Nr. 191. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mir illuftrierter Sonntags Betlage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Boft. Abonnement: 3,80 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1900 unter Br. 7971. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts ঙ Berliner Volksblatt. 17. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bie fechsgespaltene Rotonet. getle oder beren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Bleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für bie nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in ber@ rpedition abgegeben werben. Die Erpcdition ist an Wochens 4 tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bocialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1508. Parteigenossen! Sonnabend, den 18. August 1900. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Fernsprecher: Amt I, Nr. 5121. Die Selbstausschaltung des Reichstags.it barauf nehmen zu müſſen, daß nach einer ungewöhnlich langen Dringlicher denn je ist der Zusammentritt des deut schen Reichstags. Die chinesische Angelegenheit ist durch freiung der Gesandten in ein neues Stadium gelangt. Die deutsche Politik steht vor wichtigsten Entscheidungen. Laut Beschluß des vorjährigen Parteitags findet der diesjährige den Einmarsch der verbündeten Truppen in Beling und die Be in Mainz statt. Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Montag, den 17. September, morgens 9 Uhr, nach Mainz in die Stadthalle Mainz" ein. " Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Montag, den 17. September, und die folgenden Tage: 1. Konstituierung des Parteitags. Wahl des Bureaus. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. 2. Geschäftsbericht des Vorstands. Berichterstatter: W. Pfannkuch und A. Gerisch. 3. Bericht der Controleure. Berichterstatter: H. Meister. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: B. Singer. 5. Die Organisation der Partei. Berichterstatter: J. Auer. 6. Maifeier. 7. Die Weltpolitit. Berichterstatter: Th. Megner. Berichterstatter: Paul Singer. 8. Die Verkehrs- und Handelspolitik. Berichterstatter: N. Calwer. Die militärische Aufgabe, die sich die europäischen Mächte in Tschili gestellt hatten, ist in der Hauptsache beendet. Besteht jetzt die deutsche Regierung auf Entsendung weiteren Truppennachschubs, so bekundet sie, daß sie Absichten verfolgt, die weit über das im Bülowschen Rundschreiben nieder gelegte Programm hinausgehen. Feldmarschall Graf Waldersee rüstet soeben zur Abreise und laute Abschiedsfeierlichkeiten werden ihm bereitet. Gs mag nicht nur für ihn schmerzlich sein, daß er das Los des Prinzen Heinrich teilen und des blutigen Kriegslorbeers entbehren soll. Aber seine Abreise nach China hat jezt je den Sinn verloren. Es ist schon deutlich gewesen, daß die auswärtigen Mächte sich die impulsive Einsegung des deutschen Oberkommandeurs gern haben gefallen lassen in der Ueberzeugung, er werde bei seiner Ankunft in China nichts mehr zu thun vorfinden. Das Oberkommando ist darum auch auf die Operationen in der Provinz Tschili beschränkt worden. Das stürmische Vorgehen Deutschlands hat uns schon jetzt dem Spott des Auslands preisgegeben. Nichts könnte grotesfer wirken, als wenn der deutsche Heeresführer nach 1/2 Monaten in Peking eintrifft, wo alles längst entschieden ist. Desgleichen ist die beab fichtigte Entsendung einer dritten Brigade völlig zwecklos geworden. Diese Rüstungen fortsezen wollen, hieße mit dem Geld der Steuerzahler selbst für deutsche Verhältnisse allzu tollen Mißbrauch treiben. Bestätigen sich die neues Nachrichten über die Situation in Beting, so hat nun die Diplomatie das erste Wort. Ein weiteres militärisches Draufgehen Deutschlands würde die Ab9. Die Tattit der Partei bei den Landtagswicklung der diplomatischen Schwierigkeiten außerordentlich erwahlen. Berichterstatter: A. Bebet. 10. Anträge zum Programm. 11. Sonstige Anträge. Beit bereits eine förmliche Etatisierung der Forderungen für China bewirken. Ueberdies glaubte man in Bundesratstreifen Rück= und arbeitsreichen Tagung viele Reichstags- Abgeordnete der Ausspannung dringend bedürfen. Es wurde demgemäß davon Abstand genommen, die Einberufung des Reichstags Sr. Majestät dem Kaiser zu empfehlen, statt dessen aber der Bundesrats- Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten zum Zusammentreten veranlaßt, weil Staatsfetretär Graf Bülow den Wunsch hegte, sich gegen den Vorwurf zu schützen, als ob er irgend einen Schritt und irgend eine Maßregel an allerhöchster Stelle befürworten oder in Uebereinstimmung mit den Intentionen der allerhöchsten Stelle in die Wege zu leiten suche, ohne daß er sich der Uebereinstimmung der in diesem Falle zum Raten und Thaten berufenen Einzelstaaten vergewissert habe. Der Wahrheit gemäß ist damals aus der Sigung des Bundesrats- Ausschusses für auswärtige Angelegen beiten gemeldet worden, daß der Vorsitzende Ministerpräsident Frhr. v. Crailsheim dem Staatssekretär Grafen Bülow seine vollste Anerkennung aussprach, weil er auch in diesem Falle als der richtige Mann an dem Plazze, den er einnehme, sich bewährt habe. Im Rahmen des Programms, das damals seitens des Ansschusses für auswärtige Angelegenheiten vollständige Billigung erfuhr, ist die Chinapolitik der verbündeten Regierungen weiter fortgeführt worden. Wenn, so fährt die Korrespondenz fort, sich neuerdings Stimmen für die Einberufung des Reichstags erheben, so kann ein solches Verlangen, wie wir aus gut unterrichteten Kreisen er fahren, nach Lage der Dinge, wenn ihm Folge gegeben werden sollte, nichts andres bezwecken, als daß Graf Bülow aus dem von ihm knapp genug bemessenen Urlaub herausgetrieben und der Reichskanzler bezw. der Staatsjefretär des Reichs Schazamts, Frhr. v. Thielmann, gezwungen würden, dem Reichstag die Bewilligung eines Chinakredits zu empfehlen. Eine Etatisierung der Chinaforderungen läßt sich augenblicklich ebenso wenig wie im Anfang Juli herbeiführen." all nig Die Sicherung der Gesandten. Schneller als nach dem ersten kräftigen Widerstand der Chinesen erschweren. Nachdem die Mächte das Leben ihrer Gesandten gesichert in den Tatuforts, bei Tientsin und bei Peitfang anzunehmen war, und da irgendwelcher organisterter Widerstand chinesischer Truppen ist der Vormarsch der verbündeten Truppen bis Peking zur Ausfaum zu erwarten ist, werden die Mächte mit möglichster Vorsicht führung gelangt. Die Chinesen haben nicht die Kraft gefunden, vor eine Neuordnung der Verhältnisse in Peking zu schaffen versuchen, ihrer Hauptstadt dem Gegner nochmals zu trogen. Nach den heutigen Will da Deutschland noch einen besonderen Rt ache- und Sühne- Telegrammen, deren Richtigkeit kaum zu bezweifeln ist, sind die Für Sonntag, den 16. September, ist seitens der Parteigenoffenfeldzug führen? Will es bis in das Jnnerste Chinas dem Verbündeten in Peking eingedrungen und die Gesandten gesichert. in Mainz eine Empfangs- und Begrüßungsfeier vorgesehen. Die fliehenden Feind nachjagen? Das wäre ein ungeheuerliches, aus- Die chinesische Regierung soll schon vor acht Tagen die Flucht in das felbe findet abends von 7 Uhr ab in der sichtsloses Unternehmen. Innere des Reichs ergriffen haben. ſtatt. ,, Stadthalle Mainz" Die Adresse des Lokalkomitees ist: Balentin Liebmann, Mainz, Boppstr. 14. Für die Quartierbeschaffung haben die Mainzer Genossen einen besonderen Ausschuß eingesetzt. Delegierte, die in Bezug auf Wohnung 2c. besondere Wünsche haben, wollen sich an folgende Adresse wenden: Heinrich Zeeh, Schriftfezer, Mainz, Breitenbacherstr. 21. Barteigenossen! Wir fordern Euch nun auf, die erforderlichen Borarbeiten zu treffen, insbesondere die Wahl von Delegierten und die Einreichung der Anträge rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens den 8. September in den Händen bes Vorstands, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzbergstr. 80 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 bfaz 2 der Bartei- Organisation im„ Borwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Borlage für den Parteitag Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeich nung des Vertrauensmanns oder des Vorstands der örtlichen bezw. Streisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Die Barteigenoffen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mitteilung zu machen. Und doch besteht die Gefahr, daß der weltpolitische Chauvinismus nicht rasten will, bis er ein Stück Gloire und reiche Beute aus China heimbringt. Schon jetzt aber gilt der Haß der chinesischen Bevölkerung besonders den Deutschen. Wollten wir weiterhin die gepanzerte Faust spielen lassen, so würde uns der verbitterte Haß der chinesischen Bevölkerung in steigendem Maße verfolgen und die Aussichten de s Handels mit China würden völlig vernichtet werden. Es liegen über die letzten Ereignisse folgende Nachrichten vor: Shanghai, 16. Auguft. Von chinesischer Seite wird aus Tsinaufu anscheinend glaubwürdig gemeldet: Verbündete Truppen haben nach Einzng in Peking Gesandten entsetzt. Kaiferin- Witwe aus Peking verschwunden, über Verbleib des Kaisers nichts bekannt. In dieser Lage der Dinge hat der Reichstag die größte Shanghai, 16. August.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Verpflichtung vor dem deutschen Volt. Er hat die Aufgabe, jedes Li- Sung- Tichang erhielt eine Depesche, daß die verbündeten Unterfangen ruhmsüchtigen Draufgängertums zu hindern und Truppen am 15. Auguft in Pefing einzogen, ohne auf das chinesische Unternehmen nach 8 wed und Widerstand zu stoßen. Li- Hung- Tschang richtete ein Schreiben Biel genau zu begrenzen. Das ist keine socialdemokratische an die Kaiserin- Witwe, in welchem er sie ersuchte, in Peking zu Forderung an den Reichstag. Das fordert das Interesse selbst der weltpolitischen bürgerlichen Parteien. bleiben. London, 17. Auguft. Die Abendblätter veröffentlichen folgende Shanghai, 17. August, 10 Uhr 15 Min. morgens: Hiefige Mandarine erhielten die Nachricht, daß die Kaiferin- Witwe, Prinz Tuan und der kaiserliche Hofstaat mit dem Hauptteil des Heeres und den Bogern am 7. August Peking verlassen und fich nach sianfu begeben haben. Die verbündeten Truppen begannen ihre Operationen gegen die Mauern von Peting am 15. August. Sie erwarten teinen längeren Widerstand. Da ist geradezu verbrecherisch das Verhalten des Gen- Telegramme: trums. Die Berliner, Germania" sprach sich zwar vor einigen Tagen für Einberufung des Barlaments aus. Das führende Blatt am Rhein jedoch, die Stölnische Boltszeitung", erflärte, man solle der Regierung die Verantwortung für die chinesische Angelegenheit fi berlassen. Und jetzt jagt die „ Kölnische Volkszeitung":" Viel mehr als die Erfüllung einer Formalität wird die Einberufung des Reichstags kaum bedeuten." Das ist die freiwillige Abdankung des bürger lichen Parlaments! Das Centrum wälzt in den entscheidenden Fragen der deutschen Politik jede Verantwortlichkeit von fich ab und läßt Regierung und Kaiser uneingeschränkt schalten. Das Centrum läßt die Weltpolitik in den fühnsten Sprüngen gewähren und die Herabwürdigung des Reichstags ist ihm eine SelbstverständMandatsformulare, mit deren Versendung am 27. August be- lichkeit. gonnen wird, find durch das Parteibureau, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Rreuzbergstr. 80, au beziehen. Die Genoffen, welche Anträge einreichen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß etwaige, den Anträgen beigegebene Motive weder im Vorwärts" noch in der dem Parteitag vorzulegenden gedruckten Vorlage Aufnahme finden können. Die Genossen haben das Recht, ihre Anträge auf dem Parteitag entweder persönlich zu vertreten oder durch befreundete Genossen vertreten zu lassen; außerdem empfiehlt es sich, wichtige Anträge vor dem Zusammen tritt des Parteitags in der Presse zu erörtern. Die Motive aber in die Parteitagsvorlage aufzunehmen, verbietet sich aus räumlichen Rücksichten und der damit verknüpften unvermeidlichen Wiederholungen willen. Berlin, den 6. August 1900. Mit socialdemokratischem Gruß. Der Parteivorstand. Kein Wunder, daß die cäsaristischen Feinde der Volksvertretung den bürgerlichen Reichstag höhnen, daß er das Wichtigste ver schlafe! Shanghai, 17. Auguft, 11 Uhr 40 Minuten vormittags. Die verbündeten Truppen zogen am 15. August in Peting ein. Man glaubt, daß die Truppen Quantfchitais nach der Proving Echenfi gegangen find, um die anf der Flucht befindliche Kaiserin zu schüßen. Saijerin und Die Ursachen des schnellen Vormarsches. hiẞaris, 17. August. General Frey telegraphiert aus Tientsin. unter dem 9. b. M.:" Der Marsch auf Beting wurde veranlaßt durch Nachrichten, welche den Russen und Japanern zugingen und nach welchen die Chinesen die Absicht hätten, teinen Wider stand zu leisten, sondern nach einem Scheinwiderstand bei Es ist begreiflich, daß bei der jämmerlichen Auffassung von den Tungtschou Frieden vorzuschlagen. Nach Tientsin zurückgekehrt, Pflichten des Parlaments, wie sie in den letzten Monaten in allen schlug ich den Deutschen, Oestreichern und Italienern, welche augenbürgerlichen Parteien hervortrat, das Offiziösentum das munmehrige blidlich nicht in der Entsazkolonne vertreten waren, vor, die Abdemütige Betteln, ob die Einberufung des Reichstags nicht vielleicht sendung eines Detachements zu ermöglichen, um gegebenen Falls doch angängig sei, mit spöttischem Lächeln abthut. Eine hiesige bei der Einnahme Betings mitzuwirken. Sie nahmen alle mit Dank torrespondenz verbreitet folgende Berhöhnung der bürger an. Die franzöfifchen Streitkräfte, welche in Tientsin verblieben lichen Parteien: waren, eilen mit ihnen der Entsazkolonne nach, indem sie doppelte Als anfangs Juli die Einberufung des Reichstags wegen Tagemärsche machen. der China- Wirren begehrt wurde, verschob der Staatssekretär des Reichsamts des Innern Dr. Graf Posadowsky den Antritt seines Urlaubs. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Graf Bülow war, wie zuverlässig verlautet, damals durchaus nicht abgeneigt, dem Reichstag gegenüber zu treten und, wenn man es so nennen darf, das chinesische Pro gramm des Auswärtigen Ants darzulegen. Die Beratungen, welche in der ersten Juliwoche zwischen den maßgebenden Persönlichkeiten des Reichsdienstes gepflogen wurden, führten jedoch zu dem Ergebnis, daß es nicht für möglich gehalten wurde, zu jener " Japanischer Marschbericht. Tokio, 15. Auguft. Auszug aus einem Bericht über den Vormarsch auf Beting: Am 4. August hatten die Streitkräfte der Alliierten Tientsin verlassen und Beitsang und Yangtfun am 5. und 6. besetzt. Eine japanische Abteilung drang am 7. August bis Namtfaio- tfun vor. Während des Gefechts wurde ein General der früheren chinesischen Garnison von Tientsin getötet, während General Ma verschwand. Die Befehlshaber der Alliierten hielten am 7. in Dangtiun einen Striegsrat, bei welchem der sofortige Vormarsch auf Beting beschlossen wurde. Derselbe vollzog fich in folgender Marschordnung: 1. japanische Truppen, 2. Stuffen, 8. Engländer, 4. Amerikaner. Die französische Abteilung blieb in Vangtsun, weil ihre Wer pflegungseinrichtungen nicht genügend funktionierten. Es wurde angenommen, daß Tung- tschou am 11. Auguft erreicht würde. Die Ruffen begannen gleich nach der Einnahme von Tientsin die Eisenbahn Tientsin- Beting wiederherzustellen, und man hofft, die Linie bis gangtsun bis zum 20. August wieder fahrbar zu machen. Auch die Linie Schan- hai- twan Tatu wird von den Ruffen in Stand gesezt, und es verlautet, daß 800 Mann des russischen Eisenbahncorps von Usuri in Tientsin erwartet würden. 0001 a Im Süden. Die Schwierigkeiten in Shanghai scheinen fich gleichfalls zu lösen. Die Engländer haben sich dazu verstanden, nur eine kleine Truppenzahl zu landen, so daß die Eifersucht der Franzosen weniger hervorgerufen wird. Die Gefahr eines chinesischen Aufstands im Süden soll abgewendet sein. Im Norden. nach China abfahren sott! Wenn nun die Chinesen Agrarier und Gastwirte als Schüter jugendlicher Ar. wirklich solche heimtüdischen Bestien sind, als sie hingestellt beiterinnen. Die Deutsche Tagesztg." läßt sich unterm 15. August werden, besteht dann nicht die Gefahr, daß die gelben Teufel" aus Heidelberg berichten: in den chinesischen Gewässern die Schiffsteffel aur Explosion bringen und Schiff und Europäer samt Ober tommandeur in die Luft und ins Wasser fliegen? vont Ein dynastisches Feft. Wien, 16. Auguft. in Auf Vorschlag des Bundespräsidenten Facius- Leipzig beschloß der Bundestag beutscher Gastwirte, der Bunde Tagen hier versammelt war, gemeinsam der Landwirte und dem Deutschen Gastwirtsverbande i Berlin bei dem Reichstage um das Verbot der Fabrikarbeit und der Beschäftigung in taufmännischen, be= fonders Warenhausbetrieben für Mädchen unter 17 Jahren, zu petitionieren. anderm: Uebermorgen feiert Kaiser Franz Joseph feinen fiebzigften Wer hätte den Gastwirten und namentlich den Agrariern eine Geburtstag und die Beitungen find bereits heute voll mit Berichten solch rührende Fürsorge zugetraut! Hoffentlich beeilt sich der Bund über die Vorbereitungen zur Feier dieses seltenen Tages". Aber all der Landwirte, auch eine Petition um das Verbot der Beder Lichterglanz, das ganze aufgepugte Gepränge fönnen den Beobs fchäftigung jugendlicher Arbeiterinnen in der Landwirtschaft achter darüber nicht täuschen, daß in Oestreich alles andre denn einzubringen. Jubelstimmung herrscht. Dazu giebt die traurige Lage des Selbstvertrauen. Graf Waldersee hat antäglich eines Staats absolut teinen Aulaß, und da sie keiner gleichsam als Abschiedsovation ihm gebrachten Schicksal fondern von einer Liedertafel auferlegten Fügung entspringt, bas Ergebnis falscher Politit darstellt, so ist Staat Ständchens eine Rede gehalten, die beweist, daß es dem Oberst und Monarch hier schwer zu trennen, Ueberhaupt wird es in kommandierenden in Ostasien wenigstens nicht an Selbstvertrauen Deftreich von Jubilant au Jubiläum trauriger., Wagrend vor givet Deftreich von Jubiläum zu Jubiläum trauriger. Während vor givet gebrechen wird. In der Dantesrede sagte Graf Waldersee unter Jahren, bei der Feier der fünfzigjährigen Regierung des Kaifers, Sie haben mir eine große Freude bereitet, dadurch, daß Sie Petersburg, 17. Auguft. Dem Generalstabe find folgende noch am Leben war, tann der Reichsrat nun gar nicht mehr ein am Vorabend meiner Abreise mir fo herzliche Ovationen bringen. Nachrichten zugegangen: Biceadmiral Alexejew ist am 22. Juli von berufen werden; ein Beichen, wie tief die öftreichische Krautheit ge- Ich gehe in wenigen Tagen in See, un die mir gestellte Aufgabe feiner Reise nach dem Norden der Liaotung- Halbinsel nach Port diehen ist! Der outrierte Pomp, womit, insbesondere in dem Lueger- zu lösen; zwar ist diese schwer, doch sehe ich den Dingen ruhig ins Arthur zurückgekehrt. Er berichtet, daß die Chinesen in feſter ichen Wien, der Geburtstag gefeiert werden wird, madt Auge. Die mir durch die Uebertragung des Oberkommandos geStellung bei Haitschen, südlich von Ljaojan stehen; 3000 Chinesen das stellte Aufgabe ist eine schwierige und es ist bis jest in stehen bei Njutschwang, 5000 mit Artillerie bei Mukden. Sie erhalten vom Norden her Berstärkungen und verschanzen fich ſtart politische Glenb trösten, fidei it be felbherr jo viele Truppen verschiedener Nationen fich einreden, es sei der weltgeschichte noch nicht dagewesen, daß ein Eine Rekognoscierung der Kosaken längs des Nor- Fluffes zwischen dem Amuur und Ussuri ergab, daß die dortige, durch falsche chinesische zeichnend, daß Franz Joseph, der vor zehn Jahren noch jedes kommandiert hat. Ich ziehe aber ja nicht allein hinaus und äuferliche Feiern ablehnte, sondern feine Erinnerungstage durch es stärkt mich in meinem Vertrauen, daß ich 15 000 Mann deutsche Gerüchte stark beunruhigte mandschurische Bevölkerung sich vollkommen wohlthätige und nügliche Werte gefeiert haben wollte, jetzt diese Soldaten bei mir habe. Ich hoffe, daß es mir gelingen wird, das beruhigt hat und ihren Landarbeiten nachgeht. dekorativen Dinge sehr gern sieht und Herrn Lueger für seine Kinder- mir geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen und den Beweis zu feftzüge und Sluminierungen recht dankbar ist. Went ein erbringen, daß ich wirklich der rechte Mann am Empfinden schwindet, sucht man und greift man eben nach einem rechten Blaz gewesen bin." Surrogati hit Politische Mebersicht. 