Nr. 7. 1 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: ierteljährlich 3,30 Mt., monatlich o Mt, wöchentlich 28 Pfg. frei Haus. Einzelne Nummer Bfg. Sonntags- Nummer mit str. Sonntags- Beilage Neue It" 10 Pfg. Post- Abonnement: Mt.pro Quartal. Unter Kreuzd: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 ẞfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern fprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Landgemeinde- Ordnung für die sechs östlichen Provinzen vom 3. Juli 1891 tritt am 1. April d. J. in Kraft. Von schätzenswerther Seite gehen uns anläßlich dessen, folgende beachtenswert Ausführungen zu: = he Sonnabend, den 9. Januar 1892. Die Angesessenen aber vertheilen sich so, daß die erste und dritte Klasse je 5, die zweite 6 von ihnen wählen muß. Wählt eine Klasse weniger Angesessene, als ihr vorgeschrieben ist, so gilt die Wahl der Nichtangesessenen nicht, aber umgekehrt, wenn mehr Angesessene in einer Klasse gewählt werden, dann schadet das nichts, denn„ mindest en 3" zwei Drittel der Mitglieder der Gemeindevertretung müssen Angesessene sein. Eine Maximalzahl ist nicht bestimmt. Die Zahl der Mitglieder der Gemeindevertretung, die zu wählen sind, kann durch Ortsstatut auf 12, 15, 18 oder höchstens erhöht werden, die niedrigste Bahl ist 9( breimal soviel als der Schulze mit zwei Schöffen). Ist schon diese Wahlbestimmung und das Dreiklassen- WahlExpedition: Beuth- Straße 3. Wer auch allen diesen Bedingungen genügt hat, ist noch immer nicht wahlberechtigt. Er muß nun noch einer von folgenden Bedingungen genügen: 1. entweder ein Wohnhaus in dem Gemeindebezirk be fizen; 2. oder soviel Grundbesig im Gemeindebezirk besitzen, daß er davon jährlich mindestens drei Mark Grund- und Gebäudesteuer entrichtet; 8. oder zur Einkommensteuer veranlagt sein; 4. oder zu den Gemeinde steuern nach einem Ein tommen von mehr als 660( sechshundertundsechszig) Mart steuern. Schon in der Zeit vom 15. bis 30.( nicht 31.) Januar müssen die Listen der Gemeinde= Angehörigen, die Wahllisten für die im März laut Gesetz stattfindenden Gemeinde- 24 bertreter Wahlen bilden, öffentlich ausgelegt werden. Es ist also an der Zeit, daß sich die betheiligten Arbeiter darüber schlüssig machen, ob sie an diesen Wahlen theilnehmen wollen, fyftem den Arbeitern sehr ungünstig, so ist das Wahlrecht womög- von den Gemeinde- Abgaben frei bleiben können. Gind diese ym bie Agitation erforderlichen Falls in Gang zu bringen. lich noch ungünstiger gestaltet. Dazu ist es nöthig, daß sie sich über die Tragweite der Wahl und was bei derselben zu erreichen ist, ein Bild machen. um " Dabei ist zu bemerken, daß alle Einkommen unter 900 Mart Einkommen durch Ortsstatut befreit, dann haben die betreffenden Der Gemeinde-( Wahl-) berechtigte muß in eine Liste der Personen überhaupt kein Wahlrecht. Gemeindeglieder eingetragen sein. wahlberechtigt, wenn er auch sonst allen Bedingungen genügt. Die ländlichen Arbeiter in den östlichen Provinzen, selbst Wer also mit weniger als 660 M. zu den Gemeinde Um dies zu erreichen muß er folgenden Bedingungen ge- Abgaben eingeschätzt ist, fein Haus und auch kein mit mindestens Das Gesetz vom 3. Juli 1891 ist mit großer Kunst so ein3 M. Grundsteuer belegtes Grundeigenthum besitzt, ist nicht gerichtet, daß selbst in dem besten Falle, wenn die Arbeiter alle nügen: Gemeindeverordneten" durchsetzen, für die sie aus 1. er muß selbständig sein. Das bedeutet nach dem ihrer Mitte Kandidaten überhaupt aufstellen dürfen, sie in einer Gesetze, daß er 24( schreibe: vierundzwanzig) Jahre alt Gemeindevertretung höchstens ein Neuntel der Gesammtzahl ist, das Verfügungsrecht über sein Vermögen nicht durch richter- wenn sie Haushalt haben, aber in den Häusern des Gutsbesitzers der Gemeindeverordneten erhalten können. Da 24 aber die höchste liches Urtheil verloren hat, und einen eigenen Haus- wohnen, werden selten das Einkommen über 660 M. erreichen. gefeßliche Zahl der Gemeindeveeordneten ist, so wären nach dem st and hat. Es sind also alle ausgeschlossen, die in Schlafstelle Sie erlangen also kein Gemeinderecht, selbst dann nicht, wenn besten Wertheilungsmodus drei Vertreter der Arbeiter das Höchste, wohnen, in Kost oder Wohnung beim Betriebsunternehmer find, sie zu den Leistungen der Gemeinde herangezogen werden. was nach dem Gesetze in der größten ländlichen Gemeinde, wie furs die nicht selbst wirthschaften; also fast alle unverheiratheten Man ersieht hieraus, daß diese Landgemeinde- Ordnung ein fie die Vororte Berlins bilden, zu erreichen wäre. Wahlen der Gemeindeverordneten müssen in allen Gemeinden stattfinden, die mehr als 40 Gemeindeberechtigte, d. i. Stimmberechtigte in ihren Listen haben. Diese gemeindeberechtigten Glieder der Gemeinde werden zur Ball in drei Klassen nach ihrem besteuerten Ginkommen getheilt. Dabei ist es selbstverständlich, daß die Arbeiter, so weit sie überhaupt gemeindeberechtigt sind, was wir später sehen werden, in die dritte Klasse fallen. Arbeiter. Die Selbständigen haben nun ferner folgenden Bebingungen zu genügen: 1. daß sie Angehörige des Deutschen Reich 3 find; 2. die bürgerlichen Ehrenrechte befizen; 3. seit einem Jahr in dem Gemeindebezirk wohnen; 4. teine Armen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln cmpfangen; Gesetz ist, das den Ansprüchen der Arbeiter in feiner Weise Rechnung trägt, daß es ein echtes und rechtes Denkmal der heutigen politischen Richtung ist, die man zuweilen mit dem Worte: Neuer Kurs" bezeichnete. " Ob es nun lohnt, in eine Agitation für die Wahlen zur Gemeindevertretung in den ländlichen Gemeinden einzutreten, das muß nach den Verhältnissen der einzelnen Gemeinden beurtheilt werden. In den großen ländlichen Gemeinden um Berlin herum und Nun bestimmt das Geseß, daß mindestens zwei Drittel der ( Hier gilt also nur die Gegenwart. In dem Augenblicke, in vielleicht noch in manchen anderen ähnlichen Gegenden möchte zu wählenden„ Gemeindeverordneten" mit Grundbesitz welchem Jemand die Eintragung in die Liste der Gemeinde- es sich wohl lohnen. Die Genossen an jedem Orte, die die Veransässig sein müssen; das Drittel der Nichtangesessenen, die ge- glieder verlangt, darf er keine Unterstützung erhalten. Er muß hältnisse kennen, werden am besten beurtheilen können, ob bei wählt werden können, wird auf die drei Wahlklassen gleichmäßig eingetragen werden, wenn er sonst den Bedingungen entspricht, einem solchen Wahl- und Wahlberechtigungssysteme, das den Arbertheilt. Geht ihre Zahl durch drei nicht auf, so fällt der Nicht- auch wenn er früher Armenunterstützung bezogen hat. Doch beitern im allergünstigsten Falle vielleicht ein Neuntel der Size angesessene, wenn nur einer überzählig ist, auf die zweite Klasse, ruht sein Gemeinderecht, und also auch sein Wahlrecht sechs in der Gemeindevertretung erreichbar macht, das ihnen vielleicht nicht( twa auf die dritte. Sind zwei Nichtangesessene als Rest Monate nach der letzten empfangenen Armenunterstützung, wenn noch einen oder den anderen Sitz mit einem kleinen Grundbesitzer zu vertheilen, so erhält einen die erste, den anderen die dritte er sie nicht zurückgezahlt hat.) Klaffe. Die höchste Zahl der Gemeindeverordneten ist 24. Davon müßten also 16 Angesessene" sein. Die 8 Nichtangesessenen bertheilen sich auf die drei Wahlklassen so, daß die erste und Dritte je 3, die zweite zwei Nichtangesessene wählen darf. Feuillefon. Madbrud verboten.] 17 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. 5. daß sie die auf sie fallenden Gemeinde- Abgaben gezahlt haben. ( Auch hier ruht das Wahlrecht, wenn ein Gemeinde glied auf Mahnung durch den Steuererheber nicht zahlt, bis es gezahlt hat.) zu besetzen gestattet, der einer der Unseren ist, für sie irgend ein Vortheil zu erreichen ist. Vielleicht erscheint ihnen die Agitation an und für sich, die auch diese Wahlen gestatten die Gelegenheit, Mißverwaltung und Uebelstände in Versammlungen öffentlich zur Sprache zu bringen, der Gemeindeverwaltung einmal den Pelz zu waschen, aber tüchtig, doch wichtig genug. Nun, so soll's für heute Abend sein Bewenden damit über Fräulein Hedwig hereingebrochen. Wie in aller Welt haben", entschied der Gestrenge.„ Aber ich verlasse mich war das möglich, konnte das möglich werden?" " auf Sie, meine Herren! Bei dem geringsten Lärmen schicke" Wie das möglich sein konnte? fragen Sie? Weiß ich hinter. Morgen früh werde ich die Sache zur Anzeige ich es denn selbst zu fassen? Mein Leben hätte ich verbürgt bringen, denn eine so unerhörte Schmähung der Gerichte ist für Hedwig's Redlichkeit!". noch nicht dagewesen, und nun vollends in einem Gerichts- Und jetzt zweifeln Sie daran?" lokal! Da hört ja wirklich Alles auf. Bringen Sie nun" Mein Gott, ich weiß nicht, was ich denken soll; mir aber den Herrn jetzt gleich hinter." ist mein Kopf so wirr. Sie wissen, daß sie heute ihre Kommen Sie, Herr Barth und seien Sie ver- Stellung und Wohnung beim Kaufmann Rollmann vernünftig", sagte Frank, indem er den jetzt ganz Willenlosen lassen und mein Gast werden sollte. Als ich, nachdem Sie Entschuldi gen Sie gefälligst, Herr Jwan," unterbrach beim Arme nahm und mit sich fortzog. Was der von mir so plötzlich getrennt worden, nach Hause kam, war in hier Frank, sich hervordrängend und dem Russen das Tausend, Sie sind doch sonst ein ganz vernünftiger Mann sie schon anwesend. Sie hatte sich von meinen Wirths Wort abschneidend: Sie sind hier noch fremd und gänzlich und wissen, daß solche Gefühlsäußerungen hier gar leuten den Schlüssel geben lassen und war mit dem Aussind. Der Kluge Mann sucht sich aus räumen ihres Koffers beschäftigt. Ich habe sie kaum be ordnung. Ich werde mir erlauben, hier im Namen der schlimmen Affären so gut wie möglich herauszuziehen und grüßen und ihr in meiner Herzensangst das Ihnen WiderGesellschaft zu sprechen. Gustel, warten Sie noch einen sich nicht noch tiefer hinein zu reiten. Bedenken Sie doch, fahrene erzählen können, als es laut an unserer Thüre doppelt nöthig schellt. Was denken Sie, empfinde ich, als ich den BezirksSache auf die Spize treiben wird. Bedenken Sie nur ein fönnen. humanen und rücksichtsvollen Beamten, der nicht gleich die haben, um Ihren Lieben den nöthigen Beistand leisten zu Bolizei Inspektor mit zweien seiner Leute vor mir stehen Wir wollen die Sache unter uns eingehend in sehe, der mich sofort fragt, ob Hedwig bei mir sei. Ich mal ziehen. Manches sieht im Anfang viel schlimmer bejahe es und führe ihn auf sein Verlangen herein. SoDer Herr Inspektor brüben und die meisten Gefängniß aus, als es sich bei ruhiger Ueberlegung ausweist." bald er in unser Zimmer getreten, kündigt er Hedwig an, schließer find jedenfalls ausgegangen, um ihren Sonntags Kaufmann Rollmann habe ihn ersucht, eine Durchsuchung Abend zu genießen. Herr Barth hat sich von seiner leicht Gemächer zurück; auch der Wachtmeister verließ mit den Spitzen vermisse." Die Wechsel Jnhaftirten zogen sich wieder in ihre ihrer Effekten vorzunehmen, da er ein Päckchen sehr kostbarer begreiflichen Aufregung hinreißen lassen; er hat sich jetzt einigen den Schauplay, so daß nur noch Jwan und das schon einigermaßen beruhigt, und wir wollen uns ver-| bürgen, daß er keine weiteren Exzesse begeht. Nicht wahr, Wachtmeister sah sich unentschlossen um. Die Anderen gaben ihre Zustimmung zu erkennen, der Väterchen", bat des Wachtmeisters jüngstes Töchterchen und Lassen Sie es wenigstens für heute Abend gut sein, meine Herren?" faßte seine Hand. Frau Wachtmeisterin mit bestimmterem Tone. " Mach' feinen Standal heute Abend, Mann!" rief die Mädchen zurückblieben. Gott sei Dank, daß es noch so abgelaufen ist," flüsterte das Leytere. Ach, wie schnell hat sich unser kleines Glück " auf's Traurigste verändert, wie im Windeshauche; ich kann das Alles noch gar nicht recht fassen." " Theuerste Elise," rief Iwan leidenschaftlich aus, mir blutet das Herz, daß ich Sie so in Noth und Kummer „ Es ist doch kaum zu glauben." So empört ich über das Verfahren und den nichtswürdigen Verdacht war.. " Nichtswürdig in der That!" " So gewann ich doch bald Fassung genug, um meine fassungslos gewordene und wie vom Donner gerührt das stehende Freundin zu beruhigen." sehen muß, während ich mich hier gebunden fühle. Das stellen. Schlimmste von Allem freilich ist das Schicksal, welches I " D, ich fann mir die abscheuliche Szene lebhaft vor„ Es gelang mir das auch nach und nach; die Durch Möge also jeder Arbeiter an der Hand der angegebenen Bedingungen seine Verhältnisse prüfen und wenn er findet, daß er wohl berechtigt ist, in die Liste der Gemeindeglieder aufgenommen zu werden, so gehe er nachsehen, ob er in die Liste eingetragen ist. Vor allem wäre bei dieser Agitation auf die geringe Be Ides konservativen Blattes sich mit dem allgemeinen Theil| bedeutend lüderlicher gewirthschaftet; oft bebt man zuletzt ücksichtigung des Arbeiters und des armen des Erfurter Programms einverstanden erklärt, be vor den ärgften Gaunereien nicht zurück. Ein neuestes Mannes, sowie der gesammten zur Miethe wohnenden weist nichts Auderes, als daß er ein ungewöhnlich starker Beispiel liefern die Enthüllungen über den gegenwärtigen Bevölkerung der Landgemeinden aufmerksam zu machen. Konfusionsrath vor dem Herrn ist. Wir Sozialdemokraten freikonservativen Landtags: Abgeordneten Grafen Gers kennen die Weise und den Text, auch die Herren Verfasser. Dorff, der bis vorigen Herbst noch Landrath des Kreises Hinter dem sozialistischen Deckmantel blickt die Polizei Hoyerswerda war. Husaren- Rittmeister a. D., KammerKnute hervor. herr, Johanniterritter, Landesältester und wer wei Nicht, daß wir sagen wollten, der Verfasser sei un was noch, und der zuletzt zu den raffinirtest ehrlich es mag ihm mit dem was er sagt ganz ernst Schwindeleien, 11 die ihn jeder Hochstapler sein, allein er weiß weder was er will, noch hat er vom neiden müßte, seine Zuflucht nahm. Um die stand Die Listen werden vom 15. bis 30. Januar ausgelegt. Der Sozialismus den leisesten Begriff. Und seine Schreiberei gemäßen" Bedürfnisse dieser Herren zu befriedigen, tön Ort, wo sie einzusehen sind, wird öffentlich bekannt gemacht. hat nur insofern ein ernsteres Interesse für uns, als die man die Kornzölle noch so hoch steigern, ihr" Nothstan Jeder Gemeindeberechtigte hat das Recht, die Listen einzusehen Veröffentlichung derselben in einem konservativen Organ uns bliebe derselbe und die Landwirthschaft würde kaum ein und gegen ihre Richtigkeit bei dem Gemeindevorsteher in schlagendster Weise die Rathlosigkeit und Zerfahrenheit Gewinn davon haben. schriftlich oder mündlich Einspruch zu erheben. Dieser Einspruch leichtsinnig der konservativen Partei zeigt, die übrigens jetzt nicht zum Die Selbsteinschätzung wird für die besseren erstreckt sich durchaus nicht nur auf die eigene Person, sondern kann ersten Male nach dem Strohhalm des Sozialismus greift. Elemente der verschuldeten Grundbefizer, die leicht sinnig auch für oder gegen andere Perfouen erhoben werden. Wenn man duktionsmittel" nicht blos zu fiskalischen", sondern auch in den Vortheil haben, daß sie einmal Einnahmen und Aus3. B. in der Lifte einen Namen einer Person finden würde, die erster Linie zu sozialpolitischen Zwecken" anbetrifft, so" ist gaben berechnen und sich nach der Decke zu strecken lernen, fich wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das mit Ab- uns dieser Gedanke schon früher einmal in sehr greifbarer und wenn man heute in den Bourgeoisblättern unterscheidet erkennung der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft werden kann, in Form begegnet, nämlich in dem Bismarc'schen Tabak- zwisch en scharfer und milder Einschätzung, so verlangen wir Untersuchung befindet oder verhaftet ist, so tann jeder Stimm- monopol, das ja auch in erster Linie sozialdemokratischen unsererseits, daß vor allem eine gewissenhafte Ein berechtigte die Streichung einer solchen Person verlangen. Auch Zwecken" dienen und das famose Patrimonium der Ent- fchäzung erfolgt. Wer gegenwärtig die Raisonnements der Blätter der herrschenden Gesellschaftsklassen betreffs der kann jeder Stimmberechtigte fich überzeugen, ob seine Freunde, erbten" bilden sollte. von welchen er glaubt, daß sie in die Liste gehören, eingetragen Steuerabschätzung lieft, muß sich wundern wir hatten uns in Beziehung auf dieselben das Wundern schon fast voll find, und ihre Eintragung verlangen, wenn er sie nicht verzeichnet ständig abgewöhnt, mit welcher Unverfrorenheit sie ihr findet. ganz gemeines cigene Interesse als einziges Interesse des gesammten Staates hinstellen. " Wir wissen, was dahinter stat und was daraus geworden ist. Und wir wollen auf der Hut sein gegen neue Monopol Pläne! Sollte es selbst bei diesem Gesetze glücken, einen oder einige Vertreter unserer Partei in eine Gemeindeoertretung zu bringen, Die Selbsteinschäßung zur Einkommensteuer macht so wäre das ein um so größerer Erfolg unserer Sache. Wenn besonders den großen Grundbesitzern Kopfschmerzen, und Die wohlwollende Sozialreform- Politik des er in der Vertretung auch vereinsamt sein möchte, so wäre er von allen Seiten finnt man, wie man sich der richtigen Staats zeigt sich, wo er als Muster- Arbeitgeber den Privat er in der Vertretung auch vereinsamt sein möchte, so wäre er Einschätzung entziehen könne. Die meiste Hoffnung setzt unternehmern mit gutem Beispiel vorangeht. Das von uns doch zur Verschärfung des bürgerlichen Gewiffens in der Gemeinde- man noch auf die Steuerbehörden, und wenn dieselben aller- mitgetheilte Birkular eines