Nr. 181. Abonnementsr Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mir illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1900 unter r. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erfdpeint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bte nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bently- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Parteigenossen! Dienstag, den 7. August 1900. Am Sonntag wurde die Nachricht vom Selbstmord Li- HungTschangs verbreitet, wurde aber alsbald widerrufen. Die Meldungen über eine Schredensherrschaft in Beling sind Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der diesjährige schwerlich etwas andres als müßige Sensationserfindungen. in Mainz ftatt. Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Barteitag auf Montag, den 17. September, morgens 9 Uhr, nach Mainz in die Stadthalle Mainz" ein. " Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Montag, den 17. September, und die folgenden Tage: 1. Ronstituierung des Parteitags. Wahl des Bureaus. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. 2. Geschäftsbericht des Vorstands. Berichterstatter: W. Pfannkuch und A. Gerisch. 3. Bericht der Controleure. Berichterstatter: H. Meister. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: P. Singer. 5. Die Organisation der Partei. Berichterstatter: J. Auer. 6. Maifeier. Berichterstatter: Th. Meter. 7. Die Weltpolitit. Berichterstatter: W. Liebknecht. 8. Die Verkehrs. und Handelspolitit. Berichterstatter: N. Calwer. * Der Sturm auf Tientsin. " Daily Expreß", ein allerdings unguverläffiges Blatt, meldet aus Tientsin. 1. August: daß die Chinesen Tientsin am 1. nachmittags um 2 1hr angriffen und in sechsstündigem Kampf einen Teil des Chinesen- Viertels zurückeroberten und sich dort starte Stellungen sicherten, von wo aus sie die Fremdenniederlassung beschießen. Weitere Depeschen aus Tschifu besagen, daß die Chinesen mehrere Forts von Tientsin wieder besetzt haben. Ob diese Meldung schon den Thatsachen entspricht, bleibt zweifelhaft. Dagegen scheint es sicher, daß schwere Stämpfe zwischen den Chinesen und den fremden Truppen stattgefunden haben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. holt, die gerade im gegenwärtigen Augenblick viel zu denken gebe. Als eine Bestätigung dafür gilt, daß bezüglich der chinesischen Angelegenheiten in letzter Zeit eine Annäherung zwischen Japan und Rußland erfolgt sei. Das sind offiziöse Verhüllungsversuche des Fiaskos Deutschlands. Verschärfung der Fremdenbewegung. Aus Shanghai wird berichtet: Die Hinrichtung Hsu- Tschirg- Tichengs hat die hiesige fremden feindliche Partei so erregt, daß der Tavtai Scheng hente den engifchen Stoniul um seinen Schuß gebeten hat, der ihm zugesichert worden ist. Lord Seymour ist von Nanking nach Shanghai zurückgekehrt. Auf einen Ausländer, der vor seiner Veranda faß, wurden von Chinesen drei Kugeln abgeschossen; diese durchbohrten das Buch, in welchem der betreffende Ausländer gerade las. Chinesische Truppen gehen selbst aus den fremdenfreundlichen Provinzen durch den Kaiserkanal nach dem Norden ab. „ Steuters Bureau" meldet aus Tientsin vom 30. Juli: Der französische Minister des Aeußern Delcassé erhielt ein TeleZweitausend Russen und Japaner unternahmen früh eine Refogs gramm des Konsuls in Tichifu vom 2. August, in welchem es heißt, der noscierung in der Richtung auf Beitfang und fanden den Feind Gouverneur von Mukden habe eine Proklamation erlassen, start befestigt in Nuntiang, drei Meilen von Peitiang zur durch welche die Bevölkerung der Mandschurei aufRechten eines Sumpfes. Die Kanonen der Japaner eröffneten das gefordert wird, die Christen an ermorden. Der Fener; die Artillerie des Feindes antwortet nicht, man glaubt, die Konjul meldet weiter, daß fast alle religiösen Anstalten zerstört Position sei nur ein Vorposten und die chinesischen Kanonen be- ieien, und daß die Missionere mit den eingeborenen Christen sich auf fänden sich in Peitjang, wo die Stellung eine viel stärkere sein müsse, cine Verteidigung eingerichtet haben. als in Muntsang. Die Stärke des Feindes in Nuntfang werde auf Aus der Mandschurei 5000 Mann geschäßt. Das Gewehrfeuer des Feindes war gut werden. fortwährend russische Siege gemeldet; trotzdem scheint die unterhalten und dirigiert und mir die Art des Terrains ver- Widerstandsfähigkeit der Chinesen zu wachsen! Die russische hinderte ernste Verluste. Die Japaner hatten 3 Tote und 25 Ver- Censur ist in diesem Fall zur Schönfärberei verpflichtet. wundete. Die Frankf. 8tg." meldet aus New York: In einem Kampf bei Beitiang, 18 Kilometer nördlich von Tientsin. verloren die Verbündeten 1200 Mann. Die Chinesen flichen(?).. Nach einem Telegramm des Neuterschen Bureaus" aus Tientsin vom 1. d. M. haben die Chinesen die Tammanfschüttung des 9. Die Taktik der Partei bei den Landtags- Kanals durchstochen und das Land zwischen Tientsin uud wahlen. Berichterstatter: A. Bebel. 10. Anträge zum Programm. 11. Sonstige Anträge. Für Sonntag, den 16. September, ist seitens der Parteigenossen in Mainz eine Empfangs- und Begrüßungsfeier vorgesehen. Die selbe findet abends von 7 Uhr ab in der statt. ,, Stadthalle Mainz" Die Adresse des Lokalfomitees ist: Valentin Liebmann, Mainz, Boppstr. 14. Für die Quartierbeschaffung haben die Mainzer Genossen einen besonderen Ausschuß eingesetzt. Delegierte, die in Bezug auf Wohnung 2c. besondere Wünsche haben, wollen sich an folgende Adresse wenden: Heinrich Zee H, Schriftsetzer, Mainz, Breitenbacherstr. 21. Parteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Vorarbeiten zu treffen, insbesondere die Wahl von Delegierten und die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens den 3. September in den Händen des Vorstands, Adresse: " J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzbergstr. 30 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 bfak 2 der Partei- Organisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Borlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Barteigenossen bedürfen der Gegenzeich mmg des Vertrauensmanns oder des Vorstands der örtlichen bezw. Streisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Die Parteigenossen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu machen. und attafierten bie Russische Verlegenheiten. Bur teilweisen Deckung der chinesischen Striegskosten hat Rußland mit dem 23. Juli 5. August zeitweise Zollerhöhung von 10 bis 50 Proz. auf 107 Artifel angeordnet. * * Bergebliche Warnungen. Pefing unter Wasser gesetzt. 30 000 Boger stehen 8 Meilen Sehr viele aus China eingelaufene Nachrichten ließen feinen nördlich von Tientsin. Eine Schlacht steht nahe bevor. Zweifel daran, daß die Europäer von dem Ausbruch der jetzigen Die Morning Post" berichtet: 4000 Japaner rüdten 5000 yards nationalistischen Vollsleidenschaften in China hinlänglich gewarnt auf dem linken Peiho- Ufer vor und griffen die dortige Stellung worden sind und gute Zeit gehabt hätten, sich in Sicherheit zu der Chinesen an. Sie mußten sich jedoch nach jihu bringen, wenn sie nicht die Warmungen in den Wind geschlagen den Fluß zurückziehen, überschritten hätten. Auch die letzte hier eingetroffene Nummer der in Tsingtau feindliche Position bei Munchuadhnang. Auch bier prallte erscheinenden Deutsch- Asiatischen Warte" bestätigt das. Sie schreibt in der Nummer vom 17. Juni: ihr Augriff an überlegenem chinesischen Artilleriefeuer ab. Die Japaner verloren 29 Mann. Der Versuch der Muffen, die Pontonbrücke über den Zutaifanal zu nehmen, scheiterte ebenfalls. Der Feind ist gut verschanzt und hat vortreffliche Geschütze. Die Ver bündeten machen jegt eine halbkreisförmige Bewegung nach Nordosten. Ueber die Lage bei Tientsin melden weitere Telegramme aus Shanghai, daß die vorgerückten fremden Kontingente auf unerwartet und daß eine starte. aus Borern und faiserlichen Truppen gemischte energischen und geschickten Widerstand seitens der Chinesen stoßen Streitmacht von Süden her die Verbindungslinie der vereinigten Kontingente bedroht. Die Absichten Chinas. Ein vom japanischen Gesandten entsandter Bote, der Befing am 26. Juli verließ. meldet heute, daß die Ursache der Einstellung der dortigen Feindseligkeiten der Abmarsch von General Lungs Truppen nach Beitjang jci. Der Generalgouverneur von Tschili habe die Wiedereroberung des Takuforts und Tientsind durch Soldaten aus Schantung und dem Süden beim Thron angeregt und ein entsprechendes kaiserliches Editt sei unterm 24. Juli ergangen, Die Lage in Beking. Ein aus Shanghai in Tokio eingegangenes Telegramın meldet, daß nach zuverlässigen chinesischen Nachrichten aus Beting feit der kürzlich dort erfolgten Ankunft Li- Bing- Hengs mit seinen Truppen die Macht und die Gartnäckigkeit der fremdenfeind lichen Partei wieder gewachsen sei und eine noch gefährlichere Ausdehnung angenommen habe. Infolge davon seien nicht nur Sin- Tiching- Ticheng und andre auf Befehl der Kaiserin- Witwe hingerichtet worden, sondern Li- Bing- Heng habe, wie es heißt, auch Li- Sung- Tichang. Lieu- Kwvun- yib und Tiang- Li- Tsung daran ge hindert, weiter Beziehungen zu den Ausländern zu unterhalten und Mandalsformulare, mit deren Versendung am 27. August be die fremdenfreundliche Partei zu begünstigen. gonnen wird, find durch das Barteibureau, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzbergstr. 30, zu beziehen. Der belgische Bicekonjul in Tientsin Ketels melbet telegraphisch über Tschifu den 4. d. M., daß alle Mitglieder der belgischen Gesandtschaft in Peking wohlauf sind und daß die fchaft befestigen. Chineien ihre Stellungen in der Umgebung der englischen GesandtDer Temps" melbet aus Shanghai, Licheng habe ein kaifer. liches Defret vom 2. August mitgeteilt, durch welches die Gesandten ermächtigt werden, mit ihren Regierungen en clair au verfehren und die Abreise der Gesandten unter guter Bedeckung nach Tientsin angeordnet wird.(??) Die Mächte. Die Genossen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerkjam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weber im„ Borwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag entweder persönlich zu vertreten oder durch befreundete Genossen vertreten zu lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammen- Die Times" melben aus Tientsin vom 31. Juli: Der Be tritt des Parteitags in der Presse zu erörtern. Die Motive aber schluß. betreffend den Vormarsch der Verbündeten am 1. August, ist in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen nmgestoßen worden. Rücksichten und der damit verknüpften unvermeidlichen Wieder holungen willen. Berlin, den 6. August 1900. Mit socialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Die chinesische Offensive. und die Japaner dafür, erst noch weitere Verstärkungen ab Wie berichtet wird, sind die Amerikaner zuwarten, die Ruffen und die Franzosen traten dieser Ansicht bei: General Gafelee wünscht dringend den Vormarsch, doch iſt ſcine Abteilung Klein, nr 3000 Mann start, so daß er nicht voranmarschieren tann. Diese Nachricht ist durch die Meldungen von dem siegreichen Vordringen der Chinesen bereits überholt. Die„ tölu. 8ig." meldet aus Berlin, über den Schutz des Yangtie Thales und Shanghais feien erhebliche Meinungs verschiedenheiten ausgebrochen, bei denen die Auffassung aller andern Mächte der der englischen Regierung widerspreche. Es sei = % „ Ein Plan zur rationellen Vertreibung sämt licher Fremden aus China existiert in der That, als Hauptführer der Bewegung nennt man feinen Geringeren als die Kaiserin Witwe, Prinz Ching, Tuan( den Vater des in Aussicht genommenen Thronfolgers), Seung Yi, Shao Schueh' iao und LiBing- heng. Die zu diesem Zwed aufzubietenden Streitkräfte find jämtlich Manchus, nämlich 50 000 Mann Pefing Truppen unter Prinz Ching, das Husheng- Corps oder die glorreichen Tiger" genannt, in Stärke von 10000 Mann und die verschiedenen Garden circa 12000 Mann unter Stang- Yi ec. Dieje Truppen sollen den Kern der Nache Armee bilden, während die Borer in ungeheurer Masse eingreifen follen, ungeheurer, als die Fremden in Peking und in sonstigen China ahnen. Alle besser situierten Chinesen wissen das und haben, soweit sie Freunde unter den Ausländern besigen, diese a it ch gewarnt. In den meisten Fällen sind aber ihre Befürchtungen verlacht und als pessimistisch verschrien worden." Die Fremden find also von allen Plänen, von der Stärke der zu ihrer Vertreibung bestimmten Truppen hinlänglich und rechtzeitig unterrichtet gewesen, haben es aber durch eigne Schuld versäumt, sich in Sicherheit zu bringen. Dasselbe oben citierte Blatt, das mit Hilfe der deutschen Regiering in China erscheint und das jetzt sich auch nicht genug thun fann im Schmähen der gelben Teufel und der Barbaren, war übrigens vor wenigen Monaten noch ganz andrer Meinung über die chinesische Stultur. Am 25. November 1899 empfahl das Blait das Studium der chinesischen Sprache und schrieb: Wir haben den Chinesen nicht bloß zu geben, sondern auch bon ihnen zu empfangen. Es wäre weit gefehlt, von unsren ungebildeten stulis einen Schluß auf das ganze große China zu machen. China ist ein Kulturland; es war das schon, als unfre Alvordern noch in den Wäldern Germaniens sich mit der Bärenhaut leideten und aus Büffelhörnern ihren Meth tranken. China hat eine große Litteratur, groß nicht bloß in der Quantität, sondern auch mehr oder minder in der Qualität. Wir glauben, es war Abel Remusat, welcher seiner Zeit sagte, die einzige Encyklopädie des Matuanlin verdiene es, chinesisch zu lernen. Allerdings werden wir für unser philosophisches Denten keinen nennenswerten Erfolg aus dem Chinesischen schöpfen. Aber jedenfalls hat es doch ein großes Interesse, in das so eigenartige Gebiet der chinesischen Litteratur einzudringen, die Entwicklung dieses selbständigen Geisteslebens zu studieren und damit zugleich Bausteine zu liefern zum Aufbau der noch so wenig bekannten Wissenschaft der Sinologie. Wir Deutschen haben bisher verhältnismäßig noch nicht viele Kräfte zu diesem Arbeitsfelde gestellt. mit unsrer Besetzung von Kiantschon haben wir auch in dieser Beziehung neue Pflichten übernommen." Jett erfüllen wir allerdings eine andre Kulturmission in Riautichou. Politische Ueberlicht. Berlin, den 6. August. Deutsche Pläne. Die Chinesen beginnen nun ernstlich, den Unabhängigkeitskrieg bedauerlich, daß ein neuer Stein des Anstoßes geschaffen worden; gegen die fremden Mächte zu führen. Sie haben zunächst die Ab- denn nach der russischen Note habe es nicht den Anschein, als ob die Die socialistische Korrespondenz Weltpolitik" macht auf ficht, Tienfin und Taku wiederzuerobern, und wenn die Nachrichten Mächte auf ihr Recht, ihre Unterthanen dortselbst durch eigene eine bisher unbekannt gebliebene Stelle des englischen Blanenglischer Blätter richtig sind, haben sie bereits Tientsin teilweise Mittel zu schügen, verzichten werden. Während somit das englische buchs über China aufmerksam. Daraus ergiebt sich, daß, genommen. Statt des Vormarsches der Truppen befinden diese sich Borgehen auf Widerstand bei den Mächten stoße, habe England auch während die übrigen Gesandten darauf bedacht waren, das nun in der Defensive. I von der japanischen Regierung sich eine empfindliche Abweijung gel gespannte Verhältnis zur chinesischen Regierung möglichst nicht auf die Spitze zu treiben und jede Provokation zu ver-! Der Wortlaut ist wiederum sehr spät festgestellt, diesmal aber meiden, der deutsche Gesandte Herr v. Ketteler von vornherein| nur in einer Lesart. Die neuerlich eingerichtete Depeschencenjur eine Flotten demonstration verlangte und weitere scheint also gut zu funktionieren. militärische Maßregeln forderte. Herr v. Ketteler erklärte in den Verhandlungen des diplomatischen Corps: 4 „ Es sei gang nuglos, von der chinesischen Regierung zu erwarten, daß sie etwas Wirfjames thue, und es sei auch nu los, daß wir selbst solche Schritte thäten, wie z. B. dieHerbeiziehung von Gesandtschaftswachen, wenn wir dabei uns auf die Annahme it üzen, daß die Regierung stabil bleiben könne, oder wenn wir damit ihr zusammenbrechendes Gebände zu stützen helfen wollten." Der deutsche Gesandte hat also direkt den Einmarsch der fremden Truppen verlangt; auf sein Betreiben ist Tatu er obert worden. Das giebt eine Erklärung mehr dafür, daß gerade gegen ihn sich der Fanatismus der Chinesen richtete. Aber das Verhalten des deutschen Gesandten deutete auch auf größere Pläne Deutschlands, das in verhängnisvoller Unterschätzung der chinesischen Widerstandskraft auf die Zerstückelung des chinesischen„ Kuchens" hingearbeitet hat. Die heutige Kaiserrede, ant die auf dem Sparenberge bei Bielefeld gehalten wurde, wo Wilhelm I. vor drei Jahren jene Rede hielt, die den Zuchthauskurs einleitete, hat nach dem Wolffschen Bureau folgenden Wortlaut: „ Meiner treiten Stadt Bielefeld, und meinen Ravensbergern habe ich beſchloſſen, zum Dank für ihre Aufnahme und zur Erinnerung an die jahrhundertlangen Bande, die sie mit meinem Hause verbinden, und die Trene, die sie demselben stets erwiesen, das Denkmal des Großen Kurfürsten zu weihen, welches hier aufgestellt worden ist, des Fürsten, dem diese Lande, unser ganzes Vaterland und unser Haus so unendlich viel zu verdanken haben, dem seine Feinde den Namen des Großen gaben, noch zu seinen Lebzeiten. Verjezen wir uns in die Zeit zurück, als der Kurfürst in ganz jungen Jahren zur Regierung fam. Was fand er vor? Berstampfte Saaten, niedergebrannte Dörfer, ein ausgehungertes, herunter gekommenes Volf, verfolgt von allen Seiten, sein Land der Tummelplaß für, die wilden Scharen, die seit 30 Jahren Deutsch land mit Strieg überzogen hatten, fürwahr eine Aufgabe, so ungehenerlich und so gewaltig, daß man ihm es hätte verzeihen fören, wenn er bei seiner Jugend davor zurückgeschreckt wäre. Nun kam er mit seinem felienfesten Vertrauen auf Gott und seinem cifernen festen Willen; er schweißte die Stücke seines, Lands zusammen, hob Handel und Wandel, Ackerbau und Landwirtschaft in für damals unglaublich kurzer Zeit. Er schuf ein neues Heer, was ihm allein ergeben war, mit andren Worten, er legte die Grundlage für unfren Staat und für unsre Armee und war in der Lage, bald auf große Erfolge zurückzublicken. Er vermochte in Europa ans schlaggebend aufzutreten, so daß von ihm der Dichter singen konnte, wenn er von einer Seite seines Reichs zur andren cilte, um es zu schützen und zu beivahren: Das war ein schnelles Neiten, Vom Rhein bis an den Rhin, Das war ein heißes Streiten, Am Tage von Fehrbellin. Und alle diese Thaten schließen sich in einer Folge an einander, Hervorspringend aus seiner Hoffnung. ein großes gewaltiges nordisches Reich zu gründen, welches dazu dienen sollte, das deutsche Vaterland wieder zusammen zu führen. So schnell bauen sich Weltreiche nicht auf. Aber den Grund- und EckDie Rede selbst bewegt sich in einem bekannten Gedankenkreise, bietet also zu einer Kritit feinen Aulaß mehr. Deutsches Reich. Wir wären nach den Betenerumgen der Frankfurter Beitung" gern bereit, ihre seltsame Argumentation auf einen intellektuellen Mangel zurückzuführen und an ihre demokratische Wetterbeständigkeit zu glauben, wenn uns nicht ein Umstand mißtrauisch machen müßte. Ein demokratisch Organ, das es fertig bringt, sich in der verbängnisvollen chinesischen Weltpolitit cinent Bülow- Offiziofus auszuliefern, ist zu allem fähig; schon jetzt empfindet es ja unsre demokratische Auffassung der Chinafrage als„ Chinabegeisterung". Warum sollte sich diese Seelenverwandtschaft mit der Bost" nicht auch sonst äußern. Wenn sich schließlich die Frankfurter Zeitung" der Beschimpfungen freut, mit denen uns Organe der Konsumvereins- Anarchisten überschütten, so sei ihr das unbenommen. Das ist ein Zeichen von Anspruchslosigkeit. Die deutschen Rüstungen. Die Mobilisierung eines zweiten friegsstarken bahrijeyen Bataillons wird, der„ Frankfurter Zeitung" willigen aus dem Beurlaubtenstande genommen. anfolge, angeordnet werden; zu demselben werden auch die FreiSonnabend nachmittag fam der Befehl des Kriegsministers auf sofortige Stellung weiterer Freiwilliger in Würzburg an und die noch von der ersten Meldung Vorhandenen nuißten bereits abends anModerne Folter. Das Zeugniszwangsverfahren gegen unsern treten. Sonntagmorgen traten die Compagnieu des 9. Infanterie Genossen Seifarth in Gera dauert nun schon in die vierte Regiments im Stafernenhof an, aber bei der Anfrage nach Woche. Fast vier Wochen schon sitzt ein Redacteur im Gefängnis, Freiwilligen ist bei einzelnen Compaquien nicht ein weil er sich weigert, eine ehrlose Handlung zu begehen und denMeldungen der Reservisten sehr zahlreich sein.