Ar. 189. Abonnements- Bedingungen: not? Vorwärts Abonnements-Preis pränumeran Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 wöchentlich 28 Pig. frei ins Ges. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mir tlluftrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1900 unter r. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. R Erscheint täglich außer Montage. Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zelle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in berExpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Die Schuld der Missionen. Vor einigen Wochen hatte Herr v. Brandt, der ehemalige deutsche Gesandte in Beting, einige Artikel zu den oftasiatischen Wirren und den dadurch in Deutschland in die Halme schießenden Großmannsplänen veröffentlicht. Er hatte viel Wasser in den deutschen Chinawein gegossen; die Worte waren deutlich an sehr verantwortliche und sehr unverantwortliche Stellen gerichtet. Wir haben seiner Zeit die Hauptstellen daraus unsern Lesern mitgeteilt. Donnerstag, den 16. August 1900. den höchsten und einflußreichsten Stellen, hier lernen wir dieselbe Verquickung draußen über Sie kennen. Und dabei ist mit alledem die politische Thätigkeit der China- Missionare noch lange nicht erschöpft. Herr v. Brandt deutet das wenigstens an, indem er am Schluß seines offenen Briefes sagt: „ Die Frage der( direkt) politischen Thätigkeit einzelner Missionare habe ich nicht berührt. Aber wer die Geschichte des Taiping- Aufstandes und des Kang- yu- weischen Reformversuches tennt, wer mit den publizistischen Leistungen einzelner Missionare bekannt ist, der wird nicht darüber im Zweifel sein können, wie viel auch nach dieser Richtung hin gefehlt worden ist." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. hang mit den Vorgängen in China gebracht werden, um dadurch zu beweisen, daß die Arbeiter in systematischer Ausnutzung einer„ Notlage des Vaterlandes" gehandelt hätten. So sagt das genannte Blattund andre Scharfmacherblätter, wie die" Post" 2c., übernehmen das am Schlusse der Darstellung: Wer diese trodene Aufstellung überfliegt, wird die Gewißheit erlangen, daß den Streit- Regisseuren auf die Bedürfnisse des Vaterlands, auf dessen Wohl und Ehre Rücksicht zu nehmen nicht in den Sinn gekommen ist. Sie haben ruhig und friedlich bei Blohm u. Voß arbeitende Leute zur Niederlegung der Arbeit nur deshalb bewogen, weil die Arbeit an Schiffen der AmerifaLinie, die zum Truppentransport nach China bestimmt waren, vorgenommen werden sollte, während dieselben Agitatoren in der Presse wiederholt höhnend auf die Zwangslage der Werften hingewiesen haben. Sie haben also bewußt die Notlage des eignen Vaterlands gefördert und zu ihren Parteizwecken ausgengt." Ginen In den Ausführungen des Herrn v. Brandt fehlte nun auch eine scharfe Kritik der christlichen Missionsthätigkeit nicht. Die fremdenfeindliche Stimmung der Chinesen," hatte er gesagt, läßt sich Das heißt: die oder einzelne Missionare haben sich nicht nur auf verschiedene Ursachen zurückführen. Einmal auf die aufdamit begnügt, die Politik und die politische Macht ihrer resp. Staaten dringliche Thätigkeit der christlichen, besonders zu benußen, um mit ihrer Hilfe ihr Christentum zur größeren Gel- Wir werden die Aufstellung nicht überfliegen", wohl Die Aufstellung bringt der protestantischen Missionare, denen leyteren die tung zu bringen, sondern sie haben auch Politik gemacht, um die aber werden wir sie untersuchen. Disciplin und Diskretion ihrer katholischen Amtsbrüder fehlt...." Gestaltung der politischen Verhältnisse in China nach ihrem Willen zunächst die ersten im Juni nach Europa gelangten NachDiese Kritik erschien nun der Redaktion der„ Christlichen Welt", der zu beeinflussen! Ja, wenn man von Brandts Andeutung recht richten über die Thinawirren in vollkommen willkürlicher Weise in gelesensten protestantischen Thesenzeitung in Deutschland- die sich versteht zusammenhang mit den Forderungen der Werftarbeiter. - und anderweitige Aeußerungen lassen vermuten, daß solchen Zusammenhang zu konstruieren, ist schon deshalb Unsinn, übrigens gegen die jetzt beliebte Berquidung von Kreuz und Schwert ver- fie so recht verstanden ift ſo haben christliche weil Anfang Juni noch kein Mensch daran gedacht hat, daß sich wahrt zu scharf", zu„ allgemein", zu„ unbegründet" und" ungehener- Missionare direkt das Scheitern jenes Ietzten großen Deutschland, in das chinesische Abenteuer so forsch hineinstürzen lich". Wir forderten darum Herrn v. Brandt auf, in ihren Spalten diese Reformversuchs und damit der Anbahnung europäischer Stultur- würde, wie es jeyt geichieht. Die Werftarbeiter kommten deshalb seine Ansichten des näheren auszuführen. Das hat num der Herr zustände mit auf dem Gewissen. gar nicht auf den Gedanken kommen, daß sie durch Lohnforderungen in Nr. 31 des Blattes gethan, und was er schreibt, ist geradezu Aber Herr von Brandt geht noch weiter. Er erhebt die Auflage die Absendung von deutschen Truppentransporten erschweren förmiten niederschmetternd für die christlichen Missionen gegen die Missionare, daß sie noch gegen andre Grundgesetze der oder daß überhaupt aus dem China Abenteuer vermehrte Arbeitsin China. Dabei ist zu bedenken, daß Herr v. Brandt fein ge- christlichen Lehre fort und fort verstoßen, daß einzelne die Chinesen gelegenheit für sie entstehen konnte. Der Befehl zur Mobilmachung iſt bekanntlich erst in der zweiten Hälfte des Juni erfolgt. Daß sich wöhnlicher Globetrotter ist, daß sein Urteil vielmehr auf einer indirett jogar betrogen haben: die Arbeiter durch die weitere Entwicklung der chinesischen Dinge dreißigjährigen Thätigkeit in Ostasien begründet ist. nicht abhalten lassen konnten, ihre Forderungen zu vertreten, ist Zunächst hält Herr v. Brandt in noch schärferen Worten wie in ganz selbstverständlich, zumal sie von den Unternehmern geradezu seinem ersten Artikel seine Gesamtansicht über die Missionen in China brüšliert wurden dadurch, daß man nicht einmal mit ihnen vere aufrecht: handeln wollte. Dazu kommt; daß thatsächlich schon im Juni die Mehrzahl der Werftarbeiter ihre Forderungen zunächst hatten falleit lassen und nur eine Anzahl Nieter der Neiherstieg Werft die For derung auf eine kleine Lohnaufbesserung aufrecht erhielten. Und diese geringe Anzahl Arbeiter hatte mit Arbeiten für Chinaschiffe gar nichts zu thun. Die erste Arbeitsniederlegung. eben die der genannten Nieter, erfolgte am 3. Juli. Folglich hat der ganze Stampf, soweit er sich im Juni abgespielt hat, mit dem chinesischen Abenteuer nicht den allergeringsten Zusammenhang. Es " Ist es ein erfreuliches Echauspiel zu sehn, wie in den müßte denn sein, daß die Weftbesiger die Situation schon Zeiten der Gefahr die Missionare ihre Ge- vorher besser gefammt haben und daß sich deren brüste Haltung meinden verlassen und in die geöffneten Häfen flüchten? gegen die Arbeiter aus der Erwerbung großer Aufträge für China Ich freue mich über jeden einzelnen, der auf diese Weise in Sichererflärt. Bielleicht, daß sie hofften, die Arbeiter in den Streit treiben zu können, um sich vor Konventionalstrafen zu schützen, die heit gelangt; aber würde das Christentum heute in Europa die bei der Maffe der erwarteten Aufträge zu befürchten war, daß sie Während meiner amtlichen Thätigkeit in China ist mehr als herrschende Religion sein, wenn bei den Verfolgungen im nicht rechtzeitig liefern fönnten. eine Thatsache zu meiner Kenntnis gekommen, die mich mit tiefem römischen Reich die Hirten ihre Herden verlassen hätten. Die Arbeitsniederlegung in den ersten Julitagen verzeichnet die Bedauern über den Mangel an christlicher Liebe und weltlichem Takt Herr von Brandt versucht diesen schlimmsten aller Vorwürfe in Aufstellung der Hamburger Nachrichten" allerdings, ibre Ursachen, erfüllt hat, die aus ihr sprach, und ich muß hinzufügen, daß es feinen darauffolgenden Sägen freilich wieder einzuschränken und jenes sowie den Umstand, daß fie mit Arbeit für China- Schiffe nichts zu meistens protestantische Missionare waren, die sich zu Angriffen fahnenflüchtige Verhalten der Missionare aus den besonderen chinefi- thun hatte, verschweigt sie. Dann heißt es: gegen ihre katholischen Mitbrüder hatten verleiten laffen. Der schen Verhältnissen zu entschuldigen. Aber er giebt dafür teine kulturelle Wert des Christentums liegt für mich in ihm selbst und Gründe an; es giebt deren auch nicht. Die Dinge liegen im nicht in der Konfeffion, und ein Hervorheben der Unterschiede chinesischen Reich für die Missionare cher günstiger als sie für die zwischen den Belennern der verschiedenen unter denselben kann nie Apostel und Aposteljünger im römischen Reich Tagen. die Achtung der Heiden vor dem Christentum als solchem erhöhen." „ Ein großer, wenn nicht der größte Teil des Fremdenhasses ist auf die Thätigkeit der christlichen Missionen ( die deutschen stellt er etwas höher als die andern) zurückzuführen; und wenn nach der Niederwerfung der Bewegung und der Bestrafung ihrer Urheber teine Aenderung in der Art und Weise der Missionen eintritt, so werden wir in zehn Jahren wieder vor einer Krisis stehen, die die jetzige noch an Umfang und Schrecken übertreffen dürfte." Und mun führt er Grund auf Grund für seine Beurteilung auf. Zunächst die Intoleranz der Missionare unter sich, der katholischen gegen die protestantischen, vor allem aber der protestantischen gegen die katholischen. Sodann verurteilt er die Praxis der Missionen, die diese sich von ihren Regierungen halb aufzwingen lassen, halb aber auch erst bei ihren Regierungen veranlaßt haben, nämlich auf Grund der mit Waffengewalt errungenen Verträge thr Christentum zu verbreiten: Was würden," so fragt er den Redacteur der„ Christlichen Welt", Ew. Hochwürden und Ihre Herren Anitebrüder thun, wenn aus... diesem Grunde buddhistischen Missionaren das Recht eingeräumt worden wäre, sich überall in Deutschland niederzulaffen, ihre Häuser und Kirchen auf den besten, durch Bolts glauben und Aberglauben geheiligten Stellen zu errichten und an allen Straßeneden oft in recht mangelhaftem Deutsch au prebigen? Würden wir nicht tåglich und stündlich erleben müssen, daß die Bevölkerung gegen die fremden Eindringlinge Front machte, und würden Sie, Herr Pfarrer, und Ihre Herren Amitsbrüber nicht mit Feder und Wort gegen die gelben Missionare eifern? Und wenn wir wissen wollen, zu welchen Ausschreitungen das führen könnte und müßte, so brauchen wir doch nur an die Blüten zu denken, die der Antisemitismus in Deutschland und andern Ländern so herrlich treibt?... Es ist eine Thorheit gewesen, dem chinesischen Volt die Duldung christlicher Miffionen zuzumuten." Das alles haben wir seit Jahren und Monaten unsrerfeits aus. geführt. Man hat gehöhnt wagt man den Sohn gegen ein solches Beugnis aus fompetenteftem Munde noch festzusetzen? Wie fehr übrigens die Miffionare ihrerseit eine Bolizeipolitik ihrer Regierungen gegen die Eingeborenen selbst provoziert haben müffen, geht aus einer andern Stelle der Erwiderung des Herrn b. Brandt hervor: Zweibrittel der Arbeit der Gesandtschaften und Konsulate find durch Beschwerden, Ansprüche und Forderungen der Missionare veranlaßt worden. „ Nimmt man dazu, daß... bei dem leider nur zu oft durch Vorspiegelung falscher Thatsachen er möglichten Ankauf von Grundstücken, bei der Errichtung von Gebänden, bei der Mißachtung berechtigter und nu berechtigter Eigentümlichkeiten der Chinesen.... bei Ver stößen gegen das chinesische Ceremoniell usw. von Missionaren viel gefehlt worden ist.... so kann man sich... des Gefühls nicht erwehren, daß von seiten der letzteren Manches, recht Vieles geschehen ist, was besser unterblieben wäre." Schließlich macht v. Brandt den christlichen Missionaren den Vorwurf der Feigheit: ?" Ueber die sonstigen Erfolge der christlichen Mission in China aber erscheint soeben in der Neuen bayrischen Landeszeitung", dem Organ der bayrischen Centrum spartei, eine Auslaffung, die alle die Brandtschen Anklagen nur zu bestätigen scheint und sich in folgendem Schlußresumé zusammenfaßt: 4. Wenn es auch unter den Missionaren viele achtungswerte Berfonen giebt, die in gutem Glauben handeln, so giebt es dagegen unter den Bekehrten nur wenige, die Achtung berdienen... Es ist somit nicht zu verwundern, daß die christlichen Chinesen selbst bei den dortigen Europäern, mit Ausnahme der Miffionare, in schlechtem Ruf stehen und daß man sie von sich fern hält. In allen Tagesblättern in Shanghai, in welchen eingeborene Dienstboten, Stöche, Hausknechte usw. gesucht werden, sind den Gesuchen stets mit großen Buchstaben die bedeutungsvollen Worte nicht befehrt"( non convert) beigefügt. Der große Fehler der Missionare besteht darin, daß sie jeden Taugenichts gegen die Behörden in Schuh nehmen zu müssen glauben, sobald er den Titel eines Christen führt. Die Furcht der Missionare vor einem chriftlichen Standale schützt ihre Berfolgten vor der Strafe für ihre Verbrechen. Hielten sie das Princip einer gleichen Gerechtigkeit für alle aufrecht, so würden sie nicht so leicht den Haß des Volks und die Verachtung der Behörden auf sich ziehen und nicht beständig Ursache au gerechten Be= fchuldigungen geben. Desgleichen sollten die Missionare und ihre Anhänger sich daran gewöhnen, dieselbe Duldsamkeit für die religiösen Gebräuche Andersgläubiger zu bethätigen, die sie für sich selbst in Anspruch nehmen." In der That, schwerere Vorwürfe fönnen nicht erhoben, wuchtigere Beweise nicht erbracht werden. Und für diese Missionen soll das deutsche Volk Millionen opfern, soll es gar das Blut feiner Söhne vergießen, nachdem nicht einmal die Missionare selbst das ihrige zu vergießen den Mut hatten? Die vaterlandslosen Gesellen. 0 Juli 4. Nachrichten der Niedermiegelung der Gesandschaften in Beling. Juli 5. Schloffer und Schmiede der Hamburg- Amerika Linie schließen sich den Streikenden an. Berschwiegen wird, daß 10 Schloffer und Schmiede der Hamburg-= Amerifa- Linie entlaffen wurden, weil sie sich weigerten, die Arbeit der streifenden Nieter zu machen und daß als Antwort auf die Maßregelung der zehn die übrigen Schlosser und Schmiede dieser Werft, 90 an der Zahl, die Arbeit niederlegten. Die Aufstellung fährt fort: Juli 11. Blohm u. Voß erhalten den Auftrag, Arbeiten auf dem für den Truppentransport nach China bestimmten Dampfer „ Sardinia" auszuführen, die Schlosser weigern fich zu arbeiten, am 20. Juli geht der Dampfer unfertig nach Wilhelmshafen. Juli 13. Blohm u. Voß erhalten den Auftrag, Arbeiten an dem für den Truppentransport nach China bestimmten Dampfer " Batavia" auszuführen, die Arbeiten können nur teilweise aus geführt werden, weil die Schlosser nicht arbeiten wollen. Die wirklichen Vorgänge an diesen Tagen sind folgende: Mittwoch, 11. Juli, fand im„ Patriotischen Harse" eine Bus sammenkunft zwischen den Vertretern der Werftbef.ger und den in Betracht kommenden Arbeiterausschüssen statt, it welcher der Wortführer der ersteren, Werftbefizer Blohm, die zur Zeit auf den Werften ausständigen Arbeiter aufforderte, die Arbeit wieder aufzunehmen. Gütig setzte der Herr hinzu, daß feine Maßregelungen stattfinden sollten. Am Schluß erklärte Herr Blohm, die Werften schließen lassen zu wollen, falls die Arbeiter nun nicht ebenfalls Entgegenfommen zeigen sollten. Freitag, 13. Juli, begaben sich auf die Erklärung des Herrn Blohm hin, daß keine Maßregelungen stattfinden sollten, die Schloffer und Schmiede des Aktiendocks, die die Arbeit eingestellt haben, weil sie feine Streifbrecherarbeit verrichten wollten, nach ihrer Arbeitsstätte. Es wurde ihnen dort gesagt, daß sie sich in Bureau der Gisenindustriellen einen Schein holen müßten. Dieser wurde ihnen aber mit der Motivierung verweigert, daß die Scheine nur ausgestellt wurden, wenn sich die ausständigen Nieter ebenfalls um einen solchen bewerben würden. Die Schloffer und Schmiede wollten arbeiten, man ließ sie aber nicht arbeiten. Die Unternehmer behaupten jegt frech, die Schloffer hätten nicht arbeiten wollen. Unmittelbar auf die oben citierten Daten( 11., 18. Juli) folgt in den Hamb. Nachrichten": Juli 21.- 31. Weitere Arbeiten an Truppen- Transportfchiffen nach China können von den Hamburgischen Werften des Streits wegen nur mit den größten Schwierigkeiten und längerem Beitverlust ausgeführt werben. August 3. Der deutsche Kaiser nennt die Streifheter Ham burgs vaterlandslose Agitatoren. Darob großer Lärm in der socialdemokratischen und der ihr geistesverwandten Presse. Herr v. Brandt spottet deshalb geradezu über die Sagungen einzelner, namentlich englischer China- Miffionare, wonach im Geiste eines gefunden und aufrichtigen Christentums ausdrücklich den Miffionaren untersagt ist, Beschiverden bei Konsuln oder chinesischen Die vaterlandslofen Gesellen in Hamburg, die sich durch die Behörden zu erheben, um Bestrafungen von Miffethätern zu brutale Aussperrung der Werftarbeiter der Verpflichtungen gegen erreichen und die Durchfechtung wirklicher oder vermeintlicher ihre Auftraggeber entledigen zu können hofften, fühlen das Bedürfnis, Rechte oder Schadensersatz zu erlangen." Das wird nach ihm eben sich vor der Oeffentlichkeit zu rechtfertigen. Da ste dies mit der einfach nicht gehalten. Wir fennen längst die eifrige Tendenz der Wahrheit nicht fönnen, jo verfuchen fie es mit der Lüge. So laffen wähnt. In dieser Woche aber verübten gerade die UnterBerquidung von Christentum und Bolitit, fet es fie in den Hamb. Nachr." eine chronologische Darstellung der Vor- nehmer ihre brutalften Gewaltstreiche und nur dadurch brachten in der Klassen oder Weltmachtpolitit, bei uns daheim gerade an gänge bei der Aussperrung veröffentlichen, die in Bufammen- fie sich selbst in die Lage, daß die Arbeiten an den TransportDie Tage vom 14. bis 20. Juli werden überhaupt nicht er schiffen mur mit den größten Echwierigkeiten ausgeführt werden tonnten. Am 14. Juli werden circa 2500 Arbeiter ausgesperrt. Am 16. erfolgen abermals Aussperrungen. Die„ Batavia" bei der Hamburg Amerika Linie kann deswegen nicht fertiggestellt werden, weil man die daran beschäftigten Arbeiter zu Streifbrecherarbeiten für die Reiherstiegwerft zwingen wollte und sie deshalb die Arbeit niederlegten. Indem also die Hamburg- Amerifa- Linie ihre Arbeiter zu zwingen versuchte, für die Reiherstiegwerft Arbeiten, die nicht für China bestimmt waren, zu verrichten, nur deswegen, um die Streifenden mürbe zu machen, blieb. Die„ Batavia" wurde nun " " 1 mit heiler Haut davongekommen. die Denn auch Hohen Mandarinen laffen sich so in Sänften transportieren, und niemand der Passanten hätte ahnen müssen, daß ein andrer als ein Mandarin in der Sänfte sei. Aber wie gesagt, sehr wahrscheinlich, daß Herrn v. Ketteler in der revolutionären Stadt die Kulis, die Sänftenträger, davongelaufen waren und er darum zu Pferde stieg." Steuerdefraudanten. " As unter den Mächten ein Meinungsaustausch über die beste Art der Einigung bezüglich der Operationen der internatio nalen Truppen stattfand, wandte sich Kaiser Wilhelm direkt telegraphisch an Kaiser Nikolaus sowie auch an alle intereffierenden Regierungen und stellte den Feldmarschall Grafen v. Waldersee zur Verfügung, welchem in der Eigenschaft eines Oberkommandierenden die Leitung der Operationen der auf dent Kriegsschauplatz von Petschili konzentrierten internationalen Truppen übertragen werden könnte." Der Rücktritt Hohenlohes wird von einer Korrespondenz, die sich offiziöser Speisung rühmt, angekündigt. Aehnliche Nachrichten haben sich häufig als unwahr herausgestellt. Oder sollte nun das Bremsen zu schwierig geworden sein? " Weltreich und Weltfiasko. Das Unser Deutsches Reich ist ein Weltreich geworden. Tausende von deutschen Landsleuten wohnen in allen Teilen der Erde, deutsche Güter, deutsches Wissen, deutsche Betriebsamkeit gehen über den Ocean. An Sie also ergeht die ernste Pflicht, dieses größere Deutsche Reich auch fest an das heimische auzugliedern." Freiherr v. Czifam spricht sich, wie sich versteht, sehr vorsichtig aus. Der große Mut" des deutschen Gesandten erscheint aber unter brachte sie sich selbst den vom Freiherrn v. Ezikaun geschilderten Verhältnissen als Tollin die Zwangslage, daß nunmehr die Batavia" liegen tühnheit und es ist dem östreichischen Gesandten begreiflich, Blohm und Bob daß solches Wagnis mit dem Tode enden mußte. gebracht. Die Arbeiter von Blohm u. Voß weigerten sich selbstverständlich, ihren Brüdern von der Hamburg- Amerika Linie in den Rücken zu fallen; sie leisteten keine Streifbrecherarbeit. Dafür werden bei Blohm u. Voß abermals ca. 500 Mann ausgesperrt. Das Die offiziöse Berliner Korrespondenz" sieht sich verwar am 18. Juli. Am 20. und 21. Juli werden wiederum ca. 800 anlaßt, zum Beweis der Notwendigkeit der sorgfältigen Der industrielle und kommerzielle Exportkapitalismus schwärmt Mann von verschiedenen Werften gemaßregelt. Das ist der wirkliche Sachverhalt und den verschweigen die Prüfung der abgegebenen Einkommensteuer Erklärungen aus in unentwegter Berzüdtheit vom deutschen Beltreich. Unternehmer, hoffend, daß das große Publikum die Darstellung eben dem Heft 40 der Mitteilungen aus der Verwaltung der Organ der Hamburger Staufmannsbourgeoisie, der mur überfliegt" und nicht prüft. Die Massenaussperrungen direkten Steuern im preußischen Staate" interessante Stich refpondent" gedenkt begeistert der kaiserlichen Wegeweisung bei der Stich- jarigen find der Grund, weshalb die Arbeiten an den Truppen- Transportschiffen proben des dort niedergelegten Materials zu veröffentlichen. 25jährigen Feier der Errichtung des Deutschen Reichs: mr mit größter Schwierigkeit hergestellt werden können. Und Diese Publikation bedeutet wohl eine Antwort auf den seiner warum alle diese Gewaltthaten? Weil etwa 100 Nieter einen Beit von uns erwähnten Sturmlauf des rheinischen Organs der 100 Lohnzuschlag von 5 Pf. per Stunde forderten. Das macht im Repräsentanten von Bildung und Befiz" gegen die jährliche ganzen Jahre etwa 15 000 M., eine Summe, die bei den an die Deklarationspflicht. Der Artikel der ,, Berl. Korresp." liefert wieder Millionen heranreichsenden Gewinnen dieser Unternehmungen einmal den eindringlichen Beweis, daß gerade Erbpächter des gar nicht in Betracht kommt. Diese Thatsachen müssen festgehalten werden, dann kann kein Mensch, der nicht im Dienste der Ham Patriotismus, die angesehensten Stüßen der Gesellschaft es burgischen Kapitalisten steht und ein Interesse an der Vertuschung ganz vorzüglich mit ihren Bürgerpflichten und ihren Ehrder Wahrheit hat, zu einem andern Urteil kommen als dem: begriffen vereinbaren können, den Staat durch enorme Steuerdefraudationeu gründlich übers Ohr zu hauen. Dieselben Herren, die ins uferlose Panzerkähne bewilligen und sich nicht die geringsten Strupel machen, das Staatsschiff in den Mal strom der abenteuerlichsten Weltpolitik hineinzusteuern, scheuen sich nicht vor den schäbigsten Pfiffen und Kniffen, um den Staat um die ihm gebührenden Steuerbeträge zu prellen. Um Steuern zu zahlen, dazu ist die misera contribuens plebs Dienstagabend beschäftigten sich sechs öffentliche Versammlungen da; die Besitzenden machen sich ja schließlich nur um das Staatsin Hamburg mit der Aussperrung und der Kaiserrede. Die Tages- wohl verdient, wenn sie durch falsche Steuerdeklarationen den ordnung in allen Bersammlungen lautete: Die ehrlosen, vater: Umstürzlern den Nachweis der schreienden Ungleichheit der landslosen Gesellen!" Güterverteilung in dieser besten der Welten erschweren. Man versteht deshalb die Entrüstung der Kölnischen Zeitung" darüber, daß Herr v. Miquel dics staatserhaltende Motiv der kapitalistischen Steuerhinterzieher nicht gebührend zu würdigen weiß. Wenn irgend wer als vaterlandslos zu bezeichnen ist, wenn irgend wer als ehrlos zu bezeichnen ist, wenn das harte Urteil des Kaisers auf irgend wen zutrifft, so sind es nur die Hamburger Schiffskapitalisten, niemals aber die Arbeiter. Diese haben nur von ihren gesetzlichen Rechten Gebrauch gemacht und sie haben ehrenhaft und in hohem Maße pflichtbewußt gehandelt, indem sie sich mit ihren Kollegen solidarisch erklärten. * Leider ließ es sich, wie uns von dort berichtet wird, nicht ermöglichen, die Versammlungen des ganzen Städtekomplexes auf einen Abend zu arrangieren; so konnten für heute nur für die innere Stadt( in dem altbekannten Tütgeschen Lokal) und in den Vororten Eimsbüttel, Winterhude, Eilbet, Rothenburgsort und Wandsbek Versammlungen stattfinden, während für die Arbeiterviertel Barmbek und Hamm sowie für Altona erst Mittwoch und Donnerstag Lokale zu bekommen waren. Nach den erwähnten Mitteilungen sind von den im ganzen Staate 1899 abgegebenen 482 526 Steuererklärungen 120 894 oder 25,1 Proz. förmlich beanstandet worden. Außerdem Tütges Lokal, im Centrum Hamburgs gelegen, war schon um sind noch vor der förmlichen Beanstandung 29 727 oder 8 Uhr angefüllt und um 8, Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Ver- 6,2 Proz. der Steuererklärungen infolge der von den Steuerſammlung beginnen sollte, mußte der Referent, Reichstags- Abgeord= behörden erhobenen Bedenken von den Steuerpflichtigen beneter Diez, auf Nebentreppen und über die Galerien zum Podium geleitet werden. Wohl 4000 Personen drängten sich in dem Saale, während draußen auf der Straße noch Hunderte dem Eingang zu strebten. Nach einer Charakterisierung des Scharfmachertums und nach eingehender Darstellung der von den Scharfmachern beliebten Politit besprach der Referent, Genosse Dietz, die bekannte Kaiserrede, welche Berichterstattung zurüdführte. Unter rauschendem Beifall schloß der er auf unrichtige, wohl auch von interessierter Seite ausgehende Redner mit der Erklärung, daß der gegenwärtige Stampf, möge er enden wie er wolle, jedenfalls dem prozigen Unternehmertum zeigen werde, daß der Arbeiter fein Sklave sei; und in dieser Weise werde trotz der Scharfmacher, froß der Intervention des Kaiſers die Aussperrung auch ihre Früchte tragen. In der sich anschließenden Diskussion wurde die Geschichte der Anssperrung eingehend erörtert und die Erwartung ausgesprochen, daß der deutsche Kaiser, nachdem die Unrichtigkeit seiner Informationen erwiesen, seine Ausführungen zurüdnimmt. 