190 218 Berlin, den 17. Auguft. Unfre Chinakritik ganz den Eindruck, arg als wolle fitn man sich über 5d. ji and lep it leine Deutsches Reich. and of adu Die Aufregung über die Kaiserreden od " # 02 st Neber die Friedensschwärmer vom Schlage der Dr. Barth und Bachnicke, die sich noch nicht zu dem erhabenen„ Es nüzt doch nichts" des Herrn Virchow bekennen, gießt die Kreuz Zeitung" die Echale ihres Spotts aus. Der Spott wäre nicht unverdient, wem er sich nur gegen die impotente Friedensvereinsmeierei dieser flotten= bewilligenden freisinnigen Friedensschwärmer richtete. Aber die ist neuerdings wieder von einigen Blättern sehr verschiedener politischer Richtung angegriffen worden, die sich jedoch innig will sich in der staatserhaltenden Presse noch immer nicht legen. Die Kreuz- Beitung" spottet über die Friedensschwärmer über in Gedankenlosigkeit und Unaufrichtigkeit berühren. Die tonfervative, Polft" tischt die Weisheit auf, daß auch die Arbeiter Vorteile haben, wenn neue Abfagmärkte gewonnen werden. Also müßten sich auch die Arbeiter für den Chinafrieg begeistern: Es zeigt sich mit aller Deutlichkeit, daß Intereffen aller einzelnen Teile der Nation in Ostafien auf dem Spiele stehen, daß es also nicht die einseitige Spekulation bevorzugter Voltsschichten ist, wenn die chinesische Expedition von der Zustimmung weiter Kreise getragen wird. Die Arbeiterschaft fann einen Geschäftsrückgang am schwersten ertragen und darum ist fie vor allem an dem Auf und Nieder unsres wirtschaftlichen Lebens beteiligt. Ein wirtschaftlicher Eroberungszug in frenide Gebiete steigert Lohn, Lebenshaltung und die Existenzsicherheit der Arbeiterschaft, ein Rüdgang hat dann auch naturgemäß die umgelehrten Folgen." Die Zustimmung gewisser Kreise zum China- Kreuzzug frat allerdings in der ersten Hurrastimmung hervor. Mit der Wiederkunft kühler Ueberlegung ist die Hoffnungsseligkeit bereits gewaltig geschwunden. Zahlreiche Kapitalistenblätter sehen die Aussichten des deutschen Handels in China überaus trübe an. Wir haben nie den einfältigen Gedanken, den uns die Post" unterstellt, ausgesprochen, daß die deutschen Arbeiter fein Interesse am industriellen Absatz ins Ausland hätten. Wir bekämpfen vielmehr den Eroberungszug gegen China gerade deshalb, weil er fein wirtschaftlicher", sondern ein durchaus unwirtschaftlicher ist. Nicht nur fostet er den Steuerzahlern gewaltige Summen, sondern er ruiniert die Handelsaussichten vollends, die wir etwa noch in China befaßen. Die Politik der ge panzerten Faust ist die Politik der Handelsfeindschaft. " " der Arbeitenden bedeutet? " .. die haupt. Nun hat aber, was der Kreuz- Zeitung" wahrscheinlich Schärfe des Tons, deren man sich in diesen Blättern selbst gegen entgangen ist. Regierungen als die höchsten Stellen der Regierung des Hofs und der Armee Friebensfreunde bezeichnet, beren ehrliche Bestrebungen nur bedient, beweist, für wie bedeutsam man den Eindruck jener Neden leider durch die kriegerischen Instinkte des Bolts durchkreuzt hält, deren Bekanntwerden und besser noch deren alten werden. Wenn also die„ Kreuz- Beitung" Birchows eigue Auffaffung teilt und sie rühmt ihm ja einen en Fortschritt in der man mit allen Mitteln gern verhindert gesehen hätte. Nachdem sich bereits die National- Beitung" überaus fchroff Erkenntnis politischer Dinge nach so müßte sich der Spott logischerweise Spott logischerweise gegen die getrönten Friedens geäußert, begegnen wir heute in der„ Rh.- Westf. 3tg." folgender ich wärmer statt gegen die beiläufigen Herren Barth und Pachnide Auslassung: " richten. " 111 Gewiß giebt es nur ein einziges, sicheres Mittel, Die Stichmarke der betreffenden Kreuz- Zeitungs"-Notiz betitelt einer mißbräuchlichen Veröffentlichung von Aeußerungen des Kaifers fich: Dr. Virchow maufert sich zum Schrecken der zu steuern, bas nämlich, Tolche Reben nicht zu halten, pefaldene frafie." in Beweis, bas bie„ streus Beitung" Aber der unerhörte Umfang, den die mißbräuchliche Veröffent auch humoristisch sein kann, wenn sie es nur nicht gerade darauf lichung von Reden des Kaisers angenommen hat, hätte nicht solche anlegt. Dimensionen erreichen können, wenn nicht der„ Berl. L.-A." auf die Moderne Zeitungsindustrie. Als die unparteiischen" Lokal. höchsten Kreise des Heeres sowohl, wie des Hofes und General Anzeiger wie Pilze auf dem fauligen Boden, der einen forrumpierenden Einfluß jondergleichen stumpfsinnigen Sensationsgier des indolenten Bublifunns emporzuausgeübt hätte. Aus jenen Streisen stammen wuchern begannen, glaubte man, daß mit diesen Ablagerungsstätten fast alle jene Berichte über Kundgebungen des des Neuigkeitsfebrrichts die Geschäftsfiffigkeit tapitalfräftiger. VerKaisers, die ruhig der Oeffentlichkeit hätten vorenthalten leger ihre höchsten Triumphe gefeiert habe. Das Verlegergenie des werden können, aber einer verschiedentlich herrschenden Herrn Scherl bewies der Welt das Gegenteil, indem er das einer verschiedentlich herrschenden Geschäft" dadurch noch profitabler gestaltete, daß er in seinem Verlag deren politische Nuance eine ganze Reihe von Blättern erscheinen dem ungefchmad etwas Baffendes bot. Diefer Trid hat Nachahmung ge funden. So existiert z. B. in Heilbronn ein Verlag, in dem ein liberales" Anitsblatt, ein„ General- Anzeiger" und ein Centrums- 1 blatt friedfertig nebeneinander erscheinen. Liberale Stannegießerei, unparteiische Limonade und klerikaler Zelotismus werden in dem der Erfindung des Goldmachens plagen? einen Laboratorium zusammengebraut wer sollte sich da noch mit Welches " Aus auch die Triebfeder für die militärischen und höfischen Gewährs männer sein mag, Gitelteit, Klatschsucht oder Gewinn sucht, so viel ist klar, daß die betroffenen Kreise dem torrum pierenden Einfluß des oben genannten Blatts teinen Widerstand entgegenzufezen vermocht haben. Die Bekämpfung dieser Korruption sollte niemand angelegentlicher sich zur Aufgabe machen, als der verantwortliche Reichskanzler. Von der Germanisation in Elsaß Lothringen. Der erste Schritt hierzu wäre die ridhaltlose und ungeschminkte Berichterstattung an den Kaiser, der Straßburg wird uns geschrieben: Die Polizei der ReichslandsNoch origineller begründet die Boii. 8tg." die Not- offenbar gar nicht oder nicht hinreichend über die Folgen des be- Hauptstadt hat wieder einmal eine glänzende Probe ihres hervor wendigkeit der Chinabegeisterung: Im Namen der über- stehenden Mißstands unterrichtet ist. In unmittelbarem Zusammen- ragenden Germanifationstalents abgelegt. Das hiesige Edentheater Iegenen Kultur muß China geworfen werden. Die hange hiermit steht die andre Aufgabe des Reichskanzlers und gab dieser Tage die Millöckersche Operette„ Die Jungfrau von Belleville", in der auch ein Monsieur Godebert, Wachtmeister bei Da der Mann nun einmal einen Bossische Zeitung" entrüftet sich über die Lügenhaftigkeit Ministerpräsidenten, zu verhüten, daß vom Kaiser den Kürassieren, auftritt. der Chinesen, und will damit die kulturelle Ueberlegen- freie Ansprachen gehalten werden, die teils an franzöfifchen Soldaten darzustellen hat, so trat er begreiflicherweise heit Europas bewiesen haben. Thatsächlich beweist sie nicht und für sich, teils wegen der erschwerten oder auch in französischer Uniform auf. Das war unsrer Die roten Hosen des Wachtmeisters einmal die Richtigkeit der viel behaupteten Neigung fenfationsIifternen Berichterstattung über sie nach außen Polizei ein Dorn im Auge. der Chinesen zum Lügen. Besitzt aber der Chinese wirklich und nach innen Gelegenheit zu weittragenden Angriffen geben." mußten beseitigt und durch ein entsprechendes Kleidungsstüd in diese Untugend muß er sich darum vor den Kultur- Es ist natürlich nicht unfre Sache, die Kritik, die das Organ ungefährlichem Grau ersetzt werden. Ebenso fielen auch die langen bringern der Voffischen Beitung" schamboll verstecken? Die der industriellen oberen Behntausend an den höfifchen und militärischen franzöfifchen Epaulettes und der Hühne Schweif auf dem Helm des Reitersmanns bem staatsretterischen Eifer der Polizeigewalt aum Lügenhaftigkeit, die Europa nach China trägt, wird von Spigen übt, abzuschwächen. Opfer. Und als Monfieur Godebert zum zweiten vom Rampenlicht teinem Chinesen übertroffen. Empfindet die„ Bossische des Straßburger Edentheaters beschienen wurde, da präsentierte er Beitung" nichts von der ungeheuren Lüge der nächstenIhren agrarischen Wunschzettel unterbreitet die Deutsche fich in alfo gereinigter, germanisatorisch verbesserter" Auflage den liebenden Gewaltthätigkeit, welche unsere europäische Tageszeitung" wieder einmal der Regierung. Ohne fich mit fleinen erstaunten Bliden des Publikums, das sich erst jezt der schredlichen „ Kultur" verseucht? Mutet die" Bossische Zeitung" Mitteln zu befaffen, fordert fie, daß das lle bel an der Gefahr bewußt wurde, in welche eine franzöfifche Theateruniform den gebildeten Heiden zu, an die Wahrhaftigkeit der europäi- Wurzel gefaßt" werde. Unter dieser wurzelhaften Bolitik ver- breißig Jahre nach der Anmerion Elsaß- Lothringens das in Waffen schen Christusbekenner zu glauben, deren Kultur den Massen- steht das Agrarierorgan eine gesunde, nationale Wirtschafts- starrende Deutsche Reich versetzt hatte. mord des Kriegs und die in System gebrachte Auswucherung weitern ungefunden und planlofen Entwidlung weist darauf hin, daß die Verfügung des Kultusminiſters Studt, politit, deren erste Aufgabe es ist, dem Streben nach einer Kultusminister Studt gegen Wilhelm II. Die„ Germania" unferer Exportindustrie träftigen Einhalt zu den Religionsunterricht der polnischen Kinder in thun." Die kleinen Mittel, unter die das Blatt bescheidenerweise auch deutscher Sprache zu erteilen, bie kaiserliche Kabinetsordre Das willkommene China. die Beseitigung der Auswüchse der Freizügigkeit" und der Volksschulen in der Provinz Posen die Einführung des Man schwelgt in Abscheu vor den entarteten Chinesen. Aber es eine beri därfte Bestrafung des Kontrattbrus" vom 26. Februar 1894 durchbreche, die für die Mittelstufen giebt Fälle, wo man den Chinamann mit entzückter Freundlichkeit rechnet, möchten ja recht wertvoll sein, allein fie feien völlig ungu polnischen Lese- und Schreibunterrichts angeordnet habe, zu dem Zweck, um den Religionsunterricht bei den Kindern empfängt und ihn mit hundertfältiger Neigung dem deutschen Mit- länglich. Als Schritt auf dem Wege zu einer Eindämmung des Industrialismus sei die er staatlichung der Bergwerte mit polnischer Muttersprache 811 unterstützen, welche den bürger vorzieht. Einen solchen Fall berichtet die„ Norddeutsche Boltsan betrachten, welch lettere wiederholt ausgesprochene Forderung dem durch den Schulplan vorgeschriebenen Religionsunterricht auf der stimme" in Bremerhaven: Blatt aus Schlotjunkerkreisen die naheliegende Antwort eingetragen " Am 27. Juli, also an dem Tage, an welchem Wilhelm II. hat, weshalb diese verstaatlichung denn nicht auch auf die Mittel- oder Oberstufe der von ihnen besuchten Volksschule in polnicher Die„ Germania" bemerkt: Geschwindigkeit ist aber auch beim in Bremerhaven seine" Hunnen" und" Pardon"-Nebe hielt, da lag Latifundien der Herren Notleidenden ausgedehnt Sprache erhalten. an der Ostseite des neuen Hafens in Bremerhaven der Dampfer werden solle. „ Sachsen" der ostasiatischen Linie des Nord- Die finne und uferlosen Forderungen der Agrarier haben natür Herrn Kultusminister Studt teine Hegerei. Er verfügt ohne weiteres, deutschen Lloyd. Das Schiff ist ein von den Steuergroschen lich nur den 8wed, fich für den Abschluß der Handelsverträge recht daß der Religionsunterricht auf der Mittel- und Oberstufe den polnischen Kindern in deutscher Sprache zu erteilen sei. Der Erlaß des Kaisers ist damit zur Wirkungslosigkeit verurteilt; des deutschen Bolts subventionierter Reichspostdampfer. viel Liebesgaben zu sichern. Die unsinnige Forderung, die Kindern in deutscher Sprache zu erteilen fei. Der Erlaß des Kaisers Exportindustrie künstlich einzubämmen, läßt allerdings Während nun der Kaifer bei der Truppenabfahrt vor der Lloyd- Flottenbewilligung ber Agrarier als um fo größeren Herrn Kultusminister einfach nicht beachtet. pentsuen volte bie Religion erhalten!" Halle zum rücksichtslosesten Rachelrieg gegen die Chinesen rebel gegen das Bolts wohl erscheinen. Denn wenn der polnischen Volte die Religion erhalten!" Die„ Germania" verfährt sehr einseitig, wenn sie die Frage der aufforderte, befanden sich einige hundert Meter ent einzige Beweggrund für die Flotten- und Weltmacht- Politik, der nationalen Toleranz, der rationellen Verwaltungsmagimen und der fernt an Bord der„ Sachfen" nicht weniger als 50 bis 60 Industrie neue Abfazgebiete zu erobern, für die Agrarier fortfällt individuellen Freiheit zu einer specifisch religiösen Frage verflacht.solcher Feinde unfrer heiligsten Güter. Richt etwa als Gefangene, denn ob dieser Beweggrund eine berechtigte Soffnung darstellt oder individuellen Freiheit zu einer specifisch religiösen Frage ber Gefangene werden ja nicht gemacht! Alsfreie" Arbeiter, als nicht, ist eine andre Frage so haben die Agrarier Milliarden ins Ober sie wollen bauernschlau gewissen Den italienischen Landarbeitern fingt die Kreuz- Zeitung Heizer waren die Chinesen an Bord, als Lohnbrücker für die Waffer werfen helfen. deutschen Arbeiter, denen der Norddeutsche Lloyd 70 m. pro Brivatneigungen einer einflußreichen Stelle entgegenkommen, ein Loblied: M. proberen Wohlwollen ihnen für ihre agrarischen Volksauswucherungs" Im allgemeinen zeichnen sich die italienischen Wanderarbeiter Monat bezahlen muß, während er die chinesischen Arbeiter mit Absichten wertvoll erschien. Das Maß ihrer Sünden ist also doppelt aus durch Fleiß. Ausdauer, Fähigkeit, Anstelligteit, Ordnung und Disciplin, Nüchternheit und Solidität. 27 M. Heuer und schlechterer Koft und schlechterem Logis ab- groß. speisen kann. Ist eine größere Fronie denkbar: Während man von Erwähnt fei die allerdings nicht unbekannte agrarische Lesart Wertvoll ist besonders ihre technische Schulung in Verbindung mit einer festen Organisation. In dem steten Kampf mit Fels und den deutschen Arbeitern Begeisterung für den Chinafeldzug ver- die Ursachen der Leuteflucht: „ Lediglich die hohen Barlöhne, die von der Landwirtschaft nicht Berg haben sich namentlich die Bewohner von Piemont, Trient und langt, läßt man ungeniert auf deutschen Schiffen, ja auf Reichsgezahlt werden können, find es, die die Leute nach dem Westen und Friant zu ausgezeichneten Steinarbeitern herangebildet und sich im Schiffen, chinesische Lohndrücker arbeiten. Die schönste Illustration erhält der Patriotismus", den der in die Industrie treiben, und die daraus sich ergebende Möglichkeit Bau von Straßen, Häusern und Tummels trefflich bewährt." Die Lebensführung der italienischen Arbeiter ist anspruchsloser, ihre Lohnfordernngen find geNordd. Lloyd und mit ihm die deutsche Bourgeoisie- Negierung bei rührung eines ungebundenen Lebens und zur Befriedigung jeglicher Genußiucht." diefer Angelegenheit zur Schau trägt, durch die Thatsache, daß der Eine Lesart, die wenigstens auf den Grund schließen läßt, wes- ringer, ihre Leistungsfähigkeit ist durch eine gewisse ArbeitsOberkommandierende der verbündeten Truppen, halb bie Strautjunter so oft als möglich die großen Städte aufsuchen teilung erhöht worden." Generalfeldmarschall Graf Walderfee, von Genua und gerade das Spreebabel zum Tagungsort ihrer jährlichen aus mit demselben Reichspostdampfer Sachsen" Bundestongreffe ausertoren haben. " Zweck, die er wird von dem So wird dem Die deutschen Unternehmer haben denn auch die gepriesene Anspruchslosigkeit der italienischen Arbeiter vorzüglich gegen die deuts ichen Arbeiter auszuspielen verstanden. In Schleswig- Holstein| unter den Befehl dieses Offiziers im Verlaufe von ungefähr einer hatten die Unternehmerverbände zeitweilig eine vollständige Woche zu stellen. Diese Bereinigung hat, wie telegraphisch geStreitbrecherorganisation aus Italienern zu bilden vermeldet, auch stattgefunden, und die vernichtende Niederlage des standen. Aber zu ofte Ibischen Landproletariern sind tabah, der bei ihr sein Leben lassen mußte, zur Folge gehabt. felbst diese bedürfnislosen Romanen nicht anspruchslos genug. Für die Hebung der„ notleidenden Landwirtschaft" wäre es praktischer, wenn die Kreuz- Beitung" öfter ein Preislied auf die anzustrebende Anspruchslosigkeit der Arbeitgeber anstimmte. Ueber die Krifis in Kamerun, die durch ben Mangel an Plantagenarbeitern drohe, verbreitet sich jetzt wieder die Tägliche Rundschau". Bor Monaten behauptete man, daß die Krisis, die durch die Unruhen im Hinterlande von Kamerun herbeigeführt worden war, nunmehr beseitigt und eine ausreichende Zufuhr von Arbeitern gesichert sei. Jetzt liest man's wieder anders. Eine Rettung aus der Not erwartet man durch die Einfuhr von Kulis, die freilich gegenwärtig durch die chinesischen Wirren erschwert sei. Auch habe man in Ostafrifa und Guinea gerade teine günstigen Erfahrungen mit Sulis gemacht, da ein großer Prozentsaz- wahrscheinlich infolge nicht entsprechender Beköstigung hinwegsterbe und die Chinesen auch sonst noch sehr unangenehme Eigenschaften entwickelt hätten. Unfre afrikanischen Kolonien wollen nun einmal trotz aller tünstlichen Aufpäppelungsversuche nicht gedeihen. NG Ausland. Schweiz. Zürich, 16. Auguft.( Eig. Ber.) Die stimmberechtigten Bürger der Stadt Zürich haben am nächsten Sonntag über eine wichtige und weittragende Vorlage, die ein Initiativbegehren der Socialisten und eines häufleins Demokraten ist, abzustimmen. Es handelt sich dabei darum, ob die Großstadt Zürich, die mit ihren 160 000 Einwohnern die größte Stadt der Schweiz ist, dieselbe Autonomie und Selbständigkeit haben bezw. behalten soll, die die kleinste Dorfgemeinde hat. Mittwoch, den 15. d. M., Hatten wir eine Boltsversammlung einberufen, zu der wir einen der größten Säle der Stadt gemietet hatten. Die Ankündigung der Versammlung erfolgte durch die Plakatfäulen, weil verschiedene Zeitungen die Aufnahme der Annoncen verweigert hatten. Doch faunt prangten die roten Zettel an den Afrika. Säulen, als der bekannte Apparat in Funktion trat. Der Wirt England als Slavenhändler. Der Hamburger Storrefp." be r weigerte die Hergabe des Saals. Was war zu veröffentlicht einen Privatbrief aus Sansibar, in dem behauptet thun? Um unnüge Kosten zu vermeiden, wurden die Referenten wird, daß englische Agenten in Sansibar Schwarze anzuwerben telegraphisch abbestellt. fuchten, unter der Vorspiegelung, daß sie als Träger für eine Unterdes ging der Einberufer zu einem Rechtsanwalt und Expedition nach den ostafrikanischen Seen verwendet werden sollten, dieser erlangte einen schleunigen vollstredbaren Ge während sie in Wirklichkeit als Kanonenfutter für den Asch anti- richts- Beschluß, welcher den Wirt verurteilte, seinen Stontraft feldzug Verwendung finden sollten. In dem Brief heißt es: zu erfüllen. Die eventuelle 8 wangsvollstreďung wurde ihm " In Sansibar blüht angenblicklich der Stlavenhandel, und zwar zugleich angedroht. wird er flott von dem christlichen England betrieben, zum Zwved Schon vor der angesezten Beit strömten die Besucher herbei, einer Aschanti- Expedition. Den Schwarzen haben sie das natürlich nicht fanden aber die Thür geschlossen. fagen tönnen, sie hätten sonst nicht einen Mann bekommen; denen Die Versammlung findet nicht statt, wurde ihnen bedeutet; rebeten fie vor, es handle sich um Träger für eine Expedition nach den unsre Genossen machten die Leute auf die Situation aufmerksam, Nyassa, Nyansa und Tanganyika Seen. Der erste Dampfer mit etwa und immer dichter füllte sich der weite Hof vor dem Versammlungs1500 Mann ist bereits am legten Sonnabend gegangen, ein zweiter, Total. Da tritt die Polizei in Funktion: Alle, die nicht ins Konzert der 2000 Leute expedieren foll, wird in diesen Tagen erwartet. wollen, müssen sofort den Hof verlassen; die Versammlung findet Da die Engländer durch ihre hiesige Polizeitruppe nachts Leute nicht statt! Ich fordere Sie auf, den Hof zu ver= aufgreifen und mit Gewalt aufs Schiff schleppen ließen, so lassen; zum ersten, zum zweiten und zum dritten sahen sich die sämtlichen hiesigen Konsuln veranlaßt, eine Male!" Was blieb übrig! Wir verließen den Hof und füllten in dichten gleichlautende Note auf das englische Konsulat zu schicken, in der sie ihre äußerste Entrüstung über dieses skandalöse Scharen die ganze Straße; eine peinliche Situation. Vorgehen ausdrückten und gleichzeitig betonten, daß sie Halbwüchsige Burschen und Jungen fingen an zu fohlen. Die darüber nach Hause berichten und in den europäischen Zeitungen Polizei forderte zum Weitergehen auf, erneutes Gejohle. Da endlich Beschwerde führen würden. Der Engländer antwortete natürlich, fam der Einberufer mit dem Gerichtsvollzieher. wie zu erwarten war, daß ihm von derartigen Vorgängen nichts Dieser mußte fich erst den Eingang erzwingen. Im Namen des bekannt sei; jedoch haben die Konsuln die Beweise in Händen und Gesetzes standen sich zwei Parteien gegenüber: Hier Gericht, dort werden nach Abgang der heutigen Post wiederum eine gleichlautende Polizei. Das ganze Volt füllte zum zweitenmal den Hof, zum Note einreichen. zweitenmal zwang uns die Polizei zum Verlassen desselben; einige gingen entmintigt nach Hause. den ärgsten Schurtereien nicht zurück. Die Kolonialpolitit„ chriftlicher" Staaten schreckt bekanntlich vor Vom Boerenkrieg. Daß De Wet fich den Verfolgungen der englischen Mente glücklich zu entziehen vermocht hat, wird heute durch die Reuterschen Telegramme in aller Form bestätigt. Die Nachrichten lauten: Endlich ging es von Mund zu Mund: ,, Alle rein kommen!" Wir hatten gefiegt! Im dritten Ansturm füllte sich der große Saal fast bis auf den letzten Plaz. Die Sache liegt fo. Die alte Stadt Zürich ist im Jahre 1891 noch Beleuchtung. Selbstverständlich waren alle Bogenlampen zur Aber noch waren nicht alle Schwierigkeiten überwunden, es fehlte durch ein besonderes Gesetz, das sog. Buteilungs Gesetz, welches der fantonalen Voltsabstimmung unterbreitet werden mußte, mit Reparatur. Schon wollte man auf Rechnung des Wirts zur ihren Vorortgemeinden Pretoria, 16. Auguft. Es gelang De Wet, fich der Verfolgung elektrischen Centrale schicken, als plötzlich die Bogenlampen nicht mehr zu einem Gemeinwesen vereinigt durch Kitchener zu