fönigl. Eisenbahn- Betriebsamts verwaltung nicht zu unterschätzen. Er wäre ein unbequemer scheint nicht vereinzelt dazustehen. So wird uns ge Mahner, der durch seine alleinige Anwesenheit manche Bedrückung schrieben, von den Arbeitern und anderen ärmeren Gemeindegliedern abhalten würde. Politische Uebericht. ſind, und man wird dann erkennen, wie unbegründet daß auf der Strecke zwischen Mülheim und Schlebusch bis jekt acht Notten Arbeiter auf der Rheinischen Eisenbahn( rechtsrheinisch) aus Dünnwald entlassen sind. Ferner find in Spel dorf und Derendorf viele Arbeiter von der Eisenbahn- Verwaltung entlassen worden. Auf der Bergisch- Märkischen Eisenbahn ist vielen Beamten, Telegraphisten, welche auf den Bahnhöfen beschäftigt sind, wegen mangelnden Betriebes gekündigt worden. Solches ges schieht mitten im Winter von dem Staate als Arbeit geber. Die„ Voffische Zeitung" bringt in gleicher folgenden Drahtbericht aus Breslau: Innerhalb des königlichen Eisenbahn- Direktions bezirts Breslau haben abermals zahlreiche Arbeiters entlassungen( Wagenschieber, Güterboden- Arbeiter und Hilfsschreiber) stattgefunden. bings in der Weise verfahren wollten, wie jener Landrath, der einem Rittergutsbesitzer, der sich richtig, also bedeutend höher einschätzte als seine im gleichen Vermögensstande befindlichen Nachbaren, dieses als nicht standesgemäß verwies, dann wäre den Gutsbesitzern geholfen. Man vergleiche, zumal im Osten, den ungeheuren Aufwand vieler Guts besitzer mit dem Einkommen, auf welches fie abgeschätzt ihre Klagen über die nothleidende Landwirthschaft Berlin, den 8. Januar. find. Da giebt es Gutsbefizer mit einer Besitzung von Das fozialdemokratische Programm, so wie es in vielleicht 500 000 M. Werth, die mit 400 000 M. Schulden Erfurt formulirt worden ist, hat die volle 3uftim- belastet ist, ganz abgesehen von den Hand- und Wechselmung cines ultratonservativen Blattes, der schulden. Der betreffende Besitzer hätte also im günstigsten " Allgemeinen Konservativen Monatsschrift" erhalten. Ge- Falle auf ein Kapitaleinkommen von 3-4000 M. zu rechnen. nanntes Blatt erklärt, daß der allgemeine Theil des Pro- Er selbst bekümmert sich kaum um die Wirthschaft, für gramms wesentlich unanfechtbar sei; Einzelnes deren Geschäfte er einen Inspektor hat. Dabei hat er für sei übertrieben, der Kern aber richtig. Die Debatte den eigenen Gebrauch eine umfangreiche Wohnung, einen über die Handwerkerfrage im Reichstag habe ge- Luxusgarten, Equipage und besondere Kutschpferde, wohl zeigt, daß dem alten Mittelstand schlechter auch ein paar Reitpferde. Einen großen Theil des Jahres Die Folge diefer Maßregel für die entlassenen Arbeiter ist dings durch keine Palliativen, auch durch bringt er in der Stadt zu, wohnt in den vornehmsten und die, daß sie mitten im Winter ohne Arbeit und ohne Verdienst Handwerkerkammern nicht mehr zu helfen theuersten Hotels, oft auch mit seiner Familie. Er nimmt nur schwierig neue Beschäftigung finden werden und vielfach fümmerlich unter Sorgen und Entbehrungen sich durch den sei. Die Zukunft werde nur Denen gehören, die die Theil an jedem Sport und an allen standesgemäßen" FestWinter schlagen müssen. Für die Staatsbahnverwaltungen Todten ihre Todten begraben ließen, und sich lichkeiten. Er lebt nicht wie ein Mensch, der auf ein Ein- aber hat sie zur Folge, daß die Arbeitszeit der beibehaltenen am Aufbau eines neuen Mittelstandes be fommen von 8-4000 M. angewiesen ist, sondern als ob Arbeiter verlängert und die Ansprüche an ihre Arbeitskraft theiligen wollten. Das aber könne nicht anders geschehen, er mindestens das 20-30 fache besitzt. Das gehört zum gesteigert werden müssen. Darunter hat dann zuletzt die Sicher als durch sozialistische Maßregeln, d. h. durch standesgemäßen" Leben, wir nennen es ein ganz nichtsheit des Betriebes und die Regelmäßigkeit der Beförderung zu leiden. Berstaatlichung nicht aller, aber doch vieler mußiges Luderleben. Wollte er ehrenhaft leben, so Produktionsmittel und durch einen Staats- müßte er in einer solchen Lage sehen, daß er selbst im Stande Doch das sind alles nebensächliche Gesichtspunkte, die betrieb, der dann nicht ausschließlich von sei, die Geschäfte des Inspektors zu besorgen, Rutsch- und Hauptsache ist, daß immer neue Mittel zur Vermehrung fistalischen, sondern in erster Linie von Neitpferde, soweit sie nur dem Luxus dienen, veräußern, von Armee und Marine beschafft werden. sozialpolitischen Gesichtspunkten ausgehe. er müßte sich von den„ standesgemäßen" und kostspieligen Das genannte Blatt bemerkt hierzu: Durch diese, auf den ersten Blick allerdings recht revo- Berguügungen, zu dem ihm die Mittel fehlen, fern halten, folgendes amtlich festgestelltes Resultat. Abgegeben wurden Die Reichstags Stichwahl in Hildesheim ergab lutionär flingenden Sätze ist die liberale Presse ganz aus er würde dann wenigstens ehrenhaft leben und könnte im Ganzen 19 561 Stimmen, hiervon für Amtsrath Sanders dem Häuschen gerathen, und wir geben auch gern zu, daß hoffen, seine Besitzung und seine Lage aufzubeffern. Statt Himmelsthür( natlib.) 11 220 Stimmen, für Gutsbesizer einem biederen Manchestermann, wenn er derartiges liest, beffen lebt er weiter standesgemäß", was in seinem Falle Bauermeister- Heyersum( Bentr.) 8341 Stimmen. Ersterer ist eine Gänsehaut überlaufen muß. Die Sache ist aber nicht nichts anderes heißt, als er lebt wie ein 2um p. Und somit gewählt. so gefährlich, wie sie aussieht. Die sozialistischen Phrasen daß er ein solches Leben noch eine Reihe Jahre werden durch die Forderung eines neuen Mittelstands" fortführen kann, che sein Besitzthum unter den Wie doch die Zeiten sich ändern. Vor Jahren, da tödtlich auf den Kopf geschlagen. Der Sozialismus, der Hammer kommt, zeigt, wie einträglich die Landwirthschaft, galten die Polen als die gefährlichsten Feinde der staat einen neuen Mittelstand" erstrebt, ist unser alter Be- wenigstens der größeren Besizer, denen fast ausschließlich lichen und gesellschaftlichen Ordnung. Die Polen, Juden kannter, der preußische Staats- und Polizei die hohen Zölle zu Gute kommen, sein muß, wenn es noch und Franzosen" bildeten 1848 und 1849 bis in die 50er sozialismus, der in Stunden, wo er seiner Phantasie die so viele Mühe kostet, sie vollständig abzuwirthschaften. Jeder Jahre die unheilige Dreieinigkeit, die von den kontre Bügel schießen läßt, von einem neuen Mittelstand" in der nur einigermaßen die ländlichen Verhältnisse in den revolutionären Wühlhubern dem deutschen Angst- Michel bei Stadt und Land schwärmt, der ein eigenes Häuschen, ein Ostprovinzen fennt, wird uns zugeben, daß wir durch- jedem Anlaß als typisches Schreckbild an die Wand gemalt eigenes Stückchen Land hat, hübsch unter der polizeilichen aus nicht übertreiben, noch auch vereinzelte Ausnahmen wurde. Und unter der Bismarck'schen Nera galten die Staatsfuchtel steht, und als echter Musterbürger Soldat schildern. Bolen als die bösartigsten und gefährlichsten wird, Steuern zahlt und' s Maul hält. Daß der Gelehrte Unter den großen Standesherren wird vielfach noch feinde". Jetzt ist die Fraktion der Polen in dem suchung der Effekten wurde vorgenommen und schien schon beinahe refultatlos zu Ende gediehen zu sein, als mit einem Male einer der Polizeidiener ein Bäckchen emporhob, welches, als es geöffnet wurde, die gesuchten Spitzen erblicken ließ." ,, D, die Unglückselige!" Hedwig fant mit einem lauten Aufschrei der Verzweiflung ohnmächtig zu Boden. Mit Mühe brachte ich sie wieder zum Bewußtsein zurück: zu einem schrecklichen Bewußtsein!" Schrecklich, schrecklich!" " Und als der Inspektor ihr schließlich ankündigte, daß er sie unter solchen Umständen in Haft nehmen müßte, da faut sie mit einem herzzerreißenden Weheschrei an meine Brust und rief:" Elise, werdet Ihr an mir verzweifeln?" Arme Freundin, was mußten Sie in diesem Augenblicke empfinden!" ,, Einige elende Spizen!" " Reichs Gottes herleiten wollen, weil sie mit ihren Kalbsaugen Und gelingt es ihr, ist sie darum minder um den oder mit ihren verhärteten Herzen niemals in die Tiefen Blüthenschimmer ihrer Jugend gekommen? Hat nicht ihr des Elends dieser Welt hineingedrungen sind. Nein, nicht jungfräuliches Bartgefühl während der hochnothpeinlichen die Welt, wie sie ist, sondern wie sie sein könnte nach Untersuchung einen Brandfleck nach dem anderen bekommen? den gebotenen Möglichkeiten, die ist, wenn auch nicht das Und das Alles um ein Paar Spizen!" Wert eines Meisters, so doch ein kaum erforschter Wundergarten, in welchem nur leider, wie in jedem üppigen Boden, neben den herrlichsten Blumen auch die schlimmsten Schlangen großgezogen werden; und die Kultur ist noch nicht so weit vorgedrungen, um die Oberherrlichkeit des Guten, Schönen und Wahren gegenüber den feindlichen Mächten des Bösen und Schlechten zu wahren." Ach, Sie sprechen leider nur zu wahr." " Und da giebt es noch geistreiche Juristen, welche bes haupten, die höchste Genugthuung, welche der Staat einem unschuldig Prozessirten geben könnte, bestehe in seiner Freisprechung! Jawohl, nach verrosteten, juristischen Begriffen, nach verschimmelter altrömischer Rechtsweisheit! O, diese Welt wäre nicht zu ertragen, wenn man nicht die Kraft und den Muth in sich fühlte, sie der noch " Die Tiger, die Schlangen, alle schädlichen Thiere hat in blauen Fernen liegenden Erträglichkeit um ein Stückchen man so ziemlich ausgerottet; man zieht sie um der Wissen- näher zu bringen!" schaft oder der Kuriosität halber in zoologischen Gärten, Jwan hatte sich mit seinem Gedankengange soweit in aber die menschlichen Tiger, Hyänen, Wölfe, Klapper- das Gebiet spekulativer Betrachtungen verloren, daß er erst " Es ist nicht zu sagen. Nun riß sie sich los von mir, schlangen und Affen, die läßt man noch allenthalben frei jetzt zum Bewußtsein der Pflicht kam, ein ihm so nahes nachdem sie mich noch einmal heftig mit ihren Armen um- herumlaufen, ja man schützt sie womöglich noch durch Ge- stehendes menschliches Wesen zu trösten. Er ergriff daher schlungen und an ihr Herz gedrückt hatte, und eilte zur fete, wenn fie flug genug find, ihre Leidenschaften in den die Hand des Mädchens, welches mit innigem Interesse Thüre hinaus. Ich aber lief in meiner Herzensangst hier- konventionellen Schranken zu halten. So ein Mädchen, seinen mit großer Wärme geäußerten Worten gefolgt war, her und habe nur noch neues Unglück angerichtet. eine Wunderblume im Garten der Menschheit.." und begann mit dem herzlichsten Tone: " Seltsam, fürchterlich", meinte Jwan kopfschüttelnd." Ja, das war meine Hedwig!" Ich kann es nicht glauben, daß sie schuldig sein sollte;" Sieht vielleicht ein Paar schöne Spizen, die manchmal aber auch wenn sie unschuldig, wird es ihr schwer werden, jahrelang keinen Räufer finden und schließlich vielleicht nur ihre Unschuld nachzuweisen. Der Verdacht ist zu groß, der dazu dienen, eine alte Roquette, eine feile Buhlerin zu Beweis scheinbar zu handgreiflich, als daß er nicht gewöhn- schmücken, für die sich ein unerfahrener Jüngling oder ein lichen Richtern genügen sollte." grauer Sünder ruinirt. Sie hat einen schwachen Augenblick, fie will sich einmal damit schmücken. Sofort erfaßt sie das Räderwerk der Justiz und vernichtet sie." " Und mein armer Bruder, wie soll er diesen neuen Schlag nur ertragen, er, der eben erst die Früchte aller seiner Anstrengungen mit einem Schlage vernichtet sehen mußte und nun ebenso schnell und unerwartet sein letztes Lebensglück zertrümmert sieht?" " Ja, Sie haben Recht; es ist entsetzlich, wie hier auf Erden den dunklen Schicksalsmächten noch immer Spielraum gegeben ist. Wie hohl und ekelerregend flingen solchen Ereignissen gegenüber die Deklamationen von Leuten, welche die Pracht, die herrliche Ordnung, die überwältigende Harmonie der Dinge auf Erden bewundern und daraus den Ruhm eines allmächtigen, allweisen und allgütigen " Das Räderwerk der Justiz!" " Es ist dies vielleicht nöthig, die Herren vom juristischen Handwerk haben noch nichts Besseres finden können. So wird es kommen, wenn sie schuldig sein sollte." ,, D, aber sie ist gewiß nicht schuldig!" " Wie aber, wenn sie unschuldig ist?" " O, Hedwig ist gewiß unschuldig!" " Theuerste Elise, ich bin Ihnen meinerseits eine Er klärung schuldig, die ich mir für eine andere, passendere Gelegenheit aufgespart hatte, die mir aber jetzt dringlich erscheinen muß. Ich bin nicht, was Sie denken.. " D, meine Ahnung," rief das Mädchen erregt,„ Sie sind nicht, was Sie zu sein behaupteten, das ist die Wahrheit! " Wie es gekommen, daß ich unter einem anderen Namen, mit einem vorgeschützten Stande vor Sie treten mußte, daß werde ich Ihnen zu einer anderen Stunde erklären. Jch gehöre einer hervorragenden russischen Adelsfamilie an." " Auch das noch," seufzte das Mädchen und senkte das von so vielen Sorgen und Schmerzen zugleich heimgesuchte schöne Haupt. Aber ich stehe allein und selbständig in der Welt. Kein Mensch hat das Recht, sich zwischen mich und meine " Nun, dann gelingt es ihr vielleicht, ihre Unschuld zu Entschließungen zu stellen. Und mein Herz gehört Ihnen beweisen, möglicher Weise gelingt es ihr aber nicht." Aber ich sage Ihnen, Iwan, es muß gelingen." und meine Schwüre bleiben mir heilig! Was meine persön lichen Verhältnisse aubetrifft, so sind dieselben zu dieser 27 Deutschen Reichstage die einzige Fraktion, welche be- treten. Und was sind die guten Jbeen? Selbstverständlich swegen überdies zur Unterstützung der Nothleidenden auf dingungslos mit der Regierung geht und bereit ist, nur die Ideen des Herrn Oberpräsidenten. gebracht wird, wird zum großen Theil noch durch Untersämmtliche Forderungen für Militärs und schlagungen und Gaunereien aufgezehrt. So hatte die Marine zwecke ohne jeglichen Abstrich zu be montanen„ Koblenzer Volkszeitung" meldet, in mehreren mehreren hunderttausend Rubeln zum Einkauf von RoggenErnste Ruhestörungen sollen, wie man der ultra- Munizipalität von St. Petersburg einen Betrag von willigen. Sogar die konservativen und die National Drten des Westerwaldes vorgekommen sein. Die während mehl für die arme Bevölkerung der Hauptstadt bestimmt. liberalen- Lettere allerdings nur deshalb, weil ihr Gold nacher, Millionärzüchter und Sklavenzüchtiger Bismarck des Sommers in Sachſen u. 1. w. herumziehenden Händler Zwei Vertreter der Munizipalität begaben sich nach Libau, Nicht an der Regierung ist verlangen Ersparnisse. und Händlerinnen seien jetzt hierher in ihre Heimath zurückUnd warum dieser wunderbare Wechsel in der Stellung gekehrt und suchten ihren Landsleuten sozialdemokratische wo sie mit dem Getreidehändler F. Buchert das bezügliche Und warum dieser wunderbare Wechsel in der Stellung Lehren beizubringen. Auf's heftigste befeindeten diese Agita- Preise verkaufte und im Voraus bezahlte Mehl erwies sich sozialdemokratische Raufgeschäft abschlossen. Das von diesem zu sehr hohem Haltung der Polen? Die Regierung hat ihnen einige toren ihre Pfarrgeistlichen. Wie das Blatt hört, sei an indessen in schändlichster Weise mit Sand, Kalk, Asche 2c. e Bugeständnisse gemacht, ihnen gnädig und huldreich einem jener Orte während des Gottesdienstes sogar in die verfälscht und zwar in dem Maße, daß einem Bud, das ist was man in den Dienstmädchen- Anzeigen" gute Be- Kirche hinein nach dem Geistlichen geschossen worden. In einer Quantität von 40 Pfund, 18 bis 20% Pfund olung" nennt, angedeihen lassen wenigstens bessere einem anderen Orte sei es in der Kirche zu solchen dieser fremden Bestandtheile beigemengt waren. Dieser Fall Behandlung, als unter dem vorigen Regiment Tumulten gekommen, daß der dienstthuende GeistMode war sonst aber absolut nichts, auch garliche das hochwürdigste Gut wegen Entweihung des fteht keineswegs vereinzelt da. Aus verschiedenen Theilen 3 -Korrespondenzen und Parteinachrichten. Trotzdem im Vorwärts" bereits zweimal nichts gethan, was auf des Reiches werden ähnliche Fälschungen gen.eldet. Aenderung des Standpunkts der deutschen und preußischen Kölnische Volkszeitung" will eine gleiche Nachricht erhalten Gotteshauses aus der Kirche trug. Die ultramontane Der Khedive von Egypten, Mehmed Tewfik Pascha, Regierung den Polen und ihren nationalen Bestrebungen haben und bemerkt dazu, daß sich leider bestätige, daß sie ist gestorben. Sein Nachfolger als Bizetönig ist sein ältester gegenüber hindeutete. Kein Zweifel, die jetzige Reichs- mit ihren oftmaligen Warnungsrufen an die nassauischen Sohn, Abbas Pascha, der am 14. Juli 1874 geboren und regierung hat sich von der Bismarc'schen Wett Geistlichen Recht gehabt. Welcher Art diese Warnungsrufe also erst am 14. Juli 1892 volljährig ist. England hielt triech Politik losgesagt und die Möglichkeit eines Geistlichen Recht gehabt. den verstorbenen Khedive Tewfik in vollständiger Abhängigkeit Krieges mit Rußland ins Auge gefaßt; und sie hat dem gewesen, wissen wir nicht. Daß diese Ruhestörungen sozialdemokratischer Natur und wird seinen Einfluß auch auf seinen Nachfolger ausgemäß sich auch mit der Rolle zu beschäftigen gehabt, welche seien, ist selbstverständlich aus der Luft gegriffen. Wenn dehnen. Hiergegen tämpfen vor Allem Frankreich und das polnische Element im Fall eines solchen bie gemeldeten Thatsachen richtig sind, so würden sie höchstens Rußland an, welche schon lange die Aufhebung der englischen Kriegs zu spielen hätte allein darin liegt doch wahr haftig teine Bürgschaft für die nationalen Bestrebungen der haben, und wie das Verhalten mancher Geistlichen daselbst die Minderjährigkeit des Khedive zum Vorwand