Nr. 177. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 29 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit flluftrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Zeitungss Preisliste für 1900 unter Dr. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts 5 Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rotonel zeile oder beren Raum 40$ ẞfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Erpcdition tft an ocen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Merufprechter: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Demokratie und socialer Fortschritt. Aus Zürich wird uns geschrieben: " 7 Donnerstag, den 2. August 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. getroffenen Berichte von den unterwegs befindlichen starten fremden verspricht den Fremden Schutz und Entschädigung. Die hier einTruppenteilen haben sehr heilsam gewirkt. Trotzdem sollten die Mächte sehr auf ihrer Hut sein, um nicht hinters Licht ge. führt zu werden." Krankenversicherungs- Gesetzes wird angesichts der großen VerDie Kriegserklärung Chinas, breitung der freiwilligen und der in großer Zahl bestehenden Eine Depesche der Agentur Laffan aus Tientsin führt u. a. aus: Betriebs Krankenkassen verzichtet werden müssen. Erflärt man Eine hier eingetroffene Meldung aus Beting, datiert vont 21. Juli, sich doch die Verwerfung des Versicherungsgesetzes bom besagt:" Die erste Nachricht von außen erreichte uns am 18. Juli. Die seit Jahresfrist in mehreren Fällen erfolgte Ver- 20. Mai zum Teil auch dadurch, daß die Mitglieder der Das Scheitern des Seymourschen Entsayversuchs verschlimmerte werfung von socialpolitischen Vorlagen durch die Volks- freien Krankenkassen aus Furcht vor der Aufsaugung durch unsre Lage bedeutend. Am 19. Juni bereits hatte das Tsung- liabstimmung in der Eidgenossenschaft, in Santonen und Ge- die Kreis- Strankenkassen und die Mitglieder der Betriebs- und am 20. den Krieg erklärt. Außer dem deutschen Gesandten wurde Yamen die Beziehungen zu uns formell abgebrochen meinden hat Veranlassung gegeben, den Ursachen dieser beKrankenkassen aus Furcht bor dem Verlust dauerlichen Erscheinung nachzuforschen. Namentlich die Ver- Selbstverwaltung der der Prof. Francis Fames vom kaiserlichen Gymnasium ermordet. Die gegen das Versicherungsgesetz eifrig britische Gesandtschaft nahm mehr als 400 Nichttombattanten auf. werfung der Kranken- und Unfallversicherung, obwohl sie agitiert und dasselbe abgelehnt haben. Dieselbe Situation 1000 Flüchtlinge fanden Schutz im Palast des Prinzen. Nach eigentlich den meisten Freunden derselben nicht unerwartet war ja auch in Deutschland bei der Schaffung des Kranken- 26tägigem heftigen Stampf kam es endlich zu einem Waffenſtillstand. kam, hat die Politiker und die Presse wochenlang beschäftigt versicherungsgesetzes im Jahre 1884 und man darf es daher Die Gesamtzahl der Getöteten und später Gestorbenen beträgt und auch heute noch dauert die Diskussion darüber fort. Die als sicher annehmen, daß es in einer Volksabstimmung ebenso 7 Amerikaner, 7 Italiener und 9 chinesische Christen. Insgesamt, ein10 Deutsche, 10 Japaner, 11 Franzosen, 4 Russen, 4 Oestreicher, kritische Untersuchung aller Verhältnisse und die Bemühungen, verworfen worden wäre, wie nun das schweizerische Gesetz schließlich der Verwundeten, betragen unfre Verluste 99. Von den die Ursachen der Mißerfolge kennen zu lernen, sind ja der verworfen wurde. rechte Weg zur Besserung, denn nur so läßt sich feststellen, Chinesen sind mindestens 2000 gefallen. Die Amerikaner behaupten eine Unter diesen Umständen kann nur grundsätzlicher Haß starte Position auf der Stadtmaner. Die Vorräte reichen noch aus und was in Zukunft unterlassen und was gethan werden muß. Wenn ich unter diesen Uniständen dennoch im Vorw." gegen den freien Volksstaat die Verwerfung des Versicherungs- die Strantenpflege- Borkehrungen sind ausgezeichnet; aber alle find gesetzes sowie andrer Geseze dazu mißbrauchen, die Demokratie sehr erschöpft von der ununterbrochenen Anstrengung. Die kaiserdie socialpolitischen Mißerfolge der Schweiz seit Jahresfrist zu diskreditieren. Für andre Leute enthält die wiederholte lichen Edikte haben die Boger ftets gelobt und den Missionaren kurz bespreche, so geschieht es nur deshalb, weil sich damit Berwerfung von socialpolitischen Gesetzen durch die Mehrheit befohlen, das Innere des Landes zu verlassen und alle Vicekönige auch die bürgerliche Presse Deutschlands beschäftigt und in der Stimmberechtigten in der Volts abstimmung die Lehre, daß zum Schutz der Hauptstadt entboten. Erst das Edikt vom 18. Juli falscher Auffassung wie falscher Beurteilung der Dinge die die gesetzgeberische Thätigkeit der Regierungen und der Barla Schweiz bezw. die demokratische Republik in Nachteil gegen mente in der Demokratie ein viel schwierigeres Geschäft ist, über der Monarchie zu bringen sucht. Dieses bei den Gegnern eines freien Volfsstaats begreif. als beim Repräsentativsystem, daß sie viel mehr Kenntnis der wahren Bedürfnisse und der Lebensverhältnisse des Bolts, wirkliche liche Verfahren ist von vornherein schon darum grundsäßlich Staatsweisheit und Staatskunst erfordert. In der Demokratie verfehlt, weil es sich in dieser Sache nicht um den Gegensatz versagen die kleinlichen Mittelchen, wie Titel und Orden, Eine über Tschifu nach London gelangte Depesche aus Tientsin von Republik und Monarchie, sondern um den Gegensatz parlamentarische Abende nsw., mit denen in den parlamen vom 27. Juli besagt: Heute kam hier ein Courier mit Depeschen aus von Demokratie und Repräsentativ- System handelt, so daß farisch regierten Ländern bei den bürgerlichen Abgeordneten Beling an, die vom 21. Juli datiert sind und vom Gesandten Conger man die französische Republik ebenso der Schweiz gegenüber- so viele Erfolge erzielt werden. In der Demokratie wirft und britischen, japanischen und deutschen Vertretern stellen kann wie das monarchische Deutsche Reich. Aber da das Volk unfehlbar mit brutaler Rücksichtslosigkeit dem sowie von verschiedenen Privatpersonen herrühren; sie beſtätigen alle in der Schweiz ſelbſt, abgesehen von jenen Kantonen, welche Gesetzgeber sein Wert vor die Füße, wenn ihm dasselbe nicht die früheren Berichte. Der Courier feinerseits bestätigte die Nachrichten seit Jahrhunderten die Landsgemeinde haben, die Gesetzgebung gefällt. über den schlechten Zustand der Wege und über die Menge Chinesen, durch das Volk eine Errungenschaft der Neuzeit, der letzten die sich längs des Wegs nach Peting befinden. In Erinnern wir schließlich an die große Summe politischer der Note Congers an den amerikanischen Konsul heißt es, gemäß Jahrzehnte ist, so läßt sich auf schweizerischem Boden selbst Rechte, die der Bürger der einfachste Bauernfnecht wie einer Vereinbarung würde seit dem 16. Juli nicht mehr ge eine Gegenüberstellung der Volksgesetzgebung und des Parla- der größte Millionär in der Demokratie besitzt, an das schoffen. Wir haben Lebensmittel für verschiedene Wochen, jedoch mentarismus machen. uneingeschränkte Vereins- und Versammlungsrecht, an die un- nur wenig Munition. Wenn die Chinesen fortfahren, uns zu bea Eine solche Gegenüberstellung ergiebt aber, das alle de- geschmälerte Koalitionsfreiheit, an die Preßfreiheit, an das schießen, wie sie es gethan haben, so können wir nicht lange aus mokratischen und socialen Fortschritte in der Schweiz unter Bahlrecht für Verwaltungs- und Gerichtsbehörden wie für halten; eine Niedermezelung aller wird folgen. Ich der Herrschaft der Volksgesetzgebung gemacht wurden, die Parlamente, an eine volkstümliche Rechtsprechung, die hoffe, daß der Entjazz bald kommt. daß die Schweiz unter dieser in wenigen Jahrzehnten größere nicht durch preußische Obergerichte und deutsches Reichsgericht Bote mit der Parlamentärsflagge dem Gesandten Macdonald eine Eine Privatnachricht ohne Datum besagt, gestern brachte ein Fortschritte gemacht hat, als früher in Jahrhunderten. beeinflußt ist so steht die Schweiz alles in allem auch Note von Yung, in welcher dieser fragt, ob man gewillt sei, einen Und vergleicht man die Schweiz mit andren Ländern, ohne Versicherungsgesetz auf einer Höhe da, von der andre Waffenstilstand abzuschließen. Macdonald erwiderte, er sei geneigt, so zeigt sich ebenfalls sofort, daß sie auf allen Gebieten gänder noch unendlich weit entfernt find. vorausgesetzt, daß die Chinesen aufhören zu schießen und nicht näher mit der Volksgesetzgebung weiter gekommen ist, als das Damit wollen wir nicht etwa die Schweiz als ein tadel an die Gesandtschaften kommen. Das Schießen hat jest aufdespotisch, halb oder ganz parlamentarisch regierte Aus- loses und vollkommenes Staatswesen hinstellen das wäre gehört und überall herrscht vollständige Ruhe. land. E fei nur daran erinnert, daß feit lächerlich; aber den reaktionären Pharifäern und haßerfüllten Die Lebensmittel bestehen aus Reis und Pferdefleisch. Eine große 1874 burch die neue Bundesverfassung die völlige Feinden' der Demokratie, die anläßlich der Verwerfung des Gefahr besteht darin, daß die in Tientsin geschlagenen Chinesen Unentgeltlichkeit des Volksschulunterrichts für die ganze Bersicherungsgesetzes dieselbe zu diskreditieren und herunter- nach Beking kommen. Die Amerikaner machten in der Nacht des Schweiz eingeführt wurde, während z. B. in Deutsch land heute noch Schulmänner als Abgeordnete in Barla- zureißen sich bemüßigt fühlten, zeigen, daß sie dazu gar keinen 3. Juli einen mutigen Ausfall und fügten den Chinesen schwere menten und andre Politiker sich den haarsträubenden Blödsinn erlauben dürfen, den unentgeltlichen Volksschulunterricht als Grund hatten. Gesandtenberichte. etwas unfittliches" hinzustellen und dafür die Zustimmung Die Kriegserklärung Chinas und der Tage erhalten: Am 22. Juli hatte der amerikanische Generalfonful Die der Regierung und der Parlamentsmehrheit finden. Unentgeltlichkeit der Lehrmittel und Schreibmaterialien ist Vormarsch nach Peking. Verluste bei. Der Minister des Aeußern hat von dem belgischen Geschäftsträger de Cartier aus Shanghai folgende Depesche vom heutigen dem amerikanischen Gesandten in Peking durch Bermittelung der Lokalbehörden telegraphiert. Taotai Scheng teilte dem GeneralTonjul mit, daß das Thung- li- Yamen sich weigere, jedes ZiffernTelegramm weiter zu befördern und verlange, daß die Telegramme en clair abgefaßt seien. bereits in einer ganzen Reihe von Kantonen gesetzlich eingeführt, Zwei überraschende Meldungen von Wichtigkeit bringt hente der während in den anderen Kantonen eine kleinere oder größere Telegraph. Erstlich, daß China am 20. Juli formell den Strieg Anzahl von Gemeinden dieselbe von sich aus eingeführt hat. erklärt hat. Zweitens, daß sich die Truppen in Tientsin plöglich ent- Truppen in Tientsin, telegraphiert: Ein vom 22. Juli datierter Brief Der Oberst Coolidge, der Befehlshaber der amerikanischen In mehreren Kantonen erstreckt sich diese unentgeltlichkeit schlossen haben, den Vormarsch nach Beling anzutreten, den man des japanischen Militär Attaches in Peting sei am 25, Juli in auch auf die Sekundar( Real-) Schulen. Ebenso wie die bisher für unmöglich erklärt hat. Diese beiden Nachrichten stehen Tientsin eingetroffen, worin sich derselbe in größter Besorgnis Unentgeltlichkeit des Schulunterrichts und der Lehrmittel ist mit einander in einem gewissen Widerspruch, der unmöglich auf- erkundigt, wann die Entfagtruppen eintreffen werden. Seit auch die in mehreren Kantonen gesetzlich und in zahlreichen zuklären ist. dem 13. Juni. heißt es in dem Brief weiter, sind wir Tag und Gemeinden anderer Kantone freiwillig eingeführte unentgeltmit äußerster AnDie Kriegserklärung Chinas ist eine Nachricht, die bisher nicht Nacht fortwährend angegriffen worden, Wenn Ihr nicht innerlichkeit der Beerdigung eine besondere Wohlthat für die sehr beglaubigt ist, die aber auch nicht ohne weiteres von der Hand strengung verteidigen wir uns noch. euter Woche aufonunt. werden wir wahrscheinlich Besitzlofen. Wie viel Sorge und Trauer gerade dadurch der zu weisen ist. Man könnte sich die Situation so denken, halb von einem Todesfall betroffenen armen Familie erspart werden, daß nach dem durch den Einmarsch der fremden Truppen nicht länger aushalten können. In dem Briefe ist von einer Ein und die Eroberung von Tatu explosiv entfesselten zügellofen ftellung der Feindseligkeiten keine Rede. Erinnern wir noch an das eidgenössische Fabrikgesetz und Boltsaufstand jetzt die Chinesen Regierung und Boyer an Haftpflichtgesetz, an die kantonalen Arbeiterinnenschutz- Gefeße, einen geordneten militärischen Widerstand gegen die Mächte denken, von denen dasjenige des Kantons Zürich von 1894 den indem sie zugleich die Gesandten als Geiseln verwenden. Zehnstundentag brachte, an die Lehrlings Gesetze mancher Stantone usw., so kann man ruhig behaupten, daß die Schweiz mit der Volksgesetzgebung auf socialpolitischem Gebiet weiter gekommen ist, als andre Länder mit dem Despotismus oder Parlamentarismus. weiß jeder, der das Elend der Armut kennt. " " Der Vormarsch nach Peking. Die Morningpost" meldet aus Washington, der amerikanische Botschafter Choate habe sich mit Salisbury wegen des fofortigen Von dieser Auffassung scheint die Leitung der Truppen nicht Vormarsches auf Peking in Verbindung gesetzt und ihm mita auszugehen, wenn sie jetzt den Vormarsch nach Peking unternehmen geteilt, daß die Vereinigten Staaten entschlossen seien, sofort den sollte. Man scheint der Meinung, daß der Aufstand der Boxer durch die Vormarsch anzutreten. Salisbury habe geantwortet, Großbritannien Regierung niedergeworfen und daß man deshalb keinem großen Wider- habe sich in gleicher Weise schlüssig gemacht. Nach einem Telegramm der„ Times" ans Tientsin ist General stand mehr begegnen würde. Diese Ansicht vertritt auch die Streuz- 8tg." Gafelee mit seinem Stabe dort am 28. Juli eingetroffen. Auch Nun hat freilich die Schweiz noch keine Arbeiterversicherung, die meint, daß die Notlage der Fremden den„ Na che 3 ug" in einen große Verstärkungen find angelangt. Der Vormarsch soll sogleich „ Rache aber ich fürchte nach Lage der Dinge, daß sie auch keine oder Nettungszug, d. 5. in eine möglichst bald in Scene zu setzende von statten gehen. Russen und Japaner schieben ihre Vorposten doch nicht so bald bekommen werde. Was sie aber als Ersatz Expedition zum Entsatze von Beting umgestaltet hat. Da man auf Bei- tfang vor. General Jamaluchi hofft, Yang- tsung binnen für dieselbe erhalten wird, das ist sehr wahrscheinlich die nach allen neuesten Nachrichten annehmen darf, daß die chinesische drei Tagen zu nehmen. Unentgeltlichkeit der Krankenpflege, wie sie Regierung den festen Willen zu haben scheint, den Bedrohten zur Ein Kabeltelegramm des Generals Chaffee aus Tschifu vom 1893 von den Socialdemokraten gefordert, aber von den Seite zu stehen und mur durch militärische Schwäche daran ver- 30. Juli bejagt, wie verlautet, besteht in Taku die Absicht, am bürgerlichen Parteien, vorab von der herrschenden radikalen hindert sein wird, dieses so erfolgreich durchzuführen, daß die ganzen Partei, bekämpft worden war. Der 20. Mai mit der Gesandtschaften aus ihrer Lage befreit und mit sicherem Schutz nach Verwerfung des der deutschen Versicherung in vielen den Linien der Verbündeten übermittelt werden, so wird dadurch in Punkten nachgemachten, wenn auch erheblich besseren Ver der That der drohende Krieg mit China ein reiner Stampf mit sicherungsgesetzes hat gelehrt, daß sich die Socialdemokraten den Aufrührern, die; völlig verantwortlich für die Unthaten auf die Psychologie des Schweizervolts besser verstehen, als ihrer Anhänger zu machen sind." die bürgerlichen Politiker. Einen Beitrag hierzu liefert auch Da man über Umfang und Zweck der Borerbewegung nichts Basel. In früheren Jahren gemachte Versuche zur Schaffung Sicheres weiß, da man insbesondere die Rolle nicht fennt, welche die cines fantonalen Strantenversicherungs- Gesezes endeten immer Regierung spielt, so fann man eine zweifelsfreie Ansicht über die mit der Verwerfung der Vorlage durch die Volksabstimmung. Sachlage nicht gewinnen. Möglich ist es immerhin, daß China in Dagegen konnte ohne Schwierigkeit die unentgeltliche Poli- der Eifersucht der Mächte eine Garantie sieht, bei einem Friedensflinif errichtet werden für alle Arbeiter und Unschluß keine sonderlichen Schädigungen zu erleiden. Jedenfalls ist bemittelte. Vielleicht kann auch ein Unfallversicherungs- an einem Zug nach Peking, der jetzt unternommen werden sollte, Gejet. womöglich auf eine Altersversicherung ge Deutschland so gut wie gar nicht beteiligt. schaffen werden; aber auch die Schaffung eines Am boll 1. Auguft nach Beling vorzumarschieren. Aus Nordchina melden amtliche russische Nachrichten, daß aufwärts fuhr, Blagowieschtschenst ebenso wie ein Dampfer, der den Amur am 26. Juli den Chinesen beschossen wurde. 28. Juli erneuerten die Chinesen das Feuer auf Blagowjeschtschenst durch einen Artillerie- Angriff. Am 24. Juli bat die aus 2000 Mann bestehende chinesische Besatzung der Festung Bajanthum den russischen General Sacharow um Unterhandlungen. Als der General sich näherte, eröffneten die Chinesen ein Gewehrs und Geschüßfener, flohen aber und überließen dem russischen General in der Festung 5 Kanonen, eine große Anzahl Patronen, 4 Schiffs. geschüße und Artilleriemunition. Die Forts von Niutschwang auf der Halbinsel Liaotong find am Donnerstag von den Russen genommen worden. Nach einer späteren Meldung dauerte der Kampf um die Die Russen besetzten die Niutschwangs Forts 1/2 Stunden. chinesischen Befestigungen, zogen sich aber dann wieder nach den Niederlaffungen zurüd. Die Ruffen hatten 4 Verwundete, der Verlust versammlung protestiert noch vom evangelischen Standpunkte ostpreußischen Kreise Johannesburg zur Anwendung gelangen. Die der Chinesen betrug 6 Tote und 10 Verwundete. Weitere deutsche Rüstungen. Der Nordd. Allg. 8tg." zufolge hat der Kaiser grundfäßlich die Annahme von tropendienstfähigen, zu einer Verwendung in China freiwillig fich meldenden Unteroffizieren und Mann schaften des Beurlaubtenstandes für etwa notwendig werdende Ersatztransporte genehmigt. Durch die Bezirkskommandos werden in nächster Zeit entsprechende Ermittelungen angestellt werden. welt im gegen den Grundsay, daß das Blut der christlichen Missionare durch Kreisvertretung hat 2000 m. für Brämien ausgesetzt, die an Arbeiter staatliche Machtmittel zu rächen sei, und macht alle nationalen gezahlt werden sollen, die zwanzig Jahre und darüber an einer haben. Durch eine Bekanntmachung Kreise auf die Gefahr aufmerksam, daß die von dem Deutschen Stelle gearbeitet Reich eröffnete, an sich berechtigte und notwendige Weltpolitit in Kreisblatt" wurden die Arbeitgeber aufgefordert, Angaben Unser Das Reich zu machen, an Prämien das Fahrwasser der Kreuzzüge einleuken könnte. Das Reich zu zu zahlen seien. Gottes wird weder durch das Schwert gebaut, noch durch das Barteigenosse Gutsbesitzer Eb hard- kommorowen fonnte Schwert geschüßt." aus den 35 Familien, die er auf seiner Besitzung beschäftigt, 25 Personen angeben, die 20 Jahre und darüber einige fogar Welche Baterlandslosigkeit! über 40 Jahre bei ihm arbeiten. Monat auf Monat Der Patriot aller Völker. Nach einem Bericht der„ Times" Die betreffenden Leute würden Handgeld und einen Löhnungszuschuß aus Konstantinopel wurde der Firma Friedr. Krupp in Effen die verging, die Kommorowener Arbeiter bekamen aber keine Prämien. Panzerung von acht türkischen Panzerschiffen nach Verlauf von sechs Monaten erlaubte er sich die Anfontrattlich übertragen. Die Angelegenheit jei dirett frage, wie es denn mit der Verabfolgung der in Aussicht gestellten zwischen dem Yildiz- Kiosk und Berlin arrangiert Prämien ſtehe. Bis jetzt ist noch keine Antwort erteilt. worden, d. h. zwischen dem Sultan und dem deutschen Kaiser. Kein Todesfall ohne Krupp! erhalten. Politische Nebericht. Berlin, den 1. August. Kaiserreben und Depeschencensur. Die Ansprache, die der Kaiser bei der letzten Ausfahrt der ChinaTruppen gehalten, ist nicht bekannt geworden. Das Geheimnis ist gehütet worden. Wie das ermöglicht wurde, berichtet ein Blatt: Nur Angehörige der abgehenden Truppenmannschaften und Offiziere und außerdem mur noch sehr wenige Personen erhielten Passierscheine. Die Vertreter der Presse erhielten nur Zutritt, nachdem sie mit Namensunterschrift einen vom Auswärtigen Amt ausgestellten Revers unterschrieben hatten, daß sie über Neden, die der Kaiser anläßlich der Truppenexpedition hält, nichts zu veröffentlichen sich verpflichten, das nicht vorher dem Auswärtigen Amt vor gelegt worden ist. Graf Bülow maßt sich hiernach also thatsächlich an, nicht nur die chinesische Gesandtschaft, sondern auch den Kaiser unter Depeschencensur zu stellen. Das Volk darf nicht erfahren, was Wilhelm II. zu den Soldaten gesprochen hat. Graf Bülow wagt es, die Politik des Kaisers, dem doch daran liegt, daß seine Meinungsäußerungen allgemein bekannt werden, zu durchkreuzen. Fast sind wir geneigt, unfre Anschauungen über die mangelnde Selbständigkeit der verantwortlichen Regierung zu korrigieren. Graf Bülow entscheidet, was von den kaiserlichen Willenskundgebungen in die Oeffentlichkeit gelangen soll und was nicht. Nur die Soldaten haben den Vorzug, von der Bülowschen Censur ausgenommen zu sein. * Deutsches Reich. " Was die Schulkinder von den Hunnen lernen. Nachstehende Stellen entnehmen wir einem bekannten Schulbuch: Die deutsche Geschichte." Für Schule und Haus von Dr. phil. Friedrich Kohlrausch, königlich Hannoverschem General- Schuldirektor. 15. Aufl. Hannover. Hahnsche Hofbuchhandlung. 