9 bor Auch die übrigen fünf Bersammlungen waren sämtlich überfüllt. In Eilbet sprach Reichstags- Abgeordneter Frohme 2000 Personen; in Winterhude der Genosse hente vor 800 Personen. Ju Eilbek, wo Steinheber sprach, war der Saal überfüllt. 2500 Personen hatten sich in Rothenburgs ort eingefunden, wo Fischer referierte. Ueberall gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die Hamburger Arbeiterschaft weist mit Entschiedenheit die Behauptung zurück, es feien diejenigen Arbeiter, welche sich weigern, den Terrorismus der Unternehmer dadurch zu unterstützen, daß sie Arbeiten verrichten, welche von Streitenden oder Ausgesperrten liegen gelassen wurden, ehrlose und vaterlandslose Gefellen. Sie erachtet es vielmehr als ein Gebot der Ehre und Pflicht eines jeden Arbeiters, den Arbeitskameraden Solidarität zu zeigen und dem brutalen Terrorismus des Unternehmertums allzeit mit aller Straft entgegenzutreten." Politische Neberlicht. Berlin, den 15. Auguft. Die Chinabegeisterung flaut ab. Die Einberufung des Reichstags zu einer Chinatagung wird nun allgemein in der Presse aller Parteien gefordert. Die bürgerliche Presse fordert die Einberufung freilich nicht, um der verfehlten Kreuzzugspolitik energisch entgegenzutreten. Man fürchtet nur die wachsende Miß stimmung des Volts ob der rücksichtslosen Außerkraftsegung der verfassungsmäßigen Rechte des Parlaments. Auch glaubt man die Gefahr einer noch weiteren Ausdehnung des Chiuazugs beschwichtigen zu können. Wenn in der Behandlung der Chinafrage die chauvinistische Raserei wenigstens etwas zur Besinnung zurückkehrt, so ist das fast ausschließlich δαξ Berdienst der vielgeschmähten Writik der Socialdemokratie. Freiherr v. Ketteler. Die Umstände, die zur Ermordung des deutschen Gesandten in Beling geführt haben, sind noch unbekannt. Wohl geeignet zur Aufklärung erscheint aber die Auslassung des zur Zeit in Wien weilenden ö streichischen Gesandten am Pekinger Hofe des Freiherrn v. Czikann, der drei Jahre in Peking war und vor Ausbruch der Nuruhen seinen Urlaub nach Europa antrat. Freiherr v. Czikann sagte einem Interviewer folgendes über den Tod Kettelers: = be: 96 358 richtigt worden. Von den förmlichen Beanstandungen haben oder 79,7 Proz. zu zu einer Abänderung der Steueraugaben geführt, während während nur 24 586 oder 5,1 Proz. derselben froz erfolgter Anfechtung bei der Veranlagung unverändert geblieben sind. Im Berichtigungsverfahren sind 209 811 000 M. oder 28 Proz. mehr an steuermehr an Einkommensteuer festgestellt worden. pflichtigen Einkommen und 7160 000 m. oder 34,1 Proz. worden. " der Der H. K." spinnt die Idee der Ausdehnung Deutschlands über alle Oceane folgerichtig fort, um schließlich in das Kampfeshorn gegen die verkehrs-, handels- und gewerbefeindliche Politik" der grarier, die das Werden des Weltreichs unterbinden, zu stoßen: " Dies deutsche Weltreich" ist für Leben und Gedeihen des deutschen Volkes so unentbehrlich geworden, daß es mit allen tauglichen Mitteln von Staatsgewalt gestüßt und gefördert werden muß. Zu seinem Schutze gehören auch die Streitkräfte zu Lande und zu Wasser, die Erwerbung und Nutzbarmachung von Kolonien, die Anlage von Kohlenstationen und maritimen Stützpunkten. Hier geht das wirtschaftliche Interesse Hand int Hand mit dem politischen. Denn heutzutage ist tein Staat mehr eine wahre Großmacht, der nicht zugleich auch ein Weltreich hat. Und da Deutschland an räumlicher Ausdehnung und Ergiebigkeit seines fremden Befizes weder mit Rußland noch mit Großbritannien, Nordamerika und Frankreich wetteifern tann, so muß es doppelt bedacht sein, durch die Größe und den Wert seiner wirtschaftlichen Expansion sich als Weltreich zu be haupten. Diesen notwendigen Tendenzen, die der gewaltigen Vitalität( Lebenskraft) unsres Boltes entspringen, um die Worte des Grafen Bülow zu gebrauchen, arbeitet aber eine Politit entgegen, die Gewerbe und Handel in ihren Ergebnissen schädigen muß, so sehr die Vertreter dieser Politik gegen eine solche Absicht natürlich protestieren." Das ist die Stimme der Export Hanseaten, die von großer Kapitalsanlage im Auslande Rußen erwarten und des Kaisers Weltmachtsneigung gegen das handelsfeindliche Junkertum ausnutzen. Gewinnsucht hat diese gewigigten Kaufherren blind gemacht, daß fie die Handelsfeindlichkeit der gepanzerten Weltpolitit nicht ers fennen. " Von der Welts Um so widerwärtiger ist den Agrariern die Weltpolitit. Die agrarischen Blätter versteden nur mühsam ihre weltpolitische Abneigung hinter der Bereitwilligkeit, daß allerdings die deutsche Ehre" in China gewahrt werden müsse. Die Unabhängigen aber unter den Agrariern, die nach Hofes Gunst nichts fragen, zeigen offen ihre Abneigung Die 96 358 Steuerhinterzieher haben infolge der Be- gegen das Weltreich". In einer Broschüre, der Bund der Landanstandungen durch die Steuerbehörden 7.160 000 m. mehr wirte, die konservative Partei und die nationale Politik", fordert zahlen müssen, auf jeden Deklaranten entfällt also ein Mehr Freiherr v. Thielmann auf Jacobsdorf die Landwirte auf, fich von der konservativen Partei loszulösen, die stets die politischen betrag an Einkommensteuer von mehr als 70 M., was einem Gesichtspunkte den höfifchen, gouvernementalen, bureaukratischen, militäEinkommen in der mehrfachen Höhe eines Proletarier rischen und gesellschaftlichen unterordnet", die sich auch von der einkommens entspricht. Einige besonders drastische Fälle scien Weltpolitif ins Schlepptan haben nehmen lassen. jedoch nach der Berl. Korresp." wiedergegeben: politit will aber der Agrarier nichts wissen; der überseeische Handel Ein Gewerbetreibender, welcher sein Einkommen für zwei und die Exportindustrie, das seien Nebensachen. Der agrarische Steuerjahre auf 13 041 M. angegeben hatte, während dasselbe Rufer im Streit fordert seine Standesgenossen auf, gegen die in Wirklichkeit 66 264 M. betrug, führte neben den eigent- lottenvermehrung sich zu erheben, und der Gang nach lichen Geschäftsbüchern drei kleinere Bücher China, endlich ist ihm in der Seele zuwider, in welchen mit unrichtigen Angaben, lediglich zur Begründung der Empfindungen ihm das Deutsche Adelsblatt" zur Seite tritt. Dies von ihm alljährlich erhobenen Einkommensteuer- Berufungen. Er Adelsorgan fagt in seiner Besprechung der Thielmannschen Schrift: ist zu 11 984 M. Strafe verurteilt worden. Aehnliche Buch-" In einer vom Juli 1900 datierten Nachschrift" warnt der führungsmanöver find wiederholt aufgededt Verfasser endlich davor, in dem inzwischen ausgebrochenem Streit mit China wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Er meint, Deutschlands wirtschaftliches Interesse au China sei gleich Null, wenn man erwäge, daß der China- Handel noch nicht den hundertsten Teil des deutschen Außenhandels ausmache, und am Außenhandel überhaupt nur ein ganz geringer Bruchteil der 53 Millionen Deutschen beteiligt sei. Das Ziel der deutschen Politik China gegenüber dürfe nur sein, Sühne für die gegen Deutschlands Ehre gerichteten Attentate in die genci the attentatg zu erlangen. fostspielig werden, auch wenn sie sich auf das vom Verfasser angegebene Ziel beschränkt. Deutschland wird wünschen, daß China ihm seine Expeditionstosten ersetze. Denselben Wunsch werden die andren Staaten haben, die sich zur Wieder berſtellung und Afrechterhaltung der Ordnung im Reich der Mitte in Kosten gestürzt haben. China wird daher wahrscheinlich sehr bald der Schuldner Europas, Ameritas und Japans werden und dann wird Deutschland ein unbestreitbares wirtschaftliches Jnteresse an den chinesischen Schulden haben. Es wird sich dann nämlich fragen, ob China seine Schulden wird bezahlen tönnen und bezahlen wollen. Bekanntlich giebt es sogar unter den europäischen Kulturstaaten einige, die ihre Finanzen durch Staatsbantrott zu ver= bessern verstanden haben. Wenn China diese Kulturstaaten fich zum Vorbild nähme?" Zwei Viehhändler wurden mit je 4000 M. Strafe belegt, weil fie in vier Steuerjahren 80 000 m. Einkommen zu wenig deHariert hatten. Gegen zwei Bierbrauereien wurden Strafen von 30 000 und 25 000 m. verhängt, weil ihre Steuerangaben entsprechend hinter der Wirklichkeit zurückgeblieben waren. Ein höherer Kommunalbeamter, hatte sein Einkommen aus Kapitalvermögen auf 600 M. angegeben; thatsächlich war das Eintommen sechs mal so groß. Nach seinem Tode ist die Nachsteuer eingezogen worden. Ein Rentier, welcher sein Einkommen aus Kapitalvermögen auf 14 200 bezw. 19 500 m. angegeben hatte, während es fich auf 65 314 bezw. 75 905 M. bezifferte, wurde zu einer Geldstrafe bon 17 250 M. verurteilt. " " Einem hochangesehenen Fabrikanten, welcher sich zuerst mit Entrüstung gegen jede Beanstandung seiner Steuerdeklaration gewehrt hatte, wurde nachgewiesen, daß er in drei Steuerjahren nicht, wie von ihm angegeben, 142 000, sondern 197 000 M. Einkommen gehabt hatte. Er zahlte 20 800 m. Strafe. Ein hochangesehener Weinhändler, welcher voller Ents rüstung gegen die Anzweiflung seiner Steuerangaben protestiert hatte, hat lettere mit Bewußtsein und Vorbedacht abweichend von den Bilanzen gemacht. Er hatte für 6 Jahre zusammen 590 000 M. deklariert, während sein wirkliches Einkommen über 1 Million betragen hatte. Gegen den Kontravenienten sind zusammen 130 000 m. an Strafen festgesetzt worden. Ein Rentier, der feine Einnahmen aus Spekulationsgewinnen völlig verschwiegen und dadurch 447 099 m. der Besteuerung entzogen hatte, mußte 18 966 M. Nachsteuer und 14 000 M. Strafe zahlen. Die Erben eines Bankdirektors, welcher mehrere Jahre hindurch je 140 000 M. zu wenig deklariert hatte, mußten 33 035 M. Nachsteuer zahlen. " So genügen die Staatserhaltenden" ihren Pflichten dem Staate gegenüber! Und sicher ist die Zahl der Steuerdefraudanten ungemein viel größer, als durch die Ermittelungen der Steuerbehörden festgestellt werden konnte. Nur die indirekten Steuern lassen sich selbst durch die abgefeimtesten Manöver nicht hinterziehen, sie aber trägt in der Hauptsache das Proletariat.簽 * * Deutsches Reich. " Ich nehme an, daß das tragische Vorkommnis auf ganz besondere Umstände zurückzuführen sei. Es wurde berichtet, daß Freiherr v. Ketteler sich zu Pferde zum Tsung li Yamen begeben habe. Dann ist e8 greiflich, daß sein sehr bedauerlicher Tod als Folge des großen Mutes des deutschen Rangältefte Offiziere. Frankreich hat nun auch den Gesandten sich ergab. In so abnormen Zeiten Generalissimus Waldersee anerkannt. Die Form, in der die mußte es eben verhängnisvoll sein, sich in den Anerkenntnis geschah, bestätigt, daß die Stellung Waldersees teine Straßen Petings zu Pferde öffentlich zu zeigen. einflußreichere ist als sie stets bei gemeinsamen Unternehmungen von Daß er sich nicht in einer Sänfte zum Tjung- li- Yamen begab, Truppen verschiedener Staaten deni rangältesten Offizier eingeräumt mag wohl darauf zurückzuführen sein, daß er feine chinesischen Eine offigiöse Mitteilung des Petersburger RegierungsLastträger zur Hand hatte, welche die Sänfte hätten tragen boten" beweist ferner endgültig, daß das deutsche Oberkommando können. Hätte er sich in der Sänfte zum Yamen begeben, wäre nicht von den Mächten vorgeschlagen wurde, sondern diese zumal mit Vorhängen versehen gewesen und der durch deutsche Initiative zu stande kami. Der„ Regierungsbote" Insasse unsichtbar dem Böbel geblieben, wäre wohlsagt unzweideutig: er wird. Das ist nicht die rechte Begeisterung für das größere Deutschland", die dem Deutschen eigen sein soll, wenn er nicht zu den„ baterlandslofen Gesellen" gehören will. Hier weicht der Traum vom schäzes spendenden Weltreich dem Bangen des dräuenden Weltfiaskos. Und nicht nur der biedere Landwirt, des Staates beste Stütze, selbst der hohe Adel wetteifert also in Bogerfreundlichkeit" mit dem weltpolitischen„ Understand der Socialdemokratie!" Kaiser- Neden. Die„ Tägliche Rundschau" ist unwillig über die Veröffentlichung der Ansprache des Kaisers an die Offiziere durch ein unparteiisches" Sensationsblatt: Rügen kann die Rede gar nichts; denn sie hatte ihren 8wed erfüllt, als sie verklungen war, war offenbar nichts andres, als eine ungezwungene Aussprache, bei der der Kaiser um so mehr aller Sprachdiplomatie entraten zu können glaubte, als er sich im Kreise deutscher Offiziere, also von Kameraden" befand. Daß er in seiner Vertrauensseligkeit so weit ging, diesen Offizieren die Ziele seiner Politit flarzulegen, entspricht ebenso sehr seiner impul fiven Art, wie seiner hohen Auffassung des Offizierstands. Daß dieses Vertrauen, wenn auch natürlich ohne schlimme Absicht, nicht voll gerechtfertigt wurde, ist betrübend und noch betrübender ist es, daß die Angehörigen jenes Offiziers mit der vertraulichen An sprache des Kaisers ein Zeitungsgeschäft machen zu dürfen glaubten. Den härtesten Tadel aber verdient ein Blatt, Das eine Kaiserrede, die von folgenschwerster Bedeutung für die gesamte nationale Politit ift, veröffentlicht, ohne an scheinend mehr zu erwägen, als die große Zugkraft dieses neuen Schlagers. Das öffentliche Bedürfnis nach Kaiserreden ist in der legten Zeit mehr als genügend gesättigt worden, und wir haben, obwohl wir den kaiserlichen Worten durchweg zustimmen konnten, oft an die Worte gedacht, die die Aegypter beim Fest des Harpokrates durch die Straßen riefen: 8unge ist Glüd, Bunge ist Unglück; aber es wird des Guten zu viel, wenn zu den offiziellen Kaiserreden nun noch die nichtoffiziellen kommen sollen, die fameradschaftlichen Ansprachen und gelegentlichen Scherze, die der Kaiser um sich streut. Wenn diese mm auch noch alle aufgezeichnet und dem Auslande unterbreitet werden sollen, so entsteht aus diesem neuesten Zeitungstrick eine Schädigung unsrer Beziehungen, die schwerer gutzumachen als zu verursachen ist." " Zeiten belänipften fich die Regierungen, während die Fiorita ihm im Auftrag des Baters auszahlte, verspielte er; auch Bölker den Frieden ersehnten, jetzt sind die Regierungen machte er Schulden. Dieser Tage ist er nun durchgebrannt und hat für den Frieden, aber die Nationen wollen ihn das Weib seines Gastfreunds mitgenommen; die pflichtvergessene nicht!" say Frau ist Mutter von zwei Kindern. Kurze Zeit später ließ er seine Geliebte in einem weltverlassenen Ort feige ſizen. " Rußland. manns das Barenmanifest und den Haager Kongreßichwindel für Virchow hat in der edlen Naivetät des unentwegten Fortschritts lauteren Ernst genommen, während ihm als politischem Busenfreund des Vaters der Sparagnes die gewaltigen Friedenstundgebungen Als ein ,, elementares zerrüttendes Unglück" für Sibirien Die Mahnung, fich zu organisieren, die der Parteivorstand des internationalen Proletariats völlig entgangen find. Der ameri- bezeichnet die" Rossija" den Ausbruch des Kriegs mit China. Das in einem jüngst im Vorwärts" veröffentlichten Bericht an die Arbeiter tanisch- spanische Krieg, der Boerenkrieg, der chinesische Krieg, sie sind Blatt schreibt: richtete, wird von einem Blatt unterschrieben, dem man sonst nicht den Mac Kinley, Chamberlain, furz den Regierungen durch den ,, Man hat Sibirien plöglich eine Rolle zu spielen zugewiesen, gerade propagandistische Unterstützung der Arbeiterorganisationen Striegsfanatismus des Volks aufgezwungen worden! Uebrigens hat an welche es nie gedacht hat und zu welcher es darum auch nachfagen kamu. Die Kölu. 3tg." bemerkt nämlich: Virchow schon einmal eine Probe seiner originellen Auffassung der unvorbereitet war. Sibirien mußte in eine friegerische „ Der Bericht gesteht zu, daß die günstige Geschäftslage in land die Zustände in den russischen Krankenhäusern und Gefängnissen einen Haufen von kommunalen Nöten zu kämpfen hat. Durch die Dinge gegeben: damals, als er nach einer Studienreise durch Nuß- Thätigkeit eintreten, dieses Sibirien, welches schon ohnehin gegen den meisten Industrien eine bessere Gestaltung der Lohn- in der enthusiastischsten Weise als geradezu mustergültige pries. friegerischen Aktionen mit China werden die Nöte Sibiriens noch und Arbeitsbedingungen gestattet hat, und er gedenkt lobend erden die sehr verschärft. Dieses Jahr ist das große Ostgebiet Rußlands der allerdings nicht immer zutreffenden Thatsache, daß die wähnten Meldung von dem verunglückten Experiment mit dem Kein verunglücktes Experiment? Der auch von uns er- vom Getreidemißwachs betroffen worden und das, an Arbeiter, ehe sie in den Ausstand traten, es versucht hätten, sich 3 a nzertreuzer Hagen" wird folgendes offiziöse Dementi fich ein schwerer Schlag für die Oekonomie des Lands, ist in entgegengesett: den Krieg hervorgerufenen Kom plifationen schon als ein elementares, zerrüttendes Wie wir durch Einziehung von Erkundigungen am maß unglüd anzusehen. Die Administration Sibiriens ist vollauf gebender Stelle in Erfahrung gebracht haben, hat der Hagen" mit dem Transport des Kriegsmaterials und der Truppen beschäftigt bisher noch keine einzige Probefahrt abgehalten. Alle Nach und ihr bleibt keine Zeit, sich mit Volksverpflegungsaufgaben richten über Mißglücken des mit ihm vorgenommenen Umbaues find also müßige Kombinationen. Selbst wenn sich bei den Probe zu befassen. Das Volk muß vorläufig seinem Schicksal überlassen bleiben. Wie sibirische Zeitungen melden, ist die Administration fahrten später eine geringe Verminderung der früheren Höchst sogar nicht im stande, für die Uebersiedler zu sorgen, welche infolge geschwindigkeit herausstellen sollte, was sich aber mit Sicherheit des bekannten Befehls des Ministers des Innern betreffend die nur aus praktischen Versuchen ergeben kann, so ist damit in feiner sistierung des Uebersiedlungs- Transports auf Weise bewiesen, daß der Versuch, der mit der Verlängerung des der Reise aufgehalten werden mußten. Schiffs gemacht ist, mißglüdt ist. Es ist nicht der Zweck dieses ein Viertel der Uebersiedler konnten in den UebersiedlungsVersuchs, größere Geschwindigkeit zu erzielen, sondern größere punkten in den Baraden untergebracht werden, die übrigen Kohlenfassungsräume zu schaffen und andre Verbesserungen zu zerstreuten sich längs der Eisenbahnlinie und lagern unter ermöglichen. Der Umbau des Beowulf" ist zunächst verschoben, freiem wobei es freiem Himmel, ihnen des bagen"" abzuwarten und um die Probefahrtsresultate des agen" abzuwarten und um mangelt. an Verpflegungsmitteln danach die zum Umbau der Küstenpanzerschiffe erforderlichen in Sibirien die Hand Das europäische Rußland muß dem Volk zur Hilfe bieten oder Mittel bei den geichgebenden Faktoren anzufordern." längere Zeit gelähmt." sonst werden die Kräfte dieses Gebiets auf auf gütlichem Wege mit den Arbeitgebern zu einigen. Die zur 3eit minder günstige wirtschaftliche Konstellation scheint dem Bericht Besorgnis darüber einzuflößen, ob sich die Löhne auf dem gegenwärtigen Stand werden halten lassen, und die Arbeiter wurden ermahnt, sich straff in Organisationen zufammenzufassen, um einem Versuch der Arbeitgeber auf Herabſegung der Löhne entgegentreten zu können. Es ist sehr interessant, daß selbst den Socialdemofraten Zweifel aufsteigen, ob die Löhne auf der gegenwärtigen Höhe dauernd zu halten sind. Sollten die Verhältnisse anhaltend schlechter werden, so werden die Arbeitgeber allerdings sich die Frage vorlegen müssen, ob sie, ohne sich zu ruinieren, die alten Löhne weiter bewilligen können, und es wird sich dann herausstellen, ob die alte Theorie recht behält von der Regelung der Löhne nach Angebot und Nachfrage, oder die neue Theorie der Socialdemokratie, die die Lohnbewegung nur als eine ununterbrochene steigende Skala betrachtet, ihr Sinken aber nicht zulaffen will." verkauft. " Sehr zuversichtlich und überzeugend klingt dies Dementi gerade nicht. Die Möglichkeit der Verminderung der Geschwindigkeit wird sogar zugegeben. Als Zweck des Umbaus wird d Als Zwed des Umbaus wird die Schaffung größerer Kohlenräume angegeben. Der größere Kohlenvorrat soll den Aktionsradins des Schiffs vergrößern, der Aktionsradins hängt aber auch ganz wesentlich von der Geschwindigkeit eines Schiffe ab. der durch die Aufnahme des größeren Kohlenvorrats geschaffene leicht wieder paralysiert werden, ganz abgesehen davon, daß auch bei Vorteil könnte deshalb durch die Verminderung der Geschwindigkeit einem Küstenverteidigungs- Fahrzeug die Geschwindigkeit keineswegs eine so unwesentliche Sache ist. Nur schaftlichen Echädigungen der friegerischen Politik so ergreifend zu Der Friedenszar, der in seinem Manifest die furchtbaren wirtschildern verstand, hat sich gleichwohl nicht abhalten lassen, durch seine asiatische Eroberungspolitit über einen Teil seines Landes ein elementares, zerrüttendes Unglück" heraufzubeschwören. Der Fall ist bezeichnend für das wirken der gekrönten Friedensfreunde. Afrika. Vom Boeren- Krieg. De Wet scheint auch diesmal glücklich entschlüpft zu sein, wenigstens liegt keinerlei Nachricht über neue Truppe vor. Die beiden eingegangenen zur Stunde vorliegenden Gefechte der zu seiner Umzingelung entsandten Generale mit seiner Telegramme lauten: London, 15. Auguft. Daily News" melden aus Pretoria von gestern, die Kolonne des Oberstlieutenants Hoare, welche bei Elandsriver gefangen genommen sein sollte, befinde sich mit allen ihren Vorräten in Sicherheit. Sie habe einige Verluste gehabt. Wenn etwas, so wird die Ankündigung des rheinischen Unternehmerorgans, daß die Herren Unternehmer bei Eintritt der sich bes reits ankündigenden mageren Jahre zur Sicherung der während der fetten Jahre eingeheimsten Niesengewinne die unangenehmen Folgen der kapitalistischen Schwindelblüte in Gestalt von Lohnreduf tionen auf die Arbeiter abwälzen werden, diese veranlassen, ihre Organisationen derart zu kräftigen, daß sie auch während fritischer Zeiten die licbenswürdigen Absichten der Unternehmer durch- tammerbericht des Bochumer Bezirks. Die Ermahnung ist natürlich Eine recht unnötige Moralpredigt enthält der Handelsfreuzen können. nicht an die Grubencigentümer und Aktionäre gerichtet, die mit BeUeber die Wertsteigerung landwirtschaftlicher Güter bagen die fetten Dividenden schlucken, die ihnen ihr„ Eigentum" abschreibt der Bericht der Bromberger Handelskammer über das legte wirft, sondern an die Bergarbeiter, denen man wieder wie gewöhnJahr: lich den Mehrverdienst der letzten Zeit vorrechnet, um dann zu salGegenüber der anhaltenden Nachfrage nach Gütern übten die badern: ,, Als eine unerfreuliche Begleiterscheinung muß aber Besizer infolge der stetigen Preissteigerungen eine bemerkenswerte die Abnahme der Arbeitsleistung des einzelnen London, 15. Auguft. Daily Telegraph" meldet aus Pietermarit Zurückhaltung oder stellen so hohe Forderungen, daß dadurch ist das zu beklagen, die auf diese Weise den Fehler begehen, eine castle abgeschnitten haben. Der englische Vorposten hatte dieſe That Arbeiters bezeichnet werden. Auch im Interesse der Arbeiter burg, daß die Boeren die Telegraphenlinie fieben Meilen von Newdie Abschlüsse sich erschwerten. Es wurde beispielsweise das Rittergut Wierzchoslawice, das vor drei Jahren für 680 000 m. für sie günstige Konjunktur nicht voll auszumuzen. Es kommt hier nicht bemerkt und auch die Urheber derselben nicht ausfindig machen oder mit 480 M. tönnen. pro Morgen erstanden worden ist, im wie auch in Bezug auf das viele Feiern an den Montagen und den August 1899 mit 803 000 20. oder mit 550 M. pro Morgen Tagen nach den Lohningen die große wirtschaftliche Unleber die englische Kriegsführung entrüstet sich die Sie schreibt: Das Neftgut Großendorf brachte 540 m. reife eines erheblichen Teils unsrer Arbeiterbevölkerung zum Aus- Leiziger Zeitung". pro Morgen, das Gut Daltowo 480 M., das Gut Neukirch, das 1892 brud." Die Arbeiter schinden also den Herren noch nicht genug:" Je Wan lese nur einmal die folgende Nachricht, die der Berichtgleichfalls mit der Genehmigung des 126 000 M. fostete und 1895 156 000 m. brachte, wurde 1899 für höher der Lohn steigt, desto fauler werden sic", dieser Vorwurf bleibt erstatter des" Standard" 196 000 m. verkauft. Es wird versichert, daß die intensivere Wirt- ihnen nicht erspart. Er ist absurd angesichts der Riesengewinne, welche Censors unter dem Datum vom 9. August von Pretoria meldet: fchaft 25 bis 30 Broz. höhere Getreide- Erträge als vor sechs Jahren die Grubenverwaltungen aus dem Schweiße der Arbeiter münzen. Die Boeren," so telegraphiert Mr. Maxwell, schossen gestern bei bringt, und daß die Erzeugnisse der Viehzucht und Milchwirtschaft Allerdings kommt es jetzt auf allen Bechen vor, daß manche Tage Bronkhurst auf einen Eisenbahnzug auf der Strecke zwischen Pretoria einer stetigen Breissteigerung unterliegen. eine Anzahl Bergleute willtürlich" feiern, dafür muß aber jeder und Middelburg. Zwei der im Zuge befindlichen Leute wurden verIn Gemäßheit des von Lord Roberts erlassenen Thatsachen, die die Strohdachflickenden natürlich nicht abhalten, wenigstens 1-2 M. Strafe obendrein bezahlen. Und warum feiern wundet. wurden alle Zarmen innerhalb eines Radius von über die unerhörte Begehrlichkeit der Landproletarier zu zetern und sie? Nicht aus Uebermut oder Arbeitsunlust, sondern weil ihnen Befehls Es ist unglaublich! 