war. Rach längeren AusGedanik zu den berüchtigsten Verbrechern. Er steht im dringenden einandersetzungen zwischen den Anhängern der lokalen und der Verdacht, die zahlreichen Diebstähle bei Uhrmachern und Gold- centralen Richtung, wobei aber von beiden Seiten wiederholt die arbeitern ausgeführt zu haben, die im Jahre 1898 in Charlottenburg Notwendigkeit einer gegenseitigen Verständigung betont wurde, geverübt wurden. Es hat sich aber nicht genügendes Belastungs- langte eine Resolution zur Annahme, in der es heißt: Gegenüber material finden lassen, denn Gedanig stiehlt nur en gros und den so oft gehörten Klagen über die Unvollkommenheiten der Lokalvereinigung, erachtet es die Versammlung zunächst als unbedingt reist alsdann mit der Beute sofort ins Ausland, vo er Aus Le Mans wird gemeldet, daß in der Nacht zum Sonntag dieselbe verschärft, so daß hier niemals auch nur ein einziges nötig, die jetzt bestehende Spaltung unter den Bauarbeitern zu beder gestohlenen Objekte zum Vorschein kommt und damit an dem seitigen. Die Versammelten sind von der Notwendigkeit einer starken ein heftiges Gewitter in einem Lager bei Auvers 4 Artilleristen Diebe zum Verräter werden kann. Die Kriminalpolizei ist auch einheitlichen Organisation durchbrungen, und alle haben das eine durch Blitzschlag verlegte. Sieben Pferde wurden getötet, fünf verlegt. Motorwagen in Afrika. Die französische Regierung hat einer überzeugt, daß Gedanig zu denjenigen internatio- Bedürfnis, die sociale und wirtschaftliche Lage der Bauarbeiter zu nalen Berbrechern zählt, welche in Eisenbahn- verbessern. Die Versammelten beauftragen die Kommission, in jeder Motorwagen- Gesellschaft auf 15 Jahre alle Transporte durch den wagen Mitreijende betäuben und alsdann ausweise für eine Einigung und Verständigung zu wirken und den- französischen Sudan nach dem oberen Niger übertragen. Der Betrieb rauben. In der Hauptsache lag ihm ein Einbruch zur Last, den jenigen entgegen zu treten, die aus persönlichem Interesse die Zer- wurde im März d. J. mit 42 Wagen eröffnet und wird die 300 Kilometer lange Strede von Bufalaba nach Bamaka, für die bisher er am 15. Mai v. J. am hellen lichten Tage in dem Geschäftslotal störung der Organisation herbeizuführen suchen. Als Standidaten für die nächsten Gewerbegerichtswahlen wurden circa 3 Wochen erforderlich waren, in 7 Tagen zurückgelegt. Die des Bankiers Frauz in der Kantstraße zu Charlottenburg ausgeführt Automobile befizen 9-10 Pferdekräfte und eine Geschwindigkeit von hat. Während der Mittagspause, als das Bankgeschäft geschlossen war, sodann W. No a ck und Kummert aufgestellt. Die Gesellschaft erhält von der wurde die nach der Straße führende Thür mittels Instrumenten Ueber die Wohnungsnot und ihre Beseitigung durch die durchschnittlich 14 Kilometer. geöffnet. Der Einbrecher hat zunächst das Schaufenster mit einem Domäne Dahlem" redete in einer Versammlung des Bundes der französischen Regierung eine jährliche Subvention von 75 000 Franks. Verantwortlicher Redacteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. mittels eines gearbeitet wird. sto Sociales. eigen, gut mittel gering " " mami tlbring Roggen, gut mittel gering mittel gering Versammlungen. " " " ntiliet gering Nichtstroh Linjen |--4--15 bo. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch 3,60 2,40 1,60 1,20 1,20 1" 14,10 1,80 " 1,10 1,60 1, 1,60 1,10 " Butter 15,40 14,90 2,60 1,80 " 14,80 14,30 Gier " 14,20 13,70 " Karpfen 60 Stud 1 kg 16,40 15,40 Nale 3, 15,30 14,30 " Bander 14,20 13,30 Hechte 2,40 1,20 " 6,16 5,33 Barsche 1,80 0,80 7,20 4,80 Schleie 2,40 1,20 10, 25, Bleie 1,40 0,80 45,- 25, Krebse 70, 30, per Shot 15,- 2,50 1,40 2,60 1,20 *) frei Wagen und ab Bahn.+) frei Wagen und ab Bahu, Produktenmarkt vom 30. Juli. Die Tendenz auf dem Getreide martt war, soweit dieselbe in der Preisgestaltung zum Ausdrud fam. matter. ur am Frühmarkte zeigten die meist nominellen Notierungen teine Veränderungen. Mittags machte sich von vornherein eine Abschwächung geltend, da Amerifa und Desireich- Ungarn matte Meldungen fandten und von den sonstigen Auslandsplägen feinerlei Anregung geboten wurde. Weizen und Roggen waren 0,75 bis 1 m. billiger zu haben. Das direkte russische An gebot war weniger dringend, als in der verflossenen Woche, doch fiel das bei der gänzlich fehlenden Kaufluft nicht ins Gewicht. Inländische Ware war zu billigen Preisen offeriert. Am Futterntarkte war Mais im Preise unverändert, Hafer sehr still, infolge größter Reserviertheit der Käufer, welche zunächst das Resultat der neuen Ernte abwarten wollen. In Schlesien tann, wie von dort privatim berichtet wird, bei normalem Verlauf der Witterung der Schnitt Ende dieser Woche beginnen; die ersten Proben fönnen dann in etwa 14 Tagen hier sein. Aus Mecklenburg war bereits eine Probe neuen Hafers amt hiesigen Martte; dieselbe war von vorzüglicher Rüböl verkehrte in Qualität, der Preis jedoch weit über Rendentent. strammer Tendenz auf spekulative Räufe. Witterungsübersicht vom 30. Juli 1900, morgens 8 Uhr. 1100 Stationen Berlin Barometer stand mm Wind Bunzpla Windstärke Wetter 5 bedeckt 4'wolfig Temp. n. 6. Siailonen Barometers stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. BOATS 10.= 4° 9.) 4wolten! 10 1wolfent 11 763 NNW 3 heiter 752W 5hlb.bed. 762 WSW 3 heiter 17 16 18 Swinembe 755 SW 4 bedeckt 20 Haparanda 760 NO 756SW 17 Petersburg 7639 7573 20 Tort Hamburg 2 heiter 18 herdeen Paris 45lb. bed. 21 Frankf./M. 760 S München 758 23 Wien Weiter Prognose für Dienstag, den 31. Juli 1900. Etwas fühler, veränderlich, vielfach woltig mit Regen und mäßigen Berliner Wetterbureau. westlichen Winden. Vermischtes. Ein schweres Unwetter ging am Sonnabendabend mit wolfens bruchartigem Regen und Hagelschlag über Köln und der Umgegend. nieder, welches beträchtlichen Schaden anrichtete. Dächer wurden abgedeckt und Bäume entivurzelt, auch einige Personen kamen zu Schaden.