1866. S. 72 bis 74. Um das Jahr 375, als Kaiser Valens in Konstantinopel regierte und der abendländische Teil des Reichs unter dem Jüngling Gratian, seinem Neffen stand, kam ein neues und fast unbekanntes, überaus wildes Volk aus Afien hergezogen, welches nicht von deutschem, sondern von finnischen Ursprung war und die Hunnen geheißen wurden. Schrecken und Angst gingen vor ihnen her und die Menschen, die sie gesehen hatten, beschrieben sie folgendermaßen: Immer freifinniger. Ueber allzu große Breßfreiheit beschwert sich das freifimige Berliner Tageblatt". Es schreibt anläßlich der Ermordung des Königs Humbert: " " In den meisten Fällen, und das ist schon wesentlich schlimmer, wird wegen Bergehens wider die öffentliche Ordnung überhaupt feine Auflage erhoben. Man behilft sich, besonders gegen die hezzerischen und verleumderischen Preßorgane, wie sie in einzelnen Gegenden Italiens fast wie in Paris gedeihen, mit der Willfür. Das italienische Recht, weit reaktionärer in dieser Hinsicht als das deutsche, gestattet die Konfiszierung einer Zeitung, ohne daß darauf eine Anklage zu folgen braucht. Von Zeit zu Zeit wird einmal ein solches Blatt, das sich in gar zu unflätigen Beschimpfungen ergeht, mit Beschlag belegt. Damit ist die Sache abgethan. Selbstverständlich erzeugt dieses Vorgehen bei dem Publikum, das den Inhalt nicht kennt, und das von einer strafrechtlichen Sühne nichts hört, den Glauben an einen ungerechten und ungerechtfertigten Eingriff der Behörden. Wir bemerken, daß es sich hierbei nicht etiva um die Prezfreiheit handelt, sondern um öde und gemeine Beschimpfungen. Wenn die Zeitungen bloß die Minister Diebe, Mörder und Schufte nennen, so fräht kein Hahn danach. Wegen solcher Kleinigkeiten ist noch fein Blatt tonfisziert worden. Angeklagt überhaupt nicht. Die Erziehung zur anständigen Disfuffion öffentlicher Dinge, wie sie durch eine mit mäßigen Bestrafungen operierende rationelle Rechtspflege und durch eine Gesetzgebung bedingt wird, welche die Willkür ausschließt, fehlt vollkommen." Es ist natürlich selbstverständlich, daß die mit der Verteilung der Geldbeträge beauftragte Behörde, die ja der Abwanderung der Landarbeiter vorbeugen will, ihre größte Freude daran hat, daß bei einem socialdemokratischen Gutsbesitzer die Arbeiter eine seltene Seßhaftigkeit an den Tag legen. Beschäftigte doch Ebhard während der Ernte und zu einer Zeit, heimische Arbeiter in Masuren auf den Gütern nachgerade zu den Seltenheiten gehören, nicht einen einzigen Ausländer. Unfre socialdemokratischen Gutsbefizer leiden also nicht unter der Leutenot. Die Flucht aus dem Often. סטן Wir berichteten erst fürzlich über allerlei Betrachtungen des Königsberger Profeffors v. Gerlach über die Landflucht der Arbeiter aus den östlichen Provinzen. Die eigne Verschuldung der ländlichen Arbeitgeber streifte der Autor dabei nur sehr kurz. Sehr deutlich läßt sich aber über diesen Punkt ein andrer Sachkenner aus, der selbst jahrelang Landwirt in Ostpreußen gewesen ist. Die Mitteilungen finden sich in einem Auffaz:" Eine Kulturskizze aus dem Often" im neuesten Heft der Preußischen Jahrbücher von Starl Schmelzer. Von einem Gut im südlichen Ostpreußen, nahe der polnischen Grenze, von dem zu Martini die Hälfte der Leute nach Westfalen gezogen ist, schreibt er: " Ich habe herumgefragt; überall nur eine Antwort: Der Herr hat an dem Abzug der Leute die Schuld." Dabei giebt man sie ihm weniger darin, daß er nicht zur rechten Zeit zugelegt hat, sondern darin, daß er die Leute, die ihn wegen der Bulage sprechen wollten, nicht vor sich gelassen hat. Er glaubt sie durch ein„ Sichverstecken" bis über Martini hinhalten zu können; Wir hoffen, daß mum auch der„ ult", die Beilage des B. T.", doch die Lente fühlten sich dadurch, daß sie nicht für wert gehalten durch die mäßige Bestrafung seines Redacteurs zu einer im Sinne wurden, das Angesicht ihres Herrn zu sehen, beleidigt, und was der„ Germania" und" Kreuz- Zeitung" anständigen Diskussion zuerst ein ungewisser Plan war, gewann durch dieses Verhalten feste öffentlicher Dinge erzogen werden wird. Wenn die Presse mit Gestalt: die Hälfte erneuerte ihren Kontrakt nicht mehr. Ein alter Dieben, Mördern und Schuften" um sich wirft, so sollte die öffentliche Vogt hat zu mir gesagt: Ein paar Liter Schnaps und ein gutes Dieser Ausspruch charakterisiert Erziehung solcher Geschmacksverirrung steuern. Formale Be- Wort hätten sie gehalten." leidigungen gerichtlich zu ahnden ist schon rein juristisch ein Unding, besser, dickleibige Bücher flarzulegen vermögen, hiesigen ländlichen Arbeitern und zwischen weil es das willkürliche Urteil in die Rechtsprechung einführt. Unterschied Wir Socialdemokraten werden alle Tage als Lumpen, Landes- Arbeitern aus der Großstadt, die organisiert sind und um verräter, Mörder beschimpft wir bedauern die schmutzigen Ge- Lohn und Arbeitszeit regelrecht tämpfen. Als nun der Herr sah, daß fellen, die derlei Schmähungen niederschreiben müssen, aber vom er so nichts ausrichten konnte, legte er zu und ließ den Leuten sagen, Staatsanwalt verlangen wir keinen Schuß. Um aber dem Unwesen er würde ihnen neue Wohnungen bauen. Nun wären die Deputanten fachlich falscher Behauptungen, von Verleumdungen, zu steuern, ge- gern geblieben, wenn sie nicht schon alles für das Uebersiedeln nach nügt die gesetzliche Pflicht zur Richtigstellung. Der Freifinn aber Westfalen vorbereitet hätten; sie hatten das Hausgerät und auch ihre schwärmt für mäßige Bestrafung, für die Preßfreiheit mit dem Kuh verkauft. Galgen daneben! Belohnte Oppofition. Zum Geheimen Regierungs- und vor Das Volk der Hunnen überschreitet jedes Maß von Wildheit. tragenden Rat ist Dr. Schilling befördert worden; er gehörte zu Sie haben gedrungene, feste Glieder und dicke Hälfe, und ihre ganze denjenigen Landräten, die wegen ihrer Haltung gegenüber der KanalGestalt ist so ungeschlacht und breit, daß man sie für zweibeinige vorlage im Landtage von der Regierung gemäßregelt wurden. Tiere oder für solche Pfosten ansehen möchte, die man grob auss Das freisinnige" Bürgertumi mag daraus einen Beweis entgehauen als Brückengeländer hinstellt. Weil man sogleich nach der Geburt in die Wangen der Kinder tiefe Einschnitte nehmen, wie man in Preußen zu Ehren kommt! macht, damit das Hervorkeimen der Haare durch die zusammenlaufenden Narben gehindert werde, so bleiben sie bartlos und sehr Ermordete Staatsoberhäupter. häßlich bis zum Greifenalter. Bei dieser unholden und widerIn den letzten hundert Jahren sind, wie wir einer Zusammenwärtigen Gestalt sind sie so roh, daß sie weder des Feaers und eine Kaiserin ermordet worden: bedürfen, noch sich die Speisen zubereiten; sondern Wurzeln stellung bürgerlicher Blätter entnehmen, siebzehn Staatsoberhäupter wilder Pflanzen und das halbrohe Fleisch des ersten besten Thieres, das sie unter sich auf des Pferdes Rücken Bar Paul 1. von Rußland wurde in der Nacht zum 23. März legen und so ein wenig mürbe reiten, ist ihre Nahrung. In Häuser 1801 durch Verschwörer, deren Haupt der Graf Peter von der gehen sie nur, wenn die äußerste Not sie treibt; sie scheuen fie, als Pahlen war, im Michailowschen Palast zu Petersburg mit seiner vom Leben abgeschiedene Gräber; vielmehr Berge und Thäler eigenen Schärpe erdrosselt. Den Sultan Selim III ließ Mustapha IV., nachdem unstät durchschweifend, lernen sie von der Wiege an Frost, Hunger und Durst ertragen. Sie fleiden sich in leinene tittel ober er zur Regierung berufen worden war, in Haft nehmen und im in Pelze, von Mäusefellen zusammengenäht; ihren Kopf bededen Mai 1808 erdrosseln. Graf Capodistrias, Präsident des griechischen Staats, wurde fie mit überhängenden Müzen, ihre Beine mit Bockshäuten. Ihre nach dreijähriger Präsidentschaft, am 9. Oktober 1881 zu Nauplia plump gemachten Stiefel hindern sie am freien Gehen, deshalb beim Eintritte in die Kirche St. Spiridion von Konstantin und Georg taugen fie wenig für Fußgefechte, sondern, beinabe festgewachsen Mauromichalis durch vier Dolch stiche in die Brust getötet. an ihren Pferden, die zwar dauerhaft, aber häßlich find, richten fie auf ihnen alle ihre Geschäfte aus. Auf dem Pferde fauft und verkauft ein jeglicher dieses Volfs, auf ihm ißt und trinkt ec, und auf den Hals des schnellen Tiers gelehnt, finkt er in tiefen Schlaf bis zur Gaukelei der Träume; und ist über ernste Geschäfte eine Ratschlagung, so geschieht auch sie in diesem Aufzuge. Sie beginnen die Schlacht mit einem scheußlichen Geheul; mit Blizesschnelle sind sie da, zerstreuen sich absichtlich in demselben rasch wieder und schweifen so ohne Augenblide, tominen geordnete Schlachtreihe in unftäten Morden hin und her, und ehe man sie wegen ihrer außerordentlichen Geschwindigkeit erblickt, stürmen sie schon den Wall oder plündern das feindliche Lager. In der Ferne fechten sie mit Wurfgeschossen, deren Spigen mit seltener Kunst sehr sauber mit Knochen besetzt sind, in der Nähe aber mit den Säbel; und indem die Feinde den Hieben ausweichen, werfen sie ihnen Schlingen über und schleppen sie mit sich fort. erzogen. int tenneu Trene der Verträge wieder aussöhnen. Io& sie nicht und . Herzog Carl von Barma wurde im Juni 1854 erstochen. Der erste Fürst von Montenegero, Danilo I., fiel nach acht jähriger Regierungszeit im Jahre 1860 der Blutrache zum Opfer. Der sechzehnte Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerita, Abraham Lincoln, wurde ein Opfer des Schauspielers Wilkes Booth, der ihn am 14. April 1865 während der Vorstellung im Fords- Theater zu Washington von der Bühne aus erichoß. Drei Jahre später, 1868, fiel der Fürst von Serbien, Michael Obrenowitsch, durch Mörderhand im Wildpark Topschider bei Belgrad. erschossen. Im Jahre 1870 wurde der Präsident von Haiti, Salnave, Das Jahr 1875 brachte die Ermordung des Präsidenten von Ecuador, Doktor Garcia Moreno. Am 7. Juli 1870 wurde der Präsident Merendez der Republik San Salvador ermordet. als " den Hier, wie in den meisten Fällen, wenn es nicht die Ueberschuldung der Güter ist, die es den Besitzern unmöglich macht, den Ansprüchen der Leute zu genügen, bildet der unmoderne" Herrengeist die Gefahr für die Entvölkerung dieser Gegenden. Ich sagte früher, der Herr ist hier noch immer der Herr; er ist es leider noch viel zu viel: er fann sich nur schiver in die Gedanken finden, daß er mit den Wünschen der Leute auch zu rechnen hat und daß er nur herrschen kann durch Klugheit, nicht mehr durch Gewalt. Er untergräbt seine Autorität, indem er zuviel verlangt, und erst recht dann, wenn er in der für ihn bösen Erfahrung, daß die alten Herrenmittel nicht mehr wirken, ängstlich wird und gegen das scheut sich der Besizer, in persönlichen Verkehr mit Eindringen des modernen Geistes Thüren und Fenster schließt. Dann einen Leuten zu treten, unterstützt von der hier traditionellen Ansicht, daß es nicht fein sei, sich zu viel mit den Leuten einzulassen; die allmächtige Zeit veränderten Lebensanschauungen des Land er wird ihnen immer fremder, er weiß sich weder in die durch volts zu finden, noch kennt er die erst durch diese veranlaßten Wünsche und Bedürfnisse. Nur zu geneigt ist er, alle an ihn herantretenden Forderungen, weil er deren Wurzel nicht bloßlegen fam, als An maßungen und Frechheiten, bestenfalls als Einwirkungen von Wühlereien und Aufreizungen zu betrachten, von denen er sich Den Zu aber, weil er fern steht, fein rechtes Bild machen kann. jammenhang mit seiner Wirtschaft erhält er dann nur noch durch seine Inspektoren und Bögte Oft werden aber Inspektoren entlassen, weil sie in den Geruch geraten, es mit den Leuten zu halten und machen andren Plaß, die dem Herrn zum Munde reden." Für die Behandlung der Arbeiter noch das folgende wörtliche Zeugnis eines Landwirts: Früher, als die Leute bei uns bleiben mußten, haben wir sie doch zu schlecht behandelt. Wenn damals ein Kerl kam und wollte nach dem Markt gehen und hatte das Maul kaum aufgemacht, so hörte man ihn nicht an und ich miß ihn einfach heraus. Solche Behandlung rächt sich jetzt." Die unausbleibliche Folge solcher Behandlung ist, daß das Land entbölfert ist und alles was jung und arbeitsfähig ist, davon läuft. Ein ostpreußischer Oberinspektor sagte:„ Wir sind hier nur noch Kleinkinderbewahranstalt, Kranken- und Alterspfleger. Haben Sie Ich nicht." hier noch stramme Kerle gesehen? Das demokratische China. " Preußischen Jahrbüchern" dar, daß in China die Der 32. Sultan der Osmanen, Abdul Aziz- Chan, wurde am 30. Mai 1876 von dem ihm aufgezwungenen" patriotischen Ministerium" des Mehemed Ruschdi und Hussein Awni genötigt, zu Niemand baut bei ihnen den Ader oder rührt nur den Pflug an; Gunjten seines Neffen Mehemed Murad dem Thron zu entsagen. Daß China ein seit Jahrhunderten stagnierender Staat sei, der denn alle schweifen umher ohne feste Size, ohne Heimat, ohne Gesetz Am 4. Juni 1876 hieß es, er fei als Staatsgefangener eines natür nichts Neues, Lebendiges mehr schaffen tönne, sich nicht mehr entund stehende Sitte, inmer Flüchtlingen gleich; die Weiber wohnen lichen Todes gestorben. Ein im Juni 1881 gegen mehrere der wickle und im langsamen Abfaulen begriffen fei, das ist für alle die auf den Wagen, weben dort ihre groben Kleider und ziehen die höchsten Staatsbeamten eingeleiteter Prozeß ergab indessen, daß Kinder groß. Auf die Frage, woher er ist, kann bei ihnen feiner Abdul während der Nacht in seiner Kerkerzelle ermordet worden war. ausgemacht, die einen Grund für das Einbrechen der Europäer in China aufweisen müssen. antworten; anderswo entstanden, fernhin geboren, und weiterhin Garfield, der 20. Präsident der Vereinigten Staaten, er= Anders die Wissenschaft, die neuerdings mehrfach zu ganz andern gleich den unvernünftigen Lieren wissen sie tau m hielt am 2. Juli 1884 in Washington von einem Fanatiker, namens Anschauungen über die chinesische Kultur und die EntwicklungsGuiteau, einen Revolverschuß in die Brust, der zwar nicht sofort fähigkeit des Landes gekommen ist. Einmal wird das ungeheure etwas vom Recht und Ünrecht, sondern sie fahren tödlich war, den Präsidenten aber zu langjantem Siechtum Wut ungestümer ihrer Begierden auf verurteilte, wovon ihn am 18. September desselben Jahres der Tod Alter der chinesischen Kultur bestritten und dargelegt, daß sie jinger fei als die griechisch- römisch- europäische Kultur und daß und find bei jeder erlöfte. irgend ein Ziel neu winkenden Hoffnung wieder wantelmütig; Zar Alexander II. von Rußland wurde am 13. März 1881 die staatlichen und socialen Verhältnisse in China in fortwährender Weiterentwicklung begriffen seien. veränderlich und jähzornig auf der Rückkehr von einer Parade das Opfer eines Anschlags; ja, sie sind so Dr. Albr. Wirth in Frankfurt a. M. legt in den daß sie zuweilen an demselben Tage ohne die Orfini- Bomben wurden unter feinen Schlitten geworfen, die beim des staatlichen und geringste Beleidigung von ihren Bundesgenossen Blazen ihn so verwundeten, daß er sich in wenigen Augenblicken wichtigste Entwicklung der Wissenschaften, abfallen und eben so ohne alles zureden sich verblutete. tirchlichen Lebens erst nach Chriftus stattgefunden hat. Die richtige Geschichtsschreibung beginne 90 v. Chr. Die Naturwissenschaften Am 24. Juli 1894 tötete in Lyon Caserio den französischen haben ihre erste Blüte erst im achten Jahrhundert n. Chr. erlebt. Vicle Sitten der Chinesen, die wir für besonders bezeichnend Präsidenten Carnot. halten, seien gar nicht besonders alt. Ihre Tracht und das EinLuccheni erstach am 10. September 1898 zu Genf die Katserin schnüren der Füße stamme aus dem 9. oder( nach andern) dem Elisabeth, als sie eine Dampferfahrt unternehmen wollte. Es fielen also durch Mörderhand: 9 Präsidenten, 2 Kaiser, 11. Jahrhundert. Stellen wurden anfänglich durch Gunst verliehen oder verkauft, erst um 1100 wurde das Syſtem der jetzigen 2 Fürsten, 2 Sultane, 1 Schah und 1 Kaiferin. Bemerkenswert ist, daß in mehr als der Hälfte der Fälle die Prüfungen eingerichtet. Der Zopf, ohne den wir uns den Bürger des himmlischen Reichs gar nicht denken können, sei durch die Oberhäupter von Republiken ermordet wurden. Ein beträchtlicher Mandschu zwangsweise eingeführt worden. Aehnlich könnte man für Der Hummen- Paffue in der letzten Kaiserrede ist authentisch. Teil fällt auf monarchische Familienmorde, wo die zärtlichen Ver- die Familie, für die Dorfverwaltung, für die Bodengesetzgebung, für Attentate, Kriegswesen und Handel nachweisen, daß die bedeutungsvollste EntDie„ Nordwestdeutsche Zeitung", die die Rede in der schärfsten Lesart wandten und Standesgenossen den Mord veranlaßten. veröffentlicht hat, erklärt:" Von dem von uns am Freitagabend die von politischen Fanatikern ausgeführt worden, haben wohl immer widelung nach Christus einsetzt oder gar nur wenige Jahrhunderte vor der Gegenwart zurückliegt. veröffentlichten Text der Kaiserrede irgendwie abzugehen, haben wir zur Entdeckung und Bestrafung der Schuldigen geführt. Teine Beranlassung. Der Kaiser sprach langsam und Schaffott hat feine abschreckende Wirkung gehabt." mit lauter, weithin schallender Stimme; für einen einigermaßen perfetten Stenographen war es eine Leichtigkeit, Senhaftigkeits- Prämien. Aus Ostpreußen schreibt man uns: die kaiserlichen Worte im Stenogramım festzuhalten." Zur Hebung der Seßhaftigkeit der Landarbeiter sind die verschiedenEine chriftliche Kundgebung gegen die Chinapolitik. Die artigsten Vorschläge gemacht. Man ist aber auch zu Thaten überProvinzialversammlung des rheinischen Hauptvereins gegangen, indem man Arbeitern, die sehr lange Zeit an einer Stelle des Evangelischen Bundes hat vor wenigen Tagen eine in Arbeit gestanden haben, mit Diplomen, Medaillen oder kleinen Resolution gefaßt, in der sie zum Schlusse sagt:„ Die Provinzial- Geldbeträgen belohnt hat. Diese leichtgerüstete und unbändige Menschenart, brennend von einer gräulichen Raubgier gegen die Fremden, brach am Asovschen Meer hervor, wohin sie schon viel früher durch Kriege und Unruhen aus ihren alten Weideplägen an den Grenzen Chinas vertrieben waren, und fielen zuerst auf die Alanen, ein asiatisches Volt, von den nördlichen Abhängen des Kaukasus stammend. Die Hunnen sollen den Geistern ihrer alten Fürsten die ersten gefangenen Europäer geopfert haben. Dann wälzte sich ihr ungeheurer Schwarm auf die Gothen. Aber das Die zweite Stufe wirklicher Erkenntnis chinesischer Zustände sei, daß China nicht seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden still gestanden habe und verknöchert sei, sondern eine unablässige. Die niemals ruhende Entwicklung durchgemacht habe. chinesische Kultur sei eben jünger als die europäische und das Land stehe nicht am Ende, sondern am Anfang seiner Blüte. Dadurch würde dann allerdings das jetzige Aufflammen des Das legtere Mittel soll auch im Nationalgeistes in China und das Bestreben, die Entwicklung des Landes durch die Europäer nicht gestört zu sehen, sich hinlänglich erklären. vorhanden: Wirth weist des weiteren auf den demokratisch- staatssocialistischen Charakter der Entwicklung der chinesischen Gesellschaft hin. Der Gegensatz zwischen„ Bourgeoisie" und Proletariat ist auch in China Im übrigen aber ist das einzige, was eine sociale Gliede rung bedingt, der Umstand, ob einer zur Beamtenschaft gehört oder nicht und welchen Rang er in der Beamtenhierarchie einnimmt. Allein auch dies ist nicht von allzu großem Belang. Denn die Zahl der Neichsbeamten ist ungemein gering. Sie betrug in der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr als 13 000. Die Erklärung dieser auffallenden Erscheinung liegt darin, daß das Volk in den unteren Kreisen sich selbst regiert, ähnlich wie bis vor kurzem der russische Mir. Jedes Dorf bestellt, ohne Einmischung von oben, jeine eigne Verwaltung, und selbst für eine Bevölkerung von 10 000 Seelen ist oft nur ein einziger faiserlicher Beamter vorhanden. Und auch eine derartig weitgehende Demokratisierung hat den Chinesen noch nicht genügt. Ihre gefährlichsten Aufstände gingen aus dem Bestreben hervor, die noch vorhandenen Unterschiede gänzlich abzuschaffen, das Land zu, nationalisieren", kurz, den reinen Staatsfocialismus durchzuführen." Wirth sieht in dieser Entwicklung, die natürlich gerade ein Kennzeichen hoher fortschreitender Kultur ist, den Grund für die Schwäche Chinas: Ausland. Das Ministerium Saracco bleibt unter dem neuen König am Ruder. Afrika. breitet, selbst in dem Stadttheater fand man ste. Um 6 Uhr morgens waren die Straßen schon von Kosaken überfüllt, um 8 Uhr begannen Der Thronwechsel in Italien. sich die Arbeiter zu versammeln. Die Kundgebung verlief ruhig. Nachdem die Sensationspresse wochenlang die gläubigen Leser denn die Polizei hielt es für ratsam, nicht einzuschreiten. Ju mit dem schauerlichen Blutbad in Peking genarrt hat, wird jezt, da reslawka( Gouv. Witebsk) beteiligten sich an der Demonstration iene Geschichten sich als rohe Lügen erwiesen, das Publikum mit der 300 Personen. In Dinaburg war eine geheime Versammlung von 150 Personen. In Witebst war ein allgemeiner Ausstand. In " Verschwörung" unterhalten, der König mosta u wurden massenhaft Flugblätter verbreitet, doch zu einer anarchistischen Verschwörung" unterhalten, der Humbert zum Opfer gefallen. Straßenkundgebung fam es nicht. In Jekaterinoslaw wurde Irgend eine Rarität aus der Schreckenstammer muß aber für am 25. April( a. Št.) in die Fabriken eine riesige Masse von Flugs die Kunden dieser Böbelpresse immer zur Verfügung stehen. Wir blättern geworfen. Hierauf tamen in der Nacht vom 27. auf 28. April verzichten auf die Wiedergabe dieser Phantasien. Haussuchungen und Berhaftungen. Die Zahl der Haussuchungen übersteigt 100, 80 Personen wurden verhaftet. Unter anderm wurde auch das Siegel des Komitees gefunden und in Krementschug auch Trauerfundgebung hat folgenden Wortlaut: Die von Wilhelm II. an König Victor Emanuel III. gerichtete eine Druckerei mit 500 Flugblättern und den Fahnen, die für die Maidemonstration hergestellt worden waren, entdeckt. Auch hier ge„ Tief erschüttert durch den Tod Deines edlen Baters, meines lang es aber der Regierung nicht, die Organisation zu lähmen. Das Komitee setzte seine Thätigkeit fort und schon einige wieder circa innig geliebten treuen Freundes und Bundesgenossen, Tage nach den Verhaftungen verbreitete man Bulletins. Das riesige Bajansfer sende ich Dir mit dem Ausdruck meiner Trauer meine aufrichtigen 500 rote plakate und und heißen Wünsche für Deine Regierung. Möge die Freundschaft, Fabriketablissement war mit Militär umgeben, auf den Straßen welche unsre Häuser und Völker während der Regierung Deines waren die Polizeiposten verstärkt; zu einer Manifestation tam es ewig in mein Herz eingeschrieben." Baters vereinigte, immer fortbestehen. Sein Gedächtnis bleibt auf nicht. Von den Verhafteten befinden sich 25 in Kiew, die andren in -Eine unpolitische Kund- Jekaterinoslaw und Charkow. In Kiew find verhaftet: Lalajanz, Berchin, Lawranow, Nasalewitsch, Krupilawski( Arzt), Opus, Bosnjakow, gebung! Moschikti, Schitarewska, Mendelewska, Lutjantschikawa, Kahan, „ Dieser verflachende Nadikalismus, dieser Mangel an Mitrofanow, Senscharowski, Sanschur, Babkin, Subkow, Wolodin, fördernder, fruchtbarer Wechselwirkung der Stände, der in Altschuler, Chawsei, Tschernichin, Mallakow, Majorof, Poljakow, schneidendem Gegensatz zu der farbenprächtigen, thatenfrohen Der Boerenkrieg. Den Reuterschen Bureau" wird aus Storeley; in Charkow: Frau Lalajanz, Tschnito, Mejerkow, Lebensfülle des aristokratischen Japans steht, er ist vielleicht Standerton vom 31. Juli gemeldet: Die Boeren, welche fürzlich mituschewitsch, Piter, Rabinowitsch, Preschiuina. das wahre Geheimnis der jetzigen Schwäche Chinas, namentlich versuchten, die britischen Patrouiffen aus einem Hinterhalt zu übrigen sind noch nicht bekannt. der militärischen und kulturellschöpferischen Schwäche. Dagegen überfallen, wurden gezwungen, sich gestern von ihrer Stellung bei In Chartow gelang die Maikundgebung vorzüglich. Das entspringt jener Gleichmäßigkeit der volklichen Gliederung eine Joubertskop zurüdzuziehen, nachdem ihre Stellung beschoffen Charkower Arbeiterkomitee erließ einen Aufruf und am 1. und 2. Mai bedeutende passive Widerstandsfähigkeit nach außen. worden war. Hildyard, der bei Volksrust operiert, zwang Ab- waren schon 11 000 Arbeiter der Eisenbahnwerkstätten und Fabriken Man kann die Chinesen nicht wie die Polen dadurch trennen, daß teilungen der Boeren unter Christian Botha, sich aus der Umgegend in den Ausstand getreten. Auch hier wurden viele Arbeiter ver man die Bauern gegen den Adel aufhetzt. Und man kann sie der Eisenbahn zurückzuziehen. haftet, doch ihre Genoffen wollten eine solche Gewaltthat der Polizei ihres Volkstums nicht berauben." Die Nachricht über die Kapitulation des Hauptcorps der nicht zulassen. Einige Tausend Arbeiter umringten das Gefängnis Was Herr Wirth„ verflachenden Radikalisms" nennt, ist in Freistaatler von 5000 Mann erweist sich als Myftifikation. und forderten die Befreiung der Arretierten. Der Gouverneur ver Wahrheit ein Zeichen hochentwickelter Kultur. Schon möglich, daß Nur der kommandolose Prinsloo tapitulierte persönlich mit an- langte, die Arbeiter sollten zuerst die Arbeit wieder aufnehmen, dann China sich als militärisch widerstandsunfähig erwiesen hat, gerade geblich 900 unzufriedenen Boeren, während die Kommandanten werde er die Verhafteten freigeben. Die Arbeiter ließen sich darauf weil es in dieser Hinsicht einen höheren Grad der Kultur erreicht Fourle, Coltie und Roug mit dem Hauptcorps, der gesamten nicht ein. Nach einigen Tagen mußte der Gouverneur nachgeben hat, als Europa; die militaristische Barbarei muß einem Artillerie und dem Train in nordwestlicher Nichtung Dewet und und die Arbeiter aus der Haft entlassen. Während des Streits tam civilifierten