8 wei beim Abschluß der neuen Handelsverträge in Gestalt erhöhter selbst die achtstündige tägliche Schicht so zusezt, daß sie manchmal zehn Meilen niedergebrannt." Getreidezölle die Wucherrechnung für die Bewilligung der Panzer- einen Tag aussetzen müssen, um sich zu erholen. Viele müssen aber oder drei Boeren feuern auf einen Militärzug fähne zu präsentieren. gezwungene leber- und Doppelschichten verfahren; sie erschöpfen dabei wozu jie als Krieg führende völlig berechtigt sindihre Kräfte so, daß sie schließlich einmal willkürlich" zu feiern ge- und jedes Farmhaus, das im Umtreise innerhalb Eine neue Bachtung" befürworten die„ Berl. Neuesten zwungen sind. Die Bergarbeit ist feine Siesta und mit der Coupon einer Entfernung von vierzehn Kilometern liegt, Nachrichten" des Herrn v. Krupp. Diesmal foll Deutschland eine scheere läßt sich keine Kohle losbrechen. Ileberhaupt ist das Reben wird sofort den Flammen übergeben! Die Engländer Kohlenstation erwerben, deren es bei seiner Bolitik der Welt von der Abnahme der Arbeitsleistung des einzelnen der Neuzeit erinnern sich nicht mehr an die Worte, die einſt William umspannung dringend bedürfe. Das Blatt schreibt: Arbeiters nur eine Flunkerei. Die Durchschnittsberechnung nach Bitt, Graf v. Chatam, sprach:" Wenn ich, anstatt Engländer zu Soll Deutschland, obgleich sich die Frage immer energischer der Tonnenförderung stimmt schon lange nicht mehr, je höher die sein, Amerikaner wäre, so würde ich, so lange eine feindliche Truppengerade jetzt wieder aufdrängt, fich die letzte gute Ge- Produktion in Coats- und Briquetts steigt und je mehr Arbeiter macht in meinem Vaterlande gelandet wäre, niemals die Waffen niederlegenheit, eine solche Station zu begründen, entgehen lassen? dabei beschäftigt werden, die bei solchen Berechnungen mit unter die legen, nein, niemals- niemals!" Das Recht, welches der große Pitt den Westlich und südlich des Kap Gardafui finden sich wirklichen Bergarbeiter gerechnet werden. Amerikanern zusprach, haben auch die Boeren. Es giebt tein Kriegsgeeignete Häfen, welche sich vortrefflich als Schiffahrtsgeleg, welches den Verteidigern eines Landes verbietet, auf einen ftationen eignen. An dieser Küste besaß Deutschland im Jahre Militärzug der Eindringlinge zu schießen. Daß der Oberbefehls1885 durch die Hörnecke b. Andertenschen Verträge Besizhaber des britischen Heeres wegen einer That, die nach dem Kriegstitel. Dieselben find infolge der Stellungnahme des Aus" Bekanntlich ist nach Beendigung der diesjährigen Sommer: brauch civilisierter Völker fein Bergehen ist, Rache nimmt an Frauen wärtigen Amts im Jahre 1889 hinfällig geworden durch die Er- ferien in der Stadt Posen an allen Mittel, Bürger- und Volts- und Kindern, ihnen die Heimstätten niederbrennen läßt und fic im flärung, daß das Reich überhaupt nicht in der Lage sei, ein schulen der bisher den Polen in polnischer Sprache erteilte falten Winter hinaustreibt in das offne Feld, das ist über Protektorat über die Gebiete der Somalitüste zu Religionsunterricht die Unterstufe ausgenommen- alle Maßen grausam und ungeheuerlich." übernehmen, weil bei dem triegerischen Geist und dem aufgehoben worden, so daß jetzt auch die polnischen Kinder den Wir wollen die Brutalitäten der Engländer wahrhaftig nicht Fanatismus der Somali ein Protektorat über dieselben Religionsunterricht in deutscher Sprache erhalten. Auch in den beschönigen, allein ist die Kriegsführung der Mächte in China, nur durch große militärische Machtmittel privaten höheren Töchterschulen der Stadt Posen wo fein Pardon gegeben wird, nicht noch viel grausamer aufrecht zu erhalten sein würde und die wird von jezt ab den polnischen Schülerinnen der bisher in und ungeheuerlicher? hierdurch verursachten kosten zu den zu polnischer Sprache ertelte Religionsunterricht deutsch erteilt er= wartenden Handelsvorteilen in keinem Ver= wverden. Bolnische Blätter melden, daß demnächst hier bei polni Partei- Machrichten. hältnis stehen würden. Deutschland ließ es deshalb ruhig ichen Gymnafiaften und Realschülern, die in Posen in Bension fich geschehen, daß England und Frankreich sich am Golf von Aden befinden, Revisionen ihrer Wohnungen, Bücher usw. erfolgen Polizeiliches, Gerichtliches usw. gegenseitig mit ihren Interessensphären festlegten und daß Italien sollen. An den Gymnasien in Fraustadt, Krotoschin usw. find bei Ueber die neueste Errungenschaft auf dem Gebiet der durch neu abgeschlossene Verträge das ganze südliche Somaliland polnischen Schülern bereits derartige Handfuchungen vor- Socialisten- Bekämpfung schreibt man uns aus Posen: unter seine Protektion stellte. Damit wurden die Besitzrechte der genommen worden. „ Das hiesige Arbeitersekretariat steht jetzt unter Polizeiaufsicht. Deutsch- Ostafrikanischen Gesellschaft auf diese Territorien hinfällig. Es fehlt mur noch, daß man die Kinder gewaltsam den Eltern Am Sonntag früh erschien ein Polizeibeamter, um die eventuell Ueber die Gebiete nördlich der italienischen Interessensphäre, also entreißt und in geeignete deutsche Lehranstalten steckt für die stattfindenden„ Versammlungen" unmöglich zu machen. Am Montagnördlich des Kap Beduin bis an die englische Interessensphäre Bender männlichen Geschlechts wären eventuell die Unteroffiziers- Schulen abend wiederholte sich der Besuch und das soll so fortgesetzt werden. Sijada, enthält der mit dem Sultan Jussuf Ali abgeschlossene sehr passend um das Preußentum zur idealsten Blüte zu Daß man diese Bejuche als eine Errungenschaft der deutschen italienische Vertrag nur die Klausel, daß dieser Sultan sich verbringen. Freiheit betrachtet, wird wohl selbst die hiesige Polizei nicht pflichtet, hinsichtlich dieses seines Gebiets mit feiner andern Macht glauben. Die Zukunft wird ja mun lehren, wer Sieger bei diesem Verträge abzuschließen. Wenn Deutschland auch aus dem Hörnece Kampf bleiben wird die Polizei oder die Socialdemokratie. b. Andertenschen Vertrag auf das Sultanat Allula teine Besizrechte Ferner wird durch ein Schreiben des Polizeipräsidenten v. Hellmann mehr herleiten kann, weil seit 1890 auch die deutsche Privatinitiative dem Genossen Gogowski eine Strafe von 100 W. event. 10 Tagen feine Erfolge mehr dort aufweist, so erscheint die orde entwurf eingebracht betr. Revision des Bolltarifs. Der allgemeine lungen zc. abgehalten werden sollten." Revision des Zolltarifs. Die Regierung hat einen Gesetz Saft angedroht, wenn im Lesezimmer des Sekretariats Versamm rung Deutschlands an Italien nicht unbillig, fistalische Charakter des gegenwärtigen Tarifs wird beibehalten. einen geeigneten Hafen, sei es Allula oder ein Es wird ein Normalfaz von 6 Proz. für fertige Fabritate, ein ges zurückversetzt, wenn man so etwas hört. Man fühlt sich in die schönsten Zeiten des Socialistengesetzes. andrer Plaz, in diesem Gebiet als Roblenmäßigterer und Schiffahrisstation zu erlangen, zumal Italien mäßigterer für Halbfabrikate vorgeschlagen. Der Zoll für Eigarren bis jegt noch keine Anlage irgendwelcher Art dort soll 6 Proz. betragen. gemacht hat. Frankreich. Moralische Eroberungen. In einem Blatte lesen wir in einer Korrespondenz aus Posen: Ausland. Holland. s Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Jn Anbetracht der großen Wichtigkeit dieser Angelegenheit Disciplinierter Offizier. Wie der„ Rappel" meldet, ist Oberst sollte das Auswärtige Amt Mittel und Wege finden, auf eine ge- Bouzon, der türzlich strafweise nach Algier versetzt wurde, jezt, nacheignete Weise unfrer deutschen Kriegs- und Handelsflotte einen dem er ein neues Vergehen gegen die Disciplin begangen, zur Die Lohnbewegung der Fliesenleger vor dem Einigungsamt Stützpunkt zu schaffen, der uns Deutsche unabhängig von fremdem Disposition gestellt worden. Wohlwollen in den dortigen Gewässern macht." Italien. des Berliner Gewerbegerichts. Das Einigungsamt trat gestern vormittag unter dem Vorsiz Weim Italien nun aber Schwierigkeiten macht? Wahrscheinlich des Gewerberichters v. Schulz in Sachen der Fliesenleger zu1= hält das Kruppsche Organ einen sanften Wink mit der gepanzerten Crispis Sprof. Der Advokat Luigi Crispi, des ehemaligen sammen. Als Beisiger der Arbeitgeber fungierten Ingenieur Fauft für hinreichend, um es gleich China zu einer Gebietsabtretung Ministerpräsidenten Crispi Sohn, ist in diesen Tagen vor dem Bernhard und Fabrikant Börner, als Beifizer der Arbeitzu veranlassen. Uebrigens sind die„ Berliner Neuesten Nachrichten" römischen Appellhof im Abwesenheitsverfahren zu vier Jahren nehmer Maurer Herforth und Former Störst en. Ferner sind recht bescheiden, wenn sie vorläufig" erst ein neues Glied für die Buchthaus verurteilt worden. Er hatte seiner um gut 20 Jahren als Vertrauensmänner bestellt: von den Arbeitgebern Maurermeister weltumspannende Kette verlangen. älteren Geliebten, einer Gräfin Cellere, Schnucksachen im Wert von Westphal und von den Arbeitnehmern Maurer State r. 60 000 Lire gestohlen und war flüchtig geworden. Seine Verbrecher- Fliesenleger Keller und Pfister begründeten zunächst laufbahn begann Crispi damit, daß er bor bald 10 Jahren die amtliche die geforderte Lohnerhöhung, insbesondere auf Grund der außer Ausgabe der Geseze und Verordnungen des Königreichs Italien in ordentlichen Steigerung der Lebensmittelpreise, Wohnungsmieten, 24 prachtvollen Bänden, Eigentum des Ministeriums des Innern, Heizungsmaterial ac. und verweisen darauf, daß die Thätig„ entlich" und dann an einen Antiquar für 120 Lire verkaufte. Vater feit der Fliesenleger in den letzten Jahren eine Der Pariser Mitarbeiter der hiesigen demokratischen Volts- Crispi mußte diese Bücher für 800 Lire zurüdfaufen, um einen intensivere als früher geworden ist. Wie weiter ausgeführt wurde, ist Zeitung" hat nämlich mit dem Abgeordneten Virchow über den Skandal zu verhüten. Ueber den Flüchtling Luigi berichtet die die Fliesenlegerarbeit auch nicht nur sehr anstrengend, sondern im Völkerfrieden gesprochen und von ihm folgende Auskunft erhalten: in Rio de Janeiro erscheinende Zeitung Italia del popolo":" Der hohen Grade gesundheitsschädlich, so daß eine Verkürzung der ArbeitsDie internationale Friedenspropaganda, du lieber Himmel! Sohn des italienischen Staatsmanns war seit drei Monaten Gast zeit als völlig gerechtfertigt erscheinen muß. Die Redner bemerkten Einmal habe ich mich ja auch an ihr beteiligt, zur Zeit aber im Hause eines Italieners, der ihm Lebensunterhalt, Wohnung und noch, daß den Unternehmern die Forderungen lange vor dem Aushabe ich gar kein Vertrauen. Es nügt nichts! In früheren Kleidung verschaffte; denn die 200 Lire monatlich, welche das Haus stand unterbreitet worden sind und sie bei einigem guten Willen Ein Ansspruch des Politikers Virchow wird bei denjenigen nachhaltiges Schütteln des Kopfes hervorrufen, die in dem berühmten Begründer der Cellularpathologie auch ein politisches Licht zu erblicken gewohnt waren. " biel durch entsprechendes Entgegenkommen den langen stampf hätten ver-| Arbeitern Platz zu machen, die keinen Syndikaten angehören, hat hindern können. der Setzerverband den Druckereibefizern für Freitag den allgemeinen Ausstand angedroht, falls sie sich nicht in aller Form verpflichten, Arbeiter nicht mehr aus dem Grunde zu entlassen, weil sie Mitglieder des Verbands sind. Kohlenträger wurde der allgemeine Ausstand beschlossen. Bordeaux, 15. Auguft. In einer Versammlung der Heizer und Sariales. Kopenhagen, 15. August.( W. T. B.) Durch ein heute ver öffentlichtes Gejezz wird bis auf weiteres die Ausfuhr von Waffen und Munition nach China verboten. Der Inhaber der Firma Rosenfeld, Herr Gußler, führte dem gegenüber an, daß die Arbeitgeber die Verhandlungen ablehnen London, 15. August.( W. T. B.) Admiral Bruce in Taku mußten, einmal, weil die früheren Abmachungen noch gültig teilt mit, er habe folgendes Telegram von dem britischen General waren, andrerseits aber weil die Forderungen zu hoch, Die Truppen der Verder Billigkeit nicht entsprachen und besonders die später auf in Hofiwu vom 10. August erhalten: bündeten sind von Peking noch 27( englische) Meilen entgestellten Bedingungen ungerechtfertigt erschienen. Trotzdem fernt. Sie trafen beim Feind auf geringen Widerstand. Der Feind feien sie bereit, Zugeständnisse zu machen, und zwar sollte in hatte zwar Verteidigungs- Stellungen vorbereitet, floh jedoch, als Zukunft der Lohn sich nach dem der Maurer richten, zu dem ein die Verbündeten heranrückten. Die tatarische Kavallerie wurde von prozentualer Buschlag für die Fliesenleger festgelegt wird. Herr zwei Schwadronen der bengalischen Ulanen angegriffen. Viele der 8innede( Bertreter der Firma Villeroy u. Boch) giebt sodann Auf der nordischen Industrieversammlung in Kopenhagen einde find gefallen und mehrere Fahnen wurden erbeutet. eine Lohnaufstellung zur Kenntnis, nach der der Jahresverdienst der haben die Arbeitgeber der drei skandinavischen Länder in einigen Truppen der Verbündeten sind durch die Hige sehr erschöpft; sonst Fliesenleger 1800 bis 2400 m. beträgt, und behauptet, daß Punkten ungewöhnlich fortgeschrittene Aufichten ausgesprochen. ist der Gesundheitszustand und der Geist der Truppen ausgezeichnet. die ganze Lohnbewegung nur von einzelnen Elementen insceniert So führte Bostrup. Vorsitzender des dänischen Handwerks- und London, 15. Auguft. Das Reutersche Bureau" meldet aus und die übrigen Arbeiter gegen ihren Willen in den Streit gedrängt Industrievereins aus, daß die Zwangsinnungen, die in den Hongkong vom 14. 6. M.: Ein Dampfer vom Westfluß meldet: worden sind. Jahren 1870-1890 die Hauptrettungsidee waren, überflüssig zahlreiche chinesische Truppen, wahrscheinlich Schwarzflaggen, Die Arbeitervertreter bestritten entschieden die Richtigkeit dieser geworden sind, da das" hand wert fast völlig verschwunden ziehen stromaufwärts. In der Nähe von Swatow dauern die Lohnaufstellung, in der einzelne Arbeiter mit 319 und 323 Arbeits- fei und an deffen Stelle die Kleinindustrie" getreten, die sich, um christenfeindlichen Unruhen an. Der Kreuzer Mohawk" bes tagen figurieren, und erinnerten daran, daß ein großer Teil lebensfähig zu sein, zur Großindustrie entwickeln müsse. findet sich jetzt dort zum Schuße der Ausländer. Das der ca. 250 Fliesenleger nur 36 Wochen im Jahre beschäftigt wird Ferner wurde die Berechtigung der Gewerkschafts- französische Kanonenboot ,, Alouette" ist von Saigon hier und kaum einen Durchschnittsverdienst von 1400 M. erzielte. Nach be tv egung anerkannt durch den Referenten Arel Meyer. An eingetroffen. Die Kriegsrüstungen in Canton werden fortgesetzt, die längerer Debatte über die einzelnen in dem Tarif enthaltenen fangs bätten sie dagegen Widerwillen gehabt, aber mun feien sie Vorbereitungen zur Errichtung einer Verschanzung bei Whampoa Positionen zog sich das Einigungsamt zurück. Nach mehrstündiger einverstanden. Ein andrer Redner betonte, daß das Steigen des vervollständigt, und Minen längs des Flusses gelegt. Beratung die gesamten Verhandlungen nahmen 11 Stunden in Arbeitslohns einen ulturfortschritt bedente und Washington, 15. August.( W. T. B.) Eine Depesche Admiral Anspruch unterbreitete das Einigungsamt den Parteien folgende feineswegs ein Hemmschuh für die Entwickelung der Industrie sei, Remeys aus Tafu vom 12. August meldet: Ich erhielt eine Depesche Vorschläge: sondern sie vielmehr fördere. ohne Datum von Chaffee, die aus Natow stammt und bejagt:„ Gestern 1. Der Stundenlohn beträgt bei nemistündiger Arbeitszeit für Auch die Frage der geistigen und technischen Ausbildung wurde trafen wir auf unbedeutenden Widerstand. Es herrscht jedoch eine die Arbeitnehmer, welche als Fliesenleger thätig sind, durchschnittlich: vom modernen Standpunkt behandelt. Man forderte eine natur- entießliche Size." Remeh schließt sein Telegramm: Viele in 1. Jahre 70 Pf. pro Stunde, im 2. Jahre 721/2, vom 3. Jahre ab wissenschaftliche Grundlage, eine Schule des Lichts für die Industrie- unsrer Truppen liegen krank danieder.( Natow liegt etiva 75 Pf. Vom 1. April 1901 erhalten diejenigen, welche mindestens 6 Jahre bevölkerung und erklärte das Handwerker- Lehrlingswefen für fiber- 12 Meilen jenseits Hojivus. Natow ist in den Starten des Kriegsals Fliesenleger thätig sind, einen Stundenlohn von 771/2 Pf. lebt, an deffen Stelle müßten Handwerks- und Industrieschulen departements verzeichnet als der schlimmste Teil des Weges zwischen 2. Die Arbeitszeit beginnt um 7 Uhr morgens und dauert bis treten und wenn man Lehrlinge halten wollte, könne man feine Tientsin und Peking.) 6 Uhr abends. Pausen sind a) von 9 bis 91/2 Uhr vormittags, ordentliche Arbeit von ihnen verlangen, wenn sie nicht ordentlichen b) von 12 bis 1 1hr mittags, c) von 4 bis 4/2 Uhr nachmittags. Lohn bekämen. 3. An den Sonnabenden wird eine Stunde früher wie gewöhn lich, an den Vorabenden vor den hohen Festtagen( Weihnachten, Ostern, Pfingsten) zwei Stunden früher wie unter 2. festgesetzt ist, die Arbeit beendet, jedoch ohne Lohnabzug. -1 Für den Fall, daß die Arbeitnehmer sich ihren Lohn aus den Geschäftsräumen abholen müssen, haben sie an den Tagen vor den hohen Festtagen Anspruch, 3 Stunden vor dem üblichen Schluß der Arbeitszeit Feierabend auch hier ohne Lohnabzug zu niachen. 4. Für Arbeiten innerhalb des Kreises der im Bureau der Arbeitgeber aushängenden Karte werden Fahrgelder nicht vergütet, außerhalb des Kreises werden gewährt und zwar für den Weg zur Baustelle innerhalb der Ringbahn die ausgelegten Fahrgelder. Bei Arbeiten, die auf einer außerhalb der Ringbahn liegenden Bau stelle ausgeführt werden, auch neben dem zu gewährenden Fahrgeld die mehr erforderliche Zeit. 5. Bei Arbeiten, welche außerhalb des Vorortverkehrs auszu führen sind, wird außer den Entschädigungen unter 4. gezahlt ein Betrag von 2.75 M. pro Tag. Falls Kost und Logis gewährt wird, verringert fich der Zuschlag auf 50 Bf. pro Tag. 1inter dem cines China. Wo die europäischen Truppen stehen, ist nicht genau bekannt. Jedenfalls sind sie von Hofiwu gegen Beting weiter vorgerückt. Es ist aber wiederum ungewiß, ob die Chinesen vor Peting den Gegnern eine Schlacht anbieten werden. Die geringe Zahl deutscher Truppen, die bisher gelandet worden ist, befindet sich erst seit dem 9. d. M. auf dem Marsche von Tientsin. Die Gesandtschaften sollen wiederum von chinesischen Truppen angegriffen werden und die Lebensmittel sollen zu Ende gehen. * * Der Vormarsch. un 10 Gerichts- Beitung. Der frühere Pferdebahnschaffner D. war vom Schöffens gericht wegen groben Unfugs zu einer Geldstrafe von 60 M. ver eine Freiheitsstrafe am Platze sei und legte deshalb Berufung ein, urteilt worden. Die Staatsanwaltschaft verirat die Ansicht, daß nur worauf die Sache gestern vor der 8. Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde." In der Nacht zum 19. Mai hatte eine Versammlung der Angestellten der Pferdebahn- Gesellschaft stattgefunden, die zu dem Ergebnis geführt hatte, daß der allgenieine Ausstand beschlossen worden war. In der Morgenstunde bewegte sich ein größerer Trupp der Heimkehrenden durch die Gitschinerstraße, als soeben ein Pferdebahnwagen das Depot verlassen hatte. Der Angeklagte raffte eine Hand voll Kies auf und warf damit den Führer ins Gesicht. Der Staatsanwalt beantragte eine Haftstrafe von 3 Wochen, während der blidseingebung hinstellte, die keineswegs streng zu ahuden sei. Der Verteidiger, Nechtsanwalt Freudenthal, die That als eine AugenGerichtshof war andrer Ansicht. Das Berhalten des Angeklagten sei um so schwerer anzusehen, da derselbe sich noch in Uniform befand und sich gegen einen arbeitswilligen Kollegen verging, der leicht hätte dienstunfähig gemacht werden können, wenn er den Nies in die Augen bekommen hätte. Es sei auf eine Haftstrafe von zwei Wochen erkannt worden. Konsulu Rußlands und Englands übereinstimmend, die Entsag Nach einem Telegramm aus Tschifu erklärten die dortigen truppen seien ohne weitere Kämpfe am 9. August bis ungefähr nach Anbing gelangt, das von Peking 50 stilometer entfernt ist. Die Limes" melden aus Petersburg: Nach dem letzten 6. Ueberstunden, Nacht- und Sonntagsarbeit sind nach Möglich- Telegramm von General Linewitsch rafteten die Truppen einen feit zu vermeiden. Wenn Ueberstunden gemacht werden müssen, so Tag nach der Einnahme von Yangisun. Am 7. August, morgens ist für dieselben bis 9 Uhr abends ein Zuschlag von 25 Proz. zu be- 6 Uhr brach eine Vorhut auf, machte trop fast unpassierbaren Straßen zahlen. Nachtarbeiten von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens sowie gefähr 50 Meilen von Peking, eine Abteilung Chinesen nach 138. Abteilung des Schöffengerichts. Unter der Anklage der Be einen Gilmarsch von neun Meilen und schlug bei Nantjaitun, un Eine alltägliche Liebesgeschichte beschäftigte gestern die Sonntagsarbeit sind mit 100 Broz. Zuschlag zu entgelten. anderthalb Stunden in die Flucht, welche die Waffen wegwarfen 7. Zur Schlichtung der aus dem Arbeitsverhältnis etwa ent- und auf Peking flohen. Zenewitsch begann darauf fofort den Bor- drohung und des groben Unfugs befand sich die Modistin Anna K. stehenden Streitigkeiten, zur Vermeidung von Streits und Aus- marsch aller Truppen in drei Kolonnen mit Kosaten- Kundschaftern auf der Anklagebant. Eine schlanke Erscheinung, aber das Auge sperrungen wird eine Kommission von vier Arbeitgebern und vier an der Spize und an den Flanken. Nachdem am 9. August vom Weinen getrübt. Sie erzählte, daß sie früher einen fittenreinen Lebenswandel nicht geführt habe. Damals, vor etwa vier Jahren, gebildet. Gegen die Entscheidung dieser Kommission steht der weiter ohne viel Widerstand. Troß schlechter Straßen, welche die habe sie den unverheirateten Kaufmann G. temnen gelernt. Sie fei unterliegenden Partei die Berufung all das Einigungsamt Japaner reparieren, geht der Vormarsch der Artillerie befriedigend. in wahnsinniger Liebe zu ihm entbrannt und von der ersten Zeit ihrer Diese Berufung iſt innerhalb drei Tagen nach Ver- Die chinesischen Truppen sind jest zwifchen Bekanntschaft mit ihm habe sie jeden andern Verkehr vermieden. Nach öffentlichung der Entscheidung anzubringen. Dieser Kommission soll siang ho und Sofian tonzentriert, wo ein Kampf und nach sei der Gedanke in ihr festgewurzelt, daß G. sie zu seiner Ghees insbesondere obliegen, vor Ablauf des Vertrags über die neuen erwartet wird. frau erheben würde. Er hatte bereits dafür gesorgt, daß sie von der Arbeitsbedingungen zu beraten und zu beschließen. Auch gegen den schimpflichen polizeilichen Beobachtung befreit worden war, aus Beschluß über den neuen Arbeitsvertrag steht den Parteien die Beeignen Mitteln hatte sie eine Schneiderinnen- Werkstatt gegründet und rufung an das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts zu. durch rastlosen Fleiß habe sie sich eine anstömmliche Existenz geschaffen. Da habe sie plöglich in diesem Frühjahr einen furz gehaltenen Absagebrief erhalten. In ihrer Verzweiflung habe fie dreimal einen Selbstmordversuch gemacht. Auch habe sie an G. mehrere Briefe gerichtet, in denen sie ihn zu töten drohte, falls er sich ihr nicht wieder zuwende, und wochenlang habe sie ihn auf Schritt und Tritt verfolgt. In der Nacht zum 17. Mai habe sie dem Angeklagten aufgelauert, bis dieser aus einer Versammlung fam. Auf dem Gendarmenmarkt habe sie ihn eingeholt und einen Schuß aus einem fleinen Revolver abgefeuert. Sie sei hinter G. mit Blazpatronen geladene Waffe 811. 