nehmen, haftig teine Bürgschaft für die nationalen Bestrebungen der beweisen, welche Höhe das Elend der Bevölkerung erreicht Befehung Egyptens verlangen. Wahrscheinlich wird England Polen. Leichtgläubigkeit und ein ans Kindische grenzender gewesen sein muß, daß eine solche Erbitterung unter der die Okkupation Egyptens noch weiter auszudehnen. Die Optimismus ist zu allen Zeiten das Unglück der Bolen ge- bem Klerus so treu ergebenen Bevölkerung Platz greifen Diplomatie und die Hinterstuben- Bresse derselben hat also wesen. Nachdem ihr Land der„ Theilung" verfallen war, fonnte. in der nächsten Zeit Beschäftigung. warfen sie sich Jedem an den Hals, der ihnen einen Schimmer von Hoffnung vorgaukelte. Wie haben sie sich Die Berufung auf einen Streit berechtigt die nicht von Napoleon nasführen lassen! Stromweise vergoffen Unternehmer durchaus noch nicht, sich ihren geschäftlichen fie ihr Blut für den korsischen Despoten, und er hat sie Verpflichtungen zu entziehen. So ist letthin in zwei Pronur ausgelacht. Wenn die Polen das Heil von Oben ergessen, die aus dem Bergarbeiter- Ausstand von 1889 herwarten, dann irren sie, wie Alle, die das Gleiche rühren, entschieden worden. In dem einen Falle hatte ein thun. Nur die Völker können dynastisches Unrecht wieder Kaufmann die Lieferung des Koatsbedarfs einer Aktiengut machen, dynastische Verbrechen fühnen. Durch eine gesellschaft für Maschinenbau u. s. w. zu bestimmtem Preise volks feindliche Politik kann aber nimmermehr die übernommen. Infolge des Streits lieferte er nicht, und( Nr. 1 und 2) an der Spitze der Rubrit Parteinachrichten" die Sympathie der Völker erworben werden, ohne die alle die Fabrik bezog den Koaks zu höherem Preise anderweit, Nachricht widerrufen worden ist, daß die Firma Schlick nationalen Bestrebungen der Polen zur Ohnmacht klagte aber gegen den Kaufmann auf Zahlung der Differenz, und Schmidt in Saalfeld im Konkurs sei, ferner erklärt und zur Unfruchtbarkeit verurtheilt zu welcher dieser auch vom Reichsgericht verurtheilt wurde. wurde, daß diese Firma finanziell gut basteht, geben find. In einem anderen Falle handelte es sich um Schadens- einige Parteiblätter immer noch der ersten irrthümlichen Meldung ansprüche einer Fabrit gegen eine andere, die einen bestellten Der Bochumer Stempelfälschungs Prozeß wird Dampflefsel wegen der durch den Ausstand unterbrochenen unseres Thüringer Korrespondenten Raum. Wir bitten deshalb endlich zur Verhandlung kommen. Die Anklagefchrift soll Stohlen lieferung nicht lieferte. Auch hier wurde die Beklagte alle parteiblätter, auch diejenigen, welche die irrthümliche Nachbereits fertig gestellt sein; sie umfaßt gegen 100 Bogen und vom Kammergericht verurtheilt. richt nicht brachten, von der Berichtigung schleunigst Notiz cichtet sich gegen 40 Personen. Vor Ende des nächsten Eine ganze Anzahl ähnlicher Prozesse sollen noch in der zu nehmen, damit der genannten Firma Schaden nirgend Monats dürfte der Verhandlungstermin wohl nicht statt- Schwebe sein. Es wird dieses vielleicht für viele Geschäfts- erwächst. finden. Es erledigen sich damit alle jene Schwindel- leute eine Lehre sein, es in Zukunft ihren Lieferanten nicht In eigner Sache. Frau Hedwig Henrich Wil nachrichten und Telegramme, welche von den betheiligten so leicht zu machen, es auf einen Streit ankommen zu lassen bel mi begnügt sich nicht mit unserer Richtigstellung in Nr. 2 Kreisen so oft verbreitet wurden, daß die Staatsanwaltschaft in der Hoffnung, sich ihren kontraktmäßigen Berpflichtungen des Vorwärts" von diesem Jahre, sondern verlangt in fehr er teinerlei Anklagematerial gefunden und die Untersuchung mit Leichtigkeit entziehen zu können. regtem Ton- sie stützt sich sogar auf§ 11 des Preßgesetzes aiedergeschlagen habe. den vollständigen Abdruck ihrer Erklärung, von der wir in Nr. 2 den wesentlichen Inhalt mitgetheilt haben. Trotzdem wir persön lich für Frau Henrich Wilhelmi die größte Achtung hegen, drucken wir ihre Erklärung nicht ab, weil wir dazu morahaben Frau H.- Wilhelmi, der unser Blatt, als sie verfolgt war, Iisch ebenso wenig verpflichtet sind, wie gefeßlich. Wir in kräftigster Weise und wiederholt zur Seite stand, feinerlei " " Der franzöfifch bulgarische Konflikt, der in der Was politische und was nicht- politische Tendenz letzten Zeit die Presse vielfach beschäftigte, bildet kein ist, hat in klassischer Weise der Ober- Präsident der Provinz Ruhmesblatt der französischen Politik. Ein französischer Posen, Freiherr v. Wilamowit- Möllendorff, in der Journalist, Chadourne, förderte in Bulgarien die russische Generalversammlung des Vereins zur Bekämpfung der Verschwörungs- und Mordpolitik und wurde deshalb von Sozialdemokratie entschieden. In der Versammlung wurde der bulgarischen Regierung ausgewiesen. Die französische Unrecht zugefügt. oie Ernährungs- und die Auswanderungsfrage behandelt. Regierung machte hieraus eine Konfliktsfrage. Sie hält Das Thatsächliche ihrer Erklärung, nämlich daß Frau In der Verhandlung darüber, berichtet der Reichs- An- die bulgarische Regierung, als dem türkischen Sultan unter: Henrich- Wilhelmi für das Handeln des Kölner Freidenkervereins, zeiger", ergriff auch der Ober- Präsident Freiherr v. Wilamowig worfen, nicht für berechtigt, da Frankreich in der Türkei das lediglich Sache des Vereins gewesen" nicht verantwortlich Möllendorff das Wort, indem er, wie das„ Pos. Tagebl." mit gewisse Kapitulationen, Vorrechte bezüglich eigener Gerichts- fei, ist in unserer Nr. 2( vom 3. Januar d. J.) mitgetheilt. theilt, ausführte:. Es sei besrembend(?), wenn Stimmen laut würden, die dem Verein eine politische Tendenz zusprächen; barkeit über seine in der Türkei lebenden Angehörigen ein- Damit war und ist die Sache für uns erledigt. Zu einer Polemik über das Verhältniß der Sozialdemokratie fein Wirkungskreis sei ein rein humanitärer, unter Verbreitung geräumt seien. Derartige Kapitulationen bestehen nur Wie telegraphisch zum fog. Freibenkerthum hat der Vorwärts" zur Zeit. gar keinen von guten() Ideen. Unendlich viel sei in dieser Richtung gegenüber nicht christlichen Staaten. unmittel- nlaß. Für unsere Leser ist das spezifische und berufsmäßige anzustreben und zu erreichen. Die Zahl der brennenden gemeldet wird, soll die Beilegung des Konfliktes unmittel- Freidenkerthum ein überwundener Standpunkt. Unsere Stellung Fragen sei ja nicht flein. Auf dem Gebiete der Freizügigkeit bar bevorstehen und zwar auf folgender Grundlage zur Religion oder Nicht religion ist auf unseren letzten Parteischon sei viel aufzuklären. Diese entvölkere das platte Land und Bulgarien erkennt die ungeschwächte Giltigkeit der Kapitu- kongreffen mit genügender Deutlichkeit präzisirt worden. Jeder überbürde die Städte mit einem lästigen Proletariat. Die Um- lationen an und gesteht zu, daß bei der Ausweisung Sozialdemokrat ist ein freier Denker. Nicht jeder zugswuth der ländlichen Arbeiter, welche sowohl Arbeitgeber Chadourne's unregelmäßig verfahren worden ist. Dagegen Freidenker ist aber Sozialdemokrat. Im Gegentheil, ein großer, ja wie Arbeitnehmer Jahr aus Jahr ein schädige, gebe gleichfalls verzichtet Frankreich darauf, die Wiederzulaffung Chabourne's weitaus der größte Theil derer, die sich par excellence Frei Anlaß zu ernsten Betrachtungen; ebenso. die verfallende Moral unter den Fabritarbeitern, namentlich bei den in Bulgarien durchzusehen. Traurig bleibt es immer, daß denker nennen, stecken bis über die Ohren in Bours Der Sozialdemokratie feindlich gesinnt. Bigarrenarbeitern. Demnächst ergriff der Rechtsanwalt die französische Regierung sich zum Mitschuldigen an der geois- Anschauungen und Vorurtheilen und find von Trampczynski das Wort und sprach über Vermehrung der russischen Mordspolitik macht, und statt die kleinen Staaten Freidenker, der nicht die Konsequenz hat, Sozialdemokrat zu sein, Erwerbsgelegenheiten und Errichtung einer zentralen Arbeits- der Balkan- Halbinsel in ihrem Kampfe gegen die russischen fönnen wir aber unmöglich als Genoffen betrachten. nachweis stelle. Sodann regte Major Endell Kiekrz eine jähr- Intriguen zu unterstützen, sich vielmehr zum Helfershelfer grimmigsten Feinde und Verfolger der Sozialdemokratie in liche Ausgabe von Fragebogen an zum Studium der sozialen der Letzteren hergiebt. Frankreich und Belgien,( die Ferry, Simon u. s. w.) sind ja auch Verhältnisse und versprach sich die größten Erfolge für den eifrige Freidenfer. Wer es wünscht, daß wir seine Freibenterei Verein von tüchtigen Vertrauensmännern. Der ruffifche Zar kennt keinen Nothstand. Während ernst nehmen und in ihm einen Mitstreiter erblicken, ber habe Das sind nach dem Oberpräsidenten alles keine poli- das Volk hungert und verhungert, wird das Geld zu neuen den Muth, sich zur Sozialdemokratie zu be tischen Tendenzen, denn gute Ideen würden damit ver- Rüstungen verschleudert. Was von Staats- und Gemeinde- tennen. Einen Die Stunde freilich äußerst verwickelt, doch hoffe ich mit Zu- Brot und einer Andeutung von Butter, welches Beides in den Straßen verfangen, nur geringe Milder ung erlitten, versicht, daß in denselben recht bald eine günstige Wand- Sie der Güte Ihres Gläubigers verdanken, und der aus aber zuweilen erfrischt doch ein kühles Lüftchen die heiße lung eintreten wird, und dann werde ich stark und mächtig Ihrer Spende entfallene Theil von Schweizerkäse und Stirn und die erhitzten Lungen. genug sein, um allen meinen Freunden als kräftiger Bei- Wurst, nebst zwei Schoppen edlen Bieres. stand zu dienen." Iwan wartete eine lange Weile vergeblich auf Antwort, dann fragte er mit dem weichsten Tone seiner Klangvollen Stimme: Bürnen Sie mir, Elise?" Das Mädchen sah ihren Freund lange Zeit nachdenklich an und sagte dann: anstandshalber warten sollen, bis Sie an unserem gemein schaftlichen Wahle theilnehmen konnten, aber unsere Magen haben sich hier oben zu sehr an Pünktlichkeit gewöhnt, und wir haben beim Mangel an Bewegung in frischer Luft an diesem Drte alle Ursache, sehr regelmäßig zu leben, um der Dienste des Medizinalrathes nicht allzuhäufig benöthigt zu fein. Wir hätten Anders freilich als uns erscheint es den zahlreichen Spaziergängern, welche jetzt in gedrängten Schaaren dem häuslichen Herd zueilen und geschwäßig die empfangenen Eindrücke der Freude, des Vergnügens, oder auch die der Enttäuschung unter sich austauschen. Sie kommen aus frischeren Regionen in die träge, ermattende Luft der Stadt; aber die Nerven sind erfrischt, das Blut fließt leichter und freier in den Adern, man ist nicht mehr so empfindlich für das Unangenehme, Läftige, auch nicht mehr so grillig und nachträglich, wie vorher. Jetzt will ich noch einmal zum Wachtmeister hinüber, " Ich zürne Ihnen nicht, Jwan, weil ich nach Allem, was ich heute erleben mußte, feinen klaren Gedanken mehr um die fatale Affäre von vorhin einigermaßen rücksichtlich faffen fann. Es ist mir auch unmöglich, gegen Alles anzu ihrer drohenden Nachwirkungen zu entkräften und für Sie tämpfen oder abzuwehren, was mir nicht gefällt, will darum das nöthige Bettzeug zu requiriren." lieber tragen, was mir beschieden, bis ich mich daran gewöhnt, oder Kraft und Muth gewonnen, um dagegen anzukämpfen. Für heute Abend leben Sie wohl, Herr Hier hielt sie zögernd inne. Nennen Sie mich Jwan, wie früher, nie sollen Sie mich anders nennen dürfen." " Leben Sie denn wohl, Jwan, und stehen Sie meinem Bruder in seinen trübften Stunden bei." In diesem Augenblicke kam die alte Magd, zum Heimgehen bereit, und fragte, ob das Fräulein mitginge, die Besuchszeit sei längst vorbei. Jwan ließ seine letzten Geldstücke in die Hand der Mago gleiten und bat diese, dem Mädchen bis nach ihrer Wohnung das Geleit zu geben, was bereitwilligst zugesagt wurde. Mit stummem Händedruck schieden die Beiden, Jedes eine Welt von Gedanken in sich tragend. Als Jwan in's Konversationszimmer zurückkehrte, sah er die ganze Gesellschaft, mit Ausnahme Barth's, daselbst versammelt und erfuhr, daß sein Freund dringend gebeten hatte, ihn nicht zu stören. Jwan fühlte weder Bedürfniß nach Speise, noch nach Trant, er war auch zu keiner Unterhaltung mehr aufgelegt und zog sich deshalb bald nach dem von ihm erwählten Schlafzimmer, welches für diese Nacht den Namen„ Meditationszimmer" nicht eitel führen sollte, zurück. Auch die übrigen Bewohner der„ Wechselstube" empfanden nach des Tages überwältigender Hige, vielleicht auch infolge des genossenen überreichlichen Nachtmahles, zeitig das Bedürfniß nach Ruhe. Lange bevor das Horn des Wächters die erste offizielle Stunde der Nacht angemeldet, hatten die Meisten in den Armen des Schlafes ihre Sorgen, ihre Umgebung und ihre Schulden vergessen. Fünftes Kapitel. Der Mund des Volkes. Wir glauben unsere Leser zu lange schon, namentlich für einen Sonntag, in jenen abgeschlossenen Räumen und unter Menschen aufgehalten zu haben, die nur einen kleinen Bruchtheil der menschlichen Gesellschaft bilden, wenn sie dieselbe auch in mehr als einer Beziehung repräsentiren. Wir folgen dem Mädchen und ihrer Begleiterin, der " Wir haben," fügte Frank seinen Mittheilungen hinzu, alten Magd, fünf einsame steinerne Treppen hinunter und seinem Wunsche nachgeben zu müssen geglaubt und auch in die Straße, die jetzt, am Schlusse des Tages, ein ganz auf unsere gewöhnliche Abendunterhaltung verzichtet. Hier anderes Bild darbietet, als in den stillen Nachmittags ſteht noch Ihr Abendbrot, das offizielle: bestehend aus stunden. Zwar hat die heiße Luft, nachdem sie sich einmal Damit ist freilich nicht gesagt, daß nicht Manchem beim Betreten der dumpfigen Straßen der Stein wieder auf das Herz fiele, den er mit hinausgenommen in die schöne freie Natur und draußen weit von sich geworfen zu haben glaubte. Der. Anblick der alten Häuser, das Athmen der verdorbenen Luf ruft ihm die alten Sorgen wieder wach, die so lange fortfahren werden jedes menschliche Dasein zu trüben, als nicht die Allgemeinheit dem Einzelnen die Verantwortlichkeit für das abnimmt, was er nicht persönlich verschuldet. Die Allgemeinheit aber, der Staat, schneidet mit seinen Gesetzen und Verordnungen tief in das Einzelleben ein, er begünstigt und schützt Vorrechte, weist den Einzelnen schon von der Wiege an auf bestimmte Lebenswege hin, seht ihm auch wohl hier und da eiserne Schranken und überläßt ihm die hieraus entstehenden Folgen. Der Staat macht Krieg und Frieden, aber die Verantwortung für die dadurch entstehenden Schäden und Nachwehen, wie sie sich direkt oder indirekt auf die Einzelnen vertheilen, nimmt er demselben nicht ab, trogdem die Nachwirkungen des Krieges im Frieden häufig das noch vernichten, was von jenem selbst nicht zermalmt wurde. ( Fortsetzung folgt.) Theater. Sonnabend, den 9. Januar. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro, Schauspielhaus. Der zerbrochene Krug. Der eingebildete Krante. Leffing Theater. Der Fall Clémenceau. Dentsches Theater. Göz von Berlichingen. Berliner Theater. Der Hütten befizer. Residenz- Theater. Madame Mongodin. Wallner- Theater. Gewagte Mittel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Thomas- Theater. Luftschlösser. Bellealliance- Theater. DerMeineidbauer. Oßtend- Theater. Hamlet, Prinz von Dänemark. Adolph Ernst Theater. Tanzteufel. • Der Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spe zialitäten Borstelling. Castan's Panopticum Fachv. d. Tischler. Friedrichstr. 165a, Ecke Behrenstr. eu: Colossal- Gruppe Bauern- Aufstand! Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Geöffnet von 9 Ühr früh bis 10 Uhr Ab. PassagePanopticum. Neu: Die Sündflut mit Donner, Blitz, Regen und Windesheulen etc. Viel neue Spezialitäten. La belle Irene, die tätowirte Amerikanerin in Theater der Reichshallen. Spe- Präuscher's anatomischem zialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Museum nur noch kurze Zeit Kommandantenstr. Konkordin- Palast- Theater. Spe Täglich für erwachsene Herren. und Vorstellung. Arbeiter- Bildungsschule. It fes ner bei teft Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Am Sonnabend, den 16. Januar, Abends 8 Uhr, im Feen- Palaß Burg- und Wolfgangstraßen- Edke: Der Kollege Karl Foelzer verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Vormittags 10 Uhr, vom Krankenhause Am Urban nach Tempelhof statt. 883b Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Raupachte. 7, I. Auch Sonntags Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plombiren von 1,30 M. an. Künstliche Zähne 2 M. Sprechst. 8-6 Uhr. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- critas ir Damen. cauftr. 123 a. Dranienburger Thor. Vorstellung. Circus Renz. Karlstraße. 93 Sonnabend, den 9. Januar, Abends 7/4 Uhr: Auf Helgoland" oder Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c. 2c. Einlage: Die lanen" und ,, Tscherkesentanz". Ferner Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfälle, Riefenfontänen mit allerlei Lichteffekten 2c. sowie neuen Arrangements vom Direktor E. Renz. Außerdem: Zyska, Zante, Dubosq und Bravo, arab. BollblutSchimmelhengste zus. vorgef. v. Herrn Franz Renz. Eine Schulquadrille ger. D. 8 Herren. Solon ger. v. der Schulreiterin Frl. Clotilde Hager. Sisters Lawrence am fl. Trapez. Eine Vergnügungsfahrt mit versch. Hindernissen von der Elton- Troupe. Orientalisches Manöver ger. v. 16 Damen. 6 Gladiatoren, plastische Gruppirungen. Auftreten ter Reitkünstlerin Fräulein Natalie, sowie der Neitkünstler Herren Das Eisenwaaren- u. Werkzeug- Geschäft, Magazin für Haus- und Küchengeräthe Don E. VOGTHERR, jetzt nur noch Stephanstraße 27a( Moabit), 1866L empfiehlt sich gefl. Beachtung. Freie Zusendung, auch auf telephonische oder schriftliche Bestellung. Nach außerhalb halbe Fracht- oder Porto- Vergütung. E. Vogtherr, Berlin NW., Stephanstr. 