Volfe zuwider sein. Gleichwohl läßt sich auch diese Stejn folgten, welche die Vereinigung mit Botha herstellten. Die es zu Zusammenstößen zwischen den Arbeitern und dem Militär. Barbarei leicht erlernen und wir werden vielleicht noch überraschende angeblich erbeuteten neun Kanonen schrumpfen zusammen auf ein Viele Arbeiter wurden nach dem Streik aus Charkow ausgewiesen. Erfahrungen machen, daß auch der„ verflachende Radikalismus" der 9 Centimeter- Geschütz. leber die Maidemonstration in Polen resp. Warschau hat der Demokratie die nationale Notwehr nicht verhindert. Auch dieser " Vorwärts" schon bereits Mitteilungen gebracht, es erübrigt noch, demokratische Vorzug der chinesischen Kultur erklärt es, daß man sich einige Worte über den Ausfall der Feier in den baltischen Ostseedas, was ich am Anfang dieser Notiz gesagt habe. Die vorzügliche Stimmung der Arbeiterschaft im vorigen Jahre wurde in diesem durch die schlechte Arbeitsmarktlage erheblich gemindert. Dazu tommt noch, daß hier die Regierung wie taum irgend wo so eifrig sich ins Zeug legte, um Demonstrationen, wie im vorigen Jahre, zu verhüten. Am Vorabend des 1. Mai wurden an das Militär scharfe Patronen verteilt und der Befehl erlassen, auf das Verlangen der Bolizeibehörde sofort gegen die Demonstranten einzuschreiten. Die Arbeiter von Riga wollten am Vorabend oder nötigenfalls auch die Gräber der vorjährigen Maigefallenen Lib auflehut gegen die" thatenfrohe Lebensfülle des aristokratischen" Die diesjährige Maifeier in Rußland. provinzen zu sagen. Auf Riga und 2 i bau bezieht sich besonders Europas und all seiner Knechtschaft, Ausbeutung und Unterbrüching. Chinesisches Kriegslied. Ein chinesischer Dichter hat das folgende Kriegslied verfaßt, das Rückert, wie die" Frtf. 3tg." innert, übersetzt hat: Gekommen sind die Scharen Der nordischen Barbaren Mit langen hellen Haaren, Mit Haaren hellen langen, Die ihnen wie die Schlangen Bon beiden Schläfen hangen. Gekommen sind die Scharen Der nordischen Barbaren, Die stets ein Schreck uns waren, Die feine Häufer bauen, Bestellen keine Auen, Wie sollt uns drob nicht grauen. Sie essen rohe Speise Und leben nicht vom Reise Und Mais auf unsre Weise. Mit Vogelfedern zieren Sie ihren Kopf und ihren Leib mit den Fell von Tieren. Gekommen sind die Scharen Und durch das Land gefahren, Das ruhig war seit Jahren. Der Fürst von Li muß fliehen, Gen Bei zum Fürsten ziehen, Ob Hilf ihm sei verliehen. Und weil ihr so verziehet, Und teine Hilfe liehet, So tommt nur mit und fliehet! Bis Wei sind mun die Scharen Der nordischen Barbaren Und werden weiter fahren!" erDie nordischen Barbaren tragen nun zwar keine langen Haare mehr, auch bauen sie Häuser, aber sie fahren noch immer in Länder, die ruhig waren. Juzwischen aber haben es die Chinesen gelernt, Widerstand zu leisten, nachdem sie den nordischen Barbaren ihre Künste abgelauscht haben. Koloniale Verrohung. nachts Die vorjährigen Demonstrationen haben die Regierung veranlaßt, in diesem Jahre ein besonders wachsames Auge zu halten. Die Ueberwachung verdächtiger" Personen wurde mit größter Energie betrieben und als der Maitag kurz vor der Thür war, da glaubte die Regierung mit Verhaftungen eingreifen zu müssen. Es war ein Plan ausgearbeitet, nach dem in der Nacht vom 27. auf den 28. April in allen Orten zu gleicher Zeit Haussuchungen vorgenom men werden sollten. Man wollte die Proklamationen, die in den letzten Nächten vor dem 1. Mai zur Verbreitung kommen sollten, abfassen, um so die Mai- Agitation zu vereiteln. Es wurde besuchen, doch die Gendarmerie hatte Lunte gerochen. Sie wollte denn auch in den Nächten vont 27. April au buchstäblich diesen Zug, der gleich nach dem Feierabend stattfinden sollte, unt in fast ganz Rußland gehaussucht. Der Erfolg mar gering. jeden Preis verhindern. Das Militär umzingelte sämtliche größere Wenn also auch kurz vor dem 1. Mai es nicht gelang, größere Maffen Fabriken und ließ nicht eine Vereinigung der aus den Arbeitsstätten von Flugblättern in die Fabriken zu werfen, so fonnte das nur wenig kommenden Menschenströme zu. Den Gedanken eines DemonstrationsEinfluß auf den Ausfall des Tags ausüben. Daß die Feier in diesem zuges müßte man min fallen lassen. Auch am 1. Mai waren dieselben Jahre nicht in solch imposanter Weise zu Tage trat, wie man, ge- Vorsichtsmaßregeln getroffen wie am Vorabend. Die Arbeiter fühlten, stützt auf die vorjährigen Erfahrungen, voraussagen mußte, das hatte daß ein Zusammenstoß mit der ungeheueren bewaffneten Macht vorseine Ursache in den Arbeitsmarktverhältnissen. Den ganzen Winter läufig noch nicht wünschenswerte Erfolge zeitigen könnte und sie hindurch war ein großer Teil der Fabrik- und Hafenarbeiter ohne fügten sich. Doch wie stark aber der innere, niedergedrückte Born in Beschäftigung. Viele Betriebe mußten geschlossen werden oder ihnen geflammt hat und noch fortlebt, das schildert uns eine arbeiteten nur mit halber Straft. Die Krisis hatte einen allgemeinen Korrespondenz aus Riga vont " Frankfurter Beitung" Stillstand hervorgerufen. Ende Wcärz wurde es besser, Arbeitskräfte 19. Juni. Wir glauben aber dazu bemerken zu müssen, daß waren gesucht, die Arbeiter freuten sich auf den 1. Mai und gedachten das, was die Frankfurter Zeitung" von gewissenloser Agitation", an diesem Tage an mehreren Orten, größere Streits in Bewegung zweifelhaften Elementen", Anhängern des Nihilismus“,„ an> zu jezen. Sie glaubten bei den aufblühenden Verhältnissen sie auch archistischen Flugschriften, in denen zu Mord und Brandstiftung aufleicht durchsetzen zu können. Doch die Sachlage änderte sich: uns gefordert werde", eine infame Schwindelei ist. Die Haussuchungen gefähr vierzehn Tage vor dem 1. Mai wurde die Geschäftslage be- fanden in Riga und Libau in den Nächten vom 27. April an bis Mai sonders im Handel plöglich merklich flau. Arbeiter wurden statt. In Riga wurde u. a. auch bei sämtlichen Arbeiterinnen der entlassen, an eine Lohnsteigerung war nicht zu denken, der Streif Hgczeemichen Manufaktur gehaussucht. Man fand nichts, aber trotzmußte fallen gelassen werden, die Organisation einer Stundgebung dem wurden einige Arbeiter und Intelligente ins Gefängnis gebis der 1. Mai vorüber war, rein politischer Natur war nicht in Ecene gefeßt worden und das bracht, wo sie einige Tage, der alles zusammen schuf eine Situation, die einer umfang bleiben mußten. In Liban find bis jetzt 31 Personen arretiert reichen Wianifestation nicht genügende Nahrung geben fomite. worden. Da das Libausche Gefängnis schon überfüllt ist, so wurde So erklärt es sich, daß, man darf keine Selbst ein Teil der Gefangenen nach dem Gefängnisse in Hafenpot gebracht. täuschungen auffonimen lassen die Maifeier nicht zu Unter den Verhafteten befinden sich auch folgende, deren Namen wir allicitiger Befriedigung ausfiel. Die Organisationen werden, ermitteln konnten: Mahkeus( schon das zweite Mal), Rateneets indem sie aus den diesjährigen Erfahrungen die Lehre ziehen.( ebenfalls), Schfuburs( ebenfalls), Abels, Wilmanis, Stolbergis, die In sämtlichen Städten fünftighin der Feier mehr wie bis jetzt den Charakter einer politischen Arbeiterinnen Swipste, Matut und Kruhm. Demonstration als dem einer ökonomischen geben müssen. Der der baltischen Provinzen wurden von der baltischen Socialdemokratie Demonstrationsstreit, wie er in den letzten Jahren pro- schon mehrfach vor dem 1. Mai Broschüren und Flugblätter verpagiert worden ist, muß aufgegeben werden. Er hängt, wie wir es breitet. Die letzte Verbreitung des Maiflugblatts fand statt in derin diesem Jahre deutlich sehen, zu sehr von den augenblicklichen und selben Nacht, da die Verhaftungen vorgenommen wurden. Also auch lokalen wirtschaftlichen Verhältnissen ab. Wir lassen nunmehr einige hier war die Polizei nicht auf der richtigen Spur. Alles in allem der Mitteilungen, die wir bis jetzt erhalten haben, hier folgen. muß man jagen, wenn sonst nicht große Erfolge zu verzeichnen sind, Woinowa, Partei- Nachrichten. Der noch zu fühnende bestialische Mord, den Prinz Arenberg Der, Petersburger Verband des Kampfs zur Befreiung eins ist da: massenhafte agitatorische Litteratur ist zu dem diesin Südwestafrika beging, wurde seinerzeit allseitig und insbesondere der arbeitenden Klassen" verbreitete am 1. Mai( a. St.) eine Prokla- jährigen Maitag ins Volk geflossen, und daß mancher Same guten auch im Reichstag, sowohl von allen Parteien als auch seitens der mation in 5000 Exemplaren. Eine Feier zu veranstalten gelang Boden gefunden hat, das werden die nächsten Jahre zeigen. Regierung verurteilt. Nun aber der Tag des Gerichts über den nicht. Die Arbeiter der Fabrik Bahl legten die Arbeit nieder und prinzlichen Mörder heranbricht, versuchen foloniale Kulturträger das verlangten Lohnerhöhung, der Zeitpunkt war aber schlecht gewählt Verbrechen zu beschönigen und eine mildere Beurteilung und Ver- und der Streit verlief nur mit wenigem Erfolg. Bei den Hausurteilung eines der Ihren herbeizuführen. Es wird behauptet, Prinz fuchungen wurde nichts gefunden, trotzdem wurden aber am 26., 27., Partei Agitation. Die badischen Genossen werden den Arenberg habe es im dienstlichen Interesse zur Sicherung des be- 28. und 29. April zusammen ca. 100 Personen verhaftet. Unter den treffenden Gebiets für nötig erachtet, daß der Bastard Willy Kain Verhafteten befinden sich folgende, deren Namen bis jetzt bekannt Nechenschaftsbericht unsrer Reichstags- Fraktion in 10 000 Gremplaren beseitigt" würde; auch habe er einen Anschlag der Leute Kains geworden sind: Smidowitsch, Helena Schtschepolew, Kolotow( In- als Flugschrift zum Preise von 5 Pf. per Stück verbreiten. auf sein eigenes Leben befürchtet eine Behauptung, die frei genieur), Sinewa, Ychtschedrinow, Nowikow, Schutow, Pereswetow, Ein Aktionsprogramm für die Kommunalwahlen in der erfunden ist. Ganz allgemein nimmt der Artikel für Offiziere das Simsen, Marie Simonow, Marie Sawigti, Fedorowitsch, Beschuew, Provinz Schleswig- Holstein, dem Fürstentum Lübeck und dem Recht in Anspruch, ohne Urteil und Gesez„ Ein- Owtichinitow, Semljaneschin, Basiljewa, Sergei Domratschew, Herzogtum Lauenburg unterbreitet eine dazu gewählte Kommission Romanow, Kortschewskaja, Tschelischew, geborene beseitigen zu lassen," wenn das nach Nikolitaja, ihrer individuellen Anschauung für die öffent Anna Runita, Poljanskaja, Jelenemiti, Joff, Polownikow, Maslowsei, den Genossen der betreffenden Bezirke zur Diskussion. Der thüringische Parteitag, der für den 4. und 5. August liche Sicherheit nötig ist. Es liege weder ein Mord noch Garin, Ama Rattewitsch, Michail Bogdanowitsch, die Arbeiter Petrow, ein Totschlag vor. Schließlich führt der Artikel aus: Swarnihtaja, Krafitow. Schilkin, Tigdur, Barakow, Piraus, Jegerew, anberaumt war, wird erst 14 Tage später, am 18. und 19. August, Er wird sich besonders mit OrganisationsEine ganz andre Frage ist es, wie er dabei verfahren ist. Goldfin, Njabin, Swertschewski, Wladimir Sworikin. Von den Ge- abgehalten werden. Darin hat der Prinz entschieden einen großen Fehler begangen, nannten sind die meisten Studierenden und Arbeiter. Das Kiewer fragen beschäftigen. weshalb er auch bestraft werden wird. Er hatte zunächst den Komitee erließ ein in seiner eignen Druckerei hergestelltes Flug- Totenliste der Partei. In Leipzig verstarb der ParteiSoldaten befohlen, anf Kain zu schießen; der Bastard wurde blatt. Es fand eine geheime Versammlung statt, die sehr gut besucht genosse Paul Schiemann im Alter von 38 Jahren. Der VerSabei nur verwundet, nicht totgeschossen. In legtrem Fall wäre war, doch zu einer Demonstration tam es nicht. Vom 27. auf den ftorbene, der von Beruf Former war, hat in der Arbeiterbewegung die Sache in Ordnung gewesen und Prinz P. Arenberg 28. April wurden 25 Personen verhaftet. In Odessa wurden Leipzige eine hervorragende Rolle gespielt und war sowohl gewerkhätte sich standesgemäß und korrekt verhalten. Statt dessen die Mai- Flugblätter schon recht frühzeitig. Mitte April, verschaftlich als auch politisch außerordentlich thätig. Seine gewerk hat der Prinz mitgeholfen, den Kain, der verwundet breitet. Die Gendarmen versuchten der Organisation auf die schaftliche Thätigkeit brachte ihm schließlich die endgültige Auszu kommen. wurde und 17. April dalag, zu töten. Darin liegt das Unstandesgemäße Spur zu sperrung in seinem ursprünglichen Beruf, er fand eine neue Lebensund Intorrefte". diesem Zweck fast das ganze Arbeiterviertel durchsucht, jedoch Die Verrohung hat sich so tief in die kolonialen Gemüter ein- ohne Erfolg. Am 1. April gelang es, eine geheime Arbeiter- ftellung als Lagerhalter im Konsumverein. Mehrfache Prozesse gefressen, daß sie als Selbstverständlichkeit zur Schau getragen versammlung zu veranstalten. Nach dem 1. Mai tamen wieder brachten ihm verschiedene Freiheitsstrafen ein. Die Arbeiter Leipzigs wird. Nicht der Mord, auch nicht die scheuiälige Art des Mordens Haussuchungen und mit ihnen auch Verhaftungen von circa werden sein Andenken in Ehren halten. In Pforzheim starb der Genosse Theodor Westerwird als Verbrechen empfunden, nur daß der prinzliche Offizier fich 120 Personen vor. Von den Verhafteten nennen wir Mosel Waismann, von Beruf Goldarbeiter, an den Folgen einer langwierigen herabläßt, höchsteigenhändig einem erbärmlichen Neger den Reft zu feld, Pomeranez, Brodsei, Wolofchin, Schriftnilit, die Schwestern Krankheit. In dem Dahingeschiedenen verliert die Partei einen geben, statt sich Werkzeuge zu der Unthat zu bestellen das ist das Horowitz. Die Namen der übrigen ist noch nicht gelungen zu erBergehen. Und fein Bergehen gegen Sittlichkeit und Recht, ein fahren. In Rostow wurde zum erstenmal ein Massenflugblatt ver: tüchtigen, braven Genossen von festem Charakter. breitet. Die Polizei war aus Rand und Band. Der„ Jüdische Simon Dereure, dessen Tod wir jüngst meldeten, ist einer der Bergehen gegen die Standespflichten! Der Versuch, den Standesgenossen zu schützen, offenbart die Arbeiterbund in Rußland und Polen" verbreitete in den Städten Begründer des internationalen Socialismus in Frankreich, und sein Bolens eine Mainummer der Arbeiter- Leben ist ein Leben des Kampfs, der Arbeit, der Armut, ja des fchmähliche Verrottung, der das Heldentum der Kolonien verfallen Litauens ein richtiges Proletarierleben gewesen. Ant ift. Ekler noch als die vielleicht in Erregung begangene That er- stimme". Ein Aufruf seitens des Centralkomitees und des Komitees Elends scheint die faltblütig standesgemäße Beschönigung. Unglaublich aber in Lodz, Wilna, Warschau, Belostok und Minsk forderte die jüdischen 1. Dezember 1838 im Departement des Allier geboren, erlernte er, flingt die fernere Meldung, daß der Gouverneur von Südwestafrika, Arbeiter auf, gemeinsame Sache mit den polnischen zu machen in frühester Jugend schon zur Erwerbsarbrit angehalten, bei seinem Oberstlieutenant Leutwein sich an einem Abschieds- und so sollen auch an der Warschauer Demonstration circa Vater das Schuhmacherhandwerk. Er las die socialistischen Schriften Der Bund der und begriff früh, daß die Arbeiter nur durch Organisation zur essen für den Prinzen v. Arenberg beteiligt habe, obwohl 2000 jüdische Arbeiter teilgenommen haben. derselbe wegen seines Bergehens in erster Instanz schon verurteilt Bürstenarbeiter gab eine Festnummer seines Organs Der Weder" Macht und zur politisch- socialen Emanzipation gelangen können. In tvar, und daß der Gouverneur auch den Offizieren, die sich nicht an der aus. In Wilna tam es zu einer Demonstration, an der fich bis der Provinz wurde es ihm bald zu enge, und 1863 begab er sich, Abschiedsfeier beteiligt hatten, seine Unzufriedenheit kundgegeben habe. 1000 Arbeiter beteiligten. Die Flugblätter waren massenhaft ver- 25jähria. nach Paris, wo die Bewegung gegen das Kaiserreich, und Am 16. " namentlich auch in der Arbeiterklasse, schon sehr stark geworden war. Jerstaunliche Einmischung in ihre eignen Angelegenheiten müssen sich| Koalitionsrecht der Arbeiter. So leicht dürfte es ihnen Troß der Hindernisse, welche die, ganz in den Händen der Kapitalisten die wiedergewonnenen Brüder im Elsaß ruhig gefallen lassen. Im aber nicht werden, die Arbeiter derartig zu vergewaltigen. befindliche Regierung den Arbeiterbestrebungen entgegenstellte, vorliegenden Fall hat allerdings die polizeiliche Fürsorge nichts gegelang es Dereure, Einfluß unter seinen Klassengenossen schadet, da Peirotes gleichfalls Parteigenosse ist. zu gewinnen und die Gründung einer Gewerkschaft zu erwirken Ausland. Aus Charleroi wird gemeldet: In neunzehn im Becken von der ersten in Frankreich. Er wurde Leiter- Eingestelltes Verfahren. Gegen den Verleger der Charleroi zerstreut liegenden Fabriken legten beute die Glasarbeiter dieser Gewerkschaft und trat als solcher in die Internationale Chemnitzer Volksstimme", Genossen Landgraf, war ein Ver- die Arbeit nieder. Elf von diesen Fabriken wurden geschlossen. In dieser Gewerkschaft und trat als solcher in die Internationale fahren wegen Bergebens gegen§ 184 des Strafgesetzbuchs eingeleitet nächster Zeit werden voraussichtlich noch mehrere Glashütten außer Arbeiterassociation ein, die zwei Jahre später in London gegründet ward. Mit dem später so grausam hingemordeten Warlin worden wegen Abdruck eines Inserats. Das Verfahren ist jeßt ein- Betrieb gefeßt werden. Die Zahl der ausständigen Arbeiter beträgt eng befreundet, wurde er einer der Hauptführer des französischen gestellt worden, weil sich herausgestellt hat, daß Landgraf für den ungefähr 10 000, fie verlangen die Entlassung der nicht im Syndikate befindlichen Arbeiter. Socialismus, der fich von der Proudhonschen Kleinbürgerei frei Inhalt der Nummer gar nicht verantwortlich ist. Thiers = Gewerkschaftliches. Lohndrückerkartell. Der Holzarbeiterstreik in Dänemark ist zum Teil, soweit die Zimmereiarbeiter daran beteiligt sind, beendigt, indem der Zimmerei- Arbeitgeberverein über die Oberleitung der vereinigten Srei Holzverbände: Holzhändler, Maschinentischlereien und Zimmereien In dem Organ des Vereins deutscher Industrieller", der in und die Lohnforderung von 331/3 Dere pro Stunde bewilligt hat. hinweg mit dem Special- Fachverein der Zimmerleute verhandelt Berlin erscheinenden Industrie", wird in einem Artikel der sich immer auch ein neuer Accordtarif soll ausgearbeitet werden. Die Abmehr steigernde, Arbeitermangel" beklagt. Es wird da behauptet, daß die Bechen des Ruhrgebiets vielfach nicht im stande folgen werden, ist fraglich, da der Holzhändler Boas, der Vorfizende machung gilt bis 1902. Ob die beiden andren Arbeitgeberverbände gewesen seien, die erforderliche Kohlenmenge zu liefern, da keine des Gesamtverbands, einer der Kampfhähne unter den ArbeitArbeitskräfte vorhanden waren. Der chronische und bisher fortgesett wachsende Arbeitermangel habe für die Lohnerhöhung als eine gebern iſt. Schraube ohne Ende" gewirkt: " machte und sich auf den Boden des von Mary wissenschaftlich be--13 Genoffen auf der Anklagebank. Am 1. Mai hatten Der Pferdebahnbeamten- Konflikt in Fredriksberg( Kopengründeten Klassenkampfs stellte. Das Kaiserreich erblickte in die Genossen von Randow- Greifenhagen des Morgens einen Spazier- hagen) ist nun völlig beendigt. Nach langen Verhandlungen ist eine Ber Internationalen Arbeiterassociation seinen gefährlichsten Feind. gang unternommen. Als sie aus dem Dorfe Wussow heraus waren, Uebereinkunft zwischen der Pferdebahn- Gesellschaft und der Der Beitritt wurde bei harter Strafe verboten, die Mitglieder aufs hatte der alte Genosse Behnke ci rotes Taschentuch an einen Stock Beamten- Organisation abgeschlossen worden betreffs des neuen Fahrheftigste verfolgt. Dereure erlitt verschiedene Gefängnisstrafen, die gebunden und voran getragen. Der Gendarm, welcher bis dahin plans. Die Beamten erhalten jeden sechsten Tag frei. Die wöchent feine Energie nur anstachelten. Im Jahre 1869 war er unter den nichts gesagt hatte, tam mun eiligst herbei und konfiszierte das Taschen- liche Arbeitszeit beträgt 62 Stunden 48 Minuten, die tägliche FahrDelegierten auf dem Baseler Rongreß, und dort mit tuch. Durch Nachfrage, wer dabei gewesen sei, erfuhr die Polizei die zeit abwechselnd von 81/2 bis 12 Stunden 20 Minuten. Die Reserven Warlin- einer der fünf Franzosen, welche gegen die proudhonistischen Namen von 12 Genossen. Diese bekamen allesamt ein Ctrafmandat erhalten die Stellung wie in Kopenhagen. Die Spurenreiniger beFanatiker des Kleingrundbesizes, für die berühmte Resolution von je 15 M. wegen Teilnahme an einem nicht genehmigten öffent- tommen auch Uniformen. Es werden jezt 60 Arbeiter- Schichten, statt zu Gunsten des Kollektiveigentums in Grundlichen Aufzuge und Behnke erhielt außerdem 14 Tage Haft wegen 49 bisher, ca. 20 Reserven rücken in feste Stellen und es werden 15 und Boden stimmiten. Nach Paris zurückgekehrt, wurde groben Unfugs. Das angerufene Gericht sprach alle Angeklagten bis neue angenommen. er verantwortlicher Redacteur der, Marseillaise" und organisierte auf Behnte frei, da es nicht annahm, daß ein öffentlicher Aufzug Die Beamten, die in legter Zeit 11-111/ 2 Arbeitsstunden hatten, unermüdlich und unerschrocken die Agitation gegen das Kaiserreich. veranstaltet worden sei. Behnke wurde des groben Unfugs für haben in einer Nachtversammlung den Vermittlungsvorschlag anDiese Thätigkeit brachte ihm eine Verurteilung zu 3 Jahren Ge- schuldig befunden, doch wurde die Haftstrafe aufgehoben und auf fängnis ein. Er brauchte nicht lange zu ſizen. Der Krieg mit 50 M. Geldstrafe erkannt. Deutschland war inzwischen ausgebrochen, bei Sedan erbleichte der Stern Napoleons, am 3. September wurde in Paris die Republik proklamiert, die Dereure und vielen andren die Thüren des Gefängnisses öffnete. Es kam die Belagerung das Proletariat mußte bewaffnet werden und die vaterlandslosen Arbeiter ber teidigten das Vaterland, das von den bürgerlichen„ Patrioten" schmählich verraten ward. Die Bourgeoisie fürchtete den Bolts frieg, der die Arbeiter in ganz Frankreich bewaffnet hätte. Sie schloß Friede, in der Hoffnung, die unbequeme Republik erdrosseln zu können. Allein die Arbeiter von Paris, Dereure mit an ihrer Spize, verurteilten den Heimtückischen Plan des Herrn die Truppen, von denen ein Teil zum Wolk überging und zwei der blutdürftigsten Generale erschoß, mußte Es drängt sich daher die Frage auf und sie wird in den fich aus Paris zurückziehen. Das war der 18. März 1871. rheinischen gecentreisen allen Ernstes ventiliert, Wenige Tage später wurde die kommune errichtet und Dereure ob es nicht angezeigt wäre, die Wirksamkeit des KohlenBremerhaven, 1. Auguft.