8. Arbeitsordnungen dürfen Bestimmungen, welche diesem Vergleich entgegenstehen, nicht enthalten. 9. Der Vergleich ist gültig bis 1. Oftober 1901 und läuft stillschweigend ein Jahr weiter, wenn nicht vier Wochen vor Ablauf desfelben eine Sündigung erfolgt. Die deutschen Truppen. Der 2. Admiral des deutschen Kreuzergeschwaders meldet ab Taku, den 12. August: Kapitän Bohl( Kommandant der Hansa") ist am 9. d. m., abends, mit 4 Offizieren und 107 Mann von Tientsin nach Beting borgegangen. Kapitänlieutenant Hecht( 1. Offizier der Hertha") ist am 10. August, nachmittags, mit 2 Offizieren, 150 Mann und Proviant nachgerückt. Wasser und Troß folgen nach. Die Gesandten. 10. Maßregelungen dürfen von beiden Seiten nicht vorgenommen werden. Die Arbeit muß sofort wieder aufgenommen werden und haben die Arbeitnehmer die Arbeit dort wieder aufzunehmen, vo Der franzöfifche Minister des Aeußern, Delcaffé, hat fie diefelbe niedergelegt haben, sofern fie nachgewiesenermaßen feine am Mittwoch folgendes, vom 9. August datiertes Tele- gegangen, habe die mur andre Arbeit mit Kündigungsfristen haben. gramm des französischen Gesandten, Pichon, in auch nicht gegen ihn gerichtet, sondern nur in die Luft geschossen. Peting erhalten: berSämtliche Arbeiter haben sich bei ihren früheren Arbeitgebern ztveds Wiederaufnahme der Arbeit, aber aber spätestens bis nächsten Montag zu melden. Mit Kündigungsfristen bundene Vertragsabmachungen dürfen in der Zwischenzeit mit andern Arbeitgebern nicht getroffen werden. Allen denen gegenüber, welche fich bis spätestens am nächsten Montag nicht gemeldet haben, gelten die Bestimmungen dieses Vertrags nicht. Diese Einigungsbedingungen wurden vorbehaltlich der Zustimmung seitens der Auftraggeber von beiden Parteien unterfchrieben. Den groben Unfug hatte die Angeklagte dadurch begangen, „ Das Tjung- li- Yamen hat uns mitgeteilt, daß Li- Hung- Tschang daß sie eines Morgens gegen 5 ihr heftig an der Klingel beauftragt ist, auf telegraphischem Wege mit den Mächten zu unter- zu der G.schen Wohnung gezogen und lauten Lärm verübt hatte, handeln. Wir wissen absolut nicht, was außerhalb der noch als ihr nicht geöffnet wurde. Die Angeklagte wußte ihre trübe stehenden Gesandtschaften geschieht, denn wir sind von Barri Liebesgeschichte so wirksam zu schildern, daß mehrere Zuhörerinnen mit ihr weinten und dem freulosen" Beugen, der mit aller Enttaden eingeschlossen und von feindlichen Schanziverken schiedenheit bestritt, der Angeklagten je ein Eheversprechen gegeben umgeben. Wie tönnte man aber sich auf Verhandlungen einlassen, zu haben, feindselige Blide zuwarfen. Der Gerichtshof war mit ohne daß das diplomatische Corps in seine Rechte wieder eingefeßt und bei Staatsanwalt der Ansicht, daß derartige, aus Liebesverhältnissen ohne daß das Gebiet der Gesandtschaften von den Chinesen geräumt entschende Ausschreitungen im Interesse der Allgemeinheit keineswegs ist. Wenn Verhandlungen den Vormarsch der verbündeten Truppen so milde anzusehen seien, da sonst der„ Nachahmungstrieb" leicht wachanfhalten follten, die unfre einzige Rettung sind, laufen wir gerufen werden könne. Die Angeklagte wurde zu einer Woche GeGefahr, in die Hände der Cinefen zu fallen. Der fängnis und einer Woche Haft verurteilt. Stadtteil, in dem die französische Gesandtschaft liegt, wird noch immer von den chinesischen Truppen besetzt gehalten, welche das Feuer nie ganz eingestellt haben. Alle Näume der ( französischen) Gesandtschaft sind verbrannt mit all ihrem Inhalt. Wir sind auf Belagerungstoft gefest, als Nahrungsmittel haben wir Pferdefleisch, Reis und Brot für noch 14 Tage." Im Süden. Eingegangene Druckschriften. ,, Der Arbeitsmarkt", Monatsschrift der Centralstelle für Arbeitss markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Berlag von Georg Reimer. Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" er: fcheinende Zeitschrift enthält in Nr. 22 des 3. Jahrgangs u. a.: Rundschau über die Lage des Arbeitsmarktes. Allgemeines: Streitfchlichtung durch Organisationsvorstände, Statistit der christlichen Gewerkvereine in Deutschland, Arbeitslosen- Programm des französischen Handelsministers, Situations: berichte. Preisverteilung in der Weltausstellung. Der Streit der Militäreffekten Cattler. Dienstag, den 14. August, fand in den Auninhallen eine Versammlung der Streifenden statt. Ueber den Streit berichtete Kollege Saffenbach folgendes: Die Haltung der Streifenden sei eine vorzügliche und wenn die Sache so weiter gehe, bätten wir einen Erfolg zu erwarten. Denn Arbeit wäre genügend vorhanden. Weiter sei zu verzeichnen, daß eine Fabrit uns benachrichtigte, daß sie gewillt ist, uniren Tarif anzunehmen, unter Vorbehalt, daß fie für die 320 Tornister, welche sie noch da hätte, pro Stück 50 f. mehr zahlen wollte. Nach der Fertigstellung der angegebenen Tornister wolle sie den vollständigen Tarif anerkennen. Es entstand hierüber in der Versammlung eine Diskussion, in der Kollege Saffenbach und ein andrer Redner das Angebot befürworteten, aber sämtliche andre gerichteten Telegramm von gestrigen Tage berichtet der fran Paris, 15. Auguft. In einem an den Minister des Aeußern dagegen waren. Beschlossen wurde von der Versammlung gegen ösische konful in Canton, daß dort Ruhe herrsche und Lehte Nachrichten und Depeschen. eine Stimme, nicht eber die Arbeit aufzunehmen, bis in allen baß er bemüht sei, den stellvertretenden Bicekönig und die Behörden zu Fabriten der vorgelegte Tarif voll und ganz bewilligt würde. ermutigen. In dem Telegramm heißt es weiter, daß in dem Bezirk Ferner ist noch zu berichten, daß die Stollegen bei der Firma von Swatau die Erregung gegen die Missionare Ludewig, Lindenstraße, ebenfalls die Arbeit niedergelegt haben. Paris, 15. August.( W. T. B.) In der ersten Gruppe, Erund die übrigen Christen einen beunruhigenden den Arminhallen. In der Zeit von morgens 8 1hr bis abends meinden in der dortigen Gegend seien geplündert und die schule in Berlin, das landwirtschaftliche Institut der Universität Das Streittotal befindet sich Stommandantenstraße 20 in Charakter angenommen habe; mehrere große driftliche Gestehung und Unterricht, Klaffe V, Landwirtschaftlicher Unterricht, erhielten große Preise: die Landwirtschaftliche Hoch7 Uhr wird Auskunft erteilt und Meldungen entgegengenommen. Gebäude derselben in Brand gesteckt worden. Der Vicelönig und Halle, die königliche Landwirtschaftliche Akademie in PoppelsDer Streit der Kiftenmacher steht sehr günstig, es haben sich der Konsul beschlossen, daß jeder von ihnen beiden einen dorf bei Bonn. Das Landwirtschaftliche Juftitut der Universität noch mehr Kollegen dem Streit angeschloffen und die Stimmung ist Delegierten zur Untersuchung und zur Wiederherstellung der Leipzig und die Thierärztliche Hochschule in Hamtover. eine sehr begeisterte. In der Versammlung am Mittwoch, in der Ordnung an Ort und Stelle senden solle. Goldene Medaillen erhielten unter andern: die Gärtner- Lehranstalt Stollege Hädel abermals referierte, zeigte die ausführliche Debatte wurde zum Delegierten auserfehen, und man fam überein, daß der am Wildpark, das landwirtschaftliche Institut der Universität die volle llebereinstimmung der Versammlung. Es wurde folgende Bicekonful und ein vom Vicekönig bestimmter Mandarin sich auf dem Göttingen, das landwirtschaftlich technologische Institut der Comète" einschiffen sollten, um dadurch dem Vorgehen größeres Universität Breslau und Resolution angenommen: die lanwirtschaftlichen Institute der „ Die heutige öffentliche Versammlung der Kistenmncher erklärt Gewicht zu geben und den Behörden zu zeigen, daß der Vicefönig Universitäten Gießen und Königsberg. In der zweiten Gruppe, fich mit der Taktik der Streiffommission einverstanden und sieht keine sich in vollem Einvernehmen mit dem Stonjulat befinde. Die Dele- Kunstwerke stellten außer Konturrenz aus: Defregger und Dill. Veranlassung, den Generalstreit aufzuheben, die weiteren Schritte der gierten gehen morgen früh ab. Große Preise erhielten: eubach und be; goldene Medaillen: Kommission zu überlassen. Letzte Meldungen. Gebhardt, Herterich, Kouen, Kühl, Müller und Stud. Es wurde dann noch mitgeteilt, daß die Fabrikanten brieflich durch Drohung mit Eutlaffung die Arbeiter zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen suchen, daß sie aber keinen Erfolg damit haben. Zum Schluß wurde noch die Kontrolle geregelt. " Der Vicekonsul S Berlin, 15. Auguft.( W. T. B.) General Feldmarschall Graf Walderfee ist heute abend 10% Uhr aus Hannover hier eingetroffen. Paris, 15. Augitst.( W. T. B.) Auf dem Play Clichy wurde Wien, 15. August.( W. T. B.) Das öftreichisch ungrische ein von der Ausstellung zurückkehrender Pferdebahnwagen von Kriegsschiff Staiserin und Königin Maria Theresia" ist in Tschifu einem Motorwagen angefahren und umgeworfen. Bierzehn Infassen eingelaufen.re des überfüllten Wagens wurden verleht, mehrere ſchiver. Rom, 15. August.( W. T. B.) Wie die„ Agenzia Stefani" New York, 15. August.( W. Z. B.) Infolge Rebels stießen meldet, ist durch Bermittelung des chinesischen Gesandten in London bei Bierson( Michigan) zwei Personenzüge zufammen; neun eine vom 9. b. M. datierte Depesche des italienischen Gesandten Personen wurden getötet, viele verwundet. in Beting hier eingetroffen, welche meldet, daß die Ernennung Lt Samburg, 15. August.( W. Z. B.) Wie das Hamburger Hung Tichange zum Friebensunterhäubler dem italienischen Fremdenblatt" erfährt, haben bente auf der Werft von Blohm und den übrigen Gesandten in Beting mitgeteilt worden ist. Die und Vok weitere 15 Reffelheizer und 80 Golzarbeiter die Brüffel, 14. August. Nachdem in mehreren Druckereien Seger, Chinesen, heißt es in der Depesche weiter, fahren fort, die englische Arbeit niedergelegt. Die Gefamizahl der außer Arbeit befindlichen welche Arbeitervereinigungen angehören, entlassen worden sind, um Gesandtschaft zu befchießen. Werftarbeiter wird auf 5400 Mann geschäßt. Verantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Der Maurerstreit in Spandau ist von einer öffentlichen Maurerversammlung einstweilen aufgehoben und bis auf weiteres vertagt worden. Es hatten sich zuletzt so viele Streitbrecher gefunden, daß die Situation für die Streifenden sich ungünstig verschob. Ausland. r. 189. 17. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 16. Auguf 1900. And W lichen Versuch aussprechen wird. Da ein Antrag hierzu nicht Julius Meyer bemängelt es, daß der Organisations Die Berliner Parteiversammlungen. vorlag, nahm die Versammlung von einer Beschlußfassung Abstand. entwurf nur diejenigen als Mitglieder der Partei betrachten will, die Die Preßfrage wurde auch wieder angeschnitten. Gutt die Partei dauernd mit Geldmitteln unterstützen. Dadurch stoße Wie bereits kurz berichtet, beschäftigten sich die Berliner Partei- mann wünscht, daß der Parteitag Schritte thue, eine Erweiterung man die ärmeren Schichten vor den Kopf, ohne daß auch nur ein genossen vorgestern in 6 Bersammlungen außer mit der Provinzial- der Berliner Parteipresse herbei zu führen. Die Preßzustände wären Groschen mehr vereinnahmt wird.( Sehr wahr!) fonferenz auch mit dem diesjährigen Parteitag. Die Tagesordnung ungenügend. Zu empfehlen wäre die llebernahme der Berliner Nachtigall bringt eine große Anzahl von Wünschen und des Parteitags wurde in den Punkten, die zu Erörterungen wesentlich Parteidrndereien in Parteibejiz und Einführung eigenen Regie- Beschwerden über den Vorwärts" zur Sprache. Anlaß geben, der Organisationsfrage und der Landtagswahl- Frage, betriebes. Möglicherweise tönnte neben dem Vorwärts" ein billiges Politik müfie mehr Raum gewidmet sein. Wohl bringe das Blatt in allen Versammlungen eingehend besprochen. Verschiedene Be- Blatt herausgegeben werden, ein Blatt, welches alle Tagesfragen im äußerst gute Artikel über die Chinafrage, auch die Berichte aus alle denten gegen den neuen Organisationsentwurf, die in den socialistischen Sime behandle und bestimmt sei, die social- England, Frankreich, Italien und Destreich seien ganz vorzüglich, Versammlungen laut wurden, dürften zerstreut werden durch die demokratischen Ideen in die weitesten Kreise hinein zu aber aus Rußland laufen nur spärliche Berichte ein, über den Darlegungen Heines in der Versammlung des dritten Kreises. In tragen. Kalisti erklärte gleichfalls die Uebernahme der Ministerwechsel in Rumänien habe der Vorwärts" nur ein kurzes der Landtagswahl- Frage wurde trotz weit auseinander gehender Vorwärtsbruderei in Parteiregie für geboten. Nach einem Telegramm gebracht, über die Albanesenbewegung in Bulgarien Meinungen doch hervorgehoben, daß die Entscheidung des Partei Jahr müßte dann festgestellt werden, ob sich nicht der Vorwärts" und der jüdlichen Partei bringe er gar nichts, ebenso über die jungtages selbstverständlich maßgebend sein müsse. Wir laffen nach verbilligen faffe. Ein Abendblatt wäre wünschenswert, der Wunsch tir fische Bewegung. Auch die Berichterstattung über die Berliner Verstehend die ausführlichen Berichte folgen: in den nächsten Jahren aber noch nicht erfüllbar. Büttner und ſammlungen müsse erweitert werden. Ueber die Bauarbeiterversammlung, Täterom sprachen gegen eine Beschlußfasiung im Sinne jener die sich mit der Streitklausel beschäftigte, sei erst nach zwei Tagen Ausführungen, weil wegen der llebernahme der Druckerei in eigne berichtet, beim Straßenbahner Streit sei die Berichterstattung eine Regie schon Verhandlungen schwebten, ohne bisher zum Abschluß fehr schleppende gewefen. Die Schaffung eines Abendblatts sei un gekommen zu sein. Die Mehrheit der Abstimmenden( 35 gegen 19) bedingt notwendig. Der Vorwärts" solle die Ueberschüsse einiger erhob jedoch folgenden Antrag zum Beschluß: Jahre lediglich für Reklamegwede verwenden. Auch über wissenschaftDer Parteitag möge beschließen, den Vorwärts" baldmöglichst liche Kongreffe müßten bessere Berichte gebracht werden.( Beifall.) Parteijefretär Pfannkuch bittet, über den Vorwärts" und in eigne Regie zu übernehmen und in eigner Druderei herstellen zu laffen sowie ferner nach der hierdurch eintretenden Verbilligung dessen fernere Ausgestaltung heute nicht zu diskutieren. der Herstellungskosten eine Herabminderung des Abonnementsbetrags Verliner Genossen haben die Preßkommission mit den gleichen vorzunehmen." wie den Vorstand ausgerüstet, und dies Organ Die Parteiversammlung für den ersten Wahlkreis tagte in den Arminhallen. Täterow widmete dem Genoffen Wilhelm Liebknecht einen warnien Nachruf und die Versammelten ehrten das Andenken des Unvergeßlichen durch Erheben von den Plägen. Rechten " " Die Ueber die Thätigkeit der Agitationskommission für die Provinz Brandenburg berichtete Genosse Schuster. Die Agitation in der Provinz sei auf das wirksamste gefördert worden. Die Kommission habe unter anderm eine große Anzahl Referenten gestellt. Natürlich hätten nicht immer die gewünschten Bersonen gefandt werden können. Das Agitationsblatt die" Fadel" habe es bereits auf 3000 zahlende Die socialdemokratischen Frauen Berlins haben fei berufen, über die vom Vorrebner angeregten Fragen zu ent Abonnenten gebracht. Die Ausführung des Auftrags, überall jähr- allen Versammlungen einen Antrag unterbreitet, der verlangt, der scheiden. In den letzten zwei Jahren sei bereits sehr viel zur lich zwei Versammlungen mit Frauen als Referenten zu ermög- Parteitag möge folgendes beschließen: In allen Bundesstaaten, wo Hebung des Partei- Organs geschehen; daß auf den ersten Hieb fein lichen, sei an den thatsächlichen Verhältnissen gescheitert. Wo an den Frauen die Teilnahme an den politischen Vereinen verboten ist, Bann fällt, sei flar. Hätte der Borredner den Bericht des Parteisolche Versammlungen gedacht worden sei, da habe man teine ist die bisherige Organisation unter Vertrauenspersonen aufrecht zu vorstands gelesen, so würde er wissen, daß die Preßkommission zur Referentin bekommen. Den Delegierten zur Provinzial- erhalten. Die Reichstagsfraktion wird beauftragt, energisch und Umgestaltung des Vorwärts" bedeutsame Schritte eingeleitet habe. fonferenz wäre mit auf den Weg zu geben, recht vor- fortgesetzt dahin zu wirken, daß die der gegenwärtigen wirtschaft- 3u folchen Dingen gehören eingehende Vorberatungen und sobald fichtig zu sein solchen Anträgen der Frauen gegenüber, die lichen und politischen Entwickelung nicht mehr entsprechenden, die die Frage spruchreif sein werde, würden bezügliche Anträge unter ein ftriftes Gebot enthielten. Er habe nichts gegen die Franen. Frauen entrechtenden landesgesetzlichen Bestimmungen durch Reichs- Mitwirkung der Breßkommission von selbst eingebracht werden. Bis Sie sollten aber nicht mehr verlangen, als durchzuführen gefeß aufgehoben werden. dahin möge man die Eache ruhen lassen und sich nicht mit fei. Täterow: Verschiedene Kreise in der Provinz hätten sich Täterow meinte, dieser Antrag wäre unerheblich, weil so unfruchtbaren Debatten befassen, die doch keinen Zived haben.( Sehr selbständig gemacht. Das sei schön. Andre bedürfen aber noch der wie so geschehe, was er verlangt. Kalisti verlangt, daß die zu wahr!) Hilfe der Kommission; an ihre Auflösung tömne deshalb noch lange wählenden Delegierten eine solche Behandlung der Frauen, wie sie Lantow hält es für ziemlich gleichgültig, ob im Landtag ein nicht gedacht werden. Bezüglich der Frauenagitation sei zu be- die Genoffinnen Zettin und Luxemburg auf dem vorigen Parteitage Reaktionär oder ein Freisimmiger figt. Er fei früher Anhänger der tonen, daß doch die Frauenbewegung in der allgemeinen Arbeiter erfahren hätten, nicht dulden sollten.( Zustimmungsruse.) Hierauf Wahlbeteiligung gewesen, aber infolge der Vorgänge in Sachfen ein bewegung aufgehe. Man freue sich in den Kreisen der Genossen erwiderte Täterow, daß jene Behandlung gar nicht so schlimm Gegner geworden. sehr, wenn recht viel Frauen in die Versammlungen tämen gewesen sei, als es vielleicht die Beitungsberichte erscheinen ließen. und sich rege beteiligten, wo wo es irgend möglich sei. Das Der Antrag der Frauen wurde munchr abgelehnt. getrennte Vorgehen von Männern und Frauen sei aber unsrer Als Delegierte wurden Woldt und Manasse gewählt. Partei nicht würdig. Es folgte nun die Wahl der Delegierten zur Provinzialfonferenz. die, wie schon mitgeteilt, auf die Genossen Oppel, käntel und Schensch fiel. Zum 2. Punkt der Tagesordnung:„ Der Parteitag in Mainz", sprach zuerst Genoffe Seiler, indem er eine Uebersicht über die Tagesordnung des Parteitags gab und die beim Vertrauensmann des Kreises eingelaufenen Anträge mitteilte. Nach furzer Generaldiskussion wurden die einzelnen Anträge und Verhandlungspunkte der Reihe nach erörtert. " volt 3ubeil verteidigt zunächst das neue Organisationsstatut. Heute tönne jeder, der mal in unfre Versammlung tommt, sich an den Wahlen und den wichtigsten Beschlüssen beteiligen. So dürfe Man möge nicht es in Zukunft nicht bleiben.( Sehr wahr!) fürchten, daß etwa derjenige, der der Partei gegenüber seine SchuldigIn der Versammlung des zweiten Wahlkreises referierte, feit thut, aber zu peliuriärent Opfern nicht im stande sei, zurüd nachdem die Delegierten zur Provinzialkonferenz gewählt waren, gestoßen werde. Er bitte, daß unsre Delegierten dem Entwurf zuGenosse Richard Fischer über den bevorstehenden Parteitag stimmen. Der Wunschzettel des Genossen Nachtigal bezüglich des Im Vordergrund stehe die Beratung des neuen Organisations- Borivärts" sei unerfüllbar! Nun zur Frage der Landtagswahlen! Statuts. Dadurch, daß das Verbindungsverbot für politische In Berlin werde es schwer sein, die Parteigenossen, die in Vereine aufgehoben sei, sei es der Partei möglich geworden, sich in Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht auf dem Plaze endgültig einem weiteren Rahmen zu bethätigen als bisher. Von einer so ge- find, der Nüglichkeit der Beteiligung zu Zur Organisationsfrage lagen Anträge vor: 1. die alte schlossenen Organisationsform, daß dadurch der Begriff des politischen übergengen. Er sei zwar nicht so beschlagen wie Fischer, Natürlich Faffung des 1 des Organisationsstatuts beizubehalten, wonach zur Vereins von vornherein gegeben war, mußte man Abstand nehmen. aber er fei der ftriftefte Geguer der Beteiligung. § Partei gehört, wer sich zu den Grundsätzen des Parteiprogramms Ein politischer Verein jei verpflichtet, der Polizei ein würden sich die Berliner dem Mainzer Beschluß fügen, aber man. bekennt und die Partei nach Kräften unterstützt; 2. den Absatz II Mitgliederverzeichnis einzureichen, und es sei ja bekannt, daß dürfe nicht glauben, daß es gelingen werde, das ganze abhängige des alten Statuts beizubehalten, wonach in Zweifelsfällen über die diese wiederholt Unternehmern die Listen ausgehändigt habe, so daß Proletariat, das heute bei den Reichstagswahlen für uns stimme, Zugehörigkeit zur Partei die Parteigenoffen der einzelnen Orte diese Verzeichnisse geradezu Proffriptionslisten für die Arbeiter ge- auch bewegen könne, bei den Landtagswahlen für uns zu stimmen. oder Reichstags- Wahlreise entscheiden". Bekanntlich worden seien. Redner erörtert jodann die einzelnen Bestimmungen Er hätte es verstehen fömen, wenn man eine Agitation großen will die Reichstagsfraktion in ihrem Entwurf zu einem neuen Organi des neuen Entwurfs. Die Aenderungen entsprechen zum Teil den Stils gegen das Dreitlassenwahl- System entfaltet hätte, man folle fationsstatut die Parteizugehörigkeit auch von einer dauernden Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs, zum Teil seien aber nicht die Gegner der Beteiligung majorifieren, denn es Unterstügung der Partei durch Geldmittel abhängig machen, fie aus den bisherigen praktischen Erfahrungen entsproffen. gebe Momente im Leben, wo Zwang verhängnisvoll werden während der§ 2 nach ihrem Vorschlage dahin geändert Das System der Vertrauensmänner fei aus Zweckmäßigkeits- fömte. Auf den Parteitagen hätten die großen Wahlkreise die fleinen. ebensoviel zu sagen wie Die großen werden soll, daß über die fernere Zugehörigkeit zur Partei gründen beibehalten, nur solle es in Zukunft den Genossen nur nach Anhörung der Parteigenossen der einzelnen Orte oder der einzelnen Orte freistehen, ob fie die Wahl der Ber würden dort überstimmt. Die Taltik bei den Landtagswahlen hätte Reichstags Wahlkreise der Parteivorstand entscheidet, trauensmänner, in Parteis oder in Vereinsversammlungen beffer nicht auf die Tagesordnung gesetzt werden sollen. Glaube wogegen die Berufung an die Kontrollkommission und den Parteitag vornehmen wollen. Ob für den Punkt Weltpolitit", man etwa, daß die China- Weltpolitit im preußischen Landtage gelöst möglich sein soll. Genosse Käntel wandte sich entschieden gegen über den Liebknecht referieren sollte, ein andrer Referent bestellt werden könne? Wie könne Fischer nur glauben, daß er den freidie beabsichtigten Neuerungen. Eine dauernde Unterstügung durch werde, könne er nicht sagen, er halte es für wahrscheinlich. Werde sinnigen Zeichnam nochmals galvanisieren könne. Wisse er denn Geldmittel tönnte nicht gefordert werden, weil manche Genossen, so aber dieser Punkt von der Tagesordnung abgefeht, so geschehe das nicht, wie jämmerlich sich der Abg. Dr. May Hirsch in der Frage des zum Beispiel die hungernden schlesischen Weber, gar nicht nur, weil über die Gemeingefährlichkeit der heute getriebenen Welt: Straßenbahnerstreits benommen habe? Unter einem so elenden in der Lage seien, danach zu handeln. Es genüge zu sagen, wer politit innerhalb der Partei teine Meinungsverschiedenheit herrsche. Wahlgesetze fönne niemals etwas für die Socialdemokratie heraus die Partei nach Kräften unterstützt. Uebrigens unterstüße die Es müsse nach wie vor unfre Aufgabe sein, diese Weltpolitit tommen.