27a( Moabit). LIT Die Uhren- Fabrik G. Wewzow Nchf. von Oranienstr. 172, empfiehlt zu soliden Preisen:[ 18121 Nickel- Remontoir 1. Stiftungs- Fest, bestehend in Konzert, Gesangs- Aufführungen mehrerer Vereine land tön Arbeiter- Sängerbundes, Prolog, Feftrede von W. Liebknecht, lebe Bildern und Tanz. Billets à 25 Pfg. sind in den Zahlstellen, thſtar Schulen und an den sonstigen mit Plataten belegten Stellen zu haben. m ein 431/9 Der Vorstand. Tabak- Arbeiter und-Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung Sonntag, den 10. Januar, Vormittags 10% Uhr, im Saale der Brauerei Böhow, Prenzlauer Allee 242-247. Tages- Ordnung: 1. Die Einführung einer Arbeiter- Schuhmarke für die Tabakindustrie. Referent: Herr Joseph Stahl. 2. Diskussion. 3. Rechnungslegung der Kommission. 867b Der Einberufer. Freier Diskutir- Verein. Sonntag, den 10. Januar 1892, Nachmittags 6 Uhr: Grosse Versammlung für Männer und Frauen 882b bei Weigt's( oberer Saal), Markgrafenstr. 87. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über das Planetensystem". Referent Genosse Bunker( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule). 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Diskussion. Nachdem Geselliges Beisammensein mit Tany. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Der Vorstand. Ganverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 12. Januar, Abends präzise 81/2 Uhr: General- Versammlung bei Kessner, Annenstraße 16. 00 Tages Ordnung: 374/9 1. Geschäftliches, 2. Rechenschaftsberichte. 3. Neuwahl des gesammten Vorstands 2c. 4. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen bittet der Vorstand um recht zahlreiches Erscheinen. NB. Das Mitgliedsbuch ist als Legitimation vorzuzeigen. Allgemeiner deutscher Sattlerverein. Ausnahmsweise Sonntag, den 10. d. M., Vorm. 10 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobstrasse Nr. 83: v. 10 M. Regulateure 14. Mitglieder- Versammlung " Silb. Cyl.- Remontoir 14 Wecker i.versch.Must., 3 Gold. Damen- Uhren 20 3 Jahre Garantie. " " " Leseklub ,, Carl Marx". " Versammlung für Männer u. Frauen Alex Briatore, Fascio, Jules 2c. Rom. im großen Saale der Berliner Bockbrauerei" am Tempelh. Berg. Entrees v. sämmtl. Klowns. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei). Amor am Sonntag, den 10. Jannar, Abends 6 Uhr, Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen F. Siegerist über: Die Arbeiter im Kampf in der Küche. Abends 7½ Uhr: Auf mit dem Kapital." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Helgoland. E. Renz, Direktor. 403/7 Der Einberufer. Sozialdemokratischer Wahlverein Circus G. Schumann. für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlstr. Heute Abend 7/2 Uhr: Große Gala- Sport- Vorstellung unter geGeneral- Versammlung fälliger Mitwirtung des Fräulein am Dienstag, den 12. Januar de. Js., Abends 8 1hr, in der Anna Grohnwald den Rapphengst Mentor in der hohen Schule reitend. Nur noch drei Tage: Gastspiel der ,, Berliner Bockbrauerei" am Tempelhofer Berg. Tages Ordnung: 1. Rechnungslegung des Kassirers. 2. Wahl des gesammten Vorstandes weltberühmten Colibri- Truppe, ber und der Revisoren. 3. Vortrag über:" Der Gistbaum und die Prostitution". fieben fleinsten Menschen der Welt. Referent Reichstagsabg. Arthur Stadthagen. 4. Diskussion. 5. VerGr.Preis- Ringkampf zwischen schiedenes und Fragen. Prinz Dedal und Mr. Henry. 1000 Mk. Prämie dem Sieger. Alle starken Männer Berlins werden aufgefordert, den Ringkampf beizuwohnen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Tages Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht pro 4. Quartal. 8. Wahl des Gesammt- Borstandes. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 265/6 Große öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer am Sonntag, den 10. Januar, Nachm. 4 Uhr, in Knebel's Salon, = Badstraße 58. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn L. Henning über: Jwan der Schreckliche. Ein Blatt aus Rußlands blutiger Vergangenheit zum Verständniß der Gegenwart. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 432/2 Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Der Ueberschuß der Tellersammlung ist für die streikenden Buchdrucker Um zahlreichen Besuch bittet bestimmt. Die Einberuferin. Deffentl. Schneider- u. SchneiderinnenVersammlung am Sonntag, den 10. Jannar, Nachmittags präzise 5½ Uhr, im Lokale des Herrn Herzog, Stromstr. 28( Moabit). Tagesordnung: Zum Schluß der Vorstellung aum für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. tiem, Wilsnaderſtr. 45, Referent L. Pfeiffer. 2. Distuſſion. 12. Male: ,, M. W.", oder Berliner Kinder im Sommer und im Winter. Große Wasser und FeuerPantomime in zwei Abtheilungen, Bersammlung zehn Bildern und Apotheose mit am Montag, den 11. Januar d. J., Abends 8 Uhr, im Ballet, Evolutionen und Gruppirungen mit neuen sensationellen Wasser, Licht- und Feuer- Effekten. Saale des ,, Schützenhauses", Linienstraße Nr. 5. Tagesordnung: 179/5 1. Lohn- und Werkstellenverhältnisse bei Radisch, Alt- Moabit und Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Cöpenick. 1. Bortrag des Schriftstellers Herrn Ledebour über:„ Soll die freie Oeffentliche Arbeiterinnen- Versammlung Sonntag: Große Vorstellung. Nach- Meinungsäußerung bestraft werden?" 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. mittags 3/2 Uhr( 1 Kind frei) und 4. Wahl dreier Revisoren. Pflicht aller Wähler ist es, zu erscheinen. Abends 7/2 Uhr. In beiden Vorstell. 385, 9 Der Vorstand. Gastspiel der Colibri- Trippe. Nachmi. NB. Zahlstellen des Vereins find: Wagner, Neue Königstraße 89; Gine ländliche Hochzeit. Abends Wittchow, Elsasser und Kl. Hamburgerstraßen- Ecke; F. Berndt, Neue Schön ,, M. W." hauferstraße 18. In diesen Lokalen werden jederzeit Beiträge entgegen- und neue Mitglieder aufgenommen. Gratweil'sche Bierhallen. Verband der Steinmetzen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Verbandsmitglieder- Versammlung Auftreten der am Sonntag, den 10. Januar 1892, Vormittags 10 Uhr, im Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Lokale des Herrn Müller, Johannisftr. 20. Tages- Ordnung: Es ist am Sonntag, den 10. Januar, Abends 6 Uhr, im Lokale der Herren Wiedemann& Manofski in Adlershof. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Frau und der Sozialismus". Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. Männer haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann. 420/8 Friedrichshagen. Oeffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 10. d. M., Vormittags 11 Uhr, im Gesellschaftshause. Tages- Ordnung: 1. Warum legt der Vertrauensmann sein Amt nieder? 2. Diskussion. 1. Stellungnahme zum Gewerkschaftskongreß. 2. Wahl eines DeleAnfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags girten. 3. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 4. Verschiedenes. 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pi., Pflicht eines jeden Verbandsmitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. 3. Neuwahl des Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. Sonntags 25 Pi. Der Vorstand. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 8 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L 291/9 Orts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Etablissement Buggenhagen Delegirten eventuell Neuwahl derselben finden in folgenden Lokalen ftait: am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Tireftion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Künstliche Zähne à Zahn 2 Mark 378/9 In Anbetracht der für jeden Parteigenossen so überaus wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen erforderlich. Der Vertrauensmann. Die Mitglieder- Versammlungen betreffend die Aufstellung der 1. Bezirk des Kassirers Stäbs: Sonntag, den 10. Januar, Vorm. Heute, 10 Uhr, in ,, Süd- Ost", Waldemarstraße 75. Zahl der zu wählenden Vertreter 50. 2. Bezirk des Kassirers Schulze I: Sonntag, den 17. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Lokale ,, Königsbanh", Große Frankfurterstraße 117. Bahl der zu wählenden Vertreter 54. 3. Bezirk des Raffrers Schulze II( früher Schüß): Sonntag, den 24. Jannar, Vormittags 10 Uhr, in ,, Habel's Brauerei", Bergmannstraße. Zahl der zu wählenden Vertreter 42. 4. Bezirk des Kassirers Schrepffer: Sonntag, den 31. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Eiskeller", Chausseestraße. Zahl der zu wählenden Vertreter 46. In diesem Bezirk wählen alle Selbstzahler mit. Bei der hohen Wichtigkeit der Delegirtenwahl ist es Pflicht aller Mitglieder, sich recht zahlreich zu betheiligen. Die Kommission. Genossen! Sangesbrüder! Sonnabend: Erster Wiener Maskenball des Gesangverein Männerchor St. Urban ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) im Etablissement Süd- Ost, Waldemarstraße 75. Billets sind in allen Arbeiterlokalen des Süd- Ostens zu haben. Der zweite Maskenball findet am 12. März statt. Stenographen- Schule. 163/14 Neue Kurse in der seit 30 Jahren bewährten Arends'schen Volkskurz schrift beginnen: Sonntag Nachm. 3 Uhr: Adalbertstr. 4; 884b Dienstag Abend 29 Uhr: Oranienstr. 126. Unterricht gänzlich frei, Lehrmittel 1,50 M. Näh. Clausen, Hagelsbergerstr. 45 Verantwortlicher Redakteur: August Enders, in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. 2b Reinickendorferstr 2b. 1779L 325/9 28 Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 7. Sozialistische Presse Deutschlands. IV. Quartal 1891. Zentral- Organ. Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2. S.W. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Reune. Die Neue Zeit." Chef- Redakteur: Karl Kautsky. Ständige Mitarbeiter: A. Bebel. E. Bernstein. M. Schippel. Erscheint wöchentlich in Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Augsburg Boltszeitung" Mittlerer Graben H 405. Bielefeld Volfswacht" Obernthorwall 28. Brandenburg " ,, Volksblatt für Ost- und Westhavelland" ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. Braunschweig„ Braunschw. Volksfreund" Kannengießerstr. 13. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Schlachte 35. " Breslau„ Schlesische Volkswacht" Weißgerbergasse 64. Caffel Voltsblatt für Hessen" Schäfergasse 26. " " " Darmstadt Hessische Volksstimme" Schirmgaffe 16. Dortmund Westfälische Freie Presse" Lindenstr. 25. Dresden Sächsische Arbeiter- Zeitung" Gerbergasse 1. Elberfeld Freie Presse" Kleine Klozbahn 10. Frankfurt a. M. Voltsstimme" Mainstraße 15. Fürth Fürther Bürger- Zeitung". Geeftemünde„ Norddeutsche Volksstimme" Schulzstr. 16. Halle a. S. Boltsblatt für Halle" Bölbergasse. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hanau Hanauer Volks- Zeitung" Langstr. 40. Hannover Boltswille" Marktstr. 45. Leipzig Der Wähler" Dörrienstr. 9. Magdeburg Volksstimme" Schmiedehofftr. 5/6. Mainz Mainzer Volkszeitung" Deutschhausgäßchen 1. Mannheim„ Volksstimme" T. 3. b. 4. " München Münchener Post" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg„ Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. Offenbach" Offenbacher Abendblatt" Frankfurterftr. 36. Stuttgart" Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Sonnabend, den 9. Januar 1892. München Stuttgart ihblätter. Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Erscheint monatlich einmal. Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg„ Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse in Deutschland. IV. Quartal 1891. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig- Reudnik„ Der Correspondent" für Buchdrucker. Konstantinstr. 8. Berlin Wöchentlich erscheinend. Der Bauhandwerker" S. Urbanstr. 124, Qugb. IV. " Solidarität"( für Bergolder) S. Urbanstr. 124, Dugb. IV. ,, Deutsche Bäcker Zeitung" Coloniestr. 20. Allg. Fahr- Zeitung" Schüßenstr. 58. " " Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. Die Einigkeit"( für Hausdiener2c.) Burgfir. 18. Berlin- Rixdorf Vereins- Anzeiger für Maler" Hermannstraße 153. Burgstädt„ Der Textilarbeiter" Augustusstraße. Gelsenkirchen" 3tg. der deutschen Bergarbeiter" Friedrichstraße 47. " Gotha Schuhmacher- Fachblatt" Hamburg Correspondenzblatt der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands" Hamburg- St. Georg, An der Koppel 79 I. " 1 Glück auf!"( für Former) Rosenstr. 35. 9. Jahrg. Die Bourgeoisie in Nöthen! So kann man die Komödie betiteln, welche die bürgerliche Gesell: schaft bezüglich des neuen Einkommensteuer- Gesetzes aufführt; die gefammte Bourgeoispresse rechts Herr Graf von Königsmart, ein Landrath a. D., lints Herr Eugen Richter hreit 3eter und Mordio darüber, daß richtige Angaben über das Einkommen verlangt werden. Schmerzerfüllt zetert die Freisinnige Zeitung" in bandwurm artigen Leitartikeln darüber, daß der Staat sich einen Einblick in die wirklichen Einkommensverhältnisse verschaffen will, und fordert die Steuerpflichtigen auf, in ihren Steuererklärungen möglichst viel für Unkosten aller Art abzurechnen. Ungemein drollig ist es auch, daß Herr Richter, während er mit Genugthuung hervorhebt, daß Parlamentsdiäten kein steuerpflichtiges Einkommen darstellen, auch noch das Abonnement bei der Stadtbahn als zu den Geschäftsunkosten" gehörig, von dem Einkommen abgerechnet wissen will. In manchen Fällen sollen Abonnements bei der Stadtbahn nöthig werden, weil Abgeordnete in einem Vorort von Berlin Wohnung nehmen, und sich dadurch den Bezug von Diäten sichern, welche als nicht steuerpflichtiges Ginkommen eine sehr angenehme Zugabe bilden. So lange gehofft werden durfte, daß die Selbsteinschäßung". bei der Regierung- Bismarck war sicher auch kein Freund diesbezüglicher Versteuerung feines Einkommens feine Gegenliebe finden würde, verlangte der Liberalismus in Parlament und Preffe ein auf Selbsteinschätzung mit Deklarationszwang beruhendes Einkommensteuer- Geset; nun die Geschichte Ernst geworden, sucht man an allen Ecken und Enden an der Steuer zu sparen", d. h. durch Angabe möglichst hoher Betriebs- und sonstiger Unkosten das Ginkommen recht tief herunterzuschwindeln, um dem„ Racker von Staat" nicht gar zu viel von der Profitrate und dem Mehrwerth abzugeben. Die schönen Tage von Bochum sind nun vorüber; die Steuerhinterziehungs- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit hat nicht mehr ganz freie Bahn und die Millionäre müssen mit der Sprache heraus. Der Bochumer Steuerprozeß war ungemein lehrreich; die Baare und Genossen sind eben der Typus unserer Großbourgeoisie. Geflickte Schienen und Steuerhinterziehung; Beides gehört zusammen und stellt ein dickes Fragezeichen dar zur Sittlichkeit der herrschenden Klassen. Wie viele„ Bochumer" es in anderen Städten und auf dem anlagungsgeschäft beendet ist, ein ungefähres Bild geben; wir glauben, Bochumer" werden sich in allen Gauen des Preußenlandes in Ueberfluß vorfinden. " " Der Grundstein"( für Maurer) Fürstenplatz 2, I. Lande gegeben hat, davon wird die nächste Zeit, wenn das Ver Bruder Schmied" Brüderstr. 10. " Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35. Neue Tischler- Zeitung" Eimsbüttel, Bismarckstr. ,, Der Zimmerer" Rosenstr. 35. Leipzig„ Der Gewerkschafter"( f. Cigarrenarbeiter) Dörrienstraße 9. " " „ Reform"( für Buchdrucker) Ulrichsgaffe 27-29 I. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas, Porzellanund Thonwaaren- Arbeiter) Wilsdrufferstraße 50. München Deutsche Böttcher- Zeitung" Senefelderstr. 4. Nürnberg„ Deutsche Meta Ilarbeiter- Zeitung" Weizenſtr. 12. Berlin Boltsblatt" für Teltow- Beeskow- Charlottenburg, Ober- Stuttgart Buchbinder Beitung", Heufteigftr. 30. Zwickau„ Glück auf!"( für Bergarbeiter) Aeußere Schneeberger Straße 60. Bant Norddeutsches Volksblatt" Adolfstr. 1. Burgstädt " und Nieder- Barnim, Elisabeth- Ufer 55. Die Boltsstimme" Augustusstraße. Caffel Boltsblatt für Hessen" Schäfergasse 26. Chemnih Der Beobachter" Gartenstr. 16. Defan Voltsblatt für Anhalt" Bismarckstr. 11. Dortmund„ Volksstimme". Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. Dresden„ Der Volksfreund" Gerbergasse 1. Düsseldorf„ Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" Hundsrückenstr. 1. Eisenach.„ Eisenacher Volksblatt" Raffelerstr. 20. Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. Gelsenkirchen„ Gelsenkirchener Arbeiter- Zeitung" Friedrichstraße 47. " M Uns freut es, daß ein Versuch gemacht wird, wenigstens annähernd festzustellen, wie das Einkommen sich wirklich vertheilt; die nothleidenden Agrarier und die armen Großindustriellen werden sich in der Beleuchtung ihres nach bestem Wissen und Gewissen" angegebenen Einkommens prächtig ausnehmen. Wie alle Einrichtungen der heutigen Gesellschaft schließlich der Sozialdemokratie dienen müssen und zur Waffe gegen die herrschenden Klaffen werden, so wird auch das neue preußische Einkommensteuer- Gesetz, indem es die Summen annähernd feststellt, welche aus der Ausbeutung des Proletariats alljährlich denunternehmern in den Schooß fallen, ein Kampfesmittel sein, das der Sozialdemokratie gute Dienste leistet. Steuereinnahmen auf gesteigerten Nationalwohlstand schließen; Der liberale Nationalökonom wird freilich aus den hohen aber der Schwindel zieht nicht mehr; hohes Einkommen der Reichen bedeutet Verarmung der Massen und diesen Zustand noch schärfer als bisher nachzuweisen, dazu werden wir das ErMonatlich dreimal erscheinend. Altenburg Correspondent für Hutmacher" Moritstr. 