( W. T. B.) Nach Besichtigung det mit 14000 Stimmen zum Mitglied erwählt. An diesem Posten that syndikats, welche sich für Stegulierung des Absages Schleppstation des Norddeutschen Lloyd" nahm der Kaiser den er seine Schuldigkeit in der Verwaltung, im Kampf. Gleich in und der Preise so vorzüglich bewährt hat, in der Rich- Vortrag des Staatsministers Grafen von Bülow entgegen. den ersten Tagen hatte er den Schmerz, daß sein Freund Flourens tung zu eriveitern, daß eine Schrante gezogen würde, welche von den Versaillern" niedergemezelt ward. In der blutigen London, 1. Aug. Das„ Reutersche Bureau" meldet aus Tientsin wenigstens dem gegenseitigen Judiehöhetreiben der vom 26. Juli: Gestern Abend ist hier ein Bote mit einer Depesche Maiwoche war Derenre Adjutant Dombrowskis, und unter Löhne durch die freie Konkurrenz der Bechen, um dem einzelnen des japanischen Gesandten in Befing eingetroffen, welche besagt, den letzten der Kämpfer. Nachdem alles für den Augenblick verloren, Arbeiter ein 8iel zu fegen geeignet wäre. Es mag nicht daß die Gesandtschaften am 22. Juli noch unversehrt gewesen versteckte er sich und bewerkstelligte schließlich die Flucht in die Schweiz, leicht sein, dieses Problem zu lösen. Aber der Organisation der seien und noch eine Woche ausharren könnten. Der von wo er nach Amerika ging. Den Haager Kongreß der Inter- Arbeiter zum Zweck der Lohnerhöhung wird man schließlich unter- Stommandeur der amerikanischen Truppen erhielt heute den Benationalen besuchte er 1873 als Delegierter einer amerikanischen liegen, wenn man es auf seite der Unternehmer bei der freien fehl von Washington, den Vormarsch auf Peking nicht zu Sektion. Kaum war von Gambetta die Amnestie der Konkurrenz in der Lohnfrage beläßt." verzögern. Die Depesche teilte ihm ferner mit, daß bedeutende Kommunarden durchgesezt, so kehrte auch zum Tode Die vorzüglichen Dienste, die das Syndikat bei der Preis Verstärkungen unterwegs seien. verurteilte Dercure nach Paris zurück und begann sofort treiberei der Produkte geleistet hat, sollen also nun auch wieder die Arbeit der Organisation. Mit Guesde wirksam gemacht werden beim Lohndruck. Fügt das mächtige und Lafargue gründete er den Parti Ouvrier", Startell seiner unheilvollen Machtstellung auf dem Warenmartte in dessen Generalrat er bis zu seinem Tode gesessen auch die auf dem Arbeitsmarkt bei, dann dürfte hat. Selbstlos bis zur Aufopferung, hat er ohne Rast und Ruh im es an der Zeit sein, diesem unheimlichen Wirken des Dienste der Partei gearbeitet, auf allen nationalen Kongressen des Kapitalistenringes im Interesse der Kultur " Parti Ouvrier" seit 1878, und auf allen internationalen ziehen. Die" Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung" ruft sämtliche Grenzen zu Kongressen seit 1889 war dieser wunderbare Mann, belehrend, bestehenden Berg und Hüttenarbeiter Organi mahnend, anfeuernd. fationen dazu auf, sich ins Einvernehmen zu segen, einstimmig Und er ist arm gestorben. Mehr als arm im Glend. In Protest zu erheben gegen die gemeingefährlichen Pläne der unersätt der Wohnung eines Freundes, der ihn gastlich aufgenommen lichen Kapitalisten. Einen hatte. Der Schreiber dieses hat ihn seit 1878 gekannt. treueren, einen muthigeren Genossen, einen Genossen, in dem der tämpfende Socialismus besser verkörpert gewesen war, hat die Partei niemals gehabt und wird sie nicht haben. Ehre dem Andenken des braven Dereure! Es fragt sich freilich, ob die gewerkschaftlichen Kampfesmittel in diesem Fall allein genügen werden, die Phalance des koalierten Unternehmertums zu brechen. Berlin und Umgegend. Der chinesische Krieg. aus Taku( Tichifu) vom 30. Juli: Der Kommandant der Elba" Rom, 1. Auguft.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani" meldet teilt mit, ein Brief des englischen Gesandten in Beting vom 25. Juli bestätige die von dem japanischen Militär- Attaché gemachten Mitteilungen und fügt hinzu, daß die chinesische Regierung am gestellt habe, Peking zu verlassen. 20. Juli die ernente Forderung an die fremden Gesandten Die fremden Gesandten hätten diese Forderung abgelehnt.( Das bedeutet die formelle Striegserklärung Chinas.) Tokio, 31. Juli.( W. T. B.) Eine Depesche aus Niutschwang bestätigt die Meldung, daß am 26. d. die Russen das chinesische Lager angriffen und ein etwa zweistündiger Kampf folgte und fügt hinzu, daß die Lage in Niutschwang gefährlich sei. Dieselbe meldet ferner, daß ebenfalls am 26. Juli 4000 Ruffen von 7000 Chinesen bei Ta- schi- Kiong angegriffen wurden, worauf den ganzen Tag über gekämpft wurde. Die Fliesenleger- Hilfsarbeiter werden nun ebenfalls in den Petersburg, 1. August.( W. T. B.) Der Hauptingenieur Streit eintreten. In der gestrigen Versammlung wurde be- Sugowitsch benachrichtigte am 23. Juli die russische Bevölkerung Der Parteifongreß, der mur 2 Tage dauern sollte, schlossen, daß von heute ab überall dort die Arbeit Charbine, da die Chinesen baldige friegerische Operationen von lokale Centralverbände(„ Arbeiterkommunen") erfolgen sollte, die eine bewilligt find. Bisher haben ton den 16 Unternehmern, denen Dagegen bittet Sugowitsch, der am Blag bleibt, alle Beamten, währte 4 Tage, weil auf ihm die wichtige Umbildung der Partei in eingestellt werden soll, wo die Forderungen nicht 3iaitar aus in Aussicht stellen, sollten sich Weiber, Kinder und waffenlose Männer auf Dampfern flußabwärts zur Grenze begeben. forgfältige Durcharbeitung der verschiedenen Vorschläge und ein- die Forderungen vor einiger Zeit übermittelt wurden, nur Maschinisten, Telegraphisten und Aerzte, ebenfalls zu bleiben, uni gehende Diskussion erforderte. Eine lebhafte Debatte rief wieder zwei erklärt, daß sie den Stundenlohn von 60 Pf. und die übrigen den Eisenbahn- und Dampferverkehr aufrecht zu erhalten. Die Frage des früher beschlossenen Zwangsausschlusses der Fach- Forderungen anerkennen wollen. Drei Firmen haben das Vorgehen vereine hervor, und Branting und Nilson schlugen vor, daß die der Arbeiter mit Maßregelungen beantwortet. Schwedischer focialdemokratischer Parteifongrek und Fachverbandskongres in Malmö. Beiträge der Fachvereins- Mitglieder, die erklären, nicht Social- Am Freitag wird wieder eine Versammlung stattfinden, in Lehte Machrichten und Depelthen. # Demokraten zu sein, nicht für Parteizwecke, sondern für humanitäre oder wissenschaftliche Zwecke verwendet werden sollen. Der Kongreß lehnte dies aber ab, da die Fachvereine den Ausschluß selbst beschlossen hätten und nur von ihnen eine Aenderung ausgehen fönne, die Partei im Gegenteil darán festhalten müsse, daß alle Verbände beizutreten haben und die Minorität sich der Majorität fügen müsse. Ferner wurden Resolutionen über die Wahlrechtsfrage und die geplante allgemeine Wehr pflicht gefaßt: in ersterer wird erklärt, daß die Partei ausschließlich das allgemeine Wahlrecht erstrebe, aber auch Ver mittelungsvorschläge unterstüßen wolle, um zunächst mehr Einfluß zu gewinnen. Die Arbeiter werden aufgefordert, die Minimal Steuertare für Wahlrecht zu zahlen, um so mehr Stimmen zu er langen. In der Wehrpflichtfrage sind sie für allgemeine Wehrpflicht auf Grund der Volkswehr", also Bruch mit dem militärischen System und unter der Voraussetzung der Bewilligung des allgemeinen Wahlrechts. der die weiteren Maßnahmen beschlossen werden sollen. Das Streitbureau befindet sich Klosterstr. 101. Deutsches Reich. Der Boerenkrieg. London, 1. August.( Meldung des Renter'schen Bureaus.) Feldmarschall Roberts meldet aus Pretoria von heute: Noch Der Streit der Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter in zwölfhundert Boeren haben sich dem General Hunter gestern Hannover ist beendet und zwar zu Gunsten der Arbeiter mit dem Kommandanten Rouse Fonternel ergeben. Die Kommanin einer Generalversammlung des Arbeitgeberverbands danten Potgieter und Joubert ergaben sich an Bruce und hat man die Vorschläge der Lohnkommissionen der Streikenden Hamilton. Lieutenant Andersen und dänische Offiziere der Staatsacceptiert. Demnach erhalten nunmehr die Maurer und Zimmerer artillerie ergaben sich gleichfalls. Dem Kommandanten sofort einen Minimallohn von 47 Pf. pro Stunde. Vom Olivier gelang es mit 5 Geschüßen und einer Schar Burghers nach 1. Oktober au sollen 48 Pf. und vom 1. März 1901 au 50 Pf. pro bem Distrikt Harrismith durchzubrechen. Auf der Bahnlinie Stunde bezahlt werden. Für sogen. Junggesellen ist ein zwischen Strügersdorp und Potechefstrom entgleifte in der Mindestlohn von 40 Pf. pro Stunde festgesetzt. Die Bauarbeiter Nähe von Frederikstad ein Zug mit Vorräten, der von einer Aberhalten, einen Mindestlohn von 32 bis 38 Pf. pro Stunde. Weiter teilung Infanterie begleitet war, da der Feind einige Schienen entwurde eine Kommission, in welche von beiden Parteien je fernt hatte. 13 Mann sind tot und 39 verlegt. Unters 7 Personen zu entfenden sind, eingesetzt, die innerhalb der nächsten suchung ist eingeleitet. Woche über die weiteren Bedingungen, als Arbeitszeit, Lohnzahlung, Baubuden ze. zu verhandeln und die Vereinbarungen in Form eines 2ohntarifs abzuschließen hat. Der nächste Parteitongreß wird 1905 in Stockholm abgehalten. Auch 1902 ein Kongreß der Arbeiter- Kommunen". Der schwedische Fachtongreß, der am Freitag eröffnet Die Düffeldorfer Klempner und Justallateure befchloffen in wurde, dauerte zwei Tage. Anwesend waren die Vertreter der dänischen und norwegischen Fachorganisationen. Gin Antrag auf öffentlicher Versammlung, in den Ausstand zu treten. Mehrere politische Agitation durch die Fachvereine wurde nach Beratung in Firmen haben die Forderungen der Arbeiter bereits bewilligt und einer Kommission angenommen. Ferner sprach sich der Kongreß man hofft, daß der Streik bald zu gunsten der Arbeiter entschieden die geplante Einführung bon gegen Arbeitsbüchern aus. fei. Buzug streng fernhalten. Beschlossen wurde: Fachvereine zu begründen, solche wo Der Dürener Tegtilarbeiterftreik, der von den christlichen noch nicht bestehen, Zusammenschließung der lokalen Fachverbände in einen Gesamtverband und Verbreitung von Berichten Berbänden geleitet wurde und nach fiebzehnwöchiger Dauer verloren über die Fachvereins- Bewegung im Lande, auch die gegenseitige sing, hat die christlichen Organisationen 15 563,84 Mart an UnterUnterstützung bei den Konflikten unter den dem Landesverband um die christlichen Arbeiter von der Verkehrtheit ihrer Sonder stügungen gekostet. Diese Summe wäre als Lehrgeld hoch genug, angehörenden Organisationen. Ueber den auf dem letzten Kongreß bestrebungen zu überzeugen, aber trotz der Fußtritte, die sie von angenommenen Anschluß an die socialdemokratische Partei entstand bem christlichen Unternehmertum empfangen haben und trotz der eine ruhige und fachliche Debatte. Es wurde folgender Vorschlag Reibe verlorener Streits christlicher Textilarbeiter verfchließen sie fich angenommen, der auch dem im Parteifongreß gefaßten entspricht: Die ber befferen Einsicht immer noch. Fachvereine schließen sich in der Landesorganisation" zur Verfolgung fachgewerblicher Ziele, und die einzelnen lokalen Fachvereine und Parteivereine zu„ Arbeiterkommunen" zusammen für politische Zwecke. Nächster Kongreß 1903. Die ruthenische socialdemokratische Partei wird sich durch Aufstellung eines Kandidaten an der demnächst stattfindenden Ergänzungswahl für den galizischen Landtag beteiligen. Polizeiliches, Gerichtliches univ. Sandsuchungen. In der Redaktion unsres elfäffifchen Parteiorgans in Schiltigheim bei Straßburg wurde nach dem Manuskript eines Artikels gesucht, der sich mit der Rechtsprechung eines Amtsrichters in Zabern befaßt. Gefunden wurde nichts. Auch in den Räumen unfres Augsburger Parteiorgans wurde erfolglos gehaussucht. Hier handelte es sich um Artifel über die Freiwilligkeit bayrischer Chinafahrer, durch die das Blatt ber leumderische Beleidigung begangen haben soll. = Bureaus.) Die Boeren haben Machadodorp geräumt. Die teleLaurenco Marques, 1. August.( Meldung des„ Neuter'schen graphische Verbindung zwischen Lydenburg und Nelspruit ist von den Boeren fertiggestellt worden. Stockholm, 1. Auguft.( W. T. B.) Jm Sigungsfaale der Akademie der Wissenschaften wurde heute in Gegenwart der Polarforscher Nordenstjöld, Nathorst und andrer Gelehrter und Fachmänner die fürzlich bei Jsland aufgefundene Andrée- Boje geöffnet. Die Boje trug die Inschrift:" Andrées Polarexpedition, Nr. 3, 1896"; sie war von der verschwundenen Färbung abgefchen, ganz unbeschädigt. gewindes der Oberteil der Boje sehr leicht durch Wellenschlag oder Bemerkt wurde, daß infolge der schlechten Ausführung des SchraubenEindruck abgeschraubt worden sein konnte und daß die Boje, da die untere fupferne Spize unversehrt ist, nicht auf Land oder Eis gefallen fein kann. Ein Vergleich ergab, daß der früher aufgefundenen Andrée- Boje Verschluß und Kupferhülse fehlten. Rom, 1. August.( W. T. B.) Der König Victor Emanuel hat bei feiner Landung in Neggio Calabria folgende Depesche au den Ministerpräsidenten Saracco gesandt: bestätige ich dem Kabinet dasselbe Vertrauen, das ihm mein Indem ich die von Ihnen ergriffenen Maßnahmen gut heiße, Hochseliger Vater entgegengebracht hat." Der Zuzug von Klempnern und Installateuren nach Eisen, Suhr, bei der Firma Moritz Kohl( Kaiserstr. 37) ist wegen Lohndifferenzen fern zu halten. Die Firma jucht hauptsäch lich Gehilfen aus Ost- und Westpreußen und Bosen heranzuziehen. Arbeiter Aussperrung. Wegen Differenzen, die in der Münchner Kleiderfabrit von 3. G. Sappel ausgebrochen sind und den Vorsiz in einem Ministerrat und reist heute abend nach Monza Ministerpräsident Saracco ist heute früh hier eingetroffen, führte die schließlich mit einer Arbeitsniederlegung endigten, haben die zurück. bereinigten Kleiderfabrikanten in München, die sich erst Rom, 1. Angust.( B. 5.) in legter Beit zu einem Ring zusammengeschlossen haben, mit der liften( 1) und Anarchisten danern fort. Die Verhaftungen von Socia In Mailand find Aussperrung fämtlicher Sonfettionsschneider geüber 50 Personen verhaftet worden, die meisten davon antwortet. Mittels Plakate wurde die Aussperrung heute in den find Anarchisten. In Poato wurden ebenfalls viele Ver Kleiderfabriken bekannt gegeben. Eine überaus stark besuchte Konfektionsschneider- Versammlung vom Montagabend im Hotel Quintavalle verhaftet; er trug die Photographien von fünf bekannten haftungen vorgenommen. In Riomarina wurde ein gewisser Kreuzbräu verfiel der polizeilichen Auflösung. Anarchisten bei sich. Das Vorhandensein eines Komplotts soll durch weitere Untersuchungen bestätigt worden fein.(???) In München sind die Scharfmacher des Tischlerei gewerbes an der Arbeit, jeden Einigungsversuch mit den streifenden Mouza, 1. Auguft.( W. T. B.) Der König und die Königin - Deutsche Rechtszustände. Eine Handwerkerversammlung Gefellen zu hintertreiben. Die Meister befchloffen, eine Werkstätten find gegen 7 Uhr abends hier eingetroffen. In Mailand, wo der in Mez wollte sich mit der Aufnahme der Streittlaufel in die ordnung auszuarbeiten und den Gehilfen aufzuzwingen, die unter Bug furze Zeit hielt, hatten sich die Behörden auf dem Bahnhofe städtischen Verdingungsverträge beschäftigen und dagegen Protest andrem eine Bestimmung enthalten soll, die den Gehilfen die eingefunden. erheben. Als Referent war der Genosse Böhle aufgestellt. Die Sammlung von Beiträgen und die Verbreitung von Mouza, 1. August.( W. T. B.) Morgen früh. werden sämmt Versammlung wurde von der Behörde unter der Bedingung genehmigt. Beitungen in den Werkstätten verbietet. Die Meister liche Minister hier versammelt fein; auch Bisconti Venosta, daß an stelle Böhles der Schriftseger Peirotes referiere. Solche beabsichtigen also einen gewaltthätigen Eingriff in das welcher in Mailand weilt, begiebt sich hierher. Verantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und erlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 177. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 2. Auguſt 1900. arbeit. Internationaler Arbeiterschuh- Kongreß. leisten können. Abg. Motte, Textilfabrikant in Roubaix, befürwortet das Vorgehen auf nationalem Wege für die einen, auf internationalem für die andern Industrien. Kein Sentimentalismus( Gefühlsduselei), solle die Nachtarbeit in der Textilindustrie beseitigt werden. man müsse positiv sein und die Anstrengungen begrenzen. Zunächst Damit schließt die Diskussion. Ein Votum findet wiederum nicht statt. Der Vorsitzende kon= statiert mur, daß der Kongreß für ein Verbot der Nachtarbeit nach der Maßgabe der Möglichkeit" fei. Einige Abänderungsanträge, die sich gegen letzteren Ausdruck richten, gelangen nicht zur Abstimmung. Prof. Jay versichert aber, jener Ausdruck wäre nicht leisetreterisch gemeint. * Zweiter Verhandlungstag. Nachmittag. Un= In den Bergwerten tamen auf 10 000 Arbeiter tödliche Unfälle: 1833-1842: 41 jährlich im Durchschnitt 1853-1862: 34" 1863-1872: 29 1873-1882: 20 1883-1892: 1893-1898 ca. 11 " " " " " 18 " " nahmen, und die Ausdehnung des französischen Gesezes von 1900 Arbeiterinspektoren. Im Gegensatz zu Laporte zieht er gewählte auch auf die Männer, die in nicht gemischten Betrieben arbeiten. Arbeiterdelegierte als Hilfsinspektoren vor, denen das Vertrauen Prof. Jah erklärt namens der großen Mehrheit der Organi- der Arbeiter gesichert sei und durch deren Vermittelung die Paris, 28. Juli. sationskomitees des Kongresses, daß in ihrem Geiste die vorgeschlagenen Arbeiter selbst eine Kontrolle ausübten. Die Arbeiter hätten das 8 weiter Verhandlungstag. Vormittag. Schußmaßregeln unabhängig von jeder internationalen Regelung Recht, sich über die Sicherheitsbedingungen durch eigne Vertreter zu seien. Jedes Land könne für sich vorgehen, da der Arbeiterschuß vergewissern, sobald der Betrieb einen gewissen Umfang habe. Die Vorsitzender Scherrer St. Gallen. II. Verbot der Nacht auch im Interesse der Industrie, ihrer Stonkurrenzfähigkeit auf dem mit den französischen Arbeiterdelegierten in den Bergwerken gemachten Weltmarkt, liege. Prof Pic Lyon berichtet über den Stand der bezüglichen GesetzErfahrungen seien nicht zu verachten, obwohl bei einer Griveitering Reüffer, Sekretär der Buchdrucker- Gewerkschafts- Föderation, dieser Institution bessere Resultate zu erzielen wären. Der Bergwerksgebung in Frankreich. Die Nachtarbeit von 9 Uhr abends bis 5 Uhr konstatiert die Widernatürlichkeit der Nachtarbeit auch für sein Ge- delegierte sei nur Besucher und Berichterstatter, das Auge der morgens ist nur für Minderjährige bis 18 Jahren und Frauen ver- werbe. Aber ein Verbot von heute auf morgen sei unmöglich. Man Arbeiterschaft. Er dürfe von sich aus nicht einmal gefährliche Arboten. Für Männer kann das Verbot nur indirekt abgeleitet werden aus dem 12- Stundengesetz von 1848. In Wirklichkeit machten die müsse mit der öffentlichen Meinung, dem Widerstand der Unternehmer beiten unterbrechen lassen. Die Delegierten beschwerten sich, in der und selbst der Arbeiter rechnen. Die Ansprüche der Kundschaft seien Erfüllung ihres Amts gehemmt zu sein. Immerhin sei ihre zahlreichen Ausnahmen das Verbot auch für die erstere Kategorie das schwierigste Hindernis. Redner lobt die Errungenschaften des Wirksamkeit gewachsen. Insgesamt hätten sie 1898 20 199 illusorisch. Das Gesetz von 1900 ändere in Bezug auf die Männer erstattet gegen 17 523 im Jahre 1891. nichts, da es, wie dasjenige von 1848, über die Nachtarbeit der Deutschen Buchdruckerverbands. Ferner verlangt er höhere Strafen Berichte Männer schweigt. Zahlreiche Fabrikinspektoren und selbst einige für Uebertretungen des Nachtarbeitsverbots. zweifelhaft hätten sie die hygienischen Bedingungen günstig beeinflußt. Unternehmer die Zahl der leichteren Unfälle verringert, dagegen keinen nachweisverlangten ein generelles Verbot der Nacht baren Einfluß auf die Verminderung der schweren Unfälle gehabt, arbeit für alle Kategorien. Wäre das aber ohne ein intervielleicht deshalb nicht, weil diese ohnehin wegen andrer Ursachen nationales Einvernehmen möglich? Der Handelsminister Millerand glaube das nicht. Der vollständige Mißerfolg der Berliner Konferenz rasch abnähmen. Das zeigte folgende Tabelle: 1890 in dieser Beziehung ermuntere aber nicht zu neuen internatio nalen Unterhandlungen. Redner glaubt jedoch, daß man auf internationalem Wege von neuem etwas versuchen sollte. Seit 1890 hätten die internationalen Kongresse den Boden vorbereitet. X115= besondere werde das zu schaffende internationale Bureau vieles Dr. Mar Hirsch, der einen gedruckten Bericht über die Nachtarbeit verteilt hat, behandelt die Frage vom Standpunkt Die Abnahme der tödlichen Unfälle vor und nach der EinDeutschlands. Die Folgen der Nachtarbeit seien in jeder Hinsicht führung der Arbeiterdelegierten( 1891) fomme also sehr nahe der schädlich auch für die Produktion. Aus Anfragen bei Industriellen regelmäßigen arithmetischen Progreffion: 41, 35, 29, 23, 17, 11. Für die andren Industriezweige empfiehlt Redner gewählte nun wisse er, daß die Nachtarbeit mur 75 und sogar 60 Proz. des Tages- Borsitzender Prof. v. Philippovitsch- Wien. III. Die Gewerbe- Arbeiterdelegierte, die nicht nur, wie in den Bergwerken, über die arbeits- Ertrages in der gleichen Zeit liefere. Deutschland gehöre, Inspektion. wie die meisten Industrieländer, zur Ländergruppe, in der die Nacht- Brust, Vertreter des Deutschen Knappschaftsverbandes, be- Sicherheitsbedingungen, sondern über die Durchführung der ganzen arbeit für Frauen und Minderjährige verboten ist, für Männer dauert, daß Deutschland, im Gegensatz zu Frankreich, England und Gesetzgebung zu wachen hätten. Die Delegierten müßten ein Gehalt hingegen nur in einzelnen Fällen. Für erwachsene Männer befür- Belgien, noch keine Grubeninspektions- Delegierten aus der Arbeiter bekommen, um von den Unternehmern unabhängig zu sein. Eine wortet er die gesetzliche Beschränkung der Nachtarbeit auf 8 Stunden schaft befize. Die Mitwirkung der Arbeiter bei der Inspektion ſei Reihe ähnlicher Gewerbe könnten einem Delegierten anvertraut werden. Vielleicht könnte man auch nach englischem Beispiel die mit einem wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Wechsel der umentbehrlich. Tages- und Nachtschichten. Am besten aber wäre die Frage Girsberger, Vertreter der deutschen katholischen Arbeiter- Arbeiter- Inspektoren fakultativ machen für diejenigen Gewerbe, in auf privatem Wege zu regeln, durch das Koalitionsrecht und vereine: Die Gewerbe- Juspektion sei ohne das Vertrauen der denen die Arbeiter einen Delegierten wählen wollten. Einigungsämter, sei es mit den Prinzipalen oder gegen Arbeiter zu derselben unmöglich. Praktisch erfahrene Arbeiter müßten sie. Da Nachtarbeit umentbehrlich, so könne man nichts dagegen zur Inspektion herangezogen werden, nicht nur in den Bergwerken, fagen, wenn die Männer freiwillig sich dazu verständen. Redner sondern auch im Baugewerbe. Ferner seien Inspektorinnen notlobt den Buchdruckertarif von 1891 als ein mustergültiges deutsches wendig, die mehr als Männer das Vertrauen der Arbeiterinnen Privatgesetz", wodurch auch die Nachtarbeit geregelt ist. Die Buchdrucker, erwerben tönnten. Preußen habe endlich das eingesehen, aber nur die meist zu den„ radikalsten" Arbeitern gehörten, seien doch nicht zwei Inspektorinnen ernannt. Der Vorsitzende erklärt, Baumés Resolution werde dem Protokoll Gegner der Nachtarbeit. Vor einigen Wochen habe ihm der Vor- Privatdocent Goldstein Zürich wendet sich gegen die am fizende des Buchdruckerverbands geschrieben, er wäre nicht für Vormittag gefallenen Aeußerungen, die moralische Erziehung der beigefügt werden, aber, wie alle andern Resolutionen, zur Abstimmung ein gesetzliches Verbot der fondern für eine Kundschaft wäre zur Durchführung der Schutzgeseze unentbehrlich. nicht vorgelegt werden. private Vereinbarung. Weiter lobt Hirsch die im Buchdrucker- Das fomme auf eine Entschuldigung der Unternehmer hinaus. Einstimmig sei die Unentbehrlichkeit des Vertrauens der Arbeiter zur Hierauf resumiert der Vorsitzende die Ergebnisse der Debatte: tarif vorgesehene höhere Bezahlung der Nachtarbeit. Also Wären im Gesetz keine Ausnahmen vorgesehen, dann würde die Gewerbe- Inspektion betont worden. An Fortschritten auf dem Gebiet feien gute Resultate auch ohne den Staat zu erzielen. Kundschaft keinen Unternehmer bevorzugen können und so sich an der Inspektionen habe man verlangt: Ernennung von Inspektorinnen, Doch solle nicht alles der privaten Vereinbarung überlassen werden, gesetzliche Bedingungen gewöhnen. auch in Bezug auf die Nachtarbeit der Männer, wie schon früher ausgeführt. Bei ungefunden Gewerben hätte das Gefeß die Nacht arbeit der Männer noch auf weniger als 8 Stunden festzusetzen. Laporte, Fabrikinspektor in Paris, kritisiert in scharfem Tone die mißbräuchliche Nachtarbeit, die besonders in den Pariser Modegeschäften, bei den Zeitungsfalzerinnen und in den Broschier werfstätten praktiziert wird. Er führt u. a. einen Fall an, wo ein Modegeschäft am Vorabend des Grand Prix- Wettrennens auf Grund der Erlaubnis, bis 11 Uhr abends zu arbeiten, die Arbeiterinnen bis 2 Uhr nachmittags des folgenden Tages an der Arbeit festhielt. Er verlangt auf Grund seiner amtlichen Erfahrung die unbedingte Beseitigung aller Ausnahmen in Bezug auf die Nachtarbeit. Frl. Dr. Käthe Schirmacher bedauert, daß auf dem Kongreß nicht mehr Frauen und insbesondere Arbeiterinnen zugegen feien. Der neuliche internationale Frauenrechtlerinnen- Kongreß, wo allerdings die Französinnen in der Mehrheit waren, habe sich für Schutzgesetze zu gunsten der Männer ausgesprochen, abet gegen jedes Schutzgesetz für Frauen. Das erkläre sich daraus, daß die Frauen in den Schutzgesetzen eine Beseitigung der Frauenkonkurrenz erblickten. Die Buchdrucker seien besonders grausam" gegen die Frauen. Ein französischer Redner spricht für die 6 stündige Nachtarbeit und gegen jede Ausnahmen. Pourcines, Fabrikinspektor in Nanch, begründet im Einverständnis mit Baumé und Thierrart eine Resolution, betreffend das Verbot der Nachtarbeit auch in der Wohnung des Arbeiters, wenn dieser für den Unternehmer arbeitet. Leblanc, Vorsitzender des Unternehmerverbands der Leinenindustrie des Nord- Departements, verlangt die vollständige Abschaffung der Nachtarbeit in der gesamten Textilindustrie, mit einigen AusEine Goethe- Stiftung. Auf eine Anregung hin, die der verdiente Ferdinand Avenarins fm Sunstart" gegeben, haben etwa hundert Schriftsteller und Künstler eine Betition an den Reichstag unterzeichnet, in der die Schaffung einer Reichsstiftung zu gunsten der deutschen Dichtung, einer Goethe- Stiftung, gefordert wird. Die Petition geht von dem Grundgedanken aus, daß das Deutsche Reich nicht nur die ideale Verpflichtung, sondern auch das höchste kulturelle Suteresse daran habe, durch eine direkte Unterstützung sowohl wie durch gesetzgeberisches Eingreifen dem wertvollen dichterischen Schaffen den gegenwärtig so ungemein schwierigen Eriſtenzkampf gegenüber der alles überschwemmenden und den litterarischen Geschmad verseuchenden wertlosen Unterhaltungslitteratur zu erleichtern. Die Petition hat folgenden Wortlaut: Der Reichstag wolle die verbündeten Regierungen ersuchen, einen Gesetzentwurf betr. Errichtung einer Goethe- Stiftung auf folgender Grundlage dem Reichstage zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung vorzulegen: I. V Baumé, Sekretär des Pariser Gewerkschaftsverbands, beantragt eine Resolution betr. Wahl der Arbeiterdelegierten durch die Gewerkschaften. Die Arbeiter selbst müßten über die Schutzgesetze wachen. Es gebe zahlreiche Inspektoren, die nur den Speisesaal der Unternehmer fennten.