( Lebhafter Beifall und vereinzeltes 3ischen.) Partei auch finanziell, wer agitatorisch und durch Sammelthätigkeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen; Fülle spricht fich gleichfalls gegen die Wahlbeteiligung aus. für sie wirke. Beim Sammeln müsse so manche Ausgabe gemacht damit erfüllen wir eine Pflicht nicht mur gegenüber der Für ihn handle es sich nicht um eine tattische, sondern um eine werden. Gegen die neue Fassung des§ 2 Abja II fei Stedner, Arbeiterklasse, sondern gegenüber dem ganzen deutschen Bolt. principielle Frage. Man dürfe keine Verwischung der Parteigrundweil dadurch den Parteivorstande eine zu große Macht eingeräumt( Beifall.) Ein sehr wichtiger Punkt sei die Taktik bei den säze herbei führen, wie es jetzt unter anderm auch die modernen Hüten wir uns davor, den würde. Die Entscheidung über die Zugehörigkeit zur Partei müsse andtagswahlen. Gewiß werde diese Frage in Mainz eine Neutralitätsapostel thin. den Genoffen der einzelnen Orte oder Kreise verbleiben. Der Vor- lebhafte Diskussion hervorrufen, aber die Erörterung werde vielleicht revolutionären Standpunkt zu verlassen, sonst gleiten wir in die allschlag der Fraktion erscheine ihm nicht demokratisch. Er möge ja einen viel weniger heftigen Charakter annehmen, als einzelne voraus- gemeine Duselei hinab. auf gewisse Zwischenfälle zurückzuführen sein. Diese dürften aber sehen. Es wäre taktisch falsch und eine Sünde an dem Geiste der Brunzel ist der Ansicht, daß man den Delegierten bezüglich nicht den Anlaß bieten, die Macht des Parteivorstandes umüz zu Partei, wollte man etiva heute beschließen, daß nur Gegner der der Wahlbeteiligung fein gebundenes Mandat geben dürfe. Die Debatte wird geschlossen. verstärken. Mehrere Genossen schloffen sich Käntels Ausführungen Wahlbeteiligung nach Mainz geschickt werden dürfen. Dadurch an.Täterow that dies nur bezüglich des§ 2 Absatz II. Die drücke man indirett den Gedanken aus, Fischer bittet im Schlußwort gleichfalls, den Delegierten teine daß diejenigen Geldforderung im§ 1 betrachtete er als einen Anfporn für die, welche nur Parteigenoffen, die für die Landtagswahl eintreten, im gebundenen Mandate zu geben, und betont, daß die Ansicht, als räfonnierten und einen Stimmzettel abgäben, sonst aber der Partei allgemeinen als unsichere Kantonisten anzusehen find. Man würden die Bertreter der großen Wahlkreise durch die der fleinen absolut nichts opferten. Solche Ermahnung wäre innner am Blaze. möge alles vermeiden, was einen solchen Anschein er auf den Parteitagen majorifiert, mit den Thatsachen nicht im EinAuf die in den Wahlvereinen organisierten Genossen finde die Be- weden töune, denn sowohl Gegner wie Anhänger der Wahl- lang stehe. = man # bedenken, daß alten stimmung keine Anwendung. Man lönne fie ruhig annehmen.beteiligung seien bestrebt, die Principienreinheit der Partei zu er Die Versammlung beschließt, dem neuen Organisationsstatut Dieseler trat für die neue Fassung sowohl des§ 1 als auch des halten. Die Frage sei eine rein taltische, die von der politischen zuzustimmen; doch solle es bezüglich der Zugehörigkeit § 2 ein. Der Parteivorstand werde unparteiisch entscheiden, und Lage und vom Verhalten der Gegner abhänge. Er habe das Ver- zur Partei bei den jezigen Bestimmungen ber wer mit seinem Urteil nicht zufrieden sei, tönne fich ja immer noch trauen zu den deutschen Arbeitern, daß sie durch ein etwaiges bleiben. an die Kontrollkommission und schließlich an den Parteitag wenden. Stompromiß bei den Landtagswahlen sich ebenso wenig von ihrem Zu Delegierten werden Brunzel, Paul Scholz und Mit großer Majorität entschied sich die Versammlung für Endziel abbringen lassen, wie durch das Eintreten für das fleinere Woldersky gewählt; zu Revisoren für den Vertrauensmann: Beibehaltung der§§ 1 und 2 des bisherigen lebel bei Reichstags Stichwahlen.( Sehr richtig!) Im übrigen Woldersly, Jakob, Hensel und Zwanzig. Organisations statuts. Dem neuen Schlußabiat möge nicht folche Fragen durch Um 122 Uhr hatte die Versaminlung ihr Ende erreicht. werden. Würden wir schon zum§ 2, der von dem Erlöschen der Rechte an die Partei mit dem Majoritätsbeschlüsse entschieden Tode, dem Austritt oder der Ausschließung handelt, stimmte jedoch morgen vor der Landtagswahl stehen, so fürchte er, würde die Mehrheit zu. die Mehrzahl derjenigen Genossen, die bei solchen Kämpfen leber die Beteiligung an den Landtagswahlen die eigentlich werbende und aufreibende Thätigkeit vollbringen, am Die Parteiverfammlung des britten Wahlkreise8 tagte unter wurde recht lebhaft diskutiert. Seiler ist dafür, daß man mit wenigsten für die Wahlen begeistert sein; sie würden sich natürlich Leitung von Friz, Ladewig und Finster im Gewerkschaftshanse und der Beteiligung einen Versuch mache und sich nicht durch das Wort dem Beschluß des Parteitags fügen, aber an der Begeisterung würde war sehr gut besucht. Nachdem das Andenken Liebknechts durch ErKompromiß schrecken lasse. Sta listi gehört ebenfalls zu den Freunden es fehlen und der Erfolg wäre von vornherein beeinträchtigt. heben von den Ezizen geehrt worden war, gab Dimmid einen der Beteiligung, und zwar geht er von dem Standpunkt aus, daß die Hoffentlich werde es gelingen, die Genossen immer mehr von der Ueberblick über die Tagesordnung des Brandenburger ProSocialdemokratie unbedingt eine Vertretung in allen Landtagen, auch Notwendigkeit der Ausdehnung der Agitation auf diesem Gebiet zu vinzial Parteitags. Hier soll die Frage beantwortet werden, dem preußischen, haben müsse und daß es nicht allein darauf an überzeugen. Viel mehr aber als die Agitation von unsrer Seite werde wie fich die Landarbeiter der Provinz. soweit sie nicht unter die BeTommie, die reaktionärsten Parteien zu schwächen. Durch Abmachungen die ganze politische Situation uns zur Wahlbeteiligung bewegen. ftimmungen der Gesinde Ordnung fallen, am besten organisieren mit den Freifinnigen müßten der Socialdemokratie derart Mandate haben wir nicht auch in St. Gallen mit allen gegen eine tönnen. Weiter wird sich der Provinzialtag mit der Parteipresse gesichert werden, daß im fraglichen Wahlbezirk erst nach Abgabe Stimme beschlossen, uns angesichts des Socialistengesezes bei der Provinz zu beschäftigen haben. An ein tägliches Erscheinen der freifinnigen Wahlmännerstimmen für den socialdemokratischen allen Stichwahlen zwischen bürgerlichen Kandidaten uns der Ab- der Märkischen Voltsstimme", das von den Forstern gewünscht Standidaten die socialdemokratischen Wahlmänner ihre Stimmen für Stimmung zu enthalten, weil der Socialdemokratie gegenüber alle wird, ist nach Ansicht des Redners nicht zu denken: den freisinnigen Kandidaten abzugeben hätten. Bei einer solchen andern Parteien nur eine einzige reaktionäre Waffe find? Und Risiko, für das die Berliner schließlich einstehen müßten, ist zu Stimmenabgabe handele man nur nach taltischen Rücksichten, gebe doch habe die Parteileitung 1890 die Parole ausgegeben, überall in groß. Die Gründung des Spandauer Lokalblatts, der„ Laterne". nichts von seinem Standpunkt auf und lönne deshalb gar der Stichwahl für den Kandidaten der Oppositionspartei einzutreten, ist erfolgt, ohne daß die Agitationsfominission oder der Parteinicht von einem wirklichen Kompromiß reden. Selbst wenn und dieser Parole hätten sich die Genossen unter Bruch des St. Gallener vorstand befragt worden wäre und in Mißachtung der Beschlüsse der wir für den freifiunigen Kandidaten stimmten, dann hieße das nicht: Beschlusses gefügt. Diese Stellung hatte die politische Situation Parteitage und Provinzialfonferenzen. Gegen diese höchst überflüssige für die Freifimigen, sondern gegen noch reaktionärere Parteien. der Partei aufgezwungen. Wer von uns tömne deun sagen, wie Gründung wird energisch zu protestieren sein. Die Brandenburger Ganzer wandte sich gegen die Ausführungen des Vorredners. die Dinge im Reich und in Preußen sich entwickeln werden. wünschen, daß die Provinz auf dem internationalen SocialistenIhm erscheint es besonders bedenklich, mit den Freifinnigen, den Beweise nicht z. B. die Verordnung betreffend das Streitpostenstehen tongreß durch einen oder mehrere Delegierte vertreten sei. Sollte größten wirtschaftspolitischen Feinden der Arbeiter, fich einzulassen. in Lübed, daß man bestrebt sei, das wenige, was wir bisher im der Provinzialtag so beschließen, so mußte festgesezt werden, daß Oppel pflichtete indessen Stališki bei, während Guttmann wegen Reich erringen haben, durch einzelstaatliche Verordnungen und Ge- die Kosten für diese Delegation von den einzelnen Kreisen der der von ihm befürchteten großen Opfer vor einem Experiment warnte. feze wieder aufzuheben? Man fürchte sich immer vor Wahlbind- Provinz unter Ausschluß von Berlin, das selbst Delegierte nach Täterow: Mit dem elvigen Protestieren gegen ein Schandwahlgeset niffen und Kompromissen. Aber habe etwa der bayrische Kuh- Baris entiendet, aufzubringen find. Eine Diskussion schloß sich wird gar nichts bewirkt. So lange wir uns in Preußen von den Landtags- handel" die Partei geschädigt? Für alle solche Fragen gebe es nur diesen Bericht nicht an. wahlen fernhalten, stärten wir thatsächlich die Reaktion. Darin hatte die eine Richtschnur: Hat die Partei zu ihrer Aufrechterhaltung solche Die Versammlung nahm num Stellung zum Mainzer Parteitag. Eugen Richter einmal recht. Jede Gelegenheit, propagandistisch zu Mittel notwendig oder nicht? Sei das der Fall, so heilige eben Unter der Leitung des Vorsitzenden wurde die provisorische Tageswirken, muß ausgemußt werden. Ein Protest gegen ein schlechtes der Zwed das Mittel, dann müsse man ein Mittel beugen, auf das ordnung durchgenommen. Eine umfangreiche Debatte entspann sich Wahlgesez erhält erst die rechte Bedeutung bei der und durch die man bisher verzichtet habe. Er hoffe, daß die Frage mur über den Entwurf des neuen Organisationsstatuts der Partei. Wahlbeteiligung. Allgemein ist ja die Frage schon entschieden. Ich objektiv geprüft werde, wie es das Interesse der Partei erfordert. Die Abänderungen, die darin vorgeschlagen werden, wurden im glaube und hoffe, daß der diesjährige Parteitag fich für einen ernst-( Beifall.) en n pride einzelnen besprochen. " das " werden. " " j finanzlich " werden kann. " BotFris wandte sich zunächst gegen die neue Faffung des§ 1.1 Beinschild führte aus, die Abonnentenzahl des Borwärts" aur Breffe eine der wichtigsten Fragen, mit denen sich die Die alte faffung verdiene den Borzug. Arme Genossen würden fouft fei zurüdgegangen.( Widerspruch.) Nam, die Abonnenten hätten sich Sonferenz zu beschäftigen hat, die fein wird, wie eine befiere wie eine ausgeschlossen fein. in lezter Beit doch nicht vermehrt, und das jei gleichbedeutend mit Organisierung der Landarbeiter vorgenommen Jahn vermag nicht einzusehen, was die Kommission zu einer einem Rüdgang. Redner meint, er habe gefunden, daß Die wirtschaftliche Bewegung habe in der Provinz Brandenburg fchärferen Accentnierung der Unterstützungspflicht veranlagt hat. fehr viele Arbeiterfrauen gegen den Vorwärts" find, weil ihre wohl Fortschritte zu verzeichnen, aber es sei nicht gelungen, wefenttitter hält es dagegen für richtig, daß ebenso wie in der Hauswirtschaftlichen Interessen in demselben nicht vertreten werden. liche Erfolge für die Partei zu erzielen. Durch das Anwachsen der Gewerkschaftsbewegung auch bei politischen Aktionen nicht die große Die Frauen bevorzugen bürgerliche Blätter, weil ihnen darin Sin gewerkschaftlichen Organisationen find vielfach die vordem thätigen Augen Betoging no zich entzogen worden, to get morganisierte Masse, sondern nur die Organisierten die Entscheidung weise über Küchen- und sonstige häuslichen Angelegenheiten gegeben Genossen der politifchen Beweging gänzlich entzogen worden, so daß haben. So manche Arbeiterfrau tönne weber fochen, noch nähen dieselbe darunter zu leiden habe. Der Redner kommt Der Antrag Frig auf Wiederherstellung der alten Faffung wird und fliden, und deshalb wäre es ganz gut, wenn die Frauen durch zu dem Echlufie, daß diese Entwidelung nicht dem Interesse der fast cinstimmig angenommen, ebenso fein weiterer Antrag, in§ 2 den Vorwärts" in solchen Dingen Belehrung erhielten.( Wider Partei entspricht und Mittel und Wege gefunden werden müssen, um die vorgeschlagene Neuerung abzulehnen. sprud.) Weiter müßte der Vorwärts" die Frauen Selehren, wie die Agitation erfolgreicher für die Socialdemokratie au gestalten. Abgelehnt wird nach furger Debatte, an der sich Stumpe, Sarndt, Die Kinder zu erziehen feien, und wie notwendig es fei, Eine Diskussion zu diesen Ausführungen wurde nicht beliebt und Schlegel und seine beteiligen, ein Antrag So, im§ 11: Gin daß die Männer die oft von dent Frauen zuric im Anschluß hierau die Genossen Liepmann, Doll und außerordentlicher Parteitag tann berufen werden" statt tann" gehalten werden fich am öffentlichen Leben Bu be illner als Delegierte aur Brandenburger Konferenz gewählt. zu iegen muß 3m§ 13 heißt es: Stein Parteigenofje hat ohne teiligen haben. Das Unterhaltungsblatt fei ja mit Südficht auf 8um nächsten Punkt der Tagesordnung lagen verschiedene Anusdrücklichen Beschluß des Parteitags ein flagbares Recht, die Ge- die Frauen eingeführt. Da finde man mun regelmäßig auf der träge vor. Genosse Waschtows& ti begründete in längeren Ausfchäftsbücher oder Papiere des Parteivorstands, der Kontrollkommission legten Seite einige alte Kalaner, die noch dazu aus andern Blättern führungen einen Antrag, nach welchem der Parteitag die Herausgabe oder der Partei einzusehen oder sich aus ihnen Abschriften oder Aus- abgedrudt seien." Der Staum, den diese Salauer einnehmen, fönnte einer Abendausgabe des Vorwärts" und gleichzeitig eine Er alige anzufertigen oder eine Auskunft oder Nebersicht über den Stand zu besseren Dingen benutzt werden. Weiter spricht der Redner gegen weiterung des Inhalts des Centralorgans beschließen foll. Die des Parteivermögens zu verlangen." jede Erhöhung des Abonnementspreises. Herausgabe des Abendblattes sei nöthig, um den andren Blättern unt den Geschäftsoh beantragt folgenden Zufaz: Jedoch ist den Delegierten Adolph Goffmann: Bor jedem Parteitag wird die Frage gegenüber fonkurrenzfähig zu sein und während der Tagung des Parteitags die Einsicht in die Bücher zu erörtert, wie dem Borwärts" größere Verbreitung zu verschaffen leuten, Handwerkern und zahlreichen Arbeitern entgegen zu fommen. gestatten." fei. Ich war stets dafür, daß wir den gicl: weiteste Verbreitung Eine Erweiterung müffe vorgenommen werden, da gegenwärtig Vor Dieser Antrag giebt eine Veranlaffung, fich über den neuen infres Organs, näher tommen. Wenn hier gesagt wurde, der Vor- verschiedene Gebiete in der Breffe unberücksichtigt bleiben. § 13 zu äußern und die Fassung, die die Kommission der Fraktion wärts" ist zuriidgegangen, so ist das nicht richtig. Bei allen Partei allen fei die Einrichtung eines Sprechfaals" notwendig, und ferner gewählt, zu motiviren: Der Shum des§ 13 ist folgender: Kein blättern geht die Abonnentenzahl in den Jahren, wo Steichstage müsse den Gebiete der Erziehung, der Altoholfrage zc. genügender Genoffe hat das Recht, die Vorlegung der Bücher zu fordern und wahlen find, in die Höhe, und nachher wieder zuriid. Das ist eine Raum zur Verfügung gestellt werden. Die Genossen Siebert Gelder von der Partei herauszuverlangen; Vorstand und Kontroll- bekannte Thatfache, mit der wir uns abfinden miffen. Auf den und Staiser beffirworten eine Herabfegung des Abonnementspreises Tommiffion haben nicht das Recht, durch ihre Handlungen irgend Polal- Anz." und die große Verbreitung der Morgenpost" ist hier auf zunächst 1 m., damit den wirtschaftlich schlecht gestellten Arbeitern jemand zu verpflichten. Die bürgerliche Presie hat in diefer Be- hingewiesen worden. Beide Blätter find bekanntlich Eigentum derselben das Abonnement erleichtert werde und der Vorwärts" eine größere ftimmung einen neuen Versuch berausgelejen, den Parteivorstand Stapitalisten, und die Morgenpost" ist eigens dazu bestimmt, um Berbreitung finde. illner wendet sich gegen die Herausgabe ollmächtig zu machen und die Geltung des Einzelnen zu unter durch den gewiffenmaßen volistinlichen Zon, den sie anschlägt, die eines Abendblatts, indem hierfür gar tein Bedürfnis vorhanden drücken. Nichts ist ihörichter als eine folche Auslegung. Jeder Jurist jenigen Abonnenten zu fangen, die sich durch den widerlichen Softon fei und auch gegen die beantragte Verbilligung des wird fich fofort fagen, weshalb diese Bestimmung aufgenommen des Lofal- Anzeigers" abgestoßen fühlen. Die Mittel, mit denen wärts" els tinicht die Herausgabe eines Abendblatts, worden ist. Durch das neue Bürgerlice Geiegtu ist die civil- diefe Blätter Abonnenten födern, fann doch der„ Vorwärts" nicht um eine schnellere Publikation der Tagesereignisse zu ermöglichen, rechtliche Seite des Vereinsrechts erheblich verändert worden. Einige anwenden. Ein unverantwortlicher Rückschritt würde es feint, tuen hält es aber unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht fir geJuristen vertreten mm die Ansicht, daß auch die politischen Parteien der Vorwärts" die Tonart des„ Lotal-Anzeigers" oder der raten, zur Zeit diese Einrichtung zu treffen. Friedländer ver als Gesellschaften im Sinne des bürgerlichen Redits anzusehen feien, Morgenpoft" anschlagen wollte. So etwas müffen wir ganz weist darauf, daß der Vorwärts" das Organ der Berliner Parteidaß jede verpflichtende Handlung eines Vorstands jeden Partei- entschieden ablehnen.( Buftimmung.) Wer auch nur flüchtig hinein genoffen sei, die diesbezüglichen Anträge nicht vor den Barteitag ge genoffen verbindlich mache, daß jeder Genoffe das Recht habe, fich fiebt in den Vorwärts", der muß zugeben, daß unser Blatt in den hören, fondern den Berliner Genojien bas Verfügungsrecht zustehe über den Geschäftsgang zu unterrichten und beim chraigen Austriti beiden letzten Jahren hinsichtlich des Inhalts einen ungehenren und die Breßlommission, nicht der Parteitag die in Betracht kommende aus der Partei feinen Gesellschaftsanteil heransbezahlt zn erhalten. Fortschritt gemacht hat. Gewiß find es zum Teil socialdemokratische Instanz fei. Im übrigen ersucht der Nedner, bie Anträge überhaupt abDicie Ansicht ist gewiß nicht zweifelsfrei, ihr ist energisch wider ähler, die Lokal- Anzeiger" und Morgenpost" lesen, aber es find zulehnen, da es entschieden verfehlt sei. derartige Experimente jest sprochen worden, fie iſt prallisch ganz unmöglich. Aber wenn noch feine Socialdemokraten, fondern geute, die für unfre Kandidaten vorzunehmen, wo die Uebernahme der Druderei geplant ist und die ter praktische Verstand auch mein dazu fagt, so wiffen wir ja. daß stimmen, weil sie mit den gegenwärtigen Zuständen unzufrieden sind. eventuellen Folgen noch nicht abzusehen sind. Liepmann, der die Juristen doch ja sagen können. So vertritt der Berliner Profeffor Diefe Leute gewinnen wir nicht dadurch, daß wir dem Vorwärts" das fich aus denselben Gründen gegen diefe Anträge wendet, bemängelt, Gierde, der als der hervorragendste Kenner des Vereinsrechts gilt, Geficht des Lokal- Anzeigers" geben, fondern es gielt, an fie heran- daß auf der Tagesordnung des Parteitags die Gewerkschaftsfrage diefen Standpunkt und bei der Autorität, die er genießt, fönnen die ankommen, fie für unsre Organisation au gewinnen, und fie fiber fehlt und der Parteitag feine Stellung zu den NeutralitätsGerichte sich ihm anschließen. Gierde hat seine Auffaffung aus- imire Jbeen aufzuffären.( Sehr richtig.) Bei dieser Gelegenheit bestrebungen der Gewerkschaften nimmt. Er sucht nachzuweisen, daß gesprochen, um die großen Vereine und Parteien zu warnen und möchte ich von einer Erfahrung sprechen, die ich fürzlich in Anhalt die Neutralisierung der Gewerkschaften eine Schädigung der Partei ihnen nahezulegen, sich durch statutarische Bestimmungen vor unlieb- gemacht habe, und die besonders deshalb interessant ist, weil vorhin, bebentet und es es an der Zeit fei, klar und deutlich aus famen Folgen zu bewahren. Jeder Spigel könnte ja daraufhin ver- als wir die Delegierten zur Provinzialfonferenz wählten, gefragt wurde, zusprechen, was die Aufgabe der gewerkschaftlichen Organis Tangen, Einsicht in die Bücher zu erhalten und feinen Anteil am ob dieselben gewerkschaftlich organisiert find. In Deffan haben fationen ist. Der Redner verweist sodann auf den Geschäftsbericht Parteivermögen heranszubekommen.( Heiterkeit.) Der§ 13, der die die Genoffen festgestellt, daß von den gewerfschaftlich organisierten des Parteivorstands, der ihm zeigt, daß die Opferfrendigkeit der GePartei vor solchen Versuchen schütt, tit von Stadthagen, der ein Arbeitern 25, 50, in in manchen Gewerkschaften 75 Broz. der Mit- noffen in finanzieller Beziehung einen Rüdgang erfahren hat, daß Fervorragender Stenner des Bürgerlichen Rechts ist, ausgearbeitet, glieder das Parteiblatt gar nicht lefen. Ich glaube, daß in Berlin bie agitatorische und organisatorische Thätigkeit viel zu wünschen ind von der Fraktion angenommen worden. Den Antrag Hoch, der ganz ähnliche Verhältniffe herrschen.