22 1. gebniß der Steuerveranlagung gut brauchen können. Arnstadt„ Der Handschuhmacher." Leipzig- Schkendik„ Graphische Presse" Schkeudig. Alle 14 Tage erscheinend. Tuchmacherfir. 73. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Cotterigerstr. 201, 11. Gera Reußische Tribüne" Kurzestr. 16. Gotha Gothaisches Voltsblatt" Rinsleberstr. 11. Hagen Hagener Arbeiter Zeitung" Gelsenkirchen " Friedrichstr. 47. Iserlohn„ Märkische Arbeiter- Zeitung" Grabenstr. 56. Mülhansen i. E.„ Elsaß- Lothr. Volkszeitung" Burggasse. Offenburg i. B.„ Volksfreund" Meggerstr. 268. Ottensen„ Norddeutsche Volks- Zeitung" Gr. Rainstr. 23. Plauen i. V." Vogtländisches Voltsblatt" Fürstenstr. 82. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Kaiserstr. 29. " Saalfeld„ Saalfelder Volksblatt" Rosmarinftr. 15. Schmalkalden Schmalkalder Kreisblatt". Stettin " ,, Stettiner Voltsbote". Stralsund„ Stralsunder Volksstimme". " Wilkan Allgemeiner Anzeiger" Kirchbergerstr. 139, Zeit„ Der Volksbote" Neumarkt 38. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Crefeld„ Niederrheinische Bolfstribüne" Grabenstr. 58, Köln„ Kölner Arbeiter- Zeitung" Thiebolbsgasse 66. Langenbielan Der Proletarier aus dem Eulengebirge Nordhausen Nordhäuser Volksblatt" Altendorfstr. 16. Rudolstadt Thüringer Volksblatt" Unt. Marktstr. 35. Sonneberg Thüringer Volksfreund" Köhlerhof. " Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Altenburg„ Der Wähler" Brüdergaffe 2. Bant„ Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. Berlin Berliner Bolts- Tribüne" Elisabeth- Ufer 55. Braunschweig Gazeta Robotnicza" Beuthstr. 2 SW. " Der Landbote" Kannengießerstr. 13. Breslau„ Schlesische Nachrichten" Weißgerbergasse 64. Halberstadt Sonntags- Zeitung" Grudenberg 3. Mannheim Bote von der Saar" T8 b 4. München Arbeiter- Zeitung" Senefelderstr. 4, I. Bayrischer Bürger- und Bauernfreund" SenefelderStraße 4. Nürnberg Arbeiter- Chronik" Weizenftr. 12. " Bayrisches Wochenblatt" Weizenstr. 12. Beit„ Glückauf" Neumarkt 88. Berlin Dresden Hamburg Vereinsblatt der Weißgerber", Schüßenstr. 16. Bildhauer Zeitung" Stralauerstr. 11. I. Allgem. Da ch de cer- Zeitung" RI. Markusstr. 10. Allgem. Dachdecker- Zeitung" Kl. Markusstr. 10. " Der Fachgenosse"( für Graveure, Biseleure 2c.) Andreasstr. 63. # ,, Allgem. d. Sattler Zeitung" Friedrichstr. 96 Hof 11. " Der Deutsche Steinfeger" Rosenthalerstr. 5. Der Barbier und Friseur"( für die selbständigen antizünstlerischen Meister) Pragerstr. 46. Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Konventstr. 5. Fachzeitung für Drechsler" St. Georg, an der Koppel 79 I. ,, Gerechtigkeit"( für Werft- u. Hafenarbeiter) Stubbenhuk 22 III. Der Gerber" Rosenstr. 35, Der Gold arbeiter" „ Der Kürschner" " " Korrespondenzen und Parteinachrichten. Mülhansen i. Elf., 7. Januar. Gestern Abend sah unsere Stadt eine kleine Völkerwanderung nach dem vor der Stadt gelegenen Eisteller, wo eine Versammlung stattfand, in welcher Genosse Bebel über unsere Lage referiren sollte. Der Saal war schon um 7 Uhr zum Ersticken gefüllt; auch ließ die Polizei zu, daß die auf 8 Uhr angesetzte Versammlung schon 1/4 nach 7 Uhr beginnen konnte. Unterdessen strömten immer neue Massen hinzu, so daß Garten und Straße überfüllt waren. Der Vortragende mußte erfahren, daß die Verhältnisse in unserem Reichsland sich sehr wesentlich von denen im Reich unterscheiden. Der Vortrag durfte nur wirthschaftlicher Natur sein, nicht politischer. Als nun Genosse Bebel mehrfach den Versuch machte, auf das er dreimal durch den politische Gebiet überzugehen, wurde überwachenden Kommissar darauf aufmerksam gemacht, daß dieses unthunlich sei und er, der Kommissär, die Versammlung auflösen müsse, falls der Redner auf diesem Gebiete weiter fortfahre. Die glänzend verlaufene Versammlung war 1/210 Uhr zu Ende. Zur Erläuterung für unsere altdeutschen" Genossen sei bemerkt, daß hier im Elsaß eigentlich politische Versammlungen nicht geduldet werden, sie hängen von höherer behördlicher Genehmigung ab und diese wird nicht ertheilt. Unsere Genossen hatten den Versuch gemacht, den Zirkus für die gestrige VerSammlung zu erhalten. Der Besitzer gab auch seine Einwilligung. „ Der Kupferschmied" Sophienstr. 37 IV. Alsdann aber setzten Geistlichkeit und Fabrikanten Himmel und St. Pauli. „ Der Schiffszimmerer" Rosenstr. 35. Der Schlosser u. Maschinenbauer" Hammerbrookstr. 86, Haus 5. ,, Vereinsblatt der Ziegelei Arbeiter" Rosenstr. 35 Hannover„ Tapezirer- Zeitung" Eckerstr. 19. Hanan Adamas"( für Diamantschleifer). Erscheint dreisprachig in Antwerpen. Deutsche Redaktionsadresse: Brauerei Weismantel, Schnurgasse". Stuttgart. Die Gleichheit". Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Furthbachstr. 12. " Wiesbaden„ Der Glaser" Heleneustr. 26. Monatlich einmal erscheinend. Hölle in Bewegung und so sab sich der als Bau- Unternehmer vom Kapital abhängige Besizer genöthigt, die Erlaubniß zurück zuziehen. Dieser allgemein bekannt gewordene Vorgang hat viel böses Blut gemacht und unseren Gegnern nur geschadet. Der Apoldaer Gemeinderath hat seinen bisherigen Vorfitzenden, den sozialdemokratischen Landtags= Abgeordneten Manguer, wiederum zum Vorsteher gewählt. stadt Chelsea verhindert die Polizei seit einiger Zeit, was schon Im freien" England und zwar in der Londoner Vors erwähnt worden, Versammlungen im Freien, sofern in denselben Sozialdemokraten referiren wollen. Sobald der Redner trotz des polizeilichen Gebots, sich ruhig zu ver halten", seinen Vortrag beginnt, wird er in Haft genommen. Nach und nach sind auf diese und ähnliche Weise 18 fozialdemo tratische Versammlungen zu nichte gemacht worden. Unsere Parteigenossen werden nunmehr ein Massen Meeting im HydeHamburg„ Der Bürsten- und Pinse I macher" Rosenstr. 35. part abhalten, welcher Ort Jedermann für solche Zwecke zur Ver,, Gärtner Zeitung" Rosenstr. 35. 3 " Der Holzarbeiter" Rosenstr. 35. Der Kundschafter"( für Barbiergehilfen) Reichenstr. 62. fügung steht, und dort die polizeiliche Chikane vor zweifellos weit größerem Publikum und mit nachhaltigerer Wirkung beGr. Sprechen, als das in Chelsea möglich wäre. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir je zu Beginn des Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß oder fonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Bormertung mittheilen zu wollen. Berlin SW ,, Raybachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Wohlverdiente Strafe traf die Chicagoer Poli zisten, welche gelegentlich einer Versammlung in Greif's Salle ihrer Zerstörungswuth die Bügel schießen ließen. Die netten Ordnungswächter müssen 687 Dollars Schadenersatz leisten. Die New- Yorker Sozialisten haben mit 249 gegen 115 Stimmen die Zurückziehung ihres Delegirten aus der ZentralLabor- Federation beschlossen. 27 Buchdrucker- Bewegung. oder ohne Bund". " 44 . Das in Pforzheim neu erscheinende Blatt„ Der Grenz- 1 Die Arbeiter wehren sich besonders gegen die Zumuthung der| Bäckergewerbe nicht den§ 105e in Anwenung zu bringen, bote" wird nach einer Erklärung des dortigen Vertrauens- Bergwerksbesitzer, daß sie einzeln sich kontraktlich verpflichten dern es bei§ 105b der Gewerbe- Ordnung bewenden zu lasse mannes Dittus nicht von der Partei herausgegeben. Es ist sollen, statt daß der Kontratt, wie bisher, von der Gewerk- In der Begründung wird u. A. ausgeführt:„ Nach unserer M ein Privatunternehmen. Als anerkannte Parteiblätter schaft abgeschlossen wird. nung ist es recht wohl möglich, in den letzten Tagen der Waje Badens gelten nach wie vor der„ Volksfreund" in Offenburg und schon Vorsorge für den Sonntagsbedarf zu treffen, da Roggen die„ Volksstimme" in Mannheim. Der Verband der Vergolder, Goldleistenarbeiter und brot am zweiten und dritten Tage wohlschmeckender und für den verwandten Berufsgenossen Deutschlands hielt am 26., 28. Magen verdaulicher ist als im frischgebackenen Zustande. Dieser und 29. Dezember v. J. in Köln a. Rh. seine erste General- Ansicht sind alle ärztlichen Autoritäten. Betreffs des Weizengebäcks Versammlung ab. Vertreten waren 14 Filialen und Zahlstellen. tann der Sonntagsbedarf recht wohl am Sonnabend hergestellt werden, Den größten Theil der Verhandlungen nahmen, wie das" Ham- nur muß zu der besseren Waare, wie Knüppel und Dampfmilchbrote Aus Berliner Buchdruckerkreisen schreibt man uns: burger Echo" berichtet, die Berichte des Vorstandes und Aus- nur reine Milch und gute Butter verwendet werden, dann wird Der Ausstand der Berliner Buchdrucker gestaltet sich täglich schusses, sowie die daran sich knüpfende Diskussion ein. Zur diefelbe auch dem verwöhntesten Gaumen genügen. Statt günstiger, trotz der langen Dauer des Streiks und der damit ver- Organisationsfrage wurde der Antrag der Filiale Altona, fich ordinären Waare, wie Schrippen und Semmeln, kann dages bundenen Schwierigkeiten. Die Begeisterung der Berliner Arbeiter den Malern anzuschließen, gegen eine Stimme abgelehnt, dahin- am Sonnabend ein genügender Borrath von engliſchem 28 schaft, die in den vier Volksversammlungen zu Tage trat, die gegen eine Resolution einstimmig angenommen, nach welcher brot hergestellt werden. Feinere Kuchenwvaare schmeckt sogar günstigen Resultate der Tellersammlungen und die bedeutenden wegen der noch zu großen Zahl von Indifferenten in unseren zweiten Tage besser als am ersten." Ferner wird darauf hi Beträge, welche durch Sammellisten aufgebracht werden, haben Reihen eine Verschmelzung mit einer anderen Organisation noch gewiesen, daß eine Ausnahmestellung des Bäckergewerbes volldie Ausständigen noch mehr ermuthigt, auch ferner treu und fest verfrüht erscheint. Die Generalversammlung verspricht aber dahin ständig überflüssig und nur geeignet sei, die heilsamen Wirkungen auszuhalten, unbekümmert darum, was die Prinzipalität an wirken zu wollen, daß durch eine allmälige Annäherung an eine der Gewerbe- Ordnung zu beeinträchtigen, unter Bezugnahme auf Findigkeiten noch erfinnen wird. In den letzten Tagen ist wieder größere Organisation die endgiltige Verschmelzung angebahnt das Ergebniß der Ermittelungen des Reichstags Abgeordneten eine solche Findigkeit bekannt geworden. Einige der wenigen werde. Gerügt wurde von der Generalversammlung das eigen- Bebel über die Zustände in den Bäckereien, welche selbst Se. Streitbrecher mußten folgendes Schriftstück unterschreiben:„ Der mächtige Vorgehen des Hauptvorstandes, der, entgegen den Erzellenz der Handelsminister Herr von Berlepsch in öffentlicher Schriftseyer N. N. hat die Arbeit bei N. N. durch Streifausbruch Bestimmungen des Statuts, einfach das frühere Verbands- Reichstags- Sigung als richtig anerkannt hat." Nach diesen Erniedergelegt. Verspricht durch Namensunterschrift, einem Arbeits- organ( Vereinsanzeiger") abgeschafft und dafür die" Solidarität" mittelungen ist in 63 pt. der Bäckereien eine tägliche Arbeitsausstand sich nicht anzuschließen, sondern, gleichwie die Geschäfts- eingeführt hatte. Die Generalversammlung beschloß aber dennoch zeit von 14 Stunden und darüber üblich, in 28 pCt. der Betriebe leitung, für das Lohn- und Arbeitsverhältniß nur allein das nach längerer Debatte, die„ Solidarität" beizubehalten und lehnte währt die Arbeitszeit sogar täglich 16-20 Stunden und zwar jenige als giltig anzuerkennen, was die gesetzmäßig(?) da- den Antrag Altona, den" Vereinsanzeiger" wieder einzuführen, Sonntags wie Werktags. Dem etwaigen Einwande der Meister, zu berufenen Vertreter der Gesammtheit deutscher Prin- sowie den Antrag Brandenburg, ein eigenes Organ zu gründen, daß sie die nöthige Waare mit ihrem Personal nicht fertig stellen zipale und Gehilfen zuleht vereinbart haben." Wie ab. Beschlossen wurde außerdem, auch die weiblichen Arbeiter fönnen, wird in der Eingabe durch den Hinweis darauf begegnet, kühl die Gehilfenschaft über derartige Machinationen denkt, der Vergolderbranche in die Organisation aufzunehmen, und daß in Berlin ungefähr nur 2500 Bäckergesellen arbeiten, während beweist am besten die Thatsache, daß, als Anfangs dieser Woche wurde der Titel der Lehteren dementsprechend geändert. Die annähernd 2000 fortwährend ohne Arbeit sind, und daß es in eine Druckerei von 14 Gehilfen die bereite bewilligten For Anträge mehrerer Filialen auf Erhöhung der Beiträge und Ab- Deutschland ungefähr 100 000 Bäckergesellen giebt, von denen derungen zurückzog, das gesammte Personal schaffung der Unterstützungsmarken wurden abgelehnt und zu den höchstens 65 000 in Arbeit stehen, daß demnach genügend Ausinfolgedessen die Arbeitsstätte einmüthig Leteren noch Fünfpfennigmarken eingeführt. Außerdem wurden hilfefräfte vorhanden sind. Zum Schlusse wird noch hervor verließ, worauf am anderen Tage die Forderungen wiederum noch eine ganze Reihe Paragraphen des Statuts geändert, sowie gehoben, daß z. B. in Elberfeld, Barmen und anderen rheinischen bewilligt wurden. Auch mehrere neuere Bewilligungen sind die Rechtsschutz-, Arbeitsnachweis und Streifreglements einer Städten schon seit Jahren nicht am Sonntag gebacken wird und wieder eingelaufen und zwar hinsichtlich mittlerer Druckereien, eingehenden Umarbeitung unterzogen. Zum Schluß der General- daß sich die dortigen Meister sehr wohl dabei befinden, indem welche eines Personal von ca. 50 Mann bedurften. Wie die versammlung wurde alsdann noch ein Delegirter zum Gewerk- ihre Einnahmen durchaus keine Einbuße erleiden, daß ferner die Dinge liegen, hat die Berliner Gehilfenschaft die besten Aus- fchafts- Stongreß gewählt, worauf der Vorsitzende nach einer furzen anderen rheinischen Städte sich der Ansicht genannter Städte ein sichten in diesem Kampfe und sie wird mit eiserner Treue aus- Schlußrede mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter- ftimmig angeschlossen haben, indem die beiden Verbände der ges harren, bis die Sache entschieden ist. Die Abbrödelung der bewegung und auf den Verband der Vergolder und Bergolde- werbetreibenden Bäcker Rheinlands und Westfalens eine Petition einzelnen Druckereien wird sich immer mehr vollziehen, ob mit rinnen Deutschlands die Generalversammlung am Montag, den an das Reichskanzleramt und an den Reichstag gerichtet haben, 28. Dezember v. J., Abends 91/2 Uhr, schloß. in welcher um Einführung der vollen Sonntagsruhe gebeten wird. Einen warmen Aufruf an alle in Aus stands Offi 29 Stunden ohne Unterbrechung hat ein Bäcker- Die letzte Zuflucht der Obdachslosen. Während der zinen arbeitenden Buchdruckergehilfen enthält geselle in Stuttgart, wie er in einer Sigung des gegenwärtigen Zeit obdachslos in Berlin umher zu irren, muß der gestrige„ Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und dortigen Gewerbegerichts angab, arbeiten müssen. Wieder ein ein furchtbares Geschick sein. Während des Tages wird eine Schriftgießer". Er erinnert diese Kollegen: Hört Ihr nicht, wie Beleg dafür, daß die bekannte Bebel'sche Statistik nicht Wärmehalle aufgesucht, vor Kälte zitternd schlottern die bleichen die Prinzipale ängstlich eingestehen, daß den Gehilfen der Sieg zu schwarz schilderte. und abgezehrten Gestalten durch die Straßen und spähen nach in Einem Tage gehörte, wenn die Gehilfen eben einen Tag nur In der statistischen Gesellschaft zu Manchester hielt jeder Gelegenheit aus, welche ihnen vielleicht einen Sechser einig wären? Und er fragt sie: Hört Jhr, wie die Prinzipale Dr. Munro ein Referat über Vergleichung der Arbeitszeit und Trinkgeld" einbringen könnte. Aber die Nacht, die entsetzlich frohlocken, daß Ihr die Todtengräber des Neunstundentages, ja der Löhne englischer, deutscher und französischer falte, lange Nacht. Die Anstalten, welche ein Unterkommen gedie Todtengräber des gegenwärtig üblichen Lohnsatzes und sämmt- Kohlenarbeiter. Er wies nach, daß die furze Arbeitszeit währen, sind überfüllt, vor den Thoren der Aſyle für Obdachs. licher Gehilfenrechte seid?" In freundlicher und überzeugender und die hohen Löhne die Konkurrenzfähigkeit und den Handel lose müssen jeden Abend Dugende von Einlaß Begehrenden Weise wird den Kollegen zugeredet, ihre Stellungen zu fündigen Englands nicht geschädigt haben, während die längere Arbeits- zurückgewiesen werden: Kein Platz mehr frei. Die Wanderung und zu den Kämpfenden überzutreten. Was werden die Kollegen zeit und der niedrigere Lohn der Arbeiter in Deutschland und durch die Straßen beginnt von Neuem. Der letzte Nickel ist in thun? Entweder leisten sie vernünftigerweise der Aufforderung Frankreich beiden Bändern feinen Nutzen gebracht haben. Die einer Kaffeeklappe verausgabt, müde ist der Kopf des Obdachs im gemeinsamen Interesse aller Berufsgenossen Folge, indem sie Vortheile Großbritanniens beständen neben dem größeren Reich- lofen auf die Brust gesunfen, er ist eingeschlafen. Das Glück kündigen, oder sie werden nach beendetem Ausstande in den jetzt thum des Bergwerks in der gesteigerten Intensität der Arbeit. war ihm günstig, er hat sich in eine dunkele Ecke gedrängt, bort Streifenden überlegene Konkurrenten finden, von denen sie leicht Die deutschen Unternehmer mögen sich das hinter die Ohren nimmt Niemand von ihm Notiz und so ist es ihm vergönnt, eine aus dem Felde geschlagen werden. oder zwei Stunden schlafen zu können, wenn das Schlaf" Umfälle sind am letzten Montage, auf den die Buch- Während in Deutschland noch um den Neunstundentag zu nennen ist, den man in feuchter Kleidung, auf einer Druckereibefizer große Hoffnung setzten, höchst vereinzelt erfolgt. aufs bitterste gekämpft werden muß, erringt in England eine Holzbank sitzend genießt. Doch noch immer giebt's In Hannover dauert der Ausstand fort. Wir theilen dies Gewerkschaft nach der anderen den a chi stündigen Arbeitstag. für den armen Teufel keine Ruhe. Die Polizeistunde ist ausdrücklich mit, weil fortwährend Anfragen betr. Annahme von So arbeiten 2000 Buchbinder in London seit 1. Januar nur herangekommen, eine fräftige Faust rüttelt den Schläfer wach und Konditionsangeboten an den Vorstand des dortigen Vereins ge- 8 Stunden, gegen 800 stehen noch im Streik. In ganz be- von Neuem wird der arme Mensch auf die Straße gejagt. Langen. sonderer Weise zeichneten sich in diesem Kampf die Silfs Schneidend fegt der Wind durch die endlos langen menschenleeren Die Tellersammlungen, welche für die streitenden arbeiterinnen aus. Straßenzeilen, feiner Sinne taum mehr mächtig taumelt der Ob Buchdrucker in den Berliner Boltsversammlungen Die britischen Juselu zählen nach einer Notiz des in dachlose vorwärts, es ist ihm gleichgiltig wohin. Die eine Straßen vorgenommen wurden, haben folgendes Ergebniß gehabt: Philadelphia erscheinenden Journal of the Knights of Labor" flucht ist zu Ende, er biegt in die andere ein. So ist er gelaufen Bodbrauerei 80,50 M., Friedrichshain 73,69 M. insgesammt 13 Millionen" Lohnarbeiter und 2ohn- eine Stunde, denn er hört noch, daß die Mitternachtsstunde ges und Kronenbrauerei( Moabit) 26,72 M.