(?) einziger Mann vorgetreten. Dagegen sollen die jenigen zu verraten, der ihm im Vertrauen auf seine Ehrenhaftigkeit Sparerpanik und Rachezug. etwas mitgeteilt hat. Juristen und Geistliche sind durch Gesetz ge= schützt vor solchem Zwang, der Redacteur, der ebenso gut ein Ber tranensmanu des Bublifums ist, muß sich einsperren lassen, will er nicht zum Verräter werden. Wie sehr ein solches Zwangsverfahren dem Wenn man nach den Reflamen urteilen wollte, die von den allgemeinen jittlichen Empfinden widerspricht, geht daraus hervor, daß sich Interessenten der Kolonialpolitik und ihren journalistischen Agenten die Sympathien weiter Bevölkerungsfreise in steigendem Maße für die bentichen Stolo Interessenten der Solonien im allgemeinen und die chinesische unserm eingesperrten Genossen zuwenden. Nicht nur die bürgerliche das Bolt, der kleine Mann, sei ganz versessen darauf, nicht nur sondern unier reußisches Parteiblatt tann konstatieren, daß auch die Bachtung im besonderen gemacht werden, jo könnte man glauben, Prefse nimmt entschieden Stellung gegen das Zwangsverfahren, große Anfwendungen aus öffentlichen Mitteln für die Kolonien gemacht Bürgerschaft Geras ihre Sympathie mit Seyfarth Ausdruck giebt, zu sehen, sondern auch die eignen kleinen Kapitalien und Eriparuisse in den jo utrativen überseeischen Unternehmungen anzulegen. War doch sogar augeregt worden, das Aktiengeſez zu ändern zu dem Zweck, daß die Kolonialgesellschaften Aftien a 20 M. ausgeben könnten, um es dem kleinen Sparer zu ermöglichen, sein Geld in ostafrikanischen, chinesischen und dergleichen Unternehmungen anzulegen. Bürgerliche Blätter wissen jogar zu melden, daß sich der Erbprinz von Reuß j. 2. mißbilligend über das gegen Seifarth cingeschlagene Verfahren ausgesprochen und es als moderne Folter bezeichnet habe. Das Verfahren gegen Seifarth dauert aber fort und es hat den Anschein, als ob er die ganze vom Gesez zugelassene Zeit von 6 Monaten in Gefängnisse sollte zubringen müssen. Will In Wirklichkeit scheint der kleine Sparer jedoch für China und man ihn dieser zwecklosen Marter unterwerfen. er wird es zu tragen die sonstigen Plätze an der Sonne nicht viel übrig zu haben. Vor wissen und sich trösten mit dem Bewußtsein erfüllter Pflicht und einigen Tagen war schon gemeldet worden, daß in Königshütte in damit, daß die Sympathien aller anständigen Menschen auf seiner Oberschlesien die Einlagen der städtischen Sparkasse plöglich zurückgezogen Seite sind. Unfre Genossen im reußischen Landtage werden beim wurden, weil die patriotischen fleinen Sparer befürchten, das wiederzusammentritt dieses Parlaments die Angelegenheit zur Geld folle nach China geschickt werden. Eine ähnliche Sprache bringen. Meldung fommt jezt aus Pofen, alio einer Stadt, wo bekanntlich die verheyende" Socialdemokratie noch sehr wenig Einfluß besitzt. Im Monat Juli wurden bei der dortigen Sparkasse 162 455 M. Eine mehr zurückgefordert als eingezahlt; fcit 1. april di defend die in Tagen um 207 052 M. zurücgegangen. Es war die Meinung verbreitet, am 26. Juli würde die Stasse geschlossen, um die Gelder nach China senden zu können. Alle Belehrungen und Vorsieflungen über diese Gerüchte blieben erfolglos.- Ganz ähnliche Eorgänge werden auch aus der Provinz Posen gemeldet. Allzu großes Vertrauen in die Chinapolitit scheinen die kleinen Sparer nach alledem nicht zu besiten. Eigentümliche Ansicht. Der Divisionskommandeur v. Per. bandt in Darmstadt hat beim Abschied der hessischen Chinatrieger eine Rede gehalten, in der er jagte: Kameraden! Wir sind hierhergefemmen und mit uns ein großer Teil der hiesigen Einwohnerschaft, um Euch Lebewohl zu jagen. Wir wünschen Euch eine gute lleberfahrt. einen glorreichen Sieg und eine frobe. Wiederkehr in die Heimat. Ihr seid ausgesandt, um die Räubereien, welche die fremden Teufel an Gut, Blut und Ehre des deutschen Vaterlandes verbrechen haben, zu rächen, und Ihr seid berufen, mit Mut, Trene, Ente baltiamteit und himmel austür mender Tapfer= teit Euch Eurer Aufgabe zu entledigen. Die braven Kakhimänner müssen nach solcher Ansprache glauben, die Chinesen seien bereits als fremde Teufel im Großherzogtum effen raubend und sengend eingefallen, gegen die es nun den heimischen Boden mit Enthaltsamkeit und himmelaustürmender Tapferkeit zu verteidigen gelte. Aehnliche Reden werden wohl die Boyer halten, nur mit dem Unterschied, daß sie sich thatsächlich gegen chinalisterne fremde Teufel" zu wehren haben. Ein Unternehmerwik. Die oberschlesischen Juduſtricmagnaten wollen sich mit ihren armen Opfern, den verkomnienden oberschlesischen Proletariern einen schlechten Scherz machen. Wie die Berl. P. N." berichten, will der„ Oberschlesische Berg- und Hüttenmännische Verein" die Beschaffung billiger und guter Rechtshilfe für die Arbeiterschaft der dortigen Montanindustrie an bahnen". Was damit gemeint ist, geht aus einigen Sätzen der Begründung dieses Unternehmens in den B. P. N." Hervor: „ Es ist eine alte Erfahrung, daß Arbeiter, welche gewissen Rechtskonsulenten in die Hände fallen, die größten Schädigungen erfahren. Diese Mechtsbeistände sehen weniger auf die Wahrung der Vorteile ihrer Klienten als auf die Füllung der eignen Kasse. Außerdem sehen sie es auch vielfach als ihre Aufgabe an, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Zwietracht zu säen oder zu schüren, um so den letteren besser für die eignen Zwecke ausnüßen zu können. Wer die thatsächlichen Verhältnisse in den Industriecentren femnt, wird wissen, welche Mißstände nach dieser Richtung vorhanden sind. Wenn es gelingen sollte, den Arbeitern schon seitens der Berg- und Hüttenverwaltungen gute und billige Rechtshilfe zu verschaffen, so würde den Mißständen zu einem guten Teil ein Ende gemacht werden, und wenn die Einrichtung in Oberschlesien sich bewährt, so könnte sie auch auf andre Gebiete übertragen werden. Selbstverständlich wird die Socialdemokratie sofort dabei sein, diese Bestrebungen zu diskreditieren und den Arbeitgebern alle möglichen unlauteren Motive zu imputieren." stein hat er dazit gelegt und die gewichtigen Hammer schläge, die er dazu gethan, haben für mich eine feste Basis geschaffen. Welche hohe Frende war es für ihn, wenn er immitten seiner Ravensberger auf dieser von ihm so geliebten Burg den Blick auf das schöne Land hinausschweifen lassen konnte, für dessen Wohl und Wehe er angestrengt arbeitete und dessen fortschreitende Blüte ihn beglückte. Welche Freude war es für ihn, widerstandslos mißhandeln Tasien. Das ift den Unterhier seine Dragoner zu sehen, auf seinen Reisen nach dem damals nehmern in die Glieder gefahren und daher die plögliche noch so fern liegenden westlichen Lande, trelages er erworben und Das meldet das offiziöje Telegraphenbureau! Sorge um die„ Rechtshilfe" für die Arbeiter. Diese von den Unternehmern zu halten und zu schützen geschworen hatte. Selbstisolierung der Socialdemokratie in der chinesischen eingerichtete Rechtshilfe würde den Arbeitern schon beibringen, daß ihnen Wie anders ist es jetzt! Aus dem von ihm begründeten Frage behauptet die" Post". Sit die Behauptung richtig, so ist ganz recht geschehen ist, wenn sie sich über einen Unternehmer beStaat hat sich das Königreich Preußen entwickelt und durch es ehrenvoller, in der Vertretung fultureller Politik allein lagen kommen wegen Entlassung. Lohnkürzungen, Verweigerung der Rente durch die Berufsgenossenschaft u. dgi. Diese Art Rechtshilfe stehen, Preußen ist das Deutsche Reich zusammengeführt und geschweißt. 311 als in Gemeinschaft andren die niewird sich von selbst so wirksam empfehlen, daß die Arbeiter davon zu entfesseln und unser Volk endlosen Der Große Kaiser, des großen Ahnen großer Nachfolger, dernsten Instinkte Standen wir aber zunächst bald genug haben dürften. hat das ausgeführt, was der andre sich gedacht. Woher ist es füffent, so zeigt sich doch bereits, daß die dinkelhafte Ueberzu überantworten. auch allein, fo wohl möglich gewesen, daß bei dem kurzen Rückblick auf schäzung Chinas und die Unsinnigkeit der deutschen Chinapolitik die Geschichte unsres Landes und Hauses diese wunderbaren bereits nichtsocialdemokratischen Kreisen aufzudämmern beginnt. Erfolge unsres Hauses zu verzeichnen sind? Nur daher, weil unser Mirfen war nicht ohne Erfolg. Zudem ist gerade den Konein jeglicher Hohenzollernfürst sich von Anfang an bewußt ist, fervativen und Agrariern die Welt- und Chinesenapolitik feineswegs daß er nur Statthalter auf Erden, daß er Nechenschaft gehener, nicht aus Gründen der Vernunft und Vaterlandsliebe, abzulegen hat von seiner Arbeit vor einem höheren König sondern weil daraus nichts zur Füllung der junkerlichen Taschen zu und Meister, daß er ein getreuer Arbeitsführer schöpfen ist. der Rechtshilfe anders als gegen seine Ausbeuter, zu deren schlimmsten Es ist der reinste Hohn. Gegen wen bedarf denn der Arbeiter die oberschlesischen Montan- Industriellen gehören, die den Kapitalismus Eine Ovation! Wolffs Bureau verkündet aus Bielefeld so schön mit dem Feudalismus zu verbinden verstehen? „ Auf der Rückfahrt wird der Hofzug bei Salzuflen langfuechteisten der Proletarier zu Hilfe gekommen ist, scheint den Das Arbeiterjefretariat in Beuthen, das den ärmsten und ges sam fahren, da die Majestäten die Ovation des Per- Erfolg zu haben, daß sich die Arbeiter doch nicht mehr so jonals der Stärfefabrik von Hoffmanu eutgegennehmen wollen." init sein muß im allerhöchsten Auftrage. Daher auch Die Freiwilligkeit der Freiwilligen. In den„ Mecklen die felsenfeste Ueberzeugung von der Mission, die jeden einzelnen meiner Vorfahren erfüllte. Daher die unbengfame Willenskraft, das durchzuführen, was man sich einmal zum Ziel gesetzt.( Bravo.) Englische und deutsche Socialpolitik. Auf dem Pariser Arbeiterschuß- Kongreß wurde jüngst wieder von kapitalistischen Rednern das Lob der deutschen Reichs- und Socialreform gesungen. Und in der deutschen Regierungspresse ist es eine ständige Redensart, daß Deutschland das Musterland der Socialreform sci, und England, das selbstsüchtige, manchesterliche England sich mit uns nicht vergleichen könne. Nun, wir haben schon zu wiederholten Malen dieses pharisäerhafte Selbstlob gegeißelt und burgischen Blättern" schreibt ein Gutsbesizer, Herr v. Gadow: den Nachweis erbracht, daß die englische Arbeitergesetzgebung im Der Sohn eines Gutstagelöhners genügt zur Zeit seiner ganzen thurmhoch über der deutschen steht. Doch jetzt wollen wir Militärpflicht und durfte bisher für den Herbst seiner Entlassung nur einige Beispiele aus der Praxis anführen, die einen Ver entgegensehen, während er sich jetzt vermutlich schon auf dem Wege gleich englischer und deutscher Socialpolitik ermöglichen. Zunächst nach China befindet. Noch sei bemerkt, daß der Mann weder bei ein Beispiel aus der Vergangenheit, das aber in frischem Gedächtnis der Marine, noch auch nur bei einen Seebataillon, sondern beim ist. Es handelt sich um den Ausstand, richtiger die Aussperrung der Train dient, daß also von einer gesetzlichen Verpflichtung für Hamburger Werftarbeiter vor drei Jahren. Kaum war die den Auslandsdienst bei ihn feine Rede sein kann. In seinem Nachricht nach Berlin gekommen, so stellte sich Herr von Bötticher, an seine Eltern gerichteten Abschiedsbriefe erzählt derselbe aber damals Minister der Socialreform, rückhaltlos auf Seiten der folgendes: Reeder und warf in seiner bekannten Reichstagsrede das " Als auf die an seine Compagnie gerichtete Aufforderung Gewicht der Reichsregierung in die Wagschale der Starken", gegen die Schwachen" zur freiwilligen Meldung für China sich niemand gemeldet der Kapitalisten, habe, seier der Briefsteller mit noch vielen seiner Die Reeder gaben nut natürlich nicht nach, und die Kameraden einfach dorthin kommandiert worden." Arbeiter wurden, nach unjäglichen Leiden, durch den Hunger zur Da nun die Annahme ausgeschlossen ist, daß der Betreffende Kapitulation gezwungen. Gleichzeitig drohte in England ein großer ohne jeden Grund von seinen Eltern sich mit einer groben Eisenbahner- Streif. Eine der mächtigsten EisenbahnLige verabschiedet haben sollte, so erscheint die Frage Gesellschaften wollte ihre" Beamten durch Aussperrung aus der trop aller offiziösen Dementis gerechtfertigt: Wie steht Gewerkschaft herausterrorisieren. Stam es nicht in Bälde zu einem es mit der Freiwilligkeit unjrer Freiwilligen? und ferner: Vergleich, so wurde der Verkehr schwer geschädigt. Das bestimmte Wie steht es mit der Behauptung der offiziösen Presse, die Regierung zum Einschreiten. Sie erklärte der Eisenbahndie Arbeiter! So möge es denn auch mir vergönnt sein, zum Wohle nicht mur des gesamten Reichs, sondern auch gerade dieses schönen Ländchens, denselben Fußtapfen zu folgen, die dieser große Ahn uns vorgezeichnet hat.( Bravo!) Mir ist es vielleicht vergönnt, den Teil seines Tranmis auszuführen, der durch die späteren Kämpfe in unsrer Entwicklung zurücktreten mußte, den Weg über die Was die See! damals der große Kurfürst mr angedeutet und begonnen, das vermögen wir jetzt im großen aufzunehmen, weil wir ein geeintes großes deutsches Vaterland haben.( Lautes Bravo!) Wir haben es jüngst erlebt: Deutsche Heere unter dem Schuß deutscher Fahnen zichen hinaus, bestehend aus Gliedern und Söhnen unsres Vaterlandes aus allen Gauen, von den Schären des Belts bis zum Wasgau, gemeindie sam für die schwarz- weiß- rote Fahne zu kämpfen, Größe und den Ruhm unsres Vaterlandes im Auslande zu be= fiegeln, zu zeigen, daß der Arm des deutschen Kaisers auch bis in die entferntesten Teile der Welt reicht.( Bravo!) Alles dieses wäre unmöglich gewesen, ohne den großen Kurfürsten Man versteht nach solchen Meldungen den Zweck der Reklame- Heute wiederholt sich jene Parallele in fast allen Einzelheiten. und sein Werk, und deswegen hoffe ich, daß auch ein jeder meiner Unterthanen von demselben Geiste beseelt, in demselben Sinne an feiner Aufgabe fortarbeiten wird, mir zu helfen. Einem jeden ist seine Aufgabe und sein Ziel gefeßt, und wenn jeder es so auffaßt, wie der große Kurfürst. und wie alle aus meinem Hause, in der Ueberzeugung, daß er verantwortlich ist und dereinst oben Rechnung ablegen muß von dem, was er gethan, dann bin ich fest davon überzeugt, daß unsrem deutschen Vaterland noch große Zeiten bevorstehen!( Anhaltendes Bravo!) Dann werde ich unbekümmert um die dunkeln Wolken, die über uns dahinziehen, wie einst Eberhard der Greiner, von meinen Ravensbergern sagen, daß ich unbekümmert einem jeden von ihnen mein Haupt in seinen Schoß legen kann. ( Lang anhaltendes stürmisches Bravo und Hochrufe.) " daß alle für die gegenwärtige Lage erforderlichen Forma- Gesellschaft, die Eisenbahnbeamten hätten das Stecht der Koalition, litäten und Maßnahmen 3. B. die Einberufung des Reichs- und bot ihre Vermittlung an. Diese ward angenommen und dasKoalitionstags muglos. und überflüssig seien, da der Bedarf an Mann- recht der Beamten wurde anerkannt, ein Streit vermieden. schaften aus den sich freiwillig Meldenden überreichlich gedeckt Wo war damals die bessere Socialpolitik und Socialreform? werde?" An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen", heißt's in der Bibel. wieder werden die Hamburger Werftarbeiter von den Reedern ausgesperrt wieder wird freilich nicht durch den Mund des Ministers für Socialpolttit, aber durch die gesamte Regierungspreffe das Gewicht der Reichsregierung gegen die Arbeiter in die Wagschale geworfen, ja ihnen der Vorwurf des Landes. berrats gemacht. notizen, wie sie die Köln. 3tg." verbreitet, daß 120 000 Mann sich freiwillig nach China gemeldet hätten. Die Frankfurter Zeitung" erklärt feierlich mit allent demofratischen Zubehör, daß es ein nichtswürdiger Gedanke fei, ihr ein Eintreten für irgend einen Ausnahmegesez unterzuschieben und sie beruft sich auf ihre durch jahrzehntelange Rämpfe jedem belamute Stellung. Das ist wahr: Bisher war die Frankf. 