( Sehr richtig.) Das wäre ein Bantt, fibrig läßt und die Gesamtlage der Partei durchaus nicht so rosig Das vom Parteietwaige Bedenken vom demokratischen Etant punkt aus beseitigen an dem die Agitation für Verbreitung inires Organs einsehen könnte. ift, vie es darzustellen versucht wird. will, fönnen wir annehmen. Es ist ja audy gejagt worden, der Vorwärts" fei zu wiffenfchaftlich. vorstand in Vorschlag gebrachte Organisationsstatut jei insofern Der Antrag Hoch wird hierauf angenommen, und dieser Gegen Die wissenschaftlichen Artikel, die heute noch im Vorwärts" erscheinen, mangelhaft, als es danach jedem Ort und jedent Kreise überlassen stand der Tagesordnung des Mainzer Parteitags verlaffen. Die möchte ich nicht miffen. Der Vorwärts" mnt doch nicht nur auf die bleibt, eine beliebige Organisationsform zu wählen. Es müsse, nachdem übrigen Puntte geben zu feiner Debatte Anlaß. Bei dem Punkte: ridständigen, sondern auch auf die vorgeschrittenen Refer Rücficht endlich das Verbindungsverbot gefallen ist, das Vertrauensmänner„ Die Tattit der Partet bei den Landtagswahlen" nehmen. Man tann sich denten, daß das für die Redacteure nicht Syftem beseitigt und alle Geschäfte der Partei den Organisationen meint nur Frib, cs fei au und für sich sehr gut, wenn endlich leicht ist. Ich bin auch der Meinung, daß eine Herabjegung des übertragen werden und die straffe Centralisation der Partei zur eine fefte Grundlage gefchaffen würde, auf der die Parteigeneffen Breifes mehr Abonnenten bringen würde. Das Hamburger Beispiel Durchführung gelangen. Nur diejenigen können als vollberechtigte der Einzelstaaten in die Landtagswahlen eintreten tömmen, fofern fie hat diese Ansicht auch bestätigt. Aber das ist eine Frage, die der Genoffen betrachtet werden, die in den politischen Vereinen organisiert sich an diesen Wahlen beteiligen. Parteitag nicht untersuchen fann. Als Mitglied der Preßtommiffion tam sind und auch nur diesen dürfe das Stecht eingeräumt werden, die ich sagen, daß wir in furzer Zeit mit einem Blan hervortreten Aemter in der Partei zu besetzen. Der Redner empfiehlt der Verwerden, der die Wünsche, welche hinsichtlich der Ausgestaltung des fammlung mur Delegierte zu wählen, die diesen Standpunkt verBorw." laut geworden sind, befriedigen dürfte. Was die Heraustreten und auch Gegner der Beteiligung an den Landtagsgabe eines ngendblatts anbetrifft, so muß ich nach den Erfahrungen, wahlen find. Biezewig und Wels empfehlen gleichfalls mit dem welche die Freireligiöse Gemeinde damit gemacht hat, leider sagen, Siniveis auf einen früheren Versammlungsbeschluß die Beseitigung das Proletariat ist für solche Sachen noch nicht reif. Ju des Bertranensmänner- Systems. Jn längeren Ansführungen wendet Arbeiterkreisen fehlt es leider noch dem Verständnis fich Frau Ihrer mit dem Hinweis auf die vereinsgesetzlichen Befür großen Es Wert der Ingenberziehung. iftstimmungen gegen eine Abänderung der bisherigen Organisationsgerigt worden, daß das Unterhaltungsblatt Kalaner bringt, form. Die Form sei fonst Nebensache, denn es könnten ja immer bie nicht von Redacteur selbst gemacht, sondern nur abgebrudt fefen. dieselben Personen mit den verschiedenen Aemtern Ich meine, wir können unfren Redacteuren doch nicht zumuten, daß werden, dadurch aber, daß den Frauen die Teilnahme an fie auch noch Stalaner machen sollen. Uebrigens sind die Stalauer" den politischen Vereinen gesetzlich versagt ist, würde ihnen ant den Arbeiten und im Unterhaltungsblatt manchmal recht gut. Nun heißt es auch, das fiberhaupt die Möglichkeit genommen, die gesamten Jutereffe der Frauen werde im Vorwärts" nicht genügend Beratungen der Partei teilzunehmen, falls berücksichtigt, und unb es müßten Aufklärungen über hauswirt Geschäfte den Bereinen übertragen würden. Sollte dies beabsichtigt fchaftliche Angelegenheiten gegeben werden. Ich gebe zu, daß das fein, so müsse fonsequenterweise das Programm der Socialdemokratie für manche Frau recht nüglich sein würde, aber die Frauen, geändert werden und nur den Männern die Zugehörigkeit zur Partei die uns fern stehen, gewinnen wir dadurch auch nicht. Wenn man erlaubt sein. Die Rednerin ersucht die Versammelten um Annahme meint, der Charakter des Vorwärts" als Centralorgan stehe der Be- der von den Genoffinnen in allen Streifen gestellten Resolution. Nachdem ridfidhtigung lofaler Angelegenheiten entgegen, fo trifft das nicht zu. Wittner noch ausgeführt hatte, daß zu einer Abänderung des bisDer lokale Teil ist ja doch, den Wünschen der Genoffen entsprechend, herigen Erftems feine Ursache vorliege und auch Stotte der Meinung bedeutend erweitert worden. Den Charakter als Centralorgan muß Ausbrud gegeben, daß die andren Berliner Wahlfreise wahrscheinlich eine Membering ter Organisationsform ablehnen werden, so daß der der Vorwärts" beibehalten.( Beifall.) Nachdem noch ein Redner entschieden gegen das Verlangen, den 5. Kreis foliert dastehen würde, gelangte die Versammlung zur Gewählt wurde Soyte Vorwärts" nach dem Muster der Morgenpost" zu gestalten, Wahl der Delegierten zum Parteitag. gefprochen hatte, erfolgte die Abstimmung über die zum Bunft einstimmnig. Fran Ihrer mit allen gegen 4 Stimmen. Die An träge, bie erausgabe eines Abendblatts und die Verbilligung des Breffe" eingelaufenen Anträge. Dann werden die Wahlen für Mainz vorgenommen. Schlegel Angenommen wurde ein Antrag von Stoboh, welcher Vorwärts" betreffend, wurden abgelehnt, hingegen die von den bekämpft Wartenbergs Kandidatur, der wohl ein braver Geitoffe sei, befagt: Die Delegierten follen daffir eintreten, daß der Vorwärts" Frauen eingebrachte Resolution, wonach das Vertrauensmännersystem aber nicht die Fähigkeit beftge, den Streis als Delegierter au verwelter ausgestaltet werde. We inf child zog einen von ihm ge- aufrecht erhalten werden und die Reichstags gratiion energlich und treten. Tiefe Ansicht wird von Dimmid, Tiedemann nnd Straube ftellten Antrag, welcher im Intereffe der Frauen die Herausgabe fortgelegt für die Abänderung des Vereinsgefeges wirken foll, mit bekämpft: der Kandidat femme die Stimmung des dritten Kreises einer wöchentlichen Beilage mit wirtschaftlichen Angelegenheiten fehr großer Majorität angenommen. gründlich und das genüge. Wartenberg felber verwahrt sich gegen forbert, zurild imb fiberwies ihn der Breßtommiffion. Ein weiterer und den Vorwurf der Infähigkeit und wird hierauf mit fast ebenso Antrag: Der Vorwärts" möge eine Abendanusgabe mit Kursgettelgid großer Mehrheit wie Bohl mid Soch zum Delegierten gewählt. fpäteffens zum 1. Januar veranstalten, wurde abgelehnt. 1998 Mit der Aufforderung zu fleißiger Agitation fchließt Frig dann Sierauf folgte bie Disfuffion über einige andre utträge. Die Partelversammlung des sechsten Wahlkretses fand die Versammlung. foigt beantragte, in§ 1 des Organisationstatute, unter den Vorsiz von Eugen Ernst im Rösliner of statt. Vor wo von der Zugehörigkeit zur Partei die Rede ist, hinter eintritt in die Tagesordnung erhob sich die Verfanumlung zum Gefound den Worten: Die Bartet banernd burch Geldmittel dächtnis ihres verstorbenen Abgeordneten Liebknecht von den unterftigt", einzufügen: oder durch anderweitige Blägen. Un Anträge für den Mainzer Parteitag lagen ans dem Streife nicht vor. Die von den Frauen beantragte Resolution, betreffend die Vei behaltung des Vertrauensmänner- Systems in den Bundesstaaten, in denen den Frauen die Teilnahme an den politischen Vereinen verboten ist, wird durch llebergang zur Tagesordning erledigt, nach dem Heine und andre Redner sie als überflüssig bezeichnet hatten. Vor der Abstimmung über diefe Resolution hatte sich eine Debatte über die Thätigkeit der Frauen in der Partei entwideft, die von Cohen eingeleitet wmde, der es mervärdig findet, daß die Frauen sich immer nur dann melden, wenn Wahlen zu Delegationen vor der Thür stehen. Während des ganzen Jahres ift sonst nicht viel von ihnen zu merken. Die Franen sollten nicht immer blos Refolutionen ftellen, sondern thatkräftig mitarbeiten. Heine bittet die Thätigkeit der Frauen, die in der Berliner Frauenbewegung im Sinne unfrer Partei arbeiten, nicht zu unterschäzen. Es handelt sich doch nicht darum, daß fie Flugblätter mit verbreiten. Sie haben ein besonderes Agitationsfeld und eine schivierige Arbeit: die Anfflärung der Frauen. Die wenigen agitatorisch thätigen Frauen sind außerordentlich überlastet. Cohen und Nitter tadeln, daß sich die Führerinnen so wenig um die Gewerkschafts- Bewegung fümmern. Statt Referate zu fibernehmen und die Arbeiterimmen zu eruuntern, fich der Organisation ihres Berufs anzuschließen, vertröbeln sie in endlosen Sigungen die Beit. Die Enquete über die Frauenarbeit im Buchdrudgewerbe ist noch immer nicht abgefchloffen. Die Konfektions- Arbeiterinnen flagen, daß sie keine Referentinnen bekämen. * * Solmu olgot Solistida notied tod paulummalisusun sie бли Wierter Wahlkreis. den " " 11 a11 11% 19deid 896& 6## Gibitus GUI Tie Versammlung fand in Stecherts ätigteit fördert." Redner begründete feinen an 8um ersten Tagesordnungspunkt gab der Genoffe Grashold Saal statt und war gut befucht. Bor Eintritt in die Tagesordnung frag mit dem inweise, daß es manchem guten Parteigenoffen, einen furgen Ueberblid fiber die Agitationsverhältnisse in der Progebachte der Borfigende Franke unfres verstorbenen Vorfämpfers ber rege für die Partei arbeitet, nicht möglich sei, Geld- ving Brandenburg. Für die Brandenburger Parteifonferenz werde Liebknecht. Die Versammlung ehrte fein Andenken durch Erheben mittel für dieselbe abzustoßen, wie z. B. den armen Webern fim es fich diesmal wesentlich darum handeln, einen Weg zu finden, der es von den Sigen. Eulengebirge. Nachdem auch Adolf Hoffmann den Antrag den Landarbeitern ermögliche, sich einer Organisation auzuschließen, Die Provinzial befittoortet hatte, wurde derselbe einstimmig angenommen. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: ohne daß fie gegroningen wären, beim Ortswechsel auch die Organis fonferenz für Brandenburg" nahm Jädel das Wort. Nach einer furzen Begründung durch Voigt wurden ohne wesent fation wechseln zu müffen. Es tomme vielleicht der Verband der 1900 Er gab eine lebersicht über die Thätigkeit der Agitationskommiffion liche Disfuffton noch die folgenden Anträge angenommen: Fabril- und Hilfsarbeiter in Frage. Wenn man diesen Verband als und betonte, daß es die wefentlichste Aufgabe der Konferens fei, Ans den Reihen der Berliner Parteigenossen finb zwei Ron- für die Landarbeiter geeignet empfehlen solle, so werde es freilich nötig fein, daß innerhalb des Verbands eine besonders billige Slaffe Mittel 115 Wege zu finden für die Ausbreitung der Organisation trolleure zu wählen. mid Agitation in den ländlichen Bezirken. Anträge zur Konferenz für die Zandarbeiter eingerichtet werde. Wie fich der in Aussicht lagen nicht vor. Als Delegierte wurden Büchner, Baberste genommene Verband hierzu ftelle, fei noch nicht bekannt. Was bie und aafer gewählt. politische Organisation der Landarbeiter betreffe, fo fei diese Frage noch offen, und es müffe der Provinzialfonferenz überlaffen bleiben, hier die richtigen Wege zu finden. Die Buchhandlung Vorwärts untersteht, ebenso wie das Central organ, der Controle der Breßfonmiffion in Gemeinschaft mit dem Barteivorstand und den Kontrolleuren nach Maßgabe des§ 17a bes Sierauf begann die Diskussion über die Anträge, welche dem Organisationeftatuts. Barteitag in Mainz einzureichen sind. Der erste Redner, Gin Antrag, der jede weitere Gehaltserhöhung der Redacteure Stater: Seit einiger Zeit werde von verschiedenen Seiten toboy, wies darauf hin, daß die Morgenpost" in hurzer Zeit des Vorwärts" verweigert wissen will, wurde abgelehnt, nachdem 200 000 Abonnenten betonimen habe. Viele derfelben gehören zu Wendland, Peter und Adolf Soffmann geltend ge- innerhalb der Arbeiterbewegung verlangt, daß die Gewerkschaften ms, aber fie fönnen den Preis für den Vorwärts" nicht macht hatten, daß die Gehälter nicht nach einer bestimmten Schablone neutral fein follen. Wenn dieser Standpunkt der Neutralität auch erschwingen und greifen deshalb zu dem billigeren Blatte. festgelegt werden können, und daß tüchtige Sträfte auch entsprechend hinsichtlich der Organisation der Landarbeiter gewahrt werden solle, dann dürfe der in Ansicht genommene Centralverband auch nicht Aus diesem Gribe wäre es vielleicht angebracht, den Vorwärts" bezahlt werden müffen. zu verbilligen, damit unfrem Organ eine weitere Verbreitung ver Als Delegierte zum Barteitag wurden Adolf Soffmann, durch die focialdemokratische Agitationstommission enpfohlen werden. Dies würde der gewünschten Neutralität widersprechen, welche schafft werde. Ferner tomme hierbei in Betracht, daß der Inhalt Richard Weiße und Paul Hoffmann gewählt. zami di matin Sentralität in gewerkschaftlichen Dingen übrigens er, der Redner, des Vorwärts" für einen großen Teil der Arbeiter nicht verständlich bion 1910 94" Isdund nicht für richtig und wünschenswert halte. is sid sei. Es würde sich vielleicht empfehlen, wissenschaftliche Artikel im Grashold erwidert, daß sich die Provinzialfonferenz sehr Vorwärts" nicht zu bringen und me folchen Stoff zu berücksichtigen. Der fünfte Wahlkreis tagte im Eaal der Bögonſchen Vor Eintritt in die Tagesordnung wohl mit der Frage der Organisierung ber Landarbeiter beschäftigen den die große Masse versteht. Auch das würde bem Borwärts" Brauerei, Prenzlaner Allee. weitere Verbreitung sichern. Wissenschaftliche Fragen tönnten ja ehrte bie gut besuchte Versammlung das Audenken Liebknechts in tönne, ohne daß der zu empfehlenden Organisation dadurch der leber bie Bedeutung der bevorstehenden Charakter der Neutralität genommen zu werden branche. ausschließlich in der Renen Zeit" behandelt werden. Ob die Ein der üblichen Beise. führung einer Jugendschrift als Beilage zum Vorwärts" empfehlens- Konferenz für die Proving Brandenburg referierte togte. Der wert ist, möge dahingestellt bleiben. Redner verivies darauf, daß neben den verschiedenen Anträgen " Als Delegierte zur Brandenburger Provinzialfonferenz werden darauf die Genoffen Werth, Brinkmann und Mars gewählt. Beim Tagesordnungspunkt, Parteitag in Mainz" wird von einem besonderen Referat abgesehen und man kommt gleich zur Besprechung der vorliegenden Anträge. Von 87 Mitgliedern des " " 2. Die Erweiterung des Inhalts des Borivärts" unb p Ernst führt aus, daß die Berliner schon heute faft aus zwar so, daß derselbe seiner Aufgabe als Lokal sowohl als schließlich über die Haltung des Blatts und die Anstellungen zu Centralorgan beffer gerecht werden kann. beschließen haben. Dies Errungene gelte es aber festzuhalten. Wahlvereins wird beantragt: Um allen Gelegenheit zu geben, Billiann führt zur Begründung des Antrags aus, eine Wenn Neuregelungen gewünscht werden, so sei nicht der Parteitag unsre Grundfäße und Forderungen kennen zu lernen, das social- Abendausgabe sei nicht nur deshalb nötig, um die Leser schneller die Instanz, von der sie auszugehen haben. Die Berliner würden demokratische Programm mindestens monatlich einmal im Vorwärts" über die Tagesereignisse zu unterrichten und das Blatt in dieser jetzt die weitere Ausbildung ihres Blatts in der Hand behalten. zu veröffentlichen, mit Empfehlung geeigneter Schriften unsrer Beziehung mit den andern Berliner Blättern gleichwertig zu Deshalb, weil die Berliner über ihr Blatt selber bestimmen müssen, Barteiliiteratur, welche hauptsächlich das Programm behandein. machen, sondern es sei auch an und für sich eine Er- bittet der Redner, den Antrag an den Parteitag abzulehnen. Ferner bas jocialbemofratiſche Programm mindestens monatlich weiterung des Inhalts nötig, Die lokalen Angelegenheiten, Witt weist darauf hin, daß auch die Ermäßigung des einmal als Beilage in leiner Buchform dem Vorwärts" beizulegen. Die Frauenfrage müßten ausführlicher behandelt werden, Abonnementspreises auf 1 M. monatlich sehr wünschenswert sei. Den Antrag, der von Gliese begründet wird, bekämpft ebenso Genossenschaftswefen, sociale Rechtspflege. Ein Sprech Der Antrag an den Parteitag wird darauf abgelehnt. Riesel als unpraktisch und unnötig. Dem Vortvärts" würde faal müsse geschaffen werden, damit die Leser darin ihre Zu einer neuen Angelegenheit führt Ernst ans diefe fortgesette Veröffentlichung viel Raum fosten, und auch jetzt Wünsche zum Ausdrud bringen könnten. Erziehung. Gesundheits- Parteivorstand sei au zu einer Erklärung darüber zu ver fei das Programm ja zu sehr billigem Preise in Broschürenform zu pflege müßten mehr berücksichtigt werden, eine beffere Berichterstattung anlaffen, wie es zu verstehen sei, wenn es in dem Ent haben. 40% dolod ba über die Parteibewegung des Auslands sei wünschenswert. So if im Organisationsstatut heiße, über die Zugehörigkeit zur Der Antrag wird darauf abgelehnt. jeien auf sehr vielen Gebieten Wünsche auf Erweiterung geltend zu Partei entscheide der Parteivorstand. Wenn das bedeuten solle, ber machen, die wohl nur zu erfüllen wären, wenn der„ Vorwärts" givei- Parteivorsiand wolle in Fällen wie dem Solinger die legte Instanz bilden, so sei dagegen nichts einzuwenden. Jedenfalls dürfe den mal täglich erscheine. einzelnen Partei- Orten nicht das Recht genommen werden, über die Parteizugehörigkeit einer Person zu beschließen. 1 des Organisationsstatuts ist so zu verstehen, daß nur eine Zumi Organisationsstatut beantragt Guttmann: regelmäßige Beitragszahlung an eine socialdemokratische Organi § sation die Zugehörigkeit zur Partei begründet. Den auch in den übrigen Versammlungen gestellten Antrag der Frauen begründet Frau Mesch. Da es den Frauen nach Lage der Gesezgebung in den meisten deutschen Staaten nicht möglich fei, politischen Vereinen anzugehören, so sei das jetzige Vertrauenspersonen- System beizubehalten, an das die Partei gewöhnt sei und das dem praktischen Bedürfnis genügt habe. Borgmann führt aus, gerade in der Frage der Nenorganisation der Partei könne dem Vertreter teine gebundene Marfchroute mitgegeben werden. Die Frage der Organisation werde den Parteitag in der ausführlichsten Weise beschäftigen. Die verschiedensten Ansichten würden zum Ausdruck kommen. Da sei es durchaus nötig, den zu entfendenden Genossen freie Hand zu lassen, alles zu prüfen und ihre Entscheidung nach befter lleberzeugung zu treffen. Habe man so lange nach Aufhebung des Verbindungsverbots gewartet, so könne man auch noch warten, bis der Parteitag die Frage gründlich erwogen habe. Die Abstimmung ergiebt die Ablehnung des Antrags. Man fommt zur Besprechung des folgenden Antrags: # 119 Die Parteigenossen des sechsten Berliner Reichstags Wahlfreises beantragen: as of " 1. Den Vorwärts" als Morgens und Abend ausgabe erscheinen zu lassen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 16. August. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Anfang 71/2 Uhr. Schauspielhaus. Geschlossen. Neues Opern Theater( Kroll). Der Mikado. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Der Probelandidat. Anfang 7 Uhr. Leffing. Die Geisha. Anfang 71/2 Uhr. Nefidenz. Die Dame von Marim. Anjang 72 Uhr. Neues. Der weiße Hirsch. Vorher: Ein Interview. Anfang 72 Uhr. Westen. Die schöne Helena. Anfang 7 Uhr. Schiller. Martha. Anfang 72 Uhr. Central. Berlin nach Elf. Anfang 8 Uhr. Thalia. Der Sternensohn. Anfang 71 Uhr. Tauschel führt aus, vieles von dem Vorgetragenen möge fehr wünschenswert sein, aber es fehle vorläufig noch an den nötigen Abonnenten, um solche Erweiterung zu ermöglichen. Die Genossen sollten für eine weitere Verbreitung des Blatts sorgen, dann werde auch der Vorwärts" mehr bieten tönnen als bisher. Leid, Mitglied der Preßkommission: Die vom Antragsteller hervorgehobenen Gründe sprächen nicht gerade für die Einführung einer Abendausgabe, da eine Erweiterung des Inhalts auch durch Ausgabe stärkerer Nummern herbeigeführt werden könnte. Man höre aber schon heute vielfach von Arbeitern, daß sie nicht im stande feien, den ganzen„ Vorwärts" zu lesen. Deswegen sei es doch sehr fraglich, ob eine Erweiterung des Blatts geboten sei. statut in vielen Butten einer Begründung sehr bedürfe. Er Borgmann führt aus, daß das vorgeschlagene Organisations beantragt daher, den Parteivorstand zu ersuchen, ,, in allerfürzester Zeit eine Erläuterung und Begründung zu dem Entwurf eines Organisationsstatuts zu veröffentlichen." Der Antrag wird einstimmig angenommen. Damit ist der von Guttmann eingebrachte Antrag vorläufig erledigt. Borgmann ist der Meinung, daß die Frage der Aus- Man kommt zu den Wahlen der Delegierten zum gestaltung des Berliner Parteiblatts nicht vor den Barteitag gehöre. Parteitag. GEs wird beschlossen, die zu entsendenden Genossen Ebensowenig wie die Verhältnisse des Leipziger, Nürnberger oder zu fragen, wie sie sich zu der Frage der Beteiligung an Dre Dresdener Blatts vom Parteitag geregelt würden, solle dies auch den preußischen Landtagswahlen stellen. Nachdem die drei Vordem Berliner Parteiblatt gegenüber geschehen. Möglich sei es, daß geschlagenen: Ernst, Pfarr und diesel, erklärt haben, Gegner eine Erweiterung, wie sie gewünscht worden, geschaffen werde. Dieser Beteiligung zu sein, erfolgt ihre Wahl einstimmig und Die Berliner lehnten es aber ab, fich weiter in die Regelung ihrer en bloc, exter Angelegenheiten hineinreden zu laffen von andern, die ihre Verhält Mit einem Hoch auf die Partei wird darauf die Versammlung geschlossen. 930 nisse bei sich zu Hause auch selber ordnen. Central Theater Urania nationeller Lacherfolg!! Uhr: Tanbenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Eine Wanderung durch die Pariser Weltausstellung. Invalidenstr. 57/62. 126. 230 Berlin nad Elf. Freie Volksbühne. nach Gr. Posse in glänzender Ausstattung. Anfang 8 Uhr. Die sensationellen Schlager Eisenbahn- Quartett! Cordula Aufzug der Parfums. Morgen und folgende Tage: Berlin Tägl. Sternwarte. ad l. Nachmittags 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Marokkaner ( 11 Mädchen, 8 Männer, 3 Kinder). 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Die Tiroler Sängergesellschaft Almrausch". nach Ostbahn- Park Hermann Imbs 71 Rüdersdorfer Straße 71 am Küftriner Plaz. Täglich Konzert, Theater10 Eröffnung der Wintersaison im Lessing- Theater: I. Abteilung: Sonntag, den 2. September, nachm. 23 Uhr, II. Abteilung: Sonntag, den 9. September, nachm. 2% Uhr, III. Abteilung: Sonntag, den 16. September, nachm. 234 Uhr, IV. Abteilung: Sonntag, den 23. September, nachm. 2% Uhr, V. Abteilung: Sonntag, den 30. September, nachm. 23/4 Uhr, VI. Abteilung: Sonntag, den 7. Oktober, nachm. 23 Uhr, VII. Abteilung: Sonntag, den 14. Oktober, Zur Aufführung gelangt: nachm. 23 Uhr. Sanssouci Jm prachtvollen Natur- Garten jeben Sonntag u. Donners: tag humorist. Soiree der Norddeutschen Quartett- Sänger Game, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Bf. Donners tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. 8 kränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Bereinsbillets und Passepartouts Gültigkeit. Wo ist der schönste Garten? 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Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am dreifachen Red, The Gladenbecks, Straftgladiatoren, The Herwoods, Neger Excentrics. Konsert. Anfang 4 Uhr. Operetten Burleste mit Gefang und Eintritt 30 Pf. Num. Plat 50 Pf. Tanz von O. Mylius. Mufit von Thiele Berliner Sonntagsreiter ober: Donnerstag, abends 7%, use: Die luftigen Jockeys. Sale: Ball. Gaftspiel Heinrich Bötel. Martha oder: Der Markt zu Richmond. Romant. Oper in 4 Aften von Flotow. Freitag, abends 7 Uhr: Die luftigen Weiber von Windsor. Sonnabend, abends 7 Uhr: Borlentes Gastspiel Heinrich Bötel. Der Postillon von Lonjumeau. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, bei halben Preisen: Zar und Zimmermann. Sonntag, abends 72 Uhr: Der Trompeter von Sättingen. Carl Weiss- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Kolossaler Erfolg! Saal: Kalbo. Macht der Finsternis. Drama in 5 Akten von Graf L. Tolstoi. In den Zahlstellen liegen die neuen Mitgliedskarten für die Wintersaison 1900/1901 aus und werden. die Mitglieder dringend ersucht, die Karten gegen Entrichtung des August- und September- Beitrags ( je 65 Pf.) abzuholen. Neue Mitglieder zur VII. Abteilung können sich täglich in allen Zahlstellen melden. Einschreibegeld 65 Pf. Umschreibungen aus einer in die andre Zahlstelle können nur jetzt vor Eröffnung der Saison vorgenommen werden. Verlegt sind die Zahlstellen: No. 31 No. 31 nach der Jüden- Strasse 35 bei Mörschel, No. 11 nach Engel- Ufer 15 bei Horsch, Gewerkschaftshaus. Achtung, Ordner! Sonnabend, 25. August, im Restaurant Sticher: Ordner- Sitzung. Das Erscheinen aller Ordner ist notwendig. Anfang 82 Uhr. Aus den Reihen der Mitglieder können sich in dieser Sitzung neue Ordner melden zur Ergänzung der Ordner- Kommission. 230/11 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliems Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Grosses Doppel- Konzert, Theater und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Donnerstag! Elite- Tag. Die Raffee! üche ist täglich von 2 Uhr an geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. Sonntag, Montag und Donnerstag: Familien- Kränzchen. Max Kliem. Frel- Konzerte, Kaffeeküche, Kegelbahnen 2c. Martin Berndt, Gastwirt. Central- Festsale Oranienstr. 180. Stelle den verehrten Vereinen und Korporationen meine Säle für 100-400 Personen zur Abhaltung von Vereins- und Privatfestlichkeiten fowie Versammlungen zur Verfügung. In allen Monaten noch einige Sonnabende frei. Liebknechts Bestattung, in awei OriginalMoment Aufnahmen. Bildgröße: 13 X 18 cm. Nr. 1: Leichenzug. Nr. 2: Der 6. Wahlfreis; pro Stüd 1 M.