entziehen, obgleich Kitcheners Wagen alle mit reparaturbedürftig waren. Für den Notfall hatten wir Stearinlichte worden. Das vereinigte Groß- Zürich zählte ca. 100 000 in einem Doppelgespann vorzüglicher Pferde versehen waren. Es ist mitgebracht. Nun konnte erst an die eigentliche Versammlung gewohner. Heute zählt es deren ca. 160 000 und es ist besonders der dies hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß De Wet die Gegend dacht werden. Kreis III., das Arbeiterquartier Außersihl, der seine Einwohnerzahl besser kennt und des Nachts marschieren konnte, während die britiin den verflossenen 9 Jahren von rund 30 000 auf 63 000 verschen Truppen nur am Tage vorgehen konnten. Für die fehlenden Referenten sprang Genosse Gogowski ein, mehrte, d. h. mehr als verdoppelte. Das wäre an sich kein Under für seine Ausführungen rauschenden Beifall erhielt. Die Ver glüd, aber der Kreis Außerfihl ist auch zugleich das Kapstadt von heutigen Tage gemeldet, daß De Wet alle feine Ge- wurde einstimmig angenommen: London, 17. August. Dem Reuterschen Bureau" wird aus fammlung nahm einen regelrechten Verlauf. Folgende Resolution Hauptquartier der gürcherischen Socialdemokratie geworden, er ist zu fangenen, mit Ausnahme der Offiziere, freigelassen hat. einem großen Teil durch Socialdemokraten in den Behörden verDie Versammlung legt entschieden Protest ein gegen die treten und dieser Umstand ist es, der bei den bürgerlichen Barteien Engländern so zahlreiche Schlappen beigebracht und so viele Ber- geführten Maßregeln, Die glückliche Flucht des fühnen Boerenkommandanten, der den zur Unterdrückung eines der Bewohner Deutschlands die nur dazu führen, Haß und den Blan nach einer„ bernünftigen" Neuregelung der Dinge ent- legenheiten bereitet hat, ist ein arger Mißerfolg für die Unterfeldherrn wietracht zwischen den stehen ließ. Borgeschützt als Grund zu dem Vorgehen wurden Lord Roberts. einzelnen Nationalitäten zu fäen, administrative Schwierigkeiten. De Wet wird bald genug wieder von neuen ferner gegen die gegen einzelne Bevölkerungsklassen beliebten Der Große Stadtrat, dem die Liberalen und rechtsstehenden Demokraten die große Beschwichtigungsnachrichten nicht viel befagen, die von der ver- allein die Interessen des Volts vertritt. Des weiteren legen wir in Handstreichen hören laffen. Diesem Mißerfolg gegenüber wollen die Chikanen und sieht in der socialdemokratischen Partei diejenige, die Mehrheit haben, beschloß um eine Initiativ- Eingabe an den Kantons- zweifelten Lage der Boeren nicht genug zu berichten wissen. Die be- Protest ein gegen jede weitere militärische Attion nach China und rat um Revision des Zuteilungsgesetzes, wodurch eine ganze Reihe treffenden Nachricht bestehen in folgendem: von Verschlechterungen der stadtzürcherischen Gemeinde- Ordnung herbeigegen jede Geldausgabe auf diesem Gebiete ohne Befragen des geführt, die demokratischen Rechte des Bolts erheblich geschmälert, gramm meldet, daß die bei Machadodorp stehenden Boeren des der heiligsten Boltsrechte halten. Ein aus Lourenço Marques in Kapstadt eingetroffenes Tele- teichstage, da wir dieses für eine Nichtachtung des Reichstags und die Macht der liberal- demokratischen Stadtrats- Mehrheit sowie organisiert sind und die Subordination verweigern. Nur die Meldie der städtischen Bureaukratie ebenso erheblich gestärkt werden dungen über De Wets Erfolge halten sie noch zusammen. Die Von den kleinen Mitteln. Aus Anhalt konnten wir schon follen. So sollen die Lehrerwahlen dem Volke entzogen und dem Berichte über seine Siege sind aber so übertrieben, daß einige Boeren öfter über fleine und kleinste Mittel in der Socialistenbekämpfung Großen Stadtrat übertragen, desgleichen die Wahl der Schul- sich veranlaßt sehen, sie zu berichtigen. berichten. Ein allerkleinstes kommt jetzt wieder zur Anwending. behörden 2c., der in den Augen der bürgerlichen Parteien störrisch gewordene rote Streis soll zerriffen werden, um die socialdemo- Delagoa zu flüchten, und um dies zu verhindern, überwachen sie Bescheinigung über den Empfang der Anzeigen, die den politischen Die Boeren vermuten, Präsident Krüger habe die Absicht, nach Seit einigen Jahren verlangen die anhaltischen Behörden für die kratische Mehrheit daselbst zu zerstören und die neugebildeten Kreise ibn Tag und Nacht. Den Boeren mangelt es fast an Kleidern; das Bereinen 2c. durch das Vereinsgesetz auferlegt find, Gebühren wie die bestehenden alten Kreise wieder den Liberalen und Demo- Wetter in den Bergen ist bitterkalt. Das Gesetz besteht seit etwa fünfzig traten dienstbar zu machen. Die reaktionären parteipolitischen Fagung hat sich der Boeren bemächtigt. Man vermutet, Eine völlige Entmuti- bis zu 1,50 Mart. Jahren, die Gebühren werden seit etwa acht Jahren natifer waren sich der Berwerflichkeit ihres Thuns voll bewußt, sie Präsident Krügers Flucht gelingen wird. daß gefordert. Ganz besonders thut sich aber die Kreisdirektion BallenIchuten mit großer Mehrheit den Antrag ab, ihr Machwert den Stimmberechtigten der Stadt Zürich zur Abstimmung, zum Ent- material derart zusammengeschmolzen ist, daß die englische scheinigung über die gesetzlich vorgeschriebene Anzeige über die BerAndre Nachrichten besagen wieder, daß das englische Pferde- stedt hervor. Sie verlangt nämlich die Gebühr sogar für die Befcheid zn unterbreiten, weil seine Verwerfung mit Sicherheit zu er- Stavallerie, die für den Guerillakrieg mit den berittenen Boeren änderung des Mitgliederbestands eines Vereins, so daß der Eintritt warten gewesen wäre; über die Köpfe des Volts hinweg reichten abteilungen wichtigste Waffengattung, fast ganz außer Gefecht ge- tostet. Beschwerden darüber find bisher ganz erfolglos geblieben und wie auch der Austritt jedes einzelnen Mitglieds mindestens 50 Pf. fie ihre Initiative als Behördeninitiative dem Kantonsrate ein, der sett fci." fie der Regierung überwies, bei der sie min ruht. zur gerichtlichen Entscheidung haben es die Parteigenossen noch nicht Unfre Genossen arbeiteten mun eine Gegen- Initiative als Ge treiben können. Jezt helfen sie sich in der Weise, daß sie die Annahme meinde Initiative aus, die sie im großen Stadtrate mit der Bescheinigung verweigern. Jetzt will aber die Ballenstedter Unterstützung einer Anzahl linksstehender Demokraten einbrachten und Kreisdirektion die Vereine unter allen Umständen zwingen, diese Ge die nun am Sonntag zur Voltsabstimmung gelangt, wobei aber nicht die Mehrheit der Abstimmenden, sondern nur 5000 Stimmen mit fich, wie uns berichtet wird, zwei hintereinander fortgesetzte Wer- führer des dortigen ſocialdemokratischen Vereins die Annahme einer Gewerkschaften und Socialdemokratie war das Thema, wo- bühr zu bezahlen. Der Genofie Fister in Hoym, der als Schrifterforderlich find, um sie als Gemeinde- und Gegen- Initiative dem sammlungen des socialdemokratischen Vereins in alle in langen solchen Bescheinigung verweigerte, erhielt ein langes Schreiben von Diskussionen beschäftigten. Es gelangte schließlich folgende Reso der Behörde, worin er aufgefordert wird, die Gebühr trotz VerIm Gegensatz zu der bürgerlichen Partei- und Herren- lution zur Annahme:„ Die organisierten Gewerkschaften stellen fich auch weigerung der Annahme der Bescheinigung zu zahlen. In dem Initiative haben unsre Genossen ihre Initiative so ausgearbeitet, ferner auf den Boden der ſocialdemokratischen Partei und deren Schreiben wird erklärt, daß die Bescheinigung in Brivatinteresse jetzigen Form gewahrt, sondern noch erweitert wird, namentlich auch ferngehalten werden." Gegen dieſe Resolution traten aber eine das geringste private Intereffe an der Sache; ihm kann es ganz daß die Gemeinde- Autonomie der Stadt Zürich nicht bloß in ihrer Programm. Die Parteipolitik darf aus den Versammlungen nicht des Vereins erteilt wird und deshalb zu bezahlen ist. Das ist das Drolligste an der Sache. Der Verein hat doch nicht in der Richtung, daß fie das Recht erhält, ihre inneren Angelegen ganze Reihe Parteigenoffen auf, welche den Standpunkt des Genossen gleichgültig sein, ob die Behörde seine Mitglieder kennt oder nicht. heiten unabhängig von der kantonalen Gefeßgebung ebenso selbst Bebel verteidigten. ständig zu regeln, wie die fleinste Dorfgemeinde. bas Gefes zwingt die Vereine im Polizei- Intereſſe zu diesen Anher hat er noch ein Interesse daran, daß sie sie nicht kennt. Nur zeigen und da ist es wirklich allerliebst, wenn ihnen dafür Geld abs genommen wird. Fifter will es auf die Klage ankommen lassen und er thut recht daran. Kantonsrat einreichen zu können. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Zuitiative unsrer Genoffen am Sonntag die Mehrheit erhält. Aber auch dann, wenn sie nur die erforderlichen 5000 Stimmen erhält, muß sie wie die andre Jnitiative dem Volte des ganzen Kantons Zürich zur Abstimmung borgelegt werden, wobei fie ja die Mehrheit finden kann und der bürgerliche Berrat an der Demokratie vereitelt wird. England. Partei- Machrichten. darliber zu beschließen hätten, auf welchen Boben fie fich stellen; Uns will scheinen, als ob die organisierten Gewerkschaften selbst jedenfalls wird durch einen Beschluß unsres Halleschen Parteivereins die Frage nicht erledigt werden. Ueber die Verhinderung einer Gedächtnisfeier für Liebknecht schreibt die Wiener Arbeiterzeitung": " -Eine Gaussuchung und Beschlagnahme hatte gestern unser Parteiblatt in Brandenburg zu erleiden. Gesucht wurde nach " Die Socialdemokraten von Kolomea kündigten für den Abend des dem Manuskript eines Artikels über das Streifpoftengesetz in Lübeck. 12. d. eine Gedenffeier für Wilhelm Liebknecht an. Sie unterließen Die betreffende Nummer, vom 2. August, wurde beschlagnahmt. Die Abfichten einer militärischen Reorganisation scheinen allerdings, diese Veranstaltung bei der Behörde anzuzeigen, da sie in England doch nicht völlig von der Bildfläche verschwunden zu der Meinung waren, eine derartige Feier, bei der keine öffentlichen Eine Ehrlosenversammlung" in Hamburg wurde auf fein. Das Berliner Tageblatt" erhält aus London folgendes Angelegenheiten erörtert werden und keine Debatte stattfinden gelöst als der Redner seine Ansicht über die bekannte Kaiserrede Telegramm: follte, falle nicht unter das Verfammlungsgesez. Um die angefezte über die ausgesperrten Werftarbeiter aussprach. Anknüpfend an eine von Lord Wolseley an einer Stunde versammelten sich im Arbeiterheim viele Hundert Proletarier, Truppenübung in Aldershot geübte überaus scharfe und um den toten Kämpfer zu ehren. Da erschienen, vom Bezirks abfällige ritit schließt die Morning Post" ihren Leithauptmann geschickt, vier Gendarmen und einige Polizisten vor dem artitel: Wir brauchen geübte Soldaten, und wir haben Hause und führten eine förmliche Umzingelung durch, als ob ein feine Beit zu verlieren. Europas Atmosphäre ist nicht so Räubernest ausgehoben werden sollte. Ein Kommissar betrat mit ruhig, um uns zu gestatten, die Möglichkeit außer Acht zu lassen, einem Inspektor den Saal und verbot die Abhaltung der Trauerdaß es uns wünschenswert sein kann, von unfren Truppen in feier. Alle Vorstellungen waren bergeblich, auch das Anfürzester Zeit Gebrauch zu machen. Frankreich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerkschaften Berlins! Der Streit der Berliner Militäreffetten- Sattler, an dem übel erbieten, ohne die äußeren Formen einer Versammlung Zeitungs- 400 Berfonen beteiligt find, erfordert mehr finanzielle Mittel, alé artikel über den Toten laut zu verlesen, wurde zurückgewiefen. Die die feine Organisation der Sattler aufbringen fann. Wir bitter Bersammelten gerieten über dieses chilanöie Vorgehen in ungeheure daher die Berliner Arbeiterschaft, den Ausständigen, welche für Frankreich in Centralafrika. Ein dem französischen Kolonial- Empörung, und es toſtete den erfahrenen Genoffen große Mühe, die Löhne haben arbeiten müffen, die den Berliner Berhältnissen durch. ministerium zugegangenes Schreiben des Regierungskommissars im Menge zu beruhigen. Der Kommissar blieb im Vereinslokal bis aus nicht entsprechen, ihre moralische und finanzielle UnterScharigebiete, Herrn Gentil, enthält Auskünfte über die Ereigniffe, halb 10 Uhr, die Gendarmen warteten draußen bis Mitternacht. ftügung zu teil werden zu lassen. Es ist bisher di die der bereits in großen Bügen bekannten endgültigen Niederlage So gelang es vermittelst einer peinlichen Gefezesauslegung, wie vornehmste Pflicht der Berliner Gewerkschaften gewesen, den Ar des Rabah und dem Tode dieses gefährlichen Feindes der fran- fie eben nur für Socialdemokraten gilt, die furchtbare Gefahr beitern, welche noch rückständige Löhne erhielten, nach Sträften zu zöfifchen Herrschaft am Ticha bie e voransgegangen find. Es geht für den Staat hintanzuhalten und zu verhindern, daß helfen, um sie den besser Situierten gleichzubringen. Hier gilt es aus ihnen hervor, daß im Laufe des März zwei Zusammenstöße in Kolomea die Trauer der Arbeiter um den verschiedenen Vor einem Gewerbe beizuspringen, welches neben der Konfektionsbranch zwischen den französischen Missionen und dem Sabah stattgefunden fämpfer einen sichtbaren Ausdruck fand. Wenn der gesellschafts- am schlechtesten dasteht. hatten. Bei dem ersten am 3. März wurde die Stadt Kuffuri, die retterische Bezirkshauptmann die Absicht hatte, die Arbeiter der Für die Vertrauenspersonen der Gewerkschaften find Sammel auf einer Insel bei der Mündung des Logné in den Schari belegen Trauerftimmung gewaltsam zu entreißen, so ist ihm dies Vorhaben liften für die Streifenden in unfrem Bureau, Gewerkschaftshaus ist, durch die Saharamiffion( Foureau- Lamy) und die Centralafrita- wirklich gelungen. Mit Trauer um den toten Freund im Herzen Engel- Ufer 15, I, Zimmer 8, von 9-1 vormittags und 6-8 nach Expedition( ehedem Boulet- Chanoine), die beide unter den waren sie gekommen, in Erbitterung gegen lebende Feinde gingen mittags zu haben. Geldsendungen find nur an A. Körsten baBefehlen des Bataillonschefs Lamy vereinigt waren, im Sturm ge- fie beim." felbft zu richten. nommen. Der Feind verlor viel Leute, während die Verluste auf Destreich will halt nicht liberaler fein wie das deutsche Goethefranzösischer Seite nur sehr geringfügig waren. Ein zweiter Stampf ländle, das Großherzogtum Sachsen- Weimar. fand wenige Tage später, am 9. März, in der Umgebung von Ruffuri statt; der Feind, der dem Sohn des Rabah Fad' el Allah tommandiert wurde, ließ mehr als 200 Tote auf von Polizeiliches, Gerichtliches usw. Der Ausschuß ber Berliner Gewertschaftstommission. - Das Versammlungsrecht unter dem Schutz des Gerichts. Achtung, Banarbeiter! Die Fliesenleger Hilfsarbeiter bes dem Wahlfeld zurüd; die Franzosen erbeuteten außer vollziehers. Ueber einen Vorgang, der jedenfalls das Origineüfte finden sich seit dem 2. August im Streit und ihre Angelegenheit ist großen Vorräten an Lebensmitteln und Munition viel Kriegsmaterial. ist, was wir bisher auf dem Gebiet des Versammlungsrechts erlebt bis jetzt noch nicht vom Gewerbegericht verhandelt worden. Da die Sie hatten fünf Tote und 25 Verwundete zu beklagen, unter den haben, der aber auch zur Nachahmung anregen dürfte, wird uns aus Arbeitsaufnahme seitens der Fliesenleger leicht au irrigen Aufletteren einen Spahi- Lieutenant und einen Araber- Lieutenant. Im Bosen berichtet. Daß die dortigen Genossen bei der Ausübung ihres fassungen über den Stand des Hilfsarbeiter- Streits führen könnte, Augenblick, da Herr Gentil den Bericht über diese Er- Versammlungsrechts mit noch größeren Schwierigkeiten zu kämpfen fo sei hierauf besonders aufmerksam gemacht. so eigniffe absanbte, 3. A.: Der Vertrauensmann: Frig Krüger. am 15. April, befand sich Bataillonschef haben, daß ihnen noch zahlreichere Hindernisse in den Weg gelegt Lamy mit 450 Gewehren bei Kuffuri. Die Scharimiffion, werden wie den Genossen anberwärts, ist leicht erflärlich; Der Streit der Kifteumacher hat nach Aufhebung des Generaldie 820 Mann start in Mannuchessa zurlidgeblieben war, beabsichtigte, bas Nachfolgende lehrt aber, daß fie fich auch mit diefen streits eine sehr günftige Bendung genommen. Bewilligt haben sich mit den Streitkräften des Majors Lamb au vereinigen und sich abzufinden wiffen. folgende Firmen: Abolpf. Einsporn, Stola, Lemke, Witive Mühr, Wiesenthal, Werner Nachfl., Seifert, Karge, Klaffle, Zoch, Schmidt, Jobwohl anzunehmen sei, daß der vom Oberkellner unbefugter Zunächst wurde sodann die Diskussion über das Thema Politik Bach, Wollenberger mit insgesamt 150 Arbeitern. Weitere Be- Weise ausgesprochene Kündigungsausschluß rechtsverbindliche Straft und Gewerkschaften, das bereits in der vorigen Versammlung einwilligungen werden folgen. nicht habe. Es komme hier das neue Recht des Bürgerlichen gehend behandelt worden ist, fortgesetzt und schließlich nachstehende Deutsches Reich. Gesetzbuchs zur Anwendung. Dagegen habe der Widerklage statt Resolution, die alle Redner befürworteten, mit allen gegen eine Stimme Beklagten und Widerkläger nicht binde. gegeben werden müssen, eben weil jene Aeußerung des Zeugen den beschlossen:„ Die am 16. August tagende Mitgliederversammlung Es liege thatsächlich der Filiale Berlin des Centralverbands der Töpfer Deutschlands Kontraktbruch vor und es sei deshalb Herrn Wazed gemäß§ 124b präzisiert ihre Stellung zu der Frage: Neutralität oder Parteider Gewerbe- Ordnung der ortsübliche Tagelohn für eine Arbeits- politik in den Gewerkschaften, folgendermaßen: In Erwägung, daß woche, die beim Kellner 7 Tage habe, zugesprochen worden. Als burch die kapitalistische Produktionsweise alle Arbeiter ohne Unterortsüblichen Tagelohn der Kellner habe man 3 M. angenommen. fchied des Glaubens, der Nationalität und der politischen Gesinnung Jede der beiden Parteien müsse sehen, wie sie zu ihrem Gelde aufs äußerste ausgebeutet werden; in fernerer Erwägung, daß die tomme. Der Kläger und Widerbeklagte N. tönne den Oberkellner, vollständige Beseitigung der Ausbeutung nur unter der socialistischen der die ganze Sache verschuldet habe, wegen der Kontrattbruchs Produktionsweise erfolgen wird, erklärt die Versammlung es auch buße erfaßpflichtig machen, dies indessen beim ordentlichen als die Hauptaufgabe des Verbands der Töpfer Deutschlands, Gericht. nach wie vor die Massen ohne Unterschied ihres Glaubens, fest zu organisieren, An dieser Entscheidung ist auszuseßen, daß das Gericht den Nationalität und politischer Gesinnung fest au ortsüblichen Tagelohn im Sinne des§ 124b der Gewerbe- Ordnung deren materielle und sociale Lage zu heben, und sie bei auf 3 M. geschätzt hat. Der Wortlaut des§ 124b ergiebt, daß jeder fich bietenden Gelegenheit, sowohl in der Presse als dort der ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Tage- Arbeiter gemeint auch in Versammlungen zum Klaffenkampf und zur socialistischen ist. Dieser beträgt aber in Berlin 2,70 m. und nicht 3 M. Alle Weltanschauung zu erziehen." andern Kammern des Gewerbegerichts haben denn auch in ständiger Pragis bei Anwendung des§ 124b ihrem Urteil den Tagessay von 2,70 M. zu Grunde gelegt. Uebrigens ist im genannten Paragraphen ausdrücklich auf§ 8 des Krantenversicherungs- Gesetzes Bezug genommen. Die Leipziger Steinseher haben jetzt den ersten Erfolg zu berzeichnen, sie haben den Innungsring gesprengt, indem der stellvertretende Obermeister Schmölling die geforderten Bedingungen: neunstündige Arbeitszeit und 60 Pf. Stundenlohn bewilligen mußte. Diesen Erfolg haben die Ausgesperrten hauptsächlich der in der letzten Zeit angewandten Taktik zu danken, daß sie jede ihnen direkt angebotene Privatarbeit ablehnten. Der Maurerftreit in Duisburg steht nach wie vor günstig für die Arbeiterschaft. Von ca. 600 Maurern haben bisher über 500 die Arbeit niedergelegt, davon arbeiten bereits 75 bei 11 Unternehmern zu den neuen Bedingungen, mehr als 400 sind abgereift und nur noch ca. 60 zu unterstützen sind. Arbeitswillig sind bisher nur wenige geworden, auch der Zuzug ist ein spärlicher geblieben und selbst von diesen kommen die meisten bald zu der Einsicht, daß es besser ist, den kämpfenden Kollegen nicht in den Rücken zu fallen. Die Unternehmer fezen natürlich alle Hebel in Bewegung, die Maurer in das alte Joch zurüdzuzwingen, fie versuchen nach vergeblichem Be mühen im Inlande, Italiener und Holländer heranzuziehen, auch falsche Gerüchte z. B., daß einigen Unternehmern seitens der Stadtverwaltung die sog. Streitklausel bewilligt sei, werden ausgesprengt. Die Polizei- Organe waren ebenfalls am Werke sie verboten das Streitpostenstehen und drohten den Posten sogar mit Verhaftung. In lezter Zeit haben die Belästigungen, wohl infolge einer Beschwerde an zuständiger Stelle, nachgelassen. Es ist zu hoffen, daß auch die Unternehmer in Kürze eine gütliche Beilegung der Fortfegung des Kampfes vorziehen werden. ausdrückt: Merkwürdige Einigungsbedingungen. Die streitenden Münchener Tischler haben abermals den Versuch zu einer Einigung mit den Unternehmern gemacht und als Antwort darauf folgendes Schreiben bekommen, in dem sich die ganze Unternehmerbrutalität " Im Einklang mit den Beschlüssen der vorausgegangenen Meisterbersammlungen beantworten wir Ihr Schreiben vom 12. August, um Sie in Ihren für Donnerstag angekündigten Maßnahmen nicht zu beirren, schon heute dahin, daß wir zwar eine Einigung gleich Ihnen wünschen, daß diese aber nur auf der Basis der Verzicht leistung auf alle Ihre Forderungen und