( Rufe: Namen nennen! Verleumdung!) Redner hält seinen Ausdruck aufrecht. Guyon, Fabrikinspektor in Montréal( Kanada), dankt dem Einführung von Arbeiterinspektoren, Schaffung einer ärztlichen Inehemaligen Mutterland" für den wohlthätigen Einfluß der fran- gejeze. Außerdem sei noch die private Mithilfe bei der Überwachung fran- spektion, Erhöhung der Strafen für die Uebertretung der Schußzösischen Gewerbe- Inspektion auf die kanadische. der Schutzgeseze betont worden. Laporte, Fabrikinspektor in Paris, schließt sich den Ausführungen Girsbergers an. Mitterand hätte ihn über die Heranziehung der Arbeiter zur Inspektion befragt. In seinem dem Minister unterbreiteten Entwurf spreche er sich gegen Arbeiterdelegierte nach dem Muster der Bergwerksdelegierten( délégués- mineurs) aus, weil für jede Industrie besondere Fachleute nötig wären, die in so großer Zahl nicht zu beschaffen seien. Quillant Paris, Arbeiterbeisiger im Gewerbegericht, verlangt insbesondere wirksamen Schutz der Lehrlinge gegen Neberarbeit, und macht auf den Verein zunt Schutz der jugendlichen Arbeiter auf merksam, der der Gewerbe- Inspektion nüzliche Dienste leisten könne. Fräulein Bouvard Paris spricht über die straflose Uebertretung der Schutzgeseze in den Klosterwerkstätten und Waisenhäusern und beantragt eine Resolution auf Beseitigung jeder industriellen Lohnarbeit in den genannten Anstalten. Dubois, Direktor des belgischen Arbeitsamts, bringt eingehende Angaben über die Organisation der belgischen Gewerbeinspektion. Laporte habe bereits von den Schwierigkeiten der Arbeiter inspektion gesprochen. In Belgien wäre sie undurchführbar. Dort gebe es jetzt bloß 11 Jnspektoren, es wären aber 20 bis 25 Arbeiter inspettoren erforderlich. Die 11 Inspektoren seien Ingenieure verschiedener Specialitäten, außerdem gebe es 4 Arbeiterinspektoren, die ebenfalls von der Regierung ernannt würden und dieselben Rechte hätten wie die ersteren, sowie die gleiche Achtung bei den Unternehmern genössen. Allerdings sei ihr Gehalt niedriger. Fontaine, Direktor des französischen Arbeitsamts, fommentiert feinen im Kongreß verteilten gedruckten Bericht über die Frage der * Dritter Verhandlungstag. Vormittag. Vorsitzender Nyssens, ehemaliger Arbeitsminister in Belgien. In der fünften und letzten Sizung wurde behandelt der 4. Punkt der Tagesordnung: Internationale Vereinigung für den gejeglichen Arbeiterschuß. Prof. Ma haim Lüttich, Berichterstatter der Kommission, die den Organisations- Entwurf der internationalen Vereinigung auszuarbeiten hatte: Die Kommission habe auf Grund gegenseitiger Bugeständnisse den Entwurf einstimmig votiert. Sie bitte daher, von jeder Aenderung abzusehen. Zwei Hauptpunkte kennzeichneten den Entwurf. Erstens die Schaffung eines engen Bandes zwischen den Arbeiterschutzfreunden aller Länder. Welch großartige Thatsache sei diese Einigung von Menschen aller Klassen, Parteien und Ländern, von Priestern und Kollektivisten, von Bourgeois und Arbeitern! Eine neue Internationale sei entstanden, eine Internationale des Friedens, während die alte dem Kampf gegolten habe. Zweitens sehe der Entwurf ein privates, internationales Arbeitsamt vor, da die Erfahrung gezeigt habe, daß auf ein offizielles Arbeitsamt nicht zu hoffen sei. Redner erinnert an die bezüglichen Aeußerungen Millerands in der Deputiertenkammer und in der Eröffnungsfizung des Kongresses. Im folgenden die Hauptbestimmungen des Entwurfs: Es wird eine Internationale Association für den gesetzlichen Arbeiterschutz gebildet, deren Sitz in der Schweiz ist. Der internationale ArbeiterDer Petition ist eine eingehende Begründung beigegeben, deren Es ist unbestreitbar, daß die deutsche Nationallitteratur fich in wichtigste Punkte furz wiedergegeben werden mögen. Die Begrün- einer überaus traurigen Lage befindet. Die Unterhaltungslitteratur dung zu I. erläutert zunächst den Gegensatz zwischen dem Tages- seichten und seichtesten Genres überwuchert auf der Bühne wie auf Marktwerte einer poetischen Produktion und ihrem idealen Werte dem Büchermarkt und in den Journalen alles und beraubt die gefür die Nation. Beide Werte seien meist grundverschieden. Eine haltvolle Litteratur fast jeder Entwicklungsmöglichkeit. Die Leihseichte Produktion, die dem ungeläuterten Geschmack der Masse ent- bibliotheken thun dann noch das Ihrige zum Stuin des Geschmacks spreche und derem schlechten Instinkt schmeichle, befize einen unendlich und der Poesie. viel höheren Marktwert, als das ernste, alle Konzessionen verschmähende Nur einzelnen echten Talenten gelingt es, sich aus den Wert eines echten Dichters. Oft erhalte auch ein derartiges Werk erst Niederungen des Unbeachtetseins und der materiellen Not zu den nach dem Tode des Autors einen erheblichen Marktwert, gerade erst dann, Höhen der Berühmtheit und der glänzenden Tantièmen und wenn das Urheberrecht der Hinterbliebenen des Verfaffers bereits Honorare emporzuarbeiten. Aber selbst sie verdanken, es oft erloschen sei. Die Goethe Stiftung solle diese Mißstände nach nicht der alle Widerstände niederwerfenden Kraft ihres Genies, Möglichkeit beseitigen, und zwar dadurch, daß sie durch Erwerbung sondern äußeren Zufällen oder einer gewissen Anpassungsdes Urheberrechts an wertvollen Dichtungen, deren Marktwert ein fähigkeit, die gerade die stärksten und ehrlichsten Talente geringer sei, dem Dichter einen Kaufpreis oder eine Rente gewähre, nicht besigen. Hauptmann wäre vielleicht nicht geworden, als was Sie ihn der materiellen Not enthebe und seinem ferneren Schaffen er heute überall bekannt ist, wenn ihm seine Vermögensverhältnisse die Wege ebne; eine Art der Unterſtüßung, die auch den Hinter- nicht Unabhängigkeit und Siegeszuversicht verliehen hätten. Suderbliebenen noch über das 30. Jahr nach dem Tode des Autors hinaus mann besaß einen glücklichen Instinkt für aktuelle Stoffe und für au gute tomme. Die Goethe Stiftung als Verleger habe aber die Grenze, bis zu der er sich die moderne Technik zu eigen machen nicht nur die Interessen des Autors wahrzunehmen, sondern auch durfte, ohne selbst für Theaterbesucher gewöhnlichen Schlages durch Vertretung wohlfeilerer Ausgaben den litterarischen Kon ennuyant zu werden. Mindestens ebenso Begabten war ein minder sumenten entgegenzukommen und für Läuterung des Geschmacks der- glückliches Los beschieden. Liliencron, dem bedeutendsten Lyriker der felben Sorge zu tragen. lezten Jahrzehnte, brachte der reiche Ertrag eines sechzehnjährigen Schaffens nicht so viel ein, daß er auch nur die nackte Gristenz von seinem Schriftstellerhonorar hätte fristen können, so daß schließlich eine Sammlung für ihn veranstaltet werden mußte, deren Ertrag freilich ebenso deutlich die litterarische Jntereffelosigkeit des zahlungsfähigen Publikums bewies, wie der mehr als mangelhafte Abfaz seiner Werke. Auch für Arno Holz mußte gesammelt werden, einen Lyriker, aus dessen feuriger Jugendlyrik dem Leser Genieflammen entgegenzungelten. An diesem legten Dichter läßt sich auch der melancholische Nachweis führen, daß die materielle Misere dem Dichter nicht nur das Leben zu Der Goethe- Stiftung wird aus Reichsmitteln eine jährliche Da der Reichszuschuß von 250 000 M. zur Verwirklichung der verbittern, sondern ihm auch die Schaffenstraft zu fuiden vermag. Beihilfe von 250 000 Wt. gewährt. Das Urheberrecht an Dichtungen Aufgaben der Goethe Stiftung nicht ausreiche, empfehle es sich, die Holz hätte nur ein wenig mehr Beifall und ein wenig flingenden ferner erlischt fortan nicht mehr zu einem bestimmten Zeitpunkt, Verleger durch eine Aenderung des Urheberrechts insofern zu einer Lohn für sein Jugendwerk zu finden brauchen und er wäre nicht sondern geht dreißig Jahre nach dem Tode des Urhebers Steuer heranzuziehen, daß sie auch noch nach dem Erlöschen des unter die verkannten Erfinder gegangen. in das Eigentum der Goethe Stiftung über. Dieses jedoch gegenwärtig geltenden Urheberrechts, also nach dem verflossenen Das Elend der Litteratur ist nun nicht etwa einer in der menschmit der Beschränkung, daß die Goethe- Stiftung nicht das Recht zur 30. Jahr nach dem Tod des Autors, etwa 1 Proz. des Netto- lichen Natur liegenden Stumpfheit des Durchschnittsmenschen gegender Offenbarungen Genehmigung oder Verweigerung irgendwelcher Neudrucke oder gewinns oder 2 Proz. des Reingewinns an die Goethe- Stiftung ab- über dichterischen Ingenien ge= Aufführungen, sondern nur das Recht zu einer mäßigen Gewinn zuführen verpflichtet seien. Eine Verteuerung der Schriften durch schuldet, sondern wesentlich den kapitalistischen Bu beteiligung daran haben soll. eine so geringfügige Steuer sei nicht zu befürchten, dagegen er ständen. Es wird vermutlich zu allen Zeiten und in jeder III. scheine es als ein ermutigender und belohnender Gedanke für noch Gesellschaftsordnung erlesene Geister geben, zu deren einsamer Höhe einfame Geisteskämpfer, daß ihre Werke dereinst noch den Dichtern nur wenige verwandte Geister mit bewunderndem Verständnis tommender Jahrzehnte auch zur petuniären Befruchtung dienen emporzuschauen vermögen, allein das heutige litterarische Banausenkönnten. tum, die gegenwärtige geistige Indolenz ist unzweifelhaft in den Selbstverständlich sei, daß die Goethe- Stiftung fich nicht in gesellschaftlichen Zuständen begründet. Aus welchen Kreisen soll sich den Dienst einer bestimmten Geistesrichtung zu stellen, sondern denn die litterarische Gemeinde die litterarische Gemeinde der zeitgenössischen Dichter starte Talente aller Richtungen zu fördern habe. refrutieren? Da das akademische Studium im wesentlichen ein Unter dem Namen" Goethe- Stiftung" wird eine nationale Stiftung errichtet zur Unterstützung des wertvollen dichterischen Schaffens im Wettbewerb mit der bloßen Unterhaltungsliteratur. Indem die Goethe- Stiftung einerseits das dichterische Schaffen vom Tages- Marktivert unabhängiger macht, soll sie andrerfeits gediegene dichterische Schöpfungen auch der Gegenwart für die Allgemeinheit leichter zugänglich und somit schneller nuß- und fruchtbar machen. II. Ueber die Einrichtung und Verwaltung der Goethe Stiftung werden die Einzelheiten beschlossen, nachdem hierüber Gutachten eingeholt sein werden von einem Ausschuß, dessen 30 Sachverständige zur Hälfte vom Vorstande der Deutschen Schillerstiftung", zur andern Hälfte vom Vorstande des Deutschen Schrift steller- Verbandes" ernannt werden. Zu II wird darauf hingewiesen, daß das Reich sich den Verpflichtungen um so weniger entziehen könne, als z. B. im preußischen Etat ungleich beträchtlichere Summen für Zwecke der bildenden Kunst bereit gestellt jeien. Allein der Etat der Kunstmuseen zu Berlin betrage 1 663 779 M., der des dortigen Kunstgewerbemuseums 506 862 M. Wenn man ferner die im Etat vorgesehenen Summen für Aus grabungen, die der Wissenschaft über eine frem de Kunst dienten, zum Vergleich heranziehe, werde man die Forderungen als äußerst bescheidene bezeichnen müssen. den ganz ge: vorden seien. dasselbe für Belgien verspricht, Toniolo und Cauwès, welch des provisorischen Charakters der Statuten. " " Ueber die Statuten, die erst im legten Augenblick in Bürstenabzügen unter die Kongreßmitglieder verteilt wurden, wird nun en bloc abgestimmt. Sie werden mit allen gegen eine Stimme, die jenige Chanpys, votiert. Prof. Cauwès hält die Schlußrede, in welcher er die Arbeiten des Kongresses mit Befriedigung resumiert und das Herzliche, follegialische Einvernehmen der Bureaumitglieder aller Nationen tonstatiert. Derlammlungen. M tasse Unter bon schutz hat zur Aufgabe: 1. ein periodisches Sammelwert über die| fochtene Bestimmung feine katholische Manifestation beabsichtigt| Alle in diesem Tarif bezeichneten Arbeiten Arbeiterschutz Gesetzgebung aller Länder in drei Sprachen( deutsch, worden wäre. dürfen nur von solchen Personen, Arbeitern wie französisch und englisch) herauszugeben oder an einer ähnlichen v. Berlepsch warnt vor der gefährlichen Wendung der Dis- Arbeiterinnen, ausgeführt werden, welche den Publikation mitzuwirken( legteres im Hinblick auf das vom kussion. Sobald ein Punkt der Statuten abgeändert würde, ständen im Tarif bestimmten Lohnsat erhalten. belgischen Arbeitsministerium bereits veröffentlichte Jahrbuch; alle andern in Frage. Kompromisse seien unumgänglich. Auch die Mädchenarbeiten sind zu verstehen: Falzen, Zusammentragen, Ein2. den Mitgliedern der Association unentgeltlich Aus Arbeiterparteien machten Kompromisse. steden, Sartenbrechen, Heften, Couvertieren, Kreuzbändeln, Adressen funft über die Schutzgesetzgebung aller Länder und deren Lagardelle, Chefredacteur des„ Mouvement Socialiste", fleben, Markieren, Perforieren, Paginieren, Abzählen, Nadeln, Kleben Anwendung zu erteilen; 3. Enqueten zu veranstalten; 4. die alle fagt, er müsse in diesem Punkt von seinem Genossen Champy ab- von Prospekten und Zetteln, Broschüren von Kolportage- Romanen 2c. zwei Jahre einzuberufenden internationalen Kongreffe vorzubereiten. weichen. Wir Socialisten arbeiteten doch auf dem Kongreß zusammen Alle andern Arbeiten sind Gehilfenarbeiten, und sind bei Ausführung Die Association fetzt sich zusammen aus einzelnen Mitgliedern und mit Katholiken. Dieser Kongres bedeute nun einmal nach Lieb- derselben durch Arbeiterinnen die Löhne sowie Accordpreise wie für Vereinen, die einen Jahresbeitrag von 10 Franken entrichten, sowie Inechts Ausdruck auf dem Züricher Kongreß von 1897- einen männliche Arbeiter zu zahlen. Werden aber vorstehend bezeichnete aus nationalen Sektionen, die mindestens 50 Mitglieder zählen, Gottesfrieden" der Parteien. Halten wir diesen Frieden! Frauenarbeiten, ausgenommen Maschinenheften und Broschüren, und einen Jahresbeitrag von 1000 Franken entrichten. Das leitende Steiffer, Sekretär des französischen Buchdruckerverbands, von Gehilfen ausgeführt, so ist ein Lohnzuschlag 25 Proz. Somitee besteht aus 6 Vertretern jedes Lands, in welchem die Asso- spricht im gleichen Sinne wie Lagardelle. zu zahlen. Lehrmädchen find als ciation 50 Mitglieder zählt. Jede weiteren 50 Mitglieder geben dem Damit schließt die Debatte. geübte Arbeiterinnen zu betrachten bis zur Dauer von 13 Wochen. betreffenden Lande das Recht zu einem weiteren Vertreter im Während dieser Zeit haben sie den Lohnsatz für ungeübte, nach AbSomitee bis zur Magimalzahl von 10 Vertretern. Die Regierungen lauf derselben bis innerhalb eines Jahres, den Lohn für geübte sollen eingeladen werden, einen Delegierten zum Komitee zu entArbeiterinnen zu beanspruchen. Bei Accordarbeiten ist das dauernde senden, der mit den andren Komiteemitgliedern gleichberechtigt wäre. Zusammenarbeiten von Gehilfen und Lehrlingen, bezw. ArbeitsDas bezieht sich auf die römische Kurie. Das Komitee erivählt aus burschen unzulässig. Sämtliche vorkommenden Arbeiten dürfen nicht feiner Mitte ein vollziehendes Bureau: den Vorsitzenden, einen Vicewillkürlich zur Fertigstellung ausgegeben, sondern nur entweder als präsidenten und einen Generalsekretär. Lohn- oder Accordarbeit bezeichnet und von den Arbeitern ausgeführt Die Bestimmung über die Regierungsvertreter im Komitee werden. Vorkommende Stundenlöhne sind nach Durchschnittsverdienst motiviert der Berichterstatter mit der Aussicht auf staatliche Subventionen zu berechnen. Bei Arbeiten, welche außerhalb der Werkstatt( Montage) und die Zuziehung eines päpstlichen Bertreters mit der Rücksicht auf ausgeführt werden, find 25 Proz. Zuschlag zu gewähren. Die Arbeitdie katholischen Elemente, die durch die päpstliche Encyklika Rerum geber verpflichten sich, nur den Arbeitsnachweis des„ Deutschen Alle Streitigkeiten, welche aus novarum zu Gunsten des Arbeiterschutzes beeinflußt worden wären. v. Berlepsch erklärt namens des provisorischen deutschen Die Arbeiter- Bildungsschule hielt am 26. Juli 1900 ihre Buchbinderverbands" zu benußen. bent Komitees die Zustimmung zu den als provisorisch betrachteten ordentliche Generalversammlung im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3, den Bestimmungen dieser Tarife entstehen, sind, bevor Entab. Der Genosse Lammé als erster Vorsitzender erstattete den lassung oder Arbeitseinstellung erfolgt, einer gemeinschaftlichen, Statuten und verspricht die definitive Zustimmung, sobald sie definitiv Borstandsbericht. Er führte aus, daß die Gutwidlung der Schule 3 gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehenden Hierauf wird eine provisorische Kommission gewählt mit Scherrer- auch im letzten Quartal eine günstige gewesen sei. Die Mitglieder- Tariftommiſſion zu unterbreiten, und innerhalb drei Tagen zu entstätten auszuhängen. Allgemeine Forderungen: Freigabe des St. Gallen als Präsidenten, Prof. Ma ha im als Generalsekretär, zahl habe um 78 Mitglieder zugenommen, so daß jetzt 383 Mitglieder scheiden. Vorwort und allgemeine Bestimmungen sind in allen Werkund den Mitgliedern: Prof. Cauwès für Frankreich, Prof. eingeschrieben seien, 56 Damen und 327 Herren, außerdem gehören 1. Mai als Feiertag. 10 Proz. Lohnzuschlag für alle Arbeiter und noch 10 Jahresmitglieder der Schule an. Keinen Unterrichtskursus Toniolo Pisa für Italien, Prof. v. Philippowitsch für besuchten 240 Mitglieder, einen Kursus 119, zwei Kurse 19 und drei Arbeiterinnen, welche von diesem Lohntarife insofern nicht betroffen Maßregelungen dürfen nicht stattfinden."-Uni diesen Tarif zur Nacheinander erklären die Zustimmung ihrer Nationen zu den Kurje 5 Mitglieder. Organisiert waren, soweit Angaben gemacht werden, als sie bereits die geforderten Lohnfäße schon erhalten. 129, und politisch Statuten: v. Philippowitsch, der das Zustandekommen einer 101 Mitglieder. Unterrichtsturje fanden statt in Nationalötonomie Durchführung zu bringen, sei erforderlich, daß alle Nicht organisierten östreichischen Seftion in einigen Monaten verspricht, Ma haim, der mit 52 Schülern, 6 Damen, 46 Herren, durchschnittlicher Besuch 30. nicht nur sich dem Verband anschließen, sondern auch rechtzeitig letterer die Zustimmung des in der Bildung begriffenen französischen Redeübung mit 43 Schülern, 4 Damen, 39 Herren, durchschnittlicher eine rege Agitation in allen Werkstätten entfalten. Denn es stehe Komitees in Aussicht stellt, Curti für die Schweiz unter Betonung Besuch 23. Geschichte mit 79 Eingeschriebenen, 27 Damen und 52 Herren, zu erwarten, daß die Unternehmer, die, wie Bergmann durchschnittlicher Besuch 61. Der Kassierer Genosse Königs gab hervorhob, in§ 1 ihres Organisationsstatuts, alle unberechtigten den Kassenbericht. Die Einnahme betrug infl. 3016.55 M. Bestand Forderungen der Arbeiter zurückweisen und bekämpfen, dagegen deren den Tarif nicht Dr. May Hirsch spricht im Namen eines Teils derjenigen, vom 1. Quartal 3400,30 W., die Ausgabe 603,92 m.. fodaß ein" berechtigte Interessen jederzeit schüßen wollen," für welche die Association doch geschaffen sei, feinen Dank für das Bestand von 2796,86 m. verbleibt. Den Bericht der Bibliothek gab sofort bewilligen werden. Da ein Unternehmer sich bereits dahin große Werk der Befreiung" aus, trot einiger Details, geäußert: Die Arbeiter mögen nur kommen, wir sind mit den Sie er an den Statuten auszusetzen habe. Die Arbeiter würden nun, fodaß jest 1083 Bände vorhanden sind. Gen. Krückeberg. Die Bibliothek wurde um 64 Bände vermehrt, Buchhändlern schon längst einig, um ihre ungehörigen Forderungen Ausgeliehen wurden soweit sie offene Augen hätten, erkennen, daß es auch unter andren 273 Bände, die Anzahl der lesenden Mitglieder betrug 101. zurückzuweisen, und sie schließlich aushungern zu können!", 10 Klaſſen Freunde der Arbeiter gebe, Freunde des öffentlichen Wohls. Den Bericht des Lehrerfollegiums erstattete Herr Dr. Steiner. haben wir uns auf einen harten Stampf gefaßt zu machen! Das Gefühl der Isolierung werde mun bei den Arbeitern wesentlich Gr führte ans, daß es für Geschichte notwendig wäre, zunächst Dazu ist einmütiges Zuſammengehen erforderlich. Die Striegsift umbreon damp eventue beseitigt werden, was er sein ganzes Leben angestrebt hätte. Er aushalten zu können. vermisse aber in den Statuten einen Hinweis, daß auch Arbeiter im einmal eine kulturhistorische Uebersicht der Weltgeschichte zu geben, um drei Monate lang aufnehmen und hierauf gestützt, die weiteren Kurse aufbauen zu können. Für den Komitee fizzen sollten. Kursus Rede- llebung müßten, um Erfolge zu erzielen, Lehrer un( Langanhaltender und wiederholter stürmischer Beifall!) Eggert er= Guyon stimmt den Statuten zu für Kanada. Prof. Reichesberg- Bern: Die Bildung einer internationalen Schüler konstant sein, da durch den Wechsel von Lehrern und Schülern klärt, daß die Arbeiter der Kontobuch branche sich diesen Fordeein Fortschreiten nicht möglich sei. In demselben Sime äußerte sich rungen anschließen. Die vom Referenten vorgeschlagene Resolution, durch Association sei in der Schweiz von vornherein begrüßt worden. Im in der Diskussion Genosse Dittmer. Auf Antrag der Revisoren er welche sich die Anwesenden mit dem Tarif und dem Borgehen der TarifHinblick auf den Pariſer Stongreß sei dort die Bereinigung zur folgte einstimmig Decharge Erteilung für den Raffierer und fommission einverstanden erklären, gelangtele in stimmig zur AnFörderung des Arbeiterschutzes" entstanden. Aber bezüglich der die Bibliothekare. Für den ausgeschiedenen Revisor Fritschenahme. Die nengewählte Lohntommission besteht aus folgenden Statuten deute man in der Schweiz, wie schon Nationalrat Curti Unter Mitgliedern: Bytomski, Engel, Bergmann, Krause, wird Genosse Paul Mücke als Revisor gewählt. angedeutet, in manchen Punkten anders: 1. Die Kompetenz des Schulangelegenheiten giebt Genojie Lammé bekannt, daß im Thielemann, Jost, Hoffmann, Fräulein Beder und Arbeitsamts müßte namentlich auch auf die Lohnfrage ausgedehnt vierten Quartal der interricht wahrscheinlich im Gewerkschafts- Frl. Liebenow. Der von Schulze erstattete Bericht über den werden. 