( Gegen Voreinsendung franco Deutschland.) 23675 Ed. Braendel, Kunstverlag, Rottbuser Damm 88. 3 Bier labet ein ur guten Weiße u. Bairisch 23756 Paul Kurtz, Warschauerstr. 66. 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August, gebrachte, das Münchener Brauhaus betreffende Notiz, folgendes: 1200 Berliner Illustrirte Zeitung Die morgen erscheinende Nummer enthält unter anderem photographische Aufnahmen von der alde malid dat o lat Beerdigung Liebknechts cod#fe Einzelnummern sind in allen Berliner Trinkhallen, an allen Bahnhöfen und bei den Strassenverkäufern sowie in der Expedition, Charlottenstr. 9, zum Preise von 10 PL. erhältlich. addi0 Pf.d sduiho Die besten Speisen schmecken nich ohne Zuthat des richtigen Gewürzes. Genau so ist es beim Kaffee! Sinde's Effenz für Kaffee ein vollkommen lösliches pulver, tommt einem vorhandenen Bedürfnis entgegen. Linde's Effenz verleiht jedem Kaffeegetränt, einerlei ob man reinen Bohnentaffee, Malztaffee oder Beides gemischt, oder Mischung Ibraucht, einen vollmundigen angenehmeren GeGine Maßzregelung irgend eines Mit- bele, ob man, reinen zonnenterer, transtige fahrers oder Arbeiters ist nicht erfolgt. Die Annahme der Lohnkommission, daß die Direktion mit ihr nicht verhandeln wolle, war eine irrige, die letztere hat vielmehr die Korrespondenz mit der Kommission prompt erledigt. Die Vergütung von 3 Mark für die Sonntags- Dujour ist von der Direktion bewilligt, dagegen haben die Arbeitnehmer auf die Lohnerhöhung ver zichtet, weil seitens des Münchener Brauhauses höhere Löhne gezahlt werden, als wie sie im Zarif festgelegt find. 52432* Die Angelegenheit ist mithin in Frieden zur allseitigen Bufriedenheit erledigt. Berlin, den 12. August 1900. Die Lohnkommission: R. Schüler. H. Carl. K. Seelbinder. Jedes Wort: Münchener Brauhaus, 5 Pfennig. I hes Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Aftien Gesellschaft 0. Peters. Loechel. schmack, feineres Aroma und die überall gewünschte schöne farbe. Man muß aber nicht zuviel nehmen 1 gestrichener Kaffeelöffel d. h. 3 bis 4 Gramm auf 1 Eiter Getränk genügen. 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Arbeiterin auf Knabenanzüge in Jn der Marmorwarenfabrik und außer dem Hause verlangt Rosenkranz, Alexanderstraße 9, Quer: gebäude 5 Treppen. 23736 Tüchtige Hefterinnen und Pagi bon Rudolf Häger, Greifswalderstraße 37, jind Lohndifferenzen ausgebrochen. niererinnen verlangen Riefenstahl, Zuzug fernhalten! Zumpe u. Co., Holzmarktstraße 67.* 275/3] Der Vertranensmann. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. r. 189. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 16. Auguß 1900. Tokales. Sockel eines Kreuzes, eines Grabsteins, also über der Erde auf- wünscht ist. Es dürfte aber sehr fraglich sein, ob die beschließende bewahrt, als auch begraben werden. In jedem Fall ist es möglich, Straffammer die vorgebrachten neuen Thatsachen für geeignet cr Freie Volksbühne. Die neuen Mitgliedskarten die Stätte einzufriedigen, fie mit Sträuchern und Blumen zu achten wird, um daraufhin das gesamte Berfahren zu erneuern. der Wintersaison 1900 bis 1901 gelangen jest in allen Zahlstellen den Urnenhain nach jeder Richtung gewahrt. schmücken mit einem Bort: die Poesie des Grabes wird durch Der Selbstmord eines Gymnasiaften am Wiederbeginn der für alle Abteilungen zur Ausgabe. Die ersten 4 Abteilungen find Schule erregte am gestrigen Tage einiges Aufsehen. Es handelt geschlossen und können Aufnahmegesuche neuer Mitglieder für Was ist ein handwerksmäßiger Betrieb? Welche merk- sich um den Sohn eines Lebrers, der ein Berlinisches Gymnasium diese Abteilungen nicht berücksichtigt werden. Anmeldungen neuer würdige Auffaffung fich in den Kreisen der Zwangsimmungs- Vorstände im Centrum der Stadt besuchte und zu der Ueberzeugung gekommen Mitglieder für die neue 7. Abteilung werden täglich in allen über den Begriff" Fabrik und Handwert" finden. zeigt das Vorgehen war, daß er trotz des ihm gewährten Nachhilfe- Unterrichts das erZahlstellen entgegengenommen. Das Einschreibegeld beträgt ebenso des Vorstands der hiesigen Kupferschmiede- Zwangsinnung, welcher wünschte Ziel nicht erreichen würde. Er schrieb an die Eltern einen wie der monatliche Beitrag 65 Pf. Die Vorstellungen finden thatsächlich unsre größten abriten, die Firmen Borsig. Abschiedsbrief und jagte sich in der Schule eine Kugel in den Kopf. wiederum abwechselnd im Lessing- Theater und im Karl Weiß- Germania- Werft in Tegel, Mehlis n. Behrend und Aktiengesellschaft Ein Schutzmann brachte ihn nach einem Krankenhaus, dort verTheater unter Mitwirkung namhafter erster Künstler und Stünstle- von Schwarzkopff als handwerksmeister und Mitglieder der starb er. rinnen statt. Zwangsimming betrachtet und dem entsprechend die nicht freiwillig Die artistische Leitung der Vorstellungen im Karl Weiß- Theater gezahlten Inmmgsbeiträge im Verwaltungszwvangsverfahren ein Görliger Ufer die 86 Jahre alte Fabritarbeiterin Emma Globig aus der Als Leiche gelandet wurde am Dienstagnachmittag am liegt in den Händen des Herrn A. Steinert. Als Eröffnungsgezogen wijfen wollte. Der Antrag auf Zwangsbeitreibung ist ohne Alexandrinenstr. 77, die am Montagmorgen das Elternhaus verließ Borstellung wählte der Ausschuß für das Lessing weiteres vom Magistrat zurückgewiefen worden unter Hinweis auf und nicht zurückkehrte. Sie hatte ein Verhältnis mit einem jungen Theater: Leo Tolstois. Die Macht der Finsternis". Berkennung der geschlichen Vorschriften. Für eine in jeder Beziehung würdige Darstellung dieses Stüds ver Mann, das von seiner Seite eine Abfühlung erfahren hatte. Aus pflichtete fich die Direktion des Leffing- Theaters Sorge zu tragen. des Halleschen Thores begonnen und ist von Händlern stark beschick. Tod im Wasser. Der Berliner Jahrmarkt hat gestern in den Straßenzügen diesem Grunde wollte die Globig nicht weiter leben und suchte den Die Mitglieder werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß Umschreibungen in andre Zahlstellen nur jett Eine Vereinfachung des Straßenbahnsystems wird seitens Ein Liebespaar hat sich am Sonntag in Bulow in der bollzogen werden können, jedoch müssen die neuen der Betriebsverwaltung der Großen Berliner Straßenbahn- Gesell- Märkischen Schweiz das Leben genommen, weil die Mutter der Mitgliedskarten aus der bisher innegehabten schaft mit der weiteren Ausdehnung des elektrischen Betriebes be- Brant ihre Einwilligung zu der Verbindung verjagt hatte. Es Bahlstelle abgeholt und in die neue Bahlstelle über- absichtigt. Durch Vereinigungen verschiedener zusammenlaufender handelt sich um den 25 Jahre alten Sohn Ernst des Resterhändlers führt werden. Die Aushändigung der Starte erfolgt nur gegen Straßenbahnstrecken und dadurch herbeigeführte Verminderung von Schmidt aus der Goethestr. 14 zu Rigdorf und die um 2 Jahre Begleichung etwaiger Beitragsreste! Verkehrs- Endpunkten soll einerseits eine bedeutende Verbesserung der jüngere Tochter Helene des Eisenbahnbeamten Jahn aus Charlotten Berlegt ist die Bahlstelle Nr. 31 von Scheithauer, Rosen- allgemeinen Verkehrszustände für das Publikum, andrerseits burg. Ernst Schmidt, ein junger und in seinen Bekanntenkreisen thalerstraße, nach der Jüdenstraße 35, Restaurant Mörschel. Die eine Entlastung besonders verkehrsreicher Straßen stattfinden. allgemein beliebter Kaufmann, hatte schon seit einiger Zeit ein Bahlstelle 11, früher Wilte, befindet sich jetzt bei Horsch. Nach allgemeiner Durchführung des elektrischen Betriebes Liebesverhältnis mit Helene Jahn. Sein Vater, in dessen Geschäft Cigarrengeschäft im Gewertschaftshaus, Engel- follen zunächst folgende Linien vereinigt werden: Schöne er thätig war, erhob feine Einwendungen gegen das junge Mädchen, aber Frau Jahn wollte von einer Verbindung nichts wissen; obgleich: Achtung, Ordner! Zur Ergänzung der Ordnerfommission werden weißensee, Nollendorfplatz- Französischestraße- Danzigerstraße mit die Werbungen des jungen Mannes von ihrer Tochter unterdie Mitglieder, welche im Interesse des Vereins als Ordner fungieren Rathaus Prenzlauer Allee Weißenfee Echöneberg Ring- stützt wurden. Sie soll in Erfahrung gebracht haben, daß Ernst wollen, gebeten, sich baldigst schriftlich beim Staffierer mit Angabe bahnhof- Friedrichsberg mit Spittelmarkt- Friedrichsfelde, Gesunde Schmidt bereits früher ein Verhältnis mit einen jungen Mädchen der Adresse zu melden. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. brunnen- Opernplatz- Streuzberg mit Behrenstraße- Mariendorf, aus Charlottenburg unterhalten hatte. Als allen Bitten ablehnende: Arbeiter Bildungsschule. Familienausflug nach Grünau Linden- Dalldorf, Treptow- Behrenstraße mit Unter den Lindenmeinsam in den Tod zu gehen. Am Sonntag verließen beide ihr Unter den Linden- Reinickendorf( Scharnweberstraße) mit Unter den Antworten entgegengesetzt wurden, beschloß das Liebespaar, geKarolinenhof Sonntag, den 19. August 1900. Abfahrt Bahnhof Reinickendorf. Durch die Vereinigung der verschiedenen Linien findet Elternhaus unter dem Vorgeben, einen Ausflug nach NiederFriedrichstraße 9 Uhr 5 Min., Schlesischer Bahnhof 9 Uhr 16 Min. auch eine bedeutende Berminderung des für den Betrieb notwendigen Schöneweide unternehmen zu wollen. Das haben sie nicht gethan, Ankunft in Grünau 10 Uhr 3 Min. Nachzügler werden in Mandts rollenden Materials statt. Wirthaus, Karolinenhof, erwartet. Liederbücher sind mitzubringen. um sich gegen Nachforschungen zu sichern. Sie begaben sich nach: Bukow, richteten von dort Abschiedsbriefe an die Eltern und töteten: Im recht zahlreiche Beteiligung von Mitgliedern und Gästen ersucht Schußwaffe geführt. Der Bater des jungen Wanne ich beide un sich im gegenseitigen Einverständnis. Wahrscheinlich hat Sch. die Das Komitee. erhielt am In der Parteiverfammlung des fünften Kreises wurde Dienstag die amtliche Nachricht aus Bukow, nach der sich beide im noch, was bei dem Bericht aus Versehen weggeblieben ist und desSchloßgarten daselbst das Leben genommen haben. halb an dieser Stelle nachgeholt wird, ein von Liepmann eingebrachter Antrag angenommen, wonach in die Tagesordnung des Parteitags die Gewertschaftsbewegung eingefügt und seitens des Parteivorstands ein Referent hierzu gestellt werden soll. Ufer 15. Im Museum der Liebe. berg Alexanderplay mit Spittelmarkt Greifswalderstraßemorgendlich nach Berlin kommen, haben gestern morgen durch eine Revisionen der Milchwagen, die aus den nördlichen Vororten Anzahl Schuylente stattgefunden. In zwei Fällen wurde derartig start getaufte Milch vorgefunden, daß sie sofort vernichtet und auf die Straße gegossen wurde. In 42 Fällen war an der kontrollierten Milch nichts auszusetzen. C Allen Teilnehmern wird der Anblick unvergeßlich bleiben, den die große Friedhofs- Allce bot, als der tote Liebknecht hindurchgeführt wurde. Zu beiden Seiten der langen Allee Kranz an Kranz von trauernden Menschen emporgehalten, von dem brennenden Not über- Urlaub flutet, und das ganze überwältigende Bild von der sinkenden Sonne vergoldet. Dann kamen die ernste Musit, der Sarg des toten Führers und die weinenden Menschen. Das vergißt man nicht wieder. Erhängt hat sich nach einem zärtlichen Abschied von ihren Kindern die 34 Jahre alte Kaufmannsfrau Rosalie Wolff aus der Barnimstraße 39a. Die Familie lebt seit drei Jahren in Berlin;; der Maim ist Reisender für ein Teppichgeschäft. Die Eheleute lebten unter einander und mit den beiden 11 und 9 Jahre alten Töchtern im besten Einvernehmen und hatten teine Sorgen. Erst am Sonn zuritegefehrt. Am gestrigen Morgen hatte sie ihrem Mann die Zeitung an abend war Frau W. von einent mehrwöchigen Besuch bei Berwandten das Bett gebracht, dann ihre Kinder geherzt und gefüßt, bevor sie sie zur Schule schickte. As der Mann gegen 884 Uhr aufgestanden war und nach der Frau suchte, hing fie als Reiche an einem Haten in der Stüiche. Ein Grund zur That ist nicht ersichtlich. Zu einer Kindesaussetzung, der ein eigenartiger Anlaß zu Grunde lag, mußte am vergangenen Sonntag der Arbeiter Paul Franz greifen. Franz war am 2. August zu einer Uebung nach Frankfurt a. O. eingezogen. Plöglich bekam er am 7. August die iei. Von den drei Kindern im Alter von 8 Monaten bis 7 Jahren Mitteilung, daß seine Frau schwer erkrankt in die Charité überführt waren zwei bei Nachbarsleuten im Hause untergebracht und eine bei Verwandten. Franz, der am 8. August 24 Stunden erhielt, glaubte bei der mißlichen Lage seiner Familienverhältnisse, den nachgesuchten Urlaub auf längere Zeit bis zur Wiederherstellung seiner Frau zu erlangen. Die Erledigung dieses Gesuchs verzögerte sich jedoch, so daß Franz, als er am Sonntag auf turze Zeit abermals Urlaub bekam, in eine recht bedrängte gefunden hatten, weiter verpflegen sollte, da die Hausbewohner die Lage geriet, wo er seine beiden Kinder, die im Hause Unterkommen Regiment zuriid. Fürsorge nicht mehr übernehmen konnten. Am Abend mußte er zum Es blieb ihm nichts andres übrig, als mit den beiden Kindern Kindern nach dem Waisenhaus int der Alten Jakobstraße zu gehen. Aber hier erklärte man ihm, daß die Verwaltung des Waisenhauses mur Kinder aufnehme, die bun! In feiner Verzweiflung erklärte Franz, daß er die Kinder feine Eltern haben, er möge die Kinder wieder mitnehmen. Was Daran denke man beim Durchschreiten dieser Reihen zwischen Ge ist erklärlich, daß es dabei ohne scharfen Wortwechsel nicht ab hier lafie, man möge machen was man wolle, er könne nicht anders. den rotfeidenen Bändern hindurch, wieviel Proletarier jedesmal ging, schließlich griff der Beamte zu dem Mittel, die Thür abzu frendig ihre Grofchen zusammensteuerten, um dem Alten eine solche ichließen und deutete dem ratlosen Vater an, daß er nicht Widmung aufs Grab legen zu können. Darum reden diese oft so hinausfäme, bis er die Kinder zu fich nähme. Wohl schmerzhafte Brandwunden an Armen und Händen. Kleine schlichten Verje hier eine deutliche Sprache; das Bolt hat erkannt, oder übel mußte fich Franz entschließen, die Kinder zu Wohnungsbrände verursachten ein Ausrücken der Wehr nach Dunderwo es seine Freunde zu suchen hat. Ueberall der Ausdruck der Liebe und Verehrung, und das Versprechen weiter zu fämpfen! Und so haben alle die Hunderttausende gedacht, die hier mitgesteuert haben. Eine deutliche, verheißungsvolle Sprache! Die Schleifen der etwa 2000 Kränze find gesammelt worden, um der Familie Liebknechts erhalten zu bleiben. Gewertschaftshaus, in der Treppenhalle des Duergebäudes, Sie sind jezt im ausgestellt. Jenes Bild vom Friedhof können sie freilich nicht ersetzen. Aber auch hier noch wirken diese Schleifen großartig in ihrer Maffenhaftigkeit. Jedes Band hat einen Kranz geziert, und jeder Kranz war ein Symbol der Liebe, dargebracht von dankbaren Proletariern ihrem unvergeßlichen Führer. Die Schleifen find in dem Treppenhaus und in der großen Vorhalle von fachkundiger Hand hübsch arrangiert. Alle Wände und Pfeiler sind von dem leuchtenden Not überflutet, und in den Gängen drängt sich von morgens bis abends eine dichte Menge, um die Wilhelm Liebknecht gewidmeten Andenken zu sehen. Wie wir hören, soll die Ausstellung bis zum nächsten Sonntag erhalten bleiben. " Zwischen Welle und Treibriemen geraten ist am Mittwochs nachmittag um 2 Uhr der 20 Jahre alte Arbeiter Meinhold Lang in Neu Weißensee an der Maischstampe beschäftigt und wollte dieſe aus der Kastanien- Allee 74. Er war in der Brauerei von Enders zum Stehen bringen. Als er den Riemen von einer Welle auf die andre schob, geriet er mit dem linken Arm in das Getriebe. Der. Unterarm wurde ihm zermalmit. Der Verlegte wurde auf Anordmmg eines Arztes von der Unfallstation X in einem Lückſchen Rettungswagen nach dem Krankenhaus im Friedrichshain gebracht. Mittwochnachmittag 5 1hr einen Alarm nach Leipzigerstraße 51. Der Feuerbericht. Eine Benzinerplosion im Keller verursachte noch thätig war, erging Feuerruf von Charlottenstraße 74 aus, wo entstandene Echaden ist jedoch unbedeutend. Während die Wehr hier in einer Schuhmacherwerkstatt Feuer ausgebrochen war. Auch hier konnte die Gefahr leicht beseitigt werden, doch erlitt der Inhaber ftraße 88, Potsdamerstraße 27b, Liebenwalderstraße 51 und Bank traße 45 b. Die Dachkonstruktion wurde Gipsstraße 15 durch Feuer beschädigt. Außerdem war Dienstagabend Oranienburgerstraße 9/10 noch ein Schaufensterbrand zu beseitigen. Llus den Nachbarorten. Der Vertrauensmann. Reinickendorf. Der Wahlverein hält am 18. ds. Mts., abends 81/2 Uhr, im Restaurant Gerbsch, Nordbahnstr. 19, seine Mitglieder Bersammlung ab. Dr. Wollheim hat einen Vortrag zugesagt über: Staatshilfe und Selbsthilfe. Der Vorstand. ans Echöneberg. Belzigerstr. 63, hatte am Sonntagvormittag gegen Echwerer Unfall. Der 67 Jahre alte Arbeiter Julius Bolz 111/2 Uhr auf ber Endstation der elektrischen Bahn in Stegliß einen Anhängewagen an den Motorwagen zu fuppeln. In diesem Augenblick kam von der andren Seite ein zweiter Motorwagen und prallte so heftig an, daß dem Arbeiter der linke Oberschenkel gebrochen wurde. Der schwer Berletzte wurde in das Kreis- Krankenhaus zu Groß- Lichterfelde gebracht. fich zu nehmen, um sie dann der Waisenhaus- Verwaltung vor die Thür zu setzen. Damit hatte nun Franz dennoch seinen gwed erreicht, die armen geängsteten Stinder mußten ins Waisenhaus auf genommen werden. Am Montag ist dann Franz vom Regiment entdie Einziehung zur Nebung hat den Berlust der Arbeitsstätte zur lassen. Natürlich ist mun damit die Sorge feineswegs vorüber, denn Folge gehabt und so irrt mm der Aermiste umber, um erst aufs neue Beschäftigung zu erlangen. Schließlich hat man ihn aber noch Charlottenburg. Heute, Donnerstag, spricht Dr. Borchardt angedroht, daß er eine Auflage wegen Kindesausfegung zu erwarten in der Gambrinus- Brauerei in Wahlverein über die politische Lage. habe. Auch ein herrliches Kulturbild aus dem Staate der Social- Der Vorstand. reform! Johannisthal. Heute Domterstagabend 8 Uhr spricht Fris Viel Nuheil verursachte gestern vormittag ein schengewordenes 3 beil im Lotal des Herrn Rau zu Johannisthal über: DeutschGespann der Großdestillation von Noche, Neue Königstraße. Das lands Weltpolitik. Außerdem findet die Wahl von drei Delegierten Neber die Zustände in den Gastwirtschaftskitchen sollen auf Fuhrwerk hielt in der Georgenkirchstraße und der Kutscher, der dort zur Streiskonferenz für den Kreis Teltow statt. Anordnung des Reichstanzlers in nächster Zeit umfassende Prüfungen selbst einen Kunden befuchte, hatte die Räder des Wagens vorvorgenommen werden. Wie die Bosi. 8tg." berichtet, handelt es sich schriftsinäßig gebremst. Die Tiere scheuten plöglich und jagten, den hierbei um eine Feststellung, ob und inwieweit die Klagen des Ver- Wagen hinter sich herschleifend, der Gollnowstraße zu. An der Gele bandes deutscher Köche zu Berlin, welche diefer in einer längeren derselben raften die Pferde auf einen mit Milchfäffern beladenen Eingabe dem Reichsfangler unterbreitet hat, berechtigt find. Diese Klagen Handwagen, dessen Führer sich mit knapper Not zu retten vermochte. erstreckten sich besonders auf zahlreiche, die Gesundheit des Küchen- Dagegen wurde der Ziehhund überfahren, der Wagen ungeworfen personals schädigende Mißstände in den Küchen und den zur Küche und der Juhalt der Fässer ergoß sich in den Rinnstein. Dann jagten gehörigen Räumen der Gast- und Schantwirtschaften, Hotels und die wilden Tiere nach dem gegenüberliegenden Bürgersteig auf das Garlichen. Die Erheblichkeit der Klagen ist vom Reichetangler ans Schaufenster der an der Ede der Gollnowstraße belegenen Cigarren erkannt worden, der infolgedessen die Regierungs- Präsidenten anwies, handlung von Laser zu. Glücklicherweise stieß der Wagen gegen eine cine gründliche Revision in die Wege zu leiten. An der Hand eines Straßenlaterne, und zwar mit solcher Gewalt, daß der Laternenvom Reichskanzleramt zusammengestellten Fragebogens, der 20 Fragen pfahl aus dem Erdboden herausgerissen und eine schwere Granitumfaßt, wird hauptsächlich danach geforscht werden, ob die Klagen platte des Bürgersteigs hochgehoben wurde. Die Pferde stürzten des Köcheverbandes in Bezug auf örtliche Lage der Küchen und ihrer und konnten von hinzukommenden Straßenpassanten festgehalten Nebenräume, auf Temperatur, Ventilation, Siggelegenheiten usw. werden. Stadtverordneten- Versammlung in Spandan. Auf Antrag begründet sind. Alle diese Punkte wiirden eventuell ein Einschreiten auf Grund des§ 120 Abjat e der Gewerbe- Ordnung gestatten. Die Obduktion des in der Laubenkolonie Norbend tot auf. unfres Barteigenossen Bie per beschließt die Versammlung die gefundenen Staters Michael Scherol hat ein für den des Mordes nachträgliche Eintragung von 7 Personen in die Bürgerliste. Die Der Urnenhain in Berlin. Das Gesuch des Vereins für verdächtigen Arbeiter Kleschinski günstiges Ergebnis gehabt. Gestosten der städtischen Abschiedsfeier für die China- Freiwilligen be= Feuerbestattung, auf dem städtischen Central Friedhof in Friedrichsfelde fonnte nicht festgestellt werden, daß der Tod durch Strangulation tragen 643,75 M. und sollen nachträglich bewilligt werden. Unfre ein Gelände für die Beisehung von Aschenreften freizuhalten und zu herbeigeführt ist, wiewohl eine solche nachweislich stattgefunden hat. Genoffen sprachen sich gegen die Bewilligung dieses Betrags aus; einem Urnenhain zu gestalten, hat der" Flemme" zufolge beim Ermittelt wurde ferner, daß der Verstorbene an epileptischen An- die Forderung wird jedoch mit Zustimmung der übrigen Bertreter Kuratorium für das Bestattungswesen Zustimmung gefunden. Für fällen litt. Trogdem wird st. noch nicht freigelassen werden, da, angenommen. Die nächste Vorlage. Bewilligung von 500. zur den Urnenhain sind die rings um die Urnenballe gelegenen Teile selbst wenn ihm die Mordthat nicht bewiesen werden kann, er sich Sedanfeier", hat der Magiftrat in letter Stunde zurückgezogen. Die des Friedhofs bestimmt worden, und zunächst ist einer dieser Teile wegen Leichenberaubung zu verantworten haben wird. Bersammlung beichloß alsdann die Anstellung des Sanitätsrats mit gärtnerischen Anlagen und den erforderlichen Wegen versehen, Dr. Janide als Stadtarzt gegen ein Jahresgehalt von 1200 m. Einen guten Fang machte die Polizei am Mittwochvormittag versuchsweise auf ein Jahr. sowie einer Aufteilung unterzogen worden, welche 569 Stellen um 11 Uhr in einem Wirtshaus in der Invalidenstr. 