der Anerkennung einer eben in der Ausarbeitung begriffenen Arbeitsordnung erfolgen fann." Das ist die Einigung des Herrn mit dem Sklaven. Ausland. Zur Tagesordnung übergegangen sind die Pariser Fuhr gesellschaften über die Forderungen ihrer Kutscher. In zwei Verjammlungen der streifenden Kutscher, die am Donnerstag stattfanden, wurde mitgeteilt, daß die Gesellschaften das Schiedsgericht ablehnen und auch keine Delegierten der Arbeiter empfangen wollen. Landarbeiter Ausstand in Italien. Aus Rom wird vom 17. August gemeldet: = Hierauf berichtete David über das Verhalten der Unternehmer zur bestehenden Tarifgemeinschaft. Diesen und auch den Ausführungen der übrigen Redner war zu entnehmen, daß verschiedene Unternehmer, darunter auch Mitglieder der Meisterkommission, den vereinbarten und vor dem Gewerbegericht festgelegten Tarif nicht beachten. Die Arbeiter, insbesondere ihre Ver Den Geist der Gefinde- Ordnung fann man zuweilen sogar tretung, die Lohnkommission, waren bisher bemüht, die Verein auf dem Gewerbegericht spüren. In dem Rechtsstreit eines vor- barungen nach jeder Nichtung hin innezuhalten und haben keine wiegend im Gastwirtsbetriebe beschäftigt geweſenen Dienstmittel gescheut, auch die Unternehmer zur Beachtung der Abmädchens gegen den Restaurateur Giese verhandelte kürzlich die machungen zu veranlassen. Anders haben die Unternehmer gehandelt. Rammer VI groß und breit darüber, ob das Mädchen die Das Ersuchen, eine gemeinsame Sigung einzuberufen, um die vorErlaubnis gehabt habe, nach 10 Uhr abends, das heißt nach handenen Differenzen zu beseitigen, wurde von der MeisterBeendigung ihrer Dienstpflicht, ihrem Vergnügen nach- fommission abgelehnt und der Lohnkommission in fast zugehen. Das Mädchen ivar nämlich entlassen worden, ironischer Weise anheimgegeben, selbst die gerügten Mißweil ste eines Nachts nicht in das Logis beim Bestände abzuschaffen, da sie die Meisterkommission teinen flagten zurückgekehrt war, sondern erst am frühen Morgen, Bwvang auf ihre Kollegen ausüben könne. Nach kurzer Diskussion ivenn auch noch bor dem Beginn der Arbeitszeit. Die wurde die Lohntommission beauftragt, innerhalb Stammer vertagte die Verhandlung, uni Beiveis zu erheben, ob eine 8 Tagen eine Sigung mit unparteiischen Vers Erlaubnis erteilt gewesen sei oder nicht. Und daß der Gerichtshof tretern beim Berliner Gewerbegericht respektive schließlich einen für die Klägerin sehr günstigen Vergleich vorschlug Einigungsamt mit hinzuziehung der Meisters und erzielte, hatte das Mädchen nur der Aussage der Frau des tommission zu beantragen. Falls die Meister= Beklagten zu danken, wonach ihr erlaubt worden ist, bis zum andern tommission nicht in dieser Sizung erscheint, find Morgen auszubleiben, wenn sie zum Vergnügen" gehe. sofort Schritte zur Ausarbeitung eines neuen & ohntarifs einzuleiten. Mehrere andre Anträge zu dieser Sache wurden bis zur nächsten Versammlung, die in nächster Zeit stattfinden soll, zurückgestellt. die Unfres Erachtens hätte der Klägerin ohne alle jene Weiterungen die Entschädigung zugesprochen werden müssen. Als Dienstmädchen in der Gastwirtschaft war sie nach der ständigen Praxis des Gewerbegerichts Gewerbegehilfin, und sie wurde ja auch im vorliegenden Falle als solche insofern behandelt, als das Getverbegericht Schöneberg. Eine öffentliche Parteiversammlung beschäftigte sich auf ihren Prozeß überhaupt einließ. War die Klägerin aber fich am Dienstag, den 14. d. W., mit dem bevorstehenden Parteitag, Gewerbegehilfin, dann hatte der Arbeitgeber über- ber Provinzial- und Kreiskonferenz. Vor Eintritt in die Tageshaupt teine Macht über ihre a ulch freie Zeit, ordning gedachte der Vorsitzende Nagel in warmen Worten nicht über die in der Nacht. Daran des dahingeschiedenen Genossen Liebknecht; die Anwesenden wird nichts dadurch geändert, daß das Mädchen seine ehrten das Andenken ant denselben durch Erheben von Schlafstelle beim Arbeitgeber hatte. Maßgebend ist allein, daß ihr den Plätzen.- Das drei Referat zu den nach ihrem Arbeitsverhältnis die Eigenschaft einer Gewerbegehilfin Barteitag, Provinzial- und Kreiskonferenz hatte Schubert und die persönliche Freiheit einer solchen zukam. In unsrer Zeit übernommen. In turzen Zügen streifte derselbe die ein der Rüstungen gegen die längst überlebten Gefinde- Ordnungen ist zelnen Tagesordnungs Punkte der Körperschaften und beschäftigte es nicht gerade angenehm, am modernen Gewerbegericht den Geist sich dann eingehender mit der Organisationsfrage in unfrem " Da die Arbeiter auf den Reisfeldern bei Molinella( Bologna) in den Ausstand getreten sind, wurden 300 Soldaten zum Ersatze der Arbeiter dorthin entsandt. Wie es heißt, werden weitere 2000 Soldaten bereit gehalten, ebenfalls dorthin abzugehen." Um die Arbeiter jener" Ordnungen" gepflegt zu sehen. zu ersetzen oder zu erschießen? Die Bäckergehilfen in Zürich haben mit den Bädermeistern eine Vereinbarung über die Arbeits- und Lohnverhältnisse getroffen, wonach der Normallohn pro Woche für den 1. Arbeiter 15 Fr., für Accordarbeit gefordert. Aus der Frauenbewegung. Weibliche Vertrauenspersonen für die Gewerbe- Aufsicht werden in Sachsen anscheinend für jede Kreishauptmannschaft( Regierungsbezirk) eine angestellt. Nach einer Verordnung der Kreishauptmannschaft gwidau ist für die zufünftige Kreishauptmannschaft Zwickau Frau Alma Clementine verw. Scheithauer in Zwickau und für die zukünftige Kreishauptmannschaft Chemnitz Frau Emma Elise verehel. Zimmermann in Chemnig in Pflicht genommen worden. Versammlungen. Buntten: Kreife. Die Stimmung im Kreise sei fast allgemein für Gründung eines Central- Wahlvereins und Aufhebung des Vertrauensmänner Systems. Jedoch müßte in den kleinen Orten, wo die Gründung einer Filiale des Central Wahlvereins nicht möglich ist, der Vertrauensmann beibehalten werden. Im weiteren den 2. 11 Fr. und für den 3. 8 Fr. nebst freier Station beträgt. Bettin am Donnerstag in einer Versammlung, die von der weib- schiedenen Seiten behauptet wird, keinen Nachteil von der Rendering Ueber die Weltpolitik der gepanzerten Faust sprach Clara wies der Redner nach, daß auch die Frauen, wie von verDie Lohnzahlung erfolgt alle 14 Tage, Ueberstunden werden mit 30, 25 und 20 Cts. bezahlt. Jeder Meister ist verpflichtet, den lichen Vertrauensperson einberufen war. Gehilfen ein ordentliches Zimmer zur Verfügung zu stellen. Schließlich Gewerkschaftshauses, wo die Versammlung tagte, war noch nie so abgehalten werden können und ebenso auch die Vertrauenspersonten So dicht gedrängt saßen und der Frauen bestehen bleiben. Mit der Aenderung des Organi wird von den Meistern auch die Gewerkschaft der Arbeiter stark besucht, wie an diesem Abend. anerkannt. Die Regelung der Arbeitszeit scheiterte an dem standen die Besucher nebeneinander, daß thatsächlich keine Stecknadel fationsstatuts der Partei erklärte sich der Referent einverstanden, bornierten Widerstand der Meister. In Lausanne stehen die zu Boden fallen konnte. Viele, die in dem überfüllten Saal feinen besonders sei es nötig, daß einmal deutlich feststehe, wer zur Maurer und Erdarbeiter in einer Lohnbewegung mit Blaz mehr finden konnten, mußten umkehren. Genossin 3ettin Partei gehöre, die alte Fassung sei zu dehnbar. Zum Schluß ging folgenden Forderungen: Behnstundentag, minimale Stundenlöhne gedachte zunächst mit warmer Empfindung unsres unvergeßlichen Redner noch auf die Beteiligung an den Landtagswahlen ein. Er von 35 Cts. für Pflasterbuben, 45 Cts. für Handlanger und 55 Cts. Genossen Liebknecht. Die Anwesenden ehrten das Andenken des beharrt auf seinem ablehnenden Standpunkt, da ihn die stattgehabten Wahlen noch nicht eines Bessern belehrt hätten. Die Beteiligung werde für Maurer, welche Säge eine 10prozentige Erhöhung gegen die Dahingeschiedenen durch Erheben von den Sigen. jezigen Löhne bedeuten. Ueberstunden sollen mit einem Zohnzuschlag oben angegebene Thema hielt, war eine scharfe und wohlbegründete müßten wir uns auch dem Beſchluſſe fügen. Der zweistündige Vortrag, den die Genoffin 8ettin über das voraussichtlich wohl auf dem Parteitag beschlossen werden und dann In der Diskussion von 50 Proz. bezahlt werden. Weiter wird die Abschaffung der Verurteilung der Gewaltspolitit im Inlande und im Auslande. Als unterbreiteten die Frauen eine Resolution, deren erster Teil forderte, das reaktionäres Zwillingspaar trete uns die Politik der gepanzerten Vertrauensmännersystem beizubehalten und im zweiten Teile die Faust entgegen: nach außen durch Aneignung und Ausbeutung Reichstags- Abgeordneten aufforderte, energisch dahin zu wirken, daß fremder Gebiete, im innern durch Unterdrückung der nach Befreiung das gesamte Vereinswesen durch Reichsgesetz geregelt werde. vom tapitalistischen Joch ringenden Arbeiterklasse. Die Gewaltpolitit der Frau Bäumler begründete diese Resolution, indem sie ausführte, gepanzerten Faust sei nichts Zufälliges, fie sei vielmehr eine daß bei Aufhebung des Vertrauensmännersystems die Frauen vom Erscheinung, die in ursächlichem Zusammenhang steht mit der Ent politischen Leben völlig ausgeschlossen werden, da ja dann die ganzen wicklung des Kapitalismus, der immer weitere Gebiete zur Aus- Sachen im Verein abgewickelt werden, wozu die Frauen keinen raubung heranziehen muß, der aber, je mehr er sich ausbreitet, um Zutritt hätten. Masuch ist ebenfalls gegen Abschaffung des Verso mehr auch den Boden für den Klaffentampf schafft. Die Politit trauensmännersystems, da durch die Aenderung ein zu schwerfälliger der gepanzerten Faust zeige fich nicht allein in Deutschland, sondern Apparat geschaffen werde. Fischer ist für Centralisation, jedoch in allen fapitalistischen Ländern. Sowohl in solchen, deren Monarchen müßte auch der Kreisvertrauensmann beseitigt werden und die Ge keine Reden halten können, als auch in Republiken. Für die schäfte ausschließlich dem Wahlverein übertragen werden. Plätrich Weltpolitik sei die ganze Kapitalistenklasse, denn sie habe den und Frenzel sind ebenfalls für die geplante Aenderung. Frau materiellen Vorteil davon, während die Lastträger dieser Politik die Meiling und Genosse Obst sprechen sich gegen die AendeBum Schuhe der Griffelarbeiter. Die neueste Nummer des Arbeiter seien, denn sie müssen die Gut- und Blutsteuer zu Gunsten rung aus; letzterer meinte, durch Gründung eines Central meiningischen Regierungsblatts macht bekannt, daß vom 1. Oktober d. J. derselben aufbringen. Die Rednerin beschäftigte sich auch ein- Wahlvereins werde den einzelnen Orten die Selbständigkeit geraubt. ab das Sägen und Spalten des Griffelschiefers, das Abrunden oder gehend mit den Vorgängen in China und zeigte, wie gefährlich dies Nachdem dann noch Herm. Meiling für Aufhebung der VerAbenteuer für alle beteiligten Nationen sei. Eine Katastrophe ohne trauensmänner träftig eingetreten, indem er meinte, daß wir es Durchstoßen der Griffel durch das Kaliber, sowie das gewerbsmäßige gleichen müsse sich daraus entwickeln. Wenn wir die Politik der jetzt nicht mehr nötig hätten, fremde Zuhörer, die nur kommen, um Spigen oder Schleifen derselben nicht mehr in Räumen vorgenommen werden darf, welche als Wohn- oder Schlafräume oder andren Personen Bosheit betrieben, dann müßten wir die Entwicklung und die weiteren den betreffenden Redner in der öffentlichen Versammlung zu hören, begünstigen. Aber weil wir über unsre Angelegenheiten entscheiden zu lassen und als den damit beschäftigten Arbeitern zum gewöhnlichen Aufenthalt Folgen des China- Abenteuers nicht für dienen. Ebenso dürfen mit den erwähnten Arbeiten schulpflichtige der die Politik darum Bosheit feien, fezen durch auch ein viel größeres Jnteresse unter den organisierten wir ber Weltpolitik ber gepanzerten Faust die Welt Genoffen geweckt wird, wurde die Abstimmung über die Kinder resp. Personen unter 18 Jahren nicht beschäftigt politit des Proletariats entgegen, welche Maßregeln verlangt, die von den Frauen beantragte Resolution angenommen. Der erste werden; auch der Aufenthalt von Kindern in gedachten Hütten die geeignet sind, der Arbeiterklasse Brot und Bildung zu verschaffen, Teil, Beibehaltung des Vertrauensmänner- Systems, wird gegen ist bei Androhung einer Strafe von 300 m. verboten. Lange genug hat's ja gedauert, ehe die Regierung fich zu dieser Maßregel und die als letztes Ziel anstrebt: die Verbrüderung aller Völker, den 19 Stimmen abgelehnt, während der zweite Teil, das ReichsDie Rednerin gedachte der Bedeutung des inter- Vereinsgesez betreffend, einstimmig angenommen wird. aufschwingen konnte! Bisher war's gang und gäbe, daß die gesamte Familie fich in den Arbeitshütten aufhielt und bereits der Säugling an nationalen Socialisten- Kongresses. Auf der Tagesordnung desselben weitere Diskussion drehte sich um die Beteiligung an den Landtags das Staubschlucken gewöhnt wurde. Die Folge davon war, daß die stehe neben dem Arbeiterschutz und der Aktion der Gewerkschaften wahlen. Die Mehrzahl der Redner sprachen sich für eine Beteiligung Anträge zu den Tagungen waren nicht eingegangen. von der Schwindsucht Befallenen in den Griffelmacherkreisen einen die wichtige Frage der Stellung der Socialisten zur Weltpolitik. Der aus. erschreckend hohen Prozentsaz der überhaupt in jenem Beruf Thätigen Kongreß werde den Charakter eines Friedensparlaments tragen, das eine Delegierte zur Kreistonferenz wurden gewählt die Genossen Fischer, aufwiesen. Freilich an Mahnungen laus Arbeiterkreisen, diese Miß- In ihrer Weltpolitit des Friedens und der Verbrüderung der Nationen weit größere Bedeutung habe wie die Friedenskonferenz im Haag.& renzel und Frau Bäumler. stände zu beseitigen, hat's nicht gefehlt, auch nicht an Gefängnis: werde sich die Arbeiterklasse auch nicht beirren lassen durch das ftrafen, die vorlaute Schreier" erhielten, weil sie der Regierung in Wort von den vaterlandslofen Gefellen. Die Arbeiterbewegung sein den Arbeiterblättern etwas zu derb auf die hohen und höchsten aus kleinen Anfängen entstanden, sie sei trotz aller Anfeindungen Hühneraugen traten. Aber wie man sieht, Beharrlichkeit führt zum Ziel, selbst wenn der Weg zum Ziel auch einmal durch Gefängnisse start geworden, aber viel ſei noch zu thun, um die Maffen auf- Lehte Nachrichten und Depelthen. führte. Sociales. Sociale Rechtspflege. Weltfrieden. zuklären und für uns zu gewinnen. Bie mit Bezug auf die Flottenpolitit gefagt wurde, so sagen auch wir im Hinblick auf unire Bes vegung: Der Anfang ist gemacht, nun aber weiter! Braufender Beifall folgte dem trefflichen Vortrage. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: daDie Als Stettin, 17. August.( W. T. B.) In der Spritfabrik und Dampfbrennerei von Ferdinand Rückforths Nachfolger brach heute nachmittag Fener aus, bei welchem ein Arbeiter ums Leben tam und ein andrer schwer verletzt wurde. Frankfurt a. M., 17. Auguft.( B. H.) Die Frankfurter Beitung" meldet ans New York: Ein Postzug zwischen New York Sandusky- Bai stürzten. Die Zahl der Toten ist noch unbekannt. und Chicago entgleiste bei Sandusky, wobei 4 Wagen in die Kündigungsfrist. Der Kellner N. verlangte von dem Kaffetier Die Versammlung erklärt sich einverstanden mit den Ausführungen Waged an rückständigem Lohn 32 M., die ihm Wazzed vorenthalten der Referentin. Sie protestiert entschieden gegen die gekennzeichnete hatte, weil N. ohne vorherige Kündigung die Arbeit niedergelegt Art der Politik und erklärt, daß die einzig berechtigte internationale hatte. Vor der Kammer VI des Gewerbegerichts machte der Kläger Politik jene ist, die darauf hinausgeht, Wohlstand und Frieden den gelfend, die Kündigungsfrist sei ausgeschlossen gewesen. Der Ober- Völkern zu sichern, und daß nur der Socialismus geeignet ist, der fellner des Beklagten jagte als Zeuge aus, daß er allerdings zum Welt diese Güter zu bringen, für dessen Ausbreitung die Anwesenden Kläger am zweiten Tage gesagt habe, Kündigung gebe es nicht. jederzeit einzutreten sich verpflichten." Agram, 17. Angust.( B. H.) Die 300 Meter Ilange Eisenbahnbrücke zwischen den Stationen Vulcan und Lucin stürzte heute bors Herr Wazed erklärte dies für unverbindlich, da der Zeuge Dem Vorschlage Frl. Baaders gemäß wurde Clara Bettin mittag in dem Augenblick ein, als ein Personenzug in voller Fahrt ohne Auftrag gehandelt habe. Die plögliche Arbeitsniederlegung des einstimmig als Vertreterin der Frauen auf dem internationalen die Brücke passierte. Die Lokomotive stürzte in den 3fils- Fluß, Klägers wäre demzufolge als Vertragsbruch anzusehen. Den rück- Socialistentongreß gewählt. Zur Frauenkonferenz in Mainz delegierte die Personenwagen fielen glücklicherweise auf das stehen gebliebene ständigen Lohn, den er einbehalten, beanspruche er als Entschädigung. die Versammlung die Genossinnen Ihrer, Thiede und Brückenteil; Heizer und Lokomotivführer konnten sich retten. Der Vorsitzende Dr. Krause machte den Beklagten darauf aufmerksam, engels. Mit der Vertretung auf der Brandenburger Die Ursache des Einsturzes ist in den Regengüssen der letzten Wochen daß eine Aufrechnung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch hier nicht Provinzialfonferenz wurden Frau Ihrer und Frau Weh I betraut. zu suchen. zulässig sei. Nunmehr erhob Waged die Widerflage auf Gewährung einer Kontraktbruchsbuße gemäß§ 124 b der Gewerbe- Ordnung. Der Der Verband der Töpfer Deutschlands( Filiale Berlin) hielt Petersburg, 17. Auguft.( B. H.) Der oberste Rasfationshof Gerichtshof verurteilte den Beklagten zur Zahlung des rückständigen am Donnerstag bei Dräsel, Neue Friedrichstraße, eine gut besuchte hat bestimmt, daß die russischen Juden, welche Tinte und SchuhLohns an den Kläger und den Kläger auf die Widerklage zur Zahlung Versammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Ver- wichse fabrizieren, das Recht haben, in ganz Rußland ihren Wohnsiz von 21 M. wegen vertragswidriger Arbeitsniederlegung. Begründend sammlung das Andenken Liebknechts und das des verstorbenen Mit- aufzuschlagen. Damit ist das Niederlassungsrecht für die Juden wurde ausgeführt: Der Beklagte müsse den rückständigen Lohn zahlen, glieds Berger durch Erheben von den Plätzen. wesentlich erweitert worden. Berantwortlicher Redacteur: Wilhelm Schröder in Wilmersdorf. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Badina in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Ur. 191. 17. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 18. Auguſt 1900. Mongolet Maker Grosse aise Frater Peking Penglar Bahnhof Antings Der Kriegsschauplatz aus der Vogelschau. Wir geben unsern Lesern in beistehender Abbildung eine Darstellung des Kriegsschauplatzes zwischen Tafu und Beting aus der Vogelschau, aufgenommen von einem Punkt südlich der Mündung des Beiho in den Golf von Petchili. Jm Bordergrunde rechts erblidt man Schiffe der internationalen Flotte, links die Forts an der Peihomündung; dahinter Talu, Tongfu und Tientsin. Die Bahnlinie nach Peking ist deutlich zu verfolgen: bei gangtsun überschreitet sie den Beiho. Die Truppen sind über Yangtsun, Hofiwu am Beiho nach Tungchow marschiert und stehen bereits seit einigen Tagen vor oder in Peking. Unfre Zeichnung, auf welcher sich im Hintergrunde hinter Beking auch die Große Mauer und der Ort, wo nahe derselben die Kaisergräber liegen, befindet, giebt ein anschauliches Bild des jetzt in Betracht kommenden Geländes. nache Paoting Lang lang Hsiastha Wuching Lokales. Danksagung. 2287 Lofa Jangtsun oy Hiangho Tsilihai Changliang- theng Arsenal Kanal rsenal Fren Ntedeg Rennbahn Peiho Nord For Aus Anlaß des Trauerfalls, der unsre Familie betroffen hat, find uns aus allen Teilen Deutschlands und des Auslands Beweise aufrichtigen und warmen Beileids zugegangen. Die Zahl derer, die uns durch ihre Teilnahme und die Treue und Verehrung für den Verstorbenen zugleich getröstet haben, ist so groß, daß wir uns leider versagen müssen, jedem einzelnen besonders zu danken. Wir sprechen allen hierdurch unsern herzlichsten Charlottenburg, den 17. August 1900. Dank aus. der kleine Taku Tonku Tungchow Lewith. Kort Inst Reseke Berlin, SK- S Frankfurter Viertel seiner Vollendung entgegen gehen, und die Mittelstandsblätter vom Schlage der Staatsbürger Zeitung" werden aufs neue jammern über den„ Ruin des Mittelstandes". " Mit einer leichten ungeduldigen Bewegung des Stoloffes haben die Riesen- Verkaufshäuser die beengende Feffel der WarenhausSteuer abgestreift und sie andern aufgeladen. Kaum ist sie in Straft getreten, so zeigt es sich, daß diejenigen fie tragen werden, zu derem Schuße" sie geschaffen war. In den Fachblättern bestimmter Fabrikantenkreise, die den Warenhäusern liefern, lieſt Die. man jetzt ständig ein großes Lamento über die Steuer. Unter der Warenhäuser haben ihnen die Steuer zugewälzt. Androhung, ihre Bestellungen sonst anderwärts zu machen, haben fie nach Inkrafttreten der Steuer einen besonderen Rabatt von 2 Proz. verlangt, um davon die Steuer zu decken. So hat der Fabrikant die Warenhaussteuer zu tragen, während die großen Verkaufshäuser in keiner Weise in ihrer unheimlichen Konkurrenzfraft geschwächt worden sind. Die Fabrikanten sträubten sich anfangs gegen die Zumutung. Im Rheinlande haben die Färberei und Druckerei- Industriellen, denen sich dann die Eiſenindustriellen angeschlossen haben, einen Ring gebildet, um die Warenhäuser so lange zu boykottieren, wie sie von den Fabrikanten den Steuerrabatt verlangen. Gleichzeitig wandten sie sich an die Kleinhändler, damit diese nicht mehr von Fabrikanten beziehen sollten, die an Warenhäuser liefern. Aber der Boykott ist schon fehlgeschlagen. Die Kleinhändler können den Fabrikanten für den Massenabsaß an die Warenhäuser teinen Ersatz bieten, und die Konkurrenz des Boykotts wird gelockt durch die großen Aufträge. So bleibt der Boykott wirkungslos, und zahlreiche: Fabrikanten giebt es, die den Warenhaussteuer- Rabatt bewilligen. Da sie ihn aber nicht selbst tragen wollen, so sehen sie sich nach tragträftigen Schultern um, und diese sind die Abnehmer tleinerer Mengen, die mittleren und kleinen GeschäftsLeute, denen der Fabrikant den Steuerrabatt der Warenhäuser auf den Kaufpreis der Ware schlägt. Das ist der Inhalt des Lamentos der Blätter: Die kleinen Geschäftsleute des Mittelstandes" stehen vor der Gefahr, indirekt eine Steuer tragen zu müssen, die andern zum Schuße. des Mittelstandes" aufgehalst wurde! Nichts kann besser die Unmöglichkeit darlegen, die versinkenden Mittelschichten vor den Folgen der fortschreitenden großkapitalistischen Produktions- und Verteilungsweise zu schützen, als dieses Augenblicksbildchen. Lärmend betreiben die Ewig- Blinden der Reaktion die„ Rettung des Mittelstandes". In den Hauptstraßen Berlins aber redt der moderne großkapitalistische Verkaufspolyp, das Warenhaus, feine Schillernden Glieder und saugt die Kundschaft auf. Hinter ihm steht die Großmacht der Aktionäre und des Bankkapitals. Welches Ge schrei wird der Mittelstand erst erheben, wenn das Warenhaus, die Großstadt- Erfindung, seine Saugarme auch nach den Mittelstädten hinüberstreckt? Und doch wird alles Kommentieren mußlos fein! Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Nach dem nun die Hauptthätigkeit unsrer Kolonne für diesen Sommer beendigt ist, veranstalten wir unser diesjähriges Herren- Kaffeekochen am Sonntag, den 19. August, nachm. 3 Uhr, in dem schönen Naturgarten des Genossen A. Neumann, Brunnenstr. 150, wozu wir unsre Freunde und Gönner hiermit einladen. Für Unterhaltung ist gesorgt. Der Vorstand. Ueber die Kandidatenfrage im 6. Wahlkreis geht folgende Roften aufgeführt ist, ist ein moderner Verkaufspalast, Notiz durch die bürgerlichen Blätter:" Im 6. Berliner Reichstagsder Tod des Kleinhändlers, ein Warenhaus größten Stils: das Wahlkreise sind von den Genossen" drei Kandidaturen vorgeschlagen Berliner Verkaufspalais der Aktiengesellschaft Tieß, die, nachdem sie und zwar die des Rechtsanwalts K. Liebknecht, eines Sohnes des bereits in vielen andern deutschen Großstädten festen Fuß gefaßt Verstorbenent, des Dr. Arons und des Rechtsanwalts W. Fränkel. hat, mun auch in Berlin eine ihrer Verkaufscentralen errichtet hat. Jm focialdemokratischen Wahlverein des sechsten Wahlkreises, der Sohn auf die Mittelstandsretter, die vor kurzem, in der Kommission der Kandidaturfrage gekommen. Die meisten Chancen soll bis jetzt Dieser maifige Brumbau sieht sich an wie der steingewordene den Kandidaten nominiert, ist es schon zu harten Kämpfen wegen des Abgeordnetenhauses, den Kleinhandel retten" wollten, indem Dr. Arons haben." sie den Warenhäusern die Fessel einer Sondersteuer um die Füße Wir bemerken dazu, daß die ganze Mitteilung auf freier Erlegten. Die Warenhausstener follte das Mittel sein, diese modernen findung beruht. Bisher ist man weder zu Vorschlägen gelangt, noch Verkaufshäuser zu verhindern, billiger zu verkaufen als ist ein Streit über irgend welche Personen entstanden. Händler, der an seinen wenigen Specialartikeln Vom Wohnungselend. Wer die Berliner Wohnungsverhältnisse verdienen muß. feinen eignen Lebensunterhalt und seine hohe Ladenmiethe nur einigermaßen tennt und sein Augenmerk auch schon einmal den Die Warenhaussteuer, so sagte man, werde Arbeiterwohnungen zugewendet hat, der wird sicherlich ohne weiteres die Häuser zwingen, mit den Preisen in die Höhe zu gehen und zugeben müssen, daß sich die Arbeiterfamilien, infolge hoher die Käufer würden alsdann wieder den kleinen Händlern Mietspreise und mangelnder Geldmittel, ganz besonders starke, die zuströmen. So konnte man den Mittelstand retten" und, wie ein menschliche Gesundheit im höchsten Grade benachteiligende, Einkonservativer Redner im Plenum in unglaublicher Verblendung schränkungen in Bezug auf Geräumigkeit der Wohnungen auffagte, zugleich einen Schlag thun gegen die Socialdemokratie, erlegen müffen. Es ist daher wohl notwendig, diese That deren Entwickelung man in dem Maße hindere, wie man den Mittel- fache immer und immer wieder an die Oeffentlichkeit zu ziehen und stand befestige. durch diverse Beispiele zu illustrieren. Wir wollen deshalb heute ein Die Rettung" des Mittelstandes hat sich wieder einmal Bild aus einigen Häusern des Südostens geben. Zur Zeit In der Leipzigerstraße, am Dönhoffsplay, geht jetzt ein Brunk- zum wievielten Male? als absolut wirkungslos erwiesen. werden bekanntlich in dieser Gegend öfter aktive Militärs aus den bau seiner Vollendung entgegen. Ein maffiger Steinbau, deffen Der moderne Prunkban des Warenhauses triumphiert in feiner Stafernen in Privat- Wohnungen ausquartiert und da macht sich denn architektonische Schönheit nur durch die schreiende Reklame gestört massigen Bracht über die Rückwärtser in unserm Wirt die Ueberfüllung der Wohnungen durch Zusammenpferchung vieler wird, aber das Ganze zeugt von der ins Riesenhafte gehenden Groß- schaftsleben. Die Warenhäuser dehnen sich aus, fie fressen Menschen beiderlei Geschlechts, recht start bemerkbar. Die Arbeiter. artigkeit amerikanischer Geschäftshäuser. Breite helle Spiegelicheiben- den Konsum ganzer Stadtteile, indem sie ihn centralisieren, denen eine Zubuße zu ihrem Haushaltungs- Etat immer sehr an flächen, geschmackvoll eingerahmt von goldigen Schnüren, ein gleich einem ungeheuren Polypen, dessen Saugarme wachsen mit der genehm ist, melden sich natürlich sehr gern bei solchen Gelegenheiten. hohes Entree, die vorspringenden Teile der langgestreckten Front von Menge, die er verschlingt und der alles verdrängt, was in seiner Es wird aber nicht überall einquartiert, indem vorher doch ein mächtigen Karyatiiden gehalten und auf der Höhe des Prunt- Nähe existiert. In wenig Wochen wird das Publikum Berlins zu wenig inspiziert wird. Trotz alledem find aber doch eine große Anbaus, ebenfalls getragen von maffigen Steinfiguren ein gläferner Tausenden, fafciniert von der funkelnden, glitzernden Pracht des zahl Wannschaften in Wohnungen untergebracht, die schon völlig Erdball, deffen Inneres abends in elektrischem Licht erstrahlen soll, modernen Verkaufshauses, in das neue Gebäude an der Leipziger- überfüllt und mit Menschen vollgepropft sind. Die hier in Betracht um weithin das vom Spittelmarkt und vom Potsdamer Thor straße strömen. Bis dahin hat auch Wertheim seinen Anbau in der kommenden Wohnungen sind auch sämtlich ohne Storridors und be kommende Bublikum heranzuziehen. Denn was dort mit ungeheuren Leipzigerstraße eröffnet, wird Jandorfs neues Verkaufsgebäude im stehen nur aus Küche, Stube und Kammer. Ihre Höhe beträgt Im Namen der Hinterbliebenen: Natalie Liebknecht. Das Warenhaus. Ein Stück Kaliko. " Alle diese Wirkungen schlummern in einem Stück Kaliko. Und während dieser Chor gen Himmel tönt und den Aber die Sache hat auch ihre traurige Seite, und Leid und großen Baumeister des Universums zum unbestechlichen Schiedsrichter Tod, Verwüstung und Elend bringt oft das Wehen des Flaggenstoffs machen möchte, wehen zwei Stüd Kalito( nur in der ZusammenEin paar mit der Kaufmannsscheere herabgeschnittene Ellen mit sich. Die Menschen werden plößlich friegerisch und begehren, gegen stellung der Farben verschieden) einander Mißtrauen zu und wecken bunten Fahnenstoffs sind doch nicht mehr als ein paar Ellen Lein- jemand geführt zu werden, den sie umbringen können. Dieselben die niedersausenden Schrapnells ein Echo zwischen den von Blut wand oder Kalito. Werden sie jedoch an eine Flaggenstange befestigt, Fahnenstoffe, die friedlich einen Cricket- Spielplay abgrenzen oder die triefenden Felswänden. Welch ein Schauspiel! Im Grunde dann macht sich der Unterschied sofort bemerkbar. Der Stoff beginut Mufiltribüne schmücken, sie verwandeln Menschen in Teufel, genommen fein viel merkwürdigeres als es die Thatsache iſt, sich wunderbar zu metamorphosieren. Vor allem beginnt er zu sobald fie 811 weben" beginnen. Solch ein einfaches baß all die in China entstandenen Ünruhen vielfach den Anstrengungen weben", zu flattern", und sobald der farbige Fegen wehet", wird Stick Kaliko schafft Witwen und Waisen, verursacht Herzeleid der Missionare entspringen, die unsern Gott solchen Menschen ein die Sache ernstlich. Wir entdecken plöglich, daß er tausendjährigen und Ströme von Thränen. Es ruft laut nach Kanonen und Ge- trichtern wollen, welche eine andre unsichtbare Gottheit anbeten. Kämpfen und Stürmen getrozt hat." Das Stück Kaliko wäre wehren, nach Schüssen, Pulver und Bomben. Aus jeder Falte Der grüne oder gelbe Drache gelbe Drache des chinesischen Flaggenstoffs ja ganz harmlos, würde es nicht wehen und flattern, flattern Mord, Tod und Schlachten, wenn die Brise sie anmutig weist die Zähne des fabelhaften Ungeheuers den fremden aber sobald es dies thut, ist das Unheil fertig. Seine wehenden bewegt. Teufeln". Und gegen den Drachen wird demnächst eine Flut von Falten scheinen überallhin die Mikroben des Jingofiebers zu ver Wir hatten in der letzten Zeit viele wehenden, fliegenden Fahnen losgelassen. breiten, das die Welt von einem Ende zum andern verseucht. Der Fahnenstoffe. Die Fahnen sollen zurüdgebracht werden, rein, fledenlos und Dichter ist gewöhnlich das erste Opfer dieser Infektionstrantheit; er Er wehte in Südafrika und im Sudan. Es wirbelte durch die ohne Matel. bricht in Berse von Ruhm und Heldentod" aus und befingt Luft in Afghanistan und flattert jest doppelt in China. Ist es denn möglich, daß eine Fahne, die den Magimgeschüßen, mörderische und blutige Dinge. ihn über Bloemfontein, Johannesburg und Pretoria und seine den Mordwaffen allen, an denen der Teufel seinen Wiz versucht Der Politiker, der solche Flaggenstoff- Bazillen schluckt, fängt an bedeutungsvollen Schwingungen füllen die Länder mit Stöhnen und hat entgegengeschickt werden, ist es möglich, sie wieder unbefudelt fich aufzuregen und zu fiebern, und hat die Krankheit ihren Höhe Flüchen und vergiften die reine Gottesluft mit den Miasmen ber heimzubringen? Wenn die Fahnen wiederkehren, werden sie bepunkt erreicht, so schreit und tobt er, mißtraut den andern Nationen, wesender Leiber. Jedes Wogen des Stoffes hat Menschen niederschmutzt und befleckt sein! Welch ekelhafte Heuchelei das insultiert seine Bundesgenossen, wird zeitweilig wahnsinnig, und bes gemäht, gleichwie die Senje des Schnitters im Juni Gras und alles ift! Warum werden die Namen des Schöpfers zahlt schwere Steuern ohne jegliches Murren. Dies legte Sympton Klee zu Boden legt. Und auch jest soll das Stück Kaliko wieder und Erlösers und all die Gebete nicht aus dem Spiele gelassen, ist das schlimmste, aber zugleich auch das hoffnungsvollste. Danach flattern. Die Welt ist erfüllt mit Blutdurst... warum nicht lieber offen und mannhaft sagen: Ihr habt mich gewird der Patient manchmal wieder gesund. ( Die folgenden Ausführungen, die sich mit Reden des deutschen troffen und ich schlage Euch dafür die Köpfe entzwei?" Denn nur Kaisers befassen, fönnen wir aus Gründen der in Deutschland das ist hiermit gemeint und dann noch eine Provinz oder der Haufenden Majestätsbeleidigungs- Prozeßepidemie nicht wiederholen. gleichen ins Auge gefaßt als fleines Handgeld. Die Redaktion.) Welch abstoßendes Schauspiel von Sünde und Bosheit läßt sich da mit Religion in Einklang bringen. Die Jingopriester beten: Laß' unsre Fahnen siegreich wehen, o Gott, und schütte Tod und Verderben aus über die Boeren, die uns so schwer beleidigt haben." Und zu gleicher Zeit steigen zum Himmel auf die Gebete von Krüger und Stein, von De Wet, Botha und Snyman: Die kleinen Mitroben dringen bis auf die Kanzel und üben ihre tödliche Macht auch auf die Geistlichkeit aller Glaubensgattungen, am stärksten aber auf die Hoftapläne aus. Der Einfluß des Krankheitsteims wird bei öffentlichen Banketten schneller empfunden als sonstwo, denn er gedeiht dort am besten und lebt im Altohol fort. Mit Champagner genährt, ist die Wirkung der Flaggen Bazillen eine höchst merkwürdige; der Patient bricht mit kräftiger Stimme in den Ruf aus:„ God save the Queen" und Rule Britannia" oder je nach dem Schauplag: Allons enfants de la patrie" oder„ Heil Dir im Siegerkranz". Für dieses O perr, töte, vernichte und strecke sie nieder mit Deinen Stadium des Uebels ist Sodawasser dringend zu empfehlen, obwohl Todespfeilen, die Engländer, die uns unser Land und unfer Heim das Mittel nicht gerade unfehlbar ist. rauben wollen." W Das Flattern des Stückchens Kaliko ist sehr volkstümlich, trotz seiner düsteren Bedeutung. Wer sind die Leute, die den blutgetränkten Fahnenstoff am Ende sorgfältig zu hüten haben? Es find die Geistlichen. Wer in eine alte Kirche kommt, findet dort die alten, bunten Fezen sorgfältig aufbewahrt, die in Stücke geriffen und von den Kugeln im Striege zerschossen worden sind auf blutiger Walstatt. Sie werden hier für alle Zeiten dem Gott des Friedens geweiht! Northumberian. ( Uebersetzt aus„ The Reynolds Newspaper".) durchgängig 2,5 Meter. Die Grundfläche fämtlicher 3 Piecen macht zugeführt, welcher die Beseitigung des Kirchhofs unter allen Umgeführt. Bekanntlich wurden vom Oktober v. J. bis zum Mai d. J. zusammen 35 Quadratmeter aus, der Raumgehalt der brei leeren ständen notwendig macht. viele Einbruchsdiebstähle begangen, die durch die Uebereinstimmung Denen doch auch noch war. dieselbe Person gerechnet werden. durch die notwendigen Möbel eine und Stets waren alleinBimmer demnach 87,5 kubikmeter. Für dergleichen Wohnungen, Die Victoria regia unfres Botanischen Gartens wird in diesem der begleitenden Umstände darauf schließen ließen, daß der. Thäter viel Platz und Luftgehalt genommen wirb, wären sicher Jahre erst gegen Ende des Augustmonats zur Blüte gelangen, da ſtehende Lehrerinnen oder andre Damen die Bestohlenen. lich, wenigstens vom hygienischen Standpunkte aus, 5 Jufaffen über ber berühmten Pflanze etwas beeinträchtigt hat. Eine Blütenknospe Dieb öffnete die Korridorthüren mittels Nachschliffel, die bisherige fühle Witterung dieses Monats die Blütenentwicklung Die Einbrüche wurden am hellen Tage ausgeführt. Der genug. Das ist schon eine der niedrigsten er nach Geld Aber weit gefehlt. ebenso Bewohnerzahlen. Von 33 solcher, zwar aus 3 zusammenhängenden hatte die Victoria regia allerdings schon gezeitigt, doch war sie so die in der Wohnung befindlichen Behälter, die flein und unbedeutend ausgefallen, daß sie vom Inspektor des und Wertsachen durchsuchte. Beim Verlassen der Wohnung verschloß Teilen bestehenden, aber doch kleinen Wohnungen, Wohnungen, fönnen Gartens abgeschnitten worden ist, eine Maßregel, die dem ferneren der Dieb die korridorthür wieder mittels eines Dietrichs. Am thatsächlich nur ein Drittel zu fünf Personen und darunter Blühen der Pflanze nur zum Vorteil gereicht. In früheren Jahren empfindlichsten wurde die Lehrerin Fräulein Worrmann, Kaiserstr. 29, In allen andren Fällen hausen 6 bis 18 und auch im Vorjahre konnte man die herrlichen weißen Blüten am 14. Oftober v. J. bestohlen. Der Dieb erbeutete 125 m. bares menschliche Besen in solch einem Quartier. Eine solche Wohnung bereits Mitte August bewundern. beherbergt jogar zwei Familien. Einige andre fassen neben den Geld, Schmucksachen, zumeist alte Erbstücke, zum Werte von zwei Familienhäuptern noch fünf bis acht Kinder und obendrein In der Angelegenheit des in der Laubenkolonie Nordend etwa 3000 Mart und zivei Hinterlegungsscheine der Reichsbank noch Schlafburschen und Schlafmädchen. Mit Abvermietungen be: tot aufgefundenen Stakers Michael Scherop find vorgestern über 1000 Dollar beziv. 8000 Mart in Konsols. Die Ausfassen sich über die Hälfte aller Familien und verschiedentlich verschiedene Beugen vernommen worden. Von Bedeutung sind die zahlung der beiden Scheine wurde sofort verhindert. Diesem Diebstahl find auch neben Schlafmädchen noch Soldaten einquartiert. In Aussagen des Gastwirts Orth und des Handelsmanns Wehn. Bei O., folgte bald ein zweiter bei der Lehrerin Frl. Müller, Berlebergereinigen solcher Wohnungen fampieren aber selbst 4, 6 und 7 er der in der Badstraße eine Gastwirtschaft betreibt, war Scherop am straße 2, ein dritter bei der Lehrerin Frl. Hoge, Pfulstr. 2, ein wachsene Personen beiderlei Geschlechts, ungerechnet der Kinder. Sonnabend früh gegen 6 Uhr gewesen. Er hatte sich von dem am vierter bei der Lehrerin Frl. Liedge, Zossenerstr. 34, und ein fünfter Die Gesundheit der Menschen wird hier in ganz unverantwort- Tage vorher zum erstenmal gehabten epileptischen Anfall wieder bei der Lehrerin Frl. Fritsche, Emdenerstr. 3. Beim Versuch des licher Weise gefährdet. Diese Gefahr wird selbstverständlich noch völlig erholt. Wie Herr O. weiter angiebt, erschien Kleczinsky am zehnten Diebstahls wurde der Thäter ertappt. Die Witwe Klemp, erhöht durch das Zufammenfchlafen mehrerer Personen in einem Sonnabendmorgen gegen 9 Uhr ebenfalls in diesem Lokal und die allein eine Wohnung im Hause Horndorferstraße inne hat, war Bett, so daß die Wohnungsnot und die hohen Mietpreise direkt und teilte dort mit, daß sein Vetter, der Stafer, soeben gestorben nach Karlsbad gereist und hatte der in demselben Hause wohnenden indirekt die Entstehung und lebertragung von Krankheiten bewirken. fei. Er, St., sei bereits bei der Polizei gewesen und habe Frau Göcke ihre Schlüssel übergeben. Die lettere sah am VorUnter solchen Verhältnissen, deren Grundübel der Häuserwucher ist, den Arzt Dr. Kopeyty benachrichtigt. Er erwarte jetzt mittag des 15. Mai einen fremden Mann aus der Wohnung der darf man sich nicht wundern, wenn Moral und Sittlichkeit auf ein das Eintreffen der Polizei und des Arztes. In dem Lokal habe er Witwe Klemp tommen und die Treppe himmter eilen. Sie tiefes Niveau herabgedrückt werden. auch an den Handelsmann Wehn die Ziege für 5 M. verkauft. Wehn verfolgte ihn und veranlaßte seine Festnahme. Auf der Wache steckte bestätigte die von dem Vorzeugen gegebenen Mitteilungen im vollen der Verhaftete einen Bettel in den Mund, den er zu verschluden Bet den letzten Versehungsprüfungen wurden in einer Umfange. Er sei dann mit S. gegen 11 Uhr morgens nach der versuchte. Es gelang ihm auch bis auf einen kleinen Fezen, den Gemeinbeschule eines Berliner Vororts unter Laube gegangen, um dort die erworbene Biege in Empfang zu man ihm noch zwischen den Zähnen hervorreißen konnte. Auf dieſent andern Sägen die folgenden diftiert, die die neueste Nummer der nehmen. Sie betraten die kleine Hütte und hier wurde er, Beuge. Bettel war die Adresse der Witwe Klemp verzeichnet. Wahrscheinlich Pädagogischen Zeitung" aus der Sammlung des Rektors der be- von S. aufgefordert, ihm behilflich zu fein, die Leiche aus dem enthielt der verschluckte Bettel noch weitere Abreffen von Bes treffenden Schule unter der Spißmarte Für Schulleiter und solche, Winkel, in dem sie lag, ins Freie zu schaffen. 2. lehnte dies ftohlenen oder oder noch zu Bestehlenden. Der Mannt war die es werden wollen", aber sonst ohne Kommentar mitteilt. jedoch ab mit dem Bemerken, daß er Leichen nicht anfassen tönne. der Angeklagte Neumann, auf den sich der Verdacht lenfte, „ Der bösartige Wüterich leugnete den entfeßlichen Totschlag sleczinsky bestreitet zwar nicht die Richtigkeit dieser Zeugenaussagen, daß er auch bei der Lehrerin Medenwaldt gestohlen und fie and berleumdere gewiffenlos den verwaisten Mohren. Der behauptet jedoch, so gehandelt zu haben, um unauffällig und bei dieser Gelegenheit ermordet hatte. Von dem Gange der noch excentrische Ingenieur begab sich nach der offiziellen Ceremonie unbemerkt den Diebstahl ausführen zu können. nicht beendeten Boruntersuchung wird es abhängen, ob gegen Neueilends zum Wirklichen Geheimrat und traf bort den inspizierenden Marquis, den charaktervollen Artillerie- Offizier und den konzipierenden mann noch Anklage wegen Mords erhoben werden wird. Jm gestrigen In der Leschalle der Ethischen Gesellschaft, Neue Schön: Termin handelte es sich nur um zehn schwere Diebstähle, deren ber Rekonvalescenten; er las beim Champagner durch eine Lorgnette hauferstr. 13, find in der letzten Zeit mehrfach Garderobenstücke Angeklagte geständig war. Wie er schon bei seiner polizeilichen die Journale und Memoiren, fizend im gebliümten Fauteuil. gestohlen worden. Die Spizbuben achten genan darauf, bis der Bernehmung angegeben hatte, wollte er in dem Arbeiter Emil Der stolzierende Infanterie Offizier pflückte im Röhricht einige fenige, auf deffen Garderobe sie es abgesehen haben, einmal den Bober einen willigen Abnehmer der gestohlenen Wertsachen gefunden Epheublätter und fummte gedankenvoll eine interessante Melodie. Der Rüden wendet oder in ein andres Bimmer geht. Dann ver- haben. Allerdings habe Bober ihm einen wahren Spottpreis hierfür geintrigante Droguist besuchte mit der Guitarre die Bibliothek. Die schwinden sie mit größter Schnelligkeit mit der gemachten Beute. zahlt. Dieser wurde verhaftet und stand nun wegen gewerbs- und gewohn-. haben. Allerdings habe Bober ihm einen wahren Spottpreis hierfür gebissige Syäne zertrat die Hyazinthe und den Viop und zerbiß den Auch Bücher und Zeitschriften find in den letzten Monaten öfters ge- heitsmäßiger Hehlerei neben Neumann im Anklageraum. Der lettere Mais und die Cypreffe. Der Polizist ging mit dem Terzerol vor stohlen worden. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, einen Spigbuben war geständig, alle Diebstähle begangen zu haben, Er habe sich der Prozession vorbei und sah den nervösen Kavallerie- Offizier, bei der That abzufassen. zunächst durch mehrfaches Klingeln davon überzeugt, daß die bewelcher in der entblößten Hand eine Hyanginthe und ein Struzifig treffende Wohnungsinhaberin nicht zu Hause war. Wurde ihm wider trug. Der übermütige und tollkühne Inspektor schoß mit homerischem Erwarten geöffnet, so gab er den Prospekt einer NähmaschinenGelächter tollfühn in die Fluten usw. usw." handlung ab, von denen er immer eine Anzahl bei sich führte. Nur bestritt der Angeklagte, daß er auch die beiden erwähnten Scheine bei Fräulein Worrmann gestohlen habe. Der bereits einmal wegen sch: veren Diebstahls mit einem Jahre Gefängnis vorbestrafte Angeklagte Neumann ist 26 Jahre alt, hat bei den Bionieren in Danzig gedient und scheint sich nach seiner Entlassung vom Militär nur durch Diebstähle ernährt zu haben. Auch der Mitangeklagte Bober erfreut sich nicht des besten Leumunds. Er ist in eine große Falschmünzeraffaire verwickelt, die sich außer gegen ihn noch gegen nenn andre Angeklagte richtet, die in großartigem Umfange die Her stellung von falschen Thalerstücken betrieben haben sollen. Die Sache ist Tudy und Genossen" betitelt und wird derzeit das Schwurgericht beschäftigen. Bober, der vom Rechtsanwalt Bronker verteidigt wurde, behauptete, daß Neumann ihn wahrheitswidrig der Hehlerei bezichtige. Er habe ihm nur einige Kleinigkeiten abgekauft, von deren unreellem Erwerb er feine Ahnung haben konnte. Neumann blieb demgegenüber bei der Behauptung, daß Bober fast alle gestohlenen Schmucsachen an sich gebracht habe. Der Gerichtshof hielt auch beide Angeklagte durch die Beweisaufnahme für überführt und verurteilte Neumann zu sechs Jahren, Bober zu zwei Jahren 8uchtbaus und den üblichen Nebenstrafen. AIS die beiden Angeklagten zurückgeführt wurden, maß Bober seinen Genoffen mit unheilverkündenden Blicken und äußerte zu ihm: Warte mur, Du hast mich hineingelegt, jetzt werde ich Dich aber auch hineinpacken!" " A Von einem Pferd erschlagen wurde der 8 Jahre alte Knabe Walter Sonnenstuhl aus der Prinzenallee 88, deffen Bater ein Stohlengeschäft betreibt. Der Junge war mit einem Handwagen, Die Säße find so gepfeffert" wie möglich, und insofern sind der mit Coats beladen war, an ein vor dem Hause Fennstraße 3 fie vorzüglich geeignet, an ihnen zu prüfen, mit welchem Erfolge haltendes Fuhrwert angefahren. Die Pferde wurden unruhig und der Lehrer feinen Schülern das vorgeschriebene Orthographiepenfum bäumten sich, und das eine schlug hintenaus. Dabei traf es Walter ( in dem vorliegenden Falle besonders die Fremdwörter) eingetrichtert Sonnenstuhl, der ihm zu nahe gekommen war, und zertrümmerte hat. Sie find noch gepfefferter" als der gleichfalls aus einem Ver- ihm den Schädel. Der Stnabe wurde hoffnungslos in das Kaiser fegungsdittat stammende schöne Satz„ Vor dem Chokoladen- und Kaiserin Friedrich- Krankenhaus gebracht und starb in der Nacht Laden laden Ladendiener eine Ladenthüre ab", den wir einmal irgendwvo lafen. Ihrem Inhalt nach gehören die Säße zum Freitag. allerdings mit Erlaubnis zu sagen in das Gebiet des Aus Liebesgram tieffinnig geworden ist die 40 Jahre alte blühenden Blödsinns"; aber das ist eben das unvermeid- Witwe Bertha Teyka, die Neue Hochstraße 45 im vierten Stock des liche Ergebnis der maßlosen Sucht, den Kindern das„ Gepfeffertfte" Seitenflügels wohnte und sich am Donnerstag, vormittags um vorzulegen. Wer die üblichen Schulbeispiele fennt, der wird gern 10 Uhr, aus einem Fenster der Wohnung auf den Hof hinabstürzte bereit sein, über diesen Bunkt hinwegzusehen. Eine mehr oder Sie blieb mit zerschmettertem Schädel fofort tot liegen. Seit acht weniger große Portion Blödsinn steckt ja in den meisten Schul- Jahren Witwe, ernährte sie sich durch Waschen von Wäsche und durch beispielen. Das Pfeffern" der Schulbeispiele verdient aber Abvermieten. Ein Berhältnis, das sie unterhielt, erreichte vor aus einem andern Grunde die allerschärfste Ver- einiger Zeit einen Bruch, und seitdem zeigten sich bei Frau T. Spuren urteilung. Eine solche Häufung von Schwierig geistiger Störung. teiten, wie sie sich in den oben angeführten Säßen Mit Morphium vergiftete sich die 28 Jahre alte Ehefrau findet, wirkt auf manche Kinder geradezu nervenzerrättend. Marie des Lederarbeiters Heiland aus der Forsterstr. 8. Seit etwa Wir bitten unsre Leser und Leserinnen, sich einmal vor drei Jahren leidet Frau Heiland an Atemnot, und ein Arzt zustellen, wie ihnen zu Mute wäre, wenn von ihnen in ihrer batte zur Linderung Morphiumtropfen verschrieben. Trog Berufsthätigkeit eine Leistung mit einer ähnlichen häufung von dem verzweifelte Frau Heiland und versuchte schon am Schwierigkeiten verlangt würde und wenn von dem Ausfall der Donnerstagabend, die das Gift enthaltende Flasche enthaltende Flasche aus Leistung eine ähnlich wichtige Entscheidung abhängig gemacht würde, zutrinken. Der Mann fam indes rechtzeitig hinzu und entriß ihr wie es in dem Leben eines strebiamen Schulkindes die das Gefäß. Am Freitag trat das Leiden wieder heftig auf. Frau Entscheidung über seine Berfegung ist! Nicht wahr, man möchte, S. schickte voller Verzweiflung gegen Mittag ihren achtfährigen Sohn Schüler Richard Kr. von einem Civilrichter ausgestellt und die Folge Religion schwach". Dies Zeugnis wurde dem 12jährigen wenn man diese Diftatsäge liest, im ersten Augenblick in das Karl zu ihrer Mutter und ihrer Schwester nach der Oppelnerstraße davon war, daß die Eltern des Knaben dadurch einen Prozeß berhomerische Gelächter" einstimmen, mit dem wie der Herr Rektor mit der Bitte, fie möchten wegen ihres Zustandes die Wirtschaft beso schön sagt " der übermütige Juspektor tollkühn in eie Fluten forgen. Als die Schwester eintraf, hatte Frau§. das Gift ge- loren. Diefelben waren von dem Eigentümer F. auf Räumung der schoß". Aber unsre Kinder lachen nicht, wenn sie diese Säge hören. trunken und lag befimmungslos auf dem Bett, während der kleine von ihnen gemieteten Wohnung verklagt worden, weil sie nicht nach Bie manches unter ihnen steht entsetzt vor der Aufgabe, die ihm Sinabe im Zimmer ipielte. Nachbarn riefen einen Arzt der Rettungs-§2 des Mietsvertrags die Miete für Monat Juli nicht am ersten, mit einem solchen Dittatfak gestellt wird, und bricht in Thränen wache am Görliger Bahnhof, ber der noch lebenden Frau Gegen- fondern erst am ziveiten entrichtet hatten. Zugleich verlangte aus, wenn es sieht, daß es sie nicht bewältigen kann! Die Fähig mittel gab und sie in einem Nünzelschen Wagen nach dem Kranken- Kläger Zahlung der Auguſt September Miete, also teit, sich in die Kinderseele hineinzuversetzen, gebt vielen Menschen haus Am Urban bringen ließ. bis Ende Des abgeschlossenen Vertrags. Die Beklagten, ab leider auch vielen Lehrern; der gemeingefährliche Eheleute Sr., erhoben vor Gericht den Einwand, daß sie Unfug des Pfefferns" der Schulbeispiele würde sonst nicht so weit Ueberfahren von der elektrischen Bahn wurde gestern nach ihren Sohn Richard am abends 1. Juli, gegen 7 Uhr, verbreitet sein. mittag ein altes Mütterchen von ungefähr 60 Jahren. Die alte zu dem Kläger mit der Miete hingeschickt hätten, daß dieser aber Frau überschritt das Geleise unweit der Friedrichsbrücke, ohne zu unverrichteter Sache zurückgekommen wäre, nachdem ihm auf zweiDas Schicksal des alten Dreifaltigkeits- Kirchhofs am bemerken, daß auf der abschüssigen Bahn ein Wagen der Linie maliges Klingeln und 5 Minuten langen Wartens nicht geöffnet Potsdamerplatz ist trop der bereits erfolgten Inangriffnahme des Danzigerstraße- Nixdorf in schneller Gangart daherkam. Der Zuruf worden sei. Das Dienstmädchen bestritt dies. Ihr Dienstherr habe Baues der Untergrundbahn immer noch nicht entschieden, obwohl die des Führers, wie auch der Verfuch, mit allen Sträften den Wagen ihr ausdrücklich anbefohlen, zu Hause zu bleiben und auf die Klingel Beseitigung dieser Begräbnisstätte im Interesse einer günstigeren zum Stehen zu bringen, fonnte das Unglück nicht verhindern. Die zu achten. Sie tönne das Läuten nicht überhört haben, denn fie nicht geschlafen. Der Knabe blieb im Termine bei Lage des am Eingang zu der Eisenbahnfiskalischen Straße, in der alte Frau wurde umgeriffen und mit schweren Verlegungen unter habe Nähe der bekannten Blumenhalle, zu errichtenden Unterpflaster- dem Wagen hervorgehoben, um zur Unfallstation in der Brüderstraße seiner Behauptung. Aber der Richter hielt ihn für weniger Bahnhofs und der Weiterführung des Tunnelbaus nach der König- überführt zu werden. glaubwürdig als das Dienstmädchen und zwar aus folgendem Grunde: Nach dem 8. Gebot befragt, habe er das 6. Gebot gesagt und dann schließlich, auf das 8. Gebot gebracht, habe er die Erflärung dazu nicht herzusagen vermocht. Diese Erfahrungen ließen den gewöhnlichen Grund von Unterweisung vermissen, die bei einem Knaben in dem Alter vorauszusetzen seien. Es liege daher nahe, daß derselbe mit der Wahrheit nicht so vorsichtig umgehe, daß man auf seine Aussage eine Ueberzeugung bauen fönne. Unter dieser Begründung wurden die Beklagten zur Näumung der Wohnung und zur Zahlung der Miete bis zum Ablauf ihres Vertrages verurteilt. Der Inhalt eines Schaufensters ging Eine ganz wunderbare Beweisführung, die nach der Bibelfestigfeit die Glaubwürdigkeit des Zeugen mißt. Da könnten die gefährlichsten Spizbuben sehr oft mit den anständigsten Leuten erfolgreich in Stonkurrenz treten. " gräger- und Voßstraße hin dringend geboten erscheint und auch be- Verloren. Am Montag, den 18. d. M., ist im Gewerkschaftsreits in die Wege geleitet worden ist. Der alte Stirchhof ist vor hause, Engelufer 15, von einem auswärtigen Delegierten eine Bleietwa 27 Jahren geschlossen worden, nachdem die feder mit goldener Faffung verloren gegangen. Der Finder wird Letzte Bestattung( einer Berivandten des Generals v. Bape) dringend gebeten, diefelbe gegen eine Belohnung von 10 M. an Friß drei Jahre zuvor erfolgt war. Die Verwesungsperiode ist danach Zubeil, Reichenbergerstr. 182, abzugeben. vollendet; der Friedhof sollte aber erst nach der üblichen 40jährigen erstickt werben fonnten. Auflassungsfrist( vom Jahre der Schließung an gerechnet, d. i. im Feuerbericht. Die beiden lezten Tage brachten nur ganz Jahre 1912) dem Verkehr zurückgegeben werden, weil einzelne der Jahre 1912) dem Verkehr zurückgegeben werden, weil einzelne der unbedeutende Brände. Neue Hochstraße 46 wurde beim Teernoch erhaltenen 14 Gräber laut testamentarischer Bestimmung noch fochen ein Schuppen von Flammen erfaßt, die aber noch im Steime jetzt gepflegt werden. Nachdem vor Jahren schon die königl. Eisenbahndirektion vergeblich den Versuch gemacht hatte, im Interesse des Chauffeestraße 35 in Flammen auf. Kleine Zimmerbrände, Bostpäckerei Verkehrs einen Streifen des Kirchhofgeländes zu er die sämtlich ohne Eingreifen der Wehr beseitigt wurden, erfolgten halten, scheiterten auch die Bemühungen der Firma Siemens aufigerstraße 14, ehrbellinerstraße 27, Gräfe 1. Salske, die Kaffierung des alten Friedhofs aus den oben an straße 7 und Low ftraße 60 a. Außerdem mußte Schliegegebenen Gründen herbeizuführen. Langwierige Verhandlungen mannstraße 22 ein Prestohlenbrand abgelöscht werden. Hatten schließlich nur das Resultat, daß das Kultus Aus den Nachbarorten. Die Verteidiger, Rechtsanwälte Steinschneider und Frank, haben denn auch mit Erfolg gegen dies Erkenntnis Berufung eingelegt, denn in der zweiten Instanz wurde der Kläger mit seiner Klage abgewiesen. Versammlungen. Zur Parteiversammlung des zweiten Wahlkreises tragen wir auf Wunsch des Genossen Paul Scholz nach, daß auch in biefer Versammlung das Andenken Liebfnechts geehrt wurde. Ueber die Thätigkeit der Agitationstommission hat Scholz referiert und außer den aus den übrigen Versammlungen befannt gewordenen Thatsachen mitgeteilt, daß der Märkische Landbote" in 200 000 Egemplaren verbreitet worden ist. ministerium die Genehmigung zur Beseitigung des Kirchle zdaj hofs von der Bustimmung der DreifaltigkeitsKirchengemeinde abhängig abhängig machte, welche die Firma Steglit- Friedenau. Der für vergangenen Sonntag abgesagte Siemens u. Halste wiederum an die Erben der dort ruhenden Familienausflug des Arbeiter- Bildungsvereins nach Schmargendorf Toten verwies. Von diesen Jntereffenten tonnten aber mehrere findet am Sonntag, den 19. d. M., statt. Abmarsch 1/22 Uhr von garnicht ermittelt werden, und einige weigerten sich selbst gegen Schellhase, Steglit. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Entschädigung in die anderweite Bestattung ihrer Toten zu willigen. Vom Hitschlag betroffen wurden am Donnerstagvormittag Vor einiger Zeit hat man aber endlich an maßgebender Stelle an bei einer anstrengenden Felddienstübung zwei Soldaten des 1. Garbeeinen Erlaß vom 17. April 1893 erinnert, welcher der Auf- Regiments zu Fuß. In Neuendorf bei Botsdam brachte man die fichtsbehörde die Befugnis einräumt, diesen unerquicklichen Ver- felben in Restaurants, wo sie alsdann vom Lazarettgehilfen durch handlungen ein Ende zu bereiten. Der in Nr. 6 des 54. Jahrgangs Anwendung fünstlicher Atmungsmittel wieder zum Bewußtsein des Ministerialblatts" S. 127/8 abgedruckte Erlaß bestimmt näm zurüdgerufen wurden, um später nach dem Potsdamer Garnison lich, daß die Genehmigung zur Abkürzung des lazarett befördert zu werden. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Kontobuch- Branche Beitraums von 40 Jahren, welcher feit erfolgter waren am Donnerstag im Gewerkschaftshause sehr zahlreich verSchließung eines Begräbnisplages bis Eine Erkrankung an schwarzen Bocken ist in Baum- sammelt, um über den von der Lohnkommission ausgearbeiteten der Veräußerung oder anderweitigen Benuzung desselben schulenweg, Behringstr. 48, an dem Sohn der Witwe Nelde neuen Lohntarif zu beraten. Vor Beginn der Tagesordnung ehrte abgelaufen jein muß, in Zukunft für die geschlossenen firchlichen fonstatiert. Vorgestern abend sind die Personen, die mit dem Kranten die Versammlung das Andenten Wilhelm Liebinets in der wie kommunalen Begräbnispläge in geeigneten Fällen in Berührung gekommen find, die Mutter, ein Bruder des Erkrankten üblichen Weise. May Hoffmann erläuterte in einem einleitenden durch den Regierungspräsidenten( b. h. in Berlin und ein Schlafbursche, der bei der Witwe wohnte, zur Beobachtung Referat die Forderungen, die sich von denen der Buchbinder infolge durch den Polizeipräsidenten) zu erteilen ist." Hoffentlich macht nach der Charité überführt. Sämtliche Räumlichkeiten wurden gestern der Verschiedenheit der Arbeitsverhältnisse wesentlich unterscheiden. nun endlich die Aufsichtsbehörde von dieser Befugnis Gebrauch, was desinfiziert. Er empfiehlt die Annahme des Tarifs.( Lebhafter Beifall.) Jm Verlauf um so mehr zu wünschen wäre, als in Bufunft am Potsdamer Plaz der allgemeinen Besprechung werden von mehreren Arbeitern und fünf Bahnhöfe neben einander liegen werden, nämlich von Arbeiterinnen einzelne Lohnsäge als zu niedrig bemängelt und eine Westen her gerechnet der Wannsee- Bahnhof, der Potsdamer FernErhöhung derselben beantragt. Die Kommission verteidigt die Säge, bahnhof, der Ringbahnhof, der Bahnhof der Vorortlinie Groß- Der unter dem Verdacht der Ermordung der Lehrerin weil diese scheinbar geringen Forderungen wie der ganze Tarif das Lichterfelde( Oft) und schließlich der Unterpflaster- Bahnhof. Dadurch Webenwaldt stehende Arbeiter Baul Georg Neumann wurde Ergebnis wohlüberlegter und langwieriger Verhandlungen feien. wird natürlich dem Potsdamer Platz ein weiterer Berkehrszuwachs gestern der vierten Ferien- Straffammer des Landgerichts I vor. Mit nur einer Abänderung wurde alsdann der von der Lohn Statthaftigkeit Bur Gerichts- Beitung. # D # 9 $ # # D Brandes aus. Schriften- Eingang. tommiffion empfohlene Tarif mit allen gegen eine Stimme an- schaften) Justus Berthes- Gotha, v. Richthofen; in Klaffe 15( Sammel- des Verdächtigen vorgenommen wurde. E. wollte am 1. September genommen. Der Tarif hat folgenden Wortlaut: ausstellung für Mechanik und Optit) Kaiserliche Normal Aichungs- wieder heiraten. Vorwort. Vorliegende Bedingungen follen als Grundlage für fommission Berlin, Physikalisch- Technische Reichsanstalt- CharAccords und Wochenlöhne für Gehilfen und Arbeiterinnen in der lottenburg, R. Füß- Steglitz bei Berlin, Mag Hildebrand- Freiburg York wird telegraphisch unterm 14. August gemeldet: Der„ Cymeric", Der Brand eines Ocean- Dampfers auf See. Aus New Kontobuch- Fabrikation und verwandten Betriebe dienen. Die Arbeits- in Sachsen, Clemens Riefler- Reffelwang- München, R. Repsold u. zeit dauert täglich 9 Stunden, ausschließlich der Baufen für Mahl- Söhne- Hamburg, Schott u. Genoffen Glaswerk Jena, Julius und berichtete, daß im Vorderteil ein Schiff Schiff der White Star- Linie, fam gestern hier an zeiten zc.; an Sonnabenden sowie an Borabenden gesetzlicher Feier Wanfchaff Berlin, Karl Zeiß- Jena, Karl Bamberg Friedenau bei ausbrach, sechs Stunden nachdem das Schiff Queenstown ver des Schiffsraums Fener tage 82 Stunden. Der Wochen Minimallohn beträgt: a) für Berlin, Hans Heele- Berlin, C. R. Steinheil Söhne- München, Paul männliche Arbeiter 24 M.; b) für Specialarbeiter wie Preffer, Mar- Stückrath- Friedenau bei Berlin, Otto Töpfer- Potsdam, R. Krüß lamunen, aber alle Anstrengungen erwiefen sich als nuglos. laffen hatte. 36 Stunden kämpfte die Mannschaft mit den morierer, Beschneider ac. 27 M.; c) für geübte Arbeiterinnen 18,50 Hamburg; in Klasse 16( Medizin und Chirurgie) S. Hauptner- Wiele Matrosen und Offiziere, darunter der Kapitän, hatten unter Mait; d) für ungeübte Arbeiterinnen innerhalb der ersten 6 Monate Berlin; in Klasse 17( Musikinstrumente) Julius Blüthner den Dämpfen, die aus dem Schiffsraum aufstiegen, start zu leiben. 9 M.; nach Ablauf einjähriger Thätigkeit muß jedoch der geforderte Leipzig, Schiedmayer, Pianofortefabrit in Stuttgart; in Klasse geübte Drahthefterinnen 20 M.; f) für geübte Paginirerinnen Magdeburg- Budau, E. Berninghaus Duisburg a. Nh., H. Pautsch die Lute so lange offen, bis die vordere Abteilung neun Fuß tief Sohn für geübte Arbeiterinnen von 13,50 M. erreicht fein; e) für 19( Dampfmaschinen) A. Borsig- Tegel bei Berlin, St. Wolf Das Feuer nahm eine solche Macht an, daß man sich entschloß, eine Lufe zu öffnen und den Schiffsraum zu überschwemmen. Man ließ 20 M. Ueberzeitarbeit soll möglichst unterbleiben! A.-G. Landsberg a. M.: in l. 21( Vorrichtungen für Maschinenbetrieb) Montags und Sonnabends, sowie an Vorabenden gesetzlicher Feier- Carl Flohr- Berlin, Magirus- Ulm a. Donau; in Klasse 22( Werkzeug- Das Wasser wurde später herausgepumpt. Das Schiff selbst ist fast gefüllt war. Es gelang zum Glück, das Feuer dadurch zu löschen. tage darf nur in ganz besonderen Ausnahmefällen über die gewöhn- maschinen) Werkstätte f. Maschinenbau vorm. Ducommun- Mülhausen i. E., liche Arbeitszeit gearbeitet werden, und ist für jede derartige leber- Reineder- Chemniz, Kircheis- Aue i. S., Kirchner u. Co., A.-G. Leipzig; vernichtet. Die Passagiere an Bord schwebten durch das Feuer in ganz unbeschädigt geblieben, aber 600 Tons der Ladung waren stunde ein Zufchlag von 50 Proz. zu zahlen. An den übrigen in Klaffe 23( Maschinenmäßige Erzeugung und Nutzbarmachung großer Gefahr und Angst, aber feine Panit brach während des gewöhnlichen Wochentagen find für die ersten zwei Ueberstunden der Elektricität) Siemens u. Halste," Aftien- Gesellschaft Berlin, 331/3 Proz, für jede folgende Stunde, auch bei Sonntagsarbeit Elektricitäts- Aktien- Gesellschaft vorm. W. Lahmeyer u. Co. Frank50 Broz. Zuschlag zu zahlen. Für Ueberzeitarbeit bei Accordarbeit furt a. Main, Elektricitäts- Attien- Gesellschaft, vorm. Schuckert u. Co.beträgt der Zuschlag: a) für männliche Arbeiter 15 resp. 30 Pf.; Nürnberg, Allgemeine Elektricitäts- Geſellſchaft Berlin, Felten b) für Arbeiterinnen 10 resp. 15 Pf. pro Stunde. Ferner find bei u Guillaume. Carlswert, Aftien Gesellschaft Mülheim am Ueberzeitarbeit, ob Lohn oder Accord, innerhalb der ersten Rhein, Helios, Elektricitäts Aktien Gesellschaft Köln- Ehren- Dr. W. Schäfer, Professor an der Techn. Hochschule zu Hannover. Der Handel in der Volkswirtschaft. Vortrag, gehalten von zwei Stunden je eine viertel, bei längerer Dauer eine feld; in Klasse 24( Elektrochemie) Siemens u. Halste, Berlin. Berlag von Herm. Walther. Halbe Stunde Pause zu gewähren und zu bezahlen; Aktien Gesellschaft Berlin, in Alaffe 25( Elektrische Be Der Krieg in China. Von Major z. D. J. Scheibert. Verlag für besonders geübte Arbeiter und Arbeiterinnen find außer leuchtung) Allgemeine Eleftricitäts- Gesellschaft Berlin, Elet- von A. Schröder, Berlin W., Potsdamerstr. 84a. Seft 1. Preis 30 Pf. den vorgenannten Minimaljäzen, je nach Vereinbarung, auch tricitäts- Aktien- Gesellschaft vormals Schuckert u. Co.