3tg." gegen Ausnahmegeieze, es müßte fich denn um die kommunale wahl gesetzliche Ausschließung der Socialdemokraten handeln. Wenn das Blatt aber zur Zurückiveifung der Scharfmacher kein andres Argument geltend zu machen weiß, als die Mauferung der Socialdemokratie und den Verzicht auf das Endziel, bedeutet dieje Politit der mildernden Umstände in der That eine demokratische Hilfeleistung für die Scharfmacherei. Und wieder hat gleichzeitig in England ein großer Eisenbahnerstreit gedroht. Und wieder hat die englische Regierung die Vermittelung übernommen, die Eisenbahn- Gesellschaft zur Respektierung des Koalitionsrechts der Beamten und Arbeiter genötigt, und dem Streik vorgebeugt. Wo ist heute die bessere Socialpolitik und Socialreform? Im gelobten Musterland der Socialreform Deutschland? Oder in dem hartherzigen, manchesterlichen England? V Max Lorenz der Denunziant tobt, befreischt sich als Sieger, weil wir dem Satisfattions unfähigen gegenüber jedes publizistische Duell abgelehnt haben, und kündigt an, daß er in seinem„ Stampfe gegen die Socialdemokratie von dem Recht, aufzudecken und auszuiprechen, das, was ist, mit immer größerem Nachdruck und immer gefteigerter Rücksichtslosigkeit Gebrauch machen werde". Wir sehen biesen Drohungen des akademischen Korumacher Fischer gänz- kreuzte dadurch den Plan, den Meli allein mit seinen Leuten hundert hundert und vierzig Baren lich interesselos entgegen; er fann sicher sein, wir werden ihm nicht antworten, zumal ja ohnehin für uns angesichts seiner furchtbaren ideellen Beweise von vornherein teine Möglichkeit der Entgegnung und Rechtfertigung besteht". " hatte. Meli hatte sich mit Waaruscha verabredet, die kaiserliche Ithätigkeit ist ja von feber die Politik der Reaktion geivefen, ob Station in Moschi gemeinsam zu überfallen und alle Europäer aus dem sie auf den Knüppel oder Säbel sich stügt, ob sie militärischen Massenmord Kilimandscharo Gebiet zu vertreiben. Hauptmann Johannes übt oder standrechtlichen Einzelmord. Diese Form des Anarchismus wurde jedoch noch rechtzeitig von den friegerischen Rüstungen der hat seit Jahrtausenden bestanden und ist von allen DespotenWaaruscha und von einzelnen Räubereien derselben benachrichtigt, regierungen geübt werden. Unter Umständen auch in der Form des unternahin gegen sie sofort die erwähnte Expedition und durch ir stenmordes. In Rußland z. B. sind seit dem 16. Jahrund Paren= dann nicht auszuführen wagte. Bald nach der Niederlage der verwandte durch Zaren und 3arinnen, sowie Mitglieder Waaruscha wurden Meli sowie fein alter Unterhäuptling Tomaso des höchsten Adels ermordet worden und nur ein Zar durch einen Ritimbo und einige andere Große von Moschi gefangen modernen Revolutionär, der jedoch kein Socialist war. genommen. Von diesen waren am nächsten Tag zwei Das ist eine Thatsache, die von der reaktionären Bresse einfach Wenn aber der Denunziant am Schluß in einem Anfall von von der Boma( Festung) entflohen; während der cine gelengnet und in ihr Gegenteil verdreht wird. Was ist mit solchen zutreffender Selbstwürdigung meint, wir hätten beabsichtigt, ihm auf der Flucht von den Askaris niedergeschossen wurde, ügnern zu machen? Ihr Lügen widerlegen, das nutzt nichts, jeine materielle Existenz unmöglich zu machent, so ist das außergeriet der andre wieder, lebend in die Hände der Verfolger. denn die Lügen werden sofort wiederholt. Man geht verachtungsvoll ordentlich einfältig. Unfre Angriffe können im Gegenteil nur den Bei den Verhören der Gefangenen bestätigte sich, daß Meli mit an dem Gesindel vorüber und überläßt es jeiner Niedertracht. Erfolg haben, daß wir ihm den Weg zu den Goldquellen der Stumm ieinen Wamoschi und mit den Waaruscha die Ermordung oder Erinnert jei hier nur noch an Herrn Andrieux, den franund Schweinburg- Presse ebnen. Vertreibung aller Europäer verabredet hatten. Nun wurde ein zösischen Polizeipräfekt, der in Paris-seinem eignen Geständnis Taß ein Mensch, der ein Blatt öffentlich wegen Majestäts- fur dit bares aber wohl angemejienes Urteil von dem uniter nach, eine Anarchistenschule errichtete und anarchistische Anschläge beleidigung denunziert, uns nicht würdig scheint, ständiger Mitarbeiter Vorsitz des Hauptmami Johannes zusammengetretenen Kriegsgericht machen ließ, in der ausgesprochenen Absicht, die Anarchisten eines auf Anstand haltenden Organs zu sein, das wiederholen wir. gefällt. Neunzehn Häuptlinge von Sen Wamoschi und und Anarchisten- Attentate den Socialdemokraten, denen Mit solchem Hinweis jedoch haben wir nichts audres gethan, wie Waaruscha wurden am 1. März, zum Tode verurteilt und auch man jonst, nicht beikommen tönne, an die Rodsofort durch den Strang hingerichtet, darunter auch Meli ichöße zu hängen. die Tägliche Rundschau", in der May Lorenz jetzt auf uns schimpft, that, damals als sie den Schweinburg für unwürdig erklärte, den deutschen Flottenverein zu leiten. Sg Das reaktionäre China. 11 In einer bei Hermann Walther, Berlin, erschienenen Broschüre: Der Weltkrieg um China" von Monitor( Preis 1 M.), mit deren Inhalt wir sonst nicht allenthalben übereinstimmen, finden sich zutreffende Bemertungen über die europäische uwissenheit in chinesischen Dingen. 1. a. erinnert Monitor an einige Menjerungen hoher Mandarinen, welche die Lügeulegende der Reformfeindlichkeit Chinas widerlegen helfen: Es hat lange, sehr lange gedauert, bis China, geschwächt durch enre nahezu hundertjährige innere 3eriittung und änßere Beumruhigung, seine veränderte Stellung in der Geschichte endlich begriff. Um die Mitte der achtziger Jahre bereits schrieb der Vicefönig Tio- Tiung- Tang von Fo- tien, als er bereits auf dem Totenbette lag, in einer Eingabe an den Kaiser über die zukünftige Entwicklung der Dinge: Serbien. and Mlelia. Meli, ebenso die meisten andren Häuptlinge ge- Nachzulesen in den Memoiren des Herrn Andrieu, standen ihre verräterische Absicht ganz offen ein. Wieli, der sein die wir wiederholt citiert haben und die sich jeder vom BuchLeben schon 1893 verwirkt und seine damalige Begnadigung nur händler verschaffen kann. der Verwendung des Hauptmanns Johannes zu verdanken hatte, benahm sich bei seiner Hinrichtung in gewisser Weise heldenhaft. Nachdem ihm die Echlinge um den Hals gelegt worden war, rief Die Hochzeit. Am Sonntag hat sich König Alexander Er hat's erreicht. er dem Hauptmann Johannes ſein Koaheri!( Lebewohl zu und mit der Frau Maschin verheiratet. iprang felbft vom Trittbrett herab. Meli war seit Jahren dem Trunke stark ergeben, förderte aber sonst den Unterricht seiner Leute durch Missionare sehr. Durch das blutige Hochgericht sind Afrika. Boereukrieg. Ein Telegramm des Lord Roberts ans Pretoria die Eingeborenen des ganzen Gebiets in Angst und vom gestrigen Tage meldet: Die Boeren, welche den Bahnzug Schreden; dennoch werden neue Unruhen unter den südlich von Kroonstad zum Entgleifen brachten, feiten gestraften Stämmen befürchtet und unter den Oberst Lord Lennox wieder in Freiheit, nahmen aber zwei Offiziere Waaruscha ist es dazu leider schon wieder gekommen. gefangen. Die Boeren wurden durch berittene Infanterie verfolgt. gänge berichtet. Amtlich schweigt man sich aus. lebereinstimmend haben Leipziger Missionare über diese Vor- Drei Voeren wurden getötet und mehrere verwundet. General Das Civili- Olivier, der mit ungefähr 1500 Mann sich in die Bethlehemberge ationswert in Ostafrika bewährt sich in grauenvollsten Blut flüchtete, wies die Aufforderung Prinsloos, sich mit feiner icencu. ganzen Streitmacht zu ergeben, zurück, und sprach die Absicht ans, den Krieg fortzusetzen. Er nahm eine Stellung zwischen Harrismith und Newmarket ein. Er wird von General Rundle verfolgt. 17 Gefangene, welche General Jan Hamilton am 2. d. M. machte, sagen aus, daß von ihren Kommandos mur Geschosse mit weicher Epige gebraucht werden. Die Verwindungen unsrer Lente find demgemäß sehr ernster Art. Ich werde General Botha Vorstellungen darüber machen. oitino sad mase thi Ausland. Italien. Japan wartet im Geheimen auf die Gelegenheit, uns zu überfallen. Die verschiedenen fremden Nationen werden sich dann wie Raubtiere an der Beute zu beteiligen suchen. Wenn wir nicht fräftige Anstrengungen machen, unser Schwert zu schärfen, danni aduur werden wir immer mehr an Widerstandskraft einbüßen. Lagt uns Sigung der Deputiertenkammer. mire Küsten in guten Verteidigungszustand setzen, laßt uns StriegsRom, 6. August. Die Tribünen sind überfüllt: die Size des schiffe und Geschütze anschaffen und laßt uns Eisenbahnen Präsidiums und des Ministeriums sowie die Tribünen sind mit bauen!" Trauerschmuck versehen. Als dann bald darauf die Centralregierung die einzelnen Alle Minister sind zugegen, desgleichen Crispi, Zanardelli, Giolitti, Provinz- Gouverneure zur Abgabe von Gutachten über die di Rudini und Sommino. Um 2 Uhr 35 Minuten wird die Sigung Rüglichkeit der Eisenbahnen aufforderte, empfahlen eröffnet; alle Deputierten, einschließlich derjenigen der äußersten dieſe maßgebenden Beamten des Reichs fast durchweg das neue Linken, erheben sich. Präsident Billa feiert unter großem Beifall Verkehrsmittel. Es kommen in diesen Gutachten höchst charakte- des Hauses, das wiederholt in den Ruf:„ Es lebe der König!" ausbricht, ristische Stellen vor, die beweisen, daß die angeblich allen Neuerungen in längerer Rede das Gedächtnis König Humberts. Ministerpräsident abholden Mandarinen für gewisse Errungenschaften der modernen Saracco schließt sich in bewegten Worten den Ausführungen Kultur doch ein recht offenes Auge haben. Villas an. Es giebt keinen besseren Schuß als Eisenbahnen", schreibt einer der Gouverneure, und feine Auffassung ist irriger als die, daß sie zu Unfrieden und Unruhen im Volte führen." " Die politische Stärke Englands, Frankreichs und Außlands". meint ein dritter, beruht auf den Schienenwvegen, die sie besitzen", und ein vierter hebt die strategische Bedeutung der Eisenbahnen mit folgenden Worten hervor: Die uns umgebenden Reiche wagen es nur, uns zu belästigen, weil sie wissen, daß wir nicht gerüstet sind. Sobald die ganze Süste mit Eisenbahnen verschen ist, wird die Streitmacht einer Provinz der andern voit Ruzeu sein." " Tem Reuterschen Bureau" wird aus Paardekop vom 5. August gemeldet: Cine von Standerton kommende britische Truppenabteilung überraschte ein Boerenlager am Klipriver und zerfireute die 300 Mann zählende Boerenabteilung. Partei- Nachrichten. Es wurde einstimmig beschlossen: Die Preßfonferenz jetzt eine aus Berlegern beziv. Verwaltungsangestellten und Redacteuren zu gleichen Teilen zusammengesegle Kommission ein, die dem Parteivorstand zur weiteren Erledigung Vorschläge zur Regelung der Verhältnisse der Preß- und ParteiAngestellten unterbreitet. Auch folgende Resolution wurde gegen eine Stimme angenommen: Eine Preßkonferenz für die deutschen Partei- und Gewerks schaftsblätter fand am Sonntag in Berlin statt. Sie war von Präsident Villa verliest sodann eine Anzahl Beileidstelegramme, 87 Delegierten besucht, durch welche 33 Redaktionen( 23 politische die von auswärtigen parlamentarischen Körperschaften eingelaufen und 10 gewerkschaftliche) sowie 32 Verlage( 23 politische und 9 gefind. Hierauf werden von mehreren Deputierten Anträge zur Ehrung werkschaftliche) vertreten wurden. Eine Anzahl Zeitungen hatten ihr Ueber die neuerdings viel besprochene Frage der Gräber- des Gedächtnisses Königs Humbert eingebracht, so ein Antrag, daß nichterscheinen entschuldigt. Unter den Anwesenden befanden sich auch entweihung schreibt ein anderer:„ Die etwaigen Prozefie, die der Eigungsiaal der Kammer sechs Menate Trauersound tragen 2 Mitglieder des Parteivorstands. vielleicht über die Enteignung von Gräbern entstehen könnten, sind soll, ferner Anträge auf Ueberreichung von Adressen an den König kaum näherer Erwähnung wert. Zudem ist es doch allgemein und die Königin- Witwe, auf Errichtung eines Denkmals für Brauch, Gräber zur Verbesserung des geomantischen Einflusses von König Humbert 1. a. Turati( Socialist) giebt im Namen der einem Orte nach dem andern zu verlegen. Welche Schwierigkeiten Socialisten eine Erklärung ab, in welcher die Ermordung des follten da entstehen, sobald man den betreffenden Interessenten Königs verurteilt wird, weil jeder Mensch Recht auf sein Leben ausgiebige Entschädigung anbietet?" habe und der politische Mord, unnütz sei.( Lärm.) Im Namen der Republikaner giebt Pantano eine ähnliche Erklärung ab und jegt, seine Partei schließe sich dem Schmerze des Landes aufrichtig an. Rufe: Genug mit Euren Krokodilsthränen, ihr Gevattern und Mitschuldige der Meuchelmörder!" Pantano antwortete erregt:„ Wir benten nicht politische Verbrechen, wie Ihr, aus! Bei diesen Worten brach ein Orkan der Entrüstung aus. Die Abgeordneten der Mehrheit riefen: Hinaus! Maul halten! InAllerdings wollen die meisten der Gouverneure, daß China seine verschämtheit!" Andre eilten zum Ministertisch und zur PräsidentenEisenbahnen i elbst baue.„ Nur für die erste Strede", schreibt tribine. Der Präsident war machtlos, den Sturm zu be einer, würde ich empfehlen, Eisenmaterial aus dem Auslande kommen ichwichtigen. Nachdem der Lärm sich gelegt hat, erklärt zu lassen, bis die Hochöfen und Hüttenwerke für die Ministerpräsident Saracco, daß er sich den eingebrachten Anabritation unsrer Schienen fertig sind." trägen anschließe, worauf die Anträge vom ganzen Hause, mit Ein Zweiter will, daß die Erbauer aus dem eignen Ausnahme der Socialisten, angenommen werden. Präsident Villa Bolte durch Schulen und ausländische Lehrer selbst herangezogen ersucht die Deputierten, am Zeichenbegängnis des Königs Humbert werden", und ein besonders eifriger Patriot meint: Wir sollten teilzunehmen, und feilt mit, daß König Victor Emanuel ani Somm für den Eisenbahnbau teine ausländischen Gelder auf abend in einer geineinsamen Sigung beider Häuser des Parlaments nehmen, sondern ebenso, wie die Chinesische Dampfergesellschaft" im Sigungssaale des Senats den Eid auf die Berfassung leisten Socialdemokratische Parteitage Die Parteigenossen des 30 Millionen Taels im Lande aufgebracht hat, eine inländische werde. Die Sigung wird hierauf unter Rufen„ Es lebe der König" Fürstentum Reuß j. 2. halten ihren diesjährigen Parteitag am Anleihe aufnehmen. Eurer Majestät möchte ich das allerunter- geschlossen. thänigste Gesuch unterbreiten, alle Anträge, die fremde Anleihen be Senat. Der Saal und die Tribünen sind dicht besetzt. Der 2 September in Gera ab. Die Tagesordnung ist noch nicht fest= " Die heutige Preßkonferenz erkennt die Notwendigkeit an, daß eine möglichste Ausgleichung bestehender Verschiedenheiten und eine Klarstellung der Rechtsverhältnisse der an den Partei Unternehmungen Angestellten zu erstreben ist durch Aufstellung von Normativbestimmungen. Zur Feststellung derselben und zur Erwägung der Frage, ob auch die Verwaltungsangestellten und Gewerkschaftsbeamten als Mitglieder in den Verein Arbeiterpresse aufzunehmen sind, hat die von der Preßfonferenz gewählte gemischte Kommission der Generalversammlung des Vereins Arbeiterpresse in Mainz Vorschläge zu unterbreiten. gestelt. zweden, furzweg abzulehnen, um das Nuvesen der ausländischen Vicepräsident Cannizzaro und der Ministerpräsident Saracco ger Die deutsche Socialdemokratie Oestreichs hält Bantiers und Geschäftsvermittler, dieses Ratten- und Heuschrecken- denken unter lebhaftem Beifall des Houies des Königs Humbert. ihren Parteitag gleichfalls am 2. September in Graz ab. Auf Ungeziefers, das uns aufgehrt, zu vermeiden." Der Beifall wiederholt sich in gleichem Maße bei der Erwähnung Alle diefe Aeußerungen, insbesondere auch die letzte, dürften der Königin Margherita. Der Präsident verliest sodann Beileids- der Tagesordnung stehen n. a. die Parteitaftif, Partei- Organisation, zum psychologischen Verständnis der gegenwärtigen Situation einen abrefien mehrerer auswärtiger Parlamente. Hierauf werden mehrere Parteipresse, Landagitation, Gemeindewahlrecht, Alters- und Invalidenversicherung. beachtenswerten Beitrag liefern. Die Eisenbahnen: ja, die Fremden: Anträge verlesen, welche den von der Kanner beschlossenen entAm 8. September beginnt in Budweis der Parteitag der nein! So sprechen keine verbohrten Reaktionäre, die mit aller sprechen und ebenfalls angenommen werden. Schließlich wird der Er wird czechischen Socialdemokratie Oestreichs. Macht am veralteten Schlendrian festhalten möchten. Diese Wortlaut der Adressen an den König und die Königin Witwe ge- unter anderm verhandeln über die Organisation mit besonderer chinesischen Mandarine stehen in einem erfreulichen Gegensatz zu nehmigt und die Sigung sodann aufgehoben. Berücksichtigung der Organisation der Frauen und der jugendlichen manchem europäischen Staatsmann der älteren Zeit; es sei nur an den Arbeiter, über die Tattit, Socialdemokratie und Schule, Social demokratie und Landtag, die Socialdemokratie in der Gemeinde, Konsumvereine und Produktivgenossenschaften. bekannten preußischen Generalpostmeister von Nagler erinnert, der Ein reaktionäres Blatt in Mailand berichtet, der italienische bis, an sein Lebensende ein Todfeind der Eisenbahnen geblieben ist. Ministerrat habe unter Veisein des Königs beschlossen, von Wer weiß, ob nicht wirklich China ſeine Eisenbahnen ſelbſt ge- nenem mit den auswärtigen Mächten Verhandlungen bezüglich Auf der Tagesordnung des Parteitags der italienischen baut und die ganze chinesische Frage einen weit ruhigeren, für alle Teile erfreulicheren Verlauf genommen hätte, wenn nicht das Ein- gemeinsamer Maßnahmen gegen die Anarchisten aufzugreifen der Japaner( und, fügen wir hinzu, vor allem des nehmen. Die Attion soll mit der größesten Energie durchgeführt pachtenden Deutschland. Red. d.