- Die Teller- arbeiterinnen. schlagen hat. Er schleppt sich noch eine halbe Stunde weiter, sammlung in der Bäckergesellen Versammlung In Barnsley( England) beendigten am Dienstag die sein Hirn fiebert lediglich mit dem einen Gedanken beschäftigt, ergab 16,18 M.; außerdem wurden daselbst 30 M. bewilligt Delegirten der Yorkshirer Bergarbeiter ihre Sigungen. einen Unterschlupf zu finden, wo er den Rest der Nacht zubringen und auf Sammellisten ca. 30 M. gezahlt. Gewiß günstige Dieselben haben beschlossen, durch ihre Delegirten auf dem dem- fann, ohne zu frieren. Da sieht er den Bretterzaun eines Neu Resultate! nächst in Hanley stattfindenden Verbandstag der Bergleute darauf baues, er schlüpft durch eine Lufe des Baunes, in einem Winkel hinwirken zu lassen, daß der acht stündige Arbeitstag sieht er, halb von Schnee bedeckt, einen Haufen Stroh. Wie ein für sämmtliche Bergarbeiter durch Gesetz gefordert Samſter in den Erdboden wühlt er sich in das Strohhausen, wird und bei der nächsten Parlamentswahl die Arbeiter nur solchen ist für diese Nacht gerettet, er hat ein„ Bett" gefunden. Bei Kandidaten ihre Stimmen geben, welche im Parlament diese Tagesanbruch weckt ihn das Geräusch der ankommenden Wagen, Forderung vertreten. Weiter wurde beschlossen, sofern bis mit flammen Gliedern zwar, und halb erfroren kriecht er aus seinem nächsten Juni der Achtstundentag gesetzlich nicht gewährleistet ist, Schlupfwinkel hervor er lebt noch, er ist gerettet für den kom die Bergleute des Yorkshire- Kohlendistrikts, falls die Bergleute menden Tag. aller anderen, in Sachen des Kohlenhandels in Frage kommen- Die Obdachslosen weiblichen Geschlechtes sind noch schlimmer den Nationen damit einverstanden sind, den Generalstreit be- baran, weil ihnen das Schicksal am ehesten droht, wegen zweck ginnen, um den Achtstundentag einzuführen. lofen Umbertreibens" von der Polizei aufgegriffen zu werden. wie es diesen bedauernswerthen Mädchen ergeht, ergiebt sich aus folgender Notiz, welcher wir dieser Tage in der bürgerlichen Preffe begegneten: M In Leipzig beschlossen die zu den neuen Forderungen arbeitenden Buchdruckergehilfen emüthig, die Gytrastener zu erhöhen. Außer den laufenden Vereinsbeiträgen werden die verheiratheten Gehilfen von jetzt an 20 Prozent und die lebigen 25 Prozent ihres Gesammtwocheneinkommens Extrasteuer zahlen. Soziale Lebersicht. schreiben. Achtung! An alle Kutscher und sämmtliche im Fuhrwesen Zur Tragödie der Armuth. In London meldeten sich beschäftigten Arbeiter! in der Weihnachtswoche, der Zeit des Festes der Liebe", Kollegen! Schon über 20 Wochen liegen die Weißgerber allein im Plazirungsbureau der sogenannten Seilsarmee" 15 700 Berlins, über 18 Wochen die Handschuhmacher Arbeitslose, nur 4900 konnten Beschäftigung finden. Auf einer Bedürfnißanstalt am Spittelmarkt wurde Friedrichshagens und nahezu 10 Wochen die Buch- In Palermo beschlossen die Mitglieder der dortigen Sektion heute Morgen gegen 3 Uhr eine unbekannte weibliche Person von Bruder Deutschland 3 im Streit und noch immer tobt der des Genfer Vereins der Hotel angestellten in einer Ber- ungefähr 26 Jahren in bewußtlosem Zustande auf Rampf fort. Ueber die Ursachen dieser Streits seid Ihr unter- fammlung, bis auf weiteres tein Trinkgeld mehr anzu- gefunden. Dieselbe hat sich in der Nacht in die Anstalt begeben richtet, Ihr kennt auch die Vortheile und Nachtheile solcher Be- nehmen. Der Grund hierfür war die geringe Einnahme durch und ist dort, von großer Schwäche übermannt, ein. wegungen, namentlich die der Buchdrucker, welche um den Neun- daffelbe. Der Gastwirthsgehilfe" bemerkt hierzu: Man host, geschlafen. Dort verblieb die Unglückliche bis heute Morgen, stundentag ringen. Was habt Ihr nun bisher zur Unterstützung die Prinzipale" würden durch bessere Bezahlung einen wo man fie fast erstarrt vorfand. Durch Sicherheitsbeamte der Streitenden beigetragen? Leider sehr wenig. Es sind stets Theil des Ausfalls tragen. Diese Hoffnung auf die Generosität wurde das Mädchen der Charitee zugeführt, wo sie hoff diefelben wenigen Kollegen, welche die Opfer, fogar große Opfer der Herren Prinzipale dürfte wohl leider eine vergebliche sein, nung 3103 darniederliegt. bringen, während jeder Kollege und Arbeiter stolz darauf sein denn die südländischen Unternehmer beuten die menschliche Arbeits- Diese wenigen Zeilen sprechen Bände! Das arme Weib follte, sein Scherflein zur Unterstützung beitragen zu können. Ist fraft genau ebenso faltblütig aus als ihre nordischen Brüder; war so exmattet, daß sie es als ein gütiges Schicfal pries, als es richt Pflicht jedes flassenbewußten Arbeiters, feinen Brüdern auch im Lande, wo die Drangen blühen, verzichtet der Kapitalis sie endlich eine Bedürfnißanstalt sand, aus welcher fie Niemand und Schwestern im Kampfe gegen die Unternehmerklasse in jeder mus nur gezwungen auf sein Privileg. Hier mußte also der Hebel wieder heraustrieb in Wind und Wetter. Daß der Aufenthalt Weise beizustehen Wohl sind auch im Kutschergewerbe die Ver- angefeßt werden, nicht hoffen", nein, einen Druck mußte man in einer solchen Anstalt nicht einladend genug ist, um da ein hältnisse brückend genug, trotzdem ist es unsere Pflicht, unfere auszuüben suchen auf die Prinzipalität. Aber auch nach anderer Nachtquartier zu nehmen, bedarf feiner weiteren Erörterung. Die kämpfenden Genossen während ihres Streits mit Geldmitteln that Richtung hin ist diese Notiz interessant. Gerade der ge- unbekannte weibliche Person" aber war glücklich, als sie nur fräftig zu unterſtüßen. Wie Euch bereits bekannt ist, giebt die ringe" Verdienst veranlaßt die Herren„ Genser", die in ihrer einen Ort erreicht hatte, der einigermaßen Schutz gewährte vor Berliner Streit- Kontrollkommission Marten im Werthe von 5 Pf. Mehrzahl zu den Verehrern des Trinkgeldes gehören, a nieder und in demselben Augenblick war fie, wie es in jener auf dem draußen tobenden Unwetter. Erschöpft sank die Frau sowie Sammellisten heraus. Dieselben sind jederzeit Alte Jakob- daffelbe zu verzichten. Eo lange fette Einnahmen dadurch traße Nr. 66 im Restaurant AI m 3, für den Norden bei Herrn erzielt wurten, fühlten sie keineswegs das Entehrende der Notiz heißt: von großer Schwäche übermannt, eingeschlafen. Faber, Antonfir. 34, v. part., ferner in Gratweil's Bierhallen Almosenbettelei. Erst nachdem sie nicht mehr genügend empfangen, Am anderen Morgen gegen drei Uhr wurde die Bewußtloſe auf ( im Bureau der Buchdrucker) zu haben. Ihr werdet hiermit er- verweigern sie die Annahme, anstatt den einzig richtigen Weg gefunden, natürlich halb erstarrt. Ein paar Stunden noch und sucht, von den Listen recht rege Gebrauch zu machen. einzuschlagen, von ihren Arbeitgebern, in deren Interesse fie man fand eine Leiche! Es erfolgte nach Erledigung der üblichen Mit follegialischem Gruß thätig sind, einen anstömmlichen Lohn zu fordern. Wir Formalitäten die Ueberführang in die Charitee, aus welcher die A. Grabowski, behalten das geht aus Obigem flar hervor vollkommen Aermste nur entlassen werden wird, wenn ihr Mund für immer recht, wenn wir behaupten, daß erst ein Wegfall des Trink verstummt ist. geldes unsere Kollegen bewegen fönnte, thatfrästig in eine In der Delegirten Sigung der Hutmacher Berlins am Lohnbewegung einzutreten. Die verschwommene Situation, in 3. Januar wurde beschlossen, außer ten bereits überwiesenen der sich heute der Kellner dem Wirth sowohl als dem Gast gegen100 M. vom Dispositionsfonds den Restbestand desselben in über befindet, wäre mit einem Schlage geklärt, er würde deutlich Höhe von 110 M. sowie die wöchentlichen Einnahmen des Fonds erkennen, wie schrankenlos feine Arbeitskraft ausgebeutet wird, der Kampf derfelben um den Neunfiundentag dauert. Auf Grund davon würde sein, daß er dagegen Front macht." dieses Beschlusses fordern wir alle in der Hut brauche beschäftigten Unserer Ansicht nach kann die Bewegung der Kellner aller- der 3. Kompagnie Hermann Meyer, aus Stinteln in Westfalen Arbeiter und Arbeiterinnen auf, nach besten Kräften auf die dings nur in der hier vorgeschlagenen Weise der Allgemeinheit gebürtig, das Leben genommen. Der 23jährige Soldat, der bes Listen des Dispositionsfonds zu zeichnen. der Gastwirthsbediensteten Erfolge von Bedeutung bringen. Alle reits im zweiten Jahre diente, hatte sich stets gut geführt und war auf Abschaffung des Trinkgeldes gerichteten Bestrebungen werden bei Vorgesetzten und Kameraden beliebt. Am Donnerstag stand feitens des Bublikums sicherlich thatkräftigere Unterstützung finden, M. mit einigen Kameraden als Zeuge vor dem Kriegsgericht, um als andere Methoden. dort Aussagen gegen einen Vorgesetzten zu machen. Es handelte fich nämlich um einen Selbstmord Versuch, den der Füfilier Driesner im Oktober vor. Js. auf dem Tegeler Echießplage bes In Paris dauert, wie der„ Frtj. 8tg." telegraphirt wird, gangen hatte; dieser hatte vorher mehreren Stameraden gegenüber der Ausstand der Kutscher der Kompagnie Urbaine geäußert, daß er sich tödten wolle, weil er von dem Kammer fort. Die der Londoner Trade Union" angehörigen Rutscher Unteroffizier schlecht behandelt würde. Auch dem Meyer gegen Drückten den Ausständigen ihre Sympathie aus. Die Theilnahme Bezüglich der Sonntagsruhe im Bäckergewerbe ist, da über hat sich Driesner dahin ausgesprochen, und der Erstere hatte der Stutscher der alten Pariser Fiaker- Kompagnie am Streit steht nach 105b der Gewerbe Ordnung des Deutschen Reiches vom scherzend erwidert:„ Na, so erschieß Dich doch!" Mit dieser in Aussicht. 1. April d. J. ab die Sonntagsruhe in allen Betrieben eingeführt Aeußerung glaubte fich nun Meyer, als Driesner fich wirklich Einer Mittheilung der Londoner„ Allg. Corr." vom 5. d. M. werden soll, ist seitens der hiesigen Bäckergesellen, entgegen den eine Kuge in die Brust jagte, straffällig" gemacht zu haben zufolge sind die Streitigkeiten zwischen Kapital und Arbeit in Bestrebungen der Meisterschaft, eine Eingate an das Polizei- und er fürchtete, bei der Bernehnung vor dem Kriegsgerich den Kohlendistrikten von Südwales feineswegs beendigt. präsidium beschlossen worden, in welcher ersucht wird, für das eine Strafe zu erhalten, weil er dem Kameraden, wenn auch nur Delegirter zur Berliner Streit- Kontrollkommission. Achtung, Hutmacher! Und doch hat sie ein Glück genossen, das nicht jedem Proletarier beschieden ist: sie ist im Bett gestorben und nicht auf der Straße. Möge ihr die Erde leicht sein! leber den Selbstmord eines Soldaten bringen bürger liche Blätter folgende thränenreiche Geschichte: " In der Kaserne des Garde Füfilier- Regiments in der V an die streifenden Buchdrucker so lange abzuführen, als wie lächerlich gering dafür die Entlohnung ist und die Folge Chauffeestraße hat sich am Donnerstag Nachmittag der Füfilier J. A.: 6. Kempe, Georgenkirchplatz 8, NO. Der Streit der steyrischen Berglente dauert fort. Gine Depesche des Herold'schen Telegraphenbureaus schätzt die Zahl der Streikenden auf 6000 Mani. Lokales. 29 werden muß. " 1 den wärmsten und einander. " aus Scherz, zum Selbstmord zugeredet hatte. Der junge Soldat geklagte wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie nahm in einem Jabhängige" benutzten die Gelegenheit, um über die Betheiligung nahm sich die Aeußerung so zu Herzen, daß er zu sterben be- hiesigen Hotel ersten Ranges unter dem Namen" Jenny von der Arbeiter an parlamentarischer Thätigkeit die alten Redeusschloß, und als er nun von dem triegsgerichtlichen Verhör zurück- Rheinsberg" Wohnung und soll sofort wieder die alten Be- arten vorzubringen. Die Debatte schloß mit einer zündenden tehrte, begab er sich nach der Stube zurück, wo Niemand an- trügereien aufgenommen haben. Sie ließ in eine hiesige Beitung Ansprache 3u beils, worauf mit überwältigender Mehrheit wefend war. Dort zog Meyer das Seitengewehr, stemmte den eine Annonce einrücken, wonach eine junge Dame mit fürst folgende Resolution angenommen wurde: Griff deffelben gegen das Spinde und stieß sich die Waffe in die lichem Vermögen fich mit einem Kavalier zu vermählen wünschte. entblößte Brust. Als Kameraden bald darauf hinzukamen, war Die Reflektanten sollten sich unter angegebener Chiffre schriftlich erklären: Die andauernde Arbeitslosigkeit ist eine unaus" Die heute am 8. Januar bei Lips tagenden Arbeitslosen der Unglückliche bereits verschieden. Die Waffe hatte ihm das melden. Wie die Angeklagte behauptete, find an einem Tage 43 bleibliche Folge nicht allein der augenblicklichen wirthHerz durchbohrt." Bewerbungsschreiben eingegangen. Unter diesen Bewerbern hielt schaftlichen Lage, sondern Einem ernsthaften Menschen wird wohl kaum zugemuthet die Angeklagte dann Auslese. Es stand zunächst ein Fall zur auf sondern hauptsächlich des herrschenden, werden können, daß er den hier vorgefabelten Geschichten irgend Anklage, in welchem der Major v. E. der Betrogene war. Der Wirthschaftssystems. Nur durch Beseitigung der privatkapitalistischen Ausbeutung der arbeitenden Klassen abzielenden welchen Glauben beimißt. So thöricht ist doch kein Mensch, daß selbe wurde auf seine Zuschrift aufgefordert, fich persönlich bei Produktionsweise und durch vernünftige Organisation der Arbeit er sich wegen eines solchen Scherzes, noch dazu in einer so antifen der Angeklagten zu melden. Er trat als Vermittler für einen fann der Arbeitsmangel beseitigt und der arbeitenden Bevölkerung Art und Weise daß er sich in sein Schwert stürzt das Freund auf, der aber der Angeklagten für die junge Dame die ihr gebührende Gelegenheit zu lohnendem Arbeitsverdienst verLeben nimmt. Der Selbstmord wird wahrscheinlich die landes- zu alt schien. Major v. E. schlug nun seinen eigenen da- schafft werden. üblichen Motive gehabt haben. mals 22jährigen Sohn als Kandidat vor und diesen hielt halten der städtischen Behörden Berlins, wonach Bieselben nur die Die Versammlung verurtheilt ferner das VerVerhaftet wurde wegen wiederholten Betruges der Zigarren- die Angeflagte für die geeignete Persönlichkeit, um die junge Intereffen der befizenden Klassen durch Ablehnung der von den händler E., welcher durch Zeitungsinserate mit Erfolg stille Dame mit fürstlichem Vermögen heimzuführen. Sie machte die sozialdemokratischen Abgeordneten gestellten Anträge vertreten Rompagnons gesucht und diese sodann betrogen hatte. Er hatte überraschende Mittheilung, daß es sich um ihre eigene Tochter haben. Pflicht der arbeitenden Bevölkerung ist es, alle ihr zu sich von seinen Opfern vertragemäßig eine Einlage von je 2000 m. handele, welche bei der Gräfin Lewinska in Paris lebe. Der Gebote stehenden Mittel anzuwenden, daß alle den Witterungsausbedungen und dagegen als Sicherheit sein Geschäft verpfändet. junge Herr v. E. kam, wurde gesehen und gefiel der Mutter der verhältnissen entsprechenden Arbeiten schleunigst zur Ausführung Derartige Einlagen find ihm ganz oder theilweise mehrfach ge- zu verheirathenden jungen Dame ausgezeichnet. Sofort setzte sich gebracht werden." zahlt worden, und in jedem einzelnen Falle mußte sein Geschäft die Angeklagte hin, um an ihre Tochter zu schreiben, v. G. als Sicherheit herhalten. Die stillen Sozien sind um ihre Ein- nahm bei seinem Fortgange den Brief mit, um denselben 9 Uhr einen Umzug der Arbeitslosen Berlins stattfinden zu Nachdem ein Antrag, Mittwoch den 13. Januar Vormittags Lagen gekommen, und da die ihnen gebotene Sicherheit" sich in den Briefkasten zu stecken. hinterher als mehrfach verpfändet erwies, so wurde E., wie der Brief postlagernd" adressirt war. Es fiel ihm auf, daß lassen, abgelehnt worden war, ging die Versammlung auseinander Schon nach wenigen mit einem brausenden Protest gegen Hunger und gefagt, wegen Betruges verhaftet. Tagen wurde von G. wieder nach dem Hotel eingeladen. Es noth!" Ein Opfer der Arbeit. Am Mittwoch Nachmittag stürzte barrte seiner eine frohe Botschaft. Die Angeklagte händigte ihm der Klempnergeselle Wieprecht auf dem Grundstück des Böhmischen einen Brief Die Versammlung in der Bockbrauerei war ohne Kouvert ein, der von ihrer Tochter ein- von mehr als 2500 Personen besucht. Referent war hier StadtBrauhauses, Landsberger Allee 11-13, vom Dache eines nen er- gegangen fei, welche den Heirathsvorschlag