2. Regierungsvertreter im Komitee wären unnötig, da nun ein- haus stattfinden wird. Es werden vier Kurse stattfinden: National- Widerstandsfonds", ergiebt mit dem früheren Bestand von 795,74 Wr. mal die Regierungen kein offizielles internationales Arbeitsamt schaffen Dekonomie Nechtsanwalt Fränkel, Natur- Erkenntnis Dr. Jttelsohn, eine Gesamt- Einnahme 2528,94 W., wovon nur 2,50 M. für Unkosten wollten. Von den Regierungsvertretern sei eine Hemmung der Arbeiten Redeübung und Geschichte auf Wunsch der Mitglieder Dr. Steiner. Richtigkeit der Abrechnung, wird dem Stassierer Entlastung erteilt. Draugat Infolge der von den Revisoren bekundeten zu befürchten. Bewilligten die Regierungen Subventionen, so würde unter Verschiedenem macht Genosse Marschawski den Vorschlag. Wegen Ueberbürdung mit Arbeiten wird an Stelle von Schulze, einen Einfluß auf die Beschlüsse gewähren. 3. Die Organisation nach Berlegung des Schullokals ein zweites Schullokal 811 begründen, da es einem Teil Mar Hoffmann als Rassierer für diesen Fonds gewählt; als müßte mehr föderaliſtiſch, die nationalen Sektionen selbständiger der Mitglieder unmöglich sein würde, am Unterricht teilzunehmen. Revisoren werden Baul Hoffmann, Hellrich und Lenz sein. 4. Die Beitragsgelder wären anders zu regeln, um die Be- Er wünscht ferner, daß der Vorstand dahin arbeite, daß die Arbeiterteiligung der Arbeiter zu ermöglichen. Bildungsschule sich zur Volksschule entwidle und so einen geistigen Say Paris, der erste und einzige englische Redner( die Eng- Centralpunkt der Parteigenossen bilde. An diesen Vorschlag schließt Ermahmung des Vorsitzenden Baer zum Ausharren im Kampf, länder find auf dem Kongreß nicht vertreten), meint, England dürfe sich eine sehr lebhafte Discussion, an der sich Ligodi, Dittmer, Paul wurde die imposante Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf einem Arbeiterschuttongreß nicht vergessen werden. Namens des mice, Stiller, Nachtigall u. a. beteiligen nach deren Schluß der geſchloſſen. Cobden- Klubs glaube er fagen zu dürfen, daß der Klub die Beitritts- Müde, Vorschlag dem Vorstand zur Berücksichtigung überwiesen wurde. Nigdorf. Am 27. d. M. tagte eine Versammlung des Rigdorfer bewegung zur Internationalen Association für England in die Hand nach Erledigung einiger Anfragen und Wünsche erfolgte Schluß der Gewerkschaftskartells bei Thomas, Hermannstr. 50. Gen. Tost referierte Bersammlung. zunächst über Konsumgenossenschaften. Der Referent legte in 14/ 4stündiger Eine lebhafte Debatte entspinut sich noch über die Vertretung der römischen Kurie im Komitee, nachdem Champy, Vertreter der Die in Buchbindereien und verwandten Berufen beschäf: Nede den Wert der Konsumgenossenschaften für die Arbeiter dar. Juwelieren- Gewerkschaft, sich in scharfen Worten dagegen gewendet tigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am Dienstag in Er meinte, abgesehen von den großen englischen Konsumvereinen, hatte. Er wies darauf hin, daß die socialistischen Arbeiter durch jene Stellers Festsälen in der Koppenstraße eine Versammlung ab, die von die für die Arbeiter ganz bedeutende Vorteile gebracht haben, gäbe Bestimmung der Statuten abgestoßen würden. etwa 2500 Personen beiderlei Geschlechts besucht war. Bytomski es in Deutschland eine ganze Reihe derartig wirtschaftlicher VerMahaim wiederholte seine Gründe für die Zuziehung eines referierte über die Frage:„ Welche Forderungen stellen wir in diesem einigungen, die immerhin, von ziemlich kleinen Anfängen ausgehend, päpstlichen Vertreters. In Belgien würden eine große Zahl Katholiken der Jahre an das Unternehmertum?" Unter Hinweis auf den bereits in verhältnismäßig turzer Zeit großartige Erfolge zu verzeichnen Association fernbleiben, wenn der heilige Stuhl nicht vertreten wäre. im Jahre 1896 aufgestellten Accordtarif, der wesentlich erweitert, im gehabt hatten. So habe der Konsumverein Leipzig- Blagwiz, welcher Redner selbst sei kein Katholik und kein Freund der katholischen Jahre 1898 größtenteils zur Durchführung gelangte, aber am 31./8. d. 3. ichon mit der eignen Produktion vorgehe, eine eigne Bäckerei im Betrieb. In dieser Bäckerei verdienten die Bäcker bei achtReligion. abläuft, veriveist Redner auf die Vor- und Nachteile der TarifgemeinProf. Jay Paris spricht als überzeugter Statholit" und bittet, fchaften. Da letztere fich im allgemeinen gut bewährt, habe man bereits zu stündiger Arbeitszeit bis 33 Mark Lohn die Woche. feine antikatholische Manifestation zu machen, wie durch die ange- Ostern d. J. einen neuen verbesserten Tarif ausgearbeitet, der bisher in jeder Beziehung gute Brot, welches dort im maschinellen Betrieb von den Unternehmern noch nicht anerkannt worden sei. Ent- hergestellt werde, sei wiederum ein großer hygienischer Vorteil. Aus Brotstudium ist, ist unter den akademisch Gebildeten der Specialismus sprechend der allgemein gesteigerten Lebenshaltung, der zufolge auch allen diesen Gründen könne er den Arbeitern nur raten, Mann für zur öden Fachsimpelei ausgeartet, die die Litteratur gerade für gut andere Berufe Lohnausbesserungen erzielt haben, sei dieser neue Mann dem Konsumverein Berlin- Rigdorf beizutreten, dann werde er auch Großes zu leisten in stande sein. Vorläufige Geschäftsstellen Oder sollen wir tiefere Tarif nach langer, mühevoller Arbeit aller Beteiligten zu stande ge- für Nixdorf seien Ziethenstr. 31 und Hobrechtstr. 82. In der Dis genug zum Badfisch- Lesefutter hält. Nur die Karton- und Luguspapier- Branche, wo überlitterarische Interessen erwarten beim Fabrikanten, beim Börsen kommen. jobber, beim Offizier? Dem Arbeiter endlich fehlt es an der wiegend Arbeiterinnen beschäftigt werden, konnten wegen der Teilnahm- fusion wurden principielle Bedenken nicht geäußert, mur waren einige litterarischen Vorbildung, selbst wenn ihm Zeit und Stimmung zum lofigkeit dieser Berufsgenossen im Tarif keine Berücksichtigung finden; Delegierte der Meinung, daß der Konsumverein deshalb keine größeren litterarischen Genießen nicht durch den Kampf ums Dasein geraubt die Album- und Lederwaren- Branche ist ebenfalls nicht einbegriffen. Fortschritte gemacht habe, weil die Rabatt- Sparvereine zu viel Mißtrauen würde. Womit natürlich nicht behauptet werden soll, daß es nicht in allen Redner verlieft nunmehr die einzelnen Punkte mit eingehender unter den hiesigen Arbeitern gesät hätten. Folgende Resolution Berufsschichten künstlerisch verständnisvolle Elemente, wenn auch nur Begründung derselben, woraufhin der ganze Tarif mit einigen Ab- murde gegen 4 Stimmen angenommen:" Die heute versammelten in geringer Bahl, gäbe. änderungen von der Versammlung unter jubelndem Beifall ein- Delegierten des Rigdorfer Gewerkschaftskartells erkennen den wirtKapitalismus und Kunst find nun einmal Widersprüche, die sich stimmig angenommen wurde. Der Tarif soll als Grund- schaftlichen Nugen der Konsumgenossenschaften an, die Versammelten Zum 3. Punkt der Tagesordnung niemals auflösen lassen werden. Leider hat das selbst unter den lage für Accord- und Wochenlöhne, für Gehilfen und Arbeiterinnen geben den Delegierten auf, in ihren Gewerkschaften für Verbreitung ehrlich Ringenden und Schaffenden in der Litteratur nur ein ffeiner in Buchbindereien und verwandten Berufen dienen. Die Arbeits- der Idee Sorge zu tragen." entnehmen, daß der größte gewerbe, woraus zu daß leider Prozentja erkannt. Daß die im forrumpierenden tapitalistischen eit beträgt neun Stunden täglich, ausschließlich der Baufen für berichtete Genosse Hendrischke über die Verhältnisse im Maler ant Vorabenden gesetzTagesgetriebe stehende bürgerliche Journalistik sich nicht zur Er- Mahlzeiten; an Sonnabenden sowie steht. Die Folge davon ist, daß es dem Verband deutscher kenntnis ihrer unwürdigen Lage durchzuringen vermag, darf erst rechtlicher Feiertage 812 Stunden. Der Minimal- Wochenlohn beträgt Teil der Malergehilfen der Organisation gleichgültig gegenüber. nicht wundernehmen. Diesem Teil der„ Litteratur" müßte ein eignes a) für männliche Arbeiter 24 M.; b) für Specialarbeiter, als maler fehr schwer wird, die Lohn- und Arbeitsverhältnisse seiner Kapitel gewidmet werden. Presser, Marmorierer, Beschneider 2c. 27 M.; c) für Preiser an Unfre principielle Auffassung der Sachlage kann uns indes nicht der Phönigpresse innerhalb der ersten sechs Wochen 28,50 M., Mitglieder zu verbessern. Der Bericht der Buchdrucker wurde vertagt. Der Kassenbericht vom 2. Quartal ergab eine Einnahme von hindern, anzuerkennen, daß die Forderungen der Petition nach Ablauf dieser Zeit 33 M. Arbeiten an der Phönigpresse dürfen 250,03 M. und eine Ausgabe von 163,65 W., mithin einen Bestand am im wesentlichen durchaus berechtigt find. Warum sollte die Dichtung nur von gelernten Arbeitern( Presser) ausgeführt werden. 1. Juli d. J. von 86,38 M. Unter Verschiedenem teilte der Vorsitzende imter den Künsten allein nicht den Anspruch auf eine staatliche För Arbeiten, wobei die Konkurrenz der Buchdruckereien in Frage kommt, mit, daß die Tabatarbeiter in Finsterwalde bisher 200 M. erhalten derung erheben können? Die Begründung der Petition ist unfres wie Umschläge aus Papier, Leinwand 2c., können auch von anderen Erachtens überzeugend. Freilich verhehlen wir uns, wie übrigens( ungelernten) Personen ausgeführt werden; d) für geübte Ar- haben. Ein Antrag der Bauarbeiter, der Ausschuß möge sich mit auch die petitionierenden Stünstler selbst, feineswegs die außerordent beiterinnen( Falzerinnen zc.) 15 M.; e) für ungeübte Arbeite- dem Krankenkassenwesen und deren Mißständen beschäftigen und liche Echwierigkeit der Verwirklichung des Plans. Und zwar liegt rinnen 10 02.; f) für Arbeiterinnen an Draht- und Fadenheft- eventuell die Einberufung einer Gewerkschafts- Versammlung ins Auge fassen, wurde angenommen. die größte Echwierigkeit in der beabsichtigten völligen Unparteilidh maschine, Anschmiermaschine 2c., sowie für Goldaufträgerinnen fassen, wurde angenommen. Konfumverein Berlin- Nord( Eingetragene Genossenschaft mit be. feit der Goethe- Stiftung. Selbst wenn, was erforderlich, der Vor- 20 M.; g) Arbeiterinnen an der Falz und Universal- Heftmaschine Bei Aushilfe- Arbeit"( Accord oder Lohn) bis zu schränkter Haftpflicht), Vinetaplas 1 und Chorinerstraße 46. Aufnahmen stand der Goethe- Stiftung nur aus Künstlern selbst bestände, 17,50 M. so wäre damit die wirkliche Unparteilichkeit noch feines 14 Tagen muß ein Zuschlag von 15 Proz. gewährt werden. werden dort außer Sonntags jederzeit vollzogen. zu Adlershof. Der Diskussionsabend des Arbeiter- Bildungsvercins fällt beseitigen. heute Abend aus. wegs garantiert: wird doch die Uneinigkeit des Litteratentums Ueberzeitarbeit ist möglichst ant Vorabenden gesetzlicher II. Homöopathischer Verein. Donnerstag, den 2. Auguft, abends höchstens noch von der der Komödianten übertroffen. Das Unwesen Montag und Sonnabend, sowie in besonderen Ausnahmefällen länger 9 uhr: Diskussionsabend Stadtbahnbogen am Lehrter Bahnhof. Gäfte der Koterien und Cliquen blüht nirgends lippiger als gerade in der Feiertage darf Litteratur. Selbst das Charakterbild der großen Einsamen wird gearbeitet werden; für jede derartige Ueberstunde ist ein Zuschlag willkommen. nur zu oft durch Mißgunst und Intoleranz gegen Mitstrebende von 50 Proz. zu zahlen. An andren Wochentagen find für die einer andern Richtung getrübt. Trotz alledem halten wir die Petition ersten zwei leberstunden 331/3 Proz., für alle darauf folgenden, wie Andreasstr. 3. Gäste willkommen. auch eventuell an Sonntagen find 50 Proz. für jede Ueberstunde für sehr erwägenswert. man ihnen dafür Auskunft erteilen, nicht aber sollte man ihnen nehmen werde. = " 1 " 11112 nach dem Gewerkschaftshaus ernannt. Als Nandidat für die bevorstehende Gewerbegerichtswahl wird By to insti einstimmig empfohlen. Nach einer feurigen Das Zitherklub Mengenhauer 1897.( Gemt. Chor.) Uebungsstunde Briefkasten der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die lezte wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beaut Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Die Unterzeichneten geben sich feinen Jllufionen über die Aufnahme zu zahlen. Der Zuschlag für Ueberzeitarbeit bei Accordarbeiten ihrer Petition hin. Selbstverständlich", heißt es in ihrer Begründung, beträgt a) für männliche Arbeiter 15 refp. 30 f.; b) für Arbeiteerhoffen wir trotzdem nicht etwa eine glatte Annahme" durch unser Par- rinnen 10 reip. 15 Pf. Bei Ueberzeitarbeit ist ferner für lament. Schon dessen Zusammensetzung machte das ja so unwahrschein- die ersten 2 Stunden eine Pause von einer Viertel, bei lich wie möglich. Dann aber ist auch der Standpunkt, auf dem die längerer Zeit von einer halben Stunde zu gewähren und als Unterzeichner stehen, den allermeisten noch ganz fremd. Und schließ- volle Arbeitszeit zu bezahlen. Diesem Minimaltarif ent lich liegen ja thatsächlich in der Sache selbst eine Menge von sprechend ist selbstverständlich geübteren Arbeitern Schwierigteifen, mehr als genug, um alle Leute zurückzuschreden, die und Arbeiterinnen ein höherer als im Tarif ge forderter Wochenlohn zu zahlen. Auch für Accord lieber ja aber..." sagen, als:„ ja- also!"" Jedenfalls aber können die Betenten deß sicher sein, daß von arbeiten, deren Herstellung besondere Geschicklichkeit und Sorgfalt unfrer Seite die Anregung durchaus wohlwollend geprüft erfordert, sind entsprechend höhere Preise zu zahlen. Bezahlung der gesetzlichen sowie der vom Geschäftsinhaber angeordneten Feiertage:' Kirchstr. 11. werden wird. D. E. 18. Die Sperre ist bereits vollzogen. Kiewitt. Wenden Sie sich an Herrn Martin Simon, Neustädtische Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 2. Auguft. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Urania Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Eine Wanderung durch die .Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Benthftr. 2. Soeben erschien der vom Genoffen Paul Singer erstattete Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion vom 14. November 1899 bis 12. Juni 1900. Neues Opern Theater( roll). Tägl. Sternwarte. Die Broschüre ist 48 Seite start, mit Umschlag versehen und Geschlossen. Deutsches. Der Probekandidat. Anfang 72 Uhr. Leffing. Die Geisha. Anfang 72 Uhr. Residenz. Die Dame von Maxim. Anfang 72 Uhr. Neues. Unsere Gusti. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Fledermaus. Anfang 712 Uhr. Schiller. Die weiße Dame. Anfang 712 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Sulamith. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). Vorstellungen um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 1012 Uhr: Carl Weiß. Die Anna- Bife. Anfang Théâtre variété. 72 Uhr. Belle Alliance. Der Steckbrief. Jut Garten: Specialitäten- Bor stellung und Konzert. Anfang 6 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Zur Garten: Specialitäten- Bor stellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. Anfang 8 Uhr. Anfang Apollo. Specialitäten- Vorstellung. Venus auf Erden. 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speciali täten Vorstellung. Urania. Juvalibenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theateriaal): Eine Wande rung durch die Pariser Weltausstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Donnerstag, abends 72 Uhr: Gastspiel Heinrich. Bötel. Die weisse Dame. CASTANS PANOPTICUM Neu! Lebende Photographien: Die Flottenparade in Kiel, Ausf. d. Panzergeschwaders nach China u. a. m. Der arm- und beinlose Hindu- Knabe. Die Hindostanerin mit dem Apfelsinenkopf. Tiroler- Gesellschaft ,, Almrausch: Das Sensations- Tableau: Liebesdrama im Bärenzwinger. Metropol-Theater. Der Täglich 9 Uhr 10 min.: Zauberer am Nil und das brillante Stomische Oper in 3 Aft. v. Boietbicu. August- Specialitäten- Progr. Freitag, abends 72 Uhr: Zum erstenmat: Zampa oder: Die Marmorbraut. Sonnabend, abends 72 lihr: Gastspiel Heinrich Bötel. Martha oder: Der Markt zu Richmond. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, bei halben Preisen, zum legtenmal: Der Freischütz. Sonntag, abends 72 Uhr: Zum erstenmal: Undine. Central Theater Sensationeller Lacherfolg!! Zum 112. Male: Berlin nach Elf. Gr. Posse in glänzender Ausstatting. Anfang 8 Uhr. Die sensationellen Schlager! Eisenbahn Quartett! Cordula! Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin nach Elf. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Zum legtennial: Die Tochter Belials. Konkurrenz- Preis- Lustspiel in 5 Aften von Kneisel. Anf. 8 Uhr. Freitag: Zum 1. Male: Die Borer in China. Aktuelles Zeitgemälde in 4 Aften von Dr. M. Wolff. Hauptbilder: „ Eine Palastrevolution in Peking" und„ Die vereinigte Flotte vor China". Ju Garten: Benefiz f. d. Regiffeur R. Helsing und P. Free. Anf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf 40 f. Victoria- Brauerei. Lützowstr. 111/112. Im Garten oder Saal Täglich: Norddeutsche Sänger ( Führmann, Horst, Walde.) Anfang: Sonn tags 7, Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 f. Familien- Billets 3 Stüd 1 M. Bons nur in der Woche gültig. Sonntags und Donnerstags: Tanzkränzchen. toftet 10 Bfg.-Porto 3 Pfg. Der Verfasser felber in der Vorderreihe des parlamentarischen Kampfes stehend schildert in gedrängter und übersichtlicher Weise die Stellung unferer Partei zu den verschiedenen Positionen des Reichshaushalts- Etats und zu den einzelnen Gesez- Entwürfen, sowie die gesammte umfassende Thätigkeit unserer Frattion, die, auf dem Boden unseres Programms stehend, ein tüchtiges Stüd prattischer parlamentarischer Arbeit im Dienste ber arbeitenden Klasse verrichtet hat. Hierin liegt der große agitatorische Werth des Büchleins, das wir hiermit bestens empfehlen. Hierdurch zur Nachricht, daß meine Frau Louise Klaette am 30. Juli verstorben ist. 21905 Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. August, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Louisen- Kirch hofs, Hermannstraße, aus statt. C. Klaette nebst Kindern. + Heilung+ P +1 aller Haut, Harn, Blasen: leiden ohne Berufsstörung. 31jährige Erfahrung. ElsasserHarder senior, Strasse 20. Sprechst. 9-1 u. 5-8, Sonnt. 9-2. 84/ 3* Danksagung. Allen Freunden und Bekannten fo wie den Kollegen und Mitarbeitern der Firmen Pingel, Pfaff, Müller u. Co. und Pohl sowie dem Centralverein der Bildhauer sage hiermit meinen herzlichen Dank für die zahlreiche Beteiligung bei dem Begräbnis meines lieben Mannes. [ 21996 Wwe. Wegner nebst Eltern. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten fowie den Mitgliedern der freien Hilfs: fasse der Tischler für die rege Beteiligung und die reichen Kranzspenden beim Begräbnis meines lieben Mannes meinen herzlichen Dank.[ 21976 Frau Paula Weinast Wive. Fliesenleger. Freitag, den 3. August cr., abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Schulz, Grenadierstraße Nr. 33. Tagesordnung: Unser Streit. Die Kommission. NB. Die Vereinsversammlung am 2. August fällt dadurch aus. [ 56/9 See- Terrasse Lichtenberg Bauhandwerker- Krankenkasse 6 Röder- Strasse 6 ( zwischen Steuerhaus Landsberger Allee und Lichtenberg). Sonntag, den 5. August, nachm. 3 Uhr: Gr. Kinder- Freuden- Fest! Jedes Kind erhält beim Eintritt in den Garten ein Geschenk. Grosses Konzert. Vorzügliche Specialitäten- Vorstellung im offenen Varieté. Entree frei. Grosser Tanz im neuen Bal champêtre( auch Montags und Donnerstags). Kaffeeküche, Kegelbahnen, Grosser Vergnügungspark, Gondel- Korso. Entree für Erwachsene und Kinder 10 Pfennig. Wochentags Frei- Konzert. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbahn. Täglich: Am Friedrichshain. Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Borstellung, Ball. Clown Tanti PattyFrank- Truppe Catrini- Ballett Dressierte Affen u. Hunde. 6 Pers., Part.- Afrobaten. ausgeführt von 7 Damen. Miss Olga Fritzi Destrée Kraftjongleuse. Feuer: u. Flammentang. Herm. Pertois Fuß- Equilibrist. Elly Groné Chansonnette. Emil Völz Tanzhumorist.. Franzi Held Liedersängerin. m Witwen- Verein. In Vorbereitung: Lustspiel. Meier mirn? China im Fener. Possen- Burleste. Die lustigen Weiber. Operette. Kriegsschauspiel in 4 Bildern. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 5. August, nachmittags 22 Uhr, im Schiller- Theater, Wallner Theaterstr. 35, Opern- Vorstellung( Morwitz- Oper): Der Freischük. Romantische Oper von C. M. v. Weber. Eingeschriebene für Berlin und Umgegend. Staffer. 118. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die Zahlstelle Friedrichsberg von der Gürtelstraße nach der Frankfurter Allee 181 bei Grauert verlegt ist. 38/9 Der Vorstand. J. A.: Heinrich Metzke, Vorsitzender. Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Großes Frankfurterstr. 133, Hof part.- SO.: Frig Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedelerstraße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. GesundRosenbrunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimerstr. 1, Ede Goethestr., v. 1 Treppe.- Deutsch- Wilmersdorf: Th. Müller, Berlinerstr. 132/133, rechter Seitenfl. und W. NickelAugustaftr. 3, v. I.- Friedrichsberg- Friedrichsfelde: Carl Welt, Berlin O., Friedrich Karlstraße 4, vom 1. Juli ab Frant furter Allee 177. Grünau: Engel, Dahmestraße 6. Rixdorf: Ostermann, Erfstr. 6. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Apostel Baulusfir. 13, Quergebäude Hochp.- Ober- Schöneweide: Otto John, Wilhelminenhofstraße 18. Nieder- Schöneweide Johannisthal: Paul Mann, Karleber, Cigarrengeschäft. Adlershof: Mar Worbs, Megerstraße 4. Friedrichstr. 39, I. Cöpenick: Franz Weber, Cigarren- Handlung, Grünauerstr. 1. Friedenan- Steglitz: H. Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Neu- Weissensee: Krebs, Baumschulenweg 32, Hof links II. Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstr.1, part. Tints. Rummelsburg: Forgbert, Prinz Albertstr. 5 a. Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte bort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegengenommen. Um genaur Angabe der Adresse wird dringend gebeten. Bitte ausschneiden! Arbeits- Bekleidung für Mechaniker, Bildhauer, Maler, Schlosser, Schlächter, Konditoren, Friseure, Detail. 5001L En gros D. 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Gogłowskystr. 9 Löhr, thalerstr. 5. Neues Auguft- Programm. Bong Brogramnt. An. 4 Sanssouci derſtr. 38, II; Schmidt, Tresdowſtr. 22; Knapp, GrünU Sonnabend: Sommernachts: Fest. Thalia- Theater. Heute und morgen: Gastspiel der Orientalischen Natursänger Sulamith". Alttestamentarisches Melodrama in 4 Aufzügen von Goldfaden. Apollo- Theater. Vollständig neues Specialitäten- Programm. & Debuts. Zum 175. Male: Venus auf Erden. Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7 Uhr, Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: Konzert, Theater und Specialitäten Vorstellung. I Künstler I. Ranges. renovierten Saale: Ju Im prachtvollen Natur- Garten jeden Sonntag u. Donners tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners: tags 8 Uhr, Entree 30 Bf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Vereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Bolts: stück mit Besang und Tanz in 3 Atten von Hugo Schulz, Musik von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballett: meisterin Frl. Döring. Auftreten der Excentric: Chansonnette Molly Verch, Achtung, Mitglieder! Die erfte ordentliche BereinsBorstellung findet am 16.September im Thalia Theater statt. Der Umtausch der Mitgliedskarten findet in der Zeit vom 12. August bis 2. September statt. Möbelstoffe!! Hedvem auch Reste! Gelegenheitskauf: 2. September werden Karten nicht mehr umgetauscht. Der Vorstand. J. A.: H. Neft, Raffterer, Georgenkirchstr. 24A. Allerwellsfreund magenstärt. kräftiger Special- Likör gr. Champagnerfl. intl. 1,25 M. nur 110 Brunnenstrasse 110 ( neben. dem Straßenbahn- Depot) falle Qual. felten billig! bei Ignatz Sello. Ferner frischen Mocquett Plüsche 5,35 m. Maitrank, Fl. inkl. 50 Bf.; alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., per Meter( 130 cm breit).[ 48612* Stonsdorfer inkl. Orig. Fl.( 3 Ltr.) 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Auguß 1900. Bauarbeiterschutz in Berlin. Ein Gang auf den Friedhof stimmt immer ernst, aber ernster wenigen Augenblicken waren dem Manne sieben Zähne ge= noch als zu andren Zeiten stimmt ein Gang auf den Friedhof im brochen, der Kiefer zersprengt und die Mund= Das Berliner Polizeipräsidium geht mit der Absicht um, eine äußeren Stadtvierteln Hochsommer. Wer jetzt die Begräbnispläge der großen, in den eden aufgerissen. Trotz der großen Schmerzen hielt er aber gelegenen, vorwiegend aus Arbeiter standhaft aus, bis sich die Stollegin, die durch das herabrieselude Revision der Baupolizei Verordnung von 1897 vorzunehmen. Den bevölkerung zusammengesezten Kirchengemeinden betritt und seine Blut die Gefahr der Lage erkannte, in Sicherheit gebracht hatte. Vorständen der hiesigen Bauarbeiter ist der Entwurf der neuen Ver- Schritte nach den Abteilungen für Kindergräber lenkt, der Es glückte ihm auch, sich selbst an dem Ringe herabzulassen, dann ordnung zur Rücäußerung zugestellt worden; in einer Petition au wird bei dem Bilde, das sich ihm hier bietet, sich schwer eines Ge- aber brach er zusammen. Ein Arzt und ein Bahnarzt bemühten sich den Magistrat haben die Vorstände ihre Wünsche bezüglich der zu fühls tiefer Beklemmung erwehren können. Für den Toten bald um den Berunglückten, der natürlich auf die weitere artistische erlassenden Vorschriften dargelegt. Neben den bekannten, von den Bauarbeitern aller Branchen seit Arbeit gegeben. gräber hat es hier in den letzten Wochen viel Laufbahn verzichten muß. Nascher als sonst hat sich Grab an Jahren gestellten Forderungen bezüglich der Bau buden, Aborte, Grab gereiht eine lange Reihe frischer Hügel giebt Stunde abend der 29 Jahre alte Arbeiter Ernst Gunschera, der in NeuBei der Arbeit vom Tode überrascht wurde am Dienstagder Coatsfeuer und der Fensterfrage wird seitens der Petenten von der überreichlichen Ernte, die der Tod in diesen Sommiertagen Weißensee in der Lehderstr. 121 bei seinem Bruder wohnte und in der Hauptwert auf die Vorschriften betreffend den Rüstungsbau gelegt. gehalten hat. Es wird verlangt, daß die Erlaubnis zum Beginn des Baues nicht Das ist immer so, wenn es heiß wird," hörten wir einen der Selterswafferfabrik von Nauch in der Neuenburgerstr. 28 beals Stangen, Belagbretter und Leitern seitens der vornehm gekleidete Dame belehren, die ihm gegenfiber ihre Ber Blutsturz befallen. Seine Arbeitsgenossen sprangen ihm bet und cher zu erteilen ſei, als bis das dazu gehörige Rüstungsmaterial, Friedhofsarbeiter, der Kindergräber auf Vorrat schaufelte, eine schäftigt war. Gunschera, der schon dreimal Lungenblutungen ge= habt hatte, wurde um 9½ Uhr abends beim Flaschenspülen vom Baupolizei Behörde unter Hinzuziehung eines technisch geschulten wunderung über all die frischen Hügel aussprach. Jawohl, es ist bolten drei Aerzte. Nettung war jedoch nicht mehr möglich, der Beamten sowie eines sachkundigen Arbeiters aus den Organi- immer so, wenn es heiß wird!" Aber muß es so sein? sationen der baugewerblichen Arbeiter auf ihre Dauerhaftigkeit und Haltbarkeit geprüft find. Bezüglich der Schutz- feit im Sommer charakteristisch: sie trifft nur die weniger Ein Umstand ist für die Zunahme der Kindersterblich. Stranke verschied nach einer halben Stunde unter den Händen der Aerzte. gerüste wird verlangt, daß dort, wo von innen über die hand gemauert bemittelte Bevölkerung. Es sind fast nur die Kinder der Eine aufregende Scene spielte sich am Dienstagvormittag auf wird, an der äußeren Umfassungsmauer in jeder Etage eine Schutz- Aermeren, die dem Totengräber so viel zu thun geben, wenn es der Oberspree in der Nähe der Pfuelschen Badeanstalt ab. Der rüstung angebracht wird, die bei etwaigem Absturz einen tieferen heiß wird". Die Tausende von Kindern, die alljährlich in Berlin Kaufmann Mai, im Südosten wohnhaft, befigt, so berichtet ein Fall verhindert. Ebenso wird für notwendig erachtet, daß in die in den Sommermonaten hinsterben, erliegen nicht even deshalb, Morgenblatt, ein fleines Motorboot, mit welchem er fast täglich Verordnung eine Bestimmung aufgenommen wird, wonach die Gerüste weil es heiß wird, sondern beshalb, weil unter dem Einfluß Ausflüge, mitunter auch Geschäftstouren nach den Sprecaufwärts der Innenarbeiter, wie Maler 2c., nur von fachkundigen Leuten auf der Hige die ungünstigen Verhältnisse, in denen belegenen Vororten unternimmt. Dienstag früh fuhr Herr Mai mit gestellt werden dürfen. So sind auch die Leitern und das Rüstungs- iie aufwachsen müssen, voll zur Geltung und zur feiner 15jährigen Tochter, die ihren kleinen Wachtelhund mitgenommen material der Töpfer, Maler usw. bei Beginn des Baues einer ge- Wirkung kommen. Den Kindern der Wohlhabenden vermag hatte, nach Grünau. Unterwegs wurde das auf dem Bordrand nauen Prüfung auf ihre Haltbarkeit zu unterziehen. Auch die Auf die Glut des Hochsommers wenig anzuhaben; wirklich gefährlich stehende Tier bei einer Wendung des Boots ins Wasser geschleudert, stellung jogenannter verbundener Gerüste muß so gehandhabt wird sie nur den Kindern der Unbemittelten, deren Ernährung und und das junge Mädchen, welches den Hund noch erhaschen wollte, werden, daß jedesmal, nachdem eine Etage aufgestellt ist, dieselbe Abwartung notgedrungen oft recht mangelhaft ist. verlor das Gleichgewicht und stürzte nach. Während der Hund auf vollständig abgedeckt wird, damit bei der weitern Arbeit nicht Werkzeuge und Hölzer bis unten, wo meist Leute beschäftigt sind, durchfallen. reiche Opfer holt?! Muß es so fein, daß der Tod sich in jedem Sommer so zahl der Oberfläche trieb, versant Fräulein Mai sofort. Eine volle Viertelflunde lang bemühten sich ihr Vater und zwei auf die Silferufe des Dasselbe trifft bei der Aufstellung eiserner Gerippe auf den Bauten Herrn M. herbeigecilte Schiffer vergeblich, die Versunkene dem zu. Hinzuzufügen wäre noch, daß genügende Schutzdächer herfeuchten Element zu entreißen, dann erst gelang es, fie mit einem gestellt werden müssen, die den unten arbeitenden Bauarbeiter vor Bootshaken an den Kleidern zu erfassen und zu bergen. Die angeherabfallenden Gegenständen schützen. stellten Wiederbelebungsversuche hatten zwar nach längerer Zeit Erfolg, doch liegt das junge Mädchen in der Wohnung feiner Eltern ge= fährlich erkrankt danieder. Zum Rektor an der Berliner Universität für die am 15. Ofiber beginnende Amtsperiode 1900/1901 wurde gestern abend von den ordentlichen Professoren der berühmte Kirchenhistoriker Professor Harnack gewählt, der dem Lehrkörper der Universität jeit 1889 angehört. Zu Dekanen wurden bestimmt: von der theologischen Fakultät Professor Seeberg, von der juristischen Fakultät Geheimer Justizrat Professor Stahl, von der medizinischen Fakultät Geheimer Medizinalrat Professor Engelmann, von der philosophischen Fakultät Professor Frobenius. 9 4 Auf dem Wege zur Arbeit vom Tod ereilt wurde am Mittwochmorgen der 39 Jahre alte, verheiratete Arbeiter Ferdinand Gensete aus der Fruchtstr. 17. Der Mann brach vor dem Hause Köpnickerstr. 175 plöglich zusammen und sollte nach dem Krankenhans Bethanien gebracht werden. Aber schon vor der Anstalt verfchied er. Die Revierpolizei beschlagnahmte die Leiche und ließ sie zur Feststellung der Todesursache nach dem Schauhaufe bringen. Zur Begründung der obigen Forderungen führen die Betenten folgendes aus: Seit Bestehen des Unfallversicherungs- Gesetzes, mit dessen Schaffung auch die Berufsgenossenschaften in Kraft traten, ist in der Nordöstlichen Bau- Berufsgenossenschaft, zu deren Bezirk auch Berlin gehört, die Zahl der Unfälle in ganz rapider Weise gestiegen. So betrug die Zahl der gemeldeten Unfälle im Jahre 1888 2389 und stieg auf 7694 im Jahre 1898, gleich Sydra- und Gella- Coupons. Das hiesige Polizei 222,05 Broz. Zunahme. Hiervon waren die Folge von Gerüst- präsidium warnt abermals vor den Geschäftsfniffen zweifelcinstürzen im Jahre 1888 129 Unfälle, 1893 318 und hafter Art, die den Vertrieb von sogenannten Gutscheinen zum 1898 350 Unfälle, das ist eine Zunahme von 171,31 Prozent. Zweck haben. Die Bekanntmachung schließt: Wie ich bereits unterm Durch Zusammenbruch von Leitern und Fall von Treppen 2c. ge- 30. Juni d. J. vor diesem Eystem, welches bisher von dem hiesigen Einen tödlichen Ausgang hat der Unfall genommen, der am ichahen im Jahre 1888 221 lnfälle, 1893 564 und 1898 614- Warenhaus Hydra, der Gella Gesellschaft, der Firma Adolf Freitag dem Kutscher Valentin Niesnack in der Hannoverschenstraße fälle, das ist gegen das Jahr 1888 eine Zunahme von 177,82 Proz. Rosenau, welche inzwischen an die Deutsche Elliot Fahrrad zustieß. Der Mann wurde von seinem eignen beladenen KohlenDiese erschreckende Zunahme von Unfällen ist nur möglich, weil gesellschaft m. b. S. übergegangen ist, der Firma Josef Nelken und wagen überfahren, sodaß ihm beide Oberschenkel vollständig zerdie Bauten der Unternehmer nicht nur von der Baupolizei- den Imperial Fahrradwerken zur Anwendung gebracht worden ist, schmettert und zermalmt wurden. Er ist in der Nacht zum Mittwoch Behörde während des Baus nicht kontrolliert wurden, sondern gewarnt habe, wiederhole ich hiermit diese Warnung mit dem Hin im Strankenhause gestorben. weil auch das Rüstungsmaterial bei Beginn des Baus auf zufügen, daß in neuerer Zeit die Uhren und Kunsthandlung von seine Güte, seine Dauerhaftigkeit von fachkundigen Inspicienten, 3. Blaustein hierselbst, Leipzigerstr. 29, dieses System auf den Ver- Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 8. Juli, nachmittags d. H. praktischen Arbeitern, die im Beruf Bescheid wissen, nicht trieb von silbernen und goldenen Taschenuhren, sowie andren Gold- gegen 51/2 Uhr, sind ein Mann und eine Frau, welche neben geprüft wurde. Ueber die Gefahren, die durch Nichtabdecken der waren, der Fahrradhändler Willy Schlawe hierselbst, Alexandrinen einander auf dem Bürgersteig gingen, in der Nähe des Eingangs Balkenlagen entstehen, weist die Unfallziffer eine starke Zunahme straße 45, auf den Vertrieb von Fahrädern, und die Firma Golz zur Elisabethkirche von mehreren Burschen belästigt und von auf. So fanden durch Herabfallen von Handwerks zeng 2c. im u. Hoffmann bier, Wallstr. 17/18, auf den Vertrieb von Tuchen und beiden Bersonen werden ersucht, sich im Laufe der Dienststunden So einem von ihnen mit den Köpfen zusammengestoßen worden. Die Jahre 1888 37 Unfälle statt, während im Jahre 1898 83 Un Stoffen für Herren- Konfektion anwenden." fälle zu verzeichnen sind. Das ist eine Zunahme von 124,32 auf dem Polizeipräsidium, 8immer 332, zu melden. Prozent. Diese ungeheure Zunahme ist nur dadurch zu erklären, Das Institut für Infektionskrankheiten hat seine wissendaß bei dem Hochführen der Bauten dieselben nicht darauf schaftlichen Arbeiten in dem neuen Heim in der Führerstraße am abends hat ein etwa 40 Jahre alter angetrunkener Zimmergeselle in Zurückgelaffene Gegenstände. Am 7. Juli gegen 8 Uhr fontrolliert worden sind, ob Abdeckung der Balkenlagen statt- Nordufer bereits aufgenommen, einschließlich der Behandlung der der Schankwirtschaft von Baul Krusche, Dresdener Straße 57, einen findet. So ist bei der Bautenkontrolle im Jahre 1899 den Non- von Tollwntverdächtigen Tieren Gebissenen. Die Krankentrollierenden erklärt worden, daß von 598 Bauten in Berlin auch abteilung des Instituts befindet sich noch in der Charité, deren Ber- Hammer, einen Meißel, ein Stemmeisen, einen Bohrer, einen nicht einer derselben weder von der Baupolizei- Behörde noch von waltung fie ganz untersteht. Erst später, nach Eröffnung des Schrupphobel, einen Schlichthobel, eine Art, eine Solgläge und ein den Beauftragten der Nordöstlichen Bau- Berufsgenossenschaft vierten städtischen Strankenhauses, wird dieses Krankenhaus dem infeleisen, alles in einem ad verpadt, zurüidgelaffen. Der rechtwährend des Rohbanes kontrolliert worden ist. Juftitut eine Anzahl Pavillons überweisen, in denen das Institut mäßige Eigentümer dieser Gegenstände wolle sich bei dem Schankwirt Um den Forderungen in wirkjamster Weise zur Durchführung zu feine Infektionstvanken behandeln wird. Die wirtschaftliche Ber- Strusche zur Abholung melden. berhelfen, beantragen die Petenten, daß eine Institution, ähnlich den waltung dieser Jnfektionsabteilung bleibt bei der städtischen Kranken- Straßensperrung. Die Georgenkirchstraße von der Friedens Gewerbe- Juspektionen, auch für das Baugewerbe, als eines der Hausverwaltung. straße bis zur Höchstestraße einschließlich des Kreuzdammes wird gefahrbollsten, geschaffen werde. Diese Baugewerbe- Juspektion hat die Aufgabe, die Bauten bezüglich der Innehaltung der Verordnungschloßireiheit einige weitere interessante Funde gemacht worden. Es werte und Reiter gesperrt. Bei den Erdarbeiten am Schloß sind auf der Seite der wegen Umpflasterung vom 6. August an bis auf weiteres für Fuhr Vorschriften zu kontrollieren, Beschwerden entgegenzunehmen und alle wurden eine größere Zahl von Pfählen aus Eichenholz freigelegt, Maßnahmen zur Abschaffung von Mißständen zu ergreifen. Soll welche vermutlich die Träger von ehemaligen Pfahlbauten gewefen diese Institution mit Erfolg wirken, so muß derselben auch volles find. Das Holz ist fast durch und durch schwarz und äußerlich stark Vertrauen von seiten der Bau- Arbeiterschaft entgegengebracht werden. morsch. während der Kern der Pfähle noch eine ziemliche Bestigkeit Es wird daher empfohlen, daß bei Bildung dieser Körperschaft die zeigt. Verschiedene aufgefundene Silbermünzen wurden dem märkischen Hälfte aus Vertretern der hiesigen Bauarbeiter- Organisationen besteht. Museum überwiesen. Bei den Ausschachtungsarbeiten stieß man auch der dringend verdächtig ist, den Rutscher Glocke in Hermsdorf Die Untersuchung gegen den Arbeiter Karl Lehmann, Letztere gehn aus freier Wahl der Berliner Bauarbeiter hervor. Der von wiederum auf den gemauerten Stanal, der vom Schloß nach dem ermordet zu haben, nähert sich ihrem Ende und dürfte nach den den Petenten so ergänzte Entwurf des königlichen Polizeipräsidiums Waffer führte. Dicier Stanal ist übrigens auf dem Schloßplan bisherigen Ergebnisien zweifellos die Erhebung der Anklage wegen fei für Berlin sehr gut durchführbar, da ähnliche Gesetzes verzeichnet und höchstens zweihundert Jahre alt, da das Bau Maubmords gegen L. herbeiführen. Da der Berhaftete hartnädig bestimmungen in verschiedenen Staaten und Städten zum Wohle werf bereits aus der letzten Steinform hergestellt ist. Bezüglich der seine Schuld leugnet, wird die Anklage auf Grund von Indicions des gesamten Baugewerbs bereits eingeführt worden seien. freigelegten Fundamente auf der Schloßplay- Seite wird uns mits beweisen zur Erhebung kommen. Der Verbrecher ist nicht in der Un der Petition sind folgende Berufe beteiligt: Maurer, geteilt, daß es sich hier wohl schwerlich um Ueberreste des alten Lage, fein Alibi nachweisen an tönnen und macht auch bezüglich der Bimmerer, Bauarbeiter, Buzzer, Töpfer, Maler, Stuccateure, Dach Doms handeln dürfte. Das Manerwert erstreckt sich so nabe an die bei ihm vorgefundenen Taschenuhr des ermordeten Glocke die widers deder, Metallarbeiter. Einfeßer und Glafer. Man kann mir wünschen, Grundmayern des Schlofjes, daß die Vermutung naheliegt, die sprechendsten Angaben. Bald will er fie von einem Unbekannten daß die berechtigten und bescheidenen Forderungen der Bauarbeiter Fundamente feien weit älter wie das Schloß, und daß die Gebäude, gekauft haben. bald hat er sie von einem Bekannten, der jedoch Berücksichtigung finden mögen. die auf ihm ruhten, schon vor dem Bau der Zwingburg niedergelegt unauffindbar ist, erhalten, um sie zu verfeßen. Schließlich stellt sind. Aus den älteren Plänen von Berlin wie auch aus den er auch die Behauptung auf, daß er einen Mann im Chausseegraben Chroniken ist nicht ersichtlich, daß kaum fünf Meter von den Mauern schlafend bemerkt und diesem die Uhr abgenommen habe. des Schlosses entfernt ein andrer liefenbau gestanden hat. Aus den ursprüngliche Annahme, daß Lebmann einen Stomplicen bei Vers freigelegten Grundmanern wurden nicht weniger als 16 riefige Feld übung des Verbrechens gehabt, hat die Behörde fallen lassen. Ein Der focialdemokratische Wahlverein für den dritten fteine von ca. 70-80 Centner im Gesamtgewicht herausgeholt. Die Milchhändler aus Echönflies, welcher den mutmaßlichen Mörder geBerliner Reichstags- Wahlkreis veranstaltet am Sonntag, den Mauersteine besigen zum größten Teil Viereckformat und nur an sehen und ihn in Lehmann wieder zu erkennen glaubt, behauptet, 5. August, einen Ausflug nach Marienluft gegenüber Grünau. Um einer Stelle nahe der Schloßfreiheit wurden Rundziegel vor daß die zweite Person, die mit L. ging, der später ermordete Glode recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. gefunden. gewesen sei. Es ist auch sehr wohl möglich, daß 2. ohne jegliche Unterstigung den kleinen und schwächlichen Nutscher erst betäubt und aufgehängt hat. Bekanntlich ruhte auch der Unterförper her Leiche, als diese aufgefunden wurde, auf dem Erdboden. Lokales. Aus den Nachbarorten. Die Gemeindewählerlisten haben vom 15. bis einschließlich Elektrischer Betrich auf der Wannseebahn. Gestern ver30. Juli, nachmittags 8 Uhr, zur Einsicht offen ausgelegen und sind fehrte auf der Wannseebahn der erste für den öffentlichen Verkehr von 772 wahlberechtigten Personen eingesehen worden. Einsprüche bestimmte elettrische Zug. Es werden von jept an täglich mit Aus: find gegen die Richtigkeit derselben nicht eingegangen. Die Stadt- nahme der Sonne und Feiertage innerhalb des gewöhnlichen Fahre verordneten brauchen daher in diesem Jahre ihre Ferien nicht zu plans folgende elektrischen Züge auf der Wannseebahn verkehren: Wefen. Bereits an mehreren Tagen um die Dämmerstunde pflegte unterbrechen. Im Vorjahre haben die Listen 9681 eingesehen. Aller- Ab Berlin: vormittags 0.10, 11.10; nachmittags 12.40. b dings ist die hohe Zahl der Einsehenden im vorigen Jahre auf Ber gehlendorf: vormittags 9.50; nachmittags 12.00, 1.80. anlaffung der stattgefundenen Ergänzungs- und Neuwahlen zurück Bei der Ablassung des ersten Bugs waren zahlreiche höhere zuführen. Bahnbeamte zugegen. Durch Warnungstafeln wird das Publikum auf den einzelnen Stationen darauf aufmerkjam gemacht, daß das Berühren der elektrischen Leitung mit Lebensgefahr verbunden ist. 99 928. Ein Kinderfreund" treibt gegenwärtig in Schöneberg fein er sich in den Hausfluren aufzuhalten und einen Kindern, die aum Einholen von Lebensmitteln ausgefandt waren, aufzulanern. Beider foll es ihm bereits in mehreren Fällen gelungen sein, die Kleinen zu beschwindeln. Er wird als ein mittelgroßer Mann mit ers grautem, furzem Bollbart und start reduzierter Kleidung geschildert. " Der Krieg ist ein raubes Handwerk und niemand wird behaupten wollen, daß die Menschen veredele. Der Krieg ist eine Bei seiner Rettung schwer verunglückt. Der Schlächter graufame Schule der Verrohung. Aber es wäre deswegen Der Uphold in Försteruniform, der in den Wäldern bei Baul Behold, der bei seinen Eltern in der Königchauffee 25 in Neus doch nicht gerade nötig, daß, noch bevor der Krieg wirklich begonnen, Treuenbrießen sein Wesen treibt und auf den die fönigl. Stants Weißenfee wohnt, erhängte fich nach einen Zwist mit seinen Eltern, man sich auch bei uns zu Hause in den Roheitskultus stürzt. Wir amvaltschaft in Potsdam wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten. Hierbei fiel er aber so gaben schon einige nette Proben dieses Taumels, der die Menschen und wegen Berübung mehrerer Diebstähle fahndet, hat nach einer unglücklich, daß er mit dem Stopf auf eind Eisenstange aufschlug und nach Blut lechzen macht. Hier ein neues Beispiel. In dem Schan- polizeilichen Meldung unter anderm auch ein Dürrtop- Fahrrad eut sich eine Gehirnerschütterung, mehrere Kopfunden und einen Arma fenster von Caftans Panoptikum, Friedrich- und Behrenstraßen- Ecke, mwendet, das er möglicherweise bei einem Händler oder unter der Hand bruch zuzog. Ein Lückscher Stettungswagen brachte ihn in ein ift seit fizer Beit ein Stampf mit Bogern" ausgestellt. Man ficht abzusehen versuchen wird. Das Fahrrad trägt die Fabritmarke Strankenhaus. zwei völlig entwaffnete Chinesen und einen Deutschen. Der eine Steglitz. Seve Dr. Albert schickt und folgende Berichtigung: Chinese liegt mit gespaltenem Schädel am Boden, das Blut Der verunglückte Artist. Eine schwere Berlegung zog sich In Nr. 167 vom 21. 