„ V.") die Bet werden. hältniffe vorzeitig auf die Spize getrieben und zunächst die Rüstungstendenzen Chinas in den Vordergrund gedrängt hätte!" sun Sit die Nachricht richtig, so hat die italienische Regierung den Ehrgeiz, das Fiasko der internationalen Anarchisten- Konferenz zu erneuern. Sie thäte beffer, ihre Energie auf die sociale und geistige Erhebung des italienischen Volks zu richten. Rußland. Socialdemokratie, der Mitte September in Rom abgeOrganisation, die Aktion im Barlament und den administrativen halten wird, stehen folgende Fragen: Politische und wirtschaftliche Vertretungskörperschaften( Gemeinderäte und Provinzialräte), die Parteipresse sowie die Auswanderung. kurzer Zeit unter dem Namen„ Boltswille" in lagenfurt cin Parteipresse. Die Parteigenossen Kärntens geben seit neues Wochenblatt heraus. V Ein blutiges Drama am Kilimandscharo. Ende vorigen Jahres wurde aus Ostafrifa von einer Erhebung Mit einer für unsre bayerische Partei Organisation des Aruschaftammes berichtet. Ende April d. J. wurde furz ge vorgenommen, erweisen sich bereits als ebenso viele Fehlschläge. holt die Gerichte in München zu beschäftigen. Bekanntlich wurde Die zahlreichen Verhaftungen, die man im blinden Eifer principiell wichtigen Frage hatten sich in der letzten Zeit wieder meldet, daß„ Beſtrafung erfolgt sei. Jezt geht der" Boji. 3tg." eine Privatmitteilung über den Hergang dieser Strafexpedition zu. Ein Verdächtiger udch dem andern wird wieder in Freiheit gejeyt, im Jahre 1898 auf dem Würzburger Parteitag eine Reorganisation eine Privatmitteilung über den Hergang dieser Strafexpedition zu. Da er seine Unschuld nachweisen kann. Für das angebliche Komunsrer Partei in Bayern vorgenommen und beschlossen, daß an den Der Bericht erzählt: " Hauptmann Johannes wurde gezwungen, vom 4. bis ploft ist vollends keinerlei Beweis erbracht. einzelnen Orten nur ein socialdemokratischer Verein bestehen darf, 26. Februar eine große Straferpedition gegen die am Wern ich bisher eine hochmütige Haltung zur Schau trug, jest sehr jähzornig. behufs Erleichterung der Agitation usw. Sektionen gebildet Depeschen aus Mailand zufolge ist der Mörder Bressi, der doch können in größeren Städten mit Genehmigung der Vorstandschaft haften waarnicha zu unternehmen. Kroz des starken Aufgebots wäre die Expedition gewiß nicht so erfolgreich für die Die Wärter haben ihm am Sonntag zehn Stunden die Zwangsjacke werden, die aber vom Hauptverein abhängig sind und die zur Echußtruppe verlaufen, wenn ihr nicht in den uns sonst selbst angelegt. Leitung der Versammlungen einen Sektionsführer wählen. feindlich gesinnten Massais ein zivar ungerufener, dafür München wurde nun in Sektionen eingeteilt und um sich bezüglich aber um so wirksamerer Bundesgenosse im Kampfe entstanden Aus Odeffa wird gemeldet, daß dort am 16. und 17. Juli der Anzeigeerstattung dieser Sektionsversammlungen zu informieren, wäre. Die Waaruscha mußten einen früher an den Massais be-( russischen Kalenders) große Straßenunruhen stattgefunden 30g der Vorsigende des socialdemokratischen Vereins, Genosse Bickelgangenen liftigen Betrug furchtbar büßen. Als ihre Strieger sich haben. Arbeiter waren in großem Maße beteiligt und sollen mann, vor Inkraftreten der neuen Organisation bei der Polizeimit ihren Leuten und ihrem Vieh vor der unter Hauptmann auch die Unruhen veranstaltet haben, weil wegen der Ver- direktion München Erkundigungen ein. Hier wurde zwischen ihm Johannes heranziehenden Macht flüchten wollten, stellten sich ihnen sendung vieler Güterschiffe nach China Arbeitslosigkeit eingetreten und dem damaligen Referenten für Vereins- und Versammlungsin der am Fuße des Meru gelegenen weiten Steppe die Massais war. Näheres sowie die genaue Zahl der Beteiligten ist noch wesen, Polizeirat Strais, die Vereinbarung getroffen, daß der entgegen und richteten unter ihnen ein furchtbares Blutbad an. nicht bekannt und darf durch die Zeitungen nicht gemeldet werden. Einfachheit halber alle Sektionsversammlungen von Kinder und Frauen wurden unbarmherzig nieder- Im ganzen find 1041 Personen arretiert worden. Das Urteil dem Vorsitzenden des socialdemokratischen Vereins, Genossen Bickelgemacht und viele hundert Stück Vieh als Beute davon ge- über die Festgenommenen ist noch am selben Tage gefällt worden: mann, bei der Polizeidirettion angezeigt werden und daß damit den trieben. Die dem Gemezel entronnenen Waarujchakrieger und einige die in Odessa verhafteten Arbeiter wurden zu 3 Monaten Haft ver- Bestimmungen des bayrischen Vereinsgefeßes Genüge geleistet sei. größere zu ihrer Hilfe herbeieilende Trupps liefen faft direkt in urteilt; die nicht zu Odessas Einwohnern zählenden Arbeiter werden Run hielt im Oktober vorigen Jahres die Sektion Schwabing das Gewehr und Geschützfeuer der Schußtruppe. Diese mit der nächsten Etappe nach ihrer Heimat versandt. eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung: Die hatte infolge dessen auch nur ganz geringe Verluste, zwei Asfaris und Wohnungsfrage im bayrischen Landtage, und im November die Seftion Nordwest eine Settions versammlung ab, in der ein Sektionsführer gewählt und die Verlegung des Vereinslokals be schlossen wurde. Beide Versammlungen wurden von den Sektionsführern bei de Genossen Pickelmann angemeldet, der seinerseits aber im einige Träger, und machte viele Gefangene und sehr große Beute Gegen den Anarchismus wird in den Reaktionsblättern sehr an Bieh. Während nun Hauptmann Johannes auf Expedition war, wenig geeifert desto mehr gegen den Socialismus, den wurde auf der Station bekannt, daß der König" Me li von Moschi die Herren Reaktionäre hundertmal mehr hassen. Der Anarchismus, als der eigentliche Anstifter des Aufstands der Waaruscha zu gelten das heißt in dem jezigen Polizeifinn die Politik der Gewalt Drange der Geschäfte die Anzeigeerstattung bei der Polizeidirektion hätter, Talls fie die eigentlich nur recht bescheidenen Forderungen Auf die den Fabrikanten am Freitag unterbreiteten Forderungen überjah. Nun erhielten die Sektionsführer Riethmüller und der Arbeiter bewilligten, ganz abgesehen von den enormen Verlusten, foll bis Dienstag, den 7. August, Antwort erfolgen. Wenn Gramel wegen Uebertretung bezw. Vergehens wider das Vereins- b'e namentlich die Skleinmeister infolge der vollständigen Betriebs- also eine Lohnbewegung Erfolg haben soll, gilt es vor allem, schnell gejez Strafmandate, ersterer deshalb, weil er als Vorstand eines stockung in dieser Zeit erleiden. und entschlossen zu handeln. Auch muß sofort mit Geldsammlungen Vereins eine öffentliche Versammlung, in der öffentliche Ar Seitens der hiesigen Leitung des Innungsverbands foll der begonnen werden. Für Unverheiratete würde es sich als ein Gebot gelegenheiten erörtert wurden, abhielt, die vorgeschriebene Angcige Leipziger Innung vor ungefähr 14 Tagen der Vorschlag gemacht der Notwendigkeit empfehlen, sofort Berlin zu verlassen, aber. bei der Polizei nicht machte, lezterer deshalb, weil er als or worden sein, doch lieber eine Einigung mit den Arbeitern herbei- teine Militärarbeit anzunehmen! Ebensowenig aber darf es steher und Leiter eines Vereins die in einer Versammlung zuführen. Auch das haben die Leipziger Junungsmeister abgelehnt von den übrigen Sattlern geschehen! Nur unter diesen Vorausbeschlossenen Statutenänderungen, nämlich die Wahl eines neuen und hinzugefügt, daß man aus dem Junungsverband austreten segungen kann die Verbandsleitung die Lohnbewegung der Militärfattler gutheißen. Sektionsführers und die Verlegung des ständigen Versamtalungslotals würde, falls man auf der Einigung mit den Steinsetzern besteht! Im Verlauf der Besprechung, wurden dem Centralnicht bei der Polizei anmeldete. Beide erhoben gegen den Strafbefehl Einspruch mit der Motivierung, daß sie zur Anzeige- Erstattung der Versammlungen bei der Polizei nicht verpflichtet seien, da die Sektionen teine selbständigen Vereine feien und sie die Versammlungen und eventuell Beschlüsse nur dem Vorsitzenden des Vereins, Genosse Pickelmann, anzumelden haben, der dann das Weitere mit der Polizeidirektion zu regeln habe. " Jedenfalls steht das eine fest, daß bis jetzt alle Maßnahmen des Unternehmertums an dem festen Bollwerk der Organisation der Steinfeger elend zu Schanden geworden sind. wo an der Es wird aber der Leipziger Jnnung alles nichts nügen. Die fich eine Anzahl Redner beteiligten, Dinge stehen so, daß die vollständige Niederlage derselben nur eine Vorstand wvie auch den einzelnen Kollegen vielfach heftige Frage von höchstens einigen Wochen ist. Und da sich selbst jetzt Vorwürfe über deren Verhalten gemacht. Die Lohn und feine Arbeitswilligen von auswärts gefunden haben, so ist nun- Arbeitsverhältnifie wurden als äußerst traurige geschildert, mehr überhaupt nicht an Streitbrechern zu denken, und so ist denn namentlich im Gegensage zu Elberfeld, bessere Preise der Sieg der Arbeiterschaft aller Boraussicht nach so gut wie sicher. gezahlt würden als in Berlin. Dennoch hatte ein hiesiger Fabrikant Es ist sogar die Möglichkeit vorhanden, daß noch in dieser feinen" Arbeitern jede Lohnforderung verboten"! Alle Redner Das Schöffengericht verurteilte beide zu je 3 beztv. 1 W. Woche die nicht ausgesperrten Poliere und Arbeitsführer sich mit den verlangten übereinstimmend, daß der gegenwärtige günstige Zeit: Gegen dieses Urteil legten beide Berufung ein, die aber to sten- Ausgesperrten solidarisch erklären; dadurch würde zweifellos die punkt unverzüglich ausgenügt werden müsse. Die übrigen Sattler fällig verworfen wurde. In den Urteilsgründen hieß es, daß Katastrophe für die Innung noch beschleunigt. werden ersucht, sich der Abstimmung über den Ausstand zu enthalten. nach der konstanten Rechtsprechung" als Verein" im Sinne des Allen Arbeitenden wird empfohlen, schon von jetzt ab 50 Pfennig Vereinsgefezes jede freiwillige Vereinigung einer Anzahl pro Woche zum Fonds beizusteuern. Am Dienstag, 7. August, von Personen auf längere oder kürzere Dauer zur Verfolgung be findet die Besprechung der Vertrauensleute statt, um das stimmter Zwecke zu verstehen sei. Diese Voraussetzungen seien bei den Ergebnis über das Verhalten der Fabrikanten zu prüfen und der fraglichen Sektionen gegeben, infolgedessen feien die Angeklagten am Mittwoch, 8. August, stattfindenden öffentlichen verpflichtet gewesen, die vorschriftsmäßigen Anzeigen bei der Polizei Versammlung zu unterbreiten. zu machen. Gegen dieses Urteil legten die Verurteilten Revision ein und der Straffenat des Ober- Landesgerichts München hob das Urteil samt den ihm zu Grunde liegenden thatsächlichen Feststellungen auf, weil die Vorinstanz den Begriff der Freiwilligkeit der Mitgliedschaft falsch ausgelegt habe und die Gründe des Urteils vermissen laffen, ob das Mitglied des socialdemokratischen Vereins von selbst Mitglied einer Sektion ist, ob die Mitgliedschaft beim Verein Borauslegung der Zugehörigkeit zur Sektion ist oder ob der Eintritt in eine Sektion in das Belieben des Vereinsmitglieds gestellt ist und welche Folgen für die Sektionsangehörigkeit mit Rüdficht auf die örtliche Abgrenzung der Sektionen ein Wohnungswechsel des Sektionsmitglieds nach sich zieht usw., und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurüd. Zu der am Sonnabend durchgeführten neuerlichen Verhandlung vor dem Landgericht München I wurde das Urteil( 1 Mt. Geldstrafe) des Schöffengerichts in der Richtung gegen Riethmüller( wegen einer Uebertretung nach Artikel 22 des W.- Ges.) gegen welches überhaupt nicht Berufung ergriffen war bestätigt, im übrigen aber beide Angeklagte freigesprochen; bon den Kosten hat Riethmüller die der ersten Instanz zu tragen, alle übrigen aber wurden der Staatstaffe auferlegt. In den Gründen ist ausdrücklich festgestellt, daß die Sektionen des socialdemokratischen Vereins nicht als selbständige Vereine im Sinne des Gefezes zu erachten seien, weshalb die Settionsführer nicht zur Anzeige von Versammlungen usw. bei der Polizei verpflichtet sind. Eine Parteikonferenz für den Wahlkreis Kalau- Luckau wurde am Sonntag in Finsterwalde abgehalten. Aus dem Bericht des Vertrauensmanns ging hervor, daß die Parteithätigkeit im Kreise eine recht rege ist. Es wurde nicht nur der Agitationskalender Märkischer Landbote" in 10 000 Exemplaren verbreitet, sondern auch mehrere Agitationstouren zur Verbreitung der Märt. Volksstimme" unternommen. Die Einnahmen des Kreisvertrauensmanns betrugen 436,55 M., die Ausgaben 349,79 M. Bum Provinzial- Parteitag nach Berlin wurden Langer- Finster walde, Töpfer- Kirchhain und Käftert- Betschau delegiert. Zum Bartei tag nach Mainz soll ein andrer Delegierter mit der Vertretung des Streises beauftragt werden. Der Kreis Vertrauensmann Langer Finsterwalde wurde als solcher wiedergewählt. P Die Halleschen Steinfeger, die augenblicklich mit Arbeiten geradezu überhäuft sind, haben beschlossen, so lange der Kampf in Leipzig nicht beendet ist, jede Ueberstundenarbeit zu ver weigern, damit die dortigen Innungsmeister gezwungen find, Leipziger Steinfeger einzustellen, da Steinfeger von anderswo nicht zu haben find. Zur Lage der Aussperrung der Hamburger Werftarbetter berichtet das Hamb. Echo": Weitere Maßregelungen sind nicht vorgekommen. Die Herren Scharfmacher find in dieser Beziehung eben am Ende ihres Lateins. Arbeitswillige haben sie trop aller Anstrengungen nicht bekommen können, und darum können sie feinen weiteren Mann entbehren. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, werden schon die allernächsten Tage eine entscheidende Wendung in dem ganzen Kampfe bringen. Kommt sie nicht von seiten der Arbeit geber, wozu, nebenbei gefagt, alle Hoffnungen vorhanden sind, so ficher von seiten der Arbeiter, in deren Kreisen die Stimmung eine außerordentlich erbitterte iſt. Die Kistenmacher hielten am Sonnabend eine Versammlung im Gewerkschaftshause ab, in der über die gegenwärtige Lage in der Branche verhandelt wurde. Dem Bericht, den Judel erstattete, war zu entnehmen, daß in den letzten Wochen auf Veranlassung des Vorstandes und der Tarifkommission überall Werkstätten- Konferenzen stattgefunden haben, um über die bestehenden Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu diskutieren. In den Konferenzen, die sämtlich gut besucht waren, sprachen sich die Beteiligten fast ausnahmslos für den Eintritt in die Lohnbewegung aus, um eine Erhöhung der Löhne zu erzielen. Am nächsten Dienstag wird eine Sigung der Fabrikanten mit den Vertretern der Arbeiter stattfinden; doch ist kaum zu erwarten, daß diese Verhandlungen ein befriedigendes Resultat ergeben werden. Der Streit wird demnach unvermeidlich sein, zumal die Fabrikanten einen solchen allem Anschein nach gar nicht ungern sehen würden, teilweise sogar direkt provozieren, damit sie bei dieser Gelegenheit die Preise für die Fabrikate erhöhen und die Preiserhöhung den Kunden gegenüber rechtfertigen fönnen. Ein neuer Gewaltstreich gegen das Koalitionsrecht. In albe a. Saale erhielten am Sonnabend, den 4. August sämtliche organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen der dortigen Spinnereien ihre Kündigung In jeder Fabrik wurden die Nach einer längeren Diskussion in diesem Sinne erklärte sich die Arbeiter am Sonnabend ins Comptoir gerufen und wurde ihnen ges Versammlung mit der bisherigen Thätigkeit der Kommission einfagt: Wer nicht aus den Verband austrete, dem sei gekündigt. Als verstanden und beauftragte sie, die weiteren geeigneten Maßnahmen die Arbeiter dieser Forderung der Unternehmer nicht nachtamen, zu treffen. Die endgültige Beschlußfassung bleibt der nächsten Bererfolgte die Kündigung. In Betracht kommen ca. 50 Mitglieder. fammlung vorbehalten. Der aufgestellte Tarif wird gedruckt und an als ein Arbeiter bei der Firma Hund den Fabrikanten fragte, ob die Mitglieder des Vereins gratis abgegeben werden. er vielleicht gegen seine Leistungen oder sein Betragen etwas einzuwenden habe, erklärte Hund: Sie waren immer so ruhig und solide bei der Arbeit. Dieser ruhige und solide Arbeiter ift der Vorsigende der Filiale, deshalb mußte er entlassen werden. Eigenartig ist es, daß in jeder Fabrik ein Verzeichnis der Mitglieder ausgelegen hat. Wer mag dieses wohl den Fabrikanten zur Verfügung gestellt haben? Es ist selbstverständlich, daß die Textilarbeiter den Zuzug nach Calbe a. Saale vermeiden. Der Centralvorstand des Tegtilarbeiter. Berbands. Andland. Der chinesische Krieg. Die Schlacht bei Peitsang. Washington, 6. Auguft.( W. T. B.) Kapitän Taussig vom Kriegs. fchiff Yorktown" telegraphiert aus Tichifu von heute, der britische Torpedobootzerstörer" Fame" berichte offiziell, daß am Sonntags morgen von 8 bis 10/2 11hr ein Kampf bei Peitsang statte gefunden habe, in welchem die Verbündeten einen Verlust von 1200 Toten und Verwundeten gehabt hätten, hauptsächlich Russen und Japaner. Die Chinesen hätten sich zurid gezogen. Eine Depesche des Admirals Remey aus Tichifu von heute enthält einen nicht offiziellen, aber für verläßlich gehaltenen Bericht, nach welchem etiva 16 000 Verbündete feit Tagesanbruch am 5. August bei Peitsang mit den Chinesen in ein crustes Gefecht verwickelt waren. Zur Frage der Organisation wurde nach einem Antrage beschlossen, das bisherige Vertrauensmänner System beizubehalten, Ein Zuchtshausurteil in Belgien. Im Juni brach ein jedoch Quittungskarten über freiwillig gezahlte Beiträge auszugeben. Streit der Genter Dodarbeiter aus. Ein Arbeitgeber Der für die Agitationstommission für die Provinz Brandenburg an- nahm einige berufsmäßige Säufer als Streitbrecher auf. Um ihre wesende Genosse Scholz- Berlin empfahl die von der Kommission Freiheit der Arbeit" zu schügen, bewaffnete er sie mit Revolvern. herausgegebene Fackel" zu besserer Benutzung; das Blatt wird solchen Dadurch verwegen gemacht, provozierten diese Streitbrecher die im Orten, die nicht im stande sind, zu bezahlen, unentgeltlich geliefert. Safen auf Posten stehenden Ausständigen; eine Schlägerei entstand, vom 3. d. M. gemeldet: Aus Charbin und andern an der östlchen Petersburg, 6. August.( W. T. B.) Aus Chabarowsk wird Als Reichstags- Kandidat wird an Stelle des nach Süddeutschland wobei von beiden Seiten Revolverschüsse fielen. Die Polizei chinesischen Eisenbahn liegenden Orten tamen infolge der von den verzogenen Genoffen Eichhorn der Genosse Hermann Schubert- Schöne Schritt ein und einer der Ausständigen, ein sehr fühler, ruhiger Behörden getroffenen Verfügung auf Dampfern die Angestellten der berg einstimmig gewählt. Parteigenoffe, de kot geheißen, wurde tödlich so daß er turz danach star b. Einige wurden leichter verlegt. 6000 Personen, unter denen sich 44 Verwundete und 35 Strante verlegt, Bahn mit ihrer Familien au; ihre Bahl beläuft sich auf ungefähr viele von den Ausständigen wurden darauf verhaftet; es wurde ihnen der Prozeß gemacht. befinden. Letztere wurden im Militärlazarett untergebracht. Das Urteil ein laffenurteil schlimmster Art ist dieser Tage gesprochen worden. 