mit Freuden aunahm. verordneter Bogtherr. Derselbe schilderte unter lebhaftem richteten Remifengebäudes auf den Hof hinab und erlitt außer Herr v. E. mußte der Angeklagten seine Photographie ein- Beifall das Wesen der Arbeitslosigkeit und deren Ursachen und inneren Verlegungen einen doppelten Schädelbruch, infolge dessen händigen, welche nach Paris geschickt werden solle. Bald erhielt Folgen und betonte, daß dieses immer allgemeiner auftretende Uebel er bei der Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichs- der Heirathskandidat eine Einlage, welche sich in einem Briefe Tausende zum Nachdenken über das Warum der sozialen Noth hain verstarb. an Die Mutter befunden haben sollte. Fräulein Irena anrege und sie zu Agitatoren für die Sozialdemokratie erziehe. Eine Kunstleistung ersten Rauges ist das neueste Roloffal- von Rheinsberg bedankte fich in gemälde des Herrn Professors Emil Neide, welches in der Friedrich- rührendsten Ausdrücken für die Liebe und Anhänglichkeit, liegen, ehe das Proletariat als Klaffe siege, aber es werde und Im Kampfe mit dem Kapital würden noch Unzählige unterStraße 76 neben dem Café National ausgestellt ist. Diefes Stunft welche ihr demnächstiger Verlobter ihrem lieben braven müsse den Sieg erringen. Er, Redner, sei nicht vor die Verwerk wird dieselbe, wenn nicht noch größere Senfation erregen, Mütterchen", die eine wahre Märtyrerin sei, erweise. Die An- sammelten getreten, um dieselben zu einer an die Stadtvertretung wie„ Die Lebensmüden" desselben Meisters. Es ist eine lebens- geklagte batte nämlich inzwischen den zukünftigen Eidam bewogen, gerichteten Petition, einer Bitte zu bewegen; er habe blos nachwarme, großartige Schöpfung von packender Wahrheit. recht häufig mit ihm auszufahren, Theater und Restaurants zu weisen wollen, welches die Ursachen derherrschenden Arbeitslosigkeit Die Verhandlung im Wegel'schen Wordprozek foll besuchen, wobei Herr v. E. naturgemäß die Kosten trug. Er will find, und die Versammlung habe den Zweck, zu protestiren gegen nach einer Mittheilung bereits am 25. d. M. stattfinden. Diese hierfür gegen 50 m. verausgabt haben. Schließlich wurde er ein Wirthschaftssystem, das solche Uebel mit sich bringe. Damit Mittheilung ist unrichtig, da erst vor einigen Tagen die sehr mißtrauisch, weil der Termin des Eintreffens der jungen dieser Zweck erreicht werde, schlug der Redner eine Resolution umfangreiche Anklageschrift dem Raubmörder Wetzel zugestellt Dame immer wieder hinausgeschoben wurde. Als die werden konnte, auf welche sich derselbe nunmehr innerhalb der Angeklagte dann vor, welche mit der oben angeführten gleichlautend ist, und bat ein Darlehn von 200 M. von dem gesetzlichen Frist zu erklären hat. Bor Ablauf derselben tann zukünftigen Schwiegersohne haben wollte, wurden demselben Bersammlung entsprach dieser Aufforderung nach längerer Disum deren einstimmige Annahme.( Stürmischer Beifall.) Die aber ein Termin zur Hauptverhandlung in der Sache über- vollends die Augen geöffnet, er lehnte das Anfinnen ab und fussion, an welcher sich auch ein„ Unabhängiger" betheiligte, und haupt noch nicht anberaumt worden sein, da die Frist gewahrt löste die Verbindung mit der Angeklagten. Die Lettere wurde ging mit einem donnernden Hoch auf die Sozialdemokratie ausbald darauf verhaftet. In ähnlicher Weise, wie der junge v. E., An Opiumvergiftung ist, nach Angabe des Berliner ist auch ein Buchhalter St. von der Angeklagten geprefft worden. Tagebl.", in Schmargendorf eine noch sehr rüstige, wenn auch Da er fein„ Kavalier" war, so sei er für die junge Dame mit Das Sozialdemokratische Agitationskomitee für den fchon 94jährige Greisin, die verwittivete Bauerngutsbesitzer Sch. fürstlichem Vermögen nicht geeignet, indessen habe sie noch eine Often Berlins hielt am 3. d. M. eine von 200 Personen besuchte verstorben. Ihre Beerdigung war bis nach der Deffnung der Kommerzienraths- Tochter auf Lager, deren Vater in der Gegend Versammlung in Schneider's Lokal, Proskauerstraße, ab, in Leiche ausgeseht worden. Die alte Frau hatte von den ihr vom von Liegnik wohne. Dieser Beuge zahlte 50 M. Vorschuß. Es welcher Herr Dr. Pinn über Die Lügen des neunzehnten JahrArzte vorgeschriebenen Opiumtropfen eine zu starte Dosis ge- stellte sich heraus, daß ein Kommerzienrath des von der Angeklagten hunderts" einen mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag angegebenen Namens in und bei Liegnitz gar nicht existirte. hielt. Der Versammlung folgte ein gemüthliches Beisammensein Die Schinkestraße in Rigdorf war in der letzten Nacht Ebensowenig ist die Tochter der Angeklagten oder eine Gräfin nebst Tanz. Die Versammlungen finden jegt aller 14 Tage statt. wieder einmal der Schauplatz eines größeren Feuers; es brannte Lewinsta in Paris zu ermitteln gewesen. Die Angeklagte hat Brit. auf dem Grundstück Nr. 10-11 die von Tischlereien benutzte eine unglaubliche Erfindungsgabe aufgeboten, um immer neue Volksbildungsvereins für Briz und Umgegend In der letzten öffentlichen Versammlung des erfte und zweite Etage eines östödigen Fabrikgebäudes. Die Behauptungen aufzustellen. Sie hat dadurch mehrfache Berhielt Herr Wiedemann aus Berlin über„ die wirthschaftliche Berliner Feuerwehr griff mit 2 Spriten ein. tagungen erzielt. Im gestrigen Termine gab sie eine Schilderung Lage und die Arbeiter" einen Vortrag, wofür er reichen Beifall Selbstmord im Hotel. Durch zwei furz hintereinander er- ihrer Vergangenheit, die eine Menge des Geheimnisvollen enthielt. erntete. Hierauf wurden die Herren Köhler, Böwen und folgende Schüsse wurde in der verflossenen Nacht gegen 1 Uhr Sie fei, die illegitime Tochter des herzoglich koburgischen Nehfe zu Revisoren gewählt. Unter Vereinsangelegenheiten das Personal eines im Zentrum der Stadt belegenen Sotels aus Rammerherrn von Raft Rheinsberg. Im Jahre 1856 habe gab der frühere Borsigende Meinz auf Anfrage Auskunft über dem Schlafe geschreckt. Dem Schall der Schüsse nachgehend, fand sie den Posisekretär Ziemann geheirathet. Es sei dies aber feinen Prozeß wegen des Sommerfestes, das nach Ansicht des man in einem in der oberen Gtage belegenen Fremdenzimmer nur eine Scheinehe gewesen, die eingegangen worden sei, weil sie Gerichts ein öffentliches Vergnügen gewesen sein soll, weswegen einen jungen Mann, der erst fürzlich im Hotel abgestiegen war, die Folgen des Verkehrs mit einer hochstehenden Persönlichkeit, der Genannte und der Restaurateur alter( Nosensee- Terrasse) in feinem Blute vor; er hatte auf sich mittelst Revolvers zwei die sie nie und nimmer nennen werde, vor der Welt verbergen zu einer Geldstrafe von je 30 Mark verurtheilt sind. Herr Schüsse in den Kopf bezw. in die Brust abgefeuert. Nach An- wollte. Wo der von ihr geborene Sohn fei, wolle sie ebenfalls einz hat jedoch sofort Berufung gegen dieses Erkenntniß legung eines Nothverbandes brachte man den Lebensmüden auf nicht angeben. Sie habe ihrem Liebhaber dann noch 2 Töchter eingelegt und ersuchte nun Diejenigen, welche damals die KonAnordnung des hinzugerufenen Reviervorstandes nach der Charitee, geschenkt, deren eine einen Ingenieur, die andere einen Kaufmann trolle ausübten, sich genau in Erinnerung zu rufen, ob auf den wo er furze Zeit nach feiner Einlieferung seinen Verletzungen geheirathet habe. Später habe ihr Liebhaber mit einer Dame Tischen an beiden Eingängen zum Garten Teller gestanden haben erlag. Die Recherchen haben ergeben, daß der Berstorbene ein ein Verhältniß angefnüpft, welche an einem deutschen Hofe eine oder nicht, da dies eine nicht unwesentliche Rolle im nächsten ca. 24 jähriger Kaufmann Georg F. war, welcher in dem hiesigen hoch angesehene Stellung bekleide und deren Name eben Termine spielen dürfte. Auf Antrag Menzel wurde dann be Weißwaarengeschäft von St. 1. G. als Buchhalter fungirte und falls niemals über ihre Lippen kommen werde. Eines das volle Vertrauen seiner Prinzipale genoß. Dieses Vertrauen Tages habe schlossen, die nächste Versammlung resp. Generalversammlung man ihr ein fleines Mädchen gebracht, der Feiertage wegen erst am 18. Januar stattfinden zu lassen. bat F. zu Unterschlagungen gemißbraucht, welche er durch falsche das sie als ihr eigenes angenommen habe. Das Buchungen längere Zeit zu verdecken wußte. Gestern Abend ihre Tochter Jrma von Rheinsberg, welche damals in Paris dem Parteifonds zu überweisen. Nach Ansicht der Versammlung fei Abgelehnt wurde ein Antrag des Herrn Krüger, 100 Mart wurden seine Betrügereien entdeckt; die defraudirten Beträge lebte und der von ihrem Vater ein bedeutendes Vermögen aus gehört der Antrag in das Bereich der Generalversammlung. sollen die Summe von 50 000 m. erreichen. Um sich seiner Ver- gesetzt fei. Die Angeklagte behauptete, daß sie als Jenny Elise Ein Berliner Genoffe empfahl Stellungnahme des Vereins zur haftung zu entziehen, hat F. seinem Leben in der geschilderten von Rheinsberg viele Gedichte gemacht, welche im Verlage von Landgemeinde Ordnung, ebenso Herr Meinz, welcher das Weise ein gewaltsames Ende gemacht. Henkel in Frankfurt a. M. erschienen und auch in Musik gefest Thema für wichtig genug hielt, um spätestens im Februar eine Ein in Reinickendorf umlaufendes Gerücht, daß ein dort seien. Sie habe deshalb geglaubt, diesen Namen führen zu besondere Versammlung einzuberufen, in welcher womöglich ein wohnhast gewesener Koch Schreier seine beiden Kinder und dann dürfen, als sie aus dem Buchthause fam. Die Angeklagte beftritt Rechtsanwalt über dieses Thema referiren soll. Herr Wolter sich selbst getödtet habe, ist vorläufig unbestätigt und darauf ferner ihre Schuld in Betreff des ihr zur Last gelegten Heiraths frug den Referenten, ob er auf dem Boden des Parteiprogramms zurückzuführen, daß feit dem Sylvesterabend der Aufenthaltsort schwindels. Wenn der erwähnte Kommerzienrath nicht existire, stehe, welche Frage Herr Meinz für unberechtigt und persönder drei Personen unbekannt ist. so sei sie wahrscheinlich von ihrer Auftraggeberin, einer Frau liche Angelegenheit des Referenten erklärte, weshalb er ueberEine vergleichende lebersicht der stattgehabten Zwangs Schwarz in Breslau, die Inhaberin eines bedeutenden Heirathsgang zur Tagesordnung wünschte. Herr Wiedemann- Berlin Versteigerungen von Häufern und Grundstücken in Berlin und fomtoirs fei, falsch berichtet worden. Durch die Beweisaufnahme meinte dagegen, daß in der Diskussion die Frage wohl seinen Vororten, sowie in einigen für die Bauthätigkeit besonders wurde festgestellt, daß die Angeklagte thatsächlich zu hochstehenden berechtigt sei, da sie zur Klärung der verschiedenen Ansichten in Betracht kommenden Provinzialstädten ergiebt für die Jahre Personen Beziehungen gehabt haben muß. Sie hat Reifen nach viel beitragen könne, selbstverständlich müsse eine diesbezügliche 1888, 1889, 1890 und 1891 folgendes bezeichnende Resultat: Italien und der Schweiz gemacht, ein Luzerner Bankhaus erhielt Diskussion nur sachlich geführt werden und dürfe niemals in perBerlin 87, 85, 109, 234. Charlottenburg 33, 17, 35, damals von Berlin aus die Anweisung, ihr 600 Fr. auszuzahlen. fönliche Angriffe und Auseinandersetzungen ausarten. Zum 37. Rigdorf 2, 5, 8, 10. Schöneberg 1, 1, 5, 3. Pantow Bald nach ihrer Berhaftung erschien 3, in dem Hotel, Schluß forderte Herr Meinz auf, den Restaurateur after 2, 3, 3, 4. 28 ilmersdorf 2, 4, 0, 1. Friedenau 1, 1, 1, wo fie gewohnt, ein vornehm aussehender Herr, der energisch zu unterstützen. 3. Behlendorf 1, 5, 7, 13. Lichterfelbe 8, 4, 3, 14. ihre Schuld berichtigte. Giner der Zeugen hat ferner ein Brandenburg 7, 10, 8, 12. Rönigsbergi Br. 48, 58, Notenheft gesehen, in welchem sich ein in Musik gesetzes Gedicht 60, 65. Breslau 34, 56, 77, 105. Görlig 7, 6, 13, 17. von Jenny Glise von Rheinsberg befand. Der Staatsanwalt Magdeburg 52, 59, 65, 137. Halle 11, 28, 42, 75. hielt die Angeklagte in allen Punkten für überführt, wegen unHannover 12, 10, 15, 16. Mit nur einzelnen unbedeutenden befugter Führung des Adels beantragte er 6 Wochen Haft, wegen Ausnahmen weist das Jahr 1891 eine sehr erkennbare Zunahme der Betrügereien dagegen eine Zuchthausstrafe von 7 Jahren, der Zwangsversteigerungen auf. 1500 M. Geldstrafe und zehnjährigen Ehrverlust. Der Ver- der Somme. Vermißt. Der Arbeiter Wilhelm Schiele aus Friedrichs- theidiger, Rechtsanwalt Wronker, hielt die Betrugsfälle keines Verein„ Lustige Brüder". Sigung Sonnabends im Restaurant Kowald, berg verließ am Mittwoch, den 30. Dezember v. I, seine wegs für genügend aufgeklärt und plaidirte deshalb auf Frei- 10. Januar cr., britter Geſellſchaftsabend bet Norbert, Beuthfir. 22. Anfang Wohnung, um eine fleine Besorgung auszuführen, ist jedog bis sprechung. Das Urtheil lautete auf 1 Jahr 9 Monate Uhr. Gäſte willkommen. heute noch nicht zurückgekehrt. Da S. schon seit Oktober arbeits- Buchthaus, wovon 6 Monate für verbüßt erachtet wurden, los ist, fo lebte er mit seiner fünf Köpfe starken Familie in 450 Mt. Geldstrafe und 4 Wochen Haft. größter Noth; es liegt daher auch die Vermuthung nabe, daß er nommen. Gerichts- Beitung. : Versammlungen. = Generalversammlung am Sonnabend, 8% Uhr, Neuwahlen, Kaffenbericht, Ber Geselliger Verein Waldesgrün.( Geselliger Bund.) Außerordentliche schiedenes. Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Gäste feinen Butritt. Verein Bildung und Gefelligkeit Serlin. Sonnabend, den 9. Januar, abends 8% uhr, Vereins- Versammlung im Augustgarten, Augustfir. 24-25. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dozent J. Lügen. Thema: Die Wärme Dranienstr. 126. 6 Krantentaffe, Melchiorstr. 15. Das Quittungsbuch' tegitimirt. Tiller- Verein. Sonnabend, Abends 9 Uhr, Generalversammlung ber Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 10. Januar, Vormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn Henning: Die Wandlungen in der Entwicklungsgeschichte der Religion. Mitgliederversammlung der Zentral- Brankenkasse der deutschen Schmiede am Sonntag, den 10. Januar, Nachmittags 4 ühr, im Lokale des Herrn Hente, Blumenstr. 38. tag, Der Klub der Wanderfreunde. zu Berlin unternimmtam Sonnden 10. Januar, eine Wanderfahrt nach Blankenburg, Malchow, Wartenberg, Faltenberg, Hohenschönhausen, Weißensee. Gäste willkommen. Die Theilnehmer versammeln sich früh 8 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof ( Raum vor dem Fahrtartenverkauf.) Abfahrt nach Blantenburg früh 8,55 Uhr. Vrivat- Theater- Gesellschaft Augufta Victoria. Sigung mit Damen am Sonntag, den 10. Januar, Nachmittags& uhr, im Bictoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Berlin.) Haupt- Versammlung am Sonntag, den 10. Januar, Bormittags Bentral- Krankenkaffe der Buchbinder u. s. w.( Verwaltungsstelle 11 uhr, in Norbert's Festfälen, Beuthstr. 22, 1 Tr. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Borstandes. 2. Berschiedenes. Tabah- Arbeiter und-Arbeiterinnen. Große öffentliche Bersammlung am Sonntag, Bormittags 10% Uhr, bet Böhow, vor dem Prenzlauer Thor. Achtung Schneider und Schneiderinnen. Deffentliche Versammlung am Sonntag, den 10. Januar, Nachmittags präzise 6% Uhr, im Lokale des Herrn Herzog, Moabit, Stromfir. 28. Nach der Versammlung gemüthliches Betsammensein mit Tanz. nch in einem Anfalle der Verzweiflung das Leben genommen habe. S. ist 48 Jahre alt, ca. 1,60 Meter groß, von schwächlicher Statur, trägt einen schwarzen Vollbart und war bekleidet mit braunem Arbeitsjacket, englisch- ledernen Hosen und SchaftDie Arbeitslosen- Versammlungen, welche gestern Vorfliefeln. Als Kopfbedeckung trug er eine schwarze Mütze. Außer dem hatte er einen Schlüssel( Drücker), sowie ein bei Gärtnern mittag in Berlin stattfanden, ließen durch ihren zahlreichen Beübliches Messer bei sich. Wer über den Aufenthalt des Ver- such die Schwere der Krisis ahnen, welche nahezu auf allen geschwundenen irgend etwas anzugeben weiß, wird hierdurch werblichen Berufen lastet. Zu der im großen Saale der Brauerei bringend gebeten, Mittheilung an Frau Schiele, Friedrichsberg, Friedrichshain abgehaltenen Versammlung hatten sich etwa Chauffeestr. 10, Sinterhans im Keller, gelangen zu lassen. 3000 Personen eingefunden. Dieselben nahmen den einstündigen Vortrag des Parteigenossen 3 ubeil, welcher das Thema" Die Arbeitslosigkeit und ihre Folgen für die Arbeiter" in überzeugender Weise erörterte, mit oftmals stürmischem Beifall entgegen. Redner ging davon aus, daß die Abhaltung von ArbeitslosenBum Kapitel: ,, Ehen werden im Himmel geschloffen". Versammlungen bereits im November vorigen Jahres ins Auge Für einen Hintertreppen- Roman bot eine Ver- gefaßt worden und die allgemeine Arbeitslosigkeit schon handlung, welche gestern vor der dritten Strafkammer des Land- feit den 60er Jahren in stetigem Steigen begriffen sei; er besprach Die Anklagebant geführt, welche sich gerade ein Jahr lang in Ursachen der Arbeitslosigkeit und die schädlichen Wirkungen, Otto Mankiewicz, Wilsnaderftr. 63, finden unbemittelte unentgeltliche BehandUntersuchungshaft befindet, die in dem Ruse steht, eine der ab- welche sie für die Arbeiter und dessen Familie im Gefolge hat, lung Dienstag und Freitag 12-1 Uhr, Sonntag 11-12 Uhr. Deutscher Tischler- Verband( SiB Stuttgart), 8 ahlstelle Berlin 78. gefeimtesten Betrügerinnen zu sein, welche je die Gerichte und brachte hierzu die herrschende Theuerung der Lebensmittel der 1. Bevollmächtigte Albert Heß wohnt Möckernftr. 77, vorn& 2r. Der beschäftigt und die beshalb um so gefährlicher ist, weil sie eine in packende Parallele, dabei die Profitfucht der Agrarier ins 1. Raffirer G. Schöning wohnt Urbanftr. 