7, 1900 des Vorwärts" wird von mir erzählt: strömt ihm über Kopf und Gesicht. Der Deutsche tritt mit dem gestern ein in der Wrangelstraße wohnender Zahnartist H. S. Er erklärte den sich bescheiden um die Verlegung ihres Stollegen ere Fuß auf den Niedergeschlagenen, hat um die linke Hand den Zopf bei einer Probe seiner Kunstfertigkeit zu. Der Wann, welcher mit fundigenden Arbeitern, daß sic daß fie dies im geringsten nichts des zweiten Chinesen geschlungen und holt mit dem in der Rechten anscheinender Leichtigkeit 6 Centner mit den Zähnen hochhob und angehe." Diese Erzählung ist unwahr. Ju Wahrheit habe geschwungenen Säbel zu gewaltigem biebe aus, um den völlig wegen dieser Leistung lange Zeit als der König der Zahnartisten" ich eine ähnliche Neußerung einem Arbeiter gegenüber ges Waffenlofen zu töten, auftatt ihm Pardon zu geben und ihn gefangen galt, übte mit einer Danie eine Trapeznummer". Mit den Füßen than, der sehr laut und sehr unbescheiden meine ärztlichen zu nehmen. Die ganze blutrünftige Gruppe wirkt brutal und ab- in einem Ringe hängend, hielt S. ein Trapez im Munde, an Maßnahmen tabelte. Ich habe bei dem Vorgang weder Abs itoßend auf normale Menschen. Wie aber mögen die in solchen welchem die Artistin turnte, eine Arbeit", die er schon hunderte aestumpftheit des eignen Mitgefühls, noch auch Mißachtung vor dem Bildwerken liegenden Lehren wirken auf Individuen, die ihrer Natur mal ausgeführt hat. Auf irgend welche Weise began das Trapez Mitgefühl andrer empfunden und gezeigt. nach zur Roheit neigen? Die Polizei fahndet ja wohl auf Schau zu freisen, wodurch es dem Artiften unmöglich wurde, Dieser Richtigstellung gegenüber beharren die in Betracht stellungen, die die öffentliche Sittlichkeit gefährden. Hier hat sie die im Munde gehaltene Kautschutplatte, mit welcher das Turngerät kommenden Arbeiter dabei, daß fich der in Nr. 107 gefchilderte BorGelegenheit zum Einschreiten. durch einen Haken verbunden ist, in richtiger Lage zu halten. In gang im Wesentlichen so, wie mitgeteilt worden, zugetragen habe. 22 " " Gerichts- Beitung. Jausgesetzt für die Erfindung eines Jfolier- und Schuhhandschuhe| das Herannahen des Wetters bemerkten, sich in Sicherheit bringen, die für die elektrischen Arbeiter. Der Handschuh soll die Hände übrigen 23 wurden von den entzündeten Flammen eingeschloffen und Eine mißglückte Staatsaktion. Die Polizeibehörde in Trier und Unterarme der Arbeiter gegen die elektrischen Einflüsse schügen, sämtlich verlegt. Sowohl von den benachbarten Streden, als auch ist mit einem Prozeß gegen die dortigen Strankenkaffen durch alle muß dauerhaft genug sein, um das Arbeiten mit Draht 2c. zu von den zu Tage arbeitenden Kameraden eilte sofort genügende Instanzen hineingefallen. Die Krankenkassenvorstände waren zu einer ermöglichen und darf bei der Arbeit nicht hinderlich sein. Wer an Rettungsmannschaft an die Unglücksstelle. Radfahrer holten sofort gemeinsamen Besprechung der behördlich angeordneten Vertreterwahl der Preisbewerbung teilnehmen will, muß vor dem 31. Dezember 1900 aus Kirchhorsten, Obernkirchen und Stadthagen Aerzte, Verbands für die Alters- und Invalidenversicherung zusammengekommen. Vor eine Beschreibung seiner Erfindung und zwei Baar der betreffenden zeug, Linderungsmittel usw. herbei. Der Direktor des Bergwerks, dem Beginn der Versammlung erschien ein Polizeibeamter, bezeichnete Handschuhe einschicken. Der Preis tann für die beste Erfindung aus Bergrat Franke, und die Revierbeamten waren persönlich sofort zur die Zusammenkunft als anmeldepflichtig und blieb zur lleberwachung gezahlt oder auch unter mehrere Bewerber verteilt werden. Die Adresse Stelle und leiteten die Rettungsarbeiten. Gegen 8 Uhr waren alle zugegen. Obwohl die Anwesenden diese Maßnahme für durchaus der Gesellschaft lautet: Association des Industriells de France Verlegten nach oben befördert, wo sich mittlerweile zahlreiche Anungesetzlich hielten, nahm man die Wahlen der Vertreter doch in der contre les Accidents du Travail, Paris, Rue de Lutèce 3. gehörige der im Schacht beschäftigten Bergleute, die meistens in Weise vor, daß jeder Kassenvorsitzende der Reihe nach für seine Kasse den Ortschaften im Umkreise von etwa 2 bis 3 Kilometer um die Sigung eröffnete, die Wahl erledigte und die Sizung schloß. Ueber den Arbeitsmarkt in Rußland und Kongreß- Polen den Schacht wohnen, eingefunden hatten, da im ersten Trotzdem bestrafte die Polizeibehörde dreizehn Vorstandsmitglieder veröffentlicht das Organ des russischen Finanzministers einige Augenblick der Umfang des Unglücks nicht übersehen mit je 15 M., weil sie eine öffentliche Versammlung ab- interessante Angaben. Wir entnehmen dem Bericht folgendes: werden fonnte, fürchteten die Frauen usw. sämtlicher Bergs gehalten hätten, worin sie als Leiter oder Redner aufgetreten In Mittel Rußland fehlten der Landwirtschaft überall leute um die Ihrigen. Der Anblick der zu Tage Geförderten jeien, ohne die Versammlung polizeilich angemeldet zu haben. Auf Arbeitskräfte. Der Lohn ist dadurch gestiegen. Den Mangel war teilweise erschreckend; von den Armen, dem Gesichte und dem den Einspruch der Bestraften erkannte das Schöffengericht, und auf soll die zu späte Aufnahme der Feldarbeiten und das zu strömen Oberkörper hing die Haut bei einigen in Lappen herunter, alle die Berufung des Staatsanwalts auch die Straffanimer frei der Arbeiter zu Bahnbauten und zur Industrie ver- waren schwarz gefengt und hatten Kopfhaare und Augenbrauen ansprechend. Gegen die Freisprechung von sechs Vorsitzenden und eines schuldet haben. Aus vielen Gouvernements wird geschrieben, daß gesengt. Die vier am schwersten Verletzten, von denen zwei un Schriftführers legte der Staatsanwalt Revision ein. Das Kammer- die Berg- und Grubenindustrie ganze Dörfer zur Aus- verheiratet, zwei aber Familienväter sind, wurden nach Anlegung gericht wies die Revision zurück und legte die offenbar beträchtlichen wanderung zwingt. So wurden im Gouvernement Jekaterinoslaw des ersten Verbands ins Krankenhaus geschafft, wo der eine derselben, Kosten der Staatskaffe zur Last. nach Gründung einer Hütte die Pachten so gesteigert, daß in einem ein unverheirateter 24jähriger junger Bergmann, Weihmann aus Monat 397 Leute nach Sibirien ausgewandert sind. 4000 be- Ghesen, seinen Verlegungen bereits erlegen ist. Von den übrigen Ein eigenartiges Mittel, das Mitleid des Publikums zu erreiten sich zur Reise vor. Die Löhne der Landarbeiter schwanken Verletzten wurden einige in das Bergwerkslazarett nach Obernregen, hat der Arbeiter Johann Gallien zur Anwendung gebracht, der zwischen 50 Pf. und 2,20 M. täglich. Der sibirische Eisenbahnbau kirchen geschafft, die andern, und das ist erfreulicherweise die größte gestern vor der 131. Abteilung des Schöffengerichts unter der Anklage hat tausende von Arbeitern und Handwerkern des Betruges stand. Gallien pflegt sich an belebten Straßeneden Die Hafenstädte brauchen auch eine Masse Arbeitsträfte. Radhälfte, konnten sich in ihre Wohnung begeben, um sich dort pflegen und heilen zu lassen. plöglich zu Boden zu werfen aber so vorsichtig, daß er sich nicht sie w allein find 20 000 Arbeiter zugewandert. wehe thut und sich in Krämpfen zu winden. Im Nu ist er von Aus Kongreß Polen sind in diesem Sommer nach amt- Typhus in Oberschlesien. Die nahezu erloschene Typhus einer Schaar Neugieriger und Teilnehmender umgeben. Reicht einer licher Angabe 80 000 Arbeiter nach Preußen ausgewandert. Andre epidemie ist in Schwientochlowitz von neuem und allem Anschein nach der letzteren ihm eine Gabe, so hat der angeblich Krante, Lesarten geben die Zahl mit 100 000 ant. Die meisten dieser Aus- in bedenklichem Maße ausgebrochen. Wie oberschlesische Blätter be mit Händen und Füßen um fich schlägt, plötzlich wanderer fehren nach einigen Monaten zurück. Die" Landwirtschaft" richten, sind in der zweiten Hälfte der letzten Woche über 24 typhöse Το viel Herrschaft über eine seiner Hände, daß er mit flagt über eine„ Leutenot" sondergleichen. Wir wollen dazu be- Erkrankungen polizeilich gemeldet und nach genauer Untersuchung im derselben das Geldstück in Empfang nehmen fann. Auch ver- merken, daß die Löhne der Landarbeiter in Kongreß- Polen geradezu Breslauer hygienischen Institut als solche bestätigt worden. Infolgemag er ein leises Dante schön" zu stammeln. Dann beginnt er erbärmlich sind. Die Behandlung der Arbeiter tann auch gar dessen sind neue sanitäre Maßnahmen notwendig geworden; auch die wieder, wie toll mit den Armen in der Luft herumzufuchteln. Eines nicht schlechter sein. Wie tief ihre Lebenshaltung ist, kann man aufgestellte Döckersche Baracke, welche bisher unbenutzt geblieben war, Tags gehörte auch ein Schutzmann zu den Neugierigen. Staum schon aus dem Umstande erseh, daß sie die Verhältnisse in Oft hat man mit Kranken belegen müssen. wurde Gallien ihn gewahr, als er aufsprang, die Kette der Um- elbien, die Wohnungen, die schlechter sind als die stehenden durchbrach und davonlief. Der Schußmann hinterher. Schweine ställe", noch als Fortschritt für sich halten. Gallien wurde zur Wache gebracht, er war ein vollendeter Heuchler. Der Gerichtshof ahndete diesen Anschlag des Angeklagten auf das Mitgefühl des Publikums mit einer Gefängnisstrafe von einer Woche. der " Sociales. Verhütung von Banunfällen. Im bayrischen Ministerium des Innern wurde ein Entwurf zu einer umfassenden, für das gesamte Königreich Bayern zu erlassenden Verordnung ausgearbeitet, die eingehende Maßnahmen zur Verhütung von Baunnfällen sowie zur Vermeidung von Erkrankungen von Bauarbeitern enthält. Der Entwurf zu dieser generellen Berordnung enthält im wesentlichen die gleichen Bestimmungen wie die ortspolizeiliche Vorschrift, die für München zur Verhütung von Bauunfällen bereits besteht. Neu in dem ministeriellen Entwurf ist die Bestimmung, daß bei jedent Bau, bei dem mehr als zehn Arbeiter beschäftigt sind, irgend ein Unterfunftsraum geschaffen werden muß, wo sich die Leute während der Arbeitspausen aufhalten können. bedeutet. Die Versammlung ist mit der Ausdehnung des Kreises der Versicherungspflichtigen auf breitester Grundlage einverstanden, desgleichen mit der Ausdehnung der Unterſtügungsdauer auf 26 Wochen; fie erwartet, daß das neue Gesetz so gestaltet wird, daß den Kassen die Möglichkeit bleibt, ihre Leistungen in einem recht breiten Rahmen = Versammlungen. Luftmord. Die achtjährige Tochter Marie des Arbeiters Hansen, wohnhaft zu Eiskeller, Gemeinde Jbehoer Klosterhof, die am 29. v. Mts. von ihrer Mutter zur Stadt geschickt worden war, um Brotteig zum Bäcker zu bringen, wurde in einem Haferfelde neben dem Wege nach Klosterbrunnen als Leiche aufgefunden. Dieselbe war teilweise entblößt und zeigte Verlegungen am Kopfe. Das Kind muß dort noch lebend hingeschleppt worden sein. Sanitätsrat Dr. Jessen- Jzehoe stellte ein Sittlichkeitsverbrechen fest. Als mutmaßlicher Thäter wurde der 38 Jahre alte Arbeiter Richard Hohenloch aus Warginen, der in der Nähe des Fundorts der Leiche gesehen wurde, verhaftet. Marktpreise von Berlin am 31. Juli 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. Die Glafer hielten am Dienstag, den 24. Juli, ihre halbjährliche Generalversammlung ab, welche außerordentlich gut besucht war. Nachdem der Vorsitzende einen ausführlichen Geschäftsbericht gegeben hatte, verlas der Kassierer die Abrechnung. Dieselbe ergab, daß sich die Verhältnisse innerhalb des letzten Jahres erheblich gebessert haben, wiederum waren aber die lokalen Ausgaben, Agitation, Arbeitsnachweis und Unterstützung dermaßen gestiegen, daß der Bestand der Bahlstelle auf 2 M. zurückgegangen ist. Die Mitgliederzahl ist innerhalb des letzten Jahres von 40 auf 391 gestiegen. Nachdem die Nevisoren Bericht erstattet hatten, wurde dem Kassierer Decharge erteilt. In* Weizen, gut D.- E tr.| 15,50) der darauf folgenden Vorstandswahl wurden gewählt die Kollegen Starke zum ersten Vorsitzenden, Rochow zum zweiten Vorsitzenden, Thilo zum Kassierer, Renner zum ersten Schriftführer und Pietsch zum zweiten Schriftführer, als Revisoren Hoffmann und Schulz. Dem Kassierer wurde als Entschädigung für seine Mühe für das kommende Quartal 5 Proz. der lokalen Einnahmen zugesprochen. Zur Deckung der Unkosten soll in Zukunft die Sektion der Bleiglaser prozentual herangezogen werden. Zu unsrer tt) bevorstehenden Lohnbewegung wurde nur der Beschluß gefaßt, die in Treibhausfabriken beschäftigten Kollegen heranzuziehen; im übrigen dem Borstand im Verein mit der Lohntommiffion das weitere zu überlassen. Ein erneuter Antrag der Bleiglaser auf Selbständigkeit als Zahlstelle wurde abermals abgelehnt und beschlossen, diese Sache während der Speiſebohnen Dauer unsrer jezigen Lohnbewegung nicht mehr auf die Tages- Linjen ordnung zu setzen. Darauf erfolgte gegen 12 Uhr Schluß der Verſammlung. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Gier 9,00 15, 1,60 1,20 3,60 2,40 mittel " " " gering 1,20 1" " ** Roggen, gut 13,80 " " 1,60 1,10 " " mittel gering 1,60 1, " " " †) Gerste, gut 15,40 14,90 Hammelfleisch Butter " 1,60 1,10 2,60 1,80 " " " mittel gering Safer, gut 14,80 14,30 60 Stüd " 14,20 13,70 " Karpfen 1 kg " 16,40 15,40 Nale 3, " 1,40 " " mittel gering " 15,30 14,30 Bander 2,60 1,20 " 14,20 13,30 Hechte 2,40 1,20 " " 6,50 5,74 Barsche 1,80 0,80 " " 7,40 4,60 Schleie 2,40 1,20 40, 25,- Bleie 1,40 0,80 " 45, 25, Strebse 70, 30, Nichtstroh Heu Erbsen ver Schot 15,- 2,50 *) ab Boden.**) ab Kahn. †) frei Wagen und ab Bahn.+) frei Wagen und ab Bahn. Zur Reform des Krankenversicherungs- Gesetzes. Eine von den Vorständen der Krankenkassen und der Gewerkschaften Krefelds auf den 29. Juli einberufene Versammlung beschäftigte sich mit dem Rundschreiben, Reform des Krankenversicherungs- Gesezes betreffend. Krefeld hat das zweifelhafte Vergnügen, im Befiz von 52 Kranten tassen, Betriebs, Jnnungs- und Ortsfrankenkassen, zu sein, welche dem Krankenversicherungs- Gesez genügen. Daß bei einer solcher Zersplitterung der Kräfte nichts geleistet werden kann, ist selbstverständlich. Der Wunsch der Versicherten ist denn auch, Remedur zu schaffen. Nach ausgezeichneten Referaten des Dr. Back aus Düsseldorf und des Genossen Gewehr aus Elberfeld wurde folgende Resolution einProduktenmarkt vom 1. Auguft. Die niedrigeren von der gestrigen Der Konsum- Verein Berlin- Rigdorf hielt am 31. Juli eine stimmig angenommen: New Yorker Nachbörse gemeldeten Notierungen, ziemlich bedeutendes in: außerordentliche Generalversammlung ab, in welcher Stangenberg, ländisches Angebot und große billigere russische Offerten übten auf den Die heute zwecks Stellungnahme zur geplanten Aenderung des Bürschel und Mielenz in den Vorstand gewählt wurden, da auf heutigen Getreidemarkt einen verstimmenden Einfluß aus, so daß die Preise Krantenversicherungs- Gesetzes in der Stadthalle zu Krefeld tagende Grund des Beschlusses der vorigen Generalversammlung:„ daß nachließen. Weizen verlor 1,25 W. Roggen wurde durch die niedrigeren Volksversammlung stimmt mit den beiden Referenten dahin überein, Verwaltungsmitglieder keinem andren, ähnlichen Verein( z. B. Rabatt- Lagerbestände beffer gehalten; er ging um 0,50 M. zurück. Hafer und daß die von der Regierung geplante Aenderung eine schwere Be- sparverein) als Verwaltungsmitglieder angehören dürfen, 3 Vorstands- Mais war still. Rüböl schwankend, doch fest. In 70er Locospiritus war nachteiligung der Rechte der versicherungspflichtigen Personen mitglieder, und zwar Ahrens. Jöchel und Jäger ihre Aemter niedergelegt tein Umfag. hatten. In den Aufsichtsrat wurden Granel, Nierich und Gurtschke und Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 1. August 1900. Amt: als Ersagmänner Wegner, Voigt und Ostermann gewählt. Auf einen licher Bericht der Direction. Zum Verkauf standen: 448 Rinder, Antrag Böhm, die Forderungen der organisierten Lagerhalter zur 2586 Kälber, 3674 Schafe, 12597 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Pfund Durchführung zu bringen, erklärte der Lagerhalter Tost, daß dieses oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund bis auf einen Punkt bereits geschehen sei. Dieser Punkt betreffe die in Pf.): Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäftete, höchsten Schlacht Anstellung von weiterem Verkaufspersonal, sobald der Umsatz in wertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut einer Verkaufsstelle 2500 M. pro Monat übersteigt. Die Verwaltung genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. Bullen: Die Versammelten haben nicht den Wunsch, daß eine andre babe 3000 M. als Grenze festgesetzt, dieses sei zu hoch und müsse auf a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 00-00; b) mäßig genährte jüngere Verteilung der Beiträge stattfindet, verwerfen aber auch ebenso ent- 2500 2. herabgesetzt werden. Wenn nun auch die Lagerhalter mit und gut genährte ältere 00-00; c) gering genährte 48-52. Färsen und schieden eine andre Verteilung der Rechte der Versicherten und der den übrigen Festsetzungen des Vorstandes: 120 M. Anfangsgehalt und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 00-00; Arbeitgeber in Generalversammlung und Vorstand. jährlich um 90 M. steigend bis zum Höchstgehalt von 150 M. und b) vollfleischige, ausgemäßtete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Die Versammlung protestiert entschieden gegen die etwa geplante freier Wohnung, vorläufig einverstanden seien, so sei dies jedoch 00-00; c) ältere ausgemäſtete stühe und wenig gut entwickelte jüngere Angliederung der Krankenkassen an die Gemeinden und die Bevor- für die Zukunft durchaus nicht der Fall; dem Verlangen der organi- Kühe und Färjen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färjen 45-49; mundung seitens behördlicher Organe; sie verlangt vielmehr voll- fierten Lagerhalter sei zwar mit diesen Gehaltsjägen nachgekommen, tälber( Bollmilchmast) und beste Sangkälber 70-72, b) mittlere aftkälber e) gering genährte Kühe und Färsen 42-44. ständig freies Selbstverwaltungsrecht, damit die Freudigkeit an der jedoch seien diese Säße für Berlin viel zu niedrig. Nach und gute Saugiälber 65-68, c) geringe Saugtälber 55-60, d) ältere, gering Berwaltung den Kaffenmitgliedern nicht genommen wird, und diese längerer Debatte, in welcher den Lagerhaltern vielfach vorgeworfen genährte( Freier) 43-46. Schafe: a) Maftlämmer und jüngere Mast selbst vor Nachteilen bewahrt bleiben. wurde, daß ihnen die Interessen des Konsumvereins vollständig Hammel 65-68, b) ältere Masthammel 59-63, c) mäßig genährte gleichgültig feien und sie nur ihren persönlichen Vorteil Hammel und Schafe( Merzschafe) 54-58, d) Holsteiner NiederungsSchiveine: a) vollfleischige der feineren im Auge hätten, wurde der Antrag Böhm, die Herab- chafe( Lebendgewicht) 00-00. fegung der Umsaggrenze von 3000 auf 2500 M., angenommen. b) Säfer 00-00, c) fleischige 48-50, d) gering entwidelte 45-47, Naffen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1% Jahren 51-00, Fernerhin wurde der Antrag Jäger, Anschluß an den Allgemeinen e) Sanen 44-46. Verband der deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften und Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben nur etwa den Revisionsverband der Provinz Brandenburg angenommen. Der 30 Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich ruhig. Antrag Tost auf Schaffung eines Produktionsfonds behufs Errichtung Schafen fand die Schlachtware bis auf wenige glatt Abfay. Der Schweineeiner eignen Bäckerei wurde der Verwaltung zur Vorprüfung über marft verlief ruhig, schloß langsam und wird nicht geräumt. wiesen und soll dieselbe darüber in der nächsten Generalversammlung Bericht erstatten. nach Belieben zu erweitern. Die Versammlung fordert gesetzliche Bestimmungen, welche der Zersplitterung der Kassen Einhalt thun und den Vorsitzenden die Rechte gewähren, den Zusammenschluß der bestehenden Stassen aus freier Entschließung herbeiführen zu können. In der Arztfrage plädiert die Versammlung für Beibehaltung der jeßigen Bestimmungen, wonach jeder Kasse es frei steht, das ihr genehme Aerztesystem beizubehalten, spricht sich aber im Princip für beschränkte freie Arztwahl aus. Diese Resolution ist dem Reichstags- Abgeordneten Dr. Bachem als Vertreter des hiesigen Kreises zu übermitteln." Vermischtes., Kälber: a) feinste Mafts Bei den 29itterungsübersicht vom 1. August 1900, morgens 8 Uhr. Stationen Hamburg Frankf./M. München Barometer stand min Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. ( 5° G= 4° R. Stailonen Barometer stand mm Wind Винфра Windstärke Wetter Temp. n.. 155 6°.= 4° 92.) Nebel 11 15 16 5 heiter 16 761 SW 3hlb. bed. 14 Petersburg 753S 1 Dunft 762 WNW 4wolkig 15 Cort 758 SW 4 heiter 2hlb. bed. 16 Aberdeen 764 SW 751 SW 767 SSW 1wolfent 16 Baris Wien 764 WNW 2 bedeckt 17 Wetter Prognose für Donnerstag, den 2. August 1900. Etwas wärmer, vielfach heiter, zeitweise wolfig mit Gewitterneigung und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Die Produktivgenossenschaft der Bäckerei- Arbeiter„ Vorwärts" zu Hamburg, die 1895 gegründet wurde und ihren Betrieb bisher in Mietslokalitäten führte, hat am Sonntag eine auf eignem Grundstück errichtete Bäckerei großen Stils eingeweiht. Die GenossenZum Koniker Morde. Der frühere Bureauassistent Orda aus schaft„ Vorwärts", die glücklichere Nachfolgerin der 1886 ins Leben Bawodzie hatte nach einer Meldung aus Kattowitz vor mehreren gerufenen und 1895 verkrachten Vereinsbäckerei hat in den letzten Wochen eine bis in die kleinsten Einzelheiten gehende Erläuterung Jahren so vorzüglich prosperiert, daß sie im letzten Jahre daran der Ermordung des Gymnafiaften Winter gegeben, bei der er zugegen Swinembe 760 NW 3 5lb. bed. 16 Haparanda 752 Still gehen konnte, sich an Stelle der alten teuren Mietsräume eigne große gewesen sein wollte. Er bezichtigte sogar Personen der Teilnahme Berlin Räume zu schaffen, die nicht nur allen hygienischen Anforderungen an dem Verbrechen. Nachdem sich jezt herausgestellt hat, daß die auf das beste entsprechen, sondern auch in ihren Betriebsanlagen Aussagen Ordas völlig erlogen und daß dieser gar nicht in Konik gemäß den modernsten Fortschritten auf dem Gebiet der Bäckerei gewesen ist, wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen technik gestaltet sind. Bier gewaltige Doppelöfen mit je zwei wissentlichen Meineids verhaftet. Herden, die in finnreicher und absolute Sauberkeit bedingender Konstruktion durch kochendes Wasser geheizt werden, Mehlfieber, Ist das Ende der Welt nahe? Der Rev. M. P. Barter, Anetmaschinen usw., alles Maschinen, die die moderne Technik ge- der sich durch seine ewigen Prophezeiungen des nahen Untergangs schaffen hat, find in den hellen luftigen Arbeitsräumen so geordnet, der Welt einen wenig beneidenswerten Namen in England gemacht daß der zum Berbaden tommende Teig so gut wie gar nicht von hat, hat vor furzer Zeit einen Mietsvertrag für 99 Jahre auf ein Menschenhand berührt wird. Besonderes Interesse fanden bei dem Haus in der City abgeschlossen, in dem er seine religiösen Schriften die Einweihung geladenen Publikum EB-, Ankleide- und Zeitungen verlegen und drucken lassen wird. Gefragt, warum 77. K. B. Der Antrag auf Unterstüßung der Familien: und Wasch- und Baderäume für das Betriebspersonal, er dem das thue, wenn doch nach seiner Ueberzeugung der Untergang Man wird auch dann angehörigen zu Friedensübungen eingezogener Manndie sehr hell und sauber und außerordentlich praktisch ein- der Welt so nahe bevorstehe, antwortete er: schaften ist bei der Gemeindebehörde des Orts zu erheben, an dem gerichtet sind. Die Bäckerei ist ein Musterbetrieb in jeder eine religiöse Zeitung brauchen!" der Einberufene zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hatte. Es genügt etwa folgendes Schreiben: An den Magistrat( Ge Beziehung und zeigt, was ein ehrlicher Wille auch auf dem Gebiete Ein Grubenunglück, wie es in gleicher Größe und in gleichem meindevorstand) von. Ich bin( war) vom bis. zu einer Referve der im allgemeinen ja noch recht rückständigen Bäckerei- Einrichtungen mit Benuzung der modernen Technik zu leisten vermag. Binnen Umfang seit vielen Jahrzehnten auf dem preußischen und fürstlich( Landwehr) Uebung eingezogen. Ich beanspruche für meine Familie die ihr Meine Familie besteht aus meiner Frau und Kurzem wird die Vorwärts- Bäckerei die Achtstunden- Schicht schaumburg- lippischen Gesamtkohlenwerk am Bückeberg nicht be- zustehende Unterstützung. Kindern. Die Kinder sind geboren: Hedwig am. August am... usw. in ihrem Betriebe einführen und dann bei täglichem obachtet ist. hat sich am 27. Juli abends in dem Schacht W D 3, dreimaligem Schichtwechsel in der Lage sein, täglich das enorme etwa eine Viertelstunde unterhalb Obernkirchen bei dem Dorfe Gell-( Datum, Name, Wohnung.) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht spätestens Quantum von 100 000 Rundstücken und 3600 Broten der verdorf an der Chaussee Bückeburg- Stadthagen ereignet. Etwa um 7 Uhr, binnen vier Wochen nach Beendigung der Uebung erhoben wird. Die Unterstützung beträgt für die Ehefrau 30 Broz., für jedes Kind unter die Tagesschicht( 12-8) rüstete sich schon teilweise zur Ausfahrt, 15 Jahren 10 Proz.( insgesamt aber für die ganze Familie höchstens 60 Proz. schiedensten Sorten herzustellen. entstand in einer Strecke auf Sohle E eine Explosion schlagender des ortsüblichen Tagelohns. Solche Unterstügungen sind feine Armen Einen Preis von 1000 Fr.( 800 M.) hat der Verband Wetter, aus welchen Ursachen ist noch nicht aufgeklärt. Von der unterstützungen. Wo der ortsübliche Taglohn 3 M. beträgt, beträgt also der französischen Industriellen zur Verhinderung von Arbeiterunfällen Belegschaft der Strecke in Höhe von 26 Mann konnten 3 Mann, die der höchste Satz 1,80 M.; wo er 2,70 M. beträgt, 1,62 m. täglich. zur " Briefkasten der Redaktion. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. "