42 Arbeiter wurden verurteilt, nur sechs Lehte Machrichten und Depeschen. freigesprochen. Die verhängten Strafen sind überaus schwer. Ein Zwei Arbeiter abgestürzt. An dem Hause Ede Wallners Angeklagter erhielt 2 Jahre 11 Monate, ein zweiter 1 Jahr 6 Monate, ein dritter 1 Jahr 6 Monate, ein vierter 1 Jahr 5 Monate, ein Theater- und Blumenstraße waren gestern abend 8 Uhr Arbeiter Ein Brett, auf welchem fünfter 1 Jahr 4 Monate, ein sechster 1 Jahr 3 Monate, ein fiebenter damit beschäftigt, ein Gerüst aufzubauen. 1 Jahr 1 Monat Zuchthaus zudiktiert. Die fibrigen 35 wurden zu zwei Mann standen, brach plößlich durch und die Unglücklichen Buchthausstrafen von einem Monat bis zu einem Jahre verurteilt. stürzten vom zweiten Stockwerk in die Tiefe. Während einer der Im ganzen teilte man für diese Schlägerei, bei der außer dem oben Arbeiter auf der Stelle tot war, wurde der andre in schwer verletztem Genannten niemand von den Streitbrechern oder der Zustand nach der Sanitätswache am Grünen Weg gebracht. Die Bolizei ernstlich verwundet wurde, 22 Jahre Namen der beiden konnten nicht ermittelt werden. 8uchthaus aus! Man sieht: die bürgerliche Klaffenjuftiz treibt auch im demokratischen Staat Belgien dieselben Blüten als anderswo. Totenliste der Partei. In Hanau verstarb der Genosse Karl Dapbach, der älteste Sohn des noch gar nicht lange verstorbenen Parteiveteranen Mathias Daßbach. Der Verstorbene hat, fo lange es feine Gesundheit erlaubte, der Partei stets ebenso treu gedient, wie sein Vater. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Achtung vor dem Gesek. Senftenberg, 23. Juli 1900. In Paris sind am Sonntag ungefähr 4000 Droschkentutscher Sociales. " 1 Die Polizei- Verwaltung. J.-Nr. 5428. Die Ihnen i. 8. erteilte Konzeffion zur Ausübung des HerbergsHamburg, 6. Auguft.( Privatdepesche des Vorwärts".) Jus betriebes soll etwa nicht dazu dienen, daß in den Räumen Ihres folge Maßregelung von 50 Kollegen beschlossen sämtliche 500 Nieter Hauses Versammlungen von Fachgenossen abgehalten werden, wie der Werft Blohm u. Boß, morgen in den Ausstand einzutreten. es schon des öfteren vorgekommen ist. Mit Rüdsicht auf in den Ausstand getreten. die sich daraus ergebenden Gegensäge awischen Hamburg, 6. Auguft.( Privatdepesche des„ Vorwärts"). Arbeitgeber und Arbeitnehmer tönnen wir nicht mehr Zu dem Krankheitsfall, wovon ein Mann auf einem Schiff dulden, daß Versammlungen vorgedachter Art in Ihren Räumen im Hafen betroffen wurde, teilt die Storrespondenz Meyne" Die Krisis in der Textilindustrie nimmt große Dimensionen mit, daß es sich um abgehalten werden. Ebenso wenig fönnen wir es gutheißen, daß einen pestverdächtigen Fall ficherlich mit Ihrer Zustimmung Blatate in den Räumen der Her- an. Aus Aachen wird gemeldet, daß dort schon über 1500 Webstühle handelt. Die gesamte politische Polizei war nach derselben Nors berge zum Aushang gekommen sind, welche die Holzarbeiter auf- ftill stehen. Auch ist der Arbeitsmangel in Gladbach und respondenz gestern alarmiert, um mehrere Anarchisten aufzufangen, fordern, gemeinsam in ihren Arbeitsverhältnissen Rheydt groß. Echlimm aber steht die Sache im Krefelder welche über Hamburg nach Deutschland mit geheimen Aufträgen zu handeln und vorzugeben. Bezirk. Die Seidenstoff Industrie liegt total danieder. reifen sollten. Die Anarchisten hatten aber, wie festgestellt wurde, Indem wir Ihnen hiervon Mitteilung machen, fordern wir Sie Unternehmer, welche bis 200 Arbeiter beschäftigten, haben den Weg über Antwerpen eingeschlagen.( Man wird die Korrespondenz gleichzeitig auf, Anlaß zu nehmen, daß Versammlungen, wie voran ihr Personal auf 50 bis 60 reduziert. Und diese werden noch nicht mit einem schlechten Scherz gefoppt haben. D. R.) geführt, in den Räumen der Herberge bezw. Ihres Hausgrundstücks voll beschäftigt. Dieser Tage äußerte ein Industrieller, wenn nicht Senftenberg( Niederlaufig), 6. Auguft.( W. T. B.) In dem fortan nicht mehr stattfinden und ferner Sie dafür Sorge tragen bald Ruhe auf dem Weltmarkt eintrete, sei er genötigt, sein Tagewerk der Grube Jlse" brach gestern abend ein größerer werden, daß die vorstehend näher bezeichneten Plakate ungefäumt Etablissement zu schließen. Die Textilindustrie ist auf den Export Brand aus. Der leitende Grubeninspektor und ein aus den Räumen wieder beseitigt werden. angewiesen, und wird deshalb bei den chinesischen Wirren Arbeiter, die in der brennenden Grube sind, gelten als ver Geschieht dieses nicht, dann werden wir weitere Schritte gegen am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Und daß China Ioren. Man hofft, den Brand abzulöschen. Sie bei dem Kreis- Ausschuß zu unternehmen wissen. eine Bedeutung für den Export Krefelds hat, geht daraus hervor, Paris, 6. August.( W. T. B.) Einer Depesche des„ Temps" Rame unleserlich. daß vor circa drei Jahren die Krefelder Handelstammer zwei Kauf- aus Havre zufolge ist dort ein Ausstand der Schiffsheizer ausStempel der Polizei- Berwaltung der Stadt Senftenberg. leute nach China fandte, um neue Absatzgebiete im Junern ausfindig gebrochen, der einen ernsten Charakter anzunehmen droht. AusDie Polizei- Verwaltung der Stadt Senftenberg möge in der zu machen. Diese Expedition war nach dem Bericht der Handelsständige schlugen die Pferde der Gendarmen mit Stöden, fonnten deutschen Reichs- Gewerbe- Ordnung den§ 152 nachlejen. fammer von Erfolg getrönt. Auch wird sehr viele Chinaseide im aber schließlich auseinander getrieben wurden. Den Ausständigen Krefelder Bezirk verarbeitet. Klar ist, daß der Bezirk einem traurigen schließen sich zahlreiche Matrofen an. Winter entgegen geht. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Versammlungen. Eine Depesche desselben Blattes meldet aus Montecan- lesMines, daß es gestern abend dort zu Arbeiterunruhen tam, im Laufe deren revolutionäre Lieder gesungen wurden und dem Pri fekten, gegen den Todesdrohungen ausgestoßen wurden, ein Stein Die Aussperrung der Leipziger Eteinseher, die nunmehr Die Militärjattler hielten am Sonnabend wieder eine gut an den Hut flog. Es wurden vier( 1) Berhaftungen vorgenommen. bereits sechs Wochen andaue.t, nimmt einen für die Ausgesperrten besuchte Versammlung in den„ Arminhallen" ab. Saffenbach( Die Affaire scheint bedenklich aufgebauscht zu sein. Die Red.) ungemein günstigen Verlauf. Denn trozdem die Jung zu den erörterte in einem einleitenden Referat die Voraussetzungen für eine Rom, 6. Auguft.( W. T. B.) Senat. Ministerpräsident Saracio schärfften Mitteln ihre Zuflucht nimmt, um die auswärts Lohnbewegung, die bei den Militärsattlern bisher zumeist daran fagte in der Ansprache, die er in der Sigung hielt, man habe in der Arbeitenden immer wieder außer Arbeit zu bringen, so scheiterte, weil ein fester Stamm von Arbeitern dieses Sonderberufs Perfon des Königs Humbert das geordnete Staatswesen war es doch bisher möglich, stets die Hälfte bis wegen der ungleichen Beschäftigung sich nicht bilden konnte. Zu dem überhaupt treffen wollen. König Humbert habe die Palme des Märthrers Dreiviertel der Ausgesperrten in Arbeit zu bringen. Ebenso find fortwährenden Berufswechsel komme die Heimarbeit, die sich jeder empfangen. Die Regierung femme ihre Pflichten vor dem Lande alle Bemühungen ber Innung, auswärtige Arbeitswillige Kontrolle entzöge. Gerade diese Heimarbeiter find sowohl für Organis und der civilifierten Welt und werde nicht verfehlen, diese zu ers heranzuziehen, bis jest ohne den geringsten Erfolg gefation wie für eine Lohnbewegung schwer zu haben, mithin auch füllen. Auch sei die Regierung sicher, daß sie auf die Mitwirkung wesen, troydem die Meister Meister eigenhändig eigenhändig schreiben, daß der Fabrikanten Willkür mehr ausgesetzt. Aus all diesen Ursachen des Senats und die Unterstützung des ganzen Parlaments rechnen der Streit aufgehoben sei. Auch bon den Ausgesperrten haben sich die Löhne von Jahr zu Jahr verschlechtert. könne.( Anhaltender Beifall.) fein ist noch Mann abtrünnig geworden, obwohl man Die Centralleitung des Sattler Verbands mußte leider mit Belgrad, 6. August.( Meldung des Wiener.. Teledieselben in letzter Zeit sogar schon persönlich in ihren Wohnungen diesen Verhältnissen rechnen, das heißt jede Unterſtügung verweigern. graphen Korrespondenz- Bureaus"). Bei dem gestrigen Galadiner aufsucht und sie buchstäblich anbettelt, doch diese oder jene dringende In diesem Jahre scheint aber eine erfreuliche Befferung und damit hob der König in seinem Trinkspruch auf die dabei vertretenen Arbeit auszuführen. Man bietet sogar schon 60 Pf. Stundenlohn, auch die Möglichkeit für eine Lohnbewegung vorhanden zu sein. Souveräne hervor, Serbien werde unter seiner Regierung ftets also dasjenige, was die Ausgesperrten fordern, nur mit der neun Obwohl eine gewisse Abwärtsperiode sich wieder in der Beschäftigung ein Element des Friedens, der Ordnung und der Civilisation stündigen Arbeitszeit will man sich noch nicht befreunden. bemerkbar macht, haben die Arbeiter selbst den Berufswechsel verbleiben; es dürfe niemals eine abenteuerliche Politit Es handelt sich hier um einen Klassenfampf im vollsten Sinne mieden, so daß die gegenwärtigen Lieferungsaufträge wohl eine befolgen. des Wortes. Denn die Summen, die die Unternehmer bis jetzt Lohnbewegung begünstigen. Die zu diesem Zweck verausgabten Chicago, 6. Auguft.( W. T. B.) Gestern fam es hier zu schon für Telegramme, Rundschreiben, Reisen zur Anwerbung Arbeits- Fragefarten ergaben im allgemeinen ein günstiges Resultat, indem einem Busammenstoß zwischen Anarchisten und Polizeibeamten. Die williger und zu demselben Zweck an Agenten, sowie zur Beeinflussung die laut dem Verbandsstatut erforderliche 4/5 Mehrheit fich für letzteren gingen scharf vor; 25 Personen wurden arg zugerichtet und der Provinzpresse ausgegeben haben, übersteigt bei weitem das, was eine Arbeitsniederlegung erklärte, falls der von den Arbeitern 5 verhaftet, darunter die Witive des feiner Zeit in Chicago hin fie den Ausgesperrten in einem Jahr an Lohn mehr zu zahlen aufgestellte Tarif seitens der Fabrikanten abgelehnt werden follte. gerichteten Anarchisten Parsons. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. S Verantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 181. 17. Jahrgang. Lokales. nicht Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Socialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Wahlkreis hält heute, am 7. August, in den ArminiusSälen, Bremerstraße 71/72, eine Versammlung ab, in der Ferdinand Ewald über das städtische Parlament und die Socialdemokratie referieren wird. 11fer Ios und Brückenpfeiler. Dienstag, 7. August 1900. Bett Köpfen bestehenden Familie oblag, und der Arbeiter Friedrich Verletzten nach der Charité. Mit dem nächsten einlaufenden Vors Meißner. Obgleich der See abgefischt und von Tauchern ab ortszüge tamen dann eine Frau Schreier nebst ihrer Tochter, Die Parteigenoffinnen und Genossen wollen beachten, daß gesucht wurde, konnten doch die Leichen nicht mehr gefunden werden. beide ebenfalls schwer verlegt, auf dem Stettiner Bahnhof an die im heutigen Inserat zum Donnerstag angezeigte Versammlung Erst am Montagvormittag, als die Nachforschungen durch Polizei- und wurden von einem vorher durch die Bahnhofsverwaltung bei Keller in der Koppenstraße, in der Frau Klara Bettin beamte und Gendarmen auf Booten fortgesetzt wurden, fand man bereits beorderten Koppichen Krankenvagen auf ihren Wunsch nach sprechen sollte, besonderer Umstände halber Die Aufregung der Passagiere hatte sich die Leiche des Maurers Koth und am Nachmittag wurden auch die nach Anfunft auf dem Stettiner Bahnhof noch nicht gelegt, jie stattfinden kann. Wir bitten, die am Freitag im Gewerkschaftshause weißensee gebracht worden. beiden andern Leichen gefunden. Die Leichen sind nach der Halle in rannten den Zug entlang und suchten nach Blut und Körpertagende Versammlung zahlreich besuchen zu wollen. gliedmaßen und der diensthabende Stationsbeamte hatte Mühe, die Die Schuld an dem Die Vertrauensperson. In betreff der schwarzen Bocken, die zu der Ueberführung erregten Leute vom Berron zu bringen. Den Genoffen des 4. Wahlkreises( Osten) wird bekannt einer Familie in das Institut für Infektionskrankheiten führte, geht unglücksfalle trifft den Bahnwärter, der die Barrière nicht geschlossen gegeben, daß die Versammlung des Wahlvereins am Dienstag aus- uns im Anschluß an die bereits gegebene Mitteilung der folgende hatte. füllt, dafür findet am Donnerstag, den 9. August, in Kellers Fest- Bericht zu: Die in dem Institut aufgenommenen Personen sind: Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt ist die Leiche jälen, Koppenstraße, eine öffentliche Versammlung statt, in der Ge- die 37 Jahre alte Kaufmannsfran Anni Müller und ihre fünf des Uhrmachers Gustav Geyer aus der Pallasstr. 6, der, wie erst noisin klara Zetkin über Weltpolitit sprechen wird. Kinder Robert, 15 Jahre alt, Charlotte, 13 Jahre, Friedrich, jetzt bekannt wird, am vorigen Mittwoch von dem Heilgehilfen Der Vertrauensmann. 12 Jahre, Rosalinde, 8 Jahre, und Kathleen, 2 Jahre alt. Die Sternig, Ballasstr. 12 wohnhaft, mittels eines Dolchstiches lebensFamilie ist wohlhabend und in Kapstadt in Südafrika anfässig. Dort gefährlich verletzt wurde. Die in der Trunkenheit und in einem Ansind auch die Kinder mit Ausnahme der achtjährigen Rojalinde, falle von Eifersucht erfolgte That spielte sich folgendermaßen ab: deren Geburtsort Boun a. Rh. ist, geboren. Während der Ehemann Mittwochvormittag wurde Ballasstr. 12 in dem dort befindlichen sich nach England begeben mußte, unternahm die Familie eine Er- Auktionslokal von Cunow eine Cognac Auktion abgehalten, zu der holungsreise nach Deutschland und nahm in Klein- Glienicke bei fich zahlreiche Liebhaber eingefunden hatten. Unter denen, die den Pühlmann Aufenthalt. Dort wurden die echten Boden festgestellt, verschiedenen Kostproben eifrig zusprachen, befanden sich auch der Uhr und Frau Müller wurde sofort mit ihren Kindern in einem Stranken macher Geyer, der Heilgehilfe Kernig, sowie die Friseure Bieber und Der Sturm, der in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wagen dem Institut in Berlin auf ärztliche Anordnung zugeführt. Henkel, die seit längerer Zeit mit einander befannt waren. über Berlin und Umgebung dahinbrauste, hat, wie nachträglich be- Hier ergab die kannt wird, namentlich den zahlreichen in der Spree vor Aufer bei einem Knaben und bei einem Wiädchen zum Ausbruch ge- Zustand, ie nähere Untersuchung, daß die Pocken nur Gegen Mittag fam Sternig in einen jo start angeheiterten daß dessen Fran die genannten drei Bekannten liegenden Schiffern viel Ingemach bereitet. Stundenlang hatte die fommen und bereits in der Abheilung begriffen find. Die Wutter bat, ihren Mann mit nach ihren Mann mit nach der Wohnung und Bemamnung vieler Kähne zu arbeiten, um sie sicher zu verankern und die übrigen drei Kinder find bisher von der Krantzu bringen. bringen. Dieses geschah auch, doch während die drei und zu vertauen. In der Nähe der Schillingsbrücke riß sich gegen heit verschont geblieben. Der Vorsicht halber wurden die letteren Männer mit der Frau noch einige Sekunden auf dem Korridor 4. 1hr morgens, als der Sturm am stärksten raste, eine Zille vom in einem besonderen Raum untergebracht und unter Beobachtung Sprachen, fürzte Kernig mit einem Dolch bewaffnet aus der Einbe trieb mit der Breitſeite schnell gegen die gestellt. Die beiden erkrankten Kinder befinden sich zusammen mit und versette dem Uhrmacher Geyer blizschnell einen Stich in den Der Zillenfahrer, seine Frau, sein Kind und dem zweijährigen Sohn Kurt eines Kaufmanns S. aus dem Westen Rücken, so daß der Berlegte zusammenbrach und nach seiner naben ein Arbeiter hatten sich bereits in einen kleinen Anhängekahn Berlins, dessen Zustand sich inzwischen gebeffert hat, in Sonder Wohnung getragen werden mußte. Obgleich nun drei Aerzte die geflüchtet, als dem bedrohten Fahrzeug noch im legten Augenblick behandlung. Die Familie Müller wurde früher nicht geimpft. Die Behandlung des Kranken übernahmen, war derselbe doch nicht zu Hilfe gebracht wurde. Eine Anzahl Echiffer, welche die Gefahr Ursache der Krankheit ist durchaus unerklärlich. Man kann nur an retten, sondern starb in der Nacht zum Sonntag. Bis dahin war rechtzeitig beobachtet hatten, waren sofort mit langen, starten Stangen nehmen, daß die Boden, die in diesem Jahr an verschiedenen Orten eine polizeiliche Anzeige von dem Borfall nicht erfolgt, weil Sternig auf die Brücke geeilt und es gelang ihnen von hier aus, die ge- Deutschlands aufgetreten sind, auf dem Wafferwege eingeschleppt fich erboten hatte, nicht nur alle Kurkosten zu tragen, sondern auch fährdete Zille in eine Lage zu bringen, daß sie ohne Anprall unter wurden. Einen gefährlichen Charakter haben sie nicht gezeigt. die Brücke trieb, von wo sie wieder nach dem alten Ankerplay geein Schmerzensgeld zu zahlen. Nach Eintritt des Lods wurde jedoch die Sache der Polizei gemeldet, worauf die Leiche beschlagnahmt schafft wurde. Eine schlimme Nacht hatten auch die Mitglieder und Eine Eifersucht& scene, die sich in der Nacht zum Sonntag wurde. Seit Bekanntwerden des Todesfalls ist der Attentäter mit Gäste von Vereinen zu bestehen, die eine Dampfer- Nachtfahrt nach zwischen dem 27 Jahre alten früheren Schlächter August Eeifert und seiner Frau verschwunden. den See im oberen Spreegebiet unternommen hatten. Der jeiner Ehefrau auf dem Grundstück Rykestraße 6 abspielte, hat einen Aufenthalt auf den Verdecken wurde bald unleidlich und die bösen Ausgang genommen. In dem bezeichneten Hause wohnen seit Eine heftige Gasexplosion erfolgte gefiern früh in der KönigKajütenräume reichten bei weitem nicht aus, um die zahlreichen dem 1. April d. J. im ersten Stock des Quergebäudes die ge- lichen Hoflithographie, Buch- und Steindruckerei von Wilhelm Greve, Fahrgäste vor dem Unwetter zu schüßen. Der Müggelsee zeigte ganz nannten Eheleute, die oft in Streit miteinander geraten. Die Ritterstr. 