- Nürn Der Edelmenfch. Von Richard Trondel. Berlin. Verlag von fil Accordarbeiten, deren Ausführung besondere Sorgfalt und berg, Siemens u. Halste, Aftien Gesellschaft Berlin, Helios, Herm. Walther. Fertigkeiten erfordern, höhere Löhne zu zahlen. Bezahlung Elektricitäts- Aktien- Gesellschaft Köln- Ehrenfeld; in Klasse 28( Tele- Bon Dr. Ferdinand Goldstein. Leipzig. Verlag von A. Stein. Der Staat ohne Mente oder Entwurf zur Lösung der socialen Frage. aller gefeglichen sowie der vom Geschäftsinhaber graphie und Telephonie) Siemens u. Halste, Attien- Gesellschafteventuell angeordneten Feiertage. Wie hat man fich vor dem Grundbuch Amt zu verhalten. Von Geübte Hilfs Berlin, Felten u. Guillaume, Carlswert, Attien- Gesellschaft Mül- sans Karow. Berlin. Hugo Steinig Verlag. arbeiter, die entweder an Maschinen oder mit Buchbinderarbeiten heima.Rh. und inselaffe 27( Anwendung der Elektricität) Siemens u.Halste, Was muß man von der Elektricität wissen? Von Dr. E. Bünger. beschäftigt werden, find bezüglich der Lohusäße gelernter Attien- Gesellschaft- Berlin und Prof. Dr. M. Th. Edelmann- München. Berlin. Hugo Steiniz' Verlag. Arbeiter entsprechend zu entlohnen. Bucheinbände jeder Art, ins- In Klasse 29( Modelle, Pläne und Zeichnungen öffentlicher Bauten): Patriotismus und Regierung. Von Leo Tolstoj. Verlag besondere Deckelmachen 2c., dürfen nur von gelernten Arbeitern aus- Das töniglich preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten, der Eugen Diederichs. Leipzig. geführt werden. Sämtliche vorkommende Arbeiten dürfen nicht will- Magistrat der Stadt Berlin, Haniel und Lueg- Düsseldorf, Freie und Dritter Jahresbericht der Arbeitskammer Zürich. Buchdruckerei des türlich sondern stets als Lohn- oder Accordarbeit zur Ausführung Hansestadt Hamburg, Kaiserliches Kanalamt Stiel, Senat der Freien schweizerischen Grütlivereins. Zürich. übergeben werden. Hierbei sind Stundenlöhne immer nach Durchschnitts- Hansestadt Bremen, Gutehoffnungshütte Aftienverein für Bergbau und jahr 1899. Braunschweig. Verlag von Aug. Wesemeier. Gewerkschaftskartell Braunschweig. Jahresbericht für das GeschäftsVerdienst zu berechnen. Für Arbeiten außerhalb der Werkstatt Hüttenbetrieb- Oberhausen, Siemens u. Halske Aktiengesellschaft- Berlin. Arbeitsamt( Arbeitersekretariat) Jena. 1. Geschäftsbericht vom ( Montage) find 25 Broz. Buschlag zu gewähren. Die Arbeitgeber Attiengesellschaft für Eiſenindustrie und Brückenbau, vorm. 1. Oftober 1899 bis 31. März 1900. Jena. Druck und Verlag von Bernverpflichten sich, nur den Arbeitsnachweis des Deutschen Buchbinder- Johann Caspar Harkort- Duisburg, Helios Elektricitäts- Aktien- Gesell- Hard Bopelius. Verbands zu benüßen. Vorwort und allgemeine Bestimmungen sind schaft Köln, Philipp Holzmann u. Co. Frankfurt a. M., Stettiner in allen Werkstätten für alle Arbeiter erkenntlich auszuhängen. Chamotte- Fabrit Attien- Gesellschaft vorm. Didier- Stettin und BerlinFreigabe des 1. Mai als Feiertag. Prozentualer Aufschlag Anhaltische Maschinenbau- Aktien- Gesellschaft, Allgemeine Elekricitätsfür alle bisher schlecht bezahlten Accordarbeiten. Gesellschaft Berlin, Elektricitäts Aftien Gesellschaft vormals Ferner 5 Proz. Lohnzuschlag für alle Arbeiter und Arbeiterinnen, 28. Lahmeyer u. Co. Frankfurt a. M., Elektricitäts Attien welgen, gut D.-fr. die von diesem Lohntarif nicht betroffen werden. Maßregelungen Gesellschaft vormals Schuckert u. Co. Außerdem erhielten noch dürfen nicht stattfinden." eine Anzahl Mitarbeiter obeugenannter Institute und Firmen große In einer einstimmig angenommenen Resolution wird die Lohn- Preise. In Klasse 30( Wagenbau und Stellmacherei) erhielten große+) dioggen, gut fommiffion beauftragt, diesen Lohntarif den Arbeitgebern alsbald zu Preise: de Dietrich u. Co.- Niederbronn i. Elsaß, Kühlstein- Wagenbaus unterbreiten, um die Antworten über Annahme oder Ablehnung ent- Charlottenburg. In Klasse 32( Eisenbahnen und Straßenbahnen) gegenzunehmen. Alle Kontobucharbeiter und Arbeiterinnen werden erhielten große Preise: A. Borfig- Berlin, Sächsische Maschinenfabrik ferner dringend verpflichtet, sich der Organisation des Deutschen vormals Rich. Hartmann Aftien Gesellschaft Chemniß, Breslauer Buchbinderverbands" anzuschließen. Desgleichen werden alle Berufs- Attien- Gesellschaft für Eisenbahn- Wagenbau- Breslau, de Dietrich u. angehörigen aufgefordert, Geldbeiträge für den Widerstandsfonds" Co.- Niederbronn i. Elsaß, J. A. Maffei München, Hannoversche zu sammeln. Maschinenbau- Aktiengesellschaft vorm. Georg Egestorff- Linden vor Die Arbeiterinnen werden dringend ersucht, zu den in Hannover. Ju Klasse 38( Handelsschiffahrt) erhielten große Preise: Richtftrob nächster Beit stattfindenden allgemeinen wie Werkstattversammlungen Stettiner Maschinenbau Attiengesellschaft Vulkan" Bredow bei gen recht zahlreich zu erscheinen. Mit einem begeisternden Hoch auf das Stettin, Blohm u. Boß- Hamburg und Felten u. Guillaume, Carls- bfen Gelingen der Bewegung erfolgte Schluß der Versammlung. Speisebohnen werke, Aktiengesellschaft Mülheim a. Rh.; in Klasse 35: Verkaufs- Linfen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 19. Auguft, vorm. 84, Uhr, syndikat der Kaliwerke zu Leopoldshall- Staßfurt, Rud. Sackim oberen Saal des Englischen Gartens", Alexanderstr. 27 c: Bersamm Leipzig- Plagivitz und Aktiengesellschaft H. F. Eckert- Berlin; †) ab Bahn und frei Mühle. Lung. Freireligiöse Vorlesung" Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst, Stlasse 37: Kölers Eisenwert Harburg Hamburg; Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Ideal und Leben". Gäste, Damen Klasse 38: Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft- Berlin( Kollektiv- wohl das Angebot flein bleibt und insbesondere die ruffischen RoggenProduktenmarkt vom 17. August. Der heutige Markt war flau, obAllgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter Ausstellung), Verein der deutschen Zuckerindustriellen- Berlin und Verein Offerten nach wie vor nicht rentabel sind. Die Umfäße blieben auf ein ( E. S. 29, Hamburg, Filiale Berlin 3). Sonnabend, den 18. August, abends der Spiritusfabrikanten in Deutschland; in Atlaſſe 39: Amtsrat Minimum beschränkt, da Nachfrage gänzlich fehlte. Am Frühmarkt notierte 812 Uhr bei Bergener, Reichenbergerstr. 157, Mitglieder- Versammlung. Filtale Berlin 4: Sonnabend, den 18. August, abends 8 Uhr, Mitglieder Klostergutsbesitzer Oberamtmann F. Heine- Hadmersleben, Ritterguts auch mittags unerholt. Abgesehen von dem prachtvollen Wetter, kam in Bersammlung bei Friz Wilke, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Kaffen befizer Cekonomierat D. Steiger- Leutewig b. Meißen, Gutsbefizer Betracht, daß das gesamte Ausland matte Preismeldungen sandte. Aur bericht. 2 Verschiedenes. D. Cimbal- Frönsdorf b. Münsterberg; v. Lochow- Petkus. In Klasse 40: Safermarkt war die Tendenz eher fest, Preise behauptet. Es fehlt nicht an 8 Uhr, Versammlung bei Noad, Manteuffelstr. 9. winter und wählenarbeiter. Montag, den 20. 6. M., abends Molkerei- Genossenschaft Stumsdorf; Naturn- Milch- Exportgesellschaft Nachfrage für gute vorjährige inländische, sowie für ruffische Ware. Man erwartet demnächst neue Ware, wenigstens aus hiesiger Umgebung, und Konsumverein Berlin- Nixdorf, Bezirt Stralauer Allee und Neben: Bosch u. Co. In Klasse 41: Otto Gadegast- Mannschatz bei Oschaz, legt sich daher einige Reserve auf. Mais lag unverändert sest auf hohe straßen. Montag, den 20. August, abends 8 Uhr, im Lokal des Genoffent. Heine- Narkau bei Dirschau, Kollektiv- Ausstellung des deutschen amerikanische Notierungen. Auch Rüböl zeigte im Preiſe teine BerRarg, Böbiderftr. 31: Busammenfunft der Mitglieder und deren Frauen. Hopfenbau- Vereins, Dekonomierat O. Steiger- Leuteivis bei Meißen. änderungen. Karg, Bödiderstr. 31: Zusammenkunft der Mitglieder und deren Frauen. In Klasse 42: Kaiserliches Gesundheitsamt- Berlin. In Klaſſe 43: Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Sammel Ausstellung des deutschen Gartenbaues. In Klasse 49: Königl. preußisches Ministerium der öffentlichen Arbeiten. und Herren, fehr willkommen. # Vermischtes. " in 2 W P = 11 N # = 0 int Schatten. Von Fiodor Ssologub. Aus dem Nussischen von Alexander und Klara Brauer. Wiener Verlag. 2. Nosner. Das junge Paar. Ein Leitfaden der Ehe. Wiener Verlag. L. Rosner. Marktpreise von Berlin am 15. August 1900 mittel gering 1119/ 1111 Kartoffeln, neue, D- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 7,-4, 1,60 1,20 " 1,20 1, " 14,40 1,60 1,10 " mittel 1,70 1,10 " " " gering 1,60 1,20 " " Gere, gut 15,40 14,90 2,80 2, " Safer, gut mittet gering " 14,80 14,30 14,20 13,70 Gier 60 Sind 3,80 2,40 " Karpfen Male 1 kg 2,40 1,80 2,80 1,40 " mittel gering 15,10 14,20 Bander 2,60 1,20 " 14,10 13,20 Hechte " 2,40 1,20 6,49 5,82 Barsche 1,80 0,80 7,10 5, 40, 25, 45, 25, Schleie Bleie Krebse 2,50 1,20 1,40 0,80 per Schoct 20,00 2,50 70, 30, " 16,20 15,20 *) fret Wagen und ab Bahn. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag von 7-9 Uhr abends statt. Bättcher. Einem Versuch steht doch nichts entgegen. Aussichtsvoll ist ein Gesuch nicht, da gewöhnlich nur Kinder dispensiert werden, die die erste Klaffe befuchen. Witterungsübersicht vom 17. August 1900, morgens 8 he. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärfe Wetter Temp. n. C. 5° C 4 R. Stailonen Barometers stand mm richtung Wind Windstarte Wetter Temp. n.. 6° C.= 4° N. sh Ein Ritualmord- Märchen dürfte in der nächsten Sigung das Ulmer Schwurgericht beschäftigen. In der Nacht vom 21. auf den Bei der Preisverteilung auf der Pariser Weltausstellung 22. Mai 1894 wurde der Friseurlehrling Baul Müller aus Ulm in find von deutschen Ausstellern folgende mit dem großen Preis der Fischergasse ermordet und in Stücke geschnitten aufgefunden. bedacht: In Klasse 8( Stiche und Lithographien) Prof. Karl Köppings Obwohl in Stadt und Umgebung nur wenig von ausgeprägtem Berlin, Prof. v. Menzel Berlin; in Klasse 9( Bildhauerarbeiten, Antisemitismus bis dahin zu merken war, wurden doch bald Medaillen und Kameen) Prof. Begas Berlin, Prof. Brauer- Berlin, Stimmen laut, die den damaligen Schlächter der dortigen israelitiProf. Diez Dresden; in Klasse 10( Architektur) taiserlicher Post- schen Gemeinde, einen in Ehren ergranten Mann, der Mordthat beBauinspektor Johannes Radke Berlin, Prof. Seidl. München; in sichtigten und das Berbrechen zu einem Ritualmord stempelten. Der Klasse 11( Buchdruderkunst) die kaiserlich deutsche Reichsdruderei Schlächter wurde verhaftet, jedoch, da sich die Haltlosigkeit der Berlin, Schelter u. Giesecke- Leipzig, Meißner u. Buch- Leipzig, die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen ergab, nach einiger Zeit Bereinigung der Kunstfreunde- Berlin, E. G. Röder- Leipzig, Julins wieder freigelaffen. Der wahre Schuldige blieb unentdeckt. Am 768 SO Sittenfeld- Berlin; in Klasse 12( Photographie) Meisenbach- Berlin, legten Dienstagabend nun wurde auf dem Bahnhof der Stiefvater Hamburg 766 OSO Miffarth u. Co.- Berlin- Leipzig- München, Karl Beiß- Jena; in Klaffe 13 des Ermordeten, der Wagenwärter Eisenhardt, gerade als er vom Frautf./m. 762 NO Berlin 766D ( Buchhandel, Buchbinderei, Beitschriften, Anschlagszettel) Breitkopf Dienst mit dem Zug anfam, verhaftet. Seit geraumer Zeit wurden indhen 763 OSO 11. Härtel Leipzig, Justus Perthes- Gotha, C. Fr. Peters( Edition Anzeichen gefunden, die darauf hindeuten, daß Eisenhardt entweder Wien 763 NNO Peters)-Leipzig, Karl Bädeder- Leipzig, Bibliographisches Institut selbst den Mord begangen habe oder zum mindesten Beihilfe geleistet Welter Prognose für Sonnabend, den 18. Auguft 1900. ( Meyer) Leipzig, Schotts Söhne- Mainz, J. J. Weber- Leipzig; habe. Die Verdachtsgründe wurden seit dem am 6. Juni erfolgten Warm bei mäßigen öftlichen Winden und etwas zunehmender Bewölkung; in Klaffe 14( Geographische und Kosmographische Karten und Gerät- Tode der Chefrau des E. so belastend, daß die sofortige Verhaftung keine oder unerhebliche Niederschläge. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Am Sonnabend erscheinen: Photographien von Liebknechts Begräbniß Kleines Format 17X24 cm Bildfläche:-, 50 Mr. Großes Format 29x23 " 1, 10 verschiedene Aufnahmen: a) 6. Wahlkreis an der Spitze des Buges; b) der Leichenwagen und die Kranzwagen; c) Parteileitung, Reichstagsfrattion u. f. w.; d) Auswärtige Delegirte mit den Schlesischen Bergknappen; e) 2. Wahlkreis; f) Anschluß der Gewerkschaften. Diese Aufnahmen sind scharf, auf schönem Karton aufgezogen, mit unterfchrift verfehen und bedürfen feines Rahmens, um als bauerndes Andenten aufbewahrt zu werden. Gruppenbild der sozialdemokr. Reichstagsfraktion. Busammengestellt im Auguft 1900. Größe 50 x 65 cm. Preis 60 Pf. Porto 20 f. Dieses auf feinem Glangfarton nach neuen Photographien sauber hergeftelte neue Gruppenbild enthält alle bis Auguft in Nach- und Ersagwahlen gewählten Abgeordneten. Porträt Wilhelm Liebknechts in Original Kupfer- Radirung auf Chinapapier 53 X 40 cm. Preis Mt. 1,50. Dieses wirkliche Kunftblatt, zu bem als Gegenstücke die Porträts von Bebel und Singer in gleicher fünstlerischer Bollendung erschienen find, bildet als würdigesundenten an unferen großen Bortämpfer den schönsten Bimmerfchmuck. Wo? ist der ſchönſte Aufenthalt für Ausflüge und Landpartien? Auf der Insel Pichelswerder beim alten Freund. Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse 238/12 Emil Stamnitz am Dienstag, ben 14. b. M., ver: storben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag 6 Uhr von der Leichenhalle des Zwölf apostel- Kirchhofs in Schöneberg aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine Frau Anna Marquardt, 23986 geb. Nebel, nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonn: tag, den 19. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Reichenhalle des Rirdorfer Kirchhofs, Rudowerstraße, aus statt. Der trauernde Gatte nebst Kindern. Emil Marquardt, Witwer, Rigdorf, Schöneweiderstr. 9. Achtung, Einseher! Kollegen Deutscher Buchbinder- Verband. winembe. 700 3 heiter 18 Haparanda 764 3oltent 20 Betersburg 4 heiter 19 Cort 2 heiter 20 Aberdeen 2 bedeckt 15 Baris 2wolkig Danksagung. 18 Alle, die unserm verunglückten titgliebe fm 13, d. verſtarb unſer Mitglied Alex Kretschmer Marie Stegmeyer. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. d. 2., nachm. 4 Uhr, von der Halle des Central- Friedhofs ( Friedrichsfelde) aus statt.[ 24/19 Der Vorstand. Hierdurch allen Freunden und Be tannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Ontel, der Tischler 24096 Leonhard Nalikowski, in seinem 26. Lebensjahr nach schweren Leiden am 17. Auguft, früh 4% Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Somm: tag um 4 Uhr vom Trauerhause, Rigdorf, Reuterstr. 25, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Nalikowski. Ostend Oberschöneweide. Restaurant Sportshaus. Empf. Vereinen, Gesellschaften m. Saal, Garten, Regelb. u. Kaffeet. Dobslaw. bie letzte Chre erwiesen und ihn zum Grabe geleitet haben, insbesondere dem Freien Männerchor Nordwest und Oranienburger Vorstadt, dem Bor stand vom Arbeiter Sängerbund für bie reiche Kranzspende sagen wir hiermit unsern herzlichsten Dank. ift Gesangverein Liederlust Moabit. Am Montag, den 13. b. Mt. im Gewerkschaftshause, 2woltig 764 OSC 1voltig 764 SSO 1 bedeckt Berliner Wetterbureau. Dienstag, den 21. August, abends 8 Uhr, beginnen folgende neue[ 5204* Abend Kurse der Elektra: 1. Für Elektromonteure. El.- Techniker, Maschinisten 2c. II. Praktischer Montage- Kursus. Keine Vorkenntnisse erfordert. Bengnis. Stellung. Anmeldung schleunigst( auch Sonntags). Prinzenftr. 55. Schankgeschäft 17 一 17 13öftlicher Vorort, gutgehend, schöne Ecke, vis- a- vis großer Neubau, ist preiswert zu verkaufen, billige Miete. Näheres Ritterstraße 98/99, Bäckerei.[ 24026 Alle Wanzen sterben Engel Ufer 15, von einem nebst Brut durch meinen Wanzenauswärtigen Delegierten eine tod. Fl. 0,50, 1 Mk. Schwaben, goldene Bleifeder( Familien- Flöhe, Fliegen etc. werden durch andenken) verloren gegangen. mein Pulver vollständig vertilgt. Der Finder wird dringend ge- Schachtel 0,30, 0,60 u. 1 M. Zahlbeten, diefelbe gegen eine Bereiche Anerkennungen.s lohnung von 10 M. an Fritz Zubeil, Reichenbergerftr. 182, abzugeben. 1000 Mark Belohnung demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein bei Hugo Barth, Brunnenstrasse 18, Ecke Veteranenstrasse.[ 5153L* Wald- Reffaurant Kiekemal", u. Schönhauſer- Borstadt am Sonntag: A. Stippekohls Restaurant Bahn), 30 wetnuten von Pferdebucht eerst get Regelbahnen, * vorm. 10 Uhr zur Morgensprache bei Bachgänger, Swinemünderstraße, au erscheinen. Der Vertrauensmann. entfernt. 8wei Cöpenick, Schönerlinderftr. 5. Kaffeetüche, Tanzsaat, Billardzimmer, Schießftand, große Spielpläge. Gute Arbeiter Verkehrslokal. Für gute Speisen und Getränke zu foliben Breifen. Vereinen und Gefellschaften Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt I angelegentlichst empfohlen.[ 48682*[ Wilhelm Magdeburg. Deutscher Buchbinder- Verband. Montag, 20. Auguſt, in Jmbs Ostbahn- Park, Rüdersdorferstr.: ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 20. Auguft, abends 129 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Versammlung. Tagesordnung: 24/18 1. Vortrag des Kollegen Th. Völker: Die bildenden Künste und die biesjährige Berliner Kunstausstellung. 2. Verbandsangelegenheiten und Ver: schiedenes. Die Ortsverwaltung. NB. Um Abrechnung der Billets vom Sommerfest wird dringend ersucht. Achtung! Sattler Berlins! Die Kollegen sämtlicher Filialen werden hierdurch zu der heute, den 18. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause!( großer Saal), Engel- llfer 15 tagenden Oeffentlichen Versammlung eingeladen. Tages Ordnung: Generalstreik der Berliner Militäreffekten Sattler. NB. Die Kollegen der Privat- Werkstätten werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen, zweds Berichterstattung, ob Militärarbeiten in diesen Wert: ftätten angefertigt werden. 160/5 Achtung! J. A.: Albert Hoffmann. Achtung! Kistenmacher! Sonnabend, 18. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engel Ufer 15 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: [ 95/7 1. Der gegenwärtige Stand unsres Streits. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch der Versammlung bittet Die Streiffommiffion. Achtung! Vergolder! Achtung! Verband der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Filiale Berlin. Montag, den 20. August, abends präcije 8 Uhr in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße 20( großer Saal) Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frl. Ida Altmann: ,, Um was kämpft Mann und Weib? 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1900. 4. Antrag Langner: Obligatorische Einführung eines Lotal: zuschlags u. Fortfall der Listensammlung zum Lokalfonds. 5. Verschiedenes. Laut Versammlungsbeschluß wird die Versammlung pünktlich 8 Uhr eröffnet und ist vollzähliges Erscheinen sämtlicher Mitglieder, besonders der Frauen erwünscht. Der Vorstand. Achtung! [ 225/17] Achtung! Isolierer und Rohrumhäller. Sonntag, den 19. August, nachm. 2 Uhr, bei Schulz, früher Buske Grenadierstr. 33 Oeffentliche Versammlung. Die Arbeitseinstellung bei der Firma A. Haad u. Co. 269/13 Hauptpunkt der Tagesordnung: J. A.: Die Lohnkommission. Verband der Möbelpolierer. Sonnabend, den 18. Auguft, abends 8% Uhr Versammlung in Weissensee bei Herrn Kühn, Rölfeftr. 20. Die Tagesordnung wird in der Versammlung festgestellt. Montag, den 20. August 1900, abends 82 Uhr im Lokal des Herrn Wilke, Andreasstr. 26 Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Delegierten vom Kongreß. 2. Diskussion, 3. Verschiedenes. 147/8 Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Der Vorstand. Großes Kinderfeft arrangiert von den Parteigenossen des 4. Wahlkreises. Kinderbeluftigungen aller Art. Jedes Kind erhält beim Eingang eine Stocklaterne. Anfang 4 Uhr. Billets nur an der Kaffe. Kinder frei. 1 Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an eröffnet. Das Komitee. 215/ 13* Wurms Magendoktor Ansichts- Postkarte beim Einkauf von Wurms konz. Kräuterliqueur Magendoktor erhältlich. * Apotheker A.Wurm's MAGENDOCTOR ist das Beste für den Magen. Dr. K., pract. Arzt in K. ,, Magendoctor" schmeckt vorzüglich, regt den Appetit Herm Apotheker A. Wurm in Barmen. ausserordentlich an und erzeugt das Gefühl wohithuender Wärnie im Magen. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. = 2 Tapeziergehilfen verl. Scholl, Kurfürsten d a mi m 240. Achtung, Töpfer! " Nr. 191. 17. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 18. Auguft 1900. Die Wirkungen " Dom Welfmark f. This fith su Jost ten are in 1000 9. 