68. 3 Tr. Herberge und Berkehr befinden gute Erziehung genoffen hat, über eine bedeutende Gewandtheit helle Licht rückend und zum Schluß die Arbeitslosen auffordernd, sich bei Stramm, S. Ritterfir. 128, part.- Jeden Sonnabend von 8-10 U. werden im gesellschaftlichen Verkehr und ein großes schauspielerisches Talent in Massen an den zuständigen Stellen die Schaffung von Lorenz, Stoppenstr. 43 e; Henfe, Blumenftr. 38; Bubeil, Naunynſtr. 86; verfügt. Die Angeklagte, die jetzt 55jährige Postsekretärs- Arbeitsgelegenheit zu verlangen. Die Diskussion war äußerst Biemer, Cuvryſtr. 17; Stramnt, Bitterstr. 123, parierre; Scheuer, GneisenauWittwe Jenny Elife Marie Biemann, ist bereits bewegt. Mehrere Redner warnten eindringlich vor Annahme fraße 35; Riging, Bulomstr. 52; Holzbecher, Dreyfestr. 3; Gleinert, Fenn- und acht Mal wegen Betruges vorbestraft. Zuletzt wurde sie zu jeder Resolution, da eine solche doch nur Material für den Diedenhofenerstraßen- Gce. Das Eintrittsgelb beträgt 30 Pf.( wofür Statut), einer Zuchthausstrafe von 7 Jahren und 19 000 M. Geldstrafe Papierkorb sei. Andere Rebner unterzogen die Einrichtung der ber wöchentliche Beitrag 15 Bf.( inkl.„ Neue Stſchler- Zeitung"), perurtheilt und dieser Strafe folgte bald eine Zusatzstraße von Wärmehallen der allerschärfsten Verurtheilung. Auch die sogenannte schon bestehender gewerkschaftlicher Vereine find, von Zahlung des Beitritts: 2 Jahren 4 Monaten. Am 15. Dezember 1889 wurde die An- Schrippenküche" fand eine grelle Beleuchtung. Einige„ Un- Neujahr ab fret ins Haus, deshalb ist genaue adresse dem Kassirer anzugeben. In der Poliklinik für Nieren und Blasenkrankheiten des Herrn Dr. in folgenden Lokalen Beiträge fafsirt und neue Mitglieder aufgenommen bei: Müllerstraßen- Ecke; Gnadt, Brunnenstr. 38 und Schmidt, Trescom- und geldes befreit. Die Zusendung der Zeitung erfolgt durch Spediteure von = 21 " " 1 Bom Schlachtfelde. -O phusus Depeschen: Von der Bes Zur Frage Verschiedenes. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub| willkommen. Kartenflub ,, Nulle" tagt jeden Montag u. Sonnabend Abds. I staatssozialistisches Projekt. Aus Desterreich. Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. von 8-2 Uhr Nachts Hochstr. 32a b. Witte. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, Gewerkschaftliches 2c. eine", Abends 9 Uhr, im Lofale des Herrn Zechlin, Hornstr. 11. haben Zutritt. Privat- Theatergesellschaft, Schneeglöckchen" im Lofal wegung. Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs Vereins Gedicht. Novelle. Der Zukunftsstaat." in Beteranenstr. 9 bei Bettin.- Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Victoria" Weißensee, Restaur. Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 9 Uhr, Victoria- Saal, Perlebergerstr. 18, Gizung, Aufnahme, Gäste willkommen. des Landvolkes. Die Syndikate in Frankreich.. im fleinen Saal. Gäste haben Zutritt.- Paris Deutscher foztal- Nach der Sigung Probe.- Theaterverein Giaconda", Abd. 9 Uhr, Sigung. demokratischer Lesetlub. Ecke Rue Montmartre und Rue Etienne- Theater- Verein Dilettanten Bühne", alle Sonnabend um Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Komm. Arbeiter- 9 Uhr Sigung bei Barta, Rixdorf, Bergstr. 120. Gäste willkommen. Bildungsverein, London W. 49, Tottenham- Street, Tottenham Court Road. Berein Lustige Brüder", Abends 9 Uhr, Brüderftr. 26. Ber Jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr Bersammlung. gnügungs- Verein Rustige 13", Abents 9% thr, bei Schacknat, DresdenerArbeiter- Sängerbund Berlins und unigegend. Sonnabend, Abends straße 28. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Schild horn, ( Depeschen des Bureau Herold.) 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ,, Grüne tastanien- Allee 52, bei Weber. Sigung Abends 9% Uhr. Aufnahme Eiche", Rirdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. Gesangverein neuer Mitglieder. Herren und Damen dazu willkommen Ber Rom, 8. Januar. Den Kutschern, welche nicht eingespannt prania, Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Sorgenbrecher". Gegründet 26. Juni 1886. Jeden hatten, ist heute die Fahrbewilligung entzogen worden: 150 haben Gesangverein„ Sanges: gnügungsverein ,, Echo", Naunynstraße 86, bei Zubeil. Gefangverein" Freund Sonnabend, Abends 8 Uhr, Sigung im Reſtaurant Scholz, Bukunftsstaat, den Dienst aufgenommen. Die Ausständigen wollen heute Abend schaft 2", Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein Glück zu", Kastanien- Allee 35. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Knebel, Babstr. 58( Gesundbrunnen). Gefangverein Phönir", Bülow- Bergnügungsverein, Sumor", jeden Sonnabend, 9 Uhr, Buckowerstr. 9. eine Kundgebung veranstalten. Die Gendarmerie patrouillirt straße 65 bei Bredlow. Gefangverein Harmonie s", Friedrichshagen, Touristenverein Wanderluft". Sizung jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, unablässig und hat bereits zehn Kutscher verhaftet. Gesellschaftshaus. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Gäste willkommen. Rauchflub, Goldene Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bet Brückner.- Rauchklub, Dorn Sonnabend: Vergnügungsverein ,, uftige 13" bei Blöß, Dresdenerstr. 28. röschen", Abends 9-11 ühr, Prinz Eugenftr. 19 bet Dyhring."- KegelTambourverein, Deutsche Gich e" bei Sabeck, Fürbringerstr. 7, Sigung. flub„ Selgoland". Jeden Sonnabend von 10 Uhr Elisabethstr. 30, im Vergnügungsverein Kreuzfiber bei Springstube, Manteuffelftr. 67. Restaurant Herrmann. Mitglieder willkommen. Verein ehemaliger Schüler Vergnügungsverein Grüne Schleife" bei Sperling, Inselstraße 1. der 30. Gemeinde- Schule. Sonnabend Sigung, Mittwoch Gesangabend Vergnügungsverein Lustige Brüder" bei Stowald, Oranienstr. 126. im Restaurant Haberecht, Gr. Frankfurterfir. 30. Gäste willkommen. Ge= Rauchklub, Dornröschen" bei Döhring, Prinz Eugenstr. 19. Au f= Privat felliger Klub ,, ur fidelitas Abends 9% Uhr, Neue Promenade 8. Theatergesellschaft ,, Barzantria" bei Grothe, Kaftanten- Allee 75.- Gefelliger nahine neuer Mitglieder. Gäfie willkommen. Rauchklub Freiheit. Verein ,, Gut Heil" bei Lehmann, Fruchtstr. 69. Jeden Sonnabend Görligerstr. 38 bei Wuttte. Privat- Theatergesellschaft Preziosa". Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr, bei Herrn Foge, köpnickerstr. 191: Sigung. Gäste willkommen. Nach der Sigung: Fidelitas und Tanz. Gesangverein Lotosblume. Jeden Montag, Abends 8-10 Uhr, bei Kanzow, Kleine Kurstr. 10: Sigung. " " 1 Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesangverein Phönir", Bülowstr. 65, bet Bredlow. Aufnahme neuer Mitglieder. Männer- Gesangverein Sängerfranz", gegründet 1853, Annenstr. 9, Abends 9 Uhr. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Paul Nickel'scher Musikverein Allegro", bet Vogel, Sorauerstr. 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Musikverein ,, Borwärts". Ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, prt. Zitherklub Waldrose", Ab. 9 Uhr bei Kleemann, Laufigerstr. 41. Sitherklub har: monte", 9 Uhr Nebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Tambour Verein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, WaterlooUfer 14. Aufnabine neuer Mitglieder. " Berliner Turngen offenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlotal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 hr. naflum, Elisabethstraße 57-58.- Turnverein, Fichte( voltsthümlich), jeden Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenberg s.- Männer- Turn- fchreibung. " 1 Literarisches. M Von der ,, Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diez' Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Verlag) ist soeben das 15. Heft des 10. Jahrgangs erschienen, turni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gm Aus dem Inhalt heben wir hervor: Zur bürgerlichen Geschicht Der Sozialismus in Russisch Polen. Von Leo verein Jahn", Rirdorf( eigene Turnhalle Biethenstr. 72a). Heute von Winiarski.- Die Getreidezölle Europas und Amerikas. 6-8nhr Schülerabtheilung, von 8%-10% 1hr Männerabtheilung. Stattlub, a mi ch", gegründet 1. Ottober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung Die rechte Hand Bismarck's. Eine Plauderei von Ferd. Wolff. Notizen. Feuilleton: Der Traum Makars. Eine WeihHumorinischer nachtsgeschichte von W. Korolento.( Fortsehung.) Klub Adonis" bei Seid, Koppenstr. 75. Gäste willkommen. Statflub Die letzte Nummer der ,, Berliner Volks- Tribüne" enthält GemüthItd) tett" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8½ Uhr, Parlamentarismus. bet G. Wächter, Brigerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste folgende Artikel: Aus der Woche. in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen find freu Slichst eingeladen. Stattlub Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Aufforderung! Herr August Lupkowo aus Dresden, gegenwärtig in Berlin, wird hiermit aufgefordert, feinen Verpflichtungen in Dresden nachzukommen. Der Vertrauensmann. Erust Messing. Dresden( Altstadt). Fachverein der Stellmacher. Sonntag, 10. Januar, Borm. 10 Uhr, General- Versammlung bei Keller, Bergstr. 68. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Wahl eines Vergnügungskomitees. 4. Gewerkschaftliches, Berschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 872b Der Vorstand. Zentralfrankenkasse d. Maler, Filiale III, Süd. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 11. Januar, Abends 8 Uhr, Alte Jakobstraße 83. Tages- Ordnung: 1. Wahl der örtlichen Verwaltung. 2. Verschiedenes. 885/6 Der Bevollmächtigte. Verein deutscher Schuhmacher ( siliale Berlin). Versammlung am Montag, den 11. Jannar, Abends 8 1hr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Die fonventionellen Lügen unferes Jahrhunderts." 2. Diskussion. 3. Besprechung betreffs Ausstellung eines Delegirten zum Gewerkschaftskongreß. 4. Berschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. 293/10 Empfehle den Genossen im Süden 1867L und Zentrum mein Schuh nud Stiefellager zu mäßigen Preisen. E. Reckzeh, Schuhmachermfr Luckauerstr. 10, Keller. Größtes LagerBerling Kinderwagen. Andreaskr.23.H. v. Gardinen. Nady beendeter Inventur offerire Gardinen800 reste in allen Genres zu 1-4Fenst. passend unter Selbsttostenpreis. 1849L Ferner empfehle als Spezialität: Englische TüllGardinen( 2 Seiten Bandfeston) in dauerhafter Waare Meter schon von 45 f. an bis zu den Elegantesten. Bruno Güther, Fabrit i. Plauen i. S. Nr. 80 Grüner Weg 80 part. -Verlag des Vorwärts" PP Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse No. 2. 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Mit einer Ein leitung von Friedrich Engels und Dokumenten. 88 Seiten. Preis 25 Pf. --. Engels, Fr. Das kommunistische Manis fest. Fünfte autorisirte deutsche Ausgabe. Mit Vorreden von Karl Mary und Friedrich Engel 3. 32 Geiten. Preis 10 Pf. Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. Erster Band. 4. durchgesehene Auflage. Herausgegeben von Friedrich Engels. XXXII u. 739 Seiten. Preis brosch. 9 M., in Halbfranz geb. 11 M. ---- 3 weiter Band. XXVIII u. 526 Seiten. Preis brosch. 8 M., in Halbfranz geb. 10 M. -- Das Glend der Philosophie.( Bergriffen. Neudruck in Vorbereitung.) -Engels, Friedrich. Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats. Jm Anschluß an Lewis H. Morgan's Forschungen. 4. Auflage. XXIV u. 188 Seiten. Preis brosch. 1 M., geb. 1,50 M. Herrn Engen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft. 2. Auflage. 315 Seiten. Preis brosch. 2 M., geb. 2,50 M. Die Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. 4. vervollständigte Auflage. 59 Seiten. Preis 30 Pf. - In Sachen Brentano tontra Mary wegen angeblicher 3itat3fälschung. Geschichtserzählung und Dokumente. 75 Seiten. Preis i M. - Ludwig Feuerbach und der Ausgang der tlassischen deutschen Philosophie. Mit Auhang: Karl Marx über Feuerbach vom Jahre 1845. 72 Geiten. Preis 50 Pj. -- Preußischer Schnaps im Deutschen Reich 3tag.( Aus dem Boltsstaat" von 1876.) 18 Seiten. Preis 10 Pf. -- Zur Wohnungsfrage. Zweite durchgesehene Auflage.( Aus dem„ Volksstaat" von 1872.) 72 Seiten. Preis 25 Pf. " Wiederverkäufer erhalten Rabatt. An auswärtige Besteller versenden wir nur gegen vorherige Einsendung des Betrages, Porto extra. Vorräthig in der Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Beuthstraße Nr. 3. und Schießen Gingang vom Flur( zwifchen Andreas Gänse- Ausschieben am Sonnen mit Kontrollmate empfiehlt und Koppenstraße). Proben nach außerhalb portofrei. Günstige Omnibus-, Pferde- undStadtbahn- Verbindung. Telophon- Anschluss 7b. 928. Petersburg, 8. Januar. Aus Orel wird gemeldet, daß in der einer Aktiengesellschaft gehörigen Dampfmühle zu Lokot eine Kesselerplosion stattgefunden hat, durch welche in Theil des Gebäudes eingestürzt ist und fünf Arbeiter getödtet wurden. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " = M New York, 8. Januar. Nach einer Meldung aus Osage Agency( Indianer- Territorium) hat in einer der Gruben der , Coal and Mining Company" eine schreckliche Explosion stattgefunden, wodurch gegen 200 Bergarbeiter verschüttet wurden. Man befürchtet, daß dieselben sämmtlich das Leben eingebüßt haben. Briefkaffen der Redaktion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. Lifte 387 von den streikenden Webern der Teppichfabrik von Feibisch, Berlin, Kaiserstr. 41, ist verloren gegangen. Die selbe ist anzuhalten und bei F. Hente, Blumenstr. 38, dem Komitee zu überreichen. Briefkaffen der Expedition. Frau Lunan. Die Annonce fostet 5,60 m. Für die auswärtigen Abonnenten liegt der heutigen Nummer Ein die Neue Welt" Nr. 2 bei. 3100000000000 " DONachdruck verboten. O Marke deutscher Control Gesetzlich Arbeiter Ausgegeben geschützt ven Hutmacher der Arbeiter Control Commission In Berlin Jean Holze Markanfabrik Hamburg 111 Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter bem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, bas ben Berfertigern gerechter Lohn wurbel Rauft nur Hüfe mit dieser Marte! In folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chausscestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allce 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. Dresdenerstraße. 39 L. Cohn, 2indreasstr. 67. H. Diederich, Oranienstr. 9. Mariannenstr. 43. 33 G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Ernst Nauen, Oppelnerstr. 43. A. Nauen, Wrangelstr. 99. Ch. Otto, Chausseestr. 22. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 108, P. Pohle, Schwerinstr. 12. 39 Renz& Böhme, Oranienstr. 6. Potsdamerstr. 104. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der Schenckendorffstraße. E. Rieck, Babstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145, A. Schlegel, Brunnenstr. 38. Paul Drenske Nachflg., Oranienstr. 172. Carl Stark, Neue Königstr. 73. A. Ernst, Barnimstr. 17. P. Fraudo, Müllerstr. 183. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Stalizerstr. 39. 99 Th. Gerlach, Linienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. G. Gottmann, Frankfurterstr. 130. R. Haase, Kastanien- Allee 36. Fr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. M. Hensel, Wadzeckstr. 9. W. Hildebrandt, Schönhauser Allce 4. 0. Jörs, Pantstr. 5 a. A. Kehr, Stöpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Köpko, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a. 99 J. Kock, Rastanien- Allee 80. Kriegshammer, Bellealliancestr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. G. Kuhlee, Waldemarstr. 28. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. Emil Kunze, Brunnenſtr. 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 50. Franz Köppen, Müllerstr. 14a. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. H. J. Stoboy, Dranienstr. 170. Stresemann, Neue Königstr. 11. F. Sporreuter, Poststr. 16. W. Sy, Brunnenstr. 139. Carl Wolter, Münzstr. 8. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Rud. Wegener, Stromstr. 59. W. Zapel, Gtaligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Borgmann, Markgrafenstr. 100. C. Sarsch, Fehrbellinerstr. 56. W. Benecke, Potsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. I F. Julow, Pantow, Breitestr. 24. P. Paroy, Weißensee, Königs Chaussee 27. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Langhansstr. 71. C. Schmidt, Röpenick, Riegerstr. 41. A. Klinge, Röpenid, Grünstr. 38. C. Wanke, Rigdorf, Bergstr. 9. Von Seiten der Händler wird sehr oft der Kuiff angewendet, indem sie sagen: Für diese Sorte Hüte giebt es keine Marken. Wir machen darauf aufmerksam, daß es Hüte mit Marken in allen Preislagen nud Qualitäten giebt und die Ausrede nur gemacht wird, um den Käufer irre zu führen. Judem wir die Genoffen bitten, nur die von uns veröffentlichten Geschäfte zu berücksichtigen, ist es auch hier nöthig, sich zu überzeugen, daß die Marke schon vorher im Hute klebt. Jedes Einkleben der Marke beim Kauf ist Betrug. Alle Un regelmäßigkeiten bitten wir an uns zu berichten. 172/20 Die Arbeiter- Kontroll- Kommission. J. A.: C. Kempe, Georgenfirch- Platz 8, NO. Todes- Anzeige. Spottbillige Baustellen Am 6. d. M. entschlief sanft nach furzen aber schweren Leiden unser liebes von 1/2 Morgen ab in jeder beliebigen Söhnchen Willy im Alter von 6 Jahren. find in Sieversdorf zu verkaufen. Größe à Morgen 150-200 Mark Die Beerdigung findet am Sonntag, den Sehr guter Boden und schön gelegen 10. d. 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