50. In dem im 4. Stock des Quergebändes befindlichen mächtige Wellen, und mancher der Passagiere bekam einen Vors Ursache bildeten stets Eifersüchteleien von beiden Seiten, die nach Aegraum war die Casleitung defekt geworden und sollte repariert geschmack von der Seekrankheit. Beträchtliche Schäden hatten auch dem beiderseitigen Genuß von geistigen Getränken zum Aus- werden. Obwohl sich ein starker Gasgeruch bemerkbar machte, Auch am Sonnabend Ivar dies der Fall. zündete doch ein Arbeiter der Firma ein Streichholz an, um die beizeiten in Sicherheit gebracht worden waren, riffen sich los und Die Eheleute hatten sich bis Mitternacht in einer Gastwirt scheiben flogen auf den Hof und eine dreizöllige Gipswand wurde Leitung abzuleuchten. Eine ſtarfe Detonation erfolgte, Fenster trieben samt ihrem Inhalt davon. Noch am Sonntagmorgen gegen schaft in demselben Hause aufgehalten und in voller Ein 91hr war an freien Stellen, besonders im Südosten der Stadt, der tracht befunden, bis Fran Seifert beim Abschied mit einem Schlosser& vollständig umgeworfen. Die in dem gefährdeten Naum anwesenden Wind so start, daß Stopfbedeckungen zahlreich davonflogen und viel in einem Hinterzimmer um das Billard tanzte. Bald darauf brach Berjonen fonnten sich retten. Glücklicherweise zündete die Explosion fach in die Wasserläufe getrieben wurden. Wie von auswärts ge- beim Abendbrot in der Wohnung ein lebhafter Streit aus, der in nicht, so daß die alarmierte Feuerwehr sich auf die Aufrännungsmeldet wird, hat der Sturm den Obstbäumen viel Schaden zu Büchtigung der Frau, diese wiederum warf eine brennende Petroleums Thätlichkeiten auslief. Der Mann benutzte einen Ausklopfer zur gefügt. Bepfel, Birnen und Pflaumen find in Mafie vorzeitige nach ihm, die in Scherben auseinander flog. Vald hörte ist munmehr fertig und wird abends bereits in Thätigkeit gesetzt. Die elektrische Beleuchtung der Mühlendamm Schleuse herabgeweht worden. Auch die Chauſſecbäume haben vielfach ge- man die Frau aus einem Fenster heraus schreien und furz Nördlich vom Mühlendamm brennen drei Bogenlampen, on enem darauf stürzte fie Topfüber auf den Stipendien für Handwerksgesellen. Aus dem Gewerks hinab. asphaltierten Hof zwei an Trägermasten und die dritte, die unmittelbar über Dort blieb sie mit zerschmetterten Kniescheiben Schlensenbeden hängt, mittels Rosette an der Fassade des Gebäudes Ausstellungs- Fonds vom Jahre 1849 find alljährlich im Monat und mit inneren Verlegungen liegen. Nachbarn eilten hinzu; der städtischen Sparkasse angebracht worden sind. Die andre Seite Januar zehn Stipendien zu je 60 M. an Gesellen bezw. Gewerbe- der Hauswirt holte Hilfe vom 81. Polizeirevier, und dieses der Schlenjenanlage wird durch zwei Lampen, die au Trägermasten nehilfen bebuss ihrer weiteren gewerblichen Ausbildung zu verteilen. ließ die Schwerverlegte, die überdies guter Soffung ist, in einem hängen, erleuchtet. Einen Anspruch haben nur Gesellen usw., die Juländer sind( vor: Qüdschen Wagen nach dem Strankenhaus im Friedrichshain bringen. züglich in Berlin geborene) und Zeugnisse über ihre gute Führung Frau Seifert, die bei Besinnung war, beschuldigt ihren Mann, daß und erworbene Geschicklichkeit vorlegen können und mindestens zwei er sie, während sie sich am Fenster festgehalten habe, in der Wut Jahre lang als Gesellen in hiesigen Werkstellen gearbeitet haben. bei den Beinen gepackt und topfüber aus dem Fenster geschleudert Diejenigen Gesellen, welche mit einem Stipendium bedacht werden habe. Der Mann, der sich nach dem Vorgang in der Wohnung eins wollen und vorstehende Bedingungen erfüllen können, haben ihre geschlossen hatte, wurde am Sonntagmorgen gegen 8 1hr von zwei felbstgeschriebenen Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufs, des Schußmännern nach der Polizeiwache abgeholt, aber später auf Taufscheins bezw. der standesamtlichen Geburtsurfunde und der freien Fuß gesetzt. Er behauptet, seine Frau iei hinausgefprungen Originale oder beglaubten Abschriften der Lehrzeugnisie, sowie der und habe auch schon bei früheren ähnlichen Anlässen die Absicht, jich Mittwoch, den 8. August, mittags 12 Uhr. in der Marienkirche Geschicklichkeits- und Führungsatteste ihrer Arbeitgeber bei dem zu töten, kundgegeben. Welche Darstellung die zutreffende ist, muß Orgel- und Cello- Kompositionen, Terzette, Duette, Arien und Lieder von Kuratorium des Gewerts- Ausstellungs- Fonds vom Jahre 1849. die Untersuchung ergeben. Der Zustand der Frau Seifert ist sehr Bach, Rheinberger, Blummer, Eurſchmann, Dienel zc. bei freiem EinStralauerstr. 3-6, I bis spätestens Ende September d. J. bedenklich. einzureichen. Gesuche, bei denen auch nur eins der vorbezeichneten Beweisstücke mangelhaft ist, oder ganz fehlt, werden nicht berücksichtigt. litten. arbeiten beschränken konnte. F bis Teltowerstraße wird wegen Umpflasterung vom 9. d. M. ab bis Straßensperrung. Die Lantwißstraße vom Tempelhofer- Ufer auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Dieselbe Sperrung tritt für die Kirchbachstraße von Alvensleben- bis Göbenstraße wegen Umpflasterung vom 13. d. M. ab ein. Gertrud Mautsch, Frl. Lotte Dienel, Fr. Marta Gielsdorf, Herrn Alex. Crgelvortrag. Durch Herrn Musikdirektor Otto Dienel, Fräulein Gurth, Herrn Otto Tormin, Cellist, und Herrn Wich. Schmidt werden tritt aufgeführt. Aus den Nachbarorten. Der Vertrauensmann. Frauensperion im Friedrichshain an einem fechsjährigen Knaben. Einen überaus frechen Raub vollführte vorgestern eine Das Kind war von seiner Mutter, der Frau des an der Straße Die Parteigenossen und Genoffinnen von Rigdorf werden Bewegung der Bevölkerung Berlind. In der Woche vom Am Friedrichshain" Nr. 11 wohnenden Briefträgers mit einem auf die am Donnerstag, den 9. August, abens 81/2 Uhr, im Apollo15. bis 21. Juli fanden in Berlin 295 Eheschließungen statt. Lebend Handkorb zum Schlächter geschickt worden, um Fleisch und Wurst Theater, Hermannstr. 48/50, stattfindende Parteiversammlung aufgeboren wurden 1082, tot geboren 31 Stinder. Die Zahl der Ge- einzuholen. An Geld hatte es in einem Portemonnaie ein Zwei- merfiam gemacht, in der Rechtsanwalt eine über Politische storbenen betrug 841, darunter befanden sich 379 Kinder im ersten martstück erhalten, auf welches der Schlächtermeister nach Berab- Tagesfragen" sprechen wird. Außerdem wird sich die Berjammlung Lebensjahr. folgung der Ware eine Mark und einige Pfennige herausgab, mit Anträgen und der Wahl von drei Delegierten zur Kreisfonferenz das Geld in das Portemonnaie that und dieses in den Korb beschäftigen. Die wichtige Tagesordnung erfordert zahlreiches Ereine Frau zu ihm heran, öffnete ihm ohne weiteres den Korb und legte. Als der Knabe den Laden verlassen hatte, trat am Sain scheinen. Arbeiterverein für Pankow und Umgegend. Heute, nahm aus dem Portemonnaie das Martstid heraus. Der ganz verdugte Dienstag, abends 82 Uhr, Vereinsversammlung bei GroßKnabe, welcher der Meinung war, daß es ein Fünfpfennigftück ge- furt, Berlinerstr. 27. Bortrag des Genossen Bajewal St WeißenDer Vorstand. wefen jei, rief Tant: Sch will meinen Sechser wieder haben." Alles fee. Zahlreichen Besuch erwartet bei der ungeheuren Sicherheit und Dreistigkeit, mit der die Mäuberin Mitgliederversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im Wirtshaus dieses war von zwei andren Frauen beobachtet worden, die aber Schmargendorf. Am Dienstagabend findet die regelmäßige auftrat, glaubten, daß sie die Mutter des Knaben sei. Dieser lief Schwargendorf statt. nun eine Weile neben der sich entfernenden Person einher, die aber Kindersterblichkeit in Berlin. Die heißen Tage des Juli haben die Sterblichkeit in Berlin, namentlich die Kindersterblichkeit, ganz außerordentlich gesteigert. Nach den jetzt bis zur dritten JuliWoche vollständig vorliegenden Meldungen betrug die Gesamtsterblichkeit in der zweiten Woche 584, in der dritten aber 841. In der vierten Woche, für die die Meldungen noch nicht vollzählig eingegangen sind, ist eine weitere sehr bedeutende Steigerung ein getreten. Bis jetzt sind für diese Woche bereits 960 Sterbefälle gemeldet. Die Kindersterblichkeit stieg bon der zweiten zur britten Woche von 196 auf 379, und fir die bierte Woche kamen bisher bereits 512 Sterbefälle brachte. Wilmersdorf Halenfee. Am Mittwoch, abends 81/2 Uhr, plöglich in einen Seitentveg einbog und sich im schnellsten Tempo von aus dem Staube machte. Von dem weinenden Kinde erfuhren die spricht Stadtverordneter Paul Hirsch bei Witte über Bodenwucher Kindern aur Meldung. Unter den Todesursachen stehen in dieser Beobachterinnen des Borgangs dann den wahren Sachverhalt, boch und Wohnungsnot. Ferner werden in dieser Versammlung drei Zeit Brechdurchfall, Diarrhoe und Magen- und Darmkatarrh obenan. Von der zweiten zur dritten Woche stieg bei Magen- und Darm- leiner Statur ist, ungefähr 30 Jahre zählt und einen schwarzen war eine sofort aufgenommene Verfolgung der Person, die von Delegierte zur Kreiskonferenz gewählt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vertrauensmann. fatarrh die Sterblichkeit von 23 Fällen auf 42, bei Diarrhoe von Die obligatorische Leichenschau ist durch Kreis- Polizei- Ver28 auf 56, bei Brechdurchfall von 33 auf 98. Für die vierte Woche Umhang trug, ergebnislos. ordnung nun auch für den Niederbarnimer Kreis zur Einführung find bis jetzt schon gemeldet 66 Sterbefälle durch Magen- und Darm- Ein gräßlicher Unfall ereignete fich gestern früh 1/28 Uhr in gelangt. Der gwed derselben ist nach dem Wortlaut der Berordnung tatarch. 109 durch Diarrhoe und 197 durch Brechdurchfall. Bemerkens- der Bridenstraße zwischen der Rungestraße und Jannowigbrücke. Die unzweifelhafte Feststellung des wirklichen Todes und die mög wert ist auch, daß die dritte Juli- Woche die ganz ungewöhnliche Der 88 Jahre alte Arbeiter Hebenstreit aus Rummels lichst zuverlässige Ermittlung der Todesursachen, sowie die hohe Zahl von 7 Todesfällen durch Hitzschlag und 19 Selbstmorden burg wollte fura vor einem in scharfem Tempo heran Beantwortung der sonst zu stellenden Fragen zum Vorteil brausenden Straßenbahnvagen der Linie Krenzberg- Gesundbrunnen der öffentlichen Gesundheitspflege. Außerdem soll die LeichenEinen traurigen Abschluß fand am Sonntagabend ein trog ber Signale und Warnungsrufe des Führers sowie der schau zur Entdeckung von gewaltsamen und rechtswidrigen Sommerfest des Arbeiter- Sängerbunds im Sternecker zu Weißensee. Bremsens des Fahrers, den feine Schuld trifft, unter die Räder. Es wenigstens einen Leichenbeschauer und sind zu solchen thunlichst Passanten den Fahrdamm überschreiten und geriet trop verzweifelten Todesarten mitwirken. Jede Gemeinde und jeder Gutsbezirk hat Zu dem Fest hatten sich etwa 200 Vereine mit insgesamt etwa war nur mit Hilfe der Feuerwehr möglich, den Unglücklichen unter approbierte Aerzte zu bestellen. Die in Ermangelung von Aerzten 9000 Mitgliedern eingefunden. Nachdem verschiedene Beluftigungen dem Wagen, welcher ganz gehoben werden mußte, hervorzuholen. notwendige Bestellung andrer Personen zu Leichenbeschauern bedarf mitgemacht waren, nahmen einzelne Personen Boote zu Luftfahrten Den Umstehenden bot fich ein geradezu granenerregender Aublid. in jedem einzelnen Falle der Genehmigung des Landrats; zu nichtauf dem See. Zwei Boote, in denen der Arbeiter Alex Kretschmer Der Bedauernswerte war durch die unter der Blattform befindlichen ärztlichen Leichenbeschauern dürfen nur solche Personen bestellt werden, mit einer Schwester, der Maurer Stoth, ein dritter Namens Gisenteile 2c. bis zur Unkenntlichkeit zerfleischt. welche unbescholten sind und ihre Befähigung zu dem Amte durch eine Meißner fotvie mehrere junge Mädchen und Kinder saßen, fuhren Ein Eisenbahnunfall, bei dem drei Berliner schwer verlegt vor dem Kreisphyfitus abzulegende Prüfung dargethan haben. Für unter fröhlichem Lachen und Scherzen der Insassen hinaus. wurden, ereignete fich Sonntagabend auf der Borortbahn. Als der die Prüfung haben die Prüflinge 6 M. an Gebühren zu entrichten. Einem der Ruderer entglitt wahrscheinlich bei dem leidigen von Orienburg kommende Bug Nr. 54, der 91 Uhr in Berlin eine Sie werden eidlich verpflichtet und unterliegen den Disciplinars Schaufeln ein Ruder, und in dem Augenblick, als er sich büdte, autreffen hat, die Station Dalldorf Nordbahn verlassen und tura gefeßen für Gemeindebeamte. Für die Besichtigung der Leiche und un es wieder zu ergreifen, wurde das Boot von dem andern an- darauf einen Fahrweg zu treuzen hatte, stieß er hier mit einem die Ausstellung des Leichenscheins gilt im Ziveifel die Taye für gefahren, so daß beide umschlugen. Alle acht Personen, mit denen Fuhrwert zusammen, auf dem fich mehrere Personen befanden. einen ärztlichen Besuch. Bei Steuerpflichtigen, die weniger als 16 M. Das Gefährt Gefährt wurde die Fahrzeuge besetzt waren, fielen ins Wasser und sanken unter, herausgeschleudert, teils noch eine gertrümmert und die Jufaffen teile Einkommensteuer jährlich zu entrichten haben, sind nur dreiviertel der Strede geschleift. Der geringsten Tage zu liquidieren. Für einen Todesfall in einer bevor der auf dem See befindliche Dampfer und die dort unter Lokomotivführer hatte sein Möglichstes gethan, um die Gefahr ab- Familie, deren Haupt zur Staatseinkommensteuer überhaupt nicht ärztlicher Leitung errichtete Arbeiter- Sanitätsfolonne helfend ein- zuwenden, allein das Fuhrwert war so turz vor dem herannabenden oder gemäß§ 74 und 76 des Einkommensteuergesetzes vom greifen konnten. Alsbald entkleideten sich aber Leute von dem Zuge unter der nicht geschloffenen Barriere durchgefahren, daß der 24. Juni 1891 nur fingiert veranlagt ist, hat der Leichenbeschauer Dampfer, von den Booten und der Kolonne, die den Ver- Busammenstoß nicht verhindert werden konnte. Eine förmliche Banit von den Angehörigen nichts zu beanspruchen. Der Streis zahlt in unglückten nachsprangen. Es gelang, fünf von ihnen zu retten, bemächtigte sich der Baffagiere, als plötzlich von allen Eeiten Hilfe: diesen Fällen für jeden Leichenschauschein 1 M. Bis zur Bestellung während drei den Tod in den Fluten fanden. Die Geretteten rufe erschollen und der Zug auf freier Strede hielt. Alles stürzte eines besonderen Leichenbeschauers hat der Gemeinde- oder Gutswurden in dem Zelt der Sanitätstolonne ins Leben zurückgerufen. waren schwer verlegt, weshalb fofort ein Arzt aus Dalldorf herbei. beschauers wahrzunehmen. Neben den amtlichen Leichenbeschauern aus den Coupees, um den Verunglückten zu helfen. Drei derselben vorsteher oder dessen Stellvertreter die Thätigkeit des LeichenDie drei Ertrunkenen, welche sämtlich Rostoderstr. 43 wohnten, gerufen wurde, der ihnen die erste Hilfe angedeihen ließ. Der Zug ist jeder approbierte Arzt zur Vornahme der Leichenschau berechtigt. sind der Maurer Koth, dessen Sohn und Tochter gerettet hielt längere Zeit und nahm dann den schwerverlegten Hansdiener Ein ,, fchwerer Junge" ist am Sonntag in den frühesten wurden, der Arbeiter Kretschmer, der Sohn eines Maurers, Hugo Wünsche aus Berlin auf, um ihn nach Berlin zu bringen. Morgenstunden aus dem Amisgefängnis in Pankow ausgebrochen. dem nach dem Tode seines Vaters die Ernährung der noch aus sieben Der Bahnhofsvorstand forgte dann für schleunige Ueberführung des In Pankow und nächster Umgebung waren in jüngster Zeit 17 Ein Versammlungen. Ueber das Schiffsunglück bei Sellin bringt die N. St. 3tg." folgende nähere Meldungen: Das Unglüc ereignete sich bei stürmischem Südwest und hochgehender See. Das Boot jegelte auf die„ Freia", die früh 7 1hr, von Eaßnig kommend, Sellin an stenerte, zu. Che es den Dampfer erreichte, tam es zum Kentern, ließ sich bisher nicht feststellen. Kapitän Hansen von der Freia" ob infolge falschen Manövrierens oder einer plöglich einsetzenden Böe, N brüche verübt worden, ohne daß es gelang, den Thäter zu ermitteln. Die gestohlenen 300 M2. hatte sie zunächst im Strumpf und dann in In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurde allein bei vier einem Rauchrohr versteckt. Dieses Geständnis hielt sie auch vor Restaurateuren, die wegen der Polizeistunde zeitig schließen müssen, Gericht faufrecht. Der Staatsanwalt beantragte vier Jahre, der eingebrochen. Noch che die Bestohlenen, geschweige denn die Polizei Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängnis. von diesen nenesten Einbrüchen Kenntnis erhielten, ergriffen die Gendarmen Klingenberg und Strümpf gelegentlich einer Streife auf der Pankower Feldmark ein Individuumi, welches ihnen verdächtig vorkam und deshalb nach dem Amitsbureau gebracht wurde. Hier wurde Die Buzzer( Bahlstelle Berlin I d. D. M.