1892 1893 76 086 79 217 1897 1898 in 1000 m. 107 087 124 994 • . gugeständnisse, die Rußland durch den Vertrag gemacht hat, betreffen[ Der russische Export von Holz( Brennholz, Bauholz. Nuk des deutsch- russischen Handelsvertrags? hauptsächlich: Eisen und Stahl, Eisen, Stahl, Draht- und Messerwaren, holz usw.) und Schutzstoffen fowie aus diesen Stoffen geFabritate aus Kupfer, Werkzeuge, Maschinen, Uhrwerke, Galanterie-, fertigten Waren betrug: Vor einigen Tagen brachte die Fränt. Tagespoft" einige Mit Kurz- und Spielwaren, ferner chemische Fabritate, Baumwollen- und teilungen über den neuen Zolltarif, die erkennen lassen, daß that- Wollenwaren. Es kommen also für die Ausfuhr nach Rußland befächlich die Befürchtung, der neue Zolltarif werde noch weit mehr fonders folgende Warengruppen in Betracht: Eisen und Eisenals der alte auf agrarische und hochschutzzöllnerische Wünsche zu waren, Instrumente und Maschinen 2c., Kurzwaren, Quincaillerien, geschnitten sein, volle Berechtigung hat. Die meisten Zoll- Kupfer und Kupferwaren, Drogueries, Apotheker- und Farbwaren, Daß also der Vertrag der deutschen Landwirtschaft eine bes jäge des jezigen autonomen Tarifs sind nicht mur Baumwolle und Baumwollwaren, Wolle und Wollwaren. deutende Konkurrenz geschaffen und seit seinem Bestehen die Einfuhr geblieben, sondern noch durch allerlei einschneidende Verschärfungen Zur Vergleichung wählen wir die beiden letzten Jahre vor dem russischer landwirtschaftlicher Produkte in das Deutsche Reich bes zum Besten der Hochschutzöllner fürsorglich ergänzt worden. Abschluß des Handelsvertrags, 1892 und 1893, sowie das dritte trächtlich zugenommen hat, ist unbestreitbar. Die Weizen und Darunter findet sich z. B. auch die seltsame Bestimmung, daß fünftig und vierte Jahr nach dem Vertrag, 1897 und 1898. Natürlich hinkt Roggen- Einfuhr aus Nußland, die sich im Jahre 1892, das alleralle Umschließungen- Kisten, Fäffer, Körbe, Säcke, Pappkasten 2c. jeder folcher Vergleich, wie man ihn auch anstellen und welche Jahre man dings aus schon genannten Gründen unter dem Durchschnitt zurücbesonders zu verzollen sind, sofern sie nicht mit dem Zollsag der in auch wählen mag; denn neben dem Einfluß des Tarifvertrags sprechen bleibt, nur auf etwas über 58 Millionen Mart belief, stieg in 1898 ihnen enthaltenen Waren zur Verzollung gelangen; jogar die Um immer noch eine Reihe andrer allgemeiner und lokaler Einflüsse mit. auf 188 Millionen Mark. und annähernd ähnliche Steigerungen schließungen der zollfreien Waren sollen zollpflichtig werden. Wer Rußland z. B. führt vorwiegend landwirtschaftliche Produkte aus; weisen noch mehrere andre Erzeuguiffe der Landwirtschaft auf. die Emballage nicht verzollen will, muß sie entweder sofort vernichten die Ausfuhrhöhe dieser Produkte richtet sich aber nicht nur nach der Dazu kommt, daß infolge der Meistbegünstigungsklausel die den oder unter zollamtlicher Kontrolle wieder ins Ausland schaffen. größeren oder geringeren Möglichkeit des Absages im Auslande, russischen Produkten zugestandenen Zollermäßigungen ja auch den Ferner soll nach§ 6 des neuen Tarifgesetzes der Bundes- sondern ebenso nach den Ernteverhältnissen. Daher die Erscheinung, Vereinigten Staaten zu gute fommen. Es ist deshalb recht wohl rat darüber zu bestimmen haben, welchem Zollsatz die nicht im daß die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte aus Rußland, speciell begreiflich, wenn das Junkertum von seinem Standpunkt Tarif verzeichneten Waren unterliegen, und§ 10 belegt Waren mit die Getreide- Einfuhr, in einzelnen Jahren starke Schwankungen auf aus, demzufolge es auf die Ausbeutung des deutschen Zuschlagszöllen, wenn sie aus ihrem Heimatlande offene oder verweist; in einem guten Erntejahr ist naturgemäß der Absatz nach dem tonsumierenden Bublikums seit alters her ein natürliches steckte Ausfuhrprämien genossen haben. Auslande größer, in einem schlechten Jahr geringer. Den über Recht besigt, gegen den Handelsvertrag mit Rußland zetert und Das giebt einen recht netten Vorgeschmack von dem, was schließ- Ueberschwemming mit russischem Getreide flagenden Agrariern tann wettert und durch einen Minimaltarif sich für die Zukunft gegen lich der neue Zolltarif bringen dürfte. Die„ Berl. Pol. Nachr." haben jedoch die Wahl der Jahre 1897/98 als Vergleichsjahre nur recht sein, ähnliche Vertragsabmachungen sichern möchte. Nur ist es lächerlich, der Beröffentlichung nichts weiter entgegenzuhalten, als eine lange denn da die Ernten der Jahre 1896/97 relativ günstige waren, hat wenn der ostelbische Großgrundbesitz sein specielles Intereſſe offiziose Beschwichtigung, in der darzuthun versucht wird, daß es sich gerade in diesen beiden Jahren die Getreide- Einfuhr aus Rußland an recht hohen Getreidezöllen für das allgemeine Interesse der ja vorläufig mur erst um den Entwurf eines Bolltarifgefezes handelt, in Deutschland eine hohe Ziffer erreicht; die Ernte- Ergebnisse für deutschen Voltswirtschaft ausgiebt und neuerdings gar noch die Bes der noch den Einzelregierungen zur Begutachtung untersteht und über den 1898 und noch mehr für 1899 find bedeutend schlechter. erst noch die Ansichten von Sachverständigen eingeholt würden. Wohl hauptung aufstellt, der russische Vertrag hätte der deutschen Industrie Zu erwähnen ist noch, daß im Jahre 1893 sowohl unsre Aus- nichts genügt. Eine einfache Zusammenstellung der Ausfuhrwerte der beste Beweis, daß die Mitteilungen unsres Nürnberger Partei fuhr nach Rußland, als auch die russische Ausfuhr nach Deutschland jener Baren, für die Rußland im Vertrage Zollermäßigungen zu Organs zuverlässig sind. Unterdessen bemühen die agrarischen Blätter, allen voran die einen bedeutenden Rückgang zeigt. Das ist eine Erscheinung, die fich gestanden hat, liefert den Beweis des Gegenteils. auch Deutsche Tagesztg.", sich redlich nach bewährtem Bundesschreirezept, läßt. dem Abschluß andrer Handelsverträge beobachten Es betrug die Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren Von beiden Seiten wird die Ausfuhr solcher Waren, nach Rußland: ihre Anhängerschaft zum Kampf gegen neue Handelsverträge mobil die mir wenig dem Verderben ausgesetzt sind, zurückgehalten, um in 1000 m. in 1000 m. zu machen. Die liebevolle Rücksichtnahme auf die Wünsche des ost- das Inkrafttreten der von der andren vertragschließenden Seite ein13 079 49 337 elbischen Grundbefizes, der sich die Regierung bei den Vor- geräumten günstigeren Einfuhrbedingungen abzuwarten. Dazu bereitungen zum neuen Zolltarif befleißigt. hat nun dazu kommt, daß das Jahr 1891 für Rußland ein schlechtes Erntejahr beigetragen, die Aspirationen des Bunds der Landwirte noch zu gewesen ist und im Jahre 1893 Rußland nicht mehr um Zurückgewinnung des früheren Getreidezolls von autonomen Tarifs zeitweise um 50 Proz. erhöht wurden, also z. B. machen, die Säge des 5 M. pro Doppelcentner, wie er vor den Caprivischen Handels- ein Boll von 7,50 M. für russischen Weizen und Roggen erhoben wurde. verträgen bestand. Ihre Ansprüche werden stetig höhere; heute erscheint den meisten selbst ein Minimal- Zollsatz von 6 Mart pro 100 Kilogramm noch als viel zu niedrig, und neben dem Getreidezoll haben sie noch sonst allerlei Wünsche in petto: erhöhte Obst- und Viehzölle, Verhinderung der Fleisch einfuhr usw. Daß ein Eingehen auf diese Wünsche das Zustande tommen von Handelsverträgen überhaupt in grage stellt und voraus fichlich einen Bolltrieg zur Folge haben würde, darüber machen fie sich absolut feine Illusionen. Die ganze Handelsvertragspolitik ist ihnen im tiefften Herzen verhaßt, wenn sie auch, um ihren Berbündeten im fachschutzölnerischen industriellen Lager nicht allzu hart vor den Kopf zu stoßen, sich meist darauf zu beschränken, öffentlich nur gegen die Bindung der Tarifverträge auf längere Zeit, gegen die fogenannten langfristigen Handelsverträge oder gegen die Meist begünstigungstlaufel zu agitieren. Besonders ist es der Handelsvertrag mit Rußland, gegen den fich immer wieder die Wut des Junkertums tehrt, so viele innige Sympathie es sonst gerade für Rußland und russische Zustände hegt; gilt doch diefer Vertrag als hauptsächlichste Ursache der jetzigen ruinösen Getreidepreise. Er hat, wie neuerdings behauptet wird, die Landwirtschaft ruiniert und doch der Industrie, der er das fuhr aus Rußland. russische Absatzgebiet erschließen sollte, gar nichts oder nur bitter- eugnissen des Landbaues nach Deutschland laut der wenig genügt. Da, wie es scheint, dieses Argument in den bevorstehenden deutschen Handelsstatistit: Kämpfen um den neuen Zolltarif und die Handelsverträge noch eine große Rolle spielen wird, ist eine fritische Betrachtung desselben nur bon Nuzen. 1892 1893 13 899 1897 1898 3 Der Export von Maschinen, Instrumenten verstärken. Für das Gros seiner Gefolgschaft handelt es sich längst weigerte, Deutschland Zollzugeständnisse zu über, weil es sich Fahrzeugen betrug: Daß der deutsch- russische Handelsvertrag von bedeutendem Einfluß auf die Förderung der deutschen Ausfuhr nach Rußland gewesen ist, lehrt schon der flüchtige Blick auf die Ausfuhrziffern der Jahre bor und nach dem Abschluß des Handelsvertrags: Einfuhr aus Rußland") 1891 580,39 Min. Mark 1892 1893 Der Export 1892 1893 41 199 47 048 Quincaillerien 59 602 und in 1000 m. in 1000 m. 11 939 13 075 1897 1898 von Kurzwaren und in 1000 m. 3248 2.776 0 1897.. 1898 in 1000 M. 9705 9574 in 1000 m. 22 578 18 249 1897 1898 Der Export von Droguerie, Farbwaren 2c. betrug in 1000 m. 24 058 Andrerseits aber giebt das dritte Jahr nach Abschluß eines Vertrags noch kaum ein volles Bild der Wirkung, den der zwischen einem Agrarund Industriestaat vereinbarte Tarif auf die Ausfuhr des Industrie- betrug: staats ausübt; denn die Eroberung des neuen Absatzgebietes geht nicht so schnell, es müssen erst nene Verbindungen angeknüpft und entsprechend den besondern Geschmacks- und Bedarfsverhältnissen des neuerschlossenen Gebiets, Fabrikationsänderungen vorgenommen werden, kurz es muß die exportierende Industrie sich erst technisch wie fommerziell auf den neuen Absatz einrichten. So kommt denn auch im Jahre 1897 noch keineswegs die durch den 1894 er Handelsvertrag geschaffene Handelslage voll zum Ausdrud. Gerade aus dem Grund, weil immer erst einige Jahre vergehn, bis die Industrie sich auf neue Abiazgebiete betrug: einrichtet, plädiert die deutsche Industrie, auch das Hochschutzzöllnertum, für sogenannte langsichtige, auf 10 bis 12 Jahre geschlossene Tarifberträge. müssen, als Ganzes genommen, die gewählten Jahre als die relativ Bieht man dieses Für und Wider sorgfältig in Berücksichtigung, noch am besten zum Bergleich geeigneten gelten. Betrachten wir zunächst die durch den Vertrag betroffene EinEs betrug Rußlands Export an Er1892 1893 . in 1000 m. 109 365 1897 64 116 1898 int 1000 m. 311 581 341 172 . 1892 : 1893 26 651 Der Export von Baumwolle und Baumwollwaren 1892 1893 in 1000 m. 4381 2872 1897 1898 Wollwaren betrug: in 1000 m. 9.782 9 556 in 1000 m. 1897 1898 20 681 24 356 Der Export von Wolle und in 1000 M. 1892 1893 • 10 741 . 14 271 Der Export von Kupfer und Kupferwaren betrug: in 1000 m. 1892 1893 5 302 • 6 662 1897 1898 in 1000 m. 10 464 11'305 Das sind ganz bedeutende Ausfuhrsteigerungen, welche die durch treide, führten wir von Rußland ein: Von den wichtigsten Artikeln dieser Warengruppe, von Gegollermäßigungen begünstigten deutschen Industrien erzielt haben; der Export von Eisen und Eisenwaren nach Rußland, der 1892 mur 13 Millionen Mark betrug, erreichte 1898 fast das Fünffache, an 60 Millionen Mark; die Ausfuhr von Maschinen, Instrumenten 2c. stieg im gleichen Zeitraum von 12 auf 47 Millionen Mark, die Ausfuhr von Kurzwaren von 3 auf beinahe 10 Millionen, die Ausfuhr von Kupfer und Kupferwaren von 5 auf 11 Millionen, die Ausfuhr von Erzeugnissen der Wollindustrie von 11 auf 24 Millionen Mark usw. Besonders die schlesische und rheinisch- westfälische Eisenindustrie Der russische Export von Tieren und tierischen Pro habt, wie die nachfolgende Ausfuhrtabelle wichtiger Eisenprodukte hat wesentlichen Nutzen von den russischen Tarifermäßigungen ges dukten nach Deutschland betrug: 1892 1893 1897 Einfuhr nach Rußland in 1000 m. 262,61 Mill. Mark · 1892 383,39 9 0 1893 353,44 239,49 184,60 " 1 • 1896 634,67 364,14 Weizen Roggen Safer Gerste 39 367 • 18 753 892 17 345 in 1000 m. 2.596 9 832 853 21 188 in 1000 m. 108 274 55 577 41 424 40 014 1898 in 1000 m. 120 204 67 854 24 681 65 176 • • " n 1897 708,32 1898 736,61 372,06 440,51 " 1892 1893 in 1000 m. 40 023 30 161 in 1000 m. 1897 1898 52 239 59 443 Darunter befinden sich folgende speciell in Betracht kommende Wir sehen, wie bedeutend in den letzten Jahren, nachdem der Handelsvertrag seine Wirkung zu üben begonnen hatte, sich der Handelsverkehr mit Rußland entwidelt hat. Vergleichen wir die Srei Jahre vor 1894, in welches Jahr der Abschluß des Vertrages fällt, so finden wir ein rasches Zurüdgehen sowohl der Ein- als Ausfuhr. Sobald aber der Einfluß des Vertrages einsetzt, steigt landwirtschaftliche Artikel: auch der Warenverkehr wieder; bereits 1895 erreicht er die Summe von 790 Millionen Mark, in 1898 stellt er sich auf 1177 Millionen Mart, und zwar steigt die Ausfuhr nach Rußland prozentuell noch rascher als unsre Einfuhr von dort. 1892 1893 1897 in 1000 m. in 1000 m. in 1000 m. Eier und Eigelb 28 796 19 553 30 137 Frische und gefalzene Butter*) 2497 4 883 8 258 1898 in 1000 M. 35 851 3 599 Der russische Erport von Vieh nach Deutschland betrug: in 1000 m. in 1000 m. 20 115 23 335 Judeß sind in diesen Ziffern auch die Warengruppen enthalten, die durch den Vertrag wenig oder gar nicht berührt worden sind; noch deutlicher wird der Einfluß des durch den Vertrag gefchaffenen nenen Tarifs, wenn man untersucht, wie sich die Ein- und Ausfuhr jener Warengruppen und-Gattungen gestaltet hat, für welche durch den Vertrag die Zollsäge mehr oder weniger reduciert worden find. Die Zollermäßigungen, die Deutschland zugestanden hat, betreffen vorwiegend die Gruppe der Erzeugnisse des Landbaues, speciell Getreide, ferner die Warengruppen: Thiere und thierische Produkte, Vieh, sowie Holz und andre Schnigstoffe nebst den aus diesen land ausgeführt: Stoffen hergestellten Waren( meist Rohstoffe oder Halbfabrikate). Die *) In den Tabellen der deutschen Handelsstatistik werden seit 1897 und 1898 die Importe und Exporte von und nach Finnland gesondert aufgeführt. Zum Zwed des Vergleiches sind im Nach stehenden überall diese Zahlen den russischen hinzugezählt; es verstehen sich also die betreffenden Zahlenangaben immer für das ganze russische Gebiet in Europa und Asien. Gr. DampferExtrafahrt am Sonntag, den 19. d. Mts., niit Musik zur Segelregatta auf dem Müggelsee und Woltersdorfer Schleuse, Restaurant Holldorf, Fahrpreis hin und zurüd 1 M., Kinder die Hälfte, Abfahrt 210 Uhr vormittags. Abfahrt von der Stralauerbrüde 5, an der Waisenbrüde. Die Fahrt nach, Teupis findet nicht statt. Hierzu ladet freundlichst ein 52502* Karl Krause, Wienerstr. 37, Restaurant. Billets find bei mir, an Bord des Dampfers und bet Joh. Schulze, Fischerbrüde 17, zu haben. 1892 1893 19 402 17 057 An lebenden 1892 1893 1897 1898 · russischen Gänsen"") wurden nach Deutschin 1000 m. 7 590 6 964 1897 1898 in 1000 m. 12 203 13 726 *) In den Ziffern der Buttereinfuhr für 1892 und 1893 ist auch der Wertbetrag der aus Rußland eingeführten Margarine enthalten. **) In den Ziffern für 1892 und 1898 ist auch der Wert der Einfuhr von sonstigem Federvieh und Wild enthalten. Wichtig für Schneidermeister! Räumungs- Ausverkauf von Tuchen, Buckskins, Kammgarn wegen Geschäftsverlegung nach Spandauerstrasse Max Friedländer jr. Poststrasse, Ecke Molkenmarkt. veranschaulicht: Ausfuhr nach Rußland. Schmiedbares Eisen in Stäben Schmiedbares Eisen in Platten u. Blechen Grobe Eisenwaren, ungeschliffen und abgeschliffen Feine Eisenwaren Lokomobilen und Lokomotiven Maschinen, überwiegend aus Gußeisen Maschinen, überw. aus Schmiedeeisen V 1892 1893 1897 1898 in 1000 in int 1000 1000 M. M. M. 2 479 3 281 11 559 18 254 1063 1772 8 113 7627 6 137 5 444 14 987 20 388 1 752 1 557 151 308 5 162 5 249 6 478 8 380 5 363 4 010 20 297 25 089 1 428 1 579 3 054 6 085 Daraus ergiebt sich auch, welches Interesse der Arbeiter an der Handelsvertrags Politit hat. Wenn auch die Angaben über das Steigen der Löhne unsrer Industrie- Arbeiterschaft während der letzten Jahre nur zum Teil richtig sind, so hat doch jedenfalls die Handelsvertrags Politik dazu beigetragen, Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Dagegen bedeutet das Durchdringen jener Zollpolitit, welche die Agrarier vertreten, nicht nur eine Belastung des Konsums der Are beiter, eine Berteurung der notwendigen Lebensmittel, sondern auch eine Zurücstauung der industriellen Entwicklung, d. h. Beschäftigungslosigkeit für einen großen Teil der heutigen Industrie Arbeiter. 4983L* Cylinder- Hüte H. C. fauft man am billigsten direkt in der Fabrit. 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August, in Puhlmanns Konzertgarten, Schönhauser Allee 148: Großes Sommerfest bestehend in Konzert, Theater, Specialitäten- Vorstellung und Tanz. Billets a 30 f. find bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: D. Jänide, Rigdorf, Reuterstr. 24, H. 4 Tr.; P. Kuhirte, Brenzlauer Allee 204, H. 4 Tr.; C. Christens, Mühlenstr. 49 v. 3 Tr.; G. Bohne, Brunnenstr. 141, H. 2 Tr.; Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 41,§. 1 Tr.; W. Mohs, Am Oberbaum 2; Schröder, Passauerstr. 3 im Laden; Kowalszit, Bernauerstr. 79 v. 3 Tr.; P. Halbauer, Krautstr. 36; H. Kottlow, Schlte= mannstr. 29. Querg. part.; F. Braun, Bartelstr. 13, 3 Tr. fowie in allen bekannten Verkaufsstellen und im Saal. 1: 23840 Ende? Anfang 4 Uhr. Eröffnung der Kaffeeküche 3 Uhr. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. Hierzu ladet freundlichst ein Sonzert, Theater, Ballett, Epecialitäten Vorstellung, Ball. Centralverband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarb. Clown Tanti Patty Frank- Truppe Dressierte Affen u. Hunde. 16 Perf., Bart.- Akrobaten. Miss Olga Kraftiongleuse. Elly Groné pitols Chansonnette.n Fritzi Destrée Feuer u. Flammentanz. Herm. Pertois Catrini- Ballett ausgeführt von 7 Damen. Emil Völz Tanzhumorist. Franzi Held Liedersängerin. Täglich abends 10 Uhr: Fuß- Equilibrist. Im Witwen- Verein. Lustspiel. Meier mit'n? Boffen- Burleske. Die lustigen Weiber. Operette. China im Fener. Kriegsschaufpiel in 4 Bildern. Anfang 4 nhr. Entree 30 Pf. Sasenheide 108-114. Neue Welt. Hasenheide 108-114. G Am Sonnabend, den 18. Auguff: Die Boxer in China Gr. Sommerfest, verbunden mit Sommernachtsball Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Sommernachtsfest. Theater, Specialitäten, Konzert. 5½ Uhr. Metropol- Theater. 01 Täglich 9 Uhr 10 Min.: Der Zauberer am Nil und das brillante August- Specialitäten- Progr. Auf. 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7-9.5 Täglich: Lebenswellen. Bolts: stück mit Gesang und Tanz in 8 Atten. von Hugo Schulz, Mujit von R. Bial. Ballett unter Leitung der Ballett: meisterin Frl. Döring. Auftreten der Ercentric Chansonnette Molly Verch, b. Grotesque- Duettisten Gebr. Milardo, Tauma- Quartett, The Miltons, Turner am dreifachen Red, The Gladenbecks, Kraftgladiatoren, The Herwoods, Neger Grcentrics. Konzert. Im Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Num. Platz 50 Pf. Kalbo. Sanssouci Im prachtvollen Natur Garten jeden Sonntag 11. Donners: tag humorist. Soiree ber Norddeutschen Quartett- Sänger Game, Cahnbley, Nega 2c. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Donners tags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei. Donnerstags haben Beweinsbillets und Passepartouts Gültigteit. anläßlich des 10- jährigen Bestehens des Turnvereins ,, Fichte" ( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes). S052 Grosses Garten- Konzert, Auftreten des gesamten Künstler- Personals, sowie turnerische Massen- Aufführungen, ausgeführt von den Damen, Männer: u. LehrlingsAbteilungen des Vereins. Jedes Kind erhält 2 Bons, gültig für 1 Stocklaterne, Carouffel oder Rutschbahn. Bei eintretender Dunkelheit: Grosser Fackelzug der Kinder. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr an zur Verfügung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Tanz für Herren 50 Pf. Programm an der Kasse gratis! Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei sämtlichen Mitgliedern zu haben. Bu freundlichem Besuch ladet höflichst eindun Das Komitee. bub mit di ( 269/8] Unbedingt größtes*) Herren- u. Knabengarderobengeschäft der Schönhauser- und Prenzlauer Vorstadt Hugo Opitz, Schneidermeister [ 52448* Berlin N., Franseckistrasse 13, nahe der Schultheiß Brauerei. Etabliert 1895. Fernspr. Amt III. 5366. Das vollständig neu umgebaute Lokal erstreckt sich durch das Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude, 920 ca. 40 Meter direkte Länge. Bei ganz bedeutender Auswahl fertiger Garderoben für Herren und Knaben in Festtags Kleidung. 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Dorf Lichtenberg) Grosses Kinder- Freudenfest. Jedes Kind erhält beim Eintritt in den Garten ein Geschenk. Elite- Konzert der Original- Kapelle ,, Columbia". Vorzügliche Specialitäten-Vorstellung bei ungünstiger Witterung im neuen Theatersnal. Grosser Tanz im neuen Bal champêtre bei stark besetztem Orchester. Gondel- Korso, Kaffeeküche, 4 Kegelbahnen, Volksbelustigungen. 205 Entree für Erwachsene und Kinder 10 Pfennig. Mittwoch, den 22. und Donnerstag, den 23. August cr.: Grosser Fischzug. Restaurant Wilhelmshof, Hirschgarten. Inhaber: Wilhelm Keller.Herrlich am Walde nahe der Bahn gelegen. [ 5140L* Großes fchattiges, circa 2000 Personen fassendes Lotal. Schöner Parkett- Saal, wunderbare Veranda. Volksbeluftigungen aller Art. Eselreiten, Eselfahren ze. KUFEKE'S IM SOMMER UNENTBEHRLICH, REGELT VERDAUUNG KEIN BRECHDURCHFALL DARMKATARRH u.s.w KINDERMEHL Milch in plombierten Flaschen frei Haus 1 Liter 20 Pf. Kindermilch 1 Liter 35 und 50 Pf. Schweizerhof Inh. Aug. 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