144, bas trop ergiebt. Jede dieser Stellen ist etwa 11/2 Meter lang und 1 Meter seines erst drei Monate langen Bestehens der Behörde schon viel zu arbeiters S. in Spandan, indem sie sich im Ballgraben erSelbstmord beging die 13 Jahre alte Tochter Hedwig des Baubreit, so daß sie auch für mehrere Urnen Platz bietet. Der Play schaffen machte. Besonders wurden daselbst Gäste, die mit den tränkte. Das Mädchen hatte dem Vater einen Geldbetrag entwendet, für eine Stelle ist auf 10 M. und für 30 Jahre festgesetzt worden, Berhältnissen unbekannt waren, beim Spiel geplündert. Jest war von den sie vermutlich zum Anlauf von Echokolade aus Automaten ver gerade wie für die sonstigen Grabstellen auf dem Friedhof, einem Mädchen die Anzeige eingelaufen, daß es von seinem„ Bräutigam" wandte. Seit Freitag voriger Woche war Hedwig H. Spurlos ver in denen die Leichen beerdigt werden. Der Unterschied ist nur Schubert so schwer gemißhandelt worden sei, daß es ein Krantenwandte. Seit Freitag voriger Woche war Hedwig H. Spurlos ver der, daß eine solche Grabstelle für eine Leiche hans habe aufsuchen niiffen. Um des Schubert habhaft zu werden, schwunden; ihre Leiche ist am Dienstag am Kriegsthor im WallRaum gewährt, daß also derjenige, der eine Ruhestätte wurde eine Streife unternommen. Dabei faßte man diesen und graben aufgefunden worden. fich zusammen mit einer geliebten Person sichern will, zwei solche noch drei andere gesuchte Männer in dem Lokal, indem man das Stellen von vornherein kaufen muß und die zweite fostet 25 W. Nest ausnahm und die Anwesenden auf der Wache des 11. PolizeiSoll dagegen eine zweite Urne auf derfelben Stätte beigesetzt werden, reviers einer nähern Prüfung unterzog. die schon eine andre Urne enthält, so wäre wieder nur die Gebühr Gerichts- Beitung. Unerhörte Schülermißhandlungen wurden dem Lehrer von 10 M. zu zahlen, und die Stelle bleibt von da ab wiederum Gönczi sett den Kampf um Erhaltung feines Lebens Reinhold Jülicher zur Last gelegt. der gestern vor der 30 Jahre angetastet, so daß eine einzige Steffe unter Umständen fort. So hat sein Verteidiger sich veranlaßt gefunden, einen zweiten Ferienstrastammer am Landgericht Il stand. Der Anfür Generationen und auf absehbare Zeit ausreichen kann. Völlige weiten Wiederaufnahme- Antrag bei Gericht einzureichen. getfagte ist seit 1882 an der städtischen Schule in Nigdorf angestellt Freiheit ist für die Form der Beifegung gegeben, d. h. die Asche kann und zwar handelt es sich dabei um Anhaltepunkte zur Klarstellung und unterrichtete seit dem 1. Oktober 1899 bis zum 1. März in der sowohl in einer Urne, etwa auf einer Säule, einem Bostament, im von Boraängen. die im Jutereffe der ganzen Sache ficherlich er dritten Knabenschule. In dieser Zeit sind seine Schüler öfteren und oft recht schiveren Mißhandlungen ausgesetzt gewesen. und schrieb statt dessen 81". -Vermischtes. Der Kabeldampfer ,, Anglia" hat am 14. August das Küstenende der neuen deutsch- amerikanischen Kabels aufgenommen, das Seefabel daran befestigt und sodann mit der Auslegung des Stabels nach den Azoren begonnen. " " TTE 7,-4, 1,60 1,20 1,20 1, Marktpreise von Berlin am 14. August 1900 nach Ermittlungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Str. Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch gering mittel " " " 1 " " " " 14,6 1,60 1,10 " " mittel gering 1,70 1,10 " " 1,60 1,20 " " " 15,40 14,90 Butter 2,60 2, " 14,80 14,30 Eier 60 Stüd 3,80 2,40 " 14,20 13,70 Karpfen 1 kg 2,40 16,40 15,40 Aale 2,80 1,40 " 15,30 14,30 Bander 2,60 1,40 " 14,20 13,20 Hechte 2,40 1,20 " 6,59 6, Barsche 1,80 0,80 " 7,20 5,10 Schleie 2,50 1,20 10, 25, Bleie 1,40 0,80 " 25,- Krebse Linfen gering per Shot 24,00 2,50 45, 70,- 30, †) ab Boden.*) frei Wagen und ab Bahn. Produktenmarkt vom 15. August. Am heutigen Getreidemarkt zeigte Amts Bullen: sich schwächere Tendenz, da von den amerikanischen Getreidemärkten schwächere Notierungen einliefen. An dem Mittagsmarkte setzte sich die rückgängige Bewegung fort, da Abgaben erfolgten wegen Abschlüsse in russischer Ware und da auch Aussichten auf bessere Witterung drückten. Die Weizenpreise gingen schließlich um 1 bis 1,25 M., die Roggenpreise 0,25 M. zurück. Hafer blieb bei knappem inländischen Angebot behauptet. Rüböl veränderte sich nur wenig. Städtischer Schlachtviehmarkt. Berlin, 15. August 1900. licher Bericht der Direktion. Zum Verkauf standen: 512 Rinder, 2418 Kälber, 3882 Schafe, 10 044 Schweine. Bezahlt wurden für 100 Bfund oder 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark( beziehungsweise für 1 Pfund in Pf.): Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 00-00, b) junge fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemästete 00-00; c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 00-00; d) gering genährte jeden Alters 00-00. a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 60-64; b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 55-59; c) gering genährte 48-52. Färsen und Rühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färfen höchsten Schlachtwerts 00-00; b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 00-00; c) ältere ausgemäßtete ühe und wenig gut entwidelte jüngere Kühe und Färsen 00-00; d) mäßig genährte Kühe und Färsen 00-00; gering genährte Kühe und Färsen 47–50. fälber( Bollmilchmast) und beste Saugfälber 65-67, b) mittlere Mastfälber und gute Sangfälber 60-64, c) geringe Saugtälber 52-56, d) ältere, gering genährte( Fresser) 40-43. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast c) mäßig genährte Hammel 65-69, b) ältere Masthammel 57-62, Schafe( Merzschafe) 50-55, d) Holsteiner NiederungsHammel und Schweine: a) vollfleischige der feineren Schafe( Lebendgewicht) 26-34. Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 11 Jahren 00-54, b) Stäfer 00-00, c) fleischige 52-53, d) gering entwidelte 48-51, Stälber: a) feinste Masts Wetter Prognose für Donnerstag, den 16. August 1900. Die pädagogen wenn sie ihn nicht fofort entfernt, doch die Ausübung feiner) Ein wenig wärmer, teils heiter, teils wolfig bei mäßigen nordöstlichen Anklage legte dem Lehrer 11 Fälle schwerer Ueber- Roheit nnmöglich macht. Man fragt sich auch, wie geht es zu, daß schreitungen des Züchtigungsrechts zur Last. Nach den Er- solche Roheiten, die in ähnlicher Art schon wiederholt die Oeffentlich- Winden, keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. mittlungen der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte den Knaben feit beschäftigten, nur in den Volksschulen passieren? Welche Lehmann I, der schwerhörig war, was der Lehrer wußte, mit Entrüstung würde es geben, wenn ein Schüler der höheren voller Wucht mit der Faust ins Geficht geschlagen. Ein andresmal Schule solche Büchtigung erhielte? Der Lehrer wäre unhaltbar konnte der Junge angeblich das an der Tafel Geschriebene nicht in seiner Stellung, ein Sturm des Univillens fegte in hinweg. Tefen. Dafür erhielt er Ohrfeigen, daß die linke Backe in der Gegend Der Lehrer fühlt auch, in der Volksschule darf er sich solche Weizen, gut mittel des Unterfiefers blau wurde und anschwoll und der Knabe zwei Ausschreitungen erlauben, denn der einfache Arbeiter wird mit seiner Tage die Schule nicht besuchen konnte. Einmal hat der Lehrer den Beschwerde vom Rektor nicht selten abgewiesen, der reiche Fabrikant,+) Hoggen, gut felben Knaben mehrfach geohrfeigt, weil ihn derselbe nicht verstanden der hohe Beamte hat andre Mittel, um dem Lehrer Respekt einzuflößen hatte. Wieder einmal kam der Knabe in die Bibelstunde zu spät. Er und sein Recht zu verfolgen. erfundigte sich bei seinem Nachbar, welches Lesestück dran sei. Dafür Schließlich glaubt der Prügelpädagoge, daß seine Erziehungs- Gerste, gut riß ihm der Lehrer die Ohren ein. Der Knabe Lehmann II sagte methode im Nugen der heutigen Bourgeoisie angewandt iſt, gering während einer Pause: Wenn heute der Lehrer nicht käme, au, das denn es schadet nichts, wenn Proletarierkinder schon von frühester wäre fein!" Der Angeklagte erfuhr dies, schlug den Frevler zunächst Jugend an eine träftige Zucht gewöhnt werden, die später der") Safer, gur mittel mit dem Stock aufs Gesäß, sette ihn dann auf die letzte Bank und fapitalistische Ausbeuter fortfeßen wird. Wo gäbe es aber schlug ihn obendrein mit der Hand ins Gesicht und riß ihm das einen Leiter einer höheren Schule, der es wagte, einem Mann Richtroh halbe Ohrläppchen ein. Otto Heinemann machte beim Schreiben mit so rohen Gefühlsempfindungen ein glänzendes Zeugnis als seu einen Fehler. Der Lehrer erhob die Hand, um zu schlagen, der Junge wies Pädagoge auszustellen? Jeder Mann an dieser Stelle hätte auch die Erbsen auf seine rechte Backe und zeigte dort ein Geschwür, der Lehrer schlug Verpflichtung, dem Wüten eines solchen Lehrers, wie er im Prozeß Speisebohnen nun auch auf die andre Bade, dann aber holte er zu einem geschildert ist, Einhalt zu thun. Aber der Rektor ist entzückt, zweiten Schlage aus und schlug mit Absicht auf das Geschwür, so daß der Pädagoge, der mit solcher Bravour die Prügel ausdaß dieses aufsprang und stark blutete. Ende Februar dieses Jahres zuteilen weiß, mit einem Professor verkehrt, das genügt ihm anfollte der Knabe Gustav Schremmer die Zahl 18" schreiben scheinend für die Einschägung des Bildungsgrades seines Schüßlings. Der Lohn für diese Frevelthat Verwundert fragt man sich, sollen das die Lehrer und Bildner unsrer war ein Schlag mit der Faust in das rechte Auge, so Jugend sein, die so wenig Verständnis für Erziehung bekunden? Zu daß dieses anschwoll und mit Blut unterlief. Einige Tage einer solchen Schule kann die Bevölkerung kein Butrauen faffen, fie darauf konnte derselbe Knabe eine Frage nicht beantworten, erfüllt nicht ihre Aufgabe als Erziehungsanstalt, sie erscheint dem dafür schlug ihn der Lehrer mit der Faust und voller Kraft unter Volt vielmehr als eine Drillanstalt, in der ein wenig oberflächliches das Kinn und in das linke Auge, das rechte war nämlich noch Wissen eingeprügelt wird. nicht ganz geheilt. Obendrein ergab sich, daß der Knabe sehr nervös war und oft seinen eignen Eltern geschweige denn Fremden gegenüber nicht die einfachste Frage zu beantworten vermochte und zwar lediglich aus Angst. Der Knabe befindet sich auch deshalb in fortgesetzter ärztlicher Behandlung. Der Knabe erhält wegen Armut feiner Mutter der Vater ist verstorben Schulbücher und Hefte von der Gemeinde geliefert. Eines Tages hatte er ein Heft nicht mit gebracht, das gebraucht wurde. Er wußte nicht, wo er dasselbe geLassen hatte. Zur Strafe riß ihm der Lehrer die Haare in ganzen Neber den Untergang des Torpedobootes Framée" beBüscheln aus, so daß sich die nackten Stellen bei der ärztlichen Unter- richten die Offiziere des" Brennus" folgendes: Das Geschwader fuhr fuchung als start entzündet und blutig zeigten. Der Knabe Lilien- nach der Meerenge von Gibraltar und zwar in Kiellinie mit einer thal drehte sich am 1. März einmal während des Unterrichts um, Geschwindigkeit von 10 Knoten. Die Nacht war ruhig und der Mond um einem Mitschüler etwas zu sagen. Strafe: Mehrere Schläge schien. Gegen Mitternacht wollte Admiral Fournier dem Kreuzer an die linke Backe, so daß dieselbe geschwollen war und die Foudre" durch die Framée" einen Befehl zugehen lassen und beNafe blutete. Zwei Tage mußte der Verlegte die Schule meiden. fahl daher dieser, sich dem„ Brennus" zu nähern. Die Framée" Am 2. März d. J. Klapperte der Knabe Walter Borchardt in der tam mit einer Schnelligkeit von 16 Senoten angefahren. Der KomTurnhalle in welcher drei verschiedene Klassen zu gleicher Zeit mandant de Mauduit, der glaubte, daß sich die Framée" dem turnten, die durch quer durch den Saal gezogene Ketten getrennt Brennus" zu sehr genährt habe, gab hierauf den Befehl, 20 Grad an der ihm zunächst gelegenen Rette und erhielt darauf nach links zu fahren. Der Befehl wurde falsch verstanden und der mit der Hand einen Schlag auf die Nase, einen auf den Rücken Steuermann fuhr statt nach links, nach rechts. Die„ Framée" geriet auf und dann wieder einen in das Gesicht. Nach der Anklage soll der diese Weise mit der Längsseite vor den Vordersteven des Panzerschiffs Verlauf und Tendenz. Vom Rinderauftrieb blieben etwa Lehrer die Antworten der Schüler oft gar nicht abgewartet, sondern Die Framée" wurde nicht durchbohrt, sondern warf sich sofort auf 170 Stüd unverkauft. Der Kälberhandel gestaltete sich gedrückt und schleppend, gleich losgeschlagen haben. Der Angeklagte gab alle diese Verschulden die Seite und schlug um. Die Mannschaft schlief und ging zu es bleibt Ueberstand. Bei den Schafen fanden etwa 800 Stück Schlachtware Der Kommandant Absatz. Der Schweinemarkt verlief langsam und wird voraussichtlich geim Princip zu, suchte dieselben aber in möglichst milder Form dar- Grunde, da sie völlig eingeschlossen war. zustellen. Er gehe mit seinem ganzen Sinnen und Trachten im de Mauduit hielt sich an der Schiffswand angeklammert und ver- räumt. Lehrerberuf auf. Jeden seiner Schüler suche er nach Kräften dem weigerte entschieden den Beistand eines Bootsmanns des„ Brens", ,, Muth, Lente", rief Inc affoa genten in der Nähmaschinenbranche. Gemütliches Beigesteckten Ziele znzuführen. Daneben beschäftige er sich wissenschaftlich. der sich ihm mit einem Kahn genähert hatte. Er habe verschiedene Bände geschrieben über pädagogische Erfahrungen er, sucht Euch zu retten, lebt wohl!" Dann wurde er von den sammensein jeden Freitag nach dem 15. des Monats in Eberts KlubEshaus, Kommandantenstraße 72. Gäste willkommen. in der Schule. Seit dem Jahre 1894 habe er aber vielfach an Influenza Wellen erfaßt. Nach 3 Minuten ging die" Framée" unter. gelitten, danach hätten sich bei ihm stets längere Nachkrankheiten, heißt, daß der Stenerapparat der" Frame" während der Fahrt nicht besonders aber ein Stehlkopfleiden gezeigt. Als er im Februar nach gehörig funktionierte. feiner legten Influenza- Erkrankung in die Schule kam, war seine Von der Erde verschlungen. Vor den Augen feines Bruders Stimme derart schlecht, daß er auf Anraten seines Rektors in ärzt ist zu Gottesberg in Schlesien ein 12jähriger Schulfnabe aus Fell- Freitag von 7-9 Uhr abends statt. liche Behandlung ging. Eine Autorität ordnete ihm sechs Wochen hammer in die Erde gesunken und erstickt. Der Knabe sammelte Sprech- Enthaltsamkeit an. Kranzspenden. Auf Anfragen aus Berlin( Graveure), Nürnberg Er fühlte sich aber zu Hause als ein mit seinem jüngeren Bruder Kohlen. Hierbei geriet er auf eine müssiger Brotesser, der den Staat um ( Schuhmacher), Bielefeld( Volfswacht"), Salzungen, Altenburg( Maurer), das Gehalt be- Stelle des nahen Grubenterrains, die Tagebrüche enthält und deren Reichenberg i. B. und anderen Orten erklären wir nochmals, daß es uns trige, deshalb habe er schon nach vier Wochen den Betreten seitens der Grubenverwaltung streng verboten wurde. völlig unmöglich ist, sämtliche Kranzspenden, Beileidskundgebungen 2c., die Dienst wieder angetreten und dabei habe ihm jedes Wort, Blöglich senkte sich der Boden unter seinen Füßen mit furchtbarer zum Begräbniß unseres Liebknecht eingetroffen sind, einzeln aufzuzählen. welches er sprechen mußte, Schmerzen gemacht. Das habe ihn in Schnelligkeit und der Knabe versant. Ueber ihm stürzten die Stein. Wir bitten daber nochmals die Parteifreunde, die bisher nicht erwähnt folge seiner hochgradigen Nervosität stets so erregt, daß er sich nicht massen zusammen. Auf das Hilfegefchrei des jüngeren Bruders worden sind, um Berücksichtigung dieses Umstandes. zu beherrschen vermocht habe. Die Beweisaufnahme beschränkte fich eilten mehrere Grubenbeamte und Bergleute herbei. Doch war die 24. Drei Bergleute in Uniform. nach dem Geständnisse des Angeklagten, welches trotz seiner Ein- Nettung des Knaben durch die in Bewegung geratene Gesteinmasse schränkung ausreichte, auf sehr enge Grenzen. Dr. v. Laszewsky nicht mehr möglich. Erst nach langer, anstrengender Thätigkeit gelang führte den Verlust der Haarbüschel bei dem Knaben Schremmer es, den Unglücklichen aufzufinden, aber er war bereits eine Leiche. auf schlechte Ernährung, die ein Lockern der Haarpapillen verursacht habe, im wesentlichen zurüd. Es habe nur eines fräftigen Angreifens bedurft, Die sprichwörtliche Dummheit der Gand" wird zuweilen um die Haare in Büscheln auszureißen.(?) Schulrat Tarony be- durch Thatfachen Lügen gestraft. Auf einem Dominium bei Trebnik stätigte aus den Personalakten des Angeklagten, daß dieser ein streb in Schlesien lag der Haushahn mit dem Gänserich lange schon in samer Lehrer sei, dem das Interesse der Schule und seiner Schüler ernster Fehde. Fast kein Tag verging, an dem der Hahn den Retter fehr am Herzen liege. Derselbe leide allerdings an hochgradiger des Kapitols" nicht thätlich anfeindete. Eines Tages jedoch änderte Nervosität. Die Personalaften ergäben allerdings, daß der An- sich die Scene. Man sah den Gänserich, der sich mit dem Hahne geklagte oft über das Ziel hinausschieße. Im übrigen sei der An- festgebiffen hatte, plöglich nach dem Teiche fliegen, wo sich ein Kampf geklagte gebildeter als jeiner Kollegen, was wohl auf Leben und Tod erhob und der tampflustige Haushahn den schon darauf zurückzuführen sei, daß er jeine Ferienzeit sicheren Tod durch Ertrinken gefunden hätte, wenn nicht hinzueilende Stets im Umgange mit seinem Bruder, der Profeffor in Personen den Bedrängten und Bestraften gerettet hätten. Seit dieſem Marburg sei, zubringe. Es sei dem Angeklagten aller- Tage aber vermeidet der Haushahn jeden Streit mit dem ihm überdings in Folge von Ueberschreitungen des legenen Gäuserich. Büchtigungsrechtes untersagt worden, in das Gesicht oder an den Kopf zu schlagen und wegen mangelhafter Leistungen folle er überhaupt nicht züchtigen. Der Staatsanwalt beantragte unter Zubilligung mildernder Umstände 600 Mart Geldstrafe. Der Gerichtshof Stationen war der Ansicht, daß die That nur als übergroße Roheit oder als Ausfluß geistiger oder physischer Krankheit und deren FolgeErscheinungen aufzufassen sei. Er entschied sich für die letztere Auffaffung, billigte mildernde Umstände zu und erfannte auf 400 W. Swinembe. 770 D Hamburg 7700 Geldstrafe oder 40 Tage Gefängnis. Berlin wurden andre m. Witterungsübersicht vom 15. August 1900, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Wind769 NO Bunipa Unfrer Schulverwaltung wird in dem Prozeß ein recht schlechtes Franff./M. 769 NO Zeugnis ausgestellt. Man sollte glauben, daß eine Behörde, der München wirklich das Wohl der Schule am Herzen liegt, solchen Prügel- Wien Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater und Groß bater 23786 Theodor Kohl fin Trauerzuge unfres teuren With. Liebknechts am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 16. August, nachm. 41/2 Uhr, vom Trauerhaus Weidenweg 20 aus nach dem Städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Den Parteigenossen zur Nachricht, baß am Donnerstag, den 16. August, nachmittags 41, 11hr, der Genosse Theodor Kohl ber bei dem Reichenbegängnis des Am Mittwoch, 15. d. M., born., verschied nach langem Leiden sanft und schmerzlos mein innigftgeliebter Mann und fürsorglicher Vater meines Sohns, der Restaurateur Paul Hahn im 36. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Die trauernde Witwe Emma Hahn geb. Bafeler. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. M., nachm. 3 Uhr, von der 767 SO 765 N Wetter Stationen 4wollig 17 Saparanda 766 ONO 3wolfig 15 Petersburg 769 N Wetter 3 moltig 16 Cort 4 heiter 14 Aberdeen 14 Paris 769 OSO 7715 769 NO 2 wollig 1'wolfent 2 heiter 2 bedeckt 2wolten! 5 bedeckt 3 bedeckt 15 Temp. n. T. e) Sauen 48-50. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und G. R. 20. 1. Nein, der Anwalt bekommt den Beschluß ebenfalls vom Gericht zugestellt. 2. Die Klage ist gegen den Vertretenen zu richten. 2. V. 100. Kommen Sie mit dem Wietsvertrag in die Sprechstunde. R. K. Sie müssen die Frau erst vor den Schiedsmann laden und dann Bribattlage beim Schöffengericht I. hier, Moabit, erheben. Strafe 5-10 M., Namenlos. Bösliches Verlassen ist often, wenn die Angedagte verurteilt wird, garnichts, wenn sie frei gesprochen wird, etwa 20-50 m. Scheidungsgrund, jedoch muß eine Klage auf Wiederherstellung des ehelichen Lebens vorausgehen. Ein Jahr nach der rechtskräftigen Entscheidung fann dann die Klage auf Ehescheidung wegen böslichen Verlaffens erhoben werden. D. G. 100. Ihr Kind erhält teinen Vormund, sondern nur einen Teilungspfleger für die Nachlaßregulierung. Hierbei ist auch das erste Kind zu berücksichtigen. Aufzukommen haben Sie für dieses Kind in feiner Weise. 2. W. 2. D. 11. ft nicht mehr Ebensowenig beerbt er Sie später mit. zu bestrafen, weil schon verjährt. R. O. 23. Sie tönnen trotz der väterlichen Einwilligung erst nach Vollendung des 21. Jahres heiraten. Das vorherige Aufgebot dürfte unzulässig sein. Es ist dies indes zweifelhaft. W. B. 66. 1. Die gesegliche Reise- Entschädigung würde sich auf etwa 30 M. belaufen. Wieviel dazu noch an Gebühren für Wahrnehmung des Termins treten würde, läßt sich ohne Kenntnis der Sache nicht abschätzen. Da der Anwalt nicht an die gejeglichen Gebühren gebunden ist, so bleibt Ihnen, falls Sie die geforderte Summe nicht zahlen wollen, nur übrig, einen Berliner Anwalt zu bestellen. Sollte es sich um eine Civilfache handeln, so müßte dies sogar gefchehen. 2. Sicherheitsbestellung können Sie nicht verlangen. 3. Rechtsanwalt Genoffe Heine wohnt Rathenowerstraße 1, Rechtsanwalt U. Alt- Moabit 133, I. Seftion 5, Hannover. 1. Sie tönnten Rentenerhöhung beantragen. Einen Anwalt müßten Sie 13 felbft bezahlen. 2. Die Rente ist nach dem Arbeitsverdienst des letzten 14 Jahres zu berechnen. 3. Ja, wenn schon mehr als 200 Wochen geklebt und 18 weder Invaliden noch Altersrente gezahlt ist. K. S. Die Ansprüche 12 auf Unfallrente sind durch die Verheiratung nicht erloschen. G. M. 96. 16 1. Sie ist berechtigt. 2. Invalidenrente nach 200, Altersrente nach 1200 Bei tragswochen. 5°.= 4° R. 1 Allgemeine Sterbekasse Bolksversammlung für Männer u. Franen zu Berlin. Sonntag, den 19. August borm. 10 Uhr in ,, Noacks Festsälen" Brunnenstr. 16 Außerordentliche am Donnerstag, den 16. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshans, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 1. Die Weltpolitik der gepanzerten Faust und die Interessen des Proletariats. 2. Der Pariser Kongreß und die Konferenz in Mainz. Leichenhalle bes St. Petri- Kirchhofs, Generalversammlung Referentin: Frau Klara Zetkin( Stuttgart). Friedenstr. 84, aus statt. Achtung! Achtung! 23836 Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". 27/15 Am Sonntag, den 19. August, vormittags 9 Uhr, findet im Gewerkschaftshaus Engel Ufer 15 eine kombinierte 19. Streises statt. Genossen Wilhelm Liebknecht vom Versammlung des 17., 18. und Herzschlage betroffen wurde, Dom Trauerhaus Weidenweg 20 aus nach dem Städtischen Friedhof in Friedrichs: felde beerdigt wird. 215/2 Um zahlreiche Beteiligung ersuchen Die Vertrauenspersonen. Ehrenpflicht ist es, vollzählig zu erscheinen. Nachmittags 2 11hr findet eine ge meinschaftliche Tour nach Hirsch. garten bei Steller, Restaurant„ Wil helmshof", statt. Die Abfahrt erfolgt pünktlich vom Gewerkschaftshaus. NB. Am Sonnabend, den 18. ds., 40 Mart. I. Stiftungsfest des Radfahrer: Gesamtpreis.) Eigne Modellwerfftatt, Vereins„ Brandenburgia", Treffpunkt Patentanmeld. 50 Mart. Gebrauchs: muster Tagesordnung: 1. Aufforderung seitens der Aufsichts: behörde wegen Erhöhung der Beiträge. 2. Antrag Aßmann und Genoffen betreffend Zusatz zu§ 12. 3. Bericht der Agitations- Kommission. 4. Verschiedenes. Das Quittungsbuch refp. letzte Quittung der Sterbefasse legitimiert. 2368b] Der Vorstand. W. Röwer, Vorsitzender Elsasserstr. 5. Zengen gesucht. Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet Die Vertrauensperson der Frauen. Arbeiter Berlins! 1/11 Von den Finsterwalder Cigarrenfabrikanten haben die nachfolgenden die Lohnforderungen der Arbeiter be Dietrich( Hanisch Nachf.). K. Weigel. R. Klähre. W. Enigk. 0. Wessyl. R. Reinike. willigt: H. Sporn. G. Franz. F. König. H. Müller. A. Hurras. R. Bär. Reinhold Kaiser. Karl Uhlich. Adolf Hartung. Paul Winkler. Max Püschel. Curt Lehmann. Adolf Hoyer. Curt David. Wilh. Bömchen. Bei der Firma Adolf Beuthert haben die Arbeiter aufs neue die Arbeit niedergelegt, weil sie in Erfahrung gebracht, daß die Fabrikate für eine noch gesperrte größere Firma bestimmt waren. Die Kommission der Berliner Tabatarbeiter. Von jetzt ab steht dieses Jnserat nur Donnerstags und Sonntags im Vorwärts". " Für die vielen Beweiſe herzlichter Adtung! Kistenmacher. Adtung! Teilnahme, die herrlichen Kranzipenden und den erhebenden Grabgesang am Diejenigen Personen, welche gesehen Sarge meines lieben unvergeßlichen haben, als der Steinfeger Bodo Mannes und Vaters, des Mechanikers 11 Uhr in der Brunnenstraße nabe allen lieben Stollegen und Freunden Freyer am Sonntagvormittag gegen August Brandstetter, fage Ramlerstraße von der Straßenbahn hierdurch nochmals meinen tief= überfahren wurde, werden gebeten, gefühltesten Dank. ihre Adresse an F. Freyer, Reinicken we. M. Brandstetter geb. Hahn dorferstraße 46e, abzugeben. 23826 und Kind. 23816 Hente, Donnerstag, den 16. Angust, nachmittags 3 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung bei Stechert, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: diskret. Berlin, Patentbur. Herm. 91/2 Uhr Koppenplatz. 1. Der Stand unsres Generalftreiks. 2. Verschiedenes. Kautz& Cie., Leipzigerstr. 99.[ 46322*) Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 95/6 Die Streitfommission. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schreder in Wilmersdorf. Für den Injeratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.