-V.) verhandelten ließ sofort den Anker fallen und ein Boot aussehen, das in 7 Minuten in dem Sistierten der Arbeiter Wilhelm Gehrke, ein vielfach vor Sonntagvormittag in ihrer gutbesuchten Versammlung über die Ne- die Unglücksstelle erreichte und vier Personen rettete. Durch ein bestraftes Subjekt, festgestellt. In seinem Befiy fand man große Mengen gelung der Arbeitszeit vom Herbst bis zum Frühjahr 2c. Wie Fischerboot wurde ebenfalls eine Anzahl Personen aufgenommen, so Kupfer, Nickel- und Silbergeld, außerdem eine große Menge Ansichts- Budach in seinen einleitenden Ausführungen bemerkte, haben die daß im ganzen zwölf Gerettete an Bord der Freia" gelangten. postkarten, mit deren Hilfe sich feststellen ließ, daß der Juhaftierte Buyer die 81 stündige Arbeitszeit allmälig erlangt. Es sei Unter diesen befanden sich Prof. Neißmann aus Posen mit Familie, bei den betreffenden vier Gastwirten in derselben Nacht eingebrochen aber notwendig, daß in der Herbst- und Wintersaison eine Prof. Höffner aus Breslau mit seinen beiden Knaben, deren Rettung war. Der Jnhaftierte gab auch die Adressen an, wo er eingebrochen weitere Berkürzung der Arbeitszeit eintrete. Dähne ist gleichfalls der Energie des älteren, dreizehnjährigen, zu danken ist, während die war, und so erhielt die Polizei eher Kenntnis von den Einbrüchen, dieser Meinung und hat eine genaue Berechnung angestellt darüber, Mutter den Wellen zum Opfer fiel, ferner Frau Prof. Krause aus als die Geschädigten. Der Thäter wurde nun in eine unter dem wie hoch sich der„ Verlust" der Unternehmer dabei in den ver- Neustadt i. Schl., die durch das entsetzliche Unglück ihres Gatten Dach befindliche Zelle eingesperrt. Dort hat er sich ganz ruhig verschiedenen Jahreszeiten belaufen würde. Da es die Unternehmer beraubt worden ist, endlich ein Lehrer Büchener nebst halten, heute früh aber war er verschwunden. Er hatte das Dach bisher stets abgelehnt haben, mit den Bugern irgendwie zu ver- Schwester. Ein Neffe des Marinestabs Jugenieurs z. D. Pafche, über seine Zelle durchbrochen, war hindurch geklettert und schließlich handeln, müssen diese die Arbeitszeit einfach selbst regeln. Man der ursprünglich vermißt wurde, gehört auch zu den Geretteten. vom Dach aus glücklich zur Erde gelangt. werde auch in Zukunft die Unternehmer infolgedessen nicht mehr be- Ertrunkenen find u. a. Professor Dr. Krause aus Neustadt i. Schl., Ein großer Dachstuhlbrand in Friedrichsberg nahm Sonntag fragen. Däumig hält es für selbstverständlich, daß bei einer Frau Profeffor Höffner aus Breslau, sowie ein Dienstmädchen des nachmittag die Hilfe der Berliner Feuerwehr längere Zeit in An- cttwaigen Verkürzung der Arbeitszeit, die event. vor dem Einigungsamt Bankiers Schulz in Berlin mit einem 1/ 2jährigen Kinde des legtspruch. Im Dachstuhl des noch neuen fünfstöckigen Hauses Frant- festgelegt werden könne,( lebhafter Widerspruch) derselbe Tagelohn ver- genannten. Dem 13½jährigen Sohne des Professor Höffner gelang furter Alce 181 fam das Fener anscheinend an zwei getrennten bleibt. Schließlich erklärte die Versammlung sich mit dem Vorschlag ein- es, unter Aufbietung aller Kräfte sich mit seinem 4jährigen Bruder Stellen zum Ausbruch und führte, bevor es bemerkt wurde, eine verſtanden, daß behufs Regelung der Arbeitszeit in den verschiedenen so lange über Wasser zu halten, bis sie ins Boot aufgenommen totale Berqualmung der oberen Treppen herbei, so daß die Bewohner Jahreszeiten mit den Maurern und Zimmrern gemeinsam ver- werden konnten. Die Freia" brachte die Leiche des Profeſſors des oberen Stocks in Gefahr waren und um Hilfe riefen. Eine handelt, diese Ergebnisse, besonders über Beginn der Arbeit, von der Dr. Krause an Bord mit nach Stettin. Frau mit zwei kleinen Kindern war völlig ratlos, wurde aber Verwaltungsstelle der Puger, im Druck vervielfältigt, allen Putzern wurden gestern die Leichen der Frau Höffner, des Dienstmädchens doch durch zwei Mitglieder der Orts Feuerwehr, die zufällig auf übermittelt, und in einer späteren öffentlichen Versamm Bertha Meyer sowie des Ehepaares Wolter aus Helmstedt gelandet. der Nachbarschaft waren. gerettet. Ale dann als erste die ung darüber Beschlußfassung erfolgen soll. Im Verlauf der Grubenbrand. Ju der Braunkohlengrube Ilfe“ bei Lübben Friedrichsberger Wehr eintraf und die Behauptung aufrecht kommenden Woche gelangen die Fragebogen zur Verteilung. ist in der Nacht zum Sonntag ein Fener durch Selbstentzündung erhalten wurde, daß noch eine alte Frau in ihrem Zimmer in Gefahr Die Süddeutsche Brauerei C. Kinz u. Co. Akt. Gej. von Braunkohle ausgebrochen. Zwei Berglente wurden durch die fei, draugen einige Wehrlente durch den dichten Rauch, fanden aber giebt in einem Schreiben an uns an, daß die in dem Bericht über Flammen abgeschnitten; die übrige Belegschaft konnte sich in Sicherdie Wohnung leer. Einer dieser Wehrmänner 30g sich beim Vor- die Brauerei- Arbeiter Versammlung vom 22. v. Wits.( Nr. 169 des heit bringen. Auf Ersuchen der Grube entsandte am Sonntag früh dringen eine starke Rauchvergiftung zu und mußte weggetragen Vorwärts") enthaltenen thatsächlichen Angaben über oben genannten die Berliner Feuerwehr zur Hilfeleistung den Obermaschinisten Stublant werden. Nachdem außer der Ortswehr auch diejenigen von Lichten Betrieb unrichtig seien. mit drei Feuermännern, ehemaligen Berglenten, die sich beim Auf berg, Rnummelsburg, sowie der Dampfsprizenzug aus der Memeler Centralverein der Bildhauer Deutschlands. Abends 8 Uhr ruf freiwillig gemeldet haben. Die Grube brennt in großer Ausstraße mit zujanunen sechs Rohren eine Stunde Wasser gegeben im Gewerkschaftshaus Bersammlung.„ Wann und in welcher Höhe wird dehnung und ist ein Stollen, um eine weitere Ausdehnung des Feuers hatten, war die Macht des geners gebrochen, doch ist der Dachstuhl ein Zuschuß aus der Lokalfaffe bei Streifs 2c. gezahlt." zu verhüten, in einer Länge von 500 Meter unter Wasser gesetzt total eingeäschert. Mehrere nicht verficherte Mieter haben erhebliche Verein selbständiger Fensterputzer Berlins bei Liebherr, Wall- worden. Um zu den vom Feuer abgeschnittenen Berglenten zu ge Verluste. Straße 31/32. langen, die wahrscheinlich schon tot sind, wird von der Seite aus ein neuer Stollen getrieben werden. Gerichts- Beitung. " 1 Vereinskalender. = " wie Von den Ertrumfeuen des der zur AbEin ungetreuer Seelsorger. In Ducherow bei Anklam erArbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Rich. regt die Verhaftung des dortigen Pastors Köhn Aufsehen. Er genoß Thate, Schöneberg, Grunewaldstr. 99. Erster Kassierer: Seifrit, Ein Nachklang der Maifeier war am 6. August vor der didiciustr. 16. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten bei der Gemeinde unbeschränktes Vertrauen. Bei Prüfung der Ferien- Straffammer des Landgerichts I zu vernehmen. Die organi au Otto Rasche, Reichenbergerstr. 115 a. Dienstag, Uebungsstunde abends Kirchenfasse stellte sich ein Fehlbetrag von 25 000 m. heraus, darauffierten Bauarbeiter Gurfasch, Schmidt und Scholtta hatten 9-11 1hr. Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Billowstr. 59." Olympia", hin fuhr Pastor Köhn nach Greifswald, stellte sich freiwillig der sich am 1. Mai nach der Vormittagsversammlung etwas augefneipt Manteuffelstr. 88. Zimmerman, Grüner Weg 29. Hand in Hand I", Schneider, Staatsanwaltschaft und gestand, daß er seit langer Zeit Unter ind in diesem Zustand einen Ban betreten, wo der Arbeiter füppfe, Melchiorstraße 15. Streuzberg", Heinze, Bergmannstr. 70 Edelweiß", schlagungen von Geldern aus der Kirchenkasse verübt habe. Echo", Mündner, Linienstr. 19. Sadowski thätig war. Die Folge war eine Anflage wegen ber Wiederhall", Schnieber, Admiralstr. 21. Ueber einen gefährlichen Krankheitsfall in Hamburg " Freiheit II", Schmauser, fuchter Rötigung gegen alle drei. Wie sich in der Verhandlung Adlershof, Bismarckstraße 16. Myrthenblätter", Spät, Georgenfird) bringt die Hamburger Börsenhalle" einen ebenso geheimnis ergab, hat Gurfasch dem Sadowski vorgehalten, ob er sich nicht schäme straße 65. beunruhigenden Bericht: Bei Unverzagt II", Bachstein, Salzwedelerstr. 16. Freies vollen zu arbeiten, während Schmidt sich zu drohenden Menßerungen und einer Lied", Friedrichsberg, Schuhmann, Frankfurter Allee 181. Rothe wehr der Einschleppung ansteckender Krankheiten eingerichteten Rothe Nelfe II", Rosin, gesundheitspolizeilichen Handbewegung hat hinreißen lassen. Gurfasch ist aber dent Schmidt elfe I", Obst, Schöneberg, Grünewaldstr. 110. Beaufsichtigung Hafens wurde in den Arm gefallen und hat ihn an Gewaltthaten verhindert, und Alpenglocke", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Ruppinerstr. 42. Borwärts IV" Schulze, Rathenow, Jägerstr. am 30. Juli auf einem Schiff ein Mann gefunden, Scholtfa hat die beiden andern ersucht, wegzugehn. Gegen Scholtfa Wilbrodt, Müllerstr. 7. Weddinger Harmonie", der am Typhus zu leiden schien. Der Mann wurde in das Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwit in alte allgemeine Krankenhaus gebracht. beantragte der Staatsanwalt selbst die Freisprechung, dagegen wollte der Mart. Da sich am 4. August Sangesluit II", Bergmann, Bajewalterstr. 3.„ Weiße die den Verdacht erweckten, er Gurfasch mit einer und Schmidt mit drei Wochen Gefängnis be- Rose I", Malchin, Reinickendorf, Residenzstraße 101. Arbeiter- Mai Symptome einstellten, straft sehen, weil beide in der übereinstimmenden Absicht gehandelt bund", stemke, Nowawes, Wallstraße 55. Glasarbeiter", Köpenick, daß es sich um eine gemeingefährliche Krankheit hätten, Sadowski bon der Arbeit abzuhalten, und deshalb Müggelheimerstr. 29. Gsmeralda", Bark, Cotheniusstr. 3. Streuz handeln könne, ist der Kranke mit allen Vorsichtsmaßregeln Gurkasch auch für die Handlungen Schmidts verantwortlich sei. berger Harmonie", Möhring, Admiralstr. 18 c. Nord- Ost"," Göbel. in der Epidemie- Abteilung des Eppendorfer Krankenhauses isoliert Der Verteidiger Rechtsanwalt Wolfgang eine bekämpfte diese traße 51 32. Ginig", Schulz, Blumenjir. 38. Landsberger Affec 156. Freie Feldblume" Schmidt, Stalizer worden. Gleichzeitig sind alle Personen, die mit den lebertragung der Berantwortung mit dem Hinweise darauf, daß burg, Müller, Türrichmidtstr. 37. Cäcilia", Brandenburg a./H., Bettermann, Beobachtung in den dafür bestimmten Baracken in Eppendorf unterMorgenroth", Rummels Kranken in Berührung gekommen sind, zur ärztlichen Gurkasch durch sein Dazwischen gezeigt habe, wie wenig er das Vor- Wilhelmsdorferstr. 111.„ Rirdorfer Männerchor II", Mirdorf, Rohloff, gegen Schmidts billigte. Auch bei Schmidt bat der Verteidiger sermannstraße und Herfurthstraßen- Ecke. Schneeglöckchen II", Bots: gebracht worden. Milde walten zu lassen mit Rücksicht auf seine Angetrunkenheit; dam, Glajer, Brandenb. Kommuuitat. 16. Tertilia", Barz, Waldemar freilich würde der Angeklagte besser gethan haben, die agitatorische Straße 27. roh- Hoffnung", Wagas, Pallasstr. 16. Verband Deutscher Bereinte Sänger Wilmers: Weizen, gut Thätigkeit nüchternen Kollegen zu überlassen, indessen habe er offenbar Gastwirthsgehilfen, Mörschel, Jüdenstr. 35. mittel Stofenrot", Quade, Schwedendiese flare Einsicht in seinen Zustand nicht mehr besessen. Das Gesicht bor, Bilmersdorf. Witte, Berlinerstr. 40. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. gering Senefelder I", sprach Gurfasch und Scholtfa frei und verurteilte Schmidt zu 30 M. Kreuz, Alexanderstr. 30. Kupferschmiede", Feind, Weinstraße 11. Geldstrafe. Vorwärts VII", Rummels: Schuhmacher", Weigmann, Andreassir. 32. Frohsinn I", Nummels: burg, Bentling, Göthe und Kantstraßen- Ece. burg. Beutling, Göthe und Kantstraßen- Gde. ftraße 11 a. Bring Sanbjerystr. 72, Zum Ambos. Tauchert. Kollegia", Reichenbergerstr. 157, Bergner.„ Einigteit I" 31 " D. Ctr. Marktpreise von Berlin am 4. August 1900 Kartoffeln, neue, D- Ctr. 9Rindfleisch), Keule 1 kg 1,60 1,20 do. Bandy 1,20 1 Schweinefleisch " Kalbfleisch 1,60 1,10 1,60 1,10 1,60 1:20 M 60 Hammelfleisch Butter 3,60 2,40 " " " *) Moggen, gut mittel gering " " " †) Gerste, gut 15,40 14,90 mittel " 14,80 14,30 Gier 60 Stüc " gering afer, gut " 14,20 13,70 Karpfen 1 kg 16,40 15,40 3, 1,40 " mittel 15,30 14,30 Bander 2,60 1,40 gering 14,20 13,30 Hechte 2,40 1,20 lichtstroh en Grbjen Speisebohnen Vinien " 6,50 5,50 Barsche 1,80 0,80 " " 7,40 4,80 10, " Schleie 25,- Bleie 45,- 25, Kredse 70,- 30, 2,40 1,20 1,40 0,80 ver Schof 2,40 2,50 ro*) frei Wagen und ab Bahn. Felsenjest", verändert. Aale Ein ,, teurer Fall". Der Kaufmann O. aus Württemberg war in cinem großen Berliner Hotel abgeftiegen. Als er cines Nach- Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen mittags von einem Ausgang zurückkehrte und eilends seinem Zimmer im Bereinskalender sind zu richten an Albert Liebetren, Berlin, Putbuserzuschritt, trat er auf ein Stück mit Kleister bestrichenes Linoleum, ftraße 44, IV. Dienstag: Rauchfl.„ Eldorado", Grüner Weg 120, it) das zur Ausbesserung des Bodenbelags befiimmit war, glitt aus, fiel Ebeling. Grüne Giche", Urbanstr. 51, Bech. Ambalema", Forster Reuer Berl. Rauchflub", Reichenbergerstr. 146, Anklam. hin und brach den rechten Arm. Da die Hotelleitung den Unfall straße 19, Udel. Domingo", Waldemarstr. 16, lediglich der Haft und unvorsichtigkeit des Gastes beziv. der Fahr- Phöni". Schöneberg, Hauptstr. 97, Rut. lässigkeit des von ihr mit der Ausbesserung betrauten Handwerkers Korea", Weidenfveg 45, Schumta. zuschrieb und darum jede Ersatzpflicht ablchute, erhob der Berlegte albureifier", Marienburgerstraße 16, Göz. Neuer Hain", Langenbeck Klage, in der er über 5000 Mart sofortige Entschädigung für Kurstraße 4, Techtmeier. Bruderbund", Grünauerstr. 5, Gallowsfb. tosten usw. sowie eine dauernde Reute von 4000 m. pro Jahr Blütenduft", Cotheniusstr. 1, Fedtke. Ruhiga", Briẞerstraße 46, Derzog, forderte. Nach umfangreicher Beweisaufnahme erklärte das Berliner Pfeifenfopf", Falkensteinstr. 5, Gonell, Gemütlichfeit I", Wiener: Produktenmarkt vom 6. August. Die Tendenz für Weizen und Landgericht I die beklagte Hotelgesellschaft dem Grunde nach für straße 7, Gräfer." Diana", Schöz, Bremerstr. 71." Immergrün", Roggen war an der heutigen Frühbörse schwach. In erster Linie gilt dies Kairo", Buttmannstr. 9, Engler. Blane haftpflichtig, weil sie sowohl als Hotelbefizerin auf Grund des Gast- Hecht, Beughofstr. 9. von Weizen, der durch niedrigere amerikanische. Notierungen und durch aufnahmevertrags wie als Hansbefizerin für den gefahrlosen Zustand we und Borndorferstraßen Ede. Bolle IV" Putbuserstr. 30, Reimann. Blaue Wolfe II", Sienast, hiesiges Angebot von Sheriffweizen von Magdeburg ungünstig beeinflußt Beilchenblau", Winsstraße 56, wurde. Am Mittagsmarkt vollzog sich eine Befestigung infolge der ander den Gästen zur Verfügung stehenden Rämme, namentlich der Dimte. Beronita Stalizerstr. 22, Nan. Kräftiger Bug", ziehenden Preise in Oestreich- Ungarn und der Erwartung von Regen Treppen, Zugänge und Flure, Sorge zu tragen und sich in dieser faligerstr. 102, Fröbel."-„ Eldorado I", Grüner Weg 25, Beel. wetter. Weizen stellte sich schließlich 0,50 M. unter gestrigem SchlußBeziehung einer groben Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe. Das Portortfo", Langeftr. 23, Emnirich.„ Weichselduft II", Röslinerstr. 3, stand, während Moggen 1,25 M. anzog. Hafer war still und un Kammergericht pflichtete dem Vorderrichter bei und ebenso das Reichs Krabbenhöft. Seegras", Liegnißersir. 18, Manegold. gericht. Was die Höhe der Entschädigung betrifft, so sprach das Dunderstr. 2, Kurze. Bolldampf", Zorndorferstr. S, Schulz. Berliner Landgericht I dem Kläger eine sofortige Entschädigung von Brüder" Nen- Weißensee, Heinersdorfer Weg 38, Helmke. Fidele Brüder III", 6250 M. und eine dauernde Rente von 2500 M. zu. Da sich weiter Brüder II", Graudenzerstr. 2, Drefoll. Buttonserstr. 19. Borwärts I", Lint, Wrangelstr. 86. hin eine namhafte. Autorität auf dem Gebiete der Nervenheilkunde Heiler, Borbagenerstr. 21. Weiße Lilie", Krest, Seestr. 25. gutachtlich dahin äußerte, daß O. infolge des Unfalls an trauma- Central Raucherbund. Zuschristen an Mar Stoch, Rirdorf, Hermanntischer Neurose leide und in seiner Arbeitsfähigkeit dauernd um die Straße 34. Dienfiag: Florida", Rirdorf, Schüttfe, Bergstr. 31. Hälfte geschädigt sei, während das Jahreseinkommen des erst 36 Jahre Morgeurot", Rirdorf, Heickhaus, Hermannstr. 52. Concordia", Rirdorf, Alpenhöhe", Riydori, Köpte, Starlsgartenalten Klägers auf mindestens 7-8000 M. zu veranschlagen war, so Neumann, Karlsgartenstr. 19. mußte die Hotelleitung einen fürzlich geschlossenen Vergleich, demgemäß Wolfe", Steglig, Schimrod, Düppelir. 7. Blane Swinemde 758 WSW ftraße 1. Starfe Raucher", Nixdorf, Scheut. Hermanistr. 42. 756 SO O., nachdem bereits über 12 000 m. gezahlt waren, mit weiteren „ Selgoland", Steglitz, Thieme, amburg Berlin 758 SD Rugestr. 6." Deutsche Giche", Stegliz, Kliemann, Düppelstr. 26. 40 000. abgefunden wurde, noch für einen günstigen erachten. Grime Linde", Friedenau, Hegedt, Katier- Allee 85. Ranafter", Marien: Grantf./M. 757 S München Jusgesamt hat der allgemeine Deutsche Versicherungsverein, der nach felde, Betsch.„ Brasil", Nowawes", Schmidt, Wilhelmstr. 3. Maßgabe feines Haftpflichtversicherungs- Vertrags mit der Hotel Gerinama", Lichtenrade, Reisel. Nordpol", Berlin, Neumann, Lieben: Wien gesellschaft für diese eintrat und zum Schuß seiner Versicherten alle alderstr. 43. Hand in Hand", Brix, Schrammer, Chauffeeftr. 27. gesetzlichen Mittel erschöpft hatte, um den Schadensersatz auf ein Gefang, Turn und gesellige Vereine. Dienstag: Gejangverein Zunächst wärmer, teils heiter, teils wolkig bei frischen südwestlichen Nener Berl. Schachklub Winden; später Regen und Abkühlung. Berliner Wetterbureau. möglichst geringes Maß zu beschränken, unter Einrechnung der hohen Maiglöckchen Nord", Ramlow, Schönhauser Allee. Stralauerstr. 3-6. Musikverein Frisch- Auf", Lehmann, ReichenbergerProzeßkosten rund 58 000 M. für die Berficherte gezahlt. straße 19.Gesangverein Thnicher Humor", Krumrey, Landsberger Play 5. Theaterverein" Othello I", Nowac, Manteuffelstr. 9. Landsm. Verein . Plauen i. V. u. Untg. zu Berlin", M. Köhler, Alte Jatobstr. 83. Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Musikverein Lorging", Vogel, Schlesischestr. 44. Bitherverein Einigkeit", " " Lustige midele ifinger, Vittoria", Witterungsübersicht vom 6. August 1900, morgens 8 he. Stationen 760 S Wetter Stationen Barometer stand mm Wind richtung 16 aparanba 752S 4 heiter 1wolkig 3hlb. bed. 12 Betersburg 2 woltig 14 Cort 1 bedeckt 12 Aberdeen 15 Baris 14 Windstärke Better Temp. 11. 6. FSI( 5.= 4°. 2 bedeckt 13 16 13 14 742 WSW 4 Regen 751OSO 3bedeckt 757523 2 bebedt 758 WNW 3 bedeckt Wetter Prognose für Dienstag, den 7. August 1900. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag. Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. 3. 20. 15. Feld Artillerie Regiment steht in Straßburg i. E., das 15. Fuß- Artillerie- Regiment steht in Thorn und Graudenz. A. B. 100. Ansiedelungs Rommission für Westpreußen und Posen Eine Brandstifterin hatte sich gestern vor der zweiten Straf kammer am Landgericht II zu verantworten. Die 17 Jahre alte Marie Koch diente bei dem Rentier Karl Seemann in Deutsch Wilmersdorf. Am 18. Mai d. J. stahl sie geständigerweise aus dem Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turnv." Fichte", Berlin, abds. Silberspinde der Herrschaft, zu welchem sie den Schlüssel im Büffett 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Staligerstr. 55/56; 4. Männerabt.: Moabit, spinde gefunden haben wollte, 20 W., wovon sie 10 M. an ihre Siemensfir. 20; 5. Männerabt.: Aderſtr. 67; 6. Männerabt.: Stall in Berlin. Schwester gab, während sie die andern 10 M. für sich behielt. Am fcheiberstraße 54; 9. Männerabth.: Müllerstr. 158, Ece Triftstraße; Abonnent Törmer. Lesen Sie doch in einem Konservations Leviton 27. Mai plünderte sie das Silberspind um 300 m., da es ihr aber 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabt.: Boeckhstr. 17/20; den Artikel Spurweite" nach Meinicke. Wir bitten Sie, uns Ihre nähere Adresse anzugeben. einleuchtete, daß dieser Diebstahl nicht so wie der erste bemerkt 6. Lehrlingsabt.: Reichenbergerstr. 67/70; 1. Damenableitung: Mariannenufer la. Turnb.„ Eiche", Köpenic, Männer u. Jugendabteilung: bleiben fonnte, so begoß sie in der Nacht Thürpfosten, Dielen und Klein's Hotel( Wilhelmsplatz), abdens 7-9 Uhr: 2. 73. Der Verein ist uns unbekannt. Uebungsst.. 2. 100. Ihre Frau haftet für Ihre Schulden nicht. 3.6277. Spinden mit Petroleum und zündete dann das Haus an. Zu seinem Freie Turnerschaft. Rirdorf Briz", Bethge, Briz, Chauffeeſtr. 39, 62 1. Der Feind ist zu nichts verpflichtet. Nach den Anschauungen des Glück kam der Dienstherr von seinem Abendschoppen gerade zu der bis 81 Uhr: 2 Schülerinnen- Abteilung, 8 bis 10% Uhr: 2. Frauen fogen. Bölferrechts entspricht es dem Anstand, requirierte( freiwillig oder un Zeit nach Haus, als das Fener sich entwickeln wollte. Die Dielen Abteilung. Turnerschaft d. B. Nereus"( gegründet 1882), Vännerabt., freiwillig gelieferte) Lebensmittel zu bezahlen. 2. Halls ein Strieg erflärt brannten bereits hoch auf. Es gelang ihm, das Feuer zu löschen, Reichenbergerjir. 131/132, abbs. 8-10 Uhr, Damenabt. Manteuffelstr. 7, wird, sind die Militärpflichtigen zur Heeresfolge nach China verpflichtet. bevor es weiter um sich greifen konnte. Noch hatte man bezüglich abbs. 8-10 Uhr. Turnb. Froh und Frei", Groß Lichterfelde, Pagel, W. Sp. 1. Ueber die Geschichte und Statistik der Prostitution in " Freie Turnerschaft" in Deutschland eristiert eine außerordentlich reichhaltige, freilich den Gegen der erkennbar vorsätzlichen Brandstiftung teinen Berdacht auf das Chauffeeſtr. 104, abends 8 bis 10 Uhr. stand feineswegs erschöpfende. Litteratur. Sie finden vorzügliches Material jugendliche Dienstmädchen geworfen, da hielt es dieses für Friedrichsfelde, abends 8-10 Uhr, bei Bube. Bringen- Allee 30. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulstr. 24. in dem Bericht über die internationale Konferenz zur Vorbeugung der angemessen, den Verdacht auf andre zu Tenten. An dem Dienstag: Schwinuiflub„ Borwärts", abends 7 Uhr, ehem. Auerbachsche Syphilis und venerischen Krankheiten( Brüffel, September 1899). Jus Tage der Entstehung des Brandes und am nächsten Tage Badeanstalt, Stralauer- Allee. Schwimmflub„ Neptun"( Weißensee), abends befondere enthält das Referat des Dr. Blajchto reiches Material. Ferner begoß fie die Treppen mit Petroleum. Am nächsten Tag stürzte fie 72 Uhr, Seebad Weißensee. finden Sie viel Material über die Sie interessierende Frage in Bebels Frau, ganz verstört in das Wohnzimmer der Herrschaft, wo diese zusammenfowie in der Neuen Zeit". Der Jahrgang 1887 dieser Zeitschrift enthält faß, und schrie:„ Es brennt schon wieder!" Der Dienstbert lief einen instruktiven Artikel von Dr. Scheenlant, die Jahrgänge 1891, 1892 hinaus, aber von Fener war teine Spur zu sehen. Wohl aber eine Reihe guten Materials. Von Büchern über diese Frage führen wir konnte fonstatiert werden, daß die Treppe wieder mit Betroleum Zur Eigenfabrikation des Papiers wird die Firma Ihnen an: Freudenberg, über Staats- und Privatbordelle 1796, Stieber begossen war mid daneben ein halb verbranntes Streichholz lag. Scherl u. Co., die Besizerin des Berliner Lokal- Anzeiger", in( anonym erschienen) die Prostitution in Berlin 1846, Lippert: Die Jezt mußte sich der Verdacht der Thäterschaft auf das Mädchen lenten, Birna eine große Fabrit errichten, die täglich 800 Centner herstellt. Prostitution in Hamburg 1848, Dufour, histoire de la prostitution Paris 1851-53, Hügel: Zur Geschichte, Statiffit und Regelung der zumal der Dienstherr die Petroleumfamne unter Verschluß gebracht Cine moderne Zeitungsfabrikation, die es versteht, alle Vorteile des Prostitution, Wien 1865, Jeannel: Die Prostitution in den großen Städten, hatte und festgestellt wurde, daß sämtliche Lampen ausgegossen Großbetriebs auszunußen und aus der Urteilslosigkeit des Bürger- Erlangen 1869, Reich: Ueber die Unjittlichkeit 1877, Duboc: Die Be waren. Das Mädchen legte nun der Herrschaft ein Geständnis ab. tums den Gewinn zieht. handlung der Prostitution im Reich, 1877, Congrès pour la réforme " Dermilchtes. de la prostitution, Genève 1877, 1878. Nofotoufe: de la prostitution der Artikel Gesinde" in Wurms Boltslexikon und eine im Reichstag bei| die Butunft: Es ist für eine Zeitung unmöglich. Litteraturangaben über alle en Europe. Columberger: die Aufhebung der offentligen Säufer in Gelegenheit, der Beratung des Bingerlichen Geſchönchs von von einem möglichen Fragen jedem Leser mitzuteilen. Der Ort, um sich über die Solmaz 1881, 1884. Guyot: la traite des vierges à Londres, Paris Kommissionsmitglied verfaßte. im Buchhandel nicht erichienene, gedruckte Litteratur zu informieren, ist die öffentliche Bibliothek und sind die Bücher: 1885; Petersen, Nathusius und andre in den Zeitfragen des christlichen Darlegung, die sich in der Reichstags- Bibliothek vorfindet. Seitdem find fataloge. Ihnen gegenüber ist nur deshalb eine Ausnahme von der Rege!, Lebens." Reus: la prostitution, Paris 1889; Ave Lallement Physiologie die Gewerbe- Ordnungen vielfach, insbesondere durch die Ausführungsgesetze zum solche Fragen nicht zu beantworten, gemacht, weil Ihre Anfragen allgemein der deutschen Polizei 1882, und die norddeutſche Bundespolizei 1868; Bürgerlichen Gesegondo, ve verändert. Wollen Sie sich über dieselben informieren, inferessierende Dinge betreffen und weil sie an einem Ort wohnen, von Gunot: études de physiologie sociale; Verhandlungen der Halte so müssen Sie schon die Gesegbücher der einzelnen Staaten, insbesondere dem aus sich in der regelmäßigen Weise zu informieren schwer sein mag. schen Konferenz der deutschen Sittlichkeitsvereine, Verhandlungen der aus dem Jahre 1899 und 1900 nachlesen. Soviel uns bekannt, soll eine Wollen Sie sich über die von Ihnen angegebenen Fragen gründlich itjorallgemeinen Konferenz der Sittlichkeitsvereine 1890, n. flg.; Wagner: auf historische und systematische Darstellung des jezt vorhandenen Gesinderechts mieren, fo müffen Sie natürlich auch die hauptsächlichsten Geschichtsquellen bennacit erſcheinen.-3 geas Sie wünſchen, fuben Sie in den im„ Vor- und Geschichtsbücher lesen: wiſſenſchaftliche Forschungen ohne Sindium dieſer über die bis zum 1. Januar 1900 bestandenen Gesinde- Ordnungen enthält wärts" besprochenen Ueberblicken über das verstossene Jahrhundert. Für sind numöglich. zum Stampf wider die ländliche Unzucht, Wiünden 1898. 2. Gine Ulesei ficht Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 7. August. Opernhaus. Geschlossen. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Deutsches. Der Probekandidat. An fang 7 Reijing. 7 Uhr. Uhr. Die Geisha. Anfang Residenz. Die Dame von Mayim. Anjang 72 Uhr. Nenes. Unsere Gufti. 8 11hr. Anfang Westen. Boccaccio. Stuf. 71 Uhr. Schiller. Garmen. Anjang 7 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Sulamith. Cart Weiß. Die Boyer in China. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der Stedbrief. Su Garten: Specialitäten Vorftellung und Konzert. Aufang 6 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Jim Garten: Specialitäten- Vor stellung. Metropol. Specialitätenvorstellung. Der Zauberer am Nil. 811hr Apollo. Anfang Specialitäten Borstellung. Venus auf Erden. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anjang 8 Uhr. Paffage Panoptikum. Speciali täten- Vorstellung. Uranin. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte. Zaubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr ( im Theateriaal): Eine Wande rung durch die Partjer Welt: nusstellung. Urania Taubenstrasse 48/49. " 4. d. Mts. verschied nach langen Leiden Cigarrenmacher Schweizer- Garten. Sanssouciferich Schlegel. prachtvollen Am Königsthor. Haltestelle der elektr. Ringbabu. Am Friedrichshain. Natur- Garten Täglich: Im Theater abends 8 Uhr: Konzert, Theater, Ballett, Specialitäten- Borstellung, Ball. Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. Tägi. Sternwarte. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). r, 3 Vorstellung Kinder). um 12, 5, 7 und 9 Uhr. Von 7 bis 10% Uhr: Théâtre variété. CASTANS PANOPTICUM Neue plastische Gruppe: Kampf eines deutschen Seesoldaten mit Boxern bei Tientsin! Die sensationellen lebenden Photographien: Ausfahrt des Chinageschwaders u. a. m. Die Tiroler Sängergesellschaft Almrausch, 51 Ediller Theater Metropol- Theater. ( Wallner Theater). Morwitz- Oper. Dienstag, abends 7 Uhr: Carmen. Oper in 4 Aften von Georges Bizet. Der Täglich 9 Uhr 10 Min.: Zauberer am am Nil und das brillante Mittwoch, abends 7% 19: August- Specialitäten- Progr. Gastspirt Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Donnerstag, abends 7/2 Uhr: Zampa oder: Die Marmorbraut. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Novität! Clown Tanti Patty Frank- Truppe Catrini- Ballett Dressterte Affen it Hunde. 16 Peri, Bart.- Afrobaten. ausgeführt von 7 Damen Miss Olga Straitiongieuse. Elly Groné Chanjonnette. Fritzi Destrée Feuer: 1. Flammentanz. Herm. Pertois Fuß- Equilibrist. Im Witwen- Vercin. susipiet. Meier mit'u? Boffen- Burleske. Franzi Held Siederfängerin. Täglich abends 10 Uhr: China im Fener. Kriegsschauspiel in 4 Bildern Die lustigen Weiber. Operette. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Max Kliems Sommer- Theater 13-15. Briinifche Vettung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und 101 Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. & Mittwoch: Die beliebten Donnerstag! Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr au geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. E jeden Sonntag u. Donners: fag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Gäme, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 f. Donners: tags 8 1hr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Bereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Puhlmanns Vaudeville- Theater. Schönhauser- Allee 148. Kastanien- Allee 97-99. Täglich: = Konzert, Theater nud Specialitäten Vorstellung. Künstler I. Ranges. Im renovierten Saale: Großer Ball. Anfang 4 Uhr. Lehmann. W. Noacks Theater. Brunnenstraße 16. Täglich im Garten: Theater- u. n. Specialitäten- Vorstellung Novität! Novität! Berliner Sonntagsreiter oder: See- Terrasse Lichtenberg Die luftigen Jockeys. 6 Röder- Strasse 6 ( zwischen Steuerhaus Landsberger Allee und Lichtenberg). Sonntag, den 12. August, nachm. 3 Uhr: Gr. Kinder- Freuden- Fest! Jedes Kind erhält beim Eintritt in den Garten ein Geschenk. Grosses Konzert. Vorzügliche Specialitäten- Vorstellung im offenen Varieté. Entree frei. 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Kasseneröffnung 7 Uhr. Garten- Konzert 7, Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Feldschlößchen Juh: Fritz Nagel, Müllerstraße Nr. 142. Täglich: Kenzert, Theater: und Specialitäten- Borstellung. Entree frei. Comptags: Gr. Extra- Vorstellung und Ball. Entree 20 Pf. Kastanien- Allee 7-9. Täglich: Lebenswellen. Volks: stück mit Gefang und Tanz in 3 Affen. von Hugo Schulz, Musit von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballettmeisterin Frl. Döring. Auftreten der Ercentric Chansonnette Molly Verch, d. Grotesque Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett. The Miltons, Turner am dreifachen Sied, The Gladenbecks, Kraftgladiatoren, The Herwoods, Neger Ercentrics. Konzert. Im Saale: Ball. Anfang 4 Ubr. Eintritt 30 Pf. Num. Blak 50 Pf. Kalbo. Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 ant Stüftriner Platz: Täglich Konzert. Theaterund Specialitäten Vorstellung. Nur erstklassige Nummern. Auf.: Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Kinder 10 Pf. Sperrfis Nachzahl. 20 Pi. Anf.: Wochent. 5 Uhr. 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Die Beerdigung findet am Dienstag: nachmittag 6 1hr von der Leichen: halle der Auferstehungs- Gemeinde in Weißensee aus statt. [ 22496 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 6. August unser trenes Mitglied Wilhelm Koch, gestorben ist Sübenerstr. 14, 129/13 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8. d. Mis., nachmittags 3 Uhr, vom Markus Friedhof in Wilhelmsberg aus statt. Umt rege Beteiligung der Mitglieder ersucht Ser Borstand. Von der Reise zurückgekehrt. Dr. Hahn, Gerichtstr. 47. Von der Reise zurück. Dr. Paul Christeller, An der Stadtbahn 21. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von[ 4989* Robert Meyer, 2 Mariannen- Straße 2. idmungs- Stränge, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswert geliefert. 2. M. an, vorzügl. Operetten: Burleste mit Gesang und Künstl. Zähne Neene Garantie. Tanz von O. Mylins. Musik von Plombieren. Schmerzlojes Bahuziehen. Richard Thiele Reparaturen in 2 Stund. 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Um rege Beteiligung ersucht Achtung! 2156* Der Vertrauensmann. MAURER. Achtung! Donnerstag, den 9. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Generalversammlung aller zum Streikgebiet gehörigen Zahlstellen des Centralverbands der Maurer etc. Tages Ordnung: 189/9 1. Vortrag des Kollegen Silberschmidt über: Die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation. 2. Abrechnung des Streiffonds vom ersten Halbjahr. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Rixdorf! Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet Die Vertrauensperson der Frauen. Achtung! Maurer. Achtung! Mittwoch, den 8. Auguff, abends 8% hr: Zwei große Mitglieder- Versammlungen des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend für den Norden, Nordosten und Diten| für Moabit, Wedding u. Geſundbrunnen in Schneiders Festsälen, Belforterstraße 15.| in den Armininshallen, Bremerstr. 72-73. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Vortrag der Kollegen Kater und Gehl über:" Zarifgemeinschaften und ArbeitslosenUnterstügung." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in einer dieser Versammlungen zu erscheinen. Der Vorstand. 129/ 12* Rixdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Donnerstag, den 9. August, abends 8 Uhr: Deffentliche Parteiversammlung im Apollo Theater. Hermannstraße 48-50. Tages Ordnung: 1. Bortrag über politische Tagesfragen. Ref.: Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine- Berlin. 2. Diskussion. 3. Anträge zur Kreis: konferenz. 4. Wahl von drei Delegierten zur Kreisfonferenz. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist ein zahlreiches Erscheinen erforderlich. 203/16 Anarchisten! Der Vertrauensmann. Socialisten! Mittwoch, den 8. d. Mts., abends 8 Uhr: Große Volks Versammlung in Cohns großem Saal, Beuthstr. 20/21. Tages Ordnung: Attentate und Anarchie. Referent: Fritz Dempfwolf. 22516* Der Einberufer. Achtung! Manrer. Achtung! Dienstag, den 7. August 1900, abends 8 Uhr, im Lokale Schönhauser Allee 28: Mitglieder- Versammlung des Centralverbands 2c. für Norden und Nordosten. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Die Reform des KrankenVersicherungs- Gesetzes." 2. Diskussion und Verschiedenes. 134/15 Guten Besuch erwartet Die Verbandsleitung. Achtung, Bananschläger! Donnerstag, den 9. August 1900, abends 7 1hr, bei Schulz, Grenadierstraße 33: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der Fünfer- Kommission über die Regelung der Fehler in unfrem Lohntarif. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Jedes Wort: 5 ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 8. August 1900. abends 8%, 1hr, bei Keller Roppenstr. 29 Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- fer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Mittwoch, den 8. August cr., abends 8/2 Uhr: General Versammlung versammlung der Klempner = Tages Ordnung: im Gewerkschaftshaus, Engel- fer 15. Tages Ordnung: Kaffenbericht, Bericht des Vorstands, der Werkstatt- Kontrollkommission und des Arbeitsvermittlers. Bericht des Gauvorstands. Ersatzwahlen für 1. Stellungnahme zu der Lohnbewegung der Rohrleger und Gehilfen. die Ortsverwaltung. Anträge auf Ausschluß einiger Mitglieder. Verbands: 2. Die gegenwärtige Lage der Klempner, und was gedenken wir zu thun? Angelegenheiten. 105/12 3. Wahl eines Branchenvertreters und einer Agitations- Kommission. 4. Ver bandsangelegenheiten. 114/19 Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Drechsler. Heute, Dienstag, den 7. August, abends pünktlich 8 1hr, bei Mörschel, Jüdenstraße 35/36: Kommissions Sigung der Drechsler. Jedes Kommissionsmitglied hat anwesend zu sein. Bezirk Friedrichsfelde. Donnerstag, den 9. August 1900, abends 8% Uhr bei Bube Prinzen- Allee 30 Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Stuiche. 2. Werkstellen- Angelegenheit. 3. Berschiedenes. Es ist Pflicht jedes Kollegen, der in Friedrichsfelde wohnt, in Berlin arbeitet und dem Holzarbeiter Verband angehört, die Bezirksversammlung zu besuchen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Zimmerer. Achtung! Central- Kranken- u. Sterbekaffe der Zimmerer Freitag, den 10. August, abends 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: 34/ 8* Der Einberufer. 259/ 12* Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Uebernahme Wegen größerer Restauration verkaufe gangbare Schant: wirtschaft. Gothenstraße 35, Schöne + 105* berg. Edklokal verkauft, Inventarpreis, Boillon, Neue Hochstraße 25.+61/9 Ortsverwaltung Berlin. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Kaffenanaelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimftr. 41a. Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Militäreffekten- Sattler. Mittwoch, den 8. August, abends 8 Uhr, in den„ Arminhallen", großer Saal. Kommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Antworten der Fabrikanten auf unsre Forderungen. Referent: Kollege Sassenbach. 2. Zwingen uns die Antworten, in einen Streif zu treten oder sind sie annehmbar? 3. Verschiedenes. Es darf fein Kollege fehlen, thue jeder seine Pflicht. 63/2 Die Agitationstommiffion Berlin IV. Weidenbrück. Fliesenleger. Dienstag, den 7. August cr., abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung bei Schulz, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: Unser Streit. Die Kommission. Wichtig für Schneidermeister! Räumungs- Ausverkauf 160/2 von Tuchen, Buckskins, Kammgarn wegen Geschäftsverlegung nach Spandauerstrasse Max Friedländer jr. Poststrasse, Ecke Molkenmarkt. Künstl. Zähne on 3 M. an, vorzüglich. Zähne plombieren schmerzlos. Kleine Anzeigen. Möbelverkauf zu soliden Preisen, Kinderwagen, überall Riefenaus: auch Teilzahlung. Römer, Sebastian: wahl." Baby